Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / #20 Folge 6: Angst vor der Zukunft? Wie du mit Visualisierung deine cleane Recovery planst
Transcript
- 0:00Hallo und herzlich Willkommen zu unserer heutigen Vertiefung.
- 0:03Schön, dass du wieder dabei bist und dir Zeit für dich nimmst.
- 0:06Heute haben wir ein Thema, das viele am Anfang der Recovery nur
- 0:10zu gut kennen dürften. Diese diffuse, manchmal echt
- 0:13lähmende Angst vor der Zukunft. Wie plant man ein Cleanes leben,
- 0:18wenn alles so unklar scheint und wie, ja wie wehrt man sich gegen
- 0:22diese Rückfallgedanken, wenn das eigene Gehirn ständig die
- 0:25schlimmsten Szenarien ausmalt? Wir schauen uns dazu heute einen
- 0:29Artikel von der Webseite nielix Berlin an.
- 0:32Der Titel sagt eigentlich schon alles, Angst vor der Zukunft,
- 0:35wie Du mit Visualisierung deinen cleanen Weg planst und Rückfälle
- 0:39verhinderst. Der Autor Gabriel teilt da sehr
- 0:42persönliche Erfahrungen und auch eine Methode, die ihm so
- 0:46schreibt, der geholfen hat. Unser Ziel ist es, diesen
- 0:49Ansatz, also die Visualisierung, mal als praktisches Werkzeug zu
- 0:53beleuchten. Basierend auf Gabriels Weg und
- 0:55dem, was er da so zusammengetragen hat.
- 0:57Wir schauen, wie du das vielleicht für dich nutzen
- 0:59kannst und was diesen Artikel halt auch besonders macht.
- 1:02Gabriel, der Gründer von Neelix Berlin, schreibt aus eigener
- 1:05Erfahrung, also jahrelanger tiefgreifende Erfahrung mit
- 1:08Sucht und Recovery, er spricht von 28 Jahren, er legt seine
- 1:12Karten da ziemlich offen auf den Tisch, teilt sehr persönliche
- 1:15Dinge, um dir auch zu zeigen, hey.
- 1:18Du bist mit diesen Gefühlen, mit diesen Kämpfen nicht allein.
- 1:21Sein Blog ist ja wie sein persönliches Logbuch und
- 1:24gleichzeitig eben auch eine Stütze für andere.
- 1:27Lass uns mal direkt ins Kernproblem eintauchen, diese
- 1:30Zukunftsangst. Gabriel beschreibt die als fast
- 1:32panisch, gerade am Anfang der Nüchternheit Mhm.
- 1:35Und es ist ja auch n krasser Kontrast oder die sucht.
- 1:39Klar, total zerstörerisch, aber sie hatte oft so ne perverse Art
- 1:43von Struktur. Der nächste Rausch, die
- 1:46Beschaffung. Ein bekannter Weg?
- 1:48Ja, auch wenn er ins Verderben führt.
- 1:50Genau, ein bekannter Weg. Und dann kommt die Nüchternheit
- 1:54und oft ist da erst mal leere, so n unbekanntes Land ohne die
- 2:00alten Krücken, ohne die Fluchtwege.
- 2:02Ein schwarzes Loch, wie du vorhin sagtest, das trifft es
- 2:04oft ganz gut. Ja, und daraus wachsen dann
- 2:07diese spezifischen Ängste, die Gabriel auch benennt, also die
- 2:10Angst zu versagen, klar rückfällig zu werden oder auch
- 2:14die Angst, dass das Leben jetzt irgendwie.
- 2:16Grau wird langweilig, freudlos. Vielleicht kennst du das ja
- 2:20auch, dieses Kopfkino, das dann anspringt und unaufhörlich diese
- 2:24Horrorszenarien produziert, wie man scheitern könnte, das ist
- 2:27psychologisch auch total nachvollziehbar.
- 2:30Unser Gehirn hat nun mal diese eingebaute Tendenz auf Negatives
- 2:34und potenzielle Gefahren stärker zu achten, nennt man ja
- 2:38Negativitätsverzerrung, das war evolutionär mal sinnvoll, klar.
- 2:43Aber wenn dann noch so ein tief verankertes Muster wie die Sucht
- 2:46wegfällt, dann verstärkt das die Unsicherheit natürlich massiv.
- 2:50Das Gehirn zieht dann manchmal so sprichwörtlich die bekannte
- 2:54Hölle der sucht dem unbekannten Himmel der Nüchternheit vor,
- 2:59einfach weil das neue Angst macht, selbst wenn es objektiv
- 3:02viel besser. Ist und genau da setzt Gabriel
- 3:05mit seiner Idee an, mit der Visualisierung.
- 3:08Er beschreibt das so n bisschen wie eine mentale Zeitmaschine.
- 3:12Aber, und das ist ihm ganz wichtig, er meint damit kein
- 3:15passives Tagträumen, kein Wunschdenken.
- 3:18Richtig. Es geht ums Aktive erschaffen.
- 3:22Er nennt das eine neuronale Blaupause für die gewünschte
- 3:25Zukunft, ein Bild, das er benutzt, fand ich echt stark,
- 3:29indem du dein Cleanes, starkes zukunfts ich heute schon fühlst
- 3:34und erlebst, baust du die Autobahn im Gehirn, auf der du
- 3:38morgen dorthin fahren wirst. Schönes Bild und er betont ja
- 3:42auch, dass das keine reine Esoterik ist, sondern dass es
- 3:46wirklich handfeste Hinweise gibt, dass das funktioniert.
- 3:49Er nennt es mentales Hanteltraining, ein klassisches
- 3:52Beispiel, das er auch anführt, ist diese berühmte
- 3:55Basketballstudie da gab es 3 Gruppen, eine hat Freiwürfe ganz
- 4:00normal physisch trainiert, eine hat gar nichts gemacht, und die
- 4:03dritte Gruppe hat sich nur intensiv vorgestellt, wie sie
- 4:06perfekt wirft, nur visualisiert. Und das Ergebnis?
- 4:10Die Visualisierungsgruppe hat sich fast genauso gut verbessert
- 4:14wie die Gruppe, die tatsächlich trainiert hat.
- 4:16Deutlich besser als die Kontrollgruppe natürlich.
- 4:18Krass. OK.
- 4:20Und das passt halt zu dem, was wir aus der Neurowissenschaft
- 4:23wissen. Wenn du dir eine Handlung
- 4:24lebhaft vorstellst, dann werden im Gehirn ganz ähnliche
- 4:28neuronale Schaltkreise aktiviert, als würdest du es
- 4:31wirklich tun. Das Gehirn probt sozusagen im
- 4:34Trockenen, es baut und verstärkt die nötigen neuronalen
- 4:37Verbindungen. Es schafft eine Art, ja
- 4:40Vorerfahrung. Also ne Art Vorbereitung auf
- 4:44neuronaler Ebene. Genau.
- 4:46Aber was dabei ganz entscheidend ist, und das hebt Gabriel auch
- 4:49immer wieder hervor, es geht nicht nur um die Bilder im Kopf.
- 4:53Nicht nur der Film. Sondern es geht darum, die
- 4:55Gefühle zu fühlen, die Gefühle, die mit dem Erfolg verbunden
- 4:59sind, den stolz, die Ruhe, die Freude, die dein zukünftiges,
- 5:03Cleanes ich empfindet. Ah okay die Emotionen sind der
- 5:08Schlüssel. Absolut.
- 5:10Diese emotionale Kopplung ist der eigentliche Motor.
- 5:13Wenn du dieses neue gewünschte Verhalten mit einem starken
- 5:17positiven Gefühl verknüpfst, dann entsteht eine unglaublich
- 5:21kraftvolle Motivation. Die geht weit über reine
- 5:25Willenskraft hinaus, du schaffst dir quasi eine Erinnerung an die
- 5:28Zukunft, auf die dein Gehirn dann zurückgreifen kann, wenn
- 5:31die Situation eintritt. OK, das leuchtet ein, aber jetzt
- 5:35kommt natürlich der Einwand, ist das nicht doch irgendwie
- 5:38realitätsflucht oder einfach nur schönes Tagträumen?
- 5:42Gabriel grenzt das in seinem Artikel ja auch klar ab.
- 5:45Der entscheidende Unterschied liegt in der Absicht und im
- 5:48Fokus passives Tagträumen ist oft ziellos, man driftet halt so
- 5:52weg, gezielte Visualisierung ist aber ein Aktiver, ein bewusster
- 5:57Prozess. OK, du verfolgst ein klares
- 6:00Ziel. Du willst einen bestimmten
- 6:02inneren Zustand erreichen oder du willst ein bestimmtes
- 6:05Verhalten trainieren, eine Fähigkeit stärken.
- 6:07Es ist also kein Entkommen aus der Realität, sondern ein
- 6:10aktives Gestalten deiner inneren Landkarte für die Zukunft.
- 6:14Verstehe Gabriel weist aber auch auf eine Falle hin, in die wir
- 6:18oft tappen. Wir visualisieren nämlich oft
- 6:21sowieso schon. Nur halt meistens unbewusst und
- 6:25negativ. Er nennt das Katastrophisieren,
- 6:28dieser innere Horrorfilm des Scheiterns, der in
- 6:32Endlosschleife läuft. Man malt sich aus, wie man doch
- 6:35wieder schwach wird, versagt alles den Bach runtergeht, im
- 6:38Grunde, so seine These, trainiert man sich damit
- 6:41unbewusst aufs Scheitern. Genau das ist der Punkt und er
- 6:44benennt ja auch Gründe dafür, warum wir das tun, warum dieser
- 6:48innere Saboteur oft so eine Macht hat.
- 6:51Da ist zum einen diese Gewohnheit, dieses
- 6:53Katastrophisieren, wieso ein verdrehtes mentales Training
- 6:58fürs Scheitern. Zum anderen spielt oft eine
- 7:01geringe Selbstwirksamkeitserwartung eine
- 7:03Rolle, also diese tief sitzenden Glaubenssätze wie ich schaffe
- 7:07das sowieso nicht, oder ich habe es ja eh nicht besser verdient,
- 7:11ja. Die kennt man.
- 7:12Und natürlich die Angst vor dem Unbekannten, die wir schon
- 7:15hatten. Das vertraute Elend der Sucht
- 7:17wirkt manchmal weniger bedrohlich als dieses
- 7:20unbeschriebene Blatt Nüchternheit.
- 7:22Wie kann man diesen Kreislauf denn jetzt durchbrechen?
- 7:25Gabriel gibt da ja eine sehr konkrete Anleitung, er nennt sie
- 7:29seine Safer Use Anleitung für die Visualisierung die Kernidee
- 7:33ist einen richtigen Avatar zu erschaffen, also von deinem
- 7:38zukünftigen besten cleanen selbst.
- 7:41Eine ganz klare Vorstellung, die du dann sogar als inneren
- 7:44Ratgeber nutzen kannst. Er beschreibt das.
- 7:47In 4 Schritten. Sollen wir die mal durchgehen?
- 7:49Ja, gerne. Das ist ja praktisch.
- 7:51Also Schritt 1. Definiere deinen Zukunfts
- 7:55Avatar. Wer willst du in sagen wir einem
- 7:59Jahr sein? Wichtig nicht was du haben
- 8:02willst, sondern wie du sein willst.
- 8:05Welche Eigenschaften hat diese Person?
- 8:07Also zum Beispiel gelassen, ehrlich, selbstbewusst, fit,
- 8:12humorvoll, vielleicht auch präsenter.
- 8:14Im Moment schreib das ruhig auf, mach es konkret.
- 8:17Das gibt dem ganzen ne klare Richtung.
- 8:19Genau Schritt 2, das im Mercival Kopfkino.
- 8:24Nimm dir regelmäßig Zeit, vielleicht täglich 10 Minuten
- 8:27Augen schließen und dann wirklich Eintauchen in einen
- 8:30normalen Tag deines Zukunfts sichs.
- 8:33Durch seine Augen sehen, durch seine Ohren hören, seine Gefühle
- 8:37fühlen. Wie fühlt sich diese
- 8:39Gelassenheit beim Aufwachen an oder der Fokus meiner Aufgabe,
- 8:43die Freude in einem Gespräch mit Freunden, je echter, je
- 8:47sinnlicher, desto besser? Man soll es also richtig
- 8:51erleben, nicht nur denken. Ja genau, dann Schritt 3.
- 8:56Konsultiere deinen Avatar. Das finde ich besonders
- 8:59spannend. In schwierigen Momenten im hier
- 9:02und jetzt. Also bei Stress, suchtdruck,
- 9:05Angst oder wenn du von Entscheidung stehst, kurz
- 9:08innehalten und dann frag deinen inneren Avatar.
- 9:12Was würdest du mein starkes, Cleanes zukunftssich jetzt tun,
- 9:16was würdest du sagen, wie würdest du reagieren?
- 9:18Du nutzt diese Vorstellung also als inneren Mentor, als Quelle
- 9:22für Weisheit. Das ist ne sehr schöne Idee.
- 9:25Man zapft sozusagen eine weisere Version von sich selbst an.
- 9:29Richtig und Schritt 4 Ankere die Zukunft wenn du in Schritt 2,
- 9:35also beim Kopfkino, dieses positive Gefühl deines Zukunfts
- 9:38x besonders stark spürst, dann verknüpfe es bewusst mit einer
- 9:41kleinen Geste oder einem Wort, einem inneren Bild.
- 9:45Das ist dieser Anker, den Gabriel auch in anderen Artikeln
- 9:47beschreibt. So kannst du dieses gute Gefühl
- 9:50später in schwierigen Situationen schneller wieder
- 9:52abrufen, quasi ein Notfallknopf für gute Gefühle.
- 9:56Das zeigt sehr schön den aktiven Charakter dieser Methode.
- 9:59Es geht wirklich darum, die Regie über den eigenen inneren
- 10:03Zustand zu übernehmen und gewünschtes Verhalten mental
- 10:06schon mal durchzuspielen. Besonders dieser dritte Schritt,
- 10:10das Konsultieren des Avatars. Das ist ne ziemlich clevere
- 10:14Technik. Man greift damit auf innere
- 10:16Ressourcen zurück, die vielleicht durch die Sucht oder
- 10:19durch Selbstzweifel lange verschüttet waren.
- 10:21Ja und Schritt 4 nutzt ja im Grunde bekannte Prinzipien der
- 10:26Konditionierung, man koppelt einen positiven Zustand an einen
- 10:30Auslöser, um ihn dann bei Bedarf quasi auf Knopfdruck abrufen zu
- 10:35können. Jetzt kommen wir aber mal zu den
- 10:37Zweifeln, die da vielleicht aufkommen.
- 10:40Gabriel geht ja in seinem Artikel auch auf so typische
- 10:43Fragen ein, wie in dem FAQ Bereich.
- 10:45Lass uns die mal durchgehen, als würden wir uns gerade darüber
- 10:48unterhalten. Gute Idee.
- 10:50Also erste Frage, die oft kommt ist das nicht einfach nur
- 10:53Tagträumerei und Realitätsflucht haben wir zwar schon angerissen,
- 10:56aber vielleicht noch mal konkret.
- 10:57Ja, das ist ein wichtiger Punkt. Gabriels Antwort darauf ist
- 11:01klar, Nein, der entscheidende Unterschied liegt, wie gesagt,
- 11:05in der Absicht und im Fokus. Passives Tagträumen, das ist oft
- 11:10ziellos, so ein Wegdriften. Gezielte Visualisierung ist aber
- 11:15aktiv fokussiert, mit einem klaren Ziel.
- 11:18Du willst ja verhalten trainieren oder einen
- 11:21emotionalen Zustand erzeugen, es ist also kein Entkommen, sondern
- 11:26bewusstes Gestalten deiner zukünftigen Realität, deiner
- 11:30inneren Welt. OK.
- 11:32Nächste Frage, was, wenn ich mir so ne positive Zukunft einfach
- 11:37nicht vorstellen kann, wenn da nur Dunkelheit ist oder leere
- 11:40gerade am Anfang? Ja, das ist laut Gabriel ein
- 11:43sehr häufiges Problem, besonders wenn vielleicht auch
- 11:46Depressionen oder Traumata mit im Spiel sind.
- 11:49Seine Empfehlung ist dann Fang extrem klein an, also wirklich
- 11:53winzig, nicht das perfekte Leben in 5 Jahren visualisieren.
- 11:58Das kann total überwältigen. Sondern.
- 12:00Sondern eine kleine, positive Sache für morgen.
- 12:05Zum Beispiel, wie du einen Kaffee bewusst genießt oder wie
- 12:09du einen zehnminütigen Spaziergang schaffst und dabei
- 12:12kurz die Sonne auf der Haut spürst.
- 12:14Es geht darum, diesen Visualisierungsmuskel, wie er es
- 12:18nennt, ganz langsam aufzubauen, an winzigen, erreichbaren
- 12:22Dingen. Geduld ist da echt wichtig.
- 12:26Das klingt machbar. Dritte frage, ich habe es
- 12:29versucht, aber es ist dann nicht so eingetreten, wie ich es mir
- 12:32vorgestellt habe. Ich war total enttäuscht.
- 12:35Auch ein wichtiger Punkt. Gabriel sagt dazu, das Ziel ist
- 12:39nicht, die Zukunft exakt vorherzusagen, das kann ja
- 12:43niemand. Das eigentliche Ziel ist, dich
- 12:46selbst zu trainieren, deine inneren Ressourcen zu stärken,
- 12:50damit du mit jeder Zukunft, die kommt, besser umgehen kannst.
- 12:54Ah OK, der Fokus liegt auf der inneren Stärkung.
- 12:57Genau. Es geht darum, Selbstvertrauen
- 13:00aufzubauen, Gelassenheit zu entwickeln, Resilienz.
- 13:04Auch wenn die Party dann vielleicht nicht so toll wird
- 13:06wie visualisiert durch das mentale Training bist du besser
- 13:09gerüstet, besser gerüstet, um nüchtern zu bleiben, für dich
- 13:12einzustehen, stabil zu bleiben, du trainierst deine innere
- 13:16Haltung nicht das externe Ergebnis.
- 13:18Verstehe vierte Frage, hilft das auch bei ganz konkreten Ängsten?
- 13:24Zum Beispiel vor einem Bewerbungsgespräch.
- 13:26Ja, absolut. Dafür ist es laut Gabriel sogar
- 13:29ideal. Das ist im Grunde klassisches
- 13:31Future Pacing, wie man es aus dem NLP kennt.
- 13:34Du spielst die Situation im Kopf einfach immer wieder durch, aber
- 13:38in der bestmöglichen Version, wie du selbstbewusst reingehst.
- 13:42Klar, antwortest dich gut und souverän fühlst.
- 13:45Das programmiert dein Gehirn ein Stück weit auf Erfolg.
- 13:47Es reduziert die reale Angst, weil ein Teil von dir das Gefühl
- 13:50hat, hey, das habe ich doch schon mal gemeistert.
- 13:53Macht Sinn. Letzte Frage aus dem FAQ Bereich
- 13:57Was ist der Unterschied zu Sachen wie Bestellungen beim
- 14:01Universum, also diesem The Secret Ansatz?
- 14:04Ja, die Abgrenzung ist wichtig. The Secret suggeriert ja oft,
- 14:09dass allein der Gedanke, die Realität quasi magisch anzieht,
- 14:13man muss nur. Fest genug dran glauben die
- 14:16psychologische Visualisierung, wie Gabriel sie beschreibt,
- 14:19funktioniert anders. Die intensive Vorstellung
- 14:22verändert dein Gehirn und dein Verhalten, du stärkst positive
- 14:26neuronale Bahnen, du erhöhst deine Motivation, du nimmst
- 14:30Chancen vielleicht anders wahr, du strahlst was anderes aus
- 14:34dadurch erhöhst du aktiv die Wahrscheinlichkeit, deine Ziele
- 14:38zu erreichen. Es geht um Selbstermächtigung
- 14:41durch mentales Training. Du trainierst dich quasi selbst,
- 14:44das Paket abzuholen, statt nur darauf zu warten, dass es
- 14:48geliefert wird. Das ist n guter Vergleich.
- 14:50Diese praktische Anwendung, die steht für Gabriel ja auch im
- 14:53Kontext seiner eigenen, ganz persönlichen Erfahrungen, die er
- 14:57im Artikel auch teilt. Das fand ich sehr berührend, er
- 15:00beschreibt, wie er früher oft versucht hat, allen Regeln von
- 15:03Therapeuten oder Selbsthilfegruppen zu folgen,
- 15:06aus Angst, sonst zu versagen. Und wie ihn das manchmal sogar
- 15:10runtergezogen hat, dieses Gefühl in der Therapie immer nur von
- 15:14Problemen umgeben zu sein, sich zu vergleichen, diese ganze
- 15:18Negativität aufzusaugen und dadurch die Motivation zu
- 15:21verlieren. Das kann passieren, ja.
- 15:23Das klingt nach einem sehr bewussten Weg.
- 15:26Ja, und seine Kernbotschaften daraus an dich als Hörer sind
- 15:30eigentlich finde heraus was du wirklich willst.
- 15:34Nicht jeder Rat von außen passt für jeden.
- 15:37Erkenne an, dass du der Gestalter deines Lebens bist.
- 15:40Du kannst das Bild malen, du kannst es visualisieren und
- 15:43unterschätze deine eigene Stärke, nicht aufzustehen nach
- 15:47einer Sucht, das ist, wie er sagt, einen der größten mentalen
- 15:51Kriege gewonnen, du gestaltest deine Zukunft.
- 15:54Starke Worte. Die Gefühle deines Zukunfts ichs
- 15:58als nur auf materielle Dinge vertraue.
- 16:00Darauf, dass der Rest die richtigen Menschen, die Wege
- 16:03dann folgt. Und akzeptiere auch, dass
- 16:06schlechte Tage dazu gehören. Die sind nicht das Ende, sondern
- 16:09Teil des Wachstums. Er schließt dann mit diesem
- 16:11Gedanken, den ich sehr schön fand, wie gerne er seinem
- 16:14früheren ich die guten Momente der Nüchternheit hätte zeigen
- 16:17können und dann die Erkenntnis, genau das kann er ja jetzt tun,
- 16:21indem er sie sich heute visualisiert und fühlt.
- 16:25Eine starke Perspektive. Finde ich auch.
- 16:28Bevor wir jetzt aber ganz zum Schluss kommen, Gabriel hat in
- 16:30seinem Artikel noch eine persönliche Anmerkung drin, er
- 16:33schreibt. Wenn dir dieser Einblick
- 16:35gefallen hat und du die Arbeit von Nelix Berlin generell
- 16:37wertvoll findest, dann würde er sich riesig über deine
- 16:40Unterstützung freuen. Das kann ganz einfach sein, den
- 16:44Beitrag auf Social Media teilen oder vielleicht im Podcast auf
- 16:47Plattformen wie Spotify oder Apple Podcasts eine Bewertung
- 16:50geben oder ein Like. Er weist darauf hin, dass er
- 16:53nelix Berlin komplett allein erstellt und finanziert jede
- 16:56Form der Unterstützung hilft ihm also, dieses Projekt
- 16:59weiterzuführen, für sich selbst und gleichzeitig eben auch für
- 17:02andere Betroffene. Sein persönliches Motto, das ihn
- 17:05antreibt, ist aus allem schlechten in seinem Leben etwas
- 17:08Gutes zu machen. Das ist schönes Motto und es
- 17:11fasst die Kernbotschaft von Gabriels Artikel gut zusammen,
- 17:15finde ich. Visualisierung ist eben kein
- 17:18Hokuspokus, es ist ein Praktisches, ein erlernbares
- 17:22mentales Werkzeug, es gibt dir die Möglichkeit, aktiv deinen
- 17:26inneren Zustand zu gestalten und damit eben auch dein zukünftiges
- 17:30Verhalten zu beeinflussen. Gerade in dieser Unsicherheit
- 17:34der frühen Recovery kann das wirklich ein unglaublich
- 17:37wertvoller Anker sein. Absolut.
- 17:39Und vielleicht noch ein Gedanke zum Abschluss, der so ein
- 17:43bisschen darauf aufbaut. Ja, gerne.
- 17:46Gabriel schlägt ja vor, dein zukünftiges Ich zu
- 17:49visualisieren, diesem starken Clean Avatar.
- 17:52Was wäre denn, wenn du dir zusätzlich auch mal einen Moment
- 17:55nimmst, um dein gegenwärtiges ich zu visualisieren?
- 17:58Aber, und das ist der Clou, durch die Augen dieses
- 18:02zukünftigen Avatars, also mitfühlend, wohlwollend.
- 18:05Ah, interessant. Welche Stärken siehst du dann
- 18:08vielleicht? Welche kleinen Fortschritte,
- 18:11welche Ressourcen, die du im Alltagsstress oder in der
- 18:14Selbstkritik sonst vielleicht total übersiehst?
- 18:16Was könntest du jetzt schon in dir erkennen und vielleicht auch
- 18:19würdigen, wenn du dich mal mit diesem wohlwollenden,
- 18:22zukünftigen Blick betrachtest?