Latest / Beyond expectations - the art of mastering life and business / #95 Je früher du klar sprichst, desto kleiner bleibt der Konflikt. (2/2)
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- Bianca-Maria Klein: Herzlich willkommen zur zweiten Folge bzw. zum zweiten Teil und einer neuen Folge meines Podcasts Beyond Expectations. Und heute ist es der zweite Teil der Folge Konstruktive Konfliktlösung. Also ich habe im ersten Teil darüber geredet, wie wichtig mir das ist, über dieses Thema zu sprechen, warum ich überhaupt über das Thema Konflikte spreche. Und ich steige jetzt auch gleich ein, denn ich gehe mir davon aus, dass wenn du hier auf den Teil 2 geklickt hast, dass du schon Teil 1 gehört hast. Und im Teil 1 habe ich vor allem darüber gesprochen, wie wichtig es ist, Konflikte wirklich zu analysieren, zu verstehen, auf die Sachebene zu bekommen. Also erst mal zu gucken, welche Art von Konflikt handelt es, was ist mein Automatismus in einem Konflikt oder in einem gefühlten Konflikt. Denn ich sage ja immer viele der Beschriebenen Konflikte sind überhaupt keine Konflikte, sondern sind wahrscheinlich einfach nur Auseinandersetzungen mit anderen Menschen, die anderer Meinung sind. So, aber heute wollte ich in diesem zweiten Teil vor allem darüber sprechen oder dir Hilfestellungen geben. Zusätzlich zu diesen Analysemethoden, die ich im ersten Teil beschrieben habe und eigentlich noch mal ein bisschen mehr in die Praxis gehen und wirklich was mitgeben. Und deswegen würde ich wie im Teil eins sagen, vielleicht nimmst du dir auch einen Blog und einen Stift. zur Hand und kannst es ein bisschen mitschreiben oder sonst musst du dir das Transkript nochmal irgendwie ansehen und hier die Methoden dann nochmal für dich aufschreiben. im im Großen und Ganzen geht es ja darum, dass ich sage, ich würde mir wünschen, dass wir viel, viel mehr Freude dabei empfinden, mit Konflikten umgehen zu können und dass wir das nicht alles immer so dramatisieren, wenn ein Konflikt überhaupt entsteht und dass wir anstatt zu dramatisieren und uns dann irgendwie zurückzuziehen und zu schweigen, eher lernen, aufeinander zuzugehen und zu akzeptieren, dass jemand anderer Meinung ist, aber dann Methoden und Techniken haben, aufeinander zuzugehen und das auszuhalten bzw. eine Grenze zu setzen, wenn wir schlecht behandelt werden. Denn das ist ja auch ganz wichtig. Es gibt ja nun mal leider da draußen Menschen, die so respektlos sind und unsere Grenzen überschreiten. Aber dann erst mal damit umgehen zu können und nicht in einen irgendwie so einen depressiven Zustand oder in einen Angstzustand zu verfallen, das ist halt Technik. Das ist reines Training. Und ich muss sagen, über all die Jahre, die ich jetzt auch in dieser Selbstständigkeit bin, habe ich das so viel mehr gelernt. Ich wünschte, ich hätte diese ganzen Methoden früher in meiner Arbeitszeit gehabt. Also ich glaube, mein ganzer Werdegang wäre anders. Hätte ich viel schneller gelernt, andere Menschen zu konfrontieren und mich zu trauen, meine Meinung zu sagen. Denn Meinung sagen bedeutet ja nicht gleich Konflikt. Ja, und ich habe in der ersten Folge ganz viel oder kurz darüber gesprochen, wie wichtig das ist und wie relevant es ist, selbstsicher zu sein. Und wenn ich das nur in irgendeiner Form schaffe, dass ich Menschen durch meine Arbeit in mehr Selbstsicherheit bekomme, weil sie vor anderen Menschen auch weniger Angst haben und sich ihrer irgendwie bestimmter und sicherer fühlen, dann habe ich alles richtig gemacht. Ja, also das wäre mein größter Wunsch. Auch jetzt durch diese einen zwei Folgen hier. dass ich zu diesem Thema einfach nur Anrege nachzudenken, Impulse setze, euch auffordere tatsächlich, nicht nur Einlader, sondern auffordere mit dem Thema Konflikte, sich auseinanderzusetzen, wenn ihr das Gefühl habt, dass es nicht euch gut gelingt und die Angst davor habt. so, jetzt gehe ich mal in meine Notizen hier rein. Genau, weil im letzten, also das letzte, was ich in Teil 1 gesagt habe, ist eigentlich ja, wenn wir das jetzt alles analysiert haben und uns auch vielleicht ein paar Fragen gestellt haben, aber was mache ich denn jetzt? Also wie kann ich denn das noch konkreter sagen, vor allem wenn ich in einer konfrontativen Situation bin oder Kritik üben muss. Vielleicht ist der Konflikt noch gar nicht da, aber ich muss etwas ansprechen und traue mich das nicht. Und das ist ja der Moment, wo viele sagen, Gott, ich lass es lieber oder das löst sich schon von alleine oder ja, ich warte jetzt noch mal ab. So, aber je früher wir Konflikte im Kern ersticken, indem wir Klarheit haben und indem wir mit anderen Menschen klar und deutlich sprechen, desto besser. Und Klarheit entsteht ja immer bei uns im Kopf. Und wir haben Klarheit, indem wir klar sprechen. oder umgekehrt. Wenn wir klar sprechen, bekommen wir Klarheit oder Klarheit klar ausgesprochen. Da bekommen wir natürlich eine Art von Sicherheit. Ich gebe dir heute mal drei Dinge mit. Ich möchte über die 3W-Methode sprechen. Das kennen vielleicht einige schon von euch. Ich möchte über Zuhören sprechen und ich möchte auch über Werkzeuge sprechen, zum Beispiel wie das Nein sagen. wenn wir destruktiver Kommunikation konfrontiert sind, aber auch wie wir Hilfe bitten. Grundsätzlich, was ich oft beobachte und deswegen ist das auch immer Teil meines Trainings. ist es ganz wichtig zu gucken, wann sprechen wir mit Menschen. Also der Gesprächsrahmen und auch der Ablauf eines Gesprächs ist extremst, wie soll ich sagen, macht den extremen Unterschied. Das entscheidet oftmals, ob es überhaupt zu einem Konflikt kommt oder ob wir einen Konflikt lösen können. Und für einen guten Gesprächsrahmen gibt es immer fünf Bausteine. Der erste ist, dass wir überhaupt erst mal Freiwilligkeit haben. Also beide Personen müssen bereit sein, miteinander zu sprechen. Wenn du erkennst, dass der andere gar nicht reden will, dann lass es sein. Der Hauptsatz heißt, gehören immer zwei Leute zu einer Kommunikation. Ja, wenn der einen grad nicht sprechen will, dann ist es irrelevant, ob du das jetzt klären willst. Völlig irrelevant, denn du brauchst ja den anderen, der bereit ist und freiwillig dir zuhört. Das ist der erste Punkt. Freiwilligkeit. Du musst klären, ob der andere gerade bereit ist. Also nicht mal eben zwischendurch, zwischen Tür und Angel und unbedingt jetzt am Telefon, weil du es willst. Erster Punkt. Freiwilligkeit. Dann die Intention. Das ist natürlich erst einmal bei dir selber. Frag du dich ehrlich. Was will ich mit dem Gespräch erreichen? Will ich nur verstehen oder will ich Recht haben und gewinnen? Denn dein Gegenüber wird sofort verstehen. worum es dir geht. Und wenn es darum geht, dass du Gewinnst und Recht haben willst, machen die meisten sowieso schon wieder zu. Also Freiwilligkeit, Intention. Das dritte ist Ankündigung. Wie gesagt, nicht zwischen Tür und Angel, sondern kündige an, dass du etwas besprechen willst. Sag am besten du, ich würde etwas gerne, etwas wichtiges mit dir besprechen. Es geht XY. Wann passt es dir? Ja, und ich würde auch immer dazu sagen, worum es geht. Ja, selbst wenn es heißt, ich würde gerne über unsere Zusammenarbeit sprechen, dann kann sich der andere ja wenigstens schon mal gedanklich darauf vorbereiten. Nicht, wenn du siehst, der andere sitzt gerade in deinem Büro, du kommst rein, fragst gar nicht, ob du störst, fragst gar nicht, ob das gerade passt für ein intensiveres Gespräch, sondern du kündigst es an. Und, und das ist der nächste Punkt, du guckst auch, wann ist denn überhaupt der richtige Zeitpunkt. Also du besprichst, wann passt es und nicht. wenn gerade die Emotionen hochgekocht sind. Das heißt, du guckst immer erst, Emotionen müssen runtergefahren sein bei dir und bei der anderen Person. Und dann machst du einen Termin mit genügend Zeit. Also wie oft höre ich, dass Leute nach einem Meeting den Telefonhörer nehmen, den anderen anrufen und dann direkt besprechen wollen, was gerade schief gelaufen ist in dem Termin. Und gar nicht klären, hat der andere überhaupt Zeit. Und dann mutten im Satz, muss er sagen, ja, ich muss gerade in den nächsten Termin, ich hab nur fünf Minuten. Das macht keinen Sinn, dann lasst es lieber sein. Und ich sage auch immer, am besten ist es, ihr nehmt mindestens eine Nacht dazwischen Zeit, denn in der Nacht klären sich so viele Dinge von alleine und auch die Emotionen kochen runter. so. Und das dritte ist der Ort. Also. ein Ort, wenn du etwas wichtiges besprechen musst, muss vertraulich sein. Da darf nicht irgendwie Publikum sein. Da darf nicht irgendwie das Gefühl sein, dass die Wände so dünn sind und jeder mithören kann. Oder auch in einem Meeting etwas besprechen zu wollen, weil du das Gefühl hast, dann hast du Zeugen. Lass das alles sein. Das ist Mist. also andere zu kritisieren vor anderen wird immer dazu führen, dass der andere versucht, sich zu verteidigen oder beleidigt ist. Also such einen geschützten Raum oder Ort, wo du weißt, ihr habt genug Zeit, wichtige Dinge zu besprechen. Und manchmal hilft es sogar, dass man gemeinsam einen Spaziergang macht. Denn ich sage immer, dieses Gegenübersitzen erzeugt bei einigen Menschen irgendwie Unwohlgefühl. Und wenn man gemeinsam nebeneinander in die gleiche Richtung geht, ist das vom Bild her auch schon irgendwie angenehmer und führt zu mehr Konsens. Also wenn du diese fünf Punkte beachtest, also Freiwilligkeit, die Intention geklärt, du kündigst das Gespräch an, du hast einen passenden Zeitpunkt ohne Emotionalität und einen passenden Ort. Wenn du das befolgst, garantiere ich dir, dass die Gespräche schon mehr Erfolg haben, also mehr Wahrscheinlichkeit für Erfolg haben. Dann bereitest du ein Gespräch bitte immer vor. Ja und am besten machst du es dann in fünf Schritten. Das sind sowieso fünf Stationen von einem guten Gespräch. Also vorher kommt immer die Klärung für dich selber vor allem, was ist eigentlich genau passiert. Und da kannst du nochmal in die Folge eins gehen und sagen, wie kläre ich das mit dieser Blackbox Methode, mit den drei Fragen, was passiert, wer erwartet, wofür habe ich Angst. Diese Klärung musst du erst mal stattfinden machen und muss stattfinden, bevor du den anderen konfrontierst. Und dann sprichst du das Thema mit der anderen Person an, indem du konkret wertvoll beleibst. da und da komme ich gleich zu der 3-W-Methode, gehst du in diese beobachter und neutrale Beschreiberrolle. Ja, du sagst du, zu den letzten zwei Terminen bist du 15 Minuten zu spät gekommen und du sagst nicht einfach, hey, weißt was, du bist total unzuverlässig. Ja, sondern du sprichst konkret das Thema an und was du dann machst und das ist mit einer dieser Bausteine, ist du gehst ins Verstehen. Ja, diesen Teil überspringen ganz viele. Wir gehen die ganze Zeit nur ins Erklären und positionieren uns. Aber eigentlich kommt ja der Teil vorher, dass du erstmal verstehst, hey, was ist denn eigentlich deine Ansicht dazu? Du fragst also viel mehr nach und hörst zu, als dass du erklärst. Das ist, glaube ich, mit auch ein ganz großes Thema von Konflikten. Wir sind die ganze Zeit in der Rechtfertigung, in der Erklärung anstatt in dem Nachfragen und Zuhören. So, und dann kommt das Positionieren erst. Jetzt kannst du, nachdem du verstanden hast, wo der andere steht und warum der andere sich so und so verhalten hat, positionierst du dich und erklärst, was du brauchst, was du erwartest, wo deine Grenzen sind. Und das fällt einem wesentlich leichter. wenn du erst mal gehört hast, wo der andere steht, weil vielleicht revidierst du auch einige der Punkte wieder. Und dann kommt der Schritt Vereinbarung. Also wer macht was bis wann? Und dann geht ihr sozusagen in eine Klärung im Gespräch und sortiert die To-Do's gemeinsam, damit es ein Endergebnis dieses Gesprächs gibt. Also es geht klären. Also die fünf Bausteine sind klären, ansprechen, verstehen, positionieren, vereinbaren. So und All dies, wenn du dich vielleicht an die Folge eins erinnerst, sind immer Teile von diesem Erwartungsmanagement. Und warum ja viele zu mir dann kommen und sagen, ja, ich dann immer so, ich kläre das alles für mich, aber dann habe ich Angst, das anzusprechen. Dafür ist diese nächste Methode ein wirklich tolles, ich würde sagen ein Wunderwerkzeug, wenn du Kritik äußern willst, wenn du Rückmeldung geben willst, wenn du auch zeigen willst, was dir wichtig ist. Weil das ist kurz, klar und sehr respektvoll. Und die 3W Methode, und ich gehe das jetzt mal relativ schnell durch, du kannst ja sonst eine Notiz machen und gucken, ob du da sonst mehr im Internet findest oder du meldest dich bei mir und dann kann ich dir auch was zuschicken. Das erste W ist immer Wahrnehmung. Auch in Teil 1 kurz erklärt, du beschreibst, was du beobachtet hast. Wie so eine Kamera, die aufzeichnet, aber nicht unbedingt interpretiert. Also du sagst dann im Prinzip, gestern ist mir aufgefallen oder am Mittwoch im Meeting ist das passiert. Du beschreibst konkret, neutral, ohne Bewertung, ohne Vorwurf, was Tatsachen sind. Und dann gehst du in das zweite W, die Wirkung. Du beschreibst, was das in dir ausgelöst hat. Und das machst du immer als Ich-Botschaft. Ja, also das hat mich irritiert, das hat mich verunsattet, da fühle ich mich unter Druck, da bin ich traurig, da bin ich enttäuscht. Und dem schließt du sofort an, warum das so ist. weil mir Pünktlichkeit wichtig ist, weil mir Kommunikation auf Augenhöhe wirklich ein wichtiger Wert für mich ist, weil ich möchte, dass man mich aussprechen lässt. Ja, also dieses Weil, was direkt dahinterkommt, ist so relevant, weil der andere dann dieses Gefühl nicht als Vorwurf oder Kritik versteht, sondern da kommt ja die Begründung, warum du dich so fühlst. Ja, also diese Wirkung mit der Begründung der Wirkung ist der Hauptteil. Und dieses Ich Bezogene führt dazu, dass der andere nicht sagen kann, ja, das ist doch totaler Quatsch, ich setze dich überhaupt nicht unter Druck. Ja, also nur weil du dich so fühlst, gibt mir noch nicht das Reich zu sagen, dass das Quatsch ist. So, und dann kommt das dritte W, nämlich der Wunsch. Und das ist die konkrete Bitte. Ja, du sagst nicht einfach nur so, hey, sei mal verlässlicher, sei professioneller, sondern ich wünsche mir, dass du mir frühzeitig Bescheid gibst. Ich wünsche mir, dass du dem Kunden innerhalb von 48 Stunden antwortest. Ja, und dann kommt der letzte Satz nach dem Wunsch, können wir uns darauf einigen? Bist du damit einverstanden, können wir das gemeinsam so lösen in Zukunft? Also Wahrnehmung, Beobachtung, Wirkung, Gefühl und Erklärung. Wunsch ist eine konkrete Bitte. Mit der Abschlussfrage können wir uns einigen. Ja, das würde dann, ich gebe mal ein Beispiel, so klingen. Du, gestern hast du mir nicht die vereinbarte Rückmeldung gegeben und ich musste dich erst zweimal anrufen, damit ich erfahre, dass du es nicht geschafft hast. Das hat mich sehr geärgert und vor allem auch unter Druck gesetzt, weil ich mich ja auf deine Zusage verlassen habe. Ich brauche von dir oder ich wünsche mir von dir, dass du mir zukünftig rechtzeitig sagst, wenn dein Termin nicht klappt oder wenn du etwas nicht erledigen kannst. Können wir uns darauf einigen? Was da nicht drin ist, sind diese ganzen Vorwürfe, dieses immer und wertend und unterstellen und irgendwie von oben herab zu sagen, was du richtig oder eben falsch machst. Und am Ende ist das, diesen Wunsch und diese Frage führt dann dazu, dass du eigentlich viel mehr Konsens oder die Wahrscheinlichkeit, dass du Konsens bekommst, ist viel, viel höher. Und diese 3-W-Methode heißt eigentlich, dass man machen sollte, wenn die Beziehung irgendwie schon tragfähig ist. Ich finde aber, Das kann man eigentlich immer anwenden. Das kann man mit ein bisschen Training und dem immer wieder diese drei W vor Augen führen, kannst du jedes Gespräch so wertschätzend starten. Genau, dann eine kurze Frage an dich. Kennst du das Buch Momo von Michael Ende? Wenn du es nicht kennst, solltest du es unbedingt lesen. Es ist zwar ein Kinderbuch, aber ich glaube, es ist eigentlich von Michael Ende gedacht, dass es ein Erwachsenenbuch ist. Da geht es die Geschichte des kleinen Mädchens Momo, das so gut zuhören kann, mit vollster Aufmerksamkeit, dass Menschen, die ihr etwas erzählen, auf ganz kluge Gedanken kommen. Und unter anderem ist es auch die Geschichte von den grauen Herren, die den Menschen die Zeit rauben und wie es Momo dann schafft, diese Zeit den Menschen zurückzugeben. Also es ist ein unfassbar schönes Buch. Es ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher und ich finde ein wertvolles Buch mit ganz, viel Botschaft. Und warum ich das immer wieder sage, ist, weil das halt so schön beschreibt, wie aktives Zuhören funktioniert. Und aktives Zuhören bedeutet im Grunde genommen, dass du lernst, Menschen echtes Interesse zu geben und zu zeigen und Empathie zu zeigen und wirklich aufmerksam zu sein. Das heißt also, wenn dir jemand etwas erzählt, dass du nicht gedanklich bei deiner eigenen Geschichte bist, dass du nicht unterbrichst, dass du nicht irgendwie versuchst, deinen eigenen Ansatz oder dein tolles Abenteuer da drauf zu setzen und von dir zu erzählen, sondern dass du dem Menschen Raum und Zeit gibst und signalisierst, ich höre dir zu und interessiere mich voll und ganz. dich. Und das sind Sätze, wo man zum Beispiel startet mit erzähl mir mal mehr, mich interessiert das, was du gerade erlebt hast oder was dich gerade beschäftigt. Und das ist der zweite Punkt, ist immer, dass man die Gefühle des anderen ernst nimmt und nicht versucht zu werten. Also wenn jemand dir was ganz fürchterliches erzählt, du das aber selber überhaupt nicht als fürchterlich empfindest, musst du dem anderen nicht sagen, hä, verstehe ich gar nicht wieso, das ist doch überhaupt nicht schlimm, sondern Du kannst ja sagen, ich kann verstehen, dass dir das Sorgen macht. Aber das heißt noch lange nicht, dass du damit einverstanden bist. Das heißt aber trotzdem, ich sehe dich und ich fühle, dass du da gerade Schwierigkeiten hast. Wenn jemand ganz schweren Liebeskummern hat und du den Freund ganz schlimm findest oder die Freundin, dann wirst du natürlich nicht nachvollziehen können, was der hat. Aber vielleicht hast du auch schon mal Liebeskummer gehabt und kannst nachempfinden, wie fürchterlich das ist. Das heißt also, du zeigst dem anderen, ich verstehe dein Gefühl. auch wenn ich das gerade nicht mitfühle. Ein anderer ganz toller Aspekt, der aktives Zuhören zeigt, ist paraffrasieren. Du gibst den eigenen Worten wieder, was du gehört hast. Also du lässt erst mal aussprechen und dann am Ende sagst du, also habe ich dich richtig verstanden, du machst dir Sorgen, dass wir es nicht schaffen, dass die Beziehung am Ende scheitert und so weiter. Also und du klärst ab, ob du im Prinzip gut zugehört hast. Und das ist in Zusammenarbeiten oder bei der Arbeit so toll, weil dadurch kannst du eigentlich verhindern, dass es Missverständnisse gibt. Wenn du in einem Meeting jemanden aussprechen lässt und sagst, du hab ich das jetzt richtig verstanden, du willst das Projekt an XY drei Wochen verzögern aufgrund von ... Kann der andere sagen, nee, nee, nee, stopp, das hab ich so nicht gemeint. Ja, ja, hab ich so gemeint, aber der Teil ist nicht ganz richtig. Also dieses Abgleichen hab ich dich richtig gehört. ist unfassbar wirklich ein so tolles Tool, weil du dadurch Interesse zeigst und gleichzeitig Missverständnisse verhinderst. Dann kommt das Reframen. ich sage das bewusst auf Englisch, weil es einfach immer so genannt wird, aber es ist eigentlich der Perspektivwechsel oder Framing, weil du es in einen Rahmen setzt. Also Framing beim Kino-Speaking ist, dass wir im Prinzip unsere Geschichte so einrahmen. Aber ein Reframing ist, du bringst es in eine konstruktivere Sicht. Also wenn dir jemand etwas ganz Fürchterliches erzählt und in so einem Negativ-Tunnel drin ist, kannst du durch das Reframen sozusagen durch dein Einwand einen anderen Blick darauf geben. Also ein destruktiver Blick wird zu einem konstruktiven Blick. Das muss natürlich ehrlich gemeint sein und soll nicht als Taktik benutzt werden, immer irgendwie alles positiv und rosarot zu sehen, sondern zu sagen, ach Mensch, aber hast du schon mal überlegt, ob das nicht auch da und dafür gut sein könnte? Oder ja, aber guck doch mal, vielleicht hast du ja dadurch das gelernt oder dadurch ist das und das passiert. Also du gibst dem anderen die Möglichkeit, aus der eigenen Brille oder die abzusetzen und deine mal aufzusetzen. Und in meinen Workshops, auch zum Erwartungsmanagement, Lass ich diese Dinge üben. Also das Refrain üben wir gemeinsam, das Paraphrasieren und das aktive Zuhören. Und dabei muss meistens eine Person fünf Minuten durchgehend reden, eine bestimmte Frage beantworten und die anderen hören zu. Und vielen fällt es unwahrscheinlich schwer, fünf Minuten durchgehend zu sprechen. Wie du hier meinen Podcast siehst, fällt es mir nicht besonders schwer. Aber ich habe ja auch etwas, was ich weitergeben will. Ja, da ist eine ganz klare Botschaft und da ist eine Begeisterung. Wenn ich aber jetzt gezwungen werde, Minuten oder zehn Minuten am Stück zu sprechen zu, an einem Thema, was ich vielleicht irgendwie unangenehm finde, dann wäre das auch für mich schwierig. Aber das Spannende in diesen Übungen ist, dass der, erzählt, merkt, ich bin es gar nicht gewohnt, dass man mir so aufmerksam zuhört. Und die, die zuhören, stellen fest, wie schwer es ist, nicht zu unterbrechen, nicht zu kommentieren, nur den Blickkontakt zu halten. Also probiert das mal aus, vielleicht in eurem Team oder beduhe mit deinem Partner, dass ihr euch so Gesprächszeiten gibt und guckt mal, was da passiert. Das ist total spannend. Gut, ich muss mich ein bisschen sputen, denn ich merke, ich rede ja schon wieder so viel, aber das ist halt so ein tolles Thema und ich will halt verschiedene Punkte hier irgendwie nicht überspringen. Was machen wir, wenn es hitzig wird? Also nicht jedes Gespräch läuft ja irgendwie nach Plan und Ich sage ja immer, also am besten ist immer erst mal erkennen, was passiert und dann erst zu antworten. Das geht natürlich in sehr emotionalen Situationen nicht immer. Aber destruktive Kommunikation zu erkennen ist eigentlich nur auch eine Frage des Trainings. Und es gibt so vier Muster in der destruktiven Kommunikation. Eins, was man teilweise bei einem bestimmten Politiker aus den USA besonders sieht, das ist so diese Angriffstrategie. Also das nennt man auch Atomium Argument, also das gegen die Person, der persönliche Angriff. Also dieses so Was weiß der denn schon und der hat auch gar keine Ahnung. Also es ist eigentlich eine reine Abwertung und lässt überhaupt keinen Raum für irgendwie sachliche Kommunikation. Also es geht nicht mehr das Thema, sondern es geht nur noch gegen den anderen Menschen. Ich finde das schlimm. Tatsächlich in was für einer Form, mittlerweile, also dass es fast normal ist, dass wir sowas tun. Ich glaube, sowas sollte viel, viel mehr Beachtung bekommen, dass man das eben nicht tut. Das ist genau das Gegenteil von Respekt, indem man solche Aussagen trifft. Was weißt du denn? Du hast gut reden, du kannst es ja selber nicht und so. Also dieses sehr Abwertende. Das ist eine Form von destruktiver Kommunikation. Dann haben wir die Verallgemeinerung. Dieses du hörst ja nie zu. Immer muss ich alles machen. Immer kommen alle nur zu mir. Also dieses wo du fühlst, da ist jemand frustriert und überfordert, aber die Form ist, auszudrücken, ist total destruktiv und verallgemeinernd und hilft halt überhaupt nicht weiter. Du hilfst mir ja nie. Immer machst du das falsch, immer unterbrichst du mich, das führt zu nichts. Dann die dritte Form ist die Suggestivfrage. Willst das wirklich so stehen lassen? Das ist doch nicht wirklich jetzt dein Ernst, oder? Also diese Bewertung eigentlich mit einem Fragezeichen einfach dahinter. Das kannst du doch jetzt so nicht ernst gemeint haben. Ja, also das kennt ihr wahrscheinlich und ich finde das manchmal, wenn ich darüber rede, so witzig, wie oft man das eigentlich macht, aber gar nicht merkt, dass dann natürlich, da kann man ja gar nicht darauf antworten. So und das letzte ist diese Opferrolle. Die Menschen, sagen, ja, was habe ich dir denn getan, dass du so mit mir umgehst? Oder auch so dieses, ja immer ziehe ich den Kürzeren. Das ist so dieses, ich schiebe meine Opferrolle zu mir und du bist dann dadurch automatisch der Täter. So, wenn du diese vier Dinge mal beobachtest und die klar erkennst, gibt es eigentlich immer nur einen Grundsatz. Wenn du destruktive Kommunikationen siehst, in dem dir ja jemand da irgendwie einen Pfeil zuschmeißt, entweder als Opfer, weil du der Täter sein sollst, destruktiv, suggestiv oder verallgemeinernd, also stell dir vor, das ist so ein Pfeil, der auf dich zugeschossen kommt, dann fängst du den nicht auf. Ja, weil das führt meist zu Konflikten, sondern du machst einen Schritt zur Seite. Dann führt dieser Pfeil irgendwo, knallt gegen den Baum oder fällt irgendwo in die Wiese. Das bedeutet, bildlich gehst du zur Seite und dann versuchst du, diese Destruktivität auf eine Sachebene zurückzubekommen. Wenn jemand zum Beispiel verallgemeinert, immer bist du binne, hörst du nicht zu, sagst du, mit immer kann ich wenig anfangen, gib mir bitte ein Beispiel. Oder wenn jemand dich persönlich angreift, kannst du ganz klar sagen, Du, ich möchte über das Thema sprechen, nicht über mich und auch nicht über meine Person. Was genau stört dich denn daran, was wir gerade hier besprochen haben? Also, du das sofort auf die Sachebene bringst und dich nicht beleidigen lässt. Bei der Opferrolle, da kannst du in die Empathie gehen. ich höre, dass du dich gerade echt ungerecht behandelt fühlst. Lass uns doch mal schauen, was du dir hier gerade wünscht, was du brauchst. kann ich mir jetzt vorstellen, die das hören, sagen, das ist aber jetzt alles hier so ein weiches oder ausweichen und das ist alles so ein bisschen, wir haben uns alle lieb. Ja, nee, das ist es nicht, sondern das ist smart. Das ist wirklich dieses destruktive Kommunikation erkennen und nicht nur ausweichen, sondern du bist smart und bringst es auf die Sachebene zurück. Vielleicht kennt ihr auch das Vier-Ohren-Modell von Schulz von Thun. Das ist hier auch zum Beispiel ganz relevant. Dass man immer guckt, auf welchen Ohren hören wir eigentlich das, was der andere sagt. Also für einige ist es dann destruktiv. Bei jemandem kann es gar nicht unbedingt destruktiv gemeint sein. Aber allgemein, wenn du das fühlst, dass da irgendwas falsch läuft, dann stellst du eine Frage, die auf der Sachebene beginnt. Weil wir wissen, wenn wir Menschen sind und bleiben, immer Emotionen involviert. Und anstatt die zu werten und zu interpretieren, immer, immer, immer nachfragen. Okay? Also wenn du diese vier Dinge siehst, denk an das Vier-Ohren-Modell von Schulz von Thun. Es kann sein, dass du es falsch verstanden hast. Und das sicherzustellen, stellst du Fragen. Und gehst gar nicht auf diese destruktive Art an. Dann noch ein Punkt, den ich besprechen möchte, ist das Nein sagen. Ich höre so oft, dass gerade auch vielen Frauen das Nein sagen so schwer fällt. Und Nein sagen bedeutet ja eine Grenze und es gibt diesen schönen Coachingsatz, ein Nein zu dir ist ein Ja zu mir. Und wir haben ja grundsätzlich eigentlich achten wir viel zu wenig auf uns selber. Deswegen finde ich das Nein sagen, wenn das wertschätzend gemacht ist und da gibt es eine schöne Methode. ist das das Beste, was du machen kannst. Aber auch für den anderen. Denn ich sage immer, wenn du klar in deinem Nein bist, hilfst du dem anderen viel eher, eine Alternative zu finden. Oder von dir genau zu verstehen, was du brauchst. Wir haben immer Angst, nein zu sagen, weil wir den anderen verletzen. Oftmals verletzen wir den anderen viel mehr, wenn wir so rummuckeln und nur vielleicht sagen oder stundenlang erklären, warum wir nicht können oder warum wir nicht wollen. Das heißt, wenn du Nein sagst, mach es in drei Schritten. Du erklärst erst mal, dass du verstehst, dass der gerade ein Problem hat, indem du Empathie zeigst, beziehungsweise Verständnis. Und sagst, ja, Mann, das ist ja jetzt wirklich ein Problem. Oder, ja, verstehe ich, dass du das jetzt brauchst. Nein, ich kann nicht. Frag mich doch lieber am Montag. Oder frag doch XY, weil der ist der Fachmann dafür. Oder, ähm, nee. Nein, ja, verstehe, dass du da hin musst. Ich kann heute nicht, aber nimm doch den Bus Nummer 36, der fährt jede 20 Minuten. Was du damit tust, ist, du konzentrierst deinen Gegenüber nicht auf deine Begründung des Neins, sondern du konzentrierst auf die Alternative. Also du sagst Nein und bietest aber sofort eine Alternative, indem du sagst, nee, nächste Woche, oder nee, frag jemand anderen, oder nein, hier, ich hab eine Lösung. Fällt mir gerade ein zum Beispiel... Ja, verstehe ich, dass du Hilfe beim Umzug brauchst, aber das Wochenende kann ich nicht. Aber ich weiß, da sind so paar Studenten, die machen das auch irgendwie für 10 Euro die Stunde. So, dann wird der andere sofort auf diese Alternativlösung fokussiert und fragt dich dann eher, cool, kannst du mir die Telefonnummer geben? Also das Nein ist so wichtig, Konflikten auch aus dem Weg zu gehen bzw. Konfliktpotenzial zu minimieren. Weil was passiert ist, wenn du anfängst, ja, nee, ich kann nicht, dann fängt man an, darüber zu diskutieren, warum du nicht kannst, kannst du das nicht verschieben. Ja, wieso, aber bin ich dir nicht wichtig und wieso, aber ich hab dir doch auch geholfen. So und schon schürt das so ein komisches Rechtfertigungsgespräch. Also ein Punkt ist nein sagen. Wenn du dazu mehr brauchst, meld dich. Ein ganz wichtiger Punkt auch, eine Grenze zu setzen, ist eine Pause zu machen. Wenn ein Gespräch destruktiv ist und emotional zu drohen, äh... also es droht emotional zu werden, sagst du ganz konkret, du brauchst eine Pause. Und sagt man, hey, ich merke, wir kommen hier gerade nicht weiter, lass uns morgen in Ruhe sprechen. Oder wir kommen hier gerade nicht weiter, das ist ja gerade emotional, lass uns doch mal eine Pause machen und wir treffen uns in einer Stunde wieder. Das ist Selbstführung, das ist achtsam, das ist auch wirklich aktive Führung in einem Team. Wenn du als Führungskraft merkst, die schlagen sich gerade die Köppe ein, dann unterbrichst du das Ganze und nicht auf Teufel kommen raus, eine Lösung zu finden. Ja. Genau, ich glaube, ich komme jetzt, ich überspringe gerade mal zwei Punkte. Worum es mir auch noch geht, ist euch noch mitzugeben, dass es auch Situationen gibt, die einfach so schlimm sind, dass man Hilfe holen muss. Also vielleicht sagt ihr dann die neuen Stufen, die Eskalationsstufen von Friedrich Glasl etwas. Ich würde da gar nicht in die Tiefe gehen, aber einfach nur, dass man das mal gehört hat. Es gibt so, wie soll der der auch Verhaltensforscher, der hat es im Prinzip in drei Ebenen geteilt, nur darzustellen, dass es normal sein kann, dass Konflikte sozusagen immer wieder schlimmer eskalieren. Und dann, welche Form der Deeskalation benutzt man in welchen Stufen? Also Stufe 1 bis 3, das ist das, was wir, glaube ich, alltäglich am meisten kennen. Das ist, eigentlich eine Diskussion verhärtet, wenn das eine Debatte wird, wenn ja, es eigentlich irgendwie unschön wird mit Worten, dann sind wir aber immer noch in der der findbaren Lösung. Also hier hilft halt einfach immer das Gespräch oder Gespräch und dann sozusagen klare Entscheidung. Ja, das sind zu Stufe eins bis drei. Dann gibt es Stufe vier bis sechs. Da merkt man schon so bisschen. jetzt geht es wirklich darum, die fangen an, sich zu bedrohen. Da reicht ein Vier-Augengespräch nicht mehr. Da muss man moderiert reingehen oder eine Mediation machen. Das sind dann schon so, wenn Konflikte wirklich Konflikte sind und sehr verhärtet sind. Und die letzten drei Stufen, sieben bis neun, ist da, wenn es eigentlich nur darum geht, anderen irgendwie so zu vernichten. Und dann braucht es eine richtig professionelle Konfliktlösung. Oder dann kommt der Anwalt mit rein und dann ist manchmal auch einfach nur die Lösung, dass man sich trennt. Also warum es mir hier geht, ist, dass man das mal ange- gesprochen hat, dass man immer wieder auch da in die Analyse geht, wo stehen wir eigentlich? Wenn wir zwischen Stufe 1 bis 3 stehen, ja, dann können wir uns ja auch erstmal entspannen, dann finden wir sicherlich eine Lösung, in der wir miteinander sprechen. Ich allerdings sage immer, dass auch bei 1 bis 3 man, wenn man möchte, auch schon eine Moderation und eine Mediation reinholt. Also ich zum Beispiel persönlich mache oft diese Workshops mit Erwartungsmanagement und biete dann aber eigentlich schon an, dass man bestimmte Konflikte dort moderiert löst. Dann ist das mein Part, da ganz neutral und sachlich Fragen zu stellen und auch die Meinung der jeweiligen Parteien oder der jeweiligen Leute gegenüberzustellen. da muss man nicht warten, bis das Stufe 4 bis 9 ist. Also, warum es mir geht, ist, dass ihr euch mit diesem Thema auseinandersetzt, damit ihr gar keine Angst mehr davor habt. So, kurz zur Zusammenfassung. Also, du hast eigentlich jetzt schon einen Werkzeugkasten. Aber was ich am meisten möchte, ist, dass du dich einfach vor diesem Thema nicht mehr so sorgst oder dass du jetzt vielleicht diese ganzen Punkte als Anregung nimmst, da tiefer reinzugehen und wirklich für dich zu entscheiden. Okay, ich möchte nicht, dass Konflikte schlimm für mich sind oder dass sie für mich Schwäche bedeuten, sondern dass ich einfach nur Klarheit bekomme, indem ich mich reflektiere, indem ich sachlich bleibe und indem ich Methoden übe, mit meinen Mitmenschen selbstsicherer und selbstbestimmter zu kommunizieren. So und dieser Werkzeugkasten, den ich dir mitgegeben habe, ist wirklich ganz viel nachzufragen. Vor allem, wenn du unsicher bist, was eigentlich der andere von dir erwartet, was gemeint ist, was er sich wünscht. Dann hast du etwas Kritisches anzusprechen. Kannst du mit der 3-W-Methode machen. Du kannst üben, wirklich zu verstehen, indem du zuhörst und paraphrasierst oder in echter destruktiver Kommunikation gehst du auf die Sachebene, indem du da ganz klare Grenzen setzt. Und du erkennst, wann stehen wir in welcher Eskalationsstufe. Und du kannst eine Pause setzen, du kannst eine Grenze einfordern. So, und ich glaube oder ich hoffe oder ich wünsche mir, dass ihr jetzt nach diesen zwei Folgen viel mehr Lust auf das Thema Konfliktmanagement habt und Ja, ich verabschiede mich jetzt einfach mal mit der Frage, wo schiebst du noch vielleicht ein Gespräch vor, was du eigentlich längst führen müsstest und dich aber bis jetzt nicht getraut hast und frag dich mal, was bräuchtest du als ersten Schritt? Dann kannst du dich mal fragen, wo höre ich eigentlich wirklich zu oder wo mache ich normalerweise immer die Rolle, dass ich ganz viel erzählen möchte und antworten möchte, anstatt zu verstehen? Und vielleicht als dritte Frage ist, wann, mit wem und wie oft sage ich eigentlich ja, obwohl ich am liebsten nein sagen würde. Also in diesem Sinne, ich hoffe, es hat euch hier Spaß gemacht. Ich weiß, das war jetzt wirklich sehr viel. Aber für mir der Appell, also hört auf zu erwarten, hört auf Angst vor Konflikt zu haben. Fangt an, wirklich Selbstsicherheit zu gewinnen und fangt an zu sprechen und Fragen zu stellen. Ja, und wenn ihr das hier gut fandet, wenn ihr den Podcast abonnieren wollt, damit ihr keine Folge verpasst. Oder gebt mir einfach Bescheid, wenn ihr irgendwas fragen wollt oder Kommentare habt. Ich freue mich über jede Begegnung, über jeden Zuspruch. ihr wisst ja, das funktioniert ja heutzutage so, je mehr Abonnenten, desto mehr Reichweite bekommt ein Podcast. Also ich würde mich sehr, freuen, wenn ihr hier die Folgen teilt, wenn ihr hier das wirklich abonniert und und mir regelmäßig folgt. Und wenn ihr auf LinkedIn seid, dann schickt mir eine Vernetzungsanfrage, dann freue ich mich auch da, dass ihr noch mehr von meinen Inhalten seht. Also in diesem Sinne viel Spaß bei euren nächsten Konflikten und genießt es, indem ihr Fragen stellt. Tschüss, macht's gut.