Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / #4 Folge 165: Zucker, Koffein & Nikotin: Warum dieses Trio deinen Entzug sabotiert.
Transcript
- 0:00Hallo und herzlich Willkommen. Wir freuen uns riesig, dass du
- 0:03heute wieder dabei bist, um dir Zeit für dich und deine Themen
- 0:06zu nehmen. Heute haben wir eine Quelle vor
- 0:10uns, die mich echt umgehauen hat, es geht um Zucker, aber
- 0:14vergiss mal alles, was du über Kalorien oder Diäten gehört
- 0:16hast. Es geht um eine These, die auf
- 0:19den ersten Blick also wirklich total übertrieben klingt.
- 0:22Wir schauen uns einen Artikel des Projekts Neelix Berlin an
- 0:26und der Autor Gabriel stellt Zucker auf eine Stufe mit Kokain
- 0:30oder Heroin. Er nennt ihn eine legale Droge
- 0:33und einen heimlichen Entzugsverstärker meine erste
- 0:37Reaktion war, Moment mal, das ist doch Panikmache, oder?
- 0:40Ja, das denkt man sofort. Aber das Besondere an seiner
- 0:43Perspektive ist ja, dass er das nicht irgendwie metaphorisch
- 0:47meint, sondern rein neurochemisch.
- 0:50Und er schreibt eben nicht als unbeteiligter Wissenschaftler.
- 0:53Gabriel teilt auf seiner Seite ganz offen, dass er selbst fast
- 0:5730 Jahre Erfahrung in der Szene hat, er ist also von den Themen
- 1:01sucht und Psyche ganz persönlich betroffen.
- 1:04Ah okay seine Analyse ist also direkt aus dem Leben gegriffen,
- 1:08ungefiltert, und seine Mission ist es, eine authentische
- 1:11Verbindung aufzubauen und dir zu zeigen, Hey, mit diesen Kämpfen
- 1:15bist du nicht allein. Genau das macht es so intensiv
- 1:19okay, dann lass uns das doch mal auseinandernehmen.
- 1:22Fangen wir bei dieser krassen Kernaussage an, Zucker kapert
- 1:26das Gehirn wie eine harte Droge, wie begründet er das denn?
- 1:30Also er geht direkt ins Zentrum des Gehirns, zum sogenannten
- 1:33Nucleus accumbens. Das ist unser belohnungszentrum
- 1:38Zucker, genau diese Schaltzentrale flutet, und zwar
- 1:41mit dem Glückshormone Dopamin. Es ist exakt derselbe
- 1:46Mechanismus, den auch Kokain oder Heroin nutzen.
- 1:49Wirklich exakt derselbe. Exakt derselbe.
- 1:52Deshalb spricht er auch von Suchtverlagerung.
- 1:56Du denkst vielleicht, du bist clean, aber in Wirklichkeit hast
- 1:59du nur den Dealer gewechselt von der Straße zum Supermarkt.
- 2:02Man tauscht quasi nur die Substanz, aber das Muster im
- 2:05Gehirn bleibt dasselbe. Exakt, und das führt zu einem
- 2:08Phänomen, das er als Down Regulation beschreibt.
- 2:12Down Regulation. Stell dir deine
- 2:14Dopaminrezeptoren wie kleine Schlösser vor, wenn du sie
- 2:17ständig mit diesem Zuckerschlüssel überflutest.
- 2:20Nutzen Sie sich ab, sie werden unempfindlicher.
- 2:24Okay. Und was passiert dann?
- 2:26Du brauchst immer mehr Zucker, eine immer größere Dosis, um
- 2:30überhaupt noch diesen kurzen Kick, dieses Glücksgefühl zu
- 2:33spüren. Das ist eine klassische
- 2:35Toleranzentwicklung. Genau, völlig identisch zum
- 2:39Mechanismus bei anderen Drogen. Okay das ist die langfristige
- 2:43Wirkung. Aber was passiert eigentlich
- 2:45kurzfristig im Körper? Gabriel beschreibt das ja wie ne
- 2:48richtige Achterbahnfahrt in 4 Stufen, es fängt an mit dem
- 2:52Kick, klar das Dopamin Schicht ein, man fühlt sich kurz gut.
- 2:55Aber was passiert dann im Körper, wenn diese Zuckerflut,
- 2:58sagen wir, aus einer Dose Cola ankommt?
- 3:00Dann gerät die Bauchspeicheldrüse in absolute
- 3:03Panik. Die registriert diese
- 3:06unnatürlich hohe Zuckerkonzentration im Blut und
- 3:09schlägt Alarm. Alarm, OK.
- 3:11Ihre Antwort ist massenhaft das Hormon Insulin auszuschütten, um
- 3:16diesen Zucker so schnell wie möglich aus dem Blutkreislauf
- 3:19rauszuholen und in die Zellen zu stopfen.
- 3:22Das ist die zweite Stufe, die gigantische Insulinwelle, und
- 3:27das ist der Moment, wo es kippt oder wo man vom Hoch direkt ins
- 3:30Tief. Stürzt genau das ist der Punkt,
- 3:32das ist Stufe 3. Der Crash, der Crash, weil das
- 3:35Insulin bei so einer Zuckerbombe ganz anders als bei einem Apfel
- 3:40über das Ziel hinaus schießt. Es räumt nicht nur den
- 3:44überschüssigen Zucker weg, sondern zu viel davon.
- 3:47Ah. Dein Blutzuckerspiegel kracht
- 3:50unter den Normalwert. Mediziner nennen das
- 3:53Hypoglykämie, also eine handfeste Unterzuckerung.
- 3:58Moment mal, jetzt wird es verrückt.
- 4:00Unterzuckerung, das kenne ich, da wird man zittrig, unruhig,
- 4:04fängt vielleicht an zu schwitzen.
- 4:05Und hier wird es wirklich interessant, denn jetzt kommt
- 4:08Stufe 4, die Gabriel die Panik nennt.
- 4:12Die Panik. Dein Gehirn registriert diesen
- 4:15Unterzucker als akute Lebensgefahr, als einen Notfall,
- 4:19weil ihm die Energie ausgeht. Klar, und was macht es?
- 4:22Es drückt den roten Knopf und schüttet Stresshormone aus
- 4:26Adrenalin und Cortisol. Oh Gott, und jetzt kommt die
- 4:30entscheidende Verbindung, die Gabriel zieht.
- 4:32Die Symptome dieser hormonellen Panikreaktion sind zittern,
- 4:36Angst, Schweißausbrüche, Herzrasen, massive innere
- 4:39Unruhe. Das sind exakt dieselben
- 4:41Symptome, die du bei einem Drogenentzug erlebst.
- 4:43Exakt dieselben. Wow, das ist ja der Wahnsinn.
- 4:47Das würde ja bedeuten, ich denke, ich habe unerträglichen
- 4:50Suchtdruck und mein Körper schreit nach der Hauptdroge,
- 4:53aber in Wahrheit. In Wahrheit kämpfst du gegen
- 4:55einen gefühlten Entzug, den du dir eine Stunde vorher mit einer
- 4:58Limo selbst eingebrockt hast. Krass.
- 5:00Genau das ist Gabriels Punkt. Dein Gehirn interpretiert das
- 5:04Notsignal Energiekrise falsch, nämlich als das ihm bekannte
- 5:08Signal für Craving. Du kämpfst gegen einen
- 5:11Phantomgegner, den du selbst erschaffen hast.
- 5:14Und das ist ja nur der Zucker allein.
- 5:16Gabriel argumentiert ja, dass es erst so richtig schlimm wird,
- 5:19wenn man die anderen typischen Gewohnheiten im Entzug dazu
- 5:22nimmt. Er hat dafür ja dieses Bild,
- 5:24dass er als den wichtigsten Teil seines Artikels bezeichnet, das
- 5:28tödliche Trio. Ja, das ist wirklich ein
- 5:31Schlüsselkonzept. Er beschreibt diese Szene, die
- 5:34jeder kennt, der Mal in einer Therapieeinrichtung war.
- 5:37Die Leute sind zwar clean von ihrer Hauptdroge, aber es stehen
- 5:41überall Aschenbecher, die Kaffeemaschine läuft rund um die
- 5:44Uhr und auf dem Tisch stehen Schüsseln mit Süßigkeiten.
- 5:47Ja, kennt man. Das Credo ist oft, Hauptsache
- 5:51ich nehme eine Droge nicht, der Rest ist das kleinere Übel und
- 5:55Gabriel sagt. Neurobiologisch ist das kein
- 5:58kleineres Übel, das ist aktive Selbstsabotage.
- 6:02Aber mal ehrlich, das klingt alles logisch, aber für jemanden
- 6:05im Entzug ist der Schokoriegel oder die Zigarette doch oft der
- 6:09einzige Lichtblick am Tag. Der letzte Strohhalm ist es
- 6:13nicht n bisschen viel verlangt, den auch noch wegzunehmen.
- 6:16Das ist genau der Punkt, auf den er hinaus will.
- 6:18Es fühlt sich an wie ein Trost, wie eine Belohnung, ist aber
- 6:22neurobiologisch das exakte Gegenteil.
- 6:25Er analysiert, wie diese 3 Substanzen sich gegenseitig
- 6:28potenzieren, also ihre negative Wirkung verstärken.
- 6:32OK. Der Zucker sorgt, wie wir gerade
- 6:35besprochen haben, für die Blutzuckerachterbahn und diese
- 6:38permanenten Entzugsähnlichen Stresssymptome.
- 6:41Er legt quasi das Fundament der Unruhe.
- 6:44Und der Kaffee gießt dann Öl ins Feuer.
- 6:46Oder perfekt ausgedrückt. Das Koffein ist der
- 6:50Brandbeschleuniger. Es macht 2 Dinge, es blockiert
- 6:53den Botenstoff Adenosin, der uns müde macht.
- 6:56Deshalb fühlen wir uns wach. Richtig.
- 6:59Aber gleichzeitig, und das ist entscheidend im Entzug, erhöht
- 7:03es die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol noch
- 7:06weiter. Oh.
- 7:07Du hast also schon den Cortisol Stress von Zuckercrash und
- 7:11Kippst mit dem Kaffee noch eine Ladung oben drauf.
- 7:14Die Nervosität explodiert förmlich.
- 7:16Fehlt nur noch die Zigarette. Genau und das Nikotin als
- 7:20Drittes im Bunde ist ebenfalls ein starkes Stimulanz.
- 7:23Es verengt die Blutgefäße, erhöht den Blutdruck und
- 7:26belastet das Herz Kreislauf System, das ja sowieso schon am
- 7:30Limit läuft. Eben das im Entzug sowieso schon
- 7:33am Limit läuft. Wenn wir das also mit dem
- 7:35größeren Bild verbinden, ist Gabriels Fazit glasklar.
- 7:39Dieses Trio hält dein Nervensystem künstlich und
- 7:42dauerhaft im Fight of Light Modus, Kampf oder Fluchtmodus.
- 7:46Genau. Echte Erholung, Regeneration und
- 7:49die Heilung des Nervensystems werden dadurch nicht nur
- 7:52verlangsamt, sondern aktiv verhindert.
- 7:54Man kommt einfach nicht zur Ruhe, es ist ein selbstgemachter
- 7:57Teufelskreis. Puh, das ist ne harte Analyse.
- 8:01Aber er lässt einen damit nicht allein, sondern gibt ja auch
- 8:03sehr konkrete Werkzeuge an die Hand.
- 8:06Er nennt das ja nicht Verbote, sondern Say for Use für den
- 8:09Alltag. Worum geht es ihm da im Kern?
- 8:12Das oberste Ziel ist bestechend einfach eine möglichst flache,
- 8:16stabile Blutzuckerkurve, keine extremen Gipfel und keine tiefen
- 8:21Täler mehr. Macht Sinn und die
- 8:24Basisstrategien, die er vorschlägt, sind wirklich
- 8:26alltagstauglich. Er fängt beim Frühstück an.
- 8:29Statt dem Marmeladentoast, der dich sofort auf die Achterbahn
- 8:32schickt, rät er, startet den Tag mit Proteinen und gesunden
- 8:35Fetten, also zum Beispiel Eier, ein paar Nüsse.
- 8:38Quark oder Avocado? Genau.
- 8:40Warum ist es so viel besser? Weil diese Nährstoffe den
- 8:44Blutzucker über Stunden hinweg stabil halten, sie werden
- 8:47langsam verdaut und geben kontinuierlich Energie frei.
- 8:51Das Ergebnis Du vermeidest den Heißhunger am Vormittag und hast
- 8:54eine viel stabilere Grundstimmung.
- 8:56Okay. Ein anderer total simpler Punkt
- 9:00Wasser trinken. Er betont, dass unser Gehirn
- 9:03Durst oft fehlinterpretiert als Verlangen nach Süßem.
- 9:06Ah, interessant. Bevor du zum Schokoriegel
- 9:09greifst, trink erst mal ein großes Glas Wasser, warte 10
- 9:12Minuten und schau, was passiert. Oft ist der Jieper dann schon
- 9:15weg. Bei flüssigen Kalorien wird er
- 9:17ja aber richtig deutlich. Er nennt Softdrinks seinen
- 9:20Endgegner. Absolut.
- 9:22Weil der Zucker da ohne jede Phase oder irgendeine Bremse
- 9:25direkt ins Blut schießt. Das ist der schnellste Weg in
- 9:28den Crash. Interessant ist hier sein Safer
- 9:31Use Tipp. Wenn es schon Zucker sein muss,
- 9:34dann ist ein Stück Kuchen die bessere Wahl als eine Cola.
- 9:39Klingt paradox, ja, klingt paradox, aber die Logik ist die
- 9:45feste Nahrung. Das Fett und Mehl im Kuchen muss
- 9:49der Körper erst aufspalten, das verlangsamt die Zuckeraufnahme
- 9:53und federt die Insulinspitze zumindest ein wenig ab.
- 9:56Verstehe ein weiteres praktisches Werkzeug aus seinem
- 10:00Kasten sind Bitterstoffe. Bitterstoffe.
- 10:03Ja, Lebensmittel wie Rucola, Chicoree, eine Grapefruit oder
- 10:08auch nur ein paar Oliven können den Heißhunger auf Süßes diesen
- 10:11Süßjeeper, wie er es nennt, oft sofort dämpfen.
- 10:15OK, guter Tipp. Und dann hat er noch diesen ganz
- 10:18konkreten Rat zum Koffein, der für viele einen riesen
- 10:22Unterschied machen kann. Versuch mal nach 14:00 Uhr
- 10:26keinen Kaffee mehr zu trinken, nach 2 mittags okay.
- 10:30Das gibt deinem Körper die Chance, den Cortisolspiegel zum
- 10:33Abend hin natürlich zu senken. Das Ergebnis ist oft ein viel
- 10:37tieferer, erholsamerer Schlaf, und der ist im Entzug Gold wert.
- 10:42Absolut. In seinem Artikel geht ja er
- 10:44dann auch noch auf diese typischen Mythen und Fragen ein,
- 10:47die man sich in dem Zusammenhang immer wieder stellt.
- 10:50Lass uns da mal n Paar durchgehen.
- 10:51Gerne. Da ist ja dieser eine Satz, den
- 10:54man ständig hört. Ich brauch jetzt aber Zucker für
- 10:57die Nerven, was ist da aus Gabriels Sicht wirklich dran?
- 11:02Das ist so ne klassische Halbwahrheit, die in die Irre
- 11:04führt. Gabriels Antwort darauf ist im
- 11:07Grunde ja für exakt 5 Minuten bekommst du durch den
- 11:10Dopaminkick eine winzige kurzfristige Belohnung.
- 11:13Aber nur kurzfristig. Genau.
- 11:15Aber wenn man das große Ganze betrachtet, ist genau das
- 11:17Gegenteil der Fall. Diese ständigen extremen
- 11:20Schwankungen des Blutzuckerspiegels erzeugen das,
- 11:23was er Neurostress nennt. Neurostress.
- 11:26Sie peitschen dein Nervensystem aus und belasten es maximal.
- 11:31Echte stabile Nerven kommen eben nicht von diesen Peaks und
- 11:35Crashes, sondern von einer gleichmäßigen, verlässlichen
- 11:38Energieversorgung. Okay nächster Punkt brauner
- 11:42Zucker versus weißer Zucker ist da irgendwas dran, dass der
- 11:46braune gesünder ist? Da ist seine Antwort ein klares
- 11:49und lautes Nein. Nein, das ist reines Marketing.
- 11:53Chemisch gesehen sind die beiden fast identisch.
- 11:56Brauner Zucker ist im Grunde nur weißer Zucker mit einer winzigen
- 11:59Spur Melasse dran, die für die Farbe sorgt.
- 12:02Ah OK, für deine Bauchspeicheldrüse und deinen
- 12:05Blutzucker macht das absolut 0 Unterschied.
- 12:07Die Reaktion des Körpers ist exakt dieselbe massive
- 12:11Insulinausschüttung. Gut zu wissen eine komplexere
- 12:15Frage ist die nach den Süßstoffen.
- 12:17Sind die eine gute Alternative? Hier ist die Antwort ein
- 12:21differenziertes Jein. Jein.
- 12:24Der klare Vorteil ist natürlich keine Kalorien, kein Zucker,
- 12:28keine Insulinreaktion. Der Blutzucker bleibt stabil,
- 12:32das ist gut, aber. Die Nachteile sind aber nicht zu
- 12:36unterschätzen. Es gibt Studien, die darauf
- 12:38hinweisen, dass der süße Geschmack allein schon
- 12:41ausreicht, um das Verlangen nach echtem Süßen im Gehirn
- 12:44aufrechtzuerhalten. Man bleibt also auf süß
- 12:47getrimmt. Genau, du trainierst deine
- 12:49Geschmacksknospen also weiter auf süß.
- 12:52Und ein anderer Punkt, der immer mehr in den Fokus rückt.
- 12:55Manche Süßstoffe scheinen das Gleichgewicht der nützlichen
- 12:58Bakterien in unserem Darm, das Mikrobiom, zu stören.
- 13:01O K. Gabriels pragmatische Empfehlung
- 13:03ist daher besser sind Wasser oder ungesüßter Tee.
- 13:07Und die letzte Frage, die viele umtreibt, was ist mit Obst?
- 13:11Das ist doch gesund, hat aber auch Fruchtzucker, hier macht er
- 13:14eine ganz entscheidende Unterscheidung, die zwischen der
- 13:17ganzen Frucht und dem Smoothie. In einem Apfel zum Beispiel ist
- 13:21der Zucker intelligent verpackt. Er kommt zusammen mit
- 13:24Ballaststoffen, Wasser und Vitaminen.
- 13:26Vor allem die Ballaststoffe wirken im Darm wie eine Bremse.
- 13:30Eine Bremse, das ist ein gutes Bild.
- 13:32Sie verlangsamen die Zuckeraufnahme erheblich und
- 13:35verhindern eine Insulinspitze. Das Problem bei Smoothies ist
- 13:39der Hochleistungsmixer zerstört genau diese wertvollen
- 13:42Faserstrukturen die Bremse ist weg.
- 13:45Die Bremse ist weg, der Zucker wird freigesetzt und schießt
- 13:48dann fast so schnell ins Blut wie aus einer Cola.
- 13:51Seine Faustvorregel ist. Also ganze Früchte sind super,
- 13:54Smoothies sollte man eher als flüssige Süßigkeit betrachten
- 13:58und mit Vorsicht genießen. OK, wenn wir das alles jetzt mal
- 14:01zusammenfassen. Die zentrale Botschaft, die bei
- 14:04mir hängen bleibt, ist sich um einen stabilen Blutzucker zu
- 14:07kümmern, ist kein weiteres Verbot, dass dir das Leben im
- 14:11Entzug noch schwerer machen soll.
- 14:13Ganz im Gegenteil, ganz im Gegenteil, es ist ein Akt der
- 14:16Selbstfürsorge. Es ist vielleicht sogar eines
- 14:20der mächtigsten Werkzeuge, dass du hast, um die körperlichen
- 14:23Entzugssymptome aktiv zu lindern, den Suchtdruck zu
- 14:26senken und wieder mentale Klarheit zu finden.
- 14:29Man füttert nicht länger den Affen auf dem Rücken mit anderem
- 14:32Zeug, sondern stärkt sich selbst von innen heraus.
- 14:35Sehr gut gesagt und an dieser Stelle möchten wir auch eine
- 14:38Bitte von Gabriel weitergeben. Das Projekt Nilix Berlin wird
- 14:43komplett allein von ihm privat finanziert und erstellt, er
- 14:47bekommt keine staatlichen Förderungen, weil er, wie er
- 14:50schreibt, eben über Tabus spricht, die sonst oft unter den
- 14:53Teppich gekehrt werden. Wenn dir diese tiefgehende
- 14:56Analyse also geholfen hat und du seine Arbeit wertvoll findest,
- 14:59würde sich Gabriel riesig über deine Unterstützung freuen.
- 15:02Absolut. Du kannst ihm helfen, indem du
- 15:05seine Beiträge. Pflege auf Social Media teilst
- 15:07oder seinen Podcast auf Plattformen wie Spotify oder
- 15:10Apple Podcasts bewertest. Jede Form der Unterstützung
- 15:14hilft ihm mit diesem Projekt, sich selbst und gleichzeitig
- 15:17anderen Betroffenen zu helfen. Es gibt da ein persönliches
- 15:20Motto von ihm, dass er auf seiner Seite teilt und das ihn
- 15:23antreibt, es lautet aus allem schlechten in seinem Leben etwas
- 15:28Gutes zu machen, ich finde das fasst die Motivation hinter
- 15:31diesem Projekt unglaublich gut zusammen.
- 15:34Das stimmt und das bringt uns zu einer abschließenden, vielleicht
- 15:38provokativen Frage an dich. Gabriel beschreibt, wie dieses
- 15:42Trio aus Zucker, Koffein und Nikotin den Entzug und die
- 15:45Regeneration sabotiert. Mhm das wirft eine größere Frage
- 15:49auf. Was ist dein persönliches
- 15:52tödliches Trio, welche vermeintlich harmlosen
- 15:55Gewohnheiten in deinem Alltag? Vielleicht ist es das ständige
- 15:58Scrollen am Handy bis tief in die Nacht.
- 16:00Der dritte Kaffee am Nachmittag, genau die dritte Tasse Kaffee am
- 16:04Nachmittag, um durchzuhalten oder die Netflix Serie, die dich
- 16:09vom Schlafen abhält. Welche dieser Gewohnheiten
- 16:12halten dein Nervensystem vielleicht unbewusst unter
- 16:16Dauerstress und verhindern, dass du wirklich zur Ruhe kommst und
- 16:20regenerierst? Ein Gedanke, den man definitiv
- 16:23mal mitnehmen kann. Vielen Dank, dass du dir heute
- 16:25die Zeit genommen und zugehört hast.
- 16:27Pass gut auf dich auf und bis zum nächsten Mal.