Latest / Gin And Talk / Wolf Biermann über Panik, Musik und verlorene Feinde
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- 0:00Speaker 0: Auf jeden Fall kann ich in etwas moderaterer Tonart sagen, Ich hatte in der Regel die richtigen Freunde In dem Streit der Welt.
- 0:11Speaker 0: Indem wir alle drin sind Aber auch meistens die richten Feinde.
- 0:17Speaker 0: Zwischen diesen beiden Elementen Notwendigkeit und Zufall Das Notwendige setzt sich immer.
- 0:24Speaker 0: Ja man müsste sogar sagen Hier notwendiger rarara Etwas ist.
- 0:29Speaker 0: Und so zufälliger rarara ist es, wie er sich durchsetzt.
- 1:01Speaker 0: verblödet und hysterisch zu werden.
- 1:27Speaker 2: Im selben Jahr überlebte er als kleiner Junge den Feuersturm von Hamburg.
- 1:31Speaker 2: Mit sechzehn ging er aus Überzeugung in die DDR, arbeitete am Berliner Ensemble und wurde mit seinen Liedern zu einer der unbequemsten Stimmen des Landes.
- 1:41Speaker 2: Nach Jahren des Auftrittsverbots bürgerte ihn die DDR-Ninzehundertsechsundsebzig aus ein Einschnitt der deutsche Geschichte geschrieben hat.
- 1:51Speaker 2: Sein Leben hatte in seinen Memoen Warte nicht auf bessere Zeiten aufgeschrieben Und jetzt kommt mit Biermann ein Dokumentarfilm über ihn in die Kinos.
- 2:00Speaker 2: Ich wollte von ihm wissen, wie ihn seine Mutter und die Lieder seiner Kindheit geprägt haben, warum es so schwer sein kann, seine treuen Feinde zu verlieren – und weshalb er Panik für einen Luxus hält, den sich eine Gesellschaft erst leisten können
- 2:14Speaker 0: muss!
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- 2:30Speaker 2: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören, schön dass ihr alle wieder mit dabei seid!
- 2:38Speaker 0: Und
- 2:55Speaker 1: tauche ein in die verrucht düstere
- 2:58Speaker 0: Atmosphäre unserer Studio-Bar.
- 3:09Speaker 1: Lieber Wolf Biermann, ich freue mich sehr dass wir uns heute hier in München treffen können!
- 3:12Speaker 1: Die Sonne scheint es ist wunderbar und der Raum ist auch ganz nett.
- 3:17Speaker 1: Ich habe in dem Raum als ich fünfzehn war... ...die allerersten Interviews aufgenommen mit Filmschauspielern aus aller Welt.
- 3:25Speaker 1: Ach was?
- 3:25Speaker 1: Deshalb hab' ich gerade so ein bisschen...
- 3:27Speaker 0: Ihre alte Arbeitsstätte.
- 3:29Speaker 0: Ja genau,
- 3:29Speaker 1: das ist eine lange Zeit her.
- 3:30Speaker 1: Für mich war's doch
- 3:30Speaker 0: ganz neu.
- 3:32Speaker 0: Ich war noch nie hier.
- 3:34Speaker 0: Allerdings war ich auch schon mal
- 3:36Speaker 1: in München.
- 3:38Speaker 1: Das hätte mich gewundert, wenn nicht?
- 3:40Speaker 0: Ja und das schädt mir natürlich ein, weil das... ...AAH!
- 3:48Speaker 0: War im Frühjahr.
- 3:50Speaker 1: Wie kam es dazu?
- 3:52Speaker 1: Meine
- 3:53Speaker 0: Mutter hatte gerade mit mir bei der Gestarko in Bremen erfahren dass mein Vater leider an Herzschwäche gestorben ist.
- 4:01Speaker 0: Das war die poetische Metapher für umgebracht in Auschwitz.
- 4:09Speaker 1: Aber sie hat eine der wenigen Sterbeurkunden bekommen?
- 4:12Speaker 0: Ja, aber sie war so erschüttert natürlich dass ihre illegalen Genossen der kommunistischen Partei in der Nazi-Zeit irgendwelche Verbindungen zu ihren Leuten in München hatten und Ich weiß nicht, wie.
- 4:33Speaker 0: Es geschafft das meine Mutter zwei Wochen auf einer Alm bei einer Almsännerin wo Handkäse gebacken wurde aus dem Milch die sie dort gemolken hat aus den Kühen und wo ungefähr zehn Leute zur Erholung zwei Wochen leben durften Darunter vier Soldaten der Wehrmacht
- 4:59Speaker 1: Wahnsinn
- 5:01Speaker 0: Emma Biermann mit ihrem kleinen Wolf, der sechs Jahre alt war.
- 5:06Speaker 0: Und da kam er durch München und ging durch eine Straße wo die Gestapo ihr Hauptquartier hatte.
- 5:13Speaker 0: Das erinnere ich so kindlich in meinen sechs Jahren Gehirn.
- 5:20Speaker 0: Und was da passierte ist romanhaft.
- 5:23Speaker 0: wenn ich damit anfangen ist ihr Film zu Ende aber das war das erste Mal Nach Münchenkram.
- 5:34Speaker 1: Ich habe in einem Text gestern gelesen, der hat sie bezeichnet als den bekanntesten kontroversisten meistgeliebten und meistgehassten Nachkriegskünstler Deutschlands.
- 5:50Speaker 1: Ist das für Sie ein Kompliment oder macht sie das eher nachdenklich?
- 5:54Speaker 0: Ach, das sind alles journalistische Superlative.
- 5:59Speaker 0: Wenn Leute wenig Verstand haben, wollen sie wenigstens starke Worte gebrauchen als Kompensation.
- 6:06Speaker 0: Diese Gefahr kennen wir alle ich auch unter uns.
- 6:10Speaker 0: das darf aber keiner merken.
- 6:13Speaker 0: Das heißt wenn die Gedanken etwas schwach sind werden die Worte immer stärker der meiste.
- 6:19Speaker 0: Aber das sind alles Phasen auf die man nicht reinfallen darf.
- 6:26Speaker 0: Auf jeden Fall kann Ich in etwas moderaterer Tonart sagen, ich hatte in der Regel die richtigen Freunde.
- 6:36Speaker 0: In dem Streit der Welt, indem wir alle drin sind aber auch meistens die richten Feinde und ich hare erst im Westen als ich ausgebürrat war was Neues gelernt weil mir ja meine Freunde aus der DDR fehlten Jungen Fuchs Robert Havermann solche Leute.
- 6:57Speaker 0: das es auch kräglich sein kann Wenn man seine tollen Feinde verliert, dann ist man auch wie ein politisches Weisenkind.
- 7:07Speaker 0: Man weiß gar nicht wo man hinstarten soll.
- 7:10Speaker 0: Man weiss gar nicht mit wem man über was streiten soll!
- 7:15Speaker 0: Man kennt die Welt gar nicht in der man jetzt lebt... ...man is in einem neuen Koordinatensystem.
- 7:21Speaker 0: Wie in der Mathematik wenn ein Teil in einem XYZ erinnern sich Koordinatsystemes?
- 7:28Speaker 0: Dann sehen Sie das doch hier den Punkt.
- 7:30Speaker 0: Den können Sie noch kennzeichnen mit der XY-Achse, so und du wärst kompliziert!
- 7:35Speaker 0: Hier ist dieses Teilchen, das bin ich... ...und ich bewege mich gar nicht sondern das Koordinatensystem bewegt sich.
- 7:45Speaker 0: Das heißt, ich habe plötzlich eine ganz andere Stellung.
- 7:48Speaker 1: Es einmal funktioniert das Navigationssystem
- 7:51Speaker 0: gegenüber der Menschheit.
- 7:54Speaker 0: Und das hab' ich... Im Osten sehr glücklich zustande gebracht.
- 8:03Speaker 0: Unter uns im Westen am Anfang überhaupt nicht.
- 8:07Speaker 0: Ich war durch den Wind, wie man sagt.
- 8:11Speaker 0: Georges Passant in Paris der französische Chanson hat dafür eine schönere Formulierung.
- 8:18Speaker 0: Kontyperla Tramontania.
- 8:21Speaker 0: Kennen Sie das Wort?
- 8:22Speaker 0: Nein natürlich nicht!
- 8:28Speaker 0: Afrika unterschieben möchte, was nicht immer so geringt.
- 8:32Speaker 0: Das ist dieser harte, starke, harte Nordwind.
- 8:38Speaker 0: und die Franzosen sagen, kommt tu per la Tramontanie wenn du die Tramontonie... Wenn du nicht mehr weißt, was Norden um was Süden, was Osten und Westen, was richtig und was falsch, was gut und was böse isst.
- 8:49Speaker 0: Du stell sie?
- 8:51Speaker 0: Wenn du durch den Wind bist.
- 8:53Speaker 0: das passiert er mir als ich in den Westen kam Und es war auch wie jede Tragödie sehr komisch.
- 9:04Speaker 0: Und ausgelacht hat mich dafür eine Frau, die in dem Film lateinlich gar nicht vorkommen kann Die Frau von Hans Eisler, die Lou Eisler... ...die berühmte, die mit ihm in Amerika im Exil war und die dann ihn entsorgt hat nach einzelner DDR und sich lieber in Wien mit einem anderen Man eingelassen hat.
- 9:30Speaker 0: Die lachte mich aus und sagte, «Bam!
- 9:32Speaker 0: läufst du denn rum wie das Leiden Jesu zu Pferde?
- 9:36Speaker 0: Du sollst glücklich und froh sein, dass es dir endlich besser geht.
- 9:40Speaker 0: In der Freiheit zum ersten Mal darfst du singen öffentlich und kriegst so nach Geld dafür und keine Schwege.».
- 9:46Speaker 0: «Werstehst du?
- 9:47Speaker 0: Da kannst du doch nicht so rumjammern, Idiot.».
- 9:51Speaker 0: »Und natürlich hatte sie recht.
- 9:54Speaker 0: Aber das sagt sich leicht... wenn es nicht gerade das eigene Leben ist.
- 10:00Speaker 0: Und ich brauchte drei, vier Jahre bis sich den Westen so weit gelernt hatte dass ich eben nicht die Tramontanie, die Orientierung verliere in der Welt im Stoffwechsel mit der Menschheit Mit einzelnen Menschen-Exemplaren, das kann man hinkriegen und das ist wie Sie schon selber wissen auch manchmal kompliziert genug.
- 10:30Speaker 0: Aber es gibt diesen Liebeskummer auch mit der Menschheit als Ganzes oder mit einem Teil der Menschheiten, mit einem Voll- oder einer Sprache oder einer Kultur in die man hineingräht Und ich brauchte drei vier Jahre bis ich im Grunde endlich wieder zu mir selber kam.
- 10:52Speaker 1: Ist das so ein bisschen wie, wenn beim Seil ziehen die andere Seite auf einmal loslässt und der Widerstand weg ist?
- 10:59Speaker 0: Hält man auch den Arsch doch klar.
- 11:01Speaker 0: Alter Trick!
- 11:03Speaker 1: Was hat da geholfen?
- 11:05Speaker 1: Um da die Navigation wieder zu finden um dieses Taumeln zu beenden?
- 11:09Speaker 0: Ich weiß es nicht... Die Eiselkeit wahrscheinlich... ...hat mir sehr geholf'n.
- 11:16Speaker 0: Man möchte auf der Bühne NICHT abstinken.
- 11:21Speaker 0: Man möchtet sich nicht bleibieren und man möchte auch seine Freunde nicht blamieren.
- 11:27Speaker 0: Und man möchte also seine Feinde nicht erfreuen, indem man... Das heißt die Eitelkeit kann auch ein sehr guter Stache sein sich Mühe zu geben es besser zu machen.
- 11:45Speaker 0: Die Eitelkeien aber das wissen sie auch selber Kann auch wie eine Schlaftablette wirken dass man sich immer nur selber bewundert und sich selber anbetet, und chronisch entzückt ist von sich.
- 11:58Speaker 0: Dann kann man dich gleich ins Grab
- 11:59Speaker 0: legen.".
- 12:00Speaker 1: Das stimmt ja... Wenn wir mal ein paar Jahrzehnte weiter zurück in die Vergangenheit gehen, ihre Mutter hat jetzt nicht lange versucht sie vor der Härte der Realität zu bewahren was wahrscheinlich in der Zeit auch kaum möglich war, Ja, früh... ich würde mal sagen politisiert und an die Politik herangeführt.
- 12:24Speaker 1: Wann war denn für Sie?
- 12:25Speaker 1: Können sie sich noch erinnern, ob es irgendeinen Moment gab wo Sie wirklich bewusst realisiert haben was da auf dieser Welt passiert und wie die Welt sich irgendwie auch aufteilt in verschiedene politische Systeme?
- 12:38Speaker 0: Naja dass das Leben keine Mähchenidele ist habe ich von Anfangen lernen müssen.
- 12:48Speaker 0: Ich wurde ja zufällig in der Blütezeit geboren, des Hitlerverschismus.
- 12:56Speaker 0: Das heißt vor dem Krieg als alle begeistert waren von diesem neuen Regime.
- 13:06Speaker 0: Deutschland verwandelte sich in ein Land der Heil-Hitler Deutschen und ich durch Zufall der Geburt habe Eltern die Kommunisten und Juden sind Und mein Vater wurde ja drei Monate nach meiner Geburt wieder verhaftet.
- 13:27Speaker 0: Vorher hatte er schon zwei Jahre gesessen, dann kam er ein Jahr raus damit er die Gelegenheit hatte dafür zu sorgen dass sie heute ein Interview machen können.
- 13:38Speaker 0: Ich bin von meiner Mutter und das war ihr kleiner Kampf gegen Adolf Hitler persönlich.
- 13:46Speaker 0: Dass sie erstes mich überhaupt am Leben erhielt Das war schon kompliziert genug.
- 13:54Speaker 0: Am kompliziertesten wurde es dann, in den großen Bombenangriff auf die Stadt Hamburg mit dem Kohlenamen Gomorra, wo immerhin dreißigvierzig tausend Menschen verwandt und erstickt sind doppelt so viel wie in Dresden ungefähr.
- 14:12Speaker 0: aber die Hamburger Reden waren halt so viel darüber.
- 14:19Speaker 0: Schon vorher war es kompliziert, weil die wollten mich meiner Mutter immer wegnehmen, weil ich einen Mischling ersten Grades war.
- 14:28Speaker 0: Die sollten sich noch gedulden.
- 14:31Speaker 0: Es gab auch ein Schedule für die Vernichtung der Juden.
- 14:35Speaker 0: Ich habe in Yad Vashem, in Jerusalem später mal ein Dokument gefunden, wo die Mischlänge ersten Grads, sogenannte Halbjuden, sich bis nineteen forty-seven Gedulden sollten, bis sie dran sind umgebracht zu werden.
- 14:49Speaker 0: Also mein Glück mal wieder, dass da was dazwischen kam.
- 14:53Speaker 0: Aber meine Mutter hat mir eben schon als kleiner Junge meinen Vater in die Seele geküsst jeden Tag.
- 15:03Speaker 0: Jeden Tag!
- 15:05Speaker 0: Das klingt wie ein Märchen und es war ein Märch.
- 15:08Speaker 0: Wie im Märchen bin ich jeden Morgen durch den Flur von meinem Zimmerchen im Hinterhof quer Haus zweiter Stock Schwabenstraße-Fünfzig A am Kanal in einem Arbeiterviertel, wo die armen Leute, die Poleten wohnten mit genauso viele Kanäle wie Straßen übrigens.
- 15:31Speaker 0: Und bin auf das Treppenhaus rausgegangen und da stand jeden Morgen mein Leiter Wegelchen.
- 15:41Speaker 0: So ein kleiner wie Kinder eben so haben einen Waren, den man zieht.
- 15:44Speaker 0: Da lag jeden Morgen ein Leckerli drin Und wer hat mir das geschickt, mit dem Leiter waren?
- 15:53Speaker 0: Ich habe jeden Morgen wie die Katholik in die Oblate fressen.
- 15:59Speaker 0: Die ihn der Priester in den Mund steckt.
- 16:02Speaker 0: Habe ich jeden Morgen die Oblate von meinem Vater gegessen!
- 16:08Speaker 0: Mit meinem eigenen Mund, meiner Zunge und meinen Geschmack im Mund.
- 16:14Speaker 0: Mit meinem Seelengeschmack.
- 16:17Speaker 0: Meine Mutter hat mir dazu erzählt Wie dieser Keks oder ein Stück Zucker.
- 16:26Speaker 0: Bonbon, irgendwas Leckeres!
- 16:29Speaker 0: Von Bremen aus dem Zuchthaus in Bremen durch die Lüneburger Heide dann die Elbe ohne Brücke durch das Wasser durch aber dann rüber nach Hammerbrück in die Schwabenstraße.
- 16:45Speaker 0: fifty A zweiter Schock hinter Haus wie das Zu mir kam als ein Gruß von meinem lieben, lieben Papa.
- 17:00Speaker 0: Und zwar nicht oft sondern jeden Morgen.
- 17:04Speaker 0: ein rituelles Geschenk.
- 17:07Speaker 0: und sie hat mir auch die Lieder beigebracht.
- 17:11Speaker 0: Die Folgenlieder, die Plattdeutschen Lieder, wie kann ich alle noch?
- 17:17Speaker 0: Die Arbeiterlieder die verboten waren.
- 17:21Speaker 0: aber das ist eben Das Erstaunliche.
- 17:26Speaker 0: Eine Arbeiterfrau, die im Akkord Polova gestreckt hat in der Fabrik, hat mir die Lieder von Schubert und Schumann beigebracht.
- 17:34Speaker 0: Es zogen zwei rüstgegesellen Zum ersten Mal hinaus Was rechts in der Welt zubeginnen.
- 17:44Speaker 0: Und wem sie vorüber gingen Dem lachten Sinnen und Herz.
- 17:50Speaker 0: Den ersten Und der zweite ist dann untergegangen mit dem Schiff.
- 18:00Speaker 0: Es singen und klicken die Wälder immer mehr, und sehe ich so rösske Gesellen!
- 18:07Speaker 0: Die Tränen im Auge mir schwellen – Ach Gott für uns liebreich zu dir!
- 18:14Speaker 0: Ach Gott, für uns Liebreich zur Dir!
- 18:17Speaker 0: Und das singt eine Arbeiterfrau, die nicht an Gott glaubt?
- 18:21Speaker 0: singt ihrem Kind dieses Lied vor, und pflanzt es mit den plattdeutschen Liedern.
- 18:30Speaker 0: Und die Singebewegung hieß damals Erzupfgeigenhansel.
- 18:36Speaker 0: in den zwanziger Jahren diese bündische Jugend, diese schrecklichen Wandervogel-Gesänge.
- 18:44Speaker 0: Hermann Löns, oh grün ist die Heide!
- 18:47Speaker 0: Die Heide ist Grün!
- 18:49Speaker 0: Idiotische Lieder.
- 18:52Speaker 0: Und das steht ja auch in meinen Memoanen.
- 18:55Speaker 0: Ich weiß nicht, ob sie das mal reingeguckt haben.
- 18:58Speaker 0: Diese herzerreißend kurbische Szene, wo ich ein einziges Mal in meinem Leben einmal mein Vater in echt sehen konnte.
- 19:07Speaker 0: Da war vielleicht fünf Jahre alt weil in einer Ausnahmesituation er war außerhalb des Gefängnisses als Arbeiter zum Torfstechen im Moa nördlich von Bremen in einem Barrenlader.
- 19:26Speaker 0: Und da habe ich ja diese Szene erlebt, die ich nie vergessen kann.
- 19:31Speaker 0: Ich saß auf dem Schoß meiner Mama dann der Tisch dagegen und da saß dann der Vater der Häftling mit kahlgeschworeneren Kopf- und Häftlingsklamotten und die durften nur über private Dinge reden sonst wird das Gespräch abgebrochen.
- 19:49Speaker 0: viermal im Jahr eine halbe Stunde.
- 19:52Speaker 0: Also da überlegt man sich schon, was man satt'n?
- 19:55Speaker 0: So klar.
- 19:56Speaker 0: Und dann erzählt meine Mutter, meinem Vater immer den kleinen Wolf.
- 20:03Speaker 0: Wölflein nannten sie mich immer und das ich einen Spottnamen habe.
- 20:09Speaker 0: auf dem Hinterhof in Hammerbrock Die Leute nannten mich Den Kleinen Simme Steht er... Ich weiß gar nicht ob es in meinen Memoanen drin steht!
- 20:19Speaker 0: Ich hab die nie gelesen, ich hab sie nur geschrieben.
- 20:22Speaker 0: Meine Frau Pamela hat dafür gesorgt, dass das kein Ritter-Roman wird von fünftausend Seiten sondern nur sechs, sieben Hundertseiten.
- 20:33Speaker 0: Aber... aber das dürfen Sie ja nicht verraten!
- 20:36Speaker 0: Ich hab's nie gelesen ich kann es nicht ertragen.
- 20:39Speaker 0: Ich weiß wirklich nicht ob das da drin steht.
- 20:43Speaker 1: Kann mich zumindest nicht begonnen werden?
- 20:44Speaker 1: Jetzt
- 20:44Speaker 0: habe ich schon wieder vergessen was ich Ihnen erzählen wollte eben.
- 20:48Speaker 1: waren bei der Geschichte, dass sie ihren Vater getroffen haben.
- 20:51Speaker 1: Ja!
- 20:52Speaker 1: Eigentlich die Frage war... ...dass ihre Mutter sie ja schon sehr früh politisiert hat
- 20:58Speaker 0: und sich
- 20:59Speaker 1: da bewusst daran erinnern können an den Moment wo sie das
- 21:02Speaker 0: soll.
- 21:03Speaker 0: Ich wollte erzählen, dass ich in dieser Wahnsinnszene auf dem Schoß meiner Mutter sitzen noch eine Geschichte mit Bonbon gesagt habe.
- 21:15Speaker 0: Kann nicht alles nicht erzählen?
- 21:17Speaker 0: Sie erzählt Also ihrem Mann, dass ich den Spitznamen der kleine Sänger habe und dann passiert das Unglück.
- 21:27Speaker 0: Sie sagt Acht Wölfflein sing doch deinem lieben Papa mal ein Lied vor.
- 21:35Speaker 0: Und es war schon damals so wie heute.
- 21:39Speaker 0: Man muss mich eher darum bitten nicht zu singen.
- 21:42Speaker 0: Doofskrankheit Ich legte sofort los und sangen etwas grauenhaftes.
- 21:50Speaker 0: Hörst du die Motorenbrummen ran an den Feind?
- 21:54Speaker 0: Hörest du die Motorbrumen ran an dem Feind!
- 21:58Speaker 0: Bomben, bomben, bomben auf Engeland!
- 22:03Speaker 0: Bumm, bumm!
- 22:05Speaker 0: Das war der Bombenquick gegen England.
- 22:09Speaker 0: Görig... Und in einer Gobbelschnalze habe ich das natürlich gehört.
- 22:14Speaker 0: Wissen Sie was die Gobbilschnalzen
- 22:15Speaker 0: waren?!
- 22:16Speaker 0: Kennen sie gar nicht, weil Sie so jung sind.
- 22:18Speaker 0: Zum Glück kennen sie das nicht.
- 22:20Speaker 0: So nannte man den Volksempfänger mit dem man kein BBC London hören konnte nur deutsche Sender.
- 22:27Speaker 0: und da habe ich das irgendwie gehört.
- 22:31Speaker 0: Und das war dann der Running Gag.
- 22:34Speaker 0: im Laufe der folgenden Jahre in unserer Familie.
- 22:38Speaker 0: Es gibt überall so Geschichten die immer mal wieder erzählt wird.
- 22:41Speaker 0: Das kennt ja jeder Weil.
- 22:43Speaker 0: es war immer dieselbe Nummer.
- 22:46Speaker 0: Ich sag jetzt mal, mein armer Vater.
- 22:48Speaker 0: Einmal im Leben sieht er seinen Sohn und was denkt dieses kleine Arschloch ihm vor?
- 22:54Speaker 0: Bomben auf Engeland!
- 22:56Speaker 0: Das Lied seiner Todfeinde, das Nasi-Lied.
- 22:59Speaker 0: Und meine Mutter auch immer wie normalen Running Gag dass selbe Antwort.
- 23:05Speaker 0: Idiot Der hat sich gefreut der war doch nicht dumm Er hatte es doch gewusst, dass du das in der Köppelschnurzen gehört hast.
- 23:16Speaker 0: Wenn wir sagen, das Repertoire von Liedern.
- 23:20Speaker 0: Von Schubert Schumann über Arbeiterlied, Hamburger Hafen plattdeutsche Lieder, Volkslieder, Zupfgeigenhansel, Kitsch, Löns Quark, Bestio den Nazieliedern... Das war meine Musikuniversität.
- 23:40Speaker 1: Jetzt hätten sie ja aber in ihrer Jugend irgendwann mal sagen können lasst es mit der politischen Botschaft.
- 23:49Speaker 1: Ich lass das alles sein, ich habe mein ganzes Leben bisher wahr davon geprägt von diesem Leid und dieser Wut, von diesen Dingen die mich irgendwie auch eingeschränkt haben.
- 24:01Speaker 1: aber dennoch haben sie ja dann gesagt ok nee ich mach weiter!
- 24:04Speaker 1: Das ist mir wichtig!
- 24:05Speaker 1: Ich mache nicht einfach nur Musik sondern ich möchte wirklich was damit bewegen.
- 24:12Speaker 1: Wie kam das?
- 24:13Speaker 1: Oder woher haben Sie diese Energie genommen?
- 24:15Speaker 1: War es der Wunsch wirklich, was zu verändern oder war es einfach die Wut, die überwogen hat.
- 24:22Speaker 0: Wer mehr liefert als er hat ist ein Lump, sagte Goethe mal und ich konnte nur das liefern, was ich hatte – und das ist das, was mich geprägt hat!
- 24:33Speaker 0: Meine Mutter war auch nicht größenwahnsinnig, sie wollte doch nicht dass ich ein Dichter wäre, sondern sie wollte nur bescheiden, dass sich die Menschheit rette Nur bescheiden, dass ich den Kommunismus dann aufbaue, wozu mein Vater irgendwie nicht mehr gekommen war.
- 24:49Speaker 0: Und wenn man so getrimmt ist... ...dann ist das die moralische Substanz von der man sein Leben lang zehrt!
- 24:56Speaker 0: Wie man das dann selber versteht oder missversteht oder uminterpretiert?
- 25:00Speaker 0: Oder so.
- 25:01Speaker 0: Bestehen
- 25:01Speaker 0: Sie?!
- 25:02Speaker 0: Das ist aber wirklich peinlich, aber die Wahrheit... ...das is ja der Grund warum ich... Überhaupt nur die Kraft hatte, mit dem Kommunismus zu brechen.
- 25:14Speaker 0: Das waren erst vier, fünf sexy Arme nach meiner Ausbeugung.
- 25:19Speaker 0: Weil ich so kommunistisch war!
- 25:22Speaker 0: Die Nazi-Kinder können nicht mit dem Komunismus brechen... ...die waren aber die Mehrheit in diesem Heil Hitler Volk.
- 25:28Speaker 0: Ich war ja in der Minderheit.
- 25:30Speaker 0: Bestehen Sie?
- 25:32Speaker 0: Also… war es mein Job?
- 25:35Speaker 0: Meine Aufgabe?
- 25:36Speaker 0: Meine Sache?
- 25:37Speaker 0: Wessen denn
- 25:38Speaker 0: sonst?!
- 25:39Speaker 0: diesen radikalen Bruch mit dem Kinderglauben an das marxistische Paradies auf Erden, wo der Löwe grasfrist vor oder nach dem Schaf war es meine Sache das zu liefern.
- 25:57Speaker 0: Und wenn man dann so eitel ist und damit auf die Bühne geht und Gedichte schreibt was ja nicht gerade in Akta Bescheidenheit ist, dann kriegt das eine Art selbst Motivation?
- 26:12Speaker 0: Man will sich nicht planieren auf der Bühne.
- 26:15Speaker 0: Man will nicht absticken, man will nicht ausgelacht werden von den Idioten, von den Bleiarschen die selber nicht springen gründen.
- 26:25Speaker 0: Verstehen Sie!
- 26:26Speaker 0: Man will seine Freunde nicht enttäuschen... ...man will seine Feinde nicht glücklich machen.
- 26:35Speaker 1: Aber ist es nicht wahnsinnig schön wenn man quasi in ihrem Fall von ihrer Mutter auch das Gefühl mitbekommt, dass man über sich herauswachsen kann oder sogar soll und nicht kleingehalten wird.
- 26:49Speaker 0: Ach wissen Sie?
- 26:51Speaker 0: Ich wäre nie im Leben auf die verrückte Idee gekommen ein Gedicht ohne einen die zu schreiben.
- 26:56Speaker 0: Das lag überhaupt nicht in meiner Familientradition.
- 27:03Speaker 0: Wie ich vorhin schon sagte ich sollte nur Die Welt retten Wenn ich nicht durch einen reinen Zufall nach Berlin gekommen wäre, mit dem Studium der Wirtschaftswissenschaften.
- 27:18Speaker 0: Denn das studierte ich nicht weil ich mich für Wirtschaft interessierte sondern da können Sie vielleicht mitreden nach dem Abitur und ich wusste was aus mir werden soll.
- 27:27Speaker 1: Ich hatte es direkt übersprungen.
- 27:29Speaker 0: Meine Mutter wusste sofort was ich will und sagte du studierst Wirtschaft Die Genossen in der DDR schaffen das nicht mit der Wirtschaft.
- 27:39Speaker 0: Und wenn sie das sich schaffen, geht alles kaputt.
- 27:42Speaker 0: So dachten die Kommunisten was notwendig ist.
- 27:46Speaker 0: Also wir machen um die Not wie das Wort sagt zu wenden.
- 27:51Speaker 0: Ja okay und weil ich auch wiederum so erzogen war dass ich das mache was meine Mama sagt.
- 27:59Speaker 0: Ich habe es auch gemacht und zwar ohne schiefes Maul sondern mit Interesse.
- 28:06Speaker 0: Alles gut gemacht.
- 28:08Speaker 0: Aber dann kommt der Zufall.
- 28:10Speaker 0: Berlin, Berlin, Berlin Brecht, brecht, Brecht!
- 28:14Speaker 0: Berliner Ensemble, Berliner ensemble.
- 28:17Speaker 0: Ich gerate in den Sog des Berliner ensembles auf sehr komischer Weise übrigens weil ich die erste Aufführung vom Kaukasischen Kreidetreis für fünfzig fände ich die Stehkarte im dritten Rand übrigens gesehen habe und sowas von angefressen war davon.
- 28:38Speaker 0: Ich fand das so falsch, die wussten überhaupt nicht wie man Tata spielt.
- 28:43Speaker 0: So lange Geschichte kann ich jetzt nicht erzählen.
- 28:46Speaker 0: auf jeden Fall fand ich es so beschissen dass ich aus Wut mir nochmal für zweimal fünfzig eine bessere Karte gekauft habe und das Stück noch mal angeguckt haben.
- 28:57Speaker 0: und wie sie schon dunkel ahnen nach dem vierten Mal war ich umgedreht und wurde ein Brechtianer und beschloss, nun die Menschheit zu retten indem ich Theater-Regisseur werde.
- 29:11Speaker 0: Und so habe ich mich bei der Weigel der Frau von Brecht, die die Entendantin des Berliner Aushaumels war damals nicht das berühmteste Arter in Deutschland sondern der Welt.
- 29:22Speaker 0: keine Übertreibung übrigens Die mich dann aus Gründen die mir schleihaft sind engagiert hat.
- 29:29Speaker 0: Ich durfte als Regieassistent dort arbeiten lernen Und nur dadurch bin ich überhaupt auf die verrückte Idee gekommen, ein einziges Gedicht zu schreiben.
- 29:40Speaker 0: Der Philosoph Hegel, den ich demnächst treffen werde – weil da liegt neben meinem Doppelbett, wo ich auf dem Hugenotten-Sviturs demnest noch auf meine Frau Pamela warten muss bis sie endlich stirbt.
- 29:55Speaker 0: Ja, wie ist zu jung?
- 29:56Speaker 0: Die wird zwanzig, dreißig Jahre nach mir gestärben... Aber ich kann dann mit dem Hegel sprechen.
- 30:03Speaker 0: Und der Hegel, der Pfilosoph... Also wenn ich da so ein Hegel liege, liegt er rechts von meiner Hüfte ungefähr hinter meinem linken Ohr... Ne rechten Ohr liegt er brecht.
- 30:15Speaker 0: An meine Hacke liegt Heiner Müller Stefan Hermlin, Anna Seegers Johannes erbecher die Kanalle damit sie ungefähr sehen wo ich lege.
- 30:27Speaker 0: Dann werde ich mit ihm über einen berühmten Satz von Hegel diskutieren.
- 30:32Speaker 0: Hegel sagte, das Notwendige setzt sich immer zufällig durch.
- 30:39Speaker 1: Was?
- 30:40Speaker 0: Aha!
- 30:42Speaker 0: In der Philosophie lernt man es gibt die Kategorie der Notwendigkeit und des Zufalls.
- 30:46Speaker 0: Entweder oder ist es notwendig oder ist sie zufältig.
- 30:49Speaker 0: Nein war's Hegel.
- 30:51Speaker 0: Ihr müsst das dialektisch sehen.
- 30:54Speaker 0: Es gibt eine tiefinnere Beziehung zwischen diesen beiden Elementen.
- 30:59Speaker 0: Notwendigkeiten von Zufall Das Notwendige setzt sich immer... Ja, man müsste sogar sagen hier notwendigerer etwas ist.
- 31:09Speaker 0: Und so zufälligerer ist es wie es sich durchsetzt wenn man das richtig missversteht im Bezug auf Notwendigkeiten der Gesellschaft in der man gerade lebt.
- 31:21Speaker 0: nehmen wir mal an mit Trump hier oder mit Putin dann ist das ein sehr inspirierendes Wort über das ich dann mit Hegel dort sprechen werde.
- 31:34Speaker 1: Sie sind ja freiwillig in die DDR damals, aus der kommunistischen Überzeugung auch heraus?
- 31:41Speaker 1: Wie lange hat es denn gedauert bis... ...die Ernüchterung kam...?
- 31:46Speaker 1: ...über das dortige System?
- 31:48Speaker 1: Wir reden ja nicht über den Kommunismus.
- 31:49Speaker 1: Das dauerte
- 31:50Speaker 0: ungefähr vier Tage!
- 31:52Speaker 0: Das war am fünftzehnten Mai, neunzeirteinfünfzig.
- 31:57Speaker 0: Ich kann es mir gut merken, kurz nach Stalin ist Tod.
- 32:01Speaker 0: Kurz vor dem siebzehnten Juni.
- 32:03Speaker 0: Die Tränen über den Tod des Dektators Stalin waren noch nicht getrocknet und das Blut vom siebzenten Juni war noch nicht geflossen.
- 32:13Speaker 0: Und in meinem dicken Buch ist diese Szene geschildert wo ich ein Mädchen aus der neunten Klasse, ich war damals schon in der elften Oberschule Zum Abitur hin.
- 32:28Speaker 0: Gardebusch bei Schwerin, Miglernburg am Ende der Welt Die dort kaputt gemacht wurde von den... die Säute aus der jungen Gemeinde.
- 32:37Speaker 0: Ich wusste gar nicht dass es eine junge Gemeinde Von der evangelischen Kirche in einer Jugendorganisation gibt.
- 32:43Speaker 0: Das kam ja in meiner Blase in Hamburg.
- 32:46Speaker 0: In meiner kommunisten Blase kam das nicht so vor Aber ich sah wie sie die kaputtgemacht haben Und hab sie Wie ein Ritter im Märchen Tapfer verteidigt, obwohl ich nicht an Gott glaube.
- 33:01Speaker 0: Und das war mein erster... Aber um es abzukürzen Ich wusste ganz genau Das ist nicht die Partei!
- 33:12Speaker 0: Das is'n nicht der Kommunismus!
- 33:15Speaker 0: Da sind nicht die Genossen!
- 33:17Speaker 0: Das sind diese Nazis Die sich angepasst haben so wie sie sich immer angepassten haben Die jetzt sich wie die Schweine benehmen.
- 33:28Speaker 0: Keine Menschen, sondern Schweinehunde!
- 33:31Speaker 0: Die stinken noch nach Adolf Hitler?
- 33:34Speaker 0: Aber wenn die Genossen den Polito das wissen... Im Grunde derselbe Satz wie in der Nazi-Zeit, wenn das der Führer wüsste.
- 33:46Speaker 0: und auf höherer Stufe – das was ich jetzt schildere ist ja kindlich aber auch auf höher politischer, geistiger Stufe kann man sich auch täuschen wusste ich immer, ja das ist dieser Heil Hitler Sozialismus in der DDR.
- 34:04Speaker 0: Aber wir werden es schaffen daraus einen echten Sozialismus mit menschlichem Antritts.
- 34:13Speaker 0: Das Schwachwort kennen sie aus dem Prager Frühling auch wenn Sie so jung sind daran können sich doch erinnern und Es ist schon lachen.
- 34:23Speaker 0: aber es war nun mal so.
- 34:24Speaker 0: Ich brauchte noch ein paar Jahre im besten, bis ich endlich den Mut hatte das im Herzen zu begreifen was sich im Kopf schon selber wusste.
- 34:38Speaker 0: Kennen Sie sowas auch?
- 34:40Speaker 0: Dass man sozusagen nicht auf dem eigenen Niveau ist dass man im Grunde sich dümmer verhält als man ist weil man es nicht wahrhaben
- 34:49Speaker 1: will.
- 34:51Speaker 1: Ja so eine gewisse Qualität und
- 34:53Speaker 0: ich brauchte Erst noch eine Zeit.
- 34:58Speaker 0: Denn die Nazi-Kindern meiner Generation, also über neunzig Prozent, nie zu vergessen, hatten es in diesem Punkt viel leichter!
- 35:09Speaker 0: Ich wollte meinen ermordeten Vater nicht nochmal tot schlafen.
- 35:14Speaker 0: Ist doch klar!
- 35:16Speaker 0: Aber endlich Schaftliches?
- 35:20Speaker 0: Das war ungefähr in den Neunzehnten, ich kann das festmachen an bestimmten Gedichten und Niedern... Und zufällig, ja kann das ein Zufall sein?
- 35:29Speaker 0: Oder ist das wieder die Hegelste Notwendigkeit mit der... etwas passiert?
- 35:35Speaker 0: Da traf ich die Frau.
- 35:38Speaker 0: Nachdem ich die ganzen Jahrzehnte intensiv gesucht habe bei vielen Frauen und nie gefunden habe.
- 35:46Speaker 0: Da trafe ich Pamela meine Frau.
- 35:48Speaker 0: Das war die Frau!
- 35:50Speaker 0: Mit der ich wirklich lebendig leben kann und will und werde bis heute.
- 35:57Speaker 0: Und da könnte man jetzt wieder klug scheißen über sein eigenes Leben und sagen ja, weil ich damals das hier, hier, her diese drei Punkte die in der Physik ist dass die stabile drei Punkt Aufregung.
- 36:16Speaker 0: Ja?
- 36:18Speaker 0: Deswegen musste das damals sein in unserer Tradacht sich aber egal Sie sehen, ich brauchte gerade so kurbisch lange Jahre um endlich das zu breifen was größere Dummkörper als sich viel schneller schafft.
- 36:38Speaker 0: Ja aber an den Gedichten sieht man ja es lohnt sich diese Wiedrigkeiten wenn man sich nicht selber betrügt wenn man nicht auf sich selber reinfällt sondern tapfer genug ist.
- 36:57Speaker 0: Dann rührt das Stimus.
- 37:01Speaker 0: Diese kapriziösen Damen sind zwar dumm, politisch gesehen aber menschlich sehr klug und die küssen einen dann.
- 37:11Speaker 0: Und dann gelingt ihr ein gutes Gedicht, ein schönes Lied mit dem du dich auf die Bühne stellen kannst und... ...die Leute sagen.
- 37:22Speaker 0: Reba!
- 37:23Speaker 1: War die DDR denn eigentlich irgendwann Mehr Heimat oder mehr Mission?
- 37:31Speaker 0: Das weiß ich nicht.
- 37:33Speaker 0: Ich weiß gar nicht, was Heimat ist.
- 37:36Speaker 0: Die schwachen Schriftstelle antworten dann immer mit dem starken Lügenwort.
- 37:42Speaker 0: Die deutsche Sprache isste meine Heimat und dann nicken die Vötung Trottel immer tiefsinnig.
- 37:52Speaker 0: Und am Jahr ich verstehe es – die Sprache ist die Heimat!
- 37:58Speaker 0: Auch als Brecht und Thomas Mann vertrieben wurden.
- 38:04Speaker 0: Ins Exil hatten sie die deutsche Sprache.
- 38:09Speaker 1: Ja, weil Sie ahnen ja vielleicht worauf ich hinaus will mit der Frage, weil ... Sechsundsezig mit der Ausblöberung ... Wir haben ja ganz am Anfang schon so ein bisschen darüber gesprochen dass sie dann so ein bißchen ins Taumeln kamen und sich erst mal wieder finden mussten.
- 38:23Speaker 1: Und da ist ja dann so ein bisschen die Frage, dass der Verlust der Heimat ist.
- 38:26Speaker 1: Der Verlucht der Aufgabe was da auch so ein bißchen stärker war also ob es der der auch ein Stück weit Identitätsverlust dadurch war weil die Heimat weg war oder ob es einfach dieses neue Navigieren und Neutratensystem wiederfinden?
- 38:42Speaker 0: In meinem kleinen Menschenleben war das in dieser Rinsicht interessanter und einfacher zugleich Denn ich bin ja eigentlich ein deutsch-deutscher Dister.
- 38:58Speaker 0: Ich bin einer der wenigen, die in beiden Teilen Deutschlands wirklich lebendig gelebt haben.
- 39:08Speaker 0: Also auch im Stoffwechsel und im Streit der Welt mit der Menschheit.
- 39:13Speaker 0: Bestehen Sie?
- 39:14Speaker 0: Deswegen gehöre ich in meinem geistigen Substanz mehr... Zum Osten und mehr zum West, beides mehr.
- 39:26Speaker 0: Und da man viel Bildung auf mich verwandt hat, viel Mühe auf meine Bildung verwandte, ich selber übrigens auch, ist das eine stabile Größe in diesem Koordinatensystem.
- 39:41Speaker 0: Egal ob Ost oder West!
- 39:44Speaker 0: Wer eine Pfeife ist, ist über eine PFEIFE!
- 39:47Speaker 0: Egal Ob Ost oder west... Das hat viele Dimensionen.
- 39:55Speaker 0: Am Ende ist es so banal, da wo man gerade sich bewähren muss... ...es ist immer am allerschwersten!
- 40:02Speaker 0: So primitiv ist das komplizierte Zugleich.
- 40:08Speaker 0: Und was das betrifft habe ich bis jetzt ganz gut geschafft lebendig zu leben.
- 40:22Speaker 0: Ein Glückskind, nenne?
- 40:24Speaker 0: Ohne alles ironisches Augenzwinkern.
- 40:28Speaker 0: Verdienst kann es doch nicht sein, dass man aus dem Bombenfeuer von unserer dreiviertig Leben draus kommt.
- 40:36Speaker 0: Verdienst kann es noch nicht sein das man aus der DDR-Diktatur rauskommt ohne verbittert verblötet und hysterisch zu werden.
- 40:52Speaker 1: Jetzt kommt ja mit Biermann ein Dokumentarfilm über ihr Leben in die Kinos.
- 40:58Speaker 1: Wie geht es Ihnen eigentlich mit diesem lebenden Legendenstatus, wenn Sie Ihr Leben da so in diesem Film auch vorbeiziehen sehen?
- 41:09Speaker 0: Bällebänd ich lebt wie ich kann keine Legende sein.
- 41:13Speaker 0: Außerdem wissen sie auch selber das Wort Legende hat mindestens drei sehr verschiedene Bedeutung.
- 41:23Speaker 0: Es gibt die religiöse Legende, Die Bibel ist voll davon, sie duftet nach Weihrauch.
- 41:31Speaker 0: es gibt die historische Legende die Wicht, die duftete nicht und es gibt Lügenlegende das heißt die Geschichte die im Grunde nie stattgefunden hat.
- 41:49Speaker 0: aber ich Ich denke bis jetzt hat mich noch keine dieser drei Dimensionen erwischt.
- 42:00Speaker 1: Sie haben ja Freunde schon mehrfach gesagt, dass uns ein paar Jahre trennen.
- 42:05Speaker 0: Ich
- 42:06Speaker 1: bin jemand der sich selbst, würde ich mal behaupten sehr früh politisiert hat und sehr früh versucht hat sich mit der Gesellschaft, mit Kultur, mit Politik aber eben auch Geschichte zu beschäftigen und zu verstehen.
- 42:19Speaker 1: wo kommt das eigentlich alles her?
- 42:22Speaker 1: Wenn Sie jetzt mal mit diesen paar Jahrzehnten mehr an Erfahrung auf die Welt heute schauen.
- 42:28Speaker 1: Meine Generation wird einmal schnell sehr panisch und historisch, wenn Dinge passieren da draußen.
- 42:34Speaker 1: Ja, dann guck!
- 42:35Speaker 0: Weil es Ihnen nicht schlecht genug geht.
- 42:37Speaker 0: Deswegen können sie sich diese Panik leisten ja... Wie?
- 42:41Speaker 0: Das fällt mir ein.
- 42:42Speaker 0: Entschuldigung ich bin ins Wort gefahren.
- 42:44Speaker 0: Ist gut Ich muss Ihnen das erzählen, sonst vergesse ich es wieder.
- 42:50Speaker 0: Das ist vielleicht das Aufregendste von dieser Bombenacht in Hammerbrock als ein Feuersturm, nicht Feuer.
- 43:00Speaker 0: Ein Sturm!
- 43:01Speaker 0: Ein Orkan!
- 43:02Speaker 0: Wo brennende Dächer wie Zeitungsfapier durch die Luft flogen.
- 43:08Speaker 0: Das kann man sich gar nicht vorstellen.
- 43:10Speaker 0: Das im Film wird sehr teuer, meine Fresse.
- 43:14Speaker 0: Wissen Sie was ich dort beobachtet habe?
- 43:17Speaker 0: Die Leute flüchten für die... Wie die Ameisen auf einem Holzscheid im Kamin.
- 43:23Speaker 0: Haben sie das mal gesehen?
- 43:25Speaker 0: Weil die Tiere daraus kriechen?
- 43:28Speaker 0: So!
- 43:30Speaker 0: Aber kein einziges Kind hat geweint.
- 43:37Speaker 0: Kein einziges kind hat gejammert, wie passiert denn das?
- 43:44Speaker 0: Wissen Sie was?
- 43:44Speaker 0: wofür ich mich bewundere dass ich kleines Menschenkind mit sechs einhalb Jahren Das beobachtet habe, das ist schon eine Leistung.
- 43:58Speaker 0: Ich kann es gar nicht verstehen und im Nachhinein überlege ich mit dem was man dann anschließend dazu lernt in Leben wie kommt das?
- 44:11Speaker 0: Warum weint so ein Kind nicht dort in dieser bonden Nacht?
- 44:16Speaker 0: Ich auch nicht.
- 44:17Speaker 0: Schock!
- 44:19Speaker 0: Ich weiß es nicht.
- 44:21Speaker 0: Es hat wahrscheinlich viele Gründe, die ich auch nicht alle kenne.
- 44:24Speaker 0: Aber eins ist klar!
- 44:26Speaker 0: Das widerspricht der Ökonomie des Seelenprozesses.
- 44:30Speaker 0: Man schreit nur wenn man die Chance hat dass es gehört wird und einem Hilfe zukommt.
- 44:35Speaker 0: Wenn das Unglück so riesig ist, so überriesig ist Dann ist man ein Idiot weil man auch noch Kräfte vergeutet mit Schreien und Wein
- 44:47Speaker 1: Was uns wieder an die heutige Zeit bringt.
- 44:51Speaker 1: Handelstöckes Schwein.
- 44:52Speaker 1: Ja,
- 44:53Speaker 0: ich mein...
- 44:54Speaker 1: ...wär das eher Appell?
- 44:57Speaker 0: Das war meine Lektion die ich damals nur halb verstanden habe mit meinem Kinderkopf.
- 45:03Speaker 0: aber ich hab sie doch verstanden!
- 45:07Speaker 0: Man muss es nur richtig missverstehen damit man was davon hat.
- 45:12Speaker 0: Und sowas hilft mir wenn ich heute in eine Situation komme wo ich sehe wie der U-Krieg vorangeht Chi in China, weil Formosa gerade frisst.
- 45:25Speaker 0: Wo ich Konzerte gegeben habe in Formosa?
- 45:28Speaker 0: Wenn ich an Tram denke und all diese Trauer gestalten der Weltgeschichte... Mir Trauer ist falsch.
- 45:35Speaker 0: die haben keine Trauer.
- 45:37Speaker 0: Das sind Schweinehunde das sind Diktatoren das sind Unterdrücker das sind Tyranen sind Idioten.
- 45:46Speaker 0: aber wenn ich sowas erlebe wie wir alle erleben dann Erinnert sich mein Kindergehör an diese, ja ich würde heute unübertreibend sagen fundamentale Einsicht in menschliches Verhalten.
- 46:06Speaker 0: Ja...
- 46:07Speaker 1: Also mutiger sein und handeln statt beklagt?
- 46:10Speaker 1: Natürlich!
- 46:11Speaker 0: Ich sehe es an mir selber wenn ich faulen und feige bin werde ich immer missbotiger dann ist die Welt immer so schlecht.
- 46:21Speaker 0: Und wenn ich mich wäre und mich einmische und ein gutes Lied zustande bringe oder ein gutes Gespräch mit einem jungen Mann, der mit schwedischem Superausrüstung hier einen Podcast macht.
- 46:36Speaker 0: Sie kennen ihn auch persönlich, ne?
- 46:39Speaker 0: Das ist er!
- 46:40Speaker 1: Also dem da...
- 46:42Speaker 0: Der kennt sich schon selber unter uns.
- 46:45Speaker 0: Ich meine Wenn mir das gelingt dann denke ich Okay, kleiner Biermann.
- 46:52Speaker 0: Du lebst noch lebendig.
- 46:54Speaker 0: Du kannst noch dich nützlich machen!
- 46:57Speaker 0: Du kannst Leute zum Weinen und zum Lachen bringen, zum Lachdenken um zum Nachfühlen was mindestens so wichtig ist wie das Nachdenken gibt auch das Vordenken und das Vorführen.
- 47:11Speaker 0: übrigens Wenn mir das einigermaßen gelingt?
- 47:15Speaker 0: Nur dann habe ich mein Denk doch gut gemacht.
- 47:20Speaker 1: Ich habe manchmal das Gefühl, dass wir heute so viel Zeit dafür aufbringen nachrichten zu konsumieren und uns dann im kleinen Kreis dazu zu verhalten wenn überhaupt.
- 47:30Speaker 1: Dass wir schon denken, dass wer ja soviel tun würden um was zu verändern dass wir gar nicht mehr über den Schritt hinaus kommen wirklich zu handeln.
- 47:38Speaker 0: Darüber hab ich doch nie nachgedacht.
- 47:40Speaker 0: aber es stimmt was sie sagen.
- 47:42Speaker 0: Es stimmt!
- 47:44Speaker 0: Es stimmt genau was Sie sagen.
- 47:46Speaker 0: Das ist wahrscheinlich... ...das Krebsgeschwür Der Nachrichtenflut, die uns auffrisst.
- 47:54Speaker 0: Man kann offenbar viel weniger Nachrichten und Informationen mehr machen!
- 48:02Speaker 0: Das ist ein neuer Gedanke für Sie vielleicht nicht aber für mich schon.
- 48:07Speaker 0: Wenn sie endlich weg sind werde ich darüber in Ruhe nachdenken.
- 48:12Speaker 1: Ich danke Ihnen sehr für Ihre Zeit.
- 48:15Speaker 0: Dazu bin ich nach München gekommen an den Ort wo ich An der Hand meiner Mutter, am Gestapo-Hauptquartier in München vor Ball lief.
- 48:33Speaker 0: Und dort stand ein Plakat – das hat meine Mutter mir später erzählt!
- 48:38Speaker 0: Die Juden sind Deutschlands Unglück.
- 48:42Speaker 0: als ich viel älter war und ins Israel war.
- 48:49Speaker 0: erlebt und begriffen habe, einigermaßen dachte ich diese Lungen ist gar nicht so schlecht.
- 48:56Speaker 0: Hoffentlich sind die Juden Deutschlands Unglück aber das ist auch nur Witzigkeit denn ich wünsche Deutschland überhaupt keinen Ungluck!
- 49:05Speaker 0: Ich bin ja kein Masochist, ich bin ja keine Aftaschowinist.
- 49:10Speaker 0: Ich will weder über anderen Völkern sein noch unter anderem völkeren.
- 49:15Speaker 0: Und wissen Sie von wem ich diesen Gedanken gelernt habe?
- 49:19Speaker 0: Den kennen sie auch.
- 49:20Speaker 0: Sie kennen sogar das Lied von Brest, er schieb damals gegen Johannes Erbechers Nationalhymne auferstanden in Ausgruinen und der Zukunft zugewandt, kennt ihr.
- 49:32Speaker 0: Geschrieb der Brecht eine Kinderhymner.
- 49:34Speaker 0: Und da kommt dieser wunderbare Gedanke zur Erscheinung Anmut Sparib.
- 49:40Speaker 0: nicht noch mühe Leidenschaft nicht noch verstand.
- 49:45Speaker 0: Dass ein gutes Deutschland blühe Wie ein anderes gutes Land Dass die Völker nicht ableichen wie vor einer Räuberin, sondern ihre Hände reichen uns wie anderen Völkern hin und an anderen Vögern hin usw.
- 50:00Speaker 0: Und jetzt kommt die zweite Strophe!
- 50:02Speaker 0: Unnicht über unnicht unter andern Völfern wollen wir sein.
- 50:09Speaker 0: Das rechte ich dem Brecht sehr hoch an.
- 50:12Speaker 0: das hat in seiner ganzen Verbitterung über den Nazi-Zeit nach dem Immigration wo er geflohen ist aus USA, wie sie wissen.
- 50:22Speaker 0: Geschrieben hat.
- 50:24Speaker 0: und wir wollen nicht über- und unter anderen Völkern sein.
- 50:27Speaker 0: Und jetzt sage ich Ihnen etwas unter uns was vielleicht noch interessanter sein könnte Als der Brech sich hinsetze um im Grunde eine bessere DDR-Hühmler zu schreiben als die von seinem Konkurrenten Johannes Erbecher.
- 50:47Speaker 0: dessen Lied nannte er spöttisch.
- 50:50Speaker 0: Wie heißt das die, dass die Sonne schön wie nie über Deutschland scheint?
- 50:54Speaker 0: Die meteorologische Hymne.
- 50:56Speaker 0: Deswegen nannte er sie, weil die Sonnen immer über Deutschland scheinen sollen.
- 51:00Speaker 0: Nante brecht es ironisch... ...die meteorologischen Hymnene und dann setzte er sich hin und wollte selber eine bessere Hymde schreiben.
- 51:12Speaker 0: Ist aber nur bis zur ersten Zeile gekommen!
- 51:15Speaker 0: Und es freut mich, dass ich diese Zeile jetzt hier im Herzen von Bayern in München, ihnen mit meinem Fischkopfsmund.
- 51:26Speaker 0: Mit meinem norddeutschen Gehirn zitieren kann.
- 51:30Speaker 0: Das ist so was der Brech stieb?
- 51:33Speaker 0: Mir sah ein Scheißvolk!
- 51:36Speaker 0: Das ist doch zum Küssen.
- 51:38Speaker 0: Erstes zu küssen dass er das schreibt, mir sah ein scheiß Volk.
- 51:42Speaker 0: Zum zweiten, dass er da nicht weiter schreibt auf diesem falschen Weg.
- 51:49Speaker 0: Und dann... Im Grunde als Kontrapunkt zu sich selber.
- 51:54Speaker 0: Zu seiner eigenen Wut, die er hat auf diese Scheiße.
- 51:58Speaker 0: Heil Hitler Deutsch!
- 51:59Speaker 0: Schreibt er dann was ich eben zitiert habe und nicht über- und nicht unter anderen Folgern wollte sein.
- 52:06Speaker 0: Ist das nicht wunderbar da reinzugucken?
- 52:09Speaker 0: Und dass du durchschauen?
- 52:12Speaker 0: Das müsste ihnen doch Spaß machen.
- 52:13Speaker 1: Absolut.
- 52:14Speaker 1: Und eine Aussage, die aktuelle Wahrscheinlichkeit nicht sein könnte.
- 52:18Speaker 0: Das passiert nirgendwo.
- 52:19Speaker 1: ja Vielen, vielen Dank dass wir uns hier treffen konnten und wir dieses Gespräch führen konnten.
- 52:26Speaker 0: Ja das können sie nie wieder gut machen.
- 52:29Speaker 0: Das war es leider schon!
- 52:34Speaker 0: Die letzte Runde ist ausgetrunken, das Gespräch zu Ende.
- 52:38Speaker 0: Vielen Dank fürs Zuhören.
- 52:40Speaker 0: Bitten im Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise wenn du die Bar verlässt aber vergiss auf keinen Fall den abonnieren
- 52:47Speaker 1: Button
- 52:48Speaker 0: zu klicken.
- 52:54Speaker 0: Gin & Talk ist ein Podcast von Forty-Eight Forward, produziert in den Forty Eight Forward Studios in München.