Latest / SOMMELIER / Billy Wagner - Der visionäre Idealist
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- 0:00Mein Name ist Sebastian Borthäuser, sommelier, Wein-Schreiber, Wein-Trinker, Autor, Journalist
- 0:19und Weinsachenmacher.
- 0:22Ich habe Billy vor fast 20 Jahren kennengelernt.
- 0:24Ich kam gerade aus China zurück nach Deutschland und brauchte dringend einen Job, weil ich völlig bleiter war.
- 0:30Da würde eine neue Sache aufmachen, ganz heißes Ding in Düsseldorf mit Kunst und
- 0:34einem Haufen alter Kollegen und Kumpels.
- 0:36Und zum jungen Borschen der wirklich Billy hieß.
- 0:39War ja ungewöhnlich damals so eine Name.
- 0:42Billy war eingestellt als sommelierend, auch die Stelle der Restaurant-Oleitung war bereits
- 0:45vergeben.
- 0:46Das machte damals Andreas Gruda, die heute Restaurants und Führungskräfte coachte.
- 0:50Ich sollte Probeammer halten und danach bastelte man mir eine Stelle, denn Billy im Fall der
- 0:55Geschäftsleitung mich so voneinzustellen.
- 0:56Die Zeit dort war ein Riesenschaulauf mit Promis und heiße Society, Gala, bunte und
- 1:02Rolling Stones, Aftershowparties und wir hatten Riesenspaß.
- 1:05Billy war weintechnisch damals viel weiter als ich, der kam ja aus ganz anderen Häusern
- 1:09und hatte die ganze große Klassik schon drauf, damals mit Anfang 20.
- 1:14Ich war damals schon viel älter und war weiter gereist, hatte mehr gesehen was Essen angeht.
- 1:19Das war mal nie ein Wettkampf oder so, das hat sich immer gegenseitig befruchtet und
- 1:24war bestimmt deshalb auch ein Teil des Erfolgs des Laden damals, dieses zwanglos beschwingte
- 1:29und trotzdem Hochprofessionelle.
- 1:30Damals konnte Billy noch ein Zorn-Teufel sein, aber immer aus den Gründen, aus denen er
- 1:36es heute auch nicht mehr ist.
- 1:38Er konnte das einfach nicht verstehen, wenn jemand die ganze Sache nicht genauso ernst nimmt
- 1:42wie er.
- 1:43Ich kenne wenige Leute, die Gastroso-durch-und-durchverkörper, denn Billy ist ja Wirtshauskind.
- 1:47Und so ein Fuckit, das gab's einfach nicht.
- 1:51Billy ist sonst jemand, der eigentlich alles immer geteilt hat, seinen Wissen, Kontakte,
- 1:55der die Leute miteinander verbindet, der immer überall ein gutes Wort für jemanden
- 1:59einlegt und letztlich will, dass alles immer besser wird für alle.
- 2:03Und natürlich für sich, denn das Nobelhard gibt's ja eigentlich nur, damit er sicher
- 2:07sein kann ordentliches Personalessen zu kriegen.
- 2:09Der ganze Rest drumherum ist ja zufälliges Beiberg.
- 2:12Aber im Ernst, gelernt habe ich von Billy die Sachen nicht nur einmal zu Ende zu denken,
- 2:17sondern das dreimal mit allen zu erwartenden Möglichkeiten durchzugehen.
- 2:21Dies voraussehende, weitläufig planende ist sicherlich wesentlicher Teil seines Naturels,
- 2:29aber auch schnell richtige Entscheidungen zu treffen.
- 2:31Man spricht Sätze, die man sofort drucken kann und serviert nebenbei ganz bezaubernden
- 2:35Weinen, denn das dürfen wir bei den ganzen kaufwännischen und der medialen Person nicht
- 2:40vergessen.
- 2:41Billy ist einer der besten Stimulgiers, die ich kenne und besten Freunde sowieso.
- 2:46Ein herzliches Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Somelier, die interessantesten
- 3:14Wunsch hängt in unserer Zeit.
- 3:15Who the fuck ist Billy Wagner?
- 3:17Mit einem ähnlichen Ausspruch, nämlich Who the fuck ist Paul Bocuse, eröffnete Billy
- 3:21Wagner 2015 seinen Nobelhardenschmutzig in der Berliner Friedrichstraße.
- 3:26Und es gibt wohl kaum einen in der deutschen Gastronomie-Landschaft, der Billy Wagner nicht
- 3:31kennt.
- 3:32Billy ist Kult und das nicht, weil er besonders schräg ist.
- 3:35Gut, er ist ungewöhnlich, aber er fällt durch seine Tätigkeit, seine Leistung, seine Ideen,
- 3:39sein Engagement und seine Art, Politik zu machen auf.
- 3:42Sein gastronomischer Lebensweg begann nach seiner Ausbildung im Restaurant Essig-Pretlern
- 3:46ein Stern in Nürnberg, gefolgt vom Restaurant Zutraub in Grävenbruch, im Restaurant Ventage,
- 3:51wo er als Sommelier tätig war, im Monkeys Plaza in Düsseldorf, wo er ebenfalls als Chefsommelier
- 3:55tätig war, dann nach dem legendären Rutz, welchem er als Sommelier und Restaurantmanager
- 4:00diente und ab 2015 eröffnete er das Nobelhardenschmutzig.
- 4:05Ausgezeichnet mehrfach als bester Sommelier vom Falster von den Berliner Meisterkirchen,
- 4:09vom Rolling Pin, Meister der Weine vom Port Colinear, Gastronomischer in der Wartor,
- 4:13von dem Berliner Meisterkirchen und verschiedener Auszeichnungen für seine verschiedenen Beinkarten,
- 4:19die er begleitend ins Leben gerufen hat.
- 4:21Und es ist mir eine Riesenfreude, ihn hier heute bei mir zu Gast zu haben.
- 4:24Herzlich willkommen, lieber Billy Wagner!
- 4:27Eins habe ich noch vergessen.
- 4:31Billy ist ein Macher.
- 4:36Und bevor wir gleich ins Gespräch einsteigen, möchte ich mich aufs allerherzlichste bei
- 4:40unserem Begleiter, bei unserem Supporter, beim Weingut de la Rousset aufs allerherzlichste
- 4:45bedanken.
- 4:46Es gibt Weingüter in dieser Weinwelt, die muss man als Sommelier einfach kennen.
- 4:50Völlig oder pfängig davon, ob man sie mag, ob man den Stil mag, ob man die Charakteristik
- 4:54mag, wenn man Schatteldrinoset oder die Familie de la Rousset in seiner persönlichen Erfahrungsbibliothek
- 4:59nicht vorweisen kann, fehlt eine ganz große Wissenskomponente, die mehr als eine Sommeliergrundlage
- 5:04darstellt.
- 5:05In diesem Fall ist kaum ein Weingut, steht so simbildlich für einen der berühmtesten
- 5:09Weine aus dem Loire-Tal, aus Frankreich, dem Füy Fümeen.
- 5:13Und wenn man sich nur ein kleines bisschen mit der Geschichte beschäftigt und sieht,
- 5:17dass bereits 1787, der aus einer reichen Baguets-Familie stammende, kommt Edmonde Lafond, von Madame
- 5:23Sophie, der elegeteam Tochter von Ludwig XV, das größte und bedeutendste Weingut in Püli
- 5:29du Loire erwart.
- 5:30Nicht nur eine Anekdote besagt, dass die Weisweine dieses Weingutes zu den bevorzugtesten von
- 5:36Napollon gehörten.
- 5:371937 erhielten sie die Ursprungsbezeichnung AOC, Appellation en Gine-Cotrolet.
- 5:42Ein weiterer großer Meilenstein in der Geschichte der Château du Nusée und damit in Verbindung
- 5:47des Püfümees bzw.
- 5:50Gesamtenscentres war 1972.
- 5:53Als seine Abkommenlinge von Comte-Lafond, der Baron Patrick de La Rousset das Gut übernahm,
- 5:58als erster Hauptberuflicher und Vollausgebild der Winzer in seiner Familie war er innerhalb
- 6:04kürzester Zeit in der Lage, die Weine seines Hauses zu absoluten Weltruf zu führen und
- 6:09die Weine und damit Püfümees für jeden Gourmet-Tempel oder jeden Weinginniß ab unentbehrlich
- 6:16werden zu lassen.
- 6:17Mittlerweile ist de La Rousset auf dem gesamten Globus ein Synonym für die feinsten und außergewöhnlichsten
- 6:23Weine aus dem Loire-Tal.
- 6:24Schon sein, in Anführungszeichen normaler, Püfümees setzt absolute Maßstäbe für die Appellation.
- 6:31Die Krönung seiner Arbeit auf Château du Nusée ist aber sicherlich sein Baron de El, der
- 6:36seit 1972 produziert und nur in ganz besonderen Jahren abgefüllt wird.
- 6:41Und da mich diese Weine schon seit vielen, vielen Jahren ein Jahrzehnten begleiten, freue
- 6:45ich mich umso mehr, Baron de La Rousset heute an unserer Seite zu wissen und bedanke mich
- 6:50ganz herzlich für die Begleitung und die Unterstützung.
- 6:53Und ein großes Dankeschön auch dem deutschen Importeur, dem Handelshaus Segnetz.
- 6:58Wir kennen uns lange.
- 7:02Das weißt du vielleicht gar nicht mehr.
- 7:03Ich habe mal Probe gearbeitet im Restaurant Dieter Müller.
- 7:09Darauf wollte ich hinaus.
- 7:10Und das war 2003 im November.
- 7:19Ich weiß.
- 7:20Erinnere ich mich total daran.
- 7:21Und was ich halt so spektakulär eigentlich daran fand und es sind so zwei Sachen, die
- 7:28mich mit dir verbunden haben, welches bewundert habe und die dich einfach auszeichnen zum
- 7:32ein, dass du gesagt hast, das ist nicht mein Laden.
- 7:35Also das war ja in dem Sinn auch eine Gegenseitigkeit.
- 7:38Wir haben ein ganz so offenes Gespräch, hat man selten mit einem Probearbeiten gehabt.
- 7:43Aber du hast auch ganz klar gesagt, das ist nicht meine Show.
- 7:45Ich finde das cool.
- 7:46Ich finde das vor allen Dingen nach dem Essigbreedlein eine super Chance.
- 7:51Aber es ist absolut nicht mein Stil.
- 7:52Es sind nicht meine Leute.
- 7:55Und dass du aber danach herausresortierend die Verbindung gehalten hast.
- 8:00Also du bist nicht rausgegangen und hast gesagt, was für Arschlöcher.
- 8:03Sondern wir haben ja danach eigentlich sukzessiv mit ein paar Jahren Unterbrechung nie den
- 8:10Kontakt verloren.
- 8:11Also woher sich dann im Handel war oder wenn wir uns irgendwie auf der Messe oder sonst
- 8:14irgendwo gesehen haben.
- 8:15Als ich im Handel war und du im Monkeys warst, warst du unfassbar offen für Beratung, für
- 8:24zuarbeit und hat es da auch niemals arrogant gelebt.
- 8:28Wir hatten uns das nächste Mal so ein nächstes Tab war dann, wo wir sehr, sehr eng miteinander
- 8:34waren, waren im Ruts beim Herrn Müller damals schon.
- 8:40Das war auch und ich fand das so spektakulär.
- 8:43Ich habe mich dann auch immer wieder mal am Abend zusammengestaltet.
- 8:45Ich weiß nicht, ob dich daran noch erinnert.
- 8:47Stimmt.
- 8:48Sind Sommi hier abend.
- 8:49Stimmt, Sommi hier abend.
- 8:50Genau.
- 8:51Und dann habe ich den Abend irgendwie so eröffnet.
- 8:52Ich bin Billy Wagner Fan und die Messe hat gejubelt.
- 8:56Also es war so witzig und das war einem doch das ganze Herzen.
- 8:59Also ich war damals und bin dann eigentlich immer noch Billy Wagner Fan.
- 9:03Weil ich finde es eigentlich sehr interessant, wie du bist, wie du auch über die Jahre bist
- 9:10und wie du dich nie verändert hast eigentlich da.
- 9:13Ich frage mich immer, ist das oder soll das?
- 9:17Also bist du so oder möchtest du so sein?
- 9:20Also wenn es jetzt auf den Weingeschmack geht, der hat sich natürlich schon weiter
- 9:26entwickelt.
- 9:27Aber was da glaube ich immer dahinter war, oder die besondere Sachen halt irgendwie
- 9:37suchen oder besondere Geschmäcker irgendwie finden oder das nicht alles so uniform und
- 9:41so weiter schmeckt oder so.
- 9:43Ich als Person hoffe, dass ich mich auch weiterentwickelt habe.
- 9:46Also ich weiß, dass ich mich weiterentwickelt habe.
- 9:49Allein schon durch meine Frau habe ich mich weiterentwickelt.
- 9:52Aber auch als Mensch bin ich halt jetzt 42 und keine 22 mehr.
- 9:59Und dadurch natürlich auch älter geworden und auch ein bisschen reifer und so.
- 10:07Dass ich natürlich gerne so die Leute denken, sich immer irgendwas bei mir.
- 10:14Das ist aber meist gar nicht so tief bzw. ist gar nicht so bewusst gemeint da irgendwie
- 10:22jemanden auf die Füße zu treten oder so.
- 10:25Aber das sind halt Sachen, die mir vor die Flinte kommen oder die ich denke, die muss
- 10:29man aussprechen und das tue ich halt einfach so.
- 10:32Also auch im Restaurant tue ich das halt einfach, dass ich die Sachen halt einfach ausspreche.
- 10:38Gleichzeitig passieren dann auch Sachen, die vielleicht, wenn man sich danach, wenn man
- 10:45sich mal ganz genau überdenken würde, vielleicht nicht so sagen würde.
- 10:49Aber das gehört ja irgendwie mit dazu, gerade wenn man so im Restaurant steht.
- 10:53Und das bin halt dann nicht irgendwie so ein bisschen manchmal unberhelfend in der sozialen
- 10:57Kommunikation.
- 10:58Du sagst, die Leute denken sich was bei dir.
- 11:01Aber ich finde, du regst die Leute auch zum Denken an.
- 11:04Also zum Mitdenken, zum Nachdenken.
- 11:07Du bist dir auch ins Denken mit ein.
- 11:09Und damit meine ich nicht nur deine Statements, die ja durchaus sehr fundamentiert sind, die
- 11:16sehr durchdacht sind, die sehr ... ich mag deine Eloquenz.
- 11:22Also du hast für mich so ein bisschen diese Adenauer Eloquenz, die hat es ja geschafft
- 11:26im Volksmund zu reden.
- 11:29Also nicht möglichst viele Fremdwörter zu benutzen, sondern verständlich zu reden.
- 11:33Und die Sachen, die mit eurer Moniumwandlung, die ihr jetzt vollzogen habt, die ist ja auch
- 11:39sehr durchdacht und was sich eigentlich viele gewünscht haben.
- 11:42Und in der Art, wie du es vermittelst, schaffst du es, dass jeder versteht?
- 11:47Die Louisa, die die ganzen Texte schreibt, die sagt immer, ich bin viel zu lang und viel
- 11:51zu ausführlich und so weiter.
- 11:53Und ich will es halt immer bis zum ... bis es auch der Letzte verstanden hat im Prinzip.
- 11:58Und da wäre vielleicht auch manchmal ... also zum Beispiel auch auf der Homepage schreiben
- 12:03wir natürlich wahnsinnig viele lange Texte und so.
- 12:06Aber irgendwie glaube ich, dass dann die Chance einfach besteht, dass die Leute besseren
- 12:11Abend haben, weil sie sich im Prinzip vorher schon ein bisschen wissen, was sie prinzwieblos
- 12:15ist.
- 12:16Und da habe ich halt so ein bisschen so diesen Erklärbär-Modus, alles dann bis aufs Haar
- 12:22kleinste zu kommunizieren.
- 12:23Wechselt das auch der Unterschied zu Micha und mir.
- 12:26Also Micha erklärt immer nie was.
- 12:27Und der erwartet immer, dass alle das dann so halt die Sonne nehmen, wie sie es nehmen.
- 12:32Und wenn sie es halt falsch nehmen, nehmen sie es halt falsch.
- 12:35Und mir ist es dann halt schon wichtig, dass die Leute es richtig nehmen.
- 12:39Und dass sie dadurch halt auch ja informiert sind und dann auch nichts falsches Denken
- 12:48in den Anführungszeichen.
- 12:49Oder zumindest, sie können ja was denken, was sie wollen, aber sie sollen zumindest
- 12:53die richtige Grundlage dafür haben, nämlich so wie es ist und dadurch halt diese langen
- 12:59oder sehr ausführlichen Statements oder so.
- 13:03Das ist aber was du schaffst.
- 13:04Also du schaffst es dich mit einer sehr eigenen und sehr ausdruckstarken Persönlichkeit in
- 13:09ein System einzuordnen.
- 13:10Das hast du damals im Monkey schon.
- 13:12Also davor weiß ich es nicht, wie du warst, was du warst, ob du genauso warst.
- 13:16Da war ja unser Punkt, wo wir uns kennengelernt haben.
- 13:19Du hast es dann später im Ruts geschafft, dich mit deiner eigenen Charakteristik und
- 13:24Persönlichkeit also nicht nur was zu schaffen, was dort blieb und was auch nachhaltig ist.
- 13:29Und du schaffst es jetzt aber eben auch mit einem Nobelhard, dich da einzuordnen.
- 13:34Sowohl in Mecher Schiefer als eine Bühne zu geben, eben aber auch nur in dem Rahmen,
- 13:39wie er selber möchte, zur Geltung kommen zu lassen.
- 13:42Aber trotzdem, also dann, wenn es einer Bühne bedarf oder eines Darstellers, dann bist
- 13:47du da, ohne dich in den Vordergrund zu drängen, letztlich auch mit deiner Gesamtkonstellation
- 13:52mit den Weinen.
- 13:53Also du gehst ja schon als der Sommi, aber du sagst ganz klar, wir haben andere Sommis
- 13:57bei uns, die ...
- 13:58Sommietheem.
- 13:59Oder ein Sommietheem, ja.
- 14:00Genau, weil es natürlich viel zu groß ist der Laden, viel zu viele Menschen sind und
- 14:05dann brauchst du halt mehrere Leute, die halt auch gewisse unterschiedliche Erfahrungen
- 14:09haben, aber brauchst du ja mehr Leute, die das dann machen.
- 14:12Wie viele sind das da, die sich aktiv richtig 80 Prozent um den Wein kümmern?
- 14:18Also drei, es ist die Eleanor, es ist die Greda und es ist der Steve.
- 14:23So, die kümmern sich im Prinzip so um das Ganze.
- 14:26Und ich störe halt bzw. habe sicher auch eine Meinung oder kann auch eine Entscheidung
- 14:30treffen, wenn Steve nicht da ist, aber ansonsten machen die das eigentlich so von der ganzen
- 14:37Organisation so.
- 14:38Also unnatürlich, wenn ich Station habe, dann mache ich natürlich auch meine Station
- 14:43und dann mache ich da auch nicht auch den Wein so.
- 14:45Also das passiert nämlich auch.
- 14:46Aber generell die ganze Arbeit, die an so einem Weinkeller mit 1750 Positionen irgendwie
- 14:52dran hängt, das Ganze finden von gewissen Sachen oder wiederfinden oder nicht verlieren
- 14:58von bestimmten Positionen, das machen die eigentlich alles.
- 15:03Also auch das Aufräumen, das Fairräumen, das Umräumen, das war ja der, sehen ja die
- 15:12Leute immer alle gar nicht, aber das ist ja der Großteil der Aufgabe eigentlich so,
- 15:16dass man überhaupt erstmal eine Logistik im Prinzip dafür geschaffen hat und auch eine
- 15:21Bewusstheit hat, wann man was bestellt und wann muss man was bestellen um was zu bekommen
- 15:25und so weiter.
- 15:26Und dass die ganze Arbeit machen im Prinzip Steve mit den beiden Damen.
- 15:32Um runtergebrochen, wie viel, also ihr habt um die 40 Towers, glaube ich, wenn ihr gut
- 15:38ausgelastet seid.
- 15:39Ja, das war ja früher so, dann hatten wir maximal 40, aber jetzt hatten wir zum Beispiel am
- 15:44Samstag hatten wir 60 und letzte Woche hat wir 72.
- 15:53Wow, da wird die ein paar von Inmit belegt.
- 15:55Also Inmit.
- 15:56Da wird, na ja, es ist halt dann, wenn halt manche Plätze dann zweimal belegt und dadurch
- 16:02entsteht natürlich dann auch ein Wechsel und die Leute bleiben kürzer und müssen auch
- 16:07weniger bezahlen als früher, das war ja so ein bisschen der Ansatz.
- 16:10Also du kaufst ja normalerweise die Zeit eigentlich in so einem Laden.
- 16:14Dass du halt dann da sitzen kannst und dann wird dir halt irgendwie Entertainment im
- 16:18Form von Tellern, Essen, Getränken, Service, was auch immer angeboten und so.
- 16:23Und du sitzt dann da halt und dann nach zwei Stunden 15, also eigentlich schon nach einer
- 16:30Stunde, anderthalb ist das Essen halt auch noch vorbei, weil das Essen halt vorbei ist.
- 16:34Also die Teller sind groß genug, es gibt weniger Teller und dann kommst du halt auf diese doch
- 16:41am Wochenende schon hohen Coverzahlen.
- 16:44Aber was auch gut ist, da wird auch mehr getrunken.
- 16:46Wo hast du die Inspiration dafür?
- 16:47Also letztlich ist das ja für mich gespiegelt nichts anderes als das Grundamerikanische System.
- 16:52Also zum einen von der Aufstellung der Sommys, du hast einen Wine Director, was du ja im
- 16:55Prinzip bist oder einen Chef Sommys.
- 16:57Auf der anderen Seite hast du dann das Team darunter, aber eben auch vom Turnover oder
- 17:01von den Umschlagzahlen ist ja so, dass du rein auf Effizienz heraus gedacht bist.
- 17:09Also weg in dem Sinne, wir sind schön und kennen uns die Haare hin zum, was müssen wir
- 17:13eigentlich leisten und was ist eigentlich so der Grund, warum Leute zu uns kommen und
- 17:17was möchte ich damit bespielen.
- 17:18Also es ist ja sehr zeitgemäß, woher kommt das?
- 17:22Also als wir aufgemacht haben 2015, da habe ich das alleine gemacht.
- 17:27So, da habe ich dann, also neben der normalen Arbeit, die man so mit Emails und keine Ahnung
- 17:34mehr, was und Gespräch mit der Steuerberaterin und Buchhaltung und so weiter macht, habe
- 17:40ich halt den Wein nebenbei, habe ich den Wein alleine gemacht, so.
- 17:44Und irgendwann hat die Jule damals gesagt, wir brauchen noch jemanden im Service, der
- 17:49auch ein bisschen Wein verstand hat und dann haben wir den Johannes Schellhorn eingestellt.
- 17:53Und ...
- 17:54Was ja schon ein großes Raunen ausgelöst hat damals, also ihr ja schon ...
- 17:58Weiß ich gar nicht, aber es war zumindest, also der Johannes, der war fit und der war
- 18:03jung und der konnte mich gut händeln und ich konnte den Johannes glaube ich ganz gut
- 18:09händeln und auf jeden Fall hatten wir dann zwei Leute, die sich halt mit diesem Thema
- 18:13auseinandergesetzt haben, so.
- 18:14Das war natürlich auch für mich dann eine gewisse Bequeme, weil ich halt dann nicht mehr
- 18:18jeden dreimal die Woche, wenn irgendwelche Weine kamen, die auch noch alle verräumen mussten
- 18:23gewisserweise so.
- 18:24Gleichzeitig hatten wir damals auch 450 Positionen vielleicht oder so oder 500.
- 18:32Das ist natürlich eine ganz andere Logistik dahinter als jetzt mit 1750, weil der Platz
- 18:38ist genau der gleiche geblieben.
- 18:39Ja.
- 18:40Und also wir haben ein bisschen angebaut, indem wir ein paar Sachen ausgelagert haben oder
- 18:46so.
- 18:47Aber im Endeffekt ist der Platz der gleiche geblieben und das bedarf natürlich einfach
- 18:53einer ganz anderen ...
- 18:54Es bedarf einfach mehr Leute, die das auch machen.
- 18:58Also das ist dann der Hinsicht auch erstmal teuer, weil du halt Leute hast, die das dann
- 19:01halt auch irgendwie verkaufen müssen bzw. auch verräumen müssen und so weiter.
- 19:05Ja.
- 19:06Und dafür habt ihr jetzt auch eigentlich eine relativ spannende Auszeichnung bekommen.
- 19:10Beste Weinkarte in Deutschland.
- 19:11Aber zumindest Claudia, die ja mit dem Jury-Team war, attestierte, dass es nicht wegen des
- 19:16Umfangs war oder nicht wegen der Größe, sondern wegen der eigentlich sehr intelligenten
- 19:21Auswahl, die ihr getroffen habt.
- 19:25Also dass ihr da sehr linien treu in der Auswahl seid und da eben sehr tief sind nicht und
- 19:31und das finde ich dann eben so außergewöhnlich, dass als Privatunternehmen, also ihr seid
- 19:36ja kein Teil in einem großen Hotel, sondern ihr habt es ja richtig händisch von null
- 19:39aufgebaut.
- 19:40Nein, die Steuerberaterin ist auch immer nicht so glücklich damit, dass da ...
- 19:44Was ich aber nicht verstehe.
- 19:46Ja, warum?
- 19:47Es liegt dort und es wird ja nicht günstiger.
- 19:48Also beim Wein ist ja für mich so ein Leben keine Ahnung.
- 19:50Ja, aber es fehlt da davon Konto, ne?
- 19:52Und wenn die jetzt die Einkommensteuer bezahlt werden muss und die Gewerbesteuer und so
- 19:57weiter, dann schaut man schon manchmal auch ein bisschen knapp aus von der Liquidität,
- 20:02wie das halt so ist.
- 20:03Gerade wenn dann der was schickt und da musst du was bestellen und da möchtest du noch was
- 20:08und so und dann hast du natürlich auch bei 1750 Positionen hast du ja auch nicht nur
- 20:14drei, vier Sachen, die du im Jahr kaufst, sondern hast da eigentlich so 40, 50 Sachen, die
- 20:18du im Jahr kaufst.
- 20:19Und dann wird sie dann natürlich auch in der Allokation drin bleiben bzw. du brauchst
- 20:24natürlich auch die Weine in gewisser Weise, weil sie werden ja dann doch getrunken bzw.
- 20:29dann sind es halt häufig so Sachen, die es halt auch nicht häufig gibt bzw. da kriegst
- 20:35ihr eh nur sechs oder zwölf Flaschen, wenn du Glück hast, 18 und dann hast du halt so
- 20:40eine Vielzahl an unterschiedlichen Produzentinnen und dann leppert sich das halt einfach alles
- 20:47so, ne?
- 20:48Auch in der Kohle einfach so, ne?
- 20:49Wie viel ist da von Gästewunsch und wie viel ist Team oder Billywunsch von der Auswahl
- 20:55der Weine?
- 20:56Also wie wichtig sind deine Gäste dir?
- 20:59Ja super wichtig, aber die müssen sich halt an das, ja die müssen sich halt, die müssen
- 21:07halt das trinken, was ich sage, also, oder was wir einkaufen in gewisser Weise, ne?
- 21:11Also das ist ja Teil der, das ist ja überall so, würde ich sagen, ne?
- 21:16Also ja.
- 21:17Und also wir haben jetzt keinen Grauburgunder auf der Karte, zumindest ist nicht den typischen
- 21:23Grauburgunder auf der Karte, ganz bewusst auch nicht, sonst könnten wir den auch fünfmal
- 21:26im Abend verkaufen.
- 21:27Aus oder warum?
- 21:28Also um die Leute umzuherziehen oder will du das scheiße, findest du?
- 21:31Also wir haben Grauburgunder auf der Karte, aber halt nicht den typischen Grauburgunder,
- 21:37den man, den du halt auch in ganz vielen Unternehmen einfach brauchst, das ist doch gar keine Grauburgunder
- 21:44Bashing, soll es jetzt sein, aber du, ich will halt nicht fünfmal am Abend Belligin von
- 21:51Michael Jackson spielen, sondern es soll halt auch für uns ein bisschen interessant sein
- 21:56und dann ist es halt am einfachsten, gewisse Sachen einfach nicht zu haben.
- 21:59Und damit machen wir uns das Leben natürlich ein bisschen schwer, weil wir halt immer darum
- 22:03herumschiffen müssen, also, wer kennt das nicht, bitte mit wenig Säure den Wein und
- 22:08so weiter, ne?
- 22:09Und ein bisschen fruchtiger und ein bisschen weicher und so, ne?
- 22:11Dass er nicht im Magen krummelt und alles und das gibt es ja auch woanders und also
- 22:19gibt diesen Wein Geschmack gibt es auch woanders und vielleicht sogar noch so, dass er auch
- 22:24mir oder dem Steve oder der Greta oder der Elena im Prinzip gefallen so, ne?
- 22:30Und ja, also der Gast darf da ja keine, also der Gast darf in der Beziehung keine Rolle
- 22:39spielen.
- 22:40Aber natürlich für den Gast was haben und du musst auch für die unterschiedlichen
- 22:44Gäste Wünsche für den Gast was haben, das finde ich schon sehr, sehr entscheidend.
- 22:48Also da und da können wir ja auf verschiedensten Ebenen den Gast auch irgendwie gut beraten
- 22:54bedienen und so.
- 22:55Und da geht es überhaupt nicht um mich, sondern geht es erstmal in erster Linie um den Gast.
- 22:59Aber die Auswahl von dem, was ich da jetzt mir nun ins Zimmer hänge, die muss natürlich
- 23:08ich treffen zu 100 Prozent und ich würde sagen wir, also haben keine Kompromisskäufer
- 23:20auf der Karte.
- 23:21Wie ich jetzt einmal so behaupten, natürlich verkaufen wir Dondonia, weil es ein weicher
- 23:28Spanier ist mit ein bisschen Reife so, ne?
- 23:30Und natürlich haben wir auch Bordeaux, der irgendwas kostet, aber jetzt nicht von den
- 23:38Blue Chips, sondern von zwei, drei vielleicht etwas spannenderen Weingütern und natürlich
- 23:46haben wir auch einen deutschen Riesling da aus dem großen Gewächsbereich oder wir haben
- 23:49natürlich auch was aus dem Jura oder aus dem Savoir oder Orange oder keine Ahnung was
- 23:54da, ne?
- 23:55Und das ist ja immer so, dass man sich immer so ein bisschen auf die Karte hat und dann
- 24:02dann ist es so, dass man sich immer so ein bisschen auf die Karte hat und dann ist es
- 24:08so, dass man sich immer so ein bisschen auf die Karte hat und dann ist es so, dass man
- 24:13sich immer so ein bisschen auf die Karte hat und dann ist es so, dass man sich immer so
- 24:18ein bisschen auf die Karte hat und dann ist es so, dass man sich immer so ein bisschen
- 24:22auf die Karte hat und dann ist es so, dass man sich immer so ein bisschen auf die Karte
- 24:29hat und dann ist es so, dass man sich immer so ein bisschen auf die Karte hat und dann
- 24:35ist es so, dass man sich immer so ein bisschen auf die Karte hat und dann ist es so, dass
- 24:40man sich immer so ein bisschen auf die Karte hat und dann ist es so, dass man sich immer
- 24:45so ein bisschen auf die Karte hat und dann ist es so, dass man sich immer so ein bisschen
- 24:49nicht, dass ein Hofgut Falkenstein oder eine Aulerde vom Philipp Wittmann oder so jetzt
- 24:57provozierende Weine sind. Natürlich gibt es auch aus Rhein-Hessen ...
- 25:03Aber Falkenstein würde ich schon, dass der ... also es ist kein ...
- 25:07Ja natürlich, kein Kulikchin.
- 25:09Ja, aber für mich ist es nicht provozierend, sondern für mich ist es ein ganz typischer
- 25:15Geschmack, der auf Schiefer beruht und der halt besonders kark oder trocken oder also
- 25:23wenig süß, wenig fruchtig im Prinzip ist, aber es ist trotzdem noch riesling auf Schiefer
- 25:29und das ist jetzt kein ... es ist jetzt nicht Free Jazz, sondern das ist eine gelernte Musikart,
- 25:36die wir da irgendwie bespielen. Und natürlich gibt es den 100fach langweiliger oder langweilig
- 25:43und das ist halt so, wie er finde ich, sein sollte. Also die ...
- 25:48... Herausarbeitung der Qualität, also genauso wie mit Philipp sein Wein, die sind dann,
- 25:53das ist jetzt auch nicht provozierend und vom Moorstein gibt es wahrscheinlich mittlerweile
- 25:5715.000 Flaschen oder so, keine Ahnung, wie viel der da macht, aber ...
- 26:03... aber das ist jetzt kein provozierender Weingeschmack und das haben wir ja auch
- 26:09und das muss auch, finde ich, ein Restaurant, wie wir es jetzt haben, das auch liefern in
- 26:15der Hinsicht, dass da ... dass das halt auch einfach dann gut ist, so wie es da ist,
- 26:22so, ne? Also ich finde zum Beispiel, dass Ernst, die sind da sehr, sehr viel provozierender
- 26:26in der Wein-Kartengestaltung und sind da wesentlich weniger auf die Gäste zu geschnitten.
- 26:33Also wir sind da ja dann schon eher brav, in dem ... also bei uns gibt es natürlich wilde
- 26:38Trinkungen, klar, und aber wir haben eigentlich für jeden Trinker, jede Trinkerin, irgendwas
- 26:47gemein dabei, so. - Ich weiß, 750 muss dir auch, also muss jeder was sehen. - Also muss ja was dabei sein,
- 26:52ganz genau. Und natürlich gibt es immer wieder Leute, die sagen, das ist alles scheiße,
- 26:55was wir haben. Logisch, die gibt es ja immer, also egal, welche Karte du gerne guckst oder so,
- 27:00also das ist halt so, ne? - Bring your own bottle, mögt ihr das oder ist das Quatsch? - Ne,
- 27:05können sie machen. - Cockle, was kostest du bei euch? - Je nachdem, wie gut die Flasche ist. - Okay.
- 27:09Wie viel du davon abbekommst. - Nee, nee, nee, nee, nicht wie viel ich davon abbekomme,
- 27:14ich trinke nicht während der Arbeit, aber wie besser die Flasche, desto weniger cockelt. - Okay.
- 27:20Also es hat letztens jemand Domain L'Roi, Allégouté 2014 mitgebracht, es hat schon mal jemanden 90er
- 27:29Marc Romit gebracht, es hat auch mal jemanden Hochzeitswein mitgebracht, ein grauburgunder Kabinetttrockner,
- 27:37der zehn Jahre alt war. - Secute also da. - Und das ist dann auch in Ordnung, es war die letzte Flasche
- 27:42und die haben sie auch nur zur Hälfte getrunken, aber es war halt die letzte Flasche von dem 12er
- 27:47Karton, die sie zu Hochzeiten hatte. Und das ist dann ja auch nett und so, aber es wollte auch schon jemand,
- 27:52und nichts gegen Markus Schneider jetzt, aber vielleicht doch gegen Markus Schneider, nichts gegen Markus Schneider,
- 28:00aber gegen den Vier der Weine oder den Kettung. - Kettung, Magnum, aktueller Jahrgang, also vorher noch zu Wein und Glas gerannt
- 28:07und dann dafür, weiß ich nicht, was der kostet, 50 Euro, 60 Euro in eine Flasche Kettung gekauft
- 28:12und dann die mit zu uns gebracht und dann diese ganze Flasche zu zweit auch noch, also schütten sich jeder,
- 28:19ein Dreiviertel Liter Souvignon aus der Pfalz rein, im aktuellen Jahrgang, also das hat richtig Geld gekostet.
- 28:27Weil da muss ich ja dann wieder sagen, also natürlich mache ich die auf und das ist gar kein Problem
- 28:32und ich seh wirklich auch so, wie die haben wollen, aber dann geht ja den Leuten so ein richtiges Erlebnis auch noch mal flöten,
- 28:39weil das ist ja dann auch, also das ist ja dann wie Coca Cola saufen oder wie Augustina am Oktoberfest sich so drei Maßere einstellen,
- 28:47da geht es ja auch nicht um Geschmack, da geht es dann um den Rausch wahrscheinlich viel mehr oder um die Stimmung oder sowas,
- 28:52aber da geht es ja nicht um diesen Geschmack, also das fand ich dann so ein bisschen albernd und das kostet dann halt auch natürlich.
- 28:58Oder wenn manchmal die Leute so kräftige, dicke, modern gemachte Spanier bringen sie ab und zu mal mit und so,
- 29:04das ist auch alles in Ordnung, sollen sie auch alle machen. Die Problematik ist halt, das haben wir mittlerweile gelernt
- 29:10oder beziehungsweise, das haben wir relativ schnell gelernt, dass wir die Leute vorher fragen, ob sie sich unserem Urteil aussetzen wollen
- 29:16oder meinem Urteil viel mehr, weil normalerweise ist man ja freundlich so und aber da sagt man ja jemanden, der vielleicht was Gutes mag
- 29:26oder der das gut findet, ergreift man ihn ja schon in seiner Persönlichkeit an.
- 29:31Das muss man dann auch wissen und wollen beziehungsweise, das fragen wir ganz genau vorher ab, ob denn unsere ehrliche Meinung gewünscht ist
- 29:41oder meine oder Steve ist dann in Endeffekt und dann wird diese, ja dann muss man sich halt ja aussetzen, wenn man das will.
- 29:51Also dadurch nehmen wir natürlich auch ein bisschen Feuer raus aus der ganzen Situation, aber im Endeffekt sagst du natürlich den Leuten,
- 29:57die haben auch manchmal leider noch nicht so entwickelten Geschmack, sagen wir mal.
- 30:02Sehr gut formuliert, also es war immer, in der Tat, mein ganz großes Problem.
- 30:06Viele fragen ja nach der Meinung oder fragen auch nach der Meinung, wenn sie weinen aus dem eigenen Keller, wenn sie irgendwo zu Besuch sind,
- 30:12also auch irgendwo ein Gutes oder sonstiges, was man davon hält.
- 30:15Und ich habe das auch mal versucht abzufragen oder eben zu avisieren, dass wenn ich meine Meinung darüber zum Besten gebe,
- 30:23die dann eben auch manchmal schmerzlich ist, um wenige können damit umgehen.
- 30:27Das muss man klären einfach.
- 30:29Und der andere will ja die ehrliche Meinung haben, gleichzeitig ist aber diese Überraschung dann, wenn man selber fest daran glaubt
- 30:39und dann fragt man jemanden, der Ahnung hat und natürlich bist du nicht allwissensilvio und ich sowieso nicht
- 30:46und wir alle haben auch einen eigenen Geschmack und da gibt es, also das sind, aber im Endeffekt,
- 30:55man beschäftigt sich ja mit einer Thematik und es ist ja wie jemand, der was über Musik versteht
- 31:01und wenn er dann sagt, die Biedel sind scheiße, dann sind die Biedel scheiße.
- 31:06Ob die Biedel sind scheiße sind oder nicht.
- 31:08Da gibt es genug Leute, die das anders sehen.
- 31:10Wenn man es verargumentieren kann, also wenn man einfach sagen kann, okay, ab dem von mir aus auch ab der Phase sind die Scheiße.
- 31:15Also keine Ahnung, wie man bei Ois sagt, ab der Phase, wo sie ins Tiergearbe geändert haben, wurden sie halt schlecht oder wie auch immer.
- 31:22Dann finde ich, wenn es ein Argument dabei gibt, dann ist es Fundamentierten.
- 31:26Dann ist es ein Spiel zwischen Meinung und eben Fundamentierten Wissen und dann macht es Sinn.
- 31:33Auf der anderen Seite interessiert mich natürlich, wenn wir, jetzt haben wir Markus,
- 31:36mal gerade durch den Kakao gezogen, bleiben wir einfach dabei, nicht eben, dass wir nicht die nächste Tür aufmachen.
- 31:42Was magst du nicht und was bewunderst du bei dem?
- 31:46Weil ich finde, also ich finde den Weg, den er gemacht hat.
- 31:50Sensationell.
- 31:51Genau, also er hat so ein, also ein Konzeptwein gut ins Leben gemacht.
- 31:55Ja, ja, das ist ja, also wir geht es ja nicht um das Unternehmerische oder um die Größe des, oder die Außenwirkung für den deutschen Rotwein überhaupt.
- 32:06Und also das ist ja sensationell im Prinzip, also nicht im Prinzip, das ist sensationell.
- 32:13Das sind völlig gut gemachte Weine, die natürlich in ihrer Menge an Flaschen, die dahinter stehen, auch in der Hinsicht funktionieren müssen.
- 32:24So, und das ist halt dann natürlich auf Kosten so ein bisschen auch das Geschmacks, beziehungsweise nicht Kosten des Geschmacks,
- 32:30dass das schlechter Wein ist, nein, das gar kein schlechter Wein, das ist sogar sehr guter Wein,
- 32:35weil das ja eine riesen Menge dahinter steht, die dann auch noch schmeckt, also, aber es muss halt möglichst vielen Leuten schmecken.
- 32:42Und das ist halt der Punkt, wo ich dann sage, na ja, das ist dann halt ein bisschen langweilig vielleicht,
- 32:47dass mir als Heavy User von Dingen, die ich in meinen Mund reinstecke, wo ich mir, wo ich ganz genau aufpasse,
- 33:00was schütt ich mir eigentlich in die Birne, weil das halt einfach Nervengift ist.
- 33:06Wir sind immer am Hang des Alkoholismus und da muss ich das dann halt nicht haben.
- 33:13Und deswegen bin ich da total, deswegen trinke ich das halt auch nicht, nicht dass du trotz, habe ich letztens mal irgendwo,
- 33:19ich habe mal irgendwas von ihm getrunken und das war guter Wein, also das ist gar keine Frage, also da geht es nicht darum.
- 33:27Und ich kann auch jedes Restaurant verstehen, die das auf der Karte hat,
- 33:32weil es vielleicht kein Wein-Kellner, Kellnerin irgendwie so im klassischen Sinne hat und dann läuft das halt einfach.
- 33:37Das ist mein Dank bei dafür. Ich finde diese Gratwanderung ist einfach großartig, man sagt auf der einen Seite habe ich
- 33:43ein Wissen und ein Verständnis für authentische Wein, auf der anderen Seite respektiere ich trotz dem anderen Wein,
- 33:48so lange es nicht irgendwie aus dem Märchen Sekt ist, also, ein Ruhkennel und sonstiges, das finde ich eigentlich,
- 33:53also, damit eben auch den Geschmack der Gäste zu respektieren, die vielleicht nicht so tief in dieser Wein-Szene drin sind
- 33:59und das irgendwie vielleicht nur anders greifen können, weil du sagst, heavy-user, wann trinkst du Wein?
- 34:04Also, nicht degustieren oder nicht irgendwie, du versuchst ihn zu analysieren, sondern aktivist trinken.
- 34:10Gestern Abend zum Beispiel. Gestern Abend habe ich Wein getrunken.
- 34:15Dann in Gesellschaft alleine zum Feierabend, zum Runter oder gibt es einen Anlass für dich oder einen perfekten Moment, wo du ...
- 34:23Also, wenn ich alleine ins Restaurant gehe, was ich leidenschaftlich gerne tue, weil ...
- 34:30Was ist das Beste? Also, es ist nicht die Kommunikats ... ich finde nicht schlimmer als Geschäftsessen.
- 34:34Ich hatte jetzt vor drei Monaten Geschäftsessen, ganz tollen Restaurant in Köln, ich fand das schade,
- 34:39weil ich halt in der Kommunikation war und mich die Essen gar nicht widmen konnte.
- 34:42Und von dem her, aber was ist dein Grund, warum du ist das Gleiche?
- 34:45Normalerweise gehe ich mit Freunden essen, also ich gehe jetzt nicht ... also, Geschäftsessen habe ich jetzt selten, würde ich sagen,
- 34:50ich gehe ja mit Freunden essen oder ich gehe mit meiner Frau essen und natürlich ist das toll, wenn ich mit Freunden und meiner Frau essen gehe.
- 34:56Aber ich bin grundsätzlich ein großer Freund des auch Alleineessen-Genes.
- 35:00Sich alleine hinsetzen und dann da was trinken oder was essen und so weiter, das mache ich schon sehr, sehr gerne.
- 35:07Ich bin halt dann an, ja, muss da da auf keinen Rücksicht nehmen und das finde ich schon auch persönlich erstmal sehr, sehr schön.
- 35:16Und da trinke ich natürlich alleine, so, dann, weil ich aber bin in einer Gesellschaft im Restaurant, weil da sind dann noch andere Menschen.
- 35:23Aber so alleine trinken, ich glaube, ich trinke nicht mal ein Bier alleine.
- 35:30Also ich bin da, also ich trinke ab und zu mal nach der Arbeit ein Bier, aber sehr selten eher alkoholfreies.
- 35:43Einfach weil es was Trockenes ist und nicht süßes, limonadiges, so, ne?
- 35:52Also ich mag zum Beispiel das Neumarkter Lamspreu alkoholfrei, das finde ich eigentlich ganz, ganz schön.
- 36:02Weil das halt wirklich so ein, ist jetzt auch nicht so ein pale-eliger Stil.
- 36:08Und so und das ist dann Bier, was ich auch immer, also das ist halt Bier, aber ohne Alkohol so, ne?
- 36:13Und ja, also alleine trinke ich, also wenn ich in der Bar gehe, was ich auch ab und zu mal tue, dann kenne ich aber normalerweise den Barbetreiber oder die Betreiberin oder so.
- 36:26Und dann trinke ich da vielleicht auch wieder alleine, ja, aber da ist man auch wieder in Gesellschaft in gewisser Weise.
- 36:32Oder man ist an einem Ort, das man vielleicht nicht alleine trinken muss, so halt nur, ne?
- 36:38Aber alleine trinke ich eigentlich nie, sondern immer irgendwie mit meiner Frau oder mit Freunden oder beruflich, wenn wir irgendwo essen sind, weil wir da hingehen wollen müssen
- 36:52und ich da halt irgendwas mir denke, mir erhoffe, dass ich da irgendwas mitnehme oder so, dann, ne?
- 36:58Wegen des Genusses oder wegen des Geschmacks, in Gesellschaft schmeckt es besser?
- 37:05Nö, nö, nö, nicht in Gesellschaft schmeckt es besser, sondern ich trinke, weil ich den Geschmack mag.
- 37:10Ja, aber warum du nicht alleine trinkst und aber in Gesellschaft und dann wieder konträr, warum du alleine essen gehst, aber...
- 37:17Naja, also alleine trinken, was heißt, also wann ist man denn alleine, wenn man daheim ist?
- 37:23Also ich glaub, ich weiß gar nicht, wann ich mir meine Flasche aufgemacht habe, alleine.
- 37:30Also wüsste ich jetzt, also es bestimmt schon passiert, aber wüsste ich gar nicht, wann ich das mal gemacht habe.
- 37:42Also ich will nicht betrunken werden, ja, aber natürlich betrunken, logisch.
- 37:48Und das ist natürlich in Gesellschaft viel schöner, weil dann der Redeflus oder die Stimmung oder, ne?
- 37:58Oder auch die Erschöpftheit oder so bisschen einsetzt oder so, ne? Also ich, ja, aber ich...
- 38:07Was ist feindlich?
- 38:08Aber du hast gerade immer noch gefragt, wie alleine essen, ja, alleine essen ist ja auch was anderes als trinken, oder nicht?
- 38:15Wenn man so ist, das ist ja...
- 38:17Nee, finde ich nicht.
- 38:18Also deine Welt ist deine Welt, aber ich finde, Essen ist eh nicht wie trinken, man muss sich drin fallen lassen können
- 38:25und den einzelnen Prozessen am Gaumen, in der Entwicklung, das Spiel zwischen Riechen und Schmecken.
- 38:31Ja, weil du ist ja aus einer gewissen Notwendigkeit heraus, weil du Hunger hast, ne?
- 38:35Ja.
- 38:36So, aber trinken muss ich jetzt nicht, ich kann auch Wasser trinken und dann tue ich das, ne?
- 38:42Also da bin ich nicht mehr drustig, so, ne? Also da trink ich jetzt auch kein Alkohol erstmal per se, ne?
- 38:47Beim Essen ist es da doch eher was anderes, ne?
- 38:50Ja, da ist es aber auch, dass ich könnte auch Weißbrot von der Ecke irgendwie in den Kanten knappern,
- 38:56das würde auch reichen, so wie Wasser auch reichen würde und für mich ist der Alkohol oder der Wein
- 39:03diese zusätzliche Kultur gut, wie eben auch im Restaurant das Benut, der Meergeschmack, die Meeraufwendung,
- 39:10mehr Strapazen auch für mich das zu essen, eigentlich auch dann so der, der Meer wert sind dabei.
- 39:17Ich nehme ja viele Sachen dann auch mehr zu mir, an Geschmack oder an Zucker oder was auch immer,
- 39:22was ich normalerweise nicht bräuchte, so wie ich sonst beim Wein den Alkohol zu mir nehme, den ich nicht bräuchte.
- 39:29Ja, aber das ist, ja, man, aber so wichtig ist mir der Wein nicht.
- 39:35Also, ich alleine dann da was trinke. Ich weiß gar nicht, wann ich alleine mal mir eine Flasche...
- 39:44Also, ich habe schon eine Flasche aufgemacht und die alleine getrunken und meine Frau hat nichts getrunken,
- 39:51das passiert schon, da bin ich aber auch...
- 39:54Trotzdem in Gesellschaft.
- 39:55Ja, trotzdem in Gesellschaft, ne? Das passiert schon, aber dass ich jetzt alleine vom Fernseher...
- 40:01Also, ich binche irgendein so ein Netflix-Ding und hau mir eine Pulle...
- 40:11Also, auch kein Schnaps oder kein Bier rein.
- 40:17Ich trinke nicht, das passt für mich auch nicht zusammen, sondern das ist, wenn dann im Restaurant
- 40:22oder das ist dann mit Freunden beim Essen und dann darf das auch großzügig und viel und so weiter sein und alles, ne?
- 40:30Aber, ja...
- 40:32Gibts für dich ein Leben ohne Wein?
- 40:34Ne, ne, ne, glaube ich nicht. Also, ich habe ja, bevor wir uns kennengelernt haben, habe ich 1,5 Jahre Zivildienst in Chicago gemacht.
- 40:52In Chicago?
- 40:53In Chicago, genau.
- 40:54Warum?
- 40:55Das war der andere Dienst im Ausland.
- 40:57Oder wie war die Frage, genau wie?
- 40:59Genau, der andere Dienst im Ausland und es war halt so ein...
- 41:03Also, damals war das ja noch verpflichtend, dass man den Zivildienst machen musste oder den Militärdienst zu Bundesjahr gehen.
- 41:11Und da war ich in einem Museum beschäftigt und dort war der German Intern bei der Holocaust Memorial Foundation of Illinois.
- 41:23Wie krass ist das denn?
- 41:24Und habe dort mit Aktionsdünnezeichen Friedensdienst, ein anderer Zombiellege, den Jan Huggel, den habe ich damals dort kennengelernt.
- 41:36Und, also auch ganz unabhängig und schon vor Wein auf einer ganz anderen Ebene im Prinzip kennengelernt.
- 41:43Und da war ja, bei mir war da damals schon Wein im Fokus, weil ich davor im Essigbreedlein ein Jahr gearbeitet hatte.
- 41:57Und dieses sich mit Wein beschäftigen war dann auch in Chicago der Fall, dass ich halt zu den örtlichen Weinhändlerinnen gegangen bin.
- 42:12Und dann dort bei Verkostungenteil genommen habe oder da hat halt dann Tischpräsentation, Ecol 41, irgendwie so erinnere ich mich noch.
- 42:23Oder manchmal war mal auf einer Washington State Verkostung mit 20 jungen, damals sehr jungen Winzerinnen da.
- 42:31Und so was halt habe ich halt gemacht oder habe halt mich mit diesem Thema auseinandergesetzt oder da halt auch weiter probiert.
- 42:39Oder bin auch damals in dieser Zeit in Chicago einmal zu den Niagara Falls gefahren, geflogen und einmal auch nach Kalifornien, nach Napa Valley.
- 42:55Und habe mir das einfach mal angeguckt, so was, wenn man da eh schon lebt, dann war das jetzt auch nicht so ein wahnsinnst trip, also wie jetzt aus Deutschland da irgendwie hinzufahren und so.
- 43:05Und da hat sich die Weinleidenschaft oder so, also ging da auch weiter so.
- 43:11Und demnach, ich würde jetzt kein Restaurant mehr machen, dann wäre es sicher auch so, dass ich natürlich trotzdem mich über das Getränk informiere, weil es mich interessiert.
- 43:28Weil man dadurch natürlich auch immer wieder einen Zugang an Orte bekommt, die man sonst eben nicht bekommt.
- 43:36Also das sage ich immer so blöd, aber man kann irgendwie auf Burgen und Schlössern in der Toskana rumhängen oder halt in Restaurants und auf Weingütern.
- 43:49Und das zweite ist irgendwie auch schön so, ne?
- 43:52Und man kriegt dadurch nochmal einen ganz anderen Blick auf Kultur, Historie, Geografie, aktuelle Zeitgeschehen.
- 44:05Also wir waren jetzt in Kreta und haben da so einen total Verrückten kennengelernt, der mal bei Franz Keller gearbeitet hat Ende der 80er Jahre.
- 44:16Und seit '92 oder '93 da unten Wein macht, das ist schon kommerziell, aber irgendwie muss jetzt nicht davon jedes Jahr leben und so.
- 44:27Und das ist halt besonders so ein Typen kennenzulernen, der so in seiner komplett eigenen Welt eigentlich lebt.
- 44:35Und das wäre ja nicht so, wenn wir jetzt einfach nur nach Kreta fahren würden und uns dort irgendeinen Alters-Schloss angucken.
- 44:43Oder irgendeinen Grabstein oder irgendwie so oder am Strand die ganze Zeit liegen oder so.
- 44:49Und das würde dann alles wegfallen von dem Ort, an dem man irgendwie ist.
- 44:54Und das ist dann halt schon immer cool.
- 44:56Und Wein ist ja dann nur eins, aber wir haben uns dann auch jetzt auf Kreta, auch so so 'ner Käserei, haben uns die mal angeguckt irgendwie so.
- 45:05Wie die halt Schafskäse machen und so oder Väterkäse machen.
- 45:08Und das ist halt auch irgendwie ganz schick so.
- 45:12Das macht dann auch so ein bisschen Entertainment oder so ein bisschen Freizeitbeschäftigung.
- 45:17Und man macht dann was und man lernt da den Ort nochmal ganz anders kennen.
- 45:21Und ich finde das Interessante dabei, diese stetige Begeisterung zu erhalten, die viele auch andere Lebensgeschichten uns damit liefern.
- 45:31Also wie eben mit diesem Winzer, wir haben vorhin ganz kurz über, es war in Gutwalter, Sahle und Strutt geredet.
- 45:36Also wie begeistert wir eigentlich sind, was für ein Job der macht, wie durchdacht dieser Job ist.
- 45:40Und obwohl der eben total tiny ist und total für viele gar nicht greifbar ist, das so durchdacht und so tiefsinnig.
- 45:47Und das operisiert uns dann eben auch so im täglichen Sein und schaffen und machen und tun.
- 45:53Was ist Wein für dich?
- 45:56Wenn das ein ein Wort kleiden müsste.
- 46:00Ein veredeltes landwirtschaftliches Produkt.
- 46:04So nüchtern?
- 46:06Wow!
- 46:08Weil der Bauer oder die Bäuerin, also der Winzer im Endeffekt, der ein cleverer Vogel ist, der es schafft,
- 46:18für die über die Veredelung ein Vielfaches von dem zu erzielen, als was der eigentliche Kilo oder zwei Kilo Trauben wert sind.
- 46:29Sehr interessanter Ansatz.
- 46:31Ganz nüchtern.
- 46:33Es gibt für dich was Vergleichbares mit Wein?
- 46:35Also wo du sagst, wirst du die Bier, was dir auch tief in dem Thema drin, einer der ersten, die Bierkultur auch gelebt haben, damals schon im Rutz?
- 46:45Naja, das kam irgendwie mehr so aus dieser Sache heraus.
- 46:50Also auch im Monkeys haben wir das, da das Sebastian und ich hatten wir schon immer ganz klare Vorstellungen,
- 46:55dass sich nicht nur auf den Wein beschränken darf, sondern dass sich das auf alle Spirituosen oder auch auf alle anderen Getränke,
- 47:05also muss man jetzt mal so als Beispiel Martini auschenken oder gibt es da noch einen anderen Wermut, der vielleicht sogar besser schmeckt?
- 47:14Also man kann schon in der Diskussion, also man kann auf jeden Fall sagen, wir brauchen Wermut in so einem Restaurant
- 47:20und dann fragt man sich, ist das jetzt der beste Wermut und damals haben wir das schon für uns so ein, also ein Fragerkatalog einfach mal aufgestellt,
- 47:28ist das jetzt die beste Cola, die wir da haben oder gibt es eigentlich noch eine andere oder trinken wir die Cola nur aus Gewohnheit, die Coca Cola
- 47:39oder gibt es eigentlich schmeckt die Premium Cola eigentlich viel viel besser oder so?
- 47:43Und so, dass eigentlich bei jedem getränkt durchdekliniert und ich finde, das ist auch unsere Aufgabe.
- 47:48Der Steve hat letztens einen spektakulären Pastis, Rangel, Kart mit Jahrgang aus der Schweiz.
- 47:57Ich jetzt richtig bin und so, der schmeckt spektakulär, wenn man das mal probiert gegen so ein Rica oder so, das ist ein Welten, die da sind.
- 48:06Sagt man ja mit Wermut schon teilweise was, da teilweise an Kulturkuchen.
- 48:09Genau, und das ist, wenn man sich dann mit dem Geschmack befasst, weil man sich auch so ein Kosmosaufbau oder so ein Maßstab vergleicht und so weiter,
- 48:17dann ist das meine Aufgabe, unsere Aufgabe und dann interessiert mich das natürlich auch, das herauszufinden, wie so das so gut ist, was da dahinter steckt
- 48:27und auch mich auch mit meinem Geschmack auseinanderzusetzen.
- 48:32Also im Endeffekt das Wissen über Wein ist ja dann auch mal ein bisschen Selbstschutz, dass man sich halt gute Sachen in die Birne knallt und eben nicht nur,
- 48:41ja, das war halt weiß, was man da, ne?
- 48:44Hast du einen Alltagswein? Würde du gerade in die Birne knallt, sagst?
- 48:47Champagner.
- 48:48Okay, gut hinterher.
- 48:50Jetzt hört sich arrogant an, aber wir haben eine riesen Champagnakarte mit über 220 Champagnas auf der Karte und dadurch probieren wir extrem viel Champagnas
- 49:05und dadurch, dass wir halt mit so vielen eher kleinen Weingütern arbeiten und wo es teilweise wirklich auch dann nur 12 Flaschen gibt oder so von einem Wein,
- 49:19brauchen wir auch diese Vielzahl, um überhaupt die Menge an unterschiedlichen Champagnas, die wir so im Jahr brauchen, abzudecken.
- 49:27Oder wie wichtig ist dabei für dich die Größe, gerade in der Champagne gibt es ja auf der einen Seite schon Produzenten, die um die drei teilweise 60 Millionen Flaschen produzieren pro Jahr.
- 49:37Ist das für dich, wo du sagst, nein, diese bitte nicht?
- 49:41Oder also müssen gewollt kleine Produzenten sein oder sagst du, ja, manchmal haben die dort einen gewissen Prestigebereich, ja auch durchaus interessante Sachen, die sich darauf konzentrieren.
- 49:51Also ist die Größe für dich irgendwie relevant? Entdeckst du da einen gewissen Kommerziellen Geschmack, der bei 3 Millionen oder 6 Millionen oder 60 Millionen Flaschen durchaus gegeben sein muss,
- 49:59wenn wir auch eine gewisse Qualitätsnormung haben möchte oder sagst du, nein, da gibt es auch leckere Sachen?
- 50:05Mein Freund Hans Martin hat mir letztens ein Glas, kommt der Champagner, ich weiß nicht, was das für ein Jahrgang war, sieben, glaube ich,
- 50:13das ist der Jagdkolle Jahrgang, der gerade verkauft hat, ich weiß es nicht, sieben, glaube ich, war es, eingeschenkt und das war ein spektakuläres Glas.
- 50:19Also muss ich wirklich sagen, das war richtig, richtig gut, ne, so, es hat mir richtig gut gefallen.
- 50:24Ich habe vor 4 Tagen, habe ich ein Glas Klo de Ambonnet getrunken, ein Glas, doch ein Glas, es war ein ganzes Glas und ich habe das Blind eingeschenkt bekommen und das war sehr guter Champagner, also es war wirklich sehr guter Champagner,
- 50:43als ich dann gehört habe, wie teuer der eigentlich ist, also ich weiß natürlich, wie teuer der ist, aber als ich dann gehört habe, was es eigentlich ist, habe ich gesagt, also das ist ja aber so viel wert, es ist auch nicht,
- 50:52das ist dann dieser, weiß ich nicht, kostet die Flasche 2000 Euro, 1000 Euro oder so, keine Ahnung, das ist natürlich im Einkauf, also Absurz sowas, das finde ich langweilig dann im Endeffekt.
- 51:03Aber ich finde, und das ist der gesprächende Punkt, also gerade Champagner, gerade die Champagner, durch diese extremen Stellschrauben, die gedreht werden können, können dort Winzer und Winzerinnen ein extrem krass Charaktervolles Getränk machen.
- 51:25Und mir persönlich, also ich mag Reifen Champagner à la Talon sehr, gleichzeitig finde ich aber auch Georges Laval, Cumier, richtig gut, ich mag diese Weinigkeit bei Benoit Lahé, ich finde die Kernigkeit bei Cassette Baud, super.
- 51:51Also da wirklich viel an, also diese Vielfalt, die dann das Einzelte Champagnerthema hat und das muss ich wirklich sagen, das ist dann was, was wir, das gab es früher so nicht in meinem Rader, also ich habe mal bei einer Traube gearbeitet und in der Traube hat mir auch eine riesen Champagnerkarte, Revenbruch, genau, riesen Champagnerkarte, ich glaube 400 Position, aber halt alles eher in diesem klassischen,
- 52:20Hefelager, Süße, Bröt, vielleicht mal extra Bröt, selten Bröt Natur und das ist alles ein Geschmacksfokus, Welt und so weiter.
- 52:34Und ich finde es, da hat die Champagner gerade in den letzten 15, 20 Jahren extrem aufgeholt und einen ganz neuen, diversen Geschmack auch mit geprägt, finde ich und das finde ich einfach super spannend und das schmeckt mir persönlich sehr.
- 52:52Und jetzt mal auf die Ursprungsfrage zurückzukommen, die großen Produzenten kannst du überhaupt nichts mit anfangen?
- 52:57Oder sagst du, du hast eine gewisse Akzeptanz, nicht du Prästischbereich?
- 53:02Natürlich, natürlich, also wenn denn das ein, ich habe, wir waren, ich war ja in Kreta letztes Jahr und da waren wir davor in einem Restaurant in Athen, so waren wir zu viert und die hatten eine komische Weinkarte, aber die waren ein Champagner gehabt von Philipp Ponat,
- 53:25Blonde Blanc, glaube ich, war das und ich glaube, ich habe sieben Gläser von diesen relativ süßen, aber perfekt gemachten oder gerade an dem Tag super shining, so, aber häufig sind halt dann der Tankstellen Geschmack, so der Tankstellen Champagner Geschmack, so,
- 53:50ist dann halt auch nicht gut, oder? Also ich finde da, finde ich, nee, schmeckt mir dann nicht und natürlich trinke ich auch, ja, wie gesagt, also so, dieser kommt der Champagner von Taitinga, der war wirklich sensationell oder ich habe letztens mal, irgendwo habe ich mal Kristall auch getrunken und mein Glas und das war richtig gut, also das ist ohne Frage,
- 54:14aber das sind dann auch Sachen, die kosten 300 Euro und ich gebe so viel gebe ich dann selten aus für Wein, also im Einkauf 300 Euro, oder 200 Euro, was das kostet und der Champagner, den ich dann häufig trinke, kostet im Einkauf vielleicht 50 bis 110, maximal, maximal, also eher zweistellig nur und da gibt es dann halt, ja, also das schmeckt mir nicht so gut,
- 54:43also das schmeckt mir einfach mehr erstmal so, weil es diverser ist, also ich habe nichts gegen die und es ist ja immer eine Leistung auch dann große Mengen zu produzieren und dies auch in der gleichbleibenden Qualität hinzukriegen und so und das ist ja auch eine Leistung, das ist auch toll und aber da ist dann halt auch Champagner mehr so ein Lifestyle getränkt und bei den Sachen, die wir dann halt so ausschenken, ist eher das so ein Handwerkskunst, wie halt auch,
- 55:12ein Hofgut Falkenstein anders schmeckt als ein Martin Mühlen von der Mosel jetzt mal so als Beispiel und das finde ich dann halt interessanter und da finde ich jetzt den Haus Klosterwerk von Markus Molitor, das ist eine völlig gute Wein, aber es ist natürlich nicht die Tiefe und Qualität an Diversität,
- 55:33an tollem, feinen Geschmack, wie das vielleicht bei seiner Niedermeninger Herr Rimmerk ausläset, drei Sterne oder zwei Sterne oder sowas, und das so ja, ja.
- 55:44Hast du Grenzen nach oben oder nach unten beim Wein, also wenn du ein Wein angeboten bekommst, der 2,90 Euro kostet auf der einen Seite, auf der anderen Seite ein Wein, wenn du weg gehst und bestellst dir was von der Karte für 100.000 Euro.
- 55:58Den Kloambo-Nee habe ich nicht selber bezahlt, wurde mir ein Glas geklatscht.
- 56:03Also stellst du, da gibt es ja gar nicht einmal, aber selber, wo du sagst, also ab dem Bereich ist es für mich so irrational, dass ich das auch gar nicht unterstützen möchte, also von dem her, diese ethischen mentalen Grenzen, wo du sagst, dann ist es Quatsch.
- 56:17Im Jahr 2016 war ich im Saisonessen und das war damals eines der besten Restaurants der USA, ich glaube die hatten das teuerste Menü der USA und die haben eine lokale Küche gemacht und dort habe ich eine Flasche 89er Andre Beaufort am Bonnet getrunken für 800 Tacken.
- 56:46Und das war das teuerste, was ich im Restaurant bestellt hatte.
- 56:49Aber das habe ich nur deshalb bestellt, weil ich den Wein zum damaligen Zeitpunkt noch nirgends wo gesehen hatte, noch nirgends wo getrunken hatte und ich aber schon viel darüber gelesen hatte und lustigerweise hat danach der Heuger-Schwarz, also wie die Kultur, den es angefangen zu importieren.
- 57:08Und wir haben dann auch diesen Ambonnet gekauft, genau den gleichen Wein und das ist ein großer Champagner gewesen, der ist toll zum trinken so.
- 57:21Also wenn ich was bestelle, dann ist es immer so, was mich interessiert, von dem habe ich schon lange nicht mehr getrunken oder will ich mal trinken, wie es jetzt so schmeckt nach X Jahren oder ich trink dann halt auch nach Besonderheit, nach dem Motto, oh das habe ich hier noch nie gesehen.
- 57:48Oder, oh das ist aber günstig für das, was es ist.
- 57:55Ich trinke nie die gleiche Flasche zweimal hintereinander und dann kommt der Preis, je nachdem anhand dessen, was ich an dem heutigen Abend oder Mittag bereit bin dafür zu bezahlen irgendwie.
- 58:14Also wir waren bei Vincent Kling und da haben wir zwei Flaschen vom Lasseck getrunken, weil ich das schon lange nicht mehr getrunken hatte und ich das halt dann probieren wollte so.
- 58:25Oder ich war im Futterroll in Paris vor drei Wochen und da haben wir eine Flasche Olivier Oreo getrunken, sensationell einen Champagner, den der Sommel, die dekantiert hat, großartig und eine Flasche Pierre Bourgère,
- 58:54weil man die halt sonst nirgendswo kriegt und dann trinke ich das halt, weil mich das halt interessiert.
- 59:00Das sind die Gründe weshalb ich dann das bestelle und dann ist halt der Preis je nachdem.
- 59:06Wenn wir jetzt meine Frau und ich in eine Pasta in die Osteria Sippi gehen, dann bestellen wir jetzt keine Flasche, die kostet 250 Euro.
- 59:13Aber bestellen dann vielleicht, wenn ich Lust habe, ein Dolcetto oder kann auch mal ein Barolo sein, aber dann halt für 400 Euro, was da auch schon super viel ist eigentlich so.
- 59:23Also das ist mir dann schon immer alles wert.
- 59:26Also die Frage nach unten übrigt sich ja mehr oder weniger, weil du gesagt hast, dass du sehr darauf achtest, was du in deinem Körper reinkippst, dass es kein Gift ist, in dem Sie relativ beim Bein relativ schnell sein können.
- 59:35Ich trinke nie, also ich trinke beruflich, trinke ich Riesling, Gutswein so, weil ich das mal muss, weil ich da was, weil ich den halt Wissen muss, wie der schmeckt oder weil ich das verkaufe oder so.
- 59:51Aber privat trinke ich das nie.
- 59:55[Lautes Lachen]
- 1:00:04[Lautes Lachen]
- 1:00:09Einen ganz besonderen Wein, eine Verbindung zwischen den Welten haben wir als ganz besondere Empfehlung heute herausgesucht.
- 1:00:16In 2021, Breide Alte Bianco de la Venezia aus dem Hause Livant, ständige Anwärter für Dreigleser beim Gamble Rosso, ist dieser Wein ein Geschmackswunder.
- 1:00:25Spielen kann er 10 bis 15 Jahre lagern, geprägt von einem unfassbaren Farbspiel, einem leichten Strohgeld mit goldenen Reflexen, herrlichen Steinobstaromen,
- 1:00:33mit leichten weißen Blüten, einer feinen Säure und einem kernmineralischen Abgang, sanft, saftig, langanhalten.
- 1:00:39Stieg dieser Sinn bildlich für das Schaffen der Familie Livant, der Verbindung zwischen den Welten auf der einen Seite sehr traditionell fundiert.
- 1:00:46Seit über 50 Jahren erzeugt man hier die außergewöhnlichsten Weine aus dem Collio und das mit teilweise sehr modernen und sehr zeitgeistigen Ansätzen.
- 1:00:54Die Verbindung der Rebsortenwelten, Chardonnay und Sauvignon auf der einen Seite, Piccolit und Moscato Giallo auf der anderen Seite.
- 1:01:01Das heißt, wir haben ein Geschmacksfundament und wunderbare Kopfduftaromen. Es ist einer der krank Grue Weine aus dem Hause Livant.
- 1:01:07Die Trauben für diese Queue wachsen im Weinberg, reidet bei Routars in der Gemeinde Rolécna del Collio im östlichen Friau auf lehmhaltigen Mergelböden, ozeanischen Ursprungs.
- 1:01:17Die Weinlese erfolgt natürlich ausschließlich manuell. Für die Dauer von 8 Stunden kaltmatzeriert wird der Most anschließend abgezogen.
- 1:01:23Die dann folgende Gehrung findet vollständig den französischen Bariks aus der Allier-Eiche statt, bei einer kontrollierten Temperatur von 14 bis 16 Grad.
- 1:01:30Im Anschluss darf der Wein in denselben Fässern für 8 Monate bei konstanter Temperatur seine perfekte Reife finden.
- 1:01:37Wird anschließend kivitiert und über einen langen Zeitraum im Flaschenlager gelagert, bevor er in den Verkauf kommt.
- 1:01:43Ideal wird dieser Wein bei 12 bis 15 Grad in möglichst großen Gläsern zu recht kräftigen Speisen, Hauptgängen oder zu Käsen serviert.
- 1:01:51Ein Geschmackserlebnis ohnegleichen. Vielen Dank dem Familienwein Gut-Livon für diesen besonderen Wein für dieses Geschmackserlebnis.
- 1:02:08Wenn du in ein Restaurant gehst und du bekommst die Weinkarte und die ist exorbitant hochkalkuliert, ärgert dich das oder sagst du, hey, jeder muss leben, ich bin selber selbstständig.
- 1:02:22Es gibt ja viele, die sich daran stören. Aber viele haben ja einen Grund dafür, wenn sie es selbst mal, keine Ahnung, mal 8 kalkulieren.
- 1:02:28Der Betriebsentscheidung finde ich in dem Sinne. Für mich da war ich aber dann noch wesentlich jünger.
- 1:02:34Gab es mal auch ein Erlebnis in Berliner Restaurant, wo mal 8 kalkuliert wurde und ich habe mich damals, es hat mir so den Abend zerstört.
- 1:02:42Das fand ich eigentlich so in dem Sinne schade. Es ist manchmal so schwierig, finde ich, darüber auch zu urteilen.
- 1:02:50Und dann mehr oder weniger auch in deren Betriebsentscheidung einzugreifen, was man ja also sehr fast überkriegt.
- 1:02:572016, bei diesem Erlebnis im Saison, 5-6 Tage später, waren wir in der French Laundry essen.
- 1:03:09Johannes hat damals bei uns gearbeitet und dann habe ich zugelegt, Johannes, guck mal, ob die Kartoffel in der French Laundry offen ist, ob die online steht und so weiter.
- 1:03:19Und dann haben wir die auf dem Rechner aufgemacht und dann guckten wir so die Preise an und dachten so, das geht doch eigentlich.
- 1:03:29Bis uns dann aufgefallen ist, nach der 10. Seite, das sind ja alles nur halbe Flaschen.
- 1:03:35Und wieder so, ui, das ist aber ganz schön teuer.
- 1:03:41Und dann war, glaube ich, der günstigste Wein, den du kaufen konntest, waren irgendwie 120 Dollar.
- 1:03:47Das war der günstigste, den die auf der Karte hatten.
- 1:03:55Da habe ich getrunken, eine Flasche, 96er Valentini Weiß, die sehr toll war.
- 1:04:05So finde ich also verhältnismäßig kleines Geld, nämlich 450 Dollar.
- 1:04:10Also für diese, der günstigste Wein geht bei 120 Dollar los.
- 1:04:15Und dann trinken wir einen 20 Jahre alten Valentini Weiß für 450.
- 1:04:21Das war irgendwie, da musst du halt dann, es ist ja deine Entscheidung, dahin zu gehen.
- 1:04:26Und dann musst du das halt mitnehmen, wie das halt ist.
- 1:04:29Beziehungsweise, du stellst dich dann ja auch schon darauf ein, dass das halt so ist, wie es ist.
- 1:04:34Und dann kann man sich dann, finde ich, auch nicht beschweren, dass man nicht das genötige Kleingeld hat dafür.
- 1:04:40Was denn dann nicht das genötige Kleingeld von Sieb dafür hat, was das Ganze dann halt möglich macht oder nicht möglich macht.
- 1:04:51Und ich pass dann halt meinen, also das ist ja das Gute.
- 1:04:56Bei mir, ich bin ja nie festgelegt, ob ich jetzt ein Weiß, Rot oder Schaumwein trinke, sondern ich gucke das an, was mir eigentlich am meisten interessiert.
- 1:05:05Und wenn ich jetzt ins Grill Royal ins Grill Royal gehe, dann trinke ich mir schon ein Meist Rotwein, weil es auch irgendwie mit dem Fleisch und so weiter.
- 1:05:13Aber dann gucke ich halt auch da, was interessiert mich und dann ist der Preis passend für heute oder halt nicht.
- 1:05:21Und dann ja also ärgern ich mich da eigentlich nicht, weil es ist halt dann so, wie es halt ist.
- 1:05:26Und ja, der Hans-Marty zum Beispiel vom Adler, der kalkuliert ja sehr potent, sagen wir mal so.
- 1:05:33Und wenn er das auch durchdrücken kann und wenn das Leute bezahlen und wenn das halt deren Kost ist, den sie halt haben müssen, dass das Unternehmen positiv läuft, dann ist es halt so.
- 1:05:46War die Außenansicht jemals wichtig für dich bei deiner eigenen Kalkulation, dem Nouglat, wo du gesagt hast, keine Ahnung, es sollte vertretbar sein, sollte für irgendjemand fair sein.
- 1:05:55Das hat nicht rein betriebswirtschaftlich, wo du sagst, jetzt sind wir zahlen 2,50 Euro Miete im Monat und 3 Euro habe ich noch Personalkosten und darum muss der Wein so was, sonst ist es noch eine Gefühlsache, wie du kalkulierst.
- 1:06:11Also ich will dir die Worte jetzt nicht im Mund sehen, wenn ich mich jetzt jetzt darf.
- 1:06:14Es ist überhaupt keine Gefühlsache, wir kalkulieren nach einer ganz klaren Formel und Schema und dann...
- 1:06:22Halt durch, also...
- 1:06:24Ja, und dann passen wir den Wein nach oben oder nach unten an.
- 1:06:30Also ich habe zum Beispiel gesehen, ich war im Gereal jetzt essen und da wird der 95er, Vignia, Tondonia, Granreserva, wie sagt man, Rosso, nee, nicht...
- 1:06:48Husch, nee, wer ist spanische Wortespray?
- 1:06:51Tinto.
- 1:06:52Tinto, Trio, danke, der Mann hat Ahnung von Wein. Tinto, genau, die haben das für 650 Euro auf der Karte.
- 1:07:03Bei uns gibt es das für 330 jetzt so gefühlt, vielleicht auch 350 oder so, da bin ich so, boah, wir sind wirklich günstig.
- 1:07:11Da dachte ich jetzt wirklich so, da muss ich da mal ein bisschen hoch gehen oder so, aber per se kalkulieren wir alles gleich durch und haben dann...
- 1:07:21Gucken uns an, müssen wir mit dem Wein Geld verdienen, weil wir davon 120 Klaschen gekauft haben oder so, ist es ein Wein, wo wir einfach ein bisschen mehr verlangen können, weil...
- 1:07:34Der selten ist?
- 1:07:35Selten oder kennt keiner und gibt jetzt kein, nicht so ein Reference, das man jetzt sagen kann, okay, der Robert Weirisling kostet den Nassan, sie war so und so viel oder so, und auch manchmal kalkuliere ich dann auch...
- 1:07:56Sie haben zum Beispiel was von Orélie LeCanc kaufen können, Champagner, für viel zu viel Geld, aber wir haben es auf der Karte und das habe ich zum Beispiel so kalkuliert, wie ich dachte, was das...
- 1:08:11Also was ich cool fänden würde, was ich dafür bezahlen würde. Hätte ich das jetzt in die normale Kalkulation gepackt, wäre der Wein wahrscheinlich bei 500 Euro gelandet.
- 1:08:22So und so liegt er halt bei 320 und das ist glaube ich so international, wenn man das irgendwo sieht, dann das bestellt eh nur jemand, der wirklich genau weiß, was er da bestellt und da finde ich es dann cool, wenn der das zu einem Kurs kriegt, dass der sagt, das ist jetzt richtig geil, da habe ich Bock drauf und dann bestellen die Leute das auch und da verdiene ich jetzt erstmal weniger dran, also da verdiene ich vielleicht jetzt ne Hunderter,
- 1:08:46weil ich glaube, wir haben mal 80 Euro dafür gezahlt oder so, weil wir halt nicht direkt oder so über drei Ecken, wie das manchmal so ist und so was gekauft haben und wenn so was ist, dann entscheide ich dann natürlich auch, was ich so gefühlt, was nimmt man dafür und das sind ja dann Sachen, die man dann, wenn man die über drei Ecken kauft, dann will man die ja haben und dann will man die des Leute, des Erlebnis haben, das bei uns zu trinken und dann kalkuliere ich das so, dass das dann auch cool für die ist, würde ich sagen.
- 1:09:15Wie wichtig ist für dich das Food-Matching dabei? Also du hast ja doch einen relativ auch sehr präsenten, durch den sehr starken Foodbereich, also der ja sehr anerkannt ist bei euch, Partner im Laden mit Micha, ist das wichtig, wenn du Weinempfehlungen aussprichst oder ist der Gast an primärer Stelle, also der Geschmack des Gastes, das war jetzt ein bisschen verdoktert irgendwie, aber du weißt, was ich meine.
- 1:09:40Also berücksichtigt du, was zu essen gibt oder ist es erstmal egal?
- 1:09:44Das ist mein Erlebnis von...
- 1:09:46Was kommt auf die Aufgabenstellung des Gastes drauf an und das merke ich immer wieder, da überfordere ich den Gast erstmal total, weil ich den Gast vor die Wahl stelle, möchten sie entscheiden, was wir trinken?
- 1:10:02Also soll ich ihnen helfen, das zu finden, was ihnen gefällt oder möchten sie, dass es mit den Gängen passt?
- 1:10:12Was ist die größere Herausforderung für dich?
- 1:10:15Nein, also beides ist völlig egal.
- 1:10:18Was macht mehr Spaß?
- 1:10:20Das kommt dann... also die Getränkebegleitung ist natürlich in der Hinsicht fix und da weiß ich genau, was geht am Abend, weil wir das uns ausgedacht haben, weil wir das... ja, nicht nur ausgedacht, sondern wir haben das...
- 1:10:38Ausgewürfelt.
- 1:10:40Ausgewürfelt, genau, so haben wir das ausgewürfelt.
- 1:10:42Nein, wir haben das Essen ja im Mund gehabt und haben dann das Getränk dazu geschüttet. Das ist die Regel bei uns im Nudelhardt und Schmutzig.
- 1:10:52Also wir nehmen nicht... also viele Sommelis machen das ja so, dass sie essen und dann tun sie aufessen und runterschlucken und schütteln dann den Wein hinterher oder vorher oder so.
- 1:11:05Und das ist natürlich auch... das kann passen, nicht passen und so, aber ich sehe das Getränk als Teil des... was auf dem Teller im Prinzip ist.
- 1:11:14So, und wenn man sich das dann halt anschaut und dann halt das im Mund schüttet und dann alles zusammen und dann gibt es halt... ja, ein Maßstab, das ist besser, schlechter schmeckt, das ist alkoholisch schmeckt, das ist süß schmeckt, das ist wie Feitklapp im Mund ist, was ja auch geil sein kann.
- 1:11:32Das ist superharmonisch ist und so weiter, aber es passiert halt irgendwas.
- 1:11:36Und das ist halt eine andere Aufgabenstellung vom Gast her, weil er sagt, er möchte dann dieses Erlebnis haben, dass das besonders gut im Prinzip ist.
- 1:11:44Und das finde ich super, wenn er Gast das machen will.
- 1:11:48Gleichzeitig trinke ich nie Weinbegleitung, nie.
- 1:11:52Ich trinke immer eine Flasche, weil ich halt eigentlich eine Flasche trinken will, weil ich mal...
- 1:11:56weil mir ja auch gerade, wenn ich an einem Laden bin, wo es gute Weine gibt, dann weiß ich eigentlich schon, was ich gerne selber probieren will, weil ich halt das probieren will und so weiter und so fort.
- 1:12:07Und gleichzeitig ist natürlich das Gespräch mit dem Gast jetzt darüber zu reden, was wollen sie eigentlich heute Abend.
- 1:12:13Und ihn dann auch so ein bisschen natürlich will er was passendes haben, aber das ist ja auch eh illusorisch, dass es zu allen Gängen passt.
- 1:12:21So, dafür sind die Gänge viel zu unterschiedlich und dafür sind die Geschmäcker viel zu... des Essen zu divers und deswegen brauchen wir da ja auch mehrere Weine und deswegen... oder mehrere Getränke.
- 1:12:35Und die... wenn der Gast dann halt auch in den Fokus genommen wird, was möchten sie denn heute Abend trinken?
- 1:12:43Rot, weiß, klassisch, wild, mit Tannin, ohne Tannin.
- 1:12:47Gibt es eine Region, die sie gerne trinken wollen?
- 1:12:50Also das ist ja schon eine Frage, wo ich dann versuche oder wo jeder im Nobelhard und Schmutzig versucht, das genauso auch zu machen, um den Gasten in die Verantwortung zu nehmen.
- 1:13:00Und wenn der Gast sagt, schenken sie mir ein Lieblingswein ein, dann weiß ich gar nicht, was ich machen soll, weil ich habe kein Lieblingswein, so, oder so, oder so.
- 1:13:07Sondern schenken sie mir ein, was ich denken, was jetzt gut heute wäre.
- 1:13:12Ja, gut heute wäre ja, was gut heute wäre.
- 1:13:15Wir müssen schon das bisschen irgendwie... wollen sie was Wildes trinken? Wollen sie gefordert werden mit dem Wein?
- 1:13:23Sollts einfach nur funktionieren? Wollen sie ein bekanntes Geschmacksmuster haben?
- 1:13:28Oder wollen sie ein unbekanntes Geschmacksmuster haben?
- 1:13:31Und sind sie überhaupt bereit dafür, sich darauf einzulassen? Also, dass wir sie als Gast in den Fokus setzen?
- 1:13:37Und das überfordert viele Gäste.
- 1:13:39Total. Gleichzeitig ist das trotzdem die Ansage, dass wir das so machen, weil alles andere würde für mich gar nicht gehen.
- 1:13:45Weil ich genauso erwarte vom Gast, wenn ich ihm sage, das gibt es jetzt zum Essen, dann ist das das, was es zum Essen gibt.
- 1:13:55Dann gibt es auch nichts anderes. Fertig.
- 1:13:57Und da können wir natürlich Sachen auslassen.
- 1:14:00Er muss nicht alles trinken, er kann alles probieren und so weiter.
- 1:14:03Das ist alles gar kein Thema.
- 1:14:05Aber ich mach dann nicht... es gibt dann nicht zehn verschiedene Optionen.
- 1:14:10So wie das viele andere... sagen wir mal so... wie ich das so... wie das viele andere Prinzip machen.
- 1:14:16Sondern da bin ich sehr, sehr strikt.
- 1:14:19My way, oh hi way.
- 1:14:20Yes, genau.
- 1:14:21Ja, ja, das ist dann halt... aber gleichzeitig ist es ja auch ungewohnt für den Gast, dass er...
- 1:14:28Also, ganz häufig fragen die Gäste, empfehlen sie mir doch mal was?
- 1:14:33Und sag ich so, empfehlen? Ich kann überhaupt nichts empfehlen.
- 1:14:36Also empfehlen tue ich überhaupt nicht.
- 1:14:39Also empfehlen... was soll ich ihnen empfehlen? Wir kennen uns doch gar nicht.
- 1:14:43Also Silvio würde ich jetzt was empfehlen.
- 1:14:46So, weil ich dich... also wir kennen uns jetzt auch nicht wahnsinnig gut, aber die könnte ich was empfehlen, wo ich denke, da hätte ich...
- 1:14:52ich weiß, was der schon mal in seinem Leben getrunken hat oder ich... das ist was anderes.
- 1:14:56Aber da sitzt jemand vor mir, den kenne ich gar nicht, wie soll ich denn dem was empfehlen?
- 1:15:00Ich kann meiner Frau was empfehlen, was sie trinken soll.
- 1:15:02Das kann ich hier sehr, sehr gut empfehlen sogar, aber nicht jemanden, den ich... also im besten Falle gar nicht kenne.
- 1:15:08So, dem kann ich aber helfen, das Richtige zu finden für den Moment.
- 1:15:13Sehr interessante Ansätze.
- 1:15:14Und das finde ich viel, viel wichtiger und das setzt auch den Gast nochmal anders in den Fokus, als das...
- 1:15:20wenn ich das so sagen darf, andere im Prinzip tun.
- 1:15:23Dann mache ich mir das Leben komplett schwierig, schwierig, weil es viel einfacher wäre, ich empfehle ihn jetzt einfach irgendwas.
- 1:15:30Aber wenn meine Empfehlung jetzt ein Gös von Cantignon ist, ich will aber gar keinen sauer Bier trinken.
- 1:15:40Also meine Empfehlung auch beschissen.
- 1:15:42Also, man muss... ich möchte ja, dass der Gast dann einen tollen Abend hat mit dem Getränk, ist ja auch gefährlich, wie ich gerade schon gesagt habe.
- 1:15:53Und das muss dann halt auch lieber besser und gut sein.
- 1:15:59Und die Leute sollen ja auch nichts trinken, was sie nur aus Alibi trinken oder nur also aus Verlegenheit oder aus Gruppenzwang oder sozialer Situationen,
- 1:16:09was halt in sich reinschütten, sondern sie sollen trinken, weil sie besoffen werden wollen oder weil sie einen guten Geschmack im Mund haben wollen,
- 1:16:18der ihnen was gibt, was sie vielleicht vorher noch nicht so getrunken haben und was ihnen was bereichern, das ist irgendwie so.
- 1:16:26Wenn du mit Freunden essen gehst, suchst du den Wein für dich oder für die Freunde aus?
- 1:16:30Also wenn du jetzt keine Ahnung, vorgesehen trill Royal, der Wein aus der Karte war der für dich oder war der für die Freunde
- 1:16:35oder versuchst du einen Kompromiss zu finden oder bist du kompromisslos?
- 1:16:38Ne, ich frage immer, was wollt ihr trinken?
- 1:16:42Die meisten sagen, such du aus.
- 1:16:45Ja klar, also such du aus, logisch.
- 1:16:49Es trinken alle mit normalerweise, was ich dann auch bestelle oder was ich halt bestellen soll und so.
- 1:16:55Natürlich reden wir über Preis.
- 1:16:59Wenn ich dann unbedingt was trinken will und dann stelle ich es alleine und dann trinken wir es halt zusammen oder so, dann bezahl ich es auch alleine.
- 1:17:07Aber ich frage natürlich, was trinken wir denn heute?
- 1:17:10Rot, weiß, beides.
- 1:17:12Trinken wir Schaumwein? Also was wollten wir trinken?
- 1:17:15Also ziehst die anderen schon mit den anderen.
- 1:17:18Ja voll, genau das gleiche wie beim, wenn die anderen sagen, egal, was weiß es erst und ich so, okay, dann mal was weiß es als erstes mal.
- 1:17:24Und dann suche ich halt was mich interessiert aus, also nicht für die anderen.
- 1:17:28Warum kein Weinmenü interessiert dich der Entertainment-Part seitens des Sonnies in diesem Restaurant?
- 1:17:34Nicht der ja durchaus höher und wertiger ist, als wenn du jetzt dir selber eine Flasche aussuchst und sagst, der soll seinen Engagement haben anderen.
- 1:17:41Ja, also was ich schon mache ist, wenn man in einem Lokal ist, wo ich weiß, da arbeitet ein sehr guter Kollege oder eine sehr gute Kollegin,
- 1:17:54was ich schon mache ist, ich bestelle trotzdem meine Flasche und sage aber, schenke mir einfach zwei, drei Sachen noch nebenbei ein, was du denkst, was ich unbedingt mal probieren soll.
- 1:18:04Und dabei kommen super Sachen raus.
- 1:18:06Wo man auch so die Kombi hat, die man wahrscheinlich einheißen.
- 1:18:09Ja, gar nicht nur die Kombi, sondern auch irgendwie, ich war mal und das war wirklich spektakulär, auch auf dieser Reise nach Kalifornien, mein Gott, schon wieder jetzt,
- 1:18:18da waren wir im Benu essen und der Sommerli war spektakulär.
- 1:18:21Der war super, geiler Typ.
- 1:18:23Asiate und Asiate und der war total ruhig und ganz wissend, der sich gefreut über die zwei Flaschen Wein, die wir bestellt haben und dann über genau diese Aussage auch.
- 1:18:38Mach doch nochmal zwei Sachen irgendwie mit dazu, was wir trinken sollen.
- 1:18:42Und dann servierte der ein, habe ich nie mehr irgendwo gesehen, ein Kirschbier, also auch aus Belgien, irgendeine Spezialfüllungsnummer, was ich dann auch danach versucht habe zu finden, aber ich das nicht ringgekriegt habe.
- 1:19:00Und das war sensationell als Getränk und war absolut hervorragend mit diesem Gang.
- 1:19:07Das war wirklich grandiose Kombination.
- 1:19:09Und das finde ich ja dann super.
- 1:19:11Und natürlich hast du, wenn du sechs Weine hast oder sechs Getränke hast zu sechs Gängen oder irgendwie so, das kann nicht alles der Godshot sein.
- 1:19:21Das ist auch logisch.
- 1:19:23Und wenn er da jetzt was hat, wo er, ach, da haben wir halt noch eine Flasche und danach wechseln wir auf den, der ist auch super, aber weißt du, wie das manchmal dann ist, dann muss man halt, der ist auch gut der Wein,
- 1:19:35aber der ist natürlich groß gerade so, und dann gibt es halt davon und dann nimmt man das halt und dann ist es toll.
- 1:19:41So, und das finde ich ja dann schon cool, aber ich lasse mir da selten eine Getränkebegleitung aufröseln und dann, ne, da gibt es zu viele Sachen, die mich dann auch langweilen oder die dann nicht das Kriterium erfüllen.
- 1:19:59Ich trinke, weil es was Besonderes für mich ist.
- 1:20:03Macht ganz viel Sinn.
- 1:20:04Die Frage, die von ein bisschen unterging, die mich auch bei dir begeistert ist, ob es ein Getränk gibt, was dem Wein ähnlich gleichebenwürdig ist, bist da ja sehr neugierig.
- 1:20:15Also eine gemeinsame Bekannte von uns hat mir ja von dir eine Flasche Kirschwein damals mitgebracht.
- 1:20:22Also da warst du schon, wo doch keiner dran gedacht hat. Würdest du das alles mit Wein gleichsetzen oder ist das schon?
- 1:20:29Jetzt kommt ja genau, Punkt, was ich vor uns gesagt habe, Wein ist ein veredeltes landwirtschaftliches Getränk und wir im Nobelhard und Schmutzig setzen uns für eine bessere gute Landwirtschaft ein.
- 1:20:41Und Wein hat was Tolles, weil sie per se die Chance hat auf ne sehr diverse Landwirtschaft erstmal. Häufig ist es nicht.
- 1:20:53Also an der Mode steht alles voller Reben, aber wenig drumherum sage ich jetzt mal so.
- 1:21:01Oder nur bei manchen steht wirklich, es ist ne Biodiversität und so weiter da.
- 1:21:07Und dieses veredeln ist ja was erstmal superwichtiges, weil der Bauer die Bäuerin dadurch eine viel höhere Wertschätzung erfahren kann und einen viel besseren Schnitt auf die Fläche macht.
- 1:21:22Also wenn man das Konzept, was der Winzer, die Winzerin hat auf andere Früchte umlegen könnte, dann ist die Landwirtschaft, die dann das Produkt hat, auch viel besser.
- 1:21:35Also wir kaufen super viel Siedre vom Stefan Vetter, weil der gut ist.
- 1:21:43Aber wir verkaufen ihn auch, weil das ein wichtiger Beitrag ist, dass er die Landwirtschaft machen kann, die er da macht.
- 1:21:52Dass die alten Sorten erhalten bleiben, dass die Menschen, die noch irgendwo da so ein Apfelbaum oder so ein Quittenbaum rumstehen haben, richtiges Auskommen dafür haben, dass der nicht auf irgendeiner auf den Gedanken kommt, den tun wir jetzt einfach fällen, weil die Quitten braucht eh kein Mensch mehr.
- 1:22:09Die fallen nur runter, vergammeln, da ist die ganzen Fliegen, die da rumfliegen und so gibt es jetzt sogar einen Grund, den Baum zu schneiden, den Baum zu pflegen in gewisser Weise und daraus dann ein hochwertiges, edles Getränk zu machen, was dann irgendwie 20 Euro im Laden kostet oder so.
- 1:22:29Und das ist ja eigentlich super und deswegen ist das ganze Thema, was mich also persönlich total am meisten seit Jahren im Prinzip interessiert, ist dieses ganze Obstweinthema, wo wir noch nicht mal ansatzweise an dem angekommen sind, was da eigentlich möglich ist.
- 1:22:48Also wenn du tot bist und ich auch tot bin, dann ist er nochmal 30, 40 Jahre ins Land gezogen und dann können wir ja mal über, ich würde mal sagen, 50, 60 Jahre sprechen, eine andere Historie.
- 1:23:00Und dann fängt es wahrscheinlich erstmal richtig an, spannend zu werden.
- 1:23:04Also wir haben zum Beispiel, ich war letztes Jahr in Kyoto auf diesem Noma-Ding und die Mäß, so was als Gast, als Gast, wenn mit dem Vijay dahin geflogen, frag nicht wieso.
- 1:23:20Es war großartig, aber es war irrsinniger Trip, mit Vijay irgendwo hinzufahren ist großartig, kann ich jedem empfehlen.
- 1:23:29Und da waren wir in dem Noma-Essen, weil wir das halt sehen wollten und der Vijay gesagt hat, der hat da ein Tisch und ich kann damit an den Tisch ran und dann haben wir das halt gemacht, völlig absurd, aber haben wir halt gemacht, war auch echt teuer.
- 1:23:42Warum absurd? Wegen des Preises oder wegen der...
- 1:23:44Ja, wir sind Freitag hingeflogen und Dienstag zurück. Also das ist jetzt ja nicht so mit Nachhaltigkeit, also die Ehrlichkeit habe ich jetzt mal.
- 1:23:53Gleichzeitig haben wir dort wahnsinnig ein ganz tolles Erlebnis gehabt, auf ganz vielen Ebenen, ein großartige Weinbar, so einen Typen kennengelernt und wir waren in diesem Hypräessen und es war ein wunderbarer Trip, den wir da erlebt hatten.
- 1:24:11Es ist wirklich ganz, ganz, ganz toll. Auf jeden Fall, aber auf dieser Reise habe ich das erste Mal einen Zitruswein getrunken.
- 1:24:19Ein Zitruswein hatte ich noch nie. Siehst du? Und macht eigentlich Sinn.
- 1:24:24Eigentlich. Es hat so viel Säure, dass so viel Scheißpitternis drin. Das muss doch geil sein im Mund und Wilderfuck gibt es nicht aus Sizilien oder Kalabrien oder keine Ahnung wo Zitrusrüchter aus Europa herkommen.
- 1:24:38Wieso gibt es das hier nicht? Und das habe ich noch nie gesehen und diesen Gedanken, dass da so ein Japaner, Hirotakeoka, der hat mal eine Rone Wein gemacht, also so ein total verrückter, der hat ein San Josef Wein gemacht, ist dann da zurückgegangen und macht jetzt Zitruswein.
- 1:24:55Kann sein das aufgrund der pH-Schwierigkeit oder der Säureschwierigkeit?
- 1:24:59Mäß hat gesagt, also die Sommelierin vom Noma, coole Frau und die hatte irgendwie so fünf, sechs Sachen von ihm probiert und da war nicht alles gut.
- 1:25:12Da waren auch manche Sachen, die waren untrinkbar. Also von der Bitterkeit oder von der Säure, ich weiß es nicht genau.
- 1:25:18Und das, was ich da probiert habe, war spektakulär. Also das habe ich natürlich dann auch hier dem Herbert König erzählt und lustigerweise hat der jetzt aus Mandarinen, aus Bosnien 300 Kilo, hat der jetzt irgendwie 30, 40 Liter, ist im Glasballon reif vor sich hin, Zitruswein gemacht.
- 1:25:47Ist ja irre. Keine Ahnung wie das schmeckt, keine Ahnung ob ihm das jetzt gelungen ist oder nicht. Die Mandarinen müssen spektakulär gewesen sein, also er war total zufrieden mit dem, was er da halt bekommen hat, ein Rohmaterial, der hat nicht die Mandarinen selber angebaut, sondern irgendwie ein, ich weiß nicht, Schwübschwager meinte er, glaube ich, so, irgendwie so hat er daran und das ist doch geil.
- 1:26:10Also was du da dann eigentlich in der Landwirtschaft noch bewirken kannst, weil du, das bezahlen die Leute ja auch, weil es Alkohol ist oder so, und weil da Verrückte sind, die das dann weiterveredeln und weil die eben nicht von oben nach unten rechnen müssen und damit dann die Produzentin, der Bauer, so ein Rohstofflieferant ist,
- 1:26:38sondern weil die ja richtige, das sind ja künstler oder Visionäre. Ja, die machen da was ganz ganz Besonderes und das finde ich halt total krass, weil die dann auch der Region nochmal einen ganz anderen Stempel geben oder eine ganz andere Möglichkeit dazu geben, wie man so ein Ort im Prinzip verstehen kann.
- 1:26:59Und jetzt nur über dieses Zitrusbeispiel und mit die Kirsche damals bei von Frederiks da genau das gleiche oder auch der Herbert hier mit seinem Kirschnat, das ist ein ganz großes Projekt und toll, weil es, und der ist der Einzige, der sowas macht oder es gibt zwei, die das machen oder drei vielleicht, aber da ist noch so viel Potenzial.
- 1:27:23Mankeys, weil wir das gerade hatten vor jetzt fast, 15 Jahren, 20 Jahren, genau. Was haben wir mittags immer verkauft? Sebastian und ich, Eric Baudolet, weil mittags haben die Leute nix getrunken, weil sie ins Büro mussten. Also haben wir ihn Zitre hingestellt, dem Pro-Rais-Kranit auch aus der Magnum bei Weinarten kauft.
- 1:27:50Ist ja auch nicht günstig. Also, es hat mit Leuten getrunken und es hat wenig im Alkohol und damals war das das einzige Getränk dieser Qualität. Also fand ich zumindest, es gab nichts, was ansatzweise vergleichbar war.
- 1:28:08Heutzutage gibt es also Hunderte von Getränken mittlerweile. Für dich, wenn du es aufnimmst, die Story oder ist es der Geschmack oder ist es ein Symbiose aus allem oder was, was zählt für dich da warum?
- 1:28:23Was mir für mich zählt ist dem Gast, dem Möglichkeit zu verstehen, wieso das jetzt wichtig ist, was er da trinkt, was er eigentlich mit seinem Geld dann auch auslöst, weil häufig ist es natürlich so, dass ein billiges Getränk auch eine billige Landwirtschaft im Fokus setzt.
- 1:28:39Und gerade bei Bier und Zitre sind eher Getränke, die eher günstig sind, wo einfach nicht so viel Zeit, Energie, Aufwand reingesteckt wird und dann kostet das Getränk halt auch nur 4 oder 5 Euro oder ein Bier.
- 1:28:53Ich weiß nicht, ein Sternbohr, was kostet das? Ich weiß nicht. Ist das Bier? Ja, genau. Und dann trinken dann die Leute und die lösen dann natürlich auch damit irgendwas aus.
- 1:29:07Das ist halt so Alkohol eigentlich mehr. Und wenn sie aber natürlich jetzt vom Jan und der Nicole Kempke ein Bier trinken, was mit Trauben vergoren ist vom Julien Renard, was 2 Jahre im Holzfass liegt und dann jetzt hoffentlich irgendwann mal irgendwann gefüllt wird, das ist ja sowas Besonderes.
- 1:29:30Das gibt natürlich dieser ganzen Kategorie gleich eine ganz andere Bedeutung und das löst natürlich auch was in der Landwirtschaft aus, weil du natürlich dann auch ein ganz anderes Grundprodukt brauchst, was dann da wie das halt hergestellt ist, mit welchem Aufwand das da ist.
- 1:29:48Also die Küche im Nobelhard funktioniert ja nur, weil wir Menschen gefunden haben, die – wollen wir mal das Beispiel Jens und Jule – die machen uns Erdbeeren. Und die haben mit uns herausgefunden, wie können wir die Saison möglichst lange ziehen?
- 1:30:10Und gleichzeitig haben die mit uns Sorten herausgefunden, die sie anbauen, die nicht dafür geeignet sind, dass sie von Freiburg nach Berlin geschickt werden, dass sie diesen Transport überleben, sondern die sind dafür ausgesucht, dass sie im Direct Trade an uns kommen, 3-mal die Woche und einfach ein großartiges Erdbeereroma, wenn du die Erdbeere reinbeißt, dass du das kriegst.
- 1:30:37Und das machen wir mit unserem Geld beziehungsweise, das lösen wir damit im Prinzip aus, dass die Leute zu uns kommen, wir das Geld nehmen und dann im Prinzip diese Erdbeere überhaupt erst möglich machen.
- 1:30:50Und genauso ist es ja mit dem Bier oder mit dem Sideren ganz, ganz genauso, dass du – weiß ich nicht, der Siderer hat damals ja schon 24 Euro gekostet, 25?
- 1:31:01In der normalen Flasche aber.
- 1:31:03In der normalen Flasche, in der normalen Flasche, zwei Ewi Champagner. Und was halt sonst ein Siderer gekostet, 5 Euro maximal so gefühlt. Und natürlich, das nimmst du in Mund und du merkst ein Geschmackblender, dass du da was, das musst du dir nicht schmecken, aber du merkst, dass da was Feines dahinter ist.
- 1:31:22Und der Eric Bordeaux, der hat das halt schon als Erster, oder ja, als Erster wahrscheinlich, nicht nur wahrscheinlich, sondern als Erster herausgefunden, okay, wir können mit dem, was wir hier haben, was ganz, ganz Besonderes machen, was einzigartig ist.
- 1:31:41Wenn wir die gleiche Qualität ansetzen, wie als wenn ich jetzt hier so ein Montraché, ne, und so weiter.
- 1:31:50Und teilweise ist der auch aufwandt, vielleicht nicht im Obstgarten, aber im Keller, der gleiche, als wenn du eben Wein machst.
- 1:31:57Wahrscheinlich, ganz genau.
- 1:31:59Es ist, wenn du siehst, wie manche Destillateur Piggies sind, wenn sie Birnen verarbeiten und was sie da alles rausschneiden, eventuell oder wann das gelesen ist und so weiter, dann hat das natürlich eine Auswirkung auf deinen Endresultat.
- 1:32:17Und das kostet halt, dass da jemand sich hinstellt und das halt macht, das Raust schneiden von ein paar komischen Stellen und so weiter, oder wie, so stehst du an so einem Sortiertisch und dann stehen da so acht Hände und dann picken die da alles raus.
- 1:32:31Das macht ja einen Aufwand und das kostet halt dann was.
- 1:32:34Und wenn man das halt auch auf andere Produkte überlegt, dann ist es ja großartig.
- 1:32:39Ja, oder Rababa. Also, Rababa sackt eigentlich ein großartiges Thema, gibt es da da nicht so viel, aber das ist, oder häufig ist dann so ein bisschen weisspüligmäßig gemacht, aber das ist auch ein geiles Thema, einfach aus was man da wachen kann.
- 1:32:55Und das meine ich, vor zehn Jahren, 15 Jahren gab es das alles noch gar nicht.
- 1:33:01In den letzten zehn Jahren kenne ich fünf sensationelle Quittensiedre, die, also meiner Meinung nach ist die Quitte in 20 Jahren der Schaumwein, den wir uns alle reingknallen, weil das arg ist das billig, wie gibt es davon so viel Gutes und C ist natürlich perfekt für Säure und pH-Werte im Getränk.
- 1:33:23Du hast drei Sommys. Letztlich ist ja jeder bei euch im Service-Team mündig.
- 1:33:29Kriegen die erst mal ein Brainwash, wenn die bei euch anfangen. Also, die fangen ja natürlich gezielt an bei euch, weil sie sagen, okay, da habe ich eine andere Art des Arbeitens, aber sie sind ja alle eben auch zur Kommunikation berufen gezwungen, genötigt.
- 1:33:41Wie schaffst du das? Also, aus diesen auch teilweise, du bist ja schon der der Frontman mehr oder weniger, aber deine Backgrounds sind ja nicht weniger präsent, wertig, kommunikativ.
- 1:33:53Wie gehst du daran?
- 1:33:55Die Leute müssen erstmal das Kellnern lernen, wie das bei uns läuft.
- 1:34:05Dadurch diese räumliche Aufteilung mit der Theke und so ist da viel anders.
- 1:34:10Dass sie das erstmal verstehen, dass sie da wissen, worauf es kommt an.
- 1:34:14Das ist also erstmal die Basis, dass das Ganze irgendwie gut funktioniert.
- 1:34:20Und dann der nächste Schritt ist im Prinzip sich, je nachdem wie viel Erfahrung du halt hast, also sowohl mit dem Gästekontakt, als auch mit den Weinen oder den Getränken im Allgemeinen.
- 1:34:36Je nachdem wie gut du weißt, was da ist, ist ja auch immer so eine Sache von zu wissen, was da ist und so, kommt das dann halt schneller oder langsamer.
- 1:34:50Also, die Getränkebegleitung ist in der Hinsicht, also die macht der Steve bei uns, beziehungsweise ich helf hier und da und mal, wenn der gerade nicht da ist.
- 1:35:08Wir haben geöffnet fünf Tage, aber wir arbeiten nur vier Tage und manchmal ist der Steve nicht da an einem Tag und dann kommt aber ein neuer Gang und dann muss der vielleicht am Tag vorher probiert werden, der Gang, beziehungsweise am Tag selber auch erst.
- 1:35:26Und dann müssen wir halt was Neues finden dazu und dann ist ja nicht nur das Probieren an sich, sondern auch die Kalkulation.
- 1:35:31Und das macht dann halt ich, wenn er nicht da ist.
- 1:35:35Per se macht das eher und wir haben und ich habe mir das ganze am Anfang angeguckt, wie er das macht.
- 1:35:42Du hast dir angeguckt, wie er das macht.
- 1:35:47Ja, wie er das macht. Also, wie sicher ist er in dem, wie ich das gerne haben will.
- 1:35:53Ah, okay, okay. Ich dachte jetzt, dass du, wenn du die Sachen neu raussuchst, versuchst es so zu machen, wie er das macht.
- 1:35:59Nein, nein, nein, nein, sondern, sondern, sondern, sondern, also, wie, was ich schon mal jetzt gesagt hatte ist, das Essen im Mund und getränkt drauf und dann, wie sicher ist er da, schmecken wir beide da genau das Gleiche.
- 1:36:10Das ist ja immer so ein Maßstab auch.
- 1:36:12Ist es jetzt gut, ist es nicht gut, könnte das besser sein, ist er nach der ersten, denkt er, das ist gut?
- 1:36:19Und ich so, es ist aber gar nicht gut. Also, das ist kein guter Geschmack, finde ich. Aber vielleicht ist es ja für ihn guter Geschmack. Aber vielleicht kennt er ja noch gar nicht den, den, was besseren Geschmack im Prinzip bedeutet.
- 1:36:29Und, also, bei Steve jetzt zum Beispiel, das ging super schnell und er war da ganz, ganz fix dabei und hat das super gemacht.
- 1:36:37Und, oder kann das auch, weil er das auch, der hat das schon, weiß ich nicht, Steve ist ja seit 15 Jahren, also der, im Game, ja, ja, im Game oder 10 Jahren oder so, im Game, also der ist da auch griffsicher, der weiß, wenn das jetzt nicht funktioniert und dann merkt er auch, dass das nicht funktioniert und er weiß auch, was daran nicht funktioniert und ist dann in der zweiten oder dritten Flasche,
- 1:37:03je nachdem, wie wir Schatz er dann braucht, aber ist dann auch dabei, also hat dann was gefunden, weil er sieht, okay, zu viel Alkohol oder es, es, oder es, man schmeckt das Essen gar nicht mehr oder man schmeckt den Wein gar nicht mehr oder es wird bitter, also häufig wird es ja immer alkoholisch, irgendwie, finde ich.
- 1:37:24Und das darf halt nicht passieren, dass es alkoholisch im Prinzip wird, irgendwie. Und das hast du halt manchmal, ne? Und da musst du halt eine neue Position finden, die dann das halt erfüllt.
- 1:37:35Und das hat er zum Beispiel, das macht er wahnsinnig gut und, was habe ich in den Faden verloren?
- 1:37:42Du, dass du ihn erstmal gebrieft hast oder geschaut hast, wie er das gerade er genau.
- 1:37:50Die Weinempfehlungen an sich, die macht ja jeder für sich selber. Gleichzeitig achte ich natürlich darauf, okay, wir lassen zum Beispiel immer beide probieren, also Mann und Frau.
- 1:38:02Ich, ach, wir haben auch darüber gesprochen, wenn Wein Maus hat, wir gehen dann damit um, ne? Soll der Gast jetzt den Mauswein trinken oder soll der Gast nicht den Mauswein trinken und ich bezahl die Mausflasche, sag ich jetzt mal so, ne?
- 1:38:22Und einfach so paar grundsätzliche Dinge, wie wir damit vorgehen, also wie wir auch die Gäste möchten sie Wein für sich oder möchten sie Wein fürs Essen, so ist die Frage.
- 1:38:33Also diese ganzen Sachen haben wir halt besprochen natürlich, ne? Aber was dann dabei rauskommt, das ist natürlich bei jedem erstmal immer Science.
- 1:38:42Beziehungsweise, bei Steve weiß ich, dass der da, ne? Dass das die richtige Richtung geht und so, dass der das super macht, dass der da mit den Leuten kann oder dass der die Leute auch versteht und so weiter.
- 1:38:55Wenn jetzt aber jemand noch jünger ist, aber da noch nicht so viel Erfahrung am Gast hat, gerade auch in Verbindung mit so einer riesen Weinkarte, da gucken wir natürlich schon dann erstmal, dass er die Getränkebegleitung gemacht wird.
- 1:39:09Und dass dann die Flaschen von jemand anders kommen und wenn dann jemand eine Flasche will, dann muss man dann, man muss als Steve oder ich hingehen an den Tisch, je nachdem wer halt da ist oder wie viel Zeit alt auch ist und so weiter, aber einer von uns beiden macht das dann.
- 1:39:25Und dann kommt es so nach und nach, dass dann die Person, die dann auch länger da ist, dann auch ein bisschen besser weiß, was unten im Keller ist, was kann man dann verkaufen.
- 1:39:36Ist es jetzt ein Gast, wo es gut ist, Label zu verkaufen oder ist es ein, also ich verkaufe nie Label, das heißt Label bestellen immer alle.
- 1:39:52Ich habe nie eine einzige Flasche Label verkauft, noch nie, genau, weil ich weiß, es bestellt irgendeinen Hans bestellt das, es ist immer so.
- 1:40:03Und es ist natürlich einfach Label zu verkaufen, dann ist aber der Wein auch weg und deswegen muss man da schon so ein bisschen gucken, wie geht man eigentlich damit ran.
- 1:40:12Gerade wenn dann unten noch ein bisschen, jetzt mach ich jetzt, Marsch Blanc da ist oder so und dann, dafür sind irgendwie gefühlt 70 Flaschen da, aber den Wein zu verkaufen, der nur drei Flaschen da ist oder sechs oder so, ist schon okay, wenn man das macht, wenn es dann auch der Gast dann wirklich weiß, was er da eigentlich trinkt.
- 1:40:36Beziehungsweise, wenn er auch versteht, was da eigentlich dann eher hingestellt bekommt.
- 1:40:44Und ist dann der Preis auch richtig für den Gast, sind das jetzt Gäste, die vielleicht eher ein bisschen konservativer sind vom Look and Feel oder die vielleicht eher ein bisschen klassischer trinken.
- 1:40:57Und dann komme ich mit Bruno Duchen um die Ecke, aus dem Cote Rusillon, schmeckt halt nicht wie Cote Rusillon, also, und dann ist das halt was ganz anderes, als was der Gast da eigentlich erwartet.
- 1:41:14Erwartet er das, dass das so hellroser schmeckt und so leicht und bisschen wild und funky und blass und auch noch 13,5 Alkohol hat und kein Holz hat oder will er eigentlich Cote Rusillon, da will er was mit Muckis haben oder so und mit Struktur und Kraft und Farbe und so weiter und dann da auch zu gucken.
- 1:41:35Und das kommt halt erst nur mit der Zeit, das kannst du nicht, also nicht bei tausend, sieben Mal Position, ne?
- 1:41:41So und das kommt dann mit der Zeit und dann kriegen die Leute auch die Zeit dafür, das zu langsam da reinzuwachsen in das Thema.
- 1:41:51Und in der ganzen Zeit, das ist ja das Coole eigentlich, sie können ja alles probieren.
- 1:41:56Also wer bei mir fragt, ob er was probieren darf, der hat schon verloren.
- 1:42:00Es muss jeder probieren, also ich trinke nicht während der Arbeit, die anderen sollen auch nicht trinken, aber sie müssen probieren.
- 1:42:10Z.B. wenn was offen darum steht, dann erwarte ich nicht, dass derjenige fragt, kann er das probieren, sondern dass er es probiert und auch dass er, wenn er nicht weiß, was er da probiert, dass er fragt.
- 1:42:24Also ich trage das jetzt niemanden hinterher, ich erwarte schon auch, dass die Leute einzeln, ihr wissen selber sich aneignen, dass sie selber Interesse daran haben müssen, ansonsten geht's auch nicht.
- 1:42:37Das ist ja auch den Unterschied zwischen so einem Weintypi und so einem Kellnertypi.
- 1:42:44Also die Kellnertypi sind super, aber die trinken auch gerne Champagner und die trinken auch gerne Weißwein und Rotwein und haben vielleicht auch eine Ahnung von dem und dem und dem.
- 1:42:52Aber denen ist es doch eigentlich scheißegal, was sie trinken, irgendwie sage ich jetzt mal so blöd.
- 1:42:56Und der Weintypi, der ist halt nochmal, der muss, das hört jetzt nicht um 5 Uhr nach der Arbeit auf, sondern dann musste halt mehr machen im Prinzip, um das Ganze auch für dich zu verstehen, was jetzt da nun dahinter ist und die Jahrgänge und der.
- 1:43:16Und was haben denn die da gemacht und wieso schmeckt das jetzt so und hin und her?
- 1:43:21Und gleichzeitig muss man das fragen, aber man muss es halt selber initiieren meiner Meinung nach.
- 1:43:26Warst du im angestellten Verhältnis ein anderer Sommelier als jetzt in der Selbstständigkeit?
- 1:43:31Ne.
- 1:43:32Also du hast nicht anders empfohlen, du hast nicht anders gelebt, nicht anders eingekauft.
- 1:43:36Na ja, im Rutsch habe ich schon anders eingekauft wegen Karsten Schmidt.
- 1:43:40Ja, los, du hast jetzt ja von dem, dass du da Verpflichtung, Verbindung hast, aber du hättest nicht anders.
- 1:43:44Du warst ja damals auch schon relativ...
- 1:43:46Also für die Verbindung mit Karsten Schmidt waren wir ja schon sehr, sehr provokanten in den Eilen und so.
- 1:43:51Ja, auch in einer Kommunikation, dass du gesagt hast, also deine Karte ohne Bordeaux gemacht hast und so weiter.
- 1:43:55Ja, genau, genau, genau.
- 1:43:56Warum eigentlich?
- 1:43:57Ja, weil...
- 1:43:59Wolltest du provozieren? Gab es für dich wirklich einen Grund dabei?
- 1:44:01Ne, ja, das ist ein bisschen so dieses graube Gunderding.
- 1:44:04Ja.
- 1:44:05Und erst mal, es war halt immer bei Karsten, dass es halt zu viel bestand, zu viel bestand, zu viel bestand und so, ne?
- 1:44:12Und auch okay, ne? Also gar nicht die...
- 1:44:15Und Bordeaux, da hast du sieben Weine liegen und die kosten alle, machen ein Dreiviertel der Karte aus.
- 1:44:21Da kriege ich noch 20 andere Positionen, die weniger kosten einfach.
- 1:44:24Also jetzt von diesen Blue Chips oder so, ne?
- 1:44:26So, und das... also das tut mich halt nicht.
- 1:44:29Findest du die Scheiße?
- 1:44:30Nein, ich trinke gerne Bordeaux, wirklich.
- 1:44:32Okay.
- 1:44:33Ich trinke gerne Bordeaux, aber da hab ich mich nicht interessiert.
- 1:44:35Es ist auch kein Erlebnis für einen Gast jetzt, ein 96er.
- 1:44:38Also natürlich ist es ein Erlebnis für einen Gast, ein 85er Leo Will das Kast zu trinken.
- 1:44:43Ja, das ist ein Wahnsinnserlebnis, das ist ein ganz großer Wein.
- 1:44:46Ich hab das hab ich nicht trugen, ein 61 Leo Will das Kast.
- 1:44:49Alter Schwede war das gut.
- 1:44:50Das war, also das war ein Wein, der hat geschmeckt wie...
- 1:44:57Nein, nicht zweifach, aber 1996, so hat er geschmeckt, das war 30 Jahre älter oder 35 Jahre älter.
- 1:45:06Und das war groß, ich mag das auch, also das ist ein Kack, ne?
- 1:45:10Aber ist es jetzt ein Erlebnis, bei mir eine Flasche Bordeaux zu trinken aus diesem Blue Chip Bereich?
- 1:45:21Ja.
- 1:45:22Das war damals schon das Bewusstsein, dass du gesagt hast, wow.
- 1:45:25Ja, ich hab gar keine Interesse dran.
- 1:45:27Also wir haben ja jetzt Bordeaux, wir verkaufen Lepouille, Domaine Jogaré und Bel Air Marquis Alger.
- 1:45:41Die sind drei Produzenten.
- 1:45:43Die sind drei?
- 1:45:44Ja.
- 1:45:45Ah, genau, das sind die drei Bordeaux.
- 1:45:47Ah, und wir haben das ganz Freakiges, Castelvienier oder so heißen die, ich weiß, warum haben die noch den Namen?
- 1:45:56Mein Französisch ist "Grotten Schlecht".
- 1:45:59Biodenamisch seit 1964.
- 1:46:03Im Bordeaux, das für was heißt das?
- 1:46:05Im Bordeaux, ja.
- 1:46:06Zu der Zeit und damit auch noch was von Kalt und Vötterisch war.
- 1:46:08Merlot ohne Schwerfe gefüllt, wir haben da jetzt nur einen Jahrgang gekauft, 11 gibt's da, ich weiß gar nicht, ob es da was Jüngeres gibt,
- 1:46:16zumindest Weinsearcher kennt das nur so ganz rar.
- 1:46:21Und das haben wir in Belgien bei Wouter von Terre-Van gekauft und das ist großartig.
- 1:46:27Also das ist nicht, das ist so, aber das hat ja nichts mit dieser bling-bling.
- 1:46:31Wir sitzen auf Cheval Blanc und hauen uns ein Paul-Yackel-Lamrhein oder so, Attitüde zu tun oder so.
- 1:46:44Wir waren letztes Jahr mal in der Champagne und da gab's in einem Restaurant Glasweise-Iquem
- 1:46:53und da haben wir mal zwei Gläser bestellt, weil ich das schon ewig nicht mehr getrunken hatte, aus deinem Magnum, war relativ jung,
- 1:47:0010 oder 15, ja, 10 oder 15 war's, glaube ich, und das ist schon geil, das mag ich auch, das ist cool,
- 1:47:07sehr, sehr guter Wein, muss ich wirklich sagen, aber ich mache jetzt nicht diese teuer Nummer,
- 1:47:16jeder weiß, dass Iquem teuer ist, also, ne? Ja, das ist gut, aber sehr guter Wein, aber das ist kein Erlebnis,
- 1:47:25was ich dem Gast vermitteln will, so von dem Gefühl her, würde ich jetzt sagen, das ist nicht, ja, genau.
- 1:47:34Wie lang hat's gedauert, bist du?
- 1:47:37da war es wo du bist und bist du selber das Gefühl hattest ich bin sommeri oder ich bin weinbefugt oder ich habe die Erfahrung
- 1:47:44also wofigen das bei dir an hast du dich im monkey schon also nach dem du
- 1:47:50drei Jahre dich mit weinintensiv beschäftigt hast oder war es dann im
- 1:47:55rutsch so zwischendurch eine traube oder
- 1:47:58Wann warst du für dich selber einigermaßen kann man hört nie auf zu lernen das ist logisch aber
- 1:48:03warst du für dich selber einigermaßen fertig oder warste konstig als
- 1:48:07potent beschreiben
- 1:48:11auf augenhöhe mit denen auch wissen den gästen in düsseldorf
- 1:48:16oder berlin der azzubi
- 1:48:23wo ich mein auto so reparatur hümmbringe hat mehr ahnung von dem auto was ich fahre
- 1:48:33aber
- 1:48:35obwohl der am zweiten leerjahr wahrscheinlich erst ist als ich von diesem auto
- 1:48:39also
- 1:48:42dieses gefühl hatte ich schon immer dass ich da jetzt nichts
- 1:48:47was sich verändert hat ist die qualität der empfehlungen
- 1:48:51zu wissen was der gast meint und
- 1:48:54einfach schon tausende von situationen erlebt zu haben
- 1:48:58und auch fehler die man gemacht hat
- 1:49:02von wegen geschmacklich
- 1:49:04falsch eingeschätzt falsch verstanden
- 1:49:07nicht richtig nachgefragt also die meisten fragen ja nicht also
- 1:49:10wenn mir was passiert das ist irgendwie nicht klappt oder so dann habe ich nicht richtig nachgefragt
- 1:49:16dann habe ich nicht richtig zugehört oder ich habe nicht
- 1:49:19ähm
- 1:49:21ich habe zuvor schnell waren einer richtung obwohl ich hätte
- 1:49:24eine andere richtung gehen müssen
- 1:49:27und so es passiert schon
- 1:49:29man war ja auch nicht immer zuhört oder weil man nicht richtig die fragen stellt oder weil man zu früh aufhört die richtigen fragen zu stellen und so
- 1:49:35aber
- 1:49:40sicher ist es so dass mich in der zeit im monkeys oder sagen wir mal so ich habe klaudia sterng gearbeitet und da hatte ich auch eine station von 70
- 1:49:4870
- 1:49:5270 gästen und da
- 1:49:56da
- 1:49:58hat
- 1:50:00haben die sommel schäfte ron und habe ich natürlich trotzdem die wein empfehlung gemacht
- 1:50:04vielleicht ist nicht für jeden jeden gast aber für
- 1:50:0895 prozent aller gäste oder
- 1:50:1299 prozent aller gäste
- 1:50:14der musste halt die weinkarte kennen oder musste die mir halt angetrunken haben oder so oder
- 1:50:18musste wissen was da ist oder habe auch die sachen ja verräumt wusste also was da ist
- 1:50:23der da auch 500 positionen glaube ich 1000 1000 ja ja große karte große karte halt ja
- 1:50:28und auch interessanterweise natürlich auch ganz anders als
- 1:50:32die traube vorher und auch das essig bret dann vorher das war auch der grund was habe ich dahin wollte
- 1:50:37weil das so anders ist
- 1:50:40halt
- 1:50:40als er in der traube war ich mit sieben tischen in der scheiße
- 1:50:44und dort hatte ich 70 gäste und da
- 1:50:48also ich habe es nicht geraucht nebenbei aber hätte ich meinen rauchen können nebenbei also also es ist eine ans andere
- 1:50:53servicekultur aber es ist auch ein ganz anderes wein leben und so und
- 1:50:57da
- 1:51:00natürlich hatte ich da von tutten und lasen keine ahnung aber
- 1:51:03hatte trotzdem mehr als die meisten gäste ahnung so und natürlich habe ich heutzutage immer noch
- 1:51:10keine ahnung von vielen dingen weil ich ja dann auch nur das kenne also
- 1:51:17also
- 1:51:19also das ist das blitz und ich kenne nicht nur das aber ich
- 1:51:21ich habe mich nicht so einem kosmos oder in einer glase
- 1:51:25der genau und dann
- 1:51:27ähm
- 1:51:28ich bin immer wieder
- 1:51:29erstaunt
- 1:51:31wenn du
- 1:51:31auf französische weinkarten guckst auf amerikanische weinkarten auf japanische weinkarten auf spanische weinkarten auf israelienische weinkarten guckst
- 1:51:39was da alles drauf ist was ich noch nie gehört habe
- 1:51:42irre mannzenabe irre irmenburgunder weingut 50 hektar wird nicht in deutschland verkauft wurde noch nie in deutschland verkauft so ungefähr
- 1:51:50machen aber sehr passablen bla bla bla so was ne so und so ne und
- 1:51:55ähm
- 1:51:58so und
- 1:52:00ich da hatte ich ja auch da habe ich ja auch schon wein empfohlen und ich bin ja im monkeys angetreten als komis sommer je
- 1:52:08weil ich gar nicht wollte gar nicht die entscheidungskraft da jetzt haben so ne aber dann kam da halt niemand
- 1:52:14und dann war ich aber der sonnel je
- 1:52:16habe ich mir das halt genommen oder habe das halt zu meinem gemacht im prinzip oder zu
- 1:52:21irgendwann kam er dann sebastian bordhäuser und dann haben wir das zu unserem im prinzip gemacht und das war ein mega
- 1:52:27kongeniales team also da es hat auch sehr viel sehr viel spaß gemacht genau richtig ja und auch gerade weil er älter war und oder ist
- 1:52:33und
- 1:52:35war ja
- 1:52:36ist immer noch älter
- 1:52:38genau
- 1:52:39und
- 1:52:40und und das
- 1:52:41natürlich hat er ein bisschen mehr restauror leitung gemacht und so und ich habe ein bisschen mehr wein gemacht aber am endeffekt
- 1:52:46haben wir das irgendwie zusammen gemacht
- 1:52:48ja, weil es ja auch zwei restaurants war, ich war der frei reih war der frei zuständig genau ja und dann und dann haben wir halt
- 1:52:54auch die sachen alle zusammen probiert und
- 1:52:56und so ne und
- 1:52:58und da wusste ich natürlich da habe ich da habe ich zum beispiel
- 1:53:06was damals noch nicht gut war bestimmt waren diese
- 1:53:10begleitungen
- 1:53:12weil ich damals zum beispiel noch nicht
- 1:53:15das essen so probiert habe mit den getränken wie ich sie heute das mache
- 1:53:21so
- 1:53:23das kam erst im
- 1:53:24von der geschmackserfahrung oder vom abfolge wie du sagst dass man beides im munt haben muss und dann mit einer gleiche und so weiter okay
- 1:53:31das habe ich noch nicht gemacht ne
- 1:53:34das habe ich noch nicht gemacht da habe ich mehr nach
- 1:53:36Theorie probiert
- 1:53:38also
- 1:53:40das war schon häufig richtig denke ich aber auch häufig wahrscheinlich nicht so ne und
- 1:53:45nach Theorie probiert ja wir haben da jetzt
- 1:53:48viele kräuter drin dann
- 1:53:51machen wir eine mini to salon oder sowas ne oder sowas in der richtung ne
- 1:53:54oder da war ich natürlich auch noch viel
- 1:53:57breitgefächert da in dem was ich verkaufe also damals haben wir so sehr und mini to salon und
- 1:54:04die ganze fruchtigen stahltank ausgebauten
- 1:54:07souvenirs verkauft das haben wir jetzt heutzutage zum beispiel im nobel hat gar nicht auf der karte also nicht ein einzigen
- 1:54:12und
- 1:54:14also haben zu fingen auf der karte aber halt nicht diese
- 1:54:16zwei dämen kommen ins restaurant wollen sich eine flasche souvenirs
- 1:54:21der marcus schneider der souvenirs sowas ne das haben wir jetzt nicht auf der karte so ne und
- 1:54:27das
- 1:54:30das war damals noch nicht so gefestigt da haben wir halt alles verkauft und das ist ja auch das was dann bei jungen souvenirs
- 1:54:37souvenirs halt so ist die sind dann noch sehr viel
- 1:54:41breiter in der
- 1:54:43Was möglich ist und es gibt noch keine handschrift es gibt noch keine keine philosophie keine ideologie
- 1:54:47ja und das wird ja dann erst später mit den jahren kommt das ja erst dass man dann halt so
- 1:54:52Sachen probiert wenn man sachen
- 1:54:55begreift die
- 1:54:58wirklich ja da begreift man halt auf einmal sachen also ich
- 1:55:01ich weiß noch die
- 1:55:04die erste am fohrer die ich bei peter
- 1:55:07kühn
- 1:55:09aus dem fast probiert habe es waren
- 1:55:11Meilenstein an
- 1:55:13Entwicklung in gewisser Weise so
- 1:55:15An was überhaupt mit deutschem riesling möglich ist so ne
- 1:55:20Das muss ja 26 gewesen sein so ne so und
- 1:55:27Und und und das ist jetzt heutzutage natürlich noch viel viel
- 1:55:31Definierter geworden und das ist auch der unterschied zwischen nem älteren
- 1:55:38Somelie und dem jüngeren
- 1:55:41Gleichzeitig ist der jüngere natürlich immer häufig viel viel offener für neue entdeckungen und so weiter
- 1:55:47Und das versuchen wir uns natürlich schon im noble hardwood schmutzig so ein bisschen zu bewahren
- 1:55:51Dass wir da halt sehr sehr offen sind einfach dass wir immer wieder neues probieren dass wir ich sehe irgendwas oder
- 1:55:57Stiefsee irgendwas oder oder was halt ganz häufig passiert
- 1:56:01Richard le Roire hat
- 1:56:04Jetzt ist das letzte was passiert ist Richard le Roire hat jetzt ein kellermeister eingestellt und der kellermeister hat in 22 den ersten wein gemacht
- 1:56:11So das habe ich mir der Sebastian bohrthäuser erzählt
- 1:56:14Ich habe das maxim erzählt von von minikultur
- 1:56:20Minikultur hat le Roire
- 1:56:22Nimmn Nachricht geschrieben
- 1:56:24Und jetzt importieren die das ab september sowas ne das sind ja dann das ist ja schon mal oder
- 1:56:30Oder hier der der der son von allys und olivier demur die machen wein jetzt ne der macht jetzt wein hat so zwei
- 1:56:36Pinos auf den mark gebracht in 22 das erste mal verkauft
- 1:56:41Wie heißen sie hier unten weinfrohre das finde ich interessant sowas
- 1:56:46Und diese diese offenheit behalten wir uns natürlich so und da da da und nochmal deine
- 1:56:51so diesen kreis zu spannen mit den sommel geht's und so dass das das
- 1:56:56Da haben wir oder ich habe da schon eine ganz klare vorstellung was wir den kaufen oder dass wir nicht kaufen
- 1:57:04und die
- 1:57:06Anderen wachsen da so ein bisschen halt rein und ran und je nachdem wie viel die erfahrung ist
- 1:57:11Geht das schneller oder langsamer so
- 1:57:15Wer dich geprägt also hattest du jemals ein vorbild hattest du ein zielvater oder
- 1:57:19der iwan jakeer
- 1:57:23Vom essigbretler genialer kollege hat sich
- 1:57:26sehr sehr ausgiebig
- 1:57:29In diesem einem jahr um mich
- 1:57:32Was nur ein jahr da ich dachte es wäre ne ne ne um ein jahr und einmal drei monate
- 1:57:36nach der amerikadzeit
- 1:57:39und
- 1:57:41gekümmert würde ich sagen also
- 1:57:44der
- 1:57:46der frankilde brand
- 1:57:49Ich habe keine ahnung was der macht wo der jetzt ist oder zuletzt war der in
- 1:57:53In weiden
- 1:57:57Ja aber das ist ja auch schon ewig her oder nicht da
- 1:57:59Da muss ich noch mal nachfragen
- 1:58:02Er möge sich werden ich habe es in der händen nummer ich glaube ich schreibe mal der frankilde brand
- 1:58:05der war in der traube war ganz genau
- 1:58:09Und da habe ich ganz schön gelitten warum
- 1:58:13Also nicht also die traube halt
- 1:58:15Auch ein anstrengendes plaster war nicht
- 1:58:18Für mich war die traube
- 1:58:20Ohne alvira kaufmann waren
- 1:58:22Die blume im keller
- 1:58:24Ich war das war schon
- 1:58:26kompliziert sagen wir es mal so gleichzeitig wahnsinnig lehrreich und ich habe mich dann ja durchgebissen und
- 1:58:32Da bin da auch ein bisschen
- 1:58:35angeeckt mit alvira
- 1:58:39Und aber habe natürlich wahnsinnig viel gelernt aber auch wahnsinnig eine ganz andere weinwelt halt auch
- 1:58:45gesehen was es halt abseits des essig pretleins im prinzip so gibt und so und deswegen hat der frank
- 1:58:51Das darf man jetzt wahrscheinlich auch sagen einfach der hat jeden samstag irgendeine flasche alten mosleriesling aus dem keller geholt der
- 1:58:58So voll war mit irgendeem scheiß
- 1:59:00Das
- 1:59:02Das haben wir dann während der arbeit nach der arbeit während der arbeit wie auch immer so flasche mosleriesling im prinzip getrunken am samstag
- 1:59:09Und dann trinkste halt
- 1:59:11weiß ich nicht
- 1:59:1497 97 silicon
- 1:59:18Spätlese sabor garausch das war 2004 das hatte so einen tollen vanilleton
- 1:59:24Erinner ich mich noch oder oder er trinkte so alte grünhäuser aus den 80ern oder so ein damals war das alles noch bezahlbar so ein
- 1:59:31Egonmüller
- 1:59:34Unverschämt günstig und ja genau ja schon teuer aber aus heutiger sicht oder auch schon vor zehn jahren aus der sicht
- 1:59:40Ja mehr 2012 glaube ich zugemacht was mit dem keller eigentlich passiert weiß das satibis und so haben sie ja damals schon
- 1:59:47rausverkauft entsprechend
- 1:59:50und
- 1:59:53Das war natürlich schon ein geschenk das alles mal so zu probieren im prinzip und so und
- 2:00:00Wie viele flaschen polrogé magnum vintage getrunken habe oder probiert habe das ist ja auch toll oder so
- 2:00:06Und und das sind ja dann auch so erfahrungen die man halt irgendwie macht über seine
- 2:00:10Über die orte wo man halt im prinzip arbeitet deswegen hat frank da auch schon eine ganze menge
- 2:00:15Bewirkt ja
- 2:00:19Oder auch dann natürlich hier die weinkarte im
- 2:00:25Inventage die auch dann ganz anders gepolt war wo es auch halt
- 2:00:29konsumweine gab
- 2:00:32oder marcus schneider damals als
- 2:00:35Newcomer dann hatten angefangen 4 3
- 2:00:39ungefähr roundabout ja genau und und und da hatte das weingut übernommen irgendwie so oder
- 2:00:44Vielleicht war es auch schon kurz ein bisschen vorher aber auf jeden fall
- 2:00:46Nein nicht 4 3. Ich habe 5 dort gearbeitet das heißt das muss schon genau es muss so 1 2
- 2:00:541000 also so 2000 so in diesem ganzen dreh und und dann war das halt so ein neues weingut und das war halt
- 2:00:59Gut gemacht darin zu liegen und dann war also unser haus riesling im prinzip junges weingut und so und
- 2:01:04Und solche weine gab es vorher überhaupt nicht und da gab es halt weine zum trinken auch so
- 2:01:08tell maurik ist baza
- 2:01:11wer deck der decho
- 2:01:14der der
- 2:01:16fruchtig ist und der halt in so einer weinbar dann halt auch über den tisch läuft oder so
- 2:01:20Ich weiß nicht was hat das damals gekostet 96 oder so ungefähr ja wahrscheinlich
- 2:01:25Ein verkauf oder so und solche sachen halt auch und das ist und dieses ganze in verbindung dann auch mit der eigenen mit dem eigenen interesse
- 2:01:33hat dann auch
- 2:01:35Zudem geführt was ich da jetzt im mund halt für mich
- 2:01:37mag oder nicht mag oder so
- 2:01:40Wo hat es angefangen also kommst du aus der gastrofamilie du kommst also dem ort wo du groß geworden bist war ja weinbar aus letzt mal vor 300 jahren also seit dem
- 2:01:48Ist ja ja kein kein weinbar mehr also nach der weblos glaube ich ist da und
- 2:01:52nix mehr
- 2:01:54Wie meinst du das wo wo war das was in deinem heimatort gab es ja auch mal weinbar aber vor vor 300 jahren
- 2:01:59Also da ja ja so mit weider wirklich
- 2:02:02Zumindest hatte ich das mal gelesen altem dokumentation und aber ich glaube das ist nicht so dein
- 2:02:08Dein video für das game oder gastro gehen oder also meine eltern haben gastronomie gemacht meine großeltern haben gastronomie gemacht so alte gastrofamilie
- 2:02:17wow
- 2:02:18Und ich bin im restaurant groß geworden restaurant der knipe restaurant restaurant und da ja also
- 2:02:24Gut also papa hat immer gut bürgerliche küche gekocht und das war eine gasstätte eine bessere so
- 2:02:33Na da für dich auch klar dass du und da gibt es da gab es nie da gab es wein aber jetzt nicht so wie wir das ansatzweise irgendwie
- 2:02:46Gepflegt hätten oder so
- 2:02:48Im herzlugspark wo ich meine ausbildung gemacht habe
- 2:02:52In herzlogen au rach da gab es auch wein auf der karte
- 2:02:55Ganze menge zu gar aber das war halt eher so fränkischer wein weiß wein rotwein bis symbol
- 2:03:01bisschen barondell und so so sachen die man halt irgendwie in den 90er noch verkauft hat
- 2:03:06Hast du das eigentlich mal wieder getrunken barondell
- 2:03:11Lange nicht also das letzte mal als ich den getrunken habe war in der tat 2004
- 2:03:16Er hat schon 20 Jahre
- 2:03:20So wenn wir so gerade so ein ich habe wieder nämlich letztens schon gedacht
- 2:03:24Ich schmeckt das eigentlich heute das habe ich schon ewig nicht mehr gesehen und ich habe es dann irgendwo
- 2:03:29In frankreich auf einer weinkarte zu gammel gesehen aber sehr viel geld aber ich habe es ja nicht bestellt aber
- 2:03:34Ich würde es aber gern mal wenn es gibt ja so manchmal die auch diese
- 2:03:40Diese blue ships wein oder diese evergreen so wie auch mal das nennen möchte es
- 2:03:44Hier sind auch damals die gewisse dasernsprechung hatten eignen
- 2:03:47Tasten eigenen geschmacken eigene charakterist die hat kein anderer weinharten von dem
- 2:03:51Herr haben die schon eine dasernsprechung sind wahrscheinlich auch diesen oftmals
- 2:03:56Ubeteuerten preis dann irgendwo werden das finde ich dann wiederum
- 2:04:01Gar nicht so un
- 2:04:03Unrelevant also da ich finde so dieses bashing dieser dieser klasse
- 2:04:07Ich habe gar nicht so nein du hast auch nicht gebäscht aber so ein allgemeiner ist es erst was man ja immer sagen kann
- 2:04:12Alle scheiße aber ist
- 2:04:13Die ist nicht mehr nehmen
- 2:04:14halt eigene weine die man durchaus finde ich als tomi auch kennen sollte
- 2:04:18Ja, auf jeden fall
- 2:04:19Also gewisse klassiker zumindest um die kommunikation auch mit dem gast zu gehen sollte man sich daran bewusst sein und
- 2:04:23Da ein argument entweder auch ein gegene argument
- 2:04:26Oder eine darausentwicklung ist man sagt das war ist vielleicht die weinwelt von x y und
- 2:04:31Unseres anders genau ganz genau
- 2:04:34Und das gab es damals schon
- 2:04:37Und aber da hatte ich noch nicht nichts mit wein am am am hot
- 2:04:40Das finde ich natürlich super interessant dass billy mich fragt wann ich das letzte mal ein baron der el getrunken habe
- 2:05:04Und ja eigentlich ist es vier zu lange her und ja ich hatte niemals ein baron der el der mich irgendwie
- 2:05:09Enttäuscht nicht zufrieden gestellt oder gar begeistert hat es ist ein monument in dieser weinwelt welches baron patrick lancet dort auf schaden nusee
- 2:05:19Seit 1972 seit seiner übernahme des weingutes er schaffen hat das spannende für mich dabei ist dass er es geschafft hat
- 2:05:27Einen typischen püffi mei zu produzieren ein sinnbild für diese appellation für den zauberion blanc und für die sehr
- 2:05:35einzigartige charakteristik der weine aus dem hause ist baron lancet
- 2:05:40Ich finde es so erstaunlich wenn man sich überlegt dass es eigentlich nur 1000 hektar
- 2:05:44Reepfläche sind die diesen weltweit berühmten weinem porpring und ich kann mir keine gut selektierte weinkarte vorstellen
- 2:05:51Auf der nicht zumindest ein püffi mei zu finden ist das schaden nusee hat 17 prozent der reepfläche
- 2:05:57165 hektar und aus den besten lagen in den besten jahrgängen wird der baron der el produziert
- 2:06:03Natürlich aus sonny en blanc der name püffi mei bildet sich aus der am rechten loire ufer gelegenen stadt
- 2:06:09Püssioloire und dem attribut fümei für rauch dieses verweist auf die durch den kalk und feuersteinboden
- 2:06:16Typischen geschmack des weines oder auch auf die farbe der bären die während der reife mit einer rauchfarbenen grauen schicht überzogen sind
- 2:06:24Das besondere ist die philosophie der winzer dort in der region sie sagen nicht wie produzieren ein sonny en blanc
- 2:06:30Sie haben die überzeugung wir produzieren ein püffi mei und der sonny en blanc ist nur das sprachwort des bodens
- 2:06:36Für unsere interpretation der appellation der reepsorte und unserer handschrift und einer der wortführer
- 2:06:43Einer der verantwortlichen für den erfolg von püffi mei ist ohne frage patrick de la set
- 2:06:48Denn bis dato bis 1972 war der so sehr immer der namhafte wein aus der region überall in paris wurden noch so sehr getrunken bis zum jahr 1972
- 2:06:57Seit über 50 jahren gibt es diesen paradewein nun und wenn ihr ihn noch nie im glas hattet dann habt ihr jetzt einen neuen eintrag in eurer absoluten weinwunschliste
- 2:07:07Ich weiß noch wie der herr wolf der wolf es war so ein älterer herr der hat davor ganz lange im schwarzen adler in
- 2:07:28Erlangen nicht in erlangen in nirnberg genau gearbeitet
- 2:07:38Aber die waren auf gleicher auf augenhöhe im essig predlein glaube ich irgendwie so was war so ne
- 2:07:42Ja das essig das war so ein klassisches sehr sehr gutes restrecher und der weiß ich noch ganz genau
- 2:07:49Der hat mir irgendwann mal hier probiert das mal weiß ich so
- 2:07:53Boah ist das bitter das war halt irgendein bordeaux
- 2:07:56Ja das war das erste mal dass ich so bewusst wein so getrunken habe
- 2:08:02Der so ein bisschen besser war in der ausbildung zweites war ja oder so ne
- 2:08:09War das dein weinmoment wie bitte war das dein weinmoment also
- 2:08:14Das war ein weinmoment wo ich gemerkt habe das ist was besseres aber das schmeckt mir nicht oder beziehungsweise der geschmack ist ja noch gar nicht darauf ausgelegt und man fängt halt mit fruchtigen rieslingen an
- 2:08:26In deutschland oder zum damaligen zeitpunkt wie man mit deutschen rieslingen entsprechend an
- 2:08:32Vielleicht auch mit restzucker die dann auch einfach sind zu verstehen weil sie halt süße in gewisserweise haben oder weil man jetzt keine
- 2:08:41Vorbgägung hat wie das eine generation vor uns oder vor mir war
- 2:08:48Das süße schlecht ist weil das die oma mal getrunken hat den krötenfühl oder so ne
- 2:08:54Und diese diese diese diese
- 2:08:59Ja dieses das gab es nicht irgendwie so und das war nicht auf meinem kosmos und das fing dann halt erst
- 2:09:08eigentlich im esikbreedlein an 2001 im februar angefangen und da fing das dann erst an
- 2:09:20Das ist meine erste weinreise gegen zum paul Fürst mit dem iwan zusammen und
- 2:09:27Dann auf irgendwelche weinproben das erste mal gefahren und so weiter und und und ja genau
- 2:09:33Du bist dann aber auch immer ein treuersehler also verstehst du es aber auch
- 2:09:37Menschen anzunehmen und die lange nicht begleiten zu lassen sei es peter jacob kühn mit seinen rieslingen wurde ja
- 2:09:44Von Anfang an auch deren stil verfechtet oder vertreten hast und dabei geblieben ist
- 2:09:50Martin kössler hast ja auch sehr sehr lange begleitet und war es da auch jemand der
- 2:09:54Die argumente sehr gut aufnehmen konnte und daraus eine eigene philosophie denn sich bilden konnte und
- 2:10:00Also was verlieren sie schon mal sachen so über die
- 2:10:04Ja
- 2:10:06Klar wenn sich die noch entwickeln oder eben auch menschen entwickeln genau oder auch woanders hin entwickeln oder man selber
- 2:10:12Sich woanders hin entwickelt das ist halt auch das
- 2:10:14Geschäftsbeziehung die die dann halt auch mal verändern in gewisser weise
- 2:10:18Lustigerweise hat mich am samstag hat mich hatten so ein studierenden tisch also wir bieten immer zwei gästen finde ich eine super idee
- 2:10:27Am danke also für alle anderen das heißt wir bieten zwei gästen am abend die chancen an
- 2:10:33Für 100 euro mit all in zu
- 2:10:36Essen und das sind dann menschen die in ausbildung sind das heißt die essen die
- 2:10:41sechs gänge bei uns kriegen dazu
- 2:10:43vier weine oder vier getränke ein apparitiv ein schnapps in kaffee zahlen die 100 euro so dann machen wir zwei tisch oder
- 2:10:51zwei plätze am abend dafür frei
- 2:10:53Und das ist man halt auch die jungen leute die sich sowas wech nicht leisten können im prinzipiosen restaurant so weiter holt so und
- 2:11:00Da hat mich der eine gefragt wir haben im haupgang
- 2:11:03gerade so ein gang mit hun und
- 2:11:06und
- 2:11:09hun mit
- 2:11:10Eisauce und so ein salat mit so
- 2:11:12essig
- 2:11:14Apfelessig abgespritzt
- 2:11:16und da servieren wir vom marcus molitor eine bernd kastler lie 15 haben wir dazu jetzt serviert
- 2:11:22und dann fragt er mich so
- 2:11:25Wieso wird das servieren das passt ja sonst nicht so richtig ins ins programm und sage ich so wie meinen sie das
- 2:11:32und es war jetzt so ein junger kerl
- 2:11:34Architektur student
- 2:11:36Hat also so von dem was er so gesprochen hat
- 2:11:40Schon so ein bisschen
- 2:11:41Bissle ahnung für seinen alter und ich sage also kannte zumindest ein paar sachen oder kannte sie von namen her oder
- 2:11:46wusste dass die mediope in den abrützen liegt und so aber häufig kennen dann halt solche leute
- 2:11:52Dann eher so die die die neueren frickige sachen weil die sich dann in diesem neueren frickigen
- 2:11:58zumindest in berlin ja genau genau so ein bisschen
- 2:12:01Beschäftigen und so obwohl der kam aus achen aber ne aber und dann
- 2:12:07Kannte er natürlich schon so ein paar paar sachen die das fand ich schon auch sehr beeindruckend erst mal so für sein alter
- 2:12:12Auf jeden fall fragte wie kommen wir schenken wir den marcus molitor aus
- 2:12:15wenn wir den marcus
- 2:12:17Also weil ich marcus molitor schon 20 jahre aus schenke und weil ich kauf jetzt nicht den claus haus glusterberg aber
- 2:12:24Wenn man in einer rinscher anruft dann gibt es ja auch mal was älteres oder
- 2:12:27Bei mir auch in christ gibt es auch immer was älteres also 5 6 7 8 jahre alt und dann sind es schon gute rieslinge
- 2:12:35zwar gespritzt und alles und jetzt nicht der der vielleicht
- 2:12:38Gleiche weinstil wie das in clemenswursch oder in torsten melzheimer an der musel machen würde
- 2:12:45Aber es hat trotzdem seine berechtigung als wein meiner meinung auch so und
- 2:12:49Und es gibt halt auch gäste die sowas so ein geschmack auch mögen
- 2:12:54Und denen wir dann natürlich auch diesen wein auch anbieten wollen weil sie halt diesen wein vielleicht auch haben möchten
- 2:13:01Oder diesen geschmack gerne haben möchten und dann ist es halt eine sehr gute wahl in dieser in diesem framework
- 2:13:08Was halt marcus macht
- 2:13:10Und deswegen verkaufen wir das halt auch und weil ich das halt auch schon ewig verkaufe also das
- 2:13:15Also und der marcus molitor ist ja immer noch total verrückt mit seinen 400 weinen pro jahr
- 2:13:22Und so weiter und das ist ja
- 2:13:25Genau
- 2:13:2770 macht der projahr 70 verschiedene weine
- 2:13:29Also gefühlt 1000
- 2:13:31Und dann ja das
- 2:13:35Oder auch philip bitmann oder so ne ich kaufe jetzt mal vom philip verkaufe ich seit ich hab die
- 2:13:41westhofener riesling
- 2:13:44Der ersten jahrgang den ich verkauft habe war 97 so im
- 2:13:48Essigbreedlein damals noch habe ich nicht ausgesucht oder die waren ausgesucht beziehungsweise der andre köter oder wie auch immer
- 2:13:55Kam halt über kössler und ulbricht und seitdem kenne ich das weingut halt und
- 2:13:59war auch schon das letzte mal bestimmt vor zehn jahren bei ihm auf dem weingut aber
- 2:14:03Alterverbundenheit und die rieslinge sind halt schon gut also
- 2:14:09Also das verkaufe ich schon gerne und
- 2:14:13Das ist teurer riesling manchmal brauchst du auch wenn du dann ausländische gäste hast dann brauchst du halt auch mal ne flasche für
- 2:14:18250 euro kostet reifer deutscher riesling und dann ist das halt auch ne bank wenn du so ein 14 amor stein
- 2:14:24Irgendwie aus schenkst und so weiter also das ist dann auch sehr sehr guter wein
- 2:14:28Ich glaube nicht was das was haben wir
- 2:14:30Wir haben ja ich habe eine flasche letztens getrunken brunnenhäuschen 14
- 2:14:33Spektakulär war wein also ein großartiges
- 2:14:36Weinteil wahnsinnig gut
- 2:14:39Und und und das hat dann auch seine berechtigung und so weiter dass die weine eigene klasse haben also ich hab molito oder wittmann ist
- 2:14:46Ich hab ja auch gefragt weil wir gerade bei deinem laden waren eben das konzept gerade bei den studenten finde ich
- 2:14:52Spektakulär und es ist eben doch was in deinen konzept zeitgeistigkeit oder eben dieses weiterdenken
- 2:14:56Jetzt auch mit eurer umstellung mit dem neuen menu dass ihr reduziert er werdet dass ihr konzentrierter werdet dass ihr mehr
- 2:15:03Menge auf dem teller hat dass man eben doch wieder essen kann in dem sinn was ich bei euch auch immer
- 2:15:08außergewöhnlich fand war die platten sammlung
- 2:15:11Also dass du ein amt mit musik kuratierst und begleitest und dann nicht einfach
- 2:15:18Nur das radio aufträgt oder irgendeine dauer playlist oder jemand der es fremd zusammengestellt hat sondern selber da jeden amt gestaltet ist
- 2:15:24Machst du das richtig bewusst also lebst du
- 2:15:27Diese musik an dem aben bewusst oder ist das dass du sagst wir fangen wir mit demo an
- 2:15:32naja also
- 2:15:35Wir haben mittlerweile zu große platten sammlung wie das immer so ist ne platten ist es genauso wie mit wein und dann immer zu viel natürlich
- 2:15:44Man kauft ja auch immer wieder wenn man hört da was oder da war es und so weiter und so weiter
- 2:15:48ähm
- 2:15:50Jetzt kommt ja auch immer wieder ihr kommt ja auch jedes jahr neuer scheiß raus und muss man ja auch wieder kaufen ne
- 2:15:54das ist ja so dramatisch ne
- 2:15:56ähm
- 2:15:59und
- 2:16:01ja also
- 2:16:03Wir machen vor dem abendservice die playlist
- 2:16:06Weil das sonst zu lange dauern
- 2:16:08Ihr legt die richtig fest also ihr sagt okay, okay
- 2:16:10Ja, wir legt das würde sonst am anfang haben wir das mal ausprobiert aber das da stehst du dann da und dann suchst du ewig die sachen und dann
- 2:16:16findest du nichts und dann
- 2:16:19Ja das ist schon besser man sucht das vorher aus oder dann legt jemand was falsches auf
- 2:16:24Ja, die stimmung macht
- 2:16:26Ja oder irgendwie komisch und so das muss dann schon auch irgendwie in die stimmung passen oder so ne
- 2:16:30Und muss auch in den moment passen also
- 2:16:32Wir legen jetzt nicht an der world um sieben auf sage ich jetzt mal aber vielleicht um 23 uhr ne so
- 2:16:38Und das ist so vom einbarem als beispiel und das muss schon in die stimmung auch entsprechend irgendwie passen
- 2:16:44Und das ist halt gut dass man sich vorher da so ein bisschen gedankt macht
- 2:16:47Also wir fangen ganz häufig mit so ein bisschen experimentalsachen an
- 2:16:50Die so ein bisschen auch fordernder sind und so
- 2:16:52Für den
- 2:16:54Hörer oder die hörerin
- 2:16:55Das gute ist halt immer dass man auch nicht die ganze platte hören muss
- 2:16:58Also du bist dann halt auch 45 minuten an
- 2:17:00Was ganz tollen oder an was nicht so tollen
- 2:17:04Gewunden also wir spielen nicht nur songs sondern halt immer die ganze platte
- 2:17:08Du musst ja auch ein eine schweißen vorher bei uns essen so als gedanke
- 2:17:13und
- 2:17:16Das ist natürlich auch in den letzten jahren so ein bisschen
- 2:17:19Also wir haben eine ganze menge menschen in unserem
- 2:17:23Mikrocosmos noble heart die
- 2:17:26Sehr viel mehr von musik verstehen als wir oder ich
- 2:17:29Und davon profitieren wir natürlich total
- 2:17:32Also das heißt die bring platten mit oder die
- 2:17:35Das ist bei einem kaufen wir platten zum beispiel auch
- 2:17:38Wenn man so ein abo
- 2:17:40wird da ganz
- 2:17:42tolle
- 2:17:42ungewöhnliche
- 2:17:44Ganz ungewöhnliche
- 2:17:47Ja dinge bei bei bei raus oder ja platten aber sehr witzig ja ja und und das macht dann halt jochen also von muting the noise
- 2:17:55Unser platten dealer des vertrauens
- 2:17:58Hallo lieber jochen
- 2:18:01Und jochen war schon drei vier mal bei uns essen
- 2:18:04Und die arbeiten glaub zu fünf zu sechs da oben in der bücherstraße und jochen
- 2:18:12Schickt mal drei monate nichts
- 2:18:16Dann aber gleich drei platten so
- 2:18:19Und kann auch mal sein dass im monat eine platte kommt je nachdem wie es so eben vor die flinte kommt und so ne
- 2:18:26Manchmal bringt sie man vorbei wie schicken sie es aber auch einfach nur
- 2:18:30Und dann telefonieren wir noch mal ganz kurz das wir wissen was haben wir da eigentlich gekauft wie beim wein
- 2:18:35dass wir so
- 2:18:38Ne was sind das für ein typ oder so oder was hatten der davor gemacht oder
- 2:18:42Ist das jetzt gerade nur so ein side project und eigentlich spielt er mit dem und die sind die oder so oder
- 2:18:48Dann ist gerade so eine tolle japan compilation von
- 2:18:52So einem typen der heißt
- 2:18:57Tokio berlin
- 2:18:59heißt der glaub ich und das großartige musik ist so musik aus japan in den 90er jahren
- 2:19:06und das ist halt cool weil die leute die
- 2:19:10Mögen es vielleicht nicht wie beim wein
- 2:19:14Aber sie hören was was sie was die auch ein bisschen was nicht einfach nur so
- 2:19:19Was dich auch wach macht und wo man sagt wo bin ich hier
- 2:19:22Ja, ja, ist ja so oder so oder soll das so sein? Wir haben schon so einen griechen
- 2:19:28Als wir jetzt in der arthên waren war mir einem grandiosen plattenladen under flow records
- 2:19:34Und da habe ich so ein paar sachen gekauft von so griechischen künstlerinnen und das ist alles großartige musik
- 2:19:40Also das sind so ein bisschen auch field recordings und das sind so geräusche eher
- 2:19:45Und dann sind manchmal schon manchmal gäste die so sagen
- 2:19:49Siehre platte das hängt die oder nee das muss so sein
- 2:19:54Das ist kunst
- 2:19:57Genau
- 2:20:00Ist aber bald vorbei wir sind schon am ende der zweiten seite
- 2:20:05Und ah ja
- 2:20:09Und dann zeigt man ihnen das natürlich und dann gibt man ihn vielleicht auch ein bisschen a reference was wir da eigentlich gerade hören
- 2:20:15und
- 2:20:17Muss ich dann auch nicht gefallen aber
- 2:20:19Sie merken ah ja ist jetzt anders als wie wo anders plattenleden sind auch wie vino tecken finde ich so ein bisschen
- 2:20:25Ja, ja, genau. Also das ist total gibt es viele parallel
- 2:20:27Naja der
- 2:20:28der disjockey oder der dj
- 2:20:30Ist ja ganz ähnlich wie der sommel je meiner meinung nach also wir haben da ja schon was
- 2:20:36Gemeinschaftlich ist wir sind beide im mittelpunkt
- 2:20:38des geschehens wenn es um die getränke oder die musikausweil ist
- 2:20:42Man muss wünsche abwehren
- 2:20:45Da auch was muss mit abwehren man kuratiert für andere eine reise ein trip
- 2:20:51Ein rausch was auch immer so und während die anderen sich auch dem rausch befinden so oder wie auch immer
- 2:20:58Und da haben wir ja natürlich schon was was ganz ähnlich ist dass die leute evergreens auch mal sich freuen aber auch
- 2:21:05Natürlich mein guter freund christian hat letzten sinn am interview gesagt er möchte dass die leute
- 2:21:12musik hören die sie
- 2:21:15Noch nie gehört haben
- 2:21:17und
- 2:21:18Ich habe noch nie so darüber nachgedacht gehabt obwohl ich seine musik sehr sehr schätze die er so auflegt aber
- 2:21:23Weil christian ist ganz schrecklich der legt immer sachen auf die kennt noch keiner
- 2:21:27Oder die sind ganz neu und es passiert halt ganz häufig dass du es wirklich
- 2:21:32Das erste mal was hörst und das ist eigentlich auch schön also ein ton oder eine musik folges erst mal hörst du?
- 2:21:38Ein track ein track also der spielt dann der spiel tecno
- 2:21:44So ne und
- 2:21:46Der spielt dann da was was noch keiner gehört hat oder was gerade
- 2:21:51Was noch nicht veröffentlicht ist was neu ist sagen wir so ne oder was noch gar nicht veröffentlicht ist
- 2:21:56Und so und das ist halt schon auch ein ganz besonderer moment was zu hören was man noch nie
- 2:22:03Gehört hat und es ist ja genauso wie bei uns du trinkst was
- 2:22:08also
- 2:22:12Der peter jakob kühlen am vorgeriesling der war ja eine sehr große erdeckung für mich aber ich erinner mich noch
- 2:22:20Ich war beim ube schiefer eingeladen
- 2:22:24Sitze in welgersdorf wir hatten einen großartigen abend wir sind alle nachts
- 2:22:31Spät ins bed um drei würde ich sagen haben viele weine probiert zwar lustig und so
- 2:22:41Und am nächsten morgen bin ich aufgestanden so gleich betröppelt ein bisschen
- 2:22:47Kopf und so wie man das manchmal so hat
- 2:22:50und gehe an diesen tisch zurück
- 2:22:52und
- 2:22:54nahm eine nase von diesem
- 2:22:56Also roch in das glas rein wo der grafner
- 2:23:00Break ich weiß nicht mehr welches ja das war drin war
- 2:23:04und das roch nach
- 2:23:08Aprikosen-Marmelade im süßesten allerdings das war ein wunderbares gefühl so was hab ich so nie der weine war am tagfeuer
- 2:23:15okay da war so eine kleine also so eine
- 2:23:20winzige fitze in diesem glas gestanden das waren
- 2:23:24So kann orangewein schmecken alter schwede
- 2:23:27Wie gut kann das denn sein ne und das hatte ich bis damals auch noch nicht so richtig
- 2:23:32es gab es ja doch nicht so richtig ne so vom
- 2:23:34Ich hatte ein paar sachen von radikon schon mal probiert aber das war alles immer sehr grob irgendwie so in meinem
- 2:23:38in meinem gefühl so aus Anfang der 2000er oder Ende der 90er und das war ein ein ein wahnsinnswein
- 2:23:46der mir
- 2:23:49getrunken gleich morgens
- 2:23:51Also so diesen letzten schluck in der schmecken auch nach aprikose
- 2:23:53und
- 2:23:55interessanterweise das was noch in der flasche drin war hat ganz anders geschmecken aber da war halt so viel luft dran gekommen
- 2:24:00an diesen kleinen stück normalerweise kippen die weine um ja natürlich wenn sie dann so luft kriegen und so und das war dargestanden wie eine eins
- 2:24:06Also völlig wahnsinn so und und dieses dieser moment man hat was ganz neues
- 2:24:12das ist ja beim dj oder bei uns und das ist ja wegen ist das auch so
- 2:24:16deswegen ist der dj wir haben nur einen platten spieler
- 2:24:19so zentral auch als wichtiges
- 2:24:26in einer einrichtungsgegenstand in gewisserweise
- 2:24:29Und deswegen ist das auch so wichtig im prinzip fürs restaurant und es macht ja die stimmung hast du ein perfekte
- 2:24:35hast du eine perfekte weinmusik oder perfektes weineninstrument du sagst das reflektiert wein
- 2:24:39ist natürlich das zu globalisieren ist unglaublich schwer
- 2:24:42wenn du sagst jetzt wenn es ein instrument sein muss also zu weinen passt immer klavier oder guitar oder
- 2:24:47jazz oder
- 2:24:49die platte oder wenn du wenn du selber ein weinstimmung bist was legst du dir auch
- 2:24:56ich versuche immer musik zu hören die ich noch nicht so
- 2:24:58häufig gehört habe
- 2:25:00macht dich das nicht nervös wenn du jetzt du dann irgendwas neues hast dass du in diesem neuen
- 2:25:04in diesem neuen gefühl bist
- 2:25:06und dann den wein genießt dass du dann so zwiespältig bist zwischen den eigentlich beiden empfindungen die du hast
- 2:25:12nein ich weiß glaube ich überfordern
- 2:25:14befordern? okay, nein, ich bin auch älter
- 2:25:17nein überfordern nicht
- 2:25:22also ich brauche
- 2:25:26auch
- 2:25:28also beim wein
- 2:25:30bin ich schneller sehr viel schneller
- 2:25:32merke ob es gut ist oder nicht
- 2:25:35beim bei der musik
- 2:25:37höre ich die ersten zwei drei mal auch was ganz anderes als ich dann beim dritten vierten fünften mal höre
- 2:25:44also bin ich nicht so aufmerksam
- 2:25:48würdest du auch nicht miteinander abstimmen wo du sagst das
- 2:25:52nein, okay, höre was mich hat gerade interessiert
- 2:25:54also ich habe jetzt gerade
- 2:25:57für mich entdeckt dass my analog journal
- 2:26:00auf youtube beziehungsweise soundcloud
- 2:26:04und die spielen immer so thematische musik
- 2:26:07psycho delig rock 70er jahre türkai
- 2:26:11klick
- 2:26:15westafrika
- 2:26:171985 bis 94
- 2:26:20ist ja krass
- 2:26:22tokyo disco
- 2:26:2470er jahre
- 2:26:26oder so
- 2:26:28my analog journal
- 2:26:30großartig
- 2:26:32da sind immer alles irgendwie so djs
- 2:26:34die haben auch irgendwie so
- 2:26:36background haben
- 2:26:38so wie ich das mir jetzt angelesen habe
- 2:26:40bitte korrigiert mich wenn ich das alles falsch sage
- 2:26:42die sich dann in einem thema irgendwie ein bisschen verlieren
- 2:26:44und dann halt
- 2:26:46aus dieser era
- 2:26:48so Sachen spielen
- 2:26:50genau das ist halt großartig
- 2:26:52man könnte es mit weinen auch dass man sagt
- 2:26:54keine ahnung moroshie
- 2:26:56ja aber das ist ein teurer
- 2:26:58also beim musik die gibt es ja immer
- 2:27:00die kann man ja mehrfach
- 2:27:02insofern ist
- 2:27:04hast du versucht nicht nur
- 2:27:061975 tokyo
- 2:27:08das darzustellen
- 2:27:10also dieses gefürcht darzustellen
- 2:27:12dass man den weinen darstellen könnte mit einer musikfolge
- 2:27:16weißt du ich meine
- 2:27:18also ich versuche mit diesen emotionen
- 2:27:20nicht mal bei dem weinen oder das ist so philosophisch
- 2:27:22habe wenn ich keine ahnung
- 2:27:24wie in der sonne
- 2:27:28monitor talala trinke
- 2:27:30und dann das mit
- 2:27:32versuche die perfekte musikfolge dazu
- 2:27:34herauszusuchen wo ich sage
- 2:27:36die machen ja das was man
- 2:27:38was man damals gespielt hat
- 2:27:40als thematischen hintergrund
- 2:27:42die machen das was man als thematischen hintergrund
- 2:27:44das machen wir ja dauernd
- 2:27:46also wir
- 2:27:48machen eine probe
- 2:27:50zu einem bestimmten thema
- 2:27:52bergweine
- 2:27:54riesling
- 2:27:56süß
- 2:27:58mindestens 20 jahre alt
- 2:28:00das ist ja das was die im prinzip machen
- 2:28:02finde ich jetzt so im ersten
- 2:28:04habe ich noch nicht darüber nachgedacht
- 2:28:06aber es kommen jetzt gerade so
- 2:28:08das machen wir ja dauernd
- 2:28:10dass wir pimentprobe machen
- 2:28:12wir haben ja noch 5 barolos trinken
- 2:28:14von unterschiedlichen produzenten
- 2:28:16die unterschiedlich arbeiten
- 2:28:18um besser zu verstehen
- 2:28:20was der unterschiedlich ist
- 2:28:22sehr launger und barolo ist
- 2:28:24irgendwie sowas
- 2:28:26und das machen die
- 2:28:30im prinzip damit
- 2:28:32die perren es ja jetzt ja nicht
- 2:28:34zu irgendwas anderem sondern die gehen ja
- 2:28:36einfach nur dazu her und spielen
- 2:28:38eine bestimmte era
- 2:28:40die nicht total sind
- 2:28:42also gerade für Menschen die noch nicht so lange trinken
- 2:28:44oder probieren
- 2:28:46dass die
- 2:28:48also
- 2:28:50diese flasche
- 2:28:52riesling die der frankilde brand
- 2:28:542004
- 2:28:56jeden samstag
- 2:28:58aufgemacht hat
- 2:29:00über ich weiß nicht 40 wochen
- 2:29:02das macht halt irgendwas
- 2:29:04du hast halt ein radar im kopf
- 2:29:06wie das zeug schmeckt
- 2:29:08wie die jahrgänge sind
- 2:29:10was alter riesling eigentlich heißt
- 2:29:12ich erinnere mich noch ganz genau
- 2:29:14der johannes der pink
- 2:29:16hat bei uns angefangen und er kam als österreich
- 2:29:18natürlich hat er schon mal einen deutschen riesling getrunken
- 2:29:20aber der hatte
- 2:29:22der damaligen zeitpunkt da war er ja erst 25
- 2:29:24oder so
- 2:29:26vielleicht noch junger
- 2:29:28der hatte halt doch nicht so viel
- 2:29:30erfahrung mit deutschen rieslingen
- 2:29:32und dann probierte er was und sagt das ist 4 jahre alt
- 2:29:34nicht so ne ne ne nicht 4 jahre alt
- 2:29:36das ist 25 jahre alt
- 2:29:38was so alt
- 2:29:40weil er einfach diesen geschmacklichen kosmos gar nicht verstand
- 2:29:42und so ist das ja mit diesem thema auch
- 2:29:44man beschäftigt sich dann damit
- 2:29:46und gerade dieses türkai-ding ist großartig
- 2:29:48weil das alles total
- 2:29:50theatralisch ist
- 2:29:52und trotzdem auch total funky
- 2:29:54und dann verstehst du nicht was die da singen
- 2:29:56oder so aber es ist halt schon geiler groove
- 2:29:58der da irgendwie dahinter ist
- 2:30:00und wenn man das hört
- 2:30:02tut man was für sein gehör
- 2:30:04zunge tut
- 2:30:06wenn man trainiert ist
- 2:30:08und dann halt auch seine bewusstsein erweitert
- 2:30:10und so weiter
- 2:30:12darüber auch noch ein bisschen wertigkeit zu verstehen
- 2:30:14da gibt es natürlich auch
- 2:30:16super viel kitsch
- 2:30:18in diesem türkai ist auch schon ein bisschen kitschig
- 2:30:20aber da sind auch so ein paar sachen dabei
- 2:30:22die sind wirklich cool
- 2:30:24genau das ist halt ein song
- 2:30:26hat halt dann irgendein typ in den 70er jahren
- 2:30:28aufgenommen
- 2:30:30und dann googlst du den typen mal
- 2:30:32und dann siehst du der hat halt alles gerissen
- 2:30:34was man reißen konnte
- 2:30:36in seinen 50-60 jahren von leben
- 2:30:38und so als in der türkai
- 2:30:40und es ist halt schon cool so was dann mal irgendwie zu
- 2:30:42also zu lernen oder zu sehen
- 2:30:44oder zu kennen oder so
- 2:30:46du hast gerade erwähnt
- 2:30:48dieses erlebenes mit der apricosemarmelade
- 2:30:50mit dem Wein von peter jagockim
- 2:30:52mit dem orangebein
- 2:30:54wenn ihr ein weinmenu vorbereitet
- 2:30:56kalkuliert ihr das mit ein
- 2:30:58wie der wein getreated werden muss
- 2:31:00die weine vorher auf oder
- 2:31:02sucht ihr bewusst weine auf die
- 2:31:04alle menüe aufziehen könnt ihr sofort präsent sind
- 2:31:06oder ist das
- 2:31:08egal
- 2:31:10wir haben jetzt einen wein ausgeschenkt
- 2:31:12haben wir 24 klaschen gekauft
- 2:31:14modesto von
- 2:31:16Giovanni di Montici
- 2:31:18das ist sardinien
- 2:31:20so muskat mit schalenkontakt
- 2:31:2220 21
- 2:31:24jetzt gar nicht so viel schalenkontakt hat
- 2:31:26aber der ist zumindest schon ein bisschen auf der schale
- 2:31:28also auf jeden fall haben wir den aufgezogen
- 2:31:30probiert
- 2:31:32das ist ganz komisch
- 2:31:34bis jetzt super
- 2:31:36wir haben den dekantiert zurück in die flasche gegeben
- 2:31:38stehen lassen am nächsten tag probiert immer noch nicht
- 2:31:40haben wir die flasche irgendwie vergessen
- 2:31:42und dann haben wir sie 10 15 tage später probiert
- 2:31:44boah war das gut
- 2:31:46dann haben wir den wein
- 2:31:48mit 15 tagen
- 2:31:50aufgemacht
- 2:31:52um ihn dann zu diesem einen gang dazu zu senden
- 2:31:54also ja
- 2:31:56machen so genaue sachen
- 2:31:58wenn wir luft dran geben müssen
- 2:32:00dann geben wir luft dran
- 2:32:02also indem wir sie dekantieren oder so
- 2:32:04oder wenn wir das depot weg machen wollen
- 2:32:06oder wie auch immer, je nachdem was die situation halt ist
- 2:32:08wir gucken ganz stark
- 2:32:10nach temperatur
- 2:32:12das ist ganz wichtig bei mir
- 2:32:14und da der norm entsprechen oder völlig gegen norm
- 2:32:16wie du
- 2:32:18und steht auch
- 2:32:20weisweine zu kalt
- 2:32:22weisweine schon so wie die leute das gewohnt sind
- 2:32:24aber auch rotwein immer zu kalt
- 2:32:26rosee
- 2:32:28kommt auf den rosee drauf an
- 2:32:30aber durchaus temperiert und bei
- 2:32:32kommt auf den rosee drauf an
- 2:32:34also wenn das dem rosee steht
- 2:32:36weil er eher so ein bisschen rotfrüchtiger ist
- 2:32:38oder halt so ein bisschen
- 2:32:40auch schon saftiger, fruchtiger, naturiger
- 2:32:42ist und ein bisschen mehr kälte
- 2:32:44steht dann ist gut
- 2:32:46wenn es jetzt so ein dominellerisant rosee ist
- 2:32:48den man eher wärmer trinkt
- 2:32:50weil er ja ein richtiger
- 2:32:52so ein von der haptige irgendwie ist
- 2:32:54oder so
- 2:32:56dann eher ein bisschen wärmer
- 2:32:58was ist mit champagne
- 2:33:00du als champagnefreak würdest du champagne
- 2:33:02konsequent nur kalt serviert oder manchmal
- 2:33:04auch mit
- 2:33:06ich war ja vor 3 Wochen
- 2:33:08im Futterroll und da hatten wir diese flasche
- 2:33:10Olivier
- 2:33:16Orio
- 2:33:18wird natürlich verkauft
- 2:33:20das ist in deutschland
- 2:33:22und ist im weingut was ich nie kaufe
- 2:33:24und der sommelier hat gesagt das müsst ihr nehmen
- 2:33:26und der steht dann so da
- 2:33:28und decantiert das so
- 2:33:30ohne zu fragen
- 2:33:32ich dachte so cooler Typ
- 2:33:34top sommelier kann man sich auf jeden fall verlassen
- 2:33:36auf den also muss man einfach mal so sagen
- 2:33:38hat seinen Namen jetzt nicht mehr im Kopf
- 2:33:40decantiert den
- 2:33:42sagst du
- 2:33:44oh you decantinkt das champagne
- 2:33:46oh ja, that's very nice
- 2:33:48ok, gut
- 2:33:50und er hat schon gemerkt
- 2:33:52dass wir da jetzt keinen
- 2:33:54man merkt ja wenn das ein Kollege ist
- 2:33:56oder so und das hat er auch gemerkt
- 2:33:58würde ich jetzt mal mal so behaupten
- 2:34:00an der Bestellung die wir so hatten und so weiter
- 2:34:02und
- 2:34:04das war großartig
- 2:34:06diesen Wein zu decantieren
- 2:34:08also der war
- 2:34:10natürlich geht die Kulse auch ein bisschen flöten
- 2:34:12aber der war dann richtig aufgemacht
- 2:34:14und hat dann diese geile
- 2:34:16Oxynote
- 2:34:18und nullapflich
- 2:34:20also wirklich ganz hervorragend
- 2:34:22und
- 2:34:24also wenn es dem Wein zutreffend ist
- 2:34:26ja alles alles mögliche machen was geht
- 2:34:28also wir haben, wir arbeiten ja mit
- 2:34:30den Gläsern
- 2:34:32den Ex-Glasern von Kurt Salto
- 2:34:34und den neuen Gläsern von Kurt Salto
- 2:34:36also mit Josefine Hütte zusammen
- 2:34:38und wir haben ja beide im Haus
- 2:34:40und wir gucken uns schon genau an
- 2:34:42ob der Wein besser im Salto steht
- 2:34:44oder im Josefines Glas steht
- 2:34:46um das
- 2:34:48bestmögliche Erlebnis
- 2:34:50klammer auf
- 2:34:52dass der Gast nicht so viel Meckert klammer zu
- 2:34:54zu ermöglicht
- 2:34:56wie wichtig ist das Glas für dich dabei?
- 2:34:58also ist das her
- 2:35:00kann den Wein entblößen?
- 2:35:02der hat das gehört, hat gesagt
- 2:35:04das Glas ist das
- 2:35:06der Orchestersaal des Meins
- 2:35:08schön was sage ich oder?
- 2:35:10da habe ich ja auch ein...
- 2:35:12ich finde
- 2:35:14ja absolut
- 2:35:16ich finde
- 2:35:18das Glas ist wie eine Box
- 2:35:20wie eine Musikbox
- 2:35:22und du kannst mit der guten Musikbox
- 2:35:24mit dem gesugten
- 2:35:26Soundsystem
- 2:35:28ganz viel rausholen, verstecken
- 2:35:30körperlich machen, das Getränk
- 2:35:32wie auch immer
- 2:35:34also deswegen bin ich da total
- 2:35:36was Gerhard sagt, ist genau richtig
- 2:35:38das Glas ist super wichtig
- 2:35:40auch
- 2:35:42nur Mundgeblasensglas
- 2:35:44und
- 2:35:46mittlerweile
- 2:35:48mittlerweile sind die Gläser
- 2:35:50ja so teuer geworden
- 2:35:52dass wenn ein Gast die zerteppert
- 2:35:54und er trinkt jetzt nicht
- 2:35:56exorbitant viel
- 2:35:58dann berechnen
- 2:36:00wir eben noch das Glas
- 2:36:02ok, Epoll oder 50/50
- 2:36:04nein, unser Eingangereinkaufspreis
- 2:36:06ist 30€ so, die kostet ja mittlerweile
- 2:36:0825€ oder so
- 2:36:10für Josephine Hütte, Salto
- 2:36:12irgendwie so was in der Dreh
- 2:36:14und das ist ja...
- 2:36:16also der trinkt ein Mensch für 80€
- 2:36:18eine Flasche Wein
- 2:36:20und dann verdiene ich daran
- 2:36:22vielleicht 40€
- 2:36:24oder 45€ oder so
- 2:36:26und dann macht er ein Glas für 25€ kaputt
- 2:36:28also das muss man sich dann schon...
- 2:36:30also früher haben wir das nicht gemacht
- 2:36:32aber da haben die Gläser halt auch
- 2:36:34was hat ein Saltouniversal gekostet, 14€
- 2:36:36so ungefähr
- 2:36:38das ist ok, das ist halt dann mal so
- 2:36:40aber bei 25€
- 2:36:42also das geht halt nicht
- 2:36:44wir machen ja schon so viel kaputt
- 2:36:46und wenn ein Gast auch noch weiter das kaputt macht
- 2:36:48und dann hat mich das auch immer so geärgert
- 2:36:50dass dann die Gäste so teppert sind
- 2:36:52dieses Glas kaputt zu machen
- 2:36:54weil sie
- 2:36:56denken sind daheim
- 2:36:58wo sie irgendwie so ein Schirmschirmel
- 2:37:00Gläser haben
- 2:37:02und die wissen ja also häufig gar nicht
- 2:37:04was das Glas kaputt hat
- 2:37:06deswegen haben wir da auch so was geschrieben
- 2:37:08in der Weinkarte
- 2:37:10und auch lustig geschrieben glaube ich
- 2:37:12und verlangen das auch
- 2:37:14der Herr Handels macht das auch
- 2:37:16ist ja eigentlich sehr vernünftig
- 2:37:18also in dem Sinne ist ja
- 2:37:20wenn ich irgendwo was Fremdes kaputt mache
- 2:37:22und man kann es ja nur so weit kalkulieren
- 2:37:24wenn man mit ein kalkulieren würde
- 2:37:26dass das Glas kaputt geht
- 2:37:28dann wäre es ja auch um direkt an der Handel gegenüber
- 2:37:30als Gast
- 2:37:32finde ich also
- 2:37:34sehr guter Gedanke und sehr
- 2:37:36sehr gute Verfahrensweise
- 2:37:38im Ernst hat ein Gast ein Stuhl kaputt gemacht
- 2:37:40oh wie in das
- 2:37:42hat ein Gast ein Stuhl kaputt gemacht
- 2:37:44und dann hat das Ernst
- 2:37:46in Rechnung geschickt für den Stuhl
- 2:37:48ja gut dafür gibt es Versicherungen also von dem her
- 2:37:50war auch nicht schlecht
- 2:37:52von dem auch vernünftiger Gedanke
- 2:37:54was brauchst du sonst noch an Tools
- 2:37:56also du hast ein Dekant, du hast gute Gläser
- 2:37:58klar Kellnermesser aber hast du sonst noch
- 2:38:00ein Gospielzeug was du oder
- 2:38:02ich bin ein großer Freund des Durons
- 2:38:04ja
- 2:38:06gerade für alte Sachen oder so
- 2:38:08oder wenn die halt korken
- 2:38:10ein bisschen sehr feucht sind oder so
- 2:38:12ne
- 2:38:14ich habe ein einfaches Kellnermesser
- 2:38:18ganz normal
- 2:38:20also wirklich
- 2:38:22ich mach auch mit komischen Kellnermesser
- 2:38:24die Beinflasche auf
- 2:38:28ich brauch
- 2:38:30Weinglas
- 2:38:32aber kein Temperaturspieler rein
- 2:38:34ich nehme auch einen Topf
- 2:38:36wenn es keine Karte geben würde
- 2:38:38wenn man halt Luft dran geben muss oder so
- 2:38:40natürlich ist es ein bisschen einfacher
- 2:38:42wenn man zurückdekantiert
- 2:38:44oder so
- 2:38:46wenn man sagt 2 mal Luft ist vielleicht noch besser
- 2:38:48oder man hat ja gar nicht so viele Karaffen
- 2:38:50wenn man dann so einen offenen Wein hat
- 2:38:52dann muss man ja doppeltekantieren
- 2:38:54ich brauch da nichts
- 2:38:56[Musik]
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- 2:39:10[Musik]
- 2:39:12als nächste Empfehlung
- 2:39:14haben wir etwas ganz besonderes herausgesucht
- 2:39:16etwas womit wir
- 2:39:18Sommys uns natürlich auch auskennen dürfen
- 2:39:20nein müssen
- 2:39:22einen echten Arschete Balsamico de Modena
- 2:39:24Balsamico 5 Gold Medaillen
- 2:39:26in der Traditionsflasche
- 2:39:28aus dem Hause Giuseppe Giusti
- 2:39:30die älteste Essigmanufaktur Italians
- 2:39:32und das seit 1605
- 2:39:34mehr als 400 Jahre Erfahrung
- 2:39:36Nohau und Tradition
- 2:39:38vereint diese Essigmanufaktur
- 2:39:40mit einer modern und nachhaltigen Firmphilosophie
- 2:39:42und im Einklang mit der Natur
- 2:39:44auf der Basis eines alten Rezeptes
- 2:39:46entstehen dort die Spitzen Balsamico Essige
- 2:39:48die entscheidend von der Reife dauerabhängig sind
- 2:39:50im Holz der antiken Fässer
- 2:39:52die seit jeher zur Essigreifung eingesetzt werden
- 2:39:54liegt das Geheimnis des Balsam Essex
- 2:39:56es dauert Jahrzehnte
- 2:39:58wenn nicht Jahrhunderte
- 2:40:00bis sich das Holz und der Most
- 2:40:02gegenseitig vervollkommen sind
- 2:40:04es werden mehr als 600 Fässer aus dem 18.19 Jahrhundert verwendet
- 2:40:06die das unverwechselbare Giusti Aroma prägen
- 2:40:08über die Jahre hinweg sind auch
- 2:40:10andere Essigspezialitäten entstanden
- 2:40:12ganz und gar im Stil des Hauses
- 2:40:14heute nach 17 Generationen
- 2:40:16setzen Claudio und Francesca
- 2:40:18gemeinsam mit Luciano die Erfolgsgeschichte
- 2:40:20dieses einzigartigen Produkts
- 2:40:22das erheblich die Bekanntheit Modenas
- 2:40:24der ganzen Region
- 2:40:26und ihrer Bewohner geprägt hat
- 2:40:28mit Hingabe und Begeisterung fort
- 2:40:30so wie bei diesem Balsamico
- 2:40:325 Goldmedaillen
- 2:40:34die Banderossa ist der ganze Stolz der Giusti Essigmacher Kunst
- 2:40:36und erinnert an die Tradition
- 2:40:38der wertvollen persönlichen Geschenke
- 2:40:40von Onkel Giusti
- 2:40:42die nur den engsten Familienmitgliedern vorbehalten waren
- 2:40:44der Balsamico 5 Goldmedaillen
- 2:40:46in der Traditionsflasche reif 20 Jahre
- 2:40:48in Artikenholzfässern aus dem 18.19. Jahrhundert
- 2:40:50das Ergebnis ist ein bemerkenswerter Balsamico
- 2:40:52mit einer unverwechselbaren Komplexität
- 2:40:54und aromatischen Fülle
- 2:40:56Aromen von Pflaumen, Schwarzkirchen
- 2:40:58und der schön würzigen Holznote
- 2:41:00der alten Fässer
- 2:41:02doch was macht einen Argeto Balsamico
- 2:41:04dem Modena so besonders
- 2:41:06der Säuregehalt muss mindestens 6% betragen
- 2:41:08und diese Säure darf ausschließlich aus Wein
- 2:41:10und nicht aus anderen pflanzlichen Rohstoffen stammen
- 2:41:12der einzige Zusatz ist Karamell
- 2:41:14um die Farbe zu stabilisieren
- 2:41:16und er darf ausschließlich aus den Provinzen
- 2:41:18Modena oder Regio Emilia
- 2:41:20herstammen
- 2:41:22der Argeto Balsamico traditionale
- 2:41:24dem Modena darf nur aus eingedickten Traubensaft hergestellt werden
- 2:41:26die Trauben hierfür
- 2:41:28dürfen nur aus den beiden genannten Regionen stammen
- 2:41:30er darf nur verkauft werden
- 2:41:32wenn ein Konsortium von Herstellern
- 2:41:34in Modena den Verkauf
- 2:41:36nach strengen Qualitäts- und Geschmacksprüfungen
- 2:41:38reingegeben hat
- 2:41:40der Most wird von spät gelesenen weißen Trebiano
- 2:41:42und 5 weiteren weißen Rebsorten
- 2:41:44oder Lamproskotrauben durch kochen eingedickt
- 2:41:46sodass er nur noch 30 bis 70%
- 2:41:48seines ursprünglichen Volumensaufweiß
- 2:41:50dabei findet kein alkoholisches Gerungsstab
- 2:41:52der Syrup wird gefiltert
- 2:41:54und ihm wird ein Anteil
- 2:41:56mindestens 10 Jahre alten Balsamico
- 2:41:58sowie ein 12%iger Anteil
- 2:42:00frischen Weines zur Vergährung zugesetzt
- 2:42:02anschließend wird das Erzeugnis
- 2:42:04in verschiedenen Holzfässern gelagert
- 2:42:06der Prozess kann viele Jahre dauern
- 2:42:08und der Essig wird durch Verdunstung des Wassers
- 2:42:10im Holzfass immer konzentrierter
- 2:42:12die älter der Essig, desto dickflüssiger wird er
- 2:42:14die Reihenfolge der Holzarten
- 2:42:16Eiche, Edelkastanie, Vogelkirsche,
- 2:42:18Esche und Maulbeere bieten dabei eine wichtige Rolle
- 2:42:20es muss stets Luft in den Fässern bleiben
- 2:42:22und die Fässer werden durch die Lagerung
- 2:42:24auf Dachböden starken Temperaturschwankungen ausgesetzt
- 2:42:26die große Hitze im Sommer
- 2:42:28sorgt für eine weitere Reduzierung
- 2:42:30und die Kälte im Winter des Trubstoffer ausfallen
- 2:42:32stets wird dem Jüngeren
- 2:42:34ein Anteil des älteren Essigs beigefügt
- 2:42:36aufgrund der Rezikulierung
- 2:42:38und der jahrelangen Eindigung bleibt am Ende
- 2:42:40noch eine relativ kleine Menge übrig
- 2:42:42der Herstellungsprozess des echten Balsamico
- 2:42:44ist sehr störoanfällig
- 2:42:46die Bakterienkultur, die für die Femmitation verantwortlich ist
- 2:42:48kann durch Insekten oder durch Infektionen
- 2:42:50mit anderen Bakterien zerstört werden
- 2:42:52so kann die Herstellung des Balsam Essigs
- 2:42:54für längere Zeit unterbrochen werden
- 2:42:56da alle infizierten Fässer entleert und sterilisiert werden müssen
- 2:42:58das sind die Randfakten, aber es sind nur Fakten
- 2:43:00den wahren Zauber des Geschmacks
- 2:43:02eines Balsamicos aus dem Haus Josephus
- 2:43:04die kann man nicht erklären
- 2:43:06den muss man fühlen, den muss man schmecken
- 2:43:08und dann weiß man, warum sie so besonders sind
- 2:43:10diese Aceto Balsamico di Modena
- 2:43:12machst du ohnehin einige Sachen pragmatisch
- 2:43:24also solche Geschichten
- 2:43:26die du vor einigen Jahren gemacht hast
- 2:43:28wie zum Beispiel
- 2:43:30wie macht man eine Flasche ohne Kellnermesser auf
- 2:43:32also die auf YouTube
- 2:43:34oder die Dönergeschichte etc
- 2:43:36ist sowas
- 2:43:38gut schlecht kontraproduktiv
- 2:43:40egal, man darf den Wein nicht zu ernst nehmen
- 2:43:42oder ist es
- 2:43:44warum so was
- 2:43:46oder ist es einfach nur
- 2:43:48aus dem Geige heraus
- 2:43:50die How to open a bottle of wine
- 2:43:52mit Schuhe
- 2:43:54Geschichte war ein Probedreh
- 2:43:56für
- 2:43:58Weiß damals
- 2:44:00und die Yasmin
- 2:44:02hat gesagt, wir machen eine Flasche Wein mit dem Schuh auf
- 2:44:04und dann hat sie schon mal gemacht
- 2:44:06ich so, nee
- 2:44:08dann lass uns bei Willi treffen
- 2:44:10und in der damals noch in der Colova
- 2:44:12und dann lass uns das da irgendwie ausprobieren
- 2:44:14und
- 2:44:16dann haben wir halt das geschossen
- 2:44:18oder sie haben das halt geschossen
- 2:44:20und ich habe mich da ganz gut angestellt
- 2:44:22und dann haben wir noch
- 2:44:24zwei weitere oder drei weitere, vier weitere Sachen
- 2:44:26noch gemacht miteinander
- 2:44:28und dann hat sich das auch wieder verlaufen
- 2:44:30aber
- 2:44:32das war dann halt super so
- 2:44:34und das ist halt so entstanden
- 2:44:36oder auch dieser Dönertasting
- 2:44:38ist halt aus entstanden
- 2:44:40aus einer Situation heraus
- 2:44:42der Per Mäuling
- 2:44:44und die Cavita Milu
- 2:44:46haben Kebaptistan gemacht
- 2:44:48und brauchten ein bisschen Werbung
- 2:44:50und dann haben sie halt ein Video gemacht mit mir
- 2:44:52und
- 2:44:54wie ich halt Döner und Wein verkoste
- 2:44:56das haben sie halt damals noch nirgends wo gesehen
- 2:44:58und dann haben sie gefragt, Willi, wannst du das machen
- 2:45:00und ich so, klar, mach mal das
- 2:45:02und dann habe ich halt selber gar keine Ahnung gehabt
- 2:45:04was funktioniert da eigentlich dazu
- 2:45:06und habe halt einfach so ein Querbeet genommen
- 2:45:08also spanischen Rotwein
- 2:45:10und Siedre
- 2:45:12und Schaumwein
- 2:45:14und was weißes, also halt so Bugunder
- 2:45:16und Riesling und haben halt einfach mal probiert
- 2:45:18und dann haben wir uns halt an den Kottie auch gesetzt
- 2:45:20und dann ist das ganze Material
- 2:45:22war dann irgendwie ewig lange in der Schublade
- 2:45:24wurde nie so richtig eigentlich benutzt
- 2:45:26und dann habe ich halt so per gesagt
- 2:45:28jetzt kommt her, ich organisiere jemanden
- 2:45:30der das schneidet
- 2:45:32und setzt und so weiter
- 2:45:34und der vielleicht auch nochmal 2-3
- 2:45:36Querschüsse macht und so
- 2:45:38und das ist ein lustiges Ding
- 2:45:40und das war dann ja auch ein lustiges Ding
- 2:45:42weil das hat so auch noch keiner gemacht
- 2:45:44und das ist halt durch Zufall entstanden
- 2:45:46und die geben den Wein Thema
- 2:45:48ja, das ist ja auch so ein bisschen
- 2:45:50dieses Ent-
- 2:45:52Mystifizieren
- 2:45:54das ist ja auch das was die Claudia Stern
- 2:45:56damals mit dem Vintage so raus
- 2:45:58aus diesen Sterne Restaurants
- 2:46:00und rein ins Leben
- 2:46:02und das war ja auch das was sich das Vintage
- 2:46:04damals so großartig gemacht hat
- 2:46:06so Wein-Nahbar gemacht
- 2:46:08in gewisser Weise, ja auch du
- 2:46:10weißt du, da kommt es aus so 3 Sterne-Ding
- 2:46:12mit 27 Kellnerinnen
- 2:46:14und den größten Käsewagen
- 2:46:16der Welt
- 2:46:18und macht dann so eine Weinbar auf
- 2:46:20weiße so ganz
- 2:46:22casual und nah am Kunden
- 2:46:24und dann den Vermittlungsgedanken
- 2:46:26irgendwie so hoch im Kurs und so
- 2:46:28und das ist ja
- 2:46:30läuft ja alles in das
- 2:46:32gleiche Thema rein
- 2:46:34dass die Leute keine Angst haben
- 2:46:36guten Flasche Wein zu trinken
- 2:46:38oder das natürlich auch ihr Geld
- 2:46:40was sie da einsetzen für guten Geschmack
- 2:46:42auch einen besseren Output hat
- 2:46:44als wenn sie sich irgendwie beim Rewe
- 2:46:46so ein
- 2:46:48so ein ja
- 2:46:50so ein alkoholisches Getränk kaufe
- 2:46:52findest du man sollte mehr Out of the Box denken
- 2:46:54also dass man so was mehr machen sollte
- 2:46:56weil mit Döner probieren
- 2:46:58wenn man was wenn ein was ein ein fällt
- 2:47:00sollen wir das machen auf jeden Fall
- 2:47:02also das ist
- 2:47:04wenn einem so was vor die Flinte kommt
- 2:47:06oder so dann
- 2:47:08alles machen sollte man irgendwas nicht machen
- 2:47:10also gibt es bei dir Grenzen mit Wein
- 2:47:12wo du sagst es ist ja dann doch ein landwirtschaftliches Produkt
- 2:47:14wo jemand sehr viel Engagement
- 2:47:16an den Tag gelegt hat
- 2:47:18oder wo ja doch eine gewisse Euphorie
- 2:47:20ist oder eine gewisse Emotionalität
- 2:47:22und das gehört sich nicht
- 2:47:24oder denkst du soweit nicht
- 2:47:26also mir ist es wichtig wenn jemand
- 2:47:28eine Weinschorle bestellt dass wir nicht rümpfen
- 2:47:30mir ist es wichtig
- 2:47:32dass wir wenn jemand
- 2:47:34Eis in seinen Wein bestellt
- 2:47:36dass wir nicht rümpfen oder so
- 2:47:38sondern das soll er halt machen
- 2:47:40wie dann?
- 2:47:42und wenn er
- 2:47:44Auri Bono Chateau Neuf
- 2:47:46mit
- 2:47:48Fajibouté
- 2:47:50von Leroy trinken will
- 2:47:52weil er einen sehr guten Rose haben will
- 2:47:54muss er halt bezahlen
- 2:47:56dann kriegt er das
- 2:47:58das könnte ich mir so interessant vorstellen
- 2:48:00das dürfte funktionieren
- 2:48:02genau genau das könnte
- 2:48:04auch eine interessante Kombination sein
- 2:48:06und das
- 2:48:08mir wascht also wirklich wenn der Gast das bezahlt
- 2:48:10und wenn er das will
- 2:48:12dann kriegt er das
- 2:48:14also
- 2:48:16Temperatur weil wir das ja vorhin mal hatten
- 2:48:18das ist natürlich schon immer
- 2:48:20ein Knackpunkt weil viele sagen
- 2:48:22das ist schon kalt oder so
- 2:48:24da sag ich dann
- 2:48:26lass uns halt stehen da wird er warm von alleine
- 2:48:28aber natürlich serviere ich den erstmal
- 2:48:30auf der Temperatur wie ich denke
- 2:48:32er den kommen sollte so und dann
- 2:48:34können wir uns immer noch mal ran tasten
- 2:48:36aber wenn er es dann halt warm trinken will
- 2:48:38dann soll er es warm trinken
- 2:48:40und wenn er den Chablis auf Eis haben will
- 2:48:42dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:48:44und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:48:46und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:48:48und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:48:50und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:48:52und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:48:54und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:48:56und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:48:58und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:49:00und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:49:02und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:49:04und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:49:06und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:49:08und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:49:10und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:49:12und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:49:14und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:49:16und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:49:18und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:49:20und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:49:22und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:49:24und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:49:26und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:49:28und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:49:30und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:49:32und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:49:34und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:49:36und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:49:38und dann kriegt er den Chablis auch auf Eis
- 2:49:40also du hast nicht gemerkt
- 2:49:42wie krass
- 2:49:44also das war so unterschiedlich
- 2:49:46völlig Wahnsinn
- 2:49:48und wenn das der bei der Gast will
- 2:49:50dann kriegt er das halt auf 24 Grad
- 2:49:52wir haben in der Bar angeboten
- 2:49:54dem Wein auf 3 verschiedenen Temperaturebenen
- 2:49:56also als Tasting angeboten
- 2:49:58auf 3 verschiedenen Temperaturebenen
- 2:50:00bei 2 Grad
- 2:50:02das merkt man auch, wie kastrierend das eigentlich für den Wein ist
- 2:50:04bei 14 Grad
- 2:50:06und bei 40 Grad
- 2:50:08richtig krass
- 2:50:10also hast du ja zum einen gemerkt
- 2:50:12also wie gravierend
- 2:50:14Rot und Weiß Wein, also je nach Wahl
- 2:50:16und es ist ein solches Erlebens
- 2:50:18sollte jeder mal für sich machen
- 2:50:20und es ist ein richtiges Erlebens
- 2:50:22also es ist einfach was man machen kann
- 2:50:24um einfach Wein zu verstehen
- 2:50:26oder um Wein ein bisschen greifen zu können
- 2:50:28solche Extreme
- 2:50:30also dann auch zu merken was das für ein Quatsch ist
- 2:50:32dem Wein eigentlich so eiskalt zu trinken
- 2:50:34dann ist es ein Erfrischungsgetränk
- 2:50:36und es gibt so viele Zitren
- 2:50:38die meisten Weine der Welt
- 2:50:40die sollten auf Eis getrunken werden
- 2:50:42sollten dann auch funktionieren können
- 2:50:44also ein guter Wein sollte bei jeder Temperatur
- 2:50:46funktionieren können
- 2:50:48dann eine gewisse Präsenz haben
- 2:50:50die Temperatur
- 2:50:52ich sag zu den Leuten
- 2:50:54bei uns im Restaurant immer naja
- 2:50:56wenn sie eine Cola auf 20 Grad trinken
- 2:50:58schmeckt die halt so
- 2:51:00und wenn sie die auf 2 Grad trinken
- 2:51:02schmeckt die halt wesentlich besser
- 2:51:04dass die Leute überhaupt mal drauf auf diesen Gedanken
- 2:51:06ja alle recht
- 2:51:08also die Cola auf 2 Grad
- 2:51:10super
- 2:51:12aber auf 20 eher
- 2:51:14am besten noch abgestanden
- 2:51:16aus der großen 2 Liter Bombe
- 2:51:18sehr unangenehm
- 2:51:20gibt es für dich ein Zeitpunkt wo Wein gar nicht passt
- 2:51:22eine Situation oder wo du sagst
- 2:51:24da wird ich nicht Wein trinken wollen
- 2:51:26naja da wo es kein guten Wein gibt
- 2:51:28da sollte man kein Wein trinken
- 2:51:30gab es für dich mal ein Laden
- 2:51:32der dich richtig mega beeindruckt
- 2:51:34also ein Weinladen
- 2:51:36ein Weingeschäft an der Vino-Tek die dich extrem beeindruckt hat
- 2:51:38wo du gesagt hast woher
- 2:51:40was ist das
- 2:51:42keine Ahnung
- 2:51:44ein Weingeschäft also oder
- 2:51:46eine Weinbar oder wo du mal warst
- 2:51:48wo du sagst hier würde ich wenn das in
- 2:51:50meinem Kiezwehr jede Woche hängen
- 2:51:52oder so eine Weinbar würde ich gerne mal machen wollen
- 2:51:54wenn ich
- 2:51:56selber eine Weinbar mache
- 2:51:58oder das inspiriert mich oder nämlich so viele Gedanken
- 2:52:00mit so ein Weinladen oder
- 2:52:02irgendein Weinladen wo du sagst
- 2:52:04es war mein alltime favorite
- 2:52:06also jetzt in Kyoto
- 2:52:10wo wir waren
- 2:52:12das DePri
- 2:52:14eine französische Küche
- 2:52:16eine sensationelle Wandkarte
- 2:52:18kann es hervorragend sein
- 2:52:20sensationell wegen der Größe oder wegen der Auswahl
- 2:52:22wegen der Ausfall
- 2:52:24Ausfall ist dir egal
- 2:52:26größer ist dir egal
- 2:52:28im richtigen Leben weiter
- 2:52:30muss die richtigen Dinge müssen drauf sein
- 2:52:32kannst auch nur mit 10 Weinen
- 2:52:34handieren ist auch wenn sie richtigen Sachen sind
- 2:52:36also
- 2:52:38reicht halt normalerweise nicht aber
- 2:52:40es ist auch ausreichend
- 2:52:42ich brauche keine großen Weingarten
- 2:52:44wenn sie richtigen Dinge sind aber mit der großen Weingarten ist halt einfacher
- 2:52:46auch für viele Leute die richtigen Dinge
- 2:52:48wenn ich in der Vorstellung hatte
- 2:52:50hat er auch viele unterschiedliche
- 2:52:52Erfahrungshorizonte
- 2:52:54und
- 2:52:56jeden
- 2:52:58braucht auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten
- 2:53:00unterschiedliche Dinge wahrscheinlich und so weiter
- 2:53:02und die hatten dann was eine sehr sehr gute Weingarten
- 2:53:04aber auch in Kyoto
- 2:53:06ich weiß nicht wie der Laden heißt
- 2:53:08der Gernot Kölnmann war da letztens auch
- 2:53:14in dem
- 2:53:16Sommermagazin
- 2:53:18vom letzten Jahr von der FLE
- 2:53:20hat der Vigil Sabre einen ganz ganz tollen Artikel
- 2:53:22über diese Reise
- 2:53:24also von uns beiden im Prinzip geschrieben
- 2:53:26und da ist der Name auch drin
- 2:53:28und der Typ
- 2:53:30das waren 6
- 2:53:32Plätze
- 2:53:34er hatte nur eine kleine Blume
- 2:53:36am Rückbuffet
- 2:53:38als Dekoration beschäftigt
- 2:53:40und der da alleine gestanden
- 2:53:42und hat da Wein serviert
- 2:53:44und vielleicht konnte man das noch auf 8 Plätze erhöhen
- 2:53:46den ganze Familie sozusagen
- 2:53:50richtig genau
- 2:53:52und dann hatte der noch
- 2:53:54im hinteren Bereich noch einen größeren Tisch
- 2:53:56wo man halt nur 6 Leute dran setzen konnte
- 2:53:58und das war's
- 2:54:00und das war eigentlich ein ganz hervorragendes
- 2:54:02Erlebnis
- 2:54:04weil wie das halt in Japan so ist
- 2:54:06der hatte keine Weinkarte
- 2:54:08sondern der kam dann so mit
- 2:54:10immer 3, 4 Flaschen jeweils an
- 2:54:12und hat dir halt was zu einem Thema hingestellt
- 2:54:14also du hast gesagt du willst Rotwein trinken
- 2:54:16oder du willst Champagner trinken
- 2:54:18oder
- 2:54:20brauchst du jetzt was Leichtes oder so
- 2:54:22und dann kam der halt mit den Flaschen
- 2:54:24und dann hast du da halt was ausgewählt
- 2:54:26aus diesen 3, 4 Flaschen die dann da dahinter waren
- 2:54:28und das war sehr, sehr besonders
- 2:54:30weil das auch ganz, das waren sehr gute Weine
- 2:54:32die er ausgewählt hatte, alles
- 2:54:34europäische, japanische
- 2:54:36europäische alles
- 2:54:38ja ja, nur europäische Weine dort getrunken
- 2:54:40und das war sehr, sehr besonders
- 2:54:42ich weiß nicht ob er auch japanische Weine hat
- 2:54:44oder so, keine Ahnung weiß ich nicht
- 2:54:46aber das was wir da getrunken haben waren
- 2:54:48europäische Sachen
- 2:54:50und das war sehr besonders
- 2:54:52und das war ein sehr toller Laden
- 2:54:54ich muss sagen, also während Kyoto ist
- 2:54:56muss da unbedingt hin oder so
- 2:54:58das war der Roll wo ich jetzt war
- 2:55:00in Paris war ein Superladen
- 2:55:02es hat mir sehr gut gefallen
- 2:55:04mit dieser Eiscreme und so
- 2:55:06den die da machen ist ein Eiscreme-Laden
- 2:55:08und die machen Weine dazu
- 2:55:10Wow, Eiscreme und Weine ist so
- 2:55:12also das ist nicht unbedingt, das passt oder so
- 2:55:14aber die verkaufen halt Eiscreme
- 2:55:16auch so Eisbecher
- 2:55:18aber jetzt nicht so wie Eisdiele
- 2:55:20in
- 2:55:22Konstanz 1994
- 2:55:24mit so Sahne obendrauf
- 2:55:26und Streusel und so
- 2:55:28und die machen das schon sehr, sehr viel aufwärts
- 2:55:30ist ja Claudias neues Konzept, Claudia Stern
- 2:55:32ihr hättet jetzt gerade ein Laden vor zwei Wochen, das er aufgemacht in Köln
- 2:55:34bei Sicht da im Vorderhaus
- 2:55:36Eiscreme und Wein und Freikosten
- 2:55:38so weiter, dann ja
- 2:55:40vielleicht ist das danach auch inspiriert
- 2:55:42aber ich hatte dazu noch nichts gehört
- 2:55:44und der Laden
- 2:55:46gibt es seit irgendwie anderthalb, zwei Jahren oder so
- 2:55:48in den ganz Paris-Rent dahin bzw. die Gastroszene
- 2:55:50Renta hin so ein bisschen
- 2:55:52korobarmäßig wie das so
- 2:55:54vor ja
- 2:55:56so was sieben, zehn Jahren im Prinzip der Fall war
- 2:55:58und das ist ein cooles Konzept, coole Weinkarte
- 2:56:02coole Typen
- 2:56:04die da arbeiten und so
- 2:56:06das hat mir noch sehr gut gefallen
- 2:56:08ja, was ist denn noch
- 2:56:12so
- 2:56:14Michael Steggers Hackney Road
- 2:56:20in London
- 2:56:22toll, mag ich
- 2:56:24wahnsinnig teuer, weiter schlechter als London
- 2:56:26aber cooler Laden
- 2:56:28so
- 2:56:30sehr gut gefallen
- 2:56:32war ich jetzt im Kopf magen irgendwo
- 2:56:36sind es dann die Weine oder sind es die Personen
- 2:56:38die in solchen ledendig beeindrucken
- 2:56:40oder ist es gesamt
- 2:56:42gesamt würde ich sagen, aber natürlich immer die Weinkarte
- 2:56:44also was ist halt drauf
- 2:56:46was haben wir für einen Auswahl
- 2:56:48auch Sachen die ich da nicht kenne
- 2:56:50die ich interessant finde
- 2:56:52oder die man nicht so häufig
- 2:56:54zu probieren kriegt oder zu kaufen kriegt
- 2:56:56oder so in Deutschland
- 2:56:58oder so, das interessiert mich dann halt
- 2:57:00also wie ich schon gesagt habe, ich trink dann halt immer das was ich nicht kenne
- 2:57:02oder was ich nicht bekomme
- 2:57:04oder was ich nicht so häufig im Glas habe
- 2:57:06weil
- 2:57:08wer weiß wann man es wieder bekommt
- 2:57:10im Prinzip
- 2:57:12wer weiß wann man es wieder bekommt
- 2:57:14und dann ist es ja häufig so
- 2:57:16dass man halt solche Sachen einfach nie mehr wieder trinkt
- 2:57:18also meine Güte
- 2:57:20ja
- 2:57:22wenn du ein Tag
- 2:57:24schon als würdest du
- 2:57:26ständig dort arbeiten irgendwo arbeiten könntest
- 2:57:28du hättest ein Stasch
- 2:57:30für einen Tag aber so eine volle Verantwortung
- 2:57:32und welches lokal
- 2:57:34welche Örtlichkeit wäre das
- 2:57:36das würde ich gerne einmal sehen
- 2:57:38oder einfach die Abläufe kennenlernen
- 2:57:40oder gucken wie die funktionieren
- 2:57:42oder da Mäuschen spielen
- 2:57:44oder da einen kompletten Überblick haben
- 2:57:46gibt es einen Laden der dich total interessiert
- 2:57:48tschöa
- 2:58:02ähm
- 2:58:04weiß ich nicht
- 2:58:06kann ich gar nicht so genau sagen
- 2:58:08was mich da irgendwie interessieren würde
- 2:58:10also ich bin ja immer mehr auf der Gastseite
- 2:58:12wie man ja merkt ich
- 2:58:14ich gehe viel essen
- 2:58:16und schaue mir viele Sachen an und so
- 2:58:18um da auch ein bisschen ab zum Date zu bleiben
- 2:58:20was das Kolleginnen im Prinzip so auf der Werksmache
- 2:58:22da habe ich für dich aber keinen den Wunsch wo du sagtest
- 2:58:24ich möchte mal auf die andere Seite
- 2:58:26ja
- 2:58:28also
- 2:58:30vor 10 Jahren
- 2:58:32wäre das sicher das Buch der Chefs Table gewesen
- 2:58:34weil das so ein bisschen
- 2:58:36auch Vorbereitung im Prinzip fürs Nogelhard war
- 2:58:38weil die auch ein Tegengestaurant haben
- 2:58:40war damals das erste glaub ich
- 2:58:42also was ihr so einer der ersten
- 2:58:44genau genau
- 2:58:46genau oder
- 2:58:48auch so ein interessantes Tegenkonzept und so weiter
- 2:58:50auch gewagt damals weil ja alle immer ihren eigenen Tischen
- 2:58:52ihren eigenen Private Spot haben wollen
- 2:58:54dann setzt ihr die Leute nebeneinander
- 2:58:56genau und so und das hat mich interessiert
- 2:58:58das interessiert mich dann herweg
- 2:59:00und deswegen was mich momentan so ein bisschen interessiert sind so
- 2:59:02sind so ein Mann
- 2:59:04Bars
- 2:59:06oder ein Frau Bars
- 2:59:08wie Dotton Kyoto
- 2:59:10das finde ich interessant
- 2:59:12ein anderes Konzept man hat keine Leute
- 2:59:14oder wenig Leute drum herum
- 2:59:16ich war jetzt in
- 2:59:18Valencia
- 2:59:20in einem grandiosen Weinbar
- 2:59:22Terrava
- 2:59:24oder Terravon
- 2:59:26und das war auch super
- 2:59:28der Chef der arbeitet nur alleine dort
- 2:59:30großartig
- 2:59:32hier im
- 2:59:34in Bilbao gibt es das Kork
- 2:59:36auch so ein ganz kleiner Laden
- 2:59:38super Weinkarte
- 2:59:40die waren so 2 dort gearbeitet
- 2:59:42aber auch ganz klein
- 2:59:44mal so kleine Tappas und dann gibt es halt eine großartige
- 2:59:46Weinkarte da
- 2:59:48ganz kleiner Laden super cooles Konzept
- 2:59:50das interessiert mich so ein bisschen
- 2:59:52weil es ist man hat ja sonst immer so ne gewisse
- 2:59:54Größe und man setzt natürlich immer auf
- 2:59:56mehr Umsatz durch mehr Menschen
- 2:59:58die dann im Restaurant sitzen
- 3:00:00hat aber immer die Down-Seite
- 3:00:02mit der Menschen an Menge
- 3:00:04die da arbeiten weil das muss du dann auch bezahlen
- 3:00:06und interessant wäre es ja eigentlich
- 3:00:08so ein bisschen zu gucken wie
- 3:00:10wie viel Menschen schafft man
- 3:00:12alleine
- 3:00:14und
- 3:00:16so als
- 3:00:18wo halt dann auch nur 5 oder 10 Leute
- 3:00:20sitzen können
- 3:00:22und man hat auch diesen engen Kontakt
- 3:00:24mit den Leuten, man hat das Gespräch
- 3:00:26und diese Verkaufsabsicht
- 3:00:28und dann auch so ein interessanten Abend
- 3:00:30zu gestalten mit einer interessanten Flasche
- 3:00:32Glasweise wie auch immer
- 3:00:34dann halt da irgendwas zu machen
- 3:00:36wie viele Plätze hattet ihr?
- 3:00:38wir hatten 25 und was war das?
- 3:00:4025 hat das auch schon wieder groß, aber das ist klein
- 3:00:42aber eigentlich
- 3:00:44nochmal, wie viele Leute habt ihr gearbeitet? 3, 4
- 3:00:46es war unterschiedlich, also ich hab
- 3:00:48allein angefangen einfach mit der Idee
- 3:00:50am Anfang einigermaßen wirtschaftlich zu halten
- 3:00:52ich finde dieses ein Mann-Konzept
- 3:00:54extrem interessant was du sagst
- 3:00:56aber es ist halt wenn du es
- 3:00:58mit den allgemeinen Grundkosten
- 3:01:00mitte und so weiter brauchst du ja
- 3:01:02einen Pro-Kopf-Umsatz von 150 Euro
- 3:01:04pro Person, damit du einigermaßen
- 3:01:06du selber eben auch nicht mal selbst mit
- 3:01:08Mindestlohn funktionieren kannst
- 3:01:10also damals ich hab einzeln angefangen
- 3:01:12die ersten ein zwei Jahre hab ich das auch
- 3:01:14ziemlich alleine gemacht, dann kam jemand in der Küche dazu
- 3:01:16zwischenzeitlich waren es 7 Leute
- 3:01:18also daher war es dann schon recht umfangreich
- 3:01:20am Schluss waren dann 4 Leute
- 3:01:22also daher
- 3:01:24waren auf und ab
- 3:01:26so ein mehraufwand am Personal
- 3:01:28bringt natürlich auch immer die
- 3:01:30Erwartung an den Umsatz
- 3:01:32wir hatten eigentlich versucht den Umsatz
- 3:01:34niemals zu pushen, in dem Sinne
- 3:01:36immer diese Beratungsleistung zum Vordergrund
- 3:01:38zu sehen und den Gast im Vordergrund
- 3:01:40zu sehen, aber es kommt dann halt wenn du
- 3:01:42viele Leute hast, wenn du sagst
- 3:01:44Arbeit muss verteilt werden und so weiter
- 3:01:46merkst du am Monatsänder einfach auch
- 3:01:48was da halt dann hängen bleibt und so weiter
- 3:01:50und das größte Kostenblock
- 3:01:52immer ist die Lohnkosten
- 3:01:54und
- 3:01:56dann musst du auch mit jeder Person die du dann mehr hast
- 3:01:58automatisch 30, 40.000 Euro
- 3:02:00mehr Umsatz im Jahr
- 3:02:02generieren die dann halt das ganze irgendwo
- 3:02:04spiegeln oder wiedergeben, mindestens
- 3:02:06ganz genau, ganz genau, und aber trotzdem wenn ich das
- 3:02:08aber da sind wir völlig recht die Betriebskosten
- 3:02:10die dürfen das natürlich nicht alles aufreßen
- 3:02:12aber interessant
- 3:02:14ich fand es irgendwie als Konzept
- 3:02:16ein paar Mal erlebt hatte
- 3:02:18ganz interessant wie das so
- 3:02:20solche Läden siehst du dann
- 3:02:22oder fragst du dich
- 3:02:24hier in Berlin habt ihr 50 Millionen geführte Läden
- 3:02:26und wenn ich da durch Berlin fahre
- 3:02:28frage ich mich immer wie funktioniert das
- 3:02:30also geht bei dir diese betriebswirtschaftliche
- 3:02:32Seite auch mal mit einher
- 3:02:34oder ist das deren Bier
- 3:02:36das ist jetzt erstmal deren Bier
- 3:02:38aber natürlich wäre es interessant zu wissen
- 3:02:40wie lohnt sich das eigentlich
- 3:02:42also bei dem
- 3:02:44Laden jetzt in Valencia
- 3:02:46die haben vier Tage auf
- 3:02:48für den fünften Tag macht er
- 3:02:50eine Beschaffung so wie mir das erzählt hat
- 3:02:52aber er macht natürlich alles alleine
- 3:02:54putzen
- 3:02:56aufräumen, auffüllen
- 3:02:58essen zu bereiten
- 3:03:00also der hat auch nur
- 3:03:02drei Plätze oder also drei Plätze gatscht
- 3:03:04der hat nur drei Tische oder vier Tische
- 3:03:06maximal, ne
- 3:03:08und da kann das auch dann schon
- 3:03:10funktionieren, aber halt auch eine ganz schöne
- 3:03:12krasse Aufgabe wenn man dann
- 3:03:14an vier Tagen
- 3:03:16bist du dann richtig
- 3:03:18auch stark in den Fokus
- 3:03:20und viel wird von dir
- 3:03:22als Person auch abgegriffen so
- 3:03:24also von Energietestellung
- 3:03:26und
- 3:03:28also aber das ist irgendwie
- 3:03:30fühlt sich das interessant an
- 3:03:32und das ist aber ein interessantes Konzept
- 3:03:36auch so, weil es halt auch sonst
- 3:03:38immer anders ist, ne
- 3:03:40einfach ein größer gedachtes
- 3:03:42find's bei euch wahnsinnig interessant
- 3:03:44dass ihr so offen mit einem, auch mit Zahlen umgeben
- 3:03:46also dass ihr
- 3:03:48da versucht einfach eure Situation noch zu vermitteln
- 3:03:50und
- 3:03:52Leute einfach an euch teilhaben und lernen lasst
- 3:03:54bist du selber mehr analoger digital
- 3:03:56wie meinst du?
- 3:03:58Buch oder ebook
- 3:04:00Weinkarte oder iPad-Karte
- 3:04:02Weinkarte
- 3:04:04Aufziehuhr oder
- 3:04:06digital, Weinkarte
- 3:04:08also ich hab, wo war ich denn jetzt hier
- 3:04:10also genau im
- 3:04:12ich war am Alchemist
- 3:04:14essen, da haben wir so nur so
- 3:04:16nur so ein elektronisches Ding
- 3:04:18das geht, das ist aber trotzdem
- 3:04:20das war vielleicht die beste
- 3:04:22Karte ihrer Art, die ich so erlebt hatte
- 3:04:24bis jetzt
- 3:04:26die schlechteste
- 3:04:28Weinkarte online
- 3:04:30bei diesem kleinen Laden
- 3:04:32in Sizilien
- 3:04:34bei Frank Konellissen im Ort
- 3:04:36dieser Evergreen
- 3:04:38der da unten ist, so eine Pizzeria
- 3:04:40das war eine Katastrophe
- 3:04:42diese Weinkarte
- 3:04:44also du musstest es dann runterladen
- 3:04:46und dann
- 3:04:48war das so, das war scheiße
- 3:04:50formatiert
- 3:04:52das hab mich verrückt gemacht
- 3:04:54weil du immer wieder rausgeflogen bist, da musst du wieder rein
- 3:04:56dann musst du wieder runter, wo du dann
- 3:04:58was musstest du wissen, wo du bist
- 3:05:00also da bist du auf jeden Fall analog
- 3:05:02also ich mag Karte zum Blättern
- 3:05:04genau
- 3:05:06lieber Film oder lieber Buch
- 3:05:08Film
- 3:05:10Film? Ach
- 3:05:12welche Genre?
- 3:05:14Entspannung
- 3:05:16Entspannung oder Lernen?
- 3:05:18Entspannung
- 3:05:20welche Region ist total
- 3:05:22unterbewertet in der Welt? Also gibt es eine Weinregion
- 3:05:24wo du sagst, Leute haben doch mehr
- 3:05:26ein Fokus drauf
- 3:05:28das neue Jura
- 3:05:32ich war in Paris
- 3:05:34und dann haben wir auch dort was getrunken
- 3:05:36von so einem
- 3:05:38gefühlt
- 3:05:40von so einem J.B. Becker
- 3:05:42aus
- 3:05:44aus dem
- 3:05:46Savoir
- 3:05:482008
- 3:05:50das hat auch geschmeckt wie Riesling
- 3:05:52also wenn du das blindengestellt hattest
- 3:05:54also jetzt uns
- 3:05:56hättest du gedacht, dass es Riesling
- 3:05:58aus dem Weingau so gefühlt
- 3:06:00habe ich auch dem Somelier gesagt
- 3:06:02kann ja total nachvollziehen
- 3:06:04wie schmeckt das immer so?
- 3:06:06sagt er so ja, also dieses Weingut schmeckt immer so
- 3:06:08aha, okay
- 3:06:10habe ich so noch nicht getrunken gehabt
- 3:06:12also aus der Region
- 3:06:14fehlt mir auch noch ganz viel
- 3:06:16wird ja auch gerade erst so ein bisschen wieder entdeckt
- 3:06:18mit ganz vielen jungen Leuten
- 3:06:20aber interessant ist natürlich auch so
- 3:06:22was machen dort eigentlich so die Oldschooler
- 3:06:24und das war halt die Catwin, das siehst du
- 3:06:26das schaut aus wie
- 3:06:28die Titi Primm
- 3:06:30ja, das schaut ja noch gut aus
- 3:06:32wer hat denn so ein ganz hässliches Etikett
- 3:06:34in
- 3:06:36ja so altmodisch und hässlich
- 3:06:38also es ist wirklich
- 3:06:40ein hässliches Etikett
- 3:06:42Wahnsinn, also
- 3:06:44aber großartiger Wein
- 3:06:46die hatten auch nur der jüngste Wein
- 3:06:48war auf der Karte 14
- 3:06:50und ich habe ja diesen Achtal getrunken
- 3:06:52und das war
- 3:06:54Killer
- 3:06:56ich habe da noch durch die Weingarze geguckt
- 3:06:58das war so ein Restaurant wo man
- 3:07:00sehr, sehr, sehr, sehr viel Geld
- 3:07:02für Wein ausgeben kann
- 3:07:04und
- 3:07:06da muss man natürlich auch Sachen finden
- 3:07:08die irgendwie
- 3:07:10preislich zu allem passen
- 3:07:12und
- 3:07:14gefühlt haben wir den
- 3:07:16mit den günstigsten Weißweinen getrunken
- 3:07:18oder nicht gefühlt aber es war halt ein etwas günstigerer
- 3:07:20Weißwein eher so bei 120 oder 30 Euro
- 3:07:22das gekostet
- 3:07:24das war schon ziemlich cool
- 3:07:26also es hat mir gut
- 3:07:28ich habe dann gefragt, ich kenne das nicht
- 3:07:30ist es, wie schmeckt das
- 3:07:32und dann hat er gesagt, das ist klassisch
- 3:07:34und es ist saftig
- 3:07:36und ist das alt, habe ich gefragt
- 3:07:38also ja es schmeckt schon alt aber nicht unangenehm
- 3:07:40und ich habe gedacht, wo will man es einfach machen
- 3:07:42und dann fand ich halt interessant
- 3:07:44dann kommt diese Flasche an den Ding
- 3:07:46das schaut aus
- 3:07:48wie so eine Flasche nur andersrum
- 3:07:50von Katheuse-Hufberg
- 3:07:52das ist ein komisches Design auch
- 3:07:54und diese Farbzusammenstellung
- 3:07:56das ist schon wieder fast absurd
- 3:07:58und das hat mir sehr gut gefallen
- 3:08:00ich weiß auch nicht wie es Weingut heißt
- 3:08:02gerade habe ich wieder vergessen
- 3:08:04ich habe es schon in zwei Leuten gezeigt
- 3:08:06die das ein bisschen kennen sollten
- 3:08:08die kannten es auch nicht aber ja
- 3:08:10ohne Hinterstau nicht, dass du so viele Namen noch präsent hast
- 3:08:12also was keine Ahnung was du in der French Launty getrunken hast
- 3:08:14was du da aufzuhalten
- 3:08:16aber das weißt du ja auch
- 3:08:18wenn du das weißt du ja auch an gewissen Momenten
- 3:08:20eigentlich ja und witzigerweise kann ich mir mehr an die Weine erinnern
- 3:08:22also keine Ahnung was ich
- 3:08:242003 bei Ducas getrunken habe
- 3:08:26das war von dem also da
- 3:08:28genau genau
- 3:08:30aber was das erst gab weiß ich nicht mehr
- 3:08:32das weiß man schon immer
- 3:08:34also finde ich zumindest
- 3:08:36ich weiss ja auch selber
- 3:08:38wenn du dann Leute hast
- 3:08:40die du auch in einem gleichen Rahmen triffst
- 3:08:42nämlich bei dir im Restaurant
- 3:08:44was die das letzte mal vorletzte mal getrunken haben
- 3:08:46oder hast du schon immer so eine
- 3:08:48eine gewisse Idee
- 3:08:50oder so
- 3:08:52oder du hast den das und das erzählt
- 3:08:54das war letztens jemand da
- 3:08:58der meinte also
- 3:09:00bei ihnen habe ich
- 3:09:02den schlechtesten Wein
- 3:09:04in jemals in einem Restaurant getrunken
- 3:09:06wow
- 3:09:08das ist ja
- 3:09:10das ist doch mal toll das kommt dem Mensch
- 3:09:12das finde ich doch mal toll
- 3:09:14was war das denn wenn ich sie mal so fragen darf
- 3:09:16und es war irgendein Zitre
- 3:09:18von Stefan Fetter
- 3:09:20der machte kein Zitre
- 3:09:22und er fand das ganz ekelhaft
- 3:09:24und schrecklich und so weiter
- 3:09:26und schon irgendwie ewig hier vielleicht war das auch einer der ersten Jahrgänger
- 3:09:28und war so ein bisschen rougher auch vielleicht
- 3:09:30aber das finde ich ein sehr sehr schönes Kompliment
- 3:09:32dass ich dafür verantwortlich bin
- 3:09:34das ist ja ein Weinerlebnis hatte
- 3:09:36ein Weinerlebnis hatte
- 3:09:38was so schlecht war was ihn so beeindruckt hat
- 3:09:40und das ist ja dann auch
- 3:09:42dann wieder so ein bisschen wie Theater
- 3:09:44das muss ja nicht immer nur gut sein
- 3:09:46kann auch mal richtig auf den Sack gehen
- 3:09:48total und da ist er wieder gekommen
- 3:09:50also von dem her selbst bestimmt nicht nur wegen dem Essen wieder gekommen
- 3:09:52und das ist insgesamt ein Leben
- 3:09:54so wolltest du selber Winzer werden
- 3:09:56also gabs für dich mal ein Wunsch selber Wein zertönen
- 3:09:58nein nein ich kann Flaschen öffnen und mehr nicht
- 3:10:00und wenn du erst müsstest in welcher Region wäre es dann
- 3:10:02also wo würdest du gesetzt dem Fall
- 3:10:04du könntest dürftest
- 3:10:06du kriegst ein Weingut vererbt
- 3:10:08wo dürfte das sein
- 3:10:10also oder die Frage anders zu formulieren
- 3:10:12welchem Weinstil würdest du gerne
- 3:10:14bis in die Tiefe verstehen wollen
- 3:10:16was man ja meistens als Winzer
- 3:10:18in einem Prozess am besten kann
- 3:10:20ja
- 3:10:22Champagner
- 3:10:24ja wahrscheinlich
- 3:10:26das ist halt irgendwie schon ein schönes
- 3:10:28hast du ein schönes und ein schreckliches
- 3:10:30Sommier
- 3:10:32ja wahrscheinlich
- 3:10:34das ist halt irgendwie schon ein schönes
- 3:10:36hast du ein schönes
- 3:10:38und ein schreckliches Sommierlebnis
- 3:10:40also eins wo du sagst
- 3:10:42ich wechseln beruf und eins wo du sagst
- 3:10:44ich laufe
- 3:10:46meine frauen ich
- 3:10:48wir waren mal in einem Restaurant essen
- 3:10:50und dann setzte sich
- 3:10:52der Sonne die
- 3:10:54mit zum tisch
- 3:10:56ungebeten
- 3:10:58es war so unangenehm
- 3:11:00es war
- 3:11:02es war so fraglich
- 3:11:04was macht der hier eigentlich
- 3:11:06der Tranker mit aus unserem Wein
- 3:11:08was
- 3:11:10stellte noch anderen Wein mit dazu
- 3:11:12wir haben das Essen dann bekommen
- 3:11:14und dann haben wir
- 3:11:16ja ja und dann haben wir die Rechnung
- 3:11:18bestellt und haben das Essen stehen lassen
- 3:11:20und haben das bezahlt
- 3:11:22ich hatte Bargeld Gott sei dank dabei
- 3:11:24und dann es war
- 3:11:26Wahnsinn
- 3:11:28wir sind dann aus diesem Restaurant geflüchtet
- 3:11:30und
- 3:11:34ich wusste gar nicht wie uns wieder fahren ist
- 3:11:36weil es so eine
- 3:11:38übergriffige
- 3:11:40ja das war
- 3:11:42sehr besonders
- 3:11:44sehr besonders war das
- 3:11:46und besonders vielleicht
- 3:11:54naja es sind ja so diese Momente von
- 3:11:56besonderer näher zu einer bestimmten
- 3:12:02Sache
- 3:12:04der Max
- 3:12:12ist der
- 3:12:14einer der Somelis
- 3:12:16in Nummer
- 3:12:18der mit der Mäß das irgendwie macht
- 3:12:20und
- 3:12:24der hat ein wahnsinnig guten Job gemacht
- 3:12:26ganz junger Kerl
- 3:12:28aus London
- 3:12:30fragte ich ihn sowieso
- 3:12:32er arbeitet
- 3:12:34weil er den Wein
- 3:12:36in London sehr schwierig ist
- 3:12:38Wein
- 3:12:40die ich nicht mag
- 3:12:42ich hab so ein bla bla bla
- 3:12:44und der hat das ganz ganz ganz toll gemacht
- 3:12:46das war zu eines der letzten
- 3:12:48Erlebnisse aber auch den Typ da im Vorderroll
- 3:12:50der das großartig gemacht
- 3:12:52was der dazu für Getränke
- 3:12:54wie der das auch gemacht hat
- 3:12:56in welcher Performance stärker
- 3:12:58wie er das so kommuniziert hat oder so
- 3:13:00diese Leute da im Libri
- 3:13:02die waren super
- 3:13:04der hat das auch in
- 3:13:06Dings war großartig
- 3:13:08der
- 3:13:12der Mormet
- 3:13:14im
- 3:13:16Ejebari
- 3:13:20sensationeller Typ
- 3:13:22großartige Weinkarte
- 3:13:24viel zu billig kalkuliert alles
- 3:13:26wahnsinn
- 3:13:28eine Ruhe
- 3:13:30eine Wistentat
- 3:13:32sein eigenen Stil
- 3:13:34und auch 3 Stunden Thomas
- 3:13:36Taiwart aushalten
- 3:13:38sensationell
- 3:13:40weil Thomas ist ein anstrengender Gast
- 3:13:42also ich liebe Thomas
- 3:13:44ich liebe dich
- 3:13:46aber Thomas kann den Sommel
- 3:13:48die schon immer so ein bisschen hervorladen
- 3:13:50oder zur Weißblut
- 3:13:52vielleicht auch bringen
- 3:13:54aber Thomas echt viel weiß
- 3:13:56das muss man mir dazu sagen
- 3:13:58da hat er echt schon viel getrunken
- 3:14:00und das hat Mormet echt
- 3:14:02richtig gut gemacht
- 3:14:04was sind denn so Erlebnisse
- 3:14:06die mir so
- 3:14:08so positiverseits einfallen
- 3:14:10magst du selber dich mit
- 3:14:12oder welche Gäste magst du lieber
- 3:14:14die wissen nur ihr Unwissenden
- 3:14:16also die so richtig mit dir auf Augenhöhe
- 3:14:18und versuchen die Challenge
- 3:14:20und diskutieren und tralla
- 3:14:22was du entjungen von kannst
- 3:14:24mir sind alle Gäste recht
- 3:14:32ich mag es
- 3:14:36aber ich fordere dich mehr
- 3:14:38also welche
- 3:14:40ich finde Profis so langweilig
- 3:14:42mehr oder weniger
- 3:14:46ist es meistens so
- 3:14:48dass du mit 3-4 Gedankenzügen
- 3:14:50die zufrieden stellen kannst
- 3:14:52ja aber du musst ja dann auch
- 3:14:54da muss man dann natürlich auch schon
- 3:14:56was servierst du
- 3:14:58ist es jetzt der Jahrgang
- 3:15:00oder ist der Jahrgang eigentlich
- 3:15:02aber das ist ja alles Textbuch was man da lebt
- 3:15:04das ist dann so
- 3:15:06wenn du das mal klar
- 3:15:08ich bin dann ja auch
- 3:15:10zum Beispiel der Sebastian Borthäuser
- 3:15:12der war jetzt bei uns Essen
- 3:15:14und der Sebastian Borthäuser
- 3:15:16hat
- 3:15:18für die ganze Zeit
- 3:15:20sagen zu können
- 3:15:223 Weine getrunken
- 3:15:24die er noch nicht im Glas hatte
- 3:15:26ich kannte
- 3:15:28ein glaube ich von der Kantaschon
- 3:15:30da war er so noch nicht getrunken gehabt
- 3:15:32und
- 3:15:34das finde ich dann natürlich schon toll
- 3:15:36so jemanden
- 3:15:38der Sebastian hat schon Ahnung von Wein
- 3:15:40sehr zugaben
- 3:15:42und
- 3:15:44so jemanden auch ein paar Neuigkeiten
- 3:15:46also ich freue mich auch wenn
- 3:15:48Kollegen kommen
- 3:15:50und
- 3:15:52da klärt man ja auch immer
- 3:15:54weil hier auch so viel selber
- 3:15:56probieren und trinken
- 3:15:58und auch selber ein Interesse haben
- 3:16:00und die wissen ja selbst am besten
- 3:16:02was sie eigentlich trinken so
- 3:16:04oder was sie so kennen
- 3:16:06was sie auch selber interessiert
- 3:16:08und dann ist natürlich auch trotzdem interessant
- 3:16:10wenn
- 3:16:12dann jemand da sitzt
- 3:16:14und
- 3:16:16den wird dann was Neues zeigen kann
- 3:16:18so eine bestimmten
- 3:16:20Art und Weise
- 3:16:22oder du zeigst ihnen eine Kombination
- 3:16:24die besonders cool ist
- 3:16:26oder du bezeigst ihm
- 3:16:28ein bisschen Weinstiel den er noch nicht kannte
- 3:16:30hier wir waren
- 3:16:32auf
- 3:16:34wir waren in Sardinien
- 3:16:36und haben dort
- 3:16:38kennst du Malvasia, die Bosa
- 3:16:40ich kannte das vorher nicht
- 3:16:42ist in Deutschland auch kaum präsent?
- 3:16:44Nein, genau
- 3:16:46da gibt es einen Produzenten
- 3:16:48der das richtig richtig gut macht
- 3:16:50und
- 3:16:54das schmeckte wie
- 3:16:56Overnoir oxidiert
- 3:16:58das ist Overnoir aus Italien
- 3:17:00also jetzt nicht die fruchtigen
- 3:17:02Weißweine
- 3:17:04sondern halt das Oxizeug
- 3:17:06was er in den kleinen Flaschen so weiter macht
- 3:17:08und das war ja
- 3:17:10so irregut, das habe ich total geflasht
- 3:17:12und das habe ich natürlich dann
- 3:17:14musste jeder trinken
- 3:17:16und so
- 3:17:18und dann hat man ja immer so Momente
- 3:17:20weil man halt selber was Neues entdeckt hat
- 3:17:22oder hier
- 3:17:24als wir auf Sizilien waren
- 3:17:26haben wir von Debatsoli
- 3:17:28diesen
- 3:17:30Schaumwein, diesen oxidierten
- 3:17:32genau
- 3:17:34Scherry, der sprudelt
- 3:17:36geiles Zeug
- 3:17:38wild
- 3:17:40und wir waren dort
- 3:17:42essen bei Kobid Esmarow
- 3:17:44der hat da so eine Sommer-Saison gemacht
- 3:17:46vor letztes Jahr
- 3:17:48in so einem kleinen Beachclub
- 3:17:50irgendwie und dann war das
- 3:17:52der teuerste
- 3:17:54sprudelnde Wein, net muslitalianische
- 3:17:56Weine und ich habe das dann
- 3:17:58die sommerliere gefragt
- 3:18:00wie schmeckt denn das
- 3:18:02es hat irgendwas erzählt
- 3:18:04es hat dann ganz anders geschmeckt aber egal
- 3:18:06und dann haben wir das getrunken
- 3:18:08und das haben wir an einer Geschwindigkeit ausgetrunken
- 3:18:10habe ich sofort Pascal
- 3:18:12geschrieben
- 3:18:14von Wörner Torell
- 3:18:16oder nee, nicht Pascal, das war noch
- 3:18:18Jose, das haben wir auch Jose
- 3:18:20habt ihr das?
- 3:18:22und dann sagt er ja, ich sag so
- 3:18:24wieso kenne ich das nicht
- 3:18:26also wir geben so viel Geld bei euch aus
- 3:18:28das ist doch ein Wein für uns
- 3:18:30und so weiter, dann haben wir bestimmt
- 3:18:32180 Flaschen verkauft
- 3:18:34und dann ist halt auch das neu
- 3:18:36und jeder der musste das dann trinken
- 3:18:38und dann sitzen die Leute
- 3:18:40vor dir und sagen sie, wir haben Champagner
- 3:18:42oder das und das
- 3:18:44oder wir haben Sherry der sprudelt
- 3:18:46und so
- 3:18:48und das interessiert mich dann ja auch
- 3:18:50irgendwie so ein bisschen so
- 3:18:52was wärst du, wärst du könnenst von mir?
- 3:18:54Tja, Psyutherapie
- 3:19:02Identität
- 3:19:04ich weiß nicht, denn ist das Kindwagn
- 3:19:06was ist Billy Wagner
- 3:19:08ohne das Nobelhard und Schmutzig
- 3:19:10Billy Wagner ist dann in erster Linie
- 3:19:12erst bald Ehemann
- 3:19:14ich hoffe ein ab und zu guter
- 3:19:16Tja, keine Ahnung, weiß ich nicht
- 3:19:22aber du hast nicht den heimlichen Wunsch
- 3:19:24mal Fotograf, Designer, Tala la Musiker
- 3:19:26nein, ich will das machen
- 3:19:28ich bin, ich habe
- 3:19:30ich habe das gemacht, was meine Eltern gemacht haben
- 3:19:32und war da bis jetzt
- 3:19:34auch immer sehr glücklich
- 3:19:36und fand auch
- 3:19:38diese Auszeit, die ich mir mal genommen habe
- 3:19:40von 1,5 Jahren Zivildienst
- 3:19:42wo ich nichts mit Gastronomie gemacht habe
- 3:19:44sondern wo ich im Museum gearbeitet habe
- 3:19:46als der deutsche Intern
- 3:19:48sehr bereichernd
- 3:19:50und hat mir sehr viel Spaß gemacht
- 3:19:52und fand auch, dass ich das ganz ok gemacht habe
- 3:19:54also für meine Begriffe
- 3:19:56zumindest so
- 3:19:58bin aber total happy
- 3:20:00mit dem was ich mache
- 3:20:02also das Nobelhard und Schmutzig gibt es ja
- 3:20:04deshalb, dass ich einen Platz habe
- 3:20:06wo ich sein kann
- 3:20:08und wo ich
- 3:20:10sein kann
- 3:20:12und wo ich so sein kann wie ich bin
- 3:20:14gibt es ja Wünsche noch für?
- 3:20:16Wünsche, Ziele
- 3:20:18wo du sagst,
- 3:20:20ihr habt ja schon unfassbar viel
- 3:20:22erreicht geschafft
- 3:20:24das in eigentlich kurzer Zeit
- 3:20:26aber habt ihr noch
- 3:20:28oder du persönlich als Person oder Gedanken
- 3:20:30oder Franchisekonzept aus dem Nobelhard
- 3:20:32oder weltweit Nobelhard
- 3:20:34wir waren auf der 50 Bestveranstaltung
- 3:20:36wir waren auf der 50 Bestveranstaltung
- 3:20:38in Anwerpen
- 3:20:40und da ist das Noma
- 3:20:44zum besten Restaurant
- 3:20:46der Welt gekürt worden
- 3:20:48also das 2.0 Nomen
- 3:20:50und René Recipit
- 3:20:52meinte auf der Bühne
- 3:20:54die sind zwar das beste Restaurant der Welt
- 3:20:56aber
- 3:20:58eigentlich wollen sie der beste Workplace der Welt werden
- 3:21:00ob das jetzt
- 3:21:04also ob sie das jetzt sind
- 3:21:06oder wie auch immer
- 3:21:08das ist Lassermann-Reingestell sein
- 3:21:10das Gedanke, gut aber einfach zu haben
- 3:21:12aber das Gedanke hat, und das finde ich eigentlich
- 3:21:14ganz schön auch für die Gäste
- 3:21:16dass sie
- 3:21:18einen Moment erleben
- 3:21:20der ganz besonders ist
- 3:21:22dass sie im Mittelpunkt stehen
- 3:21:24sondern eben das auch
- 3:21:26Gast und Produzentin
- 3:21:28mit
- 3:21:30zu dem Triangle
- 3:21:32das das halt irgendwie zusammenhört
- 3:21:34dass das halt irgendwie zusammenhört
- 3:21:36also wir beide
- 3:21:38kommen noch aus einer Gastronomie
- 3:21:40da wurde viel auf dem Rücken von uns aus getragen
- 3:21:42dass wir
- 3:21:44dass diese Gastronomie
- 3:21:46überhaupt so möglich ist
- 3:21:48also mit
- 3:21:5065-70 Stunden
- 3:21:52Wochen und so weiter
- 3:21:54und da
- 3:21:56haben wir oder da wurde
- 3:22:00natürlich auch viel verbrannte Erde
- 3:22:02hinterlassen
- 3:22:04bei ganz vielen Menschen
- 3:22:06und da sich ein bisschen
- 3:22:08zu fragen wie man das eigentlich in der Zukunft
- 3:22:10besser machen kann
- 3:22:12weil eigentlich ist ja Gastronomie was ganz ganz tolles
- 3:22:14weil man ja
- 3:22:16sehr sinnvolle Aufgabe macht
- 3:22:18auch Kochen ist eine ganz sinnvolle Aufgabe
- 3:22:20finde ich
- 3:22:22ist ein Handwerk
- 3:22:24man arbeitet
- 3:22:26mit
- 3:22:28mit seinem Mund
- 3:22:30man arbeitet mit seinen Händen
- 3:22:32man schafft was
- 3:22:34man kreiert
- 3:22:36einen tollen Moment für Menschen
- 3:22:38auch der Kellner
- 3:22:40kreiert ja einen tollen Moment für Menschen
- 3:22:42und das wird halt häufig von den Downsides
- 3:22:44der
- 3:22:46Gastronomie so ein bisschen aufgefressen
- 3:22:48mit zu viel Arbeit
- 3:22:50mit dem zu stark kuchsenden Chef
- 3:22:52mit
- 3:22:54Überforderung
- 3:22:56von Mitarbeiterinnen
- 3:22:58mit Gästen
- 3:23:00weil sie es nicht können
- 3:23:02mit den Gästen weil sie keine Anleitung
- 3:23:04entsprechend bekommen und so weiter
- 3:23:06und das finde ich irgendwie interessant
- 3:23:08zu gucken wie das eigentlich mit einer sehr guten Gastronomie
- 3:23:10auch funktionabel
- 3:23:12ist für alle Beteiligten
- 3:23:14also nicht nur dass der Gast ein schönes Erlebnis hat
- 3:23:16sondern dass der Mitarbeiter
- 3:23:18die Mitarbeiterin auch nicht ausgenutzt wird
- 3:23:20oder auf der im Rücken alles ausgetragen wird
- 3:23:22und natürlich auch
- 3:23:24dass man Lebensmittel verarbeitet
- 3:23:26die
- 3:23:28einen guten Fußabdruck
- 3:23:30oder die irgendwie eine Region
- 3:23:32also gerade jetzt wo wir hier sind
- 3:23:34in Ostdeutschland
- 3:23:36oder ob uns herum ist ja so
- 3:23:38das ehemalige Osten
- 3:23:40wie wir da ein Landstrich
- 3:23:42eigentlich prägen
- 3:23:44oder dadurch eine Bereicherung
- 3:23:46auch Leute motivieren
- 3:23:48genau dass das Brandenburg
- 3:23:50eigentlich sexy sein kann
- 3:23:52und
- 3:23:54das finde ich eigentlich
- 3:23:56auch irgendwie interessant
- 3:23:58im Kopf zu haben und das ist
- 3:24:00wenn man das
- 3:24:02im Kopf hat
- 3:24:04dann ist das bei
- 3:24:06wenn ich das im Kopf habe
- 3:24:08das ist einfach eine Fortführung
- 3:24:10des Gedanken
- 3:24:12wir arbeiten, wir wollen den Produzenten
- 3:24:14in den Fokus stellen
- 3:24:16und wir wollen gute Lebensmittel haben
- 3:24:18wir wollen der Region
- 3:24:20ein Gesicht verleihen bla bla bla so was
- 3:24:22und dann ist das nochmal so eine weiterer Gedachterei
- 3:24:24und mal schauen was da in fünf Jahren bei rauskommt
- 3:24:26oder wenn wir uns damit beschäftigen
- 3:24:28entsteht dann ja auch automatisch irgendwas
- 3:24:30und das finde ich persönlich
- 3:24:32momentan oder auch schon seit 2-3 Jahren
- 3:24:34einfach sehr sehr interessant
- 3:24:36sich damit auch zu beschäftigen
- 3:24:38gerade unter dem Deckmantel
- 3:24:40dass wir haben alle keine Mitarbeiterinnen mehr
- 3:24:42es gibt keine Kellnerinnen mehr
- 3:24:44es gibt keine Köchenden mehr
- 3:24:46es
- 3:24:48oder zu wenig
- 3:24:50oder wie schafft man eigentlich
- 3:24:52als Unternehmer, Unternehmerinnen
- 3:24:54das irgendwie interessant darzustellen
- 3:24:56ich glaube
- 3:24:58also wenn man die Gastronomie sich als solches betrachtet
- 3:25:00sind wir aus dieser Dienstleistungs-Situation
- 3:25:02herausgetreten
- 3:25:04und versuchen Glück zu vermitteln
- 3:25:06dann sollten die Mitarbeiter auch nicht mehr die Dienstleister
- 3:25:08sein, sondern sollten selber glücklich sein
- 3:25:10um Glück vermitteln zu können
- 3:25:12so kann man Glück dann leben
- 3:25:14manchmal weitergedacht
- 3:25:16happy, happy guest
- 3:25:18happy Mitarbeiter, happy guest
- 3:25:20happy Erlebnis so, blödes
- 3:25:22und dann das ist halt auch
- 3:25:24ja, ist auch richtig so
- 3:25:26und das macht, das ist interessant
- 3:25:28sich damit zu beschäftigen
- 3:25:30weil es auch abseits nochmal ist
- 3:25:32also die Frieda
- 3:25:34für die Gemeinschaft ist ein Verein, den wir mal
- 3:25:36guckegründet haben
- 3:25:38die hat man zumindest gesagt, Billy vielleicht ist auch irgendwann jetzt vorbei
- 3:25:40mit dem Thema "Protalokal"
- 3:25:42und
- 3:25:44das ist so ein bisschen auch der
- 3:25:46der Ansatz eigentlich
- 3:25:48zu gucken was kommt eigentlich dann danach
- 3:25:50und auch das was wir jetzt
- 3:25:52mit Nobelhard 2.0, also mit dem
- 3:25:54bei der Konzeptumstellung und so gemacht haben
- 3:25:56ist ja auch so ein bisschen so eine Demokratisierung
- 3:25:58für die Leute
- 3:26:00nicht nur die bei uns arbeiten, sondern auch die zu uns kommen
- 3:26:02das gehört irgendwie alles irgendwie
- 3:26:04schwingt das so alles so miteinander zusammen
- 3:26:06aber man sollte sich schon verändern
- 3:26:08also es ist wichtig, dass man sich verändert
- 3:26:10würde keinen Sinn machen
- 3:26:12das Konzept was du vor
- 3:26:1410 Jahren ins Leben gerufen hast, dass dann
- 3:26:16so, weil du sagst es läuft
- 3:26:18du suchst immer die Weiterentwicklung
- 3:26:20und möchtest dich da auch dann
- 3:26:22ja gleichzeitig, also ich suche auch, dass es weiterhin so bleibt
- 3:26:24also wenn jetzt der Markt
- 3:26:26nicht gesagt hätte
- 3:26:28du lieber Billy Wagner
- 3:26:30das ist so teuer was du machst
- 3:26:32dann hätte ich das jetzt nicht umgestellt
- 3:26:34also es ist schon so, dass der Markt mir gesagt hat
- 3:26:36du Billy Wagner, das ist so teuer, ich komme nicht mehr
- 3:26:38und dann stehst du halt da
- 3:26:40musst halt was Neues dir aus den Fingern saugen
- 3:26:42im Prinzip und dann ist das
- 3:26:44natürlich eine Anpassung die auch
- 3:26:46rechtfertigt ist meiner Meinung nach
- 3:26:48die auch natürlich
- 3:26:50unseren Job
- 3:26:52also
- 3:26:54ich glaube
- 3:26:56das Nobelhard und schmutzig, das ist total
- 3:26:58was ich mir Gastronomie vorstelle
- 3:27:00ich weiß aber auch, ich könnte
- 3:27:02andere Gastronomie machen
- 3:27:04also ein anderes Konzept
- 3:27:08im Prinzip mir aus den Fingern saugen
- 3:27:10beziehungsweise ist es auch kein Saugen
- 3:27:12sondern halt ein anderes Konzept machen
- 3:27:14an einem anderen Standort mit einer anderen Idee
- 3:27:16und so weiter
- 3:27:18die ich vielleicht auch gut finde
- 3:27:20oder wo man sicher Sachen dann wiederfinde
- 3:27:22die man jetzt auch da hat
- 3:27:24aber ich glaube ich bin da schon
- 3:27:26ich würde jetzt auch mal mehrere Sachen machen könnte
- 3:27:28würde ich jetzt mal so behaupten
- 3:27:30weil ich einen gastronomischen Verständnis habe
- 3:27:32wenn ich das so sagen darf
- 3:27:34dafür mache ich
- 3:27:36dafür bin ich im Restaurant groß geworden
- 3:27:38[Musik]
- 3:27:40ich war richtig gespannt
- 3:27:46auf das Gespräch
- 3:27:48ich habe mich Tage in einem Wochen darauf gefreut
- 3:27:50und nachdem wir schon den einen oder anderen Zominier bei uns zu Gas wissen durften
- 3:27:52war ich auf die Person
- 3:27:54die Gedanken und auf das Gespräch mit Billy Wagner
- 3:27:56richtig gespannt
- 3:27:58und es hat sich gelohnt
- 3:28:00es war ein tolles Gespräch
- 3:28:02es war eine gute Stimmung, es war ein guter Flo
- 3:28:04es waren tolle Gedanken
- 3:28:06und ich durfte Billy, den ich jetzt mittlerweile schon seit
- 3:28:08über 25 Jahren kennen nochmal ganz neu kennenlernen
- 3:28:10vielen Dank für deine Zeit lieber Billy Wagner
- 3:28:12und noch ein großes Dankeschön
- 3:28:14für die wirtschaftliche und die händische Unterstützung
- 3:28:16unserem Partner
- 3:28:18der Schlumbergergruppe mit den Handelshäusern
- 3:28:20Schlumberger segnetz von Sio Vini
- 3:28:22und der Sio-Wartkonten-Portal Bremer Weinkollekt
- 3:28:24dank ihnen ist dieses Projekt möglich
- 3:28:26vielen Dank dafür
- 3:28:28und natürlich auch ein großes Dankeschön an euch
- 3:28:30fürs Zuhören, fürs Liken, fürs Kommentieren
- 3:28:32fürs Begleiten auf den sozialen Medien
- 3:28:34für die Treue, manchmal auch für die Geduld
- 3:28:36für die eine etwas längere Folge
- 3:28:38einfach vielen lieben Dank
- 3:28:40und wie es so schön heißt, nach dem Podcast
- 3:28:42ist vor dem Podcast
- 3:28:44nachdem ich diese Folge heute großartig fand
- 3:28:46freue ich mich ungemein auf unseren nächsten Gas
- 3:28:48auf die nächste Folge
- 3:28:50"Darf ich begrüßen, Maximilian Willen?"
- 3:28:52[Musik]
- 3:28:54[Musik]
- 3:28:56ein ganz großes Dankeschön
- 3:28:58unserem zweiten supporter
- 3:29:00Begleiter-Unterstützer
- 3:29:02dem Hause Livon aus dem berühmten
- 3:29:04Koliogebiet, dort wo eins das Meer war
- 3:29:06prägt heute Fleisch genannte Sedimentsgestein
- 3:29:08das Koliogebiet an der Grenze zu Slowenien
- 3:29:10auf einer Höhe von 250 Meter
- 3:29:12aus sanften Hügeln
- 3:29:14den gut bewässerten Böden
- 3:29:16mit einem Reichtum an mineralischen
- 3:29:18Salzenwurzeln entsteht mit Respekt
- 3:29:20auf die lokale antike Tradition
- 3:29:22authentische Weine aus einheimischen
- 3:29:24Rebsorten.
- 3:29:261964, er war Bdorino Livon
- 3:29:28hier den ersten Weinberg
- 3:29:30inzwischen wird das gleichnamige Gut
- 3:29:32in dritter Familiengeneration geführt
- 3:29:34die geflügelte Frau des russischen Künstlers
- 3:29:36Erke, eines der Mitbegründer des Artdeko
- 3:29:38kriegt als Symbol für eleganz und
- 3:29:40Finesse das Logo der Weine
- 3:29:42von Livon und bildet ein schwungvolles
- 3:29:44See, das emblematisch
- 3:29:46für das Anbaugebiet Kolio verweist.
- 3:29:48In den 80er Jahren entwickelten die Brüder
- 3:29:50Valneo und Tonino Livon das Konzept
- 3:29:52ihre Weine strategisch nach 2 Linien
- 3:29:54auszurichten. Die Grüß mit
- 3:29:56Limitierterzeugung aus den Weinbergen
- 3:29:58mit dem besten Voraussetzungen und die klassische Linie
- 3:30:00für das mittler- und gehobene Markzimmer
- 3:30:02für die Umsetzung tätigt die Familie
- 3:30:04Investition in die Weinberge
- 3:30:06errichtete Kellereien um den unterschiedlichen
- 3:30:08Ansprüchen an die Weinbereitung gerecht
- 3:30:10zu werden. Vier Güter sind
- 3:30:12heute ein Teil der Livongruppe
- 3:30:14wobei die Tnuta von Calto in das Stammgut
- 3:30:16und eingeschlossen ist. Das Herzstück
- 3:30:18das Gut Livon Kolio ist geprägt
- 3:30:20von seinen Merge- und Sandsteinbögen. Ideal
- 3:30:22um außergewöhnliche Weiß
- 3:30:24und auch Rotweine die sinnbildlich für
- 3:30:26diese Region stehen zu erzeugen. Am Fusse
- 3:30:28des Kolios gehen die Böden in Kies
- 3:30:30und Sand über. Hier findet sich die Villa
- 3:30:32Chiopris die auf einem Dolomit massiv liegt.
- 3:30:34Der Kies fungiert als natürlich
- 3:30:36Temperaturregulator der den Stress
- 3:30:38von den Rebenen und so besonders
- 3:30:40aromatische Trauben ermöglicht.
- 3:30:42Und ebenfalls außergewöhnliche Weine
- 3:30:44werden auf Borgo Salgentino in der Toscana
- 3:30:46erzeugt. Borgo Salgentino liegt
- 3:30:48im mitten der berühmten Chianti-Region.
- 3:30:50Die Hügel aus Kalkschiefer sowie
- 3:30:52die starken Temperaturschwankung zwischen
- 3:30:54Tag und Nacht geben den gleichnamigen
- 3:30:56Wein aus der Sonjuvesetraube
- 3:30:58ihr unverwechselbares Aroma, welches
- 3:31:00ihnen eine weltweite Bekanntheit verschabt hat
- 3:31:02und auf keinen Fall geht es die umbrischen
- 3:31:04Weine der Fattoria Colsanto
- 3:31:06zu vergessen. Die Fattoria Colsanto
- 3:31:08liegt in Montefalco, wo die regionalen
- 3:31:10Weine Sacrantino und Montefalco
- 3:31:12Rosso erzeugt werden. Auch wenn diese
- 3:31:14Region erst vor kurzem in der
- 3:31:16Weinwelt aufgetaucht ist, bauten
- 3:31:18bereits die Trusca hier Wein an.
- 3:31:20Die alkalischen Lebenböden sorgen hierbei
- 3:31:22für den charakteristischen Säuregehalt
- 3:31:24der Weine aus dieser Region.
- 3:31:26Und sie sind alle zusammen
- 3:31:28Sinnbild für das nun schon über 50-jährige
- 3:31:30Streben der Familie Livon
- 3:31:32und für die italienische Weinkultur.
- 3:31:34Vielen Dank für die Weine und für die
- 3:31:36Unterstützung unseres Podcastsformat.
- 3:31:38Ein großes Dankeschön dem deutschen
- 3:31:40Vertreter, dem deutschen Importeur dieser
- 3:31:42Weine, dem Handelshaus Conziio Vini.
- 3:32:06Ich bin Ivan Jakir.
- 3:32:08Jahrgang 67
- 3:32:10bin Kroatian aus
- 3:32:12Dalmatia, Neven und Split.
- 3:32:14Bin ich seit
- 3:32:1699 Restaurantleiter
- 3:32:18und Sommelier in Essibrädlein,
- 3:32:20Nürnberg.
- 3:32:22Billy Wagner kenne ich seit 25
- 3:32:24Jahre.
- 3:32:26Der Billy hatte bei mir angefangen
- 3:32:282000 in Essibrädlein und glaube
- 3:32:30in zwei Mal hatte bei uns so
- 3:32:32einmal ein Jahr und dann nochmal glaube
- 3:32:34ich, sechs Monate nach der seine Zivildienst
- 3:32:36in Amerika gearbeitet.
- 3:32:38Ja, in dieser Zeit
- 3:32:40also Billy war
- 3:32:42sehr interessiert
- 3:32:44Thema Wein.
- 3:32:46Wir haben in dieser Zeit in Essibrädlein
- 3:32:48sechs verschiedene
- 3:32:50Weine gehabt zu unserer
- 3:32:52Weimenenü und wir haben
- 3:32:54das einfach erwartet.
- 3:32:56Immer mehr, mehr, mehrere Weine,
- 3:32:58teure Weine und das war überhaupt
- 3:33:00kein Problem.
- 3:33:02Jede Tag, also
- 3:33:04Weine probiert bis bitter
- 3:33:06Ende.
- 3:33:08Und das war dann in dieser Zeit,
- 3:33:10habe ich ein paar Weine gehabt,
- 3:33:12auf Weinbegleitung, die haben
- 3:33:14über 40
- 3:33:16D-Mache diese Zeit gekostet, 0,1
- 3:33:18und das war richtig viel Geld.
- 3:33:20Ja, aber mit Billy habe ich das
- 3:33:22geschafft.
- 3:33:24Ja, das war ein sehr,
- 3:33:26sehr netter Kollege und ein
- 3:33:28sehr, sehr guter Mann.
- 3:33:30Ich habe jetzt zwei Geschichten über Billy.
- 3:33:32Eine, die habe ich in
- 3:33:34eine japanische Reisegruppe gehabt bei uns.
- 3:33:36Gut, der Reisegruppe
- 3:33:38hat wahrscheinlich Mittag drei Gänge gehabt
- 3:33:40und etwas Wasser dazu.
- 3:33:42Vielleicht 30 Leute haben die drei, vier
- 3:33:44Gläser Wein gehabt.
- 3:33:46Aber Billy hat geschafft,
- 3:33:48bei dieser Gruppe
- 3:33:50paar Kochbücher zu verkaufen
- 3:33:52von Essibrädlein.
- 3:33:54Das waren einfach
- 3:33:56ein Kochbuch mit sechs, sieben
- 3:33:58also waren die meisten Fotos von
- 3:34:00Niemberg oder von Gemüse.
- 3:34:02Aber ist egal, er hatte das geschafft
- 3:34:04und hat das verkauft.
- 3:34:06Das war einmalig.
- 3:34:08Also das finde ich einmalig.
- 3:34:10Die zweite Geschichte über Billy
- 3:34:12ist irgendwann
- 3:34:14aus Berlin kurz nach Niemberg
- 3:34:16gekommen, der wollte seine
- 3:34:18Eltern besuchen.
- 3:34:20Er ist kurz in Essig gekommen
- 3:34:22und da hatte ich gesehen,
- 3:34:24ich habe diesen Stress
- 3:34:26und irgendjemand war krank
- 3:34:28und wir haben diesen Tag aus der Haus.
- 3:34:30Da hatte ich gesagt, alles ok,
- 3:34:32ich komme gleich.
- 3:34:34Der ist irgendwo gegangen,
- 3:34:36hat sich ein Händ gekauft
- 3:34:38und der hatte diesen Tag mit mir gearbeitet.
- 3:34:40Hatte mir einfach geholfen.
- 3:34:42Das finde ich so was großartig.
- 3:34:44Das könnte nur, wenn ich Leute so was
- 3:34:46tue.
- 3:34:48[Musik]