Latest / Drama, Drinks, Dreissig+ / Warum wechseln Millennials so oft den Job?
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- 0:00Grind and winend ihr wisst was ich meine, das war so ne tolle
- 0:07Zeit, so tolle Musik. Und ich sehe Erfolg darin, für
- 0:12mich einzustehen. Und ich sehe Erfolg darin zu
- 0:15sagen, bis hierhin und nicht weiter, und ich sehe Erfolg
- 0:18darin, die Opportunitäten zu nehmen und keine Angst davor zu
- 0:23haben, wenn sie vielleicht schief gehen, bin ich froh, dass
- 0:27wir ohne Internet aufgewachsen sind, dass wir ohne Social Media
- 0:30aufgewachsen sind, weil wir konnten einfach sein, für die
- 0:34war Arbeit, die Identität und die Realität ohne Arbeit kein
- 0:38Geld, ohne Geld Probleme und. Hey Leute, ich bin Lisa
- 0:52Cappagerido und das ist Drama, Drinks, 30 plus.
- 0:57Also ich hoffe ihr habt eure Drinks ready.
- 0:59Ich bringe auf jeden Fall das Drama mit, daher würde ich sagen
- 1:03wir legen los mit der Folge. Hello und herzlich Willkommen
- 1:11zurück, ratet mal ja zu einer neuen Folge Drama, Drinks, 30
- 1:18Plus und heute liebe Leute, sperrt die Lauscher auf, öffnet
- 1:25die EU klein denn heute, liebe Millennials, müsst ihr genau und
- 1:31gut zuhören. Ich meine es geht fast immer um
- 1:34uns Millennials, weil haha surprise 30 plus.
- 1:39Aber heute müssen wir die Lauscherchen aufsperren, weil
- 1:42heute will ich gern darüber reden.
- 1:43Warte mal, wie habe ich das hier genannt?
- 1:46Millennials, der Charme einer Generation, und jetzt denkt ihr
- 1:52euch einfach so was, wer schämt sich denn dafür?
- 1:54Wir sind die geilste Generation und wir haben die geilste Musik
- 1:58gehabt und all das, das stimmt auch, und das schreibe ich
- 2:01sofort nineties, rnb, They's, Nothing better.
- 2:07Und 90, Hip hop und whatever ihr wisst was ich meine, aber darum
- 2:11soll es nicht gehen, sondern ich habe mir überlegt, wie ich das
- 2:18in eine Folge packen könnte, was mir in letzter Zeit vermehrt
- 2:22auch wieder aufgefallen ist. Und da ist mir eigentlich nur
- 2:26das gekommen, dass. Ja, wir wählen jetzt schon eine
- 2:32relativ spezielle Generation, sind, glaube ich, und ich hoffe,
- 2:35das sagt jede Generation über sich selbst.
- 2:37Denn nur so ist es richtig. Aber ja, jede Generation hat ja
- 2:43irgendwie den Willen, gewisse Strukturen ihrer vorigen
- 2:50Generation zu durchbrechen, und ich glaube, unsere Generation
- 2:56ist sehr davon geprägt, dass wir.
- 2:59Den Charme und die Hörigkeit unserer vorigen Generation.
- 3:04Also ich sage jetzt einfach mal unsere Eltern quasi durchbrechen
- 3:08wollen, denn ich meine, nehmt euch einfach nur ein Beispiel,
- 3:12wenn wir oder wenn ich ich gehe mal von mir aus, ich habe so
- 3:17alle 2 bis 3 Jahre meinen Job gewechselt, wenn ich gemerkt
- 3:20habe, ich komme nicht mehr weiter, es gibt oder der Job
- 3:24bringt mich nicht mehr weiter. Ich sehe keine Sinnhaftigkeit in
- 3:28diesem Job und so weiter und sofort.
- 3:30Und jedes Mal, wenn ich gesagt habe, so hey, ich wechsele jetzt
- 3:32den Job, was, oh mein Gott, oh nein und findest du einen
- 3:36anderen Job und meine Eltern glauben an mich, das ist nicht
- 3:41meine Sorge, aber sie machen sich halt sorgen und wann kommst
- 3:44du denn irgendwo mal an dieses irgendwo mal ankommen?
- 3:50Wäre für Sie, wenn ich einfach 20 Jahre in einem Job geblieben
- 3:54wäre, für mich die absolute Höllenvorstellung?
- 3:59Ja, also an alle, die das jetzt gerade hören und sehen, die
- 4:05Millennials sind bitte überlegt mal, ob nicht mindestens einer
- 4:08eurer Elternteile. 2030 40 Jahre im im selben Job war in der
- 4:15selben Firma war. Ich kann mir gut vorstellen,
- 4:18gerade die Eltern von uns migras die.
- 4:26In irgendeiner Produktionsfirma gearbeitet haben oder sowas.
- 4:29Die haben ihren Job nicht gewechselt.
- 4:32Ich gebe doch nicht meine Sicherheit auf, um irgendetwas
- 4:34anderes zu machen, also bin schon wieder total drin, hat
- 4:39natürlich wieder keine Struktur, aber ich quatsche mir hier auch
- 4:43einfach nur die Sachen von der Seele und.
- 4:45Und deswegen, ich glaube, ihr kennt das alle.
- 4:47Ja, ich habe öfter meinen Job gewechselt und immer war die
- 4:51Angst da. Wann kommst du denn endlich an
- 4:54oder ich bin aufgrund des Jobs umgezogen oder auch aufgrund von
- 4:58privaten Sachen und immer war das ein nicht ankommen, noch
- 5:02keinen Anker gefunden haben und auch irgendwie nicht ankommen
- 5:09bedeutet ja auch irgendwie, man ist nicht glücklich, aber ich
- 5:12sehe glücklich sein nicht in einer.
- 5:16Endgültigkeit, sondern glücklich sein ist für mich ein Momentum.
- 5:21Und solange ich glücklich bin, kann ich die Dinge ja auch
- 5:24genauso weitermachen. Wenn ich aber dann irgendwie
- 5:27nicht mehr glücklich bin oder wenn sich irgendwie was
- 5:30verändert, das mich nicht glücklich macht oder das nicht
- 5:32meiner Überzeugung entspricht, dann bin ich der Meinung, dass
- 5:36nur ich etwas daran ändern kann, aber das ist nämlich ganz, ganz
- 5:41spannend so die Sachen so quasi zu sehen also.
- 5:44Also sei es jetzt auf Arbeit in der Arbeit.
- 5:50Eben dieses Job wechseln gleich nicht mehr die Sicherheit haben,
- 5:55oder sei es auch in Investitionen oder ähnliches.
- 5:58Ja, das ist auch total spannend, wie glaube ich die Millennials
- 6:03heutzutage ihr Geld ausgeben und für was für sichere Themen oder
- 6:09Dinge die andere Generation ihr Geld ausgegeben hat.
- 6:13Und ich habe lustigerweise so. So oft mit meinem Vater.
- 6:16Auch die Diskussion über gewisse Sachen, also gar nicht böse
- 6:20Diskussion, aber wir unterhalten uns einfach darüber, wie er die
- 6:24Dinge sieht und wie ich die Dinge sehe und es hat mich echt,
- 6:27weil ich bin so ein Mensch, irgendwas passiert, wovon ich
- 6:30keine Ahnung habe, ich muss meinen Vater anrufen, der hat
- 6:33einem immer Ahnung, mein Auto bleibt stehen, mein Auto wurde
- 6:35abgeschleppt, dies das ich wüsste nicht mehr wen ich
- 6:37anrufen soll, ich rufe meinen Vater an.
- 6:41Und mein Vater ist da und erklärt und macht und tut und so
- 6:44weiter und das geht auch gut in vielen Sachen, aber zum Beispiel
- 6:53in Sachen, was vielleicht Finanzierungen und so weiter
- 6:57angeht, hängen die Halt noch in ihrer Sicherheit fest irgendwo
- 7:00und ich habe da aber andere Ansichten und das Clash dann
- 7:04natürlich mit seiner Clash nicht, aber das stimmt dann
- 7:07natürlich nicht miteinander und. Das stimmt nicht miteinander
- 7:12überein. So, und das ist total spannend
- 7:19zu sehen und ich habe mich gefragt, woran liegt das wohl
- 7:22und warum ist beides okay und ja, fangen wir oder bleiben wir
- 7:32bei dem Thema mit der Arbeit unserer.
- 7:34Ich habe mir hier wie immer ein paar Notizen gemacht.
- 7:37Unsere Eltern hatten natürlich eine ganz andere.
- 7:43Ja, wie sagt man Vorbelastung als wir für die war Arbeit die
- 7:48Identität und die Realität ohne Arbeit kein Geld, ohne Geld
- 7:52Probleme, viele sind ja, wenn wir das mal auch wieder aus
- 7:58Migrationssicht sehen, meine Eltern sind mit ihren Eltern
- 8:03jeweils aus Griechenland und Portugal nach Deutschland
- 8:05gekommen, um die. Gut zu arbeiten und es war klar,
- 8:11dass nur wenn du arbeitest, du da bleiben kannst du deinen
- 8:15Kindern was bieten kannst und im besten falle so wenig Risiko wie
- 8:20möglich eingehst, damit du Sicherheiten hast.
- 8:23Ja, das war ganz klar und da musste man halt auch mal die
- 8:27Zähne zusammenbeißen. So ist das nun mal.
- 8:30Das war und ist die Realität. Unserer Eltern oder meiner
- 8:36Eltern zumindest und der vorherigen Generation.
- 8:41Meine Realität ist es absolut nicht, meine Realität ist
- 8:47tatsächlich, dass wir eine Arbeit suchen, die Sinnhaftig
- 8:54ist. Und ich glaube, da können sich
- 8:55mit Sicherheit und Gott sei Dank wahrscheinlich viele mit
- 8:59identifizieren der Millennials denn für uns.
- 9:03Bedeutet nicht Arbeit einfach nur arbeiten und Geld verdienen
- 9:07und auch da wieder für einen großen Teil bedeutet es das
- 9:10vielleicht ja, aber ich glaube, dass wir gelernt haben, dass es,
- 9:20dass wir Sinnhaftigkeit viel wichtiger einstufen als.
- 9:25Jetzt irgendeine Sicherheit zu haben und den Job zu haben,
- 9:29irgendwie. Ich meine, wenn wir uns einfach
- 9:31überlegen, was es für Stories gibt, was sich unsere Eltern
- 9:34haben gefallen lassen, das machen wir Millennials zum Teil
- 9:39schon gar nicht mehr und die jüngere Generation erst recht
- 9:43nicht. Ja, und das bricht eben ein
- 9:46System auf eine gewisse Art und Weise auf.
- 9:50Ich kann mir vorstellen, dass nicht viele damit d accord sind.
- 9:52Ja, viele werden das nicht gut finden, dass das so ist, weil es
- 9:55gibt ja keinen Respekt mehr den Älteren gegenüber oder Menschen
- 9:58mit Erfahrung oder was auch immer, was ich wie gesagt für
- 10:04irgendwie ein bisschen quatschig halte, aber wir wollen
- 10:10Sinnhaftigkeit in unserer Arbeit und ich kann das bei mir total
- 10:16unterschreiben. Ich sehe das bei mir auch total.
- 10:20Natürlich macht man oder trifft man auch gewisse Entscheidungen,
- 10:23um einen gewissen Karriereschritt weiter zu
- 10:27kommen. Aber ich könnte das nie mit mir
- 10:29selbst vereinbaren, wenn gewisse Grenzen überschritten werden und
- 10:35gewisse Dinge nicht mit meinen Werten übereinstimmen.
- 10:39Und da geht es wirklich so um grundlegende Werte, einfach, und
- 10:43das wäre für mich auf jeden Fall ein Grund, einen Job zu
- 10:45kündigen. Und am Ende des Tages, ich
- 10:49meine, jetzt könnte ich ja nichts, also ich mache genau
- 10:54das, wo ich glaube, dass das meine Sinnhaftigkeit und mein
- 10:58Purpose ist. Und das ist so viel Erfüllender
- 11:03als alles, was du irgendwie machen kannst.
- 11:06Das ist so so verrückt, ich kann das gar nicht erklären, so
- 11:10richtig, weil natürlich ist das ein unheimlicher Haufen Arbeit,
- 11:15aber es ist ja. Ja, irgendwie so befriedigend
- 11:21befriedigend ist das richtige Wort nicht im sexuellen Sinne
- 11:23gemeint, ihr kleinen Schweinchen, sondern einfach
- 11:26befriedigend. Es tut der Seele so gut, dass.
- 11:29All das machen zu können und das Schönste daran ist tatsächlich
- 11:33für mich hier aktuell in dieser Situation, wenn Leute mir
- 11:36schreiben, wie sehr sie sich damit identifizieren können und
- 11:40wie Ihnen das geholfen hat. Und Oh mein Gott, das ist
- 11:43wirklich, wirklich das Schönste deswegen, das gibt mir so viel
- 11:48und das hilft mir so sehr weiterzumachen, deswegen hört
- 11:50nie damit auf, gerne auch jegliche Kritik, ja, wenn euch,
- 11:56wenn euch irgendetwas fehlt oder ähnliches.
- 11:59Dann gerne konstruktive Kritik, immer willkommen, aber wenn euch
- 12:03das bei irgendwie irgendetwas geholfen hat, dann motiviert
- 12:07mich das so unendlich und das sehe ich als Sinnhaftigkeit und
- 12:10genau da kommt der Clash. Teilweise mit der Generation vor
- 12:15uns, denn das, was wir als nicht hörig oder na andersrum, das was
- 12:22wir sehen, als wir wollen, eine Sinnhaftigkeit dahinter, und wir
- 12:26wollen nicht einfach nur, damit wir Sicherheit haben, 2030 40
- 12:31Jahre in einem Job bleiben, in dem wir eigentlich unglücklich
- 12:34sind, führt zu einem Clash mit der Generation vor uns wir.
- 12:39Weil die natürlich sagen, ja, ihr seid arbeitsscheu, ihr wollt
- 12:41ja dann gar nicht richtig arbeiten.
- 12:42Und manchmal muss man halt wie gesagt, auch einfach mal die
- 12:44Zähne zusammenbeißen und nicht immer.
- 12:46Es ist nicht immer alles hier grün und schön und rosarote
- 12:50Brille und so weiter das ist die Realität des Lebens, aber wir
- 12:54sind der Meinung, die Realität des Lebens ist auch zu gehen,
- 12:59wenn etwas nicht sich nicht richtig anfühlt, ja, und diese
- 13:04vielleicht ist es auch ein Luxus, kann man so sagen wie man
- 13:06möchte, aber das. Aber das ist einfach die
- 13:09Realität des Lebens, die wir uns ausgesucht haben, dass es nicht
- 13:13in Ordnung ist, irgendwo zu bleiben und Jahre jahrzehntelang
- 13:17unglücklich zu sein, nur damit wir Sicherheit haben und damit
- 13:22wir also Sicherheit im Job, Sicherheit haben, dass Geld
- 13:25reinkommt und ähnliches, das hat sich meiner Meinung nach zum
- 13:29Glück wirklich verändert und. Und wenn wir jetzt mal von
- 13:33Arbeitspflicht und Sinnhaftigkeit und so weggehen
- 13:36hinüber zu Emotionen, dann ist es noch viel krasser, denn wir
- 13:43bleiben bei diesem. Die Realität der vorigen
- 13:48Generation ist, stell dich nicht so an, stell dich nicht so an,
- 13:52es ist alles halb so schlimm, Gefühle werden nicht nach
- 13:56draußen getragen, Gefühle sind Privatsache.
- 14:00Es geht niemanden was an, was in unserer Familie passiert, sag
- 14:04ich jetzt mal so allgemein. Ja, es geht niemanden etwas an
- 14:09und nach draußen ist immer alles in Ordnung und Leute lügt nicht,
- 14:17lügt nicht. Ich kann also ich bin in einem
- 14:19griechisch portugiesischen Haushalt groß geworden und.
- 14:24Ich kann nur davon quasi berichten, also mit jemandem,
- 14:28der in Deutschland geboren und aufgewachsen ist und mit Eltern,
- 14:32die eben Migrationshintergrund haben und ich auch.
- 14:34Keiner von uns hat einen deutschen Pass und wir sind
- 14:38einfach, ja wir sind. Sind so aufgewachsen und das ist
- 14:44etwas, das bin ich mir sicher, dass das auch von der davor
- 14:46Generation auch noch mitgegeben wurde.
- 14:48Aber Leute, Probleme werden zu Hause geklärt, das geht
- 14:52niemanden was an, nach draußen ist alles hervorragend und die
- 14:58Nachbarn hier ist alles tippeditopedy und kann ja auch
- 15:04sein, dass alles tippeditopedy war ja, aber ich.
- 15:07Aber selbst wenn irgendwas wäre, das wird nicht nach draußen
- 15:10getragen. Über Gefühle reden, was sollen
- 15:12die Nachbarn denken? Das sind Sätze, wenn ihr euch
- 15:16wirklich mal überlegt, liebe Millennials, dann habt ihr das
- 15:20alles Safe schon gehört und jetzt stellt euch nur vor, jetzt
- 15:25sitze ich hier in diesem Podcast und erzähle von Datings, von
- 15:32Typen, von flachlegen, von. Keine Ahnung, was mir passiert
- 15:38ist mit meinen Namen. Was mir passiert ist im
- 15:42beruflichen wie kacke ich gewisse Dinge finde.
- 15:46Mind Blowing Mind Blowing für viele aus der vorigen
- 15:51Generation, also meine Eltern haben sich jetzt mittlerweile
- 15:53damit abgefunden, weil sie auch keine andere Wahl haben, sie
- 15:56kennen mich, sie wissen wie ich bin, Sie kennen meine große
- 15:59Klappe, so wird das ja dargestellt, rebellisch und.
- 16:03Große Klappe, aber es ist so spannend und lustig zu sehen,
- 16:08wie Freunde oder Verwandte Bekannte, was auch immer von
- 16:14meinen Eltern, meine Eltern darauf ansprechen und sagen, ja,
- 16:17aber muss man das denn alles so im Internet erzählen und Leute,
- 16:25ach, ich liebe alles daran, ja, ich muss es im Internet
- 16:29erzählen, ich. Ich muss es im Internet erzählen
- 16:31und ich liebe alles daran, dass ihr euch für mich schämt, wo es
- 16:35keine Scham gibt. Ich liebe es, weil es so so
- 16:40typisch für diese Generation ist.
- 16:42Und ich musste tatsächlich auch und ich liebe meine Mutter
- 16:45dafür, dass. Ich lieb meine Mutter für eine
- 16:47Milliarde andere Sachen um Gottes Willen, aber ich liebe
- 16:49meine Mutter auch dafür, dass sie das wirklich verstehen
- 16:53möchte, weil sie ist nicht so groß geworden, sie ist nicht so
- 16:56aufgewachsen, gewachsen und sie kommt eben aus dieser Generation
- 17:00von. Scham und Lust, nichts erzählen
- 17:03und alles für sich behalten und nichts nach draußen tragen und
- 17:07so weiter und ich liebe sie dafür, dass sie mir so oft
- 17:10Fragen stellt diesbezüglich, weil sie das gerne verstehen
- 17:13möchte und sie war auch diejenige, die gefragt hat, ja,
- 17:16glaubst du denn, glaubst du denn, wenn du das alles da im
- 17:18Internet erzählst, dass die dann noch jemand für Moderationen und
- 17:21so bucht und ich liebe alles daran, dass sie das verstehen
- 17:25will und ich finde das. Ja, es repräsentiert so sehr
- 17:30ihre Generation, dass so viele quasi sagen, ja, wann muss man
- 17:34das denn alles im Internet erzählen und am besten noch so,
- 17:37so, so schambehaftet quasi, und die tun gerade so, als würde ich
- 17:42im Internet erzählen, dass ich irgendwie einen umgebracht habe,
- 17:44habe ich nicht, ja, und das sind alles keine Dinge, die
- 17:49irgendwie. Mit Scham behaftet sind.
- 17:52Das sind Dinge, die Frauen ü 30 beschäftigen und Dinge, die
- 17:56Frauen ü 30 teilweise am laufenden Band erleben.
- 18:01Und solange sich keiner traut, darüber zu sprechen, so lange
- 18:05ist es beschämend, aber überlegt mal nie sollte irgendetwas
- 18:09beschämend sein, was eine ganze Generation betrifft.
- 18:12Und das ist so so spannend und ich möchte so gerne, dass ihr
- 18:15mal in euch geht und genau darüber nachdenkt, ob es euch
- 18:19nicht genau in so einer Hinsicht auch wirklich so geht.
- 18:24Also holt packte die Beispiele aus, ihr wisst, dass es bei euch
- 18:28auch zum Teil so ist. Ja, und wir sind halt nicht mehr
- 18:33so sehr die Generation, die sagt so Gefühle für sich behalten,
- 18:36bloß nicht darüber reden, wenn du darüber redest, dann machst
- 18:38du dich verletzlich oder was auch immer.
- 18:41Sondern wir sind die Generation. Am liebsten würden wir alle zur
- 18:43Therapie gehen und wir wissen, wie wertvoll Therapie ist.
- 18:46Und wir wissen, in was für einem Dilemma wir sind, und ich kann
- 18:50es euch auch immer wieder nur sagen, ich befinde mich genau in
- 18:53diesem Dilemma, genau in diesem Ding, dass ich ja, wie soll ich
- 19:02das erklären in diesem Ding, dass ich weiß.
- 19:07Wie wichtig es wäre, gewisse Sachen viel besser auszusprechen
- 19:10und viel besser zu kommunizieren, aber trotzdem das
- 19:13Gefühl habe, dass wenn ich es tue, dass ich dann schwach wirke
- 19:17oder dass ich dann irgendwas nach draußen repräsentiere, was
- 19:20ich vielleicht gar nicht repräsentieren will.
- 19:22Das heißt, ich habe oft das Gefühl, in so einem Dilemma zu
- 19:26sein zwischen ich weiß, wie wichtig das ist, und ich, ich
- 19:31kratze schon da dran. Aber ich kann nicht, weil mir
- 19:34was anderes beigebracht wurde oder weil ich anders
- 19:37aufgewachsen bin. Und ich merke richtig, wie wir
- 19:40so diese Zwischengeneration sind und wie sehr ich hoffe, dass die
- 19:44Generationen nach uns das komplett aufbrechen können und
- 19:49merken, wie wichtig Therapie ist und wie wichtig es ist, mit
- 19:52jemandem darüber zu sprechen und wie in Ordnung es ist,
- 19:55Gefühlsausbrüche zu haben und. Wie okay es ist, einfach mal zu
- 20:02sagen, es ist mir alles zu viel und ich kann nicht mehr.
- 20:05Ja und ich merke richtig, wie ich noch so dazwischen bin,
- 20:09irgendwie und wie ich mir selber in mir ja diese das nicht
- 20:16komplett schaffe, das abzulegen was mir beigebracht wurde und.
- 20:22Und das zu adaptieren, was eigentlich wichtig und richtig
- 20:25für mich wäre. Und ich bin mir sicher, dass
- 20:27viele Millennials in diesem Zwischending stecken, und von
- 20:30daher ist das, es ist so, so wichtig, dass wir es irgendwie
- 20:36schaffen, und hey, ich kann nur sagen, wenn ihr Tipps und Tricks
- 20:40dafür habt, jetzt mal unabhängig von natürlich, dass es klar ist,
- 20:44wenn man wirklich, wirklich, wirklich mit sich hadert und
- 20:50Dinge aus der Kindheit mitnimmt und.
- 20:52Man geht zur Therapie, daran ist nichts Beschämendes, daran ist
- 20:57nichts schwaches. Ich glaube, es gibt keine
- 20:59stärkere und wichtigere Entscheidung als zu merken, ich
- 21:03komme damit nicht selber klar, ich brauche Hilfe, ich muss mit
- 21:06jemandem darüber reden, es gibt nichts Stärkeres.
- 21:09Und ihr könnt wahrscheinlich keine bessere Entscheidung
- 21:11treffen. Und wie gerne würde ich so viele
- 21:14von unserer vorigen Generation, also die Generation unserer
- 21:17Eltern, zur Therapie schicken. Nicht weil ich glaube, dass sie
- 21:21einen Knacks haben, dass sie irgendwie bescheuert sind oder
- 21:23was auch immer, sondern weil ich ihnen so sehr wünschen würde,
- 21:27dass sie sich einfach mal alles von der Seele reden könnten und
- 21:32ja, dasselbe wünsche ich uns ehrlicherweise auch und ich
- 21:36wünsche. Merke an mir selbst, wie sehr
- 21:38ich in so einem Zwiespalt bin zwischen ich will darüber
- 21:44sprechen und ich glaube tatsächlich, dass dieser Podcast
- 21:46meine persönliche Therapie ist. Also willkommen in meiner
- 21:49Therapie Session und ich habe so oft Momente, wo ich denke, so,
- 21:52ja Mann das das trifft auch auf dich zu und ich.
- 21:57Ich kann das selber gar nicht so gut.
- 21:59Also ich kann super gut allgemein darüber reden, aber
- 22:01ich merke selber, wie ich manchmal gar nicht so gut in den
- 22:04Sachen bin oder wie ich mir manchmal an die eigene Nase
- 22:07fasse und das auch relativ oft sage, ja, weil es so ist.
- 22:11Also, und ich glaube, dass das in diesen Generationen Clash
- 22:16Halt, sage ich mal, genau das ist.
- 22:18Und ich bin so stolz auf unsere Generation, weil wir schon, ich
- 22:24sage jetzt mal, in Anführungszeichen besser werden,
- 22:27ich. Ich glaube, unsere Eltern hatten
- 22:28ehrlicherweise gar nicht so viel Wahl, aber dass wir halt
- 22:33irgendwie schon uns mehr in diese Richtung trauen und das
- 22:36nicht mehr als Schwäche angesehen wird, sondern wir uns
- 22:40einfach helfen lassen und wissen, was das für eine Stärke
- 22:44ist, das zu tun, und dass wir auch stolz auf uns sein konnten
- 22:49und dass wir genau wissen. Dass so viele das vielleicht
- 22:54gerne gemacht hätten von unseren, von unserer Eltern
- 22:58Generation, aber sich einfach nicht getraut haben, weil was
- 23:02hätten die Nachbarn gedacht, wenn die das mitbekommen hätten,
- 23:05dann würde ja irgendwas nicht stimmen mit uns und das ist so
- 23:10ein großer Quatsch und von daher, wenn ihr könnt geht zur
- 23:17Therapie und. Gehe zur Therapie, holt euch
- 23:20Hilfe, wenn ihr Themen habt, wo ihr einfach nicht mehr weiter
- 23:22wisst und das ist so so wichtig. Und wenn wir jetzt von Emotionen
- 23:28zu Erfolg gehen und da ist zum Beispiel weiß ich, bin ich mir
- 23:32sicher, mein persönlicher struggle Erfolg, was war die
- 23:39Realität für unsere Eltern, Erfolg war sichtbar, unsere
- 23:42Eltern sind in den Sechzigern aufgewachsen,
- 23:44Wirtschaftswachstum und und und und.
- 23:48Du hast dir mit 25 ein Haus gekauft, du hattest mit 30 2
- 23:51Kinder, hattest einen Kombi in der Garage stehen und die Welt
- 23:54war in Ordnung. Du warst abgesichert, im
- 23:57schlimmsten Falle wusstest du, wenn du in Rente gehst, kannst
- 24:02du vielleicht früher in Rente gehen oder was auch immer du
- 24:04hast das Haus als Sicherheit, der Gedanke war, mir kann
- 24:08erstmal so nichts passieren, aber die Realität ist die.
- 24:13Wir sind nicht so aufgewachsen mit dem Wirtschaftswunder, Wir
- 24:16sind aufgewachsen damit, dass uns wichtiger war, was heißt,
- 24:22wichtiger war, wir wollten Erfahrungen sammeln und die Welt
- 24:26bereisen, bei uns hieß es nämlich, du hast studiert und du
- 24:33bist keine Ahnung 23 mit dem Studium fertig, ja, was sollen
- 24:36wir mit dir, du hast ja gar keine Erfahrung.
- 24:38Hoppala, jetzt bellt Coco. Sie hat wahrscheinlich irgendwo
- 24:40einen anderen Hund gehört. Ja, willkommen zu Real Life with
- 24:44Lisa. Also du hast halt hast studiert,
- 24:50vielleicht 23 2425 warst du fertig und die Realität war ja
- 24:54Überraschung. Ich habe keine 10 Jahre
- 24:55Berufserfahrung, weil ich halt eben studiert habe und das war
- 25:01aber das, was eigentlich im besten Falle gefordert wurde und
- 25:04du fängst irgendwo als Praktikantin wahrscheinlich an,
- 25:06weil du eben diese Berufserfahrung jetzt sammeln
- 25:10willst und das war die Realität der Dinge und wir haben uns
- 25:16nicht mit 25 ein Haus gekauft, wer konnte das, wir wollten halt
- 25:21eben raus aus dem Dorf, wir wollten in größere Städte
- 25:25ziehen, wir wollten mehr Möglichkeiten haben und um mehr
- 25:28Möglichkeiten zu haben, haben wir halt gewisse Dinge in
- 25:32Anführungszeichen aufgegeben, nämlich dass wir uns nicht mit
- 25:3625 ein Haus kaufen könnten, weil wir in Wohnungen wohnen, die
- 25:39Halt 15 Miete kosten und. Und dann kannst du dir keinen
- 25:44Puffer aufbauen und wir sind rausgegangen.
- 25:47Wir wollten nicht. Also ich kann jetzt von mir
- 25:50sprechen, mit Sicherheit gibt es auch da auf der anderen Seite
- 25:54viele, aber wir wollten unser Geld nicht dafür ausgeben, uns
- 25:59irgendwann ein Haus leisten zu können, weil wer weiß, was das
- 26:02irgendwie wert ist, sondern wir wollten in Erlebnisse.
- 26:06Mein Vater, und da ist dieser Punkt, wo wir nicht
- 26:10übereinstimmen, wie kann man denn 200€ für ein Ticket
- 26:15ausgeben für ein Konzert, wenn du das zur Seite legen würdest?
- 26:19Sagt mir nicht, ihr kennt das nicht, Leute, ich sage euch
- 26:23ehrlich, ich brauche mir kein Haus kaufen, also klar, wenn ich
- 26:28irgendwann mir das als Investment irgendwie leisten
- 26:32kann, dann ist das wunderbar, aber.
- 26:35Aber ich möchte mein Leben mit Erlebnissen füllen.
- 26:39Ich möchte mein Leben mit Begegnungen füllen, ich möchte
- 26:42mein Leben mit grandiosen Urlauben füllen, ich möchte ja
- 26:47genau alles, das ich möchte, dass die Sinnhaftigkeit meines
- 26:51Lebens nicht ist. Ich.
- 26:53Ich Acker, Acker, Acker und ich Acker.
- 26:55Viel machen wir uns nichts vor, aber ich arbeite, arbeite,
- 26:58arbeite und dann kann ich sagen, ich habe mir ein Auto gekauft
- 27:00und ich habe mir ein Haus gekauft oder ein Haus gebaut und
- 27:03jetzt habe ich das alles erreicht.
- 27:06Nee, das ist nicht mein mein Erstreben und das ist nicht mein
- 27:13meine wie sagt man meine meine Begrifflichkeit nicht, sondern
- 27:19das ist nicht meine Erklärung oder ja meine.
- 27:23Meine Erklärung von dann habe ich alles erreicht.
- 27:26Ich habe nicht alles erreicht, wenn ich auf einmal ein Haus
- 27:28habe für mich selber, wenn ich irgendwann sagen kann.
- 27:36Was ich erreicht habe und was nicht.
- 27:37Dann blicke ich auf mein Leben zurück und dann kann ich sagen,
- 27:40ich hatte so tolle Zeiten, ich hatte wundervolle Zeiten mit
- 27:43Freunden, ich habe Konzerte erlebt, die mir Glückseligkeit
- 27:48gegeben haben und im besten Falle habe ich das mit Menschen
- 27:50erlebt, mit denen es wundervoll war, das zu teilen.
- 27:54Ich habe andere Kulturen erleben dürfen, das ist für mich.
- 27:59Besitztum oder besitzen diese Gedanken, die ich nie vergessen
- 28:04werde? Diese Erlebnisse, die mich bis
- 28:07heute noch berühren, das ist für mich das Wahre erreichen von
- 28:12etwas, wenn man überhaupt etwas erreichen sollte, weil ich
- 28:15hoffe, dass das nie zu Ende geht.
- 28:17Ich hoffe, dass ich mit 90 immer noch sagen kann, ich will Dinge
- 28:20erreichen, weil nur so ist das Leben irgendwie lebenswert und
- 28:23es muss gar nicht irgendwas sein, was beruflich.
- 28:27Ist, sondern es kann immer irgendwas sein mit.
- 28:30Ich möchte etwas zum ersten Mal machen, Leute, meine Mutter geht
- 28:34dieses Jahr einen Fallschirmsprung machen, die ist
- 28:38Mitte 60 das ist Erlebnis, das ist schaffen, das ist weißt du
- 28:45ich ich. Ich habe so großen Respekt
- 28:49davor, dass sie das machen will. Und wenn Sie sich jetzt vor mich
- 28:52stellt und sagt, ja, guck, ich habe ein Haus, ein Auto, das
- 28:57haben wir uns alles selber finanziert, Good for you, Gott
- 29:00sei Dank, dann habt ihr für eure Rente jetzt eine Sicherheit,
- 29:04aber das ist nicht so viel wert, wie wenn sie sich vor mich
- 29:08stellt und sagt, so, ich will Fallschirmspringen, das ist
- 29:13etwas, was ich unbedingt erleben möchte, und ich werde das tun,
- 29:16wow. Respekt haben mehr mäßig und ich
- 29:22glaube, dass das etwas ist, was eben so unterschiedlich ist.
- 29:27Dazu, wie wir Erfolg sehen, weil ich sehe Erfolg nicht darin 40
- 29:32Jahre in einem Unternehmen zu bleiben, sondern ich sehe Erfolg
- 29:36darin, für mich einzustehen, und ich sehe Erfolg darin zu sagen,
- 29:40bis hierhin und nicht weiter, und ich sehe Erfolg darin, die
- 29:44Opportunitäten zu nehmen und keine Angst davor.
- 29:47Vor zu haben, wenn sie vielleicht schief gehen und ich
- 29:52weiß, machen wir uns auch nicht da nichts vor.
- 29:55Ich weiß, das kannst du nur, wenn du einen Puffer hast.
- 29:59Das kannst du nur, wenn du weißt, dass es Menschen gibt,
- 30:03die dich immer unterstützen werden, egal was passiert, weil
- 30:05es kann natürlich auch mächtig nach hinten losgehen.
- 30:07Ja, und das ist natürlich wahrscheinlich auch wieder ein
- 30:11Privileg, das zu haben, aber nichtsdestotrotz.
- 30:18Möchte ich an die, die dieses Privileg eben haben, appellieren
- 30:21oder eben sagen, so Hey, machen wir uns nichts vor, das ist der
- 30:24Unterschied zwischen den Generationen, ja und ja, ich
- 30:31glaube, dass es sehr, sehr wichtig ist, dass wir nicht das
- 30:35Gefühl haben, dass wir irgendwie Versager sind und.
- 30:39Weil wir vielleicht kein Haus haben, kein keine Ahnung, Auto
- 30:42haben oder was auch immer oder nicht.
- 30:45Dieses Picture Perfect, was man eben suggeriert bekommt von der
- 30:49gerade von der Generation vor uns, dass man nur dann irgendwie
- 30:56von. Vollständig ist und etwas
- 30:57erreicht hat, wenn man halt eben das hat.
- 31:00Haus kaufen, Kinder machen und einmal im Jahr in Urlaub gehen
- 31:05und dann hast du alles erreicht, was man erreichen sollte.
- 31:07Das hinterfragt halt irgendwie keiner, aber wenn du das halt
- 31:11eben nicht hast, sondern vielleicht mehrmals umgezogen
- 31:14bist und auf der Suche eben nach deinem Glück, nach deinem
- 31:17Purpose. Oder den Job gewechselt hast
- 31:21oder was auch immer. Das wird als eigentlich nicht
- 31:23erfolgreich angesehen und damit bricht unsere Generation schon
- 31:27ein Stück weit und damit bricht hoffentlich die jüngere
- 31:32Generation absolut mit und trotzdem sitze ich manchmal da
- 31:38und denke mir so, ja, was habe ich denn eigentlich erreicht und
- 31:43was? Dann werde ich, gehe ich wieder
- 31:45in mein in mein over thinking und wo man eigentlich andere für
- 31:49schütteln möchte. Gerne gehe ich da wieder in
- 31:52meinen Kopf rein und denke mir so, ja was hast du eigentlich
- 31:54erreicht im Leben, du Ackerst so viel und bla und bla und bla ich
- 31:58habe ganz viel erreicht und ich hoffe das könnt ihr alle für
- 32:02euch auch sagen und jeder definiert Erfolg für sich
- 32:05selbst. Gott sei Dank ist Erfolg nicht.
- 32:08Für jeden dasselbe. Und Gott sei Dank bedeutet
- 32:12Erfolg nicht immer für jeden die Millionen auf dem Konto zu
- 32:16haben, weil ihr wisst, wenn wir uns in der Welt umschauen, wie
- 32:21viele Menschen mit so vielen Millionen auf dem Konto du nicht
- 32:25tauschen willst, weil die einfach in deinen Augen
- 32:27erbärmliches Leben haben, ganz, ganz trauriges Leben haben und
- 32:34da möchtest du nicht mit tauschen und deswegen.
- 32:37Dann kann ich nur sagen, wir sollten aufhören, Erfolg nach
- 32:41oder zu gucken. Wie definieren andere Erfolg,
- 32:44sondern wir sollten Erfolg für uns selber definieren.
- 32:46Für mich ist erfolgreich, wenn ich nicht jedem im Supermarkt
- 32:51irgendwie gucken muss, dass dass ich halt ja, dass ich weiß, ich
- 32:58habe gearbeitet und ich muss im Supermarkt nicht darauf schauen,
- 33:01kostet eine Gurke heute 0,69€ oder 0,85€ ich glaube, wir sind
- 33:05mittlerweile bei über einen Euro und.
- 33:07Aber das ist für mich zum Beispiel Erfolg haben, dass ich
- 33:11sagen kann, Puh, Gott sei Dank habe ich mir irgendwie einen
- 33:13Puffer aufgebaut und Gott sei Dank habe ich gearbeitet, um
- 33:18sagen zu können, ich kann mir heute sogar das Essen zum Glück
- 33:21nach Hause bestellen, also den Supermarkteinkauf, weil ich es
- 33:24hasse. Ich hasse es abgrundtief, in den
- 33:27Supermarkt zu gehen. Deswegen, das ist mein Luxus,
- 33:30den ich mir gönne und dafür sind mir andere Dinge einfach total
- 33:33egal. Und zum Glück, zum Glück können
- 33:36wir das heute so bestimmen. Und ja guck mal, ich kann hier
- 33:41sitzen und ich kann sagen, ich bin in meinen Augen erfolgreich,
- 33:44weil ich kann mir den Luxus gönnen, Supermarkteinkauf nach
- 33:50Hause zu bestellen und ich muss nicht.
- 33:52Diesen Weg gehen und in den Supermarkt gehen, das klingt
- 33:55total banal und man würde sagen, das klingt dämlich und ist das
- 34:00notwendig? Nee, ist es nicht, aber ich
- 34:05arbeite hart dafür, damit ich das machen kann, und wenn ich
- 34:08das für notwendig erachte für mich und wenn mir das hilft,
- 34:13dann ist das doch top. Warum soll man das dann nicht so
- 34:16machen? Ja, also das sind alles ja
- 34:20Erläuterungen von Erfolg, die Gott sei Dank ganz, ganz anders
- 34:24definiert werden heutzutage und die wir halt einfach oder womit
- 34:30wir halt einfach gebrochen haben, wie der kleine Ismr
- 34:39Break, weil ich trinken muss. Da ist kein Wodka drin.
- 34:47Ihr könnt euch sicher sein, zumindest stand heute oder stand
- 34:51aktuelles Jahr, wenn ich hier draus trinke, dann ist da
- 34:55stilles Wasser einfach nur drinnen.
- 34:59Kann sein, dass sich das irgendwann änderte, aber aktuell
- 35:01habe ich noch nicht das Bedürfnis danach, also alles tut
- 35:04die tut die in Ordnung. Okay ich schaue noch mal auf
- 35:09meine Notizen. Also wir merken, dass wir schon
- 35:11einiges anders machen in unserer Generation, aber ich merke für
- 35:15mich zumindest, dass ich manchmal noch in diesem Konflikt
- 35:17stehe, weil ich tatsächlich auch anders erzogen wurde und Gott
- 35:22sei Dank würden meine Eltern sich jetzt nicht hinstellen und
- 35:25sagen, du, du, du, so haben wir dich aber nicht erzogen oder wie
- 35:28auch immer, warum machst du jetzt gewisse Dinge, denn sie
- 35:32erkennen halt auch einfach an, dass das die Generation ist.
- 35:37Die das eben halt einfach nicht mehr so macht.
- 35:40Ja und ich finde das ist super, super wichtig und ja, deswegen
- 35:50sollten wir uns da nicht beirren lassen unseren Weg zu gehen auf
- 35:54jeden Fall und unsere Eltern, die das einfach hoffentlich
- 35:58unterstützen und einfach sagen, weißt du was?
- 36:02Mach wie du meinst, mach keinen illegalen Shit, geh deinen Weg
- 36:05und wir unterstützen dich und wir halten dich oder wir binden
- 36:10dich jetzt nicht an irgendwelche gesellschaftlichen Normen fest,
- 36:13die damals vielleicht sogar für uns festgelegt wurden, also für
- 36:16uns Eltern, Eltern, Generation oder Boomer Generation oder was
- 36:21auch immer. Und wenn ihr damit Brecht, Good
- 36:24for you, also das wünsche ich wirklich jedem Millennial, dass
- 36:27da die Eltern so in diese Richtung denken.
- 36:33Warum wir auch vielleicht oft Konflikte haben oder ein Erfolg?
- 36:41Nein, ein Problem damit haben, unseren Erfolg wirklich packen
- 36:45zu können, ist wahrscheinlich auch die, die.
- 36:50Diese Besonderheit in der Erziehung, weil unsere Eltern
- 36:53uns suggeriert haben, ihr könnt alles werden, was ihr wollt, was
- 36:57ja absolut positiv ist. Sie haben uns viele
- 37:02Möglichkeiten eröffnet. Ich hoffe, damit könnt ihr euch
- 37:06identifizieren. Also meine Eltern haben mir
- 37:09wirklich alle Möglichkeiten eröffnet, ich weiß, da sind wir
- 37:14wieder bei der Leistungsgeschichte, dass das
- 37:16daran lag, dass ich auch die Leistung erbracht habe.
- 37:20Und deswegen haben sie gesagt, so hey, ja, du erbringst die
- 37:24Leistung und du hast dir das verdient, quasi, dass wir dich
- 37:27keine Ahnung auf eine Privatuni schicken oder was auch immer,
- 37:30ist auch auch sehr, sehr spannend, weil wir schon aus so
- 37:34einer Leistungsgeneration kommen, da sieht man das halt
- 37:37auch wieder und aber wie gesagt, ich kann nur sagen, meine Eltern
- 37:43haben versucht mir alles zu ermöglichen und standen hinter
- 37:46allen Entscheidungen, die ich getroffen habe.
- 37:48Aber sie haben uns natürlich auch suggeriert, wir können
- 37:50alles werden. Und was ist denn, wenn wir nicht
- 37:56alles verrückte, große geworden sind, müssen wir uns jetzt dafür
- 38:00schämen, das trägt es ja auch irgendwie so mit sich, also das
- 38:04ist das Beigeschmäckle, was man dann hat, du kannst alles werden
- 38:09und was passiert, wenn du auf einmal nicht alles wirst, musst
- 38:12du dich dann dafür schämen, warst du dann nicht erfolgreich,
- 38:15hast du dann nicht. Das Leben oder das Potenzial
- 38:19ausgeschöpft, ausgeschöpft, was du hättest ausschöpfen können.
- 38:23Ich glaube, das sind schon Dinge, mit denen wir uns
- 38:25auseinandersetzen müssen, was das bedeutet, denn nur weil du
- 38:29alles haben kannst in der Theorie heißt es nicht, dass du
- 38:34versagt hast. Wenn du dann nicht alles hast.
- 38:37Und was bedeutet überhaupt alles, haben, also was bedeutet
- 38:40wieder Erfolg, da sind wir wieder dabei.
- 38:44Und das ist ganz, ganz spannend. Und was noch spannend ist, was
- 38:48ich mir hier aufgeschrieben habe, und das ist auf jeden Fall
- 38:51auch noch mal ein Thema für sich, wo wir mit Sicherheit noch
- 38:55mal deep Diven müssen. Unsere Eltern haben auch Fehler
- 38:59gemacht und ihre Eltern, also unsere Großeltern, haben auch
- 39:03Fehler gemacht, ich bin mir aber sicher, dass wir 90% dieser
- 39:08Fehler nicht kennen, es gab keine Beweise dafür heute.
- 39:12Heute, wenn ich euch hier mitnehme auf meine Reise, ich
- 39:16mache mich selbstständig, ich habe eine GmbH gegründet, ich
- 39:18mache hier einen Podcast und in 2 Jahren oder in 3 Monaten oder
- 39:22keine Ahnung wann. In 12 Monaten erzähle ich euch,
- 39:25tja, das hat alles doch nicht so geklappt, dann wart ihr dabei,
- 39:31dann habt ihr gesehen, wie ich potenziell gescheitert bin, das
- 39:35gab es früher nicht. Früher hast du deinem Umfeld
- 39:38vielleicht gesagt, so, ich mache mich jetzt selbstständig, dann
- 39:40hast dich selbstständig gemacht, dann warst du auf einmal nicht
- 39:42mehr selbstständig und dann hat keiner mehr darüber geredet.
- 39:45So ungefähr, ja, heute halten wir alles fest, können jetzt
- 39:50unsere Eltern nichts für? Ja, aber das ist nun mal eine
- 39:52Tatsache und wenn du ein Business hast und nicht auf den
- 39:57sozialen Medien existierst auf irgendeine Art und Weise dann
- 40:03hast. Hast du relativ wenig Chancen,
- 40:04sag ich mal so und von daher ist es wirklich etwas wir ja wir
- 40:12scheitern heute vor Tausenden von Menschenaugen, wenn du so
- 40:16möchtest. Und unsere Eltern sind im
- 40:19Privaten gescheitert, so ungefähr und das war auch völlig
- 40:23in Ordnung, aber das ist noch mal eine ganz andere Sicht der
- 40:27Dinge, eine ganz andere Belastung auf irgendeine Art und
- 40:29Weise und. Dafür musst du auch erstmal die
- 40:33Eier haben und ich liebe es. Jeder der darüber spricht und
- 40:38offen das auch mitteilt, was es denn überhaupt bedeutet,
- 40:42angeblich zu scheitern und wie viele Businesses teilweise Leute
- 40:46schon gegründet haben, die nicht erfolgreich waren und wie in
- 40:49Ordnung das ist, weil nur so kannst du lernen und ich liebe
- 40:52diesen Content. Weil ich halte das für extrem
- 40:55extrem wichtig, denn gerade unsere Generation ist ja eben
- 40:59mit diesem Leistungsdruck aufgewachsen und damit, du
- 41:02kannst alles werden, also werd auch gefährlichst alles, weil
- 41:05hör du hast doch alle Möglichkeiten.
- 41:07Und das ist so so wichtig zu sagen, so ja, und wenn ich mich
- 41:10umentschieden habe, habe ich mich umentschieden und ich habe
- 41:13schon 3 businesses aufgebaut, bevor ich eigentlich groß
- 41:16geworden bin, weil das ist nun mal kein Zuckerschlecken und das
- 41:19können wir auch so nach draußen geben.
- 41:21Ja, aber wir wachsen oder wir nicht, wir wachsen, sondern wir
- 41:25haben das Glück gehabt, ja, wir millennen jetzt und ich sage das
- 41:28immer wieder, da bin ich froh, dass wir ohne Internet
- 41:31aufgewachsen sind, dass wir ohne Social Media aufgewachsen sind,
- 41:34weil wir konnten einfach sein es.
- 41:37Es war so geil, wir waren einfach im Momentum, wir waren
- 41:40einfach da, wir haben geklopft und gefragt, kann der
- 41:43rauskommen, oh echt, ach, da gibt es so viele tolle tolle
- 41:48Geschichten und ich glaube, das fühlt jeder Millennial, wie geil
- 41:51das war, damals die Kassetten zu drehen und so, darüber könnte
- 41:54ich glaube ich eine komplette Folge machen und ihr würdet das
- 41:56alle Hardcore feiern, weil es so so geil war das so zu haben und
- 42:01so aufgewachsen zu sein aber. Aber natürlich auch, was das
- 42:05jetzt für ein Privileg ist, dass man ja alles sofort erfahren
- 42:11kann, dass man nicht irgendwie keine Ahnung warten muss, dass
- 42:16man sofort Instant Informationen haben kann, die potenziell
- 42:21relevant sind und so weiter und sofort.
- 42:23Das ist natürlich auch wiederum ein Privileg, aber ja, wir
- 42:27scheitern vor den Augen anderer und.
- 42:31Und das das löst natürlich auch noch mal einen ganz anderen
- 42:35Druck aus und wir könnten uns dafür schämen.
- 42:40Ich hoffe, dass wir es nicht tun, aber auch das unterstützt
- 42:44wieder diese Scham, die uns so auch ein bisschen weitergegeben
- 42:47wurde, und das ist total spannend und dann, und ich bin
- 42:53mir sicher, dass ich hiermit gerade die Frauen sehr, sehr
- 42:55identifizieren können, dieser Gender Shift.
- 42:58Also wenn ich heute darum kämpfe Fifty Fifty zu machen, ja und
- 43:04meine Mutter hat ihre Bedürfnisse immer hinten
- 43:06angestellt für ihre Familie, für alle anderen, und ich kämpfe
- 43:12dafür, dass wir irgendwie Fifty Fifty machen können oder dass
- 43:15wir gleich angesehen werden und schäme mich aber gleichzeitig,
- 43:18dass ich nicht die perfekte Hausfrau bin, dass ich nicht
- 43:20alles unter Kontrolle habe und dass ich dieses businesslay
- 43:25Design und Hausfrau sein und ich.
- 43:27Ich bin ja keine Mutter, aber ich kann mir vorstellen, dass
- 43:29Mütter das besonders fühlen, dass du alles sein sollst, aber
- 43:33trotzdem auch irgendwie ja Feministin sein sollst und ja
- 43:38irgendwie dafür sorgen sollst, dass dass du auch alles, also
- 43:41dieses ganze Thema, nicht nur Feminismus, aber auch dieses
- 43:47ganze Thema, Frau sein in einer Zwischengeneration das.
- 43:52Wo du irgendwie auch da wieder alles sein sollst und wo du auch
- 43:57irgendwie nicht genug bist, wenn du nur eine Sache bist.
- 44:00Ja, bist du eine Hausfrau, dann ist es nicht richtig.
- 44:03Bist du nur karrieregetrieben und willst keine Kinder oder
- 44:07stellst Kinder hinten an, dann ist es nicht richtig.
- 44:09Ich meine ihr wisst das, ich habe mich schon oft darüber
- 44:11ausgelassen, aber. Diese Rolle dazwischen irgendwo
- 44:17zu haben, ist einerseits ein absolutes Privileg, ja,
- 44:20andererseits aber ist es fühlt es sich auch eben genauso an.
- 44:24Du bist nirgendwo genug und ich hoffe ja, dass wir mit diesen,
- 44:28mit diesen Bildern brechen können und dass wir uns eben
- 44:32nicht dafür schämen und dass wir sagen, so, ja, hey, ich.
- 44:35Ich kann nicht alles sein und das ist absolut in Ordnung.
- 44:38Und vielleicht bin ich jemand, weil ich Hilfe von anderen habe
- 44:41oder was auch immer und kann alles sein und das ist genauso
- 44:44in Ordnung. Also ich bin.
- 44:49Ich kann es nur wieder sagen, um das Ganze abzuschließen.
- 44:51Ich liebe unsere Generation und ich liebe alles daran, was wir
- 44:56versuchen, irgendwie aufzubrechen von vorigen
- 44:58Generationen. Ich weiß aber auch, dass wir
- 45:00viel die Zwischengeneration sind, wo wir aufbrechen wollen,
- 45:05aber auch manchmal nicht so das mentale Werkzeug dazu haben, um
- 45:09Dinge aufzubrechen. Und irgendwie noch so viele
- 45:12Dinge mit Scham behaftet sind, die wir vielleicht nicht ablegen
- 45:15können. Und ich hoffe, dass wir da
- 45:18hinkommen, dass wir das wirklich schaffen und können.
- 45:21Und ja, bring Back Nineties, rnb, wo sind die ganzen
- 45:26Künstler, bringt das zurück, Grind and winend ihr wisst was
- 45:32ich meine, das war so eine tolle Zeit, so tolle Musik.
- 45:40Mit so viel Gefühl und so viel Leidenschaft.
- 45:42Und ich liebe es einfach, ich liebe es einfach, bringt die
- 45:48geilen Partys auf jeden Fall wieder zurück mit dieser Musik.
- 45:51Wir lieben das natürlich alle und ja, die Millennials, das ist
- 45:57schon was Besonderes und ich hoffe wie gesagt, dass jede
- 46:00Generation das über sich sagt, aber Ich liebe unsere Generation
- 46:04einfach und ja. Die Scham einer Generation wir
- 46:11können das immer noch verändern, wir müssen uns nichts für Dinge
- 46:14schämen und schon gar nicht für Dinge wie emotional sein,
- 46:18Therapie gehen, Emotionen nach außen tragen, über Dinge
- 46:22sprechen und sich nicht dafür schämen, nicht mehr so viel
- 46:28darauf zu geben, was andere über uns denken und ja, auch unsere
- 46:33Eltern müssen darüber hinwegkommen, dass wir jetzt
- 46:35vielleicht so einen Podcast im Internet machen und.
- 46:38Und Dinge über uns erzählen und auch die Freunde, bekannte,
- 46:41Verwandte unserer Eltern müssen darüber hinwegkommen, dass wir
- 46:44das machen und mit wir meine ich offensichtlich nicht.
- 46:47Also ja, danke, Millennials, bleibt mutig, seid mutig und
- 46:55vielleicht sehen wir uns ja auf irgendeiner Mega neißen Party
- 46:58mal wieder und tanzen zu good Old, rnb und Hip Hop, Happy Day.