Latest / SOMMELIER / Louisa Maria „Lou“ Schmidt – Mehr als Wein-Lifestyle
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- 0:00Hallo, ich bin der Ernie Losen vom Vangedokto Losen im Bergenkastel an der Mosel und ich bin von Silvio Nietzsche angesprochen worden.
- 0:22Ein paar Worte über die Luisa, jeder kennt sie unter der Namen Lu, zu sagen die Lu hatte bei mir 2013 im Rahmen von dem Studium in Geisenheim
- 0:41und dann hat ich ihr gesagt, ja komm mal vorbei, dann können wir mal darüber reden und als wir uns hier getroffen haben bei unserem Bein, habe ich schon recht gemerkt, dass sie eine wirklich interessante Persönlichkeit ist und starke Charakter hatte
- 1:00und sie war von Anfang an total begeistert über das Thema Wein, wollte so viel wie möglich darüber erfahren lernen, sie hatte sich auch so ein bisschen für Verkauf, Export interessiert und da wir ja immer noch sehr stark exportorientiert arbeiten, habe ich gesagt, naja warum nicht, du kommst einfach mal mit nach Amerika, das ist immer noch unser größter Markt, wo wir mehr als 50% unseres Absatzes haben
- 1:28und dann bin ich mitgekommen und in den USA sind wir glaube ich 10 oder 12 Tage rumgereist, haben Wein und Dines gemacht, Masterclasses, Staff Trainings und sie war vollkommen dabei, ich muss ja immer sagen, da war ja noch gerade am Anfang ihre Karriere, aber diese Begeisterung und diese Werf, unglaublich beeindruckend,
- 1:55und ich meine wir wissen ja alle, wo sie das hingeführt hat, sie hat ja eine tolle Karriere hingelegt und also ich bin beeindruckt und immer noch wenn ich mal hin und wieder wir uns treffen und so, sie ist einfach eine ganz tolle, tolle Persönlichkeit und ich denke mal, da kommt noch ganz schön viel mehr.
- 2:15[Musik]
- 2:36Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Sommelier, die interessantesten Weinkenner unserer Zeit.
- 2:41Was für ein Jahresauftakt 2025 und ich freue mich so unfassbar über unsere heutige Gäste, denn obgleich sie nicht in einem Restaurant steht, könnte sie Sommelier nicht symbolisch ausstrahlen, sie empfiehlt jeden Tag Wein, sie lebt jeden Tag Wein, sie kommt aus einer Gastrofamilie, sie hat eine fundierte Ausbildung, also wer ist eigentlich mehr Sommelier als sie?
- 3:00Ich bin gespannt, ich bin gespannt, was sie zu sagen hatten, ich freue mich sehr auf sie. Und bevor wir ins Gespräch einsteigen, möchte ich mich ganz herzlich bei unserem Partner.
- 3:07Der Schlumbergergruppe mit den Handelshäusern Segnetz, Conzio Vini, Schlumberger und den Privatkundenportal Bremer Weinkolleg aus aller herzlichste bedanken.
- 3:15Dank ihnen dürfen wir das Jahr 2025 ebenfalls mit den interessantesten Weinkennern unserer Zeit auskleiden und ihnen eine Bühne geben, so wie heute Luisa Maria, Alias Lu Schmidt.
- 3:26[Musik]
- 3:28Happy New Year!
- 3:30Happy New Year! 25, 25, genau.
- 3:34Bist du gut gerutscht?
- 3:35Ja, sehr gut.
- 3:36Also wir sind hier ganz gespannt.
- 3:38Und bei dir, Dry January?
- 3:39Nein, auf keinen Fall. Nein, ich mache das so in meinem eigenen Tempo. Im Februar werde ich fasten, das mache ich eigentlich jedes Jahr, 21 Tage.
- 3:46Richtig krass, also mit...
- 3:48Ja, ja, so richtig krass.
- 3:49Maximal 500 Kalorien am Tag und so mal so richtig so entschlacken, aber jetzt nicht nur Brühe und einen Apfel oder so, sondern einfach so ein bisschen die Kalorienzahl runterfahren und so ein bisschen bewusster essen und ja.
- 4:04Hm, was trinkst du Wein überhaupt? Also jetzt, wenn du mal nicht fast ist...
- 4:07Wann trinke ich Wein?
- 4:09Allgemein, ist es für dich ein Thema, also im täglichen oder...?
- 4:12Ich trinke Wein in Gesellschaft am liebsten. Also so alleine kann ich das ganz schlecht.
- 4:17Und ich bin so ein... ich würde schon sagen, ich habe mich schon so als Gesellschaftstrinkerin bezeichnet.
- 4:22Also da kann ich dann immer ganz schlecht Nein sagen, wenn dann so jemand sagt, ja, so man Läschen zusammen trinken, das ist für mich so was Geselliges und was total...
- 4:30Ja, was richtig schön ist, zusammen eine Flasche besprechen und Philosophieren vielleicht auch ein bisschen oder vielleicht auch mal nichts sagen und ja, in Gesellschaft trinke ich super gerne.
- 4:41Trinkst du den Wein des Weines wegen? Also welts Wein ist?
- 4:44Oder ist es für dich dann so dieses übergeordnete Philosophie und ich muss mich da reinarbeiten?
- 4:50Also ist es mehr Lust oder mehr Philosophie?
- 4:52Ich glaube, eine 50/50, eine gute Mischung aus Beiden. Also ich trinke Wein, weil mich das dahinter fasziniert.
- 4:58Wer den Wein gemacht hat, was der Wein über sich selber erzählt, das klingt ja total kitschig, aber das ist ja das, warum ich Wein als Beruf mache, warum Wein mein Beruf ist.
- 5:09Ja, es ist einfach eine tolle, faszinierende Angelegenheit, weil die wird so schon je nicht sein, oder?
- 5:18Ich bin immer zu verbissen beim Wein, also wenn ich dann immer mehr mich reinarbeiten möchte und ich mag es manchmal nicht, super besondere Weine in Gesellschaft zu trinken, weil ich da nicht genügend Ruhe hab.
- 5:30Okay, das verstehe ich auch.
- 5:31Ich verstehe auch. Und ärger mich manchmal, wenn ich so eine super besondere Flasche hab und damit jemand zusammensitze, dass ich jetzt reden muss nebenher, anstatt mich darin fallen zu lassen.
- 5:42Den Wein so wirklich zu lassen.
- 5:43Und da, ich bin ja eher so nördig.
- 5:44Ja.
- 5:45Und wenn ich Wein in Gesellschaft trinke, ist es für mich eine Kombination aus Entspannung und Socializing, wo ich dann auch Brücken baue, wo ich auch Momente schaffe, um mich später mit dem Wein an die Person, mit der Person an den Wein zu erinnern.
- 5:59Ja.
- 6:00Also diese Verwendung, um hier hinzubekommen.
- 6:02Ja.
- 6:03Das finde ich super.
- 6:04Aber so dieses extrem tiefsinnige vom Wein geht da mir so ein bisschen verloren.
- 6:08Deswegen bin ich da mal so ein bisschen super hin und her gerissen.
- 6:12Ja, ist so eine Mischung aus beidem.
- 6:13Auf der einen Seite liebe ich es mit Menschen zusammenzusetzen und gemeinsam den Wein zu verkosten, weil ich mich auch darüber austauschen möchte.
- 6:20Und auf der anderen Seite ist es natürlich so, dass an wilden Abend dann ganz viele Flaschen aufgerissen wird und werden.
- 6:26Und man kommt überhaupt gar nicht mehr hinterher.
- 6:28Das finde ich auch cool.
- 6:29Wenn du dann einfach und dann, ich meine es wird auch oft gebäscht, dass man sagt, oh, dann müssen wir uns gegenseitig messen.
- 6:33Aber das hat ja auch was.
- 6:34Wenn du sagst, oh, das ist dem probieren, dem probieren.
- 6:36Hat was, aber manchmal kommt man dann gar nicht hinterher.
- 6:38Und dann denkt man sich, ah, shit, da wollte ich auch noch ein Foto machen und da wollte ich mich auch noch mal reinlesen.
- 6:42Und das ist dann, was ich dann manchmal tatsächlich schade finde, dass man gar nicht hinterher kommt.
- 6:47Aber ich glaube, für mich ist Wein in jeder Situation, in jeder Gelegenheit einfach immer super schön.
- 6:53Ich glaube, sie Winzer werden das irgendwie, dass die, ich sag mal nicht, traurig enttäuscht sauer sind,
- 6:59wenn der Wein bei so einer Party, Wein-Party-Stimmung getrunken wird oder also nicht genügend Aufmerksamkeit bekommt.
- 7:05Oder wenn die Party fehlt, dass denen das irgendwo wichtig ist.
- 7:09Nee, glaube ich nicht.
- 7:10Ich glaube, die haben Spaß, wenn wir Spaß haben.
- 7:12Ich glaube, ich auch.
- 7:13Ja.
- 7:14Ich glaube, die haben Spaß, wenn wir Spaß haben.
- 7:16Und die mögen es manchmal, glaube ich, auch gar nicht, wenn man den Wein zu überernst.
- 7:20Ja, total.
- 7:21Also jetzt irgendwie alles komplett auseinander zu dröseln, ist vielleicht auch manchmal anstrengend
- 7:26und tagesformabhängig, ob es Sinn macht oder ob es weniger Sinn macht.
- 7:31Ich finde es gut, das kannst du leben.
- 7:32Ich beneide dich, erwahnsinnig.
- 7:33Warum das?
- 7:34Ich hätte gerne mehr Frauen.
- 7:35In der Branche?
- 7:36Nee, allgemein.
- 7:37In deiner Hörerschaft sind ja, glaube ich.
- 7:39Du hast es irgendwo mal gesagt, 70 Prozent Frauen, glaube ich.
- 7:43Ah, du meinst von der Hörerschaft.
- 7:44Ja, bei mir ist es.
- 7:45Ja, ich bin natürlich weiblich und ich ziehe wahrscheinlich auch viele Frauen an.
- 7:50Was die Thematik betrifft und weil ich halt selber eine Frau bin.
- 7:56Nein, ich glaube, es hat damit nichts zu, vielleicht auch.
- 8:00Aber du hast wahrscheinlich eine andere Ansprache, du hast eine andere Leichtigkeit.
- 8:04Du bist vielleicht nicht so verbissen wie ich.
- 8:05Das, glaube ich, mögen viele, vielleicht Frauen.
- 8:09Also da kann ich mir vorstellen.
- 8:11Aber deine Hörerschaft oder deine Fangemeinschaft ist ja auch recht jugendlich, was ja auch recht ungewöhnlich ist.
- 8:16Ja, jung und weiblich.
- 8:17Ja, jung und weiblich.
- 8:18Ja, das stimmt.
- 8:19Ist das kühl für dich oder hättest du es gerne anders?
- 8:21Ich hätte es gerne noch jünger.
- 8:23Also, wo bist du?
- 8:26So 80 Prozent meiner Follow-In, die sind zwischen 25 und 35.
- 8:33Ja, wir haben die anderen, wir haben zwischen 30 und 45.
- 8:35Ja, ja, wir haben eine, was wir aus ein paar Leute aus der Reihe tanzen.
- 8:41Und jetzt gerade wächst aber so ein bisschen die Community, die sich so im Alter zwischen 8 sehr, glaube ich, 24 oder 25.
- 8:48Also wenn man jetzt nur von den Instruments aus geht.
- 8:50Aber ich denke, 25, 35 ist auch ein cooles Alter, um sich damit irgendwie zu beschäftigen.
- 8:56Ja, das Interessante ist, dass die wenigsten Weinexperten diese Gruppe abholen können.
- 9:02Ja.
- 9:03Und es ist ja eine ganz andere, auch Generation auch.
- 9:06Also du bewegst dich dann einer anderen Generation und sprichst einfach so den Puls der Zeit an.
- 9:13Ist das gewollt?
- 9:14Also war das inszeniert oder ist das Natur?
- 9:16Du bist ja recht lebendig und so weiter und ist sehr schön natürlich.
- 9:19Aber bist du an Start gegangen?
- 9:21Hast du gesagt, ich hol die jetzt gerade aus der Schule kommen oder?
- 9:25Nee, ich bin ja sehr früh in die Weinbranche gerutscht.
- 9:29Ich war 16, da habe ich angefangen, mich für Wein zu interessieren.
- 9:32Also relativ früh bin ich auch in einem Haushalt groß geworden, wo Wein und Essen immer im zentralen Mittelpunkt war.
- 9:37Ich bin in einer Gastronomie aufgewachsen.
- 9:39Als Wützhauskind.
- 9:41Richtiges Wützhauskind.
- 9:43Ja, und zwischen Pass und Befehe, Getränkebefehe.
- 9:48Und Wein hat mich wirklich direkt zu begehen total fasziniert, weil ich immer einen Beruf ausüben wollte, bei dem ich reisen kann.
- 9:57Und dann überlegt man halt, was fällt in dieses Rasterreisen, Kulinarik, mit Menschen, Geselligkeit.
- 10:06Und hab mich dann für Wein entschieden.
- 10:08Und dann habe ich eine Zeit lang im Export gearbeitet und auch schon bei der Arbeit beim Gast, weil ich auch in der Gastronomie gearbeitet habe,
- 10:16hat mir dieses Erklären immer extrem viel Spaß gemacht, dieses Leute an die Hand nehmen und halt eben nicht irgendwie snobbisch da herreden,
- 10:24sondern halt Leute für das Thema begeistern, das ist mir wichtig.
- 10:29Und dass es auch keine Tabus gibt.
- 10:32Also wenn man halt mal irgendwie was nicht mag oder sowas und so, man soll das sagen und gerade aussprechen.
- 10:37Und dass man so ein bisschen die ganze Thematik einfach auflockert.
- 10:41Und das war immer so mein, das was mir auch Spaß gemacht hat, Endverbraucher*innen, das halt einfach zu erklären,
- 10:47weil es auch eine ganz andere Dankbarkeit ist, als wenn man jetzt nur so nördig irgendwie redet.
- 10:51Oder mit Leuten, die halt auch voll im Fach sind.
- 10:54Und ja, und dann kam so eins zum anderen, und der Stein fing an zu rollen.
- 11:01Und dann habe ich halt geguckt, ich wollte immer schreiben.
- 11:03Und dann, die sozialen Medien haben ja auch einfach so eine neue, haben dieses ganze Thema Wein demokratisiert.
- 11:11Wer darf über Wein sprechen?
- 11:13Apropos Frau, darf ich dir schon mal einlesen, Wein einschieben?
- 11:17Hält finde ich mega.
- 11:19Und das war geplant oder bist du da mehr oder weniger reingerutscht in dieses, also das ist so ein mega, mega, mega Hype?
- 11:28Reingerutscht.
- 11:30Du meinst von sozialen Medien oder was?
- 11:33Also von deiner Präsenz, von deiner, dass du, du bist ja schon, schon einen der erfolgreichsten, oder?
- 11:39So von rein, von, wenn man ist rein Social Media und man versucht irgendwo,
- 11:42mein Anderen messen sich an ihren Zirpen, sondern ist Jahre Titel, so, oder meist die größte Ballenkarte oder sonstiges.
- 11:47Ja, ich fühle mich auch total, ich fühle mich auch total fehler im Platz hier im Podcast,
- 11:50weil ich natürlich nicht aktiv ist wirklich, weil das Formulärie bin.
- 11:53Nein, ich wurde wirklich gebäscht dafür.
- 11:55Ja, das glaube ich. Ich wurde auch gebäscht.
- 11:57Ja, der Silvio hat gefragt, ob ich zum Podcast komme und dann meint er der Willi so, also nee, das würde ich dir nicht empfehlen.
- 12:04Und er sagte so, ja, da kommt bestimmt dann wieder irgendwelche Hater um die Ecke und so.
- 12:10Ja, genau. Ja, was hast du? Also ich habe in der Tat die Nachricht bekommen, ah so und so und warum jetzt LEH und braucht ihr Quoten und...
- 12:19LEH, ja gut, aber das ist ja nicht mein Hauptbeschef, die geht es sich ja.
- 12:22Ihr seid von meiner Liste. Also ich wurde klar ausgelistet wegen dem, aber ich hatte eine Folge mit dem Sebastian Borthäuser.
- 12:30Und er meinte, die Zombie-Welt hat sich ja im Allgemeinen geändert. Man darf das nicht mehr so verkauft sehen von den Leuten, die rein im Restaurant stehen und sagen 1 zu 1, wir beraten jemanden.
- 12:39Sondern die Zombie sind ja, sie haben sich entwickelt. Sie stehen teilweise im Handel, wenn du jetzt auch in die Schule guckst, wer macht die Zombie-Ausbildung?
- 12:46Ja, ja, ja. Ja, ja. Sind Leute, die beraten, sind Leute, die im Handel, sind Leute, die im Restaurant sind. Ja, klar.
- 12:50Letztlich ist die Branche ja so übergreifend. Also ganz viele, die mal im Restaurant gehen dann in den Handel, gehen dann wieder zurück ins Restaurant und so weiter, öffnen eine Gastomie, öffnen eine Bar.
- 13:01Und wenn man das nur so startet, steht, ich glaube, dann ist man zuverkauft und dann steht man sich auch selber im Weg. Ja.
- 13:08Und deswegen war es eigentlich für mich ein Kernwunsch, dich dabei zu haben. Ja, vielen Dank.
- 13:13Ich habe dich angefragt und finde, dass du mehr Zombie-Ausstrats und mehr Zombie bist als viele Zombie-Ausstrats.
- 13:22Weil du dich lebendiger mit dem Wein erklären beschäftigst und dich im Momentan, also mit dem, was interessiert einen gerne Weintrinker.
- 13:32Und ich versuche den abzuholen und versuche den auf Augenhöhe zu begleiten, als viele, die die Weinkarte vor sich her tragen.
- 13:41Also kein Bäschen gehen über oder sonst was. Nein, nein, nein. Ich bessere was gemeinste.
- 13:44Also dich dazu kommen, wenn ich dich zufragen. Ich sehe dich nicht als Zombie im Restaurant, aber trotzdem erfüllst du alle Kriterien, die ein Zombie erfüllen.
- 13:51Ja, ja. Und deswegen fand ich das einfach mega cool und fand es auch mega cool, mit dir das Jahr zu eröffnen.
- 13:56Natürlich witzig, dass dein Mann überhaupt diese Serie eröffnet hat. Ja, stimmt. Ja. Folge 1. Und du bist jetzt Folge 1/25 daher.
- 14:05Willkommen. Ja, Leonhard hat mir darüber gesprochen und dann habe ich mit der Anna gesprochen. Das ist eine sehr gute Freundin von mir.
- 14:12Luna, kennst du eh? Ja. Und sie sagte so, nein, geh da auf jeden Fall hin. Und dann sage ich, ja, okay, dann mache ich das.
- 14:18Dann hat man sich so ein bisschen ausgetauscht und Willy sagte so, nee, würde ich dir jetzt nicht empfehlen, weil halt eben nicht aktiv in das Formulari.
- 14:24Und sie sagte so, nee, mach das auf jeden Fall nicht so. Okay, Angriff. Find ich cool. Aber berührt dich das noch?
- 14:30Also bist du da noch, es gibt ja viele, also Gerhard Retter hat das zu mir gesagt, der hat damals, als er bei seiner Jury Tätigkeit angefangen hat,
- 14:39die Grenze, die als Bildschirm durchbrochen wird, weil du offen, also offen, vielleicht nicht sichtbar bist, aber trotzdem sichtbar bist,
- 14:46kommen Kommentare, die absolut, wo man sich am Anfang sehr stark mit beschäftigt, breitet das irgendwann an deinem Abbau oder ist das immer noch ein Thema?
- 14:54Ich glaube, dass wenn so was irgendwann an dir abprallt und du nicht mehr vielleicht dein eigenes Tun hinterfragst, also diesen Moment hast du, wo du innehältst,
- 15:08diesen Kommentar mitnimmst, dass einmal diesen Kommentar eine Revue passieren lässt und dann für dich überlegst, ja, ist da was dran oder ist das wieder irgendein Bullshit,
- 15:19dass du das für dich einmal kurz bewertest und dann aussortierst, aber natürlich ist, also ich damit sagen möchte, ich finde, es ist immer wichtig,
- 15:26dein eigenes Handeln zu reflektieren, auch wenn du zu dem Schluss kommst, nee, ich mach alles richtig, es ist okay, für mich ist es okay.
- 15:33Aber ich glaube, wenn der Moment gekommen ist, wo mich das überhaupt gar nicht mehr bocken würde, dann würde ich mich selber nicht mehr leiden können,
- 15:43weil ich kriege jeden Tage so viel Hass nachrichten, wirklich Hass nachrichten, ich bekomme jeden Tag so viel Kritik wie Mail, nach der ich nie gefragt habe,
- 15:55nach Meinungen und Co. und manche Sachen, die prallen mittlerweile an mir ab, also ich gucke schon drauf und die ersten fünf Minuten sind so, oh, schon wieder und so,
- 16:05aber ich sag das mal so, ich habe mir in der Vergangenheit schon ein Fell wachsen lassen und es wird auch immer dicker, aber es gibt schon gewisse Kommentare oder auch Situationen, die mir schon nahe gehen,
- 16:21auf jeden Fall, ja, definitiv. Und das bin auch einfach ich und ich habe auch einfach gelernt zu sagen, nee, das bin ich und es gibt vielleicht, weil Willi sagt immer so, ja, komm, nimm das nicht so ernst und die haben ja auch keine Hobbys und so,
- 16:33aber es ist immer leicht zu sagen, wenn es eigentlich betrifft, ne.
- 16:37Sind das fachliche oder sind das persönliche?
- 16:41Nein, also mit fachlicher Kritik kann ich umgehen, mit fachlicher Kritik kann ich sehr gut umgehen, das sind persönliche Geschichten, die da irgendwie um die Ecke kommen und auch teilweise so, ja, so, weiß ich nicht,
- 16:57und ich sage das immer so, wenn du genderst, dann ist es nicht richtig, dass du genderst und wenn du dann halt irgendwie nur noch das generische Feminimum nimmst, dann ist es auch nicht richtig, weil du schreibt ja dann ja gar nicht mehr inklusiv und ich würde die Mannschaft benachteiligen und ich wäre ja so eine dumme F-Punk-Punk-Punk-
- 17:11Also solche Sachen, ne, solche Sachen sind das halt einfach und ich glaube, das ist halt super viele, ohne das jetzt extrem thematisieren zu wollen, ich glaube, dass viele junge Männer oder auch ältere Männer,
- 17:23aber ich merk's auch bei der jüngeren Userschaft, dass die auch einfach Angst vor erfolgreichen Frauen haben und das kriegst du dann halt einfach ab und das ist flächendeckend so und dann gibts halt immer wieder Kommentare, ja gut,
- 17:35das ist halt in der Öffentlichkeit, musst du mitrechnen, musst du halt lernen, mit umzugehen, nee, muss ich nicht, muss ich nicht, weil also ich gehe ja auch nicht über die Straße und sage irgendeinem Typ, mein Gott, das sieht so richtig beschissen aus. Also das sind einfach so Sachen, die unter der Götellinie sind oder die passieren, die unter der Götellinie sind und ja, es ist halt so.
- 17:57Frage ist ja bei warum, also warum löst das irgendwie diesen Kommentar aus, weil, ich weiß es nicht. Verstehe ich, in dem Sinne auch nicht, hab auch natürlich solche Kommentare mitbekommen, man kriegt's teilweise natürlich im Restaurant auch mit, also ich hab beim Restaurant gearbeitet, kam Gast rein und sagte, oh, der ist immer noch hier.
- 18:15Muss man auch erst mal mit umgehen lernen, also dafür polarisiert man und man kann nicht jedem gefallen, wir hatten's vorhin ganz, ganz kurz, das Schwerste für mich war damals, als ich mit Podcast angefangen habe, die eigene Stimme zu akzeptieren, die eigene, die man selber redet und so weiter und dann zu akzeptieren, dass man, und das finde ich bei dir eben so großartig, dass man trotzdem was vermitteln möchte, dass man was schenken möchte und dass man jemanden begeistern möchte mit irgendwas, was man machen möchte.
- 18:44Also es ist ja eine Leidenschaft, die man dann irgendwo teilt und es so aufrecht zu erhalten ist, finde ich grandios. Aber wir waren im Würzhaus.
- 18:54Wir waren im Würzhaus. Wo sind wir denn abgekommen? Ich sag jetzt erst mal Schwerz.
- 18:58Erst mal Schwerz, ja. Danke für dich, weil ich es so ein Weilchen von dir komme, nicht großartig finde, für auch eine Frau, die ich großartig finde.
- 19:04Ja, das ist eine ganz, ganz tolle Persönlichkeit. Das ist Weingut Breuer 2017.
- 19:11Ja, Berg-Rosen-Eck ist momentan oder schon seit längerer Zeit einer meiner absoluten Lieblingsjahrgänge und auch Weine inkludiert mit 28 und 213.
- 19:20Und ich finde, es gibt wenige Winzerinnen, insbesondere auch um Brengau, die die Lagentypizität so glasklar herausarbeiten können und trotzdem auch die Lage eigeninterpretieren können.
- 19:35Warum, warum, Teresa? Also warum magst du sie? Oder kannst du, kannst du bei ihr? Ich will dich jetzt anderen über diese Femininnummer oder Frauennummer definieren, aber wir haben jetzt eine Frau, du bist eine Frau.
- 19:49Kann man das Weibliche da rausschmecken oder kann man das nicht? Also schmecken Weine von Frauen anders als Weine von Männern oder kann man das ohnehin nicht sagen, weil sowieso viele Männer da mitspielen? Der Kellermeisternmann ist und so weiter.
- 19:59Teresa ist ja eine unglaublich beeindruckende und faszinierende Persönlichkeit. Gleichzeitig auch eine sehr zurückhaltende Frau, finde ich, also eine sehr bescheidende.
- 20:12Und sie sagt immer, naja, ich mache den Weine nicht alleine. Ich habe ein Team und ohne meine rechte Linke vorwärts rückwärts hände und die wird es gar nicht gehen.
- 20:23Und gute Frage, ob man die Weiblichkeit rausschmecken kann. Ich glaube, was ich in den Weinen bei ihr rausschmecke, ist ihre Ruhe.
- 20:33Irgendwie, die Weine sind so ruhig und man braucht auch einen Moment, um die Weine zu verstehen.
- 20:39Ich hatte eine ganz lange Zeit, weiß ich nicht, war ich kein großer Fan von Beuer, aber nicht, so ich sage, kategorisch, so nein, auf keinen Fall, also das meine ich damit, aber ich hatte irgendwie so eine Zeit lang, da kam ich, weiß ich nicht, kam ich mit den Weinen irgendwie nicht klar.
- 20:52Zwischenzeitlich oder von mir?
- 20:54Zwischenzeitlich, nee, das war, ah, weiß ich nicht, war so vor vier, fünf Jahren so was, da habe ich den Weinen gar nicht so viel beachtung geschenkt und dann habe ich irgendwie nochmal so eine Horizontale mit ihren Weinen gehabt und dann habe ich mich mal intensiv mit den Weinen beschäftigt und hatte dann auch wahrscheinlich die Ruhe, mich damit zu beschäftigen.
- 21:14Das heißt, du hast in der Flasche genommen, hast dich abends hingesetzt und hast gesagt, Theresa, wir müssen reden.
- 21:17Theresa, wir müssen reden, ja, und dann habe ich gesagt, boah, ist das großartig.
- 21:21Also war es eine Tatso, hast du das aktiv genommen oder hast du einen Moment, wo du sagst, ich habe irgendwo im Restaurant probiert und das war...
- 21:28Ich hatte den Einstiegs, Riesling von dir, ich meine, das ist Rüdesheim Estate, hatte ich unten bei Jürgen in der Vino-Täge einmal verkostet und dann habe ich gesagt, boah, die Strahlen ja richtig so, die Weine irgendwie und dann habe ich gesagt, ja, wir müssen wirklich nochmal reden und dann habe ich mir einen Satz ge-
- 21:46So ein Satz war einer und habe die dann nochmal durchgekostet und war wirklich total begeistert und dann war ich Anfang letzten Jahres 2024 auf der Summa bei Lageda und sie hatte eine, die haben immer so gesetzte Verkostungen, die freien Verkostungen, die gesetzten Verkostungen und da hatten wir die Möglichkeit, so bergerosen Eck, so in Zeiten Global Warming, so über ein Zeitraum zu verkosten und da hatten wir 28, 13, 17, 21,
- 22:15und dann war ein Wein besser als die anderen Jahrgangstyposität da und da war auch einfach die Lage und ja, ganz, ganz toll.
- 22:25Hat man da, weil du sagst Global Warming, konnte man das greifen oder konnte man greifen, dass sie bzw. das Team gegen Global Warming gearbeitet haben und die Weine, die Konstanz dabei hatten?
- 22:37Also was ich beobachten konnte, war, dass bergerosen Eck eine Lage ist und dann natürlich auch den Wein, den Theresa aus dieser Lage vinifiziert.
- 22:48Ein Wein ist, der einfach Zeit benötigt und dass die jüngeren Jahrgänge 1721 lange nicht auf dem Höhepunkt waren,
- 23:00Höhepunkt jetzt nicht negativ, so Höhepunkt erreicht und dann tschau, sondern einfach auf dem Höhepunkt waren und diese Strahlkraft hatten, wie zum Beispiel 28.
- 23:08Also das fand ich sehr faszinierend zu beobachten, dass es einfach eine Lage ist, dass es ein Wein ist, der unglaublich viel Zeit hat, um überhaupt auch verstanden werden zu können und dass die meisten, wer bergerosen Eck, wahrscheinlich viel zu jung getrunken werden.
- 23:21Ja, das kann ich beobachten.
- 23:23Was ist für dich schwerer, den Lifestyle darzustellen und zu leben oder den Tiefsinn im Wein, wie du ihn jetzt gerade beschrieben hast?
- 23:33Weil du auf der einen Seite beobachtest zu die Weine, hast du einen Gefühl für die Winzerin, hast du einen Gefühl für die Lage, auf der anderen Seite, wenn man eben schaut, wie du kochst, wie das ist ja so Dreamland.
- 23:45Jeder haben möchte, wie es jeder, weiß ich, dann kommt er auf Willi rein und ihr tanzt und ist ja alles irgendwie super nice und das wirkt aber nicht so ernsthaft, wie du es jetzt beschreibst.
- 23:55Also ist das oder es geht das einher und das bist beides du und...
- 24:00Es bin beides ich und das ist ja auch das, was ich zu Beginn anfangs Erfolge knallt.
- 24:10Das, was ich zu Anfangs beschrieben habe, dass es ja auch immer auf seinen Gegenüber ankommt, mit wem man über Weine spricht und ich kann das eine und auch das andere.
- 24:23Ja.
- 24:24Und braucht ja jedes eine Situation oder kannst du beides immer?
- 24:28Kommt beides eigentlich immer.
- 24:30Aber man kann ja auch lustig sein und überweinsprechen.
- 24:3323, 24 waren das deine eigentlich High Jahre bis jetzt und wir waren immer noch im Gasthaus.
- 24:41Wie bist du da hingekommen?
- 24:43Oder wie hat sich der Wein bei dir entwickelt?
- 24:45Oder wie kommt man...
- 24:46Du hast ja studiert.
- 24:48Ja.
- 24:49Es war ja viel Wein auch zwischendrin.
- 24:51Nein.
- 24:52Du hast ja nicht so einem Haus aufgestanden.
- 24:53Nein, nein, nein.
- 24:54Also Gastronomie, genau mit 16 irgendwie gesagt, okay Wein ist mein Ding.
- 24:57Jetzt muss ich irgendwie gucken, wie ich ein Fuß in die Türe kriege.
- 25:00Ich habe dann nebenbei neben dem Studium natürlich immer noch im elterlichen Betrieb gearbeitet.
- 25:05Ich habe dann Trainies gemacht bei Lageda, bei Dr. Loosen, Dietz und vorher, bevor ich angefangen habe zu studieren,
- 25:13auch um Weinberg und Keller gearbeitet.
- 25:15Und dann mit dem Studium, wie gesagt, diese beiden Trainee Chips gemacht.
- 25:21Und die Zeit, muss ich schon sagen, sowohl bei Lageda als auch bei Ernie,
- 25:27waren zwei Zeiten, die mich schon enorm geprägt haben.
- 25:30Lageda war halt extrem stark fokussiert auf PR und Marketing.
- 25:36Und dort habe ich eigentlich so mein Rüstzeug bekommen, was so Auge angeht, Grafik, Ästhetik,
- 25:44Sachen genau umzusetzen, E-Mails fünfmal lesen, bevor man sie abschickt.
- 25:48Also das waren alles so Sachen, die ich gelernt habe bei Lageda.
- 25:51Hier hatte da eine sehr strenge, aber auch unglaublich sympathische und liebevolle, wie sagt man,
- 26:01- Ziemutter. - Ziemutter, genau, die Foroni.
- 26:04- Ja, Frau Biet vielleicht oder? - Ja, sie hat halt mir immer auf die Finger geguckt.
- 26:09Und die Zeit bei Ernie, ich war zuerst bei Ernie und dann bei Lageda, bei Ernie.
- 26:17Ich wollte halt immer, wie gesagt, die Welt bereisen und dann war für mich dann halt irgendwann im Studium klar,
- 26:23ich kann Lahrbahn, ich verkaufe gerne, ich möchte den Leuten etwas über Wein beibringen
- 26:30und dann war halt so ja ok Export. Das war so mein Traum.
- 26:34Ich wollte unbedingt im Export arbeiten. Also Export war für mich so, ich habe mich auf jede Stelle beworben,
- 26:40wurde nie genommen.
- 26:42- Echt? - Nein. - Weil du zu jung warst oder?
- 26:45Ja, ich glaube, weil ich war halt immer, also auch heute sage Leute, du bist ja das Küken.
- 26:50Also ich glaube, ich war einfach zu jung. Ich glaube, ich war zu jung, ich wollte aber sehr viel
- 26:55und war irgendwann auch total frustriert, weil ich halt keine Stelle im Export gefunden habe
- 27:00und dann hatte ich glaube ich mal eine Stelle, da war die Bezahlung so krottenschlecht
- 27:05und das kommt ja auch noch hinzu in der Weinbranche.
- 27:07Ich meine, das was du liebst, das musst du erst mal monetarisiert bekommen bei aller Liebe
- 27:12und dann irgendwie für eins, vier, netto, dann da irgendwie, nee danke.
- 27:15Also das war halt auch, es ist schon, die Welt des Weins ist toll und ich liebe alles daran,
- 27:22aber wir bewegen uns halt leider, Gott ist immer noch im landwirtschaftlichen Sektor
- 27:25und also gehälter, ist halt ein riesiges Thema und ist super schwierig.
- 27:32Allgemein, was man auch nicht vergessen darf, also nicht nur in einer Gastrobranche.
- 27:37Also auch da die Sommys, die in gewisser Weise ausgebildet sind, ein Lebensweg haben,
- 27:42auch viel reisen mussten, trinken mussten, es klingt erstmal schön, aber man muss natürlich auch irgendwo bezahlen,
- 27:49als eben auch die, ein Kellermeister, also auch nach Weinbranche selber, man sagt,
- 27:54dass jeder durchschnittliche YouTuber aus der Autobranche doppelt so viel verdient
- 27:59wie ein anerkanter Kellermeister in Deutschland. Was krass ist.
- 28:02Ja, es ist ein flächendeckendes Problem und es wird immer so viel geschimpft und geredet und bewertet
- 28:08und ich denke mir immer so, boah Leute, also die verdienen halt auch einfach, also verdienen auch einfach kein Geld,
- 28:14mit dem was sie eigentlich, also mit dem was sie tun, das was sie lieben so.
- 28:18Und viele Studienkollegen von mir, die haben jetzt so zum zweiten Mal, zum dritten Mal, zum vierten Mal den Job gewechselt,
- 28:25weil sie alle sagen, ey das kann es halt irgendwie langfristig halt eben nicht sein,
- 28:29und dann heißt es, ja so nach Betriebszugehörigkeit und dann kriegst du mehr und dann sind irgendwie,
- 28:33keine Ahnung, 150 Euro netto mehr. Es ist halt echt ein Problem in der Branche, ja.
- 28:37Und viele Wein geht halt ja auch immer mit Bühne-Namie predigen, ja, und wir sind so sozial
- 28:44und was weiß ich und und da jetzt Namen nennen zu wollen, Gottes Willen, also wir ja niemanden wäschen, ja.
- 28:49Und dann irgendwie die dicksten Autos fahren, wo und dann ihre Mitarbeiter und ein halber anig vernünftig bezahlen,
- 28:54so, ne, und das sehe ich schon oft. Und das ist ein Problem, finde ich, ja.
- 29:01Die Zeit bei Ernie, da habe ich mich dann halt beworben, speziell für Export, da war nie ein Praktikum oder ein Trainee ausgeschrieben
- 29:11und ich habe halt dann irgendwie ein Vorschnittsgespräch gehabt und habe halt gesagt, ja ich möchte unbedingt export arbeiten
- 29:15und ich wusste natürlich, dass Ernie in alle Herren's Länder exportiert und auch einfach ein global Player ist mit dem was er tut
- 29:22und auch einfach ein Schnüs hat, also Laban kann und ja und dann habe ich da beworben, Vorschnittsgespräch gehabt.
- 29:30Ich hätte gern bei Vorschnittsgespräch dabei gewesen, als ich die zweite in so zu lernen.
- 29:33Ja, wir haben uns sehr, sehr gut verstanden und es war auf jeden Fall jemand, der mich extrem geprägt hat
- 29:38und ja, dann weiß ich noch ganz genau, dann war ich in Rüdesheim und dann krieg ich ein Anruf von seiner Sekretärin
- 29:43und dann sagt es sie so zu mir, ja, hier Frau Schmidt, wir wollen ja was im Export lernen, ne.
- 29:49Da haben sie die Möglichkeit im August mit dem Herrn Losend dann direkt in die Staaten zu fliegen.
- 29:54Hier unkostenüber nehmen wir, Flugticket muss er selber bezahlen.
- 29:57Ich mein Vater angerufen, ich sag Papa.
- 29:59Das ist doch schon krass, ne.
- 30:00Ja, dann sag ich so, dann sagt mein Vater angerufen, ich sag Papa, ich habe die Möglichkeit bei Ernie Loses, war für mich ein Superstar.
- 30:07Ja, heute lacht man so ein bisschen darüber, aber ich hatte so eine Erfwucht vor der Branche
- 30:11und alle Winzer waren für mich Stars und ich weiß noch, als es auf der ersten Proveien war,
- 30:16das war für mich spektakulär, großes Kino.
- 30:19Ja, dann saur ich meinen Vater an und sag, ja, ich habe da die Möglichkeit, ein Praktikum zu machen, ne.
- 30:23Und dann sagt er, ja, Kind, mach das, was kostet das Ticket denn?
- 30:26Und dann sag ich, da keine Ahnung.
- 30:27Und dann, es war viel Geld, ne, so, ich weiß nicht, es gibt 2.000 Euro,
- 30:32haben wir damit bezahlt für diese ganzen Rundflüge, ne.
- 30:35Und dann sagt er, ja, streck ich dir vor, kannst du dann abarbeiten?
- 30:38Das war bei uns immer so der Deal, ne, wir haben jetzt Kinder schon Kartoffel geschält für 2 Euro, den Eimer.
- 30:44Nee, aber das war dann der Deal, so hier streck ich dir vor, gar kein Thema,
- 30:47weil meine Eltern natürlich immer, die haben mich immer gefördert,
- 30:50mich und meinen Bruder und haben immer gesagt, mach, mach, mach Kind.
- 30:54Und dann haben wir es halt immer abgestottert, im Service, ne.
- 30:57Ja, das war so meine, meine Kinder, meine Jugend.
- 31:01Aber kriegt man auch ein anderes Empfinden für Wertigkeit, als wenn...
- 31:04Ja klar, natürlich.
- 31:05... dann irgendwie das über Wiesen bekommen hättest und so weiter,
- 31:07und dann wird es jetzt hier leise natürlich auch anders.
- 31:09Ja, ich habe total das jetzt bemerkt.
- 31:10Was ich wichtig finde ist, dass du eben gesagt hast, der Wein ist übrigens großartig.
- 31:14Also jetzt die Entwicklung, die Säure, die Feindlichkeit, die Duftigkeit, die Frösche, die Aromatik,
- 31:19also das ist so einer der Wein, die einen total fesseln, die sich auch verändern.
- 31:23Also diese Flurale kommt da sehr stark zum Tragen.
- 31:25Ich finde, Riesling kommt da ganz anders herüber als bei ihren anderen Weinen auch.
- 31:30Dann warst du vorhin ganz kurz eingeworfen, hast du die Strafe Säure, die animierende Säure,
- 31:34die feine Substanzamgau, dann diese Salzige, was ewig nach schmeckt,
- 31:38und unglaublich präsent bleibt.
- 31:39Ja, diese Salzige.
- 31:40Und was ich auch so schön finde ist bei dem Wein so, dass du, das ist für mich ein Wein,
- 31:45da könnt ihr stundenlang drüber nachdenken, muss ich aber nicht.
- 31:49Ich weiß, was ich meine.
- 31:50Also da kannst du genauso gut aber auch einfach dich hinsetzen und einfach ein Glas trinken,
- 31:55ohne, also genießen, ohne dass du denkst so, da muss ich mir jetzt den Kopf drüber zerbrechen,
- 32:00aber ich könnte es, wenn ich wollen würde.
- 32:02Ja.
- 32:03Und das finde ich so geil bei dem Wein.
- 32:05Ja.
- 32:06Ich gehe völlig konform.
- 32:07Also fesselt ein total, um die Dramaturgie auf der Zunge.
- 32:11Ja.
- 32:12Ist das Bräuer?
- 32:13Also ist das so ein, ich finde jetzt zum Beispiel, wenn du ein Losendrink solltest, grad gesagt
- 32:17hast, oder wenn du Prümdrink oder, dann hast du einen Geschmack, der einzigartig ist,
- 32:21oder eben auch eine Aromatik.
- 32:22Kann man das bei Theresa auch?
- 32:24Erkennst du einen Wein von Bräuer wieder?
- 32:26Ja, sofort, an der Säure.
- 32:28An der Säure?
- 32:29Theresa.
- 32:30Ist bei ihr die Säure?
- 32:31Ja.
- 32:32Also ich finde, Riesling an sich hat ja schon eine sehr, er hat ja schon eine, eine, eine
- 32:36sehr strahlende Säurestruktur, die sich ja geschmacklich so im ganzen Mund ausprägt,
- 32:43auf den Lippen noch tänzelt und ich finde die Säure von Riesling an sich, ich finde
- 32:48nicht jede Säure ist immer gleich in die, die Säure von Riesling an sich, finde ich hat
- 32:52so einen Wiedererkennungswert einfach und bei ihr nochmal mehr.
- 32:55Es hat immer so leicht, dieses leicht, ohne das jetzt auf die physiologische Reife oder
- 32:59irgendwas zu schieben, das meine ich gar nicht, aber es hat immer so ein leichtes Zitronik
- 33:03und auch so dann dieses, dieses salzige hinten raus und das ist für mich Theresa.
- 33:07Es hat so was, du nimmst da vorm Schluck und dann gehst du dir mit den Lippen und denkst
- 33:11dir so, ja das muss Bräuer sein.
- 33:13Also ich finde diese, diese strahlende Säurestruktur, das haben nur sehr, sehr wenige Weine.
- 33:19Ja.
- 33:20Du meintest, dass Ernie, sagt man Ernie oder Ernie?
- 33:25Aber wann du bist in den USA, ist Ernie.
- 33:28Ja.
- 33:29Und zu Hause ist es Ernie.
- 33:31Ja.
- 33:32Dass er so ein Superstar-Feeling für dich hatte, was Theresa finde ich auch hat, wenn man sie
- 33:36irgendwie auch bei der Gala und so weiter, sie hat so diese, diese greifbare Erhabenheit.
- 33:40Und ich weiß nicht, ob man sich das selber erhalten soll, weil irgendwann wenn die Menschen
- 33:47dann ja auch lange arbeitet über fünf oder zehn Jahre Arbeit oder wenn man eben auch so
- 33:50eine Reise mit denen macht, werden sie ja normal.
- 33:52Ja.
- 33:53Also sie werden ja menschlich dann in dem Sinne.
- 33:55Ja.
- 33:56Aber auf der anderen Seite sind sie trotzdem Superstars.
- 33:58Was ist da das, das richtige oder schöne oder?
- 34:04Mich hat es bei Ernie immer Faszinier, wie er über Weine spricht.
- 34:10Und das, das hat er sich erhalten.
- 34:13Also er lässt sich da nicht verbiegen.
- 34:15Und er hat immer noch wahrscheinlich die gleiche Schnauze wie vor, vor 20 oder 30 Jahren.
- 34:20Und das ist etwas, was ihn glaube ich als Persönlichkeit ausmacht und was er sich auch erhält.
- 34:27Ja.
- 34:28Und bei Theresa ist es beispielsweise auch dieses ruhige In-In sich gekehrte, dieses unglaublich
- 34:36freundliche, dieses, dieses Lachen und dieses, genau.
- 34:40Also auf der einen Seite ist es eine Person, die man bewunderten.
- 34:42Auf der anderen Seite ist sie so bodenständig und so nahbar.
- 34:46Ja.
- 34:47Und ich glaube, man muss einfach so sein, wie man ist und sich nicht verstellen.
- 34:51Aber ist es, ist es schön, wenn man diese, diese Besonderheiten der Person weiter trägt?
- 34:56Oder ist es schöner, wenn die einem näher kommt?
- 35:00Weißt du was ich mal...
- 35:02Jetzt andersherum, du bist ja innerhalb der Wein-Szene auch ins Dach.
- 35:06Möchtest du als Mensch gesehen werden?
- 35:10Ja, ich bitte droben, ich bitte droben.
- 35:12Ja, nein, als Mensch.
- 35:14Natürlich, ja, ja, ja.
- 35:15Also ich kann zum Beispiel mit so was ganz, ganz schlecht umgehen.
- 35:17Also wenn Leute, also wirklich, also das ist jetzt nicht irgendwie gespielt, ich kann da ganz schlecht mit umgehen.
- 35:21Also ich...
- 35:22Hast du das?
- 35:23Das Leute sagen, "Oh, lass man's selber hängen."
- 35:25Genau, und da bin ich halt so, oh mein Gott, nein, oh nein, bitte nicht.
- 35:28Ich mach mich jetzt auf zwei Leute einsperren.
- 35:30Also das kann ich ganz, ganz, ganz, ganz schlecht.
- 35:32Da bin ich dann immer sehr nervös und dann frage ich immer, Willi, dann zum Schluss, oh mein Gott, war das okay?
- 35:38Ich kann das ganz schlecht.
- 35:40Er kann das total gut, ich bewundere ihn dafür, dass er so, ja, ja, ein Foto, alles drum und dran.
- 35:45Und ich bin, ich bin eine Perfektionistin und ich bin auch sehr selbstkritisch und deswegen fällt mir das glaube ich schwer, das so leicht zu machen.
- 35:53Oder mir so leicht zu machen.
- 35:55Und ja, ich kann das gar nicht, ich kann das.
- 35:57Also deswegen berühme mich als Mensch.
- 36:00Weil als andere, ja, ist irgendwie unangenehm.
- 36:03Und dann hast du Ernie kennengelernt?
- 36:07Ja, und dann habe ich Ernie kennengelernt und er hat mir so, ich war total aufgeregt und er sagte,
- 36:11"Ne, seine Sekretärin hat mir einen Briefumschlag gegeben, da waren 100 Dollar drin."
- 36:15Und dann sagte sie so, "Ja, du fliegst vor nach Miami."
- 36:19Wir waren zuerst in Südstaaten unterwegs, du fliegst vor nach Miami.
- 36:22Ernie kommt mit einem Flieger später und dann sagt er, wie so, ja hier 100 Euro für die erste Taxifahrt und vom Rest gehst du halt irgendwo trinken oder so.
- 36:32Und ich war ja keine 21, ich war ja richtig kügen.
- 36:35Stimmt, du warst 16, 19, genau, ja?
- 36:38Ja, ich war 19 Jahre alt und bin dann halt in die Staaten geflogen, wo ich noch nicht mal legal hätte, dass ich hier trinken können.
- 36:44Genau, also es war richtig gut.
- 36:46Ja, ich war 19 mit Ernie dann unterwegs und er weiß ich noch ganz genau, das erste Mal in den Staaten, es war mit allererstes alles aufregend und dann bin ich gelandet und dann habe ich mich ins Taxi gesetzt und dann sagte er,
- 37:01"Ja, wo sollst du hingehen?" und ich so, ja, keine Ahnung, irgendwo hat ein Miami, wo man sein soll.
- 37:05Ich weiß, was was ein Raster tut und der meinte so zu mir, ich kann nicht auf 100 Dollar fahren, ich halt irgendwo hin.
- 37:11Also, I take it to a good place. Also dann sind wir halt direkt zu diesem, was ist das da, Miami Drive, direkt diesen Bullewall gefahren da und da hat er mich dann da rausgeschwissen.
- 37:24Und dann stand ich halt da und ich hatte damals, hatte ich einen ganz kurzen Haare, ich hatte so ein Pixie Cut und stand dann da mit meinem E-Tweegleitchen, weil ich irgendwie, ich weiß auch nicht, was ich gedacht habe, was da passiert, aber ich habe mich halt dann irgendwie schick angezogen, weil ich halt gedacht habe, ja, gut, das gehört sich so.
- 37:39Und dann stand ich da, Miami Beach, 28 Grad, alle Frauen, die knapp gekleidet, oben ohne Männer aufgepumpt, so geht nicht mehr, genau nach 12 Stunden, ne, 8 Stunden Flugwands, glaube ich, kompletter Jetlag und ich stand da da.
- 37:54Ja, und dann bin ich halt mal da rumgelaufen und dann habe ich mir irgendwo was zu trinken geholt und hab das einfach mal auf mich rücken lassen.
- 38:01Und dann sagte er, ja, wir treffen uns im Hilton da irgendwo in Miami und das war auch so peinlich und dann bin ich da angekommen und ich, und dann dachte ich so, ja, dass wir morgens frühstücken, obwohl ich selber gar kein Frühstück habe, wenn es für mich die schlimmste Malzahl des Tages, und ich wusste mir aber auch irgendwie nicht zu helfen und dann sagte er, wir treffen uns dann unten irgendwie in der Lobby oder keine Ahnung und dann bin ich halt in diesen Frühstücksraum vom Hilton gegangen und dann sagte sie, sie haben eine Reservierung oder ist es bei ihnen im Hotel?
- 38:30Es ist mir inkludiert, keine Ahnung, dann habe ich meine Zimmernummer gegeben und dann sagte er, jetzt ist mir eine SMS geschrieben, wo bist du denn?
- 38:39Und dann sage ich, ja, ich bin da im Frühstücksraum und dann setzt er sich hin, trinkt nur sein Vitaminpülverchen und ich hatte gerade schon versehentlich so ein Frühstücksbefehl für 40 Dollar gebucht, ja.
- 38:50Er trinkt sein Vitaminpülverchen und sagt so, ja, also wir frühstücken nie, oh mein Gott, ich hake da mit meinem Kaffee und mit dem Zeug, was ich mir schon gewohnt und man hatte offen, man hat wirklich gemerkt, der Mann hat Stress, der muss jetzt zum nächsten Termin und ich buch da ein Frühstücksbefehl für 40 Dollar.
- 39:10Und du erfahrt ihn als Frischling?
- 39:12Ja, genau, aber so wenig.
- 39:14Und ihn hat das aber über, er hatte, er war so, ja, Gott, hätte mir wahrscheinlich auch passieren können.
- 39:20Und ich glaube, das war es ganz gut, ich komme ja aus dem Rheinland und Ernie kommt von der Mosel und wir haben ja beide so einen gleichen Schnack drauf und ja, und dann haben wir auch sehr schnell miteinander gevibt, also wir hatten sehr viel Spaß.
- 39:35Ja, und dann ging es los und wir sind im Grunde genommen morgens immer nur in so einen Drive in den Gefahren und haben uns einfach ein Kaffee auf die Hand geholt und das war dann das Frühstück.
- 39:43Naja, ja und dann sind wir da durchgereist und das, was mich eigentlich fasziniert hat, um zum Thema zurückzukommen ist, dass du ja als Salesrap ein, also unglaublich viel Arbeit leisten musst.
- 39:54Du musst ja nicht nur verkaufen, sondern in den Staaten, wenn du deutschen Wein verkaufen möchtest, dann musst du dein Wein verkaufen über Wissensvermittlung.
- 40:04Das heißt, wir hatten teilweise wirklich Veranstaltungen, drei Mal am Tag mit 45 Salesrap, Raps, die unseren Wein verkaufen sollten, die wir aber erstmal anlernen mussten.
- 40:15Also was ist überhaupt VDP, Prädikat, so ein Güter, ich meine, da hört es ja schon bei der Aussprache auf, ne?
- 40:21So, oder ja, wie war das jetzt nochmal mit Kabinettchen und Spätlese und Auslese und so, das sind natürlich alles so Dinge.
- 40:27Da macht man sich vielleicht, wenn man gerade in der Ausbildung ist, egal ob es für eine Familie, Handel oder Gastronomie, gar keine Gedanken drüber, dass du wirklich so viel Arbeit in der Aufklärung leisten musst, um überhaupt dein eigenes Produkt verkaufen zu können.
- 40:41Und das hat mich schwer fasziniert.
- 40:43Also die Aufbereitung dieses Wissen zur Verfügung stellen, diesen Aha-Effekt zu sehen bei den Leuten im Gesicht, wenn sie das dann verstanden haben
- 40:53und die sind dann mit einer ganz anderen Begeisterung an das Produkt rangegangen und das war etwas, was ich total toll fand.
- 41:00Da war ich so, okay, ich will Export machen und ich will den Leuten was über Weinbein bringen.
- 41:04Und…
- 41:05Hattest du dort nur Verkauf, also nur Salesrap?
- 41:10Nee, also…
- 41:11Hatte auch Somies oder hattest du…
- 41:12Wir hatten auch Someliers, wir hatten auch Someliers, die wir dann… also wir hatten…
- 41:16Das war eine großartige Tour, die fast über drei Wochen ging und wir hatten natürlich Trainings für Salesraps.
- 41:22Die halt in unserem Namen die Weinbein verkaufen sollten, die laufen dann mit ihrem Trottel durch die Gegend.
- 41:27Also du weißt das eher, aber ich erkläre das so plakativ, weil viele könntest du das ja gar nicht vorstellen.
- 41:31Auch das System starten, das halt ganz anders ist.
- 41:33Ganz anderes System und dann sind wir natürlich auch selber, komme ich gleich nochmal drauf, wirklich von Tür zu Tür gelaufen.
- 41:40Also ich mit Ernie, dann den Wein aus Plastik-Cups verkostet, du musst es anstehen, teilweise eine Stunde, damit du überhaupt die Möglichkeit hast,
- 41:47fünf Minuten deinen Wein zu erklären, dem Shop in Hava und dann hast du das Zeug aus Plastik-Cups verkostet.
- 41:55Und dann denkst du dir halt hier so in Europa oder Deutschland, ja ist es jetzt nicht deren Ernst.
- 41:59Also ich hätte jetzt schon ganz gerne in Zeilte Universale…
- 42:01Nein, nein, nein, Plastik-Cup und dann in Mühlen und dann sagt ihr so, ja pass mal auf, da oben habe ich nur eine kleine Ecke im Shell frei.
- 42:08Den Platz kannst du haben, eine Woche, wenn das sich bis Ende der Woche nicht verkauft hat, dann schmeißt du dich wieder raus.
- 42:13Und du bist so, ja okay, danke, danke, danke, danke. Also das ist das System da und das ist harte Arbeit, das ist Arbeit.
- 42:19Da geht es jetzt nicht darum, ja ich habe ein bisschen jetzt mal richtig böse gesprochen, das meine ich aber nicht so, ein bisschen grüne Apfel in der Nase und keine Ahnung was.
- 42:26Und da geht es wirklich ums Verkaufen.
- 42:28Und die Vorteile dann ist, Produktzeit aufzuzeigen, für welche Zielgruppe könnte das passen, zu welchen Essen könnte das passen.
- 42:35Ein ganz ganz großes Thema auch gewesen.
- 42:37Und dann hatten wir aber auch Schulungen natürlich für Hotels, für die Gastronomie, also da wo der Wein dann gelistet wurde, da bist du dann mit dem entsprechenden Händler hingefahren.
- 42:45Und dann hast du die Sommelier trainiert und hast gesagt, pass mal auf, das ist der Wein, dazu passt das besonders gut.
- 42:51Wir haben mit KB der Spägelese auslesen, wirklich so die Möglichkeit, viele Gerichte zu bespielen, insbesondere was so Asian Fusion und so ein Gedönsand geht.
- 43:00Das war dann die andere Seite und dann hatten wir aber auch noch eine dritte Sparte, nämlich wirklich Endverbraucher in den Schulungen.
- 43:07Also die haben dann sich ein Chefs Tale gebucht, Wine Makers Dinner und dann hat Ernie die halt wiederum an die Hand genommen.
- 43:14Wir haben ausgeschenkt und er hat wirklich alles erklärt, und zwar bis ins kleinste Detail und verständlich und ohne dabei sich so krass ernst zu nehmen.
- 43:23Und zu sagen, ja ich bin so ein toller Typ und ihr müsst jetzt mal warten, das hat man ja auch immer ganz oft. Ja, ich bin so ein toller Typ, aber nee, der war so, ja, ich bin auch gar kein Doktor, ne, und dann alle haben gelacht, ne.
- 43:36Und das fand ich ja total crazy immer am Ende von diesen Wine Makers Dinner Autogrammstunde.
- 43:43Da ist mir der Hut weggeflogen, ich sag, das ist der Eingestieher, wir brauchen eine Stunde, weil ich muss sagen, ich habe Autogramme und ich sage, das ist nicht dein Ernst.
- 43:51Und er hat ja doch, oder hat er so seinen Flaschen genommen oder weiß ich nicht, die Minikarten und dann wollten alle ein Autogramm und Selfie haben und ich war so, okay, das ist doch nicht von diesen Taneten, ne.
- 44:01Ja, und das war so die Zeit da.
- 44:03Was man trotzdem auch eine Berechtigung hat, also ich weiß nicht, ob ich da auch zu nördig bin, aber ich habe auch Flaschen mit Autogramm von Winzern und bei mir stehen keine Ahnung, Outwater Shuck oder von Volker Raumland oder das finde ich halt cool, wenn man die, ich kann das nachvollziehen, wenn es dann aktiv gelebt wird, aber natürlich für jemanden, der gerade in die Branche kommt und das sieht und sieht, das ist dort in dem Sinne ein Star, aber eben muss da noch erklären, was überhaupt Kabinett in Spätlese ist und das ist schon.
- 44:32Ja, es war natürlich auch so, also das, was mich auf der Sicht der, entweder braucht man so, fasziniert hat, war diese Dankbarkeit, dass das jemand erklärt, dass sich jemand die Zeit nimmt, dass der Extra über den Teich geflogen kommt, um an diesem Abend da zu sein, die Leute, die haben dem an den Lippen geklebt.
- 44:48Und hier hat man das ja ganz oft so eine Weinverkostung, sitzt in Leuten, sondern unaufmerksam oder lah, wann zwischen durch Urgela, Ahnung, was und gehen, im Grunde genommen nicht respektvoll mit der Zeit ist gegenüber.
- 44:58Diese Augehandswarte gar nicht zu spüren oder?
- 45:00Nein, null. Nein, die waren dankbar, dass das jemand war.
- 45:02Ich finde es so schade, wenn du ein Weintesting hast und dann guckst du erstmal in leere Gesichter. Also nicht allgemein, es gibt natürlich auch Weinproben, die großartig sind, aber die meisten sind halt so über, oder man hat's Gefühl, sind so übersättigt, dass man da schwer hat, diese Begeisterung auszulösen.
- 45:18Und auch eine ganz andere Fragenkultur, wenn wir hier so Masterclass machen für Leute aus der Branche, dann traut sich keiner was zu fragen, weil man könnte sich ja blamieren und dann weiß der andere dagegen über, dass sich ja gar nicht so viel über das Thema weiß und das ist immer so eine anstrengende Kultur im Grunde genommen.
- 45:36Und da war so eine Frage nach der anderen. Wir wollen das jetzt wissen, wir müssen die Chance nutzen, wie geil ist das, dass der Tipp ist da ist und uns die Fragen beantworten kann.
- 45:44Und waren auch Fragen dabei, wo du normalerweise in Europa sagen würdest, warum fragst du es jetzt so oder waren das dann schon so high end Fragen, wo du sagst, wow, so tief seid ihr in dem Thema oder kann man es gar nicht so viel gemacht haben?
- 45:56Das weiß ich gar nicht mehr so genau. Ich glaube, dass wir also so vom Gefühl her rückblickend waren, dass so Fragen aus allen Bereichen. Und es kamen sich auch drauf an, ob du mit den Sales Raps da unterwegs gewesen bist.
- 46:06Und die hatten ja auch nochmal andere Fragen, weil die das Produkt ja schlussendlich auch vermarkten müssten. Aber das war halt die Zeit, die mich total geprägt hat und wo ich lange von gezerrt habe und mich darin bestätigt hat, dass ich halt einfach Weinwissen verständlich aufbereiten möchte und Leute für das Thema begeistern möchte.
- 46:28Das ist spannend, wie sich manchmal so eine Entwicklung in den ganz frühen Zeiten der eigenen Entwicklung oder Weinentwicklung dann eben auch wie so ein Samenkorn da fundierten. Letztlich ist das daraus geworden, was du damals kennengelernt hast.
- 46:41Also dass man es gereifbar und so vom Debatten, so mehr oder weniger erklärt und jedem und sich für nicht zu schade ist. Also kann ja vieles in dieser Tour letztlich zu finden sein oder wahrscheinlich auch diesen beiden Situationen bei Lagida und bei Losen.
- 46:56Und das ist ja auch so spannend in der Weinbranche, dass du ja innerhalb des Feldsweins so viele Möglichkeiten hast, beruflich einen Weg einzugehen, also einzuschlagen. Und es kann in der Gastronomie sein, im Handel sein, im Export sein, im Wingard sein, im Keller sein. Also du hast ja so viele Möglichkeiten und das finde ich nach wie vor auch sehr faszinierend an der ganzen Thematik.
- 47:15Und dann bist du zurückgekommen nach Deutschland und warst wem begeistert oder warst du…
- 47:19Ich war ja schnell studieren.
- 47:20Aber ging es dann weiter bei Losen oder hast du das Studium fertig gemacht?
- 47:24Wir hatten die kurze Überlegung, dass ich mal den kanadischen Markt übernehme. Aber das war so aus einer internen Geschichte und das hatte sich dann aber leider nicht ergeben, aus Gründen und war da aber auch nicht böse drum, weil ich so viel von der Zeit gezerrt hatte da und ich wusste, dass ich irgendwie dann anders mein Weg gehen werde.
- 47:45Ja, die kam eigentlich bei dir, ich frag jetzt auch mal, soll der hier auch ein Dialog werden? Kein Monologue, wie bist du eigentlich bei dir zum Thema Käse gekommen?
- 47:56Das finde ich ja, ich hatte ja mich hier in Vorberätung auf diese Folge heute, da habe ich mich natürlich intensiv vorbereitet und viele Folgen gehört und natürlich auch über dich viel gelesen.
- 48:06Ich wusste natürlich, wer du bist.
- 48:07Aber wie kam denn die Faszination Käse bei dir? Weil das ist so ein Thema, wo ich total gerne tiefer einsteigen würde. Aber ich kann wahrscheinlich so wie viele meiner Followerinnen nur sagen, ja schmeckt mir oder schmeckt mir nicht.
- 48:18Jetzt nur kurz, ich komme gleich drauf, magst du schmeckt mir oder schmeckt mir nicht? Oder ist dir das manchmal zu profan und du möchtest am liebsten sagen, junge Mädel beschäftige dich tiefer damit oder?
- 48:31Nein, ich verstehe das, die Aussage, weil es mir in anderen Bereichen des Lebens oder bei anderen Thematiken genauso geht.
- 48:37Mir genauso, bei Musik zum Beispiel, bei Kunst, dass ich da manchmal, und ich brauche manchmal diese Initialzündung, wo ich sage, ob ich mich tiefer mitkomme, also ich verstehe es.
- 48:44Und das würde dann eine Lehrerin sagen, wenn zum Beispiel mein Cousin zu mir hat letztens gesagt, ja so, ja, ich würde gerne mehr über das Thema Wein wissen, ob ich kann nur sagen, schmeckt mir oder schmeckt mir nicht.
- 48:54Und sage ich so, ja, aber Florian ist auch schon mal richtig gut, weil viele können ja bei Wein noch nicht mal sagen, ob ihn das jetzt gefällt oder ob ihn das jetzt nicht gefällt.
- 49:01Und dann stelle ich halt immer die Gegenfrage und sage so, was gefällt ihr denn nicht daran? Und dann denke ich, es ist extrem wichtig, in das diese Vorlieben und Abneigung in eigenen Worten rauszuklatschen, also halt eigene Sätze zu formulieren und keine Angst zu haben, sich zu blamieren, weil man jetzt vielleicht nicht das richtige Vokabular irgendwie oder...
- 49:23Davon ohnehin nicht, ja. Aber eben auch diesen Mut, sich selber zu fühlen, sich selber auch anzufühlen und sich selber eben auch zu trauen zu fühlen.
- 49:47Es gibt nicht sehr viele Weine. Die regelrecht Geschichte atmen. Klingt furchtbar schlau. Aber was das genau heißt, kann man am allerbesten an einem Beispiel und natürlich in unserem Fall an einem Wein perfekt erklären.
- 49:58Ich denke hierbei an einen Wein, der die Natur des Kaiserstuhls und die Hingabe einer Familie in sich trägt. Ich denke hierbei ganz konkret an den 2019er Spätbogunder Reserve vom Weingutfreier von Gleichenstein vom Kaiserstuhl.
- 50:13Wie ihr, wie wir alle wissen, beginnt jeder großartige Wein im Weinberg. Und beim Freier von Gleichenstein Spätbogunder Reserve ist es natürlich nicht anders.
- 50:22Die Trauben für diesen außergewöhnlichen Wein stammen aus dem besten Parzellen des Weingutes Freier von Gleichenstein.
- 50:28Diese Parzellen liegen am Kaiserstuhl, einem erloschenen Vulkan im Baden, der eine der einzigartigsten geologischen Grundlagen in Europa bietet.
- 50:39Ja, es sind nicht wie selten die Böden hier aus Vulkanverbitterungsgestein, das voller Mineralien, Vikalium, Magnesium und Eisen steckt.
- 50:48Diese Mineralien nähern die Reben, verleihen dem Wein eine tiefe Mineralität, die ihr bei jedem Schluck spüren könnt.
- 50:55Aber mehr dessen, speichern diese Vulkanböden die Wärme der Sonne und geben sie nachts sanft an die Reben ab.
- 51:02Und wie wir Ferner wissen, ist eine weitere sehr wichtige Komponente, das Klima.
- 51:08Der Kaiserstuhl ist eine der wärmsten Regionen Deutschlands mit über 1.700 Sonnenstunden im Jahr.
- 51:15Diese perfekte Balance aus warmen Tagen und kühlen Nächten schenkt den Trauben die Möglichkeit, intensive Aromen und eine hervorragende Säurestruktur zu entwickeln.
- 51:25Das sind die Grundlagen, kommen wir zum Wein.
- 51:27Und wenn wir über Perfektion sprechen, dann beginnt sie hier, bei dem Freier von Gleichenstein, bei der Ernte.
- 51:33Die Trauben für den Spätbegründer Reserve werden von Hand gelesen.
- 51:36Natürlich. Warum?
- 51:38Weil jede Traube zählt.
- 51:40Die Handlese ermöglicht es, nur das beste Lesen gut zu ernten, gesund, reif und voller Geschmack.
- 51:45Und als wenn, das noch nicht genug wäre, erfolgt im Wein gut eine zweite Selektion.
- 51:50Stellt euch vor, jede Traube wird geprüft.
- 51:53Nur das Beste, die schönsten, die aromatischsten schaffen es in den Wein.
- 51:57Und natürlich ist das jedes Jahr wichtig, aber in einem Jahr wie 2019, einem Jahr der Extreme.
- 52:03Er fährt diese Akribie, eine ganz besondere Bedeutung.
- 52:06Warum Extreme?
- 52:07Okay, pass auf.
- 52:08Geprägt war 2019 von einer extrem langen Trockenperiode.
- 52:12Das bedeutet weniger Ertrag, aber die Qualität der Trauben war außergewöhnlich.
- 52:16Die Bären waren klein, mit dicker Schale.
- 52:18Eigentlich ein Traum für jeden Winter, warum?
- 52:20Leicht erklärt.
- 52:21Diese dicken Schalen enthalten mehr Finale.
- 52:24Mehr Farbe, mehr Tannine.
- 52:26Ja, es war eine wahnsinnige Trockenheit, die diesen Jahrgang so extrem hart werden lassen.
- 52:31Aber zum Glück gab es diese kühlen Nächte.
- 52:33Denn sie haben die frischen den Trauben bewahrten zugleich die Aromen intensiviert.
- 52:37Und nicht zuletzt, dank einer relativ späten Lese,
- 52:40wurde aus 2019 ein Jahrgang der elegantstiefe und ein unglaubliches Lagerpotenzial in sich vereint.
- 52:47Dieser Jahrgang ist das, was ein Winzer sich wünscht.
- 52:51Ein Geschenk der Natur.
- 52:52Die Trauben sind das eine.
- 52:54Doch nicht minder wichtig ist, was der Winzer daraus werden lässt.
- 52:58Denn nach der Lese beginnt der Teil, den man durchaus als Spiel von Wissenschaft, Kunst, Erfahrung und Natur bezeichnen kann.
- 53:07Die Trauben werden teilweise enttrabt, um den Tannin gehalten, die Struktur des Weines zu steuern.
- 53:12Dann folgt die Kaltenbaziration, die etwa eine Woche dauert.
- 53:16Das ist ein sanfter Prozess, bei dem die Aromenfarbstoffe extrahiert werden.
- 53:20Und das alles, bevor überhaupt die Gärung beginnt.
- 53:23Denn mit dieser wird es spannend.
- 53:25Die spontane Gärung. Erfolgt bei kontrollierten Temperaturen von 28 bis 30 Grad.
- 53:30Das ist Präzision.
- 53:32Und nur so entstehen diese komplexen Aromen, die wir im Glas erleben.
- 53:36Und nach der Gärung?
- 53:37Dann bleibt der Wein in einer mehrwöchlichen Nachbaziration noch auf der Meische.
- 53:41Warum?
- 53:42Weil das die Struktur intensiviert und dem Wein eine unglaubliche Tiefe verleiht.
- 53:46Schließlich wird die Meische schon gepresst, um die feinen Aromen zu bewahren.
- 53:49Alles.
- 53:50Wirklich alles an diesem Prozess.
- 53:52Schreit nach Qualität.
- 53:54Ein großartiger Weinbrauchzeit.
- 53:56Und genau das bekommt er spätbogunder Reserv bei Gleichenstein.
- 54:00Er reift mindestens zwölf Monate in gebrauchten Berichts.
- 54:03Warum gebrauchte Fässer?
- 54:04Weil sie den Wein umarmt, ohne ihn zu dominieren.
- 54:07Die Fruchtigkeit bleibt erhalten, während die Fässer dem Wein samt die Gitanine
- 54:11und harmonische Holzaromen verleihen.
- 54:13Das jedoch nicht ohne Bartonage.
- 54:16Das aufgrühende Feinhilfe während der Reifung gibt dem Wein eine zusätzliche Dimension.
- 54:20Völle Komplexität und eine fastseidige Textur.
- 54:24Und wisst ihr, was ich besonders liebe?
- 54:26Dass dieser 2019er spätbogunder Reserv vom Freier von Gleichenstein unfilteriert abgefüllt wird.
- 54:32Das bedeutet, dass er seine Struktur und seine Authentizität behalten darf.
- 54:36Ein Aromenbild, das sich aus vielerlei Puzzle zusammensetzt.
- 54:40Die Dank der jahrhundertelangen Erfahrung von Gleichenstein ein ganz eigenes Geschmacksbild ergeben.
- 54:47Okay, lass uns über das Weihgut sprechen, dass hinter diesem Meisterwerk steht.
- 54:51Das Weihgut Freier von Gleichenstein hat eine Geschichte, die bis ins Jahr 1634 zurück reicht.
- 54:57400 Jahre Tradition.
- 54:59Christina und Johannes von Gleichenstein führen das Weihgut heute in elfter Generation.
- 55:0450 Hektar Reepfläche.
- 55:06In den besten Lagen des Kaiserstuhlzen, eine Philosophie, die Tradition und Moderne vereint.
- 55:11Und was sich besonders bewundere, ist ihr Engagement für Nachhaltigkeit.
- 55:15Sie setzen auf Begrünung zwischen den Rebzeilen, verzichten auf hebeische Herbizide und schützen die Biodiversität.
- 55:20Dieses Weihgut ist ein Vorbild für uns alle.
- 55:23Und der 2019er Spätbegründer Reserv vom Freier von Gleichenstein ist ein Wein, der begeistert, inspiriert und verbindet.
- 55:30Die einzigartige Landschaft des Kaiserstuhls, das außergewöhnliche Klima und die Inspirationen und faszination der Menschen.
- 55:38Vielen Dank für dieses wie noch viele Weisterwerk.
- 55:40Dem Weihgut Freier von Gleichenstein und auch ein großes Dankeschön, dem Handelzausschlumberger.
- 55:56Ich war in Stuttgart, hatte eine Anstellung in der Speismasterei, hatte damals ein später Zweisterne, war dort in einer Region relativ bekanntes Restaurant bei Martin Öksel.
- 56:07Und wir haben angefangen, uns mit Käse zu beschäftigen.
- 56:10Und am Anfang hatten wir so diesen ganz klassischen Käsewagen mit fünf Käsen drauf, den man halt von A nach B schiebt und dann jeden Käse anbietet.
- 56:17Und ich hatte damals einen richtig großartigen Restaurantleiter, den Florian Gardner, der viele Sachen tiefgründiger gedacht hat.
- 56:27Und der war bei Ducas in Monaco damals. Essen war von ihm so ein Käsewagen so begeistert.
- 56:34Und sagte so, was müssten wir eigentlich auch versuchen zu leben oder eben auch so ein bisschen aufzubauen.
- 56:40Und wer möchte ganz gerne machen und da habe ich mich dann, ich konnte mich nicht schnell genug verstecken, deswegen hatte ich es dann an der Backe.
- 56:46Und habe dann gesagt, okay, den Käsewagen will ich ganz gerne viel intensiver leben.
- 56:50Und wir haben uns einen Affineur gesucht in Strasbourg.
- 56:54Es ist die Frommascherie Tourette.
- 56:56Wir haben mit denen zusammen gearbeitet und haben dort Käse bestellt.
- 56:59Und da habe ich dann angefangen, den Unterschied auch zwischen pasteurisierten Käse und romischkäse einfach zu anzufühlen, die Entwicklung zu betrachten.
- 57:10Ich war damals jung, man hat noch mehr Zeit, man hat noch mehr lange Weile gehabt, man konnte noch mehr mit den Dingen beschäftigen.
- 57:14Man war noch neugieriger und zu sehen, wie ein Käse sich jeden Tag verändert.
- 57:18Wie er jeden Tag anders schmeckt und wie man auch beim, wenn du ein Industriekäse hast, dann liegt er.
- 57:24Und dadurch, dass die Milch ertut gemacht wurde, stürbt er.
- 57:27Also der stürbt jeden Tag ein bisschen mehr und verwächst ihn jeden Tag ein bisschen mehr.
- 57:30Und wenn du jetzt ein Käse normal in Supermarkt kaufst, holst den nächsten Kühlschrank und riechst jeden Tag dran.
- 57:34Für mich ist es über zwei Wochen.
- 57:36Du merkst, wie er jeden Tag ein bisschen mehr vergammelt und jeden Tag ein bisschen unabtäglicher ist.
- 57:39Wenn du eine Romischkäse nimmst, kaufst du irgendwo eine Formagerie, der aus Romisch produziert wurde und du riechst jeden Tag dran,
- 57:45hat er dann jeden Tag ein anderes Aromenbild.
- 57:47Er riecht jeden Tag anders und wirkt jeden Tag lebendiger.
- 57:49Und das kann ich so faszinieren.
- 57:51Also dann so ein Käsewagen zu haben.
- 57:53Anfangs hat man dann eben fünf Käse drauf, dann zehn Käse, dann 15, dann irgendwann 35 Käse.
- 57:58Und das dann eben so richtig auch schön trappieren und wie so ein Bild hinzustellen, also ich habe mich da so richtig reingearbeitet.
- 58:03Und das war nicht total grandios und großartig.
- 58:06Danach bin ich dann nach Amerika gegangen für ein paar Jahre und da ist ja nur pasteurisierte Milch.
- 58:12Und dann habe ich das so richtig vermisst und fand das eigentlich total schade.
- 58:15Diese Zeit mit Käse zu arbeiten, bin dann zurückgekommen, war dann bei Dieter Müller.
- 58:21Er vorne auch witzigerweise angerufen hat.
- 58:23Ich habe nicht gelaut, aber ich habe es dann natürlich bekommen.
- 58:27Ich habe auch Kontakt gehabt.
- 58:29Das war für mich eine sehr tolle Zeit nach der Nordrät-Thommern. Den Metri dort, der das in exzessive gelebt hat.
- 58:35Das war einer der legendärsten Käsewagen, die es in Deutschland vielleicht sogar in Europa gab.
- 58:40Es waren so 150...
- 58:41Es war auch sehr anfällig für Käseweibel.
- 58:43Das ist schon eine schöne Sache.
- 58:45Und es war großartig.
- 58:46Dann habe ich dann meine eigene Weinbar dann irgendwann eröffnet, ein paar Jahre danach.
- 58:51Und ich habe mich gefragt, was soll es zu Essen geben.
- 58:55Und mir war klar, ich möchte keine Küche haben, weil ich wollte eine Weinbar.
- 58:59Und meistens, wenn du eine Weinbar hast, dann ähnlich wie beim Rutz damals.
- 59:03Die haben eine Weinbar aufgemacht.
- 59:05Dann gab es halt einen Tellergerichter, wo es immer mehr.
- 59:07Und dann gingen Leute irgendwann zum Essen hin.
- 59:08Das wollte ich einfach vermeiden.
- 59:09Ich wollte keinen Essen dort haben.
- 59:11Sondern ich wollte nur Getränke dort haben und begleitende Elemente.
- 59:15Und Käse war für mich sowas Dankbares.
- 59:17Beim Käse werden viele satt.
- 59:19Käse ist zeitlos.
- 59:20Du kannst eine Käseplatte auf den Tisch stellen.
- 59:22Und man sitzt rum.
- 59:24Und du kannst 3 Stunden mit 4 Stückchen Käse.
- 59:26Man kann sich darüber austauschen.
- 59:28Man kann sagen, der eine schmeckt mir mehr, der andere weniger.
- 59:30Du brauchst keinen Grundwissen dabei.
- 59:32Und ich finde, ich bin ja so ein Erklärwerb.
- 59:34Also wenn ich da am Tisch stehe und ich kann den Käse erklären,
- 59:37das finde ich, als wenn ich so ein Geschmacksbild erkläre.
- 59:40Ich kann sagen, achte bitte darauf.
- 59:42Der riecht so, der schmeckt so.
- 59:44Und dann so, als wenn du vor dem Bild stehst und du siehst mit einmal die Schatten in dem Bild.
- 59:48Willst dir jemand erklärt?
- 59:50Ja, ich habe es vorher nicht gesehen.
- 59:52Ich habe es noch mal gesehen.
- 59:54Ich habe gesagt, achte auf den Schatten, die Sonne kommt von da oben.
- 59:56Jetzt können wir uns vorstellen, es ist 5 Uhr abends.
- 59:59Weil die Sonne so fällt.
- 1:00:01Darum siehst du jetzt auch das Gesicht der Frau so.
- 1:00:04Weil sie jetzt kurz vor dem Abendessen ist.
- 1:00:06Sieht anders aus als wenn sie morgens aufgestanden wäre.
- 1:00:09Und sowas kannst du alles aus dem Bild herauslösen, wenn du eben darum weißt.
- 1:00:12Du kannst es eben selber auch wahrnehmen, wenn du irgendwie kreativ bist
- 1:00:15oder eben sehr tief sind.
- 1:00:17Aber wenn sie jemand erklärt, ist es manchmal interessant.
- 1:00:19Du kannst den Käse servieren, kann es sagen.
- 1:00:21Und der Ziegenkäse kommt aus dem Lorathal.
- 1:00:23Und wie wir es bei dem Weinenschund wissen, haben wir dort die Grundvoraussetzung vom Klima, vom Boden.
- 1:00:28Das schmeckt mir natürlich auch in den Gräsern.
- 1:00:31Darum schmecken die Ziegenkäse wegen der Ziegenmilch so und so.
- 1:00:35Und wenn man darauf achtet, dann schmeckt man das.
- 1:00:37Oder eben der ist mit Aschomandel.
- 1:00:40Darum entwickelt er sich so und hat eben diese Charakteristik.
- 1:00:43Der ist jetzt 4 Wochen alt.
- 1:00:45Und man hat diese Kombination von frischer Milch und von ganz reifen Elementen.
- 1:00:48Und wenn der Gast das dann schmeckt und er bekommt das erklärt,
- 1:00:53dann hat man eine ganz andere, man ist tiefer in dem Thema drin.
- 1:00:56Man ist ja wie in so einem Orchester, einem Aromenorchester.
- 1:00:59Man lässt sich anders drin fallen.
- 1:01:01Und das fand ich eben so faszinierend.
- 1:01:03Wir hatten dort eine Auswahl von 120 Käse ungefähr.
- 1:01:05Und das dann aber eben auch perfekt gereift.
- 1:01:08Ich weiß nicht, ob du mal eine Zitrone vom Baum gegessen hast, die absolut perfekt gereift ist.
- 1:01:13Irgendwo auf Mallorca oder so.
- 1:01:15Das ist eine gute Frage.
- 1:01:17Ich sage jetzt aber einfach mal nein.
- 1:01:19Ich glaube, alles andere wäre gelogen.
- 1:01:21Und wenn hier richtig, richtig cool oder in Orange, du kannst ja fast ein Schale essen.
- 1:01:24Die Schale so milde, das wäre die perfekte Kass.
- 1:01:26Das ist so genial.
- 1:01:28Und meistens werden die eben grün gelesen.
- 1:01:30Und dann reifen die kürzlich nach.
- 1:01:32Das heißt, die Säure können sich nur schwer abbauen.
- 1:01:34Du hast eine reife Frucht im Inneren, aber auch so eine reife Säure.
- 1:01:36Wie kann man die Schale im Prinzip nicht mitessen oder riecht das eben so unreif?
- 1:01:39Und so ist beim Käse auch, die meisten Käse werden unreif verschickt.
- 1:01:44Und reifen dann irgendwo in irgendeinem Restaurant nach.
- 1:01:47Und dann schieben sie diesen Unreifen oder diesen Halbreifen Käse dann auf dem Wagen durchs Restaurant.
- 1:01:52Es riecht eigentlich nicht wirklich toll.
- 1:01:54Wenn du ein Käse perfekt gereift auf dem Wagen hast, dann duftet das.
- 1:01:58Es riecht zwar intensiv, aber es duftet in einer gewissen Weise.
- 1:02:01Und das wollte ich eben erreichen.
- 1:02:03Also diese perfekte Reifung.
- 1:02:04Deswegen haben wir eben auch nun Käse angeboten, weil wir dadurch einen ganz, ganz starken Umschlag hatten.
- 1:02:08Und den Käse eben auf den Punkt gereift bestellen konnten.
- 1:02:12Und das war so eine Gesamtinstitution mit Käsereife zu arbeiten mit einer tollen Auswahl.
- 1:02:17Und dann kam ich dazu mit Wein.
- 1:02:18Und so wurde ich dann zum Käsen-Nerd.
- 1:02:21Cool.
- 1:02:22Das ist schon ...
- 1:02:23Facht ihr dann auch so Käse-Wine-Pairings angeboten?
- 1:02:26Total.
- 1:02:27Wir hatten so Wine-Tasting, Käse-Wine-Tastings, wo du halt so 5 bis ...
- 1:02:313 bis 5 verschiedene Gänge hast dazu die Weine, man hat 2 bis 3 Weine dazu, oder manche auch noch 1 Wein oder wie auch immer.
- 1:02:37Und das dann eben auch erklärt und zwar für viele, wo sie sagsten, "Walves!"
- 1:02:41Und mehr Brau.
- 1:02:42Also, es sei nicht, du hast eine totale Aversion gegen Käse.
- 1:02:44Aber wenn du es nicht hast, dann hast du irgendwie nur ein gewisses Grundbewusstsein für Käse.
- 1:02:48Weil die ... die Spieh der verschiedenen Intensitäten ist da ja so gravierend, dass du da richtig mit spielen kannst, Leute fesseln kannst.
- 1:02:54Und dann wird es eben zeitlos.
- 1:02:55Und das war eben so diese Faszination dann letztlich auch in der Bar, dass Leute eine Grund- oder unsere Gäste eine ganz andere Grundverweildauer hat.
- 1:03:04Normalerweise zu dieser Zeit, als ich die aufgemacht hatte und dann ein paar Jahre hatte, war die Durchschnittsverweildauer in einem Restaurant ungefähr 45 Minuten bei uns, was 4,5 Stunden.
- 1:03:154,5 Stunden?
- 1:03:16Weil du reinkamst.
- 1:03:17Ja gut, haben sie sich auch sehr viel.
- 1:03:18Du hast dann ... ja, und du hast halt anfangen Wein zu trinken und deine Käse und Käse, eine Käseplatte mit 10 Käse in Ruhe zu ...
- 1:03:26Wow.
- 1:03:27Ja, toll.
- 1:03:28Und dann so "One of these moments", wenn du mit Freunden dort sitzt und das Stier ein bisschen, steht dort es nicht in Tellergericht, was heiß ist und was halt schnell gegessen werden muss, wo keiner was sagt, sondern beim Käse fängst du an zu reden.
- 1:03:38Ja, klar.
- 1:03:39Und dann polarisiert das und so und dann der Wein dazu und das passt oder passt nicht.
- 1:03:42Und da haben dann eigentlich einige Pächen wieder zueinander gefunden.
- 1:03:45Und es war wahrscheinlich auch so eine richtig krasse Marktlücke, oder?
- 1:03:47Weil es gab ... es gab wahrscheinlich keine Weinbar oder ein Restaurant, das sich dem Thema Käse ...
- 1:03:52Ich wüsste auch jetzt noch keine andere, die wirklich zu ernst oder zu einer Auswahl angehen, ne?
- 1:03:56Ja.
- 1:03:57Die Warne Marktlücke ist nach wie vor ne Marktlücke, also kann auch jedem nur raten.
- 1:04:00Ist es immer noch so?
- 1:04:01Ich wüsste, wüsst du in Berlin hier, wo du hingehst und wo du, wenn ihr einen schönen Abend zu zweit mit ein paar Stinkern haben wollt?
- 1:04:06Nein, auf keinen Fall.
- 1:04:07Wo?
- 1:04:08Nein, nein, nein, nein.
- 1:04:09Aber ist es jetzt, es hat ja dein ...
- 1:04:10Der Patrick hat es übernommen genommen, die haben mal hier Mitarbeiter und für das zweite immer noch Käse und Wein.
- 1:04:14Ja, cool.
- 1:04:15Wir wollen irgendwann noch mal Dresden machen.
- 1:04:16Ja.
- 1:04:17Dann werden wir uns das mal ...
- 1:04:18Kann ich sehr empfehlen.
- 1:04:19... werden uns das mal genommen und gucken.
- 1:04:20Nee, aber in Berlin gibt es das gar nicht.
- 1:04:21In Berlin wüsste ich jetzt nicht.
- 1:04:23Was du machen kannst, ist natürlich dich richtig dicker, denn es kann ihr wie Hocken in die Sechse in eine Flasche Champagner bestellen und die irgendwie ein Käseteller bestellen.
- 1:04:30Ja, dann hast du aber wieder ein Käse ...
- 1:04:31Ja, aber da hast du wieder ein Käseteller und du hast so ein Ding, dass die wirklich erklärt, mit dir zelebriert, verschiedene Käse gängern und so weiter.
- 1:04:36Auf keinen Fall ist das einfach.
- 1:04:37Und das war halt damals unser USP in Dänien.
- 1:04:40Ja.
- 1:04:41Also daher ...
- 1:04:42Mega.
- 1:04:43Ja, käse tolle Aufgabe, viel Spaß gemacht, 16 Jahre und ...
- 1:04:4516 Jahre, das musst du auch erst mal machen, ne?
- 1:04:47Ja.
- 1:04:48Respekt.
- 1:04:49Respekt, Respekt.
- 1:04:50Wir hatten unser Restaurant über 20 Jahre.
- 1:04:52Ja, hoch.
- 1:04:53Wahnsinn.
- 1:04:54Und bei dir, was dann?
- 1:04:55Wie viele Kletzer hatte dir?
- 1:04:56Das war relativ klein.
- 1:04:58Es waren so zwischen ... je nachdem, wie es ausgelastet war, zwischen 20 und 30 ...
- 1:05:04Zwischen 15 und 35 je nachdem, wie ...
- 1:05:06Eine gute Größe auch.
- 1:05:07Eigentlich sehr angenehm, weil du es dann noch persönlich pflegen kannst.
- 1:05:09Ja.
- 1:05:10Und auch wie es so ... wir waren erklärt werden, dadurch ist es halt sehr aufwendig.
- 1:05:12Wenn du so eine Käseplatte erklärst, dann dauert es ungefähr 10 bis 15 Minuten.
- 1:05:17Ja, glaub ich so farblich.
- 1:05:18Man kann sich überlegen, wenn du einfragen ...
- 1:05:19So kann man auch fragen, wenn du das erkennst.
- 1:05:20Ja, aber du hast einen Mitarbeiter und der kann in einer Stunde vier Platten erklären.
- 1:05:25Das ist ja auch vom Umsatz.
- 1:05:27Ja.
- 1:05:28Also ist das ja ... und daher ... wir hätten gar nicht mehr mehr leisten können.
- 1:05:32Wir hatten teilweise, hatten wir zwischen drei und fünf Mitarbeiter für diese paar ... also die paar Plätze in dem Sinne.
- 1:05:38Aber ... ja, quasi ...
- 1:05:41Aber dadurch hatten wir eben auch ... wir hatten ja diese skrile Situation,
- 1:05:44dass wir teilweise, als wir noch mal Reservierung gearbeitet hatten,
- 1:05:48Wartezeiten von drei, vier Jahren hatten, um Platz zu bekommen.
- 1:05:51Wirklich?
- 1:05:52Weil wir halt ... ist halt dieses Einmalige damals gewesen.
- 1:05:55Und das fand ich eigentlich sehr, sehr schön ... also ...
- 1:05:58dass Leute es in Kauf nehmen, so lange zu warten, um ...
- 1:06:01Also ich gewusst vornehme auch dann, zu kommen.
- 1:06:03Und dann auch, wir hatten eine Schnoschurrate von 0,1 Prozent oder 0,01 Prozent, also ganz, ganz wenige,
- 1:06:09weil es für die Leute halt auch wichtig war, das zu erleben.
- 1:06:11Aber wir haben dann irgendwann die Reservierung ... aufgelöst, weil es halt mehr zum Theater wurde.
- 1:06:17Also es ging dieses ... was ich eigentlich wollte, ich wollte eine Weinbau aufmachen,
- 1:06:21weil ich keinen irgendwie Kultrestaurant haben wollte.
- 1:06:24Ich mag ja dieses Kultige auch nicht, also ich mag nicht verkultet werden, was dann immer mehr wurde.
- 1:06:28Und deswegen kam dann irgendwann der Entschluss von den Restaurants,
- 1:06:31von den Reservierungen Abstand zu nehmen und zu sagen, jeder, der kommt, kommt.
- 1:06:35Okay, also gar keine Reservierung mehr?
- 1:06:36Gar nicht mehr.
- 1:06:37War natürlich auch total verunsichert, aber es war nach Corona, von dem her fiel es uns dann ...
- 1:06:40Ja gut, aber das ist das ...
- 1:06:42Er hat sich ja generell sehr viel verändert und der komplette gastronomische Markt hat sich ...
- 1:06:47sowohl zum ... vielleicht also bei uns zum Positiven, weil die Leute das irgendwie nicht mehr so ...
- 1:06:53als selbstverständlich angesehen haben, dass man halt einfach essen geht,
- 1:06:56sondern es war auf einmal so was ...
- 1:06:59"Oh, so schön, dass wir essen gehen können, also dieses Privileg."
- 1:07:02"Boah, wir setzen uns dahin, dann haben wir einen guten Service, wir haben eine tolle Weinkarte,
- 1:07:05wir haben gekochtes Essen auf dem Teller, ohne stundenlang in der Küche selber gestanden haben zu müssen."
- 1:07:11Und das war diese neue Begeisterung für Gastronomie, dankbar kalt, das haben wir sehr stark gemerkt.
- 1:07:18Ja, aber trotzdem wieder verloren gehen, also ich hätte damals gedacht, dass wir haben ...
- 1:07:20Ja, ja, ja, das haben wir nicht lange gedacht.
- 1:07:22Wir haben in Deutschland diese Chance verpasst, wo man in der Tat sagt,
- 1:07:26dieser Ort Gastronomie, das in anderen Ländern vielleicht gelebt wird,
- 1:07:29hatten wir in Deutschland nicht wirklich, wo man zusammenkommt und einfach feiert das Leben genießt
- 1:07:34und gerade eben auch in dieser Entwicklung Homeoffice und so weiter,
- 1:07:37die Gastronomie der Social Point sein können, wo sich Leute treffen und nach ihrem Homeoffice abends zusammenfinden.
- 1:07:42Und das hat leider den Sprungrat man nicht geschafft, finde ich.
- 1:07:46Ich glaube auch, dass die Gastronomie irgendwannerweise auch verpasst hat,
- 1:07:49vielleicht nach Corona auch irgendwie andere Spielregeln auch mal gelten zu machen,
- 1:07:52dass es angenehmer wird für die Mitarbeitenden und auch vielleicht mal,
- 1:07:56dass es klare Grenzen, oder wie auch immer man das nennen möchte, auch für die Gäste gibt.
- 1:08:03Und das weiß ich nicht. Also ich finde halt, dass die Gastronomie sich über Jahrzehnte viel gefallen lassen hat auch.
- 1:08:11Und das ... ich dachte halt, oh, jetzt haben sie so einige Betriebe begriffen so mit Corona,
- 1:08:18dass sie halt auch einfach mal andere Seiten halt aufziehen.
- 1:08:22Aber ist so ein bisschen ausgeblieben. - Finde ich auch.
- 1:08:25Ja, hätte ich mir so ein bisschen mehr ... Mensch ...
- 1:08:29so ein bisschen mehr Durchsetzung erhofft.
- 1:08:33Glaubst du dich, die Entscheidung, mal in die Gastronomie zu gehen?
- 1:08:36Ja, immer. Also ich habe ja ewig in der Gastronomie gearbeitet.
- 1:08:41Natürlich nur im älterlichen Betrieb.
- 1:08:43Und natürlich, wenn man das einmal gelernt hat, das Handwerk, weißt du selber,
- 1:08:47das wirst du natürlich auch überall mit Kusshand genommen.
- 1:08:49Im Sinne von, boah, da ist eine, die kann kloppen und kann Teller tragen und eindecken.
- 1:08:53Und was weiß ich? Und ich habe natürlich auch mir mein ganzes Studium damit finanziert.
- 1:08:56Ich hatte drei, ich habe parallel in drei gastronomischen Betrieben gearbeitet.
- 1:09:01Und in dem Hotel habe ich gearbeitet und auch in der klassischen Straußwirtschaft.
- 1:09:06Und wo ich dann aber einfach nur Stationsleitung gemacht habe und geballert habe.
- 1:09:11Und ich glaube, bei dem Einbetrieb, da war ich die komplett drei Jahre.
- 1:09:15Also das war schon echt dann auch traurig, als ich gegangen bin.
- 1:09:18Aber das ist so ein Team und Gastronomie, das ist so ein Vibe, der unbeschreiblich ist
- 1:09:25und den man glaube ich nur ganz schwer klären kann gegenüber Menschen,
- 1:09:29die noch nie in der Gastronomie gearbeitet haben und das mit Leidenschaft tun.
- 1:09:32Und nein, Gastronomie war immer mein Baby.
- 1:09:36Und ich würde auch nicht ausschließen, dass ich irgendwann vielleicht wieder zurückgehe
- 1:09:40in die Gastronomie mit irgendeinem Konzept, das mir für mich stimmig ist.
- 1:09:44Nur, was ich halt nicht mehr möchte, ist so diese Kleidigkeiten.
- 1:09:48Das fängt an bei Blödgesprache, weil man weiß ja selber so,
- 1:09:50das fängt an bei getrennten Rechnungen und hört irgendwo bei irgendwelchen anderen Dingen auf,
- 1:09:58die einfach unglaublich nervig sind und ich würde einfach, glaube ich, ganz andere Spielregeln aufziehen.
- 1:10:04Und was Gastronomie ist unglaublich schön und gleichzeitig hast du natürlich auch so,
- 1:10:09gerade wenn du dann diese selbstständige Seite kennst, meine Eltern,
- 1:10:12das ist ja auch immer so diese Abhängigkeit von Mitarbeitern und Personalprobleme.
- 1:10:17Wir hatten nie die Problematik, die Hütte vollzukriegen.
- 1:10:21Wir hatten immer die Problematik, die Arbeit bewältigt zu bekommen
- 1:10:24und diese Sorge, dieser Druck jeden Morgen aufzustehen.
- 1:10:27Scheiße, wir haben schon wieder keine Spüle oder fuck, der Koch ist wieder krank oder was auch immer.
- 1:10:32Das ist so ein Druck, mit dem ich ganz schlecht umgehen kann.
- 1:10:35Weil ich kann arbeiten, du kannst mich irgendwo reinwerfen und ich baller 20 Stunden durch,
- 1:10:39das kommt egal, aber ich kann nicht mit diesem Druck umgehen, den ich ja nicht beeinflussen kann.
- 1:10:44Ich kann das also so wegarbeiten, das ist das eine.
- 1:10:47Aber das kann ich eigentlich beeinflussen. Das ist dann einfach so.
- 1:10:50Und dann muss ich damit umgehen und ich muss dann irgendwie planen, C, E, F, keine Ahnung, was bis Set schmieden.
- 1:10:55Und du hast halt in der Gastronomie immer diese Abhängigkeit von Mitarbeitern
- 1:10:59und dann bei dieser Personalknappe, die wir halt einfach haben, riesige, riesige Pain.
- 1:11:05Findest du, man sollte das wertschätzen oder sagst du, also du hast jetzt einen gastronomischen Background
- 1:11:11oder ist ein anderes Verständnis dafür? Sollte man das als Verständnis als Gast aufbringen
- 1:11:16oder sagt man auf der anderen Seite, du, das ist eure Profession, was geht mir euer Leid an?
- 1:11:21Weißt du, wie ich das meine? - Ja, ja, voll. Ja, ich versteh das du meinst.
- 1:11:24Also warum soll ich dann, wenn du einen schönen Moment hast und so?
- 1:11:26Du hast es bis jetzt eröffnet, also sieh halt so, dass es halt, dass es halt eben läuft.
- 1:11:29Genau, genau, genau. - Boah, weiß ich nicht.
- 1:11:31Soll man da Mitgefühl haben oder ist das eigentlich dann in dem Sinne egal?
- 1:11:34Für andere Branchen bringen wir ja auch Mitgefühl auf, keine Ahnung.
- 1:11:38Das war ja eben auch so als Nachwege oder als akute Situation der Corona-Zeit,
- 1:11:42wo man sagt, dafür Briefträger haben wir Mitgefühl und für Dänen und so weiter und Fliegekräfte
- 1:11:46und was ja auch alles gerechtfertigt ist. Sollte man für die Gastronomen auch Mitgefühl haben
- 1:11:50oder ist das dann eine freie Entscheidung für Schmerzen? - Ja, Mitgefühl weiß ich nicht,
- 1:11:57aber halt Verständnis dafür, dass das ja nicht den einzelnen Gastronomen geschuldet ist.
- 1:12:03Also nicht nur, natürlich haben wir auch oder ich nicht,
- 1:12:06weil ich eine andere Generation bin, aber die, ich glaube, da kommen so viele Faktoren zusammen.
- 1:12:12Also die Generationsformen, die Leute, die haben natürlich auch die Mitarbeiter nämlich richtig entlohnt.
- 1:12:17Die haben so viele Überstunden geklappt.
- 1:12:19Es war, also du musst es entweder für die Gastronomie leben oder du hast es halt eben sein gelassen,
- 1:12:26aber dazwischen gab es ja kaum was.
- 1:12:29Also wenn ich mir denke, was meine Eltern gearbeitet haben, wirklich für sehr wenig Geld,
- 1:12:35dann da musst du, also ich weiß nicht, da musst du schon so eine krasse Leidenschaft dafür haben
- 1:12:41oder dieser klassische Spruch trifft zu, ja, wer nix wird, wird wird, wobei ich diesen Spruch schrecklich finde.
- 1:12:46Aber also was ich damit sagen will, ist, ich glaube, da kommen so viele Faktoren zusammen,
- 1:12:51warum das halt einfach so ist jetzt, wie es ist
- 1:12:55und auf der einen Seite muss man, glaube ich, schon so ein bisschen die Verantwortung suchen
- 1:13:00bei den ganzen Hotels und bei den ganzen Restaurants, die es vielleicht auch selber nicht anders gelernt haben,
- 1:13:06aber auch die Politik mal irgendwie ins Gebet nehmen, weil das dann natürlich auch,
- 1:13:12oder auch die Gesellschaft ins Gebet nehmen, weil du bist ja nix wert, weil es keiner.
- 1:13:17Oder ist ja wurscht, ob ich dann einen anderen dekorierten Titel habe oder so,
- 1:13:21du bist ja im Grunde genommen nix wert, du bist ja halt jemand, der Teller trägt.
- 1:13:24So, und das ist dann für viele halt gleich Fußabtreter
- 1:13:28und ich glaube schon, dass man da die Gesellschaft, wie gesagt, ins Gebet nehmen sollte
- 1:13:32und dass man einfach mal wieder mehr Wertschätzung dafür ein Handwerk hat
- 1:13:36und dass das eine ehrenwerte Arbeit ist, die ich da mache, weil ich gerne mit Menschen arbeite
- 1:13:42und weil ich eine Begeisterung habe für gute Produkte, sei es Wein oder halt eben Lebensmittel
- 1:13:48und dass man wieder mehr auf Augenhöhe kommuniziert
- 1:13:51und dass ich jetzt halt nicht einfach irgend ein Blödi bin, der jetzt da Teller rumträgt.
- 1:13:55Und das ist schon etwas, was ich ja auch jeden Tag in der Gastronomie gemerkt habe.
- 1:14:00So, natürlich gibt es Menschen, die haben Verständnis für deinen Beruf
- 1:14:04oder schätzen den Wert, aber du hast halt auch immer die Idioten dabei,
- 1:14:08die dir im Grunde genommen das Gefühl geben, naja, du hast ja nicht studiert,
- 1:14:13naja, du hast ja eine Ausbildung gemacht
- 1:14:15und naja, also das ist jetzt auch nicht wirklich was Besonderes.
- 1:14:18Also ich glaube, dass dieser Beruf keine wirkliche Wertschätzung erfährt.
- 1:14:24Meine Mutter hat immer gesagt, sie würde heute nie wieder in die Gastronomie gehen,
- 1:14:27weil für sie ist halt immer so, zuerst kommt Prostitution, dann kommt Lüggspiel
- 1:14:30und dann kommt die Gastronomie. Das ist ihr Stundernspruch und sie hat ja damit Recht
- 1:14:33und du wirst halt auch von den Leuten teilweise so behandelt.
- 1:14:36Und natürlich kam mal da die Schuld, wie gesagt, auch bei den Gastronomen und so was suchen,
- 1:14:39dass die vielleicht auch in den letzten Jahrzehnten nicht wirklich dafür gesorgt haben,
- 1:14:43dass es besser wird, ja.
- 1:14:45Aber natürlich muss man auch die Gesellschaft halt eben berücksichtigen
- 1:14:50und wie gesagt auch die Politik, dass halt eben Ausbildungsberufe des Handwerks
- 1:14:54auch wieder mehr gefördert wird.
- 1:14:56Ich merke ganz ehrlich, da kann man ja auch mal über den Tellerrand der Gastronomie hinaus schauen,
- 1:14:59was verdient ein Winzer, eine Winzerin im ersten Ausbildungsjahr?
- 1:15:03Wie soll denn dieser Mensch von diesem Ausbildungsgeld überhaupt im Stande sein,
- 1:15:08seinen Lebensunterhalt nur ansatzweise zu bestreiten, also sein Leben zu bestreiten?
- 1:15:14Also du kannst davon keine Miete zu bestreiten, du kannst nicht mal, keine Ahnung,
- 1:15:17du kannst doch nicht mal ehrlich gesagt davon irgendwie eine Woche Lebensmittel kaufen.
- 1:15:20Und das sind halt alles so Punkte, das sind mehrere Faktoren, die da wie gesagt zusammenkommen.
- 1:15:27Und da muss halt auch irgendwie was, wie gesagt, in der Politik halt einfach passieren,
- 1:15:33dass das wieder mehr Wertschätzung oder wir sourcen alles out, keine Ahnung.
- 1:15:37Aber es ist halt, ich weiß nicht, wie aktuell das Gehalt ist im ersten Ausbildungsjahr,
- 1:15:43aber das ist wirklich erschreckend.
- 1:15:45Ich glaube 600 Euro, würde ich mich jetzt aus dem, ja?
- 1:15:48Ja.
- 1:15:49Okay, dann bin ich da, im Prinzip falsch, hätte ich gedacht.
- 1:15:52Also ich weiß es jetzt nicht genau, aber ich weiß, dass meine, du, das ist jetzt auch wieder 10 Jahre her,
- 1:15:56aber dass Freunde von mir im ersten Ausbildungsjahr unter 300 verdient haben,
- 1:15:59ich weiß nicht, wie es jetzt ist, also mich nicht jetzt hier alles Wort genau nehmen,
- 1:16:04aber wüsste man mal nachschauen, ja.
- 1:16:07Ich habe es anders erfahren.
- 1:16:09Also ich habe unglaublich viel Dankbarkeit in der Gastronomie erfahren,
- 1:16:12gerade in den letzten 10 Jahren, nicht nur bei mir,
- 1:16:15weil ich dann vielleicht der Somie war, aber ohnehin dann keine Ahnung, der verabreicht das Gute
- 1:16:20und den sieht man nochmal mit anderen Augen, ich war nicht worden.
- 1:16:23Ja, ja.
- 1:16:24Und den sieht man anders mit anderen Augen,
- 1:16:26sondern auch bei uns die Mitarbeiter,
- 1:16:28dass die auf einer ganz anderen Augenhöhe gewertschätzt wurden
- 1:16:31und bei uns Gastronomie mit ganz viel Dankbarkeit entgegengenommen wurde.
- 1:16:35Und wir hätten, also wir wurden wahrscheinlich nicht mehr oder weniger wertgeschätzt als jeder Anwalt,
- 1:16:41und das war ein ganz großes Wohlgefühl,
- 1:16:44da man unseren Laden, den wir hatten oder keine Ahnung,
- 1:16:48in Sterne Restaurants, die Chefdorons kellen da nicht mit Gastronomie, Ausflugsgastronomie,
- 1:16:56irgendwie gleichsetzen, da muss man wahrscheinlich auch dann in dem Sinne unterscheiden,
- 1:17:00aber ich habe in der Gastronomie immer ganz, ganz viel Wertschätzung und Dankbarkeit erfahren.
- 1:17:03Also auch diese Art und diese Seite gibt es, und der menschliche Aspekt ist da extrem dabei.
- 1:17:08Ja, die habe ich auch zum größten Teil.
- 1:17:10Die Ausgangsfrage war ja die, ob man sich von der Gesellschaft ein bisschen mehr Empathie erhoffen würde
- 1:17:17und das mit Sicherheit schon.
- 1:17:19Natürlich haben wir großartige Gäste gehabt, wir haben über 80% Stammkundschaft gehabt
- 1:17:24und wo alles toll war und super war, aber ich glaube halt eben,
- 1:17:29dass es flächendeckend in der Gastronomie einfach nach wie vor eine Problematik ist.
- 1:17:33Werdest du selber, wenn du in ein Restaurant gehst und du wirst bedient von Kellner vom Zombie,
- 1:17:38wertest du selber oder bist du nun?
- 1:17:41Ob ich werte?
- 1:17:42Genau, was macht für dich einen guten Kellner aus?
- 1:17:44Oder einen guten Zombie?
- 1:17:45Also woran würdest du das selber festmachen?
- 1:17:48Oder wenn du selber Zombie aktiv im Restaurant wirst,
- 1:17:51wie würdest du dich selber ganz gerne geben oder sehen oder gesehen werden?
- 1:17:55Für mich ist es wichtig, also natürlich wenn wir in, wenn wir essen gehen,
- 1:18:00wir gehen viel essen, andere kaufen sich ja mit Teure Klamotten,
- 1:18:03wir gehen halt essen und Wein trinken.
- 1:18:06Und wenn wir, wenn wir ausgehen, dann achten wir natürlich schon darauf,
- 1:18:11ob die Handgriffe sitzen, ganz klar ist also die Basics,
- 1:18:15dass die Basics ja einfach stimmen, sag ich jetzt mal,
- 1:18:17aber wenn es jetzt irgendwie nicht stimmt, dass es mir auch im Grunde genommen egal,
- 1:18:19Hauptsache da ist jemand dabei, der irgendwie Bock auf das hat, was er da gerade tut.
- 1:18:24Worauf ach, was wäre mir wichtig, wenn ich als Zombie je erarbeiten würde,
- 1:18:29dass ich mich selber nicht so ernst nehme und dass ich halt aktiv mich auf den Kunden einlasse
- 1:18:35und zuhöre und nicht nur rede, sondern zuhöre und mich nicht selber verwirklichen möchte,
- 1:18:41sondern ich möchte den Gast zufrieden stellen.
- 1:18:43Und das ist mir halt wichtig.
- 1:18:45Und das wäre mir wichtig oder war mir immer wichtig,
- 1:18:48als ich in der Gastronomie gearbeitet habe, ohne irgendwelche Dogmen oder so,
- 1:18:53sondern mein Gegenüber ernst nehmen zu hören und versuchen den Gast glücklich zu machen,
- 1:18:58ihn zu verstehen und seinen Bedürfnissen, seinen kulinarischen Bedürfen.
- 1:19:01Findest du, dass das gemacht wird, praktiziert wird, dass die Zombie ist, die keiner zuhören
- 1:19:07oder ist es eher selten zu finden?
- 1:19:09Boah, kommt darauf an.
- 1:19:11Mal ist es so, mal ist es so.
- 1:19:14Oft ist es schon so, dass dir ein Wein halt aufgeschwatzt wird,
- 1:19:21obwohl du halt gesagt hast, ja, du hättest eigentlich gerne so was in die Richtung, in die Richtung,
- 1:19:25aber dann hat er halt gerade irgendwie, weiß ich nicht, 20 Kattungsdaffen eingekauft
- 1:19:29und findet das halt selber so geil und da muss sie das jetzt beweisen, dass das auch einfach toll ist.
- 1:19:33Hat man das Gefühl, ja?
- 1:19:35Und du wirst dann halt so, ja, aber ich wollte eigentlich was anderes
- 1:19:37und ich bin dann halt auch immer so jemand, der schlecht nein sagen kann.
- 1:19:40Dann hab ich den Wein dann da vorne stehen und William nicht verdreht hat die Augen
- 1:19:43und wir denken, ja toll, jetzt haben wir irgendwie so ein Weinstärk,
- 1:19:45weil wir gar keinen Bock haben, aber er ist glücklich.
- 1:19:47Er ist glücklich, er hat uns den Wein ausgeschenkt
- 1:19:49und er Hauptsache, er hat einen guten Tag.
- 1:19:51So, ja, hab ich verkauert eine Flasche.
- 1:19:53Hat man schon oft, ja, definitiv.
- 1:19:55Aber nicht flächendeckend, ne? Er hat es halt immer mal wieder,
- 1:19:57weiß nicht, wenn du das Video sagst, das hat er wahrscheinlich auch schon mal erlebt.
- 1:20:00Aber, ja.
- 1:20:02Mach dir Weinmenü?
- 1:20:03Oder machst du Weinmenü, wenn du irgendwo in ein Restaurant gehst oder bist dir ja Flaschentränke?
- 1:20:06Ja, machst Wein.
- 1:20:07Ich mach beides.
- 1:20:08Also, wenn es geht und es finanziell natürlich möglich ist,
- 1:20:12dann machen wir grundsätzlich immer beides.
- 1:20:14Also, ich will die Warte früher nie ein Fan von.
- 1:20:17Vom Weinmenü oder von einer...
- 1:20:19Ja, vom Weinmenü.
- 1:20:20Also, er war jetzt nie so jemand, der gesagt hat, ja cool, klar.
- 1:20:24Weinbegleitung machen wir.
- 1:20:26Aber für mich ist es irgendwie schön zu sehen,
- 1:20:30ob da jemand arbeitet, der sein Handwerk verstanden hat,
- 1:20:32der die Komposition der Gerichte verstanden hat,
- 1:20:34ob der eine Ahnung hat von der Kombination von Wein und Speisen,
- 1:20:37ob das sich kontrastriert, ob das sich ergänzt, ob das Sinn macht.
- 1:20:45Also, diese kombination, diese aktive Kombination von Wein und Speisen
- 1:20:48finde ich unglaublich faszinierend.
- 1:20:50Das ist etwas, was mir selber auch sehr viel Spaß macht.
- 1:20:52Und wenn du natürlich in ein gutes Restaurant fährst
- 1:20:55und die sind bekannt für eine gute Weinkarte
- 1:20:59und für die Arbeit, die sie dort leisten,
- 1:21:02dann wähle ich im Grunde genommen immer die Weinbegleitung.
- 1:21:05Nicht nur, weil ich sehen möchte, ob das passt.
- 1:21:09Ich nehme ja keine Prüfung ab, das meine ich nicht.
- 1:21:12Aber du lernst ja auch immer wieder dazu.
- 1:21:14Und du lernst ja immer wieder neue Jahrgänge kennen,
- 1:21:17neue Produzenten kennen, neue Rebsorten kennen.
- 1:21:20Und selbst wenn ein Wein mal nicht zu dem jeweiligen Gang passt,
- 1:21:24dann geht ja bei mir direkt das Töchen auf.
- 1:21:26Ja, warum passt denn der Wein nicht dazu?
- 1:21:28Und das heißt, egal ob das jetzt spektakulär war,
- 1:21:32die Weinbegleitung oder semi- spektakulär,
- 1:21:34ich lern ja immer dazu.
- 1:21:36Und das ist halt eigentlich ja das Schöne daran.
- 1:21:38Deswegen wählen wir immer eine Weinbegleitung.
- 1:21:41Wie die macht das mittlerweile auch total viel Spaß.
- 1:21:43Und wir fragen dann immer höflich, ob es möglich wäre,
- 1:21:46dass wir, also, Uno per Due, es wäre halt einfach zu sagen,
- 1:21:48okay, eine Weinbegleitung, wir brauchen nur so ein Schlüggchen,
- 1:21:50wir wollen halt nur das Kennenlernen, was neu ist.
- 1:21:53Und dann bestellen wir uns halt immer so ein Zwischenflächchen dazu.
- 1:21:56Und trinken die halt auch in der Zeit.
- 1:21:59Genau, also das, wo wir sagen, Mensch, das kriegen wir sonst nicht.
- 1:22:02Oder guck mal, hier ist was Neues aus der Region,
- 1:22:04das wollen wir unbedingt mal ausprobieren.
- 1:22:06Ja, also ich könnte jetzt nicht nur Weinbegleitung machen.
- 1:22:08Also komplett abgeben, kann ich das dann doch nicht.
- 1:22:10Aber diese Mischung macht es dann für mich.
- 1:22:13Glaubst du immer ein Erlebnis, wo du gesagt hast,
- 1:22:16oh, da war der Sommi, der Kellner, die Weinbegleitung war alles mindblowing.
- 1:22:21Ja, es gibt ein Restaurant in Südafrika,
- 1:22:24aber nicht in Little Europe, also in einer Capri-June, wo alle rumlungern,
- 1:22:27sondern in Fasulo Natal, das ist Höhe Dürben.
- 1:22:30Und das heißt The Living Room, das wird betrieben von Johanna und Johannes.
- 1:22:35Johannes ist in Südafrika geboren, hat aber eine deutschsprachige Mama.
- 1:22:39Und Johanna kommt aus Österreich.
- 1:22:42Und die haben sich witzigerweise im Rutz hier in Berlin kennengelernt.
- 1:22:46Also als Gäste oder als dort gearbeitet haben?
- 1:22:49Ja, total witzig. Ja, und dann haben sie sich da kennengelernt.
- 1:22:52Und dann sind sie halt irgendwann wieder zurückgegangen nach Südafrika
- 1:22:56und haben den älterlichen Betrieb übernommen.
- 1:22:59Wobei man sagen muss, dass da früher nur Kottschutz waren,
- 1:23:02also halt einfach nur kleine Unterkünfte und keine Küche.
- 1:23:05Und in dem ehemaligen Living Room, also in dem ehemaligen Esszimmer der Familie,
- 1:23:10hat dann Johannes das Restaurant eröffnet.
- 1:23:13Und dann im sechsten Jahr, sie wurden immer besser,
- 1:23:17und im sechsten Jahr wurden sie dann auch ausgezeichnet.
- 1:23:19Die haben ja da immer ein ganz anderes System, und das ist ja super schwierig da.
- 1:23:22Und wurden sie ausgezeichnet zum besten Restaurant in Südafrika.
- 1:23:26Wow! Genau.
- 1:23:27Und Johannes, also erstmal muss man sagen,
- 1:23:32das Menü ist dahin gehen besonders, dass Johannes halt null mit Luxusprodukten arbeitet.
- 1:23:38Also da hast du jetzt nicht erster Gang, Gänselstopfe über als weiterer Gang,
- 1:23:41langgusten, Schwänzchen und immer so weiter, Gabi und Gibi.
- 1:23:44Sondern er arbeitet nur mit regionalen Produkten, und zwar die, die einfacher nicht sein könnten.
- 1:23:51Das kann eine Hürse sein, das kann irgendwie ein grünes Blatt Spinat sein,
- 1:23:55was gerade bei denen im Garten wächst.
- 1:23:57Also er arbeitet nur mit regionalen Produkten und schafft es,
- 1:24:00aus dieser Einfachheit der Produkte etwas ganz Großes zu machen,
- 1:24:05und das ist wirklich inspiriert durch natürlich die südafrikanische Kultur,
- 1:24:09die natürlich extrem facettenreich ist, mit seinem Know-how,
- 1:24:15mit dem was er weltweit so gesehen hat.
- 1:24:17Und das ist etwas, was mich schon allein an den ganzen Menü von ihm total fasziniert.
- 1:24:23So viele Komponenten, so viele Strukturen, also wirklich toll.
- 1:24:26Johanna arbeitet im Service und macht die Weinbegleitung.
- 1:24:31Und sie ist immer so auf der Suche nach kleineren Weingütern,
- 1:24:35die gerade erst so umkommen sind, mit denen sie auch persönlich eine enge Beziehung pflegt.
- 1:24:40Das heißt, sie kann halt zu jedem Wein sehr ausführlich berichten.
- 1:24:44Sie ist auch eher so wie ich, so ein bisschen technischer.
- 1:24:47Also sie, welche Rebsortenkonstellationen, wo gewachsen,
- 1:24:51was zeigt das Weingel zu grundsätzlich aus,
- 1:24:55und experimentiert dann da immer und guckt halt eben,
- 1:24:58was halt eben zu der Küche ihres Mannes passt.
- 1:25:00Und wir waren letztes Jahr am Dezember dann das erste Mal bei denen.
- 1:25:06Und ich hatte noch nie so eine gute Weinbegleitung.
- 1:25:09Echt?
- 1:25:10Ja, das war wirklich...
- 1:25:11Einen Südafikranesch oder weltweit?
- 1:25:13Nee, das muss man natürlich dazu sagen.
- 1:25:16Meine Eltern wollten sich damals auch in Südafika selbstständig machen.
- 1:25:19Heute muss man sagen, Gott sei Dank haben wir es nicht gemacht,
- 1:25:22weil natürlich Euros verdienen und Rand ausgeben ist immer sehr einfach.
- 1:25:28Also sagen wir auch immer mit "With your money it's easy"
- 1:25:31Rand verdienen und irgendwie groß zu Sprünge zu machen ist immer schwierig.
- 1:25:35Und dementsprechend sind sie natürlich gezwungen im Grunde genommen
- 1:25:38mit der Weinkulturlandschaft zu arbeiten, die sie halt eben in Südafrika haben,
- 1:25:42weil der Import von Weinen aus Deutschland und so überhaupt gar nicht preislich darstellbar ist.
- 1:25:49Aber Südafrika hat die gleiche Rebfläche wie wir in Deutschland.
- 1:25:55Sie haben unglaublich tollen Rebsortenspiegel,
- 1:25:58aktuell auch viel Rückbesinnung auf ältere Rebsorten,
- 1:26:01die vielleicht früher nur für des Silationszwecke zum Einsatz gekommen sind,
- 1:26:05wo jetzt aber spektakuläre Weine raus entstehen und und und und.
- 1:26:08Und da tut sich extrem viel da unten.
- 1:26:10Das ist sehr spannend, sich damit zu beschäftigen.
- 1:26:13Und natürlich sind die so ein bisschen zurück,
- 1:26:15einfach bedingt durch die politischen Situationen.
- 1:26:18Aber das, was gerade passiert, ist sehr spannend zu beobachten.
- 1:26:22Und da tut sich, wie gesagt, viel und es gibt so viele kleine Weingüter,
- 1:26:27die wir hier gar nicht kennen.
- 1:26:28Und dementsprechend kann man sich ja dann auch,
- 1:26:30wenn man in so ein Land fährt, sich die Zeit nimmt, die Kulturen dort kennen zu lernen,
- 1:26:35die Küche, dann sich halt auch die Zeit nehmen sollte,
- 1:26:39sich mit den Weinen zu beschäftigen.
- 1:26:40Und jetzt nicht sagt, okay, ich sitze jetzt da
- 1:26:42und kann jetzt irgendwie jetzt mal richtig,
- 1:26:44wenn ich kosche Rühe, kosche irgendwie billig saufend.
- 1:26:48Also das ist ja nicht der Sinn,
- 1:26:50weil du hast natürlich auch sehr viel so diesem Weintourismus.
- 1:26:53Ja, ich fahr jetzt in das Restaurant, weil ich weiß,
- 1:26:55ich krieg halt da wirklich preiswert kalkulierte Bomber.
- 1:26:59Das heißt, in Südafrika musst du dich halt auf Neues einlassen.
- 1:27:02Aber sind es die 90 Prozent Western Cape, die wirklich reizvoll sind?
- 1:27:06Oder sind es die 10 Prozent, die drum herum sind,
- 1:27:08die wir vielleicht gar nicht auf den Schirm haben?
- 1:27:10Du hast ja schon eine extreme Affinität zu Südafrika.
- 1:27:13Ja, also es ist schon Western Cape eher.
- 1:27:15Also du hast natürlich immer mal vereinzelt Weingüter,
- 1:27:17die in anderen Regionen außerhalb von Western Cape hervorstechen.
- 1:27:21Aber der zentrale Weinbau, der konzentriert sich ja komplett auf Western Cape.
- 1:27:24Und da gibt es selbst in so Disneyland-Regionen, wie Stelbaum schon,
- 1:27:30wie Van Tric mittlerweile echt kleine Weingüter, die sich da auftun.
- 1:27:34Paul Enges zum Beispiel hat sich komplett fokussiert auf Pinotage, auf Schelm.
- 1:27:42Deine Lieblingsricht, wie du heute mit dem Augenswinker noch hattest.
- 1:27:44Pinotage? Ja, ich wirklich. Ich habe es einfach nur einmal probiert und muss sagen,
- 1:27:50das ist das vernünftigste, was ich jemals...
- 1:27:52Pinotage im Glas hatte, aber Pinotage ist eigentlich so mal weiblich, ich weiß auch nicht.
- 1:27:56Weil? Weil die...
- 1:27:58Weil wie ist das irgendwie zu...
- 1:28:00Der kann ja so oder so sein, der kann ja mal eine Ladig-Fed überladen sein.
- 1:28:04Genau.
- 1:28:05Weil es ja viele, viele gerade so um die 2000 Mochten mögen gelebt haben.
- 1:28:09Aber er kann ja auch eine gewisse Phillygranität haben,
- 1:28:11wo der Pinot dann durchkommt und sich genau leicht fühlt, sich gern kühl serviert.
- 1:28:15In einer schönen Struktur, da ganz fein, eleganten Femminintextur.
- 1:28:19Und da finde ich auch eine andere Daseinsberechtigung.
- 1:28:21Zutat.
- 1:28:22Das ist ja auch so neuzeitlich so ein bisschen.
- 1:28:24Also was kann man flitzen, hat man nicht so ganz so...
- 1:28:27Die Pinotage von Paul Enges, die sind genauso, die sind so Molyphilekran,
- 1:28:32ganz andere Seurostruktur, ganz andere Frucht, ganz anderes Tannin,
- 1:28:37also sehr, sehr Pino-Style, würde ich sagen.
- 1:28:40Und auch nicht so farbintensiv und kräftig.
- 1:28:44Und wie du halt gerade gesagt hast, so Barock, so im Grunde genommen.
- 1:28:47Und da gibt es gute Exemplare in jedem Fall.
- 1:28:50Aber das, was man natürlich in der Masse dort bekommt
- 1:28:53und auch in vielen, vielen guten Restaurants sind natürlich halt einfach,
- 1:28:56ich sage mal, die shiny, shiny Chateaus.
- 1:28:59Was viele damit auch so verbinden oder in Sinn haben, wo sie denken über sie.
- 1:29:03Aber du sagst, Johanna ist technisch, wie du. Siehst du dich selber technisch?
- 1:29:08Ich glaube, ich bin selber ein bisschen mehr technisch.
- 1:29:11Hätte ich gar nicht gedacht, würde ich auch das...
- 1:29:14Ich finde zum Beispiel, dass ich auch total schlecht Weine beschreiben kann.
- 1:29:17Ich bin nicht so wortgewarnt, was für diese Aromen, sage ich jetzt mal, gedöhnt,
- 1:29:23ohne das Abwerten zu meinen, ich sage mal gedöhnt, so rein.
- 1:29:25Jetzt kann ich gar nicht so gut.
- 1:29:27Ist das aber manchmal nicht auch gut, weil du dadurch nicht so hochgestochen beschreibst,
- 1:29:32wie manch andere und dadurch bist du ihm greifbar für jemand, der einfach gerne Wein trinkt.
- 1:29:36Vielleicht ist ja auch der Schüssel dein sehr folgest, dass du...
- 1:29:38Kann sein.
- 1:29:39Du versuchst dann, Feuertanzt rumzumachen, der Ballen, sondern einfach...
- 1:29:42Kann sein.
- 1:29:43Bei mir ist es aber auch so, ich weiß nicht, wie es bei dir ist so.
- 1:29:45Wir machen uns ja dann sowieso unser eigenes Bild, wenn wir den Wein dann im Glas haben.
- 1:29:49Deswegen finde ich das mal ganz toll, wenn Menschen so unglaublich ausgeladen Weine beschreiben können.
- 1:29:56Ich finde das wirklich faszinierend, ich hänge da noch immer an den Lippen.
- 1:29:58Dann mache ich mir natürlich eh selber ein Bild über den Wein.
- 1:30:01Aber mich interessiert tatsächlich bei Weinverkostungen oder auch im Restaurant eigentlich immer mehr
- 1:30:07Ausbau, Rebsortenkonstellation.
- 1:30:09Das ist so, was ich immer so spannend finde, aus dem Background zu den Rebsorten.
- 1:30:16Aber ich finde es immer toll, wenn Menschen so toll, so faszinierend.
- 1:30:23Was ist da dein Vorliebe beim Ausbauen bei den Rebsorten?
- 1:30:25Was sind deine Präferenzen?
- 1:30:26Bei den Rebsorten, ich liebe alle meine Kinder.
- 1:30:30Viele haben Lieblingskind.
- 1:30:33Ist das Stimmungstil über Tagesform?
- 1:30:40Ja, auf jeden Fall.
- 1:30:41Also es ist Stimmungstil um Tagesform.
- 1:30:43Ich würde zum Beispiel überhaupt gar nicht sagen, dass Riesling meine Lieblingsrebsorte ist.
- 1:30:48Es kommt echt immer, ich finde, es kommt so drauf an.
- 1:30:52So wer hat es gemacht, ich glaube, ich mag eher Stile lieber als...
- 1:30:58Und welches Stil präferierst du?
- 1:31:00Können wir eventuell den nächsten Wein probieren?
- 1:31:03Ich bin klar.
- 1:31:04Den Riesling auf der Zunge habe.
- 1:31:05Ja, natürlich.
- 1:31:06Kennst du das?
- 1:31:07Wenn man so nachgeschreckt, man möchte es nicht so glas haben, man möchte trinken, man denkt aber, hey, wir sind hier bei der Arbeit.
- 1:31:11Du hast Jenny mitgebracht, ich war geil.
- 1:31:14Darf ich mir vielleicht witzig?
- 1:31:15Ja, sehr cool am Ende auch.
- 1:31:18Und ich habe einen etwas kraftvolleren Cabernet mit dabei, den fahre ich auch ganz witzig.
- 1:31:23Ich würde wahrscheinlich den.
- 1:31:26Und dann könnte ich mir wahrscheinlich den dann zum Nachrichten oder so vorstellen.
- 1:31:30Ja, voll.
- 1:31:31Wie kannst du auch aufmachen, das ist ja deine Flasche.
- 1:31:34Vielen Dank.
- 1:31:36Möchtest du, ich habe ein Bordoglas angestellt und ein lieber Sager ist dir Wurst oder?
- 1:31:40Ja, da.
- 1:31:41Nimm das.
- 1:31:42Welche Stile magst du?
- 1:31:46Ich glaube, ich bin so ein...
- 1:31:50Guck mal, da fällt es mir schon schwierig, diesen Stil überhaupt zu beschreiben.
- 1:31:56Es ist sehr...
- 1:31:57Also, aktivist trinken oder beeindruck sein.
- 1:31:59Magst du eher die romantische Liebeskomödie, magst du ein Action-Trader, magst du das Theaterstück, wo du...
- 1:32:09Magst du das, wo sie nackt auf der Bühne tanzen oder?
- 1:32:12Also, ich mag sehr gerne frische Stile, frische Stile, gradlinige Stile.
- 1:32:18Die, die... die elegant sind, die gleichzeitig aber so ein bombastischem Trinkfluss haben.
- 1:32:25Also, ich bin jetzt nicht so...
- 1:32:27Man sagt ja auch immer, wenn du von...
- 1:32:30Wenn man von Weinkritikerin spricht, das ist ja auch so, dass jeder Weinkritiker irgendwie so seine eigene...
- 1:32:35Sein Dienst-Dilbe-Vorzug oder halt eben Dienst-Dilbe-Vorzug.
- 1:32:38Und wir wissen ja auch, dass wir Deutschen ganz anders trinken als zum Beispiel Italiener.
- 1:32:43Und Italiener gerne etwas voluminöser, so Weine in der Masse bevorzugt, etwas voluminöser sind,
- 1:32:50vielleicht auch ein bisschen höher im Alkohol, vielleicht auch einfach dichter von der Textur, schwerer.
- 1:32:55Und ich bin genau das Gegenteil.
- 1:32:58Also, sehr straight im Grunde genommen.
- 1:33:04Bei dir?
- 1:33:05Ich habe in dem Sinne keine Vorlieben, weil ich versuche...
- 1:33:12Also, wenn du...
- 1:33:14Ich habe mir angewöhnt, Vorlieben zu haben.
- 1:33:17Echt?
- 1:33:18Es gibt Sachen, die ich interessant finde, aber durch meine Tätigkeit im Dienst des Gasses,
- 1:33:25klingt völlig hochgestochen, aber das kann ich so gemeint.
- 1:33:28Wollte ich keinen eigenen Geschmack haben, den Weinstund bewerten, im Wertigkeit bewerten.
- 1:33:34Aber wenn du anfängst, eine Vorliebe zu haben und jemand fragt, was können Sie mir empfehlen,
- 1:33:41dann hört man auf zuzuhören.
- 1:33:43Aber das kann man ja auch trennen.
- 1:33:45Also, ich finde, ich verstehe genau, was du meinst.
- 1:33:48Für mich ist es aber so, dass ich eine persönliche Vorliebe haben darf und sollte
- 1:33:56und ich das ganz stark trennen kann zwischen subjektiver Qualitätseinschätzung und objektiver.
- 1:34:02Es geht ja nicht um Qualität.
- 1:34:03Also, das auch, das ist ja auch ein Teil meiner Tätigkeit,
- 1:34:05oder auch der Teil der Tätigkeit eines jeden Zommis- oder Weinbeauftragenden,
- 1:34:09einkäufe, das soll wie auch immer, dass er schon eine gewisse Wertigkeit katalogisieren soll.
- 1:34:14Aber liebhaft, bevor lieben, können Sie ja sehr, sehr schnell darin auswirken,
- 1:34:17dass man einen Wein in der Qualität höher oder schlechter einschätzt.
- 1:34:23Das zum einen einmal, wenn man sich in dem Augenblick auch das macht,
- 1:34:26also man hört dann auf zu sehen, wenn man eine Einseitigkeit in seiner Betrachtung der Weinwelt hat
- 1:34:33und vieles ausblendet.
- 1:34:35Also, wenn ich jetzt mich richtig da rein vertiefen würde, dann wäre ich kein Primitivotrinker.
- 1:34:42Aber es gibt halt genügend Primitivotrinker, die so was mögen
- 1:34:46und da versuche ich dann im Rahmen deren Gespachsbilder, den für die interessantesten zu finden
- 1:34:52und die irgendwie rauszulösen.
- 1:34:54Aber das Zeichnet, das ist ja auch im Grunde genommen unser Beruf
- 1:34:57und dementsprechend vollkommen richtig
- 1:35:02und Gott sei Dank mache ich da keine Schublade zu oder auf,
- 1:35:07nur weil ich eben sage, bevor zu persönlich den und den Stil,
- 1:35:11sondern das kann ich hervorragend trennen
- 1:35:13und wenn halt genau mein Gast sagen würde, okay, ich bevorzuge die Art von Wein,
- 1:35:17dann versuche ich in dem Kosmos halt eben etwas zu finden, zu beraten
- 1:35:21und halt eben das gar nicht zu werten oder zu sagen, das ist jetzt irgendwie schlecht
- 1:35:25oder irgendwie das andere ist besser.
- 1:35:27Also das ist bei mir noch nie vorgekommen.
- 1:35:29Ich meine, die machen Podcast mit Edeka.
- 1:35:33Wie verhält sich das? Also wie ist das für dich vom Gefühl?
- 1:35:38Also ich fand eine Sache, ich weiß gar nicht, wer das gesagt hat von unseren Gästen.
- 1:35:42Es ist gut, dass es Weine aus dem LEH gibt, weil das holt die Leute aus dem Discounter raus.
- 1:35:48Also die nächste Stufe ist getan und es holt die Kits von den Alkoholpops weg.
- 1:35:55Also selbst wenn es einfachste Weine, was im LEH oftmals eine Situation ist.
- 1:36:00Für dich ist natürlich, glaube ich, manchmal gar nicht so einfach,
- 1:36:03Wein glaubwürdig für Leute, die sich intensiv mit Wein beschäftigen,
- 1:36:08rüberzubringen und dann in dieser Schiene zu agieren, die ja oftmals industriell oder kommerziell ist,
- 1:36:13aber den Sprung dahin zu bekommen oder verzettle ich mich jetzt gerade und verrenne mich gerade meinen...
- 1:36:18Wie meinst du, das ist für mich nicht, das mit der Glaubwürdigkeit, das habe ich nicht verstanden.
- 1:36:23Du hast ja gerade gesagt, du hast dir selber einen Augenswinkern gesagt, ich mache ein Podcast für Erika.
- 1:36:28Ja klar.
- 1:36:29Und das ja so dieses Augenswinkern...
- 1:36:30So super.
- 1:36:31Ja, ich finde das schon super, wenn man versucht,
- 1:36:33natürlich Weinkultur in einer gewissen Weisung, in einem gewissen Rahmen zu leben
- 1:36:36und in dieses knobistische Ecke so ein bisschen aufzuräumen.
- 1:36:40Und man sollte ja nicht kategorisieren, kategorisieren, sonstiges,
- 1:36:46oder sagen es eines gut und das andere schlecht, wie man es bei der Gastronomie ja oftmals auch nicht sagen sollte,
- 1:36:50aber du versuchst für jeden dann, in dem Sinne ein Herz zu haben.
- 1:36:55Nee, also ich mache den Podcast ja mit Erika.
- 1:36:59Oder warum, anders als anfangs, warum machst du mit Erika, genau.
- 1:37:02Genau.
- 1:37:03Im Grunde genommen machen wir den Podcast gemeinsam, der wird präsentiert von Erika
- 1:37:09und wir bereiten Weinwissen verständlich auf für alle
- 1:37:13und wir haben eine breit gefächerte Hörerschaft,
- 1:37:17nicht nur Erika kürden.
- 1:37:20Also das ist einfach ein Podcast, der Weinwissen behandelt, mehr nicht mehr.
- 1:37:25Wie bist du dazu gekommen?
- 1:37:26Bei Erika war ich nicht zugekommen und gesagt,
- 1:37:28"Nur sollen wir Podcast zusammen machen."
- 1:37:29Und dann habe ich gesagt, ja sicher.
- 1:37:31Und was waren, gab es da Vorgaben?
- 1:37:34Gibt es da irgendwelche Ansätze oder, dass die gesagt haben,
- 1:37:39"Okay, wir brauchen ein Plattform für unsere Produkte
- 1:37:42oder wir wollen jemand, der unsere Weinabteilung erklärt?"
- 1:37:45Und jetzt im Wissensbereich erklärt, oder der Wein einfach zugänglich macht
- 1:37:48oder wollen Sie damit beschäftigen?
- 1:37:50Was waren die "Douce & Don'ts"?
- 1:37:53Wir haben im Grunde genommen keine "Douce & Don'ts",
- 1:37:56sondern es war einfach eine Idee, Weinwissen verständlich zu erklären.
- 1:38:02Und da kam Erika eben auf mich zu.
- 1:38:05Hast du dich hingesetzt und hast ein Storybook geschrieben?
- 1:38:08Wie meinst du?
- 1:38:09Dass du gesagt hast, okay, diese Woche erklären wir Berike,
- 1:38:11nächste Woche erklären wir ...
- 1:38:13Das sind Themen, die wir dann zusammen ...
- 1:38:15Du überlegst ja auch, worüber möchtest du sprechen
- 1:38:17und das machen wir genauso.
- 1:38:18Wir haben unsere Redaktionskonferenzen
- 1:38:20und dann überlegen wir, welche Themen
- 1:38:23potenziell für unsere Hörerschaft interessant sein könnte.
- 1:38:26Und wir haben sehr, sehr viele Hörer und Hörer in aus der Ausbildung.
- 1:38:31Es sind viele angehende Sommeliers
- 1:38:33und viele Leute, die gerade mit einem WSTT angefangen haben
- 1:38:37und das ist ein tolles Format.
- 1:38:40Wir haben gesagt, wir wollen maximal 20, 25 Minuten haben.
- 1:38:45Es soll halt Schneckebild sein,
- 1:38:47also, dass du das auch einfach mal auf der Autofahrt hören kannst
- 1:38:50und halt immer speziell zu bestimmten Themen,
- 1:38:52wie es Podcasts in dem Bereich im Deutschsprach-Ringmarkt noch nicht gibt.
- 1:38:56Es gibt keinen Weinpodcast, der jetzt,
- 1:38:58zumindest in dem aktuellen Zeitpunkt,
- 1:39:00gibt es halt nur diesen einen, der bestimmt sagt,
- 1:39:02okay, heute erklären wir, was es eigentlich petnert.
- 1:39:04Also, ein bisschen wir senden mit der Maus.
- 1:39:06Wir suchen uns immer einen Wustabraus,
- 1:39:08wir suchen uns ein Thema raus
- 1:39:10und das wird halt eben recherchiert, entsprechend aufbereitet.
- 1:39:13Wir haben Gäste dann auch mal teilweise dabei aus Forschung
- 1:39:16oder von Weingütern.
- 1:39:19Und ja, das ist die Idee dahinter.
- 1:39:22Find ich weit auch schwerer, als ein total Wissenspodcast zu machen.
- 1:39:25Also, das zum einen runterzubrechen auf ein gewisses Zeitfenster.
- 1:39:27Ja, das ist total schwierig.
- 1:39:29Viele sagen auch so, es wäre so toll, wenn die Folgen ein bisschen länger wären
- 1:39:31und wir haben gesagt, wir bleiben halt bei diesen 25, 30 Minuten.
- 1:39:35Und was halt ganz cool ist, dass wir dann auch
- 1:39:37im Grunde genommen die Podcast-Plattform,
- 1:39:39wie zum Beispiel Spotify ja auch so ein bisschen wie Google fungieren.
- 1:39:41Das heißt, wir haben viele Leute, die dann sagen,
- 1:39:45ja, ich wollte über ein Porto und wollte nochmal irgendwas über Porto,
- 1:39:49also über Portwissen, wie wir in Porto,
- 1:39:53wir wollten was über Portwissen.
- 1:39:55Und wir haben einfach bei Spotify eingegeben, Port Wein
- 1:39:58und dann kam halt direkt die Podcast-Folge.
- 1:40:00Und dann konntest du dir halt auf der Autofahrt zum Weingut,
- 1:40:03um zu sagen, dass wir 25 Minuten anhören, was eigentlich so die Basics sind.
- 1:40:07Also das ist total schwer, also das auf ein kurzes Zeitfenster.
- 1:40:13Ja, du wirst immer auch irgendwas haben, was du dann außen vorlassen musst.
- 1:40:16Und zum anderen dann aber eben auch nicht zu hochgestochen zu reden,
- 1:40:19sondern einfach schon Wissen, Kompetenzen zu vermitteln,
- 1:40:21aber easy zu bleiben dabei.
- 1:40:23Und wie kannst du das jetzt beibereiten?
- 1:40:27Weil das ist ja eben doch das Problem, was viele Zombies im Restaurant nicht können,
- 1:40:31dass sie nicht volksner bleiben können.
- 1:40:34Ja.
- 1:40:35Klingt volksner doof?
- 1:40:36Nein, überhaupt nicht.
- 1:40:37Also du meinst, wie ich beibehalte,
- 1:40:41dass ich das so kurz und knapp mache?
- 1:40:43Nein, dass du unkompliziert, lebensfroh einfach bleibst
- 1:40:47und nicht anfängst beim Thema Barik,
- 1:40:50über Toastungsgerade, Holzatmen, über ...
- 1:40:53Hab ich ja noch nicht angefangen.
- 1:40:54Muss ich sagen.
- 1:40:55Nein, ich weiß nicht, was zu verkopf zu werden.
- 1:40:57Das ist ja so einfach, dass du den Unterschied von Limousine all je eichen
- 1:41:02in ihrer Wachstumsphase zwischen weiß eichen und trallern.
- 1:41:06Was ja irgendwo dann der Punkt ist, wo man anfängt,
- 1:41:09okay, jetzt möchte ich einfach auch Selbstdarstellung.
- 1:41:12Ja, also man muss auch da gucken, genauso wie du eben gesagt hast,
- 1:41:17ja, du sagst, okay, du kannst dir keine Vorlieben leisten,
- 1:41:20weil du möchtest dich da nicht ...
- 1:41:23oder du möchtest dir einschränken,
- 1:41:24du möchtest halt deiner Funktion als Gastgeber,
- 1:41:27als Formilier treu bleiben
- 1:41:29und halt gut beraten Möglichkeiten eröffnen.
- 1:41:32Das Gleiche hab ich ja bei meiner Arbeit auch.
- 1:41:35Also ich möchte Weinwissen verständlich und Praxisner beibringen
- 1:41:37und dann muss ich halt Cati oder Darlings,
- 1:41:39was ist jetzt wirklich wichtig, was interessiert die Leute
- 1:41:41und was interessiert die Leute nicht?
- 1:41:43Und dann muss man halt recherchieren, überlegen, okay,
- 1:41:45passt das rein oder passt das Leben nicht rein?
- 1:41:47Also, das einfach.
- 1:41:48Das wegstreichen ist so schwierig.
- 1:41:50Ja, ja, und wir haben ja auch immer diese Redaktionskonferenzen
- 1:41:53und wir haben ja auch ein sehr großes, cooles Team.
- 1:41:56Das sind alles junge Leute
- 1:41:58und dann stelle ich mein Skript online
- 1:42:00und sag halt, wer darüber würde ich ganz gerne sprechen
- 1:42:02und dann sagt halt, weiß ich nicht,
- 1:42:04"Miriel, haste Regie, ja, sorry, Lua,
- 1:42:06aber da ist interessiert einfach keine."
- 1:42:08Und ich verstehe auch ehrlich gesagt, was das heißt im Sinne ...
- 1:42:10Ja, okay, gut, dann können wir's rausnehmen.
- 1:42:12Ja, aber ich mach die Arbeit ja nicht um mich selber,
- 1:42:14um mir selber was zu beweisen oder um mich selber zu beweihräuchern,
- 1:42:17sondern ich mach die Folgen ja so,
- 1:42:19dass ich das beste mögliche Gefühl hab, okay,
- 1:42:21und ich mach das jetzt im Kasten
- 1:42:23und die bringt dir erst mal die Basics wirklich bei.
- 1:42:25Und das ist das, was ich da sage, hat Bestand
- 1:42:27und das ist irgendwie nicht bla bla bla,
- 1:42:29sondern das hat Bestand
- 1:42:31und damit kann ich guten Gewissens
- 1:42:33eines Formilär, eines Formilärs in die Prüfung schicken.
- 1:42:36So, so, darum geht es mir, ich möchte ...
- 1:42:39Ich werd's eh nicht jedem recht machen können,
- 1:42:41aber ich möchte halt zumindest das, was ich da geredet habe,
- 1:42:44dass es Bestand hat und dass man damit arbeiten kann
- 1:42:46und dass man davon, dass man damit lernen kann.
- 1:42:48Das ist mir wichtiger.
- 1:42:49Mir geht es nicht darum zu sagen,
- 1:42:51ich bin jetzt sowieso eine coole Alte und bla, sondern ...
- 1:42:54Wie viel Prozent deiner Arbeit ist das?
- 1:42:56Ist der Podcast?
- 1:42:57Und wie viel ist das Social Media am All gemeint?
- 1:42:59Ich glaub, man hat total, total falsche Vorstellungen.
- 1:43:02Ich hab eben gesagt, ich bin ja also ...
- 1:43:05Erst mal sehe ich mich überhaupt nicht als Eliha,
- 1:43:08sondern Edeka ist dann ein Kunde von mir.
- 1:43:10Ich hab mittlerweile über 150 Stammkunden.
- 1:43:12Das ist ein Kunde von mir.
- 1:43:14So, mit denen mach ich halt den Podcast
- 1:43:16und mach auch Beratung, ja, und schreib auch Weinbeschreibung
- 1:43:20und mach redaktionelle Geschichten und so was, ja.
- 1:43:22Und das ist halt eben Edeka.
- 1:43:24Das ist ein großartiger Kunde,
- 1:43:26mit dem ich jetzt seit bis zu 2,5 Jahre zusammen arbeite.
- 1:43:29Und das ist ein junges, interessiertes Team,
- 1:43:32die mir die Möglichkeit geben,
- 1:43:34die mir eine Plattform bieten,
- 1:43:36mein Weinwissen zu teilen,
- 1:43:38für möglichst viele Menschen da draußen,
- 1:43:40Menschen für das Thema begeistern zu dürfen.
- 1:43:43Ja, und das ist super.
- 1:43:46Und das macht vielleicht,
- 1:43:48Edeka macht vielleicht als ...
- 1:43:50Schwierig.
- 1:43:52Ich will auch keine Zahlen ...
- 1:43:56Nein, ich kann sie selber nicht.
- 1:43:58Ich müsste jetzt überlegen,
- 1:44:00wie für Edeka 15 bis 20 Prozent vielleicht ...
- 1:44:03Was ich eben so signifikant ...
- 1:44:05Und Social Media ist natürlich mindestens 70 Prozent.
- 1:44:09Und Block und alles, ne?
- 1:44:12Also meine Unternehmung, das, was ich mache.
- 1:44:15Viele haben da so eine total falsche Vorstellung davon.
- 1:44:18Also dein letztes Südafrika- oder letztes Südafrika-Klippe
- 1:44:21auf Insta, da hat man dich eigentlich immer auch nur
- 1:44:24mit Handy und mit MacBook gesehen.
- 1:44:27Also du bist ja eigentlich dann schon nicht 24/7,
- 1:44:30aber schon ständig in diesem Thema Weinwelt und arbeiten.
- 1:44:33Gut, ja, das war jetzt natürlich extra.
- 1:44:35Und es ist so ...
- 1:44:37Also, so geht es ja auch jedem,
- 1:44:39so geht es ja Willy wahrscheinlich genauso,
- 1:44:41zwar eine Weinbar hat,
- 1:44:43ein Podcast natürlich auch, aber eine Weinbar hat,
- 1:44:45aber dann ist er eben ...
- 1:44:47Johannes macht das gut,
- 1:44:49aber dann hier am Einkaufen oder am Organisieren
- 1:44:51und man sieht dann halt immer dieses ...
- 1:44:53jetzt eine pfile Wein, aber es ist eigentlich nur 10 Prozent der Arbeit
- 1:44:55oder nur 20 Prozent der Arbeit.
- 1:44:57Und so ist bei dir wahrscheinlich auch,
- 1:44:59dass du diesen eigentlichen Fun-Part,
- 1:45:01das ist ...
- 1:45:03Schwimmungsgericht.
- 1:45:05Auf Instagram sieht man natürlich meistens immer nur so,
- 1:45:08dass du dann selbstständig und das ist halt mein Business,
- 1:45:10das ist mein Baby.
- 1:45:12Und das habe ich mir, ja,
- 1:45:14genau so wie du auch dein Unternehmen aufgebaut hast.
- 1:45:16Und das ist ...
- 1:45:18Hinter den Kunden ist natürlich extrem viel Arbeit.
- 1:45:20Und ich denke auch immer,
- 1:45:22ich könnte noch mehr leisten, noch mehr machen.
- 1:45:24Und dieser Post, auf den du jetzt Bezug genommen hast,
- 1:45:27muss man sagen, das war jetzt auch echt eine krasse Zeit im letzten Jahr.
- 1:45:30Das war zum Jahresende,
- 1:45:32wo ich mein ersten Weinkurs auf den Markt gebracht habe,
- 1:45:34onlinekurs.
- 1:45:36Das war krass.
- 1:45:38Also es war wirklich einfach nur krass.
- 1:45:40Und Arbeitspensum technisch,
- 1:45:42also ich ...
- 1:45:44weiß ich nicht, ich glaube,
- 1:45:46da bin ich über 100 Stunden im Monat geklappt und so.
- 1:45:48Und ich musste halt da echt Gas geben.
- 1:45:50Und wenn du dann halt ein Ziel hast und sagst,
- 1:45:52du willst das halt unbedingt jetzt machen, dann musst du halt auch mal ballern.
- 1:45:54Ja.
- 1:45:56Aber das ist halt ...
- 1:45:58genau, also das habe ich jetzt vor zwei Jahren mir vorgenommen,
- 1:46:00dass ich unbedingt ein Online-Tool entwickeln möchte,
- 1:46:02wo die Menschen
- 1:46:04von überall aus
- 1:46:06sich über Wein weiterbilden können.
- 1:46:08Und wir haben das sehr hochwertig
- 1:46:10und sehr aufwendig produziert.
- 1:46:12Und
- 1:46:14auch da geht es im Grunde genommen
- 1:46:18einfach nur darum, Weinwissen zu vermitteln
- 1:46:20und das irgendwie zu demokratisieren.
- 1:46:22Und ja,
- 1:46:24und das ging halt, wie gesagt,
- 1:46:26im 17. November letzten Jahres,
- 1:46:28das war online und es war echt ein Mammut-Projekt,
- 1:46:30aber
- 1:46:32war ein cooles Projekt auch.
- 1:46:34Ja, sehr cooles Projekt. Und es geht ja jetzt auch weiter.
- 1:46:36Also es wird jedes Jahr einmal gelounscht.
- 1:46:38Der Kurs entwickelt sich kontinuierlich weiter
- 1:46:40und da auch, weißt du,
- 1:46:42wenn du dann so eine E-Mail bekommst
- 1:46:44von so Leuten, die gerade in der Ausbildung sind
- 1:46:46und sagen so, das ist so cool, das ist so cool,
- 1:46:48so bin ich erklärt und das bringt mich voll weiter.
- 1:46:50Und das ist halt, dafür mache ich das halt,
- 1:46:52das ist halt total schön.
- 1:46:54Das sind die schönen Momente, dass dein Lübe
- 1:46:56in Rumänisch erscheint
- 1:46:58und keine Ahnung, dann ...
- 1:47:00irgendwie so, das ist richtig cool,
- 1:47:02dass irgendwann mal ins Englisch übersetzen können,
- 1:47:04dass er natürlich mega Alto-Som hat ja auch
- 1:47:06so vielen Sprachen in seinem Buch übersetzt.
- 1:47:08Und ich dachte halt so, und dann kam
- 1:47:10mal die Anfrage vom Verlag, ja übrigens,
- 1:47:12hier Rumänien, ich so,
- 1:47:14was ist da los, weil da denkt man gar nicht dran
- 1:47:16an den Markt, ne? Ja, das war auch schön.
- 1:47:18Natürlich freut man sich drüber.
- 1:47:20Wir kamen der Sprung von "Urny und Amerika"
- 1:47:22hinzu, ich mach meine eigene Firma.
- 1:47:24Der kam so,
- 1:47:26dass ich mich ja dann immer
- 1:47:28versucht habe, überall zu bewerben,
- 1:47:30wenn ich genommen wurde.
- 1:47:32Und dann
- 1:47:34habe ich Wein, mal glaub ich so ein halbes Jahr
- 1:47:36irgendwie so ein bisschen den Rücken gekehrt
- 1:47:38und hab mich irgendwie mehr auf Essen
- 1:47:40und so konzentriert.
- 1:47:42Schon als ...
- 1:47:44als ... ich darf mal Influencer sagen,
- 1:47:46oder ist das irgendwie ... oder wie nennst du dich selber?
- 1:47:48Du kannst mich gerne Influencerin, ich bin eine Unternehmung.
- 1:47:50Nein, nein, nein, nein, nein.
- 1:47:52Ich hab's keine Ahnung, abletztes ...
- 1:47:54Nein, nein, nein, nein. Nein, in der Folge bei Tony hab ich gewählt.
- 1:47:56Ich bin Influencerin, loggerter.
- 1:47:58Ich bin so ein Sohn und Sohn.
- 1:48:00Natürlich Influencerin, ich bin beeinflussen jeden Tag,
- 1:48:02Menschen.
- 1:48:04Du beeinflust auch als Host,
- 1:48:06als Podcast.
- 1:48:08Mensch sage ich jetzt mal, auch Leute in ihrer Entscheidung
- 1:48:10und sobald wir das halt eben tun,
- 1:48:12sind wir Influencerin, wir influenzen die Leute.
- 1:48:14Und dementsprechend, ich find's,
- 1:48:16ich reg mich ja schon gar nicht mehr drüber auf,
- 1:48:18Als ich angefangen habe,
- 1:48:20das was ich tue, was ich jetzt mal den Leuten zu erklären, was mache ich in dem beruflichen ist ja also was mache ich in beruflicher stelle
- 1:48:26Fotos, Videos, Texte und alles über Wein Wein wissen ja wie nennst du mich?
- 1:48:33Also es ist ja
- 1:48:36Es ist es gab den es gibt den beruf ja noch nicht und dann gerade so in Deutschland in Amerika war das gang gebe ja
- 1:48:44Influencer Content Creator zu bestimmten Themen das ist halt voll normal da und ist auch voll normal dass Menschen damit ihren Lebensunterhalt
- 1:48:50verdienen und es ist halt auch
- 1:48:53normal dass dann ab und zu mal eine Werbung oder irgendwas dergleichen ist weil ich bin ja nicht die Wohlfahrt ne also
- 1:48:58Es ist ja keine ehrenamtliche Tätigkeit die hier aus über ja irgendwelche Typen die versuchen mir jeden tag zu
- 1:49:02Diktieren wie ich mein Geld zu verdienen habe und oh mein Gott und das kannst du nicht machen und der Inhalte sollten kostenlos sein und was
- 1:49:08Werbung also nee also anfangs hat das hier richtig Spaß gemacht auf dem Kanal aber die infolge ich jetzt auch einfach mal nicht
- 1:49:14Ja, weißt du die Tartanen folgt mir halt einfach bestrafen mich für meine arbe also wirklich das ist ja das ist ja
- 1:49:19Unter der Gürtlinie mir wird jeden tag tätig mein Geld zu verdienen habe aber auf die frage zurück zu kommen
- 1:49:25Ich finde Influencer oder Influencer in Content Creator in Content Creator völlig fein
- 1:49:30Ich früher war uns die Blogger weißt du so also der wird ja war der erste blogger die haben wir auch alle
- 1:49:36Belechelte also bei uns in Geisen haben sie ersten Vortrag gehalten hat und erzählt wie wie geil das World Wide Web ist
- 1:49:41Also ich meine irgendjemand muss damit anfangen oder fängt halt damit an und ich habe angefangen mit schreiben ganz normal bloggen
- 1:49:47Ich habe prezepte gemacht ich habe halt dann gleichzeitig überweingeschrieben
- 1:49:50und hab dann halt irgendwie
- 1:49:53Die niche in der niche gesucht um halt einfach natürlich sich ganz klar zu positionieren und irgendwann war halt eben klar
- 1:50:00Okay, du willst den Leuten was über Weinball bringen und dann habe ich halt eben angefangen mit Social Media
- 1:50:05Instagram jahrelang voll Erfolg also das jahrelang so alt bin ich jetzt nicht aber es war bestimmt so zwei jahre nicht
- 1:50:11Darum gedümpelt habe in diesem Instagram und habe mich da gefragt ja okay also
- 1:50:14Keine Ahnung passiert da gar nichts so und hab damit nur Leute erreicht in meinen Beiträgen
- 1:50:22und dann hat Instagram halt das kurz Video Format gelouncht und
- 1:50:27Dann habe ich gesagt boah geil endlich mal ein Format was für mich irgendwie sinnig ist, wo ich einfach labern kann und wo ich auch
- 1:50:35Du kannst ja auch über ein video deine Persönlichkeit oder auch generell das was du sagen willst kannst ja ganz anders vermitteln als über ein bild
- 1:50:43Und dann habe ich halt meine ersten kurz Videos online gestellt und die haben sehr schnell hohe Reichweiten halt einfach bekommen und
- 1:50:52Warst du es alleine? Hattest du eine Agentur dafür?
- 1:50:55Nee, da werde ich mit der Agentur leisten können da war ich ja gerade angefangen das war
- 1:51:012019 du bist morgens aufgehört beim Tellerbrötchen was wir nicht ist weil du könntest nicht frühstellt
- 1:51:06Hattest du das Handy in der Hand und hast gesagt boah 1000
- 1:51:09Ich probiere das jetzt einfach mal aus ja aber dann der Erfolg das dann mit einer von heute auf morgen war das dann
- 1:51:1310.000 views waren das sogar
- 1:51:15Da habe ich irgendwie wild rumgefuchtelt und irgendwann in die Kamera gelabert und irgendwie getanzt da war das ja noch so mit diesen
- 1:51:20Tanzen und bla und zeigen und dies das
- 1:51:23Oder heute sagt so was kann mir heute auch nicht mehr machen
- 1:51:27So und dann habe ich mich irgendwie angefangen mit kurz Videos zu beschäftigen hat mir einen Workshop mal gebucht von einer amerikanischen
- 1:51:33Influencerin und habe mich ganz ganz schnell wieder in diesen Marketing
- 1:51:36Gedönster wiedergefunden was ich bei Lageta gelernt habe zu gucken zu analysieren was
- 1:51:40Die Bändigkeit gesehen hast
- 1:51:43wahrscheinlich ja wahrscheinlich und dann
- 1:51:46habe ich das einfach mal ausprobiert und dann trial and error und wenn das halt nicht funktioniert das format dann muss ich weiter ausprobieren also einfach trial and error und irgendwann
- 1:51:54Es hätte die ersten videos angucken sehr okay war denn da los aber war halt so da ist halt viel mit
- 1:52:00O-Tönen gemacht und Musik und was weiß ich und ich glaube mit Instagram arbeiten zu können muss man sich halt mit Instagram beschäftigen
- 1:52:06Man muss viel analysieren man muss viel ausprobieren man muss sich weiterbilden das ist ja nicht einfach mal so sondern da steckt extrem viel Arbeit hinter
- 1:52:13muss viel Trendanalysen machen und und und und und
- 1:52:16und
- 1:52:18Wie gesagt dann habe ich diese eine video mehrere videos gepostet und dann halt eben das
- 1:52:22Das eine video gepostet und das hatte dann halt eben 10.000 views so und ich war so oh mein Gott
- 1:52:2710.000 views ich hatte 10.000 views auf ein kurz video habe dann sage ich so oh scheiße
- 1:52:31Aber da war das ja alles neu da gab es ja dann auf dem deutschen mark gab es das ja noch gar nicht so lange kurz videos also reals und
- 1:52:40Dann habe ich da halt weiter mit experimentiert gleichzeitig weiter geblockt
- 1:52:44Hab mir dann fotografieren zu sachen beigebracht beziehungsweise meine gute freunde lina mir das beigebracht also die edi coolste
- 1:52:51und dann weiter gemacht und weiter gemacht und
- 1:52:54Dann ist ja auch das problem was du in der weinenbranche hast es gibt ja super viele trends auf Instagram und es gibt super viele
- 1:53:01Möglichkeiten schnell Reichweiten zu generieren aber du musst ja diese Trends so umreichen dass sie auf deine
- 1:53:08Schiene auf dein thema wein überhaupt passen also ich kann nicht jeden trend mitmachen weil das passt nicht zu meiner branche
- 1:53:16und ich bin ja keine live star influencerin die irgendwie jeden zweiten tag irgendwie
- 1:53:21Wenn ich den den den 10. rabattkohl für fünf prozent irgendwo rein ballert ja ich
- 1:53:26Das damit verdiene ich ja auch im rundung um nicht mein geld mit
- 1:53:30Jetzt irgendwie da rabattküttchen und hier und hast du nicht gesehen und deswegen dass das konnte ich gar nicht die ganze
- 1:53:37Trends mitmachen und dann habe ich
- 1:53:39Weiter gepostet und dann war so der meilen stein irgendein kurz video ging voll durch die dekke
- 1:53:451,5 million views und ich war so okay wow und dann habe ich halt auch so
- 1:53:50Bock daran gefunden weiter auszuprobieren das auszuprobieren das auszuprobieren zu gestalten
- 1:53:55und
- 1:53:58und mir diese kräte dieser
- 1:54:00Diese kreativität also dieses kreative arbeiten dieses videos film schneiden das mache ich ja alles selber
- 1:54:06vertonen bla bla bla
- 1:54:08Gestalten dann auch so dass das bei instagram sind das sind ja auch alles in texte schreiben was mir unglaublich viel Spaß macht und da habe
- 1:54:14Ich halt einfach dann so richtigen da wurde ich dann richtig zum nörd
- 1:54:17da wurde ich so richtig zum nörd und
- 1:54:20Ja, dann war das video mit 1,5 und dann war ich irgendwann in burgenland im lockdown und dann habe ich den nächsten mal
- 1:54:26steht 2,5 million views und das ging so bam bam bam und
- 1:54:30Ja und dann ist der account halt eben gewachsen habe ich hatte nie eine agentur ich habe
- 1:54:35Es wurde mir dann auch mal vor die hat es bestimmt die follower gegauft und so nicht so bei mir ist keine einzige follower
- 1:54:40Kauft und ich habe auch noch nie für likes bezahlt oder so ein scheiß weil das bringt mich ja nicht weiter also das fällt das ist das ist irgendwie
- 1:54:46Also richtig 2 15 also das ist halt das also ganz ehrlich das bringt dich ja nicht das ist ja wurscht im gegenteil letzte
- 1:54:52Woche wieder 500 follower gelöscht oder vor zwei wochen weil du ja das problem ist ja
- 1:54:57Wenn ich ein produkt launche also zum beispiel buch ausbringe dann möchte ich ja auch dass das das meine dass ich
- 1:55:04dass ich
- 1:55:06Den erfolge meines buchs auch irgendwo an meiner follower schaff messen kann und das kann ich ja nur wenn ich wenn die bereinigt ist die
- 1:55:12follow wenn der irgendwie nur faked counts drin sind oder wenn der zum beispiel mittlerweile auch bei instagram die
- 1:55:17Möglichkeit zu überprüfen ob die accounts überhaupt noch aktiv sind weil es verfälscht ja alles was ich mache
- 1:55:21also verfälscht auswertung es verfälscht insight
- 1:55:24Insights alles und mir ist ehrlich gesagt die anzahl der follower und followerin die ich habe auf instagram egal
- 1:55:30weil
- 1:55:31ich brauche eine community die aktiv ist und
- 1:55:35Ja und dann am ende des tages brauche ich auch eine kaufkräftige community um das mal wirklich jetzt mal auf den punkt zu bringen weil mir bringt es nichts
- 1:55:41Ein online course zu launchen und ich weiß jetzt 60 prozent meiner follower und follower schaff ist gekauft
- 1:55:45Dann das bringt mir das also das ist ja dabei ist ja die katze selber in den schwanz und jetzt nur nach außen hin zu sagen ja toll
- 1:55:52Ich habe bei sie nicht 75.000 follower followerin super cool das bringt mir ja nix im grün genommen
- 1:55:59Willst ja einfach dann auch nur eine zahl ist
- 1:56:03Vielleicht irgendwie als schmuckstück nimmst aber die ich eigentlich dann in dem Sinne ja auch nicht weiter weiter bringt
- 1:56:09Wenn wir so ein titel bringen auch nicht viel und es ist halt so schade viele somis eigentlich auch
- 1:56:15verschwenden so viel zeit auf insta mit dem produzieren von content und
- 1:56:21interessieren sich nicht dafür oder beschäftigen sich nicht mit dem
- 1:56:25wie man es weiter bringen kann wie man erfolgreich sein kann wie eben die
- 1:56:28die post dann irgendwie Erfolg haben können oder sonstiges und das
- 1:56:32Also das was du gemacht hast sollten viel mehr machen
- 1:56:39Also es ist wirklich viel Arbeit und deswegen
- 1:56:41Um auf das Thema zurück zu kommen ja klar ich kann von mir jeder Influencerin schimpfen am am ende des tages bin ich halt
- 1:56:47eine Unternehmerin und
- 1:56:49Ich habe mich früher mal gewährt gegen diesen Begriff und Influencerin weil das halt immer so abwertend war so ja
- 1:56:57Du lässt sich ja dann irgendwo einladen ich habe noch nie einen barter diee gemacht ich habe mich noch nie irgendwo einladen lassen
- 1:57:03Und habe dann irgendwo kostenlos urlaub gemacht und habe das dann auf social media beworben das war nie meine art der arbeit
- 1:57:09Und es mir auch egal mir dass jemand glaubt oder nicht weil mir ist wichtig dass es für mich stimmt dass ich weiß dass ich meine
- 1:57:16Unternehmung meine arbeit auf instagram anders definiere als sie von außen definiert wird und wenn jemand mir dann irgendwie vorwirft
- 1:57:23Let's also ich war auf der summa ja und dann kam da irgendein voll trunken natürlich braus
- 1:57:30und schreit wirklich was nicht mag hat kennst du den markplatz da und schreit wirklich
- 1:57:35Von oben runter mit dem finger auf mich zeigend du du bist doch dieses scheiß
- 1:57:40Influencerin du machst die ganze branche kaputt
- 1:57:44geht weiter
- 1:57:46Maler sagen was will man da ja
- 1:57:48Ich finde es manchmal gar nicht so einfach für jemanden der vielleicht nicht ganz so geübt ist bei einem wein ein qualitäts von einem blender
- 1:58:11Produkt zu unterscheiden ähnlich empfinde ich es beim olivenöl ein wirklich hochwertiges produkt als solches zu erkennen dafür muss man wissen
- 1:58:18Worauf man zu achten hat und was qualität ausmacht ich finde aber es gibt ein produkt wo man wenn man es einmal probiert hat sich sofort der
- 1:58:25Außergewöhnlichen qualität bewusst wird
- 1:58:27Arche to balsamico auch hier gibt es so viele versuche dieses besondere produkt zu imitieren es gibt kräber die balsamico es gibt essig kopien
- 1:58:35Aber wenn man einmal einen aceto balsamico auf der zunge hatte ist man im positivsten aller sinne verdorben
- 1:58:41Und nehmen wir euch ein parade beispiel die drei gold medaille aus dem hause zu sebe justi der ältesten balsamico manufaktur der welt ich meine wir reden da über
- 1:58:51400 jahre familien traditionen und ich denke schon dass man die produkte aus diesem haus als die essenz der region mondena bezeichnen kann
- 1:58:58Es beginnt 605 als zu sebe und französco maria justi in das herzogliche register von mondena eingetragen werden damit den grundstein für ihre geschichte legen
- 1:59:08Nur wenige jahre später in jahr 1613 erhielt schon waren die justi von cardinal barberini die erlaubnis die produkte im bolonia zu verkaufen
- 1:59:16Ein meilenstein warum das so wichtig war wenn man damit ein grundstein für spätere internationale expansion gelegt hat
- 1:59:25Der nächste große schritt war am 18. jahrhundert als die manufaktur eine erste phase der konsolidierung und innovation erlebte
- 1:59:31Es wurden neue fassrein eröffneten historische fester von anderen modernis vermien erworben eine praxis die der weitergabe von essig muttern und arom diente
- 1:59:41Im jahr 1861 erlangte justi internationalen rum als zu sebe justi auf der italienischen ausstellung und florenz mit einer goldmedaille für eine 90 jahre alten balsamico ausgezeichnet wurde
- 1:59:54Dieses ereignis markierte den beginn einer era in der die manufaktur auf zahlreiche internationalen weltausstellungen anerkennung fand
- 2:00:01Darunter natürlich paris an werben aber auch win einer der absoluten meilensteinen der geschichte des hauses justi ist das jahr 1863 als ju sebe justi das sogenannte justi-rezept vorstellte
- 2:00:16Dieses dokument definierte erstmals die grundlegenden prinzipien für die herstellung eines perfekten balsamico essigs und dieses rezept basiert auf drei goldenen regeln
- 2:00:26Erstens die ausweiter trauben nur spät gelesen reife trauben mit einem extrem hohen zuckergehalt eignen sich für die herstellung eines hochwertigen balsamicos
- 2:00:36Zweitens der reifungsprozess
- 2:00:38Die verwendung von fässern aus verschiedenen holzarten wie eiche, kastanie, kürsche, eche und maulbeere verleiht den balsamico seine charakteristische aromvierfalt
- 2:00:47Drittens die zeit
- 2:00:48Der faktor geduld ist unerlässlich je länger ein essig reif das ist so komplexer und harmonischer wird er
- 2:00:54Das ju sei-rezept wurde schnell zur referenz für die gesamte branche und ist bis heute eine wichtige grundlage für die herstellung von aceto balsamico de modena
- 2:01:03Und somit ist auch ein zentraler bestandteil für die herstellung des drei gold medanien balsamicos der trauben muss der ausschließlich aus den sorten tribiane und labrusco gewonnen wird
- 2:01:13Die trauben werden spät gelesen teilweise auf matten getrocknet um eine maximale konzentration von zucker und arom zu erreichen
- 2:01:19Nach der ernte wird der mosst langsam eingekocht
- 2:01:22Dieser prozess ist entscheidend da in den zuckergehalt erhöhten somit die basis für die spätere regerung schafft
- 2:01:27Die temperaturen wert des einkochen sind extrem wichtig und werden präzise kontrolliert um bitterstoffe zu vermeiden und die natürliche süße der trauben zu bewahren
- 2:01:35Anschließend wird der eingekochte mosst mit einer essig mutter versetzt einer lebenden kultur aus essigsäure bakterien die für die fermentation wiederum unerlässlich ist
- 2:01:43Diese essig muttern werden bei ju sti seit jahrhunderten gepflegt wirklich seit jahrhunderten und sie sind ein zentraler bestandteil der eidliche artigen geschmackscharakteristik
- 2:01:52Die reifung des drei gold medaillen balsamikos erfolgt in historischen holzfässern die teilweise ebenfalls mehrere jahrhunderte alt sind
- 2:02:00Diese fässer zum teil aus zu seltenen holzern wie maulbär und wachholder tragen spezifische aromen bei die das geschmacksprofi des balsamikos fundamental prägen
- 2:02:09Ein besonderer prozess namens travasi das umfüll des essigs von einem fass ins nächste sorgt dafür dass der balsamikot die unterschiedliche aromen der verschiedenen holzer aufnehmen kann
- 2:02:19Dieser prozess erfordert ein hohes maß an handwerklichen könne und erfahrung
- 2:02:23Die lagerung findet in gut belüfteten dachräumen statt die den natürlichen jahre zeitlichen temperaturschwankungen ausgesetzt sind
- 2:02:29Im Sommer vertunten ein teils des wassers wodurch der essig konzentrierter wird
- 2:02:33Im Winter wiederum klärt sich der essig auf natürliche weise
- 2:02:36Dieser natürliche zyklus ist ein absolutes alleinstellungsbergmal des traditionellen balsamikos und unterscheidet ihn grundlegend von industriell hergestellten varianten
- 2:02:45Und ja das schmeckt man
- 2:02:47Der drei goldmedaillen balsamikot ist das ergebnis dieses komplexen herstellungsprozesse und zeichnet sich durch ein einzigartiges aromenprofil aus
- 2:02:55Wenn man den einmal auf der zunge hat, vergisst man ihn so schnell nicht wieder
- 2:02:59Na klar kann man anfangen ihn mit flaumarmelade mit roten früchten mit vanille zu beschreiben aber das aromenprofil ist so komplex so tiefsinnig
- 2:03:06Dass man wahrscheinlich in eine kleingeschriebene dienereins Seite bräuchte um das aber einzeln zu deklinieren
- 2:03:12Und fast noch mehr als in der nase spürt man die qualität am gaumen die perfekte balance von süße und säure begleitet von einer krebigen fasirubartigen texture ist etwas was man nicht industriell nachahmen was man nur durch diese drei goldenen regeln und ganz viel zeit erreichen kann
- 2:03:27Denn diese eigenschaften machen im balsamikot so unglaublich einzigartig
- 2:03:31Vielen dank für dieses außergewöhnliche produkt dem hause zu selbst bejusti und dem deutschen impoteur dem handelshaus schlumbberger
- 2:03:39Also das was ich eben ganz am anfang sagte du holst aber so viele leute ab du holst so viele ne altes klasse die die man sonst nie erreicht hätte und die in dem
- 2:03:57Sinne auch mit dem eigenes also ganz neu definiert wird und also man sollte es insofern mehr wert schätzen selbst wenn du am anfang erfolge hattest den erfolge
- 2:04:08weiter zu drehen also es hat ich habe bei einer bogenlandreis ich weiß nicht kennst kukki
- 2:04:13ja kukki ist ja kukki weinwürttel oder irgendwie englisch sparrige audience
- 2:04:18und sie sagt ich habe das zwei jahre habe ich das für meine familie gemacht ich stand da und hatte irgendwie 20 views und dann mit einer wurden da irgendwie 1000 raus und dann kam eben dieser ganz große die die riesen aufgabe es weiter zu entwickeln
- 2:04:31ja und dann was mache ich damit was mache ich daraus die kann ich da irgendwie dann auch umsetzen kann ich daraus ein business machen und das ist das schwierige eigentlich wird schön sein kann eigentlich jeder in dem
- 2:04:40kann jeder also da braucht es auch ein wisst talent für meinst aber das dann eben auch wert bringt und letztlich ist dann ja auch wirklich wert bringt wenn du es für kommerzialisieren im positiven Sinne kannst dass es für dich eben auch im wert ist ja die zeit auch wirklich rein plantieren kannst nicht nur
- 2:04:54nicht mehr macht man liebner für etwas also ich finde man sollte auch viel viel öfter über gelte da generell über so themen wie monetarisierung sprechen weil es dann auch ein problem bei uns in der branche ist und ich weiß halt nicht warum diese grund erwartung da ist zu sagen von vielen menschen ja aber das muss
- 2:05:11schon umsonst machen die inhalte nein muss ich nicht ich teile mein wissen mit euch und ihr könnt davon profitieren ihr könnt von meinen kostenlosen inhalten profitieren aber ihr müsst halt auch einfach verstehen dass ich auch damit geld verdienen muss weil ich kann das hier nicht alles ich bin wie gesagt eine debulfahrt
- 2:05:25und dann finde ich sollte viel mehr offen auch darüber gesprochen werden dass man halt ab und zu eine et hat das werbung muss ja nicht was schlechtes sein auch werbung kann etwas nützliches sein nämlich dann wenn das beworbene produkt oder der wein ein problem der bestehenden community löst
- 2:05:42wenn korra war auf korra wind korra war auf mich zukommt und sagt ja könntest du dir vorstellen mit mir zusammenzuarbeiten und ich sage das ist ja selbstverständlich möchte ich mit euch zusammenarbeiten weil ich genau weiß dass das alle interessiert wenn stößler auf mich zukommt hättest du lusten mit unseren weinglesen zu arbeiten sagt ich ja selbstverständlich aber ich euer gläser geil finde und weil ich b seit über 15 jahren mit einer gastronomie gearbeitet habe mein
- 2:06:05älter und c weil ich weiß dass ich halt eben nicht jeder ein zahlt du für 50 euro leisten kann und ich und das dann zu verurteilen was halt eben oft gerne und leichtfertig gemacht wird ohne darüber nachzudenken finde ich
- 2:06:19grundaufverkehrt weil wenn du werbung gut machst und wie gesagt dann mit aktive problemen löst dann ist das doch was gutes so und ganz ehrlich blöd gesprochen wenn ich auf der so offensicht und die hardcore hemorrhiden habe und dann im fernseh sehe neue salbe hemorrhiden löst all deine probleme gerade neu auf den mark gekommen werbung dann sage ich
- 2:06:40ja muss doch viel anders nachdenken so ich stelle mich ja nicht in die story und bewerbe jeden tag irgendein scheiß ich habe letztes letzte woche
- 2:06:50eine anfrage bekommen also da muss ich wirklich lachen eine anfrage bekommen ja ob ich dich lust hätte periwund unterwischen zu bewerben
- 2:06:57natürlich habe ich gesagt nein ob ich eine frau bin und jeden monat blut aber ich habe gesagt hey freund der sonne habt ihr euch überhaupt noch meine art von content angeguckt das passt mich in mein format natürlich und ganz ehrlich nein so aber so und das meine ich halt eben damit ja wenn ich jetzt morgen wie gesagt anfangen würde irgendwie subliments zu bewerben
- 2:07:17nein was aber auch schwierig ist finde ich also vom also da nein sagen zu können wir es natürlich auch geld ist und du musst es damit du halt auch langsamer verliebt sind so weiter und damit die Leute wirklich verstehen nein das was du machst hat einen fuß unabhängig davon ob da jetzt vielleicht mal irgendein Hans-Peter ist er sagt ja gut das brauche ich nicht das Glas ne darum geht es ja nicht aber du musst ja auch du selbst bleiben und jetzt nicht irgendwie dir frisst hörnstein anfangen jeden dreck zu bewerben das bringt ja nichts natürlich habe ich vielleicht auch meine
- 2:07:45in der vergangenheit eine kooperation gehabt wo ich danach gedacht habe oder während der kooperation ach du scheiße und aber das ist ein prozess das entwickelt sich weiter
- 2:07:53auch das ist ein error genau auch das ist ein error und
- 2:07:57ich habe wirklich tolle kunden egal ob das pro seko dhc ist ob das triocha ist ob das keine ahnung was ist das sind alles großartige kunden die ihr produkt platzieren dürfen und worum ich weinwissen bauen darf und da hat sich
- 2:08:15das bezüglich wirklich noch nie jemand bei mir aus der community beschwert und das wäre ja auch falsch weil ich gebe den ja dieses inhalt kostenlos können damit lernen ich habe eigentlich sogar die besten information aus erster hand weil ich halt eben diesen kooperationspartner habe und natürlich das weiß du selber da muss man immer ein bisschen
- 2:08:31aussieben und sagen ja okay pr freunde der sonder jetzt bremst du euch mal ein bisschen weil das packt mit sicherheit in die caption rein natürlich muss man auch da reflektieren überlegen passt das geht das wie auch immer aber grundauf sind es alles tolle tolle partner und
- 2:08:44mit denen ich ganz ganz spannender und viele projekte realisieren durfte und darf in zukunft hoffentlich ja ist das morgen schwer für dich also es ist ja eine momentaufnahme du hast dich jetzt in drei jahren wahnsinnig entwickelt ist sowas
- 2:08:58das morgen ist das morgen auch nicht das morgen passiert kann auch sein dass jemand sagt ja kese es wird für mich 50 jährige alten man ein wenig greifbarer wenn ich eine knallbar habe wo ich ein weinkelle habe als wenn ich content creator bin und nicht weiß ob ich die Aufträge morgen dann immer noch bekommen oder immer noch so hip bin oder immer noch so gefeiert werde oder insta dann
- 2:09:26vielleicht nicht mehr irgendwie wahrgenommen wird oder die abgeschaltet wird oder was auch immer also es ist ja es wirkt ja alles relativ fahre
- 2:09:31ja oder die laden nicht macht also gut ja was ich damit sagen will du es kann immer irgendwas passieren und das ist halt einfach das risiko was wir selbstständigen halt eben haben ich glaube egal welcher branche
- 2:09:43natürlich gibt es da natürlich ich denke halt immer so ich habe ein handwerk gelernt und ich habe es auswertig nicht so wenn ich wieder in die gastronomie gehe und also ich habe ich finde dass angst immer ein schlechter Berater ist und das stimmt das ist ein toller aussage ja das ist ein schlechter Berater und natürlich macht man sich manchmal Gedanken wie geht es weiter aber das macht sich aktuell jedes weingut weil zum Beispiel der weinkonsum rückläufig ist ja also ich mein
- 2:10:12und deswegen macht auch diese weil du eben auf dem podcast gast angesprochen hast dieses ka discounter leha fine wine ich habe noch nie irgendeines der produkt gebäscht weil ich halt immer denke so lange weingetrunken wird alles fein und wenn man leute für die darüber neue menschen für das thema begeistern kann abholen kann die dann vielleicht weg mal über den teller an teen ausblicken ja und
- 2:10:38vielleicht jetzt nicht nur den dawnfelder dann kaufen für zweihore neunzig sondern vielleicht sagen auch mensch vielleicht gebe ich doch mal ein euro mehr aus ich finde man muss viel kleiner denken und versuchen
- 2:10:49das ist dann für mich schon Erfolg wenn dann jemand sagt zu mir meine tante zum Beispiel nur trinkt immer dawnfelder litter butte und dann halt hier
- 2:10:58kostet irgend von irgendeinem irgendein handelskette weiß ich nicht und dann bring ich halt mal ein wein mit und so und dann sagt sie so auch das ist ja auch das habe ich ja noch nie und das habe ich noch nie verstanden und das finde ich aber toll dass du mir das erklärst und die zeit nimmt ja aber dann probiere ich das mal aus ja schub die Wurbschritze das nächste mal wieder bei sich ich glaube die heißen die nochmal nicht geils und farbmila steht zum farbmila
- 2:11:19da habe ich jetzt mal den wein ausprobiert der war auch ein bisschen toll hat der hat fünf euro neunzig gekostet dann sage ich das doch toll und hat geschmeckt ja toll und das darum geht es mir das dieses ganze gebäsch das bringt überhaupt gar nichts außer dass es Leute einschüchtern und wenn ich bei meiner tante in der küche stehe und der sagen würde alter trinkst du denn da ja tschuldigung aber das bringt ja gar nichts so also damit ist ihr nicht geholfen weil sich ein schlechtes gefühl hat
- 2:11:45ich teile die philosophie in der wein war wir hatten relativ viele weine also wir hatten eine ganz umfangreiche weinkarte und teilweise auch sehr sehr sehr interessant und sehr teure weine da drauf aber mir war es immer wichtig damals noch ein wein für fünf sieben euro im verkauf zu haben das man jeden abholten bei der flasche außer haus oder es war eben auch
- 2:12:10aus haus gemacht wir haben wir haben 70% von unserem unsatz erstens 80% war mir auch immer wichtig ein wein für 0 1 2 50 auf der auf der karte zu haben also dass man jeden abholt und jeden mitnimmt und es gibt ganz viele die wir damit aus dem discount aus dem supermarkt rausgeholt haben in diese beratung situation und er ist halt eben am anfang nicht bereit mehr als fünf euro dafür auszugeben und dann einfach zu sagen okay das und dort gibt es noch ein bisschen mehr
- 2:12:39und dann kann man sich weiterentwickeln ich würde auch nicht sagen dass die weiterentwicklung immer teuer immer das bessere ist manchmal ist es schön jemanden auch damit ein gutes gefühl zu geben bei dem was ihm reicht ja natürlich aber im dem rahmen einfach auch was gutes auszusuchen und zu sagen okay das ist gesundes nicht irgendwie lebensgefährlich oder wie auch immer
- 2:13:00und einfach nicht in also in schönheit zu sterben sondern einfach für einander miteinander da zu sein und eben auch das verständnis für diese eben zu haben da ja darum bin ich ganz ganz dabei die ja
- 2:13:12ja in diesem tun und in diesem sein in diesem schaffen und das ist ja bei edeka so dass die im landen mal um da auf die frage zu beantworten bei edeka ist es ja so viele verstehen ja das prinzip von edeka nicht das ein genossenschaftsprinzip und edeka hat halt eben diese eigenmarken linie als ich noch ich habe ja vertrieb auch gearbeitet hat vertriebssatung für nrw gemacht
- 2:13:29für edeka nein für für den handel ja okay und da ging es ich glaube ich gab es hier damals luna system das heißt wenn ich also ich habe entrate gemacht vertrieb für ein handelshaus und sehr bekannt ist und habe dann gastronomie gemacht als auch fachhandel und du glaubst gar nicht wie viele edeka merkte und auch rewe merkte ich als fachhändler gelistet hatte einfach aufgrund der tatsache dass wenn selbstständig geführte edeka merkte oder auch rewe merkte da sind die können
- 2:13:58liste was sie wollen und die machen natürlich aktuell viele extrem viele edeka merkte und auch rewe merkte machen einen fantastischen job weil fachhändler halt oft aussterben gerade so in den ländlichen regionen und die bauen sich da weinabteilung hin mit weinen wo dir schwindelig wird und das vergessen halt ganz ganz viele dass edeka halt ein genossenschaftsprinzip ist und das wenn ein edeka markt selbstständig geführt ist was die mehrheit ist dann können diese merkte liste was sie wollen und zwar außerhalb des luna system das sind keine genossenschaftsprinzipen die sind nicht mehr so
- 2:14:26die haben zwar außerhalb des luna system das sind glaube ich 120 artikel 120 eigenmarken war eine von der reinberg kellerei und die haben sie meistens auch im portfolio weil du halt auch eben die leute abholen musst oder möchtest die halt eben nur 4 euro für eine flasche wein ausgeben können das darf man auch nicht vergessen können
- 2:14:44und können aber außerhalb dieses luna systems wie gesagt alles listen also bestes beispiel kennen wahrscheinlich so die meistens edeka zu heide ja ist er komplett krank dass er sich da unten hingebaut hat der hat da glaube ich sehr gesweingemidore stehen der macht da weinverkostung weinabende
- 2:15:00die wirklich der wahnsinn sind so und ich denke dass jetzt im nächsten jahr mit dem podcast dass sich da echt spannende Möglichkeiten auch ergeben werden mit solchen merkten auch mal enger zusammen zu arbeiten ja findest du das
- 2:15:12das ist ein riesiges politikum das das ein problem für jürgen unten an der ecke ist
- 2:15:16siehst du sie ist den fachhandel nicht auch schnell dass das einzelhandel so präsent ist
- 2:15:22ich glaube wenn du einen guten job machst dann bleibst du auch bestehen diese diese selbstständigen lewensmitteleinzelhändler die sitzen ja meistens in nendlichen regionen und da decken sie halt einfach das prinzip von amazon ab
- 2:15:32alles bedienen alles haben weil damit könnte man ja auch argumentieren ja warum hatte der der der der der real oder was weiß ich ne ganze buchabteilung
- 2:15:42und drin das sind halt merkte die man oft anfindet in ländlichen regionen die versuchen alles spaten zu bedienen oder auch zu sagen ja gut es gibt halt keinen weinfachhändler um die ecke das thema wein interessiert uns aber
- 2:15:54wir arbeiten mit qualitativ hochwertigen lewensmitteln also warum sollen wir nicht das thema wein bedienen was man auch nicht vergessen darf diese edi kemerkte oder edi kemerkte rive merkte real es gibt globo's globo's hat ja auch teilweise auch krasse weinabteilung die bilden ja auch aus das heißt die finanzieren auch wenn man glück hat ne ausbildung im handel so sommelier und haben dann da einfach ihre eigenes sommelier rumrennen und das ist schon echt cool also deswegen sage ich immer wenn man
- 2:16:22kein glück hat und irgendwo unterwegs ist dann fahr ich ganz ganz oft in diese also zum beispiel ich wohne also meine elternstamm wohnen in die giedemberg da ist ein kaff im sieben gebürgel es gibt kein weinfachhändler um also da müsste ich nach bonn fahren und wir haben ein edi kemerkt das edi kemerkte klein und der hat der hat natürlich viel mainstream geschichten der hat aber zum beispiel so dann einfach so aus nichts aber so bei rada von nieport erstreht und dann glaub ich halt immer happy hin und sagt
- 2:16:50ich habe kein wein mehr zuhause ich sehe ich verstellt es mir nicht und holen wir halt eine coole flasche weil ich weiß der hat halt auch eine kleine kuratierte auswahl wo er sich selber ein schwerpunkt gesetzt hat und das ist ja eher ein servicel ist total toll dass es so was gibt und ich köln ist auch in katschensprungen fern und da gibt es halt auch viele weinfachhändler wo ich mir denke hoffentlich stirbt ihr bald aus weil die machen halt so ein scheiß job und da ist jede flasche angestaubt und weißte so also das ist ja auch die kehrweite
- 2:17:18was ist denn jetzt scheiß job dabei also warum empfindest du die als nicht weil die so schlecht in der auswahl sind weil die so schlecht im preis sind weil die so hochnäsig sind
- 2:17:28es fängt bei mir schon an bei ungepliktem verkaufsflächen also wenn ich da als kunde reingehe und dann ist alles verstaubt und dann ist alles arsbach uralt da oder was mit wein zu tun
- 2:17:38dann denke ich mir so ja nicht ich habe jetzt irgendwie ehrlich gesagt keine lust hier ein wein zu kaufen weil ich eben nicht weiß wie er gelagert wurde und weil ich jetzt keinen Bock habe den wein aus dem shopfenster hier gerade zu wählen und das ist dann für mich die definition für scheiß job ja weil ich ja auch dafür sorggetragen muss als weinfach in weinfachgeschäft inhaberinhaberin dass das da sage ich jetzt mal möglich mit rechtem dinge zugeht so und dementsprechend wenn sich das das war ja mit koronau das sind super viele gastronomie getriebe mussten auch
- 2:18:07sterben im grunde genommen haben wir nicht mehr aufgemacht weil sie halt in ihrem tun das ist ein bisschen weitausgeholtes welches erkläre dann werde ich wahrscheinlich missverstanden
- 2:18:18egal aber wenn die wenn sie wenn sie da den job halt nicht richtig machen und in folge dessen halt eben aussterben dann dann ist es halt eben so
- 2:18:26und dann wird halt wieder neues weinfachgeschäft öffnen aber ich glaube nicht dass das die konkurrenz ist und ist das deshalb das weinfach gestärke weinfach sterben da ist das wäre viel zu einfach
- 2:18:38gab es für dich mal ein weinladen ich absolut beeindruckt hat also weinladen oder also einer hast du ein lieblingsweinladen außer jürgen und neuneinherstelle
- 2:18:46jürgen ist schon richtig urgestein hier in der Mitte ist ja auch toll wenn es sowas gibt also wenn es so ein wenn wenn wenn man das hat
- 2:18:58ich kauf immer bei mir die flash habe ich auch bei mir gekauft also man ist halt der kühlschrank des kids ja genau und das wenn man das
- 2:19:06vermitteln kann diese persönlichkeit rüberbringen kann dann ist das großartig der jürgen ist seit über zwölf jahren da der hat so tolle kundschaft und die wollen alle dahin weil sie beraten werden
- 2:19:15und ich glaube jetzt nicht dass wir jetzt daneben bei die preise sind ja die gleichen im grund genommen da wird man aber persönlich beraten
- 2:19:23so tolle deutsche weinauswahl und dann ist dann 2017 da brunnen gibt der jürgen hat richtig geschätzchen und ja ja ja das ist ein richtiger schlawiner der kauft immer ganz viel auf
- 2:19:32und dem sprechen der macht einen tollen job und der musste sich da jetzt nicht wirklich Gedanken machen
- 2:19:39gut er hat ab und zu man schild draußen stehen bestellt nicht bei amazon die liefern kein gekühlten wein ja dann auch in der tasein bzw. auch in der fragmentation wo man einfach sagt davon lebt
- 2:19:49ein lebt auch im viertel von den geschäften und wenn wenn diese geschäfte nicht mehr da sind sie sind halt nur noch wohnsihlos die da irgendwo stehen diese community lebt
- 2:19:59und deswegen finde ich das und gerade jetzt auch in der weihnachtszeit wo es halt so einfach ist meine hundert geschenke damit ich jeden zumöle irgendwo zu bestellen anstatt keine ahnung
- 2:20:07die liste zu nehmen und die im buch laden um die ecke zu geben weil zu politisch und die da einfach dann zu sagen hier bestellt mir die bücher oder
- 2:20:15also da von dem her und so ist da wahrscheinlich mit jürgen auch und und und bevor ich die die die frage stellen würde ja macht so ein selbstständig geführter lehmensmitteleinzelhandel der im dem fachhandel an sich
- 2:20:26konkurrenz würde ich dann hätte ich schon eher noch die frage gestellt ja wie sie es mit online handel aus weil leute bestellen alles online und die bestellen auch massiv mittlerweile wein online ich weiß nicht wie es prozentual aussehen das ist natürlich immer noch eine mini sparte aber das ist glaube ich so eher das habe ich glaube einfach wenn man einen guten job macht egal ob in dem lehmensmitteleinzel fachhandel auf ein paket oder halt eben in dem weinfachhandel auf ein paket dann wirst du immer bestand haben und ich glaube ja wenn man
- 2:20:55daran spaß hat und diese begeisterung da irgendwie die leute ernst nimmt begeisterung teilt und diese diese beratung ist ganz wichtig egal ob im restaurant ist das fachlicher als menschliche wichtiger also sowohl beim somia als auch bei der beratung dort also was was holt ich mehr ab wenn jemand so auf deiner wellen liegen liebten deine deine sprache spricht oder wenn du sagst ist so voll krecken da kann ich jetzt mit der einflasche wein dich dort kauf oder dich dort trinke im restaurant so viel lerne so viel emotion mitnehmen
- 2:21:24nehmen. Ich glaube sowohl als auch. Ich glaube, wenn jemand
- 2:21:26richtig, wenn die im Autoverkäufer richtig unsympathisch ist, dann kaufe ich auch kein Auto
- 2:21:30oder Eggal, wie gut ich mich berät.
- 2:21:32Um介 zu mir wahrscheinlich so gehen, also, ich glaube, ich würde dann sagen,
- 2:21:35"Borny, ich habe gar keinen Bock auf euch und euer Autohaus".
- 2:21:37Und deswegen ist es, glaube ich, so 50/50. Also, ich möchte mich halt verstanden fühlen.
- 2:21:42Ist natürlich cool, wenn mein Gegenüber irgendwie so ein bisschen
- 2:21:46sympathisch ist. Dann fällt es mir auch leichter da, meine Kohle zu lassen,
- 2:21:49sei ganz klar, ne. So. Und natürlich, auf der anderen Seite spielt natürlich
- 2:21:52auch das Fachliche eine große Rolle, natürlich. Aber wenn ich mich halt, wenn ich jetzt
- 2:21:57unten den Jugend nicht kennen würde und ich käme da rein und da würde ich sagen,
- 2:22:00"Na, Mosklin, was willst du, so ein gerneer Arno-Wart?" Da würde ich auch sagen,
- 2:22:03"Hör mal, ist dein Problem, ich geb Wanderst kaufen, ist ja ganz klar, ne."
- 2:22:06Aber hast du einen Lieblings, ja, beiden Laden haben wir erklärt, was ist ein Lieblingsbeinbar?
- 2:22:10Außer die Freundschaft. Außer die Freundschaft.
- 2:22:15Das wird zu einfach zu sagen, ne. Das wird zu einfach.
- 2:22:18Hängst du jeden Tag ab eigentlich? Kann man auch. Seht so aus.
- 2:22:21Nee, aber ich gehe gerne hin, weil es immer sehr gesellig ist und weil es halt auch,
- 2:22:25weil es halt so demokratisch ist und du kannst halt, ja, das muss man wirklich sagen,
- 2:22:29weil viele dann auch so eine Bewertung schreiben, ja, da gibt es so eine teure Weine.
- 2:22:33Und da muss man halt ganz klar sagen, ja, dann kannst du entweder keine Beratungenanspruch
- 2:22:36nehmen oder du kannst nicht lesen, weil das ist halt das, was ich in der Freundschaft extrem
- 2:22:39toll finde. Du kannst 10.000 Euro ausgeben, du kannst aber auch einfach 35 Euro für eine
- 2:22:44Flasche Wein ausgeben und deswegen wirst du nicht besser oder schlechter behandelt,
- 2:22:48sondern genauso beraten und das ist immer gesellig und du hast cooles Essen,
- 2:22:52bodenständiges, eigentlich das, was man will, an langen Weinabend,
- 2:22:56dann nimm ein lieber Kiesbrötchen oder ein bisschen Kiesel oder ein Gulasch oder
- 2:23:00irgendwas und ansonsten gibt es noch die Nomi Weinbar, ein Kreuzberg, ist auch ganz okay.
- 2:23:06Aber so viele Sachen. Die haben so ein Gulasch.
- 2:23:08Ich meine, du weißt es ja selber, du hast ja auch eines, das erste Konzept aus dem
- 2:23:13Aber so viel Eiweiß. Ich meine, du weißt es yourself. Du hast ja auch eines, das das erste Konzept
- 2:23:18aus dem Boden gestampft. Du weißt selber, es gibt gar nicht so viele gute Weinbars. Ja還有 nicht.
- 2:23:23Also mir fällt das immer echt schwer, wenn Leute sagen, ja kannst du was anderes empfehlen,
- 2:23:26dass die Freundschaft ist ja, ja kann ich. Aber meines Tages läuft dann doch auf die Freundschaft
- 2:23:30raus und nicht weil ich irgendwie, weil ich etwas mit dem Video am Laufen habe, sondern einfach,
- 2:23:33weil es aber eine geile Baal ist. Weil es gemütlich ist, es ist irgendwie cool, es sind cool Leute da,
- 2:23:37mit Sicherheit gibt es irgendwo kleinere Bars, die auch gut sind. Aber es gibt halt nicht viele
- 2:23:46wirkliche gute Weinbarkonzepte, auch nicht in Berlin. Leider ja. Ja. Wirklich schade, also da
- 2:23:52fände ich auch, wenn die da mehr irgendwie entwickeln würden. So wie gesagt Restaurants,
- 2:23:56kann ich dir auch einen Mast nennen. Ja. Und auch genial Restaurants und auch, das ist halt
- 2:24:01schön, ich bin jetzt nicht das Stadtkind, aber das finde ich an Berlin schon immer wieder fasziniert,
- 2:24:07diese kulinarische Dichter. Wir gehen viel essen, aber ich, ganz ehrlich, da gehe ich dann,
- 2:24:14vielleicht kann es jemanden Tipps schicken, ich schiebe sie ja weiter, einfach ja bitte Tipps,
- 2:24:18Tipps zu bendehen. Genau, es sind die Kommentare, Tipps. Ich kenne jetzt zum Beispiel, ich weiß noch,
- 2:24:22als die Janine Voltaire im, noch im Heilmann und Klever, da bin ich unglaublich gerne
- 2:24:30hingegangen. Also ich war, wenn sie es jetzt hören sollte, keine Ahnung, ich war nur dreimal da,
- 2:24:33aber es ist für mich schon ein weiter Weg, den ich da lang kauft nehmen muss,
- 2:24:38an der Köln zu düsen, vor allem bis zu einer Stunde unterwegs. Ich war dreimal da und
- 2:24:43ich war immer mit Weinaffinenfreundinnen da und was sie halt unglaublich gut kann,
- 2:24:48ist auch so Gastgeberin sein und sie ist eine tolle Somelier und ich fand die,
- 2:24:55auch die Weinbegleitung bei ihr, wo wir da noch mal drauf kommen, die Weinbegleitung bei ihr fand
- 2:24:59ja auch ganz, ganz toll und auch die Erklärung, warum sie den Wein gewählt hat, fand ich großartig.
- 2:25:04Und ja, also das hat mir sehr, sehr gut gefallen auch bei ihr und deswegen sage ich, also wenn ich
- 2:25:11jetzt ein Restaurant nennen müsste, wo man gute Weinbegleitung hat oder wo man Wein trinken
- 2:25:15gehen kann, da würden mir einige einfälle, aber so wirkliche Weinbarkonzepte, also zum Beispiel
- 2:25:20die Nomi Weinbar, die macht ja nur Wein von Frauen. Das ist für die ein interessantes Konzept.
- 2:25:24Ja. Ich weiß nicht, ob das, ob das Gutes in dem Sinne, wenn man es halt sehr einseitig wieder
- 2:25:28rum sieht und damit andere ausschließt, aber zumindest hat man eine Idee und man hat in dieser
- 2:25:32großen Weinwelt einfach eine Grundlage und ein Konzept, wo man einfach sagt, okay, ich spezialise
- 2:25:36sie nicht drauf. Genau. Wenn man dahingehend sagt, also nicht nur ist eines gut und ist anders schlecht,
- 2:25:40sondern ich habe einfach einen Schwerpunkt, dann funktioniert das wieder rum und man kann sich
- 2:25:44beim Wein ja immer einen Schwerpunkt und selbst wenn man sagt, ich kombiniere Wein mit Musik
- 2:25:48zum Beispiel und ich nehme nur Weine für, findest du, Weinmusik witzig oder ist das ... Weinmusik?
- 2:25:53Oder ist das schon wieder zu fricke? Das ist ja das leone Style, oder was?
- 2:25:58Nichts um allgemein, also sagst du, wir haben jetzt gerade Kabanästermier im Glas, dazu höre ich grüntet
- 2:26:02sich nur, wach. Nee, da bin ich raus. Also ... Ich verstehe den Ansatz. Ja. Ich verstehe das alles,
- 2:26:11aber ... Aber wenn ich das jetzt so vormachen würde, wenn ich das so sagen würde, jetzt habe
- 2:26:15die die Kabanäme mitgebracht. Ja, genau, jetzt wieder raus. Und ich fand den witzig, den hatte ich
- 2:26:22vorher immer aus dem anderen Glas und ich habe den jetzt aus dem Zeltum. Bordeaux. Bordeaux. Und ich habe den
- 2:26:29Wein noch nie so erlebt, ich habe den noch nie so filigran, noch nie so noisiert. Als ich den hier
- 2:26:35hatte, du hast die ganze Zeit ... Bitte. Die Frage meiner Community, macht das Glas einen Unterschied? Das sind
- 2:26:40alles Sachen ... Total. Total. Total. Und als wir vorhin über Südafrika geredet haben, die Wein sind
- 2:26:46zu meinem Lade und du hast ihm gesagt, aber ich mache überhaupt nicht, dass ich scheiße, ich habe den
- 2:26:49Kabadä aus die Zierhien dabei und ... Nee, überhaupt nicht. Und der wirkt jetzt aber so ganz, also fast
- 2:26:54frisch, der hat so ein bisschen dieses Grüne, aber nicht Umreife. Total. Wirkt sehr filigran am Gaumen,
- 2:26:58eben doch diese ganz leichte Säure, die ganze Zeit in Textur. Ich finde, der kann sehr gut an dem
- 2:27:01Riesling anschließen. Der hat nicht die Hitze zizieren, der hat eine ganz tolle Eleganz, der hat eine
- 2:27:06angenehme Feinseidigkeit, der entwickelt sich jetzt großartig im Glas und ich finde, dass das
- 2:27:12Salto entblättert ihn so, dass man es geführt, man hat den nackten Körper da. Ja, der hat so richtig
- 2:27:17Platz auch im Glas. Der hat sowas in der Nase, ich habe eben reingerauchen, wir haben so viel
- 2:27:21gelabert, ich habe gar nicht, jetzt gerade erst mal probiert, der hat oder ich habe viel gelabert,
- 2:27:26das ist meine Spezialität, das bin ich sehr anfällig für. Jedenfalls hat der so was, so was fast
- 2:27:31schon so was so was nicht ... ja, was leicht floral ist auch in der Nase, so irgendeine, ein Jewex habe
- 2:27:39ich da in der Nase. Falschen finde ich. Falschen, genau. Falschen. Da finden so ein bisschen Falschenpfeffer.
- 2:27:43Ja, und gleichzeitig hatte ich aber auch so ein bisschen Waldspaziergang, weiß ich meine. Hättest du auch
- 2:27:49ja gesagt, hätte ich Rose gesagt? Nee. Ganz viele sagen nämlich, wenn du das sagst und ich sage,
- 2:27:56ja, ich würde diesen Mund legen, aber ich finde auch, man kann nicht manipulieren, man kann nur
- 2:27:59fokussieren. Ich habe eben gesucht, was es ist und ich war irgendwie auch so was bei so was blau lila
- 2:28:06ne? Ja, genau. Und ich habe dann irgendwie so ja Falschen, Falschen hast du ja auch ganz oft bei Blaufränkisch,
- 2:28:12manchmal. Nee, ganz oft, nicht manchmal. Manchmal auch ganz oft, ja. Und ich hatte ganz oft so,
- 2:28:17ist es Falschen oder ist es? Aber mir kam sofort so dieses leicht floral, aber super dezent auch,
- 2:28:23das ist mir sehr aufgefallen, ne? Und ich finde, ich rede auch immer zu viel und das ist manchmal
- 2:28:30so schwierig. Das ist so schön. Aber ziel du mal. Also was findest du dem? Bleib mit dem Bändig. Ich finde,
- 2:28:35bei dem Wein total toll, auch diese Frische, nämlich genau nicht das, was du gesagt hast,
- 2:28:39nicht dieses Überladene, was man eventuell mit den Ziccilen assoziieren könnte, weil es natürlich
- 2:28:44ein sehr warmes Indulchien ist, aber es ist super feinliedrig, ja? Überhaupt nicht so in your face,
- 2:28:51ne? Und ich glaube das Glas, ich weiß nicht, wenn du gesagt hast, du hast den sonst immer aus dem
- 2:28:56anderen Glas probiert. Hier fährt er viel kräftiger, viel opulenter. Welchen Glas? Soll ich mal ein anderes
- 2:29:00Glas holen? Ach so, aus dem, was du mitgebracht hast, gell? Ah, nee, das habe ich nicht dabei, aber ich habe
- 2:29:06mal ein anderes dabei. Und das wäre vielleicht halber auch Würze, außer was so... Aber keine laute
- 2:29:16Würze, finde ich. Also nicht so dieses... Hast du dieses Süßholzgerast belegeln, weißt du so? Ja.
- 2:29:20Ich habe als Kind immer auf Süßholz rumgekauert, fand ich immer sehr geil. Fand ich noch nie.
- 2:29:25Nee, das muss man machen. Ich kriegst du in den Apotheken oder früher ist es zumindest in Apotheken
- 2:29:28bekommen Süßholz und dann einfach drauf rumkauen. Dieser Geruch, der dann dabei entsteht, ist ein
- 2:29:34bisschen dran erinnert. Merci. Tschüss auch. Echt Musik gar nicht. Und hier, Riesler, der riecht so viel
- 2:29:47fetter. Lettiger auch. Fast ein bisschen, ja genau, also ist letrig und nicht marmeladisiert, aber dickfruchtig.
- 2:29:56Ja gut, ja, ich weiß es zum Beispiel, wenn man so ein schönes Glas Bombe-Emmalade hat,
- 2:30:00dann aufdreht und dann so rein riecht, also nicht Marmelade im negativen Sinne, sondern
- 2:30:03genau so dieses volle Frucht. Volle Frucht, saftige Frucht. Und dann hier ein bisschen Katonage dabei.
- 2:30:11Ah, ein schöner Gerät, das ja. Aber wir sind ja Profis, wir können das ausblendern.
- 2:30:16Um den Katon herumdrinken. Wie findest du es, es ist ein Unterschied, ob man links oder rechts
- 2:30:25rumschwenkt? Ich kann nur das ein. Ich habe eben auch das Glas abbiniert und ich bin also ein
- 2:30:30richtiger, gib mir ein Fettnapfel und ich drehe voll rein und auch so generell, wenn ich irgendwie
- 2:30:35irgendwo bin, ich baue immer scheiße. Also das ist so bei mir, ich bin nicht gesellschaftlich.
- 2:30:39Ich habe mir eben so was von einem Rosenegg eingeschränkt, wollte abbinieren und dann habe
- 2:30:43ich gelabert und so, das bin einfach ich und dann habe ich so viel geschwenkt und dann ist so die
- 2:30:46Hälfte rausgekommen, ja, aber egal. Nee, ich kann tatsächlich nur. Also findest du aber so was
- 2:30:51glaubwürdig, wenn jemand sagt, der, wenn man den Wein links rumschwenkt, hat er eine Aro,
- 2:30:56andere Aro, Ionisierung, Aromenentwicklung, als wenn man ihn rechts rumschwenkt oder sagst du,
- 2:31:01er kennt das wieder auf. Ich mache, ich mache Weinprozess fürs Volk. Also wenn wir eine wissenschaftliche
- 2:31:10Evidenz da irgendwie rauskriegen, ja, aber nur gelabert, nein. Also ich bin immer so. Aber du
- 2:31:15willst es nicht abscheiden, du sagst, okay, ich kann mal, ich kann mal, ich kann mal Versuchsreien rausmachen.
- 2:31:18Also so wie keine Ahnung, genau. Dass Bach im Weinkeller den Wein anlassen,
- 2:31:23seine Entwicklung beeinflusst als Mozart oder als Wagner, weil halt die Schwingung
- 2:31:27das andere ist und so weiter. Was ja auch glaubwürdig ist, ein wissenschaftlich irgendwie auch Darstellbar.
- 2:31:30Ja, ich sag immer, das, ja gut, macht ja la Gede auch, die haben da auch ein Barrikeller und dann
- 2:31:35läuft da auch immer Climpermusik. Nur weil ich das so sage, Climpermusik heißt, sage ich nicht,
- 2:31:38dass es Quatsch ist, sondern ich finde immer, also ich bin kein Fan von so Storytelling.
- 2:31:44Da werde ich immer nervös. Also ich bin kein Fan von ja, wir machen das jetzt so,
- 2:31:48deswegen ist der Wein so besonders und bla bla bla, dann denke ich mir halt immer so,
- 2:31:51boah, ganz ehrlich, Freunde der Sonne, können wir gerne eine Versuchsreihe zu machen und
- 2:31:55dann können wir überlegen, ob das jetzt der Wahrheit entspricht oder nicht.
- 2:31:58Jetzt weiß ich was du. Aber dann komme ich halt als Geisenheimer, ich bin halt Geisenheimerin
- 2:32:00und ich würde niemals sagen, nein, das stimmt nicht oder das sehe ich anders, aber so diese
- 2:32:05gefühlten Wahrheiten, boah, ich bin ganz allergisch, ich bin ganz allergisch. Jetzt weiß ich was.
- 2:32:09Dann sage ich immer so Freunde dabei. Was du damit meinst, du bist technisch wie Johanna.
- 2:32:12Ja, ich bin einfach der Technischer und das bewahre ich mir auch und das ist mir auch wichtig,
- 2:32:17weil ich finde, dass in der Welt des Weins, wie in jeder anderen Branche, wahrscheinlich auch einfach
- 2:32:21auf ihr Blech gelabert wird, ganz einfach. So, man muss die Dinge halt nicht verkomplizieren,
- 2:32:25nur weil das sich jetzt irgendwie nett anhört und dann noch mehr irgendwie da Barrikaden,
- 2:32:30Fronten aufbauen, sondern ich sage, ja, können wir mal, ganz ehrlich, würde ich jetzt noch
- 2:32:34in der Uni werden, dann würde ich zu meinem Profil gehen, zum Reiner und dann würde ich sagen,
- 2:32:37hier, Reiner. Was meinst du, können wir nicht eine Versuchsreihe zu machen? Wir schwenken jetzt einmal
- 2:32:40links, einmal rechts und da gleich in Bedingungen gucken wir mal, was das Weinglas sagt. Und dann
- 2:32:44erfassen wir das Ganze sensorisch und dann schauen wir mal, bin ich sofort dabei.
- 2:32:49Bist du im Restaurant, wenn jemand kommt und sagt, ich möchte dir was für einen schönen Blumen
- 2:32:51erzählen, auch genauso, oder? Ja. Ach, nein, nein, nein.
- 2:32:56Dann wäre das philosophisch und trallerlar und dann...
- 2:32:58Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein.
- 2:33:00Dann lässt dich schon inspirieren und sagst, okay, der hat sich ein paar schöne Bordereitmorgende
- 2:33:04überlegt. Was meinst du, wenn jetzt zu mir in das Familie kommen würde und der erzählt mir
- 2:33:06den Wein so? Und der macht Storytelling. Dann ist für dich ein entspannter Moment und du sagst,
- 2:33:11ja, gut, dann ist die Frage des Storytellings. In dem Moment, wo er mir was vom Blumen erzählt
- 2:33:16und von ob das jetzt feichel oder rose ist, dann sage ich, na ja gut, das ist halt eine aromatische
- 2:33:21Ausprägung des Veins. Am Ende des Tages haben wir jetzt hier keine Versuchsreise und das ist
- 2:33:26im Grunde genommen bei aller Liebe der Objektivität eine subjektive Empfindung. Und das ist ja für
- 2:33:32mich kein Storytelling. Das ist so, wie er den Wein sieht und das finde ich schön zu sehen,
- 2:33:36wie er den Wein sieht. Nee, das ist für mich kein Storytelling. Storytelling ist für mich,
- 2:33:42wenn ich auf den Wein gut gehe und die mir irgendeinen Scheiß erzählen, wo ich mir so denke.
- 2:33:46Und weil ich ja immer der Influencer-Mäuschen bin, werde ich auch oft so behandelt und dementsprechend
- 2:33:50wird mir auch auf vier Blech erzählt und dann sage ich halt immer so, ja, ich bin eine Login halt so.
- 2:33:54Mit Schwerpunkt Wein wird scharf, steht halt einfach früher auf oder informiert dich, bevor du mir so ein Scheiß erzählst.
- 2:33:59Das meint ich, genau das meint ich aus. Man ist ja auch nicht selten im Restaurant, dass
- 2:34:03die halt irgendwie auch manchmal Wein bisschen weiterbringen, was nicht irgendwie geprüft ist
- 2:34:07oder sonstiges. Also da hast du die gleichen Situationen wie im Wein gut manchmal auch. Wogegen
- 2:34:12ich auch Allergespinnen? Also wenn mir jemand wirklich so was erzählt, wo ich weiß, okay,
- 2:34:17das ist jetzt vielleicht ein bisschen weit hergeholt oder stimmt vielleicht auch einfach nicht,
- 2:34:21da würde ich im Teufel tun, jemals auf die Füße treten und sagen, was erzählst du da eigentlich
- 2:34:24für ein Driss, sondern da denke ich mir mal einen Teil und sag Prost und dann ist das Thema für mich
- 2:34:29vom Tisch so, aber ich würde niemals jemanden da, das ist nicht meine Art, nee, was wov'n bist du
- 2:34:37in Allergesche erzählst? Wenn halbwissen oder falsche Wahrheiten, im Wein gut nur einfach um Effekt-Hascharai
- 2:34:43oder sonstige oder - Ja genau, das meine ich auch, das ist so, oh, anstrengend. Und das finde ich ganz,
- 2:34:46ganz schlimm und wenn man dann kommuniziert, man merkt, das Wissen des Anderes ist nur begrenzt,
- 2:34:51man würde ihn entblößen und dann möchte ich am liebsten meine Sachen packen und
- 2:34:55wieder gehen und sagen, wir sind heute keine Freunde.
- 2:34:58Boa, Junge, der hat aber auch Zug, ne? Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, aber ich finde es,
- 2:35:11finde es sehr, sehr gut strukturiert. Nicht total, nee, also das macht das ganze,
- 2:35:15Säure, Tannin ist da, ne? Also das ist überhaupt nicht mollig oder irgendwie, nee, überhaupt nicht,
- 2:35:21war positiv gemeint, der hat Zug. Nee, ich habe es auch gar nicht ganz verstanden. Hinten raus hat er so eine
- 2:35:25auch so ein bisschen, so ein bisschen Zuckerschwänze, das ist ja vielleicht so
- 2:35:30ganz minimal, aber angenehm, das ist balanceiert, das harmonisiert so es schön eigentlich. Hätte ich
- 2:35:35fast gedacht, dass der Alkohol ist, der zwar nicht hoch ist mit 14, aber das schmecken,
- 2:35:39dieses leicht Dizirin dieses Jahr, genau, genau, wäre für mich die Erklärung gewesen. Ich glaube,
- 2:35:43nicht, dass Zucker ist. Nein, muss ich nicht. Ich bin jetzt auf Alkohol und froh, hätte ich da irgendwo so gesehen.
- 2:35:47Nein, war jetzt nicht auf den Restzuckergehalt bezogen, sondern es hat so ein bisschen dieses,
- 2:35:51dieses angenehm süßliche, was aber bei dem Wein einfach insgesamt bild einfach super gut reinpasst.
- 2:35:57Ja. Sammelst du Wein? Ja und nein, also ja, sammeln würde ich nicht sagen, sondern wenn ich zum
- 2:36:09Beispiel jetzt Breuer 217er sehe, okay, der Wein hat einfach locker nach 15 Jahren Luft, wenn nicht länger,
- 2:36:17dann bin ich schon so eine, die halt sagt, lege ich mir ein paar Flaschen von weg, auf jeden Fall.
- 2:36:23Aber ich finde auch, dass Wein auch getrunken werden sollte. Werden sollte, ja, was ja ganz viele
- 2:36:31Winzer traurig, also solche Weine wie wie Theresa produzieren. Ja. Also die Schaden finden, dass
- 2:36:36ihr Schlossberg halt im Keller irgendwie vermodert und... Genau. Also ich finde, es sollte halt auch getrunken
- 2:36:40werden und man sollte Spaß damit haben und man sollte damit lernen und man sollte den Wein einfach
- 2:36:45genießen, dafür ist er schließlich gemacht worden, aber ich bin keine Spekulanz in dem Sinne von so,
- 2:36:51ja ich kaufe mir jetzt irgendwie Wein, weil der dann irgendwie eine, also ich investiere nicht in
- 2:36:56Wein, dass ich jetzt sage, okay, ja dann wird der ja in zehn Jahren das, die es anders kosten.
- 2:37:03Habe ich gar keine Geduld für, muss ich ganz ehrlich sagen. Also...
- 2:37:07Nee. Der Aktivverbrauch ist zu hoch wahrscheinlich. Dafür trink ich viel zu gerne Wein und dafür
- 2:37:14ja, hab ich vielleicht auch zu ungeduldig. Vielleicht bin ich auch zu jung dafür, keine Ahnung,
- 2:37:17vielleicht sag ich auch in 30 Jahren. Weiß ich nicht, wenn ich immer so wie so eine Kapschenfrau
- 2:37:21so sechs Sackel habe, komm ich fange jetzt an, in Wein zu investieren und ich pack jetzt nochmal
- 2:37:25Richtwander die Seite. Aber nee, ist nicht so... Und verschenkst du dir ein Wein? Ja. Wie machst du das?
- 2:37:31Wenn du ein Wein verschenkst, versuchst du dich zu spiegeln, versuchst du den anderen zu sehen oder
- 2:37:38lässt du dich einfach beraten, sagst du zu dem Moment oder ist das grundlos? Also ich finde
- 2:37:43ein Wein als Geschenk finde ich großartig, aber es sollte, finde ich persönlich immer,
- 2:37:46einen Ansatz und auch eine Erklärung dabei haben. Genau. Und da gibt es verschiedene Situationen,
- 2:37:51aber ist das gar nicht bei dir so fest, dass du sagst, weil wir müssen an die Champagne trinken
- 2:37:55und ich bin dann irgendwie... Nee, nee, nee, nee. Also wenn ich zum Beispiel eingeladen bin mit meiner
- 2:37:58Freundin Sophie, die ist so eine ganz weinbegeisterte, hat so einen Jungs-Sommelier gemacht und ich weiß,
- 2:38:04dass die zum Beispiel super gerne kraftvolle, elegante Rotweine trinkt, vorzugsweise aus dem
- 2:38:11Piermont, weil sie halt dort auch studiert hat und wenn ich dann da zum Beispiel eingeladen bin
- 2:38:17oder wenn ich eine Freude machen möchte, also sie beschenken möchte, dann orientiere ich mich schon
- 2:38:23an dem, was sie mag, möchte aber auch gleichzeitig einen Horizont erweitern, indem ich ihr zum
- 2:38:29Beispiel ein anderes Weingut mal vorstelle und sag, guck mal, da war ich, also ich kann was dazu sagen,
- 2:38:34ich kann ihr wertvolle Informationen an die Hand geben, um den Wein auch einordnen zu können
- 2:38:39und das ist für mich schön. Also das ist ja wie, wenn ich Service mache beim Gast, dass ich möchte
- 2:38:44irgendwie den Geschmack verstehen, ich möchte wissen, wo, was sie suchen, worauf sie Lust haben
- 2:38:50gleichzeitig, aber in dem Kosmos auch versuchen, vielleicht mal einen neuen Weg zu gehen, ohne
- 2:38:56dass es unkomfortabel wird. Also das ist nicht gleich der Jakobsweg, ne, ist eher so. Erst mal Sonntagswanderung,
- 2:39:02kann ich spazieren? Genau, aber es ist meine so und das finde ich halt schön, das macht ja auch
- 2:39:06unglaublich viel Spaß, aber das macht mir zumindest viel Spaß, weiß ich, wie es bei dir? Ich bekomme
- 2:39:12gern Wein geschenkt, aber ich habe ein riesen Problem, damit ich ihn zu trinken. Also ich tue
- 2:39:18irgendwie einen Keller, einen Schambräer, wo auch immerhin schreib auch mal drauf von wem,
- 2:39:21weil ich vergesse es dummerweise immer, ich nehme ganz fest vor, die mir ist zu merken,
- 2:39:25manchmal gelinks mir auch, aber meistens schreib ich es irgendwie drauf, dass ich dann dem Augenblick,
- 2:39:28wenn ich den öffne, auch an die Person denke, an die Situation denke, deswegen mache ich aber
- 2:39:35manchmal nicht auf, weil ich denke auch der ist von, keine Ahnung, Klaus Peter von Hartmut von
- 2:39:39Wien auch immer und auch den kannst du jetzt nicht aufmachen und ich bin dann irgendwie, ich
- 2:39:43glaube es ist so dieses Bananen-Syndrom, ich bin der Ostkind, hab meine Bananen nicht gegessen,
- 2:39:48weil ich denke, oh dann sind die weg und dann sind die halt braun geworden, dann sind die nicht
- 2:39:51mehr lecker und hab ich sie weggeschmissen und so ist bei Wein manchmal auch, also von dem her,
- 2:39:54ich bekomme gern Wein geschenkt, weil ich dann, die Geste ganz, ganz toll finde, verschenke auch gern
- 2:39:59Wein, aber ich erkläre mal, warum, wieso, weshalb und ich versuche eigentlich weniger mich zu sehen,
- 2:40:06sondern den anderen einfach aufzugreifen und das Ganze mit Sinn zu erfüllen, also im Prinzip
- 2:40:09genauso wie du. Genau, ja. Nur, ja, also zum Beispiel meine Tante, die trinkt neben Dawnfeller, super
- 2:40:14gerne Primitivo und haben mich auch mal auf die Suche gegeben, ja was sind denn so Rebsorten,
- 2:40:18die in die Richtung gehen? Genau, die so in die Richtung gehen und ihr mal nicht, weil ich Primitivo
- 2:40:25schlecht reden wollen würde, sondern manche Leute wissen sie auch nicht besser und sie weiß es
- 2:40:30an ihnen, sie weiß halt, ja Primitivo schmeckt ihr und dann hab ich ihr mal, was hab ich eben
- 2:40:35vorhin mal so ein Malback oder so was empfohlen, aber so ein bisschen eher so argentinisch angehaucht,
- 2:40:41also schon so ein bisschen, so ein bisschen mehr kraftig, ein bisschen schmeiger, genau,
- 2:40:44das ist jetzt nicht irgendwie Frankreich oder so und da hat sie dann auch verstanden, so,
- 2:40:51wo das es Rebsorten gibt, die einer ähnlich sein können, natürlich kommt es immer auf An-Ausbau
- 2:40:56und was ich alles an, aber das finde ich schön und dann auch so, wenn du das gerne trinkst,
- 2:41:00dann probier doch mal, so, um Horizontalalter. Ich finde das schön, beim Wein kriegt man
- 2:41:05immer ein Feedback, also wenn die Leute, die dann nach einem Jahr dann probieren oder so,
- 2:41:09man kriegt dann meistens irgendwie anrufende Nachrichten oder sonstiges auf, wir haben jetzt
- 2:41:12da ein Wein getrunken und der war super und das finde ich, daher ist es finde ich ein sehr,
- 2:41:17sehr dankbares Geschenk, also viel... Ja, das ist genau so und ich liebe das, ich liebe wirklich
- 2:41:22Leute zu beraten und... Man hat nicht wieder ein Staubfänger dort, also wenn man dann irgendwie
- 2:41:25eine Figur schenkt, kann auch schön sein, aber ich stehe dann irgendwo in der Ecke oder
- 2:41:30würde noch rauskommt, wenn man selber kommt und dann ist das nicht so... Z.B. mein Kursat, der ist
- 2:41:35Athlet und der trinkt kein Alkohol und nicht viel Athlet und Alkoholkonsum nicht überein können,
- 2:41:43aber er trinkt einfach kein Alkohol, irgendwie schmeckt ihm das nicht und dann waren wir auch in
- 2:41:47der Weinbar in Mannheim, ne, das war ein Restaurant, das war ein Restaurant in Mannheim, aber die hatten
- 2:41:54so eine ganz kleine fein kurotierte Weinkarte, also wirklich, ich glaube so 20 Position, aber alles,
- 2:41:59was die hatten, war zu 80% geil und dann haben wir halt gesagt, ey, wie gesagt, ja, hat den ich Bock,
- 2:42:04weil ich hab 15 Kursats und Cousin, interessiert sich alle für Wein und dann hab ich gesagt,
- 2:42:08ey, hat den ich Bock, dass ich einfach so ein bisschen was bestelle und dann hab ich immer jeden
- 2:42:13Interview, hab ich immer gesagt, fahr auf. Was mit Puff zum Cousin, was zum Cousin dort essen?
- 2:42:16Ja, wir machen immer, wir machen immer einmal im Jahr Cousin und Cousinastreffen.
- 2:42:19Ist hier mega. Und wir sind alle komplett kloppt und deswegen heißt er auch unsere Gruppe Team Eskalation
- 2:42:24und Lena wollte halt, also meine Cousine, also wir sind dann immer da, wo einer von uns wohnt oder
- 2:42:29wo gerade Auslandssemester ist oder keiner was und Lena wohnt halt aktuell in Mannheim und da haben
- 2:42:33wir halt gesagt, ja cool, dann sagt er sich, gesagt, wenn ich abends essen, was essen gehen
- 2:42:37und dann sagt es Lena so, ja nee, also jetzt so saufen, hab ich gar keinen Bock, aber wenn du
- 2:42:41eine Weinprobe mit uns machst, dann wär ich ja sofort dabei, ne? Weil der hat das interessiert
- 2:42:44mich da richtig oder alles drum und heran und dann hab ich immer, wir haben, ich glaub dann zum
- 2:42:48Schluss, weiß ich nicht, sechsmal schon Wein oder was bestellt, aber halt immer eine Lehr gemacht
- 2:42:52und dann auch darüber gesprochen und dann hat mein Cousin Fabio gesagt, ja nee, das mag er nicht
- 2:42:57so gerne an dem Bein und dann hat der andere gesagt, der fühlte toll cool, warum magst du das nicht?
- 2:43:01Und das ist halt das ja auch, das ist so das faszinierende an Wein, dass da auf einmal Gespräche
- 2:43:06in Gang getreten werden, wenn du dich auch nur ansatzweise für die Thematik interessierst,
- 2:43:11was finde ich kaum ein anderes Getränk kann? Also schön, wenn ich eine runde Pilz bestelle,
- 2:43:15dann fang ich jetzt nicht an zu sagen, ja gut, aber irgendwie hier der Schaum, der hat aber nicht
- 2:43:18so eine geile Qualität wie bei dir, ich sag vielleicht das beschissen Gezapf, aber das,
- 2:43:21dann ist das Gespräch auch einfach beendet und das ist halt etwas, was, was ich bei Wein einfach
- 2:43:25so fasziniert finde, dass es halt, es geht um das Weingruhe, es geht um die Rebsor, es geht um die
- 2:43:30Herkunft, es geht und wenn du dich dafür interessierst und das ist bei Gott nicht alles Profis da,
- 2:43:35meine Kurser aus dem Kursier nämlich gar nicht, zum Beispiel mit meinen einer Kurser,
- 2:43:39der trinkt immer total gerne so lieblich nur oder halbtrockend und rosäne und dann sagt er so,
- 2:43:43ja aber ich würde es auch mal gerne hier so 15 Euro für so eine Flasche ausgeben,
- 2:43:47was kannst du mir denn empfehlen? So, aber was so in meinem Geschmack entspricht,
- 2:43:51und das ist halt so das schön, wenn dich nur ansatzweise dafür interessiert,
- 2:43:55was das für eine Welt aufmacht einfach, ja.
- 2:43:57Wir sind im Januar und in kaum einer Phase des Jahres ist ein alkoholfreier Alternativen so
- 2:44:18wichtig, so begehrt und so wertvoll wie im Januar und deswegen habe ich heute etwas ganz
- 2:44:24besonderes für euch, die Geschichte eines leuchtenden Naturwunders, den Red Moon Sparkling.
- 2:44:30Es ist mehr als ein Getränk, es ist ein Genus-Element, etwas,
- 2:44:34das eure Fachkenntnis fordert, euren Sinn für das außergewöhnliche Weg und euch gleichzeitig
- 2:44:39in den Bann ziehen wird. Ein Getränk, das auf den ersten Blick fasziniert, auf den zweiten inspiriert
- 2:44:43und auf den dritten begeistert, der Red Moon Sparkling, ein alkoholfreies Meisterwerk aus Südtirol,
- 2:44:49das aus der einzigartigen Apfelsorte Red Moon geworden wird. Das ist ein Getränk,
- 2:44:54das uns durch seine Technik, seine Geschichte und seine Innovation auf eine Reise mitnimmt.
- 2:44:58Lass uns eintauchen. Also stellt euch vor, ein Apfel, dessen Fruchtfleisch tief rot leuchtet,
- 2:45:03als hätte die Natur höchstpersönlich eine Blutmond eingefangen. Das ist die Magie von Red Moon Äpfel.
- 2:45:10Dieser außergewöhnliche Farbestand von Anthocyanen, natürlichen Pigmenten,
- 2:45:14die ihr vielleicht schon aus roten Trauben oder Beeren kennt. Und hier spielen sie die Hauptrolle.
- 2:45:19Anthocyanen sind nicht nur für die Farbe verantwortlich, sondern bieten einen hohen
- 2:45:23oxidativen Schutz und sind ein wahrer Nährstoffschatz. Direkt aus der Natur, diese Äpfel werden
- 2:45:30hauptsächlich in Südtirol und ausgewählten Regionen Italiens angebaut. Gebiete, die für ihre
- 2:45:36Hingabe an Qualität und Nachhaltigkeit bekannt sind. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf dem
- 2:45:41Ausbau eines besonderen Abwälz, sondern auch auf der Förderung der Biodiversität. Strenge
- 2:45:48ökologische Standards, sicher nicht nur die Qualität des Bodens, sondern schützen auch die fragile
- 2:45:53Balance der Umwelt. Der Red Moon Äpfel ist ein Symbol für diese Verbindung von Innovation und
- 2:45:59Natur. Jetzt kommen wir zum Herzstück der Herstellung von Red Moon Sparkling. Hier steckt wahre Handwerkskunst.
- 2:46:06Dieses geschmackliche Meisterwerk besteht zu 99,6 Prozent aus dem Saft der Red Moon Äpfel. Kein
- 2:46:11Schnickschnapp, keine Zusätze, nur reiner Apfelsaft und ein Hauch von Kohlensäure. Die Produktion
- 2:46:17beginnt mit der späten Ernte der Äpfel. Warum spät? Weil erst dann die natürliche Süße und die volle
- 2:46:23Intensität des Aromas erreicht werden kann. Nach der Ernte erfolgt das Pressen. Ein Prozess,
- 2:46:28bei dem Präzision alles ist. Um die Farbe und die wertvollen Nährstoffe zu bewahren, wird dabei
- 2:46:34der Kontakt mit Sauerstoff strikt minimiert. Ihr könnt es aus der Weinherstellung, Sauerstoff
- 2:46:38kann ein Feind sein, wenn es um Frische und die Reinheit des Endproduks geht. Die Kohlensäure
- 2:46:44wird schon eingebunden, sodass die spritzige Textur erhalten bleibt, ohne die natürlichen
- 2:46:48Aromen zu überdecken. Das Ergebnis, ein Getränk, das den Geschmack des Apfels in seiner reinsten Form
- 2:46:54zelebrierten gleichzeitig durch eine feine Perlage begeistert. Aber wie ist eigentlich diese
- 2:47:00Innovation entstanden? Die Geschichte der Äpfel, mit rotem Fruchtfleisch ist noch jung. Die Red
- 2:47:05Moon Äpfel sind das Ergebnis gezielter Züchtungen, die darauf abzielen, visuell und geschmacklich
- 2:47:10ein außergewöhnliches Ergebnis zu schaffen. Diese Entwicklung spiegelt einen globalen Trend wieder,
- 2:47:16dem Wunsch nach natürlichen, ästhetischen und nachhaltigen Lebensmitteln. Und das Besondere dabei
- 2:47:22ist, dass diese Züchtungen auf traditionellen Sorten basieren. Einige trinken gerade keine Alkohol,
- 2:47:27nicht aus der Leidenschaft, sondern weil sie ihrem Körper was Gutes tun möchten. Also,
- 2:47:31sollten wir auch über die gesundheitlichen Vorteile sprechen. Denn hier liegt eine weitere Stärke des
- 2:47:35Red Moon Sparklings, Antoxianer. Diese wunderbaren Pigmente sind kraftvolle Antioxidantien. Sie
- 2:47:42helfen freie, radikale zu bekämpfen, stärken das Immunsystem und fördern die allgemeine Gesundheit.
- 2:47:47Aber das ist noch nicht alles. Der Saft ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballerstoffen,
- 2:47:51die zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen. Und das Beste ist, die Äpfel selbst sind kalorienarm,
- 2:47:57was dieses Getränk zu einer idealen Alternative zu herkömmlichen Soft-Rings macht. Ein gesunder
- 2:48:02Genuss, der weder Geschmack noch Stil opfert. Red Moon Sparkling steht nicht nur für Qualität,
- 2:48:07sondern auch für Verantwortung. Nicht nur uns, sondern auch gegenüber der Natur. Die Apfelbäume
- 2:48:13sind robust und benötigen deutlich weniger Pflanzenschutz als herkömmliche Sorten. Das bedeutet
- 2:48:18nicht nur Schutz für die Umwelt, sondern auch eine bessere Qualität der Früchte. Die Zusammenarbeit
- 2:48:23mit lokalen Landwirten sichert die Einhaltung nachhaltiger Methoden und fördert gleichzeitig
- 2:48:27die regionale Wirtschaft. Lass uns endlich alternativen, lass uns die Vielseitigkeit. Lasst uns das neue Jahr
- 2:48:33mit dem Red Moon Sparkling feiern. Egal, ob als alkoholfreier Apparativ, als Basis für kreative
- 2:48:39Cocktails oder als Begleiter zu selbst fordernden Gerichten hat man mit dem Red Moon Sparkling
- 2:48:44nicht nur einen Trend erkannt, sondern diesen auf ein neues Niveau gehoben. Es ist ein Getränk,
- 2:48:50das die Eleganz eines klassischen Schaumweins und die gesundheitlichen Vorteile eines Naturproduktes
- 2:48:55verbinden. Ein Vorreiter, der zeigt was möglich ist, wenn Tradition und Innovation aufeinander
- 2:49:00treffen. Red Moon Sparkling ist mehr als ein Getränk, es ist ein Statement und ich würde mich freuen,
- 2:49:05wenn ihr euch inspirieren darauf einlasst. Vielen lieben Dank dafür und noch ein großes
- 2:49:10Dankeschön dem deutschen Importeur, dem Handelshaus Segnetz.
- 2:49:13Da finde ich es ist aber ganz wichtig, dass jemand aufgreifen und weiter tragen kann. Also dass du als
- 2:49:27diejenige, denjenigen ernst, ja aber du bei deinen Cousins, ich sehe die bei euch dabei, halt die Ernst
- 2:49:33nimmst und sagst, okay wie können wir das jetzt weiter spielen und das nicht in dieser Schaumgrund-Bier-Situation
- 2:49:38verstumpfen lässt oder irgendwie versiegen lässt und dann kann man ganz viel aus Wein machen.
- 2:49:43Weine hat für mich eine Faszination, dass man das Gefühl hat, wenn dir jemand ein Glas Wein
- 2:49:48einschränkt, reicht, hat man fast eine freundschaftliche Verbindung zu dem Wein verbindet irgendwie.
- 2:49:52Wenn jemand dir einen Saft bringt, dann sagst du ja danke und super, aber bei Weine hat das so was
- 2:49:58und eben auch diese kommunikative, dass es über die Tische auch hinaus kommunikativ ist. Das hast du bei
- 2:50:03Whisky vielleicht nicht, bei Jinn nicht, dass man über den Tisch redet und sagt, was hast du hier
- 2:50:08und riecht mal dort und hier, das ist auch für meine Flasche probieren, das ist für dich ganz,
- 2:50:12ganz toll, aber es gehört eben auch diese Verantwortung mit dabei, darüber reden zu können
- 2:50:16und zu wollen und jeden auch ernst zu nehmen. Also wenn jemand eben sagt hier, ich trink Rosé
- 2:50:19lieblich, dann nicht zu sagen, oder ich primitive oder so, sondern jeden in seinem Geschmackspiel
- 2:50:25abzuholen, dann eben auch zu begleiten und weiterzuentwickeln. Und halt nicht immer so selber sich selber
- 2:50:29zu ernst nehmen und zu sagen, so ja, oh mein Gott, wie kannst du das trinken? Das bringt ja nichts.
- 2:50:33Also einfach genau wie du richtig sagst, Leute einfach ernst nehmen und ich denke, dann ist schon
- 2:50:38viel geschafft. -Glaub ich auch. Was hast du als Ausgleich? Das klingt ganz viel Wein, ganz
- 2:50:45viel Social Media, ganz viel Arbeit. -Wisst du, was ist für 2024? Ich schrebe mir am Ende des Jahres
- 2:50:51meine Jahresziele auf. Ewa egal. Und dann habe ich mir draufgeschrieben. -Machst du auch,
- 2:50:56hast du letztes Jahr dann auch hingeschrieben, was davon erreicht das? -Ja, ich streiche das dann
- 2:51:01immer durch. -Ah, schön, wow, cool. -Letztes Jahr habe ich gesagt, ich möchte meinen ersten Online-Kurs
- 2:51:05auf den Markt bringen und dann habe ich, das ist dann so geil, wenn er dann am 17. November als das
- 2:51:10Ding online gegangen ist, habe ich das einfach durchgestrichen und dann war ich so, wow, was man
- 2:51:15alles in einem Jahr schaffen kann. Und natürlich gibt es auch Ziele, die vielleicht zu hoch waren.
- 2:51:20Muss mal sagen, okay, vielleicht ist das Jahr, setzt ein bisschen niedriger an, mein Papa hat
- 2:51:26immer gesagt, Zink Big. Manchmal habe ich vielleicht bis zu groß gedacht, aber egal. Und dann habe
- 2:51:34ich mir letztes Jahr, du wirst lachen, das ist vielleicht super traurig. Ich habe letztes Jahr auf
- 2:51:39meine Liste geschrieben, also 2023/2024 habe ich mich hingesetzt und auf meine Liste geschrieben.
- 2:51:45Ich mache immer eine berufliche Liste, eine private Liste, aber meine private Liste stand drauf,
- 2:51:49eine Hobby finden. Weil ich weiß nicht, mein ganzes Leben ist im Rhythmus von Wein, Essen, Reisen,
- 2:52:00also Koordinarik und das erfüllt mich so sehr und dann denke ich mir manchmal aber so normal,
- 2:52:06das ist im Jahr auch nicht nur so. -Aber warum eigentlich nicht? Also zum einen Wein und Reisen und
- 2:52:11das ist ja das Kernhobby von vielen, also der Lebenstraum von vielen. Du verbindest dann irgendwo,
- 2:52:17du hast ja, ich weiß nicht, ob ich etwas jetzt sagen dürfen und du hast den Hund. -Ja, das ist ja
- 2:52:21auch eine Sache, dass meine Mutter so, du hast doch einen Hund, das ist doch deine Hobbyin. Ich
- 2:52:24bin ja stimmt eigentlich schon. -Daher gehst du spazieren, gehst raus und so weiter, also von dem
- 2:52:28hast du daher eine Hobby, dann das was viele als Hobby machen, machst du halt all day. -Ja,
- 2:52:35doch ich habe eine Sache, die ich unglaublich gerne mache und das klingt total langweilig,
- 2:52:40aber ich gehe super gerne spazieren und zwar nicht mit Kopfhörern, sondern ich gehe sehr gerne
- 2:52:44spazieren, vielleicht mit meiner Kamera fotografiere, super gerne und lasst alles so auf mich wirken.
- 2:52:50Es ist fast so ein meditative spazieren gehen, aber schnelle spazieren gehen, also schon so
- 2:52:54spazieren, wir nennen das Walken oder was, genau, so Walken und einfach so bewusst, einfach so in
- 2:53:02sich ruhen. Das klingt total cheesy und so von, oh mein Gott, ey. -Du für dich oder beobachtend? Also
- 2:53:08wir Kamera da wahrscheinlich beobachten, da war sonst, also bist du deine Eigenkehr da, wenn du
- 2:53:12spazieren gehst oder bist du? -Ja, ich bin dann immer so für mich und ich brauche da auch gar nicht,
- 2:53:15ich hänge also meinen Gedanken hinterher und dann weiß ich nicht und das ist so für mich,
- 2:53:18so spazieren gehen, schnelle spazieren gehen, mit einem Siggi, also mit einem Hund oder ohne Hund
- 2:53:23und einfach so Leute beobachten, weitergehen, reflektieren, was weiß ich, das klingt total
- 2:53:29wie gesagt cheesy, wenn man sich das jetzt so anhört, aber das ist so etwas, was ich total
- 2:53:34gerne mache und ich kann stundenlang laufen. Also laufen hat mich noch nie, komm wahrscheinlich vom
- 2:53:38Service, laufen hat mich noch nie in irgendeiner Weise, macht mir Spaß. Also wenn da jemand sagt so,
- 2:53:45ja, da sind aber drei Kilometer, sagst du ja, unten, da laufen wir grad mal gerade, das ist so etwas,
- 2:53:51was ich sehr gerne mache. -Hey, ich habe keine Sozialsorge jetzt um dich, also ich finde, da hast du
- 2:53:54schon den Hobbypart schon ganz gut. -Echt? -Ja, ich dachte halt so klare, nette Spiel. Nee, ich will
- 2:54:02vielleicht mal, ich will vielleicht mal meine Freunde mit zum Geburtstag letztes Jahr einen Duftkerzen
- 2:54:07Workshop geschenkt und sie meinten, das klingt total blöd, aber da kann man auch Wein trinken,
- 2:54:10ist ja geil. Also ich würde gerne mal irgendwie was ausprobieren. -Ja, aber dafür kommt manchmal
- 2:54:18die Zeit, da würde ich nicht mehr... -Töpfern muss cool sein. -Ja, ich wollte es mal ausprobieren,
- 2:54:22Töpfer, ja. Also es ist nicht so mit so Klangmusik und so, aber er will mal so eine Tasse machen.
- 2:54:26-Komm, komm mit der Zeit. -Was hast du denn für Hobbies? -Surfen, also ich liebe Surfen,
- 2:54:31allen Facetten, Wellenreiten, Windsurfen, Traderlarkheiten, habe ich mal angefangen, habe ich mich
- 2:54:35nicht weitergemacht, aber... -Ein, ich kann mich nicht gar nicht auf... Also es ist aber nicht
- 2:54:38blöd gemeint, ich kann mich gar nicht auf den Surfrad vorstellen. -Völlige Ordnung, also da her...
- 2:54:41-Du bist so richtige Athlet, du schirst so drauf und wahnsinn. -Ja, also ich habe es... Also in dem
- 2:54:47beruflichen und mit Kinder und Familie blieb das so ein bisschen auf der Strecke. Ich habe dieses Jahr
- 2:54:53zwei Wochen, drei Wochen Portugier verbracht und war da wieder mal, also Naseri und so weiter,
- 2:54:59die sind nur im Winter, ich war im Sommer, das ist dann für Kinder, also daher...
- 2:55:04-Ich mach die nächste Flasche auf. -Richtig schön, also das finde ich ganz großartig.
- 2:55:08Ich habe ein Gitarre spielen angefangen, das finde ich halt... -Das habe ich mal gemacht mit 12,
- 2:55:13und dann war ich zu... -Ich habe jetzt 2000 eine Gitarre gekauft und wollte Gitarre lernen,
- 2:55:18es hat halt bis 2022 gedauert, bis ich wirklich angefangen habe. Ich habe die halt immer mit umgezogen,
- 2:55:23aber dann hat es angefangen und das mache ich total gerne, dann... Ich liebe halt mein Beruf, egal ob
- 2:55:29das Wein ist oder eben das mit dem Podcast oder sonstiges mache ich total gerne, aber
- 2:55:34als Zwischendurchschreiben liebe ich meine Familie, das ist mein großes Hobby, wenn ich da für die
- 2:55:38da sein kann. Also daher freue ich natürlich sowas, Joggen finde ich großartig. -Schon sportlich
- 2:55:46hier. -Ja zu wenig eigentlich, aber jetzt sehe ich ja nicht jeden Tag. -Mehr geht immer.
- 2:55:53Mein Exchef im Verkauf hat immer zu mir gesagt, wenn es denn irgendwie deprimiert war und ich habe
- 2:56:00irgendwie nichts verkauft, dann hat er immer zu mir gesagt, Lisa, nicht verkauft, hallo schon.
- 2:56:04Und es war nicht so süß und der war immer so der René, der war echt cool und das war immer so,
- 2:56:10der hat immer aufgebaut, ich habe nichts verkauft und er so, Lisa, nichts verkauft, hallo schon,
- 2:56:14morgen ist ein neuer Tag. Das finde ich so cool und das denkt man sich ja ganz oft so, ja ich könnte mehr
- 2:56:18Sport machen, ich könnte mehr arbeiten, ich könnte dies, das, ananas, ja aber nicht gearbeitet,
- 2:56:21haben wir schon und keinen Sport gemacht haben wir auch schon, also von da an ist ja alles irgendwo
- 2:56:26ein Teil vom Prozess und von da an. -Was wärst du für ein Wein, wenn du Wein wärst?
- 2:56:30Kommen diese auch technisch, also die Frage von dem, ich wärst riesling. -Ja, weil ich so viele,
- 2:56:37weil ich so viele Gestalten annehmen könnte. -Ja, aber warum bist du dann kein chenille blanc,
- 2:56:41wenn du so viele, kann chenille blanc ja auch? -Ja, aber ich finde chenille blanc ist sich so
- 2:56:49expressiv, ich finde chenille blanc ist immer so ein bisschen so im Kämmerlein,
- 2:56:53so ein bisschen im Kämmerlein, kommt irgendwann raus, macht vielleicht auch mal ein Süßwein
- 2:56:58und so, aber ist wesentlich verhalten, schüchterner und ich glaube, ich wär eher ein riesling,
- 2:57:06weil riesling so kann jeden tag was anderes spielen, was sein, kann man gabin nicht schön sein, kann man
- 2:57:11auslesen sein, kann man leise sein, kann man laut sein, kann man eher das rauskitzeln, wo wir
- 2:57:17dann immer vergessen, dass riesling auch eine Bukettrebsorte ist und kann aber auch wieder so
- 2:57:21richtig so stehler und maskulin sein, filmen sein und das finde ich an riesling schon beeindruckend
- 2:57:26und das wäre wahrscheinlich dann, ich wäre wahrscheinlich riesling und du? -Was wärst du
- 2:57:29für ein riesling dann, also da, ich antworte gleich drauf. -Ja, würde ich mich nicht festlegen drauf,
- 2:57:33ich würde sagen, ich bin erstmal nur die rebsorte riesling und dann gucken wir mal. -Aber auch so
- 2:57:37ein, also würdest du dich daran nicht stören, dass es extrem polarisierten, dass Leute Vorurteile
- 2:57:42haben, insofern sagen, der ist sauer, zu viel Säure, nee mag ich nicht, trink ich nicht,
- 2:57:47also das wäre für dich dann eher egal. -Ja, weil das ist ja jetzt auch so, also ich,
- 2:57:54das ist ja so. -Würdest du so mitstimmen? -Ja, so würde total stimmen, weil Leute hören mich,
- 2:57:59sehen mich, keine Ahnung, sehe meine Arbeit und urteilen, ohne sich vielleicht mit mir
- 2:58:03beschäftigt zu haben oder mir mal guten Tag gesagt zu haben und von da an passt das mit der
- 2:58:08rebsorte. -Also, ich, dummerweise mein Format ist, weil ich die Frage schon auf das beantworten
- 2:58:14will, die auch rückgeschlecht ist, unter anderem in der letzten Folge, wo ich mit Billy
- 2:58:18im Adler, ja mit Billy Wagner im Adler war und ich fände Scheuräbe. -Du hast eine Scheuräbe.
- 2:58:24-Ich fände Scheuräbe, ja. Ich auf der einen Seite mag anderen zu gefallen, nicht insofern,
- 2:58:30dass ich attraktiv für andere sein möchte, sondern einen schönen Moment schaffen möchte.
- 2:58:32Das finde ich ganz wichtig, deswegen bin ich unglaublich gerne im Service gewesen, also
- 2:58:36keiner gewesen, wenn ich an einen dienlich sein möchte, ist vielleicht die schönere Formulierung
- 2:58:40und trotzdem eine gewisse Potenzialhabe, eine gute Entwicklungsfähigkeit, eine gewisse
- 2:58:46Authentizität, die herkommt oder das Umfeld ganz gut reflektieren kann und auf mein Umfeld
- 2:58:52eingehen kann. Daher finde ich Scheuräbe relativ cool und eben auch verkannt. -Man merkt, du
- 2:58:58hast die Frage schon auf der Beantwortung, aber macht es Sinn? -Wir haben jetzt jetzt gelangweilt
- 2:59:01oder nein? -Nein, ich finde es war nur, du wirst noch mal sehr gesetzt und ich sage,
- 2:59:05also ja, macht aber alles Sinn. -Ja. -Isst die Aussprache für dich wichtig? Du hast
- 2:59:10gerade Bouquetrebsorte gesagt. Sag mal Bouquet oder Bouquet, bzw. die Frage geht weiter.
- 2:59:15-Deutschland sagt man Bouquet. -Sagt man. -Bouquet ist die Bouquetrebsorte. -Ja, katholisches
- 2:59:18Bouquet, das stimmt. -Genau, in Deutschland ist es die Bouquetrebsorte. -Aber sagt man
- 2:59:22Mineralität oder Mineralik? -Ich sag gar nicht Mineralisch. Ich finde das Wort so scheiße.
- 2:59:28-Ja, ist aber wirklich, also jeden, den du fragst, ja du, du weißt es auch nicht, jeden,
- 2:59:33den du fragst, der weiß es nicht. -Gute Frage. -Die Einsamen Mineralität, die anderen sagen
- 2:59:36Mineralik und keiner hat eine Ahnung. -Ich glaube, es kommt auch an welchem Satz oder
- 2:59:41welche Konstellation, die Mineralik oder die Mineralik eines Weins oder die Mineralität
- 2:59:49eines Weins, nee, macht gar keine, nee, du sagst so scheiße gar, nee, dann weiß ich auch
- 2:59:52nicht. -Machst du über Gedanken oder sowas? Also gerade jetzt machst du die Gedanken über
- 2:59:55sowas, über die richtige Aussprache, über die richtige Wortwahl oder bist du da einfach,
- 3:00:01jetzt auch gerade im Podcast. Also ist das für dich dann wichtiger, wenn du sagst,
- 3:00:04jetzt kann ich nicht rausgehen. -Ja, du hattest ja auch Eingangs gesagt, dass man ja auch lernen muss,
- 3:00:12sich selber zuzuhören, sich selber zu akzeptieren, ein Foto und Videos und ich spreche halt wie ich spreche
- 3:00:20und das gefällt mit Sicherheit nicht jedem und ich bin ja jetzt an einem Stein alt und ich rede halt,
- 3:00:26wie mir der Schnalbel gewachsen ist. Natürlich, wenn ich mir dann manchmal ein Podcast anhalle,
- 3:00:30denke ich so, Alter, wieso hast du das nicht wirklich gesagt, so, ne? So einmal weniger "Fuck
- 3:00:34Hats" auch getan, aber "Fuck Hats", ne? Also, aber ja, rückblickend, ja klar, denke ich, mach ich mir
- 3:00:43schon Gedanken darüber, was ich dann so von mir gegeben habe oder so, nur vielleicht so 10
- 3:00:46Minuten denke ich, ja komm, ist jetzt auch egal. Aber was ich gemacht habe, das ist durchaus,
- 3:00:51ich habe, bevor ich angefangen habe, mit Edik Kalltischem Podcast zu machen, habe ich ein
- 3:00:56Rhetorikkurs gemacht, der hat mir sehr viel gebracht und da habe ich mir dieses M abgewöhnt.
- 3:01:02Wie kam man das? Also, super witzige Übung. Du hast ja für schon bezahlt, kannst du daran auch
- 3:01:08teilhaben lassen? Ja, ja, klar, gar kein Problem, gegen eine Woche lang es war, es war richtig weird.
- 3:01:13Ich habe gerade auch gedacht übrigens, dass mir das Glas zu groß ist für den... Ich habe mir
- 3:01:17gegen das am Anfang total verkannt, das fand ich ganz witzig und deswegen wollte ich Ihnen
- 3:01:22teilen, wollte ein anderes Glas geben. Ich habe irgendwie, ist ja gerade so ein bisschen verloren.
- 3:01:26Das ist blau-fränkisch. Schöner Wein, wollte ich gerade sagen, also Wachta Wiese ist natürlich
- 3:01:31top Betrieb. Euer Haus in Hofwein, habt ihr einen Alltagswein? Hast du einen Alltagswein?
- 3:01:36Von Wachta Wiese ab Elke Stein. Ich habe ja auch ein Alltagswein, ne, ich habe auch ein Tagesverfassungs-
- 3:01:45Jürgen ist ein Alltagswein. Ja, ja. Liebe Grüße an dieser Stelle, falls ihr jeden
- 3:01:48Polen ihr habt, ihr habt ja auch einen Jürgen. Ja, Jürgen, wir Jürgen. Das ist immer so schön,
- 3:01:52ich kam letztes Jahr nach fünf Wochen wieder nach Berlin und ich war es unterwegs, beruflich,
- 3:01:56da war ich immer auslädt, blah, blah, blah, egal, das ist kein... Und dann bin ich nach Berlin gekommen
- 3:02:00und dann gehe ich immer zuerst zum Jürgen und sage erst mal, hallo, guten Tag, Herr Nachbar,
- 3:02:05ich bin dann auch wieder da, sag der Kind, ich habe gerade was gekocht, willst du nicht was missessen?
- 3:02:09Ich setne mich nicht. Bolognese und dann saßen wir halt auch, da haben Flächen Rotwein getrunken
- 3:02:15und haben erzählt und über den Wein und aber natürlich auch was so gerade abgeht und dann
- 3:02:20Bolognese getrogen und das war... Bolognese gegessen natürlich und das war... ist immer so schön,
- 3:02:25ne, wenn man so... Ist nach Hause gekommen. Ja. Und wenn dann so ein erweitertes Detail des
- 3:02:30Zuhauses ist, das spricht an Kiet, das ist ja... Dementsprechend wirklich liebe Grüße an Jürgen,
- 3:02:34weil ich bin, das ist immer schön. Und Alltagswein? Nee, habe ich wie gesagt nicht. Also,
- 3:02:39tatsächlich ist es... witzigerweise so Bella Joschka ist für mich so mein Brot und Butter,
- 3:02:43Alltagswein, wenn ich tatsächlich mal irgendwas Rotes trinken sollte. Ich trinke viel Rot,
- 3:02:49aber ich habe keinen wirklichen Alltagswein, das ist bei mir einfach davon abhängig, worauf ich
- 3:02:55Lust habe. Ist es auch nicht irgendwie klasse, weil das ist jetzt auch nicht Brot und Butter für
- 3:03:00250? Nee, nee, genau. Also, das ist... Also, hier lang für den Wein, große Freude. Ja, nein, ich dachte,
- 3:03:05hier, der Silvia kommt nach Berlin, da muss man was entkorken. Das ist jetzt Riet Seibritz,
- 3:03:11genau 219, Eisenberg-Daserf. Und 219, eigentlich hatte auch noch den 218er Eisenberg tatsächlich
- 3:03:19da, aber 218 ist mir oft bei... Wachler-Wiesler sehr gut gelungen, aber 218 ist das nicht mal mein
- 3:03:25Lieblingsjahrgang. Und danach mache ich den 219er Seibritz auf. Ich finde, Seibritz ist immer zu
- 3:03:29beginnen schon ein bisschen verschlossener und kommt dann mit Luft und kriegt dann so eine
- 3:03:36Würze und so was. Ich finde Seibritz sehr schön, aber für mich manchmal schwierig zu fassen. Es sind
- 3:03:43auch Weine von Wachler-Wiesler, die ganz oft auch launisch sind, mal präsentieren, die sich so
- 3:03:47im Glas. So wie jetzt, ich habe das Gefühl, der kommt grad nicht so wirklich in Fahrt, der braucht
- 3:03:50irgendwie. Und dann hast du wieder so einen Tag, wo die Weine so krass strahlen. Und Weinberg und
- 3:03:58Eisenberg sind eigentlich so meine 2 Lieblingskinder. Und Seibritz ist für mich immer noch so ein...
- 3:04:02manchmal ein Buch mit 7 Siegeln. Ja. Sehr, sehr spannend. Interessant, der Wein.
- 3:04:09Und hat auch, was ich bei Blaufränkisch so faszinierend finde, ich habe erst blaufränkisch
- 3:04:19angefangen zu trinken bzw. mich blaufränkisch auseinanderzusetzen, seit ich so ein Österreicher
- 3:04:24an der Backen habe. Und es ist schon krass. Und wir haben, wenn wir bei Freunden sind,
- 3:04:30verkosten wir immer blind und wir trinken natürlich alle irgendwo am Ende des Tages dann doch das
- 3:04:36Gleiche im Sinne von, es steht dann Pirmont auf dem Tisch, also die üblichen Verdächtigen.
- 3:04:41Und wir haben immer einen Piraten drin und wir haben immer einen Wachler-Wiesler-Piraten drin.
- 3:04:45Und obwohl wir das ja sogar hinten wissen, so, das müsste doch jetzt eigentlich Wachler-Wiesler
- 3:04:50sein, wir kommen nie drauf, weil blaufränkisch sich... es ist nicht immer Wachler-Wiesler,
- 3:04:57aber es ist immer blaufränkisch. Und blaufränkisch ist eine unglaublich spannende Rebsorte und kann
- 3:05:04so viele Charaktere auch spielen. Und ich bin so oft blind dann irgendwo bei Nebbiolo,
- 3:05:08im Pirmont oder was weiß ich, oder letztens waren wir in Wien, letztens war es schon wieder ewig,
- 3:05:14ja, waren wir in Wien auf einer Verkostung begund und dann haben sie auch zum Schluss ein Piraten
- 3:05:20eingebaut. Es war auch blaufränkisch und... In einer Pinot Verkostung? Wie ging das?
- 3:05:25Und alle waren so, nein, das ist Pinot! Hatte es Pinot? Ich habe gedacht,
- 3:05:31ich fange gleich alle mit Tischen und Stühlen an zu schmeißen. Das war eine richtige Empörung,
- 3:05:36das hat Willi gesagt, das ist kein Pinot. Ich habe auch gesagt, das ist kein Pinot,
- 3:05:38also eigentlich hatte man... egal, wurscht. Aber er hatte eine unglaubliche Illiganz,
- 3:05:42Strahlkraft, Feindliedigkeit und das finde ich bei Missie Schlögel echt immer bewundernswert,
- 3:05:51weil er seine Kameraden aus dem Bogenland schon echt alle kennt und das ein sehr guter Verkoster
- 3:05:54ist und ich wusste, dass es blau... ich habe vermute, dass es blaufränkisch... ich wusste,
- 3:05:59dass ich sehr gelogen habe, ich habe vermute, dass es blaufränkisch ist. Als Willi dann meinte,
- 3:06:03er glaubt auch, dass es blaufränkisch ist, hat er einfach auch dann halt das Weingut
- 3:06:06genagelt, weil er genau wusste, wer diese Art von Blaufränke spielen kann. Weißt du noch, wie es war?
- 3:06:12Ich meine, es wäre Schuster gewesen. Krass. Ja, und das finde ich schon krass. Also blaufränkisch
- 3:06:25hat immer wieder Erkennungswert, aber kann halt auch einfach je nach anderem Ausbau total verrückt
- 3:06:31sein. Aber in die Richtung Pinot hätte ich nie gesteckt, also... Nein, nein. Gibt es für dich
- 3:06:38Situationen, wenn Wein überhaupt nicht passt? Also wenn du sagst... Aber die arbeiten muss. Ja. Also dann,
- 3:06:43wenn ist Nogo und... Also in den Phasen, wo ich viel arbeiten muss, wo ich viel Stress habe,
- 3:06:50kann ich gar kein Alkohol trinken. Dann sage ich wirklich, da kann ich kein Alkohol trinken,
- 3:06:55weil ich vertrage eh nicht viel und wenn ich dann aber mich konzentrieren muss, arbeiten muss,
- 3:07:00weiß, ich muss knüppeln, dann... Nee, das gehe gar nicht. Weil du bist am nächsten Tag, und wenn
- 3:07:09nicht nur ein Glas ist, da kann man mehr erzählen, was man will. Du bist nicht gerät, das würde ich
- 3:07:14nicht sagen, aber du bist vielleicht nicht ganz so leistungsfähig, als hättest du dir in
- 3:07:17Pfeffer-Münztee gemacht, sagen wir mal so. Und das kann ich nicht. Arbeiten und Alkohol,
- 3:07:22auch im Service koche ich das nie. Und ich musste, als mein Vater verstorben ist, bin ich ja dann in
- 3:07:27die Küche gegangen und hab dann ein halbes Jahr geschickt und alles gemacht. Und wenn du so ein
- 3:07:33Service, da haben wir dann so, kennst du selber Leerlaufars, hast du mal vielleicht ein Gläschenseck
- 3:07:37getrunken, kleiner Kreislaufanheber, was auch immer wie man das nennen will. Und weil du alles
- 3:07:42aus dem FF konntest, so, das war jetzt nicht so, dass dich so ein Gläschenseck oder ein halbes
- 3:07:47Gläschenseck irgendwie aus dem Konzept gebracht hätte. Und dann musste ich in die Küche oder bin
- 3:07:53in die Küche gegangen und ich kannte zwar jeden Handgriff meines Vaters und ich wusste, wie was
- 3:07:59angerichtet wird und alles drum und dran. Das ist aber eine andere Form der Konzentration. Dieses
- 3:08:04Töpfelgeklapper, die Service gelabert dich voll, kautieren Ohr ab, die Bongleiste hängt voll und so.
- 3:08:11Und ich fässe da, meine Mutter hat mir so ein kleines Pilzmer hingestellt und habe ich einen
- 3:08:14genippt von und gesagt mal, kannst du gerade wieder abräumen? Geht gar nicht. Also da bin ich
- 3:08:21auch echt eiser und das funktioniert bei mir nicht auch als Buch geschrieben habe. Ich glaube,
- 3:08:25die krassesten Tage waren 20 Stunden, wo ich echt wie eine Bekloppte vor den Rechner hinkam und
- 3:08:29getippt habe, weil du das mal das Kript abgeben musstest und hätte ich da Alkohol getrunken und
- 3:08:35hätte ich ein Laptop zugemacht und geschlafen gegangen. Wie lange hast du für das Buch gebraucht?
- 3:08:38Also war es ein Prozess oder war das über eine lange Zeit, wo du erst gesammelt hast und so
- 3:08:45und zusammengetragen? Also das war mein erstes Buch und ich würde nichts von dem, was ich in dieser
- 3:08:50Zeit gemacht habe, nochmal machen. Ich hatte, ja, du kriegst den Autorenvertrag, dann hast du das
- 3:08:56Thema und dann heißt es ja dann mach mal. Aber da ist ja nicht so, dass sich jemand an die Hand nimmt
- 3:09:00und sagt so, Luisa, heute schreiben wir dann mal die Einleitung. Guck mal hier, hast jetzt hier vier
- 3:09:06Stunden Zeit, hey, da musst du alles, musst du dich irgendwie kontakt selber organisieren, gucken,
- 3:09:10welche Struktur für dich passt und das war alles beschissen, was ich da gemacht habe. Also wirklich
- 3:09:14echt nichts davon würde ich wieder so machen und ich musste vielleicht von der Arbeitsart oder
- 3:09:20von dem, was von dem Produkt, was rauskommt? Nein, von der Arbeitsart. Von der Arbeitsart, wie was
- 3:09:26angehen, wann, wo, wie. Ich habe sechs Monate nur Schreibprozess gehabt und ich hatte eigentlich
- 3:09:34zwölf Monate Schreibprozess gebraucht, um Sachen wirklich nochmal einfach durchzustreichen, neu
- 3:09:40zu machen. Und das habe ich auch gemacht und ich habe das auch hinbekommen in diesen sechs Monaten,
- 3:09:44aber ich hätte mir selber die Zeit einräumen müssen oder hätte die Zeit vom Verlag gebraucht,
- 3:09:48zu sagen, nee, das wird auf dich zukommen, du wirst alles wieder verwerfen und neu machen und
- 3:09:54das hat mir nicht das Genick gebrochen, ich habe es ja erfolgreich auf den Markt gebracht, aber das
- 3:09:59war so zum Schluss, wo ich gesagt habe, oh Scheiße, hätte ich jetzt ein bisschen mehr Zeit, dann
- 3:10:01müsste ich nämlich jetzt nicht 20 Stunden vom Rechner hängen und jetzt alles auf Kante machen,
- 3:10:05sondern hätte einfach mehr Möglichkeiten, das dann nochmal in Ruhe zu machen, nicht weil wahrscheinlich
- 3:10:10ein anderes Produkt rausgekommen wäre, aber die Belastung dieser Stress, das war schon heftig,
- 3:10:14ich habe sechs Kilometer zugenommen in der Zeit, ich habe mich ja null bewegt, ich habe aber auch
- 3:10:18wenig gegessen, muss ich jetzt ehrlich sagen, aber ich saß einfach nur, ich saß einfach nur sechs
- 3:10:23Monate auf meinen zwei Pro-Backen und habe getippt und das war irgendwie geil, als es fertig war,
- 3:10:31also wenn er dann sagt, das ist ja wie eine Geburt, er hält das einfach nur dann überspitzt,
- 3:10:35ich habe keine Kinder, um Gottes Willen, aber da hält das immer dieses Werk dann in den Händen,
- 3:10:39da wollte ich so und so heulen, ich war so fertig mit den Erfen, wirklich.
- 3:10:42Aber da fehlt dir auch was danach, oder? Also weil du ja dann ist es fertig und dann hast du diese
- 3:10:47Lehre dann dir dann irgendwann oder warst du trotzdem noch in anderen Prozessen so?
- 3:10:50Also das, was ich eher hatte, war, dass ich habe mir viele Bücher gekauft von Menschen,
- 3:10:56die schon Bücher geschrieben haben, die dir dann in den Buch gesagt haben, was dann auf dich zukommen
- 3:11:00wird, wenn du veröffentlicht hast, und da stand unter anderem auch drin so, du wirst nie zufrieden
- 3:11:05sein. Und das ist bei mir so etwas, also ich war nie zufrieden, auch jetzt, wenn ich das Buch
- 3:11:15aufschlage, sage ich, naja, der hätte ich dann mehr, das hätte ich dann mal, du wirst nie zufrieden sein,
- 3:11:18dann passt das Koffer nicht, dann ist das, dann ist dies, dann ist jenes, wir haben jetzt sechste
- 3:11:23Auflage gedruckt. Die sechste? Boah, was für eine Erfolgsgeschichte. Wobei wir sagen,
- 3:11:28wir haben auch kleiner, ich bin nicht wie selber geiler darsteller als man ist.
- 3:11:33Ja trotzdem aber die Entscheidung von Verlag zu sagen, okay, mach noch eine Auflage, noch eine Auflage,
- 3:11:36noch eine Auflage, das ist ja halt, ja das Matter. Ja, wenn immer kleine Auflagen gedruckt,
- 3:11:41einfach, das finde ich würde ich auch immer wieder so machen, dass es immer wieder aktualisieren
- 3:11:46kann. Zum Beispiel, als ich im Schreibprozess war, da haben wir noch vom berühmten Sherry 3
- 3:11:51Ecke gesprochen und dann wurde 2022 Ende, wurde das ja erweitert auf die kompletten neuen Regionen
- 3:11:57und ich hatte natürlich in meinem Buch noch das Sherry 3 Ecke geschrieben, weil es gab nur
- 3:12:02diese spanischen Übersetzung und so weit bin ich dann halt nicht eingestiegen und ich war zwar in
- 3:12:06der Region, aber irgendwie, das war nicht schlecht recht erschiert vor mir, sondern es war schlecht
- 3:12:11kommuniziert, muss man wirklich ganz klar sagen. Ich wusste, ich hatte es nicht auf dem Schirm,
- 3:12:14obwohl ich mich seit wirklich vielen Jahren mit Sherry beschäftige und ich habe es irgendwie,
- 3:12:18es ist an mir vorbeigegangen, vielleicht habe ich doch scheiße, ich keine Ahnung,
- 3:12:21und dann habe ich halt das Buch geschrieben und dann war ich wieder in der Region und dann haben wir
- 3:12:26intensiv mal mit dem Konsortium gesprochen und dann habe ich gesagt, ah, jetzt verstehe ich das
- 3:12:30auch alles erst, weil ich immer, es ist ja, wo dürfen Trauben angebaut werden, wo darf Sherry
- 3:12:36vinifiziert werden und ich kannte die Region zwar, aber ich dachte, dass die nicht, dass die das gar
- 3:12:42nicht aus der Decke schreiben müssen, sondern dann war ich halt in Roter und dann habe ich Sherry
- 3:12:48aus Roter getrunken. Weil mir war zwar immer bewusst, dass die Trauben von da stammen dürfen,
- 3:12:54aber vinifizierten werden musste, ist im Sherry-Dreieck und dementsprechend durfte sich das dann auch
- 3:12:58dann erst nur Sherry nennen und jetzt gab es aber Sherry aus Roter und dann habe ich gesagt, okay,
- 3:13:02nee, also dann muss ich jetzt hinter mal einsteigen und dann hatte ich halt das große Glück,
- 3:13:08erste Auflage ist ausgelaufen und wir konnten das dann halt direkt übernehmen und das ist
- 3:13:12natürlich dann cool, dass du halt wirklich in meinen aktualisiertes Werk hast. Aber würde ich natürlich
- 3:13:16auch mal wieder eine erneuerte Aufgabe also wieder reinsetzen, wieder reinsetzen, wieder
- 3:13:20reinsetzen, wie werde ich jetzt mein M los? Ja, bitte? Wie werde ich mein M los? Also dein M,
- 3:13:25dein M wirst du los, also bei mir passiert es auch noch öfter, öfters, dass du wirst ein M los,
- 3:13:32indem du dich selber aufnimmst, also wir wurden aufgenommen während diesen Unterrichts und du
- 3:13:40musst irgendwie einen Vortrag vorbereiten. Der Vortrag, der kann über Hufferflogen gehen oder
- 3:13:46gar nicht, Linsen, weil ich gerade hier bei mir im Regal sehe, bereitz du vor, hast fünf Minuten
- 3:13:53Zeit, stell dich dann vor die Kamera und musst das Publikum überzeugen. Du musst einfach das
- 3:13:59Vortragen, als wäre es das geilste Produkt, guck dir das Hufferflogen an, guckt euch das mal an.
- 3:14:03Das ist halt die Pain oder? Ja, richtig, ja, richtig. Und weil du ja gar nicht so firm bist mit der
- 3:14:10Thematik, wirst du automatisch in die Lücken, die du versuchst zu füllen, ein M bauen, gerade wenn
- 3:14:15das wirklich ein Problem von dir ist, oder? Wir wollen wir noch immer. Und dann habe ich diesen
- 3:14:21Vortrag gehalten und dann guckst du das im Team an mit allen Teilnehmenden. Erstmal dich zu sehen,
- 3:14:28ist ja sowieso schon wirklich Strafe genug, und dann steht da aber noch eine Person,
- 3:14:33die wirklich nach jedem zweiten Vortrag, also ja, also M hat ja verschiedene Laute und jedes
- 3:14:43Mal, wenn das im Video vorkam, haben alle Teilnehmenden ein Zendstück in eine Metallschale geworfen.
- 3:14:51Wow, kling kling kling kling. Ja, das war die erste Liebung und ich glaube bei mir waren 40
- 3:14:59Zendstücke drin oder so, das war echt fies. Und dann musstest du einen zweiten Vortrag vorbereiten.
- 3:15:05Und jedes Mal, wenn du dann eben gesagt hast, und wurde es direkt beim Vortrag reingeschmissen,
- 3:15:10das bringt dich so dermaßen aus dem Konzept, du weißt am Ende gar nicht, wer was du da überhaupt
- 3:15:14vorgetragen hast. Und in dem Moment, als wir diese Übung gemacht haben, das schmerzt übrigens
- 3:15:19richtig, so ah fuck, in dem Moment, wo wir diese Übung gemacht haben, denkst du dir so, ihr habt
- 3:15:27ja auch nicht mehr an der Sauna, also wirklich auch ein bisschen mit euch los. Ey, und dann war es
- 3:15:33auf einmal wieder weg. Es war weg. Es war einfach weg. Das Unterbewusstsein, was das dann wahrscheinlich
- 3:15:40streicht. Und weißt du, was für schlimmer ist, wenn du dann anfängst, dir Podcast anzuhören.
- 3:15:46Und du hörst die ganzen Ems, du hast immer eine ganz andere Wahrnehmung dafür und du bist einfach so
- 3:15:52boah nee, pain, pain, pain, kann ich mich anhören. Das ist so krass. Also das ist echt wahnsinnig.
- 3:15:57Genau, was das im Unterbewusstsein auslöst und ich kann mir einfach keine Nade... Du hörst die
- 3:16:01Sendstückchen oder Klipper. Ja, es ist wirklich so jedes Mal so, ah, ah, hier ist so so Strohschläge
- 3:16:08im Körper und dann ist es so boah nee, es geht gar nicht. Und aber auch mit welcher, mit welcher
- 3:16:14Autorität, die die gesagt haben, M ist sprachlicher Abfall. Und ich so, naja eigentlich habt ihr schon
- 3:16:22recht, ne? So, wenn ihr eine Pause machen willst, mach eine Pause. Ja, war auf jeden Fall sehr,
- 3:16:26ja, du sagst gar nicht einen. Doch, ganz viel. Ja? Ja, wenn also, das ist große Problem ist ja
- 3:16:34beim, wenn man den Podcast bearbeitet, man muss sich selber hören. Also, da fällt ja so viel
- 3:16:40auf. Und dann fällt eines ganz krass auf. Also das ist, aber in dem Jahr jetzt habe ich versucht,
- 3:16:47mir das auch so langsam abzutrainieren. Ich finde aber, und das ist für mich, es geht sehr viel
- 3:16:52Spontanität verloren. In der Phase, wo du es abtrainierst, weil du ständig am... Du denkst, du denkst
- 3:17:00zu viel nach, ne? Ja, ständig. Ja. Du denkst zu viel nach, wenn du das was du sagen willst. Das legt sich
- 3:17:04aber und meine, meine, meine Mentoren, hat zu mir gesagt, Luisa, nimm dir doch einfach die Zeit,
- 3:17:13drüb, nicht, wenn du wirklich nicht weiß, was du sagen möchtest. Oder dir fehlt, dir fehlt das
- 3:17:19gerade irgendwie. Du hast angefangen, das geht mir ja immer so, ihr merkt ja auch beim Podcast,
- 3:17:24also jetzt gerade in dem Moment, ihr weiß jetzt wirklich, wie ich den Satz zu Ende bringen soll,
- 3:17:27dann habe ich früher halt immer Ems reingebaut und dann sagt ihr sie, das ist doch überhaupt nicht
- 3:17:32schlimm, nimm dir doch einfach aktiv eine Pause, um deine Gedanken nicht um zu sagen, nicht darüber
- 3:17:38nachzudenken, wie du etwas sagst, sondern darüber nachzudenken, was du eigentlich sagen willst.
- 3:17:42Und das ist, glaube ich, der entscheidende Unterschied. Und dann habe ich angefangen,
- 3:17:45mir aktiv diese Pause zu nehmen und der Witz ist, die Leute hören die auch mehr zu, weil die wissen,
- 3:17:49ah ja, die sind im Satz und ich finde, da kommt noch irgendwas. Das, und das finde ich auch bei
- 3:17:53anderen Menschen total beeindruckend, wenn die einfach bewusste Pause machen, kurz überlegen.
- 3:17:57Auf dem Zuhörer in der Auszeit schenken, dem Augenblick und genau, ja und das finde ich total
- 3:18:03faszinierend und mir kommen die Pausen ja nur so lange vor. Also wenn ich eine Präsentation halte
- 3:18:11und ich mache eine Pause, die denken jetzt auch, ich weiß nicht, aber mir kommen die Pausen nur so
- 3:18:15lange vor. Für die Hörerinnen ist das ja gar nichts. Können wir die nacharbeiten? Ja, ja.
- 3:18:22Beeindruckt dich jemand sprachlich? Also wenn du zuhörst oder wenn du... Alle Menschen beeindrucken
- 3:18:28mich, bei denen ich nur ansatzweise der Meinung bin, boh, der ist so eloquent. Wie heißt das zum
- 3:18:33Beispiel? Also wen du... Alle Menschen, die irgendwie Gescheite reden können, als ich,
- 3:18:37finde ich beeindruckend. Ich habe, ja es gibt, also ich glaube, dass Sprach auch einschüchtern kann.
- 3:18:44Es gibt zum Beispiel so, zum Beispiel Sophie Passmann. Ich weiß nicht, wie ich mit dir reden soll.
- 3:18:50Weil die Frau ist intelligent und weiß sich auszudrücken und ich habe immer das Gefühl,
- 3:18:55wenn ich mein Maul aufmache, dann kommt nur ein Scheiß raus und sie ist aber so,
- 3:18:59da sitzt jedes Wort, die ist schlagfertig, die ist so gebildet, belesen und alles, was sie sagt,
- 3:19:05ist so wow. Und da schüchtert mich ein und gleichzeitig finde ich es aber auch beeindruckend,
- 3:19:11weil ich weiß nicht, wie ich mit dir reden soll. Also ich habe keine Ahnung, wie ich mit der Frau
- 3:19:14reden soll, weil ich immer denke, ich klinge dumm und bla. Und dann gibt es aber auch... Und dann wiederum
- 3:19:21gibt es Menschen, zum Beispiel was Tara sagt, die redet so, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Da sind
- 3:19:27mir auch viel zu viele Ämste drin und manchmal denke ich so, boh, medelä, kannst du es auch nicht
- 3:19:30so viel sagen. Aber es ist halt nabba, weil die Frau ist ja nicht dumm, sondern die redet halt einfach,
- 3:19:36so wie sie das fühlt und wie sie das halt sieht und mit ihrem eigenen Vokabular ohne irgendjemanden
- 3:19:41beeindruckend zu wollen mit ihren Wortschatz. Das finde ich wiederum nabba und dann gibt es aber
- 3:19:47auch Menschen dazwischen, zwischen diesen zwei Extremen, die ich nicht, das meine ich jetzt nicht
- 3:19:53wert und übrige. Gar nicht, nein, es gibt so verschiedene Ausrichtungen, sich zu artikulieren
- 3:19:58und sich darzustellen und richtig kommunizieren. Und dann gibt es Menschen dazwischen, die sind so
- 3:20:02gesetzt in ihrer Sprache, in ihrer Journalität, in ihrer... Die sind Wortgewandt und die sind aber
- 3:20:08gleichzeitig auch so einfach, das sind einfach so einfache Worte, die sitzen und da macht ja dann viel,
- 3:20:13da ist ja dann ganz oft das wording nicht entscheidend, sondern halt eben die Journalität. Und
- 3:20:18was Tara sagt, hat ja ein Podcast und die hat ganz oft junge Menschen zu Gast, wo ich mir denke,
- 3:20:26ich weiß nicht, ob ich mit 21 so gesparte, wie versuchen kann und dann google ich die Leute und
- 3:20:31gucke so, hey wer saßt da, wie sieht die Person aus? Ich brauche mal ein Gesicht und dann gehe ich so,
- 3:20:36ja geboren 98 und ich bin halt so, was bitte, was? Also wirklich so, die sich so toll ausdrücken können,
- 3:20:46aber ohne Einstüchtern zu wirken, wort also wie gesagt die Journalitäten sitzen und so,
- 3:20:50ich bin so denke, oh mein Gott, also das finde ich beeindruckend, total. Ich finde das generell,
- 3:20:54ich höre Menschen sehr gerne zu, ich finde es total beeindruckend. Und wie Sprache festehen kann,
- 3:20:59das finde ich auch, oder? Also deswegen podcasten wir. Also ganz interessant, ich finde es manchmal
- 3:21:04wird so ausbruchsengesicht dazu, dass Gesicht entmistifiziert oftmals. Ja, total. Und das finde
- 3:21:10ich, man baut sich ja irgendwas auf. Manchmal kann es aber hinten losgehen, ne? Ja, deswegen, ja.
- 3:21:16Zum Beispiel Andreas Rückhardt, weiß ich, der Prime Podcast ist Zeit Verbrechen und der Andreas Rückhardt,
- 3:21:23der hat eine Art, etwas zu moderieren, zu sprechen, so ruhig jedes Wort sitzt. Da ist in allem,
- 3:21:33was er sagt, ist einfach ein roter Faden, in allem was er sagt. Und wir sitzen auf langen Autofahrten
- 3:21:40ganz aufeinander und dann gucken wir uns beide an, wie sie sich sagen, boah, der Andreas. Der Andreas
- 3:21:45ist einfach ein knallertüb, ne? Also, den kannst du so gut, ich finde, der macht das so seriös,
- 3:21:50so toll. Ganz, ganz, das ist zum Beispiel eine Person, wo ich sage, wow, toll, wirklich.
- 3:21:57Würdest du mit ihm gern mal ein Glas Wein trinken? Ja, mit dem Andreas würde ich sagen,
- 3:22:01an die, an die, wie beide, das sehe ich doch einfach. Immer, immer, nee, das muss ich ganz ehrlich
- 3:22:05sagen, ich finde, das ist auch so ein Mensch, der hat so eine Art zu reden, der, der, der wertet
- 3:22:11auch nicht. Also, der, man hört vielleicht, dass er so, naja, gut, kann man drüber nachdenken und so,
- 3:22:16aber er hat so was, so was Diplomatisches, finde ich total fasziniert. Also, mit dem,
- 3:22:22dem bisschen Wein trinken. Würde ich, würde ich nicht aus dem Konzept bringen, dass du das Gefühl
- 3:22:27hättest, du sollst Ben nicht schnell und er so überlegt und dass du, was du vorhin sagtest,
- 3:22:31vielleicht was Falsches sagen könntest oder gewertet. Nee, ich glaube nicht. Ich glaube, der Andreas,
- 3:22:36Andreas Stimme ist so eine Schulter zum Anlehnen. Schön. Nee, der hat, der hat echt so ein ganz,
- 3:22:41ganz tolles und ich glaube, da würde ich mich niemals fehlen am Platz fühlen, weil er bestimmt
- 3:22:45ein guter Zuhörer ist, wie gesagt, nicht wertend ist, mit Sicherheit nicht andere dumm darstehen
- 3:22:53lassen möchte und auf der anderen Seite, wenn er was sagt, da klebt man wahrscheinlich total an
- 3:22:59den Lippen und ich glaube auch, dass sich super viele Synergien ausgesprächen ergeben. Ich glaube,
- 3:23:04wenn ich jetzt ihn vor mir sitze, dann hätte ich vielleicht auch noch ein bisschen ruhiger.
- 3:23:07Ich glaube schon, nicht, dass er in seinen Gesprächen, das reine Mutmausung, so vorgeplant ist.
- 3:23:14Du meinst, dass du...
- 3:23:15Konzeptioniert, also alles so und du musst nicht mehr im Raster funktionieren.
- 3:23:19Also ich glaube schon, er ist der Co-Moderator, also natürlich, wenn er mit der,
- 3:23:23der heißt hier der Chefreporterin,
- 3:23:26er heißt Andreas Zurückhart und sie heißt,
- 3:23:33sie stellte die Fälle im Grunde genommen vor, also sie ist Host und er ist Co-Moderator,
- 3:23:37er stellt gezielt Zwischenfragen.
- 3:23:39Ja, also ich glaube schon, dass die einen roten Faden haben, also die haben natürlich
- 3:23:46ihr Konzept, was sie alles durchgehen müssen, das ist ja auch wichtig im Grunde genommen.
- 3:23:51Aber du hast ganz oft so noch eine Dynamik zwischen den beiden, wo du merkst,
- 3:23:56nee, das war, also da muss er jetzt nochmal nachhaken, er muss vor allen Dingen auch ganz oft
- 3:24:01bei der Rückhalt, wie heißt der mit Vornamen, egal, bei der Rückhalt ganz oft Nachfragen und sagen,
- 3:24:05eh, nee, ich glaube das versteht unsere Hörerschaft nicht, kannst du das vielleicht noch mal kurz erklären.
- 3:24:09Und ich glaube nicht, dass das Sachen sind, die, die aktiv, die gestaltet werden im Vorhinein,
- 3:24:16sondern die sich einfach aktiv im Gespräch ergeben.
- 3:24:18Ja und auch da ist er total souverän und, ja, es gibt eine Person, die du faszinierend findest.
- 3:24:24Eigentlich, also jeden, der mit Worten umgehen kann, in irgendeiner Form, der begeistern kann, der
- 3:24:31Menschen inspirieren kann, der gute Gedanken, gute Ansitzer hat, nicht den exemplarischen,
- 3:24:36also wahrscheinlich auch unterschieden zwischen beruflichen Menschen, wo man halt immer in seiner
- 3:24:43Blase dann irgendwo ist und andere Menschen, die einen momentan faszinieren oder punktuell faszinieren.
- 3:24:50Ich habe nicht dieses riesen Vorbild, diese Menschen, die mich geprägt oder begeistert haben,
- 3:24:54aber ich mag sprachlich feinsinnige Menschen und es muss nicht ruhig sein, es muss nicht durchdacht
- 3:25:01sein, es kann auch so lebendig wie du sein, sondern die anderen mitreißen irgendwie oder faszinierend.
- 3:25:06Ich verberde ja, ich finde auch so Menschen so beeindruckend, die so moderieren können,
- 3:25:11also moderieren so vor Publikum und die Leute so mitreißen, nämlich auch mal so, wow, also ich
- 3:25:16finde das sind so, ich finde das total faszinierend. Mir fällt jetzt Atok keine Person ein, aber...
- 3:25:21Wo ich mal nicht mal nach dem Schüssel suche und den Schüssel nicht finde, also auch bei einem...
- 3:25:25Günther ja auch, ich finde den Schüssel nicht, also weil es ist ja oder bei irgendwelchen Comedy-Stars,
- 3:25:34warum, was machen die damit, dass so fesselnd ist? Ja, ja, ja, Günther ja auch.
- 3:25:41Muss ja Technik irgendwie hinter sein, das ist natürlich, das kann man wahrscheinlich schon lernen,
- 3:25:45ja, das kann so mit Sicherheit lernen. So, Günther ja auch ein Keilflamm und die würde ich auch so
- 3:25:50eine Spade ziehen. Keilflamm finde ich so langweilig oder?
- 3:25:53Ich will nicht sagen, das ist so klassifizierend, das ist so ungerecht eigentlich, aber es...
- 3:25:57Das spricht dich nicht an. Das spricht dich nicht ab.
- 3:25:59... und spricht dich nicht ab, genau. Und willst du immer das Gleich und immer mit der gleichen Tonalität,
- 3:26:05mit dem gleichen Rhythmus und es wird so, vielleicht ist der Schüssel sein sehr erfolgreich,
- 3:26:08vielleicht ist der Schüssel vom Thomas Gottschalk der Erfolg, das ist halt immer die
- 3:26:11gleiche Art, der Witze gebracht hat, immer die...
- 3:26:14Bis nach die Füße wird es halt umgeheuer.
- 3:26:15Ja, und vielleicht ist das so die Handschrift dann letztlich dabei, es kann...
- 3:26:19... ja, es kann ja auch eine Charakterrolle und wahrscheinlich das Werkzeug, also das,
- 3:26:23was du gelernt hast oder das, was dir mitgegeben wird, ne?
- 3:26:26Braucht das ein Zombie? Also, dass er eloquent ist und dass er entertainen kann, dass er
- 3:26:32unterhalten kann, sind es die besseren Zombie, so, sind es die Fachmenschen oder sind es die...
- 3:26:36Was holt dich da mehr ab?
- 3:26:38Das habe ich für mich noch nie so, genau, wie du immer so schön sagst, so klassifiziert,
- 3:26:43ich glaube, das kann so oder so sein.
- 3:26:45Momentan das Gefühl, du musst dich ja verwohlfühlen, die Rolle.
- 3:26:47Genau, das ist halt, glaube ich, am Ende des Tages auch eine Frage der Empathie, ne?
- 3:26:51Also, ich hatte letztens so ein Gast im Podcast und ich war so, oh, Bruder, ey, also von...
- 3:26:59Also, ich weiß nicht, wie ich mit ihr reden soll. Also, war so ein Null-Sympathieträger,
- 3:27:02da war ich wirklich... ich hatte mir da echt ein... ich bin Zehne ausgebissen.
- 3:27:06Die Art, wer redet da, die...
- 3:27:07Ja, nix, da war... da war gar keine Verbindung, da war alles gekappt, das ist wie hier...
- 3:27:12Weiß ich nicht.
- 3:27:12Ist manchmal.
- 3:27:13Ist wie hier neue, neue, neue Faser da verliegen in der Straße, da ging gar nix, da war Senderempfänger,
- 3:27:18da war Zero. Immer wenn ich was gefragt habe, da hatte er irgendwie was anderes gesagt und
- 3:27:22dann war ich immer so, ey, es ist wirklich Senderempfängerprobleme und da war gar kein Vibe und
- 3:27:27ich so, boah, Bruder, ne, Schatz, also, wir müssen das hier abreißen.
- 3:27:30Hast du es abgeworfen, hast du die Tung?
- 3:27:32Nein, natürlich, natürlich, durchgezogen. Aber es war echt so, ne, aber es ist halt auch so, ne?
- 3:27:37Ich glaube, bei meines Tages Sympathie, das kann man nicht, das ist... meine Mutter hat früher
- 3:27:45auch immer gesagt, bei Wein, wenn jemand gesagt hat, boah, na, es ist so mein Wein, meine Mutter
- 3:27:49sagt, gar kein Problem, Wein ist wie Partnerwahl, muss er verpassen, ne?
- 3:27:52Und ich glaube, bei Menschen ist es ja genauso, also, einfach du weibst halt mit jemandem oder
- 3:27:57halt eben nicht, das muss ja nicht gleich das Aus bedeuten, ja, für die, es ist sommer
- 3:28:04je und Gastbeziehung, sondern man sagt halt so, ja.
- 3:28:07Ja, genau, genau, Hauptsache ich kriege da im Grunde genau mehr Verkriege.
- 3:28:11Du erzählst mir keinen Scherz, aber genau, da krieg ich mal einen Job erledigten, ne?
- 3:28:14Genau, genau.
- 3:28:15So wie du wahrscheinlich in der Situation dort auch...
- 3:28:17Genau, aber ich will das nicht sagen, ich brauch da jetzt irgendwie einen, der kerete Socken trägt
- 3:28:19und irgendwie einen Handstand macht und ich brauch da jetzt auch... also, mir ist es eigentlich
- 3:28:24relativ egal, also es muss einfach passen, bestimmt.
- 3:28:26Und würdest du gerne mal mit jemandem Glas Wein trinken, also aus... wie jemand berühmt
- 3:28:31ist oder unbekannt ist oder... gibt es eine Person, die dich warnt, so wahnsinnig interessiert,
- 3:28:36dass du wirklich einen Abend und zwei Flaschen Wein mit dir verbringen würdest?
- 3:28:39Wein aus der Persönlichkeit.
- 3:28:42Also welche Schauspielerin ich ganz, ganz, ganz, ganz toll finde ist Julia Roberts.
- 3:28:50Und was mich an Julia Roberts fasziniert, ist so über die Jahre hinweg, die war immer so sie.
- 3:28:57Und egal welche Rolle sie spielen musste, wollte, das war immer Julia Roberts.
- 3:29:04Das waren so Eigenheiten, so das Lachen, also ich würde dir nicht...
- 3:29:08die immer so reduzieren, ob dieses Lachen, dieses Lachen, aber dieses Verschwitze in den Augen,
- 3:29:12immer so dieses Funkeln in den Augen, dass die sich im Grunde genommen nie verändert hat
- 3:29:17für die Gesellschaft, die ist gealtert und sie sagt halt, ja, weil ich bin halt ein Mensch und ich alter halt irgendwann.
- 3:29:23Und George Clooney hat wohl mal irgendwann zu ihr gesagt, so, es ist so gut, einen Gesicht am Set zu haben,
- 3:29:29was man noch erkennt.
- 3:29:31Und damit nicht zu bäschen, das möchte ich nicht zu sagen, ja Frauen, die sich irgendwie irgendwelchen OP's unterziehen.
- 3:29:42Das ist jetzt schlecht, das meine ich gar nicht, aber ich habe das bei ihr, weil im Grunde genommen ist sie auch eine sehr aparte Frau.
- 3:29:49Sie ist ja jetzt kein, finde ich zumindest, Schönheitsideal oder so was.
- 3:29:55Sie hat unglaublich lange Beine, wie sie halt immer sagt, ja, wie so eine Giraffe im Grunde genommen.
- 3:29:59Sie hat einen witzigen Gang, den sie immer hatte, man hat früher gedacht, es liegt nur ein Pretty Woman, aber die geht halt einfach so.
- 3:30:04Dann hat sie halt, also alles so Sachen und sie hat sich halt nie so gebogen für die Gesellschaft.
- 3:30:10Wenn man etwas an sich verändert, weil man selber damit unzufrieden ist, go for it, ganz ehrlich, dein Leben macht das so, wie du leben willst.
- 3:30:19Und lasst dir vor niemandem was einreden, aber lasst dir auch nicht andersrum was einreden, dass du jetzt zum großen Nase hast,
- 3:30:25nur weil die das andere sagen und du fängst anders zu glauben. Also, bleib dir einfach treu.
- 3:30:32Und wenn du halt wie gesagt sagst, ja, ich war schon immer unzufrieden und ich lass was machen, dann mach das bitte.
- 3:30:38Und lasst dir da nichts einreden, aber andersrum auch nichts einreden.
- 3:30:41Und das hat mich immer sehr an je fasziniert, dass sie halt so, so stabil ist.
- 3:30:45Und stabile ist das.
- 3:30:47Abschließend vielleicht so die Frage, hast du noch Ziele und Wünsche?
- 3:30:51Hast du was in deine Pläne für dieses Jahr, was du verraten möchtest oder für die nächsten zehn Jahre?
- 3:30:56Hast du ein zehn-Jahres-Plan, nehmt deinem Jahresplan oder?
- 3:30:58Oh, nee, nee, das ist mir zu viel. Keine Ahnung, was in zehn Jahren. Vielleicht bin ich auch Tose gesucht, was weiß ich vielleicht auch.
- 3:31:02Das ist auch von uns allen nicht.
- 3:31:03Ja, genau. Vielleicht. Das mit dem zu viel, so ein Jahr ist für mich so so.
- 3:31:07Muss man hier heute noch bekommen, also ich kann nicht kommen.
- 3:31:09Nee, was steht an? 20/25, Planung für das nächste Buch.
- 3:31:14Ah, Scheint 20.
- 3:31:16Ah.
- 3:31:16Ja, 20/26.
- 3:31:18Wie heißt es?
- 3:31:18Genau.
- 3:31:19Da weiß man nicht. Okay.
- 3:31:20Wir haben doch keinen Arbeitstitel.
- 3:31:21Buch die zweite.
- 3:31:22Buch das zweite.
- 3:31:24Das, ne, wir haben doch noch gar keinen Namen.
- 3:31:26Also, es ist ein anderer Verlag.
- 3:31:28Hast du jetzt 12 Monate Zeit genommen diesmal oder?
- 3:31:30Sogar länger.
- 3:31:31Du hast dich schon routiniert.
- 3:31:32Wir haben jetzt genau, also sogar länger und ich, ganz anderer Verlag, ganz ander herangehensweise.
- 3:31:37Wir starten jetzt 20/25 mit der Planung und dann erscheint das Buch erst im Herbst 26.
- 3:31:44Das heißt, wir haben wirklich viel Vorlaufzeit.
- 3:31:47Um alles in Ruhe zu machen, ohne dass man irgendwie, weil sie nicht den Bein rausreißt.
- 3:31:54Also, du musst immer, also, das ist ein Buch schreiben, das ist immer irgendwie ein wilder Ritt.
- 3:31:58Aber, klar, ich hoffe, dass es irgendwie ein bisschen anders, zumindest es wird.
- 3:32:02Genau, also das ist 26, dann zweiter Weinkurs.
- 3:32:05Aktuell natürlich erweitern und halt eben auch erneut auf den Markt bringen.
- 3:32:11Und ansonsten keine Ahnung, schau, was "gütt", "gütt, wiegütt". "Gütt, wiegütt".
- 3:32:16"Gütt, wiegütt", "gütt, wiegütt", da hätte man Jody-Jagga.
- 3:32:18Vielen lieben Dank, liebe Lou.
- 3:32:26Auch ich kannte dich nur aus Funk und Fernsehen.
- 3:32:28Dann quatsch, ich habe dich öfter im Handy gesehen als live und da baut man sich natürlich
- 3:32:32irgendwie ein Bild auf, eine Vorstellung, wie diese Person wirklich ist.
- 3:32:36Und ich fand es so unfassbar interessant und spannend, dass du genau so bist, wie du es versuchst,
- 3:32:41in deinen Reals und in deinen Story zu leben.
- 3:32:43Das hat mich begeistert, mich fasziniert.
- 3:32:44Und mich hat auch fasziniert, wie viel tief sind du in dem Wein reimplantiert und diesen Lebs.
- 3:32:49Ich glaube, viele von uns konnten heute sehr viel über Wein in neuen Medien,
- 3:32:54über Influencer, über Content-Creator über dich lernen.
- 3:32:57Vielen Dank, dass du unser Gast warst.
- 3:32:58Und ja, ich weiß, dass du lange darüber nachgedacht hast, ob das für dich,
- 3:33:02ob das für uns bereichert ist, das vielleicht nie platziert ist.
- 3:33:05Aber nein, ich finde es genau so richtig platziert.
- 3:33:08Ich finde, du gehörst genau da rein in die Folge der interessantesten Weinkenner*innen unserer Zeit.
- 3:33:13Denn du servierst täglich Wein.
- 3:33:15Auf einer anderen Ebene, mit einem anderen Mindset, aber nicht mit weniger Emotionalität,
- 3:33:20holst du eine Generation und Menschen ab, die wir wahrscheinlich nie erreichen würden.
- 3:33:25Daher vielen Dank dafür.
- 3:33:26Und noch einen ganz großen Dankeschön euch, dass ihr euch abholen lasst.
- 3:33:29Sowohl von Lu als auch von uns, dass ihr euch begeistern lasst.
- 3:33:32Das ist bei uns heute.
- 3:33:33Vielen lieben Dank dafür.
- 3:33:34Und noch ein ganz großes Dankeschön der Schlumbergergruppe mit den Handelshäusern
- 3:33:38Segnes Konziowini, Schlumberger und dem Privatkunden-Portal Prima Weincolleg
- 3:33:41für die Unterstützung sowohl händisch als auch wirtschaftlich.
- 3:33:44Danke, dass Sie im Jahr 2024 bei uns waren und im Jahr 2025 nach wie vor bei uns sind.
- 3:33:50Nicht zuletzt durch Sie ist das Projekt genau das geworden, was es heute ist.
- 3:33:54Vielen lieben Dank dafür.
- 3:33:55Und wie es so schön heißt, nach dem Podcast ist vor dem Podcast.
- 3:33:58Und ich freue mich auf die kommende Woche.
- 3:34:00Ich freue mich auf die kommenden Freitag und auf den großartigen Michael Stiel.
- 3:34:04Hallo, mein Name ist Clemens Lageda und ich bin vom Weingutter Alles Lageda in Südtirol.
- 3:34:22Und ich habe die Frohnatur Lu damals 2015 kennengelernt,
- 3:34:26als sie bei uns ein Praktikum absolviert hatte.
- 3:34:29Und ich erlebte sie damals, aber eigentlich auch heute noch als ein sehr aktiven Menschen.
- 3:34:34Sie hat eigentlich immer Hummel im Hinteren und ist sehr, sehr neugierig, was sehr schön ist.
- 3:34:39Und ja, über Lu kann man viele Sachen sagen, aber wir fallen jetzt so auf die schnelle 2 Dinge ein,
- 3:34:46die sie besonders ausmachen.
- 3:34:48Sie ist sehr schlagfertig.
- 3:34:50Ich glaube, es gibt auch wenig, dass sie irgendwie die Sprache verschlägt.
- 3:34:53Und wahrscheinlich gibt es da wenige Leute da draußen, die schneller irgendwie einen guten Spruch zücken können.
- 3:35:00Und sie ist auch sehr, sehr gut in Connecten und im Network.
- 3:35:04Also, ja, die willst du einfach bei deiner Party dabei haben, weil der Tisch kann noch so langweilig sein.
- 3:35:10Die bringt den den noch zum Beben und zum Lachen.
- 3:35:13Sie ist ein Gastro-Kind und das merkt man auch.
- 3:35:16Also, sie kann wirklich gut anpacken, sie scheut sich davon nichts.
- 3:35:19Sie probiert einfach gerne Sachen aus, hat viele Fragen gesucht, antworten.
- 3:35:23Und sehr schön an ihr ist, dass ihr ein sehr ehrlicher Mensch ist.
- 3:35:27Was das Thema Weihnacht belangt, finde ich, macht sich auch sehr gut, weil sie Wein eben nicht irgendwie mystifiziert oder als was sehr elitärisch erklärt,
- 3:35:39sondern sie bringt es eigentlich sehr down to earth rüber.
- 3:35:41Sehr easy, sehr viele Informationen und eben so, dass man Lust auf mehr bekommt.
- 3:35:49Und das finde ich sehr schön, weil man kann oftmals sehr komplex sein, kompliziert sein.
- 3:35:53Aber das macht sich einfach verdammt gut.
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