Latest / ntv Wirtschaft / Weniger Jobs, weniger Modelle: Mit diesem historischen Sparplan will sich Volkswagen sanieren
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- 0:04Jetzt steht's fest. Volkswagen wird den größten Umbau und die tiefsten Einschnitte
- 0:09seiner Geschichte umsetzen.
- 0:11Wir schauen auf den gebilligten Sparplan von Konzernchef Blume und darauf,
- 0:16was er für die Beschäftigten bedeutet.
- 0:18Gleichzeitig drängt mit Xiaomi der nächste chinesische E-Auto-Anbieter nach Europa.
- 0:24Und in Berlin startet die IFA mit KI-Produkten, Robotern und vielen Technikversprechen.
- 0:30In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte,
- 0:35die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat.
- 0:40Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt.
- 0:45Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards
- 0:49geprüft. Viel Spaß beim Zuhören.
- 0:55Der Sparkurs ist durch. Der Aufsichtsrat hat das Sanierungspaket von Volkswagen-Chef
- 1:01Oliver Blume einstimmig gebilligt.
- 1:03Aber sein Plan hat es in sich.
- 1:06Konzernweit sollen weitere rund 50.000 Jobs wegfallen.
- 1:09Die Kapazitäten in Europa sollen um 500.000 Fahrzeuge pro Jahr sinken.
- 1:15Für die Werke in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm gibt es immer noch
- 1:20keine längerfristige Zukunftsperspektive.
- 1:23Geschlossen werden sie aber erst mal nicht.
- 1:25Der Konzern sucht jetzt weiter nach neuen Ideen für die Standorte.
- 1:29Außerdem fahren die Wolfsburger ihre Investitionen für die nächsten 5 Jahre
- 1:34um rund 30 Mrd. Euro runter.
- 1:37Und auch die Modellpalette wird kleiner. Bis 2035 soll es nur noch halb so viele
- 1:42Modelle geben wie jetzt. Auch wegen des Verbrenner aus.
- 1:46Volkswagen will Kosten senken, schneller und endlich profitabler werden.
- 1:51Die Rendite soll sich mehr als verdoppeln. Das ist wichtig, weil chinesische
- 1:55Hersteller mit aller Macht nach Europa dringen.
- 1:58Und über genau diese Konkurrenz hat Gesa Eberl mit Burkhard Weller gesprochen,
- 2:03dem Präsidenten des Verbands der Automobilhändler in Deutschland.
- 2:06Was hat sich denn aus Ihrer Erfahrung im Automobilhandel am Kaufverhalten der
- 2:11Deutschen verändert, dass es eben auch VW so sehr zu spüren bekommt?
- 2:16Das Kaufverhalten ist preissensibler geworden.
- 2:19Und da sind natürlich die Chinesen im Moment ein bisschen im Vorteil und gestützt
- 2:27ohne Zweifel natürlich durch die E-Prämie, die der Staat noch zahlt.
- 2:31Springt der ein oder andere Gebrauchtwagenkäufer.
- 2:33Also einkommenssensible Kunden kaufen eigentlich Gebrauchtwagen,
- 2:37die kaufen jetzt chinesische Autos und darum bleibt vielleicht der ein oder
- 2:42andere Volkswagen stehen und es wird ein chinesisches Auto.
- 2:45Aber ist denn die höchste Qualität zu erhalten mittlerweile zweitrangig und
- 2:48es zählt nun oder zählt nun in erster Linie der Preis?
- 2:52Nein, es zählt nicht in erster Linie der Preis. Natürlich zählt Preisgerechtigkeit,
- 2:56also das Auto muss preisgerecht sein, nicht billig.
- 3:00Und darum haben die Chinesen eben im Moment einen Preisvorteil.
- 3:04Das kann man nicht von der Hand weisen.
- 3:06Die chinesischen Autos sind rund 7.000, 8.000 Euro preiswerter.
- 3:10Aber das muss man auch dazu rechnen. China verkauft dieses Jahr in Deutschland
- 3:15nur 100.000 Autos hochgerechnet.
- 3:18Das verkauft Skoda in fünf Monaten. Nach wie vor steigt der Absatz von Neufahrzeugen
- 3:24in Deutschland immer noch. Zwar gering, hier fünf Prozent, vielleicht auch nur
- 3:29drei Prozent bis Jahresende, aber er steigt.
- 3:31Und wir kommen näher an uns der 50 Millionen Autos im Fuhrpark in Deutschland.
- 3:37Also es ist jetzt hier keine Krise ausgerufen. Was vermissen Sie dann auf dem
- 3:42europäischen Markt, was in Asien womöglich besser vorgemacht wird?
- 3:46Diese sind nicht innovativer. Sie sind mal mindestens genauso gut wie die deutschen
- 3:52oder europäischen Autos. Sie haben wirklich ganz schnell aufgeschlossen.
- 3:56Ich bin seit 47 Jahren Autohändler und bin seit 47 Jahren Toyota-Händler.
- 4:02Toyota fing wirklich sehr zart an und die haben zehn Jahre gebraucht,
- 4:0615 Jahre teilweise, bis sie deutschen Standard hatten.
- 4:10Die Chinesen haben das eben in zwei oder drei Jahren geschafft.
- 4:14Ja, und wie nehmen Sie denn das wahr, Herr Weller? Also gibt es generell auch
- 4:17das Bestreben bei den Käufern, die heimische Autowirtschaft zu unterstützen?
- 4:20Oder ist der Preisunterschied dann doch einfach zu groß für einen guten Willen?
- 4:27Der Preis schlägt unbedingt, das ist so, aber ich wiederhole mich,
- 4:32es sind nur 100.000 Autos in diesem Jahr, definitiv. Und die sind noch nicht
- 4:36erreicht. Wir haben ja erst acht Monate, das muss erst mal kommen.
- 4:40Also ich kann das nur wiederholen, dieses China-Thema wird auch ein bisschen überdeutet.
- 4:46Und damit direkt zu einem dieser neuen Wettbewerber, Xiaomi.
- 4:50Das ist eigentlich der drittgrößte Smartphone-Hersteller der Welt.
- 4:54Aber der baut inzwischen eben auch Elektroautos.
- 4:58Und will die ab 2027 in Deutschland und weiteren europäischen Ländern verkaufen.
- 5:04Auf der Elektronikmesse IFA in Berlin hat Xiaomi dafür jetzt Absichtserklärungen
- 5:09mit acht deutschen Autohandelsgruppen unterzeichnet.
- 5:13Zusammen will man ein Verkaufs- und Werkstattnetz aufbauen.
- 5:17Xiaomi setzt dabei nicht auf Billigstromer, sondern positioniert sich im Premium-Segment.
- 5:22Im weltgrößten Automarkt China hat der Tech-Konzern in Rekordzeit den erfolgreichen
- 5:28Wandel zu einem der größten heimischen Autobauer hingelegt.
- 5:32Autoexperte Ferdinand Dudenhoeffer ordnet das so ein.
- 5:36In China hat Xiaomi den Markt aufgerollt. Als Newcomer völlig neu in dieses
- 5:41Geschäft reingegangen.
- 5:42Und der CEO von Xiaomi, Le Jun, der hat Großes geschaffen. Also dieses Fahrzeug,
- 5:49das dann kommt, SU7 und PU7, das sind in China Verkaufsrenner.
- 5:55Die fangen an mit Preisen bei 30.000 Euro umgerechnet und bieten Leistungen,
- 6:01die sie mit Porsche, mit dem Taycan zum Beispiel verglichen können.
- 6:05Also da kommt Großes auf uns zu.
- 6:07Das ist eine große Herausforderung für die deutschen Autobauer,
- 6:10insbesondere diejenigen, die mit Performancefahrzeugen unterwegs sind,
- 6:14wie BMW, wie Porsche, wie Audi.
- 6:16Und Xiaomi hat sein Headquarter für Europa in München, also nicht weit von BMW weg.
- 6:24Große Aufgaben also für unsere Autobauer, nicht nur für Volkswagen.
- 6:29Wir aber bleiben jetzt in Berlin und bei der schon angesprochenen IFA.
- 6:33Die weltgrößte Messe für Heimelektronik ist heute offiziell gestartet.
- 6:38Fast 2000 Aussteller sind dabei und präsentieren wieder ihre Neuheiten.
- 6:43Dabei geht es vor allem um KI. KI und, naja, KI eben.
- 6:49Viel Aufsehen erregender zum Beispiel humanoide Roboter.
- 6:52Nadine Janz ist für uns vor Ort und hat mit Bundesdigitalminister Carsten Wildberger
- 6:57gesprochen, der die Messe mit eröffnet hat.
- 7:00Und auch da ging es um den deutsch-chinesischen Wettbewerb.
- 7:04Hier auf der IFA geht es ja um viele technische Neuheiten. Herr Wittbecker,
- 7:07Sie waren lange Zeit auf der anderen Seite und Herr Chef von Media Saturn jetzt
- 7:10als Digitalminister hier vor Ort. Schaut man da anders auf Innovation?
- 7:14Ja, ich schaue mir natürlich schon an, was machen die deutschen,
- 7:17europäischen Hersteller und da muss ich sagen, bin ich schon sehr beeindruckt,
- 7:20sowohl von der Innovationskraft, vom Design.
- 7:24Miele zum Beispiel bringt einen digitalen Produktpass, wird hier angekündigt auf der IFA-Messe.
- 7:29Das ist eine tolle Innovation. Die Automatisierung, die auch in der Küche Einzug
- 7:33hält, das sind tolle Entwicklungen und auch ganz wichtig Nachhaltigkeit.
- 7:38Energiesparen ist ein wichtiges Thema, beispielsweise bei Kühlschränken,
- 7:42Liebherr hat ein sehr innovatives Konzept, wo man im zweistelligen Bereich auch
- 7:46Energie spart und das sind tolle, also ich war beeindruckt.
- 7:49Wenn man sich hier umschaut, sind es ja vor allem auch chinesische Hersteller,
- 7:52die hier ausstellen und besonders innovativ sind. Fallen da die Deutschen ein
- 7:55bisschen hinten runter?
- 7:56Ich finde, erstmal haben wir selber auch sehr viel anzubieten und können auch
- 7:58eine ganze Menge, Aber was sicherlich in China, was wir uns abschauen sollten,
- 8:02ist diese unglaubliche Geschwindigkeit, mit der China entwickelt und auch mit der Bandbreite.
- 8:06Also das ist natürlich etwas, was ich natürlich auch mit meiner jetzigen Funktion mir genau anschaue.
- 8:12Und das sollte uns aber auch Ansporn sein, weil wir brauchen einfach mehr Geschwindigkeit.
- 8:17Wir wollen unseren und tragen unseren Beitrag bei, durch Entbürokratisierung
- 8:20Dinge zu beschleunigen. Aber ich denke, das ist auch ein Ansporn.
- 8:22Genau das können Sie verändern, haben Sie ja gerade auch schon angesprochen.
- 8:26Jetzt würden wahrscheinlich die Hersteller sagen, zu viel Bürokratie,
- 8:28aber eben auch EU-Verordnungen, die es eben nicht möglich machen, da mitzuhalten.
- 8:33Also es gibt auch Hersteller und da habe ich mich auch drüber gefreut,
- 8:35die gesagt haben, vielen Dank, dass wir uns als Deutschland auch in die EU so
- 8:38einbringen, Regulierung zurückfahren, auch die KI-Verordnung.
- 8:41Und gleichzeitig ist das natürlich jetzt ein Prozess und wir sind da in einem
- 8:45guten Austausch und wir werden natürlich auch jetzt weiter und noch mehr umsetzen
- 8:48müssen. Das ist ganz klar, aber es ist auch schön, hier das Feedback zu bekommen,
- 8:52dass verdammt viel passiert ist.
- 8:53Und wo wir schon bei Tech-Anbietern und ihren neuen Modellen sind,
- 8:57zum Schluss noch ein kurzer Blick auf Apple.
- 8:59Nur wenige Tage vor der ersten Produktvorstellung des neuen Apple-Chefs John
- 9:04Törnes verklagt jetzt BASF den iPhone-Konzern.
- 9:09Die BASF-Tochter Trinamix wirft Apple vor, bei seiner Gesichtserkennung sieben Patente zu verletzen.
- 9:16Damit drohen Apple theoretisch Schadenersatzzahlungen oder sogar Verkaufsbeschränkungen.
- 9:22NTV-Börsenexperte Patrick D. Wayne erklärt uns, was das für Apple und seine
- 9:27Aktionäre jetzt bedeutet.
- 9:30Apple kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus und der ein oder andere formuliert
- 9:33schon, droht Apple ein Glyphosat-Moment.
- 9:36Daran würde ich einen Haken machen, so weit würde ich nicht gehen.
- 9:38Aber was tatsächlich vorliegt, ist eine Patentklage.
- 9:41Das geht um sieben Patente, die verletzt worden sind, Seiten von Apple,
- 9:44wenn es um die Face-ID kennt.
- 9:46Diese Login-Möglichkeit, die wir alle nutzen, um uns unserem Gerät sozusagen zu identifizieren.
- 9:522013 hatte Apple ein Unternehmen aus Israel übernommen, die die 3D-Sensorik
- 9:57für diese Face-ID erfunden hat.
- 9:59Allerdings hat 2017 die BASF-Tochter Trinamix etwas erfunden,
- 10:04die das Ganze noch verfeinert, damit man eben nicht auf Fotos oder auf Masken
- 10:08hineinfällt, sondern damit die Technologie echte Menschenhaut erkennen kann.
- 10:13Und diese Patente hat Apple wohl verletzt. Also Apple hat kein Unternehmen gekauft
- 10:19und dementsprechend droht kein Glyphosat-Moment, aber möglicherweise eine Technologie
- 10:23und ein Patent, das damit einhergeht, so sehr verletzt,
- 10:26dass möglicherweise für alle aktuellen iPads und iPhones, wo die Technologie
- 10:30zum Einsatz kommt, möglicherweise es Klagen geben könnte, im Extremfall möglicherweise
- 10:36entweder sogar Lizenzzahlung oder ein Aussetzen der Produktion.
- 10:40Noch ist es nicht so weit, aber John Ternis hat das Problem,
- 10:43im Rahmen seiner Apple Keynote nicht nur ein neues Telefon möglicherweise präsentieren
- 10:47zu müssen und neue Services, sondern sich auch zu äußern zur möglichen Patentklage
- 10:51des deutschen Chemieunternehmens.
- 10:53Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment.
- 10:58Wir hören und lesen uns wieder bei NTV. In der App, im TV oder hier im Podcast.