Latest / SOMMELIER / Florian Richter - The King of the German Wine Empire
Transcript
- 0:00Hallo Servus, hier spricht der Tobias Toph, einer der Someliers vom Florian aus dem Kronoschlässe
- 0:19im Rheingau.
- 0:20Wie kann man den Florian am besten beschreiben?
- 0:23Manche würden ihn als sanften Riesen beschreiben, vor allem wegen seiner größeren Statur,
- 0:30aber auch wegen seiner Ruhe und Gelassenheit, die er in jeder Situation ausschraubt.
- 0:33Dafür schätzen wir mit dabei denen auch sehr und fragen uns auch immer wieder, was und
- 0:38wie wir diesen Mann aus der Ruhe bringen.
- 0:40Wir sind ehrlich mit viel Mühe und Teamwork, schaffen wir das auch, aber das ist auch sehr
- 0:48selten, dass uns das gelingt.
- 0:50Andere würden ihn als altes Gastroschlacht heraus bezeichnen.
- 0:55Er ist nicht nur, weil er so lange schon in der Gastro arbeitet und sehr viel erlebt,
- 1:00gesehen und gemacht hat, sondern auch, weil er die Gastronomie und das Gastgeber sein
- 1:06lebt und liebt.
- 1:07Vor allem zum Feierabendbier wird er zum begnadeten Geschichtenerzähler und wenn er anfängt,
- 1:16die Käse lade und das Küchenmiesenplatz zu plündern, kommen meistens die besten
- 1:21Anekdoten heraus, aber da weiß man auch, dass wir nicht so schnell heimkommen und auch
- 1:27nicht so schnell heim wollen, muss man ehrlich sagen.
- 1:30Weswegen ich ein Florian schätze, ist vor allem auch sein unglaubliches Fachwissen,
- 1:35aber vor allem auch die Bereitschaft dieses Wissen weitergeben zu wollen.
- 1:41Er fordert und fördert uns auch, sowohl Lehrlinge, mich, die Sommerlies, also jeden
- 1:48Servicenmitarbeiter, was für mich auch sehr einzigartig und großartig macht.
- 1:57Und ja, ich wünsche euch zwei viel Spaß und ja, Wiederschauen für dich, Baba.
- 2:07Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Sommeille, die interessantesten Mundschenke
- 2:35unserer Zeit.
- 2:36Mein heutigen Gast kenne ich schon einige Jahre und ich durfte ihn ein Stück auf seinem
- 2:41Weg begleiten.
- 2:42In vielen Jahren haben wir uns nur einmal im Jahr sehen können und zwar dann, wenn
- 2:47ich zum Rheingau-Gummifestival eingeladen wurde, um dort die ein oder andere Veranstaltung
- 2:51zu moderieren.
- 2:52Ja, ein, ja aus, bin ich nicht nur begeistert, ich bin tief beeindruckt mit welcher Routinierten
- 2:58und trotzdem leidenschaftlich liebevollen Art dort, der Beruf des Sommeilles geliebt wird.
- 3:03Das ist eine Perfektion, die unvergleichlich in Deutschland ist.
- 3:06Federführend dafür zeigt sich Florian Richter, mein heutiger Gast bei Sommeille.
- 3:13Vor 36 Jahren in der Oberfalz geboren, schloss er 2007 die Ausbildung zum Hotelfachmann
- 3:21im bestwestern Berghotel Relic, Ramsau Hotel bei Berchtesgaden ab.
- 3:272007 bis 2009 war er dort als Barkeeper tätig und 2009 bis 2011 schnupperte er die erste
- 3:35Weinluft im St. Moritz Five-Star Luxury Hotel in St. Moritz.
- 3:41Im Schloss Reinhardshausen war er parallel zu einem Weinbaupraktikum von 2011 bis 2013
- 3:48tätig.
- 3:49Absolvierte erfolgreich die Ausbildereignungsprüfung und die Prüfung zum staatlich geprüften
- 3:54Sommeille und ist seit 2013 Mädere und Herz-Sommeille im legendären Kronenschlösschen in Elkville.
- 4:03Ganz nebenher war er 2016 bis 2023 Dozent für Sommeilles an der IHK in Würzburg.
- 4:09Die Liste seiner Auszeichnung würde wahrscheinlich eine ganze Seite oder einen eigenen Podcast
- 4:14führen.
- 4:15Bereit 2013 bester Nachwuchs-Sommeille begleitete er 2013 bis 2016 die elite Schmiede der Sommeille-Union,
- 4:23das Sommeille-College.
- 4:242015 gewinnt er der Schlumberger Cup Team Deutschland.
- 4:28Ebenfalls 2015 VDP Traubenahler-Sommeille, die Spanien-Trophy 2016.
- 4:35Ständige erwähnen bei den Top 50 Sommeilles, das Buscheverlag und das Rolling Pin.
- 4:40Und letztlich 2023 bei der Sommeille-Trophy der Sommeille-Union ausgezeichnet für den
- 4:48Errungene Sie als bester Sommeille für das aktuelle Jahr 2024.
- 4:53Es ist mir eine Ehre, es ist mir eine Freude und ich kann es gar nicht erwarten, lieber
- 4:57Florian Richter.
- 4:59Zu Beginn möchte ich mich bei dem Begleiter dieses Projektes, bei dem Partner dieser Folge,
- 5:11dem Weingut Dr.
- 5:12Birklee Wölff in Wachenheim ganz ganz herzlich bedanken.
- 5:15Das Weingut Dr.
- 5:17Birklee Wölff zählt ohne Frage zu den außergewöhnlichsten, zu den bedeutendsten Weinbaubetrieben,
- 5:23nicht nur in Wachenheim, nicht nur in der Falz, nicht nur in Deutschland, sondern weit
- 5:27über die Grenzen hinaus.
- 5:28Die Geschichte des Weingutes beginnt schon im Jahre 1597, als dieses vom Bernhard Birklee
- 5:35gegründet wurde.
- 5:36Im Jahre 1875 wurde die Winzerei international bekannt.
- 5:40Denn Albert Birklee verbesserte nicht nur die Qualität der Weine, sondern verbreitete diesen
- 5:45Dank seiner kulturellen Aktivitäten auch in weiten Teilen Deutschlands und sogar Europas.
- 5:51Bis heute genießen die Aktivitäten wie etwa die beliebte Sommeroper im Englischen Garten
- 5:56des Anwesens einen hervorragenden Ruf in der Region.
- 6:01Albert Birklee, der Großnäffer des Nabensgebers, führte es weingut maßgeblich durch große
- 6:06Teile des 20. Jahrhunderts und engagierte sich aktiv im Pfälzerbauern- und Winzerverband.
- 6:11Sein Einsatz wurde 1967 mit dem großen Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland gewürdig.
- 6:17Seit 1990 leidet Bettina Birklee von Goratze des Weingut, während Steffen Brana seit 2008
- 6:23als Geschäftsführer agiert.
- 6:25Seitdem Bettina Birklee von Goratze's Erbe auf dem Weingut angetreten hat, hat sich
- 6:29einiges geändert.
- 6:30Zum Beispiel stellt sie im Jahre 2050 die gesamte Fläche der Weinberge auf eine biodynamische
- 6:36Wirtschaftsweise um.
- 6:38Deshalb sind die Weinen des Gutes inzwischen für die Tiefe und die Vielfalt des Terroirs
- 6:43bekannt.
- 6:44Zugleich setzte Birklee von Goratze darauf, ihre Ressourcen zu würdigen und für ihre
- 6:48Nachfolgen zu erhalten.
- 6:50Spitzenrieslinge im Eingang mit der Natur erzeugen, hat sich Bettina Birklee von Goratze
- 6:55zum Ziel gesetzt.
- 6:56Für Dr. Birklee Wolf ist es wichtig den Schatz der Vorwahren, das einzigartige Terror der
- 7:02Region in die Qualität der Erzeugnisse einfließen zu lassen.
- 7:06Dies ist in den Rieslinge des Unternehmens anzuschmecken.
- 7:10Zudem hat Bettina Birklee von Goratze die Produktion auf eine besonders verantwortungsvollen
- 7:15Umgang mit der Natur umgestellt.
- 7:17Die Biodynamie hat das Ziel, dass die Böden wie Taler, die Reben widerstandsfähiger
- 7:22und die Weine deutlich differenzierter werden.
- 7:25Statt auf Technik und Chemie setzt der biodynamische Winzer auf seine Intuition, seinen Fachwissen
- 7:32und seine Erfahrung.
- 7:33Die Methoden der Biodynamie schreiben eine schonende Bodenbearbeitung, teilt sogar noch
- 7:38mit dem Pferd, Pflanzenschutz mit natürlichen Präparaten und dem Verzicht auf synthetische
- 7:43Spritzmittel vor.
- 7:44Stattdessen werden Pheromonen fallen und beispielsweise Kompos als Düngemittel verwendet.
- 7:49In Frankreich gibt es mit Biodywa sogar eine eigene Vereinigung von biodynamischen Winzern.
- 7:54Das Weihgut Dr. Birklee-Wolf ist Mitglied dieser erlesenen Gruppe, in die nur selten Produzenten
- 7:59außerhalb von Frankreich aufgenommen werden.
- 8:01Jedes Jahr überprüft die Vereinigung die Einhaltung der biodynamischen Kriterien.
- 8:06Von den 85 Hektar Adtersgut Dr. Birklee-Wolf 15 Lagen klassifiziert.
- 8:11Diese liegen in den Gemeinden Forst, Deidesheim, Robertsberg und Wachenheim.
- 8:17Unter anderem sehlen sie zu den Spitzenlagen von Dr. Birklee-Wolf.
- 8:20Altenburg, Kirchenstück, Jesuitengarten, Umgeheuer und Pechstein.
- 8:26Fast alle Lagen des Weihgutes liegen westlich der Weinstraße.
- 8:29Hier befinden sich viele Basalteinlagerungen im Boden, die die Sonnenwärme besonders gut
- 8:34speichern können.
- 8:35Dadurch entsteht bei nahe ein eigenes Mikroklima, das einen großen Wachstumsvorteil bietet.
- 8:41Nicht zuletzt bieten die geologischen Besonderheiten der Region Trauben mit einem ganz eigenen Geschmack.
- 8:47Im Bezug auf Lagen und Rebsorten konzentriert sich das Weingut vor allem auf Riesling.
- 8:52Während auch weiß und rote Begunnerweine im kleinen Umfang produziert werden.
- 8:57Und daher an dieser Stelle nochmal ein ganz großes Dankeschön, dass ihr uns heute begleitet,
- 9:02unterstützt und ein Teil seid von dieser Podcastfolge von Sommi, die interessantesten Munchenke unserer Zeit.
- 9:11Florian, das ist ja wirklich sehr großartig und überraschend, dass wir uns jetzt so schnell
- 9:16wiedersehen.
- 9:17Manchmal nur auf verschiedenen Events, wo wir uns treffen.
- 9:20Ich bin leider viel zu selten im Ringtau, aber wir haben uns ja vor Kurzen gesehen und
- 9:23in so kurzer Folge, das finde ich großartig.
- 9:26Schön, dass du da bist.
- 9:27Herzlich willkommen.
- 9:28Erst mal danke, dass ich das an darf, Servus.
- 9:32Dass das, wo wir uns zuletzt gesehen haben, ist ja für dich so, dass das Jahres-Event
- 9:36ja mehr oder weniger.
- 9:37Das ist ja das, was dir wahrscheinlich das ein oder andere nicht nur Haar raubt, sondern
- 9:42auch ergrauen lässt, also wo du ganz schön mit zu kämpfen hast.
- 9:45Reinke, du Gummi-Festival.
- 9:46Ihr habt es abgeschlossen, ihr seid durch, du hast zweimal geschlafen, jetzt bist du wieder
- 9:49fit oder?
- 9:50Genau, also ungefähr nach dem Motto geht das dann durch.
- 9:53Nee, also das Gummi-Festival natürlich ist bei uns im Grundschlässchen eines der Highlights
- 9:59im Jahr, was du machen kannst.
- 10:00Also wenn man, ist auch mittlerweile so, dass es verschiedene Parameter gibt, aber dass
- 10:06das größte Gummi in den Weinfestival Europa mittlerweile auch ist, weil in 18 Tagen
- 10:11haben wir ja knapp 7000 Gäste, knapp 80 Veranstaltungen.
- 10:14Wow.
- 10:15Ja, es geht halt ausschließlich um gutes Essen, gutes Trinken.
- 10:19Also das haben wir jetzt einfach gesagt, ist aber halt wirklich viel Feindinig, Sterneköche
- 10:24der ganzen Welt oder Köchinnen und dazu eben auch die mitschmechenden Weine von der
- 10:30individuellen Variante bis zur High End Raitet, die man vielleicht nur einsame im Leben probiert.
- 10:35Ja, haben wir fast alles dabei.
- 10:38Ich glaube fast eigentlich fast der Welt, also ich wüsste kein Gummi-Festival was größer
- 10:42wäre.
- 10:43Es war früher glaube ich mal, das war auch so ein bisschen der Vorreiter oder so der
- 10:47erste Gedanke, das Gummi-Festival in Kamellen, Kalifornien.
- 10:51Genau, da hat sich das Chef damals auch die Inspiration quasi geholt, denn ich meine jetzt
- 10:56bei uns im Rheingauer auch in der Rheimbau-Region, sieht es im Januar-Februar genauso trist aus
- 11:01wie in den meisten anderen, denen dann nötig Nameschwerdet liegen, weil das wenn es die
- 11:05Leute sind in der Zwischenphase sind, zwischen der Lebensschneidenden und Co.
- 11:09Und so schaut es meistens dann auch in der Gastronomie aus, also relativ leblos.
- 11:14Und ja, da hat jetzt vor, wo wir das Corona-Jahr rausrechnen, aber vor 28 Jahren hat Herr Hansburg
- 11:22hat redigt, also so Chef, das gegründet, eben aufgrund dessen was er in Kamellen gesehen
- 11:28hat und die haben, also der erste Partner war auch Kalifornien und Kalifornien, also ich
- 11:32habe auch Thomas Keller, ja, war damals auch schon da und es ging ein paar Tage, ich meine
- 11:40mich, ich weiß nicht, ich weiß ehrlich, ich habe meine, ich habe meine seit, die haben
- 11:44vier, fünf Tage gemacht und dann waren das relativ schnell, ein bis zwei Wochen und
- 11:48wir haben, wir haben jetzt 18 Tage, genau, 18 Tage haben wir seit, vielleicht fünf, sechs
- 11:55Jahren, also doch immer, die Nachfrage ist halt riesig, die, der Aufwand oder natürlich
- 12:01auch das, was da an geballter, ich sag mal, Buchungskapazität auf die Gäste theoretisch
- 12:07zukommt, ist natürlich auch Wahnsinn und die andere Sache ist natürlich ja, wir würden
- 12:12es nicht machen, wenn es nicht jedes Jahr ausgebucht ist.
- 12:15Also ist es in der Tat, das überrascht mich so dermaßen, egal, wenn man da ist, ob man
- 12:19am Montag, am Sonntag, am Mittwoch und ihr fasst ja nicht wenig, das sind 120 Gäste.
- 12:25Ja, genau.
- 12:26Ich finde, man muss fairerweise auch sagen, es ist schon günstig, also was ihr dort für
- 12:33diese Weine und für diese Menüs, die Köche, für das Erlebnis, für den Service, das finde
- 12:39ich sehr überraschend.
- 12:40Man hat natürlich eine andere Art von Restauranterlebnis, aber manchmal eben auch ein viel intensiveres,
- 12:45wenn man mit anderen am Tisch sitzt, sich austauschen kann, also gerade so Genuss ist
- 12:49ja Kommunikation und diese Kommunikation kann man da intensiv pflegen, was spektakulär
- 12:55ist, was war für dich so das größte, kann man das sagen?
- 13:00Ich mag es nicht mit größer, schneller weiter, aber hast du so von Kochseite mal das Erlebnis
- 13:06gehabt, wo du sagst, wow, und den durfte ich erleben?
- 13:08Ja, also ich habe ja schon einige großartige Köche in der Welt zu Gast gehabt, gab es
- 13:18ein paar Erlebnisse, die mir als ein bisschen nachhaltige Erinnerungen geblieben sind,
- 13:23denn auf der einen Seite als Mensch auch und als Person und auch wie sie es auch moderiert
- 13:31und umgegangen hat war ja, also ist schon ein bisschen schwierig zu fassen, aber eigentlich
- 13:41von der anderen Seite her fand ich Tanja Kranditz sehr beeindruckend, über zwei Mal dauernd
- 13:47sind in meiner Zeit und also auch von der menschlichen Seite absolut tolle Frauen auch Köchin, auf
- 13:57der anderen Seite von dem auch was auch auf den Teilen passiert ist, jetzt zum Beispiel
- 14:01also Pierre Garnier habe ich da jetzt eben auch erlebt, Christophe Meurier, den Küchenchef
- 14:09von Paul Bouquise und ja, also einige wirklich ganz große und ich glaube, also ich bin fast
- 14:15vom Menü, also wo ich auch heute immer noch mit meinem Steffer-Tüter drüber spreche,
- 14:20wie ich jetzt auch schon über zehn Jahre im Kronenschläschen ist, ist immer das Menü
- 14:23von Richard Eggebus, der damals in Hongkong gekocht hat, und das war gleich an unserem
- 14:28zweit und dritten Festival, das spreche ich mal heute noch von, wie gut dieses Menü war.
- 14:32Echt?
- 14:33Also das bleibt auch uns, obwohl wir natürlich den ganzen Tag auch da in verschiedenste Abläufe
- 14:38und die Arbeiter involviert sind, bleiben und wir kommen natürlich auch mal die Chance,
- 14:44was wir probieren zwischendurch, bleibt uns das natürlich, ist uns das bis heute nachhaltig
- 14:49in Erinnerung geblieben, es gibt dann schon immer Sachen, die dann einfach hängen bleiben.
- 14:55Ich glaube vom Weinseite kann man das wahrscheinlich gar nicht sagen, weil das ist ja eigentlich
- 14:59in dem Sinne von, Weinzeit ist super schwierig.
- 15:01Wenn ihr ja allein mit den Raritäten-Geschichten, die ihr macht, die ihr da aufmacht, das,
- 15:07also muss es ja so sein, ich habe das mal durchgezeit für ein Zeitungsartikel, also zumindest
- 15:12vor fünf Jahren war es so, dass wir knapp, also flaschentechnisch öffnen wir so knapp
- 15:1820.000 bis 30.000 Flaschen in der Zeit.
- 15:21In einem Jahr, also in einer Saison, während eines Festivals.
- 15:25An einem Festival, ja.
- 15:27Nein.
- 15:28Und auf der anderen Seite ist ja, und darf auch nicht vergessen, dass sind eben auch so
- 15:31Sachen dabei, wie zum Beispiel die VDP-Probe, wo wir dann für 1000 Personen Flaschen vorbereiten,
- 15:37das schneidet natürlich die Zahl nach oben.
- 15:38Aber auf der anderen Seite, wir haben knapp 800 verschiedene Weine, die wir in der Zeit
- 15:46ausschägen, da haben sie sogar ein paar mehr.
- 15:47Und dann natürlich ist das dann, wenn man die Raritäten-Proben macht und du hast 25,
- 15:5430 Jahre von einem Weingut da, ist das natürlich beeindruckend zu sehen, sogar da, ich sage
- 16:00mal auch was, junger Sommelier, dass man eben gesehen hat, okay, wie entwickelt sich was,
- 16:04wie schmeckt was, weil du kannst viel aus Büchern lernen.
- 16:08Aber wenn du dann wirklich auch mal, jetzt hat man jetzt ja eh zum Festival Chevron gehabt,
- 16:14lustigerweise hatte ich es noch mal im ersten Festival auch gehabt, als ich es das erste
- 16:17Mal da war.
- 16:18Und ja, du kannst nicht drüber sprechen, wie sich Jahr gegen Jahr unterschiedlich verhalten,
- 16:23wenn du es noch nie wirklich verkostet hast, denn das ist halt das Wissen, was dir im
- 16:27Buch nicht gibt.
- 16:28Hast du dich verändert, also wenn du sagst, das war damals bei deinem ersten Festival
- 16:32schon dabei und jetzt wieder hast du die Weine anders empfunden oder konntest du sie jetzt
- 16:37anders greifen oder war es damals imposanter, also hast du dich entwickelt?
- 16:41Also ich glaube, entwickelt tut man sicher immer und ich habe mich sicherlich auch entwickelt,
- 16:46auch weiterentwickelt und es ist sicherlich so, dass, ja ich glaube in den ersten Jahren
- 16:53war das am Festival immer alles ein bisschen spektakulärer, ein bisschen imposanter, weil
- 16:56es für einen alles neu war.
- 16:58Das glaube ich wie mit allen Sachen, die man regelmäßig gemacht hat, man entwickelt
- 17:01gewisse Routine und man geht dann viel entspannter auch an die Sachen ran.
- 17:07Also es ist jetzt, ich sage jetzt mal immer so, natürlich ist es viel Arbeit und viel Vorbereitung
- 17:11auch und viel Stress in der Zeit, das ist absolut so.
- 17:14Aber man nimmt das Teil, das ist gar nicht mehr so wahr, man wickelt das ab, man weiß,
- 17:19man kennt seine Abläufe, man weiß wie man die Leute einteilen muss, man weiß auch wie
- 17:22man die Weine umzugehen hat, also wenn es dann jetzt wieder so geht, okay, welche Jahr
- 17:27ginge, wann auch oder bei welchen Jahr sollte man auch passen oder werde ich im Vorfeld
- 17:30eben auch die Reithäten proben, zum Beispiel zusammenstellen, da mache ich mir auch schon
- 17:35Gedanken, okay, welche Jahrgänge oder welche Weine könnten zusammen in einen Flight packen,
- 17:40damit das auch, damit nicht auf der eine Weine vielleicht ein bisschen untergeht, weil vielleicht
- 17:44in der Geschichte ein bisschen schwächer ist, dass wir ein bisschen nach Themen aufteilen,
- 17:48zum Beispiel mit den riesigen Reithäten, die wir gemacht haben, also ein bisschen nach
- 17:53Stilen aufgeteilt haben, co, und da hilft dann natürlich die Erfahrung mittlerweile,
- 17:58dass man das, ich sage mal so wie beim Fahrrad fahren, dann ist so ein Stück Welt schon sehr
- 18:04routiniert abwickelt und in den ersten Jahren, weil das natürlich immer so ist, wenn man sich
- 18:09ganze Gedanken gemacht hat, im Vorfeld auch viel recherchiert, okay, wie mache ich dies,
- 18:13wie mache ich jenes und vielleicht war dann nicht immer alles die 120% Lösung, aber wird
- 18:20von außen vielleicht gar nicht so wahrgenommen, aber diese kleinen, oder von den Gästen,
- 18:25aber diese kleinen Nonsen, die einen dann quasi selber, sage ich mal noch so ein bisschen
- 18:29wie beim, keine Ahnung, wie man vielleicht Rennsport betreibt, wo es um die letzten Zehntel
- 18:34oder was auch immer geht, ist es ja beim Weinservice oder Weinvorbereitung und so auch nochmal so
- 18:40ein bisschen, okay, wie kann ich jetzt den Wein vielleicht am besten darstellen lassen,
- 18:44weil ein typisches Beispiel ist, denke ich, so was jetzt die meisten Beutnose aus den
- 18:5070er Jahren oder auch 80er Jahre sind jetzt zur Seite eben auch schon etwas müde, da würde
- 18:55es jetzt nicht sagen, die ziehst jetzt zwei, drei Stunden vorher auf, sondern dass du
- 18:58wirklich sagst, okay, die einen vielleicht wirklich eine halbe Stunde vor Service beginnen,
- 19:03die anderen dann eine Viertelstunde bevor sie ins Glas sollen, kommt vielleicht auf den
- 19:06Jahrgang an und dann zeigen die Weine, was sie können und das Leben ist vielleicht nur
- 19:09noch ganz kurz, aber die Präsentation der Weine ist ja dann quasi auf dem Punkt, weil das
- 19:16gehört auch dazu nicht nur, dass das was auf dem Blatt Papier steht ins Glas zu bekommen,
- 19:22sondern dass auch in einer richtigen Kondition und Konstitution ins Glas zu bekommen, denn
- 19:27dann macht es auch Sinn, weil dann hat man sich auch wirklich Gedanken darüber gemacht,
- 19:31anstatt dass man einfach nur quasi das hat was drauf steht, sondern das ist auch wirklich
- 19:36richtig behandelt wurde und da wissen wir, da gibt es bei Wein extreme Unterschiede und
- 19:40natürlich habe ich das in den jüngeren Jahren vielleicht gar nicht so wahrgenommen, aber
- 19:43das hat sich eben über die Jahre entwickelt, das macht die Erfahrung dann, denke ich.
- 19:47Also neben dessen, dass natürlich eine gewisse Routine da ist, muss man trotzdem 800 verschiedene
- 19:52Weine händeln, was ja ein Großteil ihr wahrscheinlich aus den Kellern des Grundschlösschens, aber
- 19:57viele Sachen werden ja auch nachträglich übersandt, also werden zugeschickt, die muss man ja auch
- 20:04irgendwie zuordnen, einordnen und das stelle ich mir logistisch katastrophal vor.
- 20:08Also logistisch ist ja, gut für mich ist das mittlerweile Gang und Game, dass ich mich
- 20:16da um die Logistik kümmere, ist auf der anderen Seite auch so, dass wir im Grundschlösschen
- 20:21einen sicheren Keller haben mit 50.000 Flaschen ins Stock, also ich habe bei keinem kleinen
- 20:25Weinkater bei uns.
- 20:26Wie viele Portions ist das auf der Weinkarte?
- 20:28Aktuell sind es 4.127, also es ist mittlerweile immer so um die 4.000 seit, ich würde sagen
- 20:37seit 3, 4 Jahren, also jetzt nicht mit purer Absicht, dass es immer mehr geworden ist,
- 20:41aber es war so, als ich angefangen habe, vor 10 Jahren, ich glaube mit knapp über 2.000,
- 20:48dann habe ich eine Inventur gemacht, da waren es halt wie gleich 1.000 mehr und dann hat
- 20:52ich eben über die Jahre, weil ich mich einfach auch darauf fokussiert habe, verschiedenste
- 20:57Vertikalen auszubauen oder Amorgebieten, weil wenn du schon eine große Karte hast, musst
- 21:01dir eine Frage stellen, also zwei Fragen stellen, das finde ich immer wichtig, dass
- 21:06der Entweder manche Amorgebiete vielleicht einfach sein lässt, weil es einfach keinen
- 21:11Sinn macht oder wenn du eh schon in der Band relativier unterwegs bist, dass du versuchst,
- 21:15die ganze Weinwelt auf eine Bühne zu stellen und da gibt es immer Amorgebiete, die haben
- 21:20die größere Bühne verdient, die eine kleinere bei anderen wechseln vielleicht auch mal,
- 21:24weil dann die Qualitäten vielleicht nicht mehr so sind, wie man sich das vorstellt und
- 21:29dann gibt es vielleicht auch Weinamorgebiete dabei, die sind kaum respektabel zu bekommen
- 21:35in Deutschland und von daher haben wir über die Möglichkeiten im Festival immer auch mit
- 21:40Winz an die Küche immer Wein auf die Karte zu nehmen, die wir sonst in Deutschland vielleicht
- 21:43nicht oder schwer bekommen können und deswegen ist die Karte immer wieder in verschiedene
- 21:48Richtungen gewachsen, einfach nur weil man Amorgebiete, Weingüter oder eben auch Rebsorten, Respektive
- 21:55authentisch erzeigen wollte, weil wenn wir schon die ganze Welt bei uns zu Gast haben,
- 21:59finde ich am Festival, kann ich auch die ganze Weinwelt zu Gast bei uns auf der Weinkarte
- 22:04repräsentieren und dann natürlich resultieren daraus dann die Stellschrauben, dass man übers
- 22:10Jahr natürlich auch extrem unterschiedlich sich fokussiert, dass wir am Kalifornienabend
- 22:16machen, in Australienabend oder in den Loire-Abend oder eine Loire-Woche oder was auch immer,
- 22:23damit sie natürlich auch die Sachen drehen, weil wenn es uns einfach nur auf der Karte
- 22:25stehen haben, passiert ja nichts, da muss man schon was tun dafür, deswegen sind wir
- 22:28auch da, aber ja, so hat sich das mittlerweile rauskristallisiert und vor eben auch der andere
- 22:34Fokus auf Weine mit Reife, weil das wird ja immer darüber gesprochen, dass Weine reifen
- 22:40können.
- 22:41Und dann probieren wir die Weinwelt ganz jung und fachsinnbar darüber, dass es sein könnte,
- 22:46halt bestimmt ein Potenzial von 15 oder 20 Jahren.
- 22:49Das Problem ist, die meisten haben dann nie mal wirklich Reife-Weine getrunken.
- 22:52Das stimmt.
- 22:53Und das, also dem schaffen wir eigentlich bei uns eigentlich Abhilfe, indem wir halt nicht
- 22:58nur die Reifenweine auf der Karte haben, sondern die Sachen eben auch präsentieren und auch
- 23:03zum Beispiel also aktuell wird bei uns, wenn es um das große Gewächs geht oder erste Gewächschen
- 23:08nachdem, wo man war und wie es früher hieß, 2011 oder 2010 offen ausgeschenkt wird.
- 23:14Und der jüngste Jagen, den man auf der Karte bestellen kann, ist 2018 und der Rest liegt
- 23:20einfach erstmal im Keller reift, weil es unserer oder meiner Meinung nach eben auch
- 23:24so ist, dass man das Dinge vor allem Weine eben auch trinkreif präsentiert werden soll,
- 23:30weil man sonst immer für die sehr dieser philosophischen Schiene unterwegs ist, kann
- 23:33jeder ja keinen Jünger trinken.
- 23:34Aber dafür haben wir ja gut zwei, also eine erste Lage, wo es jetzt darauf mal fokussiert.
- 23:39Und ja, das ist eben so auch eine herangehensweise, warum bei uns eben die Karte auch nie wirklich,
- 23:47ich weiß noch nicht, ob die jemals kleiner werden wird, noch größer, glaube ich nicht,
- 23:51weil von offenen Kühlmöglichkeiten schloss ich so ein bisschen an die Kapazitäten.
- 23:55Ich glaube, es gibt keinen, der eine ähnlich große Karte hat in Deutschland, oder?
- 23:59Schwarze Alder hat natürlich eine sehr große Karte und ich weiß auch gar nicht, wie viel
- 24:05da und wie, aber ich glaube, die hatten eine ähnliche Größe, wie wir immer gehabt,
- 24:09vielleicht ein ticker kleiner, aber das ist ja auch Weinhand, sondern cohlerbeit, das
- 24:13haben wir zum Beispiel ja nicht, weil es ist eine ausschließlich Gastronomie.
- 24:16Und ja, es gibt natürlich auch andere, ganz grandiose, große, große Sensationalkarten,
- 24:22also bei Jörg Müller, wenn man gar nicht sieht, wie groß die Karte ist, aber ich glaube,
- 24:25sie ist vor allem ziemlich tief, die Karte.
- 24:28Ja, ja.
- 24:29Und bei Steinheuers an der A, ich glaube, die haben so um die 2000 Positionen, aber
- 24:34es gibt natürlich schon hier und dabei, die auch eben in dieser Geschichte da unterwegs
- 24:39sind, aber auf der anderen Seite ist es ja bei uns vielleicht so ein bisschen unikatsmäßig,
- 24:44dass das Chef natürlich schon früh angefangen hat, Wein zu sammeln und das dann eben auch
- 24:49natürlich auf die Gastronomie übertragen hat.
- 24:51Und durch das Gummifestewerk hast du jedes Jahr quasi so ein, so ein Boost, dass du dich
- 24:55auch damit beschäftigen musst.
- 24:58Kann man eure Karte nur im Restaurant genießen oder auch auf der Terrasse, im Bistro oder
- 25:02auf dem Zimmer oder?
- 25:04Das ist ja genau das Lustige, da werden viele reduzieren, das ist oft mal aufs Gourmetrestaurant.
- 25:10Aber wir, also im Hotel Grunschlösschen, haben wir diese eine Weinkarte.
- 25:15Und dann gibt es im Bistro, die gibt es im Gourmetrestaurant, die gibt es also ab 12 Uhr
- 25:19ist ein Sommer hier im Haus und dann gibt es die Karte, die wir Feierabend machen.
- 25:22Wir haben natürlich im Bistro noch mal eine kleinere Weinkarte, aber nur für einen offenen
- 25:27Ausschank.
- 25:28Die Weinkarte, die wir haben, das ist die einzige, die es gibt bei uns im Haus und die ist für
- 25:34alle Restaurants und außer Frühstück gibt es das den ganzen Tag.
- 25:38Und das ist eigentlich dann auch, ich glaube, die beeindruckende Sache daran.
- 25:43Und weil natürlich viele, ich sage mal, Wein trinken, ich habe immer gern darauf vorbereiten,
- 25:48wenn sie zum Essen kommen, ist die Karte auch immer online mit Preisen.
- 25:53Also jeder kann jederzeit die aktuelle Version online sehen und vor allem auch, was mir
- 25:58eben ganz wichtig ist, viele rufen mich auch vorher an oder schreiben mir die Mail, um
- 26:01dann eben noch ihre Flaschen zu reservieren.
- 26:03In manchen of course, ich glaube, ich habe nur noch ein, zwei da, kann ja vorkommen.
- 26:07Dass wir auch den gewünschten Jahrgang oder den gewünschten Wein bekommen können, denn
- 26:13ja, das ist eigentlich mit des wichtigsten Traum, dass eben die natürlich die Kundenbindung
- 26:19hat.
- 26:20Aber manchmal suchst du die eine Flasche und dann findest du es hier, es ist schade,
- 26:24weil es natürlich schon ausgezwungen ist.
- 26:27Dann hat jemand anders schon das Glück gehabt.
- 26:28Aber nee, das ist, warum mit mir, ist immer sehr wichtig, dass es alles transparent ist
- 26:34und dass eben auch die Karte mit Preisen online steht und jeder Gast kann die ja dann durchlesen
- 26:42oder er hat auch schon von Sonnets gehört, die es angeblich vielleicht auch als Schulungsmaterial
- 26:46verwendet haben, was anscheinend ganz so schlecht ist, auch nicht geschrieben.
- 26:49Grundsätzlich gibt es, also grundsätzlich ist es für dich ideal, wenn du die Vorinformation
- 26:55hast, dass der eine Gast, der einen anderen Wein trinken möchte.
- 26:59Nicht nur, dass es den Service entspannt, aber du kannst den Wein auch vorbereiten.
- 27:02Du kannst vielleicht mit ihm abstimmen, wann du den Wein öffnest, zu welcher Temperatur
- 27:06kannst du Gläser vorbereiten.
- 27:08Und da ist es natürlich ein immenser Vorteil, weil nichts ist schlimmer, als wenn du damit
- 27:12einmal Lust auf diese Flasche bekommst, sagst du, die möchte ich ganz gerne trinken und
- 27:16dann wäre der eigentlich in fünf oder sechs Stunden in irgendeiner Form parat.
- 27:20Aber solange kannst du nicht essen, warten oder sonstiges, gibt es viele, die sich bei
- 27:24euch einfach zum Wein trinken treffen.
- 27:25Also es ist bistrohstellig voll.
- 27:27Mit irgendwelchen Weinklubs, die sagen, wir wollen vertikalen, schräg mal quer.
- 27:31Also ist jetzt nicht so, dass es jeden Tag passiert, aber es gibt immer so Phasen im Jahr, wo das relativ
- 27:37oft vorkommt, würde ich sagen.
- 27:39Also gerade so im Herbst ist das viel.
- 27:41Und im Sommer, so Juni, weil es ist auch nur um Juni, aber im Juni passiert das komisch
- 27:48was ziemlich oft.
- 27:49Natürlich hast du immer Gäste da sitzen, die auch wirklich speziell wegen der Weinkarte
- 27:53gewisse Sachen suchen oder einfach auch Weininteressierte, Weinfreaks.
- 27:57Es gibt auch Weinclubs, die kommen und dann eben sagen, okay, pass auf, wir haben hier
- 28:01ein Budget von 200 Euro pro Kopf und wir wollen über das sind das Thema ein schöner Abend haben.
- 28:06Und das lässt sich ja alles realisieren und so soll es auch sein.
- 28:12Und es ist aber natürlich genauso auch der Otto-Normal-Weintrinker, der einfach nur Lust
- 28:16auf den Shoppen hat, genauso da wie alle anderen.
- 28:19Deswegen ist es eben auch so breit aufgestellt.
- 28:22Und das eben auch, ich sage mal, für die Sommer ist bei uns auch ein bisschen interessant.
- 28:28Wir haben eigentlich, also gerade einen offenen Ausstand, wechsel ich auf alle drei, vier
- 28:32Wochen die Weine.
- 28:33Wie viele haben hier?
- 28:34Wie viele haben hier?
- 28:35Dort auf der Karte?
- 28:36Offene Weine, ja.
- 28:38Wir haben also im Bistros sind es 30, im Gurme Restaurant für die Weinbegleitung haben
- 28:44wir zehn Sachen offen mit Aparos, sind es eigentlich fast 50 Reine, die wir offen ausschenken.
- 28:49Da ist aber natürlich auch eine Fortified und Sweet Wine gerade dabei, so vielleicht
- 28:53auch Sachen, wo nur punktuell getrunken wird, weil die wenigsten trinken gläserweise Port,
- 28:59obwohl ich es auch nicht verstehen kann, warum nicht.
- 29:00Das verstehe ich auch nicht.
- 29:01Das ist eine so...
- 29:02Ja.
- 29:03Ich finde gerade die Süßweine sind so ins Hintertreffen geraten.
- 29:07Also es werden gar nicht mehr wahrgenommen und ist ja letztlich was die Weinwelt so
- 29:11einzigartig so besonders so außergewöhnlich macht und ein tolles Finale oder manchmal
- 29:16auch selbst zwischendrin, einfach als Sättigungsfaktor oder als Erlebnis oder wenn man noch diese
- 29:21geschmackliche Aufmeite hat, aber manchmal am Sonntag nach, da einfach ein bisschen Süßwein,
- 29:25also daher toll, dass ihr so eine Karte habt, also das ihr so was...
- 29:28Ja, ja.
- 29:29Und das ist ja vor allem das Thema, also ich bin auch selber ein großer Käsefan und
- 29:33ich finde eben auch so ein Käse ganz verschiedene Varianten machen, weil ein Glas Wein passt
- 29:37nicht zum Käseteller, das geht eigentlich nicht.
- 29:40Man muss immer eine Varianz von zwei, vielleicht drei Weinen bieten, finde ich.
- 29:44Und ja, da verkaufen wir das eigentlich auch mit am besten und am spannendsten, aber
- 29:51ehrlich gesagt, am meisten Port verkaufe ich im Sommer, wenn es Kirscha dahin werdet,
- 29:54das sehr skippt, weil es wenigstens Süßweine da oft gut passen dazu und das stört auch
- 29:58niemanden, ob es jetzt 35 Grad hat.
- 30:00Ich meine, wenn du den passenden Port hast und den entsprechend temperiert, also ist das,
- 30:07ja, weil die Sachen dürfen halt einfach nicht, auch wenn natürlich höhere Alkohol drin ist,
- 30:11aber es muss ja nicht nach Alkohol schmecken, weil sonst kann es auch andere Sachen trinken,
- 30:16wenn es nur um die Wirkung geht.
- 30:18Es geht ja einfach nur darum, dass die Produkte halt neben Temperatur, Glas, Dekantierzeit,
- 30:25Punkt etc.
- 30:26Da kann man ja so viele Stellschrauben drehen und wie gesagt, also im Eingangsentschall erwähnt
- 30:34als junger Sommer hier, bist du da sehr experimentierfreudig und irgendwann merkst du natürlich,
- 30:39okay, das ist vielleicht richtiger als das.
- 30:41Manche Sachen sind nicht unbedingt falsch, aber man lernt mit der Zeit einfach, mit
- 30:47den Produkten viel besser umzugehen.
- 30:48Ich denke, das ist wie mit Köchen auch.
- 30:50Wer seinem Leben erst zweimal ein Chateau-Pryon gebraten hat, der wird sich vielleicht auch
- 30:55schwer damit tun.
- 30:56Also du brauchst für viele Sachen eine gewisse Übung und Erfahrung und es ist auch gar nicht
- 31:03so gemeint, dass manche dann einfach, ja, es ist auch jemand, das nicht könnte, aber
- 31:08wenn ich die Erfahrung mit manchen Produkten nicht habe, ist es nicht verwunderlich, dass
- 31:12am Ende vielleicht die Produkte nicht so strahlen, wie man sich das gedacht hätte.
- 31:16Bist du selber über die Zeit und mit all der Erfahrung eine gewisse Vorliebe herausgefunden
- 31:24oder herausgearbeitet, dass du lieber die jungen Weine oder die reifen Weine oder überreife
- 31:30Weine magst und da die eigene Faszination findest oder bist du all im Offen gegenüber
- 31:35und sagst ...
- 31:36Also ich selber, glaube ich, von meinem persönlichen Weingeschmack her, also ich trinke ja grundsätzlich
- 31:44alles.
- 31:45Es gibt aber zauber keine Getränkekruppen, wo ich sage, oder Getränke atme, nee, das mache
- 31:51ich jetzt nicht so.
- 31:52Es gibt eine große Aussage, vielleicht dieses Schaumwein, also ich bin persönlich kein
- 31:55großer Schaumweinfreak.
- 31:57Echt?
- 31:58Ich mag das, also ich mag diese frische Säure, also ich mag das persönlich einfach nicht
- 32:03gerne, also lieber trinke ich zum Apparativ, entweder ein Bier oder eine wirklichen Sherry
- 32:08oder sowas, aber mit Schaumwein, wenn der nicht eine gewisse Flaschenreife und Co.
- 32:13hat, wo es eigentlich, aber ehrlicherweise fast wieder Wein ist, dann kannst du mich
- 32:17überhaupt nicht begeistern, egal was für ein toller Champagner oder sonst was, das
- 32:21fixst mich jetzt gar nicht.
- 32:22Ist ja witzig, bist du einer der Wenigen, die ich kenne, also spannend?
- 32:25Ja, ich weiß, da bin ich als Sommi so eine kleine Ausnahme der Scheine und das sind
- 32:30alle lieben Bubbles, ich brauche es nicht unbedingt.
- 32:33Also das ist, ja ich weiß auch nicht warum, das hat mir nie besonders geschmeckt, gerade
- 32:39mit der hohen Kohlensohre und der frische Unkurch, ich weiß auch nicht warum, aber
- 32:45wenn es ansonsten immer einweichen kann, schau, es ist halt immer, das ist relativ
- 32:48viel Riesling, relativ viel Pino und vor allem auch relativ viel neue Welt dabei, wenn es
- 32:53in Richtung Cabernet geht.
- 32:55Neue Welt, welter heißt es für die Kalifornien oder Australien oder Zürcher?
- 33:00Nein, also ich bin großer Kalifornien-Fan, ja, aber mittlerweile häufig auch mehr und
- 33:05mehr Chile und Argentinien dort und Australien ist so, das habe ich jetzt auch schon immer
- 33:12gesammelt und das wird immer mehr und mehr, aber bei Australien bin ich immer speziell
- 33:17am Gucken, weil es ist ja, wie ich sage, das ist gerade so die Verfügbarkeit, das ist
- 33:20ein Riesen Weinbauland, aber wir sind ja für die nicht immer bei allen Qualitäten so
- 33:25interessant in Deutschland, deswegen versuche ich mal, also früher habe ich immer auch immer
- 33:30Sachen über London organisiert, mittlerweile bin Brexit manchmal ein bisschen schwieriger,
- 33:35aber nee, ich finde das ganze Weinbauland Australien unglaublich faszinierend und war
- 33:40zwar noch nie dort gewesen, aber das ist so das, was ich bei mir relativ viel anhäuf,
- 33:43weil man könnte dann denken, okay, im Grundschluss sind, da hat ja nicht schon im sämtlichen Jahrhundert
- 33:48Bordeaux durchgetrunken oder zum Beispiel, Bordeaux fasziniert mich schon auch, aber eigentlich
- 33:53Kalifornien, Australien, Chile und Argentinien fasziniert mich mehr, aber das ist glaube ich
- 34:00nicht, weil es vielleicht für Freifass noch ein bisschen unentdeckter ist oder unbekannte,
- 34:06also von der Sommelier Perspektive, weil da gibt es schon immer wieder auch Anbaugebiete,
- 34:11wo ich sage, okay, natürlich, das habe ich schon gelesen und das habe man auch schon mal verkostet,
- 34:14aber man ist nicht da wirklich so tief eingestiegen und wo man immer einen Weingut aus einer Appellation
- 34:20verkostet hat, glaube ich, kann man nicht darüber sprechen, dass man da eine gewisse Erfahrung
- 34:23mit hat. Ja, das ist, es kommt dann über die Zeit einfach erst und da habe ich zum Beispiel jetzt
- 34:30gerade vor, ja, das war jetzt, also war es vom Festival, war das gewesen, aber mich ein bisschen
- 34:38mit 3 vor dem Kabinä aus Chile beschäftigt, was man hier und da ja auch schon mal kriegen kann.
- 34:42Aber extrem selten. Das war schon interessant, ja, absolut, extrem selten, weil natürlich
- 34:48je nach, also ich interessiere mich auch viel für Historie, Weinbau und Co. und manchmal,
- 34:52sei es aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen auch, gibt es oder gab es ja manche
- 34:57Weinbaubübete auch gar nicht in der Form vorher und da ist es schon relativ spannend zu entdecken,
- 35:02was hier und da, wie der Weinbau oder auch Rebsorten innerhalb der Geschichte dann reflektiert werden
- 35:08und wie die und wie die da mitwachsen. Sind das für dich die versteckten Chessie, Hidden Treasure,
- 35:15dass du sagst, die kennt zwar jeder, aber eigentlich sind das so die Geheimadressen oder
- 35:21hast du mit deinem Überblick jetzt ein anderes Weinbauland auf der Zunge im Sinn, wo du sagst,
- 35:30das ist das potenzielle explodierende Weinbauland in den nächsten 10, 15 Jahren.
- 35:38Aufsatz da ist ein so explodierendes Weinbauland gibt, das würde ich jetzt gar nicht so sagen,
- 35:43aber ich glaube, also sieht es dann nicht, dass ich aus dem einen spezifischen Weinbauland
- 35:49jetzt irgendwie schon, wenn ich so viel Wein probiere, dass ich sage, okay, das ist auf jeden Fall,
- 35:54das ist so auf der so Next Up Coming Star, aber es gibt ein Land, also es ist Kanada,
- 36:03wo ich finde, das extrem spannende Weinewachsen vor allem Charonnet und auch Gammé oder Cabernet
- 36:09Fronds Segment und das habe ich auf der Provein jedes Jahr einmal wieder probiert und da gibt es
- 36:15ja wirklich kaum Bezugsquellen in Deutschland. Es ist ja anscheinend auch so, dass man, ich glaube,
- 36:22auch kein Freihandelsabkommen mit Kanada haben, also es ist nicht so einfach, die Weinwäge,
- 36:25glaube ich, mal ins Land zu bekommen oder beziehungsweise dann fragt man sich auch,
- 36:28okay, warum muss man irgendwie noch ein Palette de Charonnet aus Kanada importieren,
- 36:33aber die Weine sind schon extrem gut und jetzt über Henrik Thomas, der bei Wein am Limit auch
- 36:38Pernori seit dem Programm hatte, habe ich das auch bei uns in der Weinbegärtung auf der Weinkarte
- 36:42gehabt, aber es gibt ganz viele spannende Weinewüter, die ich da eben abseits von Eisbein auch schon
- 36:47probiert habe und das ist für mich schon ein sehr spannendes Wein, weil dann vielleicht die
- 36:53Eindrücke auch einfach mal komplett anders sind und die Weine, wenn man einfach mal Gammé oder
- 36:59Cabernet Fronds nimmt, wo man sonst einen Bugun oder andere Lorna zu Hause sind oder vielleicht eben
- 37:05auch Bordeaux bei Cabernet Fronds, wo man dann einfach ganz andere Ideen von der Rebsorte kriegt
- 37:11und es sind vielleicht fast ein bisschen Schade finde, dass man diese Weine auch nicht zeigen
- 37:15oder besser repräsentieren kann, denn ich merke es ja selbstverständlich zum Beispiel, ja,
- 37:19eben kanadische Weine bei uns in der Weinbegärtung hatte, dass die Leute total, so wie wenn ich
- 37:25sagen schockiert, aber einfach extrem... Manchmal schockiert also... Manchmal schon schockiert,
- 37:30also ja, das ist so wie diese Schaumweinnummer aus England, die ist vor zwei, drei Jahren in
- 37:35Deutschland kaum gar, aber mittlerweile ist das auch nicht so verfügbar, sondern auch den Leuten
- 37:39bekannt und da war es so, ja, schauen wir mal aus England, also herrlich, da ich weiß es ja nicht so
- 37:45recht, oder hier jetzt an Charonnet aus Kanada und dann probieren wir das und finden das eben sehr,
- 37:51sehr gut, weil die Produkte natürlich auch sehr gut sind und man kann so natürlich auch diese
- 37:56Aha-Erlebnisse schaffen und es gibt auch andere, es gibt schon auch Gäste, die kannten das dann schon,
- 38:02die sagen, ach, ist ja super, dass wir das hier auch finden, weil wir haben das nie, das haben
- 38:06ich auch schon gestern angesprochen, dass man das hier findet, die vielleicht auch viel international
- 38:11unterwegs sind, das an sich die Ausnahme, man muss es aber nicht für alle Aha-Erlebnisse einmal
- 38:14um die ganze Welt reisen, es gibt genauso viele kleine, oder noch nicht immer kleine,
- 38:20aber hochteilentierte Winzer, oder Winzerinnen, die bei uns in Deutschland hier tolle Sachen machen,
- 38:24wo man manchmal die höchste Qualität vor der Haustür hat, aber dann doch lieber immer auf die
- 38:31Narben geht, die man sowieso schon kennen, weil man natürlich da auch qualitätsmäßig sowieso
- 38:35darauf vertrauen können, aber ich würde sagen bei uns in Deutschland, auch in einigen Anbaugebieten,
- 38:40selbst wenn wir uns mal reingauen, manchmal ist es ein bisschen verschlafen vielleicht,
- 38:43gelten oder aristokratisch, sagt man so schön, gibt es viele kleine Weinbautealente,
- 38:50die einfach Spaß machen zu verkosten und wo man einfach mal auch mal sehen kann,
- 38:55was in Zukunft draus wird. Was hast du da in den letzten zwei, drei Jahren, wo du sagst,
- 38:59das kann um den bekannten Namen des Wasserreichen oder geht einen ganz anderen Weg und interpretiert
- 39:06vielleicht auch diese Gebiete oder verschiedene Rebsorten neu?
- 39:08[MUSIK]
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- 39:46[MUSIK]
- 39:58Das ist so irre langweilig. Also nahezu jeden der Sommys, die man fragt, welche Rebsorte sie werden, was die Lieblingsrebsorte ist, was die Königin der Rebsorte ist, was der Gott der Rebsorten ist oder was auch immer.
- 40:10Es kommt eigentlich nahezu immer Riesling raus und ich kann mich von der Faszination für diese Rebsorte eigentlich auch nicht ausnehmen.
- 40:18Es ist eine Rebsorte. Im Zweifel geht Riesling immer und ich verstehe eigentlich fast nicht die Zeit, als Riesling keine Präsenz hatte vor 20, 30 Jahren, als Riesling skeptisch, als Riesling kritisch betrachtet wurde, weil es auch damals schon großartige Rieslinge gab.
- 40:35Ich erinnere mich an eine Situation, als das damals wie heute sehr engagierte Weingut Dr. Birkleem Wolff sich auf die Fahne geschrieben hat.
- 40:44Wir wollen den exklusivsten, den besonders außergewöhnlichsten Weiswein in Deutschland produzieren. Unser Küchenstück sollte mal einen dreistelligen Betrag aufrufen können, was damals utopisch war.
- 40:56Und wir fingen an, mit dem Weingut zusammen Jahrgangsvertikalen zu probieren und Jahrgangsvertikalen im Vergleich mit dem Morosche.
- 41:03Also wir hatten teilweise 10 Jahre Le Morosche im Vergleich mit Küchenstück.
- 41:08Das Gleiche haben wir mit Chasson Morosche aus der Lage Kayeré zusammen mit dem Pechstein gemacht und zwar teilweise sehr erstaunlich, wie viel Parallel der es dort gab.
- 41:17Deswegen würde ich heute 25 Jahre danach, 25 Jahre nach diesen Proben, wo der deutsche Riesling wieder das Grenommet zurückerlangt hat, was er vor 100 Jahren hatte, wovon die Winzer vor 30 Jahren geträumt haben.
- 41:31Florian sehr gerne einen Riesling offerieren.
- 41:34Ihnen zu einem Riesling einladen, Ihnen von einem Riesling begeistern.
- 41:38Ein Riesling von Dr. Birkley-Bolfe aus Wachenheim.
- 41:41Ein Ropatzberger Reiterfahrt.
- 41:43Und das Spannende bei dem finde ich, dass er nicht diese kargeseite, diese extrem reduzierte Seite des Rieslings darstellt, demonstriert, sondern die emotionale, die etwas ausdruckstärkere, die etwas plakativere, die etwas opulentere Seite des Rieslings.
- 42:00Interessant, dass viele, obgleich sie Riesling leben, gar nicht im Sinn haben, woher diese Duftseite kommt, dass diese vom Traminer stammt.
- 42:09Laut einer DNA-Analyse von Dr. Ferdinand Regen aus dem Jahre 1998 sind die natürlichen Eltern des Rieslings, wie dies für die Fähre Syvestris und Traminer gekreuz mit weißem Heunisch, also Gésblanc, also der eigentlich fast Vaterrebsort von unglaublich vielen Weinen.
- 42:29Von der Wildrebe stammen die Kleinbären und die Frosthärte vom Traminer die würzigen Noten, während der Heune später Reife, Robustheit und Säurepotenzial einbrachte.
- 42:39Neure DNA-Analysen von 2021 bestätigen eine Kreuzung zwischen unbekannter Muttersort und Gésblanc.
- 42:46Wenn man manchmal so eine Dezent-Übereife-Variante des Rieslings probiert, dann kann man sehr viele Parallelen zum Traminer erkennen, was ich total spannend finde und was in diesem Reiterfahrt durchaus zum Tragen kommt.
- 43:01Wahrscheinlich der Lage geschult, dass es eine besondere Lage der Reiterfahrt dessen Namen auf die Römer zurückgeht, die eins mit ihren Pferden dort entlangsogen, erstreckt sich südöstlich und ansteigend zum Waldrand hin.
- 43:13Hierher ist ein fast mediterranes Klima begünstigt durch die Wärmespeicherung der Mauern und die Sonnenreflektion.
- 43:20Die Lage liegt zwischen 130 und 190 Meter über Meerespiegel und zeichnet sich durch eine geringe Hangeleitung aus.
- 43:25Vor Millionen von Jahren entstand durch geologische Aktivitäten der Oberreingraben, der später durch Sä-Dimenzablagerung gefüllt wurde.
- 43:34Die Bodenbildung des Reiterfahrts ist vielschichtig mit hohen Ansteinen an Sanden, lemmigen Sanden und buntsanden.
- 43:41Die Kalk-Einlagerung in dieser Lage verleihen den Wein eine rohe Reifepotenzial und eine unverkennbare Säurestruktur geparkt mit gelben Fruchtarum, was dem Reiterfahrt richtig und mehr als anzuschmecken ist.
- 43:55Die Lage Reiterfahrt ist vom Verband VDP klassifiziert und gehört zu den Spitzenlagen mit hohem Qualitätsanspruch.
- 44:01Und genau das finde ich ist diesem Wein ohne gleiche Anzuschmeck.
- 44:06Jetzt, in dem Augenblick, würde ich Florian mit einem Reiterfahrt begeistern wollen. Mal schauen, ob mir das gelingt.
- 44:12Also da ich jetzt zum Beispiel bei neuen Lebensarten, ja, der ist schwieriger, der ist schon bei Riese und Pino zum meisten hier.
- 44:23Aber ich finde es so wie der Alexander Schregel, der sonst auch beim Wein-Gutleitz in Rüdesheim beschäftigt ist.
- 44:30Er macht ein eigenes Projekt seit, ich glaube jetzt ist es, jetzt kommt der dritte Jahrgang.
- 44:34Das sind hervorragende Rieslinge, so ein bisschen dieser etwas kühleres Stil und einfach ehrliche Beine mit viel Rückgrat.
- 44:46Und vielleicht ist es zwar so ein bisschen reduzierter der Rieslinge-Skriptil mit weniger Schwefel und Co.
- 44:54Aber jetzt nicht irgendwie grenzwertig, sondern einfach trinkig, modern.
- 44:58Und vor allem durch die fünf Lagen dabei, also wirklich eine gewisse Lagentypizität und Unterschied in den verschiedenen Geschichten.
- 45:07Dann der Alex Knaus-Salterin Castro, der ist beim Wein-Gutleitz Jakob Kühlen.
- 45:13Da eigentlich auch hauptsächlich dabei, wenn er macht, dass ich glaube, der Alex Knaus ist auch schon länger, ich glaube, er macht schon vier oder fünf Jahre seine Weine.
- 45:20Das ist natürlich eher so ein hier nicht unnatural Naturwein, aber ich finde vor allem auch mit einem sehr trinkigen Charakter,
- 45:27weil es einfach die Weine sind nicht nur irgendwie typ- und wreckig, sondern die Weine haben vor allem auch viel Substanz.
- 45:33Ich finde auch, das kann gut reifen, also das habe ich mir, also seitdem ich die Weine das erste Mal probiert habe, war ich auch immer noch was bei mir im Keller liegen.
- 45:40Das sind meist die Weinen, die bei den Gästen, wenn sie jetzt auf der Karte stehen und sich sofort getrunken werden oder ankommen, was natürlich auch keiner kennt.
- 45:46Aber die Jungs fangen da im Leben bei uns ein bisschen ihren Stil zu entwickeln.
- 45:51Oder, also dadurch, dass er bei mir im Kronenschlösschen auch, wir haben ja immer viele aushälften bei uns, gerade auch beim Gummifestival.
- 45:58Das sind viele auch von der Uni in Geisenheim, wo die Weinbar-Universität ist.
- 46:03Und lustigerweise habe ich da auch über viele verschiedene Winzer, die wir da auch kennenlernen.
- 46:07Die haben irgendwann auch ihre eigenen Projekte angefangen haben zu betreuen.
- 46:11Somit hat man dann manchmal einen kleinen Zugang zu recht interessanten, kleineren Weinbar-Projekten.
- 46:18Ob das dann immer mal größer wird, ist dann manchmal die Frage.
- 46:21Aber das gehen ja schon viele Wein-Palänte auch auf die Uni.
- 46:24Und manchmal hat man die Schnittstelle, die sich dann doch auch für Wein interessieren.
- 46:27Und dann laden sie bei uns, um am Gummifestival mal mitzuhelfen.
- 46:31Die helfen dann da aus und können die Weinbar mitprobieren?
- 46:33Genau, genau.
- 46:35Also beim Öffnen, dass sie halt ihr Probeschlöckchen damit bekommen und dadurch aber ein eigenes...
- 46:39Ja, genau, genau.
- 46:40Ein bisschen aufbeugt und spannend.
- 46:42Also der Reingehau ist doch noch nicht so verschlafen und abgerast, wie viele vermuten.
- 46:46Es passiert auch da was?
- 46:48Ja, genau, es passiert auch da was.
- 46:51Und man kann es ja manchmal ein bisschen öfters erwähnen, weil natürlich irgendwie...
- 46:54Ich darf mal bitte, wie dann Hessen oder die Pfalze, der verschiedenste Weinbauverein,
- 47:00oder Co. ein bisschen mehr im Fokus ist, aber es passiert auch im Reingehau was.
- 47:05Manchmal ist es eine kleine Reform, wo man muss ein bisschen tiefer reinschauen.
- 47:09Aber das ist ja, denke ich, auch für uns so.
- 47:11Wir haben jetzt gerade auch ganz spannend, wie gesagt, diese kleinen Sachen drum herum zu entdecken.
- 47:16Oder ich hatte jetzt, hatte ich letztes Jahr im Sommer bei dem befreundeten Weinhändler
- 47:23einen Winzer kennengelernt, der Florian Reus, der in Franken auf, ich glaube,
- 47:27ist in dem halben Händler, wo der Wein macht.
- 47:30Und der, ja, und der hat Winzer auch gelernt, das war eigentlich eher so ein Hobby,
- 47:35weil er in der Maus ist, der Ultramarathonläufer, oder das ist auch sein Beruf eigentlich.
- 47:40Das ist jetzt Beruf?
- 47:42Ja, also er war auch Weltmeister, also da läuft man irgendwie tagelang,
- 47:46ich kann das nicht so ganz nachvollziehen, aber jeder hat ja ein Hobby.
- 47:49Und er macht eben auch Wein und das, also die Produkte,
- 47:54ich habe letztes Jahr probiert, es gab so ein Charonet, Weißbegunter Silvana,
- 47:57aus Randersacker, ist absolut faszinierende Weine
- 48:00und hätte mich jetzt eine Kollegin nicht drauf gestoßen,
- 48:03hätte ich wahrscheinlich nie entdeckt, aber seitdem kennen wir uns jetzt auch der Florian und ich.
- 48:08Und ja, wir haben jetzt auch schon mal das erste Projekt zusammen gemacht,
- 48:12weil einfach das ist für mich so vielleicht, ich habe das jetzt ja eine ganz, ganz kleine Welt
- 48:18und er eben da schon noch, finde ich, in der Qualität Charonet oder Weißbegunter produziert,
- 48:24die man es in Deutschland vielleicht selten gesehen hat.
- 48:26Aber wie gesagt, ein halber Hektar, da spricht es ja nicht immer viel Wein.
- 48:29Was heißt, ihr habt ein Projekt zusammen gemacht,
- 48:31dass eher Weine für dich exklusiv produziert, oder?
- 48:35Nee, also das ist das erste Mal, war natürlich, dass ich ihn mit meiner kleinen Firma,
- 48:42die ich gegründet habe, eben auch für Kommunikation, Weinhundle, etc.,
- 48:45dass ich ihn damit reingenommen habe und für ihn wissen auch Kommunikation mitmache,
- 48:49weil er ist nämlich auch ein Typ, der macht sehr gut Wein,
- 48:54drüber sprechen ist immer für den einen oder anderen Winzer eine schwierige Sache.
- 48:58Und ich als Sommier kann, ich weiß nicht, ob ich Wein machen kann,
- 49:01ich habe zumindest noch nie wirklich ausprobiert, außer in einem Weinbaupraktikum,
- 49:04aber ich kann halt gut drüber sprechen und habe vielleicht auch die Kanäle oder einfach die Möglichkeiten,
- 49:10die Produkte, die man schon darzustellen, in Weinproben, Veranstaltungen oder eben auch,
- 49:16wie gesagt, in meinem Newsletter, den ich mache, wo ich einfach versuchen möchte,
- 49:22auch jungen Talent in eine Bühne zu geben, denn nach Expertise und nach Auskunft über Wein
- 49:32oder flüssige Getränke wird man ja ständig gefragt,
- 49:35sei es von Gästen oder auch mal von extern, das kommt schon viel vor.
- 49:40Und ja, da habe ich ihn eben dann auch damit aufgenommen
- 49:44und wie gesagt, mache ich für ihn so ein bisschen Kommunikation mit,
- 49:46um in einfach wirklich mal hier richtigen Stellen zu platzieren,
- 49:50damit eigentlich unterm Streich, das ist eigentlich ganz einfach für die Philosophie,
- 49:54dass es mehr besseren Wein für die Leute gibt.
- 49:57Du hast eine eigene Firma gegründet, also jetzt neben dem Kultursum,
- 50:01wenn du Langeweile hattest oder wenn du aufgesehen hast,
- 50:04wenn es sich das ganze Jahr Grooming Festival ist oder warum?
- 50:08Weil es mir schon zu langweilig geworden ist, nein, es ist eher so.
- 50:13Also ich möchte in naher Zukunft eben auch probieren,
- 50:18gerne den Master-Sommerier zu versuchen, wenn ich denn dann eine Einladung bekomme.
- 50:23Also da habe ich den Advanced schon gemacht.
- 50:25Und das ja so ist, wenn man, glaube ich, so eine der schwierigsten Prüfungen der Welt,
- 50:30wenn es um Wein aus dem Gehiebereich abschließen will,
- 50:32man braucht natürlich extrem viel Training, extrem viel Routine
- 50:35und für mich war es irgendwie noch so ein weiterer Aspekt,
- 50:37dass ich mich mit Weinhandel auseinandersetzen möchte,
- 50:40um mehr mit dem, das ist mein Hobby oder Hobby oder Passion Wein,
- 50:45mehr in eine wirkliche Routine noch einfass.
- 50:49Und da ich schon immer angefragt wurde, auch viel von Gästen,
- 50:52auch wegen privaten Weinkellermanagement und so was,
- 50:57aber ich habe gesagt, ich kombiniere das Ganze, gründet mir eine Firma dafür
- 51:02und habe jetzt eben einen kleinen Weinhandel mit Consulting
- 51:07für Weinkellermanagement, Veranstaltungen, Reithändenpoben,
- 51:12im Prinzip alles, wo ich so komplett meine eigene freie Hand habe,
- 51:16wo ich mich noch mal komplett austoben kann, was mir aber auf der anderen Seite
- 51:19eben jetzt nicht nur hilft, um meine Flaschen alle zu organisieren,
- 51:23gerade in dem Jahr, wo ich auch für das zweite Mal beim ersten Mal
- 51:27Advanced durchgefallen, wo ich das zweite Mal draufgeübt habe,
- 51:31habe ich in dem einen Jahr Vorbereitungszeit, glaube ich,
- 51:33knapp 800 Flaschen verkostet.
- 51:35Und es ist natürlich ganz praktisch, wenn du dir die Sachen dann auch
- 51:38ein bisschen, ich sage mal, rappatiert tun kannst.
- 51:41Und ja, die andere Sache ist einfach, ich habe halt einfach gemerkt dabei,
- 51:44durch die vielen Kontakte, die ich habe, dass ich meine Expertise,
- 51:47die ich mittlerweile ja auch aufgebaut habe,
- 51:50einfach extrem gut weitgegeben kann.
- 51:52Und das interessiert mich brutal.
- 51:54Nebenher hat man Haupttätigkeit, in meinem Kronenschlösschen,
- 51:57einfach, ich habe den Leuten dabei zu helfen,
- 52:00in der besseren Wein zu trinken, oder auch besser,
- 52:03oder auch dementschwerchen besser zu beraten.
- 52:05Für einige Weingüter darf ich ab und zu auch mal ein bisschen was
- 52:07von ihrem Premium Wein mit verteilen und die richtigen Kunden,
- 52:10damit es auch dort hinkommt, wo es getrunken wird
- 52:12und nicht nur quasi verkauft.
- 52:15Und dann steht es zwei Tage später wieder im Internet,
- 52:17sondern ja, einfach da um der, ja,
- 52:21man macht die Weinwerte damit, kein Stückchen besser,
- 52:25vielleicht ein kleines bisschen, aber das in der globalen Geschichte,
- 52:28wenn es um feinem Wein geht, ist das bei uns ja
- 52:31ein ganz kleiner Prozentsatz.
- 52:33Aber ja, für mich war das ganz wichtig,
- 52:35dass ein bisschen Selbstverwirklichung zum Hobby
- 52:38und auch wenn jetzt vielleicht ein oder andere,
- 52:40ja jetzt hast du noch eine Firma gegründet,
- 52:42du hast überhaupt noch Freizeit und Co.
- 52:44Das ist da für mich, sich die Freizeit vorher eben auch immer
- 52:48um Wein gedreht hat oder natürlich auch um meine Frau oder die Familie.
- 52:52Es ist schon so, dass meine Frau sich,
- 52:55ich glaube, seit über 18 Jahren,
- 52:57als auch schon daran gewöhnt hat, dass ich da ein bisschen bescheuert bin.
- 53:00Aber das ist eben so, das ist das Ziel, was ich machen möchte,
- 53:04ich möchte diesen Maßhaushormie probieren
- 53:06und will mich halt bestmöglich dafür vorbereiten.
- 53:08Dafür war mir das irgendwie ganz wichtig,
- 53:10da nochmal diesen Aspekt mit Weinhansen,
- 53:12Veranstaltungen auch selbst in der Hand zu haben
- 53:14und da nochmal was zu machen.
- 53:16Und da ich die Anfragen sowieso immer auf dem Tisch hatte,
- 53:18habe ich gesagt, ich probiere das jetzt einfach mal aus,
- 53:21um mal zu schauen, wie ich so was denn kann.
- 53:26Ich bin selber jetzt, ich bin 36, ich sage kein Alter.
- 53:31Also ich kriege zwar auch schon graue Haare,
- 53:34ob die vom Gummifestern bekommen, weiß ich nicht,
- 53:36aber sie kommen.
- 53:37Aber es ist auf jeden Fall so,
- 53:39ich muss nur ein bisschen arbeiten bis zur Rente
- 53:42und ich werde auf jeden Fall immer was mit Wein und Gastronomie machen,
- 53:46was ich in den nächsten 10, 15, 30 Jahren genau mache.
- 53:51Das weiß ich aber nicht.
- 53:52Ich habe da keinen Karriereplan.
- 53:53Ich fühle mich im Kronenschressin so, wie es ist, superwohl.
- 53:55Ich bin auch schon über 10 Jahre dort
- 53:57und hatte aber für mich irgendwie so den Gedanken,
- 53:59ich brauche noch so einen weiteren Aspekt,
- 54:02der mich fordert und fördert
- 54:04und vorher waren das vielleicht Wettbewerbe
- 54:07oder vielleicht auch Fortbildungen gewesen.
- 54:10Und die nächste große Frage wird sich stellen,
- 54:13wenn ich das mit dem Massesommer jedanmal probier
- 54:15oder probiert habe, nachdem wie erfolgreich es ist,
- 54:18was ich mit mir selber und meinen Interessen
- 54:23mit Wein, Spülthosen und Co. anfangen möchte.
- 54:26Ich finde die Konstellation, die du da lebst,
- 54:28eigentlich auch extrem spannend, weil die meisten,
- 54:31oder es gibt ja nicht wenige Kollegen,
- 54:33die aus dem Restaurant rausgehen,
- 54:35die eine gewisse Zeit dort und auch sehr erfolgreich waren,
- 54:38anfangt zu beraten oder in den Handel wechseln,
- 54:41aber sie verlieren dann ganz oft dieses Händchen für Wein.
- 54:45Sie verlieren die Emotionen für Wein,
- 54:48welchem Handel realistisch betrachtet,
- 54:51probiert man Weine anders und oftmals auch gar nicht.
- 54:55Weil die Weine da nicht, wenn sie im Restaurant jeden Tag offen
- 54:58zur Verfügung stehen.
- 54:59Auf der anderen Seite finde ich es mit deinem Bewusstsein sehr,
- 55:01sehr spannend.
- 55:02Das hat ja kaum jemand so viel Erfahrung für große Weinkeller,
- 55:05wie du, durch eurem Weinkeller,
- 55:07den du ja auch von Grund auf neu konzipiert und konstruiert hast
- 55:12und nochmal von links nach rechts gekrempelt hast.
- 55:15Und so geht es natürlich vielen Gästen auch,
- 55:17dass die als weinsammler große Keller haben
- 55:21und irgendwann, weil es halt mal ein Hobby war,
- 55:23man gewohnheitsmäßig irgendwas kauft,
- 55:25dann nicht mehr weiß, welche Weine irgendwo stehen
- 55:28und es ist natürlich schade, wenn Weine zu alt werden
- 55:31oder zu reif werden oder nicht mehr getrunken werden können
- 55:34und da eine entsprechende Hilfe zu haben.
- 55:37Und ich glaube, dass du stetig durch diese Doppelsituation
- 55:41eine gewisse Erfüllung auf der einen Seite,
- 55:44aber eben auch das Euphorische auf der anderen Seite bewahrst
- 55:47und der Massasomi soll jetzt die Ergänzung des Ganzen sein.
- 55:50Warum Massasomi, warum nicht Mastau Wein?
- 55:52Weil es sind ja mehr oder weniger immer die Gretchenfragen.
- 55:55Was macht der eine, was macht der andere?
- 55:57Nützt dir das eine mehr sowohl in der Entwicklung
- 56:00als auch im Restaurant als das andere?
- 56:02Oder du sagst, du hast ja keinen Lebensweg,
- 56:05aber bei deinem Gedanklichen,
- 56:07siehst du dich eher als MS als MW?
- 56:11Ja, also es ist ja schon so,
- 56:15dass ich meine, diese ganzen Fortbildungen,
- 56:18also diese extreme Variante,
- 56:20die ich mit MS oder MW machen möchte,
- 56:23da ich von vornherein mich auf diesen Sommiweg bewegt habe,
- 56:28habe ich mich dafür entschieden,
- 56:31dass wenn ich was in diese Richtung mache,
- 56:33dass ich Massasomi hier machen möchte,
- 56:35weil Mastau Wein,
- 56:36ich habe mich ja nicht genügend mit auseinandergesetzt,
- 56:38aber von meinem Bezugspunkt aus
- 56:41dreht sich es dann mehr um Wein-Schandalismus
- 56:45und auch Weinmarketing.
- 56:47Und der Massasomi ist ja fokussiert auf den Service,
- 56:52also auf den Wein-Service an sich
- 56:54und die Arbeit im Restaurant, wo ich mich selber auch sehe.
- 56:57Ich habe mich ja gereizt,
- 57:00es ist nur 2-3% schaffen, diese Prüfung
- 57:03und irgendwie reizt es mich immer heraus.
- 57:05Das hat dich gereizt, oder?
- 57:06Die ein bisschen schwieriger sind,
- 57:08weil immer wenn mir jemand sagt, ich kann irgendwas nicht,
- 57:11dann probiere ich es gerne aus.
- 57:13Wenn ich mich dafür restlos begeistern kann
- 57:16und ich habe die eine Variante,
- 57:18oder Massasomi,
- 57:20aber ich mache das jetzt nicht,
- 57:22ich mache das wirklich nicht,
- 57:24um dann irgendwie besseren Job
- 57:26oder einen anderen Job zu machen zu können
- 57:28oder mich für irgendwas anderes zu qualifizieren.
- 57:30In Deutschland ist das eigentlich gar nicht nötig,
- 57:33aber international vielleicht,
- 57:36aber es ist so der persönliche Ärger.
- 57:39Ich mache das wirklich nur für mich selber,
- 57:41das habe ich im Vorhinein gesagt,
- 57:43ich habe mich an Wettbewerben, Fortbildungen etc. gemacht,
- 57:46da habe ich immer gesagt, das mache ich nicht für den Betrieb
- 57:49oder für andere, ich mache das immer nur für mich,
- 57:52um mich selbst ein bisschen zu challenging
- 57:58oder auch um mich selber weiter und vorzubilden.
- 58:00Das war eigentlich der Grundgedanke,
- 58:02warum ich auch mal die ersten Wettbewerbe gemacht habe,
- 58:04dass ich mich fortbilde.
- 58:06Da hast du ja einige gemacht,
- 58:08das war ja kaum jemand bei Wettbewerben so erfolgreich wie du,
- 58:11ich bin jetzt zuletzt als Deutschlands bester Sommie.
- 58:14Dass nicht alles irgendjemand gesagt hat,
- 58:17die Nase ist der beste, sondern durch einen Wettbewerb,
- 58:20also durch Leistung, durch Wissen, durch Verkostung,
- 58:23durch die eigene Hand und das eigene Wissen sozusagen.
- 58:28Das ist ja nochmal eine ganz andere Nummer.
- 58:31Ja, in dem Fall ist es so,
- 58:33als ich meine, es gibt natürlich auch viele Auszeichnungen
- 58:36Sommie jedes Jahres oder wie auch immer,
- 58:39wo man dann gewählt wird.
- 58:41Aber beim besten Sommie Deutschlands ist es wirklich so,
- 58:43die Sommietroffie ist ja ein Wettbewerb
- 58:46und jedem Freitag mitzumachen.
- 58:49Und dann geht es eben durch die verschiedenen Etappen
- 58:52und wenn man jetzt zum Ende, wie gesagt, ich habe es letztes Jahr
- 58:54ganz erfolgreich geschafft,
- 58:57dann hat man da eben auch die Möglichkeit,
- 58:59sich dafür zu setzen,
- 59:00weil ich dieses Jahr Deutschland als Vertreter
- 59:03bei der Europameisterschaft repräsentiere
- 59:05und nächstes Jahr dann Weltmeisterschaft.
- 59:07Also es kommen immer irgendwo auch Schritte
- 59:10oder Herausforderungen hinzu.
- 59:12Wie gesagt, es ist gar nicht so egoistisch gedacht.
- 59:15Ich habe diese Sachen nie gemacht,
- 59:18um jemand anderen etwas zu beweisen
- 59:23oder weil ich irgendwie so ein Konkurrenz Gedanken hatte,
- 59:26sondern ich wollte immer schauen,
- 59:27dass ich selber besser werden kann
- 59:30und auch im Vergleich mit anderen,
- 59:32aber auch es ist ja so,
- 59:34dass ich in vielen Sportarten,
- 59:36was so Sportart vielleicht bezeichne,
- 59:38oder in vielen Berufs-
- 59:41Berufen herrschte auf so ein Konkurrenzdenken,
- 59:43ich finde aber gerade so in der Gastronomie
- 59:45und vor allem im Sommie-Bereich,
- 59:47habe ich das nie so wahrgenommen,
- 59:49dass man auch auf Internationalen mitbewerben,
- 59:51dass man irgendwie Konkurrenten nebeneinander hat.
- 59:53So ist es immer Mitstreiter und Kollegen,
- 59:56Kollegen, die dieselbe Arbeit,
- 59:58vielleicht in anderen Restaurants,
- 1:00:00in anderen Hotellen, in anderen Landmärkten,
- 1:00:02aber es ist nie so ein Konkurrenzdenken,
- 1:00:04dass man macht das immer zusammen
- 1:00:06und der oder die Beste,
- 1:00:08oder an dem Tag vielleicht auch die bessere Leistung abruft,
- 1:00:11gewinnt dann, aber alle, die schon dort sind
- 1:00:14und sich auch diese Herausforderungen stellen,
- 1:00:16haben an sich ja schon gewonnen.
- 1:00:18Also ich finde dieses Konkurrenzdenken,
- 1:00:20es gibt es bei den Sommie-Bewerben, finde ich,
- 1:00:22weil ich das nie so wahrgenommen habe,
- 1:00:24bei der Sommie Trophy,
- 1:00:26ich habe mich aber insgesamt viermal mitgemacht,
- 1:00:29oder auch andere Wettbewerbe,
- 1:00:31habe ich auch öfters mal gemacht.
- 1:00:33Das war immer was sehr, man hat sich auch darauf gefreut,
- 1:00:36die Kollegen zu treffen, sich auszutauschen,
- 1:00:38dann eben gemeinsam so ein Wettbewerb zu bestreiten
- 1:00:41und dann eben auch, ja, man freut sich natürlich auch
- 1:00:44für die anderen oder die anderen,
- 1:00:46natürlich bereitet man sich auch ein Stück weit darauf vor,
- 1:00:49aber es ist nie ein riesen Gegenteil
- 1:00:53oder Konkurrenzgedenke dabei.
- 1:00:55Also das habe ich wirklich nie so wahrgenommen,
- 1:00:57deswegen habe ich es auch mal so positiv wahrgenommen,
- 1:01:01diese ganzen Wettbewerbe,
- 1:01:03weil es einfach immer eine Fortbildung
- 1:01:06unter, vielleicht nicht, sag mal,
- 1:01:09unter sportlichen Aspekten war.
- 1:01:12Das finde ich auch, dass es bei uns in der Branche,
- 1:01:15also bei den Sommies, relativ wenig Hauen und Stechen gibt
- 1:01:17und ich höre auch ganz viele Kollegen,
- 1:01:19die früher, keine Ahnung, bei der Truffi-Royna
- 1:01:21oder sonstiges mitgemacht haben,
- 1:01:23was ja schon jetzt fast Jahrzehnte her ist,
- 1:01:26dass sie eben dort gegeneinander, miteinander
- 1:01:28angetreten sind.
- 1:01:30"Ach, bei dem war ich mit der Truffi-Royna
- 1:01:32oder da habe ich das gemacht."
- 1:01:34Bei dem Ausscheid ist es immer dieses Event des Erlebnis
- 1:01:37und die Weiterentwicklung,
- 1:01:40die viele da heraus wertschätzen
- 1:01:43und da heraus genießen.
- 1:01:47Also daher stimm ich dir vollkommen zu,
- 1:01:50dass es das eben nicht gibt, diesen extremen Night-Gedanken.
- 1:01:53Auf der anderen Seite siehst du eine übergeordnete Rolle
- 1:01:56von Sommies, also neben der Arbeit im Restaurant,
- 1:01:59dass man sagt, man sollte sein Wissen weitergeben,
- 1:02:03man sollte publizieren, man sollte präsentieren,
- 1:02:06andere unterstützen, Fortbilden, Ausbilden
- 1:02:09oder sonstiges oder sollte jeder für sich selber versuchen,
- 1:02:12der beste, schönste, schnellste zu sein.
- 1:02:15Nee, also ich denke, der andere wichtigste Aspekt
- 1:02:19ist eben auch, Wissen und Expertise weiterzugeben.
- 1:02:22Weil niemand hat was davon, wenn man alles nur für sich behält.
- 1:02:27Natürlich, ich habe das für mich alles gemacht,
- 1:02:30aber ich habe trotzdem immer alles weitergegeben.
- 1:02:33Also das ist in meiner Form zum Beispiel, kann ich halt sagen,
- 1:02:36wir haben bei uns im Team zum Beispiel,
- 1:02:39also wir sind ja alle Sommies bei uns.
- 1:02:41Im Restrom mehrere.
- 1:02:43Ja, insgesamt, wie du es momentan siehst, sind 6,
- 1:02:4711 Wissen, also wir sind 7 ausgelernte
- 1:02:50und 6 davon haben auch ein Sommieabschluss,
- 1:02:53bzw. sind gerade dabei.
- 1:02:55Nur mein Steffer-Däter, aber der hat schon so lange mit Wein zu tun,
- 1:02:58der braucht kein Sommie hier mehr.
- 1:03:01Aber so haben wir eigentlich immer bei uns
- 1:03:03ein, zwei Sommies in Ausbildung,
- 1:03:06also die dann halt in Koblenz gerade muss sind
- 1:03:09oder was machen, dann haben wir auch
- 1:03:12also die einen machen dann gerade "Cold of Master's Sommie",
- 1:03:15"Intro Certified", die andere Person macht "Advanced".
- 1:03:18Zum Beispiel auch das der deutsche Meister von Shenrodis,
- 1:03:21das ist auch bei uns, das ist ein Teilzeits-Sommie bei uns,
- 1:03:24also der ist nur 15 Stunden die Woche da, das ist ein Student.
- 1:03:27Also, ja, also wir geben es halt,
- 1:03:31oder ich versuche das immer intern weiterzugeben,
- 1:03:34dass wir eben auch so sein Trainingsgruppen und Co.
- 1:03:36bilden, damit man sich gegenseitig immer ein bisschen pushen kann
- 1:03:39und die andere Sache. - Wie sich das ausgeben,
- 1:03:41geht ihr da in Thema in die Woche und sagt jetzt,
- 1:03:43bearbeiten wir Rone oder Begunnt oder
- 1:03:46Jahrgang 75, fast alles? - Ja, also ab und zu gebe ich
- 1:03:50auch mal Hausaufgaben, aber das funktioniert immer nicht so gut.
- 1:03:53Aber ja, man muss natürlich selber auch schon was tun dafür,
- 1:03:57man kann nicht mehr nur darauf warten, dass einem jeder alles erzählt.
- 1:04:00Da muss sich das selber schon auch ein bisschen reinhängen.
- 1:04:03Aber naja, wir versuchen uns dann regelmäßig
- 1:04:05Verkostungen zu treffen oder ich organisiere was
- 1:04:07oder Schicksale auch auf Wein reisen.
- 1:04:09Also, weil ich erstens habe natürlich selber nicht immer Zeit,
- 1:04:12ich sind nicht in Wein reisen, die Gott sei Dank manchmal
- 1:04:14angeboten werden, wahrzunehmen, sondern versuche auch,
- 1:04:17dass unsere Sommies, komm' ich Sommies, auf die Reisen gehen.
- 1:04:20Man muss nicht bei Wettbewerben mitmachen,
- 1:04:22ist überhaupt nicht zwingend, aber dass man sich da eben immer
- 1:04:25auch weiterentwickelt oder vor allem auch, dass wir die offenen
- 1:04:28Weine regelmäßig auseinandernehmen und dann eben auch,
- 1:04:31okay, das kommt aus welchen Kumpelgebieten,
- 1:04:33was sind dafür Rebsorten, wie schmeckt sowas.
- 1:04:35Und vielleicht, da habe ich zum Beispiel ein Kollege,
- 1:04:37der aus Kroatien ist, der hat mir letztens auch mal
- 1:04:40eine aus Kroatien mitgebracht, weil es für mich
- 1:04:42jetzt auch relativ viel neu, da kenne ich mich jetzt gar nicht so aus.
- 1:04:45Also, es kann ja jedem, jeder vom anderen was lernen.
- 1:04:49Man muss es nur wollen.
- 1:04:51Und die andere Sache ist auch, also bei Jakan Würzburg war ich auch
- 1:04:55lange Zeit als Dozent dabei.
- 1:04:58- Hast du Zent hab ich gelesen, genau, Wahnsinn.
- 1:05:00- Genau.
- 1:05:02- Ich habe dann zum Beispiel auch so, also ich habe es vom Käse,
- 1:05:05Service am Gast, Wein und also Menü, Karte und Speisenkunde,
- 1:05:11habe ich gemacht.
- 1:05:13Also ja, also das Wissen muss auf jeden Fall weitergegeben werden
- 1:05:16auf der einen Seite natürlich an die Mitarbeiter
- 1:05:18oder an die zukünftigen Sommeges und Sommeehernen,
- 1:05:21denn das ist grunddessen, warum sich Berufe weiterentwickeln
- 1:05:26oder auch nicht.
- 1:05:28Ja, denn genau bei uns ist zum Beispiel auch dieses Thema
- 1:05:30ich bin ja nicht der einzige Sommeehler bei uns,
- 1:05:32aber natürlich wird sich immer viel auf mich bezogen,
- 1:05:35weil ich es am Ende dann natürlich doch entscheide oder mache,
- 1:05:38weil ich dann auch mit die längste Erfahrung habe
- 1:05:41und viele bei uns auch einige, nicht viele, aber einige,
- 1:05:44die bei uns dann waren, die dann auch 3, 4 oder 5 Jahre
- 1:05:47als Sommeehler mitgearbeitet haben oder 1 oder 2 Jahre gehen
- 1:05:50danach ihren Weg und werden dann selber irgendwo Sommeehler
- 1:05:54oder Sommeehler oder Sommeehler.
- 1:05:56- Hast du da schon Ziegkinder, also wo du sagst, die haben
- 1:05:59bei mir die Schule durchlaufen oder haben mich geleitet und sind jetzt ...
- 1:06:04- Also, also, also, also, da gibt es schon einige,
- 1:06:07mit denen ich jetzt gearbeitet habe in den letzten Jahren,
- 1:06:09ob die sich immer als Ziegkinder bezeichnen würden,
- 1:06:11weiß ich nicht, ich glaube, das ist ein Wort,
- 1:06:13Ziegkinder wird keinem so recht gefallen.
- 1:06:15Aber, nee, aber es ist dann zum Beispiel jetzt der,
- 1:06:19der, der Lennard ist in der Traubit Rimbach, in der Schweiz jetzt,
- 1:06:23der hat dort auch relativ großen Keller an zu verantworten
- 1:06:27oder auch der, der Oli, der ist wieder in der Hause gegangen
- 1:06:31Richtung Mecklenburg-Vorpommern, da ist da jetzt auch Maitre-Zommeehi
- 1:06:35in einem, das glaube ich, ein 5-Sterne-Haus, wo er jetzt ist.
- 1:06:39Die Hannah ist damals auf die, war auch bei uns
- 1:06:43Comic-Zommeehi, ist dann auf die MS Europa, ich glaube,
- 1:06:46ich glaube sogar, die fährt immer noch Schiff als, als Sommeehiere dort.
- 1:06:50Und ja, da gibt es einige, oder Thomas, der hat, der ist dann danach
- 1:06:56ins Paläkoburg gegangen, hat da das Sommeehi gearbeitet,
- 1:06:59macht zwar momentan eher Lebensmitteltechnik als, als Studium,
- 1:07:04aber ist demweilen trotzdem verbunden.
- 1:07:06Also, da gibt es einige, mit denen wir halt über die Jahre gearbeitet haben,
- 1:07:10wo dann jeder immer für sich selber entscheiden konnte,
- 1:07:13was er eben auch rauszieht.
- 1:07:14Die eine war vielleicht ein Jahr da, die andere zwei oder drei Jahre,
- 1:07:16manche wirklich auch vier oder fünf Jahre, wo sie halt,
- 1:07:19wirklich sagen wir, Freundschaften bei entwickeln
- 1:07:22und man freut sich über der Hoft immer,
- 1:07:24oder freut sich natürlich dann auch immer, sieht,
- 1:07:26dass der Karriereweg dem uns sprechen weitergeht
- 1:07:28und dass man den Leuten dann auch so ein paar Tipps geben konnte,
- 1:07:32denn ich glaube, mit so einer der größten Geschichten mittlerweile,
- 1:07:36die wir heutzutage haben, Sommeehi, es gibt es ja eigentlich mehr,
- 1:07:39es ist genug, muss man denken, so viel wie ausgebildet wird.
- 1:07:41Das große Problem ist, glaube ich, aber meistens,
- 1:07:44ist so nämlich zumindest bei uns, war, dass viele nehmen,
- 1:07:48nicht so wahr, wenn sie eine IHK-Prüfung oder eine Sommeehi-Prüfung gemacht haben,
- 1:07:51dass es eigentlich nur ein Führerschein ist.
- 1:07:54Du musst aber das Fahren, musst du selbst lernen
- 1:07:57und teilweise hat das Fahren lernen, eben auch damit zu tun,
- 1:08:01dass du vielleicht auch mal ein oder zwei Jahre irgendwo hingehst,
- 1:08:05wo du von jemandem lernen kannst, weil ich sage immer,
- 1:08:08du musst die Sachen einfach auch, du musst mit den Produkten arbeiten
- 1:08:12und auch lernen, damit umzugehen.
- 1:08:14Wenn du noch kaum weinig,
- 1:08:16sag ich mal, aus Kalifornien geöffnet und verkostet hast,
- 1:08:18wird es schwierig für dich sein in deiner ersten Sommeegestelle,
- 1:08:21wenn du vielleicht auch gleich hauptverantwortlich bist,
- 1:08:23nach der Schule in der Kalifornienkarte zu schreiben.
- 1:08:26Deswegen finde ich es schon wichtig,
- 1:08:28dass man immer noch mal irgendwo so Köche gehen, auch auf Wanderjahre.
- 1:08:32Ich würde jetzt nicht sagen, dass Sommeehi immer groß auf Wanderjahre gehen müssen,
- 1:08:35aber man sollte sich zumindest vielleicht überlegen,
- 1:08:37auch mal in Läden zu gehen, wo man irgendwie ein, zwei Jahre lang
- 1:08:40auch mal was lernen und mitnehmen kann.
- 1:08:43Das finde ich ganz relevant.
- 1:08:45Da bin ich ganz doll bei dir.
- 1:08:47Und ja, Köche machen das auch.
- 1:08:49Und man profitiert ja ein Leben lang davon.
- 1:08:51Ein Grundproblem unserer Branche ist oftmals,
- 1:08:54dass viele, die von der Schule kommen, zu schnell Stars werden.
- 1:08:58Weil natürlich die Position zur Verfügung stellen,
- 1:09:01die Leute gesucht werden und damit manchmal überfordert werden.
- 1:09:05Und ja, wie beim Fahren ist es genauso oder bei der Fahrschule,
- 1:09:08dass man auf der einen Seite das Wissen und die Technik mitbekommt,
- 1:09:12aber die Philosophie dabei nicht.
- 1:09:14Beim Fahren braucht man nicht ganz so viel Philosophie beim Sommeehberuf.
- 1:09:19Aber dieses eigentlich über die Dinge hinaus,
- 1:09:22das, was sich der Gast selber anlesen kann,
- 1:09:24was sich der vielleicht auch Kollege, der zu Gast ist,
- 1:09:27oder der Winter auch selber anlesen kann,
- 1:09:29dass man das vermittelt, wie wir weinen sind, wie wir weinen anführen,
- 1:09:33wie wir weinen betrachten.
- 1:09:35Und dazu braucht man manchmal eine Anleitung,
- 1:09:37man braucht jemand, den man inspirierend vielleicht betrachten kann,
- 1:09:40von dem man an die Hand genommen wird.
- 1:09:42Und ich kenne es aus löhren Jahren, als ich damit angefangen habe,
- 1:09:45mit dem Beruf, da ist man erstmal in die Schule gegangen sozusagen.
- 1:09:48Also man war bei einem großen Haus, bei einem großen Sommeehe,
- 1:09:51zu dessen Zeit tätig und hat erstmal mit einer gewissen Routine
- 1:09:57auch das Ganze gereifengelernt.
- 1:09:59Da finde ich es großartig, dass ihr so viel Sommeehs an der Seite habt
- 1:10:03und die eben deine Philosophie dann greifen können.
- 1:10:06Hat es zu selber ein Vorbild?
- 1:10:07Also hattest du selber jemand, der dich an die Hand genommen hat
- 1:10:10oder dem du nacheifern konntest?
- 1:10:12Ja, also das ist eigentlich genau die Sache bei mir,
- 1:10:17gab es es eben auch nicht.
- 1:10:19Also ich habe, dass ich überhaupt in diese Richtung gegangen bin,
- 1:10:23dass ich gesagt habe hier, ich mache jetzt ein Sommeehe
- 1:10:29oder mache eine Sommeehe Ausbildung.
- 1:10:31Das kam auch erst über die Zeit.
- 1:10:34Also weil ich hatte irgendwann, als ich Ausbildung gemacht habe,
- 1:10:39ich weiß nicht mehr, aber im ersten oder zweiten Lehrjahr
- 1:10:42habe ich auch den Rolling Pinder gelesen,
- 1:10:44weil der bei uns mit Superdurm lag.
- 1:10:46Und da weiß ich, da gab es Rolling Pinder war eben,
- 1:10:49also Counter-Five war Gerhard Retter vorne drauf gehabt.
- 1:10:54Zu der Zeit war er noch im Adlern als Mädchen in der Sommeehe
- 1:10:58und da war es ein Artikel über Sommeehe.
- 1:11:01Ich hatte natürlich immer gehört, dass es diesen Beruf gibt,
- 1:11:05aber ehrlicherweise habe ich mich damit nicht viel auseinandergesetzt
- 1:11:08und war bei uns in der Ausbildung eigentlich so notwendig,
- 1:11:10weil wir halt mitteinander bei den deutschen Grenzen zur Österreicher
- 1:11:13war mehr Bier, das die man wohl schon auch in Weinkeller hatten.
- 1:11:16Aber dann habe ich halt gesehen, okay, das ist eigentlich auch recht interessant,
- 1:11:23was so dieses Berufsspektrum hergibt.
- 1:11:26Und ich fand es ganz faszinierend,
- 1:11:28eben als weitere Fortbildungsmöglichkeit war ich selber eigentlich nicht,
- 1:11:31wusste, was ich mit der Ausbildung überhaupt machen wollte,
- 1:11:34war er froh, dass ich überhaupt eine bekommen habe.
- 1:11:36Von daher war das erstmal ein bisschen spammig.
- 1:11:39Und dann habe ich mir mit meinem damalsigen Steffi-Trainer-Restroller drüber unterhalten
- 1:11:43und habe gesagt, ja hier ist es so ein Sommeehe,
- 1:11:45wir haben ja so etwas gar nicht, ja das sind wir auch zu klein dafür
- 1:11:47und das ist aber auch, das ist so ganz speziell, dann ist es super schwierig,
- 1:11:51da gibt es nur ein paar Leute, die das wirklich gut können
- 1:11:53und es ist wirklich schwierig, so eine Ausbildung zu machen
- 1:11:56und mache erstmal deine Ausbildung ordentlich fertig
- 1:11:59und dann kannst du mal schauen, ob sowas überhaupt was ist,
- 1:12:02weil wie gesagt, das ist viel zu kompliziert.
- 1:12:06Das war mir irgendwie immer im Hinterkopf so,
- 1:12:09okay, vielleicht kann man das doch mal ausprobieren.
- 1:12:11Das war der Tricker, das ist zu kompliziert, da mit einem Wastium-Game.
- 1:12:15So ein bisschen, ein bisschen angefixt.
- 1:12:18Und ich habe ja eh dann erstmal an der Bar gearbeitet danach,
- 1:12:22also habe mich eher, bevor ich dieses Weinthema kam,
- 1:12:25vielen Spieltourosen, vor allem mit Whiskey aus dem Hörn der Gesetzen,
- 1:12:27das hat ziemlich intensiv und extrem,
- 1:12:29ich habe das eigentlich schon abgehalten.
- 1:12:32Und dann kam das eigentlich erst in der Schweiz,
- 1:12:35also dann bei Kempinski war in Samuritz,
- 1:12:39dass du da halt eine Servicestation hattest,
- 1:12:41aber der Sommer je muss sich irgendwie, glaube ich, um 50 Tische kümmern,
- 1:12:46also hatte er keine Zeit.
- 1:12:48Wow.
- 1:12:49Und du musst es als Stationskalender eben die Weine selber verkaufen
- 1:12:53und in der Aritz in Kempinski, Gratulierbar,
- 1:12:56Samuritz war es, dann war es eh so, die Gäste hatten nicht so wenig Geld dabei.
- 1:13:01Da lief nicht nur Literware.
- 1:13:04Nee, nee, also da habe ich da auch schon Weine verkauft zu vorhandenen Preisen,
- 1:13:09wo ich ehrlich gesagt damals noch gar nicht wusste,
- 1:13:11was ist ein Chateaubrierung oder was ist ein Chem.
- 1:13:14Es ging oft meistens nur darum, den teueren Wein zu verkaufen.
- 1:13:18Und da habe ich mich eigentlich erst das erste Mal wirklich mit auseinandergesetzt.
- 1:13:23War natürlich auch Produkt und Detailwissen war da ganz wichtig,
- 1:13:27also nicht, dass wir jeden Tag eine neue Speisekarte bekommen haben,
- 1:13:30zum Auslügleren und Können, sondern auch Weinempfehlungen.
- 1:13:33Und es war auch, also wenn das nicht konnte, ist was nicht so lustig,
- 1:13:36aber es waren die der besten Schulen, wo ich je war, würde ich sagen.
- 1:13:39Und du musst es sicherlich damit auseinandersetzen, das habe ich auch gemacht.
- 1:13:45Und dann hat mich eben das nochmal jeneren damals eben auch,
- 1:13:49aufgrund dessen, dass meine Verkaufszahlen anscheinend so gut waren,
- 1:13:52mich dann immer mit auf Wein proben genommen in der Schweiz.
- 1:13:54Und da habe ich mir das erste Mal überlegt,
- 1:13:56okay, weil im Hinterkopf war schon der Gedanke,
- 1:13:59ich möchte auf die Hotelfachschule gehen
- 1:14:01und FMB-Managementere so was mal machen.
- 1:14:04Und da kam aber der Gedanke eigentlich so sommer hier,
- 1:14:07das finde ich jetzt auch nicht schlecht,
- 1:14:09weil nicht nur weil ich jetzt, weil ich dachte,
- 1:14:12okay, so was, was der hier macht, könnte ich mir vielleicht auch vorstellen,
- 1:14:15sondern auch das Spektrum ist irgendwie ein bisschen spannender,
- 1:14:18weil man macht nicht nur FMB, sondern man macht
- 1:14:21irgendwie alles Mögliche noch angetränken dazu
- 1:14:24und man kann die Gäste ganz anders begeistert.
- 1:14:26Und mir war es zu dem Zeitpunkt auch schon wichtig,
- 1:14:29weil das immer manchmal so für manche die Grundentscheidung war,
- 1:14:32ich wollte eigentlich nicht vom Tisch weg,
- 1:14:35sprich ich wollte nicht nur, ich wollte nicht
- 1:14:38in den FMB-Management um im Büro zu sitzen.
- 1:14:40Ich wollte, wenn dann etwas machen, wo ich am Gästetisch auch weiter sein kann,
- 1:14:44weil ich das sehr, weil ich sehr gerne mit Gästen gearbeitet habe
- 1:14:48und am Tisch gearbeitet habe.
- 1:14:50Und da hat mir dieses Sommee-Variante eigentlich ganz gut gefallen,
- 1:14:54also hat man FMB und den Gastbezug
- 1:14:57und so hat sich das dann weiterentwickelt,
- 1:15:00dass ich am Ende dann zwar trotzdem auf die Hotellrausschule gegangen bin
- 1:15:03nach Heidelberg, aber dann eben keinen Hotell-Tippsort,
- 1:15:05sondern in Sommee gemacht habe.
- 1:15:07Und wer hat dich vom Wein überzeugt,
- 1:15:09war es der Sommee damals im Kampinski,
- 1:15:11oder war es irgendein Winzer, oder war es ein Gast, der gesagt hat,
- 1:15:14los komm, wir trinken immer ein zusammen, oder?
- 1:15:17Ja, so war immer, ich sage, das war halt so das notwendige Wirtschaftsgut dazu.
- 1:15:22Ja, also es gab jetzt wirklich keine Flasche, Mensch oder jemand,
- 1:15:27der das so speziell angefickst hätte.
- 1:15:30Ich glaube, das erste Mal, dass ich mich dann,
- 1:15:34dass ich mich wirklich auch, wie gesagt, okay, das Thema Wein,
- 1:15:38ist wirklich super, super spannend.
- 1:15:40Ich war in der Schweiz, aber ich habe das immer noch sehr,
- 1:15:43wie ich das notwendiges Wirtschaftsgut wahrgenommen,
- 1:15:46so ein bisschen wie Whiskey, so ein bisschen unprätenziös vielleicht.
- 1:15:51Aber als ich dann meine Weinbaupraktikung gemacht habe,
- 1:15:53hier in Deutschland, da war ich am Schloss Nennershausen,
- 1:15:56hier im Rheingau, gewesen für über ein Jahr,
- 1:15:59und habe, weil ich komplett einmal, also ich habe ein Jahr im Weihgut gearbeitet,
- 1:16:04um jeden, jeden Schritt, der in einem Weihgut passiert,
- 1:16:07mindestens einmal selbst gemacht ist, als vom Vertrieb.
- 1:16:09Es ist ein toller Gedanke, es ist schade, finde ich,
- 1:16:11dass die Praktika immer nur ein Vierteljahr oder ein halbes Jahr gehen.
- 1:16:13Das sollte eigentlich ein Jahr komplett mitmachen,
- 1:16:15um den Wein einfach zu verstehen, welches Jahr war das?
- 1:16:19Ja, es war ja, um 2011, 2012 war das.
- 1:16:25Also ich habe im Herbst 2011 angefangen, und dann eben ein Jahr,
- 1:16:29und ich hatte das so kombiniert gehabt,
- 1:16:31dass ich halt im Hotel gearbeitet habe, als Supervisor.
- 1:16:36Und im Weihgut war ich Praktikant, als Praktikant gibt es ja auch kein Geld,
- 1:16:40deswegen musste ich ja irgendwie arbeiten.
- 1:16:42Und dann habe ich das mir immer so aufgeteilt,
- 1:16:44dass ich halt immer so Hälfte, Hälfte gemacht habe,
- 1:16:46und für alle Sachen, was im Weihgut war,
- 1:16:49weil ich teilweise monatelweise komplett im Weihgut,
- 1:16:52teilweise nur tageweise, sonst war ich im Hotel,
- 1:16:55weil ich jetzt auch einmal sagen konnte,
- 1:16:57ich konnte mir jetzt nicht einfach ein Jahr lang keinen Lohn leisten,
- 1:16:59das ging auch nicht.
- 1:17:01Aber ich habe mir das ganz gut aufteilen können,
- 1:17:03und konnte dadurch halt wirklich,
- 1:17:05alle Arbeiten, die in so einem Weihgut-Anfallen
- 1:17:07komplett eben auch mal machen, um das Verständnis dafür zu haben,
- 1:17:10das war ganz wichtig.
- 1:17:12Und dieses eine Jahr, das hat mir schon sehr, sehr geholfen,
- 1:17:14und haben in dem Jahr auch hier im Rheingau
- 1:17:16noch ein paar andere Leute kennengelernt,
- 1:17:18die eben auch gerade mit Wein angefangen haben.
- 1:17:20Und da haben wir immer auch viel zusammenverkostet,
- 1:17:23und da das uns heute auch noch Freundschaften entstanden.
- 1:17:28Und das war, glaube ich, so dieses eine Jahr,
- 1:17:30war so dieser Fixpunkt, wo man extrem viele Sachen einfach mitgenommen hat,
- 1:17:34wo diese Begeisterung losging,
- 1:17:36weil ich habe dann, glaube ich, keine Ahnung von überall aus,
- 1:17:39wo ich von hier aus in Rheingau,
- 1:17:41in die jetzige deutschen Amperebiete,
- 1:17:43wo ich hinfahren konnte,
- 1:17:45und Verkostungen machen konnte,
- 1:17:47oder Winzer besuchen konnte, habe ich das gemacht.
- 1:17:49Und dann ging es eben auf die Hotelfachschule.
- 1:17:52Also das war so ein wirklich schleichender Prozess.
- 1:17:54Und diese Faszination hat sich, ja,
- 1:17:56hat sich bei mir, also, ja,
- 1:17:58wird wahrscheinlich hier in Rheingau irgendwo gewesen sein,
- 1:18:01dass diese eine Funke auf einmal dann,
- 1:18:03und ich sage, okay, das will ich machen.
- 1:18:05Und da gab es eben auch einen Kollegen bei uns,
- 1:18:07der das als Hausenteilern auch gesagt hat,
- 1:18:09hier, da ist so ein Wettbewerb in Mainz,
- 1:18:12das war der DV-Cup,
- 1:18:14weil ich gesagt habe, da geht er einfach mal dahin
- 1:18:16und probiere mal aus.
- 1:18:18Und ich so was interessiert habe, ich sage,
- 1:18:20ja, also Wettbewerbe machen, ich weiß gar nicht,
- 1:18:22das ist, also kann da ja eh nicht gewinnen,
- 1:18:24dann sagt er ja, du gehst da auch nicht hin,
- 1:18:26um zu gewinnen, du gehst da einfach hin,
- 1:18:28und lernen was, schaust dir mal an,
- 1:18:30und dann ziehst du, wie andere das machen,
- 1:18:32und dann lernst du auch was dabei,
- 1:18:34weil der hatte vorher schon spielter Osenwettbewerbe gemacht.
- 1:18:36Und dann habe ich gesagt, ja, okay,
- 1:18:38ich gehe mal hin und probiere es mal aus.
- 1:18:40Und das war noch mein erster Wettbewerb,
- 1:18:42das ich gemacht habe, das war der DV-Cup
- 1:18:44von Deutschland Institute,
- 1:18:46da hatte ich keine Ahnung, das unter Ferner liefen,
- 1:18:48irgendwo abgeschnitten, aber man hat sich das angeschaut,
- 1:18:50ich habe mich halt im Vorfeld natürlich
- 1:18:52mit den Schulungsunterlagen aus einer Gesetz,
- 1:18:54und dann gemerkt, aha, es geht da wirklich gar nicht so,
- 1:18:56ums Gewinn, das macht da nichts, wenn man nicht gewinnt,
- 1:18:58sondern man kann sich einfach fortbilden dabei.
- 1:19:00Man hat ein Grund zu erdenen,
- 1:19:02was man ja auch manchmal braucht.
- 1:19:04Man hat ein Grund zu lernen,
- 1:19:06man braucht manchmal diesen Ansporen,
- 1:19:08oder jemanden, der dich, ich vergehe es nochmal gerne,
- 1:19:10es gibt ja auch manchmal so kleine Stolpersteine,
- 1:19:12man traut sich nicht drüber zu gehen,
- 1:19:14und manchmal muss man die Leute auch drüber schubsen.
- 1:19:16Das ist jetzt einfach mal ausprobieren.
- 1:19:18Ich finde aber bei solchen,
- 1:19:20vielleicht korrigiere mich, wenn ich das falsch sehe,
- 1:19:22bei solchen Wettbewerbenveranstaltungen,
- 1:19:24dass der Wein dort sehr technisch gesehen wird,
- 1:19:26also dass man dem Wein natürlich versucht,
- 1:19:28zu kategorisieren, zu kategorisieren,
- 1:19:30im Rennen,
- 1:19:32im Restaurant entgegen sind wir sehr emotional beim Wein.
- 1:19:34Also wir versuchen den Wein halt nur schön zu sehen.
- 1:19:36Und überhaupt nicht mit diesem technischen Hintergrund,
- 1:19:38weil das natürlich den Gast nicht interessiert.
- 1:19:40Da frage ich mich natürlich, was ist Wein für dich?
- 1:19:42Ja, Wein ist für mich,
- 1:19:44wie man es ja auch schon ausgehört,
- 1:19:46das ist Teil meiner Passion, meiner Leidenschaft,
- 1:19:48und auch Teil dessen,
- 1:19:50was ich mit den Menschen um mich herum teilen möchte,
- 1:19:52und das ist das, was ich mit den Menschen um mich herum teilen möchte,
- 1:19:54und das ist das, was ich mit den Menschen um mich herum teilen möchte,
- 1:19:56und das ist das, was ich mit den Menschen um mich herum teilen möchte,
- 1:19:58und das ist das, was ich mit den Menschen um mich herum teilen möchte,
- 1:20:00und das sage ich vollkommen richtig.
- 1:20:02Also wenn ich jetzt
- 1:20:04für Wettbewerbe,
- 1:20:06oder auch für Restaurant,
- 1:20:08oder für mein Betrieb,
- 1:20:10oder wie auch immer,
- 1:20:12Verkoste analysieren,
- 1:20:14ist es sehr technisch,
- 1:20:16und auch sehr nüchtern.
- 1:20:18So was kann ich aber nicht mit den Gästen sprechen,
- 1:20:20das habe ich nicht so teilen,
- 1:20:22deswegen finde ich es immer ganz wichtig,
- 1:20:24dass man beide Sachen kann,
- 1:20:26also dass man über Wein sprechen kann,
- 1:20:28und auch emotionaler Form,
- 1:20:30weil es hat viel mit Emotionen zu tun,
- 1:20:32sind die Gäste oder Kunden
- 1:20:34oder interessierten Weintrinker,
- 1:20:36eben auch bei dieser Form
- 1:20:38eben auch packen und begeistern kann,
- 1:20:40das ist ganz wichtig.
- 1:20:42Auf der anderen Seite
- 1:20:44musst du auch in der Lage sein,
- 1:20:46das Ganze nüchtern analysieren zu können,
- 1:20:48und ja,
- 1:20:50man muss Weine nicht schöner machen,
- 1:20:52wie es ist Sinn,
- 1:20:54das muss ich aber auch mal sagen,
- 1:20:56weil wir lernen,
- 1:20:58Weine immer positiv zu beschreiben.
- 1:21:00Man muss auch übertrieben,
- 1:21:02genau, da ist jeder...
- 1:21:04Genau, und jeder Wein ist der Toilste,
- 1:21:06man kann das auch mal ganz nüchtern sehen,
- 1:21:08manche Sachen sind nicht mehr,
- 1:21:10als das, was es sind.
- 1:21:12Das muss aber auch nicht schlechtes sein.
- 1:21:14Aber deswegen,
- 1:21:16von der Weinansprache her,
- 1:21:18denke ich mal,
- 1:21:20eine ehrliche authentische Sprache,
- 1:21:22und auch vor allem,
- 1:21:24für die Kursübe kann man ja intern alle verwenden,
- 1:21:26aber kein Gast interessiert,
- 1:21:28was eine Mediumsäure ist
- 1:21:30oder sonst irgendwas.
- 1:21:32Wenn wir dann manchmal
- 1:21:34darüber sprechen, was schön war,
- 1:21:36dann lernen wir auch alles auf Englisch,
- 1:21:38ich muss ja ehrlich sagen,
- 1:21:40ich bin mittlerweile fast auf Englisch,
- 1:21:42in Englischer Sprache besser verkurset,
- 1:21:44erst in Deutsch, weil ich mir das so angewöhnt habe,
- 1:21:46mittlerweile.
- 1:21:48Aber ja,
- 1:21:50die Weinansprache, wenn es wirklich um den Kunden
- 1:21:52gestern geht, sollte
- 1:21:54verständlich und authentisch sein.
- 1:21:56Das ist etwas, was man manchmal vergessen,
- 1:21:58wenn es mit Winzern spricht, zum Beispiel,
- 1:22:00mit Winzern verkosten ist manchmal ganz schlimm,
- 1:22:02denn Winzer lernen,
- 1:22:04in ihren Ausbildungen immer auf Fehler zu verkosten,
- 1:22:06die können gar keine Weine beschreiben,
- 1:22:08die suchen nur Fehler.
- 1:22:10Wo ich dann manchmal sage, was man auch in seinem Weinermann verkaufen will,
- 1:22:12da geht es nicht nur darum, dass er fehlerfrei ist,
- 1:22:14das ist kein Verkaufsgrund.
- 1:22:20Ja, wir müssen uns schon verständlich äußern,
- 1:22:22weil ich glaube, das ist natürlich auch schon
- 1:22:24eine Sache, die uns in der Branche manchmal
- 1:22:26vorgelastet wird oder angelastet wird,
- 1:22:28dass wir es zu kompliziert machen.
- 1:22:30Und damit eben auch angehen.
- 1:22:34Es sollte verständlich sein.
- 1:22:36Am Gast vorbei und den Gast nicht verstehen.
- 1:22:38Aber eine gewisse Inlookvenz natürlich auch nicht hinterlicher,
- 1:22:40wenn man es extrem runterbekommt,
- 1:22:42es wird für dich ein Wort,
- 1:22:44was du mit Wein gleichsetzen würdest,
- 1:22:46also Wein ist,
- 1:22:48Faszination.
- 1:22:50Faszination, finde ich auch.
- 1:22:52Also auch passionfantig, was du vorhin sagtest,
- 1:22:54könnte man da genauso,
- 1:22:56weil es ihm dann wieder auch so allumgreifend ist.
- 1:22:58Kann man auch reinsetzen, ja.
- 1:23:00Kannst du dir mittlerweile ein Leben ohne Wein vorstellen?
- 1:23:02Oder ist das für dich so von morgens bis abends
- 1:23:06Wein, Wein, Wein und ...
- 1:23:08Also ehrlicherweise,
- 1:23:12ich kann es mir eigentlich nicht ohne vorstellen.
- 1:23:16Nein, kann ich nicht.
- 1:23:18Was ich mich da immer frage,
- 1:23:20weil es auch so schon eingeimpft ist.
- 1:23:22Gibt es einen Getränk, was dem Wein gleich kommt?
- 1:23:26Also wenn du mal so diesen extrem
- 1:23:28Whiskey-Fäbel hattest
- 1:23:30und da Whiskey 7 Jahre gegeben hast,
- 1:23:32hattest du eine ähnliche Erfüllung,
- 1:23:34eine ähnliche Faszination,
- 1:23:36eine ähnliche Neugierde gespürt,
- 1:23:38wie beim Wein oder keine Ahnung,
- 1:23:40bei Tee, bei Sake, bei ...
- 1:23:42Gibt es was, was dem Wein gleich kommt?
- 1:23:44Nein.
- 1:23:46Also ...
- 1:23:48Das kann ich ganz klar mit Nein beantworten,
- 1:23:50weil es von meiner Seite her mit allen
- 1:23:52möglichen Getränkegruppen, wo ich auch schon zu tun hatte,
- 1:23:54mit denen ich zu tun habe.
- 1:23:56Alles möchte gerne mal wie Wein sein,
- 1:23:58aber nichts ist wie Wein.
- 1:24:00Denn Wein hat auf der einen Seite
- 1:24:02natürlich auch dieses gesellschaftliche verbindende Element.
- 1:24:04Auf der anderen Seite ist es so,
- 1:24:06Wein hat einen ganz eigenen,
- 1:24:08vor allem, ich würde mal sagen,
- 1:24:10Beschmacksauszug, wenn es um
- 1:24:12Textur, Körper, Fülle geht.
- 1:24:14Wenn ich das jetzt mal von den
- 1:24:16Seiten her, kommt,
- 1:24:18dass er auch lesen ist,
- 1:24:20es gibt ja mittlerweile viele Artikel drüber,
- 1:24:22dass ihm auch der alkoholfreie Weinmarkt extrem wächst.
- 1:24:24Alkoholfreie Wein ist kein Wein,
- 1:24:26ist genauso wie das eine vegane Wurst,
- 1:24:28keine Wurst ist.
- 1:24:30Es fehlt immer irgendwas dabei.
- 1:24:32Es kann zwar ähnlich sein,
- 1:24:34aber es ist nie gleich,
- 1:24:36weil auch bei anderen Getränken,
- 1:24:38wie wenn wir über Sake sprechen,
- 1:24:40die haben eine ganz andere Textur,
- 1:24:42eine andere Haptik, Bier,
- 1:24:44hat ein ganz anderes Geschmacksprofil.
- 1:24:46Geschmacksprofil können sowieso sehr unterschiedlich sein,
- 1:24:48aber Bier hat auch
- 1:24:50einen ganz anderen
- 1:24:52Gesellschaftsstandard.
- 1:24:54Also dieses wie Wein,
- 1:24:56Weinfeste laufen meistens ein bisschen gesittet ab,
- 1:24:58wie feste mit Bier.
- 1:25:00Ich komme aus einer Biergegend.
- 1:25:02Also ich kann nicht ohne Bier.
- 1:25:04Aber
- 1:25:06alles, was
- 1:25:08man an sich geben kann,
- 1:25:10auch mit dieser Faszination von Diversität,
- 1:25:12Reife und Stile.
- 1:25:14Es gibt es bei anderen Produkten auch,
- 1:25:16aber nicht in dieser
- 1:25:18absoluten,
- 1:25:20verständlichen und klaren Form,
- 1:25:22ohne dass es dabei gleich freaky wird.
- 1:25:24Wenn ich bei Whisky drüber spreche,
- 1:25:26bei Jagangsabfüllungen
- 1:25:28oder
- 1:25:30vielleicht verschiedene spezielle
- 1:25:32Fasttypen und was auch immer,
- 1:25:34das gibt es beim Wein auch,
- 1:25:36manchmal ist es
- 1:25:38auch einer breiteren
- 1:25:40Schicht zugänglich.
- 1:25:42Und
- 1:25:44Wein hat
- 1:25:46alles, also es ist wie gesagt von allen
- 1:25:48Getränkegruppen, wenn du mit denen sprichst
- 1:25:50oder die anschaust,
- 1:25:52alles möchte gerne wie Wein sein.
- 1:25:54Also ein Wein orientiert sich immer,
- 1:25:56also so ein bisschen wie alles Schauen,
- 1:25:58weil die möchten gerne Champagner sein,
- 1:26:00sind sie aber nicht.
- 1:26:02Und da ist es, denke ich, so das Wein,
- 1:26:04die alle gerne wehren,
- 1:26:06aber nichts ist wirklich wie Wein,
- 1:26:08aber es wird sich immer so ein bisschen wie
- 1:26:10ein Benchmark orientiert.
- 1:26:12Es gibt auch andere Getränke,
- 1:26:14mit denen wir auch sehr glücklich sein können
- 1:26:16und es gibt glaube ich auch gar kein Wein
- 1:26:18trinken, ist ja vollkommen ordentlich.
- 1:26:20Aber
- 1:26:22das ist etwas genau
- 1:26:24so
- 1:26:26werde wie Wein.
- 1:26:28Ich kann das nicht so sehen,
- 1:26:30vielleicht sehen das subjektiv andere so,
- 1:26:32Benchmark ist ja alle noch.
- 1:26:34Ich habe noch keinen gefunden, der so sieht,
- 1:26:36was oft vergessen wird, weil du es gerade ansprichst,
- 1:26:38ist das zu dem eigentlichen Berufsstand,
- 1:26:40was ja auch in der Schule vermittelt wird,
- 1:26:42das Zommis, eigentlich dazu alles gehört,
- 1:26:44also auch die große Spirituosenwelt.
- 1:26:46Jetzt hast du damit angefangen,
- 1:26:48hast du da noch ein Fäbel für,
- 1:26:50weil ich selber
- 1:26:52es mir mehr oder weniger komplett abgewöhnt
- 1:26:54will, also auf Spirituosen zu verkosten,
- 1:26:56die natürlich
- 1:26:58in dem Grundstock und Grundsignal schon zu
- 1:27:00kennen, das gehört mehr, oder wie geht es
- 1:27:02zur Zommi allgemeinbildung,
- 1:27:04aber mein
- 1:27:06Alkoholpensum war mit Wein komplett
- 1:27:08ausgereizt und ich habe es nicht noch
- 1:27:10geschafft mit den Spirituosen,
- 1:27:12mich darauf zu konzentrieren, das zu leben,
- 1:27:14ich finde es aber ein total spannendes Feld, findest du es wichtig,
- 1:27:16als Zommi sich da
- 1:27:18auch gut auszukennen,
- 1:27:20Beheimatet zu fühlen,
- 1:27:22oder sucht man irgendwann seine Spezialisierung?
- 1:27:24Ich glaube jeder sucht, dass man seine
- 1:27:28Spezialisierung hat, aber
- 1:27:30es gehört schon dazu,
- 1:27:32sich in sämtlichen
- 1:27:34Umfeldern auch wirklich
- 1:27:36auszukennen und da am Ende
- 1:27:38ja, es ist
- 1:27:40auch nicht so, dass bei mir das Spirituosenkonsum
- 1:27:42im Geriesig wäre, ich habe zwar auch
- 1:27:44ein Haufen Flaschen daheim stehen, aber ehrlich gesagt
- 1:27:46trinken wir ganz selten, was
- 1:27:48hochprozentig ist, aber
- 1:27:50die
- 1:27:52meisten verkoste ich oder probiere ich
- 1:27:54für die Spirituosen, wenn ich mich
- 1:27:56für Wettbewerbe
- 1:27:58oder für
- 1:28:00Tastings vorbereite,
- 1:28:02denn an sich,
- 1:28:04wenn dann ist es rum oder whisky, was bei mir
- 1:28:06meistens ins Glas kommt, also
- 1:28:08früher haben wir immer noch mal
- 1:28:10vielleicht wirklich auch mehr getrunken,
- 1:28:12ich muss schon mal sagen, kommt ja schon vor,
- 1:28:14aber mit Spiltuosen
- 1:28:16ganz große
- 1:28:18Fan, der jetzt endlich sagt, oh ja,
- 1:28:20ich hab heute Abend auch einen Grappa oder sonst was,
- 1:28:22ich finde die Welt
- 1:28:24ganz faszinierend, allerdings
- 1:28:26von mir könnte die Spirituosenindustrie wahrscheinlich nicht leben,
- 1:28:28das macht wenig Sinn,
- 1:28:30aber
- 1:28:32ja, es gehört zum Reparatur dazu,
- 1:28:34wir sollten uns auf jeden Fall damit auskennen,
- 1:28:36sollen uns auch dessen auch immer bewusst sein
- 1:28:38und
- 1:28:40vielleicht auch manchmal hilft es auch,
- 1:28:42in so eine kleine Welt ab und zu mal einzutauchen,
- 1:28:44wir haben letztens einen Ammoniaktasting gemacht,
- 1:28:46das war nicht auch in der Hochfaszinierend,
- 1:28:48weil ich mich damit, ehrlich
- 1:28:50gesagt manchmal fast zu wenig auseinandersetze,
- 1:28:52aber Konjak teilweise Wodka,
- 1:28:54oder Tequila,
- 1:28:56ist eine riesen Welt, das finde ich so spannend,
- 1:28:58so außergewöhnlich,
- 1:29:00rum natürlich ist jetzt gerade so ein bisschen trendy,
- 1:29:02bis es natürlich auch so seit 10, 15 Jahren,
- 1:29:04weil es dann auch ganz, ganz eigene
- 1:29:06teilweise Sammleransätze gibt,
- 1:29:08aber gerade diese
- 1:29:10Konjak- und Ammoniak-Welt
- 1:29:12oder die Brandi-Welt
- 1:29:14ist so total unterbelichtet
- 1:29:16im allgemeinen Bewusstsein,
- 1:29:18wahrscheinlich auch in der Entwicklung
- 1:29:20der gesellschaftlichen Wahrnehmung
- 1:29:22von Alkohol, das ist gerade nicht so
- 1:29:24super trendy ist, aber
- 1:29:26es sind tolle Welten, tolle Produzenten
- 1:29:28und es ist halt
- 1:29:30viel zeitloser, du kannst die offene Flasche
- 1:29:32zwar nicht zu lang,
- 1:29:34es finde ich manchmal auch schändlich,
- 1:29:36wenn sie in irgendwelchen Hotelbars dann 30 Jahre stehen,
- 1:29:38wenn mal irgendjemand Louis Dress trinkt,
- 1:29:40aber
- 1:29:42kannst die halt öfter oder länger stehen lassen.
- 1:29:44Ja,
- 1:29:48also es ist,
- 1:29:50es gehört absolut mit dazu
- 1:29:52und ich finde es einfach auch wichtig
- 1:29:54und es macht die Welt
- 1:29:56in der Gastronomie oder auch in der spätosen Welt
- 1:29:58alles ein bisschen Butter
- 1:30:00und
- 1:30:02sollte halt nicht vergessen werden,
- 1:30:04wie das so mich ist,
- 1:30:06kümmern uns ja,
- 1:30:08oder sollten uns um alle flüssigen Sachen kümmern,
- 1:30:10plus Käse,
- 1:30:12plus Zygan oder Pizzabonettrauch
- 1:30:14und es immer weniger wird
- 1:30:16und es ist ja auch ein Schaden, wenn man noch weiß,
- 1:30:18wie sonst so ein Service funktioniert,
- 1:30:20weil
- 1:30:22ich sage mal so modern gesagt, heißt es immer,
- 1:30:24wir sind ja Genussmanager
- 1:30:26und so sehe ich den Beruf ein Stück
- 1:30:28auch, aber für jeden ist Genuss was anderes
- 1:30:30und
- 1:30:32ist es natürlich so,
- 1:30:34dass wir uns irgendwann darauf spezialisieren,
- 1:30:36aber das ist so ein bisschen,
- 1:30:38ich sehe das auch so, bevor ich anfange
- 1:30:40mich auf was zu spezialisieren
- 1:30:42sollte ich erstmal die Basis schaffen,
- 1:30:44weil ich mich auch mit allen anderen Produkten
- 1:30:46auch auskenne
- 1:30:48auch mit Kaffee und Tee usw.
- 1:30:50finde ich auch gar nicht wichtig
- 1:30:52ich kann immer am Ende sagen
- 1:30:54zum Beispiel keine Ahnung,
- 1:30:56Weine aus Australien interessieren mich nicht
- 1:30:58wenn ich mich aber vorher nicht damit auseinander gesetzt habe,
- 1:31:00was überhaupt da für Weine unterwegs sind
- 1:31:02und was für Weinstile
- 1:31:04dann kann ich auch nicht drüber sprechen.
- 1:31:06Das finde ich immer ganz wichtig,
- 1:31:08weil man kann
- 1:31:10viele Sachen auch gut finden
- 1:31:12oder nicht gut finden
- 1:31:14Getränke gut finden oder nicht gut finden
- 1:31:16wenn ich mich damit aber nicht auseinander gesetzt habe
- 1:31:18sollte ich auch nichts drüber erzählen
- 1:31:20und das ist einfach so ein bisschen so
- 1:31:22beim Winemaking ist es ja vielleicht auch so
- 1:31:24bevorsteh anfängst irgendwie
- 1:31:26weil ich
- 1:31:28bevorsteh damit anfängst einfach so ein bisschen
- 1:31:30dreckige Naturweine zu produzieren
- 1:31:32die ja auch gut sein können, aber vielleicht
- 1:31:34keine Ahnung, ich vor dir irgendwie 50.000 Fehler drin sind
- 1:31:36versuchte erstmal einen ganz normalen
- 1:31:38Wein zu produzieren
- 1:31:40dass sich damit auseinander gesetzt hast
- 1:31:42und dass du dann die nächste Stufe erreichst
- 1:31:44damit du weißt warum du etwas nicht machen
- 1:31:46oder tun solltest
- 1:31:48es ist beim Kochen so, es beim Wein machen so
- 1:31:50es ist beim Spädiosen machen noch viel schlimmer
- 1:31:52aber
- 1:31:54dass man sich wirklich mit den Basics auseinander gesetzt hat
- 1:31:56und so ein bisschen stückweit sagen kann okay
- 1:31:58ich möchte das nicht
- 1:32:00haben oder nicht verkosten
- 1:32:02aus dem und dem Grund
- 1:32:04und nicht einfach nur weil ich habe keine Ahnung davon
- 1:32:06weil dann braucht man auch nicht sagen
- 1:32:08dass man gewisse Profession oder
- 1:32:10Leidenschaft für etwas hat
- 1:32:12denn
- 1:32:14dann habe ich nicht über den Teil der Rondine
- 1:32:16ausgeschaut und über den Teil der Rondine ausgeschauen
- 1:32:18ist glaube ich ganz wichtig heutzutage
- 1:32:20oder überhaupt bei uns in der Branche
- 1:32:22was ich auch wichtig fand, dass du
- 1:32:24erwähnt ist, dass man zumindest einen Grundansatz
- 1:32:26an Service können
- 1:32:28muss, also will
- 1:32:30ja, es schadet mich, ja
- 1:32:32dass man einfach auch ein Teil des gesamten
- 1:32:34Service-Teams ist und mit dem Metern
- 1:32:36und so weiter mit dem Chef Franz auf Augenhöhe
- 1:32:38kommunizieren kann, siehst du dich selber
- 1:32:40mehr als Service oder mehr als Genussmanager
- 1:32:42schon
- 1:32:46es kommt auf die Tageszeit an
- 1:32:48aber du bist ja auch Metres Hommelier
- 1:32:50also du hast diese Doppelfunkzeuge
- 1:32:52ja, genau, also ich bin ja
- 1:32:54es ist sowieso quasi die Eier liegende Wollmilchsau
- 1:32:56manchmal
- 1:32:58nee, also ich bin ja
- 1:33:00Metrik und Hetzhommelier, nennt sich das so schön
- 1:33:02bei uns, also für Service und Wein
- 1:33:04und was sonst noch los ist verantwortlich
- 1:33:06aber es ist
- 1:33:08also bei uns in unserem Haus ist es schon immer so
- 1:33:10und ich habe das auch nie anders gelebt
- 1:33:12und ich habe auch nie anders wahrgenommen, es wurde mir auch nie anders beigebracht
- 1:33:14ich war, ich war ja immer in richtigen Restaurants
- 1:33:16Häusern gewesen, weil es um die Geschichte geht, weiß ich nicht
- 1:33:18aber
- 1:33:20alle Sommys bei uns sind auch gleichzeitig
- 1:33:22quasi Chef daraus
- 1:33:24also jeder begleitet den Service ablaufgenau
- 1:33:26so mit wie jeder andere Service-Mitarbeiter auch
- 1:33:28dass sich die Sommys anstatt ein Stück
- 1:33:30mehr um die Weinempfehlung
- 1:33:32um die Wein an sich kreuen, weil die Aufgaben sind
- 1:33:34abends schon klar verteilt
- 1:33:36aber so gewisse Sachen wie
- 1:33:38also heißt es also porzellan Allergie
- 1:33:40oder so, dass die Sommys dies nicht machen
- 1:33:42das nicht machen
- 1:33:44also
- 1:33:46wer auch bei uns schon gearbeitet oder uns auch kennt
- 1:33:48oder nicht auch kennt
- 1:33:50ob man da jetzt auch eine Terrasse kehren
- 1:33:52muss oder sonst irgendwas
- 1:33:54also für nichts zu schade war ich mir auch noch nie
- 1:33:56und das habe ich von allen anderen
- 1:33:58eigentlich auch immer so erwartet
- 1:34:00dass alles was so
- 1:34:02rundherum mit anfällt
- 1:34:04oder auch, wenn dann mal der Spüler klein ist
- 1:34:06die Spüke, die zu putzen oder sonst was
- 1:34:08es gehört dann mit dazu
- 1:34:10bei Angela Bisschen im Team zu Hause
- 1:34:12oder halt nicht
- 1:34:14und das kann jeder für sich selber entscheiden
- 1:34:16ob er das ist oder nicht
- 1:34:18aber deswegen gehört es für ein Sommie
- 1:34:20auch essenziell dazu finde ich
- 1:34:22im Service auch Verantwortung übernehmen zu können
- 1:34:24denn
- 1:34:26wenn ich nicht weiß was auf ein Teller ist
- 1:34:28wie es so echt zugereitet ist
- 1:34:30das ist die eine Sache
- 1:34:32aber auf der anderen Seite macht es den Serviceablauf
- 1:34:34auch viel runter, wenn auch die Sommys
- 1:34:36auch mal die
- 1:34:38Speisen mit rausbringen können
- 1:34:40oder den Tisch nachdecken
- 1:34:42und holen, denn dem Gast ist es ja wurscht
- 1:34:44also manchmal gibt es schon Gäste die fragen
- 1:34:46ach
- 1:34:48Richter nehmen sie auch Speisen auf
- 1:34:50ja das kann ich auch
- 1:34:52also manchmal gibt es schon so komische
- 1:34:54Nachfragen weil Gäste das schon mal irgendwo gesehen haben
- 1:34:56es gibt natürlich auch Läden, es ist komplett aufgezeilt
- 1:34:58bei uns wir sind also es mit sieb zu klein
- 1:35:00das funktioniert nicht
- 1:35:02dass manche nur das eine machen
- 1:35:04und ich halte davon auch gar nichts
- 1:35:06weil ich es in der heutigen Zeit auch damit Fachkräfte machen
- 1:35:08so ein bisschen schwierig sehe
- 1:35:10wenn man da Leute im Team hat
- 1:35:12oder Positionen die
- 1:35:14meinen sie müssten andere Sachen nicht
- 1:35:16machen
- 1:35:18das ist immer so
- 1:35:20weil wir auch eine relativ flache hier nach Hiefern
- 1:35:22macht es für uns
- 1:35:24immer wenig Sinn
- 1:35:26und ich sag mal so im Service Bereich
- 1:35:28die Sommeliers immer so
- 1:35:30die Sommelieren so ein bisschen
- 1:35:32die extravertierten manchmal
- 1:35:34so ein bisschen wie Patissiers in der Küche
- 1:35:36deswegen klingt Patissiers auch meistens eine eigene Abteilung
- 1:35:38was dann ein bisschen weg
- 1:35:40ein bisschen weggesperrt sind
- 1:35:42aber die Sommeliers die sind natürlich
- 1:35:44im Restaurant immer mit dabei
- 1:35:46deswegen sollte da jeder
- 1:35:48auch absolut Serviceaffin sein
- 1:35:50es geht es natürlich nicht so weit
- 1:35:52selber kochen
- 1:35:54ich koche auch selber ab und zu mal gerne
- 1:35:56wenn ich Zeit habe das finde ich auch
- 1:35:58eine Form von Entspannung
- 1:36:00koche ich nicht so gut in der Küchenchef bei Weitem
- 1:36:02nicht
- 1:36:04aber ein paar Sachen kriege ich auch in
- 1:36:06und das ist für
- 1:36:08ja also wir hatten die Sommeliers
- 1:36:10die Sommeliers sind absolut auch mittelpunkt im Service
- 1:36:12und sollten auch in der Lage sein das alles
- 1:36:14zu bewerkstelligen
- 1:36:16denn ansonsten ich finde es ein bisschen
- 1:36:18antiquiert ist vielleicht das beste Ausdruck dafür
- 1:36:20weil wir müssen halt mit der Zeit gehen
- 1:36:22es gibt verschiedenste
- 1:36:24Probleme zu bewältigen
- 1:36:26in der Branche und da gehört unter anderem
- 1:36:28dazu finde ich
- 1:36:30dass diese Gasgeber
- 1:36:32oder Genussmanager-Fähigkeiten
- 1:36:34also Gasgeber und Genussmanager
- 1:36:36ich kann mir bei Sommeliers so ein bisschen zusammenfassen
- 1:36:38dass das einfach ganz viele Aspekte umfasst
- 1:36:40und dass man da
- 1:36:42es ist mir wirklich auch schon passiert
- 1:36:44dass der eine oder andere vielleicht schon mal gesagt hat
- 1:36:46ne also
- 1:36:48dann möchte ich nichts zu tun haben oder
- 1:36:50schrecklich eigentlich ist der so schön
- 1:36:52fürs Gemeinschaftsgefühl
- 1:36:54wenn man gemeinschaftlich auftritt
- 1:36:56für den Gast ist es ja dann auch das eigentlich
- 1:36:58viel schönerer Erlebnis
- 1:37:00wenn man als Service-Familie
- 1:37:02sich dort dann letztlich präsentiert
- 1:37:04und hand- und handgleitend nichts ist schlimmer
- 1:37:06als wenn ein Gast wartet
- 1:37:08oder das Essen vor ihm steht, der kein Besteck hat
- 1:37:10und jetzt wenn man neben ein Weinvortrag hält
- 1:37:12dann ist keinem in dem Sinne gedient
- 1:37:14wenn du selber kochst
- 1:37:16und wenn du Wein trinkst
- 1:37:18oder wann trinkst du Wein nicht degustieren
- 1:37:20sondern richtig aktiv trinken
- 1:37:22also so 3,5 Flaschpruchstunde
- 1:37:24richtig aktiv trinken
- 1:37:26gut, ich glaub das schaffe ich nicht mehr
- 1:37:28ist ja kein Muss also es war mehr
- 1:37:30ne, ne, ne
- 1:37:32ist kein Muss ne
- 1:37:34ne, trinke ich Wein
- 1:37:36also kommt immer auf
- 1:37:38Gegebenheit und Anlass an
- 1:37:40wenn man mit Freunden zusammen ist
- 1:37:42wenn man gesellig ist
- 1:37:44wenn ich koch trinke ich auch meistens Wein
- 1:37:46das stimmt ja
- 1:37:48aber es gibt ja auch mal Tage
- 1:37:50wo man manchmal
- 1:37:52ich mach jetzt nicht bewusst in den Winter
- 1:37:54weil January oder so aber das ja auch mal
- 1:37:56im Tag lang überhaupt keine Lust hab
- 1:37:58Wein zu probieren oder zu trinken
- 1:38:00ja
- 1:38:02also es kommt immer schon sehr
- 1:38:04auf den Punkt der Geselligkeit und Koa
- 1:38:06weil zusammen macht es immer mehr Spaß
- 1:38:08Sachen aufzumachen und zu probieren
- 1:38:10ja findest du das ist
- 1:38:12man kann rein so Geselligkeit
- 1:38:14oder kann man mit Wein so richtig
- 1:38:16auch exzessiv feiern
- 1:38:18jetzt wird die mir so ein bisschen
- 1:38:20man kann mit Wein auch
- 1:38:22außer auf dem Wurstmarkt in Bad Urkheim
- 1:38:24wo man definitiv feiern kann
- 1:38:26aber wir suchen zwar für jede
- 1:38:28man kann mit Wein exzessiv
- 1:38:30man kann mit Wein exzessiv feiern
- 1:38:32das würde ich schon unterschreiben
- 1:38:34ich finde aber vor allem dann
- 1:38:36vor allem ist es länger der Abend
- 1:38:38dann wird es vielleicht ein anderes Ding als Späten auszutreten
- 1:38:40oder ein Bier oder
- 1:38:42fall dann doch wieder Richtung Port
- 1:38:44oder sonst irgendwo rein
- 1:38:46auf der anderen Seite ist es leider so
- 1:38:48dass meistens die letzten Flaschen wieder am Abend aufmacht
- 1:38:50werden immer auf die Tolsten und besten Flaschen
- 1:38:52die werden wir weit und nicht mehr so wahrgenommen
- 1:38:54das ist fatal
- 1:38:56du machst das dann dann auch noch
- 1:38:58jetzt machen wir noch was richtig Gutes auf
- 1:39:00aber eigentlich sind alle schon ein bisschen am Limit
- 1:39:02und dann macht es eigentlich keinen Sinn mehr
- 1:39:04das ist so begauend
- 1:39:06aber leider passiert der Fehler zu häufig
- 1:39:08wenn man versucht natürlich auch eine gewisse Dramaturgie zu leben
- 1:39:10oder irgendwann ist man in der Weinluß
- 1:39:12jetzt passen wir alle gerade so zusammen
- 1:39:14und heute ist ja ausgerechnet
- 1:39:16der was auch immer
- 1:39:18der 18. Februar
- 1:39:20oder welcher Tag auch immer oder 23. September
- 1:39:22kann man ja jeden Tag nehmen
- 1:39:24und so ein Tag haben wir nie wieder
- 1:39:26jetzt müssen wir den und den noch probieren
- 1:39:28aber eigentlich ist der größte Quatsch
- 1:39:30ich bin auch ein großer Verfechter davon
- 1:39:32vielleicht nach dem ersten Weihnacht
- 1:39:34den man sich ein bisschen eingenordet hat
- 1:39:36anständiges zu genießen
- 1:39:38und dann den Abend lieber ausgleiten
- 1:39:40oder ausklingen zu lassen oder ausrollen zu lassen
- 1:39:42wenn du Wein trinkst dann lieber Alltagswein
- 1:39:44oder muss es immer was Besonderes sein
- 1:39:46nee also
- 1:39:52ich will nicht sagen anspruchsfrei
- 1:39:54aber
- 1:39:56es gibt manchmal einen Tag
- 1:39:58keine Ahnung wie wir es zum Beispiel hier bei uns sind
- 1:40:00im Sommer im Rheingau gibt es hier ja die viele Weinstände
- 1:40:02unten am Rhein
- 1:40:04die
- 1:40:06die Sonne scheint
- 1:40:08und dann einfach knackiger Gutsriesen
- 1:40:10und fertig ist es
- 1:40:12wenn wir jetzt nach vielleicht keine Ahnung
- 1:40:14treffen wir uns ab und sagen
- 1:40:16hey wir grünen ein bisschen was
- 1:40:18und der eine bringt das mit der andere
- 1:40:20dann haben sich vielleicht schon Gedanken gemacht
- 1:40:22oh pass auf da kann ich heute Abend die oder die Flasche öffnen
- 1:40:24das ergibt sich
- 1:40:26also viele sind halt so Momente
- 1:40:28also ich brauche jetzt nicht
- 1:40:30unten
- 1:40:32am Weinstand sitzen
- 1:40:34klar
- 1:40:36ist vielleicht auch ein großes Gewächskaufen
- 1:40:38am Weinstand
- 1:40:40aber das ist mir jetzt
- 1:40:42zu kräftig
- 1:40:44nur einfach um hier in der Sonne ein bisschen Wein zu trinken
- 1:40:46deswegen lieber leicht
- 1:40:48und easy
- 1:40:50und so gibt es ja ganz viele Momente
- 1:40:52auf der anderen Seite haben wir auch schon ein Tab
- 1:40:54dass ich im Hochsommer in der Toskana
- 1:40:56dann mir doch eine Flasche Rotwein bestellt hab
- 1:40:58weil irgendwie keine Ahnung
- 1:41:00dass das Gefühl gerade so da war
- 1:41:02wir sitzen jetzt hier in der Toskana im Kianti Classico
- 1:41:04und ich hab jetzt aber
- 1:41:06Bock auf eine Flasche Kianti
- 1:41:08dann trinken wir die jetzt
- 1:41:10hast du ein Alltagswein zu Hause?
- 1:41:12also dass du sagst ich brauch immer von Winzer
- 1:41:14punkt, punkt, punkt sonst komm ich nicht in den Tag
- 1:41:16nee
- 1:41:18also ja ein Alltagswein
- 1:41:20das sag ich nicht zu Hause
- 1:41:22ich kauf aber jedes Jahr
- 1:41:24hab ich immer irgendwie manchmal so den Zbling
- 1:41:26dass ich von einem an anderen Wein
- 1:41:28also 12, 24 Flaschen
- 1:41:30dann hab ich sie dann
- 1:41:32einkauf so als
- 1:41:34als Hausbeine reserviert
- 1:41:36das entweder falls ich mal nicht zu Hause bin
- 1:41:38und meine Frau dann auch mal
- 1:41:40Weihnacht machen will
- 1:41:42oder Freunde vorbeikommen
- 1:41:44und sie weiß dann nicht was sie
- 1:41:46bevor sie die falschen Weine
- 1:41:48öffnet haben bei uns eher so einmal ein Gefühl
- 1:41:50es gibt so links und rechts die einen darf man öffnen
- 1:41:52wenn ich nicht da bin
- 1:41:54die anderen
- 1:41:56die anderen schon
- 1:41:58da sind sie manchmal
- 1:42:00da heißt sie
- 1:42:02wo ist sie eine Flasche
- 1:42:04auch die haben wir getrunken
- 1:42:06ich wollte nicht selber probieren
- 1:42:08und deswegen
- 1:42:10hab ich da so ein bisschen so was wie ein Haus
- 1:42:12manchmal angeschafft, da gibt es dann manchmal so was wie
- 1:42:14ja so ganz verrückte Sachen
- 1:42:16letztes Jahr hatte ich
- 1:42:18vom Kaischetzel
- 1:42:20den Naturweis, weil ich das irgendwie ganz cool fand
- 1:42:22schön
- 1:42:24weil meine Frau nicht so cool den war
- 1:42:26hat aber auch schon mal Literflasche
- 1:42:28Portugiesa, Rosse, von Fitzrita
- 1:42:30aus der Pfalze, so ganz banal
- 1:42:32weil ich hier jeden ganzen Sommer
- 1:42:34die Bock auf Schuhe hatte
- 1:42:36ja also es
- 1:42:38es gibt Phasenweise
- 1:42:40immer wieder mal was anderes
- 1:42:42aber es bleibt immer so ein bisschen bunt
- 1:42:44und manchmal sind das auch Sachen
- 1:42:46wo man einfach mal sagt, das probieren wir mal aus
- 1:42:48wo ich auch teilweise das so ein bisschen unsere
- 1:42:50Gäste immer in der welche haben zu Hause
- 1:42:52und als Versuchs kann ich den vielleicht manchmal mitnehmen
- 1:42:54und ich sage, hey ich habe dir was
- 1:42:56probiert das mal
- 1:42:58und dann zieht man
- 1:43:00manchmal wie die Leute darauf reagieren
- 1:43:02oder nicht, wenn man sagt, okay ich fand das eigentlich schon
- 1:43:04ganz gut und dann so ja, nee
- 1:43:06nicht so
- 1:43:08der breite Geschmack vielleicht
- 1:43:10ja es ist ja immer so, man will ja auch immer
- 1:43:12viele Sachen so ein bisschen teilen
- 1:43:14um Kohren, da ist glaub ich
- 1:43:16unser Haus weil ich habe diese kleinen Mengen
- 1:43:18die es gibt manchmal so ein bisschen experimentelle
- 1:43:20Geschichte
- 1:43:22ich finde es aber auch ganz wichtig was du gerade gesagt hast
- 1:43:24dass man
- 1:43:26versucht
- 1:43:28den Geschmack von Gästen, seien es die Gäste
- 1:43:30zu Hause oder im Lokal
- 1:43:32auch zu mehr oder weniger analysieren
- 1:43:34zu reflektieren und zu sehen
- 1:43:36wie die Weine außerhalb der eigenen
- 1:43:38weil wir ja meistens
- 1:43:40das Problem haben, dass wir zu tief
- 1:43:42drin sind in den Thema
- 1:43:44und den Wein manchmal auch ein bisschen zu ernst nehmen
- 1:43:46oder eben auf Parameter achten
- 1:43:48die vielleicht jemand anderes interessieren
- 1:43:50die vielleicht auch nicht attraktiv
- 1:43:52oder vielleicht
- 1:43:54ja sogar abnormen ist
- 1:43:56und wir das vielleicht irgendwie toll finden
- 1:43:58dass man da den stittigen Austauschen
- 1:44:00die Offenheit nach wie vor immer pflegt
- 1:44:02natürlich jetzt im Kleinen dann zu Hause auszuprobieren
- 1:44:04und manchmal eben auch ein lebendigen Objekt
- 1:44:06im Restaurant, das finde ich eigentlich auch
- 1:44:08ganz interessant und spannend
- 1:44:10jetzt wohnt oder jetzt arbeitest du ja
- 1:44:12hier wohnt es ja schon fast
- 1:44:14arbeitest du ja in einem extrem wie nur vielen Ort
- 1:44:16selber schon mal den absolut
- 1:44:18kultigen Weinladen deines Lebens
- 1:44:20besucht oder
- 1:44:22irgendwie ein Lokal wo du gesagt hast
- 1:44:24wo auch so wie die hier Wein leben
- 1:44:26das möchte ich auch gerne mal
- 1:44:28oder das habe ich noch nie erlebt also der Weinladen
- 1:44:30der dich geflasht hat
- 1:44:32ja also das
- 1:44:34in der Tat mir immer eine Story
- 1:44:36im Kopf und zwar
- 1:44:38als wir auf unserer Hochzeitsreise waren
- 1:44:40waren wir in der Tuscaner
- 1:44:42natürlich musste das irgendwas mit Bein zu tun haben
- 1:44:44also ein bisschen so 50/50
- 1:44:46meine Frau fährt ja auch überall dort
- 1:44:48gern hin wo es schön ist
- 1:44:50und meistens dort wo es schön ist gibt es auch gute Weine
- 1:44:52und wir waren in Beugerdie gewesen
- 1:44:54das ist ja unten
- 1:44:56in der Tuscaner, Küste Marema
- 1:44:58da gibt es dieses Örtchen Beugerdie
- 1:45:00was wirklich also auch ein ganz altes
- 1:45:02Mitteilter durch das Örtchen ist
- 1:45:04mit dieser tollen
- 1:45:06Straße mit diesen ganzen
- 1:45:08Zypressen die da an der Seite stehen
- 1:45:10dann kommt dieses Örtchen da oben nicht
- 1:45:12nur Ferne in Wohnungen und Restaurants
- 1:45:14und Vino-Teken
- 1:45:16also ein bisschen
- 1:45:18Touri vielleicht, aber doch authentisch
- 1:45:20weil
- 1:45:22in diesen Mitteilterlichen Gemäuren
- 1:45:24da waren wir auch abends in einem Essen
- 1:45:26und da fand ich es
- 1:45:28ganz faszinierend
- 1:45:30also eigentlich
- 1:45:32man würde vielleicht sagen eher so was wie ein Gutsausschank
- 1:45:34aber natürlich mit gehobener
- 1:45:36also ja, gab
- 1:45:38Föhrlentiner, am Kurs einfach
- 1:45:40gehobener oder authentischer Küche
- 1:45:42und
- 1:45:44es gab aber keine Weinkarte in dem Sinne
- 1:45:46sondern es gab halt im Restaurant
- 1:45:48ich schätze mal so 80 oder 100 Sitzplätze
- 1:45:50eine Bandarole drumrum
- 1:45:52wo in verschiedenen
- 1:45:54Höhen immer die Weinflasche standen
- 1:45:56und alle haben mit dem Preis draufgeschrieben
- 1:45:58und die hatten
- 1:46:00quasi dann auch so
- 1:46:02ich weiß es nicht mehr genau aber ich hatte nämlich
- 1:46:04mit dem unterhalten, es waren ja auch knapp
- 1:46:06über 500 verschiedene Weine
- 1:46:08die aus Ghana, sondern auch überregional
- 1:46:10oder auch teilweise international
- 1:46:12und er hat gesagt, die Weinkarte gibt es nicht
- 1:46:14aber ihr könnt hier rumlaufen, ihr könnt auch die Flaschen angucken
- 1:46:16und dann
- 1:46:18Preis steht drauf und sagt, da bescheid ihr auch da haben wollt
- 1:46:20also es war für mich sehr
- 1:46:22man hat dann, man hat diese ganze
- 1:46:24Weinauswahl mit noch mehr Emotionen
- 1:46:26und Haptik verbunden, also für mich als
- 1:46:28Weinliebhaber ist es natürlich total super
- 1:46:30man kann da rumlaufen, guckt sich Sachen, okay das Etikett
- 1:46:32kenne ich
- 1:46:34das ist vielleicht super, vielleicht Sachen nach Etikett
- 1:46:36aber das man eben sieht, die haben das
- 1:46:38die haben das, die haben das
- 1:46:40und das war für mich so wie so eine
- 1:46:42weil ich halt, ich bin ja großer Fan
- 1:46:44von wirklich Weinkarten und Weinbüchern
- 1:46:46in digitaler Form
- 1:46:48finde ich auch in Ordnung, aber ich finde es manchmal ein bisschen schwer
- 1:46:50weil es so ein bisschen leblos ist
- 1:46:52aber wenn ich die Flaschen selber in der Hand hatte
- 1:46:54also vor allem da, das fand ich das halt einfach super
- 1:46:56klar, das kannst du nicht im riesigsten Rahmen machen
- 1:46:58aber das war für mich so
- 1:47:00sehr sehr prägendes Erlebnis, klar gibt es solche Beispiele
- 1:47:02immer wieder mal auf der Welt, dass irgendwo quasi die Weinkarte
- 1:47:04quasi selbst von der Wand nehmen kann
- 1:47:06aber hier war es halt so
- 1:47:08alle Flaschen standen
- 1:47:10an der Wand mit Preis
- 1:47:12und dann konnte man sich das aussuchen
- 1:47:14und dann haben sie dir das vorbereitet
- 1:47:16und dann ging das los
- 1:47:18und so in der Art könnte ich mich vielleicht auch mal gastronomie
- 1:47:20dann irgendwann vorstellen einfach guter Wein, gutes Essen
- 1:47:22aber eben alles viel mit
- 1:47:24haptik und Emotionen verbundener
- 1:47:26denn das ist glaube ich, das hat das was
- 1:47:28Wein an irgendwo auch so
- 1:47:30das hat ja auch eigentlich Spaß gemacht so auf die Suche zu gehen
- 1:47:32und dann haben die jetzt da alles
- 1:47:34was ist da und du hast auch ständig Leute
- 1:47:36ich glaube
- 1:47:38es war noch so was wie eine
- 1:47:40Winotekuapenzustatt noch noch
- 1:47:42kisten da im Weg, also es sind dann ständig
- 1:47:44auf Leute an dein Tisch vorbei gelaufen
- 1:47:46und haben auch geguckt, ok, da steht bei dem auf dem Tisch
- 1:47:48was haben die da jetzt, also das war sehr aktiv
- 1:47:50und das fand ich halt super
- 1:47:52weil dadurch ist man mit anderen Leuten
- 1:47:54ins Gespräch gekommen
- 1:47:56und alle waren da wegen
- 1:47:58Essen, Wein und Besetigkeit
- 1:48:00und das fand ich ein ganz
- 1:48:02tollen Ort, ja, also dieses eine Restaurant
- 1:48:04klingt großartig
- 1:48:06oder Winotek, Weinbar, was es am Ende
- 1:48:08auch immer war, eine Kombination
- 1:48:10dessen
- 1:48:12das macht richtig Spaß sich Gedanken darüber zu machen
- 1:48:26was für einem Weimann Florian
- 1:48:28präsentieren würde
- 1:48:30ich meine dem der während einer
- 1:48:32Rheingau-Gourmet-Festival-Saison
- 1:48:34um die 800 verschiedene Weine probiert
- 1:48:36auswählt, kennlernt
- 1:48:38ein Klassiker wäre wahrscheinlich zu banal
- 1:48:40einen absoluten Jankster, würde ihn wahrscheinlich
- 1:48:42überraschen und Freude bereiten, aber ich glaube
- 1:48:44dieser Brückenschlag, das kann wahrscheinlich
- 1:48:46Lungarotti ausumbrieren
- 1:48:48ich würde einen Robesco-Riserva
- 1:48:50Winia Monticchio aus dem
- 1:48:52sehr besonderen Jahr 2018
- 1:48:54auswählen
- 1:48:56das war ein ganz normales Jahr
- 1:48:58der Winter relativ kühl
- 1:49:00ein normaler Austrieb im Frühjahr
- 1:49:02es war recht regenreich
- 1:49:04ein fantastisches Wechselklima
- 1:49:06und in der Ausdrucksform des
- 1:49:082018er Jahrgangs erinnert der
- 1:49:10durchaus an den sehr eleganten
- 1:49:12und feinsinnigen Feinglitrigen 2016er
- 1:49:14ich würde dem Jahr vielleicht noch ein bisschen
- 1:49:16mehr Tiefe, ein bisschen mehr Komplexität
- 1:49:18ein bisschen mehr Struktur
- 1:49:20ein wenig mehr Eleganz zu sprechen
- 1:49:22100% Jean-Gévese
- 1:49:24mit maximaler Trag von 50 Hektoliter
- 1:49:26die Gärung 15-20 Tage im Edelstahl
- 1:49:2812 Monate 80%
- 1:49:30in großen
- 1:49:3255 Hektoliter fassen der
- 1:49:34französische Eiche und zu 20%
- 1:49:36in französischen Bariks
- 1:49:38von den ein Drittel neu, ein Drittel einmal belegten,
- 1:49:40ein Drittel zweimal belegbaren
- 1:49:42nach einer zarten Filtrierung
- 1:49:44erfolgt drei Jahre nach der Verfeinerung
- 1:49:46auf der Flasche die Markpräsentation
- 1:49:48spannend
- 1:49:50und das erklärt vielleicht wenig die
- 1:49:52Besonderheit dieses außergewöhnlichen
- 1:49:54Weines ist die Vielschichtigkeiten
- 1:49:56der Bodenkultur, die der
- 1:49:58Wein Monticchio in 300 Meter Höhe
- 1:50:00auf dem Hügel von Wrufa
- 1:50:02geprägt von tonhaltigen Schiefer
- 1:50:04welcher sich im mittleren und unteren
- 1:50:06Bereich mit sandigen Partien
- 1:50:08abwechseln.
- 1:50:10Und spannend und nahezu einmalig
- 1:50:12ist auch das Haus und die Geschichte
- 1:50:14der Familie Lungerotti.
- 1:50:161962 leutte Giorgio Lungerotti
- 1:50:18mit der Präsentation seines Weines
- 1:50:20aus einem Weimberg
- 1:50:22der hauptsächlich mit Zwangschuvese
- 1:50:24um partiell mit Canaliollo bestockbar
- 1:50:26eine neue Epoche für den Weimbau
- 1:50:28und die Erzeugung Italiens ein.
- 1:50:30Damals trugen weine kaum Eigennamen
- 1:50:32und Giorgio part seine Frau Maria
- 1:50:34Grasia um eine passende Bezeichnung
- 1:50:36die sowohl dem edlen Flascheninhalt
- 1:50:38dieses Rotweines
- 1:50:40aus Torjano als auch dem Image
- 1:50:42gerecht wurde und so entstand
- 1:50:44aus dem lateinischen Wort
- 1:50:46Rubescaire für Erröten
- 1:50:48und der Name Robesco.
- 1:50:50Ein Lob liegt auf das Gastmal.
- 1:50:52Bei der dritten Weinleser erkannte
- 1:50:54Giorgio Lungerotti deutlich
- 1:50:56das bestimmte Bereich der Weimberge
- 1:50:58des Robesco, das Potenzial für eine
- 1:51:00höhere bessere Qualität besaßen
- 1:51:02und so verschrieb er sich 1964
- 1:51:04gegenläufig zum Trend
- 1:51:06anderer italienischer Weimpioniere
- 1:51:08vollkommen einer Vision
- 1:51:10die sich an dem damaligen kaum kannten
- 1:51:12begund orientierten
- 1:51:14und bereits dem heutigen
- 1:51:16Konzept ähnelte. Aus dieser Erkenntnis
- 1:51:18entstand die Selektion
- 1:51:20des Robesco, Reserva, Venia, Monticchio
- 1:51:22der über viele Jahre aus
- 1:51:2470% Zongiovese
- 1:51:26und 30% Cagnolo erzeugt.
- 1:51:28und zu einem der ersten echten italienischen Grüßwurde, der das einmalige Terror der gleichnamigen Einzellage zum Ausdruck bringt.
- 1:51:37Es handelt sich um eine Fläche von ca. 15 Hektar, der in unterschiedlichen Parzellen je nach Verjagungsverlauf
- 1:51:44verschiedentlich zum Tragen kommen, im höchsten Teil der Ursprungsbezeichnung von Toggiano,
- 1:51:50auf ca. 300 Meter über dem Meeresspiegel, kurz vor dem Wald, der das Tal überrag,
- 1:51:56und wie bei den besten Terroras für eine einmalige Biodiversität sorgt und dem Menschen daran hindert, dem Weinberg bis zur Hügelspitze auszudehnen.
- 1:52:04Eine in mehreren Parzellen aufgeteilte Einzellage, in der Ton auf etwas lockere und aufs geletthaltige Bodenpartien trifft
- 1:52:13und sich mit diesem Variantenreich abwechselt, so dass jede Mikroparzelle einzigartig ausfällt.
- 1:52:19Ein Krü aus der ein Wein ikon italiens nur in besten Jahrgängen aus den Parzellen entsteht, die, dem Wetterverlauf entsprechen,
- 1:52:28das beste Ergebnis liefern und der sich oberhalb der imaginären Grenze des Tiberino sees befindet.
- 1:52:35Der im Pleistocene, das heutige Ursprungsgebiet bedeckt.
- 1:52:38Warum mag ich diesen Wein? Warum mag ich diesen Wein genauso in diese Situation?
- 1:52:44Es ist nicht unbedingt dieses kräftige Rubinenrot, das empfinde ich eher als Sekund, obwohl es begeistert.
- 1:52:52Es ist die Aromenkombination von richtig saftiger Sauerkirche, leicht floraler, feichen Aromatik durchs zarte, holzgeprägte, kaffee- und würzige Noten,
- 1:53:02dieses leicht pfeffrige, melgige Anispräsente, was mich total begeistert.
- 1:53:06Es ist dieser kraftvolle Zug am Gaum, das vollmundiges, ausgewogene, feine Struktur der tiefgründige Grundcharakter, die taninige Lackritsigkeit,
- 1:53:16die zarte Marmeladigkeit, die aber eben nicht überextrahiert wirkt, obwohl die balsamischen Töne dem Ganzen den nötigen Schmelz verleihen.
- 1:53:24Ein Wein, der jetzt mit fünf Jahren Flaschenreifen noch am Anfang seiner Entwicklung, seiner Entwicklungskarriere sich befindet,
- 1:53:33der aber in jedem Trinkfenster unfassbar viel Spaß macht.
- 1:53:36Ein Wein, der sowohl meinem unbedarften Nachbarn als auch Florian richtig viel abverlangen, aber auch richtig viel Freude bescheren kann.
- 1:53:47Ich finde, das können die Italiener auf dem Punkt, dass die etwas touristisches trotzdem authentisch inszenieren,
- 1:53:56dass man es geführt hat, so ist es in Italien, aber es ist nur dort, wenn du sagst, so was könnte ich mir selber vorstellen,
- 1:54:02glaubst du, so ein Konzept könnte in Deutschland funktionieren?
- 1:54:05Ich hätte den Deutschen für zu skeptisch dafür gehalten, dass er immer gleich ein bisschen muss und dieses Urvertrauen, das nur geht da.
- 1:54:12Ich würde den Deutschen auch so skeptisch. Ja, das stimmt. Das sind wir in Deutschland manchmal ein bisschen,
- 1:54:17das Gastronomie und Begeisterung ein bisschen hinten dran.
- 1:54:20Ich weiß es auch nicht, ob so etwas funktionieren könnte, aber ich habe auch am Anfang schon gesagt,
- 1:54:23dass für mich wird Gastronomie und Wein immer ein großer Teil dessen bleiben, was ich machen möchte,
- 1:54:29ob ich hier nochmal selber auch mal was ausprobiere oder genau so was in einer Form, ich weiß es nicht.
- 1:54:35Aber Deutschland ist, also man ist schon offen dafür, aber ich glaube selbst zu wieder erleben,
- 1:54:41ist ja auch immer wieder, weil wir viele Kolleginnen und Kollegen in Deutschland unterhoben besuchen.
- 1:54:45Selbst in vielen Großstädten tun sich manchmal Weinbars schwer, weil wir Deutsche oft zu Deutsch sind
- 1:54:54und es manchmal schwer fallen lassen können auf manche Sachen.
- 1:55:00Und da ist es, glaube ich, in der Branche gar nicht so das Thema.
- 1:55:05Aber die meisten Gäste, die wir haben, sind dann doch ein bisschen zu reserviert für solche Projekte.
- 1:55:11Muss man sehen, also diese Sachen entwickeln sich und ich würde mal sagen,
- 1:55:17es sind ja auch viele Gäste sehr, sehr offen, denn auch der klassische Restaurantbesuch hat sich in Deutschland ja auch schon verändert.
- 1:55:23Gravieren, was ja in den letzten 20 Jahren passiert ist und so.
- 1:55:27Vielleicht ist es in Deutschland so, weil zu viele auf die Nase gefallen sind.
- 1:55:31Das kann durchaus auch sein.
- 1:55:33Gibt es für dich eine Region, wie du sagtest, hat die allergrößte Genussaffinität?
- 1:55:37Also dass du in Deutschland vielleicht auch her.
- 1:55:42Wow, die allergrößte Genussaffinität.
- 1:55:47Es ist schwierig.
- 1:55:50Also Italien ist das schon vielleicht auch Baden?
- 1:55:53Italien ist schon sehr weit vorn.
- 1:55:55Ich war in Lissabon letztes Jahr, es war sehr beeindruckend.
- 1:55:59Also Portugal, überall wo wir waren, jeder Weinbar oder auch wenn es keine Weinbar oder Bistro oder sonst was war,
- 1:56:10es war einfach gelebt und authentisch.
- 1:56:12Man war auch sehr, sehr stolz auf den Österreich, finde ich, sehr beeindruckend.
- 1:56:16Man ist ja stolz auf jeden Kürbiskehren und jedes Flasche ein Wein, was daherkommt.
- 1:56:21Und man lebt es auch.
- 1:56:23Und wenn man etwas lebt, es wird auch authentisch und es nehmen die Leute einem auch ab.
- 1:56:28Und dann hat es auch einen gewissen Nachhaltigkeitsfaktor.
- 1:56:32Deutschland ist das manchmal ein bisschen so, ja, wir machen auch.
- 1:56:36Und dann steht man vielleicht nicht immer ganz so ehrlich dahinter.
- 1:56:40Aber da gibt es schon, wie man bei uns in Hattenheim so weiss,
- 1:56:43wie der Gegenüber ist ja der Krug, die Familie Laufheim macht ja auch seit Generationen tolle Küche.
- 1:56:49Authentisch mit Rheingauer Riesling.
- 1:56:52Und wenn es der perfekte Rief der Rieslinge haben will, dann gehst du da hin.
- 1:56:56Die Karte ist immer.
- 1:56:58Wenn man mal nicht zu unschlüssigen kommt.
- 1:57:00Und das ist halt so ein Punkt zum Beispiel, oder beim Markus Reis im Zeitlinger Hof war ich jetzt auch im Januar und im Dezember gewesen.
- 1:57:11Es gibt glaube ich keinen Wahnsinniger, denn wenn es um Moselweine geht und dazu einfach auch eine ehrliche gute Küche.
- 1:57:20Und von so was lebt natürlich auch die Gastronomie und von so was lebt auch die ganze Faszination.
- 1:57:28Überall wusste, hingespustet halt, Gastgeber, dann hast du dich halt packen neben dem ganzen Programm, was noch mit dazu gehört.
- 1:57:37Ja, gibt es so verschiedenste Anlaufstellen in Deutschland und wie gesagt die Gastronomie oder überhaupt das Erlebnis ist ja viel diverser und breiter geworden.
- 1:57:47Denn früher, ich meine, da kann ich gar nicht so mit sprechen, aber aus deiner Zeit, wo du als Sommi aktiv und Gourmet Restaurant warst,
- 1:57:56das war ein ganz anderer Welt, da wurden viele Sachen auch ganz anders wahrgenommen.
- 1:58:00Da hätte es eigentlich keine Weinbar gegeben, wo teure Weine ausgeschenkt werden.
- 1:58:05Und dann ist in viele gar nicht akzeptiert, aber es hat sich alles weiterentwickelt und es ist ja auch gut so.
- 1:58:10Damit das ein bisschen mehr in die Mitte der Gesellschaft kommt und Wein auch, oder auch Topweine, eine akzeptable, ich sage jetzt mal, Wahnsinn zum Genießen.
- 1:58:27Und das heißt ja, die teuren Wein sind so in den teuren Gourmet Restaurants, sondern dass man sich wirklich auch in der Öffentlichkeit drüber austauschen kann und nicht nur hinter verschlossenen Türen in dem Restaurant.
- 1:58:38Das war für mich ja damals der Anlass, die Weinkultur war zu eröffnen, welch Schade fand das, wenn du eine besondere Auswahl an Wein, eine besondere Beratung haben möchtest, immer in Gourmet Restaurant damals, also 2007 haben wir auch gemacht, 2005 ist der Wunsch entstanden.
- 1:58:53Und ich wollte das so ein bisschen aufbrechen, revolutionieren, mittlerweile hat sich da ja unfassbar viel getan.
- 1:58:59Gibt es für dich ein Ort und dass ich die abwerben möchte, wo du gerne mal Wein empfehlen möchtest, also es ist auch nur ein Abend oder ein Temporär oder dauerhaft, also ist dann so ein schräges Restaurant wie Norma oder keine Ahnung, ist es halt El Bulli oder ist es eher so was wie der Schwarze Adler oder auf irgendwem Weingut, also hast du da, wo du sagst, das würde mich mal reizen, einfach meine Expertise,
- 1:59:22meine Expertise dort mit denen vielleicht anderen Gästen als bei uns an den Tag zu liegen?
- 1:59:28Ja, ich glaube, der große Unterschied da ist, also ich habe jetzt auch nie den Gedanken gehabt, ja, speziell in nur ein Restaurant oder was auch immer, in einem Restaurant zu empfehlen,
- 1:59:42bei uns im Kronischen Saisons sind sicher eh auch so, dass wir, also wir haben ja ein Bistro, Gummierestaurant machen viel Veranstaltungen, also ich habe immer in Betrieben gearbeitet, wo du immer mehrere Restaurants oder Abteilungen hast, auch mit unseren Themenabenden, also es kann sein, dass wir am Freitag ein Hummermenü kochen am Samstag und wir regulieren Betrieb im Gummierestaurant und am Sonntag machen wir eine Winzerparty in Bistro.
- 2:00:06Also es kann schon mal sein, dass ich innerhalb von einer Woche quasi drei oder vier Restaurants vor dem Abdecke und natürlich die Gäste sich dann auch teilweise ändern und am Gummiefest werden die Extreme Variante, dass ich da für ganz viele, ja, jeden Tag, teilweise eben auch drei verschiedene,
- 2:00:24drei verschiedene am Tag Küchenchefs, Küchenchefinnen, die Pairings machen und nicht mit denen austauschen, da habe ich dann keine Ahnung, im Mittag sind Spanischen zwei Sterne kochen abends den Französischen aus den Elsers und da habe ich da einfach extreme unterschiedliche Varianten, deswegen hat sich bei mir nie auch dieser Gedanke irgendwie entwickelt, okay,
- 2:00:43ist jetzt ein Restaurant oder ein Gummierestaurant oder einen speziellen Spot und arbeite nur da, nehmt vieles nur da, das hat sich bei mir irgendwie, hat sich, hat sich, hat sich, ja, also genauso langweilen, vielleicht würde ich selber gar nicht so ausdrücken, aber wahrscheinlich wäre es so, ich brauche immer diese Abwechslung, diese Spannung dabei, das können wir übers Jahr ganz gut abdecken und am Gummiefest natürlich noch in intensivster Form, also ich habe eigentlich, wenn du es so siehst,
- 2:01:12ich weiß gar nicht wie für Küchenchefs das sind am Festival oder Küchenchefinnen, aber ich glaube, da habe ich eh schon 30, 35 da, mit unserem Jahresprogramm anschaßen wir in verschiedensten Themen, bei unserer Küchenchef, der Roland, der ist ein Burgenländer, aber hat auch jahrelang in Südafrika gekocht, der bringt ja auch eine extreme Varianz an Küche rein, deswegen haben wir auch immer wieder, wieder mal verschiedenste Themen,
- 2:01:34das man keine Ahnung, dann machen wir ein Menü, wo es nur Produkte entlang der Donau geht oder es geht nur um Gewürze, also wir haben ja schon so, es ist ja schon so ein kleines Kameleon vom Küchenstil her, also kann ja vieles absolut hervorragend kochen und deswegen habe ich da eigentlich schon jemanden bei unserem Kronenschüß in der Hand, der extrem variantenreich in jede Richtung absolut perfekt kochen kann, weil er aber eben vielleicht auch wie ich so ein bisschen diesen Splen hat,
- 2:02:03ein Restaurant ein, wir haben zum langweiligen.
- 2:02:07Wahnsinn, also die Herausforderung zu haben, jeden Tag morgens aufzustehen und mehr oder weniger ein komplett neues Berufsfeld in dem einen Schema, das ist schon eine ganz extreme Herausforderung.
- 2:02:19Gibt es für dich, wer ihr schon sehr weinaufhin seid, den absolut perfekten Ort oder anders gefragt, welche Parameter müssen stimmen, damit ein Ort zum Weinort wird, also es ist die Farbe der Wände, es ist irgendwie keine Ahnung, die Größe des Raums, es ist, die ist es die Leute oder es ist eine Grundvoraussetzung von einer Auswahl oder irgendwelche, also was braucht man für den perfekten Weinort?
- 2:02:45Ein perfekter Weinort, muss sagen, es sind Parameter wie Atmosphäre gehört dazu, also die Atmosphäre und Stimmung, die Menschen, die Atmosphäre also.
- 2:02:55Die Atmosphäre und Stimmung finde ich, sollte warm willkommen, vor allem, ich sage mal, ich mag diese Wohnzimmeratmosphäre, auch wenn die Gäste bei uns zum Beispiel ins Restaurant bis zu kommen, dass man sich fühlt, wie bei Freunden, dass man sich einfach fallen lassen kann.
- 2:03:14Das merkst du ja von der Begrüßung her auf schon und das hat natürlich auch mit den Menschen zu tun, die sich um dich kümmern, dass sie es ehrlich und authentisch meinen und dass man eben auch merkt, dass es eine Verbindung ist zwischen, also Lässe fährt kann es zwar auch dabei sein, aber dass man immer diese, ich sage mal, diese gelebte Profession hat, das merkst du einfach, ob Leute sich darum kümmern und ob das aufgesetzt ist oder nicht.
- 2:03:42Also Ehrlichkeit, Authentizität bei den Personen ganz wichtig und am Ende geht es mir dann auch gerade beim Essen oder bei dem Erlebnis von Weinitz nicht drum, um ein perfekt aufgeführtes Theaterstück, wo du manchmal merkst, okay, die sagen diesen Satz an jedem Tisch.
- 2:03:59Es ist immer, also mich nervt, dass ich gourmetes daraus manchmal, wenn ich irgendwo essen bin und ich kann die Sätze vom Ansagen nach dem zweiten Tisch schon mit sprechen.
- 2:04:14Das ist zwar, man hat gewisse Abläufe und man möchte es absolut perfektionieren und gibt dann sowas vor, ich finde das aber absolut schrecklich und sagt deswegen bei uns zum Beispiel auch immer die Kernelemente müssen natürlich genannt werden, aber wie man sie nennt und wie man sie rüberbringt, es darf jeder gerne seine Persönlichkeit ausleben, das macht es nämlich authentisch dann.
- 2:04:36Ja, ich kann einen Wein auch in 10 verschiedenen Sätzen beschreiben und deswegen finde ich das immer dann so schlimm, wenn man diese absoluten Automatismen hat.
- 2:04:46Ich weiß, dass es in gewissen Segmenten, wenn es um zwei oder drei Sterne geht, dass es da vielleicht das Erlebnis genau so sein muss und dass man das genau so macht.
- 2:04:52Ja, da sollte es individuell vor allem sein, da müsste ja das ja auch so sein. Ja, das ist ja gerade diese schwierige Brücke, genau diese ganz schwierige Brücke, die ich da eben aussehe, warum ich das eben auf der einen Seite so beeindruckt, auf der anderen Seite aber auch eben so schwierig sehe, diese ehrliche Gastgeberschaft in genau diesen hoch komplizierten und auch anstrengenden Segment zusammenzubringen.
- 2:05:18Deswegen finde ich einfach, man merkt dann einfach, dass man halt so wirklich gut aufgehoben ist oder eben nicht.
- 2:05:28Also ich habe gesagt, diese Ehrlichkeit, Persönlichkeit, ich finde, das merkt so ganz schnell im Service oder mit der Person, mit der du zu tun hast und am Ende natürlich auch mit den Produkten, die du auf den Teller kriegst.
- 2:05:41Ja, es sind ganz viele Stellschrauben dabei, wie gesagt, der Faktor Mensch, Ehrlichkeit, Authentizität und, klar, Atmosphäre ist immer schön, wenn man, glaube ich, irgendwo an der Felsklippe sitzt und aufs Meer schaut dabei und am besten geht kein Wind.
- 2:05:59Aber ich glaube, manchmal kann man sich das immer nicht nur so schön ausmachen, wie es ist. Es gibt viele kleine Orte, die vielleicht auch eine Faszination ausmachen.
- 2:06:09Also wie gesagt, wir gehen auch selber gerne, wenn man eine Frau, wir gehen auch selber gerne viel und viel und gut essen, weil es für uns so eine Form von Urlaub oder Entspannung ist.
- 2:06:18Und wir fühlen uns in kleineren Depondonsen manchmal ganz wohl, bis manchmal auch in größeren Geschichten oder wo einfach dann das ein spektakulären Ausblick und sonst was.
- 2:06:28Ja, und manchmal geht es einfach nur, da hast du auf einem ganz rustikalen Tisch und einen ganz anderen Ausdruck dabei. Da können so viele Faktoren dazu, aber ich glaube, mit am negativsten Feld bestimmt immer auf, wenn man sich einfach nicht abgeholt fühlt oder vielleicht auch wenn einem Grad bei Produkten oder Weinen.
- 2:06:49Ich bin ja auch jemand, wenn ich essen gehe, ich will eigentlich nie was aus der Weinkarte aus, ich nehme immer die Weinbegleitung aus, ich gehe zum Schwarzen Adler oder sonst was.
- 2:06:58Aber da versuche ich auch immer, dass man in Gesellschaft hingehen, dann bezüglich auch es lohnt, ein paar Flaschen zu trinken.
- 2:07:03Weil ich möchte mich immer davon begeistern lassen, was die Kollegen, Kolleginnen, an Weinbegleitung servieren, ob es mir immer gefällt oder nicht, das ist ja subjektiv.
- 2:07:14Aber ich kann viel besser wahrnehmen, okay, wie sehen die das, was machen die dazu?
- 2:07:21Da hatten wir jetzt in Portugal eben auch immer ein so ein Erlebnis, wo es auch ein Restaurant war, wo es natürlich nur politische Weine gab, in dem Fall aber auch welche, die ich noch nie vorher im Glas hatte.
- 2:07:32Und eigentlich dachte ich, ich kenne mit Portugal schon ein bisschen aus, aber es war komplett neue Weine, die ich so noch nie hatte.
- 2:07:39Und das fasziniert dann natürlich, weil ich meine, jeder Sommelier, oder Sommelier, der in den Laden arbeitet, sollte die Gäste, die Produkte von der Küche oder ein Küchesstil so gut ausmachen.
- 2:07:50Die ist so kennen, dass sie das beste mögliche Erlebnis schaffen können.
- 2:07:53Und die Möglichkeit möchte ich ja auch als Gast, wenn ich selber Gast bin, dem geben, dass ich das auch genauso wahrnehmen kann.
- 2:08:00Und dann kann ich am Ende mein eigenes Urteil fallen, ob es vielleicht mir gut gefallen hat oder ob ich das anders gemacht hätte.
- 2:08:07Aber das ist auch vielleicht so, vielleicht kann ich das auch dann gar nicht, unbedingt es geht nicht darum zu sagen, dass besser oder schlechter war.
- 2:08:14Aber ich habe immer, ich kriege immer neue Ansätze, Ideen oder auch einen Blick über einen Teil daran hinaus, dass man selbst auch vielleicht in seine eigenen Gedanken, wenn es um Wein oder Weinparrying geht, aufnehmen könnte.
- 2:08:29Und ich habe, da gibt es so viel, es gibt so viele Kombinationsmöglichkeiten von Wein.
- 2:08:34Das ist, ich glaube, das habe ich vorher in einer Faktengesprache wegen Faszination von Wein.
- 2:08:38Also die Kombinationsmöglichkeiten sind ja teilweise schier unendlich.
- 2:08:41Und auch überraschend, dass so viele verschiedene Geschmacks und Aromeben in dem Wein implantiert sind, die man nur mittels verschiedener Kombinationen herausarbeiten kann, die man so gar nicht greifen könnte.
- 2:08:56Und das macht das Ganze, finde ich, in dieser ganz eigenen und sehr besonderen Art ganz besonders.
- 2:09:02Hattest du mal dieses, welts du gerade sagt Weinparrying, dieses absolute Erlebnis, was dich selber sehr beeindruckt, vielleicht auch vom Handwerklichen, vom Intellektuellen, vom Kuratierten nachhaltig mitgenommen und geholt hat?
- 2:09:17War es das damals in Portugal oder ist es noch ein anderes beim Kollegen, den du sehr wertschätzt?
- 2:09:23Da habe ich jetzt ganz bespezifische Schicks bewusst von Kollegen oder Kollegen.
- 2:09:29Das ist wirklich mir, vielleicht die zwei Weinparings, die mir bis heute immer noch im Gleichnis bleiben, was ich auch immer jeden von meinen Leuten gerne zeig.
- 2:09:41Das ist auf der einen Seite Komb-Tee mit Vagéon, die finde ich eine grenzgeniale Erfahrung, weil es sind einfach zwei Produkte, die zueinander passen und zueinander gehören.
- 2:09:52Das andere ist Tonyport und Stilton. Also ich bin selbst auch riesiger Case-Liebhaber und Forti-Fights auch.
- 2:10:00Das ist aber auch mit dem Stilton und Tonyport, das wurde mir auch in der Ausbildung schon mal gezeigt, weil das natürlich in fast jedem Fachbuch irgendwo steht.
- 2:10:09Das ist eine der wenigen Sachen, wo ich immer sage, das ist so richtig, richtig gut und eine der faszinierenden Sachen, die jeder auspielen kann, wenn er einfach eine Top-Konsum-Me hat, eine Rinder-Konsum-Me und dazu Trockenen oder Rosso Ceri.
- 2:10:25Wahnsinn, ja.
- 2:10:26Da weiß man, warum Food & Wine-Panning erfunden wurde, diese Effekte zu erfolgen. Das heißt erfunden wurde oder warum man sich bei manchen Sachen darauf fokussiert, weil das sich die beiden Produkte so perfekt ergänzen.
- 2:10:41Das ist einfach unfassbar und das sind diese drei Grundkombinationen, die natürlich quasi in jedem Fachbuch stehen, aber die mich auch immer am meisten abgeholt haben, um einfach diese Faszination dafür zu schaffen.
- 2:10:56Dass man sagt, hey, pass mal auf, das Gericht hat hier und da vielleicht wenig Säude, dann nehmen wir ein Wein ein bisschen mehr, dann probieren wir das mal aus, weil die Geschmackskombination so oder so vielleicht gut passen könnte.
- 2:11:06Denn wir müssen ja sagen, je nachdem was für Küchenstile gepflegt werden, hast du ja mittlerweile manigfaltige Optionen in diesen Gerichten manchmal.
- 2:11:15Der Steinbott, zum einen der klassische, der kommt ja dann mit beurblon, Spinat und Kartoffeln daher, soll ich es mal ganz easy gesagt.
- 2:11:25Aber dann hast du mittlerweile eine Abwandlung, da hast du dann, das hat man im Festival auch gehabt, da gab es das dann mit Beruch und dann kommt noch Kaviar hinzu und Paprika.
- 2:11:37Da stehst du da, okay, das ist natürlich Schadunee. Genau, und dann muss man manchmal mit den Küchenchefs oder Küchenchefs sprechen.
- 2:11:46Bei solchen Gerichten oder auch gerade Spreché dann mal damit, wo ich sage, okay, wie baust du was ein?
- 2:11:52Und dann merkst du auch, der Paprika, der ist gar nicht so dominant, sondern das ist vielleicht eher so ein bisschen mit so Paprikasüße unterlegt oder so.
- 2:12:01Und dann kannst du dann ganz andere Weine herangehen bevor du sagst, okay, was machen wir jetzt da?
- 2:12:07Oder eine der komischen Kombinationen, die ich, oder gewöhnungsbedürftigen, gewöhnungsbedürftigen Kombinationen, die ich dann mal begleitet habe, war Kabeljaub mit Banane und Trüffel.
- 2:12:23Aha.
- 2:12:24Ja, und Brioche, genau, Brioche gab es auch noch dazu.
- 2:12:28Wow.
- 2:12:29War durchaus eine Grenzerfahrung, aber ich weiß bei ihm, was ich damals dazu gemacht habe.
- 2:12:34Ich glaube, es war ein Gang am Festival, aber die Gäste fanden das Essen gut und den Wein dazu auch.
- 2:12:41Ja, das finde ich ohnehin manchmal. Also wenn man eine gewisse Sympathie für den Wein hegt und das Essen interessant handelt, baut man seine eigene Sympiose aus.
- 2:12:48Wenn es nicht unbedingt ein störendes Element gibt, wie manchmal Säuren, die sich peißen oder sonstiges.
- 2:12:53Ja, das finde ich auch.
- 2:12:55Und die Schutzschutz ist sehr gewagt und sehr...
- 2:12:58Ja, also da gibt es immer wieder mal, oder ich glaube mit Desserts ist ja auch etwas, wo in Desserts kaum noch süße Elemente sind, wo nur noch Gemüse waren,
- 2:13:08wo man sich dann eher gefragt hat, was mache ich damit?
- 2:13:11Aber es gibt für alle Sachen Kombinationsmöglichkeiten, aber ich finde eben auch so ein Kontrast-Perilings bin ich jetzt kein riesen Fan davon.
- 2:13:21Das hat sich jemand gesagt, zur Vorgrad unbedingt mal einen trockenen Bordeaux trinken, weil das passt nicht und deswegen ist es interessant.
- 2:13:30Das verstehe ich überhaupt nicht. Ich ziehe auch keine Schuhe an, die nicht passen und freue mich darüber.
- 2:13:35Ja, dass ich die Schmerzen spüre.
- 2:13:37Genau, dass ich die Schmerzen spüre.
- 2:13:39Ja, ich fühle es. Genau, super.
- 2:13:42Es muss halt schon irgendwo eine Symbiose ergeben und deswegen finde ich diese drei klassischen Kombinationen, die ich halt genannt habe, da immer so als Ausgangspunkt.
- 2:13:51Super, dass man einfach... es gibt viele Ebenen, wo man das machen kann und auch wenn man mit den Sommeres probieren muss,
- 2:13:57und man mit dem Süßsaus-Salsig-Bitter in Grundkombinationen einfach mal ein Stück Butter so, probieren mal ein Stück Butter mit Salz, probieren mal ein Stück Butter vielleicht mit Zucker, die karamellisierte Variante.
- 2:14:12Und der Wein wird... und du wirst jetzt mal einen anderen Wein dazu haben wollen.
- 2:14:16Und das wird so oft, finde ich, auch vergessen, dass sich mehr über die Habtik definiert als über die Aromatik.
- 2:14:23Und viele, wenn die Speisen aussuchen, sagen "Oh cool, ich habe da Paprika und mich in Sauvignon Blancs, weil Paprika, aber dass ich eine andere Säureebene dort habe oder eine andere Geschmacksverhandlung."
- 2:14:36Und sich das ja letztlich dann auch über den Gaumen hinaus erklärt und dann auch definiert.
- 2:14:42Und die Kontrapunkte oder eben auch die Harmoniepunkte am Gaumen und nicht in der Nase zum Tragen bekommen, das vergessen die meisten.
- 2:14:49Das finde ich eigentlich immer so ein bisschen schade oder schwierig.
- 2:14:53Für dich muss es ja auch eine richtig krasse Sache sein, weil du ja, glaube ich, in 90 Prozent der Milüs die Weinen zusammenstellst und aussuchst.
- 2:15:00Du kennst ja gar nicht alle Küchenstile der Köche kennen oder die neu erschaffenen Gerichte.
- 2:15:05Ist es bei dir rein in Theorie, ist es Erfahrung, ist das Lotto oder ist das...
- 2:15:11... die Kombination aus vielen Sachen. Also ich versuche, nicht so wenig Lotto zu spielen.
- 2:15:19Ist auch mehr provokant gemeint.
- 2:15:21Nein, nein, aber manchmal sitzt er davor.
- 2:15:25Also was ich jetzt zum Beispiel auch immer mache, wenn ich jetzt die Gerichte überhaupt nicht zuordnen kann.
- 2:15:32Ich gucke mir natürlich die Internetzeiten an, von denen ich gucke mir auch mal Videos manchmal an über die Gerichte oder die Köche.
- 2:15:38Ich sage zum Beispiel, als Thomas Inbusch da war, das habe ich gemacht.
- 2:15:41Da habe ich mir komplett die Internetzeiten von ihm auch mal durchgecheckt und gucke, bevor ich mich mit ihm ausgetauscht habe,
- 2:15:46weil die Gerichte schon sehr individuell waren und ich mir erst mal wenig darunter vorstellen konnte.
- 2:15:52Aber als ich dann die Gerichte gesehen habe, da gibt da Gott sei Dank viele Foodblogger, die mittlerweile war, als mögliche schreiben,
- 2:15:59konnte ich mir dann gut meine Gedanken machen, was wir dazu kombinieren können.
- 2:16:04Weil ich hatte ja zum Beispiel dann die Vorgerätten auf den österreichischen Wein dazu aus Burgenland und Kow
- 2:16:09und da hatte ich eine Grundvorstellung.
- 2:16:12Aber die habe ich dann eben aufgrund des Verständnisses der Gerichte, als ich das alle hatte,
- 2:16:18eben mein Verständnis auch ein bisschen umgestellt, weil die Gerichte anders strukturiert waren, wie sie sich erst mal gelesen haben.
- 2:16:25Das ist so eine Sache.
- 2:16:27Also ja, so ein bisschen Hintergrundrecherche gehört beim Gourmet Festival für die Food & Wine Pudding schon auch dazu.
- 2:16:32Eine andere Sache ist natürlich auch die Erfahrung, die sicherlich rein spielt.
- 2:16:37Und im Zweifel, weil es ist ja schon so, wir haben die Weine ja vorher,
- 2:16:42wir bereiten die Weine ja vorher vor, also es passiert natürlich auch oft genug, dass die Weine schon mal vorher aufmacht
- 2:16:47und dann mal probier zusammen vielleicht mit der Soße, wenn der Küchenchef auch da schon im Haus ist
- 2:16:53und wir da schon mal was probieren können, mit Jodie Atheit zum Beispiel,
- 2:16:57habe ich letztes Jahr und dieses Jahr auch gemacht, weil da dann so ein Gericht, das nennt sich Sangria,
- 2:17:02das ist ein ganz typisches Gericht für ihn, also er macht das quasi als erstes Dessert
- 2:17:09und ich konnte mir geschmacklich, dass da gar nichts vorstellen, das ist am Ende des Heisses Sangria,
- 2:17:15weil eben die Grundelemente, die sind dabei sind, aber es schmeckt jetzt nicht so.
- 2:17:19Deswegen war das so eine Idee, da kann man auch trockene Weine zu kombinieren.
- 2:17:23Das war dann nämlich auch eine ganz spannende Erfahrung, aber das ist eben manchmal,
- 2:17:29man hat immer Küchenchefs oder Küchenchefinnen, die mit den einen oder anderen interessieren sich mehr für Weine
- 2:17:35und man kann darauf eingehen, die einen oder anderen eben auch nicht.
- 2:17:38Das ist vollkommen normal, das glaube ich in der klassischen Welt auch so,
- 2:17:43denn der große Schlüssel, also auch Gummifestival ist zum Beispiel, die Weine stehen ja fest,
- 2:17:50das ganze Programm steht ja im August eigentlich schon fürs nächste Jahr,
- 2:17:56da stehen die ganzen Weine auch schon drin, die sind abgesprochen mit dem Winzern
- 2:17:59und die Küche schicken ja die Menüse ja im Januar, also theoretisch hätte jeder Koch Zeit gehabt,
- 2:18:05mit seinen Sangrieren auch mal über die Weine zu sprechen, um das zumindest so ein Grundfaden drin ist
- 2:18:11und ich dann nur noch passend zuordnen müsste, oder die könnten auch selber zuordnen,
- 2:18:15aber es macht eh niemand und deswegen entstehen da manchmal ganz spannende Kombinationen,
- 2:18:23weil es gibt auch manchmal Küchenchefs, Küchenchefinnen, die wollen ihre Gelichter dann nicht mehr ändern
- 2:18:28und es ist natürlich dann schade, weil da gibt es dann halt irgendwie zu einem Gang fünf Rotweine,
- 2:18:34was sonst gar nicht anders geht.
- 2:18:39Und ja, das ist die einen, die einen machen sich mehr Gedanken drüber, die anderen weniger
- 2:18:43und das ist aber glaube ich auch genau diese Affinität, was eben wichtig ist,
- 2:18:47diese kulinarische Gleichberechtigung von Service, Küche, Sommelier, das kann man so als Dreigespann sehen,
- 2:18:54dass ich glaube, wenn man immer erfolgreicher ist, wenn man sich auch austauscht,
- 2:18:58weil es für den Gast halt auch einfach klarer wird und das Erlebnis auch nachvollziehbarer
- 2:19:04und z.B. bei den 3 Etäenthäten, nicht nur die, die wir festmachen, die wir übers Jahr machen,
- 2:19:10da orientiert sich dann Roland, unserer Küchenchef zum Beispiel an dem, was ich denke,
- 2:19:15was gut zu den Weinen passen könnte, weil die Weine stehen fest und er muss ein Menü dazu kochen.
- 2:19:19Wenn er sein Menü fürs Kombinerstoros schreibt, dann richtet ich mich nach seinem Menü
- 2:19:23und sucht die Weine dementsprechend aus und man kann vielleicht dann das Soße hier an der Markeille ausmachen,
- 2:19:29aber es geht eher um die Gerichte.
- 2:19:32Wenn wir aber dann einen Reithätten, einen Weinaben machen, muss er nicht mal Reithätten sein
- 2:19:37und es geht speziell um die Weine, dann müssen sich die Gerichte den Wein anpassen.
- 2:19:41Das ist viel schwieriger teilweise als wie es andersrum zu machen.
- 2:19:44Da muss er natürlich auch froh sein, wenn man so sieht, wie wir uns immer so ein Küchenchef haben,
- 2:19:47der das ja affin dafür ist und auch Spaß daran hat, danach zu kochen.
- 2:19:50Weil vielleicht sagt mir auch immer wieder, dass es immer wieder Gerichte gibt,
- 2:19:53die würde er so eigentlich eher nicht kochen, aber wenn das zu dem Wein passt, dann machen wir das so.
- 2:19:58Weil er dann immer sagt, du, das mit dem passt eher nicht so, aber wenn wir das dazunehmen,
- 2:20:02könnte das Gericht gut aussehen und gut schmecken.
- 2:20:05Und dann sage ich, ja, okay, wenn wir machen, dann müsste das aber so und so sein.
- 2:20:09Also da gibt es ganz viele Ideen und Wendungen und man diskutiert da auch viel drüber.
- 2:20:13Also das ist ein sehr, sehr guter Austausch.
- 2:20:15Da habe ich gesagt, das ist die größte Herausforderung, jetzt wirklich zu Weinen zu kochen.
- 2:20:21Das ist, denke ich, für viele in der Küche eine riesen Herausforderung.
- 2:20:24Ich finde es auch spannend, dass es ganz wenige Küche gibt, die deine Affinität für Wein
- 2:20:28und die Geschmacksebenen in Wein haben.
- 2:20:31Man muss aber auch entschuldigen, gibt auch ganz wenig Kellner, die sich wirklich fürs Kochen interessieren.
- 2:20:36Also der eine oder andere macht das, er macht es gelegentlich, also daher würde ich das gar nicht mal so übermäßig verurteilen.
- 2:20:43Wir als er gastronomischer Mitarbeiter sind ja meistens auch nicht immer selbst die größten Kulinariker.
- 2:20:50Das sind ja Tatsache.
- 2:20:52Wo sehr sagen?
- 2:20:53Ist Wein für dich ein gutes Geschenk?
- 2:20:55Wenn es zu Wein ist, was man durchaus mit zu einer Feier bringen kann, zu überreichen,
- 2:21:03oder ist es immer so ein Verlegenheitsgeschenk?
- 2:21:05Verschenkst du selber gerne Wein?
- 2:21:07Also ich verschenke selber schon gerne Wein, um natürlich teilweise auch mal zu sehen,
- 2:21:13wie die Gegenüber darauf reagieren oder wie sie ihn gefällt.
- 2:21:18Also natürlich schon immer mit dem Gedanken, dass man was passendes aussucht für die Person, die man beschenken möchte.
- 2:21:24Ich selber werde natürlich auch, wenn man eine Geschenke bekommt, kriege ich zumeist auch immer Wein,
- 2:21:30aber vieles, was die Leute damit bringen, dem Schmack, das hat an mir es eigentlich relativ verwurscht.
- 2:21:36Weil ich finde es immer ganz spannend, wenn ich dann eben Wein geschenkt bekomme,
- 2:21:39dass ich vielleicht einmal ganz andere Schmacksideen oder was auch immer,
- 2:21:43vielleicht Sachen, die ich mir selber nicht ausgesucht hätte.
- 2:21:45Und das finde ich eigentlich ganz schön, dass man da ja einmal so diese Varianz haben kann,
- 2:21:50immer wieder neue Sachen kennenlernen, denn das Gegenüber hat sich ja auch immer was dabei gedacht.
- 2:21:57Oder wenn man da was Gutes tun damit, und das kann man natürlich dann auch immer,
- 2:22:01sagen wir mal, dementsprechend würdigen.
- 2:22:03Das finde ich auch sehr schön und ist interessanter, einfach so die Gedanken des anderen kennenzulernen
- 2:22:06und dann in andere Welten geführt zu werden oder auf andere Geschmackspuren gebracht zu werden.
- 2:22:13Als das, was man, wenn man sich selber Wein kauft, man kauft ja doch immer auch,
- 2:22:16wenn man eine gewisse Neugier da hat, aber viele der Sachen, die man ohnehin schon kennt,
- 2:22:21um sich, wenn die in den Keller kommen, ja dann doch nicht irgendwie den Rheinfall in den Keller zu legen.
- 2:22:27Du hast ja auch relativ großen Menschen.
- 2:22:31Ja, das sind ja alle gewone Menschen.
- 2:22:32Du hast ja doch auch einen relativ großen Keller jetzt mittlerweile,
- 2:22:35hast du zumindest vor Ort anklicken lassen.
- 2:22:37Sammelst du selber?
- 2:22:38Ja.
- 2:22:39Ein ganz bewusstes oder ist das mehr Zufall, dass du so viele Geschenke bekommst,
- 2:22:41weil dich so viele Leute lieb haben?
- 2:22:43Ja, also anscheinend haben mir auch relativ viele Leute lieb,
- 2:22:49aber es ist ja schon so, dass ich extrem, also schon immer weingesammelt habe,
- 2:22:56seitdem ich dieses, ich sage, das Weinvirus so infiziert hat,
- 2:23:00eben seitdem ich das Weinbar-Praktikum gemacht habe, also mit den letzten 12, 14 Jahren,
- 2:23:06also habe ich eigentlich dann immer regelmäßig ausgehend vom Rheingau,
- 2:23:10viel Wein gesammelt, immer wenn ich genügend Trinkert übrig hatte,
- 2:23:14habe ich es eigentlich meistens direkt in den Wein auf Weingütern investiert,
- 2:23:18was damals unbewusst vielleicht ein ganz richtiger Schachzug war,
- 2:23:23denn da konnte ich immer noch auf Weingüter fahren, wie auch Klaus Peter Keller,
- 2:23:27Dönerhof Wittmann oder zum Beispiel ein paar Zonen.
- 2:23:29Da bin ich immer regelmäßig hingefahren und habe dann halt verkostet,
- 2:23:33klar, für mich als Zombie eben auch, und die Weingüter sind ja auch immer sehr,
- 2:23:36sehr offen und das ist ja auch wirklich in Deutschland sehr gut,
- 2:23:38dass die Weingüter das ja offen sind, wie die Zombie-Hästen verkosten,
- 2:23:41dass man keine Angst haben braucht, dass man nicht eingeladen oder dass man nicht kommen darf,
- 2:23:45aber man konnte eben auch ab Hof immer noch kaufen.
- 2:23:47Und da habe ich mir immer genügend Kisten, solche weggelegt,
- 2:23:51eigentlich habe ich mir das, die Sachen immer dafür gekauft,
- 2:23:55weil ich gesagt habe, okay, die Sachen sollen reifen,
- 2:23:58ich möchte das irgendwann mal trinken, dann habe ich mir irgendwann gedacht,
- 2:24:01nach so ein paar Jahren, dass es immer mehr flaschen wurden, na ja,
- 2:24:04dann machst du irgendwann vielleicht mal so ein paar Rheintätenproben,
- 2:24:06so ein paar Vergleichsproben, das ist vielleicht auch ganz spannend.
- 2:24:09Und dann, ja, die Faktor ist ja, dass ich letztes Jahr
- 2:24:12meine Firma gegründet habe, habe ich eben meinen Weingüter mit reingenommen,
- 2:24:15weil ich hatte dann irgendwie auch schon 5000 Flaschen angesagt,
- 2:24:19was jede Menge ist, wo man auch sagen muss, okay, das kann man dann schon mal mit veranstalten,
- 2:24:27denn es ist halt so, dass mich so viel Weine der Welt faszinieren
- 2:24:32und ich am Ende aber auch, es ist ja nichts, als wenn ich mir eine Gastronomie immer Millionen verdiene,
- 2:24:37aber dass ich einfach die Weine anscheinend so unbewusst zum richtigen Zeitpunkt gekauft habe,
- 2:24:44weil gerade Wein ist ja etwas, was sich teilweise auch wehrtechnisch unglaublich entwickelt
- 2:24:49und somit habe ich Gott sei Dank bei mir relativ viel auch gute gereifte Weine im Keller auf der,
- 2:24:55was ich jetzt auch zurückgreifen kann, wenn ich dann mal Vergleichsproben oder andere Sachen mache,
- 2:24:59für meine eigenen Projekte, denn ich habe dann wirklich teilweise immer 3, 4, 5 oder 6 Kisten,
- 2:25:07also je nachdem, wie man so 30, 36 Flaschen teilweise gekauft,
- 2:25:10was für damalige Verhältnisse vielleicht auch immer gesagt wurde, so ganz schön viel,
- 2:25:13aber man muss es immer so sehen, ich habe in meinem Leben, ich fahre mein zweites Auto,
- 2:25:20also dass das andere schlecht in ihr Auto gesteckt haben, mein erstes Auto habe ich 15 Jahre gefahren,
- 2:25:27das hat auch, also kann jedem Volkswagen empfehlen, das hält auch, aber das ist, ja, also da habe ich,
- 2:25:37ich glaube alles, das was manche in den Auto gesteckt haben, liegt bei mir im Weinkeller.
- 2:25:42Bin ich auch Team Wein, nicht Team Auto, also bei mir ist es eh nicht und genauso.
- 2:25:46Ja, absolut, ja.
- 2:25:47Wahrscheinlich, wenn man diese Affinität dafür hat und das ist ja nicht so, dass wir wenig reisen,
- 2:25:51wir fahren ja auch in die Weinbaugebiete, also die Autos haben ja meistens dann auch eine gewisse Abnutzungsgerade,
- 2:25:56aber ja, doch kann ich nachvollziehen.
- 2:25:59Nee, nee, und da natürlich, was immer mehr geworden ist, war das dann der andere Punkt, wo ich gesagt habe,
- 2:26:06okay, das macht natürlich dann schon auch Spaß, dann das den Leuten zu zeigen und da eben auch mal beweisen zu können,
- 2:26:12wir machen mal 10 Jahre des, um das ein bisschen, da kannst du jetzt keinen gastronomischen Betrieb draus machen,
- 2:26:18dafür reichen die Flaschen nicht, würde ich sagen, aber es geht selbst los.
- 2:26:21Das sind 5.000, da, das die Überdrückste sind zu manchen, kann man schon.
- 2:26:26Ja, aber weißt du, ich habe immer unsere 50.000 Flaschen im Kronen schlessen im Kopf,
- 2:26:31für mich sind manche Sachen schon so...
- 2:26:35Selbstverständlich.
- 2:26:37Selbstverständlich, aber du kannst natürlich auch eine tolle Weinkarte schreiben mit nur 100, 200 Positionen,
- 2:26:43das ist sicherlich auch viel schwieriger, eine sehr gute kleine Karte zu schreiben,
- 2:26:49wie eine große, weil du in der Kleine auch immer ein bisschen mehr variieren kannst oder musst,
- 2:26:54aber da ich eigentlich immer in Läden war, die meistens relativ große Karten hatten, auch große Keller,
- 2:26:59habe ich mir das auch mit der ganzen Warnwirtschaft und Organisation, dementsprechend,
- 2:27:03ist es so einverleibt in mir, dass ich das als... also viele Sachen, als relativ normale Aufgaben sehe
- 2:27:10und mir das auch mit unserem Warnwirtschaftssystem, was ich für mich, wie fürs Kronen schlässt,
- 2:27:15genau nutze, was ich mit den Kollegen zusammen selber geschrieben habe, auch so aufbau,
- 2:27:22dass es halt logisch ist, weil ich bin jetzt nicht der große IT-ler, ich habe ihm nur gesagt,
- 2:27:27was ich gerne bräuchte, weil wir hatten eben wirklich das große Problem,
- 2:27:31dass du brauchst ein vernünftiges Warnwirtschaftssystem, weil ich habe auch lange mit extra gearbeitet,
- 2:27:35aber es ist halt, wir wissen alle, das ist alles nicht so sinnvoll und vor allem macht es ein Haufen Kleinarbeit
- 2:27:41und die andere Sache ist halt wirklich, alles was ich so ein Warnwirtschaftssystem für Weine von der Stange ausprobiert habe,
- 2:27:49hat mich nie glücklich gemacht und da habe ich das Ding gesagt, das große Glück jemanden kennen zu lernen,
- 2:27:54der mit Computern sehr affin ist und sowas auch schon für die Post in Österreich und so gemacht hat
- 2:28:00und dann haben wir einfach unser eigenes Warnwirtschaftssystem geschrieben und das funktioniert für uns, wie für mich, perfekt
- 2:28:06und ohne das, das muss ich auch mal ehrlicherweise sagen, könnte ich so große Keller, wie wir es bei uns haben,
- 2:28:13auch nicht so gut organisieren oder auch Sachen wie jetzt bei meinen Weine Keller,
- 2:28:19dass ich das so quasi nebenbei managere, aber einfach weil ich das digital 24 Stunden lang bei mir in der Tasche habe,
- 2:28:26also da sparst du dir ganz viel Zeit und ich glaube, da spiele ich ganz viel Sammel, ich gähs aus der Seele.
- 2:28:33Das ist ja eine hochsensible Geschichte, also wenn du auch ein Warnwirtschaftssystem und Inventur herrst.
- 2:28:37Ja, wenn du keinen Überblick über deinen Keller hast und dann jedes Mal wenn du da rein gerade zum Tisch gehst,
- 2:28:42Angst hast du, dass der Wein vielleicht nicht da ist, also den Überblick haben ja relativ wenige über ihren Keller
- 2:28:48oder eben auch, wenn die Flaschen dann manchmal zu alt werden.
- 2:28:51Wenn du zu Hause oder wenn du bei deinen Veranstaltungen Wein probierst, da hast du ja relativ selten die Chance oder die Zeit,
- 2:29:00wenn du die präsentierst wirklich extrem vorzubereiten oder manchmal auch im Restaurant, wenn du nicht weißt, was der bekommt.
- 2:29:05Was findest du, braucht man wirklich für Weinservice? Also welche Weintools braucht man essentiell?
- 2:29:11Was sind die wichtigsten?
- 2:29:13Ich glaube, ich habe in meinem Leben auch schon alle möglichen Weintools ausprobiert, fast das gibt,
- 2:29:19aber es eigentlich aber nicht mit dem relativ überschaubaren Set.
- 2:29:22Also ich habe einen Spangenkorkenzieher, also einen normalen natürlich,
- 2:29:27Spangenkorkenzieher für alles, was Alter ist, 10, 15 Jahre ist absolut das Muss, finde ich, also der Durant.
- 2:29:33Total unterschätzt, die kamen erst vor 15 Jahren wieder so langsam auf dem Markt, waren wieder präsent
- 2:29:42und vorher hat die keiner wirklich beachteten.
- 2:29:45Es gab damals auch schon, ich verstehe nicht, warum die mit einmal wieder da waren und vorher nicht.
- 2:29:50Also total essentiell, also jeder, der kein Zuhause hat, sofort in Laden und einkaufen.
- 2:29:56Also wir Spangenkorkenzieher, ganz essentiell, dann habe ich immer eine Hebamme
- 2:30:00und natürlich verschiedenste Trichter mit Filtern und Co.
- 2:30:06Zum dekantieren, dekantern natürlich, die klar.
- 2:30:09Dropstops nehmen wir eigentlich nur für Veranstaltungen, wenn es wirklich schnell und genau gehen muss.
- 2:30:14Sonst bin ich da kein Fan davon und brauche natürlich auch diese Geschichten mit,
- 2:30:19dass wir Verunreinigungen um Flaschenhals und Co. immer auch mal einen Ausschraub geben können.
- 2:30:26Ich habe aber auch relativ viele Flaschenverschlüsse, einfach eine neutrale Flaschenverschlüsse,
- 2:30:31weil auch wenn du Weine vorbereitet ist und wenn wir teilweise für Wein fangen,
- 2:30:35dann können wir das sagen, kann ich 200, 300 Flaschen aufziehen.
- 2:30:38Ich merke so auch viel Flaschenvariation und Co.
- 2:30:41Und das, das wurde mir auch hier im Rangau eben ein Fachkollege erklärt,
- 2:30:45das waren wir vorher auch gar nicht so bewusst.
- 2:30:48Immer Co. Richtig rum wieder reinstecken und wenn nicht, nämlich den passenden Flaschenstopfen.
- 2:30:53Weil wenn du in Co. Verkehr drum in die Flasche steckst,
- 2:30:56kann es ja auch sein, dass theoretisch obendrauf kleine Verunreinigungen sind.
- 2:30:59Und dann infizierst du den Wein damit, dann anfange ich, das wäre so ein Märchen,
- 2:31:02aber wenn du wirklich viele Flaschen nebeneinander aufziehst.
- 2:31:05Und dann machst du das mal, dann fällt dir das schon auf.
- 2:31:07Das fällt dir nicht bei 1, 2 Flaschen im Restaurant auf,
- 2:31:10aber wenn du für so eine ganze Bandsche vorbereitest, schon.
- 2:31:13Enorm, weil wenn du die Flasche ja, also dann irgendwie 10 Jahre Reifer hat
- 2:31:19und 10 Jahre sammelt sich da ja unter der Kapsel, was niemand macht,
- 2:31:22das ist wirklich sauber. Und wenn du es dann öffnest, du steckst den Korken,
- 2:31:25dann fahrt man in den Verkehr drum rein, fällt der ganze Sivcher in den Wein rein.
- 2:31:28Und Wein kratten in der gewissen Reifer haben eine andere Sensibilität.
- 2:31:31Und werden dann nochmal ganz anders angegriffen.
- 2:31:34Also es war auch eine der, meine Erkenntnisse, die ich dann aus der Praxis heraus erlebt habe
- 2:31:39und wo ich dachte, boah, und 90 Prozent, glaube ich, von allen Weintrinken
- 2:31:45stecken den Korken falsch rum rein, weil es halt einfacher ist,
- 2:31:48weil der mit einmal oben schmeckt.
- 2:31:49Weil er einfacher ist, ja klar.
- 2:31:51Als unten. Und was ist bei dir oder was empfindest du als das most overrated Weintool?
- 2:31:57Also wo sagst du, braucht man nicht, ist größer Quatsch.
- 2:32:00Und irgendwelche Belüfter oder...
- 2:32:02Also was für... ja, gut, also Belüfter gibt es verschiedene unsinnige Sachen.
- 2:32:08So wenn sowas so ein Gießkannen-Prinzip hat, nicht gegen Cora war.
- 2:32:13Ich verwende Cora war auch gerne aber nur wirklich nur für Probeflaschen und Tastings.
- 2:32:17Im praktischen Service-Ausschank macht es für uns wenig Sinn,
- 2:32:21weil wir doch lieber die Flaschen öffnen und verkaufen.
- 2:32:24Weil ich gemerkt habe, dass auch wenn die Flaschen zu langsam vielleicht verkaufen,
- 2:32:29teilweise, dass die Weinqualität abnimmt, so ab der Hälfte des Volumens.
- 2:32:35Deswegen verwende ich es nur noch für junge Flaschen für Tastings
- 2:32:38oder wenn ich für ein MS-Training so mache.
- 2:32:41Ja, mit dem Überflüssigsten fand ich eigentlich viele Sachen,
- 2:32:46wenn es um Schaumweinverschlüsse geht mit Gasüberlagern oder diese ganze Pumperei.
- 2:32:52Dadurch, dass wir sieben Tage die Woche aufhaben, fällt das bei uns nicht so ins Gewicht.
- 2:32:57Aber wenn du zwei Ruhetage hast und dann aber natürlich oder drei,
- 2:33:02oder wie auch immer, dann musst du dir überlegen, was sie mit die Flasche jetzt noch auf,
- 2:33:05weil sonst müssen wir die Abend selber trinken oder wie überlagern wir das.
- 2:33:09Da kann das ein sinnvolles Tool sein.
- 2:33:12Für uns hat es nie Sinn gemacht, deswegen nie wirklich verwendet.
- 2:33:16Aber das Überflüssigste, glaube ich, ist ein Kapselsschneider.
- 2:33:20Das stimmt, gibt es auch, ja.
- 2:33:23Ja, das ist absolut überflüssigste Tool,
- 2:33:26denn entweder gehen die kaputt oder schneiden scheiße
- 2:33:30oder sind überhaupt überflüssig.
- 2:33:32Ich sollte ja eigentlich ein scharfes Messer an meinem Kellermesser haben.
- 2:33:39Deswegen ist ein Kapselsschneider, also das musst du anlässt.
- 2:33:44Overrated Tool, ja.
- 2:33:46Oder "most overrated".
- 2:33:48Ja, stimmt.
- 2:33:50Da habe ich überhaupt gar nicht mehr gedacht, aber ja, eine Zeit lang gab es die in der Tat.
- 2:33:54Ich finde also, je weniger ist mehr, da bin ich also ganz toll bei dir.
- 2:33:59Wie wichtig sind für dich Gläser?
- 2:34:01Gläser finde ich unglaublich wichtig.
- 2:34:04Also habt ihr bestimmte Marke im Restaurant?
- 2:34:08Seid ihr Marken übergreifen?
- 2:34:10Hast du andere Gläser zu Hause?
- 2:34:12Hast du Lieblingsgläser?
- 2:34:14Was können Gläser mit Wein?
- 2:34:16Also warum ist es wichtig?
- 2:34:18Gläser können Wein einfach unterschiedlich darstellen lassen.
- 2:34:23Denn es gibt Gläser, die bringen einige Liebsorten oder Wein
- 2:34:27und das macht besser zum Ausdruck wie andere.
- 2:34:29Das hat was mit dem Auftreffen des Wein auf die Zunge zu tun
- 2:34:33oder auch mit dem geruchlichen Aspekt.
- 2:34:36Es gibt ja auch verschiedene Glashersteller.
- 2:34:41Wir arbeiten jetzt im Kronenschlösschen ausschließlich mit Riegel,
- 2:34:44weil es für uns die beste Wahl ist.
- 2:34:46Denn wir haben im Gummierestaurant 7 verschiedene Gläser.
- 2:34:49Im Bistro, Bankettbereich 5,
- 2:34:51sprich wir haben die Faktor eigentlich 11 oder 12 verschiedene Weingläser.
- 2:34:56Das ist das Gummierestaurant.
- 2:34:58Wir haben also einen Schopaneigglas,
- 2:35:03also eine Tulpe, relativ klassisch.
- 2:35:07Dann haben wir einen Riesling Krongrü,
- 2:35:10dann haben wir Pinot Noir, eine neue Welt,
- 2:35:12und was für eine alte Welt, dann haben wir ein Bordeauxglas.
- 2:35:14Und dann gibt es noch so ein Spezialglas,
- 2:35:16was uns eigentlich eher sagt uns auf den Joghlauglas dazu
- 2:35:19oder was auch immer, das nehmen wir eher für,
- 2:35:21manchmal für Fortifights oder für andere Gläserherse.
- 2:35:25Es gibt ja viele, auch wenn ich einen Champagner habe,
- 2:35:28der, beispielsweise Blonde Blonde,
- 2:35:30ein Teig der kommt, der Champagner,
- 2:35:32dann nehme ich lieber ein Berundeglas wie eine Tulpe.
- 2:35:34Einfach, weil es dem Wein oder dem Champagner,
- 2:35:37den man dann besser zusagt.
- 2:35:39Wir hatten auch schon mal Zeitdruck bei uns.
- 2:35:41Allerdings ist es so, dass alle multi-glasenden Gläser,
- 2:35:45das ist mit unserer Spülmaschine nicht so kombinierbar,
- 2:35:47weil wir schon einen großen Durchschlag haben,
- 2:35:49auch wenn wir am Gummifestival zum Beispiel da arbeiten,
- 2:35:51dann haben wir auch so die Besserallglas.
- 2:35:53Da spülen wir, also da brauchen wir auf einen Mittag irgendwie schon 3.000 Gläser.
- 2:35:57Das ist ja auch dann ein bisschen unmenschlich.
- 2:35:59Aber für das ganz normale Geschäft,
- 2:36:03ist es so, dass man in 12 Gläser sehr gut auskommt
- 2:36:09und auch genügend Variants haben.
- 2:36:11Denn ich brauche jetzt natürlich jeder Rebsort ja ein Glas.
- 2:36:14Bei mir zu Hause, ich habe ganz verschiedenste Glashersteller,
- 2:36:17ich gehe zu Hause, aber eigentlich trinke ich am meisten zu Hause
- 2:36:20aus Zalto. Der Grund ist eigentlich relativ einfach,
- 2:36:24dass, wie du die Master so mit schon ein paar mal angesprochen hast,
- 2:36:29zum Beispiel, wenn du jetzt den Advanced, den ich gemacht habe,
- 2:36:32für Advanced und Master wird aus Zalto Universal probiert.
- 2:36:35Und es macht wirklich einen wesentlichen Unterschied,
- 2:36:39aus was für Gläsern du immer die gleichen Weine probierst,
- 2:36:42weil sie schmecken deutlich anders.
- 2:36:44Um mir das anzutrainieren, habe ich einfach nur noch aus Zalto Universal
- 2:36:49im privaten Bereich getrunken, war ich mit es aber immer noch so.
- 2:36:53Um mich an dieses Glas zu gewöhnen,
- 2:36:57weil ich finde ansonsten auch, die, da kommt jetzt ein neues Serien,
- 2:37:02was es heißt, wie heißt es von Zwiesel, fand ich auch sehr gut.
- 2:37:05Wir sind auch Maschinen gefertigt, aber gerade bei Riedl,
- 2:37:07finde ich auch, die haben mit Veritas oder auch Veloss,
- 2:37:11also mit Veloss eine Serie, ist auch alles Maschinen gefertigt,
- 2:37:14aber es ist quasi wie Mundgeblasen,
- 2:37:16das ist ein sehr roter Gläser, auch im Universalbereich.
- 2:37:19Mit dem können wir im Betrieb halt sehr gut arbeiten
- 2:37:23und das andere können wir mit anderen Glasfaltstunden gut arbeiten.
- 2:37:27Bei uns ist es der Fall und ein Glas ist absolut wichtig,
- 2:37:32weil ich weiß, dass diese gelebte Glaskultur verweint,
- 2:37:35dass wir in Deutschland und Österreich
- 2:37:37manchmal so fanatisch sind.
- 2:37:39Die einzige Nation, glaube ich, auf der Welt, die das so intensiv lebt,
- 2:37:43ich glaube, das macht keinen, die wollen,
- 2:37:45dass sie das Prestige denken in den Staaten.
- 2:37:47Bei uns sitzen ja auch viele von den Herstellern.
- 2:37:49Ja, das ist vielleicht der Grund dafür.
- 2:37:51Findest du, es wird übertrieben
- 2:37:53oder jedes Glas hat seine Daseinsberechtigung?
- 2:37:56Ja, manchmal wird es schon übertrieben.
- 2:37:58Ich meine, wenn sie dann, keine Ahnung,
- 2:38:02also, das Sortiment von Riedl anschaust,
- 2:38:05du kannst ja vielleicht, glaube ich, für 40 Lebsorten
- 2:38:07ein Glas nehmen, also das eigentlich nicht sein,
- 2:38:10das ist ganz sinnig.
- 2:38:12Aber wenn man es in die Extreme treiben möchte,
- 2:38:15kann man das machen.
- 2:38:17Auf der anderen Seite finde ich es genauso schlimm,
- 2:38:19keine Ahnung, da bist du irgendwo,
- 2:38:21ich finde, in London, wenn man da war,
- 2:38:23die haben auch eine relativ gute Glaskultur.
- 2:38:25Aber wenn du in Frankreich zum Beispiel unterwegs bist,
- 2:38:27selbst in manchen sehr guten Restaurants,
- 2:38:29du denkst dir, die Weinglaser,
- 2:38:31das wird es in Deutschland nicht mal als Wassergläser hinstellen,
- 2:38:34weil das in die relativ emotionsfreien,
- 2:38:36manchmal dabei, selbst in guten Restaurants.
- 2:38:38Und auch wenn es nicht darum geht,
- 2:38:40dass du immer eine Riesenauswand Gläsern hast,
- 2:38:42aber zumindest, dass du drei, vier verschiedene gute
- 2:38:44gläsersche Masse auch einen relevanten Unterschied machen.
- 2:38:46Das sollte schon sein.
- 2:38:48Und das merkst du dann manchmal,
- 2:38:50dass es in Frankreich, Italien manchmal auch
- 2:38:54nicht so den riesigen Unterschied macht.
- 2:38:56Spanien geht, aber die Spanier sind da,
- 2:38:58finde ich, manchmal bei den spötosen Gläsern,
- 2:39:00ein bisschen innovativer, wie bei den Weingläßern.
- 2:39:03Also das finde ich auch gerade in Italien,
- 2:39:05das ist unglaublich interessant.
- 2:39:07Die Designer-Nation, mehr oder weniger,
- 2:39:09liegt gerade da aufs Glasdesign,
- 2:39:11so wenig Wert.
- 2:39:13In Frankreich hat sich das irgendwie nie,
- 2:39:15aber es ist mittlerweile schon sehr bekannt und sehr ...
- 2:39:17Ja, oder das zum Beispiel,
- 2:39:20ich war ja in Heeres auch mal gewesen,
- 2:39:23und da ist das so, dass es in ganzher,
- 2:39:25natürlich gibt es viel Sherry,
- 2:39:27und über da werden diese Kopitas ausgegeben.
- 2:39:29Jetzt sagt ihr aber jeder, Sherry,
- 2:39:31Sherry-Produzent, nee, Sherry gehört in Weinglaser,
- 2:39:33und die haben auch die Verkostungsgeschichten,
- 2:39:35meistens ist es auch Weinglaser,
- 2:39:37aber in ganzheres werden, wird alles in Kopitas ausgeschenkt,
- 2:39:40und man dann sagt, okay, die Kommunikation von der einen
- 2:39:43zur anderen Seite hat vielleicht noch nicht so komplett geklappt,
- 2:39:46denn auch in Deutschland ist es dann manchmal so,
- 2:39:49wenn es dann so eine Sherry oder auch Portwein hast,
- 2:39:52und ich verwende da ganz normalerweise Weinglaser dafür,
- 2:39:55heißt dann immer, ja, gehört das nicht sonst in so ganz kleine Gläsern.
- 2:39:58Ja, ja, ja.
- 2:40:00Also das ist dann, aber das ist dem,
- 2:40:02warum man es ja macht, weil es den Produkt einfach viel besser tut,
- 2:40:06weil es sich einfach besser präsentieren kann,
- 2:40:09und authentischer, ehrlicher, im Glas ist,
- 2:40:12und eben auch gleichwertig behandelt werden kann.
- 2:40:15Das ist vielen dann oft noch gar nicht so bewusst,
- 2:40:18aber wie gesagt, das ist ja immer so eine Entwicklungssache,
- 2:40:21denn ich glaube, also wenn ich mit Frank Kemmer,
- 2:40:25der hatte ich ja auch in meiner Zeit während der,
- 2:40:28der war in der Somie College,
- 2:40:30und ich habe immer viel zu tun, der hat ja auch immer erzählt,
- 2:40:33also wie gesagt, das ist E.on Henrik Thoma in den Restaurants waren,
- 2:40:36da war Weinglaser noch ein ganz anderes Thema,
- 2:40:39also das war ja, wenn man Anfang der 90er Jahre
- 2:40:42über Weinglaser und Restaurants gesprochen hat,
- 2:40:45das ist so vielleicht zu der Entwicklungstatus,
- 2:40:47wo man jetzt teilweise noch in Italien
- 2:40:49oder in Frankreich manchmal zu Hause ist,
- 2:40:52aber das entwickelt sich alles.
- 2:40:54Denn ich denke schon, dass auch, man nimmt das ja schon,
- 2:40:57dass ein gutes Glas, natürlich es macht den Wein nicht besser,
- 2:41:01das muss man mal aussagen, ein gutes Glas kann auch dafür sorgen,
- 2:41:04dass der Wein vielleicht viel schlechter dasteht, wie er eigentlich ist.
- 2:41:07Das kann schon sein, aber wenn du eine passende Kombination
- 2:41:11von Wein und Glas hast, kann das das Gesamterlebnis Wein
- 2:41:15noch mal einiges nach vorne bringen,
- 2:41:17und ich finde auch, es zeignet auch immer mal vor,
- 2:41:20über Atmosphäre oder über Restaurants gesprochen haben,
- 2:41:23wie man sich dann wohlfühlt.
- 2:41:25Und wenn man sich das dann auch in diese Richtung,
- 2:41:28z.B. auch eine gewisse Kompetenz fahren, merkst du gleich,
- 2:41:31okay, die haben sich Gedanken gemacht, die überlegen sich da was.
- 2:41:36Wie das Beispiel mit dem Champagner zum Beispiel,
- 2:41:39wie ich einen kräftigen Champagner habe,
- 2:41:42vor allem Charonne, finde ich auch,
- 2:41:44dann gehört er nicht in den Tulpen,
- 2:41:46sondern dann gehört er in den Bougunderglas.
- 2:41:48Und dann weiß ich die Person, die das macht,
- 2:41:50hat sich Gedanken darüber gemacht.
- 2:41:52Das ist auch eine ganz eigene Art der Kultur,
- 2:41:54also Leben, Besteck und Tuschkultur im Allgemeinen,
- 2:41:57ist die Glaskultur auch etwas Immenses.
- 2:42:00Und ich finde, was man oft verkennt,
- 2:42:03man kann nicht wirklich sehr viel falsch mitmachen,
- 2:42:05man kann den Wein vielleicht nicht idealisiert darstellen,
- 2:42:08aber man kann ihn mit dem nicht richtigen Glas
- 2:42:11nicht komplett zerstören.
- 2:42:13Also selbst bei diesem Spanien Beispiel,
- 2:42:15was du beim Sherry angebracht hast,
- 2:42:17man trinkt natürlich zu großen Teilen
- 2:42:19oder viele Tourist dort trinken Emotionen,
- 2:42:21die trinken gar nicht das Getränk oder genießen das Getränk,
- 2:42:24sondern lassen sich mehr auf die Emotionen ein
- 2:42:26und brauchen deswegen wahrscheinlich auch in Deutschland
- 2:42:28diese Kleingleser, aber selbst dort
- 2:42:30kann ja in einigermaßen guter Wein funktionieren.
- 2:42:33Und die Vermeidungsangst, die man da manchmal hat,
- 2:42:36das finde ich dann auch so ein bisschen falsch.
- 2:42:50Ich verrate euch jetzt etwas, was ihr noch gar nicht wissen könnt,
- 2:42:53was ich auch nur weiß, weil ich schon das Ende dieses Podcast kenne,
- 2:42:57welchen Wein Florian gerade und im Augenblick trinkt.
- 2:43:00Er genießt einen Torniport,
- 2:43:03einen Portwein aus dem Hause Ramos Pinto.
- 2:43:06Er hat eine gewisse Affinität für Portweine,
- 2:43:08für Likörweine, für Süßweine.
- 2:43:10Hat er, wie er bereits geschildert,
- 2:43:12eine ganz eigene Karte mit Fortified Weins
- 2:43:14und eine Süßweinkarte, was ich großartig finde,
- 2:43:16was viel mehr praktiziert werden sollte.
- 2:43:18Und ich finde Portwein nicht zuletzt deshalb interessant,
- 2:43:21weil man nicht unbedingt die gesamte Weingeschichte
- 2:43:24für Portwein studieren muss.
- 2:43:26Also gerade bei Wissen gibt es ja derzeit in Deutschland
- 2:43:29kaum einen der Florian das Wasser reichen kann
- 2:43:31als Gewinner der Someritrophie, also als Beste.
- 2:43:33Deutscher Sommee und er weiß nicht nur viel um Weingeschichte,
- 2:43:36er weiß auch, was gut ist.
- 2:43:38Daher umso interessanter, dass er ein Portwein gewählt hat,
- 2:43:41dass er einen Portwein aus dem Hause Ramos Pinto gewählt hat.
- 2:43:44Also grundsätzlich wird er zwischen einem britischen Portweinstil
- 2:43:47mit dunklen, süßen, fruchtigen Weinen,
- 2:43:50den sogenannten Vintage Port
- 2:43:52und einem portugiesischen Portweinstil
- 2:43:55mit eleganten, weichen, harmonischen, den Tony Port
- 2:43:58oder Coyotes unterschieden.
- 2:44:00Die Farbvielfalt ist groß.
- 2:44:02Es gibt rote, weiße und nun auch roséfarbene Portweine,
- 2:44:05obwohl diese wenig mit den Typen normaler Weine gemeint haben.
- 2:44:09Das Abfülldatum muss nur bei den 10, 20, 30
- 2:44:13oder gar 40 Jahre gereiften Portweinen-Typen
- 2:44:16Tony und Coyote.
- 2:44:18Nicht jedoch bei den Standard Tony.
- 2:44:20Ruby, Late-Bordled Vintage am Flaschenedikett angegeben werden.
- 2:44:24Ja, es gibt viele verschiedene Portweintypen.
- 2:44:27Es gibt Vintage Port.
- 2:44:29Als Jahrgangsvariante des Ruby, es gibt Coyote.
- 2:44:32Als Jahrgangsvariante der Tony-Variante,
- 2:44:35es gibt die Portweine, die zwischen drin liegen,
- 2:44:38die Late-Bordled Vintage, White und Rosé.
- 2:44:41Aber wie gerade geschildert, viele Portugiesen lieben einfach
- 2:44:44diesen sanften, weichen, eleganten, harmonisch stil der Tony-Ports.
- 2:44:48Tony ist im Allgemeinen die Bezeichnung für einen Typ,
- 2:44:50der zumeist bis drei Jahre im Fass reif.
- 2:44:53Er entwickelt mit längerer Reifung die Farbe von Bernstein bis Maragoni.
- 2:44:57Tony ist die portugiesische Bezeichnung für Lofarben.
- 2:45:00Diese ergibt sich gegenüber der zumeist rötlich-schwarzen Farbe
- 2:45:04aller anderen Typen, auch deshalb, weil der Tony aus zumeist leichteren Weinen
- 2:45:08mit schwächerer Farbintensität erzeugt wird
- 2:45:11und weil auch eine größere Anteil Weißweine enthalten ist.
- 2:45:14Es ist immer ein Verschnitt aus mehreren Jahrgängen.
- 2:45:17Gelegentlich wird mit kleinen Teilen eines 20- bis 40-jährigen Ports assembliert.
- 2:45:22Die älteren Weinen dieser Art werden als Feint Tony bzw. Fein-O-Tony
- 2:45:27oder als Age-Tony bezeichnet.
- 2:45:29Früher wurden sie auch unter dem Namen "Dated Port" vermarkt.
- 2:45:32Erst als Durchschnitt zu verstehen der Alter der verwendeten Weine
- 2:45:35ist am Etikett angegeben.
- 2:45:3710, 20, 30 Jahre oder auch mehr.
- 2:45:40Florian hat einen 10-jährigen Tony im Glas.
- 2:45:42Das ist für mich so die perfekte Balance zwischen zum einen
- 2:45:46einen auch leicht bezahlbaren, aber trotzdem hochklassigen Fortified-Weinen,
- 2:45:51einem, der Trinkfreude, Lebendigkeit aber eben auch eine gewisse Substanz bieten kann.
- 2:45:56Hochinteressant ist die Geschichte des Tornis.
- 2:45:58An der Entstehung waren maßgeblich die Engländer im Zusammenhang
- 2:46:01mit deren Handelskriegen mit Frankreich beteiligt.
- 2:46:04Im 17. Jahrhundert war ein Zeit lang der Import französischer Weinen
- 2:46:07nach England verboten und danach mit hohen Zöllen belastet.
- 2:46:10Das führte zu einem Engpass in der Versorgung.
- 2:46:13Im Jahre 1678 schickte ein Weinhändler aus Liverpool
- 2:46:18seinen zwei Söder nach Viano de Castello, nahe der Stadt Porto, um Wein einzukaufen.
- 2:46:24In Lamego kamen sie in ein Kloster, wo ihnen der Abt ein Weinkredenster
- 2:46:29von denen sie begeistert waren.
- 2:46:31Der geistliche verriet ihnen das Geheimnis,
- 2:46:33warum diese Weine so angenehm und süß waren.
- 2:46:36Nämlich durch das Aufgieß mit Brandweinen.
- 2:46:39Das heißt, sie wurden während der Verkehrung aufgesprittet.
- 2:46:42Daraufhin kauften die zwei den gesamten Vorrat auf,
- 2:46:45schickten die Ladung nach England
- 2:46:47und der Siegeszug des Anfangs als roter Portugal bezeichneten Portweines begann.
- 2:46:53Die Engländer erwarben sich geradezu ein Monopol auf die Vermarktung.
- 2:46:57Unter dem Priminemianister Marquede Pomball,
- 2:47:00der im Bereich Cacavello ein Weingut besaß,
- 2:47:03wurde zum Schutz der Echtheit des Portweines im Jahre 1756
- 2:47:08das Gebiet Duro in seinem Grenzen definiert.
- 2:47:11Nur die besten Weinberge waren darin enthalten.
- 2:47:15Auf rund 250.000 Hektar großen Landflächen
- 2:47:18ist nur rund ein Achtel für Portweinregen geeignet.
- 2:47:21Der Bereich zehlt damit neben Kian,
- 2:47:23die zu den ältesten gesetzlich abgegrenzten Weinbaugebieten der Welt.
- 2:47:27Pomball erließ weitere Maßnahmen zum Schutz des Portweins.
- 2:47:30Als wichtigste Maßnahmen, um das englische Monopol zu brechen,
- 2:47:34gründete er Realcompania Vela.
- 2:47:36Weiteres verbot er das Zusetzen von Holundersafen, das Düng mit Mist.
- 2:47:40Dies verhinderte zwar den Ertrag, erhöhte jedoch die Qualität.
- 2:47:44Die definierte Grenze galt über zwei Jahrhunderte lang,
- 2:47:48ausschließlich für den Portwein.
- 2:47:50Der protogiesische Name Víneo de Porto
- 2:47:52ist von der Stadt Porto am unteren Flusslauf des Duoros abgeleitet.
- 2:47:57Auf rund 33.000 Hektar Rebfläche gibt es etwa 30.000 Weinbauern,
- 2:48:03deren 80.000 Weinberge in einem sehr komplexen System klassifiziert werden.
- 2:48:09Bewertet werden Lage, Neigung, je steiler das so besser,
- 2:48:14Exposition, Meereshöhe, Kleinklimaerziehungsform, Rebsorte,
- 2:48:18pflanzdichte allgemeiner Zustand der Weinberge,
- 2:48:21Alter der Rebstöcke, Bodentyp, Obschiefer, Granit, Steinanteil,
- 2:48:26und Ertrag.
- 2:48:28Dies erfolgt in sechs Stufen, von A mit 1200 Punkten und mehr,
- 2:48:34bis F mit 390 Punkten und weniger.
- 2:48:37Daraus ergibt sich die Ertragsmenge, die von dem Treffenden Weingut,
- 2:48:41Quinta, produziert werden darf.
- 2:48:43Je besser die Bewertung, desto höher der Traubenpreis im Duoro-Gebiet,
- 2:48:47gibt es über 80 Rebsorten.
- 2:48:49Diese werden in der Kategorie empfohlen, erlaubt und toleriert eingeteilt.
- 2:48:54Und mit Ramos Pinto haben wir einen Produzenten,
- 2:48:57welcher 80% seiner Lagen in den Stufen A bis C wiederfindet.
- 2:49:02Also zu dem besten, zu den außergewöhnlichsten,
- 2:49:05zu den großartigsten Produzenten der Region zählen darf.
- 2:49:09Daher vielen lieben Dank, lieber Florian,
- 2:49:12dass du einen Portwein aus dem Hause Ramos Pinto gewählt hast
- 2:49:15und ich freue mich auf unser weiteres Gespräch.
- 2:49:21Ich glaube, es gibt bestimmt auch so Vermeidungsangst,
- 2:49:24die man durchaus leben sollte.
- 2:49:26Was würdest du mit Weinen niemals tun?
- 2:49:28Also gibt es irgendwas, wo du sagst,
- 2:49:30da habe ich meine persönlichen Grenzen?
- 2:49:33Wie heißt eigentlich Rotwein und Cola?
- 2:49:35Da gibt es auch einen Namen für, ne?
- 2:49:37Ja, ich glaube, je nachdem, was du herkommst,
- 2:49:40also mit den Radlern als der ehemaligen neuen deutschen Bundesländern,
- 2:49:44sagen wir mal Korea dazu.
- 2:49:46Ja, stimmt, genau.
- 2:49:48In Hamburg gibt es ja auch ein ganz berühmtes Wort dafür.
- 2:49:52Ja.
- 2:49:54Aber ist das so was, wo du sagst,
- 2:49:57nee, never ever, oder wenn das jemand bei mir auf der Terrasse bestellt
- 2:50:00oder im Restaurant, dann bin ich auch nicht ein Geist.
- 2:50:03Ja, es ist, glaube ich, ein sehr, sehr heikles Thema,
- 2:50:08weil man fühlt sich da, glaube ich,
- 2:50:10vielleicht fühlt sich da einen anderen in der Erde,
- 2:50:12da ein bisschen angegriffen oder im Verständnis oder was auch immer.
- 2:50:16Ich muss ja ehrlicherweise sagen, ich bin da komplett schmerzfrei.
- 2:50:20Die Gäste sollen ihre Sachen so trinken, wie sie möchten,
- 2:50:24auch wenn man diesen Fall hat, mit Rotwein Cola,
- 2:50:29oder ich hatte den Fall letztes Jahr eben auch,
- 2:50:31dass ein Gast eben gesagt hat, ja, er hätte gerne Rotweinschorle,
- 2:50:36aber mit Halbdruck in den Dornfelder.
- 2:50:38Und eben mit Cola, wo ich dann gesagt habe, das tut mir leid,
- 2:50:43also wir haben keine Halbdruck in den Dornfelder.
- 2:50:46Und ich bin bei so was da manchmal eher vielleicht ein bisschen provokant,
- 2:50:50dass es eine Sache, wenn sie halt schon süß trinken wollen,
- 2:50:52ich kann ihnen Port und Cola anbieten.
- 2:50:55Dann hat er Port und Cola getrunken.
- 2:50:58Ist jetzt auch vielleicht, wo jemand sagt,
- 2:51:01um Himmels Willensspin, der wie kann der das anbieten?
- 2:51:04Oder hast du gar kein Ehrgefühl mehr?
- 2:51:07In dem Moment bin ich vielleicht mehr, also ich bin ja auch Gasgeber dann,
- 2:51:11in dem Moment bin ich aber genauso dann, ja, wie man sagen,
- 2:51:16Fmbi-Land, das Chef will das Geld verdient wird.
- 2:51:19Und wenn der Gas bereit ist, dafür zu zahlen,
- 2:51:21das ist so ein bisschen wie, keine Ahnung,
- 2:51:24da bestellt jemand zu seinem Renderfilerosini Pommes,
- 2:51:28kannst du das machen oder nicht?
- 2:51:30Natürlich kannst du das machen.
- 2:51:32Natürlich kann auch ein Kükenchef sagen,
- 2:51:33nee, gibts nicht, weil das macht man nicht.
- 2:51:37Oder was auch immer.
- 2:51:39Und so kann es mit Wein auch sein, das Thema.
- 2:51:42Und ich bin davon eigentlich komplett schmerzbefreit,
- 2:51:45weil, was soll ich, also, wir retten keine Leben damit
- 2:51:50oder sonst irgendwas, ich sehe das da wirklich so,
- 2:51:53so ganz schmerzbefreit, wenn jemand das so trinken möchte.
- 2:51:56Und es gibt vielleicht, manche, den schmeckt das so nicht.
- 2:51:59Natürlich ist es bedenklich, wenn man jetzt vielleicht sagt,
- 2:52:02ich öffne hier eine Flasche für 1000 Euro
- 2:52:04und die kippen sich Cola rein.
- 2:52:06Alles ist auch schon gesehen.
- 2:52:08Und wenn man in der Schweizer Gastronomie war,
- 2:52:10glaube ich, hat noch vieles gesehen.
- 2:52:12Und da ist es halt einfach, also,
- 2:52:19da bin ich halt Gastgeber und Servicenkraft in dem Moment.
- 2:52:23Aber ich bin auch Angestellter.
- 2:52:25Wenn ich am Ende vielleicht sagen muss, okay,
- 2:52:27das wäre mein eigener Laden.
- 2:52:28Und ich müsste dann vielleicht sagen, okay,
- 2:52:30das passt mal auf, Kollegen, das machen wir nicht.
- 2:52:33Dann würde ich das vielleicht in meinem eigenen Laden
- 2:52:37vielleicht sagen, nee, machen wir nicht.
- 2:52:40Aber in dem Moment, in dem ich Angesteller,
- 2:52:42Gastgeber für die Gäste bin, dass die happy sind,
- 2:52:46muss ich keine Grundsatzdiskussion anfangen.
- 2:52:49Mit Gästen Grundsatzdiskussionen,
- 2:52:51es gibt so ein paar Sachen wie was über Politik, Religion,
- 2:52:54solche spricht man nicht.
- 2:52:56Und auch manchmal vielleicht die persönliche Getränke,
- 2:52:59die die Power schafft, die nach mir immer das sehen will.
- 2:53:02Und du machst ja auch nicht schön einen Gäme Augenblick.
- 2:53:04Ich sage mir das mit dazu.
- 2:53:06Nein, du machst dich schön.
- 2:53:08In seinen Grundsätzen.
- 2:53:10Mach das mit den Gasten unangenehmer.
- 2:53:12Also ich hatte ja auch schon diverse,
- 2:53:15ich werde nicht vergessen, dass ich mal,
- 2:53:18ich hatte mal, mein Leben auch ab und zu schon mal,
- 2:53:21eine andere prominente Person bedienen dürfen.
- 2:53:23Bei einer Person war es halt wirklich so,
- 2:53:26dass die Person sich quasi nur von Weißweinschorle ernährt hat,
- 2:53:30so gefühlt, aber immer nur von Kerner Spätlese mit Sprite.
- 2:53:36Okay.
- 2:53:38Und das ist ja an sich die, weiß ich,
- 2:53:42die flüssige Kariesbombe mit Alkohol.
- 2:53:45Und wenn die vergessen,
- 2:53:48das ist einfach, weil die Person kam auch immer regelmäßig,
- 2:53:51immer happy und alles.
- 2:53:53Und manche haben gesagt, ja,
- 2:53:55ich kann ja süße Walen scheuern, dann auch mit Sprite.
- 2:53:59Aber da hat die Vorgabe immer, das macht die Person happy.
- 2:54:03Und ich mache gut, dass jetzt Kerner Spätlese,
- 2:54:07vielleicht aber nicht die größte Erfindung der Menschheit ist,
- 2:54:09aber halt auch schmecken kann.
- 2:54:11Da ging es jetzt nicht ums Synthophtheutere Walen,
- 2:54:13da ging es aber in die Kombination an sich.
- 2:54:15Wie kann man denn, ich meine, ich komme aus Bayern,
- 2:54:18ich verstehe auch nicht, warum man Bier in 0,3 Liter trinken muss.
- 2:54:21Also da verschiedenste Ansätze,
- 2:54:24die man diskutieren kann,
- 2:54:26oder was Zitronenebonale in Bier zu suchen hat.
- 2:54:29Aber auch ich finde Radlerab und so nicht schlecht.
- 2:54:32Deswegen, ja, man sollte dann die Gäste-Gäste sein lassen
- 2:54:37und das vielleicht sich manchmal selber ein Stück weit zurücknehmen,
- 2:54:40weil das ist ja auch so ein Thema, was wir vorhin hatten,
- 2:54:43dass es dann vielleicht eben so in diese Richtung geht,
- 2:54:46wir sind das Gastgeber ja dafür da.
- 2:54:49Und wenn ich es ermöglichen kann, den Gast so glücklich zu machen,
- 2:54:52dann mache ich es, denn wenn ich ihm jetzt ausreden möchte,
- 2:54:56dass er im schlimmsten Fall wirklich jetzt keine Ahnung,
- 2:54:58seine Flasche Petriss mit Cola trinken möchte,
- 2:55:02es ist für ihn ein Statussymbol und er möchte das so machen,
- 2:55:05muss ich mich entweder am Ende dafür entscheiden,
- 2:55:08ob es vielleicht mein eigener Laden ist,
- 2:55:10und ich sagen kann, okay, passens auf, das passiert bei uns hier nicht,
- 2:55:13dann kann ich einen Standpunkt vertreten.
- 2:55:16Aber wenn ich in einem Restaurant das Gastgeber dafür zuschöpfe,
- 2:55:20dass die Gäste happy sind, muss ich keine Grundsatzdiskussion beginnen.
- 2:55:25Und das, finde ich halt, gehört absolut.
- 2:55:28Dann muss er dann so ein bisschen drüber stehen,
- 2:55:32denn es gibt dann immer mal Situationen im Leben,
- 2:55:34die vielleicht nicht so angenehm sind,
- 2:55:36und vielleicht für uns Sammiers ist es,
- 2:55:38dass wenn jemand seine Cola in die Flasche Petriss kippt,
- 2:55:41dann da stirbt vielleicht ein Teil von einem selber,
- 2:55:43aber am nächsten Tag beginnt neuer Tag.
- 2:55:46Wenn man sagt, das macht man,
- 2:55:48mit Wein gibt es für dich ne Situation, wo Wein überhaupt nicht passt.
- 2:55:52Also manch einer sagt ja, ein Essen ohne Wein ist Frühstück,
- 2:55:56passt Frühstück und Wein wirklich nicht,
- 2:55:59bzw. muss Wein sonst immer sein?
- 2:56:02Frühstück und Wein passt eigentlich schon, finde ich.
- 2:56:07Also wenn dann eher Schaumwein,
- 2:56:09ich sag für mich ja nicht so,
- 2:56:11weil ich nicht so der größte Schaumwein-Fan bin.
- 2:56:14Aber es gibt so viele Ansätze mit Wein,
- 2:56:22und Jax Fiedert hat da auch mit der Stimmung zu tun.
- 2:56:25Und ich werde auch nicht vergessen,
- 2:56:27weil ich im Russian River Valley saß,
- 2:56:29und wir morgens um 9 Uhr ne Pinot Noir-Probe hatten,
- 2:56:31das war auch ne Form von Frühstück.
- 2:56:33Was jetzt nicht in Kombinationsmöglichkeit gedacht war,
- 2:56:38aber eben, ja, es war jetzt auch mal so ohne Frühstück,
- 2:56:42und morgens war es im Mai, ich dachte eigentlich,
- 2:56:44es ist relativ warm im Mai dort,
- 2:56:46aber es war doch ne schlechte Idee mit Schwarz draußen
- 2:56:48auf der Terrasse zu sitzen.
- 2:56:50Wirklich nur so 6-7 Grad.
- 2:56:52Ich hatte mir Kalifornien ein bisschen wärmer vorgesteigt.
- 2:56:55Kalifornien ist 1000 km lang, also ich vergesse die Magen.
- 2:56:59Genau, genau.
- 2:57:00Nicht nur, oder das ist sogar noch länger, glaube ich.
- 2:57:02Also das Weinbaugebiet ist 1000 km lang.
- 2:57:05Oh wow, sportlich.
- 2:57:07Aber das gehört dann mit dazu.
- 2:57:10Und da war dann Pinot Noir, dass das Frühstück,
- 2:57:13also nein, also du kannst fast nicht wirklich in jeglichen Facetten
- 2:57:16genießen, vielleicht ist es aber manchmal ein anderes Getränk
- 2:57:19allen verkehrt, wie gesagt.
- 2:57:21Für mich ist es ja auch, also wie gesagt,
- 2:57:23so klassisches Weißbausch Frühstück bis um 12,
- 2:57:26finde ich, ist immer auch ein Highlight des Tages.
- 2:57:30Leider kann man es nicht jeden Tag machen,
- 2:57:32aber man könnte, aber atet es uns vielleicht immer ein bisschen aus.
- 2:57:38Gab es für dich jemals ein absoluten Black Day,
- 2:57:42also ein ganz schlimmes Zommererlebnis oder ein überschönes Zommererlebnis,
- 2:57:46also nicht nur die schlimmen Sachen,
- 2:57:48oder was war für dich das Schöne, das Schlimmste des Zommererlebnis?
- 2:57:51Ja, also, das hat bestimmt schon ganz viel schlimme
- 2:57:57und ganz viele schöne Momente gehabt, mit der Arbeit, die ich machen darf.
- 2:58:01Sicherlich, gerade bei den schlimmen Momenten auch,
- 2:58:06Momente hinzu, wo man einfach die Gäste vielleicht nicht in dem Form beraten konnte,
- 2:58:14wie man sich das vorgestellt hat.
- 2:58:16Das kann ja zum Beispiel sein, dass keine Ahnung,
- 2:58:18für die eine oder andere ist es, dass die Räderkorken beim Aufmachen
- 2:58:21oder so ab.
- 2:58:23Für mich sind das immer zum Beispiel Momente,
- 2:58:26wo man dann, ja, wenn jetzt zum Beispiel ein,
- 2:58:31ja, man muss gar nicht so auf sich selber, glaube ich, beziehen
- 2:58:35oder wir haben auch öfters mal Gäste, wenn die ihr die Weine selbst mitbringen
- 2:58:39und man bereitet die Weine für sich vor und noch alles fertig
- 2:58:42und dann sind die Weine in einem ganz schlechten Zustand
- 2:58:46und der, der das denkt, vielleicht hat er jetzt eine ganz tolle Weine dabei
- 2:58:49und man merkt vielleicht auch, wie ihn keiner plamieren will,
- 2:58:52aber keiner sagt so ein bisschen, was man will,
- 2:58:55weil man also euer schönes mitgebracht hat.
- 2:58:58Aber euch bringt die Gäste eigene Weine mit?
- 2:59:02Das ist ja wie Wasser in den Reinkippen.
- 2:59:04Ja, das verstehe ich manchmal auch nicht, aber es gibt ja schon manchmal Gäste,
- 2:59:08die vor aus ihren eigenen Weinen etwas mitbringen möchten
- 2:59:12und bei uns natürlich trotzdem auch was trinken,
- 2:59:15weil sie vielleicht eine gewisse Probe machen, die man dann kombiniert
- 2:59:19und kochen und ist auf die eigene Weine schon immer sehr stolz
- 2:59:22und ja, das sind dann schon manchmal eine schräge Momente,
- 2:59:25wenn man dann eben merkt, okay, das ist jetzt eigentlich überhaupt nicht gut dabei hier
- 2:59:29oder ist überhaupt auch nicht topgelagert gewesen,
- 2:59:33kann ja alles mal vorkommen.
- 2:59:35Aber so ist natürlich sehr, sehr negativ auf der anderen Seite auch,
- 2:59:40wenn vielleicht auch dann Gäste auch mal sagen,
- 2:59:44also ist mir natürlich auch schon passiert,
- 2:59:46dass dann keine Ahnung, was verschüttet oder sonst was,
- 2:59:51das kommt ja auch noch mal vor, aber wenn die Gäste sagen,
- 2:59:54ja, das ist schon, ja, was wir jetzt heute Abend probiert haben,
- 2:59:57das gefällt uns jetzt überhaupt nicht gefallen,
- 2:59:59es ist vielleicht ja gar nicht mal so auf den Bein mitzogen,
- 3:00:01vielleicht auf das Gesamterlebnis und so.
- 3:00:03Also wenn man einfach gemerkt hat,
- 3:00:05ich habe die Gäste heute mit denen was mitgemacht haben
- 3:00:07oder nicht glücklich gemacht,
- 3:00:09das kann immer auch mal vorkommen, genau nicht abrunden können,
- 3:00:14und Ko vielleicht sagen wir uns das, okay, das ist vielleicht nicht das richtige Restor dafür,
- 3:00:18aber man muss sich dann auch mal selber hinterfragen
- 3:00:21und das so ein bisschen wie wenn man es auch auf Wettbewerbe und Münster,
- 3:00:24so ein Niederlagen gehören wir ein Stück weiter zu,
- 3:00:27man muss aber halt in der Lage sein, das zu reflektieren,
- 3:00:30daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen und dann nicht nur sagen,
- 3:00:33okay, danke, auf Wiederschauen, um man vergisst zuvor zu sein,
- 3:00:37ich bin schon immer ein Typ, der eigentlich versucht,
- 3:00:39um alles mal zumindest so ein bisschen mit dem Wühl passieren zu lassen,
- 3:00:41was hätte man anders machen können, was man mal hier und da nicht gemacht,
- 3:00:44wo haben wir vielleicht oder ich in irgendeinem Fall,
- 3:00:49vielleicht auch Sachen gemacht, die da als Verbesserungswürdigsten
- 3:00:53oder die nicht hätten sein sollen,
- 3:00:55und das kannst du auf Wettbewerbe, das kannst du auf Restauranterlebnisse reduzieren,
- 3:01:03für mich so eine war, als ich es erstmal auf dem internationalen Wettbewerb war,
- 3:01:07auch keine Ahnung, da hatte ich in Deutschland schon ein paar Wettbewerbe gemacht,
- 3:01:11war auch relativ erfolgreich gewesen eigentlich,
- 3:01:13und bin dann auf dem internationalen Wettbewerb gewesen,
- 3:01:16und das war für mich dann aber ganz schlimm,
- 3:01:18weil ich quasi, in dem Sinne auch chancenlos war,
- 3:01:23weil das Niveau so unglaublich hoch war,
- 3:01:25das war ein bisschen mein Augen,
- 3:01:27und das heißt Verkostung auf einem Theorie,
- 3:01:30ich bin dann mal, weiß ich immer, jemand, der in Theorie extrem gut ist,
- 3:01:33zumindest ja schon, zum meisten immer,
- 3:01:36und dann konnte ich von dem Theoriebogen noch nicht mal die Hälfte beantworten,
- 3:01:40und war ziemlich schockiert für mich,
- 3:01:44da war es schon wirklich so eine wirkliche Niederlage für mich,
- 3:01:47wo ich einfach auch gemerkt habe, okay,
- 3:01:49international ist das Level vielleicht auch nochmal ein bisschen anders,
- 3:01:52und ich habe das aber für mich dann eben, in dem Sinne auch reflektiert,
- 3:01:55und gesagt, okay, dann arbeite ich daran, daran, daran,
- 3:01:57damit man eben auch auf dieses Level kommt,
- 3:02:01und deswegen auch, wie gesagt, diese Niederlagen gehören immer wieder dazu,
- 3:02:04auch bei der Sommetroffi, wo ich jetzt gewonnen habe,
- 3:02:06ich habe ja viermal mitgemacht, beim ersten Mal war ich im Finale mit Marc und Max,
- 3:02:11Marc hat ja dann gewonnen,
- 3:02:13Max hat ein paar Jahre später gewonnen,
- 3:02:15ich habe jetzt auch ein paar Jahre später gewonnen,
- 3:02:18und die zwei Male zwischendrin war ich auch,
- 3:02:21eine Male war ich nicht mal im Halbfinale,
- 3:02:23und das andere Male auch nicht im Finale,
- 3:02:25also da geht es ja auch immer darum,
- 3:02:27die Niederlagen umgehen zu können und zu verarbeiten,
- 3:02:30und das ist im Wettbewerb wie im Restaurant so,
- 3:02:32und gerade im Restaurant passiert das oft,
- 3:02:35passiert es öfter vielleicht auch mal, dass ein Gast nicht happy ist,
- 3:02:37weil man vielleicht etwas gemacht hat,
- 3:02:39oder wenn eine Situation passiert ist, die unvorhergesehen war,
- 3:02:41es kann mit Wein passieren oder auch ohne Wein,
- 3:02:43auf der anderen Seite die sehr positive mein Leben ist,
- 3:02:45ist natürlich, wenn dann eben auch Weingutbesitzer
- 3:02:48oder Manager auf einen zukommen,
- 3:02:50gerade am Fest zu dem Ausdagen,
- 3:02:52wie gut jede Weine vorbereitet sind oder moderiert wurden,
- 3:02:56das finde ich eine riesen Ehre,
- 3:02:58weil ich es manchmal auch gar nicht so bewusst wahrnehme bei der Arbeit,
- 3:03:03aber es ist zum Beispiel ein bisschen,
- 3:03:07ja, also da gab es schon einige Winemaker,
- 3:03:11die dann auch Besitzer aus dem Chateau de la Lomperie her,
- 3:03:17hat mir selber auch dann auch immer geschrieben,
- 3:03:21zum Beispiel wie toll das alles war,
- 3:03:23wie perfekt seine Weine vorbereitet waren,
- 3:03:25und ja, also da gibt es immerhin Leute,
- 3:03:28die ich dann treffe nach ein paar Jahren manchmal,
- 3:03:30die sagen, hey, das was ihr da gemacht,
- 3:03:32was du da gemacht hast an diesen Abend oder an diesen Punkt mit Wein,
- 3:03:37war fantastisch, und wenn Leute danach nochmal ansprechen,
- 3:03:40ist es natürlich schon sehr, also, ja,
- 3:03:43so wird es dann eine Mischung zwischen gewöhnt und beeindruckt,
- 3:03:47weil ich nehme das manchmal,
- 3:03:49ich möchte es auch nie zu hochhängen,
- 3:03:51nehme das manchmal gar nicht so wahr,
- 3:03:53dass das auch alles macht,
- 3:03:55dass natürlich auch Leute nachhaltig beeindrucken kann,
- 3:03:58und ja, sich selber nicht so wichtig nehmen, authentisch zu sein,
- 3:04:01und einfach einen guten Job zu machen,
- 3:04:03so unter dem Strich, das ist für mich immer ganz wichtig,
- 3:04:06und wenn andere Leute dann eben, dann merkt einem,
- 3:04:10diese Rückmeldung, das ist das, was man da gemacht hat,
- 3:04:12wirklich gut war, das errt einem natürlich auch ein Stück weit.
- 3:04:18In welchem Land war das der Wettbewerb,
- 3:04:20wo du das Gefühl hattest, du hast nicht das Leuchten,
- 3:04:24und das war gesehen?
- 3:04:25Das war ein internationaler Wettbewerb mit ganz vielen Kollegen
- 3:04:28und Kolleginnen aus ganz Europa,
- 3:04:30das war, also Wettbewerb war in Holland gewesen,
- 3:04:32aber ich glaube, Daniela ist irgendwie 20, 30 Länder,
- 3:04:34weil es keine Rückmeldung hat, das schaffte es einfach so ein
- 3:04:36nachwuchsomalier Wettbewerb in internationaler,
- 3:04:39und ja, das war für mich damals schon heftig gewesen,
- 3:04:44weil ich dann eigentlich gedacht habe,
- 3:04:46okay, in Deutschland hast du auch schon ein bisschen was gewonnen,
- 3:04:49das war vor sechs, sieben Jahren, wo ich dann gedacht habe,
- 3:04:52okay, man kann schon ein bisschen was,
- 3:04:54und dann hat man eben gesehen, so auf der internationalen Bühne,
- 3:04:56okay, zu viel kann ich doch nicht,
- 3:04:58und das war aber dann natürlich am Ende auch so ein Anspor,
- 3:05:02gewissermaßen dann auch, vielleicht in diese Richtung,
- 3:05:06wo es dann auch irgendwie nicht umgehen ist,
- 3:05:09ich sage, ich mache jetzt Maße,
- 3:05:10ich möchte die Maße so mitmachen,
- 3:05:12dass ich vor, man, das ist jetzt vor drei, vier Jahren,
- 3:05:15oder vor vier Jahren überhaupt das damit angefangen habe,
- 3:05:18weil ich dann auch wirklich ein, zwei Jahre lang einfach mal nur gearbeitet habe,
- 3:05:21und mich nicht groß mit Wein beschäftigt habe,
- 3:05:23das ist nicht intensiver,
- 3:05:25und dann hatte jemand gesagt, hey,
- 3:05:27wolltest du nicht mal God of Master machen?
- 3:05:29Und dann habe ich gesagt, ja, doch eigentlich schon,
- 3:05:31aber ich bin so ein bisschen unmotivierkert,
- 3:05:33und ich glaube, dass jetzt, ob ich das kann,
- 3:05:36weil ich immer noch so ein bisschen,
- 3:05:38irgendwie diesen Bewerb im Nacken hatte,
- 3:05:40und dann habe ich gesagt, ja, so ein krasses Einschränkserlebnis war es.
- 3:05:43Wie ist es einfach, ja, so ein bisschen schon,
- 3:05:46und dann, ja, probierst du einfach mal aus,
- 3:05:48und dann, gut, dann kam es eins zum anderen,
- 3:05:51und dann habe ich halt wirklich vor, ja,
- 3:05:53vor vier, fünf Jahren dann auch wieder angefangen,
- 3:05:55also wirklich intensiv mich mit allem aus und einer zu setzen,
- 3:05:58weil ich ja wirklich danach nicht so genau wusste, okay,
- 3:06:00kann ich da noch weiter den Weg gehen, oder nicht?
- 3:06:02Also, ich dachte, da hat so der Ansporn
- 3:06:04vielleicht teilweise ein bisschen gefressen,
- 3:06:06das ist total desillusioniert,
- 3:06:08durch die Welt läuft, aber ich habe einfach gedacht,
- 3:06:10vielleicht bin ich dann doch nicht gemacht für die,
- 3:06:12für die ganz großen Sachen,
- 3:06:16aber vielleicht habe ich irgendwo mein Limit schon erreicht,
- 3:06:19habe ich gedacht.
- 3:06:21Mittlerweile ist eher so,
- 3:06:23dass ich denke, ich probiere einfach mein Limit aus,
- 3:06:25wie weit es gehen kann,
- 3:06:27und mit dem Motor komme ich eigentlich relativ gut klar.
- 3:06:30Was wärst du sonst geworden, wenn du kein Zombie wärst?
- 3:06:33Oder was würdest du jetzt, wenn du sagst,
- 3:06:35keine Ahnung, Corona war ja für mich
- 3:06:37so ein Einschneidendes Erlebnis,
- 3:06:39wo ich ständig Angst hatte, wenn sie mich erwischt,
- 3:06:41und ich verliere meinen Geschmack,
- 3:06:43müsste ich komplett umschwöhlen,
- 3:06:45oder müsste ich was anderes machen,
- 3:06:47weil du ja deinem Prinzip wie ein Klavierspieler unterhängig bist.
- 3:06:49Ja, stimmt.
- 3:06:51Und was wäre es bei dir?
- 3:06:53Also, welchen Beruf würdest du dann ergreifen,
- 3:06:55oder würdest du Gastro bleiben und deinen F&B-Plan verfolgen?
- 3:06:58Also, die Frage haben wir noch nie gestellt,
- 3:07:01aber meine Mutter hätte wahrscheinlich gesagt,
- 3:07:04dass ich Fahrer hätte werden können,
- 3:07:06weil ich immer so viel babbeln kann.
- 3:07:08Auf der anderen Seite ist es so,
- 3:07:11dass Corona, weil zu mich gar nicht so einsteigt,
- 3:07:15weil wir im Betrieb auch relativ viel,
- 3:07:17ich hatte dann mal eine Zeit,
- 3:07:19so ein Jahrzeit den Keller komplett auch nochmal
- 3:07:22wieder auf links zu drehen.
- 3:07:24Also, zu wenig Arbeit hatten wir in der Zeit Gott sei Dank nicht,
- 3:07:27weil alles bezahlt ist.
- 3:07:29Von daher für uns war Corona nicht so schlimm,
- 3:07:32sei ich jetzt mal für andere natürlich,
- 3:07:34weil es für die Branche auch ganz schlimm war.
- 3:07:36Aber ich hatte auch selber nie Corona Glück gehabt,
- 3:07:40manchmal habe ich noch Glück gehabt mit meinem Leben.
- 3:07:43Aber ich hatte, das war vor zwei Jahren gewesen,
- 3:07:47dann hatte ich auch eine Operation gehabt,
- 3:07:50weil ich hatte irgendwie nichts mehr gerochen.
- 3:07:54Das war aber nie Corona gewesen,
- 3:07:56es gibt ja so Polypen, die man in der Nase hat.
- 3:07:59Und da ich mein Leben lang schon Asthmatiker bin,
- 3:08:02kann das immer mal sein, dass sich so etwas entwickelt.
- 3:08:05Auf jeden Fall, ich habe wirklich die komplette Nase,
- 3:08:08Atemwege, alles war halt zu.
- 3:08:11Und ich habe bestimmt ein halbes Jahr lang einfach nichts gerochen,
- 3:08:13habe mir aber nicht so genau gewusst,
- 3:08:15woher es kam, die Ärzte auch nicht.
- 3:08:17Und dann war es halt so, okay, man hat das operiert,
- 3:08:20da hatte ich eine nase noch hier gehabt
- 3:08:22und dann ist das jetzt alles wieder normal.
- 3:08:25Aber ich musste zum Beispiel, es war so ganz krass,
- 3:08:27ich weiß nicht, dass ich es neu riechen lernen musste.
- 3:08:30Aber als das quasi weg war, als das operiert war,
- 3:08:33hatten die auch gesagt, ich habe das wahrscheinlich
- 3:08:35schon drei bis vier Jahre mit mir rumgeschleppt
- 3:08:37und dass mein Geruch sind, immer schon beeinträchtigt war ein Stück weit.
- 3:08:40Und ich habe dann wirklich so,
- 3:08:43also es war nämlich ein halbes Jahr von meiner
- 3:08:45etwaanz Prüfung dann, also vor der zweiten,
- 3:08:50zwei Jahre, und da habe ich dann wirklich so ein Stück weit.
- 3:08:53Es war auch dieses Jahr, wo ich in diesem Zeitraum
- 3:08:55bis zu 800 Weine daneben probiert habe.
- 3:08:58Ich habe dann quasi wirklich jeden Tag
- 3:09:00Weine probiert, getasteet und viele,
- 3:09:03also Geruch nicht neu erlernt,
- 3:09:05aber ich habe teilweise neue wahrgenommen
- 3:09:07und das war total wahnsinnig,
- 3:09:09weil ich habe das vorher nicht so erlebt
- 3:09:13und ich habe das aber auch mir persönlich nie,
- 3:09:17mir nie Gedanken darüber gemacht,
- 3:09:19was ist mal, wenn ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann.
- 3:09:22Und da habe ich mir als erstes gedacht,
- 3:09:24Scheiße, wenn es jetzt diese Oper ist,
- 3:09:26und das klappt irgendwie alles nicht so,
- 3:09:28wenn ich nicht mehr riechen kann.
- 3:09:30Das war schon, ich hätte dir nicht sagen können,
- 3:09:33was ich gemacht hätte, wenn das nicht gut ausgegangen wäre.
- 3:09:35Man ist ja ja schon extrem spürfes,
- 3:09:37also wenn man so tief in der Branche.
- 3:09:39Ob ich meine FMB-Variante dann durchgezogen hätte,
- 3:09:42oder was auch immer.
- 3:09:44Aber ich habe gemerkt, dass es mir absolut,
- 3:09:46es ist mir persönlich wichtig,
- 3:09:48dieses Leben mit Gastronomie und Wein.
- 3:09:52Und ja, nein, jetzt ist alles super,
- 3:09:55und man weiß, woher es kommt
- 3:09:57und kann es behandeln oder konnte es behandeln.
- 3:10:00Aber das war schon so,
- 3:10:02weil mir ist es ein bisschen,
- 3:10:04aber oft gibt es mir keine Ahnung,
- 3:10:06die Patisserie hat eben im Herbst etwas mit Pflaum eingekrockt
- 3:10:09und Co. in den Winter gewürzt.
- 3:10:11Und ich stehe halt da neben dem Topf und rieche nix
- 3:10:14und denke mir, was ist denn das?
- 3:10:16Ist es Corona oder so, Zick-Tests und alles Mögliche?
- 3:10:19Und irgendwann hat der Uniklinik gemeinsam einer gesagt,
- 3:10:23ja, nein, sie können einfach da nix liegen,
- 3:10:25weil es ist alles zu.
- 3:10:27Aber wahrscheinlich nicht aus der Gestern
- 3:10:29haben sie öfters mal Probleme liegen.
- 3:10:31Ja, kam schon mal vor, aber mein Gott,
- 3:10:33das hängt man manchmal nicht so hoch,
- 3:10:36wie es glaubt es vor allem,
- 3:10:38du gewöhntst dich an alles.
- 3:10:40Der mensche Körper gewöhnt sich an alles Mögliche.
- 3:10:43Und so kam es dann.
- 3:10:45Und dann haben wir das,
- 3:10:47wo ihr das konzentriertiv fixer ledigt,
- 3:10:49aber das war schon ziemlich einsteilen,
- 3:10:51wo ich eben auch dachte,
- 3:10:53was machst du, wenn du den Ruf nicht mehr machen kannst,
- 3:10:55wegen dem Geruchssinn,
- 3:10:57weil nur Geschalter herreden,
- 3:10:59ist auch nichts in der Sabine.
- 3:11:01Aber sonst auch eigentlich im Ursprünglichen,
- 3:11:04weil ich ja eigentlich ganz sehr,
- 3:11:07sehr schlechter Schüler war,
- 3:11:09aber hatte mich immer in Erdkunde und Geschichte,
- 3:11:12war ich immer perfekt gewesen.
- 3:11:14War ich immer so,
- 3:11:16als wäre Archäologie hat mich sehr interessiert
- 3:11:18oder eben überhaupt alles,
- 3:11:20was so ein bisschen mit Geschichte zu tun hatte.
- 3:11:22Findet man ja mal, glaub ich,
- 3:11:24im Wein auch so ein bisschen wieder,
- 3:11:26weil ich sagte, diese ganze,
- 3:11:28das ganze geschichtliche Interesse, also vor allem Geschichte und Wein,
- 3:11:30ist ein langes Thema,
- 3:11:32viel Verbundenheit zwischen beiden Themen oft.
- 3:11:34Und das fasziniert mich eigentlich auch schon,
- 3:11:36also an Weinbäude,
- 3:11:38nicht nur die Weine an sich,
- 3:11:40sondern auch die geschichtliche Hintergrund,
- 3:11:42die Historie.
- 3:11:44Wie alles entstanden ist,
- 3:11:46sich formiert hat.
- 3:11:48Aber ich finde, gerade wenn man so erfolgreich ist,
- 3:11:50wie du, dann merkt man,
- 3:11:52wenn es einem scheinbar genommen wird,
- 3:11:54wie wichtig einem das ist.
- 3:11:56Wie tief man eigentlich auch in dieser Branche,
- 3:11:58dieser Materie, in dieser ganzen Thematik drin steckt,
- 3:12:00hast du was anderes, also hast du Ausgleichsport
- 3:12:02oder Hobby oder findest du Ausgleich in irgendwas?
- 3:12:04Also, außer Wein
- 3:12:06und außer Weinbücher und außer Wein.
- 3:12:08Also es gibt,
- 3:12:10ja klar.
- 3:12:12Nein, es ist natürlich schon so,
- 3:12:14dass Wein bei mir extrem viel einnimmt,
- 3:12:16auch eben,
- 3:12:18auch mit der Firma, die ich habe,
- 3:12:20aber ich sehe das jetzt immer gar nicht so als
- 3:12:22Belastung, sondern das ist für mich teilweise Ausgleich.
- 3:12:24Auf der anderen Seite, ich bin schon immer
- 3:12:26sehr fussballinteressiert,
- 3:12:28also immer in meiner Möglichkeit gucke ich viel fussball,
- 3:12:30da ich zumeist auch immer Sonntagabend
- 3:12:32normalerweise frei habe,
- 3:12:34habe ich mir auch angewöhnt mit dabei,
- 3:12:36da gucke ich auch viel fussball.
- 3:12:38Also es ist gut, es ist nur schauen,
- 3:12:40mit meiner Frau, die natürlich auch gerne essen,
- 3:12:42trinken
- 3:12:44und auf kurz zur Laube,
- 3:12:46also das ist für mich da immer gut.
- 3:12:48Und sportlich, ich fahre
- 3:12:50eigentlich,
- 3:12:52eigentlich fahre ich zu wenig Fahrrad,
- 3:12:54aber eigentlich bin ich
- 3:12:56gerne auch draußen und einfach
- 3:12:58mit dem Mountainbike in der
- 3:13:00Natur ein bisschen abscheiden,
- 3:13:02dass das hilft mir
- 3:13:04und ich bin da auch mal so
- 3:13:06einen kleinen Ausgleich zu schaffen
- 3:13:08und eben auch der Austausch
- 3:13:10mit Freunden
- 3:13:12was natürlich aber dann meistens
- 3:13:14auch Winzer sind ja Leute aus der Weinbranche,
- 3:13:16aber
- 3:13:18ja einfach so ein bisschen
- 3:13:20diesen Ausgleichs
- 3:13:22so rundherum, es gibt es nichts, was ich
- 3:13:24komplett abseits dessen mache,
- 3:13:26das weckt da ab vorn noch das
- 3:13:28komplett andere
- 3:13:30und wie gesagt, fussball,
- 3:13:32mein Berufler ist es nicht so, dass ich
- 3:13:34in irgendeinem Stadion gehe, das fände ich auch
- 3:13:36ganz interessant, aber
- 3:13:38das ist immer schwierig samstens.
- 3:13:40- Ja, so ein wirklicher Untertagsspiel,
- 3:13:42da gibt es so ein wenig. - Genau,
- 3:13:44aber nee, aber
- 3:13:46dieses Interesse nebenbei
- 3:13:48ist schon immer, schon immer fussball gewesen.
- 3:13:50Er kriegt, besonders erfolgreich
- 3:13:52gewesen als Spieler nicht,
- 3:13:54wie die meisten,
- 3:13:56jeder hat mal fussball gespielt,
- 3:13:58aber man muss auch mal
- 3:14:00seine Grenzen kennen
- 3:14:02oder sieht nachher ein Aufgezeug hier.
- 3:14:04- Oder wissen wo man nicht gut tritt ist.
- 3:14:06- Genau, genau, genau.
- 3:14:08- Ja.
- 3:14:10Und sonst, wenn du grad sagst,
- 3:14:12fussball schau'n eher der Filmtyp
- 3:14:14oder eher der Buchtyp, also liest du lieber
- 3:14:16ein Buch oder schaust du
- 3:14:18im Film oder wenn du was über Wein wissen
- 3:14:20möchtest, bist du da eher der, der sich
- 3:14:22ein YouTube-Video anguckt oder
- 3:14:24ein Melzer
- 3:14:26die Hand nimmt? - Ehrlicherweise kombinier ich
- 3:14:28mit dabei, weil ich früher viel Bücher
- 3:14:30gewesen.
- 3:14:32Also, auch als
- 3:14:34auch einer Jugend oder so, ich hab
- 3:14:36eigentlich wie ein Wahnsinnier gelesen
- 3:14:38oder auch von
- 3:14:40Großaltern und Chor, also alle Bücher
- 3:14:42die bei uns zu Hause standen, hab ich alle
- 3:14:44gesehen.
- 3:14:46Aber ich bin ja so mit den digitalen Medien
- 3:14:48so Stück für Stück groß geworden.
- 3:14:50Und deswegen war für mich
- 3:14:52im Buch am Anfang immer noch wichtiger.
- 3:14:54Mittlerweile ist es so, dass ich
- 3:14:56auch Weinbücher oder Encyclopedien
- 3:14:58wie Chance Robinson oder so hab, als
- 3:15:00deductive Fachbücher
- 3:15:02lernen, ist aber eher so was
- 3:15:04ich les dann die Fachmagazine
- 3:15:06dazu.
- 3:15:08Die kommen ja regelmäßig raus,
- 3:15:10auch digital
- 3:15:12und dann hab ich eben so Gildsom
- 3:15:14oder andere online
- 3:15:16Plattformen, wo du da gut lernen
- 3:15:18kannst und in der Tat
- 3:15:20guck ich mir mittlerweile auch viele
- 3:15:22YouTube-Videos an
- 3:15:24teilweise aus Weihngelgion oder von
- 3:15:26Produzenten, wo es am Mittag
- 3:15:28sehr viele gute Sachen gibt, das muss
- 3:15:30mal aus sein, das geht aus bis vor ein paar
- 3:15:32Jahren nicht, denn du kannst ja nicht selber
- 3:15:34überall hinreisen, leider
- 3:15:36weil Zeit oder Geld fehlt.
- 3:15:38Aber das geht damit
- 3:15:40wirklich sehr gut, weil ich selber, ich
- 3:15:42kann nicht mit Karteigarten lernen, das
- 3:15:44konnte ich noch nie, ich hab das nie
- 3:15:46verstanden, ich mach das immer,
- 3:15:48ich hab mir schon seit Jahren immer eine
- 3:15:50eigene Datenbank angelegt, die ich auch
- 3:15:52malen kann, die ich dann malen kann
- 3:15:54und dann mach ich das oft, dass ich mir
- 3:15:56keine Landkarten oder so abhause,
- 3:15:58das ist auch nicht so meine Sache,
- 3:16:00aber ich mach
- 3:16:02viel Mindmaps, also
- 3:16:04ich malen mir dann die Sachen von Nord
- 3:16:06nach Süd auf, schreibt mir das auf
- 3:16:08ein Zettel, wo ich es in meiner Datenbank
- 3:16:10schon stehen habe oder ich es auch im Buch
- 3:16:12lesen kann oder es dort und da lesen
- 3:16:14könnte, aber ich malen mir das in Mindmaps
- 3:16:16auf und dann, wenn ich die Mindmaps
- 3:16:18ein, zwei Tage mir angeschaut hab,
- 3:16:20ich schmeiß sie wieder weg und dann mach
- 3:16:22ich es vielleicht in drei, vier Wochen
- 3:16:24nochmal, einfach so, damit
- 3:16:26ich quasi in meinen Gehirn so ein
- 3:16:28bisschen so ein reproduzierendes
- 3:16:30Gedächtnis krieg,
- 3:16:32was
- 3:16:34das abrufen kann und was
- 3:16:36vor allem auch,
- 3:16:38ja, ich will mal sagen,
- 3:16:40es ist tatsächlich zu meinen Sommys immer,
- 3:16:42dass sie versuchen sollen sich zur Schubladen
- 3:16:44anzulegen, dass wenn ein Gast sagt
- 3:16:46keine Ahnung, ich möchte
- 3:16:48gerne was aus der Jocha trinken,
- 3:16:50was gibt es denn da und das mal
- 3:16:52okay, was habe ich in der Schublade Rebsorten
- 3:16:54drin, was gibt es so eine Schublade
- 3:16:56Klima und dass man das so drunter
- 3:16:58deklinieren kann, so ein bisschen,
- 3:17:00also so ein Verständnis
- 3:17:02Wissen, weil ein stupides
- 3:17:04Vokabel auswendig lernen hat, auch in
- 3:17:06der Schule, seitens der großen Erfolg geführt
- 3:17:08und man hat immer
- 3:17:10ein Verständnis Wissen gebraucht,
- 3:17:12also ich bin
- 3:17:14natürlich auch wegen, also ich hatte
- 3:17:16auch Lateinen in der Schule, aber das war
- 3:17:18auch mit der Grund, warum ich dann irgendwann nicht mehr auf der Schule war,
- 3:17:20aber
- 3:17:22ich konnte es zwar nicht wirklich immer alles
- 3:17:24lesen und verstehen,
- 3:17:26aber den
- 3:17:28Bellum Gallicum,
- 3:17:30genau, mussten wir ja alle dann mal
- 3:17:32lesen oder übersetzen,
- 3:17:34da ich in Geschichte aber so gut war,
- 3:17:36konnte ich aus dem Verständnis
- 3:17:38heraus lesen, was da ungefähr stand
- 3:17:40und
- 3:17:42habe dann halt nicht gleich ne 6 bekommen,
- 3:17:44hat es immer noch für ne 4 geleicht,
- 3:17:46aber irgendwann
- 3:17:48darf ich das dann nicht mehr
- 3:17:50geholfen, weil
- 3:17:52wie gesagt, in der Schule hab ich
- 3:17:54mich noch für Sachen interessiert, ich wirklich wichtig
- 3:17:56fand, später in dem Leben war das dann anders,
- 3:17:58aber dann hab ich nur noch Sachen gemacht, die mir
- 3:18:00wichtig waren und dann hatte ich das nur noch
- 3:18:02war alles eigentlich
- 3:18:04sehr gut gewesen, aber
- 3:18:06ja, Verständnis Wissen
- 3:18:08ist finde ich immer viel besser, vor allem
- 3:18:10wenn man vorhin die Besprochenen hat, wie man auch Sachen
- 3:18:12transportiert, das kannst du auch ehrlich
- 3:18:14und authentisch erzählen,
- 3:18:16weil ansonsten
- 3:18:18auch bei Reihenverkostungen
- 3:18:20fängst du immer an, irgendwelche Fachvokabeln
- 3:18:22vor dich herzuerzählen,
- 3:18:24wenn du das Verständnis nicht hast,
- 3:18:26gewisse Sachen zu kombinieren
- 3:18:28und das ist ja eben das,
- 3:18:30wir haben diesen Verständnisvokabeln, also beim
- 3:18:32Wine-Tasting hast du zum Beispiel keine Ahnung,
- 3:18:34das hat jetzt
- 3:18:36ja, vor allem mal von
- 3:18:38Medium+ Säure oder sonst was
- 3:18:40gesprochen
- 3:18:42oder Intensität hoch
- 3:18:44das versteht der Gast nicht,
- 3:18:46aber wenn du das als Verständnis
- 3:18:48Wissen rüberbringen kannst
- 3:18:50und eben deine Schublauern, indem du dich
- 3:18:52hinziehen kannst, das hat natürlich was mit
- 3:18:54Erfahrung zu tun, auch mit Verkostungserfahrung,
- 3:18:56aber das lernt man ja
- 3:18:58mit der Zeit,
- 3:19:00also es geht ja auch darum,
- 3:19:02dass man
- 3:19:04sich da Stück für Stück
- 3:19:06auch einarbeitet und da braucht man aber
- 3:19:08auch keine Hektik,
- 3:19:10also es ist ja nicht so, dass ich hier jeden Tag
- 3:19:12bei mir zu Hause sitze und
- 3:19:14stundenlang nur alles mit Wein reinziehen,
- 3:19:16wie die Sachen mal einfach
- 3:19:18unbewusst oder auf der Arbeit
- 3:19:20und probieren auch die Sachen und das wichtigste
- 3:19:22Element und das wird manchmal vergessen
- 3:19:24erstmal die Weine, die man
- 3:19:26auf der Arbeit zum Beispiel offen ausschängt
- 3:19:28alle regelmäßig probieren
- 3:19:30und verstehen.
- 3:19:32Das ist das erste was
- 3:19:34du machen kannst
- 3:19:36und dann kannst du dir immer noch
- 3:19:38kleine
- 3:19:40Ideen holen, wenn es auf
- 3:19:42Feintasings, Proben etc. geht.
- 3:19:44Und gerade mit dem nicht auswendig
- 3:19:46lernen, finde ich so unfassbar wichtig,
- 3:19:48als dass man sich selber Erklärung schafft,
- 3:19:50wenn man es nur so, auch dem Gast
- 3:19:52oder während der Moderation emotional rüber
- 3:19:54bringen kann. Wenn du immer verschiedene
- 3:19:56Parameter hast, die du dann halt
- 3:19:58versuchst, verschiedene Pokabeln
- 3:20:00in einen Auftrag mit einzubauen
- 3:20:02in einen Aufsatz
- 3:20:04in eine Moderation mit einzubauen,
- 3:20:06dann ist es immer so, dass das auswendig gelernt
- 3:20:08klingt und das ist, glaube ich,
- 3:20:10nicht ganz ideal.
- 3:20:12Hast du noch Wünsche?
- 3:20:14Ja, gerade in Moderation finde ich das auch wichtig.
- 3:20:16Hast du noch Wünsche oder Ziele
- 3:20:18außer MS oder
- 3:20:20bist du wunschlos glücklich
- 3:20:22und hast alles erreicht?
- 3:20:24Ja, ich bin schon,
- 3:20:28ich weiß nicht, ob man wunschlos glücklich sein kann,
- 3:20:30aber ich fühle mich schon sehr happy.
- 3:20:32Wie es ist,
- 3:20:34ich kann in dem mit je arbeiten,
- 3:20:36was mir am meisten Spaß macht.
- 3:20:38Ich habe tolle Leute um mich herum,
- 3:20:40die mich da auch begleiten,
- 3:20:42die mich auch
- 3:20:44mich selbst sein lassen
- 3:20:46und meine eigenen Wünsche auch verwirklichen
- 3:20:48oder helfen mir,
- 3:20:50meine Wünsche zu verwirklichen,
- 3:20:52dass jetzt mal, wie gesagt,
- 3:20:54dass du jetzt auch die Trophy gewonnen
- 3:20:56habt, das war jetzt irgendwie auch kein
- 3:20:58Herzenswunsch, oder so,
- 3:21:00das wäre jetzt immer blöd an,
- 3:21:02ich weiß, aber das hat sich
- 3:21:04eigentlich als Weiterbildungs-
- 3:21:06step genutzt, um mal zu schauen,
- 3:21:08wie stehe ich gerade mit meiner Lernerei da,
- 3:21:10ist es gut oder nett, dass es gegen Neb drum
- 3:21:12da ist, unbedingt zu gewinnen
- 3:21:14oder unbedingt mitzumachen,
- 3:21:16weil mitgemacht habe ich nur, wenn mein Comysammi
- 3:21:18gesagt hat, der will nicht alleine zum
- 3:21:20Vorenscheid fahren
- 3:21:22und mitgehangen,
- 3:21:24mitgefangen,
- 3:21:26weil natürlich, als man dann,
- 3:21:28das ist okay bis zum Halbfinale,
- 3:21:30aber jetzt machen wir ein bisschen was tun dafür
- 3:21:32und dann schauen wir mal,
- 3:21:34ist am Ende, wie ich natürlich sehr gut ausgegangen
- 3:21:36aber das ist am Ende, ich habe jetzt
- 3:21:38natürlich jetzt die Möglichkeit, wie gesagt,
- 3:21:40Wolltmesserschaft, Weltmesserschaft,
- 3:21:42solche Geschichten mal auszuprobieren
- 3:21:44und da entwickelt sich die Ziele
- 3:21:46dann vielleicht einfach ein bisschen weiter,
- 3:21:48den Master-Sommi, wenn ich einfach mal als
- 3:21:50Messlatte einfach mal schauen, wie weit
- 3:21:52kann ich mich selber bringen,
- 3:21:54was ich dann damit machen möchte, das weiß ich auch nicht,
- 3:21:56privat ist auch alles super,
- 3:21:58also das würde man, ja,
- 3:22:00es ist, du weißt,
- 3:22:02also ich habe jetzt selbst
- 3:22:04keine riesen Ziele oder
- 3:22:06habe jetzt auch nicht irgendwie
- 3:22:08auch in meinem Unternehmen was ich als
- 3:22:10gemacht habe, das ist einfach so komplett
- 3:22:12konzeptfrei gestartet, einfach nur
- 3:22:14um Sachen zu machen, die ich gerne
- 3:22:16mache und die mich halt happy machen
- 3:22:18und wenn ich in dem Segment
- 3:22:20mit,
- 3:22:22wenn ich Sachen machen kann, die mich selber glücklich machen,
- 3:22:24wo ich noch selber andere Leute mit glücklich machen kann
- 3:22:26und Expertise
- 3:22:28und Co weiter helfen kann, dann
- 3:22:30finde ich das, bin eigentlich
- 3:22:32sehr dankbar dafür und wo mich der ganze
- 3:22:34Weg noch hinführt, das weiß ich nicht,
- 3:22:36ich weiß nur,
- 3:22:38das Wein und Gastronomie
- 3:22:40wird immer ein Teil davon sein,
- 3:22:42welcher Form auch immer,
- 3:22:44denn wie gesagt,
- 3:22:46es sind ja
- 3:22:48noch 30, bis zu Rente mindestens,
- 3:22:50wenn es überhaupt diemals gibt
- 3:22:52und daher
- 3:22:54soll ja auch nicht das Ziel sein,
- 3:22:56wenn der Weg dahin das
- 3:22:58erfüllende und das Schöne dabei ist
- 3:23:00und genau, genau, genau
- 3:23:02und ich finde es
- 3:23:04so bewundernswert, dass du eben nicht
- 3:23:06stehenbleibst und sagst, das habe ich jetzt
- 3:23:08erreicht, sondern einfach weiter streb
- 3:23:10und einfach nach vorne blickst und guckst
- 3:23:12wie kann ich mich selber nochmal euphorisieren
- 3:23:14oder begeistern
- 3:23:16oder noch was Neues machen, es ist
- 3:23:18schon sehr besonders
- 3:23:20und halt vor allem die Leute auch mitzunehmen,
- 3:23:22das ist ja ganz wichtig, weil ich halt nicht empfind mich
- 3:23:24selber immer noch als sehr junger,
- 3:23:26als sie mit 36 mal ist, glaube ich,
- 3:23:28nur sagen, aber es ist wirklich so,
- 3:23:30dass man eben auch einen Weg aufzeigen kann,
- 3:23:32dass wenn man sich für manche Sachen
- 3:23:34einfach passioniert oder interessiert,
- 3:23:36dass man da eben auch wirklich teilweise
- 3:23:38was bewirken kann oder dass die Leute
- 3:23:40einem auch was zurückgeben dafür
- 3:23:42und ja, und vor allem,
- 3:23:44ich bin dankbar für alle
- 3:23:46Kontakteverbindungen
- 3:23:48als ich jemals hier in der Branche eben auch
- 3:23:50bekommen und gemacht habe
- 3:23:52und auch immer noch weiter
- 3:23:54kriege und auch diese Wertschätzung
- 3:23:56unter Kollegen, Kolleginnen und Kollegen, weil ganz viele
- 3:23:58machen, ganz hervorragende Arbeit
- 3:24:00in jedem Segment
- 3:24:02und das ist eben schon
- 3:24:04beeindruckend
- 3:24:06zu sehen, zusammen mit dem Zusammenhalt
- 3:24:08den man in dieser Branche auch immer
- 3:24:10hat, wie gesagt, es ist nie ein
- 3:24:12Konkurrenzdenken, da ist immer ein Miteinander,
- 3:24:14ein Füreinander
- 3:24:16allein das ist eigentlich schon mal den Grund,
- 3:24:18warum man überhaupt in dieser, glaube ich,
- 3:24:20Somerian Restaurantbranche so happy sein kann.
- 3:24:22Ich glaube, ich habe ein wirklich perfektes Schlusswort.
- 3:24:26Das finde ich unfassbar spannend, dass
- 3:24:38Florian jetzt am Schluss
- 3:24:40oder wahrscheinlich während der gesamten
- 3:24:42Podcastfolge sich an Portfain erfreut hat
- 3:24:44und das hat er das Öfteren
- 3:24:46konzertiert, eine gewisse Freude und eine gewisse
- 3:24:48Besonderheit
- 3:24:50in Portfain, in dem Portfain selber
- 3:24:52findet und finden kann.
- 3:24:54Die Geschichte von
- 3:24:56Florian ist einzigartig, außergewöhnlich
- 3:24:58und interessant ist
- 3:25:00dazu parallel auch die Geschichte
- 3:25:02von unserem heutigen Begleiter
- 3:25:04dieser Podcastfolge und wie soll das
- 3:25:06anders sein, einem Portfainhaus
- 3:25:08Ramos Pinto, Adriano Ramos Pinto
- 3:25:10seine Geschichte
- 3:25:12und die würde ich gerne erzählen.
- 3:25:14Die Geschichte von Ramos Pinto.
- 3:25:16Adriano Ramos Pinto war definitiv
- 3:25:18kein träumerischer Künstler,
- 3:25:20als er mit nur 21 Jahren
- 3:25:22das Weingut im portugiesischen
- 3:25:24Duorotal gründete, hatte
- 3:25:26er eine klare Vision.
- 3:25:28Die Quinta,
- 3:25:30de Bom Retiro existierte
- 3:25:32bereits seit über 100 Jahren,
- 3:25:34aber Ramos Pinto brachte neuen Schwung.
- 3:25:36Er entschied sich nach Brasilien
- 3:25:38zu exportieren und innerhalb weniger Jahre eroberte
- 3:25:40er den dortigen Portfainmarkt.
- 3:25:42Bis zum Ende des 20. Jahrhundert
- 3:25:44stammten bereits 50%
- 3:25:46aller nach Südamerika verschickten
- 3:25:48Flaschen von Ramos Pinto.
- 3:25:50Die Bekanntheit seiner Portfain verdankt das Unternehmen
- 3:25:52bis heute einem
- 3:25:54unerschütterlichen Qualitätsanspruch.
- 3:25:56Der langjährige Chefinologe
- 3:25:58Rao Nicolò Ameda
- 3:26:00revolutionierte den Weingut
- 3:26:02im Duorotal, als er 1976
- 3:26:04zum Unternehmen stieß.
- 3:26:06Er erforschte akribisch die Möglichkeiten
- 3:26:08den Anbau an den Steihängen des Duorotals
- 3:26:10und trug maßgeblich zum
- 3:26:12Rum des Duorodocs bei.
- 3:26:14Seit 2014 führte
- 3:26:16Jorgy Rosas als Manager
- 3:26:18und Anna Rosas
- 3:26:20als Chefkellermeisterin das Unternehmen.
- 3:26:22Ramos Pinto gehört heute zur Röderer Familie
- 3:26:24und steht für Qualitätsweine
- 3:26:26sowie einige der
- 3:26:28besten Portweine der Welt.
- 3:26:30Die ständige Weiterentwicklung,
- 3:26:32der Anbaumethoden, eine strenge Selektion sorgt dafür,
- 3:26:34dass nur die besten Trauben
- 3:26:36von den sonnigen Hängen des Duoro
- 3:26:38in die Flaschen von Ramos Pinto finden.
- 3:26:40Das Duorotal
- 3:26:42ist bekannt für exzellenten Portweinotrik
- 3:26:44bereits seit Langem den DOC-Status.
- 3:26:46In der Nähe vom Pinau
- 3:26:50befinden sich die Weinberge von Ramos Pinto.
- 3:26:52Ursprünglich wurden die Weinberge
- 3:26:54in Terrassenanlagen,
- 3:26:56die sogenannt Socalcos, bewirtschaftet.
- 3:26:58Um das älteste Weingut von Ramos Pinto
- 3:27:00die Kinder de Bromretiro
- 3:27:02herum etablierte das Unternehmen
- 3:27:04den Anbau von Pantamaris
- 3:27:06Terrassenanlagen,
- 3:27:08die den Höhenlinien folgen.
- 3:27:10Ramos Pinto war auch das erste Unternehmen,
- 3:27:12was diese Steilagen im Duorotum
- 3:27:14mechanisch bewirtschaftete.
- 3:27:16Was eine kleine Revolution darstellte.
- 3:27:18Die Kinder de Bromretiro
- 3:27:20wurden 1789 gegründet
- 3:27:22und erstreckt sich
- 3:27:24über etwa 110 Hektar Rebblecher
- 3:27:26in einer Höhe von 110 bis 400 Meter.
- 3:27:28Hier werden ausschließlich
- 3:27:30rote Rebsorten angebaut.
- 3:27:32Ein kleinerer Weinberg,
- 3:27:34die Otiga, erstreckt sich
- 3:27:36über nur 3,5 Hektar
- 3:27:38und Beherberg über 100 Jahre alte Rebstöcke.
- 3:27:40Das zweite Portweingut des Unternehmens
- 3:27:42ist die Quinta de Osbornzares
- 3:27:44mit 25 Hektar Reben,
- 3:27:46die auf über 600 Meter
- 3:27:48Höhe wachsen
- 3:27:50und besonders aromatische frische
- 3:27:52Weine hervorbringen.
- 3:27:54Die Quinta de Eva Moda
- 3:27:56mit insgesamt 234 Hektar
- 3:27:58gehört ebenfalls zur Ramos Pinto.
- 3:28:00In den 1980er Jahren hat das Unternehmen
- 3:28:02hier weiße und rote Rebsorten weiterentwickelt.
- 3:28:04Die Weine aus diesen Weinbergen
- 3:28:06zeichnen sich durch hohe Konzentration
- 3:28:08und vollen Körper aus.
- 3:28:10Heiße Sommer und kalte Winter
- 3:28:12prägen das Klima der Weinberge.
- 3:28:14Ramos Pinto steht für erstklassige Portweine.
- 3:28:16Der intensive weiße Port
- 3:28:18mit seinem Geschmack nach Zitrusfrüchten
- 3:28:20und Nüssen ist ebenso zu empfehlen,
- 3:28:22wie der fruchtige und elegante
- 3:28:24White Reserve.
- 3:28:26Unter den roten Portweinen ist der samtige
- 3:28:28Grimaret mit seinem Abgang aus roten Beeren
- 3:28:30ein echter Genoss.
- 3:28:32Die Vintage Reihe, wie zum Beispiel
- 3:28:34den Vintage Ramos Pinto, besticht durch Strukturenfrische.
- 3:28:36Der goldene Tornis ist das Herzstück der Kollektion.
- 3:28:38Die 10 bis 30 jährigen Tornis
- 3:28:40gehören zum besten,
- 3:28:42was der Portweinmarkt zu bieten hat.
- 3:28:44Die Dorovine, wie der rote Bonsaris
- 3:28:46überzeugen mit intensiven Aromen
- 3:28:48von Erdbeeren, dunkler Schokoladen
- 3:28:50und Gewürzen.
- 3:28:52Adriano Rames gründet
- 3:28:54das Portweinhaus im Jahre 1880.
- 3:28:56Seit 1990 gehört es zur Röderer Gruppe
- 3:28:58und bewirtschaftet über 200 Hektar
- 3:29:00in den besten Lagen des Dorotals.
- 3:29:02Die Qualität der Weine
- 3:29:04hat Ramos Pinto zu einem
- 3:29:06der führenden Portweinhauser gemacht.
- 3:29:08Die klare Gliederung der Portweine
- 3:29:10in verschiedenen Linien unterstreicht
- 3:29:12die Vielfalt und Qualität des
- 3:29:14Angebots von Ramos Pinto.
- 3:29:16Vielen Dank für so besondere
- 3:29:18Portweinerlebnisse. Vielen Dank
- 3:29:20für die Unterstützung der heutigen Folge
- 3:29:22und auch ein großes Dankeschön
- 3:29:24für die Vertrebspartner in Deutschland
- 3:29:26gegen Handelshaus Schlummbärger.
- 3:29:28Was für eine Energie, was für eine,
- 3:29:46nicht nur Lebens, sondern auch Berufsfreude
- 3:29:48Florian an den Tag liegt.
- 3:29:50Unfassbar.
- 3:29:52Ich werde wahrscheinlich noch Stunden weiter reden.
- 3:29:54Ich ihn fragen. Er erzählen können.
- 3:29:56Und er ist ein solcher
- 3:29:58Quell von Information
- 3:30:00von Wein, Geistigkeit
- 3:30:02und Weinlebendigkeit, Weinemotion.
- 3:30:04Und man merkt, dass
- 3:30:06für ihn Wein einfach kein Beruf,
- 3:30:08sondern eine Berufung ist.
- 3:30:10Vielen Dank, lieber Florian Richter,
- 3:30:12für deine Zeit, für deine Energie,
- 3:30:14für deinen Engagement, für den Beruf.
- 3:30:16Und vielen Dank auch an euch, ihr liebe Hörer,
- 3:30:18dass ihr dieses recht ungewöhnliche
- 3:30:20mehrstündige Format mit viel Freude,
- 3:30:22einem tollen Feedback
- 3:30:24und einer sehr, sehr positiven Resonanz
- 3:30:26so erfolgreich begleitet.
- 3:30:28Ich wäre für jedes Liken,
- 3:30:30für jede Bewertung, für jedes Teil
- 3:30:32und für jedes Weiterempfehlen
- 3:30:34auch weiterhin sehr, sehr dankbar.
- 3:30:36Ein besonderes Dankeschön gilt auch
- 3:30:38zum einen den Weingütern
- 3:30:40als auch der Schlummbärgergruppe.
- 3:30:42Zu denen die Häuser Schlummbärger
- 3:30:44segnet, Konsejo Vini
- 3:30:46und das Privatkundenportal
- 3:30:48Bremer Weinkollekt gehören.
- 3:30:50Dank deren wirtschaftlichen
- 3:30:52und händischen Engagement
- 3:30:54ist es möglich, dieses großartige Projekt
- 3:30:56auf die Beine zu stellen.
- 3:30:58Und wie es so schön heißt,
- 3:31:00nach dem Podcast,
- 3:31:02ist vor dem Podcast.
- 3:31:04Und ich bin gespannt auf nächste Woche
- 3:31:06und auf einen Somelier-Kollegen,
- 3:31:08der schon in jungen Jahren ein Ikon ist.
- 3:31:10Ein Vorbild für viele,
- 3:31:12der selbst von vielen seiner Vorbilder
- 3:31:14mittlerweile auf einer Stufe gesehen wird
- 3:31:16und bei dem man so richtig erleben kann,
- 3:31:18wie manchmal ein Schüler
- 3:31:20seinen Lehrer überholt.
- 3:31:22Ich freue mich sehr auf Marco Franzelin.
- 3:31:24[Musik]
- 3:31:34[Musik]
- 3:31:44Hallo erstmal,
- 3:31:46schönen guten Tag.
- 3:31:48Mein Name ist Sven Nafort
- 3:31:50und ich soll ein bisschen was erzählen
- 3:31:52und so hätten wir schon seit
- 3:31:54ich glaube, elf Jahren mittlerweile zusammen.
- 3:31:56Ich glaube, Florian,
- 3:31:58auf den Tag genau ein Monat vor mir angefangen
- 3:32:00und wir haben glaube ich
- 3:32:02beide von Anfang gemerkt,
- 3:32:04dass es zwischen uns beiden nicht gut läuft.
- 3:32:06Wir haben praktisch so eine
- 3:32:08gleiche Idee,
- 3:32:10was Service angeht, wie Service abzulaufen hat
- 3:32:12und das hat uns, glaube ich,
- 3:32:14über die Jahre echt zusammengeschweißt.
- 3:32:16[Musik]
- 3:32:18Das ganze ist dann natürlich
- 3:32:20noch ein bisschen stärker geworden,
- 3:32:22als wir
- 3:32:24die Leitung des Hotels grundschleißig übernommen haben.
- 3:32:26Er hat Métre
- 3:32:28und
- 3:32:30Samoyer und ich als ein Stellvertretender.
- 3:32:32Es war immer noch
- 3:32:34wir haben auch etliche Fehler gemacht
- 3:32:36definitiv, also gerade wenn ich
- 3:32:38das allererste Gummifeste
- 3:32:40denke, was wir zusammen organisiert haben,
- 3:32:42denke ich ein bisschen mit
- 3:32:44Schrecken dran zurück,
- 3:32:46weil da mussten wir noch sehr, sehr viel
- 3:32:48gezahlen, aber ich glaube, wir haben uns in
- 3:32:50dem Hinsicht einfach weiterentwickelt
- 3:32:52und sind besser geworden.
- 3:32:54Und das, was uns auszeichnet, glaube ich,
- 3:32:56ist einfach so die Liebe zum Beruf,
- 3:32:58Liebe
- 3:33:00zu Produkten,
- 3:33:02Fachkenntnisse aufzubauen
- 3:33:04und das ganze auch weiterzugeben.
- 3:33:06Also sprich an
- 3:33:08sei es ein anderer Samoyer,
- 3:33:10sei es ein Chefdoron,
- 3:33:12Dänischeeftoron oder auch Azuis.
- 3:33:14Und ich glaube,
- 3:33:16wir haben praktisch mittlerweile einen sehr, sehr guten Weg gefunden,
- 3:33:18wie wir zusammenarbeiten,
- 3:33:20wie wir das Ganze organisieren,
- 3:33:22wie wir das Ganze
- 3:33:24bewerkstelligen.
- 3:33:26Und eine Geschichte zum Florian,
- 3:33:28was mir meisten beeindruckt hat,
- 3:33:30ist glaube ich jetzt nicht unbedingt,
- 3:33:32wir müssen jetzt nicht über seine Weinkenntnisse sprechen,
- 3:33:34ich glaube, das ist stets ich nicht in Frage,
- 3:33:36weil das ist schon sensationell,
- 3:33:38nicht umsonst ist er ja auch
- 3:33:40vor kurzem,
- 3:33:42den man hat an dem Webbewerb gewonnen
- 3:33:44und das hat mich am Florian meisten beeindruckt.
- 3:33:46Von Anfang an war es so die Zielstrebigkeit,
- 3:33:48die er hat, also gerade was das Thema Wein angeht,
- 3:33:50sich weiterzuentwickeln.
- 3:33:52Und eine Geschichte,
- 3:33:54die man hat zur Einfärbung,
- 3:33:56ist auf jeden Fall die Anfangszeiten
- 3:33:58vom Kronschlösten.
- 3:34:00War manchmal
- 3:34:02vielleicht ein bisschen chaotisch,
- 3:34:04ohne genau ins Detail zu gehen zu wollen,
- 3:34:06aber sagen wir es mal so,
- 3:34:08wenn man eine Flasche Wein verkauft hat
- 3:34:10und man ist in den Keller gegangen,
- 3:34:12das man wirklich findet.
- 3:34:14Und die erste Mammutaufgabe,
- 3:34:16die der Florian dann gemacht hat,
- 3:34:18um praktisch seinen eigenen Stempel,
- 3:34:20seinen eigenen Namen auf den Weinkeller
- 3:34:22auf die Weinkarte zu geben,
- 3:34:24war aufräumen,
- 3:34:26inventieren und eine Digitalisierung
- 3:34:28der Weinkarte.
- 3:34:30Und jeder,
- 3:34:32der das Kronschlösten kennt
- 3:34:34und weiß, wie groß die Weinkarte ist,
- 3:34:36kann sich vielleicht so ein bisschen an,
- 3:34:38was vorstellen, was das für ein Mammutprojekt war.
- 3:34:40Und das ist ein Fährer,
- 3:34:42und er hat es einfach so durchgezogen.
- 3:34:44Und das hat mich von Anfang an sehr beeindruckt,
- 3:34:46wie er das alles bewerkstelligen konnte
- 3:34:48und mit welcher Leidenschaft er das alles gemacht hat.
- 3:34:50Und ich wünsche jeden jetzt natürlich
- 3:34:52noch viel Spaß bei dem Podcast.
- 3:34:54Und es ist müßig zu erwähnen,
- 3:34:56dass der Florian
- 3:34:58nicht nur ein guter Arbeitskollege ist,
- 3:35:00sondern mittlerweile über die Jahre,
- 3:35:02sondern sehr, sehr, sehr, sehr guten Freund
- 3:35:04herangewachsen ist.
- 3:35:06Und ich freue mich schon auf die Zukunft
- 3:35:08und vielen Dank fürs Zuhören
- 3:35:10und viel Spaß beim Podcast.
- 3:35:12Jetzt habe ich mir gerade ein Gläschen Wein
- 3:35:22eingeschenkt. Was denkst du,
- 3:35:24was es sein könnte? Also es ist für mich ein
- 3:35:26Weingut, was ich selber sehr,
- 3:35:28sehr wertschätze.
- 3:35:30Weil es aus der Zeit
- 3:35:32resultiert,
- 3:35:34es ist ein deutsches Weingut
- 3:35:36als Deutschland versucht hat,
- 3:35:38sich neu zu definieren.
- 3:35:40Ich kannte es von früher,
- 3:35:42als ich mit Wein angefangen habe.
- 3:35:44Da war es noch gar nicht so
- 3:35:46überpräsent
- 3:35:48oder es war schon ein großer Name.
- 3:35:50Aber es kam
- 3:35:52erst um die
- 3:35:54Jahrtausendwende, dass die versucht haben,
- 3:35:56viele Sachen neu zu definieren.
- 3:35:58Kommt einer großartigen
- 3:36:00Weinregion,
- 3:36:02die versucht hat,
- 3:36:04Sachen anders zu denken,
- 3:36:06sich an großen Regionen
- 3:36:08zu orientieren.
- 3:36:10Die
- 3:36:12Bodenparallelen zu großen
- 3:36:14Weingunzen sind durchaus gegeben.
- 3:36:16Sie setzen sich mit dem auch
- 3:36:18gleich, aber mit einer typisch regionalen
- 3:36:20Rebsorte.
- 3:36:22Weißt du schon irgendwas
- 3:36:24oder willst schon irgendwas sagen
- 3:36:26oder willst du reinkreischen, also ich werde erzählen.
- 3:36:28Ich lasse dich einfach mal weiter schuldigen.
- 3:36:30Die Dame des Hauses wurde gerade
- 3:36:32auch wieder aktuell ausgezeichnet.
- 3:36:34Was auch zeigt, dass Weingut auf
- 3:36:36einen richtigen Weg ist.
- 3:36:38Den gleichem Weg, den es damals
- 3:36:40vor 100 Jahren gegangen ist,
- 3:36:42als eines der ganz großen
- 3:36:44Weingüter in Deutschland,
- 3:36:46eines der ganz großen
- 3:36:48Weingüter in der Region.
- 3:36:50Und ich habe einen der
- 3:36:52Hauptrebsorten aus Deutschland
- 3:36:54im Glas.
- 3:36:56Könnte welche sein.
- 3:36:58Ich glaube so weiß.
- 3:37:00Das kannst du über
- 3:37:02Dr. Bückling
- 3:37:04sprechen.
- 3:37:06Schrecklich, du weißt es.
- 3:37:08Schlimm.
- 3:37:10Und da aber witzigerweise,
- 3:37:12also mich hat es wirklich
- 3:37:14sehr fasziniert
- 3:37:16und ich fand es sehr interessant.
- 3:37:18Also jetzt über
- 3:37:20den Podcast habe ich 3 verschiedene Weine probiert.
- 3:37:22Den fand ich sehr, sehr interessant,
- 3:37:24weil das ein Weigut ist, was mich sehr geprägt hat.
- 3:37:26Weil es damals schon die
- 3:37:28Vision hatte, die Weine wieder
- 3:37:30aufleben zu lassen, wie
- 3:37:321920, 1930, als die Weine diese
- 3:37:34Großartigkeit in der Welt hatten.
- 3:37:36Und Bückling-Wolfi, eines der 3
- 3:37:38großen Bees, war
- 3:37:40das geschafft,
- 3:37:42eine Initiative wieder aufleben zu können.
- 3:37:44Und auch die Philosophie hatten,
- 3:37:46sowohl mit dem
- 3:37:48Kirchenstücken als auch mit dem Pechstein,
- 3:37:50diese
- 3:37:52Krongrüh und Prämikröh-
- 3:37:54Philosophie zu leben,
- 3:37:56eine ganz einzige Artige Weise,
- 3:37:58Langlebigkeit und eben auch Preis
- 3:38:00Stabilität zu leben.
- 3:38:02Und ich habe bewusst
- 3:38:04einen der Weine genommen, die
- 3:38:06ich für
- 3:38:08Extremgasronomie freundliche
- 3:38:10und trotzdem großartig halte.
- 3:38:12Hast du auch was im Glas?
- 3:38:14Ich habe auch was im Glas, du musst noch mal einschicken.
- 3:38:16Also
- 3:38:18ja,
- 3:38:20so, geht auch los.
- 3:38:22Ja, also
- 3:38:28bei mir ist es eher so,
- 3:38:30zumindest von der Farbe her
- 3:38:32hat sich hier so
- 3:38:34ein Körner
- 3:38:36Rot bis zu
- 3:38:38orange, also den Rändern.
- 3:38:40Und
- 3:38:44wenn es da rein riecht, hast du halt
- 3:38:46so orange
- 3:38:50Backpflame,
- 3:38:52ganz viel so.
- 3:38:54Also es ist immer noch sehr, sehr
- 3:38:56so ein Weihnachtsgefühl zu den Spekulatius.
- 3:38:58Zim, Nagell
- 3:39:00Schuss, sehr intensiv.
- 3:39:04Und es ist
- 3:39:06ein Wein.
- 3:39:08Also etwas, was ich solo an sich
- 3:39:10eigentlich auch mal sehr gut finde,
- 3:39:12sind da jetzt eher
- 3:39:14nicht in Deutschland zu Hause.
- 3:39:16Es ist auch ein Wein,
- 3:39:18wenn du den probierst.
- 3:39:20Der hat schon
- 3:39:22oder bringt viel Süße mit.
- 3:39:24Das ist halt ein ganz hohes Säure,
- 3:39:30das ist so richtig
- 3:39:32das ist nur
- 3:39:34Holzfassausbau über mehrere
- 3:39:36Jahre,
- 3:39:38vielleicht Jahrzehnte.
- 3:39:40Ich sag, trocken ist er nicht,
- 3:39:42das ist
- 3:39:44schon hochgradig süß
- 3:39:46und
- 3:39:48richtig rot, schmelzig, dicht.
- 3:39:50Also dieses Thema, was wir mit süß
- 3:39:52Meinen vorher hatten,
- 3:39:54oder auch, es ist ein Fortified,
- 3:39:56was wir dann glas haben.
- 3:39:58Und
- 3:40:00wenn der das Land sagt,
- 3:40:02dann weiß ich, dass wir immer auf der iberischen Halbe sind.
- 3:40:04Und geht das so langsam
- 3:40:08in diese Richtung,
- 3:40:10was ich mir eben
- 3:40:12als Wein auch dann sehr gut
- 3:40:14zu,
- 3:40:16ich hab leider kein Stillen zu Hause,
- 3:40:18denk ich mir gerade.
- 3:40:20Du warst ein Blödsinn.
- 3:40:22Aber Anfang,
- 3:40:24als du über die Farbe geredet hast,
- 3:40:26dachte ich, eventuell Richtung Nebiolo,
- 3:40:28weil du es vorhin angesprochen hast,
- 3:40:30also allein von der Farbkultur und so weiter,
- 3:40:32auch von der Aromenkultur fand ich es ganz,
- 3:40:34ganz spannend.
- 3:40:36Und war ich relativ,
- 3:40:38dachte ich,
- 3:40:42wenn du in Richtung Grenage,
- 3:40:44das könnte auch ganz spannend sein,
- 3:40:46wenn die wirklich sehr reif sind,
- 3:40:48gehen die auch in diese Richtung auf eine Aromatik,
- 3:40:50aber dann, als du letztlich
- 3:40:52in diese süßweite Richtung gingst,
- 3:40:54da war es eigentlich relativ klar,
- 3:40:56dass es irgendwie ein Torni wahrscheinlich mit 20 Jahren ist.
- 3:40:58So was in der Art.
- 3:41:00Heute nicht ganz so,
- 3:41:02ich hab ein Torni jetzt hier,
- 3:41:04hinter der Aromirra.
- 3:41:06Also,
- 3:41:08einfach auch ein Torni,
- 3:41:10was für mich also extrem vieles stile und versetten
- 3:41:12und gerade die
- 3:41:14Geschichte von der Kinder der Aromirra
- 3:41:16finde ich immer,
- 3:41:18dass die einfach,
- 3:41:20ja, die haben auch immer so ein bisschen,
- 3:41:22so einen kleinen,
- 3:41:24so einen laktischen Erdbeer tun.
- 3:41:26Also, ich mag das sehr, sehr gerne,
- 3:41:28weil es einfach sehr rund ist,
- 3:41:30es ist nicht so schwer,
- 3:41:32dass du abends auch mal trinken kannst
- 3:41:34und
- 3:41:36ja, einfach halt
- 3:41:38einfach halt
- 3:41:40ein trinkiger Torniport,
- 3:41:42also, weil das ist,
- 3:41:44klar, es ist ein hoher Alkohol drin,
- 3:41:46aber weil dieser hohe Alkohol,
- 3:41:48also, weil ich trink selber,
- 3:41:50obwohl ich mir viel spielte Hosen ausinteressiere,
- 3:41:52aber ich bin gefäll, wenn ich trink,
- 3:41:54da ich kaum mehr spielte Hosen,
- 3:41:56aber vor allem, das hab ich schon sehr, sehr gern,
- 3:41:58weil ich finde einfach, die Weine
- 3:42:00sind so facettenreich,
- 3:42:02arm
- 3:42:04und gerade
- 3:42:06die Welt von den Tornis,
- 3:42:08die ganzen Stile der verschiedenen Güter,
- 3:42:10ich hab für mich unglaublich spannend
- 3:42:12und
- 3:42:14Rammerspielter ist momentan,
- 3:42:16wenn sie so will, der Haustorni hier,
- 3:42:18und ja,
- 3:42:22deswegen heute Abend bis heute.
- 3:42:24[Musik]
- 3:42:26[Musik]
- 3:42:28[Musik]
- 3:42:30[Musik]
- 3:42:32[Musik]
- 3:42:34[Musik]
- 3:42:36[Musik]
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