Latest / Gin And Talk / Thorsten Havener über Gedanken, mentale Stärke und innere Ruhe
Transcript
- 0:00Speaker 0: In einem entspannten Körper können diese spannungsgeladenen Gedanken sich auch nicht so ausbreiten.
- 0:08Speaker 0: Nur dann, wenn unsere Batterien aufgeladen sind und wir eine innere Stärke haben, können wir für andere da sein.
- 0:15Speaker 0: Das ist auch kümmer dich selbst und kümmern dich um andere.
- 0:18Speaker 0: Da steckt jede Menge mit drin!
- 0:20Speaker 0: Wenn du dir ein Leben aufbaust im Einklang mit deinen Werten... Dann wirst du ein zufriedenes glückliches Leben führen.
- 0:27Speaker 0: und immer wenn du gegen deine Werte handelst, wenn du etwas tust was eigentlich deinem Charakter widerspricht dann wirst Du damit nicht langfristig zufrieden sein können.
- 0:37Speaker 1: Herzlich willkommen!
- 0:38Speaker 1: Mein Name ist Daniel Fürk und ich freue mich sehr euch heute hier aus Austin in Texas begrüßen zu dürfen.
- 0:45Speaker 1: Ich bin hier auf der South by Southwest unterwegs einem großen interakte Film- und Musikfestival Und freue mich sehr darauf, heute mit Thorsten H. Wiener zu sprechen!
- 0:56Speaker 1: Er ist Gedankeneser, Buchautor und Mentalexperte... ...und ist mir in über eight-tausend achthundert Kilometern Entfernung zugeschaltet.
- 1:06Speaker 1: Ich wollte von ihm wissen wie wir in diesen turbulenten unsicheren Zeiten die Kontrolle über unsere Gedanken behalten können und wie gut das mit dem Gedanken lesen eigentlich tatsächlich funktionieren kann.
- 1:19Speaker 1: Viel Spaß beim Zuhören.
- 1:20Speaker 1: Schön, dass ihr alle wieder mit dabei seid.
- 1:24Speaker 1: Zwei Menschen, eiskalte Drinks
- 1:27Speaker 0: und eine
- 1:28Speaker 1: Menge Zeit für ein persönliches Bargespräch.
- 1:32Speaker 0: Herzlich willkommen an unseren Bartresen!
- 1:36Speaker 1: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Gin & Talk.
- 1:41Speaker 1: Mach es dir gemütlich,
- 1:42Speaker 0: lehne dich zurück und tauche
- 1:44Speaker 1: ein in die verrucht düstere
- 1:47Speaker 0: Atmosphäre unserer
- 1:49Speaker 1: Studio-Bar.
- 1:50Speaker 1: Lieber Thorsten, ich freue mich sehr dass wir uns heute hier mit acht tausend achthundert Kilometern Entfernung zwischen uns virtuell treffen können.
- 2:05Speaker 1: Ich hier aus unserem quasi Studio in Austin in Texas du im etwas kälteren Deutschland herzlich willkommen Daniel.
- 2:15Speaker 0: vielen Dank für die Einladung und ich finde das großartig einen Talk-Gast zu haben der in Texas sitzt während ich hier in meinem studio in München sitze.
- 2:25Speaker 0: Aber ich muss dir sagen, das Wetter heute in München ist auch wunderbar.
- 2:32Speaker 1: Na immerhin bringt uns gleich zum ersten Thema was mich nämlich in der Vorbereitung so ein bisschen beschäftigt hat.
- 2:39Speaker 1: wir waren jetzt zwei Jahre lang in der Pandemie alle vor unseren Webcams gesessen.
- 2:43Speaker 1: Wir haben uns vor allem über virtuelle Konferenzen und Messaging Tools unterhalten für jemanden Gedanken liest für jemanden der Menschen liest sozusagen, die mit ihm zu tun haben.
- 3:00Speaker 1: Wie gut funktioniert es eigentlich virtuell?
- 3:02Speaker 1: Das
- 3:02Speaker 0: funktioniert tatsächlich besser als man denkt.
- 3:04Speaker 0: und wenn wir jetzt mal von ganz oben da drauf schauen muss man ja sagen Gott sei Dank hatten wir diese Möglichkeit.
- 3:11Speaker 0: also Gott sei dank hatten wir in den letzten zwei Jahren die Möglichkeit uns wenigstens über ein Bildschirm miteinander treffen zu können weil stell dir mal vor das wäre auch noch weggefallen.
- 3:19Speaker 0: Ich glaube, dann wären die Zahlen der Leute, denen es jetzt nicht allzu gut geht.
- 3:23Speaker 0: Die wäre noch sehr viel höher.
- 3:25Speaker 0: Wobei du natürlich recht hast... Es fällt jede Menge weg!
- 3:28Speaker 0: Es fällt ein großer Teil der Körpersprache weg.
- 3:30Speaker 0: Es fällt vor allem das individuelle Direkte weg Und für mich als Unterhalter, der ja auch ein Tournee-Programm hat war das natürlich einen Riesenteil, der weggefallen ist.
- 3:38Speaker 0: Nämlich die Abendprogramme zeigen zu können und das habe ich auch sehr vermisst.
- 3:41Speaker 0: auf der anderen Seite hab' ich mir natürlich sehr viel Zeit nehmen können und all die anderen Themen vorantreiben können und einfach mal geschaut wie sieht's denn in uns dann aus?
- 3:51Speaker 0: Also wenn ich den Anderen nicht beobachten kann... Wie kann ich denn mich selbst genau beobachten?
- 3:55Speaker 0: wie kann ich dann meine eigenen Gedanken verstehen?
- 3:58Speaker 0: und vor allen Dingen, wie kann Ich meine eigenen gedanken so ausrichten und nutzen dass sie selbst in einer zeit in der eine pandemie herrscht Dass es mir dabei immer noch gut geht.
- 4:07Speaker 0: Wie kann Ich mich einfach So ausrichten das sich von den äußeren umständen nicht so abhängig bin In meinem er leben und darin wie ich mich fühle?
- 4:15Speaker 1: Gutes Stichwort, wir haben jetzt gerade schon wieder eine neue Situation mit der wir alle irgendwie klarkommen müssen.
- 4:21Speaker 1: Der Krieg in der Ukraine, der irgendeine ganze Menge Unsicherheit vielleicht auch bei vielen wirklich Angst verursacht.
- 4:28Speaker 1: mir persönlich geht es da auch nicht sonderlich gut.
- 4:32Speaker 1: also ich schaue jeden tag die Einmeldungen an und lese die Artikel und denke mir jeden Tag wieder Ich weiß noch nicht so genau, was kommt denn morgen eigentlich?
- 4:42Speaker 1: Man kann es irgendwie nicht so richtig einschätzen wo die Reise hingeht.
- 4:46Speaker 1: Hast du da einen ganz praktischen Tipp wie man das für sich selber irgendwie so einordnet damit man nicht in eine Schockstarre verfällt in der man auf einmal nur noch Angst und Panik hat?
- 4:57Speaker 1: Absolut!
- 4:58Speaker 0: Also diese Situation muss man ja auch ganz klar sagen ist für uns neu aber für ganz viele Menschen ist es leider eben nicht neu.
- 5:05Speaker 0: Und es ist auch vor allen Dingen der Weltgeschichte absolut nicht neu, also wir sind nicht die ersten Menschen, die sich damit auseinander setzen müssen dass ein Konflikt plötzlich näher ist.
- 5:14Speaker 0: und ich habe mich da ziemlich inspirieren lassen von wirklich von den Philosophen in Griechenland und in Indien Auch in Polinesien weil das einfach Dinge sind, die mir schon seit Jahren ziemlich viel Kraft geben, einfach zu schauen was haben denn die alten Weisheitsdenker?
- 5:30Speaker 0: Die alten Weißheitslehren?
- 5:31Speaker 0: Was haben sie denn so?
- 5:33Speaker 0: wie sind die denn umgegangen mit dem Leben?
- 5:35Speaker 0: Und eine Lehre oder eine Einsicht, die mir total auch einleuchtet ist.
- 5:39Speaker 0: Das hört sich erstmal komisch an aber deine Gedanken sind halt nun mal nicht frei.
- 5:44Speaker 0: D.h.,
- 5:45Speaker 0: da kommt dein Gedanke und du kannst überhaupt nichts gegen tun!
- 5:47Speaker 0: Du weißt doch nicht woher der kommt?
- 5:48Speaker 0: Und Gedanken können auch von außen, können dir einfach mal eingepflanzt werden.
- 5:54Speaker 0: Zum Beispiel wenn ich zu dir sage, denk nicht an einen blauen Elefanten dann geht das nicht mehr... d.h.
- 5:58Speaker 0: du bist in deinen Gedanken nicht wirklich frei.
- 6:01Speaker 0: Worin du aber immer frei bist und das ist eine Riesenerkenntnis, wenn man sich das mal wirklich verinnerlicht hat.
- 6:06Speaker 0: Ist dein Fokus.
- 6:08Speaker 0: Das heißt worüber Du hundertprozentige Kontrolle hast, ist Dein Fokus!
- 6:12Speaker 0: Wohin richtest Du deine Aufmerksamkeit?
- 6:15Speaker 0: Und da kann man jetzt einen ganz praktischen Tipp rausziehen dass man sagt okay in der aktuellen Situation wir haben jetzt einen Krieg der von uns aus Deutschland aus gesehen nahe ist.
- 6:28Speaker 0: Und das nächste ist tatsächlich worauf konzentriere ich mich.
- 6:30Speaker 0: Also fütte ich mich jetzt nur noch mit diesen Nachrichten und wo kriege ich die her, also auch ganz klar durch welchen Filter sind diese Nachrichten schon gelaufen?
- 6:39Speaker 0: Ich bin ein großer Freund davon wirklich ausschließlich seriöse Quellen zu benutzen.
- 6:44Speaker 0: und es zweite ist wie oft mache ich das?
- 6:45Speaker 0: wann mache ich dass?
- 6:46Speaker 0: und das dritte ist worauf fokussiere ich mich dann?
- 6:48Speaker 0: denn wenn du in deinem Fokus frei bist dann kannst du erst mal dich darauf fokusieren.
- 6:52Speaker 0: Wann konsumiere ich die Nachrichten?
- 6:54Speaker 0: Welche Nachrichten konsumier ich?
- 6:56Speaker 0: und das zweite ist, was kann ich denn tun.
- 6:59Speaker 0: Also worüber habe ich Kontrolle?
- 7:01Speaker 0: Habe ich Kontrollen über die Situation, die jetzt gerade ist?
- 7:03Speaker 0: Nein!
- 7:04Speaker 0: Habe Ich überhaupt nicht.
- 7:05Speaker 0: aber ich kann zum Beispiel gucken wie kann ich helfen?
- 7:08Speaker 0: Wie möchte ich am liebsten helfen?
- 7:10Speaker 0: Was kann ich tun um meinen Teil dazu beizutragen?
- 7:13Speaker 0: Und es interessante ist sobald du dann ins handeln kommst merkst Du dass diese Angst Die geht vielleicht nicht ganz weg, im besten Fall geht sie sogar ganz weg.
- 7:22Speaker 0: Aber dadurch dass du aktiv bist und kein Opfer der Umstände sondern sagst okay das sind die Umständen aber das und das nehme ich für mich als Maßnahme würde es dir automatisch damit besser gehen.
- 7:33Speaker 0: Und ein zweiter Hinweis, der mir sehr geholfen hat ist, dass ich so etwas wie etwas überhaupt nicht mögen oder etwas sehr sehr mögen?
- 7:43Speaker 0: Oder Angst vor etwas haben.
- 7:44Speaker 0: also die drei mögen nicht möge und angst Die sehe ich inzwischen als ein Hilfsmittel für meine Gedanken und auch für mein Handeln, denn wenn ich etwas überhaupt nicht mag oder wenn ich was sehr mag oder vor etwas Angst habe dann sorgt das immer für eine und dieselbe Sache.
- 8:00Speaker 0: Nämlich Ich bin der Sache gegenüber nicht mehr neutral.
- 8:04Speaker 0: Wenn ich etwas überhaupt nicht mag ja Dann sage ich dass es doof obwohl ich vielleicht gar keine ahnung hab davon.
- 8:09Speaker 0: wenn ich Etwas sehr gerne mag dann sage ich das ist ganz toll aber Vielleicht seh ich ja die schattenseiten da nicht.
- 8:15Speaker 0: dieser spruch liebe macht blind Und wenn ich vor etwas Angst habe, ist es genau dasselbe.
- 8:20Speaker 0: Denn Angst sorgt immer dafür das sich etwas vermeiden möchte.
- 8:23Speaker 0: Das heißt meine Gedanken kriegen einen anderen Fokus und ich beschäftige mich vielleicht gar nicht mehr damit oder zu viel.
- 8:29Speaker 0: Die Lösung besteht darin zumindest bei der Angst auch sich komplett damit zu befassen also wirklich mal zu schauen was sind die Hintergründe?
- 8:37Speaker 0: Was kann ich genau tun?
- 8:39Speaker 0: und auch hier nochmal was liegt in meinem Einfluss?
- 8:42Speaker 0: Und durch die Befassung mit der Sache, durch das Aufnehmen von den Informationen, die ich für mich sammeln möchte auch wirst du auch merken dass du einen anderen Blick kriegst.
- 8:52Speaker 0: Du bekommst einen gewissen Abstand dazu und auch wenn du noch Mitgefühl hast mit den Menschen die darunter leiden müssen dann schlägt dieses Mitgefühlen nicht aus in ein Mitleid in der Form dass du derart mitleidest dass du gar nicht mehr handlungsfähig bist weil davon hat kein Mensch was.
- 9:07Speaker 0: Und das wären jetzt mal zwei ganz handfeste Sachen, die mir in solchen Situationen immer helfen.
- 9:13Speaker 0: Das eine ist den Fokus ausrichten und genau schauen was kann ich tun?
- 9:17Speaker 0: Wo kann ich etwas tun?
- 9:18Speaker 0: Womöchte ich was tun?
- 9:20Speaker 0: Und das zweite ist genau schauen, was steckt dahinter?
- 9:23Speaker 0: Was kann ich für mich daraus jetzt an Informationen als Hintergrundinformation erlangen um die Situation so weit es geht zu verstehen?
- 9:31Speaker 1: also könnte im Blick auf Fokus oder erste Schritt sein, dass ich mal auch mir anschaue was da eigentlich an fünf Millionen Eilmeldungseinstellungen auf meinem Smartphone eingestellt sind und vielleicht davon mal die Hälfte rauszunehmen.
- 9:46Speaker 1: Und zu gucken das man sich wirklich so zwei Zeiten am tag nimmt wo man sagt hier gucke ich mir jetzt mal eine stunde lang wirklich nachrichten ganz konzentriert an und lasse mich nicht den ganzen tag über mit alle fünf minuten die neue eilmeldung von fokus online oder anderen berieseln die mich dann schon wieder rausreißen
- 10:05Speaker 0: ist natürlich lustig dass du jetzt auch gerade sagt focus online weil der fokus wenn denn der eilmelde pushnachrichtungen auf den händisch schickt er sorgt natürlich dafür das dein fokus von dem womit du dich gerade beschäftigt komplett weg geht.
- 10:17Speaker 0: Ich habe für mich komplett aufgehört mit den Puschnachrichten, ich hab gar keine mehr auf meinem Handy.
- 10:21Speaker 0: Das ging los mit dem Brexit wo ich gemerkt habe eh das beschäftigt mich so sehr.
- 10:26Speaker 0: Das hält mich von meinen normalen Alltag ab und der normale Alltag ist halt das womit ich mich beschäftige ja also Artikel schreiben Podcasts vorbereiten wie diesen hier jetzt ein Abendprogramm vorbereiten Interviews führen Und es gibt diesen Begriff der Saiganikbögen.
- 10:42Speaker 0: ich weiß nicht ob der dir etwas sagt.
- 10:44Speaker 0: Die Zeigarnikbögen, das ist wenn du... Ich hol mal ein bisschen aus.
- 10:49Speaker 0: Es gibt für uns in Gedanken kaum etwas Schlimmeres als die Tatsache etwas nicht abgeschlossen zu haben.
- 10:54Speaker 0: Das ist auch ein Mittel der Manipulation ja?
- 10:57Speaker 0: Also wenn ich zum Beispiel am Ende dieses Interviews zu dir sage, ich habe dir vielleicht gerade einmal die Hälfte dessen erzählt was ich dazu noch sagen könnte dann ist die Chance dass du irgendwann sagst den Interview und mehr nochmal.
- 11:08Speaker 0: Die ist einfach sehr hoch!
- 11:11Speaker 0: Was ich damit gemacht habe is' ich hab für dich einen Vorgang Nicht abgeschlossen, das ist wie ein Cliffhanger bei einer Serie.
- 11:17Speaker 0: Oder wie ein Buch, das aufhört mit einem neuen Tür die aufgemacht wird, die du auch noch sehen möchtest.
- 11:23Speaker 0: Bei Social Media ist es zum Beispiel so wenn du über YouTube dir was anschaust dann ist das Video praktisch nie wirklich zu Ende sondern am Ende des Videos wird direkt das nächste vorgeschlagen.
- 11:33Speaker 0: und noch eins und noch eines.
- 11:34Speaker 0: Und da schwingt er dann mit.
- 11:36Speaker 0: Wenn du dir das nicht anguckst dann hast du etwas verpasst.
- 11:39Speaker 0: Und diese Angst etwas zu verpassen, die ist im Menschen riesengroß.
- 11:42Speaker 0: Letzten Ende spielt es tatsächlich mit einer Angst.
- 11:45Speaker 0: Das man nur als ganz knappe Einführung dieser Zyganic-Bögen besagen folgendes Wenn du eine Aufgabe nicht abgeschlossen hast Dann kannst du dir vielleicht deinen Fokus kurz woanders drauf lenken aber irgendwann kommt im Kopf Das muss ich ja auch noch machen, das muss ich auch noch beenden.
- 12:00Speaker 0: Und zack bist du von da wo du jetzt gerade bist komplett weg und du brauchst tatsächlich recht lange um wieder die Konzentration auf die Sache zu kriegen, die du davor hattest.
- 12:09Speaker 0: Und jedes Mal wenn auf deinem Handy eine Nachricht aufpoppt am besten noch mit einem Geräusch bist du mit dem womit du durch ursprünglich befasst hast bis du raus.
- 12:20Speaker 0: Du brauchst ganz lang den Fokus da wieder reinzubringen.
- 12:23Speaker 0: D.h.,
- 12:23Speaker 0: wenn du konzentriert an einer Sache arbeiten möchtest dann sind diese Kurznachrichten somit Schlimmste was du dieser arbeit zufügen kannst.
- 12:31Speaker 0: und ich für mich mache es so dass sich keine festen zeiten ich sage jetzt nicht von neun bis zehn lese ich eine stunde aber ich habe so ungefähr mein tagesablauf integriert wo ich weiß dann und dann passt das unter nehme die nachrichten auf und dann lasse ist auch gut sein.
- 12:46Speaker 0: Und was ich für mich ganz aufgehört habe, ist es zum Beispiel im Bett noch Zeitung zu lesen oder technische Geräte.
- 12:54Speaker 0: Habe ich da eh keine mehr inzwischen aber noch insta.
- 12:56Speaker 0: schnell gucken, was da so los ist?
- 12:58Speaker 0: Oder so.
- 12:59Speaker 0: das sorgt dafür dass wir den Fokus falsch ausrichten und dann geht's dir einfach nicht gut.
- 13:05Speaker 1: Es ist lustig, dass du das sagst.
- 13:07Speaker 1: Ich hab mich mit dem Thema mal beschäftigt als ich eine Zeit lang mir erst einmal ein Smartwatch gekauft habe Und ich hab so zwei, drei Wochen gebraucht um das für mich selbst zu realisieren.
- 13:19Speaker 1: Weil natürlich dann diese ganzen Push-Benachrichtigungen auch darauf ankommen und so ein Handy kann man wunderbar zur Seite legen... ...und irgendwie einfach nicht benutzen.
- 13:29Speaker 1: Das kann ich in einen anderen Raum legen, das kann ich irgendwie mal abstellen.
- 13:33Speaker 1: wenn ich aber eine Uhr am Handgelenk habe die bei jeder Benachrichtigung irgendwie vibriert.
- 13:38Speaker 1: Selbst wenn ich nicht draufschau, diese Fear of missing out oder ist was gekommen?
- 13:45Speaker 1: Ich will wissen, was es ist.
- 13:47Speaker 1: Reist ein so aus dem Fokus raus, reißt einen aus jedem Gespräch irgendwie raus ... kann man natürlich inzwischen alles ganz gut einstellen mit den auch dann zum Beispiel bei IOS-Fokuseinstellungen und ähnliches, wo man das dann wieder schön konfigurieren kann.
- 14:02Speaker 1: Aber dass es tatsächlich ... So ein Ding ist das hängt es eigentlich auch dass wir so konditioniert sind darauf, dass da die ganze zeit irgendwas passiert in unserem leben also dass immer wieder was neues kommt.
- 14:14Speaker 1: Ist es auch so ein bisschen diese quasi Konditionierung die dazu führt, dass unsere Aufmerksamkeitsspanne so kurz wird.
- 14:21Speaker 1: Dass wir uns so schwer tun und mal länger... Also selbst wenn wir all diese Geräte beiseite liegen aber das wir uns trotzdem so schwertun und es länger mal auf was zu konzentrieren ganz fokussiert?
- 14:31Speaker 0: Ja na klar!
- 14:33Speaker 0: Die Grundeinstellung unserer Gedanken ist ja erst einmal vorhersehen und vermeiden denn Wir sind immer im Überlebensmodus als Mensch Und um zu überleben müssen wir schwierige Situationen gedanklich schon mal vorhersehen können.
- 14:51Speaker 0: Das könnte gefährlich werden, das könnte schwierig werden und gedankliche nehmen die Gefahr vorweg um sie natürlich zu vermeiden Und es ist ja auch im lauf der evolution sehr sinnvoll gewesen.
- 15:02Speaker 0: Der punkt ist nur dass unsere Aufmerksamkeit in unserer biologie die hat sich einfach bei weitem nicht so schnell entwickelt wie die technik in den letzten jahren überlegt.
- 15:13Speaker 0: doch mal Die Zeit vor dem Smartphone alleine, die kommt uns ja schon ewig lange her vorher.
- 15:18Speaker 0: Was sich allein durch das Smartphone, dass wir auch immer in unserer Nähe haben also immer in greifbarer Nähe was ich da für uns geändert hat und diese Grundeinstellung hat sich nicht geändert nämlich Vorhersehen und vermeiden Und vor mir Hersehen und Vermeiden bedeutet Ja Dass Ich Mir Auch zum Beispiel die Zukunft immer dunkler ausmaler als sie höchstwahrscheinlich kommt, damit ich jetzt schon die entsprechenden Schritte einleiten kann.
- 15:42Speaker 0: Das ist nur ein unglaublich ermüdender Weg zu leben und das kann man sich auch mal klarmachen dass vorhersehen und vermeiden schon sinnvoll ist aber nicht die ganze Zeit.
- 15:54Speaker 0: und es kommen noch was anderes mit dazu.
- 15:56Speaker 0: denn wenn du dich die ganze zeit auf einen kleinen bereich konzentrierst zb dein smartphone oder auch der Bildschirm vor dem du sitzt, dann macht das ja was mit dir.
- 16:06Speaker 0: Denn warum konzentrieren wir uns auf eine Sache, auf einen Punkt?
- 16:12Speaker 0: Weil von diesem Punkt auf den konzentrieren wir uns weil von ihm irgendetwas ausgeht dass für uns gedacht wichtig ist.
- 16:22Speaker 0: Das macht aber auch etwas mit deinen Gedanken Denn überleg mal, wann wir das ganz früher gemacht haben im Laufe der Geschichte.
- 16:29Speaker 0: Das haben wir gemacht als wir zum Beispiel Menschen auf der Jagd waren.
- 16:32Speaker 0: Also das ist wie der Blick durch das Zielfernrohr oder den Blick über dem Pfeil wenn du noch mit Pfeile und Bogen auf der jagt warst.
- 16:39Speaker 0: also sagt dieses Signal ich konzentriere mich jetzt ganz stark auf einen kleinen Punkt gibt dir gedanklich das signal.
- 16:48Speaker 0: diese handlung gibt deinen Gedanken das signal.
- 16:51Speaker 0: Achtung!
- 16:51Speaker 0: Ich bin gerade im Jagdmodus Und der Jagdmodus ist Fight, Flight or Freeze.
- 16:57Speaker 0: Also Angriff, Flucht oder Erstarren.
- 17:00Speaker 0: Das heißt du bist im Stress Du hast Anspannung im Körper Dagegen in ganz anderer Modus.
- 17:08Speaker 0: Stell dir mal vor du bist auf dem Berggipfel Du stehst am Grand Canyon Du stehest an einem Strand Also du hast wirklich das ganze Panorama.
- 17:16Speaker 0: Du siehst bis zum Horizont.
- 17:18Speaker 0: Da können deine Gedanken auch zur Ruhe kommen, weil es gibt ganz viele Punkte auf die du dich einfach mal kurz konzentrieren kannst und das sendet dir deinem Mind, deinen Gedanken, das Signal.
- 17:29Speaker 0: Du darfst jetzt auch mal entspannen!
- 17:31Speaker 0: Du darfest doch mal in die Zukunft schauen, du darfst mal bis zum Horizont schauen und alleine das beruhigt dich.
- 17:37Speaker 0: Und noch das wäre eine ganz praktische Möglichkeit wenn du merkst so hast Angst oder Stress oder Unsicherheit oder du zweifelst was wir die Zukunft mir bringen.
- 17:45Speaker 0: ist das was ich mache richtig?
- 17:47Speaker 0: Dann kannst du, entweder wenn du die Möglichkeit hast rauszuschauen und du hast einen breiteren Horizont einfach den Blick da mal schweifen lassen.
- 17:55Speaker 0: Und kannst dir auch gedanklich sagen ich erlaube mir jetzt mal zur Ruhe zu kommen.
- 17:58Speaker 0: also ich darf das jetzt auch!
- 18:01Speaker 0: Wenn du es nicht hast weil du zum Beispiel in einem kleinen Büro sitzt oder in einem Raum bist wo du einfach nicht weit gucken kannst dann schließt die Augen und stell dir vor Du würdest aufs Meer schauen oder auf die Berggipfel oder wo immer es dir gut gefällt.
- 18:13Speaker 0: Da wirst du merken dass diese Handlung Diese äußere Handlung, deine innere Haltung verändert.
- 18:20Speaker 0: Und eins ist immer wichtig Angst Stress Sorgen Die sorgen in unserem Körper für Anspannung.
- 18:29Speaker 0: Jetzt geht es aber auch umgekehrt.
- 18:30Speaker 0: Das heißt der Körper reagiert auf deine Gedanken Aber und das ist was ganz spannendes unsere Gedanken reagieren auch auf unseren Körper.
- 18:38Speaker 0: Wenn du jetzt also merkst dass nimmt überhand.
- 18:40Speaker 0: ich habe Zweifel Ich hab Angst ich hab Stress die Lage in der Ukraine Corona Geschäfts, ich bin selbstständig.
- 18:48Speaker 0: Das hat was mit meinem Geschäftsleben gemacht.
- 18:49Speaker 0: Ich finde gerade keine Möglichkeit, ich find' keine Lösung.
- 18:51Speaker 0: anstatt in diese Denkkreisel reinzukommen und dir das immer wieder zu sagen kann so einfach sagen okay das ist jetzt so in Ordnung aber mein Fokus geht da nicht auch noch hin sondern ich fokussiere mich jetzt mal auf meinen Atem Und ich erlaube mir ruhig zu atmen Und ich schließ die Augen und ich erlaube meinem Körper zu entspannen.
- 19:11Speaker 0: Also wenn du eine körperliche Entspannung Übung kennst, dann machst Du sie!
- 19:14Speaker 0: Wenn nicht ist einer der besten, die ich kenne tatsächlich viermal tief und lang einzuatmen und genauso lange und tief wieder auszuatmen.
- 19:24Speaker 0: Und dann schau es mal was mit dir passiert.
- 19:26Speaker 0: denn in einem entspannten Körper können diese spannungsgeladenen Gedanken sich auch nicht so ausbreiten.
- 19:35Speaker 0: Und auch hier bist du kein Opfer deiner Umstände mehr, sondern du sagst okay das ist jetzt so.
- 19:39Speaker 0: Das erste Schritt ist immer auch Akzeptanz also nicht gut finden oder schlecht finden, sondern einfach zu sagen ok das is jetzt so.
- 19:45Speaker 0: Also wir haben Corona da ist jetzt Kriege in der Ukraine und ich konzentriere mich erst mal auf meinen Atem und dann schaue ich was ich tun kann.
- 19:56Speaker 0: Und dann wirst du merken, dass du dich nicht mehr so wie ein Spielball auf dem wilden Ozean fühlst.
- 20:02Speaker 0: Sondern dass du eher bist wie ein Segelboot das zwar in diesen Wellen ist aber du hast das Ruder noch in der Hand!
- 20:10Speaker 0: Du kannst noch gegensteuern und auch wenn du einen Umweg gehen musst, kannst du immer noch die Möglichkeit das Schiff zu steuern.
- 20:17Speaker 0: Das ist ganz wichtig.
- 20:19Speaker 0: wir brauchen das Gefühl Gewisse Dinge kontrollieren zu können und wenn es nur unser Fokus ist, aber den hast du unter Kontrolle.
- 20:28Speaker 1: Wie ist das eigentlich für jemanden wie dich?
- 20:30Speaker 1: Der Experte auch ein Stück weit im Gedankenlesen im übertragenen Sinne quasi ist.
- 20:36Speaker 1: Wie isst es dann für jemandem wie dich, wenn Du in einem Gespräch sitzt und Du jemanden beobachtest, jemandem zuhörst oder jemandem versuchst etwas zu vermitteln Und du merkst, der ist mit seinem Fokus jetzt gerade völlig lost.
- 20:50Speaker 1: Der ist gerade komplett irgendwo anders.
- 20:53Speaker 1: Merkst du das?
- 20:54Speaker 1: Gibt es da Tricks wie man das sehen kann dass der andere irgendwie grade gar nicht dabei ist?
- 20:59Speaker 1: und was machst Du in so einer Situation.
- 21:02Speaker 0: also ich bin einer der Experten dafür weil ich habe ja drei Jugendliche hier und ich lerne ab und zu mit denen für die Schule.
- 21:10Speaker 0: Also jeder Vater, jede Mutter eines Jugendlichen Kindes weiß wie das aussieht wenn der Fokus nicht mehr da ist.
- 21:17Speaker 0: Dieser Blick ich bin total lost oder ich habe einfach keine Lust und unter uns das ist vollkommen in Ordnung.
- 21:25Speaker 0: manchmal.
- 21:25Speaker 0: also ich merke auch dass die Spanne manchmal einfach wahnsinnig gering ist, aber das liegt nicht daran und es ist ganz wichtig.
- 21:31Speaker 0: Das liegt nicht darin dass meine Kinder sich nicht konzentrieren können überhaupt nicht weil YouTube können sie stundenlang anschauen und Netflix oder meine Töchter zumindest Bücher lesen stunden lang ja mein Sohn mit Freunden reden stundenlach die können sich konzentrieren.
- 21:44Speaker 0: Es liegt eher daran dass der Punkt auf den Sie sich koncentrieren müssen dass sie denen er verlangweilig finden.
- 21:51Speaker 0: Und dann sind unsere Spannen kurz und das geht doch dir nicht anders.
- 21:55Speaker 0: Wenn du irgendwas machen musst in deinem Job, ich weiß jetzt nicht Buchhaltung Steuererklärungen oder irgendeine Tätigkeit die du halt einfach unfassbar langweilig findest.
- 22:04Speaker 0: Da merkst du doch auch für dich da musst du öfter mal eine Pause machen als zum Beispiel beim Schneiden von dem Podcast was du vielleicht ganz toll finden ist oder bei einem Interview wo du sagst Ich könnte noch Stunden weiter reden!
- 22:14Speaker 0: Es liegt also nicht daran dass wir uns nicht konzentrieren können.
- 22:17Speaker 0: es liegt eher daran dass der Punkt auf den wir uns konzentrieren müssen In solchen Momenten furchtbar öde ist für uns.
- 22:24Speaker 0: Und wenn ich das jetzt merke und du siehst es ja am Blick, da ist er dann farig.
- 22:27Speaker 0: die Körpersprache ist so eher zurückgezogen entweder sie ist komplett in sich gekehrt oder auch komplett auf was anderes gerichtet.
- 22:34Speaker 0: Dann liegt es ja daran dass derjenige der sich nicht mehr fokussieren kann, der ist nicht mehr im Jetzt Der ist gedanklich entweder in der Vergangenheit bei irgendeinem schönen Erlebnis das er hatte oder in der Zukunft Bei einem schönenerlebnis dass er hat.
- 22:48Speaker 0: wenn dieser Horror endlich vorbei ist Und eine Sache, die du ganz praktisch machen kannst ist.
- 22:53Speaker 0: Wenn du merkst das der andere seinen Fokus nicht bei dir hat Dann lenkt den fokus auf etwas jetzt in diesem moment um dich herum sagt zum Beispiel Du guck dir doch mal alle geraden formen hier im raum an guckt ihr mal alles an was grün ist guckt immer alles an Was rot ist.
- 23:08Speaker 0: es kann zu übrigens auch machen.
- 23:09Speaker 0: wenn du den fokuss selbst verlierst und merke ich kann diese zahl nie gar nicht mehr einordnen Gehen wir mental ganz kurz raus und kommen in den Moment.
- 23:18Speaker 0: nimm die gerüche war um dich herum.
- 23:19Speaker 0: nehmen die Temperatur wahr.
- 23:22Speaker 0: Nimm wahr, wie du auf dem Stuhl sitzt.
- 23:24Speaker 0: Konzentrier dich auf dein Gegenüber.
- 23:26Speaker 0: Guck dir in die Augen, welche Augenfarbe hat der?
- 23:29Speaker 0: Welche Körpersprache?
- 23:30Speaker 0: und wenn du dann wieder im Moment bist also im Jetzt, dann bist du automatisch wieder da und dann kannst du
- 23:36Speaker 0: weitermachen.".
- 23:37Speaker 1: Wie schwierig ist denn für dich selber eigentlich den Fokus zu finden, also jemand wie du der sicher auch sehr gut mit Körpersprache auskennt.
- 23:46Speaker 1: Der sehr gut Menschen quasi lesen kann.
- 23:50Speaker 1: ich stelle mir das kompliziert vor den Fahrt zu finden zwischen ich konzentriere mich auf das, was ich gerade inhaltlich vermitteln möchte und auf der gleichen ... In der gleichen Zeit versuche ich irgendwie herauszufinden wie der andere es aufnimmt.
- 24:04Speaker 1: Wie er reagiert darauf, was das bedeutet usw.
- 24:08Speaker 1: Also ist das bei dir so ein parallel laufender Prozess oder hast du da für dich selber irgendwie so Grenzen gezogen?
- 24:15Speaker 1: Du
- 24:15Speaker 0: meinst jetzt dass ich also dass du in der Lage bist sowohl dich auf das zu konzentrierend was du vermittelt möchtest als auch trotzdem noch zu was um dich herum passiert, richtig?
- 24:25Speaker 1: Genau.
- 24:26Speaker 1: Also herauszufinden wie wenn du jetzt jemandem irgendwas vermitteln möchtest inhaltlich dass du dein gegenüber gleichzeitig noch analysierst oder versuchst heraus zu finden weil ich habe immer das Gefühl diese ganzen Tricks, die man da so liest und hört.
- 24:43Speaker 1: Achte darauf, achte hierauf... Also in der Theorie kann ich mir die alle irgendwie merken aber in der Praxis wenn ich irgendwas erzähle oder wenn ich einen Vortrag halte, wenn ich ein Salespitch mache was auch immer dann sind diese ganzen Dinge ja alles schön und gut.
- 24:59Speaker 1: aber dann bin ich so in meinem Inhalt gefangen dass sich mich um solche Sachen wie Körpersprache usw gar nicht kümmern kann.
- 25:07Speaker 1: Wie machst du das denn?
- 25:08Speaker 0: Also Daniel, da hast du vollkommen recht.
- 25:09Speaker 0: Ich halte von diesen ganzen Kalendersprüchen und mach doch mal so und guck doch hier.
- 25:14Speaker 0: Da halte ich offen gestanden auch nicht allzu viel davon.
- 25:17Speaker 0: denn wenn man mal ganz ehrlich sind Wenn Du eine Präsentation hältst oder einen wichtigen Sales Pitch machst oder in einem wichtigen Gespräch bist dann bist Du höchstwahrscheinlich so auf das konzentriert was Du erzählen möchtest dass Du den anderen nicht gleichzeitig noch beobachten kannst.
- 25:32Speaker 0: Und es stimmt auch Multitasking ist Ziemlicher Blödsinn, das können wir nicht.
- 25:37Speaker 0: Und auch wenn Frauen gerne sagen sie können es besser als Männer Sie sind da drin Wir können das alle nicht besonders gut.
- 25:45Speaker 0: Ja Jetzt habe ich natürlich einen gewissen Vorteil weil Ich ja eigentlich von meiner Ausbildung her übersetzen und Dolmetschen studiert habe unter anderem Nicht direkt bei dir um die Ecke aber Auch in Amerika in Montere in Kalifornien und an der Universität des Saarlandes und Da lernt ihr natürlich einerseits dieses zuhören im Kopf in die andere Sprache übertragen und gleichzeitig sprechen mit einem leichten Versatz.
- 26:12Speaker 0: Und das ist tatsächlich etwas, dass man trainieren kann!
- 26:15Speaker 0: Das zweite ist wenn du eine wichtige Präsentation hast dann solltest du Zumindest so gut vorbereitet sein, dass das was du machst, dass du das trainiert hast.
- 26:26Speaker 0: Dass es also nicht das erste Mal ist.
- 26:28Speaker 0: Da reicht übrigens auch ein mentales Training ganz oft.
- 26:31Speaker 0: Dass du die Vorstellung in Gedanken ein paar mal gibst deinen Pitchen, ein paar Mal in Gedanken machst.
- 26:37Speaker 0: In Gedanken dir vorstellst wie reagiert man gegen Überwohnung?
- 26:40Speaker 0: Wie gehe ich damit um verschiedene Möglichkeiten?
- 26:43Speaker 0: wenn er so reagiert dann mach sie da mit weiter Wenn er anders reagiert und bringt den anderes Argument.
- 26:47Speaker 0: Das kannst du mental sehr gut üben und du wirst merken, dadurch dass unser Bewusstsein keinen Unterschied macht zwischen Dingen die du dir vorstellst.
- 26:56Speaker 0: Und Dinge die du wirklich erlebt hast bringt dieses Üben das mentale Üben sehr viel.
- 27:02Speaker 0: Gibt es ja auch Studien von Leuten die ein Instrument gelernt haben?
- 27:06Speaker 0: Die eine Gruppe sollte das wirklich üben.
- 27:09Speaker 0: Die zweite Gruppe die sollte den Lauf nur in Gedanken spielen auf dem Klavier und die konnten das nach ein paar Wochen ähnlich gut.
- 27:17Speaker 0: Also es ist schon ganz faszinierend, was wir mit unserer Vorstellungskraft tatsächlich erreichen können.
- 27:22Speaker 0: Aber für dich ganz konkret bedeutet das natürlich sollst du nicht während du eine wichtige Präsentation hältst nur auf dein Gegenüber achten oder nur auf deinen Publikum achten.
- 27:32Speaker 0: Du solltest schon bei dir sein aber als Mensch hast ja einen ganz feinen Blick dafür, was um dich herum abläuft.
- 27:38Speaker 0: auch dass es ja eine Grundeinstellung des Menschen, dass wir unsere Umwelt wahrnehmen können.
- 27:43Speaker 0: Da verlässt er dich einfach mal auf das, was du da siehst.
- 27:46Speaker 0: Und da verlässte dich mal auf deinen gesunden Menschenverstand.
- 27:49Speaker 0: Weißt Du?
- 27:50Speaker 0: Körpersprachlich gesehen haben wir nur zwei Grundeinstellungen.
- 27:54Speaker 0: Es gibt nur zwei Sorten von Gesten.
- 27:56Speaker 0: Es sind nur zwei Dinge die wir mit unserem Körper machen können nämlich Anspannung und Entspannungs.
- 28:02Speaker 0: Mehr ist es nicht!
- 28:03Speaker 0: Dann können wir mal eine kleine Übung machen wenn Du möchtest.
- 28:06Speaker 0: Willst Du kurz machen?
- 28:07Speaker 1: Ja gerne.
- 28:08Speaker 0: Okay, ihr könnt auch alle mitmachen die jetzt zuhören.
- 28:11Speaker 0: Daniel und alle die zu hören denkt doch einmal an einen Moment in dem du was gegessen hast was dir überhaupt nicht geschmeckt hat.
- 28:19Speaker 0: Du musst mir nicht sagen was das ist.
- 28:20Speaker 0: Du denkst einfach nur diesen Moment.
- 28:21Speaker 0: Das war echt eklig.
- 28:22Speaker 0: also geh genau in diesem Moment zurück.
- 28:24Speaker 0: wie war das?
- 28:26Speaker 0: Und mit diesem Gedanken an etwas dass dir überhaupt nichts geschmeckte.
- 28:30Speaker 0: Mit dem Gedanken an diesen Geschmack fühl mal in dich hinein.
- 28:33Speaker 0: Wie fühlt sich das jetzt an?
- 28:34Speaker 0: Wie sitzt du da?
- 28:37Speaker 0: Ändern wir mal die Gedanken und jetzt denkt man einen Moment, in dem du etwas gegessen hast was dir richtig gut geschmeckt hat.
- 28:44Speaker 0: Also es war köstlich!
- 28:45Speaker 0: Es war richtig lecker!
- 28:47Speaker 0: Und es erlaubt immer genau diesen Moment auch nochmal zurückzugehen... ...und mit diesem Gedanken im Kopf an das angenehme Essen.
- 28:56Speaker 0: wie sitzt du jetzt da?
- 28:57Speaker 0: Wie fühlst du dich
- 28:57Speaker 0: jetzt?!
- 28:59Speaker 0: Und ich seh dich ja, wir haben eine Videokonferenz gerade und die Unterschiede in deiner Mimik auch rein über den Bildschirm jetzt waren schon immens.
- 29:07Speaker 0: Wie würdest du es denn beschreiben?
- 29:08Speaker 0: Also das erste was war angenehme?
- 29:10Speaker 1: Das zweite natürlich und man also läuft einem dann natürlich gleich wieder so ein bisschen ins Wasser zu sein kommt gleich wieder Hunger.
- 29:19Speaker 1: Ja, also auf jeden Fall natürlich die zweite Version viel angedimmert
- 29:23Speaker 0: und ich finde es aus mehreren Gründen spannend.
- 29:25Speaker 0: das erste ist du hast gerade gesehen wie schnell du deine Gedanken dein Fokus ändern kannst so wie schnell sich dass auf deinen Wohlbefinden auswirkt.
- 29:33Speaker 0: überleg mal das war jetzt nur eine Kleinigkeit zu essen.
- 29:34Speaker 0: das war noch nichts großes was du dir vorgestellt hast.
- 29:36Speaker 0: aber stell dir mal vor wenn du das mit einem riesen Erlebnis machst wie du dich dann in einer andere Stimmung bringen kannst tatsächlich.
- 29:42Speaker 0: Das Zweite ist es hat Auswirkungen auf deinen Körper.
- 29:46Speaker 0: Das erste, was du gemacht hast.
- 29:48Speaker 0: Als ich gesagt habe, denk mal an den Moment in dem du etwas gegessen hast, was dir nicht geschmeckt hat war... Du hast die Lippen zusammengezogen und das ist wirklich so... Die Nase leicht gerümmt.
- 29:57Speaker 0: Das war wohl wirklich furchtbar eklig!
- 29:59Speaker 0: Und das ist ein Anspannen.
- 30:00Speaker 0: D.h.,
- 30:01Speaker 0: die körperliche Reaktion auf einen unangenehmen Gedanken ist Anspannung.
- 30:05Speaker 0: Verspannen.
- 30:06Speaker 0: Genau dasselbe bei Angst, Unsicherheit, Stress alles, was uns unglücklich macht, spannt an.
- 30:12Speaker 0: Das zweite der angenehme Gedanke in Harmonie kommen.
- 30:16Speaker 0: Das war schön, ja?
- 30:17Speaker 0: Da hast du direkt gelockert!
- 30:19Speaker 0: Du hast gelächelt!
- 30:20Speaker 0: Jede Bewegung nach oben im Gesicht ist ein Öffnen der Gesten und damit haben wir schon die beiden Grundbausteine der Körpersprache gesehen nämlich auf einen unangenehmen Gedanken folgt ein Anspannen also ein Verschließen der Körpersprache und auf einen angenehmen Gedanken folgt eine öffnende Körper Sprache.
- 30:40Speaker 0: Und jetzt verrate ich dir etwas.
- 30:41Speaker 0: das habe ich dir jetzt Theoretisch erklärt an einem praktischen Beispiel, aber das weißt du ja schon.
- 30:50Speaker 0: Du bist ja ein Mensch der im Lauf der Evolution sich weiterentwickelt hat und der ja auch schon eine gewisse Erfahrung hat – und das weist du!
- 30:58Speaker 0: Wir haben eine unfassbare Menge an Wissen die wir mitbringen in dem Moment in dem wir diese Welt betreten, auch über die Körpersprache anderer Menschen Und das siehst du in deinem peripheren Sichtfeld.
- 31:10Speaker 0: Das siehst Du, wenn du dich auf jemanden konzentrierst im Publikum.
- 31:14Speaker 0: und dann kommt nämlich dieser Teufelskreis.
- 31:17Speaker 0: Wenn du siehst die Leute Die verschließen sich die machen die Augen klein die lehnen sich vielleicht so eine Spur Überheblich zurück die verschränken die arme da sind die Momente wo du merkst ich weiß zwar gerade nicht genau was hier schief läuft aber es läuft überhaupt nicht.
- 31:31Speaker 0: Und das Gegenteil ist, du hältst eine Präsentation und du redest mit jemandem.
- 31:34Speaker 0: Und du merkst, das läuft wie am Schnürchen!
- 31:37Speaker 0: Super!
- 31:38Speaker 0: Ich weiß gerade gar nicht warum aber ich habe so ein Gefühl ja die machen die entsprechenden Gesten.
- 31:41Speaker 0: Die machen offene Gesten, die lächeln, die nicken... ...die neigen den Kopf zur Seite, die öffnen sich.
- 31:48Speaker 0: Also ich nehme mir damit natürlich jetzt einen Teil dieses Nimbus, aber letzten Endes unterm Strich sind das die Hauptbausteine.
- 31:59Speaker 0: Und das Zusammenspiel dessen ist natürlich hochkomplex!
- 32:04Speaker 0: Aber ganz schmal zusammen auf einem Zettel geschrieben ist es genau das.
- 32:09Speaker 0: Unangenehmer Gedanke geschlossene Gesten weil Anspannung angenehme Gedanken offene Gästen weil Entspannungen.
- 32:17Speaker 0: und um deine Frage jetzt nochmal ganz kurz aufzugreifen.
- 32:21Speaker 0: Du solltest bei einer Präsentation das vielleicht im Blick haben, aber du solltest dich auf Dich konzentrieren.
- 32:27Speaker 0: und damit würde ich es die nächste Frage stellen Warum ist denn so eine Präsensation für Dich schwierig oder so eine Situation?
- 32:36Speaker 0: Schwierig!
- 32:37Speaker 1: Ach ehrlicherweise... Für mich persönlich gar nicht so schwierig.
- 32:42Speaker 1: Ich habe mich irgendwann mal damit abgefunden dass Ich glaube jeder im Raum, der mir irgendwie zuhört.
- 32:50Speaker 1: Im Zweifel genauso angespannt ist wie ich weil er was erwartet, weil er eine gewisse... Also egal ob es jetzt im beruflichen Kontext ist oder auch wenn ich auf eine Bühne gehe oder so.
- 33:06Speaker 1: Es hat jeder eine Erwartungshaltung die deutet kommen irgendwie rein hören sich das an auch wenn du jetzt auf eine große bühne gehst.
- 33:15Speaker 1: die leute kommen wollen von dir was hören aber du willst ja auch irgendwie rausgehen und erwartest von dir selbst was irgendwie zu leisten.
- 33:23Speaker 1: irgendwann habe ich mir mal gedacht naja also am ende des tages sind das alles ja auch nur menschen und die wollen am ende eigentlich alle einfach nur eine gute zeit haben egal ob es jetzt im beruflichen kontext ist oder nicht.
- 33:37Speaker 1: Und solange man sich das irgendwie vergegenwärtigt, dass eigentlich alle das gleiche Ziel haben mehr oder weniger.
- 33:44Speaker 1: Also einfach einen guten Moment zu haben dann ist es glaube ich einfacher.
- 33:50Speaker 1: also was mir oft schwerfällt ist wirklich herauszufinden Was die tatsächliche Erwartungshaltung auf der anderen Seite ist und wie ich die treffen kann.
- 34:04Speaker 1: Es gibt so Momente wo man in einen Termin reingeht, in eine Präsentation rein geht und nicht so ganz genau weiß was die andere Seite eigentlich erwartet.
- 34:16Speaker 1: Und das ist dann eher so ne Challenge für mich.
- 34:20Speaker 1: ob das dann fünfhundert tausend oder zwei Leute sind es mir an der Stelle relativ egal.
- 34:26Speaker 1: aber da Das ist vielleicht tatsächlich eine Herausforderung, wo ich sage das.
- 34:31Speaker 1: Das ist für mich dann wirklich ein bisschen schwierig und das sind so Momente, wo Ich dann vielleicht so ein bisschen ins Schwanken komme oder wo ich so ein Bisschen in eine Unsicherheit reinkomme.
- 34:44Speaker 1: Genau.
- 34:44Speaker 0: Da habe ich immer einen sehr, sehr guten, ein sehr gutes Tool für mich entwickelt.
- 34:49Speaker 0: also wenn ich jetzt zum Beispiel merke ich bin vor einem Auftritt ja ich stehe in der Kulisse Tausendfünfhundert Leute, Musik geht los, Licht geht an.
- 34:59Speaker 0: Das Band läuft und ich weiß jetzt läuft diese Maschine an und meine Aufgabe ist es da jetzt rauszugehen und das gut zu machen.
- 35:08Speaker 0: Und da gibt's natürlich Abende wo du auch mal nervös bist warum auch immer?
- 35:12Speaker 0: und eines der besten Tools für mich ist es das dann tatsächlich anzusprechen.
- 35:17Speaker 0: Das ist genau nämlich wie du sagst jeder der da sitzt.
- 35:20Speaker 0: Da sind ja keine Raubtiere die da sitzen die sich zerpflücken wollen sondern das sind Menschen die genau wissen, wie das ist da vorne zu stehen.
- 35:29Speaker 0: Und eine der besten Sachen, die es gibt, ist in dem Moment zu sagen ich freue mich hier zu sein.
- 35:35Speaker 0: und offen gestanden heute bin ich ein bisschen nervös.
- 35:38Speaker 0: oder im Geschäftsgespräch dass man wirklich sagt Ich habe mich sehr gut vorbereitet!
- 35:42Speaker 0: Ich hoffe, ich hab' das richtige Angebot für sie zusammengestellt.
- 35:44Speaker 0: Heute bin ich etwas nervös.
- 35:47Speaker 0: Was wird dann passieren?
- 35:49Speaker 0: Was passiert mit deinem Publikum?
- 35:51Speaker 0: Das können auch nur drei Leute sein.
- 35:54Speaker 0: Die werden doch sagen, alles in Ordnung machen sie doch einfach mal und schon hast du Harmonie hergestellt.
- 36:00Speaker 0: Und schon sind die auf deiner Seite!
- 36:03Speaker 0: Ich hatte letztes Jahr vor dem mündlichen Abi meiner Tochter.
- 36:07Speaker 0: Die kann das ziemlich gut, die kann wahnsinnig gut präsentieren.
- 36:10Speaker 0: Aber ganz viele ihrer Freundinnen, die sind im schriftlichen Super aber die hatten wahnsinnige Angst vor diesem mündlichem Vor-dem-Komitee stehen und denen was sagen.
- 36:19Speaker 0: Und die kamen dann zu mir.
- 36:21Speaker 0: Also haben da meine Tochter gefragt, kann ein Vater uns nicht mal ein paar Tipps geben?
- 36:24Speaker 0: Na klar kommt alle mal her.
- 36:25Speaker 0: Ich zeige euch mal wie man sich auf sowas vorbereiten kann.
- 36:28Speaker 0: und der erste Ratschlag war weil sie alle gesagt haben ich bin so nervös wenn ich raus gehe.
- 36:32Speaker 0: Sag das doch deinen Prüfer!
- 36:34Speaker 0: Da sitzen drei prüfer.
- 36:36Speaker 0: und glaubst du ernsthaft dass irgendeiner von denen die daraus gehen dass die nicht nervös sind?
- 36:41Speaker 0: im gegenteil es wäre doch seltsam.
- 36:44Speaker 0: wenn du gar nicht nervöse wirst dann würden sich doch die drei prüfer denken Was ist denn mit der los?
- 36:49Speaker 0: oder was ist mit dem los?
- 36:50Speaker 0: Der nimmt das ja ein bisschen zu sehr auf die leichte Schulter.
- 36:53Speaker 0: Der Trick ist wirklich, wenn so etwas ist, dass anzusprechen.
- 36:57Speaker 0: Denn es schafft Harmonie!
- 37:01Speaker 0: Es ist dann raus und nichts mehr, was du geheim halten musst weil Dinge geheimhalten... Das ist Stress ohne Ende!
- 37:06Speaker 0: Nein, du gehst direkt Raus damit.
- 37:09Speaker 0: im englischen gibt es doch wer ist die elephant in the room?
- 37:12Speaker 0: ja also wenn dein elefant im raum steht sprich ihn an den kannst du nicht ignorieren.
- 37:16Speaker 0: die sehen dass du nervös bist sag Ich habe mich wahnsinnig auf heute gefreut.
- 37:21Speaker 0: mir ist das total wichtig dieses treffen und aus dem grund weil er weiß der wenn was wichtig ist dann ist man manchmal so ein bisschen nervös.
- 37:26Speaker 0: ich bin gerade ein bisschen nerveus.
- 37:28Speaker 0: Was wird passieren?
- 37:28Speaker 0: der andere wird sagen Brauchst sie nicht alles in ordnung macht doch mal nur eine ganz andere stimmung.
- 37:34Speaker 1: Wie kam es denn bei dir persönlich eigentlich dazu?
- 37:37Speaker 1: Du hast vorhin schon erzählt, du hast eigentlich Sprachen und Dolmetschen studiert.
- 37:43Speaker 1: Wann kamen denn bei jeder Punkt das du gesagt hast, du möchtest dich jetzt viel tiefer, viel mehr mit dem Thema beschäftigen was dich heute beschäftigt also herauszufinden ich fasse mal so ganz platt zusammen heraus zu finden wie dein Gegenüber tickt und was da eigentlich passiert.
- 38:04Speaker 1: Woher kommt diese Faszination bei dir?
- 38:06Speaker 1: Gab's da irgendeinen Moment, wo du gesagt hast, dann möchte ich jetzt mehr erfahren.
- 38:11Speaker 1: Da möchte ich tiefer
- 38:12Speaker 1: reingehen?".
- 38:12Speaker 1: Also
- 38:12Speaker 0: es gab nicht den Schlüsselmoment in meinem Leben aber es gab ganz viele Momente die mich einfach in dieser Entwicklung immer bestärkt haben.
- 38:23Speaker 0: also ursprünglich... Ganz ursprünlich komme ich ja aus der Zauberkunst.
- 38:27Speaker 0: Ich habe mit dreizehn angefangen zu zaubern und habe gemerkt dass das mir liegt.
- 38:33Speaker 0: Also ich mochte es auf der Bühne zu stehen, sofort.
- 38:35Speaker 0: Das ist also etwas das mir natürlich von der Hand geht vor Leuten zu stehen und die zu unterhalten.
- 38:43Speaker 0: Also das war mir immer wichtig.
- 38:44Speaker 0: Und irgendwann im Laufe meines Lebens hat man dann das reine Unterhalten nicht mehr gereicht.
- 38:49Speaker 0: Das reine Faszinieren war nicht mehr genug denn ich habe gemerkt dass in dieser Faszination, die in diesem Staunen mitschwingt, großer Prozentsatz Inspiration dabei ist.
- 39:04Speaker 0: Also wenn du das richtig machst, dann inspirierst du Leute mit dem was du machst.
- 39:07Speaker 0: und Picasso hat ja schon gesagt Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele.
- 39:12Speaker 0: Das heißt, wenn du dich vorne hinstellst und Menschen unterhältst und die fühlen sich unterhalten, dann schenkt es denen ein Moment Sorgenfreiheit, einen Moment ohne Staub auf der Seelle.
- 39:24Speaker 0: aus dem Grund auch jetzt hier gerade Krise, Ukraine kriegt ihn wir haben und Corona-Krise.
- 39:32Speaker 0: Es ist vollkommen in Ordnung sich unterhalten zu lassen und mal eine Stunde abzutauchen davon weil kein Mensch hat etwas davon wenn wir das nicht tun.
- 39:40Speaker 0: ganz im Gegenteil selbst nur dann wenn unsere Batterien aufgeladen sind und wenn wir eine innere Stärke haben können wir auch für andere da sein.
- 39:50Speaker 0: also dass es kümmere dich selbst und kümmer dich dann um andere, da steckt jede Menge mit drin.
- 39:55Speaker 0: Und ich habe irgendwann gemerkt dass mir das reine Unterhalten nicht mehr reicht.
- 40:00Speaker 0: Ich wollte mehr inspirieren und mehr den Leuten auch dann Handlungsanweisungen geben.
- 40:06Speaker 0: Weißt du?
- 40:08Speaker 0: In der Zauberkunst, da lernst Du wenn Du es richtig machst Da lernste nicht nur Tricks Sondern wenn Du Dich da ernsthaft mit befasst Wenn Du das wirklich als eine Aufgabe siehst, wo du dich so richtig drin verlieren kannst.
- 40:24Speaker 0: Merkst du als Zauberkünstler zumindest wie ich das gemacht habe, also im direkten Kontakt mit dem Publikum, dass du sehr viel über Menschen lernen solltest?
- 40:33Speaker 0: Wie geht man mit denen um?
- 40:35Speaker 0: Allein schon an der Körpersprache erkennen wen hole ich auf die Bühne und wen nicht!
- 40:40Speaker 0: Das sind ganz wichtige Eigenschaften.
- 40:43Speaker 0: Nachdem ich mich dann mit der Körpersprache sehr intensiv auseinandergesetzt habe, erst mal nur um rauszufinden wen soll dich beim Experiment bei dem Trick nach oben holen und wen nicht.
- 40:53Speaker 0: Wen soll dich ansprechen und wenn nicht?
- 40:55Speaker 0: Von wem kann ich mir was ausleihen und von wem nicht?
- 40:58Speaker 0: Ist das dann immer größer geworden?
- 40:59Speaker 0: und ich hab mich beschäftigt mit Suggestion zum Beispiel, mit Hypnose weil es auch ein großer Teil ist.
- 41:05Speaker 0: wenn du überzeugend sein möchtest und wenn du Dinge verbirgst Dann hilft es unglaublich, wenn du dich damit auskennst.
- 41:12Speaker 0: Dann hatte ich immer schon eine große Schwäche für Sprache und den richtigen Einsatz von Worten.
- 41:18Speaker 0: Also Worte ist auch interessant!
- 41:21Speaker 0: Die sprechen wir ja nicht nur zu anderen sondern immer auch zu uns selbst also auch so was wie die Gespräche, die wir mit uns selbst führen.
- 41:28Speaker 0: Wie nennen wir gewisse Dinge?
- 41:30Speaker 0: Das macht ja ganz viel damit, wie wird das betrachten.
- 41:33Speaker 0: Und irgendwann, wenn Du Dich damit einfach lange beschäftigt, dann tauchst du da ja immer tiefer ein.
- 41:38Speaker 0: Dann merkst du ah das ist ein Riesenfeld.
- 41:43Speaker 0: und im Laufe dieser langen Beschäftigungen und überleg mal mein erster Auftritt war neunzeitzundsechsten achtzig bis jetzt also es ist ja schon ein bisschen was.
- 41:52Speaker 0: Da habe ich gemerkt dass alle diese Felder für mich... Für mich ist das ein Gefäß.
- 41:58Speaker 0: jetzt, das nenne ich Mind Performance und das ist für mich halt einmal die eigenen Gedanken verstehen die eigenen Gedanken so ausrichten, dass sie mich weiterbringen und diese unbewussten Programme erkennen, die mich bremsen.
- 42:11Speaker 0: Damit sind wir wieder bei der Suggestion also die Kraft der eigenen Gedanken und natürlich das Zusammenspiel zwischen meinen Gedanken, meinen Emotionen und meinen Handlungen.
- 42:21Speaker 0: Und das wiederum kann ich dann auch bei anderen erkennen.
- 42:23Speaker 1: Merkst du eigentlich wenn Leute die wissen, was du so tust mit dir in ein Gespräch gehen.
- 42:29Speaker 1: Dass die versuchen dann irgendwie ganz besonders bewusst auf ihre Körpersprache zu achten oder die Versuche oder unsicher sind weil sie denken dass du jetzt irgendwie komplett ihre Gedanken lesen kannst oder so?
- 42:43Speaker 1: also gehen Leute anders mit dir um wenn Sie wissen was du tust?
- 42:46Speaker 0: Ja, anfangs schon.
- 42:47Speaker 0: Aber die merken dann ja auch sehr schnell dass ich das nicht nutze um mir ein Vorteil über etwas zu erschaffen und dass sich nicht diese dunkle Seite der Macht betrehte sondern dass ich es ganz anders beleuchte und dass ich mich inzwischen... Nicht eigentlich!
- 43:00Speaker 0: Dass ich mich als Mentor, als Coach verstehe, der Leute inspirieren möchte und die haben dann ganz schnell überhaupt keine Angst mehr und da besteht auch gar kein Grund.
- 43:12Speaker 0: Und selbst wenn ich mal was sehe Ich spreche das jetzt halt nicht aus, ich bin da sehr diskret.
- 43:17Speaker 1: Aber du hast es gerade angesprochen?
- 43:19Speaker 1: Es gibt eine dunkle Seite der Macht sozusagen die dann aber wahrscheinlich in Richtung Manipulation das gegenüber gehen würde oder?
- 43:29Speaker 0: Ja na klar!
- 43:30Speaker 0: Das ist ja das alte spirituelle Gesetz der Dualität.
- 43:33Speaker 0: D.h.,
- 43:34Speaker 0: dass eine kann nicht existieren ohne das andere d.h.
- 43:37Speaker 0: es gibt keinen heiß ohne kalt.
- 43:39Speaker 0: Dass eine kann ohne das anderen nicht existiert und es gibt kein hell ohne dunkel.
- 43:43Speaker 0: Und weißt du, die ganzen Themen mit denen ich mich beschäftige?
- 43:47Speaker 0: natürlich könnte man die auch einsetzen um sich einen Vorteil zu verschaffen oder um andere zu übervorteilen und da irgendeinen Gewinn für sich rauszuziehen.
- 43:58Speaker 0: Aber Ich bin davon überzeugt dass wenn ich mir ein Erfolg aufbauen würde aufgrund des Nachteils anderer Menschen dass das Leben mir das sehr schnell zeigen würde, denn erfolgt den du dir aufbaust auf Egoismus und auf Übervorteilen.
- 44:14Speaker 0: Der sorgt dafür, dass du immer Angst hast, dass ein anderer das mit dir auch macht und damit wirst du kein entspanntes glückliches Leben führen.
- 44:20Speaker 0: Da gibt es natürlich Menschen die sehen das anders, ne?
- 44:22Speaker 0: Es gibt Menschen, die machen das und von außen betrachtet denken man auch, ah!
- 44:26Speaker 0: Das gibt's doch gar nicht, ihr ist so'n Arsch und trotzdem fühlt ihr so'nen tolles Leben... Ich glaube das nicht.
- 44:31Speaker 0: ich glaub die Menschen sind mit dem wie sie sind Alleine schon genug gestraft jetzt mal abgesehen vom Psychopathen und Narzissen.
- 44:38Speaker 0: Das gibt es natürlich auch alles, aber das ist nicht die Welt in der ich mich bewege.
- 44:43Speaker 0: Ich glaube dass wenn du Erfolg dir aufbaust oder... Ach, was ist Erfolg?
- 44:49Speaker 0: Wenn du dir ein Leben aufbairst mit deinen Werten im Einklang, dann wirst du ein zufriedenes glückliches Leben führen.
- 44:56Speaker 0: Und immer wenn du gegen deine Werte handelst, wenn du etwas tust, was eigentlich deinem Charakter widerspricht Wirst du damit nicht langfristig zufrieden sein können?
- 45:05Speaker 0: Das war übrigens einer der Gründe, warum ich da den Charakter-Club auch gegründet habe.
- 45:10Speaker 0: Weil ich da einfach ganz viele Impulse den Mitgliedern gebe... Was sind denn deine
- 45:15Speaker 0: Werte?!
- 45:15Speaker 0: Weil das ist für jeden was anderes!
- 45:17Speaker 0: Auch Erfolg ist für jenen etwas anderes!
- 45:18Speaker 0: Glück ist für JEN was
- 45:20Speaker 0: anderes!!
- 45:20Speaker 0: Da gibt es keine
- 45:21Speaker 0: Pauschalaussagen!!!
- 45:23Speaker 0: Und und ich arbeite mit den Mitglieder daran.. Was ist das für
- 45:25Speaker 0: mich??
- 45:26Speaker 0: Was sind meine
- 45:27Speaker 0: Werte???
- 45:27Speaker 0: Und wie kann ich ihm einklangen mit dem wie ich
- 45:29Speaker 0: bin!?
- 45:30Speaker 0: Und das ist das alte griechische Ideal, erkenne dich selbst.
- 45:34Speaker 0: Das stand schon beim Orakel von Delphi über dem Eingang.
- 45:36Speaker 0: Erkenne dich selbst!
- 45:37Speaker 0: Das ist die höchste Form der Weisheit.
- 45:40Speaker 0: Es ist sich selbst zu erkennen und daraus zu handeln.
- 45:43Speaker 0: Dann kannst du ein für dich glückliches Leben
- 45:46Speaker 0: führen.".
- 45:46Speaker 0: Jetzt
- 45:47Speaker 1: hast Du es vorhin schon angesprochen.
- 45:48Speaker 1: Du gehst endlich wieder auf Tour nach diesem ganzen pandemiebedingten Ausfall sozusagen?
- 45:57Speaker 1: Was erwartet denn Dein Publikum?
- 45:59Speaker 1: in deinem neuen Programm.
- 46:01Speaker 1: Also
- 46:01Speaker 0: das neue Programm, dass du gerade ansprichst ist ja auch schon vier Jahre alt jetzt inzwischen durch die Pandemie zwei jahrelang pausiert aber sind tatsächlich erst die letzten Auftritte mit dem Programm das Feuerproben heißt und im Herbst komme ich dann mit einem neuen Programm raus.
- 46:16Speaker 0: bei mir geht es immer um den Menschen das heißt ich tauch mit dir ab und ich tauche mit ihr ab in deine Emotionswelt in deiner Gedankenwelt in der Welt deiner Vorstellungskraft Und mir ist es immer wichtig, dass du einmal eine Inspiration daraus ziehst.
- 46:34Speaker 0: Dass du den Umgang mit deinen eigenen Gedanken auch so eine Spur erkennst und lernen kannst – auch in so einem Abendprogramm!
- 46:40Speaker 0: Und dass du auf einer unterhaltsamen und sehr inspirierenden, rätselhaft geheimnisvolle Form auch unterhalten wirst.
- 46:49Speaker 0: Also im Fokus steht bei mir die Interaktion mit dem Publikum.
- 46:53Speaker 0: Es ist also nicht nur ein Abend für meine Gäste, sondern auch einen Abend mit dem Publicum.
- 46:58Speaker 0: Die sind aktiv Teil des Abends.
- 47:00Speaker 0: deshalb ist auch jeder Abend anders.
- 47:02Speaker 0: Deshalb gibt es ganz viele Leute, die fünf sechs Mal in die Show kommen weil's einfach immer anders ist.
- 47:08Speaker 0: und mir ist wichtig das ganze ist locker humorvoll aber auch tiefgründig rätselhaft und geheimnisvoll.
- 47:15Speaker 0: Also dieses etwas nicht verstehen, etwas verplüffend finden.
- 47:18Speaker 0: Eine Erkenntnis kriegen die man so nicht für möglich gehalten hätte das ist mir sehr wichtig und ich agiere in allen meinen Programmen mit deinen Gedanken, mit deinen Emotionen und deinem Verhalten.
- 47:30Speaker 0: Das heißt an diesem Abend erlebst du die Macht deiner Gedanken wie man sie kontrolliert und wie man Sie liest.
- 47:37Speaker 1: Was sind denn eigentlich, wenn ich jetzt sage, ich möchte mich damit noch viel intensiver beschäftigen?
- 47:43Speaker 1: Dann kann ich natürlich deine Bücher lesen.
- 47:45Speaker 1: Ich kann in dein Programm gehen aber was sind dann sonst noch so Quellen wo du auch vielleicht für dich ganz viel rausgezogen hast?
- 47:54Speaker 1: also gibt's irgendwie bestimmte bücher team oder das eine buch was man unbedingt gelesen haben sollte oder oder irgendwas wo du sagst dass das hilft.
- 48:06Speaker 1: wirklich wenn ich mich damit jetzt wirklich ganz tief beschäftigen möchte wenn ich da viel mehr darüber lernen möchte
- 48:11Speaker 0: Ja, also eine praktische Sache von mir ist natürlich du kannst Mitglied werden im Charakterclub.
- 48:16Speaker 0: Denn im Charakterclub habe ich in Videoformen, du kriegst wöchentlich ein Video, hab' ich alles reingepackt was mich so in den letzten zwei Jahren beschäftigt hat und hab daraus einfach ein wöchenliches Video aus der Essenz dessen gemacht wie Ich denke dass man damit umgehen kann.
- 48:31Speaker 0: das heißt ich behandle wirklich die Kannst Du sagen die großen Lebensthemen ne?
- 48:35Speaker 0: Wie kannst Du fokussiert sein?
- 48:37Speaker 0: Wie kannst Du flexibel sein?
- 48:40Speaker 0: Egal was um dich herum passiert, indem du einfach richtig denkst wie kannst du die schnell mit anderen Menschen verbinden?
- 48:47Speaker 0: und meine Inspiration ganz klar.
- 48:50Speaker 0: Die kommt natürlich einmal aus einem Treißig Jahre lang beschäftigen mit der Materie und auch mit all den Büchern, die ich darüber gelesen habe.
- 48:57Speaker 0: Und all die Menschen, die da getroffen haben.
- 48:59Speaker 0: Ich wurde auch die Tage noch mal gefragt, aber hast du eigentlich auch noch einen Mentor?
- 49:03Speaker 0: Und ich hab nicht ein Mentor sondern ganz viele!
- 49:05Speaker 0: Ich habe natürlich inzwischen ein tolles Netzwerk von Menschen, wie ich kenne... ...und natürlich frage ich da auch mal nach was machst Du jetzt
- 49:11Speaker 0: so?!
- 49:14Speaker 0: Also erstmal abgesehen von meinen Sachen, wo natürlich ich einmal Verschriftlicht oder in Videoform herausgebracht habe Wie ich das für mich umsetze und wie für mich richtiges Gedanken, richtiges Denken und der richtige Fokus funktioniert.
- 49:30Speaker 0: Etwas was ich immer noch fast täglich mache ist dass ich mich entweder mit den Stoikern auseinandersetze also mit den alten griechischen Philosophen oder auch mit den Upanishaden, den indischen Weisheitsgedanken oder auch manchmal tatsächlich im Rockpop-Bereich einen Text hören und denken mir, boah das ist auch super weil da sind teilweise auch super Texte dabei.
- 49:52Speaker 0: Aber runterbrechen würde ich es bei mir auf den Stoizismus der eine fantastische Denkschule ist die Upanishaden Und natürlich in allererster Linie tatsächlich Eine polinesische Lebensphilosophie namens Huna Die für mich sehr praktisch zeigt, wie wir den richtigen Umgang mit unseren Gedanken lernen können.
- 50:16Speaker 1: Wie kommt es eigentlich, dass wir so viel Weisheit über das Denken in der Vergangenheit finden?
- 50:24Speaker 1: Also warum wussten damals die alten Griechen soviel darüber?
- 50:28Speaker 1: Warum wussten die Innener da mal zu viel darüber?
- 50:31Speaker 1: Wieso sind diese alten Kulturen da soweit gewesen im Vergleich zu vielleicht heute den Menschen?
- 50:40Speaker 0: Ich glaube gar nicht, dass die Menschen heute wenigerweise sind als früher.
- 50:47Speaker 0: waren einfach nicht so abgelenkt, auch in ihrem Arbeitsalltag.
- 50:51Speaker 0: Also ich kriege dann manchmal auch so ein bisschen die Krise wenn ich da einen Trainer oder Mentor höre im Podcast der dann sagt ja sich habe ein Morgenritual bevor bei mir der Tag beginnt mache ich erstmal das und das und dass.
- 51:03Speaker 0: und ich denke mir Ja du hast keine Kinder und du hast keinen Job wo du von neun bis zu irgendwo sein musst.
- 51:09Speaker 0: und deshalb kannst du so ein Leben führen Und du gehst jetzt davon aus was du machst ist automatisch für alle richtig die dazuhören.
- 51:16Speaker 0: Das ist ja totaler Humbug.
- 51:17Speaker 0: Also allein schon wenn du ein Kind hast, kannst du dieses Morgenritual in der Form wie das meistens erzählt wird ihr schon mal gar nicht machen außer du stehst eine Stunde früher auf.
- 51:26Speaker 0: Das machst aber nicht denn wenn du einen Kind hast gehst du meistens auch spät ins Bett.
- 51:29Speaker 0: also das muss alltagstauglich sein und ich glaube dass wir inzwischen einfach einen anderen Alltag haben indem wir in viel mehr Dingen gefangen sind und dass wir natürlich auch über dieses unfassbare Angebot teilweise auch den Fokus auf das verlieren.
- 51:47Speaker 0: Also ich weiß zum Beispiel, dass viele Menschen die mich unglaublich inspirieren, die haben drei Bücher gelesen über Philosophie aber die haben sie halt wirklich gelesen.
- 51:58Speaker 0: Die haben das mal nicht drüber gelesen sondern die haben damit gearbeitet.
- 52:01Speaker 0: da ist...die sind bunt!
- 52:03Speaker 0: Da sind Lesezeichen, die sind zerlesen.
- 52:06Speaker 0: und Einstein hat doch irgendwann mal gesagt ab einem gewissen Alter sollte der Mensch aufhören zu lesen Weil ab einem gewissen Alter sollte man das einfach anwenden.
- 52:16Speaker 0: Da sollte man einfach ins tun kommen.
- 52:18Speaker 0: und Bruce Lee hat gesagt Wissen ist nichts, du musst es anwende.
- 52:24Speaker 0: Und hat auch mal gesagt er hat keine angst vor einem der irgendwie Fünfzig verschiedene dritte gelernt hat Sondern er hat Angst vor einem Der zwanzig tausend Mal einen schlag trainiert hat.
- 52:35Speaker 0: da sind wir wieder bei diesem fokus und ich glaube Das ist tatsächlich der Schlüssel dass wir für uns entscheiden, das und dass ist mein Fokus.
- 52:45Speaker 0: Und weißt du jede Entscheidung für etwas ist automatisch auch eine Entscheidung gegen etwas?
- 52:51Speaker 0: Das können wir uns klar machen bevor wir entscheiden!
- 52:53Speaker 0: Also wenn ich jetzt zum Beispiel ein Buch lese... Ich meine nicht einen Roman den ich mal so weglese sondern ein Arbeitsbuch für mich dann ist es ja auch eine Entschaltung ganz viele Bücher in dem Moment nicht zu lesen und das ist aber vollkommen in Ordnung.
- 53:06Speaker 0: die lege ich dann vielleicht auch weg.
- 53:08Speaker 0: Also ich hab auch ganz viele Bücher, für mich habe zwei Hobbys.
- 53:10Speaker 0: Bücher lesen und Bücher kaufen.
- 53:14Speaker 0: Ich liebe es Bücher zu kaufen die ich dann teilweise Jahre später lese manchmal auch gar nicht.
- 53:19Speaker 0: also ist eine Schwäche von mir aber die lege ich da noch weg!
- 53:23Speaker 0: Und wirklich das fokussierte Beschäftigen.
- 53:26Speaker 0: Ich glaube dass haben die früher besser im Griff gehabt weil sie es aber auch nicht anders kannten natürlich.
- 53:34Speaker 1: Weil's auch nicht so viel Ablenkung gab.
- 53:36Speaker 1: genau.
- 53:37Speaker 1: Danke dir sehr für deine Zeit und die vielen Einblicke.
- 53:40Speaker 1: Und bin gespannt, was wir in den nächsten Wochen und Monaten noch alles von dir hören, lesen und sehen werden.
- 53:47Speaker 1: Ich werde es auf jeden Fall sehr aufmerksam verfolgen!
- 53:50Speaker 0: Daniel, vielen Dank für die Einladung in deinen lieben schönen Podcasts und auch wunderbar dass wir über so eine große Distanz ein schönes Gespräch führen konnten.
- 54:00Speaker 0: Also alles Gute in dem Fall nach Texas!
- 54:02Speaker 0: Vielen, vielen dank!
- 54:06Speaker 1: Die letzte Runde ist ausgetrunken, das Gespräch zu Ende.
- 54:11Speaker 1: Vielen Dank fürs Zuhören!