Latest / ROCKET SCIENCE | Gesundheit und Leistung – mit Doc Golo / Warum zu viel Wissen deine Leistungsfähigkeit sabotiert
Transcript
- 0:03SPEAKER_00: Willkommen zu Rocket Science, eurem Podcast für Gesundheit, Fitness und Leistung.
- 0:09SPEAKER_00: Mein Name ist Dr.
- 0:10SPEAKER_00: Golo Wörken, ich bin Arzt und Coach.
- 0:14SPEAKER_00: Die eine ganze Menge Grundwissen schon mitbringen, die sich schon intensiv mit der ganzen Materie, Leistungsphysiologie, Training, Auswirkungen auf ihren Körper beschäftigt haben und vielleicht viele YouTube-Videos gucken, wie zum Beispiel das hier, oder die Studien lesen, die sich intensiv in die Materie eingelesen haben mit Büchern und eigentlich schon eine ganze, ganze Menge Wissen.
- 0:39SPEAKER_00: Gerade so im Tretlonbereich ist das besonders häufig, dass da einfach auch man sehr affin ist, sag ich mal, gegenüber der ganzen Trainingswissenschaft und sich einfach sehr intensiv mit der Leistungsphysiologie beschäftigt.
- 0:53SPEAKER_00: Der Vorteil dabei ist, dass ihr einfach schon eine ganze Menge mitbringt, dass ihr irgendwie schon vielleicht Klassifikationssysteme versteht, dass ihr auch Systematiken versteht, ihr wisst ungefähr, was Low-Intensity Training ist, ihr wisst, was Medium-Intensity Training ist, ihr glaubt zu wissen, was vielleicht auch High-Intensity Training ist und ihr bringt einfach auch schon eine ganze Menge mit von verschiedenen Faktoren und glaubt einfach, dass da auch dadurch ihr euer Training optimal gestalten könnt und dass ihr dadurch auch durch einfach den Einbau von den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, von den neuesten wissenschaftlichen Studien, von immer so, ich sag mal, dem fancy Stuff, wenn ihr das halt einbaut, dass das dazu führt, dass ihr euch weiter verbessert.
- 1:37SPEAKER_00: Und ich muss euch sagen, ich habe die Erfahrung gemacht, dass genau diese Athleten meistens nicht ihr wahres Leistungspotenzial erreichen.
- 1:44SPEAKER_00: Warum ist das so?
- 1:45SPEAKER_00: Warum führt häufig eine zu große Beschäftigung mit der ganzen Materie dazu, dass man einfach nicht sein Potenzial erreicht?
- 1:54SPEAKER_00: Und ich habe so drei Dinge, wo ich immer wieder feststelle, dass es daran halt einfach hapert.
- 1:59SPEAKER_00: Grund Nummer eins ist, ich sag mal, das Thema Fokus.
- 2:03SPEAKER_00: Fokus ist was, was total wichtig ist, was eigentlich in jeder Lebenslage total wichtig ist, egal ob es irgendwie in eurem Alltag ist, egal ob es für euer Unternehmen ist, egal ob es für euer Training ist.
- 2:15SPEAKER_00: Und zwar ist es sehr, sehr wichtig, dass man sich halt in gewissen Situationen auf ein Ding fokussiert.
- 2:21SPEAKER_00: Das heißt, dass man ein bisschen die Scheuklappen vielleicht anlegt und dass man sich auf eine Richtung committet und letztendlich das komplett durchzieht.
- 2:28SPEAKER_00: Und was ich immer wieder feststelle, ist, dass Personen, die sich sehr stark mit der Materie beschäftigen, die sich sehr stark sich einlesen, die auch kontinuierlich das einfach auch erweitern wollen, was ja eine sehr gute Eigenschaft ist.
- 2:42SPEAKER_00: Aber es führt einfach dazu, dass man sich nicht auf die wichtigen Dinge konzentriert und immer wieder das Neueste und das Bessere sucht und dabei einfach die Basics vergisst.
- 2:52SPEAKER_00: Typisches Beispiel sind einfach auch, sag ich mal, YouTube-Videos oder auch unser Podcast zum Beispiel, wo wir immer wieder erleben, dass sich Leute auf sehr, sehr Themen stürzen, die, sag ich mal, so ganz oben sind bei der Pyramide, der Leistungsentwicklung.
- 3:08SPEAKER_00: Zum Beispiel irgendwie Low-Carb-Themen oder irgendwie die nächste und neueste Trainingspraxis, die nochmal das eine oder andere Prozent rausbringt.
- 3:16SPEAKER_00: Was aber alle dann immer vergessen, ist die Basisfaktoren und das, was einen wirklich letztendlich schneller macht und letztendlich auch weiterbringt als Athleten.
- 3:25SPEAKER_00: Ich sag mal auch Aerobefaktoren, Konsistenz im Training, dass man auf sich hört, dass man auf seinen Körper hört.
- 3:32SPEAKER_00: Und damit kommen wir halt auch schon zum zweiten Punkt.
- 3:34SPEAKER_00: Und zwar, das ist das Thema Objektivität.
- 3:37SPEAKER_00: Wenn man alleine etwas durchführt, ist es sehr, sehr schwierig, sich objektiv zu beurteilen.
- 3:44SPEAKER_00: Wenn man alleine etwas durchführt, bekommt man kein Feedback.
- 3:49SPEAKER_00: Das heißt, nur weil ihr auf Einheiten klickt als completed as planned oder dass sie einfach grün erschienen oder dass ihr die Zeit durchgeführt habt, die the trainingseinheit verlangt habt and vielleicht auch ungefähr die Intervalle so durchgeführt, wie ihr gedacht habt, dass sie richtig sind, heißt es nicht, dass it's good and rich durchgeführt wurde.
- 4:08SPEAKER_00: And it heißt auch vor allem nicht, dass ihr euch objektiv dadurch verbessert.
- 4:12SPEAKER_00: And this erlebe ich einfach immer wieder, dass die Athleten who ganz exzessive mit der Materie auseinandersetzen, die auch sehr stark in gewisse Themen einfach einsteigen, die auch 1000 Bausteine vielleicht dann auch gleichzeitig aufmachen, an denen sie arbeiten wollen, die brennen einfach sehr schnell aus.
- 4:30SPEAKER_00: Und die entwickeln einfach nicht so ein wirklich objektives Verständnis dafür, was halt einfach gerade sie weiterbringt in ihrem Training und was einfach da funktioniert für sie.
- 4:40SPEAKER_00: Und das Dritte, was ich da einfach auch immer erlebe, bei Athleten, die sich sehr stark mit dem ganzen Thema auseinandersetzen, ist, dass die Umsetzung häufig mangelt.
- 4:51SPEAKER_00: Umsetzung ist, wie gesagt, ein ganz essentieller Punkt im Trainingszyklus oder in eurem generellen Training.
- 4:59SPEAKER_00: Und was ich einfach wieder feststelle, ist, dass die Umsetzung der Sessions häufig genau bei den Athleten, die denken, dass sie sehr, sehr viel schon wissen, dass die einfach schon einen sehr, sehr großen Erfahrungsschatz haben, dass sie häufig ignorant werden, wie sie die Sessions wirklich durchzuführen haben.
- 5:14SPEAKER_00: Und dass es mit ihnen sehr, sehr viel Arbeit ist, erstmal ein Verständnis zu entwickeln, was überhaupt genau bei der Session gerade abgerufen wird und was eben nicht.
- 5:21SPEAKER_00: Und das ist ja auch irgendwie paradox, sag ich mal, weil genau diese Athleten denken halt, dass sie schon sehr, sehr viel mitbringen oder bringen schon sehr, sehr viel mit an Erfahrung, vielleicht auch an einem leistungsphysiologischen Schatz, aber sie beurteilen die Umsetzung der Sessions nicht wirklich gut für sich selber.
- 5:38SPEAKER_00: Und das sind so die Dinge, die ich einfach immer wieder feststelle.
- 5:41SPEAKER_00: Und da vielleicht auch nochmal eine kleine Anekdote bei mir, weil bei mir war es auch nicht anders.
- 5:45SPEAKER_00: Ich mache das Ganze jetzt irgendwie schon seit Tredland seit über 14 Jahren und ich coache seit 10 Jahren.
- 5:50SPEAKER_00: Und ich würde sagen, die ersten sieben, acht Jahre davon waren sehr exzessiv, wo ich mich unglaublich mit der ganzen Materie beschäftigt habe.
- 6:00SPEAKER_00: Ich habe mich sehr, sehr stark eingelesen.
- 6:02SPEAKER_00: Ich habe unglaublich viel trainiert neben meinem Medizinstudium, neben dem Coaching von Athleten.
- 6:07SPEAKER_00: Ich war irgendwie auch stolz darauf, dass ich 15 bis 18 Stunden trainiert habe jede Woche.
- 6:12SPEAKER_00: Und das neben den Vorlesungen und habe einfach überhaupt nicht auf mich geachtet.
- 6:16SPEAKER_00: Also ich habe mich objektiv überhaupt nicht beurteilt, habe überhaupt nicht geschaut, ob ich halt besser werde, ob sich gewisse Faktoren wirklich verbessern oder ob ich halt nur trainiere, um zu trainieren.
- 6:27SPEAKER_00: Und das andere ist, dass ich halt dauernd müde war und ausgebrannt bin und einfach daher auch nie mein wahres Leistungspotenzial erreicht habe.
- 6:34SPEAKER_00: Ich weiß noch, 2015, das war meine erste Hawaii-Qualifikation und das war auch mehr schlecht als wirklich recht.
- 6:40SPEAKER_00: Hatte ich eine Panikattacke und war absolut übertrainiert und es ging einfach gar nichts mehr.
- 6:44SPEAKER_00: Ich bin zum Wettkampf geflogen, eine der schönsten Inseln der Welt, und war einfach nur müde.
- 6:51SPEAKER_00: Ich wollte einfach die ganze Zeit nur schlafen und habe einfach überhaupt nicht auf mich gehört und habe einfach die ganze Zeit einen Ehrgeiz entwickelt, dass ich irgendwie super, super gut werden möchte und habe unglaublich viel trainiert, habe mich aber objektiv mich dadurch überhaupt nicht verbessert.
- 7:06SPEAKER_00: Und das andere, dass ich es auch bei meinen Athleten feststelle, dass letztendlich when man in einem Dialog mit einem Coach zusammenarbeitet and einfach das Training anhand des Körpers ausrichtet und schaut, wo sind irgendwie die individuellen Stärken, wo sind da irgendwie die individuellen Schwächen, and ganz gezielt an diesen Dingen zu arbeiten and objektiv einfach auch zu schauen, verbesserst du dich gerade, verbesserst du dich gerade eher nicht, and im Dialog mit einem Coach zusammen daran genau zu arbeiten und Feedback zu den Sessions zu geben aus den eigenen Erfahrungen mit den Erfahrungen des Coaches zusammen.
- 7:39SPEAKER_00: Das ist eigentlich der Weg, womit ich persönlich am meisten Erfahrungen gemacht habe.
- 7:43SPEAKER_00: Sehr gut.
- 7:44SPEAKER_00: Ja, ich hoffe, euch hat der Inhalt hier gefallen.
- 7:46SPEAKER_00: Könnt ihr euch auch gerne mal unseren Podcast vielleicht dazu anhören, da findet ihr auch noch ein bisschen fancy Stuff dazu.
- 7:51SPEAKER_00: Oder ihr schaut euch mal ein bisschen bei uns auf der Homepage um.
- 7:54SPEAKER_00: Und wenn ihr mal irgendwie Input braucht zu gewissen Themen, wenn ihr da irgendwie mal was besprechen wollt und ihr selber bei euch auch vielleicht gerade gewisse Herausforderungen feststellt, dann vereinbart einfach super gerne mal ein Kennenlerngespräch mit mir, wo wir einfach nochmal eure Engstellen thematisieren, wo wir einfach schauen, wo ihr gerade steht, wo wir vielleicht auch eine Analyse machen von euren Stärken, von euren Schwächen und wir einfach mal ganz genau besprechen, wo gerade eure Herausforderungen und wo wollt ihr irgendwie hin.
- 8:18SPEAKER_00: Alles klar, macht's gut, Leute.
- 8:20SPEAKER_00: Bis dahin.
- 8:20SPEAKER_00: Ciao.