Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Wenn Mikrofone Herzen berühren – über Bühne, Selbstzweifel & echte Verbindung
Transcript
- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum. Deinem Podcast, der inspirierende Gäste inspirierende Geschichten erzählt. Mein heutiger Gast ist eine waschechte Moderatorin. Wenn es um Moderationen geht, beherrscht sie das ganze Spektrum. Von TV-Sendungen über Livestreams, über Live-Events und Podiumsdiskussionen. Alles das gehört zu ihrem Portfolio.
- 0:27Doch heute durfte ich mit ihr ein tolles Gespräch führen, über wie sie aufgewachsen ist, was sie schon als Kind gespürt hat, wie sie von einem kleinen Dorf in die Grossstadt gekommen ist. Vor allem haben wir über Dinge wie ihre Werte gesprochen, ihre Werte, die ihre ganze Selbstständigkeit definieren, wie sie auch auf Social Media Auftritte macht und wie sie ihre Kooperationsanfragen verfolgt.
- 0:54Du wählst. Ich war sehr dankbar für dieses Gespräch und möchte dich nicht länger auf Folter behalten. Darum mit einem grossen Applaus. Schön, dass du da bist, Lynn Grütter. So, warte. Genau das. Was ist die treibende Kraft, um zu sagen, ich mache jetzt weiter? Ich gebe gerne Menschen ein gutes Gefühl. Und es sind auch immer schöne Feedbacks, die ich bekomme. Im Sinne von, ich habe mich so wohl gefühlt mit dir auf der Bühne.
- 1:21Und du sagst eben authentisch, das finde ich etwas vom Wichtigsten, dass du eben authentisch bleibst. Auch bei so Dingen, wo du einen Hänger hast oder so. Auch nicht einfach nur immer die schönen Momente im Leben, sondern auch Momente, die schwierig sind. Eben, und ich finde, es braucht mehr von diesen Frauen, Mann. Ich will auch so eine Frau werden. Ich hätte dieses Jahr auch eine eigene Sendung ausgebracht. Habe ich gesehen. Habe ich gesehen. Ich müsste den Namen Miss Jagoslienz lehnen. Abnormal. Abnormal. Abnormal. Abnormal.
- 1:45Wie ich es dir gezeigt habe, die Bewegung. Ja, du musst alles ein bisschen lernen. Weil seit ich das gehabt habe, rede ich häufig mit Leuten darüber. Und es sind schon mega viele Leute gehabt und erlebt. Und alle erleben es irgendwie wieder anders. Viele haben das Gefühl, sie sterben jetzt gerade. Von der grössten Moderationsagentur zu der grössten Bühne. Was ist die grösste Bühne, die da gestanden ist?
- 2:05Deine richtige Stimme, die am besten klingt, am besten zu dir passt, mit der du am besten moderieren solltest, wenn du am Telefon, wenn du jemandem zuhörst, und sagst, sag mal etwas. Sag mal, bei mir im Podcast sitzt Lingerütter. Odi, da mei nel Podcast, es se du da lind. Stimmt.
- 2:33Immer, ja. Wirklich, aber 0%. Wirklich? So krass. Du merkst, dass mein Puls jetzt geht? 0%! Wirklich? So krass, ja. Wieso bist du nicht mehr aufgeregt, wenn du Sachen machst? Doch, ich bin auch immer noch aufgeregt.
- 2:45Aber es ist ein gutes aufgeregtes Sehen. Ich bekomme viel Energie. Es ist eher ein Adrenalinschub. Aber ich habe immer ein Herzklopfen und einen vollen Puls. Aber auf eine gute Art. Ich habe diese Frage sogar noch aufgeschrieben. Was machst du, um dich zu beruhigen, runterzufahren in einer Form? Oder wahrscheinlich auch nach einem grösseren Event? Nach einer Moderation? Beides. Du bist dann wahrscheinlich auch voll gehypt. Kennst du Janik? Janik Ngarambe?
- 3:13Er ist auch Moderator, aber noch nicht so lange. Er war bei mir im Podcast und er hat mir eine Atemtechnik beigebracht. Aber zu der ersten und wichtigsten Frage. Wie geht es dir? Mir geht es gerade sehr, sehr gut. Schön. Ja, es läuft gerade beim Arbeiten extrem vieles. Und wenn man selbstständig ist, dann... Ja, ich glaube, lass es einem gut gehen. Ich habe das viel lieber, wenn ich wie ein Duracellhäuschen um mich herum zeckele, wie auf Deutsch gesagt, anstatt in einer Warteposition.
- 3:40Und ich habe auch ein wenig Ferien. Es lief gut und ich habe auch ein wenig Ferien. Also, ja, es könnte nicht besser sein. Und wohin geht es? Auf Portugal. Kannst du auf Portugal? Ja. Hast du schon mal gewesen? Ich bin schon mal gewesen, letztes Jahr im November, um zu surfen. Um zu surfen? Ja, ich habe letztes Jahr angefangen und es hat mich richtig gepackt. Und jetzt gehe ich wieder für zwei bis drei Wochen und will wirklich pro Tag zwei Stunden lang Surfunterricht nehmen und das intensivieren, weil ich habe diesen Sport extrem für mich entdeckt.
- 4:05Ich finde es mega schön, weil man so nah mit der Natur und dem Wasser ist. Ich bin ein sehr sportlicher Mensch, ich bewege mich auch gerne. Das Gefühl während des Surfen im Wasser ist auch mega anstrengend, aber auch mega schön. Und das Gefühl danach ist so schön. Dann kannst du das Buch am Strand lesen und bist ausgepowert. Ich habe es mega für mich entdeckt und darum gehe ich jetzt nochmal. Im November ist Portugal nicht mega warm.
- 4:29Und jetzt im Sommer ist es, ich sage mal, Aussentemperatur. Du bist im Süden? Wo sind die Spots, um surfen zu gehen? Ja, diverse Orte. Aber ich war letztes Jahr eine Stunde von Lissabon in Peniche. Das ist so ein typischer Surferort. Und wie bist du dann gekommen, um zu surfen?
- 4:47Letztes Jahr war ich so etwas ausgelaugt gegen den Herbst. Ausgelaugt im Sinne von vom Arbeiten erschöpft. Ich wollte irgendwo hin und ich habe immer wieder eine Selbstfindungsphase genommen. Das war so eine. Ich habe mich schlau gemacht und bin dann auf das Portugal gekommen, weil mir eine empfohlen hat, die von der Schweiz kommt und ein Guesthouse hat, ein Surf-Yoga-Meditations-Guesthouse. Darum bin ich dort hin.
- 5:15Ich habe auch Freundschaften geschlossen, darum gehe ich jetzt auch wieder zu Freunden zurück. Ich glaube vor allem diese Surfer-Community ist mega cool. Mega. Schon, oder? So coole Leute. So open-minded. So easygoing. Ich habe mich auch recht schnell wohlgefühlt. Auch in diesem Guesthouse sind auch alle Leute, die entweder remote ausschaffen und einfach surfen nebenbei.
- 5:36oder ihnen sich auch eine Auszeit gönnen. Das sind coole Menschen, weil das sind reflektierte Menschen. Das sind Menschen, die genau das machen, was sie wollen. Und nicht einfach so... Ja, das machen, um einfach irgendwie... Geile Ferien, ein geiles Hotel, aber eigentlich geniesst man es gar nicht wirklich. Setzst du dich auch dazu? Ein Mensch, der das macht, was er gerne macht.
- 5:56Ja, absolut. Das habe ich auch schon immer gemacht, obwohl es nicht immer einfach ist. Nein, wir haben ja kurz vorher das Thema angesprochen und dann nicht zu fest reingehen wollen. Genau. Nicht zu fest reingehen wollen in das Ganze. Aber ja, ich glaube du bist
- 6:15Du wirkst auch sehr so, dass du Sachen machst, die du gerne machst. Ich glaube, du hast richtig Freude an deiner Arbeit. Du hast auch ganz viele coole Kooperationen immer wieder, die man auf deinen Social Media sieht. Social Media, hast du seit wann angefangen?
- 6:32Ich habe 2018 damit angefangen. Es kommt vom Modeln her. Ich habe früher gemodelt und habe zuerst auf Facebook Bilder gepostet. Das war wie eine Setcard. Dann kam Instagram und ich begann dort Bilder zu posten. Dann begann ich zu aufbauen und habe immer mehr Follower bekommen. Und dann habe ich mich in die Agentur und den Vertrag genommen. Und so habe ich angefangen mit meinen ersten Social Media Posts.
- 7:00Das war aber eine Zeit, in die ich total reingefallen bin. Im Sinne, es wurde irgendwie ungesund mit der Zeit. Weil ich das Gefühl hatte, ich muss alles zeigen auf diesem Instagram-Kanal. Mein Essen, was ich anlege, was ich gerade mache. Und so wurde es wie eine Sucht. Und um 19 Uhr hatte ich dann eh so ein bisschen ein...
- 7:20Auch in der Selbstfindungsphase, wo ich gemerkt habe, dass es nicht mehr ganz für mich stimmt. Ich habe nebenbei noch als Moderatorin gearbeitet. Früher war es ausgeliehen, Social Media und Moderation. Mittlerweile ist es mehr Moderation und Social Media nur noch wenig. Das ist auch gut so, das wollte ich bewusst. Genau weil ich gemerkt habe, dass es mir zu nahe, zu viel, zu privat ist. Ich zeige ja auch jetzt noch viel, aber...
- 7:45Ich weiss ja alle nicht, was ich noch durchlaufen muss. Das stimmt. Und früher habe ich noch mehr gezeigt oder darüber berichtet. Du hast ja gerade etwas gepostet, oder hast du nur eine Story, wo du ein Familienweekend hattest? Ja genau. Das Essen? Genau, das gibt es auch nicht mega häufig. Aber meine Schwester hat mich markiert und ich habe es gepostet. Herzig. Aber Familienbeziehungsgeschichten und so, da bin ich eigentlich recht privat.
- 8:10Finde ich sehr gut. Finde ich sehr gut und ich glaube, mir hat das auch einen riesen Druck gegeben. Darum habe ich das alles jetzt angefangen zu trennen. Wie trennen? Für den Podcast «Momentum» habe ich jetzt ein eigenes Insta. Okay.
- 8:23Beziehungsweise, mein privates Vorhaben habe ich momentan alles rausgetan, was mit meinem Podcast zu tun hat. Ich habe mir ein eigenes Privates gemacht und dort poste ich einfach mal etwas Scheissdreche. Oder gehe mal in die Ferien. Aber ich finde auch, es muss nicht jeder alles... Mega. Es ist auch privat dort.
- 8:40Aber ich finde es auch in einem schmalen Grad, weil ich mich trotzdem authentisch zeigen will. Und eben auch nicht einfach immer nur die schönen Momente im Leben, sondern auch Momente, die schwierig sind. Und dort im 19. Jahrhundert, als ich erzählt habe, dass ich die Lebenskrise, die Selbstfindungsphase hatte, meine erste grosse, da hatte ich dann auch Panikattacken. Und habe mir lange Gedanken gemacht, ob ich das teilen wollte oder nicht.
- 9:04Weil ich im Privaten mit so vielen Leuten gesprochen habe, die nachher gefunden haben, «Das hatte ich auch schon, ich kenne jemanden, der das nicht so gut spricht.» Darum wollte ich darüber sprechen und das erzählen. Es gibt gewisse Themen, die sehr privat sind, wo ich dann finde, ich will darüber sprechen, weil ich es wichtig finde, Transparenz zu zeigen. Und eben zu zeigen, dass nicht immer alles schön und gut und perfekt ist. Aber trotzdem nicht alles.
- 9:31Also im 19. Jahrhundert die erste Panikattacke. Mhm. Wie war das? Die erste und die letzte eigentlich. Zum guten Glück. Super. Hol's an Lange. Hol's an Lange. Hier. Hier. Ähm... Ich hatte das Gefühl, ich war etwas überarbeitet. Ich kam so in die Social-Media-Welt im 18. Jahrhundert. Ähm... Ich habe extrem vieles gearbeitet. Ich habe damals noch bei Meta-News gearbeitet. Als Moderatorin. Noch gemodelt. Dann noch Events moderieren begonnen. Und Social Media.
- 9:57Und ich hatte das Gefühl, ich muss noch mit der Person, weil du lernst so viele Menschen kennen in diesem Business, und das Gefühl, ich muss mit allen noch durch Freundschaften schliessen. Und da und da habe ich mich völlig verloren und keine Zeit mehr für mich selber gehabt.
- 10:10Dann sind wir mal auf Milano einen Trip gemacht. Dann war noch etwas Privates, was ich nicht öffentlich sagen würde. Dann hatte ich eine Panikattacke und spürte meinen Körper nicht mehr so. Meine Mutter ist Psychologin. Dementsprechend konnte sie mich gut guiden, was ich in so einer Situation machen kann.
- 10:30Ich war dann in der Therapie für eine längere Zeit und habe das Thema intensiv angeschaut. Ich hatte das Gefühl, dass ich in diesem 19. Jahrhundert meine ganze Kindheit aufrollen begann. Ich glaube, es war wie ein Auslöser für den ersten Schritt in die Selbstfindung.
- 10:52Ja, aber Selbstfindung ist ja nie richtig abgeschlossen. Es hört nie richtig auf, glaube ich. Nein. Nein? Wir sind jetzt schon ein bisschen in der Zeit zurück. Wir sind jetzt in der 19. Aber ich möchte jetzt noch ein bisschen weiter zurück. Ich glaube, es gibt hier mega viele spannende Themen. Aber ich möchte jetzt noch ein bisschen weiter zurück. Und zwar, du hast schon angesprochen, Moderationen, Modelling, du hast ganz viele Sachen gemacht. Aber für diese Menschen, für die wenigen, die dich nicht kennen oder nicht im Fernsehen gesehen haben, wer bist du, was machst du eigentlich genau?
- 11:21Ich bin mittlerweile 32 Jahre alt. Ich komme ursprünglich aus Nidwalden, aus Tallinwil, aus einem ganz kleinen Dorf. Und habe früher eine normale Lehre gemacht. Ich bin nie wirklich gerne in die Schule gegangen. Welche Lehre hast du gemacht? Den Talassistenten.
- 11:39Zuerst als Kleinkinderzieherin ein Praktikum und habe gemerkt, dass es mir nur mit Kindern zu wenig ist. Ich wollte einfach etwas mit Menschen machen. Und ich wollte auch schon immer mit Menschen, Entertainment, aber trotzdem mit Tiefgang. Als Kind wusste ich das noch nicht so. Ich habe gerne Theater gespielt oder geschauspielert. Das Bühnen, das habe ich schon immer gerne gemacht.
- 12:02Ich war ein sehr kreatives Kind, habe gerne praktiziert, Dinge gemacht, rumgeworfen und so. Und bin deshalb nie gerne in der Schule gesessen. Ich wollte immer etwas erleben. Darum wollten mich meine Eltern auch in die Montessori- oder Steiner-Schule schicken. Aber ich fand dort, dass ich bei meinen Freunden und Freundinnen bleiben würde.
- 12:20Und dann war die Schulzeit vorbei und ich wollte etwas machen. Ich wollte nicht weiter in die Schule. Ich habe dann bei den Talassistenten, also zuerst gleich in der Zierin, ein Praktikum gemacht, es hat nicht so gefallen, es war okay, aber ich habe gemerkt, ich muss etwas mehr mit erwachsenen Menschen zusammenarbeiten.
- 12:37Dann schnappte ich die Dentalassistentin. Das war ein tolles Team. Dann dachte ich, ich mache das einfach mal. Ich bekam die Lehrstelle und arbeitete drei Jahre als Dentalassistentin. Ich habe diese Lehre abgeschlossen und habe es sehr gerne gemacht. Ich wusste, es ist nicht für immer. Es ist einfach mal ein weiterer Schritt, aber nicht für immer. Neben der Lehre begann ich schon zu modeln, mit 18 Jahren.
- 13:02Und nachher hatte ich die Lehre fertig und habe noch Weiterbildung gemacht als Arztsekretärin. Aber gleichzeitig wusste ich auch schon, dass ich etwas mache, um nochmals eine Ausbildung zu haben. Aber eigentlich ist es nicht das. Aber die Medizin allgemein hat mich sehr interessiert. Das ist cool, aber es ist nicht das, was mich erfüllt.
- 13:20Und dann habe ich, ja, also neben dem Arbeiten als Dentalassistentin, ich habe dann auch noch bei einem Arzt gearbeitet, als NPA sozusagen, habe ich dann immer mehr angefangen zu modeln und Modelaufträge bekommen und so. Und dann durch das Modeln
- 13:36Ich kam ins Moderieren, weil ich durch das Modeln eine kennengelernt habe, die bei «Metio News» gearbeitet hat. Sie kam durch das Modeln zu «Metio News». Ich habe dann ihren Job übernommen, weil sie gekündigt hat. So kam ich ins Moderieren. Dort merkte ich, dass ich langsam an einem richtigen Ort war.
- 13:54Modeln machte mir Spass, war cool. Aber vor allem die Sachen, die ich zeigen konnte, die Personality und die Schauspieler, auch da wieder, Persönlichkeit und mit den Leuten. Und einfach nur das Kleiderstangenmodell und Catwalk oder Fotoshooting, da habe ich gemerkt, das ist nicht so das. Wie war es, als die ersten Aufträge als Modellaufträge kamen? Wie hatte sich das angefühlt?
- 14:19«Megagut, ich war super stolz und fand das mega toll.» Und ich habe es mega gerne gemacht und hatte früher auch so Ziele wie «Ich will Victoria's Secret Model werden.» Und so natürlich wie alle, wo ich jetzt denke «Ui, zum Glück nicht.» Schon denkst du das heute?
- 14:37Ja, ich weiss nicht, ob ich vielleicht ein wenig kaputt gegangen wäre an dem. Ich weiss es nicht. In dieser Szene, in dieser Welt. Du musst verdammt willensfähig sein und dich selber kennen und wissen, wo deine Grenzen sind. So habe ich das Gefühl in so einem Business.
- 14:54Ich wäre nicht da, wo ich jetzt bin, wenn ich Victoria's Secret Model geworden wäre. Es ist alles gut, wie es ist. Aber ja, klar, damals war es mein Traum. Ich hätte es schon genommen. Ich hätte die Flügel schon angelegt. Natürlich. Ich hätte es nicht abgelehnt, aber es ist gut, wie es ist. An diesem Punkt bist du vom Modeling zu «Meteo News» gekommen.
- 15:21Genau, ich kam dann zum Meta-News vom Modell her. Mein damaliger Chef hat dann so gefunden, du hast mega Talent vor der Kamera. Also man merkt vom Modell her, dass du weisst, wie man mit der Kamera umgeht. Plus kannst du auch noch reden und hast noch ein bisschen Brain. Dann habe ich diese Stelle bekommen und wir wurden recht ins kalte Wasser gerührt bei Meta-News. Ich habe dann zum Teil 20-30 Sendungen am Tag aufgenommen und sehr viel auch selber gemacht.
- 15:47Wie viele Sendungen am Tag? 30 insgesamt. 30 war das Höchste. Wir hatten Straßenwetter, Bergwetter, wir hatten für alle Regionen, für die Regionalsender Wetter aufgenommen. Was hatten wir noch alles? Das ist insane. Ja, einfach extrem viele verschiedene Wetter. Klar erzählst du immer das Gleiche, aber das Licht braucht halt sehr viel Energie. Eine Sache, die mich schon immer wundern hat,
- 16:16Ihr zeigt ja im Back, ihr habt einen Greenscreen. Genau. Musst du das lernen, wo die einzelnen Regionen sind? Sind das die Handbewegungen? Ja, du musst es... Ich sehe vorne eine Art... Es ist wie die Kamera und unten ist ein Screen. Und rechts von mir ist die Kamera und unten ist ein Screen. Aber ich darf ja nicht in den Screen schauen, sondern ich muss ja in die Kamera schauen. Aber du siehst mit einem Augenwinkel so ein bisschen, wo ist jetzt der Norden, Osten, Süden, Westen, wo ist jetzt ungefähr so... Das lernst du so ein bisschen, ja. Das lernst du so ein bisschen.
- 16:46Aber das stimmt, da erinnere ich mich gleich zurück. Wie ich einmal gezeigt habe, diese Bewegungen. Ja, du musst alles ein bisschen lernen irgendwie. Ja, und sie sind ja schon sehr akkurat. Wenn du auf Zürich zeigst, dann zeigst du auf Zürich. Und da hinten bist du nicht in Bern. Das lernst du irgendwie mit der Zeit. Ich wusste schon immer, dass das ein Sprungbrett ist. Für die Fernsehwelt. Ich wusste, dass ich das nicht für immer machen würde. Ein weiterer Baustein irgendwie.
- 17:10Ich habe dann aber relativ lange verhackt, weil Corona noch da war. Aber ich habe immer nur Teilzeit bei Metinus gearbeitet. Und nebenbei habe ich mir angefangen, Moderation im Eventbereich aufzubauen. Hast du deine erste Moderation im Eventbereich gehabt? Wirklich als Selbstständige?
- 17:26Das ist im 2015, da habe ich angefangen bei MetaNews. Ja. Und ich glaube im 2015 hatte ich dann auch die erste Eventmoderation am Touch the Air, an einem Openair. Wie kam das dann? Also ich durfte einen begleiten als Co-Moderatorin. Und das ist auch durch Kontakt entstanden, wo halt...
- 17:43Dort war es wie ein Wettbewerb, wo du dich bewerben konntest. Und da habe ich mich beworben und habe dort gewonnen. Mega cool. Ja, und habe dort als Opernär moderiert. Und dann gab es mal einen Charity-Anlass in Luzern, in Zentralschweiz, wo ich hergekommen bin. Ja, und da hat sich das eine um das andere ergeben.
- 18:01Du bist im Appenzell? Nicht Walden. Bist du aufgewachsen in Tallweil? Aber ähnlich, ähnlich wie das Appenzell. Tallweil, es ist sehr klein. Das erste Mal weg von Tallweil auf Zürich ziehen. Wann bist du in Zürich?
- 18:14Ja, jetzt wohne ich in Zürich. Ich bin damals, ich ging Englisch lernen, drei Monate lang, 2013. Und dann bin ich zurückgekommen von San Diego, L.A. und so auf das Talweil und habe mir gedacht, ich muss raus. Ich muss weg, ich muss gehen. Plus hatte ich damals noch einen Freund, der hat in Dietrichen gelebt.
- 18:32Und dann bin ich von diesem schönen Highlight auf das Diätiken gezogen. Meine Eltern auch so, Linn, bist du sicher? Und ich so, ja, sicher, wegen der Liebe. Und auch wegen dem Job. Und dann habe ich vier Jahre im Diätiken gelebt. Und jetzt lebe ich in Wiedeke in der Stadt. Ah, schön, ja. Zwischen Kuchen. Und geniesse es auch mega, finde es super. Jetzt nochmal in der Stadt zu leben. Aber ich glaube, nach dem geht es dann gleich wieder mehr Richtung Natur.
- 18:56In das Land zurück? Nicht gerade auf die Hallenwühle. Wo würdest du dir das landen? So ein bisschen Region, die Pfinselküste, Horken, die Hallenwühle. Ist für mich schon ein bisschen mehr Land. Ein bisschen aus dem Kuchen raus, aber trotzdem noch... Weniger Stress durchs Kanten, habe ich das Gefühl. Mega. Ich merke vor allem jetzt, in meinem Job, jetzt arbeite ich als Moderatorin hauptberuflich, bin so viel unterwegs mit so vielen Menschen, so vielen Leuten.
- 19:24Was mega schön ist, aber ich brauche dann auch mal einen Rückzugsort. Ja. Und darum, also Rückzugsort am liebsten mit einfach freier Sicht auf Wiesen, auf Landschaft, auf Natur. Das gibt einem mega viel. Das gibt einem mega viel. Ich habe zwei Jahre lang in Ahlstetten gewohnt. Ja. Ja.
- 19:42Vor dem letzten Grund. Es war einfach ein Chaos. Es ist zwar schön... Du kannst raus und in tausende verschiedene herzige Cafés gehen und brönchen. Mit dem Velo irgendwo. Das schätze ich auch mega fest. Aber es ist anders, wenn du das Fenster öffnest. Ich geniesse es so fest, um raus zu gehen. Ich bin in Weisselen. In 10 Minuten bin ich im Wald oben. Am Morgen kann ich eine Stunde in den Wald laufen. Das ist das Liebste. Das ist wirklich mega schön. Was habe ich schon vermisst?
- 20:11Ja, absolut. Was immer statt über die Meteonews. Dann wollte ich vor Corona erkunden. Im 19. Mai. Und jetzt etwas Neues. Und dann kam Corona. Und ich fand es unsicher. Ich blieb bei 30-40% bei Meteonews. Trotz Corona lief es gut. Viele fanden es online statt Live-Events.
- 20:38Dann wagte ich den Schritt in die 21er und konnte dann gehen. Aber deine erste Panikattacke war bei Methenus, als du noch angestiegen warst? Ja. Das war im 19. Jahr? Ja, genau. Dann hattest du das und erzählte, dass deine Mutter dir viel helfen konnte. Und du hast ein Jahr Therapie gemacht. Ein Jahr, ja.
- 21:01Ja, etwa. Doch, ein Jahr. Ich habe es auch irgendwann angefangen zu geniessen. Ich habe immer gedacht, jetzt nehme ich mir einfach eine Stunde Zeit, nur für mich selber, um mich selber aufzubauen, um mich selber zu spüren, herauszufinden, wer ich bin. Ich finde es sowieso, aber so sind wir auch aufgewachsen. Ich habe drei Schwestern und meine Mutter ist Psychologin. Wir haben immer ein bisschen über alles gesprochen.
- 21:23Ich finde, jeder Mensch sollte irgendwann mal eine Therapie machen oder ein Coaching. Oder einfach sich mal reflektieren und anschauen. Ich finde, das hat so viel Wert. Und es wird halt immer noch in unserer Gesellschaft so ein bisschen verpönt. Was, du bist in Therapie? Machst du es bewusst noch heute? So reflektieren oder mit jemandem reden, der einfach mal eine neutralere Sicht hat?
- 21:44Ja, ich reflektiere relativ viel. Ich schreibe auch ein Tagebuch und meditiere ab und zu. Ich glaube, ich bin schon eher ein bewusster Mensch. Seit dem 19. seit ich mir so geschaffen habe, ist das so in mir. Ich kann das gar nicht weglassen. Ich brauche das einfach so, dass es mir gut geht. Ich gehe auch jetzt noch ab und zu in Gesprächstherapie. Ich finde das mega wichtig. Ich finde es mega gut, ja.
- 22:12Mega. Und ich finde, man sollte auch mehr darüber sprechen. Und mehr sagen und normalisieren. Du hast schon recht. Sobald du sagst, Therapie etc. bedeutet einem zu viel, hat es einen Schaden. Was ist denn los? Was ist denn los? Geht es dir nicht gut? Das ist doch so, mir geht es im Falle nicht gut. Du findest es eigentlich eine Prävention. Ich will ja immer weiterkommen in meinem Leben. Ich will immer mehr an mir arbeiten. Ich will ja mein Ich immer besser machen.
- 22:38Mit dem supporte ich es einfach. Darum ist es immer so für mich. Klar, am Anfang haben wir ein Megafokus-Thema, Panikattacke, aber dann irgendwann ist es wirklich um das Gegenteil gegangen. Ja, wer bin ich und was will ich und so. Extrem wertvoll. Sehr, sehr wertvoll. Für jemanden, der noch nie eine Panikattacke hatte? Du zum Beispiel. Ich zum Beispiel. Was passiert? Also bist du irgendwie...
- 23:03Hast du keine Kontrolle mehr? Hast du Schwarz gesehen? Was sind das für Auswirkungen? Das ist mega unterschiedlich. Seit ich das hatte, rede ich häufig mit Leuten darüber. Es haben schon mega viele Leute gehabt und erlebt. Alle erleben es irgendwie wieder anders. Viele haben das Gefühl, sie sterben jetzt gerade. Im Sinne von, das Herz hört jetzt gerade aufschlagen. Und dann kommt man in so eine Panik rein. Angst vor dem Tod.
- 23:28Und ich hatte eher so eine... Meine grösste Angst im Leben ist eigentlich... Kontrolle, den Verstand zu verlieren. Das ist meine grösste Angst. Ich weiss nicht, wo das kommt, das habe ich zum Beispiel noch nie reflektiert. Spannend. Den Verstand zu verlieren, das ist meine grösste Angst.
- 23:44Darum kann ich sehr gerne auch ein wenig kontrollieren. Und in diesem Moment hatte ich ein Gefühl, dass ich mich nicht mehr so gut bewegen kann. Es würde wie die Seele aus meinem Körper gehen. Du hast nicht mehr so viel Kontrolle über dich. So habe ich mich gefühlt. Wir waren noch in einem Rooftop-Park in Milano und ich hatte das Gefühl, ich brauche einfach Boden.
- 24:08Und dann noch Stadt mit Laut und so. Ich glaube, dort hätte ich einfach eine Wiesenfrucht. Erde. Land. Und ich glaube, das war eben auch das Hauptthema. Ich war nicht mehr so geerdet in dieser Zeit. Mit Modeln, Leute, neue Leute, Events und alles zeigen. Ich habe wie meinen Boden verloren. Und ich glaube, in meinem Körper haben wir dann gezeigt, du musst wieder zurück zu deinen Wurzeln. Du musst dich wieder erden.
- 24:30Der Körper sagt doch alles. Absolut. Der Körper sagt, wir müssen nur anhören. Absolut. Aber ja, ich glaube, jede Panikattacke zeigt sich wieder anders. Meine war jetzt so. Danach hat sich ein bisschen eine Angst entwickelt vor dieser Panik. Darum ging ich auch nachher in Therapie. Weil wäre es einfach einmal gewesen, ja, wäre es einfach einmal gewesen. Ich hatte nachher nie mehr Panikattacken, sondern eher Angst bekommen vor Scheisse. Was ist, wenn ich eine bekomme? Ja.
- 24:55Und was sich seither verändert hat, ist schon so, dass ich nicht mehr so gerne in riesen grossen Menschenmengen bin. Also ich muss immer irgendwo einen Ausweg sehen. Okay.
- 25:05Ich fahre auch nicht so gerne Lifts, vor allem kleine Lifts. Wenn ich mir das einmal vorstellen würde. Da bist du ja jetzt perfekt in Blood Tower. Ich habe Tipptopp, wunderbar. Nein, das ist jetzt voll easy, aber so kleine Lifts, die ich mir vorstellen könnte, die könnten es jetzt gerade aushängen. Und ich bin gefangen in diesem Lift irgendwie. Ich brauche immer einen Ausweg zu sehen. Das ist neu, das hatte ich vorher nicht. Oder auch teilweise auf Sessel-Lifts, wenn er irgendwie lange anhaltet. Wenn du nicht weggehen kannst. Das hatte ich vorher überhaupt nicht.
- 25:30Das hat sich verändert. Das hat sich verändert in puncto Angst oder Ängstlichkeit. Aber sonst hat mir diese Zeit eigentlich nur Positives gebracht. Ich bin stärker geworden. Und ich glaube auch jetzt, egal was passiert in meinem Leben, ich habe meinen Boden. Und dann kann mir niemand mehr nehmen. Und dann wird es auch nicht mehr gehen. Und deshalb war diese Zeit in dieser Zeit total scheisse. Aber es hat mir mega viel gebracht.
- 25:58Was ist deine grösste Angst, um den Verstand zu verlieren? Was ist deine grösste Freude? Meine grösste Freude ist ... Meine Familie. Ja, ganz klar meine Familie. Bist du ein richtiger Familienmensch? Mega. Ich habe drei Schwestern. Und wir haben alle ein sehr enges Verhältnis. Und sie machen mich einfach so glücklich. Sie sind immer da und wir haben ... Sind sie noch nicht die Walden?
- 26:26Ja, also zwei Schwestern sind jetzt auch wieder zurück auf die Halleweile gezogen. Sie sind einmal vor zehn gezogen. Und jetzt wieder zurück mit ihren Kids. Und die andere Schwester, die ist jetzt frisch. Meine jüngere Schwester ist frisch jetzt auf Zürich gezogen. Sie ist meine Nachbarin neu. Vorher hat sie so bei der NGO gearbeitet und war weltweit unterwegs. Und jetzt ist sie zurück in Zürich. Und das ist mega schön. Mega, oder? Family-Mitglied in Zürich. Ich glaube, es tut das so gut, wenn man Familie in der Nähe hat.
- 26:53Mega. Es ist so viel wert. Ich finde es mega viel wert. Also das ist sicher meine grösste Freude. Dann ist auch eine ganz grosse Freude mein Job. Weil es wirklich meine Leidenschaft ist. Wir haben vorhin darüber geredet. Du hast auch gesagt, warum machst du das, was du jetzt machst mit Podcast? Und du hast gesagt, weil ich Menschen liebe. Ich liebe Menschen und ihre Geschichte. Und bei mir ist das genau gleich. Ich liebe es. Und
- 27:15Als Moderatorin tauche ich in so viele Geschichten ein. So viele Geschichten von Menschen, aber auch Firmengeschichten. Mein Horizont wird immer grösser und grösser. Und das ist sehr schön. «Schon» sagt man ja nicht mehr. Das ist mega schön. Das ist auch eine Riesenfreude. Und dass ich auch in dem Beruf, den ich mache, so selbstständig sein darf.
- 27:35dass ich einfach selbstständig entscheiden und wählen kann. Was ist die grösste Challenge für dich in der Selbstständigkeit? Da gibt es Terminplanungen, man muss auftauchen, man muss akquirieren. Was findest du die grösste Challenge?
- 27:53Die grösste Challenge ist immer in diesen Phasen, wenn es etwas ruhiger ist. Ich habe es am Anfang schon gesagt, ich habe es mega gerne, wenn es läuft, wenn vieles los ist und so. Ich glaube, das haben alle, die selbstständig sind. Ich habe so Phasen nicht gerne, wenn es ruhiger wird, wenn ich so merke, okay, die nächsten Monate sind jetzt noch nicht so ausgefüllt und so, dann...
- 28:14kann ich leicht in ein Gefühl kommen, von «Ah, scheisse, ich muss etwas machen.» Und meistens ist es so, es fühlt sich dann immer. Zum Teil kommt dann eine spontane Anfrage, «Hey, kannst du in zwei, drei Wochen diesen und diesen Event?» Und dann bin ich so «Ah, super gut.» Also es ist immer mega gut aufgegangen, aber es gibt halt diese Phasen. Diese Löcher auch, das kennst du durch.
- 28:35Total, ja. Auch gut. Und das ist herausfordernd, ja. Oder auch, man muss sich selber viel motivieren. Du bist dein eigenes Geschäft. Und je mehr Geld du machst, desto weniger Geld verdienst du. Du musst dir eben alle Versicherungen bezahlen. Du musst dir ja alles selber bezahlen. Manchmal habe ich auch so Phasen, wo ich denke, jetzt zahle ich mich einfach wieder an, gehe arbeiten, gehe wieder nach Hause und fertig. Ruhe. Ruhe.
- 29:00Aber trotzdem würde ich die Selbstständigkeit so zu hoch sein, wie würde ich dann alles wieder ausblenden. Du hast es gerade angesprochen, manchmal kommen immer so spontane Anfragen, so in zwei Wochen kannst du etwas übernehmen, kannst eine Moderation machen. Du brauchst ja Zeit, um dich vorbereiten zu können für diese Sachen. Was ist so das Mindeste an Zeit, die du für dich einrechnest, wenn du jetzt eine Moderation machst von einem kompletten Event, einem Tagesevent? Mhm. Was musst du an Zeit hier einrechnen?
- 29:30Ich habe eine Agentur, die mich vermittelt. Sie haben auch einen Vertrag drin. Mindestens zwei Wochen vorher muss ich alle Informationen haben. Aber ich arbeite nicht zwei Wochen, jeden Tag acht Stunden lang daran. Sondern einfach immer wieder. Das ist so ein halber Tag zum Beispiel.
- 29:47Ich arbeite daran, mache meine Recherchen, informiere mich und natürlich auch wieder mit dem Kunden abgleichen, Meetings und so. Und dann irgendwann mal geht es an das Skript und dann mache ich meinen Text und so. Und der weitere oder der letzte Schritt ist dann, das auch irgendwie immer wieder durchzumachen für mich, dass ich das Intus habe. Für mich ist es mega wichtig, dass ich mich über eine Zeit mit diesem Thema beschäftige. Darum zwei Wochen ist so das Minimum.
- 30:12Lieber einen Monat oder noch länger vorher, damit ich mich mit dem befassen kann. Vielleicht Podcast-Hörer zu diesem Thema beschäftigen. Jetzt hatte ich vor zwei Wochen eine Moderation für mehr Gleichstellung im Arbeitsplatz, also im Arbeitsumfeld. Und vor allem auch mehr Frauen in Führungspositionen und so. Das ist auch ein extrem spannendes Thema.
- 30:32Ich habe mich da sehr eingelesen. Dann habe ich Brokerforen, wo ich auch wissen muss, was in der zweiten Säule läuft. Es ist unterschiedlich je nach Recherche, Podiumsdiskussion, ist es das, ist es jenes, dieses. Es ist nur ein Willkommen heisst es. Das läuft aber immer über Agentur oder kann man dich auch direkt anschieben und fragen für ein Event?
- 30:58Ja, ich bekomme schon viele Anfragen direkt über, aber dann schicke ich sie immer weiter. Sie wickeln eigentlich alles ab. Ah, okay. Sie wickeln alles ab. Ich bin wie exklusiv bei ihnen. Ah, super. Das ist mega gut für mich. Nehmt ihr auch viel Arbeit wahrscheinlich weg, oder? Genau, vor allem das Verhandeln. Ich verhandle nicht so gerne, aber ich will es lernen. Ich will es lernen. Ich will es lernen. Wieso nicht? Weil eben, ich habe das Gefühl, Frauen verhandeln manchmal eben, Frauen haben das nicht so gerne. Das ist ein Glaubenssatz.
- 31:24Also ich kenne Frauen, die könnten krass verhandeln. Ja eben, und ich finde, es braucht mehr von diesen Frauen, ich will auch so eine Frau werden. Und darum will ich daran arbeiten. Aber bei dieser ganzen Recherche und der Podiumsdiskussion, die ich zum Thema Gleichstellung hatte, ging es auch darum, wir hatten einen, der Headhunter ist für grosse oder hohe Führungspositionen in den 100 grössten Firmen der Schweiz und er hat auch gesagt,
- 31:50Häufig ist das Problem, dass Frauen zu wenig für sich einstehen und verhandeln für sich. Und man fragt sich, woher das kommt. Wieso? Darum will ich das eigentlich lernen, aber ich bin trotzdem mega happy mit der Agentur, dass sie das machen.
- 32:08Und dann läuft wahrscheinlich auch der ganze Rechnungsverkehr. Dann ist es super. Das nimmt natürlich schon viel Druck weg. Ja, extrem. Du kannst dich dann viel besser auf die Aufgabe selbst konzentrieren. Ja, total. Ich habe jetzt nicht gewusst, dass es so Agenturen gibt, die wirklich für das zu arbeiten haben. Doch, Andreas & Konrad ist die größte Moderationagentur in der Schweiz. Ja, ich kenne gar keine andere, ehrlich gesagt.
- 32:37Muss man auch nicht, wenn man schon bei den Besten ist. Ja, ja, von dem her, tipptopp, ich bin happy. Das war für mich auch mega meilenstark, als ich bei ihnen aufgenommen wurde. Musst du dann bewerben bei ihnen, dass sie dich aufnehmen? Ja, also bewerben. Ich habe mich gemeldet bei ihnen und dann haben wir uns getroffen für einen Kaffee. Dann hat es sich so ergeben, 2019 bin ich zu ihnen in die Agentur gekommen. Von der grössten Moderationsagentur zu der grössten Bühne. Was ist deine grösste Bühne, auf der du gestanden bist?
- 33:07Die grösste Bühne war, glaube ich, im Januar. Da durfte ich ein Kick-Off der Eifis in der Schweiz moderieren. Mit dem interimistischen CEO und der Geschäftsleitung der Eifis in der Schweiz. Da waren wir 2500 Leute. Wo war das? In St.Gallen, in der Olmahalle. In der Olmahalle? Ja, in der Olmahalle. Ich war letztes Mal im Hallenstadion.
- 33:34Und Hallenstadion? Ja, das wäre eigentlich auch ein Dream. Ich würde es manifestieren, mal im Hallenstadion zu moderieren. Swiss Music Awards oder so. Also Swiss Music Awards im Hallenstadion. Ja, das würde ich machen. Ihr habt es gehört? Es ist manifestiert. Universum, du hast es auch gehört? Ich kann es weitergeben und lasse wieder los.
- 33:59Ja, definitiv. Das würde ich mega gerne machen. Ich finde auch, je mehr Leute, desto cooler.
- 34:06Ich kann es auch gerne im kleinen, engen Rahmen, vor allem bei Podiumsdiskussionen, wo man die Leute auch ein bisschen spürt und eben auch eine Fragerunde mit den Leuten macht und kann interagieren. Aber ich mag auch die grosse Bühne. Die grosse Bühne, das ist etwas, wo Menschen begeistern für etwas. Und eben nicht nur einfach ich stehe auf der Bühne, sondern was für mich als Moderatorin auch immer mega schön ist, ist, anderen Menschen ein gutes Gefühl zu geben, dass sie brillieren können auf der Bühne.
- 34:32Das ist für mich immer ein Highlight, wenn ich merke, die Person fühlt sich wohl. Ich gebe ihr oder ihm das Gefühl, jetzt kannst du scheinen und sie scheinen dann. Das ist für mich etwas sehr Schönes.
- 34:46Du gibst jemandem ein gutes Gefühl. Ja, ich glaube, ich gebe gerne. Ich gebe gerne, ja. Was eine ultra schöne Eigenschaft ist. Ja, ich gebe gerne einem Menschen ein gutes Gefühl. Und es ist auch schöne Feedbacks, die ich bekomme. Im Sinne von, ich habe mich so wohl gefühlt mit dir auf der Bühne. Oder wenn ich mit dir zusammen bin, von Freundinnen und so, dann gibst du mir mega viel Energie. Das ist eines der schönsten Komplimente. Ja.
- 35:16Du bist mega sprachgewandt, du kannst super gut reden. Wir haben uns ja das erste Mal getroffen. Wir waren im grossen Raum, ich habe dir ein bisschen gezeigt. Und du fängst schon an mit deinen Fragen. Stimmt. Hey, stopp, stopp, stopp. Was machst du in einer Situation, wo du einen Verplappen hast? Auf einer Bühne, Live-Show, Live-Fernsehen. Wie gehst du damit um?
- 35:43Das habe ich auch immer wieder. Ja, ist das so? Ja, das habe ich immer wieder. Vor allem hat sich Modrier auch noch das Schwingfest. Und dort sind wir von morgen um halb acht bis abends um fünf live. Also wir begleiten ein Schwingfest von A bis Z. Vom Anschwingen bis zum Schlussgang sagt man, das ist das Finale.
- 36:02Das hat man alles erlernen müssen, oder? Ja, genau. Auch das. Ich tauche in ganz viele verschiedene Welten. Aber ja, da sind wir manchmal total unter Druck. Oder wir müssen es zum Teil auch überbrücken. Wir mussten letztes Mal 20 Minuten überbrücken. Und ich habe immer einen Experten oder eine Expertin an meiner Seite. Und auch die Kommentatoren, die die Gänge kommentieren. Und darum ist es schon gut, habe ich immer wieder diese Interaktionen mit den Leuten.
- 36:29Dort bist du manchmal im Zeug und musst improvisieren. Beim Improvisieren passieren Fehler. Oder auch sonst passieren Fehler. Früher, noch in den Anfängen, hätte ich mich schlagen können, wenn ich etwas falsch gesagt hätte. Ich habe mich so aufgeregt. Mittlerweile denke ich, es sei menschlich.
- 36:50Es passiert der Beste und ich habe mein Bestes gegeben. Ich sage mir immer so, ich habe mein Bestes gegeben. Mehr konnte ich gar nicht, es ging gar nicht. Darum, wenn es mal einen Verplappern gibt, gibt es halt einen. So what? So what? Und dann ist es wieder vorbei und off to the next one. Ich glaube, das lernen wir auch mit der Zeit. Ja, mega. Es wirkt dann auch super authentisch, wenn man es zulassen kann.
- 37:14Und du sagst eben authentisch, das finde ich etwas vom Wichtigsten, dass du eben authentisch bleibst. Auch bei so, wenn du irgendwo einen Hänger hast oder so. Ich habe zum Beispiel mal, ich glaube, ich habe noch nie einen Hänger gehabt, wo ich gar nicht wusste, was läuft. Für das habe ich auch meine Motionskartel zum Glück. Genau, das habe ich noch nie gehabt.
- 37:31Vielleicht schon mal, aber ich konnte meine Kärtchen runter spinseln. Aber einmal habe ich eine Awardshow moderiert. Dann sind meine Kärtchen, also eine Awardshow moderiert. Dann sind wir zu Nacht gegessen und bin ich nochmals auf die Bühne für ein weiteres Programm. Dann sind meine Kärtchen auf den Boden gefallen. Dann habe ich sie wieder aufgenommen auf die Bühne und gemerkt, oh oh, drei Ausfolgerungen.
- 37:50Absolut nicht mehr die, was eigentlich sein sollte. Und habe dann einfach das Transparent gemacht. Und gesagt, jetzt muss ich schnell meine Karte suchen, weil im Moment ist es gerade irgendwie so, ich muss schnell schauen. Und dann fanden die Leute die Witze und es war okay. Und es hat sich für mich auch gut angefühlt. Ich finde das Schlimmste ist, wenn du so ein bisschen mitleidest mit der Person auf der Bühne.
- 38:12Oder wenn ich jetzt irgendwie irgendetwas überspielt hätte und es komisch wäre und alle so sagen würden, die Arme und so. Ja, wo bist du immer? Ja, dann sagst du lieber, Scheibe, Foppa. Oder jetzt habe ich den falschen Namen gesagt, tut mir leid. Ja, einfach so das authentische Spiel bleiben ist am besten und das nimmt mir auch die Nervosität.
- 38:32Früher bin ich in diesem Perfektionismus immer noch schlimmer. Jetzt denke ich, Notfalls, passiert das und das. Was ist das Schlimmste? Dann machst du es einfach transparent. Dann ist es halb so schlimm. Ja, stimmt. Wenn ich mir das jetzt vorstellen müsste, auf der Bühne passiert so etwas und dann beginnst du an
- 38:56zeigen, dass du Panik hast. Ja, stell dir vor, du bist irgendwie rot und du fängst an zu krampfen und zu verdingseln und die Leute sind so «Ah, scheisse, nein, wir müssen ihr helfen.» Ich glaube, viel einfacher einfach ehrlich zu sein. Absolut. Absolut. Absolut. Weil auch die, die zuschauen, sind auch Menschen. Total. Und es kann ja einfach passieren, das ist okay. Absolut. Das gehört ein wenig dazu. Und ich meine, es passiert wirklich das Beste.
- 39:24Ja. Und was ich noch ein bisschen trickier finde, ist bei einer Live-Show im Fernsehen. Weil bei einem Event kannst du schnell auch mal mit den Leuten kurz interagieren und so. Aber bei einer Live-Show gibt es teilweise Zeiten, wo du einfach überbrücken musst. Ja. Das heisst, der Produzent in deinem Ohr sagt dir, also guck, wir können jetzt gerade nicht in die Werbung schalten, du musst jetzt einfach noch schnell ein 5-Minuten-Programm machen. Und klar, du hast den Produzent, der dich so ein bisschen supportet und hilft, um den Inhalt zu füllen irgendwie, oder? Aber trotzdem, du weisst, wieso... Ich kann jetzt nicht einfach nichts sagen, weil...
- 39:53Die Leute sind live dabei. Du musst irgendetwas sagen. Aber auch das ist etwas, was du mit der Zeit mega lernst. Du lernst das irgendwie. Mit der Zeit lernst du das, aber hast du für das auch irgendwelche Schulungen, Ausbildungen gemacht?
- 40:10Ja, ich habe viel Learning by Doing gemacht, das war das Beste. Ja. Dort konnte ich am meisten mitnehmen. Ich habe aber auch noch an der MAZ Luzern ein journalistisches Schreiben gemacht, einen Kurs. Dann noch ein Moderatoren-Bootcamp bei Mireille Chaton, das ist ein sehr gutes und erfahrenes Moderatorium der Schweiz. An der ZHDK habe ich auch noch Stimm- und Sprechcoaching gemacht. Ja, ich habe gewisse ausbildliche Bausteine gemacht.
- 40:38Also Sprachcoaching, okay, Stimme. Wie mit der Stimme anfangen zu spielen, während man...
- 40:45Auch Stimmübungen und so. Und du lernst einfach deine Stimme ein bisschen besser kennen. Und zum Beispiel so deine richtige Stimme, oder so deine Stimme, die am besten klingt, oder am besten zu dir passt, oder mit der du am besten moderieren solltest, ist, wenn du am Telefon jemandem zulässt und sagst, mhm, mhm, mhm. Das machst du ja häufig, oder? Du gibst ja am Gegenüber das Gefühl, ich höre zu. Ja, okay.
- 41:09Und das ist eigentlich deine Stimmlage. Und so solltest du auf der Bühne moderieren. Oder auf der Bühne, egal wo. Weil die Gefahr ist ja, wenn du nervös bist, dass deine Stimme höher wird. Oder? Also ich weiss nicht, wie das bei dir ist, aber bei mir war das früher häufig so. Das kann auch jetzt mal passieren. Dass ich dann plötzlich irgendwie höher rede. Oder? Und das ist für die Leute angenehmer, wenn du einfach in deiner Bauchstimme bist.
- 41:35Und in deiner Ruhe... Passiert das auch bei anderen Sprachen? Weil ich merke, beim Italienischen... Bist du Italiener? Halben Jahr. Ja. Wenn ich Italienisch spreche, habe ich das Gefühl, ich habe eine andere Stimme. Rede mal etwas. Sag mal, bei mir im Podcast sitzt Lingerütter. Oh, die Dame, ne? Podcast, es ist du, der Liner. Stimmt. Ist es anders? Ja, es ist irgendwie anders. Es ist anders, aber nicht unbedingt höher oder tiefer. Ja, spannend. Ich habe schon das Gefühl... Hast du das Gefühl, es ist höher?
- 42:05Es wird tiefer. Okay. Okay. Ja, es kann sein, ich weiss es nicht. Aber ich habe das Gefühl, auch weil, klar, Deutsch redest du die ganze Zeit und du hörst, also ich höre mich die ganze Zeit Deutsch reden, wenn ich dann aber jemandem ein Audio schicke, und ich dann das nochmal höre, dann ist es so.
- 42:26So «höh»? Irgendwie... Bist du das auch gerne? Lustig. Ja... Ich habe das vielleicht so im... Im Hochdeutschen zum Beispiel habe ich das Gefühl, werde ich auch ein bisschen höher. Stimmt. Und im Englisch... Wenn du die Sprache sprichst? Hochdeutsch? Nein, und Englisch normal. Aber ja. Und ich moderiere auch Englisch, wenn ich mich gut darauf vorbereiten kann. Das ist nicht so einfach. Aber ich moderiere sonst schon am liebsten auf Deutsch oder Hochdeutsch.
- 42:53Weil ich einfach so wie spontan... Das ist halt einfach meine Muttersprache. So kann ich spontan sein. Das Hochdeutsche, das Fernseh-Hochdeutsche, hast du das lernen müssen?
- 43:02Nein. Ich moderiere auch meistens dieses Hochdeutsch, ein bisschen das Schweizer Hochdeutsch. Ich finde das authentischer. Viel schöner. Anstatt, ich mache jetzt einfach so, als wäre es nur Deutscher. Aber bin ich gar nicht. Nein, nein, nein. Das klingt dann irgendwie unsympathisch, finde ich. Und darum, ich spreche dann so Hochdeutsch. Einen wunderschönen guten Abend miteinander, blablabla. Irgend so was. Aber es gibt ja auch noch das Tagesschau-Hochdeutsch.
- 43:26vom SRF. Das klingt auch nochmal anders. Das habe ich aber noch nie angewendet. Aber die reden irgendwie auch nochmal anders. Aber kennt ihr es? Ich habe es noch nie ausprobiert. Let's go. Einen wunderschönen guten Abend miteinander. Nein, ich weiss es nicht. Einen wunderschönen guten Abend, liebe Schweiz. Aber ich glaube, sie sagen dann das «r».
- 43:48Heute rund um das Thema. Irgendwie sowas. Aber ja, müsste ich mal ausprobieren. Lustig. Und solche Sachen lernt man bei einer Stimm- und Sprechcoachin. Ja, das fand ich mega lässig. Man muss das Gedicht auswendig lernen und das vorspielen. Man macht natürlich auch rhetorisch vieles. Ja, das fand ich mega gut. Ab und zu dachte ich mir auch so,
- 44:14«Wollte ich noch Journalismus studieren?» «Medienkommunikation?» Dann denke ich wieder so, «Ja, wäre sicher noch spannend, um gewisse Dinge nochmals dazulernen oder nochmals bestätigen zu lassen.» Aber andererseits, es funktioniert so gut, wie es jetzt ist. Darum ist es jetzt im Moment gut. Aber vielleicht entpackt es mich dann. Ja, und du machst eben nicht nur Moderationen und Events.
- 44:40Du hast auch einen Social Media Account und dort hast du coole Kooperationen. Du bist Markenbotschafterin. Genau. Von Mini. Von Mini. Mini Schweiz. Mini Schweiz. Also wie cool ist das denn? Es ist mega cool. Mega lässig. Ja, es ist mega lässig. Wie ist es mit dem Co? Im 2, wie war das? Also schon seit sieben Jahren arbeite ich jetzt für sie. Wow.
- 44:59Und wir haben uns eingeladen für ein Event. Für ein Winterfahrtraining. Einfach als Influencerin. Oder Content Creator. Mega, warst du schon mal? Ja, mit Binelli. Binelli ist ein Kunde von uns. Und wir sind jetzt gerade mit Marlon.
- 45:19Ist das... Der Marlon, den ich auch kenne. Wie heißt er zum Nachnamen? Ich kann es gleich mal sagen, der Ex von der Bravla, aber das wollen wir jetzt nicht sprechen. Okay, dann meinen wir den Franz.
- 45:34Marlon macht die ganzen Videos für Binelli, für BMW, Maserati und Maserati und BMW hat euch eingeladen, Winterfahrt-Training in Nächte St. Moritz in Toben. Ja, genau, da sind wir auch. Pontresina. Pontresina. So geil. Wirst du auch diesen Winter sein? Ja. So geil. Wir auch mit Mini. Mega. Wir dürfen mit BMWs fahren. Aber Mini ist cooler. Natürlich. Natürlich. Nein, das ist mega cool. Ja, und an so einem Training wurde ich eingeladen als Content-Creator.
- 46:03Dann sind wir so in Kontakt gekommen und ich fand, ich hätte mega Lust, mit euch länger zusammen zu arbeiten. Also langfristig und so. Das ist sowieso unsere Strategie mittlerweile. Also unsere, weil ich auch Christina habe, die macht sich ein Management im Social Media Bereich für mich.
- 46:19Letztes Jahr haben wir alles nochmal über den... Von Anfang an meine Werte ausgearbeitet und mich von Neuem aufgebaut im Social Media Bereich. Alles nochmal über den Haufen gerührt. Jetzt ist das unser ganz klares Ziel, langfristige Partnerschaften, dass es authentischer wird. Aber zurück zu Mini, ja, dann haben wir uns mal getroffen für so ein Meeting.
- 46:45Und dann hat das so gematcht und jetzt bin ich schon seit sieben Jahren Marktbotschafterin, was mega cool ist. Ich mache für sie Events und Contents und Shootings und so. Und vor allem ist Mini eine sehr junge, dynamische Marke.
- 47:02Die machen super coole Sachen. Wir haben auch ein paar Shoots gemacht mit dem Mini. Wegen der Binelli. Ich weiss nicht mehr, wie es heisst, aber es ist so ein Männchen im Display.
- 47:16Ah ja, genau. Und da mussten wir auch shooten. Ja, stimmt. Du kannst auch mit dem Mini kommunizieren. Du kannst das Männchen auswählen. Welcher Mini fährst du jetzt? Mini Electric SE. Das erste Elektroauto in diesem Jahr. Sonst hatte ich immer Mini Gabrios. Jetzt habe ich ein Elektroauto und bin mega happy damit. Ich finde es super. Ich finde es absolut genial. Ich kann zuhause laden.
- 47:40Ladestation. Und bin vielleicht bisher, ich kasse schon seit November. Du hast aber auch Glück gehabt. Sehr Glück. Glück gehabt. Wow. Ich hatte zum Glück eine Garage und eine Ladestation. Gold wert. Ja.
- 47:55Das ist wirklich mega lässig. Ich bin bisher viermal extern geladen, sonst immer zuhause geladen. Das ist super praktisch. Du kannst mega sparen. Und es ist nachhaltiger. Und das ist einfach ein Power. Es ist ein mega Power zum Fahren. Es ist wie ein Guckkartenfahrer. Das habe ich sowieso schon immer gesehen. Ja, das stimmt. Das ist mega lässig. Das ist eine meiner Lieblingskooperationen. Was hast du sonst schon für Kooperationen?
- 48:23Mit Biogena arbeite ich eng zusammen, ein Nahrungsergänzungsmittel. Ich habe diverse Pillars, Werte. Ein Wert ist ein achtsames Leben, was wir vorhin auch angesprochen haben. Biogena, respektive Nahrungsergänzungsmittel, gehört für mich dazu, um sich gut zu schauen und zu suchen. Das passt auch sehr gut. Das kann ich super authentisch in meinen Alltag einbauen. Ich habe gerade heute ein Reel zum Thema Omega-3 gepostet.
- 48:50Das ist super gut für Konzentration und so. Und dass ich das für Moderationen auch immer dabei habe. Obwohl, Omega sollte man schon jeden Tag nehmen. Also ich kann es super gut in meinen Alltag einbauen. Und das ist für mich mega wichtig. Mit Lidl machen wir jetzt auch viel Geschichte. Passt jetzt gerade sehr gut mit dem Schwingen zusammen. Weil ich im Sommer Schwingen moderiere. Ist ein Sponsor. Also hat Markenbotschafter wie Christian Stucki und Samuel Giger.
- 49:18Zwei Schwinglegenden sozusagen. Big Names. Darum passt das sehr gut in das Thema Swiss Roots. Das ist auch ein Pillar von mir. Also Conscious Living, Swiss Roots. Dann haben wir Urban Lifestyle, der in meine sehr gut passt. Ich habe noch einen.
- 49:35Ich finde es so spannend, wie das alles so zusammenpasst. Ah, Modern Values haben wir noch. Genau, sorry, das wollte ich schon wieder sagen. Dort geht es darum, dass modernes ein offener Blick haben kann zum Thema Gleichstellung, Inklusion und so. Das ist auch etwas, was mich sehr beschäftigt und wo ich dieses Jahr auch eine eigene Sendung rausgebracht habe.
- 49:57Übrigens. Hab ich gesehen. Hab ich gesehen. Ich müsste den Namen ein bisschen spienzeln. Abnormal. Abnormal. Abnormal. Abnormal. Ja, wir provozieren dich ein bisschen mit diesem Titel. Bewusst. Weil... Ja, nein. Ja, nein. Go for it, ja? Ich hurle gerade bei diesem Projekt. Ja, let's go. Unbedingt. Ähm...
- 50:17Normalerweise werde ich sonst als Moderatorin gebucht. Für Sendungen und für Events. Da frage ich mich, ob ich Lust habe für das und das. Bei diesem Projekt war es so, als ich bei Metinus ging, bei «Meine Zwänzgi», hatte ich damals noch mit TeleZüri Kontakt. Sie fanden, wenn ich eine Idee für eine Sendung hätte, komme ich auf sie zu. So kam ich überhaupt darauf, etwas Eigenes zu entwickeln.
- 50:40Und dann dachte ich mir, was wäre spannend für mich, was wäre spannend für die Gesellschaft, was interessiert und so. Und bin dann auf diese unkonventionelle Lebensform gekommen. Weil ich zum einen so ein bisschen unkonventioneller aufgewachsen bin, also meine Eltern sind beide, ich sage jetzt mal so ein bisschen, ich komme jetzt so ein bisschen aus dem Hippie-Züri. Sie sind beide ursprünglich von Zürich.
- 51:00Und sind dann... Und sind dann... Sie haben beide Berge so gerne. Und haben dann irgendwie gefunden, wir wollen irgendwo in den Bergen und eine Familie gründen. Und haben sich so für Nidwalde entschieden. Aber eigentlich sind sie von Zürich. Und sie waren beide so ein bisschen Hippies für eine Hippie-Szene. Kommunen und bla bla bla. Und wir sind auch so... Also einfach mit einem sehr offenen Weltbild sind wir aufgewachsen.
- 51:20im eher konservativen Talenwil. Mein Vater war z.B. bei den Grünen. In der Schule haben es dann alle irgendwie Kollegen gesagt, dein Vater ist eh im Grünen und bla bla bla. Das ist die CRSVP-Last im Jahr. Genau. Irgendwie habe ich immer so gefunden, aber das sind doch so zwei Welten. Warum muss man so gegeneinander? Man kann doch einfach so miteinander und sich inspirieren lassen für gewisse Sachen. Vielleicht findet man das nicht so cool, aber man lässt die anderen leben.
- 51:47Ich fand Menschen schon immer spannend, die anders sind als andere. Aber Rosi ist eben schon anders. Ich glaube, das kommt auch davon, weil ich auch immer das Gefühl hatte, ich sei etwas anders. Eben auch das Thema, nicht so das klassische Schulsystem, meine Eltern wollen mich nicht in die Montessori, die Steiner Schule schicken.
- 52:05Ich hatte das Gefühl, ich war auch schon immer ein eher sensibler Mensch. Sehr feinfühlig. Meine Schwester hat es zum Beispiel weniger oder hat es vielleicht auch nicht so gezeigt. Darum habe ich mich vielleicht auch immer so ein bisschen anders gefühlt als andere. Unkonventionell kommt das von irgendwo bei mir. Und das konnte ich jetzt in eine Sendung packen, weil ich fand, ich möchte Menschen eine Stimme geben, die anders leben als andere. Oder eben so ein bisschen unkonventionell.
- 52:31Und weil es im Moment ja mega viele Themen gibt, um unkonventionelle Beziehungen und unkonventionelles Leben, habe ich gefunden, starten wir jetzt mal mit dem. Vor vier Jahren ist dann das Konzept entstanden. Also habe ich angefangen zu schreiben und habe mich dann mit einem Produzenten zusammengenommen. Und jetzt, dieses Jahr, nach vier Jahren, ist die erste Sendung ausgegangen. Das ist eigentlich schon im Februar, oder? Ja. Ja.
- 52:55Doch, Februar. Nein, stimmt nicht. Ostern. Aber ich glaube, im Februar habe ich mir als erstes etwas dazu gepostet. Das kann gut sein. Aber Ostern ist die erste Sendung. Ich bin, als ich recherchiert habe, wie ist es, deine Sendung zu sehen?
- 53:09Hey, grossartig. Weil es war mega auf und ab mit dieser Sendung. Wenn du, das weisst du ja du selbst als Unternehmer, wenn du selbst von null auf etwas auf die Beine stellst, hast du Höchstes und Tiefstes und Höchstes und Tiefstes. Und wie viele Male habe ich dann gefunden, ich schmeisse alles hin. Für nichts, für nichts so viel Zeit drauf gewählt. Und plötzlich so, nein, jetzt nehmen wir es wieder vor. Komm, jetzt nehmen wir nochmal. So, warte. Genau das. Was ist denn die treibende Kraft, um zu sagen, ich mache jetzt weiter?
- 53:38Wieso hast du dich nicht an die Arme geschmissen? Das ist lustig. Ich weiss, das ist eine sehr gute Frage. Ich hatte das irgendwie schon immer, diese treibende Kraft. So, dass ich jetzt einfach mein Ding mache und ich erreiche das, ich will das. Das ist für mich auch so ein bisschen Leben.
- 53:54Wenn ich mir vorstelle, ich habe einmal bei der Versicherung gearbeitet, nachdem ich Englisch gelernt habe, bei der CSIS-Versicherung. Und ich habe 9-to-5 immer das Gleiche gemacht, also als Sachbearbeiterin. Einfach irgendeinen Job gemacht, um Geld zu verdienen. Mir ging es so schlecht in dieser Zeit. Und ich werte das ja überhaupt nicht, weil für andere Leute ist das der normale Alltag und das ist voll fair enough.
- 54:17Aber ich muss etwas haben, das mich ... Eben auch das Selbstständige sein. Und dann läuft es wieder hin, dann läuft es wieder. Das ist für mich ein Leben. Aber was mich antreibt, ich bin einfach sehr ehrgeizig. Ich will Grosses erreichen. Was willst du erreichen?
- 54:34Ich will eine der besten Moderatorinnen der Schweiz sein. Aber was heisst die beste? Ich will einfach gut sein in dem, was ich mache. Und ich moderiere. Also ich möchte gut sein im Moderieren. Ich will viel Geld verdienen. Das habe ich auch schon immer gesagt. Was ist viel Geld? Das ist eine gute Frage.
- 54:53Ich will viel Geld verdienen, damit ich nicht nur mein Leben schön gestalten kann, sondern auch das Leben von anderen. Damit ich für meine Familie Sachen machen kann, spenden kann, mich für Charity-Sachen einsetzen kann.
- 55:12Geld ist ja wie Energie, die du einsetzen kannst für gewisse Dinge. Ja. Darum möchte ich gut viel verdienen. Das ist auch so. Das manifestiere ich. Ja. Und möchte glücklich sein. Das...
- 55:30Selbstständig zu sein, das macht mich glücklich. Das macht mich und ich glaube, das würde mich auch immer glücklich machen. Ich glaube auch, dass mal, es werden sicher auch wieder andere Lebensabschnitte kommen. Mit Familie, ich will nicht mal Familie haben und so. Aber so, dass meinen Beruf, meine Berufung würde ich immer haben und auch als Mutter möchte ich weiterarbeiten. Aber Lynn. Tell me. Du hast noch keine Summe gesagt.
- 55:52Oh Mann! Hast du gedacht, du kommst davon? Also, ich werde Millionärin. Ja. Dürfen wir es manifestieren? Sicher. Ich werde Millionärin. Ja, es ist ja, eigentlich ist ja, beim Geld ist es ja genau das Gleiche wie bei deiner Manifestation für Hallenstadion. Es ist ja klar, du musst ja wie, also ich glaube, du musst klar das Ziel vor Augen haben. Kann sich das ändern? Ja, sicher und soll und ist auch gut. Aber ich glaube, es ist wie so wichtig, dass du diese Zahl hast. Mhm.
- 56:22Die muss ich mir aber ganz klar glauben, wirklich auch nochmal ganz konkret überlegen. Ich habe schon so meine Jahresgehalte, die ich mir tue, meine Ziele und so. Aber das teile ich jetzt da auf. Nein, ist okay. Doch, das habe ich schon, so meine Jahresgehalte. Aber ja, Geld bedeutet für mich Freiheit.
- 56:44Ja, Geld ist Freiheit. Freiheit. Unabhängigkeit. Freiheit. Und wenn du das noch verdienen kannst oder mit etwas machen kannst, das ist für mich zurück zu der Erfüllung. Das erfüllt mich mega fest. Ja. Und Freiheit erfüllt mich auch mega fest. Und Freiheit ist wieder Selbstständigkeit. Selbstständigkeit ist Freiheit.
- 57:07Es fühlt sich nicht immer so an, aber eigentlich ist es so. Wie viele Male hast du dich... Ich frage dich, ich habe mich das ganz oft gefragt. Wie viele Male hast du dich gefragt, so, ich habe mich jetzt selbstständig gemacht, weil ich mich freier sein möchte. Und dann merkst du, dass du eigentlich viel mehr musst schaffen als vorher, dass du nicht kannst... Also ich weiss es nicht, es ist jetzt bei mir... Nochmal. Sechs Wochen... In Ferien. Sechs Wochen in Ferien gehen oder was auch immer. Also...
- 57:35Es gibt immer wieder Phasen, wo ich denke, warum genau mache ich das? Warum arbeite ich so viel und weiß auch nicht. Ich kann dann auch konkret nicht planen, weil ich immer so bin, ich weiss es noch nicht, kann es noch nicht jetzt sagen, weil vielleicht kommt dann ein mega grosser Job rein und so. Ja, das musst du dir verpassen. Ja nein, jetzt komm. Mittlerweile wissen meine Familie und Freunde es und finden es auch voll okay und wissen, dass mir das mega wichtig ist.
- 58:04Ja. Aber ähm... Ja. Wirst du Support sein von Family und Friends in der Selbstständigkeit? Oder wo du gesagt hast, ich mache jetzt das?
- 58:16Der Support war immer gross. Meine Eltern sagten immer, mach das, was dir gut tut. Was du gerne machst. Aber als ich gemodelt habe, das passt eigentlich zu meinem Weltbild, da hatten sie schon ein wenig Mühe, weil sie immer fand, du kannst mehr. Du kannst mehr als einfach das Modeln und schön aussehen. Du kannst mehr machen, bis zu deiner Sozialkompetenz. Und mit dem hatten sie am Anfang ein wenig Mühe.
- 58:43Ich fand dann immer, dass es ein Schritt war. Ich hatte immer das Gefühl, ich modele jetzt. Irgendwann geht es dann weiter, vielleicht mal Richtung Schauspiel oder Moderation. Irgendwann kann ich meine Personality auch wiederholen. Aber im Moment ist es das Modeln.
- 58:58Aber dort war es nicht immer einfach, vor allem mit meiner kleinen Schwester, die bei NGOs arbeitet und dementsprechend auch Body Positivity und das Schönheitsideal auch brechen will. Dort hatten wir viele Diskussionen.
- 59:16als ich bei dieser Modelszene war und sie mich beobachtet hat. «Eline, iss normal! Du issst weniger.» Und ich so «Nein, stimmt gar nicht!» «Du musst nicht perfekt aussehen, was ist schon perfekt?» Wir haben viel diskutiert zusammen. Was aber gut und schön im Gespräch ist. Was natürlich super ist.
- 59:32Und auch, als ich angefangen habe mit Social Media und früher noch für breite Werbung gemacht habe, wo sie mich dann auch ein wenig konfrontiert hat. «Willst du wirklich für dieses Unternehmen Werbung machen? Weisst du, was in diesem Unternehmen wirklich passiert? Dass andere darunter leiden und Kinder haben? Blablabla.» «Ja, finde ich aber geil. Finde ich super.» «Finde ich auch geil. Finde ich auch geil.» «Super.» «Also, ich liebe es auch jetzt noch mit dir zu diskutieren.» «Ja, du brauchst jemanden, der ein Gegenpol hat.»
- 59:55Weil sonst hast du ja immer nur deine Sicht und deine Perspektive. Und jemand, der das ein bisschen brechen kann, andere Perspektiven liefern kann. Mega wertvoll. Mega wertvoll. Schar aus, meine Schwester. Wie heisst sie? Noemi Grütter. Noemi? Sie ist der Boss. Sie ist der Boss. Sehr schön.
- 1:00:11Ja, nein, sie ist meine grösste Kritikerin und wir haben eine sehr spezielle Beziehung. Wir sind sehr verschieden, aber gleichzeitig auch sehr nah und sehr gleich. Also wir haben natürlich genau den gleichen Wert. Ich glaube, ich bin einfach von unseren Werten. Allgemein, wenn wir von der Familie sprechen, habe ich vielleicht mehr ausprobiert und mal ein bisschen Modell gewählt. Jetzt bin ich wieder ein bisschen mehr zurückgekommen, aber ich habe einen Jump gemacht.
- 1:00:37Mal ein bisschen raus. Genau. Und jetzt spüre ich einen mega schönen Support von meiner Familie, weil sie, glaube ich, auch spüren, dass ich jetzt wirklich auf dem richtigen Weg bin. Also ich bin, oder angekommen bin, sagen wir es so, beruflich. Jetzt eigentlich schon länger. Und da sind sie mega supportive. Jetzt auch mit meinem Projekt «Abnormal» haben sie mich auch mega supportet, weil sie das cool finden. Ja. Und wissen ja, wie das war, in einer Kommune zu leben und so. Ja.
- 1:01:00Wie lange läuft das? Das waren mal zwei Sendungen. Vier Jahre für zwei Sendungen. Siehst du? Aber eben mit Sponsoren suchen. Und dann ist es noch ein spezielles Thema. Und der richtige Sender und das richtige Format. Ja, es hat wirklich Zeit gebraucht. Aber wir haben sehr gute Zuschauerzahlen.
- 1:01:22Mit denen sponsern wir jetzt Twitter. Es hat ein Megapotenzial. Und auch das Feedback der Leute ist so gut. Ich machte ein Public Viewing und die Leute begannen zu diskutieren. Wir hatten eine Geschichte von einem Mehrgenerationenhaus. 16 Menschen, die zusammen in einer grossen Villa leben.
- 1:01:40Nachhaltig im grossen Garten, Selbstversorger und spirituell und so. Mit so Morgenkreis-Check-Ins. Etc. Und dann hatten wir noch eine Geschichte mit einem polyamorösen Paar. Drei Menschen, die zusammenleben. Alle non-binär. Und neben dieser Dreierbeziehung... Du siehst schon, die meisten, wenn ich die Geschichte erzähle, sind so... Hä, warte, was? Nochmal von vorne. Ich habe fast nicht folgen können. Jetzt habe ich Sachen gezahlt. Also, zu den polyamorösen... Weisst du, was Polyamorie ist? Ähm, lieben alle miteinander.
- 1:02:09Nein, also du liebst mehrere Menschen. Wenn du polyamor wärst, dann würdest du mehrere Menschen lieben. Auf einmal. Ja. Nicht nur mit mehreren Menschen sexen oder zusammen sein, sondern lieben. Welche lieben? Lieben. Und das sind polyamoröse Menschen, die lieben mehrere Menschen. Also Liebesbeziehungen? Liebesbeziehungen. Weil ich liebe ja auch mehrere, ich liebe ja meine Frau mehr. Aha, auf eine romantische Art. Auf eine romantische Art, okay. Liebesbeziehungen. Ja. Und das Pärchen, das man kennt, das sind drei Menschen, die sind non-binär, darum sage ich Menschen. Das heisst, ich...
- 1:02:39Manchmal fühlen sie sich als Mann, manchmal als Frau, manchmal als neutraler Mensch. Sie sind non-binär. Ja. Und neben dieser Dreierbeziehung, zwei davon sind verheiratet, muss man sagen, haben eine
- 1:02:56Und neben dieser Dreierbeziehung haben sie jeweils weitere Beziehungsmenschen. Also sie sind nicht nur das Dritte in dieser Beziehung, sie haben eigentlich exklusiv die Dreierbeziehung, aber neben dieser Dreierbeziehung hat es zum Beispiel Mael, hat noch weitere Beziehungen und liebt noch weitere Menschen, anstatt nur die zwei von dieser Beziehung. Das war mega spannend.
- 1:03:17Ich bin wirklich eingetaucht in diese Geschichte und habe Fragen gestellt. Es war wirklich ein mega spannender Dreh. Ich könnte jetzt auch ganz viele Fragen stellen. Ja, eben. Thema Besitz, Eifersucht. So Themen. Love it. Mega. Mega. Mega. Super spannend.
- 1:03:34Ui, crazy. Ja, genau. Und darum, meine Familie hat mich in dem mega supportet, weil sie so gefunden haben, ja, wir sollten ja genau über solche Themen reden und das auch zeigen, dass es das in der Schweiz gibt und dass es ganz viele Geschichten gibt, die eben unkonventionell sind. Und der Titel «Abnormal», weil wir spielen ein bisschen mit dem, was ist schon normal. Was ist abnormal? Gibt es abnormal? Für dich ist abnormal das und das, für mich das und das, aber...
- 1:04:00Für andere ist das ganz normal. Darum spielen wir mit diesem Titel. Aber wir wollen nicht werten, denn jeder soll so leben wie er will. Gibt es eine dritte Folge? Ja, wir sind jetzt in Planung. Geht es aber auch wieder so lange? Ich hoffe es nicht. Das Ziel ist, zu manifestieren, dass Anfang 2026 die nächste Staffel herauskommt.
- 1:04:28Machen wir. Machen wir. Hammer. Ja, das ist ein mega herzendes Projekt. Und das war wirklich für mich so schön. Ein Projekt, das ich aus dem Boden gestampft habe. Ja, du selber. Einfach im Fernsehen zu sehen. Und dann noch so ein für mich spannendes Projekt und cooles Projekt und ein wichtiges Projekt mit wichtigen Geschichten. Und das so erfolgreich war. Ja.
- 1:04:50Ja, das ist mega schön. Und genau in diesen Momenten denke ich immer wieder so «Ich liebe meine Selbstständigkeit, ich liebe das, was ich mache.» Weil ich einfach können für diese Zeit investieren und einfach eine Sendung kreieren können. Klar, mit Hilfe, mit Support, mit Leuten. Ja, klar. Wie viele Leute sind da involviert in einer Sendung?
- 1:05:10Der Produzent, bei dem habe ich die Sendung richtig aufgeleisten. Dann hast du noch Tonmenschen, Kameralien, natürlich auch die Leute vom Sender, mit denen wir einen engen Kontakt hatten, Blutv, Swisscom TV. Ja, so.
- 1:05:31Ich weiss, dass du nachher weiter musst. Du hast gesagt, du musst los. Darum... Ich habe noch stundenlang mit dir gesprochen. Es wird mega, mega spannend. Ist es sehr schnell rumgegangen? Schau mal, wir sind schon Stunde 10. Was? Ja, ich sage dir das. Aber wir sind noch nicht ganz fertig. Also erzähl. Ich muss dich trotzdem berühren. Sicher. Es kommt noch eine Schnellführerrunde auf dich zu.
- 1:05:52Okay. Okay, schnell vier Runden. Ja, sie heissen so, aber ehrlicherweise geht es meistens einfach nicht so schnell. Muss ich etwas beachten? Nein, du kannst einfach beantworten. Es sind ein paar Fragen, du kannst einfach beantworten. Weisst du, der geht aus dem Herz, aus dem Mund. Genau. Der Moment, wo du gewusst hast, ich bin Moderatorin. Nein.
- 1:06:21Bei Meta-News oder auch bei Touch the Air. Also das erste Mal auf der Bühne. Dort war es so, ich bin Moderatorin. Geil! Okay, sehr schön. Live-TV oder Event-Bühne? Was pusht dich mehr? So schwierig. Oh Mann. So schwierig. Ich mache beides so gerne. Sorry, ich habe mich nicht entschieden. Nein, also ich entscheide mich. Ich sage...
- 1:06:52Events. Weil du dort die Leute noch ein wenig spürst. Aber ich liebe auch Live-TV. Es ist wirklich ganz schwierig. Du hast ja vorhin gesagt, wegen den Menschen, anderen Energien. Ja, und du spürst sie und irgendwie... Genau. Voilà. Schön. Gut. Super. Wir haben doch vorher über Panne geredet. Eine, die du niemals vergessen wirst.
- 1:07:10Das sind wirklich die, die meine Karten abgeholt haben, als ich sie wieder auf der Bühne aufgenommen habe. Und sie waren völlig nicht mehr in dieser Ordnung. Und ich habe mir dann gedacht, «Scheisse, was mache ich jetzt?» Das ist wirklich so eine der grössten Pannen. Und eines ist beim Masked Singer Switzerland. Da durfte ich für «Stimm und Roll» im Backstage Promis interviewen. Und dann ist mir der Absatz abgefallen.
- 1:07:34Ich hatte so stegelnde Schuhe und dann ist mir ein Absatz einfach abgefallen. Aber es war zum Glück keine Live-Sendung. Ah, es ist auf. Sehr gut. Lynn, dein Quick-Tipp für mehr Klasseheit an Stage?
- 1:07:52Schnufen. Schnu-u-u-fen. Ich mache immer, bevor ich auf die Bühne gehe, meine Atemübungen. Manchmal, wenn es schnell gehen muss, dreimal, wenn ich genug Zeit habe, zehnmal ein- und ausatmen. Mit beiden Beinen am Boden auf der Bühne stehen. Die Wurzeln spüren, eben den Boden spüren. Und versuchen, in seiner Bauchstimme zu bleiben, denn so kommst du automatisch in Ruhe.
- 1:08:16Anstatt du bist schnell am Hass zu lernen und willst schnell reden, in der Bauchstimme. Und wie holst du die Bauchstimme? Mit «Mhm». Da ist sie. Das habe ich wirklich gelernt aus dem. Sehr gut. Ich habe ganz viele Sachen, die ich heute nicht mitnehme. Cool. Abnormal. Ein lebender Entwurf oder etwas, das dich nachhaltig verändert hat?
- 1:08:40Es hat mich vielleicht nachhaltig ein bisschen verändert, weil ich nochmal offener geworden bin. Und nochmal interessierter unkonventionellen Lebensformen gegenüber. Schön. Okay. Ein Ratschlag, der dich persönlich besonders berührt hat? Schon so... Dass man einfach... Also, den eigenen Weg zu gehen.
- 1:09:09und aufhören, sich vom Aussen beeinflussen zu lassen. Sondern einfach straight forward. Hat dir das jemand gesagt? War es ein Ratschlag, den du mitbekommen hast? Ich glaube von diversen Persönlichkeiten. Von diversen Menschen. Ich kann es nicht jemandem herauspicken. Aber es ist das, was mich führt. Ich gehe meinen Weg. Und ich nehme mir sehr gerne die Meinung anderer Leute an, aber es ist mein Weg.
- 1:09:39Ja, schön. Wie definierst du heute Erfolg? Für mich persönlich? Erfolg ist für mich persönlich, dass ich meine Berufung leben kann. Dass ich von meiner Berufung leben kann. Und dass ich jeden Morgen extrem gerne aufstehe und mich auf den Tag freue. Das ist für mich Erfolg.
- 1:10:09Ja. Ja. Sehr schön. So sollte es auch sein. Mhm. Eine Eigenschaft, die dich ab und zu in Schwierigkeiten bringt? Perfektionismus. Da ist er. Da ist er, der Perfektionismus. Ja, ich bin recht perfektionistisch im Beruf, was vor allem früher so ein bisschen schwieriger war. Ja.
- 1:10:34Weil ich eben bei Moderationen teilweise so perfektionistisch bin. Und dann ist vielleicht etwas nicht so gelaufen, wie ich das geplant habe. Und dann... Das war für mich so mühsam. Und ich bin immer noch perfektionistisch, aber ich glaube, das hat mich auch so weit gebracht. Wo ich jetzt bin. Und darum ist es auf eine Art okay, aber manchmal nervt es mich auch immer noch. Und ich finde so, jetzt chill mal. Niemand interessiert. Niemand. Wir haben nur noch zwei. Okay. Und zwar... Abgesehen vom Moderieren, was machst du sonst am liebsten?
- 1:11:06Sport in der Natur. Was ist Sport?
- 1:11:09Im Winter habe ich angefangen lang zu laufen, Skifahren. Langlaufen ist doch mega schwierig. Es ist sehr streng. Oh mein Gott. Ja, es ist sehr streng. Ich habe mich schon umgeholt. Es ist ein paar Mal. Es ist schon so viel. Ja, ja, voll. Aber es macht mir mega viel Freude, weil es wirklich auch Sport ist. Es ist Sportsport. Skifahren ist eher so ein bisschen Fun, Spass. Ja. Aber so lang zu laufen ist wirklich so ein halber Tag, ja, ein, zwei Stündchen am Tag lang zu laufen. Das gibt mir mega viel. Und sonst wandern tue ich mega gerne. Ja.
- 1:11:38Spazieren, Joggen, draussen in der Natur. Ich habe angefangen Gravel-Biken mit dem Velo. Gravel-Biken? Das Gravel-Bike ist wie ein Mix von Mountainbike und Renn-Velo. Und es hat etwas dickere Räder, aber trotzdem kannst du mit dem auf die Strasse. Das ist recht cool, ist mega Trend geworden jetzt. Okay. Ja. Also ja, Natur und sonst mit meinen Liebsten zusammen sein. Das ist alles, was zählt.
- 1:12:02Sehr schön. The last one. Okay, jetzt bin ich gespannt. Was heisst Momentum für dich? Momentum heisst ein Podcast. Was heisst es für dich?
- 1:12:12Ich habe es vorhin kurz analysiert, bevor du noch am Einstellen warst. Ich dachte, ich soll jetzt fragen. Und ich so, nein, eigentlich ist es für mich klar. Es ist der Moment. Jetzt. Momentum. Und es ist so kraftvoll. Es hat mich gerade so beruhigt. Momentum. Jetzt ist einfach der Moment. Und er ist einfach schön, wie er ist. Und
- 1:12:34Das ist das Momentum. Schön. Was bedeutet das wirklich? Hey, für jeden bedeutet das, was es bedeutet. Für mich ist das... Gibt es das Wort überhaupt? Momentum ist im Latinischen, ja. Und was heisst es im Latinischen? Momentum. Momentum heisst Bewegung. Etwas in Bewegung bringen ist das Momentum. Okay. Ja. Also es hat gar nichts mit Moment zu tun?
- 1:12:58Ja, doch eigentlich schon. Weil die Bewegung ist ja im Moment bewegt. Ja, das stimmt. Der Moment ist ja jetzt wieder weg. Genau. Es ist ja immer spannend. Ich glaube, in der Finanzwelt wird es ein Momentumreiten gebraucht. Wenn es um Aktien geht, dann hat man auch jemanden von der Finanzwelt, der das lernt. Es gibt sehr viele verschiedene Interpretationen. Aber für mich ist es auch ein Momentnutzen.
- 1:13:28Ich habe ein Buch von meinem Vater bekommen. Es heisst «Heute ist mein bester Tag». Dort habe ich das ein paar Mal gelesen. Ich dachte, ja, ist okay. Wie hast du dich entschieden, zu meinem Podcast zu kommen? Du entscheidest, wir hatten ja früher einen Podcast. Ich habe dort zwei, drei Folgen von Leuten gesehen, die ich kenne. Ich fand, sie haben das mega gut gemacht. Du analysierst die Leute so richtig und kommst mit guten Fragen.
- 1:13:59Und dann habe ich mal angefangen, eine Folge bei «Du entscheidest» und habe immer wieder mal ein bisschen drüber gehört. Und als du mir dann geschrieben hast, jetzt auch mit «Momentum», habe ich gefunden, ja, es war so eine Intuition. So, ja, doch, bin ich gerne dabei. Sehr schön. Freue mich sehr. Ich finde, du machst es mega gut. Danke vielmals. Sehr gerne. Also, same to you. Danke vielmals.
- 1:14:16Wenn das von einem Profi sagt, dann ist es natürlich sehr, sehr schön. Profi zu Profi. Helene, es war mir eine riesen Freude. Du hast eine Kamera. Falls du noch etwas deiner Community mitgeben willst, ist es your stage. Stage is yours. Thank you.
- 1:14:40Ja, ich glaube, was ich Ratschläge, die mir mitgegeben wurden, und die ich mir mittlerweile selber gebe, ist einfach, folgt euch dem Puff, man sagt Puff eng auf Englisch, oder? Ja. Folgt euch dem Weg und hört auf andere Meinungen, auf andere Leute, aber ihr wisst ganz genau, was ihr wollt und wohin ihr wollt. Und geht einfach diesen Weg und er wird euch schon richtig führen. Das ist das, was mich hierhin gebracht hat, wo ich jetzt bin. Und ich glaube, da kommt noch etwas dazu.
- 1:15:09Wir sind gespannt darauf. Das Wort zum Freitag. Das Wort zum Freitag, genau. Sehr schön. Helene, es war mir wirklich eine riesen Freude. Schön, dass du da warst. Ich glaube, du bist eine sehr inspirierende Person. Wir haben darüber gesprochen, welche Gäste zu mir im Podcast kommen. Das sind inspirierende Menschen mit inspirierenden Geschichten. Ich glaube, das ist eine sehr schöne Geschichte.
- 1:15:28Ich glaube, das sind sehr schöne Werte. Und ich glaube, diese Werte lässt du auch extrem in deiner ganzen Arbeit einflussen. Ob das Kooperationen sind, ob das Moderationen sind, ob das ist, wie du dich gegenüber anderen gibst. Du bist da reingekommen, du bist ein strahler Mensch. Das ist ganz, ganz schön. Also danke vielmals für die Energie, die du da heute gebracht hast. Danke, dass du da warst. Und ja, es war mir eine riesen Freude. Danke vielmals, Kevin. Danke vielmals. Tschüss zusammen.
- 1:15:55Und auch an dieser Stelle bei euch, danke, dass ihr wieder zugeschaut habt bei Momentum, deinem Podcast, der inspirierende Menschen inspirierende Geschichten erzählt. Heute konnten wir das wieder abdecken. Danke vielmals an dieser Stelle. Und ihr kennt das Game. Da unten gibt es ein paar Knöpfe. Der eine ist zum Abonnieren. Ist natürlich immer sehr schön, wenn wir hier unsere Abonnentenzahlen können vergrössern. Und der andere ist das Glöckchen, dass ihr ja nichts mehr verpasst, wie solche Geschichten von Linn. Darum danke vielmals, seid ihr dabei gewesen. Alles Gute und bis bald.
- 1:16:25Tschüss. Sehr gut. It's a wrap. Super. Mega lässig. What? Wie schnell ist die Zeit umgegangen? Was ist für eine Zeit?