Latest / SOMMELIER / Hans Stefan Steinheuer – Aus Liebe zum Wein
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- 0:00Hallo, hier ist Paul Fürst, Winzer aus Bürgstadt am Main. Wir bewirtschaften mit unserem
- 0:19Sebastian und der Familie unser Weingut vorwiegend mit Spätburgunder. Sicher ist Stefan Steinheuer,
- 0:26einer der wichtigsten Entwickler der Kastronomie Kultur in Deutschland. Und für uns sind Hans
- 0:32Stefan und Gabi, aber auch ganz langjährige Freunde und Wegbegleiter. Wir haben uns ja schon in den
- 0:38frühen 70er Jahren kennengelernt. Das war noch die Zeit, in der Dieter Müller in den Schweißersturben
- 0:43gehochte. Über Inker Holland kam ich auch früh mit Stefan, Petros Hanfors und Michael Bader in
- 0:49Kontakt und konnte so sehr frühe Eindrücke im Umfeld der Spitzenkastronomie gewinnen.
- 0:54Später hatten wir dann auch im Umfeld der schönen Resserteur des Vergnügen vieler gemeinsamer Events
- 1:01und privater Begegnungen und zwar auch mal in Kalifornien und in Südafrika. Hans Stefan ist
- 1:09ja einer der allerbesten Töche, der über ein unglaubliches Weinwissen verfügt, was sich auch
- 1:14in der Weinkarte der alten Post ausdrückt. Und es gibt nur ganz wenige Chefs, welche der
- 1:19genial auf Weine zukommen können. Und wir haben uns immer gefreut, wie geradezu genial Hans Stefan
- 1:27die Wein jetzt beste Licht setzen kann. Und den Aufschwung des Arweins und den Aufschwung der
- 1:33deutschen Spitzenweine an sich haben Hans Stefan und Gabi intensiv begleitet und sehr viel zur
- 1:39Entwicklung beigetragen. Wir wundern uns auch immer über die gute Zunge und die gute Kondition
- 1:45bei Weinproben, wobei ich noch nie gesehen habe, dass Hans Stefan je eine Schluckwein ausgespuckt
- 1:51hätte. Bei unseren Besuchen und vielen Weindiensten war von vornherein klar, dass nach dem Service noch
- 1:59bei einem guten Flaschen das Zusammenkommen ordentlich gefeiert wird. Was ich auch immer ganz
- 2:04besonders fand und auch heute noch finde, ist die handgeschriebene Speisenkarte von Gabi. In der
- 2:10gleichen fässigen Schrift wie damals schon in den Schweizer Stuben, wo ich froh bin, immer noch
- 2:16eine zu besitzen. Dass sie auch unsere Kinder und Nachfolge kennen und gemeinsam Fachsimpel und
- 2:22Feiern finde ich auch super. Ich freue mich auch schon auf unser nächstes Wiedersehen in Bürgstadt
- 2:27oder Heppingen oder wo immer und es geht sicher auch um Essen und Wein. Ich wünsche Ihnen weiter
- 2:34viel Spaß bei Ihrem Podcast.
- 2:37Herzlich willkommen zu einer Sonderausgabe von Sommelier, die interessantesten Weinkeller
- 3:03unserer Zeit mit dem Namen Sommelier & Friends. Ich liebe diese Szene und es gibt so viele Menschen,
- 3:11die Sommys begleiten, beeinflussen, beeindrucken und natürlich prägen. Und einer dieser ist Hans
- 3:18Stefan Steinheuer, unser heutiger Gast, einer der renommiertesten Sterneköche unserer Republik. Aber
- 3:24darüber hinaus, das ist natürlich für uns interessant, einer der größten Weinexperten unserer
- 3:29Republik, einer der dieses Thema Wein schon vor 30 Jahren aufgegriffen hat, als man in der Ahr noch
- 3:34süßen Rotwein getrunken hat. Und seine Geschichten, seine Gedanken zum Thema Wein, zum Thema Sommys
- 3:40fand ich so unfassbar interessant. Bevor wir ins Gespräch einsteigen, möchte ich mich ganz herzlich
- 3:46bei unserem Partner der Schlumberger Gruppe mit den Handelshäusern Segnetz, Konzio Vini,
- 3:51Schlumberger und dem Privatkundenportal Bremer Weinkolleg aus aller Herzlichste für die
- 3:56händische und wirtschaftliche Unterstützung bedanken. Und dank ihnen ist er heute hier.
- 4:01Herzlich willkommen lieber Herr Hans Stefan Steinheuer!
- 4:04Wann ist für Sie ein guter Sommys?
- 4:10Ich glaube, von einem Sommys muss ich schon erkennen, dass er nicht nur dieses fachliche
- 4:24Wissen hat, sondern dass er auch, sag ich mal, eine große Kenntnis hat, auch probiert hat,
- 4:33sag ich mal große Weine, nicht nur teure Weine, aber auch das, was wir so ein bisschen unter
- 4:40Klassik verstehen, dass das auch ein Fundament ist, aus dem man da schöpft und kann dann sagen,
- 4:47was sich dann eher wieder umkehrt, was ich dann nicht so mag ist, wenn ich Weine empfohlen
- 4:55bekomme, die ja, wie soll man es sagen, ohne dem zu nahe treten zu wollen, die wirklich
- 5:03so ein Einzelgeschmack sind. Ich habe irgendwo einen Wein, ich habe einige erlebt, die immer nur so
- 5:09Spezialweine hatte, die sie irgendwo probiert und ausgesucht hatten und die das dann umgegeben
- 5:17unbedingt weiter empfehlen müssten, aber ich fand den Wein nie groß genug, um dort einen
- 5:22Hype um so was zu machen. Also bin ich eher orientiert auf dieser klassischen, erklärenden
- 5:30Weise und auch des Probierens, der Tiefe des Weines oder des Gehaltes usw. und da gibt es ja sicherlich
- 5:43einige, die so orientiert sind, auch so ein Leitbild wie ein Zertstups in Illhäusern. Das sind
- 5:53so Sommeljes, die vertraue ich, weil die auch sehr schnell merken, was will der Gast trinken,
- 6:02bevor er zu, wo geht denn seine Geschmacksrichtung hin, wohin gegen mich bei manchen habe ich mich
- 6:11mal auf die Weinempfehlung zu großen Menüs oder öfters auch mal eingelassen und das mitgegangen
- 6:17und dann hat mir dann tatsächlich einen Wein, eine Flasche Wein bestellt, die ich trinken mochte.
- 6:23Wenn mir das zu explizit war und das erklärt dann außer ich mal so nicht den Sommelje,
- 6:33aber in der Richtung, in der ich beraten werden möchte. Also es harbert bei den meisten Sommeljes
- 6:39eigentlich der Menschenkenntnis, wenn man sie ja dann in dem Augenblick nicht verstanden hat,
- 6:43nicht interpretiert hat, weil sie ja in ihren Aussagen schon sehr klar sind und wahrscheinlich
- 6:47das eben auch ganz gut artikulieren können. Vielleicht in der Einschätzung, aber auch in,
- 6:54ich erkenne da zum Teil mangelnder praktische Erfahrungen. Die haben einfach zu wenig probiert
- 7:04und sind auf einem Weg, den sie für sich halt eben individuell beschritten haben, aber der
- 7:11mich nicht trifft. Also wenn ich mir die deutsche Gastronomie-Landschaft nicht nur jetzt,
- 7:15auch schon vor 20 Jahren anschaue, sind die meisten Sommeljes 25 bis 30 Jahre, geht das eigentlich?
- 7:21Also ah, dass man die Menschenkenntnissen, dass man auch diese Weinerfahrung hat und dann jemand,
- 7:26wie sie als Gesprächspartner, als Gast hat und dem so. Wir haben da ein ähnliches Problem
- 7:32bei uns in den Küchen. Ich komme aus einer Zeit, da hat man mindestens zehn Jahre gearbeitet,
- 7:41gehabt, e.g. zu Chef wurde. Oder wenn man Posten Chef wurde, dann hatte man nach der Ausbenutzschuhe
- 7:47mal zwei, drei Jahre Erfahrung. Heute ist das aufgrund des harten Wettbewerbs oder reden
- 7:55wir unter Kollegen, unter den Kochkollegen sehr viel darüber. Heute kommen die sehr schnell
- 8:02in Positionen, denen sie eigentlich schon nicht gewachsen sind. Wenn ich eine Chefposition oder
- 8:09eine Sue Chefposition oder eine Posten Chefposition, da muss es schon auch ein Fundament da sein,
- 8:16was mich befähigt, auch mich mehr einzubringen. Das geht über Bestellungen, das geht aber auch
- 8:23über eine gewisse Kreativität, eine Eigenständigkeit, etwas dazu beizutragen. Vielleicht kann man
- 8:33schon sagen, da ist Gott sei Dank, es sind sehr viele junge Leute, so sommer die es ausgebildet
- 8:39wurden, aber denen fehlt einfach die fachliche Reife. Und auch die menschliche Reife vor allem.
- 8:44Sie hatten zum Glück immer ein ganz gutes Händchen für ihr Eigenshaus, dass sie damals
- 8:48Sebastian, oder wegen der Engagierte haben, der ja nicht so überpräsent als Sonny war,
- 8:54sondern im Monkey ist ein super Job gemacht hat, aber eben noch nicht diesen großen Namen
- 9:00hatte, den er heute hat, aber sie haben den gesehen, sie haben den Menschen noch die Erfahrung
- 9:03darin gesehen. Ja, aber der hat den auch den Betrieb gesehen. Nur gesagt hat, okay, da
- 9:09gibt es eine gewisse Klassik, da ist eine tolle Weinkarte, da treffe ich auf dem Lande
- 9:14noch mal nicht wie in einem Frequenzort wie Monkey Düsseldorf, der eben auch nationales,
- 9:21internationales Publikum einfach so eintritt. Hier kommen Menschen hin, die sich für dieses
- 9:29Thema speziell interessieren. Und dann muss man sagen, das ist ein hochintelligenter Mensch
- 9:35und alleine das ist sicherlich auch ein Menschenkenner zumindest über seine Germanistik,
- 9:45oder ob es seine Philosophie, oder ob es seine Art und Weise, aber er konnte schon sich in
- 9:52dieses Thema dann auch wie wir es spielen wollten, immer dieses Harmonie der Aromen,
- 9:58Harmonie von Wein zu gerichten. Und wir sind ja in unserer Küche auch nicht so konträr,
- 10:04ja, insofern haben wir immer auch Harmonien gesucht, ja, auch im Wein. Ich muss allerdings
- 10:11sagen, also da vor war ja Herr Ritter bei uns auch acht Jahre und das war auch ein sehr
- 10:18feiner und ruhiger Mensch, der hier auch perfekt gearbeitet hat, ja. Ja, und da vorbei natürlich
- 10:24meine Frau war die nicht gelernte, aber sommerliere, ja, die eigentlich auch hier im Haus trotz
- 10:31aller Sommerliers eigentlich den meisten Wein verkauft hat, ja. Wie kam das bei Ihnen, dass
- 10:37Sie so diese Weinaffinität haben? Aus dem Landgasthof, der es ja einst war, den Sie
- 10:43dann übernommen haben, da haben Sie ja die Weinseele reingebracht. Der Gut, den Land
- 10:49oder den Gasthof der Eltern, muss man sagen, da bin ich ja dann schon mal, als ich in den
- 10:54Schweizer Stuben gearbeitet habe und da war ja Andreas Schmidt und Aladad Schmidt waren
- 11:00ja hochpassionierte Weinsuchende, die ja wirklich auf Franken als Weinland groß gemacht haben
- 11:07mit und Aladad Schmidt ging in den Anfang 80er Jahren auf Reisen, er hatte dann, gab es dann
- 11:15Freundschaften zu Pimont. War ja einer der Ersten, die auch Pimont nach Deutschland gebracht
- 11:21haben. Genau, und wir waren dann schon quasi wir als Chefdepartys, wir wurden dann eingeladen
- 11:27anschließend, wurde ein Kochbuch geschrieben über Alba, über Pimont, über Weiße Trüffel,
- 11:32über Gerichte und wir haben das dann umgesetzt mit den Schweizer Stubenkennnissen und ja,
- 11:38aber wir waren dann auch schon bei Cesare 82 und Anfang 82 und da briet das Zicklein im
- 11:47Rohr und wir haben damals schon 67 und 61 Giacosa und Gaia gegeneinander getrunken
- 11:55mit Giacosa den roten Etiketten, die Reservers. Dann ging das weiter, dann haben wir wie gesagt
- 12:02diese Besuche, da sind wir dann zum ersten Mal zu Renato Ratte zu einigen sehr, sehr guten
- 12:06Winzern gefahren, auch Giacosa, Seraphino Levy, die Schnäpse und so, ja und dann ging es
- 12:14weiter mit der Toscana und dann hatte man mal, ich war ja dann in der Suche-Chef-Position,
- 12:19also mit das kamen dann schon mal 30 Flaschen Biondi Sante auf den Tisch und die wurden
- 12:24mal probiert, also insofern ist man dann da ganz stark in diesem Thema drin gewesen,
- 12:31abends wurde auch noch mal was probiert und du lernst, dass man die Welt des Weines kennen,
- 12:38Franken dazu und man muss sagen, ich kamen 70er Jahre aus dem Ahrtal, die Weine waren
- 12:45ja dann alle noch relativ süß, es war keine Qualität, ich brachte dann schon mal aus
- 12:50einer Auslese spät begonnen, aus dem Keller meines Vaters in die Schweizer Stufen, merkte
- 12:55aber, das interessierte gar keinen. Als ich dann später hier selbstständig war und lernte
- 13:01ja sehr früh den Werner Nekel kennen, einer der ersten Begegnungen, da hat man direkt
- 13:06gemerkt, der hat eine Idee, da passiert etwas Neues, da sind die Weine trocken, der ist
- 13:13weitem noch nicht an seinem Punkt, wir waren hier auch nicht, aber wir beide konnten hier
- 13:18was bewirken und haben uns dann auch, wir sind dann auch sehr früh gemeinsam schon auf Weinreisen
- 13:24gegangen, ich war, waren dann 6 oder 97 und bei Henri-Gerrier im Begrund, also dann überall
- 13:31Frenzel, der das damals ermöglicht hat und haben dort Le Flay und alle besten Winzer
- 13:37kennengelernt zu und dann kam immer mehr Liebe dazu, ja, kam immer mehr Liebe dazu, also
- 13:43ich kam als 18-Jähriger, 19-Jähriger hatte ich Trang, ich trang Lambo-Sco und dann habe
- 13:49ich mit meinem Freund Carl-Josef Fuchs vom Spielweg, haben wir uns mal beim Italiener
- 13:55verabredet und dann sagte der, um Gottes Willen was trinkst du, der war Baden, der trank natürlich
- 14:00Barbera trocken, so gab's Step by Step Garts, verändert er sich natürlich oder verändert
- 14:10er sich, der Verbesserte der Weingeschmack und man erkannte das und bekam immer mehr
- 14:15Gefühle und ich dachte, seit diesen 40 Jahren habe dann auch als Selbstständiger sehr früh
- 14:21angefangen eine gute Weinkarte aufzubauen. Die ja recht schnell legendär war, also schon
- 14:27eine der Ausnahmeweinkarten in Deutschland, also neben der Traube, neben, dann später
- 14:32auch hier auf Müller hatten sie ja auch so Mitte der 90er Jahren waren wir schon sehr,
- 14:37sehr gut bestückt. Ja auch erstaunlich, dass sie als Kocht damals in den Schweizer Stuben
- 14:42mit an die Hand genommen wurden, die Weinreise mitmachen durften und dabei auch Interesse
- 14:46gezeigt haben. Ja aber da hat ja Adderbert Schmidt oder auch Andreas Schmidt, die haben ja damals
- 14:52schon gemerkt, man muss auch auf die Weine zukaufen können, oder die Gerichte müssen
- 14:58dann auch zu den Weinen passen können, ja das hat ja schon sehr von der Geschmacklichkeit
- 15:05sehr früh erkannt. Was ich sehr schade finde, dass viele Köches nicht können oder keinen
- 15:10Sinn für Wein haben, weil es ja eigentlich eine Aromenerweiterung ist. Man lernt andere
- 15:13Welten kennen und hat eine andere Art des Genusses und kann es nochmal anders ergänzen.
- 15:19Ich finde auch, die Küche muss sich manchmal auch etwas zurücknehmen, um den Wein die
- 15:27Chance zu geben, diese Harmonie eingehen zu können, ja, da kann man nicht mit zu vielen
- 15:32Prekären gegeneinander arbeiten, Aromen oder Gewürzen arbeiten, ja, sonst hat der im
- 15:38System, ist das schade für den Wein, ja, der kann nicht wirken, der kann nicht und ich
- 15:42bin ja, gibt ja nun einige, früher noch mehr, es hat sich ein bisschen angeglichen, Gäste
- 15:50oder auch Journalisten, die meinten, man müsse große Weine immer ohne Essen trinken, da bin
- 15:54ich natürlich ohne zu essen, ohne ein Gericht dazu zu haben trinken, da bin ich natürlich
- 16:00ganz anderer Meinung, weil ich das so oft erlebt habe, wie ein Wein, es schafft ein Gericht
- 16:08zu heben und ein Gericht, es schafft einen Wein ins Szene zu setzen, ja, das haben sie
- 16:13jetzt somit natürlich als Profi auch oft erlebt, ja, aber uns haben es dann auch, wir haben
- 16:21Gäste davon überzeugen können, ja, die es dann, die es dann wirklich wahrnehmen konnten,
- 16:28ja.
- 16:29Das ist ein wirklicher Erlebnis, also auch wenn man manchmal innehält, die beide miteinander
- 16:33kombiniert und eine Aromebene trifft, die man vorher niemals irgendwie hätte eruieren
- 16:40können, sowohl im Wein als auch im Gericht, als auch aus der Kombination der beiden und
- 16:44das ist ein Punkt, den man einfach sonst missen würde und das überrascht auch jeden von
- 16:49uns immer wieder, egal wie lange wir in der Branche sind, wo man sagt, wow, das ist das
- 16:53jetzt.
- 16:54Und jetzt ist es ein weiterer Punkt des Genusses, der vielleicht vor 30 oder vor 40 Jahren
- 17:01gar nicht so ergründet war.
- 17:02Glauben Sie, es kann irgendetwas anderes außer Wein, also könnte sowas eine Spirituose,
- 17:08könnte sowas Tee, könnte sowas eine Limonade oder irgendetwas oder ist Wein da einzigartig
- 17:14in der Art, dass er zum einen diese Tiefe in den Aromen, als ihm auch diese Faszination
- 17:21in sich trägt?
- 17:22Ich bin, das haben wir ja nun oft genug gemacht, dass man sicherlich auch, nehmen wir mal
- 17:27rum, mit rum kann man ganz viele Variationen spielen, kulinarische.
- 17:32Ich glaube, Saft ist zu eindimensional, ist sehr schnell erkannt, aber der Alkohol bringt
- 17:43eigentlich auch diese Virtuosität, vor allen Dingen auch diese Momente von Oxidation, von
- 17:50Reduktion, von wie das spielen kann und auch zu welcher Zeit es spielen kann und ja,
- 17:58oder auch wie präsent ein Wein ist oder wie wenig präsent oder wie der wenig präsente
- 18:04Wein sich dann doch öffnet, weil er zum Gericht halt eben eine ganz andere Wahrnehmung freilässt.
- 18:12Auch davon getragen wird oder eben oftmals geöffnet wird, hatten Sie damals Werner
- 18:17Nägel bereichert oder Werner Nägel Sie bereichert oder kann man das gar nicht so sagen?
- 18:20Es war ja schon eine legendäre Zeit, in denen viele Dinge komplett in der deutschen Gastronomie
- 18:27Szene, auch in der deutschen Wein Szene verändert wurde, um 95 bis 2000.
- 18:32Das ist ja der ganze Winzerjagen, der zum Teil Seiteneinsteiger, zum Teil dann auch
- 18:38Geisenheimer schon, ja.
- 18:39Geht für mich so im Spätpunkt vom Bernd Philippi bis zu Werner Nägel, Werner Knipser.
- 18:46Der junge Bruder, dann muss man den alten Salbei auch Joachim Heger und die ja auch sehr früh
- 18:55dabei waren, dieses Barrikvorm gegründet haben, wo man eigentlich auch erstens war,
- 19:02das hier nur eine Rechtwärtigung, wir arbeiten mit Barrik, das war in Deutschland so unbekannt,
- 19:08vielleicht war es damals auch oft viel zu massiv eingesetzt, da ist ja in den letzten 40 Jahren
- 19:15wahnsinnig viel gelernt worden, aber diese, all um diese 50er, 53er Jahrgänge oder 49,
- 19:2453er, 54er Jahrgänge, die haben ja in Deutschland etwas geschaffen, was ja auch anderen Trauben
- 19:34als dem Riesling ein neues Fundament gegeben hat.
- 19:39Wir müssen natürlich, dass die J. J. Brümmster das losen, also diese alt-erwürdigen Weingüter
- 19:46wie Weil und auch Eger Müller oder so, das ist ja Riesling, außerartig, restsüß,
- 19:57alt-sensationell, aber zum Menü zum Essen immer kompliziert einsetzbar.
- 20:08Ist es so?
- 20:10Ja, weil der restsüße Riesling muss ja ganz bestimmte Indikatoren haben, um zu einem
- 20:21Dessert oder zu Gänseleber zu passen.
- 20:23Da hat ja der restsüße Wein, nehmen wir zu Tärren mit mehr Alkohol, zu Gänseleber
- 20:30ja eine viel größere Chance.
- 20:32Andere Potenz auch, um die mit der Fettigkeit klarzukommen.
- 20:34Ja, gegen steht oder da mit steht.
- 20:37Bei einem 7, 7,5%igen Restsüß, man muss ja schon in TBAs gehen eigentlich, die dann
- 20:4920, 30 Jahre alt sind, die sich schon leicht färben oder eisweinen, wo man dann die richtigen
- 20:55Kombinationen zu, auch immer wieder Unterschied.
- 20:58Man muss also, aber sobald dann Gänseleber zum Beispiel mit Pilzen kommt, ist Riesling
- 21:05restesüß schwierig.
- 21:06Ja, braucht man Gewürznoten, die vom Simmel, ja, so bin ich ja, oder von dem Gewürztraminer
- 21:12kommen oder irgendeine aus der Richtung.
- 21:14Ja, und bei Desserts mit Süße, auch den Einsatz schwer.
- 21:22Also musste man ja einfach mal in deutschen Wein, mal mit Traubensorten kommen, wie Weißbegunder,
- 21:31vielleicht Graubegunder, dann auch Spätbegunder, der ja damit, er in diesem Anfang Mitte
- 21:3880 Jahren erstmal eine Aufmerksamkeit bekommen hat in Deutschland.
- 21:43Und dann nehmen sie nochmal die Unterschiede zwischen Spätbegunder und Slade, also auch
- 21:49Schiefer oder Spätbegunder auf Kalk.
- 21:53Ja, mit allem, was da passiert, ist mit lieberen, mit Holzeinsatz, mit wenig.
- 22:01Also da diese Pionierarbeit, ja, aber mal um auf die Frage zurückzukommen, Werner Neckel
- 22:06und ich, wir haben uns 84 kennengelernt und haben seitdem eigentlich dann zehn Jahre
- 22:11lang ganz, ganz viel Gemeinsam gemacht.
- 22:13Wir haben gemerkt, dass wir diese kleine Region, dieses Spätbegundertal nach außen tragen
- 22:20müssen.
- 22:21Und das ist uns dann auch mit viel Unterstützung gelungen, weil wir irgendwo, ich würde sagen,
- 22:28zum Teil in der ganzen Welt, dieses Thema eben auch bei Verkostung und zu den ich auch
- 22:34gekocht habe, dann weiter tragen konnten.
- 22:37War das reiner Patriotismus oder haben Sie die Größe, oder ich meine die Größe in dem?
- 22:42Liebe zur Heimat immer.
- 22:43Ja.
- 22:44Ich meine, ich hätte ja, nachdem ich Suche bei Dieter Müller in den Schweizer Stuben war,
- 22:48einige Jahre, hätte ich auch die Frage stellen können, gehe ich jetzt mal nach Köln oder
- 22:53Düsseldorf oder so, aber das kam für mich nie in Frage.
- 22:56Ich hatte zwar dieser kleine Gast auf der Eltern, den ich versprochen hatte, dahin zurückzukommen
- 23:00und meine Frau Gott sei Dank mitging.
- 23:02Und damit, ja, mit Anfangs-Schwierigkeiten halt eben auch finanzieller Art erstmal ein
- 23:11Investment zu finden, ja, für so einen kleinen Betrieb.
- 23:13Das haben ja viele junge Kollegen erlebt, wenn sie die Betriebe der Eltern übernahmen,
- 23:19ja, erst mal wieder was Neues zu bauen.
- 23:21Ja, aber dann halt eben auch direkt den Zuspruch der Gäste zu haben.
- 23:28Und das hat wir an der Nähe genauso erlebt.
- 23:30Wir haben dann auch Veranstaltungen gemacht, wo wir seinen Keller mal umgedreht haben
- 23:34und haben dann da drei Tage lang für jeweils 150 Gäste gekocht.
- 23:39Haben alles hier aus dem Haus getragen, was wir hatten und er hatte alles und haben da
- 23:45eigentlich in den Jahren auch unser, ja, unser Stammpublikum gefunden.
- 23:49Das ist ja immer wieder unterschiedlich.
- 23:51Es ist in einer Stadt wie Berlin oder Dresden, die vielmehr von außen kulinarisch belebt
- 23:57werden, in so einem Form von Gästen.
- 23:59Und hier hat man natürlich mit Köln-Düsseldorf bis in den Westerwald, vielleicht fast
- 24:06bis Wissbaden und hat man ja im Umkreis von gut 100 Kilometer, 10 Millionen Menschen,
- 24:12aber die müssen sie alle hierhin tragen, in irgendeiner Form hierhin ziehen.
- 24:15Und dann halt eben in der Kombination immer mit der Liebe und der, ja, und zu zeigen,
- 24:24was sehr spätbegundlich mit dem richtigen Essen auch kann.
- 24:27Und dann aber auch selber trinken und Weinliebe haben.
- 24:31Und durch dieses Trinken und dieses Wahrnehmen auch der gesamten Weinwelt lernt man ja
- 24:36und kann sich dann weiterentwickeln.
- 24:38Sonst bleibt man ja in seinem Dörfchen, was ja auch viele, viele Jahre oder Jahrzehnte
- 24:42das große Problem war.
- 24:43Und ich glaube, es ist einer der Dinge, warum die Winzer so weit gekommen sind aus dieser
- 24:48Zeit, dass sie sich international orientiert haben.
- 24:50Ja, es ist, ja, ich würde jetzt mal behaupten, als wir mit Werner Nekel und Neu-Frenzel
- 25:0087 zum ersten Mal in diesem Bugunderkeller entstanden und dann besonders bei Henri Jaillet,
- 25:08da ist eben ein neues Licht aufgegangen.
- 25:10Wohin, in welche Richtung spätbegundlich, also Pinot Noir gehen kann, natürlich dort
- 25:18auf einem anderen Boden, aber das war hier immer etwas zu fruchtig, das hat ein bisschen
- 25:23zu viel Kasses, das hing oft so lange am Stock.
- 25:27Man wollte immer 100 Oexler oder knapp 100 Oexler erreichen, ja was schon 13,5 Alkohol
- 25:34ist oder so.
- 25:35Und hat es damals noch nicht geschafft, den im Optimum zu lesen, trotzdem kamen Anfang
- 25:41über Mitte der 80er aus Werner Nekel 87, gar kein so großer Jahrgang, halt eben dann
- 25:47vielleicht sogar besser, weil er mehr Säure hatte und weil er ein bisschen anders gelesen
- 25:53wurde, ja, kamen ja schon sehr, sehr gute Weine.
- 25:56Wann kam der große Knappunkt?
- 25:59War das 1987 oder war das so Ende der 80er, dass sie sagen, okay, das ist ein Weine mit
- 26:03einer gewissen Größe oder da...
- 26:05Also, die hatte ja früh in den 80ern angefangen und weil der nach Hause musste Vater krank
- 26:09und hab 83 ausgelesen, spätbegundlich sehr gut in Erinnerung und da muss man mal sehen,
- 26:14ich denk da heute anders drüber nach und dann hatte er eine Lage Goldkau, das ist
- 26:18eher in Dernau eine Nochtlage.
- 26:20Das war dann mit 85 oder 87 wurde das einer seiner besten Weine, nicht mal der Dernauer
- 26:26Fawingert.
- 26:27Vielleicht hat man in Dernauer Fawingert halt mehr in meinem Oexler gesucht und in der
- 26:31Goldkau, das ist ja auch heute um heute ganz anders drüber denkt, ne, die man halt eben
- 26:36in Pimon heute eher am Nochtang was machen will als am Südtag.
- 26:41Und vielleicht war das dann auch das Besondere.
- 26:46Damals schon an dem Wein, dass der deswegen eine andere Säurestruktur hatte, der war
- 26:50nicht zu reif, vielleicht war er ein bisschen schabteilisiert, aber der eine ganz andere
- 26:57Eleganzboot und nicht diese übertünschende Fruchtigkeit hatte.
- 27:02Ist toll bei Ihnen, finde ich, dass Sie trotzdem diese Offenheit bewahrt haben, also so wie
- 27:07Sie sich damals nach Bordeaux, nach Burgund haben führen lassen, dann auch Pimon, Toskana
- 27:13ging es ja dann auch ein wenig weiter nach Kalifornien, Australien, also auch in die Neue
- 27:17Wälder, hatten Sie dann trotzdem Interesse und haben sich davon inspirieren lassen, Ihre
- 27:23Karte daraus ja auch erweitert.
- 27:25Ist das schwierig oder ist man dann trotzdem, wenn man so die großen Burgunderwelt vor
- 27:28sich hat, dann da irgendwann festgefahren?
- 27:31Ja, also ich zum ersten Mal, glaube 94, 95, ich habe dann gekocht in Montere im Highlands
- 27:41Inn beim Master's of Food und Wine, wo sich die ganze Weinwelt traf.
- 27:44Und dann ist man im Napa Welle gewesen, im Synom an hat man diese Weinwelt kennengelernt
- 27:51oder auch von Nord nach Süden in Kalifornien, wo man natürlich das nördliche viel viel
- 27:55interessanter und wichtiger ist.
- 27:57Und dann haben wir gedacht, okay, das ist jetzt was Neues, da müssen wir jetzt, das müssen
- 28:04wir einfach mal, das muss auf die Karte, da gibt es so große Dinge, da versuchen wir
- 28:08nach und nach eben, aber auch so ein Trend, glaube ich, Mitte der 90er, Ende der 90er,
- 28:14hat man ja erst mal, dann hat man ja Ende der 90er, als war da Nikol auch nach Südafrika
- 28:19ging, dann hat man ja damals geguckt, was gibt es denn da?
- 28:23So.
- 28:24Und dann ging der Blick weiter, damals bei den Journal-Restaurateur hatten die, die Holländer,
- 28:29die waren immer so internationaler damals schon und durch ihre Kolonien vielleicht,
- 28:35da gab es ganz viel, gab es Australier mehr, da hatten sich damals umgeschaut.
- 28:40Im Nachbetrachtung jetzt fast 30 Jahre später muss man wirklich sagen, man kann das, das
- 28:47Kalifornische Segment, das kann man etwas bündeln, Australien gestern Abend zufällig
- 28:56noch eine Flasche Clare und den Hills getrunken von 95, nach 30 Jahren, schön gereift?
- 29:06Großartiger Wein, das war mello, großartig und das ist das hell, wenn sie heute Australis
- 29:14trinken auch 30 Jahre später.
- 29:16Es hat alles ein bisschen viel Alkohol, 14, 5, vielleicht schon mal 15 ist natürlich
- 29:22schmeicheln, aber das steht alles noch groß da und das waren so dann diese neuen Namen
- 29:28und da ist man ran, das wollte man dann auch mal haben, hat man probiert.
- 29:32Ja und man kann das gut, man hat gestern Abend auch mal probiert, Colomella von der
- 29:40Settifamilie in Wellington, das war dann ein Syramu Vedre auch glaube ich 2005, war so
- 29:49ein, auch schon 20 Jahre ab, da muss man sagen Hut ab, die können was.
- 29:54Ja, wobei ich auch bei den Besuchenden in Südafrika immer nach dem großen Wein gesucht habe
- 30:01und ich glaube den ganz großen habe ich da noch nicht gefunden.
- 30:05Ja, vielleicht gilt das gut, Grange in Australien, Dominus, das sind schon Coriferen dabei, wo
- 30:14man auch, die man auch haben will, die sich auch natürlich, und das ist besonders, für
- 30:19mich muss ein Rotwein auch in der Lage sein 20 Jahre zu halten.
- 30:22Es gibt Weine, die schmecken gut und dann gibt es Weine, die Geschichten erzählen, Geschichten
- 30:44von harte Arbeit, von der Kraft der Natur und von Menschen, die sich Tag für Tag beweisen
- 30:48müssen.
- 30:49Und einer dieser Weine ist der Grünefeldlinas Marakt Terrassen 2023 von Rudi Pichler aus
- 30:55der Wachau.
- 30:56Es ist ein Wein, der nicht nur im Glas lebt, sondern in jeder steilen Terrasse, jedem
- 31:01Fels und jeder Wurzel der Wachau.
- 31:03Ja, die Wachau, definitiv kein Platz für Schwächlinge, stell dir eine Landschaft vor, die genau
- 31:08so schön wie genadenlos ist.
- 31:10Die Wachau ist ein schmales Teil entlang der Donau und ist zugleich ein Ort voller Gegensätze.
- 31:16Hier treffen sanftes Wasser auf schroffes Steilhänge, heiße Sommer, auf kalte Fallwinde.
- 31:20Die Böden bestehen aus uralten Gestein, Schiefer, Paragnise und Quarz und fordern die Reben
- 31:25bis aufs Letzte.
- 31:26Die Terrassen, auf denen diese Reben wachsen, sind ein Meisterwerk der menschlichen Behaarlichkeit.
- 31:32Sie wurden vor Jahrhunderten von Hand gebaut, Stein für Stein und jede einzelne von ihnen
- 31:36könnte eine Geschichte erzählen.
- 31:38Und für die Familie Pichler, die seit 1731 in diesem Tal Wein macht, sind diese Terrasse
- 31:45mehr als nur Weinberge.
- 31:47Sie sind Lebensgrundlage, Erfüllung, Erbe und Kampfplatz.
- 31:52Warum Kampfplatz?
- 31:53Du arbeitest nicht mit dem Weinberg, sagt Rudi Pichler, du arbeitest gegen ihn und hoffst,
- 31:58dass er dir vertraut.
- 31:59Und es scheint zu funktionieren.
- 32:02Falsch da findest du seit des Jahres 2010 und regelmäßige Platzierung in der Wine
- 32:06in Spirit Top 100 sprechen für sich.
- 32:08Und das spürt man in dem grünen Fertliner Smarkterrasse 2023.
- 32:12Die Rebsorte grüner Fertliner, das Kameleon unter den Wein, ist die Hauptrebsorte der
- 32:17Wachau und gilt als absolut unberechenbar.
- 32:20Sie ist wie ein Wildpferd voller Potenzial und schwer zu zähmen.
- 32:23Ihre Bären haben eine dicke Schale, die sie vor Hitze und Kälte schützen, aber auch
- 32:27anspruchsvoll in der Pflege macht.
- 32:29Was sie besonders spannend macht, ist ihre Fähigkeit, das Theroir direkt ins Glas zu
- 32:32übersetzen.
- 32:33Und du schmeckst, wo sie gewachsen ist.
- 32:35Und wie bei diesem Wein, du schmeckst die Kagenböden, die Wärme der Donau und die
- 32:39Kühle der Fallwinde.
- 32:41Es ist, als würdest du durch die Wachau laufen.
- 32:44Barfuß dem Wind im Gesicht.
- 32:47Dort, wo die Donau in majestätischen Windungen durch die steilende Hänge der Wachau fließt,
- 32:52entstand 1984 etwas einzigartiges, die Smarakt-Klassifikation.
- 32:58Sie ist mehr als eine Qualitätsstufe, sie ist ein Versprechen.
- 33:01Der Name Smarakt wurde von der gleichnamigen Smaract-Eidechse inspiriert.
- 33:05Kurz die Fakten, Smaraktweine dürfen ausschließlich aus der Wachau stammen.
- 33:08Eine Region, die sich über nur 33 Kilometer entlang der Donau erstreckt.
- 33:13Die Trauben müssen nicht nur dort wachsen, sondern auch dort finifiziert und abgefüllt
- 33:18werden.
- 33:19Also echte Wachauer Kinder von Anfang bis Ende.
- 33:21Die Hauptdarsteller, Grüner Ferdlina und Riesling.
- 33:24Gelegentlich dreht auch Weißbughunder Rota Ferdlina in Nebrollen auf, doch sie sind eher
- 33:28seltene Gäste in der Smaraktliga.
- 33:30Mit einem Moschgewicht von mindestens 18,2 km/h, sprich Kloster Neuburger Moschwage,
- 33:36also etwa 92 Grad Ökste, sind sie hochkonzentriert, voller Aroma und Potenzial.
- 33:42Ein Smaraktwein muss mindestens 12,5% Alkohlaufweisen.
- 33:46Der Codec schreibt keine Anreicherung, keine Süßung und keine Entsäuerung vor.
- 33:51Die Weine sollen sprechen, nicht der Kellermeister.
- 33:53Smaraktweine sind trocken und das Kompromisslos.
- 33:57Der Restzuckergehalt darf bei maximal 9 Gramm je Liter liegen, wobei der Gesamtwert der Säure
- 34:03mindestens 2 Gramm je Liter darüber liegen muss.
- 34:06Eine Formel, die dafür sorgt, dass jeder Schluck lebendig und frisch bleibt.
- 34:10Und natürlich ist Handlese eine Grundvoraussetzung und eine Selbstverständlichkeit im Weingut
- 34:15Rodi Pechler.
- 34:16Das Weingut ist kein Hightech-Tempel, aber auch kein historisches Museum, es ist beides
- 34:21modern, aber tief mit der Tradition verwurzelt.
- 34:23Seit Generation widmelt sich die Familie hier der Kunst des Weinbaus und Rudi Pechler selbst,
- 34:29geht wie ein Felsenabrandung.
- 34:30Kein Mann der großen Worte, sondern einer der großen präzisen Taten.
- 34:34Qualität um jeden Preis ist eine Philosophie.
- 34:37Das bedeutet Handarbeit, Minimalismus und ein unbestächtlichem Blick fürs Detail.
- 34:43Manchmal fühlt es sich an, als würden wir mit den Reden diskutieren, sagt Pechler.
- 34:47Aber am Ende gibt der Wein die Antworten.
- 34:502023.
- 34:51Ein Jahr der absoluten Ballon.
- 34:54Das Jahr 2023 war kein des spektakulären Katastrophenjahres, keine massiven Haagelstürme,
- 34:59keine extreme Dürre.
- 35:00Aber genau das war so schwierig.
- 35:02Es war ein Jahr, an dem jeder Tag gezählt hat.
- 35:05Die Temperaturen waren moderat, die Nächte kühl, perfekte Bedingungen für eine lange,
- 35:09gleichmäßige Reifung.
- 35:10Doch diese Balance musste im Weinbeck hart erkämpft werden.
- 35:14Jeder Rebschnitt, jede Pflege war entscheiden und am Ende stand die große Frage.
- 35:19"Haben wir alles richtig gemacht?"
- 35:20Im Keller geht Pechler aufs Ganze.
- 35:22Indem er so wenig wie möglich tut, die Natur macht dem Wein, sagt er.
- 35:26Im Edelstahl vergoren, um die Klarheit und Frische der Frucht zu bewahren.
- 35:30Kein Schnickschnack, kein Holz, das den Charakter irgendwie überdecken könnte.
- 35:34Nur der Wein.
- 35:36Pur und direkt.
- 35:37Und dann nach all diesen Mühen hältst du den grünen Feldliners Marakteras in 2023
- 35:43in der Hand.
- 35:44Die Nase ist ein kleines Abenteuer, Birne Aprikose, einen Haufen frischen Kräutern
- 35:53dazu, eine subtile Rauchigkeit, die an die Würze der Böden erinnert, auf denen die
- 35:57Reben wachsen.
- 35:58Und dann ist da dieser besondere Gaumen.
- 36:01Die säurel-slebendig-die-frucht-stoff-ich-textur, beinahe cremig.
- 36:06Und dann ist da noch mehr.
- 36:07Eine feine Mineralität, die wie ein Echo der Terrassen wirkt und eine pfeffrige Würze,
- 36:13die dich in den Geschmacksband zieht.
- 36:15Lang, anregend, mit einem Zartenschmelz, der noch lange nachklingt.
- 36:19Vielen lieben Dank dafür.
- 36:20Und noch ein ganz großes Dankeschön dem deutschen Importeur, dem Handelshaus Schlumberger.
- 36:25Was die Wein ja dann trotz allem bewiesen haben.
- 36:37Was sie bewiesen haben, also umso mehr lagen wir ja nicht falsch.
- 36:41Die aus der Zeit dann sind, als der Weinbau dort noch fast ein wenig intuitiver war.
- 36:47Also noch nicht so hochprofessionalisiert wie jetzt.
- 36:50Ja, ist sogar noch nicht so amerikanisiert.
- 36:53Aber auch die haben doch gelernt und erstaunlich, was man damals schon wie weit man war.
- 37:01Das sind so diese auch so, wie noch viele Erlebnisse.
- 37:06Haben Sie z.B. manchmal inspiriert oder war es schwer, die zu bändigen,
- 37:11wenn die dann mit ihren Ideen wieder kamen und ihnen den Kram den Keller legen wollten?
- 37:15Es gibt ja genügend Weinkeller mit genügend Kellerleichen, die irgendwelche Zommelisten verursacht haben.
- 37:21Also gab es die Fehler bei ihnen auch oder waren sie dann trotzdem immer so geschmacksicher und haben ...
- 37:25Ich glaube, wir haben eben, wir haben sowohl Henrietta wie auch dem Sebastian Bochthal.
- 37:30So haben wir schon große Freiheiten gelassen.
- 37:35Wir haben immer besprochen, wir waren nicht genau budgetiert.
- 37:38Wir haben immer darüber gesprochen, was ist denn wichtig?
- 37:42Brauchen wir das? Können wir das einsetzen?
- 37:44Schöne Frau Nürburgring.
- 37:44Wozu brauchen wir das? Passt das in unseren Menüs?
- 37:47Lass mal bitte den Gast nicht aus dem Auge lassen.
- 37:50Wir müssen unseren Gast erkennen, der hier hinkommt.
- 37:52Und um da halt eben die richtige Auswahl zu treffen und also die haben mich immer gut behandelt.
- 38:02Also ich muss sagen, ich kann da kein negatives, überhaupt eher nur positive,
- 38:08Wussten immer einzuschätzen, dass wir kein Riesenbetrieb sind, dass wir kein 300 Zimmerhotel sind
- 38:15und haben das mit uns immer sehr gut gearbeitet.
- 38:19Aber trotzdem wir Weinkarte haben wie ein 300 Zimmer, das ist ja schon großartig, so was aufzubauen, so was zu pflegen.
- 38:26Ja, ja, und sie müssen natürlich auch kontinuierlich weiterkaufen.
- 38:30Das muss natürlich sein und dann sind wir später natürlich immer mehr dazu hingegangen,
- 38:35dass wir auch dann nach den oder vor den 2010ern und nachher dann auch viel mehr darauf geachtet haben,
- 38:43Lagentiefen zu bekommen.
- 38:44Dann kam aber auch an der A, seit, sag ich mal 2013, haben sie gemerkt,
- 38:51diese sie bekommen immer mehr Lagentypicität in den Spätwogen.
- 38:56Sie merken, wo ist der Sonnenberg, wo ist der Burggarten, wo ist der Fahrerwinkel, der Kräuterberg.
- 39:01Weil man halt eben dann auch darauf geachtet hat, dass die Weine mehr elegant sind,
- 39:08dass sie halt eben dann vielleicht eher mal bei 94, 95 Ökse gelesen haben und vielleicht mal bei 12,5 Alt geholt.
- 39:15Damit die Lagentraben von der Kraft übertünkt werden.
- 39:19Dass das einfach dann, dass sie nicht diesen feurigen Spätwogen da so hatten,
- 39:24dass sie wirklich in einer eher elegantere, feinere, subtileren Noten kamen.
- 39:32Das ist sehr deutlich zu merken bei dem einen früher, bei dem anderen später.
- 39:36Bei, ja, wozu sagen, ja, bei Nekel vielleicht auch schon, mit 2005, 2006.
- 39:45Dann war ja dieser eigentlich eher verschriehende 2010er-Jahrgang.
- 39:51Der sich aber wunderbar in Puppt hatten, wunderbar.
- 39:53Bei Stotten Outstanding, bei Nekel auch. 12 bei Nekel Farweingert.
- 39:58Das Beste, was ich in den letzten Jahren von denen getrunken habe.
- 40:01Also schön davon abgesehen, wie das Weingut sich jetzt auch entwickelt hat.
- 40:06Also dass der Erfolg gehalten wird und die öffentliche Anerkennung eben auch so gehalten wird, dass die Weine nochmal eine ganz eigene Qualität.
- 40:12Ja, aber sie merken ja da ganz deutlich, also dass wir die Seniorenwinzer da immer sehr ehren
- 40:20und dass sie das Fundament gelegt haben, um in Deutschland erst mal einen Markt zu bekommen für ihr Produkt.
- 40:26Aber sie merken natürlich generell bei den Jungen, ja heute vielleicht auch in 35, 40 sind oder 45,
- 40:36merken sie ja, dass dieses Fundament in Geisenheim oder auf ihren Stationen so gelernt haben,
- 40:48da geht im Keller eigentlich nichts mehr schief.
- 40:52Die sind jeden Tag an ihren Fässern und beobachten das und sie haben da immer ein viel größeres Auge da drauf, dass das eben auch perfekt ist.
- 41:06Ich weiß aber auch nicht, wer die leichtere oder schwerere Aufgabe hat,
- 41:09und ob es die Generation, die 2000 aktiv war oder 90 bis 2000 oder die Generation jetzt, die schon ein Fundament übernehmen mussten,
- 41:17das aber trotzdem dann weiterentwickeln, wohin geht die weiterentwickeln?
- 41:20Ich glaube wir haben in Deutschland da ein anderes Problem, ich sage die haben beide ihre Arbeit super gemacht
- 41:26und jetzt halt eben dem Wein, auch dem deutschen Spätboghund reden, weil man mehr über den Spätboghund auch so einreden
- 41:33in den Proberäumen, in den Weinkeller oder irgendwo der französischen Winzer in Burgund oder so,
- 41:41sie haben immer Riesling gesehen, deutschen Riesling, sie haben gesehen, dass die Winzer dort auch sehr gerne die Säure mochten des deutschen Rieslings, ja?
- 41:51Ob in Süß, aber auch sehr trocken, da kamen die großen Gewächse, die großartigen Trocken und Weine,
- 41:57sehen das die Franzosen das auch sehr gerne mögen oder überall auf der Welt, wo man eigentlich nicht mehr von Sonne lebt.
- 42:03Ja, heute sind wir ja an einem anderen Punkt, wann schaffen wir es endlich mal?
- 42:11Das sind wir so eine pauschale Aussage, ihr lebe das sehr häufig den Männchen oder Wein trinken,
- 42:19ja, und die haben einen Golfplatz dringend oder irgendwo zu erklären, wie das mit der Riesling, mit der Säure beim Riesling ist.
- 42:30Ja.
- 42:31Heute da kein Problem ist halt eben wegen der Apfelsäure, ja?
- 42:36Und der Wein soll denen das erklären zu müssen, dass sich alle sträuben, also am Anfang damit zu sagen,
- 42:42wir müssen nach wie vor den Riesling erklären, wir müssen auch den Pinot Noir in Deutschland erklären,
- 42:48weil die sehen Deutschland auch in den Städten, auch in München oder auch in Köln oder so,
- 42:53Pinot Noir tun sich nach wie vor viel schwer.
- 42:57Ja, das ist vielleicht der neue Weg. International gibt es eine immer höher Reputation für deutsche Spätburgunder, ja?
- 43:05Also die holländischen Weinaffine-Männchen sind von der Ahr hier gar nicht mehr wegzusehen,
- 43:14das ist ein riesen wirtschaftliches Fundament, diese Gäste, ja?
- 43:19Es ist da aber nicht so bei diesen Weintrinkern, dem man nach wie vor Riesling erklären muss,
- 43:24dass der keine Spitze Säure mehr hat, sondern das einfach die Säure braucht, dass eine andere Art der Säure ist,
- 43:29oder die sich schwer auch manchmal mit Spätburgunder tun, dass es diese Weinkohlertrinker, also die Kohlertrinker mehr oder weniger sind,
- 43:36die imprimitive oder nugarner Frauen?
- 43:38Ja, das sind eigentlich ja auch oft Genussmännchen, die halt eben vielleicht vor 30 Jahren zu saure Weine von der Mosel hatten,
- 43:49weil eben zu viel Apfelsäure drin war, wo die Kerne halt eben kein reifes Gerüst hatten,
- 43:54wo die Apfelsäure viel zu wenig abgebaut werden, dann eher dann zu einem, ja, das jetzt einfache, leichte Weißburgunder sind oder irgendwas,
- 44:05die ja von der Charakteristik ganz wenig haben, die auch zum Teil, wenn sie zu günstig sind,
- 44:13nicht die Qualität, jetzt sagen wir mal, auch grau begunden und weiß begunden, da kann ja ein großartiger Wein sein,
- 44:20aber da muss man schon, da muss im Weinberg schon mehr passiert sein und die Weine sind dann automatisch auch einiges teurer,
- 44:26da muss man sich dann schon mal anwagen, um auch zu erkennen, was diese klassischen Weine auch können.
- 44:34Aber braucht man für Spiegelgegunde nicht eine gewisse Grundsensibilität, um auch in dem Wein hinein schauen zu können
- 44:40und sich nicht nur von dem, von manchen sehr opulenten, sehr muskulösen Wein beeindrucken zu lassen?
- 44:47Ist das nicht so die Overtüre, wo man so...
- 44:50Ich glaube, das Wein Affinität wäre mir zu wenig, also der zweite Satz bei ihnen war absolut richtig,
- 44:55diese Opulenz, diese Üblichkeit, diese Marmeladike, dieses modernen Italienisch, was dann halt eben...
- 45:05was so populär ist und ja, das ist dann vielleicht einfacher zu trinken, aber darüber sind wir uns im Klaren,
- 45:12um sich mal an Spiegelgegunde zu wagen, man sagt das ja auch, muss man schon einiges vorher probiert haben,
- 45:20um dann die so... und es ist immer wieder schön für mich, wenn ich auch mit Männchen spreche, die eigentlich eher auf dieser Italien-Spanienwelle waren,
- 45:30die dann irgendwann doch merken, dass sie, ich habe gerade nur sehr schön merken, dass sie wie großartig und welches Spektrum Spätburg und Bapinonroir was das bieten kann.
- 45:42Ich war gerade in Lugano, wir haben dort gekocht und ein großer Weinsammler, der Hauptverangler, zeigt ihm seinen Weinkeller mit allen großen Vordos,
- 45:51im Italienern und sagt er dann aber, die letzten zehn Jahre trinkte halt nicht nur noch Bogund.
- 46:01Ja, und das ist der Punkt, da kommt man hin.
- 46:05Dass man dann auch gerne Wein trinkt.
- 46:07Also dass man im Bogunder kann man anders trinken als ein völlig überreifen Primitivo, der halt settigt, der beim ersten Schlückchen eine gewisse Attraktivität hat,
- 46:15wo man sagt auch, das ist sehr charmant, aber es fehlt die Freude, die Appetitlichkeit, dann auch die Tiefe, die Veränderung in dem Wein.
- 46:23Sie erklären das perfekt, das ist genau in diese Richtung, man merkt es dann, dass der fordert, der zieht, der will,
- 46:31man hat jeden Schluck, den man dann nimmt, es wieder großartig.
- 46:35Interessant, dass es in den 90er kaum jemand erkannt hat und die Weine ist da teilweise so schwer, dann fanden sie es schwerer.
- 46:42Ja, im Bemunt war es schon besser.
- 46:44Sie hatten aber noch nicht die Reputation, die sie um 2000 bis 2010 hatten, heute ist ja teilweise völlig ab und über dreht.
- 46:53Abgehoben, aber nein, die Weinen hatten ja auch nicht die Preise.
- 46:59Klar, aber die waren natürlich im Begunten, konnten die schon viel früher mit dem Holz umgehen.
- 47:09Und das hat in Deutschland 20 Jahre, also bis in die 2010er gedauert oder 2005 nur, bis man gemerkt hat, da hat man weiter gedacht,
- 47:22weiter, da ist der Holzeinsatz viel Moderator.
- 47:27Es gestehen ja heute noch einige Winzer zu, was wir in den 90er fabriziert haben, das war nahezu und trinkbar.
- 47:33Wobei ich nicht weiß, ob das nach 20, 30 Jahren, wenn die Weinen die Potenz haben, sich irgendwie harmonisieren würde und durchaus interessant sein,
- 47:41könnte das die Weine dann trotzdem...
- 47:43Ja, es gibt ja so einen Jubiläumswein, den fünf dieser Barik Winzer für den Feinschmecker mal gemacht haben.
- 47:48Ich glaube, das ist 97er oder so.
- 47:50Wir haben dann noch eine Flasche, wenn man das heute aufmacht, sagt man auch.
- 47:55So habe ich das noch gar nicht getrunken, hat es mehr mal probiert, aber es hat da schon Potenz und es verträgt auch Altauen.
- 48:03Man muss dann zu lange warten, aber die Holznoten dürfen nicht überlagern.
- 48:10War es damals schwerer, eine tolle Weinkarte zusammenzustellen, weil teilweise das Publikum die Erfahrung noch nicht hatte oder teilweise viele Weinen noch nicht reputiert genug waren?
- 48:22Oder ist es heute schwerer, wo man mit Preisen dir muss versuchen, irgendwelche No Names zu finden, die trotzdem eine gewisse Größe haben oder man wirklich auf die Preise geht?
- 48:32Welcher Song hat es schwerer der damals oder der heute?
- 48:36Oder Sie als Beineinkäufer?
- 48:39Ja, gut, ich meine, man muss halt eben wissen, was kann ich, welchen Publikum, wie kann ich das umsetzen?
- 48:47Für mich wäre ich froh gewesen, ich hätte mal mehr 82er gekauft.
- 48:52Damals war das aus Monetären, hatten wir nicht die Monetärmöglichkeiten.
- 48:57Gut, 70er sind ja in Frankreich nicht im Gro nicht groß gewesen, 81er und 81er nicht, ab 82 dann wieder oder eben zurückliegend in den 60er Jahren dann.
- 49:11Natürlich hätte man das, im Nachhinein hätte man auch mit Champagner, mit Bordeaux, mit Burgund, hätte man dieser Anfang bis Mitte 80er Jahre, wäre toll gewesen.
- 49:24Man muss ja aber ein Trüffelschwein sein.
- 49:26Muss man das heute auch noch oder ist heute alles abgegessen und die Preise sind so wie sie sind oder gibt es da heute noch die Entdeckungsschnäppchen, die Gebiete, wo man...
- 49:35Ich glaube, man findet immer noch sehr gute Sachen, man die Reputation einiger Weingüter ist natürlich überdimensional manchmal, aber es gibt auch Romani Conti ist von dieser Welt.
- 49:52Und zum Beispiel dagegen unterschätzt ist, bestimmt, ich würde mal sagen, seit den 2010er Jahren ist Comchor Stifogü.
- 50:02Wir haben das letztens mal gehabt und hatten Szena Mycinille und davor gab es Romani Conti, das war neuner Jahrgang und danach gab es noch um je Bonn-Mar.
- 50:18Dann waren wir alle der Meinung und eindeutig einhellig der Meinung dieser Szena Mycinille ist über alles.
- 50:29Lagt das an Mycinille also an der Lag oder kommt das an Comchor Stifogü?
- 50:34Das lag, ich glaube, das liegt, ich bin doch da auf meinem Keller gewesen, habe 15 aus dem Fass probiert.
- 50:41Ich glaube, das liegt dort auch in den letzten 20 Jahren an dem Ausbau.
- 50:47Und das steht hier um Weiterentwicklung, ja?
- 50:48An den Lagen, an der Entwicklung, aber das ist heute natürlich auch teuer, aber man muss sich nicht mehr nur auf Romani Conti verlassen.
- 50:59Das würde ich damit sagen, da ist Amaris so oder es ist auch, wenn man mal nicht so viel Geld ausgeben will, kann man auch mal Meo Camuset probieren.
- 51:10Dann ist dort in dieser Welt, in der Spitze, auch einiges möglich und also ganz große Weinerlebnisse.
- 51:20Man muss sich nicht nur...
- 51:21So, und das glaube ich manchmal, man erlebte auch Enttäuschungen. Letztens auch meine Probe, da hatten wir einen 14er Hund zurück von Fürst rein gestellt.
- 51:32Da gab es auch Romani Conti, ich will das nicht kleinreden, das ist großartig, ja?
- 51:36Aber es ist nicht die einzige Welt.
- 51:38Und dann gab es noch ein 2/8er Kräuterberg von Nekel.
- 51:43Und dann hat man gemerkt, oh, war der jetzt so schlecht dieser Romani Conti oder war eigentlich nicht der Hund zurück, überraschend, überragend gut.
- 51:55Das ist z.B. wenn man aus Recht aufs Etikett guckt, dann ist man beeinflusst.
- 52:01Ja.
- 52:02War die Probe damals blind oder war die...
- 52:04Das war offen.
- 52:06Ja, und wenn man das blind machen würde unter, ja, sagen wir auch kennen, dann glaube ich,
- 52:15ein ähnliches Ergebnis bekommen, dass einfach unrückfürst 2014 gigantisch groß ist.
- 52:21Ja und das finde ich da immer gerade, haben die Deutschen viele Chancen, bin nie dafür,
- 52:28das Birne mit Äpfeln zu vergleichen. Ich finde das ist alles groß, es ist alles gut, das ist aber
- 52:35nicht nur verleiten lassen, man etwas so überragend besprochen wird. Selber probieren.
- 52:42Das Piedmont. Was übrigens am Fuße der Berge heißt, ist mehr als eine Weinregion, es ist
- 53:04Philosophie. Es ist pure Weinfilosophie und sinnbildlich dafür steht der 2020er Trierovari
- 53:11aus dem Hause Pico Macario. Ein Wein, der mehr als ein Wein ist. Der Entrama ist eine Liebeserklärung,
- 53:18der pure Geschichte ist und das alles in einem Glas. Trierovari, die drei Eichen, mehr als sein Name.
- 53:26Stellt euch vor, die drei Eichen, sie stehen da draußen, den sanften Hügel ins Montferrat
- 53:30und wachen über die Weimberge wie alte Seelen. Diese Bäume, die haben alles gesehen. Gewitter,
- 53:36die die Hügel mit Blitzen durchzogen haben, kriegerische Zeiten und natürlich auch die Flüstergespräche
- 53:41der Winzer im Morgengrauen. Dieser Wein trägt das Gewicht von Jahrhunderten auf seinen Schultern
- 53:46und welche Traube kann dieses Vierduk zwischen Leben, Fröhlichkeit und Drama perfekt reflektieren?
- 53:53Die Barbera. Die Diva, die es vermag zu tanzen oder zu stolpern, wenn es der Winzer zu interpretieren
- 53:59versteht. Jetzt mal ehrlich, die Barbera-Traube ist definitiv nichts für schwache Nerven.
- 54:04Barbera ist die Seele des Piedmonts, aber sie ist auch anspruchsvoll wie eine Operndiva. Wenn
- 54:09du sie falsch behandelst, ist es vorbei. Wenn du sie meisterst wie bei Pico Macario, dann
- 54:13bekommst du etwas Magisches. Ihre Kernkompetenz ist ihre Säure, ein Wirbelwind, der durch den
- 54:18Wein tanzt und alles im Balance hält. Keine kräftigen Tanine dafür, diese Energie, diese
- 54:23Lebendigkeit und dann die Farbe. Ein tiefes Rubinrot, fast wie samt. Schon beim Anschauen merkst du,
- 54:29dass hier etwas Großes auf dich wartet. Ein extrem typischer Wein aus dem Piedmont. Dem
- 54:35Gebiet, wo die Erde Geschichten erzählt. Okay, lass uns über das Piedmont reden. Die Region ist
- 54:39einfach unglaublich. Von Millionen Jahren war hier mehr. Dass heutige Montferrato, wo der Tré
- 54:46Rouveré herkommt, ist voll mit Meeresegmenten und diese Überreste, kalkhaltiger Mergelsand,
- 54:51Lehm, sind jetzt der Boden, auf dem die Reben wachsen. Das ist wie ein Geschichtsbuhr unter deinen
- 54:56Füßen. Und dieser Boden, der gibt den Trauben ihrer Mineralität, ihre Struktur, ihre Seele. Aber
- 55:02das ist nicht alles. Die Hügel des Piedmonts sind steil. Oft mit einer Neigung von über 40%.
- 55:08Das heißt, hier arbeitet keine Maschine. Jede Traube wird per Hand gelesen, mit Hingabe,
- 55:13Präzision und dem Wissen, dass jede Beere zählt. Und dann dieser Nebel, Nivea, der sich im Herbst
- 55:19wie ein Schleier über die Weinberge legt. Und dafür sorgt, dass die Trauben langsam perfekt
- 55:25reifen. Das ist kein Zufall, das ist Naturmagie. Picomacario, die Visionäre des Piedmonts, wissen,
- 55:31dieses Gebiet zu interpretieren. Das Weingut Picomacario ist eine Legende. 1997 von den Brüdern
- 55:38Pico und Vitaliano gegründet, ist es heute eines der führenden Papierer Weingüte im Piedmont. Und
- 55:44hier reden wir nicht nur über Tradition, hier gibt es auch moderne Technik. Was ich besonders liebe,
- 55:49vor jeder Rebzeile. Also wirklich vor jeder steht ein Rosenstock, 15.000 Rosenstücke. Das ist nicht
- 55:55nur wunderschön, sondern auch praktisch, weil Rosen frühe Warnzeichen für Rebkrankheiten liefern.
- 55:5970 Hektar Weinberge. Alles wie ein Mosaik über die Hügel verteilt. Jede Parzelle wird individuell
- 56:05behandelt, wie ein Kunstwerk. Und die Brüder? Sie sind die Perfektionisten, die keine Kompromisse
- 56:11eingehen. Und das hat man im Jahr 2020 gespürt. Das Jahr war definitiv kein Spaziergang. Der Frühling
- 56:17brachte eine dicke Nebelwand, die sich über die Weinberge legte. Das Problem? Pilzkrankheiten.
- 56:21Also zogen sie nachts los, mit Stirnlampen und Fackeln, um die Reben zu schützen. Und dann der
- 56:25Sommer. Unerbittlich heiß. Eine echte Herausforderung. Aber die Makarios wussten, was zu tun war. Perfektes
- 56:33Laubmanagement. Perfekte Bedingung für die Trauben. Und dann kam der Herbst. Ein plötzliches
- 56:39Gewitter drohte, die Ernte zu ruinieren. Doch die Winzer reagierten schnell, brachten die Trauben
- 56:43rechtzeitig in Sicherheit. Und der Trerovery war gerettet. Nach der Lese? Da geht es um Präzision.
- 56:48Die besten Trauben werden selektiert und Edelstalltanks vergoren, um die Fruchtigkeit der
- 56:52Barbera zu bewahren. Dann kommt der Ausbau. Zwölf Monate in französischen Eichenfässern. Das
- 56:58Holz gibt dem Weinstruktur eine samtige Textur und subtile Würze. Und trotzdem bleibt die
- 57:02Barbera frische immer im Vordergrund. Das Ergebnis? Ein Wein der Charakter hat. Und? Eine Seele. Im
- 57:10Glas? Ein Meisterwerk. Eine Farbintensität. Eine Farbbrillanz, die mit ihrem Rubinrot ihres
- 57:16gleichen sucht. Die Nase? Eine Explosion von Aromen, Reife, Brombeeren, saftige Kirschen,
- 57:21florale Noten, die an Rosenblätter erinnern. Und dann? Ein Hauch von Schwarztee. Ich liebe es,
- 57:27wenn Weine Schwarztee im Aromenbild haben. Es gibt ihnen so was Mystisches. Das macht so neugierig.
- 57:32Man möchte noch weiterer suchen und dann stößt man auf Gewürze, die dem Ganzen noch eine ganz
- 57:36eigene Tiefe geben. Am Gaumen? Die lebendige Säure. Perfekt integrierte Tanine. Eine Balance,
- 57:41die dich sprachlos macht. Der Abgang? Langkomplex wird sich. Und du willst, dass das niemals endet.
- 57:47Das ist das gesamte Pirmont in einem Glas. Das ist die Geschichte einer Riebsorte,
- 57:54die sich ihrem Platz in der Weinwelt erkämpft hat. Und das ist das Handwerk von Visionären,
- 57:58die jeden Tag mit Hingabe und Präzision arbeiten. Wenn ihr einen ganz typischen Pirmonteser
- 58:06Wein, der wahnsinnig fasziniert probieren möchtet, dann diesen hier. Der Pico Macario Treiroveri 2020
- 58:13ist der Kampf der drei Eichen, die Seele der Barbeere und der Triumph des Pirmont. Vielen
- 58:18lieben Dank dafür. Und noch ein großes Dankeschön dem deutschen Importeur, dem Handelshaus Segnetz.
- 58:25Wir sind Sie ein Freund von Blindproben oder probieren Sie lieber oft? Ich mag beides,
- 58:39um so vielleicht keine Glatteisfrage sein. Und ich finde, jedes hat seine Daseinsberechtigung.
- 58:44Manchmal, wenn man mit einer gewissen Objektivität, aber ich finde, dann sollte man eine Flasche
- 58:47auch von Anfang bis zum Schlussblind probieren oder bis kurz vor dem Schluss einen Aufdecken,
- 58:51der noch das Bewusstsein haben. Manchmal ist es aber gut, wenn man darum weiß, wie wenn ich
- 58:55ein Picasso sehe. Am Anfang denke ich, vielleicht naive Höhlenmalerei. Wenn ich weiß, es ist Picasso,
- 58:59und ich verstehe den Lebensweg, habe ich ein anderes Bewusstsein, eben auch für die Art des
- 59:04Bildes und den Charakter. Und so sehe ich es beim Wein manchmal auch. Das ist so gut,
- 59:07es ist beim Wein wie in der Kunst. Sie müssen einfach mehr Ahnung haben davon haben, sie müssen
- 59:11das verstehen lernen. Wenn man das verstehen lernen sieht, man sieht es aus einem anderen Blick.
- 59:16Ich glaube, ich habe ganz viele Blindproben gemacht, wo man halt nicht immer so um die 30 große
- 59:21Weine blind probiert hat. Vielleicht auch manchmal 50, das ist eigentlich schon so viel. Das ist die
- 59:29ehrlichste Form. Es ist manchmal überraschend, wie man sich auch mal verleiten lässt, auch beim
- 59:39Blinden probieren, je nachdem wie die Folge aufgestellt ist, dass man nicht vom Jahrgang zu
- 59:46Jahrgang geht, sondern einfach so die prekären Jahrgänge zusammen und so in Serien nimmt. Immer
- 59:54so drei oder vierer Flights, die dann irgendwo, das kann man sehr intelligent zusammenstellen.
- 1:00:00Und muss sagen, jetzt habe ich bei den, ich musste einfach das Fein-Wein-Magazin loben,
- 1:00:07diese Proben sind großartig und werden großartig auch zusammengestellt. Da ist man schon, da sind
- 1:00:16es dann nicht immer nur die, also sie haben ganz viel Wein probiert, ich glaube ich auch. Man merkt,
- 1:00:22man weine probiert international, wenn es auf die 98, 99 oder sogar 100 Punkte weinen,
- 1:00:28ich bilde mir ein, das schmecke ich, dass er groß ist, aber jetzt 98 oder 100, da man merkt,
- 1:00:34das ist groß, das ist tief, dafür muss man viel probiert haben. Aber es ist die Erde, manchmal
- 1:00:42natürlich muss man sich auch da mal ein paar degustatorische Fehler zugestehen und sagen,
- 1:00:46das hätte ich jetzt nicht gedacht, dass das ist. Was ja auch nicht selten Tagesform ist,
- 1:00:52von einem selber, wie ist man drauf, wie kann man das greifen? Die Grundgustatorik hat man immer,
- 1:00:58aber so diesen Moment, dass man sich verleiten lässt und in Schwärmgerät und die... Ja,
- 1:01:04und ich glaube, es ist auch eine Frage desprobierens. Ich habe jetzt auch da interessante Geschichte
- 1:01:16gelesen und las da, dass das Orijaye eigentlich über, man nennt das ja, Sie wissen das Geosensorik,
- 1:01:26also Sie können zurückvollziehen bei den letzten 20 oder 25 Jahren auch dieses INO-Glas, oder wie
- 1:01:36ist das, was eigentlich eher nasale Fehlererkennungsthemen bei den Zommeliers waren, darf man das
- 1:01:46so nennen? Ja, genau. Und zahlantische probieren, also auf Fehler probieren? Ja, auf Fehler probiert,
- 1:01:54ja. Also mein Ansehen war nie, eine Weine nach Fehler zu beurteilen, natürlich muss man den Fehler
- 1:02:00erkennen. Und dort bei der Geosensorik wird ja eigentlich das nasale außer Acht gelassen und
- 1:02:08man geht nur über den Mund, Gaumen, das Schmecken und lässt sich von der Lase, sag ich mal, nicht
- 1:02:16verführen und es geht auch um Schlucken. Und ich glaube, man muss nicht jeden Wein schlucken,
- 1:02:23aber man merkt, es ist größer, sollte man auch schlucken. Und lasst da noch gar nicht außer Acht,
- 1:02:33dass man je nachdem, in welchem Glas man probiert, natürlich es auch animierend ist, zu
- 1:02:40riechen, zu degustieren, die Aromen zu deuten und all diese Dinge, die dazukommen, die man liebt,
- 1:02:47die das auch großartig machen. Aber für mich gerade mal darüber nachzudenken, wenn ich mal die Nase
- 1:02:54außer Acht lasse, dann schmecke ich andere Dinge im Weingröße. Finde ich ein ganz, ganz interessanter
- 1:03:03Aspekt und manchmal wird ein Wein auch tot geredet oder wird zu technisch gesehen oder wird zu stark
- 1:03:09dekliniert und diese Leidenschaft des Trinkens geht komplett verloren, wo mit eigentlich auch die
- 1:03:15Seele des Weins verloren gibt. Also 50 Weine probieren und nur spucken ist Quatsch. Das ist,
- 1:03:21ich meine, wenn ich das professionell mache, muss ich um ganz schnell zu sehen, was muss ich
- 1:03:25einkaufen, was nicht und trotzdem halte ich jetzt für nicht weingerecht. Das geht die Weinliebe
- 1:03:33dann verloren? Ja, wir reden natürlich dann über ein Segment nicht um fünf Euro Wein oder acht
- 1:03:38Euro Wein oder irgendwo in einfassten Nassen-Schwarz-Kellern oder irgendwas. Wenn man einen großen
- 1:03:46Wein hat. Ja, es geht um größere Weine, große Weine und da muss man diese Perspektiven viel
- 1:03:52stärker beleuchten. Finden Sie, die, wer wir ja einige große Namen gerade genannt haben, die Preise
- 1:03:58sind angemessen oder ist es, damals war es ja auch schon in gewisser Weise nicht günstig, nur zu
- 1:04:04einer anderen Zeit, aber da haben wir auch gesagt, was für Mutant 150 Mark, das ist ja, also spinnt
- 1:04:10hier und heutzutage hat es natürlich einen anderen Preisrahmen. Ist es überzogen aufgrund
- 1:04:15von der Marktsituation oder ist es einfach so und? Ich glaube eigentlich, die Preise bringen umso mehr
- 1:04:20Enttäuschungen. Wenn es Märkte gibt, wo diese Preise hochgezogen werden und man muss sich vielleicht
- 1:04:29auch mal von manchen Dingen verabschieden, können uns ja vielleicht mal, vielleicht nicht, ich weiß
- 1:04:34nicht verständigen, aber wird man sagen grundsätzlich, man weiß, was eine Traube auf einem, an einem
- 1:04:42Stock, welche Arbeit die macht, wie alt die sein muss, wie lange wir die gepflegt haben muss. Aber
- 1:04:49in dem Moment, als Monsieur Arnaud 15.000 Euro für einen Stock bezahlt hat, am Clos de L'Hombre,
- 1:04:57war der Preis in einer anderen, da war es ein Luxus gut und es ist von diesem Naturprodukt
- 1:05:05nichts mehr übrig geblieben, weil das nicht nachvollziehbar ist. Das ist immer ein Unterschied,
- 1:05:13ob sie 100.000 oder 50.000 Euro im Jahr verdienen oder ob sie 10 Millionen im Jahr verdienen und
- 1:05:19können sich vielleicht mehr erlauben. Aber der Wein wird ja dadurch nicht besser. Der Wein ist
- 1:05:23das, was er ist und wenn er dann hochgezüchtet wird. Das ist ja ähnlich, was wir momentan im
- 1:05:28Preisbereich der Zigarren erleben. Also eine Beheke kann nicht 250 Euro kosten, auch ein Ringmaß
- 1:05:3856. Das ist nicht angemessen. Das ist in der Herstellung keiner 2 Euro wert. Und so glaube ich,
- 1:05:46muss man bei einem Preis auch beleuchten. Das ist natürlich eine gewisse, wenig Verfügbarkeit,
- 1:05:53Preisetreib. Das ist ja klar, aber man sieht, hören das ja auch, wenn sie sich momentan,
- 1:06:00was passiert momentan mit Champagner. Der Markt bricht ja leicht zusammen, vielleicht bei
- 1:06:06manchen schon größer. Beobachten sie Bordeaux. Wie lange geht das noch so weiter? Wenn dann merkte
- 1:06:15mal, heute ist, glaube ich, China der drittgrößte Weinerzeuger. Wenn die machen einige gute
- 1:06:22Wein, auch große Wein, da sind Spezialisten am Werk. Man kann das nachbauen. Aber eine Frage ist,
- 1:06:28was nimmt der Markt auf? Und ich kann auch dieses Weglagen in Deutschland nicht verstehen. Also
- 1:06:33wenn ich 10 oder 12.000 Liter auf dem Hektar Zeuge mit, dann muss ich mich doch nachher nicht
- 1:06:40wundern, dass da ein Wein sich entsteht, dass da kein Qualitätsdenken ist. Da kann auch nichts
- 1:06:50entstehen. Das ist in der Küche genau so. Und diese Dornierung gab es ja auch in der Küche,
- 1:06:56wo dann einiges bereinigt wurde. Und es wird es wahrscheinlich in den nächsten Jahren auch
- 1:06:59im Weinmarkt geben, dass sowohl im unteren, vielleicht auch im oberen Bereich einiges bereinigt
- 1:07:04wird. Gibt es für Sie Grenzen nach unten oder nach oben, wo Sie sagen, also ein Wein unter
- 1:07:085 oder 10 Euro würde ich nicht trinken oder über 5.000 Euro Kaffee. Man kann kleine Weißweine
- 1:07:14schon für 6, 7 Euro Eka. Kann man die, ja, sprich jetzt sind von Endpreis, sagen wir Endverbraucherpreise,
- 1:07:19sollte man bei Weißwein sicherlich schon mal immer 10 Euro ausgeben. Und beim Rotwein auf
- 1:07:2520 oder 25 Euro, ja, um einfach meinen höheren Trinkenuss zu kommen, gastronomisch.
- 1:07:31Muss ich auch weiterzuentwickeln, also auch zu sensibilisieren und genau. Und ich finde,
- 1:07:35wir haben ja alle mal klein angefangen und trinken auch immer wieder noch mal, trinken
- 1:07:40auch immer wieder mal ein Weißbewunder oder auch mal ein Rose oder ja, ein kleineren Preisgefühl.
- 1:07:48Und natürlich, man trinkt ja auch mal im Sommer aus Freude, aus dem anderen Anlass,
- 1:07:54einfach nur zur Erfrichung mehr. Und manchmal trinken wir zum Essen mit größerem Genuss.
- 1:08:01Das ist ja so, als wenn Sie Steinburd oder Bratwurst essen. Ich esse auch gerne Bratwurst. Also,
- 1:08:08das ist alles zu seiner Zeit, alles hat alles eine großartige Berechnung. Aber es gibt irgendwo
- 1:08:15einen Höchstpreis, ich glaube 40.000, 50.000 Euro für eine Flasche Konjac, muss man jemals
- 1:08:25erklären, ob er das nachvollziehen kann. Aber das schmecken kann. Oder ob das nur einfach ein
- 1:08:31Lifestyle, ein Produkt ist. Sie sehen ja auch in Deutschland, wie man sich vom Konjac mehr
- 1:08:38abwendet. Wir haben kaum noch Konjac-Trinker. Amaniak hat sich selbst eliminiert durch den
- 1:08:46Verkauf der kleinsten Erzeuger. Die beste Keller hatten und wo wir eigentlich wieder so einen
- 1:08:56neuen Heiber leben. Gin ist für mich kein großes Getränk. Das kann jeder zuhause in der Küche
- 1:09:02selbst kochen. Aber auch rum erleben sie eine Renaissance. Großartig was da teilweise an
- 1:09:12Geschmacksfaszinationen. Auf dem Markt ist das inbeteilig. Das ist also losgelöst von den
- 1:09:18großen Produzenten. Auch mit Vintage und mit langen Reifungen. Mit diesem ganz neues Thema,
- 1:09:26finde ich großartig. Ich glaube, es hat alles immer wieder. Und da muss man sich viel mehr
- 1:09:31drauf konzentrieren. Man muss auch mal sagen, wenn wir jetzt sehen, dass die Schadones
- 1:09:40ja, wenn die Höhen erreichen, dann muss man sich vielleicht auch mal in Deutschland um Schadones
- 1:09:46kümmern. Das haben wir in den letzten Jahren, glaube ich, um so mehr deutsche Schadones. Da ist
- 1:09:52ganz viel passiert. Gibt es junge Winzer, die selbst am Bodensee die großartige Schadones machen.
- 1:09:58Die auch eine ganz eigene Klasse haben, die auch nicht versuchen, Burgund zu reproduzieren. Ich
- 1:10:04glaube, das war der ganz große Knackpunkt sowohl beim Pinot als auch beim Schadonee oder auch beim
- 1:10:10Weißburgunder, dass man nicht versucht etwas zu kopieren, sondern eine eigene Identität
- 1:10:14irgendwo findet. Glauben Sie, es gibt noch eine Region, die komplett unterschätzt ist?
- 1:10:18Also gerade nochmal darauf zurückzukommen. Ich sage, dass hier an der A eigentlich immer wieder.
- 1:10:23Man muss Burgund probieren und so wissen, wie groß das ist. Aber man muss viel mehr die DNA des
- 1:10:34Spätbegunders, wenn er auf Schiefer wächst, die müsste herausstellen. Es gibt es nur Anteilen
- 1:10:42der Mosel und es gibt es natürlich in Aspanshausen noch. Aber ansonsten ist es nur die Art. Es ist
- 1:10:48ein Alleinstellungsmarkmal. Das kann man so spielen, das kann man so herausstellen, dass auch der
- 1:10:56Endkonsument versteht, wie groß das ist. Aber da gehört ein Selbstbewusstsein. Das Selbstbewusstsein
- 1:11:02muss sich prägen, aber das Selbstweilen muss auch mal speziell definiert, artikuliert werden,
- 1:11:10um es auch so weiterzugeben. Welche Weinregion? Wer unterschätzt? Haben Sie dann hier einen
- 1:11:23Trash or irgendwas, wo Sie sagen? Ja, eine gute Beine. Mittlerweile sehen Sie ja,
- 1:11:28am Beispiel Zellertal sehen Sie ja was aus einem kalten Fleck zwischen Nahe,
- 1:11:37Rheinhessen und der Falz, wo früher keiner hin wollte, welche neue Superqualitäten rauskommen.
- 1:11:50Gleich erleben Sie ja auch, war letztes Jahr bei Breida. Wenn man natürlich da in der Gegend ist,
- 1:12:00wo im nördlichsten Pimont, wo Sie mittlerweile schon die Weine dann 16 Vol.% Alkohol haben,
- 1:12:10die werden neue Flächen finden müssen. Sie sind gar ja in Pimont, der geht mit seinem Weiß,
- 1:12:15mit seinem Schadon in seinem Sack geht, dann die Alterlang, also richtigen Ligurien über 600 Meter.
- 1:12:21Wir sehen, was in Südtirol passiert, man wird da neue Flächen finden müssen. Wir müssen natürlich
- 1:12:26die richtige Erde haben. Sie sind ja auch im Osten geboren, aber eher Sachsen oder?
- 1:12:37Ich bin geboren, bin ich in der Nähe von Berlin und aufgewachsen auf Rügen. Ja, ich habe in Sachsen,
- 1:12:44also soweit, nachdem ich auch schon sehr, sehr gute Weine probiert, brauche ich hier nichts zu erzählen.
- 1:12:49Also da gibt es schon eine Chance. Gibt es eine interessante? Gibt es eine Chance.
- 1:12:53Ich habe letztens auch was aus Salo Unstru probiert, muss ich sagen, gut gemacht,
- 1:12:57wenn der Winster sauber korrekt und das Beste aus seinem Weinberg da rausbringt,
- 1:13:03alle eine sehr gute Chance. Das sehen sie, was in Südengland passiert mittlerweile. Immer haben
- 1:13:10die schon Sack gemacht, aber verkaufen ja heute auch nur Säkte zu Champagnerpreisen.
- 1:13:15Aufgrund teilweise auch der eigenen? Also sind wir immer in diesem Klimawandelproblem,
- 1:13:21kühlere Flecken finden. Sie fragt, wie weit nördlich geht es dann? Norwegen gibt es schon Weinbau,
- 1:13:28Schottland teilweise. Es geht gut aber nur mit Pipis, mit Solaris oder irgendwas.
- 1:13:34Eine Grundlage, also manchmal ist es ein erster Anfang. Man muss natürlich auch Trauben haben,
- 1:13:39die eine Spannung bieten. So eine Trauben, ob sie jetzt dann Pilzresistenzen oder so,
- 1:13:49aber wie auch immer, aber es muss schon ein Spannungsbogen da sein. Sie glauben also Pipis haben,
- 1:13:53die kennen ich da noch nicht. Hätten keine Chance, einen großen Wein.
- 1:13:56Ich habe leider noch nicht ein Spannungsbogen.
- 1:13:58Oder hat es noch keiner versucht?
- 1:13:59Ja, vielleicht stehen sie noch nicht in den richtigen Lagen oder auf den richtigen Böden.
- 1:14:03Vielleicht gibt es da Chancen. Ich habe es noch nicht probiert. Man kann ausschließen,
- 1:14:09würde ich das natürlich nicht. Aber man muss erst mal abwarten, wo es hingeht.
- 1:14:14Bin ich auch sehr gespannt. Also interessanterweise spielen ja viele
- 1:14:17Winzer auf hier renommierte Winzer, wie der auch im Heger oder sonstiges mit den Rebsorten,
- 1:14:22gerade versuchen, deren Grenzen auszuloten. Ich bin gespannt. Also was da in nächster Zeit.
- 1:14:29Ja, man sieht ja auch immer wieder bei Knipser, der mit Rebsortanbau,
- 1:14:36die Versuchsanbau halt eben doch vor 20, 30 Jahren schon einiges probiert hat.
- 1:14:41Kommt ja nun heute auch ein Tempranio her, der eigentlich ganz ordentlich meckert.
- 1:14:48Oder ein Zyra, der durchaus nicht zu verkennen ist.
- 1:14:51Oder ein Zyra, ich meine, das macht ja auch Wasmein, Martin Wasmein im Bayerischen.
- 1:14:57Also gibt man immer Chancen, man darf da nicht verbohrt sein, man muss den Kopf da immer offen haben für viele Dinge.
- 1:15:05Und manchmal ist es einfach auch eine ganz neue Weinidentifikation, die man so vielleicht noch nicht kannte.
- 1:15:11Und ich glaube, da sind wir erfahren genug, dann trotz allem einen guten vom schlechten Wein zu unterscheiden.
- 1:15:15Oder einen interessanten vom belanglosen Wein.
- 1:15:18Und ich kann auch sagen mal, wir können uns in keinem Ohne weiters mag es sein,
- 1:15:25dass es gibt Männchen, die mögen diese oxidativen Orange Wein oder so.
- 1:15:30Ja, sie gehen zum Beispiel an mich, gehen sie nicht dran.
- 1:15:35Ich habe Essen mal ein Gericht und trinke dazu einen Orange Wein.
- 1:15:40Da kann ich es verstehen.
- 1:15:41Ja, ist gut.
- 1:15:43Aber ich habe nicht die Versuchung oder es animiert mich nicht so, dass ich eine Flasche davon oder eine ganze Flasche bestellen würde.
- 1:15:51Trotzdem muss man da offen sein.
- 1:15:55Ich habe gestern auch über ein großes georgisches Weingut gesprochen.
- 1:16:01Und ja, dann mit etwas längerer Lagerzeit, fünf, sechs Jahre für die Weine erleben, die dann auf den Markt zu bringen.
- 1:16:12Und dann sehr gut, ja, die Weinwelt ist riesig.
- 1:16:16Wir werden noch einiges erleben, was da so kommt.
- 1:16:20Ich denke auch, das ist eine gewisse Offenheit, die man haben oder Akzeptanz für eine andere Weinwelt.
- 1:16:24Man muss nicht alles mögen, sondern man muss seinen eigenen Stil auch finden, den dann wahrscheinlich auch in seiner Karte oder in seiner Auswahl dann irgendwo finden und dafür auch stehen und dann eben nicht konterbund durch jedes Dorf.
- 1:16:36Das ist schon für eine gewisse Linie.
- 1:16:39Und dazu sollte man auch, das ist in der Küche ähnlich.
- 1:16:42Ich bin da auch sehr froh, dass mein Schwiegersohn sich von der Kultur oder von der Art unserer Küche nicht komplett entfernt hat.
- 1:16:54Die Intelligenz ist, glaube ich, in der Weiterentwicklung.
- 1:16:58Und das so umzusetzen, dass der Gast dann noch spielt, also hier wird mit Gemüse viel subtiler umgegangen, viel mehr verschiedene Garungsmethoden.
- 1:17:09Ich sage mal, in meiner Lehrzeit, wir kannten zwei oder drei Garungsmethoden von Gemüsen.
- 1:17:16Heute kennen wir 50 oder mehr und es kommt immer wieder was dazu.
- 1:17:21Und die halt eben dann auch in dieser Welt einfach nur Offenheit bringen für immer neue Aromen.
- 1:17:27Aus einem Blumenkohl 5, 6, 7, 8 verschiedenen Aromen rauszubekommen aus der Natur.
- 1:17:34Das ist einfach, wir sagen einfaches Produkt, vielleicht ist es ein großartiges Produkt.
- 1:17:38Oder man kann es großartig machen, weil man einfach intelligent damit umgeht.
- 1:17:45Eine Rebsorte hat sich in die Kategorale meines Vinoviren Herzens definitiv eingegraben.
- 1:18:07Und das nicht zuletzt deshalb, weil die manchmal genauso kitschig ist wie dieser Satz.
- 1:18:12Sauvignon Blanc, explizit ein Sauvignon Blanc aus Neuseeland, aus dem Mybro,
- 1:18:17stand mir in so unfassbar vielen Situationen zur Seite, wenn ich ein Intrude zu einem Gast bekommen musste.
- 1:18:23Wenn ich sein Geschmack noch nicht kenne, wenn wir eine Kommunikations-Eine-Geschmacksebene finden mussten.
- 1:18:29Halt mir nicht selten so ein Sauvignon Blanc wie der 2023er Sauvignon Blancs dem Hause Babbage aus dem Mybro.
- 1:18:35Was für ein Geschenk für die Sinne.
- 1:18:37Und natürlich, er ist fruchtig, er ist saftig, er scheint bunt.
- 1:18:41Aber so ein Wein kann mit diesen schillernden Farben nur dann bestehen, wenn das Fundament authentisch ist,
- 1:18:47wenn das Wine-Making nah zu perfekt ist, wenn der Winzer wusste, was er tut.
- 1:18:52Und dann, dann kann man gerne kitschig werden.
- 1:18:55Mit so einem Wein kann man seinen Gästen zeigen, dass der Wein nicht immer ernst und verbissen sein muss,
- 1:19:00sondern manchmal auch lebendig, manchmal ein bisschen bunt, manchmal ein bisschen ausladend,
- 1:19:04manchmal einfach wunderschön.
- 1:19:07Und dann kann man den Gast bitten sich vorzustellen.
- 1:19:09Und einem frühen Sommermorgen über eine taufrische Wiese zu gehen.
- 1:19:13Die Luft ist geladen mit Elektrizität des Morgens.
- 1:19:16Und in jedem Atem zu liegt eine lebendige Energie, die dich packt und mitreißt.
- 1:19:20Das ist Sauvignon Blanc, ein Wein, der die Welt um sich herum nicht nur widerspiegelt, sondern geradezu zum Leben erweckt.
- 1:19:27Er ist kein stiller Beobachter.
- 1:19:29Er ist ein Schreihals, ein Tänzer, ein Wirbelwind, der mit dir spricht und dabei Aromen um sich wirft, wie ein Künstler,
- 1:19:35der Farben auf einen Leinwand spritzt.
- 1:19:37Ja?
- 1:19:38Und da gibt es dieses Sauvignon Blanc, wie die von Babbage aus dem Jahre 2023 aus dem MyBurow.
- 1:19:44Diese Sauvignon Blancs sind ein Paradoxon.
- 1:19:47Die sind leicht und doch vollartig, sind frech und doch elegant.
- 1:19:52Sie sind, als würde jemand einen Regenbogen in ein Glas gießen.
- 1:19:55Von der ersten Sekunde an, wenn er ins Glas fließt, weißt du, das wird keine Weinarbeit, das wird Weinlust.
- 1:20:01Das ist ein Wein, der so einzigartig ist, wie die Landschaft, wie das Land, wo er herkommt.
- 1:20:07MyBurow, heute wellenberühmt für seine Sauvignon Blancs, war eines eine unberührte Landschaft geprägt von eisheitlichen Kräften der Natur.
- 1:20:14Die Böden der Region bestehen aus Schwemmland, Kies und Lehm und wurden über Jahrtausende von den Wairora und abartherätflüssen geformt.
- 1:20:22Die Geologie schuf einen einzigartigen Untergrund, der mit seiner hervorragenden Drinnarschfähigkeit
- 1:20:28eine ideale Bedingung für den Weinbau bietet.
- 1:20:30Und jetzt wird es skurril, denn bis in die 1970er Jahre galt MyBurow als völlig ungeeignet für Reben.
- 1:20:36Die Region wurde als zu trocken und zu unwirklich angesehen.
- 1:20:39Er verfiel zucht, als für landwirtschaftliche Experimente geeignet.
- 1:20:42Die Wende kamen 1973 und wermen sich überlegt, dass es 50 Jahre her als Montana Wines Mutibeschloss Sauvignon Blanc Reben anzuflanzen.
- 1:20:52Nicht aus reiner Laune, sondern als Ergebnis detaillierter Studien zu Klima, Sonneinstrahlung und Bodenbeschaffenheit.
- 1:20:59MyBurows einzigartiges Klima, war mit hagekühle Nächte und eine lange Vegetationsperiode, zeigte bald seine Magie.
- 1:21:06Durch das langsame Reifen der Trauben entstehen Weine mit knackiger Säure intensiven Aromen und einer einzigartigen Geschmackstruktur.
- 1:21:14Heute umfasst die Region 26.000 Hektar, fast die Hälfte der Gesamtriebfläche Neuseelans, ungefähr die Größe Rheinhessens,
- 1:21:22und es gibt kaum eine renommierte Weinkarte in der Welt, die man sich ohne Weine aus dem MyBurow vorstellen könnte.
- 1:21:29Und einer der renommiertesten Produzenten ist Babbage Wines.
- 1:21:33Babbage Wines ist nicht nur ein Weingut, sondern eine Legende, die die Seele des neuseeländischen Weinbaus perfekt verkörpert und spiegelt.
- 1:21:40Die Geschichte brannt 1916 als Joseph Babbage, ein kroatischer Einwanderer auf einer kleinen Parzelle im Fern Oakland, seinen ersten Wein kettete.
- 1:21:50Mit nichts, als harte Arbeit einer Prise Mut und einer Vision baut er einen Fundament, das bis heute trägt.
- 1:21:56Diese Überzeugung wurde zur DNA des Weinguts und sieht sich wie ein roter Faden durch die Generation der Familie Babbage.
- 1:22:03Als die dritte Generation des Ruder übernahm, war Babbage Wines längs ein etablierter Name.
- 1:22:08Aber der Blick ging nach vorne und nach Süden.
- 1:22:10Die Expansion nach MyBurow markierte einen Wendepunkt.
- 1:22:14Ja, Babbage war einer der ersten Familienbetriebe, die die Chancen erkannten, die MyBurow-Boot, mit ihrem typischen Gespür für das Terroir.
- 1:22:22Suchten sie gezielt Parzellen aus, die sich durch steinige Böden, optimale Sonneinstrahlung und eine natürliche Drennarsch auszeichnete.
- 1:22:30Ihre Weinberge in MyBurow verteilen sich auf verschiedene Mikrokenmater, insbesondere den Wiro und Avertere-Telern.
- 1:22:37Die Wiro-Lagen bringen fruchtbetonte, aromatische Wein hervor, während die Avertere-Parzellen für kühle, elegante und präzise Mineralität stehen.
- 1:22:47Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil der Babbage-Philosophie.
- 1:22:52Schon lange bevor Nachhaltigkeit zum Trend wurde, setzte das Weingut auf Biodiversität und umweltschonende Praktiken.
- 1:22:58Die Pflege der Böden, der Schutz der natürlichen Umgebung und der sparsame Umgang mit Wasser sind keine Marketing-Sharkworte, sondern eine Lebenseinstellung diesem Weingut.
- 1:23:07Das Ziel ist nicht nur, exzellente Weine wie den 2023ers Softeneon Blancs Royale schaffen, sondern auch die Erde für kommende Generationen zu bewahren.
- 1:23:15Heute für David Babbage's Familienweingut mit derselben Leidenschaft wie seine Frau Fahneweiter.
- 1:23:20Und er sieht das Weingut nicht nur als Geschäft, sondern als Mission, die besten Weine zu schaffen, die MyBrow zu bieten hat und gleichzeitig der Welt zu zeigen, wozu Neuseeland fähig ist, wie diesen 2023ers Softeneon Blanc.
- 1:23:35Vielen lieben Dank dafür.
- 1:23:36Und noch ein großes Dankeschön dem deutschen Importeur, dem Handelshaus Schlumberger.
- 1:23:41[Musik]
- 1:23:50Gab's für Sie mal das absolute ultimative Speisenweinerlebnis, wo Sie in den ganzen Abend irgendwo das Celebriert haben oder ein explizites Gericht entwerfen, sich selber oder bei Ihrem Kollegen oder waren es schon so viele, dass man das Singuläre gar nicht herauslogen kann?
- 1:24:08Ich habe also in unserem ersten oder in meinem ersten Kochbuch bei sich alleine geschrieben habe, 2002.
- 1:24:17Und da konnte ich das dem sehr gut rüberbringen.
- 1:24:25Das war die Aufgabe, es ging um einen rödere Kristall und dazu die richtige Assoziation zu bringen.
- 1:24:39Da ging es dann letztendlich, war es dann auch die Frage, diesen Prierschgeschmack, den Pfirsich, die Aprikose reinzubringen.
- 1:24:51Wir haben das dann in einem Gänselebergericht verarbeitet.
- 1:24:57Und als wir das geschafft hatten, das quasi so hinzubekommen und das wir dann selbst auch gemerkt haben, wow, das ist jetzt eine Simiose, die muss sich haben.
- 1:25:09Das ist dann aus Koch, da ist man natürlich, war für mich dann selbst auch im Gedankengang sehr beeindruckend.
- 1:25:16Es ist schwieriger, das Gericht auch dem Wein zu verstehen.
- 1:25:19Also dem Wein muss man ja irgendwie analysieren oder analysiert betrachten, geschmacklich betrachten.
- 1:25:25Oder das Gericht dann trotzdem so zusammenzusetzen, dass man die verschiedenen Komponenten trotzdem eine Stimmigkeit bringt.
- 1:25:30Also wir spielen das ja eigentlich dann heute noch immer und wenn wir neue Gerichte haben, oder Christian stellt das Gericht vor und präsentiert das.
- 1:25:39Und dann sind da Desiree, unser Somelie Paul und meine Frau oder ich stehen dann zusammen und probieren das.
- 1:25:49Und dann hat man eigentlich sehr schnell eine Idee.
- 1:25:52Dann muss man den Wein öffnen und muss das dazu probieren.
- 1:25:57Das kennen Sie auch aus dem langjährigen Berufsleben.
- 1:26:00Und dann weiß man nicht genau, das ist diese Aromatik, dieses Spiel, das könnte das und das vertragen.
- 1:26:08Ja, dafür braucht man natürlich eine gewisse Erfahrung, um die gesamte Bibliothek der Weine auch zu haben und das dann punkte einzusetzen und da nicht nur ein Kompromiss aus seiner eigentlich kleinen Welt dann irgendwie hinzubasten.
- 1:26:17Klar, man muss zuerst mal den Wein probiert haben.
- 1:26:20Klar, man weiß, man weiß in welche Richtung das geht.
- 1:26:22Ja, absolut.
- 1:26:23Gibt es für Sie ein Weinladen oder ein Weinort, wo Sie gerne selber Wein trinken, Restaurant, Weinbar, der Sie beeindruckt hat?
- 1:26:32Es gibt so viele Dinge.
- 1:26:37Gut, das war sehr früh sind wir natürlich dann auch in Chassanie Maurasche gegeben gewesen, wo es dann, wo also die Winzer noch an der Theke standen da ihre Weinchen tranken und dass wir dann da gesehen haben, da wurde dann noch in diesen öffentlichen
- 1:27:01Dorf ja, da bringen ja alle Winzer ihre Wein hin und in den Mitte der 80er Jahre war das ja noch nicht so überflutet.
- 1:27:11Also, wir gab es noch wirklich großartige Dinge zu probieren.
- 1:27:16Das da noch relativ jung oder 5, 26 Jahre das da so zu erleben, das waren schon so mal mal so ein Digestation oder ein Laden, können wir sagen, der beeindruckt hat.
- 1:27:33Ähnlich beeindruckt auch immer wieder in Pimond und Pimond ist natürlich auch die große Nähe zu begunden.
- 1:27:43Also, gespiegelt. Also anders interpretiert in einer anderen Rebsorte, trotzdem in der Größe auch einzigartig und kann auch banal sein.
- 1:27:53Das ist auch der heiß anders, aber die ist ja gar nicht so weit weg und bin ja nur ja anders gespiegelt, richtig ausgedrückt, aber da auch solche Erlebnisse, großartig.
- 1:28:04Natürlich, man macht so viele Weinproben und so, wo man dann wirklich auch vollumfänglich probieren kann und dann kommen natürlich die menschlichen Aspekte dazu, die Unterhaltung.
- 1:28:19Ich mag es auch nicht so kathedral, ich mag es eigentlich eher so reinländig, offen, erzählen, Heiterkeit, all diese Dinge, die einen auch.
- 1:28:29Was der Wein eigentlich mit sich bringt und es manchmal schade, wenn der so kalt getrunken wird, also ohne Wärme und ohne Leben und ja.
- 1:28:37Ja, in einer kalten mentalen Situation quasi.
- 1:28:40Nur analytisch und ohne sich einfach darin zu verlieren und was Wein oder was manchmal auch Schaumwein bringen soll, die Lebensfreude.
- 1:28:48Genau, das sind diese Aspekte, die man natürlich auch positiv in unser Leben mit reinbringen kann.
- 1:28:55Diese Freude, die man immer wieder hat, am Digustieren, am Probieren, einem guten Essen, vielleicht auch einer ganz guten Bratwurst.
- 1:29:03Und dann halt eben auch großartige Weine zu trinken und diese Erfahrung mit den Menschen, beim Wein, beim Winzer, mit dem Winzer.
- 1:29:19Das sind ja so viele tausende positive Momente, die einen einfach nur beglücken.
- 1:29:25Was ist Wein für Sie, wenn Sie diesen einen Wort pressen müssten?
- 1:29:29Ein großes Geschenk.
- 1:29:32Großartig. Tolle Aussage.
- 1:29:35Was wären Sie, wenn Sie kein Koch wären?
- 1:29:38Oder kein Wein, liebhaber? Also, hatten Sie jemals den Wunsch, etwas anderes zu leben oder auszuleben als Gastronomie?
- 1:29:46Ich bin ja da so reingeboren in diese Gastronomie und ich war der Pomfritt-Fachmann meiner Mutter mit 12, mit 13 da, ich schon Stegsbraten, mit 14 wusste ich, wie man eine braune Sauce kocht.
- 1:30:01Und dann immer weiter da rein.
- 1:30:05Und ich nachher, der Jugend-Traum war mal Pilot, aber ich glaube, dass ich heute im Fliegersitz, werb man eine Stunde geschüttet, denke ich auch, wenn ich jetzt überstehen müsste, möchte ich nicht sein.
- 1:30:20Ja, und dann habe ich dann das Gymnasium ein bisschen früher verlassen und bin dann in den Kochberuf gegangen und ja, das so viel erlebt.
- 1:30:36Ich schätze, so viele Handwerksberufe, besonders einen Schreiner, ein Möbelstück für ein ganzes Leben zu machen, bewundernswert.
- 1:30:45Aber wie wenig ein Schreiner öffentlich werden kann, mit so einem großen geschickter Land oder Menschen, die Räuser bauen, Dächer bauen oder wie auch immer.
- 1:30:57Aber wenn ich dazu gucke und mich schon in den ersten Jahren meiner Kochausbildung Glücksgefühle, was mir das gegeben hat, wie ich mich kreativ ausleben konnte, welche Möglichkeiten ich hatte, welche Menschen ich kennenlernen durfte und dann wirklich, ja, vielleicht durch die ganze Welt gereist bin, weil man mich irgendwann mal kochen sehen wollte.
- 1:31:22Ich wurde dann immer weiter empfohlen und ja, und ich, in den ersten Mal bei Master's of Food & Wine in Monterey, dann hatten sie damals gar nicht so viele bekannte Starnekirche, wie es die heute in den Staaten gibt.
- 1:31:39Und dann kamen aus den großen Clubs der Staaten, man durfte ja nichts mitnehmen, man musste jeden Tag für 200 Leute, für 200 Gäste produzieren.
- 1:31:47Und dann waren mindestens zwei Gerichte an mehreren Tagen.
- 1:31:52Und dann hatte man diese ganzen Küchenchefs aus diesen Clubs, sehr gute Köche, das, was man so auch da alle hinkamen, um zu sehen, was sie machen.
- 1:32:04Und dann musste man diese Euphorie, man hat da seinen Gang gekocht und dann hat jeder, wurde applaudiert, wenn man ihn geschickt hatte, dann kam jeder dieser Chef zu einem "Thank you for this dish".
- 1:32:18Diese Emotion, die man da, und was man da erlebt hat, überall auf der Welt, verrückt.
- 1:32:23Und was kochen dieser ganz, vielleicht traditioneller Beruf mit großer Tradition, aber was das heute noch transportiert, und das macht einem ja immer mehr, ist mir das immer mehr bewusst geworden, wie die Kinder schon ein gutes Essen betrogen werden.
- 1:32:46Das ist eine richtige Herzensangelegenheit eigentlich, ja.
- 1:32:51Und Kinder angefangen und nachher auch, der Mann sucht immer nach gutem Essen.
- 1:33:00Und das ist, das ist, das, ja, das mag viele Facetten haben, das Essen, aber die Qualität von Jungen, von Kind an, Kleinkind an, etwas immer etwas sehr gutes, nicht teuer, nur gut, qualitativ gut, vorgesetzt zu bekommen, ja.
- 1:33:25Das prägt und man wird das immer suchen.
- 1:33:29Ich sage heute noch, Sie suchen alle die Küche der Großmutter, ja, den Geschmack der Großmutter, das, wie es damals geschmeckt hat, das sind ja bleibende großartige Erinnerungen.
- 1:33:42Vielleicht noch abschließend gibt es irgendwas, was Sie sich von der Zommerie wünschen, also in der Entwicklung, eine andere Offenheit, eine andere Präsenz, eine andere ...
- 1:33:56Also generell finde ich es schade, dass alle Spachten müssen sicherlich leben, aber die wirklich sehr guten Mitarbeiter aus Kommen haben alle einen, oder die nachher auch dann ihre Sommelier Ausbildung gemacht haben,
- 1:34:20haben alle eine sehr gute Ausbildung genossen, sie sind in der Gastronomie groß geworden, die haben die Gastronomie kennengelernt und ich finde es sehr schade, dass wir so viele von diesen großartigen Menschen in der Gastronomie verlieren.
- 1:34:36Wir müssen Wege zeigen, wo es auch möglich ist, den Menschen mit einer sozialen Absicherung und auch in unseren gastronomischen Bereichen eine Heimat zu bieten und sie nur an die Industrie beziehungsweise den Handel zu verlieren ist mit zu blass.
- 1:35:02Ich finde es auch so schade, wenn man nach Frankreich schaut oder nach Italien, Spanien, wenn dort Metris sind, also bei der Serviceseite bleiben natürlich auch in der Küche, die 50, 60 Jahre sind, welche Klasse leben die, welche Ruhe bringen die auch ins Restaurant, welche interessanten Gespräche entstehen dort und das haben wir leider kaum.
- 1:35:27Sie sind mit 14 meisten sind in einer Ausbildung gegangen, haben 50 Jahre in ihrem Beruf gearbeitet und keinen Tag gemisst und immer einer Zufriedenheit verspürt.
- 1:35:37Das treibt uns hier vielleicht besonders in Deutschland ein bisschen zu sehr um. Wir haben sicherlich auch diese Wertschätzung von den Gästen und es ist natürlich auch, aber ohne Arbeit wird es nicht gehen.
- 1:35:52Aber es ist ein besonderes Status, den man genießt und Freiheiten und so und da geht es aber auch um innere Zufriedenheit. Natürlich geht es um soziale Bindung, um Familie, natürlich geht es um Arbeitszeiten, all das.
- 1:36:09Aber ich glaube, das haben andere Generationen uns schon vorgemacht, dass das möglich sein kann.
- 1:36:17Interessanterweise habe ich wenige Gastronomen, die kurz vor der Rente sind, erlebt, die Tage bis zur Rente mit dem Maßband zählen.
- 1:36:27Was ja in anderen Industrien zum Beispiel ist, also wenn man in einer, wo man auch hart arbeitet, in einer schaffen Industrie irgendwo am Fließband oder sonstiges, das höchste Gut ist ja die Rente irgendwann zu erreichen und dann seinen Ableben irgendwann zu beginnen oder im Büro oder sonstiges.
- 1:36:43Also da arbeitet man auf die Rente hin, das ist in der Gastronomie eher selten, sondern man liebt seinen Beruf, wenn man denn so lange in der Gastronomie ist, man liebt dafür.
- 1:36:51Ich glaube, es gibt sicherlich auch Berufe, die nicht so wertgeschätzt sind. Aber ich glaube, unsere große Aufgabe und wir erleben das ja gerade mit unseren jungen Mitarbeitern, den auszubilden und wir haben immer einige auszubilden.
- 1:37:03Ich glaube, wir haben momentan 4 im Service und haben auch 4, manchmal 5 in der Küche. Und dann geht es immer um Work-Live-Balance.
- 1:37:14Aber dieses Engagement der jungen Leute, die dazwischen 17 und 22 sind, wie die das mögen, wie die das lieben, aber wesentlich, und das haben schon ganz vor 100 Jahren,
- 1:37:31sehr intelligente Menschen gesagt, die vielleicht auch den Arbeitern viel näher standen, der den Wert der Arbeit zu erkennen, was hier einem persönlich geben kann,
- 1:37:48welche Glücksmomente, wenn man etwas besonders gut geschafft hat, gemacht hat, diese Glücksmomente können sie kaum in einem anderen Ort erleben, als bei der Arbeit, mit der Arbeit in dieser Befähigung, die man hat.
- 1:38:07Mit Lob, schwere Tage gibt es überall, in der Familie, überall erleben, alles möglich, aber man muss den jungen Männchen einfach sagen, dass es der Grundsätzlich mal der Mittelpunkt des Lebens ist.
- 1:38:22Und diese Jahre, diese Zeit, die man da drin verbringt, man einfach positiv sieht. Ich finde auch diese Flucht vieler unserer besser verdienen und wohlhabenden Flucht immer ins Ausland,
- 1:38:41unbedingt noch Mallorca, unbedingt noch Spanien, immer auf der Flucht, 11 Monate arbeiten, um dann zwei Wochen mal an einem Ort zu sein, glaube, erzählt mich viel mehr der Tag, jeder Tag.
- 1:39:04Das Gespräch war ein absoluter Flashback in meiner Anfangszeit als Zommel. Damals habe ich wie ein kleiner Junge den größeren Zommel zugehört, den erfahrenen Köchen zugehört, wenn sie aus den 70er, 80er Jahren erzählt haben, wie alles anfing in Deutschland.
- 1:39:21Das hat man irgendwie in den letzten Jahrzehnten vergessen, aber es ist so spannend. Und es ist eine so kurze Geschichte und eine Geschichte, die er wahnsinnig mit geprägt hat.
- 1:39:31Danke, lieber Hans-Steffan-Steinheuer, für diese besondere Geschichte, für ihre Geschichte, für ihr Tun, für ihr Schaffen, für ihr Sein und dafür, dass sie so viele Sommys geprägt, begleitet und geformt haben.
- 1:39:46Und noch ein großes Dankeschön an euch, dass ihr genau diese neuen Gedanken mit uns geht, wie Sommie & Friends, dieses neue Format, was alle zwei Monate eine Person präsentieren darf, die die Sommie-Branche maßgeblich begleitet.
- 1:40:01Ich freue mich schon auf den nächsten Kandidaten, denen viele als den Vater der deutschen Sommys sehen.
- 1:40:07Doch bevor es so weit ist, möchte ich mich ganz herzlich bei unserem Partner der Schlumbergergruppe mit den Handelzehäusern Konsejo Vini segnet Schlumberger und dem Privatkundenportal Bremer Wein-Collect, für die händische und für die wirtschaftliche Unterstützung bedanken.
- 1:40:21Dank Ihnen ist auch diese Woche nach dem Podcast vor dem Podcast. Und ich freue mich auf die kommende Woche, ich freue mich auf den kommenden Freitag und ich freue mich auf die großartige Romana Echenberger.
- 1:40:33[Musik]
- 1:40:45Mein Name ist Otto Geisel und ich lebe in München. Mein Leben dreht sich im Wesentlichen um gute Lebensmittel. Deswegen habe ich auch das Institut für Lebensmittelkultur gegründet und zu einem guten Leben und zu einem guten Lebensmittel gehört natürlich auch guter Wein.
- 1:41:03Der fällt zwar nicht nur die Kategorie Lebensmittel, sondern Genussmittel, aber auch Genuss ist natürlich ein Bestandteil eines gesunden und guten Lebensinzutrenn. Passt es auch.
- 1:41:15Meine Faszination für Wein beginnt im Pimont mit einem Barbaresco Santo Stefano, wo das Etikett von Bruno Giacosa, Jahrgang 71, der nicht damals mit Anfang 20 wie er im Blitz getroffen hat und die Leidenschaft für Wein begründet hat.
- 1:41:31Und diese Liebe auch zu Pimont, die hält bis heute an und so ist es nicht von ganz ungefähr, dass ich mit meinem Freund Herrn Stefan Steinheuer eine Reise gemacht habe nach Pimont und auch dort ganz besonders seine tiefe Verbundenheit zum Thema Wein gespürt habe und dann miterleben durfte.
- 1:41:53Herrn Stefan ist sicherlich einer der Ausnahmeköche in der Republik, der nicht nur außergewöhnlich gut kochen kann, sondern der auch Wein tanzen lassen kann mit seiner Küche. Der Wein, die richtige Plattform, die richtige Bühne bieten kann.
- 1:42:09Da gibt es ganz wenige Talente, die das so ausgebräugt können wie Herrn Stefan. Wir haben dann eben Anschluss an diese Reise, haben wir eine Veranstaltung bei ihm in seinem schönen Restaurant gemacht, wo ich ein bisschen was zu den Weinen sagen durfte und Herrn Stefan hat gekocht, wie ich entfesselt.
- 1:42:29Also als wäre mein Mitnehmen Pimont ein ganz großartiges Erlebnis. Und diese Verbindung hält, glaube ich, jetzt schon über einige Jahrzehnte und sie meine große Freude bei ihm gut zu essen und mit ihm über Wein zu reden oder hinterher auch mit ihm eine schöne Flasche aufzumachen.
- 1:42:48Also, Herrn Stefan Steinheuer, eine der großen Ausnahmerscheinungen in der deutschen Spitzenküche, wirklich jemand, der nicht nur das Telesono sieht, sondern den umfassenden Begriff der Kulinarek eben auch auf den Wein ausdehnt und weiß, dass, wenn das beides zusammenführt und ein gutes Gespräch noch dabei ist, gibt es so wunderbare Momente, die man nie vergessen kann.
- 1:43:17Und das ist, glaube ich, mit die größte Faszinationen an dem ganzen Thema. Gut essen, gut trinken, gute Lebensführung, gute Lebensmittel, Kulinarek. Herzliche Grüße nach Bad Neuenahr.
- 1:43:30Und Stefan, ich komme bald vorbei. Tschüss, dein Otto.
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