Latest / ROCKET SCIENCE | Gesundheit und Leistung – mit Doc Golo / PROFI SPORT vs. SCHWANGER-SCHAFT - mit DANIELA BLEYMEHL
Transcript
- 0:03SPEAKER_00: Willkommen zu Rocket Science, eurem Podcast für Gesundheit, Fitness und Leistung.
- 0:09SPEAKER_00: Mein Name ist Dr.
- 0:10SPEAKER_00: Golo Wörken.
- 0:11SPEAKER_00: Ich bin Arzt und Coach.
- 0:13SPEAKER_02: Und mein Name ist Dr.
- 0:14SPEAKER_02: Leon Panchala.
- 0:16SPEAKER_02: Ich bin Ärztin und Wissenschaftler.
- 0:18SPEAKER_02: In diesem Podcast wollen wir euch die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse näher bringen und euch zeigen, dass die Verbesserung eurer Gesundheit und Leistung keine Raketenwissenschaft hat.
- 0:27SPEAKER_00: Moin Leute und willkommen zu Rocket Science.
- 0:30SPEAKER_00: Heute spreche ich mit Daniela Bleimehl.
- 0:32SPEAKER_00: Dani ist vierfache Ironman-Siegerin, zweifache Mama und hat diverse 70 Punkte Rennen gewonnen, ist schon lange im Profi-Zyklus dabei.
- 0:42SPEAKER_00: Und ich kenne Dani so ein bisschen auch über Ironman-Veranstaltungen.
- 0:48SPEAKER_00: Und wir sprechen im Podcast vor allen Dingen über den Spagat zwischen Profitum auf der einen Seite und Mama sein auf der anderen Seite, dass das immer gar nicht so einfach ist.
- 1:01SPEAKER_00: Und wir reden über, ich sag mal, die Corona-Saison, über ihre jetzt zweite Schwangerschaft, welche Herausforderungen sie da hatte, mit welchen Herausforderungen sie da auch umgehen musste, musste einerseits natürlich vom Training her gerade so das Thema Schlaf spielt eine sehr große Rolle im Podcast.
- 1:18SPEAKER_00: Aber auch mental, was einfach auch so die Saison 2020 für viele Triathletinnen und Triathleten bedeutet hat.
- 1:28SPEAKER_00: Und ich glaube, man bekommt sehr, sehr schöne Insights auch in das Profitum und wie man auch solche Dinge vielleicht aufbaut.
- 1:38SPEAKER_00: Ich finde, es ist ein sehr, sehr gelungener Tag geworden.
- 1:40SPEAKER_00: Ich finde, wir haben sehr viel auch Insights gegeben, vielleicht auch ins Training.
- 1:45SPEAKER_00: Und sicherlich können viele davon auch viel anwenden.
- 1:50SPEAKER_00: Und ja, ohne weitere Verzögerung wünsche ich euch jetzt viel Spaß bei dem Podcast mit Daniela Bleime.
- 1:59SPEAKER_00: Let's end it recorded.
- 2:03SPEAKER_00: Moin Dani.
- 2:05SPEAKER_03: Hallo, genau, moin Moin nach Hamburg.
- 2:07SPEAKER_00: Ja, cool, dass du dabei bist.
- 2:09SPEAKER_00: Bei Rocket Science freut mich total.
- 2:11SPEAKER_00: Und ich würde ganz gern so mit der Frage starten.
- 2:16SPEAKER_00: Ist Mama sein und Profisport eine Herausforderung?
- 2:22SPEAKER_03: Schwierige Frage gleich zu beginnen.
- 2:24SPEAKER_03: Also ich denke schon, auf jeden Fall.
- 2:28SPEAKER_03: Ich mag Herausforderungen aber sehr gerne.
- 2:31SPEAKER_03: Und ja, stell mich der, habe ja auch gar keine andere Wahl.
- 2:36SPEAKER_03: Nee, das stimmt nicht ganz.
- 2:37SPEAKER_03: Ich könnte ja einen anderen Beruf machen.
- 2:40SPEAKER_03: Nee, es ist eine, ja, Punkt.
- 2:42SPEAKER_03: Es ist eine Herausforderung.
- 2:44SPEAKER_00: Okay.
- 2:45SPEAKER_00: Nimm uns doch mal so ein bisschen mit, führe uns doch mal so ein bisschen ein.
- 2:49SPEAKER_00: Du hast jetzt deinen zweiten, dein zweites Kind vor zwei Monaten, drei Monaten, fünf Monaten.
- 2:57SPEAKER_03: Fünf Monate ist sie jetzt schon alt, genau.
- 2:59SPEAKER_00: Sehr alt.
- 3:00SPEAKER_00: Und wie war so die Situation für dich?
- 3:08SPEAKER_00: Hast du dich dann letztendlich, wann hast du dich dafür irgendwie auch entschieden, dass du gerne Mama werden möchtest das zweite Mal?
- 3:16SPEAKER_00: Und was waren so die Herausforderungen?
- 3:20SPEAKER_03: Also mein großer Sohn ist jetzt zehn Jahre alt und ja, ich glaube, wenn man so die Familienplanung sich überlegt, ist ja immer ganz praktisch, entweder schnell danach, oder wenn der Erste so schon aus dem Gröbsten raus ist.
- 3:34SPEAKER_03: Also das ist ja so ein bisschen persönliche Entscheidung.
- 3:37SPEAKER_03: Und bei mir fing die Profikarriere damals eigentlich danach an.
- 3:42SPEAKER_03: Und es war jetzt immer so die Idee, eigentlich erstmal, das kann man ja nicht ewig machen, erstmal den Schwerpunkt auf dem Profisport zu haben.
- 3:53SPEAKER_03: Und mit Familie ist es eben eine größere Herausforderung, das dann vielleicht so ein bisschen hinten anzustellen.
- 3:59SPEAKER_03: Und dann kam aber ja noch die andere große Herausforderung, die wir alle irgendwie gerade zu meistern haben, Corona dazu.
- 4:06SPEAKER_03: Und dann fängt man natürlich schon irgendwann mal an zu überlegen, wie lange das Ganze geht, wie lange kann ich den Sport machen, wie lange kann ich Mama werden.
- 4:15SPEAKER_03: Also das ist halt in dem Beruf so, dass irgendwie beide Höhepunkte blöderweise, in Anführungsstrichen, auf das gleiche Alter fallen.
- 4:24SPEAKER_03: Und ja, ich muss sagen, das Jahr 2020 hat mich ganz schön viel Körner und Kraft gekostet, weil ich davor wahnsinnig viel investiert hatte und eigentlich wirklich alles auf die Karte Sport gesetzt habe.
- 4:38SPEAKER_03: Und dann, ich glaube, da spreche ich vielen Profis aus der Seele einfach, dass das ganze Jahr sehr schwer war, da sich immer wieder neu zu motivieren, immer wieder neue Ziele zu fassen.
- 4:49SPEAKER_03: Und ja, dann haben wir halt am Ende des Jahres irgendwie überlegt, okay, entweder jetzt oder halt in drei, vier Jahren.
- 4:58SPEAKER_03: Und jetzt ist die kleine Maus fünf Monate alt.
- 5:01SPEAKER_03: Genau.
- 5:01SPEAKER_03: Und ich werde ja im nächsten Jahr dann wieder voll einsteigen.
- 5:06SPEAKER_03: Und klar, die Ausgangslage ist jetzt ein bisschen anders, aber ich kenne das ja schon.
- 5:11SPEAKER_00: Und schau mal, wie es weitergeht.
- 5:16SPEAKER_00: Ich sag mal, du hast ja auch schon viel Erfahrung mit Mama sein und Profisport.
- 5:21SPEAKER_00: Dadurch, dass du gesagt hast, dass dein Großer jetzt zehn Jahre alt ist.
- 5:25SPEAKER_00: Wie war das damals so für dich, als du war damals Profisport schon, sag ich mal, auf der Agenda ganz weit oben?
- 5:34SPEAKER_00: Oder war es so, dass du ganz konkret auch gesagt hast, so okay, für mich ist es wichtig, dass ich eine Familie gründe und dass ich letztendlich irgendwie da auch so die Voraussetzungen schaffe, dass alles auf dem gesunden Boden so einfach steht.
- 5:46SPEAKER_00: Wie war das für dich vor zehn Jahren?
- 5:49SPEAKER_03: Also da war es eigentlich so, dass ich gerade so an der Entscheidung stand, ob ich Profisport wagen möchte, den Schritt, oder ob ich hätte eine Ausbildung zur Physiotherapeutin gerade angefangen, wollte eigentlich Osteopatin werden.
- 6:02SPEAKER_03: Und ja, wäre das wahrscheinlich jetzt gerade, würde wahrscheinlich gerade meine Praxis eröffnen, wenn ich den Weg gegangen wäre und war dann aber im Erdinger Alkoholfreie Perspektivteam zeitgleich und ja, bin dann eben 2013 ins Profiteam gekommen und konnte eben diese Karriere starten oder den Weg starten.
- 6:26SPEAKER_03: Und ja, habe das auch recht erfolgreich, glaube ich, die letzten Jahre dann geschafft und wusste jetzt natürlich auch, was auf mich zukommt mit kleinem Kind oder mit Baby, weil ich es eben schon mal hatte, muss aber sagen, dass man vieles vergisst.
- 6:43SPEAKER_03: Und dass schon viele Herausforderungen, also ich meine, der große ist zehn, kann man sagen, schon zehn, aber ist natürlich auch noch ein Kind.
- 6:51SPEAKER_03: Und mit zwei ist es dann doch nochmal eine andere Herausforderung.
- 6:58SPEAKER_03: Aber ja, bisher bin ich sehr zufrieden, wie das so klappt.
- 7:03SPEAKER_03: Ich glaube, vom Timing aufs Jahr gesehen war das ganz gut, dass ich erstmal so die Off-Season in Anführungsstrichen hatte, um, also die normalerweise, die Zeit, die normalerweise die Off-Season ist, um mich daran an die Situation einfach für alle, alle Beteiligten, dass wir uns daran gewöhnen können.
- 7:21SPEAKER_03: Und ja, jetzt bin ich seit gut vier Monaten im Training und konnte das halt ganz langsam aufbauen.
- 7:30SPEAKER_03: Ich glaube, wenn man Anfang des Jahres Mama wird, ist es dann schwierig, ob man eben entscheidet, ja, ich komme dieses Jahr noch zurück oder geht mir da wirklich nochmal ein ganzes Jahr, gerade nach so einem, ich sag mal, wenn Corona eben auch noch sowieso schon, also für mich wären es jetzt auch schon zweieinhalb Jahre, wenn ich dann wieder an der Startlinie stehe.
- 7:50SPEAKER_03: Und ja, da ist es, glaube ich, ganz gut gewesen vom Zeitpunkt, weil sonst hätte ich mich da vielleicht doch unter Druck gesetzt, noch in diesem Jahr zurückzukommen.
- 7:59SPEAKER_03: Und so kann ich meinem Körper eben wirklich die Zeit geben.
- 8:02SPEAKER_00: Ja, definitiv.
- 8:05SPEAKER_00: Ich glaube, also was du eben angesprochen hast, dass man letztendlich natürlich als Profisportlerin auch so einen gewissen Zeitrahmen hat, in dem man sehr erfolgreich sein kann, wo du einfach unglaublich erfolgreich warst, die letzten Jahre.
- 8:18SPEAKER_00: Und es ist natürlich dann auch eine mutige Entscheidung zu sagen, okay, mir ist aber einfach auch mein Familienleben total wichtig und ich will, will auch Mama sein und will auch das letztendlich irgendwie auch da natürlich irgendwie auch das nach vorne bringen.
- 8:35SPEAKER_00: Und was war für dich so, ich sag mal so die Herausforderung, auch mental, sage ich mal, sozusagen, okay, ich lasse mich jetzt auf das eine ein und stelle das andere erstmal hinten an.
- 8:50SPEAKER_03: Naja, es war ja wie gesagt durch die Corona-Situation in dem Sinne einfacher, in Anführungsstrichen, oder wurde mir das einfacher gemacht, weil man eben sowieso nicht so genau wusste, wie wird das Jahr 2021.
- 9:04SPEAKER_03: Also es ging ja eigentlich so los, dass ja mit Lockdown, wir hatten dann Homeschooling, was wirklich das Ganze für mich sehr erschwert hat.
- 9:13SPEAKER_03: Also es ist einfach was anderes, wenn man weiß, ich kann ins Training gehen, mein Sohn ist in der Schule und ich kann mich darauf konzentrieren, als wenn ich halt weiß, er sitzt zu Hause.
- 9:25SPEAKER_03: Das war eine ganz schwierige Situation.
- 9:29SPEAKER_03: Und im Nachhinein bin ich da total froh, dass ich einfach diese ganzen Entscheidungen, okay, buche ich jetzt das Trainingslager oder wann könnte was klappen.
- 9:39SPEAKER_03: Also ich weiß gar nicht, ob ich das mental geschafft hätte.
- 9:42SPEAKER_03: Also es gab ja dann Rennen zum Glück und es ging ja alles irgendwie aufwärts, auch im Sommer, aber das war Anfang des Jahres ja noch gar nicht absehbar.
- 9:52SPEAKER_03: Und das hat mir meine Situation schon sehr erleichtert.
- 9:57SPEAKER_03: Es war jetzt keine Entscheidung gegen das eine oder für das andere, sondern es war eigentlich, es hat sich so angefühlt, dass es genau der richtige Zeitpunkt jetzt ist, weil ich mich dann einfach auf das eine konzentrieren konnte und gleichzeitig gemerkt habe, wie sehr mir aber dieses normale, also mein Beruf einfach fehlt und wie sehr ich mich darauf auch dann wieder freue, wenn es dann wieder losgeht.
- 10:18SPEAKER_03: Also ich wurde ganz oft gefragt, ja, wie ist das jetzt zuzuschauen, vermisst du das nicht?
- 10:23SPEAKER_03: Und das war, ich glaube, wenn man dann so in dem einen wirklich drin ist, also klar ist man so ein bisschen, fühlt sich so ein bisschen an, als wenn man so ein bisschen raus aus dem anderen, aber da passt halt wirklich alles zu seiner Zeit.
- 10:34SPEAKER_03: Also ich glaube, das ist ja auch bei jedem anderen Beruf, den man gerne macht, wird das ganz ähnlich sein, oder stelle ich mir das so vor?
- 10:41SPEAKER_03: Also es hat halt alles seine Zeit.
- 10:45SPEAKER_00: Klar, es ist, ich glaube, für viele Frauen ist es schwierig, dann auch so zu sagen, okay, meine Karriere nimmt jetzt richtig Fahrt auf, so wie bei dir einfach 2017, 2018, 2019 waren ja unglaublich erfolgreiche Jahre für dich.
- 10:59SPEAKER_00: Oder korrigier mich, aber ich denke, das war doch so.
- 11:02SPEAKER_00: Das war doch irgendwie Challenge rot gewonnen.
- 11:07SPEAKER_00: Hawaii eigentlich auch gut soweit.
- 11:11SPEAKER_00: Das war dann.
- 11:12SPEAKER_03: Ja, genau, dabei, also Top 10 hatte ich dort, weil das war tatsächlich jetzt mein letztes Rennen, 2009 in Hawaii.
- 11:18SPEAKER_03: Und ja, das war einfach schön, weil ich da so ein bisschen, da hat sich so ein Kreis geschlossen.
- 11:22SPEAKER_03: Also das erste Mal, als ich auf Hawaii war, 2016, hatte ich eine sehr negative Erfahrung und konnte die da halt für mich wieder gut machen.
- 11:30SPEAKER_03: Und ja, habe dann angefangen, mit meinem Trainer zusammenzuarbeiten, also mit meinem neuen Trainer zusammenzuarbeiten, mit dem ich jetzt leider halt auch bis heute noch kein Rennen zusammen gemacht habe mit Mario Schmidt-Wendling.
- 11:43SPEAKER_03: Und ja, hatte, wie gesagt, da eben nochmal alles neu, also gefühlt neu aufgestellt für 2020.
- 11:51SPEAKER_03: Und dann war das halt schon ein recht harter Rückschlag.
- 11:56SPEAKER_03: Und bin halt einfach total froh, dass die Sponsoren alle das jetzt auch mitgetragen haben und nach wie vor ja auch für 2022 dann dabei sind und ich das halt einfach auch weitermachen kann.
- 12:12SPEAKER_03: Also es ist ja auch nicht selbstverständlich.
- 12:14SPEAKER_00: Und genau, so ein bisschen abgekommen, aber total, aber ich glaube, dass es auch eine spannende Geschichte ist.
- 12:25SPEAKER_00: Also, das sage ich jetzt so von meiner eigenen Sichtweise auf die Dinge, dass du letztendlich beide Rollen hast und auch in beiden Rollen letztendlich erfolgreich bist, das nach vorne übrigens.
- 12:38SPEAKER_00: Also ich denke, für Sponsoren, die vielleicht auch so familiäre Unternehmen sind und du hast ja auch ein paar Sponsoren, die familiär geführte Unternehmen sind, dass es für die vielleicht auch so ein cooler Benefit ist, letztendlich, dass du beides, für beides einfach auch stehst.
- 12:56SPEAKER_03: Ja, also ich glaube, man kann sich das oft nicht so gut vorstellen, weil natürlich Profisport alleine ist ein 100% Beruf.
- 13:04SPEAKER_03: Mama und Hausfrau ist auch ein 100% Beruf, sag ich mal.
- 13:09SPEAKER_03: Und wenn man, ja, es ist auch keine Option, da jetzt irgendwie zu sagen, dann bin ich halt nur Teilzeit-Mama oder Profisport ist auch ein 100%-Commitment-Geschichte.
- 13:20SPEAKER_03: Und genau das fände ich aber so spannend.
- 13:23SPEAKER_03: Also ich glaube, das muss man vielleicht nicht unbedingt machen, um es nachzuempfinden, aber es ist, ja, wie du sagst, es ist eine Herausforderung und ich finde es halt schön zu zeigen, dass es trotzdem geht.
- 13:41SPEAKER_03: Also dass man einfach auch, ich möchte meinen Kindern einfach auch vorleben, dass ich trotzdem meinen Traum dafür kämpfe.
- 13:49SPEAKER_03: Und klar, ich sag mal, wo dann Abstriche, Abstriche passieren, ist, ist eben, weil es die Option nicht gibt, Teilzeit-Mama zu sein, ist dann halt sicherlich beim Training oder vor allem bei der Regeneration.
- 14:02SPEAKER_03: Also das merke ich schon, das hat sich schon verändert.
- 14:07SPEAKER_03: Da hat man einfach manche Möglichkeiten nicht mehr.
- 14:11SPEAKER_03: Und ist aber dadurch, dass sich die Prioritäten eben verschieben, ist es auch gar nicht mehr so schlimm.
- 14:18SPEAKER_03: Also es ist ja alles eine Einstellungssache.
- 14:19SPEAKER_03: Ich könnte mich jetzt den ganzen Tag darüber ärgern oder irgendwie mir einreden, das und das und das klappt nicht mehr.
- 14:24SPEAKER_03: Ich brauche es gar nicht mehr versuchen.
- 14:25SPEAKER_03: Ich brauche mich gar nicht mehr an die Startlinie zu stellen, weil ich schlechtere Bedingungen habe.
- 14:30SPEAKER_03: Und ja, ich versuche es halt genau von der anderen Seite aufzuziehen und weiß halt, dass mir einfach die Kinder wahnsinnig viel zurückgeben und dass ich es gar nicht anders haben wollen würde.
- 14:42SPEAKER_03: Und möchte es aber trotzdem eben meinen Traum verfolgen.
- 14:47SPEAKER_00: Ja, aber das finde ich total spannend, dass du das auch irgendwie ansprichst, dass letztendlich deine Regeneration auch vielleicht manchmal durch dein Familienleben in Mitleidenschaft gezogen wird.
- 15:02SPEAKER_00: Wie sieht das so aus bei dir?
- 15:04SPEAKER_03: Ja gut, ein Beispiel wäre zum Beispiel, wenn man seine HRV misst, also es machen ja viele Profis wahrscheinlich alle und ja, sicherlich auch viele andere Athleten.
- 15:15SPEAKER_03: Und man halt jetzt seit fünf Monaten die längste Zeit, die ich am Stück geschlafen habe, irgendwie drei, dreieinhalb, vier Stunden sind.
- 15:24SPEAKER_03: Also ich komme natürlich trotzdem auf meine sieben, acht Stunden, aber habe halt im Moment noch keine durchgehenden acht Stunden.
- 15:32SPEAKER_03: Das macht sich da halt schon bemerkbar.
- 15:36SPEAKER_03: Und manchmal hat man halt wirklich sehr zerstückelt.
- 15:38SPEAKER_03: Also du wirst, du kennst es auch als Arzt mit Nachtdiensten wahrscheinlich, wie viel halt der Schlaf da, guter oder schlechter Schlaf, da einfach ausmacht.
- 15:50SPEAKER_03: Und da könnte man natürlich jetzt jeden Morgen sich drüber ärgern und sagen, ja toll, dann brauche ich heute schon wieder rot, brauche ich gar nicht, brauche ich gar nicht ins Training gehen.
- 16:01SPEAKER_03: Oder man misst es oder ja, ich messe es halt einfach und nehme das so als, also wir nehmen das natürlich mit auf, als Analyse wert, aber wenn man, es kommt ja darauf an, was gebe ich dem jetzt für eine Bedeutung so.
- 16:15SPEAKER_03: Oder auch wenn ein Training halt mal nicht so gelaufen ist, was gebe ich dem jetzt, rege ich mich da jetzt, gebe ich dem eine riesige Bedeutung und schmeiße gleich alles hin oder ist es vielleicht gar nicht so schlimm, weil einfach meine konstante, also das ist auch das Motto von meinem Trainer, Consistency ist Key und das habe ich so ein bisschen angenommen oder finde, das passt halt sehr gut.
- 16:36SPEAKER_03: Also wenn ich einfach über Jahre und über Monate meine Arbeit gut mache, dann ist halt ein Ausreißer nicht so schlimm.
- 16:46SPEAKER_03: Bei Ernährung das Gleiche.
- 16:47SPEAKER_03: Also das kann man ja wirklich auf alle Bereiche übertragen und wo ich es halt schon merke, ist die Regeneration.
- 16:54SPEAKER_03: Das kann ich nicht wegdiskutieren.
- 16:57SPEAKER_03: Also da konnte ich mich halt früher schon einfach mal hinsetzen nach dem Training oder auf dem Wegen.
- 17:01SPEAKER_03: Und das ist halt jetzt nicht mehr.
- 17:04SPEAKER_03: Aber mal schauen.
- 17:05SPEAKER_03: Vielleicht ist es ein zusätzlicher Trainingsreis.
- 17:10SPEAKER_00: Ja, ich glaube, was ich auch so spannend finde, ist natürlich auch so, man, also die physiologischen Dinge, so wie du sagst, Regeneration, Training, das leidet teilweise, glaube ich, auch, definitiv.
- 17:23SPEAKER_00: Aber ich glaube, auch was man nicht so ganz vergessen darf, ist so dieses, dass man sich so eine Community schafft, auch von Leuten, die einen, wo man halt genau weiß, warum man auch gewisse Dinge vielleicht auch macht und wo du auch so sagst, dass du letztendlich auch vielleicht, wenn deine Kiddies ein bisschen älter sind, dass sie halt einfach so stolz auf dich sind und sagen, so meine Mama hat das beides gewuckt und dass das auch gewisserweise natürlich einen auch mental auch sehr stark unterstützt, denke ich.
- 17:54SPEAKER_03: Ja, ja, total.
- 17:56SPEAKER_03: Also ich habe das Gefühl, ich habe einen ganz anderen Sinn, wofür ich das mache.
- 18:01SPEAKER_03: Und wie schon gesagt, es gibt mir total viel Kraft.
- 18:05SPEAKER_03: Also, und das ist ja was, was nicht wiederum nicht so messbar ist.
- 18:10SPEAKER_03: Und ja, was ich einfach als Kraftquelle da ganz gut mitnehmen kann und ja, ich möchte das eben auch vorleben.
- 18:22SPEAKER_03: Also ich glaube, man muss halt schauen, dass man nicht in falschen Ehrgeiz verfällt.
- 18:26SPEAKER_03: Also deswegen, was ich eben gesagt habe, ich bin wirklich froh, dass es nicht Januar, dass sie nicht im Januar geboren ist, weil da wäre es mir wirklich, also wäre es wirklich schwierig geworden.
- 18:36SPEAKER_03: Wie entscheide ich mich jetzt?
- 18:38SPEAKER_03: Gebe ich meinem Körper eben die Zeit oder ja, muss ich jetzt doch im August oder Juli zurückkommen?
- 18:45SPEAKER_03: Und das ist halt wirklich, also jetzt ist sie fünf Monate alt, wenn ich mir vorstelle, ich müsste jetzt morgen ein Ironman machen.
- 18:52SPEAKER_03: Das wäre schon, würde irgendwie gehen.
- 18:55SPEAKER_03: Also ich glaube, dass es geht.
- 18:56SPEAKER_03: Das haben auch Kolleginnen von mir gezeigt, dass es geht.
- 19:00SPEAKER_03: Aber teilweise halt auch mit, ja, wurden sie da ein paar Wochen später halt auch schon wieder, kriegt, zeigt der Körper einem dann halt, dass es vielleicht doch nicht so eine gute Idee war.
- 19:10SPEAKER_03: Und das ist ja das Problem, das ist man halt immer erst hinterher schlauer und da bin ich einfach froh, dass ich da die Zeit habe, wirklich den Aufbau so zu machen, weil ich mich jetzt wirklich so fühle, dass ich eigentlich in eine normale Saison gehen kann.
- 19:25SPEAKER_03: Also ich stehe noch voll.
- 19:27SPEAKER_03: Das ist sicherlich was, was man mit bedenken muss oder was einfach auch anders ist als im normalen Trainingsalltag natürlich, aber abgesehen davon kann ich einfach die Trainingsumfänge ganz, ganz normal steigern, wie sonst auch.
- 19:45SPEAKER_03: Und das ist, glaube ich, ein sehr großer Vorteil.
- 19:48SPEAKER_00: Ja, ja.
- 19:50SPEAKER_00: Und ich sag mal, wenn du, wenn wir aus Stillen so zu sprechen kommen, ist das auch was, wo du sagst, dass das, sage ich mal, bei deiner Regeneration da auch, dass du letztendlich, wie oft, wie oft musst du da die Nacht aufstehen?
- 20:06SPEAKER_03: Ja, so zwei bis dreimal unterschiedlich.
- 20:10SPEAKER_03: Genau, aber da wäre tatsächlich der Schlaf das Einzige oder die Regeneration, würde ich sagen, da ist es halt einfach, ja, macht man Abstriche, aber die würde man ja, wenn man jetzt eine Flasche gibt, muss man ja auch aufstehen.
- 20:22SPEAKER_03: Klar, dann kann es vielleicht auch mal der Partner machen, aber dass es jetzt körperlich große Energie zieht, also das heißt natürlich auch oft, das könnte ich jetzt nicht sagen.
- 20:35SPEAKER_03: Also ich glaube, dass das die Natur sehr gut regelt.
- 20:38SPEAKER_03: Also ist so mein Gefühl.
- 20:39SPEAKER_03: Wenn man jetzt einfach irgendeine andere körperliche Arbeit hat, passt der Körper das ja auch ganz gut an.
- 20:45SPEAKER_03: Also natürlich muss man da schauen, körperliches Training ist dann nochmal nochmal was anderes, aber dafür hat man dann auch wieder die Regrenation oder ich arbeite ja jetzt nicht zusätzlich noch.
- 20:56SPEAKER_03: Also das, ich glaube, das macht der Körper, regelt der Körper sehr gut, habe ich das Gefühl.
- 21:00SPEAKER_03: Also werde ich auch hinterher dann wissen, ob es dann noch besser geht.
- 21:06SPEAKER_03: Aber das ist auch sowas, also wenn man da jetzt nochmal auf die Entscheidung, das wäre jetzt für mich keine Option deshalb abzustillen.
- 21:15SPEAKER_03: Und wenn ich aber natürlich morgen einen Ironman machen müsste, dann wäre das vielleicht, ja, dann kommt man einfach wieder in so einen Gedankenkonflikt und da bin ich einfach froh, dass ich die Entscheidung gar nicht treffen muss.
- 21:27SPEAKER_03: Also da kann man dann langsam einfach mit der Kleinen zusammen, also habe ich das mit meinem Sohn damals halt auch, dass die Kinder auch so ein bisschen selber entscheiden, ab wann sie essen wollen oder wie, ja, dass man das einfach langsamer sich da länger Zeit lassen kann und dem Körper eben auch.
- 21:46SPEAKER_00: Ja, finde ich, es ist eine total gute Einstellung.
- 21:51SPEAKER_00: Ich sag mal, wie sieht das so in deinem Alltag aus?
- 21:55SPEAKER_00: Wie machst du das da mit dem Stillen und dem Profisport?
- 22:00SPEAKER_03: Also nachts ist ja klar, morgens wird dann auch gefrühstückt und gestillt und dann habe ich eben von meiner Mama und meiner Schwiegermama sehr große Unterstützung.
- 22:11SPEAKER_03: Also ich habe täglich fünf bis sechs Stunden jemanden hier, was halt gut ist, dass ich ja jetzt nicht irgendwie die Kleine wegbringen muss, um trainieren zu können, sondern ich kann meinen Rhythmus dann eigentlich an ihren anpassen und ja, lasse dann eben Milch im Pläschchen da, wenn ich trainieren gehe.
- 22:31SPEAKER_03: Und ja, dann eigentlich ganz normal würde ich sagen, mache ich mein Training, alles, was so erledigt werden muss, halt in diesen fünf, sechs Stunden.
- 22:41SPEAKER_03: Und dann kommt mein Großar eben irgendwann aus der Schule, dann sind Hausaufgaben und sein Training, ja, die Tagesordnung und alles, was so ansteht.
- 22:54SPEAKER_03: Und ja, meistens mache ich dann abends nochmal eine kürzere Einheit, wo man dann, also es ist ja mit dem Stillen kann man ja, ist halt dann schwierig, wenn man länger als vier, fünf Stunden in Summe oder wenn es so vier bis fünf Stunden sind, die ich weg bin.
- 23:10SPEAKER_03: Also so lange Einheiten mache ich noch nicht, aber das ist natürlich, wenn ich zum Schwimmen, zum Schwimmen fahre, vielleicht danach noch oder vorher nachher noch laufen gehe, plus einkaufen ist man halt so seine fünf, sechs Stunden weg als Beispiel.
- 23:23SPEAKER_03: Und genau, dann habe ich eben jemanden, der sich hier um sie sehr gut kümmert und muss mir dann zum Glück auch da nicht so viele Gedanken machen.
- 23:32SPEAKER_03: Also das ist für mich ganz wichtig und habe ich ja eben auch schon kurz erzählt mit der Homeschooling-Situation, dass wenn ich einfach weiß, die Kinder sind gut versorgt oder sind in der Schule, dann mache ich mir da eigentlich, ja, kann ich mich halt voll auf mein Training konzentrieren und andersrum aber halt schnell auch nicht.
- 23:51SPEAKER_01: Ja.
- 23:51SPEAKER_03: Genau.
- 23:52SPEAKER_03: Und jetzt waren wir gerade zwei Wochen im Höhentrainingslager in De Vigneo, da war mein Mann dann mit.
- 23:59SPEAKER_03: Im Januar geht es zwei Wochen nach Lanzarote mit dem Team ins Trainingslager, da kommt meine Schwester mit.
- 24:04SPEAKER_03: Also muss halt immer alles sehr gut organisiert sein, aber es funktioniert.
- 24:09SPEAKER_00: Ja, ja.
- 24:11SPEAKER_00: Ja, cool.
- 24:11SPEAKER_00: Und ich sag mal, hat sich da auch vielleicht so auch gewisse Sichtweisen so bei dir auch verändert?
- 24:23SPEAKER_00: Oh, Birma kommt gerade.
- 24:31SPEAKER_03: Ja, auf jeden Fall.
- 24:33SPEAKER_03: Also ich glaube, dass ja so ein bisschen, ich habe meinen Trainer, aber ich habe auch noch einen Trainer, so einen kleinen Coach, der mir halt sagt, was ja, also wenn klar, wenn sie jetzt krank ist oder also war zum Glück bisher noch nicht mal irgendwie erkältet, aber selbst da macht man sich ja bei den Kleinen schon direkt riesige Sorgen und Gedanken.
- 24:56SPEAKER_03: Dann wird halt alles andere stehen und liegen gelassen und dann fällt es halt aus oder dann muss man halt umplanen.
- 25:03SPEAKER_03: Und das wäre, glaube ich, ohne Kind würde man sich da viel mehr drüber ärgern oder ja, Gedanken machen, oh Gott, jetzt habe ich die Einheit nicht machen können.
- 25:12SPEAKER_03: Und so ist es dann halt einfach so.
- 25:14SPEAKER_03: Und man macht irgendwie das Beste aus der Situation.
- 25:18SPEAKER_03: Also ich glaube, man wird flexibler, automatisch und wahrscheinlich auch ein bisschen lockerer.
- 25:24SPEAKER_03: Und ich bin mal gespannt, wie es dann ist, wenn die Rennen da sind.
- 25:28SPEAKER_03: Also ich kenne es ja schon mit Malon, da war es halt, wenn ich ein schlechtes Rennen hatte, klar ist man da frustriert, wir haben halt einfach nur wenig Chancen im Jahr, aber es ist sehr schnell wieder vergessen.
- 25:40SPEAKER_03: Also es ist einfach eine andere, es ist trotzdem mein Beruf und ist mir sehr, sehr wichtig, aber es hat eine andere Stellung, sage ich mal, oder Priorität so im gesamten Leben.
- 25:55SPEAKER_03: Also ich bin deshalb kein besserer oder schlechterer Mensch und ich glaube, wenn man sich halt sehr oder nur darüber definiert, dann ist das manchmal gar nicht so leicht.
- 26:07SPEAKER_03: Das kann man aber, glaube ich, auch auf jeden anderen Beruf übertragen.
- 26:11SPEAKER_00: Aber das finde ich total einen spannenden Punkt.
- 26:15SPEAKER_00: Ich erlebe das bei einigen Athleten.
- 26:19SPEAKER_00: Auf jeden Fall, was ich sagen wollte, ist, ich erlebe das bei vielen Amateuren, dass es manchmal auch angenehm sein kann, was zu haben neben dem Training, dass man auch mal sich so mental, ich sag mal, verabschieden kann, gerade wenn Dinge irgendwie nicht so gut funktionieren.
- 26:37SPEAKER_00: Und dass man eben nicht in so eine Teufelsspirale kommt aus, oh, die Session war jetzt schlecht, oh, ich fühle mich heute nicht so gut, ich habe mich so gut regeneriert und dann, dass es sich einfach immer mehr aufbaut und so potenziert.
- 26:49SPEAKER_03: Ja, hier könnte ich, würde ich, würde ich sofort unterschreiben.
- 26:53SPEAKER_03: Also man hat, man ist viel mehr im automatisch im Hier und Jetzt.
- 26:56SPEAKER_03: Also wenn man halt zur Tür reinkommt und die Kleine schreit, dann muss man halt später noch denen nach dem Laufen oder dann ist halt erstmal Windelnwechsel dran.
- 27:08SPEAKER_03: Also es ist jetzt sehr einfach, aber ja, man ist halt schnell einfach im, ja, man wird anders gebraucht und anders gefordert und ja, dadurch glaube ich entspannter auch.
- 27:23SPEAKER_00: Wie viele Stunden trainierst du im Moment so?
- 27:28SPEAKER_03: Also in Devinho hatte ich jetzt so 22, 23, 24 Stunden, da war aber natürlich auch der Höhenreiz.
- 27:37SPEAKER_03: Also normalerweise in einem Trainingslager komme ich schon so auf die 30, an die 30 Stunden und im Alltag hier oder im Trainingsalltag zu Hause ist es unterschiedlich.
- 27:49SPEAKER_03: Wir haben angefangen, also wirklich ganz langsam aufgebaut von 10, 12, 14.
- 27:53SPEAKER_03: Jetzt bin ich so bei 18 bis 20.
- 27:56SPEAKER_03: Also ich wollte damit sagen, das Trainingslager war jetzt kein extremer Ausschlag nach oben, sondern auch da versuchen wir halt einfach so die Konstanz über die Wochen dann zu haben.
- 28:06SPEAKER_03: Ich denke mal, auf Lanzarote wird es jetzt vielleicht ein bisschen mehr mit Radkilometern kommt man ja dann schneller auf die Stunden, aber da habe ich eigentlich die Erfahrung gemacht, dass es mir gar nicht so gut tut, so extrem viele Stunden zu machen und ja, lieber die Konstanz zu haben.
- 28:24SPEAKER_00: Ja, kann ich, würde ich auch bei den meisten definitiv so unterstreichen.
- 28:30SPEAKER_00: Also es gibt so diese, das ist auch eher so ein Amateur-Ding, aber es gibt so diese Trainingsweltmeister im Trainingslager, die kennst du wahrscheinlich auch, die dann halt auch ihre 32 Stunden machen und im normalen Training vielleicht so sechs, sieben, acht Stunden hinbekommen und sich dann wundern, warum die Saison nach dem Trainingslager gelaufen ist.
- 28:55SPEAKER_00: Was ich noch interessant finde, ist im Schwangerschaftsverlauf, wie lange hast du da trainiert und hast du auch gewisse Sachen weggelassen, beachtet?
- 29:10SPEAKER_03: Ja, da war es, es war so ein Auf und Ab, also ich hatte sehr mit den in den ersten drei Monaten sehr mit den Schwangerschaftsübelkeit und so weiter zu kämpfen.
- 29:20SPEAKER_03: Deswegen habe ich da deutlich weniger machen können als zum Beispiel in der ersten Schwangerschaft.
- 29:26SPEAKER_03: Also da kann man sogar wirklich, also es ist von Frau zu Frau unterschiedlich und dann aber auch nochmal von Schwangerschaft zu Schwangerschaft.
- 29:33SPEAKER_03: Habe ich mich sehr, sehr wenig wirklich mich nur bewegt, also würde ich gar nicht mit Training, gar nicht als Training definieren.
- 29:40SPEAKER_03: Also so eine halbe Stunde am Tag mich irgendwie versucht zu bewegen.
- 29:46SPEAKER_03: Schwimmen war auch, also würde man ja sagen, geht auf jeden Fall am längsten, ging auch bis zum Schluss, aber da hatte ich extrem mit Übelkeit am Anfang zu tun.
- 29:55SPEAKER_03: Also die ersten drei Monate waren nicht so schön und dann konnte ich recht gut trainieren, das zweite Trimenon.
- 30:04SPEAKER_03: Und habe dann so in der Woche 32, 30, 32 mit dem Laufen aufgehört.
- 30:11SPEAKER_03: Also, aber auch deutlich länger als beim ersten Mal.
- 30:17SPEAKER_03: Gibt es aber ja auch viele, die wirklich bis zum Schluss das machen können.
- 30:21SPEAKER_03: Also ich fand, das hatte dann einfach nichts mehr mit Laufen zu tun und habe eher so, wollte meinen Laufstil nicht komplett kaputt machen.
- 30:30SPEAKER_03: Also weil es würde schon gehen.
- 30:32SPEAKER_03: Also es ist so, es wäre noch gegangen, aber ich glaube, da muss man einfach in sich reinhören und der Körper gibt einem da ganz gut Bescheid.
- 30:44SPEAKER_03: Und Radfahren ging bis zum Schluss, muss ich aber sagen, hatte ich recht wenig Motivation und Lust.
- 30:50SPEAKER_03: Also irgendwann ist ja dann auch das Gefühl im Verkehr einfach nicht mehr so toll.
- 30:55SPEAKER_03: Das habe ich eigentlich fast gar nicht gemacht, auch von Anfang an eigentlich nicht.
- 30:59SPEAKER_03: Und war dann viel auf dem Mountainbike und dadurch, dass ich im Sommer schwanger war, dann aber auch die Motivation auf der Rolle zu sitzen nicht mehr so riesig.
- 31:10SPEAKER_03: Aber Radfahren kann man wirklich auch gut bis zum Ende machen.
- 31:14SPEAKER_03: Also was ich am schönsten eigentlich fand, war Skilanglaufen.
- 31:19SPEAKER_03: Weil man da den Bauch, der ist einfach nicht im Weg und man hat eben den Verkehr nicht und ja, keine Stoßbelastung.
- 31:26SPEAKER_03: Also das fand ich so den schönsten Sport durchgehend.
- 31:29SPEAKER_03: Also natürlich im Sommer nicht mehr, aber das hätte ich, glaube ich, auch bis zum Ende gemacht.
- 31:34SPEAKER_00: Ja.
- 31:36SPEAKER_00: Okay, und ich sag mal, hat dich das gestresst, dass du, sage ich mal, so vielleicht auf so einem ersten Trimenon Übelkeit hattest und eigentlich wenig trainieren konntest?
- 31:49SPEAKER_03: Gestresst nicht, aber da war schon der Unterschied.
- 31:52SPEAKER_03: Also dadurch, dass ich aus einem vollen Trainingsalltag kam.
- 31:56SPEAKER_03: Also ich hatte, es war gerade von Zeitpunkt her so, dass ich eigentlich noch überlegt hatte, in Daytona zu starten damals, also Ende des Jahres, und ja, kam halt wirklich von der Vorbereitung dafür dann auf, ich mache gar nichts.
- 32:12SPEAKER_03: Also das war so vom Gefühl einfach nicht so schön, aber jetzt gestresst im Sinne von mental gestresst hat es mich nicht.
- 32:22SPEAKER_03: Also es war ja körperlich nicht so schön, aber es war jetzt dadurch, dass dann einfach ein ganz anderer Fokus oder andere Lebensinhalt plötzlich da war, was ja auch ein sehr schön, also man freut sich ja dann auch und das hilft einem ja darüber hinweg, dass es einem nicht so gut geht.
- 32:42SPEAKER_00: Also hast du auch so ein bisschen, ich zum Beispiel war jetzt zweieinhalb Wochen krank und konnte gar nicht trainieren.
- 32:50SPEAKER_00: Und ich merke das mental bei mir immer, dass es dann wie so ein Schleier ist, der sich irgendwie so meine Augen so ein bisschen legt und ich bin nicht so richtig fokussiert, ich fühle mich nicht so frisch im Tag und irgendwie nicht so richtig präsent manchmal.
- 33:04SPEAKER_00: Hattest du sowas auch oder hat sich das durch die Schwangerschaft nicht vorhanden?
- 33:12SPEAKER_03: Also es ist ja ein anderer, es ist kein Krankgefühl, sondern einfach so ein dauerhaftes, ja, lähmendes Übelkeitsgefühl gewesen am Anfang.
- 33:23SPEAKER_03: Und am Ende kam das komischerweise auch nochmal.
- 33:26SPEAKER_03: Vielleicht macht der Körper das dann, um einen so ein bisschen zu bremsen.
- 33:30SPEAKER_03: Also glaube ich, glaube ich auch, dass man dann einfach wirklich mal, also das hört sich jetzt so an, als hätte ich da viel trainiert.
- 33:36SPEAKER_03: Ich habe da, also am Ende waren es so sechs Stunden die Woche Bewegung und trotzdem ist einem dann oder war mir dann ein bisschen übel und hat man sich halt dann doch nochmal mehr hingelegt oder ja, war es halt ein Spaziergang anstatt das Radfahren.
- 33:54SPEAKER_03: Also ich glaube auch da sagt einem, also wie wenn man krank ist, da sagt der Körper dir ja auch ganz gut, okay, geht schon wieder.
- 34:01SPEAKER_03: Oder ich denke mal, der mentale Schleier ist, damit du auch, ja, deine Arbeit oder geistige Arbeit ist ja auch anstrengend.
- 34:08SPEAKER_03: Also dass man da halt auch einfach Zeit braucht oder ein bisschen Ruhe und so ähnlich würde ich das beschreiben, ja.
- 34:17SPEAKER_00: Ja, ich meinte gar nicht, dass ich durch die Krankheit diesen Schleier hatte, sondern ich, also ich gab eine Zeit lang in meinem Leben, da habe ich gar keinen Sport gemacht.
- 34:26SPEAKER_00: Und da war ich definitiv mental nicht so richtig fit.
- 34:30SPEAKER_00: Und ich merke das immer, wenn mir der Sport so wegbricht, dann komme ich gerne wieder so in diese Situation wie früher.
- 34:37SPEAKER_00: Und das meine ich so ein bisschen, so mit diesem mentalen Schleier.
- 34:39SPEAKER_00: Ich merke immer, wie, wenn ich Sport mache, wie sich das positiv so auf mein Mindset irgendwie auswirkt.
- 34:45SPEAKER_03: Ja, ja, klar.
- 34:46SPEAKER_03: Nee, das könnte ich eher bestätigen.
- 34:48SPEAKER_03: Also das hatte ich, ich hatte jetzt nie, dass ich zwei Wochen gar nichts gemacht habe, also außer um die Geburt rum oder nach der Geburt.
- 34:56SPEAKER_03: Aber da sind, glaube ich, nochmal andere Hormone im Spiel, die dir dann den Schleier wegnehmen.
- 35:01SPEAKER_03: Aber so, dass einfach sportliche Bewegung oder sportliches Training gut tut, das würde ich sofort, also würde ich eher jetzt deine Aussage bestätigen, genau.
- 35:11SPEAKER_03: Also dass dann kein Schleier da ist oder dass man einfach viel fitter und wacher ist, ja.
- 35:17SPEAKER_00: Ja.
- 35:18SPEAKER_00: Okay.
- 35:20SPEAKER_00: Was mir auch auffällt, du machst relativ viel Crosstraining, oder?
- 35:24SPEAKER_00: Also du machst auch viel gerne mal so andere Disziplinen, Skilanglauf, Route, ich weiß es nicht.
- 35:32SPEAKER_00: Hast du auch.
- 35:36SPEAKER_00: Das wüsste ich nicht.
- 35:41SPEAKER_00: Aber erzähl mal, merkst du, dass dir das positiv kommt, so in deiner langfristigen, in deinem langfristigen Formaufbau?
- 35:50SPEAKER_03: Ja, auf jeden Fall.
- 35:51SPEAKER_03: Also Shilanga, finde ich, ist wirklich ein super Training für alle drei Disziplinen.
- 35:56SPEAKER_03: Und da habe ich einfach die Erfahrung gemacht, dass wenn man oder wenn ich ein Trainingslager oder die Grundlage jetzt damit lege, dass ich dann mental so ein bisschen frischer bleibe, wenn halt noch zwei oder vielleicht sogar noch drei Trainingslager kommen, als wenn ich jetzt irgendwie viermal auf die Insel fliege.
- 36:12SPEAKER_03: Und vom, also das wäre jetzt, wenn es dann spezifischer wird, muss es natürlich Schwimmrad verlaufen sein, je näher es an die Wettkämpfe rangeht.
- 36:21SPEAKER_03: Aber jetzt gerade wo einfach die Basis gelegt wird, ist es ja im Prinzip, ich will jetzt nicht sagen egal, aber das dann zu ergänzen oder mal für zwei Wochen so einen Block zu setzen, finde ich halt, finde ich super.
- 36:35SPEAKER_00: Ja, doch, das finde ich auch so.
- 36:38SPEAKER_00: Also auch aus Coaching-Sicht finde ich das total cool, wenn man das auch so ein bisschen so aufbaut.
- 36:42SPEAKER_00: Und auch so dieses genau, was du beschreibst, dieses Mentale, dass du letztendlich dann auch vielleicht später erst so spezifisch wirst, ich glaube, dass dir das auch einen Vorteil verschafft.
- 36:52SPEAKER_03: Genau, also du kannst dir bei dem einen dann Kraft holen oder Energie irgendwie auch.
- 36:56SPEAKER_03: Also klar, wenn man gern im Schnee ist, natürlich nur, sonst muss man vielleicht dann eher rudern gehen, aber wenn man was findet, was einem halt Spaß macht und Energie gibt, dann gibt es ja eigentlich fast nicht besser, als wenn man da die Grundlage legen kann.
- 37:13SPEAKER_03: Und dann, ja, jetzt freue ich mich total auf die Sonne.
- 37:16SPEAKER_03: Ich glaube, wenn ich jetzt schon zwei Wochen auf der Insel gewesen wäre, dann wäre es einfach, ja, vielleicht nicht ganz so besonders.
- 37:23SPEAKER_00: Ja.
- 37:25SPEAKER_00: Okay, ich sag mal, Dani, was planst du denn nächstes Jahr?
- 37:30SPEAKER_00: Wie sieht es denn jetzt bei dir so aus?
- 37:34SPEAKER_03: Also wenn man planen, was man planen kann, ist ja schwierig.
- 37:41SPEAKER_03: Also meine Idee oder mein Plan ist, dass ich möglichst früh die Hawaii-Quali hole, also im Optimalfall im April.
- 37:49SPEAKER_03: April, Mai.
- 37:51SPEAKER_03: Und ja, der Rest der Saison ist eigentlich relativ offen, also hängt dann halt davon ab, ob es da schon klappt oder nicht.
- 37:58SPEAKER_03: Wenn es nicht klappt, dann würde ich im Juni wahrscheinlich einen zweiten Anlauf machen.
- 38:05SPEAKER_03: Und wenn es dann schon geklappt hat, dann würde ich wahrscheinlich auch noch ziemlich offen.
- 38:11SPEAKER_03: Also würde ich, wenn ich das Gefühl habe, ich brauche noch eine zweite Langdistanz, würde ich nochmal eine zweite Langdistanz machen, einfach weil das jetzt schon so lange her ist.
- 38:20SPEAKER_03: Ja, und also ich glaube, dass es das Szenario eben geben kann, dass ich das Gefühl habe, ich brauche, bevor es wieder nach Hawaii geht, noch eine, dann würde ich eben noch eine deutsche Langdistanz machen.
- 38:32SPEAKER_03: Und wenn ich aber, ja, wenn das schon ganz gut lief, dann würde ich mich, glaube ich, über die Saison eher auf Mitteldistanzen konzentrieren und dann auf die Vorbereitung.
- 38:43SPEAKER_00: Okay.
- 38:44SPEAKER_00: Also wenn du, ich sag mal, du wirst eine Langdistanz machen, wenn du merkst, es war gut und du qualifizierst dich, dann würdest du eher Mitteldistanzen machen und dann Richtung Hawaii gucken.
- 38:52SPEAKER_00: Und sonst würdest du vielleicht auch noch eine Langdistanz einbauen.
- 38:55SPEAKER_03: Genau, also es ist jetzt relativ offen, aber andererseits ja auch doch sehr.
- 38:59SPEAKER_03: So viele gibt es da ja nicht.
- 39:01SPEAKER_00: Ja, gut, klar.
- 39:03SPEAKER_00: Ich meine, wenn du sagst, April Mai, dann kann man das ein bisschen einschränken auf jeden Fall.
- 39:08SPEAKER_00: Definitiv.
- 39:10SPEAKER_00: Ich sag mal, hast du schon mal drei Langdistanzen gemacht in einem Jahr?
- 39:16SPEAKER_03: Ja, da ist aber dann die zweite schief gegangen.
- 39:19SPEAKER_03: Das war, als ich als ich Rot gewonnen habe, habe ich vier Wochen später den Alm in Hamburg gemacht.
- 39:27SPEAKER_03: Und dann den Alm in Italien noch, der war dann wieder gut, den konnte ich dann wieder gewinnen im September.
- 39:34SPEAKER_03: Und vielleicht lag es aber einfach dran, dass vier Wochen ein bisschen zu kurz waren.
- 39:38SPEAKER_00: Ja.
- 39:38SPEAKER_03: Vom Abstand.
- 39:41SPEAKER_00: Das ist schon heavy, das stimmt schon.
- 39:42SPEAKER_03: Aber ich glaube auch, dass zwei ausreichend sind, ja.
- 39:46SPEAKER_00: Ja.
- 39:47SPEAKER_03: Generell.
- 39:48SPEAKER_00: Meistens.
- 39:49SPEAKER_00: Ja, ich weiß, ich habe noch nie drei gemacht, ehrlich gesagt.
- 39:51SPEAKER_00: Aber gut, das heißt ja auch nichts, aber ich glaube, dass man so ein bisschen aufpassen muss manchmal.
- 39:58SPEAKER_03: Ja, auf jeden Fall.
- 39:58SPEAKER_03: Also ich glaube, dass es immer, wenn man jetzt über fünf Jahre drei Stück macht, das ist, glaube ich, zu viel.
- 40:06SPEAKER_03: Aber wenn man jetzt eben zweieinhalb Jahre kein Rennen gemacht hat, kann man vielleicht auch drei machen.
- 40:13SPEAKER_03: Gut, jetzt könnte man sagen, ich komme gerade aus einer Schwangerschaft, vielleicht sollte man es da mal ein bisschen langsamer angehen lassen.
- 40:17SPEAKER_03: Das wäre auch wieder die andere Sichtweise.
- 40:21SPEAKER_03: Ich werde es einfach mal auf mich zukommen lassen.
- 40:23SPEAKER_03: Also ich glaube, dass ich im April sehr fit sein werde, eine machen zu können und dann schaue ich weiter.
- 40:30SPEAKER_03: Das ist jetzt besser mein Plan.
- 40:32SPEAKER_00: Und ich sag mal, wo du gerade sagtest, dass du jetzt irgendwie aus einer längeren Pause kommst.
- 40:38SPEAKER_00: Glaubst du, dass sich das positiv so auf die Leistung insgesamt auswirkt?
- 40:42SPEAKER_00: Weil manche würden natürlich jetzt auch so denken, oh, ich komme aus einer längeren Pause und vielleicht habe ich Angst, irgendwie mit einer langen Distanz zu starten.
- 40:53SPEAKER_03: Bin ich sehr, also ich bin sehr gespannt und ich finde es auch interessant, mich zu beachten.
- 40:58SPEAKER_03: Also es gibt natürlich, es gibt solche und solche Tage.
- 41:00SPEAKER_03: Manchmal denke ich, Gott, wie soll das überhaupt funktionieren?
- 41:03SPEAKER_03: Ich brauche erstmal Rennhärte und muss irgendwie zwei, drei Mitteldistanzen machen.
- 41:09SPEAKER_03: Und an anderen Tagen glaube ich aber, dass ja, oder versuche ich das eben auch so eher als Stärke oder mir als Stärke umzudrehen, dass ich eben jetzt gut erholt bin, gut aufgebaut habe und fit bin und mich ja schon, also der Körper erinnert sich ja auch an vieles und ich mache den Sport ja schon eine ganze Weile, aber da sieht man halt auch, wie man sich halt von dem Mentalen oder von den Gedanken da beherrschen lassen kann.
- 41:42SPEAKER_03: Und ich glaube, das ist eine Einstellung.
- 41:43SPEAKER_03: Also klar muss man fit sein, das Training ist natürlich das A und O, aber wenn man sich jetzt einredet, ich brauche erstmal fünf Mitteldistanzen, dann wird es eng bis April.
- 41:56SPEAKER_00: Ja, auf jeden Fall.
- 41:57SPEAKER_00: Aber ich sehe das auch so, ehrlich gesagt, wie du.
- 41:59SPEAKER_00: Ich finde es auch, ich sehe es auch so, dass manchmal auch so eine längere Pause manchmal total sinnvoll sein kann und sei es irgendwie ein Jahr, anderthalb Jahre.
- 42:09SPEAKER_00: Zumindest merke ich das so bei den Athleten, die über lange Zeit bei mir auch relativ erfolgreich sind, im Amateurbereich, aber die haben eigentlich immer auch mal das, die so sagen, ich nehme einfach auch mal jetzt bewusst raus.
- 42:23SPEAKER_00: Ich habe jetzt auch irgendwie auch einen Athleten, der hat jetzt echt zwei Jahre lang ausgenommen.
- 42:27SPEAKER_00: Aber der ist halt so richtig hungrig und du merkst einfach so richtig, wie er einfach richtig Spaß daran hat, das auch wieder so aufzubauen.
- 42:34SPEAKER_03: Ja, ich glaube, das ist ein ganz entscheidender Aspekt.
- 42:37SPEAKER_03: Also, dass man richtig dafür brennt und Lust drauf hat.
- 42:41SPEAKER_03: Damit kann man ein paar Trainingsstunden mitmachen.
- 42:46SPEAKER_00: Ja, definitiv.
- 42:49SPEAKER_00: Und vielleicht, wenn du sagst, brennen, führe uns doch mal nochmal so ein in deinen Rotsieg, weil das war, glaube ich, so, also für mich persönlich von Außenstehend war das irgendwie was echt unglaublich krasses Rennen.
- 43:03SPEAKER_00: So das zu sehen.
- 43:07SPEAKER_03: Ja, also für mich auch, als Innenstehend.
- 43:11SPEAKER_03: Ich glaube, wenn ich, ja, wenn ich ein Rennen oder so den perfekten Renntag, also es ist ja nie alles perfekt, irgendwas geht immer schief.
- 43:18SPEAKER_03: Also ich habe zum Beispiel auch an dem Tag meine Rennverpflegung verloren nach einer Stunde auf dem Rad.
- 43:24SPEAKER_03: Aber wenn ich mir so einen perfekten Tag malen müsste, dann wäre es, glaube ich, so.
- 43:29SPEAKER_03: Also es waren irgendwie alle da, alle wichtigen Menschen.
- 43:33SPEAKER_03: Und das finde ich auch immer total schön.
- 43:37SPEAKER_03: Einfach wenn man so, man macht es ja irgendwie alleine, aber halt, wenn dann einfach das Team und wirklich alle da sind, das ist das ganz anderes.
- 43:45SPEAKER_03: Und ja, so einfach die Art und Weise, wie das Rennen gelaufen ist, so würde ich, also man kann, man kann gewinnen, aber so war es ja wirklich auch spannend.
- 43:54SPEAKER_03: Also währenddessen wünscht man sich natürlich, man hätte es ein bisschen entspannter haben können oder den Zieleinlauf vielleicht ein bisschen genießen können.
- 44:03SPEAKER_03: Also ich musste eher aufpassen, dass ich nicht, ich konnte zum Beispiel niemand mehr abklatschen, sonst wäre ich, glaube ich, einfach weggeklappt zur Seite.
- 44:12SPEAKER_03: Aber im Nachhinein war es natürlich genau das, was ausgemacht hat.
- 44:16SPEAKER_03: Also wirklich bis wirklich an die Grenze gegangen oder wir haben uns da gegenseitig an die Grenze, glaube ich, gebracht.
- 44:23SPEAKER_03: Und das Rennen dann mit neun Sekunden zu gewinnen, war halt, war schon, ja, war schon echt cool.
- 44:29SPEAKER_00: Ja, mega.
- 44:31SPEAKER_00: Und ich meine, was mich da auch immer so interessiert, ist, wann war so für dich der Moment, sozusagen ganz am Ende vom Rennen, wo man letztendlich ja auch ziemlich ermüdet ist und absolut an deiner Grenze ist, sowohl körperlich als auch mental, wann war für dich so der Moment, dass du sagst, okay, let's go, und dass du letztendlich dann nochmal angezogen hast, das Tempo, um Lucy dann einfach auch so zu schlagen?
- 44:58SPEAKER_03: Ja, da gab es eigentlich mehrere Momente.
- 45:00SPEAKER_03: Also ich hatte erstmal natürlich einen riesigen Rückstand nach dem Schwimmen und habe aber auf dem Rad konstant, also ich glaube es waren acht Minuten und konstant aufgeholt und dann, also immer natürlich sehr wenig, aber es waren dann nach dem Radfahren waren es noch vier Minuten.
- 45:15SPEAKER_03: Und wenn man dann zugerufen bekommt, dass man schneller läuft, dann motiviert das natürlich auch.
- 45:20SPEAKER_03: Also es waren immer so kleine Momente.
- 45:22SPEAKER_03: Und ein Moment war dann, als sie mir entgegenkam und es plötzlich nur noch, also da war sie wohl im Dixie und es plötzlich so einen Sprung gab von, ich glaube vorher waren es anderthalb und dann nur noch 45 Sekunden.
- 45:37SPEAKER_03: Und dann natürlich nochmal der Moment, als ich sie überholt habe, das war dann acht kilometer vom Ziel.
- 45:45SPEAKER_03: Und da hat sie mir, hat sie well done zu mir gesagt, and habe ich nur noch so gedacht, yeah, this is bestimmt, this is glaube ich nicht ernst gemeint.
- 45:56SPEAKER_03: Also ich ja, da habe ich direkt und lag ich tatsächlich auch richtig.
- 46:00SPEAKER_03: Also es war dann, ging dann immer so zwischen, der größte Abstand waren, glaube ich, 20 Sekunden.
- 46:05SPEAKER_03: Und also sie ist schon immer noch mal rangekommen und dann wieder ein bisschen weg.
- 46:10SPEAKER_03: Und ja, also die letzten acht Kilometer waren dann nicht so angenehm.
- 46:19SPEAKER_00: Ja, klar, ich meine, wenn man auch so ganz lange jemanden verfolgt und dann letztendlich vorbeiläuft, dann ändert sich ja einmal die Situation total.
- 46:26SPEAKER_00: Und man hat ja quasi keinen Fixpunkt mehr, wo man sich orientieren kann, sondern da wirkst du letztendlich der Fixpunkt.
- 46:33SPEAKER_03: Genau, also schwieriger war, das waren definitiv die letzten acht Kilometer, ja.
- 46:39SPEAKER_00: Ja, aber echt stark.
- 46:40SPEAKER_00: Also das fand ich auch echt, war ein unglaublich, unglaublich cooles Rennen.
- 46:45SPEAKER_00: Ja, Dani, danke für deine Zeit.
- 46:49SPEAKER_00: War echt Spaß gemacht.
- 46:50SPEAKER_00: Hast du noch irgendwas, was du sagen möchtest?
- 46:53SPEAKER_00: Wo findet man dich?
- 46:54SPEAKER_00: Wie kann man deinen Weg irgendwie da auch verfolgen?
- 46:58SPEAKER_03: Ja, auf Social Media findet man mich.
- 47:01SPEAKER_03: Demnächst, wie gesagt, auf Lanzarote im Trainingslager.
- 47:05SPEAKER_03: Und dann hoffentlich bald bei wieder dem einen oder anderen Rennen dann auch in live.