Latest / ROCKET SCIENCE | Gesundheit und Leistung – mit Doc Golo / Schnell als Athlet mit 40 _ WISSENSCHAFT und PRAXIS und LONGEVITY.
Transcript
- 0:00SPEAKER_00: Ganz viele ältere Athleten scheitern, da sie ein Training, da sie eine Strategie absolvieren, die nicht wirklich zu ihnen und ihren Zielen passt.
- 0:08SPEAKER_00: Ganz viele stagnieren, geraten ins Übertraining und bemerken das teilweise auch erst so nach Monaten oder Jahren im Training.
- 0:16SPEAKER_00: Viele absolvieren einfach ein Training, was einfach noch so ist, als wären sie 20 und das kann man nicht mehr machen, wenn man halt 35 ist oder 40 ist.
- 0:25SPEAKER_00: Daher sprechen wir heute in dem Podcast über das ganze Thema Training, Struktur, richtige Strategie für Athleten ab 35, ab 40 Jahren.
- 0:35SPEAKER_00: Für alle, die mich nicht kennen, mein Name ist Dr.
- 0:37SPEAKER_00: Golo Rökken, ich bin Arzt, Sportwissenschaftler, ich habe neue Environments gemacht und ich bin auch mit diversen Athleten am Arbeiten, gerade so im Bereich Gesundheit und Leistungsfähigkeit.
- 0:49SPEAKER_00: Heute in dem Podcast sprechen wir zuerst mit der Wissenschaft dahinter.
- 0:52SPEAKER_00: Was passiert überhaupt ganz genau, wenn man altert, wenn man älter wird?
- 0:55SPEAKER_00: Was verändert sich auch so im Körper?
- 0:57SPEAKER_00: Was sind auch Dinge, die man nicht so ganz vermeiden kann, wenn man älter wird?
- 1:01SPEAKER_00: Danach rede ich über die häufigsten Fehler, den viele Athleten machen, wenn sie älter werden.
- 1:09SPEAKER_00: Und dann gebe ich auch noch ein paar Tricks, was man auch so in der Praxis einfach auch tun kann.
- 1:13SPEAKER_00: Das heißt, im Podcast geht es definitiv so ein bisschen darum, dass wir uns zuerst die Wissenschaft einfach angucken, danach aber auch praktische Empfehlungen geben, weil nur Studien bringt euch natürlich langfristig gesehen auch nicht weiter.
- 1:26SPEAKER_00: Okay, gut.
- 1:27SPEAKER_00: Ich würde das Ganze so aufziehen, dass wir über verschiedene Aspekte sprechen, die sich verändern im Körper und danach gehen wir eben genauer dann auch in die Praxis rein.
- 1:38SPEAKER_00: Das erste Thema, über das ich reden möchte, ist das ganze Thema Stoffwechsel und VZ-Max-Entwicklung.
- 1:44SPEAKER_00: Etwas, was passiert ist, wenn wir älter werden, ist, dass unsere VZ-Max tendenziell sinkt.
- 1:49SPEAKER_00: Eigentlich so im Bereich von ungefähr 10% innerhalb von einer Dekade.
- 1:57SPEAKER_00: Und dadurch kommt es zu diversen Veränderungen im ganzen Bereich Stoffwechsel und auch im ganzen Bereich Fettstoffwechsel.
- 2:05SPEAKER_00: Das Ganze ist aber ein bisschen paradoxer.
- 2:07SPEAKER_00: Das ist nicht einfach nur zu sagen, die V2 Max sinkt und das war's, sondern es entstehen, das sind eigentlich zwei Prozesse, die dabei sich verändern.
- 2:16SPEAKER_00: Erstmals aber zu sagen, dass die V2 Max der wichtigste Parameter langfristig gesehen ist, damit ihr eine gute Performance habt.
- 2:23SPEAKER_00: Das ist so ein bisschen der Motor, darüber haben wir auch schon viel gesprochen, den ihr braucht, um eine gute Leistungsfähigkeit in den Tag zu legen.
- 2:30SPEAKER_00: Dabei ist die V2 Max aber nicht nur wichtig für sportliche Leistungsfähigkeit, für sportliche Performance.
- 2:36SPEAKER_00: Vielfach wird darüber berichtet, dass man, wenn man lange leben möchte, dass man mehr Krafttraining einsetzen will.
- 2:43SPEAKER_00: Das stimmt, darüber reden wir gleich auch nochmal.
- 2:45SPEAKER_00: Aber richtiges Ausdautraining zu absolvieren, ist äquivalent, wenn nicht sogar wichtiger, ganz einfach deswegen, weil wir eine hohe V2 Max brauchen.
- 2:55SPEAKER_00: Und hier ist definitiv das Ziel, dass man so, wenn man sein Alter nimmt, dass man es eigentlich schafft, eine V2 Max zu haben im mittleren Lebensalter, die auf jeden Fall höher ist als das eigene Alter.
- 3:07SPEAKER_00: Viele Menschen mit 40 haben jedoch nur noch eine VOZ-Max, auch mit 40.
- 3:10SPEAKER_00: Und dann kann man sich auch ausrechnen, dass es dann noch langfristig gesehen zu Problemen kommt, einerseits im ganzen Thema Leistungsfähigkeit, aber auch im ganzen Thema Gesundheit.
- 3:20SPEAKER_00: Weil es gibt so eine gewisse Schwelle, die da ist bei der VZ Max.
- 3:25SPEAKER_00: Die liegt so ungefähr so bei 25 Milliliter pro Minute pro Kilogramm anhand des Körpergewichts.
- 3:31SPEAKER_00: Und diese relative Schwelle ist so ein bisschen immer der Risikobereich.
- 3:36SPEAKER_00: Wenn man daran interessiert ist, lange gesund zu bleiben und lange gesund auch die Leistung aufrechtzuerhalten, dann muss man eigentlich daran arbeiten, dass man schon oberhalb von 25 ist, auch wenn man noch 75, 80 ist.
- 3:47SPEAKER_00: Weil alles darunter kommen einfach mehrere Krankheiten, es ist eine höhere Inzidenz, dass man eine höhere Morbidität hat, also wirklich Krankheitsharte, im Bereich von Herz-Kreislauferkrankung, Herzinfarkt, Schlaganfall, im Bereich von Krebserkrankungen und auch sogar im Bereich von Funktionalität, also dass man eingeschränkt ist in seinem Alltag.
- 4:11SPEAKER_00: Ich muss einmal kurz hier das bisschen verwendet, okay.
- 4:16SPEAKER_00: Und das ist natürlich was, das man unbedingt vermeiden möchte.
- 4:20SPEAKER_00: Deswegen ist es wichtig, dass man frühzeitig auch daran arbeitet und dass man natürlich auch schon daran arbeitet, wie man 35, 40 ist, dass man hier daran arbeitet wird, durch eine höhere VZ-Max zu haben.
- 4:27SPEAKER_00: Und da reicht einfach Krafttraining nicht aus, weil Krafttraining hat letztendlich kurzfristig gesehen fast keinen Effekt so auf das ganze Thema VZ-Max-Anwicklung.
- 4:35SPEAKER_00: Gut, was kann man also, über die Praxis sprechen wir gleich noch, was man tun kann, aber das ist, was passiert, wenn man älter wird, dass einfach die VZ-Max abnimmt.
- 4:42SPEAKER_00: Dadurch, dass die VZ-Max abnimmt, hat das auch einen Effekt auf das ganze Thema Fettoxidation.
- 4:47SPEAKER_00: Fettoxidation ist also, wir haben im Körper zwei Möglichkeiten, wie wir Energie benutzen können.
- 4:52SPEAKER_00: Einerseits über Kohlenhydrate, was unser schnelles Kerosin, wenn man so ist, was uns irgendwie starten lässt.
- 4:58SPEAKER_00: Und dann auf der anderen Seite haben wir eher so ein Dieselsystem, was so diese Fettoxidation ausmacht.
- 5:03SPEAKER_00: Also wie gut wir auch Fette verstoffwechseln können.
- 5:06SPEAKER_00: Wenn wir älter werden, sinkt tendenziell die VOZ-Max und dadurch sinkt auch die Fettoxidation, die absolute Rate.
- 5:14SPEAKER_00: Was aber hier so ein bisschen paradox ist, ist, dass im Stoffwechsel betrachtet wir eher ökonomischer werden.
- 5:20SPEAKER_00: Das bedeutet, wir können meistens eine Performance über einen längeren Zeitraum besser aufrechterhalten, als in super, super hohen Intensitäten unterwegs zu sein.
- 5:30SPEAKER_00: Das bedeutet tendenziell, jetzt wird es nerdy, tendenziell sinkt der Kohlenhydratstoffwechsel stärker als der Fettstoffwechsel.
- 5:39SPEAKER_00: Aber der Fettstoffwechsel sinkt auch.
- 5:41SPEAKER_00: Ich weiß nicht, ob das jetzt so einige klar ist.
- 5:43SPEAKER_00: Ich mache es nochmal ganz deutlich.
- 5:45SPEAKER_00: Also, Kohlenhydrate, schnelle Energie, Kerosin, hohes System, hohen Intensitäten Gas zu geben, das ist eine Fallfähigkeit, die ist ganz wichtig, um VC Max nach vorne zu bringen.
- 5:56SPEAKER_00: Und die sinkt im Alter.
- 5:57SPEAKER_00: Und die sinkt im Alter mehr als der Fettstoffwechsel.
- 6:00SPEAKER_00: Aber der Fettstoffwechsel sinkt auch.
- 6:04SPEAKER_00: Weiterer Faktor, physiologisch betrachtet, ist, dass wir Muskulatur abnehmen.
- 6:08SPEAKER_00: Schon ab 35 passiert das.
- 6:11SPEAKER_00: Vor allen Dingen, wenn wir untätig sind, also wenn wir keinen Sport machen, passiert das.
- 6:16SPEAKER_00: Aber das passiert auch so, auch bei Athleten.
- 6:19SPEAKER_00: Also wir verlieren Muskulatur, wenn wir älter werden.
- 6:23SPEAKER_00: Wir haben eher eine Zunahme unseres Fettgewebes, körperlichen Umbau und wir verlieren Muskulatur.
- 6:31SPEAKER_00: Und welche Muskulatur verlieren wir dabei vor allen Dingen?
- 6:34SPEAKER_00: Dabei verlieren wir vor allen Dingen Typ 2 Muskelfasern, also die schnellen Muskelfasern und die langsamen Muskelfasern bleiben dabei auch erhalten.
- 6:42SPEAKER_00: Das hat später noch einen relativ großen Effekt, wenn wir darüber reden, was sollte man jetzt auch genau im Training tun.
- 6:48SPEAKER_00: Also was ist auch genau die Praxis so dahinter?
- 6:50SPEAKER_00: Weil das nur zu wissen, ist eine, aber das hat Effekte auf euch.
- 6:54SPEAKER_00: Also das eigentlich geht alles in die gleiche Richtung.
- 6:56SPEAKER_00: Ihr verliert nicht unbedingt euer Diesel-System, so dieses lange ökonomische System, sondern was ihr eher verliert, ist eben so dieses High-Performance Oben-System Gas zu geben.
- 7:06SPEAKER_00: Das ist das, was ihr eher so damit verliert.
- 7:11SPEAKER_00: Ein anderes System, was häufig nicht wirklich beachtet wird, ist, dass sich das Leben ändert und dass das Leben deutlich stressiger wird, wenn man älter wird.
- 7:20SPEAKER_00: Weil alle, die jetzt in ihren 20ern sind, denken, oh, das Leben ist schon stressig.
- 7:24SPEAKER_00: Das Leben mit 40 ist bei den allermeisten Menschen deutlich stressiger.
- 7:27SPEAKER_00: Einfach, weil man deutlich mehr Verantwortung hat, weil man Familie hat, weil man einen Job hat, weil man Geld nach Hause bringen muss, weil man mehrere Dinge hat, die einfach anders aufgebaut sind.
- 7:39SPEAKER_00: Und da muss man ein anderes Programm für sich aufbauen, als wenn man unlimitierte Zeit zur Verfügung hat.
- 7:48SPEAKER_00: Das hat physiologische Gründe, das hat damit zu tun, dass auch euer Stresshormonsystem einfach anders funktioniert.
- 7:54SPEAKER_00: Und es hat auch damit zu tun, dass man andere Routinen und Standards setzen muss.
- 7:58SPEAKER_00: Der Klassiker für viele Athleten in den 40ern ist, dass sie ganz schlechte Routinen und Standards für sich aufbauen.
- 8:05SPEAKER_00: Ich glaube, das hat ganz viel damit zu tun, dass sie aus einer sogenannten Hustle-Kultur kommen, wo sie halt denken: So, ich bin Student und jetzt muss ich Gas geben, ich komme aus dem Leistungssport, deswegen trainiere ich morgens vor der Arbeit und dann trainiere ich wieder nach der Arbeit, wenn irgendwie die Kinder im Bett sind oder sonst was.
- 8:23SPEAKER_00: Das heißt, ich trainiere dann vielleicht morgens um 5 Uhr, vielleicht sogar noch nüchtern, so im schlechtesten Fall.
- 8:30SPEAKER_00: Und dann mache ich irgendwie meine Arbeit, dann bringe ich die Kinder ins Bett und dann trainiere ich abends um 8, 9 Uhr.
- 8:37SPEAKER_00: Und dann gehe ich irgendwie um 12 Uhr schlafen.
- 8:40SPEAKER_00: Das klingt jetzt vielleicht für einige, boah, krass, nee.
- 8:43SPEAKER_00: Aber ich kann euch aus Coaching-Erfahrung sagen, dass es viele Athleten gibt, die so agieren.
- 8:47SPEAKER_00: Ja, gibt es.
- 8:49SPEAKER_00: Und darunter, das ist so eine Routine, wo ich zum Beispiel aus Coachingsicht genau sagen würde, die ist nicht haltbar.
- 8:56SPEAKER_00: Das ist nicht machbar, das lange aufrechtzuhalten.
- 8:59SPEAKER_00: Das bringt euch vielleicht mal zu einem 10 Kilometer oder zu einem Halbmarathon ganz gut.
- 9:03SPEAKER_00: Das hat aber langfristig gesehen dann eher einen schlechten Effekt auf eure Gesundheit.
- 9:06SPEAKER_00: Weil ihr nicht so genau versteht, dass ein richtiger Aufbau damit zu tun hat, dass ihr trainiert, dass ihr euch aber auch wiederholt und dass ihr hier eine gute Balance irgendwie auch findet.
- 9:15SPEAKER_00: Das heißt, es ist enorm wichtig, dass man Routinen und Standards für sich integriert, die halt klappen.
- 9:21SPEAKER_00: Und die auch daran arbeiten, dass ihr einen guten Verlauf habt, zum Beispiel von eurem Cortisol, von eurem Stresshormon.
- 9:26SPEAKER_00: Cortisol wird klassischerweise morgens stark ausgestüttelt, also es ist ein Peak morgens und danach fällt das ganze System ab.
- 9:33SPEAKER_00: Und es ist auch gut, dass dieses ganze System irgendwie auch fällt über den Tagesverlauf.
- 9:37SPEAKER_00: Und dann hat man eigentlich abends so die niedrigsten Werte.
- 9:41SPEAKER_00: Und dann regeneriert sich dieses Cortisol wieder über die Nacht, über und dann hat das einen grad starken Effekt auf Sexualhormone, auf aufbauende Hormone, auf anabole Systeme.
- 9:53SPEAKER_00: Und dieser Rhythmus ist wichtig für das Training, für die Performance, aber eben auch für das ganze Thema Übertraining.
- 10:02SPEAKER_00: Da vielleicht auch ganz kurz.
- 10:05SPEAKER_00: Also viele Athleten berichten auch von Problemen mit Libido, mit Stress, mit Schlafproblemen, auch weil sie vielleicht einfach abends noch trainieren und dann nicht mehr richtig runterkommen.
- 10:19SPEAKER_00: Und das sind alles so Red Flags, die man beachten sollte in dem ganzen Kontext.
- 10:25SPEAKER_00: Für euch auch, ich habe einen Health-Check, wo ihr das vielleicht auch so machen für euch eruieren könnt, wo ihr der auch steht mit eurer Gesundheit, mit eurer Leistungsfähigkeit, führt den sehr, sehr gerne mal durch.
- 10:35SPEAKER_00: Der ist kostenlos, den findet ihr unten in den Shownotes.
- 10:39SPEAKER_00: Und dann kriegt ihr eine kleine Einschätzung darüber, wo ihr vielleicht auch irgendwie gerade steht.
- 10:44SPEAKER_00: Und wenn jemand merkt, so, hey, ich bin da echt schon nicht mehr wirklich so gut aufgestellt, kann ich auch sagen, schaut euch gerne auch mal das Coaching-Programm an, weil da geht es auch genau darum, dass wir natürlich irgendwie gucken, euch zu optimieren, aber im Einklang mit eurer Gesundheit.
- 10:58SPEAKER_00: Und immer nur gegen euch zu arbeiten, macht halt nicht so viel Sinn.
- 11:01SPEAKER_00: Dann weiterer Punkt ist auch, Regeneration sinkt bei den älteren Athleten.
- 11:06SPEAKER_00: Nicht nur wegen Routinen, sondern auch generell, weil zum Beispiel Schlafqualität sinkt eher mit dem Alter.
- 11:13SPEAKER_00: Es hat damit zu tun, dass sich auch Auffälligkeiten hier teilweise entwickeln, dass solche Sachen wie A, Schlaf, wie Aussetzer am Schlafen erst auffällig werden, wenn man älter wird.
- 11:24SPEAKER_00: Und auch die Schlafqualität generell sinkt.
- 11:27SPEAKER_00: Also viele nicht so gut einschlafen, ist das eine, aber auch nicht so gut durchschlafen können.
- 11:32SPEAKER_00: Also zum Beispiel nachts einfach aufwachen und dann nicht genau so wissen, auch warum.
- 11:38SPEAKER_00: Also die Schlafqualität sinkt eher im Alter.
- 11:41SPEAKER_00: Wir brauchen auch etwas weniger Schlaf.
- 11:43SPEAKER_00: Also wenn man jung ist, braucht man definitiv die sieben, acht Stunden.
- 11:47SPEAKER_00: Mit 35 würde ich sagen auch noch, ja, auf jeden Fall.
- 11:50SPEAKER_00: Und wenn man älter ist, braucht man vielleicht dann noch die 6-7 Stunden, also man braucht etwas weniger Schlaf.
- 11:54SPEAKER_00: Aber nichtsdestotrotz Schlafqualität und Schlaf zu reduzieren, ist schlecht.
- 12:02SPEAKER_00: Einerseits für eure Performance zeigt sich ganz klar, was ihr damit erhöht, ist dramatisch halt, Verletzungsanfälligkeit, was ihr damit erhöht, ist das Risiko für diverse Erkrankungen, Herz-Kreislauf, also Schlaganfall, Herzinfall ist das eine.
- 12:16SPEAKER_00: Und das andere ist aber auch das Demenz-Risiko.
- 12:18SPEAKER_00: Also eben auch, dass man frühzeitig an Demenz erkrankt, das scheint sehr stark damit einherzugehen, dass man dauerhaft zu wenig schläft.
- 12:31SPEAKER_00: Das heißt, tut euch einen Gefallen und investiert auf jeden Fall noch in Schlaf.
- 12:35SPEAKER_00: Und wenn ihr merkt, ihr könnt nicht so gut schlafen.
- 12:41SPEAKER_00: Ihr seid immer relativ noch müde, wenn ihr morgens aufwacht, dann kann das auch mehrere Ursachen haben.
- 12:48SPEAKER_00: Jetzt nur von der Schlafseite und Sicht her ist dann sicherlich mal gut, auch ins Schlaflabor zu gehen, auch mal zu gucken, habt ihr Aussätze, braucht ihr vielleicht eine Schlafmaske.
- 12:58SPEAKER_00: Das sind alles Dinge, mit denen man sich konfrontieren sollte, wenn man älter wird als Athlet.
- 13:04SPEAKER_00: Letzter Punkt, der auch dann wichtiger wird, ist auch das Thema Blutmarker.
- 13:10SPEAKER_00: Einige Blutmarker sich abnehmen zu lassen und auch häufiger eben, ich würde sagen, mindestens einmal im Jahr oder alle sechs Monate mal gewisse Blutwerte abnehmen zu lassen.
- 13:21SPEAKER_00: Gerade was so Blutglucose angeht, also wie viel Zucker habt ihr in eurem System, ist das gut eingestellt?
- 13:29SPEAKER_00: Nehmt euch auch mal den HB1C-Wert, um zu gucken, wie verhält sich die Blutglucose über einen längeren Wert, über einen längeren Zeitraum.
- 13:37SPEAKER_00: Dann vielleicht auch mal so einen oralen Glucosetoleranztest zu machen, um zu gucken, wie verhält sich auch die Zucker, wenn ihr morgens aufgestanden seid und wenn ihr auch wirklich Zucker verstoffwechselt.
- 13:52SPEAKER_00: Einige würden das jetzt vielleicht so mit den Devices machen, die man sich an den Oberarm setzen kann.
- 13:58SPEAKER_00: Muss ich sagen, bin ich nicht der größte Freund von.
- 14:01SPEAKER_00: Warum nicht?
- 14:02SPEAKER_00: Weil die vom Algorithmus her eher geprimed sind auf eine Zielgruppe Diabetes und die messen nicht direkt.
- 14:10SPEAKER_00: Also die messen, die messen den Zuckerwert schon, aber dann wenden sie einen Algorithmus an.
- 14:15SPEAKER_00: Ich glaube, die messen, ich glaube, alle zwei, drei Minuten einmal.
- 14:19SPEAKER_00: Und je nachdem welchen man nimmt, es gibt zwei Unterschiede.
- 14:21SPEAKER_00: Es gibt den Super Sapiens oder den Erbit-Sensor, das ist der eine.
- 14:25SPEAKER_00: Und dann gibt es aber noch den Dexcom, weil der Dexcom ist ein bisschen schneller und ein bisschen genauer.
- 14:28SPEAKER_00: Der ist aber auch wahnsinnig teuer.
- 14:31SPEAKER_00: Und ich bin nicht der größte Freund von den Sensoren generell.
- 14:34SPEAKER_00: Also ich finde es deutlich besser und genauer auch einen oralen Glucosetoleranztest zu machen, um so ein bisschen eine Aussage zu haben über den Glucosestoffwechsel.
- 14:43SPEAKER_00: Dann macht es auch Sinn, natürlich, sich so ein bisschen Fettstoffwechsel anzugucken, also Cholesterine, Apolipoprotein.
- 14:51SPEAKER_00: Einfach um eine Übersicht darüber zu haben, wo man sich da auch befindet und ob es da Änderungen und ob man da auch irgendwas ändern muss, vielleicht an seinem Lebensstil, an seiner Ernährung, an da Punkte oder Auffälligkeiten oder ob man auch ein genetisches Risiko hat.
- 15:03SPEAKER_00: Es ist immer gut, auch sein genetisches Risiko auch da zu kennen, weil man dann auch frühzeitig dagegen was tun kann.
- 15:10SPEAKER_00: Und dann auch nochmal so inflammatorische Marker sich anzugucken.
- 15:13SPEAKER_00: Also was zum Beispiel wie Homozystein, hochsensibles CRP, sind auch Sachen, wo ich sagen würde, das macht durchaus Sinn, das mal zu kontrollieren als Athlet.
- 15:23SPEAKER_00: Ich würde sagen, auch nicht zu oft, Blut ist auch kein Performancemarker.
- 15:28SPEAKER_00: Bin ich vielleicht auch da mit.
- 15:32SPEAKER_00: Also immer nur seine Blutwerte weiter zu optimieren, wird wahrscheinlich keine Änderung haben, wirklich bei neurer Performance, sondern Blut ist halt eher ein Health Marker, um zu gucken, dass alles funktioniert und dass man gut aufgestellt ist.
- 15:45SPEAKER_00: Das sollte man tun, um halt zu schauen, dass das System ständig aufgebaut ist und dann natürlich sich auch Performance-Systeme daraus anzugucken.
- 15:53SPEAKER_00: Also Ferritin, Vitamin B12, Vitamin D, alles Sachen, die sollten gut eingestellt sein, in einem guten Bereich.
- 16:01SPEAKER_00: Dann aber zum Beispiel zu sagen, hey, ich habe einen Ferritin-Wert irgendwie von 60 und ich bringe den jetzt auf ein 100, hat wahrscheinlich keinen Performance-Benefit mehr.
- 16:10SPEAKER_00: Das ist auch so ein bisschen der Punkt dabei.
- 16:12SPEAKER_00: Trotzdem, Blutmarker ist auch was, was man ab 35,40 sich auf jeden Fall angucken sollte.
- 16:19SPEAKER_00: Da aber auch, aus der Health-Sicht, definitiv auch, wenn ihr mit dem Training anfangt, macht bitte einen Cardio-Check.
- 16:27SPEAKER_00: Also lasst bitte einmal eure Herzfunktion überprüfen, ob es irgendwelche Auffälligkeiten gibt.
- 16:32SPEAKER_00: Wenn ihr auch wieder neu in den Sport kommt, lasst es bitte auch einmal überprüfen, ob es irgendwelche Auffälligkeiten gibt.
- 16:37SPEAKER_00: Klassiker sind halt irgendwie Vizchen, also kleine Probleme in eurem Herzen.
- 16:43SPEAKER_00: Das sollte man frühzeitig erkennen.
- 16:44SPEAKER_00: Das ist immer noch die häufigste Todesursache von Athleten.
- 16:48SPEAKER_00: Oder eben auch Herzrhythmusstörungen, die häufiger sind bei Ausdauerathleten im Vergleich zur Normalbevölkerung.
- 16:54SPEAKER_00: Und das ist auch was, lasst es einfach abklären.
- 16:56SPEAKER_00: Ihr seid, ihr habt, meistens habt ihr eine gewisse Verantwortung für eure Familie, für all das.
- 17:01SPEAKER_00: Das heißt, es geht nicht einfach nur so darum, hey, ich gebe jetzt Vollgas, no pain, no gain.
- 17:05SPEAKER_00: Ich bin 22 und let's go.
- 17:07SPEAKER_00: Und selbst als 22er Athlet sage ich immer, hey, bitte lass einmal einen Health-Check machen mit den anständigen kardiovaskuläre Vorsorgeuntersuchungen und Blutwerten.
- 17:17SPEAKER_00: Gut, okay.
- 17:18SPEAKER_00: Sprechen wir mal über die häufigsten Fehler, die Athleten machen.
- 17:24SPEAKER_00: Also, was sind so die häufigsten Trainingsfehler, die du machst, wenn du älter wirst?
- 18:15SPEAKER_00: Zu hart zu soft Paradox, nenne ich das mal.
- 18:20SPEAKER_00: Es gibt in der Gruppe immer noch sehr viele Athleten, die deutlich zu hart trainieren, die keine anständigen Trainingszonen haben, die absolut unstrukturiert trainieren und die jetzt so einen gewissen zweiten Frühling erleben.
- 18:34SPEAKER_00: Das heißt, dass sie vielleicht in der letzten Zeit relativ viel gearbeitet haben, erfolgreich war an in ihrem Job, und jetzt Lust haben, wieder mehr Ausdauertraining zu machen und Performance zu machen.
- 18:46SPEAKER_00: Und hey, das ist vollkommen gut.
- 18:48SPEAKER_00: Das ist richtig.
- 18:49SPEAKER_00: Das ist der richtige Vorgehen, das auch so zu machen.
- 18:53SPEAKER_00: Das Problem ist aber, dass dann viele agieren mit einem Messer zwischen den Zähnen und viele agieren mit der Brechstange und ein Training machen, was absolut unrealistisch and too hard is for siege.
- 19:07SPEAKER_00: And aus früheren Zeiten gelernt haben von ihrem Coach or ihrem Trainer, shame on you, Coach and Trainer, feel hive, feel no pain, no gain, die am Anschlag zu sein.
- 19:19SPEAKER_00: Leider ist das ein Vorgehen, was sich auch heute noch viel findet, aber früher noch viel mehr en vogue war.
- 19:26SPEAKER_00: So gerade in den westdeutschen Strukturen war das eigentlich so Gang und Gäbe.
- 19:32SPEAKER_00: Und auch heute gesellschaftlich natürlich noch so, hey, go one more, no pain, no gain.
- 19:37SPEAKER_00: Ich meine, schaut euch die Kultur gerade an, muss man nicht wirklich weit schauen, um sich die Ultramarathon-Szene sonst was anzugucken, wo es einfach nur darum geht, irgendwie eine Belastung aufrechtzuerhalten und einfach nur hart zu trainieren.
- 19:51SPEAKER_00: Ohne Struktur, ohne Smartness, ohne gar nichts.
- 19:54SPEAKER_00: Und da kann ich euch sagen, das ist ein enorm großer Fehler, das zu tun.
- 19:59SPEAKER_00: Weil ihr euch nie euch richtig aufbaut, dadurch.
- 20:03SPEAKER_00: Und dabei eben natürlich auch der Klassiker immer noch, ich trainiere einfach zu hart.
- 20:08SPEAKER_00: Ich bin zu sehr im mittleren Bereich unterwegs, also ich bin zu sehr im Medium-Intensity-Bereich unterwegs und ich habe nie wirklich so Low Intensity zum Beispiel für mich kennengelernt oder habe es nie wirklich irgendwie raufgebaut.
- 20:19SPEAKER_00: Und das ist jetzt, das zeigt sich nicht in Studien, kann ich nicht sagen, aber das ist meine eigene Erfahrung und das ist auch, ich habe einen guten Freund von mir, der Kardiologe ist, mit dem habe ich darüber auch gesprochen.
- 20:30SPEAKER_00: Und wir haben beide auch gesagt: Wenn du sehr, sehr, sehr, sehr viel im Medium-Intensity Bereich agierst über einen sehr langen Zeitraum, führt das dazu, dass du meistens relativ viele Hormone aktivierst, also Cortisol, Testosteronbetschlag verbraucht, Schildosenhormone werden angegriffen oder verbraucht, nicht angegriffen, verbraucht eher.
- 20:53SPEAKER_00: Und ein sehr hohes Volumen in dem Bereich, zum Beispiel was bei Radsportlern so Gang und gäbe ist, führt dazu, dass zum Beispiel eben auch ein sehr großer Druck aufgelöst wird, zum Beispiel auf das ganze Thema so kardiovaskuläre Entwicklung.
- 21:10SPEAKER_00: Und ich glaube, wenn man das Ganze nicht richtig vorbereitet und sehr schnell wieder in dieses Medium Intensity Training einsteigt, ohne halt eine Low-Intensity-Basis zu haben, dann kann man schon auch damit was kaputt machen.
- 21:22SPEAKER_00: Und dann können auch solche Dinge wie Herzrhythmusstörungen oder auch Vizien, also wirklich Probleme am Herzen oder Volumenprobleme, sind dann nicht ganz unwahrscheinlich.
- 21:36SPEAKER_00: Das bedeutet, gerade wenn ihr ein größeres Ziel habt und wenn ihr euch auf was mehr vorbereitet, dann müsst ihr irgendwie strukturierter trainieren.
- 21:49SPEAKER_00: Auf der anderen Seite gibt es aber auch das Too-Soft-Paradox.
- 21:52SPEAKER_00: Es gibt auch hier Athleten, die vielleicht auch in den Pool gefallen sind, aufs immer zu hart zu trainieren.
- 21:59SPEAKER_00: Und dann gehen sie natürlich genau in die andere Richtung.
- 22:02SPEAKER_00: Dass sie dann nur noch Zone 1-Training zum Beispiel machen oder auch nur noch Zone 2-Training und nur ihr gesamtes Diesel-System aufbauen.
- 22:13SPEAKER_00: Wir haben darüber gesprochen, dass es wichtig ist, an der V2 Max zu arbeiten und die V2 Max auch zu erhalten.
- 22:18SPEAKER_00: Und hier zeigt sich eben der Wissenschaft, dass so ein polarisierter Ansatz eigentlich das Sinnvollste ist.
- 22:23SPEAKER_00: Polarisiert bedeutet nicht für unsere Gesellschaft gerade, die ist auch gerade polarisiert, aber polarisiert bedeutet, wir machen sehr viel Low-Intensity Training und wir machen ein bisschen High-Intensity Training.
- 22:35SPEAKER_00: Und diese High-Intensity Stimuli sind auch wichtig, gerade wenn man an seiner Performance arbeiten will.
- 22:42SPEAKER_00: Ich würde aber auch sagen, ehrlich gesagt, aus Gesundheitsphysiologischer Sicht, das auch mit aufzubauen, wenn man gesund ist, wenn alles in Ordnung ist an seinem System, ist auch ein High-Intensity-Training sehr zuträglich, weil man damit einfach ein anderes System anspricht, weil man damit eben die Zone, die Typ 2B-Muskelfaser mehr anspricht, also die, die schneller kontrahieren, weil man damit auch einen Impact setzt auf das kardiovaskuläre System, was ein bisschen anders ist, weil es einen Effekt hat auf den Calciumstoffwechsel, weil es mehrere Dinge gibt, weil man damit die Mitochondrien optimieren kann.
- 23:13SPEAKER_00: Das heißt, ein High-Tency-Training ist schon zuträglich und auch wichtig, in einer guten Dosierung das auch einzusetzen.
- 23:22SPEAKER_00: Gut, weitere Faktoren.
- 23:25SPEAKER_00: Also, ein typischer Fehler, der auch beachtet wird, ist einfach natürlich so Gesundheit nicht beachten und einfach trainieren.
- 23:33SPEAKER_00: Das sind so Dinge, die gehen vielleicht noch mit Student, aber eben wie gesagt, wenn man älter wird, muss man auch immer daran denken, dass man sich sehr langfristig gesehen aufbaut.
- 23:44SPEAKER_00: Man hat nicht mehr die gleiche Regeneration.
- 23:47SPEAKER_00: Das ist, das merke ich jetzt auch, so mit 37, bei 38.
- 23:53SPEAKER_00: Man hat nicht mehr die gleiche Regeneration.
- 23:55SPEAKER_00: Man braucht länger, um sich auch von Sessions zu erholen.
- 23:58SPEAKER_00: Und man braucht vor allen Dingen auch länger, um sich von Quality Sessions, also härteren Sessions zu erholen.
- 24:03SPEAKER_00: Sowohl muskulär betrachtet als auch mental betrachtet.
- 24:06SPEAKER_00: Ich finde, es braucht einfach länger, das wieder, meine Performance ist same, aber das braucht trotzdem definitiv länger.
- 24:15SPEAKER_00: Und ich habe zum Beispiel das Gefühl, VC Max zum Beispiel ist ziemlich gleich geblieben im Vergleich zu früher, wenn man richtig trainiert.
- 24:23SPEAKER_00: Also ich erhalte die sehr, sehr gut.
- 24:25SPEAKER_00: Im irgendwie, gerade ist es eher so im unterer 60er Bereich, okay, ich habe sie ein bisschen verloren, ich war mal bei 70, aber jetzt bin ich so im unteren 60er Bereich, also noch ein bisschen was verloren.
- 24:35SPEAKER_00: Aber ich glaube, ich könnte auch wieder in den oberen 60er Bereich kommen.
- 24:38SPEAKER_00: Ist zumindest so meine Vorstellung.
- 24:40SPEAKER_00: Glaube ich aber auch, wenn ich ehrlich bin.
- 24:41SPEAKER_00: Wenn ich das richtig aufbauen würde, komme ich da auch wieder hin.
- 24:44SPEAKER_00: Aber trotzdem brauche ich länger.
- 24:46SPEAKER_00: Ich brauche länger, um mich zu erholen und zu regenerieren, um das richtig aufzubauen.
- 24:50SPEAKER_00: Brauche ich einfach länger.
- 24:52SPEAKER_00: Und das ist wichtig, seinem Körper auch die Zeit zu geben.
- 24:56SPEAKER_00: Und sehr viele Athleten kommen einfach zu mir, zu uns mit Übertrainingsproblemen.
- 25:04SPEAKER_00: Und Übertraining ist immer ein Gesamtkonstrukt aus falschem Training, falscher Regeneration und schlechtem Alltag.
- 25:12SPEAKER_00: Das heißt, man hat eine Strategie entwickelt, die nicht wirklich gut zu einem passt.
- 25:15SPEAKER_00: Und dabei eben so klassischerweise auch der vielbeschäftigte Athlet, der morgens um 5 Uhr vielleicht seine erste Training-Sessions sich irgendwie durchführt und dann führt er abends noch eine durch, vielleicht um 19, 20 Uhr.
- 25:28SPEAKER_00: Und dazwischen schaut er sich halt manchmal irgendwie David Gorgons Videos an oder schaut sich irgendwie Profi-Athleten an, wie die das halt irgendwie einfach machen und vergleicht sich damit.
- 25:37SPEAKER_00: Das ist schwierig und das ist auch fahrlässig, wenn man das dann weiter reinpusht und weiter fuelt.
- 25:46SPEAKER_00: Weil da geht es definitiv darum, das Ganze zu durchbrechen, dieses ganze System.
- 25:50SPEAKER_00: Und ja, das klappt beim Coaching auch nicht immer, das zu durchbrechen, weil es auch mentale Aspekte dabei hat.
- 25:56SPEAKER_00: Man muss nur irgendwie so ein bisschen für sich, glaube ich, lernen, dass es wichtig ist, aus diesem Teufelskreis auf jeden Fall einmal auszusteigen.
- 26:03SPEAKER_00: Weil sonst hört man irgendwann auf mit dem Sport.
- 26:08SPEAKER_00: Man zieht das dann nicht mehr so durch.
- 26:10SPEAKER_00: Irgendwann lernt dann auch das System, dass es einfach zu anstrengend ist, weil man immer in diesen Modus kommt, perform, perform, perform, perform, perform, perform.
- 26:18SPEAKER_00: Und man lernt es halt nie richtig einzusetzen und es zu integrieren und irgendwie langfristig, ganzheitlich gut aufzubauen, sodass man Spaß an der ganzen Sache hat.
- 26:27SPEAKER_00: Weil hey, es geht doch letztendlich darum, dass man auch irgendwie noch mit 60, 70, 80 sich aufs Fahrrad zwingt und noch seine Runde dreht, vielleicht da mit seinem Enkel oder mit seinem Urenkel und einfach eine gute Zeit dabei hat.
- 26:37SPEAKER_00: Weil das ist doch langfristig das gesehen, wo wir irgendwie doch irgendwie alle hinwollen, oder?
- 26:42SPEAKER_00: Und hey, Wettkämpfe sind geil, ja, ich mache auch super gerne Wettkämpfe und ich will mich auch dahin entwickeln.
- 26:48SPEAKER_00: Aber achtet einfach auch immer eure Gesundheit dabei.
- 26:52SPEAKER_00: Dritter Punkt ist dabei auch so das ganze Thema Progression, dass viele schlecht progressieren, also schlecht aufbauen, langfristig gesehen, Pläne schlecht aufbauen und viele eben dabei auch dann so von Wettkampf zu Wettkampf trainieren, aber nie wirklich auch so an ihren Schwachstellen auch arbeiten.
- 27:14SPEAKER_00: Das ist jetzt nichts, was nur den älteren Athleten betrifft, aber ich finde, bei älteren Athleten ist das fast sogar noch häufiger, weil sie halt weniger Zeit zur Verfügung haben und dann nicht wirklich langfristig in ihren Zielen setzen.
- 27:26SPEAKER_00: Was heißt das?
- 27:27SPEAKER_00: Das bedeutet, wir durchlaufend im Trainingsprozess verschiedene Aspekte in unserem Training.
- 27:33SPEAKER_00: Wir haben irgendwie eine Anpassungsphase, wo es erstmal darum geht, den Körper an die Reize zu gewöhnen.
- 27:37SPEAKER_00: Danach haben wir eine Base-Phase, wo es darum geht, halt grundlegende Prozesse zu erarbeiten, wo es darum geht, Schwächen auch anzugehen.
- 27:46SPEAKER_00: Vielleicht VZ-MAX-Entwicklung, vielleicht Krafttraining, vielleicht andere Sachen, das mit umzusetzen.
- 27:53SPEAKER_00: Und dann haben wir irgendwie eine Peakphase, wo man sich dann auf den Wettkampf vorbereitet.
- 27:57SPEAKER_00: Viele Athleten machen aber, hey, ich ziehe mir jetzt mal den zwölf Wochen Halbmarathonplan runter, mach den.
- 28:04SPEAKER_00: Danach mache ich ein Triathlon Mitteldistanz im 16-Wochen-Plan und danach mache ich erstmal zwei Monate Saisonpause und dann fange ich wieder an mit dem 10K-PB-Plan.
- 28:18SPEAKER_00: Das heißt, die bleiben immer in so einer Peak, Peak, Peak, Peak, Peak-Phase, aber bauen nie richtig langfristig gesehen sich auf und wollen immer sehr, sehr schnell super fit werden.
- 28:26SPEAKER_00: Aber das führt dazu, dass man nicht unbedingt langfristig gesehen besser wird, sondern eher langfristig gesehen dieses Fundament eher auch eruiert.
- 28:33SPEAKER_00: Also immer nur Peak zu trainieren, immer nur in Wettkämpfe reinzugehen, ökonomisiert das System.
- 28:37SPEAKER_00: Das heißt, man baut mehr auch Medium Intensity Sessions ein, automatisch, was in der Zeit ja auch gut ist.
- 28:43SPEAKER_00: Aber man baut halt nie die Grundlagen.
- 28:45SPEAKER_00: Also man baut wie selten an der VZ Max, an der generellen Kraftentwicklung an Zone 2, an solchen Prozessen, die eigentlich fundamental sind für die ganze Entwicklung.
- 28:56SPEAKER_00: Gut, gehen wir einmal in die Praxis.
- 28:59SPEAKER_00: Letzter Punkt.
- 29:00SPEAKER_00: Was sollt ihr tun?
- 29:01SPEAKER_00: Wie solltet ihr euch auch aufbauen dabei?
- 29:05SPEAKER_00: Und hier ist es, glaube ich, sehr wichtig, eben klar zu sagen, wo kommt ihr her.
- 29:10SPEAKER_00: Also, was habt ihr in der letzten Zeit gemacht?
- 29:12SPEAKER_00: Seid aber wirklich ehrlich zu euch.
- 29:15SPEAKER_00: Und schaut, wie war so der Durchschnitt im Training über einen langen Zeitraum betrachtet?
- 29:22SPEAKER_00: Nicht über die letzten drei, vier Wochen betrachtet.
- 29:24SPEAKER_00: Nicht, als ihr mit euren Jungs mal wieder ins Trainingscamp gefahren seid und jetzt mal wieder 20 Stunden geschrubbt habt.
- 29:30SPEAKER_00: Sondern wie war die Trainingszeit wirklich über die letzten 20, 25, 30 Wochen im Durchschnitt?
- 29:38SPEAKER_00: Was habt ihr aufrechterhalten?
- 29:39SPEAKER_00: Und dann nehmt ihr diesen Durchschnitt und geht da vielleicht nochmal 10% höher.
- 29:43SPEAKER_00: Wenn ihr es nicht geschafft habt, richtig umzusetzen und wenn ihr ganz, ganz viele mal merkt, ihr habt eine krasse Fluktuation in eurem Training, also ihr macht eine Woche, wo ihr 13 Stunden trainiert, nächste Woche seid ihr krank, danach fangt ihr wieder an mit vielleicht 8 Stunden, dann macht ihr wieder 10, dann macht ihr vielleicht mal 15 Stunden, dann macht ihr danach wieder 8, weil das nicht so wirklich funktioniert, danach seid ihr wieder krank.
- 30:04SPEAKER_00: Dann macht ihr das gleiche wieder und das gleiche wieder und das gleiche wieder.
- 30:07SPEAKER_00: Dann habt ihr eine ganz schlechte Konsistenz im Training.
- 30:11SPEAKER_00: Dann baut ihr eine Struktur, die nicht wirklich zu euch funktioniert und die wirklich nicht wirklich zu euch passt.
- 30:16SPEAKER_00: Und hier ist es deutlich effektiver, halt zu sagen, ich trainiere meine 9 Stunden die Woche.
- 30:21SPEAKER_00: So, durchschnittlich.
- 30:22SPEAKER_00: Das ist das, was ich schaffe in der Basephase.
- 30:26SPEAKER_00: Und dann gucke ich so, wie ich damit agieren kann und wie ich da das Beste raushole.
- 30:31SPEAKER_00: Da bin ich ehrlich gesagt auch das beste Beispiel.
- 30:34SPEAKER_00: Früher habe ich, im Training habe ich eigentlich immer meine 13 Stunden schon gemacht im Durchschnitt.
- 30:42SPEAKER_00: Ich hatte aber auch dabei keine gute Konsistenz.
- 30:46SPEAKER_00: Ich hatte immer Wochen, wo ich dann so 15, 16, 17 Stunden gemacht habe, danach ging es wieder nicht, dann habe ich sechs, sieben Stunden, danach habe ich 12 Stunden gemacht, dann hat das irgendwie auch nicht funktioniert, dann habe ich wieder 8, 9 Stunden gemacht.
- 30:58SPEAKER_00: Und so war das eigentlich die ganze Zeit.
- 31:01SPEAKER_00: Und auch im Ironman-Training habe ich nicht so viel trainiert.
- 31:04SPEAKER_00: Also im Ironman-Training habe ich dann vielleicht meine, habe ich immer gedacht, ich müsste so viel trainieren.
- 31:10SPEAKER_00: Ich müsste meine 18, 19, 20 Stunden machen.
- 31:13SPEAKER_00: Bin dann aber nachher eigentlich so mit meinen 11, 12 Stunden, das war dann der Durchschnitt.
- 31:20SPEAKER_00: Aber ich hatte auch immer mal Wochen, wo ich 22, 23 Stunden trainiert habe, danach ging das ja wieder nicht.
- 31:24SPEAKER_00: Dann ist es wieder zusammengefallen.
- 31:26SPEAKER_00: Und als ich dann 2017, 2018 habe ich anders trainiert.
- 31:29SPEAKER_00: Da habe ich viel konsistenter trainiert.
- 31:31SPEAKER_00: Also wirklich gleichmäßig meine 10, 11 Stunden.
- 31:34SPEAKER_00: Und ich hatte dann auch mal Peaks, wo ich vielleicht mal 18 Stunden hatte in einem Trainingscamp, aber auch nicht 35 wie manche von euch jetzt.
- 31:42SPEAKER_00: So ich so denke, also wirklich, Leute.
- 31:45SPEAKER_00: So wenn ich mir manchmal die Files oder sowas in der Hand angucke, oder auch mit Leuten, die sich bei uns vorstellen, und ihr fahrt ins Trainingscamp und macht einfach mal 26, 27 Stunden und hat vorher halt gerade so 10 Stunden geschafft und dann wundert ihr euch, warum ihr euch nicht verbessert.
- 32:01SPEAKER_00: Ja, schwierig, schwierig, wirklich.
- 32:04SPEAKER_00: Also es geht darum, euch langfristig gesehen aufzubauen und nicht mal kurzfristig jetzt ins Trainingscamp zu fahren und danach die Leistungsfähigkeit.
- 32:12SPEAKER_00: Auch eine kleine Anekdote dazu noch.
- 32:15SPEAKER_00: Und zwar hatten wir auch einen Athleten, der sich bei uns vorgestellt hat und der hatte über drei Jahre den höchsten Trainingsload immer am Trainingscamp.
- 32:28SPEAKER_00: Also der war bei Training Peaks kann man das kalkulieren, wie hoch so der Training Load ist.
- 32:32SPEAKER_00: It's jetzt nicht der perfekte Wert, aber es ist ein guter Wert.
- 32:35SPEAKER_00: Und damit kann man halt so ein bisschen eruieren, so wo war viel Training, wo war wenig Training.
- 32:40SPEAKER_00: Und dann hatte er immer so am meisten Training in der Zeit vom ganzen Trainingscamp.
- 32:44SPEAKER_00: Und danach ist einfach nur die Kurve abgesunken.
- 32:48SPEAKER_00: Immer.
- 32:49SPEAKER_00: Über drei Jahre, konstant.
- 32:50SPEAKER_00: Und er konnte es sich einfach nicht erklären.
- 32:53SPEAKER_00: Und was wir eigentlich gemacht haben, basically, war nichts anderes, als das Training Camp deutlich entspannter zu gestalten.
- 33:00SPEAKER_00: And danach ist er mit viel besser Routine rausgekommen und hatte danach Lust auf die Wettkämpfe and war nicht total and total moody and total schon kaputt.
- 33:10SPEAKER_00: Auch da ist so ein ganz typisches Zeichen.
- 33:12SPEAKER_00: When you merkt for eurem Wettkampf, you feel it not good, you are moody, you heard you from irgendjemandem anything, you have weiterhin durchziehen.
- 33:24SPEAKER_00: Nein, achtet auf euren Körper.
- 33:26SPEAKER_00: Achtet auf die Signale that ihr euch sendet.
- 33:28SPEAKER_00: And when you ever müder werdet, when your training sessions are not good durchziehen könnt, wenn ihr schlecht schlaft, then sind das einfach verdammte Ausrufezeichen, das was nicht richtig ist.
- 33:38SPEAKER_00: Und dann hat das nichts damit zu tun, dass ihr jetzt erst richtig mit der Brechstange angehen solltet.
- 33:43SPEAKER_00: Weil das ist ein ganz sicheres Ziel und ein ganz sicherer Weg, wie ihr euch kaputt trainiert und wie ihr auch Richtung Übertraining dann auch tendiert.
- 33:51SPEAKER_00: Okay, was ist noch wichtig für Aging Athletes?
- 33:54SPEAKER_00: Ein anderer Punkt, der auch sehr wichtig ist, ist das ganze Thema Krafttraining.
- 33:58SPEAKER_00: Das bedeutet, ihr müsst in euer Krafttraining auch investieren und es ist wichtig, auch hier anständiges Krafttraining für euch zu integrieren.
- 34:07SPEAKER_00: Nur Stabi reicht da nicht aus.
- 34:10SPEAKER_00: Oder nur mal eine kleine Plank zu machen, das reicht da nicht aus, sondern ihr müsst wirklich auch ein richtiges Krafttraining einbauen, funktionales Krafttraining.
- 34:18SPEAKER_00: Fangt vielleicht an mit Kettlebells, danach geht es irgendwie los, mit tieferen Kniebeugen, mit Kreuzheben, mit wirklich auch großen Muskelgruppen, die ihr auch ansprechen sollt.
- 34:29SPEAKER_00: Einfach auch deswegen, weil es darum geht, dass ihr diesen Muskelmassenverlust, dass ihr den reduziert und dass es richtig aufgeht.
- 34:36SPEAKER_00: Das heißt, so ein gewisses Programm für ein Aging Athlete entspricht auch dem Programm, was man auch bauen würde, für einen Longevity-Ansatz.
- 34:46SPEAKER_00: Im Longevity-Ansatz geht es eher so darum, also im Longevity-Coaching von mir, hat es eher so darum zu tun, meistens, dass man weniger Programm einbaut und dann ein sehr effektives Programm einsetzt.
- 34:56SPEAKER_00: Das heißt vielleicht so einen Bereich von 5-6 Stunden, das richtig umzusetzen, dann noch eine Supplement-Strategie mit an die Hand zu geben.
- 35:02SPEAKER_00: Und bei einem Performance-Programm geht es bei einem Aging Athlete trotzdem auch darum, vielleicht mit einem 8-, 9-, 10-Stunden-Programm das meiste rauszuholen in der Phase und dann jemanden vorzubereiten auf die Wettkämpfe.
- 35:15SPEAKER_00: So dass es so ein gewisses Dreieck ist, auf der einen Seite aus Gesundheit, die ganz oben steht, das ist eigentlich das Wichtigste.
- 35:21SPEAKER_00: Dann gibt es irgendwie so den Performance-Aspekt auf der anderen Seite und dann gibt es vielleicht noch so diesen Look-Shaping-Aspekt auf der Seite.
- 35:27SPEAKER_00: Und für einen Athleten, der eben den Performance-Bereich möchte, sollte je älter man wird, immer mehr von dem Performance, immer mehr sich auch Richtung Health, Richtung Health Approach sich mehr orientieren und weniger auf einen reinen Performance Approach.
- 35:45SPEAKER_00: Und dann, wenn man Richtung Arbeitkämpfe wirklich Peak, Peak, Peak Vorbereitung geht, dann geht es auch natürlich wieder mehr Richtung Performance.
- 35:54SPEAKER_00: Aber je älter man wird, desto weniger Peaks setzt man davon aus.
- 35:58SPEAKER_00: Das bedeutet, dass man klassischerweise würde ich sagen, für Athleten, die wirklich über 40 sind, eigentlich schon auf einen Saisonpeak belässt.
- 36:09SPEAKER_00: Dass man sagt, es gibt einen Wettkampf, auf den bereite ich mich wirklich gut vor.
- 36:13SPEAKER_00: Und da bin ich dann auch in meiner Top-Shape für diesen Wettkampf.
- 36:18SPEAKER_00: Und vorher habe ich vielleicht gewisse Wettkämpfe, die mich da mal vorbereiten.
- 36:23SPEAKER_00: Wenn man jünger ist, kann man mehr auch, finde ich, mehrere Peaks auch setzen.
- 36:29SPEAKER_00: Ich sag mal, so vielleicht mit Mitte 20 auch zu sagen, ich habe drei Saisonhöhepunkte, ist durchaus realistisch und eine etwas kürzere Saisonpause, weil das System nicht ganz so viel Pause braucht, wie jemand, der einfach etwas älter ist.
- 36:45SPEAKER_00: Und das ist manchmal auch gar nicht so einfach, das so zu akzeptieren, dass es auch so ist.
- 36:52SPEAKER_00: Aber hat auch sehr viele Vorteile mit sich.
- 36:57SPEAKER_00: Weil man vielleicht auch so diesen Ansatz mit immer Brechstange, Messer zwischen den Zehen sonst was, weil man das eben auch etwas anders sieht und auch ein bisschen verlässt.
- 37:08SPEAKER_00: Und dabei auch, so aus mentaler Sicht betrachtet, arbeitet nicht nur im Sport.
- 37:16SPEAKER_00: Ist auch was, wo ich auch sagen würde, das ist wichtig, dass man sich auch in mehreren Bereichen von seinem Leben wohl fühlt.
- 37:25SPEAKER_00: Ich glaube, das Schlimmste ist eigentlich, wenn man probiert, wenn man vielleicht jemand isst in seinem Leben, das ist jetzt der letzte Satz dazu.
- 37:35SPEAKER_00: Wenn man vielleicht oft weggelaufen ist vor seinem Leben, das ist immer so ein Coaching, jetzt kommt ein bisschen Coaching-Input.
- 37:42SPEAKER_00: Das ist so das größte Problem.
- 37:45SPEAKER_00: Und das größte Problem ist definitiv, und die Athleten sind auch nicht zu coachen oder sehr schwer nur zu coachen, wenn jemand konstant in seinem Leben weggelaufen ist vor dem.
- 37:56SPEAKER_00: Wenn man sich reingesteigert hat, vielleicht zuerst in seinen Job.
- 38:03SPEAKER_00: Wenn man richtig Karriere gemacht hat, wenn man Bock hatte, das zu tun und merkt man aber so, hey, irgendwie gibt einem das nicht so die richtige Zufriedenheit.
- 38:12SPEAKER_00: Dann stürzt man sich vielleicht in Familie oder in Beziehungen oder vielleicht auch das nicht, aber probiert das halt irgendwie und möchte es maximieren und immer mehr verbessern und merkt aber irgendwie, ach, das gibt dann irgendwie auch nicht so ganz die Erfüllung.
- 38:27SPEAKER_00: Und danach stürzt man sich halt in den Sport und probiert die krasseste Performance aufzubauen und immer nur zu hasseln, nach vorne zu gehen, and eigentlich um das auch nach vorne zu bringen und zu maximieren und mehr noch zu optimieren.
- 38:44SPEAKER_00: Und dann merkt man irgendwann so, es gibt irgendwie auch nicht so ganz die Erfüllung.
- 38:47SPEAKER_00: And then hat man eigentlich so sein ganzes Leben lang immer nur alles irgendwie optimiert und maximiert, aber nie wirklich gelernt, so es ist okay, so wie es ist.
- 38:59SPEAKER_00: Und ich bin da mit d'accord, mit mir, mit meinem Leben, so wie es einfach aufgebaut ist.
- 39:06SPEAKER_00: Und ich muss nicht irgendwie mir oder anderen präsentieren, wie gut ich bin.
- 39:10SPEAKER_00: Und ich muss nicht die ganze Zeit nur performen.
- 39:12SPEAKER_00: Weil man sagt dazu, Constant Display of Performance is neediness.
- 39:17SPEAKER_00: Also wenn man immer nur Leuten zeigen muss, wie cool man ist und wie viel Performance an den Tag legen muss, das ist immer ein Problem.
- 39:25SPEAKER_00: Und das ist im Sport auch ein Problem.
- 39:27SPEAKER_00: Also man könnte jetzt sagen, hey, aber hat das irgendeinen Effekt auch auf die Performance?
- 39:31SPEAKER_00: Ja, hat es.
- 39:32SPEAKER_00: Und zwar ziemlich dramatisch.
- 39:33SPEAKER_00: Und warum?
- 39:35SPEAKER_00: Weil man immer nur kontrolliert.
- 39:38SPEAKER_00: Weil man immer nur probiert, an einer bestimmten Pace zu arbeiten, weil man immer nur probiert, die Herzokenz richtig zu kontrollieren, weil man immer nur probiert, alles perfekt zu machen.
- 39:48SPEAKER_00: Aber man kann nie wirklich loslassen.
- 39:50SPEAKER_00: Und das ist bei ganz vielen Athleten auch so, dann können die zum Beispiel nicht locker trainieren.
- 39:54SPEAKER_00: Die können nicht im Low-Intensity-Bereich unterwegs sein, die können nicht Zone 2 machen, weil es für sie einfach zu langweilig ist.
- 40:01SPEAKER_00: Weil es ihnen einfach nicht den Kick gibt auf ihr autonomes Nervensystem, weil es ihnen einfach nicht den Dopamin und den Serotonin-Kick gibt.
- 40:11SPEAKER_00: Weil es gibt Athleten, die brauchen nach jeder Session so den Kick.
- 40:16SPEAKER_00: Und die Athleten sind sportsüchtig.
- 40:19SPEAKER_00: Und es gibt viele Athleten, die sportsüchtig sind mit 20, 30 und das dann mit Ende 30, Anfang 40 bemerken und dann probieren da rauszugehen.
- 40:29SPEAKER_00: Und das hat damit zu tun, dann auch die richtigen Strukturen hier einzusetzen.
- 40:34SPEAKER_00: Auch da an die ärztlichen Kollegen, was dann auch keine Option ist, ist einfach zu sagen, hey, dann hör doch einfach auf mit dem Sport.
- 40:41SPEAKER_00: Was nämlich dann passiert, ist dann, hey, okay, ich habe aufgehört mit dem Sport, aber ich habe ein ganz großes Alkoholproblem gekriegt danach.
- 40:47SPEAKER_00: Surprise! Von dem her, wenn man eine Sportsucht hat, ist es enorm wichtig, da auch dran zu arbeiten, aber ursächlich daran zu arbeiten.
- 40:57SPEAKER_00: Und dann braucht man ein anständiges Coaching für den Sport und man braucht am besten eine gute Psychotherapie.
- 41:01SPEAKER_00: Das sind so die Sachen, die essentiell sind.
- 41:04SPEAKER_00: Aber weil in unserer Gesellschaft fast niemand über die Psyche gerne redet, haben wir auch da wieder ein sehr großes Problem.
- 41:10SPEAKER_00: Okay, gut.
- 41:13SPEAKER_00: Das war das zum kleinen Thema noch Praxis.
- 41:15SPEAKER_00: Abschließend.
- 41:16SPEAKER_00: Und wie gesagt, also Training für Athleten ab 40 ist auf jeden Fall ein sehr, sehr gutes, wichtiges Thema, wo man aber ganzheitlich an sich arbeiten sollte.
- 41:27SPEAKER_00: Und es hat ganz viel damit zu tun, eben schon zu sagen, hey, Gesundheit ist wichtig, Performance ist wichtig und wir bauen das gemeinsam auf.
- 41:36SPEAKER_00: Aber ihr müsst halt mehr Richtung auch Gesundheit einfach denken und zu denken, okay, es geht darum, einen Stoffwechsel zu optimieren, an der VZ Max zu arbeiten, die zu erhalten, eher auch in schnell kontrollierende Muskelfasern einzubauen, Krafttraining, explosiv, Schnellkraft vielleicht mit zu integrieren, dann aber auch gute Routinen, Standards zu haben, nicht zu denken, ich kann irgendwie bis nachts irgendwie immer nicht an meiner Regeneration arbeiten und denken, ich kann so irgendwie performen, weil ich sonst halt nicht richtig hart bin.
- 42:05SPEAKER_00: Die Hassel-Kultur auf jeden Fall zu verlassen, wenn man älter wird.
- 42:09SPEAKER_00: Das ist ein sehr sicherer Weg, wie man keine Fortschritte macht.
- 42:13SPEAKER_00: Und dann auch vielleicht auch mal ein bisschen mehr fancy Stuff zu machen.
- 42:17SPEAKER_00: Ein Blutmarker, eine Leistungsdiagnostik auch mal, um zu gucken, bin ich überhaupt auch in den richtigen Trainingszonen unterwegs und so eher smarter zu arbeiten, anstatt einfach nur härter.
- 42:30SPEAKER_00: Sehr gut.
- 42:30SPEAKER_00: Okay, abschließend, wie gesagt, ihr findet unten den Health Check, macht so ihn super gerne, testet da eure Sachen irgendwie auch nochmal.
- 42:37SPEAKER_00: Und wenn ihr da merkt, hey, ich brauche da irgendwie mehr Unterstützung, mehr Hilfe, dann schaut euch einfach auch super gerne mal das Health and Performance Coaching an bei mir und auch bei mir im Team.
- 42:48SPEAKER_00: Weil wir genau an solchen Themen einfach ganz, ganz, ganz oft auch da arbeiten.
- 42:53SPEAKER_00: Alrighty, habt einen schönen Tag.
- 42:54SPEAKER_00: Macht's gut, bis dann.