Latest / ROCKET SCIENCE | Gesundheit und Leistung – mit Doc Golo / Wie Du Deinen STOFFWECHSEL OPTIMIERST _ ANABOL, KATABOLE BALANCE. Wissenschaft und Praxis
Transcript
- 0:03SPEAKER_01: Willkommen zu Rocket Science, eurem Podcast für Gesundheit, Fitness und Leistung.
- 0:09SPEAKER_01: Mein Name ist Dr.
- 0:10SPEAKER_01: Golo Wölken.
- 0:11SPEAKER_01: Ich bin Arzt und Coach.
- 0:13SPEAKER_00: Und mein Name ist Dr.
- 0:14SPEAKER_00: Leon von Schallan.
- 0:16SPEAKER_00: Ich bin Ärztin und Wissenschaftler.
- 0:18SPEAKER_00: In diesem Podcast wollen wir euch die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse näher bringen und euch zeigen, dass die Verbesserung eurer Gesundheit und Leistung keine Raketenwissenschaft ist.
- 0:29SPEAKER_01: Moin Leute und willkommen zu Rocket Science.
- 0:33SPEAKER_01: Heute sprechen wir über Kohlenhydrat, Überladung.
- 0:37SPEAKER_01: Wir sprechen über aufbauende und abbauende Prozesse in unserer Zelle und was das vor allen Dingen für einen Einfluss hat auf unsere Gesundheit und damit langfristig aber auch auf unsere Leistungsfähigkeit.
- 0:55SPEAKER_01: Vielfach wird gerade, sage ich mal so, in der Sportliteratur über Stoffwechseloptimierung gesprochen, über Stoffwechselflexibilität.
- 1:04SPEAKER_01: Und das hat einen sehr starken Zusammenhang mit aufbauenden und abbauenden Prozessen in unserem Körper.
- 1:09SPEAKER_01: Das hat einen sehr starken Zusammenhang mit unserem Kohlenhydratstoffwechsel.
- 1:14SPEAKER_01: Und darüber sprechen wir heute.
- 1:16SPEAKER_01: Das Thema ist super interessant, das Thema ist super relevant.
- 1:19SPEAKER_01: Das Thema ist vor allen Dingen für die Athletinnen und Athletinnen relevant, die vielleicht noch etwas an ihrem Stoffwechsel optimieren möchten, die einerseits vielleicht athletischer sein wollen, die Gewicht verlieren möchten, die aber auch langfristig ihre Leistungsfähigkeit optivieren wollen.
- 1:39SPEAKER_01: Hier steckt jetzt super, super viel drin, einerseits aus der Coaching-Erfahrung von mir, andererseits aber auch aus den wissenschaftlichen Fakten dazu und wie man das ganze Thema einerseits klinisch angeht, andererseits aber auch so, um die Performance zu optimieren.
- 2:01SPEAKER_01: Gegliedert ist der ganze Podcast so, dass ich zuerst eine Einführung gebe in das Thema, das vielleicht auch so ein bisschen probiere, evolutionär aufzuziehen.
- 2:11SPEAKER_01: Danach erkläre ich die verschiedenen Phasen, gehe vor allen Dingen so ein bisschen auf katabolische Prozesse ein, also abbauende Prozesse und anabole Prozesse, also aufbauende Prozesse.
- 2:22SPEAKER_01: Und danach, was passiert, wenn man einen Überfluss hat von dem einen oder wenn man einen Überfluss hat von dem anderen und warum es dann einfach auch so wichtig ist, eine gute Balance zu kreieren.
- 2:38SPEAKER_01: Okay, gut, fangen wir an mit einem evolutionären Hintergrund des Ganzen.
- 2:45SPEAKER_01: Ich glaube, das ist ziemlich interessant, einfach auch dem, um euch das vielleicht so ein bisschen noch klarer zu machen und dem auch eine gewisse Perspektive zu geben.
- 2:54SPEAKER_01: In unserer Geschichte evolutionär betrachtet, so als Menschheit, gab es immer Phasen von Hunger, es gab aber auch immer Phasen von Überfluss.
- 3:04SPEAKER_01: Und das über Jahrtausende, ich sage auch mal so Millionen von Jahren.
- 3:10SPEAKER_01: Und unsere Zellen, unser gesamter Organismus hat sich daran auch angepasst.
- 3:17SPEAKER_01: Zum Beispiel, vielen von euch sind sicherlich einige Zellorganelle schon ein Begriff und sowas wie Mitochondrien, die Kraftwerke von unseren Zellen sind vielen sicherlich auch ein Begriff.
- 3:28SPEAKER_01: Und da gibt es die sogenannte Endosymbionten-Theorie, die besagt, dass Mitochondrien eigentlich mal eigenständige Organismen waren, die dann in unsere Zellstruktur so eingewandert sind, eigentlich zuerst als Parasiten, dass es aber dann einen evolutionären Vorteil gab für unseren Organismus, weil wir eben Mitochondrien nutzen konnten, um Energie herzustellen.
- 4:01SPEAKER_01: Es macht Sinn in vielerlei Beziehungen.
- 4:03SPEAKER_01: Mitochondrien haben ihre eigene RNA, die haben eine eigene Erbinformation, die können sich selber replizieren, die haben eigene Prozesse, werden nur von der Mutter vererbt und sind generell total die faszinierenden kleinen Zellorganelle.
- 4:19SPEAKER_01: Es ist super nerdy, das ganze Thema.
- 4:21SPEAKER_01: Aber trotzdem ist es, glaube ich, interessant zu verstehen, dass evolutionär betrachtet wir ein sehr ausgeklügeltes System entwickelt haben, um unser Überleben zu sichern und um auch Hungerphasen zu überleben.
- 4:39SPEAKER_01: Und unser Körper auch über Hungerphasen und über abbauende Prozesse positive Dinge in Gang setzt.
- 4:48SPEAKER_01: Das ist jetzt auch so ein bisschen der Zusammenhang zwischen Zellstress und Prozessen, die Stress auslösen in unserem Körper.
- 4:59SPEAKER_01: Wenn unser Körper Zellstress bekommt, werden diverse Überlebensmechanismen getriggert, werden diverse Prozesse getriggert, die dafür sorgen, dass alte Zellen absterben.
- 5:12SPEAKER_01: Man bezeichnet das auch so als Apoptose, also der programmierte Zelltod.
- 5:16SPEAKER_01: Und der wird getriggert, der wird vermehrt ausgeschüttet, in Gang gesetzt, wenn wir vor allen Dingen abbauende Prozesse in unserem Körper anregen.
- 5:27SPEAKER_01: Und das passiert im Wesentlichen über den Energiestoffwechsel.
- 5:30SPEAKER_01: Das wird sehr, sehr stark auch über Mitochondrien zum Beispiel ausgelöst.
- 5:34SPEAKER_01: Mitochondrien haben eine ganz, ganz starke Kaskade von apoptotischen Prozessen, von Prozessen, die dazu führen, dass unsere gesamte Zelle abgetötet wird.
- 5:45SPEAKER_01: Und das ist wichtig.
- 5:47SPEAKER_01: Und warum ist das wichtig?
- 5:49SPEAKER_01: Das ist wichtig, weil wir auch immer in unserem Körper Prozesse haben, wo Zellen nicht mehr optimal funktionieren und wo Zellen sich vielleicht auch zu stark teilen und zu stark größer werden und sich auch verändern.
- 6:10SPEAKER_01: Und man spricht zum Beispiel in dem Zusammenhang immer auch davon, dass es sehr wichtig ist, dass eine Zelle eine Identifikation hat.
- 6:18SPEAKER_01: Dass man zum Beispiel eine Schilddrüsenzelle hat, dass man zum Beispiel eine Leberzelle hat, dass man zum Beispiel eine Herzzelle hat, dass eine Zelle eine primäre Identifikation beinhaltet.
- 6:28SPEAKER_01: Und wenn eine Zelle diese Identifikation verliert, dann verändert sie sich.
- 6:34SPEAKER_01: Und dann spricht man auch so von abnormen Prozessen oder eben von neoplastischen Prozessen, das heißt neo, neu, plastisch, Bildung, also es bilden sich neue Sachen.
- 6:45SPEAKER_01: Und das geht immer einher mit dem Risiko, etwas Neoplastisches zu entwickeln.
- 6:52SPEAKER_01: Und in der Medizin spricht man von Neoplasie eigentlich immer prinzipiell von Wucherungen.
- 6:58SPEAKER_01: Und da natürlich dann auch, wenn man, denke ich mal, die meisten von euch, wenn sie schon Wucherungen hören, dann können Sie sich schon vorstellen, dann geht es schon so in die Richtung von Krebs, von Neoplasie, von neuen Prozessen, von Bildung von etwas.
- 7:10SPEAKER_01: Wichtig dabei ist aber zu verstehen, das hat sehr, sehr viel damit zu tun, dass es so einen Informationsbreakdown gibt innerhalb der Zelle.
- 7:18SPEAKER_01: Das heißt, Zellen verlieren ihre Zellinformation, verlieren ihre Kommunikation und dadurch verlieren sie dann das Absterben und dass sie eine Identifikation haben und eine primäre Funktion haben.
- 7:34SPEAKER_01: Das heißt, sie verändern sich und teilen sich einfach unregelmäßig.
- 7:38SPEAKER_01: Und das sind die Vorstufen von Krebs.
- 7:41SPEAKER_01: Das passiert aber in unserem Körper dauerhaft.
- 7:44SPEAKER_01: Das passiert immer.
- 7:45SPEAKER_01: Wir haben immer Prozesse, wo wir Wucherungen haben, wir haben immer Prozesse, wo sich Zellen auch abnorm teilen.
- 7:51SPEAKER_01: Unser Körper erkennt das aber und überführt diese Zellen dann in den Zelltod.
- 7:57SPEAKER_01: Und das hat aber mit auch unserem Energiestoffwechsel zu tun.
- 8:00SPEAKER_01: Unsere Mitochondrien sind maßgebliche Regulatoren an diesem Prozess.
- 8:04SPEAKER_01: Unsere Mitochondrien sorgen sehr, sehr stark dafür, in Kombination mit anderen Zellorganellen, dass Zellen in den geregelten Zelltod überführt werden.
- 8:13SPEAKER_01: Das ist so der gesundheitliche Aspekt des Ganzen.
- 8:17SPEAKER_01: Trotzdem, nochmal zusammengefasst, hier evolutionär betrachtet, es gab immer Phasen aus Überfluss und es gab immer Phasen aus Hunger.
- 8:26SPEAKER_01: Und es ist auch wichtig, dass wir auch gewisserweise Phasen haben, wo wir eben auch in so Hungerprozesse gehen, wo wir in abbauende Prozesse gehen, wo wir in so eine gesamte Katabolie reingehen, wo letztendlich alles down gefahren wird und wir mehr in diesen Zelltod kommen und wir mehr Zellstress haben, sodass Zellen auch abgetötet werden, die nicht mehr so gut überlebend sind.
- 8:49SPEAKER_01: Das ist so ein bisschen, kann man sich vorstellen, evolutionär betrachtet wie Survival of the Fittest.
- 8:55SPEAKER_01: Das heißt, die Organismen, die halt am fittesten sind, die am besten überleben, die überleben.
- 9:02SPEAKER_01: Es ist kein sozialer Prozess hier, sondern es geht wirklich nur um Performance in unserem Körper.
- 9:07SPEAKER_01: Und es ist auch wichtig, dass es dabei um Performance geht, weil natürlich Zellen, die nicht mehr richtig funktionieren, müssen halt einen Zeltod überführt werden.
- 9:16SPEAKER_01: Können wir nicht sozial verantworten, die weiterhin dazu haben, weil die eben eher zu Geschwüren führen und die eher dazu führen, dass es Wucherungen gibt und eventuell es zum Überfluss kommt von diesen Prozessen, was dann im späteren Leben auch teilweise eben mit Krebs oder einem erhöhten Krebsrisiko einhergehen kann.
- 9:42SPEAKER_01: Dabei haben wir, sag ich mal, verschiedenste Prozesse, um einen konstanten Energieflow in gewisser Weise zu gewährleisten.
- 9:51SPEAKER_01: Das heißt, wir unterscheiden einerseits zwischen aufbauenden Prozessen, was man als Anabol bezeichnet, und wir unterscheiden zu abbauenden Prozessen, was wir als Katabol bezeichnen.
- 10:01SPEAKER_01: Ein Gleichgewicht aus beiden Prozessen ist vor allen Dingen gesundheitlich und aber auch für eure Performance absolut relevant und essentiell.
- 10:12SPEAKER_01: Ein Großteil von unserer Bevölkerung hat das Problem, dass wir zu viele Anabole-Prozesse haben, dass wir ein Überwiegen haben von Anabolen-Prozessen, dass wir zu viele aufbauende Prozesse haben.
- 10:24SPEAKER_01: Man spricht in dem Zusammenhang auch von sogenannten Overflow-Problemen.
- 10:28SPEAKER_01: Das heißt, dass unsere Zellen zu sehr gesättigt sind mit Energie und das führt zu diversen Stoffwechselproblemen.
- 10:35SPEAKER_01: Und es gibt aber auch Menschen, die ein Kataboles-Problem haben und das betrifft gerade auch vielleicht Athleten, gerade auch Athletinnen, gerade auch Menschen, die Richtung Red S, also einem relativen Energiesyndrom, Defizit gehen und dabei werden, sage ich mal, andere Prozesse in Mitleidenschaft gezogen.
- 10:52SPEAKER_01: Das heißt, wenn wir zu viele Katabole-Prozesse haben, kommt unser Körper in einen sogenannten Überlebensmodus.
- 11:00SPEAKER_01: Und dieser Überlebensmodus ist kurzfristig, kurzfristiger Stress ist vollkommen in Ordnung.
- 11:05SPEAKER_01: Langfristiger Stress ist problematisch.
- 11:09SPEAKER_01: Also Katabol.
- 11:11SPEAKER_01: Katabol bedeutet, Energie wird verbraucht, Stresshormone werden vermehrt ausgeschüttet, unser ganzer Körper kommt in einen Modus rein, wo mehr abgebaut wird.
- 11:20SPEAKER_01: Und unser gesamter Energiestoffwechsel ist auf ein Recycling eingestellt.
- 11:29SPEAKER_01: Das heißt, er sorgt vor allen Dingen dafür, dass einerseits Kohlenhydratspeicher entleert werden, abgebaut werden und aber auch, dass dann langfristig unsere Fettspeicher in der Muskulatur oder in unserem viszeralen Fettgewebe oder in unserem Unterhautfettgewebe angegriffen werden.
- 11:49SPEAKER_01: In dieser Zeit werden ältere Zellorganelle und auch Mitochondrien, die nicht mehr so gut funktionieren, in den Zelltod überführt und es wird einfach Platz geschaffen für neue Zellen.
- 12:00SPEAKER_01: Dabei wird aber auch probiert, von unserem Körper grundsätzlich Protein- und Zellstruktur zu erhalten.
- 12:07SPEAKER_01: Also unser Körper sehr stark immer daran interessiert, eher nicht die Proteinstruktur anzugreifen.
- 12:13SPEAKER_01: Das heißt, dass Muskulatur nicht abgebaut wird, dass andere Proteinstrukturen nicht abgebaut wird, dass Knochen auch vor allen Dingen eher erhalten wird, kommt es aber zu Disbalancen und kommt es zu zu viel Katabolie, werden diese Proteinstrukturen durchaus auch angegriffen.
- 12:33SPEAKER_01: Das sind aber auch Prozesse, das geht über einen längeren Zeitraum.
- 12:36SPEAKER_01: Das heißt jetzt nicht, dass sobald du in der Katabolie bist, dass dann sofort Muskulatur abgebaut wird oder sofort Knochen abgebaut wird.
- 12:44SPEAKER_01: Das ist Schwachsinn.
- 12:45SPEAKER_01: Das hat eher damit zu tun, dass wenn du diesen Zustand sehr, sehr, sehr lange erhältst, sehr lange in so einem Katabolenprozess gehst, oder immer wieder in krasses, krasses, starke Kataboleprozesse oder in abnorme Kataboleprozesse, zum Beispiel bei einem Wettkampf, bei einem Ironman oder anderen Dingen, dann kommst du eher auch hier in so abbauende Prozesse rein.
- 13:08SPEAKER_01: Dabei kann man eigentlich sagen, so medizinisch betrachtet, und das kann man sich auch so ein bisschen zunutze machen, auch so im Coaching und auch im Training, dass der Blutglukosewert hier ist meistens so in einem Bereich von 70, 80, 85 Milligramm pro Deziliter und unser Körper ist, wie gesagt, dadurch einfach auch in so einem sogenannten Konservierungsmodus.
- 13:30SPEAKER_01: Wichtig dabei ist, dass ihr so ein bisschen versteht, wie wichtig es ist, dass wir einfach eine Balance haben aus beiden Prozessen.
- 13:40SPEAKER_01: Wenn wir jetzt zu starke Kataboleprozesse kommen, das heißt, du bist in deinem Energiestoffwechsel immer wieder in einem Defizit, du kommst immer wieder in diesen Überlebensmodus rein, dann ist es ein Problem, weil deine Kohlenhydratspeicher sehr stark sich entleeren.
- 14:00SPEAKER_01: Und das führt erstmal dazu, dass deine Fettoxidation sehr stark nach oben geht, was grundsätzlich ein positiver Prozess ist.
- 14:06SPEAKER_01: Also du kannst dir immer so vorstellen, unser Körper ist sehr flexibel mit seinem Stoffwechsel.
- 14:11SPEAKER_01: Das heißt, du hast die Möglichkeit eigentlich immer, einerseits Kohlenhydrate zu verstoffwechseln, andererseits auch Fette zu verstoffwechseln.
- 14:17SPEAKER_01: Grundsätzlich kann man sagen, je leerer deine Kohlenhydratspeicher sind, je geringer ist das Angebot an Kohlenhydraten und je höher ist einfach immer auch so der Fettstoffwechsel.
- 14:26SPEAKER_01: Selbst Menschen, die sehr inflexibel sind mit ihrem Stoffwechsel, weisen auch noch eine Fettoxidation auf.
- 14:32SPEAKER_01: Trotzdem, Menschen, die leistungsfähiger sind, können mehr Fett oxidieren.
- 14:36SPEAKER_01: Die können mehr die Fähigkeit, haben mehr die Fähigkeit, auch Fett zu verstoffwechseln.
- 14:42SPEAKER_01: Und das hat auch vor allen Dingen damit zu tun, dass sie diesen Prozess sehr, sehr oft getriggert haben.
- 14:47SPEAKER_01: Dass sie sehr, sehr oft auch probiert haben, mit leereren Kohlenhydratspeichern zu trainieren.
- 14:52SPEAKER_01: Und dadurch, dass sie etwas leerer waren, dadurch man die Fettoxidation gesteigert hat.
- 14:59SPEAKER_01: Das Problem ist aber, dass dein Körper hier dann in einen Überlebensmodus kommt.
- 15:07SPEAKER_01: Und der wird vor allen Dingen durch verschiedenste Hormone, gerade Stresshormone, Adrenalin, Katechulamine getriggert.
- 15:14SPEAKER_01: Und dadurch, dass dieser Prozess getriggert wird, kommt unser Körper in Prozesse, die zuerst gut sind, langfristig gesehen, aber nicht so gut sind.
- 15:26SPEAKER_01: Der Klassiker ist jetzt zum Beispiel auch, dass Athleten und Athletinnen morgens vor dem Training, wenn sie nüchtern trainieren, gerne nochmal einen Kaffee trinken, um die Fettoxidation zu steigern.
- 15:37SPEAKER_01: Das stimmt, das ist gut, weil das steigert letztendlich den Cortisolspiegel, Stresshormonspiegel und das führt dann dazu, dass man mehr Fette verbrennen kann in der Session, in der Einheit.
- 15:49SPEAKER_01: Kann aber langfristig trotzdem auch zu Problemen führen, weil eben chronische, erhöhte Stresshormonlevel nicht so gut sind für eure Leistungsfähigkeit.
- 15:59SPEAKER_01: Warum ist das so?
- 16:01SPEAKER_01: Cortisol ist ein Hormon, Stresshormon, was in kurzfristigen Dosen gut ist, um uns zu mehr Leistung zu bewegen und uns dazu zu befördern, mehr zu tun.
- 16:16SPEAKER_01: Kurzfristige Ausschüttungen von Cortisol gehen mit einer regenerativen Antwort einher, die dann, nachdem wir Cortisol abgebaut haben, ist eigentlich zu einem Überfluss von anderen Hormonen.
- 16:28SPEAKER_01: Und dabei vor allen Dingen so von Testosteron, von Schilddrüsenhormonen und von den hormonellen Achsen.
- 16:35SPEAKER_01: Wenn wir aber dauerhaft erhöhte Cortisolwerte haben und die auch zu einer falschen Tageszeit haben, darauf komme ich gleich noch zu sprechen, werden die anderen Hormonachsen gestört.
- 16:48SPEAKER_01: Cortisol wird vor allen Dingen morgens ausgeschüttet, meistens so vor dem Aufstehen.
- 16:55SPEAKER_01: Das heißt, wir haben so meistens so Peakwerte von um 6, 7, 8 Uhr, eigentlich zu 8 Uhr meistens einer der höchsten Peakwerte, sogar ein bisschen kurz vor 8 Uhr.
- 17:03SPEAKER_01: Und danach haben wir ausgehend von dem Cortisol-Peak, haben wir danach meistens noch einen Peak von Testosteron und von Sexualhormonen.
- 17:12SPEAKER_01: Kennen vielleicht auch viele von euch, dass man dann letztendlich auch sehr viel Sexualhormone einfach produziert.
- 17:20SPEAKER_01: Und das sind eigentlich so die Peakwerte des Tages.
- 17:23SPEAKER_01: Und danach wird Cortisol im Laufe des Tages eigentlich immer mehr reduziert.
- 17:27SPEAKER_01: Und abends hat man dann sehr geringe Werte.
- 17:29SPEAKER_01: Und dann dadurch, dass wir sehr geringe Werte haben, wird vom Mehr unser Schlafhormon ausgeschüttet, Melatonin, und dann können wir gut schlafen, kommen wir gut zur Ruhe, können unserem Körper die Erholung geben, die er einfach oder sie benötigt.
- 17:47SPEAKER_01: Und wenn dieser Prozess gestört wird und wir zum Beispiel eine Hit-Session am Abend machen oder wir in relative Energiedefizite am Abend stolpern, unser Körper dann vor allen Dingen in so Stresssituationen kommen, dann schütten wir vom Cortisol aus.
- 18:04SPEAKER_01: Und das führt dazu, dass wir nicht dann in so Regenerationskaskaden kommen und wir dann weniger Melatonin produzieren und wir dann auch nicht mehr ganz so gut schlafen können.
- 18:17SPEAKER_01: Jetzt hat die Industrie gesagt, wow, cool, ja, dann bauen wir halt einfach irgendwie Melantonintropfen ein, um halt in diesen Stoffwechsel mit einzugreifen.
- 18:26SPEAKER_01: Wenn du als Athlet, als Athletin das nimmst, greifst du halt in dein Hormonstoffwechsel ein, was auch nicht so eine smarte Lösung ist, weil du letztendlich ja biologisch gucken willst, dass du funktionierst und dass dein System gut funktioniert.
- 18:43SPEAKER_01: Und dann irgendwie einfach einzugreifen mit CBD-Tropfen oder mit Melantonin, ist meines Erachtens nach nicht so richtig förderlich.
- 18:52SPEAKER_01: Das kann man benutzen, wenn man vielleicht mal verreist, wenn man in eine andere Zeitzone kommt und seinen Biorhythmus anpassen möchte, macht es sicherlich Sinn, vielleicht auch auf solche Dinge zurückzugreifen.
- 19:07SPEAKER_01: Okay, aber nur, dass sie so ein bisschen versteht hier, zu viele katabole Prozesse führen zu Problemen, weil sie diese Überlebensmöglichkechanismen vor allen Dingen triggern.
- 19:19SPEAKER_01: Und dabei eben dann besonders das Problem, wenn wir hier jetzt ein sogenanntes Red S entwickeln.
- 19:24SPEAKER_01: Also eine relative Unterversorgung mit Energie.
- 19:29SPEAKER_01: Ja, Sportler, Sportlerinnen, die häufig in Energiedefizite tappen, also ihre Kohlenhydratspeicher entleeren und einfach weiterhin superintensiv trainieren, tappen relativ schnell in solche Energiefallen.
- 19:42SPEAKER_01: Und dabei droht einfach dann schnell auch ein sogenanntes relatives Energiedefizit-Syndrom zu entwickeln.
- 19:50SPEAKER_01: Und Red S ist ein Zustand, bei dem die Balance aus Energieaufnahme und Belastung gestört ist.
- 19:57SPEAKER_01: Wir haben da schon häufiger darüber gesprochen.
- 19:59SPEAKER_01: Es ist nicht genügend Energie vorhanden, um ausreichend Intensitäten oder die sportliche Belastung zu versorgen.
- 20:08SPEAKER_01: Und in der Folge werden diverse energetische Überlebensmechanismen getriggert.
- 20:16SPEAKER_01: Dabei vor allem ein sehr, sehr starker Hormoncocktail aus Cortisol, Adrenalin, Noadrenalin.
- 20:25SPEAKER_01: Frauen sind davon stärker betroffen als Männer.
- 20:29SPEAKER_01: Bei Frauen fällt es aber auch schneller auf, weil Frauen durch ihren Zyklus immer auch einen Mechanismus haben, dass wenn es zu Störungen kommt, zu Problemen kommt, wenn der Sexualhormonstoffwechsel nicht mehr so richtig gut funktioniert, dann entstehen schnell Zyklusprobleme.
- 20:49SPEAKER_01: Dann entsteht eine Amenorröhle, dann stehen mehrere Probleme, ausbleibende Regel.
- 20:58SPEAKER_01: Oder verlängerte Regel, verlängerter Zyklus.
- 21:03SPEAKER_01: Es gibt Prozesse, die schneller auffallen als zum Beispiel bei Männern.
- 21:08SPEAKER_01: Männer sind aber auch und auch Ausdauerathleten, vor allen Dingen auch häufig davon betroffen, kommt dann häufig zu Libido-Problemen, Müdigkeit, Problemen, in Sessions die Herzfrequenz hochzubringen und man fühlt sich einfach nicht mehr so richtig gut und ist auch häufig sehr, sehr, sehr, sehr stark frustriert.
- 21:29SPEAKER_01: Wenn man mal so ein bisschen zwischen den Zeilen guckt und sich auch so einige Profi-Sportler anguckt und sich vielleicht auch anguckt, wie emotional die geladen sind und wie sie vielleicht auch so auftreten, glaube ich, dass das ein sehr, sehr häufiges Problem ist, was nicht genug besprochen wird und was eine deutlich höhere Prävalenz hat, also ein deutlich höheres Auftreten hat, auch bei Ausdauersportlern, als man das Ganze.
- 22:00SPEAKER_01: So kennt.
- 22:03SPEAKER_01: Probleme, die dabei entstehen, abgesehen davon, dass man sich halt schlecht fühlt, aber ich weiß, dass es bei euch natürlich nicht so den großen Impact hat.
- 22:12SPEAKER_01: Deswegen sage ich jetzt einfach mal, was performance-mäßig dann mit euch passiert.
- 22:16SPEAKER_01: Und zwar führt das performancemäßig dazu, dass du nicht mehr genug und ausreichend gut Muskulatur aufbauen kannst.
- 22:23SPEAKER_01: Zudem ist deine Regeneration total gestört.
- 22:26SPEAKER_01: Also muskulär brauchst du viel, viel, viel, viel länger, um dich zu erholen.
- 22:29SPEAKER_01: Du hast viel länger damit zu tun, dass du Muskelkarte hast, du hast viel länger damit zu tun, dass Prozesse sich nicht richtig regenerieren.
- 22:35SPEAKER_01: Floyd Landis hat nicht ohne Grund gedopt mit einer Testosteronsalbe bei der Tour de France, um sich halt zu regenerieren.
- 22:42SPEAKER_01: Und wenn du verminderte Sexualhormone hast, dann hast du vor allen Dingen Probleme damit, genug zu regenerieren.
- 22:49SPEAKER_01: Und dann kannst du teilweise noch so gut trainieren, aber du kriegst einfach nicht die Anpassungen hin.
- 22:56SPEAKER_01: Gesundheitlich betrachtet kommt es relativ schnell zu Zyklusproblemen bei Frauen, es kommt relativ schnell zu Libedo-Verlust bei Männern und auch zu erektilen Dysfunktion bei Männern.
- 23:05SPEAKER_01: Das ist was, was sehr häufig anzutreffen ist bei sehr vielen Ausdauerathleten.
- 23:10SPEAKER_01: Es gibt dazu schöne Studien von Hackney, der sich angeguckt hat, wie stark die Testosteronwerte sind bei Iron Man Finishern.
- 23:19SPEAKER_01: Und Ironman Finish ist natürlich eine besondere Belastung und eine sehr harte Belastung.
- 23:25SPEAKER_01: Aber Hackney hat damals festgestellt, dass 8 von 10 Athleten von verminderten Testosteronwerten betroffen sind im Vergleich zur Normalbevölkerung.
- 23:36SPEAKER_01: Das ist definitiv was, was man beachten sollte und wo man vielleicht auch in Ausrufezeichen mal hintersetzen sollte.
- 23:43SPEAKER_01: Das heißt, Außerathleten, Athletinnen, ihr müsst darauf aufpassen, dass ihr gut trainiert, dass ihr eine gute Struktur für euch findet und dass ihr vor allen Dingen auch die Regeneration in den Vordergrund stellt.
- 23:56SPEAKER_01: Meines Erachtens nach macht es Sinn, gerade auch an regenerativen Prozessen sehr stark zu arbeiten und auch das ganze Thema sehr ganzheitlich zu sehen, dass man darauf schaut, passt der Energiestoffwechsel, was kann ich tun, wie kann ich auch meine Sexualhormonenwerte konservieren und kann die vielleicht auch noch weiter nach oben bringen.
- 24:18SPEAKER_01: Dafür bieten sich verschiedenste Methoden an.
- 24:21SPEAKER_01: Einerseits macht es Sinn, von der Ernährung her einige Dinge anzupassen.
- 24:27SPEAKER_01: Und es macht auch Sinn, zum Beispiel Cholesterin mehr zum Beispiel zu konsumieren, auf Karnitinversorgung aufzupassen, Vitamin B12 genau im Auge zu haben, Eisen im Auge zu haben, mehrere Mikronährstoffe sich genau anzuschauen, um zu schauen, ob da auch wirklich alles passt.
- 24:43SPEAKER_01: Und dann auch genau zu testen, wie sind die freien Sexualhormone-Werte im Vergleich zu den gebundenen.
- 24:49SPEAKER_01: Da gibt es mehrere Dinge, das wird jetzt ein bisschen zu tief gehen und zu nerdig gehen, da wirklich nochmal mehr einzusteigen.
- 24:54SPEAKER_01: Was aber auch funktionieren kann, noch als Begleitsache, ist Krafttraining.
- 24:59SPEAKER_01: Das kann auch noch helfen, hier besser vorbereitet zu sein.
- 25:04SPEAKER_01: Und zwar ist nämlich dann, wenn wir uns auch so krankheitsmäßig das Ganze anschauen, sekundär aufgrund der verminderten Sexualhormonwerte entstehen dann relativ schnell Stressfrakturen.
- 25:17SPEAKER_01: Das heißt, der Knochenstoffwechsel wird gestört, der Knochenstoffwechsel wird angegriffen.
- 25:24SPEAKER_01: Und was ebenfalls entsteht, ist eine sogenannte Sarkopenie, also eine Verminderung der Muskulatur.
- 25:32SPEAKER_01: Das heißt, wenn man eben dauerhaft in solche Energiefallen tappt, schafft es der Körper nicht, die Proteinstruktur zu erhalten und Muskulatur weiterhin aufzubauen, sondern er greift auch diese Proteinstruktur an und die Muskulatur wird weiterhin dann auch relativ schnell auch abgebaut.
- 25:54SPEAKER_01: Hier hilft dann natürlich auch Krafttraining, weil es dem gegenübertritt, das Ganze zu vermindern.
- 26:03SPEAKER_01: Sarcopenie ist ein Punkt, der ist auch sehr wichtig, wenn wir uns so Longevity anschauen.
- 26:09SPEAKER_01: Also Lebenszeit, Lebenszeitverlängerung, verbesserte Lebenszeit.
- 26:14SPEAKER_01: Wir wollen einerseits in der Prävention dafür sorgen, dass man lange lebt, also wir wollen eine Verlängerung der Lebensspanne haben.
- 26:23SPEAKER_01: Andererseits wollen wir aber auch eine Verbesserung der Healthspan haben, also der Gesundheitsspanne, wie lange wir gesund bleiben.
- 26:35SPEAKER_01: Und der optimale Fall ist natürlich, wir halten sehr, sehr, sehr, sehr lange diese Gesundheitsspanne über einen Zeitraum, sage ich mal, bis 95, 100 Jahre und dann sterben wir beißen ins Gras.
- 26:48SPEAKER_01: Am besten irgendwie bei einem Fahrradunfall oder wie auch immer.
- 26:52SPEAKER_01: Das ist die Traumvorstellung.
- 26:55SPEAKER_01: Sterben müssen wir alle.
- 26:58SPEAKER_01: Die Realität sieht meistens aber so aus, dass viele Leute mit einem gewissen Alter immer mehr Morbidität entwickeln, immer mehr Erkrankungen entwickeln.
- 27:09SPEAKER_01: Und diese Erkrankungen führen dazu, dass die Bewegung schlechter wird, führen dazu, dass der Stoffwechsel schlechter wird und führen dazu, dass immer mehr Krankheiten dazukommen, die wir medizinisch meistens nur symptomatisch behandeln.
- 27:30SPEAKER_01: Das heißt, wir sorgen dafür, dass die Erkrankungen vermindert werden, die Symptome weniger werden, einzelne Dinge besser werden, aber wir sorgen nicht dafür, dass die Ursache behandelt wird und behoben wird.
- 27:52SPEAKER_01: Und das Ziel von einer guten Prävention ist, dass man vor allen Dingen in der Gesundheitsspanne ansetzt und die Gesundheitsspanne verbessert und dafür sorgt, dass man sehr lange sehr gesund leben kann.
- 28:09SPEAKER_01: Beispiel ist zum Beispiel mein Dad.
- 28:11SPEAKER_01: Mein Dad ist schon ein bisschen älter, mein Dad ist 82 und mein Dad nimmt keinerlei Medikamente, hat sich sein ganzes Leben lang gut ernährt, hat Gott sei Dank, glaube ich, auch ein bisschen genetisches Potenzial, was da ganz gut zu tragen kommt.
- 28:24SPEAKER_01: Aber trotzdem ist das natürlich ein Zustand, den du erreichen möchtest.
- 28:29SPEAKER_01: Der kann sich noch sehr, sehr gut bewegen, der hat noch bis vor zwei Jahren Volleyball gespielt, fährt jetzt Fahrrad, hat sich ein E-Bike gekauft und wenn er nicht stürzt, hoffentlich nicht, toi toi toi, wird diese Person wahrscheinlich sehr lange noch auch sehr gesund sein und wird nicht in so einen morbiden Zustand verfallen.
- 28:46SPEAKER_01: Auf der anderen Seite, meine Großmutter, die vor zwei Jahren gestorben ist, war eine Person, die sehr, sehr viele Medikamente ihr ganzes Leben lang konsumiert hat und die auch dann zum Beispiel durch einen Fehler in der Behandlung, muss man wirklich sagen, ein Cortison-Prat über Jahre bis Jahrzehnte konsumiert hat.
- 29:10SPEAKER_01: Und darauf ist eine ganz, ganz, ganz starke Sarkopenie entstanden, sie hat super viel Muskulatur verloren, sie hat keinen Leichtsport gemacht, sie hat dadurch auch Knochenmasse verloren, sie hat immer mehr auch Brüche, sage ich mal, entwickelt.
- 29:22SPEAKER_01: Und nachher hat einfach ihr gesamtes System einfach immer morbider geworden, immer morbider geworden und nachher einfach auch dann zusammengeklappt, dass es einfach nicht mehr richtig funktioniert hat.
- 29:33SPEAKER_01: Deswegen, es gibt da verschiedenste Verläufe.
- 29:36SPEAKER_01: Und die Idee hier ist, dafür zu sorgen, dass wir lange eine Gesundheits- und Lebensspanne haben.
- 29:46SPEAKER_01: Und dabei spielt eben gerade bei Frauen eine enorm wichtige Rolle, dass man Muskulatur ausreichend erhält und eben nicht in zu sehr sarkopenische Prozesse reinkommt.
- 30:00SPEAKER_01: Also nicht zu viel Sarkopenie entwickelt.
- 30:03SPEAKER_01: Und Muskulatur ist dabei einer der wichtigsten Faktoren, um langfristig gut zu leben und dass alles einfach gut auch funktioniert.
- 30:11SPEAKER_01: Wenn wir uns nämlich jetzt die andere Seite der Medaille angucken, dann kommen wir in anabole Prozesse.
- 30:17SPEAKER_01: Anabole Prozesse sind aufbauende Prozesse.
- 30:20SPEAKER_01: Das heißt, wir haben ein Überangebot meistens an Energie und das führt dazu, dass wir unsere Kohlenhydratspeicher gefüllt werden, dass wir Proteinstruktur aufbauen, dass unsere Sexualhormone mehr gebildet werden, dass wir in Prozesse kommen, wo alles eigentlich zu viel ist und wo unser Körper regeneriert.
- 30:42SPEAKER_01: Was man so als Anabo bezeichnet, aufbauend.
- 30:45SPEAKER_01: Muskulatur wird regeneriert, aufgebaut.
- 30:47SPEAKER_01: Proteinstruktur wird geschaffen, aufgebaut.
- 30:50SPEAKER_01: Energiespeicher werden gefüllt, aufgebaut.
- 30:53SPEAKER_01: Fettspeicher werden gefüllt, aufgebaut.
- 30:55SPEAKER_01: Also wir haben letztendlich einen kompletten Aufbau von unserem System.
- 31:00SPEAKER_01: Und ein Großteil unserer Bevölkerung hat ein Balanceproblem auf Seiten der Anabolie.
- 31:10SPEAKER_01: Das heißt, sie haben zu viele aufbauende Prozesse, sie haben ein Überangebot an Energie.
- 31:16SPEAKER_01: Und dann, wenn wir dieses Ganze entwickeln, dann finden wir vor allen Dingen solche Dinge wie metabolische Syndrome, Prädiabetes, dann auch Diabetes Typ 2.
- 31:26SPEAKER_01: Diabetes Typ 2 ist nichts anderes als ein Überladen des gesamten Systems über einen längeren Zeitraum und damit ein Abschwächen, sage ich mal, von vielen Prozessen, die da sind.
- 31:36SPEAKER_01: Das heißt, wir haben zu viele Kohlenhydrate, wir haben zu viel Energie, ist egal, ob es Kohlenhydrate über Fett ist, wir haben ein Überangebot an Energie in unserem Körper.
- 31:45SPEAKER_01: Das führt dazu, dass Insulin kontinuierlich chronisch ausgeschüttet wird.
- 31:49SPEAKER_01: Und dann funktioniert irgendwann Insulin nicht mehr so richtig.
- 31:53SPEAKER_01: Insulin ist, kannst du dir vorstellen, wie so ein Lagerarbeiter.
- 31:59SPEAKER_01: Und am Anfang haben wir vielleicht noch nicht, ist das Lager noch nicht so richtig gut gefüllt und der Lagerarbeiter kann sehr, sehr gut arbeiten, bringt einfach alles rein, kein Problem.
- 32:08SPEAKER_01: Dann wird das Lager irgendwie immer voller und wir brauchen irgendwie mehr Lagerarbeiter, weil es wird schon schwieriger, das ganze Lager so zu füllen und wir finden eigentlich auch nicht mehr richtig Platz.
- 32:16SPEAKER_01: Und dann brauchen wir noch mehr Lagerarbeiter, weil noch mehr Material kommt.
- 32:19SPEAKER_01: Und irgendwann kommen wir an den Punkt, wo der Lagerarbeiter sagt so, nee, ganz ehrlich, also sorry, aber wie soll ich denn jetzt hier noch irgendwas reinbringen?
- 32:27SPEAKER_01: Das Ding ist einfach komplett voll.
- 32:29SPEAKER_01: Dann ruft er irgendwie noch 15 von seinen Kollegen an und die sagen alle so, nee, ey, ganz ehrlich, guck dir das nochmal an.
- 32:34SPEAKER_01: Wie sieht denn das hier aus?
- 32:36SPEAKER_01: Ich krieg hier gar nichts mehr rein.
- 32:37SPEAKER_01: Kannst abdampfen.
- 32:38SPEAKER_01: Fahr bitte zum anderen Lager.
- 32:40SPEAKER_01: Und es kommt trotzdem mehr Material.
- 32:42SPEAKER_01: Und dann fangen die halt an zu streiken.
- 32:44SPEAKER_01: Die haben keinen Bock mehr.
- 32:45SPEAKER_01: Wirklich, es ist viel zu viel Arbeit.
- 32:47SPEAKER_01: Einfach 60 Stunden Woche in diesem blöden Lager, um irgendwie noch Sachen reinzukriegen.
- 32:51SPEAKER_01: Nee, mach ich nicht mehr.
- 32:53SPEAKER_01: Und dann fangen die an, das alles auf die Straße zu stellen, davor, auf Wege halt zu verstopfen, damit einfach nicht noch mehr Energie, damit einfach nicht noch mehr in das Lager kommt.
- 33:05SPEAKER_01: Und das ist so letztendlich der Prozess, den auch unser Körper macht.
- 33:09SPEAKER_01: Weil zuerst sind die Speicher vielleicht noch entleert oder werden immer gefüllt, geleert.
- 33:14SPEAKER_01: Das ist alles ein lockerer, guter, smoother Prozess.
- 33:17SPEAKER_01: Und dann kommt es aber irgendwann zu einem Überangebot.
- 33:20SPEAKER_01: Es kommt zu viel Energie an, zu viel Kohlenhydrate, zu viel Fett, das wird irgendwie alles zu viel und es klappt nicht mehr so richtig gut.
- 33:26SPEAKER_01: Und das Lager wird immer voller.
- 33:29SPEAKER_01: Und zuerst probiert man das dann noch so einigermaßen zu regeln, mit sehr vielen Lagerarbeitern, was dann so Prädiabetes ist.
- 33:35SPEAKER_01: Das heißt, Insulin funktioniert noch so einigermaßen, aber die Sensitivität, also wie gut das einzelne Molekül funktioniert, ist schon so gestört, nicht mehr so richtig gut.
- 33:46SPEAKER_01: Und dann kommen wir dann irgendwann in den Prozess, wo Insulin gar nicht mehr so richtig gut funktioniert.
- 33:52SPEAKER_01: Und dann kommen wir in den Prozess so von Diabetes Typ 2.
- 33:57SPEAKER_01: Nur, dass ihr das so ein bisschen versteht.
- 33:59SPEAKER_01: Und jetzt, Fun Fact an der Seite.
- 34:02SPEAKER_01: Jetzt sagt die Pharmaindustrie, oh ja, interessant, cool.
- 34:07SPEAKER_01: Was machen wir denn jetzt?
- 34:08SPEAKER_01: Lösen wir jetzt das Problem an der Wurzel?
- 34:12SPEAKER_01: Naja, also wenn wir das Problem jetzt an der Wurzel lösen, dann haben wir ja schon eine Riesengruppe von Menschen, die dann auch wieder wegfallen.
- 34:26SPEAKER_01: Und deswegen gibt es dann Medikamente, die einerseits dafür sorgen, dass es besser wird, dass es besser funktioniert, so etwas wie Methorin oder sowas in der Art, wo letztendlich das Energieangebot reduziert wird, wo wir auch ursächlich sagen können, das kann helfen, gewisse Dinge zu verbessern.
- 34:46SPEAKER_01: Aber dann gibt es halt so ein bisschen diese ganz paradoxe Situation, wo dann nämlich nachher auch Diabetes Typ 2, Diabetika, auch mit Insulin therapieren lässt.
- 34:57SPEAKER_01: Das heißt, wir machen einfach nur noch mehr Lagerarbeiter, noch mehr Leute, die da hinkommen und probieren irgendwie die Energie in unsere Zelle reinzubringen.
- 35:07SPEAKER_01: Aber das ist so paradox, weil letztendlich vom Wirkmechanismus her sorgen wir dann dafür, dass einfach noch mehr Energie in die Zelle gepresst wird und wir diese Prozesse und Probleme, die wir dadurch kriegen, noch mehr verstärken.
- 35:20SPEAKER_01: Weil, wenn wir konstant Energie von Kohlenhydraten haben oder von anderen Dingen, dann kommt es ganz stark zu einer sehr starken Inflexibilität des Stoffwechsels.
- 35:31SPEAKER_01: Das heißt, es funktioniert nicht mehr, wir haben keinerlei Fettoxidation und du kannst auch nicht mehr an diese Prozesse angreifen, wo letztendlich dieses viszerale Fettgewebe, was du vielleicht entwickelt hast, also der Bauchring oder andere Dinge, die da entstanden sind, du das Ganze nicht mehr richtig abbauen kannst.
- 35:49SPEAKER_01: Wir haben ein konstantes Überflussproblem bzw.
- 35:52SPEAKER_01: ein konstantes Überangebot an Energie und das betrifft einen Großteil unserer Bevölkerung.
- 35:59SPEAKER_01: Wir haben viel zu wenig Menschen, die Sport machen, wir haben viel zu wenig Menschen, die sich gut positiv ernähren, die auch so ein bisschen auf diese Prozesse achten und die auch ein Wissen haben in der Hinsicht.
- 36:10SPEAKER_01: Und das führt dazu, dass wir auf der einen Seite immer wieder zu Problemen kommt, gerade so auf der metabolischen Seite, dass Menschen eher, sage ich mal, ein konstantes Überangebot haben an Energie, und dass das dann dazu führt, dadurch, dass wir zu wenig Sport und andere Dinge haben, dass diese Prozesse immer mehr verstärkt werden.
- 36:37SPEAKER_01: Weil jetzt kommen wir nochmal so ein bisschen auf die Balance auf das Ganze und wie du das vielleicht auch für dich optimieren kannst.
- 36:49SPEAKER_01: Muskulatur funktioniert wie ein Schwamm für unsere Kohlenhydrate.
- 36:54SPEAKER_01: Je mehr Muskulatur du hast, desto geringer ist deine Wahrscheinlichkeit, an Diabetes Typ 2 zu erkranken.
- 37:02SPEAKER_01: Und desto mehr Kohlenhydrate, Carbs kannst du auch speichern, je weniger hast du auch Probleme mit Kohlenhydraten.
- 37:10SPEAKER_01: Deswegen hat es sehr viel damit zu tun, wie viele Kohlenhydrate hast du.
- 37:15SPEAKER_01: Und was du aber häufig erlebst, auch bei Athleten, ist, dass sie auf der einen Seite in diese Red-S-Falle tappen, dass sie auf der einen Seite dafür sorgen, dass ihre Muskulatur abgebaut wird durch katabole Prozesse, dass sie also immer wieder in Fallen tappen von Katabolie, dass sie dadurch keine gute Muskulatur aufbauen, dass ihr Knochenstoffwechsel angegriffen wird, dass sie vielleicht da Stressfrakturen entwickeln, dass sie Zyklusprobleme entwickeln.
- 37:42SPEAKER_01: Das hast du häufig, hast du sehr häufig bei Athletinnen.
- 37:47SPEAKER_01: Und dann auf der anderen Seite teilweise immer auch wieder ein Überangebot an Energie stattfindet und die Zelle dann auch wieder immer wieder überladen wird, vielleicht auch so langfristig im Leben, dass man dann nämlich denkt, okay, ich muss aber mehr essen, ist nicht ganz die ursächliche Dinge und das ist nicht ganz die Lösung des Problems, weil dann kommt es gerne mal auch zu so einem sogenannten Skinny-Fat-Syndrom.
- 38:13SPEAKER_01: Das ist jetzt fancy.
- 38:15SPEAKER_01: Skinny Fat bedeutet, dass dein Körper mehr viszerales Fettgewebe entwickelt.
- 38:24SPEAKER_01: Viszerales Fettgewebe, kurz abgekürzt VHT, ist eine Fettform, die gesundheitlich betrachtet sehr schlecht dasteht.
- 38:34SPEAKER_01: Fett, wir brauchen Fett.
- 38:36SPEAKER_01: Fett ist wichtig, gerade um Hormone zu speichern, um dass anabole Prozesse gut funktionieren, gerade auch, dass Sexualhormone gut funktionieren.
- 38:45SPEAKER_01: Ich würde sagen, Profisportler sollten Minimum 8, 9, 10 Prozent Körperfett haben, alles darunter, I don't know.
- 38:53SPEAKER_01: Ich war selber mal bei 4, 5 Prozent, hat sich nicht so gut angefühlt.
- 38:56SPEAKER_01: Und würde ich auch keinem Athleten wirklich empfehlen.
- 39:00SPEAKER_01: Auch alle meine richtig guten Sportler, Leute, haben 8, 9, 10 Prozent.
- 39:04SPEAKER_01: Ich würde sogar sagen, ein paar sogar ein bisschen mehr.
- 39:07SPEAKER_01: Und das steht ihnen gut und die kommen damit sehr, sehr, sehr gut klar.
- 39:12SPEAKER_01: Deswegen, Körperfett ist was, was gut ist.
- 39:16SPEAKER_01: Aber wir haben verschiedenste Arten von Körperfett.
- 39:18SPEAKER_01: Wir haben ein Unterhautkörperfett, was gesundheitlich betrachtet gut ist, wovon wir was brauchen.
- 39:23SPEAKER_01: Isolationsfähigkeit, Hormone, Speicherung, gutes Fett brauchen wir.
- 39:29SPEAKER_01: Auf der anderen Seite haben wir das viszerale Fettgewebe, was sich zwischen den Organen ablagert und was sich mehr auch so in der Bauchregion ablagert.
- 39:38SPEAKER_01: Und das entsteht vor allen Dingen, wenn wir in Zustände kommen, wo wir sehr viele so Entzündungsprozesse in unserem Körper haben und ungesunde Prozesse in unserem Körper haben.
- 39:49SPEAKER_01: Wie zum Beispiel, ja, wir haben ein relatives Energiedefizit-Syndrom, unser Körper ist in so einem genannten Überlebensmodus.
- 39:55SPEAKER_01: Wir haben viele kleine Entzündungen in unserem Körper, die teilweise abgebaut werden, teilweise nicht so richtig gut abgebaut werden.
- 40:01SPEAKER_01: Unser Hormonsystem funktioniert nicht mehr so richtig gut.
- 40:04SPEAKER_01: Und dann fangen wir an, unseren Körper noch vielleicht kurzfristig mal immer wieder mit Energie zu überladen.
- 40:09SPEAKER_01: Dann führt das dazu, dass vor allen Dingen mehr viszerales Körperfett entsteht.
- 40:13SPEAKER_01: Und dann findet man bei Athleten, bei Athletinnen das sogenannte Skinny-Fet-Syndrom.
- 40:17SPEAKER_01: Das heißt, die sind eigentlich sehr dünn, aber sie lagern vor allen Dingen sehr viel viscerales Fettgewebe um ihre Bauchregion herum ein.
- 40:26SPEAKER_01: Meistens haben sie sehr wenig Muskulatur, Ausdauersportler, Ausdauersportlerinnen, vielleicht um die Extremitäten her ein bisschen mehr, aber sonst eher wenig Muskulatur, meistens auch eine schlechte Stabilität.
- 40:38SPEAKER_01: Gerade so die bestützende Muskulatur funktioniert nicht mehr so richtig gut.
- 40:42SPEAKER_01: Und sie lagern aber sehr viel Fett ein, auch so ums Viszerale, im viszeralen Fettgewebe herum.
- 40:49SPEAKER_01: Es gab sogar Sportler, die fanden das auch sehr, sehr gut, dass sie das, sage ich mal, so haben und haben dann immer gesagt, okay, mein kleiner Bauch hilft mir, meine Performance weiterhin aufrechtzuerhalten.
- 40:59SPEAKER_01: Glaube ich nicht so ganz.
- 41:01SPEAKER_01: Ich glaube eher, dass das, glaube ich mal, auch gesundheitlich dann nicht so gut ist.
- 41:05SPEAKER_01: Und das findet man gerade auch so bei den Cola-Athleten.
- 41:09SPEAKER_01: Cola-Athlet sind so für mich die Jungs, ich kenne nur Jungs eigentlich, die sich super, super schlecht ernähren.
- 41:18SPEAKER_01: Also die wirklich den größten Crab essen.
- 41:21SPEAKER_01: Und aber die ganze Zeit richtig draufhauen, die super viele Hit Sessions machen, die sehr, sehr viel trainieren, die sich immer wieder ins Ausschießen, aber was ihre Ernährung angeht und was ihre Gesundheit und Ganzheitlichkeit angeht, da wirklich nicht so wirklich gut aufgestellt sind.
- 41:41SPEAKER_01: Und das funktioniert noch so in deinen 20ern.
- 41:44SPEAKER_01: Das funktioniert vielleicht auch noch so mit Anfang 30, aber irgendwann kippt dieser ganze Prozess.
- 41:49SPEAKER_01: Da muss man die Amerikaner dann auch mal wieder in Schutz nehmen und sagen, ey, you cannot outrun your diet.
- 41:54SPEAKER_01: Ja, ist so.
- 41:56SPEAKER_01: Kannst du.
- 41:57SPEAKER_01: Du kannst noch so viel Sport machen, du kannst noch so gut dich da vielleicht verpflegen und nee, du kannst noch so viel Sport machen.
- 42:03SPEAKER_01: Aber irgendwann kippt deinen Stoffwechsel, wenn du dich nicht gut genug ernährst.
- 42:08SPEAKER_01: Ernährung ist da einfach wichtiger noch als Sport.
- 42:12SPEAKER_01: Und wenn du dann noch die falschen Training-Sessions machst, also Hit-Sessions die ganze Zeit, dann führt das Ganze relativ schnell dazu, dass es einfach auch kippt.
- 42:24SPEAKER_01: Okay, gut.
- 42:25SPEAKER_01: Big Topic.
- 42:27SPEAKER_01: Also zusammenfassend, ja.
- 42:31SPEAKER_01: Es ist wichtig, dass wir eine Balance haben.
- 42:34SPEAKER_01: Dass wir eine Balance haben einerseits aus abbauenden und auch aufbauenden Prozessen.
- 42:42SPEAKER_01: Es gibt Athleten, Athletinnen, für die macht es mal Sinn, auch mehr in Kataboleprozesse reinzugehen.
- 42:50SPEAKER_01: Gerade wenn man vielleicht das Gefühl hat, okay, ich erwerbe zu viel viszerales Fettgewebe, als Mann vor allen Dingen, habe sehr viel Muskulatur auch, dann macht es Sinn, vielleicht auch sich mit Dingen zu beschäftigen, wo man in sehr starke Kataboleprozesse mal reintappt.
- 43:08SPEAKER_01: Zum Beispiel Intermitted Fasting vielleicht mal zu starten, vielleicht nochmal eine Fastenperiode einzusetzen, mehr nüchterne Sessions zu machen, um mehr vielleicht in Katabole-Balance-Prozesse reinzukommen, nicht dann auch wieder schwarz und weiß denken, nur noch Katabolen-Sachen einbauen, die dann dazu führen, dass man sich entwickelt, sondern da eine gute Balance zu finden.
- 43:32SPEAKER_01: Auf der anderen Seite dann eben auch bei Athleten, Athletinnen darauf zu achten, dass man aber auch genug Anaboleprozesse hat.
- 43:41SPEAKER_01: Man sich genug regeneriert, man die richtigen Dinge konsumiert, aber auch einfach auch genug Energie seinem Körper zuführt, dass man sich auch stets erholt und dass man auch Anabol darauf achtet, dass seine Muskelstruktur erhalten wird, aufgebaut wird, vielleicht mit Krafttraining zu arbeiten, um Anabole zu verhalten.
- 44:00SPEAKER_01: Dinge noch mehr zu fördern, um auf solchen Dingen wie Stressfaktoren zum Beispiel entgegenzuwirken, Zyklusprobleme entgegenzuwirken, zu gucken, dass das ganze System gut funktioniert, auf seinen Körperfettanteil zu achten, dass er, sage ich mal, auch so bei Frauen Minimum mal so 18, 19 Prozent ist, bei Männern Minimum mal so 9, 10 Prozent ist und aber auch zu gucken, was fühlt sich auch für mich gut an, welchem Punkt performe ich auch gut, fühle mich aber auch gut, gesundheitlich, Zyklus, Sexualität sind alles Dinge, die man in dem Kontext beachten sollte, um auch sich als Athletin zu entwickeln.
- 44:38SPEAKER_01: Wie gesagt, gesundheitlich betrachtet ist es wichtig, da auch eine gute Balance zu finden aus Anabolen, aufbauenden Prozessen und Katabolen abbauenden Prozessen.
- 44:52SPEAKER_01: Abschließend vielleicht noch so zu sagen, auch in einer Periodisierung, das heißt, in einer langfristigen Planung, in einem langfristigen Aufbau, in einer langfristigen Entwicklung von einem Athleten, von einer Athletin, ist es wichtig, diese Prozesse auch miteinander zu kombinieren.
- 45:10SPEAKER_01: Und zum Beispiel auch nach einer Wettkampffase, die sehr intensiv war, die sehr stark natürlich auch in Katabole-Prozesse reingegangen ist.
- 45:19SPEAKER_01: Das heißt, in der finalen Ironman-Phase wird sicherlich die Libido auch ein bisschen runtergehen, was vollkommen in Ordnung ist, kein Problem ist.
- 45:27SPEAKER_01: Aber danach sollte es auch wieder eine regenerative Phase geben, wo man das Ganze dann auch wieder nach oben bringt und sich auch wieder gut fühlt und von seiner Gesundheit her auch Dinge wieder aufgebaut werden.
- 45:37SPEAKER_01: Und das ist wichtig.
- 45:38SPEAKER_01: Und ich glaube, den Fehler machen eben auch viele Athleten, dass sie denken, consistency is key.
- 45:45SPEAKER_01: Consistency ist key, ja, aber mit Strukturen, die du halt erhalten kannst.
- 45:52SPEAKER_01: Und konsistentes Verhalten bedeutet auch mit seiner Gesundheit langfristig gut zu arbeiten und nicht sich ins Auszuschießen kontinuierlich und nicht Dinge einzubauen, die gesundheitlich dazu führen, dass man langfristig nicht weiterkommt.
- 46:09SPEAKER_01: Sondern eher ein Verhalten, ein Training an den Tag zu legen, was man einfach einbauen kann, was sich gut für allen anfühlt und was einen langfristig zum besseren Athleten, zur besseren Athletin macht.
- 46:22SPEAKER_01: Sehr gut.
- 46:24SPEAKER_01: Ich hoffe, das Topic war nicht zu hart für euch.
- 46:27SPEAKER_01: Ich hoffe, das Topic habt ihr so ein bisschen verstanden.
- 46:29SPEAKER_01: Ich würde ganz gerne noch ein bisschen mehr daran eingehen in der nächsten Zeit und ein, zwei Themen dazu auch noch aufnehmen, was du halt vielleicht verbessern kannst.
- 46:36SPEAKER_01: Aber ich hoffe, euch hat das Thema gefallen und gibt euch einen ganz guten Überblick, so wie man sich auch ganzheitlich als Athletin entwickeln sollte und was es auch bedeutet, seine Gesundheit auch wirklich in den Vordergrund zu stellen und dafür zu sorgen, dass man nicht zu so einem Athletenzombie wird.
- 46:55SPEAKER_01: Dass man nicht nur noch trainiert, trainiert, trainiert, trainiert, trainiert und alles andere fällt hinten weg.
- 47:01SPEAKER_01: Das ist nicht die Lösung.
- 47:03SPEAKER_01: Das ist definitiv nicht die Lösung.
- 47:05SPEAKER_01: Das führt dazu, dass du langfristig auch den Sport irgendwann an den Nagel hängst, weil du halt keinen Bock mehr darauf hast, das so auf euch zu erhalten.
- 47:14SPEAKER_01: Alright, gut.
- 47:15SPEAKER_01: Ich wünsche euch einen schönen Tag.
- 47:17SPEAKER_01: Wenn ihr Fragen habt, wie immer, unten auf den Knopf zu klicken und ja, wir hören uns bald.
- 47:21SPEAKER_01: Bis dahin, Euer Golo.
- 47:22SPEAKER_01: Bye bye.
- 47:23SPEAKER_01: Ciao.