Latest / Hallo Gesundheit – Der Podcast der CSS / Chronische Erschöpfung #1 Wann ist es eine Krankheit? – mit Dr. med. Maja Strasser
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- 0:01Speaker 0: Wenn ist das Mühe zu sein?
- 0:02Speaker 0: Erkrankt?
- 0:04Speaker 0: In diesem Podcast erfährst du, was der Körper z.B.
- 0:07Speaker 0: für Symptome zeigen
- 0:09Speaker 1: kann.
- 0:09Speaker 1: Hier gibt es Fertigungen, die z.B.
- 0:10Speaker 1: beim Zähbutzen oder beim Bügel einen Puls von ca.
- 0:13Speaker 1: one hundred forty kennen.
- 0:14Speaker 1: Ich kenne Hundert forty, wenn ich jagen kann.
- 0:17Speaker 1: Das ist nicht normal, dass man das beim Zähbutzen hat.
- 0:20Speaker 1: Das äußert sich dann eben, dass die Leute z.B.
- 0:24Speaker 1: eine Schwindel oder einen Kopfwehe oder einen Brainfrog haben oder See- oder Hörstörungen übermässig sind.
- 0:34Speaker 1: Es
- 0:34Speaker 0: sind sehr viele Symptome.
- 0:35Speaker 0: Wenn jemand MECFs hat, kann jedes Körpersystem davon betroffen sein.
- 0:40Speaker 0: Siwa Dorretz ist eine der wenigen Spezialisten auf dem Gebiet in
- 0:44Speaker 1: der Schweiz.
- 0:45Speaker 1: Mein Name ist Maja Strasser.
- 0:47Speaker 1: Ich bin Fachärztin für Neurologie.
- 0:50Speaker 1: Ich habe eine Praxis in Solotourn.
- 0:53Speaker 1: Und seit dem Jahr hierher habe ich das Long-Covid-Netzwerk Solotourn gegründet.
- 1:01Speaker 1: Darum bin ich Spezialistin für Long-Covid und Müllgeschehen-Sephalomyelitis.
- 1:07Speaker 1: Ich bin Alkohautorin von dem Konsensusstatement.
- 1:13Speaker 1: Es gibt eine Veröffentlichung, die die Experten ihre Therapievorschläge für die Art von Krankheit zusammengefasst haben.
- 1:21Speaker 1: Dort bin ich Alkohautorin.
- 1:23Speaker 0: Sie wird ein Wort ein paar Mal sagen.
- 1:25Speaker 0: Mialgische Encephaloneulitis.
- 1:27Speaker 0: Die Abkürzung ist ME und gehört zu der Krankheit ME-CFS.
- 1:33Speaker 0: was es beinhaltet, erklärt sie den Ort.
- 1:35Speaker 0: Und auch, wie das ausgelöst werden kann, was im Körper passiert und welche vier Sachen helfen.
- 1:45Speaker 0: Hallo und herzlich willkommen zur Hallo-Gesundheit im Podcast der CSS.
- 1:50Speaker 0: Ich bin Carla und heiße den Podcast anwechslungsweise mit Manuel.
- 1:54Speaker 1: Wir
- 1:54Speaker 0: fragen nachher und stellen die Fragen, die man sonst einfach goutelt.
- 1:59Speaker 0: Da antwortet und erzählt einen echten Mensch.
- 2:03Speaker 0: In einer Episode eine betroffenen Person und in einer Expertin immer auf den Spazier gehen.
- 2:09Speaker 0: Und das immer.
- 2:10Speaker 0: Wir sind jetzt in der Nähe der Praxis der Maya-Straße Zoldentun.
- 2:15Speaker 0: Bei der einen Seite der Leihunne, dann wunderschön am Wechelind lang umspazieren.
- 2:21Speaker 0: Maya, es gibt ja viele, die einfach müde sind, wenn sie etwas machen, wenn sie krank sind.
- 2:31Speaker 1: Zuerst muss man sagen, Müdigkeit ist nicht Erschöpfung.
- 2:34Speaker 1: Also, eine Müdigkeit ist eigentlich etwas, das sich durch genügend Schlaf behebt.
- 2:44Speaker 1: Und eine Erschöpfung ... kann man einfach schlafen, so viel man will, so viel man kann.
- 2:49Speaker 1: Es wird nicht besser.
- 2:51Speaker 1: Krankhaft ist eine Erschöpfung, wenn sie wirklich die Lebensqualität und auch die Aktivitäten beiträchtigen.
- 3:01Speaker 1: Jetzt, das Problem ist ... eine Erschöpfung ist eigentlich ein extrem allgemeins unspezifisches Symptom.
- 3:11Speaker 1: Das heisst z.B.
- 3:12Speaker 1: auch bei Eisenmangel, bei verschiedenen hormonellen Störungen, z.B.
- 3:17Speaker 1: Schildrösen-Fellfunktionen oder bei Multiplasklerosen.
- 3:23Speaker 1: Es gibt auch von Alta-Schöpfung.
- 3:27Speaker 1: Das ist extrem breit.
- 3:29Speaker 1: Und was eigentlich speziell an dieser müallgischen NCV Lomulitis ist, oder eben dem chronischen Vertiegssyndrom, das ist das Gleiche, das ist eigentlich nicht der Schöpfung, sondern das ist, dass wenn sie sich überlastet, und zwar geistig oder körperlich, dann kommt es mit ein paar Tagen Verzögerung zu einer extremen Verschlechterung.
- 3:55Speaker 1: Und man sagt dem Crash, oder postexertional malese.
- 4:00Speaker 1: Und darum, das ist eigentlich das typische und nicht die Erschöpfung.
- 4:05Speaker 0: Jetzt hast du schon ganz viele Themen angesprochen, die ich noch gerne in Tiefen gebe mit dem Crash, mit MECFS.
- 4:13Speaker 0: Fatigue ist eine Symptome von MECFS.
- 4:16Speaker 0: Was sind denn die anderen Symptome?
- 4:19Speaker 0: Was macht die Krankheit aus?
- 4:21Speaker 1: Das eine ist dann zusätzlich noch die Belastungsintoleranz, also dass die Leute Belastungen nicht vertragen und sich dann massiv verschlechtert, also der Crash.
- 4:32Speaker 1: Und dann gibt es aber Schmerzen, z.B.
- 4:35Speaker 1: Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen.
- 4:38Speaker 1: Viele haben auch Vertauungsstörungen und Konzentrationsstörungen, ein Problem mit Gedächtnissen, Aufmerksamkeit oder eben der Brainvog ist ja aber sehr häufig.
- 4:50Speaker 1: Dann auch Haarausfall, Zaausfall, Hautausschläge, hormonelle Zyklusstörungen.
- 4:59Speaker 1: Insgesamt sind es zwei Hundert verschiedene Symptome bekannt.
- 5:05Speaker 1: Es ist kein Organsystem, das nie betroffen ist.
- 5:11Speaker 1: Patienten haben buchstäblich Tuzende von Symptomen.
- 5:16Speaker 1: Immer wenn man fragt, wie geht denn das, dann sagt man, es funktioniert das und das nicht.
- 5:22Speaker 1: Das ist natürlich auch etwas, das gerade auch viele Ärzte haben auch einen Vorurteil gegenüber Frauen.
- 5:30Speaker 1: Und dann eben einen Vorurteil, wenn alles wehtut und jemand mehr geht, dann denkt man, das kann doch gar nicht sein, das muss im Kopf
- 5:38Speaker 0: sein.
- 5:39Speaker 0: Und dazu muss man sagen, man geht davon aus, dass zwei Drittel der Betroffenen sind, aber Frauen.
- 5:45Speaker 1: Genau, genau.
- 5:46Speaker 0: Wieso ist das so?
- 5:47Speaker 0: Wieso ist das schon wieder Frauen?
- 5:49Speaker 1: Es ist halt so, dass Frauen ein kleines Immunsystem haben, auch z.B.
- 5:55Speaker 1: damit sie Kinder bekommen können oder die Schwangerschaft.
- 5:59Speaker 1: Das sind auch immunologische Prozesse.
- 6:01Speaker 1: Und darum eigentlich, mindestens so ziemlich alle immunologische Erkrankungen sind, kauft bei Frauen.
- 6:09Speaker 1: Und dafür, was anders ist, ist die schweren Krankheitsverläufe von Covid.
- 6:16Speaker 1: Die sind ja häufiger bei Männern und häufiger auch bei älteren Männern.
- 6:21Speaker 1: Und man vermutet quasi, dass es Das überaktive Immunsystem bei den Jüngeren und v.a.
- 6:28Speaker 1: bei Frauen, dass das quasi die Krankheit Long Covid auslöst.
- 6:35Speaker 1: Und dafür ältere Leute, insbesondere ältere Männer oder auch die Erbieter zum Beispiel, die haben ein schwächeres Immunsystem.
- 6:43Speaker 1: Darum kommt es überhaupt zu einem schweren Akkutverlauf.
- 6:47Speaker 0: Du hast vorhin gesagt, die Erschöpfung Ich kann geistig sein oder körperlich.
- 6:53Speaker 0: Es kann sich wirklich verschieden ausbrechen.
- 6:54Speaker 0: Gibt es so eine Zahl, so ein Verhältnis, was häufig vorkommt?
- 7:00Speaker 1: Die meisten haben beides.
- 7:02Speaker 1: Und ganz klar ist eben auch, dass diese Überbelastung, die können eben auch geistig, körperlich, emotional oder durchreizt sein.
- 7:12Speaker 1: Und meine am schwersten betroffenen Patienten leben in absoluter Dunkelheit und absoluter stille Betlägerung.
- 7:23Speaker 1: Da kann es z.B.
- 7:25Speaker 1: sein, wenn nur der Hund aufs Bett kommt, dass er schon einen Crash macht.
- 7:30Speaker 1: Und das ist natürlich eine grauenhafte Situation.
- 7:34Speaker 1: Die Leute sind wie lebendig begraben.
- 7:36Speaker 1: Das kann man sich gar nicht vorstellen.
- 7:38Speaker 0: Ja, und das ist wirklich ... von einigen Leuten, die das von sich selbst sagen.
- 7:44Speaker 0: Man hat eine Aktion, das ist eine normale und differente Person.
- 7:48Speaker 0: Ich fühle mich lebendig.
- 7:50Speaker 0: Das ist so krass.
- 7:52Speaker 1: Es ist schon so, dass, wenn die Leute überlastet werden, die Verschlechterung erst nach häufig zwei, drei Tagen kommt, man dazu überschätzt.
- 8:07Speaker 1: Wenn die zum Arzt gehen, sind sie vielleicht relativ gut.
- 8:12Speaker 1: Vielleicht haben sie schon vorher zwei, drei Wochen speziell wenig gemacht, damit sie es überhaupt zum Arzt schaffen.
- 8:20Speaker 1: Und dann sagen sie, ich verlasse das Haus praktisch nicht.
- 8:26Speaker 1: Ich bin normalerweise in der Bettlägerung und vielleicht verlasse ich nur zwei, drei Stunden am Tag.
- 8:32Speaker 1: Und der Arzt denkt dann, das ist ja gar nicht mein Eindruck.
- 8:37Speaker 1: Die Person, die geht ja aus dem Haus und kann laufen, hat vielleicht eine Rollstuhl.
- 8:41Speaker 1: Da fragt er sich, wieso hat die Person eine Rollstuhl.
- 8:45Speaker 1: Und durch das, dass der Crash erst zwei, drei Tage später kommt, gibt es dann so wie ein Widerspruch.
- 8:54Speaker 1: Das führt dann auch dazu, dass z.B.
- 8:56Speaker 1: gut dachte, dass sie das nicht verständen und sie sagen, dass die Person übertreibt oder sie einfach rennt und eine ruhige Kugel schiebt.
- 9:07Speaker 0: Das ist wieder das Thema.
- 9:08Speaker 0: Es gibt keine spezifischen Tests, keine Leitlinien zu den Diagnosen, keine Zuglassniktherapien.
- 9:14Speaker 0: Aber jetzt noch, um bei diesen Symptomen zu bleiben.
- 9:17Speaker 0: Die Fatigue ist ja ein Symptom von MEZFES.
- 9:22Speaker 0: Es gibt ... die dunkel im Zimmer liegen, den ganzen Tag noch Gehörschutz, damit es nicht zu laut ist.
- 9:30Speaker 0: Gleich gibt es ja auch MECF- oder Long Covid-Betroffnungen, die auch noch arbeiten
- 9:37Speaker 1: können,
- 9:38Speaker 0: um hier vielleicht auch etwas beruhigen.
- 9:42Speaker 0: Wie viele wirklich so schwere Fälle gibt es dann prozentual?
- 9:45Speaker 0: Also,
- 9:47Speaker 1: von den, die Long Covid haben, geht man davon aus, dass etwa zehn Prozent Kriterien für myalgische Encephalomyelitis erfüllt.
- 9:58Speaker 1: Also zehn Prozent haben die schwere neuroimmunologische Verlaufsform.
- 10:05Speaker 1: Und dass man die Kriterien für myalgische Encephalomyelitis erfüllt, da ist unter anderem vorgegeben, dass selbst wenn es eine lichte ME ist, dann muss die Alltagsaktivität mindestens fünfzig Prozent reduziert sein.
- 10:22Speaker 1: Es gibt dann auch so internationale Erhebungen.
- 10:26Speaker 1: Es gibt z.B.
- 10:26Speaker 1: eine Studie, die sagt, dass zehn Prozent von ihnen mit ME vollzeit schaffen.
- 10:34Speaker 1: Aber ich stelle mir dann vor, dass es extrem anpasste Arbeitsplätze sind, die sie wirklich in Homeoffice und mit beliebigen Pausen sind.
- 10:44Speaker 1: Aber ich kenne keine, die diese Kriterien erfüllt, die vollzeit schaffen.
- 10:50Speaker 0: Wenn man von Zahlen redet, geht es davon aus, dass aktuell rund sixty-fünf Tausende MEC-Fest-Betroffene in der Schweiz leben und etwa vierhundertfünfzehntausende Personen mit Long Covid.
- 11:06Speaker 1: Das sind Schätzungen.
- 11:08Speaker 1: Wir haben schon ganz früh gesagt, dass man eine Schweiz erheblich machen soll und erfassen, wie viele Leute das haben, wie viele Leute wieder gesund werden und auch, was diese für Therapie und was wirkt.
- 11:25Speaker 1: Das hat man leider nicht gemacht.
- 11:27Speaker 1: Wir haben in der Schweiz überhaupt keine eigene Zahlen.
- 11:32Speaker 1: Diese Schätzung beruht auf Zahlen aus United Kingdom.
- 11:38Speaker 1: Die sind aber auch schon etwas älter.
- 11:40Speaker 1: Die sind von März, April, Zwanzig.
- 11:43Speaker 1: Mittlerweile sind es sicher noch mehr.
- 11:45Speaker 0: In der Medien haben wir durch Corona immer mehr von TIG zu lesen.
- 11:54Speaker 0: Hat es wirklich auch zu einem Gehen durch Corona-Infektionen?
- 11:58Speaker 0: Oder hat es eigentlich auch vorher schon viel Betroffenen gehabt?
- 12:04Speaker 0: Beides.
- 12:04Speaker 1: Es hat vorher schon viel gegeben und es hat massiv zuegnasiert.
- 12:09Speaker 1: Und zwar, Müllgeschehen Cephalomyelitis, ist zum ersten Mal unter dem Namen durch einen schweren Ausbruch in London im fünfundfünfzig beschrieben worden.
- 12:22Speaker 1: Und dann hat WHO, also die Weltgesundheitsorganisation, im Neurologische Kranken-Danner gekannt.
- 12:33Speaker 1: Und in den achten Jahren hat es in den USA eine Bewegung gegeben, dass man gesagt hat, ja, das ist nicht sicher eine Entzündung.
- 12:41Speaker 1: Und mir eigentlich in Zivilomilitis, das hat im Namen, dass es eben sicher um eine Entzündung handelt.
- 12:46Speaker 1: Darum haben sie das Umdauft zu chronischem Fatigue-Syndrom.
- 12:52Speaker 1: Jetzt ist aber immer mehr erwiesen, dass es wirkliche Entzündung ist.
- 12:56Speaker 1: Und eben auch das chronische Fatigue-Syndrom ist auch sonst ein unglücklicher Name, weil es am wenigsten aussagekräftige Symptome ist.
- 13:08Speaker 1: Und andererseits ist es auch so ein bisschen verharmlosig, dass viele Leute sagen, ich bin auch gerade müde.
- 13:15Speaker 1: Und das kann ausgelöst werden durch Infektionen, durch Entbindungen, durch Unfälle oder manchen weiss man auch einfach nicht, woher
- 13:24Speaker 0: es kommt.
- 13:25Speaker 0: Du hast jetzt gesagt, aber die Toursachen sind verschieden.
- 13:29Speaker 0: Achtzehn Prozent der Fälle sind hier auslöservieren, z. B. Covid, die Pfeifer sind Riesenfieber.
- 13:35Speaker 0: Aber du hast gerade gesagt, das hat mich recht schockiert, als ich das gelesen habe.
- 13:40Speaker 0: Ein Geburt zum Beispiel oder eine Unfall-Nopération.
- 13:44Speaker 0: Was hast du für Geschichten aus deiner Praxis?
- 13:49Speaker 1: Ja, ich habe schon alles gesehen.
- 13:54Speaker 1: Ich habe zum Beispiel eine Patientin gesehen, die hat entbunden.
- 13:59Speaker 1: Und die ist irgendwie so, ich glaube, eineinhalb, dreiviertel Jahre später zu mir gekommen.
- 14:04Speaker 1: Und die hatte damals wahnsinnige Schmerzen im Bein.
- 14:07Speaker 1: Und dann habe ich mich halt auf diese Schmerzen fokussiert.
- 14:12Speaker 1: Und jetzt ist sie etwa vor einem Jahr weitergekommen.
- 14:16Speaker 1: Und jetzt war mir völlig klar, dass die Mialgeschehen Cephalomyelitis hat und dass das sich damals mit dieser Entbindung angefangen hat.
- 14:26Speaker 1: Oder dann habe ich bei einer jungen Frau Diagnose gestellt, die in der Pflege arbeiten.
- 14:34Speaker 1: Und sie hat die Schwerse, die fast umgehalten wären, versucht aufzufangen.
- 14:39Speaker 1: Das hat an den Schultern geschrissen.
- 14:43Speaker 1: Sie bekam eine Mialgeschehen-Cefalomyelitis oder eine durch Auskugelung der Schulter.
- 14:51Speaker 1: Aber es ist ganz klar, die überwiegende Mehrheit ist Infektionen und hauptsächlich wirale Infektionen.
- 15:01Speaker 0: Wie kann das passieren?
- 15:02Speaker 0: Bei den Schultern wird ausgeguckt und dann ist plötzlich so eine schwere Krankheit, die den Geist und den Körper zerstört.
- 15:11Speaker 1: Im Prinzip ist das eine immunologische Erkrankung.
- 15:14Speaker 1: Das Immunsystem macht einen Fehler.
- 15:17Speaker 1: Das sind Leute, die irgendwie die Neigung zu dieser Art von Krankheit haben.
- 15:23Speaker 1: Es ist übrigens auch eine eindeutige, häufige gewisse Familie.
- 15:28Speaker 1: Betreuungsfamilien, die zum Teil zwei, drei, vier betroffen sind.
- 15:33Speaker 1: Und irgendein Stressfaktor kann dann das auslösen, dass es so ganze Kettenreaktion gibt.
- 15:43Speaker 1: Und das ist wirklich dann eine multisysteme Erkrankung.
- 15:47Speaker 1: Das heisst, ganz verschiedene Körpersystemen werden betroffen.
- 15:52Speaker 1: Es gibt eigentlich kein Körpersystem, das nicht betroffen sein kann.
- 15:56Speaker 1: Ich habe z.B.
- 15:57Speaker 1: Patienten, die Zähne ausfallen, von mir eigentlicher in Zivilomilitis oder von Long COVID.
- 16:04Speaker 1: Wieso?
- 16:05Speaker 1: Ja, ich meine, das greift die Blutgefäße an.
- 16:09Speaker 1: Und es macht auch Veränderungen von Blut selbst.
- 16:13Speaker 1: Also dass z.B.
- 16:15Speaker 1: die roten Blutkörper, dass die einerseits stiefern und weniger verformbar sind, dann kann es auch mit kroskopisch kleine Blutgrinsel gehen und dann werden die Organe nicht mehr gut durchblutet.
- 16:32Speaker 1: Und die Zawurzel ist natürlich auch durchblutet und das führt dann zu einem Absterben vom Zahn.
- 16:39Speaker 1: Da habe ich mehrere Patienten, die zum Teil mehrere Zähne verloren haben.
- 16:45Speaker 1: Das ist sehr eindrücklich.
- 16:47Speaker 0: Du hast vorhin gesagt, dass du auch Familienbetreuung hast, die mehrere MEZ für das Betroffene haben.
- 16:52Speaker 0: Das ist vererbohrt.
- 16:54Speaker 1: Die Neigung zu dieser Krankheit ist vererbohrt.
- 16:59Speaker 1: Ob es ausgelöst wird oder nicht, das ist eine andere Frage.
- 17:03Speaker 1: Aber die Neigung ist ganz klar vererbohrt.
- 17:09Speaker 0: Das heisst, man kann auch hoffen, dass es nicht ausgelöst wird.
- 17:13Speaker 0: Man kann auch hoffen, dass es vorbei geht.
- 17:18Speaker 0: Also, Long Covid ist ja etwas, das kann vorbeigegangen.
- 17:22Speaker 1: Im Prinzip auch, ja.
- 17:24Speaker 0: Im Prinzip schon.
- 17:24Speaker 0: Ja,
- 17:25Speaker 1: genau.
- 17:25Speaker 1: Also, es ist eigentlich so, dass wenn wir Covid überkommen, die akute Erkrankung, dann können wir ... Auch mit den jetzigen Omikronvarianten gibt es etwa fünf bis zehn Prozent Risiko, um Covid zu entwickeln.
- 17:46Speaker 1: Am Anfang war es sogar zwanzig Prozent.
- 17:49Speaker 1: Das heißt, dass Symptome mehr wie drei Monate anhalten.
- 17:54Speaker 1: Aber das kann dann auch wieder ganz weggehen.
- 17:56Speaker 1: Und vor allem, wenn man es früher erkennt und dann richtig managt, wird Prognose eigentlich hervorragend.
- 18:05Speaker 1: Das Problem ist ein bisschen, dass die Schweizer Ärzteschaft für das viel zu wenig sensibilisiert ist und häufig die Diagnose nicht stellt.
- 18:16Speaker 1: Je schwerer es ist und je länger man es hat, desto schlechter ist die Chance, dass man sich wieder erholt.
- 18:23Speaker 0: Das ist ja mit den Cressen, die du am Anfang gesagt hast.
- 18:27Speaker 0: Wenn einfach alles zu viel ist, wird alles noch mehr runtergefahren.
- 18:32Speaker 0: Dann geht es ja meistens nicht noch einig.
- 18:35Speaker 0: so weit mit den Fähigkeiten, sondern sinkt immer weiter an.
- 18:39Speaker 0: Genau.
- 18:41Speaker 1: Man kann grundsätzlich sagen, dass so ein Crash oder eine Post-Exertion man lehnt, der kann Tage, Wochen oder Monate anhalten, aber der kann auch irreversibel sein, also permanent den Rest des Lebens.
- 18:56Speaker 1: Es gibt z.B.
- 18:56Speaker 1: eine Studie, die zeigt, dass zwei Drittel, v.a.
- 19:01Speaker 1: mit ME, schon einen permanenten Crash hatten.
- 19:06Speaker 1: Ich würde sagen aber eigentlich ein Hundert Prozent, sonst hätten sie ja gar nicht mehr.
- 19:14Speaker 1: Das ist das Problem.
- 19:16Speaker 1: Man muss die Leute vor Überlastung schützen.
- 19:20Speaker 1: Dann gibt es auch gewisse Medikamente, in denen man Symptome behandeln kann.
- 19:27Speaker 1: Dann können die Leute wieder besser gehen.
- 19:30Speaker 1: Was auch noch ganz wichtig ist, ist, dass die Leute nicht wieder infiziert werden sollten.
- 19:37Speaker 1: Da muss man sich einerseits einsetzen, dass die Luft gut wird, dass die Aerosol kontrolliert werden und andererseits, dass z.B.
- 19:47Speaker 1: kranke Leute die heimbleiben oder mindestens eine FFP-Zwei-Maske tragen.
- 19:54Speaker 1: oder auch zum Beispiel im Gesundheitswesen.
- 19:56Speaker 1: Ich meine, wo sollen meine Hochrisiko-Personen schützen, wenn nicht im Gesundheitswesen?
- 20:02Speaker 1: Und dass hier z.B.
- 20:03Speaker 1: nichts mehr in der Maskepflicht ist, ausser noch in meiner Praxis, das ist eigentlich ein Skandal.
- 20:10Speaker 0: In deinem Mail dieser Fusszeile hast du auch so CO²-Werte, ganz viele Zahlen.
- 20:17Speaker 0: Unten bei dem Mail bei dir ist es ganz lang, wo die CO²-Werte stehen, aber man soll nicht.
- 20:22Speaker 0: krank, geschaffen und regelmässig gelüftet.
- 20:25Speaker 0: Du probierst es
- 20:27Speaker 1: in deinem Umfeld
- 20:28Speaker 0: wenigstens, ja, oft zu klären.
- 20:31Speaker 0: Ja.
- 20:32Speaker 0: Darum geben wir wieder
- 20:33Speaker 1: die
- 20:34Speaker 0: Ansteckung.
- 20:35Speaker 0: Wenn es akut ist, jemand hat COVID-MEC-Fest, du hast vor dem Medikament angesprochen.
- 20:41Speaker 0: Was gibt es für Medikamente, um Symptome zu bekämpfen?
- 20:46Speaker 1: Also, ganz ein wichtiger Teil von dem ist, dass etwa achtzig Prozent haben so eine Fehlregulation vom Puls.
- 20:56Speaker 1: Und zwar, wenn die aufstehen, dann schiesst der Puls wahnsinnig auf.
- 21:00Speaker 1: Und da gibt es Tärtige, die z.B.
- 21:02Speaker 1: beim Zähbutzen oder beim Bügel einen Puls von hundertvierzig haben.
- 21:06Speaker 1: Hundertvierzig kann ich, wenn ich jogge, oder?
- 21:09Speaker 1: Das ist nicht normal, dass man das beim Zähbutzen hat.
- 21:12Speaker 1: Und das äußert sich dann eben, dass die Leute ein Limit kommen.
- 21:17Speaker 1: dass sie z.B.
- 21:19Speaker 1: eine Schwindel oder eine Kopfwehe oder so einen Brainfog haben, dass sie gar nicht richtig denken können, wie in einem Nebel im Hirn oder See- oder Hörstörungen, übermäßig schwitzen, Temperaturregulationsstörungen, Bauchwehe, alles mögliche.
- 21:39Speaker 1: Und diese Symptome sind eben ... total unspezifisch.
- 21:44Speaker 1: Das heißt, es kann alles mögliche Asymptom machen.
- 21:48Speaker 1: Und wenn man diese Pulsregulationstürung behandelt, geht es den meisten Menschen schon deutlich besser.
- 21:56Speaker 1: Dann kommen auch viele Leute mit Long Covid oder M.E.
- 22:00Speaker 1: haben z.B.
- 22:01Speaker 1: so überaktive Mastzellen.
- 22:03Speaker 1: Das sind Allergiezellen.
- 22:06Speaker 1: Hier kommen wir z.B.
- 22:07Speaker 1: mit Ernährungsberatung oder auch mit Mitteln gegen Allergien sehr viel verbessern.
- 22:15Speaker 1: Das sind die Dinge, die ich sehr schwer mache.
- 22:17Speaker 1: Es gibt auch andere Möglichkeiten, z.B.
- 22:19Speaker 1: Schlafstörungen oder Schmerzen zu behandeln.
- 22:22Speaker 1: Aber in meiner Erfahrung habe ich auch eine Statistik über meine Patienten.
- 22:28Speaker 1: Hier würde ich sagen, dass es bis zu neunzig Prozent besser geht, aber in unterschiedlichen Mausen.
- 22:37Speaker 1: Wenn man es früher bemerkt, gibt es eine Erdung, die sich wieder hundert Prozent erholt.
- 22:42Speaker 1: Aber es gibt auch Schwerbetroffene, die ich leider nichts machen
- 22:47Speaker 0: kann.
- 22:48Speaker 0: Was ich von Betroffenen gehört habe, die dann Ketamine nehmen, Obiumtropfen, sehr starke Medikamente, wenn ... Ja, es ist wahrscheinlich ein Abwägen.
- 23:01Speaker 0: oder wie grosses Leid, wie viel ... Was ratest du hier, wenn Selma so schwer ist?
- 23:08Speaker 0: Medikament greifen.
- 23:09Speaker 0: Wenn
- 23:10Speaker 1: es nötig ist.
- 23:12Speaker 1: Da kann man nicht grundsätzlich etwas sagen.
- 23:15Speaker 1: Aber ich würde immer zuerst so diese Sachen in Ordnung bringen.
- 23:19Speaker 1: Das eine ist jegliche Überlastung von Mieden, das heisst Pacing.
- 23:26Speaker 1: Das ist eine Form von Energiemanagement, auch eine Überreizung von Hindernen.
- 23:31Speaker 1: Dann kann man die Pulsregulationsstörung behandeln.
- 23:35Speaker 1: Dann kann man die überaktiven Machen ... Z.B.
- 23:39Speaker 1: Ernährungsberatung und Allergiemittel und unbedingt auch erneute Infektionen vermieden.
- 23:47Speaker 1: Das sind die absoluten Grundlagen.
- 23:50Speaker 1: Und nachher muss man von Fall zu Fall schauen, wie man das ... kann verbessern.
- 23:56Speaker 1: Aber zum Beispiel gibt es auch wirklich Leute, die haben extreme Kopfschmerzen.
- 24:01Speaker 1: Aber wenn sie dann diese Grundlagen machen, ist es schon einmal ein ganzes Stück besser.
- 24:07Speaker 1: Und darum muss man nicht unbedingt gerade als erstes Tätige mit leisen setzen.
- 24:12Speaker 1: Aber ja, manchmal ist es nötig.
- 24:14Speaker 0: Du hast schon gesagt, wie viele Hausärzte.
- 24:19Speaker 0: ihnen dann auch falsch diagnostizieren, nicht wissen.
- 24:24Speaker 0: Es ist allgemein auch mit den Studiologen sehr schwierig, weil das sehr häufig falsch diagnostiziert wird.
- 24:32Speaker 0: Was ratest du denn, wenn jemand denkt, ich glaube, ich habe das, was soll ich machen?
- 24:39Speaker 1: Ja, das ist schwierig.
- 24:41Speaker 1: Es gibt online auf der Website der Schweizerischen Gesellschaft für ME, gibt es so einen Fragenbogen, ob man ME hat.
- 24:52Speaker 1: Und da ist sicher eine Möglichkeit, das auszufüllen.
- 24:55Speaker 1: Und dann beginnt die schwierige Suche nach einem Arzt oder einem Ärztin, der bereit ist, das nach Expertenempfehlungen zu behandeln.
- 25:06Speaker 1: Und das sind übrigens nicht nur Hausärzte, die das nicht kennen, sondern ich hatte z.B.
- 25:10Speaker 1: schon etliche Patienten, die in einer Uniklinik zunteropsychriert wurden.
- 25:15Speaker 1: Aber niemand fragte, ob sie vorher in den letzten paar Tagen oder Wochen eure Überraschungen
- 25:24Speaker 0: haben.
- 25:24Speaker 0: Dazu ein Hinweis.
- 25:25Speaker 0: Maya hat ein Therapiegema entwickelt, das wissenschaftliche Erkenntnis und Empfehlungen von Top-Experten beruht.
- 25:32Speaker 0: Dort gibt es Tipps für einen Alltag, für Medikamente, und auf was wir Fachpersonen weisen sollen.
- 25:38Speaker 0: Es ist in der Show noch zu verlinkt.
- 25:41Speaker 0: Jetzt haben wir einen schönen Spaziergang gemacht hier im Wächelind lang durch den Wald.
- 25:46Speaker 0: Wir bleiben dran, weil die Majorstrasse noch etwas zu sagen hat.
- 25:50Speaker 0: Das ist Halle Gesundheit, der Podcast der CSS.
- 25:54Speaker 0: Wir reden offen, ehrlich und direkt über verschiedene Gesundheitsthemen.
- 25:59Speaker 0: Zum Thema chronische Müdigkeit habe ich auch noch mit einer betroffenen Person geredet, mit Lisa Wälter.
- 26:07Speaker 0: Sie erzählt genau über auch ganz viele Dinge, die jetzt auch Meijer Strassen erzählt hat.
- 26:13Speaker 0: Es war sehr beeindruckend bei ihr.
- 26:15Speaker 0: Sie ist auch so, sie ist so taff, sie erzählt, sie ist so im Leben.
- 26:19Speaker 0: Und gleich kann sie ganz, ganz viel aus ihrem Leben nicht mehr so machen, wie sie das früher gemacht hat.
- 26:26Speaker 0: Sie erzählt, wie sich METFS anfühlt und wie sie ihren Alltag meistert.
- 26:32Speaker 0: Die Episoden finden ihr auch hier auf Spotify, Apple Podcasts und natürlich auf css.ch.
- 26:43Speaker 0: Wenn ihr ein paar Inputs mitgenommen habt, freuen wir uns, wenn ihr anderen davon erzählt, damit ihr auch etwas lernt, das ihnen hoffentlich hilft.
- 26:52Speaker 0: Schlusswort hat immer der Gast, Maya, Was willst du noch sagen?
- 26:58Speaker 1: Ja, mir kommt immer wieder etwas in den Sinn, das Charles Bukowski gesagt hat.
- 27:03Speaker 1: Und zwar, dass die meisten Leute die Ungerechtigkeit erst interessiert, wenn sie selber betroffen sind.
- 27:10Speaker 1: Und das ist wirklich eine humanitäre Krise.
- 27:13Speaker 1: Und ich glaube, man muss sich wirklich einfach vorstellen, was wäre, wenn ich das selber hätte.
- 27:18Speaker 1: Oder meine beste Freundin oder mein Bruder oder so.
- 27:22Speaker 1: Und wir sollten wirklich schauen, dass es endlich eine anständige medizinische Versorgung für das gibt, dass diese Leute, wenn sie finanzielle Unterstützung brauchen, das auch überkommen.
- 27:34Speaker 1: Und dass es gute Raumluft überall in den öffentlichen Innenräumen gibt und auch an jeden dazu beitragen.