Latest / ROCKET SCIENCE | Gesundheit und Leistung – mit Doc Golo / Mitochondrien - Wissenschaftlich Optimieren
Transcript
- 0:00SPEAKER_00: Moin Leute und willkommen zu Rocket Science.
- 0:03SPEAKER_00: Heute sprechen wir über Mitochondrien.
- 0:07SPEAKER_00: Wir sprechen über die Optimierung von Mitochondrien und warum Mitochondrien wichtig sind für eure Leistungsfähigkeit, aber auch definitiv für eure Gesundheit.
- 0:22SPEAKER_00: Zuerst gibt es eine kleine Einführung in das ganze Thema.
- 0:25SPEAKER_00: Was sind ganz genau Mitochondrien?
- 0:28SPEAKER_00: Sind es nur die Energiekraftwerke der Zelle oder haben sie noch weitere Funktionen?
- 0:34SPEAKER_00: Danach sprechen wir über negative Effekte auf eure Mitochondrien, was ihr tun könnt, die vielleicht zu reduzieren.
- 0:41SPEAKER_00: Das sind vier an der Anzahl.
- 0:44SPEAKER_00: Und danach sprechen wir über positive Aspekte, wie ihr eure Mitochondrien einfach auch nochmal nach vorne bringen könnt.
- 0:49SPEAKER_00: Gerade so über euer Training, über euren Lebensstil, aber auch über eure Ernährung und auch noch so, ganz kurz gehen wir in das Thema Nahrungsergänzungsmittel ein.
- 1:04SPEAKER_00: Genau, und ich würde sagen, lasst uns loslegen.
- 1:07SPEAKER_00: Erstmal so zur Einführung: Mitochondrien sind die sogenannten Kraftwerk von euren Zellen, habt ihr sicherlich schon häufiger mal gehört.
- 1:14SPEAKER_00: Und es ist ein Begriff, der beschreibt, dass Mitochondrien sehr stark an der Energiebereitstellung in eurem Körper beteiligt sind.
- 1:21SPEAKER_00: Das bedeutet, Mitochondrien sorgen dafür, dass wir vor allen Dingen mit Sauerstoffenergie erzeugen können und sind besonders wichtig, damit eure Zelle konstant ATP zur Verfügung hat.
- 1:37SPEAKER_00: ATP-Adenosin-Triphosphat ist die einzige Energiewährung in unserem Körper, die wir haben.
- 1:43SPEAKER_00: Es ist ein sehr, sehr großes Molekül und unsere Zelle kann das jetzt nicht dauerhaft speichern.
- 1:51SPEAKER_00: Und deswegen haben wir verschiedenste Recyclingmechanismen, die es dabei gibt.
- 1:54SPEAKER_00: Und Mitochondrien sorgen dafür, dass wir diesen Prozess oder dass wir ein sehr ökonomisches Recycling haben, dass wir mit Sauerstoff in einem Prozess, den man nennt Atmungskette, sehr, sehr viel Energie erzeugen können.
- 2:09SPEAKER_00: Das ist aber ein relativ langsamer Prozess.
- 2:11SPEAKER_00: Mitochondrien sind dabei so evolutionsmäßig eingewandert, vermutlich mal in uns.
- 2:18SPEAKER_00: Sie waren wahrscheinlich mal andere eigenständige Lebewesen oder Zellen und die sind dann letztendlich in unsere Zelle eingewandert und haben eine sogenannte Symbiose dann eingegangen.
- 2:31SPEAKER_00: Das heißt, Mitochondrien bekommen was von uns, von unserer Zelle, um halt zu überleben.
- 2:36SPEAKER_00: Und wir kriegen halt einfach was so auch von den Mitochondrien.
- 2:39SPEAKER_00: Mitochondrien haben dabei einerseits eine Funktion eben als Energiebereitstellung, andererseits haben sie aber auch eine wichtige Funktion so als Zellpolizei, wenn man so will, weil sie auch sehr wichtig sind, so um Zellen in den Zelltod zum Beispiel zu überführen und auch um so Mechanismen einzuleiten, dass entweder sie sich selber abbauen, sie sich selber aber auch teilen, also vervielfältigen in den Zellen, sie aber auch selber dafür sorgen können, dass wir eben alte Zellen, krankhafte Zellen einfach auch abtöten können.
- 3:15SPEAKER_00: Und deswegen spielen Mitochondrien eine wichtige Rolle.
- 3:19SPEAKER_00: Einerseits für eure Performance, für eure Leistungsfähigkeit.
- 3:23SPEAKER_00: Athleten haben eine höhere Dichte, gerade Ausdauerathleten haben eine höhere Dichte von Mitochondrien.
- 3:29SPEAKER_00: Athleten zeigen hier, dass sie mehr Energie vor Stoff wechseln können, also dass sie mehr ATP produzieren können und dass sie auch über einen längeren Zeitraum mehr ATP recyceln können.
- 3:43SPEAKER_00: Das heißt, sie haben mehr Mitochondrien, sie haben eine höhere Dichte auch an Mitochondrien und gerade so in langsam kontrahierenden Muskelfasern finden wir mehr Mitochondrien.
- 3:51SPEAKER_00: Andererseits zeigt sich aber auch bei einigen zum Beispiel Erkrankungen, dass nicht genug Mitochondrien vorhanden sind oder dass wir eben auch dysfunktionelle Mitochondrien haben.
- 4:03SPEAKER_00: Das heißt, dass Mitochondrien vermutlich nicht mehr ganz so gut funktionieren.
- 4:10SPEAKER_00: Daher sind Mitochondrien wichtig eben für eure Gesundheit und eure Leistungsfähigkeit und schlecht funktionierende Mitochondrien werden eben auch in Zusammenhang gebracht mit degenerativen Prozessen.
- 4:22SPEAKER_00: Degenerative Prozesse sind so Prozesse, wo wir mehr Zellalterung haben.
- 4:27SPEAKER_00: Wir haben meistens kleine Entzündungen in unserer Zelle.
- 4:31SPEAKER_00: Wir haben meistens kleinere Entzündungen in unserem gesamten Organismus.
- 4:35SPEAKER_00: Und das führt dazu, dass einige Erkrankungen häufiger werden, gerade so wie man das so als Zivilisationskrankheiten früher bezeichnet hat.
- 4:43SPEAKER_00: Und das sind klassischerweise Erkrankungen wie Arteriosklerose, also die Verkalkung von euren Gefäßen.
- 4:50SPEAKER_00: Das geht einher mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt, für Schlaganfall, zudem kleine Entzündungen, Inflammationen gehen einher mit einem erhöhten Risiko auch für Stoffwechselerkrankungen, gerade was das Thema Diabetes angeht.
- 5:05SPEAKER_00: Und auch generell dysfunktionale, schlecht funktionierende Mitochondrien gehen auch damit einher, dass wir mehr und schneller unsere Zelle einfach altert.
- 5:15SPEAKER_00: Ein anderer Punkt, womit auch eben man mittlerweile sagt, dass es zu einer Dysfunktion von Mitochondrien kommt, sind Krebserkrankungen.
- 5:24SPEAKER_00: In einigen Krebserkrankungen zeigt sich, dass es veränderte Mitochondrien gibt oder auch so, dass dieser Mechanismus von Mitochondrien, dass wir eben Zellen in den Zelltod überführen können, in den kontrollierten Zelltod überführen können, dass das Ganze nicht mehr so gut funktioniert.
- 5:42SPEAKER_00: Daher spielen Mitochondrien eben eine wichtige Rolle für auch gerade so das Thema Langlebigkeit, also dass man lange, gesund, gut lebt.
- 5:51SPEAKER_00: Und deswegen haben Mitochondrien auch erfahren ein besonderes Interesse, gerade so im Moment auch in der Forschung, aber auch so im Bereich von einigen esoterischen, spirituellen Sachen, sage ich mal.
- 6:07SPEAKER_00: Und dabei, glaube ich, ist manche Dinge auch immer so ein bisschen zweifelhaft, wie man auch so seine Mitochondrien optimieren kann.
- 6:14SPEAKER_00: Und darüber möchte ich jetzt nicht ganz genau eingehen, aber es gibt halt so gewisse Dinge, wo man sagen muss, okay, ist das jetzt wirklich so förderlich für eure Mitochondrien?
- 6:22SPEAKER_00: Und das ist generell eher was, wo man sagen würde, so, es hat eher mit Energiekreisen zu tun und frag dich, ob es dann wirklich Effekte hat, so auf eurem Mitochondrien.
- 6:32SPEAKER_00: Okay, gut.
- 6:33SPEAKER_00: Ich glaube zuallererst ist es wichtig zu sagen, wenn man über Mitochondrien-Optimierung spricht, dass wir nochmal so über den Begriff Hommesis sprechen.
- 6:43SPEAKER_00: Homesis ist, oder Homesis ist ein griechischer Begriff, der so ein bisschen die Anpassung von eurem Körper bezeichnet.
- 6:52SPEAKER_00: Es bedeutet, dass wir eine gewisse Balance haben auf Stress, auf zellulären Stress und dann haben wir eine Anpassung auf diesen zellulären Stress.
- 7:02SPEAKER_00: Und prinzipiell ist es, wenn man so will, nichts anderes wie Training.
- 7:05SPEAKER_00: Ihr gebt einen Stressor rein, ihr gebt einen kurzfristigen zellulären Stressor rein und danach erholt sich euer Körper darauf.
- 7:14SPEAKER_00: Zellulär betrachtet hat es ganz viel damit zu tun, dass wir oxidativen Stress erzeugen.
- 7:22SPEAKER_00: Oxidativen Stress ist was, was damit einhergeht, dass wir vor allen Dingen sogenannte Sauerstoffradikale bilden in unserem Körper und gerade auch durch den Energiestoffwechsel.
- 7:35SPEAKER_00: Durch den Energiestoffwechsel kommt es dazu, dass wir so Sauerstoffradikale entwickeln und diese Sauerstoffradikale kurzfristig betrachtet sorgen dazu, dass es meistens zu einer Anpassung kommt von Mitochondrien und auch von unserer Zellgesundheit.
- 7:53SPEAKER_00: Also das heißt, wir stimulieren damit Prozesse zur Verbesserung.
- 7:58SPEAKER_00: Wenn wir aber zu viel von solchen Sauerstoffradikalen haben, führt es dazu, dass unsere Zellgesundheit abnimmt und dass unsere Zelle mehr altert und dass gerade auch Mitochondrien zugrunde gehen.
- 8:13SPEAKER_00: Mitochondrien sind einerseits sehr starke Produzenten von Sauerstoffradikalen.
- 8:18SPEAKER_00: Das hat damit zu tun, dass Mitochondrien über diese Atmungskette, das ist ein Prozess, wo wir immer verschiedenste Elektroden hin und her schieben.
- 8:27SPEAKER_00: Das muss man jetzt nicht ganz genau wissen, wie das Ganze funktioniert.
- 8:30SPEAKER_00: Nur wichtig ist dabei, dass immer wenn Energie entsteht und wenn viel Energie entsteht, entstehen auch mehr Radikale, entsteht mehr zellulärer Stress.
- 8:40SPEAKER_00: Und deswegen sind Mitochondrien einer der wichtigsten Produzenten auch von sogenannten ROS, also von reaktiven Sauerstoffradikalen.
- 8:50SPEAKER_00: Und sie sind aber auch eines der größten Opfer von denen.
- 8:53SPEAKER_00: Das heißt, wenn zu viel Sauerstoffradikale entstehen und wenn wir die nicht mehr gut genug abpuffern können, dann gehen vor allen Dingen dabei Mitochondrien kaputt.
- 9:03SPEAKER_00: Und warum gehen die kaputt?
- 9:05SPEAKER_00: Es hat relativ viel damit zu tun, dass Mitochondrien von ihrem Aufbau her einfach anders ist als der Rest von unserer Zelle.
- 9:13SPEAKER_00: Wie gesagt, es sind eigene Organelle, es ist so eine eigene Spezies, wenn man so will, in unserer Zelle.
- 9:20SPEAKER_00: Und die haben einen etwas einfacheren Aufbau von der Zellmembran her.
- 9:25SPEAKER_00: Die haben eine Zellmembran, die sehr, sehr viele ungesättigte Fettsäuren hat in der Membran.
- 9:31SPEAKER_00: Und diese ungesättigten Fettsäuren sind sehr anfällig.
- 9:34SPEAKER_00: Das heißt, wenn wir da viele Radikale entwickeln, dann können die einfach relativ gut da angreifen und dann geht die Zellmembran kaputt.
- 9:41SPEAKER_00: Das bezeichnet man so als Lipidperoxidation, also Lipidfetteperoxidation.
- 9:46SPEAKER_00: Das heißt, wir haben eine Oxidation von der Zellmembran.
- 9:48SPEAKER_00: Dadurch geht halt einfach viel kaputt.
- 9:51SPEAKER_00: Und das geht dann anher mit Funktionsverlust oder sogar von Abbau mit Mitochondrien.
- 9:56SPEAKER_00: Andererseits haben Mitochondrien auch relativ viele Proteinstrukturen drin.
- 10:00SPEAKER_00: Proteinstrukturen sind auch immer relativ anfällig so für oxidativen Stress generell in unserem Körper.
- 10:07SPEAKER_00: Das heißt, wenn wir mehr Sauerstoffradikale bilden, wenn wir sehr, sehr viele Sauerstoffradikale binden, wenn es zu so einer sogenannten Dysbalance kommt aus diesem oxidativen Stress, also zu viel entsteht, dann kommt es hier auch eben dann zu Proteinschäden, Abbau von Proteinen, Funktionsverlust auch so von Proteinen.
- 10:26SPEAKER_00: Das heißt, Enzyme funktionieren nicht mehr ganz so gut.
- 10:29SPEAKER_00: Und das zum Beispiel Muskulatur kann dadurch auch abgebaut werden.
- 10:32SPEAKER_00: Aber auch vor allen Dingen so in Mitochondrien, weil die viele Proteine haben, viele Enzyme haben, kommt es dann hier zu einem Funktionsverlust von dieser Proteinstruktur.
- 10:41SPEAKER_00: Dritter Punkt, warum die auch noch sehr anfällig sind, ist, weil Mitochondrien haben eine eigene DNA, eine mitochondrale DNA, die wird in erster Instanz von eurer Mutter an euch weitergegeben.
- 10:56SPEAKER_00: Also eurer Mutter vererbt euch eurer Mitochondrien.
- 10:59SPEAKER_00: Deswegen ist es immer gut, dass, wenn eure Mama sehr leistungsfähig ist oder viele Mitochondrien hat, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass ihr die Mitochondrien erstmal so als Baby einfach mitbekommt.
- 11:11SPEAKER_00: Und diese mititochondrale DNA, die eigene Erbinformation in den Mitochondrien, das ist eine kurze, kleine Proteininformation, die kodiert nur 13 Proteine.
- 11:21SPEAKER_00: Den Rest von den, also die brauchen wir, um Mitochondrien herzustellen, aber die restlichen werden dann von unserer Zelle irgendwie noch hergestellt.
- 11:28SPEAKER_00: Deswegen auch die Kooperation.
- 11:30SPEAKER_00: Wir haben unsere eigene Zelle, unsere eigene Erbinformation, die Proteine herstellt für Mitochondrien herstellt, aber wir brauchen eben auch diese 13 Mitochondralen oder diese 13 Proteine, die von den Mitochondrien selbst kodiert werden.
- 11:44SPEAKER_00: Und diese Erbinformation ist aber auch anfälliger für jetzt zum Beispiel oxidative Schädigungen, oxidativen Stress.
- 11:52SPEAKER_00: Das heißt, wenn wir mehr oxidativen Stress auch haben, dann führt das auch gerne dazu, dass dann eben hier zu DNA-Strengen Problemen kommen und dass die DNA, sage ich mal, da zu kaputt gehen kann und es dann auch wiederum zu einer Dysfunktion kommt.
- 12:11SPEAKER_00: Deswegen, sage ich mal, so unsere Zelle betrachtet, sind Mitochondrien, wie gesagt, Produzenten von oxidativem Stress, sie sind aber eben auch Opfer von viel mititochondralem Stress oder von viel oxidativem Stress.
- 12:30SPEAKER_00: Wenn zu viel oxidativer Stress entsteht, kommt es gerne zu Dysfunktionen von Mitochondrien und gehen Mitochondrien auch gerne kaputt.
- 12:37SPEAKER_00: Und dieser ganze Begriff Homiesis oder Homesis ist eben was, was man im Hinterkopf behalten sollte, einfach auch um Anpassungsmechanismen zu verstehen.
- 12:45SPEAKER_00: Egal ob es jetzt für Mitochondrien ist oder auch für andere Trainingsprozesse.
- 12:49SPEAKER_00: Es ist immer so, das Thema zu sagen, okay, wir haben kurzfristigen oxidativen Stress, wir haben kurzfristigen zellulären Stress, führt eher zu einer Anpassung oder wir haben zu viel und das führt dann eher wiederum zu Problemen.
- 13:00SPEAKER_00: Wo finden wir vor allen Dingen Mitochondrien?
- 13:02SPEAKER_00: Es gibt verschiedenste Mitochondrien und eigentlich hat jedes Gewebe eine eigene Mitochondrienart.
- 13:09SPEAKER_00: Besonders viele Mitochondrien finden wir einerseits in unserer Skelettmuskulatur, dabei vor allen Dingen in den Slow-Twitch Muscle Fibers, also in den langsamen kontrollierenden Muskelfasern, die wichtig sind für lang anhaltende Belastungen, für vor allen Dingen für Ausdauerbelastungen.
- 13:25SPEAKER_00: Und hier ist die Mitochondriendichte besonders hoch.
- 13:28SPEAKER_00: Die Fasern kommen vor allen Dingen auch beim 1-Einsatz, beim Radfahren, Laufen, Schwimmen, Rudern, bei allen Belastungen, die halt über einen Zeitraum so von länger wie zwei, drei Minuten aktiviert werden.
- 13:40SPEAKER_00: Da brauchen wir vor allen Dingen so diese Slow-Twitch-Muscal-Fibers.
- 13:43SPEAKER_00: Und deswegen sind Mitochondrien auch so wichtig für eure Leistungsfähigkeit.
- 13:48SPEAKER_00: Und daher, kommen wir auch gleich noch darauf zu sprechen, könnt ihr euch eure Mitochondrien halt vor allen Dingen auch dadurch optimieren, dass ihr mehr Ausdauerbelastung und die richtige Ausdauerbelastung durchführt.
- 13:59SPEAKER_00: Zweiter Punkt, wo es auch dran vorkommt, ist natürlich so ein Thema Herzmuskulatur.
- 14:03SPEAKER_00: Das ist fast das Organ mit der höchsten Mitochondrien-Dichte.
- 14:06SPEAKER_00: Also das Herz wird konstant aerob auch versorgt.
- 14:11SPEAKER_00: Und man kann schon sagen, dass ungefähr so 20-30% des gesamten Herzmuskelvolumens aus Mitochondrien bestehen, um einfach auch so diesen Energiebedarf zu decken.
- 14:22SPEAKER_00: Und deswegen zum Beispiel, wenn man Dysfunktionen hat an den Mitochondrien, dann macht sich das eben auch gerne beim Herzmuskel bemerkbar.
- 14:30SPEAKER_00: Dass das Herz nicht mehr so gut mit Energie versorgt wird, was, wie ihr euch wahrscheinlich vorstellen könnt, nicht so unbedingt optimal ist.
- 14:37SPEAKER_00: Dritter Punkt, wo Mitochindrien auch drin vorkommen, ist so in Gehirnsubstanz, weil Gehirn ist auch einfach ein sehr stoffwechselaktives Organ, eines unserer stoffwechselaktivsten Organe neben der Skelettmuskulatur.
- 14:52SPEAKER_00: Hat eine sehr hohe metabolische Aktivität, wie man da auch irgendwie sagt.
- 14:55SPEAKER_00: Und deswegen ist zum Beispiel das Gehirn auch sehr anfällig für mithochendrale Dysfunktionen.
- 15:01SPEAKER_00: Und die dann einfach gerne auch so mit neurodegenerativen Erkrankungen einhergehen.
- 15:06SPEAKER_00: Das heißt, Neurosubstanz wird abgebaut, Gehirnsubstanz wird abgebaut.
- 15:11SPEAKER_00: Und das sind typische Formen wie Demenz, Alzheimer, Parkinson.
- 15:17SPEAKER_00: Und als Erkrankungen, die man eher nicht haben möchte.
- 15:20SPEAKER_00: Viertes Organ, wo es auch noch relativ drin vorkommt, ist so unser Stoffwechselorgan, also die Leber.
- 15:25SPEAKER_00: Da spielen Müchern auch eine sehr wichtige Rolle, weil sie vielfältige Aufgaben da erfüllen.
- 15:32SPEAKER_00: Die Leber ist ein Organ, wo wir auch sehr viel Energie speichern können.
- 15:35SPEAKER_00: Einerseits in Form von Glykogen oder wenn die Leber ein bisschen krankhafter wird, auch in Form von Fett, dass sich so kleine Fettpölzerchen in der Leber auswirken.
- 15:46SPEAKER_00: Und Mitochondrien sorgen da auch dafür, dass wir zum Beispiel die Leber gut mit Energie versorgen können und dass auch zum Beispiel das Glykogen, was wir haben, dass das auch zum Beispiel genutzt werden kann, dann auch für Energiesynthese.
- 16:05SPEAKER_00: Anderer Punkt, wo wir auch noch Mitochondrin drin finden, ist im braunen Fettgewebe, was auch noch eine wichtige Rolle spielt nachher.
- 16:11SPEAKER_00: Braunes Fettgewebe ist ein sehr aktives Fettgewebe, wo wir einerseits Energie mit bereitstellen können, aber vor allen Dingen auch Wärme.
- 16:19SPEAKER_00: Und das spielt vor allen Dingen eine wichtige Rolle bei Kindern, um so eine Thermoregulation durchzuführen.
- 16:25SPEAKER_00: Man kann das aber auch erhalten.
- 16:27SPEAKER_00: Kommen wir nachher nochmal drauf, wenn wir so ein bisschen auf die Praxis zu sprechen kommen.
- 16:32SPEAKER_00: Okay, sprechen wir mal über vier Dinge, die eure Mitochondrien beeinträchtigen und die eher negative Effekte haben auf eure Mitochondrien.
- 16:46SPEAKER_00: Davon gibt es drei Dinge, die eher so Giftstrahlungen umfassen und es gibt ein Thema, wo wir eher noch so über Training und Lebensstil einfach auch reden.
- 16:55SPEAKER_00: Okay, also, erster Punkt, definitiv Gifte.
- 17:00SPEAKER_00: Also es gibt mehrere Substanzen, die dazu führen, dass Mitochondrien in ihrer Funktion beeinträchtigt werden.
- 17:09SPEAKER_00: Ein Punkt noch, bevor ich darüber spreche, es gibt ein Thema noch, was relativ wichtig ist, wo ich das noch vorrecht vorwegnehmen kann will.
- 17:16SPEAKER_00: Und zwar ist es nicht ganz so einfach, Mitochondrien-Studien durchzuführen und auch klar zu sagen, so das hat jetzt einen Effekt auf eure Mitochondrien.
- 17:25SPEAKER_00: Weil das Labor und einfach nur zu sagen, wir messen eure Mitochondrien, ist nicht ganz so einfach.
- 17:30SPEAKER_00: Es gibt jetzt nicht irgendwie einen Blutmarker, der euch direkt sagen kann, so gut ist meine Mitochondrien-Funktion.
- 17:35SPEAKER_00: Prinzipiell, wie man das macht, ist eigentlich über eine Muskelbiopsie.
- 17:38SPEAKER_00: Das heißt, man wirklich sticht in eure Muskulatur rein, nimmt etwas aus dieser Muskulatur raus und hat eine Aussage darüber, wie viele Mitochondrien sind da und wie hoch oder wie gut oder wie viel, wie dick ist auch irgendwie so das Mitochondrien.
- 17:53SPEAKER_00: Das sind die beiden wesentlichen Aussagen, um halt Mitochondrien wirklich darzustellen und zu sagen, in der Muskulatur haben wir diese Funktion.
- 18:00SPEAKER_00: Anderer Faktor, wie man es auch noch feststellen kann, ist über den Vorläufer oder über einen Aktivator von Mitochondrien, das ist das sogenannte PGC1 Alpha, was ein Aktivator ist von eurer Mitochondrien, von eurem Mitochondrien-Stoffwechsel.
- 18:20SPEAKER_00: Das ist so ein bisschen der Master Switch.
- 18:22SPEAKER_00: Wenn wir eine PGC1 Alpha-Aktivierung haben, dann haben wir einen guten Effekt oder dann haben wir eine sehr wahrscheinlich so Vermehrung von Mitochondrien und eine Höhe der Dichte von Mitochondrien.
- 18:38SPEAKER_00: Ein PGC1 Alpha kann man messen, aber auch nicht ganz so einfach.
- 18:43SPEAKER_00: Deswegen, das muss man immer so ein bisschen berücksichtigen.
- 18:47SPEAKER_00: Und es gibt eben nicht so wirklich gute Tests, um klar zu sagen, so, okay, Mitochondrien funktionieren gut oder wir haben eine mitochondrale Dysfunktion.
- 18:57SPEAKER_00: Das ist immer auch in gewisser Weise dann auch ein Ausschlusskriterium und nachher macht man dann meistens noch eine Muskelbiopsie, um das Ganze zum Beispiel festzustellen.
- 19:06SPEAKER_00: Okay, kommen wir zurück.
- 19:07SPEAKER_00: Also, Gifte ist definitiv ein Punkt, den man berücksichtigen sollte.
- 19:13SPEAKER_00: Und ich glaube, Gift ist aber auch ein Thema, was sehr, sehr viel Schabernack so mit betrieben wird.
- 19:22SPEAKER_00: Das heißt, nicht alles irgendwie, was wir aufnehmen, ist halt prinzipiell ein Gift.
- 19:26SPEAKER_00: Und nicht jede Nahrungsmittelunverträglichkeit ist ein Gift.
- 19:30SPEAKER_00: Und nicht jede Nahrungsmittelunverträglichkeit oder irgendwie eine Nahrungsmittelunverträglichkeit führt prinzipiell zu einer Dysfunktion von Mitochondrien.
- 19:39SPEAKER_00: Dann gibt es halt irgendwie Aussagen, dass Guten irgendwie zu einem Gift ist, was dann irgendwie eure Mitochonen abbaut.
- 19:46SPEAKER_00: Dem ist nicht so, sondern wir sprechen hier über Gifte wie zum Beispiel Schwermetalle, wie Blei, Quecksilber, Cadmium, Arsen.
- 19:55SPEAKER_00: Blei ist zum Beispiel was, was den Römern wahrscheinlich zum Erliegen gekommen ist, weil sie damals hatten die Römer ein sehr, sehr ausgeklügeltes Trinkversorgungssystem, was gut funktioniert hat.
- 20:07SPEAKER_00: Aber leider haben sie eben Blei verarbeitet und Bleiröhre verarbeitet in ihrer Trinkversorgung und haben sich damit wahrscheinlich eine relativ starke Bleiintoxikation reingezogen.
- 20:18SPEAKER_00: Und Blei ist was, was viel verstopft und was eben zu Problemen führt, wenn man es in höheren Mengen einfach aufnimmt.
- 20:24SPEAKER_00: Teilweise gibt es auch noch in deutschen Großstädten Blei in Trinkwasserversorgung oder eben in Rohren, die eure Trinkwasserversorgung Trinkwasserversorgung aufbauen.
- 20:39SPEAKER_00: Dabei, Schwermetalle sorgen für oxidative Schäden, also was wir eben besprochen haben, sie stören so ein bisschen diese oxidative Balance.
- 20:47SPEAKER_00: Und wie gesagt, wenn wir viel oxidativen Stress haben, dann haben wir sehr hohe freie Radikale, viele Sauerstoffradikale und dann führt es eher dazu, dass diese Balance aus kurzfristigem Stress und langfristigem Stress halt gestört wird, gestört wird.
- 21:05SPEAKER_00: Dabei ist vielleicht vor allen Dingen wichtig so das Thema Quecksilber.
- 21:08SPEAKER_00: Quecksilber kommt vor allen Dingen vor in Raubfischen und da vor allen Dingen so in Thunfisch.
- 21:17SPEAKER_00: Thunfisch hat eine relativ hohe Quecksilberbelastung und das ist was, was man wahrscheinlich nicht in übermäßiger Dosis einfach verzehren sollte.
- 21:26SPEAKER_00: Anderer Punkt neben Schwermetallen ist definitiv auch das Thema Rauchen, Nikotin.
- 21:31SPEAKER_00: Tabakrauch enthält diverse toxische Substanzen, darüber relativ viel Kohlenstoffmonoxid, was nicht so ganz ohne ist.
- 21:39SPEAKER_00: Dann Nikotin, was Nervengift ist, Tea, was eher auch so eine toxische Substanz ist und das verursacht alles oxidative Schäden an der Zellmembran und dabei, wie gesagt, die Mitochondrien sind meistens so sehr vulnerabel, was das angeht.
- 21:58SPEAKER_00: Und das führt dann dazu, dass.
- 22:00SPEAKER_00: wir gerne dann auch so eine Lipidperoxidation haben oben oder eben eine Störung von euren Mitochondrien oder es verursacht auf jeden Fall zu Funktions kann gerne auch dann Funktionseinschränkungen bedeuten.
- 22:14SPEAKER_00: Anderes Gift, was ich definitiv ansprechen möchte, ist Alkohol.
- 22:17SPEAKER_00: Alkohol ist meines Erachtens nach eines der am wenigsten diskutierten toxischen Substanzen in unserer Gesellschaft, gerade in Deutschland, gerade bei einem sehr, sehr Großteil von auch der älteren Bevölkerung in Deutschland.
- 22:32SPEAKER_00: Alkohol erzeugt toxische Metabolite bei den Abbauprozessen wie Aldehyde, vor allen Dingen Acidaldehyd und erhöht einfach dadurch auch die Produktion von freien Radikalen.
- 22:46SPEAKER_00: Dabei beeinträchtigt es direkt auch die Fähigkeit von Mitochondrien ATP zu erzeugen.
- 22:53SPEAKER_00: Also es wirkt direkt in der Atmungskette ein und es erzeugt einfach auch sekundär Probleme, weil es eben auch sekundär eben diese toxischen Substanzen über einen langen Zeitraum auch produziert.
- 23:05SPEAKER_00: Da auch die Leber reagiert, wie ihr wahrscheinlich wisst, sehr empfindlich auf Alkohol, was zu einer starken Verfettung auch so der Leber beiträgt.
- 23:16SPEAKER_00: Und aus den Gesundheitskreisen wird ja immer wieder jetzt auch so besprochen, okay, sehr hohe Glucosekonzentrationen, sehr hohe Fruktdose-Konzentrationen können dazu führen, dass die Leber verfettet und eine Leberzyrose entsteht, also eine Veränderung des Lebergewebes.
- 23:34SPEAKER_00: Der wichtigste Faktor aber bei der Verfettung der Leber ist Alkohol und sind Gifte.
- 23:40SPEAKER_00: Punkt.
- 23:41SPEAKER_00: Und ich glaube, das ist was, was man hier thematisieren sollte und besprechen sollte.
- 23:46SPEAKER_00: Das heißt, heißt das jetzt irgendwie, keinen Alkohol mehr zu trinken?
- 23:52SPEAKER_00: Ich glaube, das muss in gewisser Weise jeder für sich selber entscheiden.
- 23:55SPEAKER_00: Und ich glaube, ich würde das anhand von mehreren Faktoren abhängig machen.
- 23:58SPEAKER_00: Generell ist Exzess ein sehr großes Problem und Exzess ist eben auch was, was in Deutschland sehr häufig durchgeführt wird.
- 24:07SPEAKER_00: Wenn man sich andere Nationen anguckt, mediterrane Nationen, trinken die auch Alkohol, aber es ist deutlich gemäßigter und es ist eher so dieses Thema zum Essen ein, zwei Gläser Wein.
- 24:20SPEAKER_00: In Deutschland ist es eben häufig so, dass es diesen Excess gibt und dass eben sehr, sehr viel getrunken wird, dann auch auf Partys und dann auch zum Beispiel einmal im Monat wirklich komplett im Rausch das Ganze endet.
- 24:30SPEAKER_00: Und ich glaube, dieser Exzess ist eben das, was auch problematisch ist, weil das dann übermäßig vorhanden ist und das dann eher auch dazu führt, dass Mechanismen in unserem Körper nicht mehr so gut funktionieren und wir auch eine übermäßige Produktion haben von Acidaldehyd, von einfach Acetaldehyd, sorry, und von einfach vielen Substanzen, die langfristig gesehen, die langfristig gesehen halt eure Zellen einfach schädigen und dann eben zu einer größeren Zelldegeneration führen.
- 25:46SPEAKER_00: Ich trinke auch in Maßen Alkohol.
- 25:48SPEAKER_00: Ich liebe mal ein Glas Rotwein zum Essen und das will ich mir auch nicht nehmen lassen.
- 25:52SPEAKER_00: Das ist für mich auch so ein bisschen Lebensqualität.
- 25:56SPEAKER_00: Aber ich habe zum Beispiel auch mal Monate oder mehrere Monate, wo ich auch gar nichts trinke.
- 26:00SPEAKER_00: Und dann habe ich vielleicht wieder auch mal zwei, drei Wochen, wo ich halt irgendwie zweimal die Woche irgendwie ein Glas Rotwein trinke zum Essen.
- 26:08SPEAKER_00: Und ich glaube, hier muss jeder für sich selber so den richtigen Weg auch da finden.
- 26:15SPEAKER_00: Andere Gifte, die es noch gibt.
- 26:17SPEAKER_00: Andere Gifte, die auch eine Auswirkung haben auf eure Zellgesundheit, ist Herbizide, Pestizide.
- 26:22SPEAKER_00: Das heißt Substanzen, die eigentlich eher Schädlinge abtöten sollen in der Landwirtschaft.
- 26:28SPEAKER_00: Hier könnt ihr das verringern, wenn ihr mehr auf Bioprodukte setzt.
- 26:32SPEAKER_00: Oder eben auch Antibiotikarückstände.
- 26:34SPEAKER_00: Es gibt einige Lebensmittel, vor allen Dingen eben Lachs oder auch noch so ein, zwei andere, wo wir halt erhöhte Antibiotika-Rückstände haben.
- 26:42SPEAKER_00: Hier ist es natürlich auch so ein bisschen vielleicht darauf zu achten, das nicht übermäßig auch zu verzehren.
- 26:47SPEAKER_00: Ich esse auch relativ gerne Lachs.
- 26:49SPEAKER_00: Da kann man natürlich so ein bisschen auf Wildlachs setzen, aber trotzdem vielleicht auch nicht zu oft das Ganze auch dann essen, weil Antibiotikarrückstände können eben auch zu Problemen führen.
- 27:02SPEAKER_00: Zweiter Punkt, zweiter wichtiger Punkt, der eure Mitochondrien beeinträchtigen kann.
- 27:07SPEAKER_00: Das ist das Thema Strahlung.
- 27:09SPEAKER_00: Bevor jetzt alle ausschalten und denken, ich ziehe mir gleich einen Aluhut an, einmal ganz kurz, wirklich Thema Strahlung.
- 27:16SPEAKER_00: Thema Strahlung ist definitiv was, wo spirituell ganz, ganz, ganz viel passiert.
- 27:21SPEAKER_00: Und wo es auch so ein sehr starkes Schwarz- oder Weißdenken gibt.
- 27:26SPEAKER_00: Es gibt entweder das Thema zu sagen, okay, jegliche Strahlung ist gleich und alles ist irgendwie schlecht und alles ist irgendwie mies.
- 27:34SPEAKER_00: Und ich glaube, man kann sich nicht kleiner Strahlung entziehen, aber es gibt Dinge, die sollte man beachten soll.
- 27:40SPEAKER_00: Also, listen to me.
- 27:42SPEAKER_00: Es gibt zwei verschiedene Arten von Strahlung.
- 27:45SPEAKER_00: Es gibt eine ionisierende Strahlung und es gibt letztendlich eine nicht ionisierende Strahlung oder leichte energetische Strahlung.
- 27:53SPEAKER_00: Ionisierende Strahlung ist sehr starke Strahlung und die führt dazu, dass es vor allen Dingen so Röntgenstrahlen, Gammastrahlen, Teilchenstrahlung, Alphabeta-Neurenstrahlungen.
- 28:05SPEAKER_00: Und diese Strahlung besitzt genügend Energie, um Elektronen direkt rauszuschießen und zu entfernen, was Zellen und DNA direkt schädigt, dass also direkt in die Zelle reingeht und DNA kaputt geht, Elektronen zur Seite geschoben werden.
- 28:23SPEAKER_00: Und das können vor allen Dingen, macht das so im Alltag Röntgenstrahlung, macht das sehr, sehr gerne.
- 28:30SPEAKER_00: Und dabei erhöht diese Strahlung vor allen Dingen so das Krebsrisiko über einen langen Zeitraum und führt da aber auch zu Schädigungen eben von der Zelle und zu einer größeren Degeneration eben auch so der Zelle.
- 28:47SPEAKER_00: Das bezeichnet man oder die, da gibt man die Dosis in Sivat an.
- 28:52SPEAKER_00: Und da haben verschiedene Berufsgruppen verschiedene Arten auch so von ionisierenden Strahlungen, die sie abkriegen dürfen.
- 29:01SPEAKER_00: Komischerweise hat dann so Flugpersonal und Ärzte haben deutlich höhere Richtwerte, als das so die Normalbevölkerung hat, worüber darüber sicherlich auch gesellschaftlich so ein bisschen diskutieren sollte und kann.
- 29:15SPEAKER_00: Aber da gibt es definitiv gewisse Grenzwerte, die man nicht überschreiten sollte.
- 29:20SPEAKER_00: So, eine jährliche Belastung, klassischerweise hat man so einen Bereich von 2,1 Millisivert, gibt man so an.
- 29:28SPEAKER_00: Und wenn man jetzt zum Beispiel ein einfaches Röntgen macht, hat es nicht so wirklich viel, das hat so 200, 300 Mikrosiewert.
- 29:37SPEAKER_00: Wenn man jetzt aber zum Beispiel so ein CT macht, also eine Computertomografie, hat es deutlich mehr Siewert.
- 29:43SPEAKER_00: Da bewegen wir uns dann gerne auch schon mal so bei 5 Millisiewert.
- 29:46SPEAKER_00: Also der Grenzwert, den wir haben, sind 2, sage ich mal, Millisiewatt.
- 29:50SPEAKER_00: Und wenn man jetzt zum Beispiel einen CT macht, sind es gerne auch mal 5.
- 29:53SPEAKER_00: Oder zum Beispiel, wenn man ein CT-Abdomen macht, sind es dann gerne auch mal 20 Millisiewatt.
- 29:58SPEAKER_00: Das heißt zum Beispiel auch jetzt für jemanden, der im mittleren Lebensalter ist, solltest du nicht unbedingt eine Computerdomografie durchführen lassen, sondern wirklich das nur in Ausnahmesituationen.
- 30:08SPEAKER_00: Setz da auf ein MRT.
- 30:10SPEAKER_00: Besteh auch darauf, dass du ein MRT bekommst und nicht, dass du irgendwie hier in die Röntgenspirale reingehst, sondern das sollte wirklich nur Ausnahmesituationen sein, das heißt in Unfällen oder wenn es halt auch nicht anders geht.
- 30:22SPEAKER_00: Fun Fact, ich hatte mal oder okay, ich weiß nicht, ob ich das erzählen soll, doch, ich erzähle es jetzt egal.
- 30:29SPEAKER_00: Ich hatte meine Entzündung meiner Prostata.
- 30:32SPEAKER_00: Ist bei Fahrradfahrern gar nicht mal so unhäufig, muss ich sagen.
- 30:35SPEAKER_00: Und dann wollte der Urologe letztendlich, um es nachher nochmal final abklären zu lassen, dass ich ein CT mache und ich habe halt gesagt, nein, auf gar keinen Fall lasse ich das machen.
- 30:45SPEAKER_00: Auf gar keinen Fall lasse ich das machen.
- 30:46SPEAKER_00: Und letztendlich ist es auch wieder abgeklungen.
- 30:49SPEAKER_00: Und ja, ich glaube da, ich habe dann noch mit ein, zwei Freunden gesprochen, die auch Urologen waren und habe es mir halt irgendwie auch so gesagt, so was kann es denn irgendwie sein, weil ich halt minimales Blut halt irgendwie in meinem Urin hatte und es war nicht ganz klar, was es halt irgendwie ist.
- 31:06SPEAKER_00: Und die Wahrscheinlichkeit, dass ich einen Blasenkrebs hätte, war halt irgendwie sehr, sehr, sehr, sehr gering und dann habe ich gesagt, ich entscheide mich dagegen.
- 31:12SPEAKER_00: Ich glaube, hier muss jeder auch so ein bisschen das für sich selber herausfinden.
- 31:17SPEAKER_00: Und bei mir ist es nachher auch wieder komplett, sag ich mal, abgeklungen.
- 31:20SPEAKER_00: Ich habe es dann nicht komplett diagnostisch durchchecken lassen.
- 31:24SPEAKER_00: Ja.
- 31:26SPEAKER_00: Und ich glaube, das war auch die richtige Entscheidung.
- 31:29SPEAKER_00: Okay, das ist die eine Strahlung, die wir haben.
- 31:32SPEAKER_00: Das ist die ionisierende Strahlung, also die wirklich direkt Schäden verursacht in eurer DNA und damit auch direkt so auf die Methoschonin einwirkt.
- 31:39SPEAKER_00: Andererseits haben wir dann aber auch noch so nicht ionisierende Strahlungen.
- 31:44SPEAKER_00: Das sind so Energiequellen mit geringerer Strahlenbelastung.
- 31:48SPEAKER_00: Und das ist jetzt zum Beispiel sowas wie UV-Strahlung, sichtbares Licht, Infrarot, Mikrowellen, Radiowellen, alles eigentlich so, was da auch Energie nach außen gibt: Bluetooth, Handys, Kopfhörer, sonstige Dinge.
- 32:03SPEAKER_00: Und hier kann man nicht jetzt direkt sagen, dass es hier Studien gibt, die zeigen, dass wir hier Veränderungen haben von unserer DNA.
- 32:12SPEAKER_00: Was man schon sagen kann, ist, dass übermäßige UV-Strahlung sicherlich nicht so stark eindrägt wie ionisierende Strahlung, dass sie aber zu Veränderungen der Haut führen kann.
- 32:25SPEAKER_00: Und dass zum Beispiel vor allen Dingen auch Hautalterungen in Hautkrebs dadurch einfach mehr vonstatten geht, wenn man sich sehr stark von UV-Strahlung bestrahlen lässt.
- 32:37SPEAKER_00: Deswegen zum Beispiel hat Australien ein deutlich höheres Hautkrebsrisiko.
- 32:41SPEAKER_00: Und eine der häufigsten Todesursachen in Australien ist zum Beispiel Hautkrebs, weil wir da eine deutlich höhere UV-Strahlung haben.
- 32:50SPEAKER_00: Andere Dinge sind aber noch solche Sachen wie niederfrequente elektrische magnetische Strahlung, jetzt zum Beispiel Handys, WLAN.
- 32:57SPEAKER_00: Gerade auch so Bluetooth, wenn man Bluetooth viel anhat und es zum Beispiel nachts neben seinem Kopf irgendwie liegen lässt, hat man relativ hohe elektromagnetische Strahlungen, die auch so im Bereich des Gehirns dann irgendwie auch so wirken.
- 33:10SPEAKER_00: Und da kann man jetzt nicht direkt sagen, es hat Auswirkungen irgendwie auf eure Mitochondrien.
- 33:14SPEAKER_00: Was man aber schon vielleicht sagen kann, ist, dass man nicht genau sagen kann, was da einfach auch passiert und dass eben auch Strahlung und gerade so niedrigfrequente Strahlungen Auswirkungen haben kann, auch auf eure Energie, die ihr auch irgendwie imitiert.
- 33:28SPEAKER_00: Und dass es da auch zu Veränderungen kommen kann.
- 33:32SPEAKER_00: Und dass es vielleicht nicht unbedingt so optimal ist, wenn ihr dauerhaft niedrige elektromagnetische Strahlung habt, die irgendwie an eurem Körper ist und so gerade im Bereich von eurem Gehirn einfach auch stattfindet.
- 33:45SPEAKER_00: Und auch vielleicht so nicht direkt im Bereich von euren Gonaden, also nicht so im Bereich von euren Eierstöcken oder von eurem Hoden.
- 33:54SPEAKER_00: Das heißt, so das Handy den ganzen Tag in der Hosentasche zu haben, kann man sicherlich drüber diskutieren.
- 34:03SPEAKER_00: Okay, nächster Punkt.
- 34:05SPEAKER_00: Unzureichende Regeneration.
- 34:08SPEAKER_00: Zu wenig Schlaf.
- 34:10SPEAKER_00: Das Zusammenspiel von unzureichender Regeneration, besonders Schlafmangel, hat signifikante Auswirkungen auf eure mitochondrale Funktion, besonders so unter Bedingungen von kontinuierlichem Stress.
- 34:25SPEAKER_00: Wir haben darüber gesprochen, wir brauchen diese oxidative Balance, wir brauchen irgendwie kurzfristigen Mahlstress, zellulären Stress, aber dann brauchen wir wieder auch die Erholung.
- 34:34SPEAKER_00: Und diese Erholung findet vor allen Dingen statt in Ruhephasen.
- 34:37SPEAKER_00: Wenn wir jetzt einen chronischen Schlafmangel haben, stört das so unsere Homöostase, die mitochondrale Homöostase.
- 34:45SPEAKER_00: Und das führt eher dazu, dass so Sauerstoffradikale mehr ansteigen und über einen langen Zeitraum ansteigen, was dann so in den Mitochondrien dafür sorgt, dass wir zum Beispiel so diese effiziente ATP-Produktion vielleicht nicht mehr ganz so gut vonstatten gehen kann.
- 35:04SPEAKER_00: Und unzureichender Schlaf zeigt sich eben auch bei sehr vielen Erkrankungen, gerade vom Gehirnstoffwechsel.
- 35:10SPEAKER_00: Das heißt, bei Parkinson, bei Demens und auch bei vielen degenerativen Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt, dass es eine maßgebliche Rolle spielt.
- 35:20SPEAKER_00: Und dabei ist es halt wichtig, dass ihr genug schlaft, um auch eure Mitochondrien zu optimieren, um generell leistungsfähiger und gesund zu bleiben.
- 35:28SPEAKER_00: Nächster Punkt da ist auch so das Thema psychosomatische Aspekte und emotionale Kontrolle.
- 35:34SPEAKER_00: Das ist ein Punkt, der wird sehr, sehr häufig belächelt.
- 35:36SPEAKER_00: Der wird auch von der Medizin immer sehr, sehr häufig belächelt.
- 35:39SPEAKER_00: Und Patienten wollen ungerne in diese psychosomatische Ebene gedrückt werden.
- 35:44SPEAKER_00: Psychosomatik bedeutet, dass eure Psyche einen Einfluss hat auf eurosoma, also auf euren Körper.
- 35:50SPEAKER_00: Und viele mithochendrale Dysfunktionen stehen auch im Zusammenhang mit psychosomatischen Aspekten, da wie gesagt Mitochondrien vor allen Dingen in eurer Muskulatur vorhanden sind, aber auch in eurem Gehirn vorhanden sind.
- 36:04SPEAKER_00: Das heißt, wenn wir das ist so ein Kreislauf, wenn man so will, dass wenn wir mithochendrale Dysfunktionen haben, ist es relativ wahrscheinlich, dass wir auch, dass viele Prozesse in unserem Gehirn nicht mehr ganz so gut versorgt werden, dass wir einen Energieengpass vielleicht auch haben oder Energie nicht mehr ganz so viel ankommt in unserem Gehirn oder weniger ankommt wie vorher, was sich komisch anfühlt, was sicherlich dann auch Prozesse von der Verschaltung im Gehirn beeinträchtigt.
- 36:30SPEAKER_00: Und auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass wenn wir eine schlechte emotionale Kontrolle haben und Stress in unserem Körper konstant einfach da ist, was viel damit zu tun hat, dass wir Emotionen nicht gut kontrollieren können, dass wir Emotionen vielleicht nicht gut wahrnehmen, dass wir Emotionen runterschlucken.
- 36:50SPEAKER_00: Und dieser vermehrte Stress oder diese emotionale Dysfunktion führt dazu, dass wir mehr Cortisol und Adrenalin haben.
- 36:58SPEAKER_00: Cortisol ist ein Hormon, Adrenalin ist ein Neurotransmitter, was eben auch diese Sauerstoffradikalproduktion wieder mehr nach vorne bringt und was dann einfach diesen oxidativen Stress und diesen oxidativen Kreislauf eben verstärkt.
- 37:13SPEAKER_00: Und dann nennt man das auch so ein bisschen so eine oxidative Spirale.
- 37:17SPEAKER_00: Das heißt, wir haben vielleicht psychosomatische Aspekte, wir können es nicht mehr ganz so gut kontrollieren.
- 37:22SPEAKER_00: Wir können unsere Emotionen nicht ganz so gut kontrollieren.
- 37:25SPEAKER_00: Das sorgt dafür, dass wir mehr Cortisol haben, das sorgt dafür, dass wir mehr Adrenalin ausschütten.
- 37:29SPEAKER_00: Cortisol, Adrenalin lässt uns schlechter schlafen in der Nacht, führt dann dazu, dass wir da auch wieder mehr oxidativen Stress haben.
- 37:36SPEAKER_00: Dadurch kommt es vielleicht zu einer mitochondralen Dysfunktion.
- 37:39SPEAKER_00: Wir machen dann auch irgendwie weniger Sport, weil wir uns schlechter fühlen.
- 37:42SPEAKER_00: Und das sorgt dann dafür, dass dadurch, dass wir eine Dysfunktion haben, unser Gehirn Energiestoffwechsel in Mitleidenschaft gezogen wird.
- 37:50SPEAKER_00: Und dadurch, dass wir dann hier weniger Energie im Gehirn zur Verfügung haben, haben wir eine depressive Verstimmung und fühlen uns schlechter, machen vielleicht noch weniger Sport, achten noch weniger auf uns, schlafen schlechter.
- 38:02SPEAKER_00: Und das ist dann letztendlich ein Kreislauf, der hier entsteht, der dann auch diese Mitochondral-Dysfunktion wahrscheinlicher macht.
- 38:10SPEAKER_00: Nächster Punkt da ist auch das Thema hartes Training, dauerhaft hartes Training.
- 38:15SPEAKER_00: Wir sprechen jetzt gleich über Training, auch wenn wir über die positiven Aspekte sprechen.
- 38:20SPEAKER_00: Aber Training und gerade auch hochintensives Training, also High-Intensity-Training, sorgt dazu dafür, dass wir eine Vermehrung haben von Sauerstoffradikalen und dass wir relativ viele Sauerstoffradikale haben, die einfach auch entstehen.
- 38:38SPEAKER_00: Kurzfristig helfen uns diese Sauerstoffradikale dabei, auch viele Prozesse anzuwerfen, zum Beispiel kurzfristig viele Sauerstoffradikale helfen, auch so diesen PGC1-Alpha-Mechanismus anzuwerfen, also Peroxisom Proliferator.
- 38:53SPEAKER_00: Das heißt, dieser Vorläufer oder der Master Switch von den Mitochondrien, wenn wir jetzt mehr High-Intensity Sessions machen, kurzfristig High-Intensity Sessions, sorgt das dafür, dass Mitochondrien eigentlich mehr entstehen.
- 39:04SPEAKER_00: Und das vor allen Dingen, das zeigt sich auch in Studien, dass mehr Enzyme auch der Mitochondrien gebildet werden.
- 39:09SPEAKER_00: Wenn es aber zu viel wird und wenn es zu einem Überliegen kommt von HIT und von Sauerstoffradikalen, dann führt es zu keiner Verbesserung mehr.
- 39:19SPEAKER_00: Und dann sorgt das eher dafür oder dazu, dass dieser oxidative Teufelskreis eben mehr entsteht, weil High-Intensity sorgt genauso dafür, dass wir mehr Sauerstoffradikale produzieren.
- 39:32SPEAKER_00: Es sorgt aber auch dafür, dazu, dass wir mehr Cortisol, Adrenalin ausschütten, was wir eben schon gesagt haben.
- 39:38SPEAKER_00: Das heißt vor allen Dingen zum Beispiel High-Intensity Sessions, so gerade vielleicht am Abend.
- 39:42SPEAKER_00: Führt dazu, dass wir eine stärke Stresshormon-Ausschüttung haben, dass wir dann noch vielleicht schlechter schlafen, weil es Einfluss hat auch auf unsere Schlafhormonproduktion, auf unsere Melatonin-Produktion.
- 39:54SPEAKER_00: Und da muss man eben gucken, dass man High-Intensity Sessions gut und sinnvoll einbaut und dass es hier ein gutes Gleichgewicht einfach auch gibt.
- 40:08SPEAKER_00: Okay, das waren so ein bisschen die Faktoren, die man berücksichtigen sollte, um die man vermeiden sollte, auf die man aufpassen sollte und die auch so ein bisschen die Grundvoraussetzung sind, damit wir überhaupt unsere Mitochondrien optimieren können.
- 40:23SPEAKER_00: Weil, wenn wir jetzt über die Optimierung sprechen, dann ist es wie überall so im Leben, Dinge nach vorne zu bringen, ist es immer schwieriger, wenn halt irgendwelcher krasser Ballast so mit an Bord ist.
- 40:37SPEAKER_00: Das heißt, wenn du zum Beispiel irgendwie drei, vier Mal die Woche Alkohol trinkst, wird es schwierig, deine Mietschangen zu optimieren, deine Leistungsfähigkeit, deine Gesundheit nach vorne zu bringen.
- 40:48SPEAKER_00: Wenn du generell sehr schlecht schläfst, wird es auch schwierig, hier Fortschritte zu machen.
- 40:54SPEAKER_00: Oder auch wenn du rauchst, ist es auch schwierig, langfristig gesehen, dass du dich wirklich optimierst.
- 41:01SPEAKER_00: Das heißt nicht, dass du dich nicht mehr optimieren kannst und das heißt nicht, dass du auch nicht direkt auf die Optimierungsseite gehen solltest.
- 41:07SPEAKER_00: Aber es ist so ein bisschen so, wenn du dauerhaft ballast mit dir rumschläppst und ballast über einen langen Zeitraum irgendwie auch hast, ist einfach Optimierung immer schwieriger.
- 41:19SPEAKER_00: Okay.
- 41:20SPEAKER_00: Kommen wir auf die Optimierungsseite.
- 41:22SPEAKER_00: Da gebe ich euch auch vier Punkte mit, die ihr tun könnt, um eure Mythoshörn drin nach vorne zu bringen.
- 41:30SPEAKER_00: Punkt Nummer eins ist sportliches Training und Bewegung.
- 41:34SPEAKER_00: Das ist so was Typisches, was dir jetzt wahrscheinlich auch dein Hausarzt sagen würde, dass du dich einfach sportlich betätigen sollst und bewegen sollst.
- 41:43SPEAKER_00: Das reicht nicht aus, meines Erachtens nach.
- 41:46SPEAKER_00: Hier sind aber sehr viele Studien, die gerade so im medizinischen Bereich irgendwie entstehen, die nicht ganz genau irgendwie Training auch erfassen und beschreiben.
- 41:54SPEAKER_00: Ich beziehe mich hier vor allen Dingen so ein bisschen auf die Studien von Bishop, der ein australischer Forscher, der viel auch so im Bereich von Low-Intensity, Medium-Intensity-Training geforscht hat.
- 42:05SPEAKER_00: Und hier zeigt sich eben, dass generell erstmal sportliches Training ist der wichtigste Faktor oder einer der wichtigsten Faktoren für auch so das Thema Hormises oder für das Thema auch so eure Widerstandsfähigkeit nach vorne zu bringen.
- 42:21SPEAKER_00: Gesunde Ernährung ist auch sehr wichtig, aber das reicht nicht aus.
- 42:25SPEAKER_00: Würde ich sagen, zeigt sich auch immer mehr, dass es eben nicht ausreicht, um langfristig gesehen auch Fortschritte zu machen.
- 42:32SPEAKER_00: Und das hat eben vor allen Dingen auch so mit dem Molekül PKC1 Alpha zu tun.
- 42:36SPEAKER_00: PKC1 Alpha, wie gesagt, ist der Master Switch, der Mitochondrion reagieren und der reagiert nach Ausdauerbelastungen mit einer zehnfachen Steigerung, mit einem zehnfachen, mit einem zehnfachen Anstieg.
- 42:52SPEAKER_00: Das war sogar nur eine Studie, wo sie irgendwie über 50% der VC Max die Athleten trainieren haben lassen.
- 42:57SPEAKER_00: Bei High-It-Style-Training ist es noch mehr oder auch bei einem Zone 2-Training ist es auch mehr.
- 43:03SPEAKER_00: Aber wichtig ist einfach, man braucht sportliches Training und Bewegung und auch das richtige sportliche Training und Bewegung, um langfristig gesehen auch seine Mythos zu optimieren und so zu erhalten.
- 43:14SPEAKER_00: Ein ruhender Lebensstil, ein Lebensstil, der irgendwie aus Netflix besteht und Couchsurfing, wird langfristig gesehen sehr, sehr schwierig sein, dass man da auch irgendwie gesunde und gute Mitochondrien einfach auch für sich auch aufbaut.
- 43:29SPEAKER_00: Da ist es so, dass Low-Intensity Training, gerade auch so Zone 2-Training, einen großen Effekt hat auf die Mitochondrien.
- 43:36SPEAKER_00: Da zeigt sich eben von Bishop, dass wenn wir mehr Low-Intensity Training durchführen, führt das vor allen Dingen dazu, dass die Mitochondrien Masse erhöht wird.
- 43:43SPEAKER_00: Das heißt, dass wir mehr Mitochondrien Masse entwickeln in Slow-Twitch Muscle Fibers.
- 43:49SPEAKER_00: Das kommt vor allen Dingen da auch zu einer Vermehrung von Mitochondrien.
- 43:53SPEAKER_00: Und dass High-Intensity Training vor allen Dingen auch dazu führt, dass wir noch stärkere Mitochondrien haben oder dass die Mitochondrienmatrix dicker wird, dass wir mehr Enzyme einbauen, dass wir also mehr Enzyme in die Mitochondrien einbauen und einpflegen.
- 44:08SPEAKER_00: Und dass man eigentlich so ein bisschen die Unterschiede, die Bishop da auch gezeigt hat, dass man eben auf der einen Seite sagt, okay, High Volume Training.
- 44:17SPEAKER_00: So, wir schaffen Mitochondrien Masse, wir bauen die Grundlagen auf und dann High-Intensity Training führt dazu, dass wir dann halt nochmal einzelne Enzyme mehr nach vorne bringen und einfach das dann auch mehr pushen.
- 44:29SPEAKER_00: Das war auch so ein bisschen die Grundlage, so Background des Ganzen, warum auch so ein polarisiertes Training zum Beispiel so einen guten Effekt hat auf eure maximale Sauerstoffausnutzung, also auf die VOC Max, so diese sportliche Leistungsfähigkeit im Ausdauerbereich, dass man sagt, so Mitochondrien ist ein wichtiger Faktor.
- 44:44SPEAKER_00: Für die VO2 Max, wenn man mehr Mitochondrien hat, viele Mitochondrien hat, hat das meistens einen direkten Effekt auf die Effekt auf die VO2 Max.
- 44:51SPEAKER_00: Und hier eben mehr High-Volume Training führt dazu, dass wir mehr Mitochondrienmasse haben, wobei mehr High-Intensity Training mehr dazu führt, dass wir mehr Enzyme haben in der Mitochondrien-Matrix.
- 45:06SPEAKER_00: Das deckt sich auch relativ gut so mit meinen eigenen Erfahrungen, würde ich sagen.
- 45:11SPEAKER_00: Wo man hier sagen muss, wo es definitiv noch fehlt, ist eben so der Unterschied, der Unterschied zwischen Low-Intensity Training, also Zone 1 und Zone 2.
- 45:19SPEAKER_00: Meines Erachtens nach ist Zone 2 deutlich effektiver, auch um die Mitochondrien nach vorne zu bringen, weil man es einfach so in der Leistungsfähigkeit sieht.
- 45:28SPEAKER_00: Das heißt, jetzt bei sehr vielen von Coaches, die wir halt irgendwie betreuen und wo wir viel Zone 2 Training irgendwie durchführen, zeigt sich eben, dass die Leistungsfähigkeit da gesteigert werden kann und dass meistens eben auch die Herzfrequenz meistens dann noch sinkt und die Pace einfach auch ansteigt.
- 45:48SPEAKER_00: Und wenn man sich so die V2 Max anguckt oder die V2 Max nach oben geht, dann ist es halt wahrscheinlich, dass es einerseits zu einer kardialen Anpassung kommt, also das Herz wird nach oben gebracht.
- 46:00SPEAKER_00: Es kommt zu vielleicht da zu einer strukturellen Veränderung, das Schlagvolumen steigt vom Herz, also wie viel Volumen man wirklich mit jedem Schlag ausgeben kann.
- 46:08SPEAKER_00: Andererseits aber eben auch zu einer Vermehrung, Verbesserung von den Mitochondrien.
- 46:15SPEAKER_00: Okay.
- 46:16SPEAKER_00: Also, wichtigster Punkt, ja, sportliches Training, Bewegung ist wichtig, um eure Mitochondrien zu optimieren.
- 46:23SPEAKER_00: Und das fehlt mir auch immer häufig bei sehr vielen Diskussionen hier.
- 46:30SPEAKER_00: Zweiter Punkt ist das Thema Kälteexposition.
- 46:34SPEAKER_00: Exposition gegenüber Kälte ist ein potentes Mittel zur Förderung der mitochondralen Funktion.
- 46:42SPEAKER_00: Das hat zwei Mechanismen, die dabei eine Auswirkung haben.
- 46:47SPEAKER_00: Einerseits ist es eine sogenannte thermogene Aktivierung, also thermisch.
- 46:51SPEAKER_00: Unsere Zelle oder unser braunes Fettgewebe hat die Möglichkeit, über ein Protein UCP1 heißt das Ganze, diese mitochondrale Atmungskette, die wir besprochen haben, also die, die eigentlich dafür sorgt, dass wir ATP benutzen, kann entkoppelt werden und kann dann zur Wärmeproduktion benutzt werden.
- 47:10SPEAKER_00: Was relativ irgendwie interessant ist.
- 47:12SPEAKER_00: Es ist so ein bisschen wie eine Glühbirne.
- 47:14SPEAKER_00: Und wir können das halt entkoppeln, dass wir sagen, einerseits haben wir Licht, ATP, andererseits haben wir aber vielleicht auch nur Wärme, die einfach hochentsteht in unserem Körper.
- 47:22SPEAKER_00: Und das hat zum Effekt, dass wir dadurch einen Effekt haben, gerade so auf unser braunes Fettgewebe.
- 47:30SPEAKER_00: Dieses braune Fettgewebe haben wir am Anfang gesprochen, was relativ stammnah meistens ist, was vor allen Dingen bei Kindern noch vorhanden ist und was dazu führt, dass wir Wärme halt produzieren können.
- 47:41SPEAKER_00: Das zeigt sich aber auch, dass es einige gesundheitsphysiologische Vorteile hat, wenn man mehr davon hat.
- 47:47SPEAKER_00: Und über Kälte, Kälteexposition, gerade auch über so Shivering, können wir also Schütteln, Schütteln, über Zittern können wir diese Produktion des braunen Fettgewebes anregen.
- 48:02SPEAKER_00: Das fördert so auch indirekt die Mitochondrien und die Bildung von Mitochondrien, weil im braunen Fettgewebe eben Mitochondrien so vorhanden sind.
- 48:14SPEAKER_00: Andererseits führt aber auch Kälteexposition zu einer direkten Aktivierung von PKC1 Alpha.
- 48:22SPEAKER_00: Was ist ein Protokoll, was ihr da durchführen könnt?
- 48:25SPEAKER_00: Praktische Umsetzung dabei wäre so ein Kälteexpositionsprotokoll.
- 48:29SPEAKER_00: Klassischerweise würde man so ein Shivering-Protokoll machen.
- 48:32SPEAKER_00: Shivering-Protokoll ist halt eben so Zittern, es ist nicht so ganz klassisch, dieses Eistonne, gehen die Eistonne für drei bis fünf Minuten, sondern so ein Zitter-Protokoll ist eigentlich eher so, geh eine kalte Dusche, mach für eine Minute so kalt, wie es geht.
- 48:45SPEAKER_00: Meistens irgendwie so in Deutschland 10 Grad, meistens mehr kälter gehen die Duschen eigentlich nicht.
- 48:51SPEAKER_00: Und außer vielleicht in Bayern, ich glaube, da gehen sie ein bisschen kälter, ich glaube, da gehen sie sogar auf 5 Grad, boah, ist schon echt richtig kalt.
- 48:57SPEAKER_00: Aber ich sage mal 10 Grad und dann so für 30 Sekunden bis eine Minute, dann stellt man sich daneben, fängt meistens ziemlich doll an zu zittern, das ist relativ unangenehm und dann geht man nochmal für eine Minute drunter, das ist relativ eklig und dann geht man raus.
- 49:12SPEAKER_00: Das kann man so vielleicht drei, viermal die Woche machen.
- 49:14SPEAKER_00: Und dann kann man vielleicht einmal die Woche zum Beispiel dann noch ein Kältebad machen, wo man dann probiert, sich zu steigern.
- 49:20SPEAKER_00: Vielleicht zuerst mit zwei Minuten anfangen, dann drei, vier, fünf und nachher vielleicht irgendwie bis zu sechs, sieben Minuten.
- 49:28SPEAKER_00: Okay, weitere Punkte, um das Ganze so zu optimieren.
- 49:33SPEAKER_00: Oder gehen wir noch einmal ganz kurz zurück vielleicht zum sportlichen Training.
- 49:36SPEAKER_00: Was sind Dinge, die ihr da auch vielleicht tun könnt?
- 49:38SPEAKER_00: Was wäre auch so eine praktische Empfehlung von mir, wie ihr das Ganze auch irgendwie angehen könnt?
- 49:43SPEAKER_00: Das ist wahrscheinlich was, was die meisten von euch interessiert.
- 49:46SPEAKER_00: Und hier würde ich sagen, setzt gerade am Anfang den Fokus auf Low-Intensity Training, auf das Aufbau eben so der Basis und achtet da noch nicht so wirklich ganz genau darauf, wie ihr auch, ob ihr jetzt auf Zone 1 oder Zone 2 unterwegs seid, Zone 1 ist eher so eine aktive Regeneration, Zone 2 ist eher dann so ein Bereich, der so ein bisschen moderater ist.
- 50:12SPEAKER_00: Generell ist eigentlich so Low-Intensity-Training, alles unterhalb von 80% der maximalen Herzrequenz im Laufen, im Radfahren sind es eher so unterhalb von 75 der maximalen Prozent der maximalen Herzsequenz.
- 50:27SPEAKER_00: Und macht da so dreimal die Woche ein Low-Intensity-Training.
- 50:31SPEAKER_00: Und probiert darauf zu achten, dass ihr hier keinen Cardiac Drift habt.
- 50:35SPEAKER_00: Cardiac Drift bedeutet, dass ihr anfangt mit einer Belastung und dann geht ihr von der Herzrequenz her immer höher.
- 50:40SPEAKER_00: Probiert, dass die Herzrequenz wirklich konstant bleibt und es sollte sich von eurem Körpergefühl und von eurer Herzsequenz ein konstanter Bereich bleiben.
- 50:48SPEAKER_00: Wenn ihr lauft zum Beispiel, das ist relativ schwierig, wenn ihr Anfänger-Anfängerin seid, das konstant zu halten.
- 50:53SPEAKER_00: Es dauert eine ganze Ecke, bis ihr das irgendwie hinbekommt.
- 50:55SPEAKER_00: Und beim Laufen müsst ihr ganz besonders darauf achten, dass ihr keinen Cardiac Drift habt.
- 51:00SPEAKER_00: Wenn ihr eher Radfahren oder rudert, ist es einfacher, das Ganze umzusetzen.
- 51:07SPEAKER_00: Und rudern dauert auch ein bisschen, aber beim Radfahren könnt ihr eher darauf achten, dass ihr hier auch dann 45 Minuten bis zu einer Stunde das Ganze durchzieht und hier auch dann keinen Cardiac Drift habt.
- 51:18SPEAKER_00: Das würde ich so dreimal die Woche machen und dann würde ich das Ganze noch mit Krafttraining aufbauen.
- 51:24SPEAKER_00: Es hat jetzt nicht unbedingt den Effekt nur auf die Mitochondrien, aber das ist wichtig, dass ihr vorher Krafttraining macht, bevor ihr dann zum Beispiel ein High-Intensity-Training macht, weil sonst ist die Verletzungsgefahr einfach sehr hoch bei einem High-Intensity-Training.
- 51:35SPEAKER_00: High-Intensity Training ist nicht was, was man einfach unvorbereitet machen sollte, wo man einfach sagt, oh, jetzt machen wir ein High-Intensity-Training, weil High-Intensity ist hochintensiv, ist anstrengend und wenn ihr das nicht gewohnt seid, dann ist die Gefahr groß, dass ihr euch verletzt, dass ihr euch auch was kaputt macht.
- 51:52SPEAKER_00: Auch so von einem Herzmuskel her einfach direkt ein High-Intensity-Training zu machen, ist vielleicht nicht unbedingt so gut.
- 51:58SPEAKER_00: Auch nicht, wenn ihr zurückkommt, wenn ihr lange Zeit vielleicht mal sehr sportlich wart und jetzt halt irgendwie sagt, okay, ich möchte jetzt wieder mehr und aktiver sein, bitte fangt nicht direkt mit High-Intensity oder Medium-Intensity-Training an.
- 52:09SPEAKER_00: Vier bis fünf, sechs, sieben, acht Wochen würde ich mich so auf Zone 2-Training, mit Kraft-Training, mit vielleicht ein bisschen Sprints, motorischer Aktivierung fokussieren und dann könnt ihr sicherlich probieren, noch ein High-Intensity-Training dazu zu nehmen, sodass ihr so vier Ausdauer-Sessions die Woche macht und so eine bis zwei Kraft-Sessions.
- 52:26SPEAKER_00: Ihr seht, es ist schon ein relativ voluminöseres Programm.
- 52:32SPEAKER_00: Das heißt, so vier, fünf Stunden die Woche solltet ihr schon eurem Training einfach auch widmen.
- 52:37SPEAKER_00: Für mich ist das aber auch sehr wichtig, dass ihr das macht, weil dass ihr das auch sehr lange so auch durchzieht.
- 52:43SPEAKER_00: Ihr könnt auch das High-Low-Intensity-Training sicherlich mit ein bisschen Walking und sowas ergänzen oder das auch ersetzen dadurch, dass ihr halt da irgendwie im Low-Intensity-Bereich kommt und euch bewegt.
- 52:53SPEAKER_00: Aber ich glaube, es ist wichtig für euch so auch zu verstehen, dass wenn ihr jetzt nicht auch Zeit in eure Fitness investiert und in eure Gesundheit, dann wird es halt später schwierig, dann auch, dass wir über Langlebigkeit sprechen und dass sie auch lange gesund bleibt und dass sie auch funktionell auch alles auch ganz gut funktioniert.
- 53:17SPEAKER_00: Wenn ihr wirklich wenig Zeit habt, reicht vielleicht auch zwei Low-Intensity-Sessions und eine Kraft-Session dazu.
- 53:22SPEAKER_00: Dann würde ich es aber auch so in dem Bereich, sag ich mal, so belassen, zwei bis drei Sessions so die Woche zu machen, dass ihr euch minimal drei Stunden auf jeden Fall die Woche bewegt und es tut.
- 53:34SPEAKER_00: Okay, Kaltexposition, haben wir durch.
- 53:37SPEAKER_00: Nächster Punkt ist dann auch so das Thema Nahrungsmittel.
- 53:40SPEAKER_00: Welche Nahrungsmittel zeigen sich vor allen Dingen, dass sie einen guten Effekt haben auf eurem Mitochondrien?
- 53:46SPEAKER_00: Erster Punkt, den ich dazu sagen möchte, ist, Training ist wichtiger, würde ich definitiv sagen.
- 53:52SPEAKER_00: Also es gibt auch sehr viele Athleten und Profiathleten, die sich sehr schäbig ernähren und die trotzdem auch sehr gute und sehr hoch- und sehr hochleistungsfähige Mitochondrien haben.
- 54:03SPEAKER_00: So dass Training wahrscheinlich einen deutlich größeren Effekt hat als Nahrungsmittel.
- 54:08SPEAKER_00: Natürlich ist Vermeidung von Giften, Vermeidung von potenziellen negativen Dingen ist immer essentiell wichtig, sowohl für Athleten als auch für Amateure.
- 54:20SPEAKER_00: Aber ich würde sagen, das ist jetzt so ein bisschen Icing on the Cake, die letzten zwei Punkte.
- 54:25SPEAKER_00: Nahrungsmittel.
- 54:26SPEAKER_00: Und ich finde, in der spirituellen Szene wird sich sehr, sehr stark genau auf diese beiden Punkte verlassen und gesagt, weil natürlich Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel ist halt immer einfach.
- 54:35SPEAKER_00: Kann man einfach einnehmen, ist eine Pille, ist easy going.
- 54:38SPEAKER_00: Aber Lebensstil zu verändern, ist halt einfach immer etwas schwieriger.
- 54:41SPEAKER_00: Und ich kann das verstehen, ich bin Coach.
- 54:44SPEAKER_00: Wir arbeiten da immer sehr, sehr viel mit Leuten dran und ich habe ein absolutes Verständnis dafür, dass es so ist.
- 54:49SPEAKER_00: Aber eben trotzdem versteht das, dass ihr müsst euren Lebensstil ändern, wenn ihr eure Mitochondrien optimieren wollt.
- 54:56SPEAKER_00: Und nicht nur daran arbeiten, dass ihr irgendwelche Wunderpillen einnimmt oder irgendwelche Wundernahrungsmittel.
- 55:02SPEAKER_00: Das ist immer wieder schwierig.
- 55:05SPEAKER_00: Okay, Nahrungsmittel.
- 55:06SPEAKER_00: Beeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, alles Substanzen, die sehr reich sind an sogenannten Polyphenolen.
- 55:14SPEAKER_00: Polyphenole sind Substanzen, die oxidative Eigenschaften haben, die meistens einerseits Vitamine dabei haben, die aber auch so sekundäre Pflanzenstoffe dabei haben, die eurem Körper helfen, oxidativen Stress zu vermeiden oder abzubauen.
- 55:27SPEAKER_00: Wie gesagt, das sind eigentlich so alle Beeren, die meistens sehr dunkel sind, also rot sind oder auch violett sind, oder auch jetzt zum Beispiel bei Brombeeren oder so, die auch eine schwarze Farbe haben, die sind meistens sehr reich an Polyphenolen.
- 55:40SPEAKER_00: Und dann gibt es noch so ein bisschen ein Thema, dass einige von diesen Substanzen auch Resveratol benutzen haben, vor allen Dingen auch Trauben, dunkle Trauben.
- 55:49SPEAKER_00: Und das ist so eine Substanz, die ist sogar ein sehr starkes Antioxidatives Substanz, die also sehr viel Stress abbaut und die sogar auch einen Effekt haben kann, direkt auch auf PGC1 Alpha, zumindest in Mäusen, was auch die Bildung von neuen Methylchonen anregt.
- 56:09SPEAKER_00: Respiratur war früher so die erste Longevity-Substanz, die super, super stark auch erforscht worden ist, von David Sinclair damals.
- 56:16SPEAKER_00: Und hat da nicht so ganz dem Hype standgehalten, muss man sagen.
- 56:21SPEAKER_00: Aber es ist was, was in Trauben viel vorhanden ist und was eine sehr starke antidoxidative Wirkung hat und damit auch einen direkten Aktivator eventuell sein kann, zeigt sich nur Mäusen, auf PGC1 Alpha.
- 56:36SPEAKER_00: Anderer Punkt, Olivenöl zum Beispiel hat auch relativ viele Polyphenole.
- 56:41SPEAKER_00: Das ist auch so einer der Gründe, warum man sagte, dass mediterrane Nationen eben einen gesünderen Lebensstil auch haben, weil sie mehr Substanzen und mehr Nahrungsmittel haben, die eben auch mehr Polyphenole haben.
- 56:52SPEAKER_00: Und dabei spielt eben Olivenöl, besten auch natives Olivenöl, eine wichtige Rolle.
- 56:58SPEAKER_00: Das merkt ihr daran, wenn ihr Olivenöl nehmt, nehmt das mal in den Mund, dann habt ihr, wenn die mehr Polyphenole haben, dann habt ihr so ein gewisses Krechzen zum Hals.
- 57:07SPEAKER_00: Und es führt dann meistens sogar dazu, dass man husten muss.
- 57:09SPEAKER_00: Viele denken immer so, das ist schlechtes Olivenöl, aber nee, das ist immer eigentlich so ein Qualitätskriterium.
- 57:14SPEAKER_00: Wenn man Olivenöl testet, dass man das erstmal in den Mund nimmt und dann kann man spüren, ob es mehr Polyphenole hat oder auch nicht.
- 57:23SPEAKER_00: Anderer Punkt ist fettreicher Fisch.
- 57:25SPEAKER_00: Gerade Lachs, Makrilde, so ein fettreicher Fisch, enthält relativ viel Omega-3-Fettsäuren und die helfen euch dabei, so diese Fluidität von euren Zellmembran zu verbessern und haben da auch einen Effekt dann auf eure Zellmembran generell und auf eure Mitochondrien.
- 57:43SPEAKER_00: Omega-3-Fettsäuren sind dabei halt wichtig für die Stabilität.
- 57:47SPEAKER_00: Stabilität, Zellmembran, dass Stoffe hin und her gut geschickt werden und sorgen auch mehr Omega-3-Fettsäuren, werden meistens ein bisschen zu wenig aufgenommen in unserer Bevölkerung.
- 57:58SPEAKER_00: Und mehr Omega-3-Fettsäuren sorgen auch meistens generell dafür, dass wir auch so Mikroinflammationen, also kleine Inflammationen in unserem Körper verringern können.
- 58:10SPEAKER_00: Und die meisten Menschen nehmen zu viel Omega-6-Fettsäuren auf, Sonnenblumenöl im Vergleich eben zu Omega-3-Fettsäuren.
- 58:20SPEAKER_00: Ist auch was, was man eventuell supplementieren kann.
- 58:24SPEAKER_00: Anderer Punkt ist dann noch so Blattgemüse, gerade auch dunkles Blattgemüse, Spinat, Grünkohl, viele Kohlsorten, Rucola.
- 58:32SPEAKER_00: Enthält sehr viel Antioxidantien, enthält auch manchmal noch Nitrat, was auch noch einen Effekt haben kann auf eurer Leistungsfähigkeit.
- 58:41SPEAKER_00: Und es enthält noch Mineralien wie Magnesium, was auch einen positiven Effekt hat so auf eure Zellen, auf eure ATP-Synthese.
- 58:51SPEAKER_00: Und wie gesagt, grünes Blattgemüse hat auch relativ viele Antioxidantien, also Vitamine wie A, E, C.
- 58:59SPEAKER_00: Und das ist von dem her auch da eher positiv zu werten.
- 59:05SPEAKER_00: Okay, letzter Punkt.
- 59:06SPEAKER_00: Nahrungsergänzungsmittel.
- 59:08SPEAKER_00: Das ist wahrscheinlich jetzt, was viele noch wissen wollen, ob es Nahrungsergänzungsmittel gibt, die gibt es, die direkt die Mitochondrien verbessern und optimieren.
- 59:17SPEAKER_00: Und den Zahn muss ich leider einmal ganz kurz ziehen, weil es gibt jetzt keine Studie, wo man sagen kann, okay, ein Nahrungsergänzungsmittel und du hast einen krassen Boost so auf eure Mitochondrien.
- 59:27SPEAKER_00: Es gibt sehr viele Studien über Bvitamine und da B-Vitamine, gerade so Vitamin B1, B2, B3, B5 und B Vitamine, gerade hier B1, B2, B3, B5, sind direkt an der Atmungskette beteiligt, sind Kosubstanzen an der Atmungskette, also an dieser Energiebereitstellung in den Mitochondrien.
- 59:50SPEAKER_00: Und deswegen werden die sehr häufig thematisiert, dass man eben nicht genug B-Vitamine hat.
- 59:55SPEAKER_00: Fakt ist aber, dass man meistens keinen Mangel hat oder einen sehr, sehr geringen, dass man einen Mangel hat, irgendwie in B-Vitaminen.
- 1:00:02SPEAKER_00: Und deswegen macht es nicht so viel Sinn, jetzt irgendwie B1, B2, B3, B5 zu supplementieren.
- 1:00:07SPEAKER_00: Gerade auch, wenn man mehr auch Weizenprodukte, Hafer auch irgendwie aufnimmt, hat man da eigentlich keinerlei Mangel irgendwie auch wirklich dran.
- 1:00:16SPEAKER_00: B12 ist sicherlich ein Faktor, der eine Rolle spielt, aber jetzt nicht unbedingt bei den Mitochondrien, sondern eher so bei eurem Sauerstoffstoffwechsel, dass ihr keine Blutarmut entwickelt und das ist ein wichtiger Punkt bei Veganern und Vegetariern.
- 1:00:31SPEAKER_00: B1, B2, B3, B5 arbeitet nicht unbedingt.
- 1:00:36SPEAKER_00: Anderer Punkt ist hingegen so Vitamin oder Coenzym Q10.
- 1:00:43SPEAKER_00: Coenzym Q10 ist ein wichtiger Stoff direkt in der Atmungskette.
- 1:00:48SPEAKER_00: Man bezeichnet es auch als Ubiquinon.
- 1:00:50SPEAKER_00: Das ist ein fettlösliches Molekül, was viel im Herz und Skelettmuskel vorkommt und was eine maßgebliche Rolle spielt in der Produktion für ATP.
- 1:01:01SPEAKER_00: Und hier zeigt sich in einigen Studien, dass es zu einer Verbesserung führen kann von der mitochendralen Funktion.
- 1:01:07SPEAKER_00: In einem Cochrane-Review, was aber sehr viele Sachen ausgewertet hat, hat sich kein Unterschied da auch gezeigt.
- 1:01:12SPEAKER_00: Ich glaube, das ist was ist, was man durchaus überlegen kann, Q10, weil es, wenn es einen Mangel gibt, ist es relativ wahrscheinlich, dass es auch einen Einfluss hat auf eure ATP-Synthese.
- 1:01:26SPEAKER_00: Q10 hilft generell, schädliche Moleküle auch so zu neutralisieren und es ist eben auch so ein Radikalfänger, was damit eben auch die Zellgesundheit unterstützt.
- 1:01:37SPEAKER_00: Und es scheint auch da so ein indirektor Aktivator einfach zu sein von PGC1 Alpha, also von dem Master Switch.
- 1:01:44SPEAKER_00: Und das scheint vor allen Dingen relevant sein, wenn die Speicher hier entleert sind.
- 1:01:49SPEAKER_00: Und deswegen wird es auch sehr stark im Longevity-Bereich auch diskutiert.
- 1:01:54SPEAKER_00: Deswegen ist das sicherlich was, worüber man nachdenken kann, das auch zu supplementieren.
- 1:02:00SPEAKER_00: Letzter Punkt bei Nahrungsergänzungsmitteln, sonst gibt es nichts, was man da auch irgendwie thematisieren sollte, ist Kreatin.
- 1:02:08SPEAKER_00: Kreatin ist sehr interessant, muss ich sagen.
- 1:02:10SPEAKER_00: Wir werden nochmal ein Deep Dive machen auch zu Kreatin.
- 1:02:13SPEAKER_00: Es ist das bestuntersuchste Nahrungsergänzungsmittel.
- 1:02:18SPEAKER_00: Und es ist auch eines der bestuntersuchten Nahrungsergänzungsmittel, auch gerade im sportlichen Kontext und im Performancekontext.
- 1:02:26SPEAKER_00: Wir haben ATP als Molekül, was ein relativ großes Molekül ist, was zerfällt, um Energie bereitzustellen.
- 1:02:33SPEAKER_00: Und Kreatin, Kreatin-Phosphat hilft uns dabei, wenn ATP zerfällt, wieder ein Phosphat an ADP.
- 1:02:42SPEAKER_00: Also wir haben zuerst Atriphosphat, Dreiphosphate, danach haben wir einen Verfall zu ADP, Diphosphat, Zweiphosphat noch und danach haben wir AMP, Adenosin-Monophosphat.
- 1:02:52SPEAKER_00: Und Kreatinphosphat hilft uns dabei, einen Phosphatrest wieder an das ADP dran zu hängen.
- 1:02:59SPEAKER_00: Es ist so ein schneller Recycling-Prozess, der kurzfristige Belastung verstärkt.
- 1:03:04SPEAKER_00: Und Kreatin hat einen signifikanten Effekt auf Sprintbelastung, hat einen signifikanten Effekt auf eure Muskelkraft und es hat auch einen signifikanten Effekt auf kurzfristige Sprints, zum Beispiel bei längeren Ausdauerbelastungen.
- 1:03:22SPEAKER_00: Und Kreatin wird auch diskutiert und auch relativ hot diskutiert im Bereich von hot diskutiert, wird auch relativ stark diskutiert im Kontext von mitochondralen Funktionsstörungen.
- 1:03:41SPEAKER_00: Weil eben dadurch, dass wir hier so einen Puffer haben, also Kreativphosphat, hilft uns dabei, ATP wiederum herzustellen und wir halt dadurch keine Sauerstoffradikale halt herstellen müssen, weil das eher so eine Pufferung ist, hilft es halt dabei, dann eher den oxidativen Stress zu reduzieren.
- 1:03:59SPEAKER_00: Das heißt, dass wir weniger oxidativen Stress in Mitochondrien entstehen lassen, dass wir weniger Sauerstoffradikale bilden, weil wir halt eben diesen Puffermechanismus haben über Kreatinphosphat.
- 1:04:12SPEAKER_00: Und daher ist Kreatin auch etwas, worüber man sicherlich nachdenken kann im Bereich von Mitochondrien-Funktion, Mitochondrien Performance und auch eben Mitochondrien Gesundheit.
- 1:04:26SPEAKER_00: Okay, gut, langes Thema.
- 1:04:30SPEAKER_00: Nerdtalk-Thema, definitiv, aber auch ein sehr wichtiges Thema.
- 1:04:34SPEAKER_00: Mitochondrien sind kleine Zellorganelle, die eine ganz, ganz wichtige Funktion haben.
- 1:04:40SPEAKER_00: Einerseits so für euren Energiestoffwechsel, aber auch für eure Zellgesundheit.
- 1:04:45SPEAKER_00: Sie sind einerseits so, wie man sagt, so die Kraftwerke der Zelle, sie sind aber auch andererseits so etwas wie die Zellpolizei.
- 1:04:54SPEAKER_00: Und sie spielen halt eine wichtige Rolle für eure Leistungsfähigkeit, aber auch langfristig gesehen für eure Langlebigkeit, für eure Gesundheit und dass ihr lange auch eine gute Zellgesundheit habt.
- 1:05:06SPEAKER_00: Als allerwichtiges, als allererstes ist es sehr wichtig, dass ihr so ein bisschen versteht, wir brauchen eine Balance, einerseits aus etwas oxidativem Stress, der aufgebaut wird, der muss dann aber auch wieder abgebaut werden.
- 1:05:19SPEAKER_00: Das heißt, wie überall brauchen wir irgendwie Yin und Yang, wir brauchen irgendwie eine Belastung und danach brauchen wir aber auch wieder die Erholung.
- 1:05:26SPEAKER_00: Was ihr vermeiden solltet in dem ganzen Kontext, sind halt Gifte.
- 1:05:29SPEAKER_00: Das sind Strahlenbelastungen, gerade so ironisierende Strahlung, passt auf mit CTs, Röntgen, guckt, ob das wirklich notwendig ist, besprecht das lieber nochmal durch.
- 1:05:38SPEAKER_00: Und aber auch so mit Quecksilber, Arsen, Blei sind Dinge, die man generell aus seinem Leben rausschmeißen sollte, vermeiden sollte.
- 1:05:46SPEAKER_00: Das heißt nicht, dass man jetzt zum Aluhut rumlaufen sollte für die Strahlung.
- 1:05:49SPEAKER_00: Aber das sind Dinge, die sind wichtig und dass ihr eurem Körper auch immer die Möglichkeit gebt, zu erholt, genug zu schlafen, auch wenn ihr berufstätig seid, ist essentiell wichtig.
- 1:06:01SPEAKER_00: Achtet auch so ein bisschen aufs Thema hartes Training, guckt, was passt bei euch, was ist eine gute Struktur.
- 1:06:07SPEAKER_00: Um eure Mitochondrien zu optimieren, das Wichtigste ist, Training, das richtige Training, eine gute Struktur zu finden, grundlagenorientiert zu trainieren, da eben die Basis zu schaffen, das Volumen zu schaffen von den Mitochondrien und dann halt eventuell noch Richtung Performance-Wise, High-Intensity-Training zu benutzen, um dann einfach noch einzelne Punkte auch mehr noch so zu optimieren.
- 1:06:31SPEAKER_00: Dinge, die auch die Mitochondrien verbessern können, sind Kälteexposition, richtig eingesetzt.
- 1:06:37SPEAKER_00: Nahrungsergänzungsmittel, vor allen Dingen so Kreatin, Coenzym QA, könnt ihr euch mal angucken.
- 1:06:42SPEAKER_00: Und von Lebensmitteln her sind sicherlich Beeren, was das wichtig sind, Omega-3-Fettsäuren und auch mehr Polyphenole in eure Ernährung mit zu integrieren.
- 1:06:54SPEAKER_00: Alles klar.
- 1:06:54SPEAKER_00: Ich hoffe, euch hat das Thema gefallen.
- 1:06:56SPEAKER_00: Wenn euch das Thema gefallen hat, würde ich mich sehr über einen Daumen oben dalassen.
- 1:06:59SPEAKER_00: Würde mich sehr freuen, wenn ihr den Channel abonniert.
- 1:07:01SPEAKER_00: Und ich wünsche euch einen schönen Tag.
- 1:07:03SPEAKER_00: Macht's gut.
- 1:07:03SPEAKER_00: Bis dann.
- 1:07:04SPEAKER_00: Euer Godo.