Latest / ROCKET SCIENCE | Gesundheit und Leistung – mit Doc Golo / Zwang, Fokus und HUSTLE MODUS - Wissenschaftlich erklärt.
Transcript
- 0:00SPEAKER_00: Moin Leute und willkommen zu Rocket Science.
- 0:03SPEAKER_00: Heute sprechen wir über zwei mentale Themen.
- 0:08SPEAKER_00: Und zwar sprechen wir heute über den Hustle-Modus, wie man so schön sagt.
- 0:14SPEAKER_00: Und wir sprechen über so das Thema auch Energy Flows where Focus Goes.
- 0:23SPEAKER_00: Das sind so zwei Themen, die gerade so aus dem Performance-Bereich kommen, die ich aber sehr, sehr wichtig finde, um langfristig gesehen Fortschritte zu machen in seiner Leistungsfähigkeit.
- 0:38SPEAKER_00: Es wird heute nicht um wissenschaftliche Studien gehen, sondern es geht eher um Coaching.
- 0:45SPEAKER_00: Es geht eher darum, welche Baustellen ich bei vielen Athleten sehe.
- 0:49SPEAKER_00: Und es geht aber auch definitiv um meine eigenen Erfahrungen in dem Gebiet, weil ich mache das Ganze schon ein bisschen länger.
- 1:00SPEAKER_00: Und ich habe angefangen, mich mit Leistungsfähigkeit, mit Gesundheit irgendwie zu beschäftigen.
- 1:06SPEAKER_00: Seitdem ich 16 bin.
- 1:08SPEAKER_00: Ich bin auch so, ehrlich gesagt, ins Medizinstudium damals gekommen.
- 1:13SPEAKER_00: Und ich habe immer auch sehr stark probiert, meine Performance zu optimieren, meine Performance zu optimieren im akademischen Bereich, wo ich eben zuerst ein sehr schlechter Schüler war und dann sehr, sehr gut geworden bin und so irgendwie Medizin studieren konnte.
- 1:31SPEAKER_00: Es aber auch definitiv nicht ganz so einfach war, da einfach so durchzurutschen, sondern ich musste dann auch einige Tests extra machen.
- 1:38SPEAKER_00: Und zwar mit viel Schmerz und Aufwand verbunden.
- 1:41SPEAKER_00: Und auch danach, wo ich Medizin, Triathlon, Iron Man miteinander kombiniert habe, nebenbei noch das Coaching-Business aufgezogen habe und immer probiert habe, in mehreren Bereichen gut zu sein.
- 1:56SPEAKER_00: Das hat teilweise sehr gut funktioniert, das hat teilweise auch nicht wirklich so gut funktioniert.
- 2:03SPEAKER_00: Und ich glaube, dass vor dem Kontext wir halt über den Begriff Hustle-Modus auf jeden Fall sprechen sollten.
- 2:11SPEAKER_00: Und eben auch, wie man sich langfristig optimiert und wie man vielleicht auch so ein bisschen seinen Fokus findet, um zu schauen, wann setze ich den Fokus auf gewisse Bereiche, wann setze ich den Fokus auf meine Gesundheit, auf meine Leistungsfähigkeit.
- 2:29SPEAKER_00: Und opfere ich vielleicht auch gerade meine Gesundheit für meine Leistungsfähigkeit, gerade so im beruflichen Kontext zum Beispiel, was dabei auch so die Herausforderungen sind, was dabei auch das Problem ist, wenn man das Ganze so angeht, weil ich das auch ja in meiner medizinischen Laufbahn eben sehr, sehr häufig gesehen habe, dass ich habe eine Kardiologie gearbeitet oder habe mehrere Praktika da gemacht und es waren sehr viele Menschen, die halt irgendwie so 50, 60 waren und die halt schon ihren ernsten Schlaganfall erlitten hatten, die einen Herzinfarkt hatten, die dann irgendwie so drei, vier Stands gesetzt haben und dann einen irgendwie angeschaut haben, super traurig, und gesagt haben: so, ja, ich habe irgendwie mein ganzes Leben lang gearbeitet und ich habe keine Familie oder meine Familie ist irgendwie im Eimer, ich habe keine Freunde und ja, ich habe irgendwie viel Geld, aber sonst habe ich halt irgendwie wirklich nichts.
- 3:24SPEAKER_00: Und genauso gibt es aber auch auf der anderen Seite im athletischen Kontext auch viele Menschen, die halt sehr, sehr stark ihre Performance verbessern im athletischen Kontext und immer sehr, sehr, sehr besser werden, auch so als Athleten.
- 3:42SPEAKER_00: Aber auch nicht wirklich ein Leben darum bauen und nicht darauf achten, dass sie auch ein Leben entwickeln, daneben, dass sie Athleten sind.
- 3:55SPEAKER_00: Und ich möchte euch darauf mal so ein bisschen meine Perspektive geben, weil ich hätte Profi-Athlet werden können, ich bin es nicht geworden.
- 4:05SPEAKER_00: Ich habe immer sehr viele Profis gesehen, wo ich gedacht habe, so, uh, ehrlich gesagt, da möchte ich nicht hinkommen.
- 4:12SPEAKER_00: Da möchte ich sportlich sicherlich hinkommen und von meiner athletischen Entwicklung möchte ich da definitiv hinkommen.
- 4:18SPEAKER_00: Aber ich möchte nicht da hinkommen, wo sie mit ihrem Leben sind, wo sie mit ihrer Zufriedenheit sind und wo sie damit sind, was sie irgendwie auch so aufgebaut haben.
- 4:30SPEAKER_00: Und deswegen fangen wir mal an mit dem Thema Hustle-Modus.
- 4:35SPEAKER_00: Vor- und Nachteile des Thema Hustle-Modus.
- 4:37SPEAKER_00: Was ist überhaupt dieser Hustle-Modus, sag ich mal?
- 4:41SPEAKER_00: Hustle-Modus beschreibt eine Einstellung zum Leben, dass man irgendwie so durch unermüdliches Arbeiten, durch ständigen Einsatz und so das Überwinden von Grenzen, aber auch so von seinen körperlichen Grenzen Erfolge erlangt.
- 4:57SPEAKER_00: Eigentlich geht es so ein bisschen darum, rund um die Uhr aktiv zu sein und irgendwie Performance an den Tag zu legen.
- 5:05SPEAKER_00: Gerade so aus dem beruflichen Kontext kommt es eben sehr stark.
- 5:09SPEAKER_00: Es kommt auch viel aus der Banking-Szene, es kommt auch viel aus der Unternehmensberatung, genauso aber auch irgendwie im Krankenhaus.
- 5:17SPEAKER_00: Es ist das Gleiche, irgendwie auch häufig, um voranzukommen und jede Minute, die man hat, irgendwie auch zu nutzen, um produktiv zu sein und keine Pause zu machen.
- 5:27SPEAKER_00: Also es heißt auch definitiv so ein bisschen, okay, ich bin super erfolgreich in der Arbeit, ich bin super erfolgreich in meiner athletischen Entwicklung und ich probiere mein gesamtes Leben zu optimieren und mega, mega viel Performance irgendwie so zu erreichen.
- 5:45SPEAKER_00: Und ich sag mal, die Idee dahinter ist natürlich irgendwie klar, ne?
- 5:48SPEAKER_00: Wenn du härter arbeitest als alle anderen, dann wirst du halt irgendwie auch erfolgreich werden.
- 5:53SPEAKER_00: Und das ist so eine gewisse Grind-Mentalität, zu sagen, okay, ich beiße mich einfach fest und ich werde halt einfach besser.
- 6:01SPEAKER_00: Und gerade im Sport kann einem das sehr, sehr stark helfen.
- 6:07SPEAKER_00: Und ich würde sagen, dass wenn man sich auch so gesellschaftliche Tendenzen anguckt, ist es so, dass die Konkurrenz immer geringer wird, gerade so im Bereich von Performance.
- 6:21SPEAKER_00: Weil zumindest, ich kann halt das auch nur aus der männlichen Perspektive irgendwie auch sagen, aber wenn man sich halt die Statistik anguckt, dann ist der Großteil von unserer Gesellschaft unzufrieden mit seiner Produktivität, mit seiner Performance.
- 6:35SPEAKER_00: Es ist so, dass ein Großteil unserer Gesellschaft übergewichtig ist, es ist so, dass ein Großteil von unserer Gesellschaft Probleme hat, seine Ziele anzugehen.
- 6:46SPEAKER_00: Und hier ist schon so, dass natürlich, wenn man unzufrieden ist mit sich und wenn man denkt, so, ich bin die ganze Zeit irgendwie nur dabei, mich abzulenken, zum Beispiel.
- 7:00SPEAKER_00: Gerade heutzutage ist es halt einfacher, denn je abgelenkt zu werden über Social Media.
- 7:07SPEAKER_00: Klassisches Beispiel.
- 7:09SPEAKER_00: So, man scrollt irgendwie den ganzen Tag und ist super viel irgendwie im Außen und vergleicht sich mit anderen, es macht einen sehr, sehr unglücklich, aber man lenkt sich auch die ganze Zeit ab.
- 7:22SPEAKER_00: Man schaut, sag ich mal, Netflix oder man guckt irgendwie einen Film nach dem nächsten, spielt nebenbei noch Computer.
- 7:29SPEAKER_00: Und leider ist das die Realität von sehr vielen Menschen da draußen, dass sie sich sehr, sehr stark ablenken.
- 7:37SPEAKER_00: Und hier geht es dann darum, erstmal die Awareness zu schaffen, also das Bewusstsein zu schaffen, dass da das Kind sehr, sehr stark in den Boden gefallen ist.
- 7:52SPEAKER_00: Und dann, wie man das auch so schön sagt, irgendwie Schmerz zuzulassen und zu zeigen, so, you know, du kannst was ändern, du kannst rausgehen und du kannst zu der Person werden, die du werden möchtest.
- 8:07SPEAKER_00: Du bist nicht da, wo du bist, wo du sein möchtest.
- 8:10SPEAKER_00: Und es ist nicht alles gut.
- 8:11SPEAKER_00: Weil wenn du diesen Menschen sagst, so es ist alles gut und mach einfach genauso weiter und die Welt wird dich so lieben, wie du bist, dann ist das absolute falsche Darstellung.
- 8:24SPEAKER_00: Weil die Welt wird dich nicht so lieben, wie du bist, wenn du in diesem Modus bist.
- 8:28SPEAKER_00: Wenn du da festhängst und du einfach konstant im Außen dich mit anderen Leuten vergleichst, wenn du es nicht schaffst, deinen Hintern hochzukriegen, wenn du die ganze Zeit irgendwelchen, wenn du nur daran interessiert bist, kurzfristig mal ein bisschen Vergnügen zu haben und dann wieder anderen Leuten die Schuld dafür gibst, dass es bei dir irgendwie nicht klappt, dann kann ich dir sagen, dann musst du da rauskommen.
- 8:57SPEAKER_00: Und dann macht es auch definitiv Sinn, dir erstmal bewusst zu werden, dass du gerade ziemlich im Eimer bist und dass du daran arbeiten musst.
- 9:08SPEAKER_00: Und den Modus hatte ich auch.
- 9:13SPEAKER_00: Aber den Modus hatte ich, als ich schon sehr jung war.
- 9:19SPEAKER_00: Das hatte ich, als ich 13, 14, 15 war, wo ich computerspielsüchtig war, wo ich super schlecht war in der Schule, wo ich in einer Kleinstadt gefangen war und unzufrieden mit mir war.
- 9:39SPEAKER_00: Und nicht irgendwie, ich hatte eine schöne Kindheit, aber meine Teens waren definitiv schwer.
- 9:47SPEAKER_00: Waren viele Herausforderungen, die da einfach parallel gelaufen sind.
- 9:51SPEAKER_00: Und ich habe mich, ich war immer jemand, der sehr kreativ ist und ich habe mich einfach geflüchtet in Online-Welten, in Alleinsein, in Freundschaften, die so medium gut waren und habe mich komplett isoliert und habe mich irgendwie so auch durch mein Leben, ehrlich gesagt, getrickst.
- 10:18SPEAKER_00: Also ich habe dann, ich habe sehr, sehr viel gelogen zu der Zeit und habe so eine Traumwelt eigentlich erschaffen von dem, dass ich besser bin als so, oder auch wir als Familie besser sind als das, was wir so, wie es halt war.
- 10:34SPEAKER_00: Und dann haben wir meine Nachbarn kennengelernt und meine Nachbarin war Professorin oder damals noch Doktorantin für Psychologie.
- 10:42SPEAKER_00: Und sie hat mir echt zu der Zeit einfach mal komplett auf den Hosenboden gesetzt und gesagt: so, du, wenn du so weitermachst, dann wirst du sicherlich nicht dahin kommen, wo du einfach hinkommen möchtest.
- 10:57SPEAKER_00: Und was willst du überhaupt mit deinem Leben machen?
- 11:02SPEAKER_00: Ich habe nie meine Hausaufgaben vorgemacht.
- 11:03SPEAKER_00: Ich habe mich immer so durchgemurgelt und habe immer improvisiert.
- 11:08SPEAKER_00: Ich war immer gut im Improvisieren.
- 11:09SPEAKER_00: Ich hatte, ich habe Sachsburg gespielt in einer Jazzband und damals, das hat irgendwie dazu geführt, dass ich gut war, auch im Improvisieren von Hausaufgaben irgendwie Deutscharbeiten einfach vorzulesen, die nicht wirklich in meinem Heft da waren.
- 11:22SPEAKER_00: Und trotzdem war ich schlecht.
- 11:24SPEAKER_00: Also ich hatte drei, Fünften auf dem Zeugnis und hatte irgendwie einen Durchschnitt von zwei, acht oder so.
- 11:29SPEAKER_00: Ich war immer ganz gut mündlich.
- 11:31SPEAKER_00: Aber trotzdem sehr, sehr weit davon entfernt, Medizin zu studieren.
- 11:37SPEAKER_00: Und ich hatte keine Disziplin.
- 11:39SPEAKER_00: Mein Dad hat mir auch keine wirkliche Disziplin beigebracht, weil wenn ich es jetzt nach außen sage, aber zu der Zeit würde ich sagen, hat es schon noch so, kann ich noch sagen, dass ich sowas externalisiere und sage, okay, es war nicht nur meine Schuld, weil ich war noch relativ jung.
- 11:55SPEAKER_00: Und mein Dad hat mir dieses Tricksterleben auch so ein bisschen vorgelebt, ehrlich gesagt.
- 12:00SPEAKER_00: Und ich hatte keine Disziplin und ich hätte Disziplin gewollt.
- 12:05SPEAKER_00: Ich brauchte irgendwie jemanden, der mich so ein bisschen an die Hand nimmt und sagt: So, ey, du kannst mehr, wenn du, wenn du willst.
- 12:11SPEAKER_00: Du musst einfach nur dich auf den Hosenboden setzen und let's go, Mann.
- 12:17SPEAKER_00: Jetzt gib einfach mal auch Gas, ne?
- 12:19SPEAKER_00: Und dann wirst du da auch rauskommen.
- 12:22SPEAKER_00: Und das waren meine Nachbarn.
- 12:23SPEAKER_00: Meine Nachbarin war eigentlich damals mein erster Coach und sie und ihr Mann haben auch Triathlon gemacht.
- 12:29SPEAKER_00: Und so habe ich angefangen mit Leistungsfähigkeit, so habe ich angefangen mit Selbstoptimierung, mit Performance.
- 12:37SPEAKER_00: Und so habe ich angefangen, meine Hausaufgaben zu machen und habe angefangen, richtig, richtig Gas zu geben, auch in der Schule.
- 12:43SPEAKER_00: Und diszipliniert zu mir zu sein, zu sagen: so, du gehst jetzt um 10 Uhr ins Bett immer, stehst um 6 Uhr auf und machst einfach dein Ding.
- 12:51SPEAKER_00: Und ich habe gemerkt, dadurch, dass ich das bei mir eingebaut habe, bin ich besser geworden und bin einfach zum Erfolg gekommen.
- 12:58SPEAKER_00: Ich habe mein NC verbessert, um mehr wie 1,0 zu der Zeit.
- 13:03SPEAKER_00: Hatte dann nachher im Abi eine 1,8, womit ich zu der Zeit mit Extra-Tests noch Medizin studieren konnte in Hamburg.
- 13:12SPEAKER_00: Und das hat mir so eine krasse Selbstbestätigung gegeben, dass ich halt gemerkt habe, wenn ich arbeite, kann ich halt besser werden.
- 13:22SPEAKER_00: Und zur gleichen Zeit habe ich halt angefangen mit Radsport, mit Triathlon und habe dann mit 20 auch meinen ersten Ironman gemacht.
- 13:31SPEAKER_00: Meinen ersten Ironman habe ich aber auch gemacht, weil zum Beispiel mein Onkel zu der Zeit zu mir gesagt hat, du schaffst es sowieso nicht, also du brauchst es auch gar nicht probieren.
- 13:41SPEAKER_00: Und das war Benzin auf mein Feuer und das hat mich so nach vorne gepusht, dass ich einfach gemerkt habe, you know, wenn du mir das sagst, dann werde ich dir sowas von zeigen, dass ich das kann.
- 13:52SPEAKER_00: Und zwar ohne Probleme.
- 13:53SPEAKER_00: Ich werde nochmal, ich werde einfach unter den Besten dabei sein und ich werde dann auch zu den Weltmeisterschaften fahren.
- 13:59SPEAKER_00: Und wenn du es mir nicht glaubst, watch me.
- 14:02SPEAKER_00: Ja, und genau so war es auch.
- 14:04SPEAKER_00: Und ich habe es einfach ihm bewiesen, aber auch mir selber.
- 14:07SPEAKER_00: Ich habe in diesem Wettkampf komplett an mein Limit gegangen.
- 14:11SPEAKER_00: Ich habe nicht aufgehört zu laufen, obwohl ich es nicht mal annähernd so gut trainiert hatte für den Iron Man damals.
- 14:18SPEAKER_00: Ich habe nicht so gut trainiert, wirklich nicht.
- 14:21SPEAKER_00: Und bin dann in 10 Stunden 40 ins Ziel, was auch gar nicht so eine schlechte Zeit prinzipiell ist, vor allem mit dem Material, was ich damals gemacht habe.
- 14:30SPEAKER_00: Also ich hatte dann ein Fahrrad, wo ich einfach nur so einen einfachen Vorbau drauf gesetzt habe und irgendwie diesen Lenker da drauf geballert habe.
- 14:39SPEAKER_00: Radfahren konnte ich irgendwie immer schon ganz gut.
- 14:41SPEAKER_00: Mein Neo war irgendwie auch ein bisschen zu groß.
- 14:43SPEAKER_00: Ich habe mich da irgendwie durchgekämpft und Laufen war sehr, sehr, sehr, sehr hart.
- 14:48SPEAKER_00: Und das war auch in Köln, der Iron Man damals oder die Langdistanz, super langweiliges Rennen.
- 14:53SPEAKER_00: Das ist das langweiligste Rennen, was ich jemals gemacht habe.
- 14:59SPEAKER_00: Auf jeden Fall, ja, so wenn du gerade feststellst für dich, so ich bin echt unmotiviert und ich bin unzufrieden mit mir, dann hilft dir dir Hassel-Modus daraus.
- 15:13SPEAKER_00: Und ich kann dir auch sagen, von einer Business, von einem Business-Standpunkt her, weil ich bin ja auch schon ein bisschen länger im Coaching-Business unterwegs, kann ich dir auch sagen, dass meistens die meisten Angebote genau auf diese Leute abziehen, die halt sehr unmotiviert sind und die einfach diesen Ar-Stritt auf gut Deutsch gesagt einfach mal brauchen, um dabei rauszukommen.
- 15:37SPEAKER_00: Wichtig ist hier aber auch, dass man eben diesen Hustle-Modus in gewisser Weise mal kurzfristig einsetzt, um nach vorne zu kommen, dann aber auch so diese Routinen und Standards für sich etabliert, die einen auch unterstützen.
- 15:53SPEAKER_00: Und dabei nicht irgendwas zu machen, was man langfristig nicht wirklich halten kann.
- 15:59SPEAKER_00: Und ich glaube, das war, für mich war es damals sehr, sehr gut, dass ich natürlich irgendwie sehr frühzeitig auch schon gelernt habe, so diese Selbstwirksamkeit einzusetzen und Routinen und Standards und Disziplinen für mich zu lernen, also schon irgendwie in meinen Teenager-Jahren und auch teilweise davor auch immer schon wieder, immer mal kurzfristig.
- 16:17SPEAKER_00: Aber das ist wichtig, dass man, man muss an dieser Identifikation arbeiten, die man selber hat.
- 16:24SPEAKER_00: Also nur mal motiviert zu sein und nur mal kurz motivationsmäßig nach vorne zu gehen, hilft dir langfristig gesehen nicht so wirklich.
- 16:33SPEAKER_00: Weil das verändert nicht deine Identifikation, wie du dich siehst, wie du dich siehst als Athlet, wie du dich siehst als Athletin.
- 16:41SPEAKER_00: Du musst dahin kommen, dass du dich als Athlet, als Athletin definierst, dass es für dich, dass es für dich keine Frage ist, ob du trainierst, sondern die Frage eher ist, wie lange du trainierst und ob du gerade eher in so einem Modus bist, dass du vielleicht nur deine Form hältst oder dass deine Form vielleicht sogar ein bisschen abfällt mal, aber dass du nicht deine gesamte Fitness wieder über Bord wirst, wenn dein Leben hektisch wird.
- 17:08SPEAKER_00: Darauf kommen wir nämlich gleich nochmal zu sprechen.
- 17:10SPEAKER_00: Und wenn du dann auch wieder einen anderen Fokus einfach setzt.
- 17:14SPEAKER_00: Weil da ist es dann auch so ein bisschen diese Überschneidung von eben where energy flows, focus goes, umgekehrt, where focus goes, energy flows.
- 17:27SPEAKER_00: Das heißt, worauf du den Fokus in deinem Leben setzt, da wirst du auch immer die meiste Energie eigentlich drin haben.
- 17:33SPEAKER_00: Und wenn du jetzt auf deine Gesundheit, auf deine Leistungsfähigkeit gerade einen größeren Fokus setzen möchtest, was für sehr, sehr viele Menschen sehr sinnvoll ist, weil wie gesagt, ein Großteil von unserer Gesellschaft ist sehr unzufrieden mit der Gesundheit und ein Großteil von unserer Gesellschaft hat eher Probleme auch mit ihren gesundheitlichen Themen und mit ihrer Leistungsfähigkeit, dann macht es sehr viel Sinn, darauf auch wirklich einen Fokus zu setzen für eine gewisse Zeit und vielleicht auch mal diesen Hustle-Modus einzubauen für sich, um ein Fundament zu schaffen, dann aber auch zu sehen, was sind meine Routinen, was sind meine Standards, was sind die Dinge, die ich dauerhaft einsetzen kann in meinem Leben, um Fortschritt zu machen, aber auch, dass es sich nicht so anfühlt, dass ich mein Leben dadurch nicht so leben kann, wie ich es leben kann.
- 18:22SPEAKER_00: Weil das Ding ist natürlich, und das sind so ein bisschen die Nachteile eben des Hassel-Modus, du hast ein großes Risiko, dass du daran eben auch kaputt gehst.
- 18:35SPEAKER_00: Und dass du in eine Richtung gehst, vielleicht, die auch nicht unbedingt dem entspricht, wo du überhaupt hingehen möchtest.
- 19:29SPEAKER_00: Das ist so ein typisches maskulines Thema, sag ich mal.
- 19:33SPEAKER_00: Ich sage nicht männlich, weil das ist ein Unterschied.
- 19:35SPEAKER_00: Also maskulin ist eher eine Energie, wo es eher so darum geht, in eine bestimmte Richtung zu gehen und etwas durchzuziehen und nach vorne zu kommen und in eine Richtung zu gehen.
- 19:47SPEAKER_00: Und es ist wie so ein Boot, was in eine Richtung schwimmt.
- 19:52SPEAKER_00: Wichtig ist aber auch, dass man die Direktion, also den Weg kennt, wohin das Boot überhaupt geht und ob das überhaupt auch die richtige Richtung für einen ist.
- 20:01SPEAKER_00: Weil wenn man sein Boot in eine Richtung schippert, auf die man eigentlich keine Lust hat, dann ist das Risiko sehr, sehr groß von Burnout und von Depression.
- 20:13SPEAKER_00: Das heißt, ja, setze irgendwie Hassel-Modus auch für dich ein.
- 20:18SPEAKER_00: Vielleicht auch so, wenn wir jetzt auf berufliche Themen kommen, es ist okay, natürlich auch mal durchzuziehen und so Fortschritte zu machen.
- 20:27SPEAKER_00: Du musst aber auch für dich herausfinden, ist das überhaupt der Weg für dich?
- 20:31SPEAKER_00: Willst du das überhaupt so machen?
- 20:34SPEAKER_00: Wenn ich damals auf meine Chefärzte gehört hätte, dann wäre ich heute irgendwo in der Klinik eingesperrt als Oberarzt und nein, das wäre nicht mein Leben.
- 20:45SPEAKER_00: Und ich glaube, da habe ich doch von meinem Papa auch was mitgekriegt, von dieser Trickster-Einstellung.
- 20:53SPEAKER_00: Von wegen so, ja, so ein bisschen herauszufinden, was man wirklich will im Leben und vielleicht auch mal links und rechts zu schauen, ist definitiv auch was, was wichtig ist im Leben und auch was wichtig ist, um voranzukommen.
- 21:13SPEAKER_00: Es geht nicht nur darum, Disziplin an den Tag zu legen.
- 21:17SPEAKER_00: Es geht nicht nur darum, die krassesten Routinen zu entwickeln und dann einfach weiterzugehen, sondern es geht genauso darum, auch mal nach links und rechts zu schauen, sich pausen zu gönnen, auszeiten zu gönnen, rauszugehen, um einfach kreativ zu sein, um einfach neue Sachen auszuprobieren und auch um eben wieder zur Ruhe zu kommen, um neue Ziele zu formulieren.
- 21:45SPEAKER_00: Und das ist jetzt egal, ob das beruflich betrachtet ist oder ob es auch zum Beispiel athletisch betrachtet ist.
- 21:51SPEAKER_00: Wenn ihr als Athletin die gleichen Dinge wieder und wieder und wieder und wieder und wieder macht, dann werdet ihr irgendwann keinen Fortschritt mehr machen.
- 22:00SPEAKER_00: Weil hat Einstein auch schon irgendwie gesagt, ich weiß gar nicht, ob es Einstein gesagt hat, aber wenn du Dinge immer wieder und immer wieder machst, dann kannst du nicht erhoffen, dass du andere Anpassungen erwartest oder dass sich Dinge anders entwickeln bei dir oder in deinem Körper.
- 22:21SPEAKER_00: Und genauso ist es im Sport, genauso ist es aber auch auf der beruflichen Seite und auf der beruflichen Ebene.
- 22:27SPEAKER_00: Das heißt jetzt auch zum Beispiel für dich, weil ich kann nur auch sagen, es schreiben mich ja auch wie immer viele Leute irgendwie an, auch auf beruflicher Ebene.
- 22:35SPEAKER_00: Wenn du jetzt in 29ern bist, wenn du in 39ern bist, dann hast du noch sehr, sehr viel Zeit vor dir in deinem Leben.
- 22:44SPEAKER_00: Und die einzige Währung, die wir haben in unserem Leben, ist Zeit.
- 22:47SPEAKER_00: Das heißt, wenn du an einem Punkt bist, wo du merkst, ich bin zutiefst unzufrieden mit meinem Beruf, mit meiner athletischen Journey, mit anderen Dingen, hier stimmt einfach irgendwas nicht.
- 23:02SPEAKER_00: Und es nervt mich einfach.
- 23:04SPEAKER_00: Und ich komme einfach da nicht voran, obwohl ich so eine krasse Disziplin an den Tag lege.
- 23:11SPEAKER_00: Ich stagniere, obwohl ich trainiere.
- 23:14SPEAKER_00: Ich kann mich nicht motivieren, auch so ein typisches Thema, ich kriege es einfach nicht hin, mich zu motivieren, dann ist es oft nicht der beste Weg, einfach nur zu sagen, okay, wir machen jetzt mehr Disziplinen an den Tag und bauen noch krassere Routinen für dich ein.
- 23:33SPEAKER_00: Weil wahrscheinlich, wenn du schon jemand bist, der sehr diszipliniert ist, hast du wahrscheinlich eher ein Problem damit, gerade zu sehen, was ist denn überhaupt die Richtung, wo ich, sag ich mal, auch so hingehe und wo ich mich hin entwickle.
- 23:49SPEAKER_00: Und das war für mich zum Beispiel ein großes Thema, so als ich ins Übertraining geraten bin.
- 23:58SPEAKER_00: Ich bin 2015 so das erste Mal eigentlich so ins Übertraining geraten.
- 24:02SPEAKER_00: Und da habe ich vorher sehr zielgerichtet, würde ich sagen, trainiert, aber irgendwie auch so trainiert, wie das einem immer so Ausdauermagazine gesagt haben, also mit so einem High-Volume-Train die ganze Zeit.
- 24:17SPEAKER_00: Und das hat bei mir nicht so wirklich gut funktioniert.
- 24:20SPEAKER_00: Aber ich habe gedacht, ich musste so machen.
- 24:23SPEAKER_00: Es geht gar nicht einfach anders, das so zu machen.
- 24:27SPEAKER_00: Das war die eine Baustelle, das war die Athletische Baustelle.
- 24:30SPEAKER_00: Auf der anderen Seite habe ich meine Doktorarbeit geschrieben und hatte, ich kann keine Namen nennen, aber hatte im Team mehrere Leute, die mir auf gut Deutsch gesagt sowas von auf den Sack gegangen sind.
- 24:48SPEAKER_00: Und die immer wieder Energie von mir gezogen haben.
- 24:54SPEAKER_00: Einerseits ein Sportwissenschaftler und aber auch ein Professor aus dem medizinischen Bereich.
- 24:59SPEAKER_00: Ich habe meine Doktorarbeit dreimal geschrieben.
- 25:02SPEAKER_00: Und immer nur wegen Kleinigkeiten oder das erste Mal nicht wegen Kleinigkeiten, aber da war die Kommunikation am Anfang halt katastrophal und furchtbar.
- 25:10SPEAKER_00: Und ich habe nie wirklich den Mund aufgemacht zu der Zeit und habe einfach nur geschluckt und bin halt nach vorne und habe irgendwie gesagt, du musst es so machen, das geht nicht anders.
- 25:20SPEAKER_00: Retrospektiv betrachtet, hätte ich schon das erste Mal wahrscheinlich sagen sollen, als es so in dem Modus war, wie es ist, weißt du was?
- 25:30SPEAKER_00: Ich schreibe die Doktorarbeit, sag ich mal, nochmal ganz woanders.
- 25:33SPEAKER_00: Und bei einem Team, wo irgendwie ich das Gefühl habe, die unterstützen mich, die haben Lust, mit mir zusammenzuarbeiten.
- 25:39SPEAKER_00: Und es ist nicht so die ganze Zeit so etwas, wo ich das Gefühl habe, dagegen zu arbeiten.
- 25:45SPEAKER_00: Und dass irgendwie eigentlich mich auch wirklich keiner mag und meine Arbeit auch wirklich nicht so richtig schätzt.
- 25:52SPEAKER_00: Auf jeden Fall war das so eine, ja, das waren halt irgendwie so zwei Dinge, die im einerseits irgendwie dieses Training, was nicht so wirklich gut funktioniert hat, wir hatten irgendwie auch Coaches, die sehr, sehr hartliner waren, die die ganze Zeit nur irgendwie komische Strukturen irgendwie so ein bisschen eingebaut haben.
- 26:09SPEAKER_00: Und auf der anderen Seite die Doktorarbeit.
- 26:12SPEAKER_00: Und das hat beides dazu geführt, dass ich zwar gedacht habe, ich muss noch disziplinierter sein, aber mir ist irgendwie so die ganze Freude an der ganzen Sache halt irgendwie verloren gegangen.
- 26:25SPEAKER_00: Und ich hatte auch wirklich eigentlich nicht mehr so richtig Lust auf Training, habe mich aber doch dann noch für den Iron Man Hawaii qualifiziert, worauf ich mich Ewigkeiten eigentlich vorbereitet habe.
- 26:37SPEAKER_00: Und hatte dann beim Iron Man Hawaii bei meinem ersten das allerschlechteste Rennen ever, wo ich auch mental einfach total gefangen war, so in diesem ganzen Ding aus: ja, Burnout, Übertraining, keine Regeneration, keinen Spaß mehr.
- 26:54SPEAKER_00: Ich war auf Hawaii irgendwie auf einer der schönsten Inseln der Welt und war aber da zutiefst unzufrieden mit mir.
- 27:05SPEAKER_00: Und danach musste ich erstmal rausnehmen und hab regeneriert.
- 27:12SPEAKER_00: Ich habe dann aber eigentlich auch gesagt, ich höre auf mit Triathlon.
- 27:14SPEAKER_00: Ich will das nicht mehr.
- 27:17SPEAKER_00: Es hat sich nicht mehr einfach auch gut angefühlt.
- 27:20SPEAKER_00: Und ich sehe das ja auch jetzt im Coaching immer ganz häufig, dass viele, wenn sie dann einmal an diesen Punkt kommen, wo sie in so ein Burnout, Übertraining, Red S, mehrere Dinge irgendwie reinkommen, dass sie dann ihre gesamte athletische Laufbahn abcutten und aufhören damit.
- 27:42SPEAKER_00: Und ich war an dem Punkt letztendlich auch 2015, wo ich dann gesagt habe: so, ich will eigentlich nicht mehr.
- 27:48SPEAKER_00: Ich habe eigentlich keinen Bock mehr darauf.
- 27:50SPEAKER_00: Warum soll ich mir das überhaupt antun?
- 27:52SPEAKER_00: Ich will eh kein Ausdauerprofi werden und nur um mir das irgendwie so auf meinen Lebenslauf zu schreiben, dass ich beim Iron Man Hawaii war und irgendwie meinen sechsten Ironman jetzt schon gemacht habe.
- 28:05SPEAKER_00: Das fühlt sich irgendwie nicht so dolle für mich an.
- 28:08SPEAKER_00: Oder das war jetzt nicht so die Motivation zu sagen, okay, ich will das halt irgendwie einfach weitermachen.
- 28:12SPEAKER_00: Es hat einfach keinen Spaß mehr gemacht, so richtig.
- 28:18SPEAKER_00: Und dann bin ich nach Australien geflogen und hab da mein praktisches Jahr gemacht, einen Teil davon.
- 28:28SPEAKER_00: Und hab da echt ein super cooles medizinisches Team kennengelernt, so eine Herzschirke wie damals.
- 28:34SPEAKER_00: Die waren cool, die waren toll, die waren irgendwie, hatten Bock, mit mir zu arbeiten, die haben mir so eine Stelle angeboten.
- 28:42SPEAKER_00: Ich war damals da mit meiner Ex-Freundin, sie war in Melbourne, ich war in Adelaide und also ich hatte eine richtig, richtig coole Zeit.
- 28:50SPEAKER_00: Sie hatte eine super, super coole Zeit, wir haben es häufiger besucht und Australien war echt, echt befreiend.
- 28:58SPEAKER_00: Super krass befreiend, auch so gesellschaftlich betrachtet.
- 29:03SPEAKER_00: Ich weiß, ich hatte dann irgendwie mein Host, bei dem ich eine Bude hatte, der hat irgendwie ein ganz neues Ding auch inseriert und dann bin ich da hingekommen und hat gesagt, oh ja, cool, Golo, du bist irgendwie der Erste, der hier ist.
- 29:15SPEAKER_00: Ich hab nur ein Auto für dich und dann hat er so ein Jeep geholt, so ein Toyota Land Cruiser war das, ein richtig, richtig alter.
- 29:25SPEAKER_00: Und den stand irgendwo in der Walachei und den hat er dann da irgendwie rausgekurft.
- 29:31SPEAKER_00: Das war auch irgendwie so geil, einfach nur.
- 29:33SPEAKER_00: Und dann bin ich mit diesem Chubby-Auto irgendwie so rumgecruced durch Adelaide.
- 29:39SPEAKER_00: Und es war geil.
- 29:40SPEAKER_00: Es war echt eine sehr, sehr, sehr coole Zeit, einfach nur.
- 29:44SPEAKER_00: Und ich bin dann an den Schwimmclub gegangen, es waren neue Coaches da, es waren super krass gute Athleten da, schwimmer da.
- 29:51SPEAKER_00: Und die hatten so eine Einstellung dazu, es war einfach alles ein bisschen lockerer und ein bisschen mehr relaxed.
- 29:58SPEAKER_00: Es war eine andere Einstellung auch zum Training.
- 30:02SPEAKER_00: Es war aber auch smarter, das Training, so generell.
- 30:04SPEAKER_00: Die haben auch Volumen gemacht, definitiv.
- 30:06SPEAKER_00: Auch hohes Volumen, aber auch immer mal wieder gewisse Spitzen gesetzt.
- 30:10SPEAKER_00: Also die haben damals schon relativ so polarisiert, auch irgendwie in gewisser Weise trainiert.
- 30:14SPEAKER_00: Also immer mal ein bisschen mehr Volumen, danach aber auch wieder ein bisschen Spitzen.
- 30:19SPEAKER_00: Und ich bin so sehr stark ins Schwimm gekommen und ich bin sehr stark auch ins Laufen gekommen zu der Zeit.
- 30:24SPEAKER_00: Ich hatte kein Fahrrad mit.
- 30:28SPEAKER_00: Aber das war so, ich habe nicht wirklich da auch zielgerichtet irgendwie trainiert.
- 30:33SPEAKER_00: Ich habe letztens auch mit Johnny gesprochen, hier Jürgen Ackermann, ein guter Freund von mir, der Schwimmcoach ist und der ein sehr, sehr, sehr, sehr guter Schwimmer ist.
- 30:41SPEAKER_00: Und er ist auch nach Australien gegangen zum Schwimmen eine Zeit lang und hatte da auch eine sehr, sehr, sehr coole Zeit.
- 30:48SPEAKER_00: Also Australien gibt einem da auch nochmal vielleicht einen anderen Blick auf Dinge.
- 30:54SPEAKER_00: Gerade auch so Vergleich eben auch so deutsches System und in Australien, die Systeme und ja, ein bisschen mehr so hänglos, ein bisschen lockerer, ein bisschen mehr auch Spaß bei der ganzen Seite, Sache.
- 31:10SPEAKER_00: Ich bin dann zurückgekommen und hab dann bin eigentlich auch dann über mein Triathlon-Team, weil wir haben dann ein Triathlon-Team in Hamburg gegründet, Triteam Hamburg, oder ich bin mit dazugekommen und das war eine coole Truppe und es hat deutlich mehr Spaß gemacht.
- 31:28SPEAKER_00: Und es hat mich auch ziemlich, ziemlich stark motiviert, mehr Gas zu geben.
- 31:32SPEAKER_00: Ich habe dann das Coaching auch mit übernommen, habe mich mehr auch noch mehr eingelesen, habe mich super viel mit wissenschaftlichen Studien beschäftigt und habe immer auch mehr angefangen, so smart zu trainieren.
- 31:44SPEAKER_00: Hab dann auch in der Doktorarbeit bessere Fortschritte mitgemacht, mit irgendwie Athleten, die ich oder mit Multiple Splerose-Patienten, die ich da betreut habe und habe mit denen Programmen zusammen erarbeitet, habe mich nicht mehr ganz so doll nerven lassen durch irgendwie durch irgendwie das Team und hab einfach vor allen Dingen strukturierter trainiert und mehr mit mir und mehr aber auch geguckt, so wie kann ich in mehreren Lebensbereichen einfach auch Gas geben und nicht so nur den Fokus auf die tretlische Entwicklung gelegt.
- 32:17SPEAKER_00: Sondern eher so gesagt, okay, Fokus, Tretlern ja, aber auch Medizinstudium mehr irgendwie mit berücksichtigt und bin dann in beiden Bereichen besser geworden.
- 32:33SPEAKER_00: Und bin auch so aus diesem Übertraining-Burnout eigentlich rausgekommen.
- 32:37SPEAKER_00: Über mehr Spaß, über mehr auch mal links und rechts zu gucken, auch über andere Sportarten sich anzugucken, also auch mal zu gucken, was machen Skilangläufer.
- 32:48SPEAKER_00: Mittlerweile würde ich sagen, auch was machen Roderer definitiv.
- 32:51SPEAKER_00: Also eher ein bisschen sich breiter auch aufzubauen, auch als Athlet eben sich breiter aufzubauen.
- 32:59SPEAKER_00: Und ich finde, auch so, wenn man sich eben sehr viele Profis anguckt, auch gerade auch aus Dauerdisziplinen, haben die nicht so wirklich Spaß.
- 33:10SPEAKER_00: Es wirkt alles sehr, sehr, sehr zwanghaft.
- 33:13SPEAKER_00: Häufig.
- 33:13SPEAKER_00: Nicht immer, aber schon sehr, sehr häufig.
- 33:16SPEAKER_00: Also immer halt stumpf, immer halt ohne Freude dabei, immer halt irgendwie durchgezogen.
- 33:23SPEAKER_00: Und dann ist es häufig auch so, dass dann natürlich irgendwie am Ende von der Profikarriere, die vielleicht gut funktioniert oder die vielleicht auch nicht ganz so gut funktioniert hat, dann das Kind richtig im Brunnen gefallen ist, weil man dann auch nichts mehr hat, wo man wirklich dann seinen Selbstwert eben dran koppeln kann.
- 33:43SPEAKER_00: Das heißt, viele Profi-Athleten koppeln natürlich ihren Selbstwert sehr, sehr stark auch an die Performance und an die sportliche Entwicklung und an dem, was haben sie auch erreicht, irgendwie so in ihrem Sport, vernachlässigen dabei aber auch ihr ganzes Leben, also ihre Freundschaften, ihre auch was nach dem Sport eben passiert, ihre vielleicht auch anderen beruflichen Ziele.
- 34:07SPEAKER_00: Und dann ist halt irgendwie der Sport vorbei und dann fällt alles so zusammen wie ein Kartenhaus und dann muss man sich halt irgendwie komplett neu erfinden.
- 34:15SPEAKER_00: Und dann machen sie halt nie wieder so wirklich Sport, weil sie halt vor Sport eher auch so ein bisschen Angst haben.
- 34:23SPEAKER_00: Oder sie halt jedes Mal immer nur irgendwie auch das Training mit Zwang verbinden.
- 34:29SPEAKER_00: Und das ist, finde ich, immer total traurig, wenn man das so, sag ich mal, miterlebt.
- 34:35SPEAKER_00: Und wenn du jetzt irgendwie so auch in dem Punkt bist, wo du halt merkst, okay, ich glaube, Sport klappt irgendwie nicht so richtig bei mir oder ich komme einfach nicht voran, dann hinterfrag dich mal selber, hast du so super, super viel Disziplin und stagnierst du dann, dann ist das eine ganz andere Sache, als wenn du sagst, okay, ich habe Motivationsprobleme oder ich komme nicht richtig aus dem Quark.
- 34:55SPEAKER_00: Das sind so zwei ganz verschiedene Paar Schuhe.
- 34:59SPEAKER_00: Und das sind eben die Nachteile auch so von diesem Hustle-Modus.
- 35:04SPEAKER_00: Weil man sich eigentlich ein Leben aufbaut, was dann nur aus einer einzigen Sache besteht.
- 35:09SPEAKER_00: Und das ist auch egal, ob das jetzt beruflicher Erfolg ist, das ist egal, ob das sportlicher Erfolg ist.
- 35:15SPEAKER_00: Das ist eigentlich dann egal.
- 35:20SPEAKER_00: Weil ganz häufig ist es so, dass viele Menschen dann irgendwie in einem Bereich sehr, sehr, sehr erfolgreich sind und dann aber auch probieren, irgendwie den anderen Bereich dann wieder zurückzugewinnen.
- 35:33SPEAKER_00: Klassischerweise irgendwie auch viele Menschen, die sehr erfolgreich im Beruf waren und da aber auch sehr stark eben durchgehasselt haben und dann vielleicht so mit Mitte 40 oder Ende 40 sie das nicht mehr aufrechterhalten können und dann gesundheitliche Probleme auch sehr, sehr stark bekommen.
- 35:52SPEAKER_00: Manchmal früh genug, sodass man dann auch probieren kann, irgendwie Gesundheit auch wieder aufzubauen.
- 35:56SPEAKER_00: Es ist natürlich aber auch schwer, dann mental das auch zu durchbrechen, dass man dann auch nicht immer wieder so in diesen Modus reinfällt, so alles ganz, ganz extrem zu machen.
- 36:08SPEAKER_00: Oder eben auch teilweise dann, wie gesagt, Kardiologie, kann ich nur erzählen, wo es dann einfach auch zu spät ist und wo man dann halt schon sehr, sehr starke Probleme entwickelt hat, Menschen, die irgendwie Ende 50 sind, Mitte, Anfang 60, Ende 60 sind, wo ihr ganzes Leben lang irgendwie geraucht haben, viel getrunken haben, immer auf Reisen waren, Familie, sonst was, komische Strukturen sich da irgendwie aufgebaut haben.
- 36:38SPEAKER_00: Und dann wird es schwierig.
- 36:40SPEAKER_00: Dann ist das Kind meistens so weit in den Brunnen gefallen, dass es dann auch schwierig wird, irgendwie noch eine anständige Gesundheit irgendwie aufzubauen.
- 36:47SPEAKER_00: Und das war auch sehr frustrierend, damals auch im Krankenhaus, das einfach immer wieder auch so zu sehen.
- 36:57SPEAKER_00: Okay, zweites Konzept dabei ist auch so ein bisschen das Thema Energy Flows where Focus Goes.
- 37:02SPEAKER_00: Und was hat das erste mit dem zweiten auch so ein bisschen zu tun?
- 37:08SPEAKER_00: Das Konzept bezeichnet prinzipiell, dass wenn wir einen Fokus auf etwas legen, wir da auch mehr Energie rein investieren.
- 37:20SPEAKER_00: Das bedeutet jetzt zum Beispiel, du legst jetzt einen größeren Fokus auf deine Gesundheit, auf dein athletisches Niveau, auf deine Leistungsfähigkeit im Sport.
- 37:33SPEAKER_00: Dann hast du erstmal eine sehr große Starter-Energie.
- 37:37SPEAKER_00: Und dann hast du Lust, dich zu verändern.
- 37:40SPEAKER_00: Du wirst mehr Motivation haben.
- 37:42SPEAKER_00: Es fällt dir einfacher, auch vielleicht eine Disziplin an den Tag zu legen.
- 37:47SPEAKER_00: Und das ist halt richtig gut, weil du setzt einfach deine Energiebewusst auf ein Ziel und es verschwinden dann einfach viele ablenkende Elemente, die dich so normalerweise aufhalten, sei es dein Job, sei es vielleicht Familie, sei es andere Sachen, wo du vorher, sag ich mal, gesagt hast, okay, das will ich aber auch in mein Leben integrieren.
- 38:06SPEAKER_00: Und dass, wenn du Fokus auf Dinge legst, dann fällt es dir leichter, dann auch wirklich auf dieses Ziel dich zu committen.
- 38:17SPEAKER_00: Du hast eine bessere Selbstkontrolle dadurch.
- 38:19SPEAKER_00: Es ist einfach so, du legst den Fokus darauf und dir fällt es einfacher, dann auch Dinge zu opfern in deinem Leben.
- 38:29SPEAKER_00: Und das bringt dir in diesem Bereich meistens auch langfristig gesehen Erfolg und auch eine gewisse Zufriedenheit, definitiv.
- 38:39SPEAKER_00: Zudem, wenn du halt den Fokus auf etwas legst, hast du einfach auch eine größere Stressreduktion.
- 38:45SPEAKER_00: Weil Stress führt immer darum, dazu eigentlich, oder Stress wird vor allem dadurch ausgelöst, dass man keine Entscheidungen trifft in seinem Leben und dass man zu viele Dinge parallel hat und parallel absolviert.
- 38:59SPEAKER_00: Das heißt, zum Beispiel, hast du vielleicht einen neuen Job, du willst gleichzeitig noch einen Ironman machen, du hast gleichzeitig irgendwie noch die Geburt von deinem Kind.
- 39:09SPEAKER_00: I don't know.
- 39:10SPEAKER_00: Alles Sachen, die gleichzeitig irgendwie aufploppen und die von dir Entscheidungen erwarten.
- 39:16SPEAKER_00: Und wenn du diese Entscheidung nicht triffst und gerade nicht treffen kannst, weil du einfach nicht dafür die mentale Kapazität hast, dann löst es sehr, sehr viel Stress bei dir aus.
- 39:26SPEAKER_00: Und auch zum Beispiel so Multitasking ist eine der Hauptursachen so für Ineffizienz und einfach für Stress.
- 39:38SPEAKER_00: Und wenn du jetzt zum Beispiel ein Wettkampfziel formulierst, dann solltest du einen gewissen Fokus entwickeln.
- 39:52SPEAKER_00: Gerade so am Anfang, wenn du anfängst, dich zu verändern und dann vielleicht auch so, wenn es eben so darauf geht, auf das Ziel dann wirklich so hinzuarbeiten.
- 40:03SPEAKER_00: In unserem Coaching ist es eigentlich immer so, wir arbeiten mit Athleten eigentlich immer so zwölf Monate lang zusammen und so in der ersten Zeit geht es darum, so wir nennen das immer so ein bisschen Adaption Phase, wo man eben erstmal so guckt, wo steht derjenige, wo steht diejenige, was hat sie so bisher gemacht, gute Trainingszonen zu formulieren, gute Routinen und Standards aufzusetzen.
- 40:26SPEAKER_00: Und das ist am Anfang gerade eine Zeit, wo man eben mehr Energie benötigt, wo man auch einen größeren Fokus benötigt, dass halt erstmal so diese Grundprozesse irgendwie aufgesetzt werden.
- 40:36SPEAKER_00: Und das ist auch so eine Zeit, wo man halt auch merkt, da kommt dann auch mehr Feedback und es ist eben auch so, wo der Athlet, die Athletin auch viele Dinge in ihrem Leben verändert, wo vielleicht nochmal am Anfang Unklarheiten sind und wo man dann so merkt, okay, da ist von beiden Seiten halt irgendwie viel Investment einfach auch nötig.
- 40:56SPEAKER_00: Und dann gibt es eben so die Phase, vielleicht auch wenn man ein Ziel hat, so Iron Man, 70.3, Halbmarathon, Marathon, was auch immer, dass man dann auch so die letzten vier bis acht Wochen vorher oder teilweise zwölf Wochen vorher da auch wieder einen großen Fokus drauf setzt.
- 41:14SPEAKER_00: Und da dann auch wirklich sagt, okay, das ist mir wichtig und darauf setze ich einen größeren Fokus.
- 41:23SPEAKER_00: Und in diesen Zeiten eben braucht man diesen Fokus, um auch dann die Erfolge zu feiern und sich auch zum Beispiel gerade bei einem Wettkampf wirklich darauf voll einzulassen.
- 41:34SPEAKER_00: Weil wenn man einen Wettkampf bestreitet und man hat keinen klaren Fokus und man hat keinen klaren Fokus in der Zeit auf diesen Wettkampf, sondern es gibt noch ganz viele andere Dinge, die so in dem Kopf rumschwirren, dann führt das nicht dazu, dass man da Erfolge feiert, sondern dann führt es dazu, dass der Wettkampf ziemlich blöd endet.
- 41:55SPEAKER_00: So wie zum Beispiel mein 2015er Iron Man Hawaii.
- 42:00SPEAKER_00: Wie gesagt, ich war auch sicherlich da über Training Burnout, aber letztendlich habe ich viel zu viel an meine Doktorarbeit gedacht, habe irgendwie an Dinge gedacht, die nicht so gut gerade in meinem Leben laufen.
- 42:10SPEAKER_00: Und das, ich konnte mich einfach nicht committen.
- 42:12SPEAKER_00: Ich konnte nicht den Fokus darauf setzen.
- 42:15SPEAKER_00: Gerade ich konnte nicht 100% Commitment auf so ein Ziel bringen gerade.
- 42:22SPEAKER_00: Genauso hatte ich jetzt einen Wettkampf auch so bei der Hyrox-WM, wo so viel einfach gerade in meinem Leben drunter und drüber gegangen ist.
- 42:34SPEAKER_00: Wir sind nach Mallorca gezogen zu der Zeit.
- 42:37SPEAKER_00: Danach gab es noch einige andere private Themen.
- 42:41SPEAKER_00: Und es war alles so, dass ich gemerkt habe: so, ich kann mich nicht fokussieren.
- 42:47SPEAKER_00: Wir hätten Iron Man Hamburg, ich bin so viel gereist.
- 42:49SPEAKER_00: Es waren alles so Themen, die mir wichtig sind, die beruflich für mich sehr, sehr wichtig sind, aber ich konnte nicht den Fokus legen auf meine athletische Entwicklung und auf das Erreichen von einem Wettkampfziel.
- 43:03SPEAKER_00: Es ging einfach nicht.
- 43:05SPEAKER_00: Ich hätte mich selber betrogen, wenn ich das gemacht hätte.
- 43:09SPEAKER_00: Und das ist vollkommen in Ordnung.
- 43:14SPEAKER_00: Weil dein Leben wird immer daraus bestehen, dass du fokussiert auf etwas Wertlegst und danach wieder den Fokus shiftest.
- 43:23SPEAKER_00: Und das ist vollkommen normal, das ist total gut, dass es so ist.
- 43:27SPEAKER_00: Du kannst nicht dauerhaft nur Fokus legen auf deine athletische Entwicklung.
- 43:32SPEAKER_00: Du kannst nicht dauerhaft nur den Fokus legen auf dein athletisches Weiterkommen.
- 43:38SPEAKER_00: Selbst Profis machen das nicht so.
- 43:40SPEAKER_00: Selbst wenn du die richtig, richtig gute Athleten anschaust, dann haben die immer teilweise einen sehr hohen Fokus.
- 43:47SPEAKER_00: Geht es dann meistens irgendwie so acht, zwölf Wochen, wo sie wirklich einen großen Fokus auf Themen legen.
- 43:51SPEAKER_00: Und dann shiften sie aber auch wieder den Fokus auf vielleicht ein bisschen was anderes.
- 43:56SPEAKER_00: Oder sie legen einen großen Fokus zum Beispiel mal auf die athletische Entwicklung.
- 44:00SPEAKER_00: Und dann ist, sage ich mal, so die Zone 2-Entwicklung vielleicht gerade nicht so wichtig.
- 44:06SPEAKER_00: Und dann als nächstes shiften sie auf dann wieder mehr Zone 2-Entwicklung oder V2-Max-Entwicklung.
- 44:12SPEAKER_00: Also es ist schon wichtig, dann auch in gewisser Weise manchmal diesen Fokus auf was anderes zu legen.
- 44:18SPEAKER_00: Und auch, wenn man jetzt Amateur ist, definitiv auch zu sagen: Ich lege jetzt gerade mal den Fokus auf meine Familie.
- 44:29SPEAKER_00: Oder mir ist das gerade einfach wichtig.
- 44:31SPEAKER_00: Oder ich will jetzt einfach auch mit beruflichen Themen gerade irgendwie mal weiterkommen.
- 44:35SPEAKER_00: Als ich damals zum Beispiel 2017 habe ich mein Examen geschrieben in Medizin geschrieben.
- 44:44SPEAKER_00: Und das war eine Phase, wo ich sehr viel Fokus darauf legen musste, wo meine athletische Entwicklung mir auch wichtig war.
- 44:53SPEAKER_00: Das heißt jetzt nicht, dass ich nämlich nicht trainiert habe, das ist der nächste Faktor.
- 44:57SPEAKER_00: Aber eben der Fokus war nicht so darauf aufgebaut.
- 45:02SPEAKER_00: Jetzt ist es aber wichtig, dass nur weil du deinen Fokus schiftest, heißt es halt nicht, dass du dann einen anderen Lebensbereich komplett wegcutten solltest.
- 45:12SPEAKER_00: Genauso wenn du jetzt zum Beispiel anfängst mit deiner athletischen Journey, heißt es halt nicht, dass du dein gesamtes anderes Leben vergessen solltest.
- 45:19SPEAKER_00: Das heißt nicht, dass du deine beruflichen Themen vergessen solltest, das heißt nicht, dass du deine Familie vergessen solltest, das heißt nicht, dass du deine Freundschaften vergessen solltest.
- 45:27SPEAKER_00: Sondern du legst zwar den Fokus auf ein neues Gebiet, aber du probierst, die anderen Dinge mitzuziehen oder zu erhalten oder zumindest nicht komplett abzucutten.
- 45:38SPEAKER_00: Und das ist immens wichtig.
- 45:40SPEAKER_00: Weil wenn du immer nur von einem Punkt zum nächsten springst in deinem Leben, dann baust du nie etwas langfristig gesehen für dich auf.
- 45:51SPEAKER_00: Und dann baust du vor allen Dingen auch nie deine athletische Performance langfristig gesehen für dich auf.
- 45:56SPEAKER_00: Weil ich kann dir sagen, als Amateur, wenn du jetzt sagst oder als jemand, der vielleicht jetzt gerade in den Sport kommt, ich fange jetzt erst an mit Training und ich will mich jetzt einfach maximal verbessern und ich will irgendwie in zwölf Monaten zum Ironman kommen und ich vernachlässige alles andere in meinem Leben, dann wirst du vielleicht dieses Ziel erreichen, ja, und dann wird dieses Ziel einfach das einzige Ziel sein, was du jemals dir gesetzt hast.
- 46:22SPEAKER_00: Weil du danach einfach keinen Bock mehr hast.
- 46:24SPEAKER_00: Weil danach, nach dem Ziel, du sagst, ich habe das Ziel jetzt aber erreicht und ich habe mich eigentlich in der Zeit selber verraten, ich habe mich in der Zeit selber verloren und dann willst du das nicht mehr machen.
- 46:39SPEAKER_00: Dann hast du dich nicht wirklich verändert.
- 46:42SPEAKER_00: Und dann ist auch ein Coaching: hast du nicht das verstanden, was man dir eigentlich im Coaching beibringen wollte.
- 46:49SPEAKER_00: Weil in einem Coaching, sag ich mal, oder das, was das Ziel sein sollte von so einem Coaching, ist, dass du dich selber veränderst und dass du selber aus dir herausgehst und verstehst, so bin ich.
- 47:02SPEAKER_00: Das ist meine Identifikation.
- 47:04SPEAKER_00: Und diese Identifikation kann sein: Ich will jetzt ein Iron Man machen nächstes Jahr.
- 47:09SPEAKER_00: Ich will nach Hawaii fahren, weil das gehört einfach zu mir, das bin ich.
- 47:12SPEAKER_00: Wenn ich jetzt zum Beispiel sagen würde, ich will wieder ein Ironman machen, ja klar will ich dann auch nach Hawaii.
- 47:19SPEAKER_00: I mean, sure, auf jeden Fall.
- 47:21SPEAKER_00: So klar, das bin ich einfach.
- 47:23SPEAKER_00: Ich weiß, dass ich so bin und das ist meine Identifikation.
- 47:28SPEAKER_00: Und ich muss mich das nicht, muss das nicht fragen für mich.
- 47:31SPEAKER_00: So bin ich seitdem ich 16 bin.
- 47:34SPEAKER_00: Ich bin Athlet.
- 47:35SPEAKER_00: Ich bin Triathlet.
- 47:37SPEAKER_00: Ich bin auch jetzt langsam Herox-Athlet.
- 47:40SPEAKER_00: Dauert noch ein bisschen, aber ich bin das.
- 47:43SPEAKER_00: Ich werde da nicht hin.
- 47:46SPEAKER_00: Ich bin ein Rennpferd, ich bin kein Pony.
- 47:50SPEAKER_00: Und wenn du gerade an dem Punkt bist, wo du sagst, ich bin gerade am Anfang von meiner Journey, dann geht es eher erstmal so darum, so für dich selber herauszufinden: so, wer bist du als Athlet, wo willst du hinkommen, wo willst du langfristig hinkommen und wie können wir deine Identifikation verändern?
- 48:09SPEAKER_00: Dafür braucht man es schon auf jeden Fall ein Ja, so, definitiv.
- 48:14SPEAKER_00: Und es ist da nicht nur das Ziel, sondern es ist die Journey, immer.
- 48:18SPEAKER_00: Und ich glaube, das ist eben was, was sehr viele, sehr viele Coaching-Angebot da draußen immer reinsteigen und sagen: so, du, ja, könnte ich maximal verändern innerhalb von drei, vier, fünf Monaten, könnte ich zum Iron Man machen innerhalb von vier, fünf Monaten.
- 48:36SPEAKER_00: Und ich frage dann immer so, ja, was passiert da eigentlich so danach?
- 48:39SPEAKER_00: Was ist dann so in fünf bis sechs, sieben Jahren?
- 48:42SPEAKER_00: Hat er sich dann wirklich verändert oder ist dann so, ja, hat sich eigentlich nichts verändert, hat halt mal ein Iron Man gemacht.
- 48:50SPEAKER_00: Und deswegen, ne?
- 48:54SPEAKER_00: Energy flows where focus goes.
- 48:56SPEAKER_00: Wichtiges Konzept, so volle Kanne.
- 48:58SPEAKER_00: Es ist nur wichtig, dass du für dich herausfindest.
- 49:01SPEAKER_00: Ich will mich verändern, aber ich will mich ganzheitlich so verändern und ich will eben in mehreren Lebensbereichen nach vorne kommen und ich will der Athlet sein und das ist meine Identifikation, die ich halt verändern möchte.
- 49:18SPEAKER_00: Und dann kann es halt natürlich auch sinnvoll sein, Events zu planen und ein geiles Event zu machen, sei es ein Herox-Event, sei es irgendwie ein Iron Man, sei es irgendwie ein 70.3, ein geiler Marathon zu laufen, aber eben das Ganze auch mit Spaß durchzuführen und danach auch den Fokus mal wieder rauszunehmen.
- 49:35SPEAKER_00: Das heißt eben nicht, dass du dann die ganze Zeit dich darauf fokussieren solltest.
- 49:40SPEAKER_00: Weil was wir auch häufig im Coaching eben haben, ist zum Beispiel auch Athleten und Athletinnen, die zu uns kommen, sagen, ey, ich will Profi werden.
- 49:46SPEAKER_00: Ich will jetzt irgendwie in den nächsten drei, vier, fünf Jahren, gerade auch viele, die so auch in ihren Teenage-Jahren sind, verstehe ich ja voll, ich war ja auch an dem Punkt, zu sagen, so, ich will jetzt einfach Profi werden.
- 49:55SPEAKER_00: Ich will es halt für mich herausfinden, was halt irgendwie geht.
- 49:57SPEAKER_00: Und die scheitern dann an ihren Erwartungen, weil sie die ganze Zeit denken, ich muss den Fokus darauf setzen.
- 50:03SPEAKER_00: Und dann kommt aber ein neues Thema in ihrem Leben und dann setzen sie darauf wieder den gesamten Fokus.
- 50:11SPEAKER_00: Mein Dad war so ein Charakter.
- 50:13SPEAKER_00: Oder mein Dad ist, mein Dad ist teuer teuer so ein Charakter.
- 50:18SPEAKER_00: Mein Dad hat immer ein Thema gehabt, wo er sich richtig krass reingearbeitet hat.
- 50:23SPEAKER_00: So von jetzt ab gleich die krassesten Fortschritte gemacht, gerade so beruflich betrachtet.
- 50:28SPEAKER_00: Und dann aber nach sechs Monaten das irgendwie wieder abgeschnitten hat.
- 50:33SPEAKER_00: Und selbst wenn es erfolgreich war, wenn wir halt irgendwie als Familie endlich mal so ein Licht am Ende dieses Tunnels gesehen haben, war es halt einfach immer so, dass dann wieder nach sechs Monaten das Ganze dann zu Ende war.
- 50:47SPEAKER_00: Und das habe ich so als Kind mitgekriegt.
- 50:51SPEAKER_00: Und ich glaube, deswegen habe ich auch so, merke ich immer, ich fühle das voll, wenn auch Leute im Coaching sich vorstellen und eben sagen: Ja, ich will jetzt den gesamten Fokus darauf lenken und geben.
- 51:06SPEAKER_00: Und ja, das ist richtig, das kann mal gut sein, aber es geht darum, dass du langfristig deine Identifikation veränderst.
- 51:12SPEAKER_00: Weil wenn du dich immer nur auf eine Sache fokussierst, dann hast du eine Überfokussierung, ja, dann du konzentrierst dich so stark auf dieses Ziel, dass du andere Lebensbereiche einfach komplett vernachlässigst.
- 51:21SPEAKER_00: Das ist genauso wie im Hustle-Modus, ja.
- 51:23SPEAKER_00: Es geht nur noch um dieses eine, eine, einzige Thema und alles andere schneidest du in deinem Leben ab.
- 51:30SPEAKER_00: Das ist genauso wie Business aufbauen, niemals Party machen.
- 51:33SPEAKER_00: Das ist auch so ein typisches Thema.
- 51:34SPEAKER_00: Das stelle ich jetzt nicht rein ein.
- 51:36SPEAKER_00: Aber, oder auch, aber auch so ein typisches Thema.
- 51:40SPEAKER_00: Also natürlich kannst du auch mal als Athlet eine coole Party machen und du kannst auch mal Alkohol trinken.
- 51:45SPEAKER_00: Ja, definitiv.
- 51:46SPEAKER_00: Und du solltest auch manchmal das ganz genau tun.
- 51:49SPEAKER_00: Einfach auch, weil du sonst die ganze Zeit in so einem Candy-Laden bist, irgendwie im Süßigkeitenladen und du guckst dir die ganze Zeit die Regale an, aber du darfst halt einfach dich daran nicht bedienen.
- 52:01SPEAKER_00: Auf gar keinen Fall.
- 52:02SPEAKER_00: Wenn du halt irgendwie so eine Haribus-Schlange isst, dann wird dir die Hand abgehackt.
- 52:06SPEAKER_00: Das führt dazu, dass du unbedingt diese Haribus-Schlange haben möchtest.
- 52:10SPEAKER_00: Deswegen gönn dir lieber manchmal auch so eine gewisse Haribus-Schlange und hab auch mal Spaß in deinem Leben, vergiss mal deine ganzen Routinen und Standards und kehre dann wieder zurück.
- 52:21SPEAKER_00: Kommt immer drauf an, wo du gerade stehst.
- 52:23SPEAKER_00: Wenn du gar keine Routine und Standard hast, dann funktioniert das auch nicht.
- 52:29SPEAKER_00: Du bist sehr rigide, wenn du immer nur Energy Flows für Focused Goes machst.
- 52:34SPEAKER_00: Also wie gesagt, du guckst nicht nach links und rechts, genauso wie im Hustle-Modus auch nicht.
- 52:39SPEAKER_00: Und dir fehlt auch eben Regeneration und Balance des Ganzen.
- 52:45SPEAKER_00: Das heißt, zusammengefasst jetzt, beide Konzepte sind relativ ähnlich, wenn wir uns angucken, so Hustle-Modus und worauf legst du einfach gerade ganz genau den Fokus.
- 52:56SPEAKER_00: Es ist absolut gut und richtig, das Ganze anzuwenden und einzusetzen in deinem Leben.
- 53:02SPEAKER_00: Ich bin gerade auch in meinem Leben an einem Punkt, wo ich merke, so, okay, meine Routinen und Standards sind definitiv nicht da, wo sie eigentlich sein sollten.
- 53:10SPEAKER_00: Das nervt mich in gewisser Weise.
- 53:12SPEAKER_00: Ich habe aber auch sehr viele private, emotionale Themen gerade noch, die so da sind.
- 53:18SPEAKER_00: Und ich bin beruflich sehr, sehr, sehr stark angespannt, wie schon sehr lange nicht mehr.
- 53:22SPEAKER_00: Ich bin sehr dankbar für sehr viele Dinge, die gerade irgendwie so passieren.
- 53:25SPEAKER_00: Auch durch euch.
- 53:27SPEAKER_00: Das freut mich auch sehr.
- 53:28SPEAKER_00: Also tausend, tausend Dank.
- 53:31SPEAKER_00: Und deswegen ist es auch okay, vielleicht gerade manchmal diese Routinen und Standards jetzt noch nicht so ganz Vollgas zu geben.
- 53:39SPEAKER_00: Ich habe jetzt in sechs Wochen auch wieder einen Hy-Rox-Wettkampf und das wird nicht der beste Wettkampf sein, den ich machen werde.
- 53:49SPEAKER_00: Ich werde trotzdem probieren, jetzt das Optimale da noch rauszuholen, aber es ist jetzt nicht so, dass ich sagen kann, ich kann darauf jetzt schon so den krassesten Fokus geradesetzen in meinem Leben.
- 53:59SPEAKER_00: Das klappt einfach nicht.
- 54:00SPEAKER_00: Da würde ich gerade einfach zu viel abschneiden von Dingen, die mir einfach gerade wichtig sind.
- 54:04SPEAKER_00: Deswegen ist es bei mir gerade auch eher so ein balancierter Approach.
- 54:08SPEAKER_00: Wichtig ist dafür, dich eben herauszufinden, wo stehst du gerade?
- 54:13SPEAKER_00: Bist du gerade an einem Punkt, wo du sagst, ich muss was verändern in meinem Leben.
- 54:17SPEAKER_00: Es geht so nicht.
- 54:18SPEAKER_00: Ich bin super unfokussiert und ich kriege meine Ziele einfach nicht umgesetzt.
- 54:24SPEAKER_00: Ich bin unzufrieden mit mir, ich stagniere, ich habe auch gesundheitliche Herausforderungen, ich falle immer wieder so ein blödes Loch irgendwie aus zu viel High-Intensity-Training oder gar kein Training oder keine Motivation.
- 54:37SPEAKER_00: Dann ist es ein anderer Punkt und dann musst du wirklich darauf einen Fokus legen und sagen, so ich setze Fokus ein, ich setze Hassle-Modus ein, um zu sagen, so, ich gebe jetzt Gas und ziehe das Ganze durch und erlebe das einmal für mich.
- 54:53SPEAKER_00: Dann ist es aber wichtig, eben langfristige Dinge auch einzusetzen.
- 54:56SPEAKER_00: Und langfristige Dinge funktionieren vor allen Dingen auch mit Spaß.
- 54:59SPEAKER_00: Langfristige Dinge funktionieren auch vor allen Dingen mit Leichtigkeit, dass du deinem Körper signalisierst, es fühlt sich gut an, es fühlt sich leicht an.
- 55:06SPEAKER_00: Du musst nicht die ganze Zeit in den Widerstand gehen, das Ganze durchzuführen.
- 55:11SPEAKER_00: Weil nur so wirst du auch langfristig gesehen deine Identität verändern über Spaß, über Freude.
- 55:18SPEAKER_00: Auch wenn das gesellschaftlich immer anders dargestellt wird.
- 55:20SPEAKER_00: Aber wenn du dich wirklich verändern willst, dann muss es dir Spaß machen.
- 55:23SPEAKER_00: Dann musst du deinem Körper zeigen, das Ausdauertraining, das Training, das athletisch zu sein, das sich besser zu fokussieren, gut zu fühlen, dass das dir Spaß macht und mehr gibt, als das Ganze nicht zu tun.
- 55:37SPEAKER_00: Dabei aber auch dann wiederum Regenerationen und Pausen mit zu priorisieren.
- 55:42SPEAKER_00: Es geht nicht nur darum, durchzuziehen.
- 55:45SPEAKER_00: Es geht nicht nur darum, No Pain, No Gain, immer mehr, immer mehr dir aufzuhalten, sondern ganz gezielt auch Erholung einzubauen.
- 55:53SPEAKER_00: Wenn du jetzt am Ende bist von deiner Saison, dann mach bitte eine Saisonpause.
- 55:58SPEAKER_00: Der schlimmste Fehler, den du machen kannst, ist dann keine Saisonpause zu machen und einfach nur durchzuziehen.
- 56:04SPEAKER_00: Du brauchst diesen mentalen Break.
- 56:06SPEAKER_00: Du brauchst die Pause.
- 56:08SPEAKER_00: Du musst runterkommen.
- 56:09SPEAKER_00: Du musst deinen Körper die Möglichkeit geben, sich zu erholen.
- 56:13SPEAKER_00: Weil du nur dann auch wieder neue Performance aufbauen kannst.
- 56:18SPEAKER_00: Das führt einfach dann zu einer höheren Gesamtleistung, es führt zu einer besseren Performance und es führt zu einer besseren Entscheidungsfindung, auch für dich.
- 56:25SPEAKER_00: Du kannst auch nur kreativ sein, du kannst auch nur Entscheidungen für dich treffen, wenn du auch den Space hast, wenn du dir auch die Möglichkeit gibst, Pausen zu haben, wenn du auch die Möglichkeit gibst, dir den Raum zu geben, neu zu bewerten.
- 56:39SPEAKER_00: Sonst wird es halt nicht funktionieren.
- 56:41SPEAKER_00: Und sei achtsam mit dir selber.
- 56:43SPEAKER_00: Schaffe dir diese Achtsamkeit.
- 56:46SPEAKER_00: Es ist halt irgendwie auch vielleicht ein neumodiges, neumodisches Wort, irgendwie Self-Awareness, Achtsamkeit, aber das ist verdammt wichtig.
- 56:55SPEAKER_00: Das ist halt auch verdammt wichtig, gerade jetzt auch in unserer modernen Welt, die von Ablenkung geprägt ist, davon geprägt ist, dass wir dauerhaft eine Performance zeigen sollen, dass wir uns irgendwie dauerhaft vergleichen mit anderen.
- 57:14SPEAKER_00: Bau Achtsamkeit bei dir ein.
- 57:16SPEAKER_00: Schaff erstmal das Bewusstsein für dich, wer bist du?
- 57:19SPEAKER_00: Wohin willst du gehen?
- 57:20SPEAKER_00: Warum ist dir das wichtig?
- 57:22SPEAKER_00: Was ist deine primäre Identifikation?
- 57:25SPEAKER_00: Möchtest du dir die Athletin sein, ist das mit Opfern verbunden?
- 57:30SPEAKER_00: Du kannst da hinkommen.
- 57:32SPEAKER_00: Es hat viel damit zu tun, dass du deine Identifikation veränderst.
- 57:39SPEAKER_00: Sowohl der Hassel-Modus als auch das Prinzip Energy Flows where Focus Goes haben auf jeden Fall eine Berechtigung.
- 57:46SPEAKER_00: Es kommt darauf definitiv an, sie bewusst und mit Balance irgendwie auch einzusetzen.
- 57:52SPEAKER_00: Erfolg und Höchstleistung gehen eben auch Hand in Hand mit deiner Gesundheit.
- 57:57SPEAKER_00: Sie gehen Hand in Hand mit Balance.
- 58:00SPEAKER_00: Es bringt nichts, wenn dir irgendwie jemand die ganze Zeit sagt, wie schlecht du bist.
- 58:05SPEAKER_00: Und du kannst nicht die ganze Zeit immer auf der Überholspur fahren.
- 58:09SPEAKER_00: Es werden immer auch Pausen, es werden immer auch Phasen kommen, wo alles etwas mehr runtergeht.
- 58:16SPEAKER_00: Und sei dankbar auch für diese Zeit.
- 58:18SPEAKER_00: Sei dankbar auch für diese Pausen.
- 58:20SPEAKER_00: Tank Energie in diesen Phasen und komm dann gestärkt aus der ganzen Sache zurück.
- 58:28SPEAKER_00: Es ist so ein bisschen auch wie die Heldengeschichte.
- 58:31SPEAKER_00: Heldengeschichte ist halt nicht so, oh, es ist ein Held, oh, es ist ein Bösewicht.
- 58:37SPEAKER_00: Der Held hat den Bösewicht besiegt und es ist halt vorbei.
- 58:41SPEAKER_00: Es wäre ein ziemlich langweiliger Film, muss man sagen.
- 58:43SPEAKER_00: Es ist halt, die Story ist halt immer, okay.
- 58:46SPEAKER_00: Dieser Bösewicht ist eigentlich viel stärker wie der Held.
- 58:49SPEAKER_00: Der Held ist schon auch ein cooler Charakter.
- 58:52SPEAKER_00: Dann hat der Bösewicht erstmal den Helden besiegt.
- 58:57SPEAKER_00: Eigentlich fällt der Held dann ein sehr, sehr tiefes Loch.
- 59:00SPEAKER_00: Ein Gefängnis kommt da eigentlich nicht mehr wirklich raus, aber doch er kommt dann raus.
- 59:04SPEAKER_00: Und dadurch, dass er da rausgekommen ist, hat er dann nochmal mental neue Energie getankt.
- 59:09SPEAKER_00: Er hat sich verändert.
- 59:11SPEAKER_00: Er hat mehr aus dieser Regenerationsphase und diesem tiefen Loch und all diesem Mist einfach auch gelernt.
- 59:17SPEAKER_00: Und dann schafft er es, den Bösewicht zu überwinden.
- 59:20SPEAKER_00: Und das ist nichts anderes als die Geschichte deines Lebens und meines Lebens und unseres gesamten Lebens.
- 59:27SPEAKER_00: Weil es ist immer ein Auf- und Up.
- 59:30SPEAKER_00: Und das ist egal, ob es deine athletische Karriere ist, ob es deine berufliche Karriere ist, ob es andere Themen ist.
- 59:37SPEAKER_00: Accept the pain, accept the struggle.
- 59:40SPEAKER_00: Part of it.
- 59:41SPEAKER_00: Gehört immer dazu.
- 59:43SPEAKER_00: Und ich hoffe, euch hat diese Podcast-Folge gefallen.
- 59:46SPEAKER_00: Eine etwas andere Folge als sonst.
- 59:49SPEAKER_00: Aber ich fand es wichtig, das Thema einfach auch nochmal anzusprechen.
- 59:53SPEAKER_00: Und ich würde mich sehr über Feedback freuen.
- 59:57SPEAKER_00: Wenn euch der Podcast gefällt, würde ich mich natürlich auch sehr freuen, wenn ihr den Podcast abonniert.
- 1:00:03SPEAKER_00: Und ich wünsche euch einen schönen Tag.
- 1:00:06SPEAKER_00: Macht's gut.
- 1:00:07SPEAKER_00: Bis dann.
- 1:00:07SPEAKER_00: Augulo.
- 1:00:08SPEAKER_00: Ciao, ciao.