Latest / ROCKET SCIENCE | Gesundheit und Leistung – mit Doc Golo / IST eine VEGANE ERNÄHRUNG besser für ATHLETEN? Wissenschaft und Praxis.
Transcript
- 0:11SPEAKER_01: Willkommen zu Rocket Science, eurem Podcast für Gesundheit, Fitness und Leistung.
- 0:17SPEAKER_01: Mein Name ist Dr.
- 0:18SPEAKER_01: Godo Böcken.
- 0:19SPEAKER_01: Ich bin Arzt und Coach.
- 0:21SPEAKER_03: Und mein Name ist Dr.
- 0:22SPEAKER_03: Leo Panchaller.
- 0:23SPEAKER_03: Ich bin Ärztin und Wissenschaftlerin.
- 0:25SPEAKER_03: In diesem Podcast wollen wir euch die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse näher bringen und euch zeigen, dass die Verbesserung eurer Gesundheit und Leistung keine Raketenwissenschaft ist.
- 0:38SPEAKER_01: Moin Leo.
- 0:39SPEAKER_01: Moin Holo.
- 0:42SPEAKER_01: Heute sprechen wir über Vegan Gains perspektivisch bzw.
- 0:49SPEAKER_01: passend zum Veganuary.
- 0:52SPEAKER_01: V January.
- 0:53SPEAKER_01: V January, keine Ahnung.
- 0:55SPEAKER_01: Das ist auf jeden Fall die letzte Möglichkeit, wo wir darüber sprechen können, weil es irgendwie unser letzter Beitrag im Januar ist.
- 1:03SPEAKER_01: Und deswegen wollen wir so ein bisschen die positiven Effekte von einer veganen oder auch vielleicht von einer vegetarischen Ernährung beleuchten.
- 1:12SPEAKER_01: Dann sprechen wir so ein bisschen über unsere eigenen Erfahrungen.
- 1:16SPEAKER_01: Dann gehen wir aber auch so ein bisschen darauf ein, was man vielleicht irgendwie dabei auch beachten sollte.
- 1:22SPEAKER_01: Und als letztes, ja, packen wir noch ein paar Studien oder sowas rein, ne?
- 1:27SPEAKER_03: Klar.
- 1:30SPEAKER_01: Immer.
- 1:30SPEAKER_03: Immer.
- 1:33SPEAKER_01: Ja, willst du mal anfangen mit den positiven Aspekten vielleicht zuerst?
- 1:40SPEAKER_03: Klar.
- 1:41SPEAKER_03: Also positive Aspekte kann man vielleicht, bevor man auf das gesundheitliche drauf eingeht, erstmal sagen, dass halt eine vegane Ernährung deutlich nachhaltiger ist als eine fleischbasierte oder auch vegetarische Ernährung.
- 1:58SPEAKER_03: Dass halt sozusagen unsere Ressourcen der Umwelt dadurch deutlich geschont werden, weil wir halt keine große Weidefläche für die Tiere brauchen, keine übermäßige Wasserausgaben haben und das ganze Futtermittel.
- 2:15SPEAKER_03: Und allein dadurch halt das Ganze schon deutlich ökologischer ist als eine fleischbasierte Ernährung.
- 2:24SPEAKER_03: Aber auch für unsere Gesundheit, muss man sagen, gibt es viele Anzeichen, dass die vegane Ernährung gesundheitsförderlich ist.
- 2:36SPEAKER_03: Also besonders, wenn man halt ein Risiko hat für chronische ernährungsassoziierte Erkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes mellitus, worüber wir letztes Mal ja auch gesprochen haben, Herzkranzgefäßerkrankung oder eben auch Krebs, ist es halt so, dass man, wenn man seine Ernährung auf eine vegane Ernährung umstellt, eigentlich davon profitieren.
- 3:04SPEAKER_03: Also nicht nur, aber dass man davon profitieren kann, dass halt genau diese chronischen Erkrankungen eben minimiert werden.
- 3:12SPEAKER_03: Da gibt es auch relativ viele epidemiologische Studien zu, die das versuchen zu zeigen.
- 3:19SPEAKER_03: Man muss allerdings auch dazu sagen, dass die eigentlich alle eine Schwäche haben, aber da können wir vielleicht später auch nochmal drüber reden.
- 3:26SPEAKER_01: Jetzt hast du einmal den ganzen Rundumschlag, würde ich sagen, um die ganze Folge schon einmal abzuholen.
- 3:32SPEAKER_01: Ja.
- 3:33SPEAKER_01: Ja.
- 3:34SPEAKER_01: Nee, aber ich glaube erstmal, was du gesagt hast, ist halt super wichtig, auch natürlich hat irgendwie unsere Ernährung auch so einen ethischen Aspekt, dass man halt erstmal irgendwie so sagt, ja, man muss sich halt irgendwie nachhaltig ernähren und man muss halt irgendwie auch, ja, irgendwie auf dem Planeten, wo wir hier leben, dem auch irgendwie wieder was zurückgeben oder zumindest so leben, dass vielleicht unsere Nachfolgeregeneration auch noch was von diesem Planeten haben und da ist einfach Fleischkonsum hat einfach schlechtere Auswirkungen auf unser Klima als eine pflanzliche Ernährung oder eine pflanzliche Produktion von Lebensmitteln.
- 4:12SPEAKER_01: Ich meine, da gibt es Ausnahmen, ne?
- 4:13SPEAKER_01: Also jetzt werden wahrscheinlich alle mit der Avocado kommen, die irgendwie auch verdammt viel Wasser verbraucht und Ressourcen verbraucht.
- 4:20SPEAKER_01: Aber generell und vor allen Dingen Rindfleisch braucht halt irre viel Ressourcen, das halt erstmal aufzuziehen.
- 4:26SPEAKER_01: Und egal in welcher Form, egal ob ökologisch aus dem Supermarkt das Counterfleisch oder auch biologisch, also das irgendwie als Biorindfleisch, braucht das einfach verdammt viele Ressourcen und hat deswegen halt einen schlechten Einfluss so auf unser Klima.
- 4:45SPEAKER_01: Aber wir gehen ja irgendwie mehr so auf die gesundheitlichen Aspekte des Ganzen drauf ein.
- 4:50SPEAKER_01: Und dabei ist halt irgendwie, was du, glaube ich, gerade gesagt hast, auch total wichtig, dass man halt einfach tierische Produkte auf unsere Gesundheit teilweise einen negativen Einfluss haben in einer gewissen Konzentration.
- 5:05SPEAKER_03: Das ist sicher richtig.
- 5:06SPEAKER_03: Die Konzentration oder die Menge macht das Gift.
- 5:10SPEAKER_03: Das ist ja eigentlich überall so.
- 5:12SPEAKER_01: Genau.
- 5:13SPEAKER_01: Und ich meine, da muss man, glaube ich, auch wiederum jetzt unterscheiden zwischen vegetarisch und vegan auch nochmal.
- 5:21SPEAKER_01: Ich glaube, darauf kommen wir gleich auch nochmal später so ein bisschen zu sprechen.
- 5:24SPEAKER_01: Aber generell, wenn man, sage ich jetzt mal, irgendwie seinen Fleischkonsum reduziert von vielleicht vorher irgendwie drei, viermal die Woche auf einmal, hat das eigentlich einen sehr positiven Effekt auf die Gesundheit.
- 5:38SPEAKER_03: Genau.
- 5:40SPEAKER_01: Warum ist das so?
- 5:41SPEAKER_03: Warum ist das so?
- 5:43SPEAKER_03: Also ich glaube, das wissen eigentlich auch alle, dass sozusagen der Anteil an zum Beispiel gesättigten Fetten, auch gerade Transfetten und Cholesterin im Fleisch sozusagen deutlich mehr vorkommt als jetzt zum Beispiel bei der pflanzenbasierten Ernährung.
- 6:04SPEAKER_03: Das ist zum Beispiel ein Aspekt.
- 6:06SPEAKER_03: Und diese Fette, da geht es dann jetzt nicht nur darum, dass sie sich irgendwo ablagern oder so, sondern eben auch darum, dass die zum Teil freie Radikale bilden, die wiederum Schäden an allen Geweben ausführen können.
- 6:27SPEAKER_03: Das ist das eine, dass wir sozusagen durch das Fleisch Sachen aufnehmen, die wir eigentlich nicht aufnehmen wollen.
- 6:34SPEAKER_03: Und das andere ist aber auch, dass uns das Fleisch viele Sachen nicht liefert, die uns eine pflanzliche Ernährung liefern können.
- 6:42SPEAKER_03: Also es gibt sozusagen zwei Aspekte.
- 6:45SPEAKER_01: Aber wir haben über die Radikale haben wir ja auch schon viel gesprochen.
- 6:48SPEAKER_01: Und eigentlich haben wir auch gesagt, dass Radikale jetzt gut für uns sind.
- 6:52SPEAKER_01: Und wie passt das denn jetzt zusammen, dass die irgendwie übermäßig im Fleisch drin sind?
- 6:58SPEAKER_01: Ist das dann gut oder ist das dann schlecht für uns?
- 7:00SPEAKER_03: Naja, es kommt auf die Menge drauf an.
- 7:04SPEAKER_03: Also das ist ja immer das Problem.
- 7:06SPEAKER_03: Es kommt auf die Menge drauf an.
- 7:08SPEAKER_03: Und wir wollen ja sozusagen frei, also wir haben ja vor allem über die Radikale im Sinne eines Trainings und der danach der folgenden Trainingsanpassung geredet.
- 7:21SPEAKER_03: Aber wenn wir jetzt, dann passiert das ja sozusagen zum Beispiel im Muskel, wo wir dann die freien Radikale haben.
- 7:29SPEAKER_03: Aber wenn wir das jetzt zuführen als Nahrung, dann geht das erstmal in unsere Blutbahn und dort wirken die dann als allererstes auf unser Endothel, also auf die innere Schicht unserer Gefäße.
- 7:45SPEAKER_03: Und das führt dann halt eben zu Erkrankungen wie koronaren Herzkrankheiten, die dann zum Herzinfarkt führen auf lange Sicht.
- 7:53SPEAKER_03: Zum Beispiel.
- 7:54SPEAKER_03: Da kommt es halt wirklich dann auf Ort und Dosis an und dadurch dann halt eben auch auf den Effekt dieser Radikale.
- 8:04SPEAKER_01: Und wahrscheinlich auch welche, also auch die Menge ist, glaube ich, dabei total, echt total entscheidend, wie viel man einfach davon konsumiert und auch welche vielleicht Grunderkrankungen auch da vielleicht schon so vorhanden sind.
- 8:23SPEAKER_01: Also jemand, der weiß ich nicht, mehr Erkrankungen oder Risikofaktoren mitbringt, wird auch anders darauf reagieren als jemand, der vielleicht einen sehr aktiven Lebensstil hat.
- 8:38SPEAKER_03: Ja, klar.
- 8:38SPEAKER_03: Und es kommt ja auch immer darauf an, sozusagen, also wie dein Grundsetting schon ist und was du sonst noch außer dem Fleisch zuführst.
- 8:47SPEAKER_01: Ja, genau.
- 8:49SPEAKER_01: Aber ich glaube, was halt auch wichtig ist, was du dann auch noch gesagt hast, ist, dass halt irgendwie so tierische Produkte oder auch Fleisch vor allen Dingen halt irgendwie auch in unserem Magen-Darm-Trakt halt zu Problemen führen können, wenn sie halt in höherer Konzentration einfach vorhanden sind.
- 9:08SPEAKER_01: Weil sie dann halt einfach so, genauso wie du wirkst, halt irgendwie als Radikalproduzierer im Magen-Darm-Trakt, aber auch halt dann vor allen Dingen in den Gefäßen halt zu Problemen führen können.
- 9:20SPEAKER_01: Und deswegen steht es ja eigentlich auch, sag ich mal, sehr hoher Fleischkonsum steht ja auch vor allen Dingen im Verdacht mit Magenkrebs, oder?
- 9:29SPEAKER_03: Ja, man muss sagen, eigentlich vor allem, also gastrointestinal insgesamt, also das bedeutet von Speiseröhre bis Enddarm.
- 9:38SPEAKER_03: Aber vor allem tatsächlich Kolon, also Dickdarm, was halt, aber auch muss man, das sind halt immer so die Einschränkungen der epidemiologischen Studien, auch einfach die, ich glaube, dritthäufigste Krebsart bei uns Menschen ist, oder vierthäufigste insgesamt.
- 9:57SPEAKER_03: Und dann ist da natürlich die Verbindung leichter zu ziehen als jetzt zum Hagenkrebs, der relativ selten ist, muss man sagen, außer in China.
- 10:09SPEAKER_01: Ja, und ich glaube, also was du ansprichst jetzt mit den epidemiologischen Studien, ich glaube, dass es wahrscheinlich schon sinnvoll ist, dass wir es jetzt schon einmal ganz kurz diskutieren, weil sich das wie ein roter Faden durch diese Folge ziehen wird.
- 10:21SPEAKER_01: Das Problem ist einfach, dass epidemiologische Studien halt irgendwie meistens einen Querschnitt machen.
- 10:27SPEAKER_01: Das heißt, man guckt sich halt Leute an zu einem bestimmten Zeitpunkt und kontrolliert die dann über einen langen Zeitraum im optimalen Fall, dass es dann irgendwie, dass man zwei Zeitpunkte hat, wo man misst.
- 10:40SPEAKER_01: Meistens ist es aber so, dass man sich halt häufig auch nur retrospektiv anguckt.
- 10:45SPEAKER_01: Das heißt, dass man irgendwie zurückverfolgen möchte, was halt irgendwie passiert ist mit den Probanden.
- 10:52SPEAKER_01: Und dabei ist es halt ganz schwierig oder eigentlich unmöglich, irgendwelche Begleitsachen auszuschließen.
- 10:58SPEAKER_01: Und da gibt es zum Beispiel zwei relativ große Studien, die halt auch kardiovaskuläre Erkrankungen mit Fleischkonsum in Verbindung gesetzt haben.
- 11:08SPEAKER_01: Diese, ich glaube, America Heart Study oder so hieß die.
- 11:11SPEAKER_01: Und dabei konnte halt nicht wirklich ausgeschlossen werden, dass Leute, die sich deutlich mehr Fleisch gegessen haben, dass die nicht auch parallel dazu vorwiegend ganz einfache Kohlenhydrate konsumiert haben und sich einfach generell vom Lebensziel ungesünderen als Leute, die halt irgendwie sich weniger Fleisch gegessen haben und vielleicht einfach auch generell sich gesünder ernährt haben.
- 11:33SPEAKER_01: Das ist halt immer so ein bisschen die Krux der Sache.
- 11:35SPEAKER_03: Ja, und besonders bei den Veganern muss man halt sagen, oder allen Studien, die eben vegane Ernährungsformen mit einbeziehen, hat man eigentlich immer die Bias dadurch, dass sich Veganer per se, muss man sagen, bewusster ernähren und dadurch meistens eigentlich auch gesünder.
- 11:59SPEAKER_03: Natürlich nicht immer, aber das ist auf jeden Fall eine Bias, die nicht auszuschließen ist.
- 12:06SPEAKER_03: Und wenn man irgendwie eben epidemiologische Studien macht, dann hat man halt keine Kontrolle über alle anderen Faktoren und vor allem zeigt man keine Kausalität.
- 12:18SPEAKER_03: Man zeigt halt nur Korrelation, aber das heißt nicht, dass das jetzt nur an der veganen Ernährung liegt, wenn man Effekte sieht.
- 12:27SPEAKER_03: Und das ist halt auch.
- 12:28SPEAKER_01: Erklärung.
- 12:29SPEAKER_01: Erklärung bitte, das ist nämlich irgendwie gerade so die Quintessenz von allen wissenschaftlichen Studien.
- 12:34SPEAKER_01: Und wenn du jetzt sagst, irgendwie, ja, Korrelation ist keine Kausalität, was heißt das?
- 12:39SPEAKER_01: Das ist super, super wichtig.
- 12:41SPEAKER_03: Ja, also wenn ich jetzt zum Beispiel, bestes Beispiel finde ich, jetzt auch gerade im veganen Setting, es gibt zum Beispiel, also eine der bekanntesten Studien zu veganer Ernährung ist die Adventist Health Study und gibt es in Versionen 1 und 2.
- 13:00SPEAKER_03: So, und die Adventist Health Study 1 hat tatsächlich 34.000 Leute eingeschlossen, tatsächlich Adventisten, die halt, ich sag mal, alle einen relativ ähnlichen Lebensstil ansonsten haben und haben die eben verglichen zwischen vegan, vegetarisch und omnivor.
- 13:27SPEAKER_03: Und da muss man sagen, die haben wenig Störfaktoren.
- 13:34SPEAKER_03: Die wurden alle gematcht zwischen sozusagen Alter, BMI, Vorerkrankung, Sport.
- 13:45SPEAKER_03: Und dann hat man die über, ich glaube, 20 Jahre lang beobachtet und hat dann am Ende gefunden, dass die vegan lebenden Adventisten zum Beispiel ein 50 Prozent geringeres Risiko für Diabetes mellitus hatten als die Omnivoren.
- 14:08SPEAKER_03: So, und jetzt könnte man natürlich sagen, der einzige Grund, warum diese Veganer oder ein geringes Risiko haben, ist ihr Verzicht auf Fleisch.
- 14:21SPEAKER_03: Und dann würde man sagen, der Grund ist aufgrund unserer, der Grund dafür ist die vegane Ernährung, weil das miteinander in Bezug steht, also korreliert.
- 14:35SPEAKER_03: Das hat aber überhaupt keine wissenschaftliche Grundlage in Bezug auf zum Beispiel, was nehmen die jetzt auf, was essen die genau, was bringt das in unserem Organismus für Benefits oder nicht, sondern es ist nur eine reine Beobachtung.
- 14:53SPEAKER_03: Aber es ist keine methodische, mechanistische Beweis.
- 15:03SPEAKER_03: Also ich habe jetzt nicht, ich kann jetzt nicht sagen, du ernährst dich ab jetzt vegan, deswegen weiß ich ganz genau, du wirst keinen Diabetes kriegen.
- 15:13SPEAKER_03: Weil ich eben keinen Mechanismus dadurch beschrieben habe, sondern wirklich nur einen reinen Zusammenhang.
- 15:20SPEAKER_01: Genau, also man muss nur weil man einen Zusammenhang sieht zwischen irgendwie zwei verschiedenen Faktoren, heißt das nicht, dass es Ursache und Effekt ist.
- 15:29SPEAKER_01: Das ist, glaube ich, so die Quintessenz des Ganzen und das, was du gerade auch beschreibst.
- 15:34SPEAKER_01: Dass wenn man jetzt zum Beispiel, man sagt jetzt irgendwie, Rauchen verursacht Krebs.
- 15:43SPEAKER_01: Rauchen verursacht Krebs, ist prinzipiell haben wir dabei irgendwie was, was das verursacht.
- 15:50SPEAKER_01: Wir wissen, welche Enzyme dabei beteiligt sind, wir wissen irgendwie, wir können einen Mechanismus dahinter, der ganz genau das beschreibt und deswegen ist es zwar auch noch keine Kausalität, aber es macht irgendwie Sinn von vielen Dingen her, die halt irgendwie darauf hindeuten und auch nicht nur epidemiologische Studien zeigen das, sondern einfach auch ja, Interventionsstudien gibt es nicht.
- 16:13SPEAKER_01: Das war jetzt auch wieder irgendwie ein Engpass, aber das macht irgendwie so, das zeigt schon, wie schwierig das ist, das irgendwie genau nachzuweisen, dass bestimmte Dinge Sachen auslösen.
- 16:21SPEAKER_01: Aber sagen wir, wir haben jetzt ein.
- 16:23SPEAKER_03: Man kann sie auch ganz einfach zeigen, äh, ganz einfach erklären, ich habe jetzt diesen Veganer und den Omnivoren beobachtet und ich sage sozusagen in meiner Studie, der einzige Unterschied ist, Fleischkonsum ja oder nein oder tierische Produkte werden konsumiert, ja oder nein.
- 16:42SPEAKER_03: Aber ich habe dann ja überhaupt nicht ausgeschlossen, dass der Veganer vielleicht auch ansonsten super gesund lebt und statt Gummibären und Schokolade lieber einen Apfel ist und der Omnivore aber zum Frühstück schon seine Coke Zero am besten noch trinkt und zum Nachtisch jedes Mal noch eine Tüte Gummibären ist.
- 17:13SPEAKER_03: Und dann ist ja irgendwie klar, dass die ein verschiedenes und unterschiedliches Risiko für Diabetes haben, weil da haben wir ja letztes Mal auch darüber geredet, dass halt eben der Konsum von zu vielen einfachen Kohlenhydraten das steigern kann.
- 17:29SPEAKER_03: Und das hat aber ja nichts mit veganer Ernährung zu tun.
- 17:32SPEAKER_03: Trotzdem, wenn ich jetzt diese Studie lese, sage ich, es kommt eine Korrelation zwischen vegan und nicht-vegan und dem Diabetesvorkommen.
- 17:45SPEAKER_03: Und das sind halt so Sachen, dass man da einfach, ja, die man einfach mit einbeziehen muss bei dem Lesen dieser Studien, die man aber halt so auch einfach vernachlässigen kann, wenn man sagen möchte, der Veganer ist auf jeden Fall viel gesünder.
- 18:06SPEAKER_01: Genau.
- 18:07SPEAKER_01: Also man kann einfach die Begleitfaktoren dabei nie rausziehen.
- 18:10SPEAKER_01: Und das, was du gerade gesagt hast, ist halt dieses Gewissen oder wie man sich halt ernährt, das hat ja auch viel mit irgendwie Gewissenhaftigkeit zu tun.
- 18:18SPEAKER_01: Und wenn man sich einfach die generelle Population anguckt und man betrachtet zum Beispiel Veganer, die sich natürlich irgendwie mit ihrer Ernährung auseinandergesetzt haben, weil sonst wären sie nicht Veganer und man betrachtet die mit jemandem, der normal sich ernährt, dann ist das halt immer schon ein riesengroßer Bias.
- 18:34SPEAKER_03: Ja.
- 18:35SPEAKER_03: Ja.
- 18:37SPEAKER_03: Und was ich halt auch interessant finde, ist, wenn man jetzt, also bei dieser Adventist Health Study, wenn man sich die gematchte Studie anguckt, wo man sozusagen, ich sag mal, biologisch ähnliche Leute mit zwei verschiedenen Ernährungsformen anguckt, dann sieht man halt eben diese Risikoreduktion von diesen chronischen Erkrankungen.
- 19:00SPEAKER_03: Wenn man sich aber die Adventist Health Study 2 anguckt, die einfach nochmal viermal so viele Leute eingeschlossen hat, nämlich über 1200, 1300 130.000, so viel waren es, Leute, die ungematcht waren, da sieht man einfach gar keinen Effekt.
- 19:23SPEAKER_03: Nirgendwo.
- 19:24SPEAKER_03: Und das ist halt schon auch krass.
- 19:27SPEAKER_01: Was heißt ungematcht?
- 19:28SPEAKER_01: Also die sich nicht unterteilt haben in Karnivor, Omnivor.
- 19:31SPEAKER_03: Doch, doch, die haben sich unterteilt.
- 19:33SPEAKER_03: Nein, das ist natürlich.
- 19:35SPEAKER_03: Die waren sozusagen, du hattest die drei Gruppen, Vegan, Vegetarier und Omnivor.
- 19:40SPEAKER_03: Und du hast da sozusagen die gesamte Gruppe angeguckt.
- 19:44SPEAKER_03: Und nicht nur verglichen zwischen einem Veganer und einem Vegetarier und einem Omnivor, die biologisch ähnlich waren, sondern du hast die gesamten großen Gruppen dir angeguckt.
- 19:58SPEAKER_03: Und dann siehst du halt nicht mehr diese Risikoreduktion.
- 20:05SPEAKER_03: Das heißt, im Durchschnitt sozusagen, im großen Durchschnitt hast du keine Unterschiede.
- 20:12SPEAKER_03: Während du nur Unterschiede hast, wenn du dir Leute mit gleicher Konstitution und Vorerkrankung oder was auch immer anguckst.
- 20:22SPEAKER_00: Okay.
- 20:23SPEAKER_03: Und das zeigt halt auch nochmal, wie shaky so eine Korrelation und Kausalität in epidemiologischen Studien sein kann.
- 20:35SPEAKER_01: Ja, total.
- 20:36SPEAKER_01: Und auch, ich meine, es gibt dann auch noch andere große Studien, die ja auch, sag ich mal, sich so diese Centenarians angeguckt haben, also Leute, die halt über 100 werden und die, es gibt ja so bestimmte geografische Bezirke, wo man halt mehr auftreten von solchen Fitz.
- 20:58SPEAKER_01: Bitte?
- 20:59SPEAKER_01: Die Blue Zones.
- 21:00SPEAKER_01: Die Blue Zones, genau.
- 21:02SPEAKER_01: Richtig.
- 21:02SPEAKER_01: Und das eine ist irgendwie in Japan, das andere war irgendwie in Italien.
- 21:05SPEAKER_01: Und dann gibt es auch, glaube ich, in Amerika noch so einen Bereich, der auch irgendwie auch bei so einer Bestimmung.
- 21:11SPEAKER_00: Das ist auch irgendeine Sekte.
- 21:14unknown: Ja, genau.
- 21:15SPEAKER_01: Ja, und man muss halt auch dazu sagen, dass da erstens es auch so ist, dass es super schwierig ist, da solche Lebensstilfaktoren rauszurechnen, weil ja zum Beispiel diese Sekte in Kalifornien, die sind halt total aktiv, ihr ganzes Leben lang, die leben irgendwie für ihre Gemeinschaft, ihr ganzes Leben lang, die sind halt total eingegliedert und kommen nicht irgendwie mit 85 ins Fegeheim und tschüss, sondern das ist halt irgendwie was, was einfach komplett anders ist als in anderen Bereichen.
- 21:44SPEAKER_01: Das ist super schwierig rauszurechnen.
- 21:45SPEAKER_01: Und das andere ist, das wird halt immer gesagt, dass die halt sich vegan ernähren, aber das stimmt auch zum Großteil nicht.
- 21:52SPEAKER_01: Also die haben auch immer mal irgendwie ein Fest oder sonst was, wo sie halt, außer jetzt, glaube ich, diese Sekte in Amerika, auch mal irgendwie Fleisch oder Tyrannus.
- 22:00SPEAKER_01: Produkte zu sich nehmen.
- 22:01SPEAKER_03: Und also man kann das nicht, dass man das jetzt denkt, dass alle Blueso uns vegan leben, das stimmt nicht.
- 22:08SPEAKER_03: Also zum Beispiel Japan, die sind ja super reichhaltige oder was heißt reichhaltige, aber die essen ja total viele Meeresfrüchte sind ja auf jeden Fall keine Veganer.
- 22:21SPEAKER_03: Und in Italien, ich weiß gar nicht mehr in welcher, das war irgendein Bergdorf.
- 22:27SPEAKER_03: Das sind auf jeden Fall auch keine Veganer.
- 22:29SPEAKER_01: Nein, die sind auf gar keinen Fall Veganer.
- 22:34SPEAKER_01: Da denken die auch bestimmt nicht drüber nach, dass sie jetzt Veganer sind.
- 22:37SPEAKER_01: Also das kann ich mir nicht vorstellen.
- 22:38SPEAKER_01: Bolognese gibt es jetzt nicht mehr.
- 22:41SPEAKER_01: Genau.
- 22:42SPEAKER_01: Ja.
- 22:43SPEAKER_01: Nee.
- 22:44SPEAKER_01: Aber ich glaube, damit, also worauf wir echt nochmal so, darauf ich jetzt abziehen sollten, ist, dass es einen Riesenunterschied macht, ob man sich gewissenhaft mit seiner Ernährung beschäftigt oder halt nicht.
- 22:55SPEAKER_03: Genau.
- 22:56SPEAKER_03: Und ich glaube, das ist sozusagen, das ist wirklich der große Benefit der Veganer, dass sie halt nicht irgendwas essen, sondern dass sie sich halt mit ihrem Essen dezidiert auseinandersetzen.
- 23:09SPEAKER_01: Genau.
- 23:10SPEAKER_01: Aber, oder beziehungsweise eigentlich wollten wir jetzt erstmal über unsere eigenen Erfahrungen reden, oder?
- 23:15SPEAKER_03: Ja, ich finde, wir können aber eigentlich, ja, können wir auch gerne, aber wir können vielleicht einmal nochmal sagen, warum oder was sich genau in der veganen Ernährung von der omniboren Ernährung unterscheidet, was so bestimmte Stoffe angeht.
- 23:30SPEAKER_03: Weil ich finde, das ist eigentlich auch ganz wichtig.
- 23:34SPEAKER_01: Ja, finde ich auch gut.
- 23:36SPEAKER_01: Auf jeden Fall.
- 23:38SPEAKER_01: Also mir fallen, ich sag mal, also mir fallen jetzt so per se so drei Sachen ein, die ich irgendwie interessant finde.
- 23:46SPEAKER_01: Das eine ist halt irgendwie das Protein.
- 23:49SPEAKER_01: Es ist ein anderes Protein als in der pflanzlichen Ernährung.
- 23:52SPEAKER_01: Es ist ein Protein, was nicht so einen krassen, vielleicht anabolen Effekt hat, weil wir halt meistens von der Aminosäurenzusammensetzung manche Aminosäuren halt fehlen.
- 24:07SPEAKER_01: Oder ist es einfach so, dass die ja, also dass man meistens irgendwie im tierischen Produkt, wenn man ein Protein mit drin hat, ist es einfach anders verpackt.
- 24:18SPEAKER_01: Darf ich dir da widersprechen?
- 24:21SPEAKER_01: Ja.
- 24:21SPEAKER_03: Also es ist anders verpackt, sehe ich auch so, aber letztendlich ist es das gleiche Protein.
- 24:27SPEAKER_03: Du musst nur anders drauf achten, dass du alle Bestandteile bekommst, würde ich sagen.
- 24:34SPEAKER_01: Ja, aber wenn du dir jetzt zum Beispiel, ich sag mal, ich nehme da immer so MTOR als Marker.
- 24:40SPEAKER_01: Also EmTOR haben wir ja auch schon mal drüber gesprochen, MTOR ist irgendwie so Zellregulator.
- 24:45SPEAKER_04: MTOR ist Golus Lieblingssignal.
- 24:49SPEAKER_01: Ja, definitiv.
- 24:51SPEAKER_01: EmTor ist halt irgendwie so ein Enzym, was halt dafür sorgt, dass sich unsere Zellen teilen, dass wir einen Anabolen, einen Stimulus haben, dass sich irgendwie alles aufbaut.
- 24:59SPEAKER_01: Und da ist, wenn man emtirisches Protein nimmt, ein pflanzliches Protein nimmt, ist die Emtoraktivierung eigentlich nicht so hoch, wie man jetzt irgendwie Entirisches nimmt.
- 25:09SPEAKER_03: Ja, aber das hängt nicht nur vom Protein ab.
- 25:12SPEAKER_03: Also Emtor ist ja auch zum Beispiel abhängig vom Insulin Growth Factor und anderen Wachstumsstimulantien und das ist letztendlich auch viel mehr in Fleisch vorhanden, weil du ja eben diese Masthaltung hast als in einem Stück Tofu.
- 25:31SPEAKER_03: Also das ist, das würde ich sagen, liegt nicht nur am Protein.
- 25:35SPEAKER_01: Ihr merkt schon wieder, es wird richtig nerdy heute.
- 25:38SPEAKER_03: Sorry.
- 25:38SPEAKER_01: Ich habe damit angefangen, also sorry.
- 25:42SPEAKER_03: Aber zu den Proteinen, also ich finde halt, das wird ja immer, also das ist ja wirklich das erste Ding, was irgendwie angegriffen wird, wenn über vegane Ernährung geredet wird.
- 25:54SPEAKER_03: Das heißt, ja, aber Veganer kriegen nicht genug Protein oder nicht so gutes Protein.
- 26:01SPEAKER_01: Das würde ich eigentlich damit gar nicht sagen.
- 26:02SPEAKER_01: Achso, das habe ich so.
- 26:03SPEAKER_01: Also ich will damit eher, also schon teilweise, aber ich sehe das eher als einen positiven Aspekt an, dass das Protein vielleicht, dass es halt auch ganz gut ist, dass es von der Aminosäurezusammensetzung vielleicht gerade nicht alles immer bereit hat.
- 26:19SPEAKER_01: Und dass man halt dadurch, sag ich mal so, von der Zellteilung her und von sonst was eher einen positiven Aspekt hat.
- 26:26SPEAKER_02: Weil du hast kein Überangebot, ne?
- 26:28SPEAKER_02: Ja.
- 26:29SPEAKER_01: Genau.
- 26:29SPEAKER_01: Weil wir ja auch darüber gesprochen haben, dass es vielleicht manchmal auch gar nicht so gut ist, dass wir dauerhaft mit unseren Zellen denen komplett alles geben immer.
- 26:37SPEAKER_03: Ja, das stimmt.
- 26:38SPEAKER_03: Ja, da hast recht.
- 26:40SPEAKER_03: Aber ich finde, aber trotzdem, das müssen wir mal ausführen, mit dieser, was ja viele dann immer ansprechen, ist so die biologische Wertigkeit von Proteinen.
- 26:48SPEAKER_03: Und die biologische Wertigkeit beschreibt ihr sozusagen, wie groß der Anteil der essentiellen Aminosäuren, also die Aminosäuren, die wir nicht selber bilden können, da drin ist in dem Stück Protein, was wir zu uns nehmen.
- 27:09SPEAKER_03: Und klar, wenn wir jetzt irgendwie ein Stück Rindfleisch essen, dann ist die Wertigkeit sozusagen bei 100 Prozent, weil der Rindfleischmuskel hat halt letztendlich alle Aminosäuren, die auch unser Muskel braucht oder unser Körper, weil wir einfach dem sehr ähnlich sind.
- 27:31SPEAKER_03: Und wenn wir jetzt eine Bohne essen, dann hat die halt nur eine Proteinwertigkeit von, je nachdem welche Bohne, zwischen 70 und 30 Prozent, weil eben die Zusammensetzung der Aminosäuren anders ist.
- 27:47SPEAKER_03: Aber wenn man sich damit halt ein bisschen auseinandersetzt und einfach verschiedene, zum Beispiel Bohnen kombiniert, dann kannst du auch zu deiner am Ende hundertprozentigen Wertigkeit kommen des Proteins.
- 27:59SPEAKER_03: Und deswegen finde ich, es ist Quatsch zu sagen, als Veganer kann man nicht genug oder nicht das richtige Protein essen.
- 28:07SPEAKER_01: Nee, das wollte ich damit auch nicht sagen.
- 28:09SPEAKER_01: Wie gesagt, es ging mir eher so um diesen einfach den Unterschied nochmal darzustellen zwischen pflanzlichen und tierischen Proteinen.
- 28:17SPEAKER_01: Ich wollte damit keine Werte, ich wollte damit nicht sagen, dass mir als Veganer nicht da ist.
- 28:25SPEAKER_01: Genau, minderwertig.
- 28:26SPEAKER_01: Eat your protein.
- 28:27SPEAKER_01: Das ist ja auch so typisch bei den Amerikanern, so eat your protein, eat your protein.
- 28:31SPEAKER_01: Das ist das Wichtigste auf der ganzen Welt.
- 28:34SPEAKER_01: Nee, das wollte ich damit auf jeden Fall nicht sagen.
- 28:37SPEAKER_04: Okay.
- 28:38SPEAKER_01: Okay.
- 28:40SPEAKER_04: Aber nochmal.
- 28:42SPEAKER_01: Ja, wenn du jetzt so eine Bohne hast, dann nimmt man natürlich da auch immer Ballaststoffe mit auf, die man, sage ich jetzt mal, wenn man tierische Produkte mehr isst, nicht aufnimmt.
- 28:53SPEAKER_01: Und das ist auch eher natürlich ein Vorteil.
- 28:55SPEAKER_03: Genau.
- 28:57SPEAKER_03: Ja, definitiv.
- 28:59SPEAKER_01: Zum Großteil.
- 29:04SPEAKER_03: Das ist ja, also wirklich, also Veganer nehmen halt deutlich mehr bioaktive Substanzen auf, also Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und auch Probiotika als jetzt ein omnivorer, ich hätte jetzt fast gesagt Patient, Proband.
- 29:21SPEAKER_03: Und das ist definitiv als positiv anzusehen, weil das eben alles für einen guten Stoffwechsel, für einen gesunden Körper, eben unterstützend wirkt.
- 29:34SPEAKER_03: Definitiv.
- 29:36SPEAKER_01: Ja.
- 29:37SPEAKER_01: Würde ich auch so sehen.
- 29:38SPEAKER_01: Also bei 99,9999 Prozent würde ich dem zustimmen, was du gerade gesagt hast.
- 29:45SPEAKER_03: Und was ist mit dem letzten 0,001 Prozent?
- 29:48SPEAKER_01: Ich glaube, für manche Leute, die Probleme mit ihrem Magen-Darm-Trakt haben und vielleicht auch bei gewissen Autoimmunerkrankungen kann es sinnvoll sein, auf gewisse Ballaststoffe zu verzichten und vielleicht auch mal eine ganz andere Ernährungsform aufzuprobieren.
- 30:03SPEAKER_01: Ja.
- 30:04SPEAKER_01: Das ist ja auch so ein bisschen.
- 30:05SPEAKER_02: Das kann definitiv sein, aber das habe ich ja auch nicht bestritten.
- 30:09SPEAKER_01: Ja, du wolltest aber den 0,0001.
- 30:12SPEAKER_01: Und bei zum Beispiel bei Athleten, also da können wir gleich dann nochmal bei mir eigenen Erfahrungen darüber berichten, kann es auch manchmal nicht, also kann es auch definitiv manchmal sinnvoll sein, Ballaststoffe zu gewissen Tageszeiten nicht zu konsumieren.
- 30:28SPEAKER_01: Also morgens, mittags, abends Salat und dazwischen Training-Sessions, ich würde sagen, suboptimal.
- 30:36SPEAKER_03: Nicht so gut.
- 30:37SPEAKER_03: Nein.
- 30:39SPEAKER_03: Ja, aber was, um das einmal zu Ende zu führen, neben diesen bioaktiven Substanzen haben natürlich Veganer in ihrer Ernährung auch nochmal auch noch deutlich mehr Antioxidantien, Magnesium und Folat, einfach durch den hohen Blattgemüseanteil oder Gemüseanteil.
- 30:58SPEAKER_01: Willst du jetzt sagen, dass Antioxidantien, Magnesium und Folat sind?
- 31:02SPEAKER_01: Oder wolltest du jetzt sagen, Antioxidantien und Magnesium und Folat?
- 31:05SPEAKER_04: Und heute sind wir ein bisschen auf Krawall gegeben.
- 31:11SPEAKER_01: Ja, du hast damals auch geklugscheiß, als ich Sache.
- 31:14SPEAKER_01: Deswegen wollte ich da einfach nur eine kleinere Tourkurte mal machen.
- 31:17SPEAKER_03: Merkst du schon, Klugscheißer Leonie kriegt langsam alles zurück.
- 31:23SPEAKER_03: Und was die vegane Ernährung auch mehr hat, ist Omega-6-Fette, die so ein bisschen, ich sag mal, streitbar sind, ob das jetzt nur optimal ist.
- 31:37SPEAKER_03: Und auch tatsächlich mehr dreifach positives Eisen.
- 31:44SPEAKER_03: Aber, jetzt kommst du.
- 31:46SPEAKER_01: Ja, dreifach positives Eisen ist minderwertig.
- 31:50SPEAKER_04: Ja, aber hat man nichts von.
- 31:51SPEAKER_04: Kann man nicht, also so gut wie nichts aufnehmen.
- 31:53SPEAKER_01: Das kann man nicht so gut nämlich.
- 31:54SPEAKER_04: Hat man trotzdem mehr als Veganer.
- 31:56SPEAKER_01: Also wieder was Minderwertiges.
- 31:59unknown: Verdammt.
- 32:01SPEAKER_01: Ja.
- 32:02SPEAKER_01: Also in tierischen Produkten ist vierfach positives Eisen.
- 32:04SPEAKER_01: Das kannst du besser verwerten.
- 32:06SPEAKER_04: Zweifach, aber okay.
- 32:07SPEAKER_01: Zweifach?
- 32:08SPEAKER_01: Ja.
- 32:08SPEAKER_01: Oh ja, siehst du?
- 32:09SPEAKER_01: Danke, Leo.
- 32:15SPEAKER_01: Sehr gut, dann haben wir das ja auf jeden Fall auch schon mal geregelt.
- 32:19SPEAKER_01: Okay, also bevor uns jetzt alle Hörer abgesprungen sind, würde ich sagen, switchen wir mal ganz schnell zu den eigenen Erfahrungen, weil wir haben jetzt echt so viel technisches.
- 32:27SPEAKER_03: Nein, wir müssen noch sagen, wir müssen, ja, wir können gleich kannst du erzählen, wie es war als Veganer.
- 32:32SPEAKER_03: Aber lass uns noch einmal sagen, was man sozusagen weniger hat als Veganer meistens.
- 32:37SPEAKER_01: Ja, okay.
- 32:38SPEAKER_01: Also du hast weniger Cholesterin, das ist ganz klar, weil Cholesterin ist eigentlich nur in tierischen Produkten wirklich großteils vorhanden.
- 32:47SPEAKER_01: Dann hast du, da wir gerade mit dem Eisen das gesprochen haben, hast du tendenziell, nimmst du etwas weniger Eisen auf.
- 32:54SPEAKER_01: Muss aber nicht dramatisch sein.
- 32:55SPEAKER_01: Du hast kein Vitamin B12, was super wichtig ist, also alle Veganer da draußen, bitte substituiert Vitamin B12.
- 33:03SPEAKER_01: Ja, es gibt da gute Produkte.
- 33:06SPEAKER_01: Würde ich nicht oral aufnehmen, hat eine ganz schlechte Bioverfügbarkeit, oral generell.
- 33:10SPEAKER_01: Es gibt andere Methoden.
- 33:11SPEAKER_01: Ja, da können wir später reden.
- 33:14SPEAKER_01: Ja, würde ich auf jeden Fall da empfehlen.
- 33:17SPEAKER_01: Und worauf ich immer noch eingehe, was mir gar nicht so bewusst war, aber es ist mittlerweile ich doch irgendwie relativ wichtig finde, ist noch Karnitin.
- 33:25SPEAKER_01: Das ist noch so ein Fettstoffwechseltransporter, den hat man auch nicht so wirklich als Veganer und das kann halt wichtig sein irgendwie bei Sport.
- 33:33SPEAKER_03: Ja, Karnitin-Kreatin ist natürlich auch echt so eine Sache.
- 33:37SPEAKER_03: Was aber sozusagen auch noch, finde ich, wichtig ist, ist halt Leuzin als essentielle Aminosäure.
- 33:44SPEAKER_03: Ist wirklich schwierig, die aufzunehmen.
- 33:48SPEAKER_03: Da muss man einfach drauf achten bei der Wertigkeit der Proteinquellen, dass man genug Leuzin aufnimmt.
- 33:54SPEAKER_01: So, und jetzt komme ich wieder.
- 33:57SPEAKER_01: Warte, ich guckel das gerade mal eben.
- 33:59SPEAKER_01: Aber Leuzin ist der wichtigste Aktivator von M-Tor neben Glucose.
- 34:04SPEAKER_01: Und deswegen hat natürlich dann auch irgendwie, weil du halt wie weniger Leuzin aufnimmst, da hast du jetzt angefangen.
- 34:10SPEAKER_01: Sorry, Leo.
- 34:11SPEAKER_01: Aber dadurch hat es natürlich dann irgendwie eine Geradevolle.
- 34:15SPEAKER_01: Ja, aber wenn du dich vegan ernährst.
- 34:17SPEAKER_03: Nein, aber wenn du dich vegan gut ernährst, dann hast du ja genug Leuzin.
- 34:21SPEAKER_01: Und wo ist denn Neuzin drin?
- 34:25SPEAKER_03: In Soja, in Erbsen.
- 34:30SPEAKER_00: Okay.
- 34:30SPEAKER_03: Okay, aber was tatsächlich, also jetzt kommen wir nochmal zu dem, was man weniger hat und was immer vergessen wird oder was wirklich kritisch ist, sind tatsächlich Zink und Calcium und Omega-3.
- 34:47SPEAKER_01: Echt?
- 34:49SPEAKER_03: Aber das war mir auch nicht so bewusst, dass das echt so ein Problem ist.
- 34:53SPEAKER_03: Aber gerade Calcium wird halt oft nicht.
- 34:58SPEAKER_03: Ist ja auch richtig, dass man es nicht substituiert eigentlich.
- 35:01SPEAKER_03: Aber wenn man zum Beispiel keine Pflanzendrinks nimmt, die Calcium zugesetzt haben, ist oft Kalziummangel angesagt bei Veganern.
- 35:12SPEAKER_03: Omega-3, glaube ich, achten viele drauf und gucken, dass sie irgendwie ihr Leinöl oder ihre Fischölkapseln oder so zu sich nehmen.
- 35:20SPEAKER_03: Aber Calcium ist wirklich ein Problem anscheinend.
- 35:23SPEAKER_01: Fischekapseln sind aber nicht vegan, ne?
- 35:25SPEAKER_03: Stimmt.
- 35:28SPEAKER_01: Okay.
- 35:29SPEAKER_03: So, jetzt erzähl du mal von deiner veganen Erfahrung.
- 35:33SPEAKER_01: Ja, ich würde auch sagen, lass mal auf eigene Erfahrung sprechen und danach vielleicht nochmal so ein bisschen das, was wir gerade angetriggert haben, das Negative so ein bisschen beleuchten.
- 35:40SPEAKER_01: Ja, also ich war drei Jahre lang vegan.
- 35:45SPEAKER_01: Ich habe damit angefangen 2015, kurz vor Australien, weil mich das so angewidert hat, wie meine Familie sich zu Hause ernährt hat.
- 35:55SPEAKER_01: Irgendwie bei so einem Urlaub.
- 35:57SPEAKER_01: Oh, sorry, Mama.
- 35:58SPEAKER_01: Also es gab irgendwie so typisch auf dem Land, es gibt halt irgendwie immer eine Fleischbeilage zu jeder Sache.
- 36:05SPEAKER_01: Und wir essen ja gar nicht so viel Fleisch, aber da war doch doch irgendwie nochmal so ein bisschen Schinken drin und Hackfleisch und im Hackfleisch war dann, im Hackbraten war da noch Hackfleisch drin.
- 36:13SPEAKER_01: Und das hat mich irgendwie einfach, irgendwann war das einfach so viel, dass ich gesagt habe, ich habe keinen Bock mehr da drauf und habe das halt komplett nichts mehr davon gegessen.
- 36:20SPEAKER_01: Und zuerst habe ich mich mega gut gefühlt, muss ich sagen.
- 36:23SPEAKER_01: So das erste halbe Jahr, das erste Jahr war richtig gut.
- 36:27SPEAKER_01: Ich habe mich, würde ich sagen, auch eigentlich gut ernährt.
- 36:30SPEAKER_01: Also ich habe darauf auch sehr geachtet, was ich so gegessen habe.
- 36:32SPEAKER_01: Ich war jetzt nicht irgendwie so der Orangensaft veganer mit morgens Cornflakes, Hafermilch und dann noch irgendwie das Blase Orangensaft dazu, sondern ich habe es schon probiert, irgendwie relativ variantenreich und, sag ich mal, ganzheitlich zu betrachten.
- 36:52SPEAKER_01: Aber, und ich habe mir auch Vitamin B12, habe ich mir auch gespritzt, habe ich immer so einmal im Jahr so eine Kur gemacht, um damit die Spiegel da irgendwie nicht abgekippt sind.
- 37:01SPEAKER_01: Aber trotzdem hatte ich so nach einem Jahr das Gefühl, dass es nicht mehr so gut ist, irgendwie, generell.
- 37:08SPEAKER_01: Und ich habe das dann immer mal wieder, sag ich mal, ich habe es dann aufrechterhalten, aber ich habe es dann drei Jahre lang durchgezogen.
- 37:16SPEAKER_01: Aber mittlerweile bin ich der Meinung, dass ich mich damit so als Athletes mir nicht so komplett gut bekommen habe, weil ich einfach mittlerweile eine andere Meinung bin.
- 37:28SPEAKER_01: Ich hatte damals auch mega niedrige Cholesterinwerte, immer so von 140, 150 und habe Carnitin zum Beispiel gar nicht berücksichtigt.
- 37:35SPEAKER_01: Und ich glaube zum Beispiel, dass Cholesterin zu niedrige Cholesterinwerte bei Athleten nicht gut sind, auch so wegen unserer Hormonsynthese.
- 37:42SPEAKER_01: Darüber haben wir auch schon mal gesprochen, dass irgendwie Cholesterin so ein Vorläufermolekül ist von vielen von unseren Sexualhormonen, dass das halt vielleicht nicht so optimal ist.
- 37:52SPEAKER_01: Also Cholesterin wird ja irgendwie nur aufgenommen von unserem Körper, wenn wir es halt eigentlich brauchen und zur Verfügung haben, sodass unsere Blut-Colesterinwerte nicht nur was darüber aussagen, wie viel wir Cholesterin in unserer Nahrung zu uns führen, weil du halt irgendwie immer so Transporte haben musst, damit du das irgendwie im Blut transportieren kannst.
- 38:11SPEAKER_01: Und ich glaube aber, dass wenn du dich dauerhaft vegan ernährst und eigentlich fast gar kein Cholesterin zuführst, dass dann vielleicht dein Körper in so eine Situation kommt, wo er nicht mehr genug nachproduzieren kann.
- 38:21SPEAKER_01: Und das glaube ich auch immer noch, dass das sein kann.
- 38:24SPEAKER_01: Gerade bei Athleten, ne?
- 38:26SPEAKER_01: Also jetzt vielleicht nicht bei jemandem, der nur irgendwie drei, vier, fünf Stunden Sport die Woche macht.
- 38:30SPEAKER_01: Ich habe in der Zeit relativ viel Sport gemacht, habe mich auch irgendwie da zweimal für einen Ironman Hawaii qualifiziert und ja, ich weiß es nicht.
- 38:38SPEAKER_01: Also ich habe es dann sein gelassen, glaube ich, Ende 2017.
- 38:41SPEAKER_01: Also es waren dann so zweieinhalb Jahre, die ich es gemacht habe.
- 38:44SPEAKER_01: Und ich fühle mich seitdem ja so, ich sag mal, was viele Dinge angeht, einfach ein bisschen besser.
- 38:53SPEAKER_03: Ja, spannend.
- 38:54SPEAKER_03: Also es ist, ich glaube, sie machen ja wirklich auch gerade im Ausdauerbereich relativ viele Leute, so auch aus Performance-Gründen eine vegane Ernährung, und ich finde es spannend, dass du sagst, so ein Jahr war gut und dann war so ein Kipp-Moment.
- 39:14SPEAKER_03: Und das passt ja eigentlich auch dazu, dass zum Beispiel Vitamin B12, aber auch andere Spurenelemente, von denen wir eigentlich ein gutes Depot haben im Körper, dass dann einfach irgendwann zu wenig, lange Zeit zu wenig kommt und dass dann bestimmte Sachen einfach fehlen.
- 39:33SPEAKER_03: Und ehrlich gesagt, ist das, glaube ich, auch eine große Krux im Sportbereich, die viele unterschätzen bei der veganen Ernährung.
- 39:41SPEAKER_03: Also, obwohl du das, obwohl du sagst, du hast es irgendwie, bist es gut angegangen und hast irgendwie darauf geachtet, dass du dich gut ernährst.
- 39:49SPEAKER_03: Das finde ich schon krass.
- 39:51SPEAKER_01: Ja, ich finde halt, also ich glaube als Athleten, einerseits hat man halt eigentlich, überlegt man sich ja auch schon, was man, sag ich mal, so isst, die meisten.
- 40:00SPEAKER_01: Das ist halt auf jeden Fall positiv.
- 40:02SPEAKER_01: Aber das andere ist, man hat halt nicht so die gleiche Situation wie jemand, der halt irgendwie keinen Sport macht und nicht vielleicht auch einen viel höheren Umsatz hat, einfach von allem.
- 40:10SPEAKER_02: Ja, ja, genau, ja.
- 40:14SPEAKER_01: Aber du bist doch Vegetarierin.
- 40:16SPEAKER_03: Ja, ich bin Vegetarierin.
- 40:19SPEAKER_03: Und ich habe aber tatsächlich auch eine Zeit lang mit einer veganen Ernährung probiert.
- 40:24SPEAKER_03: Längst nicht so lang und auch echt nicht so strikt wie du.
- 40:29SPEAKER_03: Bei mir war tatsächlich der Auslöser die China Study.
- 40:37SPEAKER_03: Das Buch wurde mir empfohlen, es ist auch tatsächlich eine epidemiologische Studie und hat auch wirklich interessante Ergebnisse, die mich damals erst sehr überzeugt haben.
- 40:51SPEAKER_03: Also um das einmal kurz zu erklären, vielleicht die China Study ist eine groß angelegte epidemiologische Studie gewesen in, ich glaube, 70 Bezirken in China, in der sozusagen zehn Jahre lang das Essverhalten und die Gesundheit der gesamten Bevölkerung dort, oder fast der gesamten Bevölkerung dort, gemonit wurden und dann eben auf Korrelationen zu bestimmten Erkrankungen untersucht wurden.
- 41:24SPEAKER_03: Und ein Aspekt davon war, oder generell die Leute, die das dann publiziert haben, das waren Thomas Campbell vor allem, der hat halt gesagt, je weiter sozusagen die Bezirke im Land verteilt waren, also weg von der Industrialisierung, desto weniger bzw.
- 41:52SPEAKER_03: oder gar nicht mehr wurden halt eben tierische Produkte gegessen und man hat halt gesehen, dass sozusagen damit dann auch Krebserkrankungen, koronare Herzerkrankungen, Diabetes, Autoimmunerkrankungen und auch Osteoporose abnehmen und auch Demenz.
- 42:09SPEAKER_03: Also eigentlich sozusagen alle Erkrankungen der industriellen Gesellschaft und der hat es halt nur darauf bezogen, dass vor allem das Protein aus Milchprodukten, Casein vor allem, dazu führt, dass unterschiedliche Sachen passieren.
- 42:34SPEAKER_03: Und das, was mich halt am ehesten überzeugt hat, war halt, dass Casein die Knochengesundheit schädigt.
- 42:43SPEAKER_03: Und ich glaube, es wissen irgendwie inzwischen ziemlich viele, dass ich mir schon ziemlich viel gebrochen habe.
- 42:48SPEAKER_03: Und ich habe halt gedacht, okay, dann versuche ich das jetzt einfach mal.
- 42:52SPEAKER_03: Und versuche auf Casein zu verzichten.
- 42:57SPEAKER_03: Ja, und habe halt irgendwie versucht, da vegan zu leben.
- 43:02SPEAKER_03: Ich habe das aber, also ich muss sagen, ich habe überhaupt kein Problem damit, auf Fleisch zu verzichten.
- 43:07SPEAKER_03: Das fehlt mir einfach nicht, aber ich esse wirklich gerne Fisch, nicht oft, aber ich esse gerne, deswegen habe ich da auch von vornherein nicht drauf verzichten wollen, weil ich finde, Fisch hat halt auch einfach viele gesundheitsfördernde Aspekte und ich mag es einfach.
- 43:23SPEAKER_03: Und ich esse aber auch wirklich gerne Käse.
- 43:30SPEAKER_03: Und auf Joghurt oder Milch zu verzichten habe ich auch kein Problem mit.
- 43:37SPEAKER_03: Da finde ich super gute Alternativen und die esse ich auch immer noch.
- 43:41SPEAKER_03: Eigentlich nur.
- 43:43SPEAKER_03: Aber ich habe, also ja, ich esse wirklich gerne Käse.
- 43:48SPEAKER_03: Und dann habe ich mich halt da, ich glaube, so drei Monate wirklich vegan gelebt.
- 43:55SPEAKER_03: Und dann waren aber halt auch so Sachen, weil ich zum Beispiel in Indien leben.
- 44:00SPEAKER_03: Längere Zeit und da wurde halt jeden Tag für uns gekocht und dann wollte ich nicht sagen, ah nee, das esse ich nicht, das esse ich nicht.
- 44:05SPEAKER_03: Da habe ich teilweise sogar Fleisch auch gegessen.
- 44:09SPEAKER_03: Und das war mir zum einen halt.
- 44:12SPEAKER_01: Die essen doch fast gar kein Fleisch, oder?
- 44:13SPEAKER_03: Ja, aber die, also die haben halt, na gut, also so Hühnchen, so esse ich schon viel.
- 44:22SPEAKER_03: Und die haben halt auch gedacht, so ja, jetzt kommen hier irgendwie Europäer und so, dann müssen wir was Besonderes kochen.
- 44:28SPEAKER_03: So war das schon oft.
- 44:30SPEAKER_03: Also die haben sich halt wirklich voll Mühe gegeben.
- 44:33SPEAKER_03: Das war, das war wirklich, also ja, war wirklich, war halt für die voll das Happening, dass sie irgendwie so Europäer bei denen irgendwie im Krankenhaus rumgelungert haben.
- 44:46SPEAKER_03: Und dann wollte ich auf keinen Fall sagen, ja, sorry, nee, das esse ich jetzt nicht.
- 44:53SPEAKER_01: Ja, wenn ich da ganz kurz dazwischenhake, das war auch bei mir, als ich Veganer war.
- 44:57SPEAKER_01: In der Zeit habe ich trotzdem über Weihnachten den Braten gegessen, den meine Mama gemacht hat, weil das für sie einfach auch so voll das Happening war.
- 45:08SPEAKER_01: Und natürlich für mich auch.
- 45:10SPEAKER_01: Aber ich finde, das ist auch dann so dieses Radikale, total schwierig.
- 45:16SPEAKER_01: Es ist wirklich schwierig.
- 45:17SPEAKER_01: Somit diese selbst.
- 45:19SPEAKER_01: Da verstehe ich auch die Leute nicht.
- 45:20SPEAKER_01: Also ich meine, wenn man das aus ethischer Sicht macht, ist das was anderes, finde ich noch.
- 45:25SPEAKER_01: Oder aus religiöser Sicht vielleicht, dass man halt sagt, okay, Tierwohl, wie auch immer, klar, kann ich absolut nachvollziehen.
- 45:32SPEAKER_01: Aber jetzt aus gesundheitlicher Sicht dann so das radikal so zu sagen, okay, also an Weihnachten oder sonst was, wenn sich jemand Mühe gegeben hat und das zubereitet hat, dann halt irgendwie eiskalt zu sagen, nee, das esse ich nicht, auf gar keinen Fall.
- 45:47SPEAKER_01: Ich esse hier nur mein Tofu-Brötchen.
- 45:50SPEAKER_03: Ja, also das finde ich, das finde ich ganz, ganz schwierig.
- 45:53SPEAKER_03: Das finde ich wirklich ganz, ganz schwierig.
- 45:57SPEAKER_03: Wenn man das zu Hause macht und so ist eine Sache, aber wenn man eingeladen ist, finde ich, ja, weiß ich nicht.
- 46:02SPEAKER_03: Naja, auf jeden Fall damit habe ich mich wirklich schwer getan.
- 46:05SPEAKER_03: Und dann der andere Aspekt war für mich halt einfach, so, ich habe halt, ich habe das glaube ich nicht so dezidiert gemacht wie du.
- 46:17SPEAKER_03: Also ich habe zum Beispiel so gut wie kein Vitamin B12 substituiert, weil, also ich, da kann man jetzt sagen, die kriege ich die Leben nicht auf der Kette, aber ich habe es einfach nicht geschafft, jeden Tag Vitamin B12 zu Tabletten zu nehmen.
- 46:32SPEAKER_03: Also ich habe mir keine Injektion gegeben, sondern ich hatte halt mir Tabletten besorgt.
- 46:35SPEAKER_03: Ich habe es einfach nicht, ich habe es einfach vergessen.
- 46:38SPEAKER_03: Und ich habe auch irgendwie, ich habe auch keinen Bock, jeden Tag irgendwas zu ergänzen.
- 46:43SPEAKER_03: Da habe ich einfach keinen Bock drauf.
- 46:45SPEAKER_03: Ich finde halt, eine gesunde Ernährung muss aus Nahrung kommen und nicht aus Tabletten.
- 46:52SPEAKER_03: Und da habe ich gedacht, ich versuche das erstmal ohne, ich habe da keinen Bock drauf.
- 46:56SPEAKER_03: Und das hat mir schon auch, also am Ende, glaube ich, nicht mehr so gut getan, hatte ich so das Gefühl.
- 47:03SPEAKER_03: Und ich habe einfach Käse vermisst und dann habe ich mich irgendwie nochmal so mit dieser Studie noch mehr auseinandergesetzt und habe halt irgendwie nochmal ein bisschen drumherum gelesen und letztendlich hat die halt super viele statistische Fehler tatsächlich.
- 47:17SPEAKER_03: Und es ist am Ende auch nur eine Korrelation und keine richtige Kausalität.
- 47:21SPEAKER_03: Also es konnte in Mausmodellen nicht so richtig belegt werden.
- 47:28SPEAKER_03: Ja.
- 47:30SPEAKER_03: Und dann habe ich es wieder gelassen und bin sehr glücklich damit.
- 47:33SPEAKER_03: Also ich muss sagen, ich ziehe für jedem, der aus ethischen Gründen sich vegan ernährt, meinen Hut.
- 47:38SPEAKER_03: Finde ich mega gut.
- 47:41SPEAKER_03: Aber ich muss einfach ab zu viel Stück Käse essen.
- 47:46SPEAKER_01: Aber hast du Performance-Benefits bei dir festgestellt?
- 47:50SPEAKER_03: Nee.
- 47:52SPEAKER_03: Also das ist schwierig zu sagen, weil irgendwie in der Zeit, also bei mir war das, ich habe das angefangen Ende 2019 und dann war ich halt irgendwie einen Monat in Afrika, da sind wir halt so, haben wir so Bikepacking gemacht.
- 48:11SPEAKER_03: Das war jetzt nicht so, dass ich irgendwie krass Performance zeigen musste.
- 48:17SPEAKER_03: Und dann war ich halt irgendwie, noch diese Zeit in Indien, da habe ich halt auch keinen Sport gemacht.
- 48:24SPEAKER_03: Und dann kam ich wieder in Hamburg, habe halt Sport gemacht und dann kam Corona.
- 48:32SPEAKER_03: Dann kam Corona, genau.
- 48:34SPEAKER_03: Und deswegen, ich bin mir nicht sicher.
- 48:37SPEAKER_03: Aber so richtig, also ich muss sagen, ich war schon irgendwie mehr müde, was glaube ich halt auch an dem Vitamin B12 lag, könnte ich mir vorstellen.
- 48:47SPEAKER_03: Und auch an dem Eisen vielleicht.
- 48:49SPEAKER_01: Und hast du mal Eisen und Vitamin B12 getrackt?
- 48:54SPEAKER_01: Nee, wahrscheinlich nicht, ne?
- 48:55SPEAKER_03: Nee, ehrlich gesagt nicht.
- 48:57SPEAKER_01: Also ich habe Vitamin B12 oft getrackt, ich sag mal so zwei, dreimal im Jahr.
- 49:03SPEAKER_01: Und das war immer mega gut.
- 49:04SPEAKER_01: Aber ich habe dann halt aus dieser Kur gemacht, weil ich auch keine Lust darauf hatte, irgendwie jeden Tag eine Tablette oder sowas zu stucken.
- 49:10SPEAKER_01: Deswegen habe ich mir irgendwie fünfmal so eine Spritze gesetzt.
- 49:13SPEAKER_03: Aber hast du dann, wie hast du es gemacht, hast du sozusagen fünfmal ein Milligramm im Abstand von zwei Wochen und dann wieder ein Jahr gar nicht?
- 49:21SPEAKER_03: Oder hast du das aufgeteilt mehr?
- 49:25SPEAKER_03: Es gibt ja so zwei verschiedene Sachen.
- 49:27SPEAKER_03: Ich habe das jetzt neulich nochmal für meine Mama nachgelesen.
- 49:31SPEAKER_03: Und die Möglichkeit ist ja sozusagen einmal, wenn du schon Vitamin B12-Mangel hast, dass du sozusagen alle zwei Wochen ein Milligramm intramuskulär spritzt.
- 49:42SPEAKER_03: Und dann bist du sozusagen, dann hast du auf jeden Fall abgedeckt, was ist.
- 49:47SPEAKER_01: Gut, dass du dich damit beschäftigt hast.
- 49:49SPEAKER_01: Also ich kann dir jetzt sagen, was ich gemacht habe.
- 49:50SPEAKER_01: Ich habe mir fünf Tage hintereinander jeden Tag ein Milligramm IM gesetzt.
- 49:54SPEAKER_01: Nein, doch.
- 49:56SPEAKER_01: Klar.
- 49:57SPEAKER_01: Das war ein richtiger Pain.
- 49:59SPEAKER_00: Jeden Tag.
- 50:00SPEAKER_01: Ja.
- 50:02SPEAKER_01: Klar.
- 50:03SPEAKER_03: Okay.
- 50:04SPEAKER_01: Aber ich meine, warum nicht?
- 50:05SPEAKER_01: Also wenn du.
- 50:07SPEAKER_03: Aber hoffentlich immer an einer anderen Stelle, oder?
- 50:10SPEAKER_01: Ja, immer an einer anderen Stelle.
- 50:12SPEAKER_01: Mal Po, mal Oberschenkel.
- 50:13SPEAKER_01: Aber sich selber eine Spritze zu setzen, ist eh ganz, ganz, ganz furchtbar.
- 50:17SPEAKER_04: Ah, ich finde das nicht so schlimm.
- 50:19SPEAKER_01: Ja, aber nichtsdestotrotz, also als Veganer muss man sich definitiv mit seinem Vitamin B12-Haushalt auseinandersetzen.
- 50:26SPEAKER_02: Ja.
- 50:27SPEAKER_01: Auch wenn wir jetzt wahrscheinlich Hassnachrichten kriegen, wenn irgendwelchen Leuten, die dir zeigen, dass es nicht so ist.
- 50:32SPEAKER_01: Trotzdem würde ich mich damit auseinandersetzen.
- 50:34SPEAKER_01: Und ich würde mich auch mal mit Eisen auseinandersetzen.
- 50:36SPEAKER_01: Einfach nur erstmal tracken.
- 50:37SPEAKER_01: Ich hatte damit auch nie Probleme, aber ich würde es trotzdem einfach tracken.
- 50:40SPEAKER_03: Ja.
- 50:41SPEAKER_03: Also ich weiß, dass ich eh eher ein Problem habe mit Eisen, egal wie ich mich ernähre, aber gut, vegetarisch, vegan macht dann im Grunde für den Eisenspiegel gar nicht mehr so einen Riesenunterschied, glaube ich.
- 50:53SPEAKER_01: Du bist ja auch in der Risikopopulation.
- 50:55SPEAKER_01: Junge Frauen im gebärfähigen Alter, die auch noch laufen, sind definitiv Risikopopulation für Eisen.
- 51:01SPEAKER_04: Ja, das stimmt.
- 51:04SPEAKER_01: Egal ob die lernen oder nicht.
- 51:06SPEAKER_01: Ja, denke ich auch.
- 51:09SPEAKER_01: Okay.
- 51:10SPEAKER_03: Aber den Performance-Benefit habe ich auf jeden Fall nicht verspürt.
- 51:16SPEAKER_01: Ja.
- 51:17SPEAKER_01: Und ich glaube, das ist halt auch das, also ich meine, viele gucken ja mir irgendwie vielleicht Game Changer geguckt oder so, die Netflix-Doku, wo es halt darum geht, dass jemand, der jetzt auf eine rein pflanzliche, vegetarische Ernährung sich umstellt, solche krassen Games hat und sich ultimativ verbessert innerhalb von drei Wochen alle Ringe werfen kann und ein Marathon läuft und super, super klasse.
- 51:41SPEAKER_01: Aber die Frage ist halt, wie ist der Ausgangszustand bei dem Kernal gewesen und vielleicht wie hat er sich vorher ernährt und hat er vielleicht auch einfach mal richtig trainiert, sich irgendwie mit einem Ernährungsberater zusammengesetzt und dann mal richtigen Fokus darauf gesetzt.
- 51:55SPEAKER_03: Ja.
- 51:56SPEAKER_03: Ja, das, also ich habe den Film nicht gesehen.
- 52:00SPEAKER_03: Aber das, was ich gehört habe, ist eigentlich so, dass diese ganzen Sachen, die da sozusagen gesprochen wurden, eigentlich keinen richtigen wissenschaftlichen Benefit haben.
- 52:10SPEAKER_03: Und wenn man sich mal so richtige Studien durchliest, zu veganer Ernährung und Sport, wird eigentlich deutlich, ganz, ganz schnell deutlich, dass vegane Ernährung kein Performance-Benefit bietet.
- 52:26SPEAKER_01: Definitiv nicht per se, würde ich auch so sehen.
- 52:28SPEAKER_03: Definitiv nicht per se.
- 52:30SPEAKER_03: Und auch nicht über längere Zeit und weder in epidemiologischen Querschnittstudien noch in Interventionsstudien, keiner der Gruppen, egal ob im Ausdauerbereich oder im Kraftsport, konnten zeigen, dass eine vegane Ernährung der vegetarischen oder omnivoren Ernährung überlegen ist.
- 52:52SPEAKER_01: Nee, denke ich auch.
- 52:53SPEAKER_01: Und damit kommen wir ja auch so ein bisschen auf das, dass man sich auch, wenn man sich vegan ernährt, ziemlich Scheiße ernähren kann.
- 53:02SPEAKER_02: Ja, genau.
- 53:04SPEAKER_01: Und da irgendwie, ich lese gerade so ein Buch, was ich echt ganz gut finde, das heißt irgendwie The South Asian Health Problem, irgendwie Health Problemization von, warte, ich habe den Namen hier gerade noch schnell.
- 53:20SPEAKER_01: Und zwar von Sinha, von Ronesh Sinha heißt das.
- 53:24SPEAKER_01: Das ist echt gut.
- 53:25SPEAKER_01: Das South Asian Health Solution heißt das.
- 53:28SPEAKER_01: Und da geht es so ein bisschen darum, um gerade eine Bevölkerung, die aus Indien in die Vereinigten Staaten eingereist ist und meistens eine sehr kohlenhydratbetonte, zum Großteil vegetarische Ernährung hat, aber Probleme kriegt im späteren Alter, weil sie halt ihr System dramatisch mit einfachen Kohlenhydraten überlädt.
- 53:52SPEAKER_01: Und zwar über einen sehr, sehr langen Zeitraum.
- 53:54SPEAKER_01: Und die halt dann später einfach auch ein Diabetes entwickeln.
- 53:57SPEAKER_01: Dadurch, weil, was wir letzte Woche besprochen haben, dass wenn man halt dauerhaft irgendwie sein System overfuelt mit Kohlenhydraten, dass es halt zuerst zu Fettleibigkeit führt und danach halt irgendwie das viszerale Fettgewebe sich dramatisch dadurch vermehrt, dadurch einfach mehr Entzündungen entstehen und dadurch langfristig sich ein Diabetes bildet, der dann irgendwie zu einem erhöhten Herzinfarktrisiko führt oder Schlaganfall.
- 54:21SPEAKER_01: Und das passiert halt genau bei der Population und nicht klein, sondern relativ groß.
- 54:26SPEAKER_01: Und es ist jetzt auch wiederum keine Kausalität, ganz klar.
- 54:31SPEAKER_01: Aber es ist irgendwie auch ein Mechanismus dahinter, was passieren kann, wenn man halt vielleicht sich als Vegetarier trotzdem ziemlich schlecht ernährt.
- 54:41SPEAKER_01: Und ich glaube, das ist auch, was viele irgendwie auch nicht so ganz verstehen, dass sie halt so sagen, dass okay, ich bin jetzt Veganer oder Vegetarier und das ist halt irgendwie so ein einfacher Fix und damit bin ich immer gesund unterwegs.
- 54:51SPEAKER_01: Und das stimmt einfach nicht.
- 54:52SPEAKER_03: Nee, das stimmt nicht.
- 54:54SPEAKER_03: Es gibt ja auch das Problem zum Beispiel bei der neuseeländischen Urbevölkerung, dass die eigentlich ähnlich wie die Population, die du gerade beschrieben hast, ein totales Problem haben mit Diabetes und allen anderen chronischen ernährungsassoziierten Erkrankungen.
- 55:16SPEAKER_03: Und genau aus dem Grund, die ernähren sich viel pflanzlich Kohlenhydrat basiert und sind echt teilweise wirklich früh krank mit altersassoziierten chronischen Erkrankungen.
- 55:38SPEAKER_03: Und man kann nicht sagen, dass nur weil die jetzt kein Fleisch essen, dass die gesund sind.
- 55:45SPEAKER_03: Das ist auf keinen Fall die Schlussfolgerung.
- 55:51SPEAKER_01: Ja.
- 55:52SPEAKER_01: Und was ich dabei auch immer so ein bisschen bedenke, ist, dass also Veganer sind ja irgendwie auch zum Großteil in unserem Alter oder jünger.
- 56:01SPEAKER_01: Das heißt, irgendwie, die sind zum Großteil so um die 15 bis 25, sage ich mal, weil es einfach auch so ein Trendphänomen ist, was natürlich irgendwie eher jüngere Leute betrifft.
- 56:14SPEAKER_01: Und diese Population.
- 56:16SPEAKER_03: Ganz krass, von 2012 zu 2021 hat sich der Umsatz an nicht-tierischen Produkten wie Tofu, Pflanzenmilch und so weiter um 20 Prozent in Deutschland erhöht.
- 56:34SPEAKER_01: Krass, ja.
- 56:36SPEAKER_01: Aber erhöht, ne?
- 56:37SPEAKER_01: Ja, der Umsatz.
- 56:38SPEAKER_01: Das ist schon echt heftig viel.
- 56:40SPEAKER_01: Von wann bis wann?
- 56:41SPEAKER_03: 2012 bis jetzt, also Ende 2020.
- 56:45SPEAKER_01: Ja, krass.
- 56:47SPEAKER_01: Aber was ich damit sagen wollte, ist, dass diese Population oder diese jüngeren Leute, die haben halt eine viel bessere noch Insulinsensitivität.
- 56:55SPEAKER_01: Also das heißt, Insulin, wenn ihr jetzt nicht wisst, was das ist, dann hört euch nochmal die letzte Folge von letzter Woche an.
- 57:00SPEAKER_01: Insulin ist ja irgendwie so ein total wichtiges Hormon, was dafür sorgt, dass halt irgendwie Glucose bei uns in die Zellen kommt.
- 57:05SPEAKER_01: Und das funktioniert halt, wenn man jünger ist, einfach noch viel, viel besser.
- 57:08SPEAKER_01: Und du kannst noch viel mehr Kohlenhydrate verstoffwechseln.
- 57:11SPEAKER_01: Du bist zum Großteil auch noch aktiver.
- 57:14SPEAKER_01: Und das verändert sich halt alles, wenn du älter wirst.
- 57:18SPEAKER_01: Und dann kann das auch, die Ernährung für dich ganz anders aussehen, als wenn du vielleicht 25 bist.
- 57:24SPEAKER_02: Ja.
- 57:26SPEAKER_01: Das finde ich dabei halt auch immer so irgendwie noch total wichtig, das irgendwie so zu berücksichtigen.
- 57:32SPEAKER_03: Ja, nichts, also man muss wirklich, ich finde halt, Ernährung, egal ob vegan hin oder her, muss halt irgendwie angepasst sein an seinen aktuellen Gesundheits- und Aktivitätszustand.
- 57:47SPEAKER_03: Und sollte halt immer irgendwie gut überlegt sein und nicht wahllos.
- 57:54SPEAKER_03: Und dann ist es letztendlich, glaube ich, fast egal, ob man jetzt Fleisch isst, Eier isst oder gar nichts davon.
- 58:04SPEAKER_03: Und das zeigen, das muss man sagen, zeigen halt auch echt einfach alle Studien.
- 58:09SPEAKER_03: Also es gibt wirklich, muss man sagen, relativ viele Studien, die halt ver im Amateurbereich allerdings, muss man sagen, im Amateurbereich vergleichen zwischen verschiedenen Ernährungsformen und Gesundheitsparametern und auch Performance-Parametern.
- 58:29SPEAKER_03: Und letztendlich ist es, wenn man sich bewusst ernährt, bei allen drei großen Ernährungsgruppen gleich.
- 58:40SPEAKER_01: Ja, und also ich meine, man kann ja auch mal irgendwie so in den Profibereich gucken.
- 58:46SPEAKER_01: Ich glaube, irgendwie, es gibt natürlich irgendwie auch vegane Profi-Triathleten.
- 58:52SPEAKER_01: Viele, ich meine, Profi-Triathleten haben ja auch sehr viel Zeit, sich mit ihrer Ernährung zu beschäftigen.
- 58:58SPEAKER_01: Und vielleicht haben sie halt auch einen genauen Plan, wie man das halt irgendwie als Veganer auch gut durchzieht.
- 59:04SPEAKER_01: Und dann kann das, glaube ich, auch funktionieren.
- 59:06SPEAKER_02: Kennst du einen veganen Profi?
- 59:10SPEAKER_01: Ist nicht, ich weiß nicht, Laura Philipp ist vegetarisch, oder?
- 59:13SPEAKER_02: Ja, die ist nicht vegan.
- 59:15SPEAKER_01: Ja, wir haben Frühling halt auch gesagt, dass er irgendwie kein Fleisch mehr isst.
- 59:18SPEAKER_01: Ich weiß aber wahrscheinlich ist er auch eher vegetarisch.
- 59:21SPEAKER_01: Ja.
- 59:22SPEAKER_01: Also vegetarisch und vegan ist halt nochmal schon ein krasser Unterschied, finde ich.
- 59:26SPEAKER_01: So.
- 59:27SPEAKER_01: Und das andere, also jetzt nochmal, um das mit den Profis abzuschließen, das, was für den irgendwie für den Profi funktioniert, muss halt auch nicht für den Amateur funktionieren.
- 59:38SPEAKER_01: Und wenn man sich vegan, glaube ich, gut ernähren möchte, dann muss man das halt wirklich ganz, ganz überlegt machen und tun.
- 59:44SPEAKER_01: Und das ist jetzt das andere, dass wenn man dann irgendwie anfängt, vielleicht Sachen, die man vorher als Fleisch gegessen hat, jetzt irgendwie mit Ersatzprodukten zu ersetzen, die vegan sind, dann glaube ich nicht, dass das gesünder ist.
- 1:00:00SPEAKER_01: Also ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwie ein Tofu-Burger, der tausend Geschmacksverstärker hat, der tausend E-Zusätze hat, der irgendwie, weiß ich nicht, zehntausendmal verarbeitet worden ist, dass das so viel besser ist für deine Gesundheit, als wenn du dann eben irgendwie doch den richtigen Burger isst.
- 1:00:22SPEAKER_01: Weil das ist natürlich irgendwie ein viel weniger verarbeitetes Produkt.
- 1:00:25SPEAKER_03: Ja, das ist klar.
- 1:00:26SPEAKER_03: Aber ehrlich gesagt glaube ich sogar, dass im Elitesportbereich vegane Ernährung fast eher schlechter abschneidet für dein Performance-Benefit.
- 1:00:38SPEAKER_03: Also es gibt tatsächlich keine richtige gute Studie für Elite-Athleten, muss man ganz ehrlich sagen.
- 1:00:47SPEAKER_03: Aber es gibt eigentlich überall Hinweise darauf, dass halt mehrere Probleme auftreten können.
- 1:00:54SPEAKER_03: Dass du halt, also du hast halt eine, wenn du den ganzen Tag trainierst, weil das irgendwie dein Job ist, dann hast du einfach eine maximal höhere Aufnahme an Kalorien, die du einfach brauchst.
- 1:01:09SPEAKER_03: Und wenn du die nur vegan füllen willst, dann hast du einfach, dann kommst du einfach viel schneller an deine Grenzen, das zu schaffen.
- 1:01:17SPEAKER_03: Weil du hast natürlich eine viel ballaststoffreichere Ernährung.
- 1:01:20SPEAKER_03: Das macht dich vielleicht auch schneller satt, was irgendwie toll ist für jemanden, der abnehmen will.
- 1:01:27SPEAKER_03: Aber wenn du halt wirklich Fuel brauchst für dein Training und dann halt irgendwie nur einen teller Salat essen kannst und dann geht nichts mehr, dann ist das einfach zu wenig.
- 1:01:40SPEAKER_03: Und dann kommt natürlich auch die Verdaulichkeit noch dazu, dass halt einfach manche, also wenn du nur, ich sag mal, auf Ersatzprodukte zurückgreifst, dann ist die Verdaulichkeit manchmal auch einfach nicht so gut im Gastrointestinaltrakt.
- 1:02:00SPEAKER_03: Wenn du das dann noch koppelst mit einem Tellersalat, kann das noch schlimmer werden.
- 1:02:05SPEAKER_03: Das sind einfach Sachen, die vielleicht auch berücksichtigt werden müssen.
- 1:02:10SPEAKER_03: Und dann kommt auch dazu, dass halt ohne Ergänzung von Nahrungsergänzungsmitteln wie BCAAs zum Beispiel da einfach nicht genug essentielle Aminosäuren teilweise aufgenommen werden kann.
- 1:02:28SPEAKER_03: Tut mir leid, dass ich das jetzt sagen muss, aber diese einen mega hohen Umsatz hast, ist es ja voll der Unterschied, wenn du halt sagst, du hast einen normalen Bürger, der halt irgendwie ein Gramm pro Kilogramm Körpergewicht aufnimmt.
- 1:02:44SPEAKER_03: Und wenn du aber jemanden hast, der irgendwie ultra viel Sport macht und vielleicht auch noch hypertroph arbeitet, der halt dann irgendwie lieber so drei Gramm aufnehmen will, dann schaffst du das nicht unbedingt mit deinem Wohnen.
- 1:02:59SPEAKER_01: Ja, auf jeden Fall super wichtiger Bau.
- 1:03:01SPEAKER_03: Da ist es halt einfach dann doch ein Unterschied.
- 1:03:05SPEAKER_03: Total.
- 1:03:07SPEAKER_01: Das wird halt irgendwie auch immer vergessen.
- 1:03:09SPEAKER_03: Ja.
- 1:03:10SPEAKER_03: Das sind halt einfach Studien, die sind irgendwie beim Autonormalverbraucher zeigen die irgendwie gute Sachen, aber das heißt nicht, dass es jetzt irgendwie der Heilsbringer ist für alle.
- 1:03:22SPEAKER_01: Nee, genau, total.
- 1:03:24SPEAKER_01: Und dass du halt sagst, ist, also wir gehen jetzt von Ausdauerprofis aus, nicht jetzt irgendwie wahrscheinlich von Kraftsportlern oder so.
- 1:03:31SPEAKER_01: Oder halt irgendwie anderen Ausdauersport, die vielleicht trotzdem irgendwie nur einmal am Tag trainieren, sondern halt wirklich Leute, die einen riesengroßen Umsatz haben von Energie, von ihren ganzen Molekülen und da sehe ich halt auch ein enormes Problem.
- 1:03:44SPEAKER_01: Und da, das ist jetzt so meine subjektive Meinung, ich sehe da auch wirklich ein Problem mit dem Cholesterin, was ich eben auch schon angesprochen habe.
- 1:03:50SPEAKER_01: Ich glaube, also da gibt es jetzt auch keine Studien zu, das ist jetzt auch nur meine eigene Meinung dazu.
- 1:03:58SPEAKER_01: Aber ich glaube, dass das einfach problematisch werden kann, wenn dir irgendwie ein Vorläufer, Vorläufermolekül aus deinem Sexualstoffwechsel, wenn du das halt dauerhaft zu wenig hast.
- 1:04:09SPEAKER_01: Und ich meine, wir als Athleten, man sieht auch bei Athleten meistens etwas höhere Cholesterinwerte bei dünnen Leuten als bei Nicht-Athleten, was auch so ein bisschen darüber Aufschluss gibt, dass wir einfach einen höheren Turnover haben des ganzen Moleküls.
- 1:04:24SPEAKER_01: Und wenn wir halt dauerhaft vielleicht sehr wenig davon aufnehmen und nur auf die körperliche Produktion angewiesen sind, dann sehe ich das problematisch.
- 1:04:33SPEAKER_01: Und zum Beispiel, wir haben ja auch schon mal darüber gesprochen, dass bei Ausdauerathleten gerade die generell geringere Werte haben für zum Beispiel Testosteron oder auch für weibliche Sexualhormone.
- 1:04:44SPEAKER_01: Und dann ist das halt nochmal eine größere Engstelle in dem Bereich.
- 1:04:49SPEAKER_01: Und wir sind ja eh schon da irgendwie so ein bisschen, ja, irgendwie haben da schon vielleicht Probleme oder es ist einfach ein Risiko, dass man halt da irgendwie einen Mangel erleidet.
- 1:05:00SPEAKER_01: Und ich finde das halt super wichtig, dass man daran halt irgendwie denkt auch.
- 1:05:04SPEAKER_03: Ja.
- 1:05:05SPEAKER_03: Ja, genau.
- 1:05:06SPEAKER_03: Und deswegen ist es halt auch, also da spitzt sich das so zu, ne?
- 1:05:12SPEAKER_03: Also was irgendwie für einen normalen Umsatz alles möglich ist, heißt nicht, dass das bei einem super hohen Umsatz auch noch alles mit der veganen Ernährung nötig ist.
- 1:05:23SPEAKER_03: Und das ist ja, also ich glaube halt, Cholesterin ist da ein Punkt.
- 1:05:28SPEAKER_03: Es sind aber auch Teil, also es sind halt auch einfach die essentiellen Aminosäuren und das zieht dann ja auch so Sachen nach sich, die halt einfach nicht nur, ich sag mal jetzt, gesundheitlich von Bedeutung sind, sondern auch, muss man sagen, von Performance-Aspekten.
- 1:05:49SPEAKER_03: Also wenn ich jetzt zum Beispiel an, das hast du vorhin auch schon kurz angesprochen, an Keratin und Kanusin denke, das sind halt dann auch Sachen, die einfach dann doch in Mangel Bereich rutschen können, was bei einem normalen oder moderaten Intensitätslevel halt einfach gut abgedeckt wird, aber da nicht mehr.
- 1:06:10SPEAKER_03: Und wenn ich halt einfach kein Kreatin und kein Kanusin habe, dann ist meine schöne eigene Muskelmasse halt einfach unterversorgt und nicht so leistungsfähig.
- 1:06:23SPEAKER_01: Ja, das ist halt ein super essentielles, ein essentieller Stoffwechselweg für unseren Energiemetabolismus.
- 1:06:29SPEAKER_01: Und wenn der halt fehlt oder es da halt zu Mangel kommt, dann ist das nicht so optimal.
- 1:06:34SPEAKER_03: Und da muss man sich dann halt ehrlicherweise überlegen, warum ernähre ich mich vegan?
- 1:06:40SPEAKER_03: Ernähre ich mich aus ethischen Gründen vegan oder ernähre ich mich aus Performance-Gründen vegan, was glaube ich ehrlich gesagt viele machen.
- 1:06:47SPEAKER_03: Aber wenn ich das aus Performance Gründen mache, dann heißt es auch vegan plus Nahrungsergänzungsmittel.
- 1:06:55SPEAKER_03: Und das, finde ich, ist halt so eine Frage wiederum, will ich das wirklich?
- 1:06:59SPEAKER_03: Will ich jeden Tag Tabletten schlucken?
- 1:07:03SPEAKER_03: Nur damit ich irgendwie auf bestimmte Stoffe komme.
- 1:07:08SPEAKER_01: Ja, finde ich auch.
- 1:07:09SPEAKER_01: Auch sich selber.
- 1:07:10SPEAKER_01: Also mit Vitamin B12 ist ja sogar, wenn du es schluckst, ist es super schwierig, dass du das abdeckst.
- 1:07:18SPEAKER_03: Genau, die Bioverfügbarkeit ist echt schlecht.
- 1:07:20SPEAKER_03: Und man muss auch sagen, da gibt es dann ja auch irgendwie so pflanzliche Sachen, wie zum Beispiel Spirulina, Cruella.
- 1:07:28SPEAKER_03: Das wird alles nicht aufgenommen als Vitamin B12.
- 1:07:31SPEAKER_03: Das wird so wieder ausgeschieden.
- 1:07:33SPEAKER_03: Wenn, dann muss man halt wirklich auf das chemisch hergestellte Kobalamin zurückgreifen.
- 1:07:38SPEAKER_03: In hohen Dosen.
- 1:07:41SPEAKER_03: Ist es einem das wert?
- 1:07:42SPEAKER_03: Ich weiß es nicht.
- 1:07:44SPEAKER_03: Also.
- 1:07:46SPEAKER_01: Man muss sich halt eine Spritze setzen, aber das ist halt auch das.
- 1:07:50SPEAKER_04: Das kann aber auch nicht jeder halt.
- 1:07:52SPEAKER_04: Und selbst wenn man es, also ja.
- 1:07:54SPEAKER_01: Ich hatte auch Probleme damit.
- 1:07:56SPEAKER_01: Ich fand es jetzt auch nicht so irgendwie cool.
- 1:07:58SPEAKER_01: Generell, auch als Athlet mit Spritzen ist halt auch immer irgendwie so eine Sache, wo man, das findet man ziemlich uncool, ehrlich gesagt.
- 1:08:05SPEAKER_02: Ja, also.
- 1:08:08SPEAKER_01: Aber nichtsdestotrotz, wir haben ja jetzt auch irgendwie, was glaube ich gut ist, wir haben beide extreme Seiten beleuchtet, so wie wir das auch irgendwie beim Heilfassen und beim Blutzucker und sonst was gemacht haben.
- 1:08:19SPEAKER_01: Aber ich glaube, so als Take-Home-Message, man muss das auch wieder nicht so extrem betrachten alles.
- 1:08:28SPEAKER_01: Also man kann auch sich großteils vegetarisch ernähren, was ich auch jetzt irgendwie bei mir, glaube ich, so sagen würde.
- 1:08:34SPEAKER_01: Und dann hat man vielleicht einen Tag die Woche, wo man irgendwie ja bewusst irgendwie ein Stück Fleisch ist oder was anderes macht, was für seine Gesundheit absolut in Ordnung sein kann.
- 1:08:46SPEAKER_03: Ja.
- 1:08:47SPEAKER_03: Ja, also ich glaube halt, wenn man irgendwie einfach bewusst für sein Essen entscheidet, das ist sozusagen das Allerwichtigste.
- 1:08:57SPEAKER_03: Und ob das jetzt vegan ist, vegetarisch oder omnivor, das kann alles gut sein.
- 1:09:05SPEAKER_03: Ich glaube, es hat alles seine Berechtigung und man muss halt einfach für sich selber gucken, womit fahre ich am besten.
- 1:09:15SPEAKER_03: Auch was schmeckt mir, wenn ich einfach überhaupt gar keinen Tofu mag und aber einfach gerne Fleisch esse, dann muss man da vielleicht auch einfach dann gucken, dass man sich halt Gutes, sich einen guten Metzger sucht und dann guckt, wie oft man wirklich Fleisch essen möchte und muss und dass man dann halt eine gute Quelle hat.
- 1:09:39SPEAKER_03: Dann wird einen das sicherlich nicht ins Grab bringen.
- 1:09:42SPEAKER_01: Nein, und ich glaube, man muss auch für sich selber herausfinden, was für einen funktioniert und was für einen auch vielleicht nicht funktioniert.
- 1:09:49SPEAKER_01: Wir haben ja auch über, ich meine, wir haben ja auch über ganz andere Ernährungsformen schon gesprochen und für manche Leute kann es halt auch sinnvoll sein, vielleicht mal Keto zu machen.
- 1:09:57SPEAKER_01: Keto-veganer.
- 1:09:58SPEAKER_01: Keto-veganer habe ich noch nie gehört.
- 1:10:00SPEAKER_01: Stelle ich mir jetzt wirklich auch dramatisch schwierig vor.
- 1:10:03SPEAKER_04: Oh, was isst du dann?
- 1:10:06SPEAKER_01: Was tunst du dann wahrscheinlich?
- 1:10:08SPEAKER_01: Ja, Avocado sind auch ein paar Kohlenhydrate.
- 1:10:12SPEAKER_01: Übel.
- 1:10:13SPEAKER_01: Nee, aber ich glaube, das war jetzt irgendwie ein bisschen was von allem und irgendwie auch keine richtige Aussage wieder.
- 1:10:22SPEAKER_01: Aber das kann man auch dabei nicht treffen.
- 1:10:23SPEAKER_01: Also ich glaube, je länger ihr diesen Podcast hört, desto mehr, desto mehr werdet ihr merken, wie schwierig die ganzen Themen sind und dass es da, es gibt einfach bei der Gesundheit kein One-Size-Fits All.
- 1:10:34SPEAKER_01: Es ist einfach immer irgendwie eine individuelle Überlegung, was irgendwie für den einen sinnvoll ist und was für den anderen nicht.
- 1:10:40SPEAKER_01: Und deswegen sind auch, finde ich, solche Filme irgendwie wie Game Changer oder so, das ist okay, dass man vielleicht das auch mal ins Bewusstsein rüttelt und auch von der ethischen Überlegung her sagt, dass sehr hoher Fleischkonsum einfach scheiße ist für unsere Umwelt.
- 1:10:54SPEAKER_01: Aber man sollte das einfach nicht so absolut sehen und vor allen Dingen nicht Performance-Benefits erhoffen wie in diesem Film.
- 1:11:00SPEAKER_03: Ja.
- 1:11:01SPEAKER_03: Das ist echt, also ich glaube, ich muss mir den doch mal angucken, aber es ist irgendwie voll die Farsche, wenn das, was ich so gelesen habe.
- 1:11:08SPEAKER_03: Naja.
- 1:11:09SPEAKER_01: Du hast ja auch keinen Fernseher.
- 1:11:11SPEAKER_03: Nee.
- 1:11:14SPEAKER_01: Sehr sympathisch, Lingo, muss ich sagen.
- 1:11:16SPEAKER_03: Aber ihr habt doch auch keinen, oder?
- 1:11:19SPEAKER_01: Doch, ein Riesenfernseher.
- 1:11:21SPEAKER_01: Aber auch nicht unserer.
- 1:11:22SPEAKER_04: Ja, gut, wenn es nicht eure ist.
- 1:11:24SPEAKER_04: Geliehen.
- 1:11:25SPEAKER_04: Steht nur im Mozart, stimmt, wie konnte ich es vergessen?
- 1:11:28SPEAKER_04: Ja.
- 1:11:29SPEAKER_03: Naja.
- 1:11:30SPEAKER_03: Ja, aber also guckt, was ihr essen wollt und ob ihr gut abgedeckt seid, aber ich glaube, wenn man halt ein bisschen bewusst ist, ist es am allerbesten.
- 1:11:44SPEAKER_01: Genau.
- 1:11:44SPEAKER_01: Und auch als Veganer kann man sich echt schlecht ernähren.
- 1:11:47SPEAKER_01: Wenn man jeden Tag irgendwie nur Cornflakes mit Zucker, Wasser, Orangensaft, sonst was konsumiert, kann das auch ziemlich böse sein.
- 1:11:56SPEAKER_01: Und wenn ihr Veganer seid, dann checkt definitiv mal unseren Vitamin B12, Spiegel und vielleicht auch mal Eisen.
- 1:12:02SPEAKER_03: Ja, genau.
- 1:12:04SPEAKER_03: Und immer schön viel Läuzechen essen.
- 1:12:09SPEAKER_01: Emtoraktivierung, würde ich sagen.
- 1:12:11SPEAKER_01: Leute BCAAs konsumieren, ne?
- 1:12:18SPEAKER_01: Okay.
- 1:12:18SPEAKER_04: Ich glaube, jetzt habe ich genug geschlafet.
- 1:12:22SPEAKER_01: Alles klar.
- 1:12:23SPEAKER_01: Bis dann.
- 1:12:24SPEAKER_01: Ciao.