Latest / SOMMELIER / Kathrin Feix – Die Essenz der vinophilen Herzlichkeit
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- 0:00Hallo liebe Leute, wir sprechen Susanne Spies vom Restaurant Rosinen in Dorsen und Alfred
- 0:19Vogt aktivert Sommelier Rentner aus dem Bergischen Land. Wir wurden gebeten eine ultimative Lobhude
- 0:26auf Katrin Falks abzugeben. Vor langer Zeit durften wir mit ihr in verschiedenen Restaurants
- 0:31zusammenarbeiten. Dattable in Dortmund und Residants in Essen. Damals noch bekannt unter dem
- 0:37Pseudonym Jocchi war es ein äußerst angenehmes und perfektes Zusammenarbeiten mit ihr. Immer
- 0:43gut gelahnten positiv kennen wir Katrin, keine Arbeit war ihr zu viel, auch nicht die lästigen und
- 0:49die bespät in der Nacht Anhaltenden. Mit ihrer freundlichen und kompetenten Art begrüßte sie die
- 0:54Gäste, die sie zugleich willkommen fühlten und das bis zum Abschied der Gäste. Sehr erfreut waren
- 1:00wir zu hören, dass sie mit ihrem Mann dem genialen Koch Dennis ein eigenes Restaurant betreiben
- 1:05werde. Wir schalten die 800 Kilometer nicht, um sie in Bayern live erleben zu können. Umso mehr
- 1:11freuten wir uns nach der Corona-Pause, dass sie uns in Marburg ein Stück näher gekommen ist. Neben
- 1:17der tollen Küche ihres Mannes und ihrer besonderen Gastgeberschaft gefällt uns ihre Weinauswahl. Die
- 1:23Auswahl ist überraschend und vielfältig, hängt sich jedoch nicht an Oberflächen-Trends an. Auch für
- 1:28uns hat sie immer noch eine Überraschung parat.
- 1:52Ein herzliches Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Somye, die interessantesten Weinkänner unserer
- 1:58Zeit. Eigentlich müsste ich sagen, Weinkännerinnen, denn heute haben wir wie eine Frau zu Gast,
- 2:03Katrin Fikes. Die aktuelle Somme-Häre des Jahres im Großen Guide, Gastgeberin des Jahres 2016 im
- 2:08Gummio. Natürlich gelistet im Top 50 Ranking des Rolling Pin, hat sie sich schon vor 20 Jahren ein
- 2:14Namen gemacht durch ihre erfolgreiche Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben. Doch nicht nur das,
- 2:19denn genauso beeindruckend ist die Liste ihrer Station. Jörg Müller auf Silt, Lickernat Hamburg,
- 2:24Steinheuers Restaurant Bad Neuenahr, Marco Brun, Elthville Erbach, Lattable Dortmund,
- 2:29Schloss Berg Christian Bau, Residenzen Essen, Il Stradino im Columbia Hotel Bad Grießbach,
- 2:35Zwiebelstube in Stuttgart und seit 2023 leitet sie das Marburger Esszimmer in Marburg. Und heute ist
- 2:42sie hier. Und bevor wir ins Gespräch einsteigen, möchte ich mich aufs allerherzlichste bei unserem
- 2:47Partner, der Schlumberger Gruppe, mit den Handelshäusern Segnetz, Konzio Vini Schlumberger und dem
- 2:53Privatkundenportal Bremer Weinkollekt. Aufs aller allerherzlichste für die händische und natürlich
- 2:59nicht zuletzt für die wirtschaftliche Unterstützung. Ganz herzlich bedanken und dank Ihnen ist sie
- 3:03heute hier. Herzlich willkommen, liebe Katrin Fikes. Wann ging es bei dir eigentlich los mit dem Wein?
- 3:09Ich war eigentlich schon in der Ausbildung bei der ersten Startse mit Wein. Ich habe oben auf
- 3:18Sylt, habe ich gelernt. Ich habe drei Jahre bei Jörg Müller gelernt und ich war glaube ich damals
- 3:25gar nicht so darauf gefasst. Ich wollte eigentlich unbedingt gerne in die Gastronomie. Ich wollte
- 3:30gerne ins Restaurant und eigentlich Hotel eigentlich immer gern. Und ich bin da über Verwandte,
- 3:36über die Ausbildungsstelle nach Sylt gekommen. Ich bin ja in Berlin aufgewachsen und ich wollte
- 3:42unbedingt raus aus Berlin. Ich wollte gerne irgendwo anders hin und dann hat sich das super
- 3:45gut ergeben. Und bin da irgendwie reingekommen in dieses Restaurant mit dieser wunderbaren
- 3:52Weinkarte, was ich erst nach und nach auch erst geschätzt habe und auch so gelernt habe,
- 3:58was das eigentlich so heißt mit Wein. Also das ist schon mal, was es da an Vielseitigkeit und
- 4:05Fülle eigentlich gibt und wie das gelebt werden kann. Das habe ich dann über die Ausbildungen
- 4:11als Staat eigentlich schon immer gehabt. Das war so unglaublich schön zu sehen und dann auch der
- 4:18Austausch schon mal dort vor Ort zu haben. Wir waren ja auf Sylt sehr viele unterschiedliche
- 4:24Menschen, die ja da auf Saison auch immer waren und ich war eigentlich die, die immer die ganze
- 4:29Zeit da war. Was aber unglaublich schön war, weil man immer wieder neue Menschen auch in den letzten
- 4:34Jahren immer wieder auch getroffen hat. Es ist ja spannend gleich in so einen Laden reinzukommen.
- 4:38Es gibt ja kaum ein Restaurant, was in Deutschland so wahnsinnig viel nur viel orientiert ist wie
- 4:44das Restaurant Jörg Müller. Ich finde nicht auch. Weißt du noch, wie es damals war,
- 4:50warst du erst mal total überfordert mit Wein oder Berlin ist ja nicht unbedingt das Weinzentrum
- 4:55Nummer eins bzw. jetzt so langsam geworden. Es gibt ja, ich glaube, das ist die Stadt mit den
- 5:00meisten Weinfachgeschäften in Deutschland. Nicht nur wegen der Größe, sondern auch in der
- 5:05Relation zu Einwohnern und Quadratmeterzahl. Aber es fand ich war nie so ein Thema oder war das für
- 5:13dich da schon? Also wart ihr so aktive Weintrinker in der Jugend? Nee, gar nicht. Das ist wirklich,
- 5:18Berlin war damals für mich nicht interessant mehr zu bleiben. Es hat mich irgendwie nicht
- 5:23interessiert. Das war ja in den 90er Jahren und ich bin direkt mit 17 auch in die Ausbildung gegangen.
- 5:30Ich wollte direkt nach der Schule, ich hätte auch noch Abitur gerne machen können. Also,
- 5:36aber ich wollte einfach aus dieser Schule raus und ich wollte gerne endlich was tun und was machen
- 5:41und endlich auch was erleben. Und das war dann eigentlich mit einer Ausbildung woanders für mich
- 5:48eigentlich schon gesetzt dann. Und dann waren wir zum Vorstellungsgespräch da und mich irgendwie
- 5:54auf Sültern halt auch gekommen. Und Berlin ist damals auch nicht ganz so spannend gewesen.
- 6:02Das hat sich auch erst in den letzten Jahren interessanter gemacht. Das war zu meiner Zeit
- 6:09nicht so gut. Und es war alles so kurz nach der Wende auch gewesen. Das war ja gerade so die Zeit
- 6:17und dann fand ich es ganz toll eigentlich da nach Sül zu kommen. Und am Anfang war das eigentlich in
- 6:23der Ausbildung noch gar nicht so. Ich weiß mal die Grundlagen und erst mal ankommen und man klar hat
- 6:29man auch erst mal ein bisschen gelebt und dann hat man erst begriffen worum es eigentlich auch
- 6:34richtig geht. Und dann habe ich so der Schalter bei mir umgegangen und dann fand ich das total
- 6:40spannend zu erleben, dass man, wenn man den Gestern halt auch was empfiehlt, dass wenn man
- 6:46sich so traut, also erst mal die Mut haben, weil man das halt bei den anderen auch sieht und dann
- 6:52will man das auch gerne. Und das hat mich so gepackt. Ja, und das war natürlich schon sehr
- 6:59schön, dass man auch viele Möglichkeiten dann dort hatte. Hattest du in der Lehre dann schon
- 7:04Weinkompetenz? Also durfst du schon Weine empfehlen und Weine öffnen, Weine ausschenken und das aktiv
- 7:10leben? Ganz so stark noch nicht. Das kam erst viel später. Das war eigentlich mehr so, das ist
- 7:17Anschnuppern und dann hatte damals auch der Oberkerne, hatte sich damals selbstständig gemacht
- 7:24auf Sylt und der hatte mir dann damals, wie ich dann gegangen bin nach meiner Ausbildung,
- 7:28wie ich dann fertig war. Ich hatte auch noch ein Jahr länger eigentlich gearbeitet auf Sylt,
- 7:33weil mir das so gut gefallen hat. Aber ich habe mir gesagt, irgendwann musst du da auch mal runter,
- 7:37sonst kommst du nicht mehr von der Insel. Das ist am Anfang, das war gut, aber dann habe ich
- 7:41gesagt, ich muss jetzt doch weiter. Ich möchte mehr noch lernen und mehr noch sehen und dann hat
- 7:46mir mein Oberkerner, der eine österreichischen Wein geschenkt von den freien Weingärten Wachau
- 7:53und den habe ich dann mitgenommen und dann fand ich, das fand ich so toll, dass ich das dann auch
- 8:00schon so, dass man mir das so zugetraut hat. Ja, hier, das ist was, probiere das mal und das ist
- 8:06so für dich auf den Weg gegeben und das war jetzt kein riesengroßer Wein, aber das war einfach so
- 8:13die Geste schon mal, dass man dieses Vertrauen, das war irgendwie so ein, ich weiß gar nicht, wie
- 8:18man das sagen kann, so zwischenmenschliches Geben und Nehmen und damit bin ich dann quasi in die
- 8:26Wäldern gegangen, kann man sagen, aber eigentlich mehr nach Deutschland, ich bin ja dann nach Hamburg
- 8:31gegangen und später eigentlich hat das auch mit dem Wein erst an der A angefangen, wie ich beim
- 8:35Steinheuer gearbeitet habe. Da hatte ich so den Kontakt richtig, wo ich mehr den Wein auch empfehlen
- 8:42konnte, aber auch den Kontakt das erste mal richtig mit den Winzern und das fand ich damals sehr
- 8:50wichtig für mich auch zu lernen, wie die Winzer, was die erzählen, dann im Weingut zu sein, wie die
- 9:00das zeigen, wie die das leben, wie die das machen, wie das entsteht und dadurch diese Unterschiede
- 9:09von den Wein zu sehen, was man da dann zu den einzelnen Speisen machen kann und da war eigentlich
- 9:16so, ich sagte ja das will ich gerne machen, in die Richtung möchte ich gerne gehen, weit weg,
- 9:23was ich eigentlich an Plänen damals hatte und das war dann auch den Weg, den ich dann weitergegangen
- 9:28bin, dann wollte ich dann gern weiterverfolgen und daran habe ich mich auch festgehalten und
- 9:31dann mache ich immer noch viel Freude bis heute dran, immer noch weiter. Wenn du die ersten
- 9:36Winzerbesuche sind extrem prägend, das ging mir genauso, bei mir war es im Württemberg
- 9:40schon und ich war damals beim Neiberg das allererste Mal in Hohlen-Baltstein und beim Dautel und das
- 9:47waren für mich so Momente, wo ich den Wein nochmal ganz anders verstanden, ganz anders
- 9:52gegriffen oder ganz anders interpretiert habe. So ging mir das auch, ich fand es sehr interessant
- 9:58zu sehen, wenn du in den Weinberg dann noch gehst, das kam dann natürlich auch später dann noch mal
- 10:03ein bisschen, wenn du andere Weinregionen besucht hast, andere Weinländer, die Unterschiede zu
- 10:09sehen, ich finde das unglaublich wichtig, diese Reisen zu machen. Ich bin unglaublich gerne vor Ort,
- 10:14schaue mir das unglaublich gern an und was auch sehr prägend war, das war glaube ich die erste
- 10:21Mainzer Weinbörse, die ich besucht habe. Das war auch schon die erste Verkostung, so die man gemacht
- 10:29hat, wo man so öffentlich unglaublich viele Winzer hatte und weiß ich noch ganz genau, ich bin mit
- 10:37Freunden von Sylt im Auto über Nacht runtergefahren nach Mainz, es war sehr anstrengend, aber wir
- 10:45haben es dann, wollten auch pünktlich da sein, haben uns dann noch mit anderen getroffen,
- 10:52sind dann über diese Messe gelaufen und da mit dem Glas in der Hand und dann siehst du diese
- 10:58Winzerpersönlichkeiten damals ja auch noch, das war ja für einen gegeben, die du eigentlich so auf
- 11:04der Weinkarte dann auch hattest. Wenn du Reingau zum Beispiel, das war ja dann Reingau ja schon
- 11:10angegrenzt, wenn du Weidel dann hast und dann Marco Brunnen dann damals, dann Schloss Reinhardshausen
- 11:19gab es ja damals noch, weil extrem heiß begehrt, das waren ja alles so, oder aus Baden, das war
- 11:26unglaublich spannend für mich zu sehen, diesen Kontakt und dann auch, dass du diese verschiedene
- 11:31Weine probieren durftest dann auch und dann so an den Lippen hängst, was die erzählen, ja fand ich
- 11:39super. Wenn die Weine mit einmal auch Gesichter bekommen und wenn die Gesichter dann auch lieben
- 11:43können, also dann bekommen die Weinen noch bei einer ganz anderen Tiefe und eine ganz andere
- 11:47Interpretation, weil es noch wie du gelernt hast, war das mehr übers, übers Probieren und der
- 11:54praktische Teil oder eher das Theoretische, dass du gesagt hast, ich möchte mich mit Wein
- 11:58beschäftigen und Bücher verschlungen hast. Es war eher beides. Ich habe dann angefangen,
- 12:05mir unglaublich viele Bücher zu kaufen. Das haben wir ja früher, man konnte es ja immer noch,
- 12:09das war ja so, das große Weinatlas, das war ja fantastisch mit diesen großen, mit den
- 12:16Bildern drin, dass du so eine Kartografie hattest, wie sind die Weinberge aufgezeichnet, wie heißen
- 12:23die einzelnen Regionen, also dann habe ich sehr viele Seminare, habe ich besucht. Ich habe mich
- 12:27selber immer angemeldet, ob das Deutsches Weininstitut war, da habe ich die verschiedenen
- 12:33Kose mitgemacht. Ich fand die Sensori-Kose extrem spannend, das hat mir auch sehr geholfen. Für die
- 12:40Entwicklung, auch für die Verkostungen, wenn man da vor Ort war, dann das zu verstehen. Also ich
- 12:48habe so eine Mischung aus viel Bücher, viel selber, Seminare vor allen Dingen. Das war auch,
- 12:59ich habe auch früher mal mit Alfred Vogt und einem Tony van der Brücke, der hat damals über
- 13:06Bordeaux das erste Mal Seminar gemacht, da bin ich so ins Bordeaux, ist so ein bisschen reingekommen,
- 13:10das war unglaublich spannend, wie die zwei erzählt haben. Das war auch unglaublich prägend,
- 13:16also das so zu hören, also hat mir unglaublich gut gefallen und Verkosten. Dann viele, man war die
- 13:26Mainzer Weinböse natürlich immer gesetzt jedes Jahr. Ich glaube, es ist auch schon ewige Jahre,
- 13:33wo ich eigentlich auch immer hingehe. Ich glaube, ich habe ein Jahr verpasst, wo ich mal krank war.
- 13:36Das kam aber wahrscheinlich, hast du genauso angefangen, oder? Wie war es bei dir?
- 13:42Meine erste Messe war die Pro Wein. Also genauso letztlich wie bei dir, wo ich angefangen habe,
- 13:47mich ernsthaft mit Wein zu beschäftigen, sind wir auch über Nacht nach Düsseldorf gefahren.
- 13:51Ich hatte die Mainzer Weinböse damals gar nicht auf dem Schirm und unser stellvertretender
- 13:57Restaurantleiter hat mich damit geschliffen und da war es diese riesen Welt, die sich da mir
- 14:02offenbart hat, wo ich erst mal überfordert war. Und im Allgemeinen habe ich mehr gelesen als
- 14:10probiert am Anfang und habe versucht, die Weine auf unserer Weinkarte damals,
- 14:16war einer Speismästerei in Stuttgart. Wir hatten am Anfang ein später zwei Stellen,
- 14:20eine 500 Position Weinkarte, die auswendig zu lernen und zu schauen, was muss ich zu den
- 14:26Weinen wissen, dann die ganzen Klassifikationen im Bordeaux gelernt haben. Die geschichtlichen
- 14:31Sachen fand ich total spannend, aber es war Theorie und das Reisen zu den Weingütern. Und
- 14:39ganz stark die Kommunikation mit den Gästen, oftmals auch der Austausch mit den Gästen,
- 14:43wodurch man auch sehr, sehr viel gelernt hat, der Austausch untereinander. Und Wein kam dann
- 14:48für mich eigentlich erst später. Ich war eher serviceorientiert bzw. während der Ausbildung
- 14:53wollte ich noch eine große Bar, tender Karriere machen, weil ich irgendwie mal Cocktail gesehen
- 14:58habe und das irgendwie super cool fand. Cooler Film, ja. Findest du, dass Privatpersonen und
- 15:05professionelle unterschiedlich Wein lernen? Gibt es einen Unterschied? Frage ich mich.
- 15:12Ich hätte gedacht, dass eventuell Privatpersonen das vielleicht sogar noch ein bisschen konsequenter
- 15:20und ernsthafter nehmen und versuchen das mit Systemen anzugehen, nachdem sie so die Phase
- 15:26überwunden haben zu sagen, ich trinke einfach gerne Wein und versuchen sich da systematisch
- 15:31reinzulesen und durch das tägliche Arbeiten bei professionellen, das gar nicht so zielorientiert
- 15:39ist, sondern man versucht einfach verschiedene Informationen nebenher so ein wenig aufzunehmen.
- 15:45Ich denke, dass private Weingenisern schon einen gewissen Fokus haben auf gewisse Weine,
- 15:58die ihnen schmecken. Dass sie sich nicht so wie wir globaler halten, das ist glaube ich
- 16:06ein ganz kleiner Prozentsatz nur, weil wir beschäftigen uns ja auch schon eher mit größeren, also
- 16:15mit allem eigentlich, was Wein zu tun hat. Verkostungen glaube ich, dass sie da auch,
- 16:23dass sie ähnlich sind wie bei Privat und Summaries, glaube ich, ähnlich ist. Ich glaube,
- 16:28sie können schon differenzieren, wenn sie etwas länger da drin sind. Was rieche ich?
- 16:36Sind das primär rum? Sind es tärzer rum? Das ist so die Erfahrung, was ich jetzt auch
- 16:41immer habe im Restaurant. Da kann man schon sehen, ja, es kennt sich wirklich immer mehr
- 16:46Gäste besser aus, was ich auch super finde, finde ich wirklich großartig. Aber muss auch
- 16:51immer noch die Gäste abholen, die vielleicht noch am Anfang auch sind. Das ist auch ein
- 16:58großer Punkt, dass man die halt, ich habe Interesse, die signalisieren ja, ich habe mich
- 17:03schon mal ein bisschen damit beschäftigt und ein bisschen mehr probiert und, aber ich
- 17:09glaube es noch nicht so intensiv sich weiter damit beschäftigt haben, aber dann so ein
- 17:15bisschen fragen, wie kann man denn was nochmal ausprobieren, was meinen Sie denn dazu? Finde
- 17:21ich auch schön, dass man so gefragt wird, dass man so ein bisschen so eine Richtung
- 17:25manchen zeigen kann, nicht eine Meinung sagen kann, die kann man schon, aber ich finde,
- 17:30als Summaries sollte man immer so eine Richtung auch zeigen und dann kann man da auch nochmal
- 17:35viele mit Feinen weiter leiten, was ja auch immer schön ist. Hast du eine Empfehlung,
- 17:43dass du sagst, so könnte man an die Sache rangehen? Also wenn jemand fragt, wie kann ich
- 17:48ein bisschen Fein lernen? Was wäre da deine persönliche Empfehlung? Zum einen sage ich immer,
- 17:54als erstes ganz viel probieren. Das ist immer, macht einfach mal was auf. Learning by drinking.
- 18:00Ja genau, das ist einfach mal so halt auch zum Start ist, auch mit nicht immer allein,
- 18:05also nicht so zweit ruhig auch mal mit mehreren und ich finde halt auch, dass man nimmt euch
- 18:12einfach mal ein Thema auch vor. Sag dann, weil ich nehme heute mal von mir aus Rosé und dann
- 18:17macht doch mal drei verschiedene Rosés, macht mal was aus Frankreich, macht mal was aus Deutschland,
- 18:23vielleicht noch woanders, vielleicht Spanien oder Portugal, das gibt es ja einfach mal verschiedene
- 18:29Sachen oder ein Land nimmt die Provence mit drei verschiedenen Weinen, dass man einfach mal so was
- 18:36probiert oder die Loire einfach mit drei verschiedenen Weinen und dann testet das mal aus und dann
- 18:41soll jeder einfach mal auch sagen, was riecht er oder nimmt euch vielleicht auch nochmal so eine,
- 18:46es gibt ja diese Paletten, wo man die ganzen Farben, Gerüche, was riechig, was seh ich,
- 18:55was schmeckig drauf hat, was wir ja auch immer früher schon hatten in der Ausbildung und oder
- 19:02in der Sommelischule auch oder generell haben wir das ja schon vorher gehabt, aber das sage ich
- 19:07ganz gern, wenn ihr so was habt, das lässt sich leichter vielleicht schon mal in der Gruppe so
- 19:12zusammen so als spielerisch vielleicht auch mal erlernen oder das macht ja auch Spaß und wenn
- 19:17man so ein bisschen zusammen riecht, das riecht einfach den Apfel und sagt ja was denn für
- 19:21ein Apfel, dass man einfach mal genauer reingeht, ich mach das bei unseren Wine-Tastings ganz gerne
- 19:26auch, dass ich das immer so ein bisschen dann herauskitzeln möchte, dass man nochmal so,
- 19:31ich kann ja noch weiter denken, bis zu dem einen Apfel, ich kann sagen, das ist ein grüner Apfel
- 19:36oder das ist was Saftiges eher oder der eine sagt, ich rieche aber eher mehr die Gewürze raus,
- 19:41was denn für Gewürze, also das versuche ich immer ganz gerne auch weiterzugeben, einfach den Schritt
- 19:48weiter nochmal zu denken und zu erschmecken, einfach da weiterzugehen und das finde ich immer
- 19:53eigentlich ganz spannend und das nehme auch viele an und kriege ich auch manchmal Feedback dann,
- 20:01finde ich immer sehr schön, aber das war heute nochmal ganz anders, dass man da auch nochmal
- 20:05was Neues entdecken kann und ich glaube das ist auch das was die Gäste gerne möchten, auch mal
- 20:11was Neues entdecken. Ich finde das ist so eines der größten Learnings, die jemanden der sich mit
- 20:17Wein anfängt zu beschäftigen, erst mal realisieren muss, innehaben muss, also dazu bereit sein muss,
- 20:23über seine Gefühle, also seine Geschmacksgefühle zu reden, was vielen ganz ganz schwer am Anfang
- 20:28fällt, aber sobald man diese Brücke überschritten hat und sich einfach traut, wenn man weiß,
- 20:33man kann nichts Falsches sagen, alles was man sagt ist richtig, wenn man selber das in dem Augenblick
- 20:37so wahrnimmt und dann dieses Austauschen mit anderen, wo man sich dann gegenseitig auf die Fährte
- 20:44hilft, wenn man dem Aromolekühe, was man wahrnimmt, vielleicht noch keinen wirklichen Namen gegeben
- 20:49hat und ist dann in der Form zuordnen kann. Also diese Kommunikation finde ich ganz wichtig,
- 20:53also da eben auch dieses Wein trinken miteinander, dieser Austausch dabei. Ich hätte jetzt von der
- 21:01Abfolge fast gedacht, ist es interessant sich erstmal den Rebsorten zu widmen und dann verschiedene
- 21:07Weine zu probieren, von mir aus drei verschiedene Rieslinge oder drei verschiedene Sauvignon Blancs
- 21:11oder drei verschiedene Cabernet Sauvignon und sich auszutauschen oder eben auch verschiedene Rebsorten
- 21:17nebeneinander, eben Cabernet, Merlot und Pinot Noir und versucht herauszulösen, was die Unterschiede
- 21:24sind und das über die Aromen und über die Wahrnehmung, die Intensitäten, die Machart zu definieren.
- 21:30Ja, das hört sich ziemlich gut an. Das ist ein guter Leidweg. Wir haben kurz vor Weihnachten,
- 21:37ich war jetzt in der Buchhandlung und ich war total schockiert, dass es keine Weimbücher mehr
- 21:43gibt, also zumindest hier in Dresden keine Weimbücher mehr gibt. Es gab viele Kochbücher,
- 21:47es war auch nicht mehr so diese großen Klassiker, die es früher mal gab. Es gab unfassbar viele
- 21:51Ginbücher, es gab glaube ich 20 verschiedene Ginbücher, aber bei den Weimbüchern standen
- 21:56Bärbel Ringstand zum Glück da, Luc Schmidt stand da, dann Jens Briefe, die große Weinschule
- 22:04und das war es. Also mehr Weimbücher selbst in der großen Buchhandlung waren nicht da,
- 22:11es fand ich schockierend und eigentlich ununfassbar traurig. Was würdest du empfehlen,
- 22:15wie ist der beste Weg sich vorzubilden? Sind es Magazine, sind es Bücher, wenn ja welche?
- 22:21Sind es dann doch Internetportale, dass man sich da ran tasten sollte? Ist es YouTube,
- 22:26ist es Insta? Was für dich ein Weg? Da gibt es verschiedene Wege. Ich muss dir ehrlich sagen,
- 22:34ich habe genau dasselbe, was du gerade gesagt hast, mit der Buchhandlung genau dasselbe erlebt.
- 22:39Ich bin jetzt unglaublich gerne in die Buchhandlungen, weil ich gerne reinschaue,
- 22:43was es Neues gibt und ich war schockiert, ich war genauso schockiert, wie wenig Bücher es über
- 22:51Wein gab oder genau dasselbe war. Ich habe wirklich Bärbels Buch gesehen, das war,
- 22:59habe ich gesagt, oh, eine ist noch da wunderbar. Keine Rettetin, Berufsäte. Ja, also das war,
- 23:08das gibt es doch gar nicht. Aber genauso auch mit den Kochbüchern, das war nicht mehr so,
- 23:15da gucke ich auch unglaublich gern, war auch nicht mehr so viel da. Ja, es war schockierend. Also,
- 23:21wenn man sich gerne über Wein informieren möchte, ich glaube, dass so Weinzeitschriften
- 23:28schon mal sehr gute Wahl sind. Also kann man immer mal reinschauen, weil es auch immer auch aktuell
- 23:34ist, was es gibt. Ich weiß nicht, ob YouTube Videos gibt es bestimmt auch gute, habe ich
- 23:39noch nie gesehen, bin ich nicht so drauf. Es gibt aber bestimmt auch einige, die das sehr,
- 23:45sehr gut machen. Ich finde aber auch das über Instagram. Welche Weinzeitschriften empfiehlt
- 23:50du da, wenn ich da reintretchen darf? Hast du da welche, die du selber liest oder wo du dich selber
- 23:54fortbildest oder wo du sagst, wow, das würde ich meinen Nachbarn empfehlen, wenn die sich für
- 24:00Wein interessieren? Ich persönlich wechsel sogar immer ein bisschen, weil ich dann auch, also ich
- 24:07persönlich gucke dann mal nach den Themen, was interessiert mich gerade, was, oh, das ist mal
- 24:10wieder spannend, das hole ich mir das gerade. Also ich glaube, dass da halt die Vino-Mirma sehr
- 24:15interessant ist, gucke ich sehr gerne rein, auch was vom Mininger so ist, was zur Richtung, ach,
- 24:23jetzt komme ich nicht drauf. Die Weinwelt wahrscheinlich? Ja, die ab und zu auch, das war
- 24:31für die Winzer vor allem auch. Weinwirtschaft, Weinwirtschaft, genau, Weinwirtschaft,
- 24:37genau, das fand ich mal sehr spannend, aber es war jetzt auch eher für mich, glaube ich,
- 24:40jetzt für den Genustrinker, weiß ich nicht, ob das so interessant ist, aber warum nicht,
- 24:47ja, warum nicht klar, es hat auch mal ganz andere Aspekte auch und ich denke, dass auch ab und
- 24:53zu die Falster auch sehr, sehr gut ist. Ja, das sind so Zeitschriften, die mich jetzt spontan
- 25:00Gästen auch mal empfehlen würde, reinzuschauen, finde ich schon gut und ich finde auch viele
- 25:09interessante Berichte ab und zu, mal so Besuche, wenn ich bei Insta reingehe, was mal so neu gezeigt
- 25:17wird, das finde ich immer, schaue ich mal ein bisschen durch auch, dann gebe ich manchmal
- 25:21sogar auch Themen ein, das finde ich immer ganz spannend, oh, das ist ja auch mal wieder da,
- 25:25kann man auch mal sich mal wieder melden, informieren und dann, was man lange nicht probiert hat,
- 25:30ja. Dadurch werde ich auch mal relativ stark inspiriert, also durch Instagram, wo ich dann
- 25:35Weinflaschen sehe, sage ich, wow, kenne ich gar nicht, wieso kenne ich den nicht und dann werde
- 25:38ich neugierig darauf, aber ich finde, das ist dann so mehr der zweite Schritt, dass man sich dann
- 25:44wieder spezialisiert oder auch in verschiedenen Leuten, die da halt so ganz tief in dem Thema
- 25:49drinstecken, dann irgendwo folgt und versucht zuzugreifen, wie die ticken, wie die denken,
- 25:56wie die die Sachen wahrnehmen. So ein ersten Schritt finde ich, Magazinen wie Vino, oder auch
- 26:01Faltschtafe, sehr, sehr gut, weil die Berichte über Gebiete sind dort sehr emotional, also sind
- 26:07wie so Reiseberichte nicht selten aufgebaut und ich bekomme mal richtig Lust darauf,
- 26:10die Weine zu probieren, dorthin zu fahren. Vielleicht gar nicht so dieses, dieses Punkteauflistung,
- 26:17dass man sagt, oh, der hat 98, 97, das verschiebt manchmal auch so ein wenig,
- 26:20dass die Wahrnehmung und das Bewusstsein und raubt dann eher auch den Mut einfach was,
- 26:28was zu probieren, sondern man ist dann so dieser Punkt, die jeder Jäger oder wird automatisch zum
- 26:34Punkt Jäger, da würde ich mich eher so an den Berichten und an der Inspiration orientieren. Da
- 26:42finde ich das schön. Findest du Weinschulen wichtig? Also da, ich war da ja so begeistert,
- 26:48dass du, glaub ich, während der Corona-Zeit auch eine Weinschule eröffnet, begleitet oder
- 26:54Weinseminare gestaltet hast. Ich finde, das ist viel zu wenig. Ja, also ich habe ja zu
- 27:03wie es Corona kam, wir waren sehr lange in Kurzarbeit gewesen. Das hat mich unglaublich
- 27:07verrückt gemacht, nichts zu tun und dann haben wir, wo wir dann zwar online ein bisschen was gemacht
- 27:15für die Mitarbeiter, auch Seminarer und das hat mich aber, das sage ich ja gut, wenn wir haben so
- 27:21viel alten Stundkundenstamm noch bei uns, wo wir in Bayern damals waren und die haben gesagt,
- 27:29hier, wir machen jetzt was, wir probieren es einfach, wir machen es einfach. Und dann habe ich
- 27:33einfach Weinartigkeit, die Fikes, habe ich das genannt und habe angefangen, Weinseminare zu
- 27:40geben. Also habe das einfach mal so versucht erst online, das war gar nicht so gefragt bei
- 27:47den Innenkunden. Da war ich ein bisschen überrascht, da war ich eigentlich da, okay, das wäre vielleicht
- 27:51so eine Idee und dann haben wir aber angefangen, Wine-Tasting zu machen, so richtig so nicht
- 27:59online, sondern einfach, dass du da bist, das ist so richtig, habe ich verschiedene Gastronomien,
- 28:05habe ich angeschrieben, die bei uns waren im Ort, hier kann ich euren Raum vielleicht nutzen,
- 28:10können wir da was machen und das wurde dann angenommen, da habe ich dann auch mal so Wein-Lernen
- 28:17einen Kurs so gemacht, das war auch so wirklich so Wein-Verstehen, so richtig Anfänger, dass
- 28:23man, ich komme mit Wein an, was muss ich probieren, was kann, wo kommt Wein her, wird das gemacht
- 28:29und wo sind die Unterschiede und dann haben wir aber auch Events veranstaltet, Dennis und ich,
- 28:36haben einen Menü gemacht, also ein Fünfgang-Menü mit komplett Weinbegleitung, Fünfgänge,
- 28:44Fünfweine mit Apparativ, Wasser, Kaffee all in, als Paket geschnürt und haben das in einem Restaurant,
- 28:53in einem Brauhaus bei uns gemacht, wir durften den Raum nutzen, wenn die geschlossen haben,
- 28:57die Küche nutzen, Dennis hat gekocht, hat die Vorbereitung gemacht, der haben uns dafür
- 29:02Equipment alles gekauft, weil wir dachten, okay, vielleicht ist das ja ein Modell für die Zukunft,
- 29:07dass wir das vielleicht irgendwann mal doch alleine machen, dann haben wir schon mal so einen
- 29:11kleinen Stock, wir probieren es einfach, haben das gemacht und es kam so gut an, haben dann verschiedene
- 29:17Weintämen genommen, weiß, Weiner aus Spanien und Portugal, aus Österreich, hat man Wein gut
- 29:23nur genommen, Weiner aus Württemberg, alles so was und es kam unglaublich gut an, dass es halt immer
- 29:29wieder jetzt gebucht wird und dann sind wir, war die kurze Arbeit für Ende und wir waren damals
- 29:35eigentlich in Stuttgart, haben aber in Bayern das gemacht, weil wir da immer noch unser Domizila
- 29:40mit unserem Haus und ja, dann war Stuttgart geschlossen und wir haben was Neues gesucht und
- 29:48dann habe ich das natürlich immer nur so Püapö machen können oder wir machen können, aber
- 29:55trotzdem immer so neben diesen Events, was wir gemacht haben mit dem Kochen, auch noch dann
- 30:01diese Weintastings gemacht, mit Roséwein, mal mit Weißwein, mal begunder Abend, wo wir dann einfach
- 30:08nur Kleinigkeiten zu essen gehabt haben, das war sehr gut angekommen und dann sind natürlich auch ein
- 30:15paar von den Hotels nochmal drauf aufmerksam geworden drumherum, ob ich denen nochmal helfen kann
- 30:19mit der Weinkarte, das weiß ich auch immer sehr gerne, unterstütze auch, wenn die Hilfe brauchen
- 30:24und dann machen wir das eigentlich jetzt bis eher nebenbei, was wir immer wieder anschreiben,
- 30:32ich mache das über unser Newsletter über Weinartig, dass sich die Gäste anmelden können und
- 30:38dann kommuniziere ich, wenn wir wieder ein Event machen, meistens wenn wir im Urlaub sind, dann
- 30:43bereiten wir das dann immer vor, dass wir das dort auch nutzen können und es hat sich sehr
- 30:48gut etabliert und die Nachfrage ist gut, leider kann ich nicht so oft, das können wir es leider nicht
- 30:55so oft machen, weil wir doch jetzt fest eingespannt sind mit unserer Arbeit hier im Marburg. Gibt es
- 31:00da Tipps, die du, wenn jemand das machen möchte, wenn jemand weinen deinen Weinschule oder sowas
- 31:06ins Leben rufen möchte, was man auf keinen Fall, was man unbedingt machen muss, was waren für dich
- 31:11die größten Learnings dabei? Für mich war das meiste, ich wollte ganz viel, ganz schnell machen,
- 31:22dass mein Mann, der bremst mich dann immer Gott sei Dank, der sagt, ne, wir machen erst mal so,
- 31:27der ist dann immer der, der mich immer ein bisschen bremst, ich will immer ganz, ich habe immer
- 31:33unglaublich viele Ideen, die ich gerne sofort umsetzen möchte, aber dann bin ich immer sehr froh, dass er
- 31:38da ist und eigentlich immer sagt, nee, mach mal nicht. Ich glaube, man muss einfach selber ausprobieren
- 31:47und sich selber auszustellen, wenn man ein Konzept hat, woran man glaubt, ich glaube,
- 31:54dann funktioniert das auch und da gibt es unglaublich viele Varianten, die man dann immer noch
- 32:00irgendwann ändert. Also wir haben eh viele Sachen nochmal dann umgeändert auch, aber du musst
- 32:05einfach mal starten und wenn du das hast, dann funktioniert das. Also ich habe eine Website
- 32:12dann selber erstellt, das wollte ich eigentlich alles machen lassen, ich sagte, nee, wir sparen uns
- 32:15das Gelbe im Anner selber, das habe ich dann alles selber gemacht, die Website selber gemacht,
- 32:19habe mich um die Newsletter alles selber gekümmert, wo ich mit Technik nicht so ganz affinter, aber ich
- 32:26habe mich da reingefuchst und das hat dann gut funktioniert und bin da sehr glücklich, dass
- 32:31ich das immer noch sehr gut alleine schaffe. Wenn jemand hier brauche, dann kenne ich Leute,
- 32:36die ich fragen kann. Das ist immer wichtig. Einfach erstmal trauen, sich ran trauen und machen,
- 32:43also gar nicht so sehr alles theoretisch durchspielen, sondern loslegen. Ja gut, klar. Theoretisch einmal
- 32:51schon ein bisschen was vorlegen musst du schon und dann einfach mal beginnen. Ich finde, das ist
- 32:55total eingeschlafen, so Weinschulen im Allgemeinen, wenn ich so an die 2000er denke, wahrscheinlich
- 33:00war ich damals auch so im Weinschulzentrum mit Christina Fischer in Köln und Claudia Stern,
- 33:05die das aktiv gelebt haben, aber ich fand auch in Berlin gab es ganz, ganz viele Weinschulen
- 33:09oder München oder in Hamburg und es war so ein richtig präsentes Thema, was so in den letzten
- 33:13Jahren gar kein Thema oder kaum noch ein Thema ist, aber vielleicht habe ich da auch eine total
- 33:19falsche Wahrnehmung. Ist das irgendwie eingeschlafen oder gibt es das trotzdem noch sehr intensiv?
- 33:24Ich kenne das auch noch aus der Zeit, wie ich angefangen habe, Wein zu lernen. Also ich war
- 33:28ungenau, ich habe ja auch diese Seminare bei der Claudia Stern und bei der Christina Fischer
- 33:34damals wahrgenommen und das war, das war sehr faszinierend für mich.
- 33:41Ich möchte mit euch gerne eine Reise antreten und glaubt mir, diese Reise würde euch inspirieren.
- 34:03Es ist eine Reise durch Geschichte, durch Landschaft und natürlich durch den Genuss eines wunderbaren
- 34:09Weines. Lasst uns eintauchen die Geschichte des Botsford-Wirey. Lasst uns zurückgehen ins Jahr
- 34:141882. Damals machte sich ein deutscher Einwanderer namens Georg Schonewald aus dem rechtbald
- 34:21Joshua Ward werden sollte auf eine unglaubliche Reise. Er ließ sich um 1870 im wunderschönen
- 34:28Napa-Vellenlider und was tut er dort? Er kaufte ein Anwesen, 31 Hektar in Sand-Hellen an Kalifornien.
- 34:34Es fragte euch vielleicht, warum dieses Land zu dieser Zeit? Und das ist leicht erklärt.
- 34:40Denn Visionäre denken nicht in Grenzen. George platze 17 Hektar Weinreben und gab dem Anwesen
- 34:44den poetischen Namen Esmeralder. Ist das nicht wunderschön? Aber George fand nicht nur ein
- 34:49Winzer. Nein, nein, er war ein Hotelier. Er leitete einige der renommiertesten Hotels in
- 34:54Nordkalifonien darunter das berühmte Hotel de Montemontere. Ich versuche euch das Bild
- 35:00dieses Mannes vor Augen zu führen. Ein Unternehmer, ein Träumer, ein Mann mit einer Mission. Und das war
- 35:05erst der Anfang. Dann springen wir zwei Jahre weiter ins Jahr 1884. Ein neuer Name tritt auf die Bühne
- 35:11Frank Craft. Frank übernimmt ein Teil des Anwesens. Er baut ein viktorianisches Farmenhaus. Ich
- 35:18meine, wer liebt nicht ein gutes viktorianisches Farmenhaus und er richtet einen Sandsteinkeller.
- 35:23Und das war der Beginn der Old Craft Winery. Das war die Zeit, in der die Menschen ihre Träume
- 35:29mit eigenen Händen bauten. Und jetzt lasst uns das Jahr 1910 reisen. Das Anwesen der Erhältsein
- 35:36heutigen Namen Sportswood. Wisst ihr warum? Wegen einer Frau. Da haben Susan Spots, die es zu
- 35:42ehren ihres verstorbenen Ehemanns Albert umbenannte. Das ist nicht nur Liebe, das ist Hingabe.
- 35:47Jetzt springen wir in die 70er Jahre. Mary und Dr. Jack Novak kauften dieses Anwesen. Sie ziehen
- 35:54mit ihren fünf Kindern nach St. Helena. Und alle scheiden perfekt, bis das Unvorstellbare passiert.
- 35:59Jack stirbt plötzlich im Jahr 1977. Und Mary, was tut Mary? Sie zeigt uns, was bedeutet stark zu sein.
- 36:07Sie übernimmt das Weingut. Und sie beginnt Trauben bei anrenommierte lokale Weingüter wie
- 36:11Schäfer und Dackeon zu verkaufen. Und dann, im Jahr 1982, gründete sie die Sportswood Winery. Das
- 36:19ist Entschlossenheit. Das ist Mut. Das ist Inspiration. Aber das ist noch nicht alles. Im Jahr 1985
- 36:24kommt ein Mann namens Tony Sue Ternsville. Und Tony bringt eine Revolution mit sich. Er stellt
- 36:30das Weingut auf biologischen Anbau um. Wisst ihr, was das bedeutet? In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit
- 36:35noch nicht einmal ein Thema war, war Sportswood ein Pionier. 1992 erhielt sie Zertifizierung durch
- 36:41die California Certified Organic Farmers. CCOF. Das ist Fortschritt. Und heute? Heute wird die
- 36:48Sportswood Winery von Mary Töchter geführt. Beth und Lindy Novak. Diese beiden Frauen,
- 36:52kommt last und ehrlich sein, sind Powerfrauen. Setzen das Vermechnen des ihrer Mutter fort. Beth
- 36:57trat 1987 in den Familienbetrieb ein und hat maßgeblich dazu beigetragen, Sportswood zu dem zu
- 37:03machen, was es heute ist. Lindy folgte 1992 und brachte frischen Wind ins Marketing. Gemeinsam
- 37:09haben sie dieses Weingut zu einem der angesehensten im Napa Welle gemacht. So weit reichen, dass
- 37:14Robert Parker ihn als einen der wichtigsten Grand Cruises als Chateau Magaux des Napa Welles
- 37:20bezeichnet. Aber es geht nicht nur um Menschen, es geht um die Natur. Sportswood steht für
- 37:26Nachhaltigkeit. Ihre Weinberge, 42 Hektar, hauptsächlich mit Cabernet Sauvignon bepflanzt,
- 37:31werden mit äußerster Sorgfalt gepflegt. Regenerative Landwirtschaft, Deckfrüchte,
- 37:36Niskästen, elektrische Fahrzeuge, reduzierte Wasserverwendung. Sie haben ihren Verbrauch in
- 37:41den letzten Jahren um die Hälfte gesenkt. Und wisst ihr, warum das wichtig ist? Weil sie nicht
- 37:45nur Wein machen, sie machen Geschichte, sie machen eine bessere Zukunft. Aber natürlich machen sie
- 37:50auch Wein. Und ich möchte nicht über den Estate Cabernet Sauvignon reden, sondern über den
- 37:54Lindenhurst Cabernet Sauvignon. Das versteckte Schätzchen. Sein Name, er hat die duftenden
- 37:59Lindenbäume, die seit den späten 1800er Jahren die Gärtnis Weingut istieren. Ist das nicht
- 38:04eine wundervolle Umarsch an die Natur und die Geschichte? Aber das ist nur nicht alles. Die
- 38:09Zusammensetzung dieses Feins ist etwas ganz Besonderes. Die Coupé variiert je nach Jahrgang,
- 38:13aber der Fokus bleibt stets auf Cabernet Sauvignon im Jahre 2019. Setz dich der Lindenhurst wie
- 38:18folgt zusammen. 79,2% Cabernet Sauvignon, 10,6% Merlot, 3,8% Petit Vendot und 3,5% Cabernet
- 38:26Franc. Und natürlich nicht zu vergessen die 2,9% Malbec. Diese Kombination ist nicht nur eine Formel,
- 38:31sie ist kunst. 20 Monate lang in Eichenholz fässern ist kein Rezept, das Pauschal angewendet wird,
- 38:37sondern variiert je nach Jahrgang. Im Jahr 2019 62% neues Holz zum Vergleich im Jahr 2021 waren
- 38:44sie nur auf 35. Im Glas tiefes Poupour und dann kommen die Aromen von schwarzen Johannesbären,
- 38:49dunklem Kürschkoli, Zigarrenkissen und Piment und am Gaumen diese Feinternien, diese Balancierta,
- 38:53diese erfrischende Frucht und dieser Abgang, der eigentlich loslässt. Ja, es scheint ja reicht,
- 38:58Balance und Vielschichtigkeit. Das ist Leidenschaft, das ist Kunst, das Ergebnis ein Wein mit Tiefe,
- 39:04mit Illeganz und Bitte erhebt das nächste Mal euer Glas auf Spotswut, auf ihre Geschichte,
- 39:10auf ihre Innovation und auf die Menschen, die mit ihrer Arbeit die Welt ein bisschen schöder
- 39:16machen. Vielen Dank dafür und noch ein großes Dankeschön dem deutschen Importeur, dem Handelshaus
- 39:21Schlumberger. Ich weiß noch genau, wie ich das erste Seminar
- 39:34bin, ich habe alleine nach Köln gefahren und habe an diesem Wein Seminar von der Claudia
- 39:39Stern teilgenommen und danach habe ich das bei der Kristina dieses Essen und Wein gehabt und das
- 39:48gibt es heutzutage weniger, finde ich. Es gibt es weniger. Aber ich gucke mir auch, ich schaue zwar
- 40:01auch immer, wenn mich jemand fragt, wo kann man hingehen, was könnte man besuchen, dann versuche
- 40:10ich das eigentlich auch immer gerne noch weiterzuleiten. Es gibt im München immer noch was ich
- 40:14gesehen habe, ich glaube einfach genießen. Da hatte ich mal geschaut, das fand ich sehr spannend,
- 40:21was die anbieten. Wenn ich jetzt noch jünger werde, ich das wahrscheinlich auch mehr ein bisschen
- 40:27nahegelegt, aber das empfehle ich auch gerne. Aber ich finde auch, dass es extrem weniger
- 40:34geworden ist. Vielleicht fühlen sich ja einige motiviert, dann doch wieder Wein Seminare zu
- 40:38geben. Wir hatten hier in Dresden auch mal eine Weinschule und das wurde eigentlich auch sehr
- 40:41gut angenommen. War da damals zufrieden oder fand das sehr spannend. Das was ich finde,
- 40:47was ganz selten vermittelt wird auch bei Wein Seminaren oder bei Weinabenden, ist so die Lust
- 40:53am Wein, dass man richtig Freude beim Weintrinken hat und das eigentlich auch gerne zeigt. Ich
- 40:59finde den Vergleich da extrem spannend, wenn du jemanden zuschaust, der auf der einen Seite ist
- 41:05oder jemanden zuschaust, der Wein trinkt oder jemanden zuschaust, der ein Schokoladenkuchen
- 41:11ist. Wenn du jemanden zuschaust, der ein Schokoladenkuchen ist, dann ist das eine ganz andere,
- 41:16schon visuell sinnliche Geschichte. Wenn wir das mit Wein vermitteln können, dass man diese
- 41:21gleich, man hat die gleichen Empfindungen. Man hat diese, auch die Entspannung, die man sich selber
- 41:27so gestiert, beim Wein durch Alkohol, bei Schokolade durch den Zucker, dann die Aromfülle, die man
- 41:32wahrnimmt und die eigentlich schon visuelle Sinnlichkeit oder sich darin fallen lassen,
- 41:41oder das genießen. Und das finde ich, sollte man auch ganz, ganz doll beim Wein irgendwie vermitteln,
- 41:45dass man es genießen kann, sich darauf einlassen kann, einfach Freude daran hat.
- 41:49Ja, meinst du, man kann das vermitteln. Bin ich, also ich beobachte...
- 41:55Und wirklich freut mich, wenn man das könnte.
- 41:56Ja, das wäre super. Also ich beobachte gerne unsere Gäste, wie die, auch wie die essen und wie die trinken.
- 42:04Und das ist halt, das ist auch immer, ich sehe da auch immer ein Unterschied, aber ich sehe auch
- 42:10manchmal, wenn sie den Wein einfach so so innehalten und grad so Mund und dann einfach
- 42:16mal das Besteck liegen lassen und einfach mal so diese Kunde selber genießen. Und dann weiß ich,
- 42:21ah, das ist grad ein guter Moment. Den nächsten Mal grad auch einfach in Ruhe und dann siehst du,
- 42:27der ist mit sich grad vollkommen glücklich. Das sieht man schon, das ist da nicht immer nur das Essen,
- 42:34aber oder anders ist es eher die Kombination dann, wenn sie grad das mit dem Essen und mit dem Wein
- 42:39zusammen haben und dann siehst du, die Augen sind zu oder du siehst dieses Glitzern im Auge und sagst,
- 42:46ja, das ist grad, ich glaube, das ist richtig, was da grad passiert. Und dann hat man das unbewusst
- 42:53vermittelt, ja. Dass das anzuschauen ist auch wirklich schön. Also es ist so, gab es für dich mal
- 42:57diese Weinspeisenkombination, die unschlagbar war? Ja, gab es viele. Ganz genau benennen,
- 43:03es ist grad ganz schwer. Kann immer mal Situationen jetzt natürlich nennen, wo wir mal Essen auch waren
- 43:12und wo wir was getrunken haben im Restaurant. Da gab es immer ein paar verschiedene Sachen. Ich
- 43:18glaube, letzte gute Variante, die ich... wo ist es so viel? Also ich sage, ich will,
- 43:25ich will, kurz waren wir mal Essen vor zwei Jahren, einer Teilbjahr. Das hat mir unglaublich gut
- 43:32gefallen, wie die Aromen und das mit dem Essen, mit der Säure, aber auch unglaublich gut mit
- 43:40den Wein ging. Das hat mir sehr gut gefallen. Manchmal ist es auch was ganz einfaches,
- 43:47wo du ein einfaches Essen hast, was mit einem guten Wein auf einmal so matched, wo du denkst,
- 43:55ja, da war ich jetzt nicht drauf vorbereitet und das ist grad der Moment, der mir gefällt. Also
- 44:01ich kann das nicht genau benennen, es sind unglaublich viele Momente schon mal, die sehr,
- 44:05sehr gut waren. Ich glaube eher mehr gute als, ja, wenig, wenig schlechte. Und über die denke ich
- 44:12nicht nach. Findest du, man kann das reproduzieren? Also dass wenn man Leberwurst und Riesling-Kabinett
- 44:18hat und das miteinander probiert, dass es immer gleich ist oder ist das situationsabhängig und
- 44:26vielleicht auch menschenabhängig oder temperaturabhängig oder Luftfeuchtigkeitsabhängig
- 44:31oder passt das immer? Wenn wir bei dem Beispiel mit Leberwurst bleiben, ich glaube,
- 44:37da gibt es sogar verschiedene Varianten von der Leberwurst, da kann man bestimmt viele Varianten
- 44:42ändern. Da kannst du auch verschiedene Rieslinge zunehmen. Aber ja, ich glaube, das war es natürlich
- 44:49auch temperaturmäßig. Ich glaube, umgebungstechnisch, es ist kalt, es ist warm. Ja, ich glaube, dass das
- 44:59schon auch etwas mit zu tun hat. Das sind zwar kleinere Einwände, aber ich glaube, dass die
- 45:05Temperatur beim Wein auch wichtig ist, wenn du so eine Speisenkombination ausprobierst. Das ist,
- 45:11was ich auch sehr stark darauf gucke, immer, dass es immer gut passt. Also dass der Weißwein
- 45:18nicht zu kalt ist, aber auch nicht klar nicht zu warm ist schon richtig, aber dass es auch auf
- 45:25den Wein abgestimmt ist. Man muss ja auch immer weiter denken, wenn ich es ins Glas gebe, was
- 45:30habe ich dann für eine Temperatur ist am Gast, dann steht es vielleicht auch noch im Moment am Tisch,
- 45:35der Gast ist wieder probiert. Das sind so Dinge, die ich mir immer durch den Kopf genasse, wenn
- 45:41ich ein Wein für die Weinbegleitung ausnehme. Bei uns geht die Weinbegleitung sehr, sehr gut. Wir haben
- 45:48bestimmt 90 Prozent Weinbegleitung. Ja, vielleicht ein bisschen weniger, aber weil dann nicht,
- 45:58und danach kommt auch gleich die alkoholfreie Begleitung bei uns, die auch sehr stark geht und
- 46:02leider viel zu wenig Flaschenweine. Das spricht ja auch für sich ein bisschen für die Begleitung.
- 46:10Es gibt immer wieder Gäste, die, also was so die Rückmeldung ist, die viele haben immer Angst,
- 46:17die Weinbegleitung zu nehmen, weil sie unglaublich enttäuscht worden sind in den letzten Jahren,
- 46:22was sie qualitativ oder was es preislich dann immer war. Und dann ist es schon eine Weile her,
- 46:31wo das jetzt immer kam, aber dieses Vertrauen wieder zu gewinnen, ich glaube, das ist auch schwer.
- 46:38Und dass man da die Gäste wieder mit einbringen kann, dass man die abrunden kann, dass es doch das
- 46:44Vertrauen in eine Weinbegleitung nehmen, finde ich dann schon gut. Und das sehe ich halt.
- 46:51Sie sagen, Gäste, die wiederkommen, super, die Weinbegleitung,
- 46:55letztmal wir würden das unglaublich gern wieder nehmen, sie haben uns da wieder mitgenommen,
- 46:59dass es glücklich macht und das ist das, was zählt. Ja, glücklich machen.
- 47:07Bist du selber Team Weinbegleitung oder bist du Team Flasche, wenn du mit deinem Mann essen gehst?
- 47:12Ja, Flasche. Wir nehmen wirklich eher mal eine Flasche, das gefällt uns meist immer besser.
- 47:20Ja, manchmal, wenn ich mir die Weinbegleitung anschaue, dann reizt es mich dann schon,
- 47:25das würde ich gern probieren oder ich lasse mal ein Wein mal mit einfließen, den ich dann da gesehen
- 47:29habe, den ich ungern ganz gerne mal wieder probieren möchte oder noch nie probiert habe.
- 47:34Oder wenn einer, ich frag dann auch, gibt es noch mal eine Empfehlung, was ich vielleicht drin
- 47:38probieren darf, sollte, da bin ich auch immer sehr aufgeschlossen. Ich probiere unglaublich gerne
- 47:45neue Sachen, auch Sachen, die ich vielleicht nur nicht kennen. Aber sonst bin ich ganz gerne bei
- 47:52einer Flasche auch dabei, weil es uns für den Abend sehr gut trägt und da haben wir mal sehr
- 47:56viel Freude dran. Was macht für dich eine gute Weinbegleitung aus? Also was würde dich total
- 48:01reizen? Sind es eher extravagante Sachen oder sind es bekannte Sachen? Muss besonders günstig,
- 48:07besonders teuer sein, muss es facettenreich sein? Wo sagst du, da greif ich doch zur Weinbegleitung?
- 48:13Also wenn wir essen gehen und für die Weinbegleitung, wenn es wirklich, wenn sie spannend anhört,
- 48:19dann lass ich da mal gerne mit verschiedene Weine mit einbauen. Ja, aber ich glaube,
- 48:24eine ganze Weinbegleitung haben wir selten genommen. Das war einfach, weil es uns dann,
- 48:32glaube ich, immer von der Menge dann zu viel ist. Wir sind eher nicht so die Vieltrinker, eher so
- 48:41wenig und dann wirklich lecker und spannend. Und das ist sowas, was wir immer ganz gern als
- 48:50dann ausprobieren, eher mal eine neue Flasche dann auch. Oder was mal so alt bewährt ist, was mal so
- 48:55für den Abend, wenn man nicht zusammensitzt, dann mach ich mal, ah lass uns mal wieder
- 49:00eine schöne Berunde trinken oder so. Das haben wir ewig nicht probiert, mal was altes,
- 49:05100 Musel oder so. Das ist immer spannend für uns. Wenn ich die Weinbegleitung für die Gäste oder
- 49:11bei uns im Restaurant auswähle, gehe ich anders ran. Zum einen, Punkt eins klar, es soll Weine sein,
- 49:18die das Essen begleiten oder auch heben, aber nie untergehen dürfen. Das ist der Punkt, der mir
- 49:27ganz wichtig ist. Und ich finde immer, der erste Wein ist immer sehr entscheidend. Man muss ein
- 49:34Wein am Anfang, oder ich finde, ich möchte immer ein Wein am Anfang haben, der die Gäste schon mal
- 49:42mitnimmt, der nicht zu anspruchsvoll ist, aber auch nicht zu langweilig ist. Aber immer noch auch
- 49:50passend zum Essen ist. Und das finde ich für mich immer am schwierigsten, herauszufinden,
- 49:57den Wein zu finden. Aber ich liebe diese Herausforderung und das macht mir unglaublich
- 50:03viel Spaß, das dann auch immer wieder zu finden und dann zu sehen, wie das dann auch ankommt.
- 50:09Dann auch Weine, die ja auch das nicht nur ... Ich finde, Weine, die man halt auch kennt,
- 50:18sollten in der Weinbegleitung dabei sein. Weine, die man halt nicht kennt, weil niemand kennt. Und
- 50:26einfach auch mal Rebsorten zu zeigen, die halt etwas unbekanter sind. Das ist auch was ich
- 50:32unglaublich gerne mag, so unbekannte Rebsorten ausprobieren. Das auch mal zu präsentieren,
- 50:38das zu zeigen und auch dieses neue, den Gästen immer zu erzählen. Ich erwähne sehr gerne mal die
- 50:44Geschichte ein bisschen dazu. Ich erzähle, wie die Weine gemacht sind, dass man ein bisschen das
- 50:49näher bringt, dass man nicht nur einfach den Wein einschenkt. So, das ist der Chardonnay aus
- 50:54Baden für Freude. Nee, das ist der Winzer und wir haben gerade in dem Jahr war so das Wetter
- 51:02und so ist der Ausbau und deswegen ist gerade die Aromatik so. Mit Temperatur passt das so schön
- 51:06mit dem Gericht dabei. Das ist mit dem Fisch, Fleisch etc. grad wunderbar passt, dass man, ah,
- 51:13ich kann das grad nachvollziehen. Und dann sage ich, die Weine verändern sich. Wenn Sie die Weine
- 51:19jetzt probieren, schmeckt ganz anders als wenn Sie es mit dem Essen haben. Und das ist dann auch danach,
- 51:25dieses Feedback zu sehen. Oh, Sie haben recht, der Wein hat sich komplett zum Essen geändert. Am Anfang
- 51:29war ich sehr skeptisch, ob das mir gefällt und danach war das so toll gewesen. Gut, dass ich es doch
- 51:35ausprobiert habe. Das sind so die Momente, die ich einfach toll finde. Das lebe ich so gerne im
- 51:41Restaurant. Ich finde, wenn ich, wenn das Restaurant, wenn es anfängt, ich bin anfangs immer so nervös.
- 51:47Ich bin, wie als wenn ich so von der Prüfung bin, erst mal so ein bisschen Gains out und so ein
- 51:53bisschen kribbelig. Und dann, wenn es losgeht, dann die Gäste da, dann ist man, jeder Gast ist anders.
- 51:59Stellt sich auch jeden Gast auch anders ein. Dass jeder, du musst ihn ja auch immer, der kommt an,
- 52:04du musst ihn ja erst mal kennenlernen. Was haben die? Haben die vielleicht was besonders zu feiern?
- 52:08Ist das eher, wir kennen uns noch nicht so lang und abtasten und was mag jeder? Und dann, wenn
- 52:15ihr mitten drin sind, wenn man dann so in diesem, so die Geschichte für jeden so auch hat, dass man
- 52:21so diesen Abend begleiten kann, finde ich. Das macht mir viel Freude. Und das ist halt das
- 52:28immer wieder noch, der sagt, ich habe richtig Lust an meinen Beruf oder an das, was wir machen.
- 52:33Das ist, macht uns unglaublich viel Spaß und vor allen die Arbeit mit meinem Mann in der Küche.
- 52:39Wir arbeiten ja unglaublich lange ja auch schon zusammen. Ich kann nicht sagen, er kocht immer
- 52:44gleich. Es ist immer wieder auch anders. Immer wieder probieren wir die Gerichte neu und immer
- 52:49wieder sind es auch neue Aromen, Aromen, die sich ergeben. Denn es macht eigene Gewürzmischungen,
- 52:56die auch immer ein bisschen verändert sind, immer ein bisschen anders und auch immer die passenden
- 52:59Weine zu finden. Find ich sehr schön, find ich sehr spannend. Das mache ich sehr gern. Und dann
- 53:08das Leben mit den Gästen. Ja, da viel Spaß dran. Das ist glaube ich das, was auch in der Weinbar,
- 53:14glaube ich, bei dir auch immer war. Dieses Leben, du hast das ein bisschen lockerer, ein bisschen
- 53:18erfrischender, immer ein bisschen neues auch den Gästen zu zeigen. War das bei dir denn genau so?
- 53:24Ich wollte es eigentlich immer locker, aber ich glaube, ich bin nicht der Typ für locker. Das war
- 53:27mein großes Problem. Also ich bin nicht so der, so wie Tony zum Beispiel, der dann, hey, Jo, was geht?
- 53:32Das hätte ich total gerne und den Wein dann möglichst unkompliziert, aber es war
- 53:37dann letztlich doch immer nicht kompliziert, aber es war immer so tiefsinnig. Also wir haben nicht
- 53:45nur einfach Sauvignon Blanc serviert, sondern wir haben dann zehn verschiedene Sauvignon Blanc serviert
- 53:49oder haben, also bei uns ging auch nur ein Prozent, wenn überhaupt, Flaschenweine. Also wahrscheinlich
- 53:57im Monat ging ein, zwei Flaschen aus der Flaschenkarte und der Rest war alles beim Glas. Wir haben halt
- 54:02versucht haben, wir hatten so 120 offene Weine, versucht haben das möglich spannend zu gestalten und
- 54:08den Gästen verschiedene Welten zu offenbaren, diese so noch nicht kannten, dass man verschiedene
- 54:14Begründer probiert, dass man eine Wein-Käserreise, wir hatten ja nur Käse als Speisen. Also ich
- 54:21wäre gern lockerer gewesen und wäre gern entspannter, aber es war dann doch so nicht
- 54:26wissenschaftlich oder nicht irgendwie verkopft, aber möglichst erlebnisreich in dem Sinne.
- 54:32Ich finde sie mal faszinierend. Ihre Weinbar hat ja, glaube ich, so eigenes, flair, eigenes Leben,
- 54:37andere Dynamik auch dran. Ja. Es ist gut, wenn das nicht alles gleich ist. Das darfst du auch nicht.
- 54:43Das stimmt. Gab es wirklich mal eine Weinbar, die dich total begeistert hat? Hast du eine Lieblings-Weinbar?
- 54:48Ich habe eine Weinbar im Bodoma erlebt, dann erinnere ich mich immer wieder daran. Ich weiß leider
- 54:54den Namen nicht, aber es war mitten im Bodo gewesen. Wir waren auf Bodoreise gewesen und haben dann dort
- 55:02übernachtet in dort und haben abends sind wir in diese Weinbar gegangen und da habe ich dieses
- 55:10System das erste Mal gesehen, wo du kriegst so eine Chipkarte und du gehst dann die Automaten,
- 55:16wo überall die Weine drin stehen und du kannst dir dann auswählen, ob du 1 Liter 2 oder mehr
- 55:22oder ein Glas haben möchtest und danach wird das dann abgerechnet, also Karte ranhalten,
- 55:28drückst auf den Knopf und dann wird das so abgepumpt. Das war alles dann, wie ich sage mal,
- 55:33wie in diesem Korava-Style, also war das dann auch dicht und diese Faszination dieser verschiedenen
- 55:41Varianten, dieser tollen Weine dort, ob das jetzt verschiedene weiße Bodus, rote Bodus, süßweine
- 55:47waren und dazu gab es halt dann auch so eine ganz lockere Karte, also wirklich vom Essen her, du
- 55:53kannst einfach nur so ein Sandwich oder ein bisschen Käse, eine Wurstplatte machen und wir waren dann
- 55:59halt glaube ich zu 6 gewesen und haben dann auch so gemischt alles genommen und bist immer losgegangen,
- 56:04hast immer wieder was Neues ausprobiert und das war, ah, es hat mir schon gut gefallen. Das darf
- 56:11ich gerne, wow, das willst du auch machen, aber nein, habe ich da nicht gemacht.
- 56:17Hast du den Service da nicht vermisst, dass jemand kommt, den Wein einschenkt, was er zu sagt?
- 56:24War das dann aufgehoben? Es gab auch wirklich eine Karte mit Flaschen, die man noch bestellen
- 56:31konnte, das gab es auch und das haben wir auch gemacht. Also wir haben trotzdem nebenbei eine
- 56:35Flasche bestellt, was wir dann zusammen probiert haben, weil das ja natürlich dann auch interessant
- 56:41war mit der Gruppengröße, mehrere Flaschen und da war dann aber auch Service, war da. Es war, es
- 56:49gab auch eine Bar, wo man auch andere Getränke holen konnte, wo man auch Softdrinks machen konnte,
- 56:55verstehen die aber gut, gibt es auch, was aber auch in der Richtung mit Service war und das Essen
- 57:02wurde natürlich auch ganz normal serviert, das gab es schon. Das war aber alles sehr,
- 57:07ja, wenn du was wissen wolltest über den Wein in der Weinkarte, ja, waren die da und haben das
- 57:13auch super gut gemacht. Ich fand es eigentlich gut eingegliedert, es war in Ordnung, ja, hat mir
- 57:22nicht so gefehlt. Was findest du beim Service wichtig, also was muss sein, was versuchst du
- 57:28selber zu leben, was findest du zu viel? Herzlichkeit ist ganz wichtig, Offenheit.
- 57:35Stimmt. Ja, auch immer sicher auf den Gast einstellen ist natürlich, es lag sich so leicht,
- 57:47aber du musst es einfach kann zu nöbeln, die Jahre auch lernen oder du hast es in dir, ich fand es
- 57:51sehr schön, das immer wieder für mich auch zu entdecken, wie kann man das halt auch den Gast
- 58:02mitnehmen auf so eine Reise. Wichtig, wie gesagt, ich finde Herzlichkeit wichtig,
- 58:07ich finde auch Fehler dürfen immer mal passieren, dafür sind wir Menschen und das kann neben mal was
- 58:14sein und was gar nicht sein darf, finde ich arrogance, das finde ich ganz schlimm, Restaurant,
- 58:20wenn ich das mag ich nicht so. Ich glaube, das ist auch immer so was vorgeschobenes, wenn man
- 58:28irgendwas vielleicht nicht so gut kann oder wie auch immer. Das geht nicht.
- 58:33Sind dir meistens die unsicheren Menschen, die dann eine gewisse arrogant leben, egal welcher
- 58:37Spartaubs jetzt im Computerbereich ist oder also allgemein bei Beratung, aber eben auch beim
- 58:42Wein und das finde ich raub dem Menschen ganz, ganz oft die Freude am Wein, wenn sie ein Gegenüber
- 58:49haben, der das ganze Distanz, Arroganz und herablassenden Gesten dann letztlich lebt.
- 58:57Ja, was ich auch früher noch erlebt habe, mich relativ jung noch als Chef de Rond war oder
- 59:05auch als Somelier Assistent damals war und Komi Somelier, das war das viele Frauen nicht so
- 59:13in der Somelier Linie gesehen haben, das auch nicht akzeptiert haben und das habe ich ganz stark
- 59:22auch kennenlernen dürfen von Gästen. Echt? Ja, wo du hingegangen hast, sagt
- 59:29mich hingegangen auch zum Gast und wollte Empfehlung machen und nein,
- 59:36bitte schicken sie mir ihren Somelier. Oh, sehr gerst. Dann habe ich das getan.
- 59:44Aber das war, das ist schon, das kam halt schon ab und zu mal vor, wo man das so merkt. Also es hat
- 59:50lange gedauert, diese Durchsetzungskraft zu haben. Ja, das fand ich damals sehr schade, aber es hat
- 1:00:00sich ja Gott sei Dank sehr gewandelt. Aktuell aber nicht mehr passiert, das war damals? Ja, das ist
- 1:00:04schon einige Jahre her. Das war wirklich relativ am Anfang, wo das noch nicht ganz so akzeptiert
- 1:00:13war. Gott sei Dank hat sich das sehr gut gewandelt und ich bin, muss auch sagen, ich habe so,
- 1:00:19habe auch damals so als anders genommen, wie ich das die ersten Someliern, die ich gesehen habe,
- 1:00:25mit der Irene Goldbach damals, die auch Speisemeisterin damals. Und da haben wir das
- 1:00:32gleiche in der Tat erlebt, ich war 97 da, dass es da noch sehr, sehr viel Vorbehaltung gegen
- 1:00:37Frauen gab und ganz, ganz viele auch da stark mit ihr. Sie hatte ja doch eine sehr auch überzeugende
- 1:00:46Ausstrahlung und konnte es da auch sehr, ich habe sie lange nicht gesehen. Also liebe Grüße,
- 1:00:51falls ihr es hört, müsst ihr uns mal wieder treffen. Aber ich habe damals sehr bewundert mit wie viel
- 1:00:56auch Selbstsicherheit sie an die Tische gegangen ist und in dieser Situation, wo das eben noch nicht
- 1:01:02so üblich war, dass Frauen den Sommerherberuf gelebt haben, hat sie das schon sehr, sehr aktiv
- 1:01:07ausgeübt. War toll. Ja, also finde ich auch und es war so eine Inspiration auch für mich,
- 1:01:12daran weiter festzuhalten, also nicht nur Irene auch, was Natalie lummt damals oder Claudia Stern,
- 1:01:18Christina Fischer, das war oder Dammer Marie-Ling Krebs, wie die damals Someliere des Jahres
- 1:01:25wurde, damals in Reinachtshausen in Marcopronen. Da habe ich mir gedacht, ja super, da bleibst du dran.
- 1:01:32Die haben das geschafft, dann kannst du das auch schaffen. Und das war für mich immer so eine
- 1:01:37Motivation damals. Gibt es beim Service noch Sachen, die du ganz, ganz wichtig findest, also außerdem
- 1:01:43die menschlichen Aspekte, vielleicht rein aus dem Handwerklichen heraus oder aus dem Fachlichen,
- 1:01:49worauf du immer achten würdest? Fintygiene sehr wichtig, dass halt man immer gut angezogen ist,
- 1:01:56dass man immer ordentliche Arbeitskleidung hat. Das finde ich immer von der Ausstrahlung sehr
- 1:02:01gut, egal ob du Anzug oder einfach nur im T-Shirt arbeitest, das hat viel damit zu tun, was
- 1:02:08oder halt wie Handfliege ist, das hat viel zu tun und auch was Handwerk, ja, ein gutes Handwerk,
- 1:02:19was man mal lernt, was man tranchieren oder filistieren halt ist, macht man, ich bin zu selten noch.
- 1:02:26Ich sehe das so gerne immer, wenn das mal jemand bestellt, wir machen es leider auch nicht,
- 1:02:31aber ich finde es sehr, sehr gut, wenn man das noch kann. Aber wenn man halt auch immer,
- 1:02:38ja, ich glaube, man muss diesen, ich finde schon eine Ausbildung sehr wichtig
- 1:02:44für die Gastronomie. Ich sehe aber auch immer das mehr ungelernte Mitarbeiter, die aus so
- 1:02:53zweiten Reihe vielleicht mal angefangen haben mit Kellnern aus dem Studium raus,
- 1:02:57dann ihre Leidenschaft dafür entwickelt haben und das auch sehr, sehr gut können. Also,
- 1:03:03ich glaube, wenn man das Gefühl dafür hat, dann kann man halt auch mal über Kleinigkeiten
- 1:03:08wegsehen. Also ich habe das jedenfalls für mich gelernt, dass man nicht immer alles so perfekt machen muss,
- 1:03:14aber es darf dem Gast nicht auffallen und es gehört immer eine Ehrlichkeit auch dazu. Ich kann
- 1:03:25auch, wenn mich ein Gast fragt, was ist das hier für einen Kraut auf dem ich sage, ist du mir
- 1:03:30leid, ich muss nochmal nachfragen, ich weiß es gerade nicht, aber da muss ich ehrlich sein, nicht
- 1:03:32irgendwas daher sprechen, was dann vielleicht nicht stimmt oder da muss man halt immer dabei bleiben.
- 1:03:38Wie lebst du Service am liebsten? Also welche Möglichkeiten hast du am liebsten? Lüftest du
- 1:03:45gerne, dekantierst du gerne, brauchst du irgendwelche Tools, die ganz wichtig sind? Bist du
- 1:03:49ein Glas Fertigist oder wie ist eigentlich die weibliche Form von Fertigist? Fertigist
- 1:03:56ist eine Fertigistin. Wir werden es nachsehen. Oh, peinlich. Also ist das für dich wichtig oder
- 1:04:06wo achtest du selber bei deinem Service? Wo lebst du dich richtig aus? Tools selber, ich habe
- 1:04:13jetzt für mich neu entdeckt den Coravin Sparkling, finde ich großartig, hält unglaublich gut.
- 1:04:21Jeder Wein ist sehr individuell und darauf gucke ich halt auch und wenn ich ein Wein belüften würde,
- 1:04:28wenn eine Flasche Wein bestellt wird, empfehle ich, also ich sage dem Gast gerne, lass sie gerne,
- 1:04:33lass sie probieren und sage ich würde es ihnen empfehlen auch zu dekantieren oder ich sage
- 1:04:37ihm man könnte ihn dekantieren aber ich glaube, dass auch ein großes, ich finde,
- 1:04:41dass ein großes Glas dem Wein auch schon gut tun würde, dass er die Wahl hat zu entscheiden,
- 1:04:47was möchte er wirklich, wenn er probiert hat.
- 1:04:50Es gibt Weingüter, die muss man einfach kennen. Und dazu sieht die Tnutas an Leonardo,
- 1:05:12eines der Kultweingüter der modernen Weinwelt. Es liegt im Tritin und verbindet eine jahrhundertealte
- 1:05:18Geschichte mit bemerkenswerten technischen Errungenschaften. Aber warum genau hat dieses
- 1:05:23Weingut einen so außergewöhnlichen Ruf? Ursprünglich war das anwesend über 1000 Jahre ein Closter.
- 1:05:30Später ging es in dem Besitz der Familie Marquese, die es seit mehr als 300 Jahren pflegt.
- 1:05:38Der Name San Leonardo de Sanis wurde bereits 1215 urkundlich erwählt. Im späten 90. Jahrhundert
- 1:05:44wurde die Villa Christi im Liberti-Cer erbaut. Während des ersten Weltkrieges diente sie als
- 1:05:49Hauptquartier des italienischen Armeecorps. Die Familie Guerrero Gonzaga ist bis heute die
- 1:05:55leidenschaftliche Hüterin dieses besonderen Ortes. 1982 entwickelte Marquese Carlo Guerrero
- 1:06:03Gonzaga eine innovative Wahlbereitungstechnik. Damit schuf er den ikonischen Wein San Leonardo.
- 1:06:09Das Weingut arbeitet schlimmer eng mit internationalen Beratendenunologen zusammen,
- 1:06:12um Spitzenqualitäten zu gewährleisten. Eine Schlüsselperson war Jacco Motakis, der auch die
- 1:06:18berühmten Supertaskens wie Sasikaia, Tienanello oder Safredi mitgestaltete. Sein Wissen trug
- 1:06:24wesentlich zu ein Vicklo bei San Leonardo bei. Der San Leonardo wurde erstmals 1982 vinifiziert,
- 1:06:30ist ein Blend aus Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot. In der Qw spielt Caminer eine der
- 1:06:35ältesten Rebsorten des Weinguts oft eine kleine, aber wesentliche Rolle. Sie verleiht den Wein
- 1:06:41zusätzliche Tiefe und Würze. Der San Leonardo wird nur im besten Jahr produziert und spiegelt das
- 1:06:46Théroa sowie die Philosophie des Weingutes wieder. Ein herausragendes Beispiel ist dafür der
- 1:06:52Jahrgang 2018. Das Jahr war klimatisch kühler, was eine langsame und gleichmäßige Reifung der
- 1:06:58Trauben förderte. Die Aromen entwickelten sich fein und die Säurestruktur blieb ausgewogen. Diese
- 1:07:02Bedingungen verliehen dem Wein eleganz, finnest, tiefe und präzise Aromen. Die Tanninen sind feinkörnig
- 1:07:08und tragen zur Struktur des Weines bei. Die empfohrene Triggreife für diesen Wein liegt zwischen
- 1:07:122025 und 2050. Obwohl der Wein schon jetzt sehr beeindruckend ist. Die Rebsortenzusammensetzung
- 1:07:19um bei den Fakten zu bleiben. Das Jahrgang 2018 besteht zu 60% aus Cabernet Sauvignon, 30%
- 1:07:24Caminer und 10% Merlot. Die Gehrung erfolgt spontan in kleinen Zementbehältern und dauert etwa 15
- 1:07:29bis 18 Tage. Tickels umpumpen und Delistage sorgen für eine gleichmäßige Extraktion. Der Ausbau
- 1:07:36erfolgt über 24 Monate in Barix aus französischer Eiche. Und natürlich kann man die Farbe des
- 1:07:41Weins als leuchtendes Rubinrot bezeichnen. Kann man die Nase des Weines mit gebackenen Brot,
- 1:07:47reifen Waldbeeren, feinem Pfeffer, roten Paprika und Sedanholz definieren. Kann man den Gaumen
- 1:07:52als klar, druckvoll und ausgewogen mit engmaschigen, saftigen Tanninen skizzieren. Aber eigentlich ist
- 1:07:58es ein Wein, den man nicht beschreiben kann, den man erleben muss, den man schmecken muss,
- 1:08:01den man fühlen muss. Und dann findet jeder seine eigenen Worte. Die Weinberge,
- 1:08:06den Ternut des San Leonardo erstrecken sich auf Schwemmlandböden. Diese Böden sind über Jahrhunderte
- 1:08:11durch Ablagerung der Flüsse, Adige und Grester entstanden. Sie sind reicher mit der Reihenbieten
- 1:08:16eine hervorragende Drainage. Und es ist der kalkreiche Untergrund, der die Struktur,
- 1:08:22die Langlebigkeit der Weine fördert. Die durchlässigen Schichten erlauben es dem Wurzeln,
- 1:08:26bis tief ins Erdreich vorzudringen. Das Weihgut liegt auf einer Höhe von 150 bis 200 Meter über
- 1:08:31dem Meeresspiegel. Die Kühlenächte fördern die Entwicklung des komplexen Arom. Die Nähe zum
- 1:08:35Gardaseesch hat ein einzigartiges Mikroklima. Und dann ist dort noch der Order de Garda. Ein Wind,
- 1:08:42der besonders in den Sommermonaten weht und die Blätter der Reben trocknet und vor Krankheiten
- 1:08:47schützt. Die Jahresdurchschnittstemperaturen liegen bei 12,7 Grad. Man rechnet mit etwa
- 1:08:511.900 Sonnenstunden und hat somit ideale Bedingungen für Bodilisarebsorten. Uralte Rebstöcke,
- 1:08:57teilweise über 50 Jahre, liefern geringe Erträge und Trauben von außergewöhnlicher Qualität.
- 1:09:03Das Weihgut liegt in der Region Trentino Aldo Adige. Im nördlichen Tairitains befindet sich in der
- 1:09:08Nähe des Dorfes Avio, etwa 30 Kilometer nördlich von Verona. Das Anwesen liegt im Tal des Flusses
- 1:09:12Adige, umgeben von den Voralpen. Die Region Wallagarina verbindet Alpine und Militerane Einflüsse.
- 1:09:18Diese Mischung schafft außergewöhnliche Bedingungen für den Weinbau. Kühle,
- 1:09:22Briesen aus den Bergen und warme Luftströme aus der Proebne fördern eine gleichmäßige
- 1:09:27Reifung der Trauben und sind eine perfekte Voraussetzung für diese Bordeauxblend.
- 1:09:32Doch was ist das eigentlich dieses Bordeauxblend? Der Bordeauxblend ist eine
- 1:09:35aus dem Blasch aus klassischen Bordeaux-Rebsorten. Er umfasst Cabernet-Sauventure, Merlot,
- 1:09:39Cabernet-Fran und den kleineren Mengen Petit, Verdot, Malbecq und Caminer. In Italien hat sich
- 1:09:44der Bordeaux-Stil, also die Kombination dieser Rebsorten, besonders in der Toscana in Venetien und
- 1:09:50in dem Quentino Alto A-Dige etabliert. Die Aeration an italienische Böden und Klimabedingungen für
- 1:09:56zu eleganten lagerfähigen Wein. Der San Leonardo ist ein Paradebeispiel für diese
- 1:10:00Sympiose aus Tradition und Innovation. Jeder Schluck erzählt eine Geschichte von den Böden,
- 1:10:05dem Klima und dem Menschen, die diesen Wein möglich machen. Ich weiß, es klingt unfassbar
- 1:10:10technisch, aber dieser Wein ist so emotional, wenn man ihn einmal auf der Zunge hat, dann weiß man,
- 1:10:14was ich meine. Und das ist ein unbeschreibliches Weinerlebnis. Vielen lieben Dank dafür,
- 1:10:18der Tino Tassan Leonardo und dem deutschen Importeur, dem Handelshaus Segnetz.
- 1:10:22Ich würde es immer auf die Gunst des Weines entscheiden, aber ich würde trotzdem dem Gast
- 1:10:39immer die Wahllassen zu sagen, was er haben möchte. Das finde ich halt wichtig. Ich finde,
- 1:10:47die Dekantieren auch, ich werde immer ganz oft gefragt, warum die Dekantieren sie den
- 1:10:51Weißwein. Das ist immer total spannend. Manchmal kommen, wir machen manchmal Sachen,
- 1:10:57die wir eigentlich für selbstverständlich halten, aber viele Gäste sehen das und sagen,
- 1:11:01für die ist das komplett neu oder auch immer noch, warum wird denn dieser Wein,
- 1:11:05dieser Rotwein in diese Karaffe reingegeben? Das finde ich immer schön, dass da dieses Interesse
- 1:11:11ja auch immer noch da ist. Weißwein Dekantieren finde ich immer ganz gut, nicht jeden wirklich
- 1:11:19da, wo es nur nötig ist oder wenn er die Zeit halt auch braucht. Jeder Gast mag es auch anders
- 1:11:24und dann werde ich auch immer gerne nach der Temperatur, ob es ihnen so angenehm ist mit
- 1:11:30der Temperatur oder ob wenn vielleicht aus dem Eis lassen dürfen, dass er lieber ein bisschen mehr
- 1:11:34noch Temperatur erreicht und dass wir eher nach und nach wieder ins Eis geben. Das mache ich dann
- 1:11:40auch immer gerne oder wenn sie sagen, nie ich würde es richtig eiskalt, gut, dann darf er das auch so
- 1:11:46gerne bekommen. Ist sein Wein, er darf es dann auch gerne so machen. Ich kann nur meine Empfehlung
- 1:11:51abgeben, wie es für den Wein am besten wäre und wenn er es gerne so mag, ist das auch vollkommen
- 1:11:57in Ordnung, also vollkommen legitim. Aber Grenzen gibt es für dich dann nicht, dass du sagst,
- 1:12:02großen Begründer sehe ich niemals unter 10 Grad, sondern letztlich, das was der Gast möchte,
- 1:12:08das machst du dann auch. Also ich mache eigentlich die Rotweine so, wie ich das auch richtig finde
- 1:12:13mit der Temperatur. Wenn die ein bisschen kühler werden sollten, sein sollten, dann bringe ich
- 1:12:20ihm das auch so. Was ist bei dir kühler? Also was sind für dich optimale Temperaturen? Ich finde,
- 1:12:25dass Weine, die etwas mehr Tannin haben, sollten nicht zu kalt sein, aber doch eine gewisse Temperatur.
- 1:12:32Also da finde ich, da könnte man dann schon mal, bin ich so bei 18 ungefähr, alles was ein bisschen
- 1:12:37frischer, nicht so viel Tannin hat, nicht so viel, so wenn ich auch das auch bei 14, 16 mal sein darf.
- 1:12:43Probier da unglaublich aber auch viel aus, was das heißt mit den Temperaturen. Also stellen mir das
- 1:12:50Glas da mal weg und dann gucke ich, wie das halt auch sich entwickelt, dann halte ich mein Temperatur,
- 1:12:55fühle ab und zu mal rein, dass ich mal weiß, okay jetzt ist es wirklich so, wo man das für die
- 1:12:59Zukunft sich mal abspeichern kann. Weißwein sollten schon auch, finde ich schon, fühle schon
- 1:13:07besser, aber auch da finde ich weißweine, die ein bisschen mehr Holz haben, die müssen auf
- 1:13:11jeden Fall mehr Temperatur haben. Die sollten schon mal so zwölf Grad oder ungefähr sein, weil
- 1:13:16der Wein entwickelt sich ja auch im Glas mit mehr Temperatur, der steht im Moment da. Das ist dann,
- 1:13:21finde ich schon viel attraktiver für so ein Wein, wenn er die richtige Temperatur hat und
- 1:13:26Gläser. Ich finde Gläser unglaublich wichtig. Das ist so, was ich so für mich entdeckt habe. Ja,
- 1:13:33ich glaube, da bin ich wirklich so ein bisschen fetischistisch angehaucht, was Gläser angeht.
- 1:13:39Ich habe da mehrere Gläser Sorten, die ich immer wieder austeste für uns auch, wenn ich mal ein
- 1:13:46Wein habe, wo ich mir, oh ja, den probiere ich mal in dem Glas, dann nehme ich mal ein bisschen
- 1:13:51größeres, dann was kleineres und auch die Nachfrage bei den Gästen. Wann haben Sie denn jetzt dieses
- 1:13:57Glas für diesen Wein genommen? Finde ich toll, dass Sie mich das fragen. Also, allein, dass Sie
- 1:14:02darauf kommen, dass es so vielleicht für Sie gar nicht so in Ihrem Blickwinkel war, dass ich mal
- 1:14:10ein großes Rotweinglas für einen Weißwein nehme. Und das ist dann schön zu erklären, wo man da so
- 1:14:17steht, wie sich der Wein... Gehst du da auch die anderen Extreme, dass du für einen Rotwein auch
- 1:14:26ein ganz kleines Glas nimmst, um ihn so ein bisschen zu reduzieren, die Frucht heraus zu arbeiten,
- 1:14:31die Säure zu betonen oder sind es immer nur in diesen Maximierung. Also, es ist ja, machen
- 1:14:37ja einige, dass sie für einen großen Begründer, halt ein ganz großes Rotweinglas nehmen, um den
- 1:14:40möglichst ausgiebig zu präsentieren und sich ausleben lassen. Aber den umgetreten Weg,
- 1:14:47ich finde den gehen die wenigsten, dass man halt ein Kiante einfach in, ich sag mal, Riesling-Glas
- 1:14:51nimmt zum Beispiel. Ich sehe das auch, wenn ich merke, dass der Wein ein bisschen weniger,
- 1:14:58sagen wir mal, sauerstoff oder weniger Oberfläche braucht, nämlich auch ein kleineres Glas. Das gibt
- 1:15:02es auch. Das habe ich auch mal gehabt. Wir haben das mal am Hauptgang, haben wir auch mal Fisch gehabt,
- 1:15:06dann habe ich trotzdem Rotwein auch dazu ausgeschenkt, der wirklich diese frische, aber auch in dem
- 1:15:11kleineren Glas einfach viel besser dann auch seine Bündelungen nach oben hin. Das Glas war oben
- 1:15:16ein bisschen schlanker, viel schöner gezeigt hat von der Aromatik, die sofort auf die Nase
- 1:15:22trifft und dann auch mit dem Auftreffen auf der Zunge ganz anders am Mund halt sich dann auch
- 1:15:27präsentiert hat, als wenn ich dieses große Glas genommen hätte. Ist auch was wir zuhause immer
- 1:15:32machen. Wenn wir mal eine Flasche Wein bei uns aufmachen, dann nehme ich sofort zwei verschiedene
- 1:15:39Gläser, probiere und dann sage ich Dennis, probier mal, was sagst du, was ist jetzt für dich am
- 1:15:46angenehmsten, weil er für mich immer so eine Norm wert immer ist und dann tippe ich meistens immer
- 1:15:52richtig, was er denkt, was er mag, aber ich finde es immer schön, dass mir das andere Glas
- 1:15:58immer besser gefällt und das es mal so sieht okay, ja es ist immer unterschiedlich, was wir
- 1:16:05dann eigentlich so ausprobieren. Ganz selten hat er leider auch derselbe Glas, was ich auch gut
- 1:16:09finde, aber damit muss ich dann leben, dann hole ich mir einfach das Glas nochmal. Was ist toll
- 1:16:16dann zu sehen, wie sich die Wein entwickeln? Ja ich finde das darf man auch nicht vergessen,
- 1:16:19dass jeder es auch personifiziert wahrnimmt und teilweise auch Weine komplett unterschiedlich
- 1:16:23aus verschiedenen Gläsern wahrgenommen werden und es da kein richtig oder falsch gibt, man
- 1:16:27da auch nur anraten kann, aber immer die Individualität des Einzelnen, auch des Einzelnen
- 1:16:33geschmacks sind, auch der einzelnen Wertigkeit, dass jeder, der eine achtet halt mehr auf Säure,
- 1:16:38der andere mehr auf Volumen, der dritter mehr auf Restzucker oder stört sich daran und die
- 1:16:44Gläser arbeiten das natürlich heraus und betonen, das hast du Lieblingsgläser, also gibt es bei dir
- 1:16:49gewisse Serien oder gewisse Gläser, wo du am liebsten immer zugreifst oder die du im Restaurant oder
- 1:16:56zu Hause haben musst. Das Restaurant mag ich sehr gerne, gerade Josefin Hütte auch,
- 1:17:01ich schenke da sehr gerne den Champagner drin aus. Ich finde Champagner auch ein sehr,
- 1:17:06sehr wichtig für das Restaurant, was auch mal zum Essen geht, also nicht nur im Apparitivbereich,
- 1:17:12sondern auch zum Essen und da auch mal mit, finde ich das Champagnerglas sehr schön von Josefin Hütte
- 1:17:18für ein Apparitiv, aber alles was in größere, was ein bisschen kräftigere Champagner mache,
- 1:17:24ich gerne in so Universalgläser auf und selbst das finden die Gäste sehr, sehr gut, weil die dann
- 1:17:33einfach nochmal merken, vor allen Dingen die sich mit Champagner sehr gut auskennen, dass sie das
- 1:17:39auch sehr befürworten und ich arbeite auch gern mit Lidl zusammen, was die Velodschö-Serie,
- 1:17:48ich spreche es richtig aus, finde ich sehr schön mit den verschiedenen Varianten, aber da gibt es
- 1:17:56auch viele andere Sachen, die ich immer wieder ausprobiere und immer wieder anschaue. Ich gehe,
- 1:18:01wenn ich gerne auf die Messen, wo auch die verschiedenen Glassendler sind, ob das jetzt
- 1:18:07von Stölzle oder Spieglau ist, sehe ich mir unglaublich gerne wieder an und probiere dann auch
- 1:18:13gern was aus. Also ich habe auch zu Hause immer verschiedene einzelne Gläser von verschiedenen
- 1:18:18Firmen da, um das auch immer wieder auszutesten, weil ich dann halt auch mal wieder sehe, vielleicht
- 1:18:23mit der Zeit, ah, vielleicht hättest du dann doch mal das auch mal mit reinnehmen können wieder fürs
- 1:18:30Restaurant, weil das vielleicht für die und die Art von Wein sehr gut passen würde. Da gibt es so,
- 1:18:37ja, das ist so, womit ich sehr gern arbeite. Zeitruh finde ich auch sehr, sehr gut, ja,
- 1:18:44finde ich als Verkostungsklas auch ganz toll. Das stimmt ja, weil es halt so die Weine regerecht
- 1:18:50emblättert, also dafür sorgt es, dass man so jedes Segment in dem Wein greifen kann und das finde
- 1:18:57ich kann kaum ein anderes Glas so intensiv herausarbeiten und die Weine so segmentiert
- 1:19:03darlegen, dass man die Weine noch mal von der ganz anderen Seite betrachten kann. Es kann auch
- 1:19:08Josephine Hütte, es kann auch viele Riegel nicht, daher finde ich das als Verkostungsklas auch extrem
- 1:19:13spannend. Ist der Preis für dich der Ausschlag geben bei den Gläsern? Also dass du sagst, das kann ich
- 1:19:19fürs Restaurant oder kann ich mir für zu Hause irgendwo nicht leisten, sowohl von oben als auch
- 1:19:23nach unten. Also dass du sagst, Gläser unter sind absolut nicht machbar und total unrealistisch.
- 1:19:32Weiß ich es schon sehr wichtig, ja, aber ich finde auch immer so eine, wie ist das Glas hergestellt
- 1:19:40und da sehe ich dann auch immer diesen Nutzen davon. Ich finde das Glas auch ein bisschen mehr
- 1:19:47kostet wie zum Beispiel Josephine Hütte, aber trotzdem sehr gut händelbar. Also man kann es
- 1:19:51trotzdem unglaublich gut reinigen. Ich finde auch Reinigung eines Glases sehr wichtig. Wie ist es in
- 1:19:56der Spülmaschine, kann man es gut polieren. Da zahle ich den Preis dann auch gerne. Ich sage mal für
- 1:20:08weinartig, wo wir unsere Weintasting haben, habe ich nur eine Art von Gläsern und zwar habe ich da
- 1:20:14das Gabrielglas, das Universalglas. Daraus schenke ich alles aus und ich habe das auch für mich
- 1:20:21für zu Hause einfach entdeckt, dass ich das so als Universalglas für mich für alles immer
- 1:20:25ausprobiere und danach nehme ich immer mal ein anderes Glas, dass ich immer da, ich verschiene
- 1:20:30Weine mit Tester auch oder ich nur Tester auch trinke. Also, ich betringe auch gerne Wein. Ich
- 1:20:36nur verkosten. Das ist ja auch immer so ein Thema. Man sollte ja nicht immer nur verkosten. Man muss
- 1:20:40auch mal genießen können. Das finde ich auch wichtig. Ja, auch einen großen Schluck nehmen. Also
- 1:20:45weil der Wein sich finde ich nochmal ganz anders entwickelt. Wenn man ihn trinkt als wenn man verkostet,
- 1:20:49verkosten finde ich auch wichtig und den Wein dann einzuorten, einzuorten. Das gerne finde ich auch
- 1:20:55aus einem demselben Glas, dass man sowieso ein weißes Blatt Papier, was ich dann letztlich mit
- 1:21:01dem Wein dann bemale und es dann immer interpretiere. Wenn ich verschiedene Weistöne bei dem Papier habe,
- 1:21:06dann leuchten die Farben halt teilweise ganz unterschiedlich und so ist es natürlich mit
- 1:21:09den Wein dann auch, dass die aus verschiedenen Gläsern sich teilweise komplett anders präsentieren
- 1:21:12und dass manchmal dann auch für uns als Profis unfassbar überraschend ist. Finde ich auch. Ich
- 1:21:19finde das so faszinierend immer wieder zu sehen, wie sich die Weine darin verändern oder halt,
- 1:21:25wie er sich am besten auch zeigt und das ist ja eigentlich das, was ja auch der Winser am Ende
- 1:21:29möchte. Er möchte auch, dass sein Wein am besten präsentiert wird und das ist eigentlich auch
- 1:21:33unsere Aufgabe, das richtige Glas dafür zu finden und die richtige Temperatur. Ist bei dir ein
- 1:21:38Restaurant, wo du ganz gern nochmal Wein empfehlen würdest, sei es für Tag oder in der Woche oder
- 1:21:42im Monat, dass du einfach da so rein sneaken kannst, was dich total sowohl von der Küche,
- 1:21:46vielleicht auch vom Service, vielleicht auch von der Weinkarte reizt, entweder aktuell oder
- 1:21:51historisch? Da gibt es verschiedene Stylistiken an Restaurants, Bars, die mich wirklich mal reizen
- 1:21:58würden, wo ich sage, ja, das könnte ich mir mal vorstellen, mal da so reinzuschnuppern,
- 1:22:03um das mitzuerleben, wie das dort gelebt wird, wie dort gearbeitet wird, wie die Abläufe sind.
- 1:22:09Ich glaube, das eine, das wäre wirklich mal so Richtung Geranium oder Franzen auch mal. Ich
- 1:22:18würde gerne mal dieses gandinabische Gärme erleben, wie das gelebt wird. Das kennt ja auch viele
- 1:22:23Kollegen ja auch, die schon mal dort gearbeitet haben und das hört sich eigentlich immer ganz gut an,
- 1:22:27aber ich würde es gerne selber sehen. Man muss sowas auch immer selber erleben, finde ich. Dann
- 1:22:32wo ich noch nie war, ich war noch nie bei in der Freundschaft, darf man gar nicht laut sagen,
- 1:22:40in Berlin, das habe ich noch nie geschafft, das würde ich gerne mal miterleben, wie die zwei das
- 1:22:45so. Gerade für dich als Berlinerin ist es ja eigentlich ein Muss, dass du einen Stammplatz hast.
- 1:22:52Darf man gar nicht sagen, ja, also ich liebe ja Berlin, also ich bin ja gerne in Berlin,
- 1:22:56meine Mutter lebt noch in Berlin und ich besuche dir auch unglaublich gern. Wie heißt es auch einfach
- 1:23:02der Werdegang, den man ja so hatte, ist ja ich sage mal nicht ähnlich wie bei dir, aber ich
- 1:23:08habe halt sehr viel natürlich zwei Sterne Restaurants gearbeitet und es war ja immer ein
- 1:23:13bisschen schon die harte Schule kann man schon sagen, aber es war auch immer ein bisschen dieses
- 1:23:18leicht steifere dabei und das finde ich halt auch, was beim Service nicht sein darf,
- 1:23:22es darf nicht steif sein. Es soll immer locker sein und das wollte ich halt ganz gern auch immer
- 1:23:26meinen Mitarbeitern weitergeben. Macht es einfach, macht es locker und seid persönlich. Eure
- 1:23:32Persönlichkeit ist so wichtig für den Gast und für uns, weil ihr eigenständige Personen seid
- 1:23:39und damit lebt dieses Restaurant und das versuche ich halt auch immer weiter zu geben, wenn ihr ein
- 1:23:45Gericht ansagt, sag nicht immer denselben Text an. Individualisiere das, ich mal sage einfach mal
- 1:23:52ein bisschen anders an, aber so dass es immer noch informativ wichtig und alles dabei ist,
- 1:23:58aber so dass es wirklich von dir kommt und der andere sagt es halt anders, es vollkommen in
- 1:24:04Ordnung, ich brauche es nicht immer in gleichen O tun, das darf ruhig immer ein bisschen anders
- 1:24:09sein und das ist auch was immer wichtig ist weiterzugeben und ja das ist eigentlich das,
- 1:24:17was ich eigentlich ganz gern daraus gelernt habe, dass ich gerne auch ein bisschen locker werden
- 1:24:21wollte und deswegen sind das so Stationen, wo ich gern vielleicht nochmal hingehen würde, um dieses
- 1:24:27lockere vielleicht nochmal mehr für mich zu verinnerlichen auch. Die sind ja aus einer
- 1:24:33anderen Generation, die sind ein bisschen jünger, die sind ein bisschen hip, ja vielleicht bin ich nicht
- 1:24:37so hip, alles gut, muss ich auch nicht sein, ich bin wie ich bin und aber ich versuche das halt immer
- 1:24:43noch, ich möchte gerne, dass es halt jeden Gast abhole, weil wir haben sehr viele junge
- 1:24:49Gäste bei uns auch im Restaurant, was ich faszinierend finde, das früher gar nicht so üblich war,
- 1:24:55dass die jüngeren Gäste ins Sternerestaurant essen gehen, aber sich jetzt einfach das zum
- 1:25:03kennenlernen, viele sagen, aus unser erstes, unser erster Besuch in einem Sternerestaurant,
- 1:25:08die schreien mir vorweg, was muss ich dann anziehen, ist etwas, was ich beachten muss,
- 1:25:14nein, kommen sie wie sie sind, womit sie sich am Wohlsten fühlen und dann sind sie bei uns
- 1:25:21richtig, das ist gut, dann freuen wir uns auf sie und ja, da ist man, die da auch schon mal rein
- 1:25:27bringt und das ist halt das, wo ich gemerkt habe, ja, wir haben einfach andere Generationen, die
- 1:25:34jetzt auch zum Essen kommen und da sich auch, dass man so diese Mischung hat im Service,
- 1:25:40dass man diese Lockerheit hat, aber trotzdem das Professionelle, das ist wichtig und das macht
- 1:25:45mir halt Spaß und vielleicht, dass man das vielleicht noch mal irgendwo anders noch mal
- 1:25:49andere Inspirationen mit reinnehmen kann, das wäre so die Idee dann dabei.
- 1:25:54Auch an deinem Beruf, also würdest du gerne mal einen anderen Beruf ausprobieren? Oder bist du jetzt
- 1:25:59mit so einem hier gesetzt und kannst du nie wieder was anderes vorstellen?
- 1:26:01Man weiß nie, was kommt, also ich liebe meinen Beruf, ich mache das unglaublich gerne und ich
- 1:26:09arbeite unglaublich gerne auch mit meinem Mann zusammen. Das ist immer, was wir gemacht haben
- 1:26:13und was wir auch immer leben, also wir leben das auch und da haben wir viel Freude dran.
- 1:26:20Ob das sich irgendwann mal was anderes ergeben wird, kann ich nicht sagen, das ist dann,
- 1:26:25dann ist das so. Ich kann mir das momentan nicht vorstellen. Ich glaube, wie ich klein war,
- 1:26:31wie ich angefangen habe, ich glaube, wollte ich immer gerne mal zur Polizei gehen, ich wollte
- 1:26:38immer gerne zur Kripo gehen, aber das hat sich dann zerschlagen mit meinem Berufswunsch.
- 1:26:43Meine Augen sind einfach zu schlecht gewesen, man muss damals nämlich eine gewisse Augenstärke
- 1:26:51erfüllen, was momentan heutzutage nicht mehr so ist, das haben die irgendwann mal geändert.
- 1:26:54Aber nicht zu trotz, dann habe ich halt meinen Praktikum im Hotel gemacht in Berlin und durfte
- 1:27:00nicht in den Service, musste in die Küche und habe dort zwei Wochen Küchenpraktikum gemacht
- 1:27:06und das war es eigentlich, wo ich sagte ja, Hotel leben, da war so viel los und das hat mich so
- 1:27:12fasziniert und wir waren auch früher immer sehr oft unterwegs, mal auf Reisen und wenn man in
- 1:27:19dieses Hotel reinkam, so als wenn man so jung ist, was da passiert in dieser Halle, wo die alle sitzen
- 1:27:25und wie die Rezeption war und dann kam einer und hat die die Koffer abgenommen und das war
- 1:27:32schon toll und das habe ich gesagt, ja dann, ich glaube das ist das Richtige für mich und damit
- 1:27:37habe ich halt gewusst, das ist dann ja den Weg, den probieren wir mal aus, sondern es hat gut
- 1:27:42funktioniert. Ich wollte zwar danach eigentlich immer gern Richtung, ich habe immer gesagt,
- 1:27:45ja ich will mal Richtung Hotel und Management und so, aber ich habe gesagt, nee am Ende habe ich gesagt,
- 1:27:49nee Wein ist das Bessere, das habe ich mir freudet dran. Ich liebe es in Hotel Lobby zu sitzen,
- 1:27:54also auch wenn ich in Berlin bin, ich bin total gerne im Adlond, das ist so ein Lobby und es
- 1:27:59im einen die Leute beobachten, die Atmosphäre aufnehmen, dann wenn der Klavierspieler spielt,
- 1:28:03dann hat das noch eine ganz eigene Atmosphäre und eine eigene, ganz eigenen Scham und ich finde,
- 1:28:07es gibt viel zu wenig Hotel Lobbies, also ein Hoch auf die Hotel Lobbies. Ja, das ist richtig so,
- 1:28:13ich, wenn das Adlond, das ist ja nochmal so, das Adlond, das ist ja schon so, dieses Flair war
- 1:28:20schon so mitschwingt, wenn du es aussprichst, also das hat ja schon eine ganz Besonderheit oder auch
- 1:28:25eine Hamburg, ich weiß noch ganz genau, wie ich in was für Jahreszeiten, wo ich den erst,
- 1:28:33weil mir auch in dieser, wo du diesen Tea und Tea Time hast, ich glaube, da war das ja,
- 1:28:39da haben wir gesagt, wir buchen uns mal die Tea Time, dann waren wir uns das gebucht,
- 1:28:43dann sind wir da rein und sind da durch die Halle und dann hinten in diesem Raum und dann hat der
- 1:28:49uns einen Tea empfohlen, das werde ich nie vergessen, das war damals von Ronnefeld der Ullung, der
- 1:28:57Milky Ullung und dann habe ich gesagt, der ist ja großartig und dann hat er mir damals dieses
- 1:29:02Schild mitgegeben, diesen Aufkleber von diesem Milky Ullung Tea und den habe ich Jahre, der habe
- 1:29:10ich immer noch in meinem Portmonee mit mir getragen, weil ich das so großartig fand, weil es
- 1:29:15mich so fasziniert hat und das ist immer dieses Erlebnis, was man mit Hotels dann auch hat oder
- 1:29:21mit diesen, was die auch dann allein dieses Service, den du da erlebt hast, also ich liebe es auch immer
- 1:29:25noch so Tea Time irgendwo anders zu machen, wo du dann diese Etagiere bekommst, mit den Scones und
- 1:29:31den Sandwiches und den Pralinen großartig, liebe ich total und das war auch damals, es war 2010,
- 1:29:41habe ich den Tea Master auch gemacht, das war das Projekt von Ronnefeld, da gab es den Tea Master
- 1:29:49Silber und Tea Master Gold und da habe ich angefangen mit Tea auch mehr zu leben, mehr Tea
- 1:29:58auch in das Restaurant einzubauen. Wie wir in Bad Kriegsbach im Ejadino waren, habe ich dann
- 1:30:05eine Teebegleitung auch gemacht. Um es nochmal zu verwechseln, das hat mir unglaublich viel Spaß
- 1:30:12gemacht. Wir haben den Tea Master Silber, den hat man ja in der Zentrale in Frankfurt gemacht,
- 1:30:19fand ich schon unglaublich gut, dass ich den Sommelier gemacht habe, weil man da sehr viel
- 1:30:23sensuisch auch machen muss. Du hast natürlich diesen Praxistest, der da ja auch anspruchsvoll ist,
- 1:30:30aber du musst auch sensorisch die Tees zuordnen mit Namen und da gibt es ja auch verschiedene
- 1:30:36Serien und da sollte man das auch wirklich explizit zuordnen und das fand ich, hat mir
- 1:30:43unglaublich geholfen, dass ich mit der Sensorie doch etwas weiter war, als jemand, der im Kurs war
- 1:30:49und mit Wein gar nichts zu tun hatte, aber das habe ich, wow, da gibt es ja Parallelen, da gibt es
- 1:30:55ja Wahrnehmungen, die mir helfen, den Tee auch anders zu schmecken und dann waren wir mit dem Tea
- 1:31:02Master Gold in Sri Lanka gewesen. Das ist eine Woche Workshop, wo wir mit der Gruppe danken.
- 1:31:09Da fliegt ihr da hin und macht den dort vor Ort? Mhm, ganz genau. Wir sind nach Sri Lanka,
- 1:31:14nach Kolombo geflogen und waren dann in verschiedenen, auch verschiedenen Hotels und haben in den
- 1:31:19Hotels dann die Workshops auch gemacht, wo wir also Workshops dann zusammen was kreiert haben,
- 1:31:26dann haben wir Aufgaben bekommen mit Themen, die wir mit Tee und essen oder auch mit Equipment,
- 1:31:34was wir dann aus dem Hotelpersonal uns versucht haben zu organisieren, dass es immer ein bisschen
- 1:31:39originell auch war und wir sind auch auf die verschiedenen Plantagen, wir durften mit Flücken
- 1:31:45und Respekt davor, jede Flüggerin, was sie schafft. Wahnsinn. Das war unglaublich faszinierend,
- 1:31:54dass man das dann auch mal selber sehen kann, auch wie das von diesen Terrassen auch ist. Und wir haben
- 1:32:01dann auch diese Abschlussprüfung gemacht vor Ort und dann auch die Auszeichnung vor Ort dann am
- 1:32:07letzten Abend als Abschlussabend begleitet und das war eine sehr, sehr großartige Erfahrung,
- 1:32:14die ich dann auch mitmachen durfte.
- 1:32:16Wer möchte nicht einmal tief eintauchen in die Welt der Champagne? Es geht um Eleganz, um Geschichte
- 1:32:38und um Innovation. Und natürlich geht es auch um Kunst, wenn wir von der Kollektion 245 von Louis Röder
- 1:32:45reden. Diese Linie wurde eingeführt, um den klassischen Brutprämie zu ersetzen, aber nicht
- 1:32:51einfach so nahein. Die Idee der Kollektion Tierstelle vertreten, die Edition 245 ist ein
- 1:32:57Ausdruck von Präzision und Innovation. Lasst mich euch mitnehmen, es ist Jahr 2021. Das war das
- 1:33:03Jahr, in dem Diesel-Linie das erste Mal präsentiert wurde. Ihr Ziel? Den Jahrgangscharakter und die
- 1:33:10Vielfalt des Terroirs, noch stärker hervorzuheben. Ist das nicht fantastisch? Louis Röderer wollte
- 1:33:16etwas neu schaffen. Etwas, was nachhaltigkeiten, die Qualität der eigenen Weinberge in den
- 1:33:21Fokus rückt. Die Asamblasch dieser Kollektion ist einzigartig. Sie kombinieren Basisweine aus
- 1:33:27mehreren Jahrgänge. Besonders beeindruckend ist die sogenannte Reserve per Pettuell. Diese
- 1:33:32Reserve ist eine kontinuierlich gepflegte Sammlung von Basisweinen. Sie bringt Balance und Beständigkeiten
- 1:33:38diese Küwe. Zusätzlich kommen eichenfaschgereifte Reserve ein hinzu. Diese verstärken die Komplexität
- 1:33:44und den Ausdruck des Terroirs. Die Kollektion 245 ist nicht nur ein Champagner, sie ist ein
- 1:33:50Denkmal, ein Denkmal des Jahrgangs 2020. Denn 55% dieser Asamblaschstammen aus diesem Jahrgang 35
- 1:33:57kommen aus der Reserve per Pettuell hinzu. Und 10% der Mischung, die meist aus drei Jahrgang
- 1:34:02bestehen, bestehen aus eichenfaschgereiften Reserve ein. Ihr wisst, was das bedeutet. Holz bringt
- 1:34:07Struktur. Und macht diesen Champagner um ein wesentliches, reichhaltiger und komplexer, als
- 1:34:11er ohnehin schon ist. Die Refsortenzusammensetzung ist perfekt ausbalanciert. 41% Schadene, 35%
- 1:34:18Pino Noir, 24% Mignier. Das Ergebnis, elegantes Struktur und Frische in jedem Schluck. Die
- 1:34:25Gärung erfolgt in großen Eichenfässern, im sogenannten Futeres. Das fördert die Mikrooxidation,
- 1:34:30entwickelt eine beeindruckende aromatische Komplexität. Und dann die Reifung. Fast vier Jahre
- 1:34:35auf der Hefe. Das gibt der Kollektion 245. Tiefe und diese charakteristisches, feine
- 1:34:41Pelage. Ist das nicht erstaunlich? Mit einer Dosage von sieben Grammierliter bleibt sie im
- 1:34:47Brütbereich. Sie kombiniert frische und einem Hauchschmelz. Und für euch Liebhaber und Profis,
- 1:34:53die malolaktische Gärung und minimalistische Schönung bewahren die Struktur und die Authentizität
- 1:34:58des Weines. Jede Flasche wird von Hand gerüttelt, traditionell degurgiert. Das ist kein Massenprodukt,
- 1:35:04das ist Handwerkskunst. Aber lassen wir uns nicht nur von der Kollektion mit reisen,
- 1:35:09schauen wir uns das Haus Louis Röderer an. Ein Name, der für keinen von euch neu ist. Seit
- 1:35:141776 steht das Haus für Exzellenz in der Champagne. Und wisst ihr was den Erfolg ausmacht? 240 Hektar
- 1:35:21Weinberg in den Spitzenlagen der Champagne. In der Montagne de Rence, in der Cote Blanc und
- 1:35:26in Manetal. Die Weinberge sind das Fundament ihres Erfolgs. Natürlich hat jeder die Pristischgewähl,
- 1:35:32den Kristall. Der ursprünglich für Zahr Alexander II. der schaffen wurde. Doch nicht nur diese,
- 1:35:36denn jedes Produkt aus dem Haus Louis Röderer ist ein Maßstab für höchste Qualität. Aber so schön
- 1:35:42wie es ist, es geht nicht nur um Tradition. Denn Louis Röderer kombiniert Tradition mit Innovation,
- 1:35:47vom biodynamischen Anbau bis hin zur bahnbrechenden Enfrosion Technik für Rosé Champagne. Und ja,
- 1:35:53ich weiß, ihr erinnert euch an den Brühtnatur, der in Zusammenarbeit mit Philipp Stark entstanden ist.
- 1:35:58Doch was wäre die Champagne ohne ihre Geologie? Hier dominieren kalkhaltige Böden. Sind nicht nur
- 1:36:05eine geologische Kuriosität, sie sind Meisterwerke der Natur. Der berühmte Camerich Kai verleiht den
- 1:36:12Wein ihre charakteristische Mineralität. Er reflektiert Sonnenlicht, er fördert die Reifung der Trauben
- 1:36:17und ja, er macht die Weine langlebig und elegant. Die Champagne liegt zwischen dem 48. und dem 49.
- 1:36:25einen halben Breitenkran. Hier endet der Weinbau und beginnt das Wunder. Moderate Niederschläge,
- 1:36:30kühle Nächte, ein semi-kontinentales Klima und alles schafft ideale Bedingungen für die Trauben. Aber
- 1:36:37die Region hat auch ihre Herausforderung. Spätfröste, heiße Sommer. Doch die Winter der Champagne
- 1:36:43ist kreativ. Frostschutztechniken, nachhaltige Bewirtschaftung, moderne Technologien. Die Champagne
- 1:36:50ist ein Lehrbuch für uns alle. Sie zeigt, dass man Hürden überwinden muss, um etwas Einzigartiges
- 1:36:55zu schaffen. Sie zeigt, wie Natur, Geologie und menschliches Können zusammenwirken, um etwas
- 1:37:00Einzigartiges zu schaffen. Und das ist sie, die Kollektion 245 aus dem Hause Louis Röderer. Vielen
- 1:37:06Dank für die Interpretation eines perfekten Champagnas. Dem Hause Louis Röderer und dem
- 1:37:11deutschen Importeur, dem Handelshaus Schlumberger. Und danach habe ich auch die Tees mit in die
- 1:37:29alkoholfreie Teebegleitung, habe ich das damals genannt, eingebunden. Und dann habe ich wirklich
- 1:37:35auch durch die verschiedenen Dosierungen der Tees mit den verschiedenen Ziehzeiten,
- 1:37:43auch Temperaturen vom Wasser viele Sachen ausprobiert. Das ist auch aufs Essen funktioniert,
- 1:37:49dass ich die richtigen Tees immer habe. Und habe das auch durch meiner Reise, die wir in Asien hatten,
- 1:37:55habe ich mir in, glaube, in Hongkong dieses kleine Geschirr gekauft, wo man die Tees reinmacht.
- 1:38:02Das sind so kleine Tassen, wo habe ich die Teeblätter rein, das Wasser rein, man zieht das,
- 1:38:09machst den Deckel und dann seist du das so ab in die kleinen Tee-Tassen. Habe ich auch Fotos
- 1:38:14vor und kann ich dir mal schicken, das ist total schön. Sondern dann habe ich das am Gast auch so
- 1:38:19ziehen lassen und dann abgesalte und dann serviert und dann was zu dem Tee erzählt. So ähnlich wie
- 1:38:25man es mit dem Wein dann daneben gemacht hat. Es gab bei uns in der Region in Magrissbach,
- 1:38:31musst du so viel fahren und dann war diese alkoholfreie Variante sehr gern angenommen. Am Anfang gab es auch
- 1:38:39Gels in den Tee. Warum? Ich bin ja nicht krank. Ja, ist gut, muss ja nicht sein. Und dann fiel die sich dann,
- 1:38:48ja, ich probiere es mal aus, sondern, wow, faszinierend, machen wir mal weiter. Und das war, kam sehr gut an.
- 1:38:56Das hat mich auch sehr, das hat mir sehr viel Freude gemacht, das auszuprobieren. Man muss auch immer
- 1:39:02so einen Rahmen haben, um das zu zelebrieren. Ich habe dann auch mal so ein Tee-Seminar gemacht,
- 1:39:08das war auch schön, das macht auch, dass man das so zeigen kann, wo kommt Tee her. Also nicht nur
- 1:39:15Sri Lanka, sondern gern auch was mit China und Japan passiert, Taiwan, Nepal, also da gibt es ja
- 1:39:22so viele Varianten an Tee-Sorten. Ich gerne mich auch im Buch legen, gehe ich gerne in Tee-Läden,
- 1:39:27muss mich dann mal zurückhalten, Tee zu kaufen. Aber wenn ich mal was Besonderes sehe, probieren
- 1:39:33wir das sehr gerne aus. Magst du das auch gerne? Total, ich liebe Tee. Ich liebe Tee in allen,
- 1:39:37allen Facettenvariationen. Ich habe es garantiert nicht so in ich und so tief sind ich, zelebriert,
- 1:39:45gelernt, verfolgt wie du. Aber ich finde, dass Tee so eine ganz eigene Ebene hat und so eine ganz
- 1:39:53eigene auch Sensibilität in einem auslösen kann und man, wie du sagst, allein mit Zitzeiten,
- 1:39:59Temperaturen, mit Mengen ganz eigenspielen kann, da ist es bestimmt für dich richtig schrecklich,
- 1:40:05wenn du siehst, was so als Beutelware überall in kleinen Packungen steht und wie Tee auch missbraucht
- 1:40:11wird, oder? Ja, das ist, das, wir haben, ich habe auch den, wir haben auch so Tests dann gemacht
- 1:40:16auch. Ich habe mir mal diese Teebeutel geholt und dann habe ich den richtigen Tee und wenn du dann
- 1:40:23diesen Teebeutel aufschneide ist und dann siehst du, was da drin ist, ja, kein Wunder, dass das ein paar
- 1:40:29Euro nur kostet. Ja, aber es ist, wir haben auch, wir haben das mit Wein vergleichen, also hat Tee
- 1:40:36eine ähnliche Ebene und eine ähnliche Tiefe wie Wein, oder ist es denn doch was anderes?
- 1:40:41Ich finde es ein bisschen anders. Es ist schon Wein ist Wein und Tee ist Tee. Es hat, wenn man bei
- 1:40:50Wein erreicht ist es anders, Tee, da ziehst du es anders, da bist du quasi, ja gut, da hat auch die
- 1:40:56Trocknung ein bisschen was zu tun, da hat ein bisschen die Flückung, was damit zu tun, was beim
- 1:41:02Wein vielleicht Ähnlichkeiten hat, ja, aber ich glaube, das Wein ist Wein und Tee ist Tee. Gibt es
- 1:41:07noch so irgendein Getränk, was mit Wein gleich kommt in der, in den Facetten, in der Tiefe, in der
- 1:41:11Komplexität, im Anspruch? Ich finde vielleicht noch, dass vielleicht wäre so, was nicht Whisky
- 1:41:19vielleicht noch so ein bisschen, aber Whisky ist auch wieder was Eigenes, was anderes. Ich glaube,
- 1:41:26dass jetzt das wirklich nicht groß was zu vergleichen wäre. Was auch schön ist, wenn so eine Gewinne
- 1:41:30unsere Einzigeartigkeit da manchmal hat und man es einfach mit nichts vergleichen kann. Aber wo
- 1:41:36vergleichen, was wärst du für ein Wein, wenn du ein Wein wärst? Ich was Tiefgründiges, was aber
- 1:41:42auch mal lebendig wird. Ich kann keinen genauen bestimmen, aber vielleicht auch Richtung,
- 1:41:52vielleicht so Richtung Burgund oder so Champagner, vielleicht so was. Vielleicht kann ich auch nur sagen,
- 1:42:00was ich gerne mag, dann kann ich mal sagen, ja, dass damit viel könnte ich mich vergleichen, aber
- 1:42:05wenn man so die Parallel hier immer bei den Dingen, die man dann kennt, mag, ja. Ja, das ist so eine Idee
- 1:42:13an Wein, die dann einem Kopf ist, ja, das mag ich ganz gerne. Also vielleicht Rebsorten, die man
- 1:42:18gerne mag und vielleicht auch Kombinationen, die man gerne mag. Am Wein, Schwätz zu sagen. Kann man
- 1:42:27Wein in einen Wort pressen? Also Wein ist Punkt, Punkt, Punkt. Das ist faszinierend und kure Freude,
- 1:42:39ja, ein Lebensgefühl für mich zumindest. Ja, macht so viel Spaß. Gibt es Situationen, wo Wein überhaupt
- 1:42:48nicht passt für dich oder geht Wein immer? Ja, es gibt Situationen, wo ich Wein nicht nehmen würde
- 1:42:57oder nicht empfehlen würde. Oder, ja, also ich glaube, wenn ich irgendwo in einer großen Menschenmenge
- 1:43:05irgendwo stehen würde und ich würde mich unbehaglich fühlen oder es ist, ich kann mich nicht auf Wein
- 1:43:10konzentrieren, dann finde ich, Wein trinken nicht angenehm, weil dann habe ich zu viele Störfaktoren
- 1:43:18um mich herum. Kann ich total nachvollziehen? Also mag ich auch nicht, wenn ich ein Wein habe und ich
- 1:43:24mich dem Wein widmen möchte und dann gibt es zu viele Sachen um einen herum, man hat nicht die
- 1:43:28Ruhe dafür, dann kommt es zum bloßen getränkt und dann verliert, finde ich, Wein seine Besonderheit.
- 1:43:32Ja, oder man hat vielleicht so Menschen um sich, die auch gar nicht so Wein gerade,
- 1:43:43vielleicht weil es situationsmäßig, vielleicht dass alle nur alkoholfreit trinken, dann finde
- 1:43:47es auch nicht so angenehm, was alleine zu probieren. Dann bin ich auch eher sein, ja gut, dann
- 1:43:54situationsmäßig lieber was Frisches, vielleicht mal ein schönes Bier nehmen, da bin ich auch mal
- 1:44:00gern für ein kühles Bier, da auch mal was Gutes. Wolltest du mal Winzerin werden? Hattest du das
- 1:44:05irgendwann mal gereizt, ein Weingut zu haben oder da zu arbeiten und Wein dann von der Wiege auf,
- 1:44:09zu betreuen, zu begleiten? Nein, reines Nein. Ich bewundere jeden, der diesen Beruf macht und
- 1:44:16respekt, wie die das immer schaffen und was dahinter steht, was für eine Aufgabe,
- 1:44:24wer das macht, wirklich, aber ich selber würde es nicht machen. Nein, das wäre nie mein Wunsch gewesen,
- 1:44:31ich glaube dafür bin ich nicht so gemacht. Nein, würde ich das gerne machen. Der war
- 1:44:40total und das ist eigentlich niemals zum einen, weil ich es nicht so spannend finde,
- 1:44:46mit dem Wein dann zu arbeiten, der nicht so optimal gelungen ist, wie ich mir das vorstelle,
- 1:44:50dann finde ich diese Herausforderung anstrengend, dass du halt die vielen verschiedenen Ebenen
- 1:44:57komplett bespielen musst. Du musst Büro machen, du musst Marketing machen, du musst produzieren,
- 1:45:01du musst was aufbauen, du musst Finanzbesen. Das finde ich, als hat man zwar so im normalen
- 1:45:06Beruf auch, aber nicht mit dieser fast überfordernden Komplexität, wie sie eben viele
- 1:45:12Winzer haben, wenn sie eine gewisse Größe haben. Irgendwann je größer das Weingut wird,
- 1:45:16umso mehr teilen sich natürlich dann auch die sparten Abteilungen und die Aufgaben,
- 1:45:20aber viele Winzer sind der komplette Self-Made. Ich glaube, du bist irgendwann in der Situation,
- 1:45:26das ist aber vielleicht auch keine, vielleicht ist das eine komische Vorstellung, aber ich glaube,
- 1:45:31du bist dann in der Situation, dass du nicht mit dem Idealismus das ganze Leben kannst,
- 1:45:36wie du es möchtest, weil du entweder nicht die Zeit oder die Wirtschaftlichkeit dabei hast und
- 1:45:40dann immer Kompromisse eingehen musst. Von dem her ist es so ganz viel, dass man nicht das sein
- 1:45:47und kann und möchte, wie man eigentlich das sich wünscht. Und das finde ich schade. Ja,
- 1:45:54das ist wirklich eine riesengroße Aufgabe, die die Winzer auch haben. Klar, wenn man sich dann
- 1:46:00irgendwo aufteilen kann und das natürlich dann immer Aufgaben abgeben kann, dass du dich wirklich
- 1:46:04nur noch im Weinberg oder im Reben oder Keller, dass die Aufteilung halt hast, ist das schon wichtig,
- 1:46:12dass du da die Konzentration natürlich auch hast und das auch nicht aus dem Auge verlierst. Und wenn
- 1:46:16du dann mal Marketing irgendwo weglässt, dann wäre auch fatal den Verkauf. Davon leben ja auch die
- 1:46:24Winzer. Und ich finde, du hast dann wahrscheinlich dein Leben lang einen Traum von einem Wein, den
- 1:46:31du erzeugen möchtest und das Schlimmste ist dann wahrscheinlich zum einen, wenn du den Wein erzeugst,
- 1:46:36weil du dann auch immer nur versuchst, dann den nochmal zu erzeugen in der Perfektion der
- 1:46:41Idealisierung, wie du dir das vorstellst oder wenn du halt irgendwelche Bewertungen hast, irgendwelche
- 1:46:45Ratings, du misst dich selber immer daran und das ist schwierig. Also die Zufriedenheit zu
- 1:46:56finden ist glaube ich da ganz ganz deutlich schwierig, oder die Akzeptanz, dass Sachen so sind,
- 1:47:03die Natur so ist, dass es immer unterschiedlich ist. Ich glaube, das Arbeiten in der Natur und auch
- 1:47:07die Vielschichtigkeit, die man dort auslebt, dass es auch sehr erfüllend sein kann. Aber so dieses
- 1:47:13"Willst du mal 100 Punkte Wein haben oder 97 Punkte Wein?" und wirst du es entweder nie erreichen
- 1:47:21oder wenn du es mal erreicht hast, versuchst es immer nochmal zu erreichen, dass du dieses
- 1:47:25stetige Bestätigen oder Streben, es kann animieren sein, kann dich aber glaube ich auch ganz toll
- 1:47:30zermöben. Gut jedes Jahr ist ja auch mal ein bisschen anders. Ich glaube, also ich könnte mir zu
- 1:47:35vorstellen, wenn ich jetzt, ich muss ja das Jahr nehmen, wie es kommt und daraus das Beste auch für
- 1:47:42den Weinberg ja auch machen. Und ich glaube, ist es immer so, dass ich immer den Wunsch habe,
- 1:47:50den Wein zu erzeugen, den besten Wein überhaupt oder ist es nicht eher, ich möchte für dieses Jahr
- 1:47:57den besten Wein herausfiltern und das kann ja auch von Jahr zu Jahr anders sein und auch immer
- 1:48:02eine andere, ja schon immer eine andere Herausforderung natürlich bringt. Aber Jahr für Jahr ist ja auch
- 1:48:10mal anders, dass du das halt auch wirklich perfekt für dich, für den Wein oder für deine Philosophie
- 1:48:18halt auch bringen sie sich. Ich finde, was ich persönlich nicht so schön finde, ist, wenn ich
- 1:48:26ein Wein gut habe, die immer denselben Wein Jahr für Jahr gleich herstellen wollen. Das ist also
- 1:48:33eine QW zum Beispiel und dann mache ich mal ein bisschen mehr davon, ein bisschen mehr davon,
- 1:48:36weil das eine Jahr war besser hier, das war dir, die Traube besser da. Ja, das ist natürlich für
- 1:48:43den Verkauf, für den Normal-Endkunden, leha ist es natürlich praktisch, der weiß immer,
- 1:48:49was er bekommt. Ich persönlich mag ja lieber mehr so dieses individuelle und auch gerne,
- 1:48:56was ja typisch ist oder was halt auch den Winzer ausmacht oder den Boden ausmacht. Ich finde,
- 1:49:01ich finde auch alles, was so ein biologischen Wein am Bau, biodynamischen Wein am Bau passiert und
- 1:49:07was, das war für mich auch so ein Knackpunkt damals gewesen. Und ich gemerkt habe, diese
- 1:49:15Vielseitigkeit an Wein habe ich probiert, die wirklich von nicht mehr so kommerziell hergestellt
- 1:49:22sind, sondern wirklich einfach länger auf der Hefe war, Lager waren oder vielleicht ein bisschen mehr
- 1:49:29meiste Kontakt hatten oder gar nicht so diesen starken Holzausbau, vielleicht mehr Beton oder
- 1:49:34Empfohre gearbeitet haben oder die erzählt haben, ja, wir haben da mehr die Landwirtschaft auch,
- 1:49:38mehr mit dabei, was die Demeter zertifizierten Betriebe auch haben, was ich uns dann auch sehr,
- 1:49:44sehr streng finde, aber sagen, wir arbeiten hier mit Begrünung, wir arbeiten mit Schafen,
- 1:49:50die da durchgehen, hört sich am Anfang alles sehr schräg an, aber mir ist aufgefallen,
- 1:49:56dass diese Weine bekömmlicher geworden sind, dass sie weniger Alkohol haben, die meisten zumindest
- 1:50:01und das ist ja das, was auch die Ausdruckstärke an Wein auf einmal im Glas war, was die gezeigt
- 1:50:09haben oder wie sich die verändert haben. Ich fiel spannender und interessanter auf einmal fand
- 1:50:15und das auch als Aufgabe gesehen habe, nicht als Aufgabe gesehen, aber für mich interessanter
- 1:50:21war das im Restaurant auszuschenken und zu zeigen, weil ich es auch zum Essen viel schöner fand. Punkt
- 1:50:27eins ist ja immer, was die Gäste mal waren, wie viel Alkohol hat denn dieser Wein? Das ist
- 1:50:32das erste, bevor du sagst, was es für eine Rebsorte ist. Das fand ich mal ein bisschen schade,
- 1:50:37gut, dann zeigst du, wenn du es jetzt zeigst und sagen, oh, der ist aber kräftig und dann zeigst
- 1:50:44ihm und er hat 11,5 oder vielleicht auch noch weniger. Das hätte ich jetzt aber nicht gedacht,
- 1:50:52weil die einfach so viel Intensität haben an Typizität auch, was die Traube ist, was der Boden
- 1:51:00ist, das finde ich total gut, das auch zu zeigen und da habe ich mich auch sehr eingesteigert.
- 1:51:07Kann ich mir als Nachvollziehen, dass das Schöne dann auch im Restaurant, wenn man damit begeistern
- 1:51:14kann und die Gäste von einer ganz anderen Welt auch überzeugen kann oder dann auch zwei verschiedene
- 1:51:20Jahrgänge präsentiert und die dann halt vom gleichen Winzer, von einer gleichen Rebsorte
- 1:51:24aus der gleichen Lage komplett unterschiedlich sind. Das ist zwar manchmal auch eine totale
- 1:51:29Herausforderung, glaube ich, auch für ein Winzer, wenn das Folgejahr, weil er versucht den Jahrgang
- 1:51:36auch zu interpretieren, komplett anders ausfällt und oftmals wahrscheinlich auch sehr viele
- 1:51:41Diskussionen auslöst von Seiten der Kundschaft, wofür ich die Winzer auch bewundere, wenn sie
- 1:51:46eben diesen Weg gehen, aber manchmal einfach auch ganz, ganz reizvoll ist, wenn man mit den
- 1:51:52Jahren, mit den Jahreszeiten ganz, ganz anders leben kann. Ich finde es auf der anderen Seite aber
- 1:51:57auch bewundernswert, wenn es Weingüter im Bordeaux zum Beispiel schaffen oder auch in Begunnd
- 1:52:02oder nach Ruhen oder in Italien oder Spanien ihren Stil, dass die so wie eine Handschrift haben und
- 1:52:08versuchen, diese Handschrift immer wieder aufleben zu lassen. Also das halt ein Fischac, wie ein Fischac
- 1:52:15schmeckt oder moros, wie moros oder wen auch immer. Also da, wenn das ein Roder, immer wie ein Roder schmeckt
- 1:52:22oder ein Zähler von Roder, wie ein Zähler. Und man erkennt die dann irgendwo wieder oder es ein
- 1:52:27Online, wie ein Online schmeckt. Das hat ja dann im Sinne auch, dass man zielorientiert versucht
- 1:52:33etwas zu inszenieren, ein Geschmack zu inszenieren. Das ist auch glaube ich eine ganz spannende Aufgabe.
- 1:52:39Ja, das kann man, es ist ja auch natürlich die Wiedererkennung, die dann da ist. Und das ist,
- 1:52:47was auch viel geht, ist ja auch über Böden halt auch. Wenn ich jetzt die Zilien habe oder mit
- 1:52:53diesen Vokalen oder was du an der Rhonen auch hast, da finde ich faszinierend, wenn du das immer
- 1:53:00wieder halt auch von verschiedenen Weingütern oder wir waren an der Rhonen unterwegs,
- 1:53:06dann hast du da verschiedene, trotzdem hast du immer so diese, ah, das ist so die Rhonen,
- 1:53:10das ist so der Syrah, der sind nördliche Rhonen. Das finde ich schon, auch gut, finde ich schon wichtig.
- 1:53:16Wenn du eine Region benennen müsstest, die unterschätzt und bewertet ist oder so ein
- 1:53:21Hidden Treasure, welche wäre das? Ich glaube, dass so in Portugal noch sehr viel zu erleben ist.
- 1:53:29Vor allen Dingen, weil die auch sehr viele eigenständige Rebsorten haben, dass da noch sehr
- 1:53:35viel Spannendes auch noch kommt. Das würde ich schon sagen. Das finde ich sehr faszinierend auch.
- 1:53:43Aber ich auch sehr gerne mit. Ja, wenn du so einen gewissen Febel für seltene Rebsorten hast,
- 1:53:48dann kannst du da natürlich, also ein Riesenschatzkiss, ein Riesenfundus,
- 1:53:52kannst du dich da richtig ausleben. Wenn ich faszinierend zu sehen, auch was Spanien hat,
- 1:53:57also nicht nur das Allgemeine, sondern was man immer wieder nur entdecken kann,
- 1:54:03also gefällt mir unglaublich gut, auch was so rund um Madrid zum Beispiel ist. Faszinierend.
- 1:54:09Ja, da glaube ich kommt auch noch bald ein bisschen mehr. Manchmal interessant ist so ein bekanntes
- 1:54:15Weinland wie Spanien teilweise noch so versteckte, schätze Region, mit dem man sich
- 1:54:22eigentlich viel zu selten beschäftigt oder Stile, die man so gar nicht auf dem Schirm hat. Total.
- 1:54:27Finde ich auch. Also es ist auch immer wieder faszinierend, wenn du mal was Neues liest,
- 1:54:32also "Ah, Mensch, stimmt ja, das ist ja, kann sich auch mal wieder mal was ausprobieren."
- 1:54:36Oder ich finde auch, ja gut, ich finde auch gerade, was ich so ein bisschen probiert habe,
- 1:54:43Sizilien extrem spannend, was ich, weiß nicht ob das anderatet ist, kann ich nicht sagen,
- 1:54:49aber ich sehe das immer nur sehr mit den eigenen Trauben, was sie auch haben und mit den Böden,
- 1:54:56dass das faszinierenden Aromen auch mal wieder präsentiert und das ist eigentlich so dieses
- 1:55:02Geschmacksbild, was man dann hat. Ob das jetzt zu jedem passt oder nicht von der Küche,
- 1:55:06von der Stilistik, sei er da hingestellt. Das muss ja jeder selber für sich auch entscheiden
- 1:55:10oder wenn er dann sagt, ich koche nur französische oder italienische Küche, dass man da natürlich
- 1:55:15sich auch ein bisschen mehr spezialisiert. Aber ich bin ja auch immer weit verbreitet mit verschiedenen
- 1:55:20Varianten und probiere ja auch unglaublich viel aus und das ist so, was ich auch sehr, sehr interessant
- 1:55:30finde, was die Zylianer machen unter anderem. Aber ich liebe auch deutsche Weine, die liebe ich auch sehr.
- 1:55:37Und Österreich, das ist ja vielleicht das Österreich gerade so ein bisschen meiner Welt sehr stark
- 1:55:45eingebunden, was auch, ich glaube die Region Weinviertel ist so unglaublich faszinierend ist.
- 1:55:55Mache ich unglaublich gern, was ich da so probiert habe in den letzten Zeiten. Feier ich sehr.
- 1:56:01Herr Fels komplett unterschätzt das Weinviertel, also da gibt es noch so viele tolle Produzenten,
- 1:56:07die man überhaupt nicht präsenten auf dem Schirm hat. Ich mag es auch in Österreich manchmal
- 1:56:11die Klassikern zu probieren, die Wachau rauf und runter. Steiermark, ich glaube Südsteiermark,
- 1:56:16Weststeiermark hat so teilweise richtig spannende, interessante Geschichten oder da eben auch
- 1:56:22bekannte Winzer. Noch mal oftmals finde ich es so schade, dass man so bekannte Winzer oder
- 1:56:29große Winzer einfach übergeht, wenn man glaubt, man hat die viel zu oft probiert und sich immer
- 1:56:34nur auf die unbekannte und kleineren stürzt. Also die Bekannten sind nicht selten ohne Grund,
- 1:56:39bekannt oder renommiert und haben oftmals ein eigenes Dio eine Besonderheit, die sonst kein
- 1:56:45anderer hat. Ja, das ist eigentlich auch, was ich auf der Vivinum jetzt dieses Jahr immer wieder
- 1:56:50neu probiert habe. Ich wollte gerne eigentlich mal ein paar neue Weingüter probieren, aber ich
- 1:56:55komme auch nicht drum herum, die Bekannten wieder mitzutesten, weil es einfach immer wieder schön
- 1:57:03ist, auch da Neuerungen zu sehen. Es ist nicht immer dasselbe, es ist nicht langweilig, es ist
- 1:57:09immer wieder toll zu sehen, wie auch hier klar auch Veränderungen sind, aber auch wie die Jahre
- 1:57:16sich verändern und manches sagt man ja, das kenne ich ja, aber wie lange hast du das eigentlich
- 1:57:22nicht probiert? Das kann ja auch mal wieder fünf oder sechs Jahre her sein und denke ja, okay,
- 1:57:27du darfst es einfach nicht vergessen, du musst es immer wieder auch mal mit einspielen und klar,
- 1:57:34das neue ist auch wichtig und da finde ich auch so junge Winzer auch in Österreich, Winzerinnen
- 1:57:40habe ich neu entdeckt, da sage ich ja, das gefällt mir sehr gut, nicht alles die von der
- 1:57:47Kollektion, aber dann sage ich mir, ich glaube, das wird in ein paar Jahren und dann habe ich das
- 1:57:53auf dem Schirm und dann probiere ich das immer ein paar Jahre später und auch so habe ich mal
- 1:57:57Winzer auch entdeckt, die ich mal vor vielen Jahren probiert habe. Ja, ich glaube, das kommt und dann
- 1:58:06war es wirklich so, da sind ein paar Jahre die Weine so großartig, ich war ja faszinierend,
- 1:58:11gut, dass ich das auf dem Schirm noch hatte und gut, dass ich es nochmal jetzt auch die
- 1:58:15Möglichkeit habe, noch was in der alten Variante oder jetzt auch schon in der neuen Variante zu haben
- 1:58:20und das ist faszinierend, also das liebe ich auch sehr, wie man auch so die Entwicklung dann
- 1:58:28miterleben und verfolgen kann. Wie schön das ist, wie immer zum Nahmann, manchmal mit dem
- 1:58:35Lebensweg oder den Schaffens- oder Berufsweg der einzelnen Winzer ist, also wo man sich richtig
- 1:58:39darüber freut, wenn ein Jager ein besonders außergewöhnlich ist, wenn ein neuer Stil gefunden ist,
- 1:58:44wenn es eine Weiterentwicklung gibt, wenn man sieht, dass die halt auch teilweise in verschiedenen
- 1:58:50Formen anders anerkannt werden, Ratings bekommen oder eine Publikation bekommen und man freut sich
- 1:58:55so richtig mit den einzelnen Persönlichkeiten, mit dem Weingüter, mit deren Schaffensweg und es
- 1:59:01wird halt nicht langweilig, weil die Weinwürde zum einen so groß ist, so bunt ist, man niemals
- 1:59:07alles probieren kann, es neue Entwicklungen gibt, manchmal auch alte Sachen aufgegriffen werden und
- 1:59:11die dann reinnoviert werden und es dadurch eine richtig spannende und ganz eigenspannende Welt ist,
- 1:59:19gibt es bei dir noch Wünsche oder Ziele oder irgendwas, was du selber noch unbedingt vor hast?
- 1:59:25Es wird ja noch viel reisen, das ist so das Ziel, was ich für mich primär gesetzt habe.
- 1:59:32Ich würde an die höchsten viel mehr Weinreisen mir ermöglichen, aber wenn es einfach momentan
- 1:59:41nicht geht, dann geht es nicht, aber das was geht, das probieren wir gerne aus. Wir reisen auch gerne,
- 1:59:45wenn wir privat natürlich, also Urlaub haben, auch mal in so eine Weinregion rein, aber nicht nur,
- 1:59:53also manchmal ist Urlaub auch einfach Urlaub, das darf es auch mal sein, aber Reisen ist für
- 1:59:57mich wichtig, also ich fand jetzt auch mal letztes Jahr waren wir mal, als Beispiel mal Santorini
- 2:00:03waren wir gewesen, dann haben wir auf eigene Faust dann auch ein bisschen gemacht, wir haben
- 2:00:09durch Kontakte in Deutschland ein paar Termine auch bei Weingütern ausgemacht, ein paar habe ich
- 2:00:14selber ausgemacht, aber dann das war schon sehr schön das vor Ort zu sehen, zu probieren und jetzt
- 2:00:22hatten wir das auch in der Verkostung gehabt vor ein paar Wochen, wo auch ein paar von den Weingütern
- 2:00:28die Weine dabei hatten und das wieder nachzuprobieren und ja es ist einfach schön zu sehen,
- 2:00:35dieses zu erleben oder wenn ich an der Rhon war, dann habe ich eine Reise gehabt, immer wieder
- 2:00:42faszinierend und das ist, wo ich sage, da gibt es noch so viel mehr zu sehen, ich würde unglaublich
- 2:00:47gerne auch mal Australien die Weingüter mal ein bisschen besuchen, ich glaube das ist aber
- 2:00:51alles sehr weitläufig, aber das wäre spannend und vieles mehr, also ich würde das alles gerne mal
- 2:01:00so verortert auch erleben. Ja das stimmt, es nützt alles nichts, wenn man nicht mit dem Herzen
- 2:01:11dabei ist, weil letztlich ist man Gastgeber, man ist für den Gast da und der Gast muss sich
- 2:01:15wohlfühlen und das passiert über Herzlichkeit und ich würde sogar so weit gehen und sagen,
- 2:01:19die Herzlichkeit machen mindestens 80 Prozent des Gastgebens aus. Vielen Dank, dass du heute
- 2:01:25da warst, liebe Cardi Fikes, ein tolles Gespräch, ein tolles Erlebnis, viele kleine Zwischentöne,
- 2:01:31Erkenntnisse, Wahrheiten, Weisheiten und Dinge wie die Herzlichkeit, die eigentlich viel zu selten
- 2:01:37angesprochen werden. Ganz lieben Dank und ganz lieben Dank auch euch fürs Zuhören, fürs Teilen,
- 2:01:41fürs Weitertragen des Podcasts, fürs Empfehlen, fürs Liken, fürs Bewerten, fürs Kommentieren,
- 2:01:46fürs Einfach bei uns sein und ein ganz großes Dankeschön unserem Unterstützer, unserem Partner,
- 2:01:52der Schlumberger Gruppe. Mit dem Handelshäusern Segnetz, Konzio Vini, Schlumberger und dem
- 2:01:57Privatkundenportal Bremer Weincollect. Dank ihnen ist dieses Projekt so, wie es ist und dank
- 2:02:02ihnen können wir auch schon ins Jahr 2025 und weitere hochinteressante Weinkehner blicken.
- 2:02:07Vielen lieben Dank dafür und wie es so schön heißt, nach dem Podcast ist vor dem Podcast und so
- 2:02:13sehr und gerne ich diesem Gespräch jetzt noch nachsinnere freue ich mich auf die kommende Woche und
- 2:02:18freue mich auf den großartigen Nikolas Spanier.
- 2:02:20Hallo, ich heiße Evangelos Patas und habe heute die große Freude,
- 2:02:38wörter über eine großartige Sommelier, aber vor allem über einen tollen Mensch und eine wahre
- 2:02:44Freundin zu sprechen, Katrin Pikes. Liebe Katrin, du bist wahrhaft weihnachtig. Als ich dich bei den
- 2:02:51verschiedenen Wettbewerben in deine Jugend immer wieder als Juror bewundern konnte, wusste ich ziemlich
- 2:02:57früh, dass du es sehr weit bringen würdest. Nicht nur weil du als junges Sommelier mich schon damals
- 2:03:04mit deinem Wissen begeistert hast, sondern auch wegen deiner Art und Weise, wie du stets aufgetreten
- 2:03:11bist. So souverän, ruhig, unglaublich charmant, freundlich und mit fehl eleganz. Du strahltest
- 2:03:18bereits das Gesicht deine wahre Gastgeberin aus. Ich bin froh, dass ich recht behalten habe, um
- 2:03:24ehrlich zu sein. Aber es war nicht zu schwierig. Es war zu eindeutig. Du warst einfach zu gut.
- 2:03:30Mit viel Neugier habe ich deine großartige Karriere verfolgt und meine Eindrücke und meine
- 2:03:36Hoffnung, die ich in dich empfunden habe, haben sich bestätigt. Nach vielen sehr guten Platzierungen
- 2:03:42im wichtigen Wettbewerben bist du 2016 Gastgeberin des Jahres im GOMIO geworden und 2024
- 2:03:50Sommelier des Jahres im großen Restaurant Gied geworden. Ihr dürftet dich aber auch näher und
- 2:03:56persönlich kennenlernen und wir wurden mit der Zeit gute Freunde. Diese Freundschaft, liebe Katrin,
- 2:04:02bedeutet mich sehr viel, weil du so besonders bist. Du bist einfühlsam, emotional, zärtlich,
- 2:04:10smart und welloffen. Großartige Eigenschaften, die leider heute bei vielen Menschen selten
- 2:04:18geworden sind. Seit 20 Jahren dürfen deine Gäste aber auch deine liebste Freunde dich als
- 2:04:24Sommelier und Gastgeberin erleben. Was für eine Freude. Unsere gemeinsamen Weinreisen waren für
- 2:04:32mich immer einen Genuss. Wenn du dabei sein konntest. Du hast die Reiseruhr belebt und hast
- 2:04:39durch deine Anwesenheit die Reise aufgewertet und bereichert. Ich freue mich sehr für dich,
- 2:04:45dass du heute zu Gast bei meinen guten Freunden Silvio Nietzsche bist. Ich freue mich, dass die
- 2:04:51Zuhör erfahren werden, was für eine großartige Sommelier aber vor allem was für ein wunderbaren
- 2:04:57Mensch du bist. Über deine neue und erfolgreiche Zukunft wie deinem Mann Dennis im Restaurant
- 2:05:03Marburger Essen, freue ich mich sehr und wünsche dir alles Liebe. Ich persönlich freue mich deshalb,
- 2:05:10weil ich deine Freundschaft weiter genießen darf. Und jetzt liebe Katrin, wünsche ich dir viel Spaß mit Silvio, dein Evangelos.
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