Latest / Hallo Gesundheit – Der Podcast der CSS / Mental Load #2 Wertschätzung hilft - mit Anja Knabenhans
Transcript
- 0:01Speaker 0: Hallo und herzlich willkommen bei.
- 0:02Speaker 0: Hallo Gesundheit, ein Podcast von der CSS.
- 0:05Speaker 0: Ich bin Gorla Keller.
- 0:07Speaker 0: Heute spaziere ich die Auffalter am Albis im Wald mit Anja.
- 0:11Speaker 0: Anja was hast du gerade alles für Tudus im Kopf?
- 0:15Speaker 1: Hey, mega viel!
- 0:16Speaker 1: Es ist der ideale Tag zum Podcast aufzunehmen zu diesem Thema.
- 0:19Speaker 1: Weil heute Nachmittag hat der eine Sohn sein Geburtstag gefestelt.
- 0:24Speaker 1: Wir gehen mit vierzehn Kindern in die Badei und dann haben beide Kinder am Abend schwimmen und dann ist noch ein Schulfest vom anderen Kind.
- 0:32Speaker 1: Und ich muss immer schauen wer kommt wenn wo an?
- 0:35Speaker 1: Dann kommen noch Kinder, die mit mir mit dem Auto in die Badie hochfahren.
- 0:37Speaker 1: Ich muss noch jemanden am Bahnhof abholen Ja, all das.
- 0:41Speaker 1: Und die Chips habe ich gerade vorher noch gemerkt und das habe ich vergessen.
- 0:45Speaker 0: Oh mein Gott!
- 0:47Speaker 0: Wie warst du da angegangen?
- 0:49Speaker 1: Müd.
- 0:51Speaker 0: Hast du einen Liste gemacht oder flottet es einfach?
- 0:58Speaker 1: Nein, ein Liste ist der Kalender, in dem ich sehe, wann ist was.
- 1:02Speaker 1: Ein Liste von den Kindern, die dann kommen in diese Badei, dass sich nicht am Schluss eingegangen und an dieses fährt.
- 1:10Speaker 1: Ich habe gemerkt, dass ich mir Hetzene Liste mache.
- 1:12Speaker 0: Mantelode ist permanent ein Ratterer im Kopf.
- 1:17Speaker 0: Wenn es fest geschafft ist, brauchen Kinder noch neue Schuhe.
- 1:20Speaker 0: Das Geschenk für das Gott muss man machen.
- 1:22Speaker 0: Wann ist schon wieder das nächste Training?
- 1:24Speaker 0: Haben wir genug zu neun in den Heimen?
- 1:26Speaker 0: Es gibt immer etwas, um daran zu denken und organisieren.
- 1:30Speaker 0: Der Mantelod kann auch Männer haben.
- 1:33Speaker 0: Meistens sind es die Frauen, die man netscht.
- 1:36Speaker 0: Eine davon gibt uns heute ein Einblick in ihren Alltag.
- 1:41Speaker 1: Ich heisse Anja Knabenhans, ich bin Journalistin und Autorin, freischaffend und Mutter von zwei Kindern und in einer Partnerschaft mit einem Mann.
- 1:51Speaker 0: Du hörst wie sie es macht damit sie nicht für alles verantwortlich ist oder es eben egal ist wenn sie etwas nicht machen.
- 2:00Speaker 0: Und wie das natürlich auch Diskussionen mit dem Mann gibt.
- 2:04Speaker 0: Wie wichtig darf ich aber vor allem die Wertschätzung
- 2:07Speaker 1: sein
- 2:08Speaker 0: und es halt immer wieder darüber reden?
- 2:16Speaker 0: Bei Hallo Gesundheit reden wir offen und ehrlich über Themen, die man manchmal denkt.
- 2:22Speaker 0: Das habe nur ich.
- 2:23Speaker 0: Ich bin komisch, ich bin kompliziert – fast immer ist mir nicht alleine!
- 2:29Speaker 0: Wenn du gemerkt hast, dass das an vieles zu denken genommen hat ...
- 2:34Speaker 1: Mega früh, ich bin sehr froh, dass es so ist.
- 2:37Speaker 1: Ich bekam den ersten Sohn im Jahr und habe dort schon auf Twitter etwas umgesucht.
- 2:45Speaker 1: Und in dem Jahr ist ein Blog aufgekommen, der hat eine Working-Mama geheissen.
- 2:50Speaker 1: Dort habe ich auch mitgelesen, da fand ich, ui wow krass!
- 2:56Speaker 1: Andere geht's auch so... und ich bin dann sieben Jahre eigentlich bei diesem.
- 3:03Speaker 1: Ich habe mich mitgemacht.
- 3:07Speaker 1: und genau das war unser grosser Ziel, um den Leuten zu sagen, dass sie nicht alleine sind.
- 3:12Speaker 1: Es geht auf ihnen einfach genau gleich!
- 3:15Speaker 0: Was hast du denn auf Twitter gesucht?
- 3:18Speaker 0: Hast du wirklich gemerkt, es muss etwas sein?
- 3:19Speaker 0: Das ist ja auch noch ein Bewusstsein.
- 3:22Speaker 0: Das ist nicht nur das Leben, was so ist.
- 3:25Speaker 1: Ich bin glaube viele Leute gefolgt, die einen kurzen Vorher-Kind hatten oder die einfach so etwas lustig geschrieben haben, generell über das Leben.
- 3:34Speaker 1: Und ich glaube erst, als ich die Kinder bekam, habe ich gemerkt, dass sie auch recht viel über Kindersachen schreiben.
- 3:41Speaker 1: Oder eben über Belastungen, über den Tornado im Kopf, der die ganze Zeit hier ist und diese viele Tausend.
- 3:48Speaker 1: Durch das habe ich irgendwie mega schnell gemerkt an, es sei etwas und das Wort Mental Law ist mir dann auch recht schnell über den Weg gelaufen.
- 3:58Speaker 0: Ein Punkt ist ... dass du nachher bei eine Working-Mam oder jetzt mal ehrlich eingestiegen bist, dich auch beruflich mit dem Thema auseinandergesetzt hast.
- 4:08Speaker 0: Was war es schon noch, was du gemacht hast und gemerkt hast?
- 4:11Speaker 0: Hey!
- 4:12Speaker 0: Das hat einen Namen.
- 4:15Speaker 1: Es hat mega cool für mich, dass ich dort ... Aktuell, als ich frische Kinder bekam, war ich zwar nicht in einer Psychotherapie, aber ich hatte schon einmal eine Therapie.
- 4:23Speaker 1: Ich hatte mehr Zugang zu Themen.
- 4:29Speaker 1: recht schnell mit Leuten austauscht.
- 4:32Speaker 1: Irgendwann ging es nicht mehr genau, wenn auch in eine Therapiestunde.
- 4:39Speaker 1: Es war nicht so ein Riesenhürde, sondern so eine grosse Belastung von ... Es ist einfach ausschlimm und ich bin ganz falsch.
- 4:47Speaker 1: Ich wusste aber sehr schnell, dass ich mir jetzt Hilfe suchen muss.
- 4:51Speaker 1: Und ich habe mit meinem Mann darüber gesprochen was da in unseren Köpfen vorgeht.
- 4:57Speaker 1: Wieso ist es so?
- 4:59Speaker 0: Und wie war das dann?
- 5:02Speaker 0: Wie konnte man das ansprechen?
- 5:05Speaker 0: Denn der Mantelau ist im Kopf, den Sturm im Kopf.
- 5:10Speaker 0: Das ist noch schwierig zum Erklären.
- 5:14Speaker 1: Als Paar haben wir sicher gemerkt, dass wir ständig gegeneinander geläscht sind und jeden immer ein Gefühl hatte, ich mache viel und du siehst nicht was ich alles machen kann!
- 5:26Speaker 1: Und ich opferte doch schon so viel und hatte auch wenig Zeit.
- 5:29Speaker 1: Und siehst du das nicht?
- 5:32Speaker 1: Wir waren zum Glück schon vor drei Jahren ein Paar, und haben eigentlich nie so aneinander gelässt.
- 5:37Speaker 1: Darum haben wir gemerkt... Offenbar ist es jetzt nicht so, dass wir uns plötzlich hassen.
- 5:43Speaker 1: Sondern irgendetwas macht's mit uns!
- 5:46Speaker 1: Dann können wir gut teilen oder zusammenhocken sagen ... Es ist auch sehr schlimm.
- 5:53Speaker 1: Wie konnte man das nicht sehen, dass es so anstrengend wird?
- 5:58Speaker 0: Wir haben dann auch eine Aufgabe teilig gemacht oder etwas abgemacht, damit er mehr wertschätzt.
- 6:07Speaker 1: Am Anfang kam es einfach so, wie wir ... Wir haben das irgendwie nicht so durchgedenkt.
- 6:14Speaker 1: Andere machen sehr gute Pläne und teilen sich alles gut auf.
- 6:18Speaker 1: Wir sind nicht, wir sind ein bisschen reingestürkelt.
- 6:19Speaker 1: Aber dann haben sie aber gemerkt, das müssen wir jetzt regeln.
- 6:23Speaker 1: Es ist dann aber so etwas reingeflautet irgendwie ... Ja?
- 6:29Speaker 0: Dann hat er nichts so konkret geändert.
- 6:33Speaker 1: Ich glaube schon, aber jetzt nicht bewusst einmal zusammengehockt und konkret geguckt!
- 6:39Speaker 1: Jetzt machst du das und jetzt machst du das.
- 6:42Speaker 1: Wenn ich gemerkt habe, dass das meine witzfile ist oder jetzt habe ich das Gefühl ... Ich mache gerade zu viel.
- 6:51Speaker 1: Dann haben wir geguckt wie wir es anders verteilen können.
- 6:53Speaker 1: Oder umgekehrt.
- 6:54Speaker 1: Wenn er gesagt hat, ich habe das Gefühl, ich kann nur Zeit mehr für das, dann haben wir auch geguckt wo könnte man etwas schieben?
- 7:00Speaker 1: Aber es ist immer so.
- 7:04Speaker 1: Aus dem kleinen Alter raus sind die Kinder wieder ein neues Anpass, wo er für was zuständig ist.
- 7:11Speaker 1: Man muss immer wieder neu.
- 7:13Speaker 1: Es gibt Aufgaben, die jetzt einfach wegfallen und andere kommen.
- 7:18Speaker 1: Jetzt geht es um Hausaufgabebetreuung, Kommunikation mit leeren Personen ... Spielgespendlinge, die wie neu verhandeln müssen.
- 7:28Speaker 1: Wer macht das, dass wir nicht immer beide alles machen?
- 7:32Speaker 1: Oder wie alle doppelt machen.
- 7:35Speaker 0: Und haben dir dann so die Aufgaben auch vertellt?
- 7:38Speaker 0: Wie hast du alles mit der Schule geschaut und ich die Kleider organisiere?
- 7:45Speaker 1: Ja lustigerweise mache ich viele Organisatorische.
- 7:48Speaker 1: Das mache ich eher ein, weil ich mehr um bin.
- 7:50Speaker 1: Dass ich selbstständig bin und so.
- 7:52Speaker 1: Aber dafür macht er sehr viel kochen.
- 7:56Speaker 1: Wenn er hier ist ... Mache ich nichts.
- 8:00Speaker 1: Auch Haushalt ist jetzt eher wie mehr.
- 8:04Speaker 1: Er macht die Sachen, was er dann machen kann, wenn Zeit dafür ist und gewisse organisatorische Dinge sind, wo man auf Abruf sein muss oder Arzt terminen muss.
- 8:16Speaker 1: Wenn es sehr oft mache ich diese oder wir das so legen müssen, dass er es mit dem Beruf vereinbaren kann.
- 8:24Speaker 1: Darum hat sich das so ergeben und war aber auch für beide okay.
- 8:27Speaker 1: Das
- 8:29Speaker 0: ist ja schon das.
- 8:30Speaker 0: Wenn du in eurem Fall auch mehr zu Hause bist, betrifft dich halt dann auch mehr wenn zum Beispiel die Ortstermine sind.
- 8:40Speaker 0: Aber nervt es dir nicht manchmal, dass du so viele Dinge musst denken nur weil du halt mehr herum bist?
- 8:46Speaker 1: Nein, darum nicht!
- 8:47Speaker 1: Weil ich diese Sachen, die ich hasse zu machen, kochen oder Kinderkleider waschen oder solche Sachen mache ich dann auch nicht.
- 8:58Speaker 1: Also ich habe wirklich auch ... Ich hatte einen Kollegen, der weiß schon, wie ihr schlecht gewissen habt.
- 9:02Speaker 1: Dann kommt er nach Hause vom Schaffen und das ist mega es geht hier.
- 9:06Speaker 1: Und das ist an mich null ein schlechtes Gewissen.
- 9:10Speaker 1: Wir machen dann Witz darüber!
- 9:12Speaker 1: Ich finde es sowieso Humor hilft halt mega fest bei Mental Load.
- 9:15Speaker 1: aber eben also er müsste nur eine Motto haben und dann würde ich finden aha also die Kinder haben übrigens die passende Schulgröße, wissen wenn ihre Gespäntli Geburtstag haben und dann machen wir das.
- 9:31Speaker 1: Ich glaube, wenn es mich nervt ... Wenn ich merke, dass man zu viel ist, würde ich sagen ... Manchmal sage ich etwas und finde, das stimmt.
- 9:42Speaker 1: Zum Beispiel geht der heutige Tag mit dieser Organisiererei.
- 9:46Speaker 1: Er geht jetzt in den Schwimmkurs mit den Kindern.
- 9:49Speaker 1: Er schaut, dass er dann etern ist.
- 9:51Speaker 1: Mit diesen Entschwimmkuren muss er zweimal hin- und herfahren, damit sie aufgehen.
- 9:56Speaker 1: Und da kümmer ich mich nicht darum.
- 9:57Speaker 1: Ich fand, wenn das für dich nicht möglich wäre, wenn du so lange arbeiten musst, dass es nicht geht, dann gehst du halt nicht ins Schwimmkurs.
- 10:07Speaker 1: Also nicht, wie ich versuche alles möglich zu machen.
- 10:11Speaker 1: Am Abend bin ich dann hässig und überarbeitet und würde in die Schule gehen, obwohl ich ja ... Ich bin sehr guter in meinen Grenzen zu überschreiten und nachher hässig auf andere.
- 10:22Speaker 1: Aber in der Beziehung habe ich das gelernt, das nicht mehr so zu machen.
- 10:26Speaker 0: Im Buch raus aus der Mental-Load-Falle von Patrizio Gamerato schlägt sie vor, einmal ausprobieren gegen die Mental- Loads.
- 10:34Speaker 0: Das wird den ganzen Task abgeben.
- 10:36Speaker 0: Jetzt haben wir zum Beispiel Schwimmen oder Organisieren, wenn wir losfahren müssen.
- 10:39Speaker 0: Haben Sie alles packt?
- 10:41Speaker 0: Dass man wirklich den ganzen Tag von A bis Z an einer anderen Person ... Übergibt es das dann auch so?
- 10:49Speaker 0: Oder hast du gleich die Schwimmsachen
- 10:52Speaker 1: danach gepackt?
- 10:53Speaker 1: Das ist bei uns eh so.
- 10:56Speaker 1: Wenn ich mit einer Freundin ein paar Tage weggegangen habe, dann organisiere ich nichts und schwimme.
- 11:03Speaker 1: Ja wenn er schwimmen geht, macht er das Zeug bereit und wenn er den Homeoffice macht, packe ich nicht irgendeines Zeugs ein.
- 11:14Speaker 1: Das ist wirklich absolut stimmt.
- 11:17Speaker 1: Aber ich glaube, das hat mir auch geholfen, dass es von Anfang an so zu implementieren soll und immer befasst sich auch mit diesen Themen.
- 11:23Speaker 1: Er leistet auch Blogbeiträge, Social Media Content
- 11:26Speaker 1: etc.,
- 11:27Speaker 1: damit er gar nicht je so weit gekommen ist – und er wurde von einer Feministin erzogen, muss man vielleicht sagen!
- 11:33Speaker 1: Es kam nie so weit, dass ich das Gefühl hatte, ich muss jetzt hier ihm noch helfen, um das richtig machen.
- 11:41Speaker 0: Hast du ihm nie den Links schicken müssen?
- 11:45Speaker 0: Insta-Accounts, die ihr folgen
- 11:47Speaker 1: könnt.
- 11:47Speaker 1: Nein, das hat er zum Glück.
- 11:49Speaker 1: Mittlerweile ist unser Algorithmus sehr gleichförmig oft.
- 11:53Speaker 1: Schickt ihr mir etwas?
- 11:53Speaker 1: Hier, schau mal und ich sage, ihr seht es schon.
- 11:55Speaker 1: Das ist ja
- 11:56Speaker 0: voll schön!
- 11:58Speaker 1: Ja,
- 11:58Speaker 0: das ist mega gut.
- 11:59Speaker 0: Wenn sie mich lieber zur
- 12:03Speaker 1: Erklärung im Alter sind ... Ja, voll.
- 12:06Speaker 1: Und er sagt auch manchmal selber, dass ich immer noch mehr mache.
- 12:13Speaker 1: Und ich finde nur schon, wir haben von ganz ehrlich das.
- 12:16Speaker 1: Also wir teilen nicht vieles aus.
- 12:18Speaker 1: Aber meistens habe ich es erlebt, dass bei Leuten dann mega schlimm wird wenn man nicht gesehen wird.
- 12:25Speaker 1: und darum finde ich ja eben wenn ihr jetzt immer wird motzen wenn er heimkommt und die Küche ist nicht aufgeräumt dann würde ich mich nicht sehen fühlen.
- 12:33Speaker 1: aber er macht einen Witz und ich mache ein Witz
- 12:39Speaker 0: Ja, genau.
- 12:40Speaker 0: Und dass es wirklich ein Witz ist und nicht einfach so einen bösen Spruch
- 12:44Speaker 1: ... Ja, ja, also nicht so passiv agriert sind das nicht.
- 12:49Speaker 1: Oder manchmal gibt's das natürlich auch, dass er gerade letzte Jede irgendeine Entsprucht sagt und dann im ersten Moment so denkt.
- 12:55Speaker 1: Dann habe ich gesagt wie hast du das gewählt?
- 12:57Speaker 1: Also ha!
- 13:00Speaker 1: Natürlich kommt es manchmal aufs falsche Ohr.
- 13:03Speaker 1: Und dann kannst du kurz nachfragen, nein, es war wirklich nur ein Spruch und das ist absolut nicht.
- 13:08Speaker 1: Mit einer Hinterbotschaft.
- 13:11Speaker 0: Zu Mental-Load gibt es auch noch zweite Episode bei Hallo Gesundheit, die ist immer mit einer Fachperson.
- 13:18Speaker 0: Ich habe dort mit Philomena Sabatella geredet.
- 13:20Speaker 0: Sie ist Psychologin und forscht zum Thema Mental- Load.
- 13:24Speaker 0: Und sie sagt, Mental-LOAD wird in fünf Bereichen aufgeteilt.
- 13:28Speaker 0: Das eine ist auch, wo wir darüber gesprochen haben, Planung und Strategie,
- 13:32Speaker 0: z.B.,
- 13:33Speaker 0: das Schwimmsachenplanen.
- 13:35Speaker 0: Dann ein Bereich ist auch ... Erziehung, nicht zum Beispiel in welchen Kursen die Kinder gehen.
- 13:42Speaker 0: Findest du das wichtig?
- 13:43Speaker 0: Wie ist es bei euch?
- 13:48Speaker 0: Das ist auch so viel, was genau wird betteln ... So klischemäßig.
- 13:53Speaker 0: Aber ich denke, es wäre noch gut für deine Vereine zu gehen.
- 13:55Speaker 0: Aber wer es nachher organisiert, ist kein Muster.
- 13:58Speaker 1: Wir hatten das bei einer Reinigungshilfe.
- 14:00Speaker 1: Weil gerade wenn die Kinder klein waren, haben alle meine Kolleginnen Und dann habe ich irgendwie gefunden, okay vielleicht hat man das.
- 14:09Speaker 1: Und er hat auch gefunden, es würde uns wahrscheinlich noch helfen.
- 14:12Speaker 1: Dann haben wir das gehabt und ich habe mit ihr organisiert.
- 14:15Speaker 1: Ich war meistens da, wenn sie da gewesen ist.
- 14:17Speaker 1: Ich habe die Rechnung gezahlt hier, ja also das Administrativen gemacht.
- 14:24Speaker 1: Und irgendwann habe ich gesagt hey weißt du das stinkt mir im Fall?
- 14:27Speaker 1: Und dann hab ich einfach sie abstellt und dann gesagt ... Also wenn du jetzt der Meinung bist, dass wir das wieder brauchen, dann kannst du es nächstes Mal organisieren.
- 14:37Speaker 1: Und das ist völlig ja okay und wir haben jetzt keine mehr.
- 14:41Speaker 1: Wir haben tatsächlich keine mehr weil wir auch gefunden haben.
- 14:46Speaker 1: eigentlich ist es im Fall für uns okay ohne ich habe das wirklich dort also ein bisschen unter den Gruppedruck gemacht dass man das so macht bis ich gefunden habe.
- 14:56Speaker 1: mir ist es in dem fall wirklich auch so etwas gleich wenn das WC mal einfach Scheisse aussehen.
- 15:02Speaker 1: Oder wenn es unter dem Essen ist, sieht man uns an mich aus!
- 15:06Speaker 1: Das ist mir mit absolut keine Verurteilung für die, die das nicht aushalten.
- 15:10Speaker 1: Ich halte es sehr gut aus und darum finde ich, dass Geld spare ich mir einfach.
- 15:15Speaker 1: Und ich find's manchmal tatsächlich noch cool, weil wir am Samstagmorgen ... Kinds sind etwas am Spielen und wir putzen da einfach.
- 15:24Speaker 1: etwas Schönes, um miteinander das Haus wieder vordermachen zu bringen.
- 15:30Speaker 1: Mit den Kindern einbeziehen manchmal ist rudimentär.
- 15:34Speaker 1: Ja,
- 15:36Speaker 0: voll schön und es ist ein sehr gutes Beispiel mit der Botskraft.
- 15:41Speaker 0: Perfektionismus ist ja viel auch ein Thema, weil man denkt muss, dass sie perfekt machen.
- 15:46Speaker 0: Aber so wie ich das gemerkt habe ... Entweder bist du nicht so oder wirst du wirklich gelernt, dass einfach mal gut genug ist?
- 15:53Speaker 1: Ich glaube, ich bin es nie in Haushaltssachen.
- 15:56Speaker 1: Ich bin sonst in unvieler Sachen kämpfe ich fest damit.
- 15:59Speaker 1: aber Haushalt also schon meine Familie.
- 16:00Speaker 1: früher.
- 16:01Speaker 1: immer wenn sie heiss, dass man jetzt Krise steigen muss oder helfen aufräumen habe ich ein Buch genommen habe mich irgendwo versteckt und dann haben wir Witz gemacht über das und ich habe gefunden machen die ihr witz.
- 16:12Speaker 1: ich kann aber in Ruhe lesen.
- 16:14Speaker 1: darum ist ja ich glaube und er schon wenn er mich kennengelernt hat er mir gewusst Ja es ist ähm... ...zunatgegangen hat.
- 16:23Speaker 0: Ich meine, das ist alles so positiv.
- 16:27Speaker 0: Ich kann mir vorstellen, viele sind gerade ein bisschen eifersüchtig und denken ja ... Mit so einem Mann und so einer Entspanntheit würde es bei uns auch gut gehen.
- 16:36Speaker 0: Also war es immer so.
- 16:38Speaker 0: oder hattest du auch Krise früher?
- 16:43Speaker 0: Bevor Kinder noch so klein waren?
- 16:46Speaker 1: Habe ich mega fest!
- 16:48Speaker 1: Wir sind wirklich aneinander gelässt, was wir uns manchmal gesagt haben.
- 16:51Speaker 1: Jetzt habe ich diese ein paar Monate wirklich nicht lässig gefunden.
- 16:54Speaker 1: Es hat cool, dass wir uns schon so lange gekannt haben ... Aber es ist ... Ich hatte das so oft und mit diesem ... Das Gefühl habe ich immer das schlimmste Gefühl gefunden, dass wir miteinander reden.
- 17:08Speaker 1: Und die Gefühle haben gesagt, ich mache so viel und sehe mich.
- 17:11Speaker 1: Wir fanden uns nicht in dem, weil beide in einem Anschlag waren.
- 17:14Speaker 1: Es gab natürlich auch viele Streitgänge oder Sachen verteilen.
- 17:20Speaker 1: Man hat etwas ungerechtgefunden.
- 17:22Speaker 1: Ich bin auch sehr gut im Uhlangen durchwürgen.
- 17:25Speaker 1: Bis ich überhaupt selber merke, ist mir zuviel.
- 17:28Speaker 1: Dann sage ich dann nicht so
- 17:30Speaker 0: ruhig
- 17:30Speaker 1: ... Übrigens kommen wir zusammen sitzen, es ist mir zu viel.
- 17:34Speaker 1: Sondern ich fliebe dann aus und schreihe.
- 17:37Speaker 1: Und Brüllen sagen, du bist so gemein ... Ja, also darum.
- 17:41Speaker 1: Auch bei ihm.
- 17:43Speaker 1: Ich habe bei uns beiden eine rechte Zeit gebraucht zum Verstehen.
- 17:46Speaker 1: Und ich glaube, wir sind immer noch am Verstehren.
- 17:50Speaker 1: Das mit dieser gleichberechtigten Partnerschaft klingt mega gut aber trotzdem haben wir irgendwie mit so inneren Stimmen oder Glaubenssätzen umzugehen und uns immer wieder so etwas finden.
- 18:03Speaker 1: Ich sage immer mal wieder, wir sind schon sehr lange zusammen, über zwanzig Jahre.
- 18:08Speaker 1: Es ist einfach auch so ein bisschen glücklich dabei, dass es geklappt hat, weil es hat oft viele Momente, die eben sogar zu einem Kind klein waren, wo man beide aus der Lautererschöpfung nicht mehr hätten mögen.
- 18:19Speaker 1: Und ich habe mit Selbstständigkeit einen riesigen Game-Changer gesehen.
- 18:24Speaker 1: Ich war angestellt, als das erste Kind auf die Welt kam.
- 18:27Speaker 1: Wir haben nach drei Monaten gemerkt, es geht null.
- 18:29Speaker 1: Wir hatten uns das gar nicht überlegt.
- 18:32Speaker 1: Er schafft, kommt nach Hause und dann gebe ich ihm das Kind.
- 18:36Speaker 1: Und dann gehe ich an abeckte Entstehzeitung, damit keine von uns wirklich durchschnuffen können, haben wir gar nicht dran gedacht.
- 18:44Speaker 1: Dann haben wir ausschnell gemerkt, dass es geht nicht.
- 18:45Speaker 1: Dann habe ich gekündigt und bin selbstständig geworden.
- 18:49Speaker 1: Ja, das hilft in der Mental-Lode.
- 18:53Speaker 1: Dass es einfach hilft, dass ich auch gut planen kann, er gut planet ... Wir haben keine Kinder mit speziellen Bedürfnissen.
- 19:02Speaker 1: Wir haben Verwandte in der Region.
- 19:04Speaker 1: All das hilft, die Mäntel kleiner zu machen oder im Nobfall auch jemanden, der kommt und sagt, ich kann noch etwas abnehmen.
- 19:15Speaker 1: Ich verstehe es sehr fest.
- 19:16Speaker 1: Ich war oft nidisch auf Leute, die so gut waren ... Meistens merkt man, dass überall dann ... Überall haben wir es.
- 19:29Speaker 1: Bei mir vielleicht denkt man, die haben das so gut miteinander dafür ...
- 19:33Speaker 0: Ja!
- 19:34Speaker 1: Hat sie irgendetwas anderes, was für diese Person nicht stimmt?
- 19:38Speaker 1: Ich glaube ich verzichten auf mega viel und das sieht man halt auch nicht davon, was ich verzichte.
- 19:44Speaker 0: Also was zum Beispiel oder wenn du es magst sagen?
- 19:48Speaker 1: Zum Beispiel meine Energie teile ich sehr gut ein.
- 19:51Speaker 1: Ich würde viel mehr gerne mit Freunden essen oder weggehen.
- 19:58Speaker 1: Ja, irgendwie einfach so ... Weisst du, ein kleines alten Leben vor den Kindern?
- 20:02Speaker 1: Vielleicht auch noch.
- 20:03Speaker 1: Ich weiss gar nicht, ob ich das wirklich gerne würde.
- 20:05Speaker 1: Aber ich habe dann halt manchmal so Vomo, wenn es andere haben und weiss aber, dass es eben nicht möglich ist, weil Belastung aussieht.
- 20:15Speaker 1: Nein, keine Belastungen.
- 20:17Speaker 1: Meine Ressourcen sind schon knapp mit Familie und Beruf.
- 20:23Speaker 1: Oder ich würde gern manchmal die Berufsprojekte sehr gerne machen.
- 20:27Speaker 1: Und ich merke aber... Es geht nicht auf.
- 20:31Speaker 1: Auch als Familie schauen wir, dass wir gut durchkommen.
- 20:35Speaker 1: Aber das können andere Dinge nicht machen?
- 20:40Speaker 0: Das ist schon ein Punkt, dass man sich in den Ressourcen bewusst wird und das auch älteren sein Managerinnenjob
- 20:51Speaker 1: ist.
- 20:51Speaker 1: Man
- 20:52Speaker 0: kann manchmal wirklich nicht noch andere Sachen machen.
- 20:56Speaker 0: Man muss sich bewusst sein ... organisiert für Megafil, wie auch noch Psychologin der Kinder.
- 21:04Speaker 1: Ja!
- 21:04Speaker 1: Das finde ich noch krass und das ist etwas, was mich noch oft ungerecht verteilt finde bei den... Also es ist nicht Mental-Load sondern Emotional-Loade.
- 21:13Speaker 1: Das finde Ich... Mental- Load hat man schon sehr gut aufteilt unter Älteren.
- 21:17Speaker 1: Emotional Load ist eine ganz andere Geschichte.
- 21:20Speaker 1: Es gibt aber auch meinen Mann zum Beispiel zu tun.
- 21:22Speaker 1: Ist ausschwerig, um dort gleichzukommen?
- 21:26Speaker 1: Klar, weil ich auch mehr um Kinder bin und so.
- 21:29Speaker 1: Aber dort muss sich schon noch einiges tun.
- 21:33Speaker 0: Und haben Sie da schon etwas verändert?
- 21:38Speaker 0: Dass es für dich auch mehr daheim ist und die ganzen Emotionen von den Kindern heissiger regulieren muss?
- 21:45Speaker 0: Dass du dich entlastet hast oder dass du mehr gesehen wirst?
- 21:51Speaker 1: Wir haben das nicht mal aktiv geändert.
- 21:54Speaker 1: weil er das schon bemerkt und mir immer wieder gespiegelt hat, dass er es cool findet.
- 21:59Speaker 1: Weil er ja gerade in einer Situation merkte, ich gehe jetzt aufs Kind ein.
- 22:03Speaker 1: Ich kann es oben abholen oder ich kann mit dem Kind verarbeiten und besprechen ... Das er manchmal sagt, das habe ich sehr cool gefunden.
- 22:14Speaker 1: Aber dann merke ich auch, er macht das mit seinem Weg.
- 22:16Speaker 1: Manchmal versuchte er auch etwas zu geben.
- 22:21Speaker 1: Und manchmal finde ich, jetzt hast du es viel besser gelöst als ich!
- 22:25Speaker 1: Darum ist es mehr einfach so ein Merken an, da könnte ich noch optimieren.
- 22:32Speaker 1: Und dann macht man das und gleichzeitig lernt man voneinander.
- 22:35Speaker 1: Aber ich weiss, dass es so klingt wie wenn immer alles in mir ist.
- 22:41Speaker 1: Natürlich gibt es die Momente, wo ich finde ... Oh nein!
- 22:45Speaker 1: Überhaupt!
- 22:46Speaker 1: Warum machst du
- 22:49Speaker 0: nicht?
- 22:50Speaker 0: Ich nehme jetzt eine Wunder.
- 22:53Speaker 0: Es wird einfach grösser, aber es kann ja auch im Leben sein bei der Beziehung.
- 23:01Speaker 0: Zum Beispiel gehen wir zu den Schwiegermuttern essen und vielleicht noch ein Geschenk mitbringen.
- 23:07Speaker 0: Wie ist das bei euch?
- 23:10Speaker 1: Ich glaube mega fest!
- 23:12Speaker 1: Noch bei mir... Aber es ist kein Stressfaktor.
- 23:16Speaker 1: Das zeige ich jetzt auch jetzt, wo Kinder größer sind.
- 23:20Speaker 1: Solange man sieht, dass es mehr bei mir ist, finde ich es okay.
- 23:23Speaker 1: Und solange es auch nicht ... Wenn ich das Geschenk für die Schwiegermutter vergesse, dann wird es nicht heissen.
- 23:30Speaker 1: Aber was soll er da denken?
- 23:32Speaker 1: Beziehungsweise wenn es so heisst, würde ich finden... Ja!
- 23:35Speaker 0: Und dich stressen sie auch nicht?
- 23:36Speaker 0: Nein.
- 23:37Speaker 0: Ob es ein Geschenke gibt oder nicht?
- 23:39Speaker 0: Aber darauf haben Sie schon noch etwas mitzubringen.
- 23:42Speaker 1: Ja aber ich bin ... Ich glaube, das hat mir wirklich so viel geholfen den Austausch mit anderen zu milder werden Mit sich selber und manchmal auch einfach darüber lachen, wenn man nicht alles gebacken kriegt.
- 23:59Speaker 1: Es hilft einfach so fest.
- 24:01Speaker 1: Und meistens wenn man dann anderen erzählt was wir wieder vergessen haben oder so findet die es einfach lustig und sagt ja logisch mir auch.
- 24:09Speaker 1: Und jetzt bin ich wirklich relativ middelt mittlerweile mit mir.
- 24:14Speaker 0: Das ist Hallo Gesundheit, der Podcast von der CSS.
- 24:17Speaker 0: Jeden Monat reden wir über ein psychisches oder physisches Gesundheitsthema.
- 24:22Speaker 0: Einer ist mit einer Betroffenenperson und einem mit einer Fachperson.
- 24:26Speaker 0: Für Lomina Sabatella haben wir schon erwähnt, sie ist Psychologin- und Wissenschaftlerin.
- 24:31Speaker 0: Sie erzählt in den anderen Episoden die verschiedenen Bereichen des Mentalodens, was dieser psychologische Ablauf und was gegen einen Mentalod hilft.
- 24:43Speaker 0: Die Episoden findet ihr in dieser Podcast-App, die wir jetzt verlassen.
- 24:47Speaker 0: Oder natürlich auf www.css.ch.espodcast.
- 24:52Speaker 0: Danke fürs Zuhören und ihr könnt machen, dass sich auch ein paar anderes Verstanden fühlt oder ihr hoffentlich besser verstanden werdet.
- 25:00Speaker 0: Darum klick, klick.
- 25:02Speaker 0: gerade ganz schnell leidet Episode weiter und wenn einen Robben im Feet noch Bewertung geben wird, sind den Podcast nachher noch mehr.
- 25:09Speaker 0: Das Schlusswort hat immer der Gast Anja Knabenhans.
- 25:12Speaker 0: was willst du noch mitgeben?
- 25:15Speaker 1: Am Niersten sind sie nicht so streng mit euch, denn Belastung ist eh schon hoch und mental low.
- 25:22Speaker 1: Man kann sich noch so gut organisieren, aber weg geht es ihnen nicht.
- 25:26Speaker 1: Und dann hilft es irgendwie, dass man sich austauscht und einfach ein bisschen mild zu sein.