Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / Tag 5: Gedanken Überprüfen: Der Faktencheck 🧠
Transcript
- 0:00Herzlich Willkommen zu unserer heutigen ja Vertiefung, kann man
- 0:04sagen. Hallo auch von mir.
- 0:05Wir tauchen heute ein in Tag 5 eines online selbsthilfekurses.
- 0:11Der kommt von Neelix, Berlin, das ist ja das Projekt von
- 0:14Gabriel Metz. Genau.
- 0:16Und das Thema für heute. Der Faktencheck.
- 0:18Lerne deine Gedanken zu analysieren, die Quelle ist wie
- 0:22gesagt Gabriels Webseite Clean mit Neelix Berlin.
- 0:27Und bevor wir da richtig einsteigen, müssen wir
- 0:30vielleicht kurz was Persönliches ansprechen.
- 0:31Das berührt auch so den Kern des Ganzen, finde ich.
- 0:34Ja, was meinst du? Na ja, Gabriel Metz, der Autor,
- 0:38der konnte heute leider nicht dabei sein.
- 0:39Er hatte n Rückfall och ja, und das ist, das gehört halt dazu,
- 0:44sucht es ne Krankheit und Rückschläge sind leider Teil
- 0:46davon, das ist hart, aber es ist die Realität.
- 0:50Das ist n enorm wichtiger Punkt, den du da ansprichst.
- 0:53Es zeigt ja auch, dass dieser Weg kein Spaziergang ist.
- 0:56Aber, und das ist die Nachricht, Gabriel gibt nicht auf.
- 1:00Nein, absolut nicht. Er hat gesagt, er wird sozusagen
- 1:04seine Krone richten und morgen direkt weiterkämpfen.
- 1:07Die Webseite und die Community, die da ja auch wächst, die geben
- 1:11ihm wohl auch halt und Kraft. Das ist spürbar, ja, und es ist
- 1:15vielleicht auch eine Botschaft für dich da draußen, wenn du den
- 1:17Kurs machst oder mit eigenen Dingen kämpfst.
- 1:19Stolpern ist OK, es passiert genau.
- 1:23Wichtig ist halt nicht liegen zu bleiben.
- 1:25Sondern immer wieder aufzustehen.
- 1:28Gabriel teilt ja auf seiner Seite auch total offen seine
- 1:31eigenen Erfahrungen. Absolut mit Sucht mit der Psyche
- 1:36erlebt das ja quasi mit was er da schreibt.
- 1:38Er macht das selbst durch. Und genau diese Authentizität,
- 1:42die macht den Kurs finde ich auch so besonders.
- 1:44Ja, das finde ich auch und deshalb ist auch die Technik von
- 1:47heute so relevant. Unsere Mission heute ist also,
- 1:51wir schauen uns dieses Kernwerkzeug von Tag 5 mal
- 1:54genauer an. Damit du eben lernen kannst, wie
- 1:57du so belastende Gedanken kritisch hinterfragen könntest.
- 2:00Ganz genau okay, dann lass uns das mal auspacken.
- 2:05Der Kerngedanke ist ja erstmal, deine Gefühle sind okay, die
- 2:09sind gültig, die darfst du haben, aber.
- 2:13Aber die Gedanken dahinter, die Story, die wir uns dazu
- 2:17erzählen, die sind nicht automatisch die Wahrheit, oder?
- 2:21Exakt. Gerade wenn wir unter Stress
- 2:23stehen oder ja, der Suchtdruck kommt, dann neigt unser Gehirn
- 2:26dazu, in so, ich nenne es mal Denkfallen zu tappen.
- 2:30Kognitive Verzerrungen nennt man das, Glaube ich.
- 2:33Genau das ist der Fachbegriff. Typische Muster wie
- 2:36Schwarzmalerei, katastrophendenken, das kennt
- 2:40wahrscheinlich jeder irgendwie. Ja, total.
- 2:42Und gerade bei Suchtdruck können diese verzerrten Gedanken wirken
- 2:46wie ja wie Brandbeschleuniger. Die können das Verlangen massiv
- 2:50verstärken. OK, verstehe.
- 2:55Deshalb ist es so entscheidend, diesen Unterschied zu machen.
- 2:58Ich fühle mich wie ein Versager, das ist ein Gefühl, das ist
- 3:01erstmal da. Aber ich bin ein Versager, das
- 3:04ist ein Gedanke, eine Behauptung, und die können wir
- 3:07überprüfen. Das Motto dazu aus dem Kurs ist
- 3:10ja, ich bin der Detektiv meiner Gedanken, nicht ihr Gefangener.
- 3:20Schön gesagt, ja. Und wie wird man jetzt zum
- 3:23Detektiv? Genau wie geht das praktisch mit
- 3:25der Übung des Tages der 2 Spalten Technik, dem
- 3:29Faktencheck. OK.
- 3:31Du nimmst dir am besten ein Notizbuch oder ein Logbuch, dann
- 3:35suchst du dir einen, wie es im Kurs heißt, heißen Gedanken raus
- 3:39einen. Heißen Gedanken ja, also einen,
- 3:41der so richtig starke, unangenehme Gefühle auslöst.
- 3:45Wut, Angst, Scham. Was auch immer verstehe.
- 3:49Und dann? Dann ziehst du einfach eine
- 3:51Linie in die Mitte der Seite 2 spalten.
- 3:54Okay links und rechts. Genau links in die erste Spalte
- 3:57schreibst du diesen heißen Gedanken auf möglichst genau so,
- 4:01wie er dir in den Kopf schießt. Also nicht irgendwie abschwächen
- 4:05oder so? Nein, ganz roh das Beispiel im
- 4:08Artikel ist, ich habe die E Mail immer noch nicht beantwortet,
- 4:12ich werde das niemals schaffen, mein Chef wird mich für komplett
- 4:15unfähig halten und ich verliere meinen Job.
- 4:17Puh, ja, das kennt man. So ne Gedankenspirale nach
- 4:21unten, das fühlt sich in dem Moment ja auch total echt an.
- 4:24Absolut erdrückend. Ja, so, und dann kommt die
- 4:27zweite Spalte, der eigentliche Faktencheck.
- 4:30Der Detektivteil genau hier stellst du jetzt kritische
- 4:33Fragen an diesen Gedanken, zum Beispiel, welche Beweise gibt es
- 4:37wirklich dafür, dass dieser Gedanke zu 100% wahr ist?
- 4:41Welche Beweise sprechen dagegen? Gibt es vielleicht eine ganz
- 4:44andere Erklärung für die Situation?
- 4:46Eine Harmlosere. OK, also richtig systematisch
- 4:50rangehen. Ja, man kann auch weiter fragen,
- 4:53was wäre das absolut Schlimmste, das passieren könnte,
- 4:56realistisch betrachtet und wie wahrscheinlich ist das
- 4:59vielleicht mal in Prozent ausdrücken, ha, das Holt einen
- 5:02oft aus diesem alles ist verloren, Gefühl raus, oder?
- 5:05Genau. Und dann noch.
- 5:06Was würde ich tun, wenn diese schlimmste eintritt?
- 5:09Das gibt ein Gefühl von Kontrolle zurück.
- 5:11Stimmt und eine super hilfreiche Frage finde ich immer wieder.
- 5:15Was würde ich einem guten Freund oder einer Freundin raten, die
- 5:18genau diesen Gedanken hat und total deswegen durchhängt?
- 5:21Ah ja, der Perspektivwechsel, das hilft oft enorm diese
- 5:25Distanz zu schaffen. Exakt so.
- 5:27Und wenn wir das Beispiel von eben nehmen mit der E Mail, ja.
- 5:31Da könnten dann in Spalte 2 Antworten stehen.
- 5:33Wie? Moment mal, ich habe schon
- 5:35Hunderte solcher E Mails beantwortet in meinem Leben,
- 5:38oder vielleicht erwartet mein Chef gar keine sofortige
- 5:41Antwort, weil gerade total viel los ist oder zum schlimmsten
- 5:45Fall, OK, vielleicht gäbe es wirklich ein kritisches
- 5:48Gespräch, aber die Wahrscheinlichkeit, deswegen
- 5:50gleich den Job zu verlieren, ist vielleicht nur 5% und wenn, dann
- 5:54würde ich die Situation erklären.
- 5:56Genau. Und das Ziel des Ganzen ist
- 5:59dann, am Ende einen neuen. Ausgewogeneren, realistischeren
- 6:03Gedanken zu formulieren. Sowas wie im Beispiel dann OK,
- 6:07es ist unangenehm, dass die E Mail noch offen ist, aber ich
- 6:10habe schon schwierigere Dinge geschafft.
- 6:12Ich nehme jetzt einfach mal 15 Minuten Zeit und fange an.
- 6:15Ja genau das. Das verlagert den Fokus weg von
- 6:20dieser lähmenden Panik, hinzu einer konkreten, machbaren
- 6:24Handlung. Das ist der Kern, super.
- 6:28Im Artikel geht Gabriel ja auch auf so typische Fragen ein, die
- 6:31dabei aufkommen. FAQS quasi.
- 6:34Stimmt, eine ist ja oft Moment mal, wenn ich das so zerlege,
- 6:39rede ich mir dann nicht einfach meine Gefühle?
- 6:41Schön drücke ich die weg, ja, die Frage kommt oft und sie ist
- 6:45berechtigt, aber die Antwort ist nein, darum geht es nicht, das
- 6:49Gefühl selbst, die Angst, die Wut, die Traurigkeit, das wird
- 6:53nicht weggedrückt, das darf sein.
- 6:55Sondern. Sondern du Prüfst den Gedanken,
- 6:58der das Gefühl auslöst oder verstärkt du fragst, ist der
- 7:02Grund für mein Gefühl wirklich so bedrohlich, so absolut, wie
- 7:05mein Kopf ihn gerade darstellt? Ah okay man hinterfragt die
- 7:09Interpretation der Situation, nicht das Gefühl an sich.
- 7:13Ganz genau. Oft stellt sich raus, die
- 7:15Bedrohung ist viel kleiner als gedacht oder zumindest nicht so
- 7:19endgültig. Und.
- 7:21Was ist, wenn der Gedanke, na ja, wenn er halt doch stimmt
- 7:27oder zumindest ein Teil davon war es, wenn die Situation
- 7:30wirklich schwierig ist? Auch dann hilft der Faktencheck
- 7:33enorm, weil er verhindert, dass du in dieser Schockstarre, in
- 7:37dieser Panik verharrst. Dieses Oh Gott, mein Leben ist
- 7:40vorbei. Stattdessen hilft er dir, wieder
- 7:43ins lösungsorientierte denken zu kommen, so nach dem Motto, OK,
- 7:47das ist jetzt die Realität. Was ist der allererste winzig
- 7:51kleine Schritt, den ich jetzt tun kann, um damit umzugehen?
- 7:55Also, es geht darum, wieder Handlungsfähigkeit zu gewinnen,
- 7:58auch wenn es schwer ist, exakt raus aus der Opferrolle, rein
- 8:02ins Handeln, Schritt für Schritt verstehe, da gibt es noch ne
- 8:06Hürde, die kennen bestimmt auch viele, man sitzt da vor der
- 8:09zweiten Spalte und der Kopf ist einfach leer.
- 8:13Es fallen einem keine Alternativen ein, keine
- 8:15positiveren Sichtweisen, ja, total normal.
- 8:19Gerade am Anfang. Der heiße Gedanke ist oft so
- 8:22laut und dominant, der übertönt alles andere.
- 8:25Und was macht man dann? Der Tipp aus dem Kurs ist da
- 8:28Gold wert, konzentriere dich erstmal nur auf diese eine
- 8:31Frage, was würde ich einem Freund raten?
- 8:34Ah wieder die Freund Frage. Genau.
- 8:37Das ist oft der einfachste Weg, um diese nötige Distanz
- 8:39reinzubringen. Du steigst quasi aus deinem
- 8:42eigenen Gedankenkarussell aus und betrachtest es von außen.
- 8:46Das klappt erstaunlich oft. Klingt gut, das war also jetzt
- 8:49mal ein tieferer Einblick in diesen Faktencheck von Tag 5 bei
- 8:54nelix Berlin. Ein wirklich starkes Werkzeug,
- 8:56finde ich. Absolut.
- 8:58Um eben aus diesen emotionalen Abwärtsspiralen rauszukommen,
- 9:03die einen ja so leben können. Ja, ein jeglicher Energieraum.
- 9:07Ja, und wenn dir dieser Einblick jetzt gefallen hat, wenn du
- 9:13sagst, das klingt hilfreich und wenn du vielleicht auch die
- 9:16Arbeit von Gabriel Metz generell wertvoll findest, dann gibt es
- 9:20eine Möglichkeit ihn zu unterstützen.
- 9:22Er freut sich nämlich riesig, wenn du den Artikel von seiner
- 9:25Seite oder vielleicht auch diesen Beitrag hier teilst.
- 9:27Über Social Media auf Podcast Plattformen, wo auch immer oder
- 9:31einfach ein Like da lässt. Ja, das ist wichtig zu sagen,
- 9:35Nilix Berlin wird komplett von Gabriel allein finanziert und
- 9:38auch erstellt. Da steckt unglaublich viel
- 9:40persönliche Erfahrung, Zeit und Arbeit drin und er macht das ja,
- 9:44wie er selbst sagt, weil er aus all dem schlechten, was er
- 9:47erlebt hat und erlebt, etwas Gutes machen will für sich
- 9:50selbst, aber eben auch für andere.
- 9:52Ein starkes Motto, finde ich, und jede Form der Unterstützung,
- 9:55sei es durch Teilen oder ein nettes Wort, hilft ihm dabei,
- 9:58weiterzumachen und dieses Projekt am Leben zu halten.
- 10:01Absolut. Ja, ein starkes Motto.
- 10:04Dann sagen wir danke fürs Zuhören und fürs Dranbleiben bei
- 10:08dieser heutigen Vertiefung. Ja, danke auch von mir und
- 10:11vielleicht als kleine Anregung zum Mitnehmen für dich, welchen
- 10:15deine eigenen heißen Gedanken, der dich vielleicht gerade
- 10:17umtreibt oder immer wieder kommt, könntest du heute oder
- 10:20morgen mal diesem Faktencheck unterziehen, einfach mal
- 10:23ausprobieren. Gute Idee, okay.
- 10:25Dann bis zum nächsten Mal. Tschüss.