Latest / LebensWert - das Jetzt versichern / Stress – warum traumasensibles Yoga wirkt
Transcript
- 0:00Speaker 0: wenn wir über Trauma sprechen, dass das vor allem in einer Übersetzung bedeutet.
- 0:04Speaker 0: Eine Wunde oder eine Verletzung dieser Begriff wird ja manchmal ein bisschen inflationär benutzt und dann muss man natürlich auch ein bisschen aufpassen.
- 0:12Speaker 0: aber ich sehe die Menschen, die belastet sind und teilweise schwer belastete sind und Trauma ist vor allem etwas ganz ganz individuelles.
- 0:21Speaker 0: was für den einen einfach ein Schrecken sein kann kann für einen anderen ein traumatisches Ausmaß haben.
- 0:29Speaker 0: Wichtig ist auch noch mal zu wissen, dass Trauma nicht in dem Ereignis liegt sondern vor allem in den Verarbeitungsmöglichkeiten der betroffenen Personen.
- 0:41Speaker 0: Dass die einfach komplett die Fähigkeit übersteigen oder die Möglichkeiten der Verarbeitung und Trauma ist sozusagen die Überlebensenergie- oder die Überlebenereaktion, die im Nervensystem feststecken
- 0:54Speaker 1: geblieben ist.
- 0:56Speaker 1: Hallo und herzlich willkommen bei Lebenswert, das jetzt versichern.
- 1:00Speaker 1: Mein Name ist Shilu Könke und ich bin Host in diesem Podcast.
- 1:04Speaker 1: Ich freue mich gemeinsam mit meinen Gästen Themen aus der Gesellschaft aufzugreifen die direkten Einfluss auf unser Leben und die Lebensqualität haben.
- 1:12Speaker 1: Wir sprechen über Fragen rund um mögliche Lebensrisiken den Lebenswandel an sich aber auch ganz persönliche Lebensgeschichten Und darüber uns das Jetzt bewusst zu machen.
- 1:22Speaker 1: Das Jetzt also genau diesen Moment in dem sich alles gut und richtig anfühlt.
- 1:28Speaker 1: Viel Spaß beim Zuhören!
- 1:51Speaker 1: Methode, die als Zugang zum eigenen Ich fungiert und damit auch weit über die Yogamatte hinaus Wirkung entfaltet.
- 1:59Speaker 1: Nämlich als innere Haltung, als Wahrnehmungstraining und als Werkzeug zur Stressprophylaxe im Alltag.
- 2:05Speaker 1: Mein Gast ist heute Lotte Heller, Yoga-Therapeutin Und liebe Lotta, ich freue mich sehr, dass du heute hier bist.
- 2:12Speaker 1: Herzlich willkommen!
- 2:13Speaker 0: Vielen Dank, Shilu für diese Einladung.
- 2:15Speaker 0: Ich freue mich auf das Gespräch.
- 2:17Speaker 1: Du bist Yoga-Therapeutin aber du bist natürlich auch geschult in allen möglichen Arten oder Methoden von Yoga insbesondere Vinyasa-Yoga für diejenigen unter uns denen was sagt und bist aber spezialisiert auf traumasensibles Yoga Und absolvier es auch gerade eine Ausbildung im Bereich Somatic Experiencing.
- 2:40Speaker 1: Darüber wollen wir nachher auch noch kurz sprechen, auch ein ganz spannender Bereich wie ich finde.
- 2:45Speaker 1: Wir leben in einer Zeit und in einer Gesellschaft, in der wir sehr vielen Reizen- und Informationsüberfluss ausgesetzt sind.
- 2:52Speaker 1: Wir kennen diese ganzen Ablenkungen im Alter gut.
- 2:55Speaker 1: Wir sind vielfach natürlich unter Zeitdruck.
- 2:59Speaker 1: Wir haben auch private Themen die uns beschäftigen ist eigentlich ganz häufig in einem Reaktions- oder Funktionsmodus gefangen.
- 3:09Speaker 1: Woran liegt es eigentlich, dass wir oft gar nicht mehr wirklich zur Ruhe kommen?
- 3:13Speaker 1: Auch selbst wenn wir uns bewusst Zeit dafür nehmen und zu entspannen – was ist da los mit unseren
- 3:19Speaker 1: Körpern?"
- 3:19Speaker 1: oder mit unserem Geist.
- 3:21Speaker 0: Ja, danke erst mal für diese erste spannende Frage!
- 3:24Speaker 0: Also ich glaube das ist einfach ganz unterschiedliche Aspekte auch hat oder beinhaltet und wenn ja wir nicht mehr zur Ruhe kommen können wie ich das Gefühl habe dass wir in einer Gesellschaft leben So viel von uns verlangt wird permanent.
- 3:38Speaker 0: Das geht ja manchmal schon los mit Zeitdruck am Morgen oder oft, weil irgendwas auf uns wartet, ob es die Arbeit ist oder wenn Familie da ist und Kinder versorgt werden möchten.
- 3:48Speaker 0: Dass so viele verschiedene Anforderungen an uns gestellt werden.
- 3:53Speaker 0: Und ich hab irgendwie auch das Gefühl ... grundlegender Glaubenssatz über uns allen ein bisschen wie so ein Schleier liegt, dass wir auf der einen Seite funktionieren müssen um dazu zu gehören.
- 4:05Speaker 0: Vielleicht auch durch die Kindheit oder durch Prägungen manchmal noch verstärkt und das wir nur werden wir funktionieren angenommen sind und auch geliebt sind.
- 4:14Speaker 0: Dass so ein hoher Leistungsdruck auf uns allen liegt und es sogar in der Yoga-Welt.
- 4:22Speaker 0: auch da besteht so ein Optimierungsdruck Und dass es immer noch mal darum geht, was besser zu machen mehr zu performen.
- 4:29Speaker 0: Das sehen wir natürlich auch in der Welt ob's irgendwie Instagram ist die ganzen Medien das auch die Kinder und Jugendlichen schon so früh Zugang dazu bekommen und ja so ein Leben gezeigt bekommen wie sie sein sollten und das erzeugt natürlich einen ganz starken Druck.
- 4:45Speaker 0: Wir Menschen haben ganz großes Bedürfnis, angenommen zu werden.
- 4:49Speaker 0: Dazu zu gehören und dass wir gar nicht mehr richtig runterfahren können, nicht mehr zur Ruhe kommen können.
- 4:55Speaker 1: Danke für die sehr gute Ausführung, Lotte!
- 4:57Speaker 1: Also es ist wirklich ja so wie du sagst das wir aus diesem Funktionsmodus den du so gut beschrieben hast häufig gar nicht so wirklich den Weg rausfinden.
- 5:07Speaker 1: zumindest ist uns das glaube ich auch oft gar nicht bewusst dass wir durch diese vielen kleinen Ablenkungen oder auch durch diesen Druck den wir unterschwellig die ganze Zeit empfinden, dazu zu gehören oder eben auch den Leistungsdruck, den wir von allen Seiten irgendwie vermeintlich mitbekommen.
- 5:23Speaker 1: Dass wir dem ausgesetzt sind und dadurch natürlich auch gar nicht so ein großes
- 5:29Speaker 0: Stressereignis
- 5:31Speaker 1: in unserem Leben auftreten muss sondern dass es halt viele kleine Mikro Anlässe gibt sozusagen, die uns Stress machen, die druck machen und deswegen kommen wir aus dieser Spirale an der Stelle gar nicht mehr so raus.
- 5:44Speaker 1: Daher die Frage, mit welchen Symptomen reagiert der Körper und vor allem auch unser Nervensystem auf diese sogenannten Mikro-Stressoren.
- 5:53Speaker 0: Dazu würde ich gerne einmal noch das Autonomienervensystem erklären, damit wir so ein bisschen eine Grundlage haben, worauf wir aufbauen können wenn wir über Stress sprechen.
- 6:06Speaker 0: und das autonome Nervenystem wie es so schön heißt ... läuft autonom ab.
- 6:12Speaker 0: oder die Körperfunktion und das ein Großteil unserer Körperfunction wird vom autonomen Nervensystem gesteuert, wie die Atmung, die Verdauung und der Herzschlag.
- 6:24Speaker 0: Und im Prinzip besteht unser autonomes Nervensystem ... Ja oder hat zwei Grundzustände.
- 6:30Speaker 0: Das eine ist, dass wir Energie haben um Dinge anzugehen.
- 6:34Speaker 0: ja das ist der Sympathikus oder auch das sympathische Nervensystem was dann aktiviert wird
- 6:40Speaker 1: in die Aktivität zu kommen.
- 6:41Speaker 0: ganz genau das brauchen wir halt im Leben weil wir Dinge angehen.
- 6:46Speaker 0: oder wenn wir Dinge auch angehen Wir brauchen diesen Bereich Wenn wir Ziele verfolgen wollen, wenn wir auch zum Beispiel Grenzen setzen wollen oder müssen und überhaupt auch unsere Bedürfnisse umzusetzen.
- 7:01Speaker 0: Erste Schritt ist natürlich immer das wahrzunehmen da ist ein Bedürfenes aber auch dem dann zu folgen.
- 7:05Speaker 0: dafür braucht es diesen Energielieferanten im Prinzip den Sympathikursen.
- 7:11Speaker 0: Und dann gibt's den anderen Bereich.
- 7:13Speaker 0: Parasympathikus oder auch das parasympatische Nervensystem ist im Prinzip zuständig, wenn wir in die Ruhe kommen.
- 7:21Speaker 0: Oder wenn wir uns sicher fühlen und verbunden fühlen, dann spielt das parasympathische Nervensystem eine große Rolle.
- 7:27Speaker 0: Das ist jetzt sehr vereinfacht.
- 7:28Speaker 0: also wir müssen zum Beispiel da auch noch unterscheiden dass das parasympatischen Nerven System eigentlich aus noch mal zwei Teilen besteht.
- 7:36Speaker 0: Es gibt einmal den ventralen Vargus-Nerv, der ist schon bei vielen angekommen, dass er eine große Rolle spielt und es gibt eben einen Zweig, der Ventrale geht vorne an der Körperseite entlang und dieser Nerv, dieser Ast von dem Nerv und der ist zuständig wenn wir uns sicher fühlen, wenn wir verbunden fühlen.
- 8:01Speaker 0: Also der hintere Teil, Dorsal heißt hinten entlanggehend.
- 8:05Speaker 0: Der ist zuständig für Regeneration, für Ruhe aber auch wenn das Nervensystem komplett überlastet ist und dann wird er mit eingeschaltet.
- 8:15Speaker 0: Und wenn unser Nervenystem gut zusammenspielt oder diese drei Teile eigentlich im Prinzip sind es drei Teilen ja?
- 8:24Speaker 0: Wenn wir uns in Sicherheit befinden verbunden sind, dann ist der ventrale Vargus aktiv.
- 8:31Speaker 0: Im Prinzip kann man sich das auch ein bisschen wie bei einem Ampelsystem vorstellen und sind wir im grünen Bereich.
- 8:37Speaker 0: Wenn Bedrohung kommt wo das Nervensystem sagt hier braucht es ein bisschen Energie dass wir Energie zur Verfügung haben was anzugehen das kann auch sein Ja, ist eine Herausforderung.
- 8:49Speaker 0: Dann brauchen wir die sympathische Energie und das ist mehr.
- 8:52Speaker 0: dieser orange Bereich wie bei einer Ampel schon sagt hier, ne?
- 8:57Speaker 0: Es wird mehr Energie ... Darf es hoch.
- 8:59Speaker 0: Genau, wird gebraucht und schon so ein bisschen Gefahr, die sich irgendwie vielleicht zeigt aber die reguliert werden kann oder die uns nicht überfordert sondern es ist eine herausforderung.
- 9:12Speaker 0: Und dann gibt's den Dritten Bereich, den, oder auch Shutdown-Freeze.
- 9:16Speaker 0: Den roten Bereich wie bei einer Ampel sagt hier ist eigentlich schon zu viel.
- 9:20Speaker 0: Dann wird der Dorsale-Vaguszweig mit eingeschaltet und wenn wir gut reguliert sind dann pendeln im Prinzip die Bereiche so hin und her.
- 9:31Speaker 0: ja dass wir mal aktiviert sind wie zum Beispiel heute Morgen ich bin mit dem Fahrrad hergekommen hab mich ein bisschen beeilt weil ich mich doch ein bisschen verschätzt habe mit dem Weg.
- 9:42Speaker 0: Und dann fährt der Herzschlag hoch, die Atmung verändert sich.
- 9:47Speaker 0: Sobald ich wieder mehr in die Ruhe komme ... Jetzt sitzen wir hier zusammen und sind im Gespräch.
- 9:53Speaker 0: Dann fährt das System wieder mehr runter.
- 9:56Speaker 0: Der Sympathikus war aktiv!
- 9:59Speaker 0: Und jetzt schaltet wieder der Dorsale Vargus Ast und der ventrale Spielen sozusagen ... zusammen.
- 10:08Speaker 0: Und dann erlangt
- 10:09Speaker 1: sich jetzt wieder aus,
- 10:10Speaker 0: genau so dass ich merken kann hey okay ich bin wieder mehr in Sicherheit.
- 10:15Speaker 0: im Prinzip ist es eigentlich so das unser Nervensystem permanent guckt ob Gefahr da ist.
- 10:21Speaker 0: also entweder fühlen wir uns sicher wir spüren da ist eine Herausforderung oder es ist lebensgefährlich.
- 10:27Speaker 0: also unser Nervensystem scannt quasi permanent unsere Umgebungen und auch unseren Körper wenn der Signale kommen.
- 10:34Speaker 0: Es geht eigentlich immer darum, dass wir uns sicher fühlen.
- 10:37Speaker 0: Wenn irgendwo eine scheinbare Gefahr ist, leitet der Körper bestimmte Funktionen ein damit wir wieder da hinkommen können und sich zu
- 10:46Speaker 0: fühlen.".
- 10:48Speaker 0: Im Prinzip hat unser Nervensystem verschiedene Möglichkeiten bei scheinbarer Gefahr... in unserem Kopf so sein oder im Körper, dass wir das Gefühl haben, da ist eine Gefahr.
- 11:01Speaker 0: Es muss noch nicht mal eine reale Gefahr sein.
- 11:04Speaker 1: Irgendeine Situation die uns bedrohlich erscheint?
- 11:06Speaker 1: Oder in der wir uns nicht wohlfühlen auf jeden Fall?
- 11:09Speaker 0: Genau!
- 11:09Speaker 0: Das kann zum Beispiel auch Durchprägung sein weil uns etwas hier und jetzt an eine vergangene Situation erinnert.
- 11:16Speaker 0: Im Hier-und Jetzt sind wir potenziell ... Wir sollten uns eigentlich theoretisch sicher fühlen aber der Körper reagiert anders darauf Und wir haben verschiedene Möglichkeiten, mit Gefahr umzugehen.
- 11:29Speaker 0: Das nennt man Überlebenstrategien und das eine ist ... gucken können in der Situation.
- 11:37Speaker 0: Im Prinzip können wir nicht gucken, das macht unser autonomes Nervensystem ganz alleine.
- 11:41Speaker 0: also wir haben gar nicht mehr die Zeit.
- 11:43Speaker 0: es passiert in Millisekunden wenn eine Gefahr da ist dass das autonome Nerven System reagiert zum Beispiel mit Kampf.
- 11:50Speaker 0: erste Möglichkeit leicht zu gucken.
- 11:52Speaker 0: kann ich dagegen ankämpfen gegen die Gefahr die gerade da ist?
- 11:55Speaker 0: Kann ich flüchten?
- 11:57Speaker 0: und wenn das nicht möglich ist dann kommt der Freeze.
- 12:02Speaker 0: Das ist das, was ich am Anfang auch schon meinte.
- 12:04Speaker 0: Dann wird zusätzlich zu dieser Sympathikotonenergie ... Also wenn der Sympatikus aktiviert ist, was bei Fight und Flight, also bei Kampf- und Fluchtzutaten der Fall ist, dann wird zusätzlich noch der Dorsale-Vagus mit eingeschaltet, der uns in diesen Freezezustand bringt.
- 12:22Speaker 0: Und ich glaube, dass es auf viele, wahrscheinlich auch die Zuhörden aus unterschiedlichsten Situationen kennen, da sind manchmal gar nicht so große gravierende Ereignisse, sondern es kann auch sein zum Beispiel einen Vortrag zu halten vor Menschen zu stehen und zu merken oder ein Vorstellungsgespräch.
- 12:40Speaker 1: Also keine reale Bedrohung, sondern nur als eine unangenehme Situation empfundene Bedrohrung sozusagen?
- 12:47Speaker 0: Genau die individuellen dem Moment für das Nervensystem als eine tatsächliche Bedrohn ja wahrgenommen wird Weil ich kann nicht aus der Situation raus, ich kann mich mehr flüchten.
- 12:57Speaker 0: Und dann geraten wir in diesem Freeze-Zustand und auch der Körper reagiert darauf.
- 13:02Speaker 0: Das heißt ... die Muskeln sind zum Beispiel ja auch fest.
- 13:07Speaker 0: Aber angespannt und die Arme eher so neben dem Körper, dass sie uns gar nicht mehr gut bewegen können.
- 13:13Speaker 0: Dann gibt es den Formmodus, der sozusagen noch relativ neu ist.
- 13:19Speaker 0: Also das ist ja alles eine junge Forschung tatsächlich immer noch.
- 13:24Speaker 0: die Psychotramatologie.
- 13:26Speaker 0: Und das heißt, dass wir uns anpassen, wenn andere Möglichkeiten nicht zur Verfügung stehen was bei Kindern zum Beispiel auch ganz oft der Fall ist ja weil sie können weder fliehen noch kämpfen und dann ist es eine Unterwerfung, weil sie ja nicht aus der Situation rauskommen.
- 13:45Speaker 0: und ein Anpassen.
- 13:46Speaker 0: also People-Pleasing ist aktuell gerade so ein trenniger Begriff.
- 13:50Speaker 0: Und dann gibt es noch den Todstellreflex, wo gar nichts mehr geht im Prinzip.
- 13:56Speaker 0: Auch so Depressionen spielen nicht auch eine Rolle?
- 13:58Speaker 1: Ja, denn du arbeitest ja mit Menschen, die chronische Schmerzen haben zum Beispiel oder eben auch mental herausgefordert sind ...
- 14:05Speaker 0: Genau!
- 14:05Speaker 0: Mit
- 14:05Speaker 1: traumasensiblem Yoga.
- 14:07Speaker 1: Ich find ganz spannend und beeindruckend, dass du jetzt ausgeführt hast das zentrale Nervensystem reagiert ohne dass wir einen Einfluss darauf haben.
- 14:16Speaker 1: Das ist, glaube ich auch uns gar nicht bewusst häufig.
- 14:19Speaker 1: Weil du ja auch sagst es sind manchmal Millisekule oder das sind immer Milliseken in denen sich der Körper entscheidet wie er reagiert auf unterschiedliche Situationen.
- 14:28Speaker 1: und deswegen ist es glaube ich ganz wichtig sich das noch mal bewusst zu machen dass man auch wenn man diese Zusammenhänge nicht kennt in dem Moment gar nicht anders kann als so zu reagieren wie's der Körper eben dann vorsieht oder das Nervensystem dann eben vorsieht.
- 14:44Speaker 1: Jetzt hast du vor allen Dingen Eingangs beschrieben, wie wir im Alltag auf Leistung gepolt sind.
- 14:50Speaker 1: Und eben uns natürlich auch in verschiedenen ... Situationen vergleichen mit anderen Menschen, ob das jetzt im Job ist oder vielleicht als Jugendlicher im Social Media Bereich.
- 15:01Speaker 1: Mit unrealistischen Situationen die uns da vorgelebt werden.
- 15:05Speaker 1: Oder wo auch immer es ist.
- 15:07Speaker 1: Es ist doch sehr stark leistungsbezogen in unserer Gesellschaft.
- 15:10Speaker 1: Das kennen wir auch so und wir sind es auch gewohnt.
- 15:14Speaker 1: oder wir neigen dazu viele Aspekte unseres Lebens in Erfolg und Misserfolg Einzuteilen dadurch.
- 15:21Speaker 1: Und ich würde gern wissen, welchen Unterschied wir in dieser Haltung durch Yoga oder auch durch traumasensibles Yoga oder mit einem offenen Mindset herbeiführen können?
- 15:31Speaker 1: Wie kann uns das gelingen?
- 15:33Speaker 0: Also dazu würde ich gerne an erster Stelle einmal erwähnen, dass Yoga wie es in der westlichen Welt und eben auch so bei uns in Deutschland vor allem verstanden wird.
- 15:45Speaker 0: Dass das ein Sport ist oder eine Bewegungsform ist zu der man einmal die Woche oder vielleicht doch zwei-drei Mal die Woche hingeht und sich auf die Matte begibt Vielleicht auch als eine Möglichkeit sieht, weil der Alltag sehr stressbedingt ist und belastet.
- 16:03Speaker 0: Endlich die Möglichkeit hat einmal abzuschalten, runterzufahren und sich zu erholen.
- 16:09Speaker 0: Das ist auch ne total legitime Idee davon was Yoga auch isst.
- 16:14Speaker 0: Und Yoga ist aber viel mehr als das.
- 16:17Speaker 0: Yoga ist eigentlich ja ne ganz alte Philosophie, die schon über Jahrtausende besteht.
- 16:24Speaker 0: Ich find das auch total okay, dass es inzwischen so viele verschiedene Yoga-Richtungen ja auch gibt und wir gucken für uns was wir da mit selber anfangen können oder wie wir das in unser Leben integrieren können.
- 16:38Speaker 0: Dass es für uns und unsere Welt passt.
- 16:41Speaker 0: Und da ist mir einfach wichtig noch einmal zu erwähnen ... Ich sag zum Beispiel immer, die Yogamatte, wenn die Menschen zu mir kommen, dass sie ein Spiegel sind.
- 16:51Speaker 0: Alles, was Sie auf der Matte erleben Das dürfen Sie auch mit in den Alltag nehmen.
- 16:56Speaker 0: Im Idealfall ist es wie so ein Aspekt von der Yogamatte, was sie dann auf den Alltag übertragen können.
- 17:03Speaker 0: Ich arbeite zum Beispiel gerne mit Themenschwerpunkten und das bezieht eben nicht nur den Körper mit ein sondern auch den Geist die Seele ja die Emotionen, die auch eine Rolle spielen Und das kann zum Beispiel sowas sein wie Vertrauen.
- 17:20Speaker 0: In dem Moment, wenn wir in eine Balance-Haltung gehen, vertraue ich meinem Körper das er mich trägt.
- 17:29Speaker 0: Die Füße, gerade wenn es auf einem Fuß stehend ist und das können wir auch auf den Alltag übertragen.
- 17:35Speaker 0: Wie gehe ich im Alltag mit Herausforderungen um?
- 17:39Speaker 0: Wenn es sehr stressig ist Worauf konzentriere ich mich?
- 17:42Speaker 0: Wo liegt meine Aufmerksamkeit?
- 17:43Speaker 0: Wo liegt mein Fokus?
- 17:45Speaker 0: Wenn's wackelig wird im Außen?
- 17:47Speaker 0: weil des außen Das ist nachher, wie es ist.
- 17:50Speaker 0: Da ist mal mehr los, da ist weniger los und das geht ganz viel darum, dass wir gucken können, wie die Verbindung nach innen ist?
- 17:58Speaker 0: Wie gehe ich mit mir um wenn es herausfordernd wird?
- 18:03Speaker 0: Fange ich dann an mich zu kritisieren weil ich nicht auf einem Bein stehen kann oder kann eine liebevolle Haltung mir selbst gegenüber entwickeln zum Beispiel.
- 18:13Speaker 0: Dazu ein weiterer Aspekt den ich ganz wichtig finde Die Achtsamkeit ist auch ein Teil vom Yoga.
- 18:21Speaker 0: Und im Prinzip ist es ja die Fähigkeit, dass wir im gegenwärtigen Moment verweilen können ohne zu bewerten was gerade ist.
- 18:29Speaker 0: Ja das ist auch eine gute Möglichkeit und trotzdem ist Es natürlich wichtig dass wir in manchen Situationen manche Dinge auch bewerten hilft uns auch uns zu orientieren und zurechtzufinden Im leben.
- 18:40Speaker 0: aber es geht auch darum dass wir nicht immer sofort auf das anspringen was Ja, irgendwie auftaut.
- 18:48Speaker 0: Das ist grad Triggert
- 18:49Speaker 1: oder so, ne?
- 18:49Speaker 0: Genau!
- 18:50Speaker 0: Ich glaub, so typische Situationen auch wenn es vielleicht immer wieder genannt wird aber im Autoverkehr ... Wenn uns jemand die Vorfahrt nimmt dass wir uns darüber ärgern können ausrasten können und manchmal ist das auch total gut, das rauszulassen.
- 19:03Speaker 0: Ist ja mal die Frage was für einen Umgang selber mit Wut in dem Fall haben.
- 19:08Speaker 0: Wenn wir ... Es sollte ein angemessener Umgang sein kann's auch mal gut sein, das in diesem Fall raus zu lassen.
- 19:14Speaker 0: Aber ist die Frage tut uns das dann gut?
- 19:16Speaker 0: Vielleicht erinnert mich das auch an meinen Vater, der total kularisch war.
- 19:22Speaker 0: Auch da wieder ist oft so unser Körpergedächtnis springt schnell an wenn wir in Situationen sind und da kann uns die Achtsamkeit halt sehr helfen.
- 19:31Speaker 0: Zudem ist es so dass wir im Yoga durch diese Yogafilosophie, die uns übermittelt wurde, auch in verschiedenen Aspekte haben und das bedeutet zum Beispiel dass wir verschiedene Prinzipien haben und lehren, auch lernen.
- 19:48Speaker 0: Wie zum Beispiel Ahimsa die Gewaltlosigkeit ein ganz schöner und wichtiger Aspekt, das wir mit uns selbst liebevoller umgehen.
- 19:57Speaker 0: Auch gerade z.B.
- 19:59Speaker 0: mit Misserfolgen.
- 20:01Speaker 0: Wir haben ... diese schöne Wort, Fehlerkultur.
- 20:04Speaker 0: Ich finde oft eine nicht so gute Fehlerkultur.
- 20:07Speaker 0: also das Fehler gehören dazu.
- 20:09Speaker 0: durch Fehler lernen wir und wenn wir zum Beispiel als Kind schon bestraft wurden, wenn wir Fehler gemacht haben dann ja entwickeln wir einen ganz anderen Anspruch an uns selbst perfekt sein zu müssen Ahimstad, dieses Prinzip von Gewaltlosigkeit.
- 20:25Speaker 0: Ich glaube, wenn wir das verinnerlicht haben, dass wir liebevoll mit uns selbst sind und diesen Frieden mehr entsteht.
- 20:33Speaker 0: Wenn wir uns selber mehr in Frieden sein lassen können.
- 20:36Speaker 0: Dass wir auch diesen Friede mehr in die Welt tragen.
- 20:40Speaker 0: Und damit ein Stück weit die Möglichkeit haben, die Gesellschaft mit zu beeinflussen.
- 20:46Speaker 0: Wo ich finde, dass in dem Fall auch Yoga einen politischen Aspekt hat und genauso damit auch die Möglichkeit mehr, die Welt zu verändern.
- 20:55Speaker 0: Anstatt auch die anderen immer zu kritisieren oder anzuschreien oder zu beschimpfen – das ist jetzt ein Aspekt aus dem Yoga.
- 21:07Speaker 0: Da gibt es eben viele weitere und die uns einfach sehr ermöglichen können einen anderen Blick auf uns selbst zu entwickeln dass wir, wie gesagt wohlwollender und liebevoller mit uns selbst umgehen.
- 21:19Speaker 0: Und dann auch wenn eben Misserfolge da sind schauen was mache ich da eigentlich gerade schon wieder?
- 21:24Speaker 0: Warum spreche ich auch so mit mir?
- 21:27Speaker 0: Das ist ja auch ein ganz wichtiger Teil auf der Yogamatte und das können wir genauso eben im Alltag immer wieder üben diesen
- 21:34Speaker 1: Aspekt der Achtsamkeit den du jetzt auch beschrieben hast.
- 21:38Speaker 1: Da will ich gerne noch mal konkret nachfragen, welche kleinen Impulse oder auch Übungen es gibt die wir im Alltag leicht anwenden können.
- 21:46Speaker 1: Die aber eine große... Wirkung entfalten können für uns.
- 21:49Speaker 1: Kannst du da kleine Tipps mit uns teilen, wie wir am besten uns wieder zu uns selber zurückführen können und eben mit diesem freundlichen liebevollen Blick auf Situationen schauen können?
- 22:01Speaker 1: Oder vielleicht auch nur mit einem neutralen Blick?
- 22:03Speaker 0: Der erste Schritt ist auf jeden Fall überhaupt erst mal mitzukriegen, wie ihr mit uns selbst umgehen.
- 22:09Speaker 0: Und dazu ist es total schön zum Beispiel mitzukregen, Mhm.
- 22:17Speaker 0: Ja, wie rede ich von mir, wenn ... Ich was zum Beispiel nicht geschafft habe?
- 22:21Speaker 0: Also dass wir auf die Sprache achten, weil das was ja wir mit unseren Worten ausdrücken, das hat ja schon auch in unserem Inneren eigentlich stattgefunden und dazu gucken, ja, wie rede ich mit mir?
- 22:33Speaker 0: Auch da
- 22:34Speaker 0: z.B.,
- 22:35Speaker 0: wenn eine herausfordernde Situation war, findest du immer wieder auch spannend im Bezug auf Kinder zum Beispiel als Mutter.
- 22:42Speaker 0: Wenn eine herausforderte Situation da war dann zu sagen Boah Wie bin ich damit umgegangen in dem Moment oft?
- 22:49Speaker 0: Also krieg ich mit, dass viele sich anfangen zu beschimpfen.
- 22:53Speaker 0: Keine gute Mutter zu sein oder es nicht besser gemacht zu haben und auch da zu gucken ja wie kann ich in den Moment wohlwollender sein weil ich selber vielleicht überfordert war Ich konnte es in dem moment nicht anders.
- 23:03Speaker 0: Können wir wieder aufs Nervensystem schauen das da vielleicht einfach zu viel Anspannung da waren Dass wir an dem moment gar nicht entspannt reagieren konnten Weil's die einzige Möglichkeit war
- 23:13Speaker 1: also uns selbst mehr zu verzeihen Auch im Nachhinein mehr zu verzeihen als zu kritisieren.
- 23:20Speaker 1: Dass wir damals was falsch gemacht haben, was wir sowieso jetzt nicht mehr ändern können und dann lieber in der Zukunft darauf zu achten dass wir mehr Verständnis mit uns haben und auch mit dem Gegenüber dann wahrscheinlich automatisch
- 23:32Speaker 0: ganz genau.
- 23:33Speaker 1: also wenn ich mir diese Haltung aneigene für mich selbst dann gilt das ja genauso Für meine Mitmenschen
- 23:39Speaker 0: Ganz genau auf jeden Fall.
- 23:41Speaker 0: Wir
- 23:41Speaker 1: haben über den ganz interessanten Punkt gesprochen, dass es eben nicht nur eines großen Stressereignisses bedarf oder eines großen Traumers was in unserem Leben auftritt sondern das ist eben auch ganz viele kleine Aneinanderreihung von Mikrostressoren sein können die immer wieder auftauchen.
- 24:00Speaker 1: Die uns unter Stress setzen.
- 24:02Speaker 1: und du hast den Begriff Mikrotrauma mal genannt Vielleicht war's auch im Vorgespräch.
- 24:09Speaker 1: Ich würd gerne noch mal von dir wissen, kannst du ein Beispiel nennen für einen Mikrotrauma?
- 24:14Speaker 1: Weil dieser Begriff erscheint vielen sehr groß.
- 24:18Speaker 1: Aber es muss nicht immer ein großes Trauma sein, sondern das können eben auch Mikrotraumate auftreten.
- 24:24Speaker 1: Was verstehst du da drunter im Alltag?
- 24:26Speaker 0: Ja vielleicht erstmal ganz grundlegend was Trauma an sich bedeutet oder es gibt ja verschiedene Definitionen.
- 24:32Speaker 0: aber wenn wir über Trauma sprechen dass das vor allem in einer Übersetzung vor allem bedeutet eine Wunde oder eine Verletzung.
- 24:39Speaker 0: Dieser Begriff wird ja manchmal ein bisschen inflationär benutzt und dann muss man natürlich auch aufpassen, aber ich sehe die Menschen, die belastet sind und teilweise schwer belastete sind und Trauma ist v.a.
- 24:52Speaker 0: etwas ganz individuelles.
- 24:54Speaker 0: was für den einen einfach ein Schrecken sein kann, kann für einen anderen ein traumatisches Ausmaß haben.
- 25:02Speaker 0: Wichtig ist auch nochmal zu wissen, dass Trauma nicht in dem Ereignis liegt sondern vor allem in den Verarbeitungsmöglichkeiten der betroffenen Personen.
- 25:14Speaker 0: Dass die einfach komplett die Fähigkeit übersteigen oder die Möglichkeiten der Verarbeitung und Trauma sozusagen die Überlebens... Energie oder die Überlebensreaktion, die im Nervensystem feststecken geblieben ist.
- 25:28Speaker 0: Die sich nicht entladen konnte, die keine Möglichkeit hatte, ausagiert zu werden ... Und der Überforderung
- 25:34Speaker 1: in dem Moment?
- 25:35Speaker 0: Genau!
- 25:36Speaker 0: Das eine ist eben wenn wir auch über Stress sprechen es halt.
- 25:39Speaker 0: Wir brauchen Stress im Leben und Herausforderungen aber Überforderungen macht uns dauerhaft krank.
- 25:46Speaker 0: Und wenn von Trauma gesprochen wird, wird oft an diese großen Dinge gedacht.
- 25:51Speaker 0: Wo von außen wahrscheinlich die meisten sagen würden ja klar das ist ein Trauma aber Mikrotrauma so wie ich das verstehe sind vor allem kleine Verletzungen Die immer wieder und wieder passieren und dazu zählt sowas wie Ständige Beschämung, gerade auch wenn noch so Abhängigkeiten im Spiel sind von Eltern und Kindern oder auch in Partnerschaften.
- 26:15Speaker 0: Also zwischen Menschen vor allem.
- 26:18Speaker 0: Vor allem auch Menschen die uns nahestehen, die uns wichtig sind und das immer und immer wieder passiert.
- 26:24Speaker 0: Ein Beispiel ein Kind was der Mutter immer wieder beschimpft wird weil es etwas nicht richtig macht Und am Anfang versucht es vielleicht noch, sich zu wehren.
- 26:35Speaker 0: Also haben wir wieder den Sympathikus der aktiviert wird also in den Kampf zu gehen und das funktioniert aber nicht.
- 26:43Speaker 0: Es wird eher schlimmer.
- 26:44Speaker 0: die Mutter fängt weiter an das Kind zu beschimpfen und dann fängt das kind an sich mehr zurückzuziehen teilt er nicht mehr dass was eigentlich in ihm passiert und das heißt kommt eher in so ein Shutdown oder einen Freeze, müssen wir unterscheiden genau.
- 26:59Speaker 0: Dass der Dorsale-Vagusnerv damit aktiviert wird.
- 27:03Speaker 0: Das Kind ist immer mehr verstummt und das mit sich selber ausmacht, weil es in einer abhängigen Position ist und nicht raus kann aus der Situation, solange es klein ist.
- 27:12Speaker 0: Aber es ist eben auch genauso im Erwachsenenalter oder auch in der Jugend ... So was kriege ich viel mit Menschen die Mobbingerfahrung machen auf der Arbeit Und das ist ein Riesen-Stressfaktor.
- 27:24Speaker 0: Das ist so eine Kommulation an Stressfaktoren, dass ich mich dann ja gar nicht mehr sicher fühlen kann und das verstehe ich schon unter Mikrotrauma.
- 27:33Speaker 0: Dieser Begriff kann auch vielleicht so ein bisschen irreführend sein weil es nicht weniger schlimm ist als einen ... Makrotrauma.
- 27:42Speaker 0: Aber in unserer Gesellschaft hab ich das Gefühl, ist es noch nicht ganz so angekommen?
- 27:46Speaker 0: Weil vieles auch normalisiert ist.
- 27:49Speaker 0: Also wir erleben ja eine Gesellschaft wo viel Stress ist.
- 27:53Speaker 0: also viele Menschen haben Stress oder sind gestresst und viele Dinge sind einfach ... finde ich viel zu normalisiert oder werden dann auch bagatellisiert.
- 28:03Speaker 0: Das heißt, es kann von außen sein.
- 28:05Speaker 0: Es ist ja fast eher noch so, dass wenn jemand überlastet ist durch die Arbeit und Anerkennung dafür bekommt, weil er oder sie so viel scharf und nicht einen mitfühlen ... Boah, das ist ganz schön viel!
- 28:18Speaker 0: Und ich hab das Gefühl du gehst grad über deine Grenzen hinaus?
- 28:22Speaker 0: Ja, sondern als ein Wow!
- 28:24Speaker 0: Was du alles schaffst, was du auf die Reihe bekommst.
- 28:28Speaker 0: Es kann aber auch genauso sein, dass wir selber das Bagatellisieren und kleinreden.
- 28:34Speaker 0: Warum ist es gar nicht so schlimm?
- 28:37Speaker 0: Kann
- 28:37Speaker 1: ich schon schultern, das schaffe ich schon.
- 28:39Speaker 1: Ich bin leistungsfähig!
- 28:42Speaker 0: Es geht immer um die individuelle Erfahrung dabei, ob ich selber was als Schlimm empfinde oder nicht.
- 28:48Speaker 1: Das ist ein ganz wichtiger Punkt, dass wir aufhören auch für uns selber es einzuwerten oder es runterzuspielen wie du sagst und sagen zum Beispiel gucken auf andere dann und sagen ja wieso die oder der kann das ja auch ab?
- 29:01Speaker 1: Und das wird schon nicht so schlimm sein oder das gehört eben einfach dazu, sondern dass man das dann respektiert, dass man sich damit wirklich nicht wohl fühlt und es idealerweise vielleicht auch in dem Zusammenhang äußern darf.
- 29:14Speaker 1: Das wäre natürlich der nächste Schritt eigentlich.
- 29:16Speaker 1: oder sagst du, das ist erstmal wichtig dass man es für sich selber akzeptiert und dass man auf sich achtet damit und dass man eben damit auch erst einmal selber in die Bearbeitung gehen kann.
- 29:29Speaker 1: Was ja wahrscheinlich in deinen Stunden, wenn du traumasensibles Yoga praktizierst, auch passiert?
- 29:36Speaker 0: In den Stunden, die ich gebe, wir sprechen über keine Trauma-Inhalte das ist immer ganz wichtig weil dann ja auch wieder Retraumatisierung stattfinden kann.
- 29:44Speaker 1: Das heißt du kennst die Traumata deiner Jogerschülerin und Schüler kennst du gar nicht sondern es geht dann in dem Moment um eine allgemeine Verarbeitung.
- 29:54Speaker 1: Ganz
- 29:54Speaker 0: genau, also Einzelheiten weiß ich immer wieder und manche vertrauen sich mir auch an.
- 30:00Speaker 0: Manchmal tauchen Fragen auf, das ist ganz unterschiedlich, in den festen Gruppen, die ich gebe im klinischen Kontext ist es anders.
- 30:07Speaker 0: da weiß ich deutlich mehr über die Biografie der Menschen Und wir laden auch das Wort oder ich lade auch das wort ein.
- 30:14Speaker 0: Also wir nutzen auch Worte für den Austausch mal dass auch total wichtig ist Auch wenn wir von Trauma sprechen und übertrauma sprechen.
- 30:22Speaker 0: aber Der Körper spielt vor allem eine große Rolle, wenn es um Trauma geht.
- 30:27Speaker 0: Du musst die Trauma
- 30:27Speaker 1: da deiner Schüler nicht kennen oder nicht im Einzelnen ganz konkret und genau kennen, um dann auch eine zielführende Yoga-Stunde mit ihnen zu machen.
- 30:37Speaker 1: Aber was davor kommt?
- 30:38Speaker 1: Das ist natürlich auch noch ganz wichtig zu erläutern.
- 30:40Speaker 1: Was bedeutet eigentlich traumasensibles Yoga?
- 30:43Speaker 1: also wie nähert man sich dann diesem Gefühl ein Trauma erlebt zu haben?
- 30:52Speaker 0: Genau, deshalb ist für mich als Yoga-Lehrende in dem Fall oder dass ich diesen Raum den Menschen ermögliche gar nicht wichtig was für ein Hintergrund sie haben.
- 31:05Speaker 0: Denn da spielt es für mich wieder die Rolle wenn ich das ausschreibe und dieses Angebot mache wenn sie das Gefühl haben, ich kann zum Beispiel nicht gut auf meine Grenzen achten.
- 31:18Speaker 0: Ich hab ein Thema mit Grenzen oder ich spüre mich selber nicht gut und bin total unruhig.
- 31:23Speaker 0: Ich komm gar nicht mehr zur Ruhe und weiß eigentlich gar nicht so genau was mit mir los ist.
- 31:27Speaker 0: Und ich vertraue immer darauf, dass die Menschen das Spüren oder den Ruf haben, wenn sie es lesen von mir und von mir hören, dass sie eine Resonanz draufhaben es dann richtig ist, dass sie da sind.
- 31:41Speaker 0: Denn Trauma bedeutet auch ganz gleich, ob das eine Erfahrung war die wir gemacht haben, die einmalig war oder die wiederkehrend passiert ist, das wir keine Wahlmöglichkeit hatten in dem Moment und ich versuche diesen Raum zu schaffen, dass die Menschen wirklich mehr bei sich ankommen können Und gucken können, was brauche ich in dem Moment?
- 32:05Speaker 0: Das kann auch sein, dass jemand kommt und sich einfach dazu legt.
- 32:10Speaker 0: Oft habe ich das so, dass die Menschen kommen und sagen eigentlich ... Ich wollte gar nicht kommen!
- 32:16Speaker 0: Weil ich hab keine Kraft, schon mal dieser erste Schritt zu würdigen.
- 32:21Speaker 0: anzuerkennen, sie haben es geschafft den Weg auf sich zu nehmen ist für viele ja auch schon total herausfordernd.
- 32:27Speaker 0: Und dann ist ja schon die Entscheidung getroffen, ich probiere es und leg mich vielleicht einfach nur hin.
- 32:31Speaker 0: Dann erlebe ich's doch auch auf das.
- 32:33Speaker 0: sie dann doch mitmachen merken, ah, es tut ihnen gut!
- 32:35Speaker 0: Einen ganz, ganz wichtigen Aspekt der auch im Traumasensibel in Yoga eine Rolle spielt ist... ...und generell wenn wir von Trauma sprechen und überhaupt auf unser Nervensystem schauen, dann geht es um Sicherheit.
- 32:48Speaker 0: Das heißt, ich versuche einen möglich sicheren Raum zu kreieren.. ..und das Wichtigste ist schon mal dass die Menschen sich auch mit mir wohl und sicher fühlen.
- 32:58Speaker 0: Und das merke ich auch, dass das ganz viel ausmacht in den Einzelstunden, die ich auch gebe.
- 33:03Speaker 0: Weil wenn wir uns nicht sicher fühl mit dem Menschen ... dann will ja etwas in uns weg aus der Situation!
- 33:10Speaker 0: Wir zwingen uns wieder zu bleiben und können damit auch alte Erfahrungen wiederholen.
- 33:17Speaker 0: Das ist ganz wichtig ein wichtiger Aspekt zu gucken wie können die Menschen sich sicher fühle?
- 33:25Speaker 0: Ja, das ist ein Raum wo neue Erfahrungen gemacht werden können.
- 33:29Speaker 0: Weil wenn es um Traumverarbeitung geht und das erlebe ich eben auch mit vielen Menschen die schon lange Therapie-Erfahrung haben und merken ... Sie kommen irgendwie nicht richtig weiter.
- 33:39Speaker 0: Es ist total wichtig, den Kopf mit einzubeziehen und vor allem zu verstehen was mit uns passiert und auch passiert ist und warum wir eben auch funktionieren wie wir funktionieren.
- 33:49Speaker 0: aber wir dürfen den Körper dabei nicht vernachlässigen.
- 33:52Speaker 0: Deshalb sind alle Körpertherapieformen so wertvoll und wichtig.
- 33:57Speaker 0: Traumasensibles Yoga ist keine Therapie in dem Sinne Aber es eine sehr gute Ergänzung auch zur Therapie oder Genauso auch, wenn Menschen vielleicht nicht die Möglichkeit haben, Therapieplatz zu kriegen.
- 34:08Speaker 0: Was ja jetzt immer schwieriger wird.
- 34:10Speaker 0: Auch eine gute Möglichkeit.
- 34:12Speaker 0: Weil sie einen Raum haben, wo Sie sich neu wieder begegnen können, neue Erfahrungen machen können und eben auf diesen unterschiedlichen Ebenen von Körper, Geist, Seele ... Und es geht darum, das Stress-Toleranzfenster wieder zu erweitern.
- 34:28Speaker 0: Wir haben alle unterschiedliche ... Stress, Toleranz, Fenster.
- 34:32Speaker 0: Das heißt unterschiedliche Fähigkeiten, Stress zu halten und zu verarbeiten.
- 34:36Speaker 0: Und je nach Prägung kann es auch sein, dass viel Belastung ja schon im Nervensystem ist und wir reagieren ganz anders auf Stress.
- 34:44Speaker 1: Arbeitet ihr dann viel mit bewusster Atmung zum Beispiel?
- 34:47Speaker 1: Oder gibt es bestimmte Techniken die sich von anderen Yoga-Praktiken maßgeblich unterscheiden?
- 34:55Speaker 0: Der Atem spielt im Yoga permanent eine Rolle Und im Traumasensiblen Yoga, ich mach auch Atemtechniken mit den Menschen.
- 35:05Speaker 0: Aber auch da muss man teilweise ein bisschen aufpassen, weil wir über bestimmte Atem-Techniken auch wieder mehr Stress in den Körper bringen können.
- 35:13Speaker 0: und es geht darum eigentlich bei allem ... Das hab ich jetzt schon oft gesagt, um diese Wahlmöglichkeit und diesen Raum wieder in Verbindung mit sich selbst zu kommen.
- 35:23Speaker 0: Es geht auch darum, sich zu spüren, mitzukriegen, wo bin ich?
- 35:27Speaker 0: eigentlich gerade.
- 35:28Speaker 0: Und den Atem auch erst mal wieder ein bisschen mehr in Ruhe zu lassen, also nicht irgendwo hinzuwollen.
- 35:35Speaker 0: und oft ist es auch so wenn wir eben ja sehr angespannt sind und das Nervensystem dysreguliert ist was bei Trauma immer der Fall ist dann ist es wichtig mehr den Körper oder überhaupt das ganze System mehr anzunehmen wie es gerade ist weil wenn wir uns noch dafür verurteilen dass für uns nicht entspannen können Erzeugen wir nur noch mehr Stress.
- 35:59Speaker 0: Und Entspannung, glauben wir oft ist eine Reaktion auf Stille.
- 36:04Speaker 0: Wenn wir dann endlich zur Ruhe kommen weil wir vielleicht mal einen Moment Zeit haben Dann kann ich mich entspannen.
- 36:12Speaker 0: Aber Entsparnungen ist eine reaktion Auf Sicherheit.
- 36:15Speaker 1: Das finde ich sehr schön beschrieben Weil das sozusagen wieder den Kreis nach vorne schließt, also wie wir eigentlich in das Gespräch eingestiegen sind.
- 36:23Speaker 1: Weil genau da hast du ja gesagt liegt ja genau das Problem, dass wir permanent in der Reizüberflutung und im Informationsüberfluss und im Leistungsdruck usw.
- 36:33Speaker 1: sind und uns da eben gar nicht die Pause gönnen können sondern eben nur noch im Reaktionsmodus ist.
- 36:41Speaker 1: Also der Sympathikus ist die ganze Zeit aktiv Und dann hilft eben auch nicht diese vermeintliche kurze Stille oder eine Pause, weil der Körper gar nicht in die Ruhe einsteigen kann.
- 36:53Speaker 1: Ich habe am Anfang auch gesagt du bist gerade in der Ausbildung im Bereich Somatic Experiencing und da wollte ich nochmal ganz kurz darauf eingehen was dieser Begriff eigentlich bedeutet und welche Lehre dahinter steht.
- 37:09Speaker 1: Denn es handelt sich ja wirklich um eine Lehre eines Bio-Physikers, wie ich gelesen habe.
- 37:16Speaker 1: Peter Liwein, der sich damit auseinandergesetzt hat und auch ganz besonders beschäftigt hat, damit wieder Körper auf verschiedene Stresssymptome reagiert.
- 37:25Speaker 1: Also was steht hinter diesem Begriff Somatic Experiencing?
- 37:29Speaker 0: Ich bin fast fertig jetzt mit dem Somatic Experience Training.
- 37:33Speaker 0: Das ist eine ... Ich sag immer, eine Ausbildung ist eigentlich ne Fortbildung.
- 37:36Speaker 0: Aber weil es über drei Jahre geht in langer Zeitraum ... wo man sich selber dann auch mit dem eigenen Nervensystem unter anderem ja auch immer zusätzlich beschäftigt und ... Semantic experiencing.
- 37:49Speaker 0: im Prinzip bedeutet das körperliches Erleben wenn man das so übersetzen würde.
- 37:54Speaker 0: Und es geht genau um die Erfahrung mit dem Körper.
- 37:57Speaker 0: Das ist eine Möglichkeit zur Trauma-Bewältigung.
- 38:01Speaker 0: Und Peter Levine, der diese Ausbildung konzipiert hat.
- 38:06Speaker 0: Der hat vor allem erkannt wie das Nervensystem funktioniert und wie Trauma verarbeitet wird und dass in der freien Wildbahn zum Beispiel weniger Trauma auftaucht als wir Menschen das haben.
- 38:20Speaker 0: Weil wenn zum Beispiel ein Reh, so ein klassisches Beispiel wegläuft vor einem Raubtier.
- 38:26Speaker 0: Und wenn die verfolgt werden ... Die Rehe, dann gibt's diesen Moment.
- 38:31Speaker 0: Das können wir auch beobachten von uns Menschen ja.
- 38:33Speaker 0: Bleiben die Rehe gerne stehen und kommen sie in den Freeze-Zustand?
- 38:37Speaker 0: Ja oder auch Todstellreflexen.
- 38:40Speaker 0: Sobald die Gefahr vorbei ist, fangen die an loszulaufen und sich zu schütteln.
- 38:46Speaker 0: Diese Schüttel sind
- 38:46Speaker 0: z.B.,
- 38:48Speaker 0: die im Nervensystem oft bei uns feststeckengebliebene Überlebensenergie.
- 38:53Speaker 0: Und Tiere lassen die halt einfach gleich raus, ja?
- 38:56Speaker 0: Und
- 38:56Speaker 1: den Schrecken loswerden dann in dem Moment.
- 38:58Speaker 0: Genau und so ist es bei uns eben auch wenn viel Energie im Nervensystem gespeichert ist versuchen wir mit abgekürzt SE, Zomatic Experiencing auch erst mal überhaupt wieder Sicherheit zu schaffen damit wir dann diese Fest ... steckengebliebene Überlebensenergie Stück für Stück abbauen können.
- 39:21Speaker 0: Und das braucht Zeit, also es kommt natürlich auch immer aufs Trauma drauf an oder auf den Stress der verarbeitet und integriert werden darf, wir nennen das Titration, also ganz klein schrittlich zu arbeiten.
- 39:34Speaker 0: Und auch da geht's darum ja, den Körper wahrzunehmen, also zu tracken ... Was ist gerade eigentlich?
- 39:41Speaker 0: Und ist eben Anspannung da, sind die Muskeln angespannt.
- 39:44Speaker 0: Wie ist der Atem überhaupt ein Bewusstsein wieder für sich zu entwickeln und das Stück für Stück sich diese ... ja, steckt auf viel Angst drin also die Emotion alles was damit gebündelt ist und das versuchen wir wieder aufzulösen.
- 39:58Speaker 0: Also
- 39:58Speaker 1: es klingt jetzt schon nach einer sehr komplexen Lehre und du sagst ja auch's hat jetzt drei Jahre gedauert Du bist fast fertig mit der Ausbildung.
- 40:06Speaker 1: Aber insofern die Frage, du wirst es ja sehr wahrscheinlich ... diese Kenntnis davon.
- 40:11Speaker 1: Ja, sehr wahrscheinlich in deinen traumasensiblen Jogereinheiten mitverarbeiten und einbringen können.
- 40:17Speaker 0: Ganz genau.
- 40:18Speaker 0: Und
- 40:18Speaker 1: da vielleicht noch mal einen extra Gespräch
- 40:20Speaker 0: drüber abends gefühlt.
- 40:23Speaker 1: Ja aber hoch interessant finde ich.
- 40:25Speaker 1: also weil wie gesagt Ich glaube ist dadurch dass da diese ganze Lehre dahinter steht und die eben auch wissenschaftlich fundiert ist das ist ja wahrscheinlich auch ein relativ neues Fachgebiet, in das du da jetzt einsteigen kannst oder eingestiegen bist besser gesagt.
- 40:39Speaker 0: Ja genau also die Grundlage davon ist wieder die Polyvagaltheorie, die ich jetzt auch so ein bisschen wie erklärt habe wenn wir über's Nervensystem sprechen und ja es gibt inzwischen Studien dazu.
- 40:52Speaker 0: Ist auch teilweise widerlegt.
- 40:54Speaker 0: Also eine Theorie heißt ja auch es ist ne Theorie.
- 40:57Speaker 0: Ich finde einfach da immer wieder wichtig auf die Erfahrung zurückzugreifen wie viele Menschen davon profitieren konnten.
- 41:03Speaker 0: Und bei mir war es z.B.
- 41:05Speaker 0: tatsächlich auch so, dass ich selber auch Therapie-Erfahrungen habe und gemerkt, ich komme da aber nicht weiter wie ich das eben bei so vielen Menschen mit denen ich Arbeit auch erlebt habe und dass irgendwann die Frage kommt, was kann ich denn noch machen?
- 41:18Speaker 0: Und bei mir hat sich sehr viel verändert auch.
- 41:20Speaker 0: Oder nochmal neu wie so ein Feld wirklich aufgemacht durch dieses Wissen auch und ja durch dieses Training und diese genau Erfahrungsräume, die dadurch entstanden sind und wie wichtig ist den Körper eben nochmal mehr mit in den Blick zu nehmen.
- 41:35Speaker 0: Das geht eben genauso beim Yoga- und beim Traumasensiblen Yoga.
- 41:40Speaker 0: unterstützend eben sein kann, zusätzlich.
- 41:43Speaker 1: Das heißt es gibt noch gar nicht so viele Erfahrungen die gesammelt wurden mit Somatic Experiencing-Erfolgen sozusagen?
- 41:51Speaker 0: Also es gibt auf jeden Fall ganz ganz ganz viele Erfolgen auch in der ganzen Welt.
- 41:54Speaker 0: Inzwischen ist das sehr verbreitet aber genauso Studien.
- 41:57Speaker 0: ich glaube dass darf noch mehr kommen damit es noch mehr anerkannt wird damit das auch im klinischen Kontext wirklich mehr ankommt weil ich hab teilweise das Gefühl dass da noch ein Diskurs stattfindet oder auch stattfinden muss Paradigmenwechsel noch mehr.
- 42:11Speaker 0: Es ist teilweise schon, aber eben den Körper noch mehr mit einzubeziehen und dass dieses Wissen auch noch mehr in den klassischen Ausbildungslehrgängen einfach ja mit berücksichtigt wird weil das ist so wichtig für ganz viele verschiedene Berufsgruppen.
- 42:26Speaker 0: also schön an diesem Training ist auch man braucht dafür kein Psychologiestudium.
- 42:30Speaker 0: wir haben Ärzte dabei Wir haben Polizisten dabei Psychotherapeuten Also auch ein paar viel im sozialen Bereich.
- 42:38Speaker 0: Und das Schöne ist mit diesem Wissen und diesen Training oder dieser Ausbildung, dass wir ja viele Menschen erreichen können.
- 42:47Speaker 0: Das macht halt einen großen Unterschied.
- 42:49Speaker 0: also ... Wir brauchen Menschen!
- 42:51Speaker 0: Wir brauchen einander!
- 42:53Speaker 0: Liebe
- 42:53Speaker 1: Lotte du hast uns jetzt sehr gut aufgezeigt wie wir uns selber anhand von Achtsamkeit und Respekt auch uns selbst gegenüber und natürlich mit deiner Methode Traumasensiblem Yoga auch wieder regulieren können, in die Balance kommen können.
- 43:12Speaker 1: Hast du zum Abschluss noch einen Tipp?
- 43:15Speaker 1: Wie wir im Alltag mit kurzen Übungen und du nennst diese Übung auch gerne Check-ins wie wir mit uns selber wieder besser in Kontakt treten können.
- 43:25Speaker 0: Ja ein sehr schöner Aspekt.
- 43:26Speaker 0: nochmal zum Abschluß um vielleicht auch den Zuhörenden nochmal was mitgeben zu können und zwar Was ich zum Beispiel sehr empfehlen kann, ist weil viel Spannung gerade im Kieferbereich sitzt.
- 43:38Speaker 0: Wenn wir angespannt sind was man ja gut merken kann auch morgens wenn man den Mund aufmacht wie fest ist der Kieffer?
- 43:46Speaker 0: Im Laufe des Tages einfach immer mal wieder zu gucken oder auch jetzt wenn du grade zuhörst auch eine gute Möglichkeit mal zu schauen wie fühlt sich grad eigentlich der Kiefer an mal den Mund aufzumachen, ein bisschen hin und her zu bewegen.
- 43:59Speaker 0: Den Kiefer zu lockern auch mal zu schauen wie viel Spannung sitzt in den Schultern denn auch Schultern nacken Bereich sind so Bereiche die sich sehr gerne verspannen wenn wir sehr gestresst sind oder es kann eben auch schon ganz subtiler Stress sein der sich aber in den Muskeln fest setzt.
- 44:15Speaker 0: dann kann ich zum Beispiel sehr empfehlen ach zu gucken ja wenn du gerade sitzt wenn du stehst wenn du gehst Ganz gleich, wo du gerade bist.
- 44:25Speaker 0: Zu schauen wie ist eigentlich der Kontakt meines Körpers zum Boden?
- 44:30Speaker 0: Ja und auch da spüre ich gerade Anspannung halte ich grade ganz viel oder kann ich so ein bisschen mehr locker lassen?
- 44:38Speaker 0: Ja, das Bewusstsein so.
- 44:40Speaker 0: Schulen?
- 44:40Speaker 0: Was ist jetzt gerade?
- 44:42Speaker 0: Wie fühle ich mich grade?
- 44:43Speaker 0: Auch mal die Hand mit auf den Brustbereich oder auf dem Bauch legen und schauen wie atme ich grade eigentlich?
- 44:50Speaker 0: Krieg ich überhaupt mit, dass sich atme oder halte ich den Atem eher an?
- 44:54Speaker 0: Das sind zum Beispiel finde ich immer wieder ganz wichtige kleine Aspekte, die wir jederzeit machen können.
- 45:00Speaker 0: Und ein ganz wichtiger Aspekt, weil wir auch viel über Sicherheit gesprochen haben zu schauen, wann fühle Ich mich eigentlich wirklich sicher?
- 45:08Speaker 0: Also was sind das für Orte?
- 45:09Speaker 0: An welchem Ort, auch mit welchen Menschen.
- 45:12Speaker 0: Ja um auch dementsprechend vielleicht etwas verändern zu können wenn ich mich immer wieder in toxische Situationen begebe orte ob es Arbeitsplatz ist Beziehungen Was kann ich verändern und dafür so wichtig wahrzunehmen wie's jetzt gerade erst überhaupt einmal ist?
- 45:27Speaker 1: Vielen Dank Das sind ganz wertvolle Tipps.
- 45:29Speaker 1: Ich glaube die kann man jederzeit Und an jedem ort im Alltag gut integrieren.
- 45:34Speaker 1: Und gerade auch dieses Reinhatmen oder Rheinspüren in den Körper ist, glaube ich, total hilfreich.
- 45:39Speaker 1: Weil man eben doch häufig nicht das Bewusstsein in dem Moment für sich selbst hat und es passt sehr gut zu einem anderen was du gesagt hast.
- 45:46Speaker 1: Sich selber mehr zu respektieren, zu wertschätzen einfach auf sich zu hören diese Achtsamkeit dass man die eben dann da auch immer wieder in diesen Übung in diesen Check ins sozusagen anwendet.
- 45:58Speaker 1: Vielen vielen Dank für deine Einblicke und für die Zeit die Du mitgebracht hast um das hier ausführlich mit mir zu besprechen, liebe Lottsack.
- 46:05Speaker 1: Lieben Dank!
- 46:06Speaker 0: Ich danke auch fürs Gespräch.