Latest / Zusammener finden wir es heraus. Der WARUM Podcast / Warum gibt es so viele Coaches und Berater wie noch nie
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- Sabine Osterauer: Einen wunderschönen guten Morgen in diesem Sinne zu einem neuen Podcast unter dem Motto Zusammenna finden wir es heraus, der Warum-Podcast. Und heute mit der Frage, warum gibt es mittlerweile so viele Coaches und Berater? Ich möchte aber natürlich nicht über diese Warum-Frage alleine jetzt mit euch sprechen, sondern ich habe mir einen Gast eingeladen in aller Frühe, 8 Uhr morgens. Für mich eine unwahrscheinlich frühe Zeit, aber für meinen Gast, den lieben Andreas Mayer-Stockinger, der ist anscheinend nach dem Motto der frühe Vogelfenktenwurm mit mir jetzt gemeinsam aufgestanden sitzt, jetzt wird mir gemeinsam jeder in seinem eigenen kleinen Bürostudio sozusagen und wir werden heute über diese Frage diskutieren. Aber vielleicht ganz kurz noch am Anfang, lieber Andreas, sag einmal, wer bist du, woher kommst du, also wo Wo bist du mir zugeschalten und warum bist du heute überhaupt in meinem Podcast? Andreas Mayr-Stockinger: Vielen herzlichen Dank für die Einladung und für die Ankündigung. Ich freue mich sehr, dass ich hier sein darf. Ganz kurz zu mir, bin Andreas, ich bin ein totales Landei. Ich bin von Oberösterreich und ich wohne in ganz kleinen Dorf. Ich sage immer dazu, wenn man mir etwas Böses tun möchte, dann schickt man mich in eine Großstadt, weil A, ich finde nie wieder nach Hause und B, ich total unglücklich. Also ich brauche meine Berge und meine Wälder. und Warum bin ich in deinem Podcast? Eine sehr, gute Frage. Eine gemeinsame Bekannte hat uns sehr aufmerksam gemacht, dass du einen Podcast machst, die liebe Anita. Und ja, ich beschäftige mich damit, Experten und Coaches und Berater in die Sichtbarkeit zu bringen mit meiner Agentur, die was ich gemeinsam mit meinem Geschäftspartner gegründet habe, Banana Marketing. Und darum hat mich diese Frage sehr, neugierig gemacht, dass ich da mit dir mal darüber diskutiere, warum das es denn so viele Coaches und Berater heutzutage gibt. Und ich freue mich sehr heute hier zu sein. Sabine Osterauer: Sehr schön. Ja, das mit dem Lande, das kann ich nur unterstreichen. Also mir geht es da genauso. Das heißt, würden wir uns gemeinsam in irgendeiner Großstadt treffen, würden wir beide nicht mehr nach Hause finden, sozusagen. Sehr schön. Lieber Andreas, ja, die Frage heute, warum gibt es mittlerweile so viele Coaches und Berater? Diese Frage ist bei mir aufgepoppt. ⁓ Andreas Mayr-Stockinger: Hahaha Sabine Osterauer: Aus der Idee heraus oder es ist mir einfach aufgefallen, dass ich bin ja auch sehr viele Netzwerken unterwegs und da ist mir aufgefallen, dass es ganz viele Coaches und Berater gibt, gar nicht so von, das ist jetzt mein Wunschberuf, das mache ich jetzt, sondern das ist oft so der zweite Berufswunsch oder Neueinstieg nach der Mutterschaft oder zweiten Bildungsweg oder wie auch immer. Und ich habe das Gefühl, wir sind mittlerweile total überschwemmt von Coaches und Beratern und es gibt mittlerweile für alles, nämlich auch einen Coach, eine Coaching und einen Berater. Wie siehst du das jetzt? Weil du bist ja da auch ganz nahe dran. Andreas Mayr-Stockinger: Also es ist wirklich eine spannende Sache und ich möchte da vielleicht so verschiedene Blickwinkel betrachten davon. Auf der einen Seite ist ja natürlich mein Beruf Marketing, also die Menschen, was Coaches und Berater ausbilden, die machen natürlich auch sehr gutes Marketing und sprechen natürlich sehr häufig darüber, dass man unbedingt mehr Berater und mehr Coaches da draußen braucht, natürlich weil sie so gefühlt ihre Zielgruppe größer machen wollen. Das ist so der eine Blickwinkel. Ohne dass ich das jetzt für richtig oder falsch oder sonstiges irgendwie betrachte, das machen die halt natürlich. Und auf der anderen Seite hat natürlich dieser Punkt, Coach oder Berater zu werden, einen wichtigen Aspekt. Man hat eine sehr kleine Einstiegshürde. Man kann ein Business sehr schnell starten damit. ohne dass ich jetzt irgendwie ein großes Gebäude brauche oder irgendwelche Maschinen oder sonstiges. Ich nehme da immer sehr gerne meinen Bruder als Beispiel, der ist Tischler. Und wie sich der damals vor Jahrzehnten selbstständig gemacht hat, der hat zuerst einmal hunderttausende von Euro in die Hand nehmen müssen und Maschinen kaufen müssen und alles ... bei ihm quasi aufbauen müssen, bis dass er mal das erste Stück verkaufen hat können. Die Hürde ist extrem groß gewesen und wenn ich jetzt Coaching oder Berater bin, dann ist es relativ gering. Deswegen ist natürlich auch der Schritt sehr einfach, dass ich dort reinhüpfe. Und auf der anderen Seite Warum gibt es denn auch so viel Nachfrage nach dem Bereich? Ist ganz einfach. Ich finde, dass die Menschheit es unbedingt braucht sogar. Weil wir leben ja in einer Zeit, wo es kein Wissen mehr braucht. Also alles Wissen, was ich brauche, finde ich einfach bei irgendeiner KI oder ich google das oder was auch immer. Ich brauche jetzt nicht mehr mich hinsetzen und irgendwie lernen, wie irgendwie eine Methode funktioniert. Aber ich brauche jemanden, der mir zeigt, wie ich das in mein Leben implementieren kann. Und deswegen ist auch natürlich diese Nachfrage sehr, groß. Also was ich damit sagen möchte ist, ich merke so in der Außenwirkung überhaupt, wenn man sich durch Social Media scrollt, dass sehr häufig Menschen zu dem Thema switchen, weil sie glauben, es ist ihr eigenes Thema. ⁓ Und da kommt ja so deine Hauptfrage, warum. Also sein eigenes Warum zu finden ist vorher immer total wichtig. Also nicht, man einfach nur, weil das halt gehypt wird gerade, man jetzt sagt, okay, ich werde jetzt auch Coach, weil da kann ich viel Geld verdienen oder was auch immer. Da werde ich berühmt. Das ist nicht der richtige Schritt, sondern ich finde, man sollte sich zuerst einmal mit sich selbst beschäftigen und sein Warum rausfinden. ist das überhaupt mein Weg, dass ich in diesem Bereich auch tätig werde. Weil auch wenn im Marketing oft davon gesprochen wird, dass man sehr erfolgreich werden kann, kann ich euch eines sagen, es ist Arbeit. Es ist viel Arbeit und es ist genauso wie jedes andere Business. Man muss viel Energie reinstecken, viel Zeit und Geld auch investieren, damit man wirklich auch erfolgreich wird darin. Und es ist nicht immer nur einfach. Und das ist so der Punkt, der was oft nach draußen publiziert wird, dass man einfach nur, wie hat der Tony Robbins zum Beispiel, der hat ja mal gesagt, dass man nur eine Seite oder zwei Seiten in einem Buch weiter sein muss und dann kann man schon Coach werden. Das ist... Ein sehr einfacher Ausdruck, ja natürlich, ich kann jemandem was beibringen, aber habe ich ja vorher schon gesagt, dass man braucht jetzt kein Wissen mehr, sondern es geht viel mehr darum, dass man dieses Wissen anwendbar macht für die Person. Vielleicht auch so ein bisschen ein Beispiel. Mein Kernthema ist ja das Thema Positionierung. Also wenn ich jetzt zum Beispiel nur einen Kurs hätte, wie man sich positioniert, wie meine Positionierungs-DNA zum Beispiel funktioniert. Also dass man sich zuerst mit seiner Persönlichkeit, also was ist deine Persönlichkeit, was sind deine Fähigkeiten, was sind die Wünsche und Bedürfnisse deiner Zielgruppe und wenn ich das herausgefunden habe, dann kann ich mich gut positionieren und werde einzigartig gemarkt werden. Wenn ich das nur teile, dann wird niemand das umsetzen, weil jede Person ist ja anders gestrickt, hat einen anderen Lebensstil, hat andere innere Blockaden, hat Themen, die einen beschäftigen. Und meine Aufgabe ist es ja nicht nur das Wissen zu transportieren, sondern wie kann die Person das in ihr Leben implementieren. Und wenn jetzt jemand sagt, okay, ich möchte jetzt im Bereich Coaching aktiv werden und ich möchte mein Wissen weitergeben, dann wird es extrem schwierig. Weil nur Wissen weiterzugeben wird wenig Sinn machen, aber wenn ich mein Wissen in das Leben anderer Menschen implementieren möchte, dann ist es ein wunderbarer Job. Sabine Osterauer: Okay, nur damit ich jetzt noch ein bisschen besser verstehe oder vielleicht noch mal für mich so durchspinnen lasse. Also du bist der Meinung, dass Menschen sich dazu entscheiden, als Coach weiter zu arbeiten, weil sie möglicherweise selber eine Erfahrung gemacht haben. Also sie waren selber bei einem Coach, der hat ihnen wahnsinnig gut geholfen und dann haben sie sich gedacht, war das jetzt so klasse, jetzt war ich bei dem Coach, das mache ich jetzt auch. Ich werde jetzt auch anderen Menschen helfen, die das gleiche Problem haben oder das gleiche Thema haben wie ich. Ich mache jetzt eine Coaching-Ausbildung, lasse die Buchhalterei hinter mir, gehe aus der Personalverrechnung weg sozusagen oder gehe aus der Bank und werde jetzt Coach und werde jetzt reich, weil ich werde ganz vielen Menschen helfen, die in dem gleichen Thema drinnen sind, wie ich es war. Also so weit einmal richtig. Genau. Würdest du sagen, also jetzt rein von Empfindungen, würdest du sagen, dass das immer Andreas Mayr-Stockinger: Genau. Sabine Osterauer: Ein Garant dafür ist, nur weil ich es selbst erfahren habe, dass mir ein Coaching oder auch eine Beratung geholfen hat, dass ich dann auch in der Lage bin, das weiterzugeben. Oder denkst du, das ist mir jetzt vielleicht ein bisschen gemein, aber denkst du, dass sich da viele auch überschätzen, aber das vielleicht gar nicht zu ihres ist? Denn bei einem Coach zu sein als Klient ist schon noch einmal etwas anderes, als dann selber der Coach zu sein. Wie siehst du das? Andreas Mayr-Stockinger: Ja, also da muss ich auch jetzt bisschen gemein sein, weil ich sehe das genauso, dass wenn ich jetzt von jemandem eine Hilfe bekommen habe, weil ich eine Herausforderung hatte, vielleicht ein greifbares Beispiel, wenn mein Auto kaputt ist und ich muss das reparieren lassen und ich gehe zu einem Mechaniker und der macht mir das und ich schaue dem zu, dann werde ich auch nicht gleich Mechaniker. Und genauso ist es auch, wenn man ein Thema hat, eine Herausforderung hat, sagen wir z.B. innere Blockaden, die was jetzt aufgelöst werden dürfen, dann ist es, wenn ich jetzt meine Blockaden aufgelöst habe, dann muss ich nicht zwangshaft daraus natürlich sofort auch ein Business machen. Und deswegen habe ich vorher auch das Thema Warum angesprochen, dass man wirklich sich selbst, damit man selbst beschäftigt, nicht anfängt, wie kann ich daraus jetzt irgendwie ein Business machen, sondern immer zuerst bei seiner Person, bei seiner Persönlichkeit anzufangen, ist das überhaupt mein Weg? Möchte ich das überhaupt machen? ⁓ dann herauszufinden, wenn ja, also wenn das meine Bestimmung ist, vollkommen klar, dann würde ich rausgehen, dann würde ich mir alles aneignen, was ich brauche, Thema Marketing, Verkauf etc., also alles was dazu gehört, mir aneignen, damit ich dieses Thema voran bringe. Aber nur aus einem Impuls heraus oder weil ich jetzt gerade ein Problem für mich gelöst habe, sollte es nicht der Startschuss sein, ⁓ immer ein Business zu empführen. Weil das ist ja auch so der Punkt, was ich auch selbst beobachte, ist, man startet irgendwie mit, zum Beispiel, Persönlichkeitsentwicklung. Man sagt, ich möchte jetzt mit Persönlichkeitsentwicklung ein Business aufbauen. Und auf einmal startet man mit Marketing. Und man macht irgendwie zum Beispiel LinkedIn oder was auch immer, dort gewinne ich meine Kunden. Ich switche auf einmal und werde jetzt auf einmal LinkedIn-Coach, weil ich das jetzt gerade für mich gemeistert habe und auf einmal hüpfe ich so von einem Ding zum nächsten, bis dass ich einfach bei einem überhaupt nichts ordentlich gebacken bekomme, weil ich mich vorher nicht einmal so kurze Pause gemacht habe und gesagt habe, okay, wer bin ich jetzt eigentlich selbst, was ist mein Warum, was möchte ich überhaupt, wie möchte ich den Menschen da draußen überhaupt helfen? und dann sich genau auf ein Thema zu fokussieren, das was man nicht einfach nur einmal schnell ein, zwei Wochen macht, sondern wirklich konsequent über Jahre das durchziehen kann. Und das ist so der große Punkt. Also der Schlüssel liegt wie so oft in uns selbst und das ist vielleicht auch so ein Punkt, wo viele Menschen auch bisschen Angst haben davor, sich mit sich selbst zu beschäftigen, weil sie vielleicht befürchten, zu finden, das was ihnen nicht gefällt. Sabine Osterauer: Okay. Coach zu sein, du hast es jetzt gerade noch einmal angesprochen, wenn das etwas für dich ist, du herausfindest, das ist so deins im Leben und so weiter und dann kannst du anderen Menschen helfen. Ganz ehrlich, wie viel glaubst du, ich weiß, wir können es jetzt nicht in Zahlen benennen, aber glaubst du, dass alle Coaches dieses Tätigkeitsfeld ausüben, da Hilfe wegen? oder des Geldes wegen. Andreas Mayr-Stockinger: Ich würde immer eine Frage wieder mir selbst stellen, wenn ich es wegen Geld machen würde, dann würde ich nicht starten. Weil da gibt es auch andere Felder, wo es viel lukrativer ist zu starten. Ich glaube jetzt mit den Menschen, mit ich zusammenarbeite, mit wir zusammenarbeiten, ist immer die Grundhaltung, Menschen zu helfen. Und das finde ich auch total wichtig, das sollte auch die Basis sein, weil ⁓ das geht es ja im Business. Wenn das nicht irgendwo in dem Warum verankert ist, dass ich anderen Menschen weiterhelfen möchte, dann wird es extrem schwierig im Bereich Coaching oder Beratung wirklich auch Fuß zu fassen. Aber, und jetzt kommt ein wichtiger Punkt, der mir auch immer wieder auffällt, wenn es ⁓ das Thema Geld geht, dann ist es oft so, es ist nur wichtig, dass ich anderen Menschen helfe, aber es ist überhaupt nicht wichtig, dass ich auch davon leben muss. Und das ist ein wichtiger Part, das das, was vielen auch so im Weg steht, damit sie dieses Business auch groß machen können. sprechen wir jetzt mal gar nicht von Großmachen, sondern von diesem Business überhaupt mal leben können, weil halt immer dann so ist, ja, okay, dann mache ich das halt mal for free und dann gebe ich das noch und dort noch was und dort noch was und jedes Mal, es das Thema Verkaufen geht, dann ist so bisschen Abwehrhaltung und das ist ja schlecht, ich möchte niemanden belästigen oder sonstiges, sondern man darf auch Ausgleich für seine Tätigkeit verlangen. Sabine Osterauer: Jetzt gibt es ja ganz unterschiedliche Ausbildungen in diesen Bereichen. Ich selber habe vor mittlerweile fast 15 Jahren, es sind schon 15 Jahren, das Studium der psychosozialen Beratung gemacht und abgeschlossen. ein sehr gutes Studium eigentlich, so fünf Semester, also zweieinhalb Jahre mit Arbeit und weiter. Und habe schon das Gefühl gehabt, wie ich fertig war mit der Ausbildung. Ich kann in dieses Berufsfeld starten. eigene dir ununterbrochen neue Sachen an. Also du brauchst weiteres und bei mir war es dann wirklich ganz ganz vieles von Hypnose angefangen, also was man halt dann alles auf dem Weg so dann mitnimmt. Aber du und es gibt ja auch Ausbildungen speziell im Bereich des Coachings, die nicht ganz so lange dauern. Wie siehst du das jetzt? Gibt es Ausbildungen, wir wollen es jetzt nicht benennen, aber gibt es Ausbildungen, wo du sagst, puh, das finde ich fast fahrlässig? Andreas Mayr-Stockinger: Das ist so ein bisschen ein zweischneidiges Schwert, du jetzt so angesprochen hast, also A von dem Thema, dass man sich immer weiter bildet, das was A sehr, sehr, positiv ist, dass man seinen Klienten natürlich auch immer wieder neue Dinge liefern kann. Was aber dabei gefährlich ist, dass man ständig neue Dinge dazu packt und eigentlich nur Das weiß ich jetzt nicht, wie das bei dir war, aber das sehe ich jetzt sehr häufig bei unseren Kunden, dass man halt wirklich sagt, man macht halt neue Dinge dazu, damit ich mich weiterentwickeln kann, aber man stellt gar nicht so die Frage, gibt es da draußen überhaupt Menschen, die das überhaupt brauchen? Oder braucht das nur ich für mich persönlich? Das war natürlich auch nichts verkehrt, ist. Und das ist ja so der Punkt, man baut die Expertise extrem aus. und schafft aber auf der anderen Seite keinen Weg, dass die Menschen da draußen denen man sich weiterhelfen möchte, diese Expertise überhaupt greifbar bekommen. Das ist ja so, was man sehr häufig hört da draußen. Man spricht halt in der Experten-Sprache, aber die Zielgruppe spricht eine ganz andere Sprache. Das finde ich immer total wichtig, dass man nicht nur die Expertise wachsen lässt, sondern auch versteht, wie kann ich denn meine Expertise für meine Zielgruppe bereithalten? Oder wie kann ich denn das Schmack machen, das Thema Marketing. Und das ist ja auch der Punkt, den ich vorher angesprochen habe. Der Einstieg ist relativ einfach, aber ich muss natürlich mich auch in den anderen Gebieten, ich meine Dienstleistung verkaufen kann. Also das ist, ich, ein ganz wichtiger Part, weil man das oft so ein bisschen vergisst dabei. Und jetzt auf deine Frage zurückzukommen, gibt es Ausbildungen, die grob fahrlässig sind? Ich finde immer, ich habe in meinem Leben total viele Ausbildungen gemacht, und es waren nicht immer nur gute dabei, aber ... es war immer irgendetwas dabei, wo ich was gelernt habe. Und der Punkt ist, ich glaube nicht, dass es eine Ausbildung gibt, oder zumindest gehe ich davon aus, dass jeder ja natürlich etwas weitergeben möchte, also dass man überall etwas lernen kann. Aber was ich grob fahrlässig finde, ist, dass ich mein Business voranbringen möchte und nur darauf schaue, dass nur meine Expertise weiter wächst, dass ich ständig von einem Kurs zum nächsten hüpfe. Aber gar nicht zu schauen, wie kann ich dieses Wissen überhaupt nach draußen tragen. Wie vorher schon gesagt, Wissen ist gar nicht mehr so das, was man größer machen soll, sondern viel mehr, wie kann ich denn die Menschen davon begeistern, diesen Weg zu gehen, ⁓ ihr Leben besser zu machen. Und da würde ich reinstarten. Also zuerst eine Grundausbildung zu machen. ⁓ dann mit den Menschen zu sprechen, herauszufinden, was brauchen die überhaupt und dann zu sagen, ok, da brauche ich jetzt diese und jene Ausbildung dazu. Kommt vielleicht, das ist so mein Marketingprinzip Nummer eins, ist das, was ich ja selbst auch verkehrt gemacht habe in meinen Anfängen und zwar, das Prinzip lautet so, Mach nie ein Angebot und such dir Menschen, die das kaufen wollen, sondern such dir zuerst Menschen mit Wünschen und Bedürfnissen und mach darauf ein Angebot. Also heißt einfach, vielleicht kurz so meine Story, was ich damals gemacht habe, wie ich so reingehüpft bin in das Thema Marketing. haben damals mit einer Geschäftspartnerin habe ich einen Online Kurs kreiert und wir haben total viel Wissen da reingepackt. genau 106 Videolektionen aufgenommen. Wir haben Workbooks kreiert, wir alles Mögliche gemacht und dann haben wir gesagt, das ist das geilste, was es auf dem Markt da draußen gibt. Aber gekauft hat das niemand, weil wir nur uns, also das, was wir gedacht haben, haben wir produziert. Aber wir haben uns nicht gefragt, wer da draußen das überhaupt braucht. Und deswegen ist es zuerst wichtig, nach draußen zu gehen, mit den Menschen zu sprechen, zu sehen, okay, diese Herausforderung haben. die Menschen und auf diesen Herausforderungen dann auch wirklich das Angebot aufzubauen und dann auch seine Expertise weiterzumachen. Alles andere ist persönliche Weiterentwicklung und ist ja nichts verkehrtes dabei. Aber wenn jetzt das Business vorangebracht werden darf, dann muss man auch die Menschen anschauen denen was ich weiterhelfen möchte. Sabine Osterauer: Sehr spannend. Von der Seite habe ich es noch gar nicht gesehen. Wirklich interessant. Ich habe sicherlich sehr viele Ausbildungen für mich gemacht, ⁓ wahrscheinlich noch intensiver in das Thema einsteigen zu können, wie auch immer. Aber bin grundsätzlich ein Ausbildungsjunkie. Ich gehöre immer noch zur Generation. Ja, weiß, es gibt KI. Man kann alles googeln und ich google natürlich auch. Aber ich habe auch gerne Wissen. speziell in meinen Bereichen halt. Also ja, das ist halt so meins. Wie würdest du das sehen? wenn sich jetzt jemand dazu entschließt und sagt, ja, ich glaube, ich brauche in der oder in der Richtung, brauche ich dich eine Unterstützung und ich suche mir jetzt jemanden, der mir da möglicherweise weiterhelfen kann. Welche Tipps hättest du jetzt, dass du sagst, achte auf das, das oder das? wenn du dir einen Coach oder eine Beraterin aussuchst. Andreas Mayr-Stockinger: Spannende Frage, weil oft ist es natürlich dann so, man sucht sich jemanden, der Reichtum hat und irgendwelche Dinge schon geschafft hat, das Business groß gemacht hat, obwohl es dann vielleicht gar nicht ⁓ diesen einen Bereich geht, in was ich verbessern möchte. Ich habe da, habe früher Früher habe ich einfach Wissen getankt. Ich habe einfach einen Kurs nach dem anderen gemacht und das brauche ich und dort brauche ich noch was und dort brauche ich noch was. Und was ich da immer mitgebe ist, ich gehe meinen Weg und dann finde ich heraus, welche Herausforderungen mir auf diesem Weg begegnen. Und auf dieser Basis suche ich mir dann jemanden, der genau dieses Problem löst, ⁓ das so bisschen greifbarer zu machen. wenn man jetzt zum Beispiel das Thema Marketing meistern möchte, dann ... macht es meiner Meinung nach wenig Sinn, ich gehe jetzt her und suche mir jemanden, der das gesamte Marketing-Spektrum von Webdesign, Social Media, E-Mail Marketing etc. abbildet, sondern ich gehe einfach raus und fange einfach mal an. Ich poste auf Instagram oder auf LinkedIn oder wo auch immer. Ich merke, okay, da funktioniert etwas bei mir nicht. Und dann suche ich genau für dieses eine Thema, suche ich mir dann jemanden der was mir weiterhelfen kann. Also was ich damit sagen möchte ist, dass ich nicht nach Impulsen handle, also nicht nur, ja der ist mir jetzt gerade auf Instagram eine Werbeanzeige und der macht dies und jenes und dann buche ich bei der Person, sondern vielmehr ich habe eine Herausforderung und dann suche ich mir eine Person. Und jetzt das, was ich am Anfang gesagt habe, nicht der der reichste Coach oder die erfolgreichste Agentur oder was auch immer, sondern diese Person, die sich auf diesen einen Bereich spezialisiert hat und dort nachweislich Menschen weitergebracht hat. Also ob der jetzt ein cooles Business aufgebaut hat und Millionen auf der Seite hat, heißt noch lange nicht. Der kann mir jetzt meine Selbstzweifeln nehmen, dass wir einen Beispiel haben dazu. Also wirklich zu sagen, ich habe eine Herausforderung und diese Herausforderung möchte ich lösen und dann suche ich mir jemanden, der sich genau auf diesen Bereich spezialisiert hat. Sabine Osterauer: Das heißt, wenn ich jetzt eine Metapher herhole, könnte man sagen, bevor ich alle Zudaten für ein Gericht einkaufe, schaue ich doch einmal in den Kühlschrank, was ist denn schon da? Mit was könnte ich denn schon kochen? Und wenn ich dann noch etwas brauche, dann kann ich genau das noch einkaufen. Ich schaue mich dann so ⁓ Wie würdest du das jetzt beurteilen? Ich habe das jetzt genauso gemacht. Das heißt, ich habe jetzt geschaut, welche Zudaten sind vorhanden, ⁓ mein Gericht zu kochen, aber es fehlt mir jetzt. noch etwas ganz wichtiges. Und ich begebe mich jetzt auf die Suche nach einem Coach oder Beraterin oder wie auch immer, der oder die genau auf das spezialisiert ist. Welche Zeichen oder welche Emotionen oder was auch immer, welches Gefühl brauche ich, ⁓ zu sagen, dort bin ich richtig, der kann mir helfen. Und was ist etwas, wo du sagst, vergiss es, ist nicht der richtige Mensch für dich? Wovon würdest du das abhängig machen? Andreas Mayr-Stockinger: Mhm. Also bei mir geht es immer sehr stark, das, also nicht das, also vorher schon gesagt, nicht das Außen zu betrachten, ja, also was für Haus hat der, was für Autos fährt der oder was auch immer, sondern zuerst, damit passt diese Person überhaupt persönlich zu mir, ja. Und wenn jetzt das Thema Persönlichkeit stimmt, also wenn man so auf einer Wellenlänge ist, dann würde ich auf eines achten und zwar, will die Person mir ihren Weg zeigen oder will die Person mir helfen, meinen Weg zu gehen? Also der Punkt ist, ich mir total wichtig. wenn jetzt jemand kommt und zum Beispiel sagt, er möchte jetzt Marketing machen und kommt jetzt zu uns, der bekommt jetzt nicht von uns Blaupause und das ist das, was du machen musst, ⁓ erfolgreich zu werden, sondern wirklich sich anzusehen, okay, was ist der Weg, was hat die Person bis jetzt gemacht, wie ist die Person gestrickt, was ist die Persönlichkeit, was passt zu der Person, welche Zielgruppe will die Person ansprechen. ⁓ dann auch weiter zu helfen und nicht zu sagen, das mache ich mit jedem gleich und jeder hat genau diesen einen Weg, dann kann ich einfach chatgpt auch fragen und der wird mir auch irgendeinen Weg sagen, dann brauche ich jetzt keinen Coach dazu. oder keine Agentur dazu, sondern wirklich, und das ist, finde ich, eines der wichtigsten Parts, also will mir die Person ihren Weg zeigen oder will die Person mir zeigen, wie ich meinen Weg besser gehen kann. Sabine Osterauer: Sehr interessant. Denkst du, wenn wir so bisschen in die Zukunft schauen, denkst du, dass sich die Zahl der Coaches und Berater noch mehr nach oben steigern wird? Andreas Mayr-Stockinger: Ich finde, dass es das sogar muss. Aber wo man aufpassen muss, ich glaube, dass alle, sich auf das Thema Wissenstransport fokussieren, die werden nicht mehr lange da sein. Also wenn man jetzt versucht, einfach nur, ich habe eine Methode und die möchte ich jetzt teilen mit jemandem, da wird Das wird nicht funktionieren, weil wie vorher schon gesagt, ich brauch nur mein Handy rausholen und ich bekomm sofort alle Anleitungen. zum Beispiel, wenn ich jetzt einen Copywriter suche und ich möchte jetzt die AIDA Formel wissen, ich den Text in der AIDA Formel mache, dann brauch ich nur in JGPT reingehen und sagen, bitte gib mir bitte diese Formel. Aber wenn ich jetzt möchte, wie kann ich denn das in mein Business implementieren, wie kann ich genau meine Zielgruppe erreichen, wie kann ich meine Persönlichkeit reinarbeiten, dann brauche ich jemanden, mir das macht, der mich dort leitet, der mir das in meinem Leben implementieren lässt oder in meinem Business implementieren lässt. Das wird, finde ich, noch viel größer werden und ein Part, der sogar auch so bisschen mitschwingt mit dem ganzen KI-Thema und das wird einfach oder ist ja schon ein riesengroßes Thema, aber das wird, finde ich, noch viel größer werden, weil jetzt ist man, wenn man so in der Business-Bubble unterwegs ist oder in der Marketing-Bubble unterwegs, dann hört man das ja die ganze Zeit. Aber wenn ihr jetzt, wenn man mit so ottom-normalen Verbrauchern spricht, ja die haben vielleicht das noch gar nicht so richtig am Schirm, aber das wird bei denen auch irgendwann kommen. Irgendwann wird sich jeder, so wie man sich heute mit dem Internet beschäftigt, wird jeder irgendwie mit dem Thema KI sich beschäftigen. Und dann wird ein Part wegfallen. Wir haben auf einmal alles Wissen in der Hosentasche. und haben viele Milliarden an Möglichkeiten. Und das ist das, was so meine These ist, ist ganz einfach, dass wir früher haben wir keine Möglichkeiten gehabt, da haben wir Möglichkeiten gesucht. Heute haben wir so viele Möglichkeiten, dass wir nicht mehr wissen, welche Möglichkeit für uns da ist. Und genau dafür braucht's Coaches, Berater, die uns sagen, hey, achte mal drauf, dass du die richtigen Möglichkeiten für dich rausfindest. Also wenn ich jetzt, wenn ich es früher zum Beispiel, ich kann mich noch erinnern, wie ich damals ins Berufsleben mit 15 Jahren eingestiegen bin, habe ich mal eine Person gehabt, der mir gezeigt hat, was für eine Richtung das ich gehen soll, ja, meinem Vater. Den habe ich hoch gesehen und habe gesagt, okay, mein Papa, der hat Kfz-Techniker gelernt, das ist total cool, weil der kann dann seine Autos herrichten, der ist danach in einen großen Konzern gegangen, hat sich dann dort hochgearbeitet und hat ein gutes Geld verdient, das ist ein super Weg, das mache ich. Also ich habe mit 15 schon gewusst, was ich ganz genau mein ganzes Leben lang eigentlich mache, bis dass ich dann draufgekommen bin, ⁓ ich bin ja den Weg von meinem Vater gegangen und nicht meinen Weg. Jetzt habe ich leider Gottes sehr, spät rausgefunden, ich habe es zumindest herausgefunden. Und das meine ich damit, früher hat man eben diese Perspektiven gar nicht zur Verfügung gehabt. Und heute nehme ich mein Handy raus und ich sehe, beim ersten Reel sehe ich, dass ich Marketing Agentur aufmachen kann, beim nächsten Reel sehe ich, dass ich Persönlichkeitsentwicklungsspeaker werden kann und bei Creator auf der Bühne stehen kann und beim nächsten Reel sehe ich wieder, dass ich E-Commerce machen kann. Und auf einmal habe ich 100.000 Möglichkeiten und habe nicht nicht mehr das Problem, kein Wissen und keine Möglichkeiten zu haben, sondern habe das Problem, mich entscheiden zu müssen, welchen Weg gehe ich überhaupt und da braucht es, ich, noch viel mehr Menschen, die den Menschen da unter die Arme greifen und noch zeigen, ihren eigenen Weg zu finden. Sabine Osterauer: Spannend, Zugang. Meine Frage ist, ich bin ja so die Intuitive. Und meine Frage ist, geht dann die Intuition der Menschen dann nicht ganz flöten, wenn ich für jede Entscheidung einen Coach habe? Also ich glaube schon, dass ich dich verstanden habe, weil wir haben sehr viele Möglichkeiten. Ich vergleiche das immer gerne mit dem Einkaufen. Also ich bin ja noch in einer Generation groß geworden. Da gab es in der kleinen Ortschaft einen Kreisler. Und der hatte drei Joghurt. Ein normales, eins mit Erdbeer und eins mit Heidelbeer oder mit Banane. Das war aber dann schon super. Ost. Da gab es kein laktosefreies, kein nullprozentiges, kein bla bla bla bla. Wenn du heute einkaufen gehst, hast du so viele Joghurt, die dich erschlagen. Ich habe jetzt ⁓ mit der Laktose zu tun. Bei mir bleibt ⁓ noch der Schafjoghurt über, sodass das minimiert sich dann wieder. Gott sei Dank, vielleicht habe ich es auch deshalb. Andreas Mayr-Stockinger: Ja. Okay. Sabine Osterauer: Da bin ich teilweise wirklich überfordert beim Einkaufen. Aber ich könnte mir jetzt nicht vorstellen, dass ich mir jetzt einen Coach nehme und sage, gehst du bitte jetzt mit mir einkaufen, weil ich bin total überfordert von dem Supermarkt. Sag du mir bitte, was für mich richtig ist. Glaubst du nicht, dass aufgrund dessen vielleicht unsere eigene Intuition zu sagen, will ich, will ich nicht, will ich, will ich nicht, dann irgendwie auf der Strecke bleibt? Andreas Mayr-Stockinger: Hm? Ja, voll wichtige Frage. Da hab ich vielleicht vorher noch so Zusatz dazu vergessen. Also der Coach, der soll ja nicht dir die Entscheidung abnehmen, sondern dir helfen, deine persönliche Entscheidung zu fällen. Also aus diesen mehr an Möglichkeiten wirklich seinen einen Tropfen herauszufinden. ⁓ seinen eigenen Weg zu gehen. Vielleicht wäre es jetzt bisschen übertrieben, obwohl es eine spannende Nische wäre, weil jeder Mensch geht einkaufen und ich glaube sogar, dass dort auch mit Sicherheit auch ein Businessmodell zu machen wäre. Ich hoffe jetzt nicht, dass alle Supermarkt-Coaches werden oder so irgendwie. Sabine Osterauer: Bei der Kleidung gibt es das ja schon. Jetzt haben wir was Neues erschaffen. Andreas Mayr-Stockinger: Genau, aber das ist eben der wichtige Part dabei, dass man nicht jemanden sucht, der jetzt die Entscheidungen für mich trifft, sondern der mir hilft, meine persönlichen Entscheidungen zu treffen. Sabine Osterauer: indem man es aufbereitet praktisch. Andreas Mayr-Stockinger: Ja, genau, dass er vielleicht auch gar nicht diese ganzen Möglichkeiten aufbereitet, sondern vielmehr meine Persönlichkeit so aufbereitet, dass ich mich entscheiden kann. Hat vielleicht auch viel mit dem Thema, mit dem wunderbaren Wort nein zu tun, ja, also auch mal zu Sachen nein zu sagen und nicht immer, ja, hört sich gut an, das mach ich und dann mach ich diesen und dann mach ich dort noch was und da noch was. Und ja, das ist so, so wie wenn man als Kind in den Süßigkeitenladen geht. Wir waren jetzt vor kurzem in Kroatien und da gibt es ja die Super-Nasch-Märkte, wo alles Mögliche drin ist. Wenn ich da mit meinem Sohnemann reinmarschier, der geht natürlich über. Der will natürlich dort was, da was und ist total reizüberflutet. Und genauso ist es ja, wenn wir jetzt sagen, wir wollen jetzt nach draußen gehen, wir wollen irgendwie unser Ding machen und dann machen wir dieses Handy auf und dann schauen wir da rein und auf einmal kommt und dort eine Möglichkeit, da eine Möglichkeit, dort eine Möglichkeit. Man kann sich fast nicht mehr zurückhalten, weil alles so zuckersüß aussieht und alles so einfach und so leicht. Da brauch ich nur KI und brauch ich nur da ein paar Prompts eingeben und dann hab ich schon ein super Business aufgebaut. Oder halt ... ist jetzt mehr aufs Business ausgelegt, kann natürlich auch im Privatleben, ob das jetzt irgendwie ich möchte abnehmen oder was auch immer. Da gibt's überall 100.000 verschiedene Sachen, was total einfach klingen und total super sind. Und wenn ich halt von einem Ding zum nächsten hüpfe, dann werde ich nichts ordentlich machen oder nichts bis zum Ende bringen oder ... Vielleicht muss man sie auch nicht zu Ende bringen, aber ich werde nicht meinen eigenen Weg finden, sondern ich werde mir einen Weg aufzwingen lassen. Und da, finde ich, braucht es halt Menschen, die uns dort festigen und damit wir unseren eigenen Weg gehen können. Sabine Osterauer: Lieber Andreas, ich schaue gerade auf die Uhr. sind 38 Minuten. Ich bin ja eigentlich immer diejenige, die sagt, halbe Stunde, dass es auch eine gute Länge zum Zuhören ist. Aber eine Abschlussfrage noch. Würdest du sagen, hast du einen Tipp oder auch zwei oder drei für beginnende Coaches oder Berater, die gerade ins Business einsteigen, wo du sagst, Schau auf das, befolge das, schau vielleicht dort noch einmal hin, damit die auch einen guten Start haben und auch nicht gleich das Handtuch werfen, wenn es einmal nicht gleich von der ersten Sekunde an ganz viele Euros in die Kasse spielt. Andreas Mayr-Stockinger: Ja, sehr gerne. Also der erste Punkt, und den hast du jetzt schon angesprochen, ist die Erwartungshaltung. Also dieses Handy, das was dir jeden Tag sagt, dass alles ganz einfach ist und alles total schnell geht und in zwei Wochen hast du irgendwie ein fertiges Business, vergiss das mal, das funktioniert bei niemanden. Also jeder der was über Nacht reich geworden ist, hat mindestens zehn Jahre Erfahrung gesammelt vorher. Und das ist einmal ein wichtiges dass man dem ganzen Zeit und auch Raum gibt. wenn ich jetzt Arzt werde, brauche ich auch lange ein Studium und muss Praxis sammeln und alles Mögliche, bis das dann auch funktioniert. Und genauso ist es auch, wenn ich jetzt Coach werde, Berater werde, ich muss Erfahrung sammeln und deswegen braucht das seine Zeit. Also die Erwartungshaltung ist ein ganz wichtiger Part. Und dann den Punkt, was ich vorher schon angesprochen habe. Also nicht loszugehen und einfach nur ganz viel Wissen sammeln. Wie gesagt, für die persönliche Weiterentwicklung ist das voll okay und auch voll super. Aber ich würde zuerst einmal ein Thema mir wählen und das Thema sollte nicht riesengroß sein, also nicht das, was alle Probleme auf der Welt löst, sondern ein konkretes Problem löst. Und dann nach draußen gehen, mit Menschen sprechen, herausfinden, gibt es dort Bedarf, gibt es dort Herausforderungen, gibt es dort Menschen, die das überhaupt brauchen, diese Lösung überhaupt brauchen, haben die das Problem überhaupt? Und wenn ich dort eine Gruppe an Menschen finde, und da muss ich jetzt auch meinen Kollegen so ein bisschen widersprechen, nicht anzufangen und ich muss jetzt riesengroße Reichweite aufbauen, damit ich ein erfolgreicher Business habe, sondern ich muss zuerst einmal eine Handvoll Menschen finden, die genau dieses Problem haben, das was ich lösen möchte und mit denen würde ich dann alle anderen Probleme, die was dann auf dem Weg zustande kommen, herausfinden und darauf aufbauend würde ich dann das Angebot machen. Also das heißt, sich vielleicht einmal das Handy so bisschen abschalten und den Feed, die Werbeanzeigen wegpacken. Ich spreche da genau gegen meine Hubrik, aber sie wirklich zu fokussieren auf ein paar Menschen und mit denen wirklich gemeinsam erarbeiten, okay, was haben die für Wünsche, Bedürfnisse und darauf ein klares Angebot zu machen. Also nicht... Starten mit Automatisierungen, sondern starten mit echten Verbindungen zu Menschen. Genau. Und dann, wenn dann die ersten Euros laufen, dann kann man mit Menschen wie mir zum Beispiel in Kontakt treten, damit man dann Automatisierungen einbaut, Funnels einbaut, Werbeanzeigen macht, Suchmaschinenoptimierung und all diese Dinge, die was sich zuckersüß anhören, aber die brauche ich am Anfang nicht, sondern ich muss am Anfang mal verstehen, wo möchte ich den Menschen überhaupt weiterhelfen, wo gibt es überhaupt Bedarf. Sabine Osterauer: Sehr, sehr cool. Lieber Andreas, ich danke dir sehr, dass du mit mir in aller Frühe diesen Podcast aufgenommen hast. wir haben es zusammen wieder einmal herausgefunden, warum es in der heutigen Zeit so viele Berater und Coaches gibt. Ich danke dir sehr und ich wünsche dir noch alles, Liebe. Und vielen Dank da draußen, dass ihr zugehört habt und freue mich, wenn sie auch bei der nächsten Folge, bei der nächsten Warum-Frage wieder dabei seid. Vielen Dank. Andreas Mayr-Stockinger: Ciao!