Latest / Gin And Talk / Sigi Schelling über Inspiration, Perfektion und das Kochen
Transcript
- 0:00Speaker 1: eine geradlinige Küche mit nicht zu vielen Sachen auf dem Teller perfekt gekocht.
- 0:06Speaker 1: Ein gewisser Ton muss auch herrschen, weil es muss auch funktionieren und aber es muss immer normal bleiben.
- 0:11Speaker 1: wenn ich der Meinung und man muss auch menschlich bleiben und wie gesagt man darf nie respektlos sein.
- 0:17Speaker 1: Ich zum Beispiel bei mir ist so dass die Mitarbeiter mich alle mit sie ansprechen dann habe ich das Problem schon mal net, dass die einfach da ein bisschen weg sind, weil ich glaube die gewisse Distanz ist auch wichtig, dass sie wissen das ist der Chef.
- 0:29Speaker 1: Ich bin immer der Meinung, wir sind alle nur Köche und ja ... alles gut.
- 0:33Speaker 2: Herzlich willkommen!
- 0:35Speaker 2: Mein Name ist Daniel Fürk und ich freue mich euch heute zu einer neuen Episode Gen & Talk begrüßen zu dürfen.
- 0:41Speaker 2: Mein heutiger Gast ist Siggy Schelling.
- 0:43Speaker 2: die gebürtige Österreicherin kochte vierzehn Jahre lang an der Seite von Hans Haas im legendären Tantris in München.
- 0:50Speaker 2: Als Haas Ende-Zweitausendzwanzig aufhörte verabschiedete sich auch Schelling und machte sich kurz darauf mit dem Wernekhof selbstständig.
- 0:57Speaker 2: Inzwischen wurde das Restaurant mit einem Stern im giedmischen Lager errt und zählt längst zu den besten Adressen der bayerischen Landeshauptstadt.
- 1:05Speaker 2: Ich wollte von Shelling wissen, wann sie ihre Leidenschaft für das Kochen entdeckte, wovon sie sich bei der Kreation ihrer Gerichte inspirieren lässt und warum sie so wenig rummel um ihre Person macht?
- 1:17Speaker 2: Wenn dir dieser Episode gefällt würde ich mich freuen wenn du Janet Talk bei Spotify Apple Podcast oder wo auch immer du gerne Podcast-Hers abonnieren würdest und uns eine gute Bewertung gibst!
- 1:27Speaker 2: Dieses und viele weitere Gespräche findest du auch als Videopodcast auf unserem YouTube-Channel.
- 1:32Speaker 2: Jetzt dabei viel Spaß beim Zuhören, schön dass ihr alle wieder mit dabei seid!
- 1:41Speaker 0: Und
- 1:57Speaker 1: tauche
- 1:58Speaker 0: ein in die verrucht düstere Atmosphäre
- 2:01Speaker 2: unserer Studiobahn.
- 2:10Speaker 2: Liebe Frau Schelling,
- 2:11Speaker 0: ich freue mich sehr dass wir uns hier zusammensetzen können und einen wenig über den Wernerkruf sprechen können, über Essen sprechen können und wie es zu all dem kamen was sie in ihrem Leben so machen.
- 2:21Speaker 0: herzlich willkommen!
- 2:21Speaker 1: Willkommen, ich freu mich sehr.
- 2:23Speaker 0: Sie haben gerade ein paar Tage Betriebsurlaub.
- 2:27Speaker 0: Wie gut fühlt sich das an wenn man mal morgens aufsteht und nicht direkt über die Küche nachdenken muss?
- 2:33Speaker 1: Ja, tatsächlich sehr angenehm.
- 2:36Speaker 1: Auch mal nichts zu tun auch für mich und einfach mal ja nicht denken ich muss schon in der Küche sein oder die ersten Läferanten kommen.
- 2:44Speaker 1: Tatsächlich ist es auch für dich entspannend.
- 2:47Speaker 0: Wie viele Stunden hat so ein normaler Arbeitstag bei Ihnen?
- 2:50Speaker 1: Das ist verschieden da ich eigentlich die erste und die letzte bin in meinem Betrieb und tatsächlich um acht Uhr starten wir in der Und dann am Abend, wenn ich in der Küche fertig bin, gehe ich jetzt zu meinen Gästen und verabschiede meine Gäste.
- 3:05Speaker 1: Da kann es tatsächlich auch manchmal ein bisschen später werden, also zwölf Uhr halb ein Uhr, ein Uhr verschieden.
- 3:12Speaker 0: Wann haben Sie eigentlich in Ihrem Leben festgestellt dass dieses Kochen nicht nur irgendwie ein Interesse ist oder ein Hobby ist sondern das ist womit sie auch wirklich ihr Geld verdienen möchten.
- 3:22Speaker 0: später immer?
- 3:24Speaker 1: Tatsächlich auch schon als kleines Mädchen, hab ich zu Hause gerne gekocht.
- 3:26Speaker 1: Ich habe mir meine Mutter viel gekogt und hab sehr viele Backen zuhause ... Ja, ich hab das als kleites Mädchen schon geliebt in der Küche zu stehen und Sachen zu machen mit den Händen zu arbeiten.
- 3:40Speaker 1: Und ja, ich habe mich dann entschieden eine Kochleere zu machen.
- 3:43Speaker 1: Und ... ja!
- 3:46Speaker 1: Ich wollte immer noch kochen, ich wollt gar nichts anderes.
- 3:50Speaker 1: Das ist auch meine Passion und ich liebe das.
- 3:53Speaker 0: Ja.
- 3:53Speaker 0: Ist da aus der damaligen Zeit noch irgendein Rezept, was Sie im Kopf haben?
- 3:57Speaker 0: Was Sie damals gerne gemacht haben?
- 3:59Speaker 1: Zu Hause habe ich immer ganz oft Kuchen gebacken und Hefizopp-Gebaken auch Brot gebackene.
- 4:06Speaker 1: Da gibt es natürlich Rezepte, die ich jetzt auch noch gerne mache.
- 4:09Speaker 0: Gibt's da Dinge, die Sie so wie eine Art Erinnerung an damals in einen Menü einfließen lassen?
- 4:16Speaker 0: Da
- 4:16Speaker 1: gibt das auch Sachen ... Wie zum Beispiel bei uns zu Hause wurde früher auch selber geschlachtet und die ganzen Sachen verarbeitet.
- 4:23Speaker 1: Da gibt es natürlich jetzt schon noch eine Vorliebe für, wenn ich jetzt manchmal Gäste habe, die gerne Innereien essen dann mache ich gerne irgendwas mit Pris, Leber oder so Sachen.
- 4:32Speaker 1: Und was hat?
- 4:33Speaker 1: meine große Leidenschaft ist es backen und ich Österreicherin bin sie will ich auch oft gerne den Gästen hinterher ein Zwetschgendatschi oder Buchteln oder so österreichische Mehl speisen, was ich eigentlich auch liebe.
- 4:45Speaker 0: Wie muss man sich das dann vorstellen, wenn Sie ein neues Menü zusammenstellen?
- 4:49Speaker 0: Sitzen Sie da alle zusammen im Team oder sind sie diejenige, die erst mal mit einer groben Idee, mit einem groben Konstrukt quasi kommt und das dann mit dem Team bespricht.
- 5:00Speaker 0: Wie kann man sich diesen Entstehungsprozess vorstellen?
- 5:03Speaker 1: Ja ich... wie gesagt, ich erstelle die Menüs alleine und ich bespreche natürlich mit den Köchen.
- 5:08Speaker 1: dann, wenn ich die Menübesprechung mache Was wir machen, wie wir es machen gibt's natürlich immer wieder.
- 5:16Speaker 1: Wenn einer sagt, er hat eine Idee, kann er das ausprobieren oder irgendwie was machen?
- 5:20Speaker 1: Aber grundsätzlich mache ich die Menü selber und bespricht dann meinen Köchen.
- 5:23Speaker 1: und ja unter der täglichen Arbeit entstehen auch manchmal Ideen wo man sagt okay das können wir auch probieren.
- 5:31Speaker 1: oder wenn wir kommen mal irgendwelche Produkte was man sagt ok was machen wir draus?
- 5:34Speaker 1: und so spricht man natürlich auch mit den Mitarbeitern.
- 5:36Speaker 1: was man daraus machen kann gibts manchmal Ideien manchmal nicht.
- 5:40Speaker 0: Sie haben den Wernekrof ja so nach recht turbulenten Zeit übernommen, als dann auch das Ganze mit der Pandemie seine Auswirkungen auf die Gastronomie gezeigt hat.
- 5:53Speaker 0: Wie schwierig war für Sie denn persönlich auch dieser Entscheidungsprozess zu sagen, ich mache jetzt meinen eigenen Laden auf und bin dann irgendwie nicht... Also muss das Ganze von null auf wiederaufbauen.
- 6:05Speaker 0: Klar den Wernerkruf gab es davor.
- 6:06Speaker 0: Es war auch davor schon ein sehr gutes Restaurant.
- 6:09Speaker 0: Es gab auch dvor schon sehr erfolgreiche Köche dort.
- 6:13Speaker 0: aber dennoch zu sagen man geht diesen großen Schritt ist ja schon eine gehörige Portion Mut dabei.
- 6:21Speaker 1: Ja, entschieden habe ich mich natürlich schon vor Corona.
- 6:25Speaker 1: Corona ist halt dazwischen gekommen und es ist für mich festgestanden, dass ich mich selbstständig machen werde.
- 6:32Speaker 1: Und ja wie gesagt leider ist Corona dazWischengekommen.
- 6:35Speaker 1: Hinterher muss ich sagen das ist mir zugute gekommen weil wir haben dann auch umgebaut an alles im Wernickhof und die Mitarbeiter sind mir dann auch geblieben, die ich außer Welt hatte, weil wenn dann gleich offen gewesen wäre und ich hätte ihr umgebaut da musste weder alles neu suchen Von dem her hat es eigentlich schon gut gepasst.
- 6:50Speaker 1: Natürlich hatten wir das erste halbe Jahr Schwierigkeiten mit Bestimmungen und Öffnungszeiten, aber es hat wirklich tatsächlich vom ersten Tag an richtig gut funktioniert.
- 7:00Speaker 1: Und ja ... Das passt richtig gut.
- 7:04Speaker 0: Wenn jetzt jemand noch nie vom Wernickhof gehört hat oder heute zum ersten Mal Ihren Namen hört, wie würden Sie denn Ihre Küche Ihren Stil beschreiben?
- 7:12Speaker 1: Ja, schon Deutsch, Französisch, Österreichisch.
- 7:16Speaker 1: Einfach eine gerade in die Küche mit nicht zu vielen Sachen auf dem Teller perfekt gekocht.
- 7:23Speaker 0: Jetzt haben wir grad schon darüber gesprochen, dass sie das Menü eigentlich selbst zusammenstellen.
- 7:28Speaker 0: Woher nehmen Sie denn diese Inspiration?
- 7:30Speaker 0: Also woher kommt der Einfluss den Sie da haben wenn Sie sich... Hinsetzen und das Ganze aufschreiben.
- 7:37Speaker 1: Ja tatsächlich mit dem Arbeit, mit den Produkten, mit der täglichen Arbeit da kommen natürlich auch sehr viele Ideen.
- 7:43Speaker 1: wenn ich wieder neue Sachen bekomme oder der Fischmann sagt mir er habt diesen Ds und dann denke ich darüber nach was können wir raus machen?
- 7:50Speaker 1: Oder man sitzt wirklich da und ich sitze wirklich da mache mein Menü und dann denk ich über die Sachen nach und ja ich höre halt oft das Musik dabei und ja das inspiriert mich.
- 7:59Speaker 0: Welche Musik?
- 8:00Speaker 1: Das darf jetzt gar nicht sagen aber tatsächlich klassische Musik Soul Chess so was
- 8:05Speaker 0: Sie haben ja auch ein paar Differanten mitgenommen aus dem Tantris, die sie dort kennengelernt haben.
- 8:12Speaker 0: Wie wichtig ist denn diese Beziehung, die man über die vielen Jahre aufbaut?
- 8:19Speaker 0: gibt auch noch ganz viele andere, die auch gute Sachen einkaufen wollen.
- 8:22Speaker 0: Wir haben eigentlich genügend Absatz sozusagen, warum sollten wir da jetzt ein neues Restaurant mit reinnehmen?
- 8:29Speaker 0: Das ist ja nochmal zusätzlich ein Lieferweg und wie auch immer.
- 8:32Speaker 0: Also es gäbe ja auch Gründe für die zu sagen naja eigentlich sind wir ausgelastet.
- 8:36Speaker 0: Und also wie wichtig ist diese Beziehung, die man über die ganzen Jahre aufbaut und wie pflegt man die dann auch?
- 8:43Speaker 1: Die Beziehungen zum Leverand ist tatsächlich sehr wichtig!
- 8:46Speaker 1: dass ich mich mit denen gut verstehe.
- 8:48Speaker 1: Und ich war natürlich sehr glücklich, dass die Lieferanten, wo ich vom Tantress mitgenommen habe, mich auch jetzt beliefern und ich mich den gut verstehen.
- 8:55Speaker 1: Das ist schon wichtig, weil sie auch Top-Qualität geliefert haben.
- 8:58Speaker 1: Und ja halt auch dieses Regionale und alles was ich sehr schätze und richtig fördern möchte.
- 9:04Speaker 1: Auch das ich mal von kleinen Bauern etwas nehme und die auch zu fördern.
- 9:08Speaker 1: Es ist schon toll, dass ich diese Lieferanden habe und es funktioniert richtig gut!
- 9:13Speaker 0: Besuchen Sie die dann auch vor Ort, um sich anzuschauen?
- 9:15Speaker 0: Ja.
- 9:15Speaker 0: Es
- 9:15Speaker 1: gibt dort den Franz Riederer, wo ich das Pultingalarm habe ... Da sind wir auch schon hingefahren und haben ihn besucht im Franz oder Herrn Birnbaum, wo er die Fische hat.
- 9:24Speaker 1: Dass sie dem besuchen, dass ich mit ihm spreche ... Oder er kommt mal vorbei und wir sprechen ... Der Bezug ist schon wichtig!
- 9:29Speaker 1: Ich hab da einen Bauern, bei dem ich das Gemüse habe im Sommer.
- 9:33Speaker 1: Und die Tomaten, dieses schönen Tomaten.
- 9:36Speaker 1: Wir besprechen uns schon und ich fahre mal hin und verspreche mit ihm, schaue mir die Sachen an und er zeigt mir andere Sachen.
- 9:41Speaker 1: Das ist schon wichtig, weil ich muss den Lieferanten schon kennen und wissen wie der tickt.
- 9:46Speaker 1: Und das ist für mich echt wichtig.
- 9:48Speaker 0: Es hängt ja dann auch immer davon ab was also gerade auch bei der Menüerstellung war es dann auch gerade verfügbar?
- 9:52Speaker 0: Genau man muss
- 9:53Speaker 1: natürlich auch sehr saisonal dass es jetzt im Sommer Tomaten gibt oder verschiedene andere Sachen und im Herbst dann wieder in Kürbis die rote Bete und die ganzen Herbstsachen.
- 10:04Speaker 0: Jetzt reden wir alle immer ganz viel über Nachhaltigkeit.
- 10:07Speaker 0: Das steckt, was Sie gerade gesagt haben ja schon ganz viel Nachhaltigkeit auch drin.
- 10:10Speaker 0: Lokale Lieferanten und regionale Zutaten.
- 10:14Speaker 0: Welche Rolle spielt das für sie auch ganz persönlich?
- 10:16Speaker 0: Dass es eben nicht die verrücktesten Dinge sind, die man erst mal quer um die ganze Welt einfliegt und damit natürlich einen riesigen Fußabdruck hinterlässt.
- 10:27Speaker 0: Für
- 10:27Speaker 1: mich ist es sehr wichtig, weil ich auch diesem Tantressort erlebt habe mit Herrn Haas ... wie wir das so gehabt haben in Tantris, dass wir einfach auch die Sachen vom Fleisch und vom Kopf bis zum Fuß alles, bis zum Schwanz alles verarbeitet haben.
- 10:43Speaker 1: Und das führe ich natürlich jetzt in Wernikow weiter.
- 10:46Speaker 1: Es ist schon wichtig, dass ich hier die Tomaten von hier habe – von den Bauernhabe.
- 10:51Speaker 1: Ich muss sie nicht in China oder aus Frankreich bestellen oder irgendwo her.
- 10:55Speaker 1: Das brauche ich nicht, und ich hole auf das Fleisch hauptsächlich aus Österreich.
- 10:58Speaker 1: Also da mein Bruder im Bauernhof hat, zieht er mir die Sachen selber ... Da weiß ich halt auch, wo es herkommt, wie das erzogen wurde und wie das geschlachtet wurde.
- 11:06Speaker 1: Und das ist einfach ganz wichtig in der heutigen Zeit.
- 11:09Speaker 1: Auch die Hühner, wo ich aus Niederbayern habe oder, wie gesagt, das Lamm vom Riederer.
- 11:14Speaker 1: Ich weiß, wie der Bauer ist, ich weiß wieder, dass es die Viecher behandelt.
- 11:17Speaker 1: Es ist schon wichtig, eine ganz wichtige Sache.
- 11:19Speaker 1: Und danach wird's dem Messger geführt, wie wirds geschlachtet?
- 11:22Speaker 1: Ist alles total wichtig!
- 11:24Speaker 1: Und auch für mich und meine Küche.
- 11:25Speaker 0: Jetzt sind wir ja alle recht verwöhnt, sag ich mal gerade hier in München.
- 11:31Speaker 0: Gerade wenn es um Fleisch geht, am liebsten hätten wir irgendwie alle nur noch Rinderfilet und lassen alles andere bei Seite.
- 11:39Speaker 0: Sie haben grade schon über die Innereien gesprochen.
- 11:41Speaker 0: Darüber dass man das ganze Tier verwenden sollte und verarbeiten sollte ist vielleicht auch was wo sie eine Chance haben Menschen ihre Gäste ein Stück weit an solche Themen heranzuführen, dass auch andere Stücke eines Tieres gut schmecken
- 11:57Speaker 1: können?
- 11:58Speaker 1: Ja, das mache ich ja auch.
- 11:59Speaker 1: Weil wie gesagt, das Kalb oder das Rind von meinem Bruder habe und dann gibt es halt die ganzen Sachen.
- 12:03Speaker 1: Und ich verarbeitere die auch im Ganzen wieder.
- 12:06Speaker 1: Es gibt noch mal gefüllte Kalsbrüste für Gäste, wo die das wollen, weil sie sagen, wenn ich mit denen spreche und so ... Dann sagen die mir, ich hätte das gerne mal, da mach' ich das!
- 12:12Speaker 1: Oder jetzt gibt man eine Kalbshachse aber halt auf Bestellung, wenn der den Gast möchte.
- 12:17Speaker 1: Und dann verarbeite ich halt diese ganzen Sachen in Kalbsgottletten im Ganze oder ich hab manchmal Fische im Ganz.
- 12:22Speaker 1: Und das kommt natürlich sehr gut an, weil es eigentlich eine eigenständige Sache ist.
- 12:24Speaker 1: Was ich mache und ja ... Das ist schon toll oder ich ... Es gibt mal bei mir einen Bayerischen Gockel oder auch manchmal die Gockeln vom Landsberg.
- 12:32Speaker 1: da gibts ein Kloster Die ziehen da so viel Gocke und ist schon super, denn dann weiß ich ganz genau wo er herkommt.
- 12:40Speaker 1: Ich mach das halt im Ganzen nicht der Teil des Net und das ist schon toll Weil die Gäste ... Ja!
- 12:44Speaker 1: Die lieben das schon.
- 12:45Speaker 0: Gibt es da Momente, wo Gäste auch auf sie zukommen und sagen, das hätte ich jetzt vielleicht so nicht bestellt?
- 12:49Speaker 0: Aber jetzt war ich in der Gruppe dabei.
- 12:51Speaker 0: Und er hat das vielleicht so und so bestellt für uns alle.
- 12:53Speaker 0: Ich fand's richtig gut!
- 12:58Speaker 1: Die Anerkennung ist schon da – die Gästchen lieben das.
- 13:00Speaker 1: Oft gibt es Gästen, die wollen mich verabschieden und dann sagen, ich hab das am anderen Tisch gesehen, ich hätt' das auch gerne.
- 13:07Speaker 1: Wenn die Gkäste das mit mir bestellen und sagen ich möchte auch mal ein Fisch in Ganzen haben oder wie gesagt ... Diese Sachen im Ganzen habe ich natürlich nicht immer da.
- 13:14Speaker 1: Gerade wenn jetzt ein Kalb fertig ist, in den nächsten Wochen bekomme ich wieder eines und muss es wieder lagern.
- 13:18Speaker 1: Und dann reifen und verarbeite ich halt die ganzen Sachen.
- 13:21Speaker 1: Dann ist das schon toll!
- 13:23Speaker 1: Ich hab nur da, wenn ich es habe und nicht das ganze Jahr, weil man weiß ja, woher das kommt und wie das erzogen
- 13:29Speaker 1: wurde.".
- 13:29Speaker 0: Jetzt wurden Sie auch mit einem Stern ausgezeichnet?
- 13:34Speaker 0: Was bedeutet der für Sie eigentlich?
- 13:35Speaker 0: Also sie machen für mich den Eindruck, dass Sie ohnehin einfach machen was Sie für richtig halten dem Sinne und das ja auch sehr gut machen nachgewiesener Weise.
- 13:45Speaker 0: Aber was bedeutet dann auch so eine Auszeichnung?
- 13:47Speaker 0: Es gibt ja noch andere, die sie bekommen haben aber generell was bedeuten diese Auszeichnungen für Sie?
- 13:52Speaker 1: Ja, die Auszeichnen sind natürlich für mich wichtig weil ich möchte da oben ist für uns fürs ganze Team es ist wichtig dass wir Auszeichner bekommen und es natürlich wieder Ansporn für uns alle Gas zu geben.
- 14:01Speaker 1: und ja das ist schon wichtig.
- 14:02Speaker 1: auch so ein Michel-Eurstein ist wichtig.
- 14:05Speaker 1: ob ich mit einem ganz sehr zufrieden bin weil wiesen Sie für mich ist eigentlich das Wichtigste Der Gast muss wiederkommen.
- 14:10Speaker 1: Und der Gast muss glücklich sein bei mir und es müssen immer mehr Stammgäste werden, das ist das Wichtigste weil es bringt mir nichts wenn ich eins zwei drei Sterne habe und der Laden ist leer oder wenn man das so sagen darf.
- 14:22Speaker 1: Ist ja nicht immer so.
- 14:23Speaker 1: aber wie gesagt mir ist es so wichtig dass es so gut läuft und das funktioniert und natürlich hat man immer den Ansprung mehr zu machen und mehr zu geben.
- 14:32Speaker 1: Aber wie gesagt...
- 14:35Speaker 0: Man braucht natürlich auch gerade zwei, drei Sterne.
- 14:38Speaker 1: Ich würde mich über alles freuen aber das Problem ist halt im Moment die Situation mit den Mitarbeitern weil wir einfach auch wenige finden und es ist grad nicht so einfach.
- 14:48Speaker 1: darum bin ich auch hier im Moment ganz ehrlich mit einem Stern sehr zufrieden weil wie Sie sagen es wird dann immer mehr gefördert man muss mehr machen Es muss mehr funktionieren und dann ist es halt wieder echt ein bisschen schwieriger, da die Mitte bei der Situation im Moment einfach etwas schwierig ist.
- 15:04Speaker 1: Ich glaube nicht nur bei mir auch überall.
- 15:06Speaker 0: Ja man merkt das ja auch egal wo man in einen Restaurant oder eine Bar... Ich würde tatsächlich
- 15:10Speaker 1: auch gleich drei Küche einstellen wenn ich sie hätte.
- 15:11Speaker 1: aber es ist wirklich sehr anstrengend irgendjemand zu finden.
- 15:15Speaker 0: Was müsste eigentlich passieren?
- 15:16Speaker 0: dass dieser Beruf also sowohl in der Küche als auch im Service attraktiver wird damit auch wieder mehr Leute sagen ich mache das auch wirklich?
- 15:26Speaker 1: Wenn ich das sagen darf, wir sind schon attraktiv.
- 15:28Speaker 1: Ich habe vier Tage Woche und die Mitarbeiter haben drei Tage frei.
- 15:32Speaker 1: Für mich ist auch immer wichtig, Mitarbeiteressen zu kochen als ich gucke es selber.
- 15:36Speaker 1: Wir kommen jeden Tag frisches Essen mittag und abends.
- 15:38Speaker 1: Das ist natürlich auch wichtig für ein Mitarbeiter, weil er muss sich wohlfühlen bei mir.
- 15:43Speaker 1: Aber die Situation ist überall nicht nur in der Gastronomie, dass man Leute sucht und wo Leute fehlen.
- 15:48Speaker 0: Wobei in der gastronomie generell schon immer auch das Problem war ... die Leute, die wirklich diese Ausbildungen machen zur Restaurantfachfrau zum Restaurantfachmann.
- 16:01Speaker 0: Dass diese Berufsbilder an sich schon mal vielleicht nicht die Attraktivsten im ersten Spitz sind?
- 16:06Speaker 0: Ja natürlich!
- 16:07Speaker 1: Wie gesagt wie Sie sagen vor zwanzig Jahren haben alle eine ganz andere Arbeit.
- 16:10Speaker 1: in der Gastronomie ist es alles sehr hart gewesen.
- 16:13Speaker 1: aber wenn jemand die Passion dazu hat ich glaube dann ist das egal.
- 16:16Speaker 1: also mir war das total egal weil ich habe das geliebt und ich wollte das unbedingt machen Das ist mein Leben.
- 16:22Speaker 1: Aber heute ist es natürlich total anders, die Leute haben vielleicht auch ein bisschen andere Einstellungen zu der Sache und darum ist es halt ein bisschen schwieriger, glaube
- 16:31Speaker 1: ich.".
- 16:32Speaker 0: Jetzt wird ja gerade vielen auch männlichen Kollegen ihrer Zunsch vorgeworfen dass sie in der Küche sehr, sagen wir mal, rabiat mit ihrem Team, mit ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen umgehen.
- 16:44Speaker 0: wie sehen Sie das?
- 16:46Speaker 0: Männern gearbeitet in anderen Positionen.
- 16:51Speaker 0: Wie haben Sie das erlebt?
- 16:52Speaker 0: Und können Sie das nachvollziehen, dass man diesen Ton hat und auch diese Verfehlungen, die dann vielleicht ein oder andere ... Ich
- 16:59Speaker 1: kann dazu sagen, ich hab unter Männern gearbeitet, die waren alle super und richtig respektvoll.
- 17:06Speaker 1: Wie gesagt, ich war vierzehn Jahre beim Hans Haas, da hab ich das nie erlebt, dass irgendjemand respektlos wurde oder irgendwie, dass es einfach unter dem Niveau war.
- 17:12Speaker 1: Das habe ich nie erlebt!
- 17:13Speaker 1: Und ich habe das auch tatsächlich in anderen Häusern nie erlebt.
- 17:17Speaker 1: Aber wie gesagt, ein gewisser Ton muss auch herrschen weil es muss auch funktionieren und aber es muss immer normal bleiben wenn nicht der Meinung und man muss auch menschlich bleiben und wie gesagt man darf nie respektlos sein.
- 17:30Speaker 1: Ich zum Beispiel bei mir ist es so dass die Mitarbeiter mich alle mit sie ansprechen dann hab' ich das Problem schon mal nicht dass die einfach da auch ein bisschen weg sind.
- 17:36Speaker 1: Weil ich glaube die gewisse Distanz ist auch wichtig dass die Wissen das der Chef hat und das muss auch.
- 17:42Speaker 1: Natürlich ist es in der Küche immer eine Hierarchie und das muss funktionieren.
- 17:45Speaker 1: Wissen Sie, wenn heute einer mal nicht gut kocht oder nicht gut abschmeckt, dann kann ich nicht sagen, das ist kein Problem.
- 17:52Speaker 1: Ich kann den Gast nicht sagen – heute hat er keine Lust!
- 17:53Speaker 1: Und heute ist es einfach so….
- 17:55Speaker 1: Es muss halt schon wirklich jeden Tag funktionieren und es muss jeden Tag passen.
- 17:58Speaker 1: Und darum ist halt die gewisse Sache von Ansprung schon wichtig.
- 18:03Speaker 1: aber wie gesagt, das muss immer normal bleiben und soll menschlich bleiben.
- 18:06Speaker 0: Vor zwei Wochen Auch mit einem Stern ausgezeichneten Restaurant in Skandinavien.
- 18:12Speaker 0: Das war ein ganz kleiner Laden, zehn Tische ungefähr und die Küche war offen im Restaurant.
- 18:19Speaker 0: Und alles, was man aus dieser Küche gehört hat den ganzen Abend über war ab und so mal in der Sprache
- 18:26Speaker 1: bestätigend.
- 18:27Speaker 0: Ja
- 18:27Speaker 1: die Anfragen, was jeder machen muss ist bei mir auch
- 18:29Speaker 0: so!
- 18:29Speaker 0: Und viel mehr passiert da eigentlich kommunikativ gar nicht.
- 18:32Speaker 0: Ist das auch nötig dass man überhaupt diese Struktur dann irgendwie und diese Prozesse einhalten kann?
- 18:39Speaker 1: Tatsächlich ist es wichtig weil wenn wir uns zur Service beginnt besprechen wir auch vor ein paar Sachen was wichtig sind Und dann muss es funktionieren, da mache ich die Ansage und das muss dann auch laufen.
- 18:48Speaker 1: Die Leute müssen mir natürlich sagen, ja, ich mach das oder ist wichtig.
- 18:53Speaker 1: Das muss auch funktionieren!
- 18:54Speaker 1: Wissen Sie, wenn's zu locker wird, fangen sie an zum Kaschpann?
- 18:57Speaker 1: Es ist so – ich erlebe das immer wieder.
- 18:59Speaker 1: Dann ist die Konzentration weg und dann ist einfach so, dass irgendwas nicht passt.
- 19:04Speaker 1: Ich kann nicht dem Gast sagen, der andere war heute cool, es funktioniert heute nicht, das geht nicht.
- 19:08Speaker 1: Darum ist es gewisse ... Wie sagt man da?
- 19:14Speaker 1: Haltigkeit in der Küche ist schon wichtig.
- 19:16Speaker 1: Nicht nur in der Kirche, aber im Service.
- 19:17Speaker 1: Das muss halt während des Digästitasen funktionieren.
- 19:20Speaker 1: Natürlich am Vormittag bei der Vorbereitung sprechen wir auch miteinander oder es ist mal irgendwie lustig oder irgendwas.
- 19:26Speaker 1: Aber während es um die Sache geht, wenn der Gast da ist.
- 19:29Speaker 1: Wenn wir die Essen servieren und die Essen kochen, muss das schon funktionieren.
- 19:33Speaker 1: Da bin ich auch sehr streng, weil jetzt muss schon funktionierend.
- 19:36Speaker 0: Gibt's einen Moment, wo Sie sagen, Schluss mit Lust?
- 19:39Speaker 0: Jetzt gehts los.
- 19:40Speaker 1: Das wissen ja auch die Leute, wenn sie da sind, weiß ja jeder was Sache ist oder wie es funktionieren muss...
- 19:47Speaker 0: Sobald der erste Gast reinkommt ... Wenn
- 19:49Speaker 1: der Service losgeht, wissen alle schon, dann wissen alle das Service wo man mir anfängt, dass es wie das läuft und das funktioniert dann auch richtig gut.
- 19:58Speaker 1: Und das funktioniert auch weil ich möchte das auch, weil
- 20:02Speaker 0: ja... Wie geht man damit um?
- 20:04Speaker 0: Wenn Sie dann auch merken da kommt jetzt ein Teller der passt gar nicht oder der Übernächste passt dann auch nicht.
- 20:09Speaker 0: also wenn da wirklich mal irgendwas schiefgeht was macht man in so einer Situation?
- 20:12Speaker 1: Ja, da muss man reagieren!
- 20:13Speaker 1: Da muss man sagen okay, ich kann nur dazu sagen, weil ich bin eine kleine Betrieb Wir sind fünf, sechs Köche in der Küche.
- 20:20Speaker 1: Ich riecht alles mit den Köchen miteinander an außer der Gapmansche und Patisserie.
- 20:24Speaker 1: Wenn da mal ein Teller kommt was mir nicht passt wenn ich die immer passen bis der letzte Teller draußen ist, bin ich in der Küche Und dann sag' ich schon was und sage okay reist du zusammen das muss ein bisschen schöner sein oder pass auf mit dem und dem.
- 20:35Speaker 1: Das ist natürlich...ich glaube das ist normal!
- 20:38Speaker 1: Ich muss die Leute ja auch führen und das sage ich immer Es geht bei mir nicht um Regierung, es geht um Führung.
- 20:42Speaker 1: Ich muss die Leute führen und sagen, Leute so läuft das, dann funktioniert das auch richtig gut.
- 20:45Speaker 1: Natürlich gibt's mal Tage da funktioniert irgendwas nicht so gut oder ja... Aber das klären wir danach auch wenn ich würde niemals während dem Service dann anfangen an den Zirkus zu machen und sagen du das geht nicht so, dann muss man einfach die Ruhe bewahren und schauen dass das dann funktioniert.
- 21:00Speaker 1: Und natürlich spreche ich dann die Leute nach dem Service und sage Leute so und so, das ist ja wichtig!
- 21:05Speaker 1: Die müssen auch wie wir wissen wie es laufen muss, weil sonst wenn man nichts sagt dann ist das alles etwas lockerer.
- 21:11Speaker 1: Das muss schon funktionieren!
- 21:12Speaker 0: Wenn Sie so ein neues Menü starten und das machen sie ja recht regelmäßig... Sie haben das Menü geschrieben, dann kommen Sie damit zum Team, Sie besprechen das mit dem Team Und dann wird erst mal wahrscheinlich losgekocht und ausprobiert, wie man das dann am besten auch umsetzt oder?
- 21:27Speaker 0: Haben Sie das davor schon einmal ausprobieren?
- 21:29Speaker 0: Ja
- 21:29Speaker 1: öfter probiere ich Sachen vorher schon aus, kommt immer darauf an was es ist Tests ich halt manche Sachen und dann bespreche ich in der Früh mit den Mitarbeitern das Menü, erkläre jeden wie es haben möchte.
- 21:41Speaker 1: Und dann wird auch öfters ein Teller mal angerichtet vor dem Service, dass es auch funktioniert weil öfter ist dann beim ersten Tag wenn's Menü neu ist ein bisschen Chaos.
- 21:48Speaker 1: aber da ich selber jeden Tag vor Ort bin und jeden Tage in meiner Küche stehe und die Küche nicht verlassen bis der letzte Teller raus ist funktioniert es richtig gut.
- 21:57Speaker 0: Wo und was gehen Sie eigentlich selbst essen, wenn sie mal keinen Mitarbeiteressen im Laden haben?
- 22:04Speaker 0: Und wenn Sie mal sagen ich hab heute einen Tag frei wie jetzt die nächsten Tage.
- 22:08Speaker 0: Was gehen Sie denn da selber essen?
- 22:10Speaker 0: Gehen Sie dann gerne mal auch zur sozusagen Konkurrenz also in der gleichen Kategorie.
- 22:15Speaker 1: Ja ist ja wichtig!
- 22:16Speaker 1: Wissen Sie es ist ja auch wichtig dass man weitergeht.
- 22:18Speaker 1: Ich will ja auch weitergehen und das ist wichtig dass ich auch schaue was Janankochen, wie sich das Janankollegen machen weil... Ja das ist wichtig und nur so kann ich weitergehen, dass ihr auch seht wie man das andere was machen die Neues.
- 22:29Speaker 1: Das ist ja wichtig weil das man nicht stehen bleibt wenn ich nur zu Hause bin dann wird man irgendwann auch Betriebsblind glaube ich weil dann bist du nur in deinem Rad trennen und das ist jetzt wichtig wenn ich Urlaub habe also wieder zu Kollegen essen gehe oder Ich reise gerne wenn ich Zeit habe.
- 22:43Speaker 1: Dass man auch andere Sachen andere Küchen andere Kulturen anschaut finde ich schon wichtig als erliebe ich auch.
- 22:49Speaker 1: Nur so kann ich ja auch in mir selber weitergehen.
- 22:52Speaker 0: Ist es da mehr ein kollegiales Miteinander, dass man sich dann auch begrüßt und sagt ... oder sogar vorher sagt, ich würde mal gern bei dir vorbeikommen?
- 23:01Speaker 0: Und mir das anschauen?
- 23:02Speaker 0: Oder ist das eher so'n
- 23:03Speaker 0: Anonymes?".
- 23:03Speaker 0: Ich komm mal
- 23:03Speaker 0: vorbei.".
- 23:05Speaker 0: Vielleicht erkennt mich gar niemanden.
- 23:06Speaker 0: Dann gehe ich danach wieder.
- 23:08Speaker 1: Wenn ich Reserviere denke, weiß jeder... Also, ich glaube, in Deutschland weiß jeder mittlerweile wer ich bin aber ... dass ich jetzt ein Riesenzirkus über mich mache, wie viele?
- 23:17Speaker 1: das mache ich nicht.
- 23:18Speaker 1: Also ich reserviere und dann bin ich einfach
- 23:20Speaker 1: da.".
- 23:20Speaker 1: Aber wie gesagt ... Ich bin jetzt ja jemand, was einen Riesenzyklus braucht?
- 23:26Speaker 1: Ja!
- 23:28Speaker 1: Ich bin immer der Meinung, wir sind alle nur Köche und alles gut.
- 23:32Speaker 1: Ich bin Gast wie jeder andere wenn ich irgendwo bin.
- 23:34Speaker 0: Sie sind da ja ohnehin also verglichen mit ganz vielen Kolleginnen und Kollegen von Ihnen.
- 23:39Speaker 0: Sind sie daher ohnehin sehr zurückhaltend ganzen Medienrummel um sich herum.
- 23:45Speaker 0: Sie schreiben nicht noch fünfzehn Bücher nebenher und treten in fünfzehnt Kochshows auf, sondern sie konzentrieren sich wirklich sehr auf das, was die tatsächlich tun?
- 23:56Speaker 0: Ist das etwas, was Sie auch ganz bewusst für sich so entschieden haben?
- 23:59Speaker 1: Ja, weil ich möchte immer ... Für mich ist es immer wichtig bei mir, dass es immer Gas geht.
- 24:05Speaker 1: Und wie gesagt, ich möchte mich nicht mehr vornehmen.
- 24:08Speaker 1: Es ist mir immer wichtig, dass der Gas zufrieden ist, dass er glücklich ist.
- 24:13Speaker 1: Kochschuss mache ich nicht, weil es mir wichtig ist, dass ich in Betrieb bin.
- 24:17Speaker 1: Da ich selbstständig bin, muss ich immer vor Ort sein, das ist wichtig.
- 24:20Speaker 1: Weil ... Ich will, dass mein Laden läuft und ich den in die Zukunft bringen.
- 24:25Speaker 1: Das bringt mich nichts, wenn ich dann irgendwo anders auch noch um tanze.
- 24:29Speaker 1: Darum möchte ich das auch nicht machen mit Kochschuß.
- 24:31Speaker 1: Es ist auch nicht meine Art des.
- 24:33Speaker 1: Und Kochbücher ... Kochbuch möchte ich schon irgendwann machen auf jeden Fall.
- 24:37Speaker 1: Aber das muss jetzt wachsen, ich bin erst zwei Jahre dabei Sachen entwickeln und dann Kochbuch möchte ich auf jeden Fall machen.
- 24:45Speaker 0: Sie sind ja sehr, sehr zielstrebig generell.
- 24:49Speaker 0: Was sind denn Ziele die sie so außer jetzt dem Kochbuch irgendwann?
- 24:52Speaker 0: aber was sind Ziele wo sie sagen das wäre etwas was sich ganz persönlich gerne erreichen würde?
- 25:00Speaker 1: Wenn ich jetzt über Ziele rede... Ich weiß nicht.
- 25:02Speaker 1: wichtig ist für mich einfach dass ich mein Laden den Wernickhof in die Zukunft bringen kann erfolgreich dass ich noch mehr Stampegäste bekomme, dass die Leute glücklich sind.
- 25:13Speaker 1: Das ist mir das Allerwichtigste und das Ziel von mir, weil es muss funktionieren!
- 25:17Speaker 1: Und wie gesagt, das ist für mich das Allergäste, dass wir gesund bleiben, dass es funktioniert ... Dass man in die Zukunft geht, in die Moderne geht und dass es läuft.
- 25:27Speaker 0: Gerade so ein Stern bringt viel internationales Publikum, weil Leute dann in eine Stadt kommen und diesen Führer aufmachen und gucken.
- 25:36Speaker 0: Wo gehe ich denn essen und sich dann auch davon leiten lassen?
- 25:40Speaker 0: Ist dadurch ihr Publikum, also Sie sagen gerade die Stammgäste sind Ihnen ja sehr wichtig.
- 25:44Speaker 0: Aber wie international ist da auch Ihre Gästesschaft sozusagen geworden?
- 25:50Speaker 1: Ja jetzt glaube ich mit einem Stern ist es nicht so international als ich habe schon wirklich Gott sei Dank muss ich sagen vorwiegend Münchner oder ein deutsches Publikium, so muss ich sage über der ich sehr glücklich bin.
- 26:05Speaker 0: Wie oft kommen diese Stammgäste von denen Sie sprechen, weil es ist ja normalerweise schon was.
- 26:11Speaker 1: Ja ich glaube auch dass sich eine Küche kochen, was man jeden Tag essen könnte.
- 26:14Speaker 1: Ich habe tatsächlich Gäste die kommen jede Woche zu mir zum Mittagessen und ich habe viele Stamm-Gäste wo mittlerweile einmal im Monat gebucht sind und dann mache ich ein tolles Menü und das ist wichtig für mich, denn jetzt muss sie funktionieren.
- 26:28Speaker 0: Viele Kolleginnen und Kollegen von Ihnen haben sicher irgendwann bewusst gegen dieses Mittagsgeschäft entschieden.
- 26:35Speaker 0: Es gibt ja gar nicht mehr so viele auch Sterne-Restaurants, die dieses Mittagsgeschäft gerade in Deutschland machen.
- 26:41Speaker 0: Ist das für Sie auch wirklich dieser Punkt wo Sie sagen dass es ein guter Weg um Stammgäste zu akquirieren und denen auch ein gutes Angebot für öfter zu geben?
- 26:50Speaker 1: Ja also das ist nur Mittag.
- 26:52Speaker 1: ich habe aber abends ganz viele Stamm Gäste.
- 26:53Speaker 1: mittlerweile muss ich ganz ehrlich sagen aber mit das Geschäft möchte ich nicht missen weil Ich hab vier Tage die Woche, Mittwoch bis Samstagmittag und abends geöffnet.
- 27:01Speaker 1: Und das Mietersgeschäft ist bei mir richtig gut.
- 27:03Speaker 1: also ich habe sehr viel mit einer Brutblick um was zu mir essen kommt am Mittag.
- 27:07Speaker 1: und ja das möchte ich nicht missen
- 27:10Speaker 0: wenn sie jetzt hier gerade ein paar Tage frei haben.
- 27:14Speaker 0: Ist das so ein Moment, wo Sie sagen ... Okay, ich rekapituliere auch noch mal die letzten Monate und gucke, wo wir auch noch ein paar Stellschrauben anpassen können?
- 27:24Speaker 0: Haben Sie schon eine Idee, was sie verändern wollen ab dem ersten Tag?
- 27:29Speaker 1: Ja natürlich überlegt man immer.
- 27:31Speaker 1: Wenn Urlaub geht, muss man erst mal ein paar Tagen runterkommen.
- 27:33Speaker 1: Man muss für sich selber wieder nachdenken.
- 27:38Speaker 1: Was haben wir gemacht, wo wir hin?
- 27:40Speaker 1: Natürlich ist der Weg nach oben und ich bin auch sehr eiergeizig.
- 27:42Speaker 1: Und ich brenne dafür.
- 27:44Speaker 1: aber wie gesagt es läuft sehr gut und funktioniert gut.
- 27:47Speaker 1: natürlich muss man immer wieder denken was können wir besser machen was können anders machen was könnten wir verändern?
- 27:52Speaker 1: und da gibt es schon ein paar Sachen was sich noch verändern möchte.
- 27:55Speaker 1: aber ja das wird noch nicht verraten.
- 28:00Speaker 0: jetzt sind sie gerade das wort runter kommen angesprochen.
- 28:04Speaker 0: Wenn man sich so schlafratgeber und ähnliches durchliest, dann hört man ja immer naja Eigentlich sollte man mal ein zwei stunden bevor man ins bett geht nichts mehr machen nicht mehr aufs händischauen Keine erstressigen dinge mehr einfach mal irgendwie runter kommen und so weiter.
- 28:18Speaker 0: jetzt haben sie freund schon gesagt kann auch Mal eins werden bis die dann irgendwann mal in ihrem in ihrer wohnung sind.
- 28:25Speaker 0: Wie kommt man denn darunter wenn man den ganzen tag also fast jeden tag die woche den ganzen Tag diesen diesen vor allem abends diesen Ja, Stress oder vor allem diese Anspannung ja auch hat.
- 28:36Speaker 0: Die ja auch nötig ist um dieses professionelle Tun überhaupt möglich zu machen.
- 28:42Speaker 0: Was machen Sie?
- 28:43Speaker 0: Wenn sie sagen jetzt ist Feierabend und jetzt würde ich dann auch gerne irgendwann mal gut schlafen damit ich am nächsten Tag auch wieder Energie hab?
- 28:51Speaker 0: Oder ist man da so kao
- 28:53Speaker 1: wichtig dass sich im Wochenende wenn ich frei habe die drei Tage das ich zum sport gehe Dass ich was tue für mich selber das für mich wichtig Weil sonst würde es nicht gehen, weil der Sport und die Bewegung und alles ist für mich wichtig.
- 29:04Speaker 1: Wenn ich vier Tage in meinem Laden stehe – gut, da ich selbstständig bin, bin natürlich auch wenn meine freien Tage immer wieder unterwegs für meinen Laden, weil gibt's halt verschiedene Sachen was man machen muss und erledigen muss, dass wir eigentlich eh immer da.
- 29:17Speaker 1: aber wie gesagt die Freizeit und das Freimachen wird mir schon immer wichtiger.
- 29:22Speaker 1: Unser Elter spürt man schon, dass man das braucht und dass es wichtig ist.
- 29:28Speaker 1: Ja am Abend, wenn ich während dem Geschäft ... Wenn ich in meine Wohnung gehe und fertig bin, dann geh ich gleich schlafen.
- 29:36Speaker 1: Da gibts für mich nicht mehr rumschingeln oder irgendwas anderes machen.
- 29:39Speaker 1: Weil es ist mir wichtig!
- 29:41Speaker 1: Ich muss ja am nächsten Tag wieder fit sein und das mit dem Schlafen funktioniert bei mir wunderbar.
- 29:50Speaker 0: Wenn Sie Ihre eigene Hänkers Mahlzeit wählen müssten?
- 29:53Speaker 0: Was würden sie sich aussuchen?
- 29:55Speaker 1: Ich weiß es nicht.
- 29:56Speaker 1: Vielleicht Lauchpyrikavia, keine Ahnung.
- 29:58Speaker 1: bis ich als Klassiker vom Hans Haas war auch bei mir in Bernikow weiterführe weil das Gäste lieben.
- 30:03Speaker 1: und so was?
- 30:05Speaker 1: wahrscheinlich?
- 30:05Speaker 0: Wie häufig ist Hans Haass schon zum Essen vorbeigekommen?
- 30:08Speaker 1: Ja schon ein paar Mal wurde er von irgendwelchen Gästen eingeladen und ja dann kommt er manchmal
- 30:13Speaker 0: Kommentiert er dann auch oder hält er sich da vornehm zurück und sagt klopft vielleicht auf die Schulter und sagt
- 30:19Speaker 1: Ja ich glaube dass der mein ehemaliges Schiff Hans Haß schon stolz ist das was ich hier im Bernikov mache dass er auch selber glücklich ist, dass es so gut läuft.
- 30:27Speaker 1: Er ist ja auch mein größter Mentor und die Familie ist auch ein Freund von mir.
- 30:32Speaker 1: Und das ist mir schon wichtig mit ihm zu kommunizieren.
- 30:36Speaker 1: Ich kommuniziere öfters mit ihm, weil er hat viel mehr Lebenserfahren als ich.
- 30:41Speaker 1: Er hat erst Handriss geführt.
- 30:43Speaker 1: Für mich ist es schon wichtig und toll, dass ich da immer wieder fragen darf, wie würden Sie das machen oder was machen Sie da?
- 30:50Speaker 1: So oder so, aber ich muss ja schlussendlich immer selber entscheiden.
- 30:53Speaker 1: Ich bin kein Ja-Sager, wie gesagt, ich roch mal viele Sachen an, aber schlossendlich muss ich immer selbst entscheiden und das ist schon toll!
- 31:01Speaker 0: Wie schauen Sie auf den ... ohne jetzt was die Konkurrenz schimpfen?
- 31:06Speaker 0: Oder loben wir auch immer ganz neutral?
- 31:09Speaker 0: Aber wie schauen sie auf den ganzen Umbau im Tantris?
- 31:13Speaker 0: Ich finde
- 31:13Speaker 1: es toll, was die machen und der Umbauer ist der Wahnsinn.
- 31:15Speaker 1: Also ich hab mir das selber schon angeschaut, das ist
- 31:17Speaker 0: Hammer.
- 31:18Speaker 1: Also da kann sich eigentlich nur jeder Koch glücklich schätzen, wo er dort arbeiten darf.
- 31:22Speaker 1: Wenn ich der Meinung und wie gesagt ... Ich bin jetzt im Bernekopf und ich bin da glücklicher und ich liebe das was ich mache und darum wünsche ich denen auch alles Gute!
- 31:32Speaker 1: Und es ist ja wichtig dass es auch funktioniert und läuft.
- 31:33Speaker 1: Ja.
- 31:34Speaker 1: Und ich war ja dort wirklich vierzehn Jahre richtig glücklich und ähm ... Ja, das hat richtig gut gepasst mit Hans Haas zu arbeiten, auch mit der Familie Eichbauer also... Das ist alles in Ordnung.
- 31:45Speaker 1: Klar haben sie sich anders entschieden und wollten etwas anderes haben muss man auch ... Am Ende akzeptieren ist so und wie gesagt schon im Nachhinein bin ich ganz glücklich, dass es so gekommen ist.
- 31:55Speaker 1: Und das ich jetzt in Wernikow bin und dass sich das richtig gut läuft und dass es funktioniert.
- 31:59Speaker 0: Sie haben vorhin gesagt sie reisen auch gerne mal wenn sie Urlaub haben, wenn sie frei haben um auch sich andere Küchen, andere Kulturen anzuschauen.
- 32:07Speaker 0: für wie innovativ halten sie denn eigentlich unsere Gastronomie gerade auch hier in München?
- 32:14Speaker 1: Ja ich glaube schon was es Hammer ist was alle machen in Münchn.
- 32:18Speaker 1: Alle meine Kollegen, in München ist schon ... Die haben alle eine Hammerküche und es macht das echt super.
- 32:25Speaker 1: Weil wenn ich wieder andere sehe oder andere Länder sehe, dann find ich das toll, muss ich ganz ehrlich sagen.
- 32:33Speaker 1: Wie die Köhe kochen im München, wie intuitiv sie sind, wie die weitergehen, wie moderne sie sind.
- 32:38Speaker 1: In anderen Ländern ist ja auch toll, aber in Münchnen machen das schon gut.
- 32:42Speaker 1: Schon sehr gut!
- 32:43Speaker 1: Und jeder hat seine eigenständige Berechtigung, was die Mann jeder hat, seine Eigenständigkeit Und jeder macht es toll.
- 32:51Speaker 0: Welche Reise-Destination steht als Nächstes bei Ihnen auf der Bucketliste, wo Sie sagen das fände ich mal richtig spannend?
- 32:57Speaker 0: Als
- 32:57Speaker 1: Nächstens möchte ich unbedingt machen jetzt im Urlaub geht's nicht aber ich möchte es unbedingt machen dass ich zum Thomas Kellerreise nach Napawelle war das für mich schon auch ein Koch ist weil ich einfach verehre weil er auch so eine Art kocht wie Hans Haas gekocht hat eine klassische Küche wie ich jetzt auch in Wernikow koche mit den regionalen Produkten und die ganzen Sachen.
- 33:17Speaker 1: Also, ich fasziniert mich schon sehr.
- 33:18Speaker 1: Ich hab auch die ganzen Kochbücher von ihm.
- 33:22Speaker 1: Das möchte ich mir als Nächstes anschauen.
- 33:24Speaker 0: Dann sind wir gespannt, was Sie nach dem Urlaub umstellen oder vielleicht anpassen und was sie der nächsten Reise mitbringen.
- 33:32Speaker 0: Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall weiterhin ganz viel Erfolg und danke Ihnen für das Gespräch!
- 33:36Speaker 1: Vielen Dank, habe mich auch sehr gefreut.
- 33:38Speaker 1: Danke!
- 33:39Speaker 0: Danke schön!
- 33:43Speaker 0: Die letzte Runde ist ausgetrunken, das Gespräch zu Ende.
- 33:47Speaker 0: Vielen Dank fürs Zuhören!