Latest / Brichta & Bell - der Wirtschafts-Podcast / Notenbank warnt vor Blase – Wenn Euphorie gefährlich wird
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- Ja, schön, dass ihr heute bei uns seid und wir haben ja schon öfter über die nächste Korrektur an den Märkten geredet oder möglicherweise auch den nächsten Crash. Durch den Iran-Krieg sind wir bisher relativ glimpflich durchgekommen, bis auf den Ölpreis, klar, und das teure Tanken, das haben wir alle gespürt. Aber an den Börsen, Raimund, da haben wir ja eigentlich schon wieder neue Rekorde gesehen in den USA, aber auch bei uns im Tech-DAX, angetrieben eben von den Tech-Werten. Kommen wir noch drauf. Jetzt sprechen wir aber erstmal über eine ganz spannende Meldung bzw. Eine Warnung, die da von der Europäischen Zentralbank kommt. Die warnt von einer möglichen scharfen Korrektur an den Finanzmärkten. Investoren würden Risiken aus geopolitischen Konflikten, da sind wir wieder beim Iran unter anderem, der Inflation und der Staatsverschuldung unterschätzen. Über all das haben wir schon gesprochen. Auch die Bank of England hatte ja zuletzt gewarnt. Also was ist da los? Wie real ist die Gefahr? Ja, also zu den Märkten kommen wir wie gesagt noch. Ich glaube auch, dass da jetzt mal eine Korrektur demnächst ansteht. Aber was die Zentralbanken da von sich geben, wir hatten ja mit dem Bundesbankvorstand Theurer ein ähnliches Gespräch. Auch da eine große Warnung. Jetzt die EZB schlägt eigentlich in die gleiche Kerbe. Ich meine, dass die Vermögenspreise hoch sind, das wissen wir ja schon seit langem. Dass sich daraus jetzt irgendwann mal, und das sagen die Notenbanken ja auch, auch eine Korrektur möglich, aber ich glaube, die reden gar nicht von einer Korrektur, sondern sie warnen ja eigentlich von einem größeren Abschwung, den ich ja auch sehe, wie du weißt, aber erst Ende dieses Jahrzehnts frühestens, also bis dahin. Genau, du brauchst noch ein bisschen Zeit. Genau, bis dahin, das ist ja so, Notenbanken müssen warnen und müssen ja auch dann nachher sagen, okay, wir haben es ja gewusst oder wir haben es gesagt rechtzeitig, aber dass es noch ein paar Jahre dauern kann, das wagen sich Notenbanken natürlich nicht zu sagen und man muss ja auch noch sagen, Dazu sagen, die sind ja mitbeteiligt daran, dass die Vermögenspreise so hoch sind. Vielleicht, bevor du das nochmal erklärst, warum, müssen wir vielleicht mal über diese Vermögenspreise reden. Also das ist ja, wenn so eine Notenbank so eine Meldung rausgibt, ist das ja total technokratisch, versteht der normalen Mensch nicht, der sich da nicht jeden Tag mit beschäftigt. Deswegen vielleicht nochmal kurz den Satz als solchen. Die Vermögenspreise sind trotz einiger Anpassungen weiterhin im historischen Vergleich überdehnt, hat die EZP ja gesagt. Also vielleicht erklär mal kurz nochmal, was ist damit genau gemeint? Also darüber haben wir ja schon auch öfters geredet. Nochmal hier zur Einordnung. Es geht um Aktien als Sachvermögenswerte, die in den letzten Jahren, ja fast Jahrzehnten, exorbitant gestiegen sind. Es geht um Edelmetalle, auch darüber haben wir oft gesprochen, die ja auch kräftig, kräftig zugelegt haben. Zum Beispiel der Goldpreis über 5000 Dollar pro Finance zeitweise. Und es geht letztendlich auch um Immobilien. Und da gibt es ja immer wieder die Blasen, die dann auch wieder platzen. Und ich sage mal, diese drei Vermögenspreisarten, Aktien, Edelmetalle, Immobilien, das ist natürlich so, dass sich diese Preise immer wieder auch wieder korrigieren. Und wir haben das ja auch erlebt in den letzten Jahrzehnten. Wir haben Aktiencrashs gehabt, große Einbrüche, ob das Corona-Krise war. Wir haben längerfristige Einbrüche gehabt, wie zur Zeit der Dotcom-Plaze, als die platzte Anfang der 2000er Jahre, dann zur Zeit der Finanzkrise. Also sowas. Immer wieder möglich, aber wir müssen doch darauf ausgehen, dass die Notenbanken daran einen ganz, ganz großen Anteil haben und darüber reden sie natürlich nicht. Ja, okay, dann lass uns darauf eingehen. Also ich hätte sonst vorher nochmal ganz kurz eingebracht, um diese Sprache nochmal für euch da draußen so ein bisschen klarer zu machen, weil sie sagen ja, die Vermögenspreise sind historisch überdehnt und das mache die Märkte anfällig für eine scharfe Neubewertung. Heißt ja eigentlich nur übersetzt, da gibt es einen fetten Crash und alles geht runter und deswegen, das ist die Art der Neubewertung, oder? Dadurch, dass die Titel sich da massiv verbilligen. Genau, das ist ja die Ausdrucksweise der EZB-Bürokraten, die sich ein bisschen komplizierter ausdrücken. Aber du hast das, glaube ich, ganz gut zusammengefasst. Nur, es ist ja auch so, es gibt immer wieder kurze Einbrüche. Wir hatten ja im letzten Jahr, das war ja ein kleiner Crash im Zusammenhang mit dem Zollkrieg von Donald Trump angezettelt. Dann jetzt hier ein Mini-Mini, das war nicht mal ein Crash, jetzt eine Korrektur. Oder ja, Anlass angeblich der Iran-Krieg. Also sowas ist ja auch immer wieder drin. Und sowas kommt auch immer wieder vor. Das ist völlig klar. Die EZB kann dann sagen, naja, wir haben ja davor gewarnt. Aber ich glaube, solche kleine Korrekturen meinen die nicht, sondern schon was Größeres. Und das sehe ich ja auch. Ja, und dein Punkt ist ja, sie fluten die Märkte mit Geld. Sie öffnen die Geldschleusen. Das haben wir bei Corona gesehen. Das ist das, was du meinst mit sie haben auch einen Anteil daran. Einen großen Anteil, denn ohne, wir müssen mal sehen, was die Aktienkurse, bleiben wir mal bei den Aktien, aber das gilt auch für Edelmetalle und Immobilien, was die nach oben treibt, das ist ja tatsächlich die vorhandene Liquidität, also das vorhandene Geld, mit dem dann auch Großinvestoren was anstellen, sag ich mal, indem sie nämlich dann eben Aktien oder andere Vermögenswerte kaufen. Und wenn dieses Geld nicht da wäre... Dann würden die Vermögenspreise auch nicht so hoch sein. Dann würde es vielleicht auch der Wirtschaft schlechter gehen. Das kann schon durchaus sein. Es hat auch positive Effekte, was die Wirtschaftsentwicklung anbelangt. Das Gelddrucken, auch wenn es viele nicht sehen, ist aber so. Es hat aber auch positive Effekte. Und wir alle freuen uns ja, wenn die Edelmetallpreise steigen, wenn die Aktienkurse steigen, auch wenn die Immobilienpreise steigen. Es hat dann auch auf diese Vermögenspreise Auswirkungen. Aber ganz kurz. Was die EZB und was die anderen Notenbanken gemacht haben. Aber die EZB gibt den großen Investoren ja kein Geld direkt, oder? Indirekt schon, indirekt schon. Also gerade durch die Ausweitung der Notenbankbilanzen, das hat die EZB gemacht, das haben die Japaner gemacht, die anderen Notenbanken auch und die US-Notenbank FED erst recht. Aber was heißt das konkret aus der Bilanzen? Das ist ganz wichtig. Genau, das heißt ja, die haben ja Anleihen gekauft. Die Notenbank hat Anleihen gekauft. Also Staatsanleihen zum großen Teil. Aber auch andere Immobilienanleihen und so weiter. Was passiert dann in der Notenbankbilanz? Also die Notenbank hat das Geld ja gar nicht, mit dem sie die kauft, sondern das wird dann erst geschaffen. Und das ist ja diese Geldmengenausweitung. Also nehmen wir mal an, die Notenbankbilanz ist bei Null, was ja das wirklich ist. Und jetzt kauft die Notenbank, sagen wir mal, für eine Million oder eine Milliarde Staatsanleihen auf. Dann kriegt sie diese Staatsanleihen in die Bilanz hinein als Vermögenswert. Sie hat ja dann diese Anleihen, das ist ja auch eine Forderung. Aber auf der anderen Seite, diejenigen, die die Anleihen verkaufen, die kriegen dann Guthaben bei der Notenbank eingeräumt und das ist Geld. Und das sind ja meistens Banken, Großbanken, über die läuft das ja und auch Großanleger. Das heißt, dieses Geld war vorher gar nicht da und das ist dann von der Notenbank geschaffen worden. Und dieses Geld wird dann ja manchen, ja es wird auch nur bei der Notenbank wieder angelegt, das ist ja auch ein Großteil der Sache, aber dieses Geld wird dann auch dazu benutzt im Kreislauf eben um Aktien, um andere Vermögenswerte zu kaufen. Und das ist ja das große Ding. Und nur deshalb steigen die Vermögenspreise in den letzten Jahren, in den jetzten Jahrzehnten so stark. Wir reden immer wieder darüber, ja was soll, die Wirtschaft läuft nicht und die Aktienkurse sind trotzdem auf Rekordhöhe. Wie oft reden wir dann eigentlich darüber? Und dann heißt es ja, DAX ist ja immer eine Ausnahme. Die Unternehmen, die verdienen ja im Ausland auch Geld und machen da Umsätze. Das ist aber nicht das Hauptthema, weil die anderen in die C steigen genauso. Das Hauptthema ist tatsächlich die Liquidität, die Qualität, im System ist, die treibt die Vermögenspreise nach oben. Punkt. So, und da wir nicht davon ausgehen können, dass Sie damit aufhören werden bei der nächsten Krise, so habe ich jedenfalls Dich auch verstanden in den vielen, vielen letzten Folgen, die wir gemacht haben, was erwarten Sie dann? Also was soll sich sonst ändern, damit dieses Risiko wieder sinkt? Ja, die Notenbanken verkennen meiner Ansicht nach ihre eigene Beteiligung an diesem Spiel. Denn davon ist in den Warnungen ja keine Rede. Ja, auch wir Notenbanken müssen hier vielleicht aufpassen. Nein, was sie machen ist, sie warnen die Staaten davor, zu viele Schulden zu machen. Das gehört auch zur normalen Politik der Notenbank dazu. Ja, die Staaten zu warnen, passt ein bisschen auf, macht nicht so viele Schulden. Das ist natürlich richtig. Nur, dieses System brauchen natürlich, wenn die Notenbanken Staatsanleihen aufkaufen, brauchen sie natürlich auch Staatsanleihen. Und die Staatsanleihen sind natürlich Schulden des Staates. Also hier seht ihr doch, hier wirkt eins ins andere. Das ist ein System, was nicht so einfach zurückzusetzen ist, aber es wird irgendwann zurückgesetzt werden müssen, meiner Ansicht nach. Dass eben viele dieser Vermögenswerte auch dann auf Null oder auf weniger als den augenblicklichen Nominalwert zumindest zurückgesetzt werden. Aber das ist etwas, was in der ferneren Zukunft meiner Ansicht nach erst passieren wird. Jetzt noch nicht, frühestens zu Beginn des nächsten Jahrzehnts oder Ende dieses Jahrzehnts. Aber was ich auf jeden Fall erwarte, ist ein größerer... Ein größerer, vielleicht doch eher nicht ein Crash, aber jedenfalls eine größere Korrektur. Nicht so wie in den letzten Jahren immer wieder. Selbst der Corona-Crash war ja innerhalb weniger Monate wieder ausgebügelt. Also nicht solche Crashs, die kurzfristig wieder ausgebügelt werden, sondern die dann auch ein bisschen länger dauern. Ich schließe zum Beispiel auch nicht aus, dass das nächste Jahrzehnt, also die 30er Jahre. Ähnlich verlaufen jetzt von den Aktienmärkten her gesehen, wie die 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Denn die 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts, die wiederholen sich gerade. Nämlich mit exorbitant steigenden Vermögenspreisen. Das lief ja im vorigen Jahrhundert bis 1929, im Oktober 1929 bis zum großen Crash. Und dann war erst mal, ja so ein Zehnjahreszeitraum, wurden erst mal kleinere Brötchen gebacken. Dann gab es das nicht mehr. Die große Frage ist, wenn es wieder droht, so zu werden wie 1929, wenn der Crash kommt, darüber haben wir ja auch schon geredet, dann werden die Notenbanken versuchen gegenzusteuern. Sie werden wieder neue Liquidität in den Markt pumpen, obwohl das natürlich wieder zum Anstieg der Vermögenspreise langfristig beiträgt, aber das wird dann hingenommen. Und dann werden wir sehen, ob sich dann die Märkte wieder erholen. Wenn ja, wird es vielleicht doch eher eine kürzerfristige Korrektur werden. Wenn nein, dann könnte es eine längerfristige sein. Zwei Punkte. Ich würde eigentlich gerne direkt auf dieses Marktthema eingehen, was du zu Beginn auch gesagt hast, weil wir ja gerade an der Sache sind. Aber vielleicht noch ganz kurz eingeschoben mit Blick auf die Zinsen. Das ist ja auch eine ganz wichtige Aufgabe der EZB. Was machen wir denn da jetzt? Also in diesem Bericht steht ja auch Energieschock klar. Der Wirtschaft geht es gleichzeitig nicht gut. Viele rechnen trotzdem mit einer Zinserhöhung jetzt demnächst. Macht das Sinn in der aktuellen Situation? Weil das ist ja die große Aufgabe, vor der die EZB steht. Ja, es macht jetzt inhaltlich tatsächlich Sinn. Kaum Sinn oder hat kaum Sinn, weil wenn überhaupt so eine Zinserhöhung, wenn sie überhaupt einen Einfluss hat auf die Inflation, das wage ich ja zu bezweifeln, wir haben ja auch schon darüber geredet, dass Zinserhöhungen die Inflation eher nicht beeinflussen, sondern umgekehrt, dass eben wenn die Inflation hoch ist, dann auch automatisch die Zinsen steigen und umgekehrt, weil der Zins ja auch einen Anteil enthält, den man Inflationsausgleich nennt. So, das ist klar. Aber ob die Zinserhöhung überhaupt wirkt, ist ja, auf die Inflation meine ich jetzt, ist ja mehr als fraglich. Und wenn, dann ja, im Zeitraum von, sagen alle Experten, haben wir in der Uni damals auch gelernt, in einem Zeitraum von neun bis zwölf Monaten oder sagen wir mal, also rund ein Jahr genau. Genau, also die EZB, wenn die jetzt die Zinsen erhöht, wirkt sich das, wenn überhaupt, in einem Jahr aus. Aber sie wird es aus psychologischen Gründen möglicherweise tun, denn die Psychologie spielt ja eine ganz große Rolle. Nur, dass jeder weiß, aha, die Notenbanker gucken auf die Inflation und wenn sie jetzt eben etwas ansteigt, wegen des steigenden Ölpreises, wozu die EZB überhaupt nichts kann. Und da wird sich auch nichts daran ändern, wenn sie die Zinsen erhöht. Der Ölpreis ist, wie er ist. Und ich sage ja ohnehin, er wird nach unten gehen. Haben wir letztens, glaube ich, darüber schon gesprochen. Wenn nicht, können wir da auch gerne nochmal drüber sprechen, warum der Ölpreis auf Sicht der nächsten Monate fallen wird. Aber sie wird es trotzdem tun, davon gehe ich aus, in der ersten Juni-Sitzung wird sie die Zinsen etwas anheben, vielleicht noch ein zweites Mal im Laufe des Jahres. Sie hat ja auch einen Spielraum, denn der Zins liegt, der Leitzins, bei 2%, die Inflation liegt jetzt darüber in Richtung 3%, nicht ganz. Also ich sage mal, wenn der Leitzins ungefähr in Höhe der Inflationsrate liegt, ist das auch kein großes Problem. Deswegen wird diese leichte Leitzinserhöhung erstmal um ein Viertelpunkt und dann vielleicht noch um ein Viertelpunkt, dann wird der Leitzins bei zweieinhalb Prozent sein. Dann wird sich das austarieren, ist meiner Ansicht nach dann ganz kein großes Problem. Ein viel größeres Problem entsteht dann, aber darüber, denke ich, reden wir in einer Extrafolge, wenn die Notenbankbilanzen geschrumpft würden, wie das ja, und das ist ein ganz interessantes Thema, wie das ja der neue US-Notenbankchef Kevin Walsh vorhat. Der hat sich ja zum Ziel gesetzt, zumindest aus seinen früheren Veröffentlichungen heraus, wird das so interpretiert, die Notenbankbilanz der USA, die US-Notenbankbilanz zu schrumpfen, deutlich zu schrumpfen. Und das würde tatsächlich zu großen Problemen führen. Aber lass uns darüber mal in einer Extrafolge reden, denn ich glaube, das erfordert ein gewisses Maß an Erklärungen, und die wir jetzt nicht hier so aus der Lamengen liefern oder die ich nicht so aus der Lamengen liefern möchte. Gut, verstehe ich. Und beim letzten Mal hatten wir schon Zeitstress. Diese Woche ist es nicht anders. Wir haben noch zehn Minuten, Raimund, um das kurz mal anzuteasen. Wir würden gerne noch über den Markt sprechen und wir wollen doch endlich auch mal euch zu Wort kommen lassen. Drei Hörerfragen haben wir dabei, beziehungsweise von drei Hörern haben wir Fragen dabei. So und bevor wir die thematisieren, Raimund, wo stehen wir gerade? Also ich habe die Rekorde schon an der Nasdaq und auch beim TechDAX angesprochen. Die Stimmung ist wieder, ja gut, ich meine so richtig... Und mega geil ist sie nicht, weil dann doch immer wieder so Dämpfer dabei sind und sich dann teilweise jedenfalls im DAX immer wieder vor sich hin dümpelt, aber die Rekorde sind da. Also in Amerika ist es glaube ich besser als bei uns. Woran liegt das? Also die Rekorde sind jetzt tatsächlich gerade in den USA gigantisch. Da geht es ja raketenartig teilweise nach oben, gerade an der Nasdaq und mit einigen KI und sonstigen Aktien im Umfeld. Der S&P 500 Index, der wichtigste Börsindex der Welt, hat neun Wochen lang in Folge positiv abgeschnitten. Hier muss eine Korrektur kommen. Und alles, was steil nach oben geht, geht auch auf der anderen Seite der Fahnenstange oft steil nach unten. Ob es dann wieder zum Ausgangsniveau zurückfällt, ist eine ganz andere Frage, das glaube ich nicht. Aber eine Korrektur steht uns höchstwahrscheinlich bevor im Sommer. Und ja, so eine Art Hochpunkt könnte ich mir vorstellen, erst mal. Im Umfeld des SpaceX-Börsengangs, so ein riesen Börsengang, der viel auch Kapital bindet, die Leute wollen da ja investieren, müssen teilweise, haben wir ja in der letzten Folge gesagt, die ETFs, dass oft im Umfeld so eines großen Börsengangs erst mal ein Hoch in den Markt gesetzt wird und danach. Erstmal ruhiger zugeht, nicht gleich ein Crash kommt, aber dass dann dieser Rekordfahrt vorbei sein wird, das glaube ich schon. Also der Juni, der jetzt gerade begonnen hat, bietet sich an für einen solchen Hochpunkt und dann, wie es dann weitergeht in Richtung Sommer, Spätsommer, werden wir dann im Lauf der nächsten Folgen sicherlich wieder ganz genau verfolgen und beobachten. Da sind wir wieder bei Sell in May and Go Away. Zum Beispiel, ob das Was aber jetzt bis zum September dann auch wirklich durchführbar ist, ist eine andere Frage. Aber es kommt ja jetzt auch, ich gehe davon aus, dass die HOS erst noch ein bisschen weiter geht. Also in den Juni hinein. Dann würde man sagen, naja, also wer im Mai schon verkauft hat, hat vielleicht ein bisschen zu früh verkauft. Aber warten wir ab. So und jetzt kommen wir zu dem, was ich eben angeteast habe, Hörerfragen. Juhu, weil wir freuen uns immer sehr, wenn die kommen. Und sie kommen immer wieder, jede Woche kommen neue von euch. Wir haben zweimal den Thomas. Es sind nochmal zwei verschiedene Thomas und dann Ola, der uns geschrieben hat. So, fangen wir mal mit Thomas Nummer 1 an. Da geht es nämlich um Silber und da haben wir schon vor einigen Wochen drüber geredet und die Korrektur bei Silber haben wir ja auch alle verfolgt. So, er fragt konkret dich, Raimund, für Silber sind Sie laut Ihren Kommentaren, die ich sehr schätze, bullisch. So, und warum haben Sie dann kein Silber in Ihrem Ware-Werte-Depot? Darüber haben wir auch mal drüber geredet. Du hast ja noch deine Seite, auf der du dieses Depot mit, ich weiß gar nicht, wie viele Kollegen es sind. Abbildest, schon seit Jahren. Und da die einzelnen Werte und die Performance dir anschaust. Seine Frage ist, sehen Sie Silber nicht als wahren Wert an? Ja, gute Frage. Nächste Frage, nein. Natürlich sehe ich Silber als ein wahrer Wert. Sagen wir es mal so. Wir haben Gold in unserem Waren-Werte-Depot. Und haben uns bewusst nur für Gold entschieden. Damals, ich glaube, es war im Jahr 2015, als wir in Gold eingestiegen sind, also auch schon über zehn Jahre her. Bewusst nur fürs Gold entschieden, weil Silber ganz einfach stärker schwankt in seinem Preis. Das war auch schon immer so. Der Silberpreis schwankt viel stärker, geht stärker hoch, geht aber dann auch am Anschluss wieder stärker nach unten. Und wir haben ja auch mal über die ganz große Silberspekulation in den 80er, Anfang der 80er Jahre gesprochen, dass der Silberpreis ja so hoch war wie jetzt fast, so hoch war wie jetzt und dann eben über Jahrzehnte lang sich weniger getan hat. Also deswegen, der Silberpreis ist für mich eher spekulativer und wir haben ihn deswegen nicht im wahre Wertedepot, weil wir uns darauf konzentrieren, auf Werte, die möglichst wenig schwanken. Beim Goldpreis muss man ja in den letzten Jahren sagen oder auch in diesem Jahr gerade, der schwankt jetzt auch schon relativ heftig. Aber gut, wir haben da in dem Ware-Werte-Debo auch satte Gewinne drauf, da ist das nicht so schlimm. Würden wir jetzt erst in Silber einsteigen, hätten wir da wahrscheinlich auch schon teilweise Verluste, wie auch immer. Aber es ist tatsächlich die Schwankungsanfälligkeit, die uns im Ware-Werte-Depot davon abgehalten hat, auch auf Silber zu setzen. Tendenziell, hast du recht, tendenziell gehen Gold und Silber, Thomas, in eine ähnliche Richtung. Deswegen, wenn Gold weiter steigen sollte, müsste langfristig auch Silber weiter steigen. Ich hoffe, das überzeugt dich, Thomas. Wenn nicht, schreib uns gerne. Die E-Mail kennst du. Jetzt kommen wir zur Mail von Ohlha. Und ich hoffe, das habe ich richtig ausgesprochen. Er schreibt, erstmal danke für den Podcast KI-Krieg Roboter und der Umbau der Industrie. Das ist schon wieder ein, zwei Monate her. Raimund, da hatten wir den KI-Experten Raphael Schimanski zu Gast. Und er sagte, er fand das super interessant, das Thema und auch total aktuell, ist aber, Raimund, mit deiner Aussage Blick in die Glaskugel, wie du die Sichtweise von Herrn Schimanski bezeichnet hast, nicht einverstanden. Für ihn wirkt das eher wie eine logische Schlussfolgerung als wie eine Spekulation. Ja, Ola. Kann ich gerne an den Etienne weitergeben. Ich glaube, das hat der Etienne gesagt, am Ende sogar das Podcast. Das war ein Blick in die Glaskugel. Das war nicht ich. Aber ist egal. Wir sind Journalisten und wir übertreiben auch mal so ein bisschen. und natürlich alles, was in die Zukunft geht. Ich rede ja auch immer über die Glaskugel, wenn ich Prognosen mache. Also ich nehme das jetzt nicht so ernst oder so, dass wir unseren Podcast-Gast da nur als Phantasten bezeichnet hätten. Das war er bestimmt nicht. Und er hat einfach mal das gesagt, was er für die Zukunft erwartet. Und das war gut so. Ich glaube, es ist auch bei allen von uns so angekommen. Oder, Etienne, was meinst du? Ja, absolut. Ich glaube, der Punkt ist einfach, dass wenn man jetzt über mögliche Roboter-Humanoide-Produktion spricht, die ja tatsächlich stattfindet, aber da gibt es einfach noch nicht so viele Infos und die Spekulation über Einsatz in Kriegsgebieten auch da, klar, da haben wir wenig Einblick und deswegen ist es so eine Art Glaskugelblick, die aber sehr aktuell und auch nachvollziehbar ist. Und deswegen, also bin da ganz bei dir, Ramon. Ich glaube, thematisch hat das total gesessen, was der Hesemanski da gesagt hat. Gut, dann können wir vorstellen, dass wir das Thema ohnehin nochmal aufgreifen, weil das jetzt der Startschluss ist gerade. Auf jeden Fall, das haben wir ganz bestimmt vor. Es gibt auch jetzt tatsächlich interessante neue Studien, ich glaube der Schwedischen Reichsbank. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, die da sogar jetzt wieder über den Arbeitsmarkt, auf die Folgen von den Arbeitsmarkt darauf eingeht. Und die sagt sinngemäß, dass unter der KI die Jüngeren mehr leiden, also platztechnisch als die Älteren, weil viele Unternehmen möglicherweise sich jetzt sogar weigern, Jüngere einzustellen, die vielleicht irgendwann ohnehin durch die KI ersetzt werden können. Aber Ältere ja ohnehin noch nur noch einen überschaubaren Zeitraum haben, mit dem sie dem Unternehmen geldmäßig auf der Tasche liegen. Also ich fand das einen interessanten Ansatz. Ich muss mir die Studie mal genauer ansehen. Und ich glaube, da werden wir auch mit einem Experten demnächst mal ein interessantes Gespräch zu führen. Absolut. Und neben VW hat ja auch mittlerweile Mercedes gesagt, dass Rüstung interessant ist für das Unternehmen. Also auch da passiert total viel gerade. Deswegen. So. Frage Nummer drei wieder ein Thomas. Diesmal kommt er aber aus der Schweiz und da ging es ums graue Nashorn. Und er sagt, habe ich da beim Thema politische Risiken etwas verpasst? Er sehe große Risiken bei uns in Deutschland, wenn demnächst in einzelnen Bundesländern oder sogar auf Bundesebene die AfD regieren sollte oder zumindest an einer Regierung beteiligt sein könnte. In Brüssel schreibt er weiter, reibe man sich die Hände, dass sie nicht länger von Orbán torpediert werden. Da hat es einen Machtwechsel gegeben in Ungarn. Die Slowakei und Bulgarien stehen in den Startlöchern, die Orbán-Nachfolge anzutreten und sein Erbe fortzusetzen. Also da hat er einige Punkte, die er als Risiko sieht. Was sagst du dazu, Raimund? Also, noch ein Thomas. Hallo Thomas, klar. Aus der Schweiz hast du uns geschrieben. Ja, natürlich sind das alles Risiken, selbstverständlich. Nur wenn du jetzt die Auswirkungen auf die Börsen betrachtest, kennst du das Sprichwort, zu dem ich vollstehe und es hat bisher immer gewirkt, politische Börsen haben kurze Beine. Ja, das kann zu vorübergehenden Friktionen führen, aber ich glaube nicht, dass es das Börsengeschehen nachhaltig beeinträchtigt. Da gibt es andere Faktoren, wie die Geldpolitik, die Zinspolitik, beziehungsweise auch die Geldmengen, die eigentlich die Hauptfaktoren sind. Und beachte, Thomas, selbst ein Donald Trump in den USA. Ich will ihn jetzt nicht mit der AfD gleichsetzen, aber es gibt vielleicht ein paar Parallelen, kann sich jeder selbst was ausmalen. Selbst der hat es nicht geschafft, den US-Aktienmarkt nach unten zu bringen, außer zu vorübergehenden Korrekturen im letzten Jahr und in diesem Jahr wegen des Irankrieges. Also auch daran siehst du, solltest du dich bei allen politischen Risiken, was die Auswirkungen auf die Börsen anbelangt, ich will das andere nicht werten, das ist jetzt was völlig anderes, aber nur die Auswirkungen auf die Börsen, die dürften aus meiner Sicht begrenzt sein. Berichter und bell at ncv.de oder at gmail.com, eure Anlaufstelle für eure Fragen an uns. Wir freuen uns drüber, machen für heute den Sack zu. Freuen uns, dass ihr dabei wart. So machen wir es. Und ja, ich freue mich schon auf die nächsten Folgen. Wir haben spannende Themen. Was gibt was Neues bei Silber? Werden wir demnächst auch thematisieren. Da gibt es die Mehrwertsteuerfreiheit, bestimmten Lagermöglichkeiten. Die ist wohl gestrichen worden. Aber wir haben dazu dann einen Experten, der uns sagen kann, wie man trotzdem noch davon profitieren kann. Also es bleibt spannend. Liked uns bitte. Abonniert uns. Und bleibt uns toll. Bis zur nächsten Woche. Ciao, ciao.