Latest / #wasmitjungenzielgruppen / Folge 5 – mit Janna Kühne (funky, FUNKE)
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- Transkript #wasmitjungenzielgruppen – Folge 5 mit Janna Kühne (funky / FUNKE) Herzlich willkommen bei #wasmitjungenzielgruppen, dem Podcast von #UseTheNews. Ich bin Vincent, studiere Geografie in Hamburg und neben mir sitzt Lucia. Ich studiere ebenfalls in Hamburg, aber Journalistik und Kommunikationswissenschaft. Und wir sind Teil der NewZee-Community, den jungen Medieninteressierten bei #UseTheNews. Und in diesem Podcast sprechen wir einerseits mit Medienschaffenden über junge Nachrichtenformate oder eben mit Lehrkräften über besondere Nachrichtenkompetenzprojekte. Falls ihr die bisherigen Folgen verpasst habt, hört doch gerne mal rein, denn die Folge, die wir jetzt hier aufnehmen, ist auch die letzte für diese Staffel. Und deswegen auch ein klein wenig Special, denn das Projekt, das wir heute vorstellen, verbindet Bildungs- und Nachrichtenaspekte und macht aus der heutigen Aufnahme eine Kombi-Folge. Ja, genau. Und heute zum Abschluss dieser ersten Podcast-Staffel haben wir einen besonderen Gast hier, mit dem wir über ein Schulprojekt und ein junges Nachrichtenmagazin sprechen wollen. Herzlich willkommen, Janna Kühne. Schön, dass du da bist. Hallo, schön, dass ich da sein darf.” Du leitest die funky-Jugendredaktion. Das ist ein Projekt von Funke Medien und funky, das ist ein Online-Magazin, in dem junge Menschen die Themen selbst setzen. Angedockt ist daran auch ein Medienkompetenzprojekt. Aber darüber hören wir gleich nochmal was von dir, Janna. Ja, vorerst wollen wir von dir noch wissen, du arbeitest ja in der Jugendredaktion - das haben wir jetzt schon so ein bisschen angeteasert. Und da bist du bestimmt schon mal über ein Jugendwort gestolpert, was dich komplett verwirrt hat und du die vielleicht so erklären lassen musstest. Was war denn die letzte Mega-Verwirrung? Ja, also das ist nicht nur ein Jugendwort. Ich muss sagen, je älter ich werde, desto öfter muss ich auch mal in der Jugendredaktion nachfragen, was so ein Wort eigentlich bedeutet. Ein Beispiel war vielleicht so Six-Seven. Das habe ich bis heute, glaube ich, nicht ganz verstanden. Ja, Six-Seven. Jetzt mal ein bisschen ernstere Frage, damit wir eigentlich wissen, worüber wir heute sprechen. Kannst du funky in 60 Sekunden erklären? Ich weiß, ein bisschen angriffsvolle Aufgabe, aber wenn du bereit bist, dann will ich im Teil einmal starten. Bist du ready, Janna? Gerne. Okay, dann sag ich mal drei, zwei, eins, let's go. “60 Sekunden Challenge. Ja, also funky ist die Jugendredaktion der Funke Mediengruppe. Das heißt, bei uns können junge Menschen zwischen 14 und 24 erste redaktionelle Erfahrungen sammeln. Also sie können sich verschiedene journalistischen Formaten ausprobieren, bekommen dann Feedback von mir und erscheinen dann auf unserer wöchentlichen Print Jugendseite in den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Junge Menschen können bei uns über all das schreiben, was sie so interessiert. Sie können zum Beispiel ein Buch rezensieren, das ihnen gefallen hat oder sie können einen Kommentar zu einem aktuellen Thema verfassen, das sie beschäftigt. Bei uns gibt es aber nicht nur als Printseite, sondern auch online und auf Social Media unter funky.de. Da findet man auch alle erschienen Artikel. Aber funky ist halt neben diesem Namen für die Jugendredaktion auch der Titel für das Medienprojekt der Funke Mediengruppe an den Schulen, wo Zeitungen halt an die Schulen geliefert werden. Ziel dieses Medienprojekts ist es, die Medienkompetenz von den SchülerInnen zu stärken und ihnen beispielsweise mitzugeben, wie sie Informationen einordnen oder halt auch erstmal herauszufinden, wo sie überhaupt so eine verlässliche Nachricht finden. Das ist sozusagen die theoretische andere Hälfte von Funke zur praktischen Seite der Jugendredaktion. Das war schon super gut zusammengefasst. Ja toll, wie ist das Projekt denn überhaupt gestartet? Also wann habt ihr damit angefangen? Wir betreuen das Projekt seit dem Schuljahr 2017, 2018. Aber dieses Medienkompetenzprojekt, das gibt es eigentlich auch schon viel länger. Das hieß früher noch anders, nämlich Media Campus. Und seitdem heißt es jetzt eigentlich auch erst funky. Und ja, seitdem, also 2017, 2018, gibt es auch unsere feste Jugendredaktion. Die hat sich ursprünglich mal so aus interessierten SchülerInnen herausgebildet, die auch an diesem Medienkompetenzprojekt teilgenommen haben. Superspannend. Und du hast auch gerade eben gesagt, die SchülerInnen haben dann eben die Chance, Texte zu veröffentlichen oder veröffentlichen zu lassen. Genau, also die Funke Printseite, die erscheint in den Tageszeitungen der Funke Mediengruppe. Also das sind zum Beispiel die Berliner Morgenpost, das Hamburger Abendblatt, die Braunschweiger Zeitung, die Thüringer Allgemeine oder auch in NRW, in der Watz, samt all ihren Untertiteln. Das Projekt gibt es also in allen Funke-Regionen. Wir sind aber auch nicht so streng. Wer wirklich interessiert ist, bei uns mitzumachen, der kann sich auch bundesweit bei uns bewerben. Genau, und wo findet man die Texte? Die sind dann natürlich auf der Printseite zu finden, aber auch auf unserer Internetseite funky.de. Und wie funktioniert dann die Jugendredaktion? Also wie kann ich mir das vorstellen, wenn ich jetzt mitmachen will? Genau, also alle, die Lust haben, mitzumachen, können sich jederzeit bei mir melden, am besten unter redaktion@funky.de. Wir haben wirklich viele Jugendreporter über das Schulprojekt gewonnen, aber alle, die mitmachen wollen und Lust haben, redaktionelle Erfahrungen zu sammeln, können sich einfach auch so bei mir melden. Genau, und wir sagen immer, unsere Zielgruppe ist so zwischen 14 und 24. Aber auch das sehen wir nicht so streng. Es können auch etwas Jüngere und etwas Ältere mitmachen. Und wir haben dann im Prinzip so eine große WhatsApp-Gruppe, in der alle Jugendreporter in versammelt sind. Und in dieser Gruppe teile ich dann einmal in der Woche Themenideen, auf die sie sich dann melden können. Also dann sagen sie zum Beispiel einfach, ich nehme Thema 7 oder ich nehme Thema 9 oder so. Sie kommen aber auch so mit Themenideen auf mich zu, allerdings dann meistens erst im Einzelgespräch, weil sie sich dann meistens doch nicht trauen, das gleiche in die große Gruppe zu schreiben. Und ja, wenn sie sich dann für so ein Thema entschieden haben, dann besprechen wir, ob noch mehr Input gebraucht wird. Also zum Beispiel zu dem Format, für das sie sich entschieden haben oder ob sie Ideen brauchen, wie man sich so dem Thema nähern könnte. Und zu den Ideen, das würde mich noch interessieren, besprecht ihr da auch teilweise? Was für Themen könnten wir machen in der Redaktion zusammen? Oder wie läuft das so ab, euer Prozess? Also ja, einmal sind das meine Werkstudentinnen und ich, die sich jede Woche Gedanken machen, was wir da so posten. Aber ja, sie schreiben mir halt wie gesagt auch ganz oft einzeln und sagen, hey, ich bin darüber gestolpert, da hätte ich Lust, was zu machen. Oder ich habe eine Anfrage bekommen, weil ich schon mal mit denen irgendwas zusammengemacht habe, könnte ich darüber nicht berichten oder so. Und das ist auch immer sehr erwünscht. Also es ist nämlich auch wirklich schwierig, sich jede Woche neue Gedanken zu machen, worüber man so schreiben könnte. Und natürlich sind die jungen Menschen selbst am allerbesten, was sie so interessiert. Ja, richtig cool. Ich habe auch gesehen, ihr habt da echte Bandbreite, ein Thema von Ikimel bis zu Finanztipps. Also mich hat das auf jeden Fall sehr angesprochen. Cool. Und dann, also es ist auch wirklich so, dass wir dann die Printseite, auf der die Texte dann erscheinen, die lade ich dann auch wirklich jede Woche in diese Gruppe hoch. Das heißt, jeder, der einen Text auf der Seite hat, kann sich die direkt als Arbeitsprobe abspeichern. Und ansonsten werden die Artikel auch von uns auf Social Media angeteasert. Ähm, du hast auch gesagt, dass ihr auch an Schulen geht und da Nachrichtenkompetenzprojekte umsetzt. Wie sieht das denn konkret aus? Also wie bilden die Lehrkräfte damit ein, zum Beispiel? Also ja, das Projekt wird von den Regionalzeitungen in diesen Funke-Verteilungsgebieten halt auch für die Schulen angeboten, je nach Titel, halt von der Grundschule bis zur Oberstufe. Und da können halt alle interessierten Lehrkräfte teilnehmen. Das Projekt ist komplett kostenlos. Das heißt, die Schülerinnen und Schüler bekommen dann halt die digitale Zeitung oder die echte Zeitung zur Verfügung gestellt und können dann da halt damit dann im Unterricht arbeiten. Und unser Team, das stellt halt auch das Unterrichtsmaterial zur Verfügung. Das soll halt Medienkompetenz vermitteln, also zum Beispiel zu Medienallgemeinen, zu Zeitungen speziell oder zum Journalismus, aber halt auch zu so Themen wie Social Media, künstlicher Intelligenz oder anderen gesellschaftlich relevanten Themen. Und auch ganz toll ist, dass es halt immer so Arbeitsbögen gibt zu aktuellen Themen, die dann auch den Lehrkräften regelmäßig per Mail zugeschickt werden. Damit können sie halt dann eigentlich direkt im Unterricht arbeiten. Also wenn zum Beispiel politisch passiert ist oder so, wo man halt gerne mit den Schülerinnen drüber sprechen würde, dann können sie das halt für unsere Arbeitsbögen machen. Jetzt haben wir uns auch mal das Format ein bisschen angeguckt, mal auf der Webseite uns ein bisschen ruhig klickt und haben natürlich auch unser eigenes Feedback mitgebracht. Gerne. Ich fange gerne mal an mit genau den Sachen, die ich mir so rausgeschrieben habe ein bisschen, weil ich finde es wirklich, wie ich schon gesagt habe, super cool und mega spannend, dass interessierte Jugendliche die Chance haben, erste Schritte in den Journalismus zu machen. Hätte ich mir auch gewünscht. Und jetzt produziere ich zum Beispiel auch diesen Podcast hier mit und mache so meine ersten kleinen Baby-Steps. Doch besonders damals, denke ich mir auch, hätte ich gar nicht so genau gewusst, wo fange ich an beim Schreiben, gerade beim Schreiben an journalistischen Artikel. Und ich kann mir auch vorstellen, dass es eben oft dann für viele Jugendliche erst mal so überfordern wirkt. Was habt ihr da für Erfahrungen gemacht? Ja, also das kommt durchaus vor, dass man die JugendreportInnen am Anfang halt noch mehr in die Hand nehmen muss. Es kommt halt wirklich auch immer darauf an, wie viel Vorerfahrung die einfach schon so gesammelt haben. Und so einige Basics, also sowas wie Leserinnenansprache oder was für Voraussetzungen es für die unterschiedlichen Formate gibt, woher sollen die das halt schon vorher wissen? Da stelle ich halt auch sehr gerne unser Unterrichtsmaterial zur Verfügung, wo die Grundlagen wirklich supergriffig zusammengefasst sind. Aber wir sprechen halt auch dann, wenn die neu sind und sich für ein Format entscheiden, das sie halt noch nicht kennen, dann frage ich die auch, hey, brauchst du dazu noch Infos? Und dann sprechen wir darüber. Ich schicke gern auch Artikel zu, die ich schon gut fand, weil häufig ist das halt so eine ganz gute Inspiration. Genau, also es ist wirklich ganz unterschiedlich für einige Texte, die ich dann redigiere, da brauche ich halt wirklich Stunden mit dem Redigat und dem Faktenchecken und andere lese ich halt auch einfach in zehn Minuten. Also wir haben auch wirklich ein paar, die schon über Jahre bei uns dabei sind. Und die werden halt auch konsequent besser und das ist total schön zu beobachten. Also dass man auch sieht, inzwischen trauen die sich halt richtig was und auch so stilistisch werden mal so ein bisschen bissig oder trauen sich auch mal immobiles sein. Und das ist auch wirklich schön zu sehen. Ja, richtig cool. Also ich habe selber mal beim Jugendradio angefangen, bin da auch durch Zufall gelandet. Und ich muss sagen, für mich war das eine so gute Erfahrung, selber meine Themen umsetzen zu können und da eben auch Selbstbewusstsein zu entwickeln. Und das hat ganz viel mit mir gemacht. Und ich glaube, sonst hätte ich auch gar nicht so diese Richtung eingeschlagen. Und was ich jetzt auch sehr nice finde an eurem Projekt, ist, dass ihr eben über dieses Schulprojekt geht. Das heißt, vielleicht kommen auch Jugendliche, die erst mal gar nicht daran denken würden, hey, ich will was journalistisches machen, so ja damit in Berührung. Wie ist es denn? Also kommt es öfter vor, dass da bei euch Jugendliche landen, wo die vielleicht sagen, ey, ich hätte sonst gar nichts damit zu tun gehabt? Ja, schon. Also vor ein paar Jahren tatsächlich noch mehr. Aber auch jetzt, also dass man zum Beispiel dann, wenn man Rückmeldung gibt, der Schülertext ist jetzt veröffentlicht oder so, dass man dann auch zurückgespiegelt bekommt, hey, kann ich da irgendwie weitermachen? Ja, was ich mir ein bisschen schwer dabei manchmal vorstelle, ist jetzt so im Schulkontakt. Da kommt ja dann doch oft irgendwie so Leistungsdruck dazu oder mögen mich die LehrerInnen. Vielleicht traue ich mich auch gar nicht, meinen Text jetzt vorzulesen oder so. Wie geht ihr damit um? Also ich denke, es ist da ja vielleicht voll wichtig, dass dann möglichst schnell da auch ein Zugang eben zum Beispiel zu funky, dem Online-Magazin oder so, ist, wo man eben dann nicht mit LehrerInnen zu tun hat. Tatsächlich müssen die das halt nicht vorlesen in der Klasse. Es ist eher so, dass die dann den Artikel direkt hochladen. Also der kommt relativ roh dann zu uns. Manchmal gibt es natürlich auch Klassen, die zusammen einen Artikel schreiben und da zusammen dann rumdoktern. Und wir redigieren den dann und stellen den dann halt auf die Internetseite. Aber genau, das ist natürlich nochmal ein bisschen losgelöst von dem, was dann halt auch wirklich in der Klasse stattfindet. Ja, also hier ist es natürlich noch ein bisschen freier. Also da guckt einem niemand die ganze Zeit über die Schulter, sondern man kann halt noch selber besser festlegen, worüber möchte ich eigentlich schreiben. Und ja, das Format vielleicht auch finden, was am Anfang am besten passt. Ja, das ist voll cool. Ja, ich habe jetzt eine Sache, die mir vielleicht noch aufgefallen ist, jetzt so als Leserin oder Konsumentin, als junge Person. Da werde ich ja vor allem auf so Formate über Social Media aufmerksam. Und da dachte ich mir, ihr habt ja ganz viele verschiedene Ausspielwege, die ihr schon bedient. Also Podcast, Video, eben das Online-Magazin, Print. Und ich dachte nur auf Social Media, da könntet ihr vielleicht noch mehr so Videos oder mehr Interaktionen machen.Ich glaube, dass das auch total viel bringen würde, um eben die Leser-Innschaft anzuziehen, die ihr vielleicht auch anspricht. Ja, ich weiß nicht, ob da irgendwie Überlegungen oder so da sind. Total. Also das wollen wir auf jeden Fall auch mehr machen. Das ist dann häufig leider oft so ein Kapazitäten-Ding. Wenn wir einen Praktikanten haben oder eine Volontärin, dann haben wir halt auch so die Zeit, jemanden mal wohin zu schicken, Aufnahmen machen zu lassen oder so. Und sonst ist es halt auch so, wenn ich jemanden anschreibe und frage, hättest du Lust, zu dem Thema ein Reel zu machen, da ist natürlich manchmal auch so eine Schüchternheit da, gerade wenn die noch jünger sind. Aber nehme ich total gerne mit. Sehe ich auch so, will ich auch super gerne mehr machen. Ja, wollen wir auf jeden Fall auch gerne mehr machen. Kann ich auch voll verstehen, dass das schon eine Herausforderung ist, sich da so vor die Kamera zu stellen, das dann auch auf Social Media auch aufzuladen. Ja, und dann kommen wir auch schon so zu unserem ja kleinen nächsten Teil dieses Podcasts. Und zwar hast du auch Fragen an uns zurückgebracht. Deswegen schieß los, Janna. Also erstmal danke für euer Feedback. Ja, also wir versuchen natürlich immer, so eine gute Breite an Themen zu behandeln. Aber bei vielen Themen hat man halt auch das Gefühl, da wurde schon tausendmal drüber gesprochen, hat man schon so oft drüber gelesen. Und was vor ein paar Jahren auch funktioniert hat, thematisch, das funktioniert halt heute nicht mehr. Deswegen wüsste ich gern von euch, ihr als junge Zielgruppe. Welche Themen interessieren euch denn eigentlich? Was vermisst ihr denn vielleicht noch so bei funky? Ja, gerade was mir immer viel auffällt, gerade in dem Studiumfeld, sind so Themen, die eben auch international Kriege oder Konflikte betreffen. Oder Gaza zum Beispiel. Und ihr habt jetzt viel auch zum Klima gemacht auf Funke. Und ich vermisse gerade eben diese internationalen Konflikte ein bisschen. Und dass auch darüber berichtet wird, vor allem, wie sich junge Menschen damit fühlen, vielmehr also gar nicht mal, dass darüber berichtet wird, sondern auch, wie vielleicht Zukunftsängste aussehen, worüber sich junge Menschen Gedanken machen. Zu diesen etwas größeren Themen oder internationalen Themen, da gibt es halt bei uns so generell die Regel, dass da, wenn im Hauptblatt darüber berichtet wird, dass wir da halt auch nicht drüber berichten. Weil die können das natürlich viel besser und haben viel bessere Quellen und sind halt journalistisch ausgebildet. Aber wie wir uns damit fühlen, das finde ich tatsächlich auch total wichtig. Das versuchen wir auch immer so am Rande aufzugreifen. Aber ja, könnte man sicherlich auch noch mehr machen, weil das ist ja natürlich ein riesiges Thema. Auch so Zukunft und Zukunftsängste. Ja, mein Thema dockt da vielleicht ein bisschen an. Also ich habe mir gedacht, was mich jetzt aktuell total interessieren würde, wäre die Perspektive von Jugendlichen auf die Wahl in Sachsen-Anhalt zum Beispiel. Also oder auf generell aktuelle Wahlen. Und da vielleicht auch die Perspektive zu hören von jungen Menschen aus der Region. Ob man sich da vielleicht irgendwas überlegen kann, wie das möglich ist, da junge Perspektiven mit einzubringen. Ja, finde ich auch spannend. Also da auch jemand zu finden aus dem Verteilungsgebiet oder dann aus, ja, in dem Fall ja in Sachsen-Anhalt, der dazu was sagen möchte. Das ist manchmal gar nicht so einfach. Da würde ich gerne noch so einen besseren Draht haben, dass man da wirklich dann auch gezielt mehr Leute erreichen kann. So sind wir halt in unserer Redaktion und können da halt so rumfragen oder kennt wer wen oder auf Social Media so ein bisschen schauen. Ja, aber das ist voll, auf jeden Fall super interessant. Natürlich ist es meckern auf sehr, sehr hohem Niveau. Man muss ein bisschen suchen. Ich finde, dass ihr echt viel abdeckt. Das höre ich natürlich gerne. Genau, und dann vielleicht noch eine andere Frage. Was denkt ihr denn, worüber sollte generell mehr so in den Medien berichtet werden? Und welche Perspektive fehlt euch da manchmal noch? Mir würde da eine Perspektive, die ihr ja tatsächlich auch ganz gut abdeckt, fehlen. Also die Perspektive von wirklich jüngeren Menschen. Damit meine ich jetzt nicht nur Mitte 20-Jährige, sondern eben auch 14- und 16-Jährige. Und auch die Perspektive in dem Sinne, dass 14- und 16-Jährige selber oder auch noch Jüngere selber zu Wort kommen. Ich denke mir zum Beispiel 16-Jährige dürfen auch schon wählen, aber die Perspektive fehlt oft zumindest auch in größeren Medien. Und gerade auch, dass eben nicht nur die Meinung, eben auch die Themen mit aufgegriffen werden, die eben die jüngere Generation beschäftigt. Also oder auch Trends bei der mentalen Gesundheit. Oder ich meine, ich bin Geografiestudent. Auch in der Stadtplanung gibt es super viele interessante Sachen, die dann irgendwie akzeptiert werden können, wie zum Beispiel Orte für Jugendliche. Das ist so ein Thema, was mich viel beschäftigt. Das sind alles Themen, die eben wenig aufgegriffen werden, von denen man wenig hört. Ja, man kriegt immer nur mit, dass nach und nach viele Dinge so geschlossen werden und gar nicht das so richtig steht. Ja, vielen, vielen Dank für die Fragen. Ja, das ist ganz toll und ihr setzt ja auch viel um. Und genau da würden wir jetzt ansetzen und mal nachfragen, was wäre denn so der eine Top-Tipp, wenn du zu Anfang aussuchen müsstest, für Lehrkräfte einerseits, die journalistisches Arbeiten fördern wollen. Und was wäre der Top-Tipp vielleicht für Schüler, die in Journalismus wollen? Also einmal genau diese beiden Gruppen. Was wäre der eine Tipp, wo du sagen würdest, das ist es? Also für Lehrkräfte wäre das wirklich zum einen am Anfang ein bisschen Zeit einzuplanen, damit sich die Schülerinnen mit dem E-Paper auseinandersetzen können. Also sich zum Beispiel technisch zurechtfinden können, auch mal inhaltlich orientieren können. Und dass man denen wirklich sagt, schaut mal, wo man zum Beispiel die Lokalnachrichten findet oder sucht mal nach einem Schlagwort. Und dann bietet es sich halt auch immer an, vielleicht regelmäßig die Nachrichten zu verfolgen, dann auch während das Projekt läuft. Und dass man zum Beispiel so eine Wochen-Challenge vielleicht macht, wo sie auch etwas Besonderes achten sollen. Also sucht zum Beispiel euer Lieblingsfoto raus oder stellt jede Woche einen Artikel aus einem wechselnden Ressort vor. Das wäre so das vielleicht für Lehrkräfte. Ja, den SchülerInnen würde ich natürlich raten, wenn ihr journalistisch arbeiten wollt. In unserem Unterrichtsmaterial gibt es wirklich eine sehr schöne Anleitung zum Verfassen journalistischer Texte.Da kann man eigentlich dann das Thema frei wählen und das in eine Form bringen und dann an uns schicken. Und bei uns erscheinen die dann ja auch auf der Internetseite und die besten landen halt auch in der Zeitung. Und ansonsten engagiert euch gerne bei eurer Schülerzeitung oder gründet eine, wenn es noch keine gibt und schreibt natürlich auch gerne für Funke. Ja, war sehr cool. Richtig coole Möglichkeiten. Ja, jetzt sind wir langsam schon am Abschluss der Folge und es kommt noch unsere Signature-Frage. Und zwar, welchen Trend der Gen Z oder sogar Gen Alpha findest du cool oder hast du so gar nicht mitgemacht? Ja, also da würde ich vielleicht Bookstagram oder Booktalk nennen. Das gibt es zwar auch schon eine Weile, aber ich finde, das ist echt eine schöne Plattform, wo man sich leicht austauschen kann und sich inspirieren lassen kann und die einfach total viel Lust auf Lesen macht und das finde ich super. Das kann ich verstehen. Da bin ich auch öfter unterwegs und man findet, finde ich da eigentlich so die besten Tipps. Danke für das Gespräch, Janna. Danke. Und wenn ihr jetzt bei Funky mitmachen wollt, meldet euch gerne an redaktion@funky.de und schaut auch bei der Website vorbei. Dort findet ihr ganz viele coole Artikel. Folgt uns auch gerne auf Instagram und TikTok für Updates und neue Episoden. Und wenn ihr jung und medieinteressiert seid und Lust habt, euch auch einzubringen bei #UseTheNews und bei coolen Projekten wie diesem hier mitzuwirken, schaut auf unsere Website vorbei und werdet Teil der NewZee-Community. Denn das war jetzt erst mal die letzte Folge unserer ersten Staffel von #wasmitjungenzielgruppen. Guckt in die Show-Notes, da ist nochmal alle Sachen verlinkt. Und dann sehen wir uns beim nächsten Mal. Tschüss! Ciao und hoffentlich bis bald. Dafür fleißig diesen Podcast teilen. https://podcasts.apple.com/de/podcast/staffelfinale-mit-janna-k%C3%BChne-funky-funke/id6816911071?i=1000798668462&r=1156 Dieses Material ist urheberrechtlich geschützt.