Latest / SOMMELIER / Stefan Grabler & Markus Hirschler - Eine neue Generation Sommelier
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- 0:00Hallo, Franz Weninger hier, Winzer aus Horitzschorn und Balf, also Burngland und Chopron.
- 0:19Wir machen Blaufränke schon vom Mint auf verschiedenen Böden.
- 0:22Was Markus und Stefan so gut können ist einfach, na ja, erstmals in Österreich, er scherzt
- 0:31beiseite, aber was sie gut können ist einfach die Professionalität gebat mit einem Wohlfüllfaktor.
- 0:38Also sie haben neben dem Weinwissen und das ist wirklich tief, also egal welchen Wein
- 0:44man auf der Karte aussucht, sie werden immer was dazu wissen und über den Winzer was sagen
- 0:49können, aber neben dieser Professionalität schaffen es beide, dass man sich wohlfühlt.
- 0:53Man ist freundlich aufgenommen, es ist gemütlich, nicht gestresst, ja, das ist auch wirklich super.
- 1:01Und sie können auch Party feiern, also ich kann mir erinnern, dass man abends in Graves,
- 1:05was später geworden ist, es ist wild geworden und wir haben auf den Tischen getanzt und sind
- 1:12sogar noch fortgegangen, aber selbst da sind sie am nächsten Tag wieder aufgestanden und waren
- 1:17so professionell wie immer.
- 1:41Ein herzliches Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Sommelier, die interessantesten Munchenke
- 1:47unserer Zeit. Unsere heutigen Gäste sind eine neue, sind eine komplett neu definierte
- 1:52Interpretation von Sommelier. Sie kommen aus Wien bzw. aus der Steiermark, überrollen regelrecht
- 1:58seit acht Jahren Deutschland bzw. München und sind das konnengeniale Duo aus dem Gasthaus Walz,
- 2:04bestehen zum einen aus Markus Hörschler, der im Jahre 1990 in der Wiener Neustadt geboren,
- 2:09an der Tourismuschule in Semmering seinen Handwerk gelernt, auf den Cayman Island,
- 2:13das karibische Weinleben ausgelebt hat, Mitglied im Sommelier-Team des Restaurant Hibiscus in
- 2:18London war, Chef Sommelier im Sophie-Tay München und Sommelier und Betriebsleiter in Graves Weinbar
- 2:24in München, wo er dem meisten erstmals richtig aktiv einschenkte und München zeigte, welche
- 2:29Vinovielmöglichkeit diese Stadt hat, der andere, Stefan Grabler, 1992 in der Südsteiermark geboren,
- 2:36Wirtschaftsschule Murek, gefolgt von verschiedenen Praktika in London und in Hamburg,
- 2:40vor etwas über zehn Jahren tätig im Restaurant V in Berlin, erlebte er einen der damals
- 2:44kultigsten Weinbars in Deutschland, die Cordoba in Berlin, die er zwei Jahre lang begleitete und war
- 2:49vom Jahre 2016 bis zum Jahr 2022, Sommelier und Betriebsleiter in der Graves Weinbar in München,
- 2:55bevor er 2022 zusammen mit Markus das Gasthaus Walz in München eröffnete.
- 3:01Die Jungs ticken einfach anders, die Jungs sind einfach anders, die Jungs sehen Wein anders.
- 3:05Und ich bin froh, dass sie heute hier sind, bei mir, bei Sommelier, die interessantesten Münchenke unserer Zeit.
- 3:10Herzlich willkommen, lieber Markus Hösler und Stefan Grabler.
- 3:14Wenn man an Sherry denkt, wenn man an Keres denkt, denkt man automatisch an das Haus Emilio Lustau.
- 3:25Doch kaum jemand weiß eigentlich, wie geschichtsreich die Historie von Emilio Lustau ist.
- 3:30Die Ursprünge von Emilio Lustau gehen auf das Jahr 1896 zurück, als José Ruiz Bedejo,
- 3:36ein Sekretär des Gerichtshofs in seiner Freizeit begann, die Reben der Familie Nuestra-Sinora de la Esperanza zu kultivieren.
- 3:43Die ersten Produkte wurden dann an größere Sherry-Produzenten verkauft, eine der ansetzt sie nach wie vor
- 3:48beweisen, wie traditionsbewusst das Haus Lustau ist.
- 3:51Denn als einer der wenigen führen sie die Tradition der Allmars-Senister oder Stockkeeper weiter fort.
- 3:571931 er warb seine Tochter Maria Ruiz Bedejo Alberti, ein kleines Weingut in der Nähe des Zentrums von Keres de la Frontera
- 4:05und verlegte alle bereits vorhandenen Soleiras dorthin, was letztlich das Fundament des Weingutes ist.
- 4:11In den 40er Jahren verlegte Marias Ehemann Emilio Lustau Ortega das Weingut in den alten Stadtteil Santiago,
- 4:19im historischen Viertel von Keres de la Frontera.
- 4:22Dort in den historischen Gebäuden, die ein Teil der historischen maurischen Stadtmauern waren, begann er langsam das Geschäft zu erweitern.
- 4:29Immer noch als Allmars-Senister.
- 4:311945 hört Emilio Lustau auf, Allmars-Senister zu sein und begann, seine eigenen Marken zu vermarkten.
- 4:38Einige von ihnen waren Papirosa, Carana, Escua Trila, Empéradis, Orgenia und Chin de de Loro.
- 4:441950 begann das Unternehmen seine eigenen Sherry Weine zu exportieren und in der Leitung von deren
- 4:49Rafael Balau oder Lustau zu einem der innovativsten Unternehmen in Keres.
- 4:54Die 80er Jahre waren ein erstaunlich erfolgreiches Jahrzehnt, indem sich die Sammlung von Lustauwein stark entwickelte.
- 5:01Die Soleira Familiarie nahm gestalt an.
- 5:04Die ersten Allmars-Senisterabfüllung entstand 1981 und Lustau begann die Vintage-Serie 1989 aufzulegen.
- 5:121988 unternahm Lustau einen weiteren innovativen Schritt, indem sie ein neues Flaschen-Design für ihre Weine einführten.
- 5:19Die elegante dunkle Flasche mit den besonderen Schultern ist exklusiv für das Unternehmen
- 5:24und unterscheidet Lustau von allen anderen Weingütern in Keres.
- 5:271990 gab es eine weitere gravierende Veränderung bei Lustau.
- 5:32Als es mit einem der bedeutendsten Wein- und Spiritosen-Handelshäusern fusionierte,
- 5:37dem Familienunternehmen Luis Caballero.
- 5:39Das war ein Meilenstein der Geschichte von Lustau und bedeutete eine wichtige finanzielle Unterstützung
- 5:44und die Möglichkeit, weitere Expansionen und Entwicklung.
- 5:47Im Jahr 2000 er warb Lustau sechs Bodega-Gebäude aus dem 19. Jahrhundert im Zentrum von Keres.
- 5:53Diese malerischen Gebäude wurden in ihrem ursprünglichen Glanz restauriert
- 5:57und beherbergen heute die wichtigsten, alternen Fässer von Lustau.
- 6:01Und heute?
- 6:02Heute gehört die Bodega Lustau zu den absoluten Benchmark-Produzenten für hochwertige Weine aus Keres.
- 6:08Lustau wurde während all der Jahre immer wieder mit Medaillen und Trophäen regelrecht überhäuft.
- 6:14Wurde zum wichtigsten spanischen Weingut 2011 gekürt, zum besten Cherry-Produzenten 2014 und 2016
- 6:22und mehrfach als erstes Weingut in der Geschichte von Keres für ihre Konsistenz und Qualität ausgezeichnet.
- 6:29Lustau ist das einzige Weingut, das in jeder der drei Städte des Cherry-3X Beine produzieren.
- 6:35Verrest, der La Frontera, El Poeto, de Santa Maria und San Luca, de Barameda.
- 6:39Die einzigartige Kombination aus 3000 Sonnenstunden pro Jahr, 600 Liter Wasserpupadratmeter und dem unglaublichen,
- 6:48als Alvariza-Bekannten Kalksteinhügeln sind verantwortlich dafür, dass hier Weine entstehen, die unvergleichlich und unverkennbar sind.
- 6:55Und dass die Rebsorten Palomino, Pedro Rymnes und Moskadel sich einzigartig entwickeln können.
- 7:01Und daher ein ganz großes Dankeschön, dem Hause Lustau für diese einzigartigen Cherry-Qualitäten,
- 7:07für diese Besonderheiten der Weinwelt und für die Unterstützung der heutigen Podcast-Episode von Sommi,
- 7:13die interessantesten Mundschenke unserer Zeit.
- 7:15Und auch ein großes Dankeschön, dem deutschen Vertreter, dem Handelshaus Schlumberger.
- 7:19Ich beneide euch, also nicht unbedingt die Champagner, die ihr eingeschränkt habt,
- 7:25sondern ihr seid ja damals vor jetzt, ich glaube, acht Jahren mit einmal da gewesen und ihr habt ja alles abgeräumt.
- 7:35Also egal, ob Social Media-Like oder allgemein von der Präsenz, ihr habt ja die komplette Stadt überrollt, oder?
- 7:41Also ich renne mich da gern zurück, es ist wirklich fast acht Jahre her, es war 2016.
- 7:46Und Markus und ich waren, hatten den Laden, also es grape-Stemmerz noch nicht auf
- 7:52und wir sind auf irgendeine Verkostung gelaufen und da Markus so, alter München ist bereit für eine Weinbar.
- 7:58Und ich so, alter, ich hoffe, wir sind in drei Jahren Sitzmotsamm und sagen, du hast recht gehabt.
- 8:04Und jetzt sind wir acht Jahre später da und ich muss sagen, er hat recht gehabt.
- 8:08Ja, München war zu damaligen Zeit einfach weinmäßig noch derart unterentwickelt
- 8:15und wir Österreicher sind ja bekannt für Entwicklungshilfe.
- 8:18Und ja.
- 8:21Es gibt auch Berliner Kollegen, die ein bisschen Entwicklungshilfe geleistet haben in Sachen Weinbar.
- 8:26Ja, die machen das auch super, ja.
- 8:30Und dann habt ihr euch einfach entschlossene Weinbar aufzumachen oder wie seid ihr ins Grapes gekommen?
- 8:34Also ins Grapes war so, Stefan war damals noch in Hamburg, oder?
- 8:40Ist das richtig?
- 8:41Stefan war in Hamburg, ich war schon in München, ich war damals Somerle im Soffedal für eineinhalb Jahre,
- 8:47da ich weiter ins richtige Ausland wollte, also nicht Deutschland, sondern wirklich weit weg
- 8:54und habe mir so erhofft, dass ich durch die Kettenhodells den Sprung wegschaffe.
- 9:00Und dann kam von einer Winzerin die Nachricht, dass ein neues Weinprojekt aufmachen soll in München
- 9:09und die suchen noch Betriebsleiter.
- 9:12Und Stefan und ich haben uns damals beide beworben auf den Job.
- 9:15Sie haben ja das, sagen wir mal, Großkoscherte, das große Mal von damals noch Stefan bevorzugt.
- 9:23Er ist ja auch schon ruhiger geworden, ganz aber...
- 9:26Also dann hast du ihn erzogen, oder?
- 9:28Ne, wir haben uns gegenseitig erzogen, sagen wir mal, und sind auch älter und Erwachsener geworden.
- 9:34Und ich wurde dann gefragt, ob ich nichts an Stellvertreter werden will und zu demaligen Zeit
- 9:39hatte ich Bock auf alle Fälle was zu öffnen, was Neues zu schaffen.
- 9:44Und mir war auch klar, dass München einfach einen frischen Wind braucht in Sachen Wein, Weinbars.
- 9:49Und wir hatten so den gleichen Ansatzpunkt von Gastronomie, von Gastgeber-Tum und Wein
- 9:56und auch den gleichen Weingeschmack.
- 9:58Und da habe ich gesagt, let's go.
- 10:04Es kann natürlich immer schiefgehen.
- 10:06Die ersten paar Wochen waren ein bisschen angespanntert.
- 10:10Es war schon uns beiden, turbulent.
- 10:11Es war eine Eröffnungsphase.
- 10:12Jeder war gestresst, jeder war angespannter, nervös.
- 10:15Und nach ein paar Wochen haben wir uns dann quasi plennend verstanden.
- 10:19Und so ging das los im Grips vor acht Jahren.
- 10:22Kann ich die euch schon vorher?
- 10:24Nein.
- 10:26Ich weiß noch, ich war einmal bei Gerhard Retter oben, bei Wein am Serd, das Gerhard heißt das, glaube ich.
- 10:31Und da habe ich ihn gesehen oder da haben wir uns kurz unterhalten beim Bier, aber das war es schon.
- 10:37Warst sofort verliebt und seitdem seid ihr unseres Kanäles?
- 10:39Absolut, absolut.
- 10:41In den steilischen Dialekt, unfassbar.
- 10:43Was macht ihr in der Steiermark, dass da so viele Beinnasen herkommen?
- 10:50Also kriegt ihr es im Kindergarten schon?
- 10:52Ne, ich habe keine Ahnung.
- 10:56Ich glaube, dass wir in dem Tourismus Bundesland, was die Steiermark ist, einfach sehr interessiert
- 11:05an Gastronomie, an Gastfreundschaft, an hohen Servicegedanken haben.
- 11:11Und einfach die Gastronomie sehr schätzen und sehr lieben.
- 11:15Und wir haben auch sehr, sehr gute Schulen in der Steiermark.
- 11:18Also meine Wenigkeit hat Markus und auch wie die Schlöge fahrschmeich immer, dass er in der sogenannten Knödelakademie war.
- 11:27Weil ich halt so eine bisschen eine schlechtere Hauswirtschaftsschule besucht habe und die beiden halt absolut ein Superstar-Internat waren.
- 11:37Und ja, keine Ahnung, ich glaube die Steiermark ist gastronomisch einfach sehr interessant.
- 11:45Und dementsprechend kommt auch viele Exportprodukte dabei raus.
- 11:50Was ist euer Geheimnis?
- 11:52Also könnt ihr das nachvollziehen, warum ihr so viel schneller, so viel erfolgreicher, so viel anerkanter, so viel präsenter und keine Ahnung.
- 12:02Das fand ich mal mehr Likes bekommt bei irgendwas und das irgendwie die Werten zu wollen, aber es ist ja schon signifikant.
- 12:08Also das hätte ich jetzt nicht so gesagt, wenn du das sagst, das freut mich natürlich.
- 12:13Stefan und ich haben uns auch schon mal darüber unterhalten.
- 12:18Ich glaube einfach, dass uns das wie vorher schon angesprochen, das Gastgeber-Tum und diese lockere, leichte, flipsige Art natürlich weiter hilft.
- 12:29Wir sind im Ausland, die Deutschen sind gerne in Österreich auf Urlaub.
- 12:35Sie verbinden das glaube ich im Unterbewusstsein auch teilweise mit Urlaub, wenn sie bei uns reinspazieren.
- 12:39Und Servus, Kresse, ich habe Däre, wie geht's?
- 12:43Kleine Umarmung bei Gästen, die wir natürlich schon länger kennen.
- 12:47Bei Mädels aber Bus ist natürlich, das ist wie Urlaubs Gefühl.
- 12:52Und wir sind stets professionell, aber haben natürlich eine gewisse Fresse, wie man im Deutschen sagt.
- 12:58Die gut ankommt.
- 13:00Und die Leute finden uns sympathisch, wir sind keine unguten Leid im Gegendal.
- 13:05Wir schauen auf unsere Leid, auf unsere Gäste, auf unser Team.
- 13:09Ich glaube bei uns im Süden vor allem in Berlin kann ich es nicht sagen, weil ich erst ein paar Mal in Berlin war, aber in München die Deutschen lieben Österreicher.
- 13:20Ist aber auch mehr oder weniger also eure Art, eure etwas lockere Art auch so ein bisschen im Grenzgang, oder?
- 13:27Also man kann ja da auch ganz schnell über die Stränge reinbeweichen.
- 13:31Ja, aber das ist immer der Vorteil bei Markus und mir willkommen beide aus der Sterne gestern und wie wir an beide es klären.
- 13:35Sowohl entspannt locker, aber auch trotzdem immer.
- 13:41Und das ist uns sehr wichtig auch bei unseren Mitarbeitern immer professionell zu sein.
- 13:45Es ist in der Gastro extrem wichtig, dass du, wenn Gast reinkommt innerhalb von Millisekunden abschätzt, okay, wie kommt der rein?
- 13:55Was hat der für eine Erwartung an den Abend?
- 13:58Wie will er angesprochen werden, will er gesitzt werden, will er gedutzt werden?
- 14:02Und das ist natürlich, du sagst absolut richtig, das ist ein Grenzgang den wir machen.
- 14:07Aber ich sage mal so, ohne dass es überheblich klingen soll, ich glaube, dass wir da auch jetzt mit unserem doch fortgeschrittenen Alter einfach ein ganz gutes Fingerspitzengefühl dafür haben, wie wir mit den Gästen reden können.
- 14:23Ohne dass wir das irgendwie bis zum Gatnau ausreizen oder übertreiben.
- 14:29Ich sag mal so, das ist vor allem mir sicher früher das eine oder andere Mal passiert.
- 14:35Aber wie Markus sagt, man wird älter, man hinterfragt seine eigenen Daten ein bisschen mehr und wird dementsprechend auch ein bisschen ruhiger Gott sei Dank.
- 14:46Das heißt älter, ihr seid 30 und 31 oder?
- 14:49Also vielen Dank, du bist aber falsch informiert.
- 14:53Ich bin mittlerweile 33 und Stefan wird jetzt 32 im September.
- 15:01Also noch immer jung, gebe ich dir recht.
- 15:05Aber meiner erhabenen Sichter seid ihr.
- 15:07Das mag so.
- 15:09Aber akkuproalter, schafft ihr es mit eurer Art?
- 15:13Der Weinbranche wird ja immer so dieses grauhaarige Alte mehr oder wie gar zugeschrieben, schafft ihr es mehr junge Leute anzusprechen?
- 15:20Also das war so ein Durchschnittsalter sowohl im Graves als auch im Walz?
- 15:23Also im Graves ist das Durchschnitt auch das sicher, sicher niedriger gewesen.
- 15:27Da haben wir schon so 25.
- 15:29Ja, da haben wir so vom Azubi bis hin zum einfach etablierten Weintrinker alles dabei gehabt im Graves, was man auch dazu sagen muss.
- 15:39Das war eine Late Night Location.
- 15:42Da haben teilweise bis 5, 6 in der Früh offen gehabt, die Gastros bewirrte.
- 15:47Wir haben den Frühstücksteam, weil wir im Graves im Codina Hotel waren.
- 15:51Da gab es ab 7 Frühstück und da haben wir dem Frühstücksteam den Schlüftel übergeben und gesagt, für Spaß.
- 15:57Schönen Frühstückservice.
- 16:00Und das sieht im gleichen Raum?
- 16:02Ja, das wusste ich nicht.
- 16:04Das Graves war eigentlich ein 24/7 Betrieb.
- 16:09Um 7 ging es Frühstück los, das Frühstück ging bis Mittag, dann war Mittag bis Nachmittag.
- 16:14Das war halt so eine Hotel-Bah-Betrieb und um 18 Uhr haben wir das Graves aufgemacht.
- 16:20Das ging dann so in den ersten Jahren, so 2016, 2017, 2018.
- 16:26Das ging schon immer so bis 4, 5 in der Früh, da lasse es 6.
- 16:31Das sieht natürlich auch jüngere Leute an.
- 16:35Es war eine geile Zeit und wir hatten dann die Chance durch die vielen Gastronomen, die zu uns kamen,
- 16:42natürlich auch viele zu kennen.
- 16:45Uns kennen mittlerweile viele oder fast alle Gastronome den München.
- 16:50Einfach coole Beziehungen, coole Kontakte, egal wo wir essen gehen, wir kennen die Leute eigentlich dahinter.
- 16:57Es waren wichtige Jahre für uns, sagen wir mal, zum Starten im München.
- 17:01Ihr habt aber auch viele coole Sachen und Aktionen ins Leben gerufen, wie mit der Champagnergeschichte damals.
- 17:07Mit wie naturell?
- 17:09Unter anderem ja.
- 17:12Ziemlich am Anfang, da waren wir in Hochkarate Dicke Somelés aus Deutschland und Österreich her.
- 17:19Wir hatten das noch mal kassen.
- 17:21Ich habe auch gerade darüber nachgedacht, deswegen habe ich Champagnergeschichte genannt.
- 17:25Jeder hat seine Champagner bebringt dürfen und es wurde dann ausgewertet und es fand ich eigentlich spektakulär.
- 17:32Es war wie eine Champagner Europameisterschaft.
- 17:35Es war so im Battle immer blind verkostet alles natürlich, ein Champagner gegen den anderen.
- 17:42Justin hat damals gewonnen, weiß ich noch.
- 17:46Mit Sapiens, gell?
- 17:48Ich glaube, dass unsere Champagner heute gewinnen würde.
- 17:51Was trinken wir?
- 17:53Wir trinken von Emmanuel Bourgete, 2.16 Les Hottes Chardonnay.
- 17:57Sehr schön.
- 17:58Da haben wir ein Flaschel davon bekommen und die haben wir aufgekalkt und gesagt, wenn wir mal einen Moment zu zweit haben, ich wollte jetzt was sagen, dann trinken wir das.
- 18:09Ich bin eine Zuschauer von dem ihr mir genießt.
- 18:12Für heute ist das perfekt.
- 18:14Sehr cool.
- 18:15Woher habt ihr diese Ideen?
- 18:17Mit dem Champagner-Event habt ihr irgendein Vorbild?
- 18:21Um ehrlich, ohne dich unterbrechen zu wollen, aber um da auch ehrlich zu sein, das war null unsere Idee.
- 18:28Wir waren gerade ein Hipperspot frisch aufgemacht, alle sind zu uns geströmt in der Stadt.
- 18:34Damals Jürgen Franke, der Chef von Minnaturale kam auf uns zu und hat uns die Idee vorgeschlagen, ob wir das nicht dem Grabs machen wollen.
- 18:41Mit richtigen Top-Formelisten, nicht uns beiden Pfosten.
- 18:46Wir waren Gastgeber und damals noch 24 und 25.
- 18:50Da kamen Billy Wagner und Co. Gerdretter, ein paar Menschen, also waren coole Leute da.
- 18:57Das war aber nicht unsere Idee.
- 19:00Wir haben es ausgeführt, wir waren Gastgeber und haben das ganze Geschmiss im Laden.
- 19:04Aber ich habe ihr Vorbilder in der Weinbranche, wo ihr sagt, so wie dies machen, finde ich es gar nicht so schlecht.
- 19:12Wie schon angesprochen, Österreicher sind natürlich mit dabei.
- 19:18Aber ich glaube, wir gehen auch unseren eigenen Weg in Sachen.
- 19:22Wir sind nicht Berlin, coole Hippers Berlin, wir sind München, wir sind Gastgeber.
- 19:28Das klingt immer blöd, aber wir sind Dienstleister für unsere Gäste.
- 19:34Ich glaube, wir haben jetzt nicht unbedingt Vorbilder, oder?
- 19:38Würde ich auch so sehen, was Markus um hier bei uns im eigenen Laden immer wichtig ist.
- 19:44Wir wollen halt nicht so dogmatisch sein.
- 19:47Ich habe oft in der Gastro das Gefühl, dass jeder irgendwie noch cooler sein wird wie der andere.
- 19:51Und dass jeder irgendwie den noch neueren Scheiß auf den Markt bringen will, wie der andere.
- 19:58Aber uns ist wichtig, dass die Leute hier eine geile Zeit haben.
- 20:02Die sollen am 18 Uhr hier reinkommen, sollen einen coolen Abend verbringen.
- 20:07Sollen, wenn sie das wollen, von uns eine Flasche Wein empfohlen bekommen, die uns schmeckt.
- 20:12Aber ohne dass wir da irgendwie belehrend oder, keine Ahnung, wie ich sagen soll,
- 20:19dieses dogmatische Sommelier denken, was ist natürlich auch in unserer Generation,
- 20:24weil wir halt so gerade die Generation Sommeliers sind, die irgendwie gerade cool sind, wenn ich so sagen soll.
- 20:31Aber das haben wir nicht.
- 20:34Wir sind Kerner und das sind wir extrem stolz darauf.
- 20:40Und ja, die Leute sollen eine coole Zeit haben, ob der jetzt ein Grüner Redliner aus dem Kante für 45 Euro trinkt
- 20:47oder den ersten Burgunter für ein paar Hundert Euro.
- 20:52Das ist uns wurscht.
- 20:54Wie hat euch geprägt? Also habt ihr gastronomischen Ziehfahrt?
- 20:59Ja, mich hat Gerhard schon, muss ich schon sagen. Also Gerhard Retter war schon so.
- 21:03Mein Onkel und Gerhard kennen sich noch aus irgendeiner damaligen Zeit, Jahre 1800 Schnee.
- 21:10Und ich bin mit 17 das erste Mal für einen Sommerpraktikum an Lützinssee gekommen.
- 21:15Und Gerhard ist kurz davor aus Berlin, aus dem Adlern wieder mit seiner damaligen Frau in den Norden zurück.
- 21:23Und er hat mir schon so mitgegeben, dass es in der Gastro wichtig ist, dass du in erster Linie bis du Dienst leist
- 21:31und in erster Linie hast du dafür zu sorgen, dass es den Gästen gut geht.
- 21:36Natürlich hat sich die Zeit auch ein bisschen weiterentwickelt
- 21:40und gerade so das Thema Personal und so weiter ist wichtiger und präsenter denn je.
- 21:46Aber für mich ist schon Gerhard so eine Leitfigur immer gewesen.
- 21:51Gerade in meinen Anfangszeiten habe ich ihn oft um Rat gefragt und wie ich was machen soll
- 21:56und bin ich ihm immer noch dankbar dafür.
- 21:58Du hast ja damals echt noch Windeln drang, wie du zu ihm bist das erste Mal, oder?
- 22:02Dass du nicht einmal Alkohol trinken Nerven, oder?
- 22:04Das war echt heb ausgeschaut, wirklich meine Güte.
- 22:08Aber ja, sag schon, 17, 13 Jahre her.
- 22:13Also auch welche langartige Präsenz er hat, finde ich auch sehr interessant.
- 22:19Definitiv, er ist ja noch immer in Altermunde und wird von vielen Leuten mittlerweile gebucht.
- 22:25Er ist noch immer einer der Gastgeber in Deutschland, obwohl da keiner mehr ist, aber er wird noch immer damit identifiziert.
- 22:32Er breit wieder mitstreit aber euch im München.
- 22:34Daher ist das Projekt so.
- 22:35Wir hoffen, wir hoffen.
- 22:36Wir hoffen es.
- 22:37Der WD ist schon mittlerweile verarscht von uns, aber wir hoffen natürlich, dass das bald mal eröffnet wird.
- 22:42Ich frage mich, was ist er, fährt ich mit Stuttgart 21 oder?
- 22:45Er ist ja ein Kneipe.
- 22:47Ich habe in letzter Woche auf eine Verkostung getroffen und er meinte,
- 22:50jetzt ist die Entscheidung gefallen, dass er öffnet wird.
- 22:53Aber er freut sich natürlich auf, wenn es wieder losgeht und wenn er wieder am Gast stehen kann.
- 23:00Das ist ja auch das, was ihm Spaß macht.
- 23:03Das ist schon mein Gastro-Zifat.
- 23:07Markus war natürlich viel internationaler unterwegs.
- 23:09Ich war in England.
- 23:10Ich war Bayer im Ausland, also auf den Cammen Islands.
- 23:14Als Kleinfeldiener hat sich das steuerlich auch nicht wirklich ausgewirkt bei mir.
- 23:20Ich war mit meiner jetzigen Frau damals schon in der Karibik für ein Jahr.
- 23:24Da wurde es uns tatsächlich zu langweilig.
- 23:27Wir waren heiß, wie Frittenfett, wie man es so schön sagt.
- 23:32Wir wollten Gas geben und Karriere.
- 23:34Wir sind danach weiter und wollten New York arbeiten.
- 23:37Aber das hat sich dann leider zwecks Visum nicht ergeben.
- 23:40Dann sind wir in die Sterne Gastrom in London für zwei Jahre.
- 23:45Bis dahin, also da war ich, glaube ich, 22 bis dahin war Wein natürlich eine schöne Nebensache.
- 23:51Ich hatte schon mein Somelio Österreich, etc.
- 23:54Ganz kurz, da muss ich einhaken für alle Zuhörer.
- 23:58Somelio Österreich ist eine Ausbildung, wo du ungefähr die vier österreichischen Weißfein-Ribs fährst,
- 24:05auswendig lernst und weißt, dass Grüner Wirtliner im Wiener Umfeld angebaut wird.
- 24:13So viel Blattesgrüß ist.
- 24:19Genau, so viel Dattes zum Somelio Österreich.
- 24:22Dann hat Margot das kleine Ahnung von Wein.
- 24:24Vier Weißfein-Ribs-Oaten kennt.
- 24:26Absolut. Man weiß, bis was abgeht in Österreich, aber man weiß noch nicht viel und international gar nichts.
- 24:32Dann hatte ich einen wirklich fantastischen Chef-Somelien in London, Franzose.
- 24:38Die sind dort wirklich weit verbreitet.
- 24:41Zumindest bis zum Brexit.
- 24:43Dort habe ich einiges gelernen in den zwei Jahren.
- 24:48Ich habe richtig feu gegeben.
- 24:50Der hat mir Stoff gegeben, Gas gegeben.
- 24:52Der hat mich aber auch sehr gefördert gleichzeitig.
- 24:55Da bin ich in die Naturwahnwelt reingesprungen und kam dann in Deutschland an.
- 25:00Es ist höchste der Gefühle, weil hier vielleicht was nicht filtriert war.
- 25:09Das war ein kurzer Schockmoment für mich.
- 25:13In London wurde nur Natur reingesoffen.
- 25:16In London ist Paris, New York und Co.
- 25:19Sie sind an vorderster Front mit Trends.
- 25:23Deswegen war ich ein bisschen erschüttert.
- 25:26Ich kannte mich natürlich in der deutschen Weinwelt gar nicht aus.
- 25:29Ich musste mich dann erstmal reinfinden, Fußfasten in Deutschland oder im Süden Deutschlands.
- 25:35Kurz danach kam das Angebot von Graves, was ich damals kurz lang angenommen habe.
- 25:41Der Rest ist jetzt Geschichte.
- 25:44Gerade in London ist für jemand, der anfängt sich mit dem Thema zu beschäftigen,
- 25:49einen der absoluten Hotspots.
- 25:51Die Proben, die dort stattfinden, die Energie, die dort ist, die Möglichkeiten.
- 25:56Auch unterschiedliche Traditionen der Weinbasis.
- 25:58Ich glaube, es gibt kaum einen Ort, der London das Wasser reichen kann.
- 26:03Deswegen, Stefan, ich will versuchen, jedes Jahr, alle zwei Jahre mal nach London zu fliegen.
- 26:10Ich habe jetzt nichts mit unserem Konzept hier zu tun, aber London ist so weit voraus,
- 26:15dem deutschen Gastronomiemarkt sowieso.
- 26:17Das pulsiert auch so wenig London.
- 26:19Einfach mal neue Konzepte zu sehen, was geht ab gastronomisch in London.
- 26:23Weintechnisch, dadurch, dass sie quasi, ich fange jetzt nicht mit Schaum an,
- 26:27aber quasi keinen Wein produzieren, da oben, haben die Zugröfe auf jeden Weinmarkt,
- 26:33ziehen sich dort alles raus, fette Allokationen.
- 26:36Also in London bekommt man alles.
- 26:38Wie bereiten die euch für so eine Reise vor?
- 26:40Also schaut ihr dann tausend Insta-Hats durch?
- 26:43Markus bucht den Flug, ich buch das Hotel und dann sind wir dort.
- 26:48Echt? So easy?
- 26:50Nein, also gar nicht so groß.
- 26:52Letztes Mal haben wir uns schon eingelesen, haben wir schon geschaut, was interessiert uns.
- 26:58Und da waren wir im Noble Rod.
- 27:01Das war extrem, da war ich noch nie.
- 27:05Aber Instagram ist da immer noch Nummer 1, Research Medium.
- 27:14Absolut.
- 27:16Und jetzt ist, also wir machen das jährlich, wir sind jetzt diese Jahr zum Beispiel in zwei Wochen in Österreich unterwegs
- 27:21und haben jetzt schon fünf Gasthäuser gebucht.
- 27:24Also wir wollen da immer up to date bleiben und auch mal andere Konzepte,
- 27:27andere herangehensweise an das Gasthausgeschehen uns anschauen.
- 27:33Und sind jetzt dann von Tirol bis Wien unterwegs, vier Tage lang.
- 27:38Und wir wollen halt nie stehen bleiben.
- 27:41Wir wollen Leute kennenlernen, wir wollen uns Konzepte ansehen,
- 27:44vielleicht auch was in unseren Laden bringen, jetzt nichts abschauen oder so,
- 27:48aber einfach weitere Ideen offen bleiben, wir gehen mit unserem Küchen- und Zuschöpfen essen.
- 27:54Ich glaube, das ist sehr, sehr wichtiger.
- 27:58[Musik]
- 28:14Die Weine aus Südtirol, die Weine aus dem Trentino sind in ihrer Art so besonders,
- 28:19so unbeschreiblich, so unvergleichlich, so italienisch, aber zugleich auch unitalienisch.
- 28:24Es sind Weine, die man nur schwierig beschreiben kann, die man einfach erleben muss,
- 28:28so wie die Weine vom Castell-Firmian.
- 28:30Und dort, ein der Reserverqualitäten, ein Lagrein, demso nebenher erwähnt,
- 28:35Sieger der Mundus Vini, best auf Show Trentino Red 2024,
- 28:40dem Wein, der in der Lufthansa First Class Launch in München ausgeschenkt wird,
- 28:44kann man durchaus als einen extrem typischen, aber zugleich imposanten Vertreter des Lagrein bezeichnen.
- 28:51Die Lagrein ist eines der großartigen Rebsorten, die die meisten gar nicht auf ihrem Geschmacksschirm haben.
- 28:55Eine Rebsorte, die nicht nur aus Südtirol stammt, sondern dort zu meist zu finden ist,
- 29:00die man fast als Autoktoren bezeichnen könnte.
- 29:02Der Name leit sich sehr wahrscheinlich vom Wallelagarin ein Südtirol ab.
- 29:05Ungemäß einer DNA-Analyse entstammt sie vermutlich aus einer natürlichen Kreuzung
- 29:10zwischen Shiava Gentil und Tiroldigo.
- 29:12Und es ist eine Rebsorte mit Tradition.
- 29:15Die früheste Erwähnung einer Sorte Lagrein, einem Dokument aus Grieß bei Bootsen, ist aus dem Jahre 1380
- 29:22und bezieht sich aber witzigerweise auf einen Weißwein.
- 29:25Und bis ins 18. Jahrhundert war mit Lagrein meistens ein Weißwein gemein.
- 29:28Jedoch weiß man nicht, ob sich das da wirklich um diese Rebsorte Lagrein
- 29:32oder vielleicht auch um den Traminer oder den Lagarino Bianco gehandelt haben könnte.
- 29:36227 Hektar sind mit dieser Rebsorte in Südtirol bestockt.
- 29:40Und was man für karaktervolle, blaubärige, fruchtpräsente, feinwürzige, geschmackvolle, tiefsinnige Weine daraus erzeugen kann,
- 29:48das demonstriert auf imposante Weise das Castel Filmian mit ihrem 2020er Lagrein-Reservoir.
- 29:55Das Besondere und deswegen mag ich diesen Lagrein-Reservoir vom Castel Filmian,
- 29:59er ist stetig genussbereit.
- 30:01Er hat keine großen Schwankungen oder Entwicklungsphasen.
- 30:04Man kann ihn jetzt bereits mit vier Jahren reifen oder gerne auch in fünf oder zehn Jahren,
- 30:09sowohl als Speisebegleiter als auch als Solis genießen, ein Wein, der beeindruckt, aber nicht Geschmacksleben
- 30:13und ein typischer Südtiroler. Großartig.
- 30:17Man kann euren gemeinsamen Weg ja eigentlich fast dritteln.
- 30:30Also auch deinerseits gab es das Grape, dann gibt es das Walz jetzt.
- 30:33Und zwischendrin hat ihr auch noch eine wahnsinnig intensive Phase, durch eure Pop-ups.
- 30:38Ja, das intensiv trifft es glaube ich ganz gut.
- 30:42Wir sind ja aus dem Grape raus, ohne Location, ohne Personal, ohne Küchenchef.
- 30:53Wir waren arbeitslos mein Lieber, wir waren wirklich arbeitslos gemeldet.
- 30:57Für uns versichert zu sein, natürlich nichts verdient, wir waren einmal gesperrt drei Monate lang.
- 31:03Aber wir waren arbeitslos, ja.
- 31:05Wir haben dann natürlich die Vorhaben, euch selbstständig zu machen oder wusstet ihr erst mal?
- 31:08Ja natürlich, es war schon alles geplant. Die Firma war schon gegründet, also wir haben, wir sind mit Ende März raus aus dem Grape,
- 31:14die Firma haben wir im Februar gegründet, aber wir haben uns erst selbst im Juni eingestellt,
- 31:21weil wir wollten natürlich kostensparen, weil eine Firma, die nicht zu dient mit zwei Geschäftsführern,
- 31:28kannst du ausrechnen, wie das läuft.
- 31:31Wie lange das geht ja.
- 31:33Ne und dann haben wir gesagt, okay, wir haben damit gerechnet, dass dieses Corona-Gastro-Sterben,
- 31:42was so groß angekündigt wurde von allen unterschiedlichen Seiten, dass das irgendwann passiert und dass wir ein Laden finden und dass wir irgendwann vier Wände haben.
- 31:51Aber das war wirklich, das war 22, da war nichts davon zu spüren.
- 31:58Die Gastro war voll, alle waren super drauf, geringe Mehrwertsteuer, wie auch immer.
- 32:05Wir haben keinen Laden gefunden und dann haben wir gesagt, okay, wir müssen irgendwas machen, damit das nicht bevor es schon losgeht, schon zu Ende ist.
- 32:14Und dann sind wir über den Sommer, waren wir in der Steiermark vier Wochen, haben Liquid Live bei Caroline und H.O.,
- 32:24also Kühlingilod und man von Spanien ein Wochenende gemacht, haben hier in München bei Weinforore, die unsere Geschäftspartner sind,
- 32:34haben so einen kleinen Heurigen gemacht und haben damit unserem Küchenchef, den wir im Mai oder Juni, 22 eingestellt haben,
- 32:44haben da einfach alles mitgenommen und zusammengesetzt und überlegt, hey, was können wir machen, damit wir ein bisschen Flieder verdienen und damit wir auch die Lust an dem Ganzen nicht verlieren.
- 32:58Und das ist ja in der Gastro, wenn du nichts aufhast und wenn du nichts machst, vergiss dich ja jeder.
- 33:03Und das geht relativ schnell gerade in der Tat München.
- 33:07Ja, das ist Bum. Du wirst nicht mehr in die Verkostungen einklaren, du bist bei den ganzen Abenden nicht mehr dabei, die Leute haben dich nicht mehr im Schirm, du bist irgendwann, bist du niemand.
- 33:20Ja, deswegen wussten wir auch, wir wussten schon am Mitte des Sommers, wussten wir dann schon, okay, wir haben eine Location, die ist unterschrieben,
- 33:31aber die Location bekommen wir erst zu Januar und dann muss noch umgebaut werden.
- 33:37Also wir mussten noch mehr als ein halbes Jahr überbrücken und wie Stefan gesagt hat, ich schupfe nochmal zurück am Anfang des Sommers.
- 33:44Große Shoutouts zu alle Winzer, die uns unterstützt haben in der Phase mit Location, mit Weinen etc.
- 33:53und auch unseren Küchenschrift, der damals unser hänziger Mitarbeiter war mit uns beiden.
- 33:58Ich weiß noch erst, das erste Mal hat er eine Bestellung abgegeben, um Misumblass zu haben.
- 34:05Das war eine Pfanne, ein Topf, eine Herdplatte, eine Mobile, das war wirklich eine lächerliche Bestellung,
- 34:14er wollte natürlich auch Kosten sparen am Anfang und dann step by step, also spätestens beim ersten Pop-Up in der Pfalz, beim Mein Gott Andres in Deidersheim,
- 34:21haben wir schon gemerkt, wir brauchen alles, wir sind sofort wieder zum Metrographen, alles mal Zehen eingekauft und haben dort dann in den ersten drei Tagen 1.200 Leute durchgeboxt.
- 34:32Also es war wirklich ein fantastischer Start in die Selbstständigkeit mit dem ersten Projekt
- 34:37und durch die weiteren geilen Winzer, wie Temenz und Kühling, Badenfeld etc. haben wir den Sommer gut übertaucht und haben dann...
- 34:47Da waren ja auch viele mehr, es haben ja auch viele geschrieben, wenn ihr nichts findet, hier haben wir eine kleine Küche,
- 34:53kocht es eine Woche, das war einfach ein geiler Support.
- 34:58Ist aber schon Arbeit auf der Schleise, oder?
- 35:00Also Pop-Up im Allgemeinen.
- 35:03Definitiv, auch psychisch. Es war kein leichter Sommer auch psychisch für uns, weil wir wussten nicht, wie geht es weiter.
- 35:12Meine Frau war zum damaligen Zeitpunkt Hochschwanger, also ich musste wieder nach Hause kommen, das war jetzt nicht so okay,
- 35:18ich fliege mal Vogel, komme ich am Jahr wieder zurück, sondern die war Hochschwanger.
- 35:23Deswegen, wir mussten was planend haben, dann Gott sei Dank durch Kontakte wieder mal, wie es immer so ist.
- 35:29Vitamin B haben wir einen Laden gefunden, der gerade zu war, für die nächsten 4-5 Monate,
- 35:35und das war genau bis zu dem Zeitpunkt, wo wir unseren Laden bekommen haben, also unser Gast aus Wald,
- 35:39wo wir jetzt endgültig angekommen sind, und das war natürlich ein enormes Glück, um auch unseren Küchenchef zu halten.
- 35:48Dann konnten wir step by step Mitarbeiter einstellen und finden, und das war die wichtigste Phase in der Selbstständigkeit oder in der Gründung.
- 35:56Wie wichtig war in der Phase noch ein, also schon ein Arbeitsmedium, aber habt ihr es so idealisiert gelebt, wie zuvor im Greater AIDS im Wald?
- 36:06Noch mehr, weil wenn du dann, dann hatten wir diese Pop-Up Locations für 4 Monate,
- 36:11und natürlich waren alle scharf drauf, was machen die jetzt auf, so die machen endlich auf, was machen sie auf,
- 36:17und wenn du dann irgendwie rum spaßt oder auch nicht 100% ablieferst, und Markus und ich haben immer gesagt,
- 36:26die Weinkarte muss pfeifen, egal wie, wir müssen gucken, wir müssen schauen, dass der Weinkoller gesteckt voll ist bis obenhin,
- 36:36dass das auch eine Weinkarte ist, die imponiert, die auch, obwohl wir nur ein Pop-Up waren, die direkt einlädt,
- 36:43und sagen, hey, oh krass, die haben das auf der Karte, die haben das auf der Karte,
- 36:47da müssen wir jetzt die nächsten 4 Monate schauen, dass wir 10-mal hingehen, Backhändel und Korn und Blu essen,
- 36:53und den Weinkiller leer saufen.
- 36:55Das war ja auch um dann nochmal zurückzukommen, Stefan hat es eh schon angesprochen,
- 37:00aber ohne unsere Geschäftspartner von Weinfraurer, dem Weinhandel, hätte man das nie machen können.
- 37:07Wir hatten zu dem Zeitpunkt vom Pop-Up, und das war im September 22,
- 37:12hatten wir schon ein sechstelligen Keller, im Keller liegen, und das wäre natürlich mit unseren Eigenmitteln nicht gegangen von der Firma aus,
- 37:20also die haben da im Bezip vorgestreckt, wir haben ja schon über 18 Monate lang Wein eingekauft in in und aus Land,
- 37:27mit der weißen Voraussicht, dass wir, wenn wir aufsperren, in der Bomben Weinkarte da haben müssen,
- 37:34und das geht ohne am Geilen-Geschäftspartner, funktioniert das halt nicht, weil wenn die Firma nichts verdient,
- 37:39dann können wir für Wein auch nichts ausgehen, logischerweise.
- 37:41Habt ihr zu Grape-Zeiten anders eingekauft als zu Wald-Zeiten?
- 37:46Also in Selbstständigkeit kauft man mit dem anderen Bewusstsein an, einen als im Angestellten-Feldens, oder hat sich da bei uns zu ändern?
- 37:53Das ist eine gute Frage. Grape war unsere Spielwiese, es gab quasi, wenn ich das so raus sagen darf, es gab quasi kein Budget,
- 38:03wir machen dürfen, was wir wollen, und mit dem Alter von damals, 24, 25 war das natürlich Jackpot,
- 38:11es war Lotto, wir haben den noch nie jetzt Kohle und Ointreck rausgeschmissen, aber wir haben viel Wilde und Breite eingekauft,
- 38:17jetzt kaufen wir viel Fokussierte ein. Wir wissen, was wir wollen, wir probieren natürlich viel Neues auch aus,
- 38:24und haben auch jetzt mittlerweile in unserem Sommelier-Team, wenn ich das so sagen darf, einfach geile junge Leute mit dabei,
- 38:31die uns natürlich auch wieder neue Weine zeigen, oder wir auf Empfehlung von denen neue Weine bestellen,
- 38:40und ich glaube die Weine-Karte ist jetzt deutlich geiler, weil zu damaliger Zeit im Craves viel Fokussierter, ja, bitte.
- 38:51Ich wollte dich nicht unterbrechen, Entschuldige.
- 38:53Nein, nein, das war eben ein Schlusswort.
- 38:55Ja, ja. Sommelier-Team heißt, wie viele Leute seid ihr, oder wie viel Sommelier ist beschäftigt ihr?
- 39:00Also wir sind mittlerweile im gesamten Team 13 Festangestellte mit uns beiden.
- 39:08Oh, 50 Plätze.
- 39:10Genau, genau.
- 39:12Höre.
- 39:13Ja, es sind 5 sehr intensive Tage, also wir haben Donnerstag bis Montag geöffnet, Dienstag, Mittwoch, Ruhetage,
- 39:21und Samstag, Sonntag zusätzlich noch Mittags geöffnet, die restlichen Tage, Abend,
- 39:26und da braucht man natürlich auch genügend Manpower, um das zu schupfen.
- 39:33Und im Serviceteam sind wir jetzt zu 6, und haben mittlerweile mit uns beiden Zimmer 4 Sommeliers.
- 39:42Wow.
- 39:44Ja, es ist halt, Markus macht groß das den Wein-Einkauf, und wir haben halt nicht mehr die Zeit,
- 39:52dass wir dann im Keller rumräumen und die Weinkarte schreiben,
- 39:56so sind einfach andere Aufgaben, die wir erledigen müssen, und wir wollen natürlich auch Verantwortung
- 40:04an unsere Mitarbeiter übertragen, weil die einfach Bock drauf haben.
- 40:08So, es ist wichtig, dass die Warnwirtschaft passt, es ist wichtig, dass der Keller immer tiptop ausschaut,
- 40:14es ist wichtig, dass die Weinkarte aktuell ist, und das schafft eine Person nicht.
- 40:19Wir haben hier abends 70 Leute, und die fordern. Es ist extrem geil, und es ist super, super schön,
- 40:29aber das geht nur, wenn wir ein geiles Team haben. Und das haben wir, Gott sei Dank.
- 40:34Seid ihr relativ, ich sag mal gebunden dort im Wald, ihr werdet wahrscheinlich nach ein oder fünf Jahren
- 40:40euch nicht verändern, aber wenn ihr noch mal eine Chance hättet, irgendwo als Sommelier tätig zu sein,
- 40:45sei es auch nur für einen Tag oder für eine Woche, um das System zu verstehen,
- 40:48oder um in dem schrägen oder bodenständigen Laden tätig zu sein, was wäre euer Traumladen?
- 40:53Ich habe meinen eigenen Traumladen vor der Haustür, ich arbeite in meinem eigenen Traumladen,
- 40:59das klingt komisch, aber ich gehe hier, ich bin fast jeden Tag hier, und ich liebe es.
- 41:07Wir haben so gute Gäste, so eine gute Energie, die im Laden ist, es ist extrem positiv.
- 41:16Und das muss man wirklich auch mal ansprechen, weil natürlich wir sprechen hauptsächlich von unserem geilen Team,
- 41:22und das ist auch gut so, das muss auch so sein, oder das sollte auch in den meisten Betrieben so sein,
- 41:27aber wir haben einfach geile Gäste, und in jeder Stadt, und viele werden jetzt über München schimpfen,
- 41:33aber in jeder Stadt gibt es auch Schlöcher, aber wir haben wirklich geile Gäste,
- 41:38und das würde ich jetzt mal in 99% unterschreiben, und das macht uns die Arbeit natürlich auch viel einfacher.
- 41:43Die kommen zu uns, die wollen einen geilen Abend haben, die kommen natürlich mit einer hohen Erhaltungswartung,
- 41:48und die muss erfüllt werden, deswegen ...
- 41:51Erwartungswartung.
- 41:52Ah, was er will gesagt?
- 41:53Erhaltungswartung.
- 41:54Ich bin der Techniker, da ist der Techniker rausgekommen.
- 41:59Und die muss erfüllt werden, und das Tag für Tag, und dafür brauchen wir einfach einen Bomben-Team.
- 42:08Ein kleines Dash in normalen Kioto oder in Tuscana eine Woche, oder ...
- 42:14Ich glaube, ich würde, wenn dann, würde ich gerne mit Ben Müller mal einen Abend verbringen auf Sylt.
- 42:20Ah, nice, ja.
- 42:21Ich glaube, wenn man mich jetzt fragt, wo ich somit ehemalig mal eine Gastschichter absolvieren würde,
- 42:30dann eventuell da oben.
- 42:33Einmal klassiker Schießen.
- 42:36Ja, einfach eine coole ... ich weiß nicht, ich war letztes Jahr bei dem Essen im Sommer.
- 42:43Und einfach auch ein lustiger Laden, Urik Eingricht, Super Essen, Mörder Weinkarte.
- 42:51Und ja, ist, glaube ich ...
- 42:56Aber ja, wie gesagt, sonst ...
- 42:59Ich bin halt wirklich gern hier.
- 43:02Was ja eigentlich das Schönste ist.
- 43:04Gegen mir damals wird sichererweise in der Weinbar genauso.
- 43:06Dass ich das Gefühl hatte, ich brauch nichts anderes, ich bin hier einfach.
- 43:10Also man baut sich mehr oder weniger seinen Schloss.
- 43:13Und das ist irgendwie auch ganklinglos, aber wenn man das schafft,
- 43:16und wenn man das auch so freigeistig leben kann, ist das ja eigentlich das ideale.
- 43:21Gerade weil man halt eine Selbstständigkeit nicht nur für eine oder zwei Jahre plant,
- 43:26ich kann mir nicht schlimmer vorstellen, als wenn ich einen Job hätte,
- 43:29wo ich fünf Tage dafür arbeite, sich zwei Tage leben kann.
- 43:33Also daher ist man ja gerade in der Selbstständigkeit auch immer auch selber daran schuld,
- 43:37wie gut oder schlecht das Ganze ist.
- 43:40Ja, und Markus und mir ist unsere Familie, ist uns super, super wichtig.
- 43:45Und wir haben gesagt, wir können keinen Betrieb aufbauen, der nur davon lebt,
- 43:50dass wir beide fünf Tage die Woche drin stehen.
- 43:54Das funktioniert nicht, das ist nur nachhaltig.
- 43:57Und Markus hat Eingrenz davon gesprochen, dass wir nächste Woche ein bisschen in Österreich unterwegs sind.
- 44:03Da machen den Laden unsere Mädels und die Jungs im Service.
- 44:08Und wir haben so großes Vertrauen in die nach fast zwei Jahren oder anderthalb Jahren,
- 44:12dass sie das mit der Hingabe, mit der Leidenschaft machen, mit der wir im Laden stehen,
- 44:18dass die uns hier absolut würdig nicht nur vertreten,
- 44:22sondern das wahrscheinlich sogar besser machen, wenn wir da sind.
- 44:25Das Vertrauen, also das zu schenken, ist ja auch ein Geschenk für Mitarbeiter.
- 44:29Und das geben zu können, also zeichnet dann ja auch jemanden aus, sagt Familie.
- 44:35Es ist natürlich auch ein Ausgleich, aber habt ihr sonst noch einen Ausgleich?
- 44:37Irgenden Hobby-Sport, mal die Gänne Mangas oder Singteilung?
- 44:42Wir sind nicht unbedingt die großen Sportler, wenn wir betreiben beide Sport,
- 44:47aber jetzt nicht unbedingt auf den Maße, dass es wirklich förderlich wäre für den Körper,
- 44:52sondern wir bilden uns halt durch die einmal in der Woche Tennis
- 44:56und laufen gehen, und dann werden wir uns ein, dass wir Sport machen.
- 44:59Ich bin großer Tennis-Fetischist.
- 45:02Spielen oder schauen?
- 45:04Soohl als auch, aber eher schauen.
- 45:07Also ich spiele so wirklich, ich spiele einmal die Woche, wenn es hoch kommt.
- 45:14Und das auch wirklich mit viel Freude, aber ich glaube wenig Qualität.
- 45:22Aber das ist so Kopf aus, Stunde am Tennisplatz, ein bisschen schwitzen, dann noch mal Weißbiertrinken.
- 45:32Und das ist sicher mein körperlicher Ausgleich.
- 45:37Aber wo trinken, gab es für euch mal einen Laden, der euch nachhaltig beeindruckt hat?
- 45:41Also ein Weinbar oder ein Weinladen oder ein Gasthaus?
- 45:46Ja, ich streiche das, was die Töller aus, was die Töller aus der Aufbau haben, ist schon sehr, sehr geil.
- 45:56Stefan und ich gehen jetzt, ich würde sagen logisch manche sagen, okay, nicht so ihr Ding,
- 46:02aber für uns ist es logisch, wir gehen halt seit zwei Jahren pausenlos, privat oder geschäftlich,
- 46:08ist mittlerweile eh quasi dasselbe.
- 46:11Wir gehen mal Gasthäuser essen und das ist unsere große Leidenschaft, Liebe und das Interesse.
- 46:17Auch mehr als gerne Gastro.
- 46:19Ja, weil mehr Geschmack ist oder weil...
- 46:24Es ist ehrlicher, es ist ehrlicher, also wir gehen jetzt in keine Gasthäuser, wo die Weinkarte nicht gut ist, muss ich ganz ehrlich sagen.
- 46:30Also wir suchen uns die schon ganz speziell aus, aber davon gibt es ja Gott sei Dank genügend mittlerweile in...
- 46:35ich spreche hauptsächlich von Österreich und die Auswahl ist groß und auch jetzt bei dem kommenden Trip haben wir wieder Top-Betriebe rausgesucht
- 46:43und es gibt weiterhin für die nächsten Reisen wieder neue Betriebe und neue Geschäftsmodelle, die wir uns nicht kennen.
- 46:51Und Sterne macht Spaß, also ich persönlich suche mir dann schon immer Leidenaus, die mich auch vom Service
- 47:01und der Emotion von dem Erlebnis Flächen nicht nur von der Küche, weil Sterneküche oder Top-Küche können viele,
- 47:09aber dieses Gesamtpaket können wenige.
- 47:12So wie es Französ war.
- 47:14Genau, zum Beispiel auch ein paar andere Läden und muss jetzt nicht drei Sterne sein, aber von eins bis drei findet man einige Top-Läden,
- 47:22wo man beides haben kann, wo man Top-Erlebnis haben kann mit einer Top-Küche, Top-Service und Emotion dahinter.
- 47:30Und sowas begeistert uns halt mehr und dann im besten Fall noch ein Gasthaus mit einer bodenständigen Küche.
- 47:36Ein geiles Bockhändel oder irgendwas gebackenes mit Beischall, also ein Beischall und einer geilen Meinkarten.
- 47:47Und dann hast du schon gewonnen.
- 47:49Was wir heute haben, find ihr das so ein Gasthaus, der bessere Ort für Wein ist, als jetzt ein Restaurant in der Weinbar,
- 47:57weil Wein dort natürlich ergriffen wird?
- 48:00Ich sag mal so, in einem Gasthaus kann es das vielleicht ein bisschen besser kalkulieren, als in einem Sternerestaurant.
- 48:07In einem Sternerestaurant ist es halt so, dass du natürlich andere Warn-Einsätze hast und in der Regel andere Personalkosten hast.
- 48:17Und dann muss halt beim Wein immer ein bisschen mehr hängen bleiben.
- 48:22Aber ich glaube, dass Gasthaus mit den relativ preiswerten Speisepreisen verleitet eher dazu, dass man eine dritte oder eine vierte Flasche trinkt, wie in einem Sternerestaurant.
- 48:35Ich glaube auch, dass in einem Gasthaus vielleicht oftmals die Stimmung ein bisschen ausgelassener und ein bisschen lockerer ist,
- 48:41dass man sich auch mal bedrinkt.
- 48:45Und das darf auch passieren.
- 48:48In einem Sterneland denkt man sich, ich zahle nicht so viel Geld und ich will sie irgendwie auch noch wissen am nächsten Tag
- 48:57und will es vielleicht auch ein bisschen mehr wertschätzen, wie in Gasthausbesuch.
- 49:03Aber ich glaube, dass so eine lockere, gemütliche Gasthausstimmung schon trinkanimierender ist, wie ein Sternerestaurant.
- 49:13Wo man sich benehmen muss, also dass man aufrechtsitzen muss.
- 49:18Ja, das ist ja schade, dass das so so. Und mein Gott, dann gibt es da ja auch eine Entwicklung, dass die Sternegastaurant sich verjüngt und ein bisschen lockerer wird und heimeliger wird.
- 49:32Und ja, was?
- 49:35Man trinkt ihr Wein.
- 49:37Wenn jetzt nicht irgendwie die Gestierenprobe, wenn ihr nicht gerade ein Podcast aufnehmen und eine Plastischampagne aufhört,
- 49:44also wann habt ihr so einen Moment für Wein?
- 49:48Wir sind Gott sei Dank, Entschuldigung Stefan, wir sind Gott sei Dank beide ein weniger flüssiger wie früher noch unterwegs.
- 49:57Also so Graves Zeiten haben wir es uns schon quasi täglich gegeben.
- 50:01Wir hatten auch ein sehr durstiges Team und sind dann oft nach der Arbeit noch weitergezogen.
- 50:06Aber wir sind angesprochen, wir werden auch älter.
- 50:10Die Weinkeller daheim sind gut gefühlt von beiden.
- 50:14Und wir genießen dann halt im Privatleben hauptsächlich Wein mit Frau oder Freunden etc.
- 50:21Oder fahren irgendwo zu Winzern.
- 50:23Ist natürlich seltener wie früher und schießt uns dort die Birne weg, wie man auf guter Österreicher sagt.
- 50:29Also wie Markus sagt, ich glaube der Konsum in der Arbeit ist exorbitant weniger geworden mit dem eigenen Laden.
- 50:39Das war im Graves schon, gerade so mit Feierabendbier und dann hier noch in Club und dann noch in Club.
- 50:44Natürlich waren wir jünger und konnten das alles ein bisschen besser wegstecken.
- 50:50Aber was man auch dazu sagen muss, ist, das wollten die Leute früher von uns.
- 50:56Die waren halt um zwei in der Früh im Graves und haben gesagt, jetzt trinken wir noch Floschen und trinkts Meat und Donauklernzbier und Dutnerklernzbier.
- 51:07Und da hat man auch vielleicht noch nicht das Selbstbewusstsein zu sagen,
- 51:12Freunde der Nacht, hey, das ist unsere Arbeit, so ich will das auch in 20 Jahren noch machen.
- 51:16Und ich kann mich jetzt mit euch hier nicht wegschießen.
- 51:21[Musik]
- 51:33Hi, ich bin der Tobi.
- 51:35Wir haben das Brothers Restaurant, mein Bruder Markus, der Ingo Hyln und ich betreiben das.
- 51:43Und es sind natürlich gut mit Stefan und Markus befreundet.
- 51:48Sie kommen zu uns essen, wir gehen bei denen essen und es ist eine sehr schöne Verbindung.
- 51:53Ich bin froh, dass ich die beiden kennen.
- 51:56Ja, Markus, eher der Naturweinhängs, sag ich jetzt mal, der Stefan eher der kommissionelle Weintrinker.
- 52:06Das ist immer so ein bisschen der Unterschied beim Weintrinken.
- 52:10Der Markus war früher schlimmer beim Naturwein, also da muss das glaube ich richtig trüb sein.
- 52:16Und der Stefan trinkt auch gerne mal einen gereiften kommissionellen Bordeaux mit mir.
- 52:20Also das heißt, es gleicht sich ganz gut aus und ergänzt sich sehr gut.
- 52:24Wenn wir nämlich dann zusammen alle trinken, dann ist die perfekte Menge an Naturweinen und kommissionellen Beinen in den jeweiligen Dinnern mit drin.
- 52:35Ja, man kann auch ganz viel Spaß mit denen haben.
- 52:38Also natürlich sind sie fachlich hochkompetent und sehr erfolgreich mit ihrem Laden,
- 52:42der in München definitiv gefehlt hat, der so nicht vorhanden war.
- 52:47Also da haben die eine Marktlücke getroffen und Spaß kann man mit denen auch haben,
- 52:52ob das, weil ich nicht in der Wachau ist, wo dann einer der beiden auf der Toilette einschläft und nicht wiederkommt,
- 52:59oder in London ist, wo einer der beiden dann auch mal im Krankenhaus landet, bei einem Jungstrip.
- 53:08Ja, die Details erspare ich euch jetzt mal, aber das ist auf jeden Fall eine lustige Truppe.
- 53:16Und ich freue mich, die beiden wiederzusehen. Bis dann.
- 53:19Ich kann mich an eine Szene erinnern.
- 53:21Das war Gastronom aus Baden-Württemberg.
- 53:26Und das ist ein guter Bekannter von mir, den kenne ich aus meiner Berlinszeit schon.
- 53:31Und der war an der Bar, hat eine Flasche Wein bestellt und hat gesagt,
- 53:34er bestellt die Flasche Wein nur dann, wenn ich mit trinke.
- 53:38Und das ist so, das ist jetzt sechs Jahre her und das ist so ein Moment für mich gewesen.
- 53:44Und ich dachte so, hopp mal da vorhin, der Nacht.
- 53:46Also irgendwas ist schon falsch.
- 53:49Du gehst niemals in deinem Leben, würdest du zu deinem Bankberater gehen
- 53:53oder zu seinem Versicherungsangestellten, würdest du sagen, hey, ich schließe das Konto nur ab,
- 53:59wenn du die Flasche Wein nicht mehr trinkst.
- 54:01Das ist meine Arbeit und das ist das, was ich gerne mache und was ich liebe.
- 54:05Und die Gastro hat sicher einen Konsumverhalten, was ein bisschen beängstigend ist.
- 54:12Aber ich kann doch nicht, dass keiner auch das Glück von dem Gast davon abhängt machen,
- 54:17dass ich mir dann eine Flasche Wein reinfeuere.
- 54:20Und das war echt so, wie gesagt, das geht nicht.
- 54:24So wenn ich das die nächsten Jahre machen will, dann kann ich nicht jeden anderen mit trinken.
- 54:28Und das gibt es hier im Wald.
- 54:30Das hat sich irgendwie auch so ergeben.
- 54:32Die Gäste fordern das auch nicht.
- 54:34Vielleicht sind in der Weinbar die Gäste auch ein bisschen vorschau.
- 54:38Oder denken sich, ja, weil es ja nicht bar ist, trinkt der Barmitarbeiter einfach eh immer mit,
- 54:43weil er eh immer blau ist.
- 54:45Oder weil er es halt letzte Woche auch so lustig war, kann er diese Woche wieder machen.
- 54:50Und meine Frau trinkt auch sehr, sehr gerne Wein und auch in raun Mengen.
- 54:56Und sie sagt, ja.
- 54:58Und dann kommt ein Durst, wenn man da abends sagt, gell?
- 55:01Und sie sagt so, hey Stefan, ich schätze deine Arbeit sehr.
- 55:04Und ich liebe, dass du das machst.
- 55:06Aber Dienstag, Mittwoch, wenn ich dann abends zu Hause bin, dann will sie auch mit mir trinken.
- 55:11Und dann kann ich in der Arbeit nicht fünf Tage die Woche trinken und dann zu Hause wieder.
- 55:15Und dann geht das halt relativ schnell, dass das ungesund wird.
- 55:18Und da muss ich schon sagen, bevor ich die Flasche Wein mit meiner Frau zu Hause schon,
- 55:24wie der schnapp seiner Bar mit irgendeinem Gast.
- 55:27Ja, verstehe ich total.
- 55:28Ohne das Respekt los zu meinen.
- 55:30Also war bei mir auch relativ, oder ich habe es konsequent geliebt,
- 55:34dass ich nie mit Gästen getrunken habe.
- 55:36Weil ich hatte es deshalb konsequent, weil wenn du mit dem eintrinkst,
- 55:40muss du auch mit dem anderen trinken.
- 55:42Ja, ja, das sind ja alles sofort neidisch, wenn du...
- 55:44Genau, mit dem und egal, welche Flasche es ist, aber wie auch immer.
- 55:46Und dann eben auch die Frage waren, fängst du an.
- 55:48Wir haben halt bei uns schon um drei aufgemacht.
- 55:50Wenn du schon den ersten Tee dastehen hast, dann ist das nicht unbedingt lustig.
- 55:54Da haben wir Ende des Abends oder auch langer Strecke.
- 55:56Und es ist halt so die Gratwanderung von, es ist lustig, bis es wird lächerlich.
- 56:03Also auch im Zuge der Jahre ist halt relativ schnell.
- 56:07Und das finde ich halt so krass, dass irgendwann kommt ein Punkt,
- 56:12wo es eben nicht mehr lustig ist, dass der wird trinkt, sondern wo man Mitleid hat.
- 56:17Ja, ja. Und das geht, glaube ich, ziemlich schnell.
- 56:21Und wie kennen natürlich jeder kennt, ein Kollegen mit einem ständig roten Schädel
- 56:27oder einer großen Nase, meistens schon im älteren Alter unterwegs,
- 56:34wir gehoben einen Alter unterwegs und wir müssen da schon in die Zukunft auch schauen.
- 56:39Es waren enorm geile Jahre in Graves, da haben wir pausenlos mitgedrunken,
- 56:46vor allem in der Anfangszeit. Und auf das haben wir jetzt keinen Bock mehr.
- 56:50Also, wie gesagt, hier in der Schluckgalle oder mal da ein Feier mit Bier, aber das war es dann auch schon.
- 56:56Ja, ich finde es auch schön, wenn man den Jungen feiert.
- 56:59Also wenn man da voll mit, also das Auskostet auch, dass man jung ist
- 57:03und dass man diese Erfahrungen auch sammeln kann und diese Erkenntnis,
- 57:06die ihr dann auch irgendwo habt, dann auch bewusst legen kann.
- 57:10Ja, aber dann in so einer Zeit habe ich schon immer die ehrliche Freundschaft zu Markus geschätzt,
- 57:19der auch immer gesagt hat, hey Stefan, schau her, das und das,
- 57:22weil es vielleicht ein Ticken too much, und dann muss man schon auch selbstkritisch
- 57:27auch mal seine Arbeit hinterfragen und ob man die immer so machen kann,
- 57:33auch wenn man mal nichts drunken hat. Das gehört dann schon dazu.
- 57:39Und was natürlich jetzt bei uns dazu kommt, jetzt haben wir einen eigenen Laden
- 57:44und jetzt müssen wir Vorbildfunktionen sein.
- 57:47Und die Gastro ist, glaube ich, in der ärgsten Krise seit, keine Ahnung, 40 Jahren.
- 57:53Und wir kriegen keinen Nachwuchs und wir schimpfen, dass die jungen Leute nicht mehr 70 Stunden arbeiten wollen.
- 58:00Und in der Zeit gilt es halt irgendwie auch den Beruf des Sommeliers oder auch des Kellners,
- 58:05um die sexy und attraktiv darzustellen. Und wenn du dann nur besoffen und da bar hängst,
- 58:10dann wird das halt irgendwann nix.
- 58:14Ich finde, dass ihr dann im Allgemeinen diesen Beruf attraktiv darzustellen,
- 58:19den Spaßfaktor trotzdem zu demonstrieren, also auch ohne den Beinen nachhand,
- 58:24dass ihr da eine tolle Vorbildfunktion innerhalb der Branche auch habt.
- 58:28Ja, ich will uns jetzt nichts höherheben wie notwendig.
- 58:32Wir trinken schon auch gerne mal was und sind auch gerne angesoffen.
- 58:35Aber wir sind einfach ruhiger geworden und wollen es nicht mehr übertreiben in der Arbeit.
- 58:40Wenn ihr was probiert, dann Alltagswein. Also wenn ihr zu Hause trinkt,
- 58:43oder habt ihr, sagt ihr, wenn dann dann schon richtig und dann muss es der Wix Y sein?
- 58:48Habt ihr einen Alltagswein?
- 58:50Also ich weiß in Stefan sein Alltagswein, weil er in der quasi in den Beingarten gezeugt worden ist.
- 58:57Also Kalk und Kreide von den Themen ist quasi immer zu Hause bei den Krabblas.
- 59:04Immer, immer, immer.
- 59:06Wird dann einfach so mal aufgemacht oder mit Freunden etc.
- 59:10Beim Entwicklung entspannten, meine Frau trinkt auch noch nicht so lange nach der Schwangerschaft.
- 59:16Und die kann sich auch nicht mehr abschießen,
- 59:19beziehungsweise wenn wir zu Hause mit unserem Sohn sind,
- 59:21schießt man es auch nicht mehr ab, außer wir haben mal Freunde da und es wird länger.
- 59:24Aber sonst trinken wir vielleicht amt zwar Flaschen in der Woche und dann reise ich meistens schon was gescheites Hafe.
- 59:30Sammelt ihr privat auch Wein?
- 59:33Ja, wir haben gut was zu Hause, aber es ist nicht so, dass da 10.000 Flaschen rum liegen.
- 59:40Ich finde den Ausdruck vielleicht sammeln falsch, aber wir kaufen viel für den Genuss,
- 59:45auch für den zukünftigen Genuss, aber jetzt nicht, um Wein zu sammeln.
- 59:50Das kann man mit Briefmacken machen, aber mit Wein nicht.
- 59:54Wenn ja und Wein muss auch getrunken werden, wie Markus sagt, so, das könnte ja auch aufgerissen.
- 1:00:00Klar, ein paar Sachen zaußen, so man sagt, das ziehen wir jetzt nicht jeden Tag auf,
- 1:00:04weil es einfach ein bisschen was wert ist.
- 1:00:07Aber ich sehe jetzt Wein für mich privat, null, als Kapitalanlage oder so,
- 1:00:14dass ich sage, oh mein Gott, ich kauf mir da jetzt 60 Flaschen von N'Bougain Blanc,
- 1:00:19damit ich da zwei Flaschen vom Gronkh rühre, so irgendwas kriege, damit es dann liegen bleiben kann.
- 1:00:24Ich finde das das Schönste ist, wenn du coole Flaschen Wein zu Hause hast, die Freude machen.
- 1:00:30Die Freude machen, egal ob mit der Frau auf der Couch oder mit Freunden am Bracon.
- 1:00:35Das ist ja eigentlich das, was auch das, was wir hier im Laden ja auch wollen.
- 1:00:39Wir wollen, dass die Leute eine gute Zeit mit Wein haben und nicht, dass sie irgendwie,
- 1:00:44keine Ahnung, dass das so zu einem extremen Business wird.
- 1:00:49Wobei wir im Laden, wenn ich da kurz einschalten darf, im Laden, denkt man schon auch ein bisschen in die Zukunft.
- 1:00:55Also wir haben jetzt auch schon angefangen, einen Reifekeller aufzubauen seit Tag eins
- 1:01:00und es wird natürlich immer nach Gefühl entschieden, was da reinkommt
- 1:01:04oder legen jetzt auch schon einige Flaschen drin für die Zukunft.
- 1:01:07Aber das würde ich jetzt auch nicht, dass Sammeln bewerten, sondern einfach als Zukunft denken
- 1:01:14und dann auf die Karte hauen, damit die Gäste, Gastonomen und Co. einfach eine geile Weinkarte
- 1:01:20und auch ein bisschen gereifter haben.
- 1:01:22Wenn ihr euch gegenseitig beschreiben müsstet, welcher Wein wäre der andere?
- 1:01:27Oh mein Gott, das ist so richtige Hochzeitsfrage.
- 1:01:31Viele haben schon immer gedacht, dass Markus und ich zusammen sind.
- 1:01:36Wahrscheinlich ist nicht so, wir sind beides ja happy, verheiratet.
- 1:01:39Was auch nicht heißt, aber ich will es kennen.
- 1:01:43Macht die Inlation viel anderer nicht kaputt.
- 1:01:46Der hat doch doch, muss ich im Keim ersticken.
- 1:01:49Okay, Markus, welcher Wein wärst du?
- 1:01:52Den anderen nicht zu?
- 1:01:54Also mich selbst?
- 1:01:57Oh mein Gott, das finde ich schon gerne.
- 1:01:59Da würde ich mich nicht in die Hochzeitsmodalitäten reinkommen.
- 1:02:02Ach so, ja, ist gut.
- 1:02:04Ah, was?
- 1:02:07Es ist schwierig die Frage.
- 1:02:09Ich beschreib Markus mal. Markus wäre an drei Tagen, die war, wäre Markus,
- 1:02:15irgendein Bocholi von Metra, weil er an drei Tagen irgendwie immer noch
- 1:02:20ein bisschen in seiner Naturweinwelt in London lebt, wäre an drei Tagen
- 1:02:25die Woche richtig, richtig geiler, guter, plafrenkisch, vom Moritz aktuell
- 1:02:32und an einem Tag der Woche wäre eine Kombination aus Syrah, Pinoas,
- 1:02:38Bugund und Champagner.
- 1:02:41Soll ich jetzt fragen, welcher der eine Tag ist, wenn er frei hat?
- 1:02:45Immer Sonntag, Tag des Herrn.
- 1:02:49Sehr schön.
- 1:02:51Ich mache das ein bisschen tiefgründiger nach Karakler.
- 1:02:54Ich fand das schon ganz schön tiefgründig.
- 1:02:56Stefan, ich würde ihn als Karvenefrau beschreiben, den Stefan,
- 1:03:00weil einerseits kann er ein sehr feiner, eleganter Herr sein
- 1:03:04und drei Stunden später mit genügend Alkohol im Kopf kann er richtig
- 1:03:09bäuerlich mit Ecken und Kanten sein und auf die Schnauze haben.
- 1:03:14Und das kann Karvenefrau teilweise von der gleichen Flasche in unterschiedlichen
- 1:03:19Abständen oder unterschiedliche Karvenefraus natürlich.
- 1:03:24Aber Loa oder?
- 1:03:26Ja, ich würde es Loa sagen.
- 1:03:28Ich trinke quasi Karvenefraus.
- 1:03:30Gibt es doch gute Karvenefraus?
- 1:03:32Ja, es gibt natürlich ein paar Ausnahmen, aber Winzermäßig,
- 1:03:38aber ich bin an der Loa unterwegs.
- 1:03:41Wenn man sich im Wald auf ganz Europa, das ist der einzige Grenze,
- 1:03:46die wir uns setzen ist Europa.
- 1:03:48Aber da seid ihr auch ganz schön freigeistig.
- 1:03:50Also ihr habt ja auch so Slowenien und solche Sachen.
- 1:03:52Also ihr versucht es ja nicht auf dieses Kern Europa zu beschränken.
- 1:03:55Alles was schmeckt.
- 1:03:57Hauptsache, es kommt nicht aus über sie.
- 1:03:59Weil?
- 1:04:01Hat das ethische Gründe oder hat das, wer ihr denkt in Europa,
- 1:04:05gibt es genügend Guggenwein?
- 1:04:07Ja, wir denken halt auch kuschentechnisch von unserem Konzept so.
- 1:04:12Und von den Gastors Gedanken.
- 1:04:14Also wir haben jetzt keine Wüsten-Erdäpfel aus Dubai da.
- 1:04:19Jetzt brauche ich auch keine fetten Kavane aus Napa Valley auf der Karte.
- 1:04:25Das ist ja wirklich ein ganz einfacher Ursprungsgedanke,
- 1:04:29wie wir unser Konzept geschrieben haben,
- 1:04:31kuschentechnisch und es soll nichts dogmatisch sein bei uns,
- 1:04:35kuschentechnisch wollen wir einfach regional sein,
- 1:04:38seasonal sein und beim Wein wollen wir auch regionaler in Sachen alte Welt denken.
- 1:04:45Okay.
- 1:04:47Obwohl es viele Winzer gibt, die wir gerne auf der Karte hätten von der neuen Welt,
- 1:04:51aber wir haben einfach gesagt, wir bleiben in der alten Welt.
- 1:04:53Ist aber auch keine persönliche Aversion, dass ihr sagt,
- 1:04:56keine Ahnung, Südamerika ist Schrot oder Ostkain?
- 1:04:58Ganz und gar nicht.
- 1:04:59Nein, okay.
- 1:05:00Ich liebe Kalifornien und ich hätte so gerne richtig geile Kavane,
- 1:05:05weil die einfach geil reif werden, weil das immer cool ist,
- 1:05:08weil die in den seltensten Fällen sind, die nach 20, 30 Jahren oxidiert.
- 1:05:13Das pfeift immer, das sind herausragende Weine.
- 1:05:16Aber hier haben wir halt gesagt.
- 1:05:20Ich bin dann eher so naturwannmäßig in kühleren Ecken in Australien
- 1:05:25und auch ein bisschen Südamerika unterwegs.
- 1:05:27Was ich privat auch gerne mal trink, aber ich brauche es jetzt nicht
- 1:05:30auf unserer Wahl 2 in Karte.
- 1:05:32Wo endet bei euch die Grenze?
- 1:05:34Also ist das nur alte Welt, keine Ahnung, Burg und Bordeaux, Österreich,
- 1:05:37Tralala oder ist es auch Ungarn, Bulgarien?
- 1:05:41Wir sprechen von Europa.
- 1:05:44Also dann Gesamt Europa.
- 1:05:46Genau.
- 1:05:47Wenn es cool ist, dass es Ungarn gibt, kommt es auf die Karte,
- 1:05:50wie die Sachen vom Verweninger.
- 1:05:52Wenn es cool ist, dass es Verwening gibt, wie das ganze Zeug vom Großmichi,
- 1:05:55kommt es auf die Karte.
- 1:05:57Wenn es irgendwas Total Wichtiges aus Bulgarien geben sollte,
- 1:06:01was ich noch nicht trinken habe, kommt es genau auf die Karte.
- 1:06:04Ja.
- 1:06:05Gibt es cooles aus Bulgarien?
- 1:06:07Ich habe noch nie was gefunden.
- 1:06:10Also ich hätte auch so wussten, dass es schon wirklich schwierig.
- 1:06:13Leider ja, aber ich glaube, wir kennen das teilweise noch nicht.
- 1:06:16Also ich halte die Weinzene im Allgemeinen, auch Weinbasen und so weiter,
- 1:06:19schon für, also wahnsinnig am Aufblühen seit 5 oder 7 Jahren,
- 1:06:23was man dort hört mitbekommen, aber so steht und fällt oftmals entweder
- 1:06:27mit eigenen Reisen, was die Wenigsten tun, oder mit Importeuren.
- 1:06:32Und darauf konzentriert fokussieren sich die Wenigsten.
- 1:06:36Und dann hat man oftmals, glaube ich, das Problem,
- 1:06:38dass wenn du Sachen aus Ungarn, Bulgarien, Rumänien, etc. bekommst
- 1:06:43und du hast Top-Sachen, sind die halt preislich im mittleren,
- 1:06:47zweistelligen Bereich.
- 1:06:48Und da überlegen wir sich viele, trinke ich dann doch lieber
- 1:06:51ein österreicher, ein Franzosen, Spanier, Italiener, Portugiesen, etc.
- 1:06:57oder nämlich das.
- 1:07:00Und dazu, also ich persönlich finde, oftmals ist es beim Wein,
- 1:07:05so dass man den Wein richtig greifen kann, wenn man ihn versteht,
- 1:07:09wenn man manchmal auch den Hintergrund hat.
- 1:07:11Man kann den Wein zwar fühlen und fühlen, ob ein Gut tut oder nicht.
- 1:07:14Aber so die ganze Tiefe, wie bei der Kunst auch.
- 1:07:17Also manchmal sagt man auch, na, iwe Höhlenmalerei,
- 1:07:19bis jemand sagt Picasso und sagt, ah,
- 1:07:21und so ist es beim Wein ja manchmal auch, dass man dann versteht,
- 1:07:23was so der Lebensweg des Weines ist.
- 1:07:26Und da fehlt uns, glaube ich, das Wissen um Ungarn-Bürgereien, etc.
- 1:07:31Definitiv, da bin ich bei dir.
- 1:07:33Aber man, man entwickelt sich auch mit dem Alter,
- 1:07:35man wird engstehner, würde ich jetzt nicht sagen,
- 1:07:38aber man, der Geschmack wird sagen, normal,
- 1:07:42ich nehme jetzt mal wieder das Wort "fokussierter" her.
- 1:07:45Man trinkt auch privat.
- 1:07:47Also ich merke es bei mir, ich habe früher auch Wild, zu Graves zeigen,
- 1:07:50auch Wild privat eingekauft.
- 1:07:52Das wird auch alles, sagen wir mal, das grenzt sich alles auf ein paar Regionen ein.
- 1:07:56Und dann vielleicht noch ein paar Winds aus anderen Regionen,
- 1:07:59natürlich, die grandios sind.
- 1:08:01Aber dadurch, dass auch bei uns, sagen wir mal, der Konsum weniger wird,
- 1:08:05konzentriert sich halt auf das, was man wirklich liebt
- 1:08:08und was man gern trinkt.
- 1:08:10Und das sind halt die paar Regionen auf der Welt.
- 1:08:12Und das ist bei uns auf der Weinquart und so, oder privat auch so.
- 1:08:16Wird man dann fokussierter?
- 1:08:20Oder hat man mehr in Sicherheitsdenken, dass man sagt,
- 1:08:24wenn ich dann heute Wein trinke, dann muss es, oder darf es kein Risiko sein?
- 1:08:29Oder würde man einfach verborder, oder kriegt man mehr Scheu-Klappen?
- 1:08:33Ich glaube, es ist eine Kombination aus allem, was du erwähnt hast gerade.
- 1:08:38Also Scheu-Klappen sind jetzt übertrieben,
- 1:08:42sind jetzt noch keine 70 Jahre alt.
- 1:08:45Zusammen schon, fast.
- 1:08:48Zusammen, fast, ja.
- 1:08:50Ich glaube, es ist eine gute Kombination aus, man will wieder klassischer werden,
- 1:08:56aber es muss eine gute Kombination sein aus Natur.
- 1:09:01Dann natürlich Biodün und wie es hergestellt ist,
- 1:09:05das ist natürlich auch wichtig, auch wenn wir es nicht bei allen Brunnen
- 1:09:08sind, die wir haben unterschreiben können, das wissen wir.
- 1:09:11Also der Herstellungsprozess ist uns wichtig.
- 1:09:14Dann natürlich, man hat die Baarehepsorten, und wenn man in die Weinwelt reinwachst,
- 1:09:18dann kannst du wahrscheinlich auch unterschreiben,
- 1:09:21mit jungenweise Burgund, Rohen, Piemont, für uns Zilp,
- 1:09:28Kurgenlander-Vorläufele mit dazu.
- 1:09:31Wenn du unsere Weinquarte mal angeschaut hast,
- 1:09:34ist ein großer Fokus auf Blaufrank, weil es für uns,
- 1:09:37es ist wirklich kein Spaß oder Übertreibung mitunter die größte Rebsorte ist.
- 1:09:41Es hat so ein enormes Potenzial, was die Welt,
- 1:09:44sage ich mal, Gott sei Dank, noch nicht erkannt hat,
- 1:09:47weil sonst wären die Preise nicht dort, wo sie jetzt sind,
- 1:09:50sondern viel weiter um.
- 1:09:52Mal schauen, ob sich das ändert, aber wir sind in der Arbeit dran,
- 1:09:55dass Blaufrank ist noch bekannter wird.
- 1:09:58Und die Gäste haben wir, also wir verkaufen viel guten Blaufrank ist.
- 1:10:04Das ist wirklich nicht wenig, was wir an Blaufrank-Bestellungen haben.
- 1:10:09Das muss uns mal werden nachmachen, und das sind wir einfach stolz drauf.
- 1:10:13Deswegen hat Burgund dann auch auf alle Fälle mit dazu.
- 1:10:16Ist das Burgundland oder denkst du, diese Rebsorte würde analog im Baden-Württemberg
- 1:10:23schon ähnliches erbringen?
- 1:10:25Hu, hu, hu, hu, ganz dünnes Eis daher.
- 1:10:28Ich breche gern ein, also von dem her.
- 1:10:31Das ist eine tale Frage, es ist ja mehr oder weniger eine,
- 1:10:35ihr ewent dir die Rebsorte, aber ist es die Rebsorte
- 1:10:39oder ist es die Kombination aus Burgundland und...
- 1:10:41Es ist die Kombination aus der Rebsorte, genau, Rebsorte, Region und Winzer.
- 1:10:48Das ist aber gut, das ist quasi überall so.
- 1:10:51Und ich hab das...
- 1:10:53Und gibt es genauso scheiß Winzer und...
- 1:10:55Ich hab das leider nur gefährliches Halbwissen,
- 1:10:58aber ich glaube ja schon, dass wir uns jetzt mit dem Lämmberger vergleichen,
- 1:11:02dass das ein bisschen anderes gehen, oder Genmaterial,
- 1:11:06oder es andere Klone sind, oder?
- 1:11:08Das sind ja nicht...
- 1:11:09Es sind andere Klone, das zum einen, zum anderen,
- 1:11:11aber es gibt ja auch einige, die blau-fränkisch gezielt anpflanzen,
- 1:11:15sei es in der Falsse, sei es, keine Ahnung, hier in Sachsen,
- 1:11:17sei es im Baden-Württemberg.
- 1:11:19Daher versucht man da schon, da einfach die Frage,
- 1:11:24wie blau-fränkisch-Fans, wie interpretiert ihr das oder wie seht ihr das?
- 1:11:29Ich glaube, dass wir da auch vielleicht den blau-fränkischen über einen ganz,
- 1:11:33ganz leicht ungesunden Nationalstolz haben.
- 1:11:37Aber die Rebsorte ist so groß, ich kann mir schon auch vorstellen,
- 1:11:42dass das, wenn das vom richtigen Winter in einer anderen Region angebaut werden würde,
- 1:11:48dass das ähnlich grandiose Qualitäten erzeugen könnte.
- 1:11:53Definitiv, definitiv, aber wir sind uns noch nicht sicher,
- 1:11:56weil wir haben, wenn wir es jetzt vergleichen wollen,
- 1:11:59und wir haben schon viel auch probiert zu Grape-Zeiten von Nemberger und Co,
- 1:12:03da auch blau-fränkisch gibt es ja auch in Deutschland,
- 1:12:08wenn man es mit den Größen aus unserer Heimat vergleichen,
- 1:12:11kommt es einfach noch nicht an.
- 1:12:13Aber vielleicht haben wir auch nicht das Richtige probiert.
- 1:12:15Ich lasse das einfach so im Raum stehen.
- 1:12:17Ja, die auch, wo man auch, ich finde es uningroßartig,
- 1:12:20dass man eure Karte online einsehen kann.
- 1:12:22Ich finde es zu schade, wenn das nicht der Fall ist.
- 1:12:24Also daher, man muss ja auch nicht immer supertagesaktuell sein,
- 1:12:28aber dass man einfach schon...
- 1:12:30Das funktioniert auch gar nicht.
- 1:12:31Wir haben mittlerweile, wir haben 1200 Positionen drauf.
- 1:12:34Ich habe es vor Kurzem gezählt, 1200 Positionen drauf,
- 1:12:37und es sind tagtäglich 5 bis 12 bis 15 Positionen aus.
- 1:12:43Es kommen wöchentlich wieder 10 bis 100 neue Positionen drauf.
- 1:12:48Es würde gar nicht funktionieren.
- 1:12:51Außer es sitzt wer täglich an der Weinkarte
- 1:12:54und datet sie ab und ladet sie hoch,
- 1:12:56aber das wollen wir nicht und das können wir nicht.
- 1:12:59Aber sie ist online, das ist uns auch sehr wichtig,
- 1:13:02weil wenn man am Anfang gesagt, wie wir öffnet haben
- 1:13:04und die Website geschrieben haben,
- 1:13:07okay, wie sind wir privat unterwegs,
- 1:13:09und wenn wir essen gehen,
- 1:13:11wir wollen immer die Weinkarte online sehen.
- 1:13:13Und wenn nicht, schreiben wir dann im Somelier oder dem Restaurant
- 1:13:16oder der Weinbau und wollen die Weinkarte haben.
- 1:13:20Wie finde ich auch vernünftig unterwegs?
- 1:13:22Wie hast du das früher gemanagt, Silvia?
- 1:13:24Ich habe sie leider nicht online gehabt.
- 1:13:26Ich fand das aber auch selber schade,
- 1:13:28aber mehr oder weniger aus dem Hintergedanken heraus,
- 1:13:32weil ich es technisch nicht lösen konnte,
- 1:13:35die einigermaßen aktuell zu haben.
- 1:13:37Aber ich fand es schade und finde es gut, wenn es jemand macht.
- 1:13:41Weil ich, also wie Marco schon sagt,
- 1:13:43dass wir irgendwann unterwegs sind.
- 1:13:45Und ich hatte einmal das Beispiel,
- 1:13:48warum ich die Weinkarte anfordere,
- 1:13:53sodass wir unterbüchst,
- 1:13:55so wenn ich im Restaurant sitze, würde ich sie eh bekommen.
- 1:13:58Und dann immer sage ich, hey, du, als Gastronom hast du doch
- 1:14:02in der Regel keinen Nachteil davon, wenn deine Karte online ist.
- 1:14:07Klar hast du immer schwarze Schafe dabei,
- 1:14:09die dir irgendwas aus dem Keller klauen wollen.
- 1:14:11Ja, aber auf der anderen Seite ist es auch schön,
- 1:14:14wenn die Sachen getrunken werden.
- 1:14:16Bei mir war es noch nicht mal die Angst vor Rosinenpicker.
- 1:14:19Da ist ja manchmal auch das Spiel dabei,
- 1:14:21oder da haben wir die Karte mit einer anderen Aufmerksamkeit gelesen.
- 1:14:24Ich glaube, da stehen für mich auch die Leute,
- 1:14:27die dann wirklich die Flasche vom Keller klauen.
- 1:14:31Die sind auch schon prominente Beispiele in Deutschland.
- 1:14:36Ist ja ein aktives Thema.
- 1:14:39Aber ich habe auch zum Stefan am Anfang gesagt,
- 1:14:42weil er meinte, so, mal das wirklich machen,
- 1:14:44und ich habe gesagt, du Stefan,
- 1:14:46das sind solche Füchse heutzutage, die das planen,
- 1:14:48die planen das akkurat, die kommen auch zu uns ins Restaurant,
- 1:14:50schauen sich die Weinkarte an, egal ob das online ist oder nicht.
- 1:14:53Wenn sie das wollen, dann werden sie das auch machen,
- 1:14:57egal ob das online ist oder nicht.
- 1:14:59Und auch zu Grape-Zeiten hat man schon online mit DRC drauf.
- 1:15:02Und es kann natürlich immer passieren.
- 1:15:06Aber ich glaube, das wird die Leute jetzt nicht abhalten,
- 1:15:08wenn sie nicht online ist.
- 1:15:10Ist eure Karte langweiliger geworden?
- 1:15:13Und wart ihr früher wilder, wenn ihr sagt, ihr seid fokussierter?
- 1:15:17Oder hat es einfach nur eine andere Qualität?
- 1:15:20Ich will euch nichts im Mund legen.
- 1:15:22Wir waren impulsiver, würde ich mal sagen.
- 1:15:24Also wir haben Sachen probiert und sofort gesagt,
- 1:15:26okay, ab auf die Karte, das ist geil.
- 1:15:28Auch wenn es nur eine Position ist.
- 1:15:30Und wir sind mittlerweile einfach der Überzeugung,
- 1:15:33wir müssen hinter dem Haus stehen, hinter dem Winzer stehen.
- 1:15:36Ich brauche jetzt auch keine Lügen verbreiten.
- 1:15:38Wir kennen auch nicht jeden Winzer persönlich.
- 1:15:40Als Deutschland Österreich kennen wir jeden persönlich,
- 1:15:43aber aus Frankreich, Italien nicht.
- 1:15:46Aber wir wollen hinter dem Haus stehen
- 1:15:48und nicht nur eine Position auf die Karte nehmen.
- 1:15:51Natürlich, es kommt hier und davor, wenn man von Rahn Winzern
- 1:15:54jetzt genau eine Position an Angeboten bekommt,
- 1:15:57dann nehmen wir die auch.
- 1:15:59Aber sonst, du kennst uns unsere Mein Karte,
- 1:16:01ist das schon mittlerweile nach eineinhalb Jahren eine Tiefe da,
- 1:16:04die wir weiterhin aufbauen wollen.
- 1:16:06Das heißt jetzt bei Blau Frankisch,
- 1:16:08das heißt jetzt bei Winzern, Hebsorten spezifisch,
- 1:16:12Regions spezifisch, wir wollen die einfach,
- 1:16:15wir wollen den Gästen eine Tiefe geben.
- 1:16:18Und das suchen auch wir, wenn wir essen gehen.
- 1:16:21Ich will sehen, dass der Winzer hinter dem
- 1:16:23reinen, grutzlosen Südbrunnenland stehen
- 1:16:25und acht Jahrgänge per Wolf und acht Jahrgänge
- 1:16:27Eisenberg drauf hat, weil er einfach die Weinegalphäe
- 1:16:29und das Haus und den Winzer.
- 1:16:31Und das ist eigentlich jetzt unsere Philosophie.
- 1:16:33Und früher haben wir eigentlich Wild auf die Karte gehauchen.
- 1:16:36Das ist geil, das ist Natur, das ist funky
- 1:16:39oder auch klassisch beides.
- 1:16:41Ja, und was wir jetzt schon machen,
- 1:16:43weil es unsere eigene Kohle ist,
- 1:16:45wir hinter Frank schon jeden Wein okay macht das bei uns Sinn.
- 1:16:49So macht es Sinn, irgendeinen Natur,
- 1:16:54keine Ahnung, wo es meische Vergoren ist,
- 1:16:57aus Sizilien für 300 Euro auf die Karten,
- 1:17:00ey man.
- 1:17:02Das macht...
- 1:17:04Brechst du da einen Einkauf von mir an?
- 1:17:06Oder...
- 1:17:07Scheiße, nachtschuldige, na na na.
- 1:17:09Weil da haben wir es auf der Karte, ne?
- 1:17:11Wir haben Markus und ich schätzlichen hin und wieder,
- 1:17:15dass so der eine fragt, den anderen hakt so,
- 1:17:17was ist die größte Leiche bei uns im Weinkeller,
- 1:17:20die du eingekauft hast oder die ich eingekauft habe
- 1:17:23und ich kann da leichter scheißen aktuell,
- 1:17:29weil Markus den Einkauf macht,
- 1:17:31das heißt, von mir gibt es relativ wenig Leichen.
- 1:17:33Markus hat ein sehr, sehr gutes Weingut,
- 1:17:36Gabriel Bini aus dem südlichen Italien eingekauft
- 1:17:42und das Zeug ist halt teuer, es f*ck.
- 1:17:45Und das ist, ich glaube, das einzige Weingut,
- 1:17:48von dem wir noch nicht eine einzige Frischung haben.
- 1:17:50Das ist jetzt auch mal auch reißen können.
- 1:17:52Ich schaffe es selber mal.
- 1:17:54Aber ja, an alle Gäste, die jetzt vielleicht mal zuhören
- 1:17:57in der Zukunft, zauft es mal.
- 1:17:58Das ist super, trinkt's jetzt.
- 1:18:00Ich krieg's von Stefan auch an Rapat.
- 1:18:03Ja, also...
- 1:18:04Und ein kleines Smiley auf die Rechnung.
- 1:18:07Ja, unter bleibt das Probeschluckl auch in der Flasche,
- 1:18:10weil ich's nicht kostet für die Einmarschaft.
- 1:18:12*lacht*
- 1:18:14Warum hat keiner Sizilien auf der Uhr?
- 1:18:33Also selbst auf italienischen Weinkarten findet man
- 1:18:35ganz, ganz selten Sizilien.
- 1:18:37Das größte italienische Weinanbaugebiet,
- 1:18:39wobei ich so einen sehr interessanten Amisand finde,
- 1:18:41das je nachdem, wo man recherchiert,
- 1:18:43die Angaben über die Größe des Weinbaugebietes
- 1:18:45wahnsinnig schwanken.
- 1:18:47Ich hab Informationen gefunden, wo es mit 150.000 Hektar,
- 1:18:50also weitaus größer als die Rebfläche in Deutschland,
- 1:18:52verschieden sagen 112.000 Hektar,
- 1:18:54die für mich glaubwürdigste Quelle,
- 1:18:56skizzierte die Anbaufläche so um die 100.000 Hektar,
- 1:19:00wenn man die Daten aus dem Jahre 2022 nimmt.
- 1:19:02Was jedoch Fakt ist, es ist das größte italienische
- 1:19:06Weinanbaugebiet.
- 1:19:07Was ich aber interessant fand,
- 1:19:09ist, dass in der Tat nur ein Viertel der dort produzierten
- 1:19:12Weine auf Sizilien abgefüllt werden
- 1:19:14und als zircianischer Wein verkauft werden.
- 1:19:16Und das, wo die Bedingungen doch so optimal auf dieser
- 1:19:19Insel für sehr hochwertige Weine sind.
- 1:19:21Und dass das möglich ist,
- 1:19:23dass großartige Weine auf Sizilien entstehen können,
- 1:19:26dafür steht das Haus Feudorancho.
- 1:19:28Bei Feudorancho werden natürlich qualitativ
- 1:19:31sehr hochwertige Weine erzeugt.
- 1:19:33Und das überrascht nicht selten zu vergleichsweise
- 1:19:36sehr günstigen Preisen.
- 1:19:38Natürlich umfasst die Palette der angebauten Rebsorten.
- 1:19:40Traditionelle Rebsorten wie Anzornica,
- 1:19:42Crélo, Nirodavola, aber eben auch Modernisten.
- 1:19:45Internationale Rebsorten wie den Cabernet Sauvignon Charonnet,
- 1:19:48Merlot oder Syrah.
- 1:19:50Besonders auffällig bei Feudorancho sind die künstlerischen
- 1:19:54Etiketten, die jede Flasche zielen.
- 1:19:56Sie erinnern an die mediterrane Fliesenkunst
- 1:19:59und lassen den Anspruch erkennen, den diese Weine erheben.
- 1:20:03Und somit kann ich nur die Qualität der Weine,
- 1:20:06sondern können diese auf allen Ebenen als Kunstwerk betrachtet werden.
- 1:20:10Die Weine aus dem Hause Feudorancho stehen auch bei Kritikern
- 1:20:13sehr hoch im Kurs.
- 1:20:15Seit der Gründung 2001 hat das Unternehmen jede
- 1:20:17Jahr zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Darunter beispielsweise mehrere bei der Berliner Wine
- 1:20:22Trophy, der Secure Woman's Wine Awards, des Modus Vini oder des Internationalen Wine Challenge.
- 1:20:27Erfortzugeben ist dabei, dass die Preise an alle Erzeugnisse von Föde Orangio gehen und nicht
- 1:20:34nur an die absoluten Topweine. Nicht zuletzt dadurch lässt sich der Anspruch des Herstellers an
- 1:20:39exzellente Qualitäten erkennen. Moderne Weinbautechnologie trifft auf Tradition und ein perfektes
- 1:20:47Beispiel. Für die Besonderheit der Weine aus dem Hause Föde Orangio ist der Canto d'Odo Reserve
- 1:20:53aus dem Jahre 2021. Hier wird die zyzeianische Weinwelt mit der großen Weiten verbunden.
- 1:20:58Schon ins Etiquette des Canto d'Odo vermittelt, was wir gleich erwarten dürfen. Dieser opulente
- 1:21:04Rotwein ist eine Symphonie. Diese Küwe vereint die autoktonale Rebsorte Nero Davola mit dem
- 1:21:10internationalen Klassiker Cabernet Sauvignon. Der Nero Davola durfte für acht Monate in
- 1:21:14französischer Eiche der Cabernet Sauvignon für zwölf Monate in Bariksreifen, bevor sie
- 1:21:19miteinander vermiert wurden. Eine perfekte Kombination, denn wir haben auf der einen Seite
- 1:21:24einen Strukturgeber, der demweilen eine gewisse Ernsthaftigkeit, ein Fundament zugesteht,
- 1:21:28auf das der Nero Davola mit seinen Aromen an wildbären Kirschen, Zedernholz wunderbar bauen
- 1:21:33und uns faszinieren und begeistern kann. Und ja, das kann dieser 2021er Cando d'Odo Reserve aus dem
- 1:21:39Hause Föde Arancho aus Zizilien. Und auf Föde Arancho legt man sehr viel Wert darauf,
- 1:21:45die zizianische Heimat zu schützen, um die Zukunft des Weimbaues in dieser Region zu sichern.
- 1:21:50Bereits ein Jahr nach der Gründung wurde das Unternehmen für sein Umweltmanagement zertifiziert.
- 1:21:55Weinanbau kann nur dann nachhaltig sein, wenn sich die gesamte Produktion auf dieses Verfahren
- 1:22:02einlässt. Konkret zeigen sich diese Maßnahmen in den verschiedenen Produktionen Schritten.
- 1:22:05Wasser ist ein knappes Gut im Süden Zizilien. Föde Arancho hat ein System zur Wasserspeicherung
- 1:22:11installiert, das aus sieben künstlichen Sehen mit einem Fassungsvermögen von 900.000 Kubikmetern
- 1:22:17besteht. Das bedeutet, dass das Unternehmen auf keinerlei künstliche Bewässerung angewiesen
- 1:22:22ist. Die Rebstöcke profitieren vielmehr von einer Tropfenbewässerung, die Wasser mit modernster
- 1:22:27Computertechnik zu den Standorten mit Bedarf bringen. Eine biologische Kläranlage kümmert sich
- 1:22:32zudem um die Abwässer. In den Kellern benötigen die Winzer zur Reinigung oftmals warmes Wasser.
- 1:22:37Dieses erzeugt Föde Arancho mit Sonnenkollektoren und einer Photovoltaikanlage. Ein wichtiger
- 1:22:42Punkt für den nachhaltigen Weinbau ist auch die Frage der Schädlingsbekämpfung. Das Gut setzen
- 1:22:47auf Nützlinge oder Pheromone. Die sogenannte Verwirrmethode, die Insekten an der Fortpflanzung
- 1:22:52hindern soll. Zudem kümmert sich das Team rund um das zyzehantische Anwesen und die heimische
- 1:22:57Flora und Fauna. Die Tufsteinbrüche von Föde Arancho wurden gerettet und die Arbeiter bemühen sich
- 1:23:03darum die Errosionsteroise zu verhindern. Das alles nützt nicht nur der Umwelt, sondern trägt
- 1:23:07auch dazu bei, dass die Reben beste Bedingungen vorfinden und die Weine einen unverkennbaren
- 1:23:13Geschmack entwickeln. In den 90er Jahren gab es eine komplette Umwandlung im zyzehantischen
- 1:23:18Weinbau. Eine europaweite Anerkennung und einen absoluten Aufschwung für diese Weine.
- 1:23:23Und genau hier beginnt die Geschichte von Föde Arancho. Natürlich wurde das Weingut nicht
- 1:23:29zufällig in Sambuca-Digigi aufgebaut. Es entstand nach dem Vorbild eines klassischen
- 1:23:34zyzehantischen Anwesen. Dem Bario hier eine Kellerei im Mitten von Weinbergen durch die
- 1:23:39Nähe zu Afrika, welches nur wenige 100 Kilometer entfernt liegt. Kann man sich vorstellen,
- 1:23:45dass sie ziehen sich auf keinen Fall über zu wenig Sonnenstunden beschweren kann. Um so
- 1:23:50spannender ist es, hier ein Weingut zu etablieren, das auf nachhaltige Produktion setzt. Wassermangel
- 1:23:55ist ein großes Thema aufzuziehen und so machen zwei weitere Faktoren. Das riesige Anwesen
- 1:24:01im Tal von Agri-Gent zu etwas ganz besonderen. Die Reben treffen auf optimale Bodenverhältnisse.
- 1:24:08Lebensort dafür, dass die Rebstöcke sowohl Feuchtigkeit speichern, als auch auf Nährstoffe
- 1:24:13zurückgreifen können. Auf einer Rebfläche von ca. 600 Hektar baut Föde Arancho seinen
- 1:24:19nachhaltigen Weine an. Pro Hektar wachsen hier nur etwa 4500 Reben. Neben dem Terroir ist es die
- 1:24:25Pflege und der Ausbau in den hochmodernen Kellern, die die hohe Qualität dieser zyzehantischen
- 1:24:31Weine ausmachen. Der namhafte Önologe Carlotta Rostadella gibt seinen Wein einen ganz eigenen
- 1:24:36Charakter und vermarkt es die Besonderheit der zyzehantischen Weine ins Glas zu zaubern.
- 1:24:42Und diese begeistert vielen Dank dafür. Und noch ein ganz großes Dankeschön dem Handelshaus Segnetz.
- 1:24:48Wie wichtig ist für euch Weinservice im Laden? Also Gläser, Tiganitieren, Karafiren, Blabla, Blabla.
- 1:25:06Wenn ich das beantworten darf, ist so dieses große Zelebrieren und dieses Ewigzeitnehmen,
- 1:25:16das machen wir eigentlich gar nicht mehr. So was schon wichtig ist natürlich die Gläserwahl.
- 1:25:21Wir arbeiten ausschließlich mit Zalt da, also bei den Karaffen. Und jetzt muss schon ein
- 1:25:31scheiß Glattel da sein. Es muss die Karaffen da sein, wenn es der Wein braucht. Es muss
- 1:25:35dekantiert werden, wenn es die Bohr hat. Das gehört schon alles dazu. Aber das ist jetzt alle so Devot.
- 1:25:42Aber uns ist schon wichtig, es werden schon Gläser oft auch avioniert. Wir haben alles
- 1:25:52dafür gute Settings, aber ich glaube es macht uns nicht, dass es so bessere oder schlechter in
- 1:25:56Someli ist, um das jetzt so zu zelebrieren. Wir sind Gott sei Dank ein Laden. Es brennt bei uns am
- 1:26:04Abend oder Mittags. Wir haben oft gar nicht die Zeit. Es kommt natürlich immer ein Someli oder
- 1:26:10einer von uns an den Tisch und dann gibt es eine Weinamfehlung. Die Weinkarte wird quasi
- 1:26:15nie aufgeschlagen, muss ich ehrlich sehen, außer von ein paar Fricks. Die meisten sagen,
- 1:26:18ey, du bring uns was. Und was witzig anzusehen ist in den letzten Jahren, wie sich, ich spreche
- 1:26:26jetzt nur von Stefan und mir, aber wie sich das auseinander entwickelt. Jeder schätzt,
- 1:26:31weil eine anders einbrauchen, die jetzt Luft brauchen, die keine Luft. Das ist eine enorme
- 1:26:36Gefühlsach und da würde ich in Stefan auch nie reinsprechen. Auch sehr wird mich mal fragen,
- 1:26:40aber der hat genug Erfahrung, dass er das so managt, wie er das meint und ich genauso. Und
- 1:26:46unsere Leute auch, also wenn ich unseren Mitarbeitern auch zuschauen, wie sie Weine
- 1:26:50karafieren oder welchen Wein sie karafieren, dekandieren, berüften, dann finde ich das super.
- 1:26:56Die sollen das selbst entscheiden. Dem Wein will es jetzt nicht schaden, er ist aus die 40er-Jahre
- 1:27:01und braucht jetzt keine Luft und wir stürzen in die Karaffe rein, aber sonst schadet das
- 1:27:06eigentlich den Wein nicht, jetzt sagen wir mal, in den meisten Fällen. Und ich finde das eine schöne
- 1:27:13Sache. Das muss jeder selber entscheiden. Bei uns im Team natürlich die Mitarbeiter fragen uns
- 1:27:17öfters, aber der Stefan will mich jetzt nicht fragen, ob man es braucht, das Luft oder nicht.
- 1:27:21Bei uns wird jeder Wein probiert und danach wird eingeschätzt, okay, karafieren wir jetzt den Wein
- 1:27:29oder nicht? Oder braucht man jetzt die Poto-Glese oder die Kunde-Glese? Ich glaube das bringt die
- 1:27:34Beleidigung zu wenig, die kann man so wenig belüften, ich nehme es an, das ist der offizielle
- 1:27:38Ausdruck dafür. Ich glaube das zu wenig belüftet wird in der Gastronomie. Keine Ahnung, aber ich
- 1:27:43würde jedes deutsche große Gewächs eigentlich immer eine Karaffe hauen, also das ist halt schon
- 1:27:48ein bisschen reifer. Ich glaube, dass den Wein in der Gastrotendenziell zu wenig Luft gegeben wird,
- 1:27:54wie zu wenig. Bin ich ganz wohl bei dir. Ich glaube das hat auch mal praktischere Gründe insofern,
- 1:28:00dass viele nicht die Möglichkeit haben, dickanter zu kühlen. Also weil sie keine Eiskühle haben oder
- 1:28:05keine Ahnung, keinen Platz im Kühlschrank und eine Flasche lässt sich eher wegstellen. Wer für mich
- 1:28:10eine Begründung darin, vielleicht noch nicht mal die Wissenssache, aber ja, ich finde auch, dass
- 1:28:14viel, viel, viel zu wenig belüftet kapiert wird. Und ich finde das schon auch immer, keine Ahnung,
- 1:28:22also ich belüft halt extrem gern, weil ich mir dann halt wirklich so, dann muss ich mir
- 1:28:26vier Minuten am Tisch Zeit nehmen und kann runterkommen und bin dann halt nur bei dem einen
- 1:28:32Gast oder an dem einen Tisch und das ist auch so eine Wertschätzung dem Gast gegenüber, finde ich,
- 1:28:39so dann nehme ich mir nur die Zeit für ihn und egal ob das, ich mache das auch nur preisabhängig,
- 1:28:45so ich mache, ich sage nicht so okay, die Flasche kostet 100 Euro und das muss jetzt
- 1:28:52belüftet werden oder die Flasche kostet 40 Euro und das ist ja so bullig, das braucht es nicht.
- 1:28:57Aber ich glaube, dass es oft einfach dem fehlenden Wissen von Personal geschuldet ist oder auch dem
- 1:29:07nicht verhandenen Wunsch von den Gästen, dass es gemacht wird.
- 1:29:13Aber um auf deine Frage zurückzukommen, wir haben jetzt keine Anakonda oder
- 1:29:20Cobra-Kraften von diversen Produzenten und die hatten ein eigenes Regal bei uns, also den Platz
- 1:29:27haben wir nicht, wir sind da schon pragmatischer und haben so Liter-Quetsch-Kraften, die belüften
- 1:29:33und ja, das Thema ist enorm wichtig, finde ich und wir haben alles da an Hardware und auch in Know-How,
- 1:29:42also ich glaube, die Gäste werden gut von uns beraten. Zu Hause bin ich eher ein Sloks-Fan,
- 1:29:50muss ich ehrlich sagen, also zu Hause karafiert, dekantiere ich jetzt nicht zu viel, weil ich
- 1:29:55einfach weiß, okay, wenn wir mal am Abend saufen mit Freunden, dann wären C5678 Flaschen,
- 1:30:00dann weiß ich meistens schon, was ich aufreie, bevor die kommen und die Zeit gebe ich dem
- 1:30:06Weihnachten lieber in der Flasche, außer ich brauche schnell Luft und die meistentwicklung
- 1:30:12passiert eben klar. Aber ja, komplexes Thema mit viel Gefühl.
- 1:30:17Finde ich, wie eben vorhin erwähnt, oftmals vernachlässigt, ja, mir geht es genauso zu Hause,
- 1:30:22karafiere ich auch viel, viel weniger und ich liebe es auch zu Hause mit die Sachen schon vorzunehmen
- 1:30:27und vorher oder morgens aufzumachen und da eine vorzubereiten und sich damit eben auch auf den
- 1:30:33Abend zu freuen, das kann man dann auch noch mal zelebrieren. Also da bin ich komplett und total
- 1:30:37und oft haben wir oft haben wir auch die Zeit nicht, also wir haben ja Gott sei Dank auch ein
- 1:30:43paar Gäste die durch die Online-Weinkarte abchecken, okay, ich will jetzt ein Wein trinken und ich weiß,
- 1:30:51der braucht Luft, der hat auch die gewisse Ahnung von dem Wein dann oder von dem Produkt und weiß,
- 1:30:58okay Jungs, bitte ich kenn euch oder ihr kennt mich, ich komme, reist den Wein bitte auf und das
- 1:31:03machen wir natürlich auch, wir wollen, dass der Gast dann die perfekte Experience hat mit dem Wein
- 1:31:07und reißen die dann auch ein paar Stunden früher auf, also das ist bei uns auch kein Problem.
- 1:31:11Aber auch wenn man es karafiert, ist er sehr, sehr stark drin.
- 1:31:15Bitte?
- 1:31:16Tim Rauer ist das sehr stark drin, der schreibt immer vorher, was er haben will,
- 1:31:20das wird aufgerissen, hat er wirklich einen perfekten Wein, der ist echt, echt smart.
- 1:31:23So Grape Staten schon immer, ja. Macht ja auch Sinn. Also die vier Minuten extra,
- 1:31:32in denen man sich mit den Gast austauschen kann, das ist also ein solches On-Top,
- 1:31:36was man, also man muss die Zeit dann auch nutzen, muss in die Kommunikation gehen,
- 1:31:41was über den Wein erzählen, was keine Ahnung zum Wetter oder was auch immer, aber
- 1:31:45da einfach die Mehrheit kann.
- 1:31:48Ja, es ist dann ja, wie du sagst, es ist dann auch völlig egal, worüber du redest, so, es ist so,
- 1:31:53ich finde das schon immer, immer cool, dass man einfach sagt, hey dann kann hinter mir die Welt
- 1:31:59untergehen, aber es ist für mich was wichtiger, dass der Wein nicht geraffen kommt.
- 1:32:04Ja.
- 1:32:05Was würdet ihr sofort wegschmeißen, wenn ich es euch schenken würde an Weinturls, Thermometer,
- 1:32:14an Weinturls? Auf alle Fälle bitte hau mich.
- 1:32:17Wirklich, du hast wirklich einen Punkt, der mir getroffen,
- 1:32:22dieses, weil wir hatten zu Grape Staten auch schon Gast,
- 1:32:26den Namen erwähne ich natürlich nicht, aber der kam immer mit seinem Thermometer und das hat mich
- 1:32:32wirklich mit der Zeit in Rage gebracht, weil ich mir denke, mein Lieber weiterher, ich habe die
- 1:32:38Temperatur im Griff, alles in Ordnung, aber das ist ein Ding, das würde ich wirklich,
- 1:32:43das würde ich wegschmeißen oder irgendwie den A schieben, wenn ich das so sagen darf.
- 1:32:46Flapsig.
- 1:32:48What the chicken.
- 1:32:50Das wird nicht benötigt, definitiv nicht benötigt.
- 1:32:54Ich würde dieses, ein komische, diesen Aufsatz für eine Karaffe, wo es dann den Wein durchschießt
- 1:33:02und ja irgendwie den Schwefel absorbieren soll, das würde ich dir um die Ohren werfen.
- 1:33:06Da gibt es so ein Ding.
- 1:33:08Kenne ich gar nicht.
- 1:33:10Kenntest du das?
- 1:33:11Nee.
- 1:33:11Gott sei Dank nicht.
- 1:33:12Ja, das ist so eine Bauchel, so eine bauchelige Karaffe.
- 1:33:15Ja, also eine Bauchel, ich glaube, du steckst doch zuerst auf den Flaschenhals und haust dann das
- 1:33:22irgendwie in die Karaffe und das soll irgendwie den Schwefel reduzieren und somit bekömmlicher
- 1:33:28sein und dem Kater am nächsten Tag vorbeugen.
- 1:33:31Ist ja irre.
- 1:33:32Sachen gibt es.
- 1:33:35Oder den Totenkopfkaraffe.
- 1:33:40Weil die so viel Ausbüchtbuchtungen hat, dass es mir Overfleck gibt.
- 1:33:43Wir haben hier tatsächlich eine, ich sage es sehr formal, eine Penis-Karaffe.
- 1:33:48Die habe ich mir mal eingebildet.
- 1:33:51Die ist auch wirklich sehr schön, wird leider nicht benutzt.
- 1:33:54Aber die würde ich auf keinen Fall wegschmeißen.
- 1:33:57Sonst diese Drop-Stops finde ich in der Gastronomie wirklich lächerlich, also ohne
- 1:34:03jetzt irgendeinen Kollegen anzugreifen.
- 1:34:05Aber sie werden auch in der Gastronomie häufig genutzt.
- 1:34:09Und ich denke, für Verkostungen sind sie wirklich geil.
- 1:34:12Für Verkostungen macht es schon Sinn, wenn du jetzt gleichzeitig irgendwie 20 Leuten einschenkst.
- 1:34:17Aber in der Gastronomie hat das nichts verloren.
- 1:34:19Meines Erachtens.
- 1:34:21Das ist da weniger um die Einschenkqualität.
- 1:34:24Also sprich, dass man nicht dropft, sondern bei Korken, wenn der Schmierreste oder Kliberreste
- 1:34:30noch am Rand des Flaschenhalzes sind, dass die überspült sind.
- 1:34:33Ja, dann nämlich eine Servette.
- 1:34:36Also wenn ich gereifte Weine aufmache, jetzt mit einem Weinfeder oder mit einem Korkentier
- 1:34:43oder mit einem Duront, dann wische ich dann natürlich auch mit der Servette in den Flaschenhalz
- 1:34:48rein und dann ist das auch erledigt.
- 1:34:49Ja, aber das ist schon richtig.
- 1:34:51Und dann bin ich vielleicht pragmatischer.
- 1:34:52Ja, ja, das ist ja ja.
- 1:34:54So lernt uns.
- 1:34:57Gibt es für euch ein Thema neben die oder gibt es für euch ein Getränk, was ihr mit Weinen
- 1:35:03vergleichen würdet?
- 1:35:04Also ihr trinkt auch kein Bier.
- 1:35:06Heb ihr das mit Wein auf eine Stufe oder sagt ihr, Wein ist einzigartig?
- 1:35:12Oder Tea oder Cola, Zero oder was auch immer?
- 1:35:17Ich muss sagen, Bier ist uns natürlich wichtig und da speichere ich jetzt nicht das Wirt,
- 1:35:23aber als alkoholliebender Mensch leben wir Bier, sei es jetzt zum Starten, egal wo wir
- 1:35:31essen gehen, es gibt immer ein Bier zum Starten, es gibt immer ein Bier zwischendurch, es gibt
- 1:35:35immer ein Bier danach.
- 1:35:36Also Bier ist schon wichtig.
- 1:35:38Also, ja, man hat weit nicht die Emotionalität wie es kein Wein hat.
- 1:35:42Das ist halt ein Durstlöscher und man trinkt's halt, weil man halt Bock auf irgendwas, was
- 1:35:48Serves oder auch man darf ja den Gesundheitsaspekt beim Bier niemals vergessen.
- 1:35:53Bier ist japanisch und ist sehr, sehr gut für den Bauch.
- 1:35:56Gerade beim erhöhten Weinkonsum, der viel Säure hat, ist natürlich ein Bier.
- 1:36:01Ich kann mir immer gut dem Ehepartner erklären, dass man irgendwie nur dringt, damit das
- 1:36:07Basis gegen die drei Floschen Wein wirkt, den man da vordrungen hat.
- 1:36:11Aber ich finde Wein ist so einzigartig und auch mit der Entwicklung, die eine Flasche
- 1:36:16Wein auch macht, während du sie trinkst.
- 1:36:18Also ich wüsste nicht, welchen Tea, das ich da trinken müsste, dass ich da die gleichen
- 1:36:23Emotionen habe wie beim Wein.
- 1:36:27Gibst du euch ein Liebes-Ohne-Wein?
- 1:36:30Boah.
- 1:36:31Ich esse extrem gern und ich trinke extrem gern und ich koche extrem gern.
- 1:36:37Und das ohne Wein wäre sicher ähnlich amüsant, aber ...
- 1:36:42Es gibt ja die Beispiele, die dann auf einmal eine Allergie entwickeln.
- 1:36:46Gegen Stoffe im Wein oder gegen Alkohol.
- 1:36:53Und die Leute, mit denen habe ich wirklich mit, leider sind das arme Schweine.
- 1:36:57Und jetzt ...
- 1:36:58Wir haben Echtholz-Tische, aus Eiche, da kloppt ich da drauf.
- 1:37:01Und hoffe natürlich, dass mir das nie wieder erfahren muss oder uns nie wieder erfahren
- 1:37:06wird.
- 1:37:07Aber es ist ... natürlich, es gibt alkoholische Getränke, die mich auch reizen und ich auch
- 1:37:13gern mal trink.
- 1:37:14Aber die Emotion, die Wein für mich hat, das hat kein anderes Gedanke.
- 1:37:20Hm.
- 1:37:21Vielleicht ...
- 1:37:22Was du gerade erwähnt hast mit Allergien-Om, also sprich, wenn jemand reinkommt, sagt,
- 1:37:27"Ich habe eine Insidermin-Intoleranz oder ich habe eine Schwef-Ellergie."
- 1:37:30Oder "Könnt ihr dem begegnen?
- 1:37:32Versucht ihr mit ihm zu arbeiten?"
- 1:37:33Oder gibt es da ...
- 1:37:34Tunt natürlich, aber diese Personen weißt dann meistens auch durch die eigene Allergie
- 1:37:40oder ... weißt diese Personen meistens auch schon, was er trinken kann oder welche Erzeugnisse
- 1:37:47besser fehlen sind.
- 1:37:48Gut werden, keine fehlen sein.
- 1:37:50Ist ja schon ein großes Thema und gerade ...
- 1:37:52Ein Wein ...
- 1:37:53Definitiv.
- 1:37:54Wie geht die da vor?
- 1:37:56Aber ...
- 1:37:57Aber ich muss sagen, wir haben dieses ... dieses Vorkommnis, haben wir quasi ...
- 1:38:03Okay.
- 1:38:04Mir fällt jetzt kein Beispiel, ob ich es sagen könnte, wie wir da jetzt reagiert hätten.
- 1:38:08Wir hatten es echt oft.
- 1:38:10Wirklich?
- 1:38:11Ja.
- 1:38:12Also keine Ahnung, ob das die Malbegegnisse war.
- 1:38:14Aber es gibt ja ... es gibt ja keinen Histerminfrennwein, oder?
- 1:38:17Ne.
- 1:38:18Aber es gibt reduzierte Weine, also weise welche Bewandte oder Histerminarmeweine, wobei
- 1:38:23der Produktionsstand darauf geachtet wird und so weiter, dass sich keine Histermine
- 1:38:26reisetzen beziehungsweise.
- 1:38:27Kannst du ja das anhand der Schalendichte auch letztlich ableiten, wie histermineblaske
- 1:38:33die Weine sind.
- 1:38:35Anhand teilweise der Meisterstandszeit, das Alter des Weines und so weiter.
- 1:38:40Und da ...
- 1:38:41Ja, das ist ... also bei uns hat das keine Relevanz, Gott sei Dank.
- 1:38:44Also in Sachen Allergien, in Speisen, haben wir natürlich einiges.
- 1:38:51Aber damit können wir gut arbeiten und unsere Küche ist auch sehr offen.
- 1:38:55Da haben wir keine Probleme, aber mit Histermin oder allergienigen Gedanken kommen wir quasi
- 1:39:03in die Inbührung.
- 1:39:04Hm.
- 1:39:05Next step für euch nach dem Walz, wenn es ihn danach gibt, wäre Weingut.
- 1:39:10Also wollt ihr mal Winzer fern?
- 1:39:12Nee.
- 1:39:13Also wir haben schon mal probiert zu Coronazeiten.
- 1:39:16Echt?
- 1:39:17Sehr gut fein angebaut, oder?
- 1:39:18Also All-in?
- 1:39:19Nein, also ...
- 1:39:20Nein, also ...
- 1:39:21Wir haben gepflanzt.
- 1:39:22Ja, wir haben gepflanzt.
- 1:39:23Wir haben selbst gepflanzt und war andere Projekte gemacht, das hat Spaß gemacht.
- 1:39:30Aber ich würde sagen, wenn wir was können, dann ist es ganz darum, mir und dabei sollten
- 1:39:36wir auch bleiben und mal schauen, wie es sich entwickelt.
- 1:39:41Wir werden jetzt sicher kein Kettensystem hier aufbauen mit Walz, aber wir haben schon
- 1:39:48ein paar andere Projekte auch im Kopf, im Hinterkopf für die nächsten Jahre, Jahrzehnte.
- 1:39:52Aber unser großes Ziel ist, das Walz für lange Zeit zu etablieren und auch als Klassiker
- 1:40:00irgendwann zu etablieren, dass die Leute nach München kommen und dass die Münchner
- 1:40:04schon zu den Gästen oder zu den Touristen sagen, wenn es ein klassisches Essen, ein
- 1:40:10österreichisches Essen wollt, ein Bombenweinkarten, da geht es ins Walz.
- 1:40:14Das ist Gott sei Dank jetzt schon so, aber unser großes Ziel ist natürlich, das Klassiker
- 1:40:20in München zu etablieren.
- 1:40:21Das nach zwei Jahren schon.
- 1:40:23Also da ...
- 1:40:24Also wie sich das auch entwickelt haben, also ich glaube, vor dem Jahr hattet ihr noch
- 1:40:27eine Weinkarte mit Achtandpositionen, jetzt ist es schon 1200.
- 1:40:30Dann die Präsenz im Allgemeinen, das ist eine tolle ...
- 1:40:35Obwohl wir wirklich ... wir sind ruhiger geworden und wir können nicht mehr so viel
- 1:40:40unterwegs sein wie früher.
- 1:40:41Also ich glaube, wir sind präsent und die Leute reden über uns und auch wenn Gäste
- 1:40:48jetzt egal wo unterwegs sind, um zu uns kommen und sagen, wir reden dort über euch, mal
- 1:40:53ich spreche über Walz, wenn es nach Münchenfahrts geht, ins Walz, das macht uns natürlich stolz
- 1:40:57und sehr glücklich, aber das soll in 20 Jahren noch immer so sein.
- 1:41:01Also wir wollen jetzt keinen Laden erschaffen haben, der in 10 Jahren wieder zu ist.
- 1:41:05Das ist nicht unser Ziel, schnelles Geld und dann die Putze verkaufen und weiter ...
- 1:41:11andere Projekte ...
- 1:41:12auch wenn wir dann vielleicht nicht mehr ...
- 1:41:14Nein, also wir haben mit denen ein Projekt im Kopf und die werden wir auch vielleicht
- 1:41:18irgendwann oder hoffentlich irgendwann umsetzen, aber noch nicht morgen.
- 1:41:23Nix unterschrieben.
- 1:41:25Gab es oder gibt es für euch die ...
- 1:41:30"Wants in a lifetime" war ein Speisenkombination?
- 1:41:33Wo ihr sagt, wow, das hat sich bei mir eingebrannt oder das empfehlen wir bei uns immer?
- 1:41:40Natürlich muss ich wirklich gestehen, ich komme ja auch aus dem Zweig und wir haben uns in
- 1:41:46der Zeit geholfen, ich war bei Clot Poussie, das war ...
- 1:41:49oder es wieder in zwei Sterne kocht und das war damals das Restaurant Hibiskus und der
- 1:41:55damals auch sehr junge Chefs, so wie ich aus Frankreich, hat sich enorm Gedanken macht
- 1:41:59und viel mit Naturwannen gearbeitet und aber auch klassisch war eine gute Kombi auf der
- 1:42:04Weinkarte und die Weinbegleitungen waren bombastisch und die haben auch quasi alle
- 1:42:11Gäste genommen, also ich habe auch sehr viel mitgenommen, gelernt.
- 1:42:15Und mir ist eine Kombination im Kopf geblieben, das war eine Makrele, nur gebeizt, das war
- 1:42:22damals Sommerzeit mit perfekten, gereiften und süßen Erdbeeren aus Südfrankreich und
- 1:42:29da hatten wir einen ... ja und das war gebeizt und es war eine leichte Winigrett mit dabei,
- 1:42:37sehr seuerlich und dazu haben wir serviert, haben wir selbst gerade auf der Karte, der
- 1:42:42haben wir es leider ein bisschen früh gegeben auf der Rosé Cantamania aus Russia, das war
- 1:42:49damals, es werden das gewesen sein, 2010 oder so, 2011 der Jahrgang und das war Grinach-Blanc,
- 1:42:56Grinach-Gree, Grinach-Noir zur damaligen Zeit und das war so eine bombastische Kombination,
- 1:43:02die habe ich mir gemerkt. Aber sonst empfehle ich auch allen Gästen, die zu uns kommen, um
- 1:43:08diese Frage stellen, sage ich, was habt ihr Bock? Ihr könnt auch gerne eine Flasche Rotwand
- 1:43:13trinken und fünf Fischgänge essen bei uns, es ist egal, wenn ihr darauf Bock habt und ich war
- 1:43:18jetzt auch wieder mit meiner Freundin Südtiro und guter Essen beim befreundeten Sommelier
- 1:43:22und ich habe vorhin eine Flasche Parolo bestellt, weil ich einfach drauf Bock hatte und ich
- 1:43:27wusste nicht, was zum Essen gibt, es ist mir wirklich egal, aber es gibt solche Sommeliers
- 1:43:31und solche Sommeliers oder solche Gäste und solche Gäste und es gibt auch bei uns Weinbegleitungen,
- 1:43:37die sind wahrscheinlich nicht vergleichbar mit hoch überlegten Sterne-Weinbegleitungen,
- 1:43:42aber es ist bei uns auch möglich, wir empfehlen meistens eine Flasche bzw. sie werden meistens
- 1:43:47Flaschen bestellt bei uns, darüber sind wir natürlich glücklich, aber wir sind beide
- 1:43:53keine Weinbegleitungsfans. Und wir sind auch nicht der klassische Laden, das man jetzt herkommt,
- 1:43:59man kann bei uns aus der Speisekarte immer vier oder fünf Gänge aussuchen, wenn man das will,
- 1:44:03wir sind nicht der klassische Laden, wo man sich jetzt rein setzt, fünf Gänge ist und dazu
- 1:44:10auf das Gericht perfekt abgestimmte Weine kriegt, das ist nicht unser steckend Pferd,
- 1:44:18auf keinen Fall. Was ich hatte, was mich nachhaltig beeindruckt hat, war beim Marco Franzelin,
- 1:44:26wo er bei einem drei-stelligen Restaurant war. Wendom? Kamenada? Wendom, genau. Wendom,
- 1:44:33da war ich mit meiner Frau und das war im zweiten Gang oder so, da gab es ein gekochtes Ei,
- 1:44:43wachsweich gekocht und dann war es in so einer Whisky-Sahnesauce mit Kavia oben drauf und
- 1:44:49der hat wirklich vier ZL Whisky dazu serviert, ich war danach halt blau, aber es war sehr gut.
- 1:44:56Das war wirklich... Kann ich mir das sehr gut vorstellen. Also auch vom Gaum gerest,
- 1:45:03das war ein guter Gefühl. Ja, auch so mit der Cremigkeit vom Ei und so, aber danach war ich halt...
- 1:45:09Das ist ein kleiner Genickschuss. Dicht.
- 1:45:12*Klopfen*
- 1:45:15Als Sommys beschäftigen wir uns eigentlich viel zu selten mit Spirituosen, mit dieser ganz
- 1:45:33eigenen Geschmackswelt und wenn man einmal darin eintaucht, sich von diesen verschiedenen
- 1:45:38Aromen, diesen ganz besonderen Aromen faszinierend begeistern lässt, dann kann man davon nicht
- 1:45:43mehr lassen und eines der Produkte, die mich persönlich wahnsinnig begeistert haben, war aus dem
- 1:45:48Hause Emil Lustau, der Brandy Solera Grand Reservoir, Feine Selection. Seine ganz eigene Reife erhielt
- 1:45:55dieser Brandy durch seine im Durchschnitt 15-jährige Lagerzeit in amerikanischen Eichenholzfässern
- 1:46:02und zwar denen, die zuvor 40 bis 50 Jahre für Olorossa und Pedro Remnes verwendet wurden.
- 1:46:07Erhält diese leicht nussige, die schokoladige, die ausladende Charakteristik durch den Olorossa
- 1:46:13und den intensiven tiefen Nachgeschmack. Die Fruchtaromen an Feigen, an Rosinen, an Datteln erinnern,
- 1:46:19diesen wahnsinnig langen Abgang durch den Pedro Remnes. 40 Volumenprozent, ein pH-Wert von 3,9.
- 1:46:260,3 Prozent Gesamtzäure ist das nicht nur ein Genusselement, sondern auch ein absolut perfekter Speisebegleiter.
- 1:46:33Zu Schokolade, zu Käsen, ja selbst zum geschmorten Rindfleisch. Ein Brandy mit einer ganz eigenen Klasse und Qualität.
- 1:46:40Doch was macht eigentlich ein spanischen Brandy aus? Spanien ist das Land mit der wahrscheinlich längsten
- 1:46:46Brandy-Tradition Europas und der größte Brandy-Produzent der Welt. 90 Prozent der spanischen Brandys
- 1:46:52kommen aus der Region des Heres de la Frontera, an der Atlantik-Küste. Dieses Erzeugnis ist seit 1987
- 1:46:58unter der Bezeichnung Brandy de la Frontera geschützt und seine Herstellung wird nach strengen Kriterien überwacht.
- 1:47:05Es handelt sich um den einzigen Brandy weltweit mit einer von der EU zugelassenen Herkunftsbezeichnung.
- 1:47:11Bei spanischen Brandys kommt ein besonderes Distillationsverfahren zur Anwendung.
- 1:47:15Dabei werden zwei völlig verschiedene Dessilate verwendet.
- 1:47:18"Olanders und Distillatorsch" bestehen zu 60 bis 65 Prozent aus Alkohol und Können als eigentliche Träger des Brandy-Aromers bezeichnet werden.
- 1:47:27Die Distillatorsch haben ein Alkoholgehalt von 84 bis 86 Prozent, sind aromatisch eher neutral und sorgen in Kombination
- 1:47:34mit den eigentlichen Arom-Trägern für einen leichteren und feineren Geschmack.
- 1:47:38Von ganz besonderer Bedeutung ist beim spanischen Brandy das Verfahren der Lagerung und der Alterung,
- 1:47:44das sogenannte Solära-Verfahren, das man so bei der Herstellung von Cognac oder Weimrand nicht kennt.
- 1:47:50Zumeist lagerte Brandy infestern aus amerikanischer weißer Steineiche, die zuvor bereits zur Sherry-Produktion diente.
- 1:47:57Dem Solära-Verfahren ist eine jahrgangsweise Lagerung unbekannt.
- 1:48:00Vielmehr haben die jeweiligen Distillate im Laufe ihrer Reifeperiode eine bestimmte Anzahl von Fassreihen zu durchwandern.
- 1:48:08Nach dem ersten Jahr wird hierbei nur ein Teil der junge Distillate entnommen und in einem Fass der zweiten Reihe gefüllt,
- 1:48:14aus dem man wiederum ein Teil in ein Fass der dritten Reihe gepumpt hat.
- 1:48:18Die Fässer der ersten Reihe werden mit frischen, völlig ungealterten Distillaten aufgefüllt.
- 1:48:23Nur das Distillat aus der letzten Reihe dient zur Herstellung des endgültigen Brandys.
- 1:48:27Je nach Produkt kann die Anzahl der Solära-Stufen unterschiedlich sein.
- 1:48:31Von hochwertigsten Brandy zum Beispiel ist ein zwölfstufiges Solära-Verfahren bekannt.
- 1:48:36Ergebnis dieses aufwendigen Systems ist es, dass über ein Langzeitraum eine gleichbleibende Qualität gewährleistet ist.
- 1:48:43Das Solära-Verfahren findet seinen Abschluss mit der Mischung der Orlandas und des Dylators.
- 1:48:48In einer erneuten, zum Teil mehrere Monate oder manchmal auch jahreandauernden Lagerung.
- 1:48:53Der Trinkstärkenalkylgehalt bei Brandy-Dichrers ist ein Alkoholgehalt von 36 bis 45 Volumenprozent und wird durch den Zusatz von Wasser erreicht.
- 1:49:02Unser Brandy Solära-Graserver gilt als die höchste gute Klasse und für diesen sind mindestens 36 Monate Lagerzeit vorgeschrieben.
- 1:49:11Jetzt kann man sich vorstellen, was für ein besonderes Produkt der Special Selection durch seine 15-jährige Lagerung ist.
- 1:49:18Und das spürt man, wenn man ihn einmal in der Nase oder auf der Zunge hatte.
- 1:49:22Ein Weinbrand, ein Brandy ohne Gleichen.
- 1:49:25Wie bist du so drauf?
- 1:49:37Grundsätzlich bin ich in allen Dingen total anders.
- 1:49:40Bei Weinbar war es so, dass wir Flaschenfrequenz hatten von 0,5 Prozent.
- 1:49:46Es waren 90,5 Prozent bei Glasweisebegleitung.
- 1:49:49Wir haben uns 7 verschiedene Sommnierungs- oder 10 Weine aus Österreich probiert.
- 1:49:59Wir lebten mehr von diesem Beinerlebnis.
- 1:50:05Einen Wein nach dem anderen, niemals den gleichen Wein.
- 1:50:09Wir haben auch sehr intensiv gelebt.
- 1:50:12Wir haben nur Käse gehabt.
- 1:50:15Das war ein Gesemenüm mit 3, 4 Gängen.
- 1:50:19Und dazu 12 verschiedene Weine, wo man mit spielen konnte.
- 1:50:23Ich habe das sehr gerne und sehr ausführlich gelebt, wenn man da auch einen intensiveren Kontakt zu den Gästen hatte.
- 1:50:29Die Weine erklären konnte, sich austauschen konnte.
- 1:50:31Es gab immer ein bisschen Arbeitsintensiverwahl, wenn man eine Flasche aufgerissen hätte.
- 1:50:35Das war auch ein kleiner Laden.
- 1:50:37Wenn ich selber weggehe, bin ich leider wie ganz viele von unseren Kollegen.
- 1:50:44Ich mag das selten, eine Weimbegleitung zu nehmen.
- 1:50:50Lass mir gerne das ein oder andere empfehlen, was man beim Gläschen probieren kann.
- 1:50:55Aber ich finde in der Flasche meine Ruhe, dass ich die Entwicklung sehen kann, wie der Wein sich langsam öffnet.
- 1:51:06Und das mag ich eigentlich.
- 1:51:08Mir ist es, wenn ich selber essen gehe, egal ob der Wein zum Essen passt oder nicht.
- 1:51:12Ich such das Wein ehrlich zu 100%.
- 1:51:15Ich bestelle auch das, worauf ich jetzt total gerade Lust habe.
- 1:51:20Total egal, was es dazu Essen gibt.
- 1:51:23Irgendwie, wenn man selber den Wein faszinieren findet, die speisen.
- 1:51:26Es gibt natürlich ein paar Kontrapunkte, die sich dann beißen.
- 1:51:29Das versuche ich zu vermeiden.
- 1:51:30Aber ich bin da auch nicht so der Freak, wo ich das extrem ausleben muss.
- 1:51:36Und ich habe auch, und ich hoffe, das klingt nicht irgendwie snobbistisch arrogant, bei Weimbegleitungen zu oft Enttäuschungen erlebt.
- 1:51:43Und bei der Flasche habe ich dann weniger Enttäuschungen, welche ich dann erlebe, was ich oder weiß, was ich bestelle.
- 1:51:48Ja, weil wir alle wissen, das ist gar nicht, gar nicht böse gemeint.
- 1:51:51Auch nicht gegen irgendeinen Kollegen oder so.
- 1:51:54Aber in der Weimbegleitung hast du in der Regel einen Wein, der sehr, sehr gut ist.
- 1:52:00Das ist leider meistens irgendwie zum Hauptgang irgendwas, was cool ist.
- 1:52:04Aber wenn du Sechsgänge hast, hast du drei Weine, die dich null interessieren, die dich null abholen, die irgendwie schon ganz lustig zum Essen sind.
- 1:52:13Aber in der Weimbegleitung verdient der Gastronom halt immer Geld damit.
- 1:52:18Aber es ist nicht so, dass das der absolut perfekten Matchwein ist.
- 1:52:23Ich finde es manchmal auch schade, wenn man als Kollege hinkommt, dann bekommt man ein anderes Treatment letztlich, als wenn man als Gast hinkommt.
- 1:52:31Sprich, Wein wird eingeschränkt, die meisten sagen, ihr kennt es ja sowieso.
- 1:52:35Und man hat nicht so diese Erklärung, das zelebrieren und so weiter.
- 1:52:38Und das finde ich manchmal ein bisschen schade.
- 1:52:41Also, weil ich in der Weimbegleitung jetzt so kurz hatte, was ich richtig genial fand, war, es gibt hier in der Nähe in der Tat eine Weinbar, der Janek, das Herr der 10.
- 1:52:52Und der hat extrem spannende Sachen aus Portugal, Spanien und so weiter und hat dann acht, neun Weiner ausgeschenkt, wo ich einen von kannte und hat es super erklärt.
- 1:53:04Und das war richtig, richtig gut. Also da hatte ich mal wieder richtig Spaß an der Weimbegleitung.
- 1:53:09Cool. Ja, ich habe auch ganz selten, dass ich mal wirklich...
- 1:53:15Es gibt auch nicht viele Someles, wo ich echt sage, denen ich nicht so vertraue, dass ich sage, hey, schenkt mir zu jedem Gang was ein, was du trinken würdest, ohne dass ich danach das Gefühl habe, dass ich irgendwie verarscht wurde oder so.
- 1:53:29Gibt es einen Kollegen, dem du von der Haus hast? Warst du schon mal begeistert? Allgemein von der Arbeit?
- 1:53:35Ja, wie gesagt, ich finde das, was Marco überall macht, finde ich schon sehr gut, sehr anders.
- 1:53:48René Antrag in Wien.
- 1:53:51Stimmt.
- 1:53:53Er hat uns auch schon oft ein Kläschen einfach so hingestellt und wir waren schon das öfteren Bein und einfach so ein Kläschen hingestellt zum Gang.
- 1:54:00Und ja, also es gibt viele, viele Somelierkollegen, die nicht vertraue.
- 1:54:04Aber ich weiß ja auch, dass die selbst, wenn sie essen gehen, eine Flasche bestellen.
- 1:54:09Und dann bestelle ich lieber eine geile Flasche Wein mit meiner Frau, wenn ich jetzt zweit essen gehe und dann vielleicht noch zwei, drei Kläser dazu.
- 1:54:15Oder zwei Flaschen wie auch immer.
- 1:54:18Und bin halt 100% happy, weil die viele Freizeit haben wir in der Gastromee eher alle nicht.
- 1:54:24Und wenn ich dann essen gehe, will ich natürlich auch weintechnisch super happy sein.
- 1:54:28Das muss beweifen.
- 1:54:31Gibt es ein Weintraum für euch?
- 1:54:33Also, dass ihr sagt, den Wein möchte ich irgendwann in meinem Leben unbedingt einmal trinken?
- 1:54:37Ich würde echt gern mal was von Auré-Jay probieren, aber irgendwie habe ich zu arme Freunde oder der Laden verdient zu wenig Kohle, dass ich das irgendwie erleisten könnte.
- 1:54:49Also, wenn es irgendwer hört, deine Flasche Auré-Jay-Jetz-Haus hat, ich würde für ein paar Hundert Euro ein Klärtel abkaufen.
- 1:54:56Wir hätten Auré-Jay auf der Karte, klingt ähnlich.
- 1:55:00Das klingt gleiche.
- 1:55:04Auré-Jay.
- 1:55:07Nein, da haben wir schon öfters darüber gesprochen, Stefan, nicht, weil wir hatten auch Gast in Graves, der das schon getrunken hat.
- 1:55:15Uns würde es einfach mal interessieren.
- 1:55:17Also, ich weiß nicht, ob uns diese Flasche umblasen würde, aber ich würde es einfach gerne mal probieren aus Someli.
- 1:55:23Ich glaube, gerade bei solchen Wein ist ja oftmals so, dass je weniger man erwartet, umso mehr bekommt man.
- 1:55:28Also, wenn man seine eigene Erwartungshaltung so wahnsinnig hoch schraubt, was sehr viele haben, wenn sie XY trinken, das kann der Wein oftmals gar nicht leisten.
- 1:55:36Aber ich habe schon so eine hohe Erwartung an das Wein gut so. Das kann nicht so gut sein, dass ich mich das noch flasche.
- 1:55:42Das weiß ich jetzt schon.
- 1:55:44Und das ist irgendwie Schade, aber mich würde einfach mal was interessieren.
- 1:55:50Welchen Ausbaustil präferiert ihr grundsätzlich? Also einmal Natural Wine? Das durfte ich ja schon lernen.
- 1:56:00Ich finde schon großes Holz immer geil. Ich finde großes Holz ist immer so sehr elegant, ein bisschen Mikrooxidation, aber es ist ja nicht so eingesperrt wie im Stall.
- 1:56:14Aber wenn ich was präferieren müsste, würde ich vielleicht das große Holz nehmen, aber ich finde, jeder Wein braucht seine Umgebung, ob das ein Betoner ist oder ein Stalldank oder ein kleines Holz.
- 1:56:29Das müsste Winzer entscheiden, aber ich liebe großes Holz.
- 1:56:35Welche Region?
- 1:56:38Ich bin eigentlich ein großer Fan von Beton, muss ich sagen.
- 1:56:43Weil es behält auf diese Kühle und diese Frische und diese Frucht.
- 1:56:49Ich spreche eigentlich hauptsächlich von Rot, weil ich auf Sprudeln und Rot trinke eher weniger weiß.
- 1:56:58Beton und natürlich großes Holz, das ist schon eher das, was ich gerne trinke oder bevorzuge. Und auch wenn ich es probiere direkt im Keller, wenn ich meistens fläschte oder mehr fläschte, wir haben Drehausbauten.
- 1:57:14Wahnsinn, dass es jetzt erst seit 10 Jahren wieder so richtig an Boke geworden ist.
- 1:57:18Also ich hatte das Gefühl, dass komplett aus dem Keller verbannt wurde und jetzt wieder reingemauert wurde und wieder ein Thema ist.
- 1:57:25Bei vielen Winzer, die wir auch schon lange trinken, ist es schon immer so oder schon lange wieder so.
- 1:57:31Aber ja, bin ich bei dir.
- 1:57:33Und wenn ich jetzt von unserer Heimat spreche, da ist natürlich auch alles umgerüstet worden auf kleines Holz und Parik und neues Holz.
- 1:57:41Aber jetzt müssen wir nicht zufrieden der Vergangenheit schwenken.
- 1:57:45Es hat sich gerade so dann wieder viel geändert und die Winzer, die wir gerne trinken, arbeiten egal.
- 1:57:50Oder arbeiten dann richtig.
- 1:57:54Ja, ich finde, das kann man so.
- 1:57:57Das ist nur ganz kurz nochmal dieses ganze, was gerade gut ist oder cool ist, so in so einer schnellen wegen Zeit, die wir leben, die gab es halt auch noch nie.
- 1:58:07So vor, keine Ahnung, vor 10 Jahren haben die ganzen großen Gewechsel alle einen Spitz Restzucker gehabt.
- 1:58:14Jetzt wird wieder alles ganz trocken.
- 1:58:16Jetzt wird wieder ein bisschen mit Holz gearbeitet, Beriesling.
- 1:58:19Es verändert sich so vieles so schnell.
- 1:58:23Und ich finde das beim Wein schon auch erschreckend.
- 1:58:28Du weißt ja, wie krass schnell das alles geht.
- 1:58:33Teilweise glaube ich auch die Informationen so intensiv verfügbar sind, also auch für die Weine.
- 1:58:39Und dann ist ein Weinstil gerade erfolgreich und viele versuchen dem dann oder finden das gut, versuchen das nachzuhaben.
- 1:58:46Absolut.
- 1:58:48Absolut.
- 1:58:49Absolut nicht mehr so beständig.
- 1:58:51Früher wusste man, was man in seinem Dorf macht.
- 1:58:53Man hat das immer gemacht und das hat man weiter gemacht.
- 1:58:56Ich glaube, ich gab es nicht so extrem entgegen.
- 1:58:59Ja, gebe ich dir recht auch so.
- 1:59:01Ich nenne es mal buggundischen Schaddonenstil, denn irgendwie in Deutschland jeder kopieren wollte.
- 1:59:09Es hat ein bisschen neues Holz, ein bisschen Reduktion und wir bauen den Wein dann halt so hin, weil sich das gerade gut verkauft.
- 1:59:20Könnt ihr die Zukunft prognostizieren, dass ihr sagt, dahin entwickelt?
- 1:59:24Hoffentlich nicht.
- 1:59:26Ich bin froh, dass ich alle auf Qualität am Ende des Tages fokussieren und einfach schauen.
- 1:59:54Dass es möglichst nachhaltig produziert ist, ohne dabei irgendwie dogmatisch Natur, Naturale zu arbeiten.
- 2:00:09Und auch vielleicht so ein bisschen die Vergangenheit wieder einspielen lassen, sich auch vielleicht wieder darauf besinnen, für was die Region mal gestanden hat, was irgendwie vor 50 Jahren mal gut war oder auch gut funktioniert hat.
- 2:00:24Das finde ich halt immer irgendwie spannend, weil ich halt bei uns im Laden aktuell sehe, so dass dieses bodenständige, klassische, auch vielleicht ein bisschen altbackene,
- 2:00:36dass das vielleicht auch gerade der Weg zum Erfolg ist.
- 2:00:44Das geführe ich auch. Also das zum einen das Bewusstsein in Richtung natürlich Natur, Nah, Biologe, spieldynamisch, Naturbewusst,
- 2:00:52sich auf die Sachen besinnen, wo der Wein eigentlich herkommt und das man auch an morgen denkt.
- 2:00:57Und dass man sich nachdem man jetzt irgendwie die ganze Welt abgerissen hat, dann irgendwie auf das besinnt, was die eigentliche Tradition ist oder was die Kernkompetenz der letzten 300 Jahre war.
- 2:01:09Und das versucht der aktiv zu leben. Was ich sehr gut finde, welche Region außer Österreichs unterbewertet.
- 2:01:21Ich hab Österreich aus, ich könnte auch Österreich mit reinnehmen, aber es war mir relativ klar, dass ihr natürlich sagt Österreich ist unterbewertet.
- 2:01:29Es sind viele Regionen unterbewertet. Zum Beispiel was wir lieben und die Familie lieben und den Winter leben, ist Michi Kroos in Slowenien.
- 2:01:43Slowenien haben natürlich viele Someles am Schirm und es gibt Top-Erzeugnisse, aber so im Allgemeinen, sprichst du von unserer Bubble oder sprichst du von der Allgemeinen?
- 2:01:56Allgemein. Und ich würde es allgemein.
- 2:01:58Ja, dann können wir einige Regionen mit reinnehmen, aber Slowenien gehört mir und da völlig viele dazu.
- 2:02:05Ich finde es leichter zu sagen, welche Regionen sind aktuell extrem überbewertet, weil wenn man sagt, das Piemont wird immer teurer, das Poghunt wird immer teurer,
- 2:02:16Champagne wird immer teurer und alles andere ist halt so im hohen Mittelfeld.
- 2:02:26Aber hältst du Champagne ab hier Montse d'Araf für überbewertet, weil es so teuer ist oder überbewertet, weil die Qualität nicht dem Image entspricht?
- 2:02:41Ich finde es halt schade, dass das ganze Zeug am Zweitmarkt halt für Preise verschärbert wird, die halt Gleises gestört sind.
- 2:02:50Und das ist das, was mich so ein bisschen stört daran.
- 2:02:54Das sind ja die fünf Ausnahmen.
- 2:02:56Ja, ja.
- 2:02:57Das sind ja die fünf, wenn ich jetzt vom Piemont spreche und da kenne ich mich, würde ich mal sagen, nicht schlecht aus.
- 2:03:01Das sind diese fünf Namen im Piemont, die halt am Markt oder am Zweitmarkt dann drei bis sieben Euro kosten, die Bulle oder die Flasche.
- 2:03:12Und der Rest, wenn du dort bist, das ist alles bezahlbar. Also ich glaube, Piemont würde ich da jetzt noch nicht in die Rechnung mit reinnehmen, mit Poghunt.
- 2:03:22Und ich spreche jetzt hauptsächlich von Poghunt, weil wir trinken auch wirklich viel Champagne privat und das ist alles noch leistbar.
- 2:03:31Bis wieder mal diese drei bis fünf Namen, die wir alle gerne trinken, auch wenn es nicht oft ist, weil wir es uns nicht leisten können.
- 2:03:38Aber sonst, es gibt so geile Erzeugnisse von kleinen Produzenten in der Champagne, die halt 30 bis 50 Euro kosten, die für uns...
- 2:03:45Natürlich, für die breite Masse ist 50 Euro viel für eine Flasche Wein, aber für uns ist halt unsere Passion, unsere Liebe.
- 2:03:53Das ist 50 Euro für mich jetzt alles noch im Rahmen.
- 2:03:56Aber in Poghunt macht es halt wirklich weniger Spaß.
- 2:03:59Und wenn wir das mit früheren Zeiten in der Weinbauer, in Crabes vergleichen, hatten wir regelmäßig Poghunt Blancs auf der Karte,
- 2:04:07Glasweise für, keine Ahnung, 7, 8 Euro das Glas und die Flasche hat gekostet, keine Ahnung, 14, 15, 16 Euro.
- 2:04:16Mittlerweile unter 20 Euro findest du keinen anständigen Bougon Blommer.
- 2:04:20Und da merke ich halt, wo die Region hingeht, wenn es bei den Kleinen schon so ausschweift, von Bremée und Cronkübra,
- 2:04:27man kann nicht reden, aber auch die Village, also die Village-Weine bei uns aus Chambol und Co. kosten alles 150 Euro aufwärts.
- 2:04:35Und das ist nur Village.
- 2:04:37Und wer leistet sich das noch?
- 2:04:39Und letztlich hat sich das auch nicht so gravierend verändert vor 10, 15 oder 20 Jahren.
- 2:04:46Also die Weine sind teilweise differenzierter und schon manchmal auch moderner geworden, aber sauberer, fokussierender, fruchtgetragener,
- 2:04:55früher trinkbarer.
- 2:04:57Findet ihr, dass es Regionen gibt in der europäischen Weinwelt,
- 2:05:03oder dass man teilweise Alternativen in anderen Regionen finden kann, die günstiger sind,
- 2:05:10oder seid jeder Meinung, wer Bougon trinken möchte, trinkt halt Bougon oder wer Piermont und die Violo trinken möchte, der muss halt das Geld dafür bezahlen.
- 2:05:23Es gibt aus jeder Region, gibt es auch Top-Beispiele aus anderen Regionen, die natürlich viel preiswerter sind.
- 2:05:32Konkrete Beispiele musste ich mir jetzt kurz überlegen, aber ich habe jetzt nur die beiden Regionen gedacht und es gibt natürlich vergleichbares.
- 2:05:40Aber dieses andauernde Vergleichenfall mit diesem Bougon, das kotzt uns eh schon alle an.
- 2:05:47Und wenn man dieses Bougondische Charakter vergleichen, das hat Bougon geschafft,
- 2:05:57dass sich jede Region mit Bougon vergleichen will, das ist eine Alleinstellung, das gibt es quasi nicht mehr in der Welt.
- 2:06:04Und den Stil kann man ja auch kopieren, wenn man guter Winzer ist, kann man diesen Stil ja schon sehr nahe nachmachen, wenn man es möchte.
- 2:06:14Zumindest ist es in Blind-Tasting, es nicht herauskommt, zumindest in der ganzen auch reife Phase.
- 2:06:21Und das sind nicht nur die üblichen reduktiven Noten, sondern eben da weit darüber hinaus, viele, viele andere.
- 2:06:28Genau, genau, genau.
- 2:06:30Das kann man ganz greifen kann.
- 2:06:32Seht ihr darin eure Aufregung, die günstigere Lösung zu präsentieren?
- 2:06:38Ja, ich habe die trotzdem bei mir abgeschaut.
- 2:06:41Wir haben mich natürlich auch auf der Karte, aber ich bin auch immer ehrlich, auch wenn Gäste und wir haben einfach einen enormen,
- 2:06:48oder die Gäste haben einen enormen Fokus auf Österreich bei uns.
- 2:06:52Und das kann man ihnen auch nicht verübeln, weil sie kommen zu zwei Österreicher in ein österreichisches Gasthaus.
- 2:06:58Da kann man sich schon denken, dass man Österreich trinken will.
- 2:07:02Oft geht es um Riesling und wir haben natürlich auch Riesling-Gewächse aus Österreich auf der Karte,
- 2:07:09aber wenn dann Leute, ich bin auch immer ehrlich, ich sage, wenn Riesling, es gibt natürlich geile Erzeugnisse aus Österreich,
- 2:07:17aber dann trinkt es deutschen Riesling.
- 2:07:19Wenn man schon in Deutschland sind und wir haben eine Top-Reisling-Weinkarte aus Deutschland,
- 2:07:24dann trinkt es doch bitte einen deutschen Riesling.
- 2:07:27Aber ich würde halt dann vielleicht weg von der Rebsorte gehen, weil die Rebsorte ist zweitrangig.
- 2:07:35Also in erster Stelle ist der Geschmack, finde ich.
- 2:07:39Und dann kommt irgendwann die Rebsorte, irgendwann im Hintergrund nach Winz und Co.
- 2:07:43Und trinkt es einen geilen Vermint, was auch natürlich den Ursprung hat in unserer Region,
- 2:07:49sei es in Burgenland, sei es in Ungarn natürlich, in Slowenien und Co., wo man Vermint überall findet.
- 2:07:55Das sind so, wo man Leute noch immer überraschen kann.
- 2:07:58Natürlich in unserer Bubble nicht mehr, aber in unserer Gästewelt kann man Leute damit überraschen.
- 2:08:04Und wir haben natürlich auch einige geile Weine aus der Rebsorte Wirtliner, die fantastisch sind.
- 2:08:10Winzer von A bis Z.
- 2:08:15Aber ich würde jetzt nicht unbedingt auf eine Rebsorte gehen, dass man die jetzt unbedingt vergleichen sollte oder muss.
- 2:08:21Es klingelt wieder.
- 2:08:23Alles gut.
- 2:08:25Ja.
- 2:08:27Was darf man mit Weinen gar nicht tun?
- 2:08:31Also seid ihr da doch Martin und sagt, bei uns wird der Rotwein niemals kalt serviert oder der Weißwein niemals warm?
- 2:08:39Oder würden Bordonen niemals in großen oder kleinen Gläsern oder wie auch immer?
- 2:08:46Oder irgendwas bei ihnen niemals auf der Rückbank fliegen oder was?
- 2:08:50Bei uns im Laden gibt es nichts, was ein Gast mit seinem Wein nicht machen darf.
- 2:08:58Das ist seine Flasche. Wenn er die Flasche kauft und er will Eissüffel in seinen Bogunder drin, dann kriegt er Eissüffel.
- 2:09:03Das ist natürlich, würde ich das privaten Spass machen.
- 2:09:08Er kriegt aber kein Saltogasl.
- 2:09:10Ja, genau das ist nicht.
- 2:09:12Aber das würde ich privat nicht machen.
- 2:09:15Wir können immer eine Empfehlung aussprechen, wie wir es trinken würden oder ob wir es belüften würden oder in welchem Glas wir servieren würden.
- 2:09:23Aber wenn ein Gast zu mir sagt, er will diesen Roten auf Eissüffel und dann schluss Cola drauf, dann soll er das doch, wenn er das Happy macht, dann wenn er dann rausgelegt wird, ich habe einen geilen Abend.
- 2:09:34Ja, dann soll er das. Ich würde es nicht machen, aber ab zu ihm.
- 2:09:42Ich denke auch, dass man da nicht über Vormunden teilweise sein sollte, sondern einfach auch.
- 2:09:46Das ist auch nicht meine Aufgabe.
- 2:09:48Als Gastronom nicht meine Aufgabe, einem Gast irgendwie zu erklären, wie er bei uns was zu machen hat.
- 2:09:57Das steht uns an der Zuhur. Der kauft die Flasche, sie gehört ihm.
- 2:10:05Wenn er sie aus der Flasche trinken will, kann er das genauso tun, wenn er sie aus einem Wasserglaschen trinken will.
- 2:10:10Weil du gerade Flasche trinken gesagt hast, habt ihr ein schönstes und schlimmstes Sommelierlebnis?
- 2:10:18Also eines, was euch total glücklich gemacht hat und eines, wo ihr gesagt habt, ich wechsle den Job?
- 2:10:28Was ich natürlich immer cool finde ist, wenn Gäste zu uns reinkommen und sagen, sie wollen das und das trinken, weil sie das von zu Hause kennen und dann uns fragen,
- 2:10:38oder haben wir eine Empfehlung, was alternativ sehr gute, was sie vielleicht nicht können.
- 2:10:43Wir bringen dann was und die gehen raus und sagen, das war ein Erlebnis und das war cool und das hat uns Spaß gemacht.
- 2:10:51Das finde ich schon immer schön, egal was es für ein Wein ist. Markus hat gerade von Formint gesprochen.
- 2:10:58Und wenn einer sagt zu ihr, er will irgendwas in so eine Weißburg- oder Grauburgunterrichtung,
- 2:11:04aus sich habe eine alternative Empfehlung und dann bringe ich Formint und alles ein "Hey Formint", das ist doch immer süß aus Ungarn, Tokai, keine Ahnung.
- 2:11:12Man sagt, hey, aber es gibt seit fünf Jahren oder seit zehn Jahren in Österreich Winter, die das wirklich sehr geil, trocken, trinkig machen,
- 2:11:20ohne dass er so eine pappige Süße hat und dann lasse ich das kosten und das ist halt begeistert, das finde ich halt immer geil.
- 2:11:28So diesen Überraschungsmoment oder auch diesen neuen Entdeckungsmoment zu schaffen.
- 2:11:35Ich würde der Somelé-Erfahrungstechnisch eher raus aus dem Reströgen und die Reisen, die wir erlebt haben, die Reisen, die Leute, die wir kennengelernt haben,
- 2:11:46die Weine, die wir gesoffen haben, das Essen, was wir gegessen haben, auf den Weinreisen, uns haben schon Gäste geschrieben, können wir da mal mitfahren.
- 2:11:55Aber das ist natürlich auch der Vorteil an der Gastronomie und an der Somelé-Szene, in unserer, wieder mal, Bubble, man hat halt die Chance zu allen Weingütern der Welt zu fahren.
- 2:12:06Also egal, wo wir hinwollen, wir kommen dorthin, sei es jetzt über Kontakte oder weil uns die Leute selbst persönlich kennen, es ist egal.
- 2:12:14Und die Reisen sind einfach immer geil.
- 2:12:16Und diese Erfahrungen machen halt nur wir in der Szene. Wir bekommen einen Einblick und die Persönlichkeit und die Ehrlichkeit hinter dem Winzer.
- 2:12:26Und das macht mich eigentlich mit in meinem Beruf am glücklichsten, diese Reisen.
- 2:12:32Findest du, dass wir anders reisen oder könnten Weinfreaks oder Winzer genauso reisen?
- 2:12:40Also Winzer sowieso. Winzer sind nach uns die nächsten Profis, die halt noch mehr vertragen wie wir.
- 2:12:48Also Winzer würde ich jetzt auf alle Fälle gleichstellen mit uns, mit uns Freaks in der Gastronomie.
- 2:12:54Privatleute können natürlich auch so reisen.
- 2:12:59Viele auch Gäste von uns, die engagieren sich in dem Segment sehr viel, sind viel unterwegs, kennen auch viele Winzer persönlich,
- 2:13:07haben das nötige Kleingeld und auch die Erfahrung durch die letzten Jahre, um Wein richtig einschätzen zu können.
- 2:13:14Also die Schaus hat jeder. Aber natürlich uns fällt alles leichter.
- 2:13:18Wir haben die richtigen Leute dabei. Wir kennen die richtigen Leute.
- 2:13:22Die richtigen Leute kennen uns durch unser Restaurant, durch unsere Bar zuvor.
- 2:13:28Das ist halt der Vorteil. Jeder spricht immer nur vom Nachteln in der Gastronomie und das macht mich krank.
- 2:13:33Ich habe jetzt neulich wieder ein Bericht gesehen oder mit Tim Rauer, die neue ausgestrahlte Sendung auf Amazon,
- 2:13:42das wirklich ein geiles Format ist. Und einer der Küche hat gesagt, er wird seinen Sohn wieder niemals in die Gastronomie stecken,
- 2:13:49niemals das wieder verhindern. Und sowas macht mich wirklich krank.
- 2:13:53Weil die Gastronomie hat zu viele geile Seiten, so viel Positives.
- 2:13:56Ich war auf der ganzen Welt durch meinen Beruf unterwegs und habe so viele geile Leute kennengelernt.
- 2:14:01Ich habe in Restaurants gespeist, die sich andere Leute nicht mal vorstellen können oder kennen.
- 2:14:09Ich habe andere, natürlich andere freie Tage, ich habe andere Reisen.
- 2:14:15Mir ist Kulinarik viel wichtiger. Mir ist die Qualität der Produkte wichtiger, weil ich natürlich auch in dem Segment arbeite.
- 2:14:21Also die Gastronomie hat zu viele Vorteile. Und jeder, der das immer nur runterbricht auf die Arbeitsstunden,
- 2:14:27dass man an dem Scheiß, Entschuldigung, an dem Scheißwochen arbeiten muss, da bekomme ich Kabeln.
- 2:14:33Also da werde ich krank, wie man merkt. Und deswegen, junge Leute motivieren, auch wenn man jetzt komplett von der Frage abweichen.
- 2:14:40Aber die Gastronomie hat so viele positive Seiten. Und eines der Segmenten oder einer der positiven Seiten ist,
- 2:14:47natürlich auch sind die Reisen und die Möglichkeiten, die man aus Somalia oder die man aus Gastronomie hat in dieser Szene.
- 2:14:56Also ich halte auch, wie jeder unterscheiden.
- 2:14:59Für Sprache mit deinen Worten gibt es so viele andere Jobs, wo du auch am Wochenende arbeiten musst.
- 2:15:05Da ist Krankenschwestern, Polizisten, bla bla bla. Und was ich da ganz, ganz doll hervorheben würde, ist dieser positive Vibe.
- 2:15:13Also den man hat. Weil man verschafft ja schöne Momente.
- 2:15:18Und man denkt den ganzen Tag natürlich auch neben dem Arbeitsaufwand, dem Stress und sonstigen, denkt positiv.
- 2:15:24Und das bringt so eine positive Grundstimmung ins Leben.
- 2:15:29Und daher finde ich das eigentlich, ja, finde ich das absolut bemerkend.
- 2:15:35Ich kann es noch dreimal wiederholen und noch andere Aspekte mit reinbringen, aber auch sei es jetzt die Kontakte, die jeder von uns hat.
- 2:15:43Stefan hat sein Zahnarzt von unserem Laden hier. Ich bin, meine Frauen, ich bin auf der Wohnung suchen.
- 2:15:52Ich bin wieder zu einem Markt, der durchs Wald kommt.
- 2:15:56So heißt es, egal in welcher Branche man, wenn sucht oder benötigt, wenn braucht, man kennt wen.
- 2:16:03Und wo kann man da schon sagen, in welcher Branche?
- 2:16:06In der Gastronomie kommen wir genau zusammen.
- 2:16:09Ich war dankbarerweise jetzt gerade bei einer Bogenlandreise und da waren aus allen fünf Kontinenten waren,
- 2:16:15Sommys dabei und mit einem hat sich so das Gesamtnetzwerk, also Dank, vielen Dank Österreich Weimarke Ting,
- 2:16:23mit dem ganzen Weltsoge gezogen. Also etliche Leute aus Japan, aus Australien, aus,
- 2:16:30und das ist eigentlich so ein Fakt, der das ganze Leben letztlich prägt.
- 2:16:36Und somit hat man, egal wo man hinfährt, immer irgendjemand, den man irgendwo hermerkante,
- 2:16:40oder mit dem man irgendwie eine Probe hatte, eine Reise hatte, ein Abend hatte, etc.
- 2:16:45Und das finde ich eigentlich sehr schön.
- 2:16:47Das ist eine sehr verbindende Branche und Wein ist da schon ein sehr cooles Medium uns alle irgendwie zusammenzubringen.
- 2:16:55Schlimmstes Erlebnis? Habt ihr da was?
- 2:16:57Ich muss sagen, ich habe jetzt kein schlimmstes Erlebnis, aber für mich so die schlimmste,
- 2:17:07ich will auch nicht gar nichts an Erfahrung, aber was für mich der schlimmste ist, was ich in der Gastro erfahren habe,
- 2:17:12ist, dass ich für eine Flasche Wein im Restaurant zahlen muss, wenn die quakt und irgendwie älter wie zehn Jahre alt ist.
- 2:17:22So dass ich als Gast dafür bestraft werde, eine Flasche Wein zu bestellen,
- 2:17:29und nur weil die quakt muss ich die zahlen, ohne dass sie trinkbar ist.
- 2:17:34Da kriege ich Kretze, wirklich, da kriege ich Durchfall.
- 2:17:39War das in der Weinkarte ausgezeichnet? Also war das auch reingeschrieben?
- 2:17:43Ja, geschrieben, in der ersten Seite. Herzlich willkommen, bla bla bla.
- 2:17:49Und nur, dass wir Bescheid wissen, alle Weine, die älter wie zehn Jahre sind, tragen sie als Gast die volle Verantwortung dafür,
- 2:17:55ob das gut ist oder nicht.
- 2:17:58Und das finde ich irgendwie, das wieder strebt meinem Gastgeber, Tum.
- 2:18:03Ich kann jeden verstehen, der das macht, aus wirtschaftlicher Sicht, weil es natürlich viel Kohle ist,
- 2:18:07dem Keller liegt und so weiter.
- 2:18:10Ich verstehe es nicht.
- 2:18:12Aber ich, wie erwartet, kriege ich Durchfall.
- 2:18:14Wisst ihr, wie das rechtlich ist? Also habt ihr eine Ahnung, wie es mit dem Cock-Bahn rechtlich ist?
- 2:18:18Wenn du es jetzt wirklich runterbrechen würdest und das wäre halt keine Ahnung, bla bla krank, rüfe 50.000 Euro?
- 2:18:24Also ich glaube, dass ein Gastronom einem Gast nichts verkaufen darf, was nicht genießbar ist.
- 2:18:29Na, es kommt darauf an, wer die Flasche ausgesucht hat, wer die Händisch ausgesucht hat.
- 2:18:36Und derjenige, der sie sozusagen aus dem Regal genommen hat, wenn sie so ein System hat, wo der Gast sich selber die Flasche aus dem Regal nimmt.
- 2:18:43Also es gibt ja manche Vino-Täken, wo du hingehst, nimmst die Flasche und sagst, hier mach auch, dann hast du dir selber ganz bewusst diese cockige Flasche ausgesucht.
- 2:18:52Beziehungsweise im Weinhandel, wenn du jetzt über deinem Händler.
- 2:18:55Dann hat derjenige, der die Kiste verpackt hat, diese cockige Flasche für dich ausgesucht und ist damit schuld.
- 2:19:01Oder eben der Winzer hat die Flasche, ja, ja, ist rechtlich fundiert.
- 2:19:07Oder der Winzer hat halt die Flasche ausgesucht, fest die an und man packt die in deine Kiste.
- 2:19:12Damit ist derjenige, der die Flasche händisch angefasst hat.
- 2:19:15Schuld.
- 2:19:16Wer jetzt in gastronomischer Sicht eine andere Sache, wenn der Gastronom sagen würde, es ist die letzte Flasche,
- 2:19:22er muss dich aber darauf hinweisen.
- 2:19:23Damit hat er keine Wahlmöglichkeit zwischen den verschiedenen Flaschen und sagt, das Risiko tragen sie in dem Sinne.
- 2:19:30Also wie es dort in der Karte ausgeschrieben war, da haben die es ja ausgeschlossen, das ist eine Möglichkeit.
- 2:19:34Aber grundsätzlich wird es nirgendswo...
- 2:19:36Ja.
- 2:19:37Entschuldigung, das ist ein Unterbrech bei uns.
- 2:19:40Alles gut.
- 2:19:41Dieses Know-how ist gut zu hören oder auch mal wichtig zu hören.
- 2:19:45Aber bei uns hat das keine Relevanz.
- 2:19:47Wenn der Wein nicht in Ordnung ist, dann wird er nicht an Gas gehen.
- 2:19:51Natürlich passiert es einmal, dass wir vielleicht ein Quark-Schleicher überschmecken und der Gast dann rauf kommt,
- 2:19:56dann wird die Flasche über zurückgenommen.
- 2:19:58Es kommt kein Gast, er muss eine Flasche trinken bzw. sie bezahlen die nicht federfrei.
- 2:20:05Bin ich ganz toll bei dir.
- 2:20:08Das Beispiel ist ja einfach, ich finde es manchmal ganz gut, wenn man die andere Seite oder die Möglichkeiten auch kennt,
- 2:20:13wenn man entspannter in die Kommunikation gehen kann, auch wenn man dann die Möglichkeit hat, das dann rückwirkend zu reklamieren.
- 2:20:19Also sprich das, wenn du es bei deinem Händler reklamieren möchtest und der sagt, ne, geht nicht,
- 2:20:24hast du die Möglichkeit, das zu verargumentieren.
- 2:20:26Und das finde ich manchmal in dem Sinne ganz gut.
- 2:20:29Man reklamiert natürlich nicht jede Flasche.
- 2:20:31Oft bleibt man drauf sitzen.
- 2:20:33Manchmal ist es natürlich auch für die Chemie zwischen den einzelnen Geschäftsbeziehungen, zum Winzer oder zum Händler.
- 2:20:40Logisch, dass man nicht jede Flasche reklamiert.
- 2:20:43Aber es hilft manchmal einfach die Ableutung.
- 2:20:47Es ist eine Grauzone.
- 2:20:49Total.
- 2:20:50Auch wenn es manchmal schleicher sind, das bringt nichts, den Gast den Wein trinken zu lassen,
- 2:20:53der die ganze Zeit überlegt hat er hat er nicht, hat er nicht.
- 2:20:56Aber es gibt immer andere Möglichkeiten, den Wein doch an den Mann zu bringen, wenn er sich wirklich getäuscht hat oder eine Lösung zu finden.
- 2:21:06Soll ich dir mal sagen, wie wir das machen?
- 2:21:09Sobald, natürlich sobald Gast, hast du auf leise geschwunden?
- 2:21:14Habe ich ja.
- 2:21:15Kein Problem.
- 2:21:17Sobald Gast bei uns vermutet, dass er quarkt, dann probiert natürlich einer von uns, dann probiert vielleicht noch ein zweiter von uns.
- 2:21:25Und wenn wir sagen, nein, der quarkt nicht, dann wird er dennoch zurückgenommen.
- 2:21:32Es gibt nichts Schlimmeres, wenn du, und das weiß ich aus eigener Erfahrung, wenn du glaubst, der Wein hat einen Fehler, dann ist es meistens auch so.
- 2:21:42Natürlich haben wir oft mehr Erfahrung als Gäste.
- 2:21:45Aber wenn es jetzt, sagen wir mal, ist egal, egal was für ein Wein.
- 2:21:51Ein einfacher Wein mit Korkis und ich rieche rein und denke, der hat ein bisschen Reduktion oder was auch immer, das quarkt nicht.
- 2:21:57Dann sage ich, du, der Weiteherr, das quarkt nicht, das ist fehlerfrei, dann sagen die meisten, eh, okay, passt.
- 2:22:04Aber falls man da wirklich mal länger diskutiert und die sich nicht sicher sind, an neue Flasche.
- 2:22:10Es hilft keinem und vor allem uns am wenigsten, wenn der Gast mit einem Scheißgefühl rausgeht, der kommt nicht mehr.
- 2:22:18Es kann ja auch immer sein, dass ihm der Wein einfach wirklich nicht schmeckt.
- 2:22:22Und ohne da jetzt im Gast unterstellen zu wollen, aber dann sagt er halt, ja, ich weiß nicht, und vielleicht quarkt er.
- 2:22:29Und wenn er nicht happy damit ist, dann kriegt er halt eine neue Flasche.
- 2:22:33Ich finde nichts nerviger, wie den Gast, der dann irgendwie rumdiskutiert, ja, trink's halt, und wenn es nicht schmeckt, keine Ahnung.
- 2:22:47Das wieder strebt irgendwie meinem Gastgeber da sein.
- 2:22:53Bin ich ganz so bei dir und man erzieht den Gast an mehr oder weniger auch zur Ehrlichkeit.
- 2:22:57Also, ich kann ja auch sagen, habe ich voll daneben gegriffen, finde ich, bei irgendwie eine Lösung oder, oder, oder.
- 2:23:01Das darf jeder sagen.
- 2:23:03So, es kann auch sein, dass wir Scheiße empfohlen haben.
- 2:23:06Ja.
- 2:23:07Am Ende des Tages, wir verkaufen es klarerweise weiter oder wir saufen es selber.
- 2:23:12Es ist jetzt kein Schaden da.
- 2:23:14Also, natürlich, wenn die Flasche jetzt 1500 MHz kostet, dann tut's weh, aber der Gast, der solche Weine bestellt, der wird dann wiederkommen und wird nochmal so eine Flasche bestellen.
- 2:23:27Also, ich bin da wirklich, wir sind da sehr offen im Thema.
- 2:23:31Wir wollen nicht, dass Gäste unglücklich ausgehen, nur damit wir jetzt 2000 Euro Umsatz oder mehr Umsatz haben.
- 2:23:39Das bringt uns langfristig, nachhaltig nichts.
- 2:23:44Ja, sehe ich genauso.
- 2:23:47Jetzt haben wir gerade gesagt, wie schön der Beruf ist, aber habt ihr jemals den Wunsch gehabt, irgendwas anderes beruflich auszuüben?
- 2:23:55Also, wurde einer von uns abgeladen.
- 2:23:57Ich wurde wirklich früh eine Gastro gebracht. Früh ist für mich so mit 13 Jahren, weil mir ist schon klar, das ist das, was ich machen will.
- 2:24:09Ich war lange auf der Fußballstrecke, aber mir war da noch irgendwann bewusst, ich bin nicht gut genug und das war auch eine gute, oder eine sehr reife Entscheidung in dem damaligen Alter.
- 2:24:20Aber seitdem ich wirklich in der Gastro bin und ich habe, wie Stefan schon gesagt hat, eine Top-Ausbildung genossen für die Gastro, bin ich in dem Zweig und weiß auch, dass ich nicht mehr weg will.
- 2:24:32Also, ich hatte schon immer wieder so die romantische Vorstellung, vielleicht mal irgendwo ein Meingut zu gründen und Wein zu machen, das kann ich ja noch immer machen.
- 2:24:43Aber es ist erst mal auf Eis gelegt für die nächsten Jahre, Jahrzehnte.
- 2:24:47In welchem Gebiet wäre das?
- 2:24:49Wenn du einen Traum hättest, also losgelöst von Kohle, also Preiewahl überall. Ich bezahl's dir, Schatz.
- 2:24:59Der Schatz war in einem wichtig, das hat mich noch mal angeschaut.
- 2:25:02Ich schüpf. Ich muss tatsächlich sagen an einem nördlichen Rom.
- 2:25:14Cool.
- 2:25:16Welche Appellation?
- 2:25:18Das ist ...
- 2:25:20Puh.
- 2:25:22Jetzt.
- 2:25:24Welche Gips sind da?
- 2:25:26Komm.
- 2:25:28Nein, nein.
- 2:25:30Ich würde schon sagen mal dieses flintige, aber gleichzeitig diese Eleganz von Kutrudi würde ich schon wahrscheinlich befahrt, oder Konas.
- 2:25:40Obwohl wie schon vorangesprochen, Piedmont, einer meiner großen Lieben ist, ist es mir da einfach zu triest und zu traurig im Winter.
- 2:25:51Deswegen würde ich dann eher nach Süden Frankreich, wenn man dann spricht ja von Süden und Naron auch schon.
- 2:25:59Ich glaube, ich ist mal psychischer eher gut aufgehoben.
- 2:26:04In Südfrankreich wie in Piedmont.
- 2:26:07Ja.
- 2:26:09Was ist interessanterweise, wenn Piedmont auf viele überschätzen oder total idealisieren, wenn man da mit einigen, vielleicht nicht mit den Windseln, sondern mit den Weimwerksarbeitern redet, dann sagen die Schuens, das mache ich mal ganz schön einsam hier.
- 2:26:23Ich bin mit dem Auto jetzt gerade von München nach Südfrankreich gewesen und habe auch durch Piedmont gefahren.
- 2:26:31Also so richtig, richtig sexy ist das da nicht.
- 2:26:35Das ist zwar romantisch und süß und alles, aber dass du das ganze Jahr verbringst im November und so, wenn es da im Dezember, wenn es da herregnet und herschieft die ganze Zeit.
- 2:26:47Und neblich ist es endauend.
- 2:26:50Man fordert schon ein niedliches Nest, aber...
- 2:26:52So viel saufen kann es glaube ich gar nicht.
- 2:26:55Ja, ja, bin ich bei dir.
- 2:26:58Was wärst du gerne geworden außer Sommi oder Gastronomen, Stefan?
- 2:27:02Ich... also was immer, was mein Wunsch gewesen wäre die letzten Jahre ist, dass ich irgendwas Handwerkliches gelernt hätte.
- 2:27:15Irgendwas, was dich so richtig, keine Ahnung, schreien, hätte ich extrem Bock drauf.
- 2:27:21So irgendwas mit Hordes.
- 2:27:22Dischler hast du?
- 2:27:23Ja, Dischler in Österreich, genau.
- 2:27:26Aber ich hab den Beruf auch nie gearbeitet und es gibt auch aktuell nichts, was mich so sehr reizen würde wie die Gastronomie.
- 2:27:35Weil ich geh halt jeden Tag heim und bin... ich bin halt glücklich, so das macht mich einfach happy, was ich mache.
- 2:27:41Und das ist glaube ich das größte Zeichen dafür oder das schönste Zeichen dafür, dass aktuell alles richtig läuft.
- 2:27:50Von dem her mache ich mir relativ wenig Gedanken, ja absolut.
- 2:27:54Und Dischler, das musst du halt lernen, das kann ich halt nicht.
- 2:27:59Auch wenn ich es mir romantisch und hübsch vorstelle, aber ich bin kein Dischler.
- 2:28:04Und von dem her muss ich erst mal mit mir Schlaf vorleben, in den nächsten Jahren auch.
- 2:28:10Ich glaube es gibt schlimmere Situationen.
- 2:28:14Absolut, absolut, absolut.
- 2:28:16Zwei Fragen, eine vergesse ich nämlich immer oder irgendwie passt die nie rein, aber ich finde bei euch beiden, da passt die mega rein.
- 2:28:23Was sind eure Lieblingsblumen?
- 2:28:25Was?
- 2:28:29Weil wir gerade bei Beziehungen mit dem Hörschler waren.
- 2:28:32Was sind eure Lieblingsblumen?
- 2:28:34Also meine Lieblingsblumen ist eine helle-blaue Hot-Tensie.
- 2:28:38Okay.
- 2:28:40Ich bin da richtig.
- 2:28:42Ich kenne sie mit Blumen gar nicht aus, der ist absoluter...
- 2:28:46Das würde ich jetzt nicht unterscheiden.
- 2:28:48Aber ich bin da auch eher oldschool-klassisch getrieben, weil meine Mutter...
- 2:28:53Kaktus.
- 2:28:54Meine Mutter liebt Tulpen und wir hatten immer viel Tulpen zu Hause deswegen.
- 2:29:00Die einerseits Unaufgeregtheit und die farbenbrachte Tulpe finde ich ganz geil.
- 2:29:06Ich glaube, wenn man einmal im Kölkenhof bei Amsterdam war, da ist...
- 2:29:11Also die Filme hat ein Tulpen.
- 2:29:13Also absurd, da war ich schon, aber...
- 2:29:16Habe andere Gründe.
- 2:29:18Aber...
- 2:29:20Habt ihr auch Ziele und Wünsche?
- 2:29:23Also was sind eure so...
- 2:29:24Außer, dass es demweils gut geht, was ihr vorhin skizziert habt, dass es der Benchmark-Laden in München wird.
- 2:29:31Gibt es irgendwas, was ihr gerne noch erreichen möchtet?
- 2:29:35Miteinander, unneinander?
- 2:29:38Tut, ich finde schon, dass dieses Miteinander muss oder sollte bleiben, weil...
- 2:29:44Ich glaube, auch der Erfolg, der uns die letzten Jahre wieder fahre, ist einfach auch darauf zurückzuführen, dass wir zu zweit sind.
- 2:29:53Und ich...
- 2:29:54Method jeder Gastronom leite alleine sich durchkämpfen muss.
- 2:29:59Also unsere Stärke ist auf alle Fälle, dass wir zu zweit sind und das soll auch so bleiben,
- 2:30:04dass vielleicht noch weitere Projekte umgesetzt werden, ohne jetzt eine riesen Firma zu werden und alles nur größer, größer, schneller, schneller, mehr, mehr.
- 2:30:14Sondern einfach weiter mit dem Anspruch und dieser Idee, die wir haben vom Wald,
- 2:30:22vielleicht auch in den nächsten Laden, in den nächsten Leben, auch wieder...
- 2:30:26Oder sich widerspiegelt.
- 2:30:29Und wir einfach ein geiles Leben haben mit unserer Familie, aber auch mit unseren Geschäften im Spail.
- 2:30:36Aber sonst, ich glaube, wir haben die letzten Jahre gut Gas gegeben und wir sind noch keine Mitte 30.
- 2:30:43Also wir sind happy.
- 2:30:45Ich bin ein zufriedener Mensch, kann ich mal sagen.
- 2:30:54Ja, das ist so. Ich habe viele, viele Ziele, aber am Ende des Tages will ich, dass...
- 2:31:00Dass es für meinem Geschäft immer gut geht, vor allem, aber will ich, dass hier Leute arbeiten, die hier arbeiten wollen.
- 2:31:11Und dass sie, egal, wenn sie gehen, wenn sie kündigen, wie auch immer, dass sie sagen, hey, ihr habt hier was geschaffen,
- 2:31:20was absolut uniques, ihr schafft ein Arbeitsumfeld für Leute, dass sie sich immer wertgeschätzt fühlen, dass sie sich immer aufgehoben fühlen.
- 2:31:31Und dass hier keiner arbeitet, der sich irgendwie unwohl fühlt oder zu schlecht bezahlt oder zu wenig Verantwortung,
- 2:31:43einfach, dass das mit unserem Team zusammen immer sehr gesund ist.
- 2:31:49Und dass Markus und ich nicht irgendwie die Idee kriegen, dass wir mehr Kohle rausholen wollen und dann irgendwie alle nochmal 10 Stunden mehr arbeiten müssen, wie immer.
- 2:32:00Ich finde, also ihr mit euch beiden habt ein wahnsinniges Geschenk.
- 2:32:06Ich habe jetzt mit einigen Sommies geredet und die ich auch schon einigen in den letzten Jahrzehnten kennengelernt ist.
- 2:32:12Die haben alle immer ein ganz massives Problem. Sie sind alleine. Sie sind halt so in dem Restaurant alleine.
- 2:32:19Dann haben sie vielleicht ein Kommissormee, der natürlich einen anderen Wissenstand hat, einen anderen Erfahrungstand.
- 2:32:23Sie können sich niemals mit irgendjemandem austauschen, haben niemand oder ganz selten jemand auf Augenhöhe.
- 2:32:29Und dass ihr euch habt und miteinander und auch gerne streiten könnt oder eben auch einer Meinung sein könnt oder euch hoppen könnt oder wie auch immer.
- 2:32:38Das ist schon ein wahnsinniges Geschenk und da hoffe ich echt, dass das ganz, ganz, ganz lange erhalten bleibt.
- 2:32:44Und scheißegal, dass einer beim Rolling Pin 16 der andere 23 ist, ist immer einer vor einer anderen.
- 2:32:50Das ist total wurscht. Total Bumpe.
- 2:32:53Und das geht es bei uns auch, auch Null, auch viele Fragen und sie machen das zusammen.
- 2:32:58Und warum funktioniert das so gut und warum funktioniert es bei anderen nicht so gut.
- 2:33:02Und dann sagen wir immer so, wir sind dem anderen nixzneidig.
- 2:33:06So, keine Ahnung, wir haben so eine geile Weinkarte, weil der Markus jeden Tag beim Scheißen zu Hause googelt, was er noch irgendwie auf die Karte nehmen will.
- 2:33:15Und das rechn ich ihm hoch an und das, aber neid, das ist der Tod.
- 2:33:22Wenn du dann irgendwie sagst, du bist da besser und du bist da besser und hin und her.
- 2:33:29Und am Ende des Tages haben wir eine Firma zusammen und die muss funktionieren.
- 2:33:34Wir müssen beide Bock drauf haben, wir müssen beide Spaß, Spaß haben und das ist das Wichtigste.
- 2:33:39Damit muss ich ehrlich sagen, hätte ich nicht gerechnet.
- 2:33:47Ich hätte mir wesentlich mehr Frechheit, wesentlich mehr impulsive Äußerungen, aber auch wesentlich mehr unbedarftes erwartet,
- 2:33:53als ich mir dieses Gespräch vorgestellt habe und ich bin sehr positiv überrascht, wie viel Besonnenheit, wie viel Bedacht, wie viel Erfahrung, wie viel Ernsthaftigkeit
- 2:34:02Stefan und Markus in ihrem Schaffen, in ihrem Berufsbild sehen, mit wie viel Liebe sie den Gästen begegnen, wie viel Aufmerksamkeit und auch eher Furcht sie dem Wein gegenüber bringen.
- 2:34:11Dank dieser etwas über zwei Stunden habe ich ein komplett neues Bild von den Jungs bekommen, aber eines nicht verloren.
- 2:34:16Die absolute Überzeugung, dass dies eine neue Generation von Sommys, dass diese Jungs einfach cool sind, dass diese Jungs sie selber sind, dass sie wahnsinnig authentisch sind und dass man so eine neue und neu definierte Art von Gas geben, leben und zelebrieren kann.
- 2:34:30Vielleicht ist es der österreichische Weg, Gäste willkommen zu heißen, aber vielleicht ist es auch einfach eine neue Generation.
- 2:34:35Vielen Dank dafür, vielen Dank für eure Offenheit, vielen Dank für eure Zeit, vielen Dank für eure Gedanken, vielen Dank für eure Inspiration.
- 2:34:41Und noch ein Riesen Dankeschön der Schlummbägergruppe mit den Handelshäusern Segnet, Schlummbäger, Konseo Vini und dem Privatkundenportal Bremer Weincolleg für die händische und wirtschaftliche Unterstützung.
- 2:34:51Dank ihnen ist dieses Format möglich, so erfolgreich und mittlerweile ein fester Bestandteil in der Winoviel-Protkastwelt.
- 2:34:59Und natürlich auch ein großes Dankeschön an euch fürs Zuhören, fürs Liken, fürs Folgen, fürs Teilen, fürs Kommentieren, fürs E-Mail-Senten, fürs Fragenstellen, fürs Anregungen geben.
- 2:35:09Einfach für euch. Vielen, vielen Dank.
- 2:35:11Und wie es so schön heißt, nach dem Podcast ist vor dem Podcast.
- 2:35:14Und ich freue mich auf die nächste Woche, auf Freitag, auf unseren nächsten Gast, auf den Chef der Sommyschule Berlin, auf Jürgen Hammer.
- 2:35:25Ein großes Dankeschön dem Castel Femian, unseren zweiten Begleiter-Unterstützer für den Support dieser Episode von "Sommyschul, die interessantesten Mundschenke unserer Zeit".
- 2:35:34Seit 1904 kältert Metzokorona Wein im Herzen der Dolomiten.
- 2:35:38Metzokorona ist dabei nicht nur der Name der Kellerei, sondern auch der eines beschaulichen Trentiner Dorfes.
- 2:35:45In über 100 Jahren entwickelte dort Generationen von Winzerfamilien ein ganz besonderes Gespür für diese Region.
- 2:35:52Castel Femian greift auf diese lange Tradition zurück.
- 2:35:56Gegenwart wird dabei aber niemals außer Acht gelassen.
- 2:35:59Aus Tradition modern ist vielmehr das Credo der Kellermeister auf Castel Femian.
- 2:36:03Und das galt wohl auch für das Adelsgeschlecht für Femian.
- 2:36:061480 errichteten sie Burg Femian als moderne Befestigungsanlage und sind damit die Schutzpatrone und Namensgeber der Weine von Castel Femian.
- 2:36:16Metzokorona, die Heimat von Castel Femian, befindet sich ganz im Norden des Trentino.
- 2:36:20Um ins nördliche Südtirol zu gelangen, muss man der Adice nur einige Kilometer flussaufwärts folgen.
- 2:36:25Der Enor is Castel Femian ein waschechtes italienisches Gut.
- 2:36:29Die Riefflächen von Castel Femian erstrecken sich bis zur Küste des Gardasees,
- 2:36:33somit spiegeln die Weine des Hauses die komplette Bandbreite von Alpinen und Submediteranen klimavieder.
- 2:36:40Doch das erklärt nur in Ansätzen, erklärt nur teilweise die großartige Vielfalt dieser Weine.
- 2:36:46Die Weine von Castel Femian bringen ihre ganz eigene Interpretation des Trentino ins Glas.
- 2:36:50Dieser beeindruckenden Landschaft mit sehr langer Weinbaustradition geprägt von den hohen Bergen, den Terrassenanlagen bis hin zur Ebene des Gardasees.
- 2:36:58Jeder Wein des Castel steht für eine bestimmte Rebsorte und somit für ein einzigartiges Terror, ein besonderes Mikrokliemer
- 2:37:05und eine ganz eigene Interpretation in der Rotaliana Hochebene, welche der schönste Weingarten Europas genannt wird,
- 2:37:11haben die Weine Castel Femians ihre Heimat gefunden. Der Name nimmt Bezug auf das Gleichnamige Schloss, wie gesagt aus dem Jahre 1480.
- 2:37:20Und ganz besonders bemerkenswert sind die einzigartigen Reserveine des Weingutes, die liebevoll als Bergweine bezeichnet werden
- 2:37:27und eine Art von Alpinen Geschmackscharakter in sich tragen, den man nicht beschreiben kann, den man einfach erleben muss.
- 2:37:33Und nicht wenige sagen, wenn man die Weine vom Castel Femian nicht kennt, kennt man die Weine des Trentino nicht.
- 2:37:38Vielen Dank für diese besonderen Weine und vielen Dank für die Unterstützung dieser Podcast-Episode
- 2:37:43und auch ein großes Dankeschön dem deutschen Vertreter der Weine des Castel Femians, den Handelshaus Segnetz.
- 2:37:49[Musik]
- 2:38:07Lieber Silvio, ich bin der Christoph Wachter vom Deingot Wachter Wiesler aus dem Südburgenjahr vom Eisenberg.
- 2:38:15Du willst wissen, wie ich die Walzburschen kennengelernt habe.
- 2:38:21Da muss ich dir schon ein bisschen enttäuschen, dass Schulter an waren wahrscheinlich die vielen gemeinsamen Flaschen.
- 2:38:27An diesem besagten ersten Abend auf alle Fälle hat sich sehr schnell eine Freundschaft mit den beiden entwickelt
- 2:38:35und ich glaube, uns verbindet die große Liebe für gute Flaschenweine und mit Sicherheit auch allen voran die Liebe zum Blaufränk ist.
- 2:38:47Muss sie zwar leisten, muss sie geleistet haben in Grapes, muss sie jetzt da gerade machen im Walz.
- 2:38:54Was da passiert, ist fantastisch der Fakt des simples Gratlinengesessen auf dem Tisch.
- 2:39:02Das ist eine perfekte Weinkarten. Viel besser geht es nicht, genau das, was ich zuzeit sehr gerne aufsuche und auch ganz weit liebe.
- 2:39:13Vielleicht eine kleine Anekdote, kann ich mir erinnern, aber mit dem enttammen unterwegs.
- 2:39:18Wir sind in München, zwei Abende hinter anderem bei Grapes und die Burschen haben jeden Tag, also aufeinander,
- 2:39:28ich durfte jeden Tag mein Sarkot dort vergessen und sie haben beides mal sehr gut darauf aufgepasst, wie beide zurückkriegt.
- 2:39:38Das kann passieren, wie gesagt, einfach gute Gastgeber, gute Freunde, gute Typen, der nicht alles alles guter wünscht.
- 2:39:47Der einzige Nachteil ist einfach die Distanz, die zwischen uns liegt, das Südburgenland und München sind doch nicht einen Katzensprung voneinander.
- 2:39:56Aber ich freue mich, dass wir ein sehr baldiges Video sehen.
- 2:39:59Vielleicht tut sich sogar irgendwann mal ein kleines Popup im Südburgenland auf, wäre natürlich sehr cool.
- 2:40:04Ja, großartig!
- 2:40:06So, und jetzt tut mir wieder vom Traktor.
- 2:40:08Ciao!
- 2:40:10[Musik]