Latest / ROCKET SCIENCE | Gesundheit und Leistung – mit Doc Golo / Ironman - Was Ich jetzt anders machen würde. Wissenschaft und Praxis.
Transcript
- 0:00SPEAKER_00: Die meisten Athleten und vor allen Dingen Ironman-Athleten trainieren kolossal falsch.
- 0:05SPEAKER_00: So auch ich.
- 0:06SPEAKER_00: Ich bin mit 18 in den Sport gekommen und habe dann relativ zügig mit 20 meinen ersten Ironman gemacht.
- 0:11SPEAKER_00: In dem Video geht es darum, was ich jetzt anders machen würde.
- 0:14SPEAKER_00: Was waren meine Fehler, als ich begonnen habe mit dem Ironman Training?
- 0:17SPEAKER_00: Wieso bin ich dann auf 2016 dramatisch ausgebrannt und konnte über ein Jahr kein Sport mehr machen?
- 0:23SPEAKER_00: Und was hat sich verändert, vor allem von 2016 zu 2018, wo ich unter 9 Stunden im Ironman Hawaii bleiben konnte?
- 0:30SPEAKER_00: Bevor ich Triathlet war, waren viele Dinge in meinem Leben nicht so wirklich gut und optimal.
- 0:37SPEAKER_00: Ich komme aus einer kleinen Stadt, wo sehr, sehr viel darauf geachtet wird, wer welches Auto fährt und weniger darauf erachtet wird, was man irgendwie für Werte vertritt.
- 0:48SPEAKER_00: Und ich bin aufgezogen worden, eher, ich sag mal, musikalisch und kreativ.
- 0:55SPEAKER_00: Das ist vielleicht auch einer der Gründe, auch ich YouTube-Videos jetzt auch mehr mache.
- 0:59SPEAKER_00: Auf jeden Fall war ich nicht wirklich so sportlich involviert.
- 1:03SPEAKER_00: Ich habe Leichtathletik gemacht, als ich so vier, fünf, sechs Jahre alt war.
- 1:07SPEAKER_00: Und war da eigentlich auch ehrlich gesagt ganz gut, wenn ich mir so die Zeiten von damals angucke.
- 1:12SPEAKER_00: Ich bin so 1000 Meter gelaufen in so einem 4-Minuten-Tempo.
- 1:15SPEAKER_00: Ich habe dann aber sehr lange keinen Sport gemacht und bin durch diverse Kampfsportarten durchgegangen.
- 1:22SPEAKER_00: Ich habe ein bisschen Badminton gespielt.
- 1:24SPEAKER_00: But I have gemerkt, so mit 14, 15, something is missing.
- 1:31SPEAKER_00: And I führe mich nicht mehr so richtig wohl.
- 1:33SPEAKER_00: Ich war sehr schlecht in der Schule.
- 1:35SPEAKER_00: Ich war eher so ein kreativer Träumer, der irgendwelche Ideen hatte, die aber nie wirklich umsetzen konnte.
- 1:42SPEAKER_00: And ich konnte mich nicht fokussieren.
- 1:45SPEAKER_00: Ich hatte Riesenprobleme, all diese ganzen Dinge, die in meinem Kopf drin waren, wirklich zu kanalisieren und nach vorne zu bringen.
- 1:54SPEAKER_00: Und dann habe ich meine Nachbarn kennengelernt.
- 1:58SPEAKER_00: Und meine Nachbarn waren Akademiker, waren Doktoren, waren Triathleten.
- 2:05SPEAKER_00: Und das hat in mir damals eine ganz neue Tür geöffnet.
- 2:10SPEAKER_00: Das hat für mich einen riesen Unterschied ausgemacht.
- 2:13SPEAKER_00: Weil ich aus einem Elternhaus komme, wo, wie wir vielleicht auch so ein bisschen das Ding haben, auch vielleicht eher sich ein bisschen kleiner zu halten und die Dinge zu machen, die von allem erwartet werden.
- 2:23SPEAKER_00: Das ist so ein bisschen so dieses Malocha-Ding, sag ich mal.
- 2:26SPEAKER_00: Und dieses so die ganze Zeit einfach zu arbeiten.
- 2:31SPEAKER_00: Und meine Nachbarn hatten andere Einstellungen zu vielen Themen und waren auch so mehr daran interessiert, so, ey, Golo, was willst du eigentlich wirklich machen?
- 2:40SPEAKER_00: Und darauf hatte ich keine Antwort.
- 2:42SPEAKER_00: Das konnte ich nicht wirklich beantworten.
- 2:45SPEAKER_00: Und sie haben Tredler gemacht.
- 2:47SPEAKER_00: Sie haben über Hawaii gesprochen and wie cool this is and the Iron Man Hawaii and that siema an Iron Man Überlegen zu machen.
- 2:53SPEAKER_00: And sie waren so im Olympischen Tredlern unterwegs und waren echt gut schwimmerisch auch.
- 2:57SPEAKER_00: And they have mich dann mitgenommen zum Tredlern, zum Schwimmen.
- 3:00SPEAKER_00: And ich hab dann gemerkt, okay, irgendwie ich habe so ein gewisses Talent.
- 3:05SPEAKER_00: Ich habe so ein gewisses Talent auszublenden.
- 3:08SPEAKER_00: Ich habe so ein gewisses Talent mit meinem Körper irgendwie auch so zu arbeiten.
- 3:13SPEAKER_00: Und konnte dann gerade so auf dem Fahrrad denen dann auch relativ schnell irgendwie auch wegfahren.
- 3:20SPEAKER_00: And that hat meinen Ehrgeiz gepackt.
- 3:22SPEAKER_00: I glaube ich was schon immer relativ ehrgeizig, aber eher so in anderen Bereichen vorher.
- 3:27SPEAKER_00: And then habe ich gemerkt, okay, dadurch that ich irgendwie mich konzentrieren konnte, mich fokussieren konnte, Dinge besser anpacken konnte, dadurch konnte ich dann auch in Schulish viel, viel besser werden und mich viel mehr focussieren and Ziele wirklich anpacken.
- 3:43SPEAKER_00: And then habe ich gesagt, okay, pass auf, ich will ein Ironman machen und ich will Medizin studieren.
- 3:47SPEAKER_00: Was beides Dinge waren, die eigentlich absolut utopisch zu der Zeit waren.
- 3:52SPEAKER_00: Ich hatte ein NC irgendwie von 2,6, 2,7, 2, 8.
- 3:56SPEAKER_00: Ich hatte richtig viele 4 und 5 noch im Zeugnis.
- 3:59SPEAKER_00: Und ich war, auch von meiner Leistungsfähigkeit, war ich absolut nicht fit.
- 4:04SPEAKER_00: Ich wusste, ich konnte mit meiner Mom irgendwie joggen, 30 Minuten, 45 Minuten und ich war durch.
- 4:09SPEAKER_00: Ich konnte nicht mehr.
- 4:12SPEAKER_00: Aber ich hatte dann diesen Schmerz in mir drin zu sagen, ich will mich verändern.
- 4:17SPEAKER_00: Und ich will aus dieser Kleinstadt raus und ich will was aus mir machen.
- 4:21SPEAKER_00: Ich will Dinge anpacken.
- 4:24SPEAKER_00: Und das war ein riesengroßer Motor.
- 4:27SPEAKER_00: Und das hat auch dazu geführt, dass ich dann innerhalb von zwei Jahren meinen ersten Iron Man geschafft habe.
- 4:33SPEAKER_00: Das war so ein bisschen die Training and the strategy dahinter.
- 4:38SPEAKER_00: Wenn es überhaupt ein Training und eine Strategie dabei gab.
- 4:46SPEAKER_00: And als ich angefangen hatte, hatte ich auch nicht wirklich so das Material.
- 4:49SPEAKER_00: Also ich habe dann aufgehört mit Mountainbiken, weil ich gedacht habe, oh, es wird mir zu teuer, ich mache mir mit jedem Rennen irgendwie Material kaputt.
- 4:55SPEAKER_00: Und dann habe ich angefangen mit Redlern.
- 4:57SPEAKER_00: Merkt ihr selber, ne?
- 4:58SPEAKER_00: Das ist nicht so ganz die beste Idee.
- 5:00SPEAKER_00: Aber ich habe angefangen mit dem Rennrad, mit einem Alu-Rennrad von meinem Dad und hab dann mir ein Rennrad gekauft, ein Carbon-Renner, damals auch schon von Radon oder von Canning, glaube ich, und hab dann einfach Aerobars drauf montiert.
- 5:14SPEAKER_00: Und das war es dann eigentlich.
- 5:17SPEAKER_00: Hab dann so meinen ersten Iron Man bestritten.
- 5:20SPEAKER_00: Okay, ich sag mal, was war so vielleicht auch die Strategie, die ich einfach auch angewendet habe und was würde ich anders machen?
- 5:26SPEAKER_00: Und ich sag mal, wenn man seinen ersten Iron Man macht, dann geht es halt schon darum, auch zu gucken, habe ich eine gute Technik, wie ist das Volumen, das ich aufbaue und habe ich einfach auch die richtige Ernährungsstrategie und kann ich das Ganze auch gut in mein Leben einbauen.
- 5:40SPEAKER_00: Als ich angefangen habe, war sehr, sehr viel Pain dahinter und ich wollte halt unbedingt, so schnell wie es geht, den Iron Man finishen.
- 5:47SPEAKER_00: Und ich weiß, dass das viele von euch auch einfach so geht und das finde ich auch geil.
- 5:50SPEAKER_00: Und ich finde es auch super, super motivierend, das sage ich mal, auch so aufzuziehen.
- 5:53SPEAKER_00: Dabei würde ich auf jeden Fall empfehlen, achte darauf, dass du, sag ich mal, gutes Volumen einbaust.
- 5:59SPEAKER_00: Dass du klassischerweise an dieser Zone 2 arbeitest.
- 6:03SPEAKER_00: Und das habe ich damals auch gemacht.
- 6:04SPEAKER_00: Und ich habe mich damals schon sehr, sehr stark so mit dem Mav-Konzept beschäftigt.
- 6:08SPEAKER_00: MAF-Konzept bedeutet Maximum Aerobic Functioning Test, ist so ungefähr näherungsweise 220 Minus Lebensalter, davon 80 Prozent.
- 6:16SPEAKER_00: Und in dem Bereich trainierst du zum Großteil.
- 6:19SPEAKER_00: Minus 10 Schläge.
- 6:20SPEAKER_00: Also auf dem Fahrrad kannst du dann gerne nochmal sagen, es ist ein bisschen lower.
- 6:23SPEAKER_00: Und je nachdem, wie lange die Einheit geht, gehst du auch lieber ein bisschen runter von der Trainingsintensität da.
- 6:29SPEAKER_00: Kardinalfehler hier aber, und das sagen sehr, sehr viele Coaches und das sage ich auch, ist, dass viele Athleten und Athletinnen halt deutlich zu hart trainieren und nicht wirklich dieses Low Intensity aufbauen.
- 6:40SPEAKER_00: Low Intensity ist die Basis, ist das Fundament und wenn man keinen Low Intensity hat, dann funktioniert das Ganze nicht.
- 6:46SPEAKER_00: Und die besten Athleten bei uns haben Low-Intensity Niveaus, die, sage ich mal, so auf dem Fahrrad so 300 Watt gerne auch entsprechen, die auch teilweise unter 4 Minuten pro Kilometer Pace unterwegs sind und die auch im Schwimmen gerne auch dann nochmal so ein 1,25 auch in diesem Low-Intensity-Base-Bereich noch absolvieren können.
- 7:07SPEAKER_00: Und Low-Intensity-Base-Bereich ist auch der Bereich, in dem du dich auch zum Großteil so im Ironman bewegen kannst.
- 7:13SPEAKER_00: Deswegen für dich als Athlet, als Athletin geht es wirklich auch darum, den Bereich halt krass aufzubauen.
- 7:18SPEAKER_00: Und das habe ich damals auch als allererstes sehr, sehr stark aufgebaut.
- 7:22SPEAKER_00: Ich kam aus dem Mountainbiken, wir sind sehr, sehr viel Rad gefahren, wir haben sehr lange voluminöse Einheiten gemacht und wir sind sehr viel so Zone 1 und Zone 2 gefahren.
- 7:31SPEAKER_00: Was ich heute anders machen würde, ist, dass ich nicht mehr ganz so lange hochvoluminöse Sessions einbauen würde, weil die dann dazu geführt haben, dass ich auch so ins Übertraining geraten bin und dass ich nicht mehr gesund war.
- 7:47SPEAKER_00: Und ja, Übertraining ist was, was ich keinem Athleten empfehlen möchte.
- 7:50SPEAKER_00: Es ist lebenseinschränkend.
- 7:53SPEAKER_00: Es gibt sehr, sehr viele Athleten, die auch deswegen ihre Karriere beendet haben.
- 7:57SPEAKER_00: Und ich bin 2015 nach meiner ersten Hawaii-Teilnahme ins Übertraining geraten.
- 8:03SPEAKER_00: Das sah dann so aus, dass ich eigentlich keinen Sport mehr machen konnte.
- 8:07SPEAKER_00: Ich konnte über drei, vier Monate absolut schlecht schlafen.
- 8:10SPEAKER_00: Meine Herzrequenz war viel, viel, viel zu hoch und mein Cortisol-Level war nachher aber auch deutlich zu niedrig.
- 8:16SPEAKER_00: Cortisol ist unser Stresshormon, was dafür führt, dass du morgens halt irgendwie gut aus dem Bett kommst.
- 8:21SPEAKER_00: Zuerst war meine Herzrequenz zu hoch und danach war sie viel, viel, viel zu low.
- 8:25SPEAKER_00: Und sehr viele Athleten machen den Fehler, dass sie immer denken, zum Beispiel eine niedrige Herzrequenz ist immer gut für dich als Athlet.
- 8:31SPEAKER_00: Ist es nicht unbedingt.
- 8:32SPEAKER_00: Das kann auch ein Anzeichen sein, dass du auch Richtung Übertraining gereinst.
- 8:35SPEAKER_00: Und ich hatte über ein halbes Jahr eine Herzrequenz, die viel, viel niedriger war, teilweise sogar unter 40.
- 8:40SPEAKER_00: Und das hatte einfach damit zu tun, dass mein Erholungssystem ganz krass getriggert war.
- 8:45SPEAKER_00: Ich hatte keinerlei Stresshormone mehr, ich hatte keinerlei Testosteronwerte mehr, die waren fast nicht mehr nachweisbar.
- 8:52SPEAKER_00: Und generell hat sich das sehr, sehr negativ auch gewirkt, auch so auf meinen Lebensstil.
- 8:57SPEAKER_00: Hochvoluminöses Training in Kombination mit sehr harten Hit Sessions hat dazu geführt, dass ich damals so übertraining geraten bin.
- 9:04SPEAKER_00: Und das ist etwas, was ich absolut, absolut, absolut vermeiden würde.
- 9:09SPEAKER_00: Und jetzt hätte ich definitiv dann einen ganz, ganz anderen Ansatz.
- 9:12SPEAKER_00: Deswegen würde ich sagen, achte mehr darauf, so auch strukturierter zu trainieren, weil das hat dann bei mir auch nochmal den Unterschied ausgemacht, so von 10 Stunden gut zu kommen, dann auf die neun und dann auch unter neun Stunden zu kommen.
- 9:23SPEAKER_00: Das war vor allen Dingen der Unterschied, deutlich strukturierter zu trainieren, deutlich spezifischer zu trainieren, wirklich eine gute Saisonplanung zu haben und zu gucken, okay, pass auf, erstmal Anpassung, Fitnessanpassung, gutes athletisches Niveau schaffen, ja wirklich die Basis dick machen, gut machen, daran einfach arbeiten, fit sein und auch vielleicht mal Begleitsportarten auszuprobieren.
- 9:44SPEAKER_00: Also es kann auch mal gut sein, dass du mal ein bisschen ruderst, mal ein bisschen Skierg machst, mal ein bisschen Skilanglauf zum Beispiel machst.
- 9:50SPEAKER_00: Das kann alles dich wirklich weiterbringen als Athlet.
- 9:53SPEAKER_00: Und ich habe damals auch immer noch viel gemountainbiked, ich bin viel Trailrunning gegangen und habe nicht nur zum Beispiel auf meinem Zeitfahrer trainiert, wie ich das heute irgendwie auch bei so vielen Athleten immer wieder sehe.
- 10:03SPEAKER_00: Und danach geht es auch dann darum, Bildphase aufzubauen, spezifischer zu trainieren, aber wenn die Basis, sage ich mal, auch so stimmt.
- 10:11SPEAKER_00: Und für mich persönlich war dann so nochmal der Unterschied definitiv so von 2016, wo ich aus dem Übertraining rausgekommen bin, dann in 2018, wo ich wirklich gut geworden bin und unter neun Stunden beim Iron Man Hawaii dann irgendwie unterwegs war.
- 10:24SPEAKER_00: Der größte Unterschied war ehrlich gesagt eine gute Konsistenz.
- 10:27SPEAKER_00: Das heißt, ganzjährig zu trainieren.
- 10:29SPEAKER_00: Ausdauerathleten werden im Winter gemacht und viele bewerben sich auch bei uns immer so im März oder April, um dann drei, vier Monate später einen Ironman zu machen.
- 10:39SPEAKER_00: Vollkommen fein Leute, but it darum, das mit der guten Gesundheit zu machen und das nachhaltig for euch aufzubauen.
- 10:47SPEAKER_00: And nur mal ganz kurz ein Iron Man to observieren is not really the philosophy that I and we are vertreten.
- 10:56SPEAKER_00: And it can day to sehr, sehr stark gesundheitlicher Problemen kommen.
- 10:59SPEAKER_00: Deswegen bin ich nicht der allergrößte Freund davon.
- 11:01SPEAKER_00: Yeah, and the unterschied was then nature aus 2018, then arbeiten, welche Trainingsstrategie funktioniert bei mir.
- 11:10SPEAKER_00: Ich habe mich dann natürlich weiterhin auch sehr, sehr stark mit Studien beschäftigt anders.
- 11:14SPEAKER_00: Es gibt verschiedenste Trainingsansätze, es gibt ein polarisiertes Training, es gibt pyramidale Trainingsansätze, es gibt Ansätze, die verschiedenste Trainingsintensitätsverteilungen aufziehen.
- 11:24SPEAKER_00: Polarisiertes Training, was ist das ganz genau?
- 11:26SPEAKER_00: Das ist eine Trainingsform, bei der man einerseits sehr, sehr stark im Fokus setzt auf Low-Intensity Training, auf Zone 2 Training und aber auch den großen, den hohen Bereich hebelt, richtiges Hit Sessions zu machen in Zone 5 bei uns ist das.
- 11:40SPEAKER_00: Das heißt, im Herzrequenzbereich so von 88 bis 93 Prozent.
- 11:44SPEAKER_00: Und das Ganze ist so ein Verhältnis von 8 Einheiten Low Intensity zu 2 Einheiten High Intensity.
- 11:50SPEAKER_00: Das ist eine relativ gute Basis.
- 11:52SPEAKER_00: Und ich habe früher auch immer so 12, 13 Einheiten gemacht und ich habe so 2 bis maximal drei Hit Sessions jede Woche absolviert.
- 11:58SPEAKER_00: Das heißt ungefähr so eine Hit-Session pro Disziplin.
- 12:03SPEAKER_00: Ich muss sagen, im Laufen habe ich fast nie Hit Sessions gemacht, weil erstens ist da die Studienlage nicht ganz so wirklich gut.
- 12:09SPEAKER_00: Und zweitens habe ich immer gemerkt, dass ich zu starken muskulären Strain hatte.
- 12:13SPEAKER_00: Also ich hatte zu viel Belastung auf der Muskulatur im Laufen.
- 12:17SPEAKER_00: Und ich merke auch mit unseren Athleten, dass Laufen, dass Hit Sessions im Laufen nicht so gut funktionieren oft.
- 12:24SPEAKER_00: Und deswegen würde ich auch vielleicht euch empfehlen, ihr müsst nicht unbedingt im Laufen auch Hit Sessions absolvieren.
- 12:29SPEAKER_00: Guckt mal, wie das für euch einfach so funktioniert.
- 12:32SPEAKER_00: Ja, und dann kommen wir nochmal zu einem anderen Thema, was sich auch bei mir verändert hat in der Vorbereitung.
- 12:37SPEAKER_00: Und zwar habe ich euch erzählt, dass ich eigentlich aus einem sehr getriebenen Athletendasein gekommen bin.
- 12:46SPEAKER_00: Und ich weiß, ich hatte damals sehr, sehr stark irgendwie auch meinen Selbstwert an meine athletischen Ziele gekoppelt und habe mich auch sehr, sehr stark darüber definiert.
- 12:55SPEAKER_00: Und bei uns bewerben sich auch viele Menschen, die es sehr, sehr ähnlich machen, die auch sagen, okay, ich möchte den Ironman absolvieren, um es halt auch anderen zu zeigen.
- 13:05SPEAKER_00: Und ich kann es verstehen, dass man es so macht, da hatte ich es auch so gemacht.
- 13:09SPEAKER_00: Aber es wird dazu führen, dass man meistens ausbrennt.
- 13:14SPEAKER_00: Und dass man nicht wirklich vorankommt.
- 13:19SPEAKER_00: Weil das klappt bis zu einem gewissen Punkt.
- 13:22SPEAKER_00: Keine Frage.
- 13:23SPEAKER_00: Damals hat mein Onkel zu mir gesagt, du schaffst es eh nicht.
- 13:27SPEAKER_00: Und diesen Satz habe ich die ganze Zeit in meinem Hinterkopf gehabt, als ich meinen Iron Man Finish gemacht habe.
- 13:31SPEAKER_00: Das hat mich so getrieben.
- 13:33SPEAKER_00: Es hat mich so über die Ziellinie gepusht und ich hätte so viel Bock, einfach auch zu zeigen, dass ich das definitiv schaffe.
- 13:39SPEAKER_00: Besonders, weil sie halt gesagt haben, okay, du schaffst es eh nicht.
- 13:43SPEAKER_00: Das hat aber auch dazu geführt, dass ich immer mehr und immer schneller und immer höher und immer weitergehen wollte.
- 13:48SPEAKER_00: And that ich irgendwann stagniert bin and nicht mehr weitergekommen bin.
- 13:53SPEAKER_00: Weil ich ein Defizit hatte and then Trainingsstrategien eingebaut habe, um irgendwie auch vielleicht manchmal einfach nur Training to absorbieren anders and me with bestimmten themes not to confrontieren.
- 14:05SPEAKER_00: Training ist ein Ventil and it is a tool and it's geil and it can so help to come.
- 14:11SPEAKER_00: But it is a ventilation and you must dirt the things anguard, die voranbring.
- 14:31SPEAKER_00: Das bringt einfach nichts when man nicht langfristig schaut anders in einer Training Session so vorausgaben, dass man halt nicht die nächsten drei, vier Tage anständig trainieren kann.
- 14:42SPEAKER_00: Dann ist der Trainingseffekt einfach nicht da und dann ist der Trainingseffekt einfach auch nicht so hoch.
- 14:46SPEAKER_00: Das ist super, super wichtig.
- 14:48SPEAKER_00: Und der dritte Punkt dabei ist einfach auch, dass man eine Struktur haben sollte, die auch professionell aufgezogen ist.
- 14:54SPEAKER_00: Ich meine, es hat schon einen Grund, warum professionelle Athleten einfach auch einen Coach an ihrer Seite haben.
- 14:59SPEAKER_00: Also es gibt Sparingspartner, es ist jemand, mit dem du sprechen kannst.
- 15:03SPEAKER_00: Und entweder du hast ein Umfeld, was dich sehr, sehr stark darin befürwortet und dir zeigt, welche Dinge du einfach hast.
- 15:09SPEAKER_00: Ich hatte ein Triathlon Team, ich hatte Coaches on my site, I had other coaches, miten we concurrent, with which we have.
- 15:21SPEAKER_00: And that has me, my umfeld to me.
- 15:25SPEAKER_00: When you also deny you the lonely wolf and you do it, and you can with death alpha mindset, then can I say no way?
- 15:34SPEAKER_00: Nein.
- 15:36SPEAKER_00: This is it.
- 15:37SPEAKER_00: I can't say absolutely.
- 15:39SPEAKER_00: I was in the clear situation with 16, 17, 18.
- 15:41SPEAKER_00: I was absolutely in the clear situation.
- 15:43SPEAKER_00: I wanted to make my door, I wanted to enter and before, and I wanted an Iron Man and I wanted a medicine studio.
- 15:50SPEAKER_00: And I have this out.
- 15:52SPEAKER_00: Yeah.
- 15:52SPEAKER_00: And it had me to come.
- 15:55SPEAKER_00: But to have a shit to come and then it's so much so as when you have a glass that one is low is and you fill it off with these negative emotions, with pain, with shit, with all these things that in their life are, and then comes David Gorgons and says you know, no pain, no gain, stay hard, come on, let's go.
- 16:19SPEAKER_00: In fact, then you can.
- 16:22SPEAKER_00: But then you see how I really have this pain answer in training, in the hustle-modus, in nothalticular.
- 16:34SPEAKER_00: It is either in the studio nicht nur durchziehen, weil vielleicht jemand einen negativen Kommentar zu dir gesagt hat und du denkst, ich werde es dem beweisen.
- 16:44SPEAKER_00: Das sind alles negative Emotionen, die dich langfristig nicht besser machen, sondern die dir langfristig ultimativ viel Energie ziehen.
- 16:51SPEAKER_00: Und das ist vor allen Dingen auch so als Athlet.
- 16:54SPEAKER_00: Und das würde ich auch anders machen heutzutage.
- 16:56SPEAKER_00: Ich würde heutzutage definitiv nachhaltige Strukturen aufbauen.
- 16:59SPEAKER_00: Ich würde konsistent aufbauen.
- 17:00SPEAKER_00: Ich würde nicht mehr so aufgeregt trainieren.
- 17:02SPEAKER_00: Ich würde nicht denken, dass jede Training-Session eine Key Session ist.
- 17:05SPEAKER_00: Ich würde auch wissen, dass ich einfach konsistent an mir arbeiten muss und dass ich Bock darauf habe und dass der Weg das Ziel ist.
- 17:15SPEAKER_00: Real Talk, der Wettkampf nachher macht dich gar nicht so glücklich.
- 17:19SPEAKER_00: Und ehrlich gesagt, es ist ganz egal, ob du zwölf Stunden brauchst für den Ironman, ob du elf Stunden brauchst, ob du 10 Stunden brauchst, ob du unter 9 Stunden gehst.
- 17:29SPEAKER_00: Es geht um den Weg dahin.
- 17:31SPEAKER_00: Es ist die Journey, es ist diese Veränderung und es ist das, was es dir generell in deinem Leben bringt.
- 17:35SPEAKER_00: Und das würde ich anders machen.
- 17:37SPEAKER_00: Ich würde heutzutage auf jeden Fall mit einem vollen Glas trainieren.
- 17:40SPEAKER_00: Ich würde alle meine Lebensbereiche halt optimieren und dann wüsste ich, dass ich halt deutlich, deutlich besser werden würde.
- 17:45SPEAKER_00: Einfach nur darum, weil ich Bock darauf habe und weil ich weiß, dass ich Athlet bin und dass das Teil von meinem Leben ist und ich Bock darauf habe, diese Ziele zu erreichen.
- 17:54SPEAKER_00: Ich mache es nicht, um das anderen zu beweisen.
- 17:56SPEAKER_00: Ich mache es nicht, um meine Eltern es zu beweisen.
- 17:58SPEAKER_00: Ich mache es nicht, um meinen Athletenfreund es zu beweisen, ich mache es nicht, um meinen Freunden es zu beweisen, sondern ich mache das Ganze für mich.
- 18:05SPEAKER_00: Ich mache das Ganze, weil ich weiß, dass mir das hilft, besser zu werden.
- 18:09SPEAKER_00: Ich weiß, dass mir es hilft, glücklicher damit zu sein.
- 18:12SPEAKER_00: Ich weiß, dass mir Sport ultimativ viel gibt und auch mein Ventil sein kann, wenn es mir vielleicht gerade einfach nicht so gut geht.
- 18:18SPEAKER_00: Und wenn du es so siehst, dann wirst du sicherlich Fortschritte machen.
- 18:24SPEAKER_00: Ich habe vorher im Wettkampf halt nie wirklich das abrufen können, was ich abrufen konnte.
- 18:29SPEAKER_00: Das hatte damit zu tun, dass ich sehr viele negative Emotionen mit drin hatte.
- 18:33SPEAKER_00: Weil im Wettkampf passiert das Folgende.
- 18:35SPEAKER_00: Du wirst irgendwann so klein wie tut.
- 18:37SPEAKER_00: Dein Ego schrumpft auf das hier.
- 18:40SPEAKER_00: Und irgendwann schämst du dich sogar für deine Performance.
- 18:43SPEAKER_00: Du hast in dir so dieses, Mann, ey, ich könnte so viel mehr zeigen, aber ich krieg's einfach nicht abgerufen.
- 18:50SPEAKER_00: Und du könntest heulen teilweise, weil du einfach an diesen Punkt kommst, wo du nicht mehr kannst, wo du einfach klein bist.
- 18:58SPEAKER_00: Und das erzählt dir natürlich auch niemand, weil diesen Moment immer wieder schön vergessen wird, aber das passiert im Wettkampf und du kommst immer wieder an den Punkt und denkst, warum habe ich es mir eigentlich jetzt wieder angetan?
- 19:09SPEAKER_00: Die Kunst ist aber, dass wenn du so groß bist und wenn du einfach ein sehr gutes Selbstbewusstsein hast und mit dir im Reinen bist, dann kannst du die Verantwortung an deinen Körper abgeben, dann kannst du in so einem sogenannten Flow zustande kommen.
- 19:23SPEAKER_00: Flow ist ein positives Erleben von all den Dingen, die einfach gerade auf dich einfließen und die dich dann einfach nochmal richtig, richtig beflügeln.
- 19:31SPEAKER_00: Und nur ein ganz, ganz kleiner Prozent von Athleten schafft es, irgendwie dahin zu kommen.
- 19:36SPEAKER_00: Und ich habe das erst 2018 für mich auch herausgefunden, wie das Ganze funktioniert und wie ich auch in diesen Flow zustand komme.
- 19:44SPEAKER_00: Und das hat dann nochmal so dieses kleine E-Tüpfchen gemacht.
- 19:47SPEAKER_00: Und das hat auch dann nochmal dazu geführt, dass ich deutlich, deutlich zufriedener mit der Journey war und mit den Dingen, die ich dann erreicht habe.
- 19:55SPEAKER_00: Ich hoffe, das gibt euch einen Überblick über eine Trainingsstrategie, wie mir das ganze Thema angeht, wie ich das ganze Thema angegangen bin, welche Fehler ich nicht mehr machen würde.
- 20:03SPEAKER_00: Vor allen Dingen setzt den Fokus auf die Basis, setz den Fokus auf deine Foundation, auf deine Fitness Foundation, auf dass du generell fitter wirst.
- 20:12SPEAKER_00: Und dann kannst du definitiv fancy Trainingsmethoden einbauen und setz auch so ein bisschen darauf, den Sinn zu gucken, okay, warum mache ich das Ganze eigentlich?
- 20:20SPEAKER_00: Was bringt mir Iron Man?
- 20:22SPEAKER_00: Warum will ich Iron Man werden?
- 20:24SPEAKER_00: Und wenn du das herausfindest, dann bin ich mir sehr, sehr sicher und dann freue ich mich auch auf deine Athlete Journey.
- 20:29SPEAKER_00: Und wenn dir das Ganze und wenn dir das Ganze hier ein bisschen geholfen hat, dann würde ich mich sehr, sehr freuen, wenn du den Channel abonnierst, wenn du vielleicht auch mal so ein bisschen deine Athlete Journey einfach schilderst in den Kommentaren und dann können wir da sehr, sehr gerne einfach drüber sprechen.
- 20:41SPEAKER_00: Ich wünsche dir auf jeden Fall einen schönen Tag.
- 20:42SPEAKER_00: Mach's gut bis dann.
- 20:43SPEAKER_00: Danke, Ullo.
- 20:43SPEAKER_00: Ciao, ciao.