Latest / SOMMELIER / Sebastian Georgi - Der Charaktersommelier
Transcript
- 0:00Hallo mein Name ist Steve Breitzke, ich bin einer der Gründe vom Astralmestro in Wien
- 0:17und ich darf euch heute ein bisschen was zu Sebastian Gowi erzählen.
- 0:19Viele werden ihn wahrscheinlich kennen.
- 0:22Ich kenne ihn jetzt schon knapp 20 Jahre, habe mit ihm damals fast ein Jahr lang zusammen
- 0:26gearbeitet, ich durfte sein Komi spielen und habe das glaube ich nicht ganz so schlecht gemacht,
- 0:31sonst wäre man nicht so lang befreundet.
- 0:32Wir kennen uns im Gesacht schon eine halbe Ewigkeit und ich schätze ihn sehr als kompetenten
- 0:40Sommerjahr, kompetenten Fußballfachmann, sagt sie in Geschäfte, betrifft es würde
- 0:45wahrscheinlich euch auch nach den nächsten Stunden erzählen, könnte sehr spannend oder
- 0:49auch langwierig sein, je nachdem.
- 0:50Ich habe zum einen riesengroßen Respekt vor dem was ich leistete, also gerade mit dem Konzept
- 0:57Nine of Rife, hat er glaube ich eine Standard gesetzt, wie man mit einfachen Dingen, vermeintlich
- 1:03einfachen Dingen wie eine Pizza herstellen und eine tollen Weinkarte, extrem tolles
- 1:08Sachen machen kann und natürlich auch ein Publikum anziehen, die jetzt vielleicht nicht
- 1:11gerne in eine Sterne Restaurant gehen wollen um eine gute Flasche Wein zu trinken.
- 1:14Ich glaube das Konzept gibt es in Deutschland noch nicht allzu lange, dass man nicht nur
- 1:20in den Restaurants gehen muss um eine tolle Flasche Wein zu trinken und das Ganze noch
- 1:23zu bezahlbar um beißen.
- 1:24Also ich glaube, da hat er einen Standard gesetzt, was ihm wahrscheinlich länger definitiv
- 1:30eine Corona für den Kopf gehört.
- 1:32Und ja, wir sind nicht immer eine Meinung was Wein der betrifft, also gerade wir beide eigentlich
- 1:37aus einer klassischen Weinrichtung kommen und es dachte uns doch so ein bisschen, sage
- 1:40ich mal, infremdet haben.
- 1:41Ich bin dann eher so in Richtung Naturbein abgetrifftet und drifte wahrscheinlich jetzt
- 1:46in den nächsten Jahren ein wenig wieder zurück, so wie das immer so ist, wie das Pendel ausschlägt,
- 1:50einmal in die Richtung und dann trifft man sich in der Mitte.
- 1:53Was aber geblieben ist, dass er definitiv die Kunst beim Bein machen eher in dem Handwerk
- 1:58sieht und das ist glaube ich das essentielle.
- 2:00Und ich hoffe, wir werden jetzt sehr viel Spaß haben in den nächsten 2-3 Stunden, könnte
- 2:04vielleicht auch länger werden, aber ich denke der Ansatz mit sie wie unsere Bassen zusammen
- 2:07könnte sehr spannend werden.
- 2:09Also viel Spaß und liebe Grüße aus Wien.
- 2:11Bye, ciao.
- 2:11Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Somelier, die interessantesten Mundschenke
- 2:39unserer Zeit.
- 2:40Mein heutiger Gast ist Sebastian Georgi, Jahrgang 76 und einer der Kultmenschen der deutschen
- 2:46Wein Szene.
- 2:47Und dies wurde im Jahre 2021 vom Vino Magazin bestätigt und attestiert, als er zu einem
- 2:52der 25 wichtigsten Weinpersönlichkeiten des Jahres 2022 gewählt wurde.
- 2:57Aber das ist nicht seine einzige Auszeichnung.
- 2:59Mehrfach Somelier des Jahres, mehrfach beste Weinkarte in seinen verschiedenen Anstellungen
- 3:04und er wurde von verschiedenen Organisationen zu deren Botschafter erwählt.
- 3:08Und er hat es geschafft dem Wein zu entkampfen, mit seinem Konzept von "Pizza und Wein"
- 3:12und das ohne ihm die Würde zu nehmen, indem er Wein und Pizza vereint.
- 3:16Das Konzept mit seinen 5 9/5 Pizzerien ist unfassbar erfolgreich und basierte auf seiner
- 3:22485 Grad Idee, die er vor 10 Jahren in Köln ins Leben rief.
- 3:26Er schuf eine Weinkarte, die Münder offen stehen ließ und Street Food mit Spitzen gewachsen
- 3:31zusammenprachte.
- 3:32Heute stehen bei Sebastian die angesagtesten Namen auf der Karte und seine Meinung hat
- 3:36Gewicht.
- 3:37Und wenn einer einen Internet-Hype auslösen kann, dann ist es Sebastian.
- 3:41Vor seiner Pizza-Wein-Karriere schenkte er mit missionarischem Einfach für guten Wein
- 3:47im 3-Sterne-Restaurant Dieter Müller.
- 3:49Sehr viele Rieslinge aus, war zuvor im Hotel Interkontinental in Köln als Chef-Somelier
- 3:54tätig und davor "Somelier im legendären Fischersweingenussentafelfreuden von Christina
- 4:00Fischer".
- 4:01Seine Ausbildung erfuhr Sebastian im In-Silence-Hotel Waldhaus-Olembach in Schmalenberg im Sauerland,
- 4:06wo er mit dem Weinvirus infiziert wurde.
- 4:08Doch bevor wir Sebastians Wort kommen lassen, möchte ich mich ganz herzlich bei unserem
- 4:13Partner der Schlumberger-Gruppe mit den Handelshäusern Segnetz, Schlumberger, Konzio Vini und dem
- 4:18Privatkundenportal Bremer Weinkollekt für die händische und wirtschaftliche Unterstützung.
- 4:23Mehr als bedanken.
- 4:24Und nun, Bühne frei und Vorhang auf für Sebastian Georgi!
- 4:28Hat dich das damals berührt, als du als Laptop-Sommie betiegelt wurdest?
- 4:39Ja, ein lustigerweise.
- 4:41Derjenige, der dafür ausschlaggebend war, den habe ich jetzt auf der Vivinum in Wien
- 4:48getroffen.
- 4:49Amts zufällig.
- 4:50Ich überleg grad mal, nee der war im Nine-O-Five und der hat sich dann irgendwie für diese
- 4:55Situation damals auch entschuldigt.
- 4:57Eigentlich eine groteske Situation.
- 5:00Wir hatten eine Probe von Roania, damals in unserer zweiten Location auf dem Karlsplatz.
- 5:10Und dann bin ich aber an die erste Location auf die Agastraße gefahren, weil ich noch
- 5:15Karten ausdrucken musste.
- 5:16Und bin reingestürmt, ich hatte wirklich wenig Zeit, ich war zu spät dran wie immer
- 5:21und hatte wirklich wenig Zeit und habe mir ein Laptop aufgeklappt, habe die Karten ausgedruckt
- 5:26und bin ohne nach links und rechts zu schauen mit den Weinkarten bzw. mit den Menükarten
- 5:31dann wieder auf dem Karlsplatz gefahren.
- 5:33Und da war einer dabei, es war so Sonntag, Nachmittag, der dann irgendwie geschrieben
- 5:38war als absolute Frechheit.
- 5:39Der Boss hat mich noch nicht mal begrüßt bzw.
- 5:42mich gesehen und der sitzt nur am Laptop und ja, da ist es so ein bisschen entstanden.
- 5:46Aber es hat mich sehr geärgert, die Situation, weil ich es ein bisschen unfair fand.
- 5:52Wir haben das jetzt wie gesagt ausdiskutiert und da kamen jetzt ja schon ein paar Jahre
- 5:55her, kann man sich schleilig auch drüber lachen.
- 5:57Aber das spielt ja schon so ein bisschen in die eine Richtung.
- 6:02Es ist natürlich schön und gut, Wein zu verkosten und zu verkaufen.
- 6:06Aber irgendjemand muss auch die Weinkarte schreiben, jemand muss die Gehälter überweisen
- 6:11und das ist alles heute, das machen wir nicht auf dem Gameboy, das machen wir am Laptop.
- 6:16Und ich finde, es ist ein sehr, sehr wichtiger Part unseres Jobs, nicht nur da zu stehen
- 6:23und eine geile Pulle Wein aufzureißen, sondern halt auch die ganzen anderen Sachen, die drum
- 6:27herum sehr, sehr wichtig sind.
- 6:29Wie fit muss man sein?
- 6:31Beim Laptop?
- 6:32Da habe ich ...
- 6:33Allgemein, digital Technik, Laptop macht es einem ja heute einfach, je nachdem welchen
- 6:38Standard man hat.
- 6:39Haben wir gerade gesehen?
- 6:40Aber so allgemein.
- 6:41Haben wir gerade gemerkt beim Aufbau der Technik, wie fit ich bin?
- 6:46Nein.
- 6:47Also ich persönlich bin jetzt kein Mega-Computer-Freak.
- 6:51Ich habe auch irgendwie früher keine Computerspiele oder sowas gezockt.
- 6:56Aber so ein bisschen sollte man schon was machen können.
- 7:03Ich nutze jetzt auch ein Unternehmen aus Amerika, welches einer Frucht gleicht und nicht die
- 7:11anderen und finde das ein bisschen einfacher und ist ja heutzutage alles so ein bisschen
- 7:18selbsterklärend.
- 7:19Wo ist es du, dass der Kollege von der Frucht, das der zehn Jahre nur Äpfel gegessen hat?
- 7:26Ja, ist so.
- 7:27Ich habe die auf einer Apfelplantage gearbeitet.
- 7:31Und dann fiel ihm irgendwie so ein Ding vor die Füße und dann hat er gesagt, da hatten
- 7:36ja damals keine Kohle.
- 7:37Und dann fiel ihm so ein Ding vor die Füße und dann hat er das irgendwie angebissen.
- 7:41Er hat gesagt, okay, das ist mein Logo.
- 7:43Ja, großer Visionär.
- 7:48Damals weiß ich noch das erste Mobile Device, was ich davon gesehen habe.
- 7:55Damals tatsächlich im Schloss Leerbach von dem Stammgast.
- 7:58Dann habe ich dann gesagt, was ist das für ein Quatsch?
- 8:01Was haben Sie jetzt auch nicht verstanden?
- 8:03Man kann es auch total...
- 8:04Mega-Spookie da mit diesen Epsen und her.
- 8:07Und ich meine heute...
- 8:09Und da ist nicht mehr Tasten.
- 8:10Also das ist ja...
- 8:11Verrückt.
- 8:12Ja.
- 8:13Und erst zehn Jahre her, das finde ich so heftig.
- 8:14Findest du, wir haben sowas in der Weinwelt?
- 8:16Also solche Visionären Menschen?
- 8:19Ja, klar.
- 8:20Und gibt es ja...
- 8:21Ich glaube, es gibt es ja...
- 8:22Wie heißt das für dich?
- 8:23Ja, es gibt es ja für jede Epoche.
- 8:25Ich finde es tatsächlich...
- 8:27Man ist ja kein Geheimnis, dass ein Winster aus Rhein-Hessen sehr guter Freund auch von
- 8:32mir ist.
- 8:33Und ich finde auch, dass gerade auch in Rhein-Hessen sehr viel Visionen auch geschaffen worden sind
- 8:38für den deutschen Weinbau.
- 8:39Das ist so die...
- 8:40Wenn man so ein bisschen Deutschland nimmt.
- 8:42Aber auch auf der anderen Seite so was unseren Job betrifft.
- 8:46Also bei den Sommles gibt es ja schon viele, die große Vision hatten.
- 8:52Und gerade so in dieser Aufbruchzeit, also wir haben jetzt 2024, wann sowas so die Aufbruchzeit
- 8:57wird, sagen wir so der Anfang Mitte der 90er fing das an.
- 9:01Und dann wurde das natürlich immer weiter lawinartiger und hat so ein bisschen...
- 9:09Man weiß ja selber, wann du dann eine Weinbar damals eröffnet hast.
- 9:12Also das war so Mitte der 2000er, war das so ein bisschen dann kurz vom Pieck, glaube
- 9:17ich, so diese ganze Weinaufbruch und junge Leute und deutsche Weinen.
- 9:21Und dann so diese zweite Epoche in Deutschland, dann mit den Naturweinen vor...
- 9:26Ich weiß gar nicht, wann fing das an?
- 9:29Zehn Jahre, würde ich sagen.
- 9:30Ja, aber so richtig hart, so sieben, acht Jahre, sechs, sieben, acht Jahre, glaube ich.
- 9:34Ja.
- 9:35Und da muss man natürlich, also Christina Fischer war ein Visionär, Claudia Stern, klar, in
- 9:41so einer Weinstadt wie Köln damals.
- 9:43Das ist gleich zwei Sokuri-Fähen gab, auch sehr, sehr interessant.
- 9:48Hendrik, Henry Thoma in Hamburg.
- 9:50Das sind so die ersten, die mir jetzt Ahtok einfallen, da habe ich bestimmt ganz viele
- 9:56Leute vergessen.
- 9:57Und Alfred Vogt damals, der ein sehr, sehr ruhiger in sich gekehrter Sommler war, den
- 10:02viele wahrscheinlich gar nicht mehr kennen.
- 10:04Der aber einer der besten Verkoster waren, oder ist, die ich kenne und ein großartiger
- 10:13Künstler am Glas ohne sich nach vorne zu stellen.
- 10:16Und das war bei den anderen drei genannten sicherlich, waren er ein bisschen extrovertierter
- 10:22und der Alfred war oder ist ein bisschen introvertierter.
- 10:25Und das war damals so diese, sehr ähnlich wie bei den Köchen, damals Schwarzwadstube,
- 10:32dann Schloß Leerbach, das waren ja immer so die beiden Iconen da vorne, so ein bisschen
- 10:36wie heute FC Bayern und vor mir aus Borussia Dortmund in der Bundesliga.
- 10:39Das ist ja immer so die beiden Resturungswahn, wer ist jetzt erster oder wer ist besser
- 10:45oder wie auch immer.
- 10:46Und dann kamen so danach so die Wisslerzeit und Elferfeld und so weiter und so, und so
- 10:53entwickeln sich natürlich auch diese ganzen Brunchen dann im Laufe der Zeit.
- 10:59Kannst du den Erfolg, weil du es gerade erwähnt hast?
- 11:02Ich kann es mir schon, Klaus-Peter-Kerder, erklären, du warst ja einer der Ersten,
- 11:05die den richtig extrem auch gefördert und dafür ins Feld gesprungen sind.
- 11:10Also die haben sich unterstützt mit ganz vielen lauten Worten, wo es noch keiner verstanden
- 11:15hat, also was um 2000 mit dabei.
- 11:18Genau, wir haben damals - das ist noch außen zu proklamieren.
- 11:21Ja, wir haben damals, glaube ich, mit als eine der Ersten in Leerbach, das war ja auch
- 11:26dein Verdienst oder ein großer Verdienst von dir, haben wir ja auch so große, als diese
- 11:31ganzen großen Gewechsel kamen.
- 11:32So zwei, vierer Jahrgang haben wir das mit als aller eine der Ersten im offenen Bereich
- 11:36gemacht.
- 11:37Also wir haben jetzt den zweiten Menü eingebaut und ich höre mich jetzt so ein bisschen an,
- 11:43wie Opa, der vom Krieg erzählt, aber die - Also ne, ihr bist ja auch nicht mehr.
- 11:47Ja, genau, das stimmt, das merke ich jeden Morgen beim Aufstehen.
- 11:49Die, die uns nicht wissen, damals war es so, dass es ein großes Menü gab, logischerweise
- 11:56wie man es heute auch kennt, abends.
- 11:58Aber wir, ja es gab auch Restaurants, die mittags noch offen hatten, man mag das, kann ich glauben.
- 12:03Und damals gab es zwei Menüs, also auch das große Menü natürlich und das Name ist Buschmenü,
- 12:10hieß das, so einen kleinen Varianten.
- 12:11Und dazu hat der, hattest du ja jeweils eine Weinreise konzipiert.
- 12:17Das heißt, wir haben natürlich unfassbar viel offen verkauft.
- 12:20Und ich kann mich erinnern, dass wir damals zwei, vier Kürspiel vom Klaus Peter offen
- 12:23aus geschenkt haben im großen Weinmenü, sprich zum Fischgang.
- 12:26Und da ging natürlich auch wahnsinnig viel Menge durch.
- 12:30Das würde heute gar nicht mehr funktionieren, weil die Allokationen sind natürlich unfassbar
- 12:34gering.
- 12:35Aber man kann schon sagen, dass wir das damals palettenweise gekauft haben und mir hat das
- 12:39einfach geschmeckt.
- 12:40Und damals kannte ich ihn noch gar nicht.
- 12:42Und ich glaube die Basis von so einem Weingut, und ich sage das heute auch gerne immer noch,
- 12:48für mich ist es eines der besten Weingüter der Welt.
- 12:50Das war sicherlich sein Vater, der die Basis geschaffen hat und der K.P. dann mit Geisenheim
- 12:55und sehr viel in der Welt rumgereist und geschaut und dann eine ganz tolle Frau, die Julia gefunden,
- 13:01die auch nur drei Orte schafften weiter beheimatet war oder ist und so ein bisschen die Lang
- 13:08zusammengelegt.
- 13:09Und da kam dann was Großes raus.
- 13:11Und das hat sich auch wahnsinnig entwickelt und hat sicherlich auch so ein bisschen, ist
- 13:18das Internet ja auch dafür zuständig.
- 13:20Man, wie du gerade schon gesagt hast, man konnte ein bisschen lauter sein, man konnte
- 13:25Dinge rausschreien, die Leute haben die Weine nachgekauft und dann hat sich das verselbst
- 13:31ständig.
- 13:32So und heute ist es so, wenn er irgendwie sagt, ich sage jetzt mal einen kleineren
- 13:35Wein, Rosé, er postet das auf Instagram, ist er ein großer Instagram Nutzer auch, dann
- 13:40ist das Zeug in ein paar Stunden ausverkauft.
- 13:42Und früher gibt es immer noch das Weinlisten, also Angebote rumgeschickt werden.
- 13:48Aber das hat sich natürlich auch bei den relevanten Winzern total ins Internet verschoben.
- 13:53Und du bist vor allem natürlich auch total gläsern.
- 13:56Also jeder geht ins Internet und guckst jetzt an Kürspiel, neuer Jahrgang, was kostet der
- 14:00Wein oder wo kannst du es kaufen, kannst du es eigentlich relativ klar, immer mit einem
- 14:05kleinen Obolus versehen, aber du kannst es bestellen.
- 14:07Und das war ja früher nicht so, niemand wusste wo du die Wein herbekommen kannst.
- 14:10Und das hat ja ...
- 14:12Ist bei so einem Wein und so einem Wein gut, ist es da mehr Qualität oder ist es Marketing?
- 14:17Dass das so ein Extrem ... also es muss klar immer einhergehen.
- 14:21Aber was war dort der Ausschlaggebende Punkt?
- 14:23Qualität.
- 14:24Was du so im Allgemeins gibt, Qualität.
- 14:25Qualität, total Qualität.
- 14:26Weil ich kann mich erinnern an die Homepage, die die Kellers damals hatten.
- 14:31Also fand ich eher nicht so nice, also von daher kam das von dem Video nicht.
- 14:39Und totale Qualität.
- 14:41Und ja, aber es ist ja wie bei ... wenn ihr jetzt wirklich einen Handy nimmst, es hat
- 14:47auch eine Qualität zum Anfang, da gibt es einen Hype, die Leute stehen an, die stehen
- 14:51drei Tage an, um sich so ein Ding zu holen.
- 14:53Auch völlig abstros, wenn man sich das heute so überlegt.
- 14:55Aber die Qualität ist die totale Basis und alles, was drum herumkommt, ist dann so ein
- 15:01bisschen die göttliche Fügung oder die Klärwarnis des Winzers in dem Fall.
- 15:06Aber es ist ja bei Caution genauso.
- 15:08Manchmal aber auch so eine geniale Idee, wie jetzt zum Beispiel den G-Max in dieser Sechsterkiste
- 15:12zu verkaufen.
- 15:13Leider nur noch Sechsterkiste.
- 15:16Das waren mal zwölf oder ...
- 15:18Das waren mal zwölf, das waren mal zwei drin, jetzt ist nur eine eine drinne.
- 15:21Ja, das ist ja auch ... also das tun eines Visionärs, das sagen wir mal zu, wir hunden
- 15:28uns so eine Kiste, wir packen die Topweine da rein, es gibt den G-Max nicht mehr zu kaufen.
- 15:33Also ich kann mich erinnern, ich habe noch einen alten G-Max.
- 15:36Gab es hier mal so?
- 15:37Ja, ich habe so und er hat ... also ich will jetzt nichts Falsches sagen, wir haben da
- 15:41oft drüber geredet, aber ich glaube, dass er neben 25er Gumioboyer dann die 24er Weine
- 15:46getestet wurden, hat das dann ... also war er die Nummer eins bei den Topten und hat dann,
- 15:51da steht ja auch immer der Preis dabei, hat glaube ich 68 Euro damals gekostet.
- 15:54Was ja immer noch ein krasser Preis ist für die damalige Zeit.
- 15:58Damals war.
- 15:59Haben ja alle gesagt, völlig verrückt und ich habe immer gesagt, schau, wenn du damals
- 16:02eine Palette gekauft hättest, keine einzige Flasche gekauft, fair gekauft hättest, dann
- 16:08ich müsste es jetzt mal ausrechnen, bist du da euch Millionär?
- 16:11Ja.
- 16:12Und da haben damals gesagt, er ist völlig verrückt, der Typ.
- 16:17Macht eine Kiste, erzählt auch noch, dass die Holzkiste selber was was sich 200, 300 Euro
- 16:22kostet und packt da seine besten Weine rein und das Schöne war ja, dass jedes Jahr auch
- 16:26andere Weine drin waren, das heißt dann nochmal Versteigungsweinen und das und das hat sich
- 16:29ja auch so ein bisschen lawinartig dann verändert mit dieser ganzen Versteigerung und dann
- 16:37hast du manche Weine nur noch da drin gefunden und wenn gute Gäste gekommen sind, hast du
- 16:42die Kiste aufgerissen und hast die Weine rausgenommen.
- 16:45So und das macht aber ja so ein Weinumfeld auch aus und das bringt ja auch den Spaß und
- 16:51ja, also die Weine sind großartig, die waren großartig.
- 16:56Er war damals, fand ich, so qualitativ ein bisschen auf weiter, alleine auf weiter Flur, das hat
- 17:03sich natürlich heute verändert, war die Welt sich verändert hat, nicht dass er an Qualität
- 17:07verloren hat, sondern sind andere auf den Plan getreten.
- 17:10Aber immer noch ein Weingut, was extrem schnell ausverkauft ist, die Allikationen sind super
- 17:17gering, auch für mich leider, ich hoffe, er hört das jetzt und versteht die Kritik,
- 17:22nein, aber du kriegst die Allokationen heute gar nicht mehr, weil die Weinwelt ja auch viel
- 17:25größer geworden ist.
- 17:26Und die China ist irgendwie dazu gekommen.
- 17:27Ja, globaler.
- 17:28Wenn selbst ein Freund aus Amerika mich anruft und fragt, ob ich da irgendwas machen kann,
- 17:33ich sitze doch in Deutschland und das mit einem leichten Lächeln dann sozusagen beendet
- 17:37wird, also es wird natürlich auch globaler vertrieben, zwar aber auch schon eine wilde
- 17:41Zeit damals, ich erinnere mich noch, wie ich bei Birklee und Wolf saß und die davon sprachen,
- 17:48dass ihr Kirchenstück mal 100 Mark kosten oder 100 Euro kosten soll und das erschien
- 17:54total verrückt.
- 17:55Also es hätte nie jemand gedacht und mittlerweile findest du, wir haben es in der Fahnenstange
- 18:01erreicht in Deutschland, mit dem deutschen Wein, mit dem Riesling oder denkst du, was
- 18:07glaubst du, was der nächste Step ist?
- 18:08Ist es so deine Leidenschaft in Natural oder?
- 18:11Ja, ich meinst du, preislich den ist den Peak?
- 18:14Allgemein, also so qualitativ preislich, weil wir sind ja zumindest in unserer kleinen
- 18:19Blase relativ renommiert in der Weinwelt, was Riesling angeht und so weiter.
- 18:25Das glauben wir zumindest, dass wir das sind.
- 18:28Die Frage ist dann, haben wir schon alles mehr oder wie erreicht, was die Winzer vor
- 18:3420 Jahren wollten?
- 18:35Das denkt man immer, wenn man in dieser Phase sich befindet, nicht wahr?
- 18:39Und denkt ja, wie soll es weitergehen, wie soll es noch besser werden, was soll jetzt
- 18:43noch kommen, wie teuer soll es noch werden?
- 18:45Ich sag immer, Ende des 19. Jahrhunderts hat damals der Chef des amerikanischen Patentamtes
- 18:55seinen Job niedergelegt, weil er hat gesagt, mein Job ist dann, was soll noch kommen, es
- 19:00ist alles erfunden.
- 19:01Und wir alle wissen, was dann passiert ist, dass es natürlich nicht so war.
- 19:05Und ein bisschen kritisch sehe ich gerade so ein bisschen die Preistrukturen im deutschen
- 19:11Weinbau, dass es immer noch teurer, noch teurer, noch teurer wird.
- 19:14Das hat aber natürlich auch so ein bisschen mit mir ja 2, 24 zu tun, wo wir alle kennen
- 19:20die Situationen, die sich gerade so ein bisschen auf dem Markt befindet, Inflation.
- 19:25Und wir haben so ein bisschen die Covid-Nachwähnen meines Erachtens jetzt noch drei Jahre danach.
- 19:30Ist aber der deutsche Wein für diese Qualität nicht nach wie vor Schweine günstig?
- 19:34Also wenn du überlegst, das Kronkrüß, keine Ahnung, Christian für 30 Euro, die teilweise
- 19:38nicht schlecht sind.
- 19:39Ja wollen Sie mehr.
- 19:40Was findest du halt, das findest du weltweit ja nirgends dann irgendwo, oder auch im Einstiegsbereich
- 19:43findest du Weine um die 10 Euro, die durchaus anständig sind.
- 19:48Also ich glaube, wenn dann die Haie entweine, wenn die 2, 3, 400 Euro kosten, so was, das
- 19:53kosten sie in Amerika, in Italien oder in Frankreich natürlich auch oder in Spanien.
- 19:58Stimmt, aber ich glaube einfach, dass, also wir sehen es bei uns zum Beispiel, also ich
- 20:03rede da mit vielen Winzern, mit vielen Weinhändlern.
- 20:06Und was bei uns bei Nine of Hives ein bisschen fehlt, dieses Jahr ist wirklich der, dass
- 20:13die ganz großen Weine getrunken werden.
- 20:15So dieser Mittelbau ist super, offen sowieso alles, aber so was ist bei euch Mittelbau und
- 20:21was sind große Weine?
- 20:22Ja also 50 bis 100, ne?
- 20:23Da 40 bis 100.
- 20:24Das Mittelbau?
- 20:25Ja ja, das Mittelbau.
- 20:26Also wir haben ja eine relativ einfache Kalkulation bei uns, das stimmt natürlich jetzt nicht
- 20:31bei jedem Wein, aber wir nehmen eigentlich Endverbraucherpreise plus 20 oder 25 Euro.
- 20:36Das ist so unsere Kalkulation.
- 20:39Okay.
- 20:40Logischerweise funktioniert das jetzt bei Sherry Picking nicht, DHC oder Overnoor oder La
- 20:45Bay oder wie auch immer, da funktioniert das nicht so ganz, aber sonst sagen wir mal
- 20:4990 Prozent der Weinkarte sind so kalkuliert, das ist unser Ansatz.
- 20:52Und bis 80 bis 90 Euro ist das alles super, aber darüber hinaus ist in diesem Jahr ein
- 20:58bisschen schwierig.
- 20:59Hat aber auch vielleicht ein bisschen mit dem Wetter zu tun, so dass die Terrassensaison
- 21:02ist jetzt auch nicht so riesig ausgeprägt.
- 21:04Wir nehmen jetzt hier auf Mitte Ende Juli, es sind jetzt gerade den Köln 20 Grad, es regnet,
- 21:11also es ist nicht sexy das Wetter dieses Jahr.
- 21:15Ja man muss ein bisschen aufpassen beim Überdrehen der Weinpreise finde ich.
- 21:21Ich glaube der VDP will ja immer noch ein bisschen höher und ein bisschen höher, ich
- 21:24kann deine Argumentation natürlich verstehen, aber der Gast muss das natürlich mitmachen.
- 21:31Und auch diese ganzen, klar das Totschalk Argument ist natürlich Burgund, was ich ja liebe,
- 21:40was ich ja liebe, aber klar es ist teuer, aber du kriegst halt auch Burgund de Blancenbereich
- 21:46oder auch Villages, bekommst du einfach Sachen die so gut sind, das geht sich schon noch
- 21:53aus.
- 21:54Es ist ein ganz schwieriges Thema und da muss man natürlich den Gast mitnehmen oder den
- 22:00Kunden nach dem wo man arbeitet und muss ihm das erklären, weil natürlich sind die
- 22:05Kosten im Weingut jetzt auch teurer geworden, aber ob jetzt eine Flasche 2 Cent mehr kostet
- 22:09oder nicht, damit kann man natürlich nicht argumentieren, dass ein Wein 25 Prozent mehr
- 22:14kostet.
- 22:15Aber sich trinken die Leute aber auch weniger und wenn sie dann schon Wein trinken, dann
- 22:20glaube ich sind sie vielleicht auch bereit dann doch ein Taler mehr auszugeben, also
- 22:24wels dann halt besser außergewöhnlicher Interessanter sein sollte.
- 22:27Ich versuche immer gut zu trinken, ich sage auch immer scherzhaft ich trinke weniger
- 22:33Wein als der deutsche Durchschnittstrinker, das mag mir der ein oder anderen nicht glauben,
- 22:37aber ist so, also zu Hause zum Beispiel krieg ich fast gar kein Wein.
- 22:41Wann trinkst du Wein?
- 22:43Also mit dich trinken?
- 22:44Also trinken wenn man Socialized, wenn man einfach mit Leuten unterwegs ist oder im Restaurant.
- 22:53Also ich finde es wirklich recht unsexy zu Hause fein zu trinken, ich finde es vielmehr
- 22:58zu einem Restaurant, lustigerweise.
- 23:00Und sich dann auch mit den Leuten um zu unterhalten und klar die meisten Leute mit denen ich irgendwie
- 23:06Essen gebe, wissen auch schon welchen Job ich ausübe, da kann man ja auch schon mal über
- 23:09den Wein reden.
- 23:10Aber es ist ja ein Medium wo es nie eine richtige Meinung gibt und wo man natürlich darüber
- 23:16diskutieren kann und das kann auch armführend sein.
- 23:19Trinkst du dann Standard?
- 23:21Also dass du sagst ich immer Burgund, immer Natural, immer Tralala oder möglich schräg
- 23:27oder bist du dann bewusst neugierig?
- 23:30Beides, beides.
- 23:32Das ist ja auch so ein bestimmter oder bestimmter Hashtag, man trinkst immer dasselbe.
- 23:39Bist einer?
- 23:40Ja, es gibt ja ja, es hat mir viele Leute vor, aber ich stimm dich hier in der Mitte.
- 23:46Ja aber ich gehe jetzt irgendwo hin und da gibt es eine Flasche Celos Initial für 150
- 23:53Euro.
- 23:54Da sage ich mir nicht, ich trinke jetzt lieber was anderes, damit ich mal was anderes trinke,
- 23:59sondern ich sage mir mega preis, natürlich mag ich das gerne.
- 24:02Ich fasse gleich das gerne mit dem Fußballverein, also ich habe ja auch nicht 25 Dauerkarten
- 24:06oder wechseln meinen Fußballverein wie meine Unterwäsche jeden Tag, sondern es gibt einfach
- 24:11ganz ganz viele Dinge die mir mega gut schmecken.
- 24:13Und ich würde sagen, wenn wir ins Restaurant gehen, dann trinken wir schon zu 80% Champagner
- 24:22und Begrund.
- 24:23Weil es mir einfach mega gut schmeckt, weil ich finde auch in der Champagne kann man für
- 24:28relativ kleines Geld abseits der großen Marken einfach unglaubliche Qualitäten sehen
- 24:35und finden und die Champagne ist momentan so ein bisschen das Begrund des Klungenmannes,
- 24:42weil viele arbeiten in Oxidatie, viele arbeiten sehr weinig und wenn der Champagner dann
- 24:46mal so ein bisschen im Glas ist und auf dem großen Glas, dann hat das schon logischerweise
- 24:50auch durch die Rebsorten Zusammenstellung sehr sehr viel Ähnlichkeit mit Begrund.
- 24:54Aber ich würde jetzt kein Duvenil für 5000 Euro im Restaurant trinken, das finde ich einfach,
- 25:03das ist anderen Leuten vorbehalten.
- 25:04Oh, Grund ist Kult und das nicht nur das Homées.
- 25:24Und einer der außergewöhnlichsten und kultigsten Winzer ist ohne Frage die Domenefleff und
- 25:30diese verbinden sehr viele mit den einzigartigen sehr emotionalen Wein aus Püny Moroszé.
- 25:35Vor fast 10 Jahren hatte die Weinwelt im April 2015 einen traurigen Verlust zu beklagen.
- 25:41Anne-Claude Lefeff stürbt im Alter von nur 59 Jahren.
- 25:45Die Visionären des biologischen Weinbaus im Begrund hat großes Vollbracht.
- 25:49Seit sie die 1717 gegründete Domene im Jahre 1993 komplett eigenverantwortlich übernahm,
- 25:57die heutige herausragende Stellung der Weine von Domenefleff ist das Vermechnis von Anne-Claude
- 26:02Lefeff.
- 26:03Die Nachfolge trat ihr Großneffe, brieße la Morontière an.
- 26:06Von vielen wird die Domenefleff als weißes Pendant zur Domene de la Romaniconte gewertet.
- 26:12Seit 1999 arbeitet die Domenefleff konsequent biodynamisch.
- 26:16Neben vier Krongrues erzeugt die Domenefleff fünf Prämiergrues in Moroszé, Püny Moroszé
- 26:22und Chassam Moroszé.
- 26:23Diese pristisch-strechtigen Terroirweine der Côte-Bohn bieten eine einzigartige Ausdrucksvielfalt
- 26:28der Region und des Hauses.
- 26:30Darüber hinaus gibt es eine Village-Küve und ein Bougogne.
- 26:33Doch dieses Ausnahmeweingut hat noch so viel mehr zu bieten.
- 26:37Und darum wissen die wenigsten.
- 26:38Denn es gibt noch die zweite Linie und ich möchte bewusst nicht von Klasse sprechen.
- 26:42Denn diese Weine stehen der Domene in nichts nach.
- 26:44Es ist die Domenefleff.
- 26:46Die Terroirs, der Region Macron, sind geologisch sehr nah an den vom Püny.
- 26:51Sie werden oft zu unrecht unterschätzt.
- 26:53Als diskrete Erinnerung an die Präsenz der Familie in der Region Macronet sind die Weine
- 26:59einfach mit Domenefleff gekennzeichnet.
- 27:01Über mehrere Etappen seit 2004 erwarb die Domene heute mehr als 25 Hektar.
- 27:07Die vielfältigen Charakteristiken, die von dem Terroir der Region Macronet bereitgestellt
- 27:12werden, rechtfertigen oft Parzellen-Küvés mit einer einzigartigen Identität.
- 27:17In der Appellation "Village Macron verset" isolieren die Teams der Domene, die nach
- 27:21Westen ausgerichtete Lage leschern und die Einzelage "Limontet", die nach Norden ausgerichtet
- 27:26ist.
- 27:27Und erzeugen somit einzigartige Weine, die es trotz der globalen Erwärmung vermögen,
- 27:31den kühlen Charakter Macronetweine zu spiegeln.
- 27:34Und diese Weine können mit den von Püvés se konkurrieren.
- 27:37Der prästischsträchtigsten Appellation der Region Macronet, von denen Domenefleff
- 27:42drei Weine anbietet, die aus zwei Lagen resultieren.
- 27:45Die reben werden, wie die Weine der Region Macronet, von den Teams der Domene ausgebaut.
- 27:50Eine Umstellung auf Biodynamik, aller 25 Hektar ist im Gange, mit Zertifizierung ab 2023.
- 27:56Auch wenn seit 2014 biodynamische Methoden angewandt werden.
- 27:59Eine lange über 18-monatige Reife ist hier im Haus selbstverständlich.
- 28:0410 Monate sind bei den anderen Domains üblich.
- 28:06Dies ist mit dem Prinzip bei Le Fleff von zwei Wintern im Keller unabdingbar, damit sich
- 28:12die Weine auf ganz natürliche Weise stabilisieren.
- 28:15Und es gibt noch eine dritte Linie.
- 28:17Esprit Le Fleff.
- 28:18Diese Kollektion einzigartiger Weine entstand mit dem Jahrgang 2018.
- 28:23Es ist der Esprit Le Fleff, der sich über die kurte Bohne und das Macronet hinaus in
- 28:28Richtung Chaplis und die Kutten Lis wagt, um alle Horizonte des Begundes zu erkunden.
- 28:32Diese Weine entstehen aus Partnerschaften mit ausgewählten Winzern, die oft mit sehr
- 28:38alten Reben arbeiten, die von den Teams des Weinguts geerntet werden.
- 28:41Diese Weine sind absolute Raritäten und nun begrenzter Stückzahl erhältlich.
- 28:45Zwischen 3 und 5.000 Flaschen werden alljährlich erzeugt.
- 28:48Und sie bringen Vielfalt in die Familie der Le Fleff-Weine.
- 28:52Die Kollektion Esprit Le Fleff, die mit ihrem Staat im Jahr 2018 acht verschiedene Weine
- 28:57umfasste, beschäftigt sich auch mit dem Pinot Noir.
- 29:00Pierre Vancein, der seit 2017 Generaldirektor des Weingutes ist, besitzt renommiertes No-Hau
- 29:05in der Vindikation dieser Rebsorte.
- 29:07Und last but not least gibt es noch eine vierte Linie, Le Fleff-E-Asusé.
- 29:11Denn die Domain Le Fleff hat langfristige Beziehungen zu befreundeten Winzern auf benachbarten
- 29:16Böden in den Appellationen Pigny-Morocchi, Ossi-Duresse, Rui-Premier-Krie und Bougogne-Blanc
- 29:22aufgebaut.
- 29:23Diese Zusammenarbeit sichert die hohe Qualität der Trauben.
- 29:25Die Weine Le Fleff-E-Asusé sind wie eine Erweiterung des Weingutes auf einige Hektar Weimberge
- 29:32zu verstehen und setzt sich derzeit aus vier sehr besonderen Weinen zusammen.
- 29:36Die Weine Le Fleff-E-Asusé stammen ausschließlich aus Weimbergen, die nach biologischem Anbau
- 29:41zertifiziert sind und der Philosophie von Le Fleff entsprechen.
- 29:44Und darum würde ich heute gerne einen 2022er Ossi-Duresse empfehlen.
- 29:49Es ist der sechste Jahrgang des Ossi-Duresse von Le Fleff-E-Asusé und er duftet unfassbar
- 29:55Kühl nach zarten Citrusnoten und richtig saftigen Steinenobst.
- 29:59Eine Kombination, die einfach Appetit macht.
- 30:01Am Gaumen supersaftig, mit präziser Frucht, einem leichten Schmelz, einer straffen und
- 30:06sehr feinen Säuretextur.
- 30:07Enorm viel Würze mineralität in einem sehr langen Abgang.
- 30:11Es ist ein kleines Dorf in einem Nebenteil der Cote Bon, mit einem etwas kühleren lokalen
- 30:16Klima, das für den etwas strengeren Burgund das Deal absolut perfekt ist.
- 30:19Die nach dem gleichnamigen Dorf benannte 135 Hektar umfassen und seit 1937 eingetragene
- 30:25Appellation findet sich in der Nachbarschaft der Gemeinden Morsou und Montelie und kann
- 30:30eine Quelle für sehr preisbewusste, aber sehr authentische Weine.
- 30:34Und gerade in wärmeren Jahren sehr kühle Weine sein, wenn sie aus den erfahrenen Händen
- 30:39wie von der Domene Le Fleff heraus resultieren.
- 30:41Die Appellation hat eine steinig keikige Bodentextur und die meisten Lagen sind in Richtung Südost
- 30:47oder Ostgerichtet, was dem Wein ihre Lebendigkeit verleiht.
- 30:50Es sind definitiv Weine, die gravierend unterschätzt sind, so wie diese 2022er Ossi-Duresse von Le
- 30:56Fleff-E-Asusé.
- 30:57Das ist Bougonpour.
- 30:58Vielen Dank für den besonderen Wein und vielen Dank auch dem deutschen Importeur dieser
- 31:03Weine, dem Handelshaus Segnitz.
- 31:05Ein Weinbegleitung?
- 31:16Nee.
- 31:17Nee.
- 31:18Nee.
- 31:19Nee.
- 31:20Nein.
- 31:21Die Weine-Scheiße findest du oder weil du dich nicht zulab anlassen möchtest oder?
- 31:27Ja, hat alles von allen Argumenten so ein bisschen.
- 31:30Ich habe einfach viele schlechte Erfahrungen gemacht tatsächlich.
- 31:35Und wenn ich eine Karte sehe, also ich liebe es einfach irgendwo hinzufahren und vorher
- 31:42die Karte schon gehabt zu haben und zu gucken und zu machen und nochmal aufzumachen und
- 31:46nochmal zu gucken, ohne Mehl zu schreiben, macht das schon mal auf und dann ist relativ
- 31:49wenig Platz für Weinbegleitung.
- 31:52Wenn man mal eben in ein normales Restaurant geht, gibt es eh keine Weinbegleitung, dann
- 31:55machst du dir einfach eine Flasche Wein auf, die lecker ist.
- 31:58Aber Weinbegleitung eigentlich echt fast nie.
- 32:01Und wird mir dann auch zu viel?
- 32:03Findest du es nicht mehr Zeit gemäß Weinbegleitung oder?
- 32:06Doch, doch.
- 32:07Das finde ich super.
- 32:08Das andere könntest du machen.
- 32:09Ja, finde ich super.
- 32:10Also es ist ja oft so, das wissen wir aus eigener Erfahrung.
- 32:12Es kommen Gäste ins Restaurant und die haben halt nicht diesen Fable dafür und die lassen
- 32:18sich halt nicht die Weinkarte drei Wochen vor dem Besuch zuschicken und die kommen rein
- 32:23und dann kommt so eine riesen Weinkarte, fünf mal fünf Meter groß und du hast vielleicht
- 32:29dein erstes Date und möchtest die Frau beeindrucken, dann guckst du halt nicht drei Stunden nach
- 32:32Weinkarte und dann sagst du, ja, bringen Sie mir halt die Weinbegleitung.
- 32:34So, das ist auch total legitim und finde ich super.
- 32:37Das ist so der eine Part, der andere Part ist natürlich ja, ich habe ein bisschen Ahnung.
- 32:40Wir essen Siebengang in einem zweiter, drei Sterner und wir bekommen inklusive Apparativ
- 32:46und Digitiv, bekommen wir zehn bis zwölf Getränke heute, finde ich mega mega.
- 32:49Wir können ganz viele Sachen probieren, die wir sonst nicht kennen.
- 32:54Das finde ich zum Beispiel too much dann für mich, weil wenn ich dann schon groß Essen
- 32:59gehe, möchte ich mich wirklich auch aufs Essen konzentrieren.
- 33:02Das ist dann also mit sechs oder acht Personen drei Sterner zu gehen, wo man dann über die
- 33:07Kinder und den Hausmeister und Fenster putzen redet, finde ich mag ich zum Beispiel nicht
- 33:12so, sondern wird auch dem Restaurant nicht gerecht und dann nochmal sieben bis zehn
- 33:18Weinen dazwischen geknallt.
- 33:20Ist vielleicht dem Gericht dann besser als die Flasche Wein, die ich trinke, aber Champagner
- 33:25passt ja auch fast immer.
- 33:28Leider ja, also ist es ja so, wenn es einen Arounder gibt, dann findest du den oft beim
- 33:33Champagner bei keinem anderen Wein eigentlich, vielleicht im Kavi Bereich, dass der so ein
- 33:38etwas soliderer Begleiter, ein Devote und der Male ist aber sonst, ist Champagner eigentlich
- 33:43so ein Altzweckwaffe.
- 33:45"Ja und der macht dich frisch und ich finde, wenn du sieben oder acht oder neun oder zehn
- 33:49Gänge um mit, ahmös fünfzehn, was weiß ich, das macht dann irgendwann total satt, wenn
- 33:54du ganz viele verschiedene Weine noch trinkst, also mich zumindest, das ist, mich macht satt.
- 34:00Ich zum Beispiel trinke auch nicht so viel Wasser im Restaurant, weil es mir zu viel ist.
- 34:04Es ist mir zu viel, also einfach, wenn ich dann nur drei Liter Wasser trinke, dann platz ich.
- 34:09Ja, ich bin der Wassertrinker.
- 34:11Ja, ne, ich bin den Restaurant überhaupt nicht.
- 34:13Wenn ich den Ende des Menus noch bewusst mit erleben möchte und wenn ich dann Wein, ich
- 34:18finde es ja manchmal schade, wenn es dich dann so ein bisschen nivellös gestaltet.
- 34:21Daher finde ich Wasser da ganz wichtig.
- 34:22Ja, danach ja.
- 34:23Dann nachher.
- 34:24Dann nach und nach vorher.
- 34:25Ah, okay.
- 34:26Ja, das ist super.
- 34:27Aber dann beim Essen finde ich echt schwierig so vom Sättigkeitsgefühl.
- 34:31Essen ist für dich ausgleich, das ist für dich Hobby oder?
- 34:34Ja.
- 34:35Immer Arbeit, ja.
- 34:36Nee, Hobby.
- 34:37Hast du sonst noch ein Ausgleich, ein Hobby?
- 34:38Hast du für Sport?
- 34:39Fußball schauen.
- 34:40Fußball schauen.
- 34:41Achst du Sport?
- 34:42Ja, ich habe eine Knie-OP gehabt vor drei Jahren, das heißt nicht mehr so viel.
- 34:51Aber, also Tüchterne spielen und so geht es schon noch, Basketball auch, Paletten zuhause,
- 34:59also versuche ich schon drauf zu achten, auch wenn man viel unterwegs ist.
- 35:03Hab jetzt im Unabhängigteinnis gegen meinen Sohn gespielt.
- 35:07Er wird nicht über das Ergebnis reden wollen.
- 35:09Ja, war gut.
- 35:13War gut.
- 35:14Also, dass du gar nicht so alt bist, wie ich denke oder aussehe.
- 35:19Genau.
- 35:20Das wollte ich so sagen, ich wollte dich gleich am Anfang unüblich werden.
- 35:23Nee, aber ich mag es, im Urlaub aufhiel zu laufen und so.
- 35:27Das ist, muss ja ein Ausgleich auch zum Job finden.
- 35:31Ich meine, wir sind ja damals auch alle im Service gerannt, 10.000 Schritte.
- 35:36Und heute machen wir natürlich viel mehr im Office.
- 35:39Man muss irgendwo ein Ausgleich dazu schaffen, ist ja ganz klar.
- 35:44Aber wenn du im Urlaub fährst, ist das zumindest laut Facebook immer sehr stakulinarisch geprägt.
- 35:49Instagram, Facebook, ja, ja.
- 35:53Da post ich jetzt nicht irgendwie bald Wechsel, das stimmt.
- 35:56Nein, aber das war aber schon immer so bei mir.
- 36:01Also, ich war ja früher ein bisschen Groundtopper mäßig unterwegs, das heißt, ich habe mir
- 36:05einfach sehr, sehr viele Fußballspiele angeschaut.
- 36:07Das war auch total egal, ob WM-Finale, Champions League-Finale oder Vierteliga.
- 36:11Und habe das immer verbinden können mit Wein und Essen.
- 36:17Wie kann man Fußball mit Wein verbinden?
- 36:19Ja, gehst dann in Barcelona, guckst hier in Basse an und gehst drei Sterne essen und
- 36:25fährst danach nach Monsrand.
- 36:26So, das heißt, du hast Weingüter, du hast ein bisschen Urlaub gehabt, du hast ein Fußballspiel
- 36:31gesehen und hast gegessen und hast dich natürlich weitergebildet, nicht nur kulturell, sondern
- 36:36auf einer ganz anderen Basis auch.
- 36:38Das ist mein Hobby, das macht mir mega Spaß.
- 36:41Und dadurch, dass ich meinen Sohn lebt, nicht bei mir und auch nicht in NRW und er hat
- 36:52immer Winterferien, die es hier halt nicht gibt.
- 36:55Das heißt, er hat im Februar mal zwei Wochen Ferien und da sind wir eigentlich, nicht eigentlich,
- 37:00wir waren in den letzten 14 Jahren immer auf Reisen.
- 37:05Und da hat natürlich irgendwann, jedes Elternteil kennt das, zum Anfang wird richtig gut gegessen,
- 37:12zum Anfang essen die drei, vier Regen auch Ausdankavia und Gänseleber.
- 37:16Dann gibt es so eine Phase, wo die Kids dann irgendwie gar nichts mehr essen.
- 37:20Und dann kam halt die Metamorphose, bei meinem Junior kam dann irgendwann vor drei Jahren.
- 37:27Und das heißt, der ist heute eigentlich auch alles aus, dann und Schnecken und das und
- 37:33das.
- 37:34Und das interessiert sich auch dafür und kocht auch gern zu Hause.
- 37:35Und das ist natürlich super, wenn man damit so einen jungen Menschen, die eben die Dinge
- 37:40auch in anführendes Zeichen beibringen kann, was einem selber Spaß macht.
- 37:44Und das sieht, dass es ihm auch Spaß macht, finde ich mega.
- 37:46Und deswegen gehen wir...
- 37:47Ist auch eine gewisse Aufgabe, das zu vermitteln, weiter zu reichen und zu zeigen, es gibt eben
- 37:53nicht nur die goldene Möwe.
- 37:54Nein, eine Sozialisierung des Menschen und er kann ja selber entscheiden, was er macht.
- 37:58Natürlich geht er mit seinen Jungs auch zu irgendeinem Fast Food.
- 38:02Aber er sagt auch, ja, lass uns mal zum Gallenbürger Laden gehen oder wie auch immer oder wo ist
- 38:06ein guter Kebab in Berlin, jeweilin jetzt auch zur Klassenfahrt in Berlin.
- 38:09Und dann hat er auch gefragt, dann waren wir sogar, waren wir, bin ich extra hingefahren,
- 38:14dass wir einen Tag noch zusammen haben und essen gehen können.
- 38:18Da waren wir auch in der Freundschaft zum Aporo und ich meine, dann sitzen dann so 16-Jährige
- 38:22und trinken so ein kleines Stückchen Rehpoltsekt.
- 38:24Und essen ein bisschen Sourdough Bread mit aufgeschlangener Butter.
- 38:29Also was Besseres kann man sich für so einen jungen Menschen gar nicht vorstellen, das
- 38:33hatten wir damals ja nicht.
- 38:35Und wie gesagt, du kannst irgendwo hingehen, du kannst natürlich gut essen, schlecht essen,
- 38:41aber jede Reise, die man macht, bildet einen ja auch total weiter.
- 38:45So nun nimmst du immer was mit...
- 38:47Wie kam es bei dir mit der Pizza?
- 38:49Das ist ja schon ein relativ krasser Sprung, aus dem Restaurant raus, vorher die große
- 38:58Küche, dann warst du glaube ich ein Zeit lang im...
- 39:01Wie ist das, Maulbeers?
- 39:03Genau, also ich habe ja nach ne Umgekehrt, ich war Feuer im Interconti.
- 39:08Stimmt, so rum war das ja.
- 39:10Also ich war ja bei Christina Fischer, das war in 2000...
- 39:14Ich habe mir eine ganz normale Lehre gemacht, in einem sehr, sehr guten Hotel im Sauerland.
- 39:18Dann damals auch ein Stern, 16 Punkte im Gummio und zwar...
- 39:24Wie ist das?
- 39:25Weiters Ohlenbach heißt das.
- 39:28Und das gehörte damals zum Vereinigungs-Sielungshotels.
- 39:34Also Hotels, die wirklich im Wald liegen und sehr, sehr ruhig sind und haste dann den
- 39:39Blick aufs Rotargebirge und ein riesengroßes Spa und sind heute, glaube ich, top 5 Wellnessenspa
- 39:45in Deutschland.
- 39:46Und der Seniorchef war der Begründer der Deutschen Sommelunion.
- 39:51So, das wusste ich aber natürlich damals gar nicht.
- 39:53Ich bin da hingekommen, habe bis ich 21 war, glaube ich, gar kein Alkohol getrunken und
- 40:00dann bin ich da hingekommen und wir haben mega und ja, ok cool und super schönes Haus und
- 40:05dann hat das angefangen.
- 40:06Und dann bin ich dann irgendwann, wie man das halt so durchläuft, diese ganzen einzelnen
- 40:12Blöcke in dem Hotel.
- 40:13Also, man muss ins Housekeeping, man muss mal Frühstück, man muss mal ein Service, man
- 40:17muss mal Betten aufdecken oder Schwimmbaddienst.
- 40:19So, und irgendwann haben wir gemerkt, dass ich Bock aufs Restaurant habe und es waren
- 40:24so, ich muss mal so 10, 12 Tische.
- 40:26Und der Junior hat das gemacht immer, der hat aber auch sehr viel zu tun an der Rezeption
- 40:31und dann habe ich so zwei Jahre, zumindest aus meiner Erfahrung heraus, das mit ihm so
- 40:36ein bisschen gewuppt dort und er hatte damals schon riesengroßen Weinkeller und hat dann
- 40:40irgendwie auch viele Keller aufgebaut und total Wein interessiert und alles so ein bisschen
- 40:44klar Deutsch, viel Deutsch, aber auch sehr viel Italien und alte Nebirlos und so was,
- 40:50haben mega Spaß gemacht.
- 40:51Und da habe ich gemerkt, dass dieses Weinding mir irgendwie liegt.
- 40:54So, und dann gab es, ich weiß gar nicht, ob es das heute noch gibt, vom Feinschmecker
- 41:01irgendwie Weinkenner des Jahres, das ist dann so für Non-Professionals und da war ich dann
- 41:06irgendwie 22, 23 und habe ich mitgemacht und war irgendwie in der Finalrunde und lustiger
- 41:11Weise hat diese Finalrunde Schloss Rheinlandshausen stattgefunden und damals hat die auch in
- 41:17Wissler dann noch gekocht, hatte damals einen Stern und da habe ich auch meine erste Gänseleber
- 41:20gegessen mit Karamanisierte Gänseleber, was die ist so und er damals ein bisschen klassischer
- 41:25gekocht als heute und habe dann ein paar Leute kennengelernt und das war so mein erster Wettbewerb
- 41:30und auch da habe ich gemerkt, dass mir Wettbewerbe so ein bisschen liegen und bin dann zu Christoph
- 41:36Tina nach Köln und war dann, vorher nochmal bei Schloss Rheinlandshausen, hatte eine Lese
- 41:43mitgemacht, den Bein gut und dann nahm das so ein bisschen ein Fahrt auf, damals hat
- 41:48das Interconti neu gebaut in Köln am Heumarkt und der GM war immer am Fischers zu Gast
- 41:57und er hat immer gute Weine getrunken und dann hat er irgendwann gefragt, ob ich mir
- 42:02das vorstellen kann, bin da hin und wurde alles neu aufgebaut und das Konzept war sehr gut,
- 42:06irgendwie 500, 600 Position auf der Weinekarte, damals hatte die Hotel Gastronomie in Deutschland,
- 42:12die großen Companies hatten noch Visionen und das hat funktioniert und war mega und
- 42:18ich durfte da eigentlich alles machen, auch so vom Budget her, ja und danach leerbar.
- 42:23Da haben wir uns ja kennengelernt.
- 42:25Pizza.
- 42:26Genau, wir haben uns bei Christian kennengelernt und da, weil ich finde, es war damals eine
- 42:34ganz andere Zehnkultur, dass man hier miteinander interagiert, man hat sich mehr zusammengesetzt,
- 42:40irgendwie was getrunken und entweder lädt uns keiner mehr ein zu den Spieler rein oder
- 42:45heute gibt es das nicht mehr, ich weiß es nicht.
- 42:47Also es war ja damals so, dass wir bei Fischers Weinengenuss und Tafelfreunden, das war ja
- 42:52auch total visionär, sie hat ja damals noch nebenbei das, wie hieß das auf Fox, Kochduell,
- 42:59oder?
- 43:00Kochduell.
- 43:01Genau und das war so ein bisschen das, was natürlich dieses Thema auch total in der
- 43:05allgemeinen Bevölkerung so ein bisschen hat explodieren lassen.
- 43:08Heute haben wir uns angerufen, ja, da wurde so ein Wein empfohlen und so weiter und so
- 43:12fort und wir mussten immer klären, keine Ahnung was ich gestern bei Fox empfohlen
- 43:15hatte, jetzt haben wir das wissen und wir waren halt immer voll, also voll meine ich
- 43:20jetzt nicht, wir waren voll, sondern das Restaurant war voll mit Wartelisten so.
- 43:24Und wenn dann, es war damals so, wenn ein Gast gekommen ist und wir hatten wirklich keinen
- 43:28Platz mehr, dann haben wir ihn irgendwo anders geschickt und dann ging das Glaschampagne
- 43:32ja immer dann auf den Gastronomen, wo man dann halt hingeschickt worden ist, weil man
- 43:36wurde vom Kollegen empfohlen und das war damals so Usus und das ist heute natürlich nicht
- 43:42mehr so und wie du gerade schon gesagt hast, diese Gemeinschaft damals war ja wahrscheinlich
- 43:47ein bisschen größer als heute, weil heute möchte natürlich jeder sein Gesicht auf
- 43:53Instagram oder Facebook sehen und jeder ist der coolste, wenn er von der Schule kommt,
- 43:57ist irgendwie 24 und hat mal irgendwie drei Bougogne Blancen aufgerissen und probiert.
- 44:02Aber das, ich glaube dieser Zauber wohnt jeden Anfang eines Hypes oder einer großen Revolution
- 44:11inne.
- 44:12Das ist jetzt bei der K.I. so, das ist bei den Naturweinen so gewesen, das ist bei
- 44:17dem, was wir von gesagt haben, weil als die ersten Handys mit Apps auf dem Markt kam,
- 44:21war so, das war bei Elektroautos so und alle irgendwann...
- 44:25Das sich eine Community bildet?
- 44:26Ja, genau, zum Anfang so dieser Hype und dass man halt so ein bisschen miteinander und
- 44:30irgendwann sehr, okay, jetzt habe ich auch einen E-Auto von einem Verrückten aus Amerika
- 44:36und jetzt war er ja auch so.
- 44:37Aber zum Anfang ist das ja immer ein bisschen anders und man versucht da so ein bisschen
- 44:43mitzuschwimmen und viel aufzusaugen und dass also diese wilden Mitte 2000er Anfang, 2000er
- 44:52war ja Wahnsinn, auch was wir für Weine probiert haben, was für Weinreisen wir eingeladen
- 44:57worden sind und was für Proben, das ist ja total crazy.
- 44:59Das kann man sich ja heute gar nicht mehr vorstellen.
- 45:00Was wir selber gemacht haben, wie viel 100.000 Euro haben wir ausgegeben für irgendwelche
- 45:06Weinreisen und Essen und Wein probieren und das hat einer niemals bezahlt, das hat
- 45:12man jetzt selber bezahlt.
- 45:13Es hat irgendjemand mal gesagt, dass wenn man einigermaßen qualifiziert ist, das global
- 45:19betrachtet sein möchte, verferrt und verreist man ungefähr 500.000 Euro.
- 45:25Ja, wahrscheinlich.
- 45:26Halt ich für durchaus tragbar.
- 45:27Ja, ja, wahrscheinlich sogar ein bisschen mehr, wahrscheinlich ein bisschen mehr.
- 45:30Bist du noch nicht mal irgendwie im drei-Stellen-Restaurant essen, sondern einfach so Grundnahrungsmittel
- 45:33und ein halbes Airbnb?
- 45:34Ja.
- 45:35Aber es geht ja jeder Gast mehr oder weniger davon aus, dass du schon mal überall warst,
- 45:39also inklusive Ozeanien oder Amerika oder wie auch immer.
- 45:42Ja.
- 45:43Es ist natürlich aber auch Spaß, also soll nicht irgendwie bedauert oder mit dem Tränchen
- 45:48einen Augenknillen, sonst ist ja ein unglaublich bereichernder Job.
- 45:51Also wenn du alle fünf Jahre mal ins Bordeaux kommst, ins Piemont, in Nitascarne, nach
- 45:56Siziien, in der Riocha oder in die Champagne oder in Deutschland, die Weinbaugebiete,
- 46:01wie viel machst du davon noch?
- 46:03Fährst du noch ein Weingüter?
- 46:05Ja, ja.
- 46:06Also ich mache jetzt nicht mehr die Weinreisen so wie früher, dass man sagt, okay, ich
- 46:09gehe jetzt fünf Tage hin, ich habe einen sehr guten Freund, wenn du mit dem verreist,
- 46:14das brauche ich nach zwei Tagen, brauche ich eine Sauerstoffzelt.
- 46:16Also da fängt wirklich morgens um acht Uhr im Burgund an, bis abends um 19 Uhr und dann
- 46:20nochmal fünf Stunden essen, dann bin ich total im Eimer.
- 46:23Das schaffe ich nicht mehr.
- 46:26Aber ja, aber jetzt schon im Urlaub schon ein, zwei Weingüter auch, so wenn sich das verbinden
- 46:32lässt.
- 46:33Ich bin jetzt nicht mehr so, wie soll man sagen, wie so ein Terrier, der sagt, ich muss
- 46:36jetzt auch im Urlaub jeden Tag vier Weingüter.
- 46:38Da habe ich jetzt gar keine Lust mehr drauf.
- 46:41Sondern da steht so ein bisschen eher das Schöne im Vordergrund, der Spaß.
- 46:45Und ja, aber wir sind alle sind älter geworden, wir alle haben Kinder bekommen oder nicht alle,
- 46:50aber da verändert sich natürlich die Welt auch so ein bisschen oder die Sichtweise
- 46:54aufs Leben.
- 46:55Und der Roger Federer hat mal gesagt, man verliert pro Kind drei bis fünf Prozent seiner Qualität.
- 47:08Und da habe ich lange darüber nachgedacht.
- 47:10Und ich glaube, er hat das gar nicht böse oder negativ gemeint, sondern es ist ja ganz
- 47:17klar, du hast ein Kind und das Kind ist jung und das ist ein Baby und du musst aufstehen,
- 47:20du musst die Frauen lassen und musst da trotzdem in dem Fall einen oder ersten oder
- 47:28zweitbesten Tennis Spieler der Welt irgendwie auf den Platz hinbekommen.
- 47:31Und so ist in unserem Job natürlich auch.
- 47:33Du willst dich in dein Kind kümmern und dann sagst du vielleicht eine Weinreise ab, das
- 47:36hat dann aber jemand anderes gemacht und ich würde es vielleicht gar nicht sagen, dass
- 47:40man die Qualität verliert, weil man kann nicht besser oder schlechter probieren, nur weil
- 47:44man jetzt drei Kinder bekommt.
- 47:46Aber so ein bisschen diese Power geht so ein bisschen flöten, glaube ich.
- 47:50Was aber auch gar nicht schlimm ist, weil man kann es dann mit anderen Dingen wieder
- 47:53gut machen und mit Lebenserfahrung.
- 47:55Also ich bin jetzt...
- 47:56Ja, vor allen Dingen auch ja mit Berufs- und mit Lebenserfahrung und ich finde es manchmal
- 48:00schade, dass vielleicht die Powermenschen, die relativ jung sind, noch gar nicht die
- 48:05Erfahrung haben.
- 48:06Ja.
- 48:07Die Weinen probiert haben, dort in den verschiedenen Gebieten gewesen sind.
- 48:11Die Erfahrung vor allen Dingen auch in der Kommunikation mit dem Gast, die eben ans
- 48:14wichtig ist, dass man sich auf Augenhöhe mit ihm austauschen kann, dass man eben auch durch
- 48:18seine Kommunikation das ganze bereichert und durch den Abend begleitet.
- 48:22Ja, aber das ist ja genau der Punkt.
- 48:24Was man eigentlich sein kann.
- 48:25Ja, das ist ja genau der Punkt.
- 48:26Was macht einen guten Zommelier aus?
- 48:27So, wenn man jetzt wirklich mal die oberste Klasse, die Champions League nimmt.
- 48:32So, du bist in einem drei Sterne Restung ein Zommelier.
- 48:35Das, was wir vorhin schon mal angesprochen haben.
- 48:38Also dein Arbeitgeber verlangt von dir, dass du...
- 48:41Also nicht nur dein Arbeitgeber.
- 48:42Also du, dein Arbeitgeber, aber auch deine Kunden, deine Gäste verlangt von dir, dass
- 48:46du eine mega geile Weinkarte hast.
- 48:47Okay, das ist die totale Basis unseres Jobs.
- 48:49Um mal diese Weinkarte zu kommen, musst du aber so viel auch in deinem privaten Zeitaufwänden,
- 48:57Lernen, Machen, Tunen, Lesen.
- 48:59Das kann man sich ja gar nicht vorstellen.
- 49:01Also wenn du Lehrer bist und dann hast du natürlich ein Studium hinter dir und auch
- 49:06Lehrer bilden sich weiter, das ist mir schon klar.
- 49:08Aber ich kenne einige Lehrer, die sagen, komme ich aus der Tür, der Schule raus, war es das
- 49:14gewesen für mich.
- 49:15Ich mache meinen Job dort, ich korrigiere die Arbeiten dort und wenn ich nach Hause
- 49:20komme, komme ich nach Hause.
- 49:21So, wir kommen aber nach Hause und bilden uns ja trotzdem noch weiter.
- 49:24Also wir gehen im Urlaub irgendwo hin und probieren Weine.
- 49:26Das kann dir natürlich auch keinen Arbeitgeber der Welt bezahlen, weil es ja totaler Blödsinn
- 49:29ist.
- 49:30Wie willst du das irgendwie als Benefit ausschütten?
- 49:33Das heißt, du machst es, weil du es einfach möchtest.
- 49:35So, das ist die totale Basis.
- 49:37Aber was gehört denn noch dazu?
- 49:39Du musst mit dem Gast, wie du gerade schon gesagt hast, auf Augenhöhe parlieren, du
- 49:44musst kommunizieren, du musst eine gewisse Allgemeinbildung haben, du musst wissen, was
- 49:50gerade in der Welt los ist, du musst wissen, wie es im US Wahlkampf steht, du musst wissen,
- 49:56wer gerade die NWA gewonnen hat, du musst die Börsenkurse wissen, weil da Menschen sitzen,
- 50:01die genau in diesem Business tätig sind.
- 50:03Und die wollen sich mit dir, wenn sie dann mit dir kommunizieren wollen, dann sind ja
- 50:06die meisten Gäste so, dass die gerne in den Restrum gehen und auch mit dem Service kommunizieren,
- 50:10die möchten, dass du auf Augenhöhe bist.
- 50:12Und das möchtest du ja auch selber.
- 50:14Du möchtest ja nicht an den Gast gehen und der Gast fragt dich etwas, was außerhalb
- 50:17der Weinwett ist und du weißt das gar nicht.
- 50:19Das ist ja mega peinlich.
- 50:20So, und ich glaube, da wird der Job auch total unterschätzt.
- 50:23Und es gibt ja nichts Schlimmeres als ein Service, der nicht nur keine Ahnung hat, was
- 50:27das für Ingredients sind, sondern den fragst du irgendwas und der hat gar keine ... also
- 50:31ist ja eine Katastrophe.
- 50:32So, und ich glaube einfach, dass dieser Job als Restrumleiter oder Somnä, also gerade
- 50:37so die beiden Heronen in dem Restrum, die mit dir kommunizieren, dass das total under
- 50:43radiot ist.
- 50:44Man muss ... und es bei dem Wein ja genauso.
- 50:46Du kannst ja keinen DHC verkaufen, wenn du noch nie einen DHC getrunken hast.
- 50:49Das funktioniert ja gar nicht.
- 50:50Und das sage ich ja auch immer, du musst die Weine trinken, damit du sie verkaufen kannst.
- 50:54Das mache ich ja heute auch noch.
- 50:55Ich kann keinen Célox Substance verkaufen, wenn ich noch nie einen Mund hatte.
- 50:59So, jetzt kann ich natürlich lesen, wie auch immer, aber das geht ja nicht auf dem Niveau,
- 51:04wo wir uns befinden.
- 51:05Hattest du die Erfahrung, dass Wissen damals schon zumulass halten?
- 51:07Also warst du auf dem Stand oder hältst du dich heute für damals zu jung?
- 51:12Nee, also zu jung nicht.
- 51:13Also ich hatte Bedenken, ich hatte viele Bedenken, den Job anzufangen.
- 51:18Ich hatte damals auch ein sehr, sehr gutes Angebot, finanziell viel, viel, viel, viel
- 51:22viel höher dotiert.
- 51:23Hab mich dann aber trotzdem für leerbar entschieden, wie man weiß.
- 51:28Und hatte natürlich meine Bedenken und hatte natürlich Angst, dass das nicht funktioniert.
- 51:31Aber ja, ich hab ein Superkeller übernommen von dir damals.
- 51:37Also die Saat war mehr als gesät.
- 51:40Und ich weiß nicht, was schwer war, wir hatten trotzdem Grund unterschiedlicher Ansicht.
- 51:45Ja, total, klar.
- 51:46Aber das ist, daran leckst man ja auch total.
- 51:48Ich mein, du warst davor in Kalifornien, waren viele Kalifornier.
- 51:50Ich hatte mit Kalifornien jetzt, außer dass ich meinen Praktikum damals in dem Weingut
- 51:55nicht angetreten habe, was ich heute immer noch so ein bisschen bereue, hatte ich jetzt
- 51:59nicht so viele Berührungen, außer irgendwie Mondavi, 97 Reserve, was wir damals viel im
- 52:06Fischers verkauft haben, war ein großartiger Wein.
- 52:09Aber das lässt einen ja auch wachsen.
- 52:13Also wachsen.
- 52:14Aber ich bin dann nicht in den Rest drum gekommen, wo alles im Eimer war, wo du sagst, du brauchst
- 52:19nur das Personal, du brauchst das dann, wie gesagt, du bist da reingekommen und bist in
- 52:22diese Rolle geschlüpft und hast dann versucht, logischerweise mitzuschwimmen.
- 52:26Und das hat auch eine Weile gebraucht.
- 52:28Und dann hat man versucht, da so ein bisschen den eigenen Stempel der ganzen Sache aufzudrücken.
- 52:34Natürlich in den Regularien, die man hatte, weil es ist immer noch ein Wirtschaftsunternehmen
- 52:38und das war ja damals auch Gerdetso-Alt-Hoff-Group und da musste man einfach, man musste einfach
- 52:45funktionieren, nicht nur kommunikativ oder sozialpädagogisch, sondern halt auch zahlentechnisch.
- 52:53Und ich glaube, wir können beide sagen, dass uns das auch total geprägt hat, was diese
- 52:58ganzen betriebswirtschaftlichen Dinge anbetrifft.
- 53:02Durchaus.
- 53:03Also es war ein ganz großes Lehrstück, es war aber natürlich auch 80 Stunden in die Woche,
- 53:08teilweise 100 Stunden in die Woche war noch selten.
- 53:11Ja, glaubt mir heute keiner mehr.
- 53:12Aber gut, glaubt mir keiner mehr.
- 53:13Ich war noch jung.
- 53:14Wenn ich das mit unseren Aushilfen erzähle, dass man da morgens reingekommen ist um 10.
- 53:21Um 9 sind wir.
- 53:23Ja, also um 9, 10.
- 53:25Ich habe größere Beine als durch ein bisschen Lauf und die Weile auffüllen.
- 53:30Nein, aber 9, 10.
- 53:32Dann hast du den Mittagsservice gemacht, dann hast du Office gemacht, dann hast du deine
- 53:37Sachen gemacht.
- 53:38Klar, den Commissormen hat irgendwie aufgefüllt oder du hast Waren noch verräumt.
- 53:42Das war ja nicht so, dass jemand die Paletten in den Weinkeller trägt und du ziehst dann
- 53:46nur die Flaschen raus, sondern musst du auch Kellerarbeit machen.
- 53:50Das waren in anderen Häusern vielleicht ein bisschen anders.
- 53:53Also ich damals, der Hendrik hatte damals in Hamburg im Nui Ciac, ich glaube ich vier
- 53:57oder fünf Commissormenys.
- 53:58Also wir haben das ja damals alles alleine gemacht, wenn er wach so.
- 54:01Und dann, ja, wenn du mal eine Nachmittagsstunde zu Hause warst, das war schon viel wert.
- 54:07Dann hast du gegessen, dann hast du dich vorbereitet.
- 54:10Und die Abendschicht hat dann mit ein Mätere, mit einem Monsieur die ganzen Sachen wieder
- 54:16vorbereitet und ein bisschen Abendservice gegangen.
- 54:18Und damals war das so, dass so circa 70 Plätze, 60 bis 70 plus Banked, dann hast du dann
- 54:27natürlich damals sehr, sehr, sehr viel Weinarrugemungsverkauf, dann hattest du dann fast 1000 Leser da.
- 54:33Und dann hast du dann noch poliert bis, ich würde sagen im Schnitt bis drei Monks, würde
- 54:37ich jetzt mal sagen, zwei, drei war ungefähr.
- 54:39So, zwei, drei waren dann bestimmt raus, dann mit Weinkarte schreiben, den ganzen Kram.
- 54:44Genau.
- 54:45Und dann schnell schlafen und wieder, wieder in den nächsten Tag.
- 54:49Das war die Woche.
- 54:50Ja, und dann hast du, und dann hast du beim Geser polieren, hast du dann vom Pizza geträumt.
- 54:54Und so bist du dann.
- 54:56Da noch nicht, da noch nicht, ja genau, dann müssen wir jetzt noch die Brücke finden.
- 54:58Nein, ich habe ein paar andere Sachen gemacht, auch ein zwei Steiner nochmal in Köln.
- 55:01Da war ich nicht schlecht gerade mit meiner Pizza.
- 55:03War gut, war gut.
- 55:04Der Übergang war sehr gut, sehr gut.
- 55:06Dankeschön.
- 55:07Schöner analog Übergang.
- 55:08Nein, und ein paar andere Sachen gemacht und ein paar Restaurants damals beraten, auch
- 55:14Weinkartentechnik, auch so ein bisschen gastronomisch und irgendwann habe ich gesagt, okay, wenn
- 55:21das bei denen funktioniert und hatte keine Lust mehr irgendwie so ein bisschen auf Sterne
- 55:25und dann fing das an und dann mit dem damaligen Geschäftspartner durch Italien gereist, weil
- 55:31damals eh viel in Italien und dann auf diese Pizza-Edie gekommen.
- 55:35Ja, und dann sehr viel deutsche Weine damals, also extrem viel deutsche Weine und zum
- 55:42Anfang hatten wir gar keine Alkoholkonzession, weil das Ordnungsamt Köln jetzt ja nicht
- 55:48so der schnellste Ordnungsamt in Deutschland ist wahrscheinlich, das heißt, wir hatten
- 55:51damals einen kompletten neuen Umbau und mussten erst die Konzession bekommen und haben alle
- 55:57schon gesagt, ey, Wein und Pizza, wie soll das passen?
- 55:59Man trinkt doch in ...
- 56:00Ja, witzig, hat wirklich jeder.
- 56:02Jeder, jeder hat das gesagt, okay, es kommen drei Monate gebe ich die.
- 56:05Wir haben wirklich gute Freunde und Journalisten und Foodjournalisten, die dann irgendwie da
- 56:08waren und sagten, ja okay, nice, nice, aber nee, und wir waren ja die ersten, die die
- 56:13Pizza in der Politanne an Deutschland gebracht haben.
- 56:14Das war ja auch eine sehr harte Zeit, den Leuten zu erklären, wo der Unterschied ist
- 56:20zu der normalen Luigi-Pizza, wo der Teig-Mongs angerührt wird und wo der Teig tot ist
- 56:26und dann nichts schmeckt und das war ja auch eine ganz harte Phase, wo die Leute gar nicht
- 56:30verstanden haben, was wir da machen und ich habe immer gesagt, aber schau, nee, ab,
- 56:35da liegt in einem der größten Weinbaugebiete in Italien, nämlich Kampagnen und die trinken
- 56:39einfach so viel Wein und klar, du trinkst Pironi, wenn du noch nicht ablegst, aber die haben
- 56:43halt immer einen Wein aus die Zähne oder Kampagnen auf der Karte, immer, immer, immer.
- 56:47So, und das stimmt einfach nicht und ja, also heutigen Sichtweise schon mühsam das immer
- 56:57wieder zu erklären und immer und immer und immer und immer und wieder und haben gesagt,
- 56:59ja gut, aber warum hast du nicht so viele italienische Warn, na ja, weil ich deutscher
- 57:02bin und den Rieslingen liebe, deswegen haben wir vier Rieslingen.
- 57:04So und dann kam das und da, glaube ich, im zweiten Jahr haben wir, muss ich mal überlegen,
- 57:10Gummio, die Weinkarte des Jahres gewonnen, was ja normalerweise nur irgendwie ein Dreistern
- 57:13an Vorbehalten ist.
- 57:14Krass, das war so richtig, das war der Boost.
- 57:17Das war der Boost, das war der Boost, ja.
- 57:19So ein Make-up Call für, ja, genau.
- 57:21Das war der totale Boost, muss man ganz ehrlich sagen und dann wurdest du auch Sommi jedes
- 57:28Jahres von der Bunden, glaube ich.
- 57:30Ja.
- 57:31Das war sehr spektakulär.
- 57:32Ja, das war auch ganz nice.
- 57:36Ja und dann hat sich das so ein bisschen versebstständigt und ja und heute hat man
- 57:42sehr viele Casual-Drestaurants, die hat geile Weinkarten haben, über gar keinen Sternen
- 57:47haben wollen und ja, wir haben damals ganz verrückt, wir haben damals gar keinen Tischservice
- 57:53gemacht und man kannte das ja von diesen ganzen Burger-Läden, dass man aufgerufen, der
- 57:59Nabe wurde aufgerufen, man musste sich das Zeug vorne abholen und natürlich haben wir
- 58:03dann irgendwann gedacht, okay, jetzt verkaufen wir gar nicht so viel Wein, weil der Gast
- 58:06muss immer wieder aufstehen und das und das und das und dann hat man halt den Service
- 58:13umgestellt und ja, so war das damals.
- 58:18Verkauft ihr bei euch viel Wein?
- 58:19Ja, sehr viel Wein.
- 58:20Also, dass ihr bekannt war, dass ja, kommen Leute auch nur zum Wein trinken oder ist
- 58:24immer die Kombinipizza und ...
- 58:25Kommt auch, ja, wir kommen auch.
- 58:26Aber wir verkaufen auch relativ wenig Bier.
- 58:28Sehr viel Wein.
- 58:29Würdest du es heute noch mal anders machen oder war das schon die Idee deines Lebens?
- 58:33Nein, ich würde ...
- 58:34Ihr seid ja auch groß geworden.
- 58:36Also ihr seid ja auch ...
- 58:37Gut, ja, gut, gut.
- 58:38Wie viel?
- 58:39Gut, gut, gut.
- 58:40Also, ich hab mich damals von meinem Partner getrennt in Köln auch und der wollte viel,
- 58:43viel größer wachsen und aus der heutigen Sichtweise war das total richtig dann nicht
- 58:48so riesengroß zu werden, aber du kriegst die Ware ja heute gar nicht.
- 58:52Also, du bekommst A die Weine jetzt, wenn man von der Weinseite drauf schaut, bekommst
- 58:56du die Allokation von den, von den heißen Wein ja gar nicht und du kriegst auch die Ware
- 59:00im Food-Bereich gar nicht.
- 59:01Also, du kannst diese, die gute Mozzarella etc. gar nicht nach umskalieren.
- 59:06Olivenöl, da wie auch immer, das geht gar nicht mehr.
- 59:08Wir haben ja auch eine riesige Olivenöl-Krise momentan, gerade im letzten Jahr.
- 59:11Und die Preise ja auch noch ...
- 59:13Richtig krass, was kaum jemand mitbekommt, aber die Preise sind ja exorbitant.
- 59:16Ja, da spricht keiner drüber.
- 59:18Die ganzen Commodities sind halt mega teuer geworden.
- 59:20Olivenöl, wenn du dir Kakao anguckst, hast du im letzten Jahr mit Kakao fast mehr Geld
- 59:28machen können an den Börsen als mit gewissen Chip-Aktien.
- 59:31Das ist total crazy.
- 59:32Es macht eigentlich ja keinen Sinn mehr als, als Restaurant einen Schokoladen-Dessert
- 59:37zu machen, weil es einfach so teuer geworden ist.
- 59:39Und ja auch zurecht.
- 59:41Also klar ist das ein bisschen Börsentechnik getrieben, aber man möchte den Leuten, die
- 59:46im Ursprung sind, ja auch mehr Benefit zahlen.
- 59:50Also auch das wird kommen.
- 59:51Geheilzahlen, Dreh-Trade, ja.
- 59:53Ja, auch das wird kommen.
- 59:55Und das wird einfach so kommen, dass die Leute halt davon leben können, müssen auch in
- 1:00:02diesen Ländern.
- 1:00:03Und die, also meine Fraufreundin hat damit zu tun auch auf der Basis, Kakao, Kaffee,
- 1:00:11etc.
- 1:00:12Und da kriege ich auch ein bisschen was mit.
- 1:00:14Das ist total wichtig, dass diese Menschen auch davon leben können.
- 1:00:18Das ist noch ganz weiter Weg dahin.
- 1:00:21Aber auch die ganzen Bauern, Italien, Olivenöl, Olivenöl ist ja verrückt.
- 1:00:28Also wirklich verrückt, wirklich das grüne Gold.
- 1:00:30Ich weiß gar nicht, was kostet so eine Null Fimbeerflasche, gutes Olivenöl heute, 25
- 1:00:37Euro, 25 Euro.
- 1:00:38Mittlerweile ja, 25, 30 Euro.
- 1:00:40Und ich erinnere mich vor drei Jahren, wann das 10 bis 15.
- 1:00:45Ja, also.
- 1:00:46Wir nehmen ja, was natürlich mega wichtig ist für unsere Pizza als Basis, Tomaten
- 1:00:53aus Kampagnen.
- 1:00:54Und da haben wir, würde ich sagen, circa den vierfachen Einkaufspreis wie vor Covid.
- 1:01:02Wo?
- 1:01:03Ja, und ja, das kann es ja gar nicht kalkulieren.
- 1:01:08Da kann man natürlich sagen, ja, wie viel Tomatensoße kommt auf so eine Pizza drauf.
- 1:01:11Ich kann es dir auch sagen, auf Militer genau.
- 1:01:14Aber wenn du keine Ahnung, ja, ich weiß es gerade nicht, mehrere Zehntausend Pizzen
- 1:01:22verkaufst und dann halt immer die vierfache Menge an Tomatensoße drauf hast, ist das
- 1:01:26ja schon ein bisschen Geld.
- 1:01:27Und das ist ja nur ein Element von...
- 1:01:29Ist nur ein Element, genau.
- 1:01:30... die sich darauf kommen, ja.
- 1:01:31Genau, ja.
- 1:01:32Natürlich haben wir großartige Apfelbrände in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
- 1:01:53Aber der Branchenprimus ist und bleibt der Kalvados.
- 1:01:56Aus dem gleichnamigen Departement im Nordwesten Frankreichs.
- 1:01:59Das Gebiet erhielt seinen Namen nach einem an der Küste gestrandeten Schiff der spanischen
- 1:02:04Armada namens El Calvador.
- 1:02:07Der Apfel und der daraus hergestellte Zitre hat hier ebenfalls eine hohe Bedeutung.
- 1:02:12Als erster Beleg für die Herstellung eines Apfelbrandes in der Normandie gilt eine königliche
- 1:02:17Konzession aus dem Jahre 1553 zum Brennen eines Ohnevides Zitre.
- 1:02:23Die erste Erwähnung des Begriffs Calvados stammt aber aus dem Jahre 1884.
- 1:02:28Als das Getränk in Paris immer beliebter wurde.
- 1:02:31Einem begrenzten Gebiet mit elf Abschnitten und einem bestimmten Zitre-Distellationsverfahren
- 1:02:37wurde 1942 eine Appellation zuherkannt.
- 1:02:41Und jetzt kommt das Haus Boulart ins Spiel.
- 1:02:43Derzeit ist Boulart der berühmteste Calvados-Pedosh-Produzent in der Normandie.
- 1:02:48Und alles begann 1825.
- 1:02:51Der Ruhm der Mison Boulart stammt aus der Inspiration eines Mannes Pierre Auguste Boulart.
- 1:02:57Der 1825 seine renommierte Brennerei im Pedosh gründete.
- 1:03:01Calvados Boulart und doppelte Distellationen sind eng miteinander verbunden.
- 1:03:06Seit der Gründung steht die Mison als Vorreiter, indem diese diese Methode für alle ihre Calvados
- 1:03:12anwendete.
- 1:03:13Vier Generationen folgen.
- 1:03:14Jenseits der Tradition, jenseits des normalischen Territoriums, jenseits der klassischen Konsum
- 1:03:20Muti schafft es Boulart ihre Calvados in etwas Subtiles und Außergewöhnliches zu verwandeln.
- 1:03:251942 war ein weiterer großer Meilenstein im Schaffen von Boulart.
- 1:03:29Die Familie Boulart, die Vorläufer der Verwendung der doppelten Distellationen der Region ist,
- 1:03:35setzte sich für die Schaffung dieser Appellation ein, um die Distellationsmethode und das einzigartige
- 1:03:40Terroir der Region Pédosh zu fördern.
- 1:03:43So hat sich die Familie Boulart dafür eingesetzt, dass die Methode anerkannt und mit einer
- 1:03:47Outsee in Verbindung gebracht wird.
- 1:03:49Ihr enormes Engagement ergab das 1942.
- 1:03:53Die Outsee Calvados Pédosh gegründet wurde.
- 1:03:56Legende ist auch die Hommage an Eisenhower.
- 1:03:59Denn 1951 schickte Lucien Boulart, General Eisenhower, eine Flasche Boulart Calvados.
- 1:04:05Diese Flasche, Calvados Pédosh aus dem Jahre 1910, übersandte er mit den Gruß der ewigen
- 1:04:10Dantbarkeit und was soll ich sagen, Eisenhower hatte eine neue Lieblingsspiritose.
- 1:04:14Die Basis für den Calvados ist der aus dem Most von Äpfeln, vergorende Wein.
- 1:04:19Es ist über im Citra 48 Absorten sind zugelassen.
- 1:04:22In der Regel sollte diese eine Mischung aus 40% Süßen, 40% Bitteren und 20% Sauerenepfeln
- 1:04:28sein.
- 1:04:29Nach der Gärung hat der Citra nun 4 Volumenprozent.
- 1:04:32Deshalb erfolgt genau wie beim Cognac eine zweimalige Distellation.
- 1:04:36Das Ergebnis des ersten Durchgang mit ca. 25 Volumenprozent Alkoholgehalt wird auch Pédido
- 1:04:42genannt.
- 1:04:43Nach einer kurzen Lagerung erfolgt der zweite Brenndurchgang.
- 1:04:46Es müssen 70 Volumenprozent erreicht werden.
- 1:04:48Durch die Lagerung in Fässern aus Eiche oder Kastanie wird der anfangs fruchtige Calvados
- 1:04:53nach und nach voller und weicher.
- 1:04:55Seine Farbe verdunkelt sich und er nimmt geschmacklich Weinbrandhörigte mit Apfelaroma an.
- 1:05:01Leicht mit Karamell gefärbt, aber meistens ungesüßt wird er nach mindestens einem
- 1:05:05Jahr Eichenfasslagerung mit distillierten Wasser auf etwa 40 bis 50 Volumenprozentrinkstärke
- 1:05:10herabgesetzt.
- 1:05:11Danach erfolgt zum meisten ein Verschnitt von mehreren Jahrgängen.
- 1:05:14Nach dem Reifealter gibt es die Bezeichnung Fiend mit mindestens 2 Jahren Reife, Reserve
- 1:05:19mit mindestens 3 Jahren Reife, V.O. oder auch Vier-Reserve mit mindestens 4 Jahren Reife,
- 1:05:24VSOP mit mindestens 5 Jahren Reife und X.O. oder auch Napoléon, Tré-Vier-Reserve oder
- 1:05:31Ordage, betitelt mit mindestens 6 Jahren Reife.
- 1:05:34Früher wurde Calvados meist aus einfachen Schnapsgläsern getrunken, mit der AUSC-Klassifikation
- 1:05:39wurden dann vermehrdünnwandige Schwenke mit sich verjüngendem Kelch wie für den Konjak
- 1:05:44verwendet.
- 1:05:45Leider muss man sagen, wird der Calvados auch viel zu oft in Trinkgefäßen aus Ton oder
- 1:05:49Steingut serviert, die mit ihrer Form einem Dreiviertel einer Kugel an die Schädelkalotten
- 1:05:53der Feinde erinnern sollen aus denen die Normand tranken.
- 1:05:56Persönlich liebe ich es, seinen Calvados aus einem Weinglas mit einem möglichst hohen
- 1:06:00Kelch zu probieren, damit er sein komplexes, fruchtiges und vielschichtiges Aroma perfekt
- 1:06:06entfalten kann.
- 1:06:07Und exemplarisch dafür würde ich heute einen Boulard Calvados VSOP empfehlen.
- 1:06:11Boulard VSOP Calvados ist das Ergebnis der Kombination verschiedener Calvados PDOSCH mit
- 1:06:16mindestens 5 Jahre Reifezeit in Eichenholzfässern.
- 1:06:19Einmal aus verschiedenen Lagen kivitiert, bleibt dieser VSOP in fässerngelügend Zeit
- 1:06:24um eine karaktervolle Sanftheit zu erhalten und das Aroma überzeugt.
- 1:06:28Bei diesem Boulard Calvados VSOP mit seiner leichten, feinen Persönlichkeit, die richtig
- 1:06:34klasse hat, elegant perfekt ausbalanciert und im Background trotzdem reif, verführt
- 1:06:39dieser Premium Calvados die Nase, blumige Noten, die an Vanille, ein Hauch Eiche und
- 1:06:44leicht rauchige Aroma erinnern, adeln die Herznote, die an fruchtige Äpfel mandeln,
- 1:06:49feichen und ein wenig brioche erinnert.
- 1:06:51Letztlich gipfelt sich der Geschmack im schier ewigen Nachgang, wo man das Gefühl hat Nüsse
- 1:06:56zu schmecken, Blumen, Gewürze, Facettenreicher kann sich selten ein Calvados präsentieren
- 1:07:01und mit dieser Kombination aus Floralen, aus Fruchtigen und aus würzigen Elementen wird
- 1:07:04es ein richtiges Geschmackserlebnis.
- 1:07:06Nicht nur für den Gaum, auch für die Augen.
- 1:07:08Bernd Steingolden liegt er im Glas.
- 1:07:10Viele Jahre feiten die Experten der Brennerei Boulard an diesem Qualitätsprodukt, bis sie
- 1:07:15endlich mit dem Ergebnis zufrieden waren.
- 1:07:17Der Kellermeister ruhte nicht eher, bis er die richtigen Destillate für das Blending
- 1:07:21ausgewählt hatte, wobei er sogar einige der ältesten und hochwertigsten Vintage-Apfüllung
- 1:07:26berücksichtigte.
- 1:07:27Die Mühe hat sich ausgezahlt, denn der Boulard Calvados VSOP ist ein Meisterwerk, das seines
- 1:07:32gleichen Sucht und Calvados auf ein neues Level erhebt.
- 1:07:36Und ja, ich darf mich an die eigene Nase fassen, denn vor diesem Calvados habe ich viel zu lange
- 1:07:40keinen Calvados probiert.
- 1:07:42Ein großes Dankeschön für dieses besondere Produkt nach einem ganz großen Dankeschön
- 1:07:45dem deutschen Impoteur, dem Handelshaus Schlumberger.
- 1:07:48Also es war für dich eine gute Entscheidung.
- 1:08:00Du bist zufrieden mit Pizza und Wein.
- 1:08:02Wie viel Zommi bist du eigentlich noch?
- 1:08:04Also bist du jemals noch am Tisch oder bist du noch am Verwalten koordinieren?
- 1:08:09Hast du Stammladen, wo du?
- 1:08:11In Düsseldorf?
- 1:08:12Genau, ja in Düsseldorf, weißt du.
- 1:08:13Also in Düsseldorf haben wir zwei Läden.
- 1:08:15Zum Beispiel bin ich natürlich in Düsseldorf, weil ich ja auch selber in Köln wohne.
- 1:08:18Und es sind noch viele Leute, die ich kenne oder umgekehrt, die mich kennen.
- 1:08:23Aber ich bin jetzt natürlich nicht jeden Tag am Tisch von 18 bis 23 Uhr.
- 1:08:30Geht gar nicht möglich.
- 1:08:32Das kann man gar nicht händeln.
- 1:08:34Aber gestern zum Beispiel war ich wieder im Service und das macht mir immer noch sehr,
- 1:08:40sehr viel Spaß, muss ich sagen.
- 1:08:41Und die anderen Läden, die auch mehr oder weniger zu deiner Kette oder in Franchise laufen,
- 1:08:47betreust du die, begleitest du die?
- 1:08:49Ist eine Partnerschaft.
- 1:08:50Also wer nennt es nicht Franchise, eine Partnerschaft?
- 1:08:52Klar.
- 1:08:53Und das machen aber die Leute vor Ort.
- 1:08:55Die sind viel, viel wichtiger als ich.
- 1:08:57Und jeder, der das vor Ort macht, muss viel Liebe mitbringen.
- 1:09:00Er hat auch Weinafinität.
- 1:09:06Und das funktioniert auch so mit Meetings oder man sieht sich ja auch häufiger vor Ort.
- 1:09:13Aber das wird besprochen und auch da ist dann oft Learning by Doing.
- 1:09:17Und Wein einkauft, machst du das oder machen die das?
- 1:09:19Zusammen.
- 1:09:20Zusammen.
- 1:09:21Das sind die Erfahrungswerte.
- 1:09:23Also man hat ja dann eine Richtung, so ungefähr, die man vorgeht.
- 1:09:26Eine mag auch mehr Riesling, der andere mag mehr Bugund, der andere mag mehr Natural.
- 1:09:30Und dann, ja, wenn Allokationen kommen, gibt es dann Rundmehl.
- 1:09:33Wir möchte das haben, warum, so wie so weshalb.
- 1:09:36Jetzt, als ich in Portugal war, auch in Kolarisch, war ich beim Weingut, wo ich auch alles den
- 1:09:43geschickt habe, den Jungs, was sie kaufen können und sollen und wollen.
- 1:09:47Das können sie dann selber entscheiden.
- 1:09:48Das ist ja deren Geld.
- 1:09:49Und so kann man eine Weinkarte aufbauen.
- 1:09:54Ich habe dir bewusst provokanten Wein zugeschickt.
- 1:09:57Ja.
- 1:09:58Ich dachte, wenn weiß, dann kein Riesling.
- 1:10:01Weil das wäre, wäre, wäre der Kollege.
- 1:10:03Ja, ein Schwab, ne?
- 1:10:04Wasser in die Elbe kippen oder in den Rhein.
- 1:10:08Deswegen ...
- 1:10:09Aber warum provokant?
- 1:10:10Ich wollte dir nicht unbedingt einen Graubigunder zuschicken.
- 1:10:16Das ist lieb, ja.
- 1:10:18Aber ... also ich war mit David Schildknecht unterwegs in Österreich und er sagte, Weißburgunder
- 1:10:25ist die unterschätzte Rebsorte, die es gibt in der Welt.
- 1:10:28Das ist die potenteste, karaktervollste Rebsorte, die am besten das Theroar heraus arbeitet,
- 1:10:34zeigt, was der Winzer kann.
- 1:10:36Und für mich ist das hier so ein ... eigentlich, ich finde ein extrem authentischer Rebsorten
- 1:10:46typischer und für mich eigentlich so ein richtiger Pizzawißbegunner.
- 1:10:50Total, ja.
- 1:10:51Das soll nicht Wertengemeint sein, sondern weil er so diese Stärke der Pizza aufnehmen kann,
- 1:10:56weil er mit der Säure von den Tomaten arbeiten kann und die Pfaffmanns da geschafft haben,
- 1:11:04ein karaktervollem Wein mit aber sehr viel Eleganz und Scham zu produzieren.
- 1:11:07Und das ist auch ein bisschen was gereiftes, ne?
- 1:11:11Ist das bei dir schon gereift?
- 1:11:13Ja, für so einen, für einen Pizzawind schon, ja.
- 1:11:16Okay.
- 1:11:17Wäre das ein Pizzawind für dich oder ... oder was braucht ein Pizzawind?
- 1:11:23Braucht der Substanz, braucht der Anspruch, braucht der ... weil der hat schon mit sehr
- 1:11:26vielen Geschmackselementen, gerade wenn ihr eure verschiedenen On-Tops noch mit dazu
- 1:11:31packt, dann ist es ja teilweise brutal für die Pizza.
- 1:11:34Ja, aber auch da kommen natürlich Leute rein und sagen, was würdest du zu der Pizza empfehlen?
- 1:11:40Sag ich mal, sag mir was du gerne trinkst, was du magst und dann empfehle ich dir gerne
- 1:11:46was.
- 1:11:47Also es steht jetzt bei uns nicht so die Weinspeisenkombination im Fördergrund, aber das ist ein Wein,
- 1:11:52der hat Kraft, der hat gewissen Schmelz, was den Weißbegunner auch auszeichnet, hat ein
- 1:12:00bisschen Holz, also ist jetzt nicht so vorstechend das Holz.
- 1:12:04Ja, würde ... wäre eigentlich so ein Ding, wo ich sage, passt perfekt zur Pizza, weiß
- 1:12:08jetzt auch, da muss jetzt auch nicht zwei Stunden drüber senieren über den Wein.
- 1:12:13Und ist ein geiler, gut gemachter ... weiß ich nicht, ob es ein Stich ist, vielleicht
- 1:12:19ein Tick über ein Stich, oder?
- 1:12:20Ja, es ist eine Mittelklasse.
- 1:12:22Mittelklasse, genau.
- 1:12:23Und genau das, was ich von beschrieben habe, damit holst du ganz viele Leute ab.
- 1:12:27In den Medienbereich.
- 1:12:31Und das ist ja die große Kunst zu sagen, ja klar, ein Stich hat man immer, irgendwas
- 1:12:36ist immer ein Einstich.
- 1:12:37Aber dann halt so im Mittelbau zu sagen, hey, das ist was wirklich geil, ist für einen guten
- 1:12:40Preis, das ist ja eigentlich genau die große Kunst.
- 1:12:44So, du kannst auch eine Weinkarte machen, wenn jemand 5 Millionen Euro gibt, ja gut, die
- 1:12:48Weinkarte mache ich dir in einem Monat.
- 1:12:50Das ist aber, das ist ja keine Kunst.
- 1:12:53So, die Kunst ist ja genau so was zu finden für ein angenehmes Preis-Leistungsverhältnis
- 1:12:59und das dann zu verkaufen und den Gästen schmackhaft zu machen.
- 1:13:03Ja.
- 1:13:04Und da spannende und interessante Weine zu finden, finde ich.
- 1:13:07Ja, toll.
- 1:13:08Das Außergewöhnliche, denn in dem Preisbereich tummelt es sich relativ viel, aber das Besondere
- 1:13:16heraus zu rekrutieren.
- 1:13:17Ja, toll.
- 1:13:18Ich mache mal nebenbei den Rotwein aus.
- 1:13:20Wäre das ein Wein, die du privat trinken würdest oder eher nicht?
- 1:13:22Ja.
- 1:13:23Also jetzt nicht in einem Dreisterne?
- 1:13:25Ja.
- 1:13:26Haben wir ja von gesagt, das ist ja flascheweise, aber ja klar, logisch.
- 1:13:31Und findest du zur Pizza mehr Rot oder Weiß?
- 1:13:35Ja, bei uns wird allgemein mehr Weiß verkauft, lustigerweise.
- 1:13:40Aber ich glaube, wer hier so?
- 1:13:41Wer hier so?
- 1:13:42Deswegen lasst ich's sein oder?
- 1:13:43Noa, ja, ich glaube, das ist so ein bisschen der normale Trend hier an Deutschland, dass
- 1:13:48die Leute mehr Weißwein trinken.
- 1:13:51Es kommt ja, glaube ich, daher, dass viele Leute auch wirklich Wein alleine trinken.
- 1:13:56Es gibt ja, es gibt ja in anderen Ländern nicht, ne?
- 1:13:59Franzose würde niemals eine Flasche Wein haben.
- 1:14:01Deutschen sind die einzigen, glaube ich.
- 1:14:02Die einzigen, ja, kann sein.
- 1:14:03Nur Wein trinken, um Wein zu trinken.
- 1:14:04Ja, also in Frankreich nirgends oder in Italien oder in Spanien.
- 1:14:07Ja, oder die essen dann halt immer was dazu, weil sie essen, weil sie viel essen, die Jungs.
- 1:14:11Aber kein Franzose wird sich abends von Fernsehen, Flasche Wein aufmachen und nichts dazu essen.
- 1:14:15Messen?
- 1:14:16Messen.
- 1:14:17Messen.
- 1:14:18Jetzt einfach beim Schnitt, ne?
- 1:14:19Ist vielleicht auch ein Mono-Bild, aber im Normalfall ist das so.
- 1:14:25So und dafür ist der Wein, der Weißwein, willst du sagen, was es ist?
- 1:14:30Oder von Beigut Bargäck ist das Weißbegund, ne?
- 1:14:33Osterpals.
- 1:14:34Ja, so.
- 1:14:35Und das ist so ein Weißbegund, wo ich sage, hey, das, wenn ich das Bild der Falz vor
- 1:14:41mir habe, ist das, was ich halt mir erwarte, oder?
- 1:14:44Von dem geilen Weißbegund.
- 1:14:46Bin ich auch.
- 1:14:47Das ist der Falz.
- 1:14:48Ich habe eine gewisse expressive Art, das ist nicht zu kompliziert, trotzdem strukturiert,
- 1:14:52hat eine angenehme Tiefe, eine feine Säure.
- 1:14:53Ja.
- 1:14:54Und in der anderen.
- 1:14:56Wenn du den einfach einen zwei Stündchen offen...
- 1:14:58Gutesäure, sehr gutesäure sogar.
- 1:15:00In Süditalien wird aber mehr Rotwein dann zur Pizzerie trugen.
- 1:15:04Ja, mehr Rotwein, ja.
- 1:15:06Deswegen dachte ich also, so als zweiten Weihnacht den Klassiker zu schicken.
- 1:15:11Sehr gut, gutes Weihnacht.
- 1:15:12Aber einen der... ich habe bewusst den zweitwein genommen,
- 1:15:15der auch Kabernählastiges mit 50 Prozent,
- 1:15:18von San Leonardo, den 2020er.
- 1:15:22Ich finde, wenn man zu großen Wein zu schnell aufmacht und probiert,
- 1:15:26dann kommt die Größe nicht zum Tragen.
- 1:15:28Und zweitweine sind für mich da manchmal nicht nur gastronomiefreundliche,
- 1:15:31sondern auch so extrem spannende Sachen,
- 1:15:33weil sie die Handschrift des Winzers trotzdem darstellen.
- 1:15:35Und wesentlich... also der Wein ist jetzt bis vielleicht 2030 präsent.
- 1:15:41Und hat eine gute Entwicklung und ist aber schon jetzt präsent.
- 1:15:45Und das fand ich eigentlich total spannend.
- 1:15:47Und das wäre für mich so ein absolut genialer Pizzawin.
- 1:15:51Er hat eine tolle Tanninstruktur.
- 1:15:55Er hat diese herrliche Kirsch-Johannesbeer-Nase.
- 1:15:59Also sie frucht Expressivität.
- 1:16:01Du hast diese letrige Aromatik mit dabei.
- 1:16:04Und es ist für mich was Besonderes.
- 1:16:06Also du hast Nord-Italien, finde ich, gut interpretiert.
- 1:16:10Oder außer die Grunde interpretiert.
- 1:16:12Ja, und San Leonardo ist ja... also man kann es ja eigentlich finden,
- 1:16:16wenn du nachein riechst.
- 1:16:17Und ich weiß, was es ist, denkst du halt immer in Bodom.
- 1:16:20Ja.
- 1:16:21Also ich zuerst...
- 1:16:23Bin ich schon einige Male blind mit auf die Nase gefallen, wo ich satt habe.
- 1:16:27Das muss bei dir sein.
- 1:16:28100 Prozent Bodom.
- 1:16:29Ist das gut oder schlecht, wenn die Weinwelten sich zu vermischen?
- 1:16:32Also wenn jetzt ein Schadonier aus der Falsse nach Begründung schmeckt,
- 1:16:35findest du es cool oder sagst du...
- 1:16:37Tut's ja leider nicht.
- 1:16:38Tut's ja leider nicht.
- 1:16:40Das wär schön, das wär schön, ja.
- 1:16:43Nein, das ist...
- 1:16:44Da haben aber einige Doktern schon diese Richtung und versuchen hier mit einem leichten Reduktionsstinker
- 1:16:48oder mit Ralala oder schon diesen Stil zu imitieren oder zu interpretieren.
- 1:16:54Ja, wollen viele, klar wollen viele, aber ich glaube hier bei San Leonardo ist es einfach
- 1:16:58aus der Historie gewachsen.
- 1:17:00Kann das Wein gut ja auch schon ein paar Tage, ich find's immer wie gut.
- 1:17:04Ich find's immer wie gut, er hat's vielleicht hinten aus dem Tickmeer helle Frucht als
- 1:17:08ein Bodom, aber ich meine das ist...
- 1:17:09Bodom ist auch groß, ne?
- 1:17:10Kann auch tausend verschiedene Sachen sein.
- 1:17:13Ein richtig guter Wein.
- 1:17:17Ein Speisebegleiter oder ein Solist?
- 1:17:19Also klar, du trinkst nur zu speisen, aber Speisebegleiter.
- 1:17:23Super Speisebegleiter, ja, mega gut.
- 1:17:25Aber halt auch nicht dick, ne?
- 1:17:27Ist jetzt irgendwie kein neue Weltwein.
- 1:17:29Ich guck grad mal 30, 30 % das Geschenk.
- 1:17:32Also findest du ja kaum noch leider oder wieder.
- 1:17:36Also viele, viele versuchen sich daher zu bekehren und haben erkannt,
- 1:17:40dass Wein trinken nicht Schaden verursachen sollte, also in dem Sinne,
- 1:17:45dass man zu schnell durch ist, sondern einfach bereichern soll.
- 1:17:49Ja, ist so, ja.
- 1:17:51Und das find ich auch ein Zeitgeist, der großartig ist.
- 1:17:53Find ich richtig gut, ja.
- 1:17:55Wenn wir sehr gut hatten, tolle Frucht hatten, sehr, sehr schönes Tannin,
- 1:18:00überhaupt nicht zu hartes Tannin, 222, für die Leute, die es nicht sehen, so alle.
- 1:18:07Ist ja relativ hochgelegen.
- 1:18:11Das heißt, du hast auch gar nicht so heiße, durchgängig heißes Wetter.
- 1:18:16Ja, mega gut.
- 1:18:18Felt mir sehr gut.
- 1:18:20Frucht mich sehr, schön.
- 1:18:22Also nach 1, 2 Tagen wird der noch grandioser.
- 1:18:25Was wärst du für ein Wein, wenn du ein Wein wärst?
- 1:18:29Habt ihr Spielchen mal gemacht, was wärst du für ein Ribsort,
- 1:18:32was wärst du für ein Weintranne?
- 1:18:34Nee, nee, nee, nee.
- 1:18:36Ich bin vor allem ein bisschen verspürter als du.
- 1:18:38Aber was wärst du für ein Wein, wenn du ein Wein wärst?
- 1:18:40Das müssen andere beantworten.
- 1:18:43Was wär ich?
- 1:18:44Ich wär für dich selber.
- 1:18:45Wärst du ein Riesling, wärst du rastlich, oder wärst du ein krebiger Chardonnay?
- 1:18:49Nee, du wärst kein...
- 1:18:51Ich wär, glaube ich, wirklich Savanian.
- 1:18:53Das kann manchmal richtig schlimm sein, kann auch ganz mal richtig groß sein.
- 1:18:56Ich glaube, in die Richtung.
- 1:18:59Ja, aber so, jeder Mensch ist ja verschieden, und jeder Mensch mag auch verschiedene Weine.
- 1:19:07Ich finde, jeder Wein hat total seine Daseinsberechtigung.
- 1:19:12Jeder?
- 1:19:16Ja, jeder.
- 1:19:17Echt, auch der Billigplalo, der Pfeil 90, auch der.
- 1:19:22War das echt?
- 1:19:23Ja, auch der.
- 1:19:24Zu betäuben, oder warum?
- 1:19:25Ja, von mir aus, nein, aber so, A, wären diese Weine ja verkauft.
- 1:19:29Irgendwer muss die ja kaufen.
- 1:19:31Und gerade diese preiswerten Weine sind ja in riesengroßer Auflage irgendwie gemacht worden,
- 1:19:34im wahrsten Sinne des Wortes.
- 1:19:36So, und es ist doch besser, als wenn ein 20-Jähriger sich eine Pulle Wein für 2 Euro kauft,
- 1:19:41als irgendwie, was ich irgendwo so ein billig Wortkeh aus dem Discounter.
- 1:19:45So, und dann, aber so haben wir doch alle angefangen.
- 1:19:48Niemand hat da von uns mehr...
- 1:19:49Stimmt.
- 1:19:50Mit einem DRC im Nuckel, oder in der Nuckelflasche, irgendwie im Krankenhaus ist ja aufgebracht.
- 1:19:56So, wir haben alle angefangen.
- 1:19:57Also, ich hab mit Müller Togau halbtrocken angefangen,
- 1:20:01weil damals, was ich von erzählt habe in der Lehre, mein Seniorchef, das halt relativ viel getrunken hat am Tag.
- 1:20:06So, dann hast du eine Literflasche Falkenberg, Müller Togau halbtrocken.
- 1:20:10So, so, dann ist man irgendwann zu rieslegen und dann hat sich dann weiterentwickelt.
- 1:20:14Dann haben wir irgendwann Sekt probiert und so weiter und so fort.
- 1:20:16So, und also, das war ja immer der, war ja immer der die Basis, oder?
- 1:20:22Also, von daher.
- 1:20:23Hm.
- 1:20:24Interessante Ansatz.
- 1:20:25Gibt es für dich heute Grenzen da unten nach oben?
- 1:20:27Also, du sagst, ein Bein sollte für mich aus...
- 1:20:30Ja.
- 1:20:31Wenn du Wein kaufst, als Endverbraucher.
- 1:20:36Ich würde, glaube ich, wenige Weine wirklich eine ganze Flasche trinken, unter 10 Euro kosten.
- 1:20:42Hm.
- 1:20:43Hm.
- 1:20:44Wobei auch...
- 1:20:45Nach oben?
- 1:20:46Das will ich hier nicht sagen.
- 1:20:50Okay.
- 1:20:51Nein, nein.
- 1:20:52Also, ja, was ich von gesagt habe...
- 1:20:54Ist ja auch egal, aber du hast keine Ahnung.
- 1:20:56Also, ich finde einfach...
- 1:21:01Das bin ich als Hähnmark.
- 1:21:04Ja.
- 1:21:05Wenn du in einem Dreisterner eine Flasche für 300 Euro trinkst, sollte die schon eigentlich
- 1:21:14ziemlich geil sein.
- 1:21:15Hm.
- 1:21:16So, es gibt...
- 1:21:17Es gibt auch in Paris, in Dreisternern kriegst du immer eine geile Pole für 60 Euro.
- 1:21:24Das ist einfach so.
- 1:21:25Hm.
- 1:21:26Also, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, im Epicure kostet Giberto normal, der normale
- 1:21:32Giberto Blanc, der normale kostet 60 Euro.
- 1:21:35Hm.
- 1:21:36Das heißt, du könntest im Epicure, wo das Menü, glaube ich, 425 kostet, für 60 Euro eine
- 1:21:41richtig, richtig, richtig gute Flasche Wein trinken, wo ich sage, da haben 95 Prozent
- 1:21:47aller Deutschen noch nie so einen guten Wein getrunken.
- 1:21:49So, kannst du in Frankreich oder in Paris in einem der besten Dreisterner weltweit für
- 1:21:56klassische französische Küche für 60 Euro trinken?
- 1:21:59So.
- 1:22:00Das finde ich da nicht zu viel Geld.
- 1:22:02So, das ist einfach...
- 1:22:06Aber es gibt Weine, die zu viel Geld kosten.
- 1:22:11Ja, das muss ja jeder für sich selber entscheiden.
- 1:22:14Also, wenn sich jetzt jemand den Podcast anhört und sagt, der Typ trinkt für 300 Euro eine
- 1:22:19Pole im Restaurant, der ist nicht ganz sauber, das mag dann für denjenigen, der sagt sicherlich
- 1:22:25auch mit viel Wahrheitsgehalt sein.
- 1:22:27Aber das ist ja auch immer eine ganz persönliche Sache.
- 1:22:31Also, ich möchte jetzt nicht jeden Tag Klonemysenil, Magnum trinken im Dreisterne.
- 1:22:36Abwürt das langweilig.
- 1:22:37Und B, verschwimmen dann irgendwo so die Grenzen, dass man sich wirklich darauf freut.
- 1:22:42Und das ist ja auch immer so, dass man sich auf die Grenzen trinken kann.
- 1:22:45Und das ist ja auch immer so, dass man sich auf die Grenzen trinken kann.
- 1:22:48Und das ist ja auch immer so, dass man sich auf die Grenzen trinken kann.
- 1:22:51Und das ist ja auch immer so, dass man sich auf die Grenzen trinken kann.
- 1:22:54Und das ist ja auch immer so, dass man sich auf die Grenzen trinken kann.
- 1:22:57Und das ist ja auch immer so, dass man sich auf die Grenzen trinken kann.
- 1:23:00Und das ist ja auch immer so, dass man sich auf die Grenzen trinken kann.
- 1:23:03Und das ist ja auch immer so, dass man sich auf die Grenzen trinken kann.
- 1:23:06Und das ist ja auch immer so, dass man sich auf die Grenzen trinken kann.
- 1:23:09Das muss man sich erhalten, finde ich persönlich.
- 1:23:12Und wenn du jetzt alle drei Tage, drei Sterne essen gehst, ja gut, das wird zur totalen Normalität.
- 1:23:17Und das kann auch gar keinen Spaß machen.
- 1:23:21Also ich beneide die auch nicht die ständig auf Insta, ihre eigenen,
- 1:23:26wirklich High End-Vine, die sie jede Woche probieren können dürfen müssen.
- 1:23:30So was möchte man gelegentlich probieren, aber nicht jede Woche.
- 1:23:34Ja, also ich war einmal mit meiner damaligen Freundin
- 1:23:42und einem sehr gut befreundeten Winzer aus Deutschland.
- 1:23:46Waren wir im Bugund, in Chablis, in einem sehr netten Restrohrung,
- 1:23:52haben da auch geschlafen im Hotel und hatten einen wunderschönen Abend.
- 1:23:56Und dann habe ich meine erste Flasche DHC gekauft, bestellt, bezahlt.
- 1:24:03Das waren irgendwie, was weiß ich, 700 Euro.
- 1:24:07Das war unfassbar, es ist immer noch unfassbar viel Geld.
- 1:24:11Ich habe lange überlegt, ob ich das mache und dann war der Winzer, der mit war, auf Klo
- 1:24:16und dann habe ich ihn einfach bestellt.
- 1:24:18Und dann haben wir zurückgelegt, ich habe schon mal so, Feuer hatten wir Ravino,
- 1:24:23was er dann in Chablis nicht so teuer ist, irgendwie Prämikröfe und Hunni oder so.
- 1:24:28Und dann kam er wieder und sagte, ich habe schon eine Flasche Rotwein bestellt,
- 1:24:33probiere das mal, ich gehe mal ihm auf die Toilette und dann kam ich wieder und sagte, das ist gut.
- 1:24:36Er wusste, die Weinkarte war riesig groß, er konnte gar nicht wissen, was es ist.
- 1:24:40Wir hatten im Endeffekt am Ende des Tages, hatten wir beide Tränen,
- 1:24:44weil dieser Moment war so wunderbar, wir haben großen Wein gehabt.
- 1:24:50Das Geld hat natürlich weh getan, aber jetzt aus der Rinderung raus, ist das auch total Schnuppe,
- 1:25:00weil es einfach ein riesen Moment war.
- 1:25:02Und das macht halt dieses Wein trinken und Essen gehen für mich aus.
- 1:25:06Also für mich ist es nie dahin zu gehen, zu sagen, ich habe klar, man hunger logischerweise,
- 1:25:10aber es ist immer beim Wein und aber auch beim Essen mit der Größe und mit der Klasse,
- 1:25:16das Korps oder das Winzer ist dahinter verbunden.
- 1:25:19Immer.
- 1:25:20Was ist weinfürftig, wenn du es in einen Wort kleiden musstest?
- 1:25:24Obsession.
- 1:25:26Cool.
- 1:25:28Wer hatte ich davon überzeugt, also hat sie jemanden Vorbild?
- 1:25:32Ne, aber tatsächlich, was ich von einem Gespräch angesprochen habe,
- 1:25:35das in meiner Lehre, der Junior-Stefan Schneider, der mich da sehr gefördert hat, gefördert und gefordert hat.
- 1:25:42Also es waren tatsächlich keine, wie sagt man so schön, Lehrjahre sind keine Herrenjahre oder so?
- 1:25:49Was hat man früher gesagt, oder?
- 1:25:51Ja, sagt man her genau.
- 1:25:52Heute nicht mehr?
- 1:25:53Heute nicht mehr, aber will heißen, das war wirklich eine harte Zeit.
- 1:25:58Und das war vielleicht auch der Zeitgeschuld.
- 1:26:01Das heißt, es war, die Lehre habe ich angefangen, 1997, das heißt, die Mauern waren gerade acht Jahre offen.
- 1:26:08Ich bin ja in Berlin geboren und habe da auch bis 1997 gelebt.
- 1:26:13Und dann sind wir damals ins Sauerland gezogen.
- 1:26:16Das war natürlich auch totaler Kulturschock mit einem drum und dran.
- 1:26:20Krass, ja.
- 1:26:21Gerade weil Berlin in den acht Jahren ja richtig, da ging es ja ganz anders ab.
- 1:26:26War wichtig für mich, aus Berlin wegzukommen, muss ich sagen, sondern mir wird es heute, glaube ich, gesundheitlich etwas anders gehen.
- 1:26:33Ja, war eine krasse Zeit und war mit die beste Zeit meines Lebens.
- 1:26:40Und für diejenigen, die sich da nicht so ausgehen oder die ein bisschen zu jung sind, die das hören,
- 1:26:45damals ist praktisch ja in der Nachwendephase so ein bisschen die elektronische Musik in Deutschland entstanden.
- 1:26:52Und das war eigentlich in Frankfurt, das war so ein bisschen 20er, ein bisschen melodischer und Berlin war ein bisschen härter.
- 1:26:57Und damals gab es eigentlich, wenn man so viel Detroit in New York gab es Haus, das war nicht so unser Ding.
- 1:27:04Und dann war halt, wie ich gerade sage, ein bisschen 20er, Jammin's Boon, Sven Feet in Frankfurt.
- 1:27:11Und Berlin war ein bisschen härter, E-Werk, Tresor und das war so da meine Zeit.
- 1:27:15Und ich habe damals auch aufgelegt.
- 1:27:17Du hast aufgelegt?
- 1:27:19Ja, ja, das war, wusste ich gar nicht.
- 1:27:22Und auch mit Hironen, die heute noch auflegen.
- 1:27:26Ich habe mich dann aber für die seriöse Seite entschieden.
- 1:27:32Und das war, glaube ich, für mich als Persönlichkeit oder wirklich als Mensch war es wichtig, damals aus Berlin wegzugehen,
- 1:27:38weil es war schon eine krasse Zeit.
- 1:27:41Also wenn man heute über KidCat oder so oder Bergen redet, das ist totaler Kindergarten gegen damals.
- 1:27:46Also Sven Feet, vier Tage lang zur Love Parade im Tresorgarten aufgelegt.
- 1:27:53War die Zeit der Love Parade, ja.
- 1:27:55Ja, das fing ja damals so an.
- 1:27:57Und ich glaube, ich war auf der zweiten oder dritten, weiß ich jetzt gerade gar nicht mehr, da war es schon,
- 1:28:03ich glaube auf der dritten war es so, ich kann keine Ahnung, 10.000 Leute, 20.000 Leute.
- 1:28:07Und das, wie wir es von besprochen haben beim Wein oder auch bei anderen Dingen,
- 1:28:13das war praktisch so dieser Anfang, dieser Revolution, dieser Hype.
- 1:28:17Und logischerweise ist ja, dann kam das Fernsehen mit Viva und dann wurde die Love Parade da über Tragenstunden lang.
- 1:28:25Das ist ganz cool, ich gucke mir das lustigerweise manchmal bei YouTube noch an, diese ganzen alten Videos von den Zeiten.
- 1:28:32Das ist mega interessant.
- 1:28:34Und das gepfelt sich dann natürlich in diesem ganzen Quad-Steder heute irgendwie als elektronisch Musik verkauft wird.
- 1:28:44Aber das ist jetzt auch schon ein paar Jahre sehr, ist 30 Jahre her, ne?
- 1:28:48Das war der totale Anfang.
- 1:28:50Und damals sind so diese ganzen Amis dann natürlich nach Deutschland gekommen.
- 1:28:58Und auch das hat total Berlin geholfen.
- 1:29:01Ich sag jetzt mal so, die US-Tanzwürtigen sind nach Deutschland gekommen, weil in den USA war das alles ein bisschen mehr reglementiert.
- 1:29:08Und gibt es genug Dokus drüber, die ganzen Detroit DJs, die dann sagen, hey, wir durften gar nicht so richtig auflegen hier.
- 1:29:15Und Polizeirats ja im Club und so weiter und so fort.
- 1:29:19Ohne, nur morgens bis zwei Uhr durften wir auflegen.
- 1:29:21Und gut, wie gesagt, im Tresor ging das manchmal eine Woche ohne Pause.
- 1:29:26Und das ist natürlich dann mit deinem Schulleben und Arbeitslehnen nicht ganz so gut vereinbar.
- 1:29:32Das war halt dann wirklich ein totaler Kulturschock nach in Sauerland.
- 1:29:37Aber auf die...
- 1:29:39Krasser geht's, glaube ich, kaum.
- 1:29:41Krasser geht's nicht.
- 1:29:42Vielleicht Schwarzwald oder so.
- 1:29:44Krasser geht's nicht.
- 1:29:46Die Holländer, die dann ohne Winterreifen da fahren, also bis da mit 10 km/h dann immer über die Straße gefahren.
- 1:29:53Und ja, aber tatsächlich haben sagen immer viele Holländer krassen nach nach Köln und warst da, warst überall.
- 1:29:59Ich war ja ab und zu in Afrika gearbeitet und auch in Spanien und so weiter.
- 1:30:02Vielleicht, ich möchte diese Zeit überhaupt nicht missen, weil insgesamt war ich vier Jahre da.
- 1:30:06Ich habe dann noch ein Jahr dann dort gearbeitet und nach der Lehre und mega gut.
- 1:30:11Superchef hat mir wahnsinnig viel für mein Leben gebracht.
- 1:30:16Supergegend.
- 1:30:18Heute fahre ich jetzt nicht mehr so häufig dahin, aber wenn dann finde ich es dann immer noch sehr, sehr angenehm ist,
- 1:30:23hat eine ganz andere...
- 1:30:25Sauerland hat eine ganz andere Idee dahinter.
- 1:30:27So, und es ist eine wunderschöne Natur.
- 1:30:29Und mittlerweile auch der Jochen Daimann im Daimanns Hotel macht ja auch super Job.
- 1:30:32Bei Maunschtern, geile Weinkarte, totaler Weinfreak.
- 1:30:35Also, da gibt es ja schon ein bisschen was.
- 1:30:37Ja, aber sonst als Vorbild, das war ja, glaube ich, die Frage.
- 1:30:42Das war die Frage.
- 1:30:44Nein, es gibt einfach viele, viele gute Leute, die ich super finde, die einen super Job machen.
- 1:30:51Jetzt auch zum Beispiel Steve im Must in Wien.
- 1:30:56Oder ja auch so neure Konzepte wie das Walz in München oder...
- 1:31:01Hast du selber ein berufliches Seekend? Also jemand, auf den du stolz bist, den du in Zeit lang begleitet hast?
- 1:31:08Steve.
- 1:31:10Nein, nein, was heißt...
- 1:31:12Ich glaube, ihr hattet auch eine ganz interessante Zeit auf Augenhöhe.
- 1:31:18Genau, genau, ja.
- 1:31:20Sehr spannend. Also, wenn wir beim Müller Essen waren, der übrigens morgen ein Tag nach der Aufzeichnung Geburtstag hört.
- 1:31:27Okay.
- 1:31:28Daher... im Gedanken sind wir morgen ganz fest bei ihm.
- 1:31:30Ja, er sieht immer noch aus wie mit 40, ja?
- 1:31:32Er hat... Wahnsinn, oder?
- 1:31:34Wahnsinn.
- 1:31:35Das gehen wirklich ham.
- 1:31:36Es gibt wirklich Menschen, die alter nicht.
- 1:31:38Heute sind es, wie 40 vielleicht nicht, vielleicht 42, aber Wahnsinn.
- 1:31:42Crazy.
- 1:31:44Steve, doch, das kann ich total nachvollziehen.
- 1:31:46Und dem Weg, den er gegangen ist, unfassbar.
- 1:31:49Großorte und den Laden.
- 1:31:51Jetzt im Frühjahrs erst mal Must bei der Reginung.
- 1:31:54Ich habe das vorher nie geschafft, weil ich lange nicht in Wien war oder jemand zu hatten.
- 1:31:59Und ich war richtig mehr als beeindruckt.
- 1:32:03Und es war die abende dort gehabt.
- 1:32:05Also, vielleicht viele Leute, die das nicht kennen.
- 1:32:07Das Must ist in Wien für mich eine der besten Weinbars in Europa, wobei es so vor diesem ganz klassischen Weinbar-Gedanken auch relativ schnell abgerückt ist damals.
- 1:32:21Das heißt, sie waren auch mit so die ersten, die diese ganzen Sharing-Dishes gehabt haben.
- 1:32:27Unfassbare Weinkarte, auch super fair bepreist.
- 1:32:31Und der Name setzt sich zusammen.
- 1:32:33Es sind zwei Jungs, die das gemacht haben, Matthias und Steve, deswegen heißt es Must.
- 1:32:38Und machen da seit, wie lange, wie viele Jahre, siehst du sich von 10 Jahren da oder 8 Jahren oder so was?
- 1:32:44Ich weiß gar nicht.
- 1:32:45Also, mal ein Großartig Job.
- 1:32:46Das hat es mir gesagt, ich glaube, die hatten 10-jähriges.
- 1:32:48Ja, oder?
- 1:32:49Ich habe es einfach vergessen.
- 1:32:50Also, wirklich eine relativ lange Zeit.
- 1:32:53Aber auch da war es so.
- 1:32:54Und da, wir reden da echt wirklich häufig drüber, wenn man sehr gutes Verhältnis.
- 1:32:58Auch da war es zum Anfang so dieser Hipster-Lan.
- 1:33:02Alle sind gekommen, alle haben Party, alle haben gefeiert, alle haben das gemacht.
- 1:33:05Das ist das, was ich auch mal sage.
- 1:33:07Bei uns, wir machen heute ein seriöses Business.
- 1:33:10Und seriöses Business bedeutet, dass du deine Mitarbeiter fair bezahlst, dass du dem Finanzamt das gibt, was dem Finanzamt zusteht.
- 1:33:20Dass du versuchst, also wir bei uns manchmal machen, versuchen alles digital zu machen.
- 1:33:23Finger printen, wenn jemand zur Arbeit kommt, beim einloggen.
- 1:33:26Es gibt nur noch digitale Dienstpläne.
- 1:33:28Also, das hat auch alles mit einem seriösen Business zu tun.
- 1:33:31So, dass du die Weine bepreist, so wie du es bepreist.
- 1:33:35Es ist also einfach durchkalkuliert.
- 1:33:37Nicht irgendwie sagst du, mal Nachbarn nimmt 10 Euro, ich nehme halt 11 Euro.
- 1:33:40Das ist ja alles total unseriös.
- 1:33:42Und das ist im Mast genauso.
- 1:33:44Und das machen wir auch.
- 1:33:45Und ja.
- 1:33:46Ja, wenn du sagst, fair bezahlt, was solltet ein Zombie im 3-stelligen Restaurant verdienen?
- 1:33:50Wenn du sagst, es wäre ein fairer Lohn, dass die Realität anders aussieht, das ist noch was anderes.
- 1:33:54Dass solche Restaurants einfach oft als Sprungbrit genommen werden.
- 1:33:57Und deswegen, man nicht selten weniger verdient.
- 1:34:01Aber 3-Stelle, 2-Stelle, was wäre dein Call, wo du sagst, damit wäre man aufgrund der Vorbildung, die man haben sollte.
- 1:34:08Aufgrund auch der Verantwortung, die man hat.
- 1:34:10Aufgrund letztlich eben auch der Strahlkraft, die man hat.
- 1:34:13Damit wäre man einigermaßen fair entlohnt.
- 1:34:17Es ist eine sehr gute Frage.
- 1:34:20Kommt natürlich auf die Größe des Restaurants an.
- 1:34:22Also sicherlich auch kein Geheimnis, dass wir da nicht so richtig, also wir wurden nicht fair bezahlt, glaube ich.
- 1:34:31Wir haben anders profitiert, nennen was so.
- 1:34:33Wir haben anders profitiert.
- 1:34:35Ich glaube, wir haben beide auch keinen Wissen darum, als wie aktuell der Kurs läuft.
- 1:34:40Also ich habe es zumindest nicht.
- 1:34:42Aber so rein aus der Vorstellung heraus.
- 1:34:45Wenn ich jetzt, sag mir mal, einen 3-Sterne oder einen 2-Sterne, also ich glaube, wenn ich jetzt in The Jane anfangen würde,
- 1:34:51in Anwärten, 5 Netto, würde ich sagen.
- 1:34:57So in dem Bereich.
- 1:35:00Plus TIP, plus das, plus das.
- 1:35:03Und ja, das ist ja die nackte Zahl, die auf dem Papier steht.
- 1:35:09Aber wie du schon sagst, also es ist ja nehmen und geben.
- 1:35:13Wenn dir dein, also da habe ich ja viele so Ne Deals gehabt.
- 1:35:19Wenn du sagst, okay, du hast ein Budget pro Jahr, dass du halt so und so viel Geld ausgeben kannst für Weinreisen,
- 1:35:25Weiterbildung und so weiter und so fortan ist das ja auch praktisch purees Geld.
- 1:35:29Das musst du hier umlegen.
- 1:35:31So, wenn jetzt natürlich sagst du, du kriegst 5k und du kriegst keine einzige Reise bezahlt, muss alles selber bezahlen
- 1:35:36und dein Chef verlangt von dir, dass du alle 2 Wochen weg bist.
- 1:35:38Der Gut, dann sind die 5k nur noch 2.
- 1:35:41So war den Rest für deinen Job ausgibst.
- 1:35:44Also, ja, das sind sicherlich so Benefits. Heute kann man dann mit Handy, mit Auto, mit Fahrrad, mit Vorsorge, Rente,
- 1:35:52was weiß ich, wie heißt das alles?
- 1:35:54Eden-Reed, Reve-Karten und so.
- 1:35:56Also es sind ja Möglichkeiten da, wo man was machen kann.
- 1:36:01Was in dem Unternehmen auch so gute kommt, also wo man da anders denken kann und bist du eigentlich mehr Buch- oder Filmtyp?
- 1:36:11Bin ich Buch- oder Filmtyp?
- 1:36:12Das weiß ich bei dir echt nicht.
- 1:36:14Beides.
- 1:36:15Bites?
- 1:36:16Beides, beides, beides, muss ich sagen.
- 1:36:20Also guck ich viel.
- 1:36:24Also ich habe gar kein Fernseher.
- 1:36:26Ich gucke halt viel Sport, klar.
- 1:36:30Aber lese auch sehr viel.
- 1:36:32Also es entspannt mich tatsächlich.
- 1:36:34Also wenn ich zu Hause bin, Sonntag, Morgen, Sonntag, Mittag ins Café gehen und lesen, ist so eigentlich mein, ich sage immer, es ist wie ein Halbertag-Urlaub für mich.
- 1:36:45Ja, ist auch.
- 1:36:47Also kann ich mir das nachvollziehen.
- 1:36:49Einfach, einfach in Ruhe.
- 1:36:53Und Café, also findest du es gibt was, dass dem Wein nahe kommt, in der Geschmackskomplexität, im Anspruch in der Vierfältigkeit.
- 1:37:03Du bist ja teilweise extrem tief im Produktwissen drin, also sei es keine Ahnung, Olivenöl oder was immer.
- 1:37:10Du beschäftigst dich ja mit den Dingen.
- 1:37:12Genau, mir macht das Spaß.
- 1:37:14Also diese ganzen Zutaten zu finden, zu probieren, macht mir mega Spaß.
- 1:37:20Ich bin ein großer Kaffee-Fan, ob das jetzt von der Komplexität dem Wein nahe kommt, weiß ich gar nicht.
- 1:37:26Aber sind ja so diese Kaffee, Käse, was gibt es noch, was einfach so ein bisschen diese Weinrichtung geht, wo halt oft fermentiert wird.
- 1:37:36Aber auch beim Bier und so weiter, warst du ja auch relativ schnell aktiv und hast du so viele Produkte zu finden.
- 1:37:42Findest du, das ist eine Welt, die man mit Wein vergleichen kann oder ist Wein seine Art einzigartig?
- 1:37:49Aber Craft Beer hat da so ein bisschen was von der Bedeutung verloren in Deutschland leider.
- 1:37:53Total, es war ein Hype, der ging irgendwie drei Jahre und danach war das Thema durch.
- 1:37:58Ja, zu teuer. Das ist die Problematik.
- 1:38:00Zu teuer?
- 1:38:01Die haben halt diese ganzen Craft Beer Brauereien, die haben ja auch wahnsinnig aufgeläbbelt dann auch mit ganz großem Brauereien.
- 1:38:09Und dann ging ja so ein bisschen so diese Mikro-Geschichte weg auch vom Status und wo.
- 1:38:16Und das war, ich weiß keine Besetzung, Craft, wo es kostet einen Einkauf, zwei Euro oder so.
- 1:38:24Und dann musste es halt für fünf oder sechs verkaufen, es war den Leuten dann irgendwann zu teuer.
- 1:38:28Und die Trinkigkeit ist auch nicht so da, ne?
- 1:38:35Sondern Craft Beer wurde in großen Lesern ausgeschenkt, die hatten sehr viel Inlichkeit zu Weingläsern.
- 1:38:40Man hat das so ein bisschen zelebriert und ich meine, wir sind halt immer noch ein Bier-Trinkerland.
- 1:38:46Man darf halt so diese ganzen...
- 1:38:47Und es geht ums Trinken.
- 1:38:48Also es geht ums Trinken, ja.
- 1:38:50Es geht ums Trinken, ja.
- 1:38:51Ich gehe immer auf Zucano, wenn man sagt, jetzt gern Craft Beer, dann wirst du ausgelacht.
- 1:38:55Ja, weißt du?
- 1:38:57Ja, weißt du?
- 1:38:58Und es hat halt so diese Standing gar nicht in der Gesellschaft.
- 1:39:02Ich finde es mega schade, weil wie du gerade schon gesagt hast, auch von Anfang an,
- 1:39:05wir haben damals auch ein eigenes Craft Beer gemacht, damals um bei 485 Grad.
- 1:39:09Das war mega, war ein Sub...
- 1:39:11Also viele Sudde sind da, die Wuppe runtergegangen.
- 1:39:14Das war Schrott dann, aber bevor du das dann gemacht hast, dann musste man sehr, sehr viel Arbeit reinstecken.
- 1:39:21Und es hat so ein bisschen sein Glanz und Gloria verloren.
- 1:39:24Aber dem Wein kommt es nicht nahe, oder?
- 1:39:26Nee, und also...
- 1:39:28Ja, ich finde, wenn man wirklich richtig gut einen Kaffee trinkt, dann hat Kaffee schon unfassbar viel Facettenreichtum.
- 1:39:37*Klopfen*
- 1:39:41*Klopfen*
- 1:39:47*Klopfen*
- 1:39:53Italo-Singarelli.
- 1:39:54Na, macht es Klick?
- 1:39:55Zumindest für einige von euch sind Namen wie Die Rechte und Die Linke Hand des Teufels,
- 1:39:59vier Fäuste für ein Halleluja, zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Helle, ein Begriff.
- 1:40:03Und ja, das ist Singarelli.
- 1:40:05Im Prinzip ist er der Mann hinter den erfolgreichsten Italo-Western.
- 1:40:08Aber wir sind ja kein Film, wir sind ein Weimpodcast.
- 1:40:10Und natürlich hat dieser Name hier eine Daseinsberechtigung.
- 1:40:13Denn Singarelli hat neben seiner Tätigkeit als Filmproduzent auch ein zweites Leben, das als Winter.
- 1:40:19Und es zeigt uns mehr als einmal, dass die Menschen hinter dem Weinen oft enorm interessant sind.
- 1:40:24Und somit auch Italo.
- 1:40:25Nach dem Abschluss der Schurausbildung schrieb sich Singarelli 1947 an der Universität in Rom in Mathematik und Physik ein.
- 1:40:32Daneben betätigte er sich als Boxer.
- 1:40:34Aufgrund seiner physischen Erscheinung erhielt er das Angebot als Stuntman zu arbeiten, sein Einstieg ins Filmgeschäft.
- 1:40:401966 schließlich sorgte er mit der Gründung von Deltafilm, auch für den Verlei der eigenen Filme,
- 1:40:46seine Firma entwickelte ein System der Celluloidrollenreproduktion,
- 1:40:50sodass mit einer Vielzahl von Kopien die Kinos seines Heimatlandes versorgt werden konnten.
- 1:40:551969 begann eine lukrative Partnerschaft mit dem Schauspieler duo Terencell und Bud Spencer.
- 1:41:01Dies ihm erlaubte, sich bald zur Ruhe zu setzen.
- 1:41:03Und ab nun beginnt es für uns interessant zu werden, denn 1973 erwarb Singarelli das Anwesen Machiae,
- 1:41:09Samfam und Weingüter in der Nähe von Castellina in Chianti,
- 1:41:1393 Hektar, von denen nur 2 Hektar mit Reben gepflanzt waren.
- 1:41:17Der Name wurde später in Rocker Dele Machiae geändert.
- 1:41:20Und nur wenige Monate später erwarb er Sant Alfonso, 130 weitere Hektar Land und 2 Bauernhäuser
- 1:41:27zwischen den Gemeinden Castellina und Pocci Bonsi.
- 1:41:30In den Monaten vor den beiden Käufen umgab er sich mit Experten und Mitarbeitern,
- 1:41:34um sicherzustellen, dass er alles über dem Boden, das Klima und die besten Anbohrtechniken wusste.
- 1:41:40Der Kauf war abgeschlossen.
- 1:41:41Aber seine Mitarbeiter blieben sehr pessimistisch über den Erfolg des Projekts aufgrund des,
- 1:41:46ihrer Meinung nach, sehr ungünstigen Bodens.
- 1:41:48Italo hatte ein gutes Gespür.
- 1:41:50Er hatte die Situation ziemlich gut untersucht und was noch wichtiger war, er war entschlossen.
- 1:41:55Manche könnten sogar sagen, stur, ein typischer Steinbock eben.
- 1:41:58Anstatt dem Rat seiner Mitarbeiter zu folgen, entschied er sich, seinen Weg weiterzugehen
- 1:42:03und bepflanze diese Weinberge.
- 1:42:04Die Vorstellung, dass Ton dem Boden für Trauben, insbesondere Songschweße, ungeeignet machte,
- 1:42:10war traditionelles Denken.
- 1:42:11In Wahrheit war das Pflanzen auf diesem Land ein Glücksfall.
- 1:42:14Weinberge, die selbst heute noch, selbst in Jahren, mit extremem Wetter,
- 1:42:19große Hitze oder kälte Trockenheit oder reichlich Regen,
- 1:42:22dank der regulatorischen Fähigkeiten des Tones gedeihen können.
- 1:42:24Wenn es beispielsweise viel regnet, entsteht eine Art undurchlässige Schicht.
- 1:42:28Und die Pflanzen nehmen nicht das ganze Wasser auf.
- 1:42:30Im Gegensatz dazu hält der Ton in trockenen Jahren das Wasser zurück und gibt es nach und nach ab.
- 1:42:35Wein, der in solchen Jahren produziert wird, ist dank des Tons besonders ausgewogen.
- 1:42:39In diesem Fall handelte Italo instinktiv.
- 1:42:42War sich jedoch vollkommen bewusst, dass er nur durch das ändern, jahrhunderte lang,
- 1:42:47verachtete der Regeln, seine eigene Interpretation der Songschweße-Traube für Chianti Klassiker
- 1:42:52finden konnte. Und hier entstand der erste Grü, Chianti Klassiko, T'nuta Sant Alfonso.
- 1:42:58Und heute ist das Weingut Sant Alfonso, der größte Weinberg des Weingutes.
- 1:43:02Und um fast 25 Hektar ist mit 100% Songschweße berebt, liegt 230 bis 260 Meter über den Meeresspiegel
- 1:43:10und schaut in Richtung Nordwest. Und deshalb empfehle ich zu gerne und aus voller Überzeugung
- 1:43:14einen 2021er Chianti Klassiko von der T'nuta Sant Alfonso.
- 1:43:18Die alkoholische Gärung für diese Weine erfolgt in der Regel den temperaturkontrollierten Edelstalltanks
- 1:43:23für 18 Tage mit 12 Tagen Matzeration nach der Gärung.
- 1:43:27Die malulaktische Gärung erfolgt in Beton-Tanks.
- 1:43:30Bevor der Wein 12 Monate in französischer Eiche mit 25 bis 35 Hektar Reifen darf.
- 1:43:362021, wenn wir ein Wort verwenden müssen, um diesen Jahrgang zu definieren oder zu charakterisieren,
- 1:43:41könnt wie ihn als einen windigen Jahrgang bezeichnen, noch nie zuvor gab es so viele windige Tage,
- 1:43:47mehr oder weniger warm wie in diesem Jahr von früher bis zur Ernte,
- 1:43:51was auch dazu beitrug, die Auswirkungen der Dürre zu verstärken.
- 1:43:55Die Traumselektion während der Ernte war sicherlich von entscheidender Bedeutung,
- 1:43:59um qualitativ hochwertige Weine zu erzeugen. Und der Wein dankt es uns.
- 1:44:03Das Bouquet dieses Chianti Klassikos ist intensiv komplex mit Aromen von Reifen, Früchten und Gewürzen.
- 1:44:08Am Gaumen ist er weich mit einer schönen, saftig, sanddeleganten Textur, samt die Gitanine.
- 1:44:14Und Noten von Lakritz, Kaffee und Gewürzenelken runden diesen Rotwein ab.
- 1:44:18Und gestalten ihn so charakterfest, dass er es selbst mit intensiven Wild- und Bratengerichten aufnehmen kann.
- 1:44:23Aber, und da bin ich sicher, auch außergewöhnlich gut zur Pizza passt.
- 1:44:27Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen Chianti und Chianti Klassikos?
- 1:44:30Das Anbaugebiet Chianti mit seinen Subzonen, Bedeck Salop gesagt, die gesamte mittlere Toskana.
- 1:44:36Was war nicht immer so? Der historische Chianti war im Vergleich zu heute viel kleiner
- 1:44:40und wurde ein Opfer seines eigenen Erfolges. Denn die Weina aus diesem Gebiet verkauft sich damals dermaßen gut.
- 1:44:46Nicht zuletzt an die riesige italienische Community in den USA, dass man Anfang der 1930er Jahre beschloss, das Gebiet aufzublasen.
- 1:44:54Es explodierte auf die vierfache Größe.
- 1:44:57Deshalb musste gegengesteuert werden, um eine Verwässerung des Qualitätsversprechens zu vermeiden
- 1:45:01und er fand das Gebiet Chianti Klassiko.
- 1:45:04Das ungefähr dort liegt, wo früher Chianti war.
- 1:45:07Nur ungefähr, denn der alte klassische Chianti war nur etwa halb so groß wie der heutige Chianti Klassiko zwischen Florence und Sienna,
- 1:45:14wo deutlich strengere Vorschriften für die Herstellung von Chiantiwein gelten.
- 1:45:18Natürlich gibt es auch außergewöhnlich gute Chiantiweine, aber die Faustformel sagt, Klassiko ist besser.
- 1:45:24Und wieder einmal ein ganz herzliches Dankeschön für diesen besonderen Wein für dieses besondere Chianti-Klassikoehrlebnis,
- 1:45:30der Tnutter Santa Alfonso, des Hauses Roccadelle Macille.
- 1:45:34Und auch ein großes Dankeschön dem deutschen Impoteur, dem Handelshaus Schlummbäger.
- 1:45:39Wie tief gehst du da? Also ist für dich dann die Herkunft wichtig oder ist einfach die die macht?
- 1:45:54Ja, ja, ja.
- 1:45:55Aber du bist nicht der, der, der, Fried der Millicram genau das Kaffeepulver abmisst und...
- 1:46:00Doch.
- 1:46:01... und die Draht genau.
- 1:46:02Doch.
- 1:46:03Doch.
- 1:46:04Echt?
- 1:46:05Ja, muss da... also ich bin jetzt... wir sind ja auch kein Coffee Shop, aber ich finde das schon alles wahnsinnig interessant
- 1:46:09und muss eigentlich ja, muss da deine Mühle jeden Tag einstellen.
- 1:46:12Aber von der Herkunft her kannst du schon sagen, wenn du, wenn du einen Kaffee hast, der sehr, sehr viel Säulrad,
- 1:46:22dass der aus Ecuador oder Ghana oder so kommt, kannst du schon auch sagen.
- 1:46:28Das ist schon, also das, ich glaube das Kaffee ist so dem, der Phase, das Wein probieren ist sehr, sehr nah.
- 1:46:35Sehr, sehr ähnlich.
- 1:46:37Ja, auch von den Aromen.
- 1:46:39Ja, von den Aromen.
- 1:46:40Ja, von den Aromenbeschreibungen. Also von der, von den, von den Aromenbeschreibungen.
- 1:46:44Ja, jetzt nicht von den Aromen selber.
- 1:46:46Und die Frage ist auch da, was man sucht.
- 1:46:49Also wir sind ja eher Team Hellgeröstet Säure, was ja auch wieder total gegen Italien ist.
- 1:46:54Also mittlerweile, wenn ich in Italien bin, sage ich ja, ich bin froh nach Hause zu kommen und hier guten Kaffee zu trinken.
- 1:46:59Wir sind halt, ja, also ich kann auch diesen, was alle sagen, hey, wir sind bei Autogriddl an der Autobahn
- 1:47:05und kriegen jetzt einen Espresso für 1,10 Euro, ist das sensationell.
- 1:47:09Find ich totale Katastrophe.
- 1:47:11Es ist totgeröstet, das Ding ist tot.
- 1:47:13Das kommt meistens von Eli, kostet irgendwie 7 Euro im Kilo im Einkauf
- 1:47:18und ist einfach ein Katastrophen-Kaffee.
- 1:47:20Wir glorifizieren das.
- 1:47:21Ich fand das früher auch super.
- 1:47:23Klar, damals war ich in Thailand von Kaffee super, aber es hier halt nichts gab.
- 1:47:26Ich fand das auch, ich habe gesagt, ey, ich habe irgendwie 5 Euro in den Kaffee trinken, den Espresso.
- 1:47:31So, das dauert 10 Sekunden, kommst rein an die Theke, kriegst da deine kleine Schokoladen-Kaffeebrone dazu
- 1:47:37und nach 20 Sekunden verlässt du wieder den Namen, hast dann 1 Euro pronto, pronto hingelegt.
- 1:47:41Mega, ist halt so dieses Wein im Urlaub-Ding.
- 1:47:45Super, super, find ich auch nice.
- 1:47:47Dann hast du da deine Ferrero-Dingstiebumstie bei Ferrero, gibts einfach zum Kaffee dazu.
- 1:47:51Aber wenn es wirklich mal qualitativ auseinandernimmt, ist das eigentlich richtig, richtig schlimm.
- 1:47:57Die zahlen keine Kohle dafür und ich meine, ist jetzt auch kein Geheimnis, was ein Gastronom für guten Kaffee bezahlt.
- 1:48:05Zahl es halt irgendwie netto 22, 23 Euro heute total.
- 1:48:09So, und wir sind wie gesagt Team hell geröstet, also eher nordisch geröstet und säure als Team Schokolade.
- 1:48:16Da gibt es aber auch bei den Helge, also es gibt den Koppenhagen im Meatpacking District, gibt es einen Kaffee Laden.
- 1:48:23Also das ist für diejenigen, die noch nicht in Koppenhagen waren, also im Meatpacking District ist das die sehr bekannte Fiskebar.
- 1:48:30Da gibt es dann irgendwie auch einen großartigen Takkolan, das ist die ehemalige Patisserie aus Noma.
- 1:48:38"Hichade Sanchez" heißt das, super, also wir hatten ganz, ganz kleinen Laden da irgendwie zwei Tische und dann kriegste da dann ne vier Takkus und das war es.
- 1:48:47Und auf der Rückseite neben dem Burger Laden ist ein Kaffee Laden.
- 1:48:51Ich weiß jetzt den Namen gar nicht mehr, ich kann den Kaffee da nicht trinken.
- 1:48:54Das ist so natural washed, das riecht so nach Schweinestalt, das ist dann too much für mich.
- 1:48:59Es gibt auch da totale Ausschläge, ähnlich wie beim Naturbomber, wo man sagt, hey, das kannst du nicht trinken.
- 1:49:06Das geht nicht. Und das gibt es natürlich auch beim Kaffee und das muss halt schon irgendwie alles sauber und vernünftig und trinkig sein.
- 1:49:13Aber diese Ausschläge gibt es halt nach oben und nach unten auch.
- 1:49:16Ich denke, ein großer Geheimnis dieser Autogrillenitain ist der Durchlauf der Maschinen.
- 1:49:22Ja.
- 1:49:23Dass die halt letztlich auch durch die Preispolitik ständig die Maschine am Laufen haben und dadurch schmeckt der Kaffee schon einmal bewusst anders, wenn man nicht weiter schmeckt.
- 1:49:32Aber das größte Problem der meisten Kaffemaschinen in Deutschland ist, dass sie tot stehen.
- 1:49:35Sollts wird sie halt mit dem Ferrari um die durch die 30er Zone fahren und das dauerhaft und dann können die kein einigermaßen guten Espresse erbringen.
- 1:49:45Ja, das ist richtig mit den Maschinen. Die Problematik ist halt nur, die machen sie nie aus und nie sauber.
- 1:49:50Okay.
- 1:49:51Und auch das schmeckt man.
- 1:49:53Das stimmt.
- 1:49:54Ja, das ist ja, also wenn man das wirklich mal mit Bewusstsein probiert, es schmeckt halt verbrannt und so ein bisschen ölig.
- 1:50:04Also auch die Creme ist ja sehr ölig.
- 1:50:06Also wie gesagt, ich möchte jetzt niemanden seinen Kaffee im Gotteswillen in die Itain am Autogrill maht.
- 1:50:10Wenn ich jetzt über den Brennerfahrer würde ich ihn auch trinken.
- 1:50:13Aber es hat jetzt nichts mit einem wirklich geilen Espresse zu tun.
- 1:50:18Und Kaffee ist ja noch schlimmer als Wein, weil du kannst ja heute in den guten Wein, also grieße zu loben mehr, guckst du die Punkte an und bestellst einfach fünf Weine für 95 Punkte.
- 1:50:30So.
- 1:50:31Ob dir der Wein jetzt schmeckt oder nicht, ist erstmal ein sekundär.
- 1:50:36Ist ein wirklich guter Wein mit einer geilen Qualität. So Bums aus.
- 1:50:40Aber wenn du beim Kaffee, weiß gar nicht wo du bestellen sollst, jeder Kaffee ist anders, jede Aromatik, du weißt gar nicht was du tun sollst.
- 1:50:47So was machen die Leute und das finde ich ja auch mal ganz, ganz schlimm, wenn du in gute Restungen, ja Restungen sowieso, wenn du in gute Hotels gehst.
- 1:50:54Was gibt es? Es gibt das Produkt von dem Schweizer Konzern.
- 1:50:59So und das verstehe ich immer nicht, weil auch da haben wir einfach natürlich auch intern, auch in der Familie oder wie auch immer ist Kaffee natürlich ein wichtiges Thema.
- 1:51:08Rüber flees auf viert und die eine Seite sagt bei uns immer ja Sebastian, du bist viel zu, du bist immer viel zu viel Qualität und das und das und das.
- 1:51:17Wenn ich in ein gutes Hotel gehe, in ein fünf Sterne Hotel, warum in Gottes Namen kann man dann in eine kleine, einkoppige Maschine und stellen einen geilen Kaffee kaufen.
- 1:51:25Warum muss ich den Kaffee mit enttrinken und der schmeckt wirklich.
- 1:51:29Also wir waren jetzt in Portugal im Urlaub, ein Superhotel, Relé Château, alles mega Sterne Restungen, alles super super wirklich mega mega.
- 1:51:36Auch ein Weingut dabei, ein Olivenöl. Was gibt es morgens zum Frühstück?
- 1:51:41Super Frühstück auch. Also nicht irgendwie so ein Frühstück, ein Croson und eine billige Scheibe Käse, ein super Frühstück.
- 1:51:47Gibt es eine Espresse? Das heißt, das kann nicht sein. Das passt halt nicht.
- 1:51:51Aber da hört halt das Qualitätsdenken oder die Sensorikbereitschaft bei den Menschen leider auf und es ist halt, ja, man eckt an mit solchen Dingen.
- 1:52:00Es gibt auch ganz ganz, wie weißt du selber, ganz viele drei Sterne oder zwei Stimme Restaurants, die einen Katastrophen Kaffee schicken.
- 1:52:06Katastrophal. Und das verstehe ich nicht.
- 1:52:10Das verstehe ich nicht. Und das kann man auch nicht damit erklären.
- 1:52:13Was machst du dann, also was machst du, wenn du im Portugal bist beim Frühstück und da gibst du eine Espresse?
- 1:52:16Ja, ich brauche halt meinen Koffe-Shot. Ist das ein Lübrier runter oder?
- 1:52:19Nein, ich brauche halt meinen Koffe-Shot als Junkie, als Kaffee-Junkie.
- 1:52:22Ich trink die Hälfte und ich möchte halt keinen Kaffee mit Zucker trinken. Ich trink die Hälfte, ich mach die auch zu.
- 1:52:27Nein, aber Kaffee ist für mich einfach, also mir schmeckt es einfach, einen Flatwhite zu trinken.
- 1:52:35Mir schmeckt dieses Getränk einfach. Und meistens ist es auch das erste, was ich am Tag zu mir nehme und ich check dann die ersten E-Mails.
- 1:52:43Und das ist einfach so ein Ritual. Es gibt ja Menschen, die stehen auf und machen sich sofort zu Hause die Kaffee-Maschinen an, sonst würden sie die Augen gar nicht aufbekommen.
- 1:52:50Das ist bei mir zum Beispiel überhaupt nicht so. Also für mich ist kein Kaffee, ist für mich kein Mittel zum Wachwerden.
- 1:52:56Sondern für mich ist es wirklich Genuss. Und ich freue mich nachher, mich mein Sohn abhole und dann der Kumpel dabei und dann fahren wir in den Laden,
- 1:53:04ich wollte ein Pizza essen und freue mich da. Und das ist auch totale Chefssache, da mir den Kaffee zu machen und Kaffee zu trinken.
- 1:53:11Mir macht es wirklich so...
- 1:53:13Findest du Kaffee und Speisen passt?
- 1:53:16Nein, ich glaube nicht.
- 1:53:18Dann aber ohne Milch, Espresso zum Dessert, irgendwie sowas. Aber hat er dann schon viele Bitterstoffe.
- 1:53:23Ist ja ähnlich wie beim Oli.
- 1:53:25Fass ich das so als Bindeglied hin zum Speisen, das ist da.
- 1:53:29Und das ist das Bereich, also wenn ein Stück Fleisch dazu... also nicht als Erhober-Ehntung.
- 1:53:33Das würde funktionieren, das hat er immer...
- 1:53:35Das ist mir spannend.
- 1:53:36Hat er so diese Kaffee-Aromatik auch so scharf angebracht, das ist vielleicht auf der Sizzelsohn.
- 1:53:43Hättest du das auch so...
- 1:53:45Hattest du mal... ne, kann ich nicht...
- 1:53:47Wenn du dir einen geilen Grill kaufst, dann hast du ja... also musst du nicht, aber wer schon von Vorteil, dann hast du ja diese Sizzelsohn heißt das.
- 1:53:58Da gibt es auch... also wenn du dieses Rabbit-Tool-YouTube und Sizzelsohn eintaust, dann musst du in der Woche Urlaub nehmen.
- 1:54:04Und das ist ja praktisch... das ist wirklich Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn.
- 1:54:08Und das ist praktisch 800 Grad, wo du dann das Steak wirklich nur eine Minute...
- 1:54:15Also eigentlich, wenn du ganz ehrlich bist, brauchst du eigentlich nur... brauchst gar kein Riesengrill, sondern brauchst nur diese Sizzelsohn.
- 1:54:20Und dann irgendwie einen Ofen mit 150 Grad oder so.
- 1:54:24Dann legst du das Fleisch drauf, legst rechts und dann hat das wirklich diese Aromatik, die Poren verschließen dich, der Saft bleibt drin, es tritt nicht aus und dann musst du es ja nur noch indirekt garen und dann ruhen lassen.
- 1:54:33Dann hast du dann gar das Stück Fleisch und diese Sizzelsohn... also kannst du, das ist so lustig, wenn die das so erklären und ja...
- 1:54:38Aber wie gesagt, in jedem Bereich, auch was Food antrifft, gibt es halt totale Freaks.
- 1:54:42Ich wusste das bisher jetzt auch gar nicht so krass. Die sind halt verrückt.
- 1:54:46Also bitte nicht bei YouTube Sizzelsohn eingeben.
- 1:54:49Dann seid ihr raus, ihr seid raus, ihr seid wirklich raus. Ganz schlimm.
- 1:54:53Urlaub ist gelaufen. Gibt es für dich die Weinkombination mit Speisen, die dich nachhaltig beeindruckt?
- 1:55:00Also gar nicht mal, die sind moment schlicht hin?
- 1:55:05Also die hatten einen großartigen Abend bei Jörg Müller auf Sylt und da waren zum Beispiel ein paar Leute mit dabei, aber da stand der Wein auch total im Vordergrund.
- 1:55:21Das war eines der...
- 1:55:23Ist dort ja einfach?
- 1:55:24Ja, genau, eines der famosen Events mit dem Ingo hin.
- 1:55:29Und der hatte damals eingeladen und es gab...
- 1:55:34Und die Jungs, die es jetzt hören, die mögen es mir wirklich verdenken. Ich komme jetzt auf den Gang gar nicht mehr.
- 1:55:39Es war, glaube ich, Fasan mit Triffel, also großer Klassiker von Jörg Müller mit 90 Ramone Magnum Montresche.
- 1:55:52Da muss ich wirklich oft zurückdenken, weil das war praktisch, ja, als wenn es aus einem, als wenn der liebe Gott einmal Essen und einmal Wein aus dem gleichen Füllhorn kreiert hätte.
- 1:56:07Das war wirklich grandios und sowas vergisst man auch nicht.
- 1:56:13Das war so in meinem Leben das Beste und Krasseste und ich mag ja auch französische klassische Küche und es macht Jörg Müller ja auch und der Ben hat es dann mit dem Ingo zusammen da rausgesucht und es war damals Ramone, hatte noch einen anderen Status, glaube ich, als heute und war so ein bisschen avantgat und das war großartig.
- 1:56:37Cool.
- 1:56:38War das der Wein eines Lebens oder?
- 1:56:40Nee, Wein des Lebens gab es, glaube ich, nicht. Gibt es, glaube ich, nicht. Also ich finde, es kann auch, wenn du mit tollen Menschen ein Stück Fleisch auf der Sizzelsohn anpräzt, kannst du halt auch, sag ich mal, und das sagt meine Unzommel oft nach, sonst ärgert mich oft.
- 1:56:58Und das hast du ja vorhin auch angesprochen. Die Leute sind immer nur auf Instagram und das und das und man macht das. Es gibt auch geile Weine für 15 Euro, die man mit tollen Leuten zusammen zu einem Stück Fleisch und ein paar Kartoffeln und gritten Grünspargel mit einem guten Olivenöl, ein bisschen Parmesan, also relativ rudimentär, eine geile Pulli für 15 Euro aufmacht.
- 1:57:20Wenn man sagt, ey, krass, was ist das für ein nicer Wein? Und das sind ja eigentlich...
- 1:57:25Aber so was hat meistens da auch nicht fotografiert auf Instagram gestellt, aber die Momente, die wir die oft haben und das einfach auch genießen und dann aber auch so die Einfachheit genießen können, dass man da nicht mehr den Feuchthanz drum machen muss und dann...
- 1:57:39Ja und das war, was ich von erzählt habe, neulich in Berlin und dann mit den Freunden von meinem Sohn auch abends noch nach, oh Gott, ich weiß gar nicht, nach neuen Köln in den Rest rumgefahren und dann sind jetzt auch noch nicht über 18, das heißt da kann jeder ein Glas bekommen, ein Schluck bekommen und da gab es einen Wein aus dem Jura, kostet da irgendwie 5, 5 Euro, 6 Euro und das habe ich auch gepost, weil ich habe geschrieben, was eine richtig gute Flasche Wein,
- 1:58:08eine richtig krass gute Flasche Wein und da verwehre ich mich ja auch zu sagen, komm da die Nachfrage, ey, wie viele Punkte gibst du? Es sind total Schnuppe, wie viele Punkte?
- 1:58:16Ob der jetzt 87 hat oder 94 ist völlig egal, weil du kennst ja gar nicht meine Prinzipien, wie ich bewerte, das ist mir total Schnuppe, eine richtig, richtig gute Flasche Wein und wenn du das hast an so einem Tag und bekommst, ja, ich meine, was Beste kann ja noch nicht passieren.
- 1:58:33Ist eine Bewertung für dich wichtig? Also findest du früher das Wein gewertet werden? Früher, okay, hast du dann auch Wein gekauft?
- 1:58:40Nee, gekauft nicht, aber früher war das natürlich so ein bisschen das Produkt in so einem Punkteschema zu pressen und zu sagen, okay, ist das eine gute Preisleistung.
- 1:58:51Aber ich glaube, dass in den letzten Jahren so diese ganze Parkerisierung der Weine ja auch total abgenommen hat.
- 1:58:57Genug Winzernien, wir erzählen die irgendwie 100 Punkte für irgendwas bekommen und dadurch keine Flasche mehr verkaufen.
- 1:59:04Echt? Ja, meist ist ja sowieso ausverkauft.
- 1:59:08Wenn du 100 Punkte bekommst, ist ja eh ausverkauft.
- 1:59:12Aber ich glaube einfach, dass diese ganze Social Media digital, dass das so ein bisschen diesen ganzen Bewertungen und Parker einfach den Rang abgelaufen hat und man hat so seine Community, wo man halt schaut und weiß, was man hat.
- 1:59:26Wo man halt schaut und was man machen kann und ob der einmal eine gute Flasche Wein empfohlen hat oder nicht.
- 1:59:32Und ja, sammelst du Wein? Nee, nicht, dass du das eine Weingut oder das andere halt Jahr für Jahr kaufst und dann irgendwann im Alter davon zu profitieren.
- 1:59:44Nein, also gar nicht. Ich habe jetzt auch nicht die Immobilienzustände, dass das funktionieren würde. Es ist immer was Nettes im Haus.
- 1:59:55Also würde sich jetzt jemand beschweren, wenn jetzt 20 Leute hier anklopfen und sagen, wir hätten jetzt gerne hinsetzen, eine gute Flasche Wein zusammentrinken, das funktioniert.
- 2:00:02Aber so diesen riesengroßen Keller habe ich nicht.
- 2:00:07Ist Wein-Service für dich wichtig, sowohl im Restaurant als auch keine Ahnung zu Hause?
- 2:00:12Ja, gibt nichts Schlimmeres.
- 2:00:14Oh, dein Läden? Ja. Dreh ich durch. Gestern hat jemand wieder die Kapsel abgebissen, nicht durchgedreht.
- 2:00:23Warum man eine Kapsel nicht vernünftig mit dem Kindermesser abschneiden kann.
- 2:00:27Das ist ein Heiligtum für dich, ne? Total.
- 2:00:30Erklär mal den Leuten, wie man eine Kapsel richtig abschneidet, wie man sie abreißt.
- 2:00:34Ich habe jetzt hier, lustigerweise habe ich beim Sande-Demonado die Kapsel abgezogen, weil ich wollte nicht abschneiden, wenn man das vielleicht stellt.
- 2:00:44Normalerweise hast du einen Kellner-Messer und da muss man jetzt auch keinen Kellner-Messer für 100.000 Euro kaufen, sondern diese ganz normalen, wie heißt die, Pultap, glaube ich, ne?
- 2:00:52Ja, genau. Die kosten irgendwie, keine Ahnung, was kostet das? 5 Euro?
- 2:00:56Ja, für uns ja, aber 5 Euro im Lahn oder so.
- 2:00:59Der Vorteil vom Pultap ist, wenn man es macht, das jetzt mal hier, jetzt kann man so click, warte.
- 2:01:05Wahrscheinlich hat man es nicht gehört.
- 2:01:07So, dann hast du ja dieses kleine Messer, was man da rauszieht und es ist wirklich scharf.
- 2:01:10Also es hat wirklich einen guten, wie heißt man, Wellenschliff, heißt das, glaube ich, ne? Es ist wirklich viele Zacken.
- 2:01:17Und hast du vorne, da ist nämlich auch ein Zacken, die Spitze, und dann setzt du halt unter dem, beim Flaschenhals, an der Wulst unten, nicht oben, unten an
- 2:01:26und ziehst einfach drumherum dieses Messer und dann machst du noch einen Cut praktisch in die Anrichtung nach oben und ziehst du die Kapsel an.
- 2:01:33Ich weiß gar nicht, ich hab bis heute nicht verstanden, wo die Problematik daran liegt.
- 2:01:37Und das ist wichtig, ja. Aber da bin ich schon ein bisschen nerdy, da ist schon ein bisschen Nerd Talk, also auch wenn jemand eine Flasche Wein aufmacht mit dem Kellner-Messer
- 2:01:46und dann zum Gas geht und den Cork nicht abmacht, da bricht die Welt für mich zusammen.
- 2:01:51Weil ich kann es nicht verstehen, weil ich sage, ja, du machst doch die Flasche Wein auf, weil wenn man jetzt den ganz klassischen Somnyservice sieht,
- 2:02:01ja, du bist jetzt bei einem Wettbewerb, bei einer Weltmeisterschaft, doch, bei Meisterschaft, Name it.
- 2:02:06Da legst du ja auch nicht das Kellner-Messer mit dem Corken irgendwohin, sondern du machst klassischerweise ja den Corken ab,
- 2:02:15machst den vielleicht ein bisschen sauber, legst ihn auf einen Teller mit einer Serverte drauf und gibst ihm Gas zum Riechen.
- 2:02:23Ob das heutzutage immer noch die richtige Idee ist, dem Gas das zu riechen zu geben, ist ja völlig egal.
- 2:02:29Aber rein vom Handling her machst du das ja, du lässt den Kellner-Messer nicht mit Corken da liegen.
- 2:02:35Also kannst du das doch auch so machen? Das ist ja sehr wichtig.
- 2:02:40Also es sind so klaren, da lachen immer alle, das mag gut möglich sein. Aber ich finde es auch wichtig.
- 2:02:47Sind ja aber die Prinzipien, weil, also sonst fängt man an mehr oder weniger auch zu verrohen und dann Zirkus draus zu machen, also negativen Zirkus.
- 2:02:56Das ist kein Stil, in dem Sinne mehr gibt. Was macht die da wieder? Also irgendwie Gläser-Avenieren, Dekandieren, Karafieren-Fiel,
- 2:03:08Karafieren-Fiel, ich finde, man sollte auch immer, bevor man ein Glas nimmt, nochmal reingucken, ob das Glas jetzt wirklich sauber ist.
- 2:03:20Ja, wenn sonst machen wir jetzt nicht viel Brimbrom, wir Karafieren halt viel. Tatsächlich.
- 2:03:27Ja, aber wir haben gute Gläser. Was?
- 2:03:31Was machst du, wenn du das beim Service siehst? Also wenn sie anfangen mit einem Belüfter zu arbeiten oder mit, keine Ahnung, mit einem Därmestab oder mit einem Kühl-Tralala?
- 2:03:43Ich habe bis heute, muss ich ganz ehrlich sagen, jetzt wird ganz Deutschland aufschreien.
- 2:03:49Ich habe bis heute den Hype mit irgendwelchen Schuhen, Dönern, Sebeln, eine Champagnerflasche aufmachen, nicht verstanden.
- 2:03:57Ich habe bis heute nicht kapiert, was der Quatsch soll. Wieso kann man eine Champagnerflasche nicht einfach so aufmachen?
- 2:04:04Auch das ist ja die hohe Kunst, eine Champagnerflasche aufzumachen.
- 2:04:08Also es ist auch, einen richtigen Winkel zu halten, auch an der richtigen Seite zu drehen.
- 2:04:13Das klingt immer total affig und lächerlich, aber die meisten drehen ja oben.
- 2:04:17Richtig.
- 2:04:19Eine Gewichtigkeit letztlich in der Flasche und dass man halt eine Flasche von unten dreht.
- 2:04:27Die wissen wenigstens eigentlich, damit du es halt leise und gefühlvoll öffnen kannst.
- 2:04:32Genau. Und wie oft sitzt du in einem Restaurant auf guten Restaurants und auf einmal macht es "Bubb".
- 2:04:35Und dann sage ich immer, okay, Flasche ist auf.
- 2:04:38Der Kollege hat es geschafft.
- 2:04:41Aber ich glaube, dass diese, also ich kenne die Zahlen jetzt nicht, aber ich würde jetzt einfach mal vermuten, dass vor 20 Jahren, wenn es ein Wettbewerb in Deutschland gibt oder gab, dass die Zahlen 3, 4 mal so hoch waren,
- 2:04:56einem Menschen, die so einen Zominä-Wettbewerb durchmachen oder mitmachen möchten als heute, würde ich jetzt einfach mal schätzen.
- 2:05:03Ich habe jetzt keine belastbaren Zahlen.
- 2:05:05Aber wenn es natürlich da auch, es gab auch mehr Wettbewerbe, es gab auch teilweise renommiertere Wettbewerbe, ich glaube aber auch die Frage der Anerkennung damals gewesen.
- 2:05:14Heutzutage bist du halt relativ schnell irgendwie hip, wenn du dich einmal durch Instagram kämpfst und deine 500 Likes hast.
- 2:05:20Und diese Anerkennung musst du dir früher auf eine anderen Art und Weise erarbeiten, eben durch Wettbewerbe und die daraus resultierende Publikation, die dann irgendwo entsteht, um dein Namen irgendwo auch aufzubauen.
- 2:05:31Also du hast eine andere Art letztlich auch dein Renommee aufzubauen als heute.
- 2:05:38Und heute hat du die wenigsten nötig, also dafür brauchst du halt auch manchmal weniger Wissen, weniger Erfahrung, denke ich mir.
- 2:05:47Ja, es war schon sehr wichtig.
- 2:05:48Welche Weile Lisa nehmt ihr, weil du vorhin gesagt hast, dass ich Lisa sehr wichtig sind?
- 2:05:52Ja, ich habe ja die meine eigenen, die ich selber gemacht habe von Sturzl damals.
- 2:05:55Okay, nimmst du auch nach wie vor im Laden und hast du auch zu Hause?
- 2:06:00Habe ich auch zu Hause, ja.
- 2:06:04Habe ich auch zu Hause, aber ganz im Versaltus und ja.
- 2:06:08Wie war das Projekt? Also wie hast du das, wie bist du damit umgegangen? Also störtest du dir hingekommen?
- 2:06:15Hat gesagt, du brauchst ein neues Riesling-Glas. Sebastian, du kannst Riesling mal mal.
- 2:06:20Ich weiß gar nicht mehr.
- 2:06:21Und dann hast du einen Offenzieh-Rickel.
- 2:06:23Ja, es ist wirklich schon lange her.
- 2:06:25Ja, 15 Jahre, ja 15, 16 Jahre.
- 2:06:30Und wie das kam, weiß ich gar nicht mehr so genau, aber damals auch relativ viel für Sturzl gemacht durch den Christian über Somnikonsult.
- 2:06:40Ich glaube, das kam dann so und dann, ich glaube, dass Christian das vorgeschlagen hat.
- 2:06:48Also irgendwie war das so aus dem Gespräch, aus dem Restaurantbesuch und dann haben wir das gezeichnet.
- 2:06:56Das ist eine ganze Serie und das ist gezeichnet, waren auch mehrmals in Krimitschau.
- 2:07:02Weißwasser?
- 2:07:03Weißwasser, sorry, ja. Ich habe jetzt ein Eiswasser gedacht.
- 2:07:06Weißwasser, Krimitschau. Die beiden Eiswasser giffer einen in den ehemaligen Osten.
- 2:07:13Und dann den Weißwasser neben dem Aldi.
- 2:07:17Dann sind wir da aus Dresden über die Panzerplatten auf der Autobahn dahin geballert.
- 2:07:2140 Minuten für 15 Kilometer oder so.
- 2:07:24Wahnsinn, kann man sich vorstellen.
- 2:07:26Bo-Boom, bo-Boom, bo-Boom.
- 2:07:28Ja, und ja, das ist ein super Glas, auch von der Preisleistung heute immer noch und wird immer noch sehr viel verkauft.
- 2:07:34Super happy.
- 2:07:35Was war für dich wichtig beim Malen?
- 2:07:37Also war die Form ausschlaggebend. Hast du dir schon vorstellen können, was an dem Glas auf dem Wein einwirbt?
- 2:07:45Ja, und ja, gut, das war ja damals eine Zeit, das war ja ganz relativ wenige Weingleser.
- 2:07:52Und der Punkt, der im Vordergrund stand, war schon einfach ein sehr gutes Glas, so für die mittlere Gastronomie zu machen.
- 2:08:00Okay.
- 2:08:01Das ist ja maschinell gezogen und nicht mundgeblasen, sondern maschinell gezogen und hat dadurch auch eine sehr gute Standfestigkeit.
- 2:08:09Also die Säubruchstelle ist einfach sehr, sehr gut und sehr, sehr stabil.
- 2:08:12Und ja, also heute immer noch super zufrieden und nehme ich jetzt, also für den, kann ich ja sagen, für den Weißbuggenarbe, ich brauche dich das Poudouglas heute Abend.
- 2:08:25Heute, heute Mittag, wir haben gar nicht, sagen wir mal, wir sind heute Abend, heute Abend.
- 2:08:30Für den Weißbuggenarbe habe ich das von Scherzlis Poudouglas genommen und für den San Leonardo habe ich das Bugggenarbe von Weichsis aber von Seite um.
- 2:08:39Ja, es war aber mehr Learning by Doing oder hast du dich vorher extrem belesen und...
- 2:08:44Nein, Learning by Doing.
- 2:08:45... du komm' Literatur über Gläser.
- 2:08:47Okay, cool.
- 2:08:48Und es kostet auch Geld, also die ganzen Samples kosten ja nicht Geld, kann sich ja einfach irgendwelche Gläser da, weißt ja selber,
- 2:08:53kannst nicht einfach da 1000 Gläser irgendwie blasen lassen und sonst kostet sich Kohle und ja, dann hat das irgendwann gepasst und dann wurde auch viel angepasst.
- 2:09:01Also früher gab es ja auch noch die ganzen Dessertgläser dazu, die gibt es heute gar nicht mehr, weil sie auch gar keine Bewandten mehr haben, also zu Hause sowieso nicht.
- 2:09:08Und dann nimmst du halt das Universale Gläser für den Dessertwan, wenn du es unbedingt benötigst.
- 2:09:13Aber es ist ein schönes Projekt gewesen, also auch ein sehr erfolgreiches Projekt, ich glaube, ist sehr erfolgreich.
- 2:09:19Ja, sehr erfolgreich.
- 2:09:20Und dann ist es ja auch schon um 40p eingesetzt.
- 2:09:22Ja, ja.
- 2:09:23Und du hast schon eine Situation, wo alle aus deinen Gläser...
- 2:09:26Ja, fast ohne Marketing.
- 2:09:28Fast ohne Marketing und das hat auch viel in Amerika verkauft, also ich würde jetzt mal Hansen weit über 100 Millionen Gläser verkaufen.
- 2:09:37Wow.
- 2:09:38Ja, ja, also eigentlich ist Amerika so der wichtigste Markt, wenn man sich die Zahlen so anschaut.
- 2:09:45Ja, also es ist schon...
- 2:09:47Ich glaube, man sagt, so eine Halbwertzeit von so einem Glas ist so unter 10 Jahren und wie du sagt, ist fast 20 Jahre am Markt.
- 2:09:54Sehr cool, glückwurzig zu.
- 2:09:57Danke, danke.
- 2:09:59Ist die Mosel wirklich deine Lieblingsbeinregion?
- 2:10:03Wer sagt das?
- 2:10:06Keine Ahnung, ich hatte das Gefühl.
- 2:10:08Nee, nee, doch, ich mag die Mosel sehr gerne.
- 2:10:12Lieblingswei... ja, Lieblingswei... Lieblingswei-Region, ich bin halt viel unterwegs, ich könnte jetzt gar nichts sagen.
- 2:10:20Also Weinregionen, also man muss ja so anfangen.
- 2:10:23Wir hatten das Thema ja vorhin schon mal angesprochen.
- 2:10:28Angetießt.
- 2:10:30Angetießt, es gibt ja keine Weinregion, wo es scheiß ist.
- 2:10:35Es gibt ja keine Weinregion, wo du sagst, es ist hässlich, ich will hier wieder weg.
- 2:10:40Also im Normalfall hast du in Weinregionen immer gute Restrungs, du hast...
- 2:10:46Jetzt wo du Mosel sagst, man, wir haben an der Mosel viel, viel Mittelbau, aber du hast ja drei Drei-Sterne an der Mosel, es ist ja total verrückt.
- 2:10:55Es ist immer schön, es ist zumeist gutes Wetter.
- 2:11:01Es sind Menschen, die im besten Sinne bäuerliche Landwirtschaft betreiben, also die was mit ihrer Hand schaffen, mit ihrem Herzen schaffen.
- 2:11:09Und natürlich ist die eine oder andere Region ein bisschen spektakulärer, ob das jetzt Porto ist oder die Mosel,
- 2:11:17es mag wahrscheinlich ein bisschen spektakulärer sein als der Rheingau oder der Mittelreingau.
- 2:11:25Aber trotz alledem sind es ja immer, wenn ich in der Weinbauregion bin, habe ich auch so einen, wie so ein Herzschmerz.
- 2:11:37Ich freue mich auch da, nicht über den Restaurant, sich freue mich immer, da zu sein, mit den Leuten zu reden.
- 2:11:41Also jetzt auch in Portugal waren wir in Kolarisch und dann hatten wir dann auch das Tasting, praktisch mit Blick auf diese alten Weinberge und mega,
- 2:11:51also wirklich mega großartige Weine, super Wetter und dann einfach mit dem Weinmaker ganz entspannt zu reden.
- 2:12:00Ich bin jetzt nicht der Typ, der sagt, welches Holz, wie viel getoastet, wann, wie lange, dann abgelagert.
- 2:12:04Die Zeiten sind vorbei, also dieses würdigeneurdige, terrierartige Nachfragen.
- 2:12:10Wie viel pH-Wert hatte der mal? Wie viel Restzucker?
- 2:12:12Und war der jetzt 18 Tage oder 19 Tage nach oben, nach unten?
- 2:12:16Das interessiert mich überhaupt nicht, sondern mich interessiert tatsächlich das absolute Endprodukt und wie die Strategie des Winzers aussieht
- 2:12:23oder das Menschen, die dahinter stehen.
- 2:12:25Und wo nachfragst du dann, wenn du heute?
- 2:12:28Ja, heute ist es im Gespräch.
- 2:12:30Ja, einfach, wann das angebaut worden ist, was die Idee ist.
- 2:12:35Das kommt aber ja im Gespräch oder das kommt ja dann, wenn man den Wein probiert.
- 2:12:39Und die Mosel hat natürlich oder wir haben einen Vorteil hier, wir brauchen, keine Ahnung, eineinhalb Stunden, eine Fünftelstunde zum Mosel.
- 2:12:47Dann bist du halt da und ist jetzt auch kein Geheimnis, dass der Julian Hart, den ich für den besten oder einen der besten Winzer in der Mosel,
- 2:12:55halt ein sehr guter Freund für mich ist, also ist man da auch schon mal.
- 2:12:58Und ja, das ist so ein bisschen die Mosel.
- 2:13:03Heißt aber nicht, dass ich nicht gerne in Rheingorch fahre oder in die Falze oder nach Rheinhessen oder wo auch immerhin.
- 2:13:10War schon mal der Wunsch, da selber ein Wein zu erzeugen?
- 2:13:13Ja, ich wollte ja Winzer werden, auch nach meiner Lehr- und Gastrum.
- 2:13:19Und dann kam ja dieser 2000er Jahrgang in Deutschland bei Reinhardhausen und das ging dann noch,
- 2:13:29sondern hatte ich geguckt, was man machen kann und gesagt, ok, ich mach aber erstmal weiter Gastro und alles und super.
- 2:13:35Und dann kam halt dieser krasse Jahrgang 2003 in Südafrika und danach habe ich das halt adacta gelegt.
- 2:13:42Wir wissen ja, alle zwei, drei war sau heiß gewesen und das war richtig hart.
- 2:13:49Also richtig hart auch für den Praktikanten aus Deutschland, dann wirklich von 6 oder 7 Uhr morgens.
- 2:13:59Da fährst du ja, fängst du ja, ja, 6 Uhr ist schon zu spät wahrscheinlich, aber giste 5, 6 Uhr,
- 2:14:05wenn die Sonne aufgeht, giste dann Weinberg und misste die ganzen Trauben
- 2:14:09und dann fängst du irgendwann an zu lesen, das machen dann aber irgendwann die anderen,
- 2:14:13weil du schaffst du gar nicht in der Hitze und dann musste nachts nur aufstehen, alle zwei Stunden,
- 2:14:20dann klingelt der Bäcker und dann machst du Remontage, PiGeeage, das machen die ja nicht,
- 2:14:27sonst macht der irgendein Praktikant. Und das war schon richtig hart, also richtig, richtig, richtig hart.
- 2:14:33Und danach habe ich dann gesagt, ok, könnt mich gerne alle mal gerne haben, Nix Winzer,
- 2:14:39meine Karriere als Winzer ist vorbei, bevor sie hat angefangen.
- 2:14:43Wo würdest du dabei gut haben, wenn ich hier ein Schenken würde?
- 2:14:46Also frei war ich über einer Welt.
- 2:14:48Echt?
- 2:14:49Echt?
- 2:14:50Irgendeine Handtapflinge, eine Weine, wegen der Menschen, wegen...
- 2:14:52Ich bin ein großer Südafrika-Fan und war außerdem, was kann ich, 7, 8 Mal nochmal da
- 2:14:58und fahrte auch immer wieder gerne hin, ist so mein...
- 2:15:02Hat so das Perfekte für mich. Also gerade so, so "Jewinlands", "Captown", "Stilmosh" ist ja auch nur so,
- 2:15:10eins, eins, zehn von "Captown" entfernt.
- 2:15:13Du hast was, es war richtig heiß, aber du hast abends, musst immer ne Jacke mitnehmen,
- 2:15:18weil halt der Wind vom Ozean reinbläst und du hast super Gastro, die für uns als Deutsche mega gut zu bezahlen ist.
- 2:15:26Also wenn man jetzt wirklich unter den Gesichtspunkten, Lebensmittelpunkt, Weingut, wo würde ich sagen dort, tatsächlich.
- 2:15:33Okay.
- 2:15:34Cool.
- 2:15:35Wenn man so alles in einen...
- 2:15:36Ist Südafrika unterbewertet?
- 2:15:38Oder findest du welche Regionen?
- 2:15:40Ich trink wenig südafikanische Weine.
- 2:15:43Das ist das Schlimme daran.
- 2:15:44Echt?
- 2:15:45Ja, weil Südafrika...
- 2:15:46Zu Frudi, zu Touristen, ich sag's immer, sind Touristenweine und die meisten werden ja wirklich ein Touristen verkauft.
- 2:15:52Da gibt's natürlich ein paar sehr, sehr, sehr gute Weine, "Catology" und...
- 2:15:57Jetzt komm ich nicht auf den Namen.
- 2:16:00Sag mal eben, was die Hendrik...
- 2:16:02Eben Zahdi.
- 2:16:03Genau, eben Sadi, genau.
- 2:16:05Richtig gutes Zeug.
- 2:16:07Aber so dieses...
- 2:16:09Dieser normale Sobinion ist halt überhaupt nicht meins.
- 2:16:13Und sie verkaufen's halt, sie sind halt ausverkauft, sie verkaufen's halt in den Touristen, die finden das super, die finden das super.
- 2:16:18Aber ich find's, wenn so ein normaler Sobinion für...
- 2:16:21Da kostet er dann im Restung 10, 11 Euro, wenn der so ein bisschen wärmer hat und nicht mehr richtig arschkalt ist, der ist untrinkbar.
- 2:16:27Das ist aber auch meine...
- 2:16:29Meine Präferenz, ne?
- 2:16:31Ja, ist ja wirklich so.
- 2:16:32Und die Rotweine sind natürlich mega gut, aber du trinkst ja auch wenig Rotwein vor Ort bei den Temperaturen.
- 2:16:38So ein Leben halt viel vom Sobinion und vom Schinner und...
- 2:16:42Ja, ist jetzt nicht mehr...
- 2:16:44Das ist eher vom Land her und vom Essen und vom Reisen und von der Natur her.
- 2:16:49Das ist eher so mein...
- 2:16:51Meinst du, ich würde es mir ein Weingutwilch trotzdem machen.
- 2:16:53Okay.
- 2:16:55Ja.
- 2:16:56Unterbewertet ist... Welches? Welche Region?
- 2:16:59Gibt's so was noch? Ne unterbewertete Region?
- 2:17:04Viele sagen Portugal.
- 2:17:06Aber sagen viele.
- 2:17:08Aber vielleicht irgendwie so... Ich hätte vielleicht gedacht irgendwie Moldavien oder sowas.
- 2:17:12Ja, keine Ahnung.
- 2:17:13Okay, ich kann nicht...
- 2:17:14Es entstehen da ja teilweise schon ganz interessante Sachen, aber...
- 2:17:17Ja, aber...
- 2:17:18Weißt du, es ist ja nur unterbewertet, wenn du es nicht zu greifen bekommst oder wenn es nicht rüberkommt.
- 2:17:21Oder Südamerika vielleicht.
- 2:17:23Südamerika vielleicht.
- 2:17:24Südamerika auch ganz...
- 2:17:25Portugal hat das Problem, dass die Leute, die Rebsort nicht aussprechen können, ne?
- 2:17:29Das ist halt eh nicht wie Griechenland.
- 2:17:31Also auch gab es mal diesen griechischen Hype.
- 2:17:33Ja, das ist auch so schlimm.
- 2:17:34Ja, aber es gab auch mal diesen griechischen Hype und wenn die natürlich ihre Schrift da drauf haben, ist natürlich mega schwierig.
- 2:17:38Für alle, die Rebsorten da irgendwie aussprechen, ne?
- 2:17:42Ja, sonst...
- 2:17:43Wir haben ein bisschen Training, sollte es auch gehen.
- 2:17:46Ja, in Deutschland oder Österreich aber nicht, ne?
- 2:17:49Ich glaube, es ist alles sehr präsent und...
- 2:17:51Alles sehr präsent.
- 2:17:52Alles, was wir jetzt nennen, ist dann morgen sowieso keine Unterbewertung mehr zu merken.
- 2:17:57Es ist genauso, wenn ich jemand fragte, "Gibt es eine unterbewertete Aktie?"
- 2:18:02Ja, aber es ist nicht mein Job, es gibt genug Leute, die sich darum kümmern, wenn jemand sagt, "Es ist unterbewertet", sie morgen nicht mehr unterbewertet.
- 2:18:10Ja, das ist ja das same, das same.
- 2:18:13Wo würdest du nochmal arbeiten?
- 2:18:14Noch mal arbeiten?
- 2:18:15Also wenn du jetzt in einem Restaurant keine Ahnung für eine Woche arbeiten könntest und ohne Verantwortung sind, einfach um das Restaurant zu genießen und vielleicht irgendwie den Flow, die Energie, das Timing, die Karte, gibt es da irgendwie...
- 2:18:28Ja, tatsächlich habe ich das irgendwann vor, wenn ich einfach ein bisschen mehr Zeit habe, dass ich nur sage, "Ich mache nochmal ein Praktikum irgendwo vier Wochen."
- 2:18:35Ob die das dann so cool finden, dort weiß ich nicht.
- 2:18:37Aber das ist tatsächlich... Ja, das ist eine Idee, dass man auch nochmal sagt, man geht nochmal ein Weingut, man geht nochmal ins Restaurant irgendwo anders und das ist dann natürlich eine relativ hochbewertete Franzin in Stockheim, nicht in Stockheim.
- 2:18:52Find ich mega gut, auch im Video ist machen von...
- 2:18:56Für mich ist das, was ich bisher in meinem Leben erlebt habe, so die Nummer 1. Gar nicht, weil es alles zusammen, also ich würde jetzt nicht sagen, dass es das Beste Essen ist, was ich jemals bekommen habe, aber es ist von allem, vom Service, vom Wein, von der Coolness, vom Gebäude, von der Explosivität der Aromen, vom Essen.
- 2:19:25Und vom Empfang, vom Digestief ist es, ich weiß gar nicht, was man besser machen könnte im Restaurant.
- 2:19:32Okay.
- 2:19:33So, das wäre so die eine Sache.
- 2:19:36Der Weinladen deines Lebens? Also warst du in einem Laden so begeistert, dass du sagst, wo auch, wie die hier das hier machen ist, mein Blumen?
- 2:19:45Oder gibt es so viele, wo du sagst, wo dir auch viel reißt? Einkaufen oder Weinbar? Also gar nicht Restaurant, sondern rein, wo der Wein im Mittelpunkt steht, und die Leute genau für Wein leben.
- 2:20:01Ja, gibt es da viele? Klar. Es ist ja auch dein ehemaliger Laden, Weinkottobar, aber auch die Freundschaft in Berlin.
- 2:20:08Einen haben wir schon angesprochen vorhin. Es gibt auch noch die Weinbank in Ehrenhausen in der Südsteinmark, die machen auch einen großartigen Job mit einer super Weinkarte.
- 2:20:16Okay.
- 2:20:17Es gibt wirklich ganz, ganz viele. Aber das Lustige ist, das was ich immer sage, am langen Ende gibt es für 84 Millionen Einwohner in Deutschland viel zu wenig Weinbars.
- 2:20:30Also diese klassische Weinbar gibt es ja, du warst auch keine klassische Weinbar, weil viel zu viele, sehr viele Weine auf der Karte.
- 2:20:40Also die klassische Weinbar, also die man vielleicht so aus, zu viel Wein und das Thema Wein sehr, sehr intensiv ausgerollt.
- 2:20:50Aber ich sage mal, die klassische Weinbar, wo du hingehst, also ich denke mal an Paris, so Paris ist da so ein bisschen mein Vorbild vom Denken her.
- 2:20:59Du gehst mit vier bis sechs Wochen, vier bis sechs Leuten irgendwo hin, hast Schakotrie, ein bisschen Käse, von mir aus ein warm Gang, und dann hast du da 100 Wein auf der Karte und dann kannst du das aussuchen.
- 2:21:11Maximal.
- 2:21:12Maximal, also vielleicht 20, 30 oder so. Wo es einfach um Gesellschaft und Wein dringend geht und einfach sitzen, quatschen.
- 2:21:21Ja, und das ist aber ja vielleicht eine Sache, womit man auch gar nicht so viel Geld verdienen kann in Deutschland, deswegen gibt es das nicht, höchstwahrscheinlich.
- 2:21:28Ich denke, das ist der Grund.
- 2:21:30Kann man nicht?
- 2:21:31Ja, mit Schakotrie und mit 20 Wein. Ja, da muss es halt aber natürlich wahr. Oder das Publikum. Also es haben ja ein paar probiert auch in Köln, aber vielleicht fehlt das Publikum dann dafür, weil sie keine Ahnung, ich weiß es nicht.
- 2:21:45Und du musst halt immer da sein.
- 2:21:47Ja, das ist das größte Problem dabei, dass man halt immer, immer zugegen sein sollte, um als Ansprechpartnerin irgendwie zu fungieren.
- 2:21:54Also eine Weinbar geht nicht für mich wie ein Friseurbesuch. Man möchte hingehen, möchte sagen wie immer.
- 2:22:00Ja oder eben nicht.
- 2:22:02Oder im Sagen, ich nehme genau das Gegenteil von da. Ja, ich nehme genau das Gegenteil.
- 2:22:06Dann Pizza-Wein-Imperium. Ist eigentlich schwerwiegend auf Pizza oder Wein? Wo ist sich zu selber die Kernkompetenz?
- 2:22:14Wir können den Wein so kalkulieren, weil wir mit der Pizza Geld verdienen.
- 2:22:18Okay.
- 2:22:20Aber ist es eher ein Weinladau im Pizzerladen, wenn du das jetzt aus dem Vorstellst?
- 2:22:24Das ist eine sehr gute Frage, habe ich mir noch keine Gedanken darüber gemacht. Die Pizza würde auch, wenn wir morgen sagen, wir verkaufen keine Weine mehr,
- 2:22:32würde der Laden trotzdem funktionieren, umgekehrt glaube ich nicht. Dass man davon leben könnte.
- 2:22:38Ja.
- 2:22:40Ja, tatsächlich ist der Gedanke ja irgendwann mal ein bisschen kürzer zu treten und das zu machen, was ich von einem gesprochen habe
- 2:22:50und einfach nochmal ein bisschen zu reisen und so ein bisschen Work and Travel, was man irgendwie mit 18/19 machen sollte.
- 2:22:57So sagen man geht vier Wochen in Weingut, vier Wochen Restaurant, nochmal vier Wochen in Weinbar, dann macht man wieder ein Monat gar nichts,
- 2:23:06dann wieder ein anderes Restaurant. Das würde mir tatsächlich Spaß machen.
- 2:23:16Es gibt in der Tat wenige Sommies, die so meinungsfest sind wie Sebastian.
- 2:23:20Er war erstaunlich ruhig, er war erstaunlich gesetzt, aber vielleicht ist es auch seinem Alter geschuldet.
- 2:23:25Aber ich mag trotzdem seine unglaubliche Erfahrung, seine Sichtweise auf die Dinge, seine komplett unverkrampfte Art, mit dem Thema Wein umzugehen.
- 2:23:34Er ist einer der Charaktermenschen unserer deutschen Weinzene und es war großartig ihm zu lauschen.
- 2:23:39Vielen lieben Dank für deine Zeit lieber Sebastian und ein großes Dankeschön natürlich auch euch fürs Zuhören, fürs Begleiten in sozialen Medien, fürs einfach bei uns sein.
- 2:23:48Danke für jeden Like, danke für jeden Kommentar, danke für jede Bewertung und ja, danke einfach für euch.
- 2:23:54Und mein großes Dankeschön gilt auch der Schlumbergergruppe mit den Handelshäusern Segnetz, Schlumberger, Konzilio Vini und dem Privatkundenportal Bremer Weincollect für die händische und wirtschaftliche Unterstützung.
- 2:24:05Dank ihrer Partnerschaft ist es uns möglich, dieses Projekt zu realisieren.
- 2:24:09Vielen lieben Dank dafür.
- 2:24:11Und wie es so schön heißt, nach dem Podcast ist vor dem Podcast.
- 2:24:14Und ich freue mich auf die kommende Woche, auf den kommenden Freitag und reise zusammen mit euch nach Hamburg zur hoch sympathischen Mastershommniere, Stefanie Hehn.
- 2:24:23Mein Name ist Marc Niemeyer.
- 2:24:37Ich war früher Gast bei Sebastian, wo er mit der Pizza-Geschichte angefangen hat.
- 2:24:43Heute bin ich Freund, Sparings Partner, derjenige, der mit ihm viel diskutiert.
- 2:24:49Wir kennen uns jetzt schon ziemlich lange.
- 2:24:53Interessant vielleicht die Geschichte, wie ich ihn kennengelernt habe.
- 2:24:56Ich habe über einen anderen Freund damals gesehen, wo das erste Bild gepostet wurde, dass irgendwann diese Pizza-Geschichte eröffnet werden sollte.
- 2:25:05Hat mich so interessiert, weil ich das Bild der Pizza so schön fand, bin dahin gefahren und bin auf einen gestoßen, der im Liverpool-Shirt hinter der Kasse stand und den Laden geschmissen hat.
- 2:25:18Ich glaube, dass ich das zweite oder dritte Mal bei ihm dort war, mit ihm ins Gespräch gekommen.
- 2:25:26Er hatte glaube ich auch wieder ein Fußball-Trikot an, was er oft an hatte und hat mit ihm über die Hellboy diskutiert, besser gesagt über die Schärfe der Hellboy.
- 2:25:36Seitdem haben wir eigentlich sehr viel diskutiert und immer wieder diskutiert, was ihn ausmacht oder was ihn vielleicht besonders besonder ist.
- 2:25:47Er ist in der Lage, der ein Wein wie ein Fußballspiel zu erklären, so dass es jeder, der auch keine Ahnung von Wein hat, verstehen kann.
- 2:25:57Das ist eine Gabe.
- 2:25:59Er hat einen Dickhopf.
- 2:26:01Er nimmt aber auch Sachen an, wenn man es ihm vernünftig erklärt.
- 2:26:07Ich habe mit ihm schon viele Sachen erlebt.
- 2:26:10Ich habe es sogar geschafft, mit ihm einmal bei McDonalds zu essen.
- 2:26:13Nach dem Dortmund-Liverpool-Spiel in Liverpool, weil es das Einzige war, was noch offen hatte und wir beide wirklich Hunger hatten.
- 2:26:22Ich glaube, sonst hätte ich es nie geschafft, dass er mit mir dahingeht, was ich aber dann auch verstehen kann.
- 2:26:27Was er sonst ansonsten ausmacht, er ist anders, aber in positiv gemeinten Sinne.
- 2:26:34Ich glaube, entweder mag man ihn oder man hasst ihn. Das ist wie bei verrückten Autos oder auch bei verrückten Wein.
- 2:26:42Passt er dann wieder.
- 2:26:44Er ist auf dem Boden geblieben. Er ist normal.
- 2:26:48Er ist sich nie zu schade, selber anzupacken.
- 2:26:52Er hat, was ich gelernt habe, im Weinbereich ein unglaubliches Wissen.
- 2:26:58Auch über Sachen, die man gar nicht kennt.
- 2:27:00Man darf natürlich auch mit ihm manchmal keine Diskussion führen, wenn er was hat, was er gar nicht mag.
- 2:27:06Weil dann mag er es gar nicht. Da hat man auch keine Chance, ihm vom Gegenteil zu überzeugen.
- 2:27:11Manchmal mache ich es, weil ich bin nicht der Weinkenner, dass wenn ich irgendwo essen bin mit Freunden, mit Geschäftspaten und wie auch immer.
- 2:27:18Und ich weiß nicht, was ich jetzt für ein Wein aussuchen kann, weil ich nichts kenne, was auf der Karte ist.
- 2:27:23Schick ich ihm ein Foto.
- 2:27:25Dann kommt manchmal zurück eine Empfehlung, nehmt den, nehmt den, weil er auch ungefähr weiß, was ich gerne trinke.
- 2:27:32Manchmal kommt aber auch einfach zurück trinken Bier.
- 2:27:35Dann habe ich das auch verstanden.
- 2:27:37Da ist er dann sehr pragmatisch.
- 2:27:40Ich habe schon einiges mit ihm erlebt, also nicht nur das Thema Fußball oder Sportveranstaltungen,
- 2:27:47wo man, ich sage mal, alles, was nicht mit den Icebands Berlin zu tun hat und mit Bayern München,
- 2:27:52kann man vernünftig mit ihm über Fußball diskutieren und reden.
- 2:27:56Bei den beiden Vereinen ist es manchmal ein bisschen schwierig.
- 2:27:59Das lässt man dann vielleicht besser.
- 2:28:01Ich war unter anderem mit ihm in Kolumbien.
- 2:28:05War eine bemerkenswerte Reise, vor allem mit Sebastian zusammen, weil wir Kulinare anders erlebt haben.
- 2:28:14Und wer so wie er das meistens macht, guckt, wo kann man gut essen.
- 2:28:18Wir waren angeblich in einem der besten Restaurants in Südamerika.
- 2:28:25Und das war glaube ich das schlechteste Essen da.
- 2:28:27Wir haben liebsten, glaube ich, auch wieder zu McDonalds gegangen.
- 2:28:31Das ist was, was uns dann aber auch verbunden hat, diese Nähe Sachen zu erleben,
- 2:28:36die man sonst mit anderen Menschen vielleicht auch gar nicht so in dieser Form erleben kann,
- 2:28:40weil wir uns dort angeguckt haben, wie unter anderem Kaffee angebaut wird
- 2:28:45und am Arsch der Welt.
- 2:28:48Auch sowas kann man mit ihm super machen, sich immer auf ihn verlassen.
- 2:28:54Also wie gesagt, Sebastian ist verrückt.
- 2:28:58Manche sagen ja, wer das Omphon Terrible des deutschen Wains.
- 2:29:02Weiß ich nicht, dafür ist er vielleicht schon normal in manchen anderen Geschichten.
- 2:29:07Ich weiß, dass er ein herzliches Mensch ist, ein genusses Mensch ist.
- 2:29:11Er liebt den Genuss, er diskutiert darüber.
- 2:29:16Es ist schwierig, ihn manchmal von was anderes zu überzeugen,
- 2:29:19aber letztendlich kann man es manchmal doch schaffen.
- 2:29:22Ich glaube jeder, der ihn zum Freund hat, kann darüber froh sein.
- 2:29:25Ich bin es zumindest.
- 2:29:27Und ich hoffe, dass das noch viele Jahre so bleibt.
- 2:29:30[Musik]
- 2:29:50[Ambient]