Latest / ROCKET SCIENCE | Gesundheit und Leistung – mit Doc Golo / Q&A: Die Größten Fehler beim HALB & MARATHON Training, LEISTUNGSDIAGNOSTIK und ist NÜCHTERN zu trainieren wirklich so sinnvoll.
Transcript
- 0:03SPEAKER_03: Willkommen zu Rocket Science, eurem Podcast für Gesundheit, Fitness und Leistung.
- 0:09SPEAKER_03: Mein Name ist Dr.
- 0:10SPEAKER_03: Golo Wörken, ich bin Arzt und Coach.
- 0:13SPEAKER_00: Und mein Name ist Dr.
- 0:14SPEAKER_00: Leon Punchalan.
- 0:16SPEAKER_00: Ich bin Ärztin und Wissenschaftler.
- 0:18SPEAKER_00: In diesem Podcast wollen wir euch die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse näher bringen und euch zeigen, dass die Verbesserung eurer Gesundheit und Leistung keine Raketenwissenschaft ist.
- 0:28SPEAKER_03: Moin Leute und willkommen zu Rocket Science.
- 0:32SPEAKER_03: Heute beantworten wir bzw.
- 0:34SPEAKER_03: beantworte ich eure Fragen.
- 0:36SPEAKER_03: Und zwar vor allen Dingen Fragen, die wir einerseits auf Instagram bekommen haben, andererseits aber auch über den Link unten, womit ihr eigentlich immer Fragen stellen könnt.
- 0:47SPEAKER_03: Vielleicht einmal ganz, ganz kurz noch so vorweg, wie das Ganze aufgebaut ist heute.
- 0:51SPEAKER_03: Also heute sprechen wir vor allen Dingen so über das Thema HypeMarantraining, welche Sessions da vielleicht auch wichtig sind für dich, wie man das Ganze auch so ein bisschen aufbaut.
- 0:59SPEAKER_03: Ich sage mal auch so gerade das Thema Trainingsplanung, Trainingsperiodisierung, welche Struktur da vielleicht auch sinnvoll ist für dich, welche Struktur da vielleicht auch nicht ganz so sinnvoll ist.
- 1:09SPEAKER_03: Und danach werde ich so ein bisschen auf das Thema eingehen, Tests, Diagnostik vor allen Dingen auch, ich sag mal, wann vielleicht auch eine Leistungsdiagnostik sinnvoll ist und was auch so teilweise häufig falsch passiert bei der Leistungsdiagnostik.
- 1:27SPEAKER_03: Und am Ende gehe ich nochmal so ein bisschen darauf ein, so das Thema Nüchtern trainieren.
- 1:32SPEAKER_03: Das hat auch ziemlich viele von euch interessiert.
- 1:34SPEAKER_03: Ich sage mal auch so gerade die Connection da zu den Hormonen, was viele immer sehr, sehr stark interessiert, was mich, was auch ein totales Lieblingsthema auch von mir ist und wo ich auch immer sehr viele Probleme mit hatte, gerade auch so in der Vergangenheit.
- 1:48SPEAKER_03: Und ich glaube, da kann ich auf jeden Fall auch ein bisschen Input einfach zu geben.
- 1:54SPEAKER_03: Genau, vielleicht aber noch eine Sache auch noch so vorweg, weil das mir irgendwie auch so ein Anliegen ist, gerade so in der letzten Zeit, merke ich einfach, dass immer mehr Fragen kommen über die Community und Leo merkt das auch.
- 2:06SPEAKER_03: Und das ist natürlich das, was wir total, total, total cool finden.
- 2:10SPEAKER_03: Und weswegen wir das Ganze auch mit gestartet haben, dass wir natürlich auch in gewisser Weise eine Community schaffen für Leistungsfähigkeit, für Gesundheit, für eben einen etwas anderen Lebensstil vielleicht, als man das so klassischerweise kennt.
- 2:28SPEAKER_03: Und was ich im Moment echt stark überlege, ist irgendwie das Ganze noch ein bisschen mehr auszubauen und da auch vielleicht irgendwie eine Plattform zu geben für die Community.
- 2:38SPEAKER_03: Und vielleicht habt ihr da auch Ideen, wie man das irgendwie so ein bisschen organisieren könnte.
- 2:42SPEAKER_03: Wenn ihr da Ideen habt, dann schreibt mir das super, super gerne mal.
- 2:46SPEAKER_03: Ich bin da im Moment irgendwie für alle Dinge offen und würde mich freuen, wenn ihr einfach ein bisschen was vielleicht schreibt.
- 2:53SPEAKER_03: Alright, gut, dann fangen wir an, fangen wir an mit Halbmarathon-Training, wie man das Ganze aufbaut, wie man das Ganze strukturiert, was meines Erachtens nach auch dabei wichtig ist.
- 3:06SPEAKER_03: Und beim Halbmarathon finde ich, was sehr, sehr, sehr wichtig ist, was ja auch viele, sag ich mal, so in der Vorbereitung immer viel machen, ist, dass man natürlich erstmal einfach guckt, ist so der Bewegungsapparat darauf vorbereitet, vielleicht auch in gewisser Weise den Training Load da einfach auch so zu verarbeiten.
- 3:30SPEAKER_03: Und da fällt mir eben sehr, sehr häufig auch zu ein und zu auf, dass gerade bei Laufbelastungen die Belastungen eben sehr schnell mal gesteigert werden, dass man vielleicht im Vorhinein gar nicht so viel trainiert hat.
- 3:44SPEAKER_03: Und dann fängt man irgendwie an mit der Halbmarathonvorbereitung, besonders dramatisch dann auch bei der Marathonvorbereitung.
- 3:51SPEAKER_03: Und letztendlich ist vielleicht irgendwie so dieses ganze Stützgerüst noch nicht darauf vorbereitet, dass wir halt wirklich einen krassen Load draufbringen können.
- 4:00SPEAKER_03: Und das führt dann relativ schnell zu Problemen.
- 4:04SPEAKER_03: Und das führt dann eben relativ schnell auch zu Verletzungen und das führt dann eben relativ schnell dazu, dass man vielleicht auch da einfach nicht so richtig seine Ziele erreicht.
- 4:14SPEAKER_03: Von daher, erstmal vielleicht ist so festzuhalten, wie bei allen Sachen ist es natürlich irgendwie immer so, Consistency ist key.
- 4:21SPEAKER_03: Das klingt immer so banal und das klingt irgendwie immer so nicht so wichtig, aber das ist total wichtig.
- 4:28SPEAKER_03: Das ist vor allen Dingen auch so total wichtig, dass ihr irgendwie lernt, mit eurem Körper irgendwie da umzugehen und das gemeinsam mit eurem Körper zu machen und dass ihr letztendlich so diese Belastung schrittweise aufbaut.
- 4:42SPEAKER_03: Also dass ihr nicht in diesen Hustle einfach verfallt und dass ihr nicht darin verfallt, das Ganze so mega zwanghaft irgendwie zu machen und zu sagen, okay, ich muss das jetzt machen und die Session muss ich unbedingt noch einbauen und jetzt muss ich irgendwie die Woche 50 Kilometer laufen und vorher bin ich halt irgendwie nur 10 oder 20 gelaufen.
- 5:02SPEAKER_03: Oder du bist halt vielleicht immer 40 gelaufen und dann machst du auf immer 80, 90.
- 5:07SPEAKER_03: Und das führt relativ häufig echt zu Problemen.
- 5:11SPEAKER_03: Und da vielleicht auch nochmal, weil wir jetzt so gerade aus der Wintersaison kommen und vielleicht viele von euch auch lange nicht mehr irgendwie ihre Blutwerte so gecheckt haben.
- 5:20SPEAKER_03: Und darüber haben Leo und ich auch schon relativ häufig gesprochen.
- 5:23SPEAKER_03: Und ich erlebe das auch gerade sehr, sehr häufig bei vielen von meinen Athleten.
- 5:27SPEAKER_03: Lasst bitte definitiv auch mal nochmal vielleicht eure Vitamin D-Werte einfach checken.
- 5:31SPEAKER_03: Da könnt ihr auch nochmal in den Podcast hören zu Knochen, den wir da aufgenommen haben mit Tools, wo wir auch nochmal so ein bisschen mehr da rein eingehen, wie wichtig wirklich Vitamin D einfach ist, auch für den Knochen.
- 5:43SPEAKER_03: Und wenn du letztendlich einen Vitamin D-Mangel hast, dann sind Verletzungen und dann sind gerade Stressfrakturen einfach viel, viel häufiger.
- 5:53SPEAKER_03: Und da muss man definitiv aufpassen, dass man eben da nicht so in diese Situation kommt.
- 5:58SPEAKER_03: Genauso ist es auch dann mit Red S, also relatives Energiedefizit-Syndrom, worüber wir auch ja schon im Podcast echt viel gesprochen haben.
- 6:06SPEAKER_03: Wenn ihr euch da die Folge noch fehlt, dann hört die auf jeden Fall auch bitte nochmal an, weil das sind so Dinge, wenn du einen relativen Energiemangel hast und immer im Training in diese Energiefallen tapst, dass du letztendlich nicht genug Energie so zur Verfügung hast, dann wird so ein Mechanismus bei dir angeschmissen.
- 6:24SPEAKER_03: Und dieser Mechanismus ist so, ich sag mal, es gibt einerseits in unserem Körper so anabole Mechanismen, das heißt irgendwie, es wird alles aufgebaut, es wird größer, es wird die Muskulatur wächst, du wirst stärker, du baust irgendwie auf, du hast einen höheren Blutzucker, das ist eher so alles Anabol.
- 6:43SPEAKER_03: Und dann gibt es auf der anderen Seite katabole Prozesse, wo letztendlich eher Zellen abgebaut werden, werden Dinge abgetötet, es schrumpft alles eher, die Zelle wird kleiner, die Muskulatur wird kleiner, Knochen wird kleiner.
- 6:55SPEAKER_03: Und prinzipiell müssen sich diese Anabolen und Katabolenprozesse die Waage halten.
- 7:01SPEAKER_03: Also es ist auch nicht gut, immer zu sagen, wir haben immer nur Anabol, Anabol, Anabol, Anabol.
- 7:05SPEAKER_03: Das führt dann auch zu Problemen, gerade Autoimmunerkrankungen, vielleicht auch Krebserkrankungen, andere Dinge, die halt eher dadurch gekennzeichnet sind, dass wir halt eher so einen Mechanismus haben, wo alles immer sehr, sehr stark aufgebaut, aufgebaut, aufgebaut wird.
- 7:17SPEAKER_03: Aber lange Rede, kurzer Sinn, ist, dass wenn du in ein relatives Energiedefizit kommst, dann hast du sehr, sehr starke Kataboleprozesse.
- 7:26SPEAKER_03: Also dann ist dein Körper immer in so einem Stressmodus und er kommt letztendlich nicht mehr richtig hinterher, Anabol, also aufzubauen.
- 7:35SPEAKER_03: Und das führt eben dazu, dass einerseits deine Hormone vor allen Dingen kaputt gehen, weil das braucht dann der Körper nicht mehr so unbedingt oder er probiert das halt mit diversen Stressreaktionen noch irgendwie aufrechtzuerhalten.
- 7:47SPEAKER_03: Aber letztendlich gehen diese ganzen Systeme kaputt.
- 7:51SPEAKER_03: Und dadurch, dass die einfach kaputt gehen, werden wiederum solche Sachen wie Stressfakturen, wie Probleme, gesundheitliche Probleme und dann natürlich Probleme bei der Leistungsfähigkeit eben viel, viel, viel, viel wahrscheinlicher.
- 8:07SPEAKER_03: Und das meine ich eben auch so mit Consistency is key.
- 8:10SPEAKER_03: Consistency ist Key ist für mich nicht letztendlich, dass du jede Woche 20 Stunden trainierst, sondern Consistency ist key ist für mich eher, dass du 50 Wochen im Jahr dein Pensum absolvierst, was gut für dich ist, was deine Gesundheit einfach fördert.
- 8:28SPEAKER_03: Das ist für mich Consistency ist Key.
- 8:30SPEAKER_03: Und vor dem Hintergrund sehe ich einfach auch so die Halbmarathon-Sachen.
- 8:33SPEAKER_03: Und wenn man sich jetzt, sag ich mal, anguckt, was sind denn besonders gute Sessions, um im Halbmarathon erfolgreich zu werden, dann kann man das auch nicht so pauschalisieren.
- 8:45SPEAKER_03: Weil ihr müsst euch das auch immer so vorstellen, ich sage immer, im Coaching gibt es für mich immer so drei Bereiche, mit denen ich auch mit meinen Athleten daran arbeite.
- 8:52SPEAKER_03: Einerseits ist das erstmal so die Analysephase.
- 8:55SPEAKER_03: Das heißt, du guckst erstmal ganz genau so, wo stehst du gerade?
- 8:59SPEAKER_03: Also was sind auch so deine Stärken, was sind deine Schwächen, aber auch, wo stehst du auch so von deinem Stoffwechsel, wo stehst du auch von deiner Ökonomie, wo stehst du von deinem Bewegungsapparat her, wo stehst du von deiner Gesundheit?
- 9:11SPEAKER_03: Und danach, wenn man das letztendlich gemacht hat, diese Analysephase, dann kann man sagen, okay, jetzt arbeiten wir als zweites erstmal so an fundamentalen Dingen, an wichtigen Dingen, die letztendlich alles Basisfaktoren sind, auf die dann nachher aufgebaut wird, wenn man halt wirklich in die Spezifik geht vom Halbmarathon.
- 9:28SPEAKER_03: Und da gibt es viele Sessions, wo man sagen würde, wo ich auch sagen würde, das sind essentielle Sessions, die man machen muss, die aber eher so die Basisfaktoren aufbauen.
- 9:37SPEAKER_03: Also das heißt, die bauen eher so das Fundament auf, um erfolgreich zu sein im Ausdauersport.
- 9:43SPEAKER_03: Und wahrscheinlich hat jetzt hier der uns bei Instagram gefragt, der hat gefragt, was sind denn für ihn oder was sind denn für uns oder für mich letztendlich die besten Sessions für den Halbmarathon.
- 9:54SPEAKER_03: Und da geht es wahrscheinlich darum, welche letztendlich die spezifischen Sessions sind.
- 9:59SPEAKER_03: Das heißt, wenn dieses Fundamentale abgeschlossen ist, dann kommt man halt irgendwie so in die Spezifik rein.
- 10:05SPEAKER_03: Und die Spezifik wird auch relativ häufig falsch gemacht von vielen Athleten, finde ich aber gar nicht so im läuferischen Bereich.
- 10:12SPEAKER_03: Da wird es meistens ganz gut gemacht.
- 10:14SPEAKER_03: Wo es meistens nicht so gut läuft, ist gerade so im Ironman und im 70-3-Bereich, wo viele Athleten halt nicht wirklich dann an spezifischen Faktoren arbeiten, die halt wichtig sind an einem Wettkampf.
- 10:24SPEAKER_03: Und ich hoffe, ich habe jetzt nicht alle Hörer verloren.
- 10:27SPEAKER_03: Aber was ich damit sagen will, ist, wenn wir uns jetzt auf den Halbmarathon gucken und da wirklich drei essentielle Sessions, die ich wichtig finde, ist das ganz klassisch, ehrlich gesagt.
- 10:39SPEAKER_03: Also einerseits finde ich dabei wichtig, den Longrun, also dass man halt irgendwie gut und ökonomisch sich hochlevelt, irgendwie auf 21, 22, 23, 24, 25 Kilometer.
- 10:52SPEAKER_03: Das finde ich super, super wichtig.
- 10:53SPEAKER_03: Wie gesagt, da langsam starten, dann langsam hochgehen und eben das Ganze gut und fundamental gut aufbauen.
- 11:00SPEAKER_03: Also nicht irgendwie in der ersten Woche 12 Kilometer laufen, dann 18, dann 25.
- 11:06SPEAKER_03: Das klappt meistens nicht so gut, sondern macht das vielleicht so von der Aufteilung her, dass ihr sagt, okay, erste Woche laufe ich irgendwie 10, danach laufe ich 13, danach laufe ich 11, danach laufe ich 15, danach laufe ich 13, danach laufe ich 18, danach laufe ich 15, danach laufe ich 21, danach laufe ich 18, danach laufe ich 24, danach laufe ich 21, danach laufe ich 27.
- 11:32SPEAKER_03: Dass man letztendlich immer da, sage ich mal, das Ganze progressiv steigert, das heißt auch nicht von Woche zu Woche, sondern dass man da eine gute Progression hat, um seinen Körper langsam darauf vorzubereiten.
- 11:43SPEAKER_03: Wenn du merkst bei den Longruns, dass du Probleme kriegst, dann mach lieber einmal ein bisschen kürzer.
- 11:48SPEAKER_03: Wie gesagt, Consistency ist Key, mach das Ganze entspannt und dann wird das Ganze schon.
- 11:54SPEAKER_03: Die zweite Session, die ich sehr wichtig finde, sind dann aber auch so Buildruns oder progressive Dauerläufe.
- 12:01SPEAKER_03: Das heißt, du musst schon definitiv gucken, gerade wenn du ambitionierter Athlet bist, dass du natürlich auch Zeit in der angestrebten Wettkampfzeit absolvierst.
- 12:13SPEAKER_03: Und das ist besonders wichtig Richtung Halbmarathon, auch Richtung Marathon ist das enorm, enorm wichtig.
- 12:19SPEAKER_03: Da gibt es auch sehr viele gute Programme von diversen Running Coaches, die auch immer viel auch spezifisch machen, bin ich da auch relativ gut finde, nicht als Menschen, aber als Coach, ist Renato Canova, der so ein kenianischer Laufcoach, der auch relativ viel geschrieben hat zu Spezifik, Spezifität, wie man das Ganze gut in seinen aufbauen sollte.
- 12:45SPEAKER_03: Und er lässt seine Athleten meistens dann auch immer, je mehr sie in die Wettkampfzeit kommen, desto mehr macht er mit ihnen auch Dauerläufe, die auch Richtung der angestrebten Wettkampfzeit sind.
- 12:57SPEAKER_03: Beziehungsweise macht er es meistens so, dass er dann immer sagt, plus 5% der angestrebten Wettkampfzeit.
- 13:03SPEAKER_03: Zum Beispiel, wenn du jetzt irgendwie, weiß ich nicht, 15 Kilometer laufen möchtest pro Stunde im Halbmarathon, dann würdest du halt diese 15 Kilometer pro Stunde als Speed plus mal 0,05 plus 15, dann bist du da letztendlich, wo du das Ganze in der Session mal machen solltest.
- 13:26SPEAKER_03: Und dann fängst du irgendwie an, am Anfang vielleicht mit 5, 6, 7, 8, 9 Kilometern, wo du sagst, okay, ich laufe 6, 7 Kilometer locker und dann begib ich mich halt irgendwie in die Wettkampfintensität in der Nähe, in die Nähe davon.
- 13:38SPEAKER_03: Das würde ich sagen, ist so die zweite Session, die echt sehr, sehr wichtig ist.
- 13:42SPEAKER_03: Und die dritte Session wären dann auch wiederum, wenn du jetzt sagst, was ist wirklich spezifisch für den Halbmarathon, würde ich halt auch sagen, dass dann die dritte Session auch eben noch Intervalle sind, die halt dann im Bereich der Halbmarathonzeit sind oder auch ein bisschen schneller.
- 13:59SPEAKER_03: Wie gesagt, wir reden jetzt über spezifische Sessions für den Halbmarathon.
- 14:04SPEAKER_03: Das heißt, du wirst dich ganz, ganz spezifisch darauf vorbereiten, dass es bei mir so eine Phase, die beginnt so acht bis zwölf Wochen vorher, je nachdem, ob das jetzt auch A-Wettkampf ist, ob das B-Wettkampf ist, ob das C-Wettkampf ist.
- 14:15SPEAKER_03: Aber so kannst du dir das ungefähr vorstellen.
- 14:17SPEAKER_03: Und was dann eben häufig passiert, finde ich, was viele Athleten halt machen als Fehler, ist, dass sie dann halt in der spezifischen Vorbereitung noch Faktoren entwickeln wollen, die nicht wirklich spezifisch sind.
- 14:28SPEAKER_03: Typisches Beispiel sind da auch so V2-Max-Sechens, wo man sagt, okay, ich will mich eigentlich auf den Halbmarathon vorbereiten, aber ich arbeite doch jetzt nochmal ein bisschen an der V2 Max.
- 14:37SPEAKER_03: Das macht nicht so viel Sinn, wenn der Halbmarathon wirklich da deine Prio 1 ist.
- 14:42SPEAKER_03: Dann ist es definitiv nicht sinnvoll, dann kurz vorher nochmal an anderen Dingen zu arbeiten.
- 14:46SPEAKER_03: Genauso eben im Iron Man und genauso halt irgendwie auch im 70-3.
- 14:49SPEAKER_03: Es macht keinen Sinn, kurz vor dem Iron Man nochmal an der V2 Max zu arbeiten.
- 14:53SPEAKER_03: Das ist totaler Bullshit, ehrlich gesagt.
- 14:56SPEAKER_03: Ja, genau.
- 14:58SPEAKER_03: Alright, gut, Halbmarathon-Training, check.
- 15:00SPEAKER_03: Ich hoffe, ihr seid damit zufrieden.
- 15:02SPEAKER_03: Wenn ihr damit nicht zufrieden seid, dann tut es mir leid.
- 15:06SPEAKER_03: Aber wenn ihr damit zufrieden seid oder wenn ihr da noch weitere Fragen zu habt, schreibt es einfach super gerne.
- 15:12SPEAKER_03: Okay, kommen wir so ein bisschen in das nächste Thema rein.
- 15:15SPEAKER_03: Das ist so das Thema Test und Diagnostics.
- 15:21SPEAKER_03: Und ich würde das gerne, ganz, gerne ein bisschen globaler starten, das ganze Thema.
- 15:27SPEAKER_03: Und zwar würde ich gerne so mit der Frage beginnen, wie sinnvoll ist auch immer eine Leistungsdiagnostik.
- 15:38SPEAKER_03: Und Leistungsdiagnostik ist ein Tool, was unglaublich spezifisch ist und was sehr, sehr, sehr, sehr gut ist, um einen Athleten zu bewerten im Labor.
- 15:56SPEAKER_03: Ich bin Wissenschaftler und ich bin mega wissenschaftlich interessiert und trotzdem weiß ich auch, dass viele Dinge, die man so im Labor misst, nicht so ganz abrufbar sind draußen oder dass man sogar manchmal bei Athleten das Ding hat, dass die draußen viel, viel, viel, viel stärker sind und im Labor einfach nicht so richtig stark.
- 16:16SPEAKER_03: Das ist auch so ein bisschen so ein Bias.
- 16:17SPEAKER_03: Ich habe sogar einen Athleten, der im Eshko-Bereich mega, mega gut unterwegs ist und der kriegt auf Swift halt nichts hin.
- 16:25SPEAKER_03: Also der ist auf Swift, muss man sagen, echt dramatisch schlecht.
- 16:30SPEAKER_03: Und dann denkt man immer so, boah, der ist überhaupt nicht fit und das läuft alles gar nicht und das Training schlägt nicht an.
- 16:35SPEAKER_03: Und dann hat er die ersten Sessions draußen und bei drei Grad Nieselregen und dann fährt er irgendwie Werte und fühlt sich so gut dabei und hat einfach so viel Spaß.
- 16:44SPEAKER_03: Und deswegen muss man immer so ein bisschen im Hinterkopf behalten, macht es bei dem Athleten Sinn?
- 16:50SPEAKER_03: Und man macht es auch bei dem Athleten vielleicht nicht so viel Sinn.
- 16:53SPEAKER_03: Und im Amateurbereich machen Leistungsdiagnostiken, finde ich, nicht so viel Sinn, direkt auch so am Anfang der Saison.
- 17:03SPEAKER_03: Und warum sehe ich das so?
- 17:05SPEAKER_03: Ich sehe das so, weil viele Athleten eher ein Fokusproblem haben und viele Athleten es sehr, sehr schwerfällt, sich auf die fundamentalen Dinge zu konzentrieren.
- 17:17SPEAKER_03: Das heißt, dass sie konsistent trainieren an sich, dass sie letztendlich auch die richtigen Trainingszonen für sich finden, darauf komme ich gleich nochmal zu sprechen.
- 17:27SPEAKER_03: Und dass sie letztendlich auch etwas finden, wo sie letztendlich gesund bleiben und wo sie sich letztendlich sich auch gut konsistent dran entwickeln möchten.
- 17:37SPEAKER_03: Und was eben bei vielen Leistungsdiagnostiken passiert, ist, dass viel zu sehr irgendwie auf die letzten 2, 3, 4 Prozent so geschielt wird.
- 17:45SPEAKER_03: Und ja, man hat damit meistens gute Trainingszonen, wenn die Diagnostik gut durchgeführt wird, darauf komme ich gleich auch nochmal zu sprechen.
- 17:53SPEAKER_03: Und ja, dann hat man definitiv eine sehr, sehr gute Aussage dazu, zu dem entsprechenden Wert und zu dem entsprechenden Datum.
- 18:03SPEAKER_03: Im Amateurbereich verbessern sich die Athleten aber meistens gerade am Anfang auch so stark, dass die Diagnostik so meistens nach zwei, drei, vier Wochen schon wieder obsolet ist.
- 18:12SPEAKER_03: Und dann muss man sich einfach fragen, ob diese Investition, die man dann tätigt, irgendwie von 400, 500 Euro teilweise, ob das dann so sinnvoll ist in dem Zeitraum.
- 18:23SPEAKER_03: Wenn du jetzt ein sehr, sehr guter Amateurathlet bist, wenn du ein professioneller Athlet bist, ist das was ganz anderes, ist es ein ganz, ganz, ganz anderer Schnack.
- 18:31SPEAKER_03: Aber ich finde einfach so gerade am Anfang der Saison, finde ich, kann man vielleicht besser auch mit einfachen Tests, sei es irgendwie selbst der FDP-Test, der nicht so richtig geil ist, aber selbst mit dem oder mit maximalen Herzfrequenztests oder mit Rampentests, womit man dann letztendlich auch Stoffwechseleistungen berechnen kann, finde ich, kann man erstmal besser sich letztendlich organisieren und dann kann man halt überlegen, wenn man halt fitter ist, wenn die Leistungszonen einfach auch fester stehen, dass man dann letztendlich mit einer Leistungsdiagnostik arbeitet.
- 19:08SPEAKER_03: Und jetzt kommen wir auf ein sehr ungeliebtes Thema vielleicht auch, und zwar auf den Goldstandard so und vor allen Dingen auch den Goldstandard der Auswertung.
- 19:21SPEAKER_03: Und da muss ich einfach echt sagen, dass das super bitter ist.
- 19:28SPEAKER_03: Und zwar ist das super bitter, weil so viele Athleten mit PDF-Files nach Hause geschickt werden.
- 19:34SPEAKER_03: Und zwar ist es so häufig so, dass man einfach eine Leistungsdiagnostik macht und dabei vielleicht noch nicht mal so das richtige Protokoll ausgewählt wird, um gewisse Dinge zu testen.
- 19:44SPEAKER_03: Und dann wird letztendlich die Diagnostik durchgeführt und der Athlet wird nach Hause geschickt und kriegt eine PDF per E-Mail und that's it.
- 19:53SPEAKER_03: Und ehrlich gesagt kann das irgendwie nicht sein.
- 19:56SPEAKER_03: Weil, ganz ehrlich, wenn man als Sportwissenschaftler ist man ja letztendlich der Experte und es geht darum, seine Expertise runterzubrechen für den, der einfach zu einem kommt.
- 20:07SPEAKER_03: Das heißt, du willst ja nicht als Experte dich noch nach oben bringen, dadurch, dass du dem irgendwie zeigst, wie unwissend er ist, sondern meines Erachtens nach geht es darum, jemanden anzuleiten, ihm ein Learning zu bieten, ihm zu zeigen, wie es geht und dann ihm einfach diese Dinge zu erklären.
- 20:24SPEAKER_03: Und ganz häufig findet halt keine Nachbesprechung wirklich statt, nach so einer Leistungsdiagnostik.
- 20:29SPEAKER_03: Und das finde ich echt, echt schäbig, muss ich sagen.
- 20:31SPEAKER_03: Das finde ich echt nicht richtig cool, weil einfach dann auch häufig Mist gemacht wird und die Trainingszonen stimmen einfach dann sehr, sehr häufig nicht.
- 20:40SPEAKER_03: Oder der Athlet kann damit auch nicht so richtig viel anfangen, was jetzt ganz genau auch vielleicht diese VLA Max bedeutet oder die V2 Max bedeutet, ist das gut, ist das schlecht, in welchem Bereich bin ich gut aufgestellt, in welchem Bereich bin ich schlecht aufgestellt, wo sind auch meine Stärken, wo sind meine Schwächen, an welchen Dingen kann ich einfach noch arbeiten.
- 20:57SPEAKER_03: Und wenn du dann letztendlich nur ein PDF kriegst mit irgendwie einem Netzdiagramm, dann ist das einfach nicht so richtig cool und aussagekräftig, finde ich, ehrlich gesagt, weil ich finde immer, wir sind immer noch Menschen und irgendwie Kommunikation sollte so funktionieren, dass man irgendwie miteinander redet.
- 21:10SPEAKER_03: Und okay, aber das ist vielleicht auch meine eigene Meinung dazu.
- 21:14SPEAKER_03: Das zweite ist, was da auch häufig schiefläuft, muss man auch sagen, ist einfach die Auswahl der verschiedenen Protokolle.
- 21:20SPEAKER_03: Weil letztendlich, wenn du bei einer Diagnostik was rausfinden möchtest, was irgendwie deinen Stoffwechsel betrifft und was so letztendlich aufgebaut ist, dass du Stoffwechselprozesse analysieren möchtest, dann macht es viel mehr Sinn, dass du ein Protokoll wählst, was relativ lange ist.
- 21:37SPEAKER_03: Das heißt, du wählst ein klassisches Stufenprotokoll, vielleicht mit, also klassischerweise Stufenprotokoll mit Laktat.
- 21:43SPEAKER_03: Das heißt, die Stufen sind so drei bis fünf Minuten lang, sind irgendwie sieben, acht, neun Stufen, die du letztendlich da absolvierst meistens und fängst halt super, super low an, um letztendlich eine Aussage zu treffen über den Stoffwechsel.
- 21:57SPEAKER_03: Zum Beispiel, da kann man sich auch mal die Studien angucken von Brooke.
- 22:00SPEAKER_03: oder von Inigo Samilan, die auch ein sehr, sehr schönes, sehr, sehr langes Stufenprotokoll entworfen haben oder gemacht haben, was auch teilweise von MADA und von anderen Wissenschaftlern ganz, ganz früh schon gemacht worden ist, dass sie sich einfach sehr, sehr langsam angeguckt haben, wie ist der Stoffwechsel in sehr, sehr niedrigen Bereichen und wie entwickelt sich das dann einfach über die Zeit und über eine lange Dauer.
- 22:22SPEAKER_03: Das ist so die eine Möglichkeit, dass man eben sagt, ich will mir Stoffwechsel, ich will Trainingsfaktoren, ich will Trainingszonen richtig bestimmen, dann macht es halt Sinn, dass du eher mit einem langen Stufenprotokoll arbeitest und dass du dann im Ausdauerbereich besagst, okay, Low-Intensity-Zonen ist halt irgendwie alles, sag ich mal, bei professionellen Athleten Low-Intensity-Zonen, erste Zone ist unter 1,3 Millimol, zweite Zone immer noch Low Intensity ist 1,3 bis 2,0 Millimol, ist eher so ein bisschen Cruise, ein bisschen schneller.
- 22:51SPEAKER_03: Dann dritte Zone, bei mir ist das so Medium Intensity Bereich, Tempo, so 2 bis 3 Millimol.
- 22:57SPEAKER_03: Und dann Zone 4 ist dann eher so Schwelle, das ist dann eher so 4 bis 3 bis 4 Millimol.
- 23:06SPEAKER_03: Genau, und dann kommen wir halt so in die V2-Max-Zonen.
- 23:09SPEAKER_03: Also das heißt dann irgendwie Zone 5 und Zone 6 kannst du nicht mehr wirklich mit Lactat eigentlich unterscheiden.
- 23:13SPEAKER_03: Wobei du kannst noch sagen, okay, Zone 5 ist dann halt so dieser Bereich, in dem du im V2-Max-Set dich bewegen solltest.
- 23:20SPEAKER_03: Das heißt, das sind 4 bis 5,5 bis teilweise 6 Millimol.
- 23:25SPEAKER_03: Und dann eben Zone 6 ist dann eigentlich alles so über 6 Millimol.
- 23:28SPEAKER_03: Und das ist halt ganz cool, weil das kannst du natürlich dann auch mal vielleicht bei deinen V2-Max-Sessions gucken, dass wenn du irgendwie deine Intervalle fährst, sagen wir, du fährst jetzt irgendwie deine 4x8 Minuten oder 4x10 Minuten, viermal zwölf Minuten, okay, whatever, das stimmt nicht so ganz.
- 23:43SPEAKER_03: Also du fährst irgendwie deine 4x8 Minuten oder du fährst deine 30, 15er oder du fährst viermal fünf Minuten.
- 23:50SPEAKER_03: Whatever, kannst du auf jeden Fall gut kontrollieren, sage ich mal dann mit Laktat das Ganze so aufzuziehen.
- 23:58SPEAKER_03: Ich hoffe, das war jetzt nicht zu nerdig.
- 24:01SPEAKER_03: Ich hoffe, das war jetzt nicht irgendwie zu nerdig und zu aufgezogen.
- 24:08SPEAKER_03: Für die, die das jetzt nicht so richtig verstanden haben, probiere ich es mal so ein bisschen runterzubrechen.
- 24:13SPEAKER_03: Und zwar, Lactat ist letztendlich ein Molekül, was uns so ein bisschen anzeigt, wie hoch ist gerade unser Stoffwechsel einfach aktiv, gerade so was eben Glykolyse angeht, also noch ein Fachbegriff.
- 24:30SPEAKER_03: Also vor allen Dingen, was unseren Kohlenhydratstoffwechsel, sage ich mal, angeht, wie gerade aktiv sind wir da einfach, welche Muskelphasen werden genau aktiviert.
- 24:38SPEAKER_03: Und wenn wir eine niedrige Laktatwert haben, ist es letztendlich immer für uns ein Indikator, dass wir relativ entspannt sind von unserem Stoffwechsel, dass wir viele so Sauerstoff verbrauchende Prozesse haben und dass wir da einfach noch gut so im Low-Intensity-Bereich unterwegs sind.
- 24:52SPEAKER_03: Und es macht halt Sinn, mit Laktat, das ist auch ein sehr, sehr valides, sehr, sehr lang benutztes Tool, auch die Trainingszonen letztendlich auch so zu bestimmen.
- 25:00SPEAKER_03: Das ist auch nichts anderes, als dass letztendlich immer noch auch die Norweger, das heißt irgendwie die ganzen Skilongläufer, die besten Ausdauerathleten mit der Welt, die es halt immer noch zum Großteil da auch mit Laktat machen.
- 25:13SPEAKER_03: Okay, das ist das eine.
- 25:15SPEAKER_03: Und dann ist eben das zweite, dass du letztendlich dir auch natürlich spirometrische Werte anguckst.
- 25:20SPEAKER_03: Spiro, also das heißt Atemgase, die du dann auch einfach nochmal auswerten kannst.
- 25:25SPEAKER_03: Und wenn du dir dann solche Sachen anguckst, wie zum Beispiel die V2 Max, die du dann bestimmen möchtest, dann macht es halt Sinn, ein kurzes Protokoll zu wählen, wo du halt klassischerweise so einen Rampentest hast.
- 25:37SPEAKER_03: Egal, ob das jetzt irgendwie, eigentlich sind es so klassischerweise 20 bis 30 Watt pro Minute, die du dann eine Steigerung hast, sodass du so nach 8 bis 12 Minuten in deine absolute Ausbelastung kommst.
- 25:49SPEAKER_03: Und dann kannst du da eben die V2 Max bestimmen, die sich daneben dadurch kennzeichnet, dass du letztendlich irgendwann an den Punkt kommt, wo du einfach nicht mehr Sauerstoff umsetzen kann.
- 25:59SPEAKER_03: Also du kommst in so einen Bereich, wo man sagt, das ist letztendlich ein Plateau, ne, V2 Max, also ein Plateau, das du wirklich erreichst.
- 26:08SPEAKER_03: Das heißt, dein Sauerstoffverbrauch erreicht ein Plateau und verändert sich nicht mehr, obwohl du letztendlich die Belastung noch mehr zunimmst.
- 26:17SPEAKER_03: Und das ist dann letztendlich so der Bereich des maximalen Sauerstoffverbrauchs, was man dann eben so bezeichnet als V2Max.
- 26:24SPEAKER_03: Also da wird am allermeisten Sauerstoff in deinem Körper letztendlich umgesetzt.
- 26:30SPEAKER_03: Genau.
- 26:31SPEAKER_03: Und dafür machst du halt ein ganz anderes Protokoll.
- 26:34SPEAKER_03: Dadurch machst du machst du halt eher einen Rampentest, der deutlich kürzer ist, der ganz anders aufgezogen ist.
- 26:39SPEAKER_03: Es gibt dann auch noch, das ist jetzt sehr, sehr fortgeschrittenes Stuff, gibt es auch noch Protokolle, die letztendlich beide Sachen miteinander kombinieren.
- 26:47SPEAKER_03: So Senkentests zum Beispiel klappen eigentlich auch ganz gut, wo man halt auch dann so diese beiden Kombinationsstufen hat und diese beiden Sachen probiert, miteinander zu kombinieren.
- 26:57SPEAKER_03: Man muss dann halt immer ein bisschen Abstriche machen.
- 26:59SPEAKER_03: Meistens ist dann der V2-MAX-Wert ein bisschen geringer.
- 27:03SPEAKER_03: Genau.
- 27:03SPEAKER_03: Aber eigentlich geht das soweit auch ganz gut, aber das wird jetzt definitiv ein bisschen zu weit gehen.
- 27:10SPEAKER_03: Und jetzt kam noch so eine Frage zu der Laktatbildungsrate von euch, was auch natürlich ein etwas nerdiger Wert ist, aber ich weiß auch, was viele von euch so ein bisschen benutzen.
- 27:22SPEAKER_03: Und ich bin nicht der größte Fan von der Laktatbildungsrate.
- 27:27SPEAKER_03: Vor allen Dingen nicht unbedingt auch von der, die man so messen kann.
- 27:31SPEAKER_03: Laktatbildungsrate, für die, die das vielleicht nicht wissen, ist letztendlich ein Parameter, den man erheben kann, wo man sich einfach anguckt, wie schnell der Körper Laktat produziert bei einer Ausbelastung.
- 27:42SPEAKER_03: Und meistens ist diese Ausbelastung so 6 bis 10 Sekunden lang, meistens eben einen Sprint und dann misst man letztendlich jede Minute den Laktatwetter nach und guckt einfach so, wo ist der maximale Wert und teilt das dann durch die Zeit, wo man das Ganze bestimmt hat.
- 28:00SPEAKER_03: Und dann hat man nachher irgendwie so einen Wert raus, zum Beispiel von 0,5 Millimol pro Sekunde oder 0,3 Millimol pro Sekunde, je nachdem, wie stark das ausgeprägt ist.
- 28:12SPEAKER_03: Und ich finde die VLA Max gut, um eine generelle Aussage zu treffen über den Stoffwechsel.
- 28:19SPEAKER_03: Also das heißt, wenn man jetzt sagt, man hat Werte von oberhalb von 1,0, oberhalb von 0,5, finde ich, kann man sagen, dass man damit eine gute Aussage treffen kann und damit auch gewisserweise so probiert, dann den energetischen Verbrauch darzustellen und auszurechnen.
- 28:38SPEAKER_03: Aber es hat definitiv auch seine Limitationen, das ganze System.
- 28:43SPEAKER_03: Und es ist halt auch ein Sprintstest, der natürlich auch einerseits nicht ganz so einfach durchzuführen ist, gerade für Amateure manchmal.
- 28:54SPEAKER_03: Und es ist auch manchmal eben so, dass die Qualität bei der Abnahme dann vielleicht nicht ganz so gut ist.
- 28:59SPEAKER_03: Es hat mehrere Dinge, die man immer so ein bisschen berücksichtigen muss.
- 29:02SPEAKER_03: Und die Studienlage dazu ist halt auch nicht richtig valide.
- 29:06SPEAKER_03: Also geschweige denn, also ist sehr, sehr weit davon entfernt, dass es valide ist.
- 29:10SPEAKER_03: Es gibt gute Studien, die auch schon ein bisschen älter sind, die auch zeigen, dass man das grundsätzlich benutzen kann, das Ganze und den Tool.
- 29:17SPEAKER_03: Und es hat sehr, sehr viele praktische Aspekte.
- 29:19SPEAKER_03: Also es wird einfach auch im Profibereich viel benutzt.
- 29:22SPEAKER_03: Keine Frage.
- 29:23SPEAKER_03: Ist gut dafür, aber jetzt eine Aussage zu treffen, ob jemand, der 0,5 oder 0,3 oder 0,1 eine VLR-Max hat und damit genau dann den Stoffwechsel zu berechnen und zu sagen, du musst dich in dem Hinsicht dann noch irgendwie von 0,4 auf 0,3 verändern, schwierig.
- 29:43SPEAKER_03: Gelinde ausgesagt.
- 29:45SPEAKER_03: Ich weiß nicht.
- 29:46SPEAKER_03: Also bin ich vielleicht auch nicht der richtige Experte für, muss ich auch ehrlich gesagt echt sagen.
- 29:50SPEAKER_03: Aber was ich so bisher erlebt habe und auch mit den Leuten, mit denen ich so gesprochen habe, haben wir das ehrlich gesagt immer alles etwas kritisch gesehen.
- 30:00SPEAKER_03: Ja, genau, das will ich dazu auf jeden Fall noch sagen.
- 30:03SPEAKER_03: Okay, gut.
- 30:05SPEAKER_03: Dann hat mir noch so das Thema nüchtern trainieren vor allen Dingen auch.
- 30:12SPEAKER_03: Da, ich sag mal, ob es gut ist, nüchtern zu trainieren, ob es nicht ganz so gut ist, nüchtern zu trainieren.
- 30:18SPEAKER_03: Und da muss man, finde ich, so ein bisschen den Rahmen spannen, sozusagen, okay, was möchtest du denn genau damit erreichen, wenn du letztendlich hier viel nüchtern trainierst?
- 30:28SPEAKER_03: Und hat nüchtern Training positive Aspekte?
- 30:32SPEAKER_03: Vielleicht zuerst mal ganz global besprochen.
- 30:35SPEAKER_03: Und ja, nüchtern Training hat definitiv viele, viele positive Aspekte.
- 30:41SPEAKER_03: Gerade wenn man es sehr, sehr kurzzeitig betrachtet.
- 30:45SPEAKER_03: So auf molekularer Ebene gibt es halt diverse Dinge, die dafür sorgen, dass wir immer genug Energie einfach so an Bord haben.
- 30:53SPEAKER_03: Unser Körper ist sehr, sehr stark immer daran interessiert, dass wir letztendlich nicht irgendwie in so Energiefallen tappen.
- 30:59SPEAKER_03: Deswegen auch vielleicht nochmal so der Bogen ganz zum Anfang mit dem Red S, mit dem relativen Energiedefizit-Syndrom.
- 31:04SPEAKER_03: Das hat sehr, sehr viel damit zu tun, dass unser Körper, wenn er in so Energiedepletionen kommt, wenn er letztendlich in Energieprobleme kommt, dann fängt er an, so einen Suizidkoffner zu öffnen und einfach, fängt an, tausend verschiedene Stresshormone auszuschütten, um dafür zu sorgen, dass wir halt wieder genug Energie an Bord haben.
- 31:22SPEAKER_03: Das heißt, unser Körper ist sehr, sehr daran interessiert, dass wir eben nicht in so Energiefallen tappen.
- 31:29SPEAKER_03: Und da wiederum am Anfang auch so diese Prozesse von einerseits Anabol aufbauend und andererseits Katabol abbauend.
- 31:36SPEAKER_03: Und wenn du jetzt, sag ich mal, nüchtern trainierst, dann kannst du halt damit gut diese katabole Achse in gewisser Weise verstärken und hast aber einen positiven Aspekt auf die Fettoxidation.
- 31:46SPEAKER_03: Vor allen Dingen auch, weil du diesen Suizidköffner so ein bisschen öffnest, dann hast du ein bisschen mehr Stresshormone, dann hast du ein bisschen mehr Adrenalin, ein bisschen mehr Katechulamine.
- 31:54SPEAKER_03: Und das führt einfach dazu, dass letztendlich die Fettoxidation besser ist, weil letztendlich unser Körper in so evolutionäre Mechanismen kommt, so sagt, ach, ich habe ein bisschen wenig Energie und das müssen wir irgendwie verbessern als Körper.
- 32:08SPEAKER_03: Und unser Körper ist halt smart.
- 32:09SPEAKER_03: Der fängt dann einfach an, gewisse andere molekulare Mechanismen zu aktivieren.
- 32:14SPEAKER_03: Und dabei spielt vor allen Dingen so der ATP-Metabolismus eine ganz, ganz große Rolle.
- 32:21SPEAKER_03: Gott, heute wird es richtig nerdig.
- 32:22SPEAKER_03: Sorry, Leute, ey.
- 32:24SPEAKER_02: Okay, aber also ATP, ja.
- 32:27SPEAKER_02: Ich hoffe, das haben die meisten von euch schon mal gehört.
- 32:30SPEAKER_03: ATP ist Adenosin-Triphosphat und Adenosin-Triphosphat ist letztendlich die einzige Währung, die wir in unserem Körper haben.
- 32:39SPEAKER_03: Also wir haben nicht Dollar, wir haben nicht Yen, wir haben nicht schwedische Kronen, wir haben nicht dänische Kronen, sondern wir haben letztendlich nur eine einzige Währung und diese Währung ist ATP.
- 32:52SPEAKER_03: Und diese Währung ist ehrlich gesagt richtig gering nur vorhanden.
- 32:56SPEAKER_03: Also wir haben immer nur so 3,50 Euro.
- 32:58SPEAKER_03: Und eigentlich müssen wir mit diesen 3,50 Euro müssen wir halt irgendwie ein Haus betreiben mit irgendwie 10 verschiedenen Klimaanlagen bei 40 Grad draußen.
- 33:10SPEAKER_03: Und irgendwie ist es alles mega teuer und irgendwie wird die ganze Zeit, die ganze Zeit werden Ressourcen einfach verbraucht.
- 33:16SPEAKER_03: Wir haben einen riesen Ressourcenverbrauch und wir haben halt nur diese 3,50 Euro oder 3,50 Euro.
- 33:22SPEAKER_03: Und da müssen wir halt, damit wir, aber wir haben halt in diesem Haus Recycling-Prozesse.
- 33:29SPEAKER_03: Das heißt, wir können diese 3,50 Meter können wir halt irgendwie relativ gut erhalten.
- 33:34SPEAKER_03: Wir können nicht darüber hinausgehen, weil diese 3,50 Meter, wir haben halt nur so einen ganz kleinen Speicher davon.
- 33:39SPEAKER_03: Aber wir können halt irgendwie diese Ressourcen können wir halt irgendwie jede Sekunde bezahlen.
- 33:44SPEAKER_03: Und jede Sekunde kriegen wir auch diese 3 Mark 50 M immer so ein bisschen wieder was recycelt.
- 33:48SPEAKER_03: Also wir haben so ganz viele verschiedene Banken um unser Haus herum und die sagen die ganze Zeit, okay, ja, ich leide noch was, ja, ich leide noch was, ja, okay, es leichte Nummer 70 Cent, ja, leichte Nummer 30 Cent, okay, ja, ja, 5 Cent kriegst du auch noch von mir.
- 34:00SPEAKER_03: Und das hast du halt die ganze Zeit.
- 34:02SPEAKER_03: Und letztendlich ist das so, wie unser ATP-System funktioniert, dass wir nur ganz, ganz, ganz wenig ATP in unseren Zellen haben, weil ATP einfach ein unglaublich großes, schwierig zu handelndes Molekül ist.
- 34:14SPEAKER_03: Also das ist so, als wenn diese 3,50 M nicht irgendwie in Münzen vorhanden wären, sondern das sind dreieinhalb LKWs, die du halt irgendwie transportieren musst.
- 34:23SPEAKER_03: Und da hat unser Körper nicht so richtig Bock drauf.
- 34:25SPEAKER_03: Und deswegen ist es relativ schwierig, immer dieses ATP-Molekül zu erhalten.
- 34:29SPEAKER_03: Und deswegen haben wir halt so super, super viele gute Recycling-Mechanismen.
- 34:33SPEAKER_03: Wenn das Ganze aber zusammenklappt, dann sind wir halt tot.
- 34:37SPEAKER_03: Und das ist natürlich keine Option.
- 34:40SPEAKER_03: Das ist natürlich blöd, weil dann kommst du in die Leichenstarre und dann funktioniert einfach gar nichts mehr, dann funktioniert deine Muskulatur nicht mehr und du bist einfach weg.
- 34:48SPEAKER_03: Und deswegen ist unser Körper sehr ängstlich, was diese ATP-Speicher angeht.
- 34:52SPEAKER_03: Und deswegen müssen wir dafür sorgen, dass wir halt dauerhaft ein sehr, sehr gutes Recycling haben.
- 34:59SPEAKER_03: Und unser Körper fängt halt an, wenn wir irgendwie Energiemetabolismus haben, wo unser Körper merkt, ah, das wird irgendwie diese 3,50 M, wir sind jetzt noch bei 3,43 m und das könnte schon eng werden.
- 35:14SPEAKER_03: Also da müssen wir jetzt gucken, dass wir uns irgendwo noch schnell wieder irgendwie Geld herkriegen.
- 35:19SPEAKER_03: Und das macht er halt mit verschiedenen Hormonen, das sind jetzt irgendwie irgendwelche Botenleute, die dann zu den Banken rennen und die die ganze Zeit belabern, damit wir halt irgendwie noch was wiederkriegen.
- 35:30SPEAKER_03: Und so funktioniert das letztendlich in unserem Körper, dass wir einfach diesen ATP-Recycling-Mechanismus, der halt super, super hochgefahren ist und unser Körper anfängt, wenn wir halt nüchtern trainieren, dass er halt sagt, uh, pass auf, ey, Energie geht da irgendwie verloren, wir haben nicht mehr genug Kohlenhydrate, das könnte ein bisschen ein Problem werden.
- 35:49SPEAKER_03: Und dann fängt er einfach an, unser Körper halt mehr von solchen Bodenleuten heranzurekrutieren und einfach Moleküle in unserem Körper hochzuregulieren.
- 35:58SPEAKER_03: Und das führt letztendlich dazu, dass wir das ganze System weiter aufbauen und weiter das Ganze ökonomisieren, dass wir einfach nur bessere Ressourcen aufbauen, wir mehr Recycling-Mechanismen anwerfen, wir mehr dafür sorgen, dass noch mehr Energie einfach zur Verfügung ist.
- 36:13SPEAKER_03: Und das ist letztendlich der Vorteil von nüchtern Training, dass du einfach diese Prozesse, die ATP-Recycling machen, gerade so über CAMP, noch ein Fachbegriff jetzt, Rodo, ja, sehr gut.
- 36:26SPEAKER_03: Nee, aber CAMP ist letztendlich eine Abbaustufe von ATP, das ist letztendlich die energetisch schwächste Stufe, also Adenosin-Triphosphat 3, dann Adenosin-Diphosphat, das ist eins noch, zwei Phosphate noch da und dann Adenosin-Monophosphat, dann haben wir nur noch ein Phosphat, das ist also nicht mehr so richtig energiereich.
- 36:47SPEAKER_03: Und das macht letztendlich, sorgt das dann dafür, dass wir neue Leute rekrutieren, dass wir neue Energiemechanismen anwerfen und damit das Ganze verbessern können.
- 36:59SPEAKER_03: Okay, lange, lange Rede, kurzer Sinn.
- 37:03SPEAKER_03: Kurzfristig betrachtet, ist nüchtern Training gut.
- 37:07SPEAKER_03: Kann man gut einsetzen, hat viele gute positive Aspekte und gerade so im Low-Intensity-Bereich ist es eben gut, das zu machen.
- 37:15SPEAKER_03: Und dann kommen wir halt so zu den langfristigen Prozessen.
- 37:18SPEAKER_03: Und langfristig ist es halt nicht ganz so ungefährlich, wenn man das einfach zu viel macht, weil eben immer dieses Dharmokless-Schwert aus dem relativen Energiedefizit-Syndrom über dir schwingt und du damit halt einfach so deine Hormone kaputt machen kannst.
- 37:32SPEAKER_03: Und gerade einfach so deine Sexualhormonachse, also als Mann Libidoverlust, als Frau Zyklusprobleme, entsteht relativ häufig dadurch, dass wir halt zu viel Stress haben und einfach diese Stressachse nicht mehr richtig abgebaut wird.
- 37:45SPEAKER_03: Das heißt, wir haben dauerhaft Stress und das kann dadurch getriggert werden, dass wir einfach in diesen Energiemetabolismus zu sehr eingreifen und zu sehr halt probieren, irgendwie Energie zu reduzieren.
- 37:55SPEAKER_03: Weil so gern unser Körper letztendlich sich auch aufbaut und verbessern möchte und so auf das nächste Level kommt, es gibt immer so das Problem, dass unsere Hormone dem einen Strich durch die Rechnung machen und dann einfach sagen, nö, da habe ich keinen Bock mehr drauf.
- 38:10SPEAKER_03: Und das passiert dann einfach, wenn du dauerhaft in so einen Zustand kommst, wo du letztendlich immer am Feuern bist und immer in diesen Energie, ja, immer in diese Energiefallen einfach tapst.
- 38:24SPEAKER_03: Und deswegen definitiv aufpassen mit nüchtern Training und besonders kein Hit, keine Hit-Sessions bitte nüchtern machen.
- 38:33SPEAKER_03: Weil damit aktivierst du dann richtig diesen Energiemetabolismuskoffer und dann erreichen schon manchmal zwei, drei, vier Sessions und du bist im Übertraining.
- 38:42SPEAKER_03: Also es geht rasant schnell, denn wenn du sowas halt machst, kann man mal alles ausprobieren.
- 38:46SPEAKER_03: Ich habe teilweise zwei Tage gar nichts gegessen, bin Halbmarathon gelaufen.
- 38:51SPEAKER_03: War toll an dem Tag.
- 38:52SPEAKER_03: War super klasse.
- 38:53SPEAKER_03: Hab mich super toll gefühlt bei der Einheit und danach nicht mehr.
- 38:57SPEAKER_03: Also das lohnt sich nicht.
- 39:00SPEAKER_03: Lohnt sich definitiv nicht.
- 39:03SPEAKER_03: Und was solltest du dann essen?
- 39:05SPEAKER_03: Wenn du, sag ich mal, eine Low-Intensity-Session hast morgens, kannst du halt auch irgendwie was machen, wo du vielleicht eher so ein Slow Carb nimmst, das heißt eher ein Kohlenhydrat, was langsam anflutet.
- 39:17SPEAKER_03: Sei es jetzt irgendwie eins, zum Beispiel, was vielleicht ein bisschen belaststoffreicher ist oder was ein bisschen mit Fett in Kombination ist, zum Beispiel Bitterschokolade, mit Kakao zum Beispiel, und einen Kaffee oder sowas kann man ganz gut machen.
- 39:31SPEAKER_03: Oder so Energy Balls, zum Beispiel, die vielleicht irgendwie mit Aprikose oder sowas in der Art gemacht sind.
- 39:35SPEAKER_03: Das sind alles so Slow Carbs, die letztendlich dazu führen, dass du halt nicht so einen krassen Effekt hast auf Insulin, noch ein Fachwort.
- 39:47SPEAKER_03: Auf Insulin und Insulin ist letztendlich der stärkste Blocker von unserer Fetoxidation und das wollen wir letztendlich immer so ein bisschen vermeiden bei Low Intensity Sessions.
- 39:58SPEAKER_03: Und deswegen macht es halt Sinn, dass wenn du, sag ich mal, morgens eine Low-Intensity Session machst, dann nimmst du vielleicht eher was von, was von den Kohlenhydraten her einfach ein bisschen langsamer anflutet.
- 40:14SPEAKER_03: Okay, dann hatten wir noch als letztes eine Frage, welche Schmerzen man ignorieren kann und welche manche man auf welche man achten sollte.
- 40:25SPEAKER_03: Und ja, also Schmerzen gehören natürlich zum Ausdauertraining dazu und wenn man keine Schmerzen hat, dann hat man ja auch nicht richtig trainiert, muss man sagen.
- 40:33SPEAKER_03: Also no pain, no gain.
- 40:36SPEAKER_03: Nein, Schatz beiseite.
- 40:39SPEAKER_03: Ja, also ihr solltet schon auf euren Körper hören, Leute.
- 40:42SPEAKER_03: Es ist schon enorm wichtig, dass man auch dieses Körpergefühl einfach entwickelt und dass man das auch ehrlich gesagt zulässt.
- 40:49SPEAKER_03: Dass man auch zulässt, dass man da auch die Signale, die einem so der Körper sendet, halt auch, dass die auch gut sind.
- 40:57SPEAKER_03: Und das ist ja auch so ein bisschen, sage ich mal, meine Story immer, dass ich sehr, sehr gut daran bin, auch ich möchte immer aufs nächste Level kommen, ich möchte mich immer weiterentwickeln, ich möchte immer nach vorne kommen.
- 41:12SPEAKER_03: Und das ist, glaube ich, was, was auch so in meiner Adoleszenz entstanden ist, weil es nicht immer alles so war, dass ich irgendwie mit mir so sehr, sehr zufrieden war.
- 41:25SPEAKER_03: Und dann hat mir letztendlich der Sport geholfen, irgendwie rauszukommen, mehr aus mir zu machen, nach vorne zu kommen.
- 41:31SPEAKER_03: Und das hat auch mega viele Jahre total, total gut funktioniert.
- 41:34SPEAKER_03: Aber irgendwann bin ich halt an so einen gewissen kritischen Bereich gekommen, an so eine gewisse Sättigungskurve, wo ich einfach gemerkt habe, dass letztendlich mehr Training und mehr Pain und mehr High-Intensity Stuff nicht mehr zum Erfolg führt, sondern ganz im Gegenteil eher dazu führt, dass ich immer schlechter geworden bin.
- 41:53SPEAKER_03: Und da habe ich auch sehr, sehr lange chronisch einfach auch Schmerzen ignoriert, egal ob es jetzt zwar ein Bewegungsapparat ist oder auch oder auch anderen Pain, jetzt auch, sag ich mal, so ganz hormonell betrachtet, das ist natürlich auch mega der Pain, wenn irgendwie du halt echt deine gesamten Sexualhormone verbraucht hast.
- 42:13SPEAKER_03: Das ist ein Irrer Pain.
- 42:15SPEAKER_03: Und genau, und deswegen finde ich jetzt die Frage, irgendwie Schmerzen zu ignorieren, finde ich nicht gut.
- 42:23SPEAKER_03: Man kann natürlich Schmerzen wahrnehmen, dass man letztendlich Schmerz hat und dass man letztendlich gewisserweise auch mal diesen Pain wahrnimmt.
- 42:30SPEAKER_03: Und das ist auch gut so, dass man den einfach wahrnimmt.
- 42:32SPEAKER_03: Manchmal braucht man das ja auch, um sich zu zeigen, dass man auch vielleicht noch lebt.
- 42:37SPEAKER_03: Und dann ist es auch vollkommen in Ordnung.
- 42:39SPEAKER_03: Und es gibt natürlich auch immer Sessions, die einfach auch Schmerz beinhalten und dann ist es auch cool.
- 42:44SPEAKER_03: Aber es sollte genau sich auch so anfühlen.
- 42:47SPEAKER_03: Es sollte sich auch so anfühlen, dass du sagst, okay, es ist eine High-Intensity-Session, das wird jetzt schmerzhaft und ich habe aber Bock darauf.
- 42:53SPEAKER_03: Es fühlt sich gut für mich an.
- 42:55SPEAKER_03: Und ehrlich gesagt habe ich auch Lust auf diesen Schmerz und das einfach auch so zu fühlen.
- 43:00SPEAKER_03: Weil dann hast du natürlich nachher auch so diese Glückskaskade und dass du dich auch gut nach der Session fühlst.
- 43:06SPEAKER_03: Was definitiv nicht der Fall sein sollte, ist, dass du dich für die Session zwingst, dass du eigentlich keinen Bock darauf hast und dass du dann dich nach der Session auch noch so auf gut Deutsch gesagt beschissener fühlst als vorher.
- 43:20SPEAKER_03: Das ist definitiv, finde ich, immer keine Option.
- 43:24SPEAKER_03: Sehr gut, okay.
- 43:25SPEAKER_03: Wow, doch, lange Session geworden.
- 43:27SPEAKER_03: Ich hoffe, ihr konntet ein bisschen was mitnehmen und ich hoffe, es war nicht zu nerdig.
- 43:31SPEAKER_03: Gebt mir doch super gerne mal Feedback, wie euch das gefallen hat.
- 43:34SPEAKER_03: Ich möchte super gerne mehr von solchen Q ⁇ A-Sessions machen.
- 43:38SPEAKER_03: Macht mir auch ehrlich gesagt Spaß.
- 43:40SPEAKER_03: Und Leo macht das auch immer Spaß, hat sie auch schon gesagt.
- 43:43SPEAKER_03: Und deswegen sind wir echt im Moment so ein bisschen auf der Suche nach irgendwie so einem Community-Ding, worüber wir nachgedacht haben, so ein bisschen ist ein Discord, ein Discord-Server, wo wir halt uns einfacher, sag ich mal, Fragen stellen könnt.
- 43:56SPEAKER_03: Ihr könnt uns ja super gerne mal eure Meinung da texten.
- 44:00SPEAKER_03: Entweder über den Link unten oder schreibt mir bei Instagram, Doc-Golo.
- 44:04SPEAKER_03: Und dann wünsche ich euch einen schönen Mittwoch, wenn ihr es heute hört.
- 44:11SPEAKER_03: Oder einen schönen Tag.
- 44:13SPEAKER_03: Alles klar, macht's gut bis dahin, Leute.
- 44:14SPEAKER_03: Ciao, ciao.
- 44:15SPEAKER_03: Bye bye.
- 51:58SPEAKER_03: Ja, oder generell, was willst du, was möchtest du teilen?
- 52:01SPEAKER_03: Was genau, es ist egal, also unabhängig jetzt vom Sport, Radsport, Lebensweisheiten.
- 52:10SPEAKER_01: Ja, dann würde ich auf jeden Fall eigentlich genau das wiederholen, was ich am Anfang auch gesagt habe, was ich meinem Sohn auch mitgeben würde.
- 52:22SPEAKER_01: Ich merke, dass es mir extrem gut geht, wenn ich.
- 52:26SPEAKER_01: Also Selbstreflexion ist, glaube ich, was ganz Wichtiges, dass man sich regelmäßig, zum Beispiel jetzt war ja ein ganz guter Zeitpunkt, man geht irgendwie in ein neues Jahr.
- 52:36SPEAKER_01: Man kann das total bescheuert finden, aber ich finde es irgendwie schon so, dass man, dass zwölf Monate hört sich irgendwie nach einem langen Zeitraum an oder ein Jahr fühlt sich oder hört sich lange an, ist aber geht dann doch irgendwie, umso älter man wird, umso schneller geht es ja auch vorbei, um sich mal hinzusetzen und zu reflektieren, okay, was war gut dieses Jahr, was war nicht gut, woran möchte ich gerne arbeiten?
- 52:58SPEAKER_01: Und dann vor allen Dingen auch so, ist man überhaupt zufrieden im Leben?
- 53:02SPEAKER_01: Welche Optionen gibt es denn noch?
- 53:06SPEAKER_01: Es ist total schön, wenn man einfach zufrieden ist.
- 53:08SPEAKER_01: Ich glaube, das ist das Tollste überhaupt.
- 53:11SPEAKER_01: Aber wenn man unzufrieden mit etwas ist, ja, nicht darüber meckern und nicht einfach meckern und irgendwie alles ist blöd oder alles ist scheiße, sondern ja, mach einfach was.
- 53:23SPEAKER_01: Also ich sag mal, deine Gedanken von heute sind deine Taten von morgen so ein bisschen.
- 53:30SPEAKER_01: Es ist einfach so einfach gesagt, aber ich glaube schon, wenn man sich, also mein ganzes Leben war eigentlich so, dass ich wollte Radprofi werden, dann wollte ich einen Podcast machen, dann wollte ich dies und das.
- 53:41SPEAKER_01: Das hat alles mal angefangen mit einem einfachen Gedanken oder mit einem einfachen Gefühl in mir, wo ich gesagt habe, das fühlt sich gut an, das will ich irgendwie verfolgen.
- 53:50SPEAKER_01: Und wenn man sowas in sich hat und wenn man das schon, wenn man, wenn man dem diesem Weg schon folgt, dann alles gut, aber ja, den Mut zu haben, glaube ich, das zu machen, was man wirklich will, weil, und auch unabhängig von irgendwelchen finanziellen Dingen oder was auch immer, sondern einfach dafür zu leben, was er glücklich macht, das wäre, glaube ich, so mein Tipp oder meine Lebensweisheit, wohl, die auch zum Glücklichsein führt.
- 54:18SPEAKER_01: Weil ich denke, man hat halt nur ein Leben und das sollte man möglichst gut, ja, möglichst gut leben.
- 54:27SPEAKER_01: Und ja, das wäre so meine Lebensweisheit, die ich mitgeben würde.
- 54:35SPEAKER_01: Und ja, dass man einfach so sich selbst reflektiert und sagt, okay, bin ich ja nicht zufrieden mit meinem Leben, immer mal wieder.
- 54:42SPEAKER_01: Und wenn die Antwort Ja, ist alles super.
- 54:45SPEAKER_01: Und wenn man irgendwie sagt, okay, das und das stört mich, dann geht das an.
- 54:49SPEAKER_01: Weil dann wird es euch besser gehen.
- 54:50SPEAKER_01: Und wenn man es irgendwann schafft, dann ist man sauber stolz auf sich, dass man das Thema angegangen ist und es geändert hat.
- 54:58SPEAKER_03: Ja, das ist doch ein super Credo.
- 55:01SPEAKER_03: Also Selbstreflexion und auch seine Initiation oder seine Intuition, sag ich mal, zu hören.
- 55:07SPEAKER_03: Und mehr vielleicht auch, ja, darauf zu hören, dass einem vielleicht unterbewusst irgendwie was sagt, ist definitiv doch mega.
- 55:17SPEAKER_03: Ja.
- 55:19SPEAKER_03: Tausend Dank, Dieter.
- 55:20SPEAKER_03: Wo findet man nicht denn, wo findet man deinen Podcast?
- 55:24SPEAKER_03: Genau.
- 55:25SPEAKER_01: Ach, eigentlich überall.
- 55:26SPEAKER_01: Also ich glaube, der Podcast wird immer gehostet, also auf den gängigen Podcast-Plattformen wie Spotify oder Apple Music, Deezer, was auch immer.
- 55:37SPEAKER_01: Oder auch einfach, kannst du auch, glaube ich, einfach Podcast-PlanZ googeln oder im Internet eingeben, wo auch immer, auf welcher Suchmaschine auch immer.
- 55:45SPEAKER_01: Da findet man den.
- 55:46SPEAKER_01: Ich glaube, mittlerweile sind 96 Folgen draußen.
- 55:49SPEAKER_01: Sowohl mit Radsportlerinnen, Radsportlern, aber auch mit Leuten, die auf dem ersten Blick vielleicht gar nichts mit Radfahrt zu tun haben.
- 55:57SPEAKER_01: Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben.
- 55:59SPEAKER_01: Und ja, sonst findet man mich eigentlich, also das einzige Social Media, was ich wirklich betreibe, ist Instagram.
- 56:07SPEAKER_01: Da bin ich auch unter einfach meinem ganz normalen Namen zu finden, Rick Zabe.
- 56:12SPEAKER_01: Und ich glaube, das sind so die beiden Hauptformen, wie man mir folgen kann, einmal der Podcast und einmal Instagram.
- 56:19SPEAKER_03: Ja, cool.
- 56:20SPEAKER_03: Cool.
- 56:20SPEAKER_03: Tausend Dank auf jeden Fall für deine Zeit, Rick.
- 56:23SPEAKER_03: Und viel Spaß noch auf die Woche.
- 56:26SPEAKER_01: Ich wünsche noch einen schönen Tag und ja, auch allen Hörerinnen und Hörern einen schönen Tag.
- 56:30SPEAKER_01: Ciao, ciao.