Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg-News: 13.337 Stunden im Stau
Transcript
- Music. Ich bin Lars Heider. Heute geht es um die Pläne für die neue U-Bahn-Linie 5, die sich in einem entscheidenden Punkt ändern. Weitere Themen? Viele Briefe und Pakete bleiben liegen. Die Zahl der Bäckereien sinkt. Und Angela Merkel tut sich in Hamburg schwer, etwas Nettes über Friedrich Merz zu sagen. Dazu gleich mehr. Zunächst wie immer die drei meistgelesenen Themen und Texte auf abendblatt.de. Auf Platz 3 krasse Rocky Horror Show. Das Publikum tobt vor Begeisterung. Platz 2, strenge Liftkontrollen am grünen Bunker, man wird vorgeführt. Und auf Platz 1, diese Schulen haben wenige Anmeldungen, wie es jetzt weitergeht. Das waren, das sind die Top 3 auf abendblatt.de. Jungfernstieg oder nicht Jungfernstieg, das ist seit Wochen die Frage, wenn es um den Bau der neuen HVV-Linie U5 geht. Bisherige Planungen, nach denen Hamburgs neue U-Bahn-Linie aus Osten kommend erst am Hauptbahnhof, dann am Jungfernstieg und danach am Stephansplatz halten sollte, waren zuletzt ins Wanken geraten. Nun hat sich eine Riege von Experten in einer Senatskommission mit der Frage beschäftigt. Und die Entscheidung gleicht einem Paukenschlag für Deutschlands größtes innerstädtisches Infrastrukturprojekt. Die geplante Streckenführung wird nämlich verworfen und die neue U-Bahn doch nicht am Jungfernstieg halten. 47.000 potenzielle U5-Fahrgäste, die nach Hochbahnschätzung täglich am Jungfernstieg umgestiegen wären, müssen sich nun mit den Haltestellen Hochhautbahnhof und Stephansplatz begnügen. Dabei war das Interesse der Hochbahn bislang, mit Hilfe des Hals am Jungfernstieg den Hauptbahnhof zu entlasten und Fahrgastströme zu verlagern. 2040 soll die U5-Bramfeld mit den Arenen in Altona verbinden. Das ist noch ein bisschen hin. Freunde werden Angela Merkel und Friedrich Merz nicht mehr. Die Kritik der Altkanzlerin am Migrationskurs des Spitzenkandidaten hat die alte Frage nach dem schwierigen Verhältnis zwischen den beiden CDU-Politikern wieder aufgeworfen. Bei einer Veranstaltung im Schauspielhaus nannte Merkel es mit Blick auf die Bundestagsabstimmung, bei der ein Unionsantrag mit AfD-Stimmen eine Mehrheit fand, Zitat, Richtig und für mich einfach auch notwendig, dazu meine Meinung zu sagen. Zitat Ende. Eine weitere Szene aus der Diskussionsrunde sorgt jetzt aber für Gesprächsstoff, denn auf die Frage Robert Habeck oder Friedrich Merz. Da ging es um das Thema Wirtschaft, gute Wirtschaftspolitik, antwortete Merkel umständlich. Ich zitiere, ich bin jetzt CDU-Mitglied, ich bin vor allen Dingen überzeugt, dass die CDU, was die wirtschaftlichen Aufgaben, an dieser Stelle wurde Merkel im Saal von Gelächter und Applaus unterbrochen und dann setzte sie fort. Ich zitiere nochmal, wenn ich an die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes denke, Ich wollte jetzt, also ich will hier, wenn es jetzt heißt Merz oder Habeck, da muss ich sagen Merz, aber ich wollte noch eine Begründung dafür liefern. Man steht ja wirtschaftlich vor gewaltigen Aufgaben, Merkel und noch ein Zitat, und da traue ich der CDU eine Menge zu. Das klingt irgendwie dann doch anders. Vor mehr als zehn Jahren wurde die deutsche Brotkultur zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die Deutschen lieben bekanntlich ihr Brot. Trotzdem sinkt die Tal der Backbetriebe. In Hamburg gibt es aktuell nur noch 60 Bäckereien. Dazu zählen ausschließlich die Backbetriebe und nicht die einzelnen Verkaufsfilialen. Auch Discounterbäcker wie Backfactory oder Backwerk, die ihre Produkte industriell anfertigen, sind nicht Teil der handwerklichen Betriebe. Und Jan Lohleit, der Geschäftsführer der Bäcker- und Konditorenvereinigung Nord, sagt dazu, ich zitiere, es ist immer schwieriger auf dem Markt zu bestehen. Das liegt vor allem an den Personalkosten. Das ist ein guter Übergang, denn im Tarifkonflikt mit der Deutschen Post hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die Zusteller heute zu Warnstreiks in Schleswig-Holstein, Hamburg und Meck-Pom aufgerufen. Nach Angaben der Gewerkschaft erreichten infolge der ganztägigen Arbeitsniederlegung rund 1,4 Millionen Briefsendungen und etwa 100.000 Pakete verspätet ihr Ziel. Und dazu sagt Verdi-Landesfachbereichsleiter Postdienste Lars-Uwe Rieck, ich zitiere, die Warnstreikmaßnahmen und der derzeit hohe Krankenstand bringen in wenigen Tagen das Brief- und Paketnetz weitestgehend zum Stehen. Die Beschäftigten erwarten daher Bewegung am Verhandlungstisch mit einigungsfähigen Angeboten. Die Postler sind nicht streikwütig, aber durchaus. Und das haben sie heute bewiesen. Auch 2024 brauchen Autofahrer auf den Hamburger Autobahnen wieder viel Geduld. Insgesamt haben sie dort rein rechnerisch 13.337 Stunden im Stau verbracht, wie der Automobilclub ADAC mitteilt. Das sind 1.589 Stunden mehr als 2023. Für die Berechnung wertete der ADAC die Verkehrsmeldung des vergangenen Jahres aus. Demzufolge ist Hamburg nach Berlin die Stadt in Deutschland, in der die Autofahrer am längsten im Stau stehen. Hamburg kommt dabei den Angaben zufolge auf 180 Staustunden pro Autobahnkilometer und Berlin auf 202. Die längste Blechlawine in Hamburg gab es übrigens am Freitag, 5. April, den Geburtstag meiner Frau, auf der A7 zwischen Hennstedt-Ulzburg und Heimfeld mit 28 Kilometern Länge, wegen einer Vollspirrung der, na klar, A7. Das war es für heute mit den Hamburg News. Mehr Podcasts des Hamburger Abendblatts finden Sie unter www.abendblatt.de slash podcast und überall, wo es gute Podcasts gibt. Und die Hamburg News gibt es morgen wieder um 17 Uhr. Bis dahin. Tschüss. Music. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie auf abendblatt.de slash podcast.