Latest / Fadegrad / Vom Bankangestellten zum Armutsbetroffenen
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- 0:07Wenn man über so lange zieht mit sehr reichen Leuten zu tun hat.
- 0:14Dann hat man auf einmal das Gefühl, man sei auch so reich,
- 0:17man sei auch so ein elitärer. Wir sagen Bestandteil davon, man
- 0:21ist Duzis mit den eigenen Kunden, oder?
- 0:29Das ist Raymond Bursch. Er ist 74 in st.
- 0:33Gallen, wohnhaft und eine von 700 000 Menschen, die von Armut
- 0:37betroffen ist. Das heißt, ihm stehen monatlich
- 0:41nicht mehr als 2284 Franken zur Verfügung.
- 0:46Wie es dazu gekommen ist, dass der ehemalige Banker heute in
- 0:50einer eineinhalb Zimmer Wohnung lebt, im Caritasmarkt muss
- 0:53einkaufen und nur der ÖV anstatt einem eigenen Auto, erzählt er
- 0:58uns heute anlässlich zum 100 Jahre Jubiläum der Caritas St.
- 1:03Gallen Appenzell habe ich mich mit Raimund zum Thema Armut
- 1:07unterhalten dürfen. Wir haben uns dazu bei der
- 1:10Regionalstelle der Caritas St. Gallen an der Langgasse 11
- 1:13getroffen. Mein Name ist Gabra Limhoff und
- 1:17vatdergrad Podcast host. Vater Grad der Podcast, der
- 1:32fragt, warum Menschen tun, was sie tun und wie sie geworden
- 1:36sind, wer sie sind. Raymonds Wir ist da für die,
- 1:46wenn jetzt idi quasi als Mensch, wovon aber betroffen ist und mir
- 1:51über das Thema redet, ist das für dich speziell unangenehm
- 1:54oder redest du gerne über das Thema?
- 1:56Ja, also überhaupt nicht. Aber vor vielen Jahren wäre das
- 2:00absolut ein unangenehmes Thema gewesen und ich wäre
- 2:03wahrscheinlich gar nicht da. Nein, ich habe sehr viel mit mir
- 2:06selber. In der Phase von der Armut hat
- 2:11es mir viel zu denken gegeben und ich muss effektiv sagen, das
- 2:15ist leise Zeit an Erfahrungen, wo ich an Überlegungen, wo ich
- 2:20alles machen darf über mein Leben vorher, über meine
- 2:23Vergangenheit und schlussendlich weiß ich ja, es geht überall,
- 2:29immer ein Teil auf. Jetzt sind wir beim Caritas
- 2:32Markt oberhalb in den Büros der Arbeitsstelle Caritas.
- 2:36Hast du erst Unterstützung erfahren von der Caritas oder
- 2:39wie hat man die? Wie hat man die unterstützt
- 2:42Armut? Also absolut.
- 2:44Jetzt, ich habe nicht direkt von der Caritas zu unterstützen,
- 2:48aber ich weiß, dass Caritas tut unterstützen.
- 2:51Es ist einfach, dass ich jetzt April gelandet bin, aber ich
- 2:55weiß, dass Caritas genau das gleiche gemacht hätte für mich,
- 2:58wie das auch proselektute. Gemacht habe und du gehst auch
- 3:02da im Caritas Markt von Guichau. Jawohl, das mache ich und ich
- 3:06muss sagen, dass für das tue ich den Caritas ein.
- 3:11Winden. Dass ich immer den Newsletter
- 3:13bekomme, wo wieder ich wo kann hingehen, was günstig ist.
- 3:18Ich komme da so eine Ausweise leggi sagt man dem nicht und das
- 3:24ermöglicht mir, dass ich überall vergünstigt mache.
- 3:31Möchtest du uns erzählen, wie es dazu kommt, dass du in die
- 3:34Armut. Ja.
- 3:35Komisch, weil wenn man die so anschaut, Raymond, du bist sehr
- 3:38Adrenalin angelegt, schön Hemd. Wir würden nicht denken, dass Du
- 3:42von dem betroffen bist. Magst du uns ein bisschen
- 3:44erzählen, ja. Was ich dazu sagen ist, ich habe
- 3:48ein Riesenglück gehabt. Ich habe Dörfl in einer Familie
- 3:51aufwachsen, wo es finanziell sehr gut gegangen ist.
- 3:55Ich. Bin auch gut ausbildet worden.
- 3:58Ich bin in der Matura, Klassik, Gymnasium bin ich gewesen und
- 4:02ich habe auch einen sehr guten Job gehabt.
- 4:04Ich habe auf der Bank arbeiten, aber auch.
- 4:07Im internationalen Bankengeschäft oder wo ich mich
- 4:11wegen der Sprache sehr gut fühle jetzt.
- 4:14Das alles hat dazu beiträgt, dass ich weiß, was es heißt, im
- 4:19Luxus zu leben. Ich habe eine Ahnung, ich habe
- 4:22eine Ahnung, mit Leuten umzugehen, was sehr viel Geld
- 4:25hat oder nicht, und es hat sich auch bewährt, über die viele
- 4:29Jahre, bis ich 50 Jahre alt bin, und wenn man da einmal gehabt
- 4:35hat, dann muss man es nicht unbedingt haben und man dauert
- 4:39nicht etwas, wo man das Gefühl hat, oh, das hätte ich auch mal
- 4:43erleben, ich kenne. Das die tollen Hotels und wenn
- 4:47man überall herumgeführt wird das ist alles sehr wunderschön
- 4:51aber im Grunde genommen muss ich das heute gar nicht mehr haben.
- 4:55Ich fühle mich sehr wohl alleine wenn ich da mit dem öv da von A
- 5:00nach B fahre und nicht mehr muss mich da anpassen in einer Welt
- 5:07wo ich eigentlich wenn ich zurückschaue gar nie hätte
- 5:11dürfen gehören. Was ist denn?
- 5:13Passiert. Es ist.
- 5:15So mit 50 Jahren, also bei ner Grossbank ohne Namen zu nennen,
- 5:20hab ich sehr viel Jahren als über 20 Jahre geschafft.
- 5:24Ich bin private Banker, das heißt ich hab es Kunden betreuen
- 5:30und zwar vor allem spanisch sprechende Kunden, weil ich eben
- 5:34in Südamerika geboren bin in Caracas oder habe ich Spanisch
- 5:37gelernt, natürlich Englisch habe ich auch gelernt.
- 5:41Dann natürlich Französisch ist auch noch dazu und jetzt ist das
- 5:45so passiert, dass ich sehr glücklich von der von der
- 5:49Grossbank eigentlich abgegangen bin, wieso?
- 5:53Weil ich von einem Kopfjäger, der so nennen wir die Hand
- 5:57sollte die holen, alles Leute, wo sie meinen das sagen
- 6:01Kapazitäten aus den Firmen nutzen und dann zu vermitteln,
- 6:06oder? Das ist mit mir passiert.
- 6:08Ich bin Pizzener und ausländisch beherrschte Bank.
- 6:12Eine Deutsche Bank bin ich vermittelt worden, ich habe
- 6:16sofort. Ramstufe erklommen, ich hab
- 6:20sofort mehr sehr viel mehr verdient nicht, und das ist für
- 6:24mich dazumals alles sehr wichtig Antenne interessanterweise habe
- 6:30ich die Leistung nicht erbracht, die haben die Messlatte sehr
- 6:34hoch gesetzt, ich hätte mir sehr viele Kunden vermögen
- 6:39akquirieren und das ist mir nicht gelungen, man hat mir ein
- 6:42zweites Jahr Chance gegeben, ist mir auch nicht gelungen und
- 6:46haben wir uns gegenseitig verabschiedet.
- 6:51Und dann bis zum nächsten Job gegangen.
- 6:52Ja, da habe ich natürlich gedacht, ich bin doch ein
- 6:55Siecher, oder nicht? Ich habe das, ich bin ja bei der
- 6:58Großbank gut, wunderbar abgangszeugnis, und das heißt,
- 7:03jetzt hat nicht der so geklappt wie der ausländische, aber ich
- 7:05will, ihr seid ja Gott sei Dank noch viel mehr Banken und ich
- 7:09denke teils und habe dann mich beworben und gefunden, ja, das
- 7:13wird nicht lange dauern, dann bin ich wieder in den Job.
- 7:17Ist natürlich nichts passiert. Es ist so, dass wenn man, wenn
- 7:22man eigentlich nicht mehr kann, weiterhin tätig sein als
- 7:27vermögen sie einbringer. Denn Banken nicht so freuen,
- 7:32also vor allem in dem Bereich Private Banking.
- 7:36Und es ist interessant, wie der Kreis ist.
- 7:39In der Schweiz, also alle Banken haben dann ziemlich bald von mir
- 7:43gewusst, dass ich eigentlich kein guter Leistungspringer bin
- 7:47für sie und vor allem für das Geld, was investieren oder nicht
- 7:51also? Offen gesagt, ich hab keine
- 7:54Anstellung mehr gefunden. Ich werde auch bereit zählen
- 7:59oder sonst eine einfache Arbeit bei der Bank.
- 8:02Aber nein, ich bin ausgeschlossen von der
- 8:05Bankenwelt und das hat mich schaurig irritiert.
- 8:10Gott sei Dank habe ich ein wenig Geld auf der Seite und habe dann
- 8:14aber mit meiner Frau. Vorgestellt, dass wir vielleicht
- 8:18den Buttiger bereits bestehende Kaufe dort in Horgen wir Renten
- 8:23mal zum Zürise geholt und haben wir dann gemacht und dann habe
- 8:28ich aber ungeschickte Weise vom Sondervermögen von der
- 8:32Pensionskasse habe ich da Geld genommen und das dann zu kaufen,
- 8:37oder? Ich natürlich als Optimist in
- 8:41der Hoffnung, ja, das würde mir ein bisschen Pensionierung schön
- 8:45führen, die Boutique, und dann nachher verkaufen wir es zu
- 8:49einem adäquaten Preis. Es ist alles anders
- 8:52herausgekommen. Nach 10 Jahren haben wir den
- 8:54Konkurs melden und der. Teil vorbei.
- 8:56Pensionskassen ist da denn. Natürlich in so einer Situation.
- 9:03Der Frieden im Haus nicht unbedingt gegeben und seit
- 9:07Ribery gehen unsere Bube. Ich habe noch einen Sohn. 50
- 9:14jähriger Vater also in der Zeit, wo ich den Job verloren habe,
- 9:17auf der Bank ist mein Sohn geboren und er ist heute 25 ich
- 9:2374 Sie sehen, oder? Also das ist natürlich nochmal
- 9:29eine Herausforderung, eine Familie und ein Vater oder ein
- 9:35Ehemann und kein Job, das hat natürlich zu Ibrahim geführt und
- 9:41Frau hat einen Fundus verbessert.
- 9:44Und die haben also gesagt, sie hat recht, weil ich bin mir
- 9:48langsam selber unausstehlich geworden oder ne und hat dann
- 9:52effektiv die Familie verlassen. Ich kann nicht wählen, dass der
- 9:56Sohn immer da dich wach muss mitmachen oder nicht, also es
- 9:59ist wirklich nicht gut, aber ich.
- 10:03Ist halt doch absolut wichtig, weil der hat in mir Öppis
- 10:08ausgelöst. Der hat ausgelöst, dass ich eine
- 10:11viel grössere Verantwortung als gegenüber der Bank oder einer
- 10:17Art väterlicher seelische, seelische und ich hole das
- 10:21meinem Sohn gut wird im Leben oder von dem her.
- 10:28Habe ich da eingelegt und bin die Frau und der Sohn.
- 10:31Die haben dann selber gelebt. Ich bin kurz auf Deutschland,
- 10:34bin ich dann ausgewandert bei den aber 18 ich dann wieder
- 10:38zurück und habe dann eigentlich gemerkt es ist besser wenn ich
- 10:43in der Schweiz bin. Ich rede schweizerdeutsch
- 10:46eigentlich. Als Holländer habe ich auch
- 10:49Schweizer Wurzeln. Hast du versucht, in Deutschland
- 10:56eine Arbeit zu finden? Ja, also es ist so nicht
- 11:00unbedingt eine Arbeit in diesem Sinne, aber.
- 11:05Meine Frau ist eine ehemalige Deutsche.
- 11:08Aus Mittelfranken, Bayern. Und sie hat eine tolle Familie
- 11:12und wir haben uns immer sehr gut verstanden in dieser Familie und
- 11:16der Bube ist ja noch ganz klein, Dazumals noch und dann habe ich
- 11:20effektiv gehofft, wir könnten vielleicht, wenn wir die Schweiz
- 11:25verlassen und in der Nähe von der Familie sind, dass wir
- 11:29vielleicht, wenn sie dann auch in der Umgebung ist, vor ihre
- 11:33Eltern und überhaupt ihre Antücher ist, dass.
- 11:38Wieder klappen und und ich bin etwas erwerben.
- 11:45Können eine Liegenschaften, man hätte in eine Schule schicken
- 11:48können und alles und ich verstehe es eigentlich immer
- 11:51noch nicht, aber sie hat dann schlussendlich nein gesagt und
- 11:55hat in die Zürcher geblieben, also in Hagen geblieben, und
- 11:59dann habe ich gemerkt, ich bin dann eben bis um 18 geblieben
- 12:03und dann bin ich dann wieder zurückgekommen, weil mit der
- 12:06Familie alleine das ist und ein Job war ich nicht unbedingt in
- 12:11dem Sinne gesucht, aber ich. Habe gedacht, in der Schweiz
- 12:15kenne ich, ich habe da meine Wurzeln, ich fühle mich einfach
- 12:19ruhiger, wenn ich in der Schweiz bin, oder?
- 12:23Du selbstverschuldet. Ein Mensch wo Armutsbetroffen
- 12:27ist. Natürlich, es ist schon so, dass
- 12:31wenn man im Private Banking ist und man Erfolg hat, bei einer
- 12:36schweizerischen Großbank, das heißt ich.
- 12:39Verkehren eigentlich in einer in einer Klasse von elitäre Leute.
- 12:45Wenn ich das mit Anführungszeichen und
- 12:46Schlusszeichen darf setzen oder nicht.
- 12:49Selber hat man aber kein Geld, das man ja eigentlich an seiner
- 12:53Karriere doktern ist oder nicht, aber ich habe mit bestanden in
- 12:58familienbestandene Leute mit erfolgreichen Geschäftsleuten,
- 13:02Unternehmer habe. Ich bis zu einem gewissen Grad
- 13:06für Recht nahe gekommen und ihr Vermögen zu verwalten.
- 13:09Wobei das eigentlich, denn die Grossbank gemacht und nicht ich
- 13:13persönlich. Ich bin nicht da als Aladdin von
- 13:17der Wunderlampe und habe gesagt, dass wie es läuft an der Börse,
- 13:21aber wenn man denn über so lange zieht mit sehr reichen Leuten zu
- 13:27tun hat, denn. Hat man auf einmal das Gefühl,
- 13:31man sei auch so riechen, man sei auch so eine elitäre, man sagen
- 13:34Bestandteil von denen. Man ist Duzis mit der eigenen
- 13:38Kunden, oder? Man baut eine Beziehung auf, man
- 13:42wird wieder vom in der Familie, von den Kunden würde man auch
- 13:45eingeführt und erklärt, das ist ein Thema.
- 13:49Wenn ich dann einmal nicht mehr Number bin, wo ihr Euch dann
- 13:52Einwände oder nicht, also. Es es es skatetet wahnsinnig und
- 13:56jetzt plötzlich passiert es. Dass ich aus.
- 14:02Also selbstverschuldet ist dies Wort, das kann ich nur doppelt
- 14:06unterstreichen. Absolut richtig, das ist, das
- 14:10ist eine Fehlentscheidung und selbstverschuldet, weil ich habe
- 14:15gemeint in meiner Hochmut. Dass ich natürlich das mit Links
- 14:22machen kann. Und ich werde dann auch Kunden
- 14:25mitnehmen und die Kunden werden mir weitere andere Kunden
- 14:28empfehlen und die ausländisch beherrscht.
- 14:32Die Schweizer Bank ist nicht ganz unbekannt im
- 14:35internationalen Welt vermögensverwaltungswelt und
- 14:39dann hätte ich gedacht, kann ich bestehen als in der obersten
- 14:43Katastrophe direktionslehrer. Aber sind natürlich auch nicht
- 14:50nur die endogenen Kräfte, es kommen auch exogene Kräfte zu.
- 14:54Also wenn ich mich falsch entschieden habe oder falsch
- 14:57Überlegungen gemacht haben, wo ich auch sicher gemacht habe,
- 15:01aber es ist dann. Wo nie 50 Sie bin, ist denn das
- 15:04Nine Eleven as you Foreona ist, ist Börse zusammenhängt, New Age
- 15:11und Oldage oder nicht? Also mit der technologischen
- 15:15Aktie, wo bis zum heutigen Tag da also doralli, Torali,
- 15:20deckungen Durchsprengt oder nicht, das ist alles neu, das
- 15:25ist alles neu, aber die Börse hat erst einmal derartig und
- 15:29dann kurz darüber ist der im 2003.
- 15:33Golfkrieg losgegangen oder mit dem George W.
- 15:36Bush oder und die Welt ist dann irgendwo Heimat, denn ich hatte
- 15:42den Eindruck, irgendwo gelähmt worden oder ich bin nicht ein
- 15:47Visionär, ich habe das nicht erkannt und auch nicht gesehen
- 15:50oder nicht gesehen und ich habe wirklich gemeint, ja, wenn ich
- 15:53sage, ich komme von der Grossbank und ich gehe jetzt auf
- 15:56der Bank und ich bin immer der Gleiche, wo ihr kennt von
- 15:59früher, aber es ist doch. Ein Punkt, dass die Hunde
- 16:04gesehen haben. Ja, bei der Grossbanken bin ich
- 16:06doch vielleicht besser aufgehoben, als wenn ich auf
- 16:09einer privat ausländisch beherrscht Bank oder?
- 16:12Also das ist verständlich oder nicht, das ist absolut
- 16:16verständlich, aber ich habe und habe nicht dürfen schaffen
- 16:21dürfen und da geht etwas in einem hinein, ja, da passiert
- 16:25effektiv etwas, also ich habe schon Gedanken gemacht, wie es,
- 16:30ob es da überhaupt. Dieser Podcast ist ein
- 16:36ökumenisches Projekt und wird präsentiert von den
- 16:38evangelischen und katholischen Kirchen, der Kantone St.
- 16:41Gallen und Appenzell. Danke für eure Unterstützung.
- 16:48Du wirkst auf mich sehr positiv und und lachst viel.
- 16:54Hast du geschafft zum von der doch relativ krassen Umstellung
- 16:59oder vielleicht sogar Krise? Ja, von der Familie, die
- 17:02auseinander geht um einen Menschen rot wiederzugeben, zu
- 17:06einem Mensch zu werden, wo wo die Situation annehmen und auch
- 17:10positive Zukunft schauen, wie hast du das gemacht?
- 17:13Also Familien ist für mich 1 a. Das ist eigentlich fast das
- 17:17Wichtigste, vor allem zusammen oder nicht.
- 17:20Und es ist nicht so, dass die Familien auseinander.
- 17:24Mir es ist einfach, ich habe einmal auf die Seite stehen,
- 17:28dass der Sohn freie kann in die Schule und ohne irgendwelche
- 17:32familiäre Belastungen auskommen. Das ich habe mit der Frau nach
- 17:37wie vor Kontakt gehabt, selbst wenn ich in Deutschland noch
- 17:41bin, wir haben uns immer angeschaut, sie ist dann mich
- 17:44besuchen auf Deutschland, ich bin ich bin siegobbesucher.
- 17:51Schulbesprechungen das ist ein eine kurze Reise von Deutschland
- 17:56oder nicht? Familie ist für mich eigentlich,
- 18:00wenn ich keine Familie hatte, mehr, weil es viel dramatischer
- 18:04war, also ich werde auch meine Frau danke und auch der Sohn,
- 18:10das ist die Liebe zu mir. Wiedergefunden haben und mich
- 18:15aufgenommen haben in unserer Familie.
- 18:18Und das das hat natürlich mit der Qualität zu tun, wo ich auch
- 18:25in der Jugend war. Ich bin auch wieder ein guter
- 18:27Familie eigentlich oder wo mir alles ermöglicht hat.
- 18:32Ich habe einfach gemerkt, wie man mit Latinos zu tun hat, wie
- 18:36nicht die Familie, das ist das A und das O und.
- 18:41Das hat dann zu den positiven Denken.
- 18:43Was kann ich Positives machen, auch für meine Familie.
- 18:47Ich habe wissen, wie es dem Sohn läuft, wenn er ihm nicht gut
- 18:50läuft. Da haben wir miteinander.
- 18:53Wenn die Frau das Problem hatte, dann haben wir miteinander und
- 18:57das ist eben alles noch da. Bis zum heutigen Tag.
- 19:01Und was hilft hier heute so im Umgang mit dem, dass du sagst,
- 19:04meine Mittel sind eingeschränkt? Was gibt dir?
- 19:07Ja, halt. Also es ist natürlich schon so,
- 19:11dass mit 2300, mit dem muss man schon wissen.
- 19:17Wenn das jetzt nur so bis zum Leben sein, dann würde ich
- 19:19weitergehen. Dann müsste ich vielleicht
- 19:22überlegen, ob ich nicht überhaupt Auswanderer in anderen
- 19:25Ländern, wo das Leben sehr viel günstiger ist.
- 19:28Danke, aber der pro Senectute respektive auch Caritas, wo ich
- 19:33weiß, dass dass die das auch machen, die Untergeben, die
- 19:36Unterstützung, dank denen habe ich doch wurzelgetreue.
- 19:43Mir über Leute, ich bleibe in der Nähe von der Familie in der
- 19:45Schweiz. Es wird schon besser kommen und
- 19:48handeln, auch auf die Ergänzungsleistungen.
- 19:52Verzeichnet. Das ist einmal, weil ich finde,
- 19:55ich habe Anrecht auf Ergänzungsleistungen.
- 19:58Das heißt, dass zu weniger Krankenkassen muss.
- 20:00Zahlen zum. Beispiel ja, zum Beispiel ja
- 20:02einfach das, das ist eine Einrichtung in der Schweiz
- 20:06sozial Leistung in der Schweiz für Minderbemittelt, die ich mir
- 20:10wirklich dazu zählen darf und da habe ich gesagt, ja gut, dann
- 20:16legen wir los und habe jedes Jahr.
- 20:19Seit macht seine bis jetzt im 24 jedes Jahr, und das ist ganz
- 20:25gut, wie die das gemacht haben in der SVA, die haben das
- 20:28ausgerechnet und gefunden, der hat immer noch zu viel Geld
- 20:31ausgegeben, das Sondervermögen hat wirklich also nicht sehr
- 20:36geschickt gehabt oder nicht und es ist mir dann abgelehnt
- 20:40worden, weil es ist ein bestimmter Rahmen muss erfüllt
- 20:42werden, damit man überhaupt in Ergänzungsleistungen und jetzt
- 20:46habe ich das. Seit der Macht sein habe ich das
- 20:49Abgestottert und bin in dem Rahmen jetzt hineinkommen im
- 20:52vierten. Und habe eine positive Zusage
- 20:56bekommen. Und natürlich, jetzt habe ich
- 20:58einiges B. Jetzt kann ich ein bisschen in
- 21:01der Schweiz herumreisen, ich habe ich habe, ich bin nicht nur
- 21:05jetzt Ostschweiz gebunden, ich habe dann auch auf Deutschland,
- 21:09ich habe in Europa herumreisen, und das ist für mich sehr
- 21:14wichtig, weil das Leben von früher ist abgeschlossen, das.
- 21:18Wollte ich nicht mehr, selbst wenn ich noch den Fuß ein
- 21:21Quinoa, weil ich immer wieder mit Leuten zusammen wo, wo mich
- 21:26da in der Welt von früher Flocken.
- 21:29Aber nein, ich habe mein Herz und meine Seele ist in der neuen
- 21:35Welt, wo ich mir zurecht gelegt habe, überall in die Jahre
- 21:38hinweg, ich habe es schon geschafft, an mir selber
- 21:41positives denken oder das Glas ist halb voll und nicht halb
- 21:44leer, oder? Und das lernt man eben auch bei
- 21:47den Verkaufs Kursen. Monika Han auf den Banken oder
- 21:51wie man damit sich auch selber umgeht, Kräfte und stärken
- 21:55Stärke. Und siehe da, es geht immer ein
- 21:58Stühle uf und jetzt ist mir mit der Ergänzungsleistung ein
- 22:01weiteres Ufange. Wie zeigt sich denn für die
- 22:09Armut ganz konkret im Alltag? Ja, wie sieht das ist ganz, das
- 22:15ist ganz klar, ich habe, ich lebe nur ein Eigentum wie
- 22:19früher, ich habe jetzt ein anderthalb Zimmer Wohnung, aber
- 22:23die anderthalb Zimmer Wohnung, die habe ich, also ich liebe sie
- 22:28und ich habe sie eingerichtet, sie ist wohnlich und ich habe
- 22:31Bekannte, die sagen, wie du das gemacht hast aus.
- 22:36Anderthalb Zimmer, Wohnung und dann muss man sich fragen,
- 22:39wieviel Erde hat es überhaupt für jeden Mensch.
- 22:43Und auf einmal merke ich, ich brauche gar nicht so viel Erde.
- 22:47Und ich habe eine Katze, streunende Katze, die mir immer
- 22:50kumko besuchen auf dem Ball. Es ist einfach, es klappert, es
- 22:54klappert, es ist es ist es schaffe mit der Seele, es ist es
- 22:59schaffen mit sich selber, oder? Noch mehr, als wenn man nicht
- 23:03arm vor arm. Und auf jeden Fall, wenn man.
- 23:06Ich habe zum Beispiel kann ich sagen, dass, wo ich in
- 23:10Deutschland bin, bin ich von einer Ärzteschaft, bin ich
- 23:14tumorverdächtigt worden, die hängt, wüsste, dass ich aus der
- 23:19Schweiz komme, dass ich könnte ein bisschen vermögen haben und
- 23:21alles, und ich muss effektiv sagen, dass ich Angst bekomme,
- 23:26dass ich Tumore, ein Krebs diodenetisch so relativ jung
- 23:30jetzt ja, und habe ich angefangen, mich zu Gott zu
- 23:34wenden. Ich habe einen Onkel gesucht
- 23:37oder für dann ist Gott gut genug, wenn es mir schlecht
- 23:40geht, muss man dir aber wieder besser gegangen ist, weil ich
- 23:44gehört habe, es ist doch kein Tumor, man hat das falsch
- 23:47analysiert gehabt habe ich den Gott wieder vergessen, oder ja,
- 23:53wie ist da hinten? Wir haben im Vorgespräch, hast
- 23:57du mir erzählt, dass du in der Kirche St.
- 23:59Laurenza in der evangelischen Stadt Chile.
- 24:03Aushelfen, unterstützen. Vielleicht magst du uns
- 24:06erzählen, was das genau bedeutet, was du da machst und
- 24:08wie dein Bezug auch ist. Zum Thema Religion
- 24:12beziehungsweise Glaube. Also wenn ich sage, ich hätt
- 24:14Gott vergesse nach der guten Nachricht, ich stimmts
- 24:18eigentlich nicht ganz richtig, weil ich hab natürlich in der
- 24:22Phase da von der Tumorgeschichte hab ich natürlich Gedanken
- 24:27gemacht, wie geht das denn weiter und mit den Familien und
- 24:29der Braut und man macht sich sehr sehr viele Gedanken, man
- 24:33hat ja eigentlich auch Trifie dazu und und tut mir die
- 24:37Erziehung eben auch, die Mutter ist Schweizerin von Zürich.
- 24:42Und sie hat immer ein bisschen gebettet mit mir.
- 24:44Wir haben schöne Weihnachten gehabt, wir haben, es ist immer
- 24:47ein religiöser Touch oder, wenn auch sehr kommerziell im grossen
- 24:53ganzen, aber schlussendlich hat es doch bei mir bewirkt und ich
- 24:58habe einfach gemerkt, ich muss öppen dankbar sein, ich muss
- 25:03dankbar sein, dass alles so gut läuft, dass ich kann, dass ich
- 25:07gesund bin, dass ich am lachen, dass ich.
- 25:11Kann Witze mit dem Witzli machen, mit den Leuten und das.
- 25:14Überhaupt gar nie jäh spüre, dass ich könnte arm synch.
- 25:20Also das sind, das sind schon Sachen, wo ich mich muss auf die
- 25:24Schulter klopfen und sagen, Hey, das hast du gut gemacht mit dir,
- 25:28das hast du wirklich gut gemacht und ich gehe heute in den
- 25:32Gottesdienst. Ich bin wirklich dankbar, ich
- 25:36glaube auch an Jesus Christus, ich bin lang, habe ich
- 25:40gezweifelt. Und und die so Agnostisch
- 25:43angetreten, gibt es die wirklich und alles.
- 25:47Aber ich habe so vieles entgegen dürfen, die nicht einfach so
- 25:53dankbar sein und das muss irgendwo von einer von einer
- 25:57hohen Warte kommen, die ich nicht kann, kann beurteilen und
- 26:02nur noch glauben. Danke vielmals.
- 26:04Wir kommen schon langsam zum Ende unseres Gesprächs.
- 26:09Möchtest du sonst noch etwas deponieren wo du sagst ist für
- 26:12die Gesellschaft wichtig zu gehören im Zusammenhang mit dem.
- 26:15Mit dem Thema Armut. Ich denke, Armut.
- 26:21Natürlich materieller Armut reden wir ja oder nicht.
- 26:24Die materielle Armut, das ist etwas, wo kann jeder treffen,
- 26:29und das kann jederzeit. Jeden treffen.
- 26:36Hat vielleicht bereits schon sein Samenkleid in der
- 26:39Kinderstube in der Umgebung, wo man aufgewachsen ist.
- 26:43Mit was für Leuten Verkehr ich und was für eine Ausbildung hat
- 26:49man und der wird die sagen, dort liegt der Samen von einem
- 26:54möglichen Armut, wie man ja schon alle wissen, dass Leute,
- 27:00die aus ärmlichen Verhältnissen stammen.
- 27:04Nicht zum Beispiel Universitätslaufbar machen.
- 27:07So einfach ist es nicht, weil das ist alles mit Christen
- 27:10verbunden, oder? Das sind Sachen, die ich
- 27:14wahnsinnig traurig finde. Weil es sich natürlich
- 27:19soziopolitisch ist das jetzt halt so und ich hab das nicht
- 27:23ändern und andere auch nicht. Aber wir müssten einmal einfach
- 27:28auf, ich würd sogar sagen. Neu in der Schule müssen wir
- 27:34die, die die die Jugendlichen aufklären, wie man mit Geld
- 27:39umgeht, vor allem mit Schulden, dass man nicht einfach sich da
- 27:44den Flieger lässt. Oh, ich will die auch einmal
- 27:46einen Ferrari haben mit 25 und dann einen Kredit aufnehme oder
- 27:52nicht, sondern der Ziehung müsste dahin gehen, dass man nur
- 27:57das kauft, was man sich leisten kann.
- 28:00Das muss man sparen. Wenn das A längere Zeit braucht,
- 28:04um eine Ferrari zu sparen, dann merkt man auf einmal mit 24 ja,
- 28:09eigentlich brauche ich gar kein Ferrari oder ne und ich muss
- 28:13wirklich sagen, wenn ich da könnte Lüt aufklären darüber was
- 28:17es heisst Schulden machen würde ich hoffen, dass ich vielen
- 28:22Leuten von der von der Gedanken würde wegbringen oder also nur
- 28:26keine Schulden. Da wäre natürlich toll, wenn mir
- 28:30jetzt das Gespräch auch Menschen inspiriert.
- 28:33Und vielleicht auch sensibilisieren auf das Thema
- 28:35Schulden. Und wenn es noch mehr Fragen
- 28:37haben, dann müssen Sie einfach, je nachdem mal nach St.
- 28:39Laurenz kommen und die Abpassen. Absolut richtig.
- 28:43Raymond, vielen herzlichen Dank. Danke dieses Teilen mitteilen
- 28:47und alles Gute für die. Zukunft.
- 28:49Danke vielmals. Abschließend Fidiev vo gern
- 28:54draamant auf Instagram erleben Dörfet gern auf Instagram, Go
- 29:00Luege und Au n Einblick bekommen auf Caritas Regionalstelle hier
- 29:05in St. Gallen.
- 29:06Zudem ist am 16 August der Tag der offenen Tür hier in St.
- 29:10Gallen und in Sargans und Utznach eben zum anlässlich 100
- 29:15Jahre Jubiläum der Caritas St. Gallen Appenzell vielen Dank
- 29:20fürs Zulassen bis bald macht's gut.
- 29:22Sonne. Vater Graz.