Latest / ROCKET SCIENCE | Gesundheit und Leistung – mit Doc Golo / Training Basics | Was/ Wann/ Wie solltest Du trainieren | + 3 Regeln
Transcript
- 0:11SPEAKER_04: Willkommen zu eurem Podcast für Gesundheit, Fitness und Leistung.
- 0:17SPEAKER_04: Mein Name ist Dr.
- 0:18SPEAKER_04: Budown.
- 0:19SPEAKER_04: Ich bin Arzt und Coach.
- 0:21SPEAKER_00: Und mein Name ist Dr.
- 0:22SPEAKER_00: Leon Schader.
- 0:23SPEAKER_00: Ich bin Ärztin und Wissenschaftler.
- 0:25SPEAKER_00: In diesem Podcast wollen wir euch die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse näherbringen und euch zeigen, dass die Verbesserung eurer Gesundheit und Leistung keine Raketenwissenschaft ist.
- 0:38SPEAKER_04: Man Leo.
- 0:39SPEAKER_00: Hi, Holo.
- 0:41SPEAKER_04: Heute haben wir ein sehr spannendes Thema und zwar geht es um das Training, beziehungsweise eigentlich um das grundlegende Training.
- 0:52SPEAKER_00: Genau, also wir haben uns halt überlegt, bevor wir jetzt irgendwie in den totalen spezifischen Bereich abdriften, dass wir vielleicht einmal so ein paar grundlegende Themen besprechen, wie wir so, wie unsere Ansicht dazu ist vielleicht.
- 1:11SPEAKER_00: Und dass man darauf aufbauend dann in weitere Themen halt abdriften kann.
- 1:18SPEAKER_04: Ja, und ich glaube, die meisten denken so, okay, Training, ja, irgendwie 0815 ist doch irgendwie alles ganz klar.
- 1:25SPEAKER_04: Ich gehe halt laufen und mache das irgendwie jeden Tag.
- 1:30SPEAKER_04: Aber ja, das ist halt irgendwie auch, ich sag mal, so eine kleine Wissenschaft.
- 1:35SPEAKER_04: Und ich glaube, es gibt einfach manche Sachen, die so für viele einfach die Basic sind und die für andere, sag ich mal, ja, irgendwie wie so eine Raketenwissenschaft erscheinen.
- 1:48SPEAKER_04: Und ich glaube, deswegen ist es halt ganz gut, wenn man da irgendwie so einen kleinen Überblick einfach gibt.
- 1:53SPEAKER_04: Und daher die erste Frage an mich, aber an dich.
- 1:56SPEAKER_04: Was ist denn für dich Training?
- 2:00SPEAKER_00: Bewegung.
- 2:01SPEAKER_00: Also ganz grob gesagt, für mich ist Training Bewegung und Abschalten vom Alltag.
- 2:06SPEAKER_04: Okay.
- 2:07SPEAKER_04: Für mich ist Training Anpassung.
- 2:10SPEAKER_04: Und dass man quasi sich selber verändert oder seinen Körper verändert.
- 2:15SPEAKER_04: Aber ich meine das ist echt ein Jungs.
- 2:20SPEAKER_00: Gut, ja, gut, dass wir darüber sprechen.
- 2:22SPEAKER_00: Was ist Training?
- 2:23SPEAKER_04: Ja.
- 2:24SPEAKER_00: Okay, aber im Endeffekt Anpassung, Veränderung und Abschalten vom Alltag und Bewegung, ich glaube, das ist alles am Ende was Positives.
- 2:33SPEAKER_00: Sumit können wir uns darauf einigen.
- 2:35SPEAKER_04: Ja, meistens ja.
- 2:36SPEAKER_04: Doch, ich denke auch.
- 2:39SPEAKER_04: Was halt, glaube ich, irgendwie so wichtig ist, ist einfach so, dass man halt, also ich glaube, ich habe eine relativ, ich sehe irgendwie Training immer wie ein bisschen so wie eine Medizin.
- 2:50SPEAKER_04: Also irgendwie was, dass man so, wenn man das irgendwie so betrachtet, als wäre es irgendwie ein Medikament, dann kann halt so viel Training auch Gift sein, so wie halt auch ein Medikament.
- 3:02SPEAKER_04: Die Dosis muss passen.
- 3:03SPEAKER_04: Genau.
- 3:04SPEAKER_04: Die Dosis halt passen muss.
- 3:05SPEAKER_04: Und dass, ich glaube halt, dass Training oder beziehungsweise Sport halt eins irgendwie der besten Medikamente ist, die wir zur Verfügung haben, weil wir halt mit relativ geringen Nebenwirkungen halt echt sehr, sehr große Sachen erreichen können.
- 3:18SPEAKER_00: Ja, das stimmt.
- 3:20SPEAKER_00: Und trotzdem ist es ja auch echt noch überhaupt nicht etabliert, dass mehr oder weniger Sport verschrieben wird, sondern immer nur Tabletten.
- 3:27SPEAKER_00: Also eine kleine Anekdote aus dem Nachtdienst.
- 3:32SPEAKER_00: Er hat einen Internistenkonsil bei uns ausgefüllt und dann stand halt unter anderem drin, wir empfehlen, fünfmal die Woche für 30 Minuten Sport machen, was ja wirklich Empfehlung der WHO ist.
- 3:44SPEAKER_00: Meine Kollegin hat sich schrecklich gelacht und sagte, wie soll das denn gehen?
- 3:48SPEAKER_04: Fünfmal die Woche, 30 Minuten.
- 3:50SPEAKER_04: Ja.
- 3:51SPEAKER_04: Ja gut, ich meine, ich weiß nicht, was so der Bundesdurchschnitt ist, wie viel sich die Bevölkerung bewegt.
- 3:58SPEAKER_04: Hier in Hamburg sind die Leute ja ein bisschen aktiver als im Rest, glaube ich, der Republik.
- 4:02SPEAKER_00: Ja, aber ich glaube, ich glaube, wir sind unter diesen unter der Empfehlung der WHO.
- 4:06SPEAKER_04: Das denke ich auf jeden Fall.
- 4:07SPEAKER_04: Also wir sind unter der Empfehlung der WHO.
- 4:09SPEAKER_04: Aber nur, dass man nochmal sagt, ich meine, jeder, der diesen Podcast hört, wird wahrscheinlich auch für Training und Sport interessieren.
- 4:18SPEAKER_04: Aber man kann halt damit gerade so bei vielen chronischen Erkrankungen halt unglaublich positive Effekte erreichen.
- 4:24SPEAKER_00: Total.
- 4:26SPEAKER_04: Aber dabei hat sich halt irgendwie für mich immer so ein Framework, also so ein Rahmen quasi entwickelt, mit dem ich halt irgendwie Training immer so betrachte.
- 4:36SPEAKER_04: Und genauso wie du eben gesagt hast bei Medikamenten, die Dosis, welche Einnahme, wie lange nehme ich das ein, ist es halt irgendwie bei mir beim Training so, dass ich halt immer so denke, wann, was und wie.
- 4:50SPEAKER_04: Also das, und das ist eigentlich echt wichtig, dass man sich halt, sag ich mal, so ein grundlegendes Konzept dabei so ein bisschen überlegt, warum man quasi so ein bisschen die Sachen macht.
- 4:59SPEAKER_04: Und das kann man halt damit irgendwie so ganz gut feststellen.
- 5:01SPEAKER_04: Ich glaube, vielen ist es klar, sag ich mal, was, also was du trainierst.
- 5:08SPEAKER_04: Also da geht es halt so ein bisschen so um die Bewegung, die Disziplin, Art.
- 5:11SPEAKER_04: Also irgendwie jede Sport ist specifisch and genauso ist auch jede Bewegung spezifisch.
- 5:16SPEAKER_04: Und genauso sind halt Sachen jetzt irgendwie, die eine Bewegung haben, wo man nach rechts, links ausweicht, haben einfach eine andere Belastung, als wenn du irgendwie geradeahst.
- 5:25SPEAKER_04: Und das ist halt wichtig, um, sag ich mal, auch den Load, also das, was wir im Training irgendwie machen, halt zu überlegen, wie man das halt irgendwie so ein bisschen abbilden kann.
- 5:36SPEAKER_00: Und auch was dann darauf folgen kann.
- 5:38SPEAKER_00: Wenn ich jetzt irgendwie, wenn ich jetzt einen Tag, ich sag mal, Tennis spiele und die ganze Zeit abstoppe und losrenne, dann ist das ja ein ganz anderer Load, als wenn ich laufen gehe, wie du schon meintest.
- 5:50SPEAKER_00: Und dann, da dementsprechend ist dann ja auch die zweite Einheit, die man vielleicht an dem Tag oder am nächsten Tag machen möchte, denke ich auch anders anzugehen.
- 5:57SPEAKER_04: Ja, und das ist halt, glaube ich, einfach auch wichtig, dass man das auch überlegt, gerade so im Hinblick auf Verletzungsprophylaxe, dass wenn man jetzt irgendwie eine Sportart hat, wo man halt irgendwie gerade Stoppbewegung hat, rechts, links, viel Beschleunigung hat, dann hat man halt einfach mechanisch betrachtet schon eine ganz andere Belastung, als wenn man eine Leistung eine kontinuierliche Sportart hat, wie eine Ausdauersportart.
- 6:18SPEAKER_04: Irgendwie Laufen, Schwimmen, Radfahren, Rudern, dass man halt da eine kontinuierliche rhythmische Bewegung hat.
- 6:26SPEAKER_04: Und ich glaube, also was Wichtig ist da halt auch nochmal so, dass man unterscheidet Krafttraining zu Ausdauersportarten.
- 6:32SPEAKER_04: Das ist halt auch ein komplett anderer Reiz, den man da setzt.
- 6:35SPEAKER_04: Und deswegen kann man jetzt auch nicht sagen, dass Ausdauer besser ist als Kraft oder Kraft ist besser als Ausdauer, sondern es sind einfach ganz andere Prozesse, die im Körper uns in Gang gesetzt werden.
- 6:48SPEAKER_04: Und eigentlich, also ich bin der Ansicht mittlerweile, dass es halt beides ineinander übergreifen muss, um halt irgendwie den besten Benefit dabei rauszuziehen.
- 6:57SPEAKER_04: Gesundheitlich, sage ich jetzt mal rein.
- 6:58SPEAKER_00: Das heißt, würdest du sagen, dass man das ganz strikt auch so machen sollte, dass man es immer alternierend trainiert?
- 7:04SPEAKER_00: Also sozusagen eine Einheit Kraft, dann nach einer Pause eine Einheit Ausdauer und dann wieder Kraft und dann wieder Ausdauer?
- 7:14SPEAKER_04: Ja, würde ich nicht unbedingt sagen.
- 7:17SPEAKER_04: Also ich glaube, es kommt einfach mega darauf an, was man damit erreichen möchte.
- 7:20SPEAKER_04: Wenn man jetzt seine Muskulatur vergrößern möchte, so ein typisch, das nennen wir so, Hypertrophie-Reiz irgendwie.
- 7:28SPEAKER_04: Genau, so der 16-jährige Jugendliche, der den ganzen Tag Quark ist und dann halt irgendwie schön ins Fitti geht, um breit zu werden.
- 7:36SPEAKER_04: Für den macht Ausdauertraining natürlich nicht so viel Sinn, weil es gibt halt so konkurrierende Reize vom Ausdauertraining zum Krafttraining.
- 7:46SPEAKER_04: Und wenn man halt vorher Ausdauersport macht, dann kommt es halt zu so einer Aktivierung von Adenosin-Monophosphat-Kinase.
- 7:56SPEAKER_04: Das ist halt so ein spezifisches Molekül, was halt dazu führt, dass unsere Mitochondrien sich vermehren und besser werden, löst aber auch auf der anderen Seite, verhindert das aber einen anderen Weg, über den wir schon nochmal sprechen, von MTOR.
- 8:11SPEAKER_04: Genau.
- 8:12SPEAKER_04: Und MTOR ist halt so einer der Regulatoren des Proteinstoffwechsel, des Zellwachstums und deswegen auch des Muskelwachstums.
- 8:21SPEAKER_04: Und von dem her, wenn du vorher direkt Ausdauertraining gemacht hast und danach gehst du direkt ins Krafttraining und das ist relativ müde, dann hast du halt nicht so einen starken Reiz auf dein Muskelwachstum.
- 8:31SPEAKER_00: Genau, aber das ist ja sozusagen eigentlich das Akte, wenn du das direkt hintereinander machst.
- 8:37SPEAKER_00: Aber Adenosin-Monophosphat erholt sich ja auch relativ schnell wieder, das recycelt ja relativ schnell.
- 8:43SPEAKER_00: Das heißt, wenn du zum Beispiel morgens laufen gehst und abends Kraft machst, müsste der Effekt eigentlich schon wieder weg sein.
- 8:50SPEAKER_04: Ja, also mit Studien waren es immer so von sechs Stunden ungefähr gesprochen.
- 8:54SPEAKER_04: Ja, das stimmt.
- 8:55SPEAKER_04: Das ist vermutlich dann nicht mehr so das große Problem.
- 8:58SPEAKER_04: Und es kommt halt darauf an, auch was du trainierst.
- 9:01SPEAKER_04: Also AMPK-Aktivierung ist halt vor allen Dingen so bei relativ hochintensiven Trainingsarten der Fall.
- 9:11SPEAKER_04: Komischerweise sagt man, dass Krafttraining-Reize halt vor allen Dingen vermindert werden, wenn man ganz, ganz viel lange und locker macht.
- 9:21SPEAKER_04: Was halt auch so ein bisschen paradox ist.
- 9:22SPEAKER_04: Also man weiß, glaube ich, da auch noch nicht alles so.
- 9:25SPEAKER_04: Und die Frage ist halt auch, willst du überhaupt Muskelwachstum haben oder willst du einfach nur stärker werden?
- 9:30SPEAKER_04: Weil da zeigt sich halt auch, dass du zum Beispiel so neuromuskulär, also das heißt, wie gut du einfach deine Muskulatur ansprechen kannst, dass das halt durchaus Sinn macht, dass du vorher Ausdauertraining machst und danach halt zum Beispiel Krafttraining machst.
- 9:41SPEAKER_04: Da gibt es zum Beispiel auch so Studien bei Radsportlern, die ja irgendwie möglichst skinny sein sollen.
- 9:46SPEAKER_04: Und denen wird zum Beispiel immer empfohlen, dass sie vorher Ausdauertraining machen und danach ins Krafttraining gehen.
- 9:51SPEAKER_04: Damit sie halt diesen Effekt von Hypertrophie einfach nicht haben, sondern nur diesen Krafteffekt.
- 9:55SPEAKER_00: Interesting.
- 9:57SPEAKER_00: Ja, aber ich glaube, wir gleiten schon wieder sehr ans Spezifische.
- 10:00SPEAKER_00: Vielleicht wollen wir zurück zu den Basics.
- 10:02SPEAKER_04: Genau.
- 10:03SPEAKER_04: Nee, genau.
- 10:04SPEAKER_04: Und ich glaube, was man halt da nochmal so, wenn wir uns da nochmal irgendwie so angucken, von der Belastungsstruktur her, glaube ich, kann man so ganz grob unterteilen, halt irgendwie so zwischen kardiovaskulärer Reiz und mechanischer Reiz.
- 10:17SPEAKER_04: Und das ist halt auch wichtig, wenn man so die Sportarten sich anguckt.
- 10:20SPEAKER_04: Dass zum Beispiel man im Laufen halt viel weniger Volumen einfach absolvieren kann, als jetzt im Radfahren oder im Schwimmen.
- 10:27SPEAKER_04: Das liegt halt vor allen Dingen, weil halt mechanisch halt ein viel größerer Reiz gesetzt wird und deswegen ist halt dieser Load einfach viel, viel höher als die Belastung.
- 10:36SPEAKER_00: Auch ganz interessant, das hat mir meine Nachbarin erzählt, dass die ganzen Profischwimmer schwimmen sich immer schon mit Flossen ein, um die mechanische Belastung auf die Arme oder auf die Schultern vor allem zu verringern.
- 10:49unknown: Echt?
- 10:50SPEAKER_00: Ja.
- 10:50SPEAKER_00: Das ist ganz interessant.
- 10:52SPEAKER_00: Ganz interessant, ne?
- 10:53SPEAKER_00: Also man muss ja sagen, das Flossenschwimmen ist zum Beispiel eher ja, also finde ich, ist eher ein respiratorisch oder gerade was, also finde ich.
- 11:06SPEAKER_00: Okay, gut, lassen wir das lieber.
- 11:07SPEAKER_00: Aber die machen das wirklich mit dem Hintergrund, dass sie praktisch den mechanischen Reiz auf ihre Schultern am Anfang des Trainings noch gering halten.
- 11:17SPEAKER_00: Okay, dass sie quasi mit Flossen und dadurch halt danach dann das spezifische Training besser durchziehen können.
- 11:25SPEAKER_04: Ich weiß also bei uns früher im Schwimmen, ich will jetzt nicht sagen, dass ich so viel geschwommen bin, aber ein bisschen.
- 11:32SPEAKER_04: Und da ist halt immer die technischen Übungen, haben halt immer ganz viel mit Flossen stattgefunden.
- 11:36SPEAKER_04: Weil halt der Coach auch der Ansicht war, dass ich nicht will, dass man sich auf den Beinschlag konzentriert, wenn man eigentlich eine Armübung macht.
- 11:45SPEAKER_04: Deswegen ging es halt ganz viel darum, dass man quasi Flossen einsetzt, um das halt so ein bisschen zu unterstützen.
- 11:51SPEAKER_04: Also es kann auch durchaus sinnvoll sein, sag ich mal, das dann zu reduzieren.
- 11:55SPEAKER_04: Das willst du ja eigentlich damit auch sagen.
- 11:57SPEAKER_04: Dass man halt aufpassen muss, dass der mechanische Reiz nicht zu hoch ist.
- 12:00SPEAKER_04: Weil das macht einen einfach kaputt und dann kann man nicht mehr anständig trainieren.
- 12:04SPEAKER_00: Und das macht einen dann irgendwann auch krank.
- 12:06SPEAKER_04: Ja, das auch.
- 12:07SPEAKER_04: Oder verletzt einen, sagen wir so.
- 12:08SPEAKER_04: Ja, so Ermüdungsbrüche und sowas.
- 12:09SPEAKER_04: Das muss man halt immer vor dem Kontext halt auch betreiben.
- 12:12SPEAKER_00: Oder auch so Sehnüberlastung und sowas, gerade beim Schwimmen.
- 12:16SPEAKER_04: Ja.
- 12:16SPEAKER_04: Genau.
- 12:18SPEAKER_04: Aber wenn wir jetzt weitergehen, also wir hätten jetzt was, sag ich mal, abgehakt vielleicht, dann kommen wir so als nächstes, wann?
- 12:25SPEAKER_04: Also wann trainierst du, was auch einen Unterschied machen kann.
- 12:28SPEAKER_00: Morgens, mittags, abends, nachts.
- 12:31SPEAKER_04: Genau, nachts nach dem Nachtdienst, 2 Uhr, 10 Uhr.
- 12:37SPEAKER_04: Leon die sitzt in der Kaifu und schläft auf dem Fitness-Spinning Bike ein.
- 12:42SPEAKER_04: Was ist das jetzt erzählt?
- 12:45SPEAKER_04: Keine Ahnung.
- 12:46SPEAKER_04: Wir müssen uns ja hier irgendwie fühlen.
- 12:49SPEAKER_02: Oh, das wird mir, glaube ich, Ewigkeiten hinterher rennen.
- 12:54SPEAKER_04: Stimmt, das wird ja auf jeden Fall definitiv so lange auch hinterherrennen.
- 12:58SPEAKER_02: Ja.
- 13:00SPEAKER_01: Also halten wir fest, du kannst jeder Tages- und Nachtzeit trainieren.
- 13:05SPEAKER_01: Wie sinnvoll das ist, ist halt die andere Frage.
- 13:08SPEAKER_04: Das ist halt auch das andere Ding, ne?
- 13:10SPEAKER_04: Also einerseits halt irgendwie so Biorhythmus, das klingt jetzt irgendwie mega esoterisch, aber.
- 13:16SPEAKER_00: Der ist es überhaupt nicht?
- 13:17SPEAKER_04: Nee.
- 13:18SPEAKER_04: Gut, gut, da rein.
- 13:20SPEAKER_00: Also das ist ja, das ist überhaupt nicht esoterisch.
- 13:23SPEAKER_00: Das ist ja, also das kann man ja hormonell und signaltransduktionsmäßig total nachvollziehen.
- 13:32SPEAKER_04: Und auch gefühlsmäßig.
- 13:34SPEAKER_00: Und auch gefühlsmäßig.
- 13:35SPEAKER_00: Und dann halt am Ende auch leistungsmäßig.
- 13:38SPEAKER_04: Genau.
- 13:39SPEAKER_04: Und das ist halt, ich glaube, also man, wir kommen ja auf das Thema Erholung und sowas noch alles zu sprechen.
- 13:45SPEAKER_04: Aber man muss halt immer bedenken, einerseits macht das Training jetzt Sinn, so in dem Bereich, also sag ich mal, wenn man jetzt irgendwie sagt, okay, ich trainiere jetzt noch um 10 Uhr abends bis zwölf, kann dann aber die ganze Nacht nicht schlafen und mache morgens um 6 Uhr meine nächste Einheit.
- 14:04SPEAKER_04: Wie sinnvoll ist das?
- 14:05SPEAKER_04: Wenn ich die dann nicht verschlafe.
- 14:06SPEAKER_04: Ja, wenn ich dann nicht verschlafe, wie sinnvoll ist das halt für den langfristigen Formaufbau.
- 14:12SPEAKER_04: Aber deswegen muss man halt, sag ich mal, das dann immer so ein bisschen auch berücksichtigen.
- 14:16SPEAKER_04: Und bei wann ist, finde ich, dann halt auch immer so die Dichte relativ wichtig.
- 14:21SPEAKER_04: Also wie dicht sind die Einheiten aneinander?
- 14:25SPEAKER_00: Ja, auch ein schwieriges Thema.
- 14:27SPEAKER_00: Aber vielleicht erstmal um auf den Biorhythmus zurück.
- 14:31SPEAKER_04: Wir können jetzt die nächste Geschichte ausbreiten.
- 14:33SPEAKER_04: Das war einfach zwei Wochen montags.
- 14:39SPEAKER_02: Ich habe das Gefühl, ich werde ein bisschen durch den Dreck gezogen.
- 14:44SPEAKER_04: Deswegen haben wir es ja auch gedacht, Training Basics.
- 14:48SPEAKER_02: Leonie hat es auf jeden Fall noch nicht raus.
- 14:54SPEAKER_04: Du bist ja Profi aus Leon.
- 14:58SPEAKER_00: Also nochmal kurz zum Biorhythmus zurück.
- 15:02SPEAKER_00: Das finde ich eigentlich ganz spannend, weil da haben ja viele so ihre Haupttrainingszeiten und können da auch wirklich dann am besten trainieren.
- 15:11SPEAKER_00: Das muss man halt so ein bisschen für sich herausfinden.
- 15:13SPEAKER_00: Aber es gibt ja auch wirklich viele, die sozusagen sich eine neue Trainingszeit antrainieren.
- 15:18SPEAKER_00: Und das klappt auch wirklich.
- 15:21SPEAKER_00: Das finde ich total spannend, dass du halt deinen Biorhythm so umstellen kannst, dass du zum Beispiel, wenn du weißt, meine Wettkämpfe sind immer irgendwie, Start morgens um acht, dass ich dann irgendwie meine Trainingszeit auch mache.
- 15:37SPEAKER_00: Obwohl ich eigentlich eher so einen Abendtrainierer sonst immer war.
- 15:41SPEAKER_00: Dass die sich da wirklich auch anpassen können und ihre Leistungen vom Abend auf den Morgen verschieben können.
- 15:45SPEAKER_04: Ja, also ich merke, dass es schon geht, aber bis zu einem gewissen Grad.
- 15:51SPEAKER_04: Also ich glaube immer, dass es vielleicht dann auch so dieses, ja, ich weiß es nicht, so 2-3% dann vielleicht irgendwie bei manchen fehlen, die dann halt so, sag ich mal, dieses typische irgendwie die Lerche oder so, die dann irgendwie immer um 5.30 Uhr morgens ihre erste Session macht und dann um 7 Uhr durch ist und dann nachmittags halt irgendwie, wo da nicht mehr so viel geht.
- 16:13SPEAKER_04: Die Leute finde ich, die kann man schwierig dann auf einfach umprogrammieren, dass man sagt, okay, trainiere ab jetzt immer abends, gut.
- 16:25SPEAKER_00: Ich glaube, das ist, glaube ich, schon ein sehr langer Prozess, aber du kannst dich da auf jeden Fall anpassen.
- 16:30SPEAKER_04: Ja.
- 16:32SPEAKER_04: Ja, vielleicht.
- 16:36SPEAKER_04: Was halt auch wichtig ist, ist dabei halt auch, finde ich, wenn man sagt, so wann trainierst du, sage ich mal, gerade wenn man morgens trainiert, ist halt irgendwie eine Session, die irgendwie nüchtern stattfindet, einfach auch nochmal ein anderer Reiz, als wenn sie halt mit Kohlenhydraten oder sonst was versorgt ist.
- 16:51SPEAKER_04: Darüber kommen wir, denke ich, mal auch nochmal zu sprechen.
- 16:53SPEAKER_04: Aber genau, das ist auf jeden Fall auch ein wichtiges Ding, dass man halt immer überlegt, okay, wann trainierst du, zu welcher Abendszeit habe ich vorher eine Vorbereitung.
- 17:00SPEAKER_04: Gerade wenn man jetzt irgendwie nachmittags trainiert oder man sagt eigentlich so die beste Zeit, um zu trainieren, so standardmäßig halt man irgendwie zwischen fünf, sechs, halb, sieben, weil man halt dann irgendwie den Tag über, sag ich mal, auch sich motorisch relativ gut activiert hat und dann halt irgendwie in so eine Session relativ gut rein geht, meistens halt auch irgendwie gut verdaut.
- 17:19SPEAKER_04: Durchs Mittagessen hat man irgendwie so these 4-5 Stunden, die there and can meist good starten.
- 17:25SPEAKER_04: Also ich glaube the mean trainieren ja eher arms as morgens.
- 17:29SPEAKER_04: Wobei ich zum Beispiel these morning sessions halt mega, mega good find, weil they einfach so ein ganz anderes, yeah, erstens finde ich einfacher morgens to trainieren, but man had not den Tag so einen belastet hat.
- 17:44SPEAKER_04: Also it's feeling in so a ritual, sag ich mal, einzubauen, dass man irgendwie aufsteht anders Sport.
- 17:49SPEAKER_04: Das ist viel einfacher, als wenn man sagt, okay, nachmittags, der ganze Tag war irgendwie vollgeknallt und jetzt gehe ich irgendwie zum Training, wenn man es alleine macht.
- 17:57SPEAKER_04: Das ist irgendwie, finde ich, immer schwieriger, organisatorisch ganz einfach.
- 18:01SPEAKER_04: Deswegen so, das wird auch ganz viel so empfohlen in Büchern, die, sag ich mal, so Rituale und sowas probieren, in einen einzubläuen.
- 18:08SPEAKER_00: Routine ist dann sozusagen das Stichwort auch, ne?
- 18:11SPEAKER_00: Bitte?
- 18:12SPEAKER_00: Ist dann irgendwo auch so eine Art Routine.
- 18:22SPEAKER_04: Genau.
- 18:24SPEAKER_04: Okay.
- 18:25SPEAKER_04: Das nächste wäre halt so, auch was, glaube ich, ein sehr, sehr klassisches Thema, ist so, wie, also wie viel trainierst du?
- 18:32SPEAKER_04: Und das ist ja irgendwie so dieses ganz Typische, wo man halt so sagt, Training Load.
- 18:36SPEAKER_04: Und Training Load ist eigentlich so das Volumen, was man macht, mal die Intensität.
- 18:43SPEAKER_04: Das wird immer wieder komplett anders definiert und es gibt halt tausend verschiedene Sachen, wie man das Ganze auch irgendwie mathematisch darstellen kann.
- 18:54SPEAKER_00: Aber um es ganz einfach zu sagen, ist es eigentlich, wie anstrengend war es.
- 18:58SPEAKER_00: Oder?
- 19:00SPEAKER_04: Ja.
- 19:03SPEAKER_04: Wie anstrengend oder wie hoch war die Belastung?
- 19:05SPEAKER_04: Ja, doch.
- 19:06SPEAKER_04: Ja, vielleicht, doch, kann man so sagen.
- 19:12SPEAKER_04: Ich glaube, ich komme in diesem Podcast wahrscheinlich mega wie so ein Korinthenkacker rüber.
- 19:18SPEAKER_02: Nein, hoffentlich.
- 19:20SPEAKER_01: Jetzt erzähl uns ja nochmal.
- 19:21SPEAKER_01: Training Sload, wie kann man den am besten berechnen?
- 19:25SPEAKER_00: Nein, das ist ja schon wirklich mega wichtig.
- 19:27SPEAKER_00: Nur um vielleicht die abzuholen, die zum Beispiel keinen Trainingspeak benutzen und keinen TSS angezeigt bekommen.
- 19:34SPEAKER_04: Ja.
- 19:35SPEAKER_04: Training Peaks ist so ein Programm, mit dem kann man sein Training tracken.
- 19:40SPEAKER_04: Das ist halt quasi wie so ein Kalender, wo man sein Training mal ablegen kann.
- 19:44SPEAKER_04: Und der gibt dir halt so verschiedene Training Load-Parameter.
- 19:48SPEAKER_04: Und einer davon ist halt so dieser Trainingsstress.
- 19:50SPEAKER_04: Und ich bin kein Freund davon, weil es ist eigentlich ein ganz furchtbarer Parameter.
- 19:55SPEAKER_04: Es gibt so ein bisschen das wieder, was man gemacht hat, aber ist halt nicht richtig gut.
- 20:00SPEAKER_04: Also ich bin immer noch echt ein sehr, sehr großer Freund halt so von Sachen, einfach auch was du eigentlich gerade gesagt hast, von so, ja, wie man sich selber fühlt.
- 20:08SPEAKER_04: Und letztendlich ist es ja auch so, irgendwie früher gab es ja von Polar diesen Spruch, listen to your body.
- 20:14SPEAKER_04: And eigentlich war das gar nicht so schlecht.
- 20:17SPEAKER_04: Eigentlich war dieser Slogan, ich will jetzt keine Werbung machen für Polar, aber eigentlich war dieser Slogan so das, was man sportwissenschaftlich dann irgendwie immer wieder probiert.
- 20:29SPEAKER_01: Also ganz ehrlich, das finde ich jetzt richtig witzig, dass du das sagst.
- 20:34SPEAKER_02: Da habe ich dich mal kurz an unsere Uhr-Diskussionen, die hier noch viel weitergeführt wurde, erinnert.
- 20:42SPEAKER_00: Also meine, also ich bin eigentlich immer ohne Uhr gelaufen und irgendwann habe ich mir dann, kennst du noch diese Casio-Hipster-Uhren, die wirklich nur so Start, Stop und Reset haben?
- 20:56SPEAKER_01: So eine habe ich mir dann als Laufruhr gekauft.
- 20:58SPEAKER_01: Ich dachte, das reicht doch wohl.
- 21:00SPEAKER_01: Und das fandest du so gar nicht.
- 21:02SPEAKER_04: Nee, das finde ich auch gar nicht.
- 21:04SPEAKER_04: Immer noch nicht.
- 21:05SPEAKER_04: Weil ich meine, letztendlich, das eine ist natürlich, was man im Training macht.
- 21:09SPEAKER_04: Also du als Athlet willst ja irgendwie, machst dein Training so, aber einerseits habe ich dich natürlich irgendwie gecoacht und wollte von dir irgendwie auch Werte haben und wollte natürlich.
- 21:20SPEAKER_02: Ich habe mal geschrieben, ich glaube, das waren so circa sechs Kilometer.
- 21:24SPEAKER_02: Ja.
- 21:26SPEAKER_04: Ja, da freut man sich doch richtig.
- 21:31SPEAKER_04: Anstrengend.
- 21:33SPEAKER_04: Ja, wir sprechen ja gleich auch noch über so drei Regeln, die eigentlich so das Wichtigste sind im ganzen Trainingsprozess.
- 21:39SPEAKER_04: Und man kann halt nichts, sag ich mal, einerseits kann ich das halt ganz schlecht dann nur überwachen, was du wirklich gemacht hast.
- 21:48SPEAKER_04: Und andererseits ist es aber auch so, was ja auch bei dir häufig der Fall war und auch manchmal noch ist, ist, dass man halt dann ganz schnell abrutscht in so einen Graubereich.
- 21:57SPEAKER_04: Also das heißt, dass das Training nicht wirklich hart ist, aber auch nicht.
- 22:00SPEAKER_04: Ganz wirklich locker ist und der bringt einem halt physiologisch fast gar nichts.
- 22:04SPEAKER_00: Also im mittleren Load-Bereich.
- 22:06SPEAKER_04: Mittleren Intensitätsbereich.
- 22:08SPEAKER_00: Okay.
- 22:10SPEAKER_04: Das ist ja so dieses Medium Intensity Training, was ja irgendwie, ja, das ist halt für Tredläden relativ wegkommen.
- 22:18SPEAKER_00: Aber jetzt musst du dann musst du jetzt doch noch einmal erklären, was ist der Unterschied zwischen Trainingsload und Trainingsintensität.
- 22:25SPEAKER_04: Also der Trainingsload ist quasi das Volumen mal die Intensität.
- 22:32SPEAKER_04: Also wenn man jetzt irgendwie sagt, okay, ich habe heute die Trainingsintensität bei 100% und mache das über eine Stunde, dann habe ich irgendwie 100 als Punkte-Score, so ungefähr.
- 22:47SPEAKER_04: Und irgendwie dann war ich nicht, heute war er vielleicht irgendwie 80%, dann hätte ich jetzt so classischerweise irgendwie Punktescore irgendwie 80.
- 22:58SPEAKER_04: Training Peaks würde daraus eine 64 machen, aber das ist was anderes.
- 23:02SPEAKER_04: Aber so prinzipiell is das halt so der Training Load.
- 23:05SPEAKER_04: Und ich sag mal, jetzt so, wenn man so irgendwie anfängt, zum Beispiel mit laufen, that's ja der Classicer, then the meisten Leute halt schon, bewegen sich ja schon irgendwie so von der Intensität her bei 95 bis 100 Prozent.
- 23:18SPEAKER_04: And then ist halt irgendwie das Volumen dadurch definiert, wie lange man dieses Tempo aufrechterhalten kann.
- 23:24SPEAKER_04: Also wenn man halt gerade jetzt so im Sommer, die Leute um die Alster, die dann halt laufen gehen, das sieht halt schon immer so aus, dass es nicht so lange aufrechterhalten werden kann.
- 23:36SPEAKER_04: Und das ist halt so ein typischer Trainingsfehler, den einfach gemacht wird, der einfach gemacht werden wird.
- 23:41SPEAKER_04: Dass die Leute halt, sag ich mal, viel zu intensiv, sag ich mal, trainieren.
- 23:46SPEAKER_04: Und deswegen ist es halt schon irgendwie wichtig, halt zu sagen, wie viel trainierst du anhand der Intensität und dem Volumen, was du machst.
- 23:55SPEAKER_04: Genau.
- 23:56SPEAKER_04: Und damit kommen wir eigentlich auch so zu diesen drei Regeln, sag ich mal, die sich durch die Jahrzehnte der Sportwissenschaft etabliert haben und die eigentlich, mit denen man echt das Allerallermeiste erreichen kann.
- 24:10SPEAKER_04: Und die auch bei den Leuten, die irgendwie, die wir coachen, ist das eigentlich das, was wir als allererstes immer mit denen etablieren wollen.
- 24:20SPEAKER_04: Weil wenn du die drei Sachen eigentlich beachtest, dann hast du schon 95% richtig gemacht.
- 24:24SPEAKER_04: Und das allererste ist halt irgendwie consistency is key.
- 24:29SPEAKER_04: Und das heißt halt quasi, dass man konsistent über einen sehr, sehr langen Zeitraum gut, qualitativ gut trainiert.
- 24:37SPEAKER_04: Ja, das ist halt das ist halt echt das Allerwichtigste im ganzen Training.
- 24:43SPEAKER_04: Also das heißt einerseits, dass man irgendwie, wenn man ein Event plant, dass man halt nicht erst sagt, okay, ich habe einen Marathon in zwölf Wochen oder nee, ich habe einen Marathon in 40 Wochen und ich fange zwölf Wochen vorher an zu trainieren.
- 24:59SPEAKER_04: Sondern dass man halt, sag ich mal, man muss nicht spezifisch für den Marathon schon 40 Wochen vorher trainieren.
- 25:05SPEAKER_00: Aber man sollte sich bewegen.
- 25:07SPEAKER_04: Genau, also man sollte eine Fitness aufbauen.
- 25:09SPEAKER_04: Und das ist halt, und das ist, glaube ich, auch das, warum, also Profisportler werden halt immer so als übermenschliche Wesen dargestellt, die einfach nur genetisch so geboren werden.
- 25:20SPEAKER_04: Und dann sind sie auf der Welt und dann können sie das quasi einfach so abrufen, aber das stimmt halt einfach nicht.
- 25:24SPEAKER_00: Die haben halt einfach schon echt eine lange Sporthistorie, ne?
- 25:27SPEAKER_00: Genau.
- 25:28SPEAKER_00: Auf die aufbauen.
- 25:29SPEAKER_04: Die machen das halt irgendwie nicht erst seit gestern.
- 25:32SPEAKER_04: Und ich meine, ursprünglich gab es da ja irgendwie so ein relativ bekanntes Buch irgendwie von Malcolm Gladwell, der so dieses 10.000-Hour-Rule quasi aufgestellt hat.
- 25:44SPEAKER_04: Das war halt quasi, dass man 10.000 Stunden braucht, um in einem Sport der Beste der Welt zu werden.
- 25:51SPEAKER_04: Das hat sich dann nachher andere Studien, die haben gezeigt, so ganz stimmt das nicht.
- 25:55SPEAKER_04: Man muss halt irgendwie immer mit einer guten Anleitung das Ganze machen.
- 25:59SPEAKER_04: Man muss halt die Zeit auf jeden Fall investieren.
- 26:03SPEAKER_04: Aber es ist schon definitiv auch wichtig, was man in diesen 10.000 Stunden macht und nicht einfach immer das Gleiche spezifisch zu machen.
- 26:12SPEAKER_00: Das ist ja, glaube ich, so Punkt 2 dann schon, ne?
- 26:15SPEAKER_04: Genau, ja, das ist dann wichtig.
- 26:19SPEAKER_04: Aber trotzdem nochmal, um auf so Konsistenz sozukommen, ist es schon auch wichtig, dass man halt, Konsistenz heißt halt nicht, dass man immer am Tag dreimal trainieren sollte.
- 26:33SPEAKER_00: Nee, aber ich glaube, konsistent trainieren heißt ja, dass man, ich sag mal, zwölf Monate im Jahr, jedes Jahr trainiert mit ein paar kleinen Pausen.
- 26:44SPEAKER_04: Genau.
- 26:46SPEAKER_04: Das ist eigentlich so der Fall.
- 26:47SPEAKER_04: Und dass man auch seinem Körper lieber mal einen Tag mehr Pause gibt, weil es letztendlich, wenn man es langfristig betrachtet, man halt dadurch deutlich konsistenter ist, als wenn man das halt irgendwie immer mehr verschleppt, weil es geht halt um qualitativ gutes Training.
- 27:01SPEAKER_00: Genau, ja.
- 27:02SPEAKER_04: Und ich glaube da, ich weiß nicht, wie du das siehst, aber da glaube ich, hat jeder schon mal so den Fehler gemacht, dass man irgendwie sich vielleicht nicht ganz so gut gefühlt hat und dann doch irgendwie nochmal eine Woche oder zwei nochmal richtig Gas gegeben hat und dann war man halt irgendwie komplett durch.
- 27:19SPEAKER_00: Genau, und dann hat man halt die große, große Verletzungspause und das ist dann halt nicht mehr konsistent.
- 27:26SPEAKER_00: Das ist nicht mehr konsistentes Training.
- 27:28SPEAKER_04: Genau.
- 27:29SPEAKER_00: Und dann hat man am Ende ein größeres Schlammmasl, als man eigentlich haben wollte.
- 27:35SPEAKER_04: Richtig, so sehe ich das auch.
- 27:37SPEAKER_04: Also das wäre so die erste Regel.
- 27:39SPEAKER_04: Consistency is key.
- 27:42SPEAKER_04: Und das zweite ist halt irgendwie so be smart, train hard.
- 27:47SPEAKER_04: Also das kann man auch so ein bisschen sehen.
- 27:48SPEAKER_04: Erstens be smart, zweitens train hard.
- 27:51SPEAKER_04: Auch vor dem Hintergrund, dass man halt irgendwie hart trainieren sollte, wenn man sich halt gut fühlt.
- 27:58SPEAKER_04: Also nicht immer, wenn man irgendwie super müde ist, dann halt nochmal das härteste Training der Welt da drauf zu kloppen.
- 28:04SPEAKER_04: Sondern dass man halt hart trainieren sollte, aber halt in einem gewissen Zustand.
- 28:10SPEAKER_00: Dann wenn es wirklich auch, wenn man es auch wirklich hart umsetzen kann und nicht irgendwie da so dahin schleicht, es sich richtig hart anfühlt, aber eigentlich nicht die Performance ist, die man an einem guten Tag oder einem erholten Tag leisten könnte.
- 28:26SPEAKER_04: Ja, also genau, so würde ich das auch sehen.
- 28:28SPEAKER_04: Dass man halt, ich glaube, wenn man das Training halt abrufen kann, qualitativ, dann macht es vielleicht auch mal Sinn, zwei, drei harte Sessions miteinander hintereinander zu absolvieren, irgendwie durch den Block oder sonst was.
- 28:37SPEAKER_04: Aber ich sag mal so, der Klassiker ist, finde ich, da immer irgendwie so das Crossfit.
- 28:42SPEAKER_00: Wieso?
- 28:44SPEAKER_04: Ja, weil, also ich finde halt, viele CrossFit-Athleten machen halt nur noch High-Intensity.
- 28:50SPEAKER_04: Die machen halt gar nicht mehr irgendwie Low-Intensity Sachen und CrossFit ist halt natürlich irgendwie auch eine Kraftsportart, aber die haben halt auch immer Ausdauer Sachen mit drin.
- 29:00SPEAKER_04: Also es ist jetzt, ich weiß nicht, kennst du High Rocks?
- 29:04SPEAKER_00: So vom Hörensagen.
- 29:05SPEAKER_04: Ja, das ist halt so ein bisschen die, ich sag mal, die abgemildertere Form mit mehr Ausdauer drin.
- 29:14SPEAKER_02: Ich muss gerade daran denken, wie wir versucht haben, diesen Schlitz.
- 29:22SPEAKER_02: Oder du hast es versucht.
- 29:24SPEAKER_02: Das ist echt schwer.
- 29:27SPEAKER_01: Also, ja, ich glaube, High Rocks ist richtig anstrengend, glaube ich.
- 29:32SPEAKER_04: Ja, es ist definitiv richtig anstrengend.
- 29:34SPEAKER_04: Also es ist, glaube ich, so, ich bin jetzt auch nicht hundertprozentig sicher, aber du hast halt immer eine funktionelle Übung und danach musst du immer einen Kilometer laufen.
- 29:43SPEAKER_04: Also hintereinander weg.
- 29:45SPEAKER_04: Und am Ende, glaube ich, machst du sechs, sieben, achtmal einen Kilometer und danach halt immer.
- 29:51SPEAKER_00: Das ist gar nicht so wenig.
- 29:52SPEAKER_04: Ja, ja, und danach halt immer eine funktionelle Übung.
- 29:55SPEAKER_04: Und halt irgendwie zum Beispiel halt so einen Schlitten ziehen, Schlitten drücken, verschiedene Lunges mit irgendwie Gewicht, dann hier Rudern, Skiergometer, also hast du auch noch so zwei, drei Ausdauersachen mit drin.
- 30:12SPEAKER_04: Aber insgesamt ist das halt schon eigentlich eine Ausdauer, eine sehr, sehr starke Ausdauerkomponente bei diesen Sachen.
- 30:19SPEAKER_04: Und deswegen muss man natürlich irgendwie, um das zu machen, halt auch seine Ausdauer trainieren.
- 30:24SPEAKER_04: Und da kann man halt dann nicht nur, also wenn man nur High Intensity macht, hat man einfach nicht die Benefits, die man halt hat, wenn man es irgendwie polarisiert macht.
- 30:32SPEAKER_04: Das heißt irgendwie, dass man halt feed auch Low-Intensity macht und dann halt die High-Intensity Sachen on top setzt.
- 30:38SPEAKER_00: Man sagt es ja auch eigentlich so, dass wenn du mehrere Trainingsräts aufeinandersetzt, dann wirst du zwar immer müde und hast dann vielleicht auch erstmal einen Trainingsknick, aber danach wächst du sozusagen über deine Performance wieder raus.
- 30:50SPEAKER_00: Aber halt eben nur mit der Pause zwischendurch auch einmal.
- 30:52SPEAKER_00: Also so super kompensationsmäßig.
- 30:56SPEAKER_00: Und ich glaube, wenn das fehlt, dann geht es halt in den Keller stattdessen, oder?
- 31:00SPEAKER_04: Du meinst die Pause, wenn die fehlt.
- 31:02SPEAKER_00: Weil dann hast du ja keine Anpassung, also dann hat dein Körper ja keine Zeit, Anpassungsreaktionen in Gang zu setzen und letztendlich wirst du ja dann nur deine Verletzungen fördern oder deine Verletzungswahrscheinlichkeit erhöhen, aber nicht deine Leistung unbedingt aufrechterhalten, weil dein Körper eigentlich die ganze Zeit nur damit zu Gange ist, irgendwie das letzte Training zu verdauen und dieser Superkompensationsmechanismus gar nicht abgeschlossen werden kann.
- 31:30SPEAKER_04: Ja, Superkompensation ist halt sowas, was immer relativ kritisch gesehen wird, so, weil es gibt halt tausend verschiedene Systeme und die alle irgendwie verschieden sich quasi an Reiz anpassen.
- 31:43SPEAKER_04: Und ja, aber grundsätzlich gebe ich dir da schon recht.
- 31:49SPEAKER_04: Ich sehe das eigentlich auch.
- 31:51SPEAKER_04: Ich sehe es eigentlich auch so, sag ich mal.
- 31:53SPEAKER_04: Also es ist halt, was ich halt glaube, so bei einem CrossFit das Ding ist, ist, dass es halt irgendwie genauso wie bei Low Carb und Low-Fat quasi so totale Kontroversen gibt, gibt es halt auch totale Kontroversen zwischen Ausdauer und Kraftsportlern.
- 32:13SPEAKER_04: Dass halt die einen irgendwie sagen, okay, Kraftsport ist viel besser als Ausdauer und die anderen sagen, nee, Ausdauer ist viel, viel besser als Kraft.
- 32:21SPEAKER_04: Aber das ist halt, also Kraft ist natürlich was, was meistens High-Intensity hat, eher eine anaerobe Komponente hat, löst einfach andere Trainingsreize aus als ein Ausdauerreiz.
- 32:33SPEAKER_04: Und wenn du jetzt so CrossFit machst und du halt irgendwie fünf, sechs Mal am Training ein CrossFit-Training hast, was halt hochintensiv ist, dann hast du halt nicht die Anpassung von einem Low-Intensity-Training, was aber auch total wichtig ist, um halt das auch so einerseits to stabilisieren, sowohl hormonally als auch irgendwie durch das Volume, was du, sag ich mal, bei dem Low-Intensity machen kannst.
- 32:54SPEAKER_04: Und auf der anderen Seite is it's so, wenn du natürlich kein High Intensity hast, that is auch Mist.
- 32:59SPEAKER_04: Also das ist einfach.
- 33:00SPEAKER_00: Guckst du die ganze Zeit rum und wirst aber auch nicht schneller.
- 33:02SPEAKER_04: Genau.
- 33:03SPEAKER_04: Und das ist ja auch so was, was viele Triathleten, sag ich mal, machen, ne?
- 33:07unknown: Yeah.
- 33:07SPEAKER_04: Yeah.
- 33:08SPEAKER_00: Yeah, Hauptsache Stunden kloppen mit Alvi.
- 33:10SPEAKER_00: Und das ist halt nicht smart.
- 33:11SPEAKER_04: Nee, das ist gar nicht smart.
- 33:13SPEAKER_04: Also das ist gerade so im Triathlon-Bereich, wenn die Leute dann irgendwie sagen, so, ich trainiere 20 Stunden plus im Amateurbereich, dann ist halt einfach wirklich die Frage, wie qualitativ hochwertig ist dieses Training.
- 33:26SPEAKER_00: Und vor allem, wie die dann noch arbeiten.
- 33:28SPEAKER_04: Ja, das geht.
- 33:30SPEAKER_04: Vorm morgens 4.30 Uhr aufstehen, zweieinhalb Stunden Low Intensity, dann zur Arbeit, dann danach wieder aufs Fahrrad.
- 33:40SPEAKER_04: Ja, genau, aber das ist halt, ich glaube, das ist halt echt wichtig, dass man da halt dann wirklich sagt, also Intensität ist wichtig, wenn man sie halt gut machen kann, also man nicht besonders müde ist, das Training anständig durchzuziehen.
- 33:55SPEAKER_04: Auf der anderen Seite sollte es halt einfach auch nicht zu viel sein.
- 33:59SPEAKER_04: Genau.
- 33:59SPEAKER_04: Und das letzte ist halt dann so, genau der Kicken, aber das eigentlich haben wir das jetzt schon vorgearbeitet und das ist halt so dieses Do the Work.
- 34:08SPEAKER_04: Also das heißt quasi, dass Profis einfach mehr trainieren im Durchschnitt als Amateure.
- 34:15SPEAKER_04: Aber.
- 34:16SPEAKER_00: Aber, das kann ich jetzt schlecht sagen.
- 34:23SPEAKER_00: Aber ich meine, wenn man 25 Stunden, 30 Stunden die Woche trainiert, richtig trainiert, würde ich halt sagen, dass man dann drumherum nicht mehr so viel anderes machen kann.
- 34:37SPEAKER_00: Weil eben dann zu so einem qualitativen Training auch eben sowas gehört wie Regenerationszeit, ausreichend Schlaf, gutes Essen, physiotherapeutische Unterstützung, whatever.
- 34:54SPEAKER_00: Marketing.
- 34:54SPEAKER_00: Marketing.
- 34:55SPEAKER_00: Und das ist dann aber halt, das ist dann ganz schön viel andere Zeit noch, die man auch braucht, dann kann man nicht mehr arbeiten gehen.
- 35:04SPEAKER_04: Ja, und das siehst du ja eigentlich auch bei den richtig guten, sagen wir mal, bei den Profis, dass die halt meistens ein ganzes Team um sich herum haben.
- 35:16SPEAKER_03: Ja.
- 35:18SPEAKER_04: Also wenn du jetzt irgendwie Jan Frodino siehst, der dann irgendwie mit seinem Physio anreißt, mit seinem Manager, wenn du Lucy Charles siehst, die irgendwie mit ihrem Manager, mit ihrem Coach und mit ihrem Physio anreißt, was eine Person ist.
- 35:33SPEAKER_04: Aber nee, aber die haben schon, eigentlich sind, die haben die schon ein sehr, sehr professionelles Umfeld.
- 35:40SPEAKER_04: Denen das halt, dass es denen halt so ermöglicht.
- 35:43SPEAKER_04: Und sonst würde das, ich meine, bei Jan Prodino ist eigentlich so das beste Beispiel, der sagt das ja auch immer, wie wichtig das halt für ihn ist, dass dieser Physio, sag ich mal, mit ihm reist und dass er halt die ganze Zeit auch so eine Betreuung hat, weil er halt auch muskulär auch sonst, glaube ich, ziemlich krass ermüden würde.
- 35:57SPEAKER_04: Und das gar nicht so aufrechterhalten kann.
- 35:59SPEAKER_04: Und er hatte ja auch die Misere, sag ich mal, zwei Jahre lang.
- 36:04SPEAKER_04: Dass das so quasi macht.
- 36:06SPEAKER_04: Also genau, Profis trainieren mehr, auf jeden Fall.
- 36:09SPEAKER_04: Aber ich finde halt, man muss sich an dieses Volumen ranarbeiten.
- 36:14SPEAKER_04: Also es geht auch nicht, dass man irgendwie sagt, okay, ich habe jetzt immer so 12, 13 Stunden trainiert und jetzt trainiere ich 25 bis 30 Stunden.
- 36:20SPEAKER_04: Dann ist einfach auch die Gefahr, dass dann irgendwie was passiert, auch relativ groß.
- 36:24SPEAKER_04: Und ich glaube, da muss man auch nochmal vielleicht so ein bisschen die Leute abholen.
- 36:27SPEAKER_04: Ich habe mal so geguckt, was ihr so trainiert habt die letzten Jahre.
- 36:31SPEAKER_04: Und ich hoffe, ich darf das jetzt einfach so mal sagen.
- 36:34SPEAKER_02: Das finde ich spannend.
- 36:35SPEAKER_04: Ja, also du hast.
- 36:36SPEAKER_02: Was willst du noch alles droppen?
- 36:39SPEAKER_02: Ein Schlafen auf dem Wordpack.
- 36:41SPEAKER_02: Das hat nicht ein paar.
- 36:43SPEAKER_04: Also du hast letztes Jahr durchschnittlich hast du 13,75 Stunden trainiert die Woche.
- 36:50SPEAKER_03: Krass.
- 36:51SPEAKER_04: Also wenn man alle Verletzungen und alles rausnimmt.
- 36:54SPEAKER_04: Ach so.
- 36:55SPEAKER_04: Ja, also in der Zeit, wo du wirklich trainiert hast.
- 36:57SPEAKER_04: Ach so.
- 36:58SPEAKER_04: Ich habe das jetzt nicht dadurch geteilt, dass du irgendwie auf Wochen hattest, wo einfach nichts war.
- 37:04SPEAKER_04: Monate.
- 37:05SPEAKER_04: Oder Monate, genau.
- 37:06SPEAKER_04: Und Philipp hat auch in den Wochen, also Philipp hat ja, Philipp Herbert hat irgendwie ein relativ guter Ironman-Athlet, der eine 8 Stunden 17, das habe ich extra mal nachgeguckt oder 19.
- 37:19SPEAKER_04: 8 Stunden 19 beim Ironman Kopenhagen letztes Jahr aufgestellt hat.
- 37:26SPEAKER_00: Weltrekord, oder?
- 37:27SPEAKER_04: Weltrekord, ja, bei den Amateuren, genau, das war echt ganz gut.
- 37:31SPEAKER_04: Das war echt gut.
- 37:32SPEAKER_04: Und er hatte vorher, sechs Wochen vorher sich das Schlüsselbein gebrochen.
- 37:35SPEAKER_04: Deswegen konnte er auch nicht ganz so viel trainieren.
- 37:37SPEAKER_04: Aber die 20 Wochen bis zu seinem Ironman hat er durchschnittlich trainiert, 15,5 Stunden.
- 37:44SPEAKER_04: Also es ist auch nicht, ich meine, das ist durchschnittlich, da hat man auch immer Erholungswochen drin, wo es halt deutlich weniger ist.
- 37:51SPEAKER_04: Trotzdem, glaube ich, ist es nicht in den Regionen, wo die meisten Leute halt immer denken, wo sich das Ganze bewegt.
- 37:57SPEAKER_04: So.
- 37:58SPEAKER_04: Und das, glaube ich, muss man erstmal, also ich finde, bevor jetzt jemand hier anfängt, irgendwie sagt, okay, ich will 20 Stunden, 21 Stunden trainieren, dann muss man das halt immer sehr stark hinterfragen.
- 38:08SPEAKER_00: Ja, und ich denke auch, also das muss man ja auch irgendwie halt abbilden können.
- 38:12SPEAKER_00: Also das ist ja, also 21 Stunden, da muss man sich echt erstmal hinarbeiten, weil das ist einfach, das ist einfach richtig, richtig viel.
- 38:22SPEAKER_00: Und jetzt von jetzt auf gleich Trainingsumfänge so zu steigern, das kriegt man, glaube ich, nicht hin.
- 38:29SPEAKER_00: Oder nicht gesund abgebildet, sagen wir so.
- 38:32SPEAKER_00: Auch nicht, wenn du ein professionelles Umfeld hast.
- 38:34SPEAKER_00: Da kannst du dann auch nicht sagen, oh, jetzt habe ich jetzt, jetzt habe ich hier mein Physio angeheucht und mein Manager und was auch immer, dann kannst du es trotzdem nicht, weil einfach dein Körper dann nicht so weit ist.
- 38:45SPEAKER_00: Das darf man halt auch nicht vergessen.
- 38:47SPEAKER_04: Genau.
- 38:48SPEAKER_04: Aber ich denke mal, wahrscheinlich auch nicht, wahrscheinlich nicht jeder, der uns zuhört, wird irgendwie 20 Stunden trainieren die Woche.
- 38:56SPEAKER_04: Vielleicht schon, vielleicht ein paar.
- 38:58SPEAKER_04: Aber nichtsdestotrotz, also ich glaube, mit diesen drei Sachen, also wenn man sagt, irgendwie Consistency ist keys, das eine, dass man halt probiert, irgendwie das ganze Jahr über relativ kontinuierlich irgendwie an seiner Fitness, sag ich mal, zu arbeiten und dann halt irgendwie spezifisch sich auf ein Event vorzubereiten oder mehrere.
- 39:14SPEAKER_04: Das zweite ist halt, dass man irgendwie be smart train hart, also einerseits halt irgendwie immer auf seinen Körper zu hören, andererseits aber auch die Intensität richtig zu fahren und zu machen.
- 39:24SPEAKER_04: Also das heißt irgendwie so ein bis zwei hochintensive Einheiten meistens so in der Woche zu planen.
- 39:30SPEAKER_04: Und das dritte ist halt irgendwie do the work.
- 39:33SPEAKER_04: Also ich sag mal, da ist es eher so, dass das Trainingsvolumen an das Leben und an irgendwie die Sachen angepasst werden muss, die man sonst so um den Sport hat.
- 39:42SPEAKER_04: Und ich glaube, damit hat man aber eigentlich ein relativ gutes Framework, mit dem man, glaube ich, arbeitet.
- 39:47SPEAKER_00: Und wenn man sich daran hält, dann ist das, würde ich sagen, eine sehr gute Basis.
- 39:52SPEAKER_04: Genau.
- 39:52SPEAKER_04: Und dann noch diesen Podcast hören, weil in dem Podcast sprechen wir natürlich alle anderen Sachen ums Training, weil ihr habt ja jetzt nur den Rahmenplan.
- 40:00SPEAKER_04: Aber jetzt kommen ja irgendwie noch so die anderen Sachen, wie man das Ganze füllen kann mit Essen.
- 40:05SPEAKER_00: Extra Gadgets und einem Schrauben.
- 40:10SPEAKER_04: Okay.
- 40:11SPEAKER_00: Judi, ich glaube, das war, oder ich hoffe mal, das war ein guter Überblickseinstieg.
- 40:18SPEAKER_00: Was ist Training?