Latest / FIT TEAM Podcast / #020 ALS – wenn plötzlich etwas wichtiger wird als der Profisport
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- 0:01Speaker 3: Bleib gesund mit dem FIT-Team Podcast.
- 0:04Speaker 3: Personal Training und ganzheitliches Gesundheitscoaching steht für das FIT Team an oberster Stelle, aber nicht nur das!
- 0:12Speaker 3: Mit dem Businessmodell von FIT team kannst du dich als Trainerin oder Trainer selbstständig machen – auf Wunsch auch mit einem eigenen Team.
- 0:20Speaker 3: FIT TEAM steht für Zusammenhalt, Verlässlichkeit, für inspirierenden Austausch, Weiterentwicklung und gegenseitige Unterstützung Egal, ob fit bleiben oder fit werden.
- 0:32Speaker 3: beim Fit Team Podcast bist du genau richtig.
- 0:38Speaker 1: Herzlich willkommen zu einem neuen Fit Team podcast hier auf dieser Seite der liebe Philipp Marschall.
- 0:44Speaker 1: Hallo Philipp und ich Henning Frund aus der fit team podcast crew.
- 0:50Speaker 1: wir haben heute wieder einen Gast jemand der im Sportbereich lange tätig war, sehr erfolgreich war.
- 1:02Speaker 1: Und wir haben heute zu Gast den André Greipel.
- 1:04Speaker 1: Herzlich willkommen André!
- 1:07Speaker 0: Ja hallo ihr beiden.
- 1:08Speaker 0: schön dass ich bei eurem Podcast dabei sein darf und auf eine kurzweilige Stunde so habe ich mal.
- 1:17Speaker 1: Wir freuen uns sehr denn wir haben uns in Vorfeld ausgetauscht der die ganze Welt gesehen hat, man könnte den nächsten fünftigsten oder hundertsten Podcast über deine Karriere machen.
- 1:31Speaker 1: Aber wir wissen etwas von dir weil wir dich auch privat schon länger kennen.
- 1:36Speaker 1: du hattest mit etwas zu tun was viele Menschen leider passiert oder einigen Menschen passieren kann das in der Familie eine schwere Krankheit dazu kommt von einem Familienmitglied.
- 1:49Speaker 1: es geht heute um das Thema ALS ALS, wenn plötzlich etwas wichtiger wird als der Profisport.
- 1:56Speaker 1: Und wir möchten in diesem Podcast ein bisschen aufzeigen dass eine Person wie du die durchaus sehr bekannt war, sehr bekannt ist einfach auch die normalen Themen eines normalen Menschen hat Wie diese Personen dann mit Sorgen und Ängsten mit Zweifeln umgehen kann um anderen vielleicht auch Mut zu machen, die Familienangehörige haben oder Freunde haben.
- 2:19Speaker 1: Die das Gleiche erleben.
- 2:20Speaker 1: und das ist ein bisschen unser Ziel heute.
- 2:23Speaker 1: Bevor wir damit loslegen würden wir gerne mal ein bisschen zu dir zur Person.
- 2:30Speaker 1: Vielleicht ist jetzt nicht jeder so Radsportaffiner draußen und kennt dich noch nicht so einfach.
- 2:36Speaker 1: ganz kurz zur Person?
- 2:37Speaker 1: Ich habe auch einen persönlichen Bezug weil André und ich aus Rostock kommen.
- 2:42Speaker 1: Wir sind damals zusammen, als ich noch als Jugendfahrer dann wirklich noch Rad gefahren bin.
- 2:47Speaker 1: Haben wir uns damals auch kennengelernt.
- 2:51Speaker 1: Ich möchte ganz kurz sagen was wir für einen Bezug haben für Kommus Rostock.
- 2:58Speaker 1: Du hast deinen Trainer, dein Vereinstrainer war dann auch mein Trainer wenn es um Wettkämpfe in Mecklenburg-Vorpommern gegen der Peter Sager.
- 3:06Speaker 1: ein ganz toller Mensch Und ich habe das, ich habe natürlich immer mal von dir auch was gesehen damals.
- 3:13Speaker 1: Aber das war natürlich niemals so diese Bekanntheit wie es dann später wurde.
- 3:18Speaker 1: Magst du mal den Zuhörern einen Mini Abriss geben?
- 3:22Speaker 1: Von deiner Deiner Jugendlaufbahn als Ratsportler und Wie Du Dann zum Profi geworden bist.
- 3:29Speaker 1: Als mini Einblick zur Person André Greipel
- 3:35Speaker 0: Ja also wenn man jetzt Jugendlaufbahn beziehungsweise Amateurlaufbahn, das ist eigentlich kurz zu erzählen.
- 3:45Speaker 0: Das versuche ich jetzt auch meinen Sportlern die ich betreue.
- 3:50Speaker 0: übrigens haben wir das Dobraner und Rostocker Training zusammengefügt weil ich das für Blödsinn erachte dass man zwei so nahe Orte einfach separat trainieren lässt.
- 4:02Speaker 0: deswegen haben wir die Trainingsgruppen jetzt zusammen getan und das fruchtet sehr gut.
- 4:08Speaker 0: Auf jeden Fall versuche ich auch den Sportlern und Sportlerinnen einfach beizubringen, Spaß zu haben und dass es eigentlich das was mich auch beim Radsport gehalten hat.
- 4:21Speaker 0: man hat natürlich hier und da in der Jugendlaufbahn waren die Kumpels feiern, haben Fußball gespielt an dem Strand, während wir trainieren waren und rennen gefahren sind.
- 4:36Speaker 0: Aber dennoch hatten wir den Spaß dabei und ich glaube das ist das was für mich die Faszination Radsport einfach auch war dass ich ja die Freundschaft den Spaß am Sport plus Wettkämpfe und auch Training irgendwo kombinieren konnte und durch den Spaß hat man natürlich viele Stunden auf dem Fahrrad verbringen können und dürfen.
- 5:04Speaker 0: Ich hatte natürlich auch einen guten Trainer, der wusste mit meinen Stärken umzugehen und meine Schwächen besser werden zu lassen.
- 5:20Speaker 0: Dennoch würde ich sagen dass Ja, dieser Vitamin B so sagt man ja immer.
- 5:27Speaker 0: Ohne Beziehung geht halt vieles nichts.
- 5:29Speaker 0: Da habe ich einfach zusammen mit meinem Umfeld immer die richtigen Entscheidungen getroffen.
- 5:35Speaker 0: Zwecks Trainingsstandorte, welche Wettkämpfe ich fahre in welche Richtung ich mich bewege ob Bahn oder Straße.
- 5:44Speaker 0: da hatte ich Gott sei Dank das Umfeld was mich richtig leiten konnte.
- 5:50Speaker 0: Und ja, die Radrennbahn in Rostock war Dreh- und Angelpunkt hier bei uns.
- 5:55Speaker 0: Natürlich hat man viel Bahnwettbewerber auch gemacht aber für Peter Sager war immer ganz klar dass ich ein Straßenfahrer werden sollte und den Weg bin ich dann auch eingeschlagen konnte dann ab der Unionzeit in die Nationalmannschaft gehen wird dann Deutscher Bergmeister war bei der Weltmeisterschaft im Unionbereich unterwegs.
- 6:22Speaker 0: Aber das ganze Jahr über haben wir eigentlich alles mitgenommen, was der Radsport oder der Ratsport überhaupt hergibt also von Bahnstraße und Querfeld ein.
- 6:31Speaker 0: Haben wir das Ganze ja über uns mit dem Fahrrad bewegen dürfen und können.
- 6:37Speaker 0: Was ich jetzt auch immer noch sehr gut finde und das versuche ich auch immer mit den Sportlern zu machen dass man wirklich Diese Chancen, die einen der Radsport überhaupt gibt.
- 6:48Speaker 0: Ob quer fällt ein Bahn oder Straße?
- 6:50Speaker 0: Dass man das alles zur Ausbildung für gut heißen sollte und ja... Das hat mir geholfen und das wird der hoffentlich nächsten Generation auch helfen.
- 7:03Speaker 0: Aber die Situation ging dann praktisch in die In den Amateurbereich, wo ich dann über Peter Becker, der damals einen Jan Ulrich-Nachwuchsteam hatte.
- 7:18Speaker 0: Zu Gerald Mortag nach Gerrat zu dem Teamköstritzer.
- 7:24Speaker 0: Wo ich mich stetig verbessern konnte und durfte.
- 7:30Speaker 0: Und mir dann der Weg in den Profi-Radsport gegeben hat.
- 7:36Speaker 0: Ja, da bin ich sehr dankbar, dass sich immer das umfällt.
- 7:40Speaker 0: Und mich hatte die, die mir auch mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben, um ja oder doch keine Fehler zu machen.
- 7:48Speaker 1: Jetzt hast du zwischendurch etwas gesagt?
- 7:50Speaker 1: Du bist Deutscher Meister, Deutscher Bergmeister gewesen... ...und im Laufe deiner Karriere hat man dich dann in Profiren eher als Sprinter gesehen.
- 8:00Speaker 1: Viele Zuhörer haben vielleicht gar nicht so den Bezug was der große Unterschied Wenn man jetzt hört, du bist deutscher Bergmeister gewesen im Unionbereich und später dann die großen Erfolge primär über den Sprint-Bereich kamen.
- 8:15Speaker 1: Hast gab es einen Zeitpunkt an dem Du gemerkt hast dass Du eher der Sprinter Typ bist oder wurde das in der Karriere in Deiner Laufbahn durch die Trainer dann auch gefördert weil man das in Tests und so weiter herausgefunden hat?
- 8:31Speaker 0: Also ich war schon immer schnell kräftig Peter Saga auch sehr gefördert.
- 8:38Speaker 0: Ich hatte auch in den Kurzzeitbereich also in Sprint gehen können, wir hatten ja hier mit dem PSV Schorin die Trainer und die Leute die sich damit ausgekannt haben.
- 8:52Speaker 0: Die Möglichkeiten wären schon da gewesen aber so sehr gern bin ich dann Bahn doch nicht gefahren.
- 9:00Speaker 0: deswegen bin immer bei Peter Sager geblieben.
- 9:03Speaker 0: Ich nehme das immer als gutes Beispiel.
- 9:07Speaker 0: Deutsche Bergmeisterwahl.
- 9:10Speaker 0: Ja, gewachsen bin ich erst so mit siebzen achten.
- 9:13Speaker 0: So möchte ich mal sagen also da habe ich nochmal einen richtigen Schub bekommen was Muskulatur und auch Größe betrifft.
- 9:20Speaker 0: Also ich bin natürlich noch einmal fast zehn Zentimeter gewachsen in der Zeit und habe auch dadurch zehn Kilo draufgekommen.
- 9:28Speaker 0: Aber ich wäre mit Sicherheit, mit meiner Schnellkräftigkeit war jetzt kein prädestinierter Bergfahrer.
- 9:35Speaker 0: Aber ich habe halt mit der Art und Weise wie ich das Rennen damals gefahren bin, konnte ich halt das Renn gewinnen ohne dass es jemand vorher sehen konnte.
- 9:48Speaker 0: Und ja... Wie schon gesagt hatte meine Schwächen wurden immer, immer mehr verbessert.
- 9:56Speaker 0: Also ich habe mich schon als Rennfahrer entwickeln dürfen mit dem Training und den Rennen die wir da gefahren sind.
- 10:04Speaker 0: Und ja... Ich sage mal so im Provi-Bereich oder man sagt ja oder ich sag immer es können immer viele sprinten aber dahin zu kommen um noch Sprinten zu können das ist eigentlich das worauf es ankommt.
- 10:21Speaker 0: Das habe ich Gott sei Dank gut verkraften können während meiner Karriere, dass ich dort immer tempo härter geworden bin um ja frischer in die Ziele näher zu kommen und daran hat man natürlich seine ganze Karrierei arbeiten dürfen.
- 10:40Speaker 2: Was würdest du denn als deinen größten Karriererfolg bezeichnen wenn du da einen rausnehmen müsstest bei vielen die es ja gehabt?
- 10:52Speaker 0: Die Frage kommt natürlich oft.
- 10:54Speaker 0: Mit Sicherheit war erstmal der größte Erfolg, überhaupt Profi zu werden.
- 10:59Speaker 0: Das ist ja gerade zur Zeit wo ich Profi werden durfte.
- 11:04Speaker 0: War es natürlich nicht so leicht in Deutschland überhaupt die Chance zu bekommen, Profis zu werden.
- 11:11Speaker 0: also Der Jahrgang, wo Henning auch war mit Erik Baumann und Björn Schröder Thorsten Hickmann, Baujahr-Achzig war ein sehr starker Jahrgang.
- 11:25Speaker 0: Viele Plätze waren eigentlich weg und mein Jahrgang in zweiundachzig war auch sehr, sehr stark.
- 11:32Speaker 0: aber irgendwie habe ich es dann geschafft beim Team Wiesenhof dort noch einen Platz zu bekommen und die Chance habe ich natürlich dann auch wahrnehmen wollen.
- 11:41Speaker 0: und das war glaube ich so ein Erfolg.
- 11:46Speaker 0: über Profis zu werden ermöglicht einem dann andere Erfolge.
- 11:51Speaker 0: Ja, wenn ich jetzt als zwölf-dreizehnjähriger gesagt bekommen hätte, du fährst mal die Tule vor uns und gewinnst dort eine Etappe dann würde ich sagen, von was hast denn du geträumt heute Nacht?
- 12:10Speaker 0: Man hat natürlich irgendwo einen Ziel, das man verfolgt.
- 12:12Speaker 0: Aber das wirklich zu schaffen, dort bei der Tour an den Start zu stehen... Ja, da musste man sich dann schon mal ein bisschen wach kitzeln und ein bisschen kneifen.
- 12:27Speaker 0: Dass man das überhaupt realisiert.
- 12:31Speaker 0: Und wenn die Frage kommt ja was war der größte Erfolg?
- 12:34Speaker 0: Dann muss ich einfach auf einem Tag zurückgehen, der für mich einfach nicht mein eigener Erfolg war sondern den Erfolg eines Teamgelegenen.
- 12:45Speaker 0: Das war meine erste Etappe bei der Tour de France überhaupt.
- 12:50Speaker 0: Das war für mich erstmal der Kindheitstraum, der dort in Erfüllung gegangen ist.
- 12:54Speaker 0: Dort am Start zu stehen und wie der Tag dann verlaufen ist... Da könnte man eigentlich ein Buch drüber schreiben.
- 13:05Speaker 0: Ich bin bei Kilometer minus vier also in der neutralen Phase bin ich gestürzt.
- 13:10Speaker 0: Wir hingen bei Kilometern Null am Doktors Auto.
- 13:14Speaker 0: War schon komplett lediert, Schiff wohnen überall Und im Finale hat das Gelbe Trig Ober uns im Hotel gehangen vom Teamkollegen Philipp Gilbert.
- 13:30Speaker 0: Wir haben ihm das als Team ermöglicht, dort einen perfekten Lead-out zu fahren mit einem Kilometer Berg, den es dazu meistens gab.
- 13:41Speaker 0: am Ende.
- 13:43Speaker 0: Das haben wir zusammen als Mannschaft geschafft und da kann ich mich immer noch dran erinnern, dass ich dort mit Gänsehort über die Ziellinie gefahren bin.
- 13:52Speaker 0: Und trainiere den Augen wo ich gesagt habe das war also meine erste Etappe.
- 13:59Speaker 0: Wir haben das gelbe Trikot.
- 14:00Speaker 0: Also das ist ein Moment den ich hier nie vergessen werde.
- 14:06Speaker 0: natürlich werde ich die Momente von den eigenen Etappen siegen auch nicht vergessen aber Wenn ich da ehrlich zu mir selbst bin, war das ein Moment der mich wirklich sehr gecatcht hat.
- 14:19Speaker 1: Spannend!
- 14:21Speaker 1: Wenn man das vielleicht mal den Zuhörern abreißen kann, so'n bisschen du hattest um die Hundertfünfzig-Profi-Siege Du hast elf Tour de France Etappensiege Und du hast zweimal diese prästischträchtige Etappe auf der Champs-Elysée gewonnen, zwei Tausend Fünfzehn, zwei tausend Sechzehn.
- 14:40Speaker 1: Ich meine sogar Das ist ein drittes Mal fast gegeben hätte, aber die Schaltung ist gesprungen.
- 14:45Speaker 1: Oder war das bei einem dieser beiden?
- 14:48Speaker 0: Nein, es
- 14:49Speaker 1: waren Drittes.
- 14:51Speaker 0: Also ich war glaube ich dreimal zweiter noch.
- 14:57Speaker 0: Ja, das war die... ...zwo-tausenddreizender Etappe auf dem Schwarm Silisee wo der Elver Ritzel gesprung ist.
- 15:07Speaker 0: Genau!
- 15:09Speaker 0: Irgendwas der Kittel verloren hat was ja nicht schlimm ist, aber ich wusste das ist damals ein Material und ich habe mir selbst gelingen.
- 15:16Speaker 0: Aber es gehört halt dazu.
- 15:20Speaker 1: Was jetzt mal sehr interessant war bei deiner Aussage – und das ist vielleicht auch für andere interessant – ich kenne sowas du sowieso.
- 15:28Speaker 1: Radsport is ne Teamsportart!
- 15:30Speaker 1: Das ist etwas, was viele gar nicht draußen sehen oder sich vorstellen können und dass wir eben mal schön das so zu hören von dir einfach um die Mannschaft geht und dass sowas wie das gelbe Trikot dann vom Philipp Giver für dich einfach etwas ganz Besonderes war.
- 15:50Speaker 1: Das ist schon wichtig, dass man den Radsport auch als Team sieht oder als Teamsportart?
- 15:57Speaker 0: Ja definitiv ohne die Mannchaft hätte ich mit Sicherheit nicht so viele Erfolge feiern dürfen Wie ich es dann am Ende hatte, vielleicht wäre ich auch gar nicht in die Nähe der Tüte vor uns gekommen.
- 16:09Speaker 0: oder die Mannschaft.
- 16:12Speaker 0: Aber man sollte sich egal wo im Leben keine Feinde machen sondern man weiß nie wenn man ein zweites Mal wieder sieht.
- 16:23Speaker 0: und ich sage auch immer man soll jeden so behandelt wie man selbst behandelt werden möchte.
- 16:30Speaker 0: Insofern ist das ja Mir ist immer sehr wichtig, dass ich mich mit jedem auch gut tue.
- 16:38Speaker 0: Ich muss jetzt nicht mit jedem im Bier trinken gehen aber Sommerfeinde machen ist auf jeden Fall kein gutes Ding.
- 16:47Speaker 1: Philipp wir beide waren noch nie bei der Tour de France außer als Gast und wir waren sogar mal Gast bei André hinten im Auto also nicht in seinem Auto aber vom Team Und wir hatten die Ehre, über eine abgesperrte Straße zu fahren bis zu einem Verpflegungspunkt um dann die Athleten zu verpflegen was ne große Ehre für uns war.
- 17:11Speaker 1: Was war für dich da mal eines der besondersten Momente bei der Tour de France?
- 17:16Speaker 1: Als Gast im Auto eines Profiteams?
- 17:21Speaker 2: Erstmal als Gast im Auto eines Profi-Teams
- 17:23Speaker 1: zu sitzen.
- 17:25Speaker 2: Wahrscheinlich hat sich so mich ein bisschen angefühlt wie für Andrede.
- 17:28Speaker 2: Also das erste Mal im Startwerk stand.
- 17:31Speaker 2: Es war einfach ein grandioses Erlebnis, so nah mit dabei zu sein.
- 17:37Speaker 2: Das Hautnah, wie Anderes ja auch gerade gesagt hat, diese Energie und diese Stimmung dort zu spüren – das ist was ganz Besonderes!
- 17:46Speaker 2: Und was mir immer in Erinnerung bleiben wird, ist tatsächlich die Abfahrt.
- 17:49Speaker 2: Die Abfahrte als Autofahrer schlicht nicht hinterher kamen Das so in Re-Life zu erleben, dass mein Auto wirklich am Limit ist.
- 17:58Speaker 2: Jede Kurve am Quietschen ist und die Radfahrform gehen weg – das war für mich als jemand der Geschwindigkeit gern hat sehr beeindruckend.
- 18:07Speaker 1: Und die Fahrzeuge von den Mannschaften sogar auf der Abfahrt versucht haben andere Fahrzeige zu überholen um irgendwie eine bessere Position oder so zu kommen?
- 18:18Speaker 1: Kamikaze zum Teil, wo du gedacht hast die Spiegel fahren nicht hier ab oder irgendwas Hauptsache irgendwie dann schnell wieder bei den Athleten sein war sehr besonders das zu sehen.
- 18:28Speaker 1: Ja und während du da draußen in der Welt unterwegs warst ist Zuhause etwas gewesen was einfach nicht so schön ist.
- 18:36Speaker 1: ganz im Gegenteil.
- 18:37Speaker 1: In der Zeit ist deine deine Mutter erkrankt an ALS Und dann leider auch Weißt du, wann genau das war?
- 18:47Speaker 1: Wann deine Mutter erkranktes an ALS?
- 18:50Speaker 0: Ähm... Gut.
- 18:52Speaker 0: Da sagt man ja immer die ersten Symptome.
- 18:57Speaker 0: Die von der Diagnose bis zum Tod vergehen immer so drei bis fünf Jahre je nach Verlauf der Krankheit.
- 19:06Speaker 0: aber diese Symptomen sind eigentlich noch viel früher und bei meiner Mutter war es so dass es um den ersten Aussetzern der Muskulatur bzw.
- 19:22Speaker 0: der Nervenbahnen, die meine Mutter auch einen Treppensturz leider machen lassen haben, wo sie dann einfach die Muskulatur von dem Bein nicht mehr ansteuern konnte.
- 19:37Speaker 0: und es ist ja leider so dass man von vielen Ärzten herumgereicht wird ohne dort eine richtige Diagnose zu bekommen, sondern bei meiner Mutter war es auch so dass ja so psychosomatische Erkrankung dort festgestellt wurde und sie dort abgestempelt wurde.
- 20:00Speaker 0: Aber ich habe ein gutes Gefühl, ein gutes Verhältnis mit meiner Mutter gehabt und ich weiß das sie alles andere als psychosomatisch dort irgendwelche Probleme hatte.
- 20:12Speaker 0: also Ja, wenn dann hätte sie uns das mit Sicherheit auch gesagt.
- 20:18Speaker 0: Natürlich war sie jetzt vom Beruf her auch sehr, sehr eingespannt aber dennoch war meine Mutter immer eine quitschvedele Vornatur die sehr viel Bewegung immer gebraucht hat.
- 20:34Speaker 0: und wenn sie mir sagt Sie kann sich das nicht erklären warum ihr Bein dort weggeknickt ist und sie dann gestürzt ist Dann war mir das schon klar, dass Psychosomatik auf jeden Fall nicht die richtige Diagnose ist.
- 20:50Speaker 0: Und da hat Gott sei Dank dann auch mein Netzwerk mithelfen können, dass man dort an die Ärzte herankommt, die natürlich auch die ganzen Symptome, die aufgetreten sind, das Ganze nachforschen konnten und dann eventuell andere Diagnose finden konnten und so schwer, wie das natürlich dann auch war.
- 21:19Speaker 0: Dort die Diagnosis ALS und somit ja auch einen Todesurteil dort bekommt.
- 21:27Speaker 0: Das war natürlich nicht leichter aber hat uns glaube ich als Familie dann doch noch mal enger zusammenschweißen können.
- 21:37Speaker 2: Wie liest du denn grundsätzlich bei dem ALS Thema oder einem Thema in der Diagnostik?
- 21:44Speaker 2: in der Früherkennung, weil eben die Symptome so wie es sich für mich anhört auch häufig euer und beziehlich sind.
- 21:50Speaker 2: Und dann natürlich ja von Arzt zu Arzt auch mal, wie du es jetzt auch schon gesagt hast, mal in eine Richtung geschoben werden um dann gar nicht mehr weiter weiter beobachtet?
- 22:00Speaker 0: Ja das ist, äh dreizig jetzt natürlich auch sehr viel getan.
- 22:06Speaker 0: Ich habe ja auch ne ja ich unterstütze so ne Stiftung hier ein In Gelsdorf, also bei Rostock gehört zum DZNE.
- 22:21Speaker 0: Die befassen sich wirklich nur mit der Forschung der Krankheit selbst.
- 22:29Speaker 0: Übrigens auch die ALS-Forschung, die war sehr involviert in der Impfstofffindung für Corona weil man wusste wie sich eine Zelle dort wie verhält und wie man den Impfstoff am besten ansetzen kann usw.
- 22:50Speaker 0: Da war die Forschung der ALS-Krankheit auf jeden Fall federführend in der ganzen Impfstoffproblematik.
- 23:03Speaker 0: aber ja, wie gesagt, die Forschungen gilt weiter.
- 23:07Speaker 0: mit Sicherheit kann man jetzt noch über verschiedene Symptome, kann man da vielleicht jetzt schon oder ich weiß dass man jetzt schon schneller und besser dort sagen kann das es sich um ALS handelt oder auch nicht.
- 23:26Speaker 0: Aber dennoch muss man auch sagen ja jeder Krankheitsverlauf bei der ALS ist halt komplett anders.
- 23:33Speaker 0: Der eine kann den Arm nicht mehr heben und der andere kann aber den Fuß nicht mehr.
- 23:41Speaker 0: Der Krankheitsverlauf ist wirklich nicht bei jedem gleich und bei jeder gleich leider.
- 23:49Speaker 0: Ansonsten könnte man natürlich viel früher Dinge entscheiden, wo man weiß okay als nächstes würde das und das kommen.
- 23:59Speaker 0: Das war glaube ich auch die Herausforderung, die wir hatten jetzt bei meiner Mutter dass man immer auf Dinge reagieren musste ohne dass wir wissen, dass es morgen vielleicht so weit sein kann, dass meine Mutter keine Treppen mehr gehen kann oder nicht mehr sprechen kann.
- 24:17Speaker 0: Also solche Dinge konnte man einfach nicht voraussehen und das war auf jeden Fall sehr
- 24:23Speaker 0: herausfordernd.".
- 24:25Speaker 1: Es ist ja wohl so bei ALS, dass nicht das große Problem ist, dass die Muskeln an sich geschädigt werden oder der Bereich, der dann ausfällt sondern die Nerven geschädigt werden, die
- 24:36Speaker 0: praktisch
- 24:37Speaker 1: der Muskulatur, den Befehl geben, den Reiz geben was es tun soll und das dann einfach ausfällt im Laufe der Zeit.
- 24:44Speaker 1: Und als wir uns damit beschäftigt haben waren wir auch das erste Mal so tief drin in der Thematik und haben das genauso... Du hast es jetzt erfahren!
- 24:52Speaker 1: Wir haben es dann uns viel belesen.
- 24:54Speaker 1: Das ist ein ganz individueller Verlauf ist bei denen einen sind die Beine, bei dem anderen die Arme, bei einigen sogar das Sprechen gleich und die Atmung auch manchmal die dann gleich betroffen ist und sehr individuell.
- 25:08Speaker 1: Und sehr wichtig, dass man dort weiter kommt in der Forschung.
- 25:13Speaker 1: Ist das so?
- 25:14Speaker 1: Das haben wir zumindest auch rausgelesen.
- 25:17Speaker 1: Im Moment kann man noch nicht wirklich sagen was die Ursachen dafür sind.
- 25:21Speaker 1: Man hat ein paar Vermutungen aber die direkte Ursache weiß man noch.
- 25:32Speaker 0: Es ist auf jeden Fall eine vererbarer Krankheit.
- 25:36Speaker 0: Da hat meine Mutter sich damals auch testen lassen, dass wir auf jeden fall nicht die vererbare ALS-Krankheit in unseren Genen haben was natürlich sehr beruhigend für meine mutter war natürlich auch von uns selbst.
- 25:54Speaker 0: ja auf der anderen Seite sage ich auch immer Menschheit fliegt auf den Mond und weiß so wenig über diese Krankheit.
- 26:02Speaker 0: Und da versuchen wir natürlich, ja die Forschung auch weiter anzukurbeln, dass man dort schneller herausfindet was wirklich das Problem ist.
- 26:14Speaker 0: Es gibt jetzt natürlich die ein oder anderen Möglichkeiten, sagen wir mal den Verlauf zu verlangsamen.
- 26:24Speaker 0: Aber ja, ein wirkliches Ja, Gegenmittel gibt es für diese Krankheit leider noch nicht und für viele andere Krankheiten leider auch nicht.
- 26:35Speaker 1: In den letzten sieben acht Jahren hat man gesehen auf der Welt das kurioserweise, wenn man schon die Ursache nicht hat bei diesem Thema, bei dieser Krankheit dann war's kurioserweise so dass auf der ganzen Welt drei Profi Rugby-Spieler an ALS erkrankt sind, jetzt gerade vor Kurzem auch jemand bei einem rugby-Profi Team in Sydney.
- 26:59Speaker 1: Und man hat sich die Frage gestellt warum bei Rugbyspielern?
- 27:06Speaker 1: und man vermutet dort dass bei denen einfach diese starken extrem körperlichen Belastungen also dieser Stress im Wettkampf im Spiel Aber dann eben auch diese Gewalteinwirkung durch andere Körper ohne viel Schutz, aber das sind alles nur Vermutungen und man hat wie gesagt keine genaue Ursache was schade ist.
- 27:32Speaker 1: Du sagtest mal wohl sinngemäß die sportlichen Erfolge, dass es alles gut und schön, aber wichtiger wäre es mir wenn meine Mutter wieder gesund ist.
- 27:46Speaker 1: Kannst du mal beschreiben, wie verändert sich die Bedeutung von Gewinnen und Verlieren?
- 27:51Speaker 1: Wenn man weiß das zu Hause die Mutter krank ist.
- 27:54Speaker 1: Und man selbst fährt gerade die Tour de France und steht auf dem Podium?
- 28:02Speaker 0: Das war natürlich nicht einfach.
- 28:05Speaker 0: Da kann ich auch nur den Tipp geben wenn jemand in der Familie erkrankt ist dass man dort Natürlich immer helfen bei Seite stehen kann, aber man kann gerade jetzt was die ALS-Krankheit betrifft.
- 28:26Speaker 0: Man kann den Eltern oder den betreffenden Personen nicht die Entscheidung abnehmen weil klar ist man immer bereit zu helfen.
- 28:42Speaker 0: Am Ende muss die Person selbst über ihr Leben entscheiden, wie sie gerne was haben möchte und auch mein Vater, der dort natürlich meine Mutter bis zum Ende pflegen konnte zu Hause.
- 28:56Speaker 0: Das sind einfach Dinge wo sich die Eltern dann schützenerweise.
- 29:00Speaker 0: manchmal ist das natürlich auch nicht gut.
- 29:03Speaker 0: Meine Schwester und ich wir sind auch Erwachsene Kinder schon gewesen immer gesagt, wenn Hilfe benötigt wird sind wir direkt da und so war es auch bis zum Ende.
- 29:18Speaker 0: Aber ich sage immer das waren ... sind halt am Ende trotzdem noch unsere Eltern gewesen die sich immer noch schützen vor uns gestellt haben unter uns mit Sicherheit nicht alle Dinge so gesagt haben wie's wirklich der Fall war.
- 29:30Speaker 0: also sie haben vieles mit sich selbst ausgemacht und dass kann ich nur jedem raten da sicherlich nicht zu sehr sich nicht zu sehr aufzudrängen, sondern immer Hilfe signalisieren sollte und dann auch für die betroffenen Personen da ist wenn es wirklich benötigt ist.
- 29:59Speaker 0: Das war natürlich nicht einfach, wenn man unterwegs war.
- 30:08Speaker 0: Heute hat meine Mutter vielleicht den Arzttermin oder auch mit euch das Training damals, wo wir ja auch versucht haben die Krankheit ein bisschen zu verlangsamen durch Workouts und so weiter.
- 30:23Speaker 0: Also solche Dinge gehen natürlich dann durch den Kopf.
- 30:25Speaker 0: Natürlich hilft einen dann auch wenn man trainiert oder im Rennen unterwegs ist auch mal abzuschalten aber dennoch war es immer sehr gegenwärtig sobald Man über das Ziel gefahren ist.
- 30:41Speaker 0: Im Marinein kann ich sagen, dass mich das Unterbewusstsein mit Sicherheit viel mehr getroffen hat als ich es wirklich in der Zeit zugeben wollte und mit Sicherheit ist das auch das Normalste der Welt, dass man das nicht einfach so von sich fernhalten kann in der Situation und das ist was ganz Menschliches.
- 31:13Speaker 2: Gut, so wie ich dich auch kennengelernt habe als sehr empathischen Mensch, es ist natürlich dann eine Riesen-Herausforderung zwischen Stoffstelle ist mir zumindest vor oder sagst du jetzt ja auch zum einen ein bisschen mehr Ablenkung zu haben im Sport, im Wettkampf wo natürlich der hundertprozentige Fokus da sein muss Gleichzeitig aber natürlich eine Herausforderung, weil man damit ja was auf die Seite schiebt.
- 31:36Speaker 2: Was ja am Ende trotzdem da ist und dann auch wieder zurückkommt und so wie du es jetzt beschreibst vielleicht dann auch erst Jahre im Nachhinein einem bewusst wird dass das halt doch präsenter war als man sich vielleicht in dem Moment auch selbst zustehen sich selbst zu stehen wollte.
- 32:00Speaker 2: Gab es irgendwas in dieser Zeit, in genau der Situation gleichzeitig als Profi voll funktionieren zu müssen irgendwo und gleichzeitig aber auch mehr bei der Familie sein zu wollen?
- 32:14Speaker 2: Was du da auch als Mehrwert für dich, für den Profisport rausgezogen hast.
- 32:21Speaker 0: Also generell was für mich immer leicht mit dem Gefühl zu den Rennen zu fahren Training zu absolvieren, weil meine Mutter glaube ich so der größte Fan von mir war und mir das auch immer zu verstehen gegeben hat.
- 32:39Speaker 0: Dass es für sie total okay ist und auch wenn mein Vater total ok ist dass ich jetzt bei dem Rennen unterwegs bin und die Reise vor mir habe und so weiter.
- 32:50Speaker 0: Sie hat alles verfolgt und wir waren immer eng im Austausch.
- 32:53Speaker 0: also das hat's für mich natürlich auch erleichtert an der Situation weiter ein Profi sein zu dürfen.
- 33:04Speaker 0: Das hat auf jeden Fall geholfen, natürlich war es Ablenkung für mich diese Rennen zu fahren und auch natürlich für das Team dennoch da zu sein.
- 33:18Speaker 0: ja wir haben immer von den Sponsoren und von dem Teamchefs und von uns selbst auch immer den eigenen Druck gehabt.
- 33:29Speaker 0: Als Kapitän war irgendwo derjenige, auf den es dann am Ende ankam.
- 33:38Speaker 0: Ohne die Unterstützung der Mannschaft hätte ich mit Sicherheit auch gar nicht so funktionieren können in der Zeit und der Situation, in der ich mich da befunden habe.
- 33:51Speaker 0: Das hat mir auf jeden Fall geholfen dort mit den Leuten unterwegs zu sein Obwohl auch jeder wusste, was eigentlich gerade in der wichtigen privaten Seite meines Lebens so abgegangen ist.
- 34:07Speaker 0: Und ja das hat natürlich abseits von zu Hause hat das auf jeden Fall sehr geholfen.
- 34:15Speaker 0: Schön
- 34:16Speaker 2: und die Erfahrungen, die du ja in dem Zeitraum gemacht hast wie du es jetzt beschreibst haben dich dann auch dazu bewegt im Nachhinein nicht selbst sehr zu engagieren im Thema
- 34:27Speaker 1: ALS
- 34:28Speaker 2: Forschung und so weiter.
- 34:30Speaker 2: Magst du da mal was dazu sagen, wie es dazu kam?
- 34:32Speaker 2: Dass dein eigenes Engagement dann auch in dem Bereich so intensiv geworden ist?
- 34:38Speaker 0: Ja eigentlich war das Engagement von meiner Mutter.
- 34:42Speaker 0: Sie hatte während ihrer Krankheit eigentlich im engen Austausch mit Professor Dr.
- 34:51Speaker 0: Putlow.
- 34:51Speaker 0: Das ist der Leiter Forschungsabteilung von DC René in Gelsdorf, Rostock-Gelsdorff.
- 35:01Speaker 0: Mit ihm war sie immer engen Austausch und hat alles was möglich war von Nervenwasser, Gehirnströmemessungen ja alles was wir eigentlich mit der Krankheit zu verbinden möglich gemacht wurde, dass das irgendwo von ihrer Seite auch das Einverständnis da war.
- 35:27Speaker 0: Dass sie zur Forschung frei gegeben wird.
- 35:32Speaker 0: und auch nach ihrem Tod wurden dort noch viele Untersuchungen gemacht in der Hoffnung, dass es irgendwo helfen kann für die Zukunft, dass dort in der Krankheit weiter geforscht werden kann mehr positive Schlüsse auf frühe Erkennung und auch Verlauf der Krankheit, dass man dort ja Gegenmittel bekommen kann.
- 36:02Speaker 0: Das habe ich eigentlich für mich selbst dann gesagt, das ich gesagt habe okay komm, dann unterstützen wir diese Abteilungen weiter und haben eigentlich über die Jahre ist jetzt schon fast zehn Jahre her konnten wir Gott sei Dank sehr viel Gelder sammeln, dass wirklich eine Forschungskraft sich nur mit der Forschung der Krankheit befasst.
- 36:31Speaker 0: Und das hat hoffentlich auch sehr sehr viel helfen können.
- 36:35Speaker 0: schon beziehungsweise es hat schon sehr viel geholfen und deswegen werden wir das in der Zukunft weiterhin unterstützen.
- 36:44Speaker 1: Schön!
- 36:46Speaker 0: Das bin ich meiner Mutter Halt auch schuldig, weil sie sich damals über sich ergehen lassen hat.
- 36:53Speaker 0: Das war natürlich alles nicht einfach gerade je nach Verfassung an dem Tag.
- 37:02Speaker 0: Aber dennoch würde ich das gern weiterführen.
- 37:06Speaker 1: Schön!
- 37:07Speaker 1: Ich fand das sehr interessant von dir zu hören, dass du das Thema Kommunikation, also der Hinweis von dir, dass man helfen zur Seite stehen sollte aber sich nicht aufdrehen sollte.
- 37:18Speaker 1: Das ist ja auch wie in einer guten Beziehung oder auch gutem Geschäftsbeziehungen miteinander kommunizieren, wann geht man zu weit?
- 37:26Speaker 1: Wann ist es eher erwünscht dass man hilft?
- 37:29Speaker 1: und ich glaube hier ist vielleicht sogar der Schlüssel einfach die Kommunikation immer wieder.
- 37:34Speaker 1: Dass man eben nicht so weit geht weil Eltern wollen das vielleicht dann auch manchmal nicht.
- 37:37Speaker 1: oder kann man das so sagen.
- 37:39Speaker 1: Kommunikations als Schlüssel
- 37:42Speaker 0: Ja, das ist definitiv der Fall.
- 37:46Speaker 0: Man kann immer nur Hilfe anbieten ohne dann aufdringlich zu sein.
- 37:54Speaker 0: dann hofft man natürlich auch darauf, dass die Hilfe angenommen wird.
- 38:01Speaker 0: Da war ich ganz schnell immer im Auto und bin nach Ostdorf gefahren.
- 38:11Speaker 0: Man muss sagen, dass jeder mit sich selbst sehr viel ausmacht, egal bei welcher Krankheit.
- 38:21Speaker 0: Jeder geht anders damit um.
- 38:23Speaker 0: Das ist ja in jeder Familie definitiv anders.
- 38:28Speaker 0: Aber wie ich schon gesagt habe, Hilfe anbieten ist auf jeden Fall immer der richtige Weg und dann sieht man, wie die andere Seite damit das aufnimmt und wie man weiter kommuniziert.
- 38:42Speaker 1: Mich interessiert noch ein Punkt.
- 38:46Speaker 1: Du wurdest als Radprofi auch immer noch wahrscheinlich als Gorilla bezeichnet, aufgrund deiner muskulösen Statue und deine Art und Weise wie du Sprints gefahren bist.
- 38:58Speaker 1: Und deine Karriere weiß ich selbst vom Radsport obwohl ich es niemals auf dem Niveau hatte ist natürlich wahnsinnig viel mit Disziplin, Kontrolle, Feinheiten optimieren an unterschiedlichen Stellen im Training, im Wettkampf da hast Du natürlich die Kontrolle über viele Dinge gehabt.
- 39:17Speaker 1: bei Deiner Bei dem Thema deiner Mutter hattest du nicht die Kontrolle.
- 39:21Speaker 1: Und als Profi hast du gesagt, dass du im Nachhinein jetzt im Unterbewusstsein gemerkt hast, dass wahrscheinlich zudecken oder das der Radsport, die auch geholfen hat dich abzulenken.
- 39:35Speaker 1: Vielleicht ist es mal für einige auch interessant wie hast Du denn das geschafft?
- 39:38Speaker 1: War das einfach das Umfeld?
- 39:40Speaker 1: war das einfach der Sport Der durch dein Adrenalin, deine Endorphine dich dann da abgelenkt hat?
- 39:46Speaker 1: oder hattest du auch für dich einen Schlüssel in den Mitteln ein Konzept?
- 39:49Speaker 1: Eine Idee wie du das für dich hinbekommen hast.
- 39:55Speaker 0: Ja ich habe viel mit Mental Coaches zusammengearbeitet dadurch dass ich immer Schulterprobleme hatte und dort natürlich irgendwo in den Sprints funktionieren musste.
- 40:11Speaker 0: Das System habe ich auch in der Zeit angewandt, dass ich mich im Kopf beschäftigt habe um mal negative Gedanken wegzudringen.
- 40:22Speaker 0: Und das hat mir in dieser Situation auch geholfen.
- 40:25Speaker 0: also... In dem Moment wo ich Rennen gefahren bin hab ich mich darauf konzentrieren können.
- 40:33Speaker 0: natürlich musste ich mich aktiv dazu motivieren mich dann auf diese Rennen so zu konzentrieren Und das hat mir in den Tagen, Monaten und Jahren, da hat mir das auf jeden Fall sehr geholfen.
- 40:50Speaker 1: Interessant!
- 40:52Speaker 1: Wenn du jetzt vielleicht... Das warst ja du der damit umgegangen ist?
- 40:56Speaker 1: Du hast auch schon Tipps gegeben an andere, dass das kommunizieren wirklich ganz wichtig ist wenn wir so ein bisschen Richtung Ende des Podcast mal vielleicht durch das Engagement was du hier mit reingebracht hast.
- 41:08Speaker 1: Hast du eine Idee oder weißt du Oder auch von deinem Gefühl her, was braucht denn die ALS-Forschung aus deiner Sicht am dringendsten aktuell?
- 41:18Speaker 1: Kann man sich mit Manpower unterstützen?
- 41:21Speaker 1: Brauchen Sie einfach Geld spenden oder was ist da... Was ist im Moment dort wichtig?
- 41:27Speaker 0: Weniger Bürokratie.
- 41:30Speaker 1: Ist auch ein guter Punkt!
- 41:34Speaker 0: Gerade jetzt in vielen anderen Krankheiten natürlich ja auch Manchmal braucht man morgen einen Treppenlift, weil man halt die Treppen nicht mehr hochkommt.
- 41:47Speaker 0: Aber durch die Bürokratie dauert das natürlich dann auch immer sehr lange.
- 41:52Speaker 0: Das sind auf dem kurzen Amtsweg viele Situationen zu meistern.
- 42:08Speaker 0: Das wäre natürlich sehr hilfreich!
- 42:10Speaker 0: in so einer Situation.
- 42:14Speaker 0: Das ist das einzige, was mir dort eigentlich einfällt weil damit würde man vielen Betroffenen auf jeden Fall sehr helfen.
- 42:24Speaker 0: bei verschiedenen anderen Krankheiten ist es natürlich genauso.
- 42:29Speaker 2: Und wie könnt ihr aus deiner Sicht einen Zuhörer sich für das Thema interessiert und sich jetzt eben auch Gedanken macht, wie er das Ganze unterstützen könnte.
- 42:38Speaker 2: Natürlich glaube ich, neun-neinzig Prozent der Zuhörer würden gerne die Bürokratie etwas nach unten regulieren.
- 42:44Speaker 2: Das zeigt sich in der Praxis natürlich schwer, aber was wäre aus seiner Sicht ein Ansatz, wie einen Zuhörer, der gerne das Thema unterstützen möchte dort aktiv werden kann?
- 42:55Speaker 0: Ja gut, da gibt es die DZN-Stiftung, Diesen Bonn ansässig, die da auf jeden Fall auf der Webseite verschiedene Kontakte hat und Spendengelder oder Spendenkonto dort aufgeführt ist.
- 43:16Speaker 0: Oder wenn man einfach informativ sich mit der Krankheit befassen möchte mit verschiedenen anderen Krankheiten natürlich auch.
- 43:23Speaker 0: Dort findet man auf jeden fall eine Anlaufstelle.
- 43:26Speaker 0: das würde sehr vielen Leuten und Betroffenen helfen.
- 43:33Speaker 1: Das packen wir auf jeden Fall in die Shownotes, ja dürfen wir zum Abschluss noch wissen was macht André Greipel heute?
- 43:42Speaker 1: Du hast deine Karriere beendet.
- 43:44Speaker 1: ich weiß dass du dann Bundestrainer warst.
- 43:47Speaker 1: Und was ich schön finde meine alte Heimat Bad Doberan Rostock wie du am Anfang gesagt hast da bist du wieder hingezogen und engagierst dich dort auch für den Radsport.
- 44:01Speaker 1: Was Was kann man von dir demnächst erwarten?
- 44:03Speaker 1: Was machst du im Moment, wenn du drüber reden magst.
- 44:07Speaker 1: Sieht man dich in Zukunft wieder irgendwie in Verbindung mit dem Radsport oder mit Themen zu ALS?
- 44:15Speaker 0: Im Radsports wird man mich immer in Verbindungen wählen.
- 44:18Speaker 0: Ja was mache ich?
- 44:22Speaker 0: Also hauptsächlich bin ich eigentlich mit Uwex ganz gut verbunden.
- 44:30Speaker 0: Dort beschäftigen wir uns mit den aktuellen Produkten.
- 44:33Speaker 0: Ich bin Team Leson zwischen Team Coffidis und Sponsor selbst, also das heißt ich versuche zusammen mit dem Uwex-Team die Produkte zu verbessern neue Produkte entwickeln und natürlich ja die Performance und hoffentlich auch die Verkaufszahlen der Firma UweX dort voranzutreiben.
- 44:58Speaker 0: Das macht mir auf jeden Fall sehr viel Spaß, weil wir überall sehr gut vertreten sind in den Sportarten.
- 45:06Speaker 0: Sei es Wintersport oder Triathlon-Radsport.
- 45:12Speaker 0: Überall sind wir sehr, sehr gut vertreten und dieses Jahr war ich noch beim UEE Frauenteam als Sprintcoach involviert.
- 45:23Speaker 0: Mal gucken ob weiter machen nächstes Jahr, aber momentan bin ich eigentlich sehr sehr happy hier oben.
- 45:30Speaker 0: Das macht mir mega Spaß mit den Kindern ja auch zweimal manchmal drei mal die Woche.
- 45:35Speaker 0: Die werden ja auch älter brauchen mehr Training dass sich dort den Kindern irgendwo ein bisschen helfen kann in der Trainingsgestaltung und dort im Radsport irgendwo etwas zurückgeben kann.
- 45:49Speaker 0: Aber generell finde ich es finde ich so auf jeden Fall schön öfters im eigenen Bett zu Hause zu schlafen.
- 45:56Speaker 1: Das kann ich gut verstehen!
- 45:58Speaker 1: Ja, was wofür ich sehr dankbar bin?
- 46:00Speaker 1: Wir kennen uns jetzt so viele Jahre.
- 46:02Speaker 1: du sagst in sehr vielen Interviews und hast es eben auch bei uns hier am Ende gesagt Du bist jemand der möchte gerne dem Sport etwas zurückgeben weil der Sport die so viel gegeben hat und das ist finde ich ja wunderbar am Ende zusammengefasst ein schöneres Schlusswort kann man gar nicht finden André, vielen, vielen Dank.
- 46:20Speaker 1: Wir werden gerne deine Infos wo man unterstützen kann wenn wir mit in die Schaunutz packen auch gerne Wenn du uns das zuschicken magst von ufx vielleicht interessiert dass auch einige was du da so machst im Moment und möchte sich da mal einlesen Und ich hoffe wir sehen uns bald wieder.
- 46:38Speaker 1: dank dir Philipp für deine Unterstützung.
- 46:41Speaker 1: dank dir andré Und ganz lieben Dank dir alles Gute Für Alles Was Du Machst.
- 46:47Speaker 0: Ja danke euch Vielen Dank.
- 46:52Speaker 0: Mit euren Athleten, egal in welchem Fitnesslevel.
- 47:02Speaker 1: Ja vielleicht ist das auch noch interessant.
- 47:03Speaker 1: Wir durften damals mit deiner Mutter trainieren wie du es schon gesagt hast der Andi im Rostock.
- 47:09Speaker 1: wir durften selbst mit dir auch trainieren Und das zeigt dann vielleicht auch, welches Spektrum manchmal möglich ist.
- 47:17Speaker 1: Wenn man Coaches hat die sich auch wirklich da reinknien wollen und das machen wir bei Fit Team auch.
- 47:23Speaker 1: Das heißt wer da auch Unterstützung braucht kommt gerne auf uns zu und damit beenden wir diesen Podcast.
- 47:28Speaker 1: vielen Dank an euch bis dann!
- 47:30Speaker 1: Danke euch!
- 47:34Speaker 3: Du willst einen unserer Coaches buchen?
- 47:36Speaker 3: Oder du bist selbst Trainerin oder Trainer und hast Interesse an unserem Geschäftsmodell.
- 47:41Speaker 3: Dann findest du den Link zu allen wichtigen Infos in unseren Shownotes.
- 47:45Speaker 3: Außerdem freuen wir uns über einen Like oder wenn Du unseren Podcast weiter empfiehlst!
- 47:50Speaker 3: An alle, die gesund bleiben
- 47:51Speaker 1: wollen
- 47:51Speaker 3: mit dem Fit Team Podcast.