Latest / Gin And Talk / Sven Regener über Melancholie, Musik und Erfolg
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- 0:00Speaker 0: Also wenn wir Maler werden, würde ich sagen überwiegend mit Primärfarmen.
- 0:03Speaker 0: Wir haben den Misserfolg nicht persönlich genommen nach dem Motto wir sind scheiße weil wir keinen Erfolg haben.
- 0:09Speaker 0: und als wir sehr erfolgreich wurden, haben wir das auch nicht so persönlich genommen.
- 0:13Speaker 0: und das ist schlau!
- 0:15Speaker 0: Weil die Musik wird ja nicht besser weil man mehr Erfolg hat sondern man hat einfach nur mehr Erfolg und es ist toll und das macht die Sache leichter für einen.
- 0:25Speaker 0: Aber das macht an sich die Musik nicht besser.
- 0:28Speaker 0: Erfolg ist eine gesellschaftliche Kategorie und kann in dieser Art von Erfolge, im Musikmarkt
- 0:34Speaker 0: usw.,
- 0:34Speaker 0: oder auf dem Literaturgeschäft wie viele Büchermann verkauft, wie viel Platten, wie viele Leute zu den Konzerten kommen... Das sind letztendlich gesellschaftlichen Erscheinungen!
- 0:43Speaker 0: Und man darf das nicht zu persönlich nehmen.
- 0:44Speaker 0: Man darf nicht denken, dass es liegt daran, dass man selber so ein wahnsinnig toller Hecht ist.
- 0:48Speaker 0: Ja, Interaktion mit dem Publikum ist auch schon etwas, wo ich mich sehr schwer mit tue.
- 0:52Speaker 0: Ich bin kein Club-Metanimateur!
- 0:53Speaker 0: Ich kann das nicht – ich will auch nicht.
- 0:56Speaker 0: und wenn die Leute das erwarten, dann tut es mir leid.
- 0:58Speaker 1: Herzlich willkommen!
- 1:00Speaker 1: Mein Name ist Daniel Fürg und ich freue mich sehr euch heute zu einer neuen Episode Genantalk hier aus Berlin begrüßen zu dürfen.
- 1:07Speaker 1: Mein heutiger Gast ist der Musiker & Autor Sven Regner Mit seiner Band Element of Crime hat er vor wenigen Wochen erst das fünftzehnte Studioalbum veröffentlicht und mit seinen Romanen wie Herr Lehmann den einen oder anderen Bestseller in den Bücherregalen platziert.
- 1:25Speaker 1: Ich wollte von ihm wissen, wie das mit der Kreativität funktioniert, wie man eine Band über Jahrzehnte hinweg erfolgreich zusammenhält und wie man in diesem heute so trubeligen Musikgeschäft mit ganz vielen neuen Vermarktungskanälen seinen Platz behaupten kann!
- 1:39Speaker 1: Wenn euch diese Episode gefällt folgt uns bei Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts oder wo auch immer ihr gerne Podcast hört.
- 1:46Speaker 1: dann verpasst ihr auch keine der kommenden Episoden.
- 1:50Speaker 1: Jetzt wünsche ich euch aber erst mal viel Spaß beim Zuhören, schön dass ihr alle wieder mit dabei seid!
- 2:16Speaker 0: und tauche ein in die verrucht düstere Atmosphäre
- 2:21Speaker 1: unserer Studiobahn.
- 2:30Speaker 1: Lieber Sven, ich freue mich sehr dass wir uns heute hier in Berlin treffen können um mit dir über deine Musik, deine Bücher, über Kreativität, über die Stadt Berlin und vieles mehr zu sprechen.
- 2:41Speaker 1: herzlich willkommen!
- 2:42Speaker 0: Ja hallo!
- 2:43Speaker 0: Grüß dich!
- 2:43Speaker 1: Ihr habt im März euer fünftzehntes Studioalbum veröffentlicht morgens um vier.
- 2:51Speaker 1: Was bedeutet diese fünfzehn für dich?
- 2:53Speaker 1: Hat die irgendeine Art von Bedeutung?
- 2:55Speaker 0: Also da muss man einfach mal so sagen, nein.
- 2:57Speaker 0: Generell ist das sowas wie Jubiläen und überhaupt nicht meine Sache sind und auch Nichtsache in der Band.
- 3:06Speaker 0: Und wir haben unser zehnjähriges Jubilän um nicht gefeiert, weil ich weiß noch etwas dazu feiern gibt.
- 3:11Speaker 0: Unser fünfzehnhierig ist nicht das zwanzigjährige nicht immer so weiter.
- 3:15Speaker 0: Und das fünfunddreißig jährige halt auch nicht.
- 3:17Speaker 0: Und wir werden raten mal, was wir zum vierzigsten Jubiläum tun werden.
- 3:20Speaker 0: Also das ist ... Viele machen das und machen das auch gerne und sehen das als ein besonderer Erfolg, dass sie so lange existieren und so.
- 3:28Speaker 0: Ich hab das nie so gesehen!
- 3:32Speaker 0: die Existenz einer Band zum Beispiel an sich oder wie viel Platten sie macht, ist an sich nicht bedeutsam.
- 3:37Speaker 0: Wichtig ist, wie gut die Platten sind, ob die dem was man schon gemacht hat noch etwas hinzufügen – das ist ja das Problem!
- 3:43Speaker 0: Also fünfzehn ist ja beschreibt ja eher sozusagen eine Aufgabenstellung, dass man überhaupt in der Lage ist den vierzehnalben Feuer, das sind ja hundertfünfzig Songs vielleicht oder so, noch was hinzuzufügen.
- 3:55Speaker 0: Was neuen Aspekt und was zumindest für einen selber neu ist und was er selber nochmal kegt Dass da kein NOE aufgekommen ist oder dass man nicht einfach nur nach Schema F irgendwas macht.
- 4:06Speaker 0: Und das ist, was mich interessiert.
- 4:08Speaker 0: Also ich bin weder schämig dafür, dass die Band so lange gibt – was ja auch möglich ist, es gibt's ja auch.
- 4:13Speaker 0: Das lautet sich ihres Altersschämen oder der Stour einer Band und so, dass man also sozusagen eine alte Band, die schon so lange gibts und so.
- 4:23Speaker 0: Darin sehe ich keinen Schaden aber ich sehe eben auch keinen Verdienst darin.
- 4:27Speaker 1: Sieht sicher ein bisschen wie ein roter Fan bei dir durch?
- 4:29Speaker 1: feierst ja auch deine Geburtstage nicht, was natürlich ein bisschen mit dem Datum und nämlich dem ersten Januar wahrscheinlich zusammenhängt.
- 4:36Speaker 1: Aber wie bemisst du denn ob eine Platte einen Erfolg war?
- 4:40Speaker 1: Also ob die Platte dem Werk der Band sozusagen nochmal einen Mehrwert hinzugefügt hat?
- 4:46Speaker 1: Das
- 4:46Speaker 0: merkt man ja wenn man sie produziert also eigentlich wenn man die Songs schreibt.
- 4:50Speaker 0: am Ende ist es immer der Song der entscheidet.
- 4:53Speaker 0: Jedenfalls bei einer Band wie Element of Crime.
- 4:55Speaker 0: Wir sind hier eigentlich eher so eine Art Folk Rock-Phänomen.
- 4:58Speaker 0: Unsere Songs sind relativ simpel, arbeiten mit simpeln Akkord.
- 5:02Speaker 0: Wenn wir maler werden wollen, sagen wir mal überwiegend mit Primärfarmen und das ist so dass das ganz klar einfach ja ja nein nein ist.
- 5:13Speaker 0: entweder der Song taugt was oder nicht.
- 5:15Speaker 0: wenn er songen was taug muss man sich keine Sorgen machen.
- 5:18Speaker 0: ob er etwas taugten muss man einfach nach dem gefühl entscheiden.
- 5:21Speaker 0: man merkt es einfach.
- 5:23Speaker 0: natürlich merkt man das als musiker umso mehr als man dann später auf Tournee, also den vielleicht hundertmal spielt und singt.
- 5:30Speaker 0: Wenn er immer noch gut ist um so ... Dann ist das wirklich der Test of Time, den so eine Sache bestehen muss.
- 5:36Speaker 0: Aber das ist eigentlich der Punkt.
- 5:38Speaker 0: Man könnte ja auch merken, dass man irgendwie da auf Ideen nur kommt die einen nicht kekern, auf die man keine Lust hat oder so.
- 5:47Speaker 0: Da kann man es auch gleich bleiben lassen wenn man selber darauf keine Lust hatte schon, als der das macht dann braucht man auch nicht zu erwarten, dass da irgendwelche anderen Leute das irgendwie gut finden oder daran Freude haben.
- 6:00Speaker 0: Und das ist das was glaube ich einen Künstler letztendlich... ...was er die Spreu ja auch vom Weizen trennt.
- 6:07Speaker 0: Dass es man selber erkennt wann die Ideen gut sind und wann nicht.
- 6:11Speaker 0: Dass man scheiße von Gold unterscheiden kann.
- 6:15Speaker 0: Das ist auf Dauer sehr wichtig!
- 6:17Speaker 0: Man kann natürlich einfach nur raushauen Und dann gucken, was hängen bleibt.
- 6:22Speaker 0: Das geht auch.
- 6:23Speaker 0: Das ist für mich auch legitim.
- 6:25Speaker 0: Das wäre diese Lichtenberg-Methode.
- 6:27Speaker 0: Einfach sozusagen es raushauen und irgendwas Gutes wird schon mal irgendwann dabei sein.
- 6:31Speaker 0: Aber das ist bei einer Band sehr schwierig weil eine Band aus mehreren Leuten besteht und einer springt einem ganz schnell ab.
- 6:38Speaker 0: Also das ist mega nix mit.
- 6:40Speaker 0: Man kann da nicht so viel Mut zur Lücke haben.
- 6:44Speaker 0: Als Solo-Künstler ist das leichter, glaube ich.
- 6:46Speaker 1: Wie viel Demokratie funktioniert eigentlich in so einer Band?
- 6:48Speaker 1: Also gerade wenn es um den Kreativitätsprozess geht... Weil irgendwie wird ja jeder so ein Stück weit mitreden wollen und jeder seinen Beitrag leisten wollen.
- 6:57Speaker 0: Ja, das ist auch so!
- 6:58Speaker 0: Also sehr klar, wir machen die Songs, wir schreiben die Songs und entwickeln sie und produzieren sie an sich auch zu viert.
- 7:06Speaker 0: Das heißt mit Bass, Gitarre, Schlagzeug der Sänger und der jetzt auch Kritaere spielt.
- 7:11Speaker 0: und dann Es ist so, dass wenn einer auf irgendwas keine Lust hat und es gefällt mir nicht, dann machen wir das halt nicht.
- 7:19Speaker 0: Das kann nicht sein, dass man in der Band was macht, was einem davon gegen den Strich geht.
- 7:23Speaker 0: Dann ist es keine Band!
- 7:24Speaker 0: Wenn man die Leute zwingen würde, wäre es nicht richtig.
- 7:29Speaker 0: Das heißt, aber eigentlich sind diese drei Leute Richard Pappik Jakob Irja und ich.
- 7:34Speaker 0: Wir sind die drei, die die Band immer gemacht haben Und wir entscheiden das auch so und das ist unsere Art von Demokratie.
- 7:40Speaker 0: Wir tragen uns ihre Ideen zusammen und Ich werde sowieso nicht Richard Pappeke erzählen wie man Schlagzeug spielt.
- 7:45Speaker 0: Das ergibt keinen Sinn.
- 7:46Speaker 0: da kann ja gleich Munn erzählen Wie Man Eier liegt also dass es Ja Nicht umsonst sodass sich seit was jetzt?
- 7:51Speaker 0: Achtendreißig Jahr mit ihm zusammen Musik mache weil der ein fantastischer Schlagzeuge isst.
- 7:55Speaker 0: Da wäre ich ja bescheuert, wenn man jetzt mit meiner Anfang wurde daran rumzustümmen.
- 8:01Speaker 0: Das heißt, das macht eine Band auch aus.
- 8:03Speaker 0: Dass die Leute einfach ihren Bereich haben wo sie unschlagbar sind und wo das auch anerkannt ist und wo es also in den Songs dann so einfließt.
- 8:12Speaker 0: Und deshalb muss man sich da keine Sorgen machen.
- 8:14Speaker 0: Man muss auch nicht um Demokratie oder so weil jetzt da gerade der erwünschte Effekt ist dass man einen Song oder eine Songidee oder was immer von wem auch immer in die Band reinträgt und alle ihren Teil dazu beitragen.
- 8:26Speaker 0: aber wenn einer sagt du damit kann überhaupt nichts anfangen Das sagt mir jetzt echt aber gar nichts.
- 8:31Speaker 0: Das finde ich eigentlich ziemlich doof oder so, dann wird das halt nicht gemacht.
- 8:36Speaker 0: Es ist auch wichtig bei Künstlern glaube ich nicht nur was sie machen sondern auch was sie wegwerfen weil ich glaube diese Methode einfach nur raus zu hauen und dass gar nicht so hat ihre Grenzen weil die Aufnahmefähigkeit begrenzt ist und man auch vom Publikum und noch von einem selber und dann das auch zermürben würde sich abzuarbeiten an Songideen, die einfach nicht so toll sind oder so.
- 8:58Speaker 0: Das haben einfach lieber warten bis was richtig gut ist um die Ecke kam.
- 9:01Speaker 1: Schmeißt du wirklich weg?
- 9:02Speaker 1: Oder packst du es in irgendeine dunkle Kiste wo's rumliegt für irgendwann vielleicht doch nochmal weil ich meine wenn man sich anschaut wie deine Buchkarriere entstanden ist war sie auch ein bisschen so dass du viel früher schon diesen Anfang von Herr Lehmann geschrieben hast und ihn dann nach vielen Jahren noch mal sozusagen herausgeholt hast und dann da auch was wirklich tolles daraus gemacht hat.
- 9:27Speaker 0: Die Kurzgeschichte war das ja, das erste Kapitel war eine Kurzgeschicht und die war ja auch gut!
- 9:31Speaker 0: Und es war ja nicht in der dunklen Ecke.
- 9:33Speaker 0: ich habe dir sogar im Samoxesboten so ein Bremer Literaturmagazin veröffentlicht damals.
- 9:38Speaker 0: Das gab's damals noch und das war ja eine gute Sache.
- 9:43Speaker 0: Wir hatten auch zum Beispiel so'n Song wie wieder Sonntag jetzt auf einer neuen Platte Der hieß früher mal Blue Sunday das waren es aus dem Jahr hatte ich den mal geschrieben.
- 9:52Speaker 0: Und ich fand ihn immer gut, aber er hat in der Band nie funktioniert.
- 9:55Speaker 0: und irgendwie hat noch einmal jemand gesagt ne, ich hab da irgendwie kein Bock drauf.
- 9:58Speaker 0: Jetzt habe ich dann halt in Jahren nochmal einen deutschen Text dazu gemacht und den war wieder angebracht.
- 10:04Speaker 0: Und diesmal hat es irgendwie ganz schön funktioniert, hat Spaß gemacht und daran sieht man dass man sich selber eben auch verändert das man auch den Umgang mit diesen Dingen verändert dass man vielleicht manchmal auch erst einfach warten muss, bestimmte Ideen gut sind.
- 10:15Speaker 0: Aber ich würde dir ja nicht so sagen... Ich habe irgendwo so eine Kramkiste da hab' ich alles reingeworfen was wir weg haben.
- 10:21Speaker 0: Manche Ideen sind einfach nicht so toll die sind dann weg.
- 10:23Speaker 0: aber was heißt schon weg?
- 10:24Speaker 0: Man hat ja ein Gedächtnis.
- 10:25Speaker 0: Das ist ja nie völlig weg und auch die Sachen die man nicht gemacht hat haben auf irgendeine Weise auch beeinflusst.
- 10:32Speaker 0: das darf man ja nicht vergessen!
- 10:34Speaker 0: Auch die Entscheidungen die man getroffen hat, dass man bestimmte Dinge nicht machen will sind wichtig für einen selber gewesen und fürs eigene Leben.
- 10:42Speaker 0: Es geht nicht immer um das, was man tut.
- 10:44Speaker 0: Man kann auch nicht nur ja sagen im Leben und das gilt eben für Songs.
- 10:48Speaker 1: Bei Menschen die schreiben gibt es ja so zwei Typen.
- 10:51Speaker 1: zumindest wenn ich mal auf die jetzt fast hundert Episoden zurückschaue hatte ich, wenn's um Autoren oder Musiker geht zwei Typen Menschen oder zwei Kreativitätstypen.
- 11:02Speaker 1: Die einen, die sich diszipliniert irgendwie in einem regelmäßigen Rhythmus egal ob täglich oder wöchentlich oder wie auch immer hingesetzt haben und einfach drauf losgeschrieben haben dann auch viel weggeschmissen haben aber daraus so ein bisschen die Essenz herausgezogen haben und irgendwie kam dann was Gutes bar raus.
- 11:17Speaker 1: Und da gab es die anderen, die die Idee eigentlich schon fertig im Kopf hatten, die irgendwo entstanden ist in irgendeiner Situation und die das Ganze dann eigentlich nur noch zu Papier bringen mussten, weil es schon fertig im Kopf war.
- 11:29Speaker 1: Wo würdest du dich da eher einordnen?
- 11:31Speaker 0: Also ich sicher eher bei der zweiten Gruppe.
- 11:34Speaker 0: Ich bin eher jemand, der die Dinge sehr, sehr lange im Kopf mit sich herumtricht.
- 11:37Speaker 0: Das heißt nicht dass sie im Kopf schon dann fertig sind aber sehr lange am Kopf mache bevor ich da konkret werde.
- 11:42Speaker 0: denn das kann irgendwie etwas aufzuschreiben oder auch so würde ich das definitiv bewusst zusammenzustellen gerade in einer Literatur dabei.
- 11:50Speaker 0: Songtexten ist sozusagen auch nicht so.
- 11:52Speaker 0: der letzte Schritt In der Musik ist ein bisschen was anderes.
- 11:55Speaker 0: Man spielt hier einfach auch die ganze Zeit und man spielt dann damit drum, aber da diese Flüchtlinge und Abstrakte ist, ist das nichts Bleibendes!
- 12:01Speaker 0: Aber wenn ich jetzt anfange einen Text aufzuschreiben, dann muss sich schon sehr weit sein im Kopf weil sonst habe ich das Gefühl fange an... man kann sich immer etwas zusammen basteln.
- 12:13Speaker 0: Wichtig ist, dass die ganze Sache auch in einer gewissen Inspiration geschuldet ist.
- 12:17Speaker 0: Dass da hinter irgendwas eine Idee steckt, die man eigentlich gar nicht so gut erklären kann, was abstrakt ist oder was geheimnisvolles hat.
- 12:27Speaker 0: und das hat damit zu tun, dass man die Dinge im Kopf macht und das ist für mich wichtig.
- 12:32Speaker 0: Ich habe bei Herr Lehmann damals so gemacht ... dass ich dem Verlag versprochen hatte, weil ich ja einen Vorschluss für den Roman geholt habe bevor er überhaupt geschrieben war.
- 12:40Speaker 0: Ich hab gesagt, ich gebe euch jeden Monat ein Kapitel und hab dann in der Regel immer drei Wochen über dieses Kapitel nachgedacht und das ist dann in den letzten Wochen des Monats geschrieben.
- 12:50Speaker 0: Später habe ich dann etwas schneller gemacht also habe ich die Schlagzahl erhöht.
- 12:54Speaker 0: so lange wollte ich auch nicht an diesem Ding sitzen aber das war wichtig!
- 12:58Speaker 0: dass man erst mal sehr lange darüber nachdenkt, was von diesen Leuten eigentlich wirklich will.
- 13:02Speaker 0: Das Problem ist da wo man konkret wird, engt man sich ja auch schon wieder ein.
- 13:07Speaker 0: Man kann ja auch von dem was man machen will erstmal lange träumen und das ist nie so schön später dann wie es in den Träumen war, wie man das gerne gehabt hätte.
- 13:16Speaker 0: aber es kann immer noch schön genug sein.
- 13:18Speaker 0: Man muss diese Träume dann sehr weit führen.
- 13:21Speaker 0: Das ist auch nicht bei Songtexten vor allem so.
- 13:24Speaker 0: Bei musikalischen Ideen geht ich sehr gern einfach hin Ich probier das aus an der Gitarre und singen davor mich hin.
- 13:30Speaker 0: Aber das ist ja auch alles dann noch sehr unverbindlich, das darf man nicht vergessen.
- 13:35Speaker 0: In der Literatur ist es mittlerweile so dass ich ein bisschen mehr... Also es hängt auch von der Art vom Buch ab die ich schreibe.
- 13:40Speaker 0: bei Roman wie Glitterschnitte habe ich vielmehr vorausplanen müssen weil ich da sehr viele... So eine multiperspektivische Sache hab.
- 13:47Speaker 0: also nicht nur einer Figurfolge aber mir hat bei den ersten Roman war das anders Da habe ich immer nur als der Sicht von Frank Lehmann geschrieben oder von Karl Schmidt Und da war das ganz toll, dass aus sich selbst herauswachsen zu lassen.
- 14:00Speaker 0: Man schreibt also ein Kapitel und dann denkt man einfach erst mal eine ganze Zeit nach was wohl im nächsten Kapitel passiert?
- 14:06Speaker 0: Was wird wohl als nächstes kommen?
- 14:08Speaker 0: Das geht nämlich auch!
- 14:10Speaker 0: Also dieses Ding... und dann zukommt ich bin nicht gezwungen weil es ist ja auch ne Sache zu der man sich manchmal zwingen muss.
- 14:17Speaker 0: Ich muss mich nicht unbedingt zwingend was zu machen.
- 14:20Speaker 0: Diese Regelmäßigkeit hat auch viel damit zu tun, dass man Angst davor hat den Faden zu verlieren oder die Disziplin nicht aufzubringen.
- 14:29Speaker 0: Ich schreibe mal vor mit das in meiner Hand, wann immer ich die Zeit finde.
- 14:31Speaker 0: Wobei ich muss schon sagen, dass gerade beim Literatur das so ist, dass es sehr viel Konzentration braucht und es ist gut wenn man seine Ruhe hat.
- 14:39Speaker 0: Und wenn man ist... Und das auch.
- 14:40Speaker 0: eine der Gründe warum viele Leute diese Regelmäßigkeiten haben ist sie schaffen sich einen bestimmten Zeit am Tag wo sie wirklich keiner stört und wo sie nicht ans Telefon gehen und so.
- 14:48Speaker 0: Oder am besten früh wenn dann noch so wenig anderes durch den Kopf geht.
- 14:53Speaker 0: Damals war es nur noch bei Magical Mystery und die Rückkehr des Karl-Schmidt, da war gerade so viel los mit anderen Sachen.
- 15:00Speaker 0: Finanzen hier und da, da sind die Kinder und alles Mögliche... Also das ging einfach so viel drunter und drüber auch mit Element of Crime waren Dinge zugange und Tournee, dass ich mich morgens um fünf aufgestanden bin, um morgens von fünf bis sieben an diesen Roman zu schreiben, also wer nicht schreiben wollte!
- 15:19Speaker 0: Wenn dann einfach morgens um fünf aufgestanden, weil das war die einzige Zeit wo ich überhaupt noch nichts anderes im Kopf hatte.
- 15:24Speaker 0: Also wo noch nicht auf mich eingestürmt ist was sich auch noch erledigen muss und wann ich auch noch denken muss und so.
- 15:31Speaker 0: Und das war gar nicht schlecht.
- 15:34Speaker 0: aber auf Dauer sah mein Lebensstil den ich eigentlich gar nicht haben möchte so früh aufzustehen.
- 15:40Speaker 0: Kommt man vor wie ein Bauer, der morgens erst mal melken geht.
- 15:42Speaker 0: Jetzt
- 15:43Speaker 1: hast du ja ganz oft erzählt dass du mit der Literatur auch angefangen hast um nochmal so ein zweites Standbein eine Absicherung irgendwo zu haben.
- 15:50Speaker 1: Hat es dich jetzt wo du mit beiden Bereichen mit Musik und Literatur so viel Erfolg hast?
- 15:56Speaker 1: macht es dich kreativ ein bisschen entspannter?
- 15:59Speaker 0: Ne kreative Entspannt war ich immer.
- 16:02Speaker 0: also das ist Es ist ja einfach der größte Spaß überhaupt so was zu machen, Songs zu schreiben, Roman zu schreiben.
- 16:10Speaker 0: Ich empfinde das als unergreuer und Spaß!
- 16:12Speaker 0: Ich emp finde es auch nicht als Druck oder Belastung.
- 16:14Speaker 0: ich muss das jetzt oder so.
- 16:16Speaker 0: Das ist eigentlich freue mich immer wenn man sowas... Wenn ich eine gute Idee für einen Roman habe und damit anfangen kann freu' ich mich total.
- 16:22Speaker 0: Und immer wenn da irgendwie irgendwas gelegen dann sei's nur ein guter Satz oder gar ein ganzes Kapitel oder Abschnitt oder so Dann freut man sich einfach so dass das versüßt einem schon sehr den Tag.
- 16:32Speaker 0: Eine ganz göttliche Tätigkeit.
- 16:36Speaker 0: Das sind ja die tollsten Momente hierauf.
- 16:40Speaker 0: Das funktioniert sowieso, das Problem ist wie viel anderes grätscht einem da rein?
- 16:45Speaker 0: Also was muss man sonst noch so machen?
- 16:47Speaker 0: Ich habe die ersten Jahre mit Element of Crime nebenbei noch arbeiten müssen.
- 16:52Speaker 0: Wir waren Battlearm, also als ich damit aufhörte Ende der Achtzigerjahre, waren wir zu arm, dass wir gerade über die Runden kamen.
- 17:01Speaker 0: Es war damals auch möglich weil man damals im West-Berlin oder in Wiedervaren nicht mehr sehr wenig leben konnte.
- 17:08Speaker 0: Aber mir war klar, als dann die Kinder kamen und so dass das natürlich einfach auch ein finanzieller Anspruch da ist an einen selbst.
- 17:17Speaker 0: An mich und meine Frau.
- 17:19Speaker 0: Dass wir dafür sorgen müssen, dass wir einigermaßen unbestrahlet durch die ganzen Sachen durchkommen.
- 17:25Speaker 0: Und ich habe mir natürlich auch wichtig, dass man nicht zum Beispiel Sachen machen muss wie eine Tour näh spielen, die man eigentlich nicht spielen will nur um das Geld reinzuholen also tingeln zu gehen um es mal drastisch zu sagen Denn das kann einem den Spaß einer Grundsverleihung.
- 17:40Speaker 0: Und darum ist wirtschaftliche Unabhängigkeit für mich so wichtig, dass mit dem Geld und dem finanziellen Erfolg es einfach nur damit ich alle mal Ruhe lassen können.
- 17:49Speaker 0: Mich alle mal an die Füße fassen können wenn ich keine Lust habe oder nicht will, dass sich nichts machen muss gegen meinen Willen gegen mein Instinkt auch, also was richtig oder was Falsches.
- 18:00Speaker 1: Was war denn der Schlüsselmoment wo du gemerkt hast okay es funktioniert wirklich.
- 18:03Speaker 1: ich kann jetzt aufhören nebenher noch mit anderen Sachen mein Geld zu verdienen und kann mich wirklich voll und ganz auf die Musik damals konzentrieren?
- 18:11Speaker 1: Naja
- 18:12Speaker 0: ich weiß noch genau das war neunzehnhundertneinundachtzig.
- 18:15Speaker 0: da hatten wir die Ballad auf Jimmy and Johnny die vierte Platte aufgenommen.
- 18:18Speaker 0: Es war schon die dritte bei einer großen Plattenfirma immerhin.
- 18:24Speaker 0: Ich habe damals immer so Jobs gemacht, wo man aufhören konnte und wieder anfangen konnte.
- 18:29Speaker 0: Also bei der zweiten Hand getippt oder sowas.
- 18:32Speaker 0: Wo die einen dann entlassen mussten weil man so viel Urlaub konnte, hat man halt träflich nicht bekommen.
- 18:36Speaker 0: aber da haben wir auch immer wieder eingestellt wenn man gut war und man den gut klarkam und das war so.
- 18:41Speaker 0: ich war ja auch sehr dankbar dafür.
- 18:44Speaker 0: Aber dann war das so, dass ich da gedacht habe, der kriegt mir noch mal einen Vorschuss vom Verlag.
- 18:50Speaker 0: Und da hab' ich gedacht, naja vielleicht langt's ja diesmal!
- 18:52Speaker 0: Vielleicht langt es ja jetzt, dass sich nicht gleich wieder anfangen muss.
- 18:55Speaker 0: und deshalb habe ich also seit dem ersten März neunundachtzig nicht mehr gearbeitet.
- 19:00Speaker 0: Wie
- 19:00Speaker 1: sehr hat es da auch geholfen, dass deine Frau sozusagen im gleichen Business ist?
- 19:04Speaker 1: Also...
- 19:04Speaker 0: Die kannte ich damals noch nicht.
- 19:06Speaker 1: Okay.
- 19:06Speaker 0: Das haben wir ja spiel später kennengelernt.
- 19:09Speaker 0: Das war erst in Späten neunziger Jahren.
- 19:13Speaker 0: Na na, die ersten Jahre waren auch hart.
- 19:15Speaker 0: Aber was wir geholfen hatten natürlich der Erfolg der weißes Papier der zweiten deutschsprachigen Platte.
- 19:22Speaker 0: Denn da war plötzlich dann einfach... Da war dann plötzlich auch so dass man sich keine Gedanken mehr machen musste wo das Geld im nächsten halben Jahr.
- 19:29Speaker 0: oder also man wusste ich habe immer jemanden gewesen der immer ein bisschen weniger ausgegeben hat als er eingenommen hat.
- 19:36Speaker 0: Was eine gute Idee ist besser als es gibt Leute die geben immer etwas mehr aus als sie als reinkommt.
- 19:41Speaker 0: Das ist halt nicht so toll!
- 19:43Speaker 0: Aber das kann halt dazu führen, dass man dann teilweise sehr auf relativ schmalen Fuß lebt.
- 19:48Speaker 0: Was hatte dann aber bei der weißes Papier so aus?
- 19:51Speaker 0: Da ging es dann plötzlich alles ziemlich gut.
- 19:53Speaker 0: Wir haben mit dem Planeten dann relativ viel verdient – ich und auch die Konzerte sind sehr gut gelaufen.
- 19:58Speaker 0: Und dann war plötzlich eine Entspannung finanziell.
- 20:03Speaker 0: Das ist von den Bands ja wichtig!
- 20:06Speaker 0: Eine Band kann man nicht zusammenhalten, wenn sie auf dem Level wie wir in den Achtzigerjahren unterwegs waren spielen muss.
- 20:13Speaker 0: Das schafft man einfach irgendwann nicht mehr körperlich selber die ganzen Klamm runterschleppen, aufbauen wieder zusammen bauen und dann weiter.
- 20:21Speaker 0: Und das kann man machen, wenn man jung ist aber ab dreißig, fünfunddreißig gestern einfach mal Schluss mit sowas.
- 20:28Speaker 0: Da hören da auch viele Leute auf mit Rock'n Roll, weil sie das einfach nicht mehr machbar ist.
- 20:33Speaker 0: Und bei uns war es tolle dass es dann immer gerade noch bequemer wurde und doch besser die Tournee luxuriöser, die Hotels besser, mehr Crew, Leute die uns die Arbeit abnahmen.
- 20:42Speaker 0: Das war halt alles wichtig sonst hätten wir das gar nicht mehr machen können.
- 20:45Speaker 1: Hat dir da ein ja doch sehr entspanntes nordisches naturell so ein bisschen geholfen um auch mit den Füßen auf dem Boden zu bleiben?
- 20:52Speaker 1: Und nicht beim ersten Erfolg direkt so ein bißchen abzuheben
- 20:58Speaker 0: weiß ich nicht.
- 20:59Speaker 0: Ich glaube es gibt einfach nur, das hat man nordisch und dann nicht glaube ich gar nichts zu tun.
- 21:02Speaker 0: also wenn ich geschwabe wäre, würde ich immer noch wahrscheinlich so sein wie ich bin.
- 21:07Speaker 0: Also gut aber anders als wer ich der, der ich bin, wenn ich schwabe werde?
- 21:10Speaker 0: Ich weiß es nicht!
- 21:11Speaker 0: Das ist die normative Kraft des Faktischen.
- 21:14Speaker 0: Ich glaub nicht dass man das so sehen kann.
- 21:17Speaker 0: Es gibt Leute, die das sehr persönlich nehmen.
- 21:19Speaker 0: Erfolg Es ist auch eine Frage der Erfahrung.
- 21:22Speaker 0: Also wir haben ja sehr früh nicht Erfolg gehabt, also am Anfang mussten wir uns an jeden Zuschauer-Einzelnen zusammensuchen.
- 21:30Speaker 0: Das heißt... Wir haben den Misserfolg nicht persönlich genommen nach dem Motto wir sind scheiße weil wir keinen Erfolg haben.
- 21:38Speaker 0: und als es mir dann wieder sehr erfolgreich wurden, haben wir das auch nicht so persönlich genommen.
- 21:42Speaker 0: und das ist schlau!
- 21:44Speaker 0: Weil Die Musik wird ja nicht besser, weil man mehr Erfolg hat.
- 21:48Speaker 0: Sondern man hat einfach nur mehr Erfolg und das ist toll!
- 21:51Speaker 0: Und es macht die Sache leichter für einen.
- 21:54Speaker 0: aber das macht an sich die Musik nicht besser.
- 21:56Speaker 0: Erfolg ist eine gesellschaftliche Kategorie und kann also in dieser Art von Erfolg im Musikmarkt usw.
- 22:03Speaker 0: oder auf dem Literaturgeschäft wie viel Büchermann verkauft?
- 22:07Speaker 0: Wie viele Platten, wie viele Leute zu den Konzerten kommen?
- 22:09Speaker 0: Das sind letztendlich gesellschaftlichen Erscheinungen Und man darf das nicht zu persönlich nehmen.
- 22:14Speaker 0: Man darf nicht denken, dass es liegt daran, dass man selber so ein wahnsinnig toller Hecht ist.
- 22:17Speaker 0: Das führt nur zur Depression wenn er's wieder aufhört.
- 22:21Speaker 0: Dann muss man aufpassen.
- 22:23Speaker 0: und aber das liegt vielleicht einfach daran wie sich die Sache bei uns entwickelt hat.
- 22:27Speaker 0: Klar, wenn man zwanzig ist und das läuft plötzlich durch leicht total super.
- 22:31Speaker 0: dann denkt man ey, ich hab das Patentrezept, ich weiß wie´s geht!
- 22:35Speaker 0: Das wird immer so bleiben.
- 22:37Speaker 0: Aber das Problem ist meistens oft bleibt nicht so... Und das ist nur bei wenigen bleibt das so.
- 22:41Speaker 0: Das heißt, man kann auch mal kurz in Zeit großen Erfolg haben und dann zum Beispiel sagen wir Steuern nicht bezahlen und dann zwei Jahre später kommt das Finanzamt dann ist da schon wieder vorbei, das Geld ist weg.
- 22:50Speaker 0: Das ist ein häufiger Fall im Rockenroll also der das Finanzamtern glaube ich mehr Rockmusik-Karrieren zerstört als irgendwie sonst als irgendein Buchruf weil man sich dessen nicht bewusst ist dass auch solche Sachen endlich sein können.
- 23:05Speaker 0: Natürlich ist das bei Elements of Crime ein bisschen anders, weil sich das über so eine lange Zeit erst so entwickelt hat.
- 23:11Speaker 0: Dass es auch nicht so schnell wieder von gänglich wäre.
- 23:15Speaker 0: Aber das kann man auch nicht sagen.
- 23:17Speaker 1: Gab's in all der Zeit mal so ne richtig fundamentale Krise eigentlich?
- 23:21Speaker 1: Wo du gesagt hast, da müssen wir jetzt zumindest mal wirklich nochmal die Köpfe zusammenstecken und schauen wie es weitergeht.
- 23:29Speaker 0: Ja, skamierbar!
- 23:30Speaker 0: Also ich denke mal auf jeden Fall gab's nix als achtundachtzig Fünfundneunzig, dann gab es einen in zwei Tausend Eins.
- 23:41Speaker 0: Da war auch eine ziemlich heftige Krise vielleicht auch vor zwei drei Jahren nochmal aber die waren alle ganz unterschiedlicher Natur und durch ganz unterschiedliche Sachen bewirkt.
- 23:56Speaker 0: Wir haben ja diesen Podcast gemacht, Nazisten und Kaktänen.
- 23:59Speaker 0: Wenn man das wirklich wissen will... Da gibt es noch ein Beispiel bei dem Podcast wo's um die Band Romantik geht.
- 24:04Speaker 0: Da kriegt man so bisschen Eindruck davon was für eine Art von Krise das wohl war Und auch für unterschiedliche sogar heute noch gesehen wird innerhalb der Band.
- 24:11Speaker 0: Das haben wir ja mit Richard Pappig und Jakob.
- 24:14Speaker 0: Zusammen machen wir diesen Podcast, wo wir über die einzelnen Platten sprechen, die wir aufgenommen haben und wie das so war damals und in dem Zusammenhang mit der Zeit, indem wir das getan haben, wie es uns ging und wie es gemacht wurde.
- 24:27Speaker 0: Es ist auch sehr viel Musikgeschichte drin eigentlich – Gesellschaftsgeschichte eigentlich!
- 24:32Speaker 0: Äh, äh und da aber in dem Fall Zeugstimme der kann ich nur empfehlen.
- 24:37Speaker 0: Die achtundachtziger die freedom life and happiness da ist so ein war das angesprochen Und auch fünfeinneunzig sechs neunzig auch Vier neunzeig gab es auch so eine Krise und dann eben wie gesagt also zwei tausend eins glaube Ich war eine ziemlich heftige Krise.
- 24:51Speaker 1: Du bist ja damals nach Berlin auch gezogen weil du in einer wirklich großen Stadt leben wolltest und ich glaub du hast mal erzählt eine wirklich große Stadt, ich glaube die andere Alternative könnte eventuell noch Wien sein aber Berlin ist es dann schon eher.
- 25:09Speaker 1: Und Berlin spielt ja auch in deinem Gesamtwerk oder in eurem Gesamtwerks sowohl musikalischer als auch in der Literatur bei dir ne ganz große Rolle.
- 25:18Speaker 1: was bedeutet denn die Stadt für dich eigentlich inzwischen?
- 25:21Speaker 0: Da muss das kurz gerade rücken.
- 25:22Speaker 0: Es gibt drei Städte eigentlich, die bei mir eine große Rolle spielen auch in den Romanen komischerweise und also wo es mir auch Spaß macht, da Romale Spielen zu haben.
- 25:30Speaker 0: Das ist ein Bremen Hamburg in Berlin.
- 25:33Speaker 0: Bremen ist klar neue Phase Süd.
- 25:34Speaker 0: In Hamburg spielt zum Beispiel in der ganzen Anfangs-Teil von Magical Mystery.
- 25:38Speaker 0: Und das hat mir sehr viel Spaß gemacht, das in Hamburg machen zu können weil ich habe zweimal immer im Leben auch in Hamburg gewohnt.
- 25:43Speaker 0: Ich hab die ersten zwanzig Jahre in Bremen gewohnen.
- 25:45Speaker 0: Das hat mich auch sehr geprägt Und in Bremer kriegt man auch nicht mehr raus, das merke ich auch immer wieder.
- 25:51Speaker 0: Aber dann habe ich eben zweimal noch in Hamburg gewohnt einmal Anfang der achtziger Jahre und dann Ende der neunziger Jahre drei Jahre mal in Hamburg geworden.
- 26:00Speaker 0: aber sonst ja Berlin war immer die Stadt wo für mich alles gelaufen ist.
- 26:03Speaker 0: also Ich bin Anfang der achtziger jahre von Hamburg nach Berlin gegangen weil mir Hamburg zu klein war Weil Hamburg zu sehr vibrem war und weil ich eine Freundin in Berlin hatte.
- 26:13Speaker 0: Und deshalb sowieso am Wochenende meist in Berlin war, und weil in Hamburg auch nichts für mich lief.
- 26:17Speaker 0: Ich studierte da aber Musik machen und so.
- 26:19Speaker 0: Da dachte ich, ich kam dann nicht rein irgendwie so richtig.
- 26:21Speaker 0: Vielleicht war ich auch zu doof?
- 26:22Speaker 0: Ich hätte bei der Andreas Doraubern spielen können das wäre ganz gut gewesen.
- 26:26Speaker 0: Aber zur derzeit konnte ich gerade nicht!
- 26:28Speaker 0: Und deshalb war das auch... Da bin ich da irgendwie nicht so richtig reingekommen und in Berlin ging es dann recht schnell.
- 26:34Speaker 0: Und weil das war so ne Stadt, da konnte einfach hier damit machen in der Zeit.
- 26:38Speaker 0: Das war Wahnsinn!
- 26:39Speaker 0: Also ich versuch das so ein bisschen einzufangen, diesen Roman wie Wiener Straße, Glitterschnitter und so weil das ist wirklich auch der kleine Bruder und so.
- 26:52Speaker 0: also diese Atmosphäre wo einfach so jeder ist willkommen, jeder kann seinen Scheiß machen und es ist eigentlich alles egal und alle sozusagen kämpfen irgendwie darum irgendwie einen Bein auf den Grund zu bekommen.
- 27:03Speaker 0: was war eine ganz aufregende Sache.
- 27:06Speaker 0: Das war genau das, was ich von der großen Stadt erwartet habe.
- 27:10Speaker 0: Ich war als mit siebzehnten im Schüleraustausch in Paris gewesen und dachte so etwas möchte ich an dich gewohnen – in so einer Art von Stern bei so großen Straßen oder U-Bahnen und den ganzen Kram und diesen großen alten Häusern.
- 27:22Speaker 0: Für mich war Westberlin das was dem am nächsten kam und Wien ist auch sowas.
- 27:31Speaker 0: Ja gut, so ist es dann.
- 27:32Speaker 0: Insofern, dass sich das so explizit.
- 27:36Speaker 0: Ich glaube, im Achtzigerjahr haben wir uns auch alle sehr nach New York gesehen.
- 27:39Speaker 0: Wir wollten eigentlich insgeheim in New York die Hauptstadt der Welt irgendwie sowas für Künstler und da wollte man eigentlich hin.
- 27:47Speaker 0: aber das hat man nicht gemacht und nicht geschärft.
- 27:49Speaker 0: und später bin ich auch nicht froh dass es nicht so gekommen ist weil ich dann gemerkt habe bei dem was ich mag und mache und so also Berlin einfach das beste Pflaster überhaupt ist Und das coolste auch.
- 28:06Speaker 0: Aber das ist eine Neigungsfrage.
- 28:09Speaker 0: Wie kam ich jetzt drauf?
- 28:09Speaker 0: Ach so, welche Rolle, was sind die Songs und so?
- 28:12Speaker 0: Romanen spielen?
- 28:12Speaker 0: ja gut!
- 28:13Speaker 0: Ich meine bei den Romanen ist es ziemlich deutlich.
- 28:15Speaker 0: der erste und erfolgreichste Roman ist ja Lehmann spielt halt ganz klar West-Berlin kurz vor Mauerfall und zum Mauer fall neue Fazit spielt in Bremen und dann wie gesagt also Magical Mystery spielt zum Teil in Hamburg aber auch in anderen Städten Köln München usw.. Es ist ja mehr so ein Rot-Movie Buch und der Rest spielt in Berlin, weil ich glaube dass ich auch einfach gerne romane schreibe über Leute in diesem Alter zwischen zwanzigund dreißig.
- 28:48Speaker 0: Und diese Aufbruchsphase und wie das Leben da so vor einem liegt, wo man einerseits verzweifelt ist, wenn man nicht genau weiß was man da soll, anders als aber alles noch so versprechen in sich birgt.
- 29:02Speaker 0: Das ist eine wunderbare Situation also auch für total bescheuerte Handlungen von Leuten und total seltsame Wendungen.
- 29:11Speaker 0: Da kann wirklich alles passieren, gerade wenn es so lose Vögel sind die so eine so einen losen weichen Ziele haben wieder in diesen Büchern, die dieser Bohemen Anfang der achtziger Jahre in West-Berlin spielen.
- 29:24Speaker 0: das ist einfach weil ich glaube dass mich dieses Alter sehr interessiert wie viele Leute da drauf sind weil ich finde das sind ein Menge gute Geschichten drin sind Und ich mich auch gerne daran erinnere oder mir gerne auch in dem Zusammenhang noch was ausdenke, wie wenn das Leben nochmal anders gewesen wäre.
- 29:39Speaker 0: Das ist so ein bisschen mein Thema und da das... Da ich in diesem Alter in der Zeit war spielen eben auch viele Romane also eigentlich alle meine Romane in.
- 29:47Speaker 0: derzeit bei den Songs ist es ein bisschen anders.
- 29:50Speaker 0: Bei den Songs is ja die Frage was spielt jetzt in Berlin?
- 29:54Speaker 0: Expresses Werbe ist irgendwo gesagt wird, wie in alle vier Minuten oder jung und schön oder so.
- 29:59Speaker 0: Oder auch wenn es dunkel und kalt wird in Berlin wo das schon ein Titel ist oder Party am stetsigen Tor dann können die natürlich überall spielen.
- 30:08Speaker 0: Und auch da wo sie in berlin spielen ist dass auch nur Weil's okay ist dass Songs auch irgendwo spielen.
- 30:15Speaker 0: aber das heißt eben nicht dass das einem das nicht anderswo auch was sagen kann Dass er doch das tolle an element of crime dass es eben kein lokal Phänomen ist Sondern das Hochburgen von Element of Crime sind eigentlich alle große Städte.
- 30:28Speaker 0: Hamburg, Köln, München, Wien, Hyundai mit Hugoordet, Zürich, Stuttgart, Bremen, Hamburg ja was immer Dortmund keine Ahnung.
- 30:39Speaker 0: Jedenfalls also wo Leute in so einer großen Städten leben oder wo Leute gerne sich dafür interessieren wie das Leben oder für diesen Flair interessieren weil ich glaube dass ist ein bisschen das Thema von Element Of Crime ist eine komische Folkrock-Geschichte, die aber in großen Städten spielt.
- 30:56Speaker 0: Bisschen wie der Folk Rock aus New York in den Sechzigerjahren wo man merkt es ist einerseits eigentlich sehr großstädtisch ist Aber mit diesen einfachen Mitteln von Folkmusik gearbeitet ein bisschen wie naive Malerei.
- 31:11Speaker 0: Das ist sehr reizvoll.
- 31:13Speaker 1: Jetzt hast du vorhin schon gesagt als das in den Achtzigern so losging und ihr da auch die ersten Erfolge hattet mit Element of Crime dass auch Berlin gerade, da es ja offen war und jeder irgendwie so ein bisschen machen konnte was er wollte.
- 31:25Speaker 1: Und mit ein bisschen Glück und Engagement, da auch eine Chance hatte, Erfolg zu haben.
- 31:33Speaker 1: Heute ist das Musik-Businessjahr ein ganz anderes sehr digital geprägt, sehr viele neue
- 31:38Speaker 0: Kanäle
- 31:38Speaker 1: dazu gekommen, ganz andere Vertriebswege usw.
- 31:41Speaker 1: Würdest du sagen, dass es damals einfacher war oder ist es heute einfacher?
- 31:47Speaker 1: echten Erfolg zu haben, weil man vielleicht heute leichter die Öffentlichkeit finden kann oder die Reichweite finden?
- 31:55Speaker 1: Nein.
- 31:57Speaker 0: Ich glaube nicht, dass man leichter den Reichweiten finden kann.
- 32:02Speaker 0: Die Dinge haben sich verändert.
- 32:04Speaker 0: zum Beispiel Aufnahme von Musik war damals ein absoluter Luxus also überhaupt an die Möglichkeit zu kommen seine Musik so einigermaßen professionell aufzunommen was teuer Aber so wie wenn da überall Türsteher sind.
- 32:17Speaker 0: Und das hat eigentlich mit Plantenfirmen zu tun und es ist klar, dass die jetzt auch nicht... Es wurde einfach nicht so viel produziert werden.
- 32:23Speaker 0: Es gab Leute, die waren die Königin, weil sie hatten vier Spur Kassettenrekorder.
- 32:28Speaker 0: Das waren vielleicht Aufnahmen aber irgendwie auch toll!
- 32:32Speaker 0: Also Musik aufzunehmen war so was ganz Besonderes.
- 32:36Speaker 0: Das ist heute nicht mehr so.
- 32:39Speaker 0: Heute kannst du dir bei Toman für zwei Hundert Euro was zusammen kaufen.
- 32:43Speaker 0: Das klingt zwar nicht doll, Was machen, da hältest du in den Achtzigerjahren nur von geträumt.
- 32:49Speaker 0: Von diesen Möglichkeiten überhaupt!
- 32:51Speaker 0: Das bedeutet aber natürlich auch dass die Durchschnittskwalität dieser Aufnahmen nicht sehr gut ist und das bedeutet auch dass so viel da sozusagen in die Welt kommt, dass eben das in sich eigentlich auch ein bisschen entwertet ist.
- 33:10Speaker 0: Dazu kommt, dass man eben heute sich als wenn man den Musik liebt nicht mehr committed in der Form, das man sich eine Platte kauft.
- 33:17Speaker 0: Sondern man kauft sich ein Abo bei Spotify und man hat sowieso alles.
- 33:21Speaker 0: Da kommt ne neue Platte die kann ich jetzt hören nächste Woche.
- 33:24Speaker 0: Die muss ich nicht kaufen, dies ist einfach nur da!
- 33:27Speaker 0: Das is'n ganz anderer Umgang mit aufgenommener, mit recorded Music möchte ich mal sagen Und es ist halt er durchaus, dass das ändert viel im Gefühl zu der Sache.
- 33:38Speaker 0: eine Platte aufzunehmen, hat nicht mehr die Bedeutung wie früher.
- 33:43Speaker 0: Kann man bedauern?
- 33:44Speaker 0: Ist halt so!
- 33:45Speaker 0: Wir haben auch erlebt den Siegeszug aber das Untergehen der CD.
- 33:50Speaker 0: also wir haben ja die erste Platte von uns kam nur auf Innu raus und bei der zweiten Band habe ich so zehn Prozent CD oder acht Prozent.
- 33:59Speaker 0: Wir haben alles erlebt und es hat sich eigentlich immer verändert.
- 34:01Speaker 0: Die ganze Zeit des Radio hat sich unglaublich verändert Zum Guten und zum Schlechten.
- 34:07Speaker 0: Das Internet hat sehr viel Gutes, sehr viel Schlechtes bewirkt oder was immer so Schwieriges.
- 34:13Speaker 0: Dieser ganze Musikvideo Wahnsinn in der Siebzigerjahre hat sich irgendwie Luft aufgelöst, was ich sehr befreiend und erfrischend finde.
- 34:22Speaker 0: Also dass dieser Marketing Wahnsinn damit anherging einfach weg ist.
- 34:25Speaker 0: man kann das immer noch drehen, das ist ja auch eine tolle Sache aber... Aber man muss das halt nicht unbedingt tun.
- 34:32Speaker 0: Und das Komische ist, dass das Einzige was eigentlich so das verlässliche Große doch wie man dann merkt Zentrum des Lagerfeuer ist an dem wir uns alle wärmen.
- 34:44Speaker 0: Das sind die Livekonzerte!
- 34:49Speaker 0: Das ist das Alphand das Ormiga.
- 34:51Speaker 0: offensichtlich.
- 34:51Speaker 0: früher war das ein bisschen anders.
- 34:52Speaker 0: Früher war die Produktion einer Platte ein ganz entscheidender Schritt.
- 35:00Speaker 0: heute ist es nicht mehr so.
- 35:01Speaker 0: Heute ist der entscheidende Schritt, dass man überhaupt schafft irgendwo aufzutreten und sich einfach ein paar Leute zusammenzusuchen die das gut finden.
- 35:08Speaker 0: Und natürlich gibt es Marketing-Sachen, die ich ganz abschlusen finde wie also das ganze Twitter, Twitter sowieso, ich meine das ist ja brainless aber Instagram Geschichten und TikTok und so.
- 35:21Speaker 0: Das sind alles einfach Sachen, die sind wahrscheinlich okay wenn man das gerne macht.
- 35:26Speaker 0: Ich habe halt nie gerne Personalitissachen und Musik zusammengebracht Und deshalb bin ich eigentlich froh, dass sich das nicht machen muss.
- 35:35Speaker 0: Ich weiß nicht so, wie wir es nicht machen müssen, dass der Erfolg der Band nicht davon abhängt.
- 35:41Speaker 0: Weil das ist mir einfach zu unmusikalisch.
- 35:43Speaker 0: Das will ich eigentlich nicht!
- 35:44Speaker 0: Ich wollte nie eine Art von Ganzkörperpromo machen, wo man sein ganzes Leben seine Wohnung, seine Freunde alles mit verkauft.
- 35:55Speaker 0: Das finde ich auch unmusikalisch.
- 35:58Speaker 0: Das atmet nicht den Geist der Kunst für mich.
- 36:01Speaker 0: Und deshalb bin ich froh, dass wir das so weit wie möglich zurückhalten können.
- 36:08Speaker 0: Ich bin auch nicht gern mit meinem Gesicht und filmmäßig sowieso als ein billiges Fernsehen auch nicht gerne in der Öffentlichkeit präsent.
- 36:17Speaker 0: Es gibt Zeiten wo man das ist aber es ist auch gut wenn er wieder weg ist.
- 36:21Speaker 0: Und das Problem bei Instagram und so, das hört ja nie auf!
- 36:25Speaker 0: wird ja immer weiter gemacht.
- 36:26Speaker 0: Und ich weiß gar nicht, wie die das ... Viele Leute halten sich auch dann irgendwann nicht mehr durch und nicht mehr aus.
- 36:31Speaker 0: Also in mir geht es aber wohl erst sehr früh so gehen, ja?
- 36:34Speaker 1: Jetzt beschweren sich ja ganz viele, dass keine richtig großen Stars mehr nachkommen sozusagen.
- 36:41Speaker 1: Also grade im Musikbereich wir hatten in den Achtzigern eine ganz tolle Leute, die bis heute auf Bühnen stehen.
- 36:47Speaker 1: Das sind
- 36:47Speaker 0: Beschwerde, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann!
- 36:50Speaker 0: Also ich wüsste nicht... also einer wie Maxi Marco oder Gut, das ist jetzt Toten McMillor oder also die ganzen Rap-Leute sowieso.
- 37:00Speaker 0: Also alles was Hip Hop ist dann aber auch ich mein Taylor Swift und so sind das keine Stars.
- 37:06Speaker 0: Ich meine es ist die weniger ein Star als sagen wir mal Britney Spears.
- 37:10Speaker 0: Das würde ich einmal nicht sagen!
- 37:12Speaker 0: Ja also es ergibt ja überhaupt keinen Sinn.
- 37:14Speaker 0: Es kommen dauernd natürlich neue Stars nach.
- 37:17Speaker 0: Das ist eine Klage die auch von älteren Leuten kommt weil sie diese neuen Stars nicht mehr als solche ansehen Weil die für sie nicht gemacht sind.
- 37:26Speaker 0: Einer wie Bruce Springsteen ist halt nicht dabei.
- 37:28Speaker 0: und dann sagen sie, es gibt keine Straßen mehr.
- 37:29Speaker 0: Stimmt aber nicht!
- 37:31Speaker 0: Die Bruce Springstein-Welt ist ein bisschen in Hintergrund getreten.
- 37:34Speaker 0: Das kann ja auch okay sein.
- 37:37Speaker 1: Gibt's eigentlich einen Moment wo du für dich selber sagen würdest?
- 37:41Speaker 1: Jetzt ist mal Schluss.
- 37:42Speaker 1: Also irgendwie, wo du dir gesagt hast das ist so ein Gefühl was du haben musst oder irgendein Vorfall oder was auch immer.
- 37:50Speaker 1: Wo du sagen würdest okay weil ich meine rein theoretisch könntest
- 37:53Speaker 0: du ja
- 37:54Speaker 1: mit der Achtzig immer noch auf der Bühne stehen und Songs schreiben und Songs performen solange es die Stimme zulässt und die Energie
- 38:02Speaker 0: Ja genau wenn man das will klar Wenn man keine Lust mehr hat Das ist doch ganz einfach also wenn man einfach keinen Bock mehr hat Das sage ich ja.
- 38:13Speaker 0: Deshalb ist das mit der finanziellen Unabhängigkeit so wichtig, dass man es nicht machen muss wenn man keinen Bock hat.
- 38:19Speaker 0: Dass man nichts... Also nicht mit den alten müden Knochen auf eine Tournee schleppen muss obwohl man eigentlich alles andere lieber tun würde.
- 38:27Speaker 0: Ja?
- 38:30Speaker 0: Aber solange man das tut weil das einfach toll ist und was Spaß macht ist doch alles super dann wo soll das Problem liegen.
- 38:38Speaker 0: Und deshalb ist es auch mit Achtzig okay.
- 38:41Speaker 0: Ich mache das wirklich gerne!
- 38:42Speaker 0: Und wir machen das mit der Band auch gerne.
- 38:43Speaker 0: Das merkt man in der Band an, finde ich.
- 38:45Speaker 0: Also muss man echt mal sagen.
- 38:48Speaker 0: Dass man da so tun muss als würde man das nicht merken wenn wir auf die Bühne gehen, dass wir das gerne tun und wir haben auch nichts außer der Musik.
- 39:01Speaker 0: Wir gehen ja nicht raus und haben jetzt große Kulissen Schiebereien und Drocktheater und so ein Kram, was ja auch eine Möglichkeit ist.
- 39:08Speaker 0: Das finde ich auch gut.
- 39:09Speaker 0: Viele Leute machen das so.
- 39:10Speaker 0: Es ist wenig Inszenierung bei Elimin of Crime Und weil wir eigentlich sehr stark auf die Songs vertrauen, auf die Musik.
- 39:19Speaker 0: Also versuchen das soweit wie möglich am Kern der Sache dran zu halten an der Musik und so wenig wie möglich anderes zu machen.
- 39:25Speaker 0: Wir haben mal eine Überlegung gehabt... Ich weiß noch, es war in Berlin da planten wir ne Tournee und die Frage war halt spielen wir sowas wieder Schmeling-Halle zum Beispiel, sondern mehr Zwecksporthalle wo eben so zehn, fünfzehn oder zwölf tausend Leute reinpassen oder was?
- 39:39Speaker 0: keine Ahnung.
- 39:41Speaker 0: Und wir dachten schon ernsthaft drüber nach, weil das können wir auch füllen und so in Berlin.
- 39:45Speaker 0: Und dann wollten wir eigentlich auch ein Besichtigungstermin mal machen.
- 39:49Speaker 0: oder meint er dann... Ich habe ja überhaupt nicht drüber noch darüber nachgedacht aber da meinte ich dann, ja!
- 39:54Speaker 0: Der erkennt uns, er kennt sie mir ja.
- 39:56Speaker 0: Da müssen wir dann natürlich auch über die Visuals reden.
- 39:58Speaker 0: Ich sage Visuals, Visuals.
- 39:59Speaker 0: Ja im Video waren und was da so an Bildern und so weil die Leute sind ja teilweise soweit weg und du hast ja eine Regel bei sowas musstest ihr schon etwas überlegen.
- 40:07Speaker 0: So Visuals ist doch oh nee danke, danke, Danke!
- 40:10Speaker 0: Wir haben dann dreimal dem Tempurdrom gespielt.
- 40:13Speaker 0: Wir werden jetzt in der Zitadelle spielen.
- 40:17Speaker 0: Das haben wir schon öfter gemacht, glaube ich im Herbst.
- 40:20Speaker 0: Und das wird auch gut hier in Berlin und es werden Zehntausend Leute kommen und wir werden sicher auch links und rechts so eine Videowand haben damit die auch weiter hinten stehen können.
- 40:29Speaker 0: aber das ist was anderes weil es oben eher und so.
- 40:33Speaker 0: In Konzerthallen, da gehen wir dann doch lieber in sowas wie Tempurdrom oder eben mittlerweile auch in Bremen.
- 40:39Speaker 0: Dann lieber an die Glocke oder so statt denn die Schaumdisco weil das am bestimmten Punkt auch besser und würdiger ist Und die Musik eigentlich für sich selbst spricht.
- 40:48Speaker 1: Wie wichtig es dir denn gerade in dem Kontext auch?
- 40:50Speaker 1: Weil du ja auch schon oft gesagt hast dass dir eigentlich so kleinere in Anführungsstrichen Locations lieber sind als die ganz großen.
- 40:57Speaker 0: Nein, das ist der einzige Grund.
- 40:59Speaker 0: Der einzige Grund ist, dass wir diese Visuellen... Ich habe überhaupt nichts dagegen von Zehntausend Leuten zu spielen.
- 41:04Speaker 0: Easy!
- 41:04Speaker 0: Aber das Problem ist halt wenn die so weit weg sind und vor allen Dingen wenn sie auch erwarten oder wenn das Teil dieser Sache sein soll, dass man so visuals hat also sozusagen in so eine Bühnenbildinszenierung und so, da mag ich einfach nicht mehr weil mit dabei will ich eigentlich keine Gedanken machen.
- 41:23Speaker 0: Das sind wir dann auch mal ein bisschen puristen.
- 41:25Speaker 0: Aber das ist natürlich gleich so.
- 41:26Speaker 0: nicht auch doof, wenn du dann in der Spillinghalle spielst und hinterher beschwert sich ein Drittel der Leute sagt also alle anderen haben da immer ordentlich was aufgefahren.
- 41:32Speaker 0: Und ihr spielt einfach nur eure Songs?
- 41:34Speaker 0: Ist wahrscheinlich auch okay!
- 41:35Speaker 0: Ich habe The Cure gesehen, die heißt jetzt Mercedes-Benz, die heißen ja immer anders.
- 41:42Speaker 0: Früher Ottuba und jetzt Mercedes Benz Arena.
- 41:45Speaker 0: Morgen bei was ich, was Wigglis Arena oder was jedenfalls... Das war irgendwie total okay und die hatten auch so ein bisschen Bilder da hinten.
- 41:53Speaker 0: Und das war schon ok, aber ich habe gedacht so ne irgendwie sind wir nicht dieser Wir müssen das nicht unbedingt machen.
- 42:01Speaker 0: es geht noch wenn man mit dreimal Tempo drum hin kommt Ok Aber wenn jetzt zum Beispiel die Nachfrage so groß ist dass man jetzt irgendwie dann noch öfter spielen müsste Dann würde man das auch machen können.
- 42:11Speaker 0: Es ist nicht so schlimm.
- 42:12Speaker 1: Jetzt hast du ja ganz oft auch immer wieder gesagt, dass du dir öfter auch mal die Frage stellst so was würde Bob Dylan eigentlich tun?
- 42:22Speaker 1: Und gerade in dem Kontext.
- 42:23Speaker 1: Ich glaube ich habe in meinem Leben selten ein Publikum distanziertes Konzert gesehen wie das von Bob Dylan vor ein paar Jahren.
- 42:33Speaker 1: Wie wichtig ist dir denn die Nähe oder auch die Interaktion bei einem Konzern zu deinem Publikums?
- 42:39Speaker 1: und da sagst Du eigentlich machen wir unser Ding und die anderen schauen zu?
- 42:45Speaker 0: Ja gut, ich meine das mit Bob Dylan muss man kurz mal richtig stellen.
- 42:47Speaker 0: Wenn man sagt was würde Bob Dylan tun?
- 42:49Speaker 0: Das Tolle ist man kann sich jede Antwort geben weil es immer stimmt und dann wird halt alles gemacht und er hat ihm in der Schmelinghalle gespielt und im Tempo in Rom und er würde zur Not auch im Knarklub spielen wie ihm doch egal.
- 42:59Speaker 0: Also das ist halt das Interessante daran oder in der Waldbühne es doch wurscht.
- 43:05Speaker 0: Insofern ist alles möglich, aber ja was ich finde ist dieser Purismus, den da drin steckt, den finde ich gut.
- 43:12Speaker 0: und ja Interaktion mit dem Publikum ist auch schon etwas wo ich mich sehr schwer mit tue.
- 43:16Speaker 0: Ich bin kein Club-Metanimateur, ich kann das nicht!
- 43:18Speaker 0: Ich will auch nicht.
- 43:20Speaker 0: Und wenn die Leute das erwarten dann tut's mir leid.
- 43:22Speaker 0: Also das betrifft eben auch Instagram und so weiter.
- 43:25Speaker 0: Es geht eben, also so ein Selfie-Film von mir wie ich irgendwas ankündige anpreise, merke ich eigentlich nicht will ich nicht haben schiebe mich nicht will Ich nicht.
- 43:34Speaker 0: Und dass ist die Leute zum Klatschen animieren zur mitsingen.
- 43:39Speaker 0: Das alles diese ganzen üblichen Rockkonzert Sachen Das mache ich lieber nicht.
- 43:45Speaker 0: dafür bin ich zu sehr vielleicht auf frühe achtziger.
- 43:47Speaker 0: Also die Zeit, aus der wir alle ja kommen mit Elevator Prime ist ja so Postpunk-Geschichte und so.
- 43:53Speaker 0: Da bin ich dann zu sehr.
- 43:54Speaker 0: Susie in the Banshees oder The Cure oder so, weißt du?
- 43:58Speaker 0: Oder eben auch Bob Dylan.
- 43:59Speaker 0: Das ist eine gewisse Grunddistanzen.
- 44:01Speaker 0: Ich habe das gesehen ... Die Cure war irgendwie gut, weil sie haben es gesagt, wir haben einfach hingegangen ihre Sachen gespielt!
- 44:08Speaker 0: Da gab's einen, der hat noch so ne Rockshow gemacht, so mit Duck Walk und das war der Bassist.
- 44:12Speaker 0: aber das war ein bisschen... Ein bisschen peinlich, aber das war nicht weiter erwähnenswert.
- 44:16Speaker 0: Weil die anderen nicht weiter tangierte.
- 44:19Speaker 0: Das war ganz interessant zu sehen und das gefällt mir.
- 44:23Speaker 0: Wenn man einfach rausgeht und die Song spielt und dann auf die Kraft dieser Sache vertraut und nicht glaubt man müsste jetzt noch Ringelpiezen mit Anfassen machen oder so Die Leute können das ja selber machen.
- 44:37Speaker 0: Sie singen auch mit Aber ich werde ihnen nichts sagen dass sie das tun sollen.
- 44:41Speaker 0: Das ist scheiße.
- 44:43Speaker 0: Warum soll ich Ihnen das sagen?
- 44:44Speaker 0: Was bild' ich mir ein, den Leuten zu erzählen was sie zu tun haben.
- 44:48Speaker 0: Sie sind frei!
- 44:49Speaker 0: Die sind auf dem Konzert von The Limit of Crime.
- 44:52Speaker 0: Also so ein bisschen... Ich hab das immer gehasst als Zuschauer wenn nicht Leute werden auf die Bühne geholt und gefragt wo sie herkommen.
- 45:01Speaker 0: Große Ansagen werden gemacht und können alle mal die Hand heben die und so alles so Sachen.
- 45:09Speaker 0: Da denk ich immer Club-Mate ja also muss ich ihn nicht haben Aber es ist Old Style Entertainment, so wie man das eben früher so machte.
- 45:19Speaker 0: Ich glaube dass wir eigentlich in den Frühjahr als ich anfing die ganze Punkzeit und so genau das nicht gemacht haben.
- 45:25Speaker 0: Wir scheißen auf euch!
- 45:26Speaker 0: Das war dann der Ansatz.
- 45:29Speaker 0: Wir sind hier auf der Bühne zur Not spielen wenn wir rücken zu euch ist uns doch egal.
- 45:33Speaker 0: diese Haltung die man jetzt auch nicht übertreiben sollte weil das auch nur zwanghaft ist Aber die ist grundsätzlich richtig, weil ich mag solche Künstler lieber.
- 45:42Speaker 0: Ich finde, Künstlern sollten so sein!
- 45:44Speaker 0: Die sollten sich nicht anbiedern beim Publikum und ich möchte selber auch keiner sein der sich anbietet bei dem Publikums.
- 45:50Speaker 0: Trotzdem erzähle ich ganz gern mal ein Spruch aus oder mache einen kleinen Witz oder so ein Scheiß.
- 45:55Speaker 0: Pech wenn dann keiner lacht.
- 45:57Speaker 0: aber das is da liebenso.
- 45:59Speaker 0: Aber man darf es damit nicht...ich will's damit nicht übertreiben.
- 46:02Speaker 1: Also so'n bisschen auch der Unterschied zwischen Entertainment und Musik, die eigentlich für sich selbst sprechen kann.
- 46:09Speaker 1: Und die man auch für sie selbst sprechen lassen sollte damit sie da nicht so sehr verwässert in irgendeiner komischen Show, die dem eigentlich gar nicht entspricht.
- 46:19Speaker 1: Ja
- 46:19Speaker 0: das Bob Dylan Ding halt!
- 46:21Speaker 0: Also wie ich sage oder die frühen Achtziger Postpunk diese Zeit wo man es einfach so machte geht auf die Bühne und zieht das Ding durch und zieht sich dazu an, wie man will.
- 46:32Speaker 0: Aber es ist alles schon durchdacht mit dem Licht.
- 46:35Speaker 0: Es ist auch das ganze Bild, was wir da abgeben.
- 46:39Speaker 0: Auch dass wir eben nicht tanzen auf der Bühne.
- 46:43Speaker 0: Das ist schon alles durchdachten.
- 46:45Speaker 0: Es entspricht ziemlich genau dem, wie wir sind und was wir machen.
- 46:49Speaker 0: Ich habe in meinem ganzen Karriere noch nicht ein einziges Mal als Sänger das Mikrofon aus dem Ständer genommen Und damit auch so eine Bobdlinge, habe ich auch noch bei Bobbillen noch nie gesehen.
- 47:01Speaker 0: Was natürlich damit zusammenmengt, dass wenn man die ganze Zeit Gitarre spielt oder auch Trompete das eigentlich kaum die Möglichkeit gibt.
- 47:06Speaker 0: Aber es gibt ja manchmal Stücke wo ich das ein und das andere nicht tue.
- 47:11Speaker 0: Könnte ich machen?
- 47:12Speaker 0: Würde ich nie tun!
- 47:13Speaker 0: Würde immer an die ZDF-Hitberade denken.
- 47:15Speaker 0: Tut mir leid Leute.
- 47:16Speaker 0: Alle ihr Künstler, die hier das tut... Ich muss da immer in die ZDR-Hittberade denke.
- 47:20Speaker 0: Ist zwar quatsch aber jeder hat seine Macke.
- 47:24Speaker 0: Das ist meine.
- 47:27Speaker 1: im Endeffekt auch den Werten einfach treu bleiben.
- 47:29Speaker 1: Also das ist
- 47:31Speaker 0: ja nicht mal wert, sagen wir nur der eigene Stil, dem eigenen Stil treubleiben also einfach so zu machen wie man es selber für... wenn ich das Mikrofon da rausnehmen würde, würde die Welt nicht untergehen und das Universum würde nicht kollabieren und das wäre auch nicht mal unbedingt peinlich aber es wäre nicht mein Ding.
- 47:50Speaker 0: Also warum soll ich das tun?
- 47:53Speaker 0: Nur weil ich glaube, die erwarten das von mir.
- 47:54Speaker 0: Und er wartet natürlich auch keiner!
- 47:56Speaker 0: Das kommt ja noch dazu.
- 47:57Speaker 0: Ich blasse hier auch keine Popans auf und es ist gar nicht so dass sich irgendjemand daran stört.
- 48:02Speaker 0: In den achtziger Jahren war das so manchmal.
- 48:04Speaker 0: Damals kam dieser Film raus Stop Making Sense von The Talking Heads wo der David Byrne eine super Show hinlegt, da auch sehr choreografiert übrigens.
- 48:11Speaker 0: Was aber auch sehr Achziger war, weil dann auch ganz genau so durchchoreographiert.
- 48:16Speaker 0: Also ähm...und das fanden wir eigentlich alle ganz toll.
- 48:19Speaker 0: Und dann haben die Leute immer gesagt, warum tanzt du denn nicht auf der Bühne?
- 48:22Speaker 0: Was soll ich denn?
- 48:23Speaker 0: Tanzen bist du bescheuert oder so.
- 48:25Speaker 0: Gar nicht!
- 48:25Speaker 0: Also um Gottes Willen.
- 48:28Speaker 0: und trotzdem ist nichts dagegen zu sagen dass sie das gemacht haben in diesen Filmen und dass sie diesen Film so gemacht haben.
- 48:36Speaker 0: Das ist der Punkt.
- 48:37Speaker 0: Nicht die anderen verurteilen weil sie das anders machen als man selber aber auch nicht selber glauben man müsse sich anderen Leuten anpassen.
- 48:44Speaker 0: Das glaube ich ist der entscheidende Punkt.
- 48:47Speaker 1: Gibt es eigentlich nach all den Jahren, gerade im musikalischen Bereich noch irgendwas was du gerne mal machen würdest oder erreichen würdest und ausprobieren würdest?
- 48:56Speaker 1: Irgendwas was ja noch so ein bisschen auf deiner Bucketliste steht.
- 49:01Speaker 0: Naja wir haben ja dieses Jazzprojekt angefangen.
- 49:03Speaker 0: Richard Pappig, Eche Busch und ich, wo wir zu dritt Jazzmusik spielen, Regener Pappich Busch.
- 49:09Speaker 0: Und dann haben da mit ein paar Gechs das waren wir auch kurz vor Corona angefangen.
- 49:17Speaker 0: Dann jetzt erstmal ein paar Konzerte spielen und das würde ich ganz gerne ein bisschen weitertreiben.
- 49:22Speaker 0: Da würde ich noch viel mehr Aufnahmen machen, weil es eine sehr interessante Welt ist die sehr viel mit Trompete spielen zu tun hat.
- 49:29Speaker 0: bei mir, weil ich eigentlich deswegen auch Trompetisch damals gelernt habe zu spielen mit fünfzehn Weil ich Jazz Musik machen wollte Und bin dann im Rockenroll gelandet irgendwie so über auf komischen Wegen und ein Song schreiben.
- 49:42Speaker 0: Und das ist natürlich auch das Wichtigste, die Band ist für mich das Wichtigste aber dass ich es auch machen kann.
- 49:47Speaker 0: Das macht mich sehr froh.
- 49:49Speaker 0: Ansonsten muss ich sagen alles was ich gerne auch noch mal machen würde... Ich glaube das Entscheidende ist einfach weitermachen.
- 49:55Speaker 0: Es geht gar nicht darum, dass man jetzt etwas... Ich würde einfach gern weitermachten.
- 50:00Speaker 0: Ich möchte mehr neue Songs, ich möchte mehr Aufnahmen, mehr Jazzmusik machen, ich will mehr Turnäen mit irgendwas machen.
- 50:08Speaker 0: Aber ich weiß auch, dass es gut ist zu warten bis man die richtige Idee hat.
- 50:12Speaker 0: Bis man inspiriert ist.
- 50:13Speaker 0: Denn sonst einfach nur zu tun, wenn man's gerne möchte, das ist auch kein guter Grund.
- 50:19Speaker 0: Ein bisschen Idee muss schon dahinterstecken, sonst wirds nichts.
- 50:22Speaker 1: Ich danke dir sehr für deine Zeit und dass wir uns hier unterhalten konnten.
- 50:25Speaker 0: Ja, sehr gerne!
- 50:27Speaker 0: Das war´s leider schon.
- 50:29Speaker 0: Die letzte Runde ist ausgetrunken.
- 50:31Speaker 0: – das Gespräch zu Ende.
- 50:33Speaker 0: Vielen Dank fürs Zuhören.
- 50:36Speaker 0: Bitte in Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise, wenn du die Bar verlässt.
- 50:41Speaker 0: Aber vergiss auf keinen Fall den Abonnieren-Button zu klicken!