Latest / SOMMELIER / Janek Schumann MW – Exclusive Preview
Transcript
- 0:00Herzlich willkommen zu Sommelier, die interessantesten Weinkenne unserer Zeit.
- 0:04Wenn es so ein bisschen die Überschrift gibt überall, dann ist es, dass ich einfach frische suche.
- 0:09Also, um einfach natürlich, auch gerade wenn es ein langer Abend ist, eben nie irgendwann
- 0:13Feuer tot umzufallen, sondern ich brauche halt immer irgendwo ein Energieelement, brauche
- 0:18auch frische, brauche auch ein bisschen gewissen Speed irgendwo in der Mitte.
- 0:24Mein heutiger Gast ist einer von 10 Master of Wine in Deutschland, Janek Schumann.
- 0:31Wenn wir jetzt zurückkommen zu unseren Steilagen, die sehr arbeitsintensiv sind, wo ich zum
- 0:39Teil ja ein Stegungskasten schon im Weinberg von 8 bis 10 Euro Bolle da habe, ich muss
- 0:44einfach für einen Wein, den ich dort produziere, halt irgendwo 25, 30, 35 Euro verlangen können.
- 0:51Auf der anderen Seite, natürlich müssen wir die Marktzeit reflektieren, da haben wir
- 0:54dann gefahren Akzeptanzproblemen, wenn man sich einfach mal weltweit umschaut, gibt es
- 0:58nur ganz, ganz wenige Ausnahmen eigentlich, wo es Pivis geschafft haben, dort auch bestimmte
- 1:03Schallmauern im Preis zu durchsprechen.
- 1:05Genau, also deswegen ist es gar keine Frage, ob die Rebshote qualitativ dafür geeignet ist,
- 1:12es ist schlicht und ergreifend momentan aus einer Marktperspektive fast unmöglich, in
- 1:16diesen Preissegment Pivis zu vermarkten.
- 1:19Deswegen denke ich, gibt es vielleicht auch so wenig gute Beispiele, weil eben natürlich
- 1:24die meisten das auch sehen und sagen, in meinen besten Lagen werde ich jetzt kein Pivi pflanzen,
- 1:28weil das wirklich also eine Arbeit unendlich ist, das anschließend das Ganze auch zu vermarkten,
- 1:33eine Zielgruppe dafür zu finden.
- 1:35Relativ schnell sind wir dann zu Garmäe gekommen und dann war es eigentlich wunderbar in der
- 1:39Beschäftigung dessen, dass wir gesehen haben, diesen Rebshote zu der wir auch in historischem
- 1:42Bezug haben.
- 1:43Ich denke, dass wir vor 100 Jahren noch in der Landwirtschaftsschule in Meisen empfohlen
- 1:47würde als Rebshote zum Anbau.
- 1:50Ich denke, es wird relativ massiv werden.
- 1:53Ich meine, ich glaube jetzt die letzten zwei Jahre, das war nur so ein kleiner Vorgeschmack,
- 1:58das war so inserwartet.
- 1:59Also ich denke schon, dass wir in einem wahnsinnigen Strukturwandel erleben werden, sowohl auf
- 2:05Marktseite als auch auf Produzentenseite.
- 2:06Es ist eine Rebshote, die sicherlich auch aufmerksamkeit im Weinberg braucht, ganz klar, es sieht aus
- 2:13einer anbaulichen Perspektive nicht die einfachste Rebshote.
- 2:16Da hätte man sicherlich Rebshoten wählen können, wo man weniger Arbeit hat, aber gute
- 2:21Sachen machen, weil die Offer dann eh arbeiten.
- 2:23Insofern Temperatur ist jetzt nur das eine.
- 2:27Entscheidender, denke ich, wird vor allem die Wasserversorgung sein.
- 2:30Einfach nehmen.
- 2:31Meinen wir alle wissen, wie kapitalintensiv das ist.
- 2:34Also bewundere jeden, der den Schritt wagt und sagt, ich wäre winzer einfahren, weil es
- 2:39ist ein langer Weg einfahren.
- 2:41Ich denke, wir werden es aber zu vieles ändern, sehr nachhaltig ändern, Konsum wird zurückgehen,
- 2:50definitiv.
- 2:51Also auch das, denke ich, ist kein kurzfristiges Ding, sondern ein langfristiger Band.
- 2:56Ja, das hatte ich schon vor, auf der anderen Seite habe ich dann auch schnell eigentlich
- 3:01das ganze Adag dargelegt, einfach, weil aus der Perspektive, dass man sich das ja kennen
- 3:08weiß, was das von erfahren ist.
- 3:10Wenn man Gebiete schaut, wie Baden aktuell, Baden-Württemberg, also die Kindersenschaft
- 3:15ist sehr stark geprägt, da prende jetzt schon die Luft.
- 3:18Und das sieht man halt einfach, dass über zwei Jahre, Jahrzehnte, eben Innovationen
- 3:24verantwortbar einfach.
- 3:25Also doch zu zeigen, was vom Potenzial in den Weinbergen steckt und, und, und.
- 3:31Also ich glaube, da wird es eine Menge Abrieb geben.
- 3:34Viele Kleiner werden aufhören, weil es ist einfach nicht mehr lohnt.
- 3:38Es ist extremst abhängig, was sie vor Weine trinkt, ob sie entspannt ist oder gestresst
- 3:44ist.
- 3:45Das Ärztin hat eine Praxis und, und ich merke das.
- 3:48Also an was, was ich an dem Tag hier zumuten kann, einfach erneuzt zu entdecken oder es
- 3:51einfach in Ruhe zu lassen, einen einfachen Wein hinzustellen, den sie kennt, mit dem
- 3:55sie an dem Tag eine Teil herviert ist.
- 3:57Also ich denke, eine bestimmte Betriebsgröße wird hier nach Gebieten, in dem ich mich
- 4:02finde essenziell sein, aber eben dann wie gesagt auch in langfristiger Fokus einfach
- 4:07zuerst zu schauen, wie funktioniert der Markt, wo sie sich selber meine Positionierung im
- 4:13Markt, also auch das, glaube ich, bei vielen Winzern noch zu unzureichend ausgeprägt,
- 4:17aber halt einfach Wein produzieren, dann geschaut, wie wir den unter die Leute bringen.
- 4:21Also der Ansatz muss ein anderer sein.
- 4:22Also deswegen nehme ich nie, selbst nie im besten Restaurant die Weinbegleitung, ich
- 4:29schufe mir meine Weine selber aus, weil ich vorher überhaupt noch nie weiß, wie ich
- 4:33eben Ticker an dem Tag, und wie gesagt, vieles eben auch sehr situationstabhängig ist.
- 4:38Jetzt pro Grund meine Entwicklung 2.19 Uhr nehmen, also wie nun aus, mit 15 Alkoholvolumen,
- 4:46das war jetzt keine Seldenheit.
- 4:48Witzigerweise fand ich es dann wieder ganz balanciert.
- 4:51Also mein Satz war fast geschmeckt wie in Syrah, irgendwie von der Ruhe, aber es war trotzdem
- 4:58in sich balanciert was ich vorher nie gedacht hätte
- 5:02dass im Pinot Nantes schaffen kann, noch mit 15 Prozent irgendwie Finesse und Balance zu zeigen.
- 5:06Aber ich sehe wirklich die Rolle des Sommiers als ein anderer Heutzutage. Also weg eben von dem
- 5:13Dogma und Dinge vorzugeben, da hingehend Leute einfach mitzunehmen, zu entdecken. Die Weinwelt
- 5:20zu entdecken, sich selber zu entdecken, sich selber auch zu testen, selber auch zu testen, was mir
- 5:25Spaß macht. Die wenigsten wissen das. Da sehe ich eigentlich die Aufgabe, wenn das Gute Sommier ist.
- 5:32Mosel ist momentan noch für mich eine Region, wo ich sage, dass es noch relativ stilistisch nah dran
- 5:40an dem, so wie wir es kennen. Aber auch das schmeckt wesentlich reiver mittlerweile in vielen
- 5:44Jahren als die Säuromotorader, was ich jetzt gar nicht schlecht finde. Es ist einfach bekämpelt.
- 5:50Ich habe es kein Problem, aber wenn man die Haarwertung irgendwie um 0,1 nach oben rutscht,
- 5:54dann ist es irgendwie eine andere Wahrnehmung dann auch des Weins. Das war wirklich aus unserer Sommierperspektive.
- 6:01Das andere Säe ist auch okay, man kann ja Dinge anders sehen. Es zieht aber mittlerweile auch Deutschland ein.
- 6:08Ich mag also wirklich das alles, was in den letzten Jahren ein Spätbuch unterproduziert wurde,
- 6:13wenn in Top-Leuten. Das kaufe ich und das kommt auch in meinen privaten Kerlen einfahren. Das finde ich fantastisch.
- 6:18Auf der anderen Seite bin ich auch froh, dass nie jede Woche jemand reinkommt und sagt,
- 6:22ich will ein Bonn-Mas trinken, weil so viele Zamenter auch nicht.
- 6:26Piment mag ich sehr im Baulohn. Es ist auch da eine Leidenschaft, die in den letzten Jahren gewachsen ist.
- 6:34Auch in dem ich die Wunsch des Themaes eingestiegen sind, gespritete Weine mag ich schon immer.
- 6:39Ich habe in Febel für alles was gespritet ist, egal ob das eben Porte ist, ob das Sherry ist,
- 6:45ob das Madeira ist, ob das Banyou ist. Das sind so Präferenzen.
- 6:52Als Land habe ich momentan eine sehr starke Präferenz für Spanien.
- 6:57Ich finde es einfach euer, was da passiert. Das begeistert mich.
- 7:00Ich meine, wir versuchen schon, Pferd zu kalkulieren.
- 7:04Unser Anspruch ist einfach, dass Wein getrunken werden.
- 7:07Jemand hat etwas davon, wenn sich die Weine im Lager ins Endlose stabeln.
- 7:12Also im Endebild Wein verkaufen und wir kalkulieren das sehr fern, gerade auf eine Weine.
- 7:16Und ich denke, viele unserer Gäste sind ja unterwegs in was woanders Weine kosten.
- 7:22Und ich denke, ich sehe dann natürlich auch das, dass man das sicherlich bei uns
- 7:27irgendwo auf eine wunderbare Art und Weise machen kann, die Vielfalt haben kann,
- 7:31ohne sich finanziell zu verausgaben.
- 7:33Was wir auch in meiner Liebe in den letzten Jahren geworden sind, Rote Weißblänzen.
- 7:37Es gibt ja nach wie vor viele Regionen, wo man auch eben intaktimische Sätze hat
- 7:42mit roten und weißen Rebsorten.
- 7:43Das mag ich total.
- 7:45Das kannst du leicht gekühlt trinken, lasst ein bisschen Rotwein-Feeling,
- 7:48dann trotzdem sind das Belebende der Weisensorten.
- 7:50Also, ich glaube, das, was auch viele schätzen, klar, wir haben komplexe Weine,
- 7:55auch mal Weine, die irgendwo in Kanten haben, die vielleicht ein bisschen schwerer Verständnis sind.
- 7:59Aber ich glaube, das Entscheidende ist einfach, das auf eine einfache Art und Weise
- 8:02auch zu transportieren, zu kommunizieren.
- 8:04Also da nicht so vor Kopf dran zu gehen.
- 8:06Also, ich denke, es ist halt irgendwie die Mischung zwischen Anspruch und trotzdem irgendwie loslassen,
- 8:11Entspannung.
- 8:12Die meisten kommen trotzdem hierher, wollen keinen Weinseminar machen,
- 8:15sondern wollen halt einfach einen netten Abend haben, wollen sich das gut gehen lassen.
- 8:20Und ich denke, das muss man halt immer irgendwo im Hinterkopf behalten.
- 8:25Also, dass dabei schon wichtig ist für die anderen im Abend,
- 8:29aber primär natürlich auch zum Genuss einfahren.
- 8:31Diese Ausgabe von Zommelier, die interessantesten Weinkenner unserer Zeit kontrealisiert werden,
- 8:37dank der Unterstützung unseres Partners, der Schlumbegergruppe und dem Weingütern
- 8:41Franz Haas aus Südtirol, Bella Vista aus der Lombardy und der Domänenort aus der Provence.
- 8:47Vielen lieben Dank dafür.
- 8:49Ich habe über viele Jahre Empfehlbordeaux gekauft.
- 8:52Mittlerweile trinke ich kaum noch Bordeaux.
- 8:54Also, das sieht man auch in der Präferenz einfach dessen, die sich verschoben hatten.
- 8:58Also, vielleicht habe ich für meine eigenen Dinge ein bisschen zu viel Bordeaux,
- 9:03ein bisschen zu viel Riesling im Keller.
- 9:05Und das komplette Gespräch findet ihr ab morgen bei Zommelier,
- 9:09die interessantesten Weinkenner unserer Zeit auf dieser Plattform oder überall, wo es Podcast gibt.
- 9:15Wie gesagt, mir macht es schon so ein bisschen so geurgende Wege,
- 9:19also, wenn ihr jetzt supersemistisch zu sein.
- 9:21Auf der anderen Seite hat es auch vor uns gesagt, jede schwierige Situation bietet halt die Chance,
- 9:26um zu sehen, ob es irgendwo irgendwo ist.
- 9:28Also, ich bin jemand, der da ja noch vor uns schaut und die Chancen sieht.
- 9:30Und ich hoffe, dass eben jeder das schafft, seine Chance dort zu sehen, sich entsprechend zu positionieren.
- 9:35Weil, ich glaube, das ist ja ähnlich.
- 9:42Wir sind schon irgendwie in der Weinmelts- so ein bisschen eine verschworene Gemeinschaft.
- 9:45Vielleicht unterscheidet uns so prangisch, dass auch von anderen prangischen irgendwo.
- 9:48Also, ich finde, es ist schon eine Welt, die noch ein Tick mehr wärme hat,
- 9:53irgendwo ein Tick mehr Emotionalität.
- 9:54Schon deswegen wünscht man irgendwo jemand einfach den Aufheil, wenn das eben Teil dessen ist.