Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg-News: Streik am Flughafen
Transcript
- Music. Lars Heider. Heute geht es um Streiks am Hamburger Flughafen. Weitere Themen, Großkontrolle am Hauptbahnhof, große Pläne mit dem Haus der digitalen Welt und das Ende des Kleingelds bei Hinz und Kunz. Also nicht ganz das Ende des Kleingelds, aber hören Sie mal, was damit gemeint ist. Dazu gleich mehr. Wie gesagt, zunächst wie immer die drei meistgelesenen Themen und Texte auf abendblatt.de. Platz 3, U5 an der Alster, Hochbahn rudert überraschend zurück. Auf Platz 2, kein Arzttermin. Hamburger gehen zu oft in die Notaufnahme. Und auf Platz 1 Pleiten, Pech und Perso weg, was Wahlhelferinnen in Hamburg erleben. Das waren, das sind die Top 3 auf abendblatt.de. Music. Das einst als Landesbankgalerie bekannte Gebäude der früheren HSH Nordbank am Gerhard-Hauptmann-Platz in Nachbarschaft zu Thalia Theater und Karstadt soll vom hässlichen Endlein zum schönen Schwan werden. Eine von der Behörde für Kultur und Medien in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie des Düsseldorfer Architekturbüros Christoph Ingenhofen Architex hat ergeben, dass sich diese Immobilie tatsächlich sehr gut als möglicher Standort für das geplante Haus der digitalen Welt eignet. Bürgermeister Peter Tschentscher, Finanzsenator Andreas Dressel und Kultursenator Carsten Broster haben heute bei einem Ortstermin vorgestellt, wie das Haus konkret aussehen und genutzt werden soll. Ein genauer Zeitplan steht noch nicht fest, aber wir wollen zeitlich auf die Tube drücken. Anfang der 20, 30er Jahre soll es soweit sein, das sagte Kultursenator Carsten Broster. Ende 2026 zieht die Hamburg Commercial Bank aus dem Gebäude aus. Danach sollen die Planungen konkret werden. Das Haus der digitalen Welt wird gemeinsam von der Stiftung Hamburg Öffentliche Bücherhallen, der Volkshochschule und weiteren Partnern entstehen. Es soll ein Ort der städtischen Bildungslandschaft sein, mit einer innovativen öffentlichen Zentralbibliothek und mit einer breiten Palette an Nutzungsmöglichkeiten, so der Senat. Passagiere am Hamburger Flughafen müssen sich vor allem am morgigen Donnerstag und übermorgen am Freitag auf Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat vom Beginn der Nachtschicht am Mittwoch bis zum Ende der Spätschicht am Freitag zu einem Warnstreik aufgerufen. Betroffen seien Beschäftigte der Flughafen AG, aber auch die der Instandhaltung, der IT-Dienste, der Flughafensicherheitsdienste, der Passagierabfertigung und der Gepäckbeförderung heißt es. Der Flughafen selbst konnte die Auswirkungen des Warnstreiks wegen der kurzfristigen Ankündigung zunächst nicht abschätzen. Eine Sprecherin sagte nur, ich zitiere, die Passagiere werden gebeten, sich fortlaufend über ihren Flugstatus zu informieren und bei Bedarf Kontakt mit der gebuchten Airline aufzunehmen. Zitat Ende. Bislang seien für Donnerstag 146 Starts und 148 Landungen sowie für Freitag 141 Starts und 140 Landungen geplant. Hintergrund des Warnstreiks, oft besprochen, ist die Tarifrunde im öffentlichen Dienst. Einsatzkräfte der Bundespolizei und der Polizei Hamburg haben bei einer Kontrolle am Hauptbahnhof 14 Messer gefunden sowie weitere Verstöße aufgedeckt. Innerhalb von sieben Stunden hatten 60 Einsatzkräfte rund um den Hauptbahnhof fast 600 Menschen durchsucht. Neben den sichergestellten Messern habe es auch drei Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie fünf Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz gegeben. Zudem sei es bei den Kontrollen zu einer Beleidigung sowie zweimal zu Widerstand gegen die Beamten gekommen. Insgesamt seien in elf Fällen Strafverfahren eingeleitet worden. Dazu passt diese Meldung, die CDU will ganz Hamburg zur waffenfreien Zone machen. Die dazu notwendige Gesetzesänderung wolle er im Fall eines Wahlsiegs seiner Partei bei der Bürgerschaftswahl am kommenden Sonntag anstoßen. Sagte CDU-Spitzenkandidat Dennis Thering. Straftaten mit Messern und Schusswaffen gehörten in der Stadt inzwischen zum traurigen Alltag. Deshalb reiche es nicht aus, nur in bestimmten Zonen Waffenverbote auszusprechen. In ihrem Wahlprogramm hatte die CDU bereits angekündigt, Hamburg zur sichersten Großstadt in Deutschland machen zu wollen und dabei auch eine Ausweitung der Waffenverbotszonen gefordert. Zum Kauf des Hamburger Straßenmagazins Hinz und Kunz ist kein Bargeld mehr nötig. Wie der Verlag mitteilte, können Kundenmagazine, Sonderausgaben oder Kalender ab sofort per Smartphone kaufen. Ziel sei es, allen Menschen den Kauf zu ermöglichen und die Verkäuferinnen und Verkäufer damit zu unterstützen. Dazu sagt Geschäftsführer Jörn Sturm, ich zitiere, immer mehr Menschen haben kein Bargeld dabei, was für unsere Verkäuferinnen und Verkäufer eine echte Herausforderung bedeutet. Zitat Ende. Um digital zu bezahlen, müsste mit einem Smartphone nur ein QR-Code auf dem Verkaufsausweis gescannt und das gewünschte Produkt ausgewählt werden. Optional könne auch Trinkgeld hinterlassen werden. Zunächst wurde das neue Bezahlsystem in einer Pilotphase getestet. Nun wird es den Angaben zufolge allen Verkäufern zur Verfügung gestellt. Das klingt doch gut. Einen Podcast-Tipp habe ich für Sie natürlich auch noch. Unser schöner Podcast, das Scholz-Update, geht weiter. Mindestens so lange, wie Olaf Scholz noch Bundeskanzler ist. Danach müssen wir vielleicht mal an dem Titel arbeiten. Heute ist der liebe Kollege Jörg Kroos zu Gast, der Chefredakteur der Zentralredaktion der Funke Medien in Berlin. Und natürlich sprechen wir über all das, was in den vergangenen Tagen passiert ist, über Friedrich Merz, über Robert Habeck, über Christian Littner, über Die Linken und natürlich über Olaf Scholz. Hören Sie mal rein unter www.abendblatt.de. Und wir, wir hören uns morgen wieder mit den Hamburg News um 17 Uhr. Bis dahin. Tschüss. Ein Podcast von Funke. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auf abendblatt.de.