Latest / Raumrauschen / Runde um den Block
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- Hallo und herzlich Willkommen zu Raumrauschen. Wir erzählen uns hier am digitalen Lagerfeuer persönliche Geschichten und blicken hinter die Texte der AutorInnen. Schön, dass ihr dabei seid. Hallo und herzlich willkommen zu Raumrauschen, eurem Podcast am digitalen Lagerfeuer. Meinen Namen kennt ihr, heute ist der Raphael wieder zu Gast. Hi Raphael. Hi Raphael. Ich hoffe, dir geht's gut? Ja, passt soweit. Kann mich nicht beschweren. Sehr schön. Du hast wieder eine Geschichte mitgebracht, doch bevor wir einsteigen, haben wir eine Check-In-Frage, aber keine aus den Wertvoll-Ich-Karten-Set, sondern wir haben uns einfach mal der KI bemüht, alle nutzen es und ich dachte mir, wir probieren das ja auch einfach mal aus und haben ganz konkret gefragt, gib mir mal bitte eine gute Check-In-Frage für einen Podcast. Und Raphael, die Frage, die ich dir stelle, lautet, was hat dich in letzter Zeit inspiriert oder überrascht? Ja, gute Frage. Ein Buch tatsächlich, das ich gelesen habe. Ich arbeite in meinem Fachbereich Jugend vor allem mit Pädagogen zusammen und da muss ich auch ein bisschen pädagogisch mich einlesen. Und da habe ich das aktuelle Buch von Aladin El Mafalani gelesen, Kinder Minderheiten ohne Schutz und war dann überrascht, wie unterschiedlich oder wie anders Kindheiten heute verlaufen im Gegensatz dazu, was ich noch als Kindheit hatte. Und das war mir so nicht klar. Das hat mich wirklich überrascht. Wir verlinken das Buch natürlich auch gerne in den Shownotes beziehungsweise in der Beschreibung, dann könnt ihr euch selber noch ein Bild von machen und ich glaube über Kindheit können wir auch in Zukunft mal darüber quatschen, denn wir hatten auch im Vorgespräch so ein bisschen darüber gesprochen, was alles anders ist und da bin ich auch sehr gespannt, wenn es mal dazu kommt. Also von daher danke für deine erste Check-In-Frage, für die Antwort dazu. Und in meiner Kindheit hat die Umgebung eine wichtige Rolle gespielt. Und in der Geschichte, die du heute mitgebracht hast, da lese ich zumindest ein bisschen was davon. Wie heißt denn diese Geschichte? Die Geschichte heißt Runde um den Block. Dann hören wir einmal gemeinsam rein. Runde um den Block Letztens hat mir nach einem anstrengenden Arbeitstag im Homeoffice der Schädel geraucht. Ich habe bis zum Anschlag gearbeitet und war danach völlig K.O. Dann abzuschalten fällt mir manchmal gar nicht leicht. Ich habe eben nicht immer das passende Buch oder die Serie, auf die ich mich schon den ganzen Tag lang freue. Auch zu meditieren oder beten fehlt mir abends manchmal einfach die Kraft und die Motivation. Oft läuft es dann darauf hinaus, dass ich krampfhaft auf der Suche nach Entspannung bin, anstatt wirklich zu entspannen. Nach meinem anstrengenden Homeoffice-Tag habe ich dann aber auf etwas zurückgegriffen, das ich schon fast vergessen hatte. Ich war vor dem Schlafengehen noch einmal draußen und bin eine Runde um den Block gelaufen. Nicht weit, vielleicht ein paar Straßenzüge lang. Während der Pandemie habe ich das abends immer gemacht und auch dieses Mal hat es mir geholfen. Es tat gut, noch einmal rauszukommen, die klare, kalte Nachtluft einzuatmen und sich ein wenig zu bewegen. Mit jedem Meter, den ich mich dabei von unserer Wohnung entfernt habe, bekam ich mehr Distanz zu dem, was ich tagsüber alles vor der Brust hatte. Von außen habe ich in beleuchtete Fenster geschaut, wie der personifizierte Mond aus den Kinderliedern. So als hätte ich mit den Menschen, mit ihrem Alltag und ihren Sorgen nur entfernt etwas zu tun. Für den Moment war ich ganz bei mir und ganz in der Gegenwart. Mantel und Schal hielten mich warm und das Einzige, was ich tun musste, war, einen Schritt vor den anderen zu setzen. Es ging dann auch nicht ewig. Auf halber Strecke freute ich mich auch schon wieder darauf, innerhalb der beleuchteten Fenster und in meinem Bett zu sein. Ich hatte unterwegs nicht viel erlebt, aber genug, um gelöst und entspannt wieder daheim über die Türschwelle zu treten. Für 15 Minuten war ich mal kurz raus gewesen. Nicht nur mit den Füßen, sondern auch mit dem Kopf. Kein Buch und keine Serie hätten das an diesem Abend vermocht. Selbst die schönsten Abendgebetsworte, selbst die intensivste Meditation hätte mich wohl nicht so zur Ruhe gebracht wie diese kleine Runde um den Blog. Vielen Dank, Raphael, für diese Geschichte, diese Geschichterunde um den Blog. Meine erste Frage ist, wann hattest du diese Geschichte denn aufgeschrieben? Wie war das so, als du das zusammengefasst hattest? Das war tatsächlich von einem halben Jahr. Da war ich ziemlich am Arbeiten, gar nicht von der Arbeit aus, sondern halt einfach so viel zu tun. Und ich weiß noch, es war im Winter und ich war tatsächlich den ganzen Tag daheim und mit Kinderbetreuung damals noch und allem, wo ich in Elternzeit damals war, war schon am Abend, dann war ich einfach durch, kann man sagen. Ja, das Problem ist ein wiederkehrendes. Man steht auf mit Kind, der weckt einen immer relativ früh, meist schon um 6.30 Uhr. Jetzt aktuell arbeite ich ja wieder. Dann bin ich ungefähr um neun im Büro, habe dann noch meine Termine, gerne auch mal Abendtermine. Ich und meine Frau, wir geben uns dann gerne mal so die Klinke in die Hand, man sieht sich kaum am Tag, es ist so der ganz normale Wahnsinn, den man auch schwer planen kann, in unserem Beruf habe ich das Gefühl, ich bin als Jugendseelsorger habe ich jetzt keinen 9-to-5-Job, überhaupt nicht, sondern es kommt dann meistens geballt und man muss irgendwie gucken, dass man sich gut reinlegt und hat dann am Abend natürlich auch noch, seine kleine Zeit so, sein kleines Zeitfenster, wo man ein bisschen runterkommen kann und dann gut einzuschlafen zu können und morgen wieder gut gut aufstehen zu können, aber es ist nicht viel und da dann wieder runter zu kommen, das finde ich immer gar nicht so einfach. Also das bezog sich jetzt auf die Geschichte, aber das wiederholt sich immer relativ oft. Das ist ein Wiederkehren, das Moment quasi im Alltag. Also ich kann mich da in diese Geschichte super gut reinversetzen. Nicht nur das, was du eben gerade gesagt hast, sondern auch überhaupt. Denn, Also du hast mich direkt abgeholt, als es heißt, ich habe kein passendes Buch oder eine Serie und es passiert mir häufig nach so einem vollen Arbeitstag, da scrolle ich durch Mediatheken und denke mir so, was lässt sich denn jetzt schauen, um einfach mal abzuschalten. Es gibt so zwei, drei Sachen, aber die sind dann nur einmal in der Woche oder einmal in zwei Wochen. Und dann aber, ja, du hast trotzdem mehrere Tage hinterher. Und dann sitzt du da und versuchst zu entspannen. Und ich finde das wirklich dieses, ist vielleicht auch diese Überfülle an Angeboten. Und nichts spricht dich an, um wirklich rauszukommen. Und ich sehe dein Lächeln, das ist ja genau dieser Punkt. Und dann bist du in einer neuen Anspannung. Man sagt ja auch so ein bisschen dieser Freizeitstress. Ich muss jetzt entspannen, aber das ist schon die Krux dahinter. Das mit dem Mediathek, das kenne ich genauso. Also es muss ja dann auch passen. Es muss dann ja auch bei uns und wahrscheinlich auch bei zwei Leuten passen. Und ich habe dann manchmal andere Vorstellungen von dem, was mich dann irgendwie runterbringt. Darf auch nicht zu lang gehen. Das ist ja auch wieder sowas. Deswegen ist die Serie eigentlich meistens mit 45 Minuten ganz gut so. Aber hab mal die passende Serie, die dich dann so catcht, so abholt. Ist nicht immer. Und gleichzeitig dieses Kontingent zu haben. Okay, und dann reicht mir das auch. Also damit komme ich gut klar. Meistens kommt vielleicht noch das Zweite, das Dritte. Aber das sind dann so Nachschwingungen. Das hast du durchbrochen. Das hast du durchbrochen. Und du erzählst, du hast auf etwas zurückgegriffen, was du schon fast vergessen hast. Nämlich die Runde um den Block. Und ich frage mich, ob du dich in den Moment hineinversetzen kannst, wo dir das wieder in Erinnerung gekommen ist. Kannst du uns da nochmal mitnehmen? Ja, es ist mir in dem Moment eingefallen, also das hat sich irgendwie angeboten, so. Das bietet sich nicht immer an. Das ist ja auch sowas. Da hat die Runde um den Block gepasst, aber es ist nicht das Allheilmittel am Abend, so. Manchmal ist es dann, manchmal ist die Serie, manchmal habe ich auch das Buch, so. Ich kriege keine Regelmäßigkeit hin. Das ist so, weil die Situationen am Abend sind so unterschiedlich, dass ich jetzt nicht sagen könnte, ich laufe jeden Abend so. Manchmal bist du den ganzen Tag draußen, dann hast du keinen Bock, dann irgendwie auch nochmal zu laufen, so. Aber da hat es dann gepasst und ich weiß gar nicht, das hat sich dann so eingebahnt, wo du denkst, okay, das ist eine Ahnung, das könnte jetzt passen und dann machst du es und dann hat es gepasst. Ja, auch sein können, dass ich jetzt gesagt habe, oh Gott. Was waren denn so die, also ich frage nochmal ein bisschen genauer, weil ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen, möchte es aber trotzdem gerne, einfach um auch in dieser Geschichte gut reinzukommen, nochmal verstehen, wo war denn so der Moment, dass es sich angepasst hat? Was waren so Indizien dafür? War es das Wetter? War es die Frau, die gesagt hat, jetzt geh doch mal raus? Oder war es die Schuhe, die du noch anhattest? Ich glaube, es war die warme Heizungsluft, wo ich gedacht habe, so komm. Also vor allem im Winter finde ich das, dann bist du wirklich, dann sitzt du da drin so und einfach mal so ein bisschen frische Luft, da bin ich auch nochmal hängen geblieben. Weil es war wirklich so, wenn es dann vor allem auch richtig kalt ist so. Kalt und du bist warm eingepackt, das finde ich eine gute Kombi so, so ein bisschen unterwegs so das hat dann gepasst, auch nochmal diesen, Kontrast zu haben, mal rauszukommen so und mit Füßen und mit Kopf, also dass du wirklich einen Tapetenwechsel nochmal hast so das war dann das, aber ich glaube es war wirklich so dieses, du warst den ganzen Tag drin deswegen, genau, deswegen einfach mal wirklich diesen personellen Abstand, deswegen war es ja auch in der Pandemie so oder was heißt, war es ja auch so schön oder ist es ja auch aufgekommen, weil die Leute halt nicht raus dürfen und da merkst du erstmal wieder, was es für einen Wert hat, rauszukommen. Der würde sonst, fällt dir da manchmal nicht auf so. Und da ist es mir aufgefallen wieder. Genau, du hast ja auch bewusst gesagt, das war zur Pandemiezeit war das etwas gängiges, ein starkes Bedürfnis. Jetzt sind wir schon ein paar Jahre nach der Pandemie, zumindest mit den unmittelbaren Wirkungen und da entdeckt man das ja wieder. Also zumindest die guten Seiten. Und, In unserem Vorgespräch hatten wir nochmal darüber gesprochen, was das so heißt, Spannung und Entspannung zu haben und diese Nähe und Distanz zu Dingen. Auch wenn du sie jetzt hier schon in meinen Augen ein bisschen klein geredet hast, das war jetzt nicht so viel, aber es war genau richtig und es war genau passend. Da würde ich gerne nochmal mit dir darüber reden, was das dann so für dich bedeutet, dieser Moment der Entspannung, das sich auf den Weg gemacht hat. Ja, ich finde es eben nicht einfach runterzukommen. Also vielleicht je nachdem, was man auch macht. Ich habe an dem Tag im Homeoffice gearbeitet, da hast du schon mal die räumliche Distanz nicht. Und dann ist ja auch manchmal, andere können das eher, manche nehmen die Sachen dann irgendwie in den Schlaf mit und ins Bett mit. Bei mir ist es auch so, mir kommen die besten Gedanken, wenn ich dann nachts im Bett liege. Das kann ich nie ausstellen. Und gleichzeitig ist das auch eine sehr produktive Zeit für mich, also ich bin auch keiner, der dagegen anarbeitet, sondern ich schreibe mir die Sachen manchmal dann auch auf, ist okay, aber ich muss trotzdem das Gefühl haben, dass ich jetzt davor mal ein bisschen, einen Cut drin habe und nicht alles dann irgendwie noch mitnehmen und von mir aus auch ein Ritual habe oder sowas. Das kann für mich, kann auch eine Serie sein, ich habe ja auch nochmal die Palette erweitert, es kann ein Buch sein, Es kann auch ein Abendgebet sein oder eine Meditation, um mal in die Gegenwart zu kommen. Das fand ich vor allem den Punkt so. Wenn man den ganzen Tag arbeitet, wir sind ja meistens irgendwie an irgendwelchen Themen daran, die die Zukunft betreffen. Also war ich an dem Tag auch, ich weiß gar nicht genau, was es ging, aber dann arbeitet man immer auf was hin. Und dann ist es immer Mittel zum Zweck, aber dass man wirklich mal was macht, einfach um es zu machen. Und das für mich auch Buchlesen ist dann so, ich mache es einfach, weil ich keinen Bock drauf habe. oder die Serie zu schauen, weil die mir gefällt, so nicht zu bilden, dann unbedingt so. Und ganz krass finde ich das ja bei der Meditation auch so. Da machst du ja mal gar nichts so. Du gehst ja quasi von Tempo 100 gehst auf Tempo 0 so, von dem, was du machst so. Und ich finde, Und den Cutter, die Bremse finde ich krass und die gelingt mir selten. Also manchmal bin ich in der Stimmung, dass ich dann sage, okay, jetzt setzst du dich hin, da habe ich auch mal drüber gesprochen und guckst den Adventskranz an. Das klappt manchmal, aber ich finde ganz oft, finde ich, dass man ist im Alltag mit Tempo 150 unterwegs. Man muss dann irgendwie runterfahren und man hat einen gewissen Bremsweg, um es mal in der Autometapher zu sagen. Und da brauchst du irgendwie Formate, Formen irgendwie, um das hinzubekommen. Und da passt nicht immer alles. Und da passen manchmal spirituelle Sachen für mich, die mich nochmal anders irgendwie in die Gegenwart holen. Aber manchmal sind es auch ganz einfache Sachen, wie der Spaziergang. Wobei man natürlich auch fragen könnte, hat das vielleicht auch was Spirituelles, ich weiß nicht, sich da nochmal so auch zu verbinden und... Nochmal rauszugehen und bei sich zu sein. Da fängt für mich ja auch schon Spiritualität an, sich erstmal wahrzunehmen, sich bewusst zu werden. Das ist für mich jeder Anfang von jeder Spiritualität auch nochmal. Ja, Raphael, ich frage dich mal, hat das was Spirituelles? Jetzt, wo du so offen gefragt hast, beziehungsweise das steht jetzt hier auch auf meinem Zettel, darüber nochmal zu sprechen, aber ich möchte trotzdem nochmal ergänzen oder nochmal meinen Senf dazugeben. Ich glaube, ja, das hat sehr was Spirituelles. Ich finde auch, du schreibst es, ich gehe nochmal auf die Geschichte ein, wo du dann so sagst, mit jedem Meter, den ich von unserer Wohnung entfernt habe, bekam ich mehr Distanz zu dem, was mich tagsüber alles vor der Brust hatte. Was ich tagsüber alles auf der Brust hatte. Wo dieses sich auf den Weg machen und gleichzeitig ganz bei sich selber zu sein, wie du es hier so schön schreibst. Auch genau das ist, was Reflexion ausmacht. Und Reflexion ist ein Teil von Spiritualität. Auch zu sagen, ich schaue auf das, was mir begegnet ist am Tag. Vielleicht ausgesprochen, wenn ich mir im Kopf den Tag Revue passieren lasse. Da gibt es ja auch gute Reflexionseinheiten dazu. Oder eben ganz unbewusst, weil mein Körper spricht eben auch für sich und dann brauche ich einfach die Schritte, um im Unterbewusstsein diese Schritte nochmal nachzugehen. Und dann sind sie vielleicht nicht ausgesprochen, sondern sie sind einfach, ja sie werden verarbeitet. Und zwar ohne, dass du jetzt noch die passenden Worte dafür findest. Ich finde, das macht dann auch so ein bisschen dieses, ja, das macht deutlich. Spiritualität hat nicht nur was mit dem Kopf zu tun, wo du eben sagst, von 100 auf 0 zu gehen, weil ich mich jetzt hier hinsetze und vielleicht einen Bibeltext lese oder ein Abendgebet, sondern das hat auch was mit dem Körper zu tun, weil ich erstmal ankommen muss. Und das hat, also ich ergänze da, aber du sagst mir gerne, kannst gerne auch deine Sachen dazu sagen, ja, Selbst in dem Moment, wo du nach 15 Minuten dich schon auf den Heimweg freust, hast du den Höhepunkt erreicht. Und ich sag mal so, eine gute Spiritualität beziehungsweise eine gute Abendreflexion, die sollte ja auch nicht länger dauern. Also da ist irgendwann auch mal die Grenze erreicht. Ja, voll. Und ich denke halt, die Frage, ob es für mich spirituell ist, kann ich aber nur selber beantworten. Das muss ja auch jeder selber. Es war für mich erstmal so eine gewinnbringende Erfahrung, eine sinnvolle Erfahrung irgendwo. Und ich würde schon auch sagen, dass für mich da auch nochmal mehr dazukommt. Dass es auch eine Form ist, wo ich nochmal anders in Verbindung bin, die ich auch spirituell deuten würde. Da würde ich auch hingehen. Und andere würden wahrscheinlich sagen, es war auch so eine Erfahrung, die sie jetzt nicht spirituell deuten würden. Aber würde ich schon. Die Schleife würde ich nochmal drehen. So bin ich halt die Tradition, aus der ich rauskomme, dass ich dann sage, das darf auch Spiritualität sein und es muss nicht immer ausgesprochen sein. Und es ist die Frage, ob das Ausgesprochene in der Situation, wo ich mich befinde, immer das Passende ist. Da würde ich immer ein großes Fragezeichen machen. Da appelliere ich eigentlich immer für eine große Bandbreite an Möglichkeiten, an Sachen, die auch da sind und da sein dürfen. Wie sieht es denn jetzt gerade so aus in deinem Alltag? Du sagst, die Geschichte und das, was ich hier erlebt, ist schon ein bisschen her. Ist die Runde um den Block immer noch ein Teil deiner Möglichkeiten, so zur Ruhe zu kommen aktuell? Ich war jetzt, wir waren eine Woche in Nordholland am Meer und da habe ich tatsächlich, ich glaube jeden Abend bin ich da auch nochmal gelaufen und auch ans Meer und da war das auch sowas. Da stehst du da so in der Dämmerung am Meer und guckst einfach hin und lässt dir da nochmal den Wind um die Nase wehen und das war schon, da habe ich da auch nochmal wirklich aktiv auch drauf zurückgegriffen. Mache ich auch gerne mal, wenn ich in meiner Heimat bin, da wo ich herkomme. Die letzten paar Tage habe ich es nicht gemacht. Ich will dem Ganzen auch, was ist ein Zauber, aber seine Wirkkraft nicht nehmen. Ich habe ein Problem damit, wenn es zu regelmäßig wird, manchmal auch. Weil es eben nicht immer passend ist und weil es immer, mir ist es zu kostbar, das ist wie bei, manchmal ist es bei Musik auch so, wenn man ein gutes Lied hat und so oft hört, dann ist es irgendwie verbraucht so. Deswegen auch dieses Ritual, mit meiner An der Spiritualität, ich will immer eine Regelmäßigkeit, aber gleichzeitig darf es nicht zu fad werden für mich. Ich merke, da muss ich ganz genau darauf achten, was tut mir in dem Moment gut. Und das ist immer unterschiedlich und das macht es so schwierig dann auch. Also ich höre raus, die Runde um den Blog ist für dich mehr ein Baustein in deinem Repertoire der Möglichkeiten zur Reflexion. Das ist ja das Schöne. Ich muss das sagen jetzt bei der Musik. Ich bin so einer, der hört ein Lied so lange, bis es fahrt wird und dann höre ich es mal zwei Jahre nicht und dann höre ich es wieder. Und dann weiß ich, ach, das ist ja schön. Oder halt weniger, aber so. Von daher, da bin ich auch ganz bei dir. Letzte Frage, bevor wir zum Abschluss kommen. Was wünschst du denn, was der Hörer oder die Hörerin so mitnimmt? Und, das auch noch dazu gesagt, was würdest du gerne der Community hier für eine Frage stellen zu deiner Geschichte? Oh Gott. Okay. Mich würde es interessieren tatsächlich, fangen wir mal mit der Frage an, wie andere das machen, was andere für Rituale haben. Ich glaube, da kann man viel voneinander lernen tatsächlich. Also ich weiß zum Beispiel meine Eltern, die sind auch so Leute, die sind abends und nachts nochmal eine Runde gelaufen, haben die immer gemacht zur Reflexion und zum gemeinsamen Gespräch. würde mich schon interessieren, auf was man so zurückgreift. Ob das immer dasselbe ist auch oder ob es da wirklich so ein Kontingent an Möglichkeiten gibt. Genau. Ich wünsche für die Abende, bei denen man runterkommen muss, manchmal durch Zufall auch die passenden Möglichkeiten. Wie gesagt, das kann man immer schwer planen. Da muss man sich gut wahrnehmen, was auch in dem Moment passt. Aber das wünsche ich ja, dass man da manchmal auch durch Zufall manchmal wieder draufstößt und wieder sich erinnert, okay, das kannst du mal wieder machen. Und sei es, dass die Erinnerung durch die Heizluft gekommen ist, dass man mal rausgeht. Genau, ja. Vielen Dank dir fürs Gespräch, für diese Geschichte. Und zum Checkout haben wir auch die KI gefragt, nämlich die Frage, was nimmst du heute aus dem Gespräch mit, Und was möchtest du vielleicht direkt in die Tat umsetzen? Ich fand, der Punkt mit Kontingent fand ich gut. Also, dass man sagt, okay, was sind meine Rituale, die ich brauche? Und wenn ich weiß, dass die nicht immer funktionieren, dann die mal aufzuschreiben. Ich glaube, das mache ich jetzt in meinen Notizen, dass man wirklich so eine Liste anlegt, was funktioniert und was klappt manchmal. Und dann in dem Moment zu gucken, okay, du hast jetzt den ganzen Tag gearbeitet, das hast du noch irgendwie zwei Stunden, bevor du schlafen gehst. so, was wäre jetzt was? Was wäre jetzt was mögliches? Und dann nicht jedes Mal mal so durch die Mediatheken zu scrollen. Genau. Danke dir, Raphael. Und in diesem Sinne wünschen wir euch jetzt auch alles Gute und hoffentlich bis bald. Macht's gut. Bis dann, Raphael. Den Blog und die Geschichte findet ihr unter www.raumrauschen.de Folgt uns auf Instagram unter Raumrauschen-AC. Raumrauschen ist ein Angebot der Berufungspastoral im Bistum Aachen. Musik Robert Niegel, Produktion, Social Media und Podcastagentur Kunden fokussiert.