Latest / heute journal - der Podcast / Spionage-Verdacht: Wie sicher ist der BND? Mit Luca Manns und Nico Lange
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- 0:09Russland führt einen Schattenkrieg gegen uns.
- 0:14Von keinem anderen Land geht aktuell eine so direkte, umfassende und konkrete
- 0:21Bedrohung gegen Deutschland aus.
- 0:24Der Bundesnachrichtendienst war diese Woche überall in den Schlagzeilen.
- 0:29Einmal durch diese ziemlich drastischen Warnungen vor Russland,
- 0:32die wir gerade vom aktuellen BND-Chef gehört haben.
- 0:36Dann war aber auch noch ein Ex-BND-Chef in den Headlines.
- 0:40August Hanning, er wurde verhaftet wegen des Verdachts auf Spionage und Landesverrat.
- 0:46Damit herzlich willkommen zum Heute-Journal-Podcast, in dem wir uns den BND
- 0:50mal etwas genauer anschauen und uns fragen, wie er arbeitet,
- 0:54warum ist er so skandalbehaftet und wie ernst müssen wir seine Warnungen vor Russland nehmen.
- 1:01Mit dabei in dieser Runde sind der Geheimdienstexperte Luca Manns.
- 1:06Er ist uns aus Berlin zugeschaltet und Geschäftsführer der Forschungsstelle
- 1:10Nachrichtendienste der Uni Köln.
- 1:12Und er unterstützt unter anderem Politiker mit seinem Fachwissen zu Themen rund
- 1:17um die Geheimdienste. Hallo Herr Manns, herzlich willkommen. Hallo, hallo.
- 1:21Außerdem aus London zugeschaltet Nico Lange. Er ist Sicherheitsexperte und Direktor
- 1:26vom Institut für Risikoanalysen und internationale Sicherheit.
- 1:30Er hat in leitender Funktion schon fürs Bundesverteidigungsministerium gearbeitet
- 1:34und selber auch längere Zeit in der Ukraine und auch in Russland gelebt.
- 1:38Hallo Herr Lange, schön, dass das klappt. Hallo, guten Tag, danke für die Einladung.
- 1:41Und mir gegenüber in Mainz sitzt wieder Christian Sievers, Moderator des Heute-Journals.
- 1:46Hi Christian. Hallo Irene.
- 1:48Noch ein Hinweis in eigener Sache, falls ihr hier schon häufiger reingehört
- 1:51habt in den Podcast und uns noch nicht abonniert habt, dann macht das doch sehr,
- 1:55sehr gerne. Das hilft uns und würde uns sehr, sehr freuen.
- 1:59Da wird ein Mann, der sieben Jahre lang den Auslandsgeheimdienst Deutschlands
- 2:04geleitet hat, der den Spitzname Mr. Sicherheit trug.
- 2:08Dieser Mann wird vom BKA festgenommen, sitzt jetzt in U-Haft.
- 2:13Der Vorwurf, versuchter Landesverrat und geheimdienstliche Agententätigkeit.
- 2:18Also der Ex-Chefagent eines Landes könnte selbst ein Spion für ein anderes Land gewesen sein.
- 2:26Christian, ich weiß nicht, wie du, ob du Fan von solchen Spionage-Thrillern
- 2:31bist, aber das hört sich doch auf jeden Fall an wie einer, oder?
- 2:35Ja, das hört sich an wie einer. Es hört sich, finde ich, für mich so ein bisschen
- 2:38an wie einer so ein bisschen old school, wenn man bedenkt, dass Geheimdienste
- 2:41ja heutzutage wirklich krasseste Methoden haben, um zu spionieren,
- 2:47um uns auch alle in irgendeiner Form zu überwachen.
- 2:50Je nach Land, wo das dann je nachdem mehr oder weniger möglich ist und erlaubt
- 2:55ist oder sogar gewünscht und gewollt ist, wirkt dieser Fall für mich so ein
- 2:59klein wenig rückwärtsgewand.
- 3:00Auf der anderen Seite ist es natürlich etwas, was grundsätzlich geeignet ist,
- 3:04das Vertrauen auch zu unterminieren, das wir haben sollten oder müssen ja irgendwie
- 3:09in unsere Sicherheitsbehörden, wenn so etwas passiert. Und es wirft natürlich
- 3:13wahnsinnig viele Fragen auf.
- 3:15Die, finde ich, die erste, die mir so kommt, ist, wie konnte das all die Zeit,
- 3:19wenn es denn so war, muss man ja mal dazu sagen, all die Zeit unentdeckt bleiben?
- 3:23Und da werden wir auch vielleicht noch drüber reden, jetzt eher durch so einen
- 3:26Zufall dann bei den Ermittlungen, bei Ermittlungen in einer ganz anderen Sache ans Licht kommen.
- 3:32Da sind schon einige Fragen, die der BND jetzt beantworten muss.
- 3:36Ja, ich freue mich, dass wir einen Geheimdienstexperten ja in der Runde dabei
- 3:39haben. Da kann ich die Frage ja gleich mal weitergeben.
- 3:43Dieser Spionagevorwurf jetzt gegen den Ex-BND-Chef, das ist schon ein besonders
- 3:47spektakulärer Fall, oder Herr Manns? Ja, ganz sicher.
- 3:52Also das liegt zum einen in der Person von August Hanning,
- 3:56Der ja auch in Berlin nach seinem Ausscheiden aus dem BND, das war 2005,
- 4:00danach war er noch ein bisschen im Innenministerium, aber der auch danach in
- 4:03Berlin auf Konferenzen, Tagungen und eben mit seinen Beratungen sehr sichtbar geblieben ist.
- 4:09Es geht aber vor allem um die Person, den ehemaligen Büroleiter bis in das Frühjahr
- 4:14diesen Jahres, der ihm Informationen geliefert haben soll.
- 4:17Denn das ist natürlich aus dem Herzen des BND, aus dem Büro des Präsidenten.
- 4:22Und ja, das macht den Fall spektakulär, tragisch und besorgt natürlich auch
- 4:27wahnsinnig viele Partnerdienste, die sagen, naja, wenn das kein Ort sein kann,
- 4:32also euer Leitungsstab, wo man sich nicht sicher ist, dann wo denn sonst?
- 4:36Kennen Sie, darf ich ganz kurz das Zwischenfragen, kennen Sie die beiden,
- 4:38die Sie jetzt genannt haben, den Büroleiter und Hanning? Haben Sie den mal kennengelernt?
- 4:42Was haben die für einen Eindruck auf Sie gemacht?
- 4:43Ja, ich kenne tatsächlich beide, dem Büro der Herr sogar besser als Herrn Hanning.
- 4:48Und ich bin auch heute und gestern bei einer Nachrichtendienstkonferenz hier
- 4:52in Berlin, bei der ich sehr viele Kollegen getroffen habe, die die beiden auch kennen,
- 4:56Und bei Herrn Hanning war ja allen Beteiligten klar, dass er Beratungsleistungen
- 5:00anbietet. Das macht er nicht alleine. Es gibt eine Vielzahl von Personen, die das tun.
- 5:03Manche machen das in sehr ehrenvoller Weise.
- 5:06Bei anderen weiß man nie so, ob die nicht ein bisschen shady unterwegs sind.
- 5:10Zwischen shady unterwegs sein und Geheimnisverrat beginnen, ist aber ein großer Unterschied.
- 5:15Und natürlich hat niemand gedacht, das ist der Mann, der sich mutmaßlich Dokumente
- 5:19aus dem BND raustragen lässt.
- 5:22Das ist ja ein Unterschied zu diesen Gesprächen, die dann aktuelle Mitarbeiter
- 5:27mit ehemaligen Chefs führen, wo man ein bisschen offener spricht,
- 5:29als es vielleicht das Recht so im Detail vorsieht.
- 5:33Also da gibt es so eine Grauzone, weil wir sind ja im tiefschwarzen Bereich
- 5:36unterwegs und diesen krassen Geheimnisfahrer, der im Raum steht,
- 5:42den hätte diesem Bürodetal, glaube ich, niemand zugetraut.
- 5:45Müssen wir vielleicht einmal noch kurz zusammenfassen, was Herrn Hanning genau
- 5:49vorgeworfen wird. Also erstmal, es gilt die Unschuldsvermutung.
- 5:53Der Vorwurf lautet, Herr Hanning soll sich über seinen ehemaligen Büroleiter,
- 5:57haben Sie ja gerade gesagt, dass Sie den auch gut kennen, über mehrere Jahre
- 6:01um die 2000 Dokumente beschafft haben.
- 6:04Darin seien auch Informationen gewesen,
- 6:05die ausschließlich für interne BND-Angelegenheiten bestimmt waren.
- 6:09Laut Bundesanwaltschaft soll Hanning diese Infos gewinnbringend bei seiner Tätigkeit
- 6:15als Berater verwertet haben, also verkauft haben.
- 6:19Hannings Verteidiger sagt dazu, ja, Hanning sei in Besitz von diesen vertraulichen
- 6:23Unterlagen oder von vertraulichen Unterlagen gewesen, aber er habe Deutschland
- 6:26nicht damit geschadet und sie auch nicht verkauft.
- 6:30Wie glaubwürdig ist das? Und die große Frage, die ja auch im Raum steht,
- 6:34ist, an wen soll er sie denn verkauft haben?
- 6:38Vielleicht muss man nochmal vorne anfangen mit der Frage, wie kam das überhaupt
- 6:42auf, weil der Fund auch so ein bisschen die Strategie des Verteidigers erklären könnte.
- 6:46Es gibt ja diesen spektakulären Blockprozess, Entführung aller Kinder aus Dänemark
- 6:51unter Einbindung von ehemalischen israelischen Sicherheitskräften,
- 6:55also ein ganz merkwürdiger, auch in den Medien viel diskutierter Fall.
- 6:59Und Herr Hanning mit seiner Beratungsfirma, Thema ein bisschen shady,
- 7:03war in jedenfalls Kontakten auch zu diesen israelischen Kräften.
- 7:08Deswegen war er immer so am Rande des Verfahrens beteiligt, war nicht beschuldigt,
- 7:12da ist aber irgendwann dann durchsucht worden. Man kann ja auch bei Zeugen durchsuchen.
- 7:16Und im Rahmen dieser Durchsuchung ist viel mitgenommen worden,
- 7:18vom LKA Hamburg ausgewertet worden.
- 7:20Und irgendwann fand man eben Dokumente, so hat es der Generalbundesanwalt dann
- 7:24später geschildert, in denen auftauchte Bundesnachrichtendienst,
- 7:27in denen auch Einstufung, also sowas wie geheim oder vertraulich auf Dokumenten stand und die eben,
- 7:34deutlich jünger, also aktueller waren, als das Ausscheiden von Herrn Hannig
- 7:38nahegelegt hätte, selbst wenn er vielleicht in seiner Präsidentenzeit Dokumente
- 7:42mal mit nach Hause genommen hätte, was er ja so auch nicht gedurft hätte.
- 7:44Aber da war klar, es muss eine Quelle geben. Also halten wir ganz kurz fest,
- 7:48das Ganze ist nicht etwa ans Licht gekommen, weil im BND,
- 7:53jemand die Alarmglocken geläutet hätte und gesagt hätte, uns ist da was aufgefallen,
- 7:57was man ja annehmen müsste, dass die Sicherheitsvorkehrungen so sind,
- 8:00dass das auffallen müsste eigentlich, sag ich jetzt mal als naiver Bürger.
- 8:05Sondern bei einem ganz anderen Fall quasi ein zufälliger Beifahren gewesen.
- 8:10Ja genau, also man ist nicht eingeflogen über den ehemaligen Büroleiter,
- 8:13der wie gesagt bis vor kurzem noch im BND tätig war, also der den Zugriff hatte,
- 8:17sondern man kam über diesen Zufallsfund bei Hanning.
- 8:20Man merkte als Hamburger Staatsanwaltschaft dann auch, oh Mist,
- 8:24das sind ja aktuelle eingestufte Bundesdokumente, hat dann Kontakt mit dem BND
- 8:28aufgenommen und mit dem Generalbundesanwalt, das ist der Ankläger in solchen,
- 8:33Landesverrats-Spionage-Konstellationen.
- 8:35Und so kam dann im April ein Ermittlungsverfahren in Gang, was eben jetzt in
- 8:39diesen Durchsuchungen gemündet hat.
- 8:41Das spricht nicht unbedingt für die Kompetenz des BND, wenn ich das mal so sagen
- 8:46darf, dass so etwas nicht ans Licht gekommen ist.
- 8:50Hinten raus sicherlich nicht, aber man muss vielleicht nochmal kurz darüber
- 8:54nachdenken und vielleicht auch nochmal die Hörer mitnehmen, wie das so läuft
- 8:58in einem Nachrichtendienst.
- 8:59Normalerweise kann man sich nicht einfach am Kopierer eine Geheimakte vervielfältigen,
- 9:03sondern man gibt strenge Vorgaben, also gibt es Registraturen,
- 9:07die tragen das dann ein, die stempeln das, das wird dokumentiert.
- 9:10All das ist natürlich in einem Leitungsbereich, wo sehr oft der Bundestag spontan
- 9:16was will, der Präsident was will, vielleicht nicht immer so detailgenau durchgesetzt
- 9:21worden wie in einer Fachabteilung, wo eine Registratur drauf schaut.
- 9:24Denn es muss ja, wenn, und da hat der Verteidiger von Herrn Hanning ja auch
- 9:28den Mitbeschuldigten, also diesen ehemaligen Berater, ein bisschen reingeritten fast.
- 9:32Es muss ja wohl so gewesen sein, dass Dokumente rausgeflossen sind,
- 9:35denn sie sind ja aufgefunden worden durch die Staatsanwaltschaft bei Herrn Hanning.
- 9:38Also es ist ja klar, dass es aus dem BND jemanden gibt, der es ihm gegeben hat.
- 9:42Ob es dann dieser Ex-Berotäter war, wird man halt noch feststellen müssen im Verfahren.
- 9:46Die Tatsache an sich ist ja kaum zu leugnen und da muss man halt sagen,
- 9:49ja, wenn es denn so war, dann hat er die vermutlich einfach auf den Kopierer
- 9:52gezogen, die sie nicht richtig nachgehalten wollen, hat sie rausgetragen.
- 9:56Das haben wir auch bei Carsten Ellbund, dem Spion, der vor.
- 10:01Einigen Jahren mutmaßlich enttarnt wurde, für die Russen zu arbeiten,
- 10:04ideologische Gründe sind das, die da eine Rolle spielen sollen,
- 10:07wird gerade am Kammergericht verhandelt, hat auch bei den Partnerdiensten schon
- 10:10für viel Aufsehen gesorgt, auch weil das so ein Ideologietäter war.
- 10:13Und der hat sich über die Kopierkarte einer Kollegin mutmaßlich die Kopien gezogen
- 10:18und mit dem Privathandy vom Bildschirm abfotografiert. Ich meine,
- 10:21wie wollen Sie das jetzt am Ende auch überwachen? Nochmal zurück zur Frage von Helene gerade.
- 10:26Warum sollte man das machen? Was ist dann das Motiv bei so etwas?
- 10:29Einfach die Akten zu Hause haben, weil man sie da gerne hätte,
- 10:32kann ja nicht der Grund sein.
- 10:33Da spricht wenig dafür. Also ohne die Ermittlungen jetzt vorgreifen zu wollen,
- 10:37Aber die These des Generalbundesanwalts,
- 10:39Herr Hanning, der dieses Beratungsgeschäft hat, das ja immer auf dem Versilbern
- 10:43von ehemaligen Eindrücken besteht und der in Tonien mit Geldnot kam,
- 10:48das ist ja auch inzwischen bekannt, weil er Aufsichtsrat einer Bank,
- 10:53in den baltischen Staaten war, die Konkurs machen musste und wo jetzt vollstreckbare
- 10:58Titel, ich glaube da geht es um ungefähr 30, 35 Millionen Euro gegen die früheren
- 11:02Aufsichtsratsmitglieder bestehen, darunter auch Herrn Hanning.
- 11:04Also Geldprobleme sind klar gewesen und es war klar, die Beratungsleistungen
- 11:09dienen auch dazu, das irgendwie abzufedern.
- 11:11Da ist der Schluss ja irgendwie nah, dass die Dokumente dazu gedient haben,
- 11:14die Qualität dieser Beratung anzureichern, um es mal ganz vorsichtig zu sagen.
- 11:19Und können wir nochmal auf die Beratung kurz, also ich frage mich,
- 11:22wieso muss eigentlich jemand, der jahrelang BND-Chef war, Oberspion in Deutschland,
- 11:27am Ende eine Beratungsfirma aufmachen?
- 11:29Warum ist es eigentlich erlaubt? Sie sagen jetzt, manche sind shady,
- 11:32manche sind weniger shady.
- 11:34Ich würde jetzt mal sagen, egal wie shady die sind, das geht doch eigentlich
- 11:37nicht, weil die Grundidee ist doch, man nimmt ja diese Leute nicht als Berater, weil sie so...
- 11:42Wahnsinnig, keine Ahnung, superschlau wären, sondern weil sie eben qua ihrer
- 11:47früheren Tätigkeit besonderen Zugang zu Informationen oder auch zu Kontakten
- 11:52zu anderen Menschen haben in dem Milieu.
- 11:55Deswegen stellt sich mir die Frage, wieso lassen wir das eigentlich zu,
- 11:59dass ehemalige Top-Geheimdienstler am Ende ihr Wissen versilbern?
- 12:04Genau diese Frage hat das Parlamentarische Kontrollgremium, also die Abgeordneten
- 12:08im Bundestag, die über die Dienste wachen, 2023 gestellt.
- 12:11Da gab es eine dieser wenigen öffentlichen Verlautbarungen. Dann haben wir geschrieben,
- 12:15naja, wir entdecken diese vielen Personen, manche so, manche so,
- 12:18also ohne natürlich zu wissen, was da dann hinten rauskommt.
- 12:21Aber wir fragen uns, ob das eigentlich eine gute Idee ist.
- 12:24Und in der Tat hätte man das auch ändern können. Es gibt nämlich im Bundesbeamtengesetz
- 12:27eine Regelung, die sagt, wenn du Ruhestandsbeamter bist, musst du eine Zeit
- 12:31lang deine Nebentätigkeiten anzeigen.
- 12:33Und die gilt für Personen, die Geheimnissträger waren, in jedem Fall und nicht
- 12:37nur bei dienstlicher Befassung.
- 12:38Aber die endet irgendwann nach einigen Jahren. Das heißt, die Bundesregierung
- 12:42kann irgendwann gerade nicht mehr sagen, diese jene Tätigkeit,
- 12:45die untersagen wir dir, weil die vielleicht nicht ganz im Interesse von uns steht.
- 12:48Es gibt ja auch nachträgliches Wirken, was wir wollen. Also,
- 12:52dass zum Beispiel Ehemalige an der Uni einen Vortrag halten,
- 12:55dass sie in Medien Experte sind. Das kann ja alles gut und richtig sein.
- 12:58Es braucht ja kein Verbot. Aber im Nachhinein beißen sich, glaube ich,
- 13:01gerade viele auf die Zunge und ärgern sich, dass sie diesen Hinweis 23 nicht
- 13:05ernster genommen haben.
- 13:06Auch wenn da die Dokumentenlieferung wohl schon vorbei war. Denn der Generalbundesanwalt
- 13:11sagt, 22 war damit Schluss, also vor vier Jahren.
- 13:15Herr Lange, Sie sind Sicherheitsexperte und auch Russland-Experte.
- 13:20Das sind Informationen, geheimdienstliche Informationen, sensible Informationen,
- 13:26über die man sich in Russland sicherlich freuen würde, oder?
- 13:30Ja, vielleicht zwei Aspekte dazu. Zum einen.
- 13:35Ich bin da zurückhaltender bei dem, was Sie gesagt haben, Frau Reiner,
- 13:39zum Thema Unschuldsvermutung.
- 13:41Weil wenn der Generalbundesanwalt, wie das gerade passiert ist,
- 13:44einen Haftbefehl für Untersuchungshaft gegen einen ehemaligen Präsidenten des
- 13:49Bundesnachrichtendienstes verhängt, dann muss er schon einen dringenden,
- 13:53Tagverdacht haben und eine sehr, sehr handfeste Beweislage.
- 14:00Also da kann man jetzt nicht sagen, man weiß nicht, was passiert ist.
- 14:02Das deutet darauf hin, dass es etwas sehr Schwerwiegendes gibt.
- 14:06Das ist der eine Aspekt. Der andere Aspekt ist, es kommt ja noch etwas zu dem
- 14:10ganzen Komplex hinzu, was ein extremes Sicherheitsrisiko ist.
- 14:14Denn stellen wir uns mal vor...
- 14:17Der russische Nachrichtendienst oder ein russischer Nachrichtendienst hätte
- 14:20davon gewusst, dass der Büroleiter des Bundesnachrichtendienstes an seinen ehemaligen
- 14:25Chef Informationen verkauft.
- 14:28Dann ist das ein absolutes Einfallstor für Erpressung, um von Seiten russischer
- 14:34Nachrichtendienste diesen Büroleiter als Quelle zu gewinnen.
- 14:38Das ist fast schon wie aus einem Handbuch.
- 14:41Und das ist ein extremes Sicherheitsrisiko, weil es dann nicht nur um die Informationen
- 14:45geht, die Herrn Hanning zugespielt worden sind, wo es ja offenbar sehr häufig
- 14:50um die sogenannte nachrichtendienstliche Lage ging,
- 14:53die der Bundesnachrichtendienst für die Briefings für den Bundeskanzler erstellt,
- 14:57sondern auch noch viel weitergehende Informationen.
- 15:01Und warum das so lange ging und warum das nicht festgestellt worden ist durch
- 15:05die interne Sicherheit des BND.
- 15:08Das ist ja vorhin schon angesprochen worden. Das ist, glaube ich,
- 15:10eine ganz, ganz wichtige, zu klärende Frage.
- 15:13Wir sagen natürlich Unschuldsvermutung, weil wir kein Urteil haben.
- 15:16Und deswegen gilt natürlich erstmal die Unschuldsvermutung in einem Rechtsstaat.
- 15:20Gleichzeitig gibt es einen Haftbefehl des Generalbundesanwalts,
- 15:23der nicht einfach so erlassen wird.
- 15:25Absolut, aber es gibt kein richterliches Urteil, deswegen die Unschuldsvermutung.
- 15:28Aber der Punkt, Herr Lange, Sie sagen jetzt immer Russland. Ist denn klar, dass es Russland war?
- 15:34Also es ist ja in erster Kommunikation zu diesem Fall ausgeführt worden,
- 15:40er hätte auch Kontakte gehabt zu Agenten ausländischer Nachrichtendienste und
- 15:44alle haben sofort dazu kommuniziert, nicht Russland.
- 15:49Jetzt gibt es ja schon öffentlich zugängliche Informationen,
- 15:51dass es sich um Aserbaidschan gehandelt hat, wo ich sagen würde,
- 15:55naja, also für die Russen von den aserbaidschanischen Kollegen Informationen
- 15:59zu bekommen, ist jetzt kein großes Problem.
- 16:03Deswegen finde ich das nicht besonders beruhigend, wenn es am Ende sich herausstellt,
- 16:06es wäre nicht Russland, sondern es wäre Aserbaidschan.
- 16:09Aber wohin diese Informationen gegangen sind über diesen Fall der Zusammenarbeit
- 16:15mit dem Nachrichtendienst von Aserbaidschan hinaus, das ist ja noch gar nicht klar.
- 16:19Und wenn Herr Hanning diese Informationen über viele Jahre hinweg benutzt hat
- 16:24in sehr vielen unterschiedlichen Kontexten, dann ist auch,
- 16:28denkbar und vor dem Hintergrund der Sicherheitslage sogar wahrscheinlich,
- 16:32dass das auch in russische Ohren oder in russische Gesprächspartner gelangt ist.
- 16:38Zumal ja die russischen Nachrichtendienste dafür bekannt sind,
- 16:41nicht nur, dass sie in Deutschland sehr umtriebig sind, sich in genau solchen
- 16:45Netzwerken herumtreiben, genau dort versuchen, Informationen abzugreifen, manchmal,
- 16:51Quellen zu rekrutieren, aber manchmal auch verdeckt dort Informationen abzugreifen.
- 16:56Also natürlich ist Russland dann auch in diesem Kontext relevant.
- 17:00Und mal sehen, was noch zutage kommt bei den Untersuchungen dieses Falls.
- 17:07Ein kurzer Hinweis noch zur Tonqualität. Herr Lange, Sie sind uns vom Flughafen
- 17:11in London zugeschaltet. Deswegen hat man vielleicht das eine Ohr schon am Rollfeld
- 17:15mit dabei. Ich habe den Eindruck, der Flieger geht bereits los,
- 17:18aber Sie wirken noch ganz locker.
- 17:21Ja, das tut mir leid, aber so sind eben hier die Umstände. Ja,
- 17:25man versteht sie trotzdem sehr gut.
- 17:27Wir besprechen gleich noch die Frage, welche Konsequenzen das jetzt auch alles hat.
- 17:32Stichwort Vertrauensverlust in diese doch sehr, sehr wichtige Institutionen.
- 17:37Aber ich würde gerne vorher nochmal genauer gerne verstehen,
- 17:41wie der BND arbeitet, wie er aufgestellt ist und warum es ihn gibt.
- 17:46Und dafür haben wir in diesem Podcast ja eine Erklärrubrik von unserer sehr
- 17:49geschätzten Kollegin und ZDF-Nachrichtenlegende Gundula Gause.
- 17:59Der Bundesnachrichtendienst, kurz BND, ist Deutschlands Auslandsnachrichtendienst.
- 18:05Offiziell gibt es in Deutschland keine Geheimdienste, sondern Nachrichtendienste.
- 18:10Dahinter steckt eine Lehre aus der NS-Zeit.
- 18:13Die Gestapo hat damals Menschen bespitzelt und gleichzeitig selbst verhaftet und gefoltert.
- 18:21Sie war damit Ankläger und Richter in einem. Die Alliierten und später die Bundesrepublik
- 18:26haben daraus die Konsequenz gezogen, Nachrichtendienste und Polizei zu trennen.
- 18:32Der BND darf deshalb ausschließlich Informationen sammeln und auswerten.
- 18:38Daraus entstehen Analysen, die er der Bundesregierung zur Verfügung stellt.
- 18:42Er darf niemanden festnehmen, keine Wohnungen durchsuchen oder Strafverfahren einleiten.
- 18:47Der BND nutzt zur Informationsbeschaffung unterschiedliche Quellen.
- 18:52Zum einen wertet er öffentliche Informationen aus, zum Beispiel aus sozialen Medien.
- 18:57Außerdem hat er im Ausland eigene Vertretungen und arbeitet mit Informanten zusammen.
- 19:04Zusätzlich fängt er Telefonate, E-Mails und Datenverkehr im Ausland ab.
- 19:09Dazu kommt der Austausch mit Partnerdiensten unter anderem NSA und CIA aus den USA.
- 19:15Für den Bundesnachrichtendienst arbeiten rund 6.500 Menschen an den Standorten
- 19:20in Berlin und Pullach bei München.
- 19:23Der BND untersteht direkt dem Kanzleramt und wird vom Parlamentarischen Kontrollgremium
- 19:29des Bundestages überwacht.
- 19:31Für Gefahren im Inland ist in Deutschland übrigens ein anderer Dienst zuständig,
- 19:37das Bundesamt für Verfassungsschutz.
- 19:39Es beobachtet z.B.
- 19:41Extremisten. Auch der Verfassungsschutz arbeitet getrennt von der Polizei.
- 19:49Noch ein interessanter Funfact, den BND kann man sehen, also man weiß, wo er residiert.
- 19:53In Berlin, das neue Hauptquartier ist aus meiner Sicht eines der architektonisch
- 19:58grauenvollsten Neubauten in einer
- 20:01ohnehin an architektonisch grauenvollen Neubauten sehr reichen Stadt.
- 20:05Das gibt einen Shitstorm, Christian. Aber so ist es, man kann es sich wirklich
- 20:07angucken, es ist ein erdrückendes Gebäude.
- 20:11Also ich finde es ganz, ganz schwierig, aber ich muss festhalten,
- 20:13als Bürgerin und Bürger kann man davor stehen und sagen, aha,
- 20:16hier sitzt also unser Geheimdienst.
- 20:18Beispiel Israel zum Beispiel. Da weiß eigentlich auch jeder Israeli,
- 20:21wo der Mossad sitzt. Aber offiziell ist es total geheim.
- 20:26Es gibt keine offizielle Adresse. Es gibt, das Gebäude ist bei Google so absurd
- 20:31geblurrt, bei Google Maps. Also die machen da schon eine etwas andere Geschichte draus.
- 20:37Insofern sagt das ja auch was über eine Gesellschaft, wenn man eine Adresse
- 20:40sozusagen und ein Haus hat, auch wenn es unfassbar hässlich ist.
- 20:44Und dann sitzen in diesem von Christian für hässlich befundenes Gebäude viele
- 20:49Menschen, die vor allem, wie Gundula uns ja jetzt gerade erklärt hat,
- 20:52Informationen sammeln und auswerten. Das klingt nach einem ganz normalen Bürojob, Herr Manns.
- 20:59Das ist auch ganz häufig ein ganz normaler Bürojob, genau so ist es.
- 21:03Das ist auch bei der CIA entgegen den filmischen Darstellungen nicht anders.
- 21:07Auch die haben Analysten, die müssen viel auswerten.
- 21:10Und das ist auch nicht alles von geheimsten Quellen zusammengetragen,
- 21:14sondern neben der technischen Aufklärung, also dem, was wir seit Snowden Massenabhören
- 21:18nennen, auch wenn das nicht ganz zutrifft, kommt auch wahnsinnig viel aus offenen Quellen.
- 21:23Also aus sehr genau Hinschauen in soziale Netzwerke, auf Blogs und sowas.
- 21:27Die Dinge sind teilweise unspektakulär. Was wir eben bislang nicht haben,
- 21:32Thema Nachrichtendienst, ist die etwas spektakulärere Seite.
- 21:35Und genau die soll jetzt ja eingeführt werden, beziehungsweise das wird diskutiert,
- 21:41und hat jetzt nochmal eine neue Brisanz bekommen, das Thema auch.
- 21:45Also nochmal, um das festzuhalten, viele andere ausländische Geheimdienste haben
- 21:49mehr Befugnisse als der BND.
- 21:51Das ist in Deutschland rechtlich strenger aus historischen Gründen,
- 21:55wie wir auch gerade gehört haben.
- 21:57Und jetzt ist eben die Frage, soll der BND mehr Handlungsspielraum und auch
- 22:01operative Befugnisse bekommen? Die Bundesregierung hat da schon ein Gesetz auf
- 22:06den Weg gebracht, eine Reform.
- 22:08Und die Begründung ist vor allem, die man jetzt auch diese Woche wieder häufig
- 22:13gehört hat, einfach die aktuelle Sicherheitslage.
- 22:15Und da haben wir am Anfang schon gehört, die Zitate des aktuellen Chefs vom BND, der gewarnt hat.
- 22:22Und zwar in einer Sitzung, da gibt es jedes Jahr, also das Parlamentarische
- 22:28Kontrollgremium, wo die Abgeordneten sitzen, die die Geheimdienste überwachen sollen.
- 22:33Die treffen sich sonst ja geheim und einmal im Jahr ist diese Sitzung eben öffentlich.
- 22:38Und dieses Jahr Anfang der Woche haben sowohl der Chef des BND als auch der
- 22:43Präsident vom Verfassungsschutz und auch die Chefin vom Militärischen Abschirmdienst
- 22:47gesagt, sagt, dass Russland aktuell die größte Gefahr
- 22:50für Deutschland, für die EU und für den Westen insgesamt sei.
- 22:54Nochmal Zitat BND-Chef Martin Jäger.
- 22:58Russland führt einen Schattenkrieg gegen uns.
- 23:01Das hatte schon eine gewisse Deutlichkeit. Herr Lange, hat Sie das überrascht?
- 23:08Nein, es ist auch nicht neu, dass Russland einen Schattenkrieg gegen uns führt.
- 23:12Hybrider Krieg hat man bisher immer gesagt.
- 23:15Was ist dann da der Unterschied? Ja, es gibt den Begriff, den Begriff Shadow
- 23:18War oder Schattenkrieg gibt es schon länger. Es gibt auch die Formulierung,
- 23:21wir sind nicht mehr im Frieden, aber auch noch nicht im Krieg.
- 23:25Ich glaube, man kommt aus der hybriden Formulierung raus, weil der Begriff hybride
- 23:30Kriegführung ursprünglich ein Begriff aus der Think Tank Welt ist,
- 23:33der mal entstanden ist, um zu beschreiben, was die Hezbollah macht.
- 23:37Im Grunde eine Kombination aus konventionellen und nicht konventionellen Mitteln der Kriegführung.
- 23:43Aber hybrider Krieg ist so eine Art politischer Begriff geworden,
- 23:46um zu sagen, das ist noch kein richtiger Krieg.
- 23:49Und diejenigen, die sich mit diesen Sicherheitsfragen beschäftigen,
- 23:53finden jetzt andere Begriffe dafür, um einerseits darauf hinzuweisen,
- 23:57für Russland ist es sehr wohl ein richtiger Krieg.
- 24:00Die unterscheiden in Russland nicht zwischen sogenannten hybriden Krieg und
- 24:03richtigen Krieg. Es gibt nur einen und der wird immer geführt,
- 24:06aber mit unterschiedlichen Instrumenten.
- 24:08Und zum anderen ist dieser semantische Wechsel, glaube ich, ein Versuch,
- 24:13deutlich zu machen, wir müssen uns wehren.
- 24:16Wir können das nicht immer nur hinterher betrachten und sagen,
- 24:18das ist aber schlimm, was die da gemacht haben, sondern wir brauchen Instrumente,
- 24:22um auch dagegen vorzugehen.
- 24:23Und in dem Kontext gibt es, glaube ich, auch die Diskussion um andere und weitergehende
- 24:29Befugnisse für die deutschen Nachrichtendienste.
- 24:33Das ist aber eine späte Diskussion.
- 24:36Also ich glaube, wir bräuchten vieles davon schon sehr lange und manches davon
- 24:40auch unmittelbar einleuchtend.
- 24:42Aber das ist bei der letzten Novelle dieser Gesetze sehr schwierig gewesen,
- 24:48diese Diskussion zu führen.
- 24:49Und teilweise auch von Politikern, die jetzt selbst anders darüber denken,
- 24:55sind viele weitergehende Dinge verhindert worden.
- 24:57Die SPD war ja auch schon an der Regierung beteiligt, als das letzte Mal über
- 25:01solche Veränderungen der Gesetze gesprochen worden sind. Und ich gebe Ihnen ein Beispiel.
- 25:06Wenn der Bundesnachrichtendienst einen Terrorismusverdächtigen beobachtet und
- 25:12zum Beispiel auch auf dessen Kommunikationsgeräten.
- 25:16Informationen abgreift und diese Person reist dann nach Deutschland ein und
- 25:21dann darf der Bundesnachrichtendienst nichts mehr machen und muss das alles abschalten.
- 25:25Das ist jetzt mal freundlich gesagt, nicht zeitgemäß so vorzugehen.
- 25:29Oder wenn die Nachrichtendienste in Deutschland nicht die Möglichkeiten haben,
- 25:33zum Beispiel auf Discord-Servern oder auf anderen Instrumenten der Kommunikation,
- 25:39die ruhende Kommunikation auszulesen, also die Chats, die da schon vorhanden sind.
- 25:44Und dann über Umwege im Grunde sich das, was in Deutschland vor sich geht,
- 25:48von Partnerdiensten aus dem Ausland liefern lassen müssen, dann ist das nicht
- 25:53der Sicherheitslage entsprechend. Also um solche Dinge geht es.
- 25:56Und die historische Trennung, dass Nachrichtendienste keine exekutiven Befugnisse
- 26:02haben sollen, ist ja aus der deutschen Geschichte unmittelbar erklärbar.
- 26:07Andererseits haben wir im Jahr 2026 eine Sicherheitslage, die das erforderlich
- 26:12macht, über diese Dinge nachzudenken.
- 26:15Vor allen Dingen, weil die russischen Nachrichtendienste, vor allen Dingen der
- 26:19russische Militärgeheimdienst GRU, seit vielen Jahren sehr aktiv und sehr aggressiv,
- 26:25gegen Deutschland vorgeht. Und wir brauchen Instrumente, um das abzuwehren.
- 26:29Und vielleicht auch, um abzuschrecken, um den Russen zu zeigen,
- 26:32wir könnten euch auch Kosten verursachen. Macht das nicht.
- 26:38Herr Manz, was wollte Martin Jäger, der BND-Chef, der vorher interessanterweise
- 26:42deutscher Botschafter in der Ukraine war, was wollte der erreichen mit diesem Appell?
- 26:47Aufrütteln? Angst machen?
- 26:51Was ist sein Ziel? Die Bevölkerung, die Politiker? Wen wollte er adressieren?
- 26:56Tja, wahrscheinlich alle ein bisschen und zwar vor allem mit der Realität konfrontieren.
- 26:59Denn ich glaube, das ist, was Nico Lange gerade auch gesagt hat.
- 27:03Wir erleben ja im Baltikum noch stärker und noch militärischer als in Deutschland,
- 27:08aber auch hier ganz, ganz stark anwachsend.
- 27:10Etwas, was man Hybridenkrieg nennen kann, aber auch paramilitärischen Staatsterrorismus.
- 27:15Das klingt vielleicht noch ein bisschen härter in der Sache.
- 27:17Wir erleben zunehmend, dass Personen aus der Rüstungsindustrie bedroht sind
- 27:22von Tötungsoperationen. Also wir reden von richtig harten Killing-Actions und
- 27:27wir haben ja gesehen im kleinen Tiergarten vor einigen Jahren,
- 27:29auch wenn es um Dissidenten gab, dass Russland das auch durchzieht.
- 27:33Und man muss vielleicht auch nochmal nur erklären, weil der Bundesinnenminister
- 27:37immer sagt, wir machen jetzt echte Geheimdienste.
- 27:39Klarstellen, der Verfassungsschutz bleibt ein Nachrichtendienst,
- 27:43der nur mehr Informationen sammeln wird.
- 27:45Das Einzige, was der Verfassungsschutz in der realen Welt künftig tun soll,
- 27:49ist Tatmittel manipulieren. Also zum Beispiel das Waffendepot,
- 27:53das er vor einigen Monaten am Mögelsee gefunden hat, die Waffen unschädlich machen.
- 27:57Das muss man nicht wollen, aber da geht es nicht um polizeiliche Befugnisse.
- 28:01Der BND hingegen, der soll im Ausland ganz viel dürfen, nämlich im Grunde alles
- 28:05außer gezielte Leib- und Lebensschäden.
- 28:07Das kann er in Führungen in Russland einschließen, das Sprengen von der Brücke einer Drohnenfabrik.
- 28:11Aber im Ausland, da haben wir gerade keine Polizei. Das ist eine andere Debatte,
- 28:15die müssen wir auch führen.
- 28:17Aber mit dem Trennungsgebot hat
- 28:18sie wenig zu tun, sondern eher mit Völkerrechtsfragen und vor allem damit.
- 28:22Man einen Konflikt hochschaukelt, wenn man auch mal zurückschlägt,
- 28:26oder den Gegner eher begrenzt.
- 28:28Und da hat er lange gerade gesagt, und das würde ich teilen,
- 28:30ich denke inzwischen wäre es eher eine Begrenzung, denn die Russen merken ja
- 28:33bei uns, wir reagieren nicht und dadurch werden sie immer dreister im Vorgehen,
- 28:37immer aggressiver und greifen uns immer stärker an.
- 28:40Also wenn ich das richtig verstanden habe, die Sorge ist ja, also die Reform möchte,
- 28:45den Nachrichtendiensten oder den Geheimdiensten mehr operative Befugnisse auch
- 28:50geben, sodass, wie der Bundesinnenminister das sagt, Das sagt aber auch Kanzler
- 28:53Merz, aus den Nachrichtendiensten echte Geheimdienste werden.
- 28:58Wenn ich das richtig verstanden habe, Herr Mann, Sie sagen, dass Sie das im
- 29:01Ausland für sehr, sehr wichtig und auch gerechtfertigt finden,
- 29:04dass Sie aber die Sorge, die viele Menschen auch haben, wir könnten da eine neue
- 29:08Geheimpolizei bekommen, die dann zu viele Befugnisse bekommt,
- 29:12das halten Sie für übertrieben, diese Sorge?
- 29:16Selbst in der Unionsfraktion kann im Grunde keiner nachvollziehen,
- 29:19warum der Bundesinnenminister, der für den Verfassungsschutz und nicht für den
- 29:22BND zuständig ist, dauernd vom echten Geheimdienst spricht.
- 29:25Was soll auch ein unechter Geheimdienst sein? Also wir differenzieren historisch
- 29:28zwischen Nachrichtendiensten und Geheimdiensten.
- 29:31Beim BND kann man darüber sprechen, okay, eine Brücke sprengen klingt irgendwie
- 29:35ziemlich geheimdienstlich, vielleicht sind die dann künftig auch ein Geheimdienst.
- 29:38Aber wenn der Verfassungsschutz im Inland solche Tatmittelmanipulationen durchführen
- 29:45soll, also einzige Maßnahme, die hinzukommt in der realen Welt,
- 29:49dann ist das doch jetzt wirklich nichts.
- 29:51Also Trojaner aufs Handy spielen zum Beispiel.
- 29:55Genau, das sind diese Wohnungsgeschichten. Oder in die Wohnung reingehen,
- 29:58ohne dass ich davon weiß.
- 29:59Wie lange ist es so, der Verfassungsschutz, der darf nicht in Wohnungen auf
- 30:04Bundesebene eindringen, in Ländern schon, in Bayern zum Beispiel,
- 30:07in Hessen auch, um Spärsoftware auf Handys zu spielen.
- 30:10Da geht es aber quasi nicht darum, die Wohnung zu durchsuchen,
- 30:12sondern da geht es darum, diese Software, weil die Geräte immer besser werden,
- 30:16einfach drauf zu kriegen, so wie man heute auch schon Autos knackt,
- 30:19um Spärsoftware einzubauen.
- 30:20Aber niemand muss befürchten, dass da Männer mit grauem Mantel an der Tür klingeln,
- 30:25einen mitnehmen oder die Wohnung leer räumen.
- 30:27Und der Bundesinnenminister tut uns allen keinen Gefallen, mit diesem merkwürdigen
- 30:30Framing durch die Gegend zu laufen.
- 30:33Dabei gibt es andere Themen beim Verfassungsschutz, gerade Ausbau von Überwachungsbefugnissen,
- 30:38wo man ja wirklich sagen kann, da kann man so oder so sehen.
- 30:41Aber diese Diskussion wird völlig überlagert dadurch, dass wir diese echte Geheimdienstdebatte
- 30:46beim Verfassungsschutz haben.
- 30:47Aber dann kommt doch jetzt auch, um auf den Fall Hanning nochmal zurückzukommen,
- 30:52das kommt doch jetzt gerade eigentlich zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt.
- 30:57Man hat auf der einen Seite eindringliche Warnungen, man ist gerade dabei eine
- 31:01Reform vorzubereiten, die dem BND.
- 31:05Mehr Befugnisse geben soll und hat dann auf der anderen Seite etwas,
- 31:08das das Vertrauen in diesen Dienst massiv beschädigt hat oder noch mehr beschädigen könnte.
- 31:15Das ist so. Vor allen Dingen das Vertrauen bei den Partnerdiensten.
- 31:19Also das haben wir ja in den letzten Tagen gesehen.
- 31:23Der britische Nachrichtendienst und andere, die haben jetzt interne Untersuchungen
- 31:27eingeleitet, was könnte da abgeflossen sein.
- 31:30Und wir sind sehr stark auf Kooperation unserer Nachrichtendienste mit den Partnern angewiesen.
- 31:37Und schon viele Sicherheitsrisiken sind überhaupt erst dadurch bearbeitbar geworden,
- 31:42dadurch, dass wir Hilfe bekommen haben von anderen.
- 31:45Also da liegt ein ganz großes Vertrauensproblem, das der BND jetzt glaube ich offensiv angehen muss.
- 31:51Ich habe, glaube ich, eine etwas entspanntere Haltung zu dem Thema,
- 31:55das Sie ansprechen. Machen sich jetzt die Menschen Sorgen darüber,
- 31:59dass die Nachrichtendienste zu viele Befugnisse hätten, die in persönliche Freiheiten eingreifen?
- 32:05Weil die Sicherheitslage so ernst ist in Bezug auf die russische Schattenkriegsführung
- 32:10gegen uns, dass wir nicht mit stumpfen Waffen dagegen vorgehen können.
- 32:14Also wenn die Nachrichtendienste zu beschränkt sind, wird Russland das extrem ausnutzen.
- 32:19Und wir haben doch auch gesehen bei Einflussoperationen, wie sie versucht worden
- 32:23sind in der Republik Moldau rund um die Wahlen zum Beispiel,
- 32:26dass die Ermittlungen deswegen erfolgreich waren, weil es Instrumente gab,
- 32:30Finanzströme nachzuverfolgen.
- 32:33Kommunikation nachzuverfolgen und gegen diese russischen Agenten und die Netzwerke
- 32:38und die Rekrutierung von sogenannten Low-Level-Agenten vorzugehen.
- 32:42Also das ist dringend notwendig, dass es da mehr Befugnisse gibt.
- 32:45Herr Lange, nochmal zurück zum Fall Hanning. Sie sagten gerade,
- 32:48das ist ein extremer Vertrauensverlust auch bei den Partnerdiensten,
- 32:51gerade bei denen, da muss man jetzt wieder neues Vertrauen schaffen. Wie macht man das denn?
- 32:55Also was ist denn jetzt konkret das, was angesagt wird? Muss da jemand gehen?
- 33:00Müssen neue Sicherheitsregeln eingeführt werden?
- 33:04Denn die alten haben ja offensichtlich nicht funktioniert. Also der BND,
- 33:07ob zu Recht oder zu Unrecht, hatte bei einigen Partnerdiensten ohnehin schon
- 33:11manchmal den Ruf, denen kann man nichts geben, da gibt es zu viele Leaks.
- 33:17Und das hat jetzt ja nochmal ganz massiv auf dieses negative Image eingezahlt.
- 33:22Das heißt, der BND muss aufklären, wie sind diese Dokumente hinausgelangt,
- 33:29wie ist sichergestellt, dass das zukünftig nicht mehr passiert und muss,
- 33:34glaube ich, auch über Konsequenzen interner Art nachdenken.
- 33:38Ja, das kann man nicht nur sagen, das war eine Person, die das gemacht hat.
- 33:41Sie haben das ja am Anfang zu Recht gefragt. Das ist ja ein strukturelles Versagen,
- 33:45wenn jemand über Jahre hinweg tausende Dokumente aus dem Haus herausbekommen kann.
- 33:51Das muss dringend abgestellt werden und das muss auch klar werden bei den Partnern.
- 33:56Der BND hat dieses Sicherheitsproblem bearbeitet und hat das abgestellt und macht das jetzt anders.
- 34:02Man muss aber damit rechnen, solange das nicht passiert, dass Partnerdienste
- 34:06zumindest darüber nachdenken, zurückhaltender zu sein mit dem Austausch von Informationen.
- 34:11Und dieses Geschäft ist ja ein Geben und Nehmen.
- 34:14Das läuft immer bilateral ab. Das ist nicht so, dass man da gerne bereitwillig
- 34:20Informationen teilt, sondern das ist immer nur, ich gebe dir was, du gibst mir etwas.
- 34:24Und das schwächt natürlich den Bundesnachrichtendienst, wenn es da jetzt kein Vertrauen gibt.
- 34:28Herr Manns, haben Sie dem noch etwas hinzuzufügen? Was würden Sie dem BND raten?
- 34:32Was muss jetzt auf jeden Fall passieren, um Vertrauen wiederherzustellen,
- 34:37auch in der Bevölkerung?
- 34:39Ja, der BND verdient sicherlich kein Mitleid, sondern im Gegenteil,
- 34:43klar, er muss aufklären und er muss Vertrauen wiederherstellen.
- 34:46Er ist natürlich damit nicht alleine. Auch die CIA, auch die amerikanischen
- 34:50Dienste hatten immer wieder Abflüsse.
- 34:52Die haben gerade einen ganz spektakulären Fall. Da geht es so ein bisschen darum,
- 34:55dass ein Operator mutmaßlich hunderte Millionen aus Geheimkassen gezogen hat.
- 35:00Wir hatten vor wenigen Jahren einen National Guard Soldaten,
- 35:04der Dokumente hochgeladen hatte, die er nie hätte sehen dürfen.
- 35:07Aber das alles hilft dem BND ja nicht, sondern natürlich, klar,
- 35:11da hat jemand an der Pforte vorbei riesen viele Ausdrucke oder Handyfotos oder
- 35:15beides mitgebracht und man muss sich fragen, wie das geht.
- 35:18Andererseits, glaube ich, bei aller Kritik, und das würde ich auch der Bevölkerung
- 35:23gegenüber vielleicht mal zum Nachdenken mitgeben, kann man doch Menschen nicht absolut überwachen.
- 35:29Also klar, wenn da nicht ordentlich in der Registratur gearbeitet wurde,
- 35:32wenn da Dokumente nicht abgehäftet wurden, ist das alles verständlich und muss korrigiert werden.
- 35:36Aber wenn Sie Ihrem eigenen Büroleiter nicht trauen können, trotz bestandener
- 35:41Sicherheitsüberprüfung, trotz dessen, dass Ihnen wahrscheinlich auch nichts
- 35:44aufgefallen ist, dann kommen Sie irgendwo an einen menschlichen Punkt, wo nicht mehr viel geht.
- 35:48Das soll gar keine Entschuldigung sein. Aber ich glaube, man muss auch aufpassen,
- 35:52nicht aus jedem Fall ein Strukturproblem zu machen.
- 35:55Das Strukturproblem hat ja Herr Lange gerade bei Nahrung, nämlich dass der BND
- 35:58gerade wegen auch Medienabflüssen einfach generell als nicht so zuverlässiger Hort gilt.
- 36:04Ich sage an der Stelle ganz herzlichen Dank, Herr Lange. Ich muss jetzt laufen.
- 36:09Danke für die Einladung. Ihr Flug geht. Sie müssen jetzt boarden.
- 36:13Insofern ganz, ganz herzlichen Dank an den Sicherheitsexperten Nico Lange,
- 36:19Direktor vom Institut für Risikoanalysen und internationale Sicherheit.
- 36:24Und an Luca Manns, unseren Geheimdienstexperten und den Geschäftsführer der
- 36:29Forschungsstelle Nachrichtendienste der Universität Köln.
- 36:33Herzlichen Dank. Dankeschön. Vielen Dank.
- 36:37Es gibt eine Überraschung, Christian. Nee. Ist das zweite Thema wieder da?
- 36:43Ehrlich? Ich weiß, dass du das zweite Thema so liebst. Deswegen habe ich ausnahmsweise
- 36:47was mitgebracht. Das ist ja toll.
- 36:48Das ist ja wie Weihnachten hier heute. Ein harter Bruch, ein harter Themenkant.
- 36:52Ich weiß, es ist immer ein harter Bruch. Das ist ja gerade die Attraktion von der Geschichte.
- 36:56Und zwar ist heute der Tag des geheimen Schmiermittels der zwischenmenschlichen Kommunikation.
- 37:04Oh, das passt ein bisschen zum Geheimdienst oder was soll dieses Schmiermittel sein?
- 37:08Der zwischenmenschlichen Kommunikation, es ist heute Tag des Smalltalks.
- 37:12Tag des Smalltalks, okay, da bin ich ganz schlecht drin. Was?
- 37:15Ja, aber kann ich da was lernen, weil ich finde Smalltalk...
- 37:17Ach Quatsch, du kannst doch super gut Smalltalken.
- 37:19Na, überhaupt nicht. Ich finde, da bewundere ich das britische Königshaus,
- 37:22weil was die ja machen müssen, die machen ja von morgens bis abends Smalltalk.
- 37:24Da steht ja eine riesige Menschenmenge und dann heißt es, König Charles muss
- 37:27raus und muss irgendwie, weiß ich nicht, 20 Leuten die Hand geben.
- 37:30Und für jeden hat er dann in seiner unnachahmlichen Art, manchmal kann man das
- 37:34so ein bisschen hören, gerade bei Insta, wenn Leute mitfilmen,
- 37:37hat er eine Art, man hat den Eindruck, der schafft das jetzt aus der Lameng,
- 37:42mit den Leuten über was zu reden. Häufig muss man leider auch sagen, über das Wetter.
- 37:45Das ist natürlich das klassische Thema. Aber ich finde, ich stehe da immer neidisch
- 37:52davor und denke, krass, wie der das hinkriegt. Gut, ist auch sein Job.
- 37:55Aber ich kann das nicht. Mir geht ja nach dem ersten Versuch,
- 37:59Smalltalk zu beginnen, geht mir das Thema aus.
- 38:03Auf der einen Seite. Und auf der anderen Seite stelle ich fest,
- 38:05wie furchtbar banal das ist, was ich gerade versucht habe zu sagen.
- 38:09Aber dafür redest du ziemlich viel, muss ich sagen. Vielen Dank.
- 38:13Aber hilf mir mal. Wie macht man Smalltalk? Naja, also lustigerweise,
- 38:17ich bin auch eigentlich keine Smalltalkerin. Aber wenn ich in Großbritannien
- 38:21bin, dann lasse ich mich da gerne mitreißen.
- 38:24Und ich finde das so toll, wie die Menschen, die sich nicht kennen,
- 38:26einfach aufeinander zugehen, wie es auch immer humorvoll ist.
- 38:30Das finde ich total toll.
- 38:31What a jolly face of rain. It's a lovely day. It's a lovely day, isn't it?
- 38:36Eine kurze Sache noch dazu. Es ist alles auch mal wieder hier,
- 38:39auch beim zweiten Thema, wissenschaftlich hinterlegt.
- 38:42Es gibt eine aktuelle Studie, die sagt, Smalltalk ist besser als sein Ruf,
- 38:46weil Menschen oft unterschätzen, wie schön belanglose Gespräche sein können. Ah, okay.
- 38:51Genau und dann haben Menschen eben in so Versuchsgruppen, haben sich langweilige
- 38:54Themen rausgesucht und dachten, das wird ein furchtbar langweiliges Gespräch
- 38:58und dann war es doch viel besser als gedacht.
- 39:00Gut, am Ende ist es ja so, dass jedes Gespräch besser ist, als sich einfach
- 39:02anzuschweigen und es am Ende immer irgendwie was bringt und vielleicht ist ja
- 39:05auch so das Smalltalk, das ist meine...
- 39:08Meine Hoffnung, mein Wunsch, aber auch meine Erfahrung häufig führt dann zu
- 39:12Deep Talk irgendwie. Also man schafft es dann doch von so etwas super Belanglosen,
- 39:16Profanen zu etwas zu kommen, was einem am Ende weiterbringt im Leben. Das stimmt.
- 39:20Wir haben uns heute jedenfalls nicht angeschrien, auch nicht,
- 39:24aber angeschwiegen haben wir uns auch nicht.
- 39:26Deswegen sage ich auch herzlichen Dank an dich an der Stelle.
- 39:30Danke auch an euch fürs Zuhören. Ihr könnt sehr gerne auch in unsere Kommentarspalte
- 39:33reinschreiben, was euer Lieblings-Smalltalk-Thema ist oder der absurdeste Smalltalk
- 39:38oder ob ihr generell Smalltalker seid oder eher nicht.
- 39:41Vielen Dank und bis nächste Woche. Tschüss.
- 39:44Wir freuen uns natürlich auch über eine positive Bewertung und über ein Abo,
- 39:49über Wünsche, Feedback, Anregungen und so weiter. Gerne als Mail an heute-podcast.zf.de
- 39:56oder als Kommentar. Das lesen wir alles. Danke.
- 40:05Heute Journal, der Podcast, wird produziert von Pool Artists.