Latest / Hallo Gesundheit – Der Podcast der CSS / Cortisol #1 Der Lebensstil spielt die grösste Rolle - mit Dr. med. Joris Budweg
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- 0:01Speaker 1: Als ich von dem Cortisolhormon zum ersten Mal gehört habe und das googled habe, bin ich auf sehr viele Seiten gestoßen und habe mich zum Teil gefragt, ob das wirklich stimmt und wie fundiert das ist.
- 0:15Speaker 1: Darum gibt es den Podcast Hallo Gesundheit, die wir nachher fragen.
- 0:20Speaker 0: Ich bin Fachatz für allgemeine innere Medizin.
- 0:23Speaker 0: Ich habe mit einem Kollegen von mir zusammen in Basel eine Praxis für ganzheitliche, integrative und funktionelle Medizin.
- 0:32Speaker 1: Über Spitz gesagt erklärt die Jurisbutwäge in dieser Episode, wieso wir Kortisol-Problem gar nicht hätten, wenn wir gesünder leben würden.
- 0:40Speaker 1: Gerade Leute, die sehr leistungsfähig sind.
- 0:42Speaker 1: Ihr gehört auch, wieso Kortisol gebraucht und wichtig ist, was im Körper macht und wie den Tagesrythmus schon viel ausmacht.
- 0:50Speaker 1: Uns essen, Bewegung und Erholung.
- 0:56Speaker 1: Hallo und herzlich willkommen bei Hallo Gesundheit im Podcast der CSS.
- 1:00Speaker 1: Ich bin Carla und heiße den Podcast abwechslungsweise mit Manuel.
- 1:04Speaker 1: Wir fragen nach.
- 1:05Speaker 1: Wir haben einen Spaziergang an der frischen Luft.
- 1:09Speaker 1: Wir sind jetzt in Basel, in der Nähe deiner Praxis.
- 1:13Speaker 1: Wir laufen dazwischen der mittleren Brücke und der Wittsteinbrücke.
- 1:17Speaker 1: Joris, was gibt es für Mäute zum kurzen Soll, wo Leute zu dir kommen?
- 1:21Speaker 1: Und du musst sagen, das ist im Fall nicht der Suche.
- 1:24Speaker 0: Ja, das ist natürlich ein heiß diskutiertes Thema mit dem Cortisol.
- 1:27Speaker 0: Es geht viel durch die Presse.
- 1:29Speaker 0: Also was ich viel von meinen Patienten höre, ist, dass eine sehr große Angst vor dem Cortisol im Allgemeinen besteht.
- 1:36Speaker 0: Man denkt Cortisol oder Cortisol, Cortisol macht dick, es ist schädlich, es ist ungünstig für den Körper, es ist mit Diabetes verbunden.
- 1:45Speaker 0: Und das muss man aber sehr differenziert anschauen, weil man das nicht so pauschal sagen darf.
- 1:49Speaker 1: Was ist gerade so eine Mütter, die jetzt gerade kannst du auflösen?
- 1:53Speaker 0: Also, Cortisol macht nicht grundsätzlich dick.
- 1:56Speaker 0: Cortisol ist ein sehr wichtiges Steroidhormon.
- 1:59Speaker 0: Es ist ein körpereigenes, lebensnotwendiges Hormon, ohne dass wir gar nicht leben können.
- 2:05Speaker 0: Das hat evolutionäre Gründe.
- 2:08Speaker 0: Und das macht nicht grundsätzlich dick, sondern es kommt darauf an, in welcher Menge und über welche Dauer es vorhanden ist und wie es ausgeschüttet wird.
- 2:17Speaker 0: Und wenn es zu einem Übermaß an Cortisol im Körper kommt, dann kann das schlussendlich in ... einer Zunahme der Fettverteilung und einem dickwerten Enden.
- 2:26Speaker 0: Aber da braucht es viele verschiedene Einflussfaktoren für.
- 2:31Speaker 1: Wir reden nachher gerade noch darüber, was im Körper konkret passiert.
- 2:35Speaker 1: Was kann dir auslösen, dass zu viel Cortisol produziert wird?
- 2:40Speaker 0: Also dazu, um das zu beantworten, muss man grundsätzlich versuchen zu verstehen, wofür das Cortisol da ist.
- 2:45Speaker 0: Das Cortisol ist ein sehr wichtiges, lebensunwendiges Hormon.
- 2:49Speaker 0: das evolutionär bei uns im Körper so programmiert ist, dass wir auf Gefahren, Stress, Krankheit und äußere Faktoren, die auf den Körper einwirken, reagieren können.
- 3:01Speaker 0: Skortisol hat ganz wichtige Funktionen im Körper.
- 3:04Speaker 0: Es steigert den Blutdruck, es ist wichtig für das Herzkreislaufsystem, es ist wichtig für den Blutzucker.
- 3:10Speaker 0: Es führt kurzfristig auch zu einer Fettverbrennung und einem Muskelabbau und alle diese Faktoren.
- 3:18Speaker 0: dienen eigentlich einzig, dem Zweck, Energie bereitzustellen.
- 3:21Speaker 0: Weil, evolutionär, wenn wir an unsere Vorfahren denken, die haben Jäger und Sammler-Tuben gelebt und die sind immer wieder lebensgefährlichen Gefahren durch wilde Tiere oder Umweltkatastrophen ausgesetzt gewesen.
- 3:34Speaker 0: Und da war das Cortison extrem wichtig, um schnell und effektiv reagieren zu können.
- 3:39Speaker 0: Deswegen schüttet der Körper das Cortisol in Reaktionen aus.
- 3:43Speaker 0: Und im Grunde genommen sind das Stressreaktionen.
- 3:47Speaker 0: Da kommen wir ans Problem, weil heutzutage viele äußere Faktoren in unserer Gesellschaft, unserer Umwelt, ständig Stress erzeugen und der gar nicht mehr diese Muster folgt, wie das eigentlich vorgesehen war früher.
- 4:00Speaker 1: Mhm.
- 4:02Speaker 0: Also, das heißt, Cortisol dient dazu, den Körper auf eine akute, schnelle und kurze Gefahrensituation optimal vorzubereiten.
- 4:11Speaker 0: Man stellt Energie bereit, man ist aufmerksam, man ist wach, man ist leistungsfähig, man kann kämpfen, man kann flüchten.
- 4:17Speaker 0: Alles das, was es braucht, um zu überleben.
- 4:20Speaker 0: Aber genauso wie die Evolution das gebaut hat, hat sie auch das Gegenteil gebaut.
- 4:23Speaker 0: Wir brauchen eine Balance wie immer in der Natur.
- 4:26Speaker 0: Und zwar braucht es danach die Ruhephasen.
- 4:28Speaker 0: Man muss wieder zur Ruhe kommen.
- 4:30Speaker 0: Die Hormonlevel im Körper müssen wieder runtergefahren werden.
- 4:33Speaker 0: Der Körper muss sich regenerieren, muss sich erholen.
- 4:35Speaker 0: Und das ist genau ein großes Problem unserer Gesellschaft, dass viele Menschen einfach an einer Abdauerstress durch ihre Umwelt, ihre Arbeit usw.
- 4:46Speaker 0: Leiden und die Cortison-Level gar nicht mehr auf ein normales Niveau sinken.
- 4:50Speaker 0: Und das erzeugt dann die ganzen möglichen schlechten Folgen oder schädlichen Folgen für den Körper.
- 4:56Speaker 1: Und gerade einmal zu allen sagen, die denken, okay, aber ich habe nicht dann wirklich zu viel Cortisol.
- 5:03Speaker 1: Ich fühle mich auch gestresst und so.
- 5:05Speaker 1: Was sind denn Anzeichen von Körper und der Psyche, dass wirklich ein Cortisol-Problem ist, dass zu viel produziert wird?
- 5:15Speaker 0: Genau, also grundsätzlich ist ein kurzer Cortisol-Anstieg im Körper sehr wichtig und auch eine normale physiologische, also in jedem Menschen normal vorkommende Reaktion des Körpers auf äußere Reize.
- 5:27Speaker 0: Das Cortisol hat ein zirkadianes Profil, so nennt man das, das heißt der Cortisol-Ausschüttung aus der Nebenniere im Körper richtet sich nach der Tageszeit und der Helligkeit von der Sonne.
- 5:37Speaker 0: Das heißt wir haben morgens um acht Uhr haben wir den höchsten Cortisol-Ausschüttung im Körper, um den Körper auf den Tag vorzubereiten, dass man leistungsfähig ist, dass man etwas machen kann.
- 5:48Speaker 0: Und der Cortisol-Spiegel im Blut sinkt dann über den Tag immer weiter ab und er reicht dann irgendwann in der Nacht oder gegen späten Abend den Tiefpunkt, damit man schlafen kann.
- 5:58Speaker 0: Und jetzt kommen wir genau das Problem, wenn man sich diesem Tagesrhythmus entzieht, zum Beispiel durch lange Büroarbeit, künstliches Licht, dass dem Körper vortäuscht, es sei immer noch Tag.
- 6:09Speaker 0: viel Stress, schlechte Ernährung, übermäßigen Sport und so weiter.
- 6:15Speaker 0: Dann führt das dazu, dass der Cortison-Level im Blut dauerhaft künstlich hochgehalten wird.
- 6:20Speaker 0: Und das kann eine ganze Reihe von negativen Folgen auslösen, die sich aus der normalen Funktion ergeben.
- 6:27Speaker 0: Wie gesagt, kurzfristig sehr hilfreich, langfristig.
- 6:30Speaker 0: Man fühlt sich gestresst, man ist unruhig, man bekommt Verdauungsbeschwerden, man bekommt hohen Blutdruck, man kann schwitzen.
- 6:38Speaker 0: Man bekommt Schlafstörungen.
- 6:40Speaker 0: Alles das, was eigentlich der normalen Wirkung des Cortisons entspräche, nur auf Dauer und vor allem am Abend, wenn man eigentlich zur Ruhe kommen soll, sehr ungünstig.
- 6:49Speaker 0: Und da kommen wir auch in diese Gewichtsthematik rein.
- 6:53Speaker 0: Wenn der Cortisol muss ja physiologischerweise Zucker bereitstellen für den Kampf oder die Flucht oder die akute Situation, also der Blutzucker im Stoffwechsel wird erhöht.
- 7:07Speaker 0: Und das führt dazu, dass wir halt Energie haben, etwas zu unternehmen.
- 7:12Speaker 0: Jetzt, wenn der chronische Stress aber anhält und ständig zu hohe Blutzuckerwerte entstehen, dann kommen wir in eine Insulinresistenz der Zellen rein.
- 7:20Speaker 0: Das heißt, wir können das nicht mehr richtig für Stoff wechseln.
- 7:23Speaker 0: Und dadurch entstehen dann wiederum Heishungerattacken, die Leute essen mehr.
- 7:28Speaker 0: Und das kann langfristig dann Gewichtszunahme verursachen.
- 7:31Speaker 0: Cortison führt ... Nicht grundsätzlich zu einer Gewichtszunahme führt eher zu einer Fettverteilungsstörung oder einer anderweitigen Fettverteilung mit Fokus auf das Bauchfett, das wissere Fett, das böse Fett, was man so sagt.
- 7:44Speaker 0: Und das geht eben oft mit hohen Glucosen, also Blutzuckerspiegeln und Insulinresistenz einher.
- 7:51Speaker 1: Kannst du noch ein paar andere Beispiele machen, wie das sich zeigt, wenn man wirklich zu viel kurde Soll hat?
- 7:58Speaker 1: Wir leben so ein bisschen gestresst.
- 8:00Speaker 1: Oder so ein bisschen unruhig, ein bisschen heiss Hunger aufs Süße.
- 8:03Speaker 1: Ein händwahrscheinliches Paar.
- 8:06Speaker 0: Genau, genau.
- 8:08Speaker 0: Also je nachdem, wie lange der Cortisonenwert zu hoch ist und wie lange der Stress schon besteht, kommen oft, ganz häufig kommen Magendarmstörungen, das ist ganz klar.
- 8:16Speaker 0: Auch dort kann man wieder die Anatomie, die Physiologie, den normalen Prozess heranziehen.
- 8:21Speaker 0: Weil wenn ich kämpfen muss, wenn ich flüchten muss, dann muss ich nicht verdauen, dann esse ich nichts.
- 8:26Speaker 0: Cortison bremst wiederum auch die Verdauung.
- 8:28Speaker 0: Das heißt, viele Patienten kriegen als Allererstes, wenn der Stress zu lange besteht, Magen-Darm-Beschwerden, Verstopfung, Verdauungs-Beschwerden.
- 8:36Speaker 0: Als nächstes kommen ganz oft Schlafstörungen dazu, einfach weil der Cortisolwert im Blut auch abends und nachts einfach noch viel zu hoch ist.
- 8:42Speaker 0: Der Körper kann nicht zur Ruhe kommen, man kann nicht schlafen, man liegt wach.
- 8:46Speaker 0: Das wiederum verursacht Stress, weil man nicht gut schläft, man ist unausgeruht und Stress erzeugt wiederum, vermehrt die Cortisol-Ausschüttung und so kommt man in ein Teufelskreis rein.
- 8:55Speaker 0: Und das kann schlussendlich dann, wenn so ein Zustand über längere Wochen oder Monate besteht, in Erschöpfungssyndromen, Burnout, Depressionen, psychischen Beschwerden.
- 9:05Speaker 0: Münden, die alle aber eigentlich ursächlich durch den chronischen Stress ausgelöst sind.
- 9:09Speaker 1: Ihr schafft ein Bücher in der Praxis nach dem Prinzip der funktionellen Medizin.
- 9:13Speaker 1: Genau.
- 9:14Speaker 1: Das heisst, es geht nicht um die Bekämpfung der Symptome, sondern darum, integrativ zu arbeiten, Ursachen zu behandeln.
- 9:21Speaker 1: Was empfüllst du jetzt gerade zum Beispiel bei der Ernährung, könnte man ja eigentlich auch ansetzen.
- 9:27Speaker 1: Oder du bist ja auch spezialisiert auf der Ernährung und was das für Einfluss auf den Körper hat?
- 9:32Speaker 0: Ganz genau.
- 9:33Speaker 0: Es gibt viele Wege, den Cortisol-Spiegel.
- 9:37Speaker 0: positiv zu beeinflussen.
- 9:38Speaker 0: Dazu gehört natürlich, man muss versuchen einen normalen Tagesrhythmus aufzubauen.
- 9:42Speaker 0: Man sollte morgens aufstehen, man sollte eher die Aktivität am Vormittag und frühnachmittag legen.
- 9:47Speaker 0: Man sollte versuchen, abends zur Ruhe zu kommen, spät abends nicht mehr Sport zu machen, nicht mehr schwer zu essen, weil das alles wieder nur den Stoffwechsel anregt.
- 9:56Speaker 0: Das Gleiche gilt mit der Ernährung.
- 9:57Speaker 0: Man sollte versuchen, sich gesund zu ernähren.
- 10:00Speaker 0: Das heißt eher mediterran.
- 10:02Speaker 0: Also Eiweiß sollte in Fokus stehen, Gemüse, und die Kohlenhydrate, vor allen Dingen Zucker und einfache fette oder ungünstige Nahrungsmittel.
- 10:13Speaker 0: industriell hergestellte Nahrungsmittel sollten auf jeden Fall reduziert werden, weil die wiederum ungünstig für den Zuckerstoffwechsel und den Fettstoffwechsel sind.
- 10:22Speaker 1: Also eigentlich alles, was man weiss, dass wir gesund leben.
- 10:25Speaker 1: Ja,
- 10:25Speaker 0: genau.
- 10:26Speaker 0: Es ist keine Neuerfindung, richtig.
- 10:29Speaker 0: Vieles bekannt.
- 10:30Speaker 0: Man kann noch mehr machen, vor allem, wenn man das Gefühl hat, man ist gestresst und man möchte seinen Cortison, sein vegetatives Nervensystem, diese Anspannung reduzieren.
- 10:40Speaker 0: Es gibt Meditationsübungen, es gibt Achtsamkeitsübungen, es gibt Atemübungen.
- 10:46Speaker 0: Damit kann man nachweislich das Stresslevel und somit auch die Cortisolmenge im Blut senken und den Körper und auch Geist entlasten.
- 10:56Speaker 0: Auch therapeutisch kann man z.B.
- 10:58Speaker 0: mit Pflanzenstoffen arbeiten.
- 11:00Speaker 0: Das nennt sich in der integrativen Medizin die sogenannten Adaptogene.
- 11:04Speaker 0: Das sind spezielle Pflanzenstoffe, die sich positiv modulierend auf den Cortisolstoffwechsel auswirken und somit stressreduzierend entspannen sind.
- 11:15Speaker 0: Namentlich z.B.
- 11:16Speaker 0: Ashwagandha, hat vielleicht der eine oder andere schon mal gehört, oder Rodiola, der Rosenwurz.
- 11:21Speaker 0: Auch Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine, Nährstoffe können helfen.
- 11:25Speaker 0: Magnesium zum Beispiel, man ist ein Antagon zum Cortisol.
- 11:29Speaker 0: Also ein Gegenspieler, reduziert den Stress.
- 11:31Speaker 0: Vitamin C kann manchmal auch hilfreich sein.
- 11:33Speaker 0: Es gibt viele Möglichkeiten, aber hauptsächlich muss man sich an die eigene Nase fassen und gucken, wie verbringe ich meinen Tag und wie kann ich mich optimieren und mich mehr evolutionär Natur ... bedingt Verhalten und nicht gegen den normalen Rhythmus des Lebens zu arbeiten oder zu leben.
- 11:52Speaker 1: Du hast jetzt die Nahrungsergänzungsmittel auch angesprochen.
- 11:56Speaker 1: Wie siehst du das, ist es besser, um so ein bisschen Bülpen zu nehmen?
- 12:00Speaker 1: oder gibt es auch gerade ein paar Früchte, Gemüse, sonst lehmensmittel, wo du sagst, hey, mit denen, das langt eigentlich.
- 12:09Speaker 0: Also grundsätzlich ist das schwierig, weil es gibt sicher keinen Pulverchen und keinen Kapselchen, was den Cortisolstoff-Excel normalisiert oder das Stressniveau senkt.
- 12:19Speaker 0: Das ist sicher nicht möglich.
- 12:20Speaker 0: Es gibt unterstützende Nährstoffe, Vitamine, Pflanzenstoffe, Mineralien, die man einnehmen kann, wenn man in Phasen von hohem Stress ist und sich nicht anders zu helfen weiß.
- 12:30Speaker 0: Denkt, ich muss das jetzt noch durchziehen und danach kann ich reduzieren.
- 12:34Speaker 0: Aber grundsätzlich ist die Anpassung des Lifestyle, die man so schön sagt, Lifestyle-Modifikation ist eigentlich das Wichtigste.
- 12:41Speaker 0: Man muss versuchen, seinen Tagesrhythmus an die natürlichen Hormonen-Level des Körpers und an diese Zirkadianer, also die tageszeitliche Rhythmik anzupassen.
- 12:50Speaker 0: Das ist grundsätzlich viel besser.
- 12:52Speaker 0: Sport haben wir noch vergessen zu erwähnen.
- 12:54Speaker 0: Also auch Bewegung ist sehr förderlich, senkt den Cortison-Spiegel, solange es sich nicht um Extremsport oder schweren Sport handelt.
- 13:03Speaker 0: Moderate Bewegung, spazieren, joggen, schwimmen.
- 13:07Speaker 0: Genau, Ernährung spielt eine Rolle.
- 13:10Speaker 0: Ganzheitlich, Vollkost, viel Gemüse.
- 13:13Speaker 1: Hast du gerade ein paar super Gemüse.
- 13:15Speaker 1: Genau konkret, was wir posten sollen.
- 13:18Speaker 0: Grundsätzlich kann man sich davon leiten lassen, dass vor allem die farbigen Gemüse sehr wichtig sind.
- 13:24Speaker 0: Also alles, was schön bunt ist, also grün, rot, blau.
- 13:29Speaker 0: Gelb, was sehr schöne Farben hat, alle Bären zum Beispiel sind sehr günstig, weil da Pflanzenstoffe drin sind, die positiv wirken.
- 13:36Speaker 0: Gemüse, grundsätzlich Paprika, Aubergine, Karotten, alles, was kräftige Farben hat, ist sehr positiv.
- 13:43Speaker 0: Auch Nüsse können hilfreich sein, weil da gesunde Fette und Eiweiße drin stecken, nicht tierische Wohnstoffe.
- 13:48Speaker 1: Aber Brung ist nicht so schöne Farbe, von der Nüsse.
- 13:50Speaker 0: Ja, gut, okay.
- 13:52Speaker 1: Genau, also auch eine farbige Früchte und Gemüse.
- 13:56Speaker 0: Es gibt so Empfehlungen, die sagen, man soll jeden Tag mindestens einen Teller mit zehn verschiedenfarbigen Nahrungsmitteln zu sich nehmen.
- 14:04Speaker 0: Und das kann man versuchen, sich daran zu halten.
- 14:08Speaker 1: Ja, und es ist wirklich so, dass die Lebensstilen angepasst sind.
- 14:12Speaker 1: Das, was wir eigentlich alle wissen.
- 14:14Speaker 1: Gleich, wenn jemand einfach so in den Strudeln gekommen ist und es ist nicht nur einfach so ... Es ist gerade ein bisschen viel, sondern es ist wirklich zu viel Korte, um was empfüllst du, aus der ersten Handlung zu machen?
- 14:29Speaker 0: Genau, da sprichst du einen wichtigen Punkt an.
- 14:31Speaker 0: Das sind oft die Patienten, die ich in der Praxis sehe.
- 14:34Speaker 0: Das sind Patienten, die sind sehr leistungsfähig.
- 14:37Speaker 0: Oder Patienten, die machen viel, die arbeiten Vollzeit.
- 14:41Speaker 0: Sie machen nebenher Sport, sie haben Familie, sie haben Hobbys.
- 14:44Speaker 0: Und sie sagen, sie machen das bereits seit Jahren.
- 14:47Speaker 0: Und sie kommen zu mir und sagen, ich kann einfach nicht mehr.
- 14:49Speaker 0: Ich weiß nicht, warum, aber ich mag nicht mehr.
- 14:51Speaker 0: Mein Körper macht nicht mehr mit, ich komme morgens nicht mehr raus.
- 14:55Speaker 0: Ich bin kaputt, ich brauche Pause und ich weiß nicht, was mit mir los ist.
- 14:59Speaker 0: Und die suchen dann oft Erkrankungen, die eine einfache Ursache für alle ihre Beschwerden liefern.
- 15:05Speaker 0: Da muss man sie leider oft enttäuschen.
- 15:08Speaker 0: kann dann sagen, das ist einfach eine Überlastung, weil wir sind physiologisch und von unserer Körperanatomie nicht daraus aufgelegt, ständig unter chronischem Stress oder Überbelastung zu leben.
- 15:21Speaker 0: Unsere Ressourcen erschöpfen sich und der Körper macht einfach das nicht lange mit.
- 15:26Speaker 0: Es gibt Studien, wie gezeigt haben, dass die neben ihren Rinde, dort, wo jetzt die Stressformone, das Cortisol, das Adrenalin, das Noadrenalin, wo die produziert werden, nicht mehr als drei Wochen kontinuierlich diese Hormone ausschütten kann, bevor es zu einer Art Erschöpfung kommt und die Hormon-Level im Blut nachweislich abfallen, sodass dann die Leistungsfähigkeit in die Knie geht.
- 15:49Speaker 0: Und da muss man einfach wirklich den Leuten dann den Patienten und Patientinnen sagen, man muss die Notbremse ziehen, das geht so nicht weiter.
- 15:56Speaker 0: Sie müssen ihren Lifestyle ändern, sie müssen allenfalls ihre Arbeit, ihre Gewohnheiten, ihre Ernährung, ihren ganzen Leben ändern, sonst werden sie in einer Erschöpfungssyndrom, im schlimmsten Fall in ein Börnart oder ein chronisches Fatigue-Syndrom, ändern.
- 16:10Speaker 0: Und das kann man zum Teil auch diagnostisch in der Praxis nachweisen.
- 16:14Speaker 0: Oder zumindest sieht man Hinweise, die in diese Richtung gehen.
- 16:17Speaker 1: Spannend, aber drei Wochen kann man da Vollpower im Jägermodus sein.
- 16:22Speaker 1: Genau.
- 16:22Speaker 1: Aber irgendwann ist es dann einfach zu viel.
- 16:25Speaker 1: Und das ist schon noch spannend, aber das ist der gefühlte Stress.
- 16:29Speaker 1: Und auch ... Was dann der effektive Stress im Körper ist, was da passiert?
- 16:34Speaker 1: Was macht dann das Cortisol im Körper?
- 16:38Speaker 0: Genau, das Cortisol ist ja ein Glucocorticoid oder auch Steroidhormon genannt, gehört auch wie gesagt zu den Stresshormonen, zusammen mit Adrenalin und Norderlin, wird in der Nebennierenrinde ausgestoßen.
- 16:51Speaker 0: Es gibt da eine Hormonachse, wo auch noch der Hypothalamus, das ist so ein Gehirnanteil und die Hypophysen, eine Hormondrüse im Gehirn mit verbunden sind.
- 17:00Speaker 0: Da gibt es noch gewisse Erkrankungen, die da Einfluss nehmen, aber grundsätzlich ist das der normale Rhythmus.
- 17:06Speaker 0: Und wie ich schon gesagt habe, die Cortisol-Ausschüttung ist eine Akkutreaktion des menschlichen Organismus auf einen äußeren Stressreiz.
- 17:15Speaker 0: Das kann eine Erkrankung sein, es kann eine Gefahr sein.
- 17:19Speaker 0: durch wilde Tiere, durch Hunger, durch Kälte und so.
- 17:23Speaker 0: Und der Körper benutzt diese Stressreaktion, um sich auf diese akute Situation vorzubereiten und die besten möglich zu überstehen.
- 17:29Speaker 0: Das heißt, der Blutdruck steigt, die Herzfrequenz kann ansteigen, der Blutzucker steigt, man wird wach, man wird aufmerksam, man wird leistungsfähig, um kurzfristig eine schnelle Reaktion auf diesen Stressor zu ermöglichen.
- 17:45Speaker 0: Aber diese ... Reaktion kann physiologisch vom Körper her nicht dauerhaft aufrechterhalten werden.
- 17:50Speaker 0: Für das sind wir nicht gemacht, weil das auch in der Natur und in der Evolution so nicht vorgesehen war.
- 17:55Speaker 0: Und daher braucht es immer wieder diese Erholungsphasen.
- 17:57Speaker 0: Man muss wieder Pausen haben, man muss sich regenerieren, sonst erschöpft sich das System.
- 18:02Speaker 1: Man muss dazu sagen, dass ja auch zu wenig Cortisol produziert werden kann.
- 18:07Speaker 1: Wie häufig kommt das vor?
- 18:09Speaker 0: Genau.
- 18:10Speaker 0: Was ich, was wir häufig in der Praxis sehen, sind, was ich vorher schon erwähnt habe, sind im Grunde genommen diese Erschöpfung der Nebenniere, also eine funktionelle Einschränkung der körpereigenen Cortisolproduktion als Folge von zu langen, zu übermäßigen Stress- und zu wenig Regenerationsphasen.
- 18:28Speaker 0: Das ist nicht das Gleiche wie ein Morbus Edison, eine akute schwere medizinische Notfallkrise.
- 18:36Speaker 0: Das gibt andere Erkrankungen, die das machen.
- 18:38Speaker 0: Das sieht man sehr selten.
- 18:39Speaker 0: Das ist eine seltene Erkrankung hingegen aus meiner Praxis.
- 18:41Speaker 0: Und für meinen Patienten, was ich aufsehe, ist diese latente Erschöpfung.
- 18:45Speaker 0: Patienten, die monate jahrelang chronische Stress haben von der Arbeit oder in schwierigen beruflichen familiären sozialen Situationen stecken und den Stress kaum kontrollieren können oder zu wenig Regeneration über zu lange Zeit haben, die landen oft in dieser Problematik.
- 19:03Speaker 0: Gefährlicher Entzustand geht dann Richtung psychiatrische Erkrankungen, Depression, Burnout usw.
- 19:08Speaker 1: Was empfielst du zum Messen, wenn man das mal will, überprüfen?
- 19:15Speaker 0: Das ist nicht ganz so einfach, weil wie gesagt, der Cortisolstoffwechsel hat diese tageszeitliche Rhythmus.
- 19:21Speaker 0: Man kann nicht einfach an irgendeinem Zeitpunkt des Tages sagen, ich messe jetzt mal das Cortison und gucke, ob das gut oder schlecht ist.
- 19:27Speaker 0: Da muss man die Umstände mit berücksichtigen.
- 19:31Speaker 0: Es gibt verschiedene Messmethoden.
- 19:33Speaker 0: Man kann zum Beispiel eine vierundzwanzig Stunden Cortisol, Sammelurin, Messung machen, um die Gesamtmenge zu messen, die über den Tageszeitraum ausgestoßen wird.
- 19:42Speaker 0: Oder was sich in der funktionellen integrativen Medizin häufig bewährt hat, ist ein sogenanntes Cortison-Tagesprofil.
- 19:49Speaker 0: Das ist eine Speichelanalyse, wo man direkt morgens nach dem Aufstehen eine Speichelprobe gibt, dreißig Minuten später eine Speichelprobe gibt und dann im Verlauf des Tages noch ein oder zwei.
- 20:00Speaker 0: Und daraus ein schönes Profil über die natürliche Cortisol-Ausscheidung über den Tagesverlauf sieht.
- 20:07Speaker 0: Und das Spannende an dieser Analyse ist, Patienten, die oft schon sagen, ich bin am Morgen, ich komme kaum aus dem Bett, ich bin kaputt, ich mag nicht mehr, ich kann kaum noch aufstehen.
- 20:16Speaker 0: Da sieht man ganz oft, dass die schon am Morgen um acht oder nach dem Aufstehen sehr, sehr tiefe Cortisol-Werte haben, was eigentlich nicht physiologisch und nicht normal ist.
- 20:24Speaker 0: Das kann schon ein Hinweis auf eine beginnende Erschöpfung der Nebenjährigen.
- 20:28Speaker 0: für physiologische Produktion sein.
- 20:31Speaker 0: Hingegen sieht man auch andere Patienten, die sich ständig gestresst fühlen.
- 20:35Speaker 0: Dort sieht man dann sehr hohe Werte über den Tag.
- 20:37Speaker 0: Vor allem auch am Abend sieht man sehr hohe Kortisolwerte, was wiederum sehr gut allfällige Schlafstörungen erklärt.
- 20:43Speaker 0: Patienten, die sagen, ich bin den ganzen Tag gestresst und dann bin ich froh, wenn ich im Bett bin und dann kann ich trotzdem nicht schlafen.
- 20:49Speaker 0: Und das kann man auch manchmal sehr schön nachweisen in diesem Tagesprofil.
- 20:53Speaker 1: Was ich auch gelesen habe, ist, dass man Blutdash macht und der Haare analysen.
- 20:58Speaker 1: Ist das weniger hüftig oder wenn die Stürzen zu gut?
- 21:00Speaker 1: Ja,
- 21:01Speaker 0: für das Cortisol ist mir das jetzt nicht bekannt, dass das sinnvoll ist.
- 21:05Speaker 0: Man kann verschiedene Mineralien, Nährstoffe, Schwermetalle und so weiter in einer Haaranalyse messen.
- 21:11Speaker 0: Cortisol oder Hormone.
- 21:14Speaker 0: Das wüsste ich jetzt nicht, dass das einen relevanten Wert hat.
- 21:17Speaker 0: Momentan, nein.
- 21:18Speaker 1: Das ist wieder etwas, was man im Internet schüttet.
- 21:21Speaker 1: Ja, genau.
- 21:22Speaker 1: Und empfieh es schon dem Fall auch, dass man das wirklich bei seinem Hausarzt, Hausherzlinn, laden, überprüfen und nicht selber irgendetwas im Internet den Tisch macht oder selber ein bisschen
- 21:34Speaker 0: schaut.
- 21:35Speaker 0: Also das ist schwierig, solche Selbsttests, das ist schwierig.
- 21:37Speaker 0: Man braucht natürlich ein zertifiziertes Labor dafür, die sich damit auskennen, die auch Normwerte haben, die eine Normkurve haben.
- 21:43Speaker 0: Man braucht einen Testprofil mit den geeigneten Röhrchen.
- 21:48Speaker 0: Man muss eine klare Anleitung haben.
- 21:50Speaker 0: Welche Sachen muss ich beachten, wenn ich so eine Diagnostik mache?
- 21:55Speaker 0: Man darf zum Beispiel nichts essen vorher, man darf nicht zähne putzen, man darf nicht rauchen, sonst verfälscht man die Diagnostik.
- 22:00Speaker 0: Also Hormondiagnostik ist nicht immer so einfach.
- 22:03Speaker 0: Da braucht es sehr viel prä-analytik, also wichtige Dinge, die man beachten muss vor der Testdurchführung.
- 22:08Speaker 0: Und da würde ich davon abraten, irgendwelche Tests aus dem Internet zu bestellen und dann daraus Schlussfolgerungen zu ziehen.
- 22:14Speaker 0: Man kann das mit den Fachärzten für Endocrinologie, also Hormonspezialisten, angehen oder eben integrative Mediziner, die sich ausgebildet haben und die, die sich damit auskennen.
- 22:24Speaker 0: Aber das gehört in Fachhändler.
- 22:28Speaker 1: Jetzt haben wir einen richtig schönen Spaziergang hier im Rientland gemacht.
- 22:31Speaker 1: So schön mit den Fähren in den Vornen noch, legendär, cool mit den Fähnen noch dran.
- 22:36Speaker 1: Und bleiben dran mit Losen, weil der Joris etwas zu sagen hat.
- 22:41Speaker 1: Das ist Hallo Gesundheit, der Podcast der CSS.
- 22:45Speaker 1: Wir reden offen, ehrlich und direkt über Gesundheitsthemen.
- 22:49Speaker 1: Einer ist mit einer Fachperson und einer ist mit einer betroffenen Person.
- 22:53Speaker 1: Diese Episode findet ihr auch auf Spotify, Apple Podcasts, dort, wo ihr euch im Podcast lasst und natürlich auf css.co.nl.
- 23:03Speaker 1: Dazu empfehle ich euch auch, die Episoden zum Thema Breadwork, Longevity und Burnout zu lassen.
- 23:10Speaker 1: Wenn ihr ein paar Inputs mitgenommen habt, freuen wir uns, wenn andere davon erzählen und den Podcast weiter schicken.
- 23:18Speaker 1: Schlusswort hat immer der Gast.
- 23:21Speaker 1: Joris, was würdest du noch sagen?
- 23:23Speaker 0: Ich denke, der Kreis schließt sich, wenn man jetzt, wie du am Anfang gesagt hast, auf die funktionelle Medizin schaut, eine ursachenbasierte Abklärung und man möchte nicht einfach nur Symptome behandeln, dann passt es sehr schön zum Cortisol.
- 23:35Speaker 0: Man kann nicht einfach einen Medikament geben und sagen, jetzt ist das Problem erledigt, man muss verstehen, woher kommt das, man muss den Körper verstehen, man muss sich an die naturgegebene, evolutionären Stoffwechsel, Rhythmus des Körpers anschauen und anpassen und danach versuchen zu leben.
- 23:50Speaker 0: Und dann entstehen gar nicht solche Probleme.
- 23:52Speaker 0: Das ist natürlich nicht immer leicht in unserer Gesellschaft mit den ganzen Verpflichtungen.
- 23:56Speaker 0: Aber ich möchte wirklich dort, die Lifestyle-Einstellungen sind ganz klar im Vordergrund.
- 24:02Speaker 0: Die Ernährung, die Bewegung, die Vitamine und Mineralstoffe, die Entspannung, die Regeneration.
- 24:09Speaker 0: Wir können unser Körper kann ohne das nicht dauerhaft leben.