Latest / ROCKET SCIENCE | Gesundheit und Leistung – mit Doc Golo / MOBILITY vs. PERFORMANCE mit Inga und Stefan vom Elbmedicum.
Transcript
- 0:00SPEAKER_02: Ja, hallo zusammen.
- 0:02SPEAKER_02: Heute haben wir eine ganz besondere Folge von Rocket Science.
- 0:06SPEAKER_02: Und zwar, wir haben ja bislang viel darüber geredet, wie man irgendwie schneller wird, wie man besser wird, wie man gesünder trainiert.
- 0:14SPEAKER_02: Und was dabei so ein bisschen außer Acht gelassen wurde bislang, ist, glaube ich, das, was man sozusagen schon vor dem Training machen kann, um eben nicht in eine Verletzungstriade zu laufen oder sich zu trainieren.
- 0:30SPEAKER_02: Und deswegen haben wir heute Inga und Stefan hier vom Elfmedicum.
- 0:34SPEAKER_02: Das Elfmedicum ist eine Praxis für Sport- und Physiotherapie in Hamburg, die sehr viel oder sehr gut im Bereich der Rehabilitation arbeiten, aber eben auch ganz besondere Kompetenzen haben, was Prävention und Leistungsoptimierung angeht.
- 0:53SPEAKER_02: Und deswegen sind wir sehr glücklich, dass die zwei heute hier bei uns im Podcast sind und sind ganz gespannt, was die beiden uns zu den Bereichen der Leistungsoptimierung in dem Rahmen erklären können oder erzählen können.
- 1:11SPEAKER_05: Willkommen zu Rocket Science, eurem Podcast für Gesundheit, Fitness und Leistung.
- 1:17SPEAKER_05: Mein Name is Dr.
- 1:18SPEAKER_05: Golo Birken, ich bin Arzt und Coach.
- 1:21SPEAKER_02: Und my name is Dr.
- 1:22SPEAKER_02: Leon Paschala.
- 1:23SPEAKER_02: Ich bin Ärztin und Wissenschaftler.
- 1:25SPEAKER_02: In diesem Podcast wollen wir euch die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse näher bringen und euch zeigen, dass die Verbesserung eurer Gesundheit anders keine Raketenwissenschaft ist.
- 1:36SPEAKER_02: Injan und Stefan, vielleicht wollt ihr euch einmal kurz auch selber vorstellen, weil ich glaube, ihr habt so viel schon gemacht and geleistet, da würde ich wahrscheinlich die Hälfte nur vergessen.
- 1:46SPEAKER_02: Deswegen vielleicht macht ihr es einmal selber.
- 1:50SPEAKER_02: Ladies first.
- 1:52SPEAKER_01: Ja, hallo eben.
- 1:53SPEAKER_01: Vielen Dank, dass wir hier sein dürfen.
- 1:57SPEAKER_01: Ich kenne ja meinen Kollegen, ich bin zuerst zu lesen.
- 2:02SPEAKER_01: Genau, wir haben eine physiotherapeutische Praxis in Hamburg zusammen und arbeiten hier mit noch zwei weiteren Physiotherapeuten.
- 2:14SPEAKER_01: Ich selber bin Physiotherapeutin vor allem im Bereich der manuellen Therapie, orthopädische manuelle Therapie, habe mich in dem Bereich spezialisiert und arbeite seit vielen Jahren vor allem im Sportbereich.
- 2:29SPEAKER_01: Habe da verschiedene Athleten individuell und in Mannschaften betreut und arbeite am liebsten mit den Athletinnen und Athleten daran wieder zurückzukommen in den Sport nach Verletzung oder ihre Leistung zu verbessern, wenn sie spezielle sportliche Ziele haben.
- 2:53SPEAKER_04: Ja, ich möchte auch nochmal an dieser Stelle bedanken für die Einladung.
- 2:57SPEAKER_04: Haben uns riesig gefreut und nachdem du uns schon so groß angekündigt oder vorgestellt hast, ja, ich versuche mich da enger anzuschließen und kurz zu fassen.
- 3:08SPEAKER_04: Wir haben beide Schwerpunkte, vor allem in dieser Sporttraumatologie und in der Rehabilitation, also gerade im Sport, dort aus viele Jahre gearbeitet und da auch, glaube ich, unsere Expertise ausgebildet und gefunden.
- 3:22SPEAKER_04: And während enger sich ein bisschen auf den Schwerpunkt auf die manuelle Therapie legt, also wirklich das, was viele auch eher mit Physiotherapie verbinden, also Massagen oder Kneten, Händen, Gelenktechniken, bin ich eher im Bereich der Bewegungsanalyse und Optimierung.
- 3:39SPEAKER_04: Also das kann auch Training sein tätig und habe da meinen Schwerpunkt über die Jahre hinweg mit weiter ausgeprägt.
- 3:49SPEAKER_04: Und das Ganze ergänzt sich, glaube ich, ziemlich gut bisher.
- 3:54SPEAKER_02: Sicherlich ein Grund.
- 3:55SPEAKER_04: Vielleicht auch der Grund war, warum ihr uns eingeladen habt.
- 3:57SPEAKER_02: Ja, spannend.
- 3:58SPEAKER_02: Ihr habt ja auch so in eurer beruflichen Mita relativ viele Mannschaften schon und Leistungssportler betreut.
- 4:07SPEAKER_02: Vielleicht könnt ihr mal so ein bisschen einen Einblick bieten.
- 4:11SPEAKER_02: Womit fangt ihr meistens an, wenn ihr euch ein Leistungssportler, sei es jetzt Ausdauersportler oder Wallsportler, was auch immer, in die Praxis kommt.
- 4:19SPEAKER_02: Was sind so Sachen, worauf ihr achtet?
- 4:23SPEAKER_02: Und wie begegnet ihr denen sozusagen am Anfang?
- 4:28SPEAKER_01: Wir nehmen uns am Anfang eigentlich recht viel Zeit, um gutes Screening zu machen und die Sportler zu befragen zu den Beschwerden, die sie haben oder zu den Zielen, die sie sich gesetzt haben, und machen ein sehr ausführliches Screening auf der einen Seite, was so die körperliche Verfassung angeht im Bereich Beweglichkeit in den verschiedenen Gelenken, wie bewegt sich derjenige, diejenige, auch in funktionellen Tests und das ist was, was wir anfangs relativ ausführlich machen, dass wir eben wirklich genau schauen, wie bewegt sich die Person, in welchen Bereichen treten eventuell Probleme auf, wo sind vielleicht auch Schmerzen, wie können wir das reproduzieren und dann versuchen wir genau herauszufinden, welche Struktur verantwortlich ist für eventuelle Beschwerden.
- 5:29SPEAKER_01: Also meistens kommen die Leute ja tatsächlich zu uns, weil sie irgendein Problem haben und ihren Sport nicht so ausführen können, wie sie das gerne würden, weil sie meistens irgendwo Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen haben.
- 5:42SPEAKER_01: Und wir versuchen immer genau herauszufinden, welche Struktur letztendlich dafür verantwortlich ist.
- 5:48SPEAKER_01: Oder vielleicht auch mehrere zu ermitteln.
- 5:51SPEAKER_01: Ist das ein muskuläres Problem?
- 5:52SPEAKER_01: Liegt das Problem im Gelenk?
- 5:54SPEAKER_01: Ist eine Nervenstruktur daran beteiligt?
- 5:56SPEAKER_01: Und das kann man mittels einiger Testverfahren sehr gut rausfinden.
- 6:02SPEAKER_01: Manualtherapeutisch kann man eine Menge austesten.
- 6:06SPEAKER_01: Und gerade wenn es Belastungsproblematiken sind, dann kann man mit verschiedenen Belastungstests oder eben Beweglichkeits-Performance-Tests ermitteln, in welcher Bewegung das gerade auftritt, wann Schmerzen stärker werden.
- 6:24SPEAKER_01: Und so versuchen wir dann eben genau rauszufinden, wo wir ansetzen müssen.
- 6:29SPEAKER_06: Und ich sag mal, was mich noch interessieren würde da ist, wie, was sind so die Dinge, die ihr am meisten seht?
- 6:37SPEAKER_06: Also gerade auch wenn du so ein, ich sag mal, so ein Functional Movement Screen machst, was sind so die typischen Problemzonen, ist das vielleicht auch unterschiedlich von verschiedenen Sportlern?
- 6:47SPEAKER_06: Ich sag irgendwie mal Waldsportler oder Ausdauersportler, gibt es da irgendwie Unterschiede, was du so siehst?
- 6:55SPEAKER_02: Wollen wir vielleicht einmal kurz erklären, was der Functional Movement Screen ist?
- 7:00SPEAKER_02: Weil das finde ich ehrlich gesagt, ich muss sagen, das ist ein Test-Studie, was ich total faszinierend fand.
- 7:08SPEAKER_02: Von daher fände ich es ganz cool, wenn wir es noch einmal erläutern.
- 7:11SPEAKER_02: Da muss Stefan mal was zu sagen.
- 7:14SPEAKER_04: Ja, das kann ich, also man muss sagen, der hat sich in den letzten Jahren, der Functional Movement Screen, FMS vielleicht für manche schon auch in einer Kurzform bekannt, ist eigentlich ein Test, der sieben Vorgaben hat.
- 7:26SPEAKER_04: Also das sind einfach grundlegende Funktionen, sehr unspezifisch, hat nichts mit einer gezielten Sportler zu tun, sondern relativ einfach zum Beispiel eine tiefe Kniebeuge mit den Händen über den Kopf und einem Stab.
- 7:35SPEAKER_04: Das ist nur ein Beispiel.
- 7:37SPEAKER_04: Und dann guckt, dann hat sich irgendjemand, ein Amerikaner, hat sich mal überlegt und hat gesagt, jemand, der gesund ist, der keinerlei körperlichen Einschränkungen hat.
- 7:45SPEAKER_04: Und das muss ja nicht immer nur Schmerz sein, sondern das kann ja auch, dass man einfach nicht die Kraft aufbringen kann.
- 7:50SPEAKER_04: Also Schmerz ist eine Einschränkung und die, die uns wahrscheinlich am meisten beschäftigt, aber nicht die einzige.
- 7:55SPEAKER_04: Und der hat da mal geguckt und sagt dann 0 bis 3 Punkte für jeden dieser sieben Tests.
- 8:01SPEAKER_04: Das, wie gesagt, das sind spezielle, ja, einfach Übungsaufträge.
- 8:05SPEAKER_04: Und dann wird geguckt, kann er das oder nicht.
- 8:07SPEAKER_04: Und kompensiert die Person, ja oder nein?
- 8:09SPEAKER_04: Und das heißt, sieben mal drei, also drei ist jeweils die maximale Punktzahl, wenn man es perfekt macht.
- 8:15SPEAKER_04: Nur zur Info, ich habe in meinen mehr oder weniger jetzt knapp zehn Jahren, wo ich das auch schon mache, noch häufiger, ich hatte einen einzigen Profi-Sportler, das war ein Hockeyspieler, Nationalspieler, der alle 21 Punkte geschafft hat.
- 8:30SPEAKER_04: Es gibt so einen sogenannten Cut-Off-Wert, das heißt also, wenn man weniger als 15 Punkte in Summe hat, dann spricht es für ein erhöhtes Verletzungsrisiko.
- 8:39SPEAKER_04: Das sagt uns aber dann nicht, wo das Verletzungsrisiko ist, sondern nur, dass ein erhöhtes Risiko da ist.
- 8:44SPEAKER_04: Und deswegen ist das auch, also es ist eine gute Herangehensweise, um allgemein zu screen, das Ganze aber standardisiert und das ist uns ja wichtig.
- 8:53SPEAKER_04: Also, das ist sicherlich nicht der beste Test, den es gibt, aber der weit verbreitetste und somit haben wir eine gemeinsame Sprache.
- 8:58SPEAKER_04: Das heißt, Golo, du kennst ihn ja, denke ich, auch, und hast ihn vielleicht schon eingesetzt.
- 9:04SPEAKER_04: Und das heißt, er weiß, was ich da gemacht habe.
- 9:07SPEAKER_04: Und er kam mit den Ergebnissen anfangen, ohne dass wir uns ausgetauscht haben.
- 9:10SPEAKER_04: Und dann ist natürlich sowas ganz gut, weil es gibt bessere Verfahren, aber ich finde, der ist relativ leicht umzusetzen, man braucht kein großes Equipment.
- 9:19SPEAKER_04: Wenn man sehr unsicher ist, macht eine Schulung Sinn, aber ja, das ist der Functional Movement Screen.
- 9:24SPEAKER_04: Der hilft uns erstmal generell die Leistungsfähigkeit unspezifisch to bestimmen.
- 9:29SPEAKER_04: Und dann um auf Golos Frage einzugehen.
- 9:35SPEAKER_04: Was sehen wir denn so, zum Beispiel Functional Movement Screen?
- 9:38SPEAKER_04: Die meisten Probleme, und das betrifft egal welche Sportart, das hat aber eher was nicht mit der Sportart, sondern eher mit dem privaten Lebensstil, meiner Meinung nach, zu tun, sind die Einschränkungen im unteren Rücken und in den Hüften.
- 9:52SPEAKER_04: Was sicherlich durch eine gewisse Sportart bestimmt ist, aber wenn wir das sehen, also so eine tiefe Kniebeuge, weichen die meisten Leute ja aufgrund der geringeren Mobilität in der Hüfte oder im Rücken aus.
- 10:04SPEAKER_04: Das heißt, der unrücken wird rund und bleibt nicht so schön gerade, wie das bei den Profi-Gewichtheberinnen und Hebern vielleicht aussieht.
- 10:12SPEAKER_04: Man denkt sich, wie schaffen die?
- 10:13SPEAKER_04: Das ist doch unnatürlich.
- 10:14SPEAKER_04: Oder es ist sogar eine pathologische, also eine kranke Beweglichkeit.
- 10:18SPEAKER_04: Nee, ist nicht so.
- 10:18SPEAKER_04: Die haben das halt geübt.
- 10:22SPEAKER_04: Und daher würde ich das pauschal nicht so sagen, sondern das findest du eigentlich bei vielen, die nicht professionell betreut werden und wo gezielt genau das vermieden wird, findest du diese Einschränkung mal mehr, mal weniger ausgeprägt.
- 10:36SPEAKER_04: Rücken, Sprunggelenk.
- 10:38SPEAKER_06: Okay.
- 10:38SPEAKER_04: Auch gelegentlich.
- 10:41SPEAKER_06: Und ich sag mal, was ich da auch super interessant finde, ist, wenn du sagst so Hüftmobilität, dass das häufig so ein Problem ist bei vielen.
- 10:51SPEAKER_06: Ich sag mal, wie siehst du da so den so gerade die Sportler, die halt direkt anfangen mit olympischem Gewicht heben.
- 11:01SPEAKER_06: So die klassischen Crossfitter, die halt irgendwie anfangen mit der Langhandel und dann erstmal, sag ich mal, schön erstmal Snatcht oder sonst was einfach damit anfangen.
- 11:09SPEAKER_06: Wie siehst du das so vom Risiko her?
- 11:14SPEAKER_04: In den Jahren, als dieser Crossfit-Hype rüberkam, ich habe einen Kommiliton gehabt.
- 11:19SPEAKER_04: Der hat eine eigene Crossfit-Box aufgemacht und darüber bin ich damit in Kontakt gekommen.
- 11:23SPEAKER_04: Ich fand das wahnsinnig spannend und es gibt viele gute Elemente.
- 11:26SPEAKER_04: Ich habe ein Problem mit CrossFit.
- 11:28SPEAKER_04: Es ist dieses, gerade wenn man jetzt mal das M-Rap nimmt, also dieses mehr oder weniger All-Out.
- 11:35SPEAKER_04: Das ist aus meiner Sicht, weil nirgendwo haben wir so viele Überlastungserscheinungen wie Patellaseen, Achillesseen-Geschichten, also dass die entzündet sind oder schlimmstenfalls sogar anreißen können oder sowas.
- 11:48SPEAKER_04: Als das kam, hatte ich gefühlt nur noch Leute mit Patellaspitzen-Syndrom, unter dem Rückenschmerz, also zum Beispiel das, weil die das einfach nicht kontrollieren können, die haben die Technik nicht, sondern konzentrieren sich gleich auf maximales Gewicht, maximales Tempo.
- 12:02SPEAKER_04: Und darauf muss man sich hintrainieren.
- 12:05SPEAKER_04: Im Training geht es ja darum, den Körper auf diese Belastung vorzubereiten.
- 12:08SPEAKER_04: Und weiter in einer site where we not, zumindest gerade in Deutschland, nicht um unser Leben ran.
- 12:18SPEAKER_04: And this maximale each such.
- 12:23SPEAKER_04: And in training is this on CrossFit.
- 12:27SPEAKER_04: But it is very, very big, but they're talking that they have a critic.
- 12:41SPEAKER_04: Dafuss man uneingeschränkt beweglich sein.
- 12:43SPEAKER_04: Man muss eine gute Kontrolle über seine Arme und Füße haben.
- 12:47SPEAKER_04: Das hat nicht nur was mit, ich drücke jetzt einfach mein Gewicht hoch, sondern da sind viele koordinative Aspekte.
- 12:51SPEAKER_04: Die meisten Menschen haben überhaupt keine Vorstellung, wie sieht überhaupt ohne Zusatzgewicht so eine tiefe Kniebeuge beim Gewichtheben aus.
- 12:59SPEAKER_04: Und also das heißt eher Beweglichkeit Technik.
- 13:02SPEAKER_04: Und das ist meiner Meinung nach in den letzten drei, vier Jahren besser geworden.
- 13:06SPEAKER_04: Und ansonsten habe ich, bin ich, das, was CrossFit macht, finde ich super.
- 13:10SPEAKER_04: Wenn man richtige Technik beherrscht.
- 13:12SPEAKER_02: Aber wenn man jetzt mal zurückgeht zum Function Movement Screen, dann müsste ja eigentlich jetzt der junge Crossfitter oder Gewichtheber, wie auch immer, wenn er diesen Test macht, da schon rausgefischt werden, oder?
- 13:24SPEAKER_02: Selbst wenn er jetzt bei der tiefen Kniebeuge keine Schmerzen hat, dann würde ja der Test sozusagen auffällig sein.
- 13:30SPEAKER_02: Und ihr könntet sagen, hier, du hast eine Funktionseinschränkung in einer unteren Lennwirbelsäule, du bist da nicht beweglich genug.
- 13:37SPEAKER_02: Und dann könnte man ja sozusagen darüber schon objektivieren, dass er da ein Problem hat und auch auf lange Sicht kriegen könnte, wenn er damit trainiert, oder?
- 13:47SPEAKER_04: Ja, genau, die Idee du hast, ist super, aber genau da liegt ja genau das große Problem aus mehr oder weniger medizinischer, physiotherapeutischer Sicht, weil wir haben, wir wissen nicht, was die Beweglichkeit der Hüfte oder des Rückens einschränkt.
- 14:03SPEAKER_04: Die Strukturen sind so eng beieinander, wir müssen uns davon abschieden, wir waren das Kniegelenk, das Hüftgelenk separat.
- 14:08SPEAKER_04: Je länger ich Probleme habe, das ist ja strukturell, hängt das ja zusammen.
- 14:12SPEAKER_04: Die bedingen sich gegenseitig.
- 14:13SPEAKER_04: Es kann ja auch sein, dass einfach das Problem, dass die Hüfte nicht richtig, dass sie so stife ist, aufgrund von Bewegungseinschränkungen im Becken sind.
- 14:24SPEAKER_04: Und das ist ja genau das Thema, wo Inga dann angreift.
- 14:26SPEAKER_04: Also kriege ich das mit Übungen hin oder muss ich manualtherapeutisch daran?
- 14:30SPEAKER_04: Weil ich bin auch jemand, Bewegungsmedizin und das ist das beste Mittel.
- 14:34SPEAKER_04: Aber es gibt, das ist nicht die Regel, aber es gibt nun mal manchmal wirklich den Fall, da ist es notwendig, dass man da das manualtherapeutisch ergänzt.
- 14:44SPEAKER_04: Und da ist, deswegen der Function Movement Screen ist kein medizinischer Test.
- 14:48SPEAKER_04: Der sagt uns nicht, das ist die Gelenkkapsel oder das ist der Muskel.
- 14:53SPEAKER_04: Also wer das behauptet, hat meiner Meinung nach keine Ahnung von Anatomie.
- 14:59SPEAKER_04: Es gibt wenige Athletic Trainerinnen und Athletic Trainer, die so einen Rea-Medical Coaches is so eine Bewegung, die dann vielleicht in dem Bereich noch ein bisschen mehr wissen.
- 15:09SPEAKER_04: But aus meiner Sicht wissen wir dann nur okay, there müsste was gemacht werden.
- 15:31SPEAKER_04: And natürlich can man, hey, when they have all your corrective exercises or so, they nut.
- 15:39SPEAKER_04: So, and when they are, then is that vielleicht the rich.
- 15:48SPEAKER_04: Sondern scheint da ein mechanisches Problem vorzulegen.
- 15:50SPEAKER_04: Und das kann dann eher durch manuelle Therapie behoben werden.
- 15:54SPEAKER_04: Und andernfalls würde es durch zum Beispiel irgendwann muss es ja besser werden, kann das genauso kontraproduktiv sein und wir kriegen mehr Probleme.
- 16:03SPEAKER_04: Also daher die Technikkurse, die ja meistens in Aufwärm drin sind beim Crossfit, die decken das ja ab.
- 16:13SPEAKER_04: Also man, es gibt, man macht ja nur jeder das, was er nicht kann, sondern ein allgemeines Vorbereiten der Gelenke.
- 16:20SPEAKER_04: So habe ich es kennengelernt.
- 16:21SPEAKER_04: Und ich glaube, wenn das dadurch besser wird, dann muss ich auch nicht manualtherapeutisch begleitet werden.
- 16:26SPEAKER_04: Wenn ich mir das leisten kann, sicherlich sinnvoll, beschleunigt das Ganze.
- 16:30SPEAKER_04: Aber wie gesagt, wenn Bewegung gut tut und die Probleme lindert, dann ist das der richtige Weg.
- 16:36SPEAKER_04: Aber da muss ich auch nicht rausfinden, was genau das Problem ist.
- 16:39SPEAKER_06: Ja, ich glaube, das Ding ist auch, das ist genauso wie beim Ausdauersport auch mit den Crossfit, dass die meisten Athleten wenig auf grundlegende Fähigkeiten einen Wert legen.
- 16:50SPEAKER_06: Die meisten denken eben, dass sie sehr, sehr schnell sehr gut werden möchten.
- 16:56SPEAKER_06: Und das ist ja auch cool, wenn man das möchte.
- 16:59SPEAKER_06: Das Problem ist aber, dass um sehr schnell sehr gut zu werden, muss man eben die Basis erstmal richtig machen.
- 17:04SPEAKER_06: Und im Ausdauersport sind die meisten Leute ja auch, dass sie wenig Schwerpunkte legen auf generelle Skills, auf technische Fähigkeiten, auf Entwicklung des aeroben Fundaments.
- 17:20SPEAKER_06: Und man möchte halt sehr, sehr schnell, sehr schnell irgendwie in die V2-Max-Bereiche gehen, man möchte schnell anfangen mit M-Raps, irgendwie im CrossFit, genauso wie mit Hit-Training, irgendwie im Ausdauersport.
- 17:30SPEAKER_06: Das sind halt eigentlich alles Tools, die sind halt für später vorbehalten.
- 17:34SPEAKER_06: Aber die Leute wollen halt schnell Resultate sehen und fangen dann halt damit an und brennen halt aus und machen sich kaputt.
- 17:41SPEAKER_06: Ich glaube, das ist ähnlich in vielen, also das ist zumindest so, wie was ich eben sehr häufig sehe und sehr häufig erlebe.
- 17:47SPEAKER_01: Ja, was wir tatsächlich häufig sehen.
- 17:50SPEAKER_06: Hundertprozentig.
- 17:51SPEAKER_01: Also viel, viel, wir überlagern uns ein bisschen mit den Türen hier.
- 17:57SPEAKER_01: Was wir tatsächlich tatsächlich viel sehen, ist, dass Sportler, genau wie du das eben sagtest, anfangen dann in ihrem Sport, gerade im Ausdauerbereich, dann eben viel zu laufen, viel Rad zu fahren, viel zu schwimmen und ihre Trainingsstunden eben hauptsächlich da reinpacken.
- 18:17SPEAKER_01: Aber im Bereich so Mobility, Krafttraining häufig gar nichts passiert.
- 18:24SPEAKER_01: Also ich habe in den letzten Wochen mehrere Triathleten auch behandelt und mit denen auch bei Beschwerden so Erstuntersuchungen gemacht.
- 18:35SPEAKER_01: Keiner von denen hat ein regelmäßiges Krafttraining in seinem Programm.
- 18:39SPEAKER_01: Die machen alle Ausdauer, aber die machen nichts im Grundlagenbereich.
- 18:46SPEAKER_06: Ja, und dann machen die auch noch Ausdauer.
- 18:48SPEAKER_06: Und dann machen die auch noch Ausdauer in auch noch einem ganz bestimmten Bereich, sodass sie denken, das ist ihr sogenannter Wohlfühlbereich.
- 18:55SPEAKER_06: Und Struktur oder Effizienz ist da überhaupt nicht vorhanden.
- 18:59SPEAKER_06: Ich finde das halt witzig, weil ihr seht das von der Seite aus und ich sehe das halt von der anderen Seite aus.
- 19:04SPEAKER_06: Das ist schon echt sehr spannend.
- 19:05SPEAKER_06: Sehr, sehr spannend.
- 19:07SPEAKER_02: Was ich halt dabei so wichtig finde, ist, dass, also man denkt ja, wer viel trainiert, der wird besser.
- 19:15SPEAKER_02: Aber ich glaube halt, wenn man so Sachen wie gerade Athletiktraining, Krafttraining, Mobility-Training, wenn man das vernachlässigt, dass man sich damit auf lange Sicht halt, glaube ich, gar keinen Gefallen tut.
- 19:27SPEAKER_02: Und eher dann dahin gelangt, dass man sich halt falsche Bewegungsmuster aneignet, dass man vielleicht auch Überlastungserscheinungen hat, die man nicht haben müsste, wenn man seine Beweglichkeit richtig trainiert.
- 19:40SPEAKER_02: Und ich glaube, das ist halt ein ganz großer Punkt, wo man gerade im Ausdauersport viel mehr ansetzen müsste.
- 19:46SPEAKER_02: Und ich glaube, da könntet ihr halt wahnsinnig viel auch den Leuten sozusagen an die Hand geben und sozusagen präventiv auch arbeiten und erklären, warum das so wichtig ist.
- 19:57SPEAKER_02: Und das ist, das finde ich, ist halt so ein ganz wichtiger Aspekt, wie man sich sozusagen schützen kann vor Überlastungsproblemen oder Verletzungen.
- 20:11SPEAKER_02: Und da wäre halt, also wäre nochmal meine Frage an euch.
- 20:15SPEAKER_02: Was ist so, was denkt ihr, was ist sozusagen ein gutes Ratio zwischen, ich sag jetzt mal, Ausdauertraining, Krafttraining, Mobility.
- 20:24SPEAKER_02: Muss jeder Mobility machen?
- 20:26SPEAKER_02: Für wen ist das was?
- 20:28SPEAKER_02: Für wen ist das vielleicht nicht?
- 20:29SPEAKER_02: Und was bedeutet das eigentlich?
- 20:31SPEAKER_02: Vielleicht könnt ihr uns da nochmal auch so einen Einblick geben.
- 20:37SPEAKER_04: Mobility, ja.
- 20:40SPEAKER_04: Ich finde Golox eben gesagt, es geht um die grundlegenden Fundamente jeglicher sportlicher Leistungen.
- 20:45SPEAKER_04: Und wer mal Sport im Abitur hatte oder wer mal letztlich oder einen Trainerlehrgang oder einen Trainerinnenlehrgang gemacht hat, die sportliche Leistungsfähigkeit wird klassisch beschrieben: Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Koordination und Schnelligkeit.
- 21:00SPEAKER_04: Also es gibt dann so ein bisschen, manche sagen, dass die Beweglichkeit vielleicht nicht so richtig da reingehört, aber wenn man bedenkt, was Mobility ist, ja Beweglichkeit.
- 21:08SPEAKER_04: Und ich kann extremst, also eine passive Beweglichkeit heißt, ich bin einfach nur in der Lage, mein Gelenk von A nach B zu bewegen.
- 21:15SPEAKER_04: Also zum Beispiel, wenn wir das Kniegelenk nehmen, dass ich in der Lage bin, and that I komplett in the Lage, ohne dass es weh tut.
- 21:23SPEAKER_04: That is ja erstmal nur the classic Deenfähigkeit, Beweglichkeit, what viele with Beweglichkeit synonym setzen.
- 21:30SPEAKER_04: When we from mobility, Beweglichkeit sprechen, deswegen finde ich jeder, weil viele trainieren ja nur Krafttraining anders mobile, weil they your full bewegungsmaß ausnutzen.
- 21:41SPEAKER_04: That's why they can't gezial dehnen.
- 21:44SPEAKER_04: That is jack, that's also saying you must not dehnen, but dehon is a form of mobility.
- 21:50SPEAKER_04: Alles was dazu beiträgt, the bewegungsausmaß to vergrößern, to optimieren führt zwangsläufig sowohl zu einer Entlastung der anderen Struktur.
- 22:00SPEAKER_04: Also sprich, wir können entweder haben wir weniger Belastung oder wir können höhere Belastung tolerieren.
- 22:05SPEAKER_04: Das heißt, ich kann gegebenenfalls schneller laufen, ohne dass ich mehr Gewicht, äh, mehr Energie verbrauche oder aufwenden muss.
- 22:12SPEAKER_04: Das muss man da mal sagen.
- 22:14SPEAKER_04: Und dann hatte Golo das eben gesagt, diese Betrachtungsweise mit der Ausdauer.
- 22:19SPEAKER_04: Ich finde auch da ein Ausdauersportler für den bedeutet Ausdauer.
- 22:26SPEAKER_04: Also, das ist ja Energiesprodukt.
- 22:31SPEAKER_04: Ein Kraftsportler, für den ist, der hat noch nie was von Kraftausdauertraining gehört.
- 22:36SPEAKER_04: Deswegen der Begriff Ausdauer ist an sich ziemlich klassisch und einfach definiert.
- 22:40SPEAKER_04: Einfach die Fähigkeit, einen Widerstand über einen gewissen Zeitraum aufrechterhalten zu können, also dagegen anzuarbeiten.
- 22:46SPEAKER_04: So, es gibt Kraftausdauer, es gibt Schnelligkeit, das sind so klassische Begriffe aus der Sportwissenschaft.
- 22:53SPEAKER_04: Und das ist mein Problem, was ich habe, weil ein Ausdauersportler, was ja primär, also der bezeichnet der empfindet sich nicht mehr als Aussportler, er ist kein Kraftsportler, nein, das sind auch Kraftsportler.
- 23:06SPEAKER_04: Daher finde ich, bei der Ausdauer geht es ja nicht nur um die Ausdauer des Aeroben-Systems, sondern vor allem auch das, was uns ja Schmerzen bereit ist, ist ja nicht das Aerobe-System, sondern die Strukturen.
- 23:17SPEAKER_04: Das heißt, die Ausdauerleistungsfähigkeit gegenüber Belastungen zu tolerieren, also physische Belastungen von außen.
- 23:24SPEAKER_04: Also wenn ich, keine Ahnung, eine gewisse Geschwindigkeit laufe, ist es ja ein Impact, der dann auf den Körper wirkt.
- 23:32SPEAKER_04: Und da kann ich so viel Ausdauer trainieren, auf dem Fahrrad oder auf dem, keine Ahnung, einen Crosstrainer oder dergleichen.
- 23:39SPEAKER_04: Das wird mich nicht besser machen oder meine Fähigkeit verbessern, dass ich zum Beispiel einen Trailrun auf einmal verkrafte.
- 23:49SPEAKER_04: Das ist für mich wesentlich wichtiger, da zu sagen, okay, Ausdauer heißt nicht nur aerob, sondern auch das Gewebe braucht eine Ausdauer.
- 23:57SPEAKER_04: Und wir kennen das vielleicht auch, lokale Muskelausdauer, allgemeine Ausdauer.
- 24:02SPEAKER_04: Und das wird mir zu wenig differenziert.
- 24:06SPEAKER_04: Und ich glaube dann, wenn man das versteht, dann weiß man auch, ich trainiere nicht nur Ausdauer, nur noch Kraft.
- 24:11SPEAKER_04: Ich trainiere immer alles gleichzeitig.
- 24:12SPEAKER_04: Ich setze nur Schwerpunkte.
- 24:13SPEAKER_04: Ein Ausdauersportler, ein Ausdauersport trainiert immer Kraft und eine gewisse Form der Schnelligkeit.
- 24:20SPEAKER_02: Aber das sagt ja auch, wenn ich jetzt meine Strukturen so beweglich und ich sag mal gut funktionierend habe, dass eigentlich mein jeglicher Trainingsreiz dadurch nur besser wird, oder?
- 24:34SPEAKER_02: Weil wenn ich ein gutes Bewegungsausmaß meiner Gelenke, meiner Strukturen habe, fällt mir jegliche Bewegungsmuster, was auch immer mein Sport ist, einfacher.
- 24:46SPEAKER_02: Und wahrscheinlich dann sozusagen dadurch auch dann zum Beispiel geht es dann zum Beispiel auch schneller, was dann sozusagen die Leistung am Ende angeht.
- 24:56SPEAKER_02: Ich finde, das ist halt voll der wichtige Punkt, der eigentlich mega unterschätzt wird.
- 25:00SPEAKER_02: Also ich glaube, wenn ich jetzt sage, ich habe mein Athletik-Mobility-Training auch immer sehr vernachlässigt.
- 25:08SPEAKER_02: Ich glaube, da spreche ich sehr vielen Ausdauersportlern aus der Seele.
- 25:13SPEAKER_02: Aber wenn man sich halt mal vor Augen hält, wie wichtig das eigentlich ist und was das für einen Benefit halt auch bringen kann, dann finde ich, sollten wir das hier schon nochmal herausheben.
- 25:24SPEAKER_02: Wie wenn ihr jetzt einen klassischen Ausdauersportler zu euch in die Praxis gekommen habt.
- 25:33SPEAKER_06: Aber warte, Leo, ich finde noch eine Sache relativ interessant, wenn wir gerade noch da sind.
- 25:37SPEAKER_06: Und zwar, was mich gerade da noch interessieren würde, Stefan, weil du das so angesprochen hast, zwischen Ausdauer und Kraftsport, weil ich finde es auch super, super spannend, auch gerade so vom Stoffwechsel her, eben die verschiedenen Prozesse auch anzusprechen.
- 25:51SPEAKER_06: Und ich sehe es aber auch schon so ein bisschen unterschiedlich, muss ich sagen, dass ich auch sage, so, okay, Ausdauertraining will ich halt irgendwie primär so das Aerobesystem irgendwie ansprechen.
- 26:02SPEAKER_06: Und ich finde halt mit Krafttraining kannst du halt sehr, sehr gut in anaeroben Reiz zum Beispiel setzen, dass wenn jemand eben, sag ich mal, vielleicht schon so wie Leo, typisches Beispiel, die halt ehrlich gesagt vom Aeroben-System her gut aufgestellt ist, die aber so anaerob, Sprint, Explosivität, Schnelligkeit nicht so gut aufgestellt ist.
- 26:24SPEAKER_06: Und ich finde, solchen Leuten kann man unglaublich helfen, eben mit Krafttraining und eben mit mehr an einem Schwerpunkt auch der dahingehenden Faktoren, die du eben gesagt hast.
- 26:33SPEAKER_06: Vielleicht gehst du da nochmal so ganz kurz drauf ein, wie du das genau auch meintest und ob du das auch so siehst.
- 26:40SPEAKER_04: Hundertprozentig.
- 26:41SPEAKER_04: Also je systematischer Training ist und je genauer meine Zielvorstellung sind, also wenn du weißt, dass das größte Potential, ich nenne es ja nicht Defizit, sondern oder wir nennen es gerne Potentiale, also wenn Leo, da ihr noch anders sinnvoll is, nicht einfach nur weil es Spaß macht, sondern ihr das auch hilft, gegebenenfalls eine Leistungsstreichung, also schneller zu rennen oder leichter zu rennen, weniger Energie verbrauchen, macht es durchaus Sinn.
- 27:09SPEAKER_04: And when man das ausgemacht hat, dann gibt es ja schon Empfehlungen, wie man zum Beispiel die Schnellkraftfähigkeiten, die Maximalkraftfähigkeiten optimal trainieren kann.
- 27:19SPEAKER_04: Das setzt aber auch ein gewisses Wissen voraus.
- 27:22SPEAKER_04: Und dann auch da wieder, wir trennen dann ja wieder Kraft, Koordination.
- 27:26SPEAKER_04: Also es ist ja die Frage, wenn du gerade so Schnellkraft und Maximalkraftfähigkeiten, Explosivkraftfähigkeiten, sind nur dann möglich, wenn ich eine gute Elastizität habe, weil ich möchte nicht zu sehr in die Trainingswissenschaften gehen, aber Stichwort Dehnungs-Verkürzungszyklus.
- 27:45SPEAKER_04: Also der nutzt ja die potenzielle elastische Energie aus.
- 27:48SPEAKER_04: Wenn ich steif wie ein Bock bin, dann kann ich das ja gar nicht ausnutzen.
- 27:54SPEAKER_04: Und das sind so Mechanismen, die damit auch geschult werden.
- 27:57SPEAKER_04: Also warum dann mobility wichtig ist als Grundlage.
- 28:01SPEAKER_04: Aber da natürlich klar, gewisse Kraftfähigkeiten im classischen Sinne muss ich haben.
- 28:07SPEAKER_04: But ich kann auch da wieder, gerade Maximalkraft und Schnellkraft sind ja eher primär neuromuskuläre Fähigkeiten.
- 28:14SPEAKER_04: Also da geht es ja eher um die Verknüpfung.
- 28:15SPEAKER_04: Also das ist dieser koordinative aspect and wider dieser mechanische aspect.
- 28:22SPEAKER_04: Physiotherapeut, we have either so this mechanische Sicht drauf.
- 28:25SPEAKER_04: Trainingsathletisch gesehen is it eher dieser aerobistoffwechsel.
- 28:30SPEAKER_04: Man soll jetzt nicht alles in eine Schublade packen, but that is ja so ein bisschen, was man aus den Gesprächen raushört.
- 28:35SPEAKER_04: And ich glaube, es würde allen Seiten helfen, beides wieder mit reinzubeziehen.
- 28:40SPEAKER_04: Also genauso würde es vielen Therapeutinnen und Therapeuten helfen.
- 28:42SPEAKER_04: Bitte nicht nur mechanisch, sondern das ist wesentlich komplexer eine Kraftleistung.
- 28:48SPEAKER_04: Da gehört das Gehirn dazu, da gehört die Sauerstoffversorgung dazu, also auch dieses Aerobe, was du sagtest.
- 28:52SPEAKER_04: Daher würde ich dir da auf gar keinen Teil widersprechen, sondern zustimmen und mir da wünschen, dass man dann noch mehr differenziert.
- 29:00SPEAKER_04: Aber die wenigsten machen das, lässt sich vielleicht auch nicht immer so spaßig verkaufen.
- 29:05SPEAKER_04: Und dann, im athletischen Training geht es ja, oder auch im Gesundheitstraining geht es ja häufig auch darum, was Spaß macht, was vielleicht vogue ist und angesagt ist.
- 29:16SPEAKER_04: Und da liegen die großen Unterschiede zwischen Rehabilitation, also dass wir primär mechanisch, we wollen die Leistungsfähigkeit wiederherstellen und bestenfalls sogar verbessern.
- 29:25SPEAKER_04: Und im klassischen Training, was ihr jetzt so macht, wo ihr bestenfalls gar keine Schmerzen habt, einfach nur müde seid, wenn überhaupt, geht es ja eher um die Leistungssteigerung und nicht die Leistungswiederherstellung.
- 29:37SPEAKER_04: Und das muss man meiner Meinung nach in diesem Moment dann auch wirklich klar trennen.
- 29:41SPEAKER_04: Weil das ein bisschen anderen Gesetzmäßigkeiten auch folgt.
- 29:44SPEAKER_04: Also eine verletzte bzw.
- 29:46SPEAKER_04: vielleicht gestreste Struktur adaptiert einfach nicht so wie ein gesundes Gewebe, was einfach gut gepflegt wird.
- 29:54SPEAKER_04: Das ist ähnlich wie jemand, der raucht und der nicht raucht.
- 29:59SPEAKER_04: Ja, so ist es letztlich auch.
- 30:00SPEAKER_04: Also wenn ich dauerhaft in eine Überlastung renne, und weil ich der Meinung bin, dass Schmerzen zu einem viel hilft, viel und Schmerzen gehören zum Training dazu.
- 30:10SPEAKER_04: Schmerzen hemmen muskuläre Performance.
- 30:13SPEAKER_04: Also wer mit Schmerzen läuft, wird definitiv nie seine beste Leistung hervorrufen können.
- 30:16SPEAKER_04: Die bestmögliche Leistung unter Schmerzen, keine Frage.
- 30:19SPEAKER_04: Aber wer regelmäßig mit Schmerzen trainiert und nach dem Training mit Schmerzen aufwacht, macht grundsätzlich was falsch.
- 30:26SPEAKER_02: Ja, das mit Sicherheit.
- 30:29SPEAKER_02: Aber wenn man jetzt, ich sag mal, in der guten Situation ist, dass man ohne Schmerzen trainiert, was hoffentlich jeder tut, aber trotzdem noch was aus seiner sozusagen Leistungsperspektive verbessern möchte.
- 30:44SPEAKER_02: Was wären denn so Ansatzpunkte für euch?
- 30:47SPEAKER_02: Was wären so erste Ansatzpunkte für jetzt zum Beispiel eine Verbesserung Bewegungsökonomie?
- 30:53SPEAKER_02: Was sind so Sachen, wie ihr mit den Patienten oder Sportlern, in dem Sinne, es sind ja keine Patienten, arbeitet.
- 30:59SPEAKER_02: Was sind so erste Punkte dann?
- 31:03SPEAKER_02: Auch Stefan?
- 31:04SPEAKER_04: Ja, dann übernehme ich tatsächlich gerade kurz an dieser Stelle nochmal.
- 31:10SPEAKER_04: Genau, die Frage war, wie wir das Ganze angeben, oder was sind so die ersten Tipps?
- 31:16SPEAKER_04: Zuallererst interessiert mich ja, was machen die Leute bisher?
- 31:19SPEAKER_04: Und weil vielleicht machen sie viele schon richtig und dann kann man das ausnutzen auch.
- 31:22SPEAKER_04: Und wir können so viele Empfehlungen geben, wie wir wollen.
- 31:26SPEAKER_04: Weil viele machen ja tatsächlich sogar schon Krafttraining, machen sie aber in der Offseason.
- 31:30SPEAKER_04: And that verstehe ich halt nicht.
- 31:34SPEAKER_04: Weil ich hab das über Jahre ander, ja, im Winter trainiere ich immer Kraft.
- 31:37SPEAKER_04: Ich mache ein bisschen, wobei Kraft dann häufig, oder Core nennen sie das dann, und dann weiß ich schon, das sind meistens Leute, die einfach nur einen Unterarmstütz, plank ein bisschen, side plank, front plank, and that's of me lieber as garnish to machine.
- 31:49SPEAKER_04: But what hören sie then in the Wettkampphase, beziehungsweise when it's race gears off?
- 31:57SPEAKER_04: This is the Ausdau-training.
- 31:59SPEAKER_04: When I am in winter not laufe, what?
- 32:00SPEAKER_04: Meine Ausdauer gets to the Leistungsfähigkeit.
- 32:03SPEAKER_04: Also muss man training.
- 32:04SPEAKER_04: And genauso passiertfähigkeiten.
- 32:09SPEAKER_04: Das können wir aus anderen Sportarten lernen.
- 32:11SPEAKER_04: Also ich hatte das mit Inga letztens noch besprochen.
- 32:13SPEAKER_04: Es gibt jetzt im Profi-Fußball, die FIFA hat vor zig Jahren so Präventionsprogramme entwickelt und getestet, die sind sehr, sehr gut untersucht.
- 32:22SPEAKER_04: Und dass man bereits zweimal die Woche, also mindestens zweimal die Woche, so ein allgemeines Training, Kraft, Beweglichkeit, Koordination dazu geführt hat, dass die Trainingsverletzungen und auch die Verletzungen an Spielen, also die nicht durch einen Zweikampf hervorgerufen worden sind, teilweise um bis zu 50% reduziert werden konnten.
- 32:43SPEAKER_04: Und wenn das nicht Motivation ist, man denkt nur gleich, okay, wenn ich Kraft trainiere oder so, dann habe ich ja weniger Zeit, um gegebenenfalls auf der Rolle zu sein oder im Becken oder also viele werden sich sicherlich jetzt angesprochen fühlen, aber man darf es nicht als Zeitverlust sehen, sondern man optimiert seinen Trainingsplan.
- 33:02SPEAKER_04: Und das ist kein Zeitverlust, sondern wenn es gut systematisch geplant ist, genauso wie das Lauftraining, was ja alle so gezielt, so getaktet plan, das muss man letztlich bei den anderen Trainingsformen genauso machen.
- 33:14SPEAKER_04: Und das zu integrieren ist leichter als man denkt.
- 33:19SPEAKER_04: Und ich glaube, da müssen wir eher ansetzen bei den Athleten.
- 33:25SPEAKER_04: Im ersten Gespräch.
- 33:28SPEAKER_04: Was glaubst du eigentlich über Krafttraining und so zu wissen?
- 33:30SPEAKER_04: Und dann gucken wir mal, was davon ist förderlich anders abbauen, aufklären.
- 33:36SPEAKER_04: Also in der Hinsicht geht's gar nicht mal darum, dass wir irgendwie spezielle Übungen zeigen, sondern dass wir eher der Brift Verhaltenstherapie.
- 33:45SPEAKER_04: Weil das meiste ist ja letztlich nur ein Loadmanagement-Problem.
- 33:48SPEAKER_04: Also gerade wenn wir jetzt um Prävention von Verletzungen, von Overuse Injuries, also Stressfrakturen, Patella-Senen, Achilles-Sähen-Problematiken, das sind ja alles Loadmanagement-Probleme.
- 34:00SPEAKER_04: Und da kann man mit Aufklärungen wie zum Beispiel einem Podcast wie eurem natürlich sehr, sehr gut zu beitragen.
- 34:06SPEAKER_04: Dafür braucht man sich dann auch nicht irgendwelche, ich sag mal, Instagram-Videos, die einem zeigen, was für Übungen machen.
- 34:14SPEAKER_04: Weil die mögen gut sein, aber die sind vielleicht in dem Moment für die Person Unterforderung und für die andere eine völlige Überforderung und machen dann das Problem schlimmer.
- 34:22SPEAKER_04: Und dann wurde man natürlich, nee, Krafttraining ist nichts für mich, weil dadurch habe ich mehr Probleme bekommen.
- 34:27SPEAKER_04: Ja, weil man etwas macht, was andere können.
- 34:29SPEAKER_04: Deswegen, ja, ja.
- 34:32SPEAKER_04: Ich hoffe, dass ich die Frage einigermaßen beantworten konnte.
- 34:34SPEAKER_06: Ich sag mal, wir haben ja relativ viele Ausdauersportler so als Hörer, aber wie würdest du jetzt zum Beispiel das periodisieren, wie würdest du das aufbauen, das Krafttraining für den Ausdauersportler?
- 34:45SPEAKER_06: Sagen wir, wir haben irgendwie im Sommer irgendwie so eine klassische Wettkampfsaison und wir haben irgendwie im Frühjahr, sag ich mal, so die Vorbereitung und im Winter halt irgendwie so die Offseason.
- 34:56SPEAKER_06: Wie würdest du da das Krafttraining so aufbauen?
- 35:00SPEAKER_04: Also da die Erfahrung gezeigt hat leider, dass die meisten eher Mobility-Probleme haben, also dass die Gewebespannung von Grundhof zu hoch ist.
- 35:11SPEAKER_04: Also da ist ja nichts verkürzt, auch wenn das viele sagen, aber da ist einfach der Gewebe, der Tonus ist einfach, die Spannung ist zu hoch.
- 35:17SPEAKER_04: Gucken wir erstmal, dass wir da ansetzen, weil das lässt sich leichter in so eine Routine, so eine Warm-up-Routine integrieren und das führt ja schon zu Kraftsteigerung, zur Entlastung der Strukturen und das kann man auch schon in der Wettkampfphase machen.
- 35:28SPEAKER_02: Darf ich da einmal einwenden?
- 35:30SPEAKER_02: Weil ich finde, dass also das, was Golorith gefragt hat, finde ich ehrlich gesagt mega spannend, aber auch so weit, da wäre meine Frage, ob wir da nicht einen eigenen Podcast machen wollen, einfach nochmal Krafttraining für Ausdauer Sportler.
- 35:42SPEAKER_02: Das hat mir ja eh schon mal angeteasert, dass wir da nochmal drüber reden wollten.
- 35:46SPEAKER_02: Und dann könnten wir da vielleicht auch nochmal weiter ausholen.
- 35:49SPEAKER_02: Das fände ich eigentlich ganz cool.
- 35:54SPEAKER_02: Du sagtest ja gerade schon, das größte Problem vorher ist ja schon eigentlich die Tension und die Mobility und dann könnten wir das sozusagen heute sozusagen als Vorweg Podcast machen und dann Krafttraining darauf aufbauen.
- 36:07SPEAKER_02: Wie fändet ihr das?
- 36:10SPEAKER_06: Können wir machen, vielleicht einmal ganz kurz, weil ich glaube schon, dass es interessant ist.
- 36:13SPEAKER_06: Wir müssen ja jetzt kein super langes Ding daraus machen, oder das ist nur das.
- 36:17SPEAKER_06: Weil die meisten Leute wollen halt Performance, sind wir mal ganz ehrlich.
- 36:20SPEAKER_06: Das ist halt irgendwie, die meisten von unseren Podcast-Hörer wollen sich halt verbessern, gerade was ihre Leistungsfähigkeit angeht.
- 36:26SPEAKER_06: Und ich glaube, für die ist das halt super interessant, wie sie halt, sag ich mal, so ein Krafttraining generell aufbauen, weil wir haben das schon mal so ein, zweimal angetriggert, aber ich finde es auch selber interessant, was du, sag ich mal, so deine Meinung, sag ich mal, dazu ist.
- 36:38SPEAKER_06: Muss ja nicht lange sein, vielleicht eine Minute.
- 36:39SPEAKER_04: Nein, ganz kurz, ich kann, in dem Fall kann ich mich jetzt wirklich kurz fassen, weil ich habe es ja zum Teil eben schon gesagt.
- 36:44SPEAKER_04: Also wichtig ist, dass es ganzjährig stattfindet.
- 36:47SPEAKER_04: Und wenn ich nicht ein gewisses Kraftziel erreichen will, weil ich das irgendwie ausgemacht habe, dann reicht es ein allgemeines, also da muss ich mir nicht mal sogar ein spezielles Workout nehmen, sondern es gibt noch andere Bücher, aber da könnte ich mir einfach von Marc Verstaken das Core-Performance-Buch nehmen und nehme mir das raus, was mir da am meisten was bringt.
- 37:07SPEAKER_04: Nicht das, was mir am meisten Spaß macht, sondern wo ich am meisten Mehrwert, also spüre.
- 37:11SPEAKER_04: Und für mich beginnt Training regelmäßig kontinuierlich, das heißt das ganze Jahr und Minimum zweimal die Woche.
- 37:17SPEAKER_04: Und dann können wir auch, natürlich, wenn ich gewisse Dinge täglich mache, mache ich schneller Fortschritte, weil der Körper diesen Reiz öfter häufer bekommt.
- 37:24SPEAKER_04: Aber ich kann nicht jeden Tag Kraft trainieren, das geht auch nicht, weil dann fehlen die Regenerationsphasen oder nicht jeden Tag die gleiche Muskelgruppe in dem Sinne trainieren mit Kraft.
- 37:32SPEAKER_04: Daher Minimum zweimal die Woche, nicht zwei Tage hintereinander, wie gesagt, wie beim Ausdauertraining auch, wird das genauso getimed.
- 37:42SPEAKER_04: Und selbst 15 Minuten, wenn ich nicht mehr habe oder nicht mehr investieren möchte, 15 Minuten eine allgemeine Ahnung, irgendein YouTube-Workout, was für Läufer dann irgendwie entwickelt worden ist, ist mir dann immer noch lieber, jetzt gar nichts zu machen.
- 37:55SPEAKER_04: Ich hoffe, das reicht dir schon mal als Antwort.
- 37:58SPEAKER_04: Also ganzjährig, mindestens zweimal die Woche und es sollte nicht jedes Mal was anderes sein, weil Training lebt von Wiederholung.
- 38:06SPEAKER_04: Das sind klassische Trainingsprinzipien.
- 38:08SPEAKER_04: Also wenn ich jede Woche in den Kurs gehe und der mir super Spaß macht, also diese, ich sag mal, Bodypump oder sowas, das macht Spaß, es ist super, aber es ist unspezifisch, also für die einzelne Person.
- 38:21SPEAKER_04: Und das muss einem klar sein.
- 38:22SPEAKER_04: Wenn ich das, wenn ich nicht spezifisch trainieren möchte, dann kann ich das auch so machen.
- 38:25SPEAKER_04: Dann kann ich zweimal die Woche in so einen Kurs gehen, wo die Beine trainiert werden, nochmal zusätzlich der Rumpf und ich werde mich definitiv verbessern.
- 38:32SPEAKER_04: Wer das aber wer wenig Zeit hat, der muss sich halt vorher hinsetzen und einen richtigen Plan ausmachen.
- 38:37SPEAKER_04: Und dann geht das auch mit teilweise nur 15 Minuten oder 20 Minuten die Woche.
- 38:41SPEAKER_04: Damit kann man auch sehr, sehr viel erreichen, wenn es sehr gezielt ist und strukturiert.
- 38:46SPEAKER_04: Das hast du eben ja schon so schön gesagt.
- 38:48SPEAKER_06: Okay, cool.
- 38:50SPEAKER_06: Ja, dann machen wir mal.
- 38:51SPEAKER_06: Schauen wir uns mal kurz an zu der Rocket Science der Realisierung.
- 38:54SPEAKER_06: Das ist doch auch cool.
- 38:55SPEAKER_06: Ja, aber cool, danke dir, Stefan.
- 38:58SPEAKER_02: Es gibt einfach so viele spannende Themen.
- 39:01SPEAKER_02: Und Krafttraining ist sicherlich eins davon.
- 39:04SPEAKER_02: Aber wenn du sagst, das größte Problem ist vorher ja eigentlich schon die Spannung der Strukturen und die fehlende Mobility, was wäre denn da dann die Herangehensweise?
- 39:12SPEAKER_02: Sagst du da auch sozusagen mindestens zweimal die Woche ein strukturiertes, ich sag mal, Programm, was sich wiederholt, oder muss man das öfter machen?
- 39:23SPEAKER_02: Sollte man das weniger machen?
- 39:25SPEAKER_02: Was ist da so eure Empfehlung?
- 39:28SPEAKER_01: Es ist auf jeden Fall so ein zweimal die Woche-Ding.
- 39:34SPEAKER_01: Und je öfter man schafft, das zu machen, quasi, also man würde es schaffen, Mobility jetzt in einer Warm-up-Routine zu integrieren, jedes Training, dann hat das mehr Potenzial, einen schneller zu verbessern und verbessert eben auch die Leistungsfähigkeit vielleicht schon in dem Training.
- 39:52SPEAKER_01: Wenn du daran arbeitest, eben möglichst großes Bewegungsausmaß voll ausnutzen zu können für bestimmte Bewegungen.
- 40:00SPEAKER_01: Wenn ich jetzt dann denke, schaffst du eine gute Hüftstreikung im Laufen, dann bist du in der Lage, eine größere Schrittlänge zu generieren, dann bist du ein bisschen schneller.
- 40:12SPEAKER_01: Ähnlich ist das when du eine rote Shooterbewegung hast im Schwimmen und schaffst dich dann noch to stabilisieren ander in Wasser hast und nicht kompensieren musst.
- 40:25SPEAKER_01: When dein Schulter nicht beweglich is beispielsweise, um in a graue Bewegung komplett auszuholen, du kompensierst es irgendwo anders, im Körper holst dir die Bewegung dann mehr aus dem Rumpf, kriegst du ein bisschen schieflage im Wasser, then macht dich das langsamer heißt.
- 40:42SPEAKER_01: Wenn du bessere Beweglichkeit hast in dem Bereich, eine ruhigere Lage, dann bist du ergonomischer und vielleicht auch wieder ein bisschen schneller.
- 40:50SPEAKER_01: Also da lohnt sich das und in einem kleinen Bereich schafft man eben durch so ein spezifisches Warm-up in dem Bereich, in dem man vielleicht auch weiß, dass man Defizite hat, schon in dem Training dann auch ein kleines bisschen besser zu sein.
- 41:05SPEAKER_01: Ich denke, den Effekt kennt jeder, der sich schon mal irgendwo gedehnt hat, dass wenn man zum Beispiel versucht, mit den Händen an den Boden zu kommen, ist ganz einfach, Beine gestreckt, Hände runterlegen auf den Boden, man macht es einmal und kommt dann wieder hoch und macht es noch ein zweites Mal, dann kommt man schon ein kleines bisschen weiter.
- 41:24SPEAKER_01: Und solche Sachen, dann machst du ein paar Wiederholungen von bestimmten Beweglichkeitsübungen, kriegst innerhalb von fünf bis zehn Minuten Warm-up schon einen recht großen Effekt hin.
- 41:38SPEAKER_01: Und das lohnt sich jeden Tag.
- 41:40SPEAKER_02: Das finde ich eher.
- 41:42SPEAKER_02: Ja, das mit der Beweglichkeit, gerade zum Beispiel auch was die Schulter angeht im Schwimmen und so, das ist oft gepredigt worden, aber wenn man sich das so überlegt, natürlich nochmal viel gravierender, finde ich.
- 41:54SPEAKER_02: Wenn du dir echt überlegst, dass du in deinem oder für deine Trainingssession da schon so viel mehr rausholen kannst.
- 42:00SPEAKER_02: Das finde ich eigentlich echt ganz cool.
- 42:05SPEAKER_04: Ja, also wenn es an mir geht, jeden Tag, aber das ist einfach nur eine Wunschvorstellung.
- 42:10SPEAKER_04: Also man muss das ja, wie gesagt, das muss halt auch in den privaten, also in den Kontext passen.
- 42:14SPEAKER_04: Also wir können ja immer, wir können den traumhaften perfekten Trainingsplan für Profisportlerinnen und Profisportler, die haben dann einfach ein ganz anderes Zeitmanagement und können sich ganz anders concentrieren.
- 42:24SPEAKER_04: Aber es gibt ja auch viele that als Ausgleich betreiben anders noch einen Hauptjob nebenbei have oder und dann irgendwie schaffen, ganz viele Stunden die Woche unterzubringen, was ich mich manchmal wirklich wahnsinnig finde, also wie wir schaffen.
- 42:38SPEAKER_04: Nein, also man muss sich nur davon verabschieden, dass ein gutes Training an eine gewisse Dauer geknüpft ist.
- 42:45SPEAKER_04: Ich hab, also wenn jemand sagt, bevor jemand einmal die Woche eine Stunde was macht, habe ich das lieber, der macht jeden Tag fünf Minuten.
- 42:51SPEAKER_04: Das bringt aus meiner Sicht viel, viel mehr.
- 42:55SPEAKER_04: Und also nicht nur aus meiner Sicht, sondern da gibt es auch ziemlich gute Studien für.
- 43:00SPEAKER_04: Oder wenn man, es gibt ja auch mal, ich hoffe, es gibt auch in Trainingsplänen Regenerationsphasen.
- 43:05SPEAKER_04: Und man kann das Mobility-Training sehr gut als regenerative, also als aktive Regenerationseinheit gestalten.
- 43:12SPEAKER_04: Also wenn man eh regeneriert.
- 43:14SPEAKER_04: Anstatt sich passiv die ganze Zeit nur zu dehnen oder so, sondern vielleicht eine aktive, dynamische Stretching, Mobilisation.
- 43:20SPEAKER_04: Und jemand, der halt, wie gesagt, im Krafttraining hat und sein volles Bewegungsausmaß ausschöpft in seiner Sportart, der muss sich nicht dehnen.
- 43:29SPEAKER_04: Weil er nutzt es ja.
- 43:31SPEAKER_04: Also dehnen müssen ja nur Leute, die das nicht in ihrem Alltag, wer das nicht alltäglich nutzt.
- 43:36SPEAKER_04: Deswegen funktioniert ja Krafttraining auch als mehr oder weniger klassischer Scratching Ansatz, früher diese statische Deen, was Läufer immer noch vom Sport machen, sollen sie ruhig, wenn sie wollen.
- 43:46SPEAKER_04: Aber ist die Frage, warum man sich nicht mehr so gut macht.
- 43:52SPEAKER_02: Vielleicht kannst du noch mal kurz den Unterschied zwischen Dehnen bzw.
- 43:56SPEAKER_02: auch statischem Dehnen und Mobility Training erläutern.
- 44:00SPEAKER_02: Aber das ist vielen auch nicht so klar, dass es nicht gleichzusetzen ist.
- 44:05SPEAKER_04: Nein, also denen ist ja statisch, also statisch wäre ja dieses klassische, was jeder kennt.
- 44:10SPEAKER_04: Wir nehmen jetzt mal, Inga hat es ja zum Beispiel gerade gesagt, Beine sind gestreckt und ich gehe mit den Händen Richtung Boden und ich halte diese Position.
- 44:18SPEAKER_04: Das ist dieses klassische statische Dehn.
- 44:20SPEAKER_04: Und auch da merkt man, also die Strukturen werden ja nicht innerhalb von 10, 20, 30 Sekunden, eine Struktur, die verkürzt war, ist nicht auf einmal wieder lang und ist dann am nächsten Tag wieder verkürzt.
- 44:29SPEAKER_04: Also allein das zeigt den Widerspruch in dieser Theorie schon auf.
- 44:33SPEAKER_04: Sondern die mehr oder weniger die Dehnungstoleranz, also die Elastizität, ich vergleiche das ganz gerne mit so einem alten Gummireifen.
- 44:41SPEAKER_04: Wenn der sehr lange rumliegt, dann wird der immer fester, das Gummi verhärtet sich und ich kann aber durch regelmäßige Bewegung, deswegen auch dieses Tägliche, kann ich dafür sorgen, dass ich nicht so steif werde oder nicht so schnell so steif.
- 44:53SPEAKER_04: Und also das ist wie gesagt die statische Dehn.
- 44:56SPEAKER_04: Ich bevorzuge generell dynamisches, ich versuche den Begriff Den zu vermeiden.
- 45:02SPEAKER_04: Ich mag da Mobility lieber, weil am Ende des Tages weiß ich nicht, welche Struktur da gerade mobilisiert wird.
- 45:08SPEAKER_04: Also ganz ehrlich, kann ich durch die Haut nicht sehen.
- 45:10SPEAKER_04: Und wer das von sich behauptet, dass er das kann, gut ab.
- 45:13SPEAKER_04: Aber es geht ja um das Gefühl und das Ergebnis.
- 45:16SPEAKER_04: Und ich mag das dynamische Warm-up, insofern, weil es eigentlich die Bewegung, also das dynamische Stretching Warm-up mag ich deswegen so gerne, weil es zum einen das Gehirn und den Körper auf die bevorstehende Bewegung schon vorbereitet.
- 45:34SPEAKER_04: Im Amerikanischen nennt man das auch Movement Preparation.
- 45:38SPEAKER_04: Und die sind ja immer dynamisch.
- 45:40SPEAKER_04: Also, weil ich kann einen Muskel dehnen, aber dadurch wird er immer noch nicht lernen, aktiv dieses auszunutzen.
- 45:46SPEAKER_04: Und man hat auch die Durchblutung, die Effekte einfach.
- 45:49SPEAKER_04: Also anstatt mich hinzulegen oder mich dehnen zu lassen, kann ich ja durch aktives Bewegen die Durchblutung viel besser anregen.
- 45:56SPEAKER_04: Das heißt, ich habe einen viel besseren regenerativen Effekt, ich habe einen viel besseren Nährstoffversorgungseffekt als beim klassischen statischen Dänen.
- 46:05SPEAKER_04: Aber wie gesagt, wem es hilft, der soll es machen.
- 46:09SPEAKER_04: Ich hoffe, damit ist der Unterschied für mich zumindest, also wie ich den empfinde, rausgearbeitet.
- 46:16SPEAKER_06: Also ich finde es auch genau, genauso wie du sagst, das finde ich halt auch genau dieses Movement-Prep und dass man eben eher was Dynamisches bevorzugt, egal Sdenis oder Mobility.
- 46:28SPEAKER_06: Du hast ja auch ganz viele Querschnittsbereiche, einerseits zum Beispiel teilweise auch irgendwie lauftechnische Übungen, die man auch als Mobility bezeichnen könnte.
- 46:38SPEAKER_06: Vice Versa.
- 46:40SPEAKER_06: Das ist definitiv was, was man einfach so einbauen sollte.
- 46:44SPEAKER_06: Und gerade, ich finde gerade so Athleten, die zu wenig Zeit haben, die im Dauerstress sind, die profitieren vor allen Dingen von solchen Maßnahmen, weil erstens profitieren sie davon sehr stark körperlich, die profitieren aber auch davon sehr stark so von ihrem mentalen State und Mindset einfach her, weil die sich ganz anders irgendwie auf die, ja, auf das, was vor ihnen steht, jetzt einfach auch einlassen.
- 47:09SPEAKER_06: Also die committen sich ganz anders.
- 47:11SPEAKER_06: Statt wenn die einfach sofort loslaufen und einfach sofort ihr Programm abspülen, dann kommen die ja nie runter.
- 47:17SPEAKER_06: Und deswegen finde ich auch genau das, was du sagst, ist das einfach sehr, sehr starke Hilfe.
- 47:23SPEAKER_02: Ja, und zum anderen muss man ja auch sagen, also das sind alles gute Punkte, aber ich glaube, dass das, was ich halt auch so interessant noch dabei finde, ist, dass es einfach einen wahnsinnig präventiven Effekt auch hat, oder?
- 47:36SPEAKER_02: Ich meine, wenn ich eine gute Mobility-Routine habe, wenn ich ein gutes Bewegungsausmaß meiner Gelenke übe, dann habe ich ja am Ende hoffentlich, so würde ich jetzt denken, weniger Verletzungen, weniger chronische Überreizungszustände und damit ja auch weniger Ausfälle über die Saison, oder?
- 47:58SPEAKER_02: Wahrscheinlich ist das tatsächlich so, dass.
- 48:00SPEAKER_06: Aber das catcht die Leute halt nicht.
- 48:02SPEAKER_06: Damit es genauso wie bei den Zigaretten, das ist genauso wie bei den Zigarettenpackungen.
- 48:07SPEAKER_06: Du kannst da draufschreiben, es macht Lungenkrebs, es macht sonst was.
- 48:11SPEAKER_06: Und das Einzige, das Einzige, was wirklich zieht auf den Lungenpackungen, ist immer, es macht impotent.
- 48:16SPEAKER_06: Weil dann letztendlich viele Leute immer denken, oh Mist, aber wahrscheinlich auch nur bei der Figur, genau, ja.
- 48:22SPEAKER_06: Männer rauchen ja auch, glaube ich, immer noch zu 80 Prozent, oder?
- 48:25SPEAKER_06: Glaube ich.
- 48:26SPEAKER_06: Ich weiß nicht.
- 48:27SPEAKER_06: Vielleicht hat sich das geändert.
- 48:28SPEAKER_06: Nee, ich glaube, vielleicht ist es aber das.
- 48:29SPEAKER_02: Das sind ja ganz schön viele.
- 48:33SPEAKER_04: Ja, Motivation, um da vielleicht mal kurz noch was sagen zu können, ist das größte Problem.
- 48:39SPEAKER_04: Für jeden Trainer, für jede Trainerin, aber auch für jeden Mediziner, Medizinerin, Therapeutin, weil wenn Schmerz der einzige Motivator ist, also Schmerz funktioniert immer, aber was passiert, wenn der Schmerz nicht mehr da ist?
- 48:51SPEAKER_04: Und es ist auch schwierig, Leute vor etwas zu warnen, was sie zum bestenfalls noch nie gespürt haben.
- 48:56SPEAKER_04: Das ist dieses Präventionsparadoxon.
- 48:59SPEAKER_04: Also im medizinischen Bereich ist das ja weit verbreitet.
- 49:02SPEAKER_04: Das heißt, wenn wir jetzt die Pandemie reden, ich möchte jetzt nicht über Corona reden, but this is genau einfach.
- 49:08SPEAKER_04: Also wir warnen vor etwas, weil wir wissen, dass es sehr wahrscheinlich passiert.
- 49:12SPEAKER_04: And the person, nah, also ich habe da noch nie Probleme gehabt.
- 49:14SPEAKER_04: Wir hatten mal bei den Towers, also wir sagen jetzt natürlich den Namen, aber Inger und ich, wir hatten da einen Spieler und vielleicht erinnert er sich auch, also sollte er das hören, will ich begrüßt.
- 49:24SPEAKER_04: Der hat nie das warm-up gemacht.
- 49:27SPEAKER_04: Und der hatte auch Bundesliga gespielt, sehr erfahren.
- 49:31SPEAKER_04: Und wir waren sehr progressiv und sind da reingegangen und wir wussten einfach, weil wir die Studienlage kannten, wir hatten die Erfahrungen aus dem Fußball und auch der Athletictrainer stand da hinter uns anderes, nee, we must das machen.
- 49:43SPEAKER_04: Aber der Spieler sagte, I have this noch nie gemacht anders noch nie verletzt.
- 49:47SPEAKER_04: When man dann, was soll man dagegen sagen?
- 49:50SPEAKER_04: Und wenn man dann die Person dazu bringt und sie verletzt sich, was ist das Erste, was diese Person sagt?
- 49:57SPEAKER_04: Das lag, weil ich auf dich gehört habe.
- 49:59SPEAKER_04: Und das ist eigentlich das Schwierige, genau, die Leute dafür etwas, das Bewusstsein zu schärfen, weniger Geld vielleicht als allererstes in die teuren Laufstufe zu investieren, sondern vielleicht in einen guten Trainer, Trainerinnen, also Lauftechnik, finde ich, ist wesentlich sinnvoll investiert.
- 50:14SPEAKER_04: Und man spart langfristig Geld und Leid, Frustration.
- 50:18SPEAKER_04: Also wir haben jetzt gerade wieder Leute, denen wir leider sagen mussten, mit der Reizung kannst du den Halbmarathon, Marathon oder den Triathlon echt nicht angehen.
- 50:26SPEAKER_04: Also du kannst es weiterhin mit Medikamenten betäuben und du wirst ihn sicherlich schaffen.
- 50:32SPEAKER_04: Aber die Folgen, den Preis zahlst du danach und in den nächsten Jahren.
- 50:37SPEAKER_04: Und es gibt, wir können gewisse Dinge können wir erneuern, ersetzen oder wieder halbwegs funktionsfähig machen.
- 50:44SPEAKER_04: Aber nicht alles.
- 50:45SPEAKER_04: Und deswegen ist ja lieber, wir klären auf und es kommt gar nicht erst zu diesen Überlastungserscheinungen.
- 50:50SPEAKER_04: Wenn jemand hinfällt, sich in Armbricht, das können wir nicht verhindern, aber wie gesagt, diese Trainings-Load-Fehler, aber da passiert einiges.
- 50:58SPEAKER_04: Das ist zumindest meine Wahrnehmung.
- 51:00SPEAKER_04: Und man sieht es ja auch, das Interesse, es kommen ja auch dann doch proaktiv auch schon Triathletinnen und Lehrer oder Ausdauersportlerinnen und Sportler zu uns, die nicht nur Probleme haben, sondern sich an uns wenden, weil sie sie die Probleme gar nicht erst entstehen lassen wollen.
- 51:14SPEAKER_04: Also das ist gerade wirklich so ein Paradigmenwechsel.
- 51:17SPEAKER_04: Da passiert gerade einiges.
- 51:18SPEAKER_04: Und das freut uns natürlich sehr.
- 51:20SPEAKER_06: Cool.
- 51:21SPEAKER_06: Habt ihr denn eher Leute, die zu euch kommen, weil die ihre Performance verbessern wollen?
- 51:24SPEAKER_06: Oder habt ihr eher Leute, die zu euch kommen, weil sie verletzt sind und präventiv arbeiten wollen?
- 51:29SPEAKER_06: Ja, wir haben doch nicht präventiv, sondern weil sie schon.
- 51:32SPEAKER_01: Weil sie rehabilitativ arbeiten wollen oder müssen.
- 51:35SPEAKER_01: Ja, ganz häufig.
- 51:36SPEAKER_01: Also das ist das meiste wirklich, dass die Leute in dem Moment kommen, wenn eben irgendwas weh tut und meistens noch nicht mal, wenn es anfängt, weh zu tun, sondern wenn es wirklich nicht mehr geht.
- 51:49SPEAKER_01: Das ist eigentlich das Häufigste, was wir sehen, wenn es wirklich so schlimm ist, dass sie sagen, okay, ich schaffe jetzt vielleicht noch eine Viertelstunde zu laufen, aber dann tut mir meine Achilleshene so weh.
- 52:03SPEAKER_01: Und dann frage ich, okay, was machst du denn dann?
- 52:06SPEAKER_01: Ja, dann laufe ich weiter, damit ich meine Kilometer schaffe.
- 52:12SPEAKER_01: So, okay, und was ist dann danach?
- 52:15SPEAKER_01: Und dann tut es meistens erstmal drei Tage weh, dann kann ich nicht laufen.
- 52:20SPEAKER_01: Aber dann geht's wieder, dann läuft sich das so ein.
- 52:23SPEAKER_01: So, and that is jail ein massives problem in der Belastungssteuerung and macht in so einem Gewebe über eine längere Zeit eben auch immer mehr Schaden.
- 52:35SPEAKER_01: And when Leute erst dann zu uns kommen, das sind dann die, von denen Stefan eben sprach, wo wir sagen müssen, du kannst jetzt gar nicht trainieren, was das Laufen angeht.
- 52:43SPEAKER_01: Du kannst was trainieren, aber nicht laufen.
- 52:47SPEAKER_01: Wo wir wirklich erstmal kompletten Cut machen müssen und schauen, okay, wie regenerieren wir jetzt überhaupt dieses Gewebe wieder und wie stellen wir die Funktionsfähigkeit wieder her.
- 52:59SPEAKER_01: Und das dauert häufig einfach viel zu lange, bis Leute kommen, bis Sportler auch kommen und sagen, ich habe da ein Problem.
- 53:06SPEAKER_01: Viele Sachen gehen ja tatsächlich auch von alleine wieder weg.
- 53:12SPEAKER_01: So jeder kennt, dass er sich mal irgendwie nachts verlegen hat und dann wacht man einen schleifen Nacken auf und dann tut das mit zwei Tage weh.
- 53:21SPEAKER_01: Dann geht das aber auch wieder weg.
- 53:23SPEAKER_01: Aber wenn solche Sachen in einer Belastung auftreten und vielleicht sogar stärker werden während der Belastung, dann ist das was, womit man sich definitiv mal Hilfe suchen sollte und was verändern muss am Training, was man da gerade macht.
- 53:39SPEAKER_01: Ich habe jetzt gerade letztens eine Bekannte von mir behandelt, die auch Läuferin ist und mich anfunkte per SOS, sie wollte gerne in einem Halbmarathon laufen zwei Tage later und hatte sich jetzt irgendwas zugezogen, dass sie massiv Rückenschmerzen hatte.
- 54:01SPEAKER_01: Ob ich da mal eben was machen kann.
- 54:03SPEAKER_01: So, kurzfristig, na klar, kann ich häufig helfen.
- 54:08SPEAKER_01: Und die erzählt mir dann während der Behandlung, ja, diese Problematik, die würde bei ihr eigentlich häufiger auftreten.
- 54:16SPEAKER_01: Und sie wäre auch regelmäßig bei einer Osteopathin und das würde aber eben immer wiederkommen.
- 54:27SPEAKER_01: Ich sage, ja, und was machst du denn, damit das eben nicht wiederkommt, hast du mal was gezeigt bekommen?
- 54:33SPEAKER_01: Ich habe dir mal herausgefunden, was die Ursache ist, dass das immer wieder auftritt.
- 54:38SPEAKER_01: So, and that is was, woodfors have and sieht keine Übungen oder Tipps bekommen, wie sie dieses Problem in der Ursache letztendlich bekämpft.
- 54:50SPEAKER_01: And ich habe dann ein paar Tests gemacht andt, sie ist da in ihrer Beckenstabilisation muskulär einfach nicht gut.
- 54:56SPEAKER_01: Und ich kann mir vorstellen, dass wenn sie eben viele Kilometer läuft und wenn du ein Halbmarathon läufst, dann läuft es ja nur eine Menge, dass sie das einfach nicht stabilisiert muskulär und dann bekommt sie Schmerzen in den Wirbelgelenken.
- 55:09SPEAKER_01: Und das war das, was gerade als Überreizung aufgetreten war.
- 55:15SPEAKER_01: Das heißt aber, wenn man immer nur dieses Symptom behandelt, so wie das bei ihr passiert war, dann ist das immer ein kurzfristiger Effekt, den wir mit manueller Therapie ganz toll beheben können.
- 55:27SPEAKER_01: Das hält im besten Fall ein paar Tage.
- 55:30SPEAKER_01: Und dann machen die Leute wieder weiter in ihrer Belastung und rennen da wieder in genau die gleiche Symptomatik rein, weil die Ursache nicht behoben ist.
- 55:37SPEAKER_01: Und dann muss man viel tiefer ansetzen letztendlich und viel genauer gucken und nicht immer nur sagen, du hast da eine Blockade in der Wirbelsäule, da knacken wir das jetzt mal eben ein.
- 55:48SPEAKER_01: Und dann machst du weiter.
- 55:50SPEAKER_01: Damit ist zwar kurzfristig das Symptom behoben, aber das hält eben nicht lange.
- 55:56SPEAKER_01: Und das ist, denke ich, so wichtig, sich anzugucken, dass Leute gerade wenn sie Probleme haben, die immer wieder auftreten und langfristig auftreten, dass man dann guckt, warum das eigentlich so ist.
- 56:10SPEAKER_01: Und schön wäre es, wenn da viel früher was passieren wird und die Sportler aufmerksam sind, in welche Probleme sie da eigentlich sich einbewegen und vielleicht schon ein bisschen früher auch mal nachfragen bei einem Physiotherapeuten oder eben auch ihrem Trainer vielleicht mal was sagen, wenn sie in bestimmten Bereichen Probleme haben, weil man dann ja häufig eben nicht nur durch manuelle Therapie helfen kann, sondern ganz viele Sachen sind ja auch eine Steuerung in der Belastung und in der Belastungsfähigkeit der Gewebe.
- 56:45SPEAKER_01: Stichwort Load Management.
- 56:48SPEAKER_01: Dass man schaut, okay, warum kann die Struktur jetzt im Moment diese Steigerung nicht ab und wie ändern wir das dann?
- 56:57SPEAKER_02: Das spiegelt es total gut wider, wie viel man sozusagen als Symptomkontrolle machen kann und wie viel Zeit dabei, Zeit und ja auch Frust dabei drauf geht, weil man dann irgendwie aus dem Training aussetzen muss und wie viel besser es eigentlich wäre, dann einfach präventiv schon ab und zu mal da zu investieren und dann gar nicht erst in diesen Bereich zu kommen.
- 57:22SPEAKER_02: Das wäre halt, also muss man sagen, die viel bessere Rechnung.
- 57:26SPEAKER_02: Und klar, trotzdem, wie Stefan ja auch schon sagte, es ist irgendwie schwierig zu verkaufen, wenn man die Probleme hat, dass man sozusagen präventiv arbeiten sollte.
- 57:35SPEAKER_02: Aber gerade wenn man sowas dann hört, sollte es, glaube ich, jedem jetzt auch klar sein, dass es essentiell wichtig ist.
- 57:41SPEAKER_01: Ich denke, spätestens dann, ne?
- 57:44SPEAKER_06: Ja, ich glaube auch, dass das auch, dass das ein generelles Problem ist.
- 57:52SPEAKER_06: Also genau das, was du gerade angesprochen hast, eben, dass man ursächlich arbeitet, dass man halt guckt, wo ist denn genau das, woran liegt denn das?
- 58:02SPEAKER_06: Dafür hat man halt meistens, also, oder beziehungsweise dafür hat unser System keine Zeit.
- 58:09SPEAKER_06: Und egal ob das beim Arzt ist, egal ob das auch im Trainerbusin ist oder wie auch immer ist, die meisten Leute behandeln einfach nur symptomatisch und gucken halt nicht ganz genau, wo ist einfach die Ursache und deswegen nicht ist halt so cool, dass ihr das macht, dass ihr halt irgendwie so genau da einfach tiefer reingeht und einfach genau auf die Ursache halt guckt.
- 58:29SPEAKER_06: Und eben nicht so der typische Orthopäde, der halt irgendwie sagt, oh, wir haben Gelenkprobleme, dann spritzen wir da jetzt mal Komtison rein und dann ist das Problem.
- 58:37SPEAKER_06: Direkt weg.
- 58:38SPEAKER_06: Ja, ist es vielleicht.
- 58:40SPEAKER_06: Aber eben auch nur kurzzeitig.
- 58:42SPEAKER_06: Und deswegen finde ich es halt cool und deswegen finde ich halt, dass es so wichtig ist, dass man wirklich eben die Ursache sucht.
- 58:49SPEAKER_06: Absolut.
- 58:50SPEAKER_04: Da will ich ganz kurz nochmal eine Lanze für unsere ärztlichen Kolleginnen und Kollegen brechen.
- 58:57SPEAKER_04: Weil ja, das ist dieses Image, was wir alle haben, der Orthopäde, die Orthopädin, ich gehe da hin und der spritzt ja immer nur.
- 59:05SPEAKER_04: Es ist immer die Frage, was bin ich für ein Mensch?
- 59:07SPEAKER_04: Möchte ich die schnelle Lösung?
- 59:08SPEAKER_04: Mir ist egal, was es kostet und wenn ich mir das leisten kann, Hauptsache die Schmerzen sind weg.
- 59:12SPEAKER_04: Sind wir ja Menschen ja alle gleich?
- 59:13SPEAKER_04: Also ich glaube, ich hoffe, dass keiner von uns bisher in der Situation war, also ich zum Glück noch nicht, dass ich solche Schmerzen alle sage, egal was ist, egal, mach es.
- 59:22SPEAKER_04: Aus, rein.
- 59:23SPEAKER_04: Ich würde es wahrscheinlich genauso machen.
- 59:25SPEAKER_04: But in dem moment is it so.
- 59:26SPEAKER_04: Aber das dann zu generalisieren.
- 59:28SPEAKER_04: Also das heißt, also das System ja arbeitet so, das System hat sich aber auch so dazu entwickelt, weil Angebot andrage, würde ich da fast schon sagen.
- 59:37SPEAKER_04: That hurt sich komisch an in context with Medicine and Gesundheitssystem, but leider is it so.
- 59:41SPEAKER_04: Our bereit for eagleists, also that not from our Krankenkasse or from a private Krankenkasse, it's astounding what we are right for kinetics to give, obviously, official medicine is.
- 59:55SPEAKER_04: Stoßwellentherapy oder the gleich.
- 59:59SPEAKER_04: Also, the men won't teil not this pill.
- 1:00:02SPEAKER_04: They won't use the spritze and wollen nicht hören, dass they selber eigentlich dafür verantwortlich sind anders kontrollieren können.
- 1:00:09SPEAKER_04: Weil das würde ja bedeuten, oh mein Gott, ich bin schuld.
- 1:00:12SPEAKER_04: Und wer hört das denn gerne, dass das meiste dieser Sachen eigentlich unser Fehlverhalten?
- 1:00:17SPEAKER_04: Das möchte man ja nicht gerne hören.
- 1:00:18SPEAKER_04: Und ich glaube, was nicht heißt, dass es nicht wirklich da Scharlatane und Scharlatane.
- 1:00:22SPEAKER_04: Oh Gott, jetzt fällt mir die weibliche Form gar nicht ein.
- 1:00:25SPEAKER_04: Aber es gibt keine weiblichen Scharlatane wahrscheinlich.
- 1:00:32SPEAKER_04: Nein, also das möchte ich an dieser Stelle betonen, weil das häufig, ich kriege das immer wieder mit, ja, also die Therapeuten schimpfen auf Ärzte und Ärztin und andersrum.
- 1:00:38SPEAKER_04: Und nein, also das ist für mich zu sehr Schwarz-Weiß-Denken, dass also jeder, der in dem System involviert ist und auch das ausnutzt, trägt dazu bei, dass es sich so entwickelt.
- 1:00:49SPEAKER_04: Es wäre schön, wenn es anders wäre, aber sorry, das muss ich da kurz in diese Stunde einmal.
- 1:00:54SPEAKER_02: Ich finde es sehr cool, dass du jetzt die Lanze brichst für die Ärzte.
- 1:00:58SPEAKER_02: Vielen Dank dafür.
- 1:01:00SPEAKER_02: Aber ich glaube, derjenige, der das Ganze steuern kann und steuern muss, ist ja letztendlich der Patient oder Sportler in dem Sinne.
- 1:01:12SPEAKER_02: Und ich glaube, das ist einfach das Ding.
- 1:01:16SPEAKER_02: Klar, jeder, der zum Arzt geht, will eine schnelle Lösung, weil das ist einfach angenehm.
- 1:01:20SPEAKER_02: Das ist ja einfach so, aber da muss dann ja auch jeder, der diese schnelle Lösung will, sich überlegen, ist das wirklich jetzt einfach nur schnell oder ist das auch gut?
- 1:01:29SPEAKER_02: Und ich glaube, da geht es halt darum, dass wir diese Leute an die Hand nehmen und sagen, schnell ist nicht immer gut und vielleicht musst du dir nochmal Beratung holen, ob die Ursache für deine Schmerzen vielleicht ganz woanders liegt und diese alleinige Schmerztherapie, Spritze, was auch immer nicht alles gut macht.
- 1:01:53SPEAKER_02: Und ich glaube, da ist sozusagen einfach die Kommunikation ganz, ganz wichtig, dass man halt die Leute aufklärt, an die Hand nimmt und sagt, guck nochmal, vielleicht gibt es auch andere Möglichkeiten, die vielleicht auch besser sind.
- 1:02:08SPEAKER_02: Ich glaube, das ist so der Grund.
- 1:02:09SPEAKER_01: Ich glaube, das Aufklären ist unheimlich wichtig, dass die Erfahrung, die wir hier auch ganz viel machen, dass Informationen zu bekommen, ist ja in der heutigen Welt total leicht.
- 1:02:22SPEAKER_01: Übers Internet kriegen wir Informationen über alles Mögliche.
- 1:02:25SPEAKER_01: Das, was so schwer ist, ist zu entscheiden, welche davon sind auch die richtigen und welche helfen mir auch.
- 1:02:31SPEAKER_01: Und welcher Schalatan erzählt mir da jetzt irgendwie und verbreitet irgendwelche Glaubenssätze wie über unser Lieblingsbeispiel verkürzende Muskulatur, dadurch, dass man so viel sitzt, dadurch verkürzt Muskulatur nicht und kurz wirklich sowieso schon mal nicht, weil so wie Stefan das vorhin sagte, da machst du ein paar Mobility-Übungen und dann ist sie auf einmal wieder lang.
- 1:02:59SPEAKER_01: Das geht ja, wenn es wirklich verkürzt wäre, funktioniert das ja nicht.
- 1:03:03SPEAKER_01: Aber ich glaube, das Aufklärungsding ist total wichtig und eben auch gute Informationen rauszugeben und die Sportlerinnen und Sportler gut zu beraten mit dem, was ihnen wirklich hilft.
- 1:03:16SPEAKER_01: Weil das, was mir auch gerade im Ausdauerbereich im Sport viel auffällt, ist, dass wahnsinnig viel Geld in Equipment gesteckt wird, dass ein anderer Laufschuh, noch meine Einlage, ein Fahrrad, das welches Feature auch immer hat, dann hilft schneller zu sein, weiter zu kommen.
- 1:03:40SPEAKER_01: Aber dass eben ganz, ganz viel in diese externen Dinge gesteckt wird und lieber geguckt wird, dass man irgendwie noch ein leichteres Fahrrad bekommt und noch einen besseren Laufschuh, als mal zu schauen, wie es eigentlich meine Fußstatik und warum bin ich im Bewegungsablauf eigentlich nicht gut genug und bin ich vielleicht deswegen einfach nicht schneller und mal zu schauen, wie viel man rausholen kann bei sich selbst körperlich before man in Equipment noch was steckt.
- 1:04:11SPEAKER_01: Weil das ist, meiner Meinung nach, so high level.
- 1:04:16SPEAKER_01: Das sind wirklich Spitzensportler, die mit Equipment dann nochmal ein paar Sekunden wirklich rausholen können.
- 1:04:25SPEAKER_01: Die breite Masse aller Sportler, auch im Leistungsbereich, können am meisten bei sich selbst rausholen.
- 1:04:34SPEAKER_02: Ich glaube, da können wir auch ganz gut den Kreis zum Anfang schließen, weil ich finde, genau deswegen ist halt der Function Movement Screen so cool.
- 1:04:43SPEAKER_02: Weil wenn ich mir ein neues Fahrrad kaufe, dann habe ich ja irgendwie Hard Facts, die auf dem Papier stehen, die mir objektiv sagen, okay, das ist jetzt irgendwie ein Gramm leichter und irgendwie so und so viel Prozent aerodynamischer, deswegen ist das besser.
- 1:04:59SPEAKER_02: Deswegen brauche ich dieses Fahrrad.
- 1:05:01SPEAKER_02: Wenn ich jetzt ein Function Movement Screen mache and der sagt mir, ich habe jetzt irgendwie gerade mal 15 von 21 Punkten, dann habe ich ja schwarz auf weiß bestätigt, dass ich ein funktionelles Problem habe.
- 1:05:12SPEAKER_02: Was auch immer it is, ist dann ja nochmal dahingestellt, but ich kriege einfach schwarz auf weiß gezeigt, Leonie or where auch immer, da ist was nicht in ordnung, du kannst da was verbessern, du musst da was verbessern.
- 1:05:24SPEAKER_02: Und gerade deswegen finde ich das halt auch so cool, weil es halt so greifbar gemacht wird.
- 1:05:28SPEAKER_02: And I think that is halt auch so ein Punkt, wo man dann ganz viel so diese Communikation dran aufhängen kann, dass man den Leuten halt sagen kann, hey, du hast hier irgendwie eine strukturelle Einschränkung, wenn du die behäpst, dann wirst du besser performen können und dann wirst du auch gesünder performen können.
- 1:05:47SPEAKER_02: And I'll unser Ziel sein.
- 1:05:51SPEAKER_06: Yeah, yeah, and just nochmal um the lantern to the schlagen.
- 1:05:57SPEAKER_06: Also ich meinte eben auch nicht, dass.
- 1:06:00SPEAKER_06: Ich da halt irgendwie alle Orthopäden über einen Kammschern schauen möchte, auf gar keinen Fall.
- 1:06:05SPEAKER_06: Aber ich meine eben, und das ist eben meine Systemkritik einfach generell, das geht einfach nicht zeitlich betrachtet, weil was wir jetzt, sag ich mal, besprechen, sind halt alles Dinge, die einfach Zeit kosten und die auch Geld kosten und die halt auch Ressourcen kosten.
- 1:06:18SPEAKER_06: Und das gibt halt unser System, so wie es jetzt aufgebaut ist, einfach nicht her.
- 1:06:23SPEAKER_06: Und deswegen glaube ich, und was Inga eben gesagt hat mit den Gadgets und mit Fahrrädern und sonst was, das erlebe ich ja auch andauernd dauerhaft, dass auch teilweise dann auch, sag ich mal, meine Coaching-Kosten auch sehr stark nachgefragt werden, obwohl es nicht ihr Fahrrad kostet.
- 1:06:39SPEAKER_06: Und ich erlebe einfach, dass viele Athleten nie auch so in den Genuss gekommen sind, dass auch, wenn sie eben so ursächlich arbeiten und sage ich mal, wenn sie bei euch halt ursächlich arbeiten oder bei mir ursächlich arbeiten oder wie auch immer, dass es ihnen halt auch Spaß macht und dass sie auch merken, dass es gar nicht so diesen schnellen Fix, was sie halt irgendwie glauben, was sie benötigen, dass sie es gar nicht eigentlich brauchen.
- 1:07:03SPEAKER_06: Und ich erlebe eigentlich, dass das dann auch cool sein kann für viele Athleten.
- 1:07:07SPEAKER_06: Weil genau das, was ihr, sag ich mal, so sagt, dass sie eben die Pille schlucken wollen, um möglichst dann super schnell leistungsfähig zu sein, das haben alle.
- 1:07:15SPEAKER_06: Ich glaube, das ist so ein generelles Ding, was uns Menschen, glaube ich, alle einfach betrifft, dass wir letztendlich immer den einfacheren Weg wählen wollen.
- 1:07:24SPEAKER_06: Und manchmal ist es aber der einfachere Weg, dass man ja symptomatisch an den Dingen nicht arbeitet, sondern in die Ursache reingeht.
- 1:07:34SPEAKER_04: Ja, Zeit, würde ich auch sagen.
- 1:07:36SPEAKER_04: Also wir nehmen uns einfach mehr Zeit und das ist auch, warum viele andere medizinische Sachen aus meiner Sicht besser funktionieren.
- 1:07:41SPEAKER_04: Also wenn man sich anschaut, warum viele zum Beispiel gute Erfahrungen im Bereich der Homöopathie bzw.
- 1:07:46SPEAKER_04: der Heilpraktik haben, die nehmen sich einfach mehr Zeit.
- 1:07:49SPEAKER_04: Und allein dadurch fühlt man sich schon ernster genommen, besser wahrgenommen und das machen wir letztlich bei uns ja auch.
- 1:07:55SPEAKER_04: Also wir nehmen uns einfach die Zeit, die uns das Gesundheitssystem nicht gibt, lassen es aber dafür dann natürlich auch bezahlen.
- 1:08:01SPEAKER_04: Und wie du es gerade sagtest, dass viele dann sagen, ja, aber das muss ich ja selber bezahlen.
- 1:08:05SPEAKER_04: Und das ist ja ganz schön viel Geld.
- 1:08:07SPEAKER_04: Dann gibt es welche, die sagen, oh, das ist aber ganz schön günstig, ich habe da und da wesentlich mehr bezahlt.
- 1:08:11SPEAKER_04: Also das ist letztlich, wie jeder seine Prioritäten setzt und was er natürlich auch für Mittel hat.
- 1:08:16SPEAKER_04: Und ja, und dann natürlich das Thema Marketing.
- 1:08:21SPEAKER_04: Also, das darf man auch nicht unterschätzen.
- 1:08:24SPEAKER_04: Die Leute verwechseln heute immer noch Reichweite mit Expertise.
- 1:08:28SPEAKER_04: Und das ist also schön und gut, dass es die Möglichkeiten gibt, dass auch Leute Gehör finden, die vielleicht nicht so populär sind und die eigentlich die Expertise haben und dann ruhig kommen, aber es ist ja eher so, dass es auf einmal selbsternannte Expertinnen und Experten sind und das filtert keiner mehr.
- 1:08:44SPEAKER_04: Und ein weiterer großer Fehler aus meiner Sicht ist, dass wir, und darauf beruht ja Marketing, dass das, was für Jan Frodeno gut ist, muss ja für mich gut sein.
- 1:08:54SPEAKER_04: Weil das ist ja ein Leistungssportler, ein Profisportler.
- 1:08:57SPEAKER_04: Also dass wir automatisch das Equipment, was der hat, wenn das ihn schneller macht, macht mich das ja auch schneller.
- 1:09:02SPEAKER_04: Und ich finde, da fehlt der, ist dieser Vergleich, den hatte ich letztens bei einer anderen, bei einem Interview schon mal gesagt, ich kann mir letztlich den teuersten Hammer kaufen, letztlich, wenn ich aber nicht weiß, wie ich den bediene, bringt mir das nicht.
- 1:09:14SPEAKER_04: Oder anders gesagt, ich kann mir natürlich einen Formel-1-Rennwagen vor die Tür stellen.
- 1:09:19SPEAKER_04: Wenn ich aber nicht weiß, wie ich den fahre, werde ich, kann es sein, dass ich Landflugsstück mit einem normalen Kompaktwagen wahrscheinlich sogar besser fahre.
- 1:09:27SPEAKER_04: Also das muss man immer schauen, also wie gesagt, also nur weil etwas gleich teuer ist oder weil das für einen Profisport gemacht ist, heißt das nicht, dass es meine Lösung ist, sondern das sind Lösungen, die explizit für diesen, und da geht es dann noch um sehr viel Input für wenig Outcome, was dann aber in der Elite darüber entscheiden kann, ob ich den Wettkampf gewinne oder nicht.
- 1:09:48SPEAKER_04: Aber wenn ich nicht so gepolt bin, dann sollte ich mich wirklich hinterfragen, wo gebe ich eigentlich mein Geld sinnvoll aus und wo nicht.
- 1:09:54SPEAKER_04: Aber das ist dann auch wieder Marketing, aber ja.
- 1:09:58SPEAKER_06: Ja.
- 1:10:00SPEAKER_06: Okay, ja, sehe ich also absolut auch so wie du, Stefan.
- 1:10:05SPEAKER_06: Keine Frage.
- 1:10:06SPEAKER_06: Ist natürlich auch ein spannendes Thema.
- 1:10:10SPEAKER_06: Gut, okay.
- 1:10:11SPEAKER_06: Ja, tausend Dank für dieses mega, mega spannende Gespräch.
- 1:10:16SPEAKER_03: Ja, auch jeden Tag.
- 1:10:20SPEAKER_04: Und wir könnten stundenlang über jedes dieser einzelnen Themen reden.
- 1:10:25SPEAKER_02: Ja, ich glaube, wir müssen uns auf jeden Fall nochmal für weitere Themen, unter anderem Krafttraining, verabreden.
- 1:10:31SPEAKER_02: Weil das hat, das ist, glaube ich, ja, ich glaube, ihr könnt da sehr, sehr viel erzählen, wovon wir keine Ahnung haben.
- 1:10:39SPEAKER_02: Und ich glaube, das ist eine sehr interessante Combination hier.
- 1:10:44SPEAKER_02: Würde mich auf jeden Fall sehr freuen.
- 1:10:46SPEAKER_02: Heute war auf jeden Fall schon richtig cool und ich glaube, ihr habt nochmal deutlich gemacht, wie viel man eigentlich präventiv arbeiten kann und wie viel einem das dann auch letztendlich im Wettkampfsport bringen kann, sei es und nicht nur auf gesundheitlicher Ebene.
- 1:11:03SPEAKER_02: Ich hoffe, dass wir da ein paar Hörer abholen konnten und denen verdeutlichen konnten, wie wichtig das alles ist.
- 1:11:12SPEAKER_02: Und ja, vielleicht könnt ihr nochmal kurz sagen, wo man euch denn findet.
- 1:11:18SPEAKER_02: Oder wie man euch am besten kontaktieren kann.
- 1:11:20SPEAKER_01: Sehr gerne.
- 1:11:21SPEAKER_01: Also vielen Dank auch nochmal von unserer Seite, dass wir hier sein durften und wir haben auf jeden Fall Lust, auch weiter mit euch über die anderen Themen zu diskutieren.
- 1:11:30SPEAKER_01: Finden könnt ihr uns auf unserer Website am besten www.elbmedicum.de.
- 1:11:37SPEAKER_01: Vielleicht verlinkt ihr das einfach mit in den Shownotes.
- 1:11:47SPEAKER_01: Ihr findet uns auch auf den sozialen Medien, auf Instagram, auf Facebook, auf LinkedIn.
- 1:11:52SPEAKER_01: Also kontaktieren könnt ihr uns da überall oder eben am einfachsten übers Kontaktformular auf unserer Website uns anschreiben.
- 1:12:05SPEAKER_03: Cool, ich weiß jetzt nicht, wie viel angekommen ist.
- 1:12:09SPEAKER_04: Ich würde mal sagen, also ihr findet uns natürlich, glaube ich, wie das die meisten Leute sagen, auf den sozialen Kanälen, also Instagram unter ermedicum.
- 1:12:20SPEAKER_04: Und ansonsten die einfachste Form ist tatsächlich, uns über die Webseite, über das Kontaktformular, wenn man Interesse hat, zu kontaktieren und dann melden wir uns, sobald wir eine Zeit zum Rückrufen finden.
- 1:12:33SPEAKER_04: Ich glaube, das ist einfach so.
- 1:12:34SPEAKER_04: Aber ansonsten, wie gesagt, die sozialen Kanäle, Instagram, Facebook und natürlich halt auch ganz normal über E-Mail und auch Telefon.
- 1:12:43SPEAKER_04: Wir sind auch über Telefon erreichbar.
- 1:12:46SPEAKER_02: Perfekt.
- 1:12:47SPEAKER_02: Sehr cool.
- 1:12:48SPEAKER_02: Dann vielen, vielen Dank und ich würde sagen, bis nächstes Mal.
- 1:12:52SPEAKER_02: Vielen Dank und bis bald.
- 1:12:54SPEAKER_03: Bis zum nächsten Mal.
- 1:12:55SPEAKER_03: Vielen Dank für die Einladung.
- 1:12:56SPEAKER_03: Hat sehr viel Spaß gemacht.
- 1:12:57SPEAKER_05: Danke.
- 1:12:58SPEAKER_05: Tschüss.
- 1:12:59SPEAKER_05: Ciao.
- 1:13:02SPEAKER_03: Okay.