Latest / Natürlich Dating / #075 Trennen oder bleiben? Wann sich Kämpfen lohnt – und wann du gehen musst
Transcript
- 0:00Speaker 0: Herzlich willkommen zu einer neuen Podcastfolge von Natürlich Dating hier mit Emilia und Anjan vom Partner-Institut.
- 0:06Speaker 0: Ich habe diese sehr geheiratet, du jetzt bald.
- 0:08Speaker 0: Und jetzt reden wir hier über das Trennen als wird es bei uns nicht mehr laufen sozusagen.
- 0:13Speaker 0: Jetzt müssen wir uns quasi den Trennungsschmerz der Seele reden in unserer richtigen
- 0:19Speaker 1: Therapie Stunde.
- 0:19Speaker 1: Ich
- 0:19Speaker 0: weiß nicht, wie kam's denn
- 0:20Speaker 1: zu dem Thema?
- 0:21Speaker 1: Das war nämlich deine Idee.
- 0:23Speaker 1: also so richtig von uns beiden kam es ja nicht!
- 0:26Speaker 1: Also jetzt aus einem privaten... Weiß nicht, wo hast du das jetzt hergezaubert?
- 0:30Speaker 0: Also ich hab... Wo kommen Themen bei uns grundsätzlich immerher?
- 0:35Speaker 0: aus?
- 0:35Speaker 0: Gesprächen mit Singles.
- 0:37Speaker 0: Mit Leuten die wir beraten haben, Interessenten und Kunden, wo man im weiteren Kontext dann über Dinge spricht.
- 0:47Speaker 0: Ich weiß jetzt nicht mehr, welches Beratungsgespräch es war.
- 0:50Speaker 0: Aber es gab mal eins ... oder ein erstes Gespräch war das der noch in einer Beziehung war als er sich bei uns gemeldet hat.
- 0:57Speaker 1: Oh okay krass!
- 0:58Speaker 1: Hast du glaub ich nie erzählt?
- 1:00Speaker 0: So was gibt's häufiger Mal dass sich Leute quasi an uns wenden.
- 1:05Speaker 0: also ich kann dir ein paar Beispiele aufzählen.
- 1:07Speaker 0: Jetzt wo ich drüber nachdenke laut fällt immer wieder Beispel ein.
- 1:11Speaker 1: Das hast Du tatsächlich noch nie erzählt.
- 1:13Speaker 1: Okay Teilnehmer, die bei uns sind und vielleicht vergeben sind.
- 1:17Speaker 1: Und sich halt insgesamt mit ihrer Beziehung auseinandersetzen kommt ja auch immer wieder vor.
- 1:23Speaker 0: Ja aber nochmal zu den Erstgesprächen also erst Gespräche, die ich selber schon geführt habe wo ich es weiß.
- 1:31Speaker 0: Ich kann mich an eine Einzelinnern.
- 1:32Speaker 0: da hat man einer angerufen und gesagt er ist noch in der Beziehungen und er wollte sich grundsätzlich mal so vorab informieren, was so die Erfolgsaussichten von einer Partnervermittlung wären.
- 1:43Speaker 0: Weil er aktuell in seiner Beziehung sieht dass es nicht weitergeht.
- 1:48Speaker 0: Er will noch Familie gründen und seine Partnerin schließt das eigentlich aus Und der weiß jetzt nicht ob er mit ihr zusammen bleiben soll weil erst schon Anfang vierzig Und quasi sein Ansatz war okay.
- 2:04Speaker 0: Es gibt ja keine Garantie, dass ich mit einer neuen Partnerin-Familie verwirklichen kann.
- 2:10Speaker 0: und angenommen... Ich trenne mich jetzt von meiner jetzigen Partnerin und bin auf der Suche nach einer neuen Partnerin.
- 2:19Speaker 0: Wenn das nicht klappt stehe ich ohne Beziehung da.
- 2:22Speaker 0: wenn die neue Partnerin auch keine Kinder möchte oder es nicht mehr möglich ist dann war die Trennung ja umsonst quasi.
- 2:31Speaker 0: Weil so hat er gemeint oder so habe ich es zumindest empfunden, ist er schon an seiner Partnerin gehangen.
- 2:39Speaker 0: aber eben das Thema Familiengründung war nicht möglich mit der.
- 2:43Speaker 0: und deswegen die Frage macht Sinn da die Beziehung zu beenden?
- 2:48Speaker 0: und er hat das quasi so gesehen in dieses Erzgespräch bei uns.
- 2:52Speaker 0: okay Ich schaue mir mal mögliche Auswege an.
- 2:54Speaker 0: wie sinnvoll ist es die Trainung wirklich durchzuziehen Klingt voll hart, gell?
- 2:58Speaker 0: Irgendwie
- 2:59Speaker 1: ja sehr kalkuliert auf der anderen Seite.
- 3:02Speaker 1: Wo soll man sich denn sonst auch irgendwie wenden wenn man solche Gedanken hat die ja, die man vielleicht mit sonst niemand andern teilt weil man schnell wirklich so als nicht besonders irgendwie guter Menschen rüber kommt.
- 3:15Speaker 1: Weil das sind jetzt nicht so die Werte mit denen man gerade prallen möchte oder wo man sich dann vielleicht besonders gut damit fühlt und trotzdem hat man diese Gedanken
- 3:26Speaker 0: Ja.
- 3:27Speaker 0: Also
- 3:27Speaker 1: es ist jetzt nicht besonders gesellschaftlich anerkannt, so was laut auszusprechen oder zu sagen ja ich überlege ich spiele mit diesem Gedanken und der Grund dafür ist auch so einer wo man vielleicht sich leichter tun würde vor jemandem anderen dazustehen zu sagen egal was kommt ich bleibe bei meiner Partnerin ich stehe zu ihr selbst wenn wenn dadurch irgendeinen Wunsch Ein Aspekt meines Lebens unerfüllt bleibt.
- 3:54Speaker 0: Ja, da werden wir heute noch tiefer einsteigen, weil das ist eins genau der Anwendungsfehler die ich heute mal mit dir durchdenken und sprechen will.
- 4:02Speaker 0: Das zweite Gespräch kann ich mich erinnern.
- 4:05Speaker 0: Da habe ich Katta markiert, es hat Katta geführt war Mann Ende fuchzig Anfang sechzig, muss der gewesen sein.
- 4:14Speaker 0: Der war schon über fünfundzwanzig Jahre mit seiner Partnerin zusammen und in der Ehe war einfach laut seiner Aussage komplett die Luft raus.
- 4:24Speaker 0: aber er war noch nicht getrennt von dir und der wollte auch sich quasi vorab informieren ob es überhaupt noch Frauen in seinem Alter gibt, die Single sind und den neuen Partner finden wollen.
- 4:35Speaker 0: Weil das wusste er nicht.
- 4:37Speaker 0: Klar du hast ja eine Beziehung ordentlich für's, sagen wir mal so.
- 4:42Speaker 0: Zumindest nach meiner Definition dann schaust du dich nicht die ganze Zeit nach Alternativen um.
- 4:47Speaker 0: Und der wollte auch wissen okay wenn ich mich wirklich trennen sollte weil das Ding hier ist irgendwie festgefahren da geht es nicht mehr vor nicht zurück.
- 4:55Speaker 0: habe ich dann nochmal Chancen auf diesem Datingmarkt oder soll man das gleich sein lassen?
- 5:00Speaker 0: Also es ist wahrscheinlich nicht nur eine Einzelfallabwägungsfrage.
- 5:05Speaker 0: Soll ich den Absprung wagen, um unter Umständen was Neues oder Besseres zu finden?
- 5:09Speaker 0: Oder bleibe ich doch noch bei meinem Partner meiner Partnerin?
- 5:13Speaker 0: Um zu gucken, A kriegen wir's wieder hin und dann bin ich wenigstens nicht alleine!
- 5:19Speaker 1: Ja, und das gilt wieder dasselbe was ich davor gesagt habe.
- 5:22Speaker 1: Das ist nichts was man gerne laut zu gibt auch so dieses.
- 5:27Speaker 1: Ich schau mich nach anderen Optionen an um...das ist ja jetzt etwas wo ich sage da windet sich auch was in mir weil es nicht den Wertvorstellungen entspricht die wahrscheinlich die meisten auch in sich tragen wenn sie schon in einer Beziehung sind.
- 5:42Speaker 1: aber natürliches kann immer wieder mal Gründe geben, dass man sich unsicher ist sollte ich in dieser Beziehung bleiben ja oder nein.
- 5:52Speaker 1: Was war denn da eigentlich so?
- 5:53Speaker 1: der Grund?
- 5:54Speaker 1: Oder wo kannst du das sagen?
- 5:57Speaker 1: Warum die Luft raus war.
- 5:58Speaker 0: Dann nehmen wir heute noch ein paar Beispiele, warum die Luft aus einer Beziehung raus sein könnte.
- 6:03Speaker 1: Das war ja sicherlich auch was du gefragt hast und daraus resultiert auch die Anfangsfrage.
- 6:08Speaker 1: Wann sollte man sich trennen oder wann lohnt es sich auch dran zu bleiben?
- 6:13Speaker 0: Ja ich will's noch einmal abrunden anektotisch weil jetzt haben wir zwei Männer gehabt.
- 6:18Speaker 0: Ich will aber auch noch ein Beispiel von der Frau geben Und das war keine Frau, die bei uns angefragt hat.
- 6:25Speaker 0: Sondern ich kann mich erinnern... Ich war mal in meiner Singlezeit auf dem Date mit einem Medal und die war superattraktiv!
- 6:33Speaker 0: Und zu der damaligen Zeit hätte ich mir einen Arm ausgerissen, dass es mit so einer Frau was geht.
- 6:40Speaker 0: Und dann sitzen wir da und ich bin schon völlig hin- und weg, dass sie sich mit mir getroffen hat weil ich habe die immer wieder beim Weggehen gesehen gehabt zur Zeit Und zwei, drei Mal probiert bei der und ging halt nix.
- 6:54Speaker 0: Weil die ein Freund hatte... ...und irgendwann hat sie mich da mal angeschrieben auf Facebook.
- 7:00Speaker 0: so hey wollen wir uns nicht doch mal treffen?
- 7:01Speaker 0: Du bist auch derjenige mit dem ich mich in der Bar schon einmal eins, zweimal unterhalten habe.
- 7:06Speaker 0: Ich sagte ja gut mach' ma!
- 7:07Speaker 0: Dann haben wir uns getroffen und dann hat die mir auf dem Date quasi erzählt dass sie jetzt am Ende einer Beziehung ist aber noch in einer Bezierung aber die läuft nicht mehr.
- 7:19Speaker 0: Und mit dem Typen, da sieht sie keine Zukunft und so weiter.
- 7:24Speaker 0: Die hat sich halt schon währenddessen aktiv nach Alternativen umgeschaut.
- 7:29Speaker 0: Da war ich dann aber ehrlich gesagt raus obwohl die mir wirklich gut gefallen hätte... Aber ich sage, nein, meine ich.
- 7:36Speaker 0: Also entweder du schießt den Typen ab und beendest es sauber und wir sprechen dann noch mal aber so was auf das Lassi mit hier ein.
- 7:46Speaker 0: Und dann war das Ding mit der auch auserzählt.
- 7:49Speaker 0: also da kam dann nichts mehr.
- 7:51Speaker 0: Aus
- 7:52Speaker 1: männlicher Solidarität hast Du das gemacht oder auch ein bisschen aus eigenem Verantwortung?
- 8:00Speaker 1: Du, der Meinung bist, wer sowas im Stande ist zu machen.
- 8:04Speaker 1: Also sprich sie... ...ist auch keine gute Basis für einen Anfang einer Beziehung mit dir oder beides vielleicht?
- 8:13Speaker 0: Aus Solidarität und auch aus fehlern, die ich gelernt habe.
- 8:18Speaker 0: Es gab einmal – oh jetzt wird es richtig deep!
- 8:21Speaker 0: Es gab eine Situation, da war ich noch ziemlich jung Nach meiner ersten Freundin war das.
- 8:27Speaker 0: Da habe ich einen kennengelernt und die hatte ein Freund, also sie Deutsche der Freundin bei den Staaten.
- 8:34Speaker 0: Und die haben sich einmal im Jahr gesehen.
- 8:36Speaker 0: Die haben das aber schon mehrere Jahre durchgezogen geführt diese Beziehung.
- 8:41Speaker 0: Und sie waren super einsam und unglücklich.
- 8:44Speaker 0: Dann ist man sich halt näher gekommen, aber ich wollte dann keine Beziehungen mit ihr eingehen und da ist es so ausgefaded... Gleichzeitig hat sie quasi gesagt so, und jetzt wegen dir oder wegen der Sache mit dir habe ich hier mir Schuld aufgeladen weil ich hier meinen Freund bedrohen hab.
- 9:01Speaker 0: Und das für mich einmal passiert und da habe ich mir geschworen dass wird nie wieder passieren sich werde nie wieder in eine Beziehung reingrätschen
- 9:07Speaker 1: Ja, aber da hat sie irgendwie auch die Verantwortung sehr auf dich abgewälzt.
- 9:12Speaker 0: Keine Ahnung also ich hätte ja auch nö sagen können oder ich hätte auch nicht weitermachen können.
- 9:19Speaker 0: in dem Moment so oder den momenten Aber ist mir eine leere geblieben und wird mein ganzes Leben ein leeres sein.
- 9:27Speaker 0: Also Ich werde nie wieder dafür verantwortlich sein dass eine Beziehung auseinander geht, weil ich da aktiv als Partei eingreife und jetzt habe ich es ja sowieso unterbunden.
- 9:38Speaker 0: Weil der Ring am Finger und so... Ich kümmere mich nur noch um eine Frau und das ist das Beste was ich machen kann.
- 9:47Speaker 0: Das
- 9:47Speaker 1: ist eine schöne Mission!
- 9:48Speaker 1: Und das erspart irgendwie einem doch auch viel Kummer.
- 9:50Speaker 1: aber doch ich glaube auch dass diese so Dreieckskonstellationen wo man sich als dritte Partei einmischt Davon würde ich auch relativ allgemein gültig.
- 10:02Speaker 1: Ich kann mir nämlich eigentlich keine... Kein Szenario so richtig vorstellen, wo es Sinn macht.
- 10:10Speaker 1: Dass man sich einmischt oder wo man reingerieht.
- 10:13Speaker 1: Ich glaube das ist wirklich allgemeingültig eine schlechte Idee aus vielerlei Gründen.
- 10:18Speaker 1: aber das wäre noch mein anderes Thema fast weil da weiß ich auch dass es viele Gedanken und Einstellungen und Mythen gibt auch wer es dann letzten Endes schult und wer trägt die Verantwortung.
- 10:32Speaker 1: Welche Auswirkungen hat das dann auf die spätere Beziehung, auch wenn aus dieser Dreinkonstellation eine neue zweier Konstellation entsteht?
- 10:41Speaker 1: Also du weißt was ich mein.
- 10:43Speaker 1: Aber
- 10:44Speaker 0: das
- 10:44Speaker 1: ist nochmal was anderes.
- 10:46Speaker 0: Okay, aber darf
- 10:47Speaker 1: ich noch etwas sagen?
- 10:48Speaker 1: Apropos Gründe fürs Trennen weil du das mit dem Heiraten gesagt hast es mir jetzt spontan eingefallen heiraten als Trennungsgrund also nicht wenn der Grund ist Ich will Kinder er will keine Kinder oder anders herum sondern ich habe das schon mehrfach auch gehört oder erlebt Sie will gerne heiraten, eher nicht.
- 11:09Speaker 1: Und dann ist das Trennungsgrund weil eben da auch die Vorstellungen auseinandergehen.
- 11:15Speaker 1: also gar nicht dass die Frage im Raum steht trennen wir uns sondern wir wollen gerne zusammen bleiben aber sie möchte auf jeden Fall eben mal heiraten und er Sieht das in keinster Weise als wichtig oder Priorität an?
- 11:30Speaker 1: Habe ich auch so schon mal aus nächster Nähe erlebt.
- 11:33Speaker 0: Und das war dann ein Trennungsgrund?
- 11:35Speaker 1: Nein, weil er sich dann dazu entschieden hat zu heiraten aber... Ich will jetzt nicht sagen dass es als Ultimatum gestellt wurde, aber nahezu fand ich auch...
- 11:46Speaker 0: Also quasi.
- 11:47Speaker 0: er hat gesagt eigentlich will ich nicht heiraten und sie hier gesagt ich will aber heiraten!
- 11:52Speaker 0: Und beide wollten aber eigentlich zusammen bleiben.
- 11:54Speaker 1: Genau Und wenn du mich nicht heiratest, wenn du dich dafür nicht entscheidest für diesen nächsten Schritt kann ich mir vorstellen, mich zu trennen.
- 12:04Speaker 0: Jetzt aus meiner Sicht gesprochen... Ich persönlich hätte auch geheiratet, wenn ich mit der Frau zusammenbleiben möchte aber es ist jetzt nicht mein Lebenswunsch, aber ihrer schon.
- 12:15Speaker 0: dann kann man ja nachgeben.
- 12:16Speaker 0: also was ist der angenommen?
- 12:21Speaker 0: Ich bin bereit mit dieser Frau für den Rest meines Lebens zusammen zu sein.
- 12:25Speaker 0: Dann hab ich ja an sich außer jetzt einen Rechtsakt gemacht, habe ich ja nix verändert an der
- 12:34Speaker 0: Beziehung.".
- 12:35Speaker 1: Ja, ist das schon großerschiddet.
- 12:37Speaker 1: Aber ...
- 12:39Speaker 0: Nee!
- 12:39Speaker 0: Also ums jetzt wie ein Mann zu denken... Ich hab das nämlich auch zeitlang gedacht und zwar ich dachte immer, ich brauch doch keinen Ring am Finger, um das Commitment zu haben mit einer Frau mein Leben zu verbringen.
- 12:53Speaker 0: Diese Einstellung hatte ich auch lange.
- 12:55Speaker 0: Ich bin jetzt froh, dass wir geheiratet haben.
- 12:57Speaker 0: Ich find es richtig schön.
- 12:58Speaker 0: Ich fand auch den Heiraten an sich total schön.
- 13:03Speaker 0: immer wieder machen mittlerweile, aber ich kann den Typen schon verstehen im Sinne von du, ich brauch das nicht.
- 13:09Speaker 0: Ich brauche kein überladendes Fest und Nachweis und ein Dokument und einen Ring am Finger, dass ich bei dir bleibe.
- 13:18Speaker 0: Ich will aber bei dir bleiben!
- 13:20Speaker 0: Und wenn sie dann sagt ja du, pack deine hier Zweifel über Bord und heirat die Frau, wenn du mit der EU zusammenbleiben möchtest.
- 13:34Speaker 1: Ich sag's grad Zweifeln!
- 13:35Speaker 1: Also es bestehen Zweifels mache ichs oder mache ich nicht?
- 13:39Speaker 1: Und das ist glaube ich das was dann auch bei der Frau eben immer im Kopf bleibt.
- 13:44Speaker 1: Was ist der eigentliche Grund dass man diesen letzten Schritt von Commitment nicht eingehen möchte?
- 13:50Speaker 1: und ich kann auch aus Frauen Sicht verstehen dass sich das dann oft so anfühlt.
- 13:54Speaker 1: Ich lasse mir da eher noch einen leichteren Exit offen.
- 13:59Speaker 1: Natürlich, man kann sich immer scheiden und alles.
- 14:01Speaker 1: aber das ist ja nicht der Grund warum man heiratet sondern eher man geht davon aus dass man miteinander auch zusammen bleibt.
- 14:09Speaker 1: und das verstehe ich schon oder das konnte ich sehr gut nachvollziehen, dass es in ihren ja einen guten Nachgeschmack hinterlassen hat.
- 14:18Speaker 1: Okay und dann muss man auch dazu sagen... Das habe ich jetzt so nicht genannt!
- 14:22Speaker 1: Da sprechen wir jetzt auch von zwei Leuten die bereits miteinander fünf Jahre zusammen waren.
- 14:27Speaker 0: Ja also okay Aber das bringt mich zum nächsten Punkt.
- 14:32Speaker 0: Weil Eheiraten ist eigentlich ein gutes Thema, sollte man sich wegen Heirat trennen?
- 14:37Speaker 0: der eine will heiraten und der andere nicht?
- 14:39Speaker 0: meiner Meinung nach nicht.
- 14:41Speaker 0: aber jetzt ich will es nochmal spezifizieren weil diesen fall der fällt mir ein den hatte ich auch schon zwei drei mal am telefon und zwar wir wollten zusammen bleiben wir wollten auch heiraten beide Aber ich mit Ehevertrag, weil hier vier Mann und sie nicht.
- 15:00Speaker 0: Sie wollte ohne Ehe-Vertrag heiraten?
- 15:03Speaker 0: Weil Argument ihrerseits wenn du schon einen Vertrag machst der unsere Scheidung quasi regelt ein Eheverdrag ist ja nichts anderes.
- 15:11Speaker 0: Der quasi unseres Ende der Beziehungen erregelt dann kannst du mich ja nicht aus Liebe heiraten und dann brauchen wir überhaupt gar nicht heiraten.
- 15:21Speaker 0: Also entweder du heiratzt mich ohne Ehevertrag, dann will ich deine Frau oder wir gehen hier auseinander.
- 15:27Speaker 0: Ultimatum der Frau an den Mann und der Mann hat dann gesagt ne das Risiko kann nicht eingehen da hängt zu viel dran dann müssen wir uns trennen.
- 15:37Speaker 0: dein Take dazu.
- 15:39Speaker 0: Früher
- 15:39Speaker 1: hätte ich wahrscheinlich auch ähnlich die Sache wie die Frau gesehen und auch so ja, wie unromantisch ist das denn?
- 15:46Speaker 1: Und du gehst quasi schon davon aus dass wir uns trennen.
- 15:50Speaker 1: Heutzutage kann ich da die Seite des Mannes schon auch verstehen und nicht weil ich auf einmal keine Ahnung, eine fette Firma habe oder irgendwas was ich verlieren kann.
- 16:02Speaker 1: Sondern ich kann auch besser nachvollziehen dass es manchmal Gründe gibt wo eine Trennung einfach unumgehbar ist und wo man sich dann eben doch auch nun mal schützen möchte und wo Man auch versuchen sollte den anderen zu verstehen.
- 16:16Speaker 1: Und ich mein so ein Vertrag Kann ja auch So aufgesetzt sein das der beiden nicht zum nachteil wird.
- 16:24Speaker 1: Ich bin jetzt kein Scheidungsanwalt, aber ich denke da kann man schon vieles auch so festlegen dass es für beide cool ist.
- 16:32Speaker 1: Also das ist jetzt insgesamt zu keinem auch dann Rosenkrieg kommt oder jemand dann vor absoluten Trümmern steht also jetzt rein finanziell und das ist ja eigentlich dann wiederum was Gutes.
- 16:46Speaker 1: wenn es im Vorfeld geregelt ist Dann gibt es einem die Möglichkeit die Beziehung der Ehe mit Würde zu beenden und zutragen?
- 17:02Speaker 0: Also, ich bin absoluter Fan von Ehevertrag.
- 17:06Speaker 0: Aber nicht aus dem Grund weil ich mir denke Beziehungen wird sowieso scheitern und irgendwann ist es sowieso vorbei.
- 17:13Speaker 0: Nee!
- 17:14Speaker 0: Ich habe zum Beispiel schon geheiratet für den Rest meines Lebens nur... Es muss auch eine gewisse Form des Realismus dabei sein.
- 17:22Speaker 0: Ich habe jetzt die Statistiken nicht genau im Kopf.
- 17:24Speaker 0: Aber ich gehe immer noch davon aus, dass über ein Drittel bis die Hälfte aller Ehen wieder geschieden werden im Laufe der Zeit.
- 17:33Speaker 1: Ich weiß nicht wie es jetzt aktuell auch aussieht?
- 17:35Speaker 1: Dann
- 17:35Speaker 0: müssen wir mal Zahlen recherchieren und mich
- 17:38Speaker 1: würde auch recherchiert...
- 17:39Speaker 0: Wir müssen mal eine Heidatsfolie machen!
- 17:39Speaker 0: Ja ja, genau.
- 17:40Speaker 0: Und ich möchte auch interessieren ob es Studien oder Statistik dazu gibt, ob Ehen mit Eheverträgen länger halten.
- 17:47Speaker 0: Das müssen wir nachreichen.
- 17:49Speaker 0: Das würde mich wirklich interessieren.
- 17:50Speaker 0: Auf alle Fälle, der Grund finde ich warum ein Ehevertrag macht, Verträge macht man dann wenn man sich verträgt und so oft wie wir hören das es roh.
- 18:02Speaker 0: also klar bei uns fragen Singles an und Singles kommen meistens aus Beziehungen und viele die ü-vierzig zu uns kommen die waren halt auch schon verheiratet mal und bei den wenigsten geht es glimpflich ab.
- 18:17Speaker 0: Also eins aus zehn Gespräche würde ich jetzt so aus meinem Bauch heraus sagen, sagt mir einer ja und dann haben wir uns scheiden lassen.
- 18:26Speaker 0: Und wir hatten sogar einen Anwalt und wir haben das alles easy geregelt weil keiner wollte dem anderen irgendwas Böses.
- 18:35Speaker 0: Wir wollten einfach beide weitermachen, aber halt getrennt voneinander.
- 18:38Speaker 0: Okay eine ausziehen die anderen neun von zehn egal ob männlich oder weiblich woher mit meinem ex und meiner ex gibt es nur Stress?
- 18:46Speaker 0: Wo am Kind?
- 18:48Speaker 0: das ist ja Wahnsinn so.
- 18:49Speaker 0: jetzt die will immer noch mehr Geld haben.
- 18:51Speaker 0: es reicht ihr nicht sie will immer doch mehr Kohle haben.
- 18:55Speaker 0: je denn Mist krieg ich ein Anwaltsbrief.
- 18:58Speaker 0: Boah, jetzt streiten wir hier zwei Jahre wegen dem gemeinsamen Haus.
- 19:02Speaker 0: Ich zahl mich dumm und dämlich.
- 19:04Speaker 0: Boah nee ich hab nicht mal hundert Euro im Monat mehr für mich übrig weil ich so viel Unterhalt zahle und dies und das und jenes und... sowas hören wir so oft.
- 19:14Speaker 0: Und wenn ich das weiß dann mache ich lieber einen Ehevertrag.
- 19:17Speaker 0: Ehrlich!
- 19:17Speaker 0: Nicht weil ich meine Frau nicht lieb, nicht weil ich mir denke das wird sowieso irgendwann scheitern sondern Verträge macht man sich wenn man verträgt und wenn man sich verträght kann man viel besser über potenzielle Szenarien reden.
- 19:30Speaker 0: was passiert wenn wir uns trennen würden?
- 19:33Speaker 0: Wie würde es mit den Kindern machen?
- 19:35Speaker 0: wie würden wir Verfahren wenn die Kinder irgendwann mal sonder Geld brauchen Wenn wir in zwei Orten leben, würdest du dann wegziehen?
- 19:47Speaker 0: Das kann man so viel besser besprechen wenn man sich verträgt.
- 19:51Speaker 1: Es ist einfach nicht schön, sich darüber Gedanken zu machen auch in einem Moment wo es gut ist auf der anderen Seite.
- 19:57Speaker 0: später
- 19:58Speaker 1: wird's
- 19:58Speaker 0: nicht besser
- 19:59Speaker 1: falls das dazu kommen soll.
- 20:00Speaker 0: Nein, wenn es eingefahren ist und schon verhärtet ist die Front wird es nur noch schwieriger.
- 20:10Speaker 0: Ich fiele Fälle von Signalsteam mit uns gesprochen haben, die so einen Rosenkrieg hinter sich haben.
- 20:18Speaker 0: Da geht es gar nicht mehr darum als Gewinner aus dieser Ehe rauszugehen finanziell oder so... da geht's eigentlich nur noch darum dass der andere verliert.
- 20:28Speaker 0: und scheiß egal ob ich dann selber auch verliere dabei weil das kostet alles Geld Das kostet ja alles Nerven, das koste ja alles Energie.
- 20:39Speaker 0: Und wenn Fronten so verhärtet sind, dann geht es nur noch darum wie kann ich dem anderen das Leben schlimmstmöglich machen.
- 20:47Speaker 0: So weit führen ja Beziehungen teilweise und das muss nicht sein!
- 20:50Speaker 0: Wenn schon im vornherein geregelt ist okay okay das wäre die... verfügung, wenn einer stirbt.
- 20:57Speaker 0: Das wäre die verfügungen.
- 20:58Speaker 0: Wenn wir uns trennen dann lebt sich etwas leichter.
- 21:01Speaker 0: ja
- 21:02Speaker 1: und das ist da noch eher der moment wo man leichter rational denken kann und Entscheidungen trifft als wenn es dann eben zum äußersten kommt.
- 21:12Speaker 1: Ja wie gesagt das bedarf vielleicht mal eine heiratsfolge Aber
- 21:16Speaker 0: jetzt nochmal!
- 21:17Speaker 0: Trennen?
- 21:18Speaker 0: Der eine will eh Vertrag, der andere nicht.
- 21:20Speaker 1: Aber das ging ja nicht um ... Partu will
- 21:22Speaker 0: die eine Person kein Dokument unterschreiben.
- 21:25Speaker 1: Okay, weil mir ging es sehr ums Heiraten allgemein, ne?
- 21:28Speaker 0: Genau!
- 21:28Speaker 1: Aber nicht jetzt mit dem Ehevertrag...
- 21:31Speaker 0: Richtig und da würde ich sagen okay nicht trennen man in dem Fall springen wir deinen Schatten und steckt der Frauenring an Finger.
- 21:39Speaker 0: ist was schönes so in dem falle Vertrag.
- 21:42Speaker 0: Ja nein dein Urteil bitte
- 21:45Speaker 1: ist eher welcher Ehevertrag.
- 21:46Speaker 1: Ja, da finde ich sollte die Frau ihm entgegenkommen und das er ja sogar als Vorteil sehen dass es bestenfalls sogar ganz gut sein kann, dass sie auch weiß woran sie ist weil es gibt auch Planungssicherheit.
- 22:01Speaker 1: also klar das ist wiederum Ich gehe davon aus dass es eh nicht klappt.
- 22:04Speaker 1: aber ich glaube das ist einem schon auch mal in Momenten wo es auch in der Ehe schwierig ist Sicherheit gibt und dann auch wiederum die Gemüter ruhiger bleiben können, glaube ich.
- 22:20Speaker 1: Aber ich weiß – das finde ich schwierig – es gibt aber auch Männer, die machen diesen Ehevertrag so, dass da wirklich eher zum Nachteil von der Frau stattfindet und das finde Also das macht jetzt wieder ganz neue Themen auf, Anjan.
- 22:35Speaker 1: Ich will da eigentlich gar nicht hin, weil mir geht es zum Beispiel auch darum wie was Ehe eigentlich auf dem Blatt Papier bedeutet also rein rechtlich und was z.B.
- 22:45Speaker 1: Ehe für mich auch bedeutet wenn ich z. B. das auch vor Gott mache als wenn ich kirchlich heirate.
- 22:52Speaker 1: Ja okay
- 22:53Speaker 0: wir vertagen das Thema?
- 22:54Speaker 0: Wir brauchen
- 22:55Speaker 1: dann einen anderen Tag dafür, weil es geht hier um Verantwortung ist, geht hierum um Vernunft, geht.
- 23:02Speaker 1: es geht hier um Wertesysteme.
- 23:04Speaker 1: Da werden wir heute nicht
- 23:05Speaker 1: fertig.".
- 23:06Speaker 0: Jo, wie merkst du?
- 23:08Speaker 1: Aber schreibt gerne wenn ihr dazu einen Update hören wollt oder ein Follow-up mit Heidatzfolge.
- 23:17Speaker 1: Weil da kommen wir nicht durch!
- 23:20Speaker 1: Gehen wir mal vielleicht auch wirklich jetzt mal auf die Gründe ein, warum sollte man sich trennen und warum nicht.
- 23:26Speaker 1: Was hältst du davon?
- 23:27Speaker 0: Ja klar!
- 23:28Speaker 0: Das waren jetzt
- 23:30Speaker 1: Szenarien und weißt das ich mir auch noch gedacht habe wie oft man auch diesen Satz hört.
- 23:35Speaker 1: ja früher hat man noch Dinge repariert und jetzt schmeißt man sie weg.
- 23:40Speaker 1: also so unter dem Motto Leute trennen sich jetzt viel schneller anstatt sich eben damit auseinanderzusetzen, nochmal die Beziehung oder die E ist ja egal bzw.
- 23:51Speaker 1: in dem Fall Beziehungen zu retten?
- 23:53Speaker 0: Ich finde das stimmt auch
- 23:54Speaker 1: mit dem Repartial.
- 23:58Speaker 0: Früher ist man zusammengeblieben.
- 24:00Speaker 0: Ob man wirklich was repariert hat, ist die Frage.
- 24:03Speaker 1: Eben!
- 24:03Speaker 1: Das ist ja der Punkt weil Reparieren bedeutet für mich es wurde etwas verbessert nachdem es kratzer oder das egal.
- 24:10Speaker 0: Da läuft's dann wieder
- 24:12Speaker 1: so dass
- 24:12Speaker 0: beide damit glücklich sind.
- 24:16Speaker 1: Wie sagt man da?
- 24:18Speaker 1: eher verschönt, beschönt diese Aussage.
- 24:21Speaker 1: Weil das kann mir keiner erzählen, dass nur weil man zusammengeblieben ist früher es auf einmal auf ganz magische Art und Weise lief wenn man nichts dafür getan hat.
- 24:32Speaker 0: Es lief halt
- 24:33Speaker 1: dann kaputt weiter glaube ich bin nicht mehr relativ sicher.
- 24:37Speaker 1: Und eben weil es Dinge gab die dies früher noch nicht gab oder die noch nicht so verbreitet waren sei es eben Verträge, sei es vielleicht auch die Aussicht das man sich leichter trennen kann oder dass man auch gesellschaftlich geachtet wird nach einer Trennung und man nicht als Ehebrecher dasteht usw.
- 24:57Speaker 1: Oder
- 24:58Speaker 0: auch wirtschaftliche Abhängigkeit vom Frau gegenüber dem Mann
- 25:02Speaker 1: ist
- 25:02Speaker 0: jetzt auch noch nicht seit Ewigkeiten so.
- 25:05Speaker 1: Also dass man einfach nicht diese Freiheit und diese Möglichkeiten auch hatte.
- 25:08Speaker 1: Und so gesehen ist es sehr, sehr gut das es die Möglichkeit einer Trennung oder einer Scheidung gibt.
- 25:14Speaker 0: Richtig!
- 25:15Speaker 0: Aber
- 25:15Speaker 1: inwiefern das jetzt stimmt?
- 25:17Speaker 1: Dass man jetzt schneller ausweicht weil man diese Möglichkeit hat weiß ich nicht...
- 25:22Speaker 0: Das ist auch eine Erscheinung.
- 25:24Speaker 0: Beides ist korrekt.
- 25:25Speaker 1: Was meinst du beides ist correct.
- 25:27Speaker 1: beide Aussagen sind richtig.
- 25:29Speaker 0: Ja, es ist super gut dass man sich heute einfacher trennen kann als vor X Jahren.
- 25:36Speaker 0: Aber es führt ja auch gleichzeitig dazu das wirklich lieber mal eine Beziehung beendet wird als tatsächlich alles in die Wachschale gelegt wird ums zu reparieren.
- 25:46Speaker 0: Das stimmt bei des
- 25:47Speaker 1: Wahrscheinlich schon da kommst du ja nicht so ganz dahinter.
- 25:50Speaker 1: auch immer was die Trennungsgründe sind Aber es bedarf sicherlich mehr, also das kann man ja eigentlich auch nicht so sagen.
- 25:58Speaker 1: Mehr Arbeit, mehr Aufwand weil so eine Scheidung ist auch Mist.
- 26:02Speaker 1: aber du weißt wie Leute teilweise sein können wenn es eben um Konflikte geht.
- 26:08Speaker 1: Also dass man sagt Ja da kann ich nicht mehr hinbekommen Das ist schon so verfahren, das ist schon So kaputt Da lässt sich nichts mehr richten.
- 26:18Speaker 1: Lassen wir es lieber, auch in Fällen wo ich der Meinung bin... Ich glaube
- 26:25Speaker 0: da
- 26:26Speaker 1: kann man sogar was machen aber du gehst dir den easy way out.
- 26:29Speaker 0: Ja genau!
- 26:30Speaker 0: Es gibt auf alle Fälle was wo man sich trennen sollte.
- 26:35Speaker 0: Was sagen, wo sich dann jeder denkt so?
- 26:37Speaker 0: Der das hört ja erst doch logisch.
- 26:40Speaker 0: Wenn Gewalt oder Missbrauch in der Beziehung stattfindet.
- 26:43Speaker 0: Das ist ein absoluter... Absoluter Trennungsgrund!
- 26:46Speaker 0: Absolut!
- 26:48Speaker 0: So, das Ding ist aber, dass es oftmals gar nicht so leicht.
- 26:51Speaker 0: Ich kann mich an eine Teilnehmerin erinnern die war verheiratet und der Mann hat sie sechs oder sieben Jahre immer mal wieder geschubst.
- 27:00Speaker 0: Eine Ohrfeige wenn er ausgetickt ist.
- 27:02Speaker 0: Sowas wie Richtung also hat bei ihr dazu geführt, dass sie fifteen-zwanzig Kilo zugenommen hat.
- 27:09Speaker 0: Um quasi zu jetzt dann mit einem Psychotherapeuten irgendwann aufgearbeitet, die hat sich halt eine Schutzhülle angegessen, das es nicht so wehtut.
- 27:18Speaker 0: Also mehr oder weniger um da mehr Polster zu schaffen für Gewalt und die kamen jahrelang aus dieser Ehe nicht raus weil sie sich gedacht hat auch... Und wir sprechen jetzt nicht von neunzehnundfünfzig nach zwei Tausendzehn.
- 27:37Speaker 0: Was würde meine Familie über mich denken?
- 27:39Speaker 0: Was würden die Leute in meinem Umfeld über mich danken, wie würde ich denn da stehen?
- 27:46Speaker 0: was wäre wenn raus käme dass das überhaupt passiert?
- 27:50Speaker 0: ist dieses Scham die damit einhergeht dass das passiert ist so?
- 27:56Speaker 0: Wie würden mich dann andere Leute sehen?
- 27:59Speaker 0: und außerdem ja aus so einer Ehe rauszukommen, wie du gerade vorher gesagt hast auch mit Scheidung?
- 28:04Speaker 0: das ist immer schwierig.
- 28:05Speaker 0: Was es wenn's dann noch schlimmer wird?
- 28:09Speaker 0: Und all diese Gedanken haben sie jahrelang in dieser Ehe drin gehalten obwohl eigentlich für sich schon klar war das geht nicht.
- 28:16Speaker 0: Wenn das da draußen irgendjemand hört den das nur ansatzweise betrifft Sucht euch Hilfe.
- 28:22Speaker 0: Ehrlich, sucht euch dafür Profis!
- 28:25Speaker 0: Ihr müsst es nicht alleine aushalten oder durchstehen – nicht ansatzweise und ihr werdet dafür Akzeptanz finden.
- 28:32Speaker 0: Das ist vielleicht im ersten Moment ein super scharmbahafteres Thema aber ihr werde dafür Leute finden die euch da helfen und damit raushelfen und es gibt auch Möglichkeiten dass euch da nichts mehr passiert.
- 28:46Speaker 1: Ja, nie gut, dass du damit... Es
- 28:48Speaker 0: ist ein absoluter Trennungsgrund!
- 28:49Speaker 1: Anfängst und du sagst Scham.
- 28:53Speaker 1: ich denke auch einfach aus dem Grund weil man denkt ach ich krieg's nicht hin alle anderen um mich herum bekommen es hin.
- 29:00Speaker 1: und womit habe ich das verdient oder aus welchem Grund werde ich so von meinem Partner behandelt.
- 29:07Speaker 1: Und ja, damit steht man nicht alleine da.
- 29:10Speaker 1: wie Anjan gesagt hat sucht euch Hilfe und sucht auch Verbündete weil ich glaube es wird einfach oft nicht drüber gesprochen.
- 29:18Speaker 1: Gott sei Dank heutzutage mehr aber ist kein Grund sich zu schämen sondern das ist ein Grund sich wirklich selber zu schützen.
- 29:26Speaker 1: Und
- 29:27Speaker 0: noch schlimmeres, ekligere Glaubenssatz der absolut abgelegt gehört auch wenn das schwer ist und wenn man zum Beispiel dann auch noch glaubt man hätte das irgendwo verdient oder mal hat nichts besseres verdient?
- 29:38Speaker 1: Ja es wird seine Gründe haben dass das gerade so ist.
- 29:41Speaker 0: Oder wenn er mich jetzt verlässt stehe ich ja in meinem Leben komplett alleine da, dann habe ich auch ... Ja okay dem rutscht vielleicht ab und zu mal die Hand aus und so.
- 29:52Speaker 0: Und er trinkt auch hier und dar und öfter mal zu viel aber er ist ja trotzdem irgendwo eine Stütze in meinem Leben weil der wechselt mehr die Reifen wenn ich es brauche oder er montiert mir mal ein Schrank oder sowas.
- 30:04Speaker 0: also so ganz triviale Sachen die dann rechtfertigen quasi bei so jemanden zu bleiben.
- 30:12Speaker 0: Also daran finden, was es ist wenn der nächste Partner wieder so ist.
- 30:17Speaker 0: oder ich bin ja eh nix wert.
- 30:20Speaker 0: Das ist sehr klar dass sich so behandelt wird.
- 30:22Speaker 0: Wenn man solche Gedankenmuster hat Hilfe suchen ehrlich mit Profis und da dann rausfinden.
- 30:30Speaker 1: Ja also definitiv kann mich da nur anhängen so Respektlosigkeit Verachtung Abwertung, körperliche Gewalt, emotionale Gewalte sind definitiv Gründe wo man nicht lange überlegen sollte sondern je schneller man sich eben darüber Gedanken macht wo man sich Hilfe findet und wie man Weg daraus findet.
- 30:57Speaker 1: und wieder Boden unter den Füßen bekommt, desto besser.
- 31:01Speaker 1: Weil ich weiß nicht ... Das ist auch so ein Punkt, da gibt es keine Kompromisse!
- 31:06Speaker 1: Du weißt wie ich immer dazustehe?
- 31:08Speaker 1: Ja man sollte miteinander sprechen und verhandeln und Kompromiss eingehen.
- 31:13Speaker 1: Was was Kompromis?
- 31:16Speaker 0: Okay lass uns noch mal eine Sache definieren.
- 31:18Speaker 0: Und zwar deine Reform von Respektlosigkeit oder Abwertung die ein Trennungsgrund ist.
- 31:25Speaker 0: Was meinst du damit genau?
- 31:26Speaker 0: Weil respektlos, ich kann das super weiter.
- 31:28Speaker 0: Das stimmt!
- 31:29Speaker 1: Ich geb dir recht.
- 31:31Speaker 1: Man kann sicherlich in der Beziehung auch mal ohne Respekt sein Partner gegenüberseilen.
- 31:36Speaker 1: Okay?
- 31:37Speaker 1: Es kann ja mal passieren im Alltag, dass sich irgendwie ein blöder Satz rausbringe und es verletzt meinen Partner.
- 31:44Speaker 1: Aber der Unterschied zu dem wo es okay ist zu bleiben und wo's nicht mehr okay ist, zu bleiben ist die Reaktion der beiden... ...und der Umgang der beiden in so einer Situation Wenn ich im Eifer des Gefächts mal was sage, was mein Partner verletzt und mein Partner sagt mir dann.
- 32:03Speaker 1: Das war richtig Mist!
- 32:04Speaker 1: Es hat mich wehgetan.
- 32:06Speaker 1: Das will ich so nicht mehr erleben.
- 32:07Speaker 1: das war respektlos mir gegenüber Und ich dann aber der Meinung bin ach nee Was hast du denn eigentlich?
- 32:14Speaker 1: Hab dich mal nicht so und wiederhole es immer wieder Dann ist eine Grenze überschritten Weil dann gehe ich gleichgültig mit dem Gefühl meines Partners um, dann respektiere ich ihm ein erneutes Mal nicht.
- 32:29Speaker 1: Indem ich ihm zuhöre, indem ich gucke okay was genau hatte ich denn daran verletzt?
- 32:33Speaker 1: Das tut mir leid das ist gar nicht meine Absicht!
- 32:36Speaker 1: Das ist meine oberste Prämisse.
- 32:38Speaker 1: es ist nicht meine absicht meinen Partner zu verlieren und wenn ich es tue dann bin ich bereit mich damit auseinanderzusetzen.
- 32:45Speaker 1: Und wenn keine Einsicht erfolgt oder noch schlimmer Gleichgültigkeit, dann ist es nochmal eine andere Form der Respektlosigkeit die meiner Meinung nach wirklich nicht zu schützen ist.
- 32:58Speaker 1: Wo man sein Partner auch nicht schützen sollte sondern wo man sich allen Ernstes Gedanken darüber machen sollte sich zu trennen.
- 33:05Speaker 0: Okay ich kippte jetzt nochmal konkret das Anwenderbeispiel habe ich mir ein Teilnehmer letztens drüber gesprochen und zwar ist jetzt zwei Jahre in einer Beziehung Und an sich verstehen die sich sehr gut.
- 33:17Speaker 0: Die Sache, die ihn sehr ins Krübeln zweifeln bringt ist die Tatsache dass seine Partnerin bei Kritik sehr reagiert wie ein Vulkan der gern mal überschäumt und ausbricht hat mit Themen aus der Vergangenheit zu tun, ist sie auch dran das aufzuarbeiten.
- 33:35Speaker 0: Und da ist jetzt schon zwei, drei Mal in so Streit-Situationen dann wo der Vulkan übergegangen ist, dass Wort du Arschloch gefallen.
- 33:42Speaker 0: Sie tut sich dann noch schwer zu regulieren und bei ihm bleibt es natürlich hängen verletzt ihn.
- 33:49Speaker 0: Und dann hat sie sich gefragt, soll ich mich trennen oder nicht?
- 33:51Speaker 0: Was sagst du dazu?
- 33:51Speaker 1: Nein.
- 33:52Speaker 1: Weil sie ja da dran ist richtig.
- 33:55Speaker 1: So habe ich das jetzt auch verstanden.
- 33:57Speaker 1: Sie kann sich jetzt noch nicht regulieren aber es ist jetzt auch keine Ruhegewalt.
- 34:02Speaker 1: Es ist natürlich sehr verletzend und auch ohne Respekt.
- 34:06Speaker 1: Aber scheinbar passiert es ja in dem Moment, wo sie eben überschäumt.
- 34:12Speaker 1: Und die Einsicht hat ja scheinba schon auch stattgefunden.
- 34:15Speaker 1: und nicht nur so dass ich sage Ja, ich hab's verstanden tut mir leid sondern das sich auch ganz konkrete Schritte dafür einleitet ums zu ändern.
- 34:24Speaker 1: langfristig
- 34:25Speaker 0: genau
- 34:26Speaker 1: und Ich finde auch Ich weiß nicht, wie es bei denen gerade aktuell ist.
- 34:30Speaker 1: Ob sie da irgendwie Hilfe von einem Therapeuten hat?
- 34:34Speaker 1: Aber ich würde den beiden sehr stark raten, dass die sich auch mal zusammen vor den Therapeutensitzen.
- 34:40Speaker 1: Dass der Therapeut oder diese neutrale Person auch das Sprachrohr von ihr sein kann.
- 34:46Speaker 1: Weil oftmals ... die bestimmte Person nicht nachvollziehen, woher das eben alles rührt und es hat nicht nur mit der Vergangenheit zu tun sondern sicherlich auch irgendwie mit deren Dynamik.
- 35:00Speaker 1: Und da braucht's jemanden dritten neutralen, der das eben aufdrüsselt?
- 35:05Speaker 0: Ja genau ich bin dieses Szenario nochmal weiter und gibt einen Trennungsgrund.
- 35:12Speaker 0: Ich bin auch der Meinung so wie das aktuell ist, ist es kein Trenningsgrund wenn beide versuchen, aneinander zu arbeiten.
- 35:19Speaker 0: Also quasi an sich zu arbeiten?
- 35:21Speaker 0: Ja!
- 35:22Speaker 0: Weil ich hab ihnen dann auch gefragt okay ja natürlich ist das kacke Es ist doof und würde ich jetzt an sich auch erst mal nicht hinnehmen.
- 35:30Speaker 0: Aber wenn man es mal sich komplett auf ihre Seite stellt, was ist denn dein Anteil daran?
- 35:35Speaker 0: Dass sie überschäumt?
- 35:36Speaker 0: Das hinterfragt.
- 35:37Speaker 0: Weil Team Ehr mit... Also so ist es ja dann oftmals, wenn man quasi sich dann unterhält in seiner Bubble, in seinen Freundeskreis Beziehungsthemen auch mal breit schlägt, dann ist es ja oft so dass die Partei für dich ergreifen.
- 35:55Speaker 0: Das Verhalten deines Partners und so weiter.
- 35:57Speaker 0: stimmt das geht gar nicht.
- 35:58Speaker 0: Aber keiner aus dem Freundeskreis geht her und sagt du bist ein guter Kumpel von mir oder das machen die wenigsten.
- 36:06Speaker 0: Du bist ein Guter Kumpl von mir.
- 36:07Speaker 0: aber hast ich schon mal gefragt was du eigentlich alles falsch machst?
- 36:09Speaker 0: Bist du perfekt?
- 36:10Speaker 0: deswegen geht man ja nicht zu Freunden um sich auszuheulen oder auszukotzen Mal in so einem Moment.
- 36:16Speaker 0: Man will ja dann hören, man selber ist in Ordnung und stimmte die... Ich
- 36:20Speaker 1: will das nicht!
- 36:21Speaker 1: Nicht mehr?
- 36:22Speaker 0: Ja okay aber das muss das Framing sein.
- 36:24Speaker 0: Das muss man ja aktiv selbst einfordern.
- 36:26Speaker 0: Aber an sich ist es schon so wenn einem übel passiert, dann ist man eher Team dessen wo man auf der Seite steht, die man halt gerne mag.
- 36:35Speaker 0: Und deswegen ist das Feedback von einer neutralen Person sehr gut.
- 36:38Speaker 0: Aber ich will jetzt da noch auf dem anderen Punkt raus und zwar Trennungsgrund.
- 36:43Speaker 0: Gleiche Situation Kommt immer wieder vor.
- 36:46Speaker 0: Dass, sagen wir sie zu ihm sagt ... Du, Punkt, Punkt!
- 36:49Speaker 0: Okay?
- 36:50Speaker 0: Oder umgekehrt und anstelle zu sagen, war stimmt das echt eine schlechte Charaktereigenschaft?
- 36:57Speaker 0: ich muss dagegen was tun.
- 36:58Speaker 0: kommt du bringst mich dazu.
- 37:01Speaker 0: Mhm.
- 37:02Speaker 0: Du bringst dich dazu aus der Haut zu fahren.
- 37:05Speaker 0: Du bist der Grund warum ich mich so aufregen muss.
- 37:07Speaker 0: nur wegen deinem Verhalten so wie du bist muss ich mir überhaupt aufregehen.
- 37:11Speaker 0: wenn du nicht wärst dann Wenn du das nicht so machen würdest, wenn du es richtig gemacht hättest dann müsste ich mich hier nicht aufregen.
- 37:18Speaker 0: Du bist der Grund warum ich meine Gefühle nicht kontrollieren kann.
- 37:22Speaker 0: Das wäre für mich ein Trennungskund.
- 37:24Speaker 0: Das wird mir zweimal passieren und dann würde ich sagen tschüss tschau!
- 37:27Speaker 0: Ja, das ist ja eine klassische
- 37:29Speaker 1: Täter-Opferumkehr.
- 37:30Speaker 0: Genau weil jemand der keine Verantwortung für seine eigenen Gefühlen übernehmen kann isst bzw.
- 37:35Speaker 0: ungeeignet.
- 37:37Speaker 1: Stimme ich dir zu?
- 37:38Speaker 1: Weil du siehst nur den Anteil deines Gegenübers jetzt bimmelt und bis gar nicht in der Lage oder möchte es erst gar nicht, dass bei die selber reflektieren.
- 37:50Speaker 1: Ich meine das kann ja bedingt sogar stimmen.
- 37:53Speaker 1: also weil ich jetzt auch gleich gesagt hatte Opfer umkehrt.
- 37:55Speaker 1: Das kann ja sogar stimmen, das meinte ich ja mit Dynamik, dass eine bestimmte Verhaltensweise des meines Gegenübers dazu führt, dass ich schneller explodiere.
- 38:05Speaker 1: Nichtsdestotrotz muss sich dafür auch irgendwo die Verantwortung übernehmen und mich damit auseinandersetzen was ist hier mein Anteil?
- 38:13Speaker 1: Was ist dein
- 38:13Speaker 1: Anteil?".
- 38:14Speaker 1: Und das wäre so diese perfekte Konstellation, die man herbeiführen könnte wenn man sich eben diese neutrale dritte Person an die Hand holt.
- 38:23Speaker 1: und ja bestenfalls ist es jemand wirklich neutrales und nicht aus dem Freundes unserer Familienkreis Kann's mal geben, aber vielleicht in weniger festgefahrenden Situation.
- 38:36Speaker 1: Wenn das etwas ist was wirklich sehr schwierig und fest gefahren ist dann sollte man sich wirklich jemandem von außen mit ins Boot nehmen.
- 38:44Speaker 0: Genau ich hab ja noch ein Szenario, okay?
- 38:47Speaker 0: Er will Kinder ziehen nicht sie will Kinder unbedingt er nicht Trennungskundenjahr oder nein?
- 38:52Speaker 1: wenn es absolut so ist Dann bin ich der Meinung Ja du müsste man sich trennen.
- 38:58Speaker 0: Also ich habe so definiert, was die Zukunftsplanung betrifft.
- 39:03Speaker 0: Wenn einer von beiden für das fortbestehende Beziehungen einen absoluten Lebenstraum aufgeben müsste dann ist es das nicht wert?
- 39:14Speaker 0: Ich gebe jetzt mal ein anderes Beispiel außerhalb der Familie weil das war der häufigste Anwendungsfall.
- 39:19Speaker 0: aber das haben wir ja beantwortet und ich sehe das genauso.
- 39:21Speaker 0: wenn einer unbedingt Familien möchte unbedingt und der andere nicht Dann ist das ein Trennungsgrund auch wenn es noch so schmerzlich ist und auch, wenn die Zeit zu schön ist an sich oder wenn man noch vertraut ist.
- 39:33Speaker 0: Aber das funktioniert nicht.
- 39:35Speaker 0: Darf
- 39:35Speaker 1: ich noch was einschieben?
- 39:37Speaker 1: Bevor man sich trennt?
- 39:38Speaker 1: da wiederum, würde ich mir auch ordentlich die Zeit nehmen, die beiden Seiten sich auch anzuschauen.
- 39:44Speaker 1: Was sind die Gründe, warum zum Beispiel der eine das auch nicht möchte, dass man das trotzdem anhört weil weiß vielleicht gibt es da eben bestimmte Gründe die Sinn machen und die man dann doch irgendwie behandeln kann bestimmte Ängste, bestimmte Grundvoraussetzungen die der Partner erst erfüllen möchte.
- 40:06Speaker 1: Damit Kinder entstehen und Fruchtbarkeit ist ja noch mal ein Thema für sich.
- 40:12Speaker 1: also das sind alles Dinge die sollte man wirklich ordentlich miteinander besprechen bevor man sich trennt.
- 40:18Speaker 1: aber dieses absolute da sind wir uns glaube ich auch einig.
- 40:23Speaker 1: es gibt Fälle wo es einfach bei aller Liebe nicht vereinbar ist.
- 40:28Speaker 0: anderes Beispiel, das mir einfallen würde.
- 40:31Speaker 0: Ich habe unbedingt den Traum von einem eigenen Geschäft, einer eigenen Firma aber meine Partnerin die ich jetzt hier... Also es ist mein absoluter Lebenstraum.
- 40:41Speaker 0: Ein absoluter Lebenstraum ist meine Selbstständigkeit oder im Auslandengeschäft aufzubauen und so was.
- 40:47Speaker 0: Das ist mein absolutes Lebenstraun.
- 40:49Speaker 0: Träume ich schon immer davon Und die Partnerin sagt nur über mir nicht, weil das ist mir zu riskant.
- 40:54Speaker 0: Dann würde ich demjenigen oder ihr sagen weißt was dann trendig?
- 40:59Speaker 0: Weil dein Lebenstraum sollte nicht drauf gehen für eine Beziehung.
- 41:04Speaker 0: du wirst jemanden finden der dich mit deinem Lebenstraumen akzeptiert und den sogar mit dir mitgeht.
- 41:11Speaker 0: jetzt nicht zum Beispiel dass sie dann in deiner Firma arbeitet oder sonst was die Partnern oder umgekehrt dass dein Partner an deine Firma einsteigt.
- 41:18Speaker 0: Es muss nicht sein, aber wenn es dein Lebenstraum ist, dann solltest du nicht aufgeben.
- 41:23Speaker 0: Genauso, wenn es der Lebenstrauum ist ich will auswandern!
- 41:26Speaker 0: Ich will woanders leben.
- 41:28Speaker 0: Dann sollte das auch nicht dazu führen dass man dann sagt weiß was... Ja, für die Person nur dass ich sie weiterhin habe bleibe ich dann da.
- 41:39Speaker 0: Also wirklich nicht so.
- 41:41Speaker 0: ja wäre schön wenn nice to have, sondern das muss ein absoluter fixer Lebenstraum von dir sein und der sollte durch eine Beziehung gefährdet werden.
- 41:54Speaker 1: Ja, aber du sagst grad eh schon etwas was man wirklich lange mit Serium trägt und wo man lange schon auch daran festhält und sich damit auseinandersetzt?
- 42:04Speaker 1: Da muss ich sagen wenn es so ein krasser großer Wunsch ist würde ich auch als Partner mir denken okay wie können wir das eben vereinbaren?
- 42:11Speaker 1: weil ich will ja meinen Partner auch glücklich sehen!
- 42:15Speaker 1: Ich habe zwar Angst vor dem Disiko oder wie könnten wir das gestalten, damit sich das Risiko für mich klein hält und er aber darauf nicht verzichten.
- 42:26Speaker 1: muss.
- 42:27Speaker 1: Andererseits, wenn ich jetzt sage Bois wir schon schön in Ibiza zu leben und mein Partner sagt ne das kann nicht mir nicht vorstellen dann muss ich auch mich damit auseinandersetzen was sind hier in dem Fall meine Prioritäten?
- 42:42Speaker 1: Und es könnte dann eben auch sein dass meine Priorität meine Beziehung meine Ehe ist ja klar und dass sich dann auch auf Grundlage von meiner ersten Priorität beziehungen und eher auf Ibiza verzichte finde
- 42:55Speaker 0: Ja, aber dann ist ja kein so absolut fixer Lebenstraum.
- 42:58Speaker 0: Sondern es ist was wo man sich tagträumt rein.
- 43:03Speaker 0: Oder
- 43:03Speaker 1: wo es halt eine Option auch ist?
- 43:07Speaker 1: Aber im Grunde ist es genau das was dich langfristig so totunglücklich macht weil du auf deine viermal dein Auswand, deinen Kinderwunsch verzichtet.
- 43:18Speaker 1: Dass du vielleicht auch anfängst an deinen Partner einfach zu hassen weil du dir denkst ja wegen dir blöden Nudel habe ich auf mein Lebenstraum verzichtet.
- 43:26Speaker 0: Genau und das ist nämlich die absolute Down-Side Und das sollte nicht passieren.
- 43:32Speaker 0: also ich gebe jetzt nochmal ein Beispiel.
- 43:34Speaker 0: Mädels sagt, ich will unbedingt Musikerin werden.
- 43:37Speaker 0: Ich will alles in meinem Leben daran setzen, dass sich Musikerin wird und der Typ sagt war mit dem sie zusammen ist ja es alles nett und fein aber willst doch nicht irgendwann mal einen ordentlichen Job machen weil wir wollen er irgendwann vielleicht Familie haben und dann solltest du schon auch irgendwie ein bisschen Geld verdienen und nicht von Luft und Liebe leben weil als Musikerin Geld zu verdienen ist ja schon schwierig.
- 44:00Speaker 0: und Sie gibt an diesen Lebenstraum auf für die Beziehung Obwohl sie eigentlich, wenn sie frei entscheiden könnte, so ... Wenn sie ein Partner hätte sagen, okay ich lebe die nächsten fifteen Jahre von mir aus.
- 44:12Speaker 0: Wie eine Studentin nur das nötigste, wenn es sein muss!
- 44:18Speaker 0: Bin ich bereit den Preis zu zahlen?
- 44:20Speaker 0: Hauptsache, ich kann jeden Tag Musik machen.
- 44:22Speaker 0: Hauptsach ich kann jeden Tag versuchen Album rauszubringen was man halt sich so vorstellt.
- 44:27Speaker 0: Ich würde die nächsten fünfzehn zwanzig Jahre alles dran setzen an diese Karriere.
- 44:33Speaker 0: Weißt du was verlasst den Typen?
- 44:35Speaker 0: Ehrlich nicht für... Lebensträume sterben lassen, nur damit eine Beziehung aufrechterhält.
- 44:41Speaker 0: Nur damit dein Partner dich in das Lebensmodell reinzwängt, dass er sich für besser erachtet.
- 44:48Speaker 0: und der Partner ist ja nicht unbedingt ein schlechter Mensch.
- 44:51Speaker 0: Er hatte halt eine andere Lebensvorstellung als du, aber das passt halt dann in der Hinsicht nicht zusammen.
- 44:56Speaker 0: Wenn meine Freundin zu mir gesagt hätte damals hey das mit Partnervermittlung alles schön und nett, aber willst ja nicht mal einen ordentlichen Job suchen, dann hächt die nicht geheiratet.
- 45:06Speaker 0: Meine Frau sagt Ich liebe dich, egal welchen Job du machst.
- 45:09Speaker 0: Ob du hier weiter einen Partner-Institut machst.
- 45:14Speaker 0: ob du dich irgendwo anstellen lässt.
- 45:16Speaker 0: Ob Du irgendwas komplett anderes machst.
- 45:19Speaker 0: Ich würde dich lieben, egal welche Jobtitel du hast.
- 45:22Speaker 0: Es gibt auch immens viel Sicherheit.
- 45:24Speaker 0: Absolut!
- 45:25Speaker 1: Aber
- 45:25Speaker 0: hätte sie damals...
- 45:26Speaker 1: In meiner Vorstellung sollte das bestenfalls auch sein?
- 45:30Speaker 0: Genau.
- 45:30Speaker 0: Hätte sie damals gesagt, ich will mich schon mit einem Mann der ... Ich hatte ja null Kohle, als ich die damals kennengelernt habe.
- 45:39Speaker 0: Also wirklich gar nichts!
- 45:40Speaker 0: Ich war richtig... Richtig broke, würde man sagen.
- 45:45Speaker 0: Wenn das mit uns was werden soll dann schaust du falls schon dass du diesen und jenen Einkommen hast und diese und jene Berufs und dann brichst du dein Jurastudium nicht ab sondern dann studierst du fertig weil du brauchst einen ordentlichen Job wenn du mit mir hier etwas aufbauen willst.
- 46:02Speaker 0: ... und auch einen Job, der ein bisschen mehr prästisch hat als so... ... so spendeliger Partnervermittler zu sein.
- 46:08Speaker 0: Das ist ja keine Berufsbezeichnung, das ist ja ein Zustand!
- 46:13Speaker 0: Das muss ich kurz erzählen.
- 46:14Speaker 0: Ich scheitere immer wenn ich mich irgendwo ... ... als Selbstständiger bist du ja sowieso irgendwie ... ... immer so kurz vor dem Knast, so keiner mag dich, ... ... keiner gibt dir Geld.
- 46:24Speaker 0: Jeder findet dich Scheiße, dann musst du dich erst verweisen.
- 46:27Speaker 0: Ist ja immer so aber ... In unserer Branche ist das noch mal krasser.
- 46:30Speaker 0: Ich habe mich letztens für eine neue Versicherung informiert und da gibt es ja dann immer so Dropdowns, wo du angehen musst bis zur Selbstständigung oder nicht?
- 46:39Speaker 0: Und auch die Berufsbezeichnung.
- 46:42Speaker 1: Ich weiß auch immer nicht was ich machen soll!
- 46:45Speaker 0: Ich finde es nie.
- 46:48Speaker 0: Es gibt alles, du kannst alles angeben von ich bin Forstwirt über ich mach Angeln, ich mache dies, ich mach das aber es gibt nie Partnervermittlung.
- 46:59Speaker 0: Nee!
- 47:02Speaker 0: Das ist ein Beruf der steht am Rande der Gesellschaft wirklich.
- 47:06Speaker 1: Der existiert
- 47:07Speaker 0: nicht.
- 47:07Speaker 0: So genau will niemand scheinbar oder wird übersehen.
- 47:12Speaker 0: keine Ahnung auf alle Fälle.
- 47:15Speaker 0: Long story short Meine Partnerin hat mich nicht davon abgehalten, das hier weiterzumachen.
- 47:21Speaker 0: Obwohl es gute Gründe gegeben hätte jemanden komisch zu finden der seinen Studiumabbericht um eine Datingfirma aufzumachten.
- 47:30Speaker 0: Deswegen haben wir geheiratet und deswegen ist einer der vielen Gründe warum ich diese Frau so liebe aber... Ich würde
- 47:36Speaker 1: sagen, das wäre gar nicht so exciting oder besonders wenn wir in Berlin-Mittel wären.
- 47:43Speaker 1: Aber wir sind ja aus dem tiefsten Bayern!
- 47:46Speaker 1: Hier ist es noch mal krasser.
- 47:48Speaker 1: Weißt du wie ich meine?
- 47:50Speaker 1: Wir haben auch im Berliner... Ja, ich habe ein Startup und nun hat jeder zweite.
- 47:56Speaker 0: Das stimmt aber auch im berlin Mitte.
- 47:58Speaker 0: Wenn ich nach einer Versicherung suchen würde, wird der Versierer unseren Jobtitel nicht angeben oder unsere Entsparte nicht bereit
- 48:06Speaker 1: stehen.
- 48:06Speaker 1: Ja, noch lachen wir an ja.
- 48:08Speaker 1: Noch lachen.
- 48:10Speaker 0: Nee,
- 48:10Speaker 1: aber es stimmt schon!
- 48:11Speaker 1: Aber worauf wollten we jetzt eigentlich hinaus?
- 48:15Speaker 0: Kein absoluten Lebenstraum beenden für eine Beziehung.
- 48:20Speaker 1: Und vor allem das was ich gesagt habe mit du willst dann am Ende deinem Partner eben nicht hassen und du musst dann irgendwo auch die Verantwortung dafür tragen für deine Entscheidung dass du sagst okay dann verzichte ich eben auf diesen Lebenstraum bin, aber mit meinem Partner.
- 48:39Speaker 1: Dann sei aber bitte so konsequent und hasse ihn
- 48:42Speaker 1: nicht.".
- 48:42Speaker 1: Ja?
- 48:43Speaker 1: Der absolute ... Ich weiß es jetzt ein bisschen am Thema vorbei, aber der absolute Obergau was ich jemals gehört habe ist Eltern, die ihre Kinder dafür verantwortlich machen.
- 48:52Speaker 1: Ich konnte meinen Lebenstraum wegen dir nicht nachgehen, weil ich musste dich erziehen und habe dich bekommen.
- 49:01Speaker 1: Deswegen musste ich auf meine Karriere an der Universität
- 49:05Speaker 1: verzichten.".
- 49:08Speaker 1: Hat das Kind danach gefragt?
- 49:11Speaker 1: Im Endeffekt ist es beim Partner nicht so viel anders.
- 49:15Speaker 1: Vielleicht habe ich danach gefragt, aber am Ende des Tages.
- 49:18Speaker 1: bitte sei doch so gut und schieb dann nicht die Verantwortung dafür irgendwie von dir ab?
- 49:26Speaker 1: Ja
- 49:27Speaker 0: das sage ich in so Zusammenhängen immer wieder wenn es solche Situationen gibt Eltern-Kindverhältnisse sehr oft was das eigene Leben schwieriger macht und was auch künftige Partnerschaften vielleicht schwieriger machen.
- 49:40Speaker 0: Kind sein ist kein Schuldverhältnis gegenüber der Eltern.
- 49:43Speaker 0: Es ist kein Schuldverhältnis, die haben sich entschieden Kinder in die Welt zu setzen.
- 49:48Speaker 0: du hast keinen Schuld Verhältnis gegen über deine Eltern wenn du dich einsetzen willst für deine Eltern und so weiter.
- 49:53Speaker 0: alles fein aber es gibt kein Schuld.
- 49:55Speaker 0: verhältnis gibt es nicht okay.
- 49:58Speaker 1: Ich würde gerne auch noch einen Grund, ich weiß nicht ob schon abschließend aber wir haben jetzt eh viele Sachen schon benannt nennen wo ich auch der Meinung bin wegen dem bitte sich nicht trennen.
- 50:10Speaker 1: Ja
- 50:10Speaker 0: hau raus
- 50:11Speaker 1: und zwar Krisen durch äußere Umstände.
- 50:14Speaker 1: also ich finde wenn es Ich sehe mal ein bisschen auf, wenn es zum Beispiel gerade darum geht Phase wegen Hausbau.
- 50:21Speaker 1: Es ist super stressig.
- 50:23Speaker 1: Geburt eines Kindes Trauerfälle beruflicher temporärer Stress oder auch mentale Belastung Das sind alles Dinge die drücken massiv auf die Qualität und Beziehung also die Beziehungsqualität so.
- 50:40Speaker 1: Aber es sind doch auch einfach temporäre Angelegenheiten.
- 50:44Speaker 1: Die können richtig taff sein, die können sich auch mal länger hinziehen.
- 50:50Speaker 1: aber da muss ich ganz ehrlich sagen geh auch deiner, ich weiß irgendwie heute mein Lieblingswort, gehe deine Verantwortung als Partner auch nach und schmeiß nicht
- 51:00Speaker 0: hin!
- 51:00Speaker 0: Ich höre das immer wieder.
- 51:02Speaker 0: jetzt ist x y in meinem Leben passiert und dann wird meine Beziehung zu viel.
- 51:07Speaker 1: Magst du ein Beispiel
- 51:08Speaker 0: geben?
- 51:09Speaker 0: Ja, genau das was du gerade gesagt hast.
- 51:12Speaker 0: Es ist ein äußerer Umstand.
- 51:13Speaker 0: zum Beispiel Elternteil ist plötzlich pflegebedürftig und jetzt wird mir plötzlich die Beziehung zu viel und deswegen beende ich diese Beziehungen.
- 51:23Speaker 0: Wo ich mir immer denke...
- 51:24Speaker 1: Entschuldigung Anjan wer beendet die Beziehung?
- 51:27Speaker 1: derjenige der den Elternteil hat oder der Partner?
- 51:30Speaker 0: Der der den elternteilen hat.
- 51:32Speaker 0: Der der jetzt pflegen muss.
- 51:33Speaker 0: Ah ja!
- 51:34Speaker 0: Beendet Diebeziehung Man wird das alles zu viel.
- 51:37Speaker 0: Wo ich mir dann immer denke, genau für solche Momente ist doch eine gute Beziehung da.
- 51:43Speaker 0: Jeder kann Beziehungen führen wenn es gut läuft.
- 51:46Speaker 0: Das kann jeder!
- 51:47Speaker 0: In der Honeymoon-Phase in einer rosa-rote Brillezeit wo alles neu ist und man macht hier einen Urlaub und daran Ausflug und da was Schönes und so... das kann jeder.
- 51:58Speaker 0: das ist doch nicht schwer.
- 52:00Speaker 0: aber also wenn ich auf meine Beziehungshistorie schaue und der Grund warum mich auch verdammt gern geheiratet habe ist.
- 52:07Speaker 0: nicht für die schönen Momente unbedingt, sondern auch für die schlechten Momente.
- 52:14Speaker 0: Wie viel einfacher das Leben dann ist, wenn man wirklich Rückhalt verspürt, wer ihm braucht und dann zu sagen weiß was?
- 52:22Speaker 0: Jetzt bräuchte ich eigentlich Rückhalt weil sich jetzt irgendwas in meinem Leben zum Negativen verschoben hat.
- 52:29Speaker 0: Jetzt beende ich die Beziehung, dann frage mich aus welchen Gründen haben wir überhaupt Beziehungen geführt?
- 52:34Speaker 0: War das eine schön Wetterbeziehung?
- 52:37Speaker 0: wir wollen nur die positiven Seiten und alle negative Aspekte bitte ausblenden, so wie keine Ahnung.
- 52:45Speaker 0: ich kriege ein Kind.
- 52:46Speaker 0: Ja ich will mit dem Kind spielen wenn ich Zeit habe aber wenn es schreit bitte weg damit.
- 52:51Speaker 0: oder wenn's krank ist dann macht mir Kinder haben keinen Spaß.
- 52:55Speaker 0: oder wenns aus der Schule abgeholt werden muss weil sie irgendwie Mist gebaut hat oder so da macht mir Kindern keinen Spaß dann würde sich gerne bitte abgeben.
- 53:01Speaker 0: also so läuft halt nicht.
- 53:03Speaker 0: Und die Frage, die ich mir dann stelle ist.
- 53:05Speaker 0: Warum führt man überhaupt Beziehung?
- 53:07Speaker 0: Wenn man da, wo man Rückhalt wirklich braucht den dann abstößt entweder hat man nie bekommen, dann ist das aber ein anderer Trennungsgrund oder... Also ich kann es wirklich nicht nachvollziehen Oder
- 53:20Speaker 1: ich bin nicht in der Lage.
- 53:22Speaker 1: Aber dann würde ich mir auch die Frage stellen, wie fern ist es dann auch ein guter Partner?
- 53:28Speaker 1: oder inwiefern bin ich selber auch in der Lage eben guter partner zu sein wenn nicht das auch nicht aushalten kann oder auch nicht aushalten will.
- 53:37Speaker 1: Ich weiß nicht.
- 53:37Speaker 1: vielleicht ist es ein bisschen hart das so zu formulieren.
- 53:40Speaker 1: aber Ja, wenn ich eben nichts aushalten kann, dass es auch mal Schwerezeiten gibt dann ist das irgendwo nicht die Form der Beziehung, die jetzt für mich persönlich erstrebenswert wäre.
- 53:54Speaker 0: Nicht aufgeben nur weil's mal schwierig wird!
- 53:57Speaker 0: Also
- 53:57Speaker 1: da, finde ich schon.
- 53:58Speaker 1: Da müsste man Lösungen finden also nicht einfach das so über sich ergehen lassen und auf immer und ewig und ja ne achja wir haben ein Schreikind und weiß ich nicht was.
- 54:08Speaker 1: Ja es gibt Phasen die muss man sich durchbeißen Und es gibt aber auch manchmal Gründe oder Themen die dafür findet man sicherlich auch die Ein- oder Lösung.
- 54:18Speaker 1: Oder Die Zeit regelt's auch manchmal weil zum Beispiel Trauer seine zeit eben braucht dass das Haus irgendwann fertig gebaut wird.
- 54:31Speaker 1: seine Arbeitslosigkeit überwindet.
- 54:33Speaker 1: Keine Ahnung, was auch immer so lange da eben Licht am Ende des Tunnels ist und dann finde ich lohnt sich es auch
- 54:43Speaker 0: durchzunagen.
- 54:44Speaker 0: Es muss immer eine Voraussetzung gegeben sein und dies bei all den Trennungsgründen die es gibt aber die nicht sein müssen.
- 54:52Speaker 0: immer da.
- 54:53Speaker 0: beide müssen wollen.
- 54:54Speaker 0: Beide müssen wollen.
- 54:56Speaker 0: wenn nur einer will von beiden kannst dich aufarbeiten.
- 54:59Speaker 1: Das
- 54:59Speaker 0: wird nix bringen, beide müssen wollen und wenn beide wollen dann kann man so ziemlich jede schwierige Phase irgendwie
- 55:05Speaker 0: überstehen.".
- 55:06Speaker 1: Genau aber dieses Wollen steht ja in Einklang mit.
- 55:09Speaker 1: ich bin bereit auch eben was zu tun und ich finde das ist das absolute Gegenteil von Gleichgültigkeit.
- 55:17Speaker 1: Wenn mir etwas nicht gleich gültig ist, dann ist es schon mehr als die halbe Miete weil dann bin ich bereit zur Einsicht zur Aufarbeitung, zu Bearbeitungen was auch immer.
- 55:32Speaker 1: Also ich glaube einfach so kalte Gleichgültigkeit ist im Kern etwas wo man nicht dagegen ankommt vielleicht mit einer kleinen Anmerkung oder einer Fußnote.
- 55:44Speaker 1: wenn der Partner sehr stark depressiv ist oder also wirklich eine psychische Form von Krankheit hat Dann kann natürlich auch hier manchmal Gleichgültigkeit stattfinden, weil wenn jemand stark depressiv ist dann ist ihm einfach alles scheißegal.
- 56:01Speaker 1: Dann wird es natürlich schwierig.
- 56:02Speaker 1: aber ich rede jetzt davon... Ich gehe respektlos mit meinem Partner um oder ich sehe wir haben gerade ein Problem und ... mein Partner ist überbelastet und es ist mir einfach egal.
- 56:13Speaker 1: Kommt damit irgendwie klar, so eine Form der Gleichgültigkeit meine
- 56:17Speaker 1: ich.".
- 56:18Speaker 0: Ja aber das ist ja ein Trennungsgrund definitiv?
- 56:20Speaker 0: Jaja
- 56:21Speaker 1: genau das meine ich!
- 56:21Speaker 0: Egal was man dann einsetzt ob da Arbeitslosigkeit ist, die Gleichgütigkeit, ob da Pflegebedürftigkeit einen zieht in die Lebensleben...
- 56:30Speaker 1: Probleme mit den Kindern auch finanziell übrigens auch
- 56:34Speaker 0: alles was sexuell
- 56:37Speaker 1: alles anbelangt.
- 56:38Speaker 1: also Wenn es irgendwie Probleme gibt im Zusammenleben, also sexuell im Zusammenlebens.
- 56:45Speaker 1: Dann finde ich auch wenn das kann mal einschlafen, das kann einen Dauner geben.
- 56:50Speaker 1: aber auch hier ist es mir nicht gleich gültig dass sich wieder diese Nähe langfristig aufbauen möchte.
- 56:57Speaker 1: dann ist die Beziehung auch nicht tot.
- 57:00Speaker 0: Das bringt mich zum nächsten Punkt Brüderchen-Schwesterchen Verhältnis.
- 57:05Speaker 0: langjährige Beziehungen scheitern auch regelmäßig daran.
- 57:09Speaker 0: Man mag sich, man schätzt sich als Mensch aber die Liebe und die Leidenschaft ist im Laufe der Jahre komplett weggebrochen weil man Kinder bekommen hat, weil Alltag einfach stressig ist, weil man viel zu erledigen hat, Weil man funktionieren muss Und weil das halt auch Auch irgendwo natürlich abnimmt.
- 57:31Speaker 0: das Begehren im Laufe von X Jahrzehnten.
- 57:35Speaker 0: Sehr logisch, okay!
- 57:36Speaker 0: Aber es ist meiner Meinung nach kein Trennungsgrund wenn man nicht möchte dass es einer wird.
- 57:41Speaker 0: Weil dann tue ich alles dafür das wieder zu beleben wenn mir der Mensch an sich wertvoll ist.
- 57:46Speaker 0: Was würde das bedeuten?
- 57:48Speaker 0: Arbeit, Typ schau dass du besser ausschaust mach dein Bierbauch rückgängig Wenn einer da ist zum Beispiel Frau, gibt ihr wieder mehr Mühe für deinen Partner sexy zu sein?
- 57:58Speaker 0: Und nicht nur hier in funktionalen Marm-Alltagsklamotten.
- 58:03Speaker 0: Beide müssen wollen, beide müssen daran arbeiten und dann selbst wenn ihr nicht danach ist machen...
- 58:10Speaker 1: Ja, das sagst du so leicht!
- 58:13Speaker 0: Nee, aber ich sehe es wie Sport treiben.
- 58:16Speaker 0: Selbst wenn man nicht danach is'.
- 58:17Speaker 0: Treibsport, weil danach geht es dir besser.
- 58:20Speaker 1: Ja also man muss da aufpassen dass das natürlich nicht in Zwang ist dann wird's echt wieder problematisch.
- 58:29Speaker 0: ganz ehrlich ganz ehrlich jetzt absolut persönliche Meinung wenn ich meine Partnerin mag aber der sexuelle eingeschlafen ist und Weil einfach das Leben so stressig ist und soweit, es kann ja sein.
- 58:43Speaker 0: Und man isst jetzt schon fünfzehn Jahre plus zusammen!
- 58:45Speaker 0: Und man kennt sich ihn nun auswendig.
- 58:47Speaker 0: Dann behandle ichs wie Sporttreiben.
- 58:49Speaker 0: ehrlich wenn du's nicht machst verlierst du's und manchmal muss man sich auch selber irgendwie in diese Stimmung zwingen
- 58:56Speaker 1: Ja
- 58:57Speaker 0: aber dann machen und dann merken dass danach cooles
- 59:00Speaker 1: voll nur eben.
- 59:02Speaker 1: Ich glaube, das funktioniert nur dann.
- 59:05Speaker 1: Wenn ich nicht Angst habe, mein Partner verlässt mich wenn das nicht der Fall ist.
- 59:10Speaker 1: Weil das ist dann zwang, es ist Angst, Druck und das ist nicht gut.
- 59:15Speaker 1: Das was du gerade beschreibst, das ist komplett meine... Meine Aufgabe, ich möchte mich dem gerne annehmen.
- 59:22Speaker 1: Was ist unsere Beziehung auch eben unter anderem darauf fußt?
- 59:25Speaker 1: Das ist ein Bestandteil unserer Beziehungen.
- 59:27Speaker 1: Ich gucke dass dieser Part auf funktioniert dann es so eine eigene Handlungsaufgabe, dann hat das aber nichts mit Zwang zu tun.
- 59:36Speaker 1: Zwang ist es eben dann im Moment wo ich unter Druck stehe... Scheiße!
- 59:42Speaker 1: Ich muss, ich muss, sonst verlässt sie mich, sonst verlässt er mich.
- 59:48Speaker 1: Das ist nicht
- 59:48Speaker 0: gut.
- 59:48Speaker 0: Druck ist nix Schlechtes in meiner Welt.
- 59:51Speaker 0: Aber
- 59:51Speaker 1: so wie ich es gerade sage, das finde ich nicht gut wenn du Angst hast dass dein Partner dich sagen wir mal du hast grad eine scheißphase und du bist nicht in der Lage Das aufzurufen.
- 1:00:03Speaker 0: Fase ist etwas anders als das komplett gehen zu lassen?
- 1:00:07Speaker 1: Genau, deswegen mein ich.
- 1:00:09Speaker 1: Da hab' ich ja dann auch im Kopf unsere Beziehung ... Das ist ein wichtiger, wichtiger Bestandteil davon.
- 1:00:15Speaker 1: oder ein solides Paar bitte selber entscheiden.
- 1:00:17Speaker 1: Ich mein man weiß ja wie es zu Anfang war oder wie man miteinander auch sein kann.
- 1:00:23Speaker 1: Da will ich gerne wieder hin und dafür bin ich bereit auch mal mich wieder reinzubegehen und ich mag das Wort Zwang in dem Zusammenhang nicht.
- 1:00:32Speaker 1: Es ist einfach für mich problematisch Sexualität und Zwang im einen Raum zu stellen aber dann muss ich mich mal überwinden oder mich mal rausschubsen.
- 1:00:43Speaker 1: bin ich gerade nicht total feurig und leidenschaftlich, aber wäre ja schon wichtig.
- 1:00:48Speaker 1: Mach mal
- 1:00:49Speaker 0: fürs Team!
- 1:00:50Speaker 0: Richtig...
- 1:00:51Speaker 1: Aber dann ist es eine völlig andere Ausgangslage und dann fühle ich das auch in Ordnung.
- 1:00:55Speaker 1: Aber du weißt, warum das für mich auch so ein
- 1:00:59Speaker 0: wichtiger Teil ist?
- 1:00:59Speaker 0: Ja natürlich.
- 1:01:00Speaker 1: Es
- 1:01:00Speaker 0: zwang uns Sex in einem Satz zu sagen ist
- 1:01:03Speaker 1: schwierig,
- 1:01:04Speaker 0: problematisch auf alle Fälle.
- 1:01:06Speaker 0: Aber jetzt nochmal für mich persönlich Ich würde mich lieber dazu zwingen wie der Entstimmung zu kommen, genauso wie ich mich dazu zwingen würde wieder Sport anzufangen wenn ich absolut der Sportmuffel geworden bin.
- 1:01:19Speaker 0: und das ist ja es öfters.
- 1:01:21Speaker 0: Es ist ja nicht quasi dass...es ist ja der häufigere Fall so wie's mir gespiegelt wurde in einen Austausch mit Teilnehmern, dass sich das einfach über Jahre so schleichend abgebaut hat bis irgendwann wir bei Null angekommen sind Ja.
- 1:01:37Speaker 0: Und das irgendwann von einem der beiden nicht mehr zu akzeptieren war und dann wiederum zum, zum Trennung geführt hat so?
- 1:01:44Speaker 0: Und lieber bevor mir das passiert würde ich mich zwingen, mich selber in Stimmung zu kriegen und dann sagen komm fürs Team!
- 1:01:53Speaker 0: Das Gute ist wie beim Sport machen Sex finde ich da auch.
- 1:01:57Speaker 0: Wenn du es wieder anfängst, dann kommst du wieder rein und dann merkst du dass der Spaß macht und gut tut.
- 1:02:02Speaker 0: Ja aber... Und dann plötzlich beflügelt das wieder.
- 1:02:05Speaker 0: Aber wenn ich quasi absoluter Sportmuffel geworden bin über in einem Zeitraum von zehn Jahren ... bin ich ein absoluter Sportmuffler geworden.
- 1:02:15Speaker 0: Und dann zu warten da drauf, dass mich die Motivation wieder irgendwann einholt... Da kann ich warten bis ich in die Grube falle!
- 1:02:23Speaker 0: Dann muss irgendwann mal einen Push kommen von mir selber und sagen... Du bist ein Sportmoffel geworden.
- 1:02:29Speaker 0: früher warst du mal richtig sportlich seit sechs Jahren machst du gar nix mehr Scheiß darauf ob du es fühlst oder nicht packt eine scheiß Gym-Tasche und gehe in Sport.
- 1:02:41Speaker 0: Wenn mit der Frau jahrelang immer weniger, immer weniger... Und man ist da auch ein Muffel geworden.
- 1:02:48Speaker 0: Scheiss drauf!
- 1:02:50Speaker 0: Welnes Wochenende buchen ... knattern, bis das wieder funktioniert.
- 1:02:56Speaker 0: Ehrlich!
- 1:02:56Speaker 1: Aber es ist
- 1:02:58Speaker 0: ja dann
- 1:02:58Speaker 1: kein Zwang an, Jan?
- 1:03:00Speaker 1: Weißt du, ich möchte das ja auch... Ich merke, dass es eingeschlafen ist und ich gebe mir da jetzt wieder einen A-Stritt damit das wieder ins Rollen
- 1:03:10Speaker 0: kommt.
- 1:03:10Speaker 0: Okay, dann nennt's A-Stritt und wir lassen das Wortzwang daraus.
- 1:03:14Speaker 1: Sorry aber ich
- 1:03:14Speaker 0: gehe hier raus.
- 1:03:15Speaker 0: Wir meinen das gleiche, aber auf jeden Fall habe
- 1:03:17Speaker 1: ich unterschiedliche
- 1:03:19Speaker 0: Wortschöpfung dafür.
- 1:03:20Speaker 0: Ja,
- 1:03:20Speaker 1: und da hab' ich eigentlich keinen Problem.
- 1:03:22Speaker 1: damit aber in dem Zusammenhang eben irgendwie dann doch.
- 1:03:25Speaker 0: Und letzter Punkt dazu, ich höre das so oft im Beratungen mit Männern und mit Frauenen wenn ich frage was ist deiner Beziehung wichtig?
- 1:03:34Speaker 0: Dann hake ich immer noch bei dem Thema nach wie ist es mit Intimität?
- 1:03:38Speaker 0: und dann sagen mir so viele Leute ja des gehört schon irgendwie dazu und den Leuten die das so handhaben das gehört schon wieder zu Wichtiges.
- 1:03:48Speaker 0: mein Beziehungsaustausch dies das jenes Sechs innerhalb der Beziehung verjüngt diese Beziehungen, egal wie lange ihr sie schon führt.
- 1:03:58Speaker 0: Und die Leute, die sagen ja das ist vielleicht Platz sechs, sieben, acht auf meiner Priorität hättest du warum ich mir eine Beziehungswünsche.
- 1:04:06Speaker 0: erst wünschte ich mehr Austausch dann wünsche ich mehr Zuverlässigkeit dann wünschen wir Lebensplanung Dann wünsche Ich mir dies dann wünschten wir dass Ja und des Intimitätes gehört schon irgendwie dazu priorisiert es höher weil das So oft der Grund ist, warum Beziehungen irgendwann scheitern.
- 1:04:23Speaker 0: Weil das nicht mehr auf der Agenda steht
- 1:04:26Speaker 1: und ihr verjüngt durch
- 1:04:28Speaker 0: Intimität immer und immer wieder eure Beziehung.
- 1:04:32Speaker 0: Du kannst drei Scheißwochen gehabt haben Und dann knatterts mal wieder mit der Liebsten zu Hause Und danach ist alles wieder weg.
- 1:04:47Speaker 0: Die Kleinigkeiten, die man am anderen blöd findet oder in der Beziehung im Alltag blöd findet usw.
- 1:04:54Speaker 0: Weiß was?
- 1:04:55Speaker 0: Die sind wieder weg.
- 1:04:56Speaker 0: wenn man diese Beziehungen verjüngt und deswegen Leute behandelt es nicht schliefmütterlich echt das gehört nicht nur dazu.
- 1:05:04Speaker 0: Das ist Motor und Treiber Long-Term gesehen.
- 1:05:07Speaker 0: Ja,
- 1:05:08Speaker 1: sollte man nicht vernachlässigen!
- 1:05:10Speaker 1: Und das was du aber gesagt hast mit den Prioritäten... ...das weißt ja auch, dass es sicherlich auch ein paar von.
- 1:05:15Speaker 1: wie kompatibel ist man miteinander?
- 1:05:18Speaker 1: also wie sehr ist das für mich grundsätzlich auch schon direkt zu Anfang einer Beziehung wichtig oder eben auch nicht wichtig?
- 1:05:25Speaker 1: Gibt da Leute die einfach keine Ahnung nicht so, Bedürfnis haben und solange das dann zwischen den beiden funktioniert, dann haben wir auch kein Problem.
- 1:05:35Speaker 1: Ja,
- 1:05:36Speaker 0: patentrisch!
- 1:05:37Speaker 0: Mehr Knappern!
- 1:05:38Speaker 0: So, fertig aus!
- 1:05:40Speaker 0: Hilfe!
- 1:05:40Speaker 0: Wir haben uns auseinandergelebt.
- 1:05:46Speaker 0: Was?
- 1:05:47Speaker 1: Also als Trennungsgrund... ...
- 1:05:49Speaker 0: wir haben uns auuseinander gelebt, glaube ich.
- 1:05:52Speaker 0: Platz eins der Gründe wenn wir Leute danach fragen warum jünger eine Beziehung auseinander.
- 1:05:58Speaker 0: Wir haben ein Auseinander gelebt.
- 1:05:59Speaker 1: Es ist auch so ne Alibi Behauptungen wenn man keine Lust hat länger darüber zu sprechen und länger sich damit auseinanderzusetzen, aus welchen Gründen man sich eben getrennt hat.
- 1:06:12Speaker 1: Also das ist ja... Passt immer!
- 1:06:14Speaker 1: Die Aussage passt immer.
- 1:06:16Speaker 1: du kannst immer sagen wir haben uns auseinander gelebt.
- 1:06:18Speaker 1: oder worauf willst du ihn raus?
- 1:06:19Speaker 1: Weil wenn der Satz fällt dann ist er schon die Trennung ausgesprochen.
- 1:06:24Speaker 1: Ja ich gebe jetzt konkretes
- 1:06:25Speaker 0: Beispiel Corona.
- 1:06:28Speaker 0: Bist mit deinem Partner zehn Jahre zusammen eigentlich läuft es gut Oder läuft okay.
- 1:06:33Speaker 0: Passt Es passt so.
- 1:06:35Speaker 0: Und dann kommt sowas wie Corona.
- 1:06:37Speaker 0: Und plötzlich erkennst du in der Hinsicht deinen Partner nicht mehr wieder, weil er anfängt eine komplett konträre Haltung wie du zu dem Thema aufzubauen und du verstehst den in der hinsicht überhaupt gar nicht mehr.
- 1:06:51Speaker 0: Die länger das Thema anhält oder die Diskussion dahinter, desto mehr verherrten sich da die Fronten.
- 1:06:57Speaker 0: und plötzlich ist es gefühlt für dich so nicht nur wegen dem Thema entzündet sich sondern plötzlich entwickeln sich die Ansichten übers Leben in andere Richtungen.
- 1:07:08Speaker 0: Das war nur der Zündfunke und plötzlich gehen die Meinungen komplett auseinander, ich will nicht bewerten was richtig, was falsch ist, das steht mir überhaupt nicht zu.
- 1:07:19Speaker 0: aber so etwas gab es ja.
- 1:07:21Speaker 0: und dann ist die Frage dann kommt man irgendwann zu dem Punkt.
- 1:07:25Speaker 0: Also, mir ist mein Partner fremd geworden.
- 1:07:27Speaker 0: Weil das was der jetzt mittlerweile von sich gibt nicht nur zu dem Thema Corona sondern auch plötzlich über andere Sachen.
- 1:07:34Speaker 0: Sorry es geht nicht mehr!
- 1:07:36Speaker 0: Das ist ja untragbar geworden.
- 1:07:38Speaker 0: Was machen wir jetzt damit?
- 1:07:39Speaker 0: Trennungsgrund hat man sich dann auseinandergelebt oder nicht?
- 1:07:43Speaker 1: Gut aber das ist ja dann... Wir haben uns auseinander gelebt weil auf einmal unsere Werte sich so krass verschoben haben.
- 1:07:50Speaker 1: Schwierig, weil das ist so vielfältig.
- 1:07:54Speaker 1: Inwiefern kann man diese Werte trotzdem miteinander vereinbaren?
- 1:07:57Speaker 1: Inwieferen kann man auch die andere Meinung des anderen aushalten, inwiefern akzeptiert man das?
- 1:08:05Speaker 1: im Laufe einer Beziehung auf dem Zeitstrahl verschiedene Dinge passieren können wo zwei Menschen unterschiedlicher Meinungen sind.
- 1:08:16Speaker 1: Aber andererseits, ich kann natürlich auch verstehen.
- 1:08:19Speaker 1: Wenn es komplett im Gegenspruch zu allen meinen Gedanken und Wertvorstellungen liegt ist es schwer das auszuhalten zu sagen ja Pasch schon du darfst ja deine eigene Meinung haben und trotzdem können wir eine Beziehung führen weil sich das ja auch auf vielerlei alltägliche Dinge auswirkt die uns betrifft.
- 1:08:40Speaker 0: anderes Beispiel noch, Kindererziehung.
- 1:08:42Speaker 0: Mir auch schon öfters zu einen gekommen, dass sich Paare getrennt haben weil sie gesagt haben wir kommen weiter an den Punkt in unserer Kindererziehung wo wir feststellen es geht hier nicht mehr weiter.
- 1:08:55Speaker 0: Wir haben so unterschiedliche Ansichten wie mal Unsere Kinder erziehen soll, man muss uns trennen.
- 1:09:00Speaker 0: Trennungsgrund oder nicht?
- 1:09:01Speaker 1: Schwieriges Thema kommt auch sehr natürlich auf den Fall drauf an um was es denn eigentlich geht.
- 1:09:07Speaker 1: aber im Endeffekt ihr seid beides die Eltern dieses Kindes und ihr müsst irgendwo ein Weg finden damit das für die Kinder funktioniert.
- 1:09:17Speaker 1: also nimmt euer eigenes Ego raus aus der Geschichte wer jetzt hier recht hat und wer nicht und guckt dass es funktioniert damit die Kinder nicht drunter leiden.
- 1:09:27Speaker 0: Ich bin auch der Meinung, dass man alles versuchen sollte um das auch wieder hinzukriegen.
- 1:09:31Speaker 0: Genauso wie man alles versuchen sollte wenn man der Meinung ist sich auseinander zu leben.
- 1:09:37Speaker 0: weil was muss da passieren?
- 1:09:39Speaker 0: ich verbringe mehr Zeit, mehr Gedankengut, mehr Quality Time mit anderen Dingen und anderen Personen außerhalb von meiner Beziehung.
- 1:09:50Speaker 1: Was meinst du damit?
- 1:09:51Speaker 1: Das habe ich jetzt nicht verstanden,
- 1:09:53Speaker 0: dass man dann wieder quasi sich rückbesinnen darf darauf warum man eigentlich mal diese Beziehungen angefangen hat, warum man die Beziehungsmal geführt hat und warum diese Bezüge mal gut lief.
- 1:10:04Speaker 0: Und selbst wenn sich Hobbys auseinander entwickeln okay dann findet aber trotzdem vielleicht ein neues gemeinsames wo ihr wieder Qualitiesheim miteinander verbringt Aber
- 1:10:13Speaker 1: irgendwie fern hat es mit dieser Kindererziehungsfrage.
- 1:10:19Speaker 0: Ich wollte sagen, genauso wie man mit Kindererziehung sich komplett wieder zusammenraufen sollte.
- 1:10:27Speaker 0: Alles dran setzen sollte ist genau so wie wir haben uns auseinandergelebt.
- 1:10:30Speaker 0: Wer sich auseinander gelebt hat, der könnte sich auch wieder zusammenleben.
- 1:10:33Speaker 0: Also
- 1:10:34Speaker 1: bei Kindern vielleicht ganz speziell weil eben auch noch Menschen daran beteiligt sind die ja überhaupt gar nichts dafür können dass ihr euch gerade in der Wolle habt.
- 1:10:45Speaker 1: und alles andere Ja, bestenfalls natürlich auch.
- 1:10:49Speaker 1: Also ich verstehe natürlich dass manche Situationen also ganz speziell wenn es um die Erziehung und... das gemeinsam Kinder auch haben geht, sollte man sich ganz besonders viel Mühe geben es wieder hinzubekommen weil eben noch andere dran hängen.
- 1:11:07Speaker 1: Sprich die Kinder die da überhaupt nichts dafür können dass man sich in der Wolle hat.
- 1:11:13Speaker 1: bei allen anderen Dingen ja natürlich auch klar.
- 1:11:16Speaker 1: wenn man uns jetzt so zuhört könnte man meinen alles ist möglich und warum trennen sich überhaupt Leute?
- 1:11:24Speaker 1: Und natürlich, es gibt Situationen die schaukeln sich so hoch und sind so konfliktbehaftet.
- 1:11:30Speaker 1: Dass da eine Trennung Sinn macht aber ist das nicht im Kern auch dass man möglichst früh den Stecker zieht also nicht dass man sich trennt sondern möglichst schnell auch guckt dass Konflikte nicht zu groß werden bevor sie so sehr aufschäumen dass man sie wirklich nicht mehr gehandelt bekommt.
- 1:11:49Speaker 0: Ja, dass man ein Partner fremd wird
- 1:11:51Speaker 1: ja
- 1:11:52Speaker 0: Weil wir uns so lange schon nicht mehr auf einer qualitativen Ebene unterhalten haben oder uns weiter kennenlernen wollten innerhalb der Beziehung.
- 1:12:00Speaker 1: Genau, also dass man einfach diesen Kontakt zum anderen auch nicht verliert.
- 1:12:04Speaker 1: und ja ich denke in dem Moment wo beide Lust haben und sich die Mühe auch geben den anderen verstehen zu wollen warum ist das deine Ansicht?
- 1:12:14Speaker 1: Warum denkst du so darüber?
- 1:12:18Speaker 1: unsere Kindererziehung so und so gestalten.
- 1:12:21Speaker 1: Dann hat man beste Chancen, dass man vieles auch wieder gefangen bekommt.
- 1:12:26Speaker 1: aber ich glaube das ist eben in der Realität was dann oftmals nicht funktioniert.
- 1:12:32Speaker 0: Genau!
- 1:12:33Speaker 0: Das kann an einfachen Sachen liegen.
- 1:12:35Speaker 0: wie man kommt nach einem stressigen Alltag heim und da gibt es einen.
- 1:12:40Speaker 0: Ich weiß nicht mehr wo ich das habe, aber ich hab's mal gehört.
- 1:12:44Speaker 0: Wenn man nach zwanzig Uhr mit Partner nach einem stressigen Tag noch über wichtige Dinge redet und das öfter ist in einem Streit warum?
- 1:12:52Speaker 0: Weil einfach die Akkus der beiden an dem Tag leer sind und die Zündschnur kürzer und auch des Hirnschmalls was man jetzt nochmal bräuchte um von seinem Standpunkt weg zu gehen um den Partner besser zu verstehen wie ich mir aufgebracht werden kann oder Dafür einfach kein Tank mehr hat und dann entzünden sich solche Diskussionen plötzlich.
- 1:13:15Speaker 1: Und gleichzeitig...
- 1:13:16Speaker 0: Weil Glukosemangel da ist, mehr oder weniger?
- 1:13:19Speaker 1: Ja, aber auch man will ja immer die Dinge sofort weg haben.
- 1:13:24Speaker 1: Ich möchte das gleich ausdiskutiert haben, ich möchte es gleich besprochen haben.
- 1:13:29Speaker 1: Das ist quält, dass es einen dann auch belastet.
- 1:13:35Speaker 1: Wenn man sich denkt, boah noch ein halben Tag länger packe ich nicht!
- 1:13:40Speaker 1: Ich muss das jetzt loswerden.
- 1:13:42Speaker 1: vielleicht auch etwas was sich lohnt besser im Auge zu behalten wann man Dinge anspricht und auch mal damit okay zu sein Dass es vertagt wird und nicht aufnimmer und ewig dass es dann nie besprochen wird aber vielleicht nichts ausgerechnet in dem Moment, wo wir einfach beide mega müde sind, hungrig, schlecht geschlafen haben.
- 1:14:05Speaker 1: Alles andere ist schon irgendwie schwierig war an diesem Tag.
- 1:14:09Speaker 1: Ja.
- 1:14:09Speaker 0: Vertagen?
- 1:14:10Speaker 0: Zumindest
- 1:14:11Speaker 1: auch vielleicht nächsten Tag nicht gar nicht.
- 1:14:14Speaker 1: Nicht im Außenweg gehen das ist nämlich auch doof.
- 1:14:17Speaker 1: aber vielleicht kann man sich dagegen seitlich gute Regeln aufstellen wie man mit sowas umgeht.
- 1:14:23Speaker 1: und Ja.
- 1:14:25Speaker 1: Ich weiß, es klingt manchmal utopisch weil ich weiß dass der Alltag sehr herausfordernd ist.
- 1:14:30Speaker 1: aber wenn meine Priorität eine gute Beziehung zu führen dann wird das doch auch etwas was Sinn macht, dass man sich solche einzelnen Regeln aufstellt.
- 1:14:42Speaker 0: So ist es und wir vertagen uns jetzt auch und zwar auf die nächste Woche weil ich glaube wir haben heute viel geredet über Trennen oder nicht.
- 1:14:50Speaker 0: letztendlich ist immer eine Einzelfallentscheidung Worauf wollten wir in der Folge oder ich zumindest voll darauf eingehen, dass es sich immer lohnt an der Beziehung zu arbeiten wenn beide das wollen.
- 1:15:03Speaker 0: Es sei denn ist wirklich was Unwiederrufliches passiert oder Unüberblickbares wo's wirklich nicht mehr weitergeht.
- 1:15:12Speaker 0: aber an vielen Dingen, an vielen Gründen warum die Leute irgendwann zu uns kommen, warum Beziehungen gescheitert sind hätte es nicht kommen müssen hätte man frühzeitig Maßnahmen ergriffen oder hätten wir einfach noch ein bisschen länger durchgehalten.
- 1:15:24Speaker 0: etwas länger dran geblieben.
- 1:15:26Speaker 0: Mal zeitlang die Beziehung ein bisschen mehr getragen, auch in der Phase wo es schwierig ist.
- 1:15:31Speaker 0: und wenn man da den einen oder anderen dazu bewogen haben jetzt noch mal Gas zu geben an seiner Beziehungen dann haben wir glaube ich eine gute Folge geliefert.
- 1:15:38Speaker 1: Für dich auch sagen... Ich würde auch nochmal als Resümee das wiederholen und sagen Schwierig wird's immer dann oder wo ich sage Trennung wäre auf jeden Fall ne Überlegung würde Sinn machen, ist wenn eben Verachtung und Gleichgültigkeit herrscht.
- 1:15:55Speaker 1: Was ich damit genau meine habe ich denke schon erklärt.
- 1:16:00Speaker 1: aber das ist glaube ich, wenn nicht irgendwo ein Kern des Ganzen finden sollte dann diesen.
- 1:16:05Speaker 1: All right!
- 1:16:06Speaker 0: Schwieriges Thema.
- 1:16:08Speaker 0: jemand der dort mal objektive Meinungen haben möchte kann gern mal kostenloses Erstgespräch bei uns anfragen ansonsten hören wir uns in der nächsten Folge wieder.
- 1:16:16Speaker 1: Genau so ist es.
- 1:16:17Speaker 0: Bis dahin machts es gut bis dann Tschüss.