Latest / ROCKET SCIENCE | Gesundheit und Leistung – mit Doc Golo / PILLE & ZYKLUS als ATHLETIN, mit Dr. med. ELENA LEINEWEBER - Wie Du dein Training an Deinen Zyklus als Athletin anpasst.
Transcript
- 0:00SPEAKER_00: Ja, willkommen zu Rocket Science.
- 0:01SPEAKER_00: Ich sitze hier mit Elena Maria Leineweber.
- 0:04SPEAKER_00: Elena ist Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe und wir sprechen heute über das Thema Zyklus der Frau, Herausforderungen bei Athletinnen.
- 0:16SPEAKER_00: Und erstmal schön, dass du dabei bist, Elena.
- 0:19SPEAKER_00: Ich freue mich mega, dass wir das Thema irgendwie heute so ein bisschen angehen.
- 0:23SPEAKER_01: Ja, vielen Dank, lieber Gulo.
- 0:25SPEAKER_01: Freut mich auch total, dass du mich gefragt hast, ob ich mit dabei bin, weil es ja tatsächlich eins von meinen Lieblingsthemen ist, weil ich ja neben meiner Facharztausbildung auch noch die Weiterbildung für Sportmedizin angefangen habe und ich einfach aus privatem Interesse bei dem Thema voll am Start bin.
- 0:45SPEAKER_00: Cool.
- 0:45SPEAKER_00: Ja, super spannend.
- 0:48SPEAKER_00: Können wir auch gerne nochmal so ein bisschen drüber sprechen aus der Sportmedizin, was so deine Erfahrungen sind.
- 0:52SPEAKER_00: Aber vielleicht mal so als Einstieg zu dem ganzen Thema, was ist denn so der Zyklus der Frau?
- 1:01SPEAKER_00: Wie ist der denn genau aufgebaut?
- 1:03SPEAKER_00: Welche Tage hat der denn?
- 1:04SPEAKER_00: Vielleicht kannst du mal so ein bisschen so erzählen, wie es natürlich sein sollte, um so ein bisschen dem Thema so einen Umriss zu geben.
- 1:13SPEAKER_01: Okay, also im Lehrbuch lesen wir eigentlich immer, der optimale Zyklus ist 28 Tage lang.
- 1:20SPEAKER_01: In Wirklichkeit ist der bei den wenigsten Frauen immer genau 28 Tage lang und es ist auch überhaupt nicht schlimm, der darf auch so ein bisschen variieren, aber er sollte nicht kürzer sein als 21 Tage und auch nicht länger als 35 Tage.
- 1:35SPEAKER_01: Und auch im Lehrbuch steht immer, der Eisprung ist am Zyklus Tag 14.
- 1:41SPEAKER_01: Da sehen wir in der Regel, dass auch das nicht der Fall ist, sondern dass der gerade bei jüngeren Patienten häufig etwas später im Zyklus auftritt und bei etwas älteren Patienten deutlich früher kommt als am 12.
- 1:55SPEAKER_01: Zyklustag.
- 1:56SPEAKER_01: Also es darf gerne variieren.
- 1:59SPEAKER_01: Wichtig ist, dass man eigentlich regelmäßig mal blutet und irgendwie einen Zyklus hat.
- 2:07SPEAKER_00: Okay.
- 2:08SPEAKER_00: Und ich sag mal, wenn du sagst, so klassischerweise irgendwie 28 Tage und nach 14 Tagen ist der Eisprung.
- 2:16SPEAKER_00: Wie, also die meisten von unseren Hörerinnen sind keine Mediziner und was passiert da ganz genau im Körper?
- 2:24SPEAKER_00: Wie kann ich mir das irgendwie so vorstellen?
- 2:28SPEAKER_01: Also der erste Tag der Menstruation, also der Blutung, das ist quasi der Beginn des Zyklus.
- 2:37SPEAKER_01: Und im Körper passiert dann folgendes: In einem der beiden Eierstöcke reift ein Eibläschen heran mit der Eizelle, und dieses Heranreifen produziert Hormone.
- 2:51SPEAKER_01: Und die steigen dann bis zum Eisprung an.
- 2:54SPEAKER_01: Diese Phase bis zum Eisprung nennt man Folikelphase, weil wir das Eibläschen auf schlau Folikel nennen.
- 3:03SPEAKER_01: Die endet dann quasi mit dem Eisprung.
- 3:07SPEAKER_01: Und das Eibläschen lässt die Eizelle frei und aus diesem Eibläschen entsteht dann der sogenannte Gelbkörper.
- 3:16SPEAKER_01: And wie der Name sagt, schließt sich an diese Folikelphase die zweite Zyklushälfte an.
- 3:21SPEAKER_01: Das ist die Lutealphase oder auch Gelbkörperphase genannt.
- 3:25SPEAKER_01: Und auch da werden wieder Hormone produziert, allerdings ein bisschen andere oder zumindest dominieren andere Hormone als in der ersten Zyklusphase.
- 3:36SPEAKER_01: Wenn es dann innerhalb von 14 Tagen nicht zu einer Schwangerschaft kommt, weil die Eizelle nicht befruchtet wird und sich dort kein Embryo einlistet, dann wird wiederum durch ein hormonelles Signal die Menstruationsblutung ausgelöst.
- 3:54SPEAKER_01: Und die Blutung an sich, die entsteht letzten Endes dadurch, dass, wie ich gesagt habe, zu Zyklusbeginn, durch diese Hormonausschüttung.
- 4:05SPEAKER_01: Dabei ist insbesondere das weibliche Hormon Östrogen beteiligt, sich die Schleimart in der Gebärmutter aufbaut.
- 4:11SPEAKER_01: Und das macht sie dann in der ersten Zyklusphase.
- 4:14SPEAKER_01: Und wenn dann halt, wie gesagt, am Ende vom Zyklus nichts passiert, keine Schwangerschaft eintritt, dann blutet diese Schleimert, die sich immer aufgebaut hat, wieder ab.
- 4:26SPEAKER_01: Und dann kommt im nächsten Zyklus oder ja, mit dem nächsten Zyklus passiert dann genau das Gleiche wie dann nochmal.
- 4:34SPEAKER_01: Und ein neuer Zirkel beginnt sozusagen.
- 4:38SPEAKER_00: Okay, also haben wir prinzipiell, sage ich.
- 4:42SPEAKER_00: Ja, also haben wir prinzipiell, sage ich mal, so zwei Phasen.
- 4:45SPEAKER_00: Also wir haben einerseits so eine aufbauende Phase, die durch Hormone gekennzeichnet ist und dann haben wir eher so eine Phase, die, so eine erhaltene Phase und eine abbauende Phase, die durch andere Hormone letztendlich gekennzeichnet ist.
- 4:59SPEAKER_01: Genau, genau so ist es.
- 5:01SPEAKER_01: Und das ist halt auch das sehr Entscheidende, sozusagen im Training, dass man erstmal diese Folikelphase hat bis zum Eisprung, wo vor allem das weibliche Hormon Östrogen dominiert und das auch ansteigt.
- 5:16SPEAKER_01: Genauso wie auch das männliche Hormon Testosteron und die haben ihre Höhepunkte um den Eisprung herum.
- 5:23SPEAKER_01: Und in der zweiten Zyklusphase, also in der Lutealphase, da dominiert vor allen Dingen das Gelbkörperhormon Progesteron.
- 5:32SPEAKER_01: Und um den Zeitraum der Menstruation herum sind eigentlich alle Hormone mehr oder weniger an ihrem Tiefpunkt im Zyklus.
- 5:44SPEAKER_00: Okay, okay.
- 5:46SPEAKER_00: Und wenn du sagst, es gibt so verschiedene Hormonpeaks, sage ich mal, zuerst irgendwie mit Östrogen und Testosteron und danach so ein bisschen das mehr das Progesteron einfach dominiert.
- 5:58SPEAKER_00: Wie ist das dann so ein bisschen vom Training her?
- 6:00SPEAKER_00: Weil das hast du ja jetzt schon so ein bisschen, sag ich mal, angedeutet, dass das auch so unterschiedlich ist von den Phasen her.
- 6:06SPEAKER_00: Und was sind vielleicht so irgendwie deine Erfahrungen oder wie würdest du das eine Athletin, sag ich mal, auch vielleicht mitgeben?
- 6:14SPEAKER_01: Also für das Training als auch, ja beim Muskelaufbau sind ja ganz viele verschiedene Hormone beteiligt.
- 6:24SPEAKER_01: Und über die ich jetzt spreche, das sind quasi nur erstmal diese Sexualhormone.
- 6:29SPEAKER_01: Und bei denen ist es wichtig, dass man weiß, dass in der späten Folikelphase, also kurz vor dem Eisprung, die höchsten Konzentrationen von Östrogen und Testosteron erreicht werden.
- 6:40SPEAKER_01: Das hatte ich eben schon kurz gesagt.
- 6:42SPEAKER_01: Und dadurch ist die anaerobe Kapazität am größten.
- 6:47SPEAKER_01: Das bedeutet für die Leistung, dass ein Kraft als auch ein Ausdauertraining in dieser Phase am sinnvollsten ist, weil sich zum A die Muskulatur, weil sich A die Muskulatur am besten aufbauen kann und B aber auch die Regenerationsfähigkeit am besten ist.
- 7:07SPEAKER_01: Das bedeutet aber nicht gleich, dass die Leistung auch am besten sein muss.
- 7:13SPEAKER_01: Da gibt es einige Studien zu und die zeigen, dass die subjektive Leistungsfähigkeit, also so wie du es selber empfindest, tatsächlich auch zu diesem Zeitpunkt häufig am höchsten ist.
- 7:26SPEAKER_01: Aber und die zum Beispiel während der Menstruation am niedrigsten ist, aber dass es nicht die gemessene Leistungsfähigkeit in den Versuchen.
- 7:38SPEAKER_00: Okay, okay.
- 7:40SPEAKER_00: Aber sagst du, also prinzipiell, so wie ich es auch so ein bisschen kenne, ist, dass man eigentlich sagt, so okay, in der Präovulationsphase, also bevor der Einsprung, geschehen ist, dass man dann eigentlich mehr so härtere Sessions machen kann, mehr auch Anaerobereize vielleicht setzen kann, mehr auch darauf gucken kann, dass man vielleicht auch in härtere Sessions insgesamt, sage ich mal, absolviert.
- 8:03SPEAKER_00: Und in der Phase nach dem Eisprung muss man irgendwie eher mehr aufpassen oder wie sind da so auch vielleicht deine Erfahrungen?
- 8:15SPEAKER_01: Also wie ich eben gesagt habe, ist die anaerobe Kapazität vor dem Eisprung am höchsten.
- 8:20SPEAKER_01: Deswegen machen genau zu dieser Zeit Trainings im anaeroben Bereich, also härtere Trainings, wie du sagst, sehr viel Sinn.
- 8:28SPEAKER_01: Allerdings ist es so, eine Sportlerin, die sich leistungsfähig fühlt oder während ihrer Menstruation oder auch vor ihrer Menstruation, die darf auch gerne dann trainieren.
- 8:41SPEAKER_01: Das ist für mich jetzt irgendwie kein Gesetz, dass man dann sich ausruhen muss oder regeneratives Training machen muss.
- 8:51SPEAKER_01: Da darf man auch, wenn man sich gut fühlt, auch so trainieren, ja.
- 8:56SPEAKER_00: Ja.
- 8:57SPEAKER_00: Ja, ich sag mal, also so handhab ich es auch so ein bisschen bei unseren Athletinnen, dass wir halt schon natürlich, dass sie halt auch meistens irgendwann in der Woche halt irgendwie eine härtere Session, sag ich mal, haben.
- 9:08SPEAKER_00: Aber manche berichten schon, finde ich, darüber, dass sie dann auch so nach dem Eisprung Probleme haben, eben so mit härteren Sessions.
- 9:14SPEAKER_00: Und ich glaube, dann finde ich es eigentlich immer so ganz gut, dass man sie dann eben mehr auch auf ihr Körpergefühl hören lässt und so sagt, okay, achte einfach vielleicht so ein bisschen mehr darauf, wie du dich fühlst und wie auch so die Regenerationsfaktoren, sag ich mal, so sind.
- 9:30SPEAKER_01: Genau, das sehe ich ganz genauso.
- 9:33SPEAKER_01: Und ich kann vielleicht an der Stelle auch nur jeder Frau mitnehmen, dass man dann einfach nicht mit sich selbst so streng sein soll, wenn man halt vielleicht merkt, nach dem Eisprung oder vor der Menstruation, auch währenddessen, dass man nicht ganz so fit und so motiviert ist, wie man es vielleicht die Woche davor war.
- 9:52SPEAKER_00: Ja, ja.
- 9:53SPEAKER_00: Und ich sag mal so, wie ist so die Phase um die Menstruation herum?
- 9:57SPEAKER_00: Gibt es da auch irgendwie Besonderheiten?
- 10:00SPEAKER_00: Weil das ist, finde ich, immer noch so ein bisschen so ein Graubereich, zumindest für mich, ehrlich gesagt.
- 10:09SPEAKER_01: Da würde ich sehr differenzieren, wie ist die Menstruation ganz individuell bei der Sportlerin?
- 10:19SPEAKER_01: Bei einer Sportlerin, die eine sehr schwache Menstruation hat, die kaum Beschwerden während der Menstruation hat, ist es vollkommen okay, auf jeden Fall weiter zu trainieren.
- 10:33SPEAKER_01: Bei einer anderen Sportlerin, die schmerzmäßig eingeschränkt ist, die vielleicht auch sehr viel blutet, ist es auch überhaupt nicht verwunderlich, wenn die auch vielleicht Kreislaufprobleme im Training bekommt.
- 10:46SPEAKER_01: Und da muss man auf jeden Fall das Training extrem anpassen.
- 10:50SPEAKER_01: Das ist aber dann tatsächlich auch eine Situation, je nachdem, wie professionell man trainiert, dass ich der Meinung bin, dass man in solchen Situationen vielleicht darüber nachdenken sollte, ob man nicht durch eine hormonelle Behandlung oder aber durch eine Hormonspirale vielleicht diese Menstruationsproblematik so ein bisschen rausnehmen kann.
- 11:15SPEAKER_00: Okay, also sagst du jetzt, ich sag mal auf so ein bisschen Pille und Sachen wollte ich auch noch auf jeden Fall so zu sprechen kommen.
- 11:22SPEAKER_00: Nur du sagst letztendlich, wenn Athletinnen merken, dass sie Kreislaufprobleme haben um die Menstruation herum, also das heißt irgendwie, dass sie vielleicht höhere Herzsequenz haben oder dass sie merken, dass sie so ein bisschen dizzy werden, dass sie dann einfach mehr aufpassen sollten.
- 11:40SPEAKER_00: Oder wenn sie halt auch einen höheren Blutverlust haben.
- 11:43SPEAKER_01: Ja, absolut.
- 11:46SPEAKER_01: Also wenn wir jetzt schon konkret darüber sprechen möchten, ob es vielleicht Sinn macht, Hormone zu nehmen oder die Pille zu nehmen, dann denke ich, ist es so, dass es eine sehr individuelle Entscheidung ist.
- 11:59SPEAKER_01: Denn zum einen ist es so, dass man, wenn man jetzt keine Hormone nimmt, einen natürlichen Zyklus hat, dann kann es sehr gut sein, dass man insbesondere in der ersten Zyklusphase, also vor dem Eisprung, von diesem hohen Peak an Testosteron und Östrogen profitiert in seinem Training.
- 12:22SPEAKER_01: Und diese Peaks hätte man ja nicht, wenn man Hormone zu sich nimmt oder die Pille nimmt.
- 12:30SPEAKER_01: Andersrum ist es aber so, wenn man eine sehr ausgeprägte Menstruation hat und viele Beschwerden hat, dann kann man A in diesen Tagen nicht adäquat trainieren.
- 12:41SPEAKER_01: Und B, wird man auch nachhaltig durch diese starke Menstruation beeinflusst, weil dann hat man sicherlich deutlich niedrigere HB-Werte als Frauen, die keinen so großen Blutverlust haben.
- 12:56SPEAKER_01: Und diese niedrigeren HB-Werte, die schränken uns ja auch einfach langfristig in der Leistungsfähigkeit und Fitness ein.
- 13:05SPEAKER_01: Und deswegen kann man meines Erachtens nicht pauschal sagen, ob es besser ist, hormonell zu verhüten, beziehungsweise eine Pille zu nehmen oder aber das nicht zu tun, sondern das ist eine individuelle Entscheidung.
- 13:23SPEAKER_00: Okay.
- 13:24SPEAKER_00: Ja, ich finde es voll spannend, dass du es sagst, weil ich glaube, gerade jetzt gibt es ja einen sehr, sehr großen Trend, komplett Pillen zu reduzieren und keine Pille mehr zu nehmen und keine hormonelle Verhütung.
- 13:35SPEAKER_00: Und siehst du da einen Trend, dass auch ja generell bei Frauen und auch vielleicht bei Athletinnen, dass die Pille mehr und mehr reduziert wird?
- 13:45SPEAKER_00: Oder wie ist da so dein Eindruck?
- 13:48SPEAKER_01: Ja, also ist absolut ein zunehmender Trend in den letzten Jahren.
- 13:53SPEAKER_01: Und ich finde es auch an sich total gut und richtig, dass man hinterfragt, was man da mitunter jeden Tag einnimmt.
- 14:03SPEAKER_01: Allerdings in Bezug auf den Sport würde ich da eine sehr individuelle Entscheidung treffen.
- 14:09SPEAKER_01: Und man muss aber auch sagen, dass wenn man halt eben eine schwache Menstruation hat und mit diesem natürlichen Zyklus sehr gut klarkommt, dann glaube ich auch, dass es vielleicht doch ein Benefit hat, so Zyklus adaptiert zu trainieren, was ja auch im Moment sehr gehypt wird und auch sehr cool ist, aber ich finde halt immer nur bis zum gewissen Punkt.
- 14:40SPEAKER_00: Ja, es ist spannend.
- 14:41SPEAKER_00: Also für, ich sag mal, für wen würdest du dann vor allen Dingen eine Verhütung auf hormoneller Basis empfehlen?
- 14:54SPEAKER_01: Für die Sportlerinnen, die unter prämenstruellen Beschwerden leiden und für diejenigen, die starke Regelschmerzen haben über mehrere Tage hinweg und nicht trainieren können, ohne regelmäßig Schmerztabletten einzunehmen.
- 15:14SPEAKER_01: Und auch für die Patientinnen, die einen großen Blutverlust haben.
- 15:18SPEAKER_01: Also ich denke, das sind alles Gründe, warum man sich Gedanken machen sollte, ob man nicht vielleicht doch hin zu hormonellen Verhütungsmitteln wechselt oder aber zu einer Hormonspirale, weil die Hormonspirale bekanntlich zwar nicht so großen Einfluss auf die systemischen Hormone nimmt, aber die Blutung doch in der Regel erheblich reduziert, also die Blutungsmenge.
- 15:46SPEAKER_00: Okay.
- 15:47SPEAKER_00: Und dann gibt es ja noch, sage ich mal, neben den Hormonaktiven, gibt es ja noch die Möglichkeit, eine Kupferspirale zu haben, was ja auch von vielen irgendwie immer so bevorzugt wird, weil es ja eine natürlichere Variante ist.
- 15:58SPEAKER_00: Wie siehst du das?
- 16:04SPEAKER_01: Ich persönlich finde es jetzt nicht unbedingt natürlicher, wenn ich einen Kupfer in der Gebärmutter habe, ehrlich gesagt, aber es ist natürlich 0,0 Hormone, keine Frage.
- 16:18SPEAKER_01: Aber in der Regel führt die Kupferspirale durch eine quasi abakterielle Infektion der Gebärmutterschleimhaut dazu, dass sich dort nichts einnistet, macht aber gleichzeitig die Blutungs- oder erhöht die Blutungsmenge, macht also die Regelblutung stärker und führt auch häufiger zu mehr Schmerzen bei der Regelblutung.
- 16:41SPEAKER_01: Und das sind ja eigentlich beide Sachen, die man gerade, wenn man viel Sport treibt, nicht unbedingt haben möchte.
- 16:48SPEAKER_01: Deswegen an der Stelle weiß ich nicht, ob das so mein bevorzugtes Verhütungsmittel für Sportlerinnen ist.
- 16:55SPEAKER_01: Ich glaube nicht.
- 16:58SPEAKER_00: Und vielleicht an der Stelle auch noch.
- 17:02SPEAKER_00: Ja, ich finde es super spannend, weil ich halt auch viele Athletinnen kennengelernt habe, die dann auch eine Kupferspielle hatten, wo ich dann aber auch gemerkt habe, okay, das passt halt wirklich genau von dem, was du gerade beschrieben hast, gar nicht.
- 17:13SPEAKER_00: Eben, die halt eigentlich dadurch noch deutlich, deutlich mehr Beschwerden hatte, auch so Prämenstruelle Beschwerden.
- 17:20SPEAKER_01: Ja, meine Erfahrung ist, weil ich tatsächlich mittlerweile auch einige Leistungssportlerinnen betreut habe, die ich natürlich immer fleißig interviewe, wie die das so sehen, wie die das in den letzten Jahren gehandhabt haben und was deren Erfahrung damit ist.
- 17:38SPEAKER_01: Und da ist doch tatsächlich auch das Feedback, dass ein Großteil von denen in puncto mit dem Sport besser klarkommt mit einer hormonellen Verhütung.
- 17:50SPEAKER_00: Okay.
- 17:51SPEAKER_00: Ja, spannend auf jeden Fall.
- 17:54SPEAKER_00: Ich sag mal, so Zyklus und Athletin ist ja schon auch ein sehr, sehr spannendes Thema.
- 17:59SPEAKER_00: Was sind denn so die, wo siehst du denn so die größten Herausforderungen, sage ich mal, so aus Leistungssport und Zyklus?
- 18:55SPEAKER_01: Also ich glaube, dass die Leistungsfähigkeit, die man selber hat, ein riesengroßer Teil davon auch mental bedingt ist.
- 19:09SPEAKER_01: Und ich glaube, dass man hormonell bedingt einfach nicht immer gleich motiviert ist und sich leistungsfähig fühlt im Zyklus.
- 19:23SPEAKER_01: Und andersrum kann man genau diesen Fakt auch sehr für sich nutzen.
- 19:29SPEAKER_01: Also das heißt, wenn man den eigenen Zyklus gut kennt und weiß, wo man im Zyklus steht und wann vielleicht auch im Zyklus ein Wettkampf ist und man kann das Ganze positiv umwandeln, kann man sehr davon profitieren.
- 19:44SPEAKER_01: Es ist aber eben auch so, dass es sich sehr negativ auswirken kann, denn Frauen mit einem natürlichen Zyklus wissen, dass sie zyklisch Wasser einlagern, dass sie sich, dass sie schon auch deutlich mehr Gewicht zu diesen Zeitpunkten auf die Waage bringen.
- 20:07SPEAKER_01: Das können echt zwei, drei Kilo sein.
- 20:09SPEAKER_01: Und wenn man in Gewichtsklassen antritt, ist das auch nicht ohne Relevanz, muss man sagen.
- 20:15SPEAKER_01: Man kann sich nicht so leistungsfähig fühlen.
- 20:20SPEAKER_01: Man kann, wie ich gesagt habe, Kreislaufbeschwerden bekommen.
- 20:26SPEAKER_01: Ja, ich glaube, das sind alles irgendwie viele Symptome, mit denen man dann irgendwie als Frau zu kämpfen hat und das nur bedingt vorhersehbar ist.
- 20:41SPEAKER_00: Ja, super spannendes Thema auf jeden Fall.
- 20:44SPEAKER_00: Auch so, was du eben sagst mit der Wassereinlagerung und auch mit der höheren Temperatur, was glaube ich vielen immer dann auch gar nicht so klar ist.
- 20:53SPEAKER_00: Und da finde ich es halt auch super spannend, auch so ein bisschen eine differenziertere Sichtweise irgendwie auf das Thema, sag ich mal, zu haben.
- 21:00SPEAKER_00: Ich sag mal, wann treten denn oder wie kann sich denn so ein Zyklus verändern bei Frauen?
- 21:07SPEAKER_00: Und was sind denn so auch so, ich sag mal vielleicht Red Flags, die Frauen auch oder die Athletinnen einfach auch feststellen können, bevor dann irgendwie das Kind so ein bisschen in den Brunnen gefangen ist?
- 21:24SPEAKER_01: Also zuerst einmal würde ich sagen, dass Frauen, die regelmäßig sehr viel Sport treiben, und es ist jetzt total egal, ob sie das auf Amateurebene oder auf professioneller Ebene tun, die laufen sehr, sehr große Gefahr, dass sie irgendwann Zyklostörung bekommen.
- 21:43SPEAKER_01: Und das hat verschiedene Gründe.
- 21:48SPEAKER_01: Ein Grund ist, dass häufig die Ausschüttung von dem Sättigungshormon Leptin nicht mehr so regelmäßig stattfindet.
- 21:58SPEAKER_01: Und das liegt daran, dass man entweder viel zu viel Kalorien verbraucht und trainiert oder aber nicht entsprechend seinem Training Kalorien zu sich nimmt und isst.
- 22:12SPEAKER_01: Das ist natürlich auch, wenn man jetzt zum Beispiel so wie du in einem Triathlon Ironman Training ist, mega schwierig, überhaupt auf diese Kalorienanzahl zu kommen.
- 22:24SPEAKER_01: Aber das ist dann so ein Punkt, weil wir auch gerade darüber gesprochen haben, wie kann man da irgendwie vorausschauend handeln, wo ich denke, dass es schon Sinn macht, auch wenn man selber glaubt, man ernährt sich sehr gesund und bewusst, sich doch mal professionelle Hilfe im Sinne von einer Ernährung.
- 22:47SPEAKER_01: Dazu zu holen.
- 22:49SPEAKER_01: Der andere Punkt ist, dass aber auch einige Hormone in unserem Körper in einem bestimmten Muster immer ausgeschüttet werden.
- 22:59SPEAKER_01: Man nennt das Pulsatyl, also dass das quasi in einem Takt von zum Beispiel 90 Minuten immer wieder stattfindet.
- 23:09SPEAKER_01: Und diese pulsattile Ausschüttung, die wird durch, gerade durch Ausdauersport gehemmt.
- 23:16SPEAKER_01: Und wenn quasi das Gehirn unseren Eierstöcken nicht mehr sagt, dass sie was machen sollen, dann machen sie auch nichts mehr.
- 23:25SPEAKER_01: Und das Gehirn kann das nicht mehr sagen, wenn diese Ausschüttung nicht mehr stattfindet.
- 23:29SPEAKER_01: Und das sieht man eben dann gerade in Sportarten, die mit Trainings verbunden sind, die länger sind als 90 Minuten.
- 23:41SPEAKER_01: Das sind eigentlich so die zwei wichtigen Punkte.
- 23:45SPEAKER_01: Und deswegen ist es, glaube ich, sehr, sehr wichtig, dass man, wenn man solche Sportarten betreibt oder einfach sehr, sehr viel Sport macht, dass man sich dann frühzeitig damit beschäftigt, wie man sich ausreichend mit Kalorien versorgt.
- 24:07SPEAKER_01: Oder vielleicht auch, wenn das möglich ist, das ein oder andere Mal Trainingsequenzen kürzer zu gestalten.
- 24:15SPEAKER_01: Und ja, so Punkt.
- 24:22SPEAKER_00: Ja, super spannend, super spannender Punkt.
- 24:24SPEAKER_00: Auch so, was du, sag ich mal, gesagt hast mit Leptin.
- 24:27SPEAKER_00: Und das ist ja auch so ein bisschen dann so dieser Querschnitt zu diesem relativen Energiedefizit, worüber wir auch schon im Podcast so ein bisschen ein bisschen gesprochen haben.
- 24:35SPEAKER_00: Und was eben, also auch bei Männern ein Problem ist, aber eben, ich glaube, vor allen Dingen bei Frauen ist das dann, also ich glaube, ich weiß es nicht, aber meine Erfahrung ist immer so ein bisschen, dass Frauen deutlich sensitiver reagieren auf so Energiemangelsituationen.
- 24:51SPEAKER_00: Und dass dadurch dann, ich weiß es nicht, ob es dann mit Leptin getriggert ist oder ob es ein anderes Hormon ist, aber dass dadurch eben es halt eher auch zu hormonellen Verschiebungen dann einfach auch kommt.
- 25:02SPEAKER_00: Zum Beispiel auch sowas wie nüchterne Sessions oder auch Fasten sind dann auch so Mechanismen, die manchmal halt problematisch sind.
- 25:10SPEAKER_01: Naja gut, ich glaube vielleicht eher, dass es bei den Frauen einfach schneller auffällt, weil der Zyklus ist extrem empfindlich und sensitiv.
- 25:19SPEAKER_01: Und es macht ja auch evolutionstechnisch Sinn.
- 25:22SPEAKER_01: Also quasi der Körper möchte eigentlich oder die Natur, dass wir uns nur dann fortpflanzen, wenn die Bedingungen optimal sind.
- 25:31SPEAKER_01: Und wenn unser Körper nicht ausreichend mit Nährstoffen oder Energie versorgt wird, dann wird halt als allererstes mal der Zyklus bzw.
- 25:41SPEAKER_01: die Fortpflanzung abgeschaltet.
- 25:43SPEAKER_01: Und die Frau, die merkt das direkt, weil sie nämlich dann einen verlängerten Zyklus hat oder gar keinen Zyklus mehr hat.
- 25:51SPEAKER_01: Und einen Mann, der kann das einfach gar nicht so einfach feststellen, weil ich gehe mal nicht davon aus, dass man als Mann irgendwie alle paar Wochen ein Spermiogramm macht.
- 25:59SPEAKER_01: Also da muss man auch sagen, dass auch die Spermiogramme, und das sehe halt ich bei den Kinderwunschpatienten, von denjenigen, die nährstoffmäßig unterversorgt sind oder sehr viel Sport machen, auch proportional häufiger eingeschränkt sind.
- 26:18SPEAKER_01: Sagen wir es so.
- 26:19SPEAKER_01: Ich glaube, dass es nicht unbedingt weniger ist, aber dass es bei den Frauen einfach viel, viel schneller auffällt.
- 26:25SPEAKER_00: Okay, das ist auf jeden Fall ein interessanter Punkt, finde ich.
- 26:28SPEAKER_00: Würdest du dann sagen, dass das Spermiogramm bei Menschen, die sehr viel Sport machen, eingeschränkter ist?
- 26:39SPEAKER_01: Ich glaube schon, dass es Einfluss nimmt, weil Lifestyle, also ich sag mal so, Lifestyle ist ein sehr, sehr wichtiger Parameter beim Spermiogramm.
- 26:49SPEAKER_01: Man muss aber auch immer bedenken, dass das Spermiogramm ist ja so ein bisschen so eine Kurzzeitaufnahme von den letzten drei Monaten, weil sich im Zyklus von drei Monaten die Spermien immer wieder regenerieren, beziehungsweise produziert werden.
- 27:02SPEAKER_01: Also kann man durch einen Lifestyle-Change, in dem Fall zum Positiven, auch schneller wieder was daran ändern.
- 27:13SPEAKER_01: Wohin man, wobei man halt sagen muss, dass es leider bei den Frauen so ist, dass wir es schon sehen, dass wenn erstmal der Fall eingetreten ist, dass keine Regelblutung mehr vorkommt, dass dann auch häufig die Anhangsdrüse im Gehirn, die das Ganze so steuert, dass die auch für einen langen Zeitraum sehr beleidigt sein kann.
- 27:35SPEAKER_01: Und auch wenn man das Verhalten selber wieder umstellt oder auf eine ausreichende Kalorienzufuhr achtet, dass es dann leider nicht immer direkt wieder losgeht mit dem Zyklus, sondern dass es bei einigen Frauen zunächst einmal irreversibel gestört ist.
- 27:56SPEAKER_00: Ja, das ist auch super der spannende Punkt, finde ich auch.
- 28:00SPEAKER_00: Auch so, also wenn du so sagst, was du eben gesagt hast, dass Hormone und wie man sich mental fühlt, auch eine ganz, ganz enge Connection natürlich auch haben.
- 28:08SPEAKER_00: Da gibt es ja jetzt auch mittlerweile auch echt relativ schöne Studien, die auch viel genau sich zu dem Punkt einfach auch angucken.
- 28:15SPEAKER_00: Und dass wenn einmal erst so die Hirnanhangstdrüse halt auch einen Knacks bekommen hat, dass es nicht so einfach ist, das halt von jetzt auf gleich einfach wieder umzustellen.
- 28:26SPEAKER_00: Sondern dass hormonelle Systeme sich eben langsam regenerieren.
- 28:31SPEAKER_01: Genau.
- 28:32SPEAKER_01: Deswegen glaube ich auch, du hattest vorhin nochmal davon gesprochen, was sind so die Red Flags, die ich sehe.
- 28:38SPEAKER_01: Und da ist es so, wenn man irgendwie selber merkt, dass man doch in einem kurzen Zeitraum sehr viel Gewicht abgenommen hat.
- 28:48SPEAKER_01: Oder aber dass der Zyklus sich verändert, dann ist es eigentlich, oder vielleicht auch die Regelblutung schon mal das ein oder andere Mal ausgeblieben ist, dann ist das in dieser besonderen Konstellation auf jeden Fall schon so ein kleiner Warnschuss vom Körper, dass man sich darum kümmern sollte.
- 29:08SPEAKER_00: Ja, total.
- 29:10SPEAKER_00: Und das ist halt auch so ein bisschen, das stimmt schon.
- 29:12SPEAKER_00: Ich finde das auch, dass bei Männern, das manchmal dann auch schwieriger ist, auch festzustellen.
- 29:18SPEAKER_00: Also wie du auch gesagt hast, dass es natürlich bei Frauen auch so ein bisschen früher meistens auftritt und dass Männer dann eben, Athleten dann halt irgendwie merken, so, okay, ich bin halt super antriebslos.
- 29:28SPEAKER_00: Irgendwie.
- 29:29SPEAKER_00: Ich fühle mich halt, bin nur noch müde.
- 29:32SPEAKER_00: Mir ist nur noch kalt.
- 29:33SPEAKER_00: Das sind so Dinge, die, oder ich habe gar keine Libido mehr.
- 29:37SPEAKER_00: Das sind so Dinge, die, das dauert halt dann irgendwie drei, vier, fünf Monate, bis es eben bei denen meistens auffällt.
- 29:45SPEAKER_01: Genau, aber das ist ja, wenn, genau diese Symptome, die du beschreibst, die können ja auch Frauen haben.
- 29:52SPEAKER_01: Und bei den Frauen ist das aber dann der Zustand, der ja, sag ich mal, ähnlich ist mit den Wechseljahren, nicht gleichzusetzen, weil man hat quasi noch einen Eizellvorrat, aber das System ist quasi im Dornröschenschlaf und so nenne ich das immer.
- 30:13SPEAKER_01: Aber da ist es halt eben so, die haben genau die gleichen Symptome, die haben aber schon deutlich früher bemerkt, die den Verlust der Regelblutung.
- 30:19SPEAKER_01: Und dann irgendwann kommen auch genau diese Symptome, die du beschrieben hast.
- 30:24SPEAKER_01: Diese Müdigkeit, diese Antriebslosigkeit und auch den Nibidotenverlust einfach dadurch, dass diese Sexualhormone einfach gar nicht mehr produziert werden.
- 30:33SPEAKER_01: Und bei den Männern fällt es dann halt meines Erachtens eben erst viel später auf.
- 30:38SPEAKER_01: Und es ist aber schon ein Zustand, wo man dann auch auf jeden Fall aktiv werden muss und einen Spezialisten, also in dem Fall einen Endokrinologen oder eine gynäkologische Endokrinologin oder Endokrinologen aufsuchen sollte.
- 30:54SPEAKER_01: Denn es ist ganz, ganz, ganz wichtig, dass wenn dieser Zustand da ist, dass man dann diese Hormone, die einem fehlen, jeden Tag einnimmt und die substituiert.
- 31:09SPEAKER_00: Ja, auf jeden Fall, definitiv.
- 31:11SPEAKER_00: Und auch eben, was du sagst, dass man dann einen Experten aussucht, einen Endokrinologen, eine Gynäkologin, einen Gynäkologen.
- 31:18SPEAKER_00: Definitiv, auf jeden Fall.
- 31:20SPEAKER_00: Okay, du hast gerade schon so ein bisschen, sag ich mal, so auch angesprochen, also die ersten Sachen, die meistens auffallen, dann ist irgendwie, dass der Zyklus bei Frauen, wo bei Athletinnen dann verlängert wird, danach fällt vielleicht mal ein Zyklus auf, aus, dann fehlt vielleicht mal die Regelblutung und danach fällt der Zyklus komplett weg.
- 31:39SPEAKER_00: Oder wie ist so meistens, gibt es da irgendwie so ein Schema da, wie man sagen kann, was zuerst passiert und was dann später passiert?
- 31:47SPEAKER_01: Ja, meistens ist es tatsächlich so ein Verlauf, wie du den beschrieben hast, dass das erstmal unregelmäßig wird und dann bleibt es irgendwann komplett aus.
- 31:57SPEAKER_01: Oder aber je nachdem, wie schnell man sein Training ändert oder wie schnell man auch Gewicht verliert, kann es auch sehr plötzlich einfach komplett aufhören.
- 32:08SPEAKER_01: Und interessanterweise hat da auch eigentlich jede Frau so eine eigene Grenze.
- 32:16SPEAKER_01: So ein bisschen als Anhalt kann man tatsächlich den Körperfettgehalt oder auch den BMI nehmen.
- 32:23SPEAKER_01: Also bei so einem BMI unter 18, 17 kann man damit rechnen, dass das irgendwann anfängt.
- 32:34SPEAKER_00: Okay.
- 32:35SPEAKER_00: Und warum?
- 32:36SPEAKER_00: Also warum ist es so gefährlich, wenn man irgendwie zu wenig Körperfett hat oder einen zu geringen BMI?
- 32:45SPEAKER_01: Weil ein gewisser Körperfettanteil einfach dafür notwendig ist, dass diese Achse aus dem Gehirn mit der Hirnanhangsdrüse und bei der Frau dann den Eierstöcken, diese hormonelle Achse erhalten bleibt und läuft.
- 33:02SPEAKER_01: Sobald das Gehirn quasi feststellt, okay, der Körperfettgehalt ist nicht groß genug, dann spricht das evolutionsmäßig dafür, dass quasi die Bedingungen nicht gut sind und als erstes dann diese reproduktive Achse, also zur Fortpflanzung quasi eingestellt wird.
- 33:21SPEAKER_01: Aber diese Sexualhormone dienen ja eben nicht nur zur Fortpflanzung, sondern die haben ja noch viele wichtige andere Funktionen, wie zum Beispiel auch den Knochenstoffwechsel, der als auch den Muskelaufbau, was ja für Sportler und Sportlerinnen auch extrem wichtig ist.
- 33:38SPEAKER_01: Und deswegen sollte der eben erhalten bleiben.
- 33:43SPEAKER_00: Ja, super.
- 33:44SPEAKER_00: Also super wichtiger und spannender Punkt finde ich auch.
- 33:46SPEAKER_00: Und das ist auch was, das ich ganz oft feststelle und was, glaube ich, auch so ein bisschen ein Thema ist in Medien, muss man sagen.
- 33:53SPEAKER_00: Also finde ich zumindest, dass es bei Athletinnen und Athleten halt schon ein sehr verrücktes Bild gibt vom Körperfettanteil und auch vom Thema, je weniger, desto besser.
- 34:09SPEAKER_00: Ich weiß nicht, ob du es auch so wahrnimmst.
- 34:13SPEAKER_01: Ja, ich nehme das auch so wahr und tatsächlich habe ich mich ja auch mal im Triathlon ein bisschen rumgetrieben und auch da war jetzt meine Wahrnehmung aus Sportlerinnen Sicht, dass es schon häufig so war, okay, je weniger du wiegst, umso weniger musst du mit dir rumschleppen.
- 34:35SPEAKER_01: Und da denkt man natürlich mal so als erstes als Laie, ja, es macht absolut Sinn, stimmt ja auch alles.
- 34:44SPEAKER_01: Und es ist natürlich auch irgendwie so das, was uns die Medien und auch die Social Media Welt zum Teil immer noch zeigen.
- 34:52SPEAKER_01: Das sind viele Sportler und viele Fitnessprofis, die einfach einen extrem, extrem niedrigen Körperfettanteil haben.
- 35:06SPEAKER_01: Und ich denke, der Großteil von denen auch eigentlich einen Körperfettanteil, der zu wenig ist für den Zyklus.
- 35:20SPEAKER_00: Ja.
- 35:21SPEAKER_00: Ja, also ich kann das nur aus eigener Erfahrung sagen, dass ich bei mir selber eben einen Körperfettanteil hatte, der so bei 5, 6 Prozent war, sehr lange Zeit und dass das gar nicht förderlich war für genau diese Prozesse, die wir halt einfach jetzt beschrieben haben.
- 35:39SPEAKER_00: Und auch, dass ich dadurch nicht leistungsfähiger geworden bin.
- 35:42SPEAKER_00: Und dass auch dadurch, ich sag mal so, in meinem ganzen Leistungssportumfeld immer so war, je weniger, desto besser.
- 35:49SPEAKER_00: Und da ich eher jemand bin, der ein bisschen breiter gebaut ist als Triathlet, eher jemand bin, der ein bisschen größer ist, der mehr Muskelmasse hat, war ich halt immer an diesem Schwellenbereich, wo alle sagten, okay, du bist eigentlich zu schwer.
- 36:01SPEAKER_00: Also es war eigentlich immer so genau der O-Ton, den ich halt irgendwie so bekommen habe.
- 36:07SPEAKER_00: Und deswegen hatte ich zum Beispiel auch so mit 18, 19, 20 ziemliche Probleme, was das ganze Thema angeht.
- 36:16SPEAKER_01: Ja, das kann ich mir vorstellen.
- 36:18SPEAKER_01: Und ich finde es, also eigentlich würde ich es sehr wichtig finden, dass man, wie du das auch sehr schön beschrieben hast, an der Stelle vielleicht auch immer selber ein bisschen mehr darauf achtet, wie ist denn eigentlich meine eigene Genetik?
- 36:31SPEAKER_01: Ich bin ja vom Typ her auch eher jemand, der für eine Frau nicht so megazählig ist, sondern mehr Muskeln hat.
- 36:37SPEAKER_01: Und das merke ich auch im Training, das kann ich super gut trainieren, aber eigentlich bin ich nicht so der Typ, der super Dürr ist.
- 36:44SPEAKER_01: Und wenn ich das jetzt herbeiführen würde, dann würde wahrscheinlich genau das passieren.
- 36:49SPEAKER_01: Weil es auch gar nicht so zu meiner Genetik passt, wohingegen es natürlich auch andere Frauen gibt, denen das total entgegenkommt.
- 36:58SPEAKER_01: Und die haben da auch, glaube ich, einfach eine andere Toleranz und bessere Kapazität.
- 37:03SPEAKER_01: Aber wenn man eben nicht dazu gehört, dann sollte man sich nicht mit denjenigen vergleichen.
- 37:10SPEAKER_00: Ja, das ist, finde ich, total der wichtige Punkt.
- 37:13SPEAKER_00: Und ich glaube, also ich sage auch immer, man sollte zu seinen Stärken auch mehr trainieren und mehr auch vor allen Dingen so im Wettkampf auch zu seinen Stärken auch Wettkämpfe bestreiten, sagt man eigentlich auch immer so.
- 37:27SPEAKER_00: Und da ist es auch wirklich immer sehr wichtig, wie ist so deine Physiologie, wie ist so deine Genetik, in welchem Bereich kannst du das auch vielleicht mehr ausspielen?
- 37:35SPEAKER_00: Auch bei mir war es auch immer so, dass ich halt athletischer war, dass ich dadurch halt vielleicht einen besseren Endpunch hatte zum Beispiel als andere.
- 37:42SPEAKER_00: Dadurch konnte ich aber nicht so gut über einen langen Zeitraum zum Beispiel unglaublich ausdauernmäßig unterwegs sein.
- 37:50SPEAKER_00: Und ich glaube, dass es halt spannend ist, da einfach so ein bisschen drauf zu achten.
- 37:54SPEAKER_00: Okay, ich sag mal, was kann man denn so tun?
- 37:56SPEAKER_00: Also was kann man denn tun, wenn jetzt irgendwie schon man merkt, okay, der Zyklus verlängert sich oder vielleicht fällt meine Regelblutung aus?
- 38:05SPEAKER_00: Was sind denn so Möglichkeiten, die ich irgendwie erstmal so unternehmen kann als Athletin?
- 38:11SPEAKER_01: Also wie ich es vorhin schon angesprochen habe, finde ich es total wichtig, dass man an der Stelle vielleicht doch meine professionelle Ernährungsberatung macht oder sich einen Coach mit dazu holt, der sich mit genau dieser Problematik auch ganz gut auskennt.
- 38:29SPEAKER_01: Nächster Schritt wäre sonst eben auch sich bei einem Spezialistin oder einem Spezialisten vorzustellen für Hormone, in dem Fall ist das ein Endokrinologe oder auch eine gynäkologische Endokrinologin, gynäkologische Endokrinologe.
- 38:48SPEAKER_01: Und vielleicht auch schon mal zu schauen, so ein Protokoll zu führen, wie lang sind die Zyklen eigentlich, bleibt das schon was aus, ja oder nein?
- 38:56SPEAKER_01: Habe ich irgendwelche anderen Symptome, vielleicht mal ein Tagebuch zu machen, habe ich irgendwie in letzter Zeit bemerkt, dass meine Leistungsfähigkeit sich anders anfühlt, dass sich die Kraft anders fühlt und auch, was sagt denn eigentlich so die Waage dazu, habe ich vielleicht doch in letzter Zeit nochmal ordentlich an Gewicht verloren.
- 39:24SPEAKER_00: Okay, also letztendlich sich professionellen Rat zu holen, bei jemandem, der sich vielleicht damit auskennt, bei einem Gynäkologen, beim Endokrinologen, vielleicht aber auch einen Coach mit zu Rate zu ziehen, der sich halt so ein bisschen um das Thema Training, Ernährung einfach auch kümmert.
- 39:42SPEAKER_00: Ja, super.
- 39:43SPEAKER_00: Und dann einfach auch so ein bisschen darauf zu achten, okay, was ist denn so in der letzten Zeit passiert?
- 39:49SPEAKER_00: Habe ich irgendwie Gewicht verloren?
- 39:50SPEAKER_00: Hat sich meine Ernährung verändert?
- 39:52SPEAKER_00: Habe ich vielleicht auch irgendwas anders gemacht im Training wie vorher?
- 39:56SPEAKER_01: Genau.
- 39:57SPEAKER_01: Ja.
- 40:00SPEAKER_00: Ja, finde ich eigentlich, also ja, genau.
- 40:03SPEAKER_00: Das ist eigentlich auch so, finde ich auch, wie ich es eigentlich dann auch meistens, wenn ich irgendwas feststelle, meistens auch probiere irgendwie noch mitzugeben.
- 40:14SPEAKER_00: Und ich finde immer so, das Thema Energie ist meistens super, super spannend, auch immer irgendwie noch so ein bisschen zu gucken.
- 40:22SPEAKER_00: Ja.
- 40:23SPEAKER_01: Ja, mir ist gerade noch ein Punkt eingefallen tatsächlich, den mir vielleicht, der vielleicht gar nicht so uninteressant ist.
- 40:29SPEAKER_01: Und wir haben ja vorhin so ein bisschen auch über die Pille und Hormone geredet, wenn man sich jetzt dafür entschieden hat, dass man die Pille oder andere hormonelle Verhütungsmittel nimmt und auf Basis dessen einen regelmäßigen Zyklus hat, dann ist das ja erstmal gut und dann hat man ja auch durch diese Hormonpräparate bedingt eine Versorgung mit Hormonen.
- 40:52SPEAKER_01: Aber wenn man die dann irgendwann absetzt, braucht man sich nicht wundern, wenn dann das System vielleicht nicht direkt anspringt, weil nämlich im Hintergrund diese natürliche Versorgung eigentlich, wie wir es gerade besprochen haben, gar nicht mehr gegeben war und man das aber nicht festgestellt hat, weil man die ganze Zeit die Pille oder Hormone genommen hat.
- 41:16SPEAKER_01: Wenn man dann diese Erfahrung macht nach dem Absetzen, dann würde ich gerade mit so einer Vorgeschichte im Sportbereich auch nicht allzu lange warten, sich da professionelle Hilfe zu suchen.
- 41:32SPEAKER_00: Okay.
- 41:33SPEAKER_00: Also so ein bisschen der Fall, ich weiß nicht, man hat irgendwie angefangen, die Pille zu nehmen mit 15, 16, ist jetzt irgendwie Mitte 20, nimmt die irgendwie seit 10 Jahren, ist Athletin und wenn man sie dann absetzt, dann kann es halt erstmal problematisch werden.
- 41:49SPEAKER_01: Genau.
- 41:50SPEAKER_01: Bei der Klassiker ist jetzt, das sehe ich halt auch eben bei vielen Nicht-Sportlerinnen, die haben dann, wie du schon sagst, solange die Pille genommen, setzen sie dann ab, dann kommt keine Blutung, dann wird es erstmal noch auf die Pille geschoben, aber ehrlicherweise muss man sagen, spätestens drei Monate nach Absetzen der Pille hat das nichts mehr mit der Pille zu tun, sondern dann gibt es irgendein anderes Problem, was über Jahre durch diese Einnahme der Pille oder anderer hormoneller Verhütungsmittel nicht aufgefallen ist.
- 42:22SPEAKER_00: Okay, ja, super spannender Punkt.
- 42:25SPEAKER_00: Und ich sag mal, gibt es auch irgendwie sowas wie Supplements oder irgendwie was, was ich noch zusätzlich nehmen kann oder worauf ich noch mehr achten kann?
- 42:35SPEAKER_01: Also es gibt jetzt keine Supplements, die speziell dafür sind, aber grundsätzlich ist eine ausreichende Nährstoffversorgung an der Stelle auch sehr wichtig.
- 42:48SPEAKER_01: Also es kommt nicht nur auf die Menge an, die man isst, sondern halt auch, das muss ich dir ja nicht sagen, darauf an, was man isst.
- 42:56SPEAKER_01: Und dazu gehört eben auch eine ausreichende Versorgung mit allen Vitaminen und Mineralstoffen.
- 43:06SPEAKER_00: Ja, okay.
- 43:08SPEAKER_00: Aber gibt es da irgendwas, was du Athletin irgendwie so empfiehlst, worauf sie besonders achten sollen oder sowas?
- 43:18SPEAKER_01: Also was meines Erachtens immer sehr wichtig ist, ich glaube, ich habe da tatsächlich auch von dir schon mal was zu gesehen, ist ja Vitamin D.
- 43:27SPEAKER_01: Weil Vitamin D zum einen gut ist natürlich fürs Immunsystem, aber zum anderen auch sehr wichtig ist für den Knochenstoffwechsel.
- 43:34SPEAKER_01: Und gerade der läuft ja immer so ein bisschen Gefahr, da beeinträchtigt zu sein.
- 43:41SPEAKER_01: Also das ist auf jeden Fall.
- 43:43SPEAKER_01: Plus, das Immunsystem wird durch, das viele Sport treiben, auch immer ordentlich beansprucht.
- 43:48SPEAKER_01: Also Vitamin D ist an der Stelle wahrscheinlich so mein Lieblingsvitamin.
- 43:54SPEAKER_00: Ja, ja, super, also total.
- 43:57SPEAKER_00: Vielleicht, das finde ich auch wichtig, das nochmal so zu sagen, weil vielleicht gibt es jetzt auch so manche Sportlerinnen, die sagen, okay, ich habe Zyklusbeschwerden, vielleicht habe ich auch gar keinen Zyklus mehr, aber ist ja nicht so schlimm.
- 44:07SPEAKER_00: Was ist denn so, was sind denn so die Folgen überhaupt?
- 44:10SPEAKER_00: Was kann denn passieren, wenn du halt keinen Zyklus mehr hast?
- 44:13SPEAKER_00: Warum ist es überhaupt so blöd und gefährlich?
- 44:17SPEAKER_01: Ja, gute Frage von dir.
- 44:18SPEAKER_01: Schön, dass du das nochmal so auf den Punkt bringst.
- 44:21SPEAKER_01: Also es ist eben so, dass diese Sexualhormone, die sonst zyklisch produziert werden und ausgeschüttet werden, die sind eben nicht nur für die Reproduktion da, sondern die haben auch an anderer Stelle wichtige Funktionen.
- 44:37SPEAKER_01: Und dazu gehört der Muskelstoffwechsel als auch der Knochenstoffwechsel.
- 44:42SPEAKER_01: Und für den Knochenaubbau und die Köchnerstoffe.
- 44:44SPEAKER_01: Knochenstabilität, also mit anderen Worten, dafür, dass es nicht zur Osteoporose kommt, also zum Knochenschwund und zur Veränderung in der Knochenstruktur, sprich, dass die poröser werden und schneller brechen.
- 45:01SPEAKER_01: Dafür brauchen wir die Hormone.
- 45:04SPEAKER_01: Und das sehen wir auch daran, dass Frauen, die in den Wechseljahren sind, die keine Hormone mehr haben, die kriegen ja eigentlich binnen von 10 bis 15 Jahren alle eine eingeschränkte Knochendichte.
- 45:18SPEAKER_01: Und genau das gleiche passiert auch mit jungen Frauen, die keinen Zyklus mehr haben.
- 45:23SPEAKER_01: Also nur weil man irgendwie 40 Jahre jünger ist, hat das überhaupt nichts damit zu tun.
- 45:28SPEAKER_01: Es hängt nur an den Hormonen und nicht am Alter.
- 45:32SPEAKER_01: Und deswegen sind diese Hormone eben total mega, mega wichtig.
- 45:37SPEAKER_01: Ansonsten baut man keine Muskulatur mehr auf.
- 45:42SPEAKER_01: Man nimmt auch eher Fettgewebe im Bereich des Bauches zu.
- 45:48SPEAKER_01: Das kardiovaskuläre Risiko, also für Herzinfarkt Schlaganfall, erhöht sich.
- 45:56SPEAKER_01: Klar, die Leistungsfähigkeit nimmt ab, die Knochdichte, was ich gerade schon explizit angesprochen habe, nimmt ab.
- 46:03SPEAKER_01: Ich glaube, das sind Gründe genug, warum man schauen sollte, dass man den Zyklus erhalten kann.
- 46:11SPEAKER_01: Und wenn das tatsächlich nicht der Fall ist, dass man sich professionelle Hilfe sucht, um diese Hormone zu substituieren.
- 46:20SPEAKER_00: Ja, super wichtiger Punkt, auf jeden Fall.
- 46:23SPEAKER_00: Und das erlebe ich auch, muss ich sagen, total häufig, dass sich auch viele Athletinnen bei uns vorstellen, eben mit Stressfrakturen, wo man dann eben auch Nachfragen auch erst dann herausfindet, okay, der Zyklus ist eigentlich seit zwei, drei Jahren gar nicht mehr aktiv und nicht mehr da.
- 46:40SPEAKER_00: Und ja, also das sind definitiv Punkte, die du dann nach Nachfragen sehr, sehr feststellst.
- 46:47SPEAKER_00: Und das, was du jetzt gerade angesprochen hast, ist auch was, was du auch bei männlichen Athleten feststellst, dass wenn die auch Probleme haben, so mit ihrem Testosterrundstoffwechsel, dass sie zum Beispiel dieses Skinny-Fat-Phänomen so ein bisschen entwickeln.
- 47:00SPEAKER_00: Das heißt, dass die vor allen Dingen dann so eine stärkere Fetteinlagerung haben, so im Bereich des viszeralen Bauchfets.
- 47:06SPEAKER_00: Und das ist eben auch gesundheitlich super bedenklich bei super vielen Athleten, weil eben damit, was du gerade gesagt hast, so das kardiovaskuläre Risiko halt dramatisch erhöht wird.
- 47:17SPEAKER_00: Und da zum Beispiel es auch relativ gute Studien gibt von Athleten, die ein höheres Herzinfarktrisiko hatten, als im Vergleich zu Leuten, die relativ unsportlich waren, eben genau deswegen.
- 47:28SPEAKER_00: Also das ist schon auch interessant, definitiv.
- 47:32SPEAKER_01: Ja.
- 47:36SPEAKER_00: Ja, spannend.
- 47:37SPEAKER_00: Sehr, sehr spannend.
- 47:38SPEAKER_00: Hast du noch irgendwas?
- 47:42SPEAKER_01: Ja, ich finde es cool, dass das Interesse daran steigt und dass die Awareness dafür immer größer wird.
- 47:51SPEAKER_01: Und ich freue mich und hoffe, dass ich hoffentlich in Zukunft noch mehr Frauen zu dem Thema beraten kann.
- 48:02SPEAKER_01: Weil ich ja doch auf den Sportmedizin-Fortbildungen immer sehr belächelt worden bin als Gynäkologin bzw.
- 48:09SPEAKER_01: Endokrinologin und sich alle gefragt haben, was ich denn da eigentlich möchte, weil in der Regel kommen ja da Orthopäden und Unterchirurgen hin.
- 48:19SPEAKER_01: Aber ich glaube, dass das ein super wichtiges Thema ist, was eher in den letzten Jahren sehr stiefmischerlich behandelt worden ist.
- 48:30SPEAKER_01: Dabei ist es doch mega, mega wichtig.
- 48:32SPEAKER_01: Nicht nur für Frauen, sondern wie du jetzt ja auch immer wieder gesagt hast, für Männer.
- 48:40SPEAKER_00: Ja, also ich finde es super spannend.
- 48:42SPEAKER_00: Und auch so, ich finde, die Sportmedizin wird auch ein bisschen innere, lastiger oder sagen wir mal, lastiger, auch so was Hormone und sowas eben angeht.
- 48:50SPEAKER_00: Das finde ich auch eben auch sehr, sehr spannend, super spannend.
- 48:53SPEAKER_00: Aber wo findet man dich denn?
- 48:55SPEAKER_00: Wo findet man dich vielleicht online, wo können Menschen vielleicht auch, weiß ich nicht, Termine bei dir vereinbaren?
- 49:02SPEAKER_00: Oder wie kann man denn mehr über dich herausfinden?
- 49:06SPEAKER_01: Also tätig bin ich aktuell in einer gynäkologischen Praxis in Lippstadt.
- 49:11SPEAKER_01: Das sagt einem wahrscheinlich keinem irgendwas.
- 49:14SPEAKER_01: Das ist also in Mittelwestdeutschland und dann arbeite ich auch noch an der Uniklinik in Bonn in der Hormon- und Kinderwunschsprechstunde.
- 49:23SPEAKER_01: Wenn die Anfahrt da jetzt zu weit ist und man einfach nur eine Beratung machen möchte, dann freue ich mich sehr, an dieser Stelle schon mal sagen zu können, dass ich ab in etwa einem Monat eine Online-Beratung über meine Homepage anbieten kann.
- 49:41SPEAKER_01: Genau.
- 49:42SPEAKER_00: Sehr spannend.
- 49:42SPEAKER_00: Cool.
- 49:43SPEAKER_00: Und wie, also wir verlinken auf jeden Fall die Homepage, aber wie findet man dich da?
- 49:48SPEAKER_01: Ja, das kann natürlich einfach meinen Namen googeln, dann findet man mich hoffentlich direkt.
- 49:53SPEAKER_01: Ansonsten ist die Adresse meiner Homepage dr-Ela.de.
- 49:58SPEAKER_01: Und wer bei Social Media unterwegs ist, der findet meinen Instagram-Account unter dr.
- 50:04SPEAKER_01: ausgeschrieben unterstrich-ela.
- 50:08SPEAKER_00: Perfekt.
- 50:09SPEAKER_00: Super.
- 50:10SPEAKER_00: Dann Elena, tausend Dank.
- 50:12SPEAKER_00: War sehr, sehr spannend.
- 50:14SPEAKER_00: Und ja, wenn Hörer, Hörerinnen Fragen haben, vielleicht kann ich dir irgendwie eins herüberschicken und wir können ja vielleicht nochmal irgendwie eine QA oder sowas in der Art machen.
- 50:24SPEAKER_00: Wenn du Lust hast.
- 50:25SPEAKER_01: Sehr, sehr gerne.
- 50:26SPEAKER_01: Ich bin dabei.
- 50:28SPEAKER_00: Super.
- 50:29SPEAKER_00: Perfekt.
- 50:30SPEAKER_00: Danke dir.