Latest / ROCKET SCIENCE | Gesundheit und Leistung – mit Doc Golo / Kalorien Reduzieren als Athlet - Risiken, Wissenschaft und Praxis
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- 0:00SPEAKER_00: Moin Leute und willkommen zu Rocket Science.
- 0:03SPEAKER_00: Heute sprechen wir über das Thema Kalorien abnehmen als Athlet.
- 0:08SPEAKER_00: Es geht und als Athletin, es geht vor allen Dingen um die Risiken von einem kalorienzentrierten Approach.
- 0:16SPEAKER_00: Wir sprechen über Red-Ass, wir sprechen über hormonelle Probleme, wir sprechen über ein Vorgehen, was vielleicht ein bisschen besser ist für Athleten.
- 0:27SPEAKER_00: Und zur Einführung sprechen wir auch vor allen Dingen so über den Unterschied zwischen Menschen, die vielleicht nicht so aktiv sind, zu Menschen, die sehr aktiv sind.
- 0:39SPEAKER_00: Und dass man da nicht das gleiche Vorgehen durchführen kann, um abzunehmen, um eine bessere Körperkomposition zu erreichen, als wie jemand, der vielleicht, ich sag mal, so ein klassisches Couch, ein klassischer Couchpotato ist.
- 0:53SPEAKER_00: Okay, ich würde gerne Einführung geben in das ganze Thema, dass wir über Kalorien sprechen, dass wir es ganz kurz einmal physikalisch uns anschauen, das Ganze.
- 1:02SPEAKER_00: Und danach würde ich einsteigen, eben so in Energiebilanzen darüber sprechen, wie man das für Athleten aufsetzt, wie man das, sage ich mal, für untertige Menschen so ein bisschen aufsetzen kann.
- 1:15SPEAKER_00: Danach würde ich auch so ein bisschen über meine Story sprechen, weil ich damit auch immer diverse Probleme, ehrlich gesagt, hatte, mit zu wenig Kalorien und mit zu wenig Energie vor allen Dingen auch.
- 1:26SPEAKER_00: Und danach würden wir nochmal so ein bisschen auch über einen individuellen Approach sprechen, wie man das Ganze für sich optimieren kann.
- 1:34SPEAKER_00: Okay, gut.
- 1:35SPEAKER_00: Fangen wir mal an mit dem Thema Kalorie, weil ich glaube, das ist natürlich so die Grundvoraussetzung des Ganzen und da sollte man sicherlich ganz gut rein einsteigen.
- 1:45SPEAKER_00: Eine Kalorie ist eine Wärmeeinheit, physikalisch betrachtet, die darstellt, wie viel Energie, Wärmeenergie einfach umgesetzt wird.
- 1:56SPEAKER_00: Und Kalorie ist dabei umgerechnet worden von Kilojoule.
- 2:01SPEAKER_00: Und je nachdem, wie aktiv wir sind und wie stark unser Körper arbeitet, desto höher ist die Wärmeenergie, die wir produzieren.
- 2:10SPEAKER_00: Dabei haben wir immer einen sogenannten Grundumsatz.
- 2:14SPEAKER_00: Dieser Grundumsatz liegt im Bereich zwischen 1500 und 2500 Kilokalorien und das beschreibt, wie viel Energie unser Körper bei Ruhe braucht, um die Basisfunktion zu gewährleisten.
- 2:29SPEAKER_00: Unser Körper ist ganz stark davon abhängig, dass wir konstanten sogenanntes Energie-Recycling betreiben.
- 2:36SPEAKER_00: Wir haben nur eine einzige Währung in unserem Körper für Energie und diese Währung ist ATP.
- 2:42SPEAKER_00: ATP ist Adenosin-Triphosphat, das ist ein relativ großes Molekül.
- 2:47SPEAKER_00: Und dieses Molekül fällt immer wieder zusammen zu ADP und danach weiter zu AMP.
- 2:53SPEAKER_00: Das muss man sich nicht alles genau merken.
- 2:55SPEAKER_00: Man muss nur sich merken, dass wir in unserem Körper ein stetiges Energie-Recycling haben.
- 3:02SPEAKER_00: Und ATP ist dabei die einzige Währung in unserem Körper, aus der wir direkt wirklich Energie herstellen können.
- 3:10SPEAKER_00: Und dabei vor allen Dingen Energie benutzen können in unseren Zellen, vor allen Dingen so in unseren Muskelzellen.
- 3:17SPEAKER_00: Wir brauchen ATP umzuleben.
- 3:19SPEAKER_00: Wenn wir kein ATP mehr haben, fallen wir superschnell in diese Totenstarre.
- 3:24SPEAKER_00: Das heißt, unsere Muskulatur kann sich nicht mehr entspannen, sie kann nicht mehr kontrahieren und es wird einfach alles fest und wir sterben.
- 3:33SPEAKER_00: Und ATP wird dabei recycelt aus verschiedensten Mechanismen in unserem Körper.
- 3:40SPEAKER_00: Wir haben verschiedenste Energiegewinnungsmechanismen.
- 3:43SPEAKER_00: Es gibt dabei einen, wo man immer so schön sagt, aerob, also mit Sauerstoff und es gibt eine Sache, anaerob ohne Sauerstoff.
- 3:51SPEAKER_00: Ich möchte aber heute nicht ganz so fancy in Energiestoffwechsel einsteigen, sondern es geht vielmehr darum, dass ihr versteht, dass ein Recycling essentiell wichtig ist, um ATP schnell wiederherzustellen.
- 4:04SPEAKER_00: Und diesen anaeroben Weg, um Energie herzustellen, das ist ein sehr unökonomischer Weg, der aber sehr schnell vonstatten geht.
- 4:11SPEAKER_00: Das ist so, damit wir schnelle Energieengpässe überwinden können.
- 4:16SPEAKER_00: Dafür nehmen wir meistens so diesen anaeroben Weg, der in schnell kontrahierenden Muskelfasern zum Großteil stattfindet.
- 4:22SPEAKER_00: Und dann haben wir auch noch diesen leroben Weg, der deutlich langsamer ist, der aber viel, viel ökonomischer vonstatten geht.
- 4:30SPEAKER_00: Und für diesen l-robenweg können wir auch dabei noch verschiedenste Substrate benutzen.
- 4:35SPEAKER_00: Wir können dabei Kohlenhydrate benutzen, wir können aber vor allen Dingen auch Fett benutzen und wir können auch in ganz, ganz, ganz geringem Maße auch Eiweiß benutzen, was unser Körper aber nicht so wirklich gerne macht.
- 4:46SPEAKER_00: Bei dem anaeroben Weg ist es ein bisschen beschränkt, da können wir eigentlich zum Großteil nur Kohlenhydrate benutzen und Ketone noch benutzen, wobei das eine besondere Form ist, auf die ich heute auch nochmal so ein bisschen zu sprechen kommen möchte.
- 4:59SPEAKER_00: Aber das ist sicherlich nicht der Standardweg und deswegen reicht es, wenn man sich merkt, dass man in der anaeroben Energiebereitstellung eigentlich nur Zucker benutzen kann.
- 5:09SPEAKER_00: Okay, was ist jetzt genau das Problem mit Kalorien, dass man jetzt irgendwie sagt, okay, pass auf, du hast diesen Grundumsatz und dann rechnest du vielleicht noch deine Aktivität raus und dann hast du irgendwie mit einer mathematischen Gleichung von A plus B gleich C das, was du wirklich so verbrennst.
- 5:26SPEAKER_00: Ein großes Problem ist, dass dieser Grundumsatz immer nur geschätzt ist.
- 5:31SPEAKER_00: Das heißt, man sagt irgendwie, eine Frau mit Mitte 20, die untätig ist und die wenig Sport macht, hat vielleicht so einen Grundumsatz von 1500 Kilokalorien oder 1600, die irgendwie vielleicht so 50 Kilogramm biegt.
- 5:47SPEAKER_00: Und dann sagt man, okay, pass auf, dann gehen wir in ein Kaloriendefizit, in ein geringes oder in ein großes und dann nimmst du ab.
- 5:56SPEAKER_00: So weit, so gut.
- 5:58SPEAKER_00: Und das klappt auch, das klappt auch meistens für einen gewissen Zeitraum über zwei, drei Monate.
- 6:03SPEAKER_00: Doch wenn dieses Kaloriendefizit zu groß ist, dann geht unser Körper in so einen sogenannten Überlebensmodus.
- 6:11SPEAKER_00: Weil ich habe am Anfang gesagt, es ist super wichtig, dass wir konstant ATP recyceln.
- 6:16SPEAKER_00: Und wenn wir kein ATP mehr zur Verfügung haben oder unser Körper schon sens, also schon feststellt, die Kalorien, die wir gerade aufnehmen, reichen nicht aus, und zwar dramatisch nicht aus, dann wird die Grundaktivität runtergefahren.
- 6:34SPEAKER_00: Dann habt ihr nicht mehr 1500, 1600 Kilokalorien, die als Grundumsatz verbrennt, sondern dann habt ihr ganz schnell nur noch 1200, 1300, weil diese Grundaktivität halt gedrosselt wird.
- 6:44SPEAKER_00: Und dadurch entstehen auch diverse Probleme, auf die wir gleich nochmal zu sprechen kommen.
- 6:50SPEAKER_00: Aber es gibt dazu schon Studien, die in den 50ern, 60ern gelaufen sind.
- 6:57SPEAKER_00: Und das sind so Studien, die werden heute niemals mehr durch den Ethikrad gehen.
- 7:02SPEAKER_00: Das hat man damals an Kriegsveteranen durchgeführt, zum Großteil.
- 7:08SPEAKER_00: Kahl war vor allen Dingen der Wissenschaftler, der die geleitet hat.
- 7:11SPEAKER_00: Und der hat sich ganz stark sich angeschaut, Ketonstoffwechsel und auch Kalorien, Grundumsatz, was damit genau passiert.
- 7:20SPEAKER_00: Und der hat damals diese Soldaten über teilweise zwei, drei Wochen und danach sogar über ein, zwei Monate auf eine hypokalorische Diät gesetzt.
- 7:30SPEAKER_00: Und zwar teilweise nur im Bereich so von 1200, 1300 Kilokalorien, bei halt zum Großteil Soldaten, die mehr wie 70, 75, 80 Kilo gewogen haben.
- 7:41SPEAKER_00: Und was sich bei denen gezeigt hat, ist einerseits, dass dieser Grundumsatz runtergegangen ist und dabei schon so auch im Bereich von 10, 15, 20 Prozent.
- 7:50SPEAKER_00: Und das zweite ist, dass die ganz, ganz starke auch Probleme bekommen haben, was eben so Verletzungen angeht, was auch ihr Gemüt angeht, die waren nachher alle ziemlich depressiv, die hatten nachher eine relativ schlechte Motivation irgendwie so an den Tag gelegt.
- 8:07SPEAKER_00: Und generell haben die abgenommen, aber nicht so viel, wie man eigentlich erwartet hätte.
- 8:13SPEAKER_00: Das andere, was man bei denen im Blut halt auch noch so festgestellt hat und gefunden hat, waren Ketone.
- 8:20SPEAKER_00: Ketone sind nochmal doppelt verästerte Fettsäuren.
- 8:24SPEAKER_00: Und Ketone sind nochmal so ein Überlebensmechanismus von unserem Körper, dass wir Fett auch verbrennen können, gerade so in unserem Gehirn.
- 8:34SPEAKER_00: Das heißt, wenn wir in so ganz krasse Fastenperioden reingehen, wenn wir in Zeiten gehen, wo wir wirklich viel zu wenig Energie an Bord haben, dann sorgt unser Körper dafür, dass wir nochmal diesen Extra Treibstoff haben im Hinblick auf Ketone und dass damit ganz, ganz stark unsere Fettoxidation verbessert wird, gesteigert wird und wir dann auch diese Ketone vor allen Dingen im Gehirn benutzen können, um ATP wieder zu recyceln und Energie herzustellen.
- 9:05SPEAKER_00: Weil das ist im Gehirn nämlich ein ganz typisches Ding und ein typischer Faktor, dass wir im Gehirn halt nicht so eine starke aerobe Energiebereitstellung haben und wir vor allen Dingen Kohlenhydrate brauchen, um im Gehirn gut Energie darzustellen und um Energie da auch zu recyceln.
- 9:28SPEAKER_00: Ach, dieser Stuhl ist mega unbequem.
- 9:30SPEAKER_00: Sorry, Leute.
- 9:33SPEAKER_00: Okay, gut.
- 9:35SPEAKER_00: Aber was ist jetzt, sag ich mal, dann das Problem?
- 9:37SPEAKER_00: Also einerseits ist, wie gesagt, das Problem, der Grundumsatz geht runter und geht auch mal schneller runter.
- 9:42SPEAKER_00: Gerade so wenn man in diesen Bereich kommt, von mehr wie 400, 500 Kilokalorien noch in ein höheres Defizit reinzugehen.
- 9:49SPEAKER_00: Und dabei ist eigentlich immer so dieser Sweet Spot, so 300, 400 Kilokalorien, wenn man Gewicht verlieren möchte, indem man sich, sag ich mal, bewegen sollte.
- 9:56SPEAKER_00: Und alles darüber hinaus führt relativ schnell zu größeren Problemen.
- 10:01SPEAKER_00: Außer man fastet.
- 10:02SPEAKER_00: Das ist noch eine besondere Richtung, über die man dann noch sprechen kann, sicherlich.
- 10:06SPEAKER_00: Aber auch aus Athletensicht ist das definitiv nicht ganz so sinnvoll.
- 10:12SPEAKER_00: Okay, gut, das ist der eine Punkt.
- 10:15SPEAKER_00: Und der zweite Punkt ist dann auch nochmal das Thema Aktivität.
- 10:19SPEAKER_00: Weil ganz viele Studien in dem Bereich sind halt bei Menschen durchgeführt worden, die sehr untätig sind und die einen gesundheitlichen Benefit vor allen Dingen dazu hatten, weil sie abgenommen haben, weil sie weniger Kalorien zugeführt haben.
- 10:36SPEAKER_00: Und das führt gerade bei Menschen, die vielleicht nicht so eine hohe Aktivität haben, zu gesundheitlichen Benefits.
- 10:42SPEAKER_00: Und wenn man natürlich auch ein sehr, ich sag mal, sehr viel Fettmasse mitbringt und auch vielleicht sehr viel von dem viszeralen Adipose Tissue, also von dem Fett mitbringt, also VAT, nicht von dem FETT.
- 10:54SPEAKER_00: Also das ist vor allen Dingen so das Fettgewebe, was sich um den Bauchregionen zwischen den Organen absetzt.
- 11:00SPEAKER_00: Und das ist vor allen Dingen das Fettgewebe, was man nicht haben will aus gesundheitlicher Sicht.
- 11:05SPEAKER_00: Dann sage ich mal, und Menschen, die sehr, sehr viel davon mitbringen, was klassischerweise nicht Athleten sind, dann kann sicherlich auch ein Ansatz gewählt werden, wo man stärker in vielleicht ein Kaloriendefizit reingeht, wo man vielleicht auch noch mit weiteren Methoden arbeitet, wo man vielleicht auch noch mit Fasten arbeitet, wo man vielleicht auch mit nüchternen Training-Sessions zum Beispiel noch mehr macht.
- 11:24SPEAKER_00: Aber wie gesagt, das ist vor allen Dingen für Menschen vielleicht geeignet, die nicht so eine hohe Aktivität haben.
- 11:31SPEAKER_00: Und mit hoher Aktivität meine ich jetzt nicht irgendwie mehr wie 8, 9, 10 Stunden Training die Woche, sondern ich meine damit eher drei, vier, fünf Stunden Training die Woche.
- 11:39SPEAKER_00: Also richtiges Training, nicht nur gehen.
- 11:43SPEAKER_00: Okay, das heißt, ich sag mal, Abnehmansätze, bei denen so Kalorien gezählt werden, bei denen man sich sehr stark einschränkt, was seine Ernährung angeht, sind dabei vor allen Dingen so geeignet für Menschen, die vielleicht nicht die höchste Aktivität haben.
- 12:00SPEAKER_00: Jetzt kommen wir nämlich relativ schnell bei Athleten in einfach ein Problem, wenn wir noch Aktivität dabei draufbringen.
- 12:09SPEAKER_00: Weil der Grundumsatz ist das eine, was man hier mit Kalorien bestimmen sollte und was hier wichtig ist.
- 12:16SPEAKER_00: Das zweite ist aber der Aktivitätsumsatz.
- 12:19SPEAKER_00: Und dieser Aktivitätsumsatz, also wie viel Kalorien man verbrennt im Sport, ist ganz stark davon abhängig, wie leistungsfähig bist du, wie viel Muskulatur hast du an Bord, wie schwer bist du, wie hoch ist dann auch so ein bisschen deine V zu Max, was so mit, wie leistungsfähig bist du und V zu Max ist natürlich irgendwie relativ gleichzusetzen, gerade so im Ausdauersport.
- 12:41SPEAKER_00: Und hier zeigt sich, je leistungsfähiger du bist, je mehr Muskelmasse du mitbringst, je schwerer du bist, desto mehr Kalorien verbrennst du auch und desto höher ist dieser Umsatz.
- 12:51SPEAKER_00: Das heißt aber auch, je höher deine Ausbelastung ist, je höher du natürlich nach oben gehst, desto höher und desto mehr Kalorien verbrennst du auch.
- 12:58SPEAKER_00: Jetzt zum Beispiel ich irgendwie jetzt mit mittlerweile 82 Kilogramm verbrenne in so einer Stunde von intensivem Training, gerne halt auch mal 1000, 1100, 1200 Kalorien, wenn ich wirklich an mein Limit gehe und wirklich sehr, sehr stark am Arbeiten bin.
- 13:13SPEAKER_00: Jemand, der jetzt irgendwie neu dabei ist im Sport und eine Athletin ist, die vielleicht 50 Kilogramm wiegt und noch nicht ganz sich so belasten kann und noch nicht die Muskulatur hat, um so viel Energie auch zu verbrennen und schnell zu verbrennen und viel Sauerstoff umzusetzen, was letztendlich die V2 Max ist, die wird deutlich weniger verbrennen.
- 13:31SPEAKER_00: Die verbrennt dann vielleicht so 500, 600 Kilokalorien.
- 13:35SPEAKER_00: Und hier habt ihr aber auch schon so diesen Koppelpunkt von Energie an Aktivität.
- 13:42SPEAKER_00: Und das ist ein ganz häufiger Fehler, den viele Menschen machen, dass sie nicht genau verstehen, dass wenn sie zu wenig Energie an Bord haben, dass natürlich auch ihre Aktivitätsenergie dramatisch sinkt.
- 13:53SPEAKER_00: Und dass sie in ihrem Körper dann auch in sogenannte Überlebensmechanismen reingehen.
- 14:00SPEAKER_00: Weil, wie am Anfang schon erwähnt, es ist super wichtig, dass unser Körper konstant diesen ATP recyceln kann.
- 14:06SPEAKER_00: Wenn unser Körper sens, dass er nicht mehr so gut ATP recyceln kann, dann werden diverse Überlebensmechanismen in der Zelle angeworfen und diese Überlebensmechanismen führen dazu, dass man langfristig nicht leistungsfähiger wird, sondern dass die Leistungsfähigkeit runtergeht und vor allen Dingen auch leider die Gesundheit in Mitleidenschaft gezogen wird.
- 14:29SPEAKER_00: Das führt gerne dann zu Knochenbrücken, Brüchen, zu Sehnenverletzungen, zu anderen Verletzungen, zu hormonellen Problemen, auf das wir gleich einfach nochmal hier zu sprechen kommen.
- 14:37SPEAKER_00: Wichtig ist aber, dass eben dieser einfache Kalorienzellenansatz, Kalorien in, Kalorien-Out ist schwierig für Athleten, ist schwierig für Athleten durchzuführen.
- 14:48SPEAKER_00: Jetzt ist auch, und das möchte ich auch einmal erwähnen, ein großes Problem diesbezüglich Social Media.
- 14:54SPEAKER_00: Warum ist das so ein großes Problem und warum sehe ich das auch als Problem?
- 14:58SPEAKER_00: Es ist ein großes Problem, weil bei Social Media sich sehr viele Menschen tummeln, die auch gerade so diesen Kalorienansatz benutzen und die damit vielleicht auch ein gewisses Aussehen erzeugen und das auch, sag ich mal, so nach vorne bringen.
- 15:14SPEAKER_00: Nur Profi-Athleten sind nicht unbedingt die größten Influencer auf Social Media und nicht jeder Profi-Athlet stellt auch vielleicht so Dinge dar, wie sie auch in Wirklichkeit bei ihm laufen.
- 15:25SPEAKER_00: Und nicht jeder Influencer vielleicht stellt das auch so dar, wie es wirklich in Wirklichkeit bei ihm aufgestellt ist.
- 15:33SPEAKER_00: Und ich glaube, ein großes Problem ist hier, dieses konstante Vergleichen mit dem, was Profis machen, mit dem, was irgendwie Fitnessinfluencer machen, was andere machen, führt dazu, dass man nie für sich selber einen guten individuellen Ansatz entwickelt.
- 15:49SPEAKER_00: Und ich kann dir aus Coaching-Sicht ganz besonders sagen, dass immer ein individueller Ansatz das Ziel zum Erfolg ist.
- 15:58SPEAKER_00: Genauso wie mit Trainingsplänen, einfach nur einen Trainingsplan zu absolvieren von Jan Frodeno, von Hunter McIntyre, von wem auch immer, wird dich sicherlich nicht zum Erfolg führen oder bei den allerwenigsten zum Erfolg führen.
- 16:13SPEAKER_00: Weil du wahrscheinlich ganz andere Grundlagen mitbringst und du ganz andere individuelle Stärken und ganz andere individuelle Schwächen vielleicht auch da hast.
- 16:22SPEAKER_00: Und genauso ist es dann auch in gewisser Weise bei Ernährung und bei Kalorienzufuhr, weil es stark davon abhängig ist, wie hoch ist dein Grundumsatz, wie hoch ist deine Aktivität, wie viel Muskelmasse bringst du mit, bist du jemand, der sehr ökonomisch aufgestellt ist von deinem Stoffwechsel her?
- 16:40SPEAKER_00: Hast du Probleme überhaupt mit Kohlenhydraten?
- 16:43SPEAKER_00: Wichtige Frage, ganz, ganz, ganz wichtige Frage.
- 16:46SPEAKER_00: Hast du Probleme mit Kohlenhydraten?
- 16:49SPEAKER_00: Reagiert dein Körper überhaupt negativ darauf?
- 16:52SPEAKER_00: Track dich da auch mal.
- 16:54SPEAKER_00: Und dabei, wenn du das tracken willst, dann benutzt da zum Beispiel mal so einen oralen Glucosetoleranztest für, wo du dann auch nochmal genau reingehen kannst und schauen kannst, so, wie ist mein Glucoseverhalten, nachdem ich Zucker aufgenommen habe.
- 17:10SPEAKER_00: Das ist wichtig.
- 17:11SPEAKER_00: Das ist wichtig, das auch für sich zu ein bisschen zu verstehen.
- 17:14SPEAKER_00: Und was passiert auch, wenn ich übermäßig Kohlenhydrate zum Beispiel aufnehme?
- 17:18SPEAKER_00: Werde ich dünner oder nehme ich zu, nehme ich vor allen Dingen vielleicht auch so einen Bereich von viszeralen Fettgewebe zu.
- 17:25SPEAKER_00: Hier auch schon mal so vielleicht der kleine Hinweis, dass es gibt sehr viele Athleten da draußen, die sich absolut katastrophal ernähren, was Kohlenhydrat zuführ angibt.
- 17:35SPEAKER_00: Es gibt auch sehr bekannte Triathleten, die jeden Tag irgendwie zwei Liter Cola trinken, die sich nur von Zucker, nur von Kuchen, nur von sonst was ernähren.
- 17:44SPEAKER_00: Und das funktioniert für sie bis zu einem gewissen Punkt, bis zu einem gewissen bis zu einem gewissen Ansatz und sie werden eher dünner und nicht dicker.
- 17:55SPEAKER_00: Nicht immer ist es so, dass Kohlenhydrate zu den krassesten Problemen führen.
- 17:58SPEAKER_00: Und gerade nicht dann, wenn der Grundumsatz okay ist und die Aktivität vor allen Dingen enorm hoch ist, dann hat man einfach einen unglaublich hohen Kohlenhydrat-Turnover.
- 18:08SPEAKER_00: Die Speicher werden die ganze Zeit gelehrt und danach wieder gefüllt, geleert wieder gefüllt, geleert, wieder gefüllt.
- 18:14SPEAKER_00: Und dabei kann es auch für manche Menschen in Ordnung sein, mehr auch auf schnell verfügbare Kohlenhydrate zu setzen.
- 18:22SPEAKER_00: Das heißt, Zucker ist in dem Fall nicht immer böse, sondern es kann auch gerade nach Aktivitäten und auch während sehr, sehr hoch belastender Aktivitäten zu Performance-Benefits führen.
- 18:39SPEAKER_00: Was in den Gels drin ist, als Maltodextrin oder als verkürztes Maltodextrin oder noch als eine andere Formel, ist im Prinzip auch nicht so viel was anderes als ein größerer Zucker, der als anderes Molekül gespeichert wird.
- 18:53SPEAKER_00: Aber es ist jetzt kein hochwertiges Kohlenhydrat, keine Stärke, keine anderen Dinge, die eher langsam den Blutzuckerspiegel steigen lassen.
- 19:01SPEAKER_00: Maltodextrin ist ähnlich wie Glucose, ein bisschen langsamer von dem Anstieg der Blutglucose und von dem Insulinspike, den man einfach danach hat.
- 19:10SPEAKER_00: Aber es ist wichtig zu verstehen, dass diese Antwort vom Körper ganz stark davon abhängig ist, wie stark sind die Energiespeicher gefüllt, sind die Energiespeicher voll bei dir gerade oder sind sie entleert nach dem Training, wie, sag ich mal, ist auch die Aktivität vorher gewesen, wie hoch waren die Speicher vorher genau?
- 19:32SPEAKER_00: Und bist du ein ökonomischer oder, sag ich mal, ein schneller Verbrenner von Kohlenhydraten oder reagierst du nicht wirklich ganz so gut auf Kohlenhydrate?
- 19:40SPEAKER_00: Also, wie gesagt, das ist hier, sag ich mal, individuell stets zu beachten.
- 19:47SPEAKER_00: Und ja, ein Großteil der Menschen da draußen hat eher Probleme mit Übergewicht.
- 19:53SPEAKER_00: Das heißt aber nicht, dass jetzt jeder Athlet oder Athletin Probleme hat mit Übergewicht.
- 19:59SPEAKER_00: Und Körperschematastörung und eine falsche Wahrnehmung von seinem Körper und ein stetiges Vergleichen vielleicht auch von seinem Körper, ist was, was definitiv meines Erachtens nach ganz stark im Kommen ist.
- 20:16SPEAKER_00: Und das führt dazu, dass man eine sehr starke Perfektion entwickelt mit seinem Körper.
- 20:24SPEAKER_00: Und hier habe ich auch eine ganz gute Story zu, die meine eigene ist prinzipiell.
- 21:16SPEAKER_00: Ich gehe sehr viele Dinge in meinem Leben sehr perfektionistisch an.
- 21:22SPEAKER_00: Ich mag mich nicht so gerne, wenn ich schwach bin und wenn ich nicht die Dinge erreiche, die ich mir vorgenommen habe.
- 21:32SPEAKER_00: Und das ist in allen Lebensbereichen so und das kommt auch aus der Zeit, sag ich mal hier, im Rheinland, sind einfach ein paar Dinge auch entstanden bei mir, wo ich weiß, dass ich Baustellen habe und wo ich probiere, stets der Beste zu sein und immer nach vorne zu gehen.
- 21:57SPEAKER_00: Das führt aber nicht unbedingt dazu, dass man immer so liebenswert mit seinem Körper umgeht, sondern das führt eben auch dazu, dass man oft mal sehr stark drauf haut.
- 22:09SPEAKER_00: Und manchmal nimmt man die Brechstange, manchmal nimmt man den Hammer, manchmal nimmt man noch irgendwas anderes, um schnellere Fortschritte zu machen, um besser zu werden.
- 22:21SPEAKER_00: Und häufig führt das aber dazu, dass gerade so die Trainingskonsistenz nicht wirklich gegeben ist.
- 22:28SPEAKER_00: Das heißt, man baut nicht was ein, was langfristig funktioniert, sondern man baut vielleicht mal was ein, was zwei, drei Monate einen nach vorne bringt.
- 22:35SPEAKER_00: Man probiert die nächste High-Intensity-Intervention oder man reduziert eben dramatisch seine Konsistenz.
- 22:44SPEAKER_00: Kalorien zuführe.
- 22:46SPEAKER_00: Bei mir ist dabei ein ganz häufiges ein großes Problem, dass ich, ich weiß nicht, ob ich es mir antrainiert habe oder ob ich generell immer so vom Stoffwechsel war, ich bin sehr, sehr ökonomisch aufgestellt.
- 23:00SPEAKER_00: Ich habe nicht die höchste V2 Max, sondern ich habe vor allen Dingen eine sehr gute fraktionelle Auslastung, wie man das so schön bezeichnet.
- 23:09SPEAKER_00: VO2 Max für alle von euch ist der maximale Sauerstoffumsatz in eurem Körper und es ist ein Performancemarker, ein Leistungswert.
- 23:18SPEAKER_00: Wenn man eine hohe VO2 Max hat, sagt das aus, dass man mehr Sauerstoff umsetzen kann, dass die Zellen ökonomischer arbeiten können, grundprinzipiell, und dass man mehr Fette zum Beispiel verbrennen kann, dass man aber auch einfach mehr Energie umsetzen kann in seinem gesamten Körper.
- 23:38SPEAKER_00: Und mein Sauerstoff, mein maximaler Sauerstoff, mein maximaler Sauerstoffverbrauch war immer nie so super, super gut.
- 23:47SPEAKER_00: Aber was gut war, waren unter Intensitäten, so im Bereich von eurer Schwellenleistung, also das, was ihr über eine Stunde halten könnt, im Bereich von der Zone 2, worüber wir häufig gerade schon mal besprochen haben, was so eine der wichtigsten Performancemarker ist, um die Grundlage zu beschreiben als Ausdauerathlet.
- 24:03SPEAKER_00: Da war ich immer richtig, richtig, richtig gut und bin ich auch immer noch richtig gut, weil ich sehr ökonomisch mit meinen Energiequellen umgehen kann und mit meinem Sauerstoff umgehen kann.
- 24:13SPEAKER_00: Das heißt, für mich war es auch nie ein Problem, zum Beispiel mal drei Stunden nüchtern zu fahren, Radfahren, so dreieinhalb Stunden, vier Stunden, kein großes Problem.
- 24:20SPEAKER_00: Ich kann morgens aufstehen, muss nichts essen, kann eigentlich bis mittags sitzen bleiben, habe kein Hungergefühl, kann bis 16 Uhr sitzen bleiben, kann auch mal den ganzen Tag gar nichts essen, wenn ich vorher genug gegessen habe, trinke ich ein bisschen mehr Kaffee und ist fein, ist vollkommen in Ordnung für mich, für meinen Stoffwechsel.
- 24:38SPEAKER_00: Ich merke dann eben nur, dass meine Hände manchmal so ein bisschen zittern und dass ich so ein bisschen runterfahre von meiner Leistung her.
- 24:46SPEAKER_00: Wenn ich aber zum Beispiel super viel Stress habe, dann vergesse ich auch gerne meine Mahlzeit und lasse die einfach ausfallen, weil es, ja, ich nehme mich dann, ich sag mal, ich habe dann auch nicht so das krasseste Hungergefühl und dann komme ich halt einfach in so einen Modus rein, wo ich dann weniger Energie brauche.
- 25:05SPEAKER_00: Und als ich dann so die ersten Studien gelesen habe, gerade so zum Thema Kalorienrestriction, dass es förderlich ist, gerade so für die Longevity, gerade so für, also Longevity, Langlebigkeit, lange, gut, gesund zu leben, ist ein riesengroßes Thema, was man in den nächsten fünf bis zehn Jahren ganz, ganz stark herüberschaffen wird.
- 25:23SPEAKER_00: Und ich habe mich super krass damit auseinandergesetzt und beschäftigt, sei es mit Kalorienrestriction, sei es mit Intermitted Fasting und sei es auch mit Keto-Diäten.
- 25:33SPEAKER_00: Ich habe super viel Low Carb auch ausprobiert und gesagt, irgendwie teilweise, dass ich, dazu gibt es auch eine Podcast-Folge übrigens zu der Zeit, dass ich teilweise auch irgendwie drei, vier Wochen nur mich von Fleisch, Macadamien, Nüssen, ganz hochkalorischen, fettreichen Produkten ernährt habe und halt Kohlenhydrate zum Großteil rausgeschmissen habe.
- 25:57SPEAKER_00: Und dass ich dann Ketowerte hatten, irgendwie von 2,5, 3 Millimol, was schon eigentlich relativ hoch war, wobei gar nicht so hoch, wie ich es gehofft hatte.
- 26:06SPEAKER_00: Oder sogar von vier bin ich, glaube ich, daraus gekommen.
- 26:09SPEAKER_00: Und ich habe dazu auch noch trainiert.
- 26:10SPEAKER_00: Ich habe dazu wie ein Blöder auch noch irgendwie, bin teilweise nüchtern, habe ich meinen Halbmarathon gemacht, wo ich dann auch irgendwie fast kollabiert bin.
- 26:18SPEAKER_00: Also ich habe eine ganze Menge, sage ich mal, dabei ausprobiert und habe gedacht, dass ich mir damals ziemlich gut tue, was mein Benefit angeht und meinen Körper angeht.
- 26:29SPEAKER_00: Einfach auch aufgrund von Studien, weil es gibt definitiv Studien, die genau zeigen, so okay, einige Athleten reagieren darauf zum Beispiel gut, auf Low-Carb-Interventionen, auf Kalorienrestriction, auf sehr, sehr krasse Kalorien-Restriction, auf Intermitted Fasting.
- 26:42SPEAKER_00: Und gerade Menschen reagieren darauf und gerade eben übergewichtige, untätige Menschen reagieren darauf durchaus gut.
- 26:48SPEAKER_00: Es kann für die durchaus einen krassen Game Changer bedingen.
- 26:52SPEAKER_00: Und ich bin nicht der absolute Ablehner von Low-Carb-Interventionen.
- 26:57SPEAKER_00: Es ist nur immer ein individueller Approach, den man dabei fahren muss und wo man sich genau überlegen muss, macht das für mich persönlich als Athlet, als Athleten Sinn.
- 27:05SPEAKER_00: Das ist in allen Lebenslagen eigentlich so, wenn man mir ehrlich ist.
- 27:08SPEAKER_00: Es gibt nie dieses Schwarz oder Weiß, auch wenn das manche Leute immer gerne so ein bisschen verkaufen wollen.
- 27:12SPEAKER_00: It's not the case.
- 27:15SPEAKER_00: Und genauso gibt es auch Studien, die ganz klar zeigen, dass Low-Carb besser ist für deine Gesundheit und dann gibt es Studien, die zeigen, dass High Carb besser ist für deine Gesundheit.
- 27:23SPEAKER_00: Und das ist auch kein Widerspruch, weil Wissenschaft ist nie Konsens.
- 27:28SPEAKER_00: Das heißt, Wissenschaft ist nie, das ist so oder so.
- 27:31SPEAKER_00: Das ist absoluter BS.
- 27:33SPEAKER_00: Wer das sagt, hat keine Ahnung von Wissenschaft.
- 27:35SPEAKER_00: Wissenschaft ist einfach nur Statistik.
- 27:37SPEAKER_00: Das heißt, die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass das funktioniert bei der XYZ-Zielgruppe.
- 27:44SPEAKER_00: Das ist super wichtig, das zu bedenken.
- 27:49SPEAKER_00: Weil wenn jemand sagt, wissenschaftliche Studien zeigen, ja, welche denn genau, was haben die gemacht?
- 27:55SPEAKER_00: Wie ist das aufgebaut?
- 27:56SPEAKER_00: Dann muss ich immer ein bisschen mehr damit einlesen und gucken und kann nicht nur sagen, eine Studie zeigt das.
- 28:01SPEAKER_00: Weil genauso wie überall in der Welt gibt es auch in der Wissenschaft super viele Diskurse.
- 28:06SPEAKER_00: Und gerade so dieser Ansatz zwischen High Carb, Low Carb ist eine ganz krasse Religion schon fast geworden, so wissenschaftlich betrachtet.
- 28:13SPEAKER_00: Es gibt die einen Professoren, die super krass für Low Carb plädieren und es gibt die anderen, die super krass so für High Carb plädieren.
- 28:21SPEAKER_00: Aus meiner Coaching-Sicht mittlerweile würde ich definitiv sagen, dass ein Low-Carb-Ansatz bei nur sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr wenig Athleten wirklich funktioniert.
- 28:32SPEAKER_00: Und jetzt kommen wir mal in die Quintessenz des Ganzen, warum das auch problematisch dann ist.
- 28:44SPEAKER_00: Sorry?
- 28:46SPEAKER_00: Ein ganz großes Problem dabei sind unsere langfristigen Performance-Systeme.
- 28:54SPEAKER_00: Und langfristige Performance-Systeme haben viel mit Motivation zu tun und haben viel mit Consistency is key zu tun.
- 29:03SPEAKER_00: Consistency is key bedeutet, langfristig konsistent zu arbeiten.
- 29:09SPEAKER_00: Consistency is key bedeutet nicht, zwanghaft einen Trainingsplan durchzuziehen und nicht nach links oder rechts zu schauen.
- 29:17SPEAKER_00: Consistency is key bedeutet, mit seinem Körper zusammenzuarbeiten, so sehe ich es zumindest.
- 29:22SPEAKER_00: Und genau zu gucken, wie fühlt man sich, wie ist sein Gemüt, wie schläft man, wie ist die Regeneration.
- 29:31SPEAKER_00: Hat man das Gefühl, dass man immer schlechter wird in der Regeneration, dass man immer müder wird, dass die Motivation immer mehr nach unten geht und man kurz vor dem wichtigsten Event des Jahres eigentlich keinen Bock mehr hat, wirklich das Event durchzuziehen, ist das Consistency ist key und dann zieht man das Event einfach irgendwie durch und hat wieder ein schlechtes Ergebnis und fährt nach Hause?
- 29:51SPEAKER_00: Ich glaube nicht.
- 29:52SPEAKER_00: Ich glaube, Consistency is key ist daran zu arbeiten, dass man eine gute Motivation hat, dass man gesund ist, dass man Bock auf den Wettkampf hat, dass man richtig abliefert, dass man aggressiv abliefert und Bock daran hat, vielleicht über sich selber hinauszuwachsen und dabei vielleicht noch den ein oder anderen Jungen oder Mädel zu schlagen.
- 30:12SPEAKER_00: Das ist sicherlich ein anderer Consistency-Key-Ansatz.
- 30:17SPEAKER_00: Weil Motivation ist nicht nur extrinsisch.
- 30:23SPEAKER_00: Extrinsisch bedeutet von außen.
- 30:26SPEAKER_00: Das heißt, wenn ich jetzt zum Beispiel als Coach hingehe und meinen Athleten immer anschreie und sage so, ey, du musst es jetzt machen, du musst das machen, du musst es machen, du musst es machen, du musst es machen, du musst es machen, dann führt das bei einer gewissen Gruppe von Menschen zum Fortschritt.
- 30:40SPEAKER_00: Das ist vor allen Dingen bei den Menschen so, die noch nicht so aktiv sind, die einmal dieses Überkommen müssen, einmal durch dieses Motivationsloch richtig durchgehen und dabei zu sagen, ey yo, jetzt komm, sieh zu, dass das Ganze funktioniert.
- 30:55SPEAKER_00: Bei Männern ist das Ganze dann so, dass man denen sagt, du bist gar nichts, du kannst nichts, du kannst gar nichts, du bist der Schlechteste, den es gibt.
- 31:04SPEAKER_00: Warum bestellst du dich ja eigentlich beim Coaching vor?
- 31:06SPEAKER_00: Was soll das alles Ganze?
- 31:08SPEAKER_00: Du kannst nichts, du hast die schlechteste Ironman-Performance, du bist irgendwie pleite, du hast irgendwie keine Freundin.
- 31:13SPEAKER_00: Das sind so diese typischen Dinge, die so, wenn du als Mann meistens ziemlich down bist, was so marketingmäßig super krass aufgesetzt wird, damit du einmal aus diesem Motivationsloch rauskommst.
- 31:26SPEAKER_00: Und das funktioniert ja auch.
- 31:27SPEAKER_00: Also denen hilft das total, wenn die dann immer mehr reingepusht werden, so nach vorne gehen, immer mehr nach vorne.
- 31:34SPEAKER_00: Wirklich guten Menschen hilft das aber nicht.
- 31:37SPEAKER_00: Weil die haben nicht diese extrinsische Motivation.
- 31:39SPEAKER_00: Die brauchen nicht diese ganze Zeit diesen Push da rein.
- 31:42SPEAKER_00: Sondern die motivieren sich meistens aus sich heraus.
- 31:45SPEAKER_00: Die sind selber immer ihr größter Feind, die sind selber ihr größter Kritiker.
- 31:49SPEAKER_00: Und die wollen aus sich heraus besser werden und nach vorne kommen und Ziele erreichen.
- 31:56SPEAKER_00: Und bei denen macht es nicht Sinn, denen noch mehr zu sagen, du bist nichts, du kannst nichts, du hast nichts erreicht im Leben.
- 32:03SPEAKER_00: Weil das sagen die sich schon selber die ganze Zeit.
- 32:06SPEAKER_00: Ich sag mir selber die ganze Zeit, so, it's not enough.
- 32:09SPEAKER_00: Es reicht einfach nicht, Rodo.
- 32:10SPEAKER_00: Muss besser werden.
- 32:12SPEAKER_00: Muss noch mehr aus dir herauskommen.
- 32:14SPEAKER_00: Und die Menschen drückst du ganz schnell über die Klippe, wenn du denen noch sagst, so wenn du denen sagst als wichtiger Mensch, also wenn du mit denen die empathisch abholtst und danach sagst du, das reicht einfach nicht, das ist scheiße, was du machst.
- 32:27SPEAKER_00: Das ist nicht so ganz das Vorgehen bei denen.
- 32:30SPEAKER_00: Ich muss meine Coaches zum Großteil nicht, also wir bei Rocket Racing müssen unsere Coaches alle zum Großteil nicht so krass motivieren.
- 32:37SPEAKER_00: Es gibt einzelne Ausnahmen, aber ein paar Anfänger muss man ein bisschen mehr Motivation reinbringen.
- 32:42SPEAKER_00: Aber trotzdem, zum Großteil müssen wir die jetzt nicht noch mehr, noch mehr, noch mehr, noch mehr motivieren, weil die halt der größte Kritiker sind.
- 32:48SPEAKER_00: Bei Frauen klappt das meistens ein bisschen anders.
- 32:50SPEAKER_00: Frauenmarketing ist auch ein bisschen anders wie bei Männern.
- 32:53SPEAKER_00: Das ist dann eher so sehr encouraging.
- 32:56SPEAKER_00: Also so zu sagen, ey, du machst das super gut, mach bitte weiter so, geh nach vorne, sieht alles schon richtig, richtig gut aus.
- 33:04SPEAKER_00: Und da können wir, sag ich mal, mehr rausholen und ansetzen.
- 33:08SPEAKER_00: Und Frauen, muss ich sagen, zumindest aus meiner Coaching-Erfahrung, reagieren auf so, auf so einen Coaching-Ansatz deutlich besser.
- 33:17SPEAKER_00: Und sind da auch, ja, zufriedener, habe ich das Gefühl immer, mit dem, was sie vielleicht auch schon so athletisch erreicht haben.
- 33:28SPEAKER_00: Und bei sehr guten Athleten und Athletinnen ist es auch meistens der Ansatz, da eben gewisse Dinge zu stellen, aufzustellen, zu sagen, boah, da können wir auf jeden Fall noch dran arbeiten.
- 33:40SPEAKER_00: Und da gibt es auf jeden Fall noch Baustellen, die man einfach sieht.
- 33:47SPEAKER_00: Aber es ist nicht so, dieses Reingehen in Unsicherheiten und zu sagen, so, du musst irgendwie nochmal den und die Kilogrammzahl annehmen, um der oder die Athletin, sag ich mal so, zu werden.
- 34:05SPEAKER_00: Da reicht es meistens schon, wenn vielleicht noch irgendwie da Themen vorhanden sind, zu sagen, so, okay, wie sieht das denn aus bei dir mit deinem Gewicht?
- 34:15SPEAKER_00: Wie sieht das aus mit dir, mit deiner Fettmasse?
- 34:20SPEAKER_00: Hast du das Gefühl, darunter zu performen?
- 34:22SPEAKER_00: Ist das gut?
- 34:23SPEAKER_00: Ja, gut, perfekt, abgehakt, fertig.
- 34:28SPEAKER_00: Und ich sag mal, bei mir war es auch dann so, dass ich nicht besser geworden bin damit durch, dass ich immer dünner geworden bin.
- 34:35SPEAKER_00: Dass ich, ich hatte dann immer so ein bisschen den Punkt, das ist auch nicht viel, das ist kein großer Unterschied, aber ich war eigentlich immer so bei 78, 79 Kilogramm, teilweise bei 80 und habe darunter eigentlich immer sehr gut performt.
- 34:47SPEAKER_00: Wenn ich dann aber auf 77, 76 Kilogramm gegangen bin, da habe ich mich schon immer sehr, war ich schon immer so, habe ich das Gefühl gehabt, dass ich, dass es mir kalt wird und dass ich mich nicht ganz so gut mehr motivieren kann.
- 35:00SPEAKER_00: Und das sind typische Anzeichen dafür, dass die ersten hormonellen Probleme aufbrechen und auftreten.
- 35:08SPEAKER_00: Weil Hormone sind stark an der Motivation beteiligt.
- 35:14SPEAKER_00: Wenn man viel daran arbeitet, von innerlich motiviert zu sein oder intrinsisch, dann ist man selbst sein größter Feind.
- 35:25SPEAKER_00: Und wenn man dann merkt, dass die Motivation immer mehr nach unten geht und immer mehr nach unten geht, dann hat das meistens viel damit zu tun, dass so Schilddrüsenhormone angegriffen werden, dass Sexualhormone angegriffen werden, gerade so Testosteron, Östrogen.
- 35:38SPEAKER_00: Manchmal bei Frauen hat man dann schon so die ersten Zyklusprobleme auch und die Motivation geht einfach dramatisch runter.
- 35:44SPEAKER_00: Man schläft meistens auch schon nicht mehr ganz so gut.
- 35:46SPEAKER_00: Und das sind alles Anzeichen dafür, dass man Richtung Übertraining und auch vielleicht dann auch, wenn man mit Kalorien rumgespielt hat, in ein relatives Energiedefizit-Syndrom gerät.
- 35:57SPEAKER_00: Relatives Energiedefizit-Syndrom klingt immer so akademisch und so hochtrabend.
- 36:04SPEAKER_00: Es ist aber eine schwerwiegende Erkrankung.
- 36:08SPEAKER_00: Ein relatives Energiedefizit-Syndrom betrifft vor allen Dingen Athleten und Athletinnen vor allen Dingen auch, die zu wenig Energie zuführen vor der Belastung und während der Belastung.
- 36:22SPEAKER_00: Dadurch kommt unser Körper dann nämlich in einen Modus, wo dieses ATP-Recycling, was wir am Anfang besprochen haben, nicht mehr so gut funktioniert.
- 36:32SPEAKER_00: Und dadurch, dass dieses Energie-Recycling dann nicht mehr so gut funktioniert und es zu lange dauert, kommt unser Körper dann in so Überlebensmechanismen rein.
- 36:41SPEAKER_00: Der drosselt dann die Aktivität, du kommst nicht mehr so wirklich hoch, also du kommst nicht mehr in diesen Bereich von deiner sogenannten V2-Max, du kommst mir wirklich Überschwellenleistung herüber.
- 36:50SPEAKER_00: Deine Zuckerspeicher, also eine Glykogenspeicher in der Muskulatur oder Stärkespeicher in der Muskulatur, sinken dramatisch, sinken sehr schnell und du kommst dann in so Mechanismen, wo super viel Stresshormon produziert wird.
- 37:06SPEAKER_00: Stresshormon, Cortisol, ist dabei ein Hormon, was kurzfristig mal Performance Peaks, also Leistung nach vorne bringen kann.
- 37:15SPEAKER_00: Gerade auch noch dann in Kombination so mit Adrenalin, mit Noradrenalin, also sehr anregenden Hormonen, die dann ausgeschüttet werden.
- 37:22SPEAKER_00: Wenn wir sehr wenig Energie noch an Bord haben, dann werden immer über Lebensmechanismen getriggert mit Noradrenalin, mit Adrenalin in Kombination, dadurch wird der Herzschlag gepusht, dadurch werden die letzten Energiespeicher nochmal nach vorne gebracht, dadurch wird mehr Fett verbrannt, führt aber auch dazu, dass ganz viel Stresshormon in Form von Cortisol ausgeschüttet wird.
- 37:42SPEAKER_00: Und chronisch Cortisol und sehr kurzchronisch und Cortisol führt dramatisch dazu, dass Sexualhormone abgebaut werden.
- 37:50SPEAKER_00: Unser Körper kommt dann in so einen Überlebensmodus rein.
- 37:53SPEAKER_00: Und auf Zellsicht heißt das, dass mehr abbauende Prozesse durchgeführt werden.
- 38:00SPEAKER_00: Wir haben immer so diese Balance aus Anabol und Katabol.
- 38:04SPEAKER_00: Anabol bedeutet aufbauen, Katabol bedeutet abbauend.
- 38:08SPEAKER_00: Und katabole Prozesse sind wichtig.
- 38:12SPEAKER_00: Zelltod ist wichtig, Abbau von Substanz ist wichtig, langfristig gesehen, fürs Überleben.
- 38:18SPEAKER_00: Anabole Prozesse sind aber auch wichtig.
- 38:20SPEAKER_00: Also aufzubauen, Muskulatur aufzubauen, Sexualhormone zu regenerieren, andere Hormone zu regenerieren, wieder in einen Erholungszustand zu kommen, kardiovaskulär gut aufgestellt zu sein, Sympathikus runterzufahren, Parasympathikus nach oben zu fahren.
- 38:32SPEAKER_00: Sorry, jetzt tausend Fachbegriffe.
- 38:34SPEAKER_00: Parasympathikus ist unser vegetatives Nervensystem, was eher so ein bisschen runterreguliert.
- 38:38SPEAKER_00: Sympathikus ist unser anregendes Nervensystem, was eher so ein bisschen hochreguliert.
- 38:41SPEAKER_00: Und wenn man immer nur Katabol macht, dann führt es dazu, dass es Probleme sehr, sehr schnell in hormoneller Hinsicht stattfinden und unser vegetatives Nervensystem, also diese Achse aus Sympathikus, Parasympathikus, wird dann verschoben.
- 39:00SPEAKER_00: In der traditionellen chinesischen Medizin, wo ich irgendwie ein, zwei Vorlesungen hatte, hat immer mein Dozent gesagt, was sind denn der krassesten Jingmangel, den ich mir jemals gesehen habe, weil meine Zunge einfach nur komplett durch Furcht ist.
- 39:13SPEAKER_00: Und Jingmangel ist eigentlich auch so nichts anderes letztendlich, als dass ich nicht genug Ruhe und nicht genug schöne Sachen irgendwie in meinem Leben hatte, sondern immer nur am Pushen und am Perfektionieren und am nach vorne bringen war.
- 39:28SPEAKER_00: Das hat bei mir dazu geführt, dass ich sehr zwanghaft geworden bin, was mein Training angeht, was eigentlich nicht so wirklich meinem Naturell entspricht.
- 39:38SPEAKER_00: Ich habe probiert ganz, ganz, ganz viel zu kontrollieren.
- 39:41SPEAKER_00: Was für mich nicht gut ist, weil ich schon immer relativ perfektionistisch bin in vielen Bereichen.
- 39:47SPEAKER_00: Und generell Medizinstudium und Leistungssport im Bereich von Triathlon zu kombinieren, ist schon heavy genug.
- 39:56SPEAKER_00: Daneben noch ein Coaching-Business aufzubauen und noch eine Doktorarbeit zu schreiben, war für mich dann einfach irgendwann too much.
- 40:02SPEAKER_00: Und ich habe mich dann nie zurückgenommen und hab gedacht, so okay, ja, mehr nach vorne, mehr nach vorne, mehr nach vorne.
- 40:07SPEAKER_00: Letztens hat noch einer von meinen Profs damals gesagt, oh Godo, ich liebe deinen Größenwahn.
- 40:12SPEAKER_00: Damals fand ich es richtig geil, dass das jemand so gesagt hat.
- 40:14SPEAKER_00: Mittlerweile weiß ich, dass es nicht so cool ist und dass das sehr zwanghaft ist und dass das dazu führt, dass du früher oder später zusammenfällst, halt wie ein Kartenhaus.
- 40:26SPEAKER_00: Und da kannst du doch gar nichts gegen machen, weil du kannst deinen Körper dabei nicht überlisten und du kannst nicht dir noch drei, vier David Gorgons-Videos angucken und denken, dass du dann richtig nach vorne kommst.
- 40:37SPEAKER_00: Sondern deine Hormone diktieren deine Motivation.
- 40:41SPEAKER_00: Und deine Hormone diktieren ganz krass, auch wie du dich fühlst und ob du nach vorne kommst.
- 40:48SPEAKER_00: Es gibt auch Gründe darum, weswegen Leistungssportler gerade im Ausdauerbereich Testosteron als Dopingmittel zuführen, um Anabol wieder die Muskulatur aufzubauen und zu regenerieren.
- 41:02SPEAKER_00: Gerade Ausdauersportler haben damit eben Probleme, dass die Testosteronwerte zu gering sind.
- 41:11SPEAKER_00: Dabei gibt es auch relativ gute Studien von Hackney, ein amerikanischer Wissenschaftler, der immer mal wieder auch da eingestiegen ist und dieses Red S, diese Triade auch beschrieben hat, über die wir gleich nochmal sprechen, der aber auch Sexualhormone festgestellt hat bei Ausdauerathleten, bei Ausdauerathletinnen und vor allen Dingen auch bei Triathleten und Triathletinnen, vor allen Dingen bei Triathleten.
- 41:35SPEAKER_00: Und der zum Beispiel eine Studie gemacht hat, die ich sehr, sehr gut finde bei Triathleten nach dem Ironman Hawaii, wo acht von zehn Teilnehmern fast nicht nachmeisbare Testosteronwerte hatten und damit einen Mangel hatten in diesen Sexualhormonen.
- 41:56SPEAKER_00: Ich glaube, man muss nicht unbedingt immer seine Testosteronwerte ermitteln, um das herauszufinden, sondern es reicht schon, wenn man eigentlich so darauf achtet, wie gut ist die Motivation, wie gut ist auch so die sexuelle Aktivität, Libido, weil als Frau hat man Zyklusstörungen, Probleme und das sind alles Dinge, auf die sollte man definitiv achten.
- 42:17SPEAKER_00: Und sollte da auch, wenn man schon merkt, okay, da fühlt sich Dinge nicht mehr wirklich so richtig an, dass man sich dann auch professionelle Hilfe sucht, ich sag mal in Form vielleicht von ärztlicher Hilfe, weil es schwierig ist, da jemanden zu finden.
- 42:32SPEAKER_00: Oder halt auch, ja, da kann auch sicherlich auch ein Coaching helfen, auch ein Ausdauercoaching kann helfen, um Dinge vielleicht auch ein bisschen ein bisschen relaxter zu sehen und daran zu arbeiten, was wirklich auch funktioniert und nicht nur irgendwelche Junkmiles, sag ich mal, weiterhin einzubauen.
- 42:50SPEAKER_00: Red S, relatives Energiedefizit-Syndrom, besteht aus der Triade abfallenden Sexualhormondeerte, meistens Motivationsprobleme, depressive Verstimmung und meistens dann halt Abbau der Zellsubstanz, dabei vor allen Dingen so dass Knochen, Verletzungen, Sehnenbänder, sonstige Probleme.
- 43:12SPEAKER_00: Das sind Athletinnen und Athletinnen, die ganz, ganz viele Ermüdungsbrüche immer wieder sich damit vorstellen, wo die Knochensubstanz abgebaut wird durch zu wenig Sexualhormone und zu viel Stresshormon.
- 43:27SPEAKER_00: Generell ist zu wenig anabole Substanz führt immer dazu, dass Sachen abgebaut werden.
- 43:33SPEAKER_00: Und wie gesagt, es müssen auch mal Dinge wieder abgebaut werden.
- 43:36SPEAKER_00: Wenn zu viel einfach nur Zellwachstum da ist, ist es definitiv nicht gut.
- 43:40SPEAKER_00: Es ist auch definitiv nicht gut für die Gesundheit.
- 43:44SPEAKER_00: Nur zu viel abzubauen, führt eben zwangsläufig zu Problemen, gerade so was die Knochensubstanz angeht.
- 43:51SPEAKER_00: Da ist auch, wenn man sich jetzt aus Longevity-Sicht das Ganze anguckt, wenn man als gerade als Athletin, die nicht so viel Muskelmasse einfach mitbringen, schon frühzeitig, also auch schon in jungen Jahren, wenn da einfach zu wenig Muskelfass vorhanden ist, dann vielleicht noch ein Red S entsteht, dann noch Knochensubstanz dann schon angegriffen wird, sehr viele Ermüdungsbrüche kommen, ja, dann kann man sagen, dass das sicherlich nicht besser wird.
- 44:19SPEAKER_00: Und dass, wenn dann nicht adäquat umgestellt wird im Training, wenn dann nicht auch vielleicht ein Krafttraining eingebaut wird, um die Knochensubstanz wieder nach oben zu bringen, um auch die Muskeln mehr wachsen zu lassen.
- 44:30SPEAKER_00: Wenn man sich dann auch so ein bisschen verabschieden schiedet von diesem, muss man sich verabschieden von diesem Social-Media-Image, gerade im Moment mit super, super Skinny Legs und super unnatürlicher Teile dazu und ähm, Dann wird es schwierig, weil wenn die Beine dann weiterhin so dünn bleiben und keine Muskelmasse aufgebaut wird, dann wird es ab den Wechseljahren sicherlich schwieriger, weil dann wird noch mehr Knochensubstanz abgebaut und dann fällt noch mehr die Muskelmasse zusammen.
- 45:00SPEAKER_00: Und dann ist der Rulator mit 65 oder 70 nicht wahrscheinlich, sondern sehr wahrscheinlich.
- 45:08SPEAKER_00: Und ich möchte es einmal so drastisch sagen, weil ich glaube, dass das ein wichtiger Punkt ist, das einfach zu erwähnen, weil die Gesundheit dadurch zusammenfällt, dass man, wenn man eben seine Zeltsubstanz da dauerhaft schädigt.
- 45:26SPEAKER_00: Und auch konstant ein Ausfall des Zyklus oder bei Männern eben konstant Libido-Probleme, das sind Dinge, da sind Hormonachsen wirklich dramatisch verschoben.
- 45:37SPEAKER_00: Und es braucht lange, um das wieder, sich, sag ich mal so, zu regenerieren.
- 45:42SPEAKER_00: Bei mir hat das locker mal anderthalb Jahre gedauert, als ich einmal so reingefallen bin.
- 45:47SPEAKER_00: Und ich würde sagen, ich bin auch nicht mehr so richtig krass reingefallen.
- 45:49SPEAKER_00: Also ich hatte nie Ermüdungsbrüche, ich hatte nie wirklich nicht mehr nachweisbare Testosteronwerte.
- 45:56SPEAKER_00: Das waren Dinge, die hatte ich nie.
- 46:00SPEAKER_00: Aber es gab halt so die ersten Anzeichen und ich bin halt da schon in den Brunnen gefallen.
- 46:03SPEAKER_00: Und das hat anderthalb Jahre gedauert, bis ich sagen würde, so alles war wieder gut und alles hat sich normal angefühlt.
- 46:10SPEAKER_00: Und ich glaube auch für viele Frauen, die halt keinen Zyklus mehr haben, wo der ausgefallen ist, was schnell passiert, so aus der Triade, Übermesseraktivität, Kalorienrestriction, vielleicht noch irgendwie Intermitted Fasting, dann auch irgendwie nüchtern trainieren oder sowas.
- 46:23SPEAKER_00: Es geht kratz, fatz, drei, vier, fünf Wochen und Hormonwerte sind schon sehr, sehr stark angegriffen und Zyklusbeschwerden treten halt auf.
- 46:32SPEAKER_00: Und das ist gerade auch bei Ausdauersportlern und Ausdauersportlerinnen eben problematisch, weil hier die Aktivität so viel höher ist und weil es mehr, weil es super schwierig abzuschätzen ist, so wie hoch ist der Grundumsatz, wird der beeinflusst durch die Aktivität, wie hoch ist der Aktivitätsumsatz, wie hoch ist die Muskelmasse.
- 46:53SPEAKER_00: Und dabei einfach nur Kalorien zu zählen, ist nicht der Ansatz.
- 46:58SPEAKER_00: Und jetzt kommen wir mal so ein bisschen in Lösungsorientierung, weil bisher haben wir relativ viel problematisiert.
- 47:06SPEAKER_00: Ich glaube, es ist sehr wichtig, hier genau zu sagen, wo befindest du dich gerade genau in deiner Athlete Journey?
- 47:16SPEAKER_00: Bist du jemand, der sehr untätig ist, der irgendwie fast gar nicht trainiert, der nicht hochkommt, der Probleme hat, sich zu motivieren, der vielleicht einmal so diese extrinsische Motivation braucht, auch von einem Coaching-Programm oder von was anderem, da einzusteigen und zu sagen, so, ey yo, jetzt komm, gib mal wirklich Gas jetzt hier und arbeite mal mit uns zusammen.
- 47:39SPEAKER_00: Und bist du da jemand, der vielleicht auch mehr viszerales Fettgewebe hat und der dem es auch schwerfällt, vielleicht auch so zum Sport zu kommen.
- 47:47SPEAKER_00: Wahrscheinlich bist du nicht der Hörer dieses Podcastes, deswegen kann ich das relativ kurz abhandeln.
- 47:52SPEAKER_00: Für die Menschen macht es definitiv Sinn, dass man sich auch mit Kalorien beschäftigt.
- 47:56SPEAKER_00: Und vielleicht hast du einen Freund, Freundin irgendwie, die in dem Bereich ist, dann sollen die sich ruhig mit Kalorien damit auseinandersetzen und da auch vielleicht einsteigen und da eben auch motivationsmäßig das abbauen.
- 48:09SPEAKER_00: Und es ist auch ein Unterschied vom Stoffwechsel her, wenn man halt sich irgendwie im Bereich von 30% Körperfett befindet oder ob man sich im Bereich von 15 oder 18% Körperfett befindet.
- 48:18SPEAKER_00: Ich rede jetzt von der männlichen Seite, bei Frauen kannst du nochmal 7, 8 Prozent draufrechnen.
- 48:22SPEAKER_00: Es ist ein Unterschied.
- 48:23SPEAKER_00: Das macht es ein ganz, ganz krasser Unterschied.
- 48:26SPEAKER_00: Es ist auch krass bei Low-Carb-Interventionen, weil es gibt Menschen, die nicht so einen guten Stoffwechsel haben und die auch mit Low Carb wirklich gute Ergebnisse zielen und gut Gewicht verlieren, weil die nicht mehr so gut Kohlenhydrate verstoffwechseln.
- 48:41SPEAKER_00: Bei Athleten und Athletinnen sieht das aber anders aus.
- 48:44SPEAKER_00: Und Athleten und Athletinnen verstoffwechseln zum Großteil sehr, sehr, sehr, sehr gut Kohlenhydrate.
- 48:50SPEAKER_00: Und wenn die sehr zwanghaft werden und sehr perfektionistisch werden und sagen, okay, ich muss jegliche Art von Kohlenhydraten reduzieren, ich muss jegliche Art von Kalorien tracken und muss meinen Körper da einfach optimieren, dann führt das schnell zu Problemen.
- 49:07SPEAKER_00: Dabei ist eben so auch das Ziel ganz klar zu sagen: so Körpermodifikation.
- 49:15SPEAKER_00: Wo befindest du dich gerade?
- 49:17SPEAKER_00: Wo musst du hin?
- 49:18SPEAKER_00: Wie hoch ist auch da so BMI, wie hoch ist dein Fettwert, also wie hoch ist deine Fettmasse?
- 49:24SPEAKER_00: Bei Männern kann man sagen, dass alles unter 10% nicht sustainable ist, nicht aufrechterhalten werden kann.
- 49:33SPEAKER_00: Die besten Athleten der Welt, ja, stellen sich vor ihren wichtigsten Wettkämpfen vielleicht mit Werten vor, die unter 10% liegen.
- 49:41SPEAKER_00: Die liegen dann vielleicht so bei 8, 7, 6 Prozent.
- 49:45SPEAKER_00: Ein Bodybuilder, der zu einer Competition fährt, liegt sich dann vielleicht so bei 5%.
- 49:49SPEAKER_00: Ja, okay.
- 49:50SPEAKER_00: Das ist aber nicht gesund.
- 49:52SPEAKER_00: Das ist dann nicht so wirklich das, was das langfristige Ziel der ganzen Sache ist.
- 49:56SPEAKER_00: Und nach so einem Wettkampf geht es auch dann darum, vielleicht auch erstmal wieder Masse aufzubauen.
- 50:03SPEAKER_00: Und in der Off-Season ist es wieder ein Unterschied, dass man dann vielleicht auch ganz bewusst daran arbeitet, hier so sich mit 12, 13 Prozent vorzustellen.
- 50:12SPEAKER_00: Und hier kann ich auch noch was in meiner eigenen Erfahrung sagen, ich war immer im Bereich von 7, 8 Prozent Körperfett über das ganze Jahr über.
- 50:20SPEAKER_00: Und es hat dazu geführt, dass ich nicht so leistungsfähig war.
- 50:23SPEAKER_00: Es hat dazu geführt, dass ich eine viel höhere Infektanfälligkeit hatte.
- 50:28SPEAKER_00: Mein Immunsystem war oft nicht so gut aufgestellt.
- 50:31SPEAKER_00: Und Hormone werden auch in diesem Fettgewebe gespeichert, sodass, wenn du dauerhaft zu geringe Fettwerte hast, sehr wahrscheinlich ist da auch dann, dass du hier dazu tendierst, auch dann eher Probleme zu bekommen mit deinem Hormonstoffwechsel.
- 50:49SPEAKER_00: Einige Athleten und Athletinnen reagieren ultimativ gut und einfach auf Kohlenhydrate und werden auch nie wirklich durch Kohlenhydrate zunehmen, weil die einfach einen super effektiven guten Stoffwechsel haben und sich einfach auch genug bewegen, um diese Carbs schnell wieder zu verbrennen.
- 51:04SPEAKER_00: Das ist mein Athletentyp.
- 51:06SPEAKER_00: Und prinzipiell kann ich Kohlenhydrate essen, wie ich will und werde einfach nehmen, dadurch nicht zu.
- 51:11SPEAKER_00: Ich kann jeden Tag drei, vier, fünf Stück Kuchen essen und viele hassen mich dafür.
- 51:16SPEAKER_00: Aber ich habe eben auch über Jahre daran gearbeitet, dass mein Stoffwechsel super effektiv funktioniert und einfach alles bei mir verbrennt.
- 51:26SPEAKER_00: Und es ist auch ein bisschen genetisch so, weil zum Beispiel mein Dad jetzt mit irgendwie 84, 85 immer noch super schlanke, sich immer noch gut bewegen kann und immer noch sein Stück Kuchen irgendwie am Tag ist und damit keinerlei Probleme hat.
- 51:41SPEAKER_00: Das ist die Ausnahme.
- 51:44SPEAKER_00: Aber diese Athletentypen gibt es auch.
- 51:46SPEAKER_00: Und wenn ich zum Beispiel Kohlenrate reduziere, ist es ganz, ganz detrimentell schlecht für meine Performance.
- 51:54SPEAKER_00: Weil meine Performance gerade so dann im Bereich vom High-Intensity Stuff sehr, sehr, sehr, sehr dramatisch runtergeht und ich teilweise noch in den Sessions an die Wand klatsche, weil ich halt nicht so viel aufnehme, weil ich mich nicht so viel gut ernähre und weil ich vor allen Dingen auch meine Kohlenhydratspeicher nicht immer fülle.
- 52:12SPEAKER_00: Heißt das jetzt, dass ihr nur Zucker essen sollt?
- 52:14SPEAKER_00: Nein.
- 52:15SPEAKER_00: Zucker ist generell eine Substanz, die gesundheitsphysiologisch nicht so gut ist, wie die meisten wahrscheinlich von euch wissen.
- 52:23SPEAKER_00: Und generell kann man sicherlich auf schnelle Kohlenhydrate zurückgreifen in Form von Zucker, kurz vor Events, kurz nach Events, kurz nach harten Sessions, sonst was, dann sich auch mal so einen Treat zu geben, ein Stück Kuchen, sonst was, was vielleicht das Homemade ist, nicht unbedingt, dann irgendwie der Snickers oder sonst was, wo die Cola, Kohlenhydrate in Form von Schnellkohlenhydrate in Form von Getränken, ist eh nochmal schlechter, weil die einfach zu schnell ankommen in eurem Körper.
- 52:52SPEAKER_00: Aber das ist ein Unterschied im Vergleich zu jemandem, der nicht so aktiv ist und nicht so viel macht.
- 53:02SPEAKER_00: Das heißt, wenn du jetzt jemand bist, der vielleicht schon eine ganz gute Performance an den Tag legt und der einfach auch schon fit ist, dann geht es glaube ich eher darum, zu gucken, wie verbesserst du deine Gesundheit.
- 53:19SPEAKER_00: Wie sorgst du dafür, dass du von deiner Ernährung her, von deinem Fueling her dich gut aufstellst und hier einen guten, konsistenten Ansatz verfolgst.
- 53:30SPEAKER_00: Das heißt, dass du genug Energie an Bord hast.
- 53:33SPEAKER_00: Das heißt, dass du darauf achtest, dass deine Motivation, deine Hormonwerte, dass sie gut sind, dass du gut in den Sessions versorgt bist während der Einheiten und dann auch nach den Einheiten.
- 53:45SPEAKER_00: Dass du vor den Einheiten vielleicht darauf achtest, dass du ein bisschen was aufnimmst, wenn du Low-Intensity Session machst, dass du vielleicht nicht ganz so viel aufnimmst, um die Fettoxidation ein bisschen nach vorne zu bringen.
- 53:58SPEAKER_00: Und dass du nach den Sessions dich dann aber mal wieder gut verpflegst und dass du gerade vor höheren intensiven Sessions wirklich darauf achtest, genug Energie mit an Bord zu haben und dass du dabei nicht jede Kalorie einfach so zählst.
- 54:12SPEAKER_00: Es gibt dann noch so als Abschluss ganz kurz auch noch so diesen Ansatz von Metabolic Flexibility, gerade für Athleten.
- 54:21SPEAKER_00: Das bedeutet, dass man seinen Stoffwechsel so aufbaut, dass man sowohl Fette als auch Kohlenhydrate gut verbrennt und aufbaut.
- 54:28SPEAKER_00: Und das ist auch noch was, was sinnvoll sein kann in sehr hohen Performance Levels, womit man aber auch wiederum aufpassen muss.
- 54:37SPEAKER_00: Also das sind dann so Strategien, wo man von Tag zu Tag ist ein bisschen variiert und dann zum Beispiel sagt, wenn man jetzt ein Low-Intensity-Training macht, dann nehme ich vorher nicht so viele Kohlenhydrate auf, weil ich darauf achten will, dass ich meinen Fettstoffwechsel nach vorne bringe.
- 54:50SPEAKER_00: Je mehr Kohlenhydrate du aufnimmst vor einer Einheit, desto schlechter ist eigentlich immer der Fettstoffwechsel, weil die Verfügbarkeit von Energie sehr, sehr hoch ist und dann sagt unser Körper, ah, okay, wir haben genug Kohlenhydrate an Bord, deswegen müssen wir jetzt nicht mehr Fette zum Beispiel verbrennen.
- 55:06SPEAKER_00: Ist ein Ansatz, der auch in Studien sich gezeigt hat, dass das nochmal die Performance nach vorne bringen kann und verbessern kann, ist aber auch ein Ansatz, der schwieriger durchzuführen ist.
- 55:16SPEAKER_00: Und es ist ein Ansatz für Marginal Gains.
- 55:19SPEAKER_00: Das sind Marginal Gaß, Marginal Gains, das ist so ein typischer Begriff von Team Sky damals gewesen, dass man ganz, ganz kleine Unterschiede hat, die dann nochmal einen großen Benefit ausmachen.
- 55:29SPEAKER_00: Das haben die damals geprägt, diesen Begriff bei der Tour de France, weil es hier um kleine Prozentpunkte ankommt, die dann einfach den Unterschied ausmachen zwischen Sieg oder Verlieren.
- 55:40SPEAKER_00: Und das ist auch was für Athleten, für Athletinnen, die schon eine sehr, sehr, sehr gute Performance an den Start bringen, um dann nochmal Kleinigkeiten zu verbessern und Kleinigkeiten nochmal umzuändern.
- 55:51SPEAKER_00: Das ist bei uns im Coaching einer so mit der letzten Punkte, die wir halt nochmal angehen.
- 55:57SPEAKER_00: Und das ist auch wirklich dann so eher im High-Performance-Programm, wo man dann bei Iron Man-Athleten zum Beispiel hier nochmal dran arbeiten kann, Dinge zu verbessern.
- 56:07SPEAKER_00: Es ist aber nicht was, was man machen sollte, wenn man gerade absoluter Anfänger, absolute Anfängerin ist und gerade es irgendwie erstmal um die Basics-Entwicklung geht und gerade erstmal darum geht, ein anständiges Programm aufzuziehen, was für einen funktioniert, dass man in Zone 2 zum Beispiel nach vorne kommt, dass man die Grundlagen arbeitet, dass man fit wird, dass man zufrieden ist mit sich, mit seinem Körper, dass man motiviert ist, dass man dabei bleibt, dass man jetzt irgendwie mal nach sechs bis zwölf Monaten ein geiles Event abfeiert.
- 56:37SPEAKER_00: Für die Leute ist das nicht unbedingt das Ziel.
- 56:42SPEAKER_00: Und das ist ein Großteil der Menschen und das ist sicherlich auch ein Großteil von euch, von den Hörern.
- 56:48SPEAKER_00: Und deswegen würde ich euch an den Tag legen und darüber nachdenken, wie viel Rocket Science braucht ihr auch in eurem Training.
- 56:59SPEAKER_00: Okay.
- 57:00SPEAKER_00: Ich hoffe, euch hat das Thema gefallen.
- 57:03SPEAKER_00: War heute ein bisschen oberflächlicher zum Thema Kalorien.
- 57:08SPEAKER_00: Waren ein paar Studien mit dabei.
- 57:10SPEAKER_00: Aber als Zusammenfassung möchte ich euch einfach mitgeben, dass nicht jeder Ansatz, den ihr da draußen lest zu Kalorien, zu Kalorienrestriction, dass das auch so gut für euch ist und dass es auch so sinnvoll ist für euch als Athleten, als Athletinnen.
- 57:25SPEAKER_00: Es macht manchmal absolut Sinn, auch vielleicht erstmal drei, vier Kilo mehr zu haben vor der Saison und sich dann wieder, dann wieder in Shape zu kommen innerhalb der Saison, was automatisch dann so ein bisschen geschieht.
- 57:39SPEAKER_00: Und es macht Sinn, daran zu arbeiten, dass vielleicht ihr auch erstmal mit einer höheren Energiebilanz arbeitet, um einfach ein Gefühl dafür zu entwickeln.
- 57:48SPEAKER_00: Wie viel nehmt ihr auf, wie ist eure Bilanz, dass ihr ein Gefühl dafür entwickelt, wie gut ist eure Ernährung?
- 57:56SPEAKER_00: Und dass ihr generell eher einen qualitativen Ansatz fahrt bei Ernährung.
- 58:03SPEAKER_00: Dass ihr darauf achtet, dass ihr euch qualitativ hochwertig ernährt.
- 58:07SPEAKER_00: Dass ihr diese Körpermechanismen aktiviert von Hunger, von Sättigung, dass ihr merkt, wenn ihr satt werdet, wenn euer Körper euch signalisiert, okay, ich habe genug aufgenommen, dass ihr euch, dass ihr qualitativ hochwertig euch ernährt, dass ihr Produkte wählt, die möglichst unverarbeitet sind, die raus regionalen Produkten kommen, die vielleicht einen Bio-Stempel haben, sonst was, dass das Dinge sind, die langfristig gesehen viel, viel mehr bei euch einzahlen, als stetig darauf zu achten, wie viele Kalorien hat das Ding jetzt hier und wie viele Kohlenhydrate hat das jetzt und hat das so und so viel Zucker noch drin.
- 58:47SPEAKER_00: Nur auf Zucker zu achten, kann ja auch eigener Zucker sein von der Substanz, zum Beispiel bei Dutton oder sonst was, macht nicht so viel Sinn.
- 58:58SPEAKER_00: Macht vor allen Dingen nicht so langfristig so viel Sinn.
- 59:02SPEAKER_00: Und macht eben auch wirklich nicht so viel Sinn eben für Athleten, für Athletinnen, weil es hier viel dramatischer ist, was das Thema Energiebilanz betrifft.
- 59:12SPEAKER_00: Und ich spreche dabei vor allen Dingen natürlich hier auch die Ausdauerathleten und Ausdauerathletinnen an und aber auch die Hybridathleten, weil bei denen ist es noch dramatischer, fast sogar weil die Krafttraining und Ausdauertraining kombinieren, wo ich dann auch mal gemerkt habe, okay, jetzt habe ich irgendwie nochmal einen viel, viel, viel, viel höheren Verbrauch auf einmal, weil ich nur noch am Essen war.
- 59:27SPEAKER_00: Und was aber gut war, weil sonst, ja, hätte ich sicherlich auch nicht ein Kino Muskelmasse irgendwie zugenommen.
- 59:34SPEAKER_00: Und ich glaube, es ist wichtig, wie überall, darauf zu achten, dass man ein gutes Körpergefühl hat.
- 59:40SPEAKER_00: Das ist auch schon bei Trainingszonen essen sehr wichtig.
- 59:43SPEAKER_00: Es ist aber auch bei Energie, bei Ernährung sehr, sehr wichtig, darauf zu achten.
- 59:48SPEAKER_00: Okay, ich hoffe, euch hat der Podcast gefallen.
- 59:50SPEAKER_00: Wenn euch der Podcast gefallen hat, würde ich mich mega freuen, wenn ihr einen Daumen oben da lasst, wenn ihr den Channel abonniert.
- 59:56SPEAKER_00: Und wenn ihr irgendwie spezifische Fragen habt, sonst was habt, post das sehr, sehr gerne hier drunter.
- 1:00:02SPEAKER_00: Schreibe ich auch immer gerne dazu.
- 1:00:03SPEAKER_00: Ich lese mir auch wirklich immer alles durch.
- 1:00:05SPEAKER_00: Ich freue mich auch immer über positive Kommentare.
- 1:00:08SPEAKER_00: Und ich freue mich.
- 1:00:10SPEAKER_00: Ich freue mich auf euch.
- 1:00:11SPEAKER_00: Vielleicht sehen wir uns irgendwie am Wochenende in der FIBO.
- 1:00:13SPEAKER_00: Ich werde den Podcast wahrscheinlich erst eine Woche nach der FIBO veröffentlichen, aber vielleicht treffe ich ein paar und ich wünsche euch einen schönen Tag.
- 1:00:19SPEAKER_00: Macht's gut.
- 1:00:19SPEAKER_00: Bis dann, euer Gudo.
- 1:00:20SPEAKER_00: Ciao, ciao.