Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Neues im Fall Debbie Sassen, Umwege und Unmut beim Brückenbau und Düsseldorfer Homeoffice-Studie
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- Leute, es ist soweit, den Januar hätten wir geschafft. Also ich weiß, es ist jetzt no big news, dass der Jahresanfang sich zieht und dass das vielen aufs Gemüt schlägt. Aber ich finde es schon gut, dass es jetzt langsam wieder ein bisschen heller und lichter wird. Also rein wettertechnisch meine ich, sonst finde ich gerade eigentlich alles ziemlich okay. Und weil ich es mir auf der Gefrier-Zielgraden offenbar nochmal so richtig geben wollte, bin ich gerade in Berlin. Und ja, auch hier kein Hot Take, aber der Berliner Winter ist irgendwie nochmal anders, also hauptsächlich kalt. Dass ich einfach so mal eben ein bisschen in einer anderen Stadt sein kann, hat viele Gründe, unter anderem den, dass Homeoffice ja mittlerweile Gang und Gäbe ist und davon eben auch ich profitiere. Ebenso etabliert sind die technischen Gegebenheiten, die es möglich machen, sich von fast überall connecten zu können, um zum Beispiel Podcast aufzunehmen. Das tue ich und über die Vor- und Nachteile von Homeoffice beziehungsweise den damit zusammenhängenden Hybrid-Arbeitsmodellen habe ich mit Christopher Trinks gesprochen. Der hat sich nämlich eine Düsseldauber Studie zu genau dem Thema mal etwas genauer angeschaut und berichtet davon. Davor hört ihr noch mal ein Gespräch mit Verena Kehnsbock, die die neuesten Entwicklungen im Fall von Debbie Sassen kennt. Das junge Mädchen ist vor 30 Jahren verschwunden und seitdem vermisst. Jetzt ist wieder Bewegung in die Sache gekommen. Und im fast schon wöchentlichen Drücken-Update erklärt Alexander Esch, warum es auch beim Neubau der Flea-Brücke zu Unmut kommt. und was die Schülerinnen und Schüler bzw. Pendlerinnen und Pendler erwartet, die am Montag nicht mehr mit dem Bus über die Theodor-Heuss-Brücke kommen. Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Ihr hört Folge 406 und der Rhein steht bei 1,57 Meter. Die Düsseldorf-Läden. Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz und gut, was geht. Mein Name ist Tosja Kormann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr Themen habt, die euch auf der Seele und unter den Nägeln brennen, wenn ihr Veranstaltungen wisst, auf die wir hinweisen dürfen oder wenn ihr einfach mal was loswerden wollt, ihr erreicht uns unter rheinpegel-post.de oder 0160 80 80 844. Wir freuen uns immer von euch zu hören. Vor ziemlich genau 30 Jahren verschwand Debbie Sassen auf dem Weg von ihrer Grundschule in Wersten nach Hause. Seit dem 13. Februar 1996 fehlt jede Spur von dem jungen Mädchen. Jetzt gibt es neue Bewegungen in dem Fall. Die Düsseldorfer Oberpolizei hat fünf Wohnungen und Häuser in der Stadt durchsucht, unter anderem in der direkten Nachbarschaft der Schule, wo eine Sickergrube auf der Suche nach möglichen Beweismitteln entleert wurde. Verena Kehnsbock war bei der Aktion vor Ort und berichtet mir und uns von den neuesten Entwicklungen und Erkenntnissen. Heute ist so ein Tag, der im Journalistinnenalltag jetzt auch nicht immer vorkommt. Also oft bekommen wir Termine geschickt, die wir dann besuchen. Und da kann man ja meistens vorab planen, welche Geschichte man erzählen wird. Aber es gibt ja tatsächlich auch Momente, wo eine Nachricht reinflattert. Also im wahrsten Sinne des Wortes eine Nachricht, aus der dann eine Nachricht wird. Und du kommst gerade von einer solchen Situation und wir sind hier quasi noch vor Druck, also ganz frisch. Und wir sprechen über das, was du heute erlebt hast. Erzähl. Das stimmt. Ich habe heute Vormittag erfahren, dass in Düsseldorf mehrere Häuser und Wohnungen durchsucht wurden, so weit, so gut, und habe dann aber gehört, dass das mit einem ganz bekannten Fall zusammenhängt, und zwar dem Fall Debbie Sassen. Das 8-jährige Mädchen, damals 8-jährige Mädchen, das vor ziemlich genau 30 Jahren in Düsseldorf-Wersten auf dem Weg von der Grundschule nach Hause verschwunden ist und bis heute als vermisst gilt. Es gab da im letzten Jahr ja schon mal so einen Aufschlag, das war glaube ich bei Aktenzeichen XY. Ist seitdem Bewegung in diesem Fall und war es jetzt eine Frage der Zeit, bis vielleicht irgendwie was Konkretes passiert oder wie hat dich das heute erreicht? Also was ist die Story dahinter? Was ist im letzten Jahr seit diesem letzten Aufschlag passiert? Dieser Fall, obwohl er ja schon relativ alt ist, wurde halt nie zu den Akten gelegt. Es wurde nie zum Cold Case. Diese Mordkommission Wersten hat immer weiter ermittelt. Und das ist schon was Besonderes, nicht wahr, dass das jetzt irgendwie nicht als Cold Case abgelegt wird? Es gibt ja Fälle, in denen Ermittler offenbar keine... Keine neuen Entwicklungen mehr erwarten. Und in dem Fall sind die Ermittler aber immer irgendwie dran geblieben und haben auch gerade im vergangenen Jahr nochmal Zeugenaufrufe gestartet, haben nochmal gerade so im Düsseldorfer Süden mit Plakaten auf diesen Fall aufmerksam gemacht, haben immer wieder um Zeugenhinweise gebeten, haben, wie du gesagt hast, bei Aktenzeichen XY nochmal einen Versuch gestartet. Und das hat dazu geführt, dass auch immer wieder neue Zeugen Hinweise reinkommen, denen die Ermittler nachgehen können. Und jetzt war es wohl so, dass diese... Dass polizeiliche Maßnahmen, so wurde es ganz allgemein formuliert, zu neuen Ermittlungsansätzen geführt haben und eben fünf Häuser und Wohnungen in Düsseldorf durchsucht wurden. Ich habe mit dem ermittelnden Staatsanwalt gesprochen, der sagte, die seien eben unter die Lupe genommen worden, weil es dazu Anlass gegeben habe. Und an einem dieser Häuser war ich heute. Da liefen die Arbeiten zum Teil noch, weil in der Garageneinfahrt eine Sickergrube gefunden wurde, die offenbar vorher zugepflastert war. Und die wurde dann von der Feuerwehr trockengelegt und es wurde wirklich mühsam mit Eimern der Schlamm da rausgeholt, mit Spaten zerkleinert. Jetzt hast du ja gerade schon gesagt, es gab Anlass, dass das alles nochmal ganz genau angeguckt wird. Diese Häuser, sind die alle in Wersten? Also spielt sich das alles da im Viertel ab? Kann man da irgendwie was zu sagen? Und vielleicht bringen wir uns doch nochmal auf den Stand, was da eigentlich vor ziemlich genau 30 Jahren passiert ist. Ja, diese fünf Wohnungen, Häuser liegen alle in Düsseldorf, aber nicht alle in Wersten. So viel wissen wir. Dieses eine Haus, von dem wir eben genau wissen, wo es liegt, liegt wirklich, ist es ein Katzensprung von der Grundschule entfernt, die Debbie damals besucht hat und sie... Hat am 13. Februar 1996 am Mittag nach dem Schwimmunterricht die Schule verlassen durch den Hinterausgang. Und ihr Elternhaus lag auch nur knapp einen Kilometer von dieser Schule entfernt. Und dort ist sie aber nie angekommen. Und die Eltern von Debbie haben noch an diesem Tag die Polizei gerufen, weil die Tochter halt nie angekommen ist. Zwei Stunden nach Schulschluss haben sie die Polizei alarmiert. Und die hat auch noch an diesem Nachmittag mit einer ziemlich großen Suchaktion begonnen. Also Hundertschaften haben da die Umgebung durchsucht, Spürhunde kamen zum Einsatz. Das ist ein See, der damals zugefroren war. Es war ziemlich kalt in diesem Februar. Da sind Taucher reingestiegen und haben das abgesucht. Es gab wirklich über Wochen und Monate und Jahre ziemlich aufwendige Ermittlungen, die aber am Ende nie zum Erfolg geführt haben. Also es wurde bis heute weder ein Leichnam gefunden noch ein Täter. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus. Sie geht davon aus, dass es Mord ist. Aber es konnte bislang niemand deswegen festgenommen werden. Aber genau deswegen arbeiten die Ermittler halt auch weiterhin an der Aufklärung dieses Falls. Und ich glaube, ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass die Ermittlungen aktuell so konkret sind, wie schon seit ziemlich vielen Jahren nicht mehr. Es gab ja nicht nur den Beitrag bei Aktenzeichen XY, sondern auch immer wieder so Zeug in den Ausrufe und Aushänge. Der Fall wurde also nie ganz vergessen. Hast du heute zufällig Leute getroffen, die zwar nicht an den Ermittlungen jetzt direkt beteiligt sind, sich aber immer noch dafür interessieren? Also jetzt heute vor Ort tatsächlich nicht. Man muss dazu aber auch sagen, dass dieses Haus, an dem die Durchsuchung da stattgefunden hat, in einer sehr, sehr ruhigen Gegend liegt. Da ist ehrlich gesagt nicht viel Fußgängerfluktuation. Das ist wirklich so, wo sind Straßen mit ein- und zwei Familienhäusern ganz ruhig. Da ist nicht allzu viel auf den Straßen los. Ich habe aber natürlich schon in den vergangenen Jahren immer mal wieder, wenn ich auch über diese Ermittlungen und die Aktionen, die Zeugen aufrufe, berichtet habe, dass sich doch immer wieder Menschen auch bei uns melden, die sich an den Fall erinnern, die irgendwie weiterhin davon berührt sind und die teilweise auch Hinweise haben, die ich dann wiederum natürlich auch an die Polizei verweise. Ja, und das ist, glaube ich, auch wirklich nochmal wichtig zu betonen. 30 Jahre sind wirklich eine lange Zeit und trotzdem gibt es auch heute noch Menschen, die sich an diesen Fall erinnern. Und es wird ja auch immer wieder gesagt, wenn man irgendwas im Kopf hat, also selbst wenn es einem, weiß ich nicht, unwichtig oder echt zu lange hervorkommt, lieber melden als nicht melden, oder? So ist es. Also weiterhin sucht die Polizei nach Zeugen. Und wie du gerade sagtest, egal wie unwichtig einem selbst irgendeine Beobachtung vorkommen mag, soll man sich bitte melden. Die Telefonnummer ist auch in dem Artikel. Notiert und offenbar tun das auch immer wieder Menschen. Also wir wissen nicht, ob die Hinweise aus dem vergangenen Jahr konkret zu diesen Durchsuchungen geführt haben, aber wir wissen zumindest, dass es, immer wieder neue Hinweise gab, denen auch nachgegangen wird. Und das wird ernst genommen und danach ermittelt. Wir sind ja vorhin mit diesem sehr konkreten Bild eingestiegen, wie du heute ganz spontan zu dem Termin gefahren bist. Kannst du noch mal beschreiben, wie sowas abläuft? Also du bekommst die Info, dass irgendwo irgendwas durchsucht wird. Aber war das ein offizieller Termin? Wie wird so eine Durchsuchung dann konkret gemacht? Und was erhoffen sich die Ermittler denn eigentlich jetzt da zu finden? Also es handelte sich jetzt in dem Fall nicht um einen offiziellen Pressetermin. Also es gibt ja auch manchmal, wenn es große Neuigkeiten gibt in Fällen, auch Veranstalten, Polizei und Staat, so weiter, auch Pressekonferenzen. Das war in dem Fall jetzt nicht so. Ich hatte das jetzt ehrlich gesagt ein bisschen über Umwege erfahren und bin dann aber dahin gefahren. Und habe das dann aber auch der Polizei angekündigt, dass ich unterwegs bin, sodass die auch die Ermittler, die vor Ort sind, darauf einstellen konnten, dass da jemand kommt, der ihnen quasi zuguckt. Und vor Ort war es so, dass ungefähr zehn Einsatzkräfte da waren, würde ich sagen. Das waren deutlich weniger als noch am Montag, Am Montag soll noch viel mehr los gewesen sein, die sich eben dieser Sickergrube gewidmet haben. Das heißt, es war wirklich so ein Loch im Boden der Garageneinfahrt, auf dem so ein großer, rostiger Deckel lag, der dann abgehoben wurde. Und eimerweise wurde der Schlamm da rausgeholt und mit Spaten und auch wirklich einfach mit den bloßen Händen durchsucht, um einfach nach... Möglichen Beweismitteln zu suchen, welche auch immer das sein mögen. Aber offensichtlich wollen die Ermittler einfach nichts unversucht lassen und auch solche Hohlräume, wie sie ihn da gefunden haben, unter die Lupe nehmen. Vielen Dank, dass du das mir und uns hier so sehr anschaulich beschrieben hast und danke auch, dass du uns heute so direkt in deinen sehr aktuellen Arbeitstag mitgenommen hast. Wenn diese Folge erscheint, sind die Ereignisse zwar schon wieder etwas her, aber nicht weniger spannend. Und ich bin sicher, du hältst mich und uns auf dem Laufenden, wenn es neue Entwicklungen gibt. Ich sage vielen Dank und bis zum nächsten Mal. Tschüss. Düsseldorfer Brücken sorgen auch weiter für Gesprächsthemen. Die Planung zum Neubau der Flairbrücke ist die in diesem Zusammenhang am weitesten fortgeschrittene. Und doch gibt es immer wieder Diskussionsbedarf. Die vorgeschlagenen Bauvarianten stießen nicht vollumfassend auf Zustimmung, vor allem bei Anwohnenden. Auch aktuell wird Kritik laut. Was sich die Menschen in direkter Nachbarschaft wünschen, das erklärt Alexander Esch. Und auch eine andere Brücke steht momentan im Zentrum vieler Gespräche, die Theodor-Heuss-Brücke. Ab dem 1. Februar dürfen dort keine Busse der Rheinbahn mehr fahren. Viele Schülerinnen, Schüler, Pendlerinnen und Pendler stellt das vor enorme Umwege. Alexander Weiß um den Stand der Dinge. Hallo, lieber Alexander. Hallo, Tosja. Hier sitzen wir heute remote und schlagen eine Brücke zwischen Berlin und Düsseldorf. Und wir schlagen nicht nur eine Brücke, wir sprechen natürlich auch über Brücken, weil irgendwie ist das zumindest, was 2026 bislang angeht, unser Ding. Und um das Ganze abzurunden und anzuknüpfen an unsere Gespräche zuvor, reden wir über deine und über meine Lieblingsbrücke jeweils. Ich habe dir jetzt einfach mal die Flairbrücke als Lieblingsbrücke aufgedrückt, weil du dich da so ein bisschen bedeckt hältst, aber es ist jetzt einfach so. Genau. Und es gibt nämlich zu beiden ja quasi Neuigkeiten, beziehungsweise bei dem einen gibt es hier ein bisschen Knars, bei dem anderen gibt es da ein bisschen Kritik. Deswegen... Genau, denken wir heute quasi von Süden bis Norden die Brücken ab und über Brücken auch da. Verstehe, es ist alles im Zeichen der Brücken. Erzähl doch mal, was geht mit der Flairbrücke, mit deiner Lieblingsbrücke? Also, dem muss ich natürlich energisch widersprechen. Ich möchte hier keine der wunderbaren Brücken der Düsseldorfer Brückenfamilie hervorheben, dass sich da auch keine zurückgesetzt fühlt. Nein, aber bei der Flea-Brücke gibt es wirklich was Neues. Und zwar erinnern wir uns, die muss ja auch neu gebaut werden. Das ist auch die Brücke, die wahrscheinlich, also wahrscheinlich die Rheinbrücke in Düsseldorf, die am ehesten neu gebaut wird. Da sind die Planungen am weitesten vorangeschritten. Da habe ich jetzt mal eine kurze Frage. Wenn ich mich recht erinnere, mit meinen 20-plus-Jahren, die ich hier schon auf dieser Erde und dementsprechend auch in der Stadt lebe, Ist nicht die Flea-Brücke auch relativ neu? Nee, das ist sie nicht. Also die ist, ich google mal parallel hier, 1979 eröffnet worden. Ah ja, gut, okay. Okay, ist natürlich nicht so alt wie die Theodorisbrücke, da hast du schon recht. Aber sie ist natürlich auch nochmal ganz anderen Belastungen ausgesetzt, aufgrund dessen, dass sie eben eine Autobahnbrücke ist. Und das haben ja aber letztendlich auch alle die Brücken über den Rhein, dass die zu Zeitpunkten gebaut wurden, wo man noch vor anderen Verkehrsmengen ausgegangen ist. Und den Belastungen von heute in diese Brücken eben nicht mehr gewachsen sind und dann einfach in ein Alter kommen, in dem sie nicht mehr oder irreparabel werden. Ja, das ist übrigens die Brücke in der Stadt, auf der ich schon am meisten geblitzt wurde. Auf der Flairbrücke. Ja, es ist nicht die einzige, auch die einen festen Blitzer hatte. Ja, es gibt ja bei der Südbrücke den, wenn man runterfährt, Richtung Südring. Und A44 halt oben auf diesem ganzen Kreuz da. Ja, das stimmt. Da geht es natürlich auch mehrspurig da so rüber. Das ist so ein bisschen verführerisch. Jedenfalls, die muss auch neu gebaut werden. Und da gab es ja einen ziemlichen Aufschrei bei den Anwohnern, weil die Pläne so sich abzeichneten, dass eine Brücke gebaut wird, die dem Stadtteil noch näher kommt. Also die wirklich so um einige Meter, 10, 15 Meter. Und wenn man sich so vor Augen hat, Fleer ist ja wirklich grenzunmittelbar an diese Brücke. Ja, ich glaube, da gibt es Häuser, die haben tatsächlich Fenster recht nah an diesem Pfeiler und dementsprechend auch die Sicht. Ja, genau. Oder auch an der Rampe, die dann relativ nah an dieser Rampe stehen. Und da ist auch sowieso klar, dass diese, egal welche Variante, dass da auch ein Wohnhaus weg muss. Und dann ist aber doch die Frage, wie viele Grundstücke wird diese neue Brücke dann doch auch in Anspruch nehmen. Und vor allem, das ist natürlich auch so ein bisschen was Psychologisches, die Brücke ist natürlich sowieso... Irgendwie so ein sehr einschneidendes Bauwerk für diesen Stadtteil, die auch relativ laut ist, muss man sagen, weil das mit dem Lärmschubzeller nie richtig funktioniert hat und nie so richtig auch eingebaut worden ist. Das weiß man auch, wenn man da irgendwie spazieren geht und so. Das ist ja schon in dem, wenn man da sich nur ein bisschen aufhält, schon, man hört es, ja. Ja, und auch das Rauschen ist wirklich laut. Einfach das Rauschen der Autos. Und das wird, das sagt die Autobahn GmbH ja sehr klar zu, auf jeden Fall leiser, egal, ob die Brücke dem Stadtteil ein bisschen näher kommt oder nicht. Das wird sich zwar dann ein bisschen unterscheiden, aber nicht wesentlich, weil ja heute ganz andere Vorgaben gelten für den Lärmschutz und die da auch umgesetzt werden. Dennoch ist es natürlich auch ein psychologischer Faktor, wenn man sich überlegt, ja, diese Brücke kommt jetzt dem Stadtteil noch näher. Und diesem Protest, dem haben sich auch die Stadt, oder die Stadt hat sich dem angeschlossen, Auch wirklich übergreifend Politiker von Bundestag, Landtag, Grüne, CDU, die sich alle zusammen da hingestellt haben, fotografieren haben lassen und sich da stark gemacht haben dafür, dass es nicht so kommen soll. Und insofern wurde dann doch nochmal eine Variante, die eigentlich ausgeschieden war bei der Auto-GmbH, mit in die Prüfung, in die letzte Prüfung quasi, in die letzte Auswahlrunde genommen, die östlicher verlaufen soll. Und es ist jetzt aber so, dass die Recherchen oder meine Recherchen ergeben haben, dass die Autobahn-Gemeherr, die das hier plant, also zumindest diese Niederlassung hier einlandt, die das alles vorbereitet und auswertet und prüft, dass die jetzt sich für eine Variante entschieden hat und die auch eben zur Zentrale nach Berlin geschickt hat, wo das eben dann abgesegnet werden muss zwar noch, aber es wäre schon sehr überraschend, wenn da jetzt eine andere Entscheidung fallen würde. Und es ist eben weiterhin so, man nimmt... Die Variante, die eigentlich mehr oder weniger auf der heutigen Trasse verlaufen soll, aber doch dadurch, dass die Brücke eben breiter auch geplant wird, weil sie eben zwei Hälften unabhängig voneinander sein sollen, damit man eben auch mal eine außer Betrieb nehmen kann, dass die eben dann wahrscheinlich 10, 15 Meter oder so raumgreifend nach Flehe auch wirken wird. Und vor allem eine Längshälfte wird eben noch weiter nach Flehe hineingebaut, also vielleicht so 30, 40 Meter kann man sich vielleicht vorstellen. Bevor sie dann verschoben wird am Ende auf den ursprünglichen Trassenverlauf. Also das wird natürlich schon eine sehr prägende Zeit, wenn man sich diese Baustelle dann da vorstellt für den Stadtteil. Das ist natürlich jetzt nicht sehr mit großem Jubel aufgenommen worden im Stadtteil, obwohl auch manche sagen, auch aus der Initiative, mit der ich gesprochen habe. Es war so ein bisschen absehbar, weil es gibt ja dieses große Problem Trinkwassergewinnung, vor allem auf neusser Seite, ganz zentraler Trinkwasserbrunnen, der da letztendlich aufrechterhalten werden muss. Das ist doch dieses kleine Häuschen, was man sieht, wenn man von Neuss kommt. Da ist doch so ein Häuschen auf weiter Flur. Da ist der Trinkwasserbrunnen. Ich glaube schon, das sieht fast ein bisschen malerisch aus. Und genau, es gibt ja einen Grund, wenn ich das richtig verstehe. Das ist diese Umgebungsträglichkeit, nicht wahr? Der Variante, die es ursprünglich sein sollte. Und das bedeutet zum Beispiel auch die Trinkwassergewinnung. Was hängt da noch mit zusammen? Ja, auch Flora und Fauna, Schutzgebiete, die gerade von dieser östlichen Variante besonders in Beschlag genommen würden. Ja, also all diese Abwägungen führen dann am Ende dazu, nach so einem Punktesystem, dass man ja aus Autobahn GmbH-Sicht sagt, man muss die nehmen, diese Variante jetzt, weil es am Ende auch darum geht, dass die rechtssicher sind, diese Planungen, weil sonst sehr leicht da. Geklagt werden könnte und man sagt ja, wieso habt ihr jetzt diese, die andere Variante genommen, obwohl die eigentlich deutlich schlechter in dieser ganzen Abwägungsgeschichte dann deutlich schlechter abschneidet. Und das ist ja wieder eine Sache, die relativ langfristig ist. Also es ist ja noch bis 2029, glaube ich, dann soll angefangen werden zu bauen. Ist denn da wieder nicht, also wie wir ja jetzt schon wissen aus unseren zahlreichen Gesprächen, die wir geführt haben, kann ich mir ja so Abstände mal nicht so richtig vorstellen, beziehungsweise denke, das ist doch wirklich noch lang. Wir haben jetzt Anfang 2026, das ist in drei Jahren, wahrscheinlich geht ja sowas auch im Sommer dann los, Frühjahr, Sommer kann ich mir vorstellen, irgendwie mit Ferien zusammengelegt oder was. Gibt es nicht die Möglichkeit bis dahin zum Beispiel diesen Trinkbrunnen doch zu versetzen oder zu gucken, dass man diese ganze Flora-Fauna-Sache, es gibt ja auch ArtenschützerInnen, die sich irgendwie darum kümmern, dass das verlegt werden kann. Also ist da das aller, aller, allerletzte Wort gesprochen oder ist die Idee, es wird ja nicht nächste Woche angefangen. Ja, das allerletzte Wort ist natürlich sowieso noch nicht gesprochen, weil Berlin das erstmal abnicken muss. Und wer weiß, vielleicht auf wundersamen Wegen doch noch die Politik versucht, da Einfluss zu nehmen oder so. Aber ich glaube, am Ende ist es wirklich sehr unwahrscheinlich. Zumal es eben auch rauszuhören ist, so schnell geht das nicht mit dieser Trinkwasserverlegung. Das wäre wirklich ein deutlich zeitlicher Verlust. Und man stößt immer wieder auch auf den Punkt, dass das natürlich sehr teuer wäre. Und wer zahlt das dann eigentlich? Also das ist auf Neusser Seite. Die Neusser haben aber gar nicht so ein großes Interesse, dass jetzt diese Trasse anders verläuft, weil es geht ja um Flea. Da ist ja einfach auch nichts drin herum. Aber die Düsseldorfer bezahlen dann den Neussern, Die Verlegung dieser Trinkwassergewinnung, puh. Also man merkt, das wird sehr kompliziert, je weiter man da reindenkt. Und wenn man sich die Haushaltslage gerade auch anguckt, also das ist dann wirklich die Frage, ob das sinnvoll ist. Also das ist ja auch Steuergeld letztendlich. Das Geld, was nur einmal ausgegeben werden kann. Und wenn man sich dann vor Augen führt, ja, die kommt dem Stadtteil ein bisschen näher. Aber am Ende wird es auch tatsächlich eigentlich weniger Emissionen geben, also weniger Lärmbelästigung für die Menschen und so. Also ich bin da nicht so ganz eindeutig, bin froh, dass ich es nicht entscheiden muss am Ende, weil man natürlich sehr leicht sagen kann, ja am Ende geht es doch um die Menschen, die da wohnen, das müsste doch über allem stehen. Aber es ist vielleicht dann doch verkraftbar, wenn es um 10, 15 Meter geht. Ja, da müssen Grundstücke weg, aber die müssten sowieso entfallen und so. Da geht es natürlich darum, dass man da wirklich vernünftige Lösungen mit den Eigentümern findet. Das ist natürlich wichtig. Das wiederum finde ich noch einen eigenen Punkt, weil auf der einen Seite, wie ich jetzt gerade ausgeschüttet habe, ist es bis 2019 noch lang und lang und lang. Ich finde, so lang ist es gar nicht, ehrlich gesagt. In drei Jahren wird hier die Rheinbrücke neu gebaut. Das ist am Morgen schon. Und ich finde nämlich, wenn man dann davon ausgeht, dass da Familien neue Zuhause finden müssen und wir beide kennen auch Wohnungsmarkt und Grundstücksmarkt, also das ist ja, dann ist dieser Zeitraum nämlich plötzlich wieder ganz kurz, finde ich. Also wenn ich überlege, ich kenne Leute in meinem privaten, näheren und weiteren Umfeld, die suchen einfach auch seit drei Jahren eine Wohnung, ohne dass sie vielleicht diesen, oder ein Haus, oder Grundstücke oder sonst was, ohne dass sie vielleicht diesen, noch diesen Überbau haben. Ich stelle mir vor, dass die Stadt sich da natürlich bemüht. Also du wirst ja nicht, dein Grundstück wird dir ja nicht weggenommen oder dein Haus. Und dann kannst du mal gucken. Ich kann mir vorstellen, sage ich jetzt ganz von mir aus, dass da natürlich sich bemüht wird, dass was gefunden wird. Und schon ohne das ist es ja, also natürlich erheblich schwerer, aber ich stelle mir vor auch mit, weil es gibt ja trotzdem nicht mehr Platz. Das ist eine Belastung, ja. Und ganz am Anfang waren da auch zum Teil Eigentümer sehr unzufrieden mit der Kommunikation. Das ist ja auch, wenn man sein Zuhause hat und dann heißt es so, ja hier, das muss weg. Ja, aber es gibt natürlich ein paar Neubauten auch da in der Nähe. Und wenn man sich vorstellt, da rückt jetzt so ein Bauwerk wie so eine Brücke dem plötzlich noch näher, dass das natürlich schon auch vielleicht Auswirkungen auf den Wert dieser Immobilie hat und so, wenn da so ein Bauwerk da direkt vor der Nase ist. Also klar, zumindest psychologisch kann man da die Sorge und den Ärger auf jeden Fall verstehen. Total. Wie gesagt, deswegen nach wie vor möchte ich das immer wieder betonen, wie spannend und gut ich finde, dass wir über solche Dinge reden, um auch eben diese Ebene mal abzutasten. Weil genau, das Beschweren ist das eine und hier kritisieren und so, aber es hat ja natürlich am Ende auf ganz viele Menschen einen Einfluss in jede Richtung. Um Stress im weitesten Sinne des Wortes, wenn wir das jetzt mal einfach unter der großen Vokabel Stress abtun. Gibt es auch weiter im Norden oder wird es weiter im Norden geben? Wir haben schon sehr viel darüber gesprochen, dass die gute alte Theodor-Holz-Brücke und ich sage es jetzt offiziell, Alexander Esch, es ist meine Lieblingsgruppe. Mir ist ganz egal, ob sich da andere jetzt von ausgeschlossen fühlen. Ich liebe die anderen Brücken auch, aber Theodor-Holz-Brücke has a very special place in my heart. Die wird also abgelastet. Da dürfen jetzt keine mehr Toller mehr drauf fahren, nur noch bis 3,5. Es wird einspurig, das wissen wir alles. Wir wissen auch, dass keine Schienen gebaut werden. Wir wissen, dass auch die Rheinbahn mit ihren Bussen nicht mehr die Brücke überqueren darf. Und das ist noch ein bisschen aufgerührt worden in der letzten Woche, habe ich das Gefühl. Weil jetzt vielleicht, genau, weil noch mal Kritik laut wurde. Und es geht ja auch darum, dass Schülerinnen und Schüler unter anderem diese Brücke überqueren müssen. Und ab dem 1. Februar ist das nicht mehr möglich. Ja, es sind 6000 Pendler, die da jeden Tag den Bus nutzen, sagt die Rheinbahn. Rund 500 Schüler und auch von den Pendlern gab es da schon großen Ärger, vor allem über die Art und Weise dieser Umleitungsstrecken und dieser Fahrplananpassung, weil da hat mir einer gesagt, da kann ich auch zu Fuß gehen, da bin ich schneller, als wenn ich jetzt hier mit dem Bus mir diese Umsteigetour zumute. Deswegen ist dieser, auch von der Politik aufgenommen worden, der sehr starke Wunsch formuliert worden und die Forderung aufgestellt worden, das muss irgendwie anders gehen. und am besten mit einer umsteigefreien Verbindung über die Oberkasseler Brücke. Die Rheinmann sieht das aber bislang noch nicht wirklich als umsetzbar an. Sie sagt, sie rechnet mit, Zu großer Staugefahr auf der Oberkasseler Brücke und auch in der Verlängerung, dass die Fahrpläne nicht mehr eingehalten werden können und so weiter. Insgesamt auch einfach mit knappen Ressourcen zurzeit kämpfend sei das sehr schwierig. Was sich aber abzeichnet, ist eine Lösung für die Schüler. Also wie die genau aussieht, ist noch offen. Man kann spekulieren, ob das irgendwie Sonderbusfahrten sein werden oder so zu den bestimmten Zeiten. Wo Schüler die Busse brauchen. Aber da wird noch dran gearbeitet. Stand jetzt gibt es da noch nichts zu vermelden, aber da hat sich die Reimann auch selbst optimistisch geäußert, dass man das umgesetzt kriegt. So oder so, auch wenn das jetzt mit guten Anschlüssen funktioniert und mit Sonderfahrplänen und so, es ist einfach, wenn ich nicht mehr über die Theodor-Heuss-Brücke kann, ich muss aber halt zum Seestern, dann muss ich trotzdem über die Oberkasseler-Brücke fahren. Also es wird als Pendlerin und dann ja wahrscheinlich auch in irgendeiner Hinsicht auch für die Schülerinnen und Schüler einfach ein riesiger Mehraufwand, oder? Also es ist einfach nicht so aufzufangen, dass man es fast nicht merkt. Das möchte ich hier nur noch einmal von dir quasi, also da möchte ich noch einmal reingehen. Auch mit dem kleinen Service-Gedanken, dass sich da alle schon mal ein bisschen drauf einstellen können. Ja, und das geht am Montag los. Also Sonntag glaube ich schon, aber Montag ist... Stimmt, am Montag ist ja... Es ist schon Februar, der Januar ist vorbei. Halleluja. Aber ja, mhm. Ja, da muss jetzt schnell was her. Ja, genau. Also das ist aber immer noch nicht ganz klar, ob die Rheinmann das schafft, bis zum Start wirklich am Montag eine Lösung für die Schüler zu präsentieren. Das wird jetzt noch spannend, die nächsten Tage. Ich frage mich oder frage dich, dass jetzt noch kein, wenn am Montag oder genau Sonntag ist der 1. Februar, wenn dann am Montag der SchülerInnenverkehr losgeht, wenn es jetzt mal hauptsächlich darum geht und immer noch an einer Lösung gesucht wird, frage ich mich, ob wir da gut anknüpfen können an das, wo wir eben drüber gesprochen haben, ob jetzt drei Jahre lang oder kurz sind. Das kommt ja auf die Relation an. Es ist ja schon eine Weile klar, dass keine Busse der Rheinbahn darüber fahren dürfen. Ja, da würde ich die Rheinbahn ein bisschen in Schutz nehmen wollen. Das kam schon sehr kurzfristig für die Rheinbahn. Ja, deswegen das No Front, No Front. Genau, es ist für so ein großes System, wo so viele kleine Sachen passen müssen, ist das einfach eine kurzfristige Angelegenheit. Das wollte ich, also es ging hier nicht. Ich wollte jetzt nicht suggestiv da irgendeinen Beef rausholen. Und die haben irgendwie jetzt erstmals geschafft, da einen Fahrplan hinzukriegen in kürzester Zeit. Ja, ja, verstehe. Die haben ja auch mal erklärt, wie viele Haltestellen sie jetzt da plötzlich nochmal umbauen müssen, quasi andere Fahrpläne rein, die Haltestellenschilder ändern und so weiter. Das ist alles wirklich in kürzester Zeit, also das ist schon sehr anspruchsvoll, muss man sagen. Vielleicht ist das auch ganz gut mal zu erklären, weil das ist ja auch Kritik, die durchaus laut wird, das ist jetzt immer noch nicht und so, aber genau, seit wann ist das klar? Seit 15, wann haben wir das erste Mal drüber gesprochen? Anfang des Jahres. Ja, also ich weiß nicht genau, wann die Reimann das mitgeteilt bekommen hat, aber normalerweise für solche Umstellungen braucht sie, weiß nicht, zwei Monate oder so. Und jetzt müsste das innerhalb von zwei, drei Wochen passieren. Das ist natürlich schon sehr kurzfristig. Genau, da schrumpfen dann so Zeiträume wieder auf ganz, ganz kleine zusammen. Ja, ich bin mir sicher, du wirst nicht nur die Leserinnen und Leser, sondern dann auch in kurzer Zeit wieder hier die Hörerinnen und Hörer auf dem Laufenden halten, wenn es von der einen oder anderen oder noch mal einer dritten oder vierten Brücke Neuigkeiten gibt. Vielleicht reden wir auch irgendwann noch mal über was anderes. So oder so, danke ich dir sehr. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Spätestens seit dem ersten Lockdown ist das Thema Homeoffice für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein sehr präsentes. Galt es zunächst, sich daran zu gewöhnen, vielleicht nicht mehr jeden Tag zum Arbeiten das Haus zu verlassen, ist es mittlerweile für einige fast die Ausnahme. Viele Unternehmen bieten Hybridmodelle an, drei Tage Homeoffice, zwei Tage Präsenzpflicht. Und trotz des schon etablierten Flows werden immer wieder Stimmen laut, die zu Bedenken geben, dass Mitarbeitende zu Hause nicht so produktiv sein könnten wie vor Ort im Unternehmen. Eine Studie aus Düsseldorf belegt jetzt ganz im Gegenteil, warum, was Bewegung damit zu tun hat und wer im Büro manchmal vielleicht doch besser aufgehoben ist. Das weiß Christopher Trinks. Lieber Christopher. Liebe Tosia. Es ist sehr schön, dass du da bist. Wir sprechen heute über ein Thema. Wir sprechen heute über ein Thema, Überraschung, über ein Thema, über das ich in den vergangenen Jahren sehr viel nachgedacht habe. Ich weiß nicht, wie es dir geht. Und zwar über den großen Themenkomplex. Homeoffice. Wie stehst du dazu? Hast du eine Meinung zu Homeoffice? Bist du gerne im Homeoffice? Bist du lieber im Büro? Tatsächlich muss ich sagen, ich gehe sehr gerne in die Redaktion und bin auch sehr gerne im Büro, was glaube ich zu 90 Prozent daran liegt, dass ich einfach ein ganz wunderbares Team habe mit ganz wundervollen Kolleginnen und Kollegen, die ich gerne täglich sehe. Und weil ich ja auch den Vorteil habe, ich wohne nicht allzu weit von der Redaktion entfernt. Ich brauche so zu Fuß 10, 15 Minuten ungefähr, mit dem Fahrrad noch schneller, mit der Bahn sowieso. Muss aber auch sagen, gerade in so einem Job, wo man viel schreibt, wo man auch mal höchst Fokus sein muss, kann so ein Großraumbüro mit allen, die telefonieren, auch mal ein bisschen nachteilig sein. Also ab und zu, wenn ich schwierige Texte habe, bin ich auch gerne im Homeoffice. So mal als Vergleich, mein Mitbewohner, der arbeitet in Bonn, der ist jetzt gerade diese Woche wieder von einer Streckensperrung betroffen, die seine Pendelzeit verdoppeln oder verdreifachen würde mit zwei Umstiegen. Der arbeitet jetzt natürlich die Woche im Homeoffice und ist darüber sehr happy, dass es diese Möglichkeit gibt. Jetzt mögen sich die einen oder die anderen fragen, ja, Homeoffice ist ja jetzt was Städte, Regionen und Länderübergreifendes. Was hat das jetzt alles mit Düsseldorf zu tun, wo wir ja hier oft drüber sprechen, was in unserer Stadt so passiert. Diese Studie, mit der du dich beschäftigt hast, wurde von der Heinrich-Heine-Universität durchgeführt, beziehungsweise von Menschen da, von einem Professor dort. Und war auch Düsseldorf der Schwerpunkt der Leute, also der Lebensschwerpunkt der Leute, die da mitgemacht haben? Teils, teils. Also genau, der lokale Anlass war sicherlich, dass es ein interdisziplinäres Team von Heinrich-Heine-Universitätsforscher war. Also das waren nicht nur die Wirtschaftswissenschaftler, sondern auch die aus der Soziologie und aus der Psychologie vor allen Dingen. Und die Betriebe, die untersucht wurden, von denen tausend Beschäftigte mitgemacht haben insgesamt, über zwei Jahre Erhebung, die sind zum Teil lokal. Also der Stadtentwässerungsbetrieb, der Stadt Düsseldorf hat mitgemacht, aber auch Einzelhandelsketten wie Electronic Partner, die hier ihren Sitz haben, aber eben auch größere Organisationen wie die Dornische Rentenversicherung, die ja bundesweit agieren. Und also man kann schon, das ist ein lokaler Aspekt, wir sind eine Universitätsstadt und daher fand ich... Und das ist ganz schön, dass die Nachricht auch aus Düsseldorf erforscht wurde. Und ist nicht, ich meine, Vodafone hat doch hier auch einen großen Sitz. Sind die nicht so vorreitermäßig unterwegs gewesen? Gewesen. Mit Homeoffice? Gewesen, ist glaube ich der Stichpunkt. Es ist ja gerade bei vielen Unternehmen so, dass die Homeoffice-Regelungen so ein bisschen verschärft werden. Und auch Vodafone hat es ein bisschen verschärft. Manche andere wie SAP führen schon eine Anwesenheitsquote, Präsenzquote ein. Man merkt so das Homeoffice-Gerät zumindest aus Arbeitgebersicht so ein bisschen auch in diese Kritik nach dem Motto, es ist ein Vorwurf, der häufig hinter vorgehaltenen Handgehäuser wird. Was machen denn eigentlich die Mitarbeiter die ganze Arbeitszeit im Homeoffice? Und sind die da wirklich so produktiv oder machen die vielleicht auch ein bisschen Leerlauf? Das finde ich sehr spannend, weil ich weiß noch, als es angefangen hat, war es ja quasi ein... Und wurde ja die Kritik an der Büroarbeit ein bisschen laut, dass das halt irgendwie so starr ist und man muss da hin. Und jetzt, warum hat sich das wieder umgedreht? Also warum? Also der Anfang war ja vor allen Dingen die Corona-Pandemie. Also es waren ja vor allen Dingen Gesundheitsgründe, die dafür sprachen, dass die Mitarbeitenden erstmal zu Hause sind. Und dann nach der Corona-Pandemie hat man ja so eine hybride Arbeitsweise erstanden. Also so wie das ja auch zum Beispiel bei uns geregelt ist mit zwei Tage Präsenz, drei Tage können man Homeoffice machen. Man kann aber auch in die Redaktion kommen. Das haben glaube ich viele Unternehmen so durchgesetzt, die, das muss man aber auch sagen, vor allen Dingen natürlich Bürotätigkeiten machen. Das muss man natürlich noch einmal dazu sagen. Es gibt Berufsfelder, da kann man kein Homeoffice machen oder nur sehr schwer. Es gibt Berufsfelder, in denen kann man es bestimmt machen. Es ist aber vielleicht nicht sehr zielführend oder sinnstiftend. Also genau, wir sprechen jetzt natürlich von Jobs, die man sowohl als auch machen kann, wo man vielleicht auch eh viel unterwegs ist. Also Homeoffice heißt ja in deinem und auch in meinem Fall auch ganz oft einfach ganz woanders sein. Also da ist man weder im Home noch im Office, sondern man ist einfach auf irgendwelchen Terminen. Mobiles Arbeiten. Genau, das ist mobiles Arbeiten. Und trotzdem habe ich das Gefühl, als das anfing und dann, klar, Pandemie war der ausschlaggebende Punkt, Dann wurden ja die Vorzüge davon laut gesagt und man ist freier und produktiver und kann sich das alles besser selber einteilen. Und was ja auch ein Thema ist, über was wirklich viel gesprochen wird, ist ja auch diese immer groß zitierte Work-Life-Balance, die natürlich auch damit zu tun hat, ob ich jetzt in meinem eigenen Zuhause, wir alle haben auch schon mal im Schlauanzug wahrscheinlich gearbeitet. Und an manchen Tagen ist das einfach auch das, was dann manchmal das kleine Ding, das kleine Züngelchen an der Waage ist, ob wir halt irgendwie uns aufraffen oder nicht. Also zu wissen, okay, ich kann es wenigstens im Warmen machen und komfy sein und irgendwie dabei, weiß ich nicht, so viel Grießbrei essen, dass ich platze, weil das tut mir halt gut, wenn ich irgendwie drauf. Also so, der anderen Seite ist es natürlich schwieriger, sich abzugrenzen, weil man macht was, auch weil man vielleicht eigentlich krank ist oder so. Dann fehlt diese Hürde, nach draußen zu gehen und sich in Bewegung zu setzen. Du merkst, ich lasse dich kaum zu Wort kommen, das ist ein Thema für mich, das ist ein großes Thema für mich. So, was hat denn jetzt die Heinrich-Heine-Universität, also bleiben wir doch mal hier bei den Fakten. Also, ähm... Die Erkenntnis eigentlich, so die zentrale Erkenntnis, die man aus dieser Verbundstudie, die auch vom Bundesministerium für Forschung finanziert worden ist. Die man daraus ziehen kann, ist eigentlich, Homeoffice kann die Produktivität wirklich sogar fördern, solange es eben gut ausgestattet ist. Was bedeutet gut ausgestattet? Also ganz klare Aussage ist, 100%iges Homeoffice ist genauso wie 100%ige Vor-Ort-Pflicht nicht förderlich. Die hybriden Modelle, wo man eben meistens ja drei Tage Office, zwei Tage Homeoffice oder andersrum, die seien tatsächlich am idealsten, weil es eben den Menschen eine Flexibilität ermöglicht. Und was noch dazu kommt, ist, was mit klaren Strukturen und Leitlinien gemeint ist, man muss einfach mit den Mitarbeitenden gewisse Dinge klären. Also man muss feste Meetings vereinbaren, klare Meetings, die auch vor Ort stattfinden. Man muss die Erwartungshaltung klären, was zum Beispiel ständige Erreichbarkeit angeht, weil das ist ja auch so ein Thema. Heißt das jetzt, wenn ich mein Homeoffice habe, heißt das, dass ich jetzt auch 24-7 eigentlich erreichbar sein muss, wo es vorher vielleicht nur im Büro möglich war, Tätigkeiten zu erledigen? Könnte ich ja jetzt auch noch Freitagabend erledigen. Das ist natürlich, glaube ich, das hat sich schon auch eingeschlichen bei vielen. Genau. Dass man auch da die Grenzen dann anders hat, wenn ich weiß, auch, wie gesagt, wenn es selbstverantwortliches Arbeiten ist und ich weiß, ach komm, Ich muss das fertig machen, aber ich mache das irgendwie, also das habe ich selber am eigenen Leib schon erfahren, wenn man halt sonntags, nachmittags eine E-Mail schickt, dann läuft man halt Gefahr, dass man auch sonntags, spät, nachmittags eine E-Mail zurückbekommt und dann ist das ganze Ding irgendwie schon wieder ein bisschen außer Kraft. Es gibt sogar Studien aus den USA, die belegen, dass die Menschen im Homeoffice sogar vielleicht ein bisschen mehr arbeiten, also bis zu 40 Minuten im Schnitt, weil sie eben dann auch mal sagen. Ich mache sonntags nochmal eine kleine Tätigkeit oder checke da meine Mails oder sowas, dann habe ich an der kommenden Woche weniger Stress im Büroalltag, im festen Arbeitsalltag. Also es ist halt ein Für und Wider. Es kann uns mehr Arbeit bringen, es kann uns aber auch die Arbeit einfach besser verteilend ermöglichen, weil manche möchten das ja auch einfach in der Form so. Und was auch so ein Thema immer gespielt hat, das war gerade am Anfang der Pandemie noch so, vielleicht erinnerst du dich, war so, ja, ist das denn überhaupt gesund, wenn man am heimischen Küchentisch sitzt und da mit seinem Laptop die ganze Zeit arbeitet, nur in den Bildschirm rein starrt. Aber deswegen hat die Studie halt nicht nur die Produktivität untersucht, sondern eben auch, wie gesagt, Stress durch Erreichbarkeit etc., Arbeitsbelastung, aber eben auch ergonomische Auswirkungen untersucht und dazu parallel auch immer Workshops angeboten. Also du hast gerade Selbstorganisationen angesprochen, das ist sicherlich für viele im Homeoffice eine große Hürde und da wurden halt die Befragten auch zwischendurch mit Workshops ausgestattet, die Präsenz oder im Homeoffice durchgeführt wurden, wie man sich besser selber organisieren kann. Oder gesundheitsfördernde Bewegungs-Workshop, weil wer nur in Meetings sitzt oder nur am Schreibtisch, der bewegt sich aber weniger, weil dann der Pendelweg weniger wegfällt, weil man auch der Gang zur Kaffeemaschine nicht mehr vielleicht nicht mehr so ist. Ja, das verstehe ich, aber auf der anderen Seite finde ich, das zieht nicht so richtig, weil, Also pendeln, die wenigsten werden irgendwie 40 Kilometer mit dem Fahrrad jeden Tag fahren und wenn, Hut ab so. Aber ich glaube, es sieht ja in den meisten Fällen so aus, dass man genau entweder mit dem Bus, mit der Bahn, also klar, man geht dann vielleicht einen Weg weniger. Auf der anderen Seite steht man halt nochmal anders auf und muss trotzdem in die Küche laufen, um sich einen Kaffee zu machen. Also ich glaube, dass, ich verstehe die Idee, aber ich glaube, das ist ein generelles Problem, dass wenn wir einfach viel Zeit im Sitzen verbringen und vielleicht mit Tätigkeiten, ne, die. Und wie gesagt, auch da sind wir beide ja ein bisschen außen vor, weil wir einfach viel unterwegs sind, organisch so. Also schon job-wise und das weiß ich zufällig aus zuverlässigen Quellen, bewegen wir uns ja auch sonst in unserer Freizeit immer mal das eine oder andere Mal. Deswegen ist das vielleicht was, was bei uns nicht so ganz zutrifft. Aber also das finde ich, das kann man jetzt im Homeoffice irgendwie nicht anlassen. Nein, aber das war so am Anfang, das waren so anekdotische Befunde, die dann halt geäußert wurden. Und dem wollte man einfach mal wissenschaftlich auf den Grund gehen. Ich würde noch kurz sagen, was die Studie halt ergeben hat. Also die haben sowohl, das muss man auch sagen, Mitarbeiter als auch Führungskräfte untersucht, weil auch Führungskräfte machen sich Sorgen, wie erreiche ich denn mein Team praktikabel und gut und zielführend, wenn die alle im Homeoffice sind, wie motiviere ich die vielleicht auch in der Form. Weil auch Führungskräfte müssen sich ja gegenüber übergeordneten Führungskräften dafür quasi rechtfertigen, wie produktiv das Team ist. Und auch dazu gab es begleitende Hilfe, Workshops etc. Und auch die wurden befragt. Hat die Studie ergeben, wer sich seine Homeoffice-Tage flexibel legen kann und auch vielleicht auch sogar am selben Tag mischen kann. Also man startet morgens im Büro, aber nachmittags arbeitet man dann zu Hause und hat auf dem Weg dahin die Tochter oder den Sohn von der Kita noch abgeholt. Er ist zufriedener, kreativer und leistet mehr. Das sind so unterm Strich eigentlich die zentralen Ergebnisse der Studie. Und gleichzeitig würden die Menschen auch nicht aus den Büros gänzlich verschwinden. Auch das war ja immer so eine Befürchtung, dass die Büros dann, die ja auch viel Geld kosten für die Unternehmen, körperlich leer sind. Das ist nicht der Fall, weil man durchaus auch... Dem Wunsch hat, auch mal Arbeit und Privates voneinander zu trennen. Und was wir gerade eben besprochen haben, dieser immer unter vorgehaltener Hand geäußerte Vorwurf der Arbeitszeitbetrug, da hat der Herr Süß auch einen interessanten Vergleich gestellt. Also klar, im Einzelfall kann man das nicht ausschließen. In der breiten Sichtweise hat er gesagt, aber schon. Und die Grundhypothese könnte per se berechtigt sein. Aber wenn man sich mal schaut in solchen Jobs, die dann Homeoffice ermöglichen, gilt ja sowieso ohnehin meistens eine Vertrauensarbeitszeit. Und auch die besagt natürlich, dass wir nicht acht Stunden lang lückenlos konzentriert arbeiten, sondern dass wir im Rahmen dieser Vertrauensarbeitszeit die uns gestellten Aufgaben eben zielführend und leistungsfähig erledigen können. Und auch im Büro, das werden alle kennen, gibt es Situationen, wo wir mal gedanklich abschweifen oder wo wir an der Kaffeemaschine uns mit einem Kollegen über das Fußballergebnis vom Wochenende vielleicht festquatschen oder mal eine rauchen gehen oder etc. Also auch da sind die Menschen auch im Büro nicht acht Stunden lang jede Minute mit der Arbeit fokussiert. Nur wenn sie dann vielleicht mal im Homeoffice das Paket annehmen können, anstatt dann nach Arbeitszeit noch zum DHL-Shop gehen zu müssen oder mal den Müll rauszubringen, weil morgen die Müllabfuhr kommt oder so, was ja vielleicht drei Minuten oder so in Anspruch nimmt, dann würde es ihnen vielleicht im Nachgang helfen, weil sie dann wirklich mit Feierabendszeit auch Feierabend genießen können und dadurch diesen für ihre Freizeit besser gestalten können. Und sich wieder erholen und dann wieder irgendwie rein starten in die Arbeit, was ja sowieso auch so ein Ding ist. Also wie gesagt, ich finde dieses ganze Thema hochinteressant, auch Work-Life-Balance und so, das finde ich alles und die Entwicklungen gerade dahin. Und deswegen finde ich es umso spannender, dass es... Also wenn du das jetzt so erzählst und ich weiß, das ist alles. Du fasst ja zusammen, was diese Studie ergeben hat und so. Ich finde, trotzdem hört es sich alles sehr pro Homeoffice an. Vielleicht, weil meine Ohren auch ein bisschen so gedingst sind. Und ich möchte nochmal betonen, ich gehe wirklich gerne ins Büro und auch als ich noch anders bei der Rheinischen Post angestellt war, ich war auch im Büro an den Tagen, wo kein Homeoffice war, weil ich das schön fand. Ich fand es schön, die KollegInnen zu treffen. Ich mag dieses einmal rausgehen, mir vielleicht auch mal was anziehen und nicht immer nur im Jogginganzughaus rumzusitzen und so. Also trotzdem finde ich halt diese Möglichkeit zu haben einfach sehr gut und kann mir auch vorstellen, dass es Leute gibt, für die das noch viel, genau, mit Familie, mit Leuten, um die man sich kümmern muss in anderen Hinsichten, Mit vielleicht einfach Leben, die noch eine andere Art der Organisation bedürfen. Absolut. Man muss halt irgendwie da sein. Und auch ist ja, so ein bisschen klingt das ja in dem Artikel auch an, glaube ich. Und manchmal muss man ja auch, also es gibt ja auch Teilzeit und diese ganzen Sachen, also manchmal muss man ja auch mehrere Sachen zugleich machen. Also natürlich nicht in der einen Arbeitszeit was anderes, aber einfach auch ein bisschen sich organisieren, um über die Runden zu kommen oder so. Also das, finde ich, darf man auch nicht vergessen. Und man muss, glaube ich, auch noch so, also wer im Rheinland wohnt wie wir, wo viele Jobs gibt mit großen Metropolen wie Düsseldorf und Köln, der ist aber sich dessen auch bewusst, dass die Pendelei hier ein enormer Stressfaktor sein kann. Sei es, weil man mit der Bahn oder mit dem Auto unterwegs ist. Es ist einfach... Ey, wie oft ich nach der Arbeit eine Dreiviertelstunde durch die Gegend gefahren bin, um einen Parkplatz zu suchen. Absolut. Das macht ja alles, dass du... Das kommt ja nochmal um. Allein das? Eben. Und wenn man dann zum Beispiel an einem Freitag oder sowas sagen kann, ab 18 Uhr, ich habe alle meine Aufgaben erfüllt, ich klappe den Laptop zu und ich habe ab dem Moment Wochenende, anstatt jetzt nochmal in den Feierabendverkehr mich stützen zu müssen. Ich glaube, das ist auch der Punkt, weswegen viele Arbeitnehmer eben sagen, ich bin zufriedener. Und ich kann dann mehr leisten oder sogar eben auch so sagen, ich werde vielleicht heute nicht ganz fertig, aber anstatt dann morgen ins Büro mir noch mehr Stress zu machen, mache ich es jetzt über die Arbeitszeit hinaus fertig, weil ich bin ja dann eh zu Hause und ich muss dann nicht mehr nach Hause pendeln oder genau. Was man allerdings noch sagen muss, da würde ich gerne noch so einen kleinen Einschub machen. Bitte. Ich muss die ganze Zeit auch, ich habe so ein leichtes Lächeln auf den Lippen, weil ich die ganze Zeit hier so vehement argumentiere, aber wir sind ja einer Meinung. Also ich möchte dich hier gar nicht anbrüllen die ganze Zeit. Alles gut. Wir sind beide große Homeoffice-Verfechter. Was man allerdings sagen muss für Menschen, und da muss ich auch an mich selber denken, wie ich vor einem Jahr als Redakteur fest angefangen habe, für Menschen, die gerade neu in ein Unternehmen kommen oder neu in eine... Arbeitsstelle starten, für die macht es absolut Sinn, die ersten Wochen einfach vollständig in Präsenz da zu sein. Weil das hat die Studie auch ergeben, man muss die klaren Arbeitsprozesse kennen, man muss die AnsprechpartnerInnen auch mal persönlich kennenlernen, weil das erleichtert die digitale Kommunikation immens, wenn du So ungefähr ein Bild von dem Kollegen oder Kolleginnen. Das ist ja auch, wenn man immer nur schreibt und nicht weiß, wie klingt die Stimme, wie reagiert die Person gegenüber, wenn ich jetzt hier mal im Chat irgendwie einen kleinen Witz mache oder was. Das kann ich, wie gesagt, also ich gehe, ich bin auch, ich gehe freiwillig sehr, sehr viel ins Büro. Ich finde nur die Idee, dass man es nicht machen muss, glaube ich, ist für sehr viele Leute einfach sehr wertvoll. Genau, genau. Das möchte ich nochmal betonen. Absolut. Also. Ich bin Bürofan auch. Und das kann ja auch, das muss man auch dazu sagen, karrieretechnisch, wenn man jetzt schon etabliert ist in seinem Job und der Chef kennt einen und weiß, man arbeitet gut, trotz Homeoffice etc., dann ist das kein Problem. Aber wenn das jetzt jemand, der neu im Unternehmen ist, wo man noch nicht so ganz sicher ist, kriegt die Person alles hin. Dann kann ich auch aus Sicht der Führungskräfte total sagen, komm vielleicht die ersten Wochen vollständig ins Büro, damit wir einfach auch wissen, wie du arbeitest, ob das so funktioniert. Weil auch die müssen ja, Stichwort Vertrauensarbeitzeit, auch die müssen ja sicher sein, dass sie die Aufgaben in ihrer Zeit erfüllen können. Ja, das finde ich auch super sinnig. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass da großartig viele Leute komplett dagegen sind, oder? Also ich würde sagen, es ist doch auch im Sinne von allen, dass man sich einmal so eingroovt und dann, also so würde ich das jetzt interessieren. Ich kenne durchaus schon Situationen, wo uns Chefs oder etc. Berichtet haben, dass da Leute kommen, die sagen, ja nee, also wenn es kein hundertprozentiges Homeoffice geht, dann ist der Job nichts für mich. Und das halte ich für so ein bisschen fatal, weil man muss das echt immer, deswegen ist das Stichwort nicht Homeoffice an sich, macht die Menschen produktiv, sondern hybride Arbeitsweisen. Ja, hybride Arbeitsweisen. Flexibel gestalten kannst, aber genauso gut diese Meetings auch im Büro hast, um auch ein Miteinander, eine Teamkultur zu schaffen. Ich glaube, dass, wenn man das alles mit einbezieht und das eben klar geregelt ist, mit klaren Strukturen, Leitlinien, dann, das hat die Studie ja auch bewiesen, kann das sehr förderlich sein für die Produktivität und für die Zufriedenheit. Wir, lieber Christopher, sehen uns ja aber zum Glück auch manchmal ganz in echt und live wenn wir beide im Büro beziehungsweise in der Redaktion sind, was ich sehr schön finde. Ebenso. Und ich freue mich, wenn wir das das nächste Mal tun. Vielen Dank, dass du uns hier diese Studie vorgestellt hast und dich von mir hast anbrüllen lassen. So schlimm war es nicht. Da bin ich schon schlimmer. Und wir, ja, jetzt stell mal vor, das wäre hier heute ohne Bildschirm zwischen uns. Dann hätten wir, ja. Wie hätte das geklappt jetzt heute? Also von daher. Ja, siehst du, also ein Hochaufs-Homeoffice. Bis zum nächsten Mal, lieber Christopher. Tschüss. Bis zum nächsten Mal, Tossia. Ciao. Jetzt kommt das Wochenendwetter für Düsseldorf vom Wetterstruxie. Wir verabschieden mal die Frostluft und kehren in mildere Luftmassen zurück. Ich grüße euch ganz herzlich zum Wochenendwetter. Ja, jetzt wird das Ganze erstmal wieder ein bisschen milder werden. Das Wetter, das verändert sich noch nicht so dramatisch. Aber zumindest die Luftmasse, die lässt mal wieder ein bisschen mehr Luft zum Atmen im übertragenen Sinne. Und dementsprechend können wir uns jetzt zumindest mal darauf freuen, dass wir nicht mehr so ganz dick eingepackt aus dem Haus gehen müssen. Es ist noch weit weg vom Frühling, gar keine Frage, aber es wird zumindest mal ein bisschen milder. Dazu werde ich am Ende, wer da gerne noch zuhören mag, sehr, sehr gerne, noch einen kleinen Exkurs machen, was die Mittelfrist angeht und vor allem auch, was die Statistik dazu sagt. Jetzt kümmern wir uns erstmal um das Wochenendwetter. Und da werden wir jetzt so einen Mix aus mal ein paar Meerwolken, mal zwischendurch ein bisschen Sonne, ein bisschen Regen und vor allem mildere Temperaturen bekommen. Das Ganze begleitet mit ein bisschen Wind, damit vor allem auch die mildere Luft, die jetzt vom Atlantik aus kommen wird, damit die sich auch ganz gut durchmischen kann. Der Freitag, der wird nochmal relativ kühl starten und dann wird direkt zum Tagesstart ein bisschen Wind aufkommen. Und dieser Wind sorgt zum einen dafür, dass die Wolken mal so ein bisschen auseinandergerupft werden und zum anderen sorgt der Wind auch dazu, dass es dann ein bisschen milder wird. Temperaturen liegen dann im Groben bei 0 bis maximal 5 Grad und gerade in der ersten Tageshälfte sind die Wolkenlücken am größten. Der Samstag, der wird uns eine neue Regenfront bringen, die wird aller Voraussicht nach am Morgen durchziehen und diese Regenfront bringt mal so ein bisschen Regen. Es wird nicht der große Wurf sein, aber es wird ein bisschen was sein. Im Tagesverlauf schwächt der Wind sich dann langsam ab und die Sonne kämpft sich so mühsam gegen die tief hängenden Wolken durch. Das Ganze dann bei 4 bis maximal 8 Grad. Und der Sonntag, der wird viele Wolken bringen, es sind so tief hängende, dichte Wolken, zwischendurch ist auch mal ein bisschen Hochnebel dabei und das Ganze dann bei etwa 3 bis maximal 7 Grad. Der Wind spielt erstmal nur eine untergeordnete Rolle, frisch im Tagesverlauf aber langsam wieder auf. Dann blicken wir noch kurz auf den Wochenstart für die nächste Woche. Da wird es dann eher etwas freundlicher losgehen. Das Ganze bei relativ strammem Südostwind und bei maximal 7 Grad. Und dann wird uns zum Dienstag nochmal eine Warmfront überqueren mit zunächst windigem Wetter. Das Ganze wird sich dann im Tagesverlauf gerade am Dienstag dann ein bisschen beruhigen und die Sonne quer zwischendurch zurück. Und da gehen die Modelle schon so ein bisschen auseinander. Nur kurz einmal, damit ihr es gehört habt, das amerikanische Modell sagt bis zu 8 Grad, das europäische Modell sagt zumindest schon mal bis zu 11 Grad. Und dieser Trend, der wird sich erstmal fortsetzen im Laufe der nächsten Woche, dass wir so an die 10 Grad definitiv kratzen werden, zwischendurch mal ein bisschen Schauerwetter, zwischendurch ist es dann aber auch mal für längere Zeit wechselnd bewölkt und trocken. Und dann, dann zeichnet sich so ein bisschen wieder etwas ab. Ich komme zu diesem Exkurs, den ich gerade angedeutet habe. Die Modelle sind im Moment einstimmig, was der Verlauf in Richtung dem zweiten Februarwochenende angeht. Und da werden wir derzeit wohl eher wieder einen Rückfall bekommen, was die Temperaturen angeht, sodass wir erneut wieder Luftmassen aus dem Norden oder aus dem Nordosten bekommen werden. Das Ganze dann begleitet mit so ein bisschen Niederschlag. da wird nicht viel dabei sein, aber es kann mal sein, dass es zwischendurch wieder so leicht anzuckert, ehe dann der nächste Front kommt und das Ganze dann wieder beiseite schiebt. Aber zumindest deuten die Modelle an, dass es das noch nicht so hundertprozentig gewesen ist mit dem Winter. Es kann durchaus nochmal sein, dass wir nochmal so einen Streifschuss bekommen werden mit relativ frostigen Werten. Die Statistik hingegen, die sagt was völlig anderes. Die Statistik sagt, wenn wir im Laufe von Mitte November, Ende November den ersten richtigen Wintereinbruch bekommen und dieser Winter sich dann mit einzelnen Abwechslungen und kurzen milderen Phasen bis Mitte, Ende Januar hält, dann ist es das gewesen mit dem Winter, dann wird diese Kaltluft nicht nochmal aufgeräumt. Statistik und Mittelfrist, die sind so ein bisschen konträr zueinander. Und ich sag mal so, Auflösung gibt es dann in zwei Wochen. In diesem Sinne, euch ein schönes Wochenende. Wir bleiben gespannt, wo die Reise hingehen wird. Und wir hören uns dann nächste Woche wieder zum Wochenendwetter. Bis dann. Ciao, ciao. Mehr Düsseldorf Wetter gibt es im Wetterstruksi-Blog. Jensstrux.blog Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns eine wirklich große Freude machen wollt, dann abonniert diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt. Und wenn ihr schon dabei seid, dann bewertet ihn doch gleich. Mit Daumen, mit Punkten, mit Sternchen, mit allem, was geht. Und erzählt jemandem davon, der oder die Düsseldorf liebt oder der oder die das gefälligst bald lernen soll. Mein Name ist Tostia Kormann. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Wieder einen Rheinpegel durchgehört. Gratulation. Jetzt müsst ihr nur noch jemanden von dieser Episode erzählen.