Latest / ROCKET SCIENCE | Gesundheit und Leistung – mit Doc Golo / Mindset von Athleten, scheiterst du WIRKLICH am Kopf oder an deinem Körper?
Transcript
- 0:00SPEAKER_00: Moin Leute und willkommen zu Rocket Science.
- 0:02SPEAKER_00: Heute sprechen wir über das Thema, warum 90% aller Athleten in ihren Performance-Zielen scheitern und wie du nicht dazu gehörst.
- 0:15SPEAKER_00: Wir sprechen in dem Podcast zuerst über die Physiologie, also die körperlichen Merkmale und Gründe des Scheiterns, was falsch gelaufen ist im Training, in der energetischen Basis, in weiteren körperlichen Faktoren.
- 0:28SPEAKER_00: Danach sprechen wir über die psychologischen Gründe, warum auch Ziele oft verfehlt werden.
- 0:36SPEAKER_00: Wir reden über unrealistische Erwartungen, wir reden über das ganze Thema so ein bisschen Ego-Verhalten, Identität und auch so fehlende Standards.
- 0:45SPEAKER_00: Und am Ende spreche ich dann nochmal so darüber, wie Physiologie und Psychologie hier auch zusammenwirken und es dann zu so einer ganzen Kaskade kommt, warum Ziele auch dann nicht erreicht werden oder vielleicht sogar systematisch nicht angegangen werden.
- 1:05SPEAKER_00: Der Podcast ist sicherlich für alle, die interessant, die damit Probleme haben, dass sie manchmal Ziele nicht erreichen.
- 1:12SPEAKER_00: Ich würde aber auch sagen, der Podcast ist definitiv auch interessant für all die, die sich relativ hohe Ziele immer wieder setzen und die auch vielleicht verstehen wollen, was Faktoren sind, die sie in ihr Leben einbauen können.
- 1:25SPEAKER_00: Relativ einfache Faktoren, die sie in ihr Leben einbauen können, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass man seine Ziele auch nachträglich erreicht als Athlet.
- 1:39SPEAKER_00: Okay, fangen wir an mit Teil 1, den physiologischen Gründen auch so des Scheiterns.
- 1:47SPEAKER_00: Und zwar die objektiven körperlichen Faktoren, die häufig dazu führen, im Training und auch in der Ernährung und in anderen Dingen, dass Athleten scheitern.
- 1:59SPEAKER_00: Und ich würde sagen, der allererste und der größte Grund, warum viele scheitern, sind nicht erstmal Trainingsfaktoren, sondern es sind häufig eher energetische oder Ernährungsfaktoren.
- 2:15SPEAKER_00: Und einer der größten Fehler, den viele Athleten immer wieder machen und gerade auch viele Athleten im Ausdauerbereich, ist das ganze Thema, zu wenig Kohlenhydrate aufzunehmen und low carb einzusetzen und vor allen Dingen an falschen Stellen in ihrem Training and in ihrer Vorbereitung einzusetzen.
- 2:40SPEAKER_00: Gehen wir darin einmal ein.
- 2:42SPEAKER_00: Also Low Carb ist eine Methode, Kohlenhydrate zu reduzieren, um damit meistens eine bessere Körperkomposition zu erreichen, um Kalorien einzusparen und auch eventuell um Performance-Benefits, gerade so was den Fettstoffwechsel angeht, zu erreichen.
- 2:59SPEAKER_00: Low Carb kann sinnvoll sein bei sehr hochleistungsfähigen Athleten und bei Athleten, die wirklich an ihrer Körpermorphologie arbeiten wollen, dabei aber auch Körperfettwerte haben im Bereich von irgendwie mehr wie 15%, mehr wie 20%.
- 3:15SPEAKER_00: Eben darunter würde ich es auf jeden Fall nicht empfehlen.
- 3:17SPEAKER_00: Low Carb hat aber auch einige Nachteile, gerade was das Thema Energieverfügbarkeit angeht.
- 3:27SPEAKER_00: Energie ist in unserem Körper enorm wichtig.
- 3:31SPEAKER_00: Wir brauchen eigentlich eine konstante Energiezufuhr, um leistungsfähig zu sein.
- 3:36SPEAKER_00: Gerade auch so, um im Ausdauersport in höhere Intensitäten zu gehen.
- 3:41SPEAKER_00: Ich sage jetzt mal irgendwie so in den Medium Intensity oder High-Intensity-Bereich, aber auch schon bei Zone 2 brauchen wir relativ viel Energie, um das Ganze zu fühlen.
- 3:50SPEAKER_00: Man spricht hier immer auch davon, dass Fette im Feuer der Kohlenhydrate verbrennen.
- 3:56SPEAKER_00: Und wir brauchen diese Kohlenhydrate, um Fette überhaupt zu oxidieren.
- 4:01SPEAKER_00: Und wenn wir konstant unsere Kohlenhydratspeicher aufbrauchen und auch zu wenig zuführen, dann führt das zu einer konischen Low Energy Availability.
- 4:12SPEAKER_00: Und hier spricht man dann auch von dem sogenannten Red-S, relatives Energiedefizit-Syndrom.
- 4:17SPEAKER_00: Und das geht damit einher, dass es zu hormonellen Problemen kommt, das geht damit einher, dass Ermüdungsbrüche häufiger werden, das geht damit einher, dass wir eine depressive Verstimmung haben.
- 4:25SPEAKER_00: Und es geht generell auch damit einher, dass die Leistungsfähigkeit abnimmt.
- 4:30SPEAKER_00: Ich persönlich sehe im Coaching das relativ häufig, dass viele Athleten in den Sport kommen und sagen, sie setzen sich relativ hohe athletische Ziele.
- 4:40SPEAKER_00: Zum Beispiel, ich will den Iron Man machen, ich will einen 70.3 machen, ich möchte irgendwie einen Hy-ROX richtig gut durchziehen.
- 4:48SPEAKER_00: Besonders im Hy-ROX-Bereich finde ich, ist diese Systematik, dieses Problem sehr, sehr stark vorhanden.
- 4:55SPEAKER_00: Und was man dann häufig sieht, ist, dass das Training eigentlich ganz gut durchgespielt wird.
- 5:00SPEAKER_00: Hier gibt es auch einige Faktoren, aber ist meistens am Anfang gar nicht so das große Problem.
- 5:05SPEAKER_00: Sondern ein anderes großes Problem ist immer wieder, dass nicht genug Kohlenhydrate aufgenommen werden, nicht genug Proteine aufgenommen wird und dass es deswegen zu Problemen kommt, langfristig gesehen.
- 5:17SPEAKER_00: Weil unser Körper, wenn wir konstant in ein Niedrigenergiesystem kommen, dann werden eben so verschiedenste Notfallmechanismen angeworfen.
- 5:28SPEAKER_00: Wir haben meistens erstmal Neurotransmitter, die dafür sorgen, dass unser System nach oben gebracht wird, Adrenalin, Noadrenalin.
- 5:35SPEAKER_00: Das führt eigentlich erstmal dazu sorgen, dass wir weniger Hunger haben, damit Cortisol mehr produziert, was unser Stresshormon ist.
- 5:40SPEAKER_00: Und das führt dazu auch, dass wir meistens eher auch weniger Hunger haben und dass unser Blutdruck ansteigt und unser Blutzucker nach oben geht.
- 5:49SPEAKER_00: Aber das sind alles letztendlich Notfallmechanismen, die darauf aufbauen, dass wir irgendwann wieder Kohlenhydrate zuführen.
- 5:55SPEAKER_00: Wenn wir die nicht zuführen, fängt unser Körper an, Raubklau zu betreiben.
- 6:00SPEAKER_00: Fängt unser Körper an, Raubklau zu betreiben.
- 6:03SPEAKER_00: Das bedeutet, dass gerade Proteinstrukturen abgebaut werden.
- 6:07SPEAKER_00: Das heißt, Muskelfaserrisse werden zum Beispiel häufiger, Knochenbrüche werden häufiger, Sehverletzungen werden häufiger.
- 6:16SPEAKER_00: Das heißt, die Verletzungsachse steigt irgendwie an.
- 6:18SPEAKER_00: Auf der anderen Seite führen auch zu wenig Kohlenhydrate bei hohen Intensitäten auch zu keinerlei Leistungsanpassungen.
- 6:27SPEAKER_00: Das bedeutet, viele Athleten wundern sich auch und beschweren sich dann auch teilweise, dass es eben zu keinen Anpassungen kommt im Trainingsplan, obwohl sie ja eigentlich gut trainieren.
- 6:38SPEAKER_00: Häufiges Thema ist nicht unbedingt das Training, sondern auch Thema Fueling und Ernährung.
- 6:45SPEAKER_00: Ganz wichtig hier für euch zu verstehen ist, so ein konstant unterernährtes System wird sich nicht anpassen.
- 6:52SPEAKER_00: Und das ist auch dann relativ egal, wie hoch auch so der Wille ist.
- 6:59SPEAKER_00: Man kann mit seinem Kopf dann auch seinen Körper nicht überlisten, wenn man den Körper konstant in so einen Notfallmodus irgendwie auch drückt.
- 7:09SPEAKER_00: Kommen wir zum zweiten Punkt.
- 7:11SPEAKER_00: Und der zweite Punkt ist fehlende Trainingsstruktur.
- 7:16SPEAKER_00: Der zweite Punkt ist, dass keine Zonen da sind, keine klare Intensitätsverteilung, Volumen irgendwie mal so ein bisschen absolviert wird und alles sehr, sehr, sehr chaotisch ist.
- 7:31SPEAKER_00: Man sieht das auf relativ viel, irgendwie auch auf Social-Media-Kanälen immer wieder, dass viele Athleten, glaube ich, so immer sehr mit Pi mal Daumen trainieren und auch keine klaren Trainingszone haben.
- 7:45SPEAKER_00: Und immer mal Sessions machen, so, hey, heute mache ich irgendwie Hit, morgen mache ich Hit, übermorgen mache ich Medium-Intensity-Training und dann mache ich halt mal so ein bisschen Low-Intensity-Training.
- 7:55SPEAKER_00: Und es wirkt eigentlich alles total unstrukturiert.
- 7:59SPEAKER_00: Und ja, ich sehe das auch sehr, sehr viel im Coaching, dass gerade auch Athleten, die irgendwie zu uns kommen, wenn man am Anfang eine gewisse Analyse macht, dass es häufig so gesagt wird, ich trainiere heute so, ich trainiere morgen so, ich trainiere übermorgen mal so.
- 8:12SPEAKER_00: Und es gibt nie wirklich so diese klare Struktur zu sagen, ich mache heute das, ich habe das auf dem Programm, ich mache morgen das, ich habe das auf dem Programm.
- 8:20SPEAKER_00: Das heißt, es gibt nie wirklich eine Strategie hinter einem Trainingsplan und es gibt eigentlich auch nicht wirklich einen Trainingsplan.
- 8:28SPEAKER_00: Meistens kommt es dann dazu, dass man, wenn man anfängt mit Sport, schon Fortschritte macht.
- 8:36SPEAKER_00: Auf jeden Fall.
- 8:37SPEAKER_00: Also don't get me wrong, wenn man wirklich Anfänger ist und man hat noch nie mit Sport und Ausdauer sich irgendwie beschäftigt und trainiert einfach, macht man meistens schon Fortschritte.
- 8:48SPEAKER_00: Die sind aber meistens nicht langanhaltend, sondern es ist dann meistens immer so ein Auf- und Ab ein sehr, sehr starkes.
- 8:55SPEAKER_00: Häufig kommt es dazu, dass wenn man sich eben keinen Plan macht oder auch keine klare Struktur hat und auch keine Trainingszonen hat, dass man sehr viel in so einem Graubereich unterwegs ist.
- 9:06SPEAKER_00: So einem Mischbereich.
- 9:08SPEAKER_00: Nur ein Graubereich ist erstmal so dieser typische Medium-Intensity-Bereich, der auf wissenschaftlicher Sicht dazu führt, dass man sich ökonomisiert, also das System wird effizienter.
- 9:20SPEAKER_00: Aber wenn die Basis nicht da ist und wenn die V2 Max noch deutlich zu klein ist, dann kann man auch ein System nicht wirklich effizienter machen, weil es fehlt halt so der Motor.
- 9:31SPEAKER_00: Und wenn der Motor super, super klein ist, dann kann man noch mehr, noch so sehr probieren, diesen ganzen Motor zu tun.
- 9:37SPEAKER_00: Aber wenn man halt irgendwie nur einen Zweitakter-Trabimotor hat, dann wird es halt schwierig.
- 9:43SPEAKER_00: Man braucht schon irgendwie einen Sechszylinder, um halt wirklich Gas geben zu können.
- 9:48SPEAKER_00: Und viele Athleten investieren nie in den Basisaufbau und auch haben dafür keine gute Struktur, um sich zu entwickeln.
- 9:57SPEAKER_00: Und daran scheitern dann doch relativ häufig, häufig dann auch Wettkämpfe, dass man das eben dann nicht erreicht.
- 10:06SPEAKER_00: Anderer Punkt dabei ist auch das ganze Thema Mischtraining, wo ich auch gar kein großer Freund von bin.
- 10:12SPEAKER_00: Mischtraining bedeutet, man macht viele Training-Sessions, wo man immer alles reinpackt.
- 10:16SPEAKER_00: In so einem Mischtraining findet man Low-Intensity-Reize, man findet ein bisschen Medium-Intensity, danach machen wir noch ein bisschen Hit und danach machen wir noch ein bisschen Sprint, weil das alles so viel Spaß gemacht hat heute.
- 10:27SPEAKER_00: So, Leute, let's go.
- 10:29SPEAKER_00: Let's go! Aber das führt auch relativ häufig zu Stagnation und zu keinem Fortschritt, weil man dem Körper nie wirklich einen klaren Reiz gibt.
- 10:41SPEAKER_00: Unser Körper scheint da relativ einfach gestrickt zu sein und zu sagen, ich möchte einen Low-Intensity-Reiz haben, ich möchte einen Medium-Intensity-Reiz oder ich möchte einen High-Intensity Reiz haben.
- 10:53SPEAKER_00: Natürlich hat man auch immer andere Zonen mit dabei, aber jede Session sollte eigentlich ein Ziel haben.
- 10:59SPEAKER_00: Und wenn man immer wieder nur Mischtraining einbaut, ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass man da auch keine Fortschritte mitmacht.
- 11:08SPEAKER_00: Generell da auch, das ist jetzt ein bisschen ein weitergehendes Thema, was auch ein häufiges Problem ist, ist, dass nicht klar geplant wird, dass zum Beispiel man immer nur vom Wettkampf zum Wettkampf zum Wettkampf zum Wettkampf geht.
- 11:21SPEAKER_00: Klassisches Beispiel ist, hey, ich setze mir jetzt im Januar das Ziel, dass ich im März ein Halbmarathon laufe.
- 11:27SPEAKER_00: Danach mache ich irgendwie einen Monat später mein Grand Fondo.
- 11:33SPEAKER_00: Einen Monat später danach mache ich den Triathlon.
- 11:35SPEAKER_00: Dazwischen gibt es noch High Rocks Berlin, den ich auch noch irgendwie da reinsetze.
- 11:39SPEAKER_00: Und dann gibt es noch den Last-Mile irgendwie Ultra, den ich auch noch vielleicht mit reinsetzen möchte.
- 11:46SPEAKER_00: Ganz extrem gesprochen jetzt.
- 11:48SPEAKER_00: Aber man erlebt das relativ häufig, dass gerade viele Athleten, ich glaube auch durch dieses neue Angebot, sich keine klare Planung haben und probieren alles irgendwie zu absolvieren und reinzusetzen.
- 12:00SPEAKER_00: Das Beste damit war mal ein Athlet, der vor seinem Iron Man eine Woche vorher noch ein Ultra laufen wollte.
- 12:07SPEAKER_00: Und ich ihm davon sehr stark und vehement abgeraten habe.
- 12:11SPEAKER_00: Er hat sich davon aber nicht überzeugen lassen.
- 12:14SPEAKER_00: Er hat dann den Ultra gelaufen, der auch relativ gut lief, muss man sagen, obwohl er auf den Triathlon vorbereitet war, hat er dann doch den Ultra durchgezogen.
- 12:24SPEAKER_00: Und konnte dann aber danach nicht mehr wirklich laufen für vier, fünf Tage.
- 12:29SPEAKER_00: Der Ultra war 70 Kilometer Trail.
- 12:32SPEAKER_00: Und der Ironman war halt kurz da drauf.
- 12:35SPEAKER_00: Und dann hat er kolossal sein Ironman-Ziel verfehlt.
- 12:39SPEAKER_00: Er wollte unter 10 Stunden und das war absolut realistisch, wenn man ehrlich ist für ihn.
- 12:44SPEAKER_00: Er war auch schon ein bisschen älter, aber ich glaube, er war, was heißt ein bisschen älter?
- 12:48SPEAKER_00: Ich glaube, er war Ende 40.
- 12:50SPEAKER_00: Und hatte, eigentlich war er ziemlich gut auf Kurs.
- 12:55SPEAKER_00: Es war auch ein guter, talentierter Athlet.
- 12:58SPEAKER_00: War aber dann sehr enttäuscht und sauer nach dem Iron Man, dass er eben sein Ziel verfehlt hatte.
- 13:05SPEAKER_00: Ich hab dann gesagt, einerseits ist es natürlich so, dass körperlich betrachtet ist es nicht so zutrecklich, wenn du eine Woche vorher in Ultra läufst.
- 13:14SPEAKER_00: Andererseits ist es aber auch ein psychologischer Faktor, weil du mit dem Ultra jetzt einfach deinen Ironman sabotiert hast.
- 13:21SPEAKER_00: Darauf kommen wir gleich nochmal zu sprechen.
- 13:25SPEAKER_00: Dritter Punkt ist dann natürlich auch das ganze Thema Verletzungen, Infekte und Dysfunktionen auch.
- 13:35SPEAKER_00: Es ist relativ häufig, dass sich Infekte kurz vor Wettkämpfen einstellen.
- 13:40SPEAKER_00: Man muss das so ein bisschen dem bewusst sein, dass gerade so das Immunsystem stark überlastet ist vor Wettkämpfen.
- 13:48SPEAKER_00: Das hat auch mit der Aufregung zu tun, die man dann vor dem Wettkampf hat.
- 13:53SPEAKER_00: Und viele Athleten isolieren sich in der Zeit komplett.
- 13:57SPEAKER_00: Und das macht auch sehr viel Sinn, dass man sich gerade so 10, 14 Tage vorher komplett isoliert und dann auch wirklich Menschen, Ansammlungen und sonst was auch eher vermeidet.
- 14:08SPEAKER_00: Das hat dann auch so ein bisschen mit Fokussierung zu tun, dass man dann auch probiert sich wirklich auf den Wettkampf einzulassen.
- 14:15SPEAKER_00: Anderer Punkt ist, dass sich chronische Wewehchen einstellen, durch Technikfehler, Disbalancen, vielleicht auch ein bisschen zu schnell auftrainiert.
- 14:27SPEAKER_00: Das kann man manchmal auch nicht ganz vermeiden im Performance-Bereich, muss man sagen.
- 14:31SPEAKER_00: Also wenn jetzt jemand einen Ironman macht und vielleicht vorher noch relativ unfit war und diesen Ironman aber unbedingt machen will, dann muss man natürlich im Training auch schon mal etwas mehr Push geben, um das System wirklich auch vorzubereiten.
- 14:46SPEAKER_00: Und manchmal kommt es dann eben zu gewissen chronischen Wehchen, die sich dann auch immer wieder durchziehen.
- 14:52SPEAKER_00: Und da gibt es auf der einen Seite diese chronischen Wehwehchen, die man relativ gut erhalten, aber auch, die jetzt nicht so gefährdend sind für das Ziel.
- 15:01SPEAKER_00: Das bedeutet zum Beispiel irgendwie leichte Probleme mit Bänder, Sehnen, Gelenken, die man vielleicht mit einem erhöhten Muskeltonus, der vielleicht an einem erhöhten Muskeltonus gerade legt, was man in Physiotherapie, anderen Methoden noch irgendwie ganz gut in den Griff kriegt.
- 15:16SPEAKER_00: Dann gibt es aber auch größere chronische Probleme, ich sage mal Richtung Ermütungsbrüche, Richtung wirklich Verletzungen oder auch Richtung muskulären Verletzungen, die dann doch auch die Ziele in den Hintergrund rücken lassen und wo es dann auch sinnvoll ist, die Ziele nochmal neu zu überdenken.
- 15:37SPEAKER_00: Ehrlich gesagt sind aber diese Dinge sehr selten.
- 15:42SPEAKER_00: Und ich sage nicht, dass es gut ist, aber wir hatten auch schon diverse Athleten, die zum Beispiel mit Ermüdungsbrüchen oder Ansätzen-Emüdungsbrüchen noch ein Ironman gemacht haben oder noch ein 70.3 gemacht haben.
- 15:53SPEAKER_00: Meistens spürt man im Wettkampf durch diese ganze Neuromodulation, Endorphinausschüttung, sonst was nicht so viel von solchen typischen Schmerzdingen.
- 16:05SPEAKER_00: Und ja, jetzt können die Orthopäden unter euch wahrscheinlich total aufschreien, aber wenn man ein leichtes Knochenüdeem hat und man gibt darauf halt nochmal richtig Push und der Knochen geht dann halt kaputt und danach lässt man ihn heilen, ist eine Überlegung, die man hier anstellen lassen kann.
- 16:24SPEAKER_00: Das bedeutet, ich würde sagen, chronische Wewehchen und Verletzungen orthopädischer Natur sind meistens nicht so ein großes Problem.
- 16:31SPEAKER_00: Anders sieht es aus mit Problemen, die den hormonellen Zustand betreffen und Überlastungen sind und auch Richtung Burnout gehen.
- 16:40SPEAKER_00: Das sind Dinge, schaut euch dann auch mal gerne auf dem Podcast zu an, zu Übertraining, dem ganzen Fehler, dem ganzen Begriff.
- 16:46SPEAKER_00: Übertraining und hormonelle Probleme sind echt schwerwiegend und das ist eine ganze Verschiebung des Systems.
- 16:54SPEAKER_00: Die sind sehr schleichend, die kriegt man meistens nicht ganz so gut mit und sind dann aber deutlich gefährlicher für den Wettkampf.
- 17:03SPEAKER_00: Einerseits daran überhaupt teilzunehmen, das ist das eine.
- 17:06SPEAKER_00: Zweiter Faktor aber auch, überhaupt den Wettkampf in der Performance zu finishen.
- 17:13SPEAKER_00: Also irgendwie zu finishen, ja, wenn man im Übertraining ist, so ein Ding finischt man irgendwie.
- 17:19SPEAKER_00: Aber wirklich gut zu performen, dafür muss man eben einen Einklang haben aus Physiologie und Psychologie.
- 17:25SPEAKER_00: Und dass man hat meistens keinen High-Performing State, wenn man es dauerhaft übertrieben hat und Aufsicht schon hormonelle Probleme zum Beispiel eingeschlossen haben.
- 17:36SPEAKER_00: Was meine ich damit genau?
- 17:38SPEAKER_00: Also wenn man es konstant im Training übertreibt, dann kann es relativ häufig und schnell dazu führen, dass eben Hormone verschoben werden und dass wir in zum Beispiel Sexualhormone abbauen oder auch wir zum Beispiel Schilddrüsenhormone auch angegriffen werden.
- 17:57SPEAKER_00: Und das ist was, was man im Hinterkopf beachten muss, dass man eben daran arbeitet, seine Sexualhormone, seine Schilddrüsenhormone und seine Stresshormone in der Balance einfach auch zu halten.
- 18:13SPEAKER_00: Ganz häufiges Thema hier dann auch, wenn es da auch zu Problemen kommt, ist eben eine fehlende Regenerationsarchitektur.
- 18:20SPEAKER_00: Das bedeutet, es wird vielleicht sehr viel an Trainingszielen gearbeitet, aber so Schlaf nicht wirklich, Ernährung nicht wirklich.
- 18:30SPEAKER_00: Wie sieht es aus mit dem autonomen Nervensystem?
- 18:32SPEAKER_00: Ist man die ganze Zeit nur am Feuern, im Panikmodus?
- 18:35SPEAKER_00: Hat man die ganze Zeit das Gefühl, man rennt von einer Baustelle irgendwie zur nächsten, macht noch tausend verschiedene Sachen parallel in seinem Alltag, hat nie wirklich die Zeit, sich auch zu regenerieren.
- 18:46SPEAKER_00: Dann führt das dazu, dass man zwischen den Sessions einfach nie wirklich regeneriert und dieser Alltagsstress viel zu hoch ist für seine athletischen Ziele.
- 18:54SPEAKER_00: Und dann Training addiert sich da nicht, sondern dann substrahiert sich eher Training.
- 19:00SPEAKER_00: Das bedeutet, Belastung und Regenerationsmanagement ist keine Option, sondern es ist substanziell wichtig, um überhaupt erstmal sportliche Dinge auch so zu erreichen.
- 19:13SPEAKER_00: Gut, kommen wir zum zweiten Punkt, zu den psychologischen Gründen des Scheiterns.
- 19:20SPEAKER_00: Und ehrlich gesagt sind psychologische Gründe viel, viel, viel, viel häufiger als physiologische Gründe.
- 19:27SPEAKER_00: Also ich würde sagen, sicherlich 8 zu 2.
- 19:30SPEAKER_00: Also 80% psychologisch und 20% physiologisch.
- 19:36SPEAKER_00: Physiologie ist meistens immer relativ einfach handelbar und gut handelbar.
- 19:39SPEAKER_00: Und wie gesagt, auch wir am Anfang schon besprochen, der Körper passt sich relativ gut an.
- 19:45SPEAKER_00: Selbst wenn man mal chronische Behüchen hat, selbst wenn man Probleme hat, selbst wenn man sich mal verletzt hat, selbst wenn man auch mal ins Übertraining geraten ist, das ist immer eine psychologische-physiologische Komponente.
- 19:54SPEAKER_00: Aber sind alles Dinge, die kann man relativ gut therapieren und machen und tun.
- 20:00SPEAKER_00: Psychologische Dinge sind schwieriger, sind auch so das, was dem Coach dann auch meistens am meisten auf die Nerven geht.
- 20:09SPEAKER_00: Aber es ist auch das, woran man sicherlich auch als Athlet langfristig gesehen am meisten arbeiten muss.
- 20:18SPEAKER_00: Ein typischer Grund ist absolut unrealistische Erwartungen und sozialer Druck.
- 20:24SPEAKER_00: Ein ganz typisches Thema ist, gerade auch heutzutage, ist dieser konstante Vergleich auf Social Media mit anderen Athleten.
- 20:35SPEAKER_00: Und gerade solche Plattformen wie Strava, wie Instagram und sonst was machen es uns natürlich sehr einfach, konstant irgendwie auch im Außen zu sein.
- 20:43SPEAKER_00: Und das führt dazu, dass wir eben Ziele setzen, die nicht wirklich zu uns passen.
- 20:52SPEAKER_00: Und wir uns auch vielleicht Training-Sessions absolvieren, die nicht wirklich zu uns passen.
- 20:57SPEAKER_00: Sondern es sind alles Dinge, die wir von außen bekommen haben, die wir gesehen haben und wir gesehen haben, hey, der Athlet, die Athletin macht das auch und das scheint bei ihnen zu funktionieren.
- 21:06SPEAKER_00: Und deswegen setze ich das auch bei mir ein.
- 21:10SPEAKER_00: Das ist eine.
- 21:11SPEAKER_00: Das zweite ist, dass es eine ganz, ganz dramatische Erwartungshaltung an dich stellt, die total unrealistisch häufig sind.
- 21:21SPEAKER_00: Gerade so bei der Veränderung, auch so der Physiologie, sind es häufig Dinge, die sehr langsam vonstatten gehen, die eine gewisse Konsistenz, eine gewisse Geduld auch erfordern.
- 21:31SPEAKER_00: Das bedeutet, man muss es auch mal aushalten, dass sich mal nichts ändert.
- 21:37SPEAKER_00: Und man muss auch mal einfach daran arbeiten, ohne jetzt bei jeder Session sofort zu denken, dass ich irgendwie einen neuen Weltrekord aufgestellt habe.
- 21:48SPEAKER_00: Das heißt, es muss auch viele Sessions gehen, die nicht auf Social Media landen oder wenn sie auf Social Media landen, dann dass es okay ist, wenn ihr da vielleicht total die schlechten Werte irgendwie auch hochlegen.
- 22:01SPEAKER_00: Weil ein Großteil der Sessions ist so.
- 22:04SPEAKER_00: Ein Großteil des Trainings sollte sehr unaufgeregt sein.
- 22:08SPEAKER_00: Ich finde, es ist immer so eine Art meditativer Prozess.
- 22:12SPEAKER_00: Es braucht nicht konstant den Applaus von außen, wenn du langfristig gesehen Fortschritte machen willst.
- 22:19SPEAKER_00: Früher hat man dazu immer gesagt, let your legs do the talking.
- 22:24SPEAKER_00: Was prinzipiell immer so ein bisschen das beschrieben hat, dass es sehr viel vor Wettkämpfen natürlich irgendwie so ein bisschen Shit-Talk gibt.
- 22:34SPEAKER_00: Und dann Wettkampftag ist Wettkampftag und darauf kommt es irgendwie auch an.
- 22:38SPEAKER_00: Und dann zeigt sich so, wer hat gut trainiert, wer ist mit seiner Psyche im Reinen und wer kann performen.
- 22:45SPEAKER_00: Doch heutzutage ist es halt häufig so, dass man bei Straber irgendwie jeden Tag so gefühlt einen Wettkampf haben kann.
- 22:52SPEAKER_00: Oder eben auch bei Instagram man auch konstant im Außen sich vergleichen kann, was andere halt irgendwie so gemacht haben.
- 22:59SPEAKER_00: Und man muss halt immer sagen, das hat nicht so viel mit der Realität zu tun.
- 23:02SPEAKER_00: Gerade auch nicht so ganz mit der Realität eben von Profi-Athleten.
- 23:08SPEAKER_00: Und hier ist es, glaube ich, so wichtig, dass man eben aus dieser externen Spirale ausbricht, weil es einem sehr, sehr viel Druck einfach sonst macht.
- 23:18SPEAKER_00: Und hier ist es auch so sehr wichtig, dass man auf sich selber hört und dass man auf sich selber auch verlassen kann.
- 23:25SPEAKER_00: Und dann auch so mit den ersten Dingen, wenn wir darüber sprechen, so hey, Trainingszonen, gute Periodisierung, gute Planung, das sind alles Dinge, da muss man sich auf sich oder auch mit den Leuten, mit denen man zusammenarbeitet, verlassen können, dann aber auch relativ unaufgeregt die Dinge auch irgendwie durchführen.
- 23:41SPEAKER_00: Und das Nervensystem ist halt konstant am Feuern, wenn man die ganze Zeit bei jeder Session einen unglaublich starken Erwartungsdruck hat.
- 23:49SPEAKER_00: Und es gibt sehr viele Athleten, die können auch nicht locker trainieren.
- 23:52SPEAKER_00: Und zwar genau deswegen hat man das Gefühl oft, dass sie, wenn sie locker trainieren, denken sie halt häufig, ich habe nicht richtig an mir gearbeitet.
- 24:00SPEAKER_00: Und andere Athleten haben das gemacht.
- 24:03SPEAKER_00: Zudem sind sie dann auch immer wieder am Außen und suchen nach dem nächsten, nach der nächsten Rocket Science, nach dem nächsten Fancy Gadget, was sie halt einsetzen können.
- 24:15SPEAKER_00: Weil sie es halt von außen so ein bisschen bekommen haben, was aber nichts gerade vielleicht mit ihnen zu tun hat.
- 25:06SPEAKER_00: Weil ganz am Anfang ist es sehr einfach.
- 25:10SPEAKER_00: Ganz am Anfang, wenn man anfängt als Athlet, ist es so einfach, Fortschritte zu machen.
- 25:15SPEAKER_00: Man kann so viele Fehler machen und kann sich trotzdem enorm verbessern.
- 25:20SPEAKER_00: Doch ein ganz häufiger Grund, wie man definitiv keine Fortschritte macht, ist, dass man immer wieder was Neues einsetzt und immer wieder Gründe sucht, was man jetzt noch einsetzen muss, um sich zu verbessern.
- 25:35SPEAKER_00: Dass man, wie man so schön sagt, das Pferd dann auch von hinten aufzieht und sich zuerst das super teure Fahrrad kauft, zuerst den Lactatmeter kauft, zuerst in die Spiroergometrie investiert, bevor man erstmal richtiges Basetraining umsetzt, bevor man erstmal eine anständige Technik hat und bevor man erstmal die Basisfaktoren umsetzt.
- 25:59SPEAKER_00: Nächster Punkt ist das ganze Thema Ego, Charme und Identität.
- 26:04SPEAKER_00: Es geht letztendlich in eine ähnliche Richtung wie das, was wir vorher besprochen haben.
- 26:10SPEAKER_00: Weil oft werden Training-Sessions eingebaut von Menschen, um sich etwas zu beweisen.
- 26:16SPEAKER_00: Und es wird viel auch Training benutzt, um Wut abzubauen.
- 26:23SPEAKER_00: Training ist enorm gut.
- 26:25SPEAKER_00: Es ist ein enorm gutes Ventil und Sport kann dir so viel helfen.
- 26:29SPEAKER_00: Absolut.
- 26:30SPEAKER_00: Also ich bin der lebende Beweis, wenn man so will.
- 26:33SPEAKER_00: Und ich stehe da absolut zu, dass man Training, Ernährung, Sport braucht, um eine solide Basis zu haben für sein Leben.
- 26:42SPEAKER_00: Und es ist enorm wichtig, auch für seine Leistungsfähigkeit und auch für seine Gesundheit.
- 26:48SPEAKER_00: Viele Athleten benutzen aber Training auch, um sich oder ihrem Umfeld etwas zu beweisen.
- 26:55SPEAKER_00: Es hat jetzt nicht mehr nur damit zu tun, dass man irgendwie auf Social Media seine Sachen postet oder sich mit anderen konstant vergleicht, sondern das hat eher damit zu tun, dass man einen Druck sich macht und letztendlich vor etwas wegläuft in seinem Leben mit dem ganzen Thema Training.
- 27:16SPEAKER_00: Häufig ist das etwas, wovor man sich vielleicht schämt oder wovor man auch in gewisser Weise Angst hat.
- 27:22SPEAKER_00: Sei es irgendwie was aus der Familie, aus der Beziehung, aus dem Business-Kontext.
- 27:31SPEAKER_00: Und man läuft davor weg mit dem Sport und hat dann ein starkes Vermeidungsverhalten.
- 27:43SPEAKER_00: Und hat dann häufig ist es so, dass man eine sehr starke Trainingsinkonsistenz entwickelt.
- 27:50SPEAKER_00: Das bedeutet, man hat im Untergrund ein totales Feuer, was in sich brennt, von irgendwie einem Problem, was man hat.
- 28:01SPEAKER_00: Was man mit sich hat, was man mit seinem Umfeld hat, was man mit anderen Dingen in seinem Leben hat.
- 28:07SPEAKER_00: Und dann sucht man sich aber ein sehr, sehr hohes Performance-Ziel, um vor diesem Problem, was man eigentlich hat, wegzulaufen.
- 28:18SPEAKER_00: Und dann führt es dazu, dass man immer mal wieder zwei, drei Wochen richtig gut performt, alles richtig gut umsetzt und dann holt einen aber immer wieder das Thema, was man eigentlich hat, ein.
- 28:30SPEAKER_00: Und dann schafft man es nicht von seinem Mental-Load, das Ganze so aufrechtzuerhalten.
- 28:36SPEAKER_00: Und dann hat man wieder mal eine Woche, die zwei, drei Wochen, die total gut sind und danach hat man wieder eine Woche, die total schlecht ist und die total miserabel ist.
- 28:45SPEAKER_00: Und irgendwann, durch dieses ganze, der erste Punkt, unrealistische Erwartungen, ich werde der Beste, ich werde hier irgendwie der geilergrößte und ich komme hier richtig, richtig gut raus.
- 28:55SPEAKER_00: Durch das Training wird es mich richtig nach vorne bringen.
- 28:58SPEAKER_00: Ich schaue aber nicht auf meine Themen.
- 29:00SPEAKER_00: Ich laufe eigentlich die ganze Zeit nur für irgendwas weg, was in meinem Leben so richtig, richtig brennt.
- 29:05SPEAKER_00: Dadurch führt es dann irgendwann dazu, dass einem dann doch wieder dieses Thema einholt, was richtig brennt.
- 29:11SPEAKER_00: Klassischerweise drei, vier Wochen vor dem Wettkampf, und dann hat man keinen Bock mehr.
- 29:17SPEAKER_00: Dann fühlt man sich wie der größte Loser.
- 29:21SPEAKER_00: Dann fühlt man sich so, als wenn einem wirklich der Boden unter den Füßen weggezogen wird.
- 29:26SPEAKER_00: Weil man hat sich ja dieses Performance-Ziel gesetzt eigentlich, um zu performen, nach vorne zu gehen, sich aufzuwerten.
- 29:34SPEAKER_00: Und auf der anderen Seite ist es aber so, dass einem das dann weggenommen wird und dann kommt aber auch dieses Thema, vor dem man die ganze Zeit weglaufen will, und das kommt dann mit richtigem Druck zurück, wie eine Flutwelle, und dann sitzt man richtig in der auf gut Deutsch gesagt.
- 29:54SPEAKER_00: Das heißt, im Vorhinein, wenn ihr euch Wettkämpfe festlegt und wenn ihr euch einen Performanced Druck setzt, seid dafür bereit, dass ihr konsistent an euch arbeitet und dass ihr den Thing langsam angeht.
- 30:08SPEAKER_00: Und sagt nicht von vornherein, ihr macht euch den aller allergrößten Erwartungsdruck, ihr werdet den allerbesten sein, ihr werdet innerhalb von sechs Monaten zum Ironman Finish kommen.
- 30:16SPEAKER_00: Macht euch das einfach bitte nicht.
- 30:18SPEAKER_00: Auch wenn ihr es vielleicht gerade von so vielen außenstehenden Faktoren euch so widergestiegelt wird.
- 30:27SPEAKER_00: Gerade nicht, wenn ihr nicht nur Athleten seid, sondern vielleicht mehrere Baustellen habt.
- 30:34SPEAKER_00: Okay, nächster Faktor sind fehlende Standards und fehlende Konsistenz.
- 30:40SPEAKER_00: Das ist so ein psychologischer, physiologischer Faktor, würde ich sagen.
- 30:45SPEAKER_00: Das heißt, ihr braucht klare Routinen.
- 30:50SPEAKER_00: Ihr braucht irgendwie ganz klar zu sagen, hey, ich trainiere morgens um 6 Uhr bis 7 Uhr.
- 30:58SPEAKER_00: Das ist meine Zeit, die gehört mir.
- 31:00SPEAKER_00: Und da geht auch keiner ran, weil ich mache das, weil es mir wichtig ist.
- 31:06SPEAKER_00: Und danach trainiere ich nochmal um 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr.
- 31:11SPEAKER_00: Whatever.
- 31:13SPEAKER_00: Ihr braucht Routinen in eurem Leben.
- 31:19SPEAKER_00: Wir sind nicht das, was wir sagen.
- 31:22SPEAKER_00: Die meisten Menschen sagen immer sehr viel, was sie alles erreichen und wie weit sie nach vorne gehen.
- 31:28SPEAKER_00: Und wovon sie träumen und welche Dinge sie auch schon mal gemacht haben.
- 31:36SPEAKER_00: Klassischer Fall, ich war mal Leistungssportler in meiner Vergangenheit.
- 31:41SPEAKER_00: Handball-Landesliga.
- 31:43SPEAKER_00: Nein, aber viele Menschen sagen immer sehr, sehr viel.
- 31:50SPEAKER_00: Aber wir sind das, was wir tun.
- 31:52SPEAKER_00: Wir sind das, was wir jeden Tag tun.
- 31:55SPEAKER_00: Und das macht uns letztendlich aus.
- 31:57SPEAKER_00: Und deine Routinen und Standards definieren dich als Menschen am allermeisten.
- 32:02SPEAKER_00: Und dein Track Record ist auch immer noch das, was am meisten eigentlich über dich aussagt, in gewisser Weise.
- 32:06SPEAKER_00: Nicht komplett.
- 32:07SPEAKER_00: Man kann sich auch immer stark verändern.
- 32:09SPEAKER_00: Die meisten Menschen verändern sich aber nie.
- 32:11SPEAKER_00: Die meisten Menschen bleiben eigentlich immer da stehen, wo sie irgendwie auch sind.
- 32:18SPEAKER_00: Und Routinen und Standards klar zu definieren, sind eben im athletischen Kontext so wichtig, weil man dann nicht mehr darüber nachdenken muss, was man konstant tut.
- 32:28SPEAKER_00: Und es entlastet den Körper massiv mental.
- 32:31SPEAKER_00: Wenn man wirklich, wenn man einen ganz klaren Slot hat und genau weiß, zu der Zeit trainiere ich, dann bereitet sich euer Körper einfach auch schon unterbewusst darauf vor.
- 32:39SPEAKER_00: Ihr müsst ein paar Dinge beachten, gerade auch so, wenn ihr morgens zum Beispiel trainiert, irgendwie um 6.30 Uhr oder sogar noch früher, dass ihr auf jeden Fall auch ein bisschen Ernährung mit an Bord habt.
- 32:47SPEAKER_00: Wie gesagt, darüber haben wir auch schon gesprochen, dass es wichtig ist.
- 32:51SPEAKER_00: Oder auch wenn ihr nachmittags trainiert, dass ihr da noch darauf achtet, dass ihr irgendwann da vorher auch einen gewissen Snack irgendwie auch noch vielleicht einbaut bei euch.
- 32:58SPEAKER_00: Nur wichtig ist zu sagen, klare Routinen und Standards sind absolut wichtig für eure Performance.
- 33:04SPEAKER_00: Punkt.
- 33:06SPEAKER_00: Anderer Punkt dabei ist auch, dass ihr diese Slots priorisiert für euch selbst.
- 33:12SPEAKER_00: Ich erlebe das relativ häufig im Coaching, dass diese Slots immer wieder angegriffen werden von Familie oder von Freunden oder von anderen Dingen.
- 33:24SPEAKER_00: Und die meinen das nicht böse.
- 33:26SPEAKER_00: Also meistens ist es so, dass bös gesprochen, dass viele immer sagen, hey, ich konnte meine Ziele nicht erreichen, weil meine Frau und meine Familie es verhindert haben.
- 33:38SPEAKER_00: Oder noch schlimmer finde ich immer, weil meine Kinder das verhindert haben.
- 33:43SPEAKER_00: Ja, indirekt.
- 33:46SPEAKER_00: Weil es hat sehr viel damit zu tun, dass du selber auch klar machst, das ist ein für mich priorisierter Spot und das ist ein für mich priorisierter Slot.
- 33:55SPEAKER_00: Und das ist für mich enorm wichtig, dass ich das für mich so klar setze.
- 34:00SPEAKER_00: Und dafür auch zu kämpfen für diesen Slot und dann auch klar zu sagen, nee, in der Zeit gibt es keine anderen Dinge.
- 34:09SPEAKER_00: Und in der Zeit dafür auch zu kämpfen bei der Arbeit, dass ich einfach außer bei absoluten Notfällen irgendwie um 17.30 Uhr, 18 Uhr, 18.30 Uhr gehen kann, um halt noch so mein Training zu machen.
- 34:22SPEAKER_00: Und Athleten würde ich sagen, die am besten sind, können genau hierfür halt immer gut kämpfen.
- 34:29SPEAKER_00: Und haben ganz klare Routinen und Standards und aber auch diesen Slot, für den sie in gewisser Weise dann auch kämpfen.
- 34:39SPEAKER_00: Und dabei ist Erfolg und Erfolg zu haben, hat viel mehr mit Standards zu tun und hat viel mehr mit konsistenter, langer Arbeit zu tun, als viele das immer denken.
- 34:51SPEAKER_00: Und vielfach wird dann das Ganze so auf Talent geschoben und die sind halt so viel talentierter.
- 34:57SPEAKER_00: Anstelle halt wirklich zu sehen, nee, es ist konstant die lange, harte Arbeit und es ist konstant der Fokus, es ist konstant diese Routine und Standards, die man halt immer wieder irgendwie auch einbaut.
- 35:08SPEAKER_00: Kommen wir in das nächste Thema, was da auch sehr stark mit reingeht.
- 35:13SPEAKER_00: Und das ist das Umfeld als unsichtbaren Gegner zu haben.
- 35:19SPEAKER_00: Klassischerweise bindet man seinen Partner nicht ein in seine Leistungsziele.
- 35:25SPEAKER_00: Seine Freunde sind nicht wirklich sportaffin, man hat irgendwie vielleicht einen Freundeskreis, der mehr Party und Alkohol pflegt oder der andere Dinge sehr stark pflegt und nicht wirklich irgendwie Sport.
- 35:42SPEAKER_00: Und man hat irgendwie, man arbeitet auch nicht aktiv an so einem Umfeld.
- 35:49SPEAKER_00: Und plötzlich kommt es dann so gerade kurz vor den Wettkämpfen dazu, dass man auf einmal im Job deutlich mehr Stress hat.
- 35:56SPEAKER_00: Die Freundin fragt, hey, ich will noch kurz einen Umzug wuppen, können wir das irgendwie noch machen?
- 36:02SPEAKER_00: Es kommen noch zu anderen emotionalen Turbulenzen in der Familie.
- 36:07SPEAKER_00: Und eigentlich bist du ziemlich frustriert und sauer in dir drin.
- 36:12SPEAKER_00: Du sagst es aber keinem.
- 36:14SPEAKER_00: Du schluckst es einfach nur die ganze Zeit runter.
- 36:17SPEAKER_00: Und du erzählst auch niemandem so wirklich von deinem Zielen.
- 36:20SPEAKER_00: Du lässt einfach keinen daran teilhaben.
- 36:25SPEAKER_00: Das heißt, du hast nie wirklich dich, du hast dich committed auf das Ziel.
- 36:31SPEAKER_00: Aber du hast nicht dein Umfeld mitgenommen und du hast ihr ein Umfeld gebaut, was dich langfristig gesehen nicht unterstützt.
- 36:43SPEAKER_00: Du kannst nicht komplett gegen ein Umfeld agieren.
- 36:46SPEAKER_00: Nicht ewig.
- 36:48SPEAKER_00: Das Umfeld macht enorm viel aus.
- 36:51SPEAKER_00: Von dem, wer du bist, was dir auch leicht fällt.
- 36:55SPEAKER_00: Ich habe die besten Athleten, die daran scheitern sehen, dass sie konstant gegen ihre Familie oder auch gegen ihre Freunde oder auch gegen ihren anderen Kreis irgendwie auch arbeiten.
- 37:10SPEAKER_00: Ich habe mehrere richtig, richtig gute, talentierte Athleten und Athletinnen gesehen, die da stecken geblieben sind.
- 37:17SPEAKER_00: Die einfach dann auch nachher den Sport eigentlich an den Nagel gehangen haben.
- 37:23SPEAKER_00: Entweder weil sie es wirklich so für sich gesehen haben, oder aber auch, weil Partner, Partnerin, Freunde, Freundeskreis, sonst was einfach da nicht mitgespielt haben.
- 37:34SPEAKER_00: Und es war zu viel Druck, das aufrecht zu erhalten.
- 37:39SPEAKER_00: Das bedeutet, ohne den Container, den man sich baut, ohne ein solides System, was man aufbaut, was einen unterstützt in dem ganzen Bereich, ist eigentlich jede Umwandlung und jede Transformation total fragil.
- 37:55SPEAKER_00: Und es hat immer ganz viel damit zu tun, dass man einerseits sein Training verbessert, an sich arbeitet, aber auch sein ganzes Umfeld dadurch auch verändert.
- 38:05SPEAKER_00: Dazu gibt es auch diesen klassischen Satz: be the energy that you want to attract.
- 38:13SPEAKER_00: Bedeutet letztendlich nichts anderes als zu sagen, hey, das, was du ausstrahlst, das, wer du bist, das solltest du in gewisser Weise auch anziehen.
- 38:20SPEAKER_00: Und das ist dein Umfeld, was du dir einfach auch aufbaust.
- 38:24SPEAKER_00: Gut, kommen wir dazu zum dritten Teil, wie Physiologie und Psychologie hier auch zusammenwirken.
- 38:31SPEAKER_00: Was letztendlich so die entscheidende Ebene ist und warum auch so viele letztendlich scheitern, weil diese beiden Systeme total miteinander zusammenhängen.
- 38:43SPEAKER_00: Ganz häufig ist es so, dass viele in den Sport kommen, weil sie etwas gesehen haben, wo sie hinwollen.
- 38:50SPEAKER_00: Und zwar, was sie erreichen wollen und möglichst auch schnell.
- 38:53SPEAKER_00: Die Fitnessindustrie ist ganz stark darauf aufgebaut, wie eigentlich jede Industrie durch eine Bedürfnisbefriedigung, wenn man so will.
- 39:00SPEAKER_00: Das bedeutet, ich möchte möglichst schnell das Sixpack haben, ich möchte möglichst schnell abnehmen, ich möchte möglichst schnell das Wettkampfziel erreichen.
- 39:10SPEAKER_00: Das bedeutet, ich sehe einen Ironman Finish und ich will da auch hin.
- 39:14SPEAKER_00: Und zwar nicht erst in drei Monaten, sondern eigentlich schon gestern.
- 39:19SPEAKER_00: Das bedeutet, man hat ein sehr starkes Verlangen, möglichst schnell sich zu verbessern und auch eigentlich alles zu überspringen und abzukürzen, um zu diesem Ziel zu kommen.
- 39:35SPEAKER_00: Dabei stellen sich dann auch häufig eben große Ego-Gründe ein.
- 39:39SPEAKER_00: Das bedeutet Emotionen, die damit schwingen, wie irgendwie Wut, wie Freude, wie Erwartungshaltung, wie sonst was.
- 39:47SPEAKER_00: Und das führt alles dazu, dass man eben zu hohe Intensitäten konstant am Anfang im Training geht.
- 39:55SPEAKER_00: Das führt relativ schnell dazu, dass man nach zwei bis drei Monaten ausbrennt oder sich verletzt und dann wiederum sagt: so, hey, ist einfach nicht das Richtige für mich.
- 40:06SPEAKER_00: Mein Körper reagiert darauf nicht wirklich gut.
- 40:09SPEAKER_00: Zweiter Punkt ist, du hast einen ziemlich großen Charme und du schämst dich für ganz schön viele Dinge.
- 40:14SPEAKER_00: Und du schämst dich auch daraus, jetzt so zum Beispiel deinem Coach zu sagen, hey, die letzten zwei, drei Wochen waren irgendwie echt nicht wirklich so richtig gut.
- 40:22SPEAKER_00: Und ich lasse, ich laufe eigentlich vielleicht auch konstant gerade irgendwie vor Themen weg in meinem Leben.
- 40:27SPEAKER_00: Und ich lasse immer wieder so einzelne Training-Sessions ausfallen und mehr ausfallen und noch ein bisschen mehr ausfallen.
- 40:34SPEAKER_00: Und nachher mache ich nur so 20, 30 Prozent von dem, was ich eigentlich machen soll.
- 40:38SPEAKER_00: Und dadurch baust du dir ein total inkonsistentes System auf.
- 40:42SPEAKER_00: Also du hast dann mal Wochen, die total gut laufen und danach hast du wieder total die Wochen, die absolut schlecht laufen.
- 40:47SPEAKER_00: Das heißt, du hast irgendwas in deinem ganzen System, was einfach gerade sehr viel Stress auslöst und von dem du dich irgendwie auch versteckst und wo du dich schlecht beifühlst.
- 40:58SPEAKER_00: Und das führt dazu, dass du sehr inkonsistent irgendwie auch trainierst.
- 41:01SPEAKER_00: Das heißt, wenn du dir ein hohes Ziel setzt, dann musst du irgendwie auch daran arbeiten, zuerst diese Baustellen in deinem Leben erstmal einigermaßen zu löschen.
- 41:10SPEAKER_00: Nächster Punkt ist total die hohen Erwartungen irgendwie zu haben, auch und auch dann wiederum zu viel Gas geben zu wollen.
- 41:21SPEAKER_00: Und auch gerade so was seine Körper, also man möchte eigentlich an seiner Performance arbeiten und gleichzeitig seinen Körper, dass er auch genauso gut aussieht wie so viele, die das schon über Jahre machen.
- 41:31SPEAKER_00: Und das führt dann dazu, dass man gleichzeitig zum Beispiel Low-Carb-Interventionen mit High-Intensity-Training kombiniert.
- 41:37SPEAKER_00: Was so, der wirklich eigentlich, damit man sein System am allerallerschnellsten kaputt, würde ich sagen.
- 41:44SPEAKER_00: Nüchtern zu trainieren in Kombination mit High-Intensity.
- 41:48SPEAKER_00: Also man braucht sicherlich nur so fünf, sechs High-Intensity-Sessions nüchtern, um wirklich eine Menge kaputt zu machen.
- 41:54SPEAKER_00: Würde ich immer so denken.
- 41:57SPEAKER_00: Nächster Punkt ist sehr viel Stress zu haben in seinem Körper, ziemlich viel, dadurch irgendwie auch schlecht zu schlafen und trotzdem sich jeden Morgen um sechs um fünf Uhr morgens den Wecker zu stellen, um halt seine Trainings-Sessions noch durchzuziehen.
- 42:12SPEAKER_00: Und das führt dann eher dazu, dass wir halt keinerlei Anpassungen haben und das Ganze über Thema Übertraining auch da auch, sag ich mal, wahrscheinlicher wird.
- 42:23SPEAKER_00: Das bedeutet, das ist so ein bisschen so eine Kombination aus halt diesen ganzen psychologischen Faktoren, wie halt irgendwie Charme, ego-getriebenes Verhalten, sehr hoher Erwartungsdruck und all das fuelet das Verhalten, nicht wirklich auf sich zu achten, nicht wirklich langsame Fortschritte zu machen, sondern sehr schnell nach vorne zu kommen.
- 42:42SPEAKER_00: Und das führt dann auch wiederum dazu, dass man auch häufig dann zum Beispiel auch nicht so viel isst, dann noch ein Energiemangel reinkommt, erhöhte Reizbarkeit.
- 42:50SPEAKER_00: Das führt dann wieder dazu, dass man dann irgendwie ein schlechtes Gewissen hat von seiner gegenüber seinem Partner, seinen Freunden.
- 42:56SPEAKER_00: Und das fühlt dieses ganze Verhalten.
- 42:58SPEAKER_00: Das ist letztendlich nachher wie so ein Teufelskreis, wo man sich immer mehr Druck macht und man eigentlich schon merkt, dass dieses ganze System, was man sich aufgebaut hat, einfach nicht wirklich funktioniert.
- 43:08SPEAKER_00: Der Unterbau ist schlecht durch das Umfeld, es ist aber auch schlecht, wie man sich ernährt, es ist auch wirklich, wirklich nicht wirklich so gut, wie die Training-Sessions irgendwie laufen, da nimmt man noch super viel Stress und man schläft irgendwie auch noch schlecht.
- 43:19SPEAKER_00: Es ist alles so, dass das dazu führt, dass nachher eben dieses ganze System halt dann zusammenfällt.
- 43:25SPEAKER_00: Und meistens passiert das dann so zwei, drei Wochen eben vor den Wettkämpfen.
- 43:32SPEAKER_00: Was könnt ihr dagegen tun?
- 43:35SPEAKER_00: Und hier ist es ganz wichtig, dass man eine gewisse Selbstführung für sich etabliert.
- 43:42SPEAKER_00: Dass man diese Führung nicht für sich selber abgibt, sondern die Verantwortung für sein Leben übernimmt.
- 43:48SPEAKER_00: Und dabei klare Standards zu setzen, klare Routinen zu setzen für sein Training, für sein Wohlbefinden, für sich, das dafür auch zu kämpfen, dafür auch zu kämpfen gegenüber seinem Umfeld.
- 44:02SPEAKER_00: Dann ist es wichtig, dass man auch eine gewisse psychologische Hygiene auch betreibt, dass man seine Themen auch kennt.
- 44:09SPEAKER_00: Wir haben alle unsere Themen und dass man schon ein gewisses Bewusstsein dazu schafft, auch warum bin ich in den Sport gekommen und was will ich damit auch erreichen.
- 44:17SPEAKER_00: Was ist auch das, was ich für mich selbst dabei auch rausziehe aus dem Ganzen.
- 44:23SPEAKER_00: Und dann eben auch so als Unterbau auch wirklich darauf zu gucken, wie ist so das Umfeld aufgebaut?
- 44:28SPEAKER_00: Was sind auch Menschen, was sind auch Dinge, die mir gut tun, was sind auch Beziehungen, die mir gut tun und wie kann ich das vielleicht auch optimieren und daran auch das doch besser systematisch irgendwie auch aufziehen für mich.
- 44:42SPEAKER_00: Und dann auch ganz klar zu sagen, hier auch wieder, Consistency ist key.
- 44:48SPEAKER_00: Es geht definitiv darum, eine gute Planung zu haben, eine gute Struktur zu haben, kein Chaos zu haben, sondern wirklich diesem langsamen Form of Bau, dass man das sehr stark bevorzugt und da rein einfach auch investiert, bevor man sich dann Rocket Science-Ding irgendwie auch widmet oder eben auch auf den nächsten Zug immer wieder drauf springen sollte.
- 45:19SPEAKER_00: Das bedeutet, Performance und Performance-Ziele scheinen vor allen Dingen dann, wenn du als Athlet nicht verstehst, dass es ein gesamtes System ist, in dem du einfach auch agierst und dass du eben auch körperliche Faktoren berücksichtigen solltest, aber auch psychologische Faktoren.
- 45:35SPEAKER_00: Und auch, dass dein Umfeld, du das Ganze auch beachten solltest, um wirklich dann auch am Tag X wirklich topfit am Startzustellen.
- 45:46SPEAKER_00: Sehr gut.
- 45:47SPEAKER_00: Ich hoffe, euch hat der Patient gefallen.
- 45:48SPEAKER_00: Ich würde mich mega über einen Daumen oben freuen, wenn ihr den Channel abonniert.
- 45:53SPEAKER_00: Und ich wünsche euch einen schönen Nachmittag.
- 45:55SPEAKER_00: Macht's gut.
- 45:56SPEAKER_00: Bis dann.
- 45:56SPEAKER_00: Euer Golo.
- 45:57SPEAKER_00: Ciao, ciao.