Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / #20 Folge 3: Mind-Hack: Wie du mit der NLP-Film-Technik deine schlimmsten Trigger entschärfst
Transcript
- 0:00Hallo und herzlich Willkommen hier bei uns.
- 0:02Schön, dass du heute wieder eingeschaltet hast, um dir Zeit
- 0:05für dich und ja, vielleicht für ein Thema zu nehmen, das dich
- 0:09auch beschäftigt. Wir schauen uns heute mal was
- 0:11Spannendes an, einen Artikel von nelix Berlin, das ist eine
- 0:16Website für digitale Suchtberatung und der Autor
- 0:19Gabriel, der stellt da eine Technik aus dem NLP vor, die
- 0:23sogenannte Filmtechnik. Unsere Mission heute sozusagen.
- 0:28Wir wollen zusammen verstehen, was dahinter steckt, wie das
- 0:32funktionieren soll und ob das vielleicht auch was für dich
- 0:34sein könnte. Also um mit diesen ja
- 0:37belastenden Erinnerungen oder triggern besser umzugehen, aber
- 0:41bevor wir da jetzt voll einsteigen, 1 ist echt wichtig
- 0:44zu wissen, finde ich Gabriel, also der Gründer von Nilix
- 0:47Berlin und der Autor von dem Artikel, das ist nicht einfach
- 0:50nur irgendein Theoretiker. Er ist selbst betroffen.
- 0:54Er teilt auf seiner Seite ganz offen seine eigene jahrelange
- 0:59Geschichte mit Sucht und Recovery und das Macht er total
- 1:02bewusst. Um dir auch zu zeigen, hey, du
- 1:05bist mit diesen inneren kämpfen, mit diesem Mist nicht allein,
- 1:09ihm geht es um eine echte Verbindung, um Erfahrungen aus
- 1:12erster Hand, also nicht Theorie von oben herab, sondern ja, was
- 1:16für ihn funktioniert hat, was vielleicht auch schwierig war,
- 1:19das ist so das Fundament seiner Arbeit da.
- 1:22Gabriel beschreibt das Kernproblem auch echt
- 1:24eindringlich. Wenn man lange Jahre sucht
- 1:26hinter sich hat, dann ist oft die Vergangenheit ja der größte
- 1:30Feind. Ein Geruch reicht manchmal ein
- 1:32Lied nur so n Gedanke und Zack, das Kopfkino geht los, der
- 1:36innere Film läuft ab und oft halt mit den schlimmsten Szenen
- 1:40ne die Überdosis, der Verrat, Demütigungen, all so was.
- 1:44Und das sind ja nicht nur Bilder, oder man fühlt das ja
- 1:47richtig im Körper. Die alte Panik ist wieder da,
- 1:49die Scham, der Schmerz, boah, und oft endet dieser Film dann
- 1:53mit diesem Gedanken, ich brauche jetzt Betäubung sofort, Gabriel
- 1:57nennt das die Kopffilme und die sind halt die mächtigsten
- 2:01Trigger, klar, weil die hast du ja immer dabei.
- 2:04Ja, genau das ist das echt tückische an diesen internen
- 2:07Triggern. Du kannst ja versuchen,
- 2:09bestimmten Orten oder Leuten aus dem Weg zu gehen, externen
- 2:13Triggern halt. Aber die Dinger, die entstehen
- 2:15ja im eigenen Kopf, da kann man nicht weglaufen.
- 2:18Und dieses Gefühl der Ohnmacht, das Gabriel beschreibt, das
- 2:21kennen ganz viele, als wäre man nur passiver Zuschauer im
- 2:25eigenen Horrorfilm, gerade wenn Trauma oder sucht eben ne Rolle
- 2:28spielen. Man fühlt sich seinen Gedanken
- 2:30irgendwie ausgeliefert. Aber, und jetzt kommt Gabriels
- 2:34zentrale Botschaft, und die finde ich schon stark, diese
- 2:37Erinnerungen, diese Filme, die sind nicht in Stein gemeißelt.
- 2:42Das ist nicht fix. Er sagt diese NLP Filmtechnik,
- 2:46die funktioniert quasi wie ne Fernbedienung, eine
- 2:49Fernbedienung fürs Gehirn, um die emotionale Lautstärke
- 2:52runterzudrehen klingt ja fast zu gut um wahr zu sein, oder ne
- 2:56Fernbedienung für schlechte Erinnerungen.
- 2:58Nicht das stimmt, aber die Grundidee, die hat tatsächlich
- 3:01eine wissenschaftliche Basis. Das Stichwort ist
- 3:05Gedächtnisrekonsolidierung, ganz vereinfacht gesagt.
- 3:09Jedes Mal, wenn wir eine Erinnerung bewusst abrufen, wird
- 3:12sie im Gehirn kurz instabil, sie wird quasi formbar, bevor sie
- 3:17wieder neu abgespeichert wird. Und genau in diesem kurzen
- 3:20Zeitfenster kann man die Erinnerung verändern.
- 3:23Das ist keine Esoterik oder so, sondern ein Prozess, der zum
- 3:26Beispiel in der Traumaforschung gerade ziemlich intensiv
- 3:29untersucht wird, eben um zu schauen, wie man die emotionale
- 3:32Wucht von traumatischen Erinnerungen reduzieren kann.
- 3:35Im Artikel steht ja auch diese Zahl, die schon heftig ist, bis
- 3:39zu 60% der Menschen mit PTBS, also posttraumatischer
- 3:43Belastungsstörung, entwickeln zusätzlich ne sucht.
- 3:46Ihre Erinnerungen sind oft extrem intensiv, fast wie live
- 3:50erlebt. Hypamnesie nennt man das, und da
- 3:52ist der Drang nach Betäubung natürlich riesig.
- 3:55Klar, deshalb ist das Management dieser Trägererinnerungen so
- 3:58zentral. Und auch wenn NLP als Methode
- 4:01manchmal diskutiert wird, die Idee, Erinnerungen aktiv zu
- 4:04bearbeiten, die finden wir ja auch in etablierten Therapien.
- 4:07KVT zum Beispiel, die kognitive Verhaltenstherapie etwa bei der
- 4:12Prolonge Exposure, wo man durch wiederholtes Erzählen versucht,
- 4:15die emotionale Ladung rauszunehmen.
- 4:18NLP geht da halt über die Veränderung der Struktur der
- 4:21Erinnerung ran, OK. Struktur der Erinnerung das
- 4:24klingt spannend. Wie soll das praktisch gehen?
- 4:27Gabriel erklärt das mit den Submodalitäten im NLP.
- 4:31Was ist das genau? Ja, submodalitäten man kann sich
- 4:36das vorstellen, wieso die einzelnen Regler an einem
- 4:39Mischpult für jede Erinnerung, jede Erfahrung hat ja
- 4:42verschiedene Qualitäten, wie wir sie wahrnehmen, visuell also ist
- 4:47das innere Bild groß oder klein, nah oder weit weg, bunt oder
- 4:52schwarz weiß. Hell, dunkel, scharf oder
- 4:56unscharf, dann auditiv gibt's Töne, Geräusche, laut oder
- 5:02leise. Woher kommt der Ton, ist es ne
- 5:05bestimmte Stimme, Musik und Kinästhetisch das ist das
- 5:09fühlen, wo im Körper spürst du was ist es heiß, kalt, ein Drück
- 5:15einziehen bewegt sich das Gefühl, ist es rau oder glatt
- 5:19und die Kernaussage im NLP dazu ist schon faszinierend, die.
- 5:23Die Emotion, die Wucht einer Erinnerung, die hängt angeblich
- 5:27weniger vom Inhalt ab. Also was passiert ist, sondern
- 5:31davon, wie diese ganzen Regler eingestellt sind.
- 5:34Eine schreckliche Erinnerung ist dann oft innerlich riesig, nah
- 5:38dran, laut, farbig, mit starken Körpergefühlen.
- 5:43Eine neutrale, eher klein, weit weg, leise, blass und die
- 5:48Filmtechnik will jetzt genau an diesen Reglern ansetzen und die
- 5:53bewusst verstellen. Ah OK.
- 5:55Und hier wird es ja richtig interessant.
- 5:57Gabriel sagt, Unser Gehirn und speziell das Suchthirn, wie er
- 6:01es nennt, das nutzt diese Filme auf 2 Arten, um uns
- 6:05auszutricksen. Einmal der Horrorfilm und dann
- 6:08die romantische Komödie. Der Horrorfilm, Das ist der
- 6:11Trauma Flashback eine schlimme Erinnerung, wird riesig
- 6:14projiziert in grellen Farben, ohrenbetäubend laut, Ziel
- 6:19massive Angst auslösen, die dich dann zum Konsum treibt, zur
- 6:22Betäubung und dann die romantische Komöte das ist die
- 6:25verklärte Erinnerung an den Konsum, der perfekte Rausch,
- 6:29total idealisiert, in leuchtenden Farben, mit toller
- 6:33Musik unterlegt, groß und einladend, und der Kater danach.
- 6:38Die Scham, der Streit, die werden einfach rausgeschnitten
- 6:41oder sind winzig klein. Im Abspann versteckt kennen wir
- 6:43ja. Ne, das ist ne sehr sehr
- 6:45treffende Metapher finde ich. Auch das Suchtgedächtnis, das
- 6:48arbeitet wirklich selektiv, es pickt sich die Rosinen raus, es
- 6:52verstärkt die positiven Aspekte vom Konsum oder die vermeintlich
- 6:56positiven und blendet die negativen Konsequenzen
- 6:59systematisch aus. Gleichzeitig können aber auch
- 7:02negative Erinnerungen die Horrorfilme als Trigger dienen,
- 7:05um den Konsum als einzigen Ausweg, als Fluchtweg zu
- 7:09rechtfertigen und beides zusammen.
- 7:11Diese beiden Mechanismen, die stabilisieren die sucht
- 7:14natürlich enorm. OK, krass, wie kann man da jetzt
- 7:17praktisch gegensteuern? Kommen wir mal zur Technik
- 7:20selbst. Gabriel beschreibt die Visual
- 7:22Kinaesthetic Dissociation, kurz VK dissociation.
- 7:26Aber ganz, ganz wichtig, und das betont er wirklich immer wieder,
- 7:30wenn du schwere Traumata hast, also ne diagnostizierte PTWS,
- 7:34mach das bitte niemals alleine, immer nur mit einem erfahrenen
- 7:38Therapeuten oder einer Therapeutin.
- 7:40Das Risiko einer Retraumatisierung ist sonst
- 7:42einfach zu hoch, OK, aber für belastende Erinnerungen, die
- 7:46jetzt nicht akut traumatisch sind in dem Sinne.
- 7:49Schlägt er folgende Schritte vor?
- 7:51Schritt 1. Der sichere Kinosessel du
- 7:54schließt die Augen und stellst dir vor, du sitzt ganz sicher
- 7:57und entspannt in einem Kinosessel.
- 7:59Du hast die Fernbedienung in der Hand du hast die Kontrolle
- 8:02dieser sichere Abstand ist total wichtig für den Prozess.
- 8:06Schritt 2 Film auf Leinwand jetzt lässt du die belastende
- 8:11Erinnerung diesen kopffilm als schwarz weiß Film auf einer
- 8:16Leinwand vor dir ablaufen, von kurz bevor die Situation anfing
- 8:20bis kurz danach wichtig. Du bist nur Beobachter.
- 8:25Du sitzt sicher im Sessel, schaust dir das an, das schafft
- 8:28Distanz, das ist die Dissoziation.
- 8:30Schritt 3 Submodalitäten ändern, das ist der Kern.
- 8:33Jetzt wird es aktiv mit deiner imaginären Fernbedienung fängst
- 8:37du an die Einstellungen dieses Films zu verändern, da kannst du
- 8:40richtig kreativ werden Spul den Film bildschnell vor und zurück,
- 8:44mehrmals leg alberne Musik drunter, Zirkusmusik oder sowas,
- 8:48mach das Bild total unscharf, dann wieder scharf.
- 8:51Verfremde die Stimmen, lass sie klingen wie Micky Maus oder ganz
- 8:54tief Spiel mit der Größe, lass den Film auf Briefmarkengröße
- 8:57schrumpfen, schieb ihn ganz weit weg in die Ferne, bis er
- 9:00vielleicht sogar verpufft. Es geht darum, diese
- 9:03ursprüngliche feste Verknüpfung von Bild, Ton, Gefühl zu
- 9:06zerlegen und anders, neutraler oder sogar absurd neu
- 9:10zusammenzusetzen. Okay also richtig damit
- 9:12rumspielen und dann Schritt 4 Integration und Test.
- 9:18Wenn du genug gespielt hast, öffnest du die Augen.
- 9:20Orientierst du dich im hier und jetzt mal tief durchatmen und
- 9:25dann versuchst du mal vorsichtig die Erinnerung noch mal
- 9:27aufzurufen und nimm wahr, was hat sich verändert, ist die
- 9:32emotionale Wucht weg oder zumindest geringer, wenn es noch
- 9:35nicht reicht, kannst du den Prozess auch einfach noch mal
- 9:37machen. Der Mechanismus ist also diese
- 9:39Kombination. Ja einerseits die Dissoziation
- 9:42dann. Das Betrachten von außen aus
- 9:44sicherer Position und dann die aktive Veränderung der
- 9:48sensorischen Qualitäten dieser submodalitäten Ziel ist nicht
- 9:52das Vergessen, das ist wichtig, sondern die emotionale
- 9:55Neutralisierung. Die Erinnerung soll ihre
- 9:58automatische Schockwirkung, ihre Triggerqualität verlieren, und
- 10:02ich sag's noch mal, weil es so wichtig ist, die Warnung
- 10:05bezüglich PTBS ist absolut zentral.
- 10:07Sicherheit geht immer vor im Zweifel professionelle Hilfe
- 10:11suchen. Absolut.
- 10:13Gabriel hat in seinem Artikel auch einen FAQ Bereich, der ist
- 10:16super hilfreich. Lass uns da mal n paar Fragen
- 10:19durchgehen, so als hättest du sie uns gerade gestellt.
- 10:22Zum Beispiel ist das nicht einfach nur Verdrängung was man
- 10:25da macht. Mhm ja, die Frage kommt oft, ist
- 10:29auch nachvollziehbar, aber nein, ist es eigentlich eher das
- 10:32Gegenteil von Verdrängung? Verdrängung ist ja meistens
- 10:35unbewusst. Man schiebt was weg, will es
- 10:37nicht fühlen, nicht sehen, das brodelt dann auf dem Untergrund
- 10:40weiter. Diese Technik hier ist aber ein
- 10:42bewusster Prozess. Du schaust dir hin zwar aus
- 10:45sicherer Distanz vom Kinosessel aus, aber du konfrontierst dich
- 10:49mit der Erinnerung und dann veränderst du aktiv die
- 10:52Struktur, die Art, wie die Erinnerung gespeichert ist, um
- 10:55ihr die emotionale Macht zu nehmen.
- 10:57Es ist eher ein entwaffnen als ein Verbannen.
- 11:00Ah okay entwaffnen, nicht verbannen, gutes Bild, nächste
- 11:04Frage, lösche ich die Erinnerung, damit vergesse ich,
- 11:08was passiert ist. Nein, auch das nicht.
- 11:11Das ist nicht das Ziel und das passiert auch nicht die Fakten,
- 11:15also das Wissen darum, was war, das bleibt ja, was sich ändern
- 11:18soll, ist diese automatische emotionale Überflutung, die
- 11:23Angst, die Scham, die Trauer, die dich sonst vielleicht
- 11:26überrollt, wenn die Erinnerung kommt, du erinnerst dich
- 11:29weiterhin, aber es soll dich eben nicht mehr so krass
- 11:31emotional umhauen, Gabriel hat da dieses schöne Bild.
- 11:35Aus einer offenen Wunde wird eine verheilte Narbe.
- 11:38Man sieht sie noch, sie erinnert einen vielleicht, aber sie tut
- 11:42nicht mehr bei jeder Berührung weh.
- 11:44Hm. Und ganz wichtig für unser Thema
- 11:47sucht funktioniert das auch bei den schönen verklärten
- 11:51Drogenerinnerungen, also bei diesen romantischen Komödien.
- 11:55Ja, absolut. Das ist sogar eine zentrale
- 11:59Anwendung, finde ich. Du kannst diesen glorifizierten
- 12:02Film vom perfekten Rausch ganz gezielt bearbeiten.
- 12:06Mach ihn schwarz, weiß, mach ihn leise, klein, unscharf, Spiel
- 12:11damit rum, bis er seine Anziehungskraft verliert und
- 12:14dann, das ist der Clou, fügst du den Film vom Kater danach hinzu,
- 12:19vom Streit, von der Scham, von den negativen Konsequenzen und
- 12:23diesen Teil, den machst du dann groß, laut und in Farbe.
- 12:27Du korrigierst sozusagen die Propaganda vom Suchthirn und
- 12:31stellst das Gesamtbild wieder realistischer her, mit Betonung
- 12:34auf dem, was wirklich danach kam.
- 12:36Dicker Punkt und zur Sicherheit noch mal die Frage, Was ist mit
- 12:40schweren Traumata oder PTBS. Da können wir es nicht oft genug
- 12:44sagen, nur mit einem erfahrenen Therapeuten oder einer
- 12:47Therapeutin, wirklich? Alleine besteht bei schweren
- 12:51Traumata einfach die Gefahr, dass man sich überfordert, dass
- 12:54alte Wunden aufreißen, dass man retraumatisiert wird.
- 12:57Diese Technik ist ein Werkzeug, ja, aber sie ist kein Ersatz für
- 13:01eine professionelle Traumatherapie, wenn die eben
- 13:04angezeigt ist. Genau.
- 13:06Und vielleicht noch die letzte Frage aus dem FAQ.
- 13:10Wie oft muss ich das machen? Tja, das ist total individuell,
- 13:15es gibt keine feste Regel. Manchmal reicht wohl eine
- 13:18intensive Anwendung, gerade bei Themen, die vielleicht nicht
- 13:21ganz so tief sitzen, bei sehr hartnäckigen alten
- 13:24Erinnerungsfilmen braucht es vielleicht Wiederholungen,
- 13:27Geduld ist da gefragt, entscheidend scheint zu sein,
- 13:30wie intensiv man sich auf den Prozess einlässt und wie sehr
- 13:34man wirklich in diese Regisseurrolle geht.
- 13:36Gabriel zieht am Ende seines Artikels ein echt starkes Fazit,
- 13:40finde ich. Er sagt Heilung heißt nicht die
- 13:42Vergangenheit zu löschen oder zu verbrennen.
- 13:45Sondern zum Kurator des eigenen Inneren Museums zu werden,
- 13:49selbst zu entscheiden, wie die Bilder hängen, welche man groß
- 13:52und welche klein macht. Er sagt, er sieht sich nicht
- 13:55mehr als Opfer seiner Erinnerungen, die schlimmsten
- 13:58Szenen von früher, die sind jetzt für ihn wie kleine Schwarz
- 14:01weiß Bilder in einem Archiv. Er weiß, sie sind da, er kann
- 14:05sie anschauen, wenn er eine Lektion daraus braucht, aber sie
- 14:08überfallen ihn nicht mehr aus dem nichts, es geht um
- 14:11Selbstermächtigung, darum, die Fernbedienung für das eigene
- 14:15Kopfkino zurückzuerobern. Das ist der entscheidende Punkt,
- 14:18glaube ich. Es geht um die Wiedererlangung
- 14:21von Kontrolle über das eigene Erleben, die Vergangenheit ist
- 14:25passiert, klar, aber wie wir sie heute im Kopf erleben, wie sie
- 14:29uns beeinflusst, das ist eben potenziell veränderbar.
- 14:33Und die Frage für dich als Zuhörer ist ja, vielleicht gibt
- 14:36es da innere Filme in deinem Kopf, bei denen du auch gerne
- 14:39mal wieder die Regie übernehmen möchtest.
- 14:41Ja genau, und wenn Dir dieser Einblick hier gefallen hat, wenn
- 14:46du die Arbeit von Nilix Berlin wertvoll findest, dann würde
- 14:49sich Gabriel riesig über deine Unterstützung freuen.
- 14:53Du kannst Gabriel helfen, indem du vielleicht diesen Beitrag
- 14:56hier auf Social Media teilst. Oder diese Analyse auf
- 15:00Plattformen wie Spotify oder Apple Podcasts bewertest und
- 15:04Likest. Das hilft ungemein.
- 15:06Das Projekt Nilix Berlin wird nämlich komplett allein von
- 15:09Gabriel finanziert und auch erstellt, jede Form der
- 15:12Unterstützung, sei sie noch so klein, hilft Gabriel wirklich
- 15:16dabei, mit diesem Projekt sich selbst, aber eben auch anderen
- 15:19Betroffenen zu helfen, sein persönliches Motto, das ihn
- 15:22antreibt, ist aus allem schlechten in seinem Leben etwas
- 15:26Gutes zu machen, finde ich stark.
- 15:29Ja, und damit sind wir für heute am Ende vielen Dank, dass du dir
- 15:33die Zeit genommen hast und uns zugehört hast.
- 15:35Das war unser genauer Blick auf Gabriels Artikel zur NLP
- 15:40Filmtechnik. Genau, vielleicht hat es dich ja
- 15:42ein bisschen inspiriert, anders über deine eigenen Erinnerungen
- 15:45nachzudenken und vielleicht auch die Möglichkeiten zu sehen, die
- 15:49darin liegen, die eigene Wahrnehmung zu gestalten.
- 15:52Pass gut auf dich auf. Und vielleicht noch so ein
- 15:55kleiner Gedanke zum Mitnehmen für dich.
- 15:57Welchen kleinen Film in deinem Kopf könntest du vielleicht
- 16:00heute schon mal versuchen, ein ganz klein wenig leiser zu
- 16:03drehen oder das Bild etwas blasser zu machen, so als erster
- 16:06kleiner Schritt auf dem Regiestuhl?
- 16:08Bis zum nächsten Mal mach es gut.