Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg-News: So sieht Hamburgs neue Oper aus
Transcript
- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 13. November. Ein Haus wie ein Pavillon. CMA CGM steigt im Hamburger Hafen ein. Gute Zahlen für die Hala. Hackerangriff auf Miniatur Wunderland. Goldkehlchen starten Vorverkauf fürs Volksparkstadion. Räumungsverkauf in der Mönckebergstraße. Ein Haus wie ein Pavillon, ein begehbarer Park wie ein Schiff, eine Oper wie ein Gedicht, so soll die neue Hamburgische Staatsoper auf dem Barkenhöft nach dem Entwurf der Bjarke Ingels Group, BEG, aussehen. Das Kopenhagener Architekturbüro setzte sich in einem fünfmonatigen Qualifizierungsverfahren gegen hochklassige Konkurrenz durch. Auch die Hamburger Architekten von GMP International mit Dilla Scofidio, Andrenfro aus New York und Jörg Friedrich Studio PFP sowie Snöhetta aus Oslo und Su Fujimoto aus Tokio, Paris, hatten Entwürfe vorgelegt. Geradezu euphorisch fiel heute die Pressekonferenz im Kesselhaus der Speicherstadt aus. Gleich acht Vertreter stellten sich den Fragen der Presse, Bürgermeister Peter Tschentscher und Kultursenator Carsten Broster, beide SPD für die Politik, Jörg Dräger, geschäftsführender Stiftungsrat der Kühne Stiftung, für den Mäzen, Franz-Josef Höhing als Oberbaudirektor, Tobias Kratzer, Intendant der Hamburgischen Staatsoper und Andreas Kleinau, Chef der HafenCity GmbH. Zudem nahmen der Juryvorsitzende Stefan Benisch und der Siegerarchitekt Bjarke Ingels teil. Abgesehen vom Bürgermeister und Ingels hatten alle auch an der Jury-Sitzung am Mittwoch teilgenommen, die bis in den Abend dauerte. Die neue Staatsoper soll beste Bedingungen für Kunst und Kultur bieten und eine Oper von Weltrang werden, sagte Bürgermeister Tschentscher. Er sprach von einer herausragenden Architektur mit Strahlkraft für die ganze Stadt. Der Barkenhöft wird mit dem neuen Opernhaus zu einem attraktiven, außergewöhnlichen Ort für alle Hamburgerinnen und Hamburger. Ausdrücklich bedankte er sich im Namen der Stadt beim Stifter Klaus Michael Kühne für dieses Geschenk. Die Meldung kam am Mittwochabend. Sie bestätigte allerdings nur, was das Abendblatt bereits vor wenigen Tagen veröffentlichte. Die größte französische Reederei CMA CGM steigt im Hamburger Hafen ein. Wie das Unternehmen bekannt gab, hat es eine Beteiligung von 20 Prozent am Hamburger Container-Terminal des Hafenkonzerns Eurogate unterzeichnet. Mit Zustimmung der Wettbewerbsbehörden soll die Transaktion in der ersten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen sein. Für den Hafen ist das ein wichtiger Schritt, denn mit CMA-CGM sichert nun die drittgrößte Reederei der Welt weitere Ladungsmengen für den Standort zu. Noch wichtiger ist der Deal für das Eurogate-Terminal, das wesentlich ausgebaut werden soll. Mit CMA-CGM gibt es nun einen verlässlichen Partner, der über die notwendigen Finanzmittel verfügt, um das Milliardenprojekt zu unterstützen. CMA-CGM verkündete, dass die Partnerschaft auch das Projekt West-Erweiterung von Eurogate am Hamburger Terminal unterstütze, durch das die Anlage um rund 38 Hektar erweitert und um etwa 1050 Meter neue Kaimauer ergänzt wird. Die politischen Konflikte und Spannungen rund um den Erdball machen es internationalen Logistikkonzernen wahrhaft nicht leicht. Auch die HALA, die Hamburger Hafen- und Logistik AG, leidet massiv unter der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump, kann dies aber mit Zuwächsen im China-Geschäft mehr als ausgleichen. In den ersten neun Monaten 2025 stiegen die Umsatzerlöse des mehrheitlich städtischen Konzerns um 12,5 Prozent auf 1,33 Milliarden Euro. im Vorjahr 1,18 Milliarden. Das Betriebsergebnis EBIT legte sogar um 25,7 Prozent auf 117,1 Millionen Euro zu, Vorjahr 93,2. Nach Steuern verdiente die HALA 34,9 Millionen Euro, 23,1. Die HALA hat sich in den vergangenen Monaten unter herausfordernden Bedingungen positiv entwickelt, stellte der neue Vorstandsvorsitzende Jeroen Eising fest. Das Miniatur Wunderland ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Kreditkartendaten zahlreicher Kunden sind abgefangen worden. Das bestätigte eine Sprecherin des Miniatur Wunderlands auf Nachfrage des Abendblatts. Unbekannte haben Schadcode in ein Modul unseres Online-Ticketbuchungssystems eingeschleust, sagte sie. Zwar seien keine beim Miniatur Wunderland gespeicherten Kreditkartendaten entwendet worden, da grundsätzlich keine Zahlungsdaten lokal gespeichert werden. Nach aktuellem Stand wurde aber der Datenverkehr zwischen unserem Server und dem Zahlungsdienstleister manipuliert, sodass der Schadcode während des Bezahlvorgangs Daten mitlesen konnte. Das Miniatur Wunderland habe sofort IT-Forensiker engagiert und die Polizei informiert. Alle Systeme wurden nach Bestätigung des Anfangsverdachts umgehend bereinigt und innerhalb von 72 Stunden durch komplett neue Systeme ersetzt. Aus Vorsicht seien alle Besucherinnen und Besucher informiert worden, die im betroffenen Zeitraum Tickets per Kreditkarte gebucht haben. Das Abendblatt hatte es Ende September schon vermeldet, jetzt ist es offiziell. Die Hamburger Goldkehlchen werden ihr letztes Konzert im nächsten Jahr im Volksparkstadion spielen. Termin ist der 26. September 2026. Der Kartenvorverkauf startet am 20. November um 10 Uhr bei Eventim. Es gibt 45.000 Tickets, die zwischen 55 und 95 Euro kosten und eventuell sehr schnell ausverkauft sein könnten. Der Vorverkauf für das Goldkehlchen-Konzert in der Barclays Arena mit ihren 15.000 Karten war bereits nach 76 Minuten beendet. Der Hamburger Männerchor, der nicht singen kann, will sich nach dem Auftritt im Volksparkstadion auflösen. Gründer und Präsident Flemming Pink kündigte das letzte Konzert übrigens in einem Video an, das im Tagesschau-Studio zusammen mit Ingo Zamperoni, der Ehrenmitglied bei den Goldkehlchen ist, aufgenommen wurde. Schade, dass es den Chor bald nicht mehr geben wird. Es ist wieder einmal ein Signal, wie schwierig es für Handel in der Hamburger Innenstadt gerade ist. Räumungsverkauf wegen Geschäftsaufgabe steht auf einem Plakat im Schaufenster eines Herrenmodengeschäfts an der Mönkebergstraße. Alles muss raus. Aktuell gibt es Rabatte von bis zu 50 Prozent. Lady Vawomo ist einer der letzten inhabergeführten Läden an der wichtigen Einkaufsstraße in der City. Im Angebot sind Anzüge, Jackets, Hemden, Schuhe und Gürtel, was der Mann für den Businessauftritt so braucht. Erst vor zwei Jahren hatte Inhaber Saeed Abdagic das kleine Geschäft eröffnet. Vorher hatte Fossil an dem Standort Lederwaren, Uhren und Schmuck verkauft.